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Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
Mühldorf-TV ist ein Projekt der Margha GmbH >
Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
Josef J. Pöllmann ist Mitglied im Deutschen Presse Verband
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Das gabs 2008 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im August 2006 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
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Hitze zu Ende: Waldbrandkontrolle der Rettungsfliegerstaffel 31 02.08.06
Fast drei Wochen Hitze haben wir nun hinter uns. Da haben wir uns gedacht, Bilder von so einem ergiebigen Regen können uns allen gut tun. Umso mehr, als das keine Bilder aus dem Archiv sind, sondern vom vergangenen Samstag....

Vorher hatten wir aber die Gelegenheit, bei den Vorbereitungen zu einem Waldbrandkontrollflug des Katastrophenschutzes des Landratsamts zuzuschauen. Die Wetterstation am Flugplatz Mößling zeigte in einer Höhe von 2 Metern über dem Boden 32°C und in 3 cm über dem Boden sogar 38,1°C an. Diese Temperaturen zusammen mit nur 31% Luftfeuchtigkeit über längere Zeit hinweg steigern die Gefahr von Waldbränden erheblich.
In dieser Situation ordnen die Behörden Kontrollflüge an
Martin Wieser vom Landratsamt Mühldorf ist ausgebildeter Waldbrandbeobachter. Zusammen mit einem erfahrenen Piloten des Fliegerclubs Mühldorf überwacht er fast den ganzen südostbayerischen Raum. An diesem Tag führte sein Kontrollflug über Altötting, Garching, Waging, Bad Reichenhall bis nach Berchtesgaden und zum Königssee und dann zurück über Ruhpolding, Traunstein, Wasserburg, Haag und Neumarkt St. Veit.

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Ausbildungsplatztour mit Stephan Mayer
Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer lud kürzlich Jugendliche auf Ausbildungsplatzsuche zu einer „Ausbildungstour“ ein. Die Einladung war in Tageszeitungen in den Landkreisen Mühldorf und Altötting publiziert worden und an die Schulen verschickt worden, deren Abgänger Ausbildungsplätze suchen. Es nahmen 15 Jugendliche an der Tour teil. Außerdem waren Ingrid Heckner, die Landtagsabgeordnete des Kreises Altötting, Eva Köhr, stellvertretende Landräting, Vertreter der Industrie- und Handelskammer, der Bundeanstalt für Arbeit, des Landratsamtes Mühldorf und zahlreiche Pressevertreter gekommen – zusammen 13.
Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer begrüßte die Teilnehmer in den Räumen der Handwerkskammer in Mühldorf.
Er meinte, er hätte zu diesem außergewöhnlichen Mittel gegriffen, da sich die positive Entwicklung in der Wirtschaft, die ein Wachstum von fast 2% erwarte, noch nicht auf dem Ausbildungsmarkt niederschlagen würde. Gerade bei uns in der Region stelle sich die Situaiton noch dramatischer dar als im vergangenen Jahr. Deshalb wollte er helfen, Kontakte herzustellen zwischen Ausbildungsplatzsuchenden und den Betrieben. Die Ausbildungstour solle aber auch einen Appell an Industrie und Handwerk sein, wieder mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Auch dann, wenn sie in der Vergangenheit nicht nur gute Erfahrungen gemacht hätten.
Es müsse sich das Bewußtsein wieder durchsetzen, daß Ausbildung ein Selbstzweck der Betriebe sein muß, nämlich sich die Mitarbeiter wieder selbst heranzubilden.
Er hätte aber auch alle Stellen eingeladen, die den Jugendlichen zur Seite stehen würden um sich richtig zu bewerben und die jeweiligen Verzüge auch gewinnbringend darzustellen.
Eva Köhr wies darauf hin, daß auch das Kreisjugendamt eine Vermittlungsstelle für Ausbildungsplätze betreiben würde.
Abgeordnete Ingrid Heckner appellierte an die Jugendlichen, nicht auf einem Berufswunsch zu bestehen, wenn sich jetzt gerade keine Gelegenheit dafür böte. Vielmehr solle jede Chance genutzt werden, ins Berufsleben einzusteigen. Wechselmöglichkeiten gäbe es immer und Doppelausbildung mache den Arbeitnehmer zusätzlich interessant für Arbeitgeber.
Nachdem Franz Ertl die Rolle der Handwerkskammer im Dualen Ausbildungssystem vorgestellt hatte, erhielten die Jugendlichen zunächst Gelegenheit die Lehrwerkstätten der Handwerkskammer zu besichtigen. Hier wird Auszubildenden Wissen vermittelt, das der einzelne Ausbildungsbetrieb nicht anbieten kann, weil er zum Beispiel bestimmte Techniken nicht anwendet, die Maschinen nicht einsetzt, die heute im gewählten Beruf zum Standard gehören oder auch nur nicht in allen Technikfeldern agiert, die zum Berufsbild gehören würden.
Danach ging es mit dem Bus zu Netzsch Mohnopumpen nach Walkraiburg.
Nach der Besichtigung des neuen Werkes im Industriegebiet, wo die Komponeneten für die Pumpen gefertigt werden. Die Ausbilder erläuterten die einzelnen Herstellungsschritte für die Bestandteile der Pumpen und erklärten den Jugendlichen die Vielfältigkeit der Tätigkeiten, für die das Bedienpersonal geschult sein muß.
Geschäftsführer Fritz Kleinert selbst führte die Besuchergruppe durch Werk 1 wo die Bauteile auftragsbezogen zu Pumpaggregaten zusammengebaut werden.
In einem kleinen Vortrag stellte er die Firma vor, die mit drei Standorten weltweit präsent ist und mit 1200 Mitarbeitern insgesamt ca. 120 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. Obwohl in Waldkraiburg von den 411 Mitarbeitern bereits 41 Auszubildende sind erklärte Fritz Kleinert spontan, daß er für die Anwesenden zwei weitere Ausbildungsplätze bereitstellen würde. Dies wäre der besondere Beitrag von Netzsch zur Lösung des Lehrstellenmangels.
Am Nachmittag besuchte Gruppe die Töginger Firma Baierl&Demmelhuber, ein Handwerksunternehmen, das – obwohl erst in den 80er Jahren gegründet – europaweit tätig ist. Karin Demberger, Assistentin der Geschäftsleitung führte die Gruppe durch die Werkstätten des Betriebs. Im Gegensatz zum Industriebetrieb Netzsch handelte es sich hier um einen Handwerksbetrieb, der viele baurelevante Gewerke unter einem Dach beherbergt. Baierl&Demmelhuber beschäftigt Schreiner, Schlosser, Maler, Trockenbauer und andere.
Auch hier zeigte sich schnell, daß Hich-Tech-Maschinen eingesetzt werden, deren Bedienung ernormes Können voraussetzt. Die Anforderungen an das Können der Mitarbeiter wäre heute wesentlich höher als noch vor 20 Jahren, meinte Karin Demberger.
Die Ausbilder Thomas Bumberger und Herbert Brunnmeier erläuterten abschließend, wie die Jugendlichen Fehler bei Bewerbungen vermeiden könnten, und worauf sie besonders Wert legen würden. Sie rieten jedem Bewerber, erst einmal ein Parktikum zu machen. Dadurchwürden sie sich dem Betrieb empfehlen und der Einstieg würde ihnen viel leichter werden.
Stephan Mayer sagte uns dann:
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Wie weit ist die Autobahn A94? Besucher auf der Baustelle
Ende November soll das Teilstück der Autobahn A94 dem Verkehr übergeben werden, das wir als Umfahrung Mühldorf kennen.
Nun gab es gleich mehrere Gelegenheiten, sich über den Stand der Arbeiten zu informieren. Die Zufahrt zur provisorischen Autobahnmeisterei war gar nicht so einfach zu finden, der Weg dorthin ändert sich beinahe täglich, so intensiv wird derzeit gearbeitet.
Bürgermeister Günther Knoblauch hatte als Vorsitzender des Vereins Ja-zur-A94 in die provisorische Autobahnmeisterei nach Stenging eingeladen, wo Eberhard Meisel die Autobahn und den Baufortschritt vorstellte. Gegenwärtig würde die Tragschicht auf die Fahrbahn im Bereich von Mettenheim aufgebracht. Eberhard Meisel faßte die Kernzahlen des Abschnitts II – der Umfahrung Mühldorf wie folgt zusammen: Erdbewegung: 1 Million Kubikmeter, Grundbedarf 81 ha, Baukosten 57 Millionen EURO, 9,2 Millionen EURO Grunderwerbskosten. Die Erdarbeiten wären größtenteils abgeschlossen, lediglich die Anbindung der Autobahn an die B12 im Bereich Ampfing werde noch hergestellt. Auf weiten Strecken werde bereits an Randsteinen, Leitplanken und der Entwässerung gearbeitet.
Auf der Baustelle konnten die Teilnehmer zuschauen, wie die Tragschicht auf die Fahrbahn aufgebracht wurde, bei der Hitze wirklich keine leichte Arbeit.
Später sagte uns Eberhard Meisel:
Am nächsten Tag fand sich in Stenging die sogenannte Ostbayernrunde des Deutschen Bundestages ein, zu der Klaus Hofbauer aus Cham, Andreas Scheuer aus Passau, Max Straubinger aus Rottal-Inn, Bartholomäus Kalb aus Deggendorf und Stephan Mayer aus Altötting gehören. Außerdem waren Dr. Marcel Huber und Ingrid Heckner aus dem Bayerischen Landtag vertreten. Behördenseits fanden sich Reinhrad Entorf, Leiter der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatministerium des Innern und Paul Lichtenwald, Direktor der Autobahndirektion Südbayern ein.
Nachdem Paul Lichtenwald den Streckenabschnitt der Autobahn vorgestellt hatte, der jetzt gebaut wird, beschrieb er den Sachstand beim Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof. Er teilte mit, daß der Termin für die Entscheidung dieses Gerichts auf 14. September festgelegt worden wäre. Nachdem – wie berichtet – der Generalanwalt der Verteidigungsargumentation der Staatsregierung gefolgt wäre, ist davon auszugehen, daß die Autobahn weiter auf der Trasse Dorfen gebaut werden könnte. Er erklärte auch, daß die Planungsarbeiten für bestimmte Teilstücke in Niederbayern und besonders für den Abschnitt Ampfing – Heldenstein weit forgeschritten wären.
Die Bundestagsabgeordneten erklärten übereinstimmend, daß sie der Autobahn große Bedeutung zumessen würden und auch dafür Sorge tragen würden, daß Geld für den Bau bereitstünde, wenn Baugenehmigungen vorliegen würden. Sie nannten die A94 einen wichtigen Teil EU-Osterweiterung, da sie eine wichtige Ost-Westverbindung für Europa darstellen würde. Außerdem wäre die Autobahn für sie besonders wichtig, da sie die A3 von Deggendorf bis
Passau entlasten würde, die schon jetzt überlastet ist.
Die Abgeordneten bedankten sich für die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen aus und meinten, es würde bei den Bürgern Verständnis für ihre Arbeit wecken, wenn dann doch wieder etwas positives zu sehen wäre.
Auch diese Delegation ließ sich die Asphaltierungsarbeiten zeigen, bevor sie zum nächsten Termin eilten.
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Initiative Airport-Bahn: Schnellstmöglicher Bahnausbau unerläßlich!
Seit Inbetriebnahme des Flughafens im Erdinger Moos leidet unsere Region an der Unzureichenden Verkehrsanbindung an dieses Drehkreuz. Dies betrifft die Reisenden und besonders die Mitarbeiter, die aus unserem Landkreis täglich dorthin pendeln müssen.
Kürzlich lud die Initiative Airport-Bahn Dr. Marcel Huber und Frau Dr. Hildegard Kronawitter die Mitglieder des Ausschußes für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie Landrat Georg Huber und Vertreter des Flughafens München und der Wirtschaft aus dem Chemiedreieck in die Pfalzstube des Maximilianeums ein zu einem parlamentarischen Frühstück ein.
Gekommen waren auch Landrat Erwin Schneider aus Altötting und Landrätin Bruni Mayer aus Pfarrkirchen sowie Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer.
Nachdem Landrat Huber die Anwesenden begrüßt hatte, stellte der die Region vor, deren Interessen die Initiative vertritt, und die er - bezogen auf die Verkehrsinfrastruktur - als vergessene Region bezeichnete: 800.000 Bürger in sechs Landkreisen im Raum Süd-Ost-Bayern bräuchten guten Anschluß an den Flughafen und den Großraum München. Dazu wäre es nötig parteiübergreifend die Sache voranzutreiben – ohne Blick auf ideologische Unterschiede. Nun wäre mit der Umfahrung Mühldorf ein Teilstück der Autobahn A94 vor der Fertigstellung. Leider würde das wichtigste Stück, das der Region Entlastung bringen würde noch einige Jahre auf sich warten lassen. Umso dringender wäre der Ausbau der Bahnverbindung. ............ Auf Grund der schlechten Anbindung des Flughafens wären alle Ortsdurchfahrten ab Dorfen Richtung Flughafen bereits jetzt überlastet – auch ohne die dritte Startbahn am Flughafen. Während vor 25 Jahren in Schwindegg kaum jemand in die Züge nach München eingestiegen wäre, sind es heute 1500 bis 2500 Fahrgäste am Tag. Er selbst hätte als Bürgermeister von Schwindegg Parkplätze geschaffen und für die Bahn geworben, trotzdem wäre das Interesse gering, weil die Züge ab Ampfing bereits voll wären, so wäre das Auto die einzige Alternative. Landrat Georg Huber forderte:
Dr. Bernhard Langhammer stellte die Wirtschaft im Chemiedreieck vor. Er betonte, es würden in diesem Bereich High-Tech-Produkte für Automobilindustrie, Elektronik, Solartechnik und Luft- und Raumfahrt hergestellt. Dabei würde von den Firmen ein Gesamtumsatz von 8 Milliarden Euro pro Jahr erwirtscahftet. Die Region böte alleine in der Chemieindustrie 25.000 Arbeitsplätze und weitere 45.000 Arbeitsplätze im Umfeld der Industriebetriebe. Darunter wären 1000 Ausbildungsplätze. Es wären bislang jährlich 350 Millionen Euro Investitionen getätigt worden. Er wies auch darauf hin, daß Chemietransporte oft auch Gefahrguttransporte sind. Es bestünde die Möglichkeit 30.000 LKW-Ladungen auf die Schiene zu verlagern. Dafür sei die Bahnstrecke München-Mühldorf-Tüßling-Burghausen nicht vorbereitet. Über den Streckenabschnitt Mühldorf-Tüßling würden heute 2,5 Millionen Tonnen Güter jährlich transportiert werden, was 1,5% des bundesweiten Frachtaufkommens darstellt. Er hätte bundesweit die höchste Verkehrsdichte, obwohl die Strecke im Wesentlichen noch vom Anfang des vorigen Jahrhunderts stamme. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Bedeutung forderte auch Dr. Langhammer den Ausbau der Verkehrswege.
Florian Fischer vom vom Flughafen München stellte fest, daß mit zunehmender Bedeutung des Flughafens auch die Probleme der Verkehrsanbindung mehr zu Tage treten. Die Planung für die Verkehrswege wäre schon zu Zeiten der Plaung des Flughafens erstellt worden, sie wurden nur noch nicht umgesetzt.
Er wies aber auch darauf hin, daß die Bereitstellung der Verkehrswege nur einen Teil der Lösung darstellt, wichtig wäre auch, daß Züge später bedarfsgerecht fahren würden, also mindestens im Stundentakt.
Einen Fortschritt würde er darin sehen, daß die Planungsarbeiten für den Bau der sogenannten Marzlinger Spange, die die Bahnstrecke München-Mühldorf an den Flughafen anbindet, nun vom Freistaat Bayern vorfinanziert werden. Die selben Probleme, die den südostbayerischen Raum plagen, würden auch auf den nordostbayerischen Raum zutreffen. Auch von dort kämen Mitarbeiter zum Flughafen und würden mit den selben infrastrukturellen Schwierigkeiten kämpfen.
Auch er hält die genannten Verkehrsprojekte für nötig – auch ohne den Bau der dritten Startbahn.
Abgeordnete Dr. Hildegard Kronawitter berichtete, daß Staatsminister Erwin Huber einige Tage vorher, für die Vorfinanzierung der Planung für die Walpertskirchner Spange und den Ringschluß 25 bis 40 Mio EURO bereitstellen zu wollen, so daß mit einem Planfeststellungsbeschluß für 2008 gerechnet werden könne.
Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer erklärte das Interesse der Bundesregierung an den Projekten, für die bereits Gelder zur Verfügung gestellt wurden. Die Realisierung wäre aber noch nicht in Angriff genommen worden.
In der anschließenden Diskussion betonten die Abgeordneten aller Parteien im Landtag übereinstimmend ihre uneingeschränkte Unterstützung der Initiative Airport-Bahn zu.
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Ehre wem Ehre gebührt! Landrat Huber ehrt die besten Schulabgänger
In den vergangenen Wochen ging die Schule zu Ende. Von verschiedenen Abschlußveranstaltungen haben wir berichtet. Nun lud Landrat Gg. Huber die Besten in die Aula des Beruflichen Bildungszentrums ein um sie nochmals auszuzeichnen.
Landrat Georg Huber begrüßte die Gäst an der Feierstunde und besonders die Schüler und Schülerinnen von Hauptschulen, Gymnasien, Realschulen, FOS und BOS, der Wirtschaftsschule und den Berufsschulen. Er erklärte, die Auszeichnung, die er übergeben werde, stelle nur eine kleine zusätzliche Anerkennung für das Geleistete dar. Sie hätten mit viel Fleiß und Anstrengung außerordentliche Leistungen erbracht. Es wäre ihm eine große Freude und eine Ehre, sie besonders auszeichnen zu dürfen. Sie wären die Zukunft des Landkreises, sie wären die Arbeitnehmer und die Unternehmer von morgen. Ihre Ideen für die Zukunft werden unseren Landkreis, unsere Region, unser Bayern und Deutschland voranbringen. Er drückte seine Hoffnung aus, daß alle eine Lehrstelle oder einen Studienplatz erhalten würden.
Er sagte, sie müssen offen bleiben für das weitere Lernen. Sie sollten mit ganzem Herzen bei der Sache bleiben und offen bleiben für die Herausforderungen des Lebens. Sie sollten nie aufgeben und die anstehenden Probleme schnell lösen.
Er dankte Eltern und Lehrern für ihr Engagement. Als Vorbilder hätten sie den Jugendlichen etwas mitgegeben, das im Berufsleben seine Fortsetzung finden würde.
Im Anschluß sprachen Schulleiter OstD. Ludwig Ecker vom Beruflichen Schulzentrum, Schulamtsleiter Peter Krell, OstD. Konrad Reger vom Ruperti-Gymnasium, Marlene Ramm von der Realschule Haag, Walter Krohe von der Wirtschaftsschule Gester, StD. Rudolf Geier von der FOS/BOS Altötting sowie Kreishandwerksmeister Sepp Eichner, die alle den Absolventen gratulierten und ihnen für die Zukunft alles Gute wünschten. Sie könnten stolz sein, auf das, was sie erreicht hätten. Sie mahnten aber auch, sich jetzt nicht auszuruhen, sondern weiter zu machen und weiter zu lernen, ihre Talente nicht zu verschwenden, sich neue Ziele zu stecken. Sie forderten die Absolventen auf, sich auch außerhalb von Ausbildung und Beruf für die Gesellschaft zu engagieren Sie bedankten sich aber bei allen Eltern und Lehrkräften, die mitgeholfen haben, den Absolventen Rahmenbedingungen zu schaffen, die so gute Ergebnisse ermöglicht hätten.
Anschließend zeichnete Landrat Georg Huber 58 Schüler für ihre herausragenden Leistungen aus, was ihm sichtlich Freude machte.
Für die musikalische Umrahmung sorgten Schüler des Ruperti-Gymnasiums unter Leitung von Studienrat Niebauer.
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Markus Heindlmeier neuer Rektor der GS Mößling
Vor einigen Wochen haben wir von der Abschiedsfeier für Rektor Klaus Brügel von der Grundschule Mößling berichtet. Wir waren ihnen aber schuldig geblieben, wer seine Nachfolge antreten wird. Wir haben Rektor Markus Heindlmeier gebeten, sich kurz vorzustellen, den wir bei seiner Abschiedsfeier in Mettenheim getroffen haben.
Lehrerkollegen, Mitglieder des aktuellen und ehemaligen Elternbeirates sowie Mitglieder des Gemeinderats waren gekommen, um Markus Heindlmeier zu verabschieden.
Bürgermeister Josef Gründl faßte die 10jährige Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Rektor Heindlmeier zusammen und meinte, am Anfang wäre es nicht so einfach gewesen, weil es von Winhöring – dem Wohnort von Rektor Heindlmeier – bis Mettenheim eben weit wäre. Sie hätten aber schnell zusammengefunden und so bedanke er sich für die gute Zusammenarbeit. Es war eine schöne Zeit mit Ihnen betonte Bürgermeister Gründl. Sie hätten gut zusammen gearbeitet aber auch schön zusammen gefeiert.
Abschließend übergaben die Lehrerkollegen Rektor Heindlmeier eine Schultüte mit allerlei Nützlichem, was ihm den Einstieg in die neue Position erleichtern möge.
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Der große Preis von Waldkraiburg
Zum dritten Mal fand auf dem Volksfestplatz in Waldkraiburg der Große Preis von Waldkraiburg statt: Ein Seifenkistenrennen.
Wer allerdings den Begriff „Seifenkisten“ all zu wörtlich nimmt, liegt total daneben: Zumindest in der sogenannten Offenen Klasse waren hochtechnische Fahrzeuge am Start, die mit Einzelradaufhängung, Federung, Spoilern und tollen Bremsen glänzten. Kein Wunder, nahmen doch die beiden Firma TRW aus Aschau und SGF aus Waldkraiburg die Sache ziemlich ernst!
Aber bevor diese Geräte an den Start durften, wurde die Schulmeisterschaft ausgetragen: Mit geliehenen „Kistln“. Bürgermeister Siegfried Klika begrüßte die „Rennfahrer“:
Dann gingen die Schüler der verschiedenen Schulen Waldkraiburgs an den Start.
Uli Lode moderierte die Veranstaltung.
Hoppla, da hätte er wohl noch nicht bremsen sollen!
Uh! Das hat weh getan. Das Kinn aufgeschlagen! Aber aufgeben? NIEMALS! Auch wenn der Geradeauslauf darunter leidet. Na ja, ein paar Tränen sind schon geflossen!
Wie bei den Großen: Zeitnahme per Computersystem.
Natürlich gehören Pokale zu einem Rennen: Die Schulmeisterschaft gewonnen haben: ...

Dann kamen die Kleinen dran: 4-8 Jährige stürzten sich die halbe Rampe hinunter. Stolze Väter feierten Siege und die Mamis mußten Tränen von Verlierern abwischen: Gewonnen hat:
Dann aber die Offene Klasse, in der die Werksteams antraten. TRW und SGF mit ihren High-Tech-Boliden aber auch die Stadtbau mit prominenten Fahrern – und nicht zu vergessen Siggis Rennteam – kämpften um den Sieg. In zwei Läufen hatten jedes Team zwei Fahrer am Start.
Bürgermeister und Teamchef Siegfried Klika meinte:
Trotz hervorragender fahrerischer Leistungen von Inge Schnabl und Horst Stern, reichte es für die Stadtbau nur zum ... Platz. Den Wanderpokal mit nach Hause nehmen durfte diesmal das Team von ... nachdem im Vorjahr das Team von ... gewonnen hatte.
Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr, auf die vierte Auflage des Großen Preises von Waldkraiburg.
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Vernissage im Landratsamt: Renate Wieser zeigt Aquarelle 32 09.08.06
Den Zyklus von Kunstausstellungen im Landratsamt setzt derzeit eine Bilderausstellung fort, die Werke der Münchner Künstlerin Renate Wieser zeigt. Wir waren auf der Vernissage.
Renate Wieser, zu Hause in München und beschäftigt bei der Regierung von Oberbayern, malt seit 1998. Nach verschiedenen Kursen bei Volkshochschulen bildete sie ihr Talent autodidaktisch weiter. Nach Ausstellungen in Öffentlichen Gebäuden in München, in Arztpraxen und in einer Galerie, zeigt sie nun ihre Werke im Landratsamt in Mühldorf. Den Kontakt hergestellt hatte Kreisbrandrat Karl Neulinger.
Landrat Georg Huber, der zunächst die neue Beleuchtung der Kunstwerke vorstellte, die die Gemälde wesentlich besser zur Wirkung kommen lasse, drückte seine Freude darüber aus, daß nun erstmals eine Künstlerin aus der Regierung ausstellen würde, aus einem Personenkreis, dem man üblicherweise kaum Kreativität und Ideenreichtum zubilligen würde. Ein schöner Beweis des Gegenteils.
Um das Landratsamt und seine Arbeit noch weiter in das Bewußtsein der Öffentlichkeit zu rücken, kündigte er weitere Maßnahmen an. Diese Belebung der Korridore bringt die Möglichkeit zum Meinungsaustausch auch mit Bürgern, die momentan gar nichts im Landratsamt zu erledigen hätten. Er bedankte sich bei den Künstlern aus der Region Inn-Salzach für die große Unterstützung hierbei.
Gernot Sorgner – Vorsitzender des Kunstvereins Inn-Salzach bedankte sich bei Landrat Huber für die neue Beleuchtung, die die Bilder wesentlich besser zur Geltung bringe. Dann würdigte er die Künstlerin und zeichnete an Hand der Bilder ihren Werdegang nach, der von ersten zarten Anfängen zu kräftigen farbigen Darstellungen führte. Nach seinen Worten erfordere der intensive Einsatz der Farbe einigen Mut des Künstlers. Er gab der Künstlerin aber auch Tipps, wie sie ihre Bilder noch besser zur Geltung bringen könne.
... (... macht das Leben erst lebenswert) meinte Landrat Georg Huber und sagte, er würde sich freuen, wenn die Künstler der Region sich zusammen in eine Richtung entwickeln würden. Natürliche würde es Geld kosten, Bilder zu kaufen oder Ausstellungen zu besuchen – auch die Beleuchtung hätte Geld gekostet. Aber er sähe den Erfolg, den dieses Engagement der Künstler und Mitarbeiter des Landratsamts erbrächten. Er bedankte sich besonders bei den Mitarbeitern, die diese Aktionen ja immer außerhalb ihrer eigentlichen Dienstzeit begleiten würden.
Renate Wieser bedankte sie bei Gernot Sorgner einerseits für die Bestätigung ihres Weges und andererseits für die Tipps, die ihr sicher helfen würden. Sie bedankte sich bei Kreisbrandrat Karl Neulinger für die Herstellung des Kontakts zum Landratsamt. Dann meinte sie: (Ausland)
Leider waren nur wenige Gäste zu der Vernissage gekommen. Deshalb wollen Landrat Georg Huber und Gernot Sorgner eine neue Form der Einladung erarbeiten.
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Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium Karin Roth zu Gast im Rathaus in Mühldorf
In den vergangenen Jahren wurden und werden in unserem Landkreis eine Fülle von Infrastrukturmaßnahmen durchgeführt. Weitere große Maßnahmen warten auf ihre Realisierung. Es nimmt also nicht Wunder, daß Vertreter von Bundes- und Landesregierung sich besonders für unsere Region interessieren.
Nun hat Frau Karin Roth, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung auf ihrer Rundreise Station im Rathaus in Mühldorf gemacht.
Im großen Sitzungssaal des Rathauses war nicht genug Platz für die geladenen Gäste, so daß der Empfang auf dem Flez des Rathauses abgehalten werden mußte. Mehrere Abgeordnete, Landrat Gg. Huber, zahlreiche Bürgermeister aus der Region, Vertreter von Behörden, Institutionen und Firmen waren gekommen um zu hören, was Frau Roth ihnen mitgebracht hatte.
Bürgermeister Günther Knoblauch erzählte zunächst, daß er die Einladung zum Besuch erst am 29. Mai in Berlin ausgesprochen hätte, als er zu Gesprächen dort war. Er bedankte sich bei Bundestagsabgeordnetem Ewald Schurer, der seine Möglichkeiten genutzt habe um den Besuch so schnell zu Stande zu bringen.
Nachdem er die Gäste begrüßt hatte, ging er auf die Punkte ein, die gemeinsame Themen darstellten. Autobahn A94, Bahnausbau aber auch städtebauliche Projekte wie die Zusammenlegung von Caritas-Altenheim und Heilig-Geist-Spital lägen im Mittelpunkt der Planungen. Bei all diesen Projekten läge die heimische Wirtschaft immer im Zentrum des Interesses. Dies würde bewirken, daß die Bürger stolz wären auf die Heimat.
Er bat Staatssekretärin Karin Roth um ihre Unterstützung – besonders für den Weiterbau der A94 zwischen Ampfing und Heldenstein. Dieses große Vorhaben – 70 Millionen für ein paar Kilometer – schnell zur Baureife zu bringen würde dazu beitragen, daß die Baumaschinen auf der A94 nicht mehr stillstehen.
Auf den Ausbau der Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing ging er darauf ein, indem er seine Freude darüber ausdrückte, daß bereits 140 Millionen EURO für die Begegnungsabschnitte Mühldorf-Ampfing, Dorfen-Hörlkofen und Markt-Schwaben-Thann-Matzbach sowie den Abschnitt Mühldorf-Tüßling im Bundesverkehrswegeplan vorgesehen wären, rief aber dazu fuf, gemeinsam die fehlenden 60 Millionen zu finanzieren........ (OT)
Staatssektretärin Karin Roth bedankte sich für den freundlichen Empfang und meinte, die Einladung von Bürgermeister Knoblauch wäre derart vehement erfolgt, daß sie begonnen hätte, sich für die gesamte Region zu interessieren. (OT „beobachte weitere Entwicklung der Projekte)
Karin Roth sagte auch, daß das Ministerium für städtebauliche Projekte mehr Geld zur Verfügung stellen wolle, weil diese integrativen Charakter hätten. Die Zusammenlegung von Caritas-Heim und Heiliggeistspital wäre geradezu ein Beispielprojekt für die Absicht des Bundesministeriums, ältere Mitbürger in den Zentren der Städte zu belassen um sie auch weiter am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu lassen.
Ein Projekte der Großen Koalition wäre der Erhalt und die Verbesserung der Gebäudesubstanz. Die Mittel, die die Bundesregierung hierfür in diesem Jahr zur Verfügung gestellt hätte, wären aber schon jetzt im August ausgegeben. Die Bundesregierung hätte hierfür 1,4 Milliarden Euro jährlich vorgesehen.
(OT „Zum Thema A94...“)
Die A94 wäre im vordringlichen Bedarf, was bedeutet, daß sie bis 2015 fertiggestellt sein soll.
Sie würde sich freuen, Ende des Jahres auch zur Eröffnung der Umfahrung Mühldorf der A94 kommen zu können. Sie würde sich besonders um den Abschnitt Ampfing-Heldenstein kümmern. Der Vorentwurf läge derzeit in ihrem Hause. Sie wisse, daß die beschleunigte Bearbeitung den Termin des Baubeginns beeinflussen würde.
Der gemeinsame Auftritt der Bürgermeister aus der Region in Berlin hätte dafür gesorgt, daß sie sich persönlich um den Ausbau der Bahnstrecke kümmern wollte. Sie wollte dafür sorgen, daß die anstehenden Projekte, auch finanziert werden können. Es würde zwischen EU, Bund und Freistaat Bayern sehr koordiniert gearbeitet, mit dem Ziel, die Strecke möglichst schnell realisieren zu können. Allerdings sollte Ausbau und Elektrifizierung gleichzeitig realisiert werden können, so daß man nur einmal bauen muß. Das Güteraufkommen auf der Strecke wird mit der Elektrifizierung erheblich zunehmen, so daß die Wirtschaftlichkeit gewährleistet sein wird.
An Landrat Georg Huber gewandt, meinte Frau Staatssekretärin Roth, sie hätte in Zusammenarbeit mit dem Freistaat Bayern auch dafür bald eine Lösung parat. Sie wolle aber konkretes derzeit nicht sagen, da die Gespräch noch nicht abgeschlossen wären. (OT)
Bürgermeister Knoblauch überreichte Frau Staatssekretärin Roth den Schirm der Stadt und meinte:.....
Danach trugen sich die Gäste ins Goldene Buch der Stadt ein während Bürgermeister Knoblauch Staatssekretärin Roth den großen Sitzungssaal erläuterte, von dem er vorher in seiner Begrüßung meinte, so einen gäbe es noch in Salzburg und in Wien und dann müßte man schon südlich der Alpen weitersuchen.

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Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber zu Gast in Mühldorf: Empfang am Bahnhof
Vergangene Woche hatten wir vom parlamentarischen Frühstück im Maximilianeum berichtet, zu dem Dr. Marcel Huber und Frau Dr. Kronawitter die Mitglieder der Initiative Airport-Bahn eingeladen hatten. Es geht dabei um den Ausbau der Bahnstrecke München – Mühldorf – Freilassing und Burghausen.
Nun war Staatsminister Erwin Huber im Landratsamt zu Gast und nahm einerseits das gemeinsame Kommunale Wirtschafts-Informationssystem der Landratsämter Mühldorf und Altötting in Betrieb und stand andererseits Rede und Antwort zu den brennendsten Infrastrukturproblemen unserer Region. Einen ausführlichen Bericht hierüber bringen wir nächste Woche. Hier nur die Bilder vom Empfang des Staatsministers am Bahnhof in Mühldorf.
Auf seiner Fahrt mit dem Auto nach Mühldorf mußte Staatsminister Erwin Huber gleich erleben, was es heißt, nachmittags um 16 Uhr auf der B12 von München nach Mühldorf zu fahren. Er verspätete sich um fast 20 Minuten.
Am Bahnhof warteten bereits ranghohe Gäst auf den Minister. Die Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer, die Landtagsabgeordneten Dr. Marcel Huber, Hans Rambold, Ingrid Heckner, der stellvertretende Landrat des Landkreises Altötting Stefan Jetz, und Landrat Georg Huber empfingen Staatsminister Huber und begleiteten ihn auf einen Bahnsteig. Von dort machte sich Staatsminster Huber ein Bild ver der Größe und Geschäftigkeit des Mühldorfer Bahnhofs.
Christoph Kraller, Chef der Südostbayernbahn erläuterte das Streckennetz der Südostbayernbahn und die darin enthaltenen Strecken, die dringen ausgebaut werden müssen.
Nach diesem Ortstermin begab sich die Delegation ins Landratsamt, wo im kleinen Sitzungssaal die Gespräche geführt wurden.
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Der zweite Mühldorfer Einradtag
Wir haben vor einigen Wochen vom Bayern-Cup der Einradler in Waldkraiburg und Mühldorf berichtet. Der Mühldorfer Einradverein veranstaltete nun in Mößling die zweiten Mühldorfer Einradtage.
Wir haben mit der Vorsitzenden Frau Professor Dr. Petra Plininger gesprochen:
Auf der Tartanbahn der Grundschule in Mößling, in der Turnhalle und auf dem Pausenhof wurden die Wettbewerbe ausgetragen, die klingende Namen haben wie „50 m Einbein“ oder „10 m Wheelwalk“, aber auch so prosaische wie 100m oder Hochsprung, Weitsprung oder Jonglieren.
Wir haben den Funparcour beobachtet, auf dem über Wippen und Hindernisstrecken gefahren wurde, Slalom durch Pylonen oder auch das Ausziehen von Kleidungsstücken auf dem Einrad gezeigt werden sollte. Schauen wir einfach zu:
Als „Trial“ wird das Überqueren von Hindernissen mit dem Einrad bezeichnet – nicht ganz ohne Risiko....
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Ritterturnier in Kraiburg: Das Mittelalter lebt
In Kraiburg finden derzeit Kunst- und Kulturwochen statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung hielt die Gruppe .. auf dem Schloßberg ein Ritterturnier ab. Sehen Sie unseren Bericht, der eine Zusammenfassung unserer Aufzeichnung enthält.
Vom geschichtsträchtigen Schloßberg in Kraiburg hat man einen wunderschönen Blick über das Inntal. Oben auf dem Schloßberg hatten die Veranstalter ein Zelt aufgebaut und sorgten für das leibliche Wohl der Besucher. Auf der Wiese hinter der Kapelle hatten die Akteure einen Turnierplatz eingerichtet, auf dem sich vor dem eigentlichen Turnier Kinder in verschiedenen Disziplinen messen durften. Ponyreiten, Bonbons schnappen, Köpfe abwerfen, Sackhüpfen waren die Disziplinen, die zu bestehen waren.
Hinter der Kulisse dauerten die Vorbereitungen an. Worums bei dem Ritterturnier eigentlich ging, erzählt uns Simone Wolters:
Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Ritterturnier als Theaterstück zu inszenieren? ...
Wie lang hat die Vorbereitung für dieses Ritterturnier gedauert? ....
Nach einem kurzen Regenguß gings dann los. Der Herold führte durch das Turnier.
Wir lassen Sie nun mit der Zusammenfassung des Turniertheaters allein und wünschen viel Vergnügen:
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Vorbereitungen zum Volksfest in Mühldorf sind voll im Gang 33 17.08.06
In Mühldorf nähert sich das Volksfest. Noch ein paar Tage und es geht los. Wir waren letzte Woche schon mal da und haben uns umgeschaut.
Die drei Zelte standen schon. Aber noch regierten Gabelstapler, Zeltbauer und Elektriker. Obwohl oben bereits die Dekorationen angebracht waren, wurden in allen drei Zelten erst die Böden verlegt. Im großen Bierzelt brachten die Handwerker die Wandverkleidungen an, ins Weißbierzelt wurden die Kränze hineingefahren, die später die Leuchten werden.
Noch hängen die Plakate vom vergangenen Volksfest am Eingang zum Weißbierzelt und noch steht über dem Zeltbüro „Weißbräu Unertl“.
Im Weinzelt stand sogar noch ein Minibagger. Die Handwerker verlegten ein Rohr für die elektrische Verkabelung. Auch hier, oben bereits die Dekoration, unten die Bodenleger.
Ein erster Fierant ist auch schon da: Danningers Wurstbraterei hat sein Geschäft bereits aufgebaut. Diese Woche ist sicher schon mehr los, es sind ja nur noch ein paar Tage bis es losgeht.
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Gespräche mit Staatsminister Erwin Huber im Landratsamt
Vergangene Woche hatten wir Ihnen bereits die Ankunft von Staatsminister Erwin Huber am Bahnhof in Mühldorf gezeigt. Wir hatten darauf hingewiesen, daß sich die hochrangige Runde später im Landratsamt in Mühldorf versammelt hatte. Hier nun unsere Zusammenfassung der Gespräche.
Zunächst begrüßte Landrat Georg Huber Minister Erwin Huber, die anwesenden Bezirksräte, Abegordneten zum Landtag und zum deutschen Bundestag und auch die Vertreter von Wirtschaft und Interessenvertretungen, aber auch die Vertreter des Landratsamts Altötting begrüßt hatte, bedankte er sich erst für die gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Altötting. Gute Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen wäre heutzutage in allen Bereichen unerläßlich.
Er bedankte sich bei Minister Erwin Huber, der als Wirtschaftsminister und beheimatet in unserer Region, also in Landau an der Isar sich auch für unseren Raum immer engagiere. Er bezeichnete ihn als unseren „Heimatminister“.
Zunächste stellte Landrat Huber die Wirtschaftsförderungsaktivitäten der Landkreise vor. Er meinte, für klassische Wirtschaftsförderung fehle zwar das Geld, aber er wolle Unternehmensnetze aufbauen, den Wissensaustausch mit der Wissenschaft fördern und die Strukturen übernehmen, die das Wirtschaftsministerium unterhalte. Er wolle den heimischen Raum konkurrenzfähig machen und die vorhandenen Fundamente nutzen um die Firmen zu stärken.
Vor gut einem Jahr wäre ein Kooperationsvertrag mit dem Landkreis Altötting geschlossen worden. Seither wird von beiden Landkreisen hervorragende Arbeit geleistet. Obwohl in der Presse immer wieder von Dissonanzen berichtet wird, funktioniert die Zusammenarbeit einwandfrei.
Er bedankte sich aber auch bei Dr. Kerkloh für die gute Zusammenarbeit mit der Flughafen GmbH und meinte, die Zeit, die die Mitarbeiter der Flughafen GmbH hierfür aufwenden würde, wäre für unsere Region gut angelegtes Geld.
Auch die Messe München bezeichnete Landrat Huber als wichtigen Partner für die Förderung der Wirtschaft in der Region.
Monika Bachinger stellte dann die konkreten Maßnahmen vor, die das Landratsamt Mühldorf gemeinsam mit dem Landratsamt Altötting unternehmen würden. Sie stellte dabei heraus, daß die Wirtschaftsförderung ein zentraler Geschäftsbereich der Landratsämter wäre, was schon verdeutlichen würde, welchen Stellenwert man ihr beimessen würde.
Sie stellte das Kommunale Wirtschaftsinformationssystem KWIS vor, das die Landkreise Mühldorf und Altötting gemeinsam aufgebaut hätten. Dies würde ein gehöriges Maß an Vertrauen und Verständnis voraussetzen, da beide Landkreise nur eine Datenbank nutzen würden und sich dabei nicht gegenseitig Konkurrenz machen wollten. Das Online-Angebot, das Zugriff auf die Datenbank ermöglicht, ist im Internet unter www.chancen-im-osten-von-muenchen.de zu finden. Dort wird die Region mit all ihren Vorzügen detailliert beschrieben. Es sind aber auch die Firmen der Region mit ihren Leistungen und ihren Daten aufgelistet, sowie eine Gewereflächen- und Gewerbeimmobilienbörse ist integriert. Außerdem finden sich Tipps für Existenzgründer und für bestehende Unternehmen.
Die zentrale Aussage des Auftritts ist einerseits, daß beide Landkreise gemeinsam agieren und andererseits, daß die Landkreise zum Großraum München gehören, in manchen Bereichen sogar attraktiver sind und sich professionell um Investoren kümmern.
Landrat Georg Huber bedankte sich bei Monika Bachinger und bat anwesenden Abgeordneten zum Bayerischen Landtag die Anliegen der Landkreise an Staatsminister Erwin Huber zu unterstützen. Er machte klar, daß er durch intensive Zusammenarbeit die Möglichkeiten des Ministeriums für unsere Region bestmöglich nutzen wolle, ohne „hineinregieren“ zu wollen.
Auch Stefan Jetz – stellvertretender Landrat des Landkreises Altötting – betonte die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis Mühldorf und drückte seine Freude darüber aus, daß nun auch Mühldorf die Möglichkeit der Datenbank nutzen würde, die dort 2001 geschaffen wurde. Aktuell wären dort aus dem Landkreis Altötting 5969 Firmen erfaßt und 1253 wären dort dargestellt. Er forderte die Firmen in der Region auf, mitzumachen und sich einzutragen. Die Datenbank wäre von größter Bedeutung für die örtliche Wirtschaft.
Staatsminister Erwin Huber begrüßte es sehr, daß die beiden Landkreise dieses System gemeinsam betreiben würden. Es wäre oft nicht leicht, Landkreise zur Zusammenarbeit zu bringen, aber das gute Verständnis wäre wohl hier eine gute Grundlage. Das vorgestellte System bezeichnete er als beeindruckend.
Als Wirtschaftsminister würde er das ganze Land sehen. Dabei stelle er fest, daß die wirtschaftliche Dynamik hier beeindrucken würde. Die Datenbank des Wirtschaftsministeriums würde ausweisen, daß im vergangenen Jahrzehnt das Brutto-Inlandsprodukt im Landkreis Altötting um 60% gestiegen wäre, im Landkreis Mühldorf um 40%. Beide Zahlen lägen weit über dem bayerischen Durchschnitt und natürlich weit über dem Bundesdeutschen.
Diese Zahlen wären eine gute Basis für die Wirtschaftsförderung und der Standortwerbung. Neben der Neuanwerbung wäre auch die Pflege der bestehenden Wirtschaft von enormer Bedeutung.
Auf die Bitte um gute Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium ging er damit ein, daß er sagte, er nähme die Region in die weltweite Standortwerbung des Wirtschaftsministeriums auf. 18 Repräsentanzen würden weltweit für Bayern werben - und damit auch für unsere Region. Dies wäre in einer globalisierten Welt auch unumgänglich.
Auf die infrastrukturellen Fragen des Chemiedreiecks ging er ein, indem er ankündigte, für die Finanzierung der Ethylenpipeline zu sorgen, die durch Auflagen der EU zur Zeit in Frage gestellt wäre. Es würde im Moment so aussehen, als würde Brüssel die Genehmigung für die Bezuschussung des Baus im September erteilen. Dann könnte der Bau in Angriff genommen werden, der sicher zwei Jahre dauern würde.
Bezüglich der A94 meinte er, hier seien alle wesentlichen Vorgänge bekannt. Sie wäre die Grundvoraussetzung für die weitere Entwicklung der Region, aber auch für die Weiterentwicklung für den Flughafen.
OT (.... wünsche alles Gute)
2. Thema Bahn:
Landrat Georg Huber führte in das Thema ein und erzählte, daß er vor 20 Jahren, als er in Schwindegg Bürgermeister war, er versucht hätte, mit der damaligen Deutschen Bundesbahn über die Ausweitung des Zugverkehrs zu sprechen. Damals wären innerhalb eines Jahres 300 bis 400 Personen in die Züge eingestiegen. Heute wären das 2500 bis 3000 Personen täglich. Es würden noch mehr Personen einsteigen, wenn es Plätze in den Zügen gäbe. Auf Grund der wirtschaftlichen Entwicklung würde die Tendenz zu öffentlichen Verkehrsmitteln noch weiter zunehmen.
Einerseits würden immer mehr Arbeitsplätze im Münchner Raum angeboten werden, andererseits könnte die Infrastruktur den zusätzlichen Verkehr kaum mehr aufnehmen. Die Verkehrswege wären mit dem Güterverkehr, der auch durch die Osterweiterung der EU noch mehr belastet worden wäre, restlos ausgelastet. Darum sollten sich alle politischen und wirtschaftlichen Gremien zusammentun und den Ausbau der Bahnlinie nach München vorantreiben. Er bedankte sich bei Dr. Marcel Huber und den anderen Abgeordneten für ihr Engagement in dieser Angelegenheit.
Dr. Marcel Huber stellte dar, daß die Strecke nach München täglich 10.000 bis 12.000 Pendler benutzen würden. Es würden 2,6 Millionen Tonnen Güter jährlich auf dieser Strecke transportiert werden. Nach Realiserung der anstehenden Investitionen im Chemiedreieck im Wert von 300 Mio. EURO würde diese Transportleistung auf 4 Millionen Tonnen jährlich steigen. Es würden 25.000 Arbeitsplätze in unserer Region an der Chemie hängen. Dies alles würde heute über eine eingleisige, nicht elektrifzierte Strecke abgewickelt werden.
Die Erweiterung des Flughafens erfordere 15.000 neue Mitarbeiter, diese müßten irgenwoher kommen. Heute wäre ein Mitarbeiter 2 Stunden unterwegs, was unzumutbar wäre.
Die EU-Osterweiterung und dadurch der zunehmende Warenstrom mache den Ausbau der Transversale unumgänglich.
Es wäre aber einiges am Laufen: Frau Staatssekretärin Karin Roth hätte kürzlich im Rathaus in Mühldorf Stellung genommen, EU-Gelder wären beantragt worden und so weiter.
Dr. Marcel Huber meinte aber, es ginge nicht nur um eine Vergrößerung der Wirtschaft in der Region aber auch um eine Sicherung der bestehenden Wirtschaft. Man müsse leider davon
ausgehen, daß, sollte sich nichts ändern, tatsächlich Arbeitsplätze verloren gehen würden.
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Dr. Kerkloh, Geschäftsführer der Flughafen München GmbH unterstrich, daß er mit den Forderungen der regionalen Politik konform ginge und stellte die Situation aus der Sicht des Flughafens dar, den er als Europas Nummer 7 bezeichnete. Für ihn besonders interessant wäre der Bau des sogenannten Erdinger Ringschlusses, der zusammen mit der Magnetschwegebahn Transrapid die bestmögliche Anbindung des zweitgrößten deutschen Flughafens an den zweitgrößten deutschen Bahnhof ermöglichen würde. Erst dieser „Quantensprung“ würde den Fernreisenden mit der Bahn die unmittelbare Anbindung an das Drehkreuz Flughafen komfortabel ermöglichen.
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Dr. Manfred Langhammer bat Staatsminister Huber, sein Engagement für die heimische Wirtschaft ungebrochen fortzusetzen. Nur zusammen mit dem Ministerium wäre es möglich, den hiesigen Mittelstand gegen die Global-Player wettbewerbsfähig zu halten.
Dann leitete Dr. Marcel Huber die Fragerunde ein.
Konkret ging Staatsminister Huber dann auf den Ausbau der Bahnstrecke ein, in dem er sagte, der Streckenabschnitt München-Mühldorf-Freilassing ist Teil der gorßen Trans-Europäischen Netzwerke, der Teil der Pläne der übergeordneten europäischen Planung ist, was die Bundesregierung zu verantworten hätte. Zunächst wäre der viergleisige Ausbau der Bahnstrecke München-Markt Schwaben seitens der Bundesrepublik beschlossen worden. Er führe Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium über den Ausbau weiterer Abschnitte auf dieser Strecke. Nun würde noch in diesem Jahr der Spatenstich für den zweigleisigen Ausbau des Abschnitts Ampfing-Mühldorf stattfinden. In Gesprächen mit Bundesverkehrsminister Tiefensee wäre festgelegt worden, auf den Abschnitten Hörlkofen-Markt-Schwaben, Thann-Matzbach-Dorfen und Mühldorf-Tüßling weitere zweigleisige Abschnitte zu bauen. Die Finanzierung hierfür wäre jedoch nicht so einfach. Alleine die ersten beiden Abschnitte würden 80 Millionen Euro kosten. Es sähe jedoch so aus, als könnten diese in Kürze gebaut werden. Die Finanzierung wäre gesichert.
Für die Elektrifizierung wären 60 Millionen Euro nötig. Die Bundesregierung erwarte hier die Beteiligung des Freistaates Bayern, obwohl dies eigentlich eine Aufgabe des Bundes ist. Allerdings erwarte man auch eine Beteiligung der Betreiber wie der Deutschen Bahn oder anderer privater Anbieter, die schließlich auch das Geschäft damit machen würden. Eine angedachte Beteiligung kommunaler Gebietskörperschaften lehnte er jedoch ab. Erste Gespräche mit Transportunternehmen zeigten, daß diese bereit wären, sich zu beteiligten. Daß die Elektrifizierung unumgänglich ist, steht außer Frage. Daß diese gleichzeitig mit dem Bau der Schienenwege gebaut werden muß steht auch außer Frage.Ohne die Elektrifizierung hätte der zweigleisige Ausbau nur wenig Sinn.
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Bezüglich der besseren Anbindung des Flughafens teilte Staatsminister Huber mit, daß bereits Verträge mit der Deutschen Bahn geschlossen wurden und man in Kürze den Auftrag für die Planung vergeben werde. Dies finanziert der Freistaat Bayern mit bis zu 40 Millionen Euro vor.
Die Kosten für den Erdinger Ringschluß belaufen sich nach jetziger Plaung auf 380 Millionen Euro. Die Kosten für die Walpertskirchner Spange belaufen sich auf 140 Millionen Euro. Auch für diesen Abschnitt wird jetzt die Planung in Auftrag gegeben. Zusammen sind also Investitionen in Höhe von 520 Millionen Euro geplant.
Die Planungsarbeiten werden etwa zwei Jahre dauern. Nach weiteren Vorbereitungen könnte etwa 2010 Baurecht bestehen. Bis dahin muß auch die Finanzierung geregelt sein. Er wäre aber zuversichtlich, daß dies so realisiert werden könne.
Es würde jedoch keinen Sinn machen, die Walpertskirchner Spange in Angriff zu nehmen, bevor der Erdinger Ringschluß fertiggestellt wäre.
Landtagsabgeordneter Hans Rambold wies darauf hin, daß auch nach der Realisierung von A94 und Bahnausbau immer noch keine vernünftige Straßenanbindung an den Flughafen vorhanden wäre. Diese Frage an Minister Huber unterstützte auch Landrat Georg Huber.
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Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer, dankte der Landesregierung für ihr Einspringen in dieser Finanzierungsangelegenheit, die eigentlich Aufgabe der Bundesregierung wäre. Diese hätte in der Vergangenheit leider mehrfach entsprechende Angebote der bayerischen Landesregierung abgelehnt. Erst jetzt, durch den Druck der Landesregierung und der Abgeordneten aus der Region sei es gelungen, das Bundesverkehrs- und das Bundesfinanzministerium davon zu überzeugen, Mittel für die ersten Ausbauschritte bereitzustellen. Er meinte aber auch, daß noch nicht alles so geregelt wäre, wie dies gern dargestellt werden würde. Er bedankte sich bei der bayerischen Staatsregierung für ihr – wie er es bezeichnete – honoriges Eintreten in diese Projekte.
Im Anschluß wurden noch Fragen bezüglich der weiteren Entwicklung der Infrastruktur in Süd-Ost-Bayern diskutiert: Die B15, die Entlastung der Autobahn A92, der Ausbau des Autobahnrings München waren Themen. Da sich diese jedoch sehr weit in die Zukunft erstrecken würden, konnte Staatsminister Huber keine konkreten Angaben machen.
Die Gäste waren mit den Auskünften von Staatsminister Erwin Huber sehr zufrieden, baten aber, mit den Anstrengungen für die Region nicht nachzulassen.
Dr. Marcel Huber gratulierte Staatsminister Huber zu seinem kürzlich begangenen 60. Geburtstag und überreichte ein Präsent. Auch Landrat Huber gratulierte und überreichte ein Geschenkset mit dem Mühldorfer Weißbierschnaps.
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Landesliga-Schlagerspiel: TSV Buchbach gegen TSV 1860 Rosenheim
Die Fußballabteilung des TSV Buchbach hat schon für so manche Schlagzeile gesorgt. In den 90er Jahren gelang ihnen ein Rekord, der bis heute Bestand hat: In der Zeit von 1995 bis 1998 bestritten sie 75 Spiele in Folge – ungeschlagen! Kein Wunder also, daß die Mannschaft des TSV Buchbach in der Landesliga spielt, gegen Mannschaften aus Rosenheim, Kempten und Augsburg.
Auf der wunderschönen Sportanlage des TSV fand kürzlich das Derby zwischen dem TSV Buchbach und 1860 Rosenheim statt. Beide Mannschaften waren gut in die neue Saison gestartet. Buchbach nahm nach zwei Siegen gegen Wolfratshausen und Augsburg Platz drei in der Tabelle ein, Rosenheim lag auf Platz 11.
Die äußeren Bedingungen waren nicht optimal: Es war kalt und regnete, als die beiden Mannschaften aufliefen. Schiedsrichter Martin Prinzler vom VfL Kaufering pfiff das Spiel an. Seine Assistenten waren Martin Köbler vom SSV Bobingen und Siegfried Schaudt om FSV Lamerdingen.
Die Rosenheimer entfachten einen wahren Sturmlauf auf das Buchbacher Tor. Die Abwehr der Buchbacher stand aber stabil, so daß den Angriffen der Rosenheimer kein Torerfolg beschieden war. Die Konter der Buchbacher blieben oft auf halber Strecke hängen oder wurden von der Abwehr der Gäste unterdrückt.
Kurz vor der Pause gelang den Gästen das 0:1. Einen Eckball, den ein Stürmer der Rosenheimer per Kopfball ins Tor lenken wollte, konnte Torwart Thomas Penker nicht festhalten. Im Nachschuß gelang Florian Hofmann das 0:1. Damit gingen die Mannschaften in die Halbzeitpause.
In der Pause konnten die 670 Zuschauer die Regenschirme zusammenfalten, es hatte aufgehört zu regnen. Der TSV sorgte fürs leibliche Wohl, wegen der niedrigen Temperaturen zog es aber nur einige zu den Verkaufsständen. Decken und Sitzkissen waren die richtige Ausrüstung.
Nach dem Seitenwechsel bot sich ein gänzlich anderes Bild: Nun stürmte Buchbach und Rosenheim fand sich in der Position des Verteidigers wieder. Es ergaben sich Chancen um Chancen für Buchbach. Besonders Manuel Neubauer zeigte seine Stürmerqualitäten, in dem er Ball für Ball sogar von ganz hinten holte und vors Tor brachte. Aber so sehr sie sich auch bemühten, ein Tor blieb ihnen verwehrt. Einerseits stand die Abwehr der Rosenheimer hervorragend und andererseits hielt Torwart Martin Peter hervorragend. Anton Bobenstetter meinte später, wenn Rosenheim diesen Torwart schon in der vergangenen Saison gehabt hätten, wären sie sicher aufgestiegen.
Das Spiel wurde auch härter, je länger es andauerte. Schiedsrichter Prinzler mußte mehrmals die gelbe Karte zeigen um die Gemüter zu beruhigen. Dies gelang ihm nur schlecht.
Den Höhepunkt der Versuche des TSV Buchbach stellte ein Eckstoß dar, der am Außenpfosten landete und den Torhüter Pter auch noch parrieren konnte. Andererseits konnte Rosenheim die gelegentlichen Konter auch nicht nützen und so blieb es beim 0:1 für den TSV 1860 Rosenheim.
In der anschließenden Pressekonferenz meinte Trainer Emil Kammerer vom TSV 1860 Rosenheim:
Und Anton Bobenstetter vom TSV Buchbach stellte fest:
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Schloßgartenfest in Neumarkt-St. Veit: Wie vor 500 Jahren
Am 14. August feiert Neumarkt St.Veit Geburtstag und begeht dies traditionell mit dem Schloßgartenfest, das die Kulturinitiative QED (sprich „Kwed“) im Garten des Schloßes Adlstein ausrichtet.
Am Nachmittag war ein schwerer Regenguß niedergegangen. Die Wolken vermittelten ein dramatisches Bild von Neumarkt St. Veit. Die richtige Einstimmung auf die Zeit vor 500 Jahren, als in Neumarkt der herzogliche Pflegrichter regierte und Gaukler und Spielmannsleut für Unterhaltung sorgten. Der Kulturverein QED bereitete in unzähligen Arbeitsstunden den Garten von Schloß Adlstein vor um Mitglieder und Besucher ins Mittelalter zurückzuversetzen – zumindest den Eindruck hiervon zu ermöglichen.
Um 19 Uhr zogen die „Gewandeten“ vom Stadtplatz her in den Schloßgarten ein. Den Einzug bereitete bereits die Gruppe „Voluptatis-Causa“, die später ihren großen Auftritt haben würde.
Im Garten warteten Gäste und Mitwirkende auf die verschiedenen Darbietungen. Den Anfang machten die Kinder der Adlsteiner Reiter mit Kindertänzen des Mittelalters.
Die Darbietungen setzte der Singkreis „Rondtable“ aus Niederbergkirchen mit alten Liedern fort. Währenddessen konnten Besucher sich im Bogenschießen üben oder sich an den verschiedenen Ständen mit Schmankerln versorgen.
Gegen Abend und nach einigen Regenschauern zeigten die Mitglieder von QED mittelalterliche Tänze. Sie schlossen die Vorführung mit einem Volkstanz auf der nassen Wiese ab, an der auch die Kinder teilnahmen.
Später, als es Nacht geworden war, trat Voluptatis-Causa auf der kleinen überdachten Bühne auf und präsentierte eine eindrucksvolle Show.
Leider finge es immer wieder an zu regnen, so daß einem Großteil der Zuschauer auf der Wiese vor der Bühne die Sicht durch Regenschirme versperrt war. Trotzdem hier ein Ausschnitt:
Die Neumarkter feierten noch lange in die Nacht hinein. Regen und Kälte zwangen uns aber Abschied zu nehmen.
101
Stadt stellt neuen Bus vor 34 23.08.06
Seit es in Mühldorf einen ÖPNV gibt, also einen Stadtbus, stellt diesen die Firma Vorderobermeier zur Verfügung. Bislang war das ein normaler Omnibus. Nun stellte die Firma Vorderobermeier einen neuen kleineren Bus zur Verfügung, der wesentlich besser als Stadtbus geeignet ist.
Geschäftsführer Stephan Vorderobermeier kam persönlich mit dem neuen Fahrzeug zur Bushaltestelle am Stadtplatz. Trotz Einladung in der Tageszeitung waren nur zwei Fahrgäste gekommen, um den neuen Bus in Augenschein zu nehmen. Der neue ist ein sogeannter Niederflurbus, das heißt, daß die Trittstufe nur etwa 20 cm über der Fahrbahn ist. Das macht das Einsteigen leichter. Außerdem verfügt er über eine ausziehbare Fahrbahn für Kinderwägen und Rollstühle. Der Bus hat eine Klimaanlage, eine dritte Bremse, natürlich ABS und ASR und einen sogenannten Unfalldatenspeicher. Er bietet 16 Sitzplätze und 13 Stehplätze.
Bürgermeister Knoblauch, und ÖPNV-Beauftragter Franz Hanninger nahmen den Bus in Augenschein und waren sichtlich beeindruckt.
Gleichzeitig stellte Geschäftsführer Stephan Vorderobermeier den neuen Stadtplan vor. In viel größerem Druck und farblich sehr übersichtlich gestaltet lassen sich leicht die Fahrstrecken und die Abfahrtszeiten der vier Buslinien herausfinden. Bürgermeister Knoblauch gefiel der Fahrplan, er steckte ihn gleich ein. Dann sagte er uns:
102
Die Feuerwehren erhalten Verkehrssicherungsanhänger
Wie wir kürzlich selbst erleben konnten, nähern sich die Bauarbeiten auf der Autobahn A94 ihrem Ende. Zeit also, sich um den Betrieb der Autobahn zu kümmern. Wie wir schon von der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Mühldorf berichtet hatten, stellt die Autobahn auch an sie besondere Anforderungen.
Nun übernahmen die drei Mühldorfer Feuerwehren sogenannte Verkehrssicherungsanhänger. Im Gerätehaus der Feuerwehr Mühldorf begrüßte Feuerwehrvereinsvorsitzender Josef Birnkammer die zahlreich erschienen Gäste. Außer Bürgermeister Knoblauch waren Stadtpfarrer Nunhofer, Richard Faßer, Stadtrat Christian Funiok, Kreisbrandrat Karl Neulinger und Dr. Heribert Gambihler sowie Stadtwerkechef Stefan Rösner gekommen.
Nach seiner Begrüßung der Gäste ergriffen nacheinander die Kommandanten der Feuerwehren von Altmühldorf und Mößling das Wort und bedankten sich für die neuen Anhänger, die ihnen das Arbeiten auf der Autobahn wesentlich sicherer gestalten würden.
Kommandant Günther Starzengruber von der Feuerwehr Mühldorf bedankte sich dann bei Bürgermeister Günther Knoblauch, daß er schon jetzt gleich drei solcher Anhänger auf Kosten der Stadt beschafft hätte, während sich – wie er sagte – „manch anderer aus der Verantwortung gestohlen hat“ und keinen Zuschuß geleistet habe. Aber für die Sicherheit der Feuerwehrleute täte die Stadt schließlich immer alles. Er bedankte sich aber auch bei seinen Kollegen für die gute Zusammenarbeit bei der Beschaffung. Er meinte, es gäbe nun viel zu lernen. Es wäre aber genug Zeit dafür.
Bürgermeister Günther Knoblauch meinte dann, es wäre unumgänglich, sich schon lange im Vorhinein auf die Eröffnung der Autobahn vorzubereiten. Diese Anhänger wären ausschließlich zum Schutz der Feuerwehrmänner da. Die Stadt hätte eine besondere Verantwortung für die Feuerwehrmänner und –frauen, wenn sie sie bei Tag und Nacht hinausschicken würde um Hilfe zu leisten. Daß die Stadt die ganzen 41.000 EURO übernommen hätte, zeuge von dem Bewußtsein dieser Verantwortung. Er hoffe, daß die Anhänger immer wieder so nach Hause kommen würden, wie sie jetzt da stünden, weil dann auch die Männer wieder gut nach Hause gekommen wären.
Kreisbrandrat Karl Neulinger ergänzte dann noch, daß die Anhänger ja auch für Einsätze auf der B12 zur Verfügung stünde. Da könnten schon einmal Erfahrungen damit gesammelt werden. Besonders auf der Autobahn, wo erheblich schneller gefahren würde, als auf Bundesstraßen wäre die Absicherung der Arbeitsstellen der Hilfskräfte eminent wichtig. Auch er bedankte sich bei der Stadt Mühldorf für das finanzielle Engagement.
Stadtpfarrer Nunhofer sprach den Segen für die drei Fahrzeuge.
Danach übergab Bürgermeister Knoblauch die Fernsteuergeräte an die Kommandanten und ließ sich die Funktion der Anhänger demonstrieren. Die Beteiligten hatten sichtlich ihre Freude dran.
Ekkehard Giesecke, der Pressesprecher der Feuerwehr Mühldorf faßte dann zusammen:
103
Eine Umleitung weniger: ST 2092 ist fertig
Nun die gute Nachricht: Es gibt eine Umleitung weniger in Mühldorf! Die ST2092, die von Mühldorf Richtung Neumarkt-St. Veit und Erharting führt, ist fertig.
Sie aus dem nördlichen Landkreis haben sich sicher in den vergangenen zwei Monaten oft genug über dieses Schild geärgert. Der Umweg über Mößling verlängerte die Fahrt nach Mühldorf doch erheblich. Nun wurden die letzten Verkehrszeichen an der sogenannten Frixinger Kreuzung montiert. Wie früher ist die ST2092 nach Neumarkt-St. Veit jetzt wieder Hauptstraße.
Auf dem 840.000 EURO teuren Straßenstück sollte tags vorher die Markierung angebracht worden sein. Auch die Bankette sind noch nicht hart. Deshalb ist die Geschwindigkeit noch auf 60 km/h beschränkt. Werner Weyerer, Chef des Zentralen Betriebsdienstes beim Straßenbauamt Rosenheim war gekommen, um die Verkehrszeichenaufstellung abzunehmen.
Nachdem die letzten Steine abgekehrt waren, die die Baufahrzeuge und die Ungeduldigen auf der Fahrbahn hinterlassen hatten, entfernten die Mitarbeiter des Straßenmeisterei Ampfing die Verbotsschilder und Barrieren.
Aber erst nachdem die Sperre auf der anderen Seite entfernt war, konnte Anton Nömayr
, der Chef der Straßenmeisterei Ampfing das letzte Schild entfernen und damit die Straße für den Verkehr freigeben. Als hätte auch sie darauf gewartet, lachte plötzlich die Sonne über die neue Straße.
Und – als ob nichts gewesen wäre – fuhren schon wieder die LKW auf der neuen Straße.
Als sie noch gesperrt war, haben wir sie schon mal probegefahren: Von Mühldorf kommend nähern wir uns der neu gestalteten Harter Kurve. Weich und flüssig – aber immer noch unübersichtlich fahren wir hindurch. Das kurze gerade Stück danach überspringen wir und nähern uns der Kurve vor der Frixinger Kreuzung. Auch hier kann man flüssig durchfahren. Dann sind wir schon an der Frixinger Kreuzung angekommen.
Und hier haben wir noch ein paar Vergleiche wie’s früher war und wie’s jetzt aussieht.
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Wie schmeckt das Volksfestbier?
Traditionell laden die Festwirte vor dem Volksfest zur sogenannten Bierprobe. Beim Hammer-Wirt versammelten sich die Bürgermeister, Altbürgermeister, Mitglieder des Stadtrates, die Organisatoren des Volksfestes, die Wirtsleute und weitere Gäste um schon einmal einen Eindruck davon zu gewinnen, wie’s denn nun schmeckt – das Volksfestbier.
Auf der Gastterasse des Landgasthofes Hammer-Wirt war kaum Platz in der warmen Abendsonne, als Bürgermeister Knoblauch das erste Faß anstach. Vier Schläge brauchte er, dann floß der Gerstensaft. Und weil er grad‘ so drin war, schenkte er gleich für alle ein. Die Wirtsleut‘ vom Spatenzelt standen ziemlich hilflos daneben, als der Bürgermeister so in Fahrt war. Es blieb ihnen nur, leere Krügl nachzuliefern.....
Die Fotographen hatten ziemliche Probleme mit den Lichtverhältnissen, so daß gleich an verschiedenen Plätzen versucht worden ist, DAS Foto zu schießen. Schließlich gelang es dann doch...
... ja, bei uns geht’s auch ohne Blitz! Die Optik war halt a bissl dreckig....
Dann schmeckten das Helle und das Weiße die Weine und die Gickerl und die Schweinshaxen und die Brezen. Wen wunderts, daß die Stimmung hervorragend war und daß sich alle blendend unterhalten haben.
Aber weils halt nicht mehr Juli ist, ist es dann doch a bissl kalt gworden und so mancher hat sei Jackn anzogn und sei Pfeifferl in Betrieb g’nommen.
Das Fazit? Jetzt kann es kommen, das Volksfest!
105
Wie weit ist der Aufbau des Volksfests gekommen?
Wir haben auch diese Woche nachgeschaut, wie weit die Arbeiten am Volksfest vorangekommen sind:
Das Wetter meinte es am Dienstag nicht gerade gut mit den Arbeitern, die Zelte, Buden und Fahrgeschäfte aufbauen müssen. Manche sind aber schon fertig und warten nur auf den Startschuß. Andere sind gerade dabei, wie hier der Autoscooter oder das Kinderkarussel. Von einigen Fahrgeschäften war noch gar nichts zu sehen, ihre Plätze stehen leer oder die Fahrzeuge stehen verschlossen da.
Der Vorplatz des großen Festzeltes gleicht einem Sägewerk. Die Fassade ist fast fertig. Das Zelt wird einem festen Gebäude immer ähnlicher. Im Inneren hat sich seit vergangener Woche viel getan: Die Bühne steht, die Boxen sind fertig und an der Küche wird gearbeitet. Jede Menge Kabel und Schläuche wollen installiert sein.
Am Eingang des Weißbierzeltes wird man schon herzlich empfangen. Im Inneren walten die Dekorateuere ihres Amtes. Na ja, das Plakat vom vergangenen Jahr ist jedenfalls verschwunden.
Im Weinzelt ein ähnliches Bild: Die Bühne wird aufgebaut, Kabel und Schläuche warten.
Dann hat uns der Regen vertrieben. Ob alle rechtzeitig fertig werden?
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Dieter Otto denkt nicht ans Aufhören!
Dieter Otto stellt in seiner kleinen Werkstatt Konzerthörner her. Und obwohl er fast 70 Jahre alt ist, denkt er keineswegs ans Aufhören!
Wenn man durch Neumarkt St. Veit fährt und nach der Unterführung links abbiegt, kommt man nach einiger Zeit nach Teising. Zur Zeit sieht man es fast nicht, weil der Mais so hoch steht. In der Ferne ragt noch der Kirchturm von ... aus dem Tal herauf. Mitten zwischen Wohnhäusern prangt rechts am Gartenzaun das Schild: „Dieter Otto – Instrumentenbauer“
So idyllisch wie die Landschaft bei der Anfahrt ist auch der Blick aus Dieter Ottos Fenster in der Werkstatt.
Wenn von der Decke die halbfertigen Musikinstrumente hängen und von der anderen Wand schneebedeckte Alpengipfel von einem Poster grüßen, bekommt man einen Eindruck davon, daß es eine Freude ist, hier zu arbeiten. Dieter Otto erzählt, daß er im Winter die Rehe bei der Futtersuche beobachtet, während er hier seine Konzerthörner anfertigt.
Erst seit einigen Jahren steht Dieter Otto Martin Ecker zur Seite und nimmt ihm die Arbeiten ab, die ihm zu mühsam geworden sind. Der junge Instrumentenbauer wird einmal die Werkstatt übernehmen. Aber so weit ist es noch nicht.
Wenn man die beiden beobachtet, wie sie geduldig Röhrchen um Röhrchen ausdrehen, wie sie Rohr um Rohr klopfen, biegen und polieren, möchte man kaum glauben, daß Dieter Otto hier dreizehn verschiedene Instrumente herstellt, vom Kinderhorn bis zum und diese selbst an Musiker in 52 Länder verkauft.
Im Untergeschoß befindet sich der Ausstellungsraum. Dort hat Dieter Otto einige seiner Instrumente und das Zubehör bereitliegen – und auch einige alte Intstrumente.
Eigentlich ist dieser Raum aber mehr ein Platz für Mitbringsel und Erinnerungen an seine Reisen und an Treffen mit zufriedenen Kunden. Die Reihe der Absender von Dankesschreiben reicht von einer Musikschule in Norwegen über das Orchester der Staatsoper in Kopenhagen, das Kölner Rundfunkorchester des Westdeutschen Rundfunks bis zu Adalto Soares, einem Hornisten in Brasilien. Sie alle musizieren mit Instrumenten aus der kleinen Werkstatt in Teising bei Neumarkt-St. Veit.
Zwei Ehrenurkunden zeugen davon, daß Dieter Otto sein Wissen an Lehrlinge weitergegeben hat. Daß diese bei einem solchen Lehrmeister mit Auszeichnung abgeschlossen haben – wen wunderts?
107
Brand in der Ledererstraße schnell gelöscht 35 29.08.06
Kürzlich alarmierte uns die Feuerwehr Mühldorf, weil es in der Ledererstraße zu einem Brand gekommen war. Und da Mühldorfs gute Stube ein diffiziles Gebiet für Brände ist, haben wir uns das angeschaut:
Die Lederergasse ist nicht die engste Gasse in Mühldorfs Altsadt. Trotzdem war sie vollgestellt mit Polzei- und Feuerwehrfahrzeugen. Die ordnungsgemäß parkenden Autos machten der Feuerwehr die Arbeit nicht einfacher. Da zum Zeitpunkt der Brandmeldung der Schadensumfang nicht bekannt war, und die Innenstadt mit ihren alten Gebäuden brandgefährlich ist, alarmierte die Feuerwehr Mühldorf die Kollegen aus Waldkraiburg, Altmühldorf und Mößling, die schnell da waren.
Als wir ankamen, war der Brand schon gelöscht, der sich als Küchenbrand herausgestellt hatte. Da die Feuerwehr sehr frühzeitig alarmiert worden war und in diesem Fall äußerst sparsam mit Wasser löscht, hielt sich der Schaden in Grenzen. Zwei starke Gebläse drückten frische Luft ins Gebäude und den Rauch hinaus. Da in der Wohnung über der Brandstelle niemand zu Hause war, öffnete die Feuerwehr zur Kontrolle die Wohnungstür und sorgte auch dort dafür, daß der Rauch abziehen konnte.
Es stellte sich heraus, daß schlimmeres durch die schnelle Entdeckung des Brandes verhindert werden konnte. Ein paar Minuten später, und eine sogenannte Rauchgasdurchzündung hätte zu schlimmen Folgen geführt.
Pressesprecher Ekkehard Giesecke faßte für uns zusammen:
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Wahl und Kür der Volksfestkönigin 2006 im Haberkasten
Seit einigen Jahren läßt OVB-Online eine Volksfestkönigin wählen. Anderswo sind es Missen, bei uns gibt’s eine Königin.
Seit Wochen wurde im Internet, per SMS und auf Grund von Zeitungsinseraten abgestimmt. Stimmberechtigt war jeder. Den letzten Ausschlag aber gab die Wahl im Haberkasten, der die Krönung folgte:
Im restlos vollen Haberkasten fanden sich alle ein, die irgendwie mit dem Volksfest und den Kandidatinnen zu tun hatten.
Zunächst präsentierten sich die sechs Prinzessinnen in einer Gruppe von Models in Trachtenmode. Dann führte Fredl Entsfellner durch den Abend, der von Oliver Haid aus der Steiermark musikalisch umrahmt wurde.
Nach einer zweiten Modenschau rauchten sowohl den Gästen als auch der Jury die Köpfe. Die Stimmzettel mußten ausgefüllt und abgegeben werden.
Dann verkündete Maria Eggert von OVB-Online das Wahlergebnis:
Wir haben Corinna zu ihrer Krönung gratuliert und gefragt, wie wie sie das jetzt so sieht?
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Auszug zum Volksfest in Mühldorf
Der Wetterbericht hatte schlimmstes Regenwetter angekündigt. Trotzdem schien am Samstag zum Volksfestauszug die Sonne. Entsprechend gut war die Stimmung am Stadtwall, als der Festzug Aufstellung nahm.
Punkt 13:30 Uhr machten sich 30 Gruppen auf den Weg durch Mühldorfs Gute Stube hinaus zum Volksfestplatz. Allen voran Volksfestkönigin Corinna mit ihrem Hofstaat.
Nach der Mühldorfer Stadtkappelle folgte schon die Kutsche mit Altbürgermeister Federer, den Bürgermeistern Knoblauch und Sos und Landrat Georg Huber.
Am Stadtplatz verfolgten unterbrachen Leute ihre Einkaufstätigkeiten und beobachteten den Festzug. Auch die Gäste auf den Terrassen der Straßenkaffees beobachteten den Zug.
Die Festwirtsfamilien folgten der Bürgermeisterkutsche in eigenen Gespannen. Spatenbrauerei und der Weißbräu zogen sogar sechsspännig mit prächtig geschmückten Kaltblütern hinaus.
De Boarischn zeigten, warum voriges Jahr das Badwandlrennats ausgefallen ist: Sie hatten den ganzen Nachwuchs dabei. Weißbräuin Unertl sagt, sie müsse jedes Jahr weinen beim Auszug...
Die Mannschaft des Weinzelts schien fast Armeestärke zu haben.
Auf dem Volksfest angekommen strahlten alle über den gelungenen Zug, am meisten natürlich Organisator Herbert Gamihler.
Nach drei Schlägen hatte Bürgermeister Günther Knoblauch angezapft und die versammelte Prominenz ließ sich die erste Maß schmecken.
Die Kollegen konnten nicht genug Fotos bekommen.
Danach folgte Bürgermeister Günther Knoblauch und dirigierte den Bayerischen Defiliermarsch.
Damit begannen die 10 Tage, die man als die Fünfte Jahreszeit bezeichnet.
110
Neue Boxhalle des TSV 1860 eingeweiht
Seit Jahren unterhält der TSV1860 eine Boxsportabteilung. Die Trainingsbedingungen für die Boxer waren abe nie so, wie sie sich das gewünscht hätten.
Nun haben sich die Boxer mit viel Idealismus und noch mehr Arbeit eine Trainingshalle gebaut, die am Volksfestauftaktsamstag eingeweiht wurde.
Über den Umkleideräumen der TSV-Sporthalle entstand der neue Raum, den die Boxer als Trainingshalle ausgebaut haben. Hinauf gelangt man über eine Wendeltreppe an der rechten Seite der Halle.
Zur Begrüßung hatte Trainer Istvan Molnar eingeladen und Bürgermeister Knoblauch und ein großer Kreis von Stadträten und Sportlern erschien. Auch Bürgermeister Sos und zwei Stadträtinnen aus Cegled, Mühldorfs Partnerstadt in Ungarn waren zusammen mit ihren Boxern aus Cegled gekommen.
Istvan Molnar begrüßte die Gäste und nannte alle Mitarbeiter an dem Bau, die zusammen 546 Stunden Arbeit geleistet hatten. In dieser Zeit sind in dem 90 Quadratmeter großen Raum ein Boxring, eine Spiegelwand und eine 6 Meter lange Schlagwand entstanden. An 13 Sandsäcken können die Boxer jetzt üben. Istvan Molnar bedankte sich bei jedem Einzelnen von den ehrenamtlichen Helfern. Auf charmante Art bedankte er sich auch bei den Frauen und Freundinnen, die ihren Partnern erlaubt hätten, diese Zeit für ihren Sport aufzubringen.
Bürgermeister Günther Knoblauch würdigte in seiner Ansprache die die Sportstadt Mühldorf, in der sich viel bewegen würde. Über die finanziellen Mittel hinaus, die die Stadt in der Lage wäre einzubringen, wäre es aber auch notwendig, daß sich Männer und Frauen ohne Bezahlung einbringen würden. Diese Boxhalle wäre ein Beispiel für dieses ehrenamtliche Engagement.
In Mühldorf und in Cegled wären die Möglichkeiten gegeben, unter fachkundiger Anleitung diesen Sport auszuüben. Er würde sich besonders freuen, daß er zusammen mit Bürgermeisterkollegen Janos Sos diese neue Boxhalle einweihen könne.
Bürgermeister Janos Sos betonte, daß die Realisierung solcher Projekte nur durch den Zusammenhalt der Jugendlichen möglich ist. Auch Cegled wäre eine Sportstadt. Es gäbe dort einige Erstligamannschaften wie eine Tischtennis- und Wasserballmannschaft. Er würde aber immer ein bißchen neidisch auf die wunderschönen Sportstätten in Mühldorf schauen. Er gratulierte den Mitwirkenden aber auch ihren Familien und Freunden für die Bereitschaft, in dieser Zeit auf sie zu verzichten. Bürgermeister Sos wünschte den Sportlern viel Erfolg und auch die erfolgreiche Fortführung der freundschaftlichen Beziehung zwischen den Städten.
Danach enthüllten die beiden Bürgermeister gemeinsam die Tafel an der neuen Sporthalle.
Die gemeinsame Besichtigung nutzten die Gäste dazu, sich an den Gerätschaften zu üben. Wie man sieht, hatten sie ihren Spaß daran.
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Boxkampf TSV 1860 gegen Cegled im großen Bierzelt
Früher fand der Boxkampf jeweils am zweiten Sonntag des Volksfestes statt. Das wurde geändert. Ab heuer wird bereits am ersten Sonntag im großen Bierzelt geboxt. Diese Änderung hatte zur Folge, daß wesentlich weniger Zuschauer gekommen waren als bisher
Vor vielen leeren Bänken traten die Mannschaften des TSV 1860 und aus Cegled gegeneinander an.
Die Boxer wurden einander vorgestellt und überreichten sich Gastgeschenke. Danach sagte Bürgermeister Sos: Er wäre zum ersten Mal in einem Boxring. Er wünschte den Kämpfen einen guten und verletzungsfreien Verlauf, natürlich besonders „seinen“ Boxern. Danach traten in 10 Kämpfen Boxer beider Vereine gegeneinander an. Dabei gingen die Kämpfe in den kleineren Klassen wie „Schüler Papier“, „Kadett Federgewicht“ und „Kadett Schwergewicht“, „Männer Weltergewicht“ und „Jugend Papiergewicht“ jeweils über drei Runden je zwei Minuten. In den größeren Klassen von „Männer Leichgewicht“ über „Männer Halbschwergewicht“ bis „Männer Schwergewicht“ boxten die Kämpfer vier Runden lang. Am Ende siegten die Ungarn mit 11:9. Ringarzt Dr. Jossek mußte nicht eingreifen – ein Zeichen für die Fairness der Boxkämpfe.
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Beobachtungen vom Volksfest
Für den nächsten Bericht wollen wir Sie fast nur den Bildern überlassen. Wir haben in den ersten vier Tagen Eindrücke gesammelt, die wir Ihnen hier zeigen wollen:
Am Sonntag vormittag fand im Weißbierzelt der Weiß-Blaue Stammtisch statt, den ISW Radio präsentierte. Daniela Ulrich, Oliver Haid und andere unterhielten die Besucher im Zelt, das bis zum letzten Platz gefüllt war.
Zum Seniorennachmittag kamen so viele Gäste wie nie zuvor. Die Stadt verloste Geschenkkörbe und Weißbräu Wolfgang Unertl dirigierte selbst. Wie immer war die Stimmung bestens.
Die Kälte und der Regen machten es den Fahrgeschäften nicht leicht. Trotzdem kam das Lichterfeuer erst in der Nacht so richtig zur Geltung.
Am Montag Abend trieb „Erdäpfelkraut“ alias Hubert Mittermeier seine Scherze mit den Gästen beim Gstanzlsingen.
Festwirt Werner feierte sienen 50. Geburtstag und bekam dazu von Bäckermeisterin Löw eine Riesenbreze in 50er-Form. Das inspirierte Erdäpfelkraut natürlich gleich....
Auf der Schaumparty im Weinzelt hatten besonders die jüngeren ihren Spaß.
Am Tag des Landkreises versammtelten sich im großen Bierzelt Bürgermeister, Gemeinderäte, Stadträte und Mitarbeiter von Städten und Gemeinden aus dem ganzen Landkreis und darüber hinaus.
Bürgermeister Günther Knoblauch dekorierte seine Kollegen mit einem Lebkuchenherz.
Danach zog eine Glücksfee die Gewinner von Sachpreisen und Reisen im Wert von über 6000EURO.
Am Prominentenschießen auf der Schießanlage des Schützenvereins beteiligten sich die Bürgermeister und Abgeordneten. Landrat Georg Huber Platz 10, wo Bürgermeister Günther Knoblauch gelandet ist, wissen wir noch nicht. Josef Pöllmann, unser Herausgeber war für Ampfing am Start und vertrat Bürgermeister Ottmar Wimmer, der wegen seiner verletzten Schulter nicht schießen konnte. Aber mehr als „das untere Mittelfeld“ kam für Ampfing leider nicht dabei heraus.
Ein Bonbon am Schluß: Mehrere Behördenvertreter hatten ihre Autos auf dem Parkplatz für Behinderte abgestellt und bekamen prompt Strafzettel verpaßt: Hier das Auto von Altöttings Bürgermeister Hofauer.

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