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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
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Das gabs 2008 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im Dezember 2007 berichtet haben.
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Nr.
Thema KW Ersch.
240
Bürgerversammlungen in Mühldorf 49 07.12.07
Vier Mal stand Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch den Bürgern Rede und Antwort. Hier unsere Zusammenfassung der Bürgerversammlungen
Wie üblich bestand der erste Teil aller Bürgerversammlungen aus einem etwa einstündigen Vortrag, in dem das Stadtoberhaupt auf die Ereignisse des vergangenen Jahres zurückblickte, Entscheidungen begründete und Erreichtes darstellte. Wie bei allen Bürgerversammlungen waren neben den beiden stellvertretenden Bürgermeistern auch zahlreiche Stadträte und die Abteilungsleiter des Rathauses anwesend, die sich bemühten, auf Fragen der Bürger Antworten zu geben oder zumindest die Anliegen zur späteren Bearbeitung aufzunehmen. Anwesend waren auch Vertreter der Stadtwerke und der Polizei. Obwohl die erste Bürgerversammlung im Gasthaus Alpenrose stattfand, haben wir die Ansprache bei der zweiten Bürgerversammlung im Haberkasten aufgezeichnet, der für uns die besseren Bedingungen bietet. Hier unsere Zusammefassung.
Weil die Wahlperiode zu Ende geht, ging Bürgermeister Günther Knoblauch diesmal auf die zurückliegenden sechs Jahre ein und legte die Errungenschaften seiner Amtszeit dar.

Er könne sicher nicht über alles sprechen – zu umfangreich wären seine Aktivitäten. Er wolle sich auf die wesentlichen Punkte beschränken. So begann Bürgermeister Günther Knoblauch.
In den vergangenen sechs Jahren habe sich Mühldorf enorm weiterentwickelt und in der Region an Bedeutung gewonnen. Mühldorf wäre schöner, attraktiver und lebenswerter geworden.
Es wäre dabei nicht immer leicht gewesen, die Mehrheit im Stadtrat für die nötigen Entscheidungen zu erhalten.
Die Umfahrung Nord, der Hauptsammler Ost – ohne den es keine Entwicklung im Norden der Stadt gäbe -, der Norma-Durchstich, die neuen Baugebiete Cegledring, Montgelas (sprich „Moschela“)-Straße oder Salzburgstraße hätten Raum für neue Wohnbauten geschaffen. Die Untergrundsanierung mit einhergehender Sanierung der Fahrbahnen am Stadtplatz und den Seitengassen wäre ein großes Projekt gewesen, das dringend nötig geworden war. Der Umbau des Sümö-Geländes zu Parkplätzen und der Busbahnhof wäre heiß diskutiert worden. Auch der Umbau des Stadtsaales wäre lang umstritten gewesen. Er wäre heute kaum mehr wegzudenken.
Zwei Brücken wären gebaut worden: die Innkanalbrücke in Hölzling und die Heufeldbrücke zum Flugplatz. Viel Geld wäre auch in die Sanierung der Kindergärten geflossen. Ungelöst wäre die bauliche Situation am städtischen Kindergarten am Stadtplatz, wo nur das Erdgeschoß noch genutzt werden dürfe. Selbstverständlich geworden ist auch der Volksfestbus. Von 18.000 Fahrgästen im ersten Jahr wären es 2006 25.000 geworden. Aber auch so kleine Dinge wie ein Erinnerungsschreiben zwei Monate vor Ablauf des Reisepasses zeigten, wie bürgerfreundlich die Verwaltung eingestellt wäre.
All diese Dinge ließen sich aber nur verwirklichen, weil die Stadt sparsam wirtschafte, neue Einnahmequellen erschlossen hätte, die Wirtschaft erfolgreich arbeite, und durch ihre Steuern es der Stadt ermöglichte geordnete Finanzen vorzuweisen. Mit all diesen Maßnahmen wäre die Stadt leistungsfähig geblieben.
Im Mittelpunkt gestanden hätte in den vergangenen Jahren sicher der Bau der neuen Hauptschule. Obwohl heiß diskutiert, erhalte er heute fast täglich die Bestätigung für die Richtigkeit der Entscheidung, dieses Projekt zu realisieren.
Der Neubau biete die Möglichkeit, alle zukünftigen Entwicklungen mitzumachen. Ganztagesklasse, Pilotschulstatus und eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft böten schon heute den Schülern die bestmöglichen Berufschancen. Bevor die Realschule in Waldkraiburg erweitert würde, müßte in Mühldorf eine Realschule gebaut werden. Die Voraussetzungen wären gegeben.
Durch den Umzug könne die Grundschule nun in die ehemaligen Hauptschulräume einziehen. Diese werden in den kommenden Jahren bedarfsgerecht modernisiert. Dann wird es möglich werden, auch an der Grundschule Ganztagsbetreuung anzubieten. Die Sportanlagen konnten deshalb so großzügig gebaut werden, weil sie gemeinsam mit dem Gymnasium genutzt würden.
Trotz der Größe des Projekts konnte der Kostenrahmen um etwa 600.000 € unterschritten werden. Es wäre mehr gewesen, wenn der Stadtrat nicht so lang diskutiert hätte. Er wäre glücklich darüber, daß er trotz bestehender Vorschriften Aufträge für über 3 Millionen Euro an Mühldorfer Firmen vergeben konnte, und diese hervorragende Arbeit geleistet hätten.
Trotz des großen Projekts „Hauptschule“ wurden auch die anderen Schulen nicht vergessen. In Mößling wurde eine komplett neue EDV-Anlage installiert.
Es gab im letzten Jahr zwei ganz herausragende Termine: der 7. Dezember 2006 und der 30. Oktober 2007. Die beiden Termine, die die Autobahnumfahrung für Mühldorf gebracht hatten und den Weiterbau auf der Trasse Dorfen ermöglicht hätten.
Wegen des Ausbaus der Bahnstrecke wäre er doch enttäuscht. Trotz des erfolgten Spatenstichs im April beginne man erst jetzt mit Rodungsarbeiten. Die Verzögerungen hätte zum großen Teil die Bahn zu verantworten.
Es gebe aber auch Projekte der Stadt Mühldorf, auf die er hinweisen wolle: Parkplätze am Gymnasium, Vorbereitungen für den Steg über den Innkanal oder die Hartgassenunterführung, Parkplätze am Haberkasten oder am Friedhof Nord wären erwähnenswerte Beispiele. Hinweisen wolle er auch die Parkplätze am Krankenhaus und die Verlegung der Heimgärten. Er hoffe, daß die Heimgärtner dem Umzug zustimmen und einen Verein gründen werden. Die Stadt werde ihren Anteil am Umzug leisten. Es müsse klar sein, daß das Krankenhaus sich nur weiterentwickeln könne, wenn es Parkplätze bieten könne.
In der Lohmühlsiedlung wurde die Kanalisation gebaut. Dabei dankte er den Anwohnern für ihre Geduld und ihr Verständnis während der Bauarbeiten.
Der Ausbau des Hochwasserschutzes wäre ein weiteres Thema, dem er nachginge. Dies zu realisieren helfe auch Firma Dunkel in Mühldorf zu halten, die sich andernfalls einen sicheren Standort suchen würden.
Mühldorf hätte einen der schönsten Stadtplätze Bayerns wozu besonders auch die Hauseigentümer beitrugen. Auf den Stadplatz wiesen neuerdings auch Schilder an der Autobahn hin. Nach weitern Umbauten auf der Südseite böte sich jetzt beidseitig eine fast durchgehend überdachte Fußgängerzone. Bäume, Gastterrassen und Sitzgelegenheiten hätten die Attraktivität des Stadtplatzes sehr gesteigert.
Dazu hätte auch das kulturelle Angebot beigetragen. Über 18.000 Besucher hätte man allein im Haberkasten gezählt, zusammen mit dem Stadtsaal 30.000.
In Mühldorf gäbe es nur ein leeres Geschäftshaus. 29 Bewerber bemühten sich kürzlich um ein frei gewordenes Ladengeschäft. Dies zeige die Attraktivität de Stadtplatzes. Er bemühe sich, einen Lebensmittelmarkt mit etwa 600 m² am Stadtplatz ansiedeln zu können. Dabi kritisierte er die Strategen der Kaufhausketten, die nur nach theoretischen Zahlen über Ansiedlungen entscheiden, ohne jedoch die Realität zu beachten. Mühldorf brauche sowohl große Kaufmärkte als auch kleine Fachgeschäft und Dienstleister. Nur wenn das gesamte Spektrum angeboten werden könne, wäre die Stadt attraktiv. Globus, Mediamarkt und Obi hätten zur Attraktivität der Stadt beigetragen.
Auch im Süden würde sich Mühldorf entwickeln. Röther-Markt, ein Lebensmittelmarkt und andere Geschäfte wären angesiedelt worden.
Die Attraktivität steigern helfe auch die Bücherei, die von Bertelsmann in der Bundesrepublik an vierter Stelle, in Bayern an zweiter und in Oberbayern an erster Stelle eingestuft wurde. Mit all diesen Maßnahmen wäre es gelungen, den Einzelhandelsumsatz von 169 Millionen Euro 2004 auf nun 207 Millionen Euro zu steigern. Auch die Wirtschaftsförderung hätte sich bewährt. Noch 1992 hätte es in Mühldorf 7.315 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gegeben. 2006 waren es 7.869, fast so viele wie Waldkraiburg, das über 6.000 Einwohner mehr hätte.
Trotz aller Erfolge bemühe er sich weiter, Firmen anzusiedeln. Wie etwa die Firma Fliegl aus Töging.
Es wäre ihm aber auch wichtig, daß sich die Firmen in Mühldorf gut entwickelten.
Um vorbereitet zu sein auf weiteres Wachstum, beabsichtige er weiteren Baugrund bereitzustellen und dafür 150.000 m² Grund zu kaufen. Er freue sich auch über das Kino, das es seit vergangenem November gäbe, forderte aber dazu auf, es besser zu nutzen.
Es wäre gelungen, die Tierzüchter in Mühldorf zu halten. Dazu hätte die Stadt gemeinsam mit dem Tierzuchtverband das ehemalige Baywa-Gelände gekauft.
Um den Wohnbau zu fördern, werde das Baulandmodell forgeführt. Für Kinder in den Käuferfamilien gäbe es dabei Preisnachlässe, die das Bauen für solche Familien erschwinglich machten. Und weil sich nur 20-30% der Bevölkerung ein Haus leisten könne, werde die Stadtbau wieder in den Mietwohnbau investieren. Dabei sei beabsichtigt, Neubaumieten von 5€ pro m² zu berechnen.
Kinderkrippen und Kindergärten fördere die Stadt mit etwa 1 Million Euro im Jahr. Damit stünde für jedes Kind ein Platz zur Verfügung. Allerdings müßte auf die neuen Bedürfnisse zum Beispiel alleinerziehender Mütter reagiert und die Öffnungszeiten flexibilisiert werden.
Auch den Senioren wolle er durch den Neubau und die Zusammenlegung von Caritas-Altenheim und Heilig-Geist-Spital die Wohnqualität im Zentrum erhalten und ihnen dadurch die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben möglich erhalten. Es wurde auch viel für die Vereine gemacht. Ohne die engagierten Ehrenamtler liefe ohnehin nichts. Deshalb verdienten sie jede Unterstützung.
Allerdings gäbe es auch Mitbürger ohne Gemeinsinn: Er werde alles unternehmen, damit man die Friedhofsstraße wieder normal befahren könne. Eine einzige Nord-Süd-Verbindung in Mühldorf! Das könne nicht sein.
Auch der Anwohner des Freibades hätte nun vor Gericht verloren und den Großteil der Kosten zu tragen. Man müsse einsehen, daß zum Wohl der Gemeinschaft manchmal der Einzelne zurückstecken müsse.
Der Stadtbus sollte schon vor 8 Uhr fahren, dies versuche er durchzusetzen.
Abschließend kritisierte er die Liberalisierung des Strommarktes. Bisher floß der Verdienst der Stadtwerke – etwa 1 Million Euro - in die Kasse der Stadt und somit der Bürger. Jetzt fließt der Verdienst aus dem Stromverkauf in die Tasche der Aktionäre der Stromhersteller.
Weil nur noch vier Hersteller Strom anbieten würden, müßten die Stadtwerke verstärkt in die Stromherstellung einsteigen. Deshalb riet er den Isenkraftstrom der Stadtwerke zu kaufen.
Dies alles wäre nur ein Teil dessen, was er im vergangenen Jahr bearbeitet hätte. Nun hätten die Bürger im März die Möglichkeit einen neuen Stadtrat zu wählen. Die Verantwortung für die künftige Stadtpolitik wahrzunehmen und zur Wahl zu gehen, forderte er die Bürger auf.
Er bedankte sich bei seinen Bürgermeisterkollegen Paul Schwarz und Hans Liebl, mit denen er ein gutes Team bilden würde, aber auch bei den Mitgliedern des Stadtrates und den Mitarbeitern der Verwaltung.
In den Pausen gab es für die Besucher die Möglichkeit, mit den Verantwortlichen zu sprechen und schon einmal ihre Anliegen vorzutragen. Bürgermeister Günther Knoblauch stand gern Rede und Antwort.
Im Gasthaus Alpenrose ging es in der folgenden Diskussion um folgende Themen:
Bianca Schamper wohnt im Eichfeld und kritisierte die Schulbusse, die morgens übervoll wären und den Kindern kaum Platz bieten würden. Sie würde es begrüßen, wenn ab der Haltestelle Burgfried ein neuer Bus eingesetzt würde.
Otto Kirchmeier würde die Ausschilderung des Zentrums Mühldorf an der Autobahn bevorrzugen gegenüber der derzeitigen Ausschilderung Mühdorf-West und Mühldorf-Ost. Er regte an, den Anliegern in der Kriegersiedlung nahezulegen, ihre Hecken an den Zäunen zurückzuschneiden um die Übersicht zu verbessern. Außerdem regte er an, an der Töginger Straße einen Fußgängerübergang einzurichten.
Dagmar Bauer bemerkte, es fehle in der Kriegersiedlung ein Lebensmittelgeschäft. Seit 10 Jahren gebe es keines mehr. Bürgermeister Günther Knoblauch meinte, er hätte schon 10 Projektentwicklern den Auftrag erteilt, am Burgfried einen Lebensmittelmarkt anzusiedeln. Es wäre keinem gelungen. Die Strategen würden den Standort nicht attraktiv genug finden.
Ilse Preisinger-Sontag bemängelte die Verkehrssituation an der Kanalbrücke an der Kapellenstraße. Dort gäbe es keinen Fußgängerübergang. Der Weg der Altmühldorfer zur Hauptschule wäre dadurch gefährlich. Bürgermeister Günther Knoblauch meinte, das Problem wäre bekannt. Deshal würden die Schüler so lange gefahren, bis der Steg über den Innkanal fertig wäre.
In der Diskussion im Haberkasten forderte Dagmar Bauer die Erlaubnis zum Betrieb einer Gaststätte auf der Wies. Sie verstünde nicht, warum die Anwohner dort dies verweigern würden.
Der Bebauungsplan, der dort „Besonderes Wohnen“ ausweisen würde, verbiete den Betrieb einer Gaststätte.
Oliver Proksch aus der Oderstraße forderte die Optimierung der Ampelschaltungen entlang der B12, die nach der Verkehrsfreigabe der Autobahn den Verkehr viel flüssiger regeln könnten. Herbert Gambihler sagte, eine Verkehrszählung im Frühjar werde die Grundlage für eine Neuregelung schaffen, die dann eingeführt werde.
Michael Haase fragte nach, was dran wäre an der Ansiedlung eines Plus-Marktes im Süden Mühldorfs und meinte, das Volksfest werde von Jahr zu Jahr lauter. Bürgermeister Günther Knoblauch meinte, es wäre wohl so, daß das Volksfest immer lauter werde. Man würde zwar intervenieren, hätte aber bisher wenig Erfolg damit gehabt. Man müsse an die Vernunft appellieren. Mit dem Bau eines Plus-Marktes werde trotz vorliegender Baugenehmigungen wohl erst 2009 gebaut werden.
Robert Wimösterer bemängelte die Parksituation in der Lohmühlstraße 34-38. Dort führten in der Kurve parkende Fahrzeuge zur Unübersichtlichkeit der Straße, was gefährlich wäre. Auch der Abend mit den Partnerstädten wäre viel zu wenig bekannt gemacht worden. Das wäre schade gewesen, weil er sehr schön war.
In der Bürgerversammlung im Jettenbacher Hof in Altmühldorf drehte sich die Diskussion zum Beispiel um die Wasserversorgung in der Talstraße, wo der Wasserdruck ab Hausnummer 53 abfallen würde.
Gottfried Kirmeier senior bemängelte, daß die Anwohner des Stadtplatzes es nicht der Mühe wert gefunden hätten, anläßlich des 50-Jahr-Jubiläums der Stadtkapelle und des Bezirksmusikfestes ihre Häuser zu schmücke und die Fahnen herauszuhängen. Bürgermeister Günther Knoblauch stellte fest, daß die Bereitschaft Fahnen aufzuhängen gänzlich nachgelassen habe.
Marianne Zollner wollte wissen, ob die Grundschule in Altmühldorf auch bestehen bleibe, wenn in der Stadt unten die Grundschule ausgebaut werde. Bürgermeister Günther Knoblauch sagte zu, daß die Grunschule weiter bestehen bleibe.
Roland Leiss bemerkte, die Altöttinger Straße bei der TSV-Turnhalle wäre in besonders schlechten Zustand. Und weil dort so viele auswärtige Gäste verkehrten, wäre es schon gut, wenn diese Instandgesetzt werden würde.
Es gab aber auch viel Lob für die Arbeit Bürgermeister Knoblauchs:
Aber auch der Zustand mancher Straßenstellen, wo es ordentlich „boust“ (sprich b-o-u-s-t), wenn man mit dem Traktor drüberfährt, undichte Dachrinnen, wo das ganze Wasser auf den Gehsteig laufen würde und schmutzige Fahrbahnen und Gesteige, auf die Traktoren Erdreich herausgetragen hätten erregten die Bürger in Altmühldorf.
Am hitzigsten diskutierte wurde in Mößling im Gasthaus Spirkl: Josef Thurmeier bemängelte, daß der Schülerrücktransport von der Hauptschule am Nachmittag nicht funktionieren würde. Dann würden die Schüler mit den schweren Schultaschen zu Fuß zurückgehen und wären dabei allen Gefahren ausgesetzt. Und – sollte etwas passieren, machte er Bürgermeister Günther Knoblauch dafür verantwortlich.
... bemängelte auch verschmutzte Radwege durch unvorsichtige Landwirte. Als Radfahrer wäre er durch diesen Austrag von Erdreich gefährdet. Dann forderte er eine Fußgängerampel an der Kreuzung Kapellenstraße/Nordtangente. Außer der Lichtung des Schilderwaldes in der Stadt forderte er die Überwachung der Einhaltung von Parkverboten an der Egglkofenstraße und an der Äußeren Neumarkter Straße.
Ernst Bruckmaier wohnt am Fürstenweg 15. Es war ihm vor einigen Jahren versprochen worden, er ziehe in ruhiger idyllischer Lage. Seit zwei Jahren fahren aber alle Baufahrzeuge für die Baustellen dahinter durch. Erst dachte er, das höre auf, aber dann....
Roswitha Mayerhofer forderte, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit in der äußeren Neumarkter Straße auf 60 km/h zu erhöhen, weil diese dort ab der Shell-Tankstelle eine reine Ausfallstraße wäre.
Alfons Forster wollte wissen, wann die Europastraße gebaut werden könne, nachdem dort offensichtlich ein Grundstückseigner enteignet werden soll.
Die Bürgerversammlungen liefen in diesem Jahr harmonisch ab. Bürgermeister Günther Knoblauch erhielt offenes Lob für seine Arbeit und kommentierte die vergleichsweise kleinen Probleme der Bürger damit, daß diese offensichtlich zufrieden wären.
Aufgefallen ist uns, daß bei keiner einzigen Bürgerversammlung ein Stadtrat oder Kandidat der Freien Mühldorfer anwesend war. Sicher waren sie mit der Vorbereitung der „Wem's stinkt“-Kampagne beschäftigt, sonst hätten sie sich bestimmt für die Arbeit des Bürgermeisters oder die Anliegen der Bürger interessiert, für die sie in der kommenden Wahl in den Stadtrat einziehen wollen.

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Christbaum-Einschalten in Waldkraiburgs Ortsteil Föhrenwinkel
Weil die Bürger in Waldkraiburgs Ortsteil Föhrenwinkel durch die vielen Baumaßnahmen zu leiden haben, luden Bürgermeister Siegfried Klika, die Stadtbau und die Stadtwerke zum gemeinsamen Christbaumeinschalten.
Viele Kinder mit leuchtenden Augen, zahlreiche Mitglieder des Stadtrates, Mitarbeiter von Stadtbau und Stadtwerken fanden sich vor dem Sitz der Stadtbau im Ortsteil Föhrenwinkel ein, wo die Stadt Zelte und Buden errichtet hatte um das Einschalten des Christbaumes und damit den Beginn des Advent zu feiern.
Die städtischen Gesellschaften und die Stadt spendierten belegte Semmeln und Glühwein für die großen und Kinderpunsch für die Kleinen. Die Warteschlange riß kaum ab. Und weil „gleiches Recht für alle“ galt, mußte auch dritter Bürgermeister Gustl Schenk anstehen.
Der Andrang war groß und so war fast kein Durchkommen als Bürgermeister Siegfried Klika, der dann allen dankte, die an der Vorbereitung mithalfen.
Es sollte ein Dankeschön sein, für alle Bewohner des Ortsteils, die die lange Diskussion um die Renovierung des Saalgebäudes und des Falkenrings mitverfolgen mußten, ohne daß sich jedoch an den alten Gebäuden tatsächlich etwas getan hätte. Wenn sie nun das prächtig renovierte Saalgebäude sehen würden, könnten sie sich vorstellen, wie schön diese Ecke Waldkraiburgs einmal werde. (O-Ton: Es soll ein kleines Dankeschön sein....)
Für die Organisation der kleinen Feier dankte er ... Weigl und Hermann Karosser. Sein besonderer Dank galt Peter Schmidt, der den Weihnachtsbaum gespendet hatte. Auf sein Komando schaltete seine Enkelin Lena die Beleuchtung ein.
Dann sangen die Kinder des Kindergartens im Föhrenwinkel.

Die Gäste trotzten der Kälte und feierten noch einige Zeit rund um den Weihnachtsbaum.

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Pressekonferenz von Wirtschaftsministerin Emilia Müller und Kultusminister Siegfried Schneider zum Bahnausbau
Nach der Neubildung der Landesregierung nahmen nun Wirtschaftsministerin Emilia Müller und Kultusminister und Oberbayern-CSU-Vorsitzender Siegfried Schneider Stellung zum Ausbau der Bahnstrecke Mühldorf-München. Und wie es sich gehört, in einem 1.-Klasse-Abteil eines Doppelstockwagons der SOB auf der Fahrt von München nach Mühldorf.
Der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke von München über Mühldorf nach Burghausen und Freilassing ist ein lang gefordertes Projekt, das – wenn man den Politikern glaubt – alle so schnell wie möglich wollen. Seit dem Spatenstich am 19. April diesen Jahres ist aber nicht viel passiert.
Nun luden Wirtschaftsministerin Emilia Müller, Kultusminister Siegfried Schneider und Umweltstaatssekretär Dr. Marcel Huber zu einer Pressekonferenz in den Zug von München nach Mühldorf ein.
Die Delegation der Staatsregierung begleitete auch MdB Stephan Mayer, Landrat Georg Huber, MdL Hans Rambold und MdL Ingrid Heckner, Dr. Willy Kleine, Geschäftsführer der Wacker Chemie, Klaus-Dieter Josel, Bayernbevollmächtigter der Bahn, Christoph Kraller und ... Kubasch von der Südostbayernbahn, sowie zahlreiche Vertreter von Presse, Ministerium und Bahn.
Dr. Marcel Huber moderierte das Pressegespräch: Wie wichtig die Staatsregierung das Thema Bahnausbau nehme, zeige die Tatsache, daß Frau Staatsministerin Emilia Müller schon sechs Wochen nach Amtsantritt unsere Region besuche und sich selbst ein Bild mache. Dann skizzierte er den Ausbauumfang: O-Ton: ...
Da dies so teuer wäre, könne man nicht alles auf einmal bauen. Man müsse aber dann die erforderlichen Kapazitäten bereitstellen, wenn die Industrie sie benötige.
Kultusminister Siegfried Schneider betonte, er würde sich als Vorsitzender der CSU in Oberbayern für dieses Thema interessieren. Als er vor einigen Monaten im Chemiedreieck war und auch vor einigen Woche in Altötting wäre immer wieder das Thema Bahnausbau zur Sprache gekommen. Er erkenne die Wichtigkeit des Themas und freue sich, es heute Wirtschaftsministerin Emilia Müller vorstellen zu können.
Wirtschaftsministerin Emilia Müller betonte, sie wisse um die Bedeutung des Chemiedreiecks mit seinen 25.000 Beschäftigten. Nach dem Spatenstich wären nun die ersten Schritte eingeleitet worden. Richtig anlaufen würde der Bau des Abschnitts Mühldorf-Ampfing aber erst 2008.
Selbstverständlich wolle man auch den Abschnitt Burghausen-Mühldorf elektrifizieren. Nur mit elektrischen Lokomotiven könne man die geforderte Tonnage (sprich „Tonnasche“) transportieren. Außerdem spräche der Umweltschutzgedanke für den Bahntransport und die Elektrifizierung. Gefährliche chemische Güter gehörten auf die Schiene und nicht auf die Straße.
Leider hätte die Europäische Union nur Förderung für den Abschnitt Freilassing-Salzburg in Höhe von 9,5 Millioen Euro zugesagt.
Nun hätte man sich bemüht, einen Zeitplan für die Begegnungsabschnitte aufzustellen. Die Abschnitte Mühldorf-Tüßling, Dorfen-ThannMatzbach und Hörlkofen-MarktSchwaben wären mit Bahn und Bund verhandelt worden. Das Ziel wäre, den Ausbau zu beschleunigen und die Transportleistung zu steigern. Ein klares Signal zu geben, wäre die Absicht der Staatsregierung.
Für die Abschnitte Dorfen-ThannMatzbach - der 116 Millionen Euro kosten werde - und Hörlkofen-MarktSchwaben -der 130 Millionen Euro kosten werde - rechne man mit dem Baubeginn etwa 2010. Die Abschnitte sollen 2015 fertiggestellt sein. Auf dem Abschnitt Mühldorf-Tüßling, der 140 Millionen Euro kosten wird, soll 2009 mit dem Bau begonnen werden. Auch dieser Abschnitt wird 2015 in Dienst gestellt werden können. Die durchgehende Elektrifizierung bis Burghausen solle 2010 begonnen werden zu bauen und auch 2015 fertiggestellt sein. Der durchgehend zweigleisige Ausbau bis Freilassing mit Elektrifizierung soll 2015 begonnen werden. Ein Termin für die Fertigstellung ist nicht absehbar. 2015 wäre also ein Jahr, in dem viel fertig sein könne.
Klaus-Dieter Josel ergänzte, der Neubau der Innbrücke bei Ering könne 2009 beginnen.
Landrat Georg Huber freute sich, daß die Wirtschaftsministerin so kurz nach ihrem Amtsantritt schon unsere Region besuche. Er kritisierte aber, daß nach dem Spatenstich im April nichts geschehen wäre. Dies hätte die Politik in schlechtes Licht gerückt, sie hätte viel an Glaubwürdigkeit verloren. Er forderte deshalb mehr Ehrlichkeit: Lieber einen Tag später kommen und dafür Fakten mitbringen. Er wünschte sich aber auch, daß Süd-Ost-Oberbayern nun dauerhaft im Focus der Staatsregierung und der Wirtschaftsministerin stünde und sie die Infrastrukturprobleme der Region nicht mehr aus den Augen verlieren würden. Außerdem bat er um Unterstützung bei der obersten Baubehörde beim Ausbau des Autobahnumfeldes. Er lege großen Wert darauf, mit dem Wirtschaftsminsterium gemeinsam die anstehenden Projekte voranbringen zu können. Dies würde auch den Arbeitnehmern der Region erleichtern, ihren Arbeitsplatz am Flughafen zu erreichen, der immer mehr Arbeitskräfte brauche.
O-Ton: Wir vertrauen auf Sie...
Klaus-Dieter Josel ergänzte, man hätte den Spatenstich so früh durchgeführt, weil am nächsten Tag eine Trans-Europäische-Netz-Konferenz stattgefunden hätte. Leider hätte man keinen Einfluß darauf gehabt, daß die Planungen so lang gedauert hätten. Man werde aber alles so schnell vorantreiben wie möglich.
Staatsminister Siegfried Schneider ergänzte, die Entwicklung der Industrie im Chemiedreieck hätte oberste Priorität und damit auch der Ausbau dieser Bahnstrecke.
Wirtschaftsministerin Emilia Müller nutzte die Gelegenheit und nahm Stellung zum Bau der Transrapidstrecke. Es gäbe keine Alterntive zum Transrapid. Die 925 Millionen Euro vom Bund, die dort im Haushalt eingestellt worden und zwischenzeitlich auch beschlossen wurden, sind explizit nur für den Transrapid zu verwenden. Für eine Expreß-S-Bahn stünde diese Summe nicht zur Verfügung. Würde eine Expreß-S-Bahn gebaut werden, müßte der Freistaat auf diese Bundesmittel verzichten und damit mehr Geld aus dem eigenen Haushalt aufwenden. Auch der Unterhalt einer Expreß-S-Bahn würde jährlich 20 Millionen Euro kosten, die dann anderswo fehlen würden. Damit wäre der Transrapid im Endeffekt preiswerter. Außerdem würde die Anbindung des Flughafens an die Innenstadt Münchens wesentlich verbessert werden, weil der Transrapid im 10-Minuten-Takt mit einer Fahrzeit von 10 Minuten verkehren würde. Es ging nicht an, daß Flugreisende in 45 Minuten aus Berlin kämen um dann genau so lang mit der S-Bahn in die Stadtmitte zu benötigen. Sie verstünde Oberbürgermeister Ude nicht, der nicht mitfinanzieren müsse und noch 925 Millionen Euro Bundesmittel bekommen könne. Außerdem stünde zu befürchten, daß der Transrapid gar nicht gebaut und verkauft werden könne, wenn das Projekt in München scheitere. Außerdem gebe sie zu bedenken, daß eine Expreß-S-Bahn auf der selben Trasse gebaut werden müsse wie der Transrapid und dieser bei 250 km/h auch noch leiser wäre als eine Expreß-S-Bahn bei 80 km/h. Es gäbe keine Alternative zum Transrapid.
MdB Stephan Mayer bat Staatsministerin Emilia Müller, bei Bundesverkehrsminister Tiefensee darauf zu drängen, daß mit dem zweigleisigen Ausbau auch gleich die Elektrifizierung realisiert werden müsse. Das Bundesverkehrsministerium hätte eine anachronistische Sichtweise und müsse erkennen, daß die Bahnstrecke unabhängig von Brenner-Basistunnel oder anderen Strecken sofort ausgebaut werden müsse.
Auf dem Bahnhof Mühldorf empfing Bürgermeister Günther Knoblauch die Delegation. Er lud Kultusminister Siegfried Schneider ein, die neue Hauptschule zu besuchen.
Nach dem obligatorischen Gruppenfoto reisten die Kabinettsmitglieder weiter nach Burghausen und besichtigten unter anderem das Werk der Wacker-Chemie.
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Diakonie führt an der Fachakademie für Sozialpädagogik neue Schulleiter in ihre Ämter ein
Die Diskussion um die Fachakademie für Sozialpädagogik – wie sie jetzt heißt – schlug in den vergangenen Jahren hohe Wellen. Nachdem die Diakonie in Traunstein sie zum Schuljahresbeginn übernommen hat, ist Ruhe eingekehrt. Nun konnten Erwin Gäb und Marianne Glück in ihre Ämter eingeführt werden.
Das Ende einer sehr ideologisierten, emotionalen und aufgeheizten Diskussion um die Schule in Starkheim war deren Übernahme durch die Diakonie in Traunstein zu Beginn des laufenden Schuljahres. Das neue Schuljahr hat nun die ersten Monate hinter sich, die Lage hat sich stabilisiert und so konnte die Diakonie die neuen Schulleiter offiziell in ihre Ämter einführen. Dies geschah ganz anders, als erwartet, mit einem evangelischen Gottesdienst, an dem neben Landrat Georg Huber, Bürgermeister Günther Knoblauch auch MdL Rainer Volkmann, Bezirksrätin Annemarie Haslberger, Grünen Kreisrätin Cathrin Henke und zahlreiche Bürgermeister aus dem Landkreis, der Dekan der evangelischen Kirche in Traunstein Gottfried Schmitter, Vertreter der Diakonie aus ganz Bayern, sowie der evangelischen Kirche teilnahmen.
Gottesdienst und Feierstunde wurden musikalisch umrahmt von den Lehrkräften der Musikschule Mühldorf unter Leitung von Johannes Schmidt.
Stadtpfarrer Andreas Beneker begrüßte die Festgäste, zu denen auch die Mitglieder der Schülermitverwaltung zählten.
Es wäre so üblich in der evangelischen Kirche, daß Freunde und Wegbegleiter von Personen, die eine neue Funktion oder Aufgabe antreten würden. Deshalb forderte .. Schmitter Marianne Glück und Erwin Gäb auf, ihre Paten vorzustellen.
Erwin Gäb benannte die Diakonin Jutta Örtel, die seine Nachfolge an seiner früheren Wirkungsstätte angetreten hatte. Außerdem unterstüzte ihn Werner Garr, mit dem er seit jungen Jahren zusammengearbeitet hatte.
Marianne Glück benannte Frau Elfriede Unterstöger, die sie seit 20 Jahren an der Fachakademie begleitet und die das Franziskushauses in Au am Inn leitet. Außerdem unterstütze sie Schwester Mechtild, mit der sie seit ihrem 16. Lebensjahr verbunden ist.
Thomas Ungehör las das Gleichnis von der unheilbar an Blutfluß erkrankten Frau, die Jesus am Sabbath durch Handauflegung geheilt hatte.
Sie wären die richtigen Personen für diese verantwortungsvolle und nicht ganz leichte Aufgabe, begann Dekan Schmitter seine Ansprache. Landkreis und diakonisches Werk werden sie dabei unterstützen, darauf könnten sie sich verlassen. Das Leben außerhalb der Schule in die Schule hineinzuholen würde helfen, dem Sprichwort „Nicht für die Schule sondern fürs Leben lernen wir“ auch Taten folgen zu lassen. Allerdings hätte der Philosoph Seneca, dem dieses Sprichwort zugemessen wird, genau das Gegenteil gesagt: O-Ton: Wir lernen nicht fürs Leben....
Damit hätte er kurz und bündig seine Kritik am Schulsystem der alten Römer ausgedrückt. Die Bildungsdiskussion gäbe es also nicht erst seit PISA. Wiederholte Reformen der Pädagogen hätten immer zum Ziel gehabt: (O-Ton: „die Menschen stärken – die Sachen klären! In der Reihenfolge“) Kirche und Diakonie in Traunstein zu denen auch die Landkreise Mühldorf und Altötting gehörten hätten sich das Ziel gesteckt, Glauben und Leben zu stärken. (O-Ton: Wir tun dies in der Nachfolge Jesu Christi) Von Jesus können man viel lernen. Er hätte die Menschen in Leben und Glauben gestärkt. Das ganze neue Testament wäre voll von Erzählungen, wie Jesus die Menschen gestärkt hätte. Diese Stärkung bräuchten wir alle. Jesus wäre zu gebeugten, kranken und niedergeschlagenen Menschen hingegangen, hätte ihnen die Hände aufgelegt, sie aufgerichtet, geheilt und ihnen neue Kraft geschenkt.
Es wäre auch die Aufgabe der Fachakademie, die Menschen aufzurichten, den Glauben und das Leben zu stärken. Nur starke Menschen können andere stärken. Dies wäre ihre gemeinsame Aufgabe und genau dazu wären Marianne Glück und Erwin Gäb die richtigen.
Dann legte er ihnen die Hände auf, betete für sie, segnete sie und sandte sie aus, ihren Dienst zu tun.
Landtagsabgeordneter Rainer Volkmann dankte für die Einladung, die nach den vorangegangen-en Querelen nicht selbstverständlich war. Die SPD-Fraktion hätte die Verstaatlichung der Schule bevorzugt. Er fände es nach wie vor falsch, daß der Landtag den Landkreis jahrelang mit diesem schwierigen Thema alleingelassen hatte. Der Wandel des Kindergartens von der Betreuungseinrichtung in den 70er Jahren zur heutigen Bildungseinrichtung hätte der Schule wesentlich höhere Verantwortung übertragen. Diese zusätzlichen Aufgaben zu leisten, erachte er als Verpflichtung des Staates. Er bat um Verständnis für alle Lehrkräfte, die in der Diskussion die Privatisierung der Schule abgelehnt hatten. Er wünschte Erwin Gäb und Marianne Glück viel Erfolg und den Studierenden alles Gute für ihre zukünftigen Aufgaben.
Thomas Ungehör dankte Rainer Volkmann dafür, daß er die Entscheidungen akzeptiert hätte und sogar zu dieser Feier gekommen wäre.
Landrat Georg Huber betonte, daß er sich sehr darüber freue, an dieser Feierstunde teilnehmen zu können und auch darüber, daß Erwin Gäb und Marianne Glück die neuen Aufgaben übernehmen würden. Er hieß sie herzlich willkommen. Marianne Glück stünde für Kontinuität. Sie wäre schon vor dem Trägerwechsel in dieser Funktion tätig gewesen. Die Fachakademie stünde nach einer unruhigen Zeit vor einem neuen Anfang. Nun muß sich das Augenmerk wieder auf die Ausbildung junger Menschen richten. Diese Schule wäre ein unverzichtbarer Baustein in der Sozial- und Bildungspolitik im gesamten Ostbayerischen Raum. Studierende von Berchtesgaden bis Erding und Rottal-Inn bis Rosenheim würden hier ausgebildet. Die Freude über die Rettung der Fachakademie und die Rettung der Ausbildungsplätze wäre deshalb groß.
Obwohl es noch vor knapp einem Jahr nicht so aussah, blicke er jetzt - nach dem Übergang der Trägerschaft auf das Diakonische Werk – wieder zuversichtlich nach vorn.
Landrat Georg Huber dankte Thomas Zugehör und Frau Winnicher aber auch Pfarrer Andreas Beneker und der gesamten Diakonie dafür, daß sie ihm immer wieder neuen Mut gaben, den Kampf fortzusetzen. Auch Marianne Glück dankte er für ihren persönlichen Einsatz, der oft genug sehr schwierig war.
Sein Dank galt aber auch Ludwig Ecker, der neben seinen Aufgaben als Direktor der Berufsschule 2 komissarisch die Leitung der Schule für einige Monate übernommen hatte.
Weil sie die schwierigen Diskussionen der vergangenen Monate überstanden haben, die sicher auch noch nicht ganz überwunden ist, dankte er auch den Lehrkräften. Er wäre sicher, daß unter der Leitung der Diakonie bald wieder Ruhe einkehren werde.
Aber auch Kreistag, Regierung von Oberbayern und der Verwaltung im Landratsamt galt sein Dank.
Trotz allem wäre er der Meinung, sie hätten in der Partnerschaft mit der Diakonie den bestmöglichen Weg eingeschlagen, der den Weg in die Zukunft sichern würde.
Erwin Gäb erachte er als äußerst kompetenten Schulleiter. Auf die Frage, was er für die Zukunft plane, hatte er geantwortet, er wolle gestalten und nicht verwalten. Dies könne nur miteinander gelingen. Hierzu soll ein Beirat gegründet werden, dem neben den Landräten auch die Kirchen, die Vertreter der Wohlfahrtsverbände und der Fachabteilungen des Landratsamtes angehören sollen. Im Juni wird ein Fachkongress stattfinden, der die enge Zusammenarbeit begründen soll.
Kreistag und er selbst freuen sich auf die Zusammenarbeit.
Zum Zeichen dafür, daß er sie immer gut beschirmen werde, überreichte er Erwin Gäb und Marianne Glück den Schirm des Landkreises sowie Blumen.
Bürgermeister Günther Knoblauch meinte, das Zusammenspiel von Fachakademie und Stadt klappe spielerisch, wie die anwesenden Lehrer der Musikschule zeigten. Die Sorgen der Vergangenheit um die Fachakademie könne man jetzt vergessen. Er freue sich riesig, daß nun die Zukunft der Schule gesichert wäre. Er dankte allen, die mitgeholfen hatten, dieses Ziel zu erreichen. Besonders aber Thomas Zugehör, dessen Geduld wohl grenzenlos wäre.
Und weil die Fachakademie Teil des Lebens in Mühldorf wäre, wolle er auch die neuen Leiter schnellstmöglich ins Mühldorfer Leben einbinden.
Er ermahnte aber auch, daß die Absolventen dieser Fachakademie nicht nur gute Leiter und Leiterinnen von Kindereinrichtungen werden sollen, sondern den kleinen Batscherln (sprich „B°atscherln – mit dem skandinavischen °a (dunkles a)) auch christliche Werte vermitteln sollen, die für sie Halt und Eckpfeiler ihres Lebens werden sollen. Welche Verantwortung ihnen dabei zukäme, zeige, daß das soziale Verhalten eines Menschen vor dem fünften Lebensjahr geprägt werde.
Aber auch der Umgang mit den Eltern stelle für sie eine große Aufgabe dar. Sie müßten den Eltern beibringen, Eltern zu sein. Dieses Können wäre bei vielen Eltern verlorengegangen.
Und weil Mühldorf erst seit 200 Jahren in Bayern läge, und die Mühldorfer deshalb die Liebenswürdigkeit der Salzburger und die Urwüchsigkeit der Bayern in sich trügen, denke er, Erwin Gäb werde sich hier bald wohl fühlen. Dazu wünschte er ihm und Marianne Gäb viel Erfolg.
Marianne Glück bedankte sich nun ihrerseits für die Unterstützung der vergangenen Monate, durch die sie es erst schaffen konnte. Zuspruch und Vertrauen von allen Seiten hätten ihr immer wieder Mut gegeben, diese große Aufgabe zu meistern.
Sie hoffe, daß der Fachakademie nun die sieben fetten Jahre bevorstehen, nachdem sie nun die sieben mageren Jahre hinter sich gebracht hätten. Und auch wenn Landrat Huber die Möglichkeit genannt hätte, die Schule könnte nach fünf Jahren wieder zurück in die Trägerschaft des Landkreises, so dächte man schon jetzt im Kollegenkreis, man wolle doch lieber kirchlich bleiben.
Erwin Gäb stellte fest, daß es nötig wäre, nun nach dem Wechsel Studierenden und Lehrerschaft einen neue Orientierung zu geben. Diese neue Orientierung untergliederte er in vier Orientierungspunkte: Die Kinder, die Studierenden, die Lehrkräfte und das soziale Umfeld. Diese vier Faktoren bestimmten die Qualität der Schule und der Ausbildung.
Zu den Kindern: Die Ausbildung der Studierenden soll professionelle Erziehungsarbeit ermöglichen. Es wäre jedoch sehr schwierig, genaue Aufgaben zu definieren, weil das Umfeld dies nicht ermögliche. Kinder könne man nicht Kategorisieren. Versuche, dies zu tun endeten damit, daß man Kinder versachlicht und nur noch theoretisch aber nicht mehr mit menschlicher Wärme wahrnehme. O-Ton Staatssekretär....
Es wäre Aufgabe der Fachakademie und besonders einer christlichen Schule, das Kind als solches und als Ebenbild Gottes anzunehmen. Dieses Bild des Kindes müsse die Schule auch den Studierenden vermitteln.
Die Studierenden selbst müssen erkennen, daß es einen Unterschied zwischen Bildung und Schulbildung gibt. Schulbildung standardisiere und normalisiere. Diesen Unterschied zu erkennen müsse Aufgabe der Schule sein. Es müssen zu einer Lerngemeinschaft von Lehrern und Studierenden kommen, die einerseits das Erreichen der Lernziele gewährleiste, andererseits aber die Lernfreude unterstütze und den Unterschied zwischen Bildung und Schulbildung nicht außer Acht lasse.
Die Lehrkräfte wären verpflichtet, sich ständig pädagogisch weiterzuentwickeln. Deshalb müßten sie eine Schulkultur entwickeln, in der sie sich achten und durch den Austausch gegenseitig voranbringen könnten. Wenn es gelänge Vorbild für die jungen Menschen zu werden, so kann das Lehrerkollegium zufrieden sein.
Im sozialen Umfeld hat die Schule die Verpflichtung ihrem Umfeld zu dienen. Dazu muß sie sich öffnen und sich in das praktische Leben einbringen. So könne sie allgemeinbildend für das gesamte Umfeld wirken und sich dabei selbst weiterentwickeln. Und nur dann könne sie Schule sein und nicht Berufsvorbereitungseinrichtung.
In diesem Sinne wollen Marianne Glück und er gemeinsam die Schule leiten.
Abschließend überreicheten die Lehrkräfte Erwin Gäb Willkommensgeschenke und luden zu einem Bankett ein.
244
Theatergruppe Kraiburg spielt "Die Schneekönigin"
Die Theatergruppe Kraiburg hat wieder eine neue Inszenierung auf die Bühne gebracht. Sie spielt in der Remise noch bis Weihnachten Hans-Christian Andersens „Die Schneekönigin“.
Die Bearbeitung von Hans-Christian Andersens Märchen „Die Schneekönigin“ hatte Ingo Sax angefertigt.

Gerda und ihre Oma machen das Best aus den ärmlichen Verhältnissen, in denen sie leben. Sie schmücken ihren Balkon mit schönen Blumen. Gegenüber wohnt Kai. Die beiden Balkone der kleinen Wohnungen stoßen aneinander. So werden aus Kai und Gerda enge Freunde in einer kleinen, heilen Welt.
Doch als Kai seine Gesellenpfürung besteht, muß er feststellen, daß er Schnapsfäßchen bauen muß, die dem Händler großen Gewinn bringen und den Konsumenten ins Unheil stürzen. Er zweifelt am Sinn seiner Arbeit. Er möchte viel lieber lernen und studieren. Dafür ist er jedoch zu arm.

Als er die Schattenseiten des Lebens erkennt, macht sich Unzufriedenheit breit. Während eines plötzlich aufkommenden Sturms gerät ein Splitter eines Spiegels in sein Auge der alles nur häßlich sehen läßt. Er ist entsetzt und stürzt auf und davon.

Da begegnet ihm die Schneekönigin und nimmt ihn bei sich auf. Sie war auf der Suche nach einem Menschen, dem sie und ihre Gehilfin Mirja alles verfügbare Wissen mit Hilfe eines Computers vermitteln können. Weil er sich dort seinen größten Wunsch erfüllen kann, geht er mit ihr.

Gerda bleibt trauernd zurück. Sie aknn nicht verstehen, warum Kai sie verlassen hat. Als sie die Erzählung von der Schneekönigin hört, die bei ihren Fahrten durch die Welt angeblich Kinder stiehlt und in Kopenhaben gesehen wurde, ist sie sicher, Kai ist bei ihr.

Obwohl sie jung ist und nur weiß, daß die Schneekönigin ganz hoch im Norden wohnt, beschließt sie, ihn zu suchen und zurück zu holen.

Auf dem beschwerlichen Weg begegnet sie üblen Räubern, die ihr dann doch helfen, dem Lappen-Volk der Skolt, das sie wieder aufpäppelt, als sie schon fast am Ende war. Schleißlich kommt sie bei der Schneekönigin an und kann Kai und auch Mirja befreien, die die Schneekönigin früher von eben dem Lappenvolk entführt hatte.
Die Version von Ingo Sax weicht vom Original von Hans-Christian Andersen in Details ab. Jede Figur hat hier ihre eigene Geschichte. Der Zuschauer erhält Einblicke in Struktur und Denkweise verschiedener Gesellschaften, die mit ihren Aussagen unsere heutige Lebensweise zu hinterfragen anregt.
Die Bearbeitung von Ingo Sax berührt einmal, stimmt ein andermal nachdenklich und macht dann wieder fröhlich. Sie entfaltet ihren ganz eigen Charme.
Die Mitglieder der Theatergruppe Kraiburg haben die Geschichte mit viel Aufwand auf die Bühne gebracht. Manchmal ist die Aufführung etwas ausschweifend und langatmig, besonders wenn die Räuberkinder ihre Rangordnung auskämpfen oder Lappen lernen mit dem Lasso Rentiere einzufangen oder ein Zelt aufzustellen. Mit über zwei Stunden dauert die Aufführung sehr lang, besonders weil sie für Kinder gedacht ist, die kaum so lange aushalten. Bemerkenswert sind Isabella Schreiber in ihrer Rolle als Gerda und Ruth Thomas als Schneekönigin sowie Franziska Reinhard als Mirja und Sebastian Meyer als Kai. Aber auch alle anderen Mitglieder des großen Ensembles tragen zu der gelungenen Aufführung bei. Die Theatergruppe Kraiburg spielt die Schneekönigin bis 23. Dezember jedes Wochenende am Samstag um 20 Uhr und am Sonntag um 15 Uhr.

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Kreis-SPD wählt Richard Fischer zum Kandidaten für das Amt des Landrats und nominiert ihre Kandidaten für den Kreistag 50 20.12.07
Die SPD nominierte nun wie angekündigt Richard Fischer zu ihrem Kandidaten für das Amt des Landrats und gleichzeitig auch die Kandidaten für den Kreistag.
Die Bewerber der Ortsvereine der SPD trafen sich kürzlich im Toerringhof in Waldkraiburg um ihren Kandidaten für das Amt des Landrats zu nominieren und die Liste der Kandidaten für den Kreistag aufzustellen. Nachdem Alexander Will die Gäste in Waldkraiburg willkommen geheissen hatte, trat Richard Fischer ans Pult und bewarb sich darum, als Landratskandidat aufgestellt zu werden.
Man hätte in der SPD lang über die Frage diskutiert, ob man überhaupt einen Kandidaten aufstellen wolle. So wolle er sich aufstellen lassen. Er wäre in Mühldorf geboren und in Waldkraiburg aufgewachsen, stellt er sich vor. Nach seiner Maschinenschlosser-Ausbildung bei Netzsch wäre er als Jugendvertreter im Betriebsrat aktiv gewesen. Dann hätte er ein Studium des Arbeits- und Sozialrechts absoviert, um dann sein Wissen an der Hochschule für Wirtschaftspolitik in Hamburg zu ergänzen. Er wäre verheiratet und hätte einen Sohn. Seit seinem 16. Lebensjahr wäre er politisch engagiert und hätte immer versucht, soziale Gerechtigkeit und Sicherheit zu verwirklichen. Seit 24 Jahren wäre er Gewerkschaftssekretär bei IG Bau-Chemie-Umwelt. 10 Jahre lang war er Geschäftsführer der Gewerkschaft IG Bau und ist heute Regionalsekretär dieser Gewerkschaft.
Er hätte sich entschlossen zu kandidieren, weil er der Meinung wäre, die Sozialdemokraten wären ein fester Bestandteil im Landkreis.
Seine Ziele wären die Entwicklung der Wirtschaftspolitik im Zusammenhang mit der Verkehrspolitik und dem Menschen. Er denke, auch als Landkreis mit bescheidenen finanziellen Mitteln müsse man zusammen mit anderen Landkreisen die Wirtschaft nach vorne zu bringen. Dabei läge sein Augenmerk auf der Schaffung und Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Junge Menschen sollten vor Ort qualifizierte Ausbildung in kleinen und mittelständischen Unternehmen vorfinden. Im Hinblick auf die Jugendarbeitslosigkeit bemerkte er, man müsse sich bewußt sein, daß man Ausbildung nicht nachholen könne, die man den Jugendlichen nicht zukommen lasse. Die folge wären später fehlende Steuereinnahmen und hohe Sozialkosten. Deshalb müsse man früh vorbeugen. Außerdem fordere er die wohnortnahe Ausbildung, die den Jugendlichen stundenlange Anfahrtswege erspare. Kleinen und mittelständischen Betrieben müsse man finanzielle Förderung zukommen lassen um sie in der Region zu halten und ihnen die Wettbewerbsfähigkeit erhalten.
Außerdem müsste Männern und Frauen die Möglichkeit der Erwerbstätigkeit gegeben werden. Dazu müßten ausreichend Kinderkrippen und Kindergärten angeboten werden.
Es müßte auch darauf geachtet werden, daß Senioren in Würde altern könnten und nicht der Altersarmut anheim fielen. Um dies zu erreichen, müsse man unter anderem das Ehrenamt stärken.
Man müsse alles tun, um in diesem schwarzen Landkreis die rote Sonne aufgehen zu lassen und zu versuchen, die Mehrheitsverhältnisse zu kippen.
Er kandidiere, weil er seit 36 Jahren für eine gerechtere Welt kämpfe und jetzt die Kandidaten für den Kreistag unterstützen wolle. Er wäre sicher, sie hätten die cleveren Köpfe....
Peter Bauer, Ortsvorsitzender aus Haag, der wieder zum Wahlleiter bestimmt worden war, konnte keinen weiteren Kandidaten ausfindig machen, so trat er in den Wahlgang ein.
Die Stimmzettel waren schnell eingsammelt und ausgezählt. So konnte er das Wahlergebnis verkünden: Von 32 abgegebenen und gültigen Stimmen waren 31 für und einer gegen Richard Fischer. Damit war er zum Landratskandidaten bestellt.
Er nahm die Wahl an und dankte für das Vertrauen. Von Alexander Will erhielt er den roten SPD-Schal, Werner Groß und Richard Fasser gratulierten genauso wie Susanne Engelmann, Günther Knoblauch und viele andere.
Dann schritt man zur Nominierung der Kandidaten für den Kreistag. Wie bei der SPD üblich wechseln sich Mann und Frau auf den Listenplätzen ab. Die Liste wurde von den Ortsvereinen und Mandatsträgern aufgestellt. Es sollte nur über die Liste abgestimmt werden. Die Kandidaten stellte Richard Fischer vor.
Auf Platz 1 der Liste findet sich Richard Fischer, Platz 2 Susanne Engelmann.
Auf Platz drei Günther Knoblauch, Platz vier nimmt Mühldorfs Ortsvereinsvorsitzende Christa Schmidbauer ein. Auf Platz fünf: Werner Groß. Er ist Stadtrat, Kreisrat und sellvertretender Unterbezirksvorsitzender. Auf Platz sechs, Stadt- und Kreisrat Ulrich Geltinger aus Neumarkt St. Veit. Auf Platz sieben, Werner Schreiber, Bürgermeisterkandidat in Kraiburg. Auf Platz 8 Elisabeth Schätz, Bürgermeisterkandidatin in Haag. Auf Platz 9 Alexander Will. Auf Platz 10 Klara-Maria Seeberger. Auf Platz 11 Hans Baumgartner, Gemeinderat aus Aschau. Platz 12 nimmt Christine Blaschek ein. Auf Platz 13 Mühldorfs dritter Bürgermeister Hans Liebl. Auf Platz 14 Kreisrat und Bürgermeisterkandidat Hans Auer aus Mettenheim. Auf Platz 15 Gottfried Kirmeier. Auf Platz 16 Valentina Lehrich aus Aschau. Auf Platz 17 Peter Bauer aus Haag. Platz 18 Manfred Römer, Ortsvereinsvorsitzender aus Aschau. Platz 19 Göckay Tastan, Vorsitzender der islamischen Gemeinschaft in Waldkraiburg. Platz 20 Josefine Deliano aus Haag. Platz 21 Robert Gerritschen, Arzt und Gemeinderat aus Haag. Platz 22 Rosa-Maria Pointner, Krankenschwester aus Haag. Platz 23, der Soziologe Karl Ziegler. Auf Platz 24 Cornelia Reiberger, Lehrerin aus Haag. Platz 25 Dominik Rehbein aus Haag. Auf Platz 26 Claudia Heinrich aus Mühldorf. Auf Platz 27 Rainer Schratt aus Mühldorf. Platz 28 Dagmar Bauer aus Mühldorf. Platz 29 Reinhard Babiak Stadtrat aus Waldkraiburg. Platz 30: Vera Bittner, Stadträtin und Lehrerin aus Waldkraiburg. Platz 31 Michael Bartesch, Stadtrat aus Waldkraiburg. Platz 32 Astrid Stamp aus Waldkraiburg. Auf Platz 33 Christian Rauscher, Verleger aus Haag. Platz 34 Eva Rehbein, Gemeinderätin aus Haag.
Platz 35 Jens Hawemann, Kaufmann aus Haag. Platz 36 Marianne Lachmann, Chefarztsekretärin aus Haag.
Platz 37 Alexander Pfeiffer aus Mühldorf. Platz 38: Sabine Groß, Realschullehrerin aus Mühldorf. Platz 39: Josef Wimmer aus Mühldorf. Platz 40: Gertraud Faßer aus Mühldorf. Platz 41, Lothar Kunz, Ortsvereinsvorsitzender aus Ampfing. Platz 42: Marianne Zollner aus Mühldorf. Platz 43 Robert Goluch, Stadtrat aus Waldkraiburg. Platz 44 Gerd Ruchlinski, Stadtrat aus Waldkraiburg. Platz 45 Armin Kinzel aus Kraiburg. Platz 46 Elisabeth Hilge aus Kraiburg. Platz 47 Volker Kies, Pensionist aus Kraiburg. Platz 48, Michel Hefer, Systemadministrator aus Kraiburg. Platz 49, Hermann Hahn aus Kraiburg. Platz 50 Walter Kirsch, Gemeinderat aus Aschau. Platz 51 Josef Höpfinger aus Aschau. Platz 52 Rüdiger Thiel aus Aschau. Platz 53 Maritn Höpfinger aus Aschau. Platz 54 Thomas Liess aus Waldkraiburg. Platz 55 Christian Zimmermann aus Waldkraiburg. Platz 56, Fritz Stamp. Platz 57 Florian Tölg, Platz 58, Günther Starzengruber und Platz 59 Fritz Killermann und schließlich Platz 60 Werner Rausch aus Mühldorf.
Es wäre eine gut gemischte Liste, meinte Richard Fischer abschließend. Damit wurde der Wahlgang eröffnet, die Stimmzettel ausgefüllt und eingesammelt Nach der Auszählung war klar, daß der Vorschlag angenommen war. Peter Bauer hakte die Angelegenheit ab.
Dann wurden die Ersatzkandidaten bestimmt, die Sie hier sehen.
Abschließend dankte Alexander Will dafür, daß die Aufstellungsversammlung so zügig und problemlos abgelaufen ist. Er dankte Peter Bauer für die Durchführung und den Wahlhelfern für ihre Hilfe.
Am Ende verabschiedete Richard Fischer Richard Faßer, der nach vielen Jahren im Kreistag nicht mehr antreten wird. Er hätte durch sein Verhandlungsgeschick das Bild der SPD-Fraktion im Kreistag maßgeblich mitgeprägt. Dann überreichte er ihm ein Abschiedsgeschenk.
Nun ginge es aber erst richtig los, meinte Richard Fischer und forderte die Kandidaten auf, die politischen Positionen in der Bevölkerung bekannt zu machen. Dabei wolle er sie unterstützen. Sie finden die Liste der Kandidaten wieder als PDF zum Download auf der Internetseite.
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Ruth Paulig von Bündnis90/Die Grünen zu Gast beim Milchwerk Jäger in Haag
In der vierten Generation ist das Milchwerk Jäger in Haag in Familienbesitz. Nun besuchte die stellvertretende Vorsitzende des Ausschußes für Umwelt- und Verbraucherschutz des Bayerischen Landtages, Ruth Paulig, von den Grünen das Werk. Wir konnten sie begleiten.
Das Milchwerk Jäger mitten in Haag ist eine Mittelständische Firma, die seit vier Generationen im Familienbesitz ist. Mit 250 Mitarbeitern, die an sechs Tagen der Woche in vier Schichten arbeiten verarbeitet man dort täglich 970.000 Liter Milch. Die Milch kommt aus dem Umland und aus Oberösterreich. In den vergangenen Jahren konnte der jährliche Ausstoß an Käseprodukten von 5600 Tonnen auf 34.000 Tonnen gesteigert werden.
Inhaber Hermann Jäger und Prokurist Martin Hartinger stellten Ruth Paulig, Kreisrätin und Landratskandidatin Cathrin Henke und Stadt- und Kreisrat Oskar Rau zunächst die Firma und den Markt für Molkereiprodukte vor. Der Markt wäre hart umkämpft. Es gäbe mit Berchtesgadener Land, Danone, Meggle, Hochwald, Grünland und Bergader viele Wettbewerber. Der Milchpreis wäre von 29 Cent 2006 auf derzeit 40 Cent gestiegen. Jäger zahle 42 Cent für beste Milch. Auch wenn man dies erst verkraften müsse, biete dieser Milchpreis den Bauern doch bessere Überlebenschancen. Man hätte sich auf die Herstellung von Mozzarella spezialisiert, den man vorwiegend nach Italien liefere. Hier könne man Jäger-Produkte vorwiegend bei Lidl kaufen.
Martin Hartinger erläuterte aber auch, wie man bei Jäger auf Energieeinsparung und Umweltschutz setze. Durch modernste Technik versuche man so viel wie möglich Energie einzusparen und sich von einem Energieträger unabhängig zu machen. Obwohl man die Produktion so stark gesteigert hat, stieg durch die neue Technik der Stromverbrauch nur um 5,6%. Um die Primärenergie bestmöglich auszunutzen produziere man mit einem eigenen Blockheizkraftwerk mit 350 kW Leistung Strom und Wärme selbst.
Die Fertigungsanlagen sind hochgradig automatisiert.
Durch die intensive Kontrolle der Milch und die Verfolgung jeder Charge bis zum Verfallsdatum wäre die Milch das bestkontrollierte Lebensmittel überhaupt.
Den Vorrat für zwei Tage kann Jäger in diesen großen Silos lagern, in die die Milch nach der Anlieferung gepumpt wird.
Hier wird Butter hergestellt. Auch der ist für Italien bestimmt.
Den hohen Techisierungsgrad der Fertigung bestaunten alle Besucher.
In diesen Bottichen wird durch Zugabe von Lab aus Milch Käse. Er wird immer wieder umgerührt und später geschnitten. Nachdem er gereift ist, wird er in Portionen geschnitten, nochmals durchgeknetet und portioniert ausgegeben.
Dann werden die Mozzarella-Käse auch schon verpackt und gehen in die Versandabteilung.
Anderer Käse wird im flüssigen Wachsbad mit einer Wachshülle überzogen, in Folien verpackt und in Kartons gestapelt.
Die Paletten mit der fertigen Ware werden in Folien eingewickelt und dann ins Hochregallager transportiert. Alles vollautomatisch.
Die Gäste staunten über die Flexibilität, mit der Jäger auf Bestellungen reagieren kann. Hier wird Edamer-Käse in Blöcken verpackt, etikettiert und aufgestapelt.
Auf der anderen Seite des Hochregallagers kommen die Paletten wieder automatisch heraus und werden in die Lkws verladen, die sie nach Italien, Kroatien, Rußland oder eben zu Lidl bringen.
Und das erstaunlichste: Solchen Mozzarella, wie wir ihn im Supermarkt kaufen, würde kein Italiener essen. Deshalb macht Jäger ihn nach dem Originalrezept. Probieren Sie ihn doch, Jäger hat auch ein Ladengeschäft an seinem Hauptsitz an der Hauptstraße in Haag.
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Eröffnung des Krippenweges in Ampfing
Ampfing hat jeden Advent etwas besonderes zu bieten. Vergangenes Jahr stellten die Studierenden der Fachakademie in Starkheim einen Adventskalender aus und dieses Jahr sind Krippen in den Geschäften zu sehen. Wir haben uns den Ampfinger Krippenweg angeschaut.
Weil es gerade zu Beginn der Eröffnungsfeier in Ampfing anfing zu regnen, verlegten Dekan Roland Haimerl und Bürgermeister Ottmar Wimmer die Feier in die Kirche. Dort feierten die Gäste zunächst eine Andacht. In seiner kurzen Ansprache zog Dekan Roland Haimerl eine Parallele zwischen dem Auftakt des Advent in der Gemeinde Ampfing und dem Beginn des Kirchenjahres am 1. Advent. Er bedankte sich bei der weltlichen Gemeinde dafür, daß sie die Eröffnung des Krippenweges mit einer Andacht und damit mit einem Blick auf die Geschehnisse beginnt, wie sie in der heiligen Schrift dargestellt sind.
Dann gings hinaus zur Krippe. Dort empfingen die Ampfinger Bläser unter der Leitung von Georg Buchner.
Bürgermeister Ottmar Wimmer dankte Heinz Huber, dem Vorsitzenden des kommunalen Kulturkreises und seiner Gattin und allen Helfern für die Vorbereitung des Ampfinger Krippenweges. Auch den Eigentümern der teils sehr wertvollen Krippen galt sein Dank. (O-Ton: Wünsche einen friedvollen Advent...)
Auch Heinz Huber dankte den Eigentümern der Krippen für die Leihgabe und den Geschäftsleuten dafür, daß sie ihre Schaufenster zur Verfügung gestellt haben. Dann faßte er sich wegen des schlechten Wetters kurz und lud zu zwei unterschiedlich langen Rundgängen ein.
Nachdem Dekan Roland Heimerl den Segen erteilt, und damit den Krippenweg eröffnet hatte, schlossen die Bläser die Feier ab. Wir haben uns die Krippen bei besserem Wetter angesehen und möchten Ihnen einige davon hier zeigen. Wenn Sie alle Krippen sehen wollen besteht noch bis Weihnachten hierzu Gelegenheit.
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60 Jahre SPD-Ortsverein Kraiburg: Zu Gast: Franz Maget
Schon vor einem Jahr feierte der SPD Ortsverein Ampfing sein 60-jähriges Bestehen. Diese Jubiläum konnte nun auch der Ortsverein in Kraiburg begehen und hatte dazu Franz Maget eingeladen, den Fraktionsvorsitzenden der SPD im Landtag.
Die Remise in Kraiburg war schon für die Aufführung der Schneekönigin vorbereitet - das Banner der Bayern-SPD verdeckte ihr Bild – als die Blaskapelle Kraiburg aufspielte und die Festgäste begrüßte.
Ortsvereinsvorsitzender Werner Schreiber begrüßte neben dem Festredner Franz Maget zahlreiche Ehrengäste. Unter ihnen Kraiburgs Bürgermeister Michael Loher, Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch, Taufkirchen's Bürgermeister Jakob Bichlmaier, Unterbezirksvorsitzenden Richard Fischer, die Ortsvereinsvorsitzenden von Ampfing – Lothar Kunz – Aschau – Manfred Römer – Heldenstein – Richard Wagner – Waldkraiburg – Michael Bartesch – um nur einige zu nennen. Pfarrer Aneder war genauso da wie viele Marktgemeinderäte und Vereinsvorstände.
„Ein intakter lebendiger Markt, geprägt von Geschichte, Tradition und Fortschritt“ zitierte Bürgermeister Michael Loher den Werbeslogan des Marktes Kraiburg. Dies beschriebe Kraiburg, so wie es wäre. Intakt wäre die Gesellschaft in Kraiburg, 50 Vereine sorgten für Betriebsamkeit, die Geschichte reiche bis zu den Römern zurück. Die Vereine pflegten die Tradition und trügen sie in die Zukunft. Den Fortschritte sehe man auf Schritt und Tritt – bei Gewerbe und Gebäuden. Was nicht beschrieben ist, prägten die Menschen in Kraiburg. Dazu gehöre auch die sozialdemokratische Partei und da besonders dem Aktivposten Franz Eder. Er lud alle Gäste ein, nach Kraiburg zurückzukommen und es besser kennenzulernen. Dann gratulierte er dem Ortsverein und wünschte viel Glück für die nächsten 100 Jahre.
Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch meinte, Kraiburg und Mühldorf hätten die Geschichte gemeinsam. Sicher hätte der Ortsverein der sozialdemokratische Partei Kraiburg in den letzten 60 Jahren den Markt genauso mitgeprägt wie der Ortsverein Mühldorf in den zurückliegenden 90 Jahren geprägt hätte. Er gratulierte dem Ortsverein zum Jubiläumg und zu seiner erfolgreichen Arbeit in Kraiburg in dieser SPD-Diaspora. Obwohl er sich nicht in den Wahlkampf einmischen wolle, sicherte er seine Unterstüztung zu und unterstrich, daß - auch wenn andere sagten, sie wären näher am Bürger - sie doch näher am Menschen wären.
Auch Kreisvorsitzender und Landratskandidat Richard Fischer gratulierte recht herzlich. Vor 60 Jahren „Sozi“ zu sein war nicht leicht. Damals, in einem der kältesten Winter schlossen sich Menschen zusammen um für soziale Gerechtigkeit einzutreten. Obwohl sich seitdem viel geändert habe, hätte sich daran nichts geändert. So trete man weiter dafür ein, daß es nicht Menschen gebe, die von 345 € Arbeitslosengeld II leben müßten, daß es nicht an Bildungsangeboten mangele und daß es nicht an Ausbildungsplätzen mangelt. An all dem fehle es derzeit. Man wolle Betriebe ansiedeln und kleine und mittelständische Betriebe unterstützen. Dies alles müsse man gemeinsam machen. Und so beabsichtige man die Kommunalwahl zu gewinnen und damit den Grundstock legen das Haus SPD im Landkreis Mühldorf zu bauen. So überreichte er Werner Schreiber eine Wasserwaage um das richtige Maß zu finden und einen Mauererhammer um dann und wann auch Dinge geradeklopfen zu können.
Werner Schreiber blickte zurück auf die Geschichte des Ortsvereins. Weil er selbst erst seit 12 Jahren in Kraiburg wäre, und in den Archiven nicht viel vorhanden wäre, müsse er seinen Rückblick mit einigen persönlichen Anmerkungen ergänzen. 1946 trat die SPD in Kraiburg erstmals bei Kommunalwahlen an und errang zwei Sitze im Marktgemeinderat. Sie hätten mitgeholfen, das Dritte Reich zu überwinden. Schon 1948 gab es erneut Kommunalwahlen. Die SPD errang erneut zwei Sitze. Damals beantragte die SPD-Fraktion die Einrichtung eines Bau- und Finanzausschusses. Den gebe es noch heute. Bei den Kommunalwahlen 1950 ließ sich mit Anna Fischer erstmals eine Frau auf der SPD-Liste aufstellen. 1959 – im Jahr des Godesberger Programms - berichtete der Ortsvorsitzende Rudolf Bauernfeind, daß die SPD die einzige Partei wäre, die in allen Städten und Gemeinden eigene Wahlvorschläge vorgelegt hätte. Im Godesberger Programm hätte man den Begriff des „Demokratischen Sozialismus“ definiert.
In den 60er Jahren tauchte in der Kraiburger SPD der Name Alois Schlagmann auf. Er hätte viel für den Ortsverein erreicht, diesen aber in den 80er Jahren wieder verlassen. In den 70er Jahren zählte der Ortsverein 80 Mitglieder, davon könne man heute nur träumen. Umgehungsstraße, Krankenhaus und Marktplatzsanierung hätte die SPD schon 1979 angestoßen. Anfang der 80er Jahre begannen Turbulenzen im Ortsverein, die teilweise vor Gericht endeten. Bei den Kommunalwahlen 1990 stellte die SPD keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten aber eine Liste mit kompetenten Kandidaten. 1996 trat Herrmann Hahn an und erreichte eine Stichwahl gegen den amtierenden Bürgermeister. Die SPD hätte sich also nicht nur mit klassenkämpferischen Themen beschäftigt. Er selbst würde sich freuen, das 100-Jahr-Jubiläum vom Lehnstuhl aus verfolgen zu können. Abschließend rief er dazu auf, sich auf die Grundwerte des „Demokratischen Sozialismus“ zu besinnen, der der Einklang von Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität zu Grunde läge. O-Ton: Papst!
Bundes-SPD-Vorstandsmitglied und SPD-Fraktionsvorsitzender im bayerischen Landtag Franz Maget freute sich, bei diesem Jubiläum sprechen zu können. Er wolle eine Dankesschuld abtragen, weil einige Kraiburger jedes Jahr zum Sommerfest in seinem Wahlkreis kämen und dort Steckerlfisch grillen. Und weil der Fisch aus Kraiburg so phantastisch wäre, fragten die Münchner immer, wann denn die Kraiburger endlich wieder kommen würden....
Nachdem er zum Jubiläum gratuliert und sich bei allen bedankt hatte, die sich in der Geschichte für die SPD engagiert hatten, unterstrich er die Wichtigkeit des Ehrenamts, ohne das es in der heutigen Zeit keine Feuerwehr, keine Musik, keinen Sport, keine Kirchen – kurz – keine lebendige Gesellschaft geben würde. Trotzdem würde oft das Ehrenamt in demokratischen Parteien vergessen. Ohne dieses Engagement für das Gemeinwesen würde die Demokratie aber nicht funktionieren. Viele Menschen stellten sich lieber abseits und wollten nichts mit den Parteien zu tun haben. Solchen sage er, ohne Parteien gäbe es keine Demokratie. Es wäre auch nicht unsittlich oder unstatthaft, sich in einer demokratischen Partei politisch zu engagieren. Er wünschte sich mehr Menschen, die mitmachten. Gute Ratschläge zu geben wäre einfach – aber mitzumachen wäre entscheidend. Allen, die mitmachten, dankte er herzlich. Sie wären der Garant für die Kontinuität.
Die SPD wäre die älteste und traditionsreichste Partei Deutschlands und Bayerns. Es gäbe sie seit fast 150 Jahren. Zeitlose und klare Wertvorstellungen und Ziele verbänden die heutigen Mitglieder mit den Gründern. Verglichen damit sind viele Parteien „junge Organisationen“. Noch nicht einmal die CSU gab es vor dem zweiten Weltkrieg. Einzig die SPD hätte über die vielen Jahre hinweg weder Namen noch Symbol noch Kürzel ändern müssen. Den Grund für diese Konstanz und Kontinuität legte er in einigen Punkten dar, von denen er denke, sie spielten noch heute eine große Rolle im Leben der Menschen:
1. Die Mitglieder der SPD wären immer für die Demokratie eingetreten. Zur Gründerzeit gab es weder Demokratie noch allgemeines Wahlrecht. Damals durften weder Frauen noch Arbeitnehmer und Arbeitnehmer überall wählen. Es gab Stände – Adel, Klerus und Bürgertum bestimmten die Geschicke des Landes. Die Arbeiter waren ausgeschlossen. Deshalb erkämpfte die SPD die Demokratie. Das war nicht einfach und dauerte bis zum Ende des ersten Weltkrieges.
Soziale Errungenschaften wie die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Mitbestimmung im Betrieb, Tarifverträge für die Beschäftigten oder Kündigungsschutz wäre Errungenschaften der SPD. Sie hätten aus Untertanen, also der Arbeiterschaft, Bürger in einem demokratischen Staat gemacht. Damit hätten sie der Arbeiterschaft zu Menschenwürde und zu Rechten verholfen. (O-Ton: Deshalb ist die SPD fast so etwas wie eine Kirche!!!!!!!) Nur weil sich die SPD auf Grundwerte berufe, die unverrückbar wären, gäbe es die SPD schon so lange. Auch die Rechte der Frauen durchzusetzen wäre auch ein Thema der SPD.
2. Die SPD setze sich immer für den Frieden in der Gesellschaft ein. An den dunklen Momenten in der deutschen Geschichte, 1914, 1933, 1939 hätte die SPD Position bezogen. Noch vor Ausbruch des ersten Weltkrieges reiste der damalige Führer der SPD nach Frankreich und versuchte den Krieg zu verhindern. Das wurde der SPD sehr übel genommen. Damals wurde der SPD das Atut „Vaterlandslose Gesellen“ angeheftet. Und das, weil man versucht hatte, das Vaterland vor einem Krieg zu bewahren. Als die Nazis 1933 im Bayerischen Landtag mit dem Ermächtigungsgesetz die Länder und die Demokratie abschaffen wollten, stimmten nur die Mitglieder der SPD-Fraktion dagegen, die noch nicht im KZ in Dachau waren. Darauf wäre er stolz, daß er in einer Partei sein könne, wo er auf solche geschichtlichen Momente zurückblicken könne.
Schon 1925 hat die SPD im Heidelberger Programm die Vereinigten Staaten von Europa angestrebt. Der Verrat der nationalen Interessen wurde ihnen vorgeworfen. Sich mit Frankreich, Polen oder gar England zu vereinigen war damals undenkbar.
Er erkläre dies um zu zeigen, auf welches Fundament die Gründer des SPD-Ortsvereins Kraiburg aufbauen konnten.
Sein Vater wäre noch mit dem Artillerie-Geschütz in Frankreich gewesen, sein Sohn müsse ab 1. Januar noch nicht mal nach Polen noch den Reisepaß vorzeigen. Er wäre dankbar, daß er zur ersten Generation seit 1000 Jahren auf deutschem Boden gehöre, der es gegönnt ist, keinen einzigen Krieg erleben zu müssen. Bei aller Kritik an der Politik müsse man erkennen, wieviel innerhalb nur einer Generation geschaffen worden wäre.
Willy Brandts Ostpolitik hätte die selben Vorwürfe eingebracht, die sie schon in den 20er Jahren gehört hätten: Verrat der deutschen Interessen – Verzichtspolitik! Sogar prominente Mitglieder wären zur CDU übergelaufen, weil sie angeblich den deutschen Osten hergeschenkt hätten. Heute sähe man die Früchte dieser Politik. Heute könne Deutschland eine souveräne und selbstbewußte Außenpolitik machen könne. Blauhelmeinsätze zur Sicherung des Friedens unterstütze er deshalb genau so wie die Entscheidung, sich an einem Krieg NICHT zu beteiligen. Frau Merkel und Edmund Stoiber hätten sich am Irakkrieg beteiligt und wüßten heute nicht, wie sie sich zurückziehen sollten. Gut, daß ein Sozialdemokrat entschieden hat.
3. Die soziale Gerchtigkeit. Auch kleine, einfache Leute sollen einen Anteil am Wohlstand haben. Die sozialen Errungenschaften wie die gesetzliche Krankenversicherung, die gesetzliche Rentenversicherung mußten erst errungen werden, genauso wie die soziale Marktwirtschaft. Dieses europäische Sozialmodell in dem nicht jeder die Risiken des Lebens selbst zu tragen hätte, basiere auf den Grundvorstellungen der Sozialdemokraten gewachsen. In anderen Teilen der Erde gäbe es das nicht. Dieses gewisse Maß an Gerechtigkeit habe sich in den Köpfen der Menschen etabliert. Vielmehr empören sich Menschen heute über ein zunehmendes Maß an Ungerechtigkeit. Und deshalb wären die Grundsätze der SPD immer aktuell. Der Mindestlohn wäre ein Thema der SPD. Es könne nicht sein, daß Menschen für vollzeitliche gute Arbeit kein Entgelt erhalten, von dem sie leben könnten. Dies beträfe in Bayern 100.000 Menschen. Sie müßten durch Hartz IV aufstocken. Er wäre deshalb froh über die ersten ausgehandelten Mindestlohnabschlüsse bei den Briefzustellern. Hätte man Niedriglöhne bei privaten Postdiensten zugelassen, wäre das Lohnniveau in Deutschland insgesamt gedrückt worden. Dies zu verhindern war in den vergangenen Jahrzehnten Bestrebung der SPD.
4. Die Schaffung von Bildungsangeboten böte die Chance voranzukommen. Um Arbeiterkindern das Studieren zu ermöglichen hätte Willy Brand das BaFöG eingeführt. Es dürfe nicht sein, daß nur Kinder von reichen Eltern studieren dürfen. Es müßten mehr Kinder bessere schulische Abschlüsse erreichen. Es dürfe nicht sein, daß fast 10% der Schüler eines Jahrgangs die Schulen ganz ohne Abschluß verlassen würden. Solchen Jugendlichen ist die Zukunft von vornherein verbaut. Dafür, daß das nicht geschieht, müssen sie die Bedingungen schaffen: zusätzliche Lehrer und Ausbildungsplätze. Zustände wie in Frankreich dürfe man nicht zulassen. Dies zu erreichen wären alle gesellschaftlichen Kräfte aufgerufen. Die Politik allein könne das nicht leisten.
5. Die Freiheit der Gestaltung wäre das letzte Thema, auf das er eingehen wolle. Bürger und Kommunen müßten die Möglichkeit haben, ihr Umfeld ohne Einflußnahme des Staates zu gestalten. Die kommunale Wirtschaft zu stärken, gegen Liberalisierung einzutreten, den Einsatz erneuerbarer Energiequellen zu fördern wären Themen, die sie sich auf die Fahnen geschrieben hätten. Auch die Wasserversorgung müsse immer in öffentlicher Hand bleiben. Privatisierung und Liberalisierung wären Irrwege. Auch den Familien die Entscheidung über ihr Leben zu überlassen, wäre ein Ziel der SPD. Das Konnexitätsprinzip dürfe nicht nur auf dem Papier stehen, es müsse umgesetzt werden.
Deshalb wünschte er allen Kandidaten der SPD in der Wahl am 2. März viel Erfolg.
Nur in Bayern regiere die SPD in den drei größten Städten. In Mühldorf oder in Wolfratshausen regierten sozialdemokratische Bürgermeister. Sogar im Geburtsort des Papstes säße ein Sozialdemokrat im Rathaus.
Abschließend trug sich Franz Maget ins Goldene Buch des Marktes Kraiburg ein.
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Christkindlmarkt in Mühldorf und Weihnachtsmarkt in Waldkraiburg
In Mühldorf und in Waldkraiburg fanden Christkindlmärkte statt. Wir haben sie für Sie besucht.
Nach dem vormittäglichen Dauerregen hatte es gerade rechtzeitig aufgehört und so zog pünktlich um 15 Uhr der heilige Nikolaus auf dem Christkindlmarkt in Mühldorf ein. Nur ein paar Engerl begleiteten ihn dieses Jahr.
Auch vor der Bühne hatte sich nur eine kleine Schar versammelt um den Kindern von Sankt Nikolaus zuzuhören, die Ulrike Überacker begleitete.
Dann begrüßte Bürgermeister Günther Knoblauch den Nikolaus, die Gäste und dritten Bürgermeister Hans Liebl. Es wäre wohl der schönste Christkindlmarkt weit und breit, hier zwischen Nikolauskirche, Kornkasten und Haberkasten. Dann ermahnte er die Kinder, den Wunschbrief an das Christkind nicht zu vergessen. In seiner Kindheit wäre es wohl so gewesen, daß er das meiste von dem, was er dort draufgeschrieben hätte, später unter dem Christbaum gefunden hätte. (O-Ton: Frohe Weihnachten – bis ois andere kömma richtn)
Nikolaus bedankte sich für das Namenstagsständchen. Später sollten alle zu ihm kommen und ihr Präsent abholen. Die gabs dann stilecht aus dem Sack: Orangen, Mandarinen und Süßigkeiten. Bürgermeister und Stadtrat Rainer Schratt ließen sich einen Glühwein schmecken. Wir kommen später noch einmal nach Mühldorf zurück. Zuerst aber gings nach Waldkraiburg.
Schon auf dem Weg zum Sartrouville-Platz hingen dicke schwarze Wolken bedrohlich tief über der Stadt. Bürgermeister Siegfried Klika hatte schon die schönsten Weihnachtsbäume prämiert, die die Kindergärten in einem Wettbewerb geschmückt hatten.
Und gerade als die Kinder den Nikolaus herbeisangen, begann es wie aus Eimern zu gießen. Die Kinder auf der Bühne fandens lustig und sangen „Lustig lustig trallalalala -“ während sich die Eltern vor dem Regen zu schützen suchten.
Schließlich dankte Bürgermeister Siegfried Klika den Kindern mit einem Schokoladen-Nikolaus. Die Eltern nahmen ihre Kinder in Empfang und suchten sich ein trockenes Plätzchen.
Mit „Oh Du Fröhliche“ eröffnete die Blaskapelle der Egerländer. Bürgermeister Siegfried Klika meinte die Stimmung wäre so gut, daß auch das bißchen Regen nicht stören würde. Nachdem er sich bei allen Beteiligten für die Vorbereitung des Marktes bedankt, und das Programm vorgestellt hatte, wünschte er allen Gästen einen besinnlichen Advent und ein Frohes Weihnachtsfest.
Dann grüßte der Nikolaus vom Rathaus. Schon zum 25. Mal würde der Weihnachtsmarkt nun stattfinden. Er hätte in dieser Zeit viele Freunde gefunden, erklärte er. Trotz allen Wandels auf dem Markt wären Nikolaus und Christkind gleich geblieben. Dann ermahnte er, die vielen guten Vorsätze für Frieden und Glück im Angesicht von Kerzen, Sternen, Christbäumen und Weihnachtsgeschichten im Alltagstrubel nicht wieder zu vergessen. O-Ton: Vier Wochen ... liegt mehr noch drin) Dann wünschte er, daß der Trubel um die Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest den eigentlichen Sinn von Advent und Weihnachten nicht überdecken würden. Es etwas langsamer angehen zu lassen hätte noch jedem gut getan.
Das Christkind freute sich über den zahlreichen Besuch und die vielen Kinder. Auch wenn es von heißem Punsch über Baumstrietzel bis zu Christbaumkugeln und Plätzchen alles gäbe, solle man das Weihnachtsfest nicht vergessen, in dem Geborgenheit und Friede läge. (O-Ton)
Dann kamen Nikolaus und Christkind durch das festlich geschmückte Rathaus herunter zu den Erdenbürgern, die sie schon sehnlichst erwarteten. Leider hat an diesem Abend das wirklich ungastliche Wetter die Besucher vom Weihnachtsmarkt in Waldkraiburg ferngehalten.
Wieder zurück in Mühldorf. Der Kirchturm von St. Nikolaus war heuer nicht beleuchtet, so müssen wir erahnen, wo die Glocken leuten. Viele Besucher hatten sich an diesem Abend eingefunden um zu schauen, zuzuhören und auch um zu kaufen. Auf der Bühne spielten die GarchingerAlphornbläser – vor der Bühne begeisterte Zuhörer. Viel handwerkliches wurde angeboten – nicht nur aus unserer Region . Die lebende Krippe zog natürlich die Kleinsten an.
Im Obergeschoß des Haberkasten gabs Kunsthandwerk und Kultur. Was ist das Besondere an diesem Bärchen? Den verkaufen Sie doch nicht – oder?
Ganz etwas besonderes ist Gertrud Schmidt aus Mühldorf, die noch richtig klöppeln kann, eine Fertigkeit, die viel Geschick und Zeit erfordert und die sicher kaum noch jemand kann.
So gingen unsere Besuche der beiden Weihnachtsmärkte dann mit einem Besuch beim Jugendzentrum Baracke zu Ende, wo's selbstgebackene Lebkuchen gab, und – und das ist nun schon Tradition – mit einer Bosna!
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Landkreis übernimmt Patenschaft für einen Doppelstocksteuerwagen der SOB
Diesmal die große Eisenbahn. Die Süd-Ost-Bayernbahn taufte einen Doppelstocksteuerwagen auf den Namen des Landkreises, der damit die Patenschaft dafür übernahm.
Die Fahzeugweihe, folge einer langen Tradition, meinte Christoph Kraller, Sprecher der Süd-Ostbayern-Bahn. Daß der neue Doppelstocksteuerwagen auf den Namen des Landkreises getauft werde, resultiere aus der guten Zusammenarbeit zwischen Landkreis und SOB und drücke die Verbundenheit mit dem Landkreis aus.
Er begrüßte neben Landrat Georg Huber auch stellvertretende Landrätin Eva Köhr und Gatten, CSU Kreistagsfraktionsvorsitzenden Anton Sterr, Bürgermeister Günther Knoblauch sowie Diakon Schamburger von der Pfarrei St. Pius und den evangelischen Pfarrer Andreas Benecker.
Landrat Georg Huber betonte, er wäre stolz darauf einen Doppelstocksteuerwagen auf den Namen des Landkreises taufen zu dürfen. Er gehe davon aus, daß die SOB zwar ihren Sitz in der Kreisstadt hätte, durch ihr Streckennetz aber im ganzen Landkreis aktiv wäre. Er unterstrich die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Süd-Ostbayern-Bahn und dem Landkreis, die aber Verbesserungspotential hätte. O-Ton: Ich wünsche dem ..... bis fährt) Und weil wir in Bayern einsehen würden, daß wir zwar viel aber doch nicht alles machen könnten, bat er die beiden Geistlichen um Gottes Segen.
Pfarrer Andreas Beneker unterstrich, daß das Führen eines Zuges mit Risiko behaftet sein kann. Und so wolle er darum bitten, diesem Steuerwagen allzeit unfallfreies Fahren zu schenken.
Nachdem Diakon Schamburger einen Abschnitt aus Paulus' Brief an die Römer gelesen hatte, spendeten sie den Segen.
Dann enthüllten Christoph Kraller und Landrat Georg Huber Wappen und Namen des Landkreises. Landrat Huber hatte anfangs etwas Schwierigkeiten, die Sektflasche zu entkorken... dafür aber dann umso mehr Spaß....
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Kreispolitisches Gespräch der SPD in Aschau 51 20.12.07
Die SPD lud zu einem Kreispolitischen Gespräch nach Aschau ein. Reiner Volkmann, Richard Fischer und Günther Knoblauch beleuchteten den Landkreis aus sozialdemokratischer Sicht.
Zu einer Diskussion über sozialdemokratische Themen fanden sich die Mitglieder im Gasthaus Pichlmaier in Aschau ein. Ortsvorsitzender Hans Baumgartner begrüßte neben MdL Reiner Volkmann, Unterbezirksvorsitzendem und Landratskandidaten Richard Fischer auch Bürgermeister Günther Knoblauch. Als Gäste waren neben Aschau's Bürgermeister Josef Huber auch Kraiburgs Ortsvorsitzender Werner Schreiber, Waldkraiburgs Ortsvorsitzender Alexander Will und Bürgermeisterkandidatin Susanne Engelmann sowie Ampfings Ortsvorsitzender Lothar Kunz gekommen.
Bürgermeister Josef Huber, der in der Kommunalwahl nicht mehr kandidiert, freute sich, daß diese kreispolitische Veranstaltung in Aschau stattfände. Er bedankte sich für die Möglichkeit, schon so früh die unterschiedlichen Meinungen darlegen und diskutieren zu können.
Als er die Gemeinde Aschau darstellte, meinte er, auch Aschau lebe nicht auf der Insel der Glückseligen Bei 2.900 Einwohner hätte Aschau 2.300 Arbeitsplätze. Darüber könne er recht froh sein..... Obwohl er selbst die Arbeitsplätze nicht schaffe, wäre er doch für die bestmöglichen Bedingungen verantwortlich. Erst kürzlich wäre ein Hotel fertiggestellt worden. Damit wäre eine Lücke geschlossen worden. Er wisse aber auch um die Bedeutung Aschaus für die Region. Insgesamt wäre er recht zufrieden.
Von dieser Veranstaltung erwarte er, daß es nicht nur bei Diskussionen bliebe sondern auch Ergebnisse erzeilt würden, so wie es in der Gemeinde in Aschau der Fall wäre.
Bürgermeisterkandidat Manfred Römer erzählte, daß Aschau derzeit wohl sehr gefragt wäre. Erst kürzlich wäre Bundestagsabgeordneter Ewald Schurer da gewesen und hätte sich umgesehen. Zu seinen Zielen im Wahlkampf wollte er sich nicht ausführlich äußern. Ohnehin wären die Ziele aller vier Kandidaten in Aschau so ähnlich, daß es schwer wäre Unterschiede zu entdecken. Viele Ziele müßten alle Fraktionen im Gemeinderat ohnehin gemeinsam angehen. Bürgermeister Josef Huber hätten während der zurückliegenden 25 Jahre gute Arbeit geleistet, die er fortzusetzen beabsichtige.
Seinen Mitbewerbern in Waldkraiburg und in Kraiburg wolle er mit auf den Weg geben: O-Ton: (Locker angehen.....)
MdL Rainer Volkmann unterstrich, daß die Kommunalpolitik der Demokratie wäre. Aussagen wie die von Manfred Römer wären dazu geeignet Demokratie wieder erlebbar zu machen.
Zunächst ging er auf den Transrapid ein, und begründete, warum die CSU dieses Projekt so hartnäckig und irrational vertrete: Die CSU regiere seit 50 Jahren. Bei der Verlegung des Flughafens von Riem ins Erdinger Moos hätte man die Anbindung ans Verkehrsnetz vergessen. Es wäre auch vergessen worden, die ICE-Neubaustrecke von München nach Nürnberg durch den Flughafen zu führen, so wie es Frankfurt oder Köln/Bonn hätte. Und die Staatsregierung könne halt nicht zugeben, daß sie etwas falsch gemacht hat. Das wäre aber hier offenkundig.
Außerdem wäre es fatal für die CSU, wenn man nach 8 Jahren Diskussion während der man nichts zur Beschleunigung der S-Bahn getan hätte, das Projekt fallen lassen müßte. Staatsminster Erwin Huber müßte ein Projekt der Stadt München realiseren, sollte der Transrapid nicht gebaut werden können. Obwohl der Transrapid ein faszinierendes Fahrzeug wäre, wäre er in München nicht einsetzbar. Er wäre doppelt so teuer wie eine ICE-Strecke und könne auch noch keine Güter transportieren.
Ministerpräsident Günther Becksteins start in sein neues Amt war auch interessant: Die Art der Abschaffung des Büchergeldes und seine erste Regierungserklärung wären enttäuschend gewesen. Man hätte Impulse und Anstöße erwartet. Auch die Forderung nach der Wiedereinführung des Buß- und Bettages war daneben. Einen Feiertag einzuführen, den die Arbeitnehmer bezahlen sollen, wäre ein Politikstil, der auf ihn zurückfallen würde.
Der Nachfolger eines starken Ministerpräsidenten führe oft das Amt so fort wie sein Vorgänger – das hätten Untersuchungen gezeigt. Und Günther Beckstein hätte 20 Jahre lang unter Edmund Stoiber gearbeitet. Große Aktionen wären also nicht zu erwarten.
In siener Regierungserklärung hat er auch in der Bildungspolitik nichts Neues gebracht. Zu viele große Klassen, zu viel Unterrichtsausfall blieben wie sie waren. Die SPD-Fraktion hätte jahrelang die Ganztagsschule gefordert. Besonders in Ballungsgebieten wäre es nötig die nachlassende Erziehungsleistung der Eltern durch die Ganztagsschule aufzufangen. Die CSU würde dies aber nur zaghaft umsetzen. Nun sage die CSU (O-Ton: Wir haben 100 Ganztagsschulen....) Dies wäre eine Art der Übertreibung, die entschieden zu weit ginge. Allerings anerkenne er, daß die CSU nun endlich dieser Forderung folge und die Ganztagsschule zu ihrer eigenen Sache mache. Er wäre überzeugt, daß die Ganztagsschule die Schule der Zukunft wäre.
Weil ihnen das Thema „soziale Gerechtigkeit“ zu schaffen mache, wies er darauf hin, daß das Thema „Mindestlohn“ im Artikel 169 der Bayerischen Verfassung geregelt wäre. Die bayerische Staatsregierung wäre an diese Verfassung gebunden. Wenn dann die CSU es ablehnen würde, auf Bundesebene einen Mindestlohn einzuführen, stelle dies einen glatten Verfassungsbruch dar. Sozialen Frieden herzustellen hieße auch, den Menschen Einkommen zu ermöglichen, von dem sie ihr Leben bestreiten können.
Natürlich fordere er den Weiterbau der A94 und den zweigleisigen Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke München – Mühldorf-Salzburg. (O-Ton)!!
Susanne Engelmann betonte, sie unterstütze das Volksbegehren gegen den Transrapid. Sie nannte das Projekt ein „Monster“ und ein „Millionengrab“ und regte an, gemeinsam dagegen vorzugehen und die Lokalitäten bekanntzumachen, wo die Unterschriftslisten ausliegen.
Unterbezirksvorsitzender und Landratskandidat Richard Fischer kam etwas zu spät aus München, weil er rumänischen Arbeitnehmern zu ihrem Lohn verhelfen mußte, den ihnen der Arbeitgeber vorenthalten wollte. Dies führte ihn zum Problem der sozialen Gerechtigkeit. Viele Politiker fordern soziale Gerechtigkeit. Die Arbeitsmarktstatistik suggeriere, es wäre ganz in Ordnung. Genau besehen stelle man aber fest, daß viele Arbeitskräfte gerade mal den Mindestlohn verdienten und beliebig verschoben werden könnten. Die Bundesanstalt hätte eben Druck ausgeübt, daß diese Leute solche Beschäftigungen angenommen hätten. Es könne nicht heißen: „Arbeit um jeden Preis!“ Wir bräuchten im Landkreis ordentliche Arbeitsverhältnisse und Innovation für die Wirtschaft. Aktive Beteiligung des Landkreises zur Förderung von Betrieben könne Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen. Dabei dürfe es keine Barrieren geben, wie den Ausbau der Autobahn oder den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke. (O-Ton: Weil – wenn einer ein bißchen mitdenkt...)
Im Haushalt wäre sparsamt gewirtschaftet worden, und auch im nächsten Jahr sollen wieder zwei Millionen eingespart werden. Obwohl er auch dafür wäre zu sparen, wäre er doch dagegen, die Gelder für etwas einzusetzen, was den Menschen im Landkreis nicht dient und nicht zur Schaffung von Arbeitsplätzen führt.
Die Zukunft in usnerer Region wäre Qualifikation und Bildung. Dazu gehöre auch der Jugend die Möglichkeite zu geben außer einer Berufsausbildung auch eine qualifizierte Fachakademieausbildung zu ermöglichen. Dies müsse zusammen mit benachbarten Landkreisen realisiert werden.
Auch er halte den Mindestlohn für unabdingbar. 1- bis 3-Euro-Jobs könnten nicht sein. Die SPD stünde dafür, über den Mindestlohn soziale Gerechtigkeit einzuführen.
Abschließend rief er dazu auf, gemeinsam die Mehrheit der CSU zu brechen.
Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch unterstrich die gute Zusammenarbeit mit Aschau's Bürgermeister Josef Huber. Diese interkommunale Zusammenarbeit hätte bayernweit Schule gemacht und wäre vom Wirtschaftsministerium gefördert worden. Eine gemeinsame Wirtschaftsförderung wäre leider nicht zustande gekommen. Auch den Bau der Autobahn hätte man vorangebracht, in dem man dem damaligen Bundesverkehrsminister Stolpe die Zwischenfinanzierung des Baus der Umfahrung Mühldorf angeboten hatte.
Der zweite Meilenstein wäre der Unternehmerdialog. Dieser hätte dazu geführt, daß sich die Unternehmen kennengelernt, die vorher nicht einmal wußten, wer was herstellen würde.
Der dritte Punkt, den er erwähnen wollte, wären die Aktivitäten in Rußland. Innerhalb kürzester Zeit wären Kooperation und Joint Ventures ustandegekommen.
Erst in Rußland hätte die Delegation aus Mühldorf erfahren, daß es einen Vertrag gebe, wonach bayerische Firmen am Bau von 100 Hotels mitwirken sollen. Ähnliche Verträge gäbe es für Straßen- oder Wohnungsbauprojekte. Davon hätte er hier noch nie etwas gehört. An diesen Beispielen sehe er, wie wichtig diese Arbeit wäre.
Er werde sich die Zusammenarbeit mit IHK und Handwerkskammer nicht nehmen lassen. Ob das der Landrat wäre oder egal wer sonst. So bemühe er sich um den Sitz der Deutsch-russischen Handelskammer.
Er freue sich über Richard Fischers Landratskandidatur. Mit seinem Gewerkschaftshintergrund wäre er wohl Widerstand gewöhnt und wäre auch in der Lage unangenehme Dinge anzusprechen. Das ist genau, was man im Landkreis brauche. Obwohl sich die SPD nie um die Verantwortung gedrückt hätte, würde er sich freuen, auch Themen mit einfachen Mehrheiten durchzubekommen. Er freue sich auch über die Bürgermeisterkandidaten Manfred Römer und Susanne Engelmann, denen er viel Erfolg wünsche. Besonders die Zusammenarbeit der beiden großen Städte im Landkreis erachte er als besonders wichtig. Im Raum zwischen Rosenheim und Landshut gäbe es nur sogenannte Mittelzentren. Da bekäme man eben keine Fachhochschule. Gemeinsam wäre man aber ein Oberzentrum und bekäme eine Fachhochschule. Dieses Thema müsse man weiter verfolgen.
Im Landkreis müsse man die Arbeit in dem Sinn fortsetzen, den Franz Maget in seiner Rede in Kraiburg umrissen hätte. Der Landkreis stünde finanziell so schlecht, daß er – unterläge er Privatrecht – längst insolvent wäre. Leider lerne man nicht aus der Vergangenheit und erkläre Dinge als unumgänglich, die den Landkreis in die gegenwärtig fatale Situation geführt hätten. Jedem im Landkreis alles recht zu machen, führe eben zu so einer Situtation in der wir jetzt steckten. Als Sozialdemokraten würden sie mithelfen, den Landkreis aus dieser Situation herauszuführen. Dazu gehöre aber auch, daß die verfestigten Mehrheiten im Kreistag aufgeweicht würden und es wieder möglich werden würde, normal zu diskutieren.
Bezüglich des Ausbaus der Bahnstrecke regte er an, für den Abschnitt Mühldorf-Tüßling eine Vorfinanzierung der Planung zu leisten. Die angedachte Mitfinanzierung der Elektrifizierung der Gesamtstrecke lehnte er aber als utopisch ab. Allerdings forderte er, den Ausbau der Bahn zu beschleunigen.
Abschließend forderte er die Stärkung des Ehrenamts. Es reiche nicht aus, ab und zu einige Kleinigkeiten zu leisten. Allen die um sonst arbeiten, müssen so gefördert werden, daß sie es auch wirklich spüren.
Ein persönliches Anliegen wäre der Bau der MÜ25, also der Verbindungsstraße vom Kreisverkehr zwischen Aschau und Waldkraiburg zur B12 westlich von Waldkraiburg. Dies wäre man den Firmen in Aschau-Werk aber auch den Waldkraiburgern schuldig. Es ginge schließlich darum, die Firmen am Ort zu halten und damit die Arbeitsplätze zu erhalten.
Der Landkreis schleppe eine große Bürde mit sich – die Finanzen. Allerdings bräuchte man nicht mehrere Dinge parallel betreiben. So würde der Landkreis eine Tourismusförderung aufbauen, während man in der Tourismusgemeinschaft wäre. Während sich die Stadt Mühldorf an Gemeinschaftsrepräsentationen beteilige, käme der Landkreis nirgends hin. Das ginge auch gar nicht. Mehr Miteinander würde viel Geld sparen. Wenn man die Landkreise Mühldorf und Altötting gemeinsam betrachte, könnte man erhebliche Potentiale freisetzen. In vielen Bereichen wäre dies schon geschehen, vieles stünde aber noch bevor. Aber nicht einmal die Zeitungen würden zusammenarbeiten. Abschließend bedankte er sich bei Josef Huber für die gute Zusammenarbeit und wünschte den Kandidaten viel Erfolg in den bevorstehenden Wahlen.
Die folgende Diskussion drehte sich vorwiegend um Infrastrukturprobleme im Raum Aschau und da hauptsächlich um die MÜ25.
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Modelleisenbahnclub Waldkraiburg zeigt seine Anlagen
Der Modelleisenbahnclub Waldkraiburg lud kürzlich wieder zu seinem Tag der offenen Tür. Dort waren neben digitalen Lokomotiven und einem automatisierten Zugebtrieb im Maßstab 1:45 vor allem leuchtende Kinder- und Väteraugen zu sehen.
„Lokführer“! wollten die Buben früher werden – oder Schiffskapitän. - - - Dann verschwanden die Dampflokomotiven und es kamen Diesel- und E-Loks. Mancher Lokführer sagt noch heute, nur einer, der eine Dampflok gefahren hat, ist ein Lokführer – alle anderen sind nur LokfAAAhrer!
Auch im Kinderzimmer verschwand die Modelleisenbahn und es kamen Gameboy, Computer und Playstation. Kein Wunder: Keine Diesellok oder keine E-Lok kann es mit einer fauchenden, stampfenden und pfeiffenden Dampflok aufnehmen, in der der Heizer das Feuer am Brennen hält und an der bei schneller Fahrt die Heusinger-Steuerung tobt. Zwei Vorlauf-Achsen, zwei Meter große Antriebsräder mit riesigen Gegengewichten an drei Achsen, hinter riesigen Zylindern und dahinter ein Tender, in dem Tonnen von Wasser und eine Menge Kohle mitgeführt werden! Welches High-Tech-Wunder kann da mithalten??!!!

Aber – es gibt sie noch, die kleine Gruppe Enthusiasten, die die kleine Eisenbahn pflegt. Der Modelleisenbahnclub Waldkraiburg zum Beispiel. Seine Mitglieder zeigten einen Teil ihrer Anlagen und die Vereinsanlage im Untergeschoß im Haus der Vereine interessierten Besuchern.

Da war es wieder, das Blitzen in den Augen der Väter! Ja – der VÄTER! die sich wohl an alte Zeiten erinnert haben, als die Dampfloks noch die Wagons zogen, in denen es auch noch Dritter-Klasse-Abteils gab. Jetzt erinnerten sie sich wieder, als sie vor diesen wunderschönen Anlagen standen. Ihre Söhne und Enkel haben sie auch mitgebracht. Die haben mit großen Augen die wunderschönen Landschaften der verschiedenen Anlagen bestaunt.

Und – wär das was zu Weihnachten? (O-Ton Bub) und was sagt der Papa dazu? (O-Ton Papa) wär das was für die Buben? (O-Ton Papa)
Und jetzt muß das Christkind eine Eisenbahn bringen? (O-Ton Mama)

Allerdings haben wir die Modelleisenbahnfreunde in Waldkraiburg im Verdacht, daß sie so viele Züge gleichzeitig auf einer Anlagen auch nicht so einfach fahren lassen können. Also auch hier der Computer! (O-Ton: Köhr) Damit können junge Leute spielerisch lernen, wofür „alte Hasen“ jahrelang studiert haben? (O-Ton: Köhr)
Wieviele Mitglieder hat denn der Eisenbahnclub? (O-Ton: Köhr)
Wieviele Anlagen waren hier zu sehen? (O-Ton: Köhr)
Und natürlich hatte der Eisenbahnclub dafür gesorgt, daß sich Papas und Mamas bei einer guten Tasse Kaffee und einem guten Stück Kuchen schon einmal Gedanken darüber machen konnten, wie das denn nun werden wird, mit der Modelleisenbahnanlage daheim....

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Spatenstich zum Neubau der Straßenunterführung der B299 in Neumarkt St. Veit
Nach langen Diskussionen ist es Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner gelungen, den Neubau der Bahnunterführung an der B299 durchzusetzen. Kürzlich fand der Spatenstich statt.
Christian Kubasch, technischer Leiter der Süd-Ostbayern-Bahn begrüßte allen voran Bürgermeister Erwin Baumgartner, auf dessen Drängen und Verhandlungsgeschick hin der Bau in Angriff genommen werden könne. Außerdem begrüßte er Landrat Georg Huber und die zahlreich anwesenden Stadträte von Neumarkt-St. Veit.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge begrüße er die Gäste. Das lachende Auge blicke auf die Beseitigung einer gefährlichen Engstelle in Neumarkt-St. Veit und damit die Verbesserung der Lebensqualität. Das weinende Auge sehe dagegen die anfallenden Kosten, die die SOB zu tragen habe. Er denke, die Unterführung hätte noch gut und gerne 20 Jahre gedient. Das wäre viel. Und weil dem so wäre, müsse die Südostbayernbahn die anteiligen Kosten aus eigenen Mitteln bezahlen, immerhin 600.000 €, über die Hälfte der gesamten Baukosten.
Er erinnere sich noch genau an den 17. August 2004, als er zusammen mit Christoph Kraller bei Bürgermeister Erwin Baumgartner im Büro waren um ihm mitzuteilen, daß nicht gebaut werden könne. Seither hätte er aber unermüdlich gekämpft und sein Ziel schließlich erreicht. Er wolle ihn zwar nicht zum Sieger erklären, aber ein wenig stolz könne er schon sein.
Im Oktober 2008 soll die neue Unterführung fertig sein, die zunächst stadteinwärts neben der existierenden Unterführung gebaut wird.
Nun hoffe die Südostbayernbahn, so Kubasch, daß die Zusammenarbeit mit der Stadt Neumarkt -St. Veit auch bei nachfolgenden Projekten wie dem Umbau und der Auflösung von Bahnübergängen so gut funktioniere besonders auch im Hinblick auf den Stundentakt, der Strecke von Mühldorf nach Landshut ab September 2008 und auf der Strecke durch's Rottal ab September 2009 eingeführt werden wird.
Die neue Unterführung soll im Oktober 2008 fertig sein. Sie wird zunächst stadtseitig neben der existierenden Brücke gebaut und an einem Wochenende im Juli 2008 eingeschoben. Dazu muß die Straße gesperrt werden, die bis dahin eingeschränkt befahren werden kann.
Schließlich drücke er das weinende Auge zu und freie sich zusammen mit den Neumarktern über das neue Bauwerk, von dem schließlich alle profitieren werden. Er wünschte allen Beteiligten eine zügige und unfallfreie Bauausführung.
Klaus-Peter Olk vom Straßenbauamt Rosenheim stellte fest, daß erst kürzlich der Kreisverkehr und die Spange in Betrieb genommen werden konnten. Nun treffe man sich wieder um das Gesamtprojekt fortzuführen. Der große Gewinn für das Straßenbauamt bestünde darin, daß eine Engstelle im Bundesfernstraßennetz beseitigt werden. Gegenwärtig hätte man eine, für eine Bundesstraße zu niedrige und zu schmale Durchfahrt. Den größten Gewinn haben aber die Neumarkter, die einen Geh- und Radweg und auf der anderen Seite einen Gehweg erhalten. Auch er wünschte der Baumaßnahme einen unfallfreien und termingerechten Verlauf, vorallem aber einen kostentreuen Fortgang.
Bürgermeister Erwin Baumgartner stellte sogar fest: O-Ton: „Heute am 13. Dezember wird Geschichte geschrieben....“ Diese Baumaßnahme stelle einen weiteren großen Schritt dar in Richtung einer verkehrssicheren Stadt Neumarkt-St. Veit. Dieses Datum wird sicherlich in die Annalen der Stadt eingehen. Der Neubau werde die Lebensqualität in Neumarkt bedeutend verbessern und dafür hätte er schon seit seinem Amtsantritt gekämpft. Es wäre aber nicht ganz leicht zu erreichen gewesen. Angesichts der hohen Kosten verstünde er schon, daß er Anfangs nicht mit offenen Armen empfangen wurde, als er das Projekt ins Gespräch brachte, umso mehr, als die Stadt Neumarkt den kleinsten Anteil der Kosten zu tragen habe. Er hätte aber keinen anderen Weg gesehen, als mit viel Geduld und Ausdauer den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Er bat um Verständnis für sein Drängen. Besonders dankte er Dr. Marcel Huber, der ihn sehr unterstützt habe und die Angelegenheit sogar bis nach Berlin verfolgt hatte.
Mit dieser Baumaßnahme löse er nach dem Bau der Spange das zweite Verkehrsproblem Neumarkts. Er hoffe, bald auch das dritte lösen zu können und den Bau der Umfahrung in Angriff nehmen zu können.
Abschließend bedankte er sich bei Christian Kubasch und dem Straßenbauamt Rosenheim, die sein ständiges Drängen mit großer Geduld ertragen hätten. Im Gegensatz zu Christian Kubasch hätte er heute nur zwei lachende Augen.
Landrat Georg Huber freute sich darüber, daß wieder ein Infrastrukturproblem im Landkreis gelöst werden könne. Er freute sich aber auch darüber, daß es hier nur an der Finanzierung hing und nicht an Gegnern, die häufig solche Bauwerke blockieren, wie es leider oft zu beobachten ist. Dabei wäre die Verwaltung von sich aus stark bestrebt, Naturschutzbelange genau zu verfolgen. Dann meinte er: (O-Ton: „Die Stadt Neumarkt ist – wie mir scheint – sehr schlau!) Erst hätten sie auf Staatskosten die Spange und den Kreisel gebaut, jetzt, so lange es noch die Bundesstraße ist, bekommen sie eine neue Unterführung und wenn alles fertig ist, bauen sie die Umfahrung – wieder auf Staatskosten. Dann hätte Neumarkt eine saubere Innenerschließung und eine neue Umfahrung. Aber – er freue sich mit ihnen. Durch die neuen Straßen verbessere sich der Zugang der Niederbayern zur A94 und zur A8. Dadurch hätten sie die Chance, wesentlich besser zu wachsen. So stehe er der Stadt zur Seite wenn es darum ginge, den Druck auf Baubehörden und Finanziers nochmals zu erhöhen. Allerdings bat er Bürgermeister und Stadtrat, sich bei der Beschaffung der nötigen Grundstücke für die Umfahrung helfend einzubringen. Gemeinsam ginge das sicher besser. Er wünschte der Stadt, daß sie sich in dem selben Tempo entwickeln könne, wie in der letzten Zeit Straßen gebaut werden konnten. Und natürlich wünschte er der Baumaßnahme einen unfallfreien und termingerechten Verlauf. Er freue sich schon darauf die Einweihungsfeier im Oktober 2008 zusammen mit den Neumarktern feuern zu können.
Dann trat man an die Spaten....
Abschließend erbat Monsignore Holzner den Segen Gottes und die Bewahrung für alle Beteiligten währen der Bauzeit.
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Claudia Koreck im Haberkasten in Mühldorf
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Weihnachtsansprache: Landrat Georg Huber 52 20.12.07
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Weihnachtsansprache: MdB Stephan Mayer
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Weihnachtsansprache: Bürgermeister Günther Knoblauch
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Weihnachtsansprache: Bürgermeister Siegfried Klika
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Weihnachtsgespräch: Bürgermeister Erwin Baumgartner
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Die Freien Mühldorfer nominieren ihre Kandidaten für den Stadtrat von Mühldorf
Die Freien Mühldorfer sind eine Gruppierung, die sich um die Stadträte Franz Essl, Max Oelmaier und Klaus Zieglgänsberger geformt hat. Nun haben die freien Mühldorfer ihre Kandidaten für die Stadtratswahl nominiert.
Zu ihrer Nominierungsversammlung fanden sich die Freien Mühldorfer beim Hammerwirt ein. Die „Freien Mühldorfer“, das sind Mitglieder der FDP und Mühldorfer Bürger, die in ihren Ansichten mit dieser Gruppierung übereinstimmen und bereit sind eine gemeinsame Liste zu bilden.
Da die Freien Mühldorfer, die in den vergangenen Wochen durch die zahlreichen Plakate mit den kleinen roten, schwarzen und blauen Knoblauchknollen und der darüber thronenden weißen Knoblauchknolle aufgefallen waren, keinen Bürgermeisterkandidaten aufstellen wollten, übernahme „Listenführer“ Max Oelmaier zunächst die Leitung der Versammlung.
Er begrüßte zunächst Dr. Daniel Volk, den Bezirksvorsitzenden der FDP in München. Er wurde zum Wahlleiter bestimmt und übernahm die weitere Leitung des Abends.
Da nur zwei Mitglieder der FDP anwesend waren und zwar Kreisheimatpfleger Ernst Aicher und er selbst, stimmten sie beide zunächst darüber ab, ob die Freunde der FDP, also die Freien Mühldorfer mitstimmen dürften. Es wurde über weitere formale Dinge abgestimmt, bevor man zur Vorstellung der Kandidaten kam. Nachdem geklärt war, ob die Mitglieder der FDP mit den Freien Mühldorfern eine gemeinsame Liste eingehen wollten und auch, daß die Freien Mühldorfer eine gemeinsame Liste mit den Mitgliedern der FDP eingehen wollen, nach dem geklärt war, ob man frei, über die gesamte Liste oder in Blöcken abstimmen wolle, konnte Max Oelmaier die Stimmzettel austeilen. Es sollte lediglich über die Liste abgestimmt werden, von der aber Kandidaten gestrichen werden konnten. Dann stellten sich die Kandidaten vor:
Auf Platz 1: Max Oelmaier. Er wäre verheiratet, hätte zwei Söhne und wäre ein leidenschaftlicher Anhänger freiheitlicher Grundsätze, die er gern auch in der Kommunalpolitik verwirklicht sehen wolle.
Auf Platz zwei: Holger Nagl: Der Gastwirt möchte sich im Stadtrat für die Regionalentwicklung und die Vermarktung lokaler Produkte einsetzen.
Platz drei belegt Frau Judith Spagl. Die Apothekersgattin wäre verheiratet und hätte ein Kind. Sie will sich für die Interessen der Kinder einbringen.
Platz vier: Dr. Klaus Zieglgänsberger. Der 38-jährige Zahnarzt wäre seit 1996 im Stadtrat und einer der Gründer der Freien Mühldorfer. Er will sich für eine unabhängige Kommunalpolitik engagieren, frei von Partei- und Partikularinteressen (whatever that is.... (hon und gc wissen's auch nicht!)
Auf Platz fünf: Adolf Spirkl, Gastwirt aus Mößling. Er wäre verheiratet und hätte zwei Töchter. Er kandidiere bei den freien Mühldorfern weil ihm die freie Gestaltung der Politik in Mühldorf am Herzen läge.
Platz sechs: Franz Essl. Er wäre technischer Leiter Infrastruktur bei der Bahn und seit 18 Jahren im Stadtrat. Als Baufachmann interessiere er sich für die Bauleitplanung und die Wirtschaftsförderung. Außerdem läge ihm der experimentelle Wohnungsbau am Herzen, den es in Mühldorf überhaupt nicht gäbe.
Frau Ursula Huber findet sich auf Platz sieben. Sie will sich für Familien- und Kinderförderung einsetzen.
Kreisheimatpfleger Ernst Aicher auf Platz acht. Er wäre 30 Jahre lang Kreisbaumeister und Kreisheimatpfleger gewesen und interessiere sich natürlich für die Stadtentwicklung und die Kultur, wo er Nachholbedarf sieht.
Auf Platz 9, Karin Wittmann. Sie wäre 28 Jahre alt und Rechtsanwältin. Ihr liegt eine faiere Politik am Herzen, losgelöst von Parteiinteressen. Außerdem denke sie, sie könnte die jüngeren Mühldorfer im Stadtrat repräsentieren.
Platz 10: Yvonne Sax. Die selbständige Handelsfachwirtin wäre verheiratet und hätte zwei Kinder. Sie will ihre 20-jährige Erfahrung als Mühldorferin in den Stadtrat einbringen. Darüber hinaus liegt ihr die soziale Situation vieler gesellschaftlicher Gruppen und die Kultur am Herzen.
Auf Platz 11: Gabriele Gisnapp. Die verheiratete Bürokauffrau engagiere sich im Elternbeirat und der Seniorenbetreuung. Sie will aktiv an der Gestaltung Mühldorfs mitwirken.
Platz 12 belegt Klaus Seidel. Ihn wollen wir sich selbst vorstellen lassen.
Martin Reisenschuh findet sich auf Platz 13. Er war leider nicht anwesend.
Auf Platz 14: Marco Minardi. Er wäre 22 und ledig. Er hätte das Gefühl gehabt, man könne vielleicht etwas verändern, besonders für die Jugendlichen. Um das tun zu können, denke er, hätte er hier die richtigen Partner gefunden.
Karin Sobotka rangiert auf Platz 15: Die 39-jährige ledige Ärztin will sich besonders für die Situation älterer Mitbürger einsetzen.
Gitta Hahn auf Platz 16: Sie wäre 25, selbständig und erst seit 1. Januar in Mühldorf. Sie will sich für die gerade zugezogenen Neubürger einsetzen, wo sie denke, man könne mehr für sie tun.
Regina Oelmaier auf Platz 17: Dir frisch verheiratete Bankkauffrau denkt, man müsse sich in der Stadt engagieren, in der man lebe.
Ihr Ehemann Günther Oelmaier findet sich auf Platz 18. Er lebe seit seinem zweiten Lebensjahr in Mühldorf und wolle hier auch den Rest seines Lebens verbringen. Deshalb will er sich engagieren.
Camillo Sax auf Platz 19: Er hätte in 50 Jahren in Mühldorf mitbekommen was schief laufe. Und das will er gerade biegen. O-Ton: Erst denken und rechnen und dann....
Es wäre ihm eine Herzensangelegenheit, die Monarchie in Mühldorf etwas zu stürzen. Dazu hätte er sich kurz vor der Rente entschlossen in die Politik zu gehen.
Auf Platz 21: Petra Knappe. Sie wäre verheiratet und hätte zwei Kinder. Seit acht Jahren lebe sie in Mühldorf.
Georg Zehentner findet sich auf Platz 23. Er wäre seit 15 Jahren in Mühldorf und wäre Steuerberater. Er fühle sich mit Einschränkungen sehr wohl. (whatever that means!) Er wolle verhindern, daß jemand 30 Jahre Bürgermeister wäre, wie es ihm bereits in zwei Ortschaften im Lauf seines Lebens widerfahren wäre.
Der 67 jährige Ernst Merkl, geschieden, zwei Erwachsene Kinder hätte schon vor 25 Jahren versuchte freie Bürger zu mobilisieren. Er freue sich, daß es wieder eine Gruppe gibt, die den Mut hat ihre demokratischen Grundrechte in Anspruch zu nehmen. Er rangiert auf Platz 24

Dann wurde über die Liste abgestimmt. Die Auszählung war schnell zu Ende, so daß Dr. Daniel Volk das Wahlergebnis verkünden konnte:

Obwohl den Auszählerinnen aufgefallen war, daß es zwar 21 Stimmzettel hätten sein sollen, sie aber nur 20 ausgezählt hätten, schenkte dem fehlenden Votum niemand Beachtung. Ein Anwesender hat sich damit entweder der Stimme enthalten oder gar nicht erst mitgestimmt. Ein – zumindest außergewöhnlicher Sachverhalt.

Dann stellte Max Oelmaier das vorläufige Wahlprogramm vor:

Danach stimmten die Freien Mühldorfer über Listenverbindungen ab, mit denen sie Reststimmen zusammen mit anderen Gruppierungen auffangen wollen. Nach langer Diskussion und geheimer Abstimmung wurde beschlossen, den Grünen und der UWG solche Listenverbindungen anzubieten.
Abschließend bedankte sich Max Oelmaier bei den Kandidaten und wünschte viel Erfolg im Wahlkampf. Er definierte das Ziel für die Wahl: O-Ton.

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Das BRK übt das Zusammenspiel der einzelnen Bereiche. Vorsitzende Susanne Engelmann beobachtet.
Das Bayerische Rote Kreuz übte oberhalb der Innstaustufe Gars das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzkräfte. Erstmals hat die Vorsitzende Susanne Engelmann eine Übung beobachtet.
Es war bitter kalt am Samstag Nachmittag und der Ostwind blies eisig über den aufgestauten Inn östlich von Gars. Bedingungen, bei denen man sich's lieber im warmen Wohnzimmer gemütlich macht. Aber auch Bedingungen, die Unfälle begünstigen und damit eigentlich typisch sind für Rettungseinsätze. Das Bayerische Rote Kreuz übte das Zusammenspiel von Wasserwacht, Rettungshundestaffel, Sanitätsbereitschaft und technischem Dienst um Reibungspunkte im Zusammenspiel der Kräfte beseitigen zu können. Die Übung, an der 50 Mitglieder des BRK beteiligt waren, beobachtete erstmals Kreisvorsitzende Susanne Engelmann. Das war allerdings nicht so einfach, weil die vielen Gruppen ihre Übungen gleichzeitig durchführten und sie natürlich nur eine Abteilung begleiten konnte. Sie entschied sich dafür, die Rettungshundestaffel beim Aufspüren einer vermißten Person im Steilufer zu begleiten. Bessy, die ausgebildete Rettungshündin hatte große Mühe, in dem dicht bewachsenen Steilhang zu suchen, gab aber nicht auf. Unermüdlich suchte sie sich einen Weg um das Opfer zu finden. Auch die Hundeführer mußten in das schwierige Gelände und nachprüfen, ob Bessy etwas gefunden hatte.
Susanne Engelmann staunte über die Ausdauer und den Einsatzwillen, das Opfer so schnell wie möglich zu finden.
Etwas später fand ein anderes Team, das das Steilufer in entgegengesetzter Richtung absuchte eine unterkühlte Frau, die offensichtlich auf einer Eisspur ausgerutscht war. Sie wurde sofort warm eingepackt. Susanne Engelmann und Wasserwachtsleiter Maximilian Kammermeier beobachteten die Übung. Dann wurde die Verunglückte auf Rettungsboot gebracht, warm eingepackt und zur Sanitätsbereitschaft gebracht.
Susanne Engelmann ließ sich über die Übung informieren.
Dann nutzte sie die letzten Strahlen der Wintersonne und setzte sich selbst ans Steuer eines der Boote. Bootsführer Maximilian Kammermeier blieb an ihrer Seite.
Nach und nach kamen die Verletzten am Sanitätszelt an und wurden dort erstversorgt. Der Rettungswagen brachte sie dann zur weiteren Behandlung in die umliegenden Krankenhäuser.
Frau Engelmann, wie haben Sie die Übung erlebt?
Und wie war's Motorbootfahren?

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