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Josef J. Pöllmann
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Das gabs 2008 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im November 2008 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
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Geschichtsverein Heimatbund Mühldorf: Das 50. Jahrbuch "Das Mühlrad" 44 01.11.08
Das Saxophonquintett Pentasax umrahmte die Buchpremiere, die Heimatbundvorsitzender Dr. Reinhard Wanka eröffnete. Er begrüßte die Gäste und betonte, der Geschichtsverein Heimatbund Mühldorf betrachte den ganzen Landkreis. Deshalb laute auch der Untertitel des Jahrbuches: „Beiträge zur Geschichte des Landes an Rott, Isen und Inn“. Seit 1921 arbeite der Verein an der Erhellung der Geschichte dieser Region. Seit 1951 gebe es das „Mühlrad“. Verantwortlich war ab dieser Zeit Professor Dr. Benno Hubensteiner, der später durch sein Standardwerk „Bayerische Geschichte“ bekannt wurde. Das Ziel des „Mühlrad“ war: (O-Ton:)
Da die Zeitungsbeilagen mit den Zeitungen entsorgt wurden ging man bald dazu über, Sammelbände aufzulegen. Das war die Geburtsstunde des Jahrbuches „Das Mühlrad“. Bis 1961 gab es das Mühlrad parallel als Zeitungsbeilage und als Jahrbuch. In den 60er Jahren gab Professor Hubensteiner die Leitung ab, und es erschienen nur vier Ausgaben. Erst ab 1973 gibt es das Mühlrad wieder jedes Jahr. Die Schriftleitung hatte damals Mühldorfs Altbürgermeister Gollwitzer übernommen.
Unter seinem Nachfolger Josef Steinbichler wurde das Mühlrad umfangreicher und bunter. Seit zwei Jahren kümmert sich das Redaktionsteam Edwin Hamberger, Martin Stadler, Stefan Prambs und Dr. Reinhard Wanka. Sie freuten sich über jede Anregung und das weitere Interesse für ihre Arbeit.
Seit 1951 wären in den 50 Ausgaben des Mühlrad 712 Artikel auf über 7500 Seiten erschienen. Dieser Schatz mache es jemandem unmöglich, hier zu leben und die Geschichte der Heimat nicht zu kennen!
Die Schriftführer hatten es sich zum Prinzip gesetzt, das Dunkel der Vergangenheit nur auf Grund von einwandfreien Quellen zu berichten. Viele bis dahin ungeklärte Fragen konnten die Autoren so beantworten. Auch zeitgeschichtliche Sachverhalte konnten so ins Bewußtsein der Bevölkerung gerufen werden, wie etwa die Bunkeranlagen im Mettenheimer Hart. Die beiden Artikel hätten dazu beigetragen, die Bunkeranlagen zu erhalten und dort vielleicht in absehbarer Zeit eine Gedenktsätte zu bekommen.
Römerstraßen, Bajuwarengräber, Säkularisation, die Innschifffahrt, der Hunneneinfall oder die letzte Ritterschlacht 1322 wären umfangreich und detailliert bearbeitet worden. Viele Beiträge hätten eigene Bücher nach sich gezogen. Ungezählte Zitierungen in Fachzeitungen und anderen Publikationen hätten die hohe Qualität der Arbeiten bestätigt. Darauf wäre der Geschichtsverein Heimatbund besonders stolz. O-Ton – Zitat Hubensteiner
Nach einer weiteren Einlage von Pentasax betonte die stellvertretende Landrätin Eva Köhr die unauflösliche Verbindung von Geschichte und Geschichten. Nur wer seine Heimat und ihre Geschichte kenne, könne seine Zukunft gestalten. Deshalb gefalle ihr die Überschrift des Heimatbundes: „Die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart“. Diesen Bogen spanne der Heimatbund sehr gut. Sie gratulierte zum 50. Mühlrad und stellte fest, das wäre eine große Leistung, die kaum jemand erreiche. 50 Jahre lang solch hochqualitative Werke zu schaffen, wäre schon außergewöhnlich. Im Interesse des ganzen Landkreises forderte sie die Mitglieder des Heimatbundes auf, in diesen Anstrengungen nicht nachzulassen. Sie gratulierte zum Jubiläumsband und freute sich auf weiterhin gute Zusammenarbeit zwischen Heimatbund und Förderverein des Kreisheimatmuseums.
Auch Bürgermeister Günther Knoblauch betonte, ohne die Arbeiten für die Artikel im Mühlrad wären viele andere Dinge nicht möglich gewesen: Die Ausstellung „200 Jahre Mühldorf in Bayern“ oder die Theater des Kulturschupp'n basierten auf Erkenntnissen, die erstmals im Mühlrad publiziert wurden. Das Mühlrad hat aber auch ein Bewußtsein für die Geschichte dieser Region geschaffen. Dafür und für den Mut, sich dieser Themen anzunehmen und darüber zu schreiben, dankte er allen Schriftführern seit Professor Hubensteiner. Manche Änderungen im Geschichtsbild hätte man erst annehmen müssen, so zum Beispiel, daß die Ritterschlacht 1322 bei Schoßbach gewesen wäre und nicht irgendwo im westlichen Landkreis (Gelächter im Publikum )
Ein anderer Artikel hätte nicht klären können, woher der Name „Mühldorf“ käme. Und wenn man heute die Geschichte mancher Häuser kenne, wäre das ein Verdienst von fleißigen Menschen, die ihre Zeit geopfert hätten. Dann bat er, so weiterzumachen.
Dr. Wolfgang Pledl stellte in seiner Festrede heraus, daß der Bezug zur Heimat die Grundlage menschlichen Zusammenlebens ist. Heimatlose Menschen würden wurzellos und manipulierbar. So wäre es nicht verwunderlich, daß der Nationalsozialismus die Geschichte manipulierte oder abschaffte. Kein Wunder auch, daß Professor Hubensteiner schon 1951 die Geschichtsarbeit wieder aufnahm.
Viele ähnliche Schriften wurden gegründet, konnten aber nicht überleben. Den 50. Band des Mühlrad vorlegen zu können, wäre durchaus Grund stolz zu sein. Dabei hätten die Schriftleiter des Mühlrad es immer geschafft, die Geschichte lebendig und anschaulich darzustellen und frei zu halten von Staub, Perücken und erhobenem Zeigefinger. Dem hohen Anspruch und Selbstverständnis der Autoren wäre es zu verdanken, daß sie nur neue, gut und genau recherchierte Erkenntnisse veröffentlicht hätten.
Dabei machen die Autoren auch kaum bekannte Ereignisse und Orte im ganzen Landkreis zum Thema. Sie bemühen sich, die Zeitgeschichte aufzuarbeiten und haben mit ihren Artikeln über das Bunkergelände 1981 dazu beigetragen, daß der Nationalsozialismus endlich aufgearbeitet wurde. Viele Beiträge erfüllen wissenschaftliche Anforderungen, andere sind literarisch wertvoll. Besonders würdigte er Josef Steinbichler, der von 1979 bis 2006 Schriftleiter war und sein Mühlrad sogar selbst von Haus zu Haus trug. Wer sich mit Heimatgeschichte befasse, schaffe den Menschen Lebensgrundlagen. „Heimat“ hat für Menschen einen sehr hohen Wert.
Dann stellte das Redaktionsteam die einzelnen Artikel vor und überreichte den Autoren als Dankeschön jeweils einige Sonderdrucke und das Buch „Bayerisches Deutsch“.
Hinter Erharting auf dem Hampersberg steht die Kirche St. Kilian, die zum ehemaligen stattlichen Bauernhof gehörte. Der Geschichte dieses Anwesens widmete Leonhard Biermeier seinen Beitrag.
Der Mühldorfer Heimatforscher Meinrad Schroll widmete seinen Beitrag dem Besitz des ehemaligen Benediktinerklosters St. Peter am heutigen Stadtwall in Mühldorf.
Berta Heueisen und Sigrid Weigl haben sich auf die Spuren des Ampfinger Komponisten Lothar Windsperger begeben und sein Leben und Schaffen nachgezeichnet.
Die weiteren Beiträge stellte Stadtarchivar und Redaktionsteammitglied Edwin Hamberger vor.
Er untersuchte, „warum der Weimer z'Bergham vom Kaiser Maximilian dem ersten mit einem Wappenbrief belohnt worden ist“
Die „Faher“ in Haag waren eine Art Geheimdienst. Ihre Aufgaben aber auch ihre Verbreitung und ihren Untergang beleuchtet Rudolf Münch.
Warum Abraham Kronberger, damals Probst des Chorherrenstifts Au am Inn den Zölibat ignoriert, untersucht Manfred Fischer.
Stefan Prambs oblag es, die nächsten Beiträge vorzustellen. Der Reise des Elefanten Soliman aus Spanien über Mühldorf nach Wien, die in vielerlei Abbildungen dokumentiert ist, widmet sich der Beitrag von Marianne Zollner.
Der gebürtige Neumarkter Professor Gregor Lechner, der heute im Stift Göttweig in Österreich lebt, beschreibt Leben und wirken von Franz Seraph Häglsperger, dem heiligen Dechant von Egglkofen, Homiletiker des „geistlichen Biedermeier“.
Ein sehr aktuelles Thema hat sich Dr. Reinhard Wanka ausgesucht: „Die bayerische Zulaufstrecke zur österreichischen Tauernbahn“. Er zeigt in zahlreichen Bildern, wie schon vor 100 Jahren der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke von München über Mühldorf nach Schärding hätte aussehen sollen.
Die letzten Beiträge stellte Martin Stadler vor. Der Geschichte des Nagelschmiedturms und den darin ausgestellten Turmuhren widmet sich der Beitrag von Edwin Hamberger.
Manfred Scharnagls Artikel hat die „Mettenheimer Engel“ zum Titel, die die dortige Pfarrkirche St. Michael zur Themenkirche machen.
Den letzten Aufsatz steuerte Hans Binsl bei. In der guten alten Zeit vor 60 Jahren gab es in Mühldorf zahlreiche Gaststätten. Mit den „Mühldorfer Wirtshausg'schichten“ widmet er sich dem Leben und Treiben in diesen Gaststätten.
Nach einer weiteren musikalischen Einlage öffnete der Büchertisch und die Besucher konnten das neue Mühlrad in Empfang nehmen.
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Stadt Mühldorf ehrt Einserschüler
Bürgermeister Günther Knoblauch meinte, es wäre einer der angenehmen Termine eines Bürgermeisters, diejenigen ehren zu können, die mit einem Notendurchschnitt von mindestens 1,5 ihre Schule oder Ausbildung abgeschlossen hätten. Als Leistungsträger hätten sie der Gesellschaft gegenüber auch den besonderen Auftrag, diese Leistung zu erbringen, zu denen sie fähig sind. Auch wenn sie nun die Schule abgeschlossen hätten, stünden sie doch erst am Anfang ihres Weges. Unablässiges Lernen erwarte sie und dazu müssen sie auch bereit sein. Allerdings wäre neben den guten Noten auch soziale Kompetenz gefragt. Zu ihren guten Noten gratulierte er auch im Namen des Stadtrates. Über aller Freude dürfe man nicht vergessen, daß auch Eltern und Schulen einen erheblichen Beitrag zu den erzielten Ergebnissen geleistet hätten. Er würdigte besonders das Engagement der Lehrer, ohne das diese Ergebnisse sicher nicht hätten erzielt werden können.
Dann rief er Christina Lohr zu sich. Sie schloß die Berufsschule II als Bürokauffrau mit einem Notendurchschnitt von 1,3 ab. Zur Urkunde gab's ein Kuvert mit einem Geldbetrag.
Florian Neumeier schloß an der Berufsschule Altötting als Industriemechaniker mit 1,42 ab.
Simone Schönbach erzielte die Mittlere Reife mit 1,5 an der Maria Ward-Schule in Altötting.
Kilian Bochnig schloß die Hauptschule in Mühldorf ab. Auch für ihn Urkunde und Umschlag.
Genau so wie Julian Wagner, der 1,5 erzielte. Marlene Niederschweiberer absolvierte die Fachakademie für Sozialpädagogik und schloß mit 1,21 ab. Jennifer Gossert, Elisabeth Lohmayer und Katharina Graf waren nicht gekommen. Ihre Urkunden erhalten sie per Post.
Dann wünschte Bürgermeister Günther Knoblauch alles Gute für die Zukunft und stieß mit den Gästen auf ihre hervorragenden Ergebnisse an.
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"A Boarische Weihnacht" Das "Making of..."
Mit ganz kleinem Budget sind Gunther Prunner und Josef Pöllmann drangegangen und haben diesen Film gedreht. Viel Technik und hoher Aufwand waren nicht drin. Es mußte mit vorhandener Technik gearbeitet werden. Gedreht wurde in Privathäusern und auf öffentlichen Wegen und Plätzen. Natürlich nur mit dem Einverständnis der Eigner. In den alten Häusern war kaum Platz für aufwändige Lichttechnik.
Gunther Prunner hatte es nicht leicht, Termine mit den Schauspielern zu vereinbaren, die nötigen Kostüme und Requisiten zu beschaffen und dabei auch noch das richtige Licht zu beachten – schließlich wurde viel im Freien gedreht. Hier ein paar Bilder davon, daß es auch lustig zuging, der Spaß nicht zu kurz kam und alle Mitwirkenden gern dabei waren.
In den kleinen Schlafzimmern der historischen Häuser war kaum Platz für Technik und Schauspieler.
Weil die Schauspieler zum Text agieren mußten, haben wir ihn wirklich oft gehört.
Ein Schmaizler ist heute nichts alltägliches mehr. Und immer wieder besprach Regisseur Gunther Prunner die nächsten Szenen. Monika Pfaffinger hatte es in der Rolle der erwartenden Maria nicht leicht.
Passanten reagierten manchmal etwas – sagen wir mal – erstaunt!
Spaß muß sein!
Auf dem Kapellplatz in Altötting drehte das Team nach 21 Uhr. Es war ziemlich kalt und so kaum Leute unterwegs.
Daß auch so manches schief ging, zeigt diese Szene, die das Team am öftesten wiederholen mußte.
Hier sieht man ein Werbeschild für Altötting. Hier hört Karl Wörrle das Klopfen nicht.
Das Werbeschild fällt einfach zu stark auf.
Dann lief ein Gast durchs Bild. Monika Pfaffinger fror schon ziemlich, aber es mußte weitergehen. Man sah die Osterhasen auf der Kommode im Windfang. Der Gast, der sich hinter dem Busch verschanzte, konnte sich seine Kommentare nicht sparen...
Eine Woche später, ein neuer Anlauf, diesmal mit zugeklebtem Werbeschild. Und trotzdem: Brille vergessen abzunehmen. Und nochmal – und nochmal – und nochmal – noch nicht einmal jetzt! Keiner hatte es bemerkt. Endlich dann ohne Brille. Zur Sicherheit noch einmal – und noch einmal.... Endlich wars dann doch abgedreht.
Mit Tieren zu drehen macht immer viel Spaß, besonders dann, wenn ein lieber Hund einen bösen spielen soll!
Das Jahr war schon fortgeschritten, die Bäume standen schon in Blüten...
Und weil die Hirtenbuben warten mußten, bis es Nacht wurde, spielten sie eben Fußball. Josef – Gerhard Hellbauer – mischte ordentlich mit.
Der Tisch mit den Kindern vom Häuslmo Jack war wie ein Wespennest. Schwer Ruhe rein zu bekommen. Besonders, weil sie halt auch schon müde waren, nach so einem anstrengenden Drehtag.
Der Ochs war gar nicht so friedlich. Aber kaum, daß die Kamera lief, stand er still und rührte sich nicht mehr.
Die viermonatige Sarah Wagner war ein so braves Kind, daß es kaum möglich war, ihr Weinen aufzuzeichnen. Allerdings dauerten die Arbeiten so lang, daß sie beinahe aus den Babysachen herausgewachsen ist.
Die Drei Weisen mußten ihre Pferde mehrmals mitbringen und von einem Drehort zum anderen fahren.
Es wär' so schön gewesen, die Weisen durch's Tor reiten zu lassen. Aber....(da kam ein Auto durchs Bild) ! Neuer Versuch.... (und noch eins...)
Melchior - Sepp Fuchs - mußte natürlich überall schwarz sein. Und natürlich war auch für das laibliche Wohl immer gesorgt.
Claus Grimm untermalte den Film. Er setzte sich mit seiner Gitarre hin und spielte dazu.
Nach fast vier Monaten gemeinsamer Arbeit fiel manchem der Abschied schwer. Besonders weil...
Na ja, einen Versuch war's wohl wert!
237 Das 5. Herbstsymposium der Kreiskliniken: Sicherheit in der Medizin 45 09.11.08
Die Kreiskliniken hatten den Haberkasten für ihr 5. Herbstsymposium umgestaltet, wie sie das meistens tun, um ihren Veranstaltungen einen besonderen Touch zu geben. Quer war die Richtung, die vorgegeben worden war. Das Thema war weniger quer: Es ging um die Sicherheit in der Medizin.
Fast bis auf den letzten Platz besetzt war das Auditorium dann auch, als Chefarzt Dr. Wolfgang Richter die Gäste begrüßte, unter denen neben den Referenten auch Staatssekretär Dr. Marcel Huber Platz genommen hatte.
Er betonte, die Themenwahl zeige, wie wichtig der Klinikleitung die Sicherheit in der Medizin wäre.
Klinikgeschäftsführer Heiner Kelbel betrachtete dann das Thema aus Sicht des Geschäftsführers. Schon wegen der Kosten, die nötige Nachbehandlung oder Regreßansprüche der Patienten mit sich brächten, wäre die höchstmögliche Sicherheit in Operationssäälen anzustreben. Da Patienten immer mehr bei Gerichten klagten, und teilweise absurde Forderungen stellten, ist für ihn das Thema überlebenswichtig. Auch wenn die Kreiskliniken eine Haftpflichtversicherung hätten, kostete die Prämie dafür ca. 300.000 Euro! Bei der steigenden Zahl von Operationen und ambulanten Fälle bei fast gleichbleibendem Personalstand – 2008 bisher mehr als 1.000 mehr als 2007 – könnten leicht Fehler passieren. In der Luftfahrt hätte man längst erkannt, daß die meisten Fehler aus menschlichem Versagen resultierten. Deshalb hätte man Trainingsprogramme eingeführt und die Bestrafung der Schuldigen abgeschafft. Nur so könnten Fehler und Ursachen analysiert und zukünftig ausgeschaltet werden.
Dann stellte Dr. Sabine Gärtner, Assistenzärztin der Chirurgie die Sicherheitsinitiative vor, die in den zurückliegenden Monaten an der Kreisklinik erprobt wurde. In ihrem Vortrag ging sie auf die Gründe ein, warum die Sicherheit für die Patienten verbessert werden müsse, brachte eine Analyse des Istzustandes, stellte das Programm „PatSi“ vor und gab einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Weil Fehler gemacht würden, wo Menschen arbeiten, wäre es nötig, Mechanismen und Methoden einzuführen, die Fehler ausschließen helfen. Derzeit erfolge dies durch regelmäßige Weiterbildungen für Pflegepersonal und Ärzte, das Qualitätsmanagement KTQ, das „Critical Incident Reporting System“ „CIRS“, und peinliche Beachtung der Hygieneregeln.
Wegen der stark steigenden Zahl der chirurgischen Eingriffe käme es zu immer mehr Fehlern und dadurch zu Klagen von Patienten. Aus diesem Grund wurde „PatSi“ (sprich Pat-Si (also Patienten-Sicherheit)) eingeführt. PatSi muß gewährleisten, daß die Identität des Patienten jedem Mitarbeiter zu jeder Zeit und überall im Haus erkennbar ist. Dadurch müssen Patientenverwechslungen, Verwechslung von Eingriffen oder der zu behandelnden Seite des Patienten vermieden werden und so die Sicherheit der Patienten, aber auch der Ärzte und des Pflegepersonals erhöht werden.
An sechs Stellen des Systems Klinik können Fehler auftreten, weil an jeder Stelle andere Personen mit den selben Patienten zu tun haben und diese untereinander Daten austauschen müssen.
Um vor einem Eingriff Fehler auszuschließen, wird das sogenannte „Team-Time-Out“ eingeführt. Das ist ein Moment vor einem Eingriff, in dem alle Teammitglieder gemeinsam kontrollieren, ob sie den richtigen Patienten an der richtigen Seite im richtigen OP-Saal operieren werden. Natürlich funktioniere das nur, wenn jeder, der Zweifel hat, auch ernst genommen werde und die Zweifel ausgeräumt werden, BEVOR der erste Schnitt gesetzt wird.
Dieses Plakat, auf dem die vier Kontrollfakten aufgeführt sind, hilft, Fehler zu vermeiden: 1. Die Überprüfng der Identität des Patienten, 2. Die Markierung des Eingriffsortes, 3. Die Zuweisung zum richtigen OP-Saal und 4. Das Team-Time-Out vor dem ersten Schnitt.
Konkret umgesetzt wird PatSi mit Hilfe eines solchen Markierungsbandes das der Patient bei der Aufnahme erhält und bis zur Entlassung tragen muß. Weiter begleitet ihn ein Identifikationsformular, auf dem jede Station die Überprüfung dokumentieren muß. Die Einhaltung weiterer Prüfkriterien tragen zur Erhöhung der Sicherheit bei.
Nach Abschluß der 13 wöchigen Erprobung mit 700 Patienten wurden die Ergebnisse und Erfahrungen mit einer Umfrage abgefragt. Auf fünf Fragen gaben alle Teilnehmer fast nur positive Erfahrungen an. Lediglich der zeitliche Mehraufwand und die zusätzliche Bürokratie wären Nachteile dieses Systems, die aber durch entsprechende Weiterentwicklung eliminiert werden sollen. Zukünftig sollen Armband und Begleitbogen dem Patienten in digitaler Form mitgegeben werden. Dann wird die „LapTop-Visite“ Realität, die ohne Papier auskommt. Vermutlich wird in Zukunft der „Surgichip“ kommen, der in den USA schon eingesetzt wird.
In einem sehr fachspezifischen und grundsätzlichen Vortrag ging nun Professor Dr. Kohnen, ehemaliger Chef des Kantonsspittals in Aarau in der Schweiz. Er wies darauf hin, daß mit zunehmender Komplexität der Medizin natürlich die Fehlerquellen zunehmen. Er stellte einen 8-Punkte Katalog vor, der Patientensicherheit, Risikokultur und Leadership begründe. Diese 8 Punkte führte er in der Folge detailliert aus.
Unter dem Setzen von strategischen Prioritäten, einer Organisationskultur und dem Lernen verstehe er, die Sicherheit der Prioritäten im Bewußtsein der Beteiligten ganz oben anzusiedeln und ständig zum Thema von Diskussionen und Fortbildungen zu machen. Es gebe drei verschiedene Kulturen: die nationale Kultur, die professionelle Kultur und die Organisationskultur, also die Art, wie Arbeit organisiert wird.
Dabei plädierte er für eine Abkehr von der Schuldkultur. Da niemand fehlerfrei wäre, müsse man die Fehler dazu nutzen um daraus zu lernen und nicht dazu, Sündenböcke zu generieren.
Dann analysierte Professor Kohnen die Gründe für Fehler. Ein Fehlergrund wäre sicher Schlafentzug. Abhilfe könnten nur kürzere Schichten bringen, die wiederum die Kontinuität der Pflege unterbrechen und so neue Fehlerursachen bringen. Allerdings müßten sich die Ärzte ihrer Verantwortung bewußt sein und erkennen, daß sie lebenslang lernen müßten.
Es wäre schon ein Novum und erfordere menschliche Größe, wenn Ärzte über ihre Fehler reden würden. Dabei könne man sich an Vorbildern orientieren, sogenannten High-Reliability-Organisations oder kurz HRO. Diese erreichen ihre hohen Ziele dadurch, daß sie aus Fehlern lernen und die fachlichen Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter richtig einsetzen.
Des weiteren müsse ein Verständnis dafür geschaffen werden, daß Routine und Alltäglichkeit nicht von der Einhaltung von Richtlinien abhalten dürfe. So wäre zu beobachten, daß mit der Zeit Schlendrian eintritt und damit Fehler - zum Beispiel bei der Handhygiene. In diesem Fall müssen Chefärzte Vorbilder sein und die Einhaltung aller Regeln ständig überwachen. Dokumentiert man die Ergebnisse von Verbesserungskampagnen, dann erreicht man weitere Motivation zu weiterem Fortschritt.
Sollten dennoch Personen durch Fehler Schaden erlitten haben – so sein Punkt sechs – dann müßten diese so gut wie möglich dabei unterstützt werden, die Folgen davon zu überwinden.
Eine Studie hätte gezeigt, daß in Deutschland die Fehlerrate bei 19% liegt, und man 83% der betroffenen Patienten nicht davon informiert hätte. Daraus resultiert seine Forderung nach einer Verpflichtung zur Wahrhaftigkeit im Umgang mit den Patienten. Das kann nur funktionieren, wenn der Arzt keine Sanktionen befürchten muß und bei seinen Korrekturanstrengungen unterstützt wird. Zur vollständigen Kommunikation gehört nach seinen Worten die vollständige Information für Patient und dessen Familie, die Übernahme der Verantwortung, die Entschuldigung und die Erklärung von Abhilfemaßnahmen.
Weil häufig eine Kette erst von Ereignissen zu Fehlern führt, müssen Kontrollmechanismen an vielen Stellen angreifen. So gelte es, Fehler bei der Medikation zu vermeiden: Unleserliche Rezepte, zu ähnliche Verpackungen oder verschiedene Dosierungen eines Medikaments in der selben Verpackung sowie ähnlich klingende Namen bergen Fehlerquellen, die eigentlich nicht nötig. Abschließend erklärte Professor Kohnen, daß es unter Umständen nötig wäre, das Organisationssystem zu überdenken und neu zu gestalten. So könnten zum Beispiel Steckverbindungen so gestaltet werden, daß sie nicht verwechselt werden können oder Abläufe so, daß man sie anders nicht durchführen kann. Es wäre nur eine Frage des Willens.
Wenn es auch der Medizin gelänge, die Fehlerrate zu halbieren, so wie es in den zurückliegenden 15 Jahren gelang, die Zahl der Verkehrstoten zu halbieren, dann hätten sie schon sehr viel erreicht.
Nach einer Pause, die die Gäste dazu nutzten, sich auszutauschen oder die Angebote der Lieferanten zu prüfen folgte der heiß ersehnte Vortrag von Manfred Müller, Ausbildungspilot auf der A340 und Leiter der Flugsicherheit der Lufthansa. Chefarzt Dr. Wolfgang Richter stellte ihn vor und meinte, sich in die Hände eines Chirurgen zu begeben oder ein Flugzeug zu besteigen erfordere das Vertrauen des Passagiers. Deshalb wären sie sich ähnlich und Manfred Müller prädestiniert, über das Thema Sicherheit zu sprechen.
Zunächst stellte er die provokative Frage, wieviel Sicherheit Fluggäste erwarten würden, wenn sie an Bord eines Flugzeuges gehen würden. Die Antwort, die er befürchtet hatte, war 100%. Das wäre aber nicht machbar. Auch wenn in der Öffentlichkeit das Bild vom sicheren Fliegen bestünde, wäre das Fliegen tatsächlich die gefährlichste Form der Fortbewegung. Im zweiten Weltkrieg wurden nur 10% aller Flugzeuge abgeschossen – 90% wären einfach abgestürzt. Heute würde einer von einer Million Flügen abstürzen.
Dann warf er die Frage auf, wie wichtig den Gästen ihre Sicherheit ist. Wenn dem so wäre, hätten sie niemals Mediziner werden dürfen. Wenn grüne Aktivisten gegen Atomkraftwerke demonstrierten, ließen sie außer Acht, daß der Straßenverkehr jedes Jahr 47.000 Verkehrstote und 1,7 Millionen Verletzte fordert, so viel wie zwei explodierte Atomkraftwerke. Kann man also das Risiko selbst bestimmen, nimmt man viel höheres in Kauf als wenn jemand anderer darüber bestimmt. Kajakfahrer, Extremskifahrer und Extremkletterer begeben sich in Gefahren und folgen dem Motto „No risk, no fun!“. Wenn jemand 40% Todesrisiko einer Annapurna-Besteigung auf sich nimmt und bei 10 hoch minus 7 – wie der Wahrschenilichkeit in einem Tsunami umzukommen - panische Angst hat, wäre klar, daß Sicherheit subjektiv wäre.
Die zweite Frage wäre, warum Dinge schief laufen würden. Früher waren immer rothaarige Frauen daran schuld: Die Hexen. Die hat man dann verbrannt. Heute mache man die Sterne dafür verantwortlich, deshalb lesen Menschen Horoskope. Am Freitag dem 13. Januar 2007 wären bei der Lufthansa vier Motoren explodiert, so viel wie sonst das ganze Jahr über.
Die dritte Frage wär, wie man Bedrohungen bekämpft. BSE wurde dadurch bekämpft, daß man sie aus dem Blickpunkt der Öffentlichkeit entfernt und durch andere Themen ersetzt.
Während man Katastrophen früher dem Schicksal zuschrieb hat man heute erkannt, daß man 10-fach höhere Sicherheit erreichen kann, wenn man persönliche Verantwortung übernimmt.
Dann stellte Manfred Müller die Frage, wieviel Sicherheit akzeptabel ist. Anhand eines Films wollte er wissen, ob dies für die Zuschauer sicher und akzeptabel wäre. Auch wenn im Film nichts passiert wäre, gäbe es in Delhi mehr Verkehrstote als in ganz Deutschland.
Wie sicher muß also eine Fluggesellschaft sein? Akzeptabel ist für die Lufthansa ein Totalverlust alle 100 Jahre! Das entspricht einem Unfall pro 100 Millionen Flügen. Und das wäre 100 Mal sicherer, als die Flugzeughersteller garantieren würden.
Dabei wäre das Haupt-Risikopotential der Mensch. Irren ist menschlich. Und daß auch die Anwesenden Fehler machen, bewies er an Hand von zwei Tests. Kaum jemand konnte die Anzahl „F“s in diesem Text richtig angeben. Deshalb meinte er, er würde nie zu ihnen ins Krankenhaus kommen.
Untersuchungen hätten ergeben, daß die Zeit zwischen zwei Fehlern bei einfachen Aufgaben eine halbe Stunde wäre, bei komplexen Aufgaben, 5 Minuten und unter Streß weniger als 30 Sekunden!
Vor diesem Hintergrund und knapp 750.000 Flügen pro Jahr hätte die Lufthansa jedes Jahr einen tödlichen Unfall, wenn sie nur so sicher wäre wie der Welt-Durchschnitt! Wäre die Lufthansa so sicher wie das Space-Shuttle der Nasa, dann hätte die Lufthansa 84 tödliche Unfälle PRO TAG! Und weil sie nur 350 Flugzeuge hätten, würden sie das nicht lange durchhalten! 
Wären sie so sicher wie die Intensivmedizin im Krankenhaus, dann hätten sie noch immer 2 tödliche Unfälle pro Tag!!!!!
Am Beispiel der Flugzeugkollision von Teneriffa zeigte Manfred Müller auf, daß das Autoritätsverhältnis eines Teams entscheidend ist für seine Sicherheit.
Umfragen hätten vier Risikokategorien ergeben: Technische Probleme, Komplikationen, Menschliches Versagen und soziale Probleme.
Die häufigste Ursache für sicherheitskritische Vorgänge ist die Verkettung von Komplikationen, menschlichem Versagen und sozialer Probleme durch schlechte Teamarbeit.
Dazu führen zu 48% Kommunikationsmängel zu Fehlern. Deshalb gelte es die Kommunikation zu verbessern, die Leitlinien penibel einzuhalten.
Das wäre aber nur machbar, wenn die Leitlinien so einfach wären wie möglich. Außerdem wäre höchstmögliche Motivation nötig. Auch soziale Kompetenz (Moral, Werte und Kinderstube) wären Grundvoraussetzungen. Und schließlich wäre Teamarbeit gefragt. Dazu gehöre auch die Fähigkeit Kritik zu äußern und zu akzeptieren. Das richtige Personal muß das alles immer wieder trainieren.
Trotzdem treten immer wieder Fehler auf. Als Beispiel zeigte er die bekannten beiden Kranwagen, die nacheinander in das Hafenbecken fielen, weil sie ihre Leitlinien nicht eingehalten hatten.
Wenn man notgedrungen die Fehlerhaftigkeit des Menschen akzeptiert, müsse man ihm zugestehen, seine Meldung vertraulich zu behandeln aber niemals zu bestrafen. Bei der Lufthansa wurde so ein System eingeführt. Nach 10 Jahren meldeten erst 4% der Piloten ihre schweren Fehler.
Er hätte festgestellt, daß die Einführung dieser Strategien die Sicherheit erheblich verbessert hätte. Wenn das auch in der Medizin möglich wäre, würde er sich sehr freuen, daran mitgewirkt zu haben.
Chefarzt Dr. Wolfgang Richter bedankte sich sehr für den unterhaltsamen Vortrag und die interessanten Informationen. In der Diskussion stellte Manfred Müller heraus, daß seine Erkenntnisse auf Kliniken angewandt werden kann, in dem man sie auf die jeweiligen Umstände anpaßt.
Der Abend klang bei einem guten gemeinsamen Abendessen aus.
238 Die Bahn baut!  Der zweigleisige Ausbau der Strecke Ampfing-Mühldorf hat begonnen.
Fertigstellung Ende 2009 steht an der Bautafel zu lesen, die am 19. April 2007 enthüllt worden war, als man mit großem Tra-Ra den ersten Spatenstich für den zweigleisigen Ausbau des Abschnitts Mühldorf-Ampfing feierte.
Fertigstellung Ende 2010 steht nun auf der neuen Bautafel, die „DB-Netze“ vor dem Bahnhof in Ampfing hatte aufstellen lassen. Symptomatisch für diese unendliche Geschichte?
Nein – es geht wirklich los. Entlang der Bahnlinie Mühldorf-Ampfing haben Bagger in den vergangenen Wochen den Untergrund ausgehoben und Platz geschaffen für das zweite Gleis.
Bauleiter Bernhard Schreiber erklärte, was derzeit geschieht. Im Bereich des Bahnhofs Ampfing werden Rampen für den behindertengerechten Zugang zu den Gleisen gebaut. Außerdem wird die Brücke über die Staatsstraße neu gebaut und der Untergrund für den Gleisbau wird auf dem gesamten Streckenabschnitt vorangetrieben.
Um die Pfeiler für die neue Brücke über die Staatsstraße 2091 bis auf festen Grund absenken zu können, hat die Bahn das größte verfügbare Bohrgerät nach Ampfing bringen lassen. Diese 95-Tonnen schwere Maschine kann Löcher mit einem maximalen Durchmesser von 2 Metern 50 Zentimetern bis zu 75 Meter tief in den Grund bohren. In Ampfing wird aber nur 21 m tief zu bohren sein.
Um die Straße nicht zu beschädigen, schüttete die Bahn Sand auf, die dem Bohrgerät als Fahrbahn dient.
Sind die Löcher gebohrt, werden diese Armierungen eingesetzt und mit Beton ausgefüllt. So kann die Brücke später bis zu 500 Tonnen pro Pfeiler tragen.
Dort, wo – aus München kommend - das zweite Gleis beginnen wird, werden sogenannte Kiessäulen in den weichen Untergrund eingebracht. Das Gerät drückt ein Loch in den weichen Boden und verfüllt ihn mit einem besonderen Sand. Diese Kiessäulen verbinden den festen Unterboden mit dem Fundament des Gleises, das dadurch wesentlich mehr Last tragen kann.
Das neue Gleis wird für Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h gebaut. Ob das alte Gleis auch diesem neuen Standard angepaßt wird, konnte uns Bernhard Schreiber nicht sagen.
Der erste Schritt ist getan! Als nächstes soll der Abschnitt Mühldorf-Tüssling in Angriff genommen werden. Allerdings ging kürzlich eine Pressemeldung der Deutschen Bahn bei uns ein, die besagt, daß der Neubau der Eisenbahn-Innbrücke bei Ehring vorerst um 10 Jahre verschoben wird. Ein großer Dämpfer für die aufkeimende Hoffnung auf den durchgehenden zweigleisigen Ausbau der Strecke und für die Wirtschaft im gesamten süd-ost-bayerischen Chemiedreieck.
239 Jubiläum: Ecksberger Werkstätten feiern 20-jähriges Bestehen
Die Stiftung Ecksberg gibt es schon lange. Die Ecksberger Werkstätten erst seit 1988. In dieser Zeit ist ein Unternehmen entstanden, das sich in schwierigem Umfeld einen Namen als Dienstleister gemacht hat.
In einem Überblick wollen wir die Geschichte des Unternehmens kurz Revue passieren lassen. Dazu können wir eine Präsentation von Gottfried Kirmeier nutzen, dem wir herzlich dafür danken.
1988 wurde die Werkstatt für Behinderte neben der Stiftung Ecksberg gebaut. Franz Lichtinger war damals der erste Leiter. Noch während des Baus nehmen die ersten 44 Behinderten ihre Tätigkeit auf. Sie bohren und entgraten für Südstahl, verpacken Spielesammlungen und arbeiten in der Weberei.
Nach dem Umzug ins neue Wohnheim können erstmals auch behinderte Menschen in der Werkstatt beschäftigt werden, die nicht im Wohnheim wohnen.
1989 sind es schon 158 Behinderte, die von 32 Betreuern angeleitet werden. In der Außenstelle in Schnaittsee arbeiten vier Beschäftigte in der Küche.
1990 werden Garten und Großküche den Werkstätten zugeordnete. Die Zahl der Betreuer steigt auf 47.
1992 platzt die Werkstätte aus allen Nähten: 237 Mitarbeiter brauchen mehr Platz.
1993 entstehen die ersten Gruppen in Bachham, die die Weberei und einen Teil der Montage übernehmen. Franz Hartl leitet diese Außenstelle.
1994 nehmen die Ecksberger Werkstätten am ESF-Programm, dem Europäischen Sozialfonds der EU teil.
1995 können 300 Mitarbeiter in neuen Räumen in Bachham die Arbeit aufnehmen. Die Ecksberger Werkstätten erhalten eine neue Lagerhalle mit 500m2 Stellfläche.
1997 wird PEP gegründet, das Projekt zur Eingliederung Psychisch Kranker oder – wie sie selber gerne sagen – das Paradies ex... Persönlichkeiten.
1998 kann eine leerstehende Fabrik in Mettenheim gekauft und bezogen werden. Die WfbM ziehen dort ein.
1999 wird die Fabrik in Mettenheim renoviert. Auch das PEP im Industriegebiet platzt aus allen Nähten. In Ecksberg werden Großküche und Begegnungshaus eingeweiht. Klaus Licht wird neuer Standortleiter der Werkstätten für Behinderte.
2000 war ein ereignisreiches Jahr: Die Menschen mit Schädel-Hirn-Trauma benötigen Arbeitsplätze - der erste Bauabschnitt in Mettenheim wird abgeschlossen - eine Begleitplanung wird eingeführt - das PEP ist überbelegt, der Bereich Wäscheleasing zieht nach Bachham und die Gärnterei wird nach Bioland-Richtlinien zertifiziert.
2001 Das PEP beschäftigt inzwischen 39 Mitarbeiter und zieht in den Mühldorfer Industriepark. In Mettenheim wird der zweite Bauabschnitt in Angriff genommen.
2002 wird die MfbM – die Werkstatt für behinderte Menschen in Mettenheim fertiggestellt und eingeweiht.
2003 kann das Zentrum für Menschen mit Schädel-Hirn-Trauma eingeweiht werden. Es bietet Platz für 20 Mitarbeiter.
2004 verläßt Franz Lichtinger die Ecksberger Werkstätten. Franz Hartl und Klaus Licht übernehmen die Leitung gemeinsam. Aus dem EU-Projekt Interreg entsteht der Werkstättenverbund Oberösterreich-Bayern – WO-BAY.
2005 muß in Bachham schon wieder gebaut werden, so groß ist der Platzbedarf. 2006 kann das Anwesen eingeweiht werden, das nach dem Vorbild des aberissenen Vier-Seit-Hofes gebaut wurde.
2006 WO-BAY erhält aus den Händen von Sozialministerin Christa Stewens den Managementpreis der Messe Con-Sozial in Nürnberg. Die Werkstätten in Mettenheim müssen eine 800 m2 große Lagerhalle hinzumieten um die Aufträge bearbeiten zu können.
2007 muß PEP in Mühldorf anbauen – es beschäftigt dort inzwischen 54 Mitarbeiter, in Balchham weitere
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2008 wird umstrukturiert: Die Werkstätten und die Förderstätte werden zu „Arbeit und Förderung“ zusammengefaßt. Weiterhin leiten Franz Hartl und Klaus Licht gemeinsam. An einem gemeinsamen Fortbildungstag am Chiemsee lernen die 110 Fachkräfte hinzu.
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Aber auch das Feiern kam nicht zu kurz. So luden Franz Hartl und Klaus Licht kürzlich alle 520 Mitarbeiter zum Feiern ins Kino nach Mühldorf ein. Dort konnten sie einen Tag lang eine Auswahl Filme sehen, Kegeln oder Tanzen oder es sich ganz einfach gut gehen lassen. Für die Mitarbeiter eine große Freude, für die Betreuer eine logistische und betreuerische Herausforderung, die sie monatelang vorbereitet hatten und die zur Meisterleistung wurde.
Wir gratulieren den Ecksberger Werkstätten zum 20-jährigen Firmenjubiläum und dieser außergewöhnlichen Entwicklungsgeschichte. Gleichzeitig hoffen wir, daß auch in wirtschaftlich schwieriger werdendem Umfeld immer genug Arbeit da ist, um den Menschen Beschäftigung zu geben, die auf dem freien Arbeitsmarkt wohl keinen Arbeitsplatz finden würden.
240 Buchvorstellung: "Das Isental"
Zugegeben, Engfurt liegt nicht im Landkreis Mühldorf. Aber wenn in Engfurt ein Buch über das Isental vorgestellt wird, das doch zum größten Teil im Landkreis Mühldorf liegt, dann fahren wir natürlich nach Engfurt.
Außerdem ist Engfurt immer „eine Reise wert“ Nicht nur wegen des guten Bieres, das dort im Gasthaus ausgeschenkt wird, auch wegen des Herrenhauses, in dem das neue Buch „Das Isental“ kürzlich vorgestellt wurde.
Dr. Dieter Vogel vom Verlag Kiebitz aus Vilsbiburg hatte Bürgermeister und Autoren zur Vorstellung in eben dieses Herrenhaus geladen. Die Erhartinger Brauerei und der Verlag sorgten für urige Gemütlichkeit in dem alten Haus mit dem kleinen ehemaligen Wohnzimmer und der riesigen Küche nebenan.
Dr. Dieter Vogel erzählte zunächst, wie es dazu kam, daß er das Buch über das Isental herausbrachte und welches Konzept ihm zu Grunde läge. Das Buch wäre ein Sammelband verschiedener Artikel und Beiträge, die alle Aspekte des Isentales beleuchten, über die der Leser informiert sein sollte. Erstaunlicher Weise gebe es bis heute kein ähnliches Portrait des Isentales wie dieses neue Buch. 1978 erschien die letzte Publikation über den „Isengau“. Seitdem gab es nichts.
Wenn er bedenke, daß erst im September 2007 mit der Arbeit an dem Buch begonnen wurde, dann wäre es wirklich schnell gegangen. 23 Autoren hätten an diesem Buch mitgearbeitet, das von vielen Bürgern gewünscht worden war. Dann stellten die Autoren ihre Beiträge vor.
Gastgeberin Mariele Vogl-Reichspurner, Besitzerin des Anwesens in Engfurt erzählte die Geschichte der Mühle, die es seit Jahrhunderten gebe. 1908 hätte ihr Großvater die kleine Mühle gekauft, die damals einzeln zum Verkauf gestanden war. 1911 entstand das erste Kraftwerk, 1931 die große Mühle, die schon seit 1963 nicht mehr arbeitet. Auch ein Sägewerk gibt es nicht mehr. Sägewerk und Mühle wären immer wieder von Hochwassern der Isen beschädigt worden. Am schlimmsten 1954. Damals hatte das Isenhochwasser Mühle, E-Werk und Säge zerstört und ihr Betrieb wäre der meistgeschädigte in ganz Bayern gewesen. Ein Schaden von 400.000 DM, heute wären das ein paar Millionen Euro!
Nach dem Unfalltod ihres Vaters 1968 mußte das Anwesen teilweise verkauft werden und wird heute für kulturelle, kirchliche und touristische Veranstaltungen genutzt.
Rita Rott, Diplom-Geo-Ökologin beschrieb dann die Beziehung, die Menschen zu ihrer Heimat aufbauen und die besondere Beziehung, die sie zur Goldach hab, einem Nebenflüßchen, das bei Schwindegg in die Isen mündet.
Der Vorsitzende des Geschichtsvereins „Heimatbund“ in Mühldorf, Dr. Reinhard Wanka beschreibt in dem Buch das Bunkergelände im Mühldorfer Hart und das Eisenbahnunglück bei Frixing 1899.
Josef Egginger widmete seinen Beitrag in dem Buch Winhöring und das Schloß in Winhöring.
Heinz- Rudolf Huber, Vorsitzender des Kunst- und Kulturkreises in Ampfing widmet seine Beiträge dem Markt Ampfing und Zangberg. Dabei ging er sowohl auf Geschichte und Wirtschaft in Ampfing ein als auch auf das größte Naturbad, die Grüne Lagune. Ein zweiter Artikel befaßt sich mit der Gemeinde Zangberg und dem dortigen Kloster.
Die Fotos im Buch steuerten die Autoren bei. Die großformatigen Landschaftsaufnahmen kamen von Andreas Hartl.
Dann widmeten sich die Gäste dem ungefilterten Bier aus Erharting und der reichlichen Verpflegung und ließen den Abend bei guten Gesprächen ausklingen.
Das Buch ist beim Verlag Kiebitz-Buch in Vilsbiburg und im Fachhandel erhältlich oder in unserem Online-Shop. Es kostet 19 Euro 80. Wir denken, es sollte in keinem Haushalt im Landkreis fehlen!
241 Wohlfühltag der Frauenunion in Töging
Eine Entspannungsmassage oder die neuesten Dessous und Körperpflegeutensilien und –mittelchen oder eine professionelle Anleitung zum richtigen Schminken waren genau so geboten, wie Tipps zur Steigerung des Selbstwertgefühls oder Vorträge über Psychotherapie. Aber auch, wer sich für Modeschmuck oder einen guten Kuchen oder auch nur zum Schauen kam fand bei den Damen der Frauenunion in Töging was für sich. Trotz des ungewöhnlichen Termins am Freitag Spät-Nachmittag fand der Wohlfühltag so viel Zuspruch, daß FU-Vorsitzende Edeltraud Zecho vorschlug, den Wohlfühltag zu einer dauerhaften Einrichtung werden zu lassen.
242
Fußball: TSV Buchbach gegen den Würzburger FV
Schon vor dem Spiel stellten sich die Herren den Fotografen zum Gruppenbild. Damit und mit der Begrüßung des österreichischen Schiedsrichters Reinhold Klinger und seiner Assistenten Karl Imser und Heinz Vitzkotter hatte es aber zunächst sein Bewenden.
Schauen wir auf die Mannschaften: Buchbach’s Trainer Matthias Pongratz hatte so viele Aktive zur Verfügung wie schon lange nicht mehr. Manuel Neubauer und Christian Kagerer spielten wieder von Anfang an mit. Noch nicht fit ist Thomas Kasparetti und Marcus Gibis hatte sich im Abschlußtraining verletzt und mußte aussetzen.
Bei novemberuntypisch warmem Wetter spielte Buchbach in schwarz von rechts nach links und Würzburg in blau von links nach rechts. Würzburg stieß an – und machte sofort klar, mit welchem Ziel sie angereist waren.
Schon nach ein paar Minuten dieser erste Schuß aufs Buchbacher Tor. Die Buchbacher Abwehr stand dem Würzburger Sturm auffällig passiv gegenüber.
Buchbacher Angriffe – wie hier von Manuel Kagerer – fanden dagegen ihre Adressaten nicht. Statt Christian Kagerer vorzulegen, versucht er’s direkt – Kein Problem für Gäste-Torhüter Ralf Scherbaum.
Anders vor dem Tor der Gastgeber. Hier mußte Thomas Penker immer wieder Bälle entschärfen
Die Gäste hatten schnell Manuel Neubauers Schnelligkeit erkannt – und stoppten ihn auf die immer gleiche Weise. Obwohl Pascal Rausch schuldbewußt wie angewurzelt stehen blieb ahndete Schiedsrichter Reinhold Klinger das Foul nicht. An Stefan Bernhardts Freistoß kam Manuel Kagerer nicht heran: Er war zu weit.
Langsam fand Buchbach ins Spiel: Ralf Klingmann auf Stefan Hillinger, der zurück auf Manuel Kagerer, seine Flanke zu weit für Christian Kagerer und zu unplatziert für Alex Neulinger. Die Gäste bringen den Ball nicht weg. Zweite Chance für Buchbach. Auch die vergeben.
Keine Minute später: Alex Neulinger sieht Stefan Hillinger nicht, der vor dem Tor fast frei steht.
Folgende Szene wollen wir genauer anschauen: Freistoß Ralf Klingmann. Zunächst verlängert ein Würzburger. Chrstian Kagerer kommt an den Ball. Er versucht den Ball zu bekommen und wird von hinten von den Beinen geholt. Man könnte über einen Strafstoß diskutieren! (Ev. Zeitlupe)
Nach dem Einwurf kommt der Ball zu Stefan Hillinger, der weiterspielt auf die Kagerers. Die haben es mit drei Abwehrspielern zu tun. Ralf Scherbaum hat den Ball aber sicher.
Es war noch keine Viertelstunde gespielt, als Ralf Klingmann diesen Angriff vorbrachte: Manuel Kagerer gegen zwei Abwehrspieler, Christian Kagerer in der Mitte allein. Er bekommt den Ball und scheitert einmal – zweimal. Die Ecke blieb ohne Folgen.
Ein unschönes Foul an Stefan Hillinger , das noch dazu ungeahndet blieb brachte die nächste Chance für den TSV: Ralf Klingmanns Freistoß aus 35 m geht jedoch am Tor vorbei.
Knapp 20 Minuten gespielt und noch 0:0.
Für dieses rüde Einsteigen gegen Michael Pointvogel sah Benjamin Schömig gelb.
Matthias Pongratz hatte schaute noch ganz zuversichtlich drein. Das Spiel schien Buchbach zu dominieren. Nach einer Ecke für Buchbach bekamen die Gäste den Ball. Über zwei Stationen kam er zu Gashi Perparim.... Keine Chance für Thomas Penker! 0:1 in der 23. Minute.
Wiederanstoß – Stefan Bernhardt – Manuel Neubauer – Manuel Kagerer – TOR! 1:1 Ausgleich in der 24. Minute. Gashi Perparim forderte Konsequenzen von seinem Trainer Michael Hochrein. Alles war wieder offen.
Eine gelbe Karte gab es für Daniel Donaldson, weil er hier Christian Kagerer ziemlich unsanft vom Ball getrennt hatte, und zwar, ohne den Ball zu spielen! An Manuel Neubauers Freistoß kommt Stefan Hillinger nicht heran. Nach dem folgenden Einwurfstehen Stefan Hillinger, Manuel und Christian Kagerer fast allein im 5er und bekommen den Ball doch nicht ins Tor! Es war wie vernagelt!
Eine gute Freistoßposition verschaffte Pascal Rausch den Gastgebern hier, in dem er Manuel Kagerer kurz vor dem Strafraum zu Fall brachte. Stefan Hillinger’s Freistoß blieb aber in der Wand stecken.
Die hohe Toleranzschwelle des Schiedsrichters zeigte sich hier: Gashi Perparim holt Michael Pointvogel von den Beinen und gleich drauf Tobias Jäger Manuel Neubauer. Freistoß Buchbach an der Strafraumecke. Ralf Klingmanns gut platzierten Freistoß kann Ralf Scherbaum zwar nicht halten aber wegfausten. Manuel Neubauers Nachschuß geht weit übers Tor.
Nach weiteren guten Chancen für Buchbach wurde Gästetrainer Michael Hochrein unruhig.
Kurz vor der Pause ging Stefan Bernhardts Schuß knapp übers Tor.
Ob manche Fouls wirklich sein müssen? Der Ball ist längst weg und trotzdem steigt Bastian Götzfried hier hart ein. Natürlich kann er nix dafür! Auch Gashi Perparim muß sich noch einmischen!?
Auch über diese Entscheidung des Schiedsrichters kann man diskutieren: Christian Kagerer hat keine Chance an den Ball heranzukommen und bringt Tobias Jäger zu Fall. Trotzdem gibt’s Freistoß für Buchbach. Stefan Hillinger schieß aber über’s Tor.
Pause. Matthias Pongratz und Cotrainer Michael Ostermaier blickten ganz zufrieden auf die erste Halbzeit zurück und Pressesprecher Erich Haider meinte, in der zweiten Halbzeit würden sicher drei Tore für Buchbach fällig werden. Aber – es kam ganz anders.
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Anpfiff zur zweiten Halbzeit. Nun also Buchbach in schwarz von links nach rechts und Würzburg in blau von rechts nach links.
Es waren etwa 8 Minuten gespielt, da kam Würzburg mit Christian Dierl über links. Benjamin Schömig auf einen Mitspieler und der zurück auf Gashi Perparim, der frei zum Schuß kommt. Der Schuß geht allerdings am Tor vorbei.
Die Überlegenheit des TSV Buchbach aus der ersten Halbzeit war wie weggeblasen. Plötzlich mußte sich der TSV gegen die Angriffe Würzburgs zur Wehr setzen. Wie hier als Patrick Ostheimer fast ohne Gegenwehr über das halbe Spielfeld sprinten und dann auch noch abziehen und Thomas Penker zu einer Glanzparade zwingen kann.
Symptomatisch dieses Zuspiel von Manuel Kagerer auf Alex Neulinger: Ungenau, zu kurz und ohne Beachtung des heranstürmenden Gegenspielers. Aus diesem Ballverlust resultiert sofort eine gute Chance für Würzburg, die diese aber auch nicht nutzen können.
Die gelegentlichen Angriffe Buchbachs schienen ohne großes Engagement zu verlaufen. Die Stimmung der Akteure schien sich dem einfallenden Nebel anzupassen und in Lethargie zu erstarren.
Nur manchmal blitzte auf, wozu sie fähig sind. Hier zwingen Ralf Klingmann und Christian Kagerer Ralf Scherbaum dazu sein Können zu zeigen.
Das ist, was wir meinen: Patrick Ostheimer kann fast unbedrängt hereinflanken. Pures Glück, daß Pascal Rausch nicht an den Ball herankommt. Thomas Penker wäre chancenlos gewesen.
Dann brachte Matthias Pongratz für Manuel Neubauer – von dem in der zweiten Halbzeit bis dahin kaum etwas zu sehen war - Daglas Numanovic.
Und schon wieder die Gäste: Benjamin Schömig bedient mit einem gezielten Heber Gashi Perparim, der fast frei zum Schuß kommt. Er reklamiert ein Foul von Hans Attenberger. Schließlich besinnt er sich und steht wieder auf.
Keine zwei Minuten später: Paß von Bastian Götzfried auf Frank Wirsching, der unbehindert aus 25m Entfernung abzieht und Thomas Penker fordert.
Aber auch Buchbach hatte Chancen in diesem Spielabschnitt: Alex Neulinger hatte die Führung nach dieser Ecke auf dem Fuß und bekam den Ball nicht unter Kontrolle. Auch im Nachgang konnte Christian Kagerer das Zuspiel von Daglas Numanovic nicht verwerten. Im direkten Gegenzug stand dann plötzlich Frank Wirsching allein vor Manuel Kagerer und Thomas Penker. 1:2! 69. Minute. Die Freude bei den Gästen war riesig, zeichnete sich doch ihr erst zweiter Auswärtssieg in dieser Saison ab – und das ausgerechnet beim heimstarken TSV Buchbach!
(Die Gäste attackierten weiter – und Buchbach versank in Konfusion: Hier gelingt es sechs Buchbachern nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern! Die Zuschauer wurden merklich ruhiger.
Nun brachte Michael Hochrein für Pascal Rausch David Balogh .
Buchbach war aber auch vom Pech verfolgt: Stefan Hillinger auf Manueal Kagerer, der alleine vor Ralf Scherbaum’s Kasten steht und nicht herankommt.
Und wieder die Gäste: Gashi Perparim flankte herein auf Frank Wirsching, der aber nicht an den Ball herankommt. Den Nachschuß von Bastian Götzfried lenkt Ralf Klingmann ans Außennetz.
Dann wechselte Matthias Pongratz doppelt: Für Christian Kagerer kam Fabian Ganser und für Markus Blau Andi Bichlmaier.
Welche Emotionen im Spiel waren, zeigen Trainer Michael Hochrein und Gashi Perparim hier nach diesem Schiedsrichterpfiff, den wir – ehrlich gesagt – auch nicht nachvollziehen können.
n der Schlußphase des Spiels schienen die Buchbacher zu erkennen, daß sie am Verlieren waren. Nun wollten sie das Ruder noch herumreissen und mobilisierten ihre Reserven. Sie wollten den Ausgleich erzwingen.
Es begann ein regelrechter Sturmlauf auf das Würzburger Tor. Darauf reagierte Würzburgs Trainer Michael Hochrein und nahm seinen Stürmer Gashi Perparim heraus. Für ihn brachte er Florian Hach.
Der enorme Druck, den Buchbach nun aufbaute, brachte eine ganze Folge von Ecken, von denen keine einzige zum Torerfolg führte.
Die Dämmerung brach schon herein und alle Spieler waren vor dem Würzburger Tor. Und wieder Ecke. Auch diesmal ohne Änderung des Resultats.
Die Taktik, alles nach vorne zu werfen, machte Buchbach anfällig. Hier war pures Glück im Spiel, daß der vorher eingewechselte Philipp Christ nicht an den Ball herankam. Das Buchbacher Tor stand leer vor ihm!
Schließlich beendete der Schlußpfiff die Partie, in der Buchbach schmerzhaft erfahren mußte, daß 35 Minuten Zurücklehnens auch gegen den Tabellenletzten der Bayernliga in den letzten 10 Minuten nicht mehr aufzuholen ist. Hätte Buchbach die ganze zweite Halbzeit so gespielt, wie in der ersten und in den letzten 10 Minuten der zweiten Halbzeit, hätten sie einen hohen Sieg eingefahren. So gingen sie leer aus.
Würzburg’s Trainer Michael Hochrein schätzte das Spiel so ein: (O-Ton)
Matthias Pongratz konnte mit dem Spiel seiner Mannschaft nicht zufrieden sein: (O-Ton)
Vom Präsidenten des Bayerischen Fußballverbandes Dr. Koch wollte Moderator Erich Haider wissen, welchen Sinn der Schiedsrichteraustausch hätte und ob das eine dauerhafte Einrichtung werden solle: (O-Ton)
Dr. Übel vom Salzburger Fußballverband meinte: (O-Ton)
Das Schlußwort hatte Bürgermeister Thomas Einwang, der den Fußball in Buchbach so sieht: (O-Ton)
243
SPD: Nominierung von Werner Groß zum Kandidaten für den Deutschen Bundestag 46 13.11.08
Vor drei Wochen hatte schon einmal eine Nominierungskonverenz der SPD Unterbezirke Altötting-Mühldorf stattgefunden. Deshalb begrüßte Mühldorfs Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer die Teilnehmer auch zur Nominierungskonferenz „Teil 2“. Unter den Teilnehmern war diesmal viel Parteiprominenz: Bundestagsabgeordneter Ewald Schurer, Altlandrat Seban Dönhuber, die Bürgermeister von Mühldorf, Marktl und Töging sowie mehrere zweite Bürgermeister und Ortsvorsitzende.
Auch wenn die SPD in den vergangenen Wochen für viel Diskussionsstoff gesorgt hätte, wäre doch klar, daß die Partei handlungsfähig ist und Ergebnisse hervorbringt - unterstrich Richard Fischer. Er dankte der Kandidatin, die zuletzt ihre Kandidatur aus persönlichen Gründen zurückgezogen hätte und wäre sicher, nun einen Kandidaten vorstellen zu können, den er als sehr gute Wahl sehe. Er bat darum, den neuen Kandidaten nicht als zweite Wahl zu sehen sondern ihm die Unterstützung zu geben, die er nötig hat.
Dann schlug er den Deligierten Werner Groß als Kandidaten vor, und würdigte ihn als Mann mit jahrelanger politischer Erfahrung. Diese Erfahrung hätte er in Stadtrat, Kreistag und verschiedenen Arbeitskreisen gesammelt. Er wäre schon immer erste Wahl gewesen und bisher für andere Aufgaben vorgesehen gewesen.
Nachdem es aus dem Kreis der Anwesenden keine weiteren Vorschläge gab trat Werner Groß ans Mikrophon, dankte zunächst für das wiederholte Erscheinen zu einer Nominierungskonferenz und stellte sich erst einmal vor: 1962 in Passau als Sohn eines Nebenerwerbslandwirts geboren, wäre er über den zweiten Bildungsweg an die Fachhochschule München gekommen und hätte dort „Technische Physik“ studiert. Nach nur einem Jahr bei Siemens in Erlangen hätte er nebenbei das Studium für das Lehramt der Fächer Mathematik und Physik aufgenommen.
Seit 1987 ist er Mitglied der SPD. Anfangs in der Katholischen Kirche engagiert, wäre von Anfang an die SPD seine Heimat gewesen. Er hätte er an den Aktionen gegen den Bau der Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf teilgenommen und auf die Abkehr von der Atomenergie hingewirkt. Als Vorsitzender der Jusos hätte er erste politische Erfahrungen im Stadtrat der Stadt Erlangen sammeln können. Nach Konrektorstellen in Vaterstetten und Markt Schwaben kam er im August 2006 an die Realschule nach Waldkraiburg. Neben seinen politischen Ämtern fungiere er auch als Vorsitzender des FC Mühldorf, wo er mit Frau und zwei Kindern lebe.
Er erzähle dies um die Mitglieder zu überzeugen, daß sie den richtigen Kandidaten entsenden.
Dann erläuterte er auf seine politischen Positionen. Er wolle die Beschlüsses des SPD-Parteitages in Hamburg umsetzen und den vorsorgenden Sozialstaat zum Leitmotiv nehmen. Beispiele wären die Bildungspolitik, obwohl Ländersache, gleiche Standards und Rahmenbedingungen in Deutschland brauche, was wieder Sache des Bundes wäre. Er forderte ein kostenloses Kindergartenjahr, die Verpflegung der Kinder in der Schule, die Erhaltung der Lehrmittelfreiheit und die Abschaffung der Studiengebühren. Sollte dies nicht in allen Ländern realisiert werden können, müsse der Bund einspringen. Er forderte aber auch, Bundesländer zu bestrafen, die es nicht schafften, alle Schüler zu einem Abschluß zu führen. Nur so könnte Chancengleichheit erreicht werden. (Applaus)
Dann ging er auf die Gesundheitspolitik ein und erteilte dem Gesundheitsfonds eine Absage. Da er keine 2-Klassenpolitik wolle, trete er für die Umsetzung der solidarischen Bürgerversicherung ein, in das alle – also auch Beamte – mit einbezogen werden müssen. (Applaus)
Um sozial abgesicherte Arbeit bei gleichzeitiger Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erreichen, trete er für die Einführung eines Mindestlohnes ein. Nur so könnten Familien von ihrer Arbeit leben und ihre Zukunft sicher planen.
Er fordert den Ausstieg aus der Atomenergie, dafür die Nutzung regenerativer Energieträger, Energieeinsparung ohne Komfortverlust und dezentrale Energieversorgung, also die Rückführung der Energieversorgung in die Hände kommunaler Erzeuger und Versorger. (Applaus)
Die Finanzkrise hätte die Grenzen der Märkte aufgezeigt. Er lobte er Finanzminister Peer Steinbrück für sein souveränes Krisenmanagement. O-Ton „Ein Superminister Stoiber.... “ Die CSU wäre ohnehin völlig abgetaucht und mit sich selbst beschäftigt...
Er zitierte Bundeswirtschaftsminister Glos, der gemeint hatte, bei der Gehaltsgrenze für Bankmanager sollte man nach unten und oben flexibel sein. (O-Ton: Mir fällt kein Grund ein...
Auch der Forderung nach der Verstaatlichung von Banken erteilte er eine Absage und forderte seinerseits den Stopp weiterer Privatisierungen. (O-Ton: Laßt die DB den Bürgerinnen und Bürgern – )
Die Gewerbesteuer müsse erhalten bleiben. Mit einem Konjunkturprogramm soll die Infrastruktur gefördert und so die Wirtschaft gestärkt werden. A94 und Bahnstrecke könnten davon profitieren. Hier auf die Verantwortlichen will Werner Groß verstärkt Druck ausüben. Er denke nicht, daß sich die bayerische FDP und Übergangs-Ministerpräsident Seehofer (O-Ton ) bewußt wären, welche Bedeutung diese Projekte für die Region hätten. Wären wir bislang eine vergessene Region gewesen, so wären wir jetzt eine abgeschriebene Region. Dann kritisierte er die Versetzung Dr. Marcel Hubers ins Kultusministerium als „Mißachtung unserer gesamten Region“. (
Um für mehr solziale Gerechtigkeit zu sorgen, möchte er für die Region in den Bundestag einziehen. So bat er um das Vertrauen und die Unterstützung der Anwesenden. (lang anhaltender Applaus)
Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch unterstützte die Bewerbung Werner Groß‘. Werner Groß hätte alles kennengelernt, was man im Leben kennenlernen könne. Dann erinnerte er an Ereignisse in der Region, die von Sozialdemokraten verwirklicht wurden. Ewald Schurer, Seban Dönhuber und Horst Krebes hätten die Region vorwärts gebracht, genau so wie er selbst die Stadt Mühldorf. Werner Groß wäre der richtige Kandidat, der jede Unterstützung brauchen könne. Er wünschte ihm alles Gute.
Auch Horst Krebes unterstützte die Bewerbung Werner Groß‘. Er erinnerte zunächst an Bastian Höcketstaller, der vor 4 Jahren kandidiert hatte und jetzt zweiter Bürgermeister in Töging ist. Im Gegensatz zu ihm wäre Werner Groß ein erfahrener Sozialdemokrat, der sich zudem in seiner Ansprache klar positioniert hätte. Weil es der Region gut täte, einen solchen Kandidaten zu haben, warb er um breite Unterstützung für Werner Groß.
Auch Dagmar Wasserraab aus Burghausen meinte, sie kenne Werner Groß und könne seine Kandidatur nur unterstützen.
Dann wurde abgestimmt und die Stimmen ausgezählt.
Während dies geschah, sprach Bezirksvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Ewald Schurer. Er berichtete von zwei Beschlüssen der Bundesregierung vom Tag vorher: 2009 und 2010 werde eine Milliarde Euro zusätzlich für Verkehrsmaßnahmen bereitgestellt. Deshalb hätte er in der Arbeitsgemeinschaft der SPD-Fraktion den Antrag gestellt, den Autobahnabschnitt Ampfing-Heldenstein aus diesen Mitteln zu finanzieren und 2009 zu bauen.
Dann kritisierte er Stephan Mayer und Grünen-Abgeordneten Toni Hofstetter dafür, daß sie mit den Infrastrukturprojekten Parteipolitik machten. Das wäre nicht gut!
Wenn endlich der Abschnitt Ampfing-Mühldorf gebaut werde, könne er mitteilen, daß Bundesverkehrsminister Tiefensee Mitte Oktober beschlossen hätte, als nächstes den Abschnitt Mühldorf-Tüssling in Angriff zu nehmen. Um den „Ampfing-Effekt“ zu vermeiden, also nicht erst eineinhalb Jahre nach dem Spatenstich mit dem Bau zu beginnen, wird in Kürze eine Vereinbarung zwischen Bundesverkehrsministerium und Deutscher Bahn unterzeichnet werden. Für die weiteren beiden Abschnitte bei Thann-Matzbach und Markt-Schwaben ist der Freistaat verantwortlich.
Da der Bau jedes Abschnitts hart erkämpft werden müsse, sagte er zu, zusammen mit Bärbel Kofler und Werner Groß dran zu bleiben. Er sagte zu, die Öffentlichkeit weiter ausführlich zu informieren. Zum Schluß appellierte er an die politischen Wettbewerber: „Hört’s auf ....
Dann verkündete Günther Zellner das Ergebnis der Abstimmung: (O-Ton:) Die Deligierten applaudierten lang und stehend.
In seinem Schlußwort wertete Werner Groß das Wahlergebnis als Signal für die absolute Unterstützung der Unterbezirke, was er für absolut wichtig erachte. Da er erlebt hätte, daß sich auch sicher geglaubte Fakten ändern könnten, halte er es auch für möglich, für diese Region in den Bundestag einzuziehen. Er wäre nicht der erste. Deshalb freue er sich, nach der Wahl die Region im Bundestag vertreten zu dürfen
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Putsch in Mühldorf: Thomas III. und Verena I. übernehmen das Rathaus
Schon vorbereitet erwartete der ehrwürdige Sitzungssaal im Rathaus den Überfall der Tollitäten. Die kamen pünktlich kurz vor dem Termin. Da hieß es zunächst: Warten! Noch-Bürgermeister Günther Knoblauch scherzte, er und zweiter Bürgermeister Paul Schwarz hätten gerade beratschlagt, was sie in den kommenden Monaten anstellen würden, wenn sie nichts mehr zu tun hätten. Und weil es noch immer zu früh war, war seine letzte Amtshandlung, zu entscheiden, sich erst einmal zu setzen.
Dann hieß es wieder warten bis Inntalia-Präsident Peter Mück pünktlich seine Proklamation verlautbarte: O-Ton:
Bürgermeister Günther Knoblauch wehrte sich nicht lange und freute sich, daß Mühldorf nun von Mößling aus regiert werde. – Von Mühldorf-Nord – wurde er gleich korrigiert. Da sie nun die Stadt repräsentieren würden wünscht er den Prinzenpaaren, die das nur einmal im Leben machen könnten alles Gute und Toi-Toi-Toi.
Sie fünf, also er selbst, zweiter Bürgermeister Paul Schwarz, Fraktionsvorsitzende Ilse Preisinger-Sontag, Familien- und Jugendreferent Gottfried Kirmeier und Kulturreferent Rainer Schratt hätten jetzt nichts mehr zu sagen und so verabschiedete er sich mit einem Blumenstrauß für Prinzessin... und einer Flasche Sekt sowie zwei Sachbüchern für das Kinderprinzenpaar.
Dann stießen Bürgermeister, Stadtrat und die närrischen Durchlauchten auf einen schönen und friedlichen Fasching 2008/2009 an.
Seine närrische Durchlaucht Prinz Thomas III. vom kunstvollen Schmiedepalast ist 35, heißt im bürgerlichen Leben Thomas Bichlmeier und betreibt die Kunstschmiede an der Edisonstraße 1. Ihre Lieblichkeit Prinzessin Verena I. ist im bürgerlichen Leben seine Gattin Verena. Beide haben zusammen ein fünfjähriges Kind.
Seine närrische Durchlaucht Prinz Nico I. vom Schloß der lachenden Zähne – bürgerlich Nico Leunig - ist 8 Jahre alt und besucht die dritte Klasse der Grundschule. Ihre Lieblichkeit Prinzessin Lisa II. vom Reich der gläsernen Kutschen –bürgerlich Lisa Färber- ist erst und in der zweiten Klasse.
Bevor’s mit dem Stadtball am 10. Januar richtig los geht, liegt jetzt jede Menge üben vor den Prinzenpaaren und der Dance-Nation der Inntalia.
Damit alle wissen sollten, was geschehen ist, verkündete Peter Mück seine Proklamation noch einmal VOR dem Rathaus. Dort stimmte eine kleine Gruppe in das Mühldorfer „Innau“ ein.
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Die Unternehmerfrauen im Handwerk stellten im BZ der Handwerkskammer aus
die Ausstellung schon beendet ist, wollen wir Ihnen dieses Thema trotzdem nicht vorenthalten. Wir bitten um Verständnis.
Die Unternehmerfrauen im Handwerk sind ein Netz von engagierten und bildungsinteressierten Frauen aus allen Branchen des Handwerks. So steht es in einer Broschüre, in der sich dieser Zusammenschluß vorstellt, der bei der Handwerkskammer angesiedelt ist.
In den Räumen des Bildungszentrums stellten die UFH, wie sie sich kurz nennen nun eine Bilderserie aus, die die Situation der Frauen und Familien früher und heute vergleicht und Tipps gibt, wie auch im Handwerk Beruf und Familie zu vereinbaren sind. Diese Wanderausstellung stand unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Ursula van der Leyen.
Zunächst begrüßte Jochen Englmayer die Handwerkersfrauen und stellte das Bildungszentrum vor. Weil gleichzeitig der Kreistag einen Workshop abhielt, mußte er Landrat Georg Huber und die Kreisräte entschuldigen, die auch eingeladen waren.
Nachdem Jochen Engelmaier die Gäste begrüßt und das Bildungszentrum vorgestellt hatte, stellte Monika Meyer, Vorsitzende des Arbeitskreises Unternehmerfrauen Mühldorf-Altötting den Arbeitskreis vor und beschrieb seine Aufgaben und Ziele.
Die Unternehmerfrauen im Handwerk wären ein Kreis mitarbeitender Ehefrauen oder Familienangehöriger, aber auch selbständiger Unternehmerinnen, die sich weiter bilden und weiter entwickeln wollen. Dabei richte sich das Interesse nicht nur auf sie selbst sondern auch auf die Weiterentwicklung der Betriebe, in denen sie mitarbeiten. Der Arbeitskreise wäre Teil eines bundesweiten Verbandes in dem etwa 170 Arbeitskreise organisiert sind. Dem Verband gehören bundesweit etwa 7.000 Mitglieder an. Dem Arbeitskreis Mühldorf-Altötting gehören derzeit 53 Mitglieder an, die sich einmal im Monate zu Fachvorträgen und Seminaren treffen. Sehr wichtig ist ihnen aber auch die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, die sie in die Lage versetzt, in ihren Unternehmen die Kontakte zu Lieferanten und Kunden zu pflegen. Darüber hinaus nutzen sie die Treffen um voneinander zu lernen und Erfahrungen auszutauschen. Und weil die Leistung von Unternehmerfrauen einerseits nicht anerkannt wird, sie aber andererseits trotzdem bei jeder Bank mit haften müssen, stehen sie im Fall einer Insolvenz der Firma ohne jegliche Sicherheit da. Aus diesen Erfahrungen heraus bietet das Bildungszentrum mehrere Kurse für Unternehmerfrauen im Handwerk an.
Neben ihrer Arbeit in den Firmen hätten die meisten von ihnen Familien zu versorgen: mehr als 92% der Miglieder des Bundesverbandes, das heißt im Durchschnitt hätte jedes Mitglieder der Unternehmerfrauen 1,93 Kinder – weit mehr als der Bundesdurchschnitt von 1,34 Kindern pro Frau. Sicher wäre es als Selbständige leichter, Kinder und Arbeit zu vereinbaren, zudem dies von der Gesellschaft auch akzeptiert wäre. Dies wäre bei Unselbständigen wesentlich schwieriger, weil die Gesellschaft einen erziehenden Hausmann kaum toleriere. Auch hier setzen die Unternehmerfrauen an und versuchen Einfluß auf die Politik zu nehmen.

Die neue Ausstellung „Erfolgsstrategien für das Unternehmen Familie“ würde derzeit von Arbeitskreis zu Arbeitskreis weitergegeben. Diese Ausstellung stellte Eva-Maria Popp vor. Sie ist Diplom-Pädagogin, Kommunikationswissenschaftlerin und Unternehmensberaterin und Inhaberin der Erfolgsagentur „Basic Erfolgsmanagement“ in Pfarrkirchen.
Eva-Maria Popp stellte sich vor. Sie berate seit 20 Jahren kleine und mittlere Unternehmen auf ihrem Erfolgsweg . Weil sie hier vor 25 Jahren einen ihrer ersten Rhetorik-Kurse bei der Handwerkskammer in Mühldorf gegeben hätte, freute sie sich besonders, hier sprechen zu dürfen. Dafür bedankte sie sich bei Jochen Engelmaier und .. Wackerbauer, die sie hier her gebracht hätte.

Gerade für sie wäre das Thema „Erfolgsstrategien für das Unternehmen Familie“ von großer Bedeutung. Großfirmen wissen es schon lange, die Politik rede seit 2 Jahren davon, daß bei der zunehmenden Alterung der Gesellschaft jungen Leuten jede mögliche Unterstützung gegeben werden müsse. Wegen des zu erwartenden Fachkräftemangels brauche man jeden jungen Menschen. Der Ausfall von Fachkräften während der Erziehungszeit stellte eine große Belastung der Volkswirtschaft dar - 2007 betrug diese Belastung 17 Milliarden Euro. Aber auch in kleinen Unternehmen werde sich das Interesse der Unternehmer von der Akquisition hin zur Suche nach Arbeitskräften wandeln, weil die vorhandenen Aufträge nicht bearbeitet werden können.
Aus diesem Grund sieht sie die „Erfolgsstrategien für das Unternehmen Familie“ vor allem auch als „Erfolgsstrategien für die Unternehmen“. Wer zukünftig als kleiner Unternehmer erfolgreich sein will, müsse sich damit beschäftigen.
Eltern profitierten auch von ihrer erzieherischen Tätigkeit in der Familie: Sie wären fast doppelt so schnell, wären wesentlich flexibler und auch dankbarer. Es bilden sich andere Werte und ein anderes Verantwortungsgefühl, sie wären die besseren Arbeitnehmer.
Allerdings müssen die Betriebe auch etwas für ihre erziehenden Mitarbeiter tun um ihnen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen.
Man dürfe auch nicht vergessen, daß häufig mit dem Erwachsenwerden der Kinder die Verpflichtungen auf die Eltern übergehen, die dann Pflege und Fürsorge brauchen. Diese Aufgabe hat früher die Großfamilie übernommen, die es heute kaum mehr gibt. Heute müssen diese Funktion Gemeinschaften übernehmen. So könnten sich mehrere Familien zusammentun und abwechselnd die gemeinsamen Kinder betreuen. Davon profitieren auch die Kinder, die den Umgang mit anderen von klein auf lernen.

Teamfähigkeit, die Pflege sozialer Kontakte Durchsetzungsvermögen und Frustrationstoleranz könnten die Kinder so lernen, Fähigkeiten, die sie in der häuslichen Umgebung nie lernen würden. Die Mama würde das Herzi-Bopperle doch immer beschützen!!!!

Man müsse also die Großfamilie wiederherstellen, die über Jahrtausende hinweg diese Aufgaben wahrgenommen hatte. Schweden mache das übrigens vor. Dort wäre es normal, Kinder zu haben und arbeiten zu gehen. Neben Betreuungsangeboten bräuchte man vor allem den Schalter im Kopf, der das schlechte Gewissen abschalte, das sich einstelle, wenn man sein Kind in einer Kinderkrippe abgebe und arbeiten gehe. Es ginge nicht darum, was Oma oder Opa sagten, es ginge nur darum, was sie selbst wollen. Diesen Mut zu haben, rief sie die Anwesenden auf.
Während Bäuerinnen über jahrhunderte hinweg ihre Stallarbeit gemacht haben, auch wenn sie Kinder hatten, wäre das ZuHause-Bleiben wegen der Kinder eine moderne Erfindung, zu deren Verschwinden sie mit ihrer Ausstellung beitragen möchte.
Wenn es in Unternehmen verschiedenen Aufgaben aufzuteilen gäbe, orientiere sie sich nach den Fähigkeiten der Mitarbeiter. Das gelte auch für die Familie. Wenn eine Frau lieber arbeiten würde, als zu Hause zu bleiben, wäre sie eine Fehlbesetzung, worunter das ganze Unternehmen leiden würde.
Die Voraussetzung für das Gelingen dieser Konzepte ist die Absprache und das Ausreden. Auch kleine Kinder würden verstehen, wenn man es ihnen erklären würde. Es würde schon verstehen, daß es am Montag hier, am Dienstag da und am Mittwoch dort wäre. Voraussetzung wäre aber die Sicherheit, daß es zu bestimmten Zeiten abgeholt werde.
Für sie wäre Erfolg ein wichtiger Aspekt ihres Lebens. Nur wenn sie erfolgreich wäre, ginge es ihr gut und sie wäre ein positiver Mensch. Erfolg wäre für sie die Symbiose aus Glück, Gesundheit und beruflichem Erfolg. Und nur dann können wir unsere volkswirtschaftliche Verantwortung erfüllen.

Zum Abschluß gab es ein Buffet einer guten örtlichen Metzgerei, deren Inhaberin auch Mitglied der Unternehmerfrauen im Handwerk ist. Und Eva-Maria Popp verkaufte Bücher und Erfolgsschokolade.

Dann konnten die Unternehmerfrauen die Ausstellung besichtigen, und bei einem Gläschen Sekt über die Aussagen der Referntin diskutieren.

Sehr geehrte Damen und Herren – liebe Zuschauer! Wir sehen es als unsere Pflicht, Sie darauf hinzuweisen, daß der Vortrag von Frau Eva-Maria Popp in krassem Widerspruch steht zum Vortrag von Dr. Karl-Heinz Brisch – Kinder und Jugendpsychiater an der Haunerschen Kinderklinik der Ludwig-Maximilians-Universität in München, den er anläßlich der Auftaktveranstaltung zu SAFE Ende Juli diesen Jahres gehalten hat. Nach seinen Worten erleiden Kinder Bindungsschäden, wenn sie heute hierhin und morgen dahin abgestellt werden, weil die Eltern sich selbst verwirklichen wollen oder das schlechte Gewissen im Kopf abgeschaltet haben. Kinder brauchen bis dritten Lebensjahr ihre Mutter und auch noch im Kindergarten plädierte Dr. Brisch für eine Betreuungsverhältnis von 2:1, also zwei Kinder je Betreuer. Unsere Erfahrung mit vier eigenen Kindern deckt sich mit Dr. Brisch’s Aussage, nicht jedoch mit den Aussagen von Frau Eva-Maria Popp.

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TSV Buchbach gegen VfL Frohnlach: Das Glück des Tüchtigen fehlte
Marcus Gibis‘ Verletzung hatte sich während der Woche als ernster herausgestellt, als zunächst angenommen. Er fällt für einige Wochen aus. Christian Kagerer laboriert noch immer an seiner Bänderverletzung und saß zunächst auf der Bank. Auch Thomas Kasparetti ist noch nicht so fit, daß er von Anfang an mit auflaufen könnte. Ralf Klingmann feierte an diesem Tag Geburtstag.
Vor dem Spiel belegte Buchbach Tabellenplatz .. und der VfL Frohnlach lag direkt dahinter auf Platz ...
Wie immer spielt Buchbach in schwarz. Die Platzwahl ergab, daß Frohnlach Anstoß hatte und Buchbach von rechts nach links spielte, Frohnlach folgerichtig von links nach rechts.
(03:48:12) Schon nach drei Minuten diese erste Chance für Buchbach: Stefan Hillinger bekommt den Ball aber nicht ins Netz.
(6:25:08) Dieser Ausrutscher von Andre Zapf eröffnete Stefan Bernhardt den Weg zu einer bemerkenswerten Einzelleistung. Alex Neulingers Schuß aus 18 m kann Alexander Weber aber halten, obwohl er noch abgefälscht wurde.
(8:45:12) Alex Neulinger war’s auch, der hier durch ein Foul an Christian Kaiser einen ersten gefährlichen Freistoß nahe dem Buchbacher Tor verursachte. Kein Problem für Thomas Penker.
(28:33:18) Nach diesem Foul an Manuel Neubauer gabs Freistoß. Der Ball ging über Mauer und Tor.
(30:26:12) Und wieder geht’s gegen Manuel Neubauer. Gleich zwei Frohnlacher grätschen dem heranstürmenden Manuel in den Weg. Diesmal gibt’s Gelb für Christian Kaiser. Alex Neulinger kmmt aber an Michael Pointvogels super Freistoß nicht heran und auch Daglas Numanowic’s Nachschuß wird abgefälscht und geht übers Tor. Es fehlte das Quentchen Glück das die Tüchtigen eigentlich haben sollten! Frohnlachs Trainer Thomas Hüttel mußte sich hier „Coaching-Zone“-Rufe der Zuschauer gefallen lassen.
„Genau beieinander“ hatte es hier Christian Kaiser, der eben eine Gelbe kassiert hatte. Er hatte Daglas Numanovic bei diesem Kopfball weggestoßen.
Die nächste kuriose Szene hier: Der Ball kommt in den Buchbacher Strafraum und Michael Pointvogel trifft im Eifer des Gefechts den Allerwertesten von Marco Dießenbacher, der vor ihn gesprungen war. Aber auch Stefan Bernhardt’s eindeutige Geste ist nicht ohne! Der Freistoß ist aber keine Gefahr für’s Buchbacher Tor.
Und noch eine: Der Ball ist längst im Aus, trotzdem wollen’s die Herren in weiß nicht wahrhaben. Fair dagegen die Aktion von Stefan Hillinger, den Ball ins Aus zu schlagen.
Wir haben schon manches Mal gefragt, ob solche Härte sein muß?! Erst hängt schon ein Gegenspieler an Stefan Hillinger. Ihm gelingt es sich den Ball zu schnappen, dann springt ihm Bastian Renk aus vollem Lauf in die Beine. Sinan Bulat kommt zur Verteidigung, nützt aber nichts: Gelb für Bastian Renk. Stefan Hillinger muß sich nach dieser rüden Attacke außerhalb behandeln lassen.
Noch so etwas kurioses: Stefan Bernhardt spielt zurück zu Thomas Penker, der gleich wieder raus und zu Christian Kaiser und – sehen Sie mal – das selbe nochmal, nur diesmal von Hans Attenberger. Bastian Renk’s Schuß geht aber weit neben Buchbach‘s Tor.
Und gleich noch ein Kuriosum: Oliver Riley gibt zurück auf Torhüter Alexander Weber. Der will wieder rausspielen und trifft den Ball nicht richtig. Da ist Stefan Hillinger zur Stelle und kann Flanken auf Manuel Neubauer. Matthias Weller und Alexander Weber retten praktisch auf der Linie. Es fehlte halt, das Quentchen Glück.
Daß es ziemlich hektisch zuging, um kein anderes Wort zu benutzen, zeigt sich hier. Markus Blau hält Sinan Bulat und Hans Attenberger muß sofort schlichten. Gelb für Markus Blau und diese Gelbe wird noch Folgen haben. Dann war Pause.
Die Alpendorf-Bergbahnen aus Sankt Johann im Pongau warben mit einem aufblasbaren Iglu fürs Skifahren in der Ski-Welt Amade. Die fünf Freikarten, die sie unter den Zuschauern verlosten, waren eine zusätzliche Attraktion.
Die zweite Halbzeit: Nun also Buchbach von links nach rechts und Frohnlach von rechts nach links.
Eine schöne Chance für einen Distanzschuß hat hier Manuel Neubauer. Leider ziemlich weit daneben.
Gelegentliche Schiedsrichterentscheidungen waren nicht so recht nachvollziehbar: Hans Attenberger auf Stefan Hillinger, der auf Manuel Neubauer und der zurück auf Stefan Hillinger und dann pfeifft der Schiedsrichter! Angeblich wegen Handspiels!
Dann gab’s einen familieninternen Wechsel: Für Manuel Kagerer kam Christian Kagerer.
Noch so eine Szene in der das Quentchen Glück fehlt: Ecke Buchbach: Ein Abwehrspieler köpft nach oben. Hans Attenberger kriegt den Ball zwar aber nicht in Richtung Tor. Auch Christian Kagerer kommt noch ran, kann aber auch nichts machen.
Im Gegenzug kommt hier Christian Beetz in Schußposition. Aber auch sein Distanzschuß geht an Thomas Penkers Tor vorbei.
Dann wechseln die Gäste. Für Christian Kaiser kommt Tobias Eichhorn.
Mit Nachspielzeit noch 25 Minuten – immer noch 0:0.
Auch wenn Manuel Neubauer nicht den besten Tag hatte, wie hier – oder hier - oder hier, hier war bewies er seine Brillianz: Zu viele Beine waren dann aber doch im Weg.
So kann man eine Ecke auch entschärfen: In dem man alles zustellt. Wie Torhüter Alexander Weber doch noch den Ball wegfausten konnte, ist uns ein Rätsel!
Dann kam Andi Bichlmaier für Daglas Numanovic. Und bei den Gästen Christoph Jungnickl für Sinan Bulat.
Hier gabs wegen Handspiels Freistoß für Frohnlach. Der ist aber kein Problem für Thomas Penker. Dann aber: Klingmann auf Blau, der regt sich auf und haut den Ball weg. Und weil er schon gelb hatte, gabs gleich noch die Rote hinterdrein. Buchbach nur noch zu Zehnt.
Diese Aktion von Hans Attenberger hätte leicht ins Auge gehen könnnen. Der Schiedsrichter hat’s wohl nicht gesehen.
Kurz vor Ende nahm Matthias Pongratz den ziemlich angeschlagenen Stefan Hillinger aus dem Spiel und brachte Thomas Kasparetti.
Dann die beste Szene des Spiels: Klingmann quer übers Spielfeld zu Christian Kagerer, der zu Manuel Neubauer, der allein auf Flankenposition läuft. Christian Kagerer steht perfekt und trifft den Ball nicht richtig. Das Weiterspielen unterbindet der Schiedsrichter. Matthias Pongratz kann’s kaum glauben.
Und noch eine: Bernhardt auf Kasparetti, der auf Bichlmaier, der versucht’s direkt und scheitert an Alexander Weber. Nochmal Kasparetti auf Christian Kagerer und der knapp über’s Tor. Trotz Buchbacher Unterzahl brannte es jetzt vor dem Frohnlacher Tor.
und die Gäste hatten immer das selbe Mittel gegen Manuel Neubauer: Gelb für den eben erst eingewechselten Hannes Sommerer.
Und noch einmal unterbricht der Schiedsrichter einen erfolgversprechenden Angriff: Niemand verstand’s. Dann beschwerte sich sogar Stefan Hillinger beim Schiedsrichterassistenten.
Dann war Schluß dieses kampfbetonten Speils voller Kuriositäten. Es blieb beim 0:0
Moderator und Stadionsprecher Erich Haider wollte von Frohnlach’s Co-Trainer Thomas Hüttel wissen, mit welchen Zielen sie nach Buchbach gekommen wären wie er das Spiel einschätzen würde: (O-Ton)
Matthias Pongratz war sichtlich enttäuscht, nach zwei Niederlagen wieder nur ein Unentschieden erreicht zu haben. Er blickte auf die kommenden beiden Spiele: (O-Ton)
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Bezirksparteitag der Oberbayern-FDP in Ampfing 47 20.11.08
Der Euphorie entsprach der zahlreiche Besuch des Bezirksparteitages um dessen Ausrichtung sich der FDP Kreisverband beworben hatte. Der Saal des Ampfinger Hofes war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Kreisverbandsvorsitzende Sandra Bubendorfer-Licht konnte neben Bezirksvorsitzendem Dr. Daniel Volk auch Wirtschaftsminister Martin Zeil, Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch und FDP Landesvorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger begrüßen. FDP-Kreisverbands–Landtagskandidat Sepp Ried im Gespräch mit den Ministern. Am Rande des Parteitages konnte Bürgermeister Ottmar Wimmer mit Wirtschaftsminister Zeil und anderen führenden FDP Politikern Gespräche führen.
Natürlich wurden die beiden FDP-Minister gebührend bejubelt, die erstmals seit mehr als 4 Jahrzehnten am Kabinettstisch Platz nehmen dürfen. Die Landtagsfraktion war vollzählig anwesend, ebenfalls die Bezirkstagsfraktion mit ihren sieben Mitgliedern.
Durch den Parteitag führte Klaus von Lindeiner.
Erster Grußwortredner war Bürgermeister Ottmar Wimmer. Er freute sich, die Deligierten und besonders die Landesvorsitzende und die beiden Minister in Ampfing begrüßen zu dürfen, einer Gemeinde, die geschichtlich nur durch die Schlacht bei Ampfing 1322 bekannt wäre, was jetzt Mühldorf schon wieder angreifen würde, obwohl sie soch 1322 auf der Seite Salzburgs kämpfend schon verloren hätten. Er denke, die Landespolitik hätte nun nach Abschluß der Koalitionsverhandlungen wieder auf einem geraden Pfad weiterlaufen. Dann stellte er die Gemeinde Ampfing vor, die nach dem Krieg durch Erdölfunde einen wirtschaftlichen Aufschwung nahm. Seit 20 Jahren Bürgermeister wäre es ihm gelungen, die Zahl der Arbeitsplätze von 600 auf 2.400 zu steigern und das größte Naturbad Bayerns zu bauen. Er wünschte den Deligierten eine glückliche Hand bei den anstehenden Entscheidungen.
Dr. Wolfgang Heubisch nahm Bürgermeister Wimmers Stichwort auf und meinte: (O-Ton wenn die Liberalen ... dann ist das immer gerade....) Schon im Januar hätten sie geträumt, es könnte diesmal klappen, die 5%-Hürde zu überspringen. Jetzt hätten sie nach einem tollen Ergenis bei der Kommunalwahl und dem Einzug in den Landtag Stärke gezeigt, die sie nun auch umsetzen wollten. Dabei kämen die stärksten Zeiten erst noch. Diesen Erfolg begründeten vier Dinge: 1. Ein klares Programm, 2. Zielgerichtete Aussagen, 3. Hervorragende Kandidaten und 4. Die Erkenntnis der Wähler, daß die Liberalen verläßlich und damit ernst zu nehmen wären. So wollten sie ihre Politik auch in der Staatsregierung machen. (Applaus)
Störfeuer wie die Auseinandersetzung um die Reform des Erbschaftssteuergesetzes und das BKA-Gesetz störten sie dabei nicht. Sie blieben ihrer liberalen Linie treu. BKA-Gesetz und Gesundheitsfonds werden auf den Prüfstand kommen, wenn sie nicht so funktionierten, wie in der Koalitionsvereinbarung festgelegt.
Für sein Ministerim machte er wesentliche Aussagen: 1. Die Studiengebühren werden in Bayern bleiben. Allerdings muß fortan nur noch ein Kind einer Familie Studiengebühren bezahlen, wenn zwei Kinder studieren. Die Studenten werden künftig über die Verwendung der Studiengebühren mitbestimmen. 2. Die Verwaltungsgebühr an den Universitäten wird bereits ab dem Sommersemester abgeschafft. 3. Das Hochschulrecht wird liberalisiert, das Berufungsrecht an die Universitäten vollständig übergeben. 4. Die Rechnungslegung wird umgestellt von der Kammeralisitk zur Doppik. Nur so könnten die Universitäten an EU-Fördermittel gelangen. 5. Das Stipendiensystem soll auf- und ausgebaut werden. Dafür bräuchte er die Unterstützung des Wirtschaftsministers, der allerdings gleich protestierte, er hätte kein Geld. Dr. Wolfgang Heubisch wünschte sich, daß sie die gute Stimmung mitnehmen könnten in die Europawahl und die Bundestagswahl im kommenden Jahr für die er den Abgeordneten und Kandidaten jede Unterstützung zusicherte.
Sandra Bubendorfer-Licht grüßte für den Kreisverband und meinte, sie hätten ihr Landtagswahlergebnis in der „schwarzen Diaspora Ampfing“ im Vergleich zur letzten Wahl um 1.075% verbessert. Sie hätten hier 17.2% der abgegebenen Stimmen erhalten. Auch sie freute sich, die beiden Minister, Abgeordneten und Bezirksräte im Landkreis begrüßen zu dürfen. Dann wies sie auf die Verkehrsprojekte A94 und Bahnausbau hin und forderte den sofortigen Weiterbau.
Dr. Daniel Volk war nach dem Ausscheiden von Martin Zeil in den Deutschen Bundestag nachgerückt. Er erinnerte daran, daß er mit dem Versprechen angetreten war, alles für den Wiedereinzug in den Landtag tun zu wollen. Nun könne er mit Freude mitteilen: (O-Ton Wir haben es geschafft – Applaus)
Die Landtagsfraktion zähle 16 Mitglieder und wäre damit bundesweit die größte FDP Fraktion in einem Landtag. Daß sieben der 16 Landtagsabgeordneten aus Oberbayern kämen entspräche den 10% der Stimmen bei der Landtagswahl. Auch die sieben Liberalen im Bezirkstag mache ihn stolz. Besonders stolz wäre er aber darauf, (O-Ton die absolute .... Mehrheit der CSU.... Freistaat) Blende (Die FDP hätte für Modernität in den Schulen, für mehr Freiheit in der Gesellschaft, für die Wahrung der Bürgerrechte und für die Wahrung der Interessen des Mittelstands gesorgt. Die beiden Minister könnten nun die Kompetenz der FDP zeigen. Dies alles wäre den kompetenten Kandidatinnen und Kandidaten zu verdanken, deren Rückhalt in der Arbeit der zahllosen Gemeinde- und Stadträte zu suchen wäre. Für dieses Engagement dankte er allen. Er wäre besonders stolz darauf, daß die FDP in Oberbayern in ALLEN Stimmkreisen über 5% gekommen wäre. Dann dankte er allen, die an der Vorbereitung der Wahlkämpfe beteiligt waren. Allerdings mahnte er, sich nicht zurückzulehnen. Es gelte nun, die Wähler zu überzeugen, daß die FDP eine wichtige Kraft wäre, die ihren Platz im Landtag hätte. Zwar mache ihnen das die politische Konkurrenz momentan relativ einfach: (O-Ton: bis „begriffen“)
Obwohl die Große Koalition in Berlin zahlreichen Murks fabriziere, könnte die FDP dies mit ihren Stimmen im Bundesrat das noch nicht verhindern. Deshalb gehe er davon aus, daß nach der Bundestagswahl eine schwarz-gelbe Regierung mit Sachverstand antreten werde.
In der derzeitigen Finanzmarktkrise mache die Bundesregierung die Taschen weit auf und nehme starken Einfluß auf die Geschäfte der Banken, obwohl gerade die staatlich beeinflußten Banken als erste von der Finanzmarktkrise betroffen waren. Wenn die Bundesregierung derzeit von mehr Überwachung spreche, wolle er ihr sagen: Man bräuchte nicht mehr Überwachung, man bräuchte mehr Verantwortung der entscheidenden Leute. Juristisch übersetzt hieße das „Haftung“. Bank- und Konzernmanager sollten mehr für ihre Entscheidungen haften. Dies wäre der bessere Weg als die Managergehälter zu regulieren.
Mit Blick auf die anstehenden Wahlen mahnte er, es gelte nun, die Parteibasis weiter auszubauen und auch auf dem Land zu etablieren, die in Oberbayern derzeit 2.400 Mitglieder umfasse, 20% mehr als vor zwei Jahren. Dazu wäre ein umfangreiches Programm vorbereitet worden, das demnächst realisiert werde.
Abschließend bedankte er sich beim Kreisverband Mühldorf für die Ausrichtung dieses Bezirksparteitages.
Nachdem Kassenwart und Kassenprüfer ihre Rechenschaftsberichte abgegeben hatten, führten die Deligierten ein umfangreiches Programm von Neuwahlen des Vorstandes, der Beisitzer, Schriftführer etc. durch. Dr. Daniel Volk wurde mit über 80% der Stimmen in seinem Amt bestätigt.
Er nahm die Wahl an, erhielt zahlreiche Glückwünsche und versprach seine Arbeit im Bezirksverband trotz seines Bundestagsmandates genauso zielstrebig fortzusetzen.
Dann sprach Martin Zeil, Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. Er erinnerte sich, vor 34 Jahren in die FDP eingetreten zu sein. Schon damals, als die FDP gerade ihr schlechtestes Wahlergebnis erzielt hatte, wollte er sehen, daß die FDP eines Tages mit regieren wird. Nun hätte er am 28. September den schönsten Wahlabend seiner Laufbahn erlebt. Seine FDP hätte nun nicht mehr mit irgendwelchen Splittergruppen um Plätze rangeln müssen. Sie wären nun Regierungspartei geworden. Dann zitierte er Henry Ford, der erst das Zusammenarbeiten als Erfolg gesehen hätte. Daß sie das könnten, hätten sie in den langen Wahlkampfmonaten bewiesen. Er erinnere sich an die zahlreichen Veranstaltungen im Landkreis Mühldorf, die er zusammen mit Sandra Bubendorfer-Licht und Sepp Ried bestritten hätte. Sie hätten so gekämpft, wie die bayerische FDP noch nie gekämpft hätte. Es wäre deshalb der Erfolg aller Mitglieder.
Besonders dankte er Dr. Daniel Volk, der vorbildlich gekämpft hätte und Renate Will, die in vielen Funktionen mit ungeheuerem Einsatz auf dieses Ziel hingearbeitet hätte.
Nun wäre die Zeit des Wahlkampfes vorbei. Die FDP befände sich mitten in der Zukunft, in der Bayern von einer Koalition mit der FDP regiert werde. Nun gelte es, sich für den langfristigen Erfolg für die bayerische FDP zu engagieren. Zeit zum Ausruhen bleibe nicht. Die Wähler hätten jetzt den Anspruch, daß sie den Wählerauftrag engagiert und kontinuierlich erfüllen. (O-Ton: Nicht nur die Mitglieder der Staatsregierung – NEIN!!! Alle!!!!  ) So müßten sie sich darstellen, weil es darauf ankäme und weil sie nur dann Erfolg hätten.
In einem zeitlichen und auch physischen Kraftakt hätten sie in den Koalitionsverhandlungen sehr viele ihrer Ideen eingebracht. (O-Ton: Der Koalitonsvertrag trägt.... ( unsere liberale Handschrift)
Dann lobte er den Beispiellosen Einsatz Klaus von Lindeiners während der Koalitionsverhandlungen.
Sie hätten die strittigen Themen auf den Tisch gebracht und Taten eingefordert, die in Zukunft sehr viel Verantwortung erfordern werden. In Privatisierungsfragen, Energieversorgung und Bildungspolitik hätten sie jahrzehntealte Dinge aufgebrochen (O-Ton: ... sind das riesen Schritte.... ) Das wäre, was sie vor der Wahl versprochen hätten: Es ginge ihnen zuallererst um die Zukunft der Kinder in Bayern.
Auch als Rechtsstaatspartei hätten sie Akzente gesetzt: Mehr Polizisten, Verbesserung des Datenschutzes und weniger Onlinedurchsuchung und ein liberalisiertes Versammlugsrecht wären ihnen zu verdanken.
Da sie der Meinung waren, die Politik hätte sich zu weit von den Menschen entfernt, wäre ihr Ziel, zu dem zurückzukehren, was Bayern ausgemacht hätte: das “Leben und Leben lassen”. Dazu würden sie alle überzogenen Gesetze korrigieren – auch das Nichtraucherschutzgesetz!
In seiner Funktion als Wirtschaftsminister ging er dann auf die aufkommende Rezession ein. Es wäre Aufgabe der Politik und besonders der FDP, sich für betroffene Menschen einzusetzen um sie gut durch die Krise zu bringen. Eine Krise, die große Finanzmarktjongleure zu verantworten haben, die man nicht zur Rechenschaft ziehen könne. Dazu wären beherzte Schritte nötig, wie es Steuersenkungen wären, die der Konjunktur die richtigen Impulse schenken würden. Dies fordere er auch von der Bundespolitik.
Sie wären bereit, diese Verantwortung zu übernehmen. Dabei wollen sie immer Motor und Korrektiv sein und ihre Vorstellung selbständig vertreten. Dabei bräuchten sie auch keine Ratschläge von anderen FDP Landesverbänden. Und wenn im Januar in Hessen gewählt werde, hoffe er doch, daß die FDP in allen Länderparlamenten vertreten sein wird.
Er schloß, in dem er feststellte, Politik wäre für die Menschen da und nicht umgekehrt. Die Wähler haben das abgewählt, was war, nämlich daß die Politik meinte, die Menschen wären für die Politik da. Diese Botschaft müßten sie zur Grundlage nehmen für ihre Arbeit für Land, Menschen und Freistaat Bayern!!!! Die Deligierten bedankten sich mit minutenlangem stehenden Applaus für diese engagierte Rede ihres Ministers. Die Parteimitglieder dankten Martin Zeil mit einer Torte in Herzform.
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Energieeinsparung in Komunen: Symposium des Landkreises
Kommunale Energie“ oder „wie die Kommunen teilnehmen können an der Lösung der Energieprobleme der Zukunft“. So könnte man die Veranstaltung überschreiben, in der Landrat Georg Huber den Vertrtern der Gemeinden aber auch interessierten Bürgern vorstellen wollte, was gegenwärtige Situation ist und was machbar wäre.
Zunächst sprach Landrat Georg Huber über den Energieatlas, der im Frühjahr auf dem Energiesymposium des Landkreises vorgestellt worden war. Er erwähnte auch, daß ab kommendem Jahr der Energieausweis vorgeschrieben wäre. Er drückte seine Hoffnung aus, daß alle Beteiligten das Thema Klimaschutz ernst nehmen würden und in den kommenden Jahren dabei mithelfen würden, ohne große Investitionen Energie einzusparen und so das Klima zu entlasten.
Dann gab Stehpan Schinko einen Überblick über die Informationen, die er für den Energieatlas gesammelt hatte und erläuterte die Daten, die darin enthalten sind. Da wir diesen bereits ausführlich vorgestellt haben, wollen wir hier nur erwähnen, daß der Energieatlas des Landkreises Mühldorf einzigartig in Bayern ist und deshalb Aufmerksamkeit erregt hätte. Die Berechnungen hätten ergeben, daß Bürger und Wirtschaft im Landkreis jährlich ca. 105 Millionen Euro für fossile Energie ausgeben würden. Der Landkreis verbrauche 1,55 Gigawattstunden Wärmeenergie, 453 Gigawattstunden Strom und produziere jährlich 535 Gigawattstunden CO2. Dem stünde ein Potential an erneuerbarer Energie gegenüber, das sich aber aus zahlreichen Quellen speist und somit nicht einfach zu nutzen ist. Außerdem sind diese Energiequellen vielfachen Einflüssen unterworfen, was sie unberechenbar erscheinen läßt.
In einem weiteren Vortrag stellte Martin Sambale von der Kemptener Firma „eza!“ Maßnahmen vor, die im Oberallgäu bereits durchgeführt wurden und ging dabei auf die Besonderheiten ein, die Kommunen zu beachten hätten. Landrat Georg Huber hatte ihn gebeten, diese Region hier zu präsentieren, der er gegenüber unserer Gegend einen Vorsprung einräumte und die er als Vorbild für die Landkreise Mühldorf-Altötting-Ebersberg-Traunstein sieht. Die Hochwasser im Allgäu Ende der 90er Jahre und 2005 hätten gezeigt, wie stark der Mensch schon in die Natur eingegriffen hätte und wie dringend nötig es wäre, darauf zu reagieren. Der ständig unkalkulierbar steigende Ölpreis und der stark steigende Bedarf der Schwellenländer Indien und China ließen die Ölvorräte immer schneller zur Neige gehen. Wegen der begrenzten Fördermöglichkeiten gehe man davon aus, daß nicht mehr gefördert werden könne und deshalb insgesamt der Ölverbrauch zu Gunsten anderer Energieträger und anderer Maßnahmen zurückgehen werde. Deshalb müsse man sich Gedanken machen. Martin Sambale stellte den Energieausweis vor, der ab kommendem Jahr verpflichtend wäre und mahnte, diesen rechtzeitig erstellen zu lassen.
Er stellte an Hand einer Zeitachse Maßnahmen vor, die Liegenschaftsverwaltungen durchführen sollten, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Sie selbst hätten an Gebäuden durch Optimierungsmaßnahmen siginifikante Einsparungen erzielt.
Bei Neubauten sollte man sich an den Energiesparstandards der KfW orientieren: KfW60, KfW40 oder gar Passivhausstandard anwenden.

Im letzten Teil der Veranstaltung erläuterten Alexander Reichmann, Peter Pospischil und Martin Kaltenhauser-Barth von der Energieagentur Chiemgau-Inn-Salzach Energieausweis, Energieberatung und Förderprogramme, und stellten dabei fest, daß es für kommunale Gebäude spezielle Fördermaßnahmen der KfW gebe. Da wir erst kürzlich ausführlich auf die Maßnahmen für energiesparendes Bauen und die Fördermöglichkeiten eingegangen sind, verweisen wir auf unseren Beitrag über MdB Stefan Mayer’s Bauforum in KW 42.

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Berufsschule I stellt Landmaschinentechnikerausbildung vor
Eine Werkbank muß immer so sauber sein, daß man davon essen kann“ bläute uns vor Jahren unser Lehrmeister ein. Nun – an Werkbänken haben die Vertreter der Ausbildungsbetriebe nicht Platz genommen, als sie sich in der Ausbildungshalle der Berufsschule eingefunden haben, um sich erläutern zu lassen, was ihre Lehrlinge hier lernen, wer ihre Lehrkräfte sind und wie die Ausbildung aussieht.
Oberstudienrat August Deinböck, Leiter der KfZ-Ausbildung an der Berufsschule begrüßte zunächst die Gäste und stellte den neuen Schulleiter, Oberstudiendirektor Gaigl vor. Oberstudiendirektor Gaigl ist seit 15. September an der Schule und wird erst am 26. November offiziell eingeführt. Er stellte sich kurz vor.
August Deinböck stellte die einzelnen Lehrkräfte und ihre Themen vor. Dabei zeigte sich, daß hier ein junges Team auf die Lehrlinge wartet. Die jungen Lehrkräfte sind bestens mit den neuen Techniken vertraut, die aus dem PKW-Bereich kommen und zwischenzeitlich auch in den Landmaschinen einzug gehalten haben, wie etwa der CAN-Bus (sprich „CE“-„A“-„EN“  ) oder Klimaanlagen.
Dann stellte er die Schule kurz vor. Obwohl sie eher klein wäre, lernten von den 500 Schülern, die in kraftfahrzeugtechnischen Berufen ausgebildet würden ca. 160 Schüler landmaschinenorientierte Berufe.
Dazu gehören nicht nur solche High-Tech-Traktoren, sondern auch so etwas. Das Euter ist Teil einer Melkanlage, an der die jungen Leute ausgebildet werden. Die Lehrlinge kämen aus den Landkreisen Mühldorf, Altötting, Erding, Traunstein und Berchtesgadener Land. Weil die Berufsschule für ihre gute Ausbildung weitum bekannt und für das gute Schulklima bekannt wäre, kämen Gastschüler auch aus den naheliegenden Landkreisen Rosenheim, Landshut und Rottal-Inn. Bei 160 Lerhlingen könnte die Schule schon zweizügig arbeiten, das heißt, zwei Klassen des selben Jahrgangs anbieten. Dies käme wieder der Qualität der Ausbildung zu Gute.
Auch wenn das große Einzugsgebiet lange Anfahrtswege nach sich ziehe, wären die Landmaschinenmechaniker die pünktlichsten von allen. Und die mit den weitesten Wegen wären ohnehin immer die ersten, die da wären.
Dann erläuterte August Deinböck die Ziele, die die Schule mit der Ausbildung erreichen möchte: Sie soll sich an der Praxis orientieren und an Maschinen erfolgen, die auf dem selben technischen Niveau stehen, wie die, die sie in den Werkstätten antreffen. Dabei sind sie auf die Hilfe der Anbieter angewiesen, die aber gern dabei helfen, wie Geschäftsführer Höpfinger von der Firma Gruber Landmaschinen bestätigte.
Weiters soll die Ausbildung auf hohem Niveau stattfinden und Nutzen für die Betriebe bringen. Dieser Nutzen ergibt sich auch aus zusätzlichen Lehrinhalten, die sie den jungen Leuten vermitteln wollen und die nicht im Lehrplan und im Prüfungsstoff enthalten sind – wie etwa die Wartung von Klimaanlagen. Natürlich werden die Lehrlinge intensiv auf die Prüfungen vorbereitet.
Über die reinen Lehrinhalte hinaus legt die Berufsschule Wert auf die persönliche Entwicklung der jungen Leute. So will man auch Werteorientierung, Freude am Beruf, Identifikation mit Beruf und Betrieb vermitteln. Darüber hinaus sollen die jungen Menschen zu vollwertigen Mitgliedern der Gesellschaft erzogen werden.
Im Februar diesen Jahres wurden Änderungen im Prüfungswesen der bayerischen Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik wirksam, die der Fachverband zusammen mit dem Kultusministerium ausgehandelt hatte. Diese Änderungen stellte ... vor.
Die nun bayernweit gleichen theoretischen Prüfungen können nun an den jeweiligen Berufsschulen abgehalten werden. Damit werden Prüfungsergebnisse aus verschiedenen Berufsschulen vergleichbar und die Fahrt zur Prüfung nach Pfaffenhofen fällt weg, die meist im Winter oft einer gefährlichen Rutschpartie glich. Auch die anderen Vorteile dieser neuen Regelung stellte er den Gästen vor.
Später konnten die Gäste die Ausbildungswerkstätten der Berufsschule besichtigen und sich ein Bild von den technischen Möglichkeiten machen, die ihren Lehrlingen hier geboten werden.
Noch lang nach den Vorträgen brannte Licht in der Landmaschinenhalle, wo die Gäste die Gelegenheit nutzten und bei Leberkäs und Brezen zu fachsimpeln und Fragen der Lehrlingsausbildung zu diskutieren
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Fußball: VfL Waldkraiburg gegen DJK SB Rosenheim 2
Wegen des FDP-Parteitages kamen wir ein paar Minuten zu spät ins Jahnstadion nach Waldkraiburg und verpaßten den Anstoß, den Rosenheim gehabt hatte. Waldkraiburg spielte in rot von rechts nach links, Rosenheim in grün von links nach rechts.
Rosenheim machte ziemlich Druck und Waldkraiburg hatte Anfangs Mühe, sich der Angriffe zu erwehren.
Nach einigem Hin und Her dieser Angriff Rosenheims: Michael Kraus läuft ins Abseits und setzt seinen Lauf unbeirrt fort bis er in Reiner Fleischer kracht. Der Schiedsrichter pfeifft nicht. Natürlich kann er nichts dafür.... (Kassettenwechsel – deshalb jetzt kleine Timecodes)
Hier verkünstelt sich hier Stefan Auer was Michael Kraus die Möglichkeit gibt, auf Özguer Kina abzuspielen. Der kommt aber nicht durch – Ecke. Die Ecke kann Reiner Fleischer aber halten.
Im Lauf des Spiels gab es viel Kritik von den spärlichen Zuschauern für den Schiedsrichter der Partie Wie hier, als Özguer Kina Raimund Stuiber zu Fall bringt und es dann gleich noch einmal probiert. Der Schiedsrichter (....) ließ weiterlaufen.
Raimund Stuiber mit einem schönen Paß auf Markus Weichhart, der versucht Benjamin Hadzic anzuspielen, scheitert aber. Den Befreiungsschlag der Rosenheimer nimmt Waldkraiburg aus der Luft. Der Ball geht aber knapp am Tor vorbei.
Im direkten Gegenzug diese Aktion: Ozguer Kina auf Michael Kraus. Wäre da nicht die Fahne des Schiedsrichterassistenten oben gewesen.... Abseits. Es bleibt beim 0:0.
Der Schiedsrichter verteilte seine Leistung nicht gleich auf beide Mannschaften. So bleibt Codrin Peii nach diesem Foul direkt bittend sitzen und erwartet gelb. Und er erhält sie auch, die Gelbe.
Der folgende Freistoß bleibt zwischen den vielen Beinen hängen. Dann war erst einmal Pause.
Nach dem Seitenwechsel nun Waldkraiburg von links nach rechts.
Schon kurz nach Wiederanpfiff diese Szene: Rosenheim kommt mit Dominik Schlosser. Der spielt auf Michael Kraus und dann pfeifft der Schiedsrichter. Wegen eines Fouls außerhalb unseres Blickfeldes am eben erst eingewechselten Waldkraiburger Michael Conu.
Nun bemühte sich Waldkraiburg nach vorne zu spielen und zum Torerfolg zu kommen. Wie schon zuvor auf der anderen Seite fällt plötzlich außerhalb unseres Blickwinkels Tom Jacobi. Der Schiedsrichter hat nichts gesehen und reagierte natürlich auch nicht.
Die nächste Chance für Waldkraiburg: Codrin Peii setzt sich gegen zwei Rosenheimer durch. Sein Abspiel bleibt aber am Rosenheimer Verteidiger hängen.
Die nächste: Stefan Auer sieht vier Mitspieler Richtung Tor laufen und probiert’s trotzdem direkt. Leichte Beute für Gäste-Torhüter Mario Schmitt.
Obwohl sich Waldkraiburg bemühte, blieben die Angriffe doch meist schon vor dem Strafraum in der Abwehr hängen. Helmut Neidl konnte aber zufrieden feststellen, daß auch bei den Gästen nicht mehr lief.
Da konnte man zwischendurch schon mal Fahrrad-fahren gehen....
Schön herausgespielt dieser Angriff: Stefan Auer verlängert für Codrin Peii, der leg Tom Jacobi vor und der kommt nicht mehr heran.
Dann funkt der Schiedsrichter wieder dazwischen und unterbricht diese Aktion. Den Freistoß hat Reiner Fleischer auf den zweiten Griff.
Bemerkenswert dieser Alleingang von Waldemar Miller: Seine Flanke hätte ohnehin keinen Adressaten im Strafraum gefunden. So gibt’s Ecke. Die ändert aber nichts am Spielstand.
Gefahr fürs Waldkraiburger Tor entstand nach diesem Freistoß von Michael Feldner. Waldkraiburg kann zunächst klären, den Distanzschuß hat Reiner Fleischer aber sicher.
Für dieses Foul an Eugen German erhielt Stefan Sullinger Gelb, allerdings erst, als der Ball schon drei weitere Stationen passiert hatte. Stefan Auer beklatscht diese Aktion.
In der 69. Spielminute kam Erkan Aylici für Codrin Peii.
Der kam in einem Konter gleich an den Ball, sieht drüben seinen Mitspieler Patrick Keri und legt ihm viel zu weit vor.
Dann versuchten es beide Mannschaften mit Distanzschüssen, hatten aber keinen Erfolg.
Vom Schiedsrichter profitierte aber auch Waldkraiburg. Nach diesem sicher gelbwürdigen Foul hätte es eigentlich für Stefan Auer Rot geben müssen, wegen Nachtretens. Es gab nur gelb für Stefan Auer! Aus dem Freistoß entwickelte sich dies: Der eingewechselte Patrick Eder kommt frei zum Schuß, Reiner Fleischer kann parieren.
Reiner Fleischer war es auch, der hier großen Einsatz zeigte und seinen Kasten sauber hielt.
Immer wieder kam Waldkraiburg vors Rosenheimer Tor, es wollte und wollte aber nichts gelingen.
Für dieses Handspiel von Raimund Stuiber, wofür er gelb sah, gabs Freistoß. Diesen konnte Reiner Fleischer zunächst abwehren aber nicht festhalten. Den Abpraller setzte Michael Kraus zum 0:1 ins Netz. Die Freude bei Rosenheim war groß.
Und sofort nach dem Wiederanpfiff folgte der Schlußpfiff.
Und während wir noch die Enttäuschung der Waldkraiburger spieler und von Helmut Neidl beobachteten, fanden wir uns plötzlich ganz allein auf der Tribüne. Damit ging das Fußballjahr des VfL Waldkraiburg im heimischen Jahnstadion mit einem verlorenen Spiel zu Ende.
Und was den Schiedsrichter angeht: Vielleicht ging es ja beim Schiedsrichtergipfel am vergangenen Montag auch um Schiedsrichter... und das Spiel VfL Waldkraiburg gegen DJK SB Rosenheim 2?
251
Die Bürgerversammlungen in Mühldorf
48 27.11.08
Den meisten Bürgerversammlungen wohnten die Bürgermeister und viele der Stadträte bei. Außerdem waren Vertreter von Stadtverwaltung, Stadtwerken und Polizei anwesend. Zunächst gab Bürgermeister Günther Knoblauch einen Rückblick auf die Ereignisse in den zurückliegenden 12 Monaten. Da diese Ansprache auf allen vier Bürgerversammlungen ähnlich war, fassen wir sie hier für sie zusammen.
Zunächst begrüßte Bürgermeister Günther Knoblauch die Gäste und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit Behörden und Vereinen, die durch ihre Arbeit das Leben in Mühldorf so angenehm machten.
Den Besuchern der Bürgerversammlungen hatte die Stadt ein umfangreiches Zahlenwerk ausgehändigt, auf das Bürgermeister Knoblauch verwies. Zunächst erinnerte er an die Kommunalwahl und bedankte sich für die vielen Stimmen, die er als Zustimmung der Bürger für seine Arbeit wertete. Da dies aus Altersgründen seine letzte Amtszeit sein wird, betonte er einerseits, er werde diese mit ungebrochenem Elan angehen, kritisierte aber andererseits, daß Bürgermeister mit 65 Abschied nehmen müßten, Ministerpräsidenten und Bundeskanzler aber weiterarbeiten dürften.
Im zurückliegenden Jahr wäre die Stadt wieder einen Schritt vorangekommen. Auch wenn sich jedes Jahr unerwartete neue Aufgaben stellen würden, hätte man Aufgaben weiter verfolgt, an deren Umsetzung man schon lange arbeiten würde.
So wären im zurückliegenden Jahr gemeinsam mit dem Landkreis Parkplätze am Ruperti-Gymnasium geschaffen worden, und eine Reihe Baugebiete wären neu erschlossen worden. Die abgeschlossene Baumaßnahme „Lohmühlsiedlung“ wäre ein Beispiel dafür, wie man gemeinsam Lösungen erarbeiten könne. Er bedankte sich bei den Bürgern für ihr Verständnis während der Durchführung.
Sicher wären die Auswirkung von Bau und Inbetriebnahme der neuen Hauptschule in der Stadt spürbar gewesen. Die Hauptschule als Pilotschule könne den Schülern nun ein breites Angebot bieten. Zusammen mit der Wirtschaft hätte man erreicht, daß die Schüler gezielt auf die Anforderungen - zum Beispiel des Handwerks - vorbereitet werden können. Weil man festgestellt hätte, daß die Noten der Schüler in der Ganztagsschule eine Stufe besser wären, wäre man bemüht, auch in der Grundschule eine Ganztagesklasse einzurichten. Nach dem Umzug in die ehemalige Hauptschule, die mit einem Platzzuwachs von 800 m² verbunden ist, böten sich hierfür beste Bedingungen. Bedenken aus Altmühldorf, die dortige Grundschule werde nach der Erweiterung der Grundschule in der Stadt geschlossen, trat er mit deutlichen Worten entgegen: Es wäre ein „Krampf“. Vielmehr wurde der Grundschulstandort in Altmühldorf gestärkt.
Schon jetzt, nach einem Jahr, zeige sich, daß die Verschuldung der Stadt für den Bau der neuen Hauptschule zukunftsweisend war. Das Gebäude biete die besten Voraussetzungen für die Ansiedlung einer Realschule und könne damit im Wettbewerb gegen andere Städte bestehen. Auch die Zusammenarbeit mit den Sportvereinen zeige die Attraktivität und den Nutzen der neuen Anlage für die ganze Stadt.
Er wäre auch froh, daß es in Zusammenarbeit mit dem Landkreis gelungen wäre, das Angebot an Parkplätzen rund um das Krankenhaus zu erweitern. Den Heimgartenbesitzern, die an die Töginger Straße umziehen hätten müssen, dankte er für ihr Verständnis und den Vereinen für ihre Unterstützung.
Dann gab er einen Ausblick über anstehende Aufgaben: Für die ehemalige Grundschule in der Stadt könne er sich vorstellen, Teile einer Fachoberschule oder einer Realschule unterzubringen. Das ehemalige Gebäude der VHS in der Tuchmacherstraße und das Gelände von Musikschule und Kindergarten wären in der Diskussion. Entscheidungen über die weitere Nutzung dieser Bereiche stünden an. Wenn in Kürze das Alten- und Pflegezentrum neu gebaut würde, wäre zu entscheiden, was mit dem historischen Gebäude des Heilig-Geist-Spittals geschehen solle, das auf Grund seiner Bausubstanz und wegen des Denkmalschutzes äußerst schwer anders genutzt werden könne.
Er wäre froh, daß es gelungen wäre, das Gelände der Post gegenüber des Bahnhofes zu erwerben. Nach jahrelanger Diskussion, in der die Post zu viel verlange wäre jetzt der Zufall zu Hilfe gekommen. Plötzlich kostete der Quadratmeter des 7.500 m²-Areals nur noch 32 Euro. Ebenfalls konnte das ehemalige Finsterbusch-Gelände mit weiteren 3.300 m² angekauft werden.
Nun stünde man in Gesprächen mit allen Anliegern des Bahnhofsplatzes, in denen es um die Neugestaltung dieses Bereiches geht. Dort soll ein Busbahnhof, Parkplätze und ein sogenannter „Kiss & Ride“-Parkplatz entstehen. Diese umfangreiche Aufgabe wird viel Arbeit in den kommenden Jahren mit sich bringen.
Nach Abschluß der Arbeiten am Stadtplatz wäre er nun einer der schönsten Stadtplätze Bayerns, vielleicht sogar Deutschlands. Einen Vergleich bräuchte er nicht zu scheuen.
Mühldorf wäre eine sehr zentrale Stadt. Der Zentralitätsindex der Gesellschaft für Konsumforschung weise aus, daß der Einzelhandelsumsatz in Mühldorf binnen 10 Jahren von 169 auf 224 Millionen Euro gestiegen ist. Das wäre wesentlich mehr, als die umliegenden Städte bieten könnten und wäre nur durch viele kleinere Maßnahmen erreicht worden. So hätten 2007 32.000 Besucher das Kulturprogramm in Haberkasten und Stadtsaal angenommen. Beim Altstadtfest wären 30.000 Besucher in die Stadt gekommen. Trotz der Kosten von 25.000 Euro könnte ein vergleichbarer Werbeeffekt durch keine ganzjährige Zeitungsannouncenschaltung erreicht werden. Faschingszug und Kino wären genauso Attraktionen wie das Volksfest mit seinen 200.000 Besuchern. Aber auch Bücherei und Musikschule erhöhten die Attraktivität der Innenstadt. Die Bücherei wäre mit über 200.000 Ausleihungen im Bertelsmann-Ranking nach wie vor die Nummer 1 in Oberbayern, die Nummer 2 in Bayern und Nummer 5 in Deutschland.
Der Volksfestbus wäre eine der Erfolgsstories. Während im ersten Jahr noch 15.000 Besucher den Volksfestbus nutzten, wären es heuer 30.000 Fahrgäste gewesen. Das Angebot weiter auszubauen scheitere derzeit am Platzmangel an der Bushaltestelle in der Altöttinger Straße.
An diesen begleitenden Maßnahmen könne man erkennen, was alles nötig wäre, um eine attraktive Stadt zu sein.
Dies weiter zu steigern wäre das Ziel der Stadt. So bemühe man sich weiter, einen H&M-Markt anzusiedeln. Auch ein Lebensmittelmarkt soll wieder am Stadtplatz einziehen. Leider kämpfe man noch immer mit der Engstirnigkeit der Entscheider bei den Lebensmittelketten, die Bedingungen stellten, die zu solch abstrusen Situationen führten, daß sich plötzlich im Mühldorfer Süden gleich mehrere ansiedeln wollten und keiner in die Töginger Straße gehen wolle, wo dringend ein Markt nötig wäre. Obwohl dort auch 3.000 Menschen wohnten.
Im Mühldorfer Süden beobachte er Belebung.
Bei der Ansiedlung von Firmen hätte sich einiges getan: Der neue OBI-Baumarkt und die Firma Fliegl brächten viele zusätzliche Arbeitsplätze. Fliegl - eine Firma mit 250 Millionen Euro Umsatz und etwa 800 Beschäftigten an mehreren Standorten, errichte zunächst auf 200.000 m² ein neues Werk und will dieses schon im kommenden Jahr um weitere 70.000 m² erweitern. Mit weiteren Firmen mit 400 bis 600 Arbeitsplätzen liefen derzeit Gespräche.
Aber auch die anderen Firmen in Mühldorf hätten sich sehr positiv entwickelt: ODU, MBM, Primavera und andere sicherten Arbeitsplätze und damit Existenzen für die Mühldorfer. Er stellte fest, daß sich etwa die Hälfte der 20 besten Steuerzahler in Mühldorf erst in den letzten Jahren hier angesiedelt hätten.
Die Stadt hätte im Wohnungsmarkt Akzente gesetzt. Mit dem Grundstückspreismodell der Stadt könnten Familien Grund schon für 55€ pro m² kaufen. Aus Reserven könnte die Stadt in den kommenden Jahren so bis zu 60.000 m2 Bauland anbieten und so die Entwicklung der Stadt fördern.
Aber auch den 70% der Bevölkerung, die eine Wohnung mieten, trägt die Stadt durch den Bau von Wohnhäusern Rechnung. So könnte die Stadt über die „Kreiswohnbau“ Wohnungen anbieten, die unter 5€ pro m² Neubaumiete kosten.
Der Tourismus in Mühldorf nehme zu. 1990 hätte man 20.000 Übernachtungen gezählt, 2008 werden es weit über 50.000 sein. Auch das Tagungsangebot hätte stark zugenommen. So hätte der CSU Bezirksparteitag dazu beigetragen, der den Leuten endlich klar gemacht hätte, daß Mühldorf in Oberbayern läge. Landestagung der bayerischen Volkshochschulen und der Bayerische Städtetag im kommenden Jahr tragen dazu bei, daß Mühldorfs Ruf als Tagungsort bekannt werde.
Der Bau des Caritas-Wohn- und Pflegeheims wird vermutlich im Jahr 2010 beginnen. Dann erhält die Stadt ein vorbildliches Seniorenheim mitten in der Stadt.
Für 2009 wäre der Bau des Steges über den Innkanal im Norden fest im Programm. Die Fußgängerunterführung vom Leitenfeld in die Hartgasse werde erst 2010 kommen, weil die Bahn noch immer plane.
Eine Überraschung wäre der Dachstuhl des Rathauses, der dringend erneuert werden müsse, was mit 500.000€ nicht billig wäre. Auch die Erneuerung einer Stützmauer am Altmühldorfer Weg koste 300.000€ - Beides Posten, die nicht vorhersehbar waren.
Die Zufahrt zur Hauptschule über die Europastraße wäre noch immer vor Gericht. Er hoffe, dies 2009 abschließen zu können.
Ein wichtiges Projekt wäre der Neubau der Innkanalbrücke an der Kapellenstraße. Dies müsse zusammen mit dem Landkreis erfolgen und läge derzeit bewegen des beabsichtigten Verkaufes der Innwerke durch E-On auf Eis.
Ein sehr wichtiges Anliegen wäre die Erhaltung der Stadtwerke die die vier großen Energieversorger eleiminieren wollen. Heute kauften 45 Stadtwerke den Strom gemeinsam an der Strombörse in Leipzig ein und erzielten dadurch günstigere Preise. Trotzdem wäre es nötig, selbst in die Stromerzeugung einzusteigen. Nur so könne man den Preis mit bestimmen. Die 45 Stadtwerke versuchen nun gemeinsam mit den Landkreisen Altötting und Rosenheim die Innwerke zu kaufen. Eine Entscheidung darüber fällt Ende Juli 2009. Bis dahin steigen die Stadtwerke in alternative Energieerzeugung ein.
Mit Blick auf die Finanzkrise stellte Bürgermeister Günther Knoblauch fest, die Gelder der Stadt wären sicher angelegt. Allerdings gehe er davon aus, daß die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft auch um Mühldorf keinen Bogen machen und die Einnahmen der Stadt zurückgehen werden. Die Folgen hieraus könne man momentan nicht abschätzen.
Alles in allem sieht Bürgermeister Günther Knoblauch die Stadt auf einem guten Weg. Zusammen mit dem neuen Stadtrat könne man konstruktiv die Zukunft Mühldorfs gestalten und die Herausforderungen der Zukunft bewältigen.
Nachdem die Zuhörer die Möglichkeit hatten, den Vertretern der Stadtverwaltung Fragen zu stellen und an den ausgehängten Plänen Antworten aus erster Hand zu erhalten, gabs die Möglichkeit, Anliegen vorzubringen. Bürgermeister Günther Knoblauch beantwortete die Fragen mit Hilfe der Vertreter der Stadtverwaltung sofort oder nahm die Anliegen auf um sie später zu bearbeiten.
Im Haberkasten meldete sich zunächst Helga Ortmeier zu Wort. Sie monierte das Fehlen eines guten Lebensmittelmarktes im Süden und monierte, daß keine Markt in den leerstehenden Neubau einziehen wolle. Außerdem monierte sie die mangelnde Abstimmung zwischen Bahn und Stadtbus, die häufig zu erheblichen Wartezeiten führe.
Theo Schwarz, der auf den Rollstuhl angewiesen ist, bemängelte, daß viele Grundstückseigner im Süden ihre Gehsteige schlecht vom Schnee säubern würden und dort viele Glasscherben Rollstuhlrädern aber auch Hundepfoten gefährden würden. Außerdem bat er um eine Verkehrsregelung für die Oderstraße. Als Rollstuhlfahrer werde er von den PKW-Lenkern zwischen den geparkten Autos oft übersehen hätte es so schwer, die Straße zu überqueren.
In Altmühldorf, in der Gaststätte Jettenbacher Hof drehte sich die Diskussion wie schon im vergangenen Jahr um den Wasserdruck in der Talstraße, der noch immer zu niedrig wäre. Gregor Weber lobte allerdings auch, die Stadtwerke hätten kürzlich auch am Wochenende während eines Stromausfalls schnell und unkompliziert geholfen.
Gottfried Kirmeier senior bedankte sich für die schnelle Behebung eines Straßenschadens in der Münchner Straße. Er bemängelte, daß es in Altmühldorf Bürger gibt, die ihre Gartenabfälle und alten Christbäume einfach über die Kanalböschung kippen würden. Auch überstehenden Bewuchs an einem Gehsteig auf dem Weg zur Schule bemängelte er und forderte von der Stadt, Maßnahmen zu ergreifen um den Grundstücksbesitzer zu veranlassen, den Gehsteig in seiner vollen Breite frei zu geben.
Kurt ... bemängelte die enormen Kosten und die lange Bauzeit für den Bau der Unterführung in die Hartgasse.
Jettenbacher Hof-Wirt Georg Mosser, meinte mit Blick auf das Rettungspaket der Banken, auch kleine Unternehmer könnten Unterstützung brauchen und bei kleinen Maßnahmen ein bißchen Nachsicht.
Umfangreiche Diskussionen gab es in Mößling. Vorwiegend ging es dabei um Baumaßnahmen und Verkehrsprobleme.
So kritisierte Helmuth Sedlmaier aus der Brunnhuberstraße die unkoordinierten Baumaßnahmen, die es oft unmöglich machten, zum eigenen Grundstück zu gelangen oder die Mülltonne raus zu stellen. Auch der Postbote könne Post nicht bringen und die Straßenbeleuchtung würde auch nicht funktionieren. Ingrid Schwarzenböck wollte wissen, ob während der Bauzeit die Straße auch vom Winterdienst geräumt werde.
Annemarie Wimmer ist die Sprecherin der Interessengemeinschaft „Tempo-30“ im Fürstenweg. Sie zeigte sich verärgert, daß die 60-Personen-Interessengemeinschaft von der Stadt nicht einmal eine Antwort auf ihren Antrag erhalten hätte, in dem sie die Begrenzung der Geschwindigkeit gefordert hätten. Darüber hinaus bemängelte sie die Verkehrsführung rund um die neue Hauptschule, die alle Fahrzeuge durch den Fürstenweg leite.
Gerhard Abele wohnt seit 12 Jahren in der Schwindstraße. Weil es dort neuerdings von 1 bis 2 Uhr Nachts so stinke, könne er kein Fenster mehr aufmachen. Auch die Nachbarn wären betroffen. Er hätte herausgefunden, daß eine Biogasanlage zwischen Harthausen und Mettenheim der Grund für den Gestank wäre.
Wilfrid Franke bemängelte den Zustand der Wege in der neuen Grünanlage an der Äußeren Neumarkter Straße, die gefrorene Wasserlachen im Winter zu Eisbahnen verwandeln würden. Außerdem kritisierte er die Grundstücksanlieger, die ihrer Schneeräumpflicht nur schlecht nachkämen.
In der Geierstraße wirft jemand seit fünf Jahren Nägel auf die Fahrbahn erzählte Frau Angermaier. Zig Reifenschäden waren die Folge. Die Polizei konnte bislang nicht helfen. Auch Selbsthilfe war bislang erfolglos. Jetzt herrscht Ratlosigkeit.
Franz Nicklbauer fragte, warum es in der Altmühldorfer Straße keine Straßenbeleuchtung gebe.
Die scharfe Kurve an der Verbindung von der Äußeren Neumarkter Straße zur Bürgermeister Hess-Straße an der Einmündung zur Pleiskirchenstraße stellte das nächste Thema dar.
Adolf Maderlechner kritisierte, daß die Baufirma, die an der Brunnhuberstraße baut, seine Flächen befährt und zur Ablage von Baugut nutzt.
Herrmann Karl wies darauf hin, daß im neuen Baugebiet ein regelrechter Schilderwald entstanden ist. Er regte an, dort die Verkehrsregelung auf „Rechts vor Links“ umzustellen.
Und schließlich bemängelte Andreas Wageneder, daß am Gutenbergring eine ausgehobene Baugrube langsam zur Müllkippe wird, weil der Investor dort nicht baut.
IN der letzten Bürgerversammlung im Gasthaus Alpenrose kritisierte Walter Spierling die langen Autoschlangen am Wertstoffhof, die den Durchgangsverkehr dort unmöglich machten, weil der Abschnitt unübersichtlich ist und kein Begegnungsverkehr mehr möglich ist. Außerdem kritisierte er das Klima im Haberkasten und meinte, zweiter Bürgermeister Paul Schwarz hätte ihm gesagt, der Einbau einer Klimaanlage wäre zu teuer.
Das Verhalten der Jugendlichen am Jugendzentrum Baracke kritisierte ..., der gegenüber eine Firma betreibt. Es wäre nur eine Frage der Zeit, bis dort ein Jugendlicher überfahren werde weil diese rücksichtlos über die Straße laufen würden. Offensichtlich gebe es kein Mittel, die Jugendlichen zur Ordnung zu rufen.
Herr Lühnert vom Pettenkofer Ring bemängelte die Kreuzung Mößlinger Straße/Harter Straße, die unübersichtlich wäre und keine Gehsteige hätte. Er regte an, einen Verkehrsspiegel zu installieren.
Die Bürgerversammlungen zeigten, daß die Mühldorfer zufrieden sind. Große Probleme kamen nicht zur Sprache, die angesprochenen Kritikpunkte treten in jeder Stadt in dieser oder ähnliher Form auf. Die Stadt kann sich also sicher sein, daß die Bürger mit ihrer Arbeit zufrieden sind und große Korrekturen nicht notwendig sind.
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SOB-Chef Christoph Kraller übergibt Parisreise an Ursula Müller
Darum ging’s: Das große Europäische Verkehrsprojekt heißt Magistrale für Europa. So viele Einsendungen haben wir auf diese Verlosung erhalten. Gewonnen hat Ursula Müller aus Kraiburg, der SOB-Chef Christoph Kraller den Gutschein übergab. Der Reisegutschein ist ja nur für eine Person. Fahren Sie alleine, oder begleitet Sie jemand?
Wann geht’s los?
Schauen Sie regelmäßig Mühldorf-TV?
Und Sie Herr Kraller?
Und das ist jede Woche. Nun, Herr Kraller, walten Sie Ihres Amtes.
Wir gratulieren und wünschen auch unsererseits Gute Reise.
253
Die Eröffnung des 538. OBI-Baumarktes in Mühldorf
Schon seit Wochen machte der OBI-Markt an der Bürgermeister-Hess-Straße den Eindruck, er wäre fix und fertig. Manche Stimmen meinten schon, OBI beabsichtige gar nicht, ihn für Kunden zu öffnen.
Nun war es aber so weit.
Vor einem VIP-Abend stellte OBI-Vertriebsleiter Walter Rauschmeier den Marktleiter Mario Wagner vor. Er hatte in den zurückliegenden Monaten seine Mannschaft aus Handwerkern und Einzelhandelskaufleuten angestellt, was nicht einfach war. Im Markt in Landshut wurden sie ausgebildet.
Von den 55 Mitarbeitern sind 41 Vollzeitkräfte und 14 Teilzeitkräft. Zwei der 41 Vollzeitkräfte sind Auszubildende.
Walter Rauschmeier betonte, der Schwerpunkt von OBI in Mühldorf läge im Bereich Gartenmarkt, was auch dazu beitrage, dieses Geschäftsaufkommen in Mühldorf zu halten. Der Gartenmarkt ist bereits für Weihnachten dekoriert. Sogar Weihnachtsbäume stehen schon bereit.
Zur VIP-Eröffnung versammelten sich im Eingangsbereich die Mitglieder des Stadtrates, alle drei Bürgermeister, die Vertreter der am Bau beteiligten Firmen und die Mitarbeiter.
Als der OBI-Biber einzog, gings los: OBI ist in Mühldorf eingezogen.
Dann wurde erst einmal gerockt!
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Vertriebsleiter Walter Rauschmeier begrüßte die verehrten neuen Kundinnen und Kunden. Dann beschrieb er den 538. OBI-Markt, der auf etwa 8.000 m² Fläche das neueste biete, was OBI kann. Besonders wies er auf die Mitarbeiter hin, die mit ihrer Kompetenz den Unterschied ausmachten. Er dankte allen Beteiligten am Entstehen des Marktes, angefangen von Investor Matthias Engel über die Stadt Mühldorf, den Handwerksbetriebe bis hin zu den OBI-Menschen.
Bürgermeister Günther Knoblauch gratulierte zum gelungenen Markt, der in Rekordzeit entstanden wäre. Er dankte Matthias Engel, der ein Glücksfall für die Stadt wäre. Der OBI-Markt helfe, die Attraktivität der Stadt zu steigern und Menschen Arbeit zu geben. Günther Knoblauch wünschte alles Gute und viel Erfolg.
Als kleines Dankeschön überreichte er Walter Rauschmeier und Matthias Engel einen Prähofer-Bierkrug.
Investor Matthias Engel strahlte. Schon am 2. Oktober hätte OBI den Markt übernommen. Das heisse, in nur fünf Monaten wäre ein Baumarkt entstanden der zeige: „Yes we can“. Und wenn wir es könnten, dann nur, weil alle Beteiligten hervorragend zusammengearbeitet hätten. So wäre jetzt ein Tag der Freude für alle, die er gern zeigen wolle. Auch er wünschte OBI in Mühldorf viel Erfolg im neuen Markt
Dann spendete Stadtpfarrer Peter Hagsbacher den kirchlichen Segen.
Schließlich konnte Matthias Engel den Schlüssel an Mario Wagner übergeben und so den Baumarkt eröffnen. Mario Wagner eröffnete mit den Mitarbeitern, die den neuen Baumarkt gebührend bejubelten. Zum feiern hatte OBI sich nicht lumpen lassen und ein reichhaltiges Buffet aufgefahren.
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Die Gründung der Freiwilligenagentur im Landkreis
Zunächst betonte Landrat Georg Huber, nicht er hätte diesen Verein initiiert. Claudia Holzner und Marion Scheuerer hätten sich informiert und festgestellt, daß es eine große Zahl Bürger gebe, die frühzeitig in den Ruhestand gehen, dann zwar gerne etwas tun würden, sich gleichzeitig aber nicht in Vereinen engagieren wollen. Diesen Personenkreis ins Ehrenamt einzubinden wäre das Ziel des neuen Vereins.
Er würdigte das Engagement von Claudia Holzner und Marion Scheuerer, die diese Arbeit außerhalb ihrer normalen Tätigkeit leisten würden. Er wäre stolz darauf, solche Mitarbeiter in seinem Amt zu haben.
Landrat Georg Huber dankte der Kreissparkasse für ihre Unterstützung des Vereins und den Anwesenden für ihre Bereitschaft mitzuarbeiten. Dann warb er um Unterstützung aller Gruppierungen. Nur wenn Politik, Wirtschaft und Hilfsorganisationen zusammenhelfen würden, hätte der Verein Perspektive.
Die weitere Versammlung leitete Claudia Holzner.
Zunächst wurde das Vereinsstatut beraten. Der Sitz des Vereins ist der Landkreis Mühldorf. Der Vereinszweck ist umfangreich und reicht von Information und Beratung engagierbereiter Bürger bis hin zu Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit.
Mitglied werden kann jeder, auch Gesellschaften und Kommunen. Diese haben Beiträge zu bezahlen. Der Landkreis soll sich während der Dauer seiner Mitgliedschaft an einem eventuellen Defizit bis zu einer Höhe von 35.000 Euro beteiligen. Darüber muß aber der Kreistag noch abstimmen. Der Verein soll einen hauptamtlichen Geschäftsführer erhalten, der den Vorstand berät.
Dann kam es zur Wahl des Vorstandes. Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner schlug als Vorsitzenden Waldkraiburgs Bürgermeister Siegfried Klika vor. Er begründete seinen Vorschlag damit, daß Klika die größte Stadt im Landkreis repräsentiere, selbst aus dem Sozialwesen komme und die Bürgermeister einen Bürgermeister an der Spitze des Vereins sehen wollen. Obwohl es keinen Gegenkandidaten gab, wünschte Bürgermeister Siegfried Klika die Druchführung als geheime Wahl. Dazu verließ er den Sitzungssaal. Allerdings wählten ihn die Mitglieder einstimmig zum ersten Vorsitzenden. Bürgermeister Siegfried Klika nahm die Wahl gerne an.
Zum Stellvertreter schlug Dr. Karl Dürner Bürgermeister Erwin Baumgartner vor. Ingrid Obermeier-Osl schlug für die Wirtschaft Ronald John vor, der im IHK-Gremium engagiert ist, an diesem Tag aber verhindert war. Sie erklärte, mit den Gemeinden zusammenarbeiten zu wollen und diese Kandidatur keinesfalls als Gegenkandidatur sehen zu wollen. Auch Ronald John wurde einstimmig gewählt. Er nahm die Wahl telefonisch an.
Im Wahlgang um den dritten Stellvertreter kandidierten BRK-Geschäftsführer Marc Elsner und Dr. Hans Dworzak. Diese Wahl wurde mit Stimmzetteln durchgeführt. Die Auszählung ergab, daß Dr. Hans Dworzak zum zweiten Stellvertreter gewählt worden war. Auch er nahm die Wahl an. Abschließend hielt Vorsitzender Siegfried Klika seine Antrittsrede:
Auch wenn es gegenwärtig viele ehrenamtliche Helfer gebe, zeige sich doch, daß dies in Zukunft nicht erhalten werden könne. Die kommenden Jahre werden erhebliche Herausforderungen mit sich bringen. Bei steigendem Durchschnittsalter der Bevölkerung werde es schwierig werden, ausreichend Helfer zu gewinnen. Da die Hilfsbereitschaft nicht nachlasse, die Bereitschaft, sich in Vereine einzubringen hingegen schon, müsse es eine Institution geben, die beides koordiniere. Er freue sich auf die Zusammenarbeit und hoffe, am 1. Januar 2009 einsatzbereit zu sein.
Nach dieser Gründungsversammlung liegen nun erst administrative Aufgaben
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Oberbayerns Kämmerer tagten in Waldkraiburg: Reaktionen auf die Finanzkrise
Bürgermeister Siegfried Klika freute sich, die Kämmerer der größeren Städte und in Waldkraiburg zu ihrer Tagung begrüßen zu dürfen. Es verwunderte nicht, daß in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrise die Beratungen länger gedauert hatten, als angenommen. Schon im Sommer hatten die Kämmerer der im Bayerischen Städtetag zusammengeschlossenen Städte und Gemeinden einen Katalog von 10 Forderungen an Landtag und Staatsregierung gerichtet.
Bürgermeister Siegfried Klika erinnerte sich, daß die Kämmerertagung nach 1972 und 1985 nun zum dritten Mal in Waldkraiburg stattgefunden hätte.
Während die Steuerschätzung für 2009 nicht so schlecht aussehe, leide die Wirtschaft in Waldkraiburg unter der Schwäche der Automobilindustrie. Andere Gemeinden, deren Haupteinnahmequelle etwa der Tourismus wäre, hätten solche Probleme derzeit nicht. Die Tagung hätte ihm nun gezeigt, wie andere Städte und Gemeinden auf jüngsten Veränderungen reagierten.
Dieter Kugler, Tagungsvorsitzender und Kämmerer der Gemeinde Eching erläuterte, daß zwar die Einnahmeerwartungen für 2009 wegen der Einkommenssteuer relativ gut wären. Da aber Steuern auf Gewinne in der Vergangenheit berechnet werden, wirkten sich die derzeitigen Einbrüche bei den Firmen aber auch die Unternehmenssteueerreform erst 2010 und 2011 auf die Einnahmen der Kommunen aus. Deshalb wäre es wichtig – und das wäre ihre Forderung an die Verhandlungen über den Finanzausgleich – den Anteil der Kommunen am kommunalen Steuerverbund von 11,7 auf 15% anzuheben. Die Schlüsselzuweisungen an Landkreise und Gemeinden muß deutlich erhöht werden. Kommunen müßten wieder in die Lage versetzt werden, zu investieren. So müßten in vielen Gemeinden Schulen saniert und auf den neuesten technischen Stand gebracht werden. Die Fördermittel des Freistaates hierfür müßten von 233 Millionen auf 333 Millionen Euro erhöht werden. Besonders für energetische Maßnahmen – etwa die Sanierung von Rathäusern – müßte der Freistaat Mittel bereitstellen. Viele Kommunen könnten solche wiochtigen Maßnahmen nur mit Unterstützung in Angriff nehmen. Und weil das Geld des Freistaates von den Steuerzahlern aufgebracht worden wäre, müßten die Steuerzahler auch wieder davon profitieren, etwa in dem man ihre örtlichen kommunalen Gebäude wirtschaftlicher und sparsamer macht.
Die Vielzahl Schulen, die in den letzten Jahren das Angebot breit aufgefächert haben, bedingt aber auch, daß viele Schulen weite Wege zurücklegen müssen, um ihre Schule besuchen zu können. Wegen der gleichzeitig enorm gestiegenen Kosten für die Schulbusse fordern Städte und Gemeinden eine Anhebung des Transportkostenanteils des Freistaates von derzeit 60 auf 80% dieser Kosten.
Ebenfalls erhöht werden muß der Anteil, den Städte und Gemeinden aus dem Kraftfahrzeugsteueraufkommen erhalten. Dies ist nötig, um das Straßennetz in Stand zu halten, an dem teilweise seit dem Neubau vor vielen Jahren noch nie etwas gemacht worden wäre. Es dürfe nicht erst so weit kommen, daß man nur noch von Schlagloch zu Schlagloch fahren kann.
Die Beratungen hätten noch zahlreiche andere Themen umfaßt. Eines davon wäre gewesen, wie man sich in der derzeitigen Krise verhalten solle. Man wäre zu dem Schluß gekommen, daß es am besten wäre, sich antizyklisch zu verhalten, also in der Krise zu investieren und so den Firmen die Möglichkeit zu geben, zu verdienen. Er appellierte an die Privathaushalte, die Zurückhaltung aufzugeben und mit Investitionen die Wirtschaft zu stärken. Er appellierte aber auch an die Kommunen, die 2/3 der öffentlichen Bauinvestitionen tätigen würden, jetzt zu investieren, neu zu bauen oder bestehende Gebäude zu sanieren. Allerdings bräuchten sie hierzu die nötige Kapitalausstattung.
Er mahnte zur Vernunft. Leider neige man zu Übertreibungen. Die wirtschaftliche Situation wäre nicht so schlecht, wie sie häufig dargestellt werde. Die aktuellen Aktienkurse wären ein Ausdruck übertriebener Ängste und Befürchtungen, die in der Realität keine Entsprechung fänden. Nur eine positive Stimmung im Land wäre dazu geeignet, wieder Ruhe einkehren zu lassen.
Bürgermeister Siegfried Klika bestätigte Dieter Kuglers Einschätzungen und stellte fest, es wäre kontraproduktiv, wenn in der gegenwärtigen Situation auch noch die Städte und Gemeinden in das Horn der Pessimisten stoßen und aufhören würden zu investieren. In Waldkraiburg gebe es eine Menge von Projekten, die auf Realisierung warten würden.
Allerdings forderte Bürgermeister Siegfried Klika vom Freistaat die Einhaltung des Konnexitätsprinzips. Für Aufgaben, die den Kommunen aufgebürdet würden, müsse der Freistaat aufkommen. Es ginge nicht an, daß der Freistaat den Kommunen Dinge vorschreibe und keine Mittel dafür zur Verfügung stelle. Um ein Bild von der Lage der Wirtschaft in Waldkraiburg zu bekommen, besuche er derzeit die Betriebe. Dabei hätte er festgestellt, daß die Stadt nicht mehr mit so guten Einnahmen rechnen könne wie noch in diesem Jahr. Er rechne mit einem Rückgang von bis zu 10%. Allerdings biete die geringe Verschuldung der Stadt Waldkraiburg von etwa 260 Euro pro Einwohner den nötigen Handlungsspielraum.
Abschließend beklagte Dieter Kugler, daß oft Ministerien Regelungen erließen, von denen niemand wisse, wie man sie umsetzen solle. Deshalb engagiere sich der Verband der Kämmerer ehrenamtlich dafür, daß das Leben in den Gemeinden auch wirklich praktikabel wird.
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Ein Jahr nach dem Spatenstich: Einweihung der Bahnunterführung in Neumarkt-St. Veit
Vor fast genau einem Jahr fand der Spatenstich zu einem der großen drei Straßenprojekte statt, die zu realisieren Bürgermeister Erwin Baumgartner den Neumarktern versprochen hatte: Der Neubau der Unterführung der B299 unter die Bahnstrecke Mühldorf-Landshut. Im Juli war der Brückenneubau an die Stelle der alten Brücke unter das Gleis geschoben worden. Nun konnte Einweihung gefeiert werden.
Während die Lokomotiven über die Brücke und der Verkehr unter der Brücke rollte, ergriff zuerst SOB-Technikvorstand Christian Kubasch das Wort. Die neue Unterführung wäre ein weiterer Meilenstein der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in dieser Region, stellte er fest. Den Spatenstich hätte er noch mit einem lachenden und einem weinenden Auge beobachtet. Nun wären nur zwei lachende Augen übriggeblieben. Auch wenn viele Anwohner unter dem Bau gelitten hätten, könnten sie nun bequem und sicher passieren. Bilder von Fußgängern neben großen LKWs in der schmalen Unterführung gehörten der Vergangenheit an. Die Durchfahrt wäre jetzt doppelt so breit, hätte zwei Gehsteige und Radwege. Durch die Absenkung der Bundesstraße konnte eine lichte Durchfahrt von 4 Meter 50 erreicht werden. Insgesamt kostete das Bauwerk 1,1 Millionen Euro. Davon zahle die Südostbayernbahn 750.000 Euro. Auch die Stadt Neumarkt –St. Veit trägt einen Teil der Kosten. Nachdem die alte Brücke aus dem Jahr 1875 abgerissen worden war, wurde im Juli die neue Brücke eingeschoben. Darauf wurden 25 m Gleis auf 200 Tonnen Schotter verlegt. Christian Kubasch bedankte sich sowohl bei den beteiligten Firmen, den Mitarbeitern der SOB, dem staatlichen Bauamt in Rosenheim und besonders aber bei den Neumarktern, die teils große Behinderungen ertragen mußten. Abschließend gratulierte er der Stadt zur neuen Unterführung.
Bürgermeister Erwin Baumgartner bedankte sich bei Familie Seligmann und bei Norbert Hein, die besonderen Anteil am Bau genommen hatten. Auch wenn die gesamte Bauphase interessant gewesen wäre, stellte doch der Einschub der neuen Brücke den Höhepunkt dar. Die Enge der alten Unterführung und die Erweiterung des Wohngebietes nördlich der Bahnstrecke verbunden mit zunehmendem Fußgängerverkehr hätten den Anstoß gegeben, den Neubau zu forcieren. Für ihre Unterstützung dabei dankte er MdL Dr. Marcel Huber dem ehemaligen Innenstaatssekretär Georg Huber, MdB Stephan Mayer aber auch den Mitarbeitern der Südostbayernbahn und dem Straßenbauamt Rosenheim. Weil sie den ganzen Sommer über den Durchgangsverkehr hätten ertragen müssen, galt sein besonderer Dank den Anliegern.
Aber – er wäre nicht Erwin Baumgartner, hätte er nicht die Gelegenheit genutzt, gleich sein nächstes Projekt ins Gespräch zu bringen, den Bau der Umfahrung. Vielleicht geht ja da was.
Auch Klaus-Peter Olk vom Staatlichen Bauamt in Rosenheim meinte, man könnte jetzt in seine beiden lachenden Augen schauen. ER erinnterte sich, wie am Tag des Spatenstichs gerade ein LKW in der alten Unterführung hängengeblieben war und dadurch Radfahrer nicht durchkamen. Wenn man’s jetzt sieht ist will man sich nicht mehr zurückerinnern. Die Baustelle wäre unfallfrei abgelaufen, aber nicht problemlos. Deshalb wäre die Einhaltung des Termins ein besonderer Erfolg. Dann dankte auch er allen Partnern am Bau. Die neue Unterführung wäre für Neumarkt ein großer Schritt, für die Region ein kleiner Baustein von vielen Bausteinen, die Schritt für Schritt verwirklicht werden sollen. So wünschte auch er allen Verkehrsteilnehmern auf Schiene und Straße allzeit gute Fahrt.
Schließlich erbaten Pfarrerin Anke Sänger und Stadtpfarrer Franz Eisenmann Gottes Segen für alle, die die Wege auf oder unter der Brücke benutzen.
Abschließend lud die Südostbayernbahn in den Bistrowagen ein, wo sich die Gäste bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Stollen aufwärmen konnten und Gelegenheit hatten, die nächsten Projekte zu besprechen
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20 Jahre Förderverein der Musikfreunde: Das Jubiläumskonzert
Seit 1988 gibt es den Förderverein der Musikfreunde Mühldorf. Jedes Jahr veranstaltet der Verein einen Zyklus mit Konzerten mit klassischer Musik. Meist finden diese im Ahnensaal des Klosters Zangberg statt. Neben den Mitgliedern des Fördervereins, allen voran Vorsitzende Christine Enghofer, treten dabei auch auswärtige Künstler auf. So beteiligte im Mai neben dem Ensemble „La Goia“ die Chorgemeinschaft Burghausen an einem Konzert unter dem Titel „Viva La Musica“. Ein festliches Kirchenkonzert fand im Juli in St. Nikolaus statt, bei dem das Regensburger Kammerorchester auftrat. Über das Meisterkonzert der Sommerakademie haben wir genau so berichtet wie über das Benefizkonzert „Bridge for Children“. Alle Aktionen des Fördervereins Musikfreunde eV werden großzügig unterstützt von der Kreissparkasse Mühldorf.
Das Jubiläumskonzert bestritten zunächst Christine Enghofer, Eva Barbarino, Thomas Breitsameter und Janusz Myszur. Nach der Pause zeigte das Ensemble Arte Musica unter Leitung von Sigrid Weigl und Claus Freudenstein, daß man mit klassischen Instrumenten auch moderne Musik spielen kann. Die angekündigte Jutta Bazelt, Rudolf Pscheidl und Ulrike und Josef Überacker traten nicht auf.

Hier einige Ausschnitte. Wir möchten anmerken, daß die Lichtspiegelungen in den Gesichtern der Sängerinnen vom neuen Beamer kommen, den die Stadt an der Decke des Stadtsaales installiert hat.

Christine Enghofer erinnerte an die Anfänge des Fördervereins: Eva Barbarino wäre damals noch eine talentierte Nachwuchspianistion gewesen, Josef Überacker schon etabliert, Siegfried Komm hätte sich mit der Vereinsführung ausgekannt. Das Ziel war schnell definiert: Das Kultur und Musikleben im Landkreis zu fördern und ein Forum für den Nachwuchs im Landkreis zu schaffen. Das hätten sie gut hingekriegt. Maßgeblichen Anteil hatte die Kreissparkasse, die neben zahlreichen anderen Firmen von Anfang an unterstützt hätte.
Dann zeigte sie eine Reihe alter Fotos. Schon im Oktober 1988 konnte der neue Flügel im Ahnensaal im Kloster Zangberg aufgestellt werden. Viele Konzerte folgten. Zu Josef Überacker und Eva Barbarino gesellte sich schnell Thomas Komm, der dann auch Konzerte bestritt.
Etwa ab 1990 begann man auch auswärtige Künstler einzuladen. Häufig waren Künstler in professionellen Studios zu Aufnahmen. Jugendorchester kamen hinzu, die inzwischen eine beachtliches Können entwickelt haben. Dies zeigt, welche intensive Jugendarbeit der Verein leistet. Es wäre schön zu beobachten, wenn man die jungen Leute später wieder als Musiklehrer in Schulen oder auf anderen Bühnen trifft.
Das Ensemble Coloredo, Thomas Breitsameter und Janusz Myszur als „As time goes by“. Einen Ausflug in den Jazz stellte das Konzert der Jazz-Lions im Ahnensaal des Klosters Zangberg dar. Thomas Breitsameters Formation „Saitensprünge“, die Mitglieder der Sonntagsserenade, Eva Barbarino, Josef Überacker, Jutta Bazelt, Rudolf Pscheidl, Christine Enghofer, Birgit Steinberger, Sigrid Weigl, Klaus Freudenstein, Janusz Myszur und Thomas Breitsameter.
Diese beiden, Thomas Breitsameter und Janusz Myszur entführten die Zuhörer nach Argentinien. Mit vier Tangos von Astor Piazolla zauberten sie jene melancholische Stimmung auf die Bühne im Mühldorfer Stadtsaal, die dem Tango so eigen macht. Christine Enghofer unterstützte und zeigte, daß ihr auch der Tango nicht fremd ist.
Als man Musik noch auf Walzen aufzeichnete, waren die Streichinstrumente nicht zu hören. Da erfand ein österreichischer Tüftler namens Stroh eine Geige, die eher einer Trompete gleicht: Die Strohgeige. Thomas Breitsameter hat so ein historisches Instrument gefunden, restaurieren lassen und spielen gelernt. Es klingt so: Ich brech‘ die Herzen der stolzesten Frauen.

Mit Luigi Denza’s „Funicoli-Funicola“ ging der erste Teil des Jubiläumskonzerts zu Ende.

Den zweiten Teil des Konzerts eröffnete das Ensemble Arte Musica mit Wolfgang Amadeus Mozarts kleiner Nachtmusik.
Es folgte die „Suite Light“ von Tony Osborne.
Das Konzert schloß mit der Bohemian Rhapsody von Freddy Mercury’s Queen in einer Bearbeitung von Bernhard Waritschlager.
Von Beginn an haben wir über die Konzerte des Fördervereins der Musikfreunde berichtet. Sie sind jedes Mal ein Genuß und jedem Freund klassicher Musik nur zu empfehlen. So möchten wir uns für die viele gute Musik bedanken und dem Förderverein zum Jubiläum

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Nach Begeisterungsstürmen aus Sartrouville: TSC Weiß-Blau 70 wiederholt in Waldkraiburg
Nicht ganz ausverkauft war der große Saal im Haus der Kultur. Kein Wunder, es standen nur wenige Tage zur Verfügung um diese Vorführung vorzubereiten. Was die Besucher aber dann zu sehen bekamen, ließ verstehen, was in Frankreich so furore gemacht hatte.
Obwohl das Programm dem glich, über das wir schon vor einem Jahr berichteten, war es an vielen Stellen stark verfeinert, ausgereift und hat auf weite Strecken den Amateurstatus weit hinter sich gelassen. Es war kaum zu glauben, daß hier Mitglieder des Tanzsportclubs Weiß-Blau 70 aus Waldkraiburg auf der Bühne standen und keine hochbezahlten Profis. Aber – lassen Sie sich in fremde Welten entführen, von Momo durch die Welt skurriler Puppen begleiten, leiden Sie mit Sophie Scholl, haben sie keine Angst vor den kleinen Vampiren, kurz, lassen Sie sich verführen und verzaubern von den Tänzerinnen des TSC Weiß Blau.

Und wenn der TSC mal wieder sein Können zeigt, dann gehen Sie hin. Sie werden’s so schnell nicht mehr vergessen.


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