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Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
Josef J. Pöllmann ist Mitglied im Deutschen Presse Verband
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Das gabs 2009 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im Mai 2009 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
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KreisDelegiertenversammlung des Unterbezirks der SPD: Neuwahl 14:25 18 07.05.09
Bei der Sozialdemokratischen Partei nennt sich der Kreisverband „Unterbezirk“. Richard Fischer ist ihr Vorsitzender und im Kreistag Vorsitzender der SPD-Fraktion. Auf der Versammlung beim Kreuzerwirt in Mettenheim stellte er sich wieder zur Wahl.
Erst begrüßte er aber die Delegierten und bezog gleich Stellung zur aktuellen Wirtschaftskrise. Obwohl es der Wirtschaft im Landkreis noch gut ginge, gebe es auch hier Firmen, die um Aufträge ringen würden. Leider gebe es auch Firmen, die versuchen würden, aus Kurzarbeit und Krise zusätzliche Gewinne zu schlagen. Da häten die Sozialdemokraten die konstruktivsten Vorschläge unterbreitet. Es ginge nicht an, dass der Staat für jeden Fehler von Bankern und Managern einspringe, die Arbeitnehmer im Lande aber leer aus gingen. Wenn es um Rente mit 67 oder den Wegfall der Arbeitsplatzsicherung ginge, stelle man sich dagegen taub.
Der einzige Weg wäre die Schaffung sozialer Gerechtigkeit und ein zukunftsorientiertes Miteinander in Europa. Das ginge aber nur mit einer starken Sozialdemokratie, die sich einmische – auch im schwarzen Landkreis Mühldorf.
Bundestagskandidat Werner Groß wähnte die deutsche Sozialdemokratie seit der Vorstellung des Wahlprogramms durch Frank-Walter Steinmeier auf der Pole-Position. Es läge nun an ihnen, einen guten Start hinzulegen und das Rennen als Sieger zu beenden. Allerdings erspare er sich das Verlesen des 56-seitigen Dokuments und ging stattdessen auf die Reaktionen darauf ein. ER hätte das Gefühl, die anderen Parteien wären regelrecht verunsichert worden. Jürgen Trittin warf der SPD vor, sie hätte von den Grünen abgeschrieben. Da die Überheblichkeit der Grünen – auch im Landkreis – bekannt wäre, denke er, Jürgen Trittin glaube wohl noch immer daran, dass die Erde eine Scheibe wäre.
CDU und CSU hätte nicht sehr viel dazu gesagt. Sie sehen in dem Programm lediglich einen Linksruck der gesamten SPD. Demnächst kommen wohl wieder Rote-Socken-Plakate und vermutlich auch die Unterstellung, die SPD werde doch sowieso nach der Wahl eine Koalition mit der Linkspartei eingehen.
Die FDP hat gleich eine Ampelkoalition ausgeschlossen. Die haben wohl aus den Verhältnissen in Hessen gar nichts gelernt. Eine unfassbare Ablehnung einer möglichen Konstellation.
Arbeitgeberpräsident Hundt hat wohl aus der Krise nichts gelernt, als er feststellte, das Wahlprogramm würde die Leistungsträger der Gesellschaft nicht entlasten. Nicht die Verursacher der Krise wären die Leistungsträger sondern die kleinen Leute, die das Geld erwirtschaften, mit dem man wieder aus der Krise herauskommt. O-Ton: Wir sind es doch, die ...
Er wäre der Meinung, das Programm gebe viele klare Antworten. Es wäre ein klares Signal dafür, dass die Sozialdemokratie die Menschen im Land wieder mitnehme. Er wäre überzeugt, das wäre mit diesem Programm und auch mit Frank-Walter Steinmeier möglich.
Dann stellte er einige Punkte des Programms vor:
Noch vor der Veröffentlichung des Programms hätte es einen Aufschrei wegen der angedachten 300€ Lohnsteuer. Damit sollen Geringverdiener gefördert werden und nicht wieder die Großverdiener. Deshalb der Aufschrei. Dabei rückt diese Lösung Gering-, Normal- und Mittelverdiener wieder in den Mittelpunkt der Politik. Auch der Eingangssatz zur Einkommenssteuer wird von 14 auf 10% gesenkt. Das ist sinnvolle Steuerpoltik meint Werner Groß. Auch die Freibeträge sollen neue gestaltet werden. Damit wird die Unterstützung der Kinder nur noch von der Anzahl der Kinder abhänig und nicht mehr vom Steuersatz, den die Eltern zu bezahlen haben. Auch diese Umstellung sieht Werner Groß als vernünftig.
Er finde es auch „cool“, wenn in dem Programm steht, dass Paare mit einem Einkommen von mehr als 250.000 Euro mehr Steuern zahlen müssen. Das wäre nicht leistungsfeindlich sondern kehre zurück zu dem Prinzip, dass starke Schultern mehr tragen müssen, als schwache. Die Forderung, dass alle Jugendlichen einen kostenlosen SchulAbschluss haben müssen ist nach seinen Worten die beste Förderung der Kinder. Diese Schulausbildung muss auch individuell gefördert werden. Da wäre viel zu tun und das koste auch viel Geld.
Selbstverständlich ist die Forderung nach der Einführung des Mindestlohnes in dem Programm enthalten. Jeder soll von seiner Arbeit leben können und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Er zeigte sich froh darüber, dass die frostige Zeit zwischen SPD und Gewerkschaften vorüber ist, weil die Gewerkschaften erkannt haben, dass die SPD sie wieder vertritt. In diese Richtung geht auch die Forderung nach der Stärkung der Arbeitnehmerrechte.
Schon bei seiner Nominierung hätte er die Forderung nach der Bürgerversicherung angesprochen. Diese allein wäre in der Lage, um die Zwei-Klassenmedizin zu verhindern. Da schließe er sich als Beamten auch nicht aus.
Zur Umweltpolitik: Die CSU agiere orientierungslos: Was Seehofer noch in Berlin entschieden hätte, wolle er jetzt in Bayern nicht mehr haben. Weil sich CDU und CSU nicht einig sind, weiß der Wähler gar nicht, was er machen soll. Niemand bräuchte Gentechnik-manipulierte Pflanzen und niemand könne das Risiko abschätzen, das mit ihrer Ausbringung verbunden ist. Grüne Gentechnik brauchen wir nicht! Er verstünde auch nicht, warum man im Kreistag den Antrag stellt, Gentechnikfreie Zone werden zu wollen und dann bei der Abstimmung: O-Ton Nur zwei Landräte dagegen sind. Er stehe da ganz auf der Seite der Verbraucher und der Landwirte und gegen Verbände und Großkonzerne.
Er betonte, der beschlossene Ausstieg aus der Kernenergie müsse fortgesetzt werden. Darüber gäbe es nichts zu verhandeln. Um den Ausstieg aber zu schaffen, müsse viel mehr Geld in die Erforschung der Steigerung der Energieeffizienz und der Gewinnung regenerativer Energie gesteckt werden. Diese Technik bietet nicht nur Chancen für die Umwelt sondern auch für die Wirtschaft. Deutschland hätte das Potential Weltmarktführer zu werden, vorausgesetzt, man lege einen Zahn zu.
Ein wenig diskutiertes Thema wäre die Bahnprivatisierung. Es wäre das Ziel die Attraktivität der Bahn zu steigern. Er denke, die Privatisierung der deutschen Bahn wäre ohnehin vom Tisch.
Er sieht folgendes Fazit: In dem Programm wären Antworten formuliert, die geeignet wären, die Probleme der Gegenwart zu meistern. Auch Frank-Walter Steinmeier wäre ein Kanzlerkandidat, der Führungsqualitäten hat, etwas, das er derzeit schon sehr vermißt. Man stelle sich nur vor, die SPD wäre derzeit nicht in der Regierung! Er wüßte nicht, wer da überhaupt irgendetwas gemacht hätte! Aber – so war es schon immer: Die SPD kam immer dran, wenn Probleme zu bewältigen gewesen wären. Schon Gerhard Schröder hätte die Probleme angepackt und die SPD hätte dafür bezahlt – mit Mitgliederschwund und dem Verlust der Mehrheit im Bund.
Auch die Große Koalition sieht er als einzigen Weg in den zurückliegnden Jahren. Wäre damals die FDP in den Bundestag eingezogen, niemand wisse, was da rausgekommen wäre.
Die Große Koalition hätte aber auch gezeigt, dass die politischen Kräfte wieder Profil zeigen müssen, dass den Menschen klar gemacht werden muss, wofür wer steht. Und dafür kämpfe er für die Unterbezirke Mühldorf und Altötting, dass die SPD im September wieder die Regierung übernimmt und eine Politik macht gemäß dem Titel des Programms: Sozial und demokratisch.
Werner Schreiber lobte Werner Groß’ Ausführungen und seine Sachlichkeit, die geeignet wäre, die Menschen anzusprechen und mitzunehmen. Allerdings gab er zu bedenken, dass es möglich sein könnte, dass der Wählerwille die Fortsetzung der großen Koalition erwartet. Auch darauf müsste man vorbereitet sein.
Dann gab Richard Fischer seinen Bericht über die zurückliegenden zwei Jahre seiner Vorstandschaft. Vor vier Jahren, als er erstmals zum Vorsitzenden gewählt wurde, hätten sie sich vorgenommen, von unten her die Sozialdemokratie neu aufzurichten. In den ersten zwei Jahren hätten sie alte Geschichten bereinigt, in den zurückliegenden zwei Jahren wollten sie inhaltliche Arbeit machen und die Ortsvereine, die Kommunalpolitiker und damit die Partei stärken. Aber auch selbst wollten sie Kraft schöpfen und den anderen Parteien zeigen, dass sie aus ihren Fehlern gelernt hätten. 2007 war ihnen wichtig den Posten des Landrats zu erkämpfen. Ehrlicherweise müsse er sagen, sie hätten sich ein besseres Ergebnis vorstellen können. Zwar hätte sie das Wahlergebnis bei der Kommunalwahl nicht geschwächt, aber eben auch keine Zuwächse gebracht.
Es wäre zwar in einigen Bereichen gelungen, die Wähler zu überzeugen, in andern aber nicht. Da hätte natürlich auch die Landes- und Bundespolitk Einfluß ausgeübt, Einflüsse, die er sich nicht gewünscht hätte. Trotzdem hätten sie einen hervorragenden Wahlkampf geführt. Auch bei der Landtagswahl hätten sie ein ernüchterndes Ergebnis erzielt, eines, das ihnen gezeigt hat, dass kein Prospekt oder Flugblatt die Diskussion übertrumpfen kann. Nur in der Diskussion könne man die Wähler erreichen. So verdanke die Region SPD-Bürgermeister Günther Knoblauch ihre Bekanntheit, den wirtschaftlichen Fortschritt und auch den Weiterbau der großen Infrastrukturprojekte.
Es wäre gelungen, die Ortsvereine zu stärken. Gerade der Ortsverein Mettenheim zeige, welche Früchte das gebracht hätte. Auch der Ortsverein Neumarkt-St. Veit wäre zu neuem Leben erwacht. Nicht verhindern konnte man das Ende des Ortsvereins Schwindegg. Dagegen wären die beiden großen Ortsvereine Mühldorf und Waldkraiburg sehr aktiv und hätten viel Beachtung gefunden. Auch die kleineren Ortsvereine hätten Aktivität gezeigt, wie der Ortsverein Aschau gerade eben bewiesen hätte.
Trotz allem beobachte er, dass die aktiven Genossen den Kopf immer tiefer hängen lassen. Viele Ereignisse – so hätte es den Anschein – ließen sie den Mut verlieren, so nach dem Motto, es ist doch alles für die Katz! So sieht er das aber nicht. Vielmehr denke er, man sollte sichin den Ortsvereinen wieder aktiv mit den Inhalten beschäftigen. Er mahnte, die eigene Arbeit wieder mehr mit Inhalten zu beleben, anstatt das Bild in der Öffentlichkeit von Streiterein prägen zu lassen. Es wäre ein gutes Zeichen, dass dieser Unterbezirkskonferenz 27 Anträge vorlägen, ein Zeichen dafür, dass die Ortsvereine zu neuem Leben erwacht wären. Das soll fortgesetzt werden.
Der Vorstand möchte die aktive Beteiligung der Ortsvereine fördern und auch mehr Mitglieder gewinnen. Man könne zwar große Politik machen und große Reden schwingen, wenn gleichzeitig die Basis wegbricht oder keine mehr nachkommt. Er wird sich in den kommenden Jahren deshalb auf die Werbung neuer Mitglieder konzentrieren. Wenn es jedem Mitglied gelänge, bis Jahresende ein neues Mitglied zu werben, wären gleich doppelt so viele Landkreisbürger Mitglied der SPD wie jetzt. Derzeit zählt der Unterbezirk 355 Mitglieder. Es wäre ihm klar, dass das nicht leicht wäre. Allerdings hätte die SPD Argumente und eine Geschichte zu bieten, die keine andere Kraft bieten könne.
Ein weiteres Projekt wäre es, die Kommunalpolitiker an einen Tisch zu bekommen und ihre Arbeit zu koordinieren. Dazu soll es einmal im Quartal eine Konferenz geben, mit dem Ziel, sozialdemokratische Inhalte in ihre Politik einzuflechten.
Abschließend ging er auf die Arbeit im Kreistag ein. Lange Zeit hätten sie mit ihrer Akzeptanz zu kämpfen gehabt, dann aber auch mit dem Haushalt, der seiner Meinung zu optimistisch aufgestellt war. Auch die energetische Sanierung der landkreiseigenen Gebäude ist ein Thema. Er kam zu dem Schluss, dass die SPD im Kreistag künftig mehr Profil zeigen müsse. Auch wenn die CSU nicht mehr die Mehrheit im Kreistag hätte, wäre es so, dass die anderen Parteien auch nicht gerade mit der SPD könnten. So stünde man im ständigen Konflikt mit FDP und Freien Wählern. Es gäbe noch viele Themen. Er schloss, indem er sich als unbequemen, geradlinigen, nicht gerade einfachen Vorsitzenden darstellte, mit dem man sich auseinandersetzen müsse, der aber sage was er denke und denke, was er sage. Er dankte allen, die ihn unterstützt haben und freute sich auf die Wiederholung vieler schöner Aktionen, die dazu angetan wären, sozialdemokratische Gedanken den Menschen näher zu bringen. Schließlich stellte er sich für weitere zwei Jahre als Vorsitzender zur Verfügung. Zum Dank dafür, dass sie es mit ihm ausgehalten hat, überreichte er Josefa Steidl und Eleonore Ismail einen Strauß Blumen.
Dann berichtete Christa Schmidbauer aus der Arbeitsgruppe sozialdemokratischer Frauen und Christian Zimmermann von der Arbeit der JuSos. Christa Rußwurm gab den Kassenbericht, der auswies, dass der Kassenbestand 2008 schwer gelitten hat. Waren es Anfang Januar noch über 20.000 Euro, so blieben am Jahresende 165 Euro übrig. Zwar hatte der Unterbezirk Einnahmen von über 8.400 Euro. Die Ausgaben beliefen sich aber auf über 28.000 Euro, wobei Kommunal- und Landtagswahlkampf die höchsten Ausgabenposten waren. Nachdem die Revisoren keine Einwände hatten, Josefa Steidl, Alexander Will und Manfred Igl dem scheidenden Vorstand gedankt hatten, sprach die Versammlung dem Vorstand die Entlastung aus.
Dann sprach das Bundesparteiratsmitglied und Ersatzkandidat für die Europawahl Wolf Mattes über die Pläne und Projekte der SPD zur Europawahl. Richard Fischer dankte für den Vortrag, überreichte ein kleines Dankeschön und wünschte ihm viel Erfolg bei der Wahl.
Dann folgte die Neuwahl des Vorstandes. Richard Fischer hatte schon in seiner Rede angekündigt, dass er wieder kandidieren wollte. Nachdem er der einzige Kandidat war, gestaltete sich die Wahl und die Auszählung der Stimmzettel einfach. Neben dem Vorsitzenden wurden auch Beisitzer, und alle anderen Funktionen neu gewählt. Schließlich konnte Josefa Steidl das Wahlergebnis verkünden: (O-Ton)
Zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurden Elisabeth Schätz und Werner Groß. Wir gratulieren allen Gewählten.
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Grünen Europa-Kandidatin Barbara Lochbihler zu Gast bei Jagus in Waldkraiburg 6:55
Jagus in Waldkraiburgs Industriegebiet ist eine Ausbildungsstätte für benachteiligte Jugendliche, die sonst schwierig oder nicht im Arbeitsleben unterzubringen wären. Diese Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt besuchte Barbara Lochbihler, begleitet von den Grünen Kreisvorsitzenden Cathrin Henke und Peter Uldahl.
Jagus-Leiter Franz Lichtenwimmer stellte zunächst das Projekthaus vor. Hier bietet die Awo seit 1. März 1984 Ausbildung zum Schreiner, Schneider, Maler und Lackerer, Polsterer, Fliesenleger, Gärtner und Frisör an. Die hier ausgebildeten Jugendlichen haben schulische oder soziale Nachteile erlitten oder gesundheitliche Einschränkungen. Im Lauf der Jahre wäre das Projekt immer weiter angewachsen und so wäre auch die Erwachsenenfortbildung dazu gekommen. Insgesamt 50 Jugendlichen bietet das Projekt eine Ausbildung, die sechs angestellte Handwerksmeister und mehrere Lehrer bieten. Die Beschäftigten erhalten einen regulären Lehrvertrag, gehen in die reguläre oder eine Förderberufsschule. Sie legen die Prüfung vor der Handwerkskammer genau so ab wie alle anderen Auszubildenden auch. Darüber hinaus bietet das Projekt einen Beschäftigungsbereich, in dem 1-Euro-Jobs angeboten werden. Diese Personen arbeiten im Bereich Umweltschutz und im Pflegebereich. Insgesamt beschäftigt Jagus etwa 120 Personen. Die Wirtschaftskrise hätte Jagus noch nicht zu spüren bekommen.
Barbara Lochbihler zeigte sich sehr beeindruckt. Sie interessierte sich dafür, was aus den Jugendlichen geworden ist, die in den 80er Jahren hier ausgebildet wurden. Franz Lichtenwimmer konnte berichten, dass aus allen die er noch kenne, ordentliche Menschen geworden sind, die größtenteils Familien haben und geregelter Arbeit nachgehen.
Dann besichtigte die Gruppe das Haus und ließ sich zeigen, welche Bedingungen die junge Leute hier vorfinden – wie hier bei den Friseurinnen. Im Gespräch mit den Auszubildenden freute sie sich über deren Werke.
Weiter ging's durch Schreinerei und Gebrauchtmöbellager zur Polsterei. Dort ließ sie sich zeigen, wie Stühle gepolstert werden. Die Beschäftigten verfolgten die Delegation mit Neugierde. Natürlich gibt’s auch einen PC-Raum.
Im Kleiderladen bietet die AWO eine große Auswahl an Kleidung, Wäsche, Schuhen und allem, was man so braucht. Hier hatten wir Gelegenheit mit Barbara Lochbihler zu sprechen.
Frau Lochbihler, welchen Eindruck nehmen Sie von Jagus mit?
Sie werben auf Ihrer Tour für die Europawahl. Was haben Sie denn im Landkreis schon alles gesehen?
Wie kann Sie der Kreisverband der Grünen unterstützen?
Frau Henke, Sie haben Frau Lochbihler sicher schon über die Fragen unserer Region informiert?
Abschließend überreichte Peter Uldahl Barbara Lochbihler das Buch über das Isental. Sie meinte:
Barbara Lochbihler lud die Kreisvorsitzenden nach Brüssel ein, und Peter Uldahl wollte schon gleich den Termin dafür festlegen. Da mahnte sie dann doch, erst noch die Wahl abzuwarten.
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Frühlingsfest beim Seniorenclub im Haus der Begegnung 8:30
VO An alte Zeiten erinnerten sich die Senioren und Seniorinnen des Clubs, denen AWO-Vorsitzende Klara-Maria Seeberger ein Frühlingsfest vorbreitet hatte. Gemeinsam singen, Kaffe trinken und sich an alte Zeiten erinnern, das sorgte für Abwechslung und zauberte das eine und andere Lachen in die Gesichter der älteren Herrschaften. Und wenns draußen regnete, wars drinnen im Haus der Begegnung umso gemütlicher.
Rosa Sabo Ramona Lamnik und Carola Egger entführten die Senioren dann musikalisch in allerlei fremde Länder. Sie ernteten neben viel Applaus auch viele bewundernde Blicke.
Mancher war auch ein bisschen Wehmut ins Gesicht geschrieben – vielleicht weil sie sich an eigene Erlebnisse zurück erinnert sahen?
Klara-Maria Seeberger Sie führen den Seniorenclub im Haus der Begegnung?
Wie sind Sie denn zum Auftritt von Rosa Sabo gekommen, die ja auch schon in Salzburg große Konzerte gegeben hat?
Ist Ihr Seniorenclub schon voll oder könne weiter Mitglieder dazu kommen?
Wie oft trifft sich der Seniorenclub?
Der Seniorenclub trifft sich im Mühldorfer Haus der Begegnung. Sie können einfach mal vorbeischauen oder sich telefonisch anmelden. Empfehlen Sie ihn doch mal ihren älteren Bekannten und Verwandten. Klara-Maria Seeberger freut sich über jeden neuen Teilnehmer.
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Freisinger Bischofskonferenz zu Gast in Altötting: Empfang im Rathaus 6:30
In den Sitzungssaal des Rathauses von Altötting lud die Stadt die Teilnehmer der Bischofskonferenz um sich dafür zu bedanken, dass sie Altötting als Tagungsort ausgewählt haben. Neben den Mitgliedern der Bischofskonferenz war die weltliche Prominenz zahlreich vertreten. Neben Hausherr Bürgermeister Herbert Hofauer war Landrat Erwin Schneider gekommen aber auch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Landtag Eva Gottstein und der FdP-Abgeordnete Tobias Thalhammer. Neben Nachbarbürgermeister Peter Haugeneder und zahlreichen Ehrenbürgern und Stadträten nahm auch Nachbar Staatsminister aD Gerold Tandler nahm an dem Empfang teil.
Bürgermeister Hofauer dankte den Bischöfen für die Einhaltung ihres Versprechens, vor dem gemeinsamen Abendessen der Stadt die Ehre zu erweisen, sich ins goldene Buch einzutragen.
Die Bischöfe wären ja ohnehin zu Hause in Altötting. Trotzdem dankte er sehr dafür, dass sie seine Stadt als Tagungsort ausgewählt hatten. Zuletzt hätte die deutsche Bischofskonferenz im August 1984 in Altötting getagt, damals noch mit Josef Kardinal Höffner als Vorsitzendem.
Auch wenn Freisings Oberbürgermeister schon nach der Bedeutung dieses Umzugs gefragt hätte, fände er die Idee ganz hervorragend, dass die Bischöfe ihre Tagungen an verschiedenen Orten durchführen würden. Er könnte sich auch gut vorstellen, das in Altötting zur ständigen Einrichtung werden zu lassen.
Über Altötting müsste er nicht viel erzählen. Vielleicht ganz aktuell, Tags zuvor hat der Stadtrat das Angebot einer Städtepartnerschaft mit der portugiesischen Stadt Fatima einstimmig angenommen. Diese Partnerschaft hätte die Diskussion einer Sternpartnerschaft aller Marienwallfahrtsorte ausgelöst. Er wäre beauftragt worden, sich in nächster Zeit darum zu kümmern.
Seit dem Papstbesucht im September 2006 hätte sich viel an der Wallfahrt geändert. Seither könne man Wallfahrer aus fast allen Erdteilen auf dem Kapellplatz antreffen. Dazu hätten die Medien beigetragen, die den Besuch sehr ausführlich begleitet hätten. Das nächste Highlight wird die Eröffnung der neuen Schatzkammer des Hauses Papst Benedikts sein. Ein grandioses Museum, wie es kaum ein Wallfahrtsort bieten kann. Die Stadt freut sich sehr darauf, zumal sie sich zusammen mit dem Landkreis nicht unerheblich daran beteiligt hat. Dann überreichte er Erzbischof Dr. Reinhard Marx einen Bierkrug und einen Kreuterlikör, der dem Magen besonders behagt. Und um sie vor Unwettern zu beschützen, gabs noch zwei Unwetterkerzen. Aber auch für alle anderen Bischöfe hatte er das „Altötting-Vollversorgungs-Paket“.
Landrat Erwin Schneider meinte, er wisse zwar, dass sie nicht wegen des Landkreises gekommen wären. Allerdings hätte auch der Landkreis etwas zu bieten, etwa den Papstgeburtsort Marktl mit seinem Geburtshaus. Die großen Anstrengungen beim Kauf des Hauses hätten sich gelohnt. Er lobte das Einvernhmen mit Diözösanbischof Wilhelm Schraml, mit dem sie viele gemeinsame Projekte und Vorhaben verbinden.
Der Landkreis wäre gemeinsam mit der Kirche stark engagiert. So soll heuer im Heiligen Land eine Schule in Jerusalem unterstützt werden. Das Maria-Ward-Gymnasium und die Schmidt-Schule in Jerusalem tauschen regelmäßig Schüler aus. Um dem Wunsch von Papst Benedikt nachzukommen, auch die politische Partnerschaft auszubauen, fährt eine Delegation noch heuer nach Israel reisen. Er erzähle das alles, weil er sich wünschen würde, dass sie nach Rückkehr in ihre Heimatstädte berichten würden, was hier in Altötting alles laufe.
Er wünschte der Konferenz eine erfolgreiche Arbeit und interessante Beschlüsse. Allerdings hoffte er, dass sie Altötting in guter Erinnerung behalten und bei Gelegenheit auch gern wieder kommen.
Bischofskonferenzvorsitzender Dr. Reinhard Marx erzählte, dass es tatsächlich nicht so ganz unumstritten war, dass die Freisinger Bischofskonferenz ihren Sitz verlassen und sich auf den Weg gemacht hat, an anderen Orten zu tagen. Vielen Spekulationen könne er aber nur entgegenhalten, man solle nicht so viel interpretieren. Freising bleibt der Sitz der Freisinger Bischofskonferenz.
Allerdings könne er schon sagen, dass hier eine besondere Atmosphäre herrsche als in Freising. Es wäre schön, zwischendurch einmal über den Kapellplatz gehen zu können. Es bereichere die Versammlung. Sie könnten schon jetzt feststellen, es wäre ein gute Entscheidung, in Altötting zu tagen. Erzbischof Reinhard Marx dankte sehr für die allseits erwiesene Gastfreundschaft. Sie spürten sehr, wie willkommen sie wären.
Auch im Hinblick auf den 75. Jahrestag der Heiligsprechung Bruder Konrads wäre Altötting dran gewesen. Genau so wie der 800. Jahrestag der Gründung der Kapuziner ein Anlass gewesen wäre, sich in ihren Räumen zu treffen. So hofft er, dass sie in dieser Atmosphäre gute Ergebnisse erzielen können.
Auch für die Geschenke dankte er. Besonders der Kreuterlikör würde sicher helfen so manche schwierige Entscheidung zu verdauen. Das Bischofsamt wäre eben nicht leicht! Allerdings griffen sie nicht immer gleich nach dem Likör! Auch die beiden Wetterkerzen benutzten sie sicher, wenn die Diskussionen sich mal wieder in Gewitter ausarteten. Allerdings helfen dann nicht die Kerzen sondern das Gebet und das Suchen des Willens Gottes. Sicher höre er dann: Bleib ruhig, bleib gehorsam und treu, reg Dich nur über wichtige Dinge auf.
Dann meinte er, sie tragen sich gern ins Goldene Buch ein und zeigen dabei, dass sie ihren Namen schreiben können (O-Ton!) Damit unterstreichen sie ihre Verbundenheit mit diesem schönen Wallfahrtsort.
Dann trug sich zuerst Dr. Reinhard Marx ein. Er hatte ganz sichtbar seinen Spaß daran.
Nach ihm alle anderen Mitglieder der Bischofskonferenz.
Am Rand nutzten die Gäste die Zeit zum Plauschen.
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Die INN 2009: Eröffnung und Rundgang
12:10
19 07.05.09
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Stadt Waldkraiburg ehrt ihre erfolgreichen Sportler
11:30
Sportreferent Dietmar Heller konnte eine große Zahl Sportler in der Aula der Hauptschule an der Dieselstraße begrüßen. Neben Bürgermeister Siegfried Klika ließ es sich auch Altbürgermeister Jochen Fischer nicht nehmen, die erfolgreichen Sportler durch seine Anwesenheit zu ehren. Auch die Stadträte waren zahlreich vertreten. Vom BLSV war Kreisvorsitzender Sepp Elsberger gekommen, vom Schützengau Gauschützenmeister Anton Müller.
Erstmals präsentierte sich der Asia-Sport-Verein, der erst im vergangenen Jahr gegründet worden war. Die Mitglieder zeigten ihre Karatekünste. Trainer Adnan Aggün erläuterte Techniken und stellte die Kämpfer vor.
Dietmar Heller dankte Bürgermeister Siegfried Klika und seinen Kollegen im Stadtrat dafür, dass sie die Sportler auch im laufenden Jahr wieder so kräftig unterstützen. Trotz Wirtschaftskrise hätte die Stadt das Budget nicht gekürzt. Das wäre schon bemerkenswert.
Er lobte die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und meinte: O-Ton: Deshalb hör ich auch so schnell nicht auf
Bürgermeister Siegfried Klika gratulierte zunächst zu den erreichten Erfolgen. Es wäre erfrischend zu sehen, dass die Voraussetzungen, die die Stadt geschaffen habe, zu solchen Ergebnissen geführt hätten und dass eine tolle Sportlerfamilie entstanden wäre. Diese Sportsfamilie wäre auch in den Entscheidungsgremien vertreten. Gemeinsam versuchten sie mit allen Mitteln die Rahmenbedingungen auch in den kommenden Jahren unverändert zu erhalten. Die nun geehrten wären nur die Spitze einer großen Zahl von Sportlern in der Stadt. Sportlern und Funktionären gemeinsam wäre viel Fleiß, die passende Motivation und der Wille, immer weiter zu machen. In 34 Sportlerehrungen wurden so insgesamt 3.326 Sportler geehrt, praktisch jedes Jahr 100 Sportler und Funktionäre. Diese große Zahl, die ja auch die breite Basis repräsentiert, zeigt, dass die jungen Leute wissen, wie sie ihre Zeit sinnvoll verbringen können. Rumhängen ist in Waldkraiburg nicht!
Er gratulierte allen Geehrten und wünschte für die Zukunft weiter so gute Leistungen.
BLSV-Kreisvorsitzender Sepp Elsberger meinte, Waldkraiburg hätte als erste Gemeinde die Sportlerehrung eingeführt. Dieses Beispiel hätten inzwischen viele Kommunen und auch der Landkreis übernommen. Auch er dankte der Stadt für die unverändert gute Unterstützung der Sportler durch die Stadt. Dann hatte er etwas besonderes: Er hatte eine Plakette in Bronze für Bürgermeister Siegfried Klika. Der war richtig überrascht.
Dann wünschte er allen Sportlern viel Erfolg. Jeder soll Weltmeister werden.
Gau-Schützenmeister Toni Müller übermittelte die besten Grüße des Schützengaus Mühldorf. Er komme jedesmal gern nach Waldkraiburg, weil es immer so ein erhebender Anblick ist, einen ganzen Saal voller Leistungssportler vor sich zu haben. Da ginge ihm schon das Herz auf.
Es freue ihn auch, dass die Funktionäre hier auch Ehrung erfahren würden, die sonst doch eher im Hintergrund stünden. Er überreichte Dietmar Heller von der Schützengilde Waldkraiburg die goldene Verdienstnadel des deutschen Schützenbundes.
Weil sie schon wieder weg mussten, wurde die Ehrung des Dart-Clubs „Horizont“ vorgezogen. Sie hatten im vergangenen Jahr die deutsche Meisterschaft gewonnen und nahmen in der selben Zeit an der Weltmeisterschaft in Las Vegas teil. Nur Andreas Rakowitz war nicht mitgefahren. Er nahm die Auszeichnung für Christian Hörger, Marco Schönfeld, Marco Schwarzer, Pierre Fink und sich selbst in Empfang.
Dann unterhielten erst einmal die Karateka des Asia Sport-Clubs. Diesmal führte man die Ehrung in einem etwas anderen Modus durch. Wurden die Sportler bisher für jede Leistung mit einer eigenen Nadel ausgezeichnet, rief Dietmar Heller heuer die Vereine nach dem Alphabet ihrer Namen auf.
Von den 75 ausgezeichneten sind 23% Damen und 77% Männer. Im vergangenen Jahr waren es 55% Frauen und 45% Männer. Von den fünf Funktionären kämen drei vom Motorclub Waldkraiburg. Klaus Neumann ist seit 10 Jahren Streckenposten und Sportwarte bei den Kartrennen. Er und die anderen Funktionäre erhielten einen Glaskrug, eine Urkunde und eine Blume. Der nächste, Helmut Dybek ist seit 11 Jahren Sportwart und Streckenposten, genau so wie Andreas Muresan. Er war selbst leider nicht da.
Herbert Knittel vom Reha-Sportverein Waldkraiburg ist seit 10 Jahren Spartensprecher und Mitglied im erweiterten Vorstand. Außerdem war er in 35 Jahren 1.500 Mal Schiedsrichter.
Jochen Rademachter, ebenfalls vom Reha-Sportverein war dort 10 Jahre lang Kassier.
Nun folgte die Auszeichnung der Sportler. Die Sportler des Dart-Clubs wurden bereits geehrt. Deshalb nun die Mitglieder des EC Ebing. Der 14-jährige Johannes Straßer erhielt die bronzene Ehrennadel für seinen 7. Platz in der deutschen Meisterschaft im Eisstock-Weitschießen. Er ist 14 und 1,93 groß!
Die Eishockey-Mannschaft des EHC Waldkraiburg erhielt die bronzene Nadel für den ersten Platz in der bayerischen Meisterschaft. Bürgermeister Siegfried Klika hatte viel zu tun, allen Nadel und Urkunde zu überreichen.
Julia Klose vom EHC Waldkrauburg ist U18-Eishokey-Nationalspielerin und wurde 8. In der deutschen Meisterschaft mit dem ERSC Ottobrunn.
Auch Stefanie Wolfgruber spielt beim EHC. Auch sie wurde 8. Bei der deutschen meisterschaft mit dem ERSC Ottobrunn.
Franziska Meinicke und Tamara Wolf belegten den ersten Platz in der deutschen Eishokey-Meisterschaft
Dennis Kolb, der bei Wetten-Dass in der Papiertonne geturnt hatte, war nicht gekommen. Für seinen ersten Platz in der bayerischen Meisterschaft und die Berufung in den Bundeskader gabs Bronze und Silber.
Gudrun Brandl wurde 3. In der bayerischen Meisterschaft im Crosslauf.
Josef Friesenbichler wurde 2. In der bayerischen Meisterschaft im Halbmarathon und 1. In der oberbayer. Meisterschaft im Crosslauf. Er war nicht gekommen.
Auch nicht gekommen war Elli Mai.
Monika Mitter-Lang wurde 3. Bei der bayerischen Meisterschaft über 10 km und 1. Bei der obergayerischen Meisterschaft über 5 km.
Bernhard Schlesag belegte den 3. Platz bei der bayerischen Meisterschaft über 10 km. Auch er war entschuldigt.
Vom Motorclub ist Norbert Wimmer seit Jahren erfolgreich. Er belegte den 3. Platz beid er ADAC Bergmeisterschaft. Auch er war entschuldigt.
Erdogan Günes wurde deutscher Meister im Computerschach der Anwender, Vize-Weltmeister im Computerschach und Vizeweltmeister im Computerblitzschach. Silber und Gold für ihn.
Klaus Pötsch wurde oberbayerischer Schach-Einzelmeister. Auch er war nicht da.
Emily Caruso, die in Colorado Springs wohnt, hat an den olympischen Spielen in Peking teilgenommen. Sie war aus verständlichen Gründen nicht nach Waldkraiburg gekommen.
Theo Gschwandtner wurde oberbayerischer Mannschaftsmeister mit dem Kleinkaliber liegend.
Auch Walter Lagleder war nicht da. Er wurde oberbayerischer Meister mit dem Kleinkaliber 3x40 Schuß.
Stefan Meixner wurde oberbayerischer Meister mit dem Kleinkaliber über 100m und 3x 20 Schuß.
Christian Wagner wurde oberbayerischer Mannschaftsmeister mit dem Kleinkaliber 3x40 Schuß.
Bernd Schotts Erfolge aufzuzählen ist mühsam. Er ist der erfolgreichst Schütze der Schützengilde Waldkraiburg und erhielt die silberne und die bronzene Nadel.
Huber Hacker wurde 5. In der deutschen Meisterschaft mit dem Großkalibergewehr über 300 m.
Da stellte sich schon die Frage, ob man bei 300 Metern überhaupt das Ziel noch sieht!
Alle Jahre dabei ist Josef Neumaier. Er erhielt die silberne Nadel für die Teilnahme an den Paralympics in Peking. Es waren seine vierten olympischen Spiele.
Sonja Kneidl vom Sportkegelverein Waldkraiburg wurde bayerische Meisterin bei den Seniorinnen A und 14. Bei der bayerischen Meisterschaft.
Georg Obermeier vom SV St. Erasmus war wieder nicht gekommen. Er wurde bayerischer Vizemeister im Eisstock-Weitschießen Ü50.
Franziska Wimmer und Daniel Axenböck vom TSC Weißblau wurden bayerische Meister Junioren 1 B Latein und nahmen an der deutschen Meisterschaft teil. Auch sie waren nicht da.
Eine außergewöhnliche Sportart betreibt Beate Hohenadler: Berittenes Bogenschießen. Dabei wurde sie bayerische Meisterin.
Dann folgte der VfL Waldkraiburg mit seinen zahlreichen Sparten:
Der Boxer Musa Avdimetaj wurde oberbayerischer Meister, südbayerischer Vizemeister und bayerischer Meister. Auch sein Bruder Safet Avdimetaj wurde südbayerischer Meister und bayerischer Vizemeister.
Den richtigen Namen für einen Boxer trägt Kevin-Anton Baumstark. Er wurde südbayerischer Meister und bayerischer Meister in seiner Gewichtsklasse.
Niklas‘ Kriegers Erfolgsliste ist lang und es ist nur ein zweiter Platz darunter. Auch er war nicht da.
Eugen Polanski wurde oberbayerischer Meister im Weltergewicht bis 69 kg.
Auch Erik Sokolov wurde für lauter Meistertitel geehrt – inklusive dem Titel des deutschen Meisters.
Auch Michael Kryukow war wieder sehr erfolgreich in 200 und 400 m Freistilschwimmen.
Christina Stoffel, Magdalena Garbe, Franziska Schmid, Anja Thüring und Julia Thiem wirden Bezirksliga Tennismeisterinnen.
Man könnte sagen, Peter Deuß läuft und läuft und läuft. Er ist inzwischen über 71 und erhielt die bronzene, die silberne und die goldene Nadel für die zahlreichen Erfolge des vergangenen Jahres.
Regina Hartmetz Erfolgsliste ist auch lang. Sie erhielt die bronzene Nadel für den dritten Platz in der bayerischen Blockmeisterschaft W14 Spring und Sprung.
Dieter Kneißl war nicht gekommen. Seine Erfolgsliste hat ihn auf die Liste der Ausgezeichneten gebracht.
Dafür war Mirjam Mayer da, die ihre Erfolge mit dem Diskus erzielt hat.
Monika Obermaier ist auh jedes Jahr erfolgreich. Sie ist in allen Disziplinen erfolgreich, wo man etwas wegwerfen muss, wie Dietmar Heller launig bemerkte.
Anna Sehorz erhielt die Bronzenadel für eine Weitsprung-Weite von 5 Metern 51. Außerdem führt sie die Bestenliste in süd-ost-oberbayern im Siebenkampf an.
Der Speerwerfer Daniel Paul wurde oberbayerischer Meister und belegt den 2. Platz der Bestenliste.
Noch erfolgreicher ist sein Vater Rainhold Paul. Er ist deutscher Meister, Europameister und Weltmeister in der Altersgruppe der Senioren. Dafür erhielt er die bronzene, die silberne und die goldene Anstecknadel.
Den Abschluss bildete eine weitere Vorführung der Karateka des Asia Sport Vereins. Wir gratulieren allen Sportlern und wünschen auch 2009 so viele Erfolge wie sie 2008 erreicht haben. Bürgermeister Siegfried Klika hatte noch ein kleines Dankeschön, das der neue Verein sicher gut wird brauchen können.

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Nach 30 Jahren Kampf:Spatenstich zum Bau der Umgehungsstraße in Neumarkt-St. Veit
9:20
An der alten Teisinger Straße hatte das Straßenbauamt die erste Baustelle für die neue Umfahrung vorbereitet. Bevor die Prominenz eintraf, studierten Anwohner und interessierte Neumarkter die Pläne.
Für die zusätzlichen Lärmschutzmaßnahmen bedankten sich Besucher mit Transparenten.
Wie wichtig der Anlass war, zeigte die Liste der Teilnehmer. Neben der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium Karin Roth waren der bayerische Staatssekretär im Innenministerium Dr. Bernd Weiß, Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber, MdB Ewald Schurer, MdB Stephan Mayer, MdL Dr. Andreas Fischer von der FDP, Grünen Landtagsfraktionschef Sepp Daxenberger, Landrat Georg Huber, stellvertretende Landrätin Eva Köhr, Bürgermeister Erwin Baumgartner, Bürgermeister Günther Knoblauch und zahlreiche Kreis- und Stadträte gekommen.
Klaus-Peter Olk vom Straßenbauamt Rosenheim begrüßte die Gäste und stellte die Bedeutung der Maßnahme heraus. Dies zeige sich besonders auch darin, dass man schon drei Monate nach Baurecht mit dem Bau beginnen könne. Er bat die Abgeordneten auch weiterhin dem Straßenbau so gewogen zu bleiben. Bayern kann es brauchen.
Er würdigte Bürgermeister Erwin Baumgartners Engagement, mit dem zusammen in den vergangenen Jahren in Neumarkt und Umgebung viel bewegt werden konnte. Er freute sich besonders über die zahlreichen Bürger und Bürgerinnen, die bislang sehr kooperativ waren.
Parlamentarische Staatssekretärin Karin Roth meinte, dies wäre ein Freudentag. Es wäre den Konjunkturpaketen der Bundesregierung zu verdanken, dass hier so schnell gebaut werden kann. Damit werde die Wirtschaft stabilisiert und es würden Arbeitsplätze geschaffen. Investitionen von 80 Milliarden Euro bekommen zu haben, wäre für sie ein großer Erfolg, der es möglich mache wichtige Infrastrukturprojekte im ganzen Land in Angriff nehmen zu können. Hier würden 8,6 Millionen Euro investiert. In ganz Bayern würden 15 Projekte mit einer Investitionssumme von 366 Euro realisiert. Bayern profitiere damit sehr von den Konjunkturprogrammen.
Sie dankte den Straßenbauverwaltungen für die viele Arbeit, die sie nun mit der Realisierung der Projekte haben.
Diese 3,7 Kilometer lange Straße hebe sicher die Lebensqualität der Bürger in der Stadt und mache die Stadt sicherer. 11.000 Fahrzeuge hätten sich bislang durch die Stadt gewälzt, eine riesige Belastung mit Lärm und Abgasen. Aber auch an der neuen Straße wird der Lärmschutz groß geschrieben. Sie freue sich sehr, dass es gelungen ist, hier Lärmschutz zu bauen. Sie bekräftigte auch die Absicht die A94 weiter zu bauen, so komme sie zum Spatenstich für den Baubeginn des Abschnitts Ampfing-Heldenstein wieder in den Landkreis.
Dann betonte sie, dass die Bundesstraße 299 eine große Magistrale wäre und ihr Ausbau auch eine Art Konjunkturprogramm für die Zukunft darstelle. Aber auch der Weiterbau der zweigleisigen Bahnstrecke Mühldorf München ist für sie selbstverständlich. Unternehmen und Fahrgäste brauchen diese Maßnahme dringend.
Die Anwesenheit so vieler Parlamentarier zeige die Bedeutung des Projekts. Ihr Engagement in der Vergangenheit habe es möglich gemacht, nun in der Region so viele verschiedene Infrastrukturmaßnahmen gleichzeitig anpacken zu können.
Abschließend bat sie die Anwohner um Verständnis für die Einschränkungen während der Bauphase und wünschte der Baustelle einen unfallfreien Verlauf.
Staatssekretär im Innenministerium Dr. Bernd Weiß meinte, es wäre ein Erfolg der politischen Kräfte, dass man an diesem Tag gleich vier Mal Spatenstiche begehen könne, und davon zwei in der Region. Es wäre ein Ziel, leistungsfähige Achsen zu schaffen, die dann das nachgeordnete Straßennetz mit sich ziehen würden. Die will man durch Ortsumgehungen und den Ausbau älterer Straßenabschnitte schaffen. So schön die Stadttore von Neumarkt-St. Veit wären, wären sie doch für den Verkehr nicht mehr zeitgmäß. Die neue Straße entlaste von Lärm und Abgasen und hebe die Sicherheit auf Neumarkts Straßen.
Natürlich wäre Bayern dankbar für die Mittel aus Berlin. Die leistungsfähige Bauverwaltung könnte aber durchaus noch mehr verkraften!, etwa Restmittel aus anderen Bundesländern, die dort nicht verbaut werden können.
Dr. Bernd Weiß mahnte aber auch die ausstehnde Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans an und suchte zu bedenken, dass in Bayern Bevölkerung zuzieht, das wirtschaftliche Wachstum vorhanden ist und damit alle verfügbaren Mittel gebraucht werden. So wären in der Region neben der A94 auch zahlreiche Staatsstraßen und Bundesstraßenprojekte im Bau oder in Planung.
In diesem Jahr stehen 1,1 Milliarden Euro zur Verfügung. Das wäre mehr als im bisherigen Rekordjahr 2006.
Er plädierte dafür, nach Beendigung der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit sollte der Bund damit beginnen, leistungsfähige Ost-West-Verkehrsverbindungen zu schaffen. Das wäre gerade hier im süd-ost-bayerischen Raum besonders wichtig.
Dann dankte er allen, die an Planung und Bau beteiligt sind und wünschte einen unfallfreien Verlauf der Baumaßnahmen.
Stellvertretende Landrätin Eva Köhr freute sich sehr, an diesem Spatenstich teilnehmen zu dürfen. Nach 30 Jahren Diskussion wird nun eine Verkehrssituation behoben, die längst unerträglich war. Endlich können die Bürger bald wieder durchatmen und ihren historischen Stadtplatz wieder genießen. Auch sie betonte die Wichtigkeit der Bundesstraße 299 für die Region. Sie wäre sowohl für den Verkehr in die neuen EU-Staaten im Süd-Osten als auch als Zubringerstraße für die A94 von großer Bedeutung. Auch die Stadt Neumarkt-St. Veit hätte große Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt und verbinde den Landkreis mit Niederbayern. Von dort wiederum pendeln die Menschen über Neumarkt nach München zur Arbeit. Deshalb warten alle so sehr darauf, dass die A94 durchgehend nach München befahrbar sein wird, nicht nur ein Stück weit bis Heldenstein. Auch der baldige zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke ist für die Bürger der Region unabdingbar.
Dann ging sie auf die 30-jährige Geschichte ein, die die Diskussion um den Bau der Umgehungsstraße bereits erlebt hat. Dann dankte sie allen Beteiligten, besonders den Bundestagsabgeordneten und Staatssekretär Dr. Marcel Huber für ihr Engagement, ohne das es nicht so schnell gegangen wäre. Sie hoffte, pünktlich 2011 dieVerkehrsfreigabe feiern zu können.
Bürgermeister Erwin Baumgartner erinnerte an die Feierlichkeiten zum 200. Jubiläums der Schlacht bei Neumarkt 1809. Auch heute werde mit dem Spatenstich Geschichte geschrieben. Die ersten Planungen stammten aus dem Jahr 1936. Schon damals wollte man den Stadtplatz vom Verkehr befreien und die Stadttore schützen. In den zurückliegenden 30 Jahren kämpfte eine Bürgerinitiative für den Bau der Umgehungsstraße. Nun wäre Licht am Ende des Tunnels.
Während sie um diese Straße kämpften, konnten sie mehrere kleinere Projekte gemeinsam realisieren. Das ging nur zusammen mit allen Beteiligten übre alle politischen Grenzen hinweg. Dafür dankte er ihnen allen. Sein besonderer Dank galt aber der Bürgerinitiative „BUN“ und drei Personen, die besonderen Anteil an den Vorarbeiten gehabt haben. Dem Planer Werner Bauer vom Staatlichen Bauamt Rosenheim, Dietmar Gaiser, früher im Bayerischen Rundfunk, der mit seiner Sendung „Jetzt-red-i“ großen Anteil daran hatte, die Straße wieder in den vordringlichen Bedarf zurück zu bekommen, und schließlich dem Patenonkel Günther Knoblauch, der ihm als jungem Bürgermeister die nötigen Türen geöffnet hat.
Schließlich dankte er den Grundstückseignern und Anliegern, die ihren Anteil daran haben, dass nun gebaut werden könne. Und weil man in Bayern „vergelts Gott“ sagt, möchte er noch dazu sagen, dass die Neumarkter froh und glücklich sind.
Dann stellte er noch fest, dass er wieder seinen alten Straßenbauanzug trägt. Er würde sich freuen, ihn zur eröffnung wieder tragen zu können. Dann überreicht er Staatssekretärin Karin Roth und Dr. Bernd Weiß einen Schirm als Gastgeschenk.
Nachdem Stadtpfarrer Eisenmann und die evangelische Pfarrerin Anke Sänger für die Bauarbeiten gebetet und alle Beteiligten gesegnet hatte, schritt man an die Spaten.
Und nur MdB Ewald Schurer hatte vorschriftsmäßig einen Helm auf dem Kopf.
Damit war der Auftakt gemacht und man ging zum gemütlichen Teil über. Bei Brotzeit und einem kühlen Geträng gabs noch vieles zu bereden. Allerdings hatten die Ehrengäste nicht gar so viel Zeit: Die nächsten drei Spatenstiche warteten auf sie.
Nun also wird gebaut um Neumarkt-St. Veit herum und 2011 soll man dann auf der 3,7 km langen Umgehungsstraße fahren können. Auch wir hoffen, dass dieser Zeitplan eingehalten werden kann und niemand dabei zu Schaden kommt.
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Das 23. Oldtimer-Treffen in Mühldorf
3:55
VO Regelrecht unüberschaubar war die Anzahl Autos, Motorräder, Traktoren, Unimogs und Lkws. Aber auch der Teilemarkt bot für jeden etwas: Vom alten Lenkrad bist zum modernsten Autoradio.
So mancher Blick verriet Kennerschaft.
Manche der Veteranen sahen aus, als kämen sie gerade aus dem Laden, andere dagegen, als würden sie die nächsten Kilometer nicht überstehen.
Wie dieser BMW. Na, wär‘ der was?
Nein – meinte er – da sieht man ja durch jedes Blech durch. Das ist Arbeit für 15 Jahre.
Die Oldtimerfreunde, aber auch die Inntalia sorgten dafür, dass niemand hungern musse. Da wurde man gar nicht fertig mit Semmeln aufschneiden, Leberkäs abschneiden, Semmeln aufschneiden, Leberkäs abschneiden.
So eine alte 500 Kubik-Maschine kann schon kräftig zurückschlagen. Aber wenn er dann läuft und die außenliegenden Ventilstößel es zeigen... dann gerät so mancher ins Schwärmen.
Diese Pumpe wird von einer Rarität angetrieben: einem Deutz Verdampfer-Kühler-Dieselmotor, der so langsam läuft, dass man den Ventilen und Schwungrädern zuschauen kann.
Ein Rahmen mit Fahrzeugbrief ist schon eine Rarität und in manchen Kreisen ordentlich Geld wert!
Und wer eine Mitstgabel oder einen alten Radioempfänger suchte, auch der kam auf seine Kosten.
Für dieses alte Gerippe verlangte sein Besitzer 9.000 Euro. Kein Wunder, das Motorrad stammt aus dem Jahr 1905.
Sogar einen Außenbordmotor für ein Boot gabs zu kaufen.
Und wer zum alten Landauer passendes Gepäck suchte – hier fand er es.
Damit kein falscher Eindruck entsteht: Oldtimer gabs natürlich nicht nur auf zwei Rädern. Auch die Autos waren zahlreich da. Von der Isetta bis zum Opel GT, vom Opel Rekord bis zur Tin Lizzy, und Mercedes bis zum legendären SL. Traktoren gabs vom Eicher bis zum Lanz.
Nach soo viel Schauen war Pause angesagt.
Diese Oldtimer-Autowerkstatt kam stilecht mit dem Oldtimer Werkstattbus.
Am Nachmittag hatten wir Gelegenheit die Rennbahn zu überfliegen. Es waren immer noch Enthusiasten da. Ein rundum gelungenes Oldtimertreffen, mit mehr Besuchern als je zuvor und vom Wetter begünstigt. Wir freuen uns schon wieder aufs nächste Jahr.
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Fußball Bayernliga: TSV Buchbach - FSV Erlangen-Bruck
10:30
Ohne Stefan Hillinger und ohne Manuel Neubauer musste der TSV Buchbach auflaufen. Beide waren verletzt. Stefan Hillinger hatte Probleme mit seinem Knie und Manuel Neubauer litt an den Folgen einer Muskelzerrung. Er konnte für maximal 20 Minuten ins Spiel eingreifen, das hatte Physiotherapeutin Nadine Weidinger Trainer Matthias Pongratz zugesagt.
Schiedsrichter der Partie war Martin Vogler, seine Assistenten Florian Wernz und Jan-Erik Wild.
Anstoß hatte Erlangen-Bruck, die ganz in weiß von links nach rechts spielten. Buchbache ganz in schwarz demnach von rechts nach links.
Nach einigen Minuten Abtastens, in der sich schon zeigte, dass Erlangen-Bruck hier nicht defensiv-Fußball spielte, erhielt Tim Bauernschuster diesen Paß direkt in den Strafraum. Er kam aber einen Schritt zu kurz:
Dann dieser Angriff. Aus gut 25 m Entfernung trifft Jochen Strobl zum 0:1 ins kurze Eck. Thomas Penker konnte nichts mehr machen. Entsprechend konsterniert saß er dann am Boden. Hier nochmal das Tor.
Keine 5 Minuten später: Der Ball ist im Seitenaus. Einwurf für Erlangen-Bruck. Nach weitem Einwurf von Arpad Backens kann Buchbach nur mit Mühe den Ball aus dem Strafraum wegschlagen.
Jetzt konzentrierte sich das Spiel auf die Buchbacher Spielhälfte. Buchbachs Abwehr war an diesem Nachmittag nicht in Bestform. Wie hier, als Arpad Backens fast frei zum Schuß kommt. Nur gut, dass er den Ball nicht richtig erwischt hatte.
Dann bäumte sich Buchbach auf: (1:55:29:03) Tim Bauernschuster auf Ralf Klingann, der zurück auf Tim Bauernschuster – markus Gibis stand fast frei vor Torhüter Felix Hörrlein – und Daglas Numanovic bekommt das Knie des Gegenspielers ins Gesicht. Freistoß aus 20 Metern. Die Mauer lenkt den Ball ins aus: Ecke. Er wollte nicht rein!
Auch wenn es weiter 0:1 stand, waren die Spielanteile jetzt gleichmäßig verteilt. Buchbach wurde aber noch stärker.
Ralf Klingmann verliert den Ball, Stefan Bernhardt erobert ihn zurück. Er spielt mehrere Gegner aus und legt Tim Bauernschuster vor, dem aber Felix Hörrlein den Ball von den Füßen nimmt.
Nach diesem Foul an Ralf Klingmann gabs Freistoß. Den kann Felix Hörrlein mit der Faust abwehren. Daglas Numanovic erwischt den Ball und spielt hoch zurück auf Manuel Kagerer. Ihn bringt Stefan Marxer zu Fall. Aus unserer Perspektive ein klarer Strafstoß. (Zeitlupe) Schiedsrichter Vogler ließ aber weiterspielen.
Nach diesem angeblichen Foul pfiff Schiedsrichter Vogler Freistoß. Jochen Strobl verstand es selbst nicht. Der Freistoß landete direkt in Thomas Penker’s Armen.
Hier flankt Stefan Bernhardt in den Strafraum. Daglas Numanovic kommt noch dran, kann den Ball aber nur an die Latte lenken.
Offensichtlich hatte ihn noch ein Erlanger berührt. Der Schiedsrichter gab Ecke. Die konnte Felix Hörlein aber im Nachschuß abwehren.
Dann dieser Angriff Buchbachs. Daglas Numanovic auf Markus Gibis, der auf Tim Bauernschuster und der auf Christian Kagerer, der den Ball neben das Tor setzt.
Buchbach war jetzt ziemlich drückend überlegen, das Spielgeschehen fast ständig vor dem Tor der Erlanger.
Nach dieser Ecke kann Felix Hörlein den Ball wegfausten. Buchbach bekommt ihn aber und Manuel Kagerer kann in zu Ralf Klingmann flanken. Der schießt knapp übers Tor.
Dann besann sich Erlangen-Bruck. Dieser Konter landete aber bei Thomas Penker.
Etwa 7 Minuten vor Schluss der ersten Halbzeit dieses Foul. Die erste gelbe Karte für Jochen Strobl in einer bis dahin sehr fair ausgetragenen Partie.
Noch ein paar Minuten bis zum Halbzeitpfiff: Ecke Buchbach. Der Ball schien schon im Seitenaus. Manuel Kagerer erwischte ihn aber noch und flankte auf Markus Gibis, der ins lange Eck verlängert. Alle jubeln über den Ausgleich. Nur der Schiedsrichter nicht, er entscheidet auf Abseits. Es bleibt beim 0:1 und Christian Kagerer kanns nicht fassen. Auch Matthias Pongratz hatte so seine Zweifel.
Dann beendete der Pausenpfiff die erste Halbzeit. Und Alex Neulinger wollte mit niemand reden, nicht mal mit Matthias Pongratz.
Die zweite Halbzeit. Nun also Erlangen-Bruck von rechts nach links.
Riesen Glück für Buchbach kurz nach Wiederanpfiff: Nach dieser Kombination läuft Arpad Backens allein auf Thomas Penker zu und findet den Weg ins Tor doch nicht.
Die Emotionen gingen in dieser Szene hoch: Ein Erlanger überrennt Alex Neulinger – und – wird dafür vom Schiedsrichter ermahnt.
Abwurf Erlangen-Bruck: Tim Bauernschuster geht dazwischen und dann diese Aktion von Daglas Numanovic. Er hat den Erlanger zwar nicht getroffen, der hat sich aber offenbar ganz schrecklich verletzt. Jedenfalls lief er gleich wieder ganz munter.
Wieder eine Chance für Erlangen-Bruck: Nach Einwurf und Flanke von links kommt ihr Stürmer einen Schritt zu spät. Der Ball geht neben das Tor ins aus.
Dann wechselte Matthias Pongratz aus: Für Marcus Gibis kam Manuel Neubauer und für Daglas Numanovic kam Thomas Götzberger.
Auch Erlangen brachte frische Kräfte: Für Stefan Marxer kam Serdal Gündogan.
Obwohl es zwischenzeitlich auf beiden Seiten Chancen gab, war doch keine so zwingend, dass daraus ein Tor hätte resultieren müssen.
Hier musste Thomas Penker allerdings noch einmal Einsatz zeigen: Felix Günther sprintet fast über das halbe Spielfeld und zieht aus 25 m Entfernung ab. Er wäre dran gewesen.
Alex Neulinger und Matthias Völker geraten hier aneinander. Sie können aber weiterspielen. Ralf Klingmanns Freistoß wäre sehr gut platziert gewesen.
Dann kam Stefan Hillinger für Tim Bauernschuster.
Gerade als es den Anschein hatte, als hätten sich beide Mannschaften mit dem 0:1 abgefunden setzte Erlangen-Bruck diesen Konter an. Thomas Penker konnte Felix Günthers Kopfball abwehren: Ecke. Die änderte aber ncihts am Spielstand.
Dann erhielt erstmals Manuel Neubauer den Ball. Gelb für Manuel Kilger.
Und gleich noch ein Foul an Manuel Kagerer. Ralf Klingmanns Freistoß durch alle Beine hindurch war nicht ungefährlich.
Und dann war es endlich so weit:Nach dem Foul hier am linken Bildschirmrand gabs Freistoß für Buchbach. Es war etwa die Mitte der Spielfeldhälfte, von der aus Stefan Hillinger schoß. Der Ball ging noch über eine Station, landete dann bei Manuel Kagerer und schließlich im Tor. 1:1 Ausgleich in der 83. Minute.
Dann wechselte Erlangen-Bruck aus und brachte Patrick Schönfeld für Felix Günther.
Für diesen Abwehrversuch kassierte Alex Neulinger noch gelb. Es hatte sich den ganzen Spielverlauf schon abgezeichnet, dass er heute noch etwas würde einstecken müssen. Allerdings ist diese gelbe nicht in Ordnung, wenn man andere Szenen des Spiels gesehen hat, die folgenlos geblieben waren.
Vielleicht die letzte Chance für einen Siegtreffer vergab Buchbach nach dieser Ecke. Der Ball ging über das Tor.
Thomas Götzberger kassierte noch eine gelbe Karte für dieses Foul an dem eingewechselten Bastian Lutz.
Dann beendete der Schlusspfiff dieses Bayernligaspiel beim Spielstand von 1:1.
Nach dem Spiel stießen die Trainer erst einmal auf das Spiel an. Soviel Zeit muss sein, meinte Pressesprecher Erich Haider.
Erlangen-Brucks Trainer Gerhard Klaus meinte zum Spiel:
Matthias Pongratz sollte doch mit dem Punkt zufrieden sein, der die Mannschaft näher an den Klassenerhalt heranbringt?
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Werksbesichtigung und Europaessen mit MdEP Dr. Angelika Niebler
13:50
20
14.05.09
Die Waldkraiburger Firma EMG Casting AG lud anläßlich des Besuches von Frau Dr. Niebler zum Tag der offenen Tür. Zahlreiche Waldkraiburger nahmen die Gelegenheit wahr, sich diesen Betrieb anzusehen, der zur Schwerindustrie zählt und von aussen gar nicht nach geschmolzenem Stahl und Eisengießen aussieht. 125 Mitarbeiter beschäftigt die Firma und 25 Werksvertragsmitarbeiter aus Polen, diese zur vollsten Zufriedenheit, wie .. Tauschhuber eingangs erläutert. Wir haben die Gruppe mit Frau Dr. Niebler und dem Waldkraiburgs CSU Vorsitzendem Harald Jungbauer begleitet. In Schmelzöfen, von denen jeder vier Tonnen Stahl faßt, wird das Metall eingeschmolzen. Die Öfen werden elektrisch beheizt. EMG hat deshalb einen sehr hohen Stromverbrauch und dadurch natürlich hohe Energiekosten. In der Werkshalle sieht man, dass hier gearbeitet wird. Da nützen auch die Lüfter nicht viel. Dr. Angelika Niebler ließ sich die Eigenarten der Produktion und der Produkte genau erklären. Ein Blick in den Schmelzofen zeigte die hohe Temperatur, die dort herrscht. 300 kg flüssigen Stahl holt der Stapler aus dem Ofen und bringt ihn zur Gußform.
15.000 Modelle für Gußformen lagert EMG in diesem Hochregallager. Diese Modelle fertigt EMG im Auftrag der Kunden selbst an und lagert sie dann bis zum nächsten Auftrag ein.
Inmitten der vorbereiteten Formen ließ sich die Besuchergruppe die Arbeitsschritte erläutern.
Vor Auslieferung müssen die Gußteile entgratet werden.
Eine neu gebaute und fast fertiggestellte zweite Produktionshalle kann wegen der zurückgegangenen Aufträge nicht in Betrieb genommen werden.
Einen ruhigeren Bereich des Betriebes hatte die Firmenleitung ausgeräumt und zum Biergarten umfunktioniert. Hier gab’s Brotzeit und natürlich einige Informationen zur Europawahl.
Am Abend hatte die Frauenunion zum Europaessen in den Saal des Kreuzerwirt nach Mettenheim geladen. Jeder der neun Ortsverbände der Frauenunion hatte sich ein Land zum Thema gewählt und bot typische landestypische Speisen an. So präsentierte der Ortsverband Mühldorf Griechenland. Griechenland wurde einerseits gewählt wegen Mühldorfs Partnerstadt Iraklio und andererseits weil Roswitha Mayerhofer eben griechisch spricht.
Spanien präsentierten die Damen aus Schwindegg.
Heldenstein hatte es leicht. Österreich ist so bekannt und gibt kulinarisch so viel her, dass man sich auf die Linzer Torte und die Sachertorte beschränkte.
Ungarn nahmen sich die Damen aus Gars zum Thema. Ihr Tisch bog sich förmlich wegen der angebotenen Vielfalt.
Sicher die meisten Abnehmer erwarteten die Frauen aus Ampfing. Sie boten gute bayerische Schmankerl. Vom Obazdn bis zur Zwiebelsuppe. Sie hatten schon Abnehmer, bevors überhaupt losging.
Ganz unitalienisch, also lag vor Beginn fertig, waren die Damen aus Neumarkt-St. Veit.
Was gibt’s typisches in Holland? Natürlich Käse, dachten sich die Frauen aus Buchbach. Und so gabs Käse und jeder Form wunderschön angerichtet.
Mühldorfs zweiter Bürgermeister Paul Schwarz wollte schon mal bei den Waldkraiburgerinnen probieren. Natürlich hatten sie Frankreich zum Thema. Schließlich ist ihre Partnerstadt Sartrouville bei Paris. Für Paul Schwarz blieb’s beim Schauen.
Und schließlich gabs bei den Damen aus Kraiburg belgische Süßigkeiten und Schokolade.
Die Kirchdorfer Blasmusik sorgte für den musikalischen Rahmen während die Gäste immer zahlreicher wurden. Die anfänglichen Befürchtungen, es würden nur Frauen kommen, erwiesen sich schnell als unbegründet. So konnten sich Charlotte Konrad und Inge Schnabl freuen.
Schließlich war der Saal bis auf den letzten Platz besetzt und FU-Vorsitzende Ilse Preisinger-Sontag konnte die Gäste begrüßen.
Auch die Prominenz hatte es sich nicht nehmen lassen, zu kommen. Neben Landrat Georg Huber und stellvertretender Landrätin Eva Köhr, waren zahlreiche Bürgermeister gekommen, wie Siegfried Klika aus Waldkraiburg, Stefan Schalck aus Mettenheim, Thomas Einwang aus Buchbach, Michael Hausperger aus Oberbergkirchen und viele ander. Ganz zuletzt begrüßte sie die Europaabgeordnete Dr. Angelika Niebler.
Mit ihr machte sie sich auf zu einem Rundgang. Dr. Niebler bewunderte die Arbeit der Frauen und hatte zu jedem Land eine kleine Geschichte, mit der sie die verschiedenen Mentalitäten, Sitten und Gebräuche in Europa beschrieb. So war sie der Meinung, die Griechen wären sehr ähnlich wie die Bayern. Deshalb kämpften sie oft Seite an Seite um gemeinsame Themen zu realisieren. Nur die griechische Küche wäre halt besser.
Alle Südländer hätten eine ganz andere Mentalität. Einfach hingehen, etwas ausreden und dann wieder gehen, das geht dort nicht. Bevor man zum Punkt kommt, muss man schon eine lange Rede überstehen. Mit ihnen zurecht zu kommen, dazu braucht man schon viel viel Zeit.
Zu Österreich wollte sie nicht allzu viel sagen. Es wäre zu bekannt.
Zu Ungarn und zu Bayern brauchte Angelika Niebler nichts zusagen. Hier schaute sie schon mal in den Topf mit der Zwiebelsuppe.
Bei Frankreich betonte sie die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich. Ohne diese Zusammearbeit wäre das vereinte Europa nicht zustande gekommen. Auch wenn die Franzosen ein sehr eigenes und manchmal schwieriges Volk wären, hätten wir ihnen doch sehr viel zu verdanken.
Die Belgier müsse man auch ins Herz schließen. Beim belgischen Staat würd aber eher weniger funktionieren. So dürfe man keine Polizei brauchen, weil die einfach nicht oder erst nach einer Ewigkeit käme. Da weiß man erst, was wir an unserer bayerischen Polizei haben. Aber die Pralinen sind vom Feinsten.
Schließlich war die Frage, womit anfangen.
Dann ließen es sich die Gäste schmecken und die Kirchdorfer Blasmusik steuerte ihren Teil dazu bei.
Schließlich betonte Ilse Preisinger-Sontag, wie wichtig es ist, am 7. Juni zur Wahl zu gehen. Dieser Sonntag ist ein unguter Termin, mitten in den Pfingstferien, wenn die meisten Leute in Urlaub sind. Sie rief dazu auf, die Möglichkeit der Briefwahl zu nutzen. Leider könne man keine Kandidaten persönlich wählen. Es bleibe nur die Möglichkeit, die gesamte CSU zu wählen. Da aber Frau Dr. Niebler auf Position 2 steht, ist die Chance groß, sie wieder im Europäischen Parlament zu sehen.
Wenn im Europäischen Parlament 9 Abgeordnete Bayern vertreten, Österreich aber 18 Abgeordnete dort hätte, erschließe sich schon daraus die Notwendigkeit, die bewährten Kräfte wieder in dieses Parlament zu entsenden. So wäre es schon eine Verpflichtung jedes Bürgers, dafür zu sorgen, dass das Gewicht Bayerns in Europa nicht schwindet.
Dr. Angelika Niebler freute sich riesig, dass sie die Gelegenheit bekommen hat, hier sprechen zu dürfen. Zuerst aber bedankte sie sich bei den Köchinnen, die Europa von der charmantesten Seite präsentiert hatten. Sie wäre selten so gut bewirtet worden.
Die verschiedenen Küchen der europäischen Länder, aber auch die unterschiedliche Musik, die die Kirchdorfer Blasmusik bereits präsentiert hatte, zeigten die Vielfalt der Völker, die in Europa zusammenleben und die doch mit der christlich-abendländischen Kultur eine gemeinsame Wurzel haben.
Dann betonte auch sie die Wichtigkeit der Europawahl. Der Freistaat Bayern wäre mit seinen 12einhalb Millionen Einwohnern der 9.größte Staat in Europa und hätte doch nur so wenige Abgeordnete im europäischen Parlament. Wer also nicht will, dass Abgeordnete aus anderen Bundesländern über uns bestimmen, der muss mithelfen und wählen gehen. Man dürfe nicht glauben, dass uns die Abgeordneten aus Mecklenburg-Vorpommern oder Nordrhein-Westfalen erst mal verstehen und dann auch noch gut vertreten. Nur die CSU vertritt die bayerischen Interessen im europäischen Parlament.
Man dürfe die Bedeutung des europäischen Parlaments nicht unterschätzen. In über 80% der Fälle sind das europäische Parlament und die Parlamente der 27 Mitgliedstaaten gleichberechtigte Gesetzgeber.
Die europäische Union beeinflußt heute jeden Bereich unseres Lebens. Angefangen von der inneren Sicherheit über die Lebensmittelversorgung bis hin zum Klimaschutz – alle Regelungen und alle Gesetze gehen von der Europäischen Union aus. Bei allen diesen Maßnahmen müssen unsere lokalen Gegebenheiten berücksichtigt werden.
Es hieße zwar immer, Deutschland würde viel an die EU zahlen, aber nichts zurückbekommen. Das stimme nicht. Wir zahlten zwar jährlich 22 Milliarden ein, erhielten aber 15 bis 16 Milliarden zurück. Dieses Geld fließt auch hier in die Region - in die Landwirtschaft, in die Sozialsysteme und in die Kultur. Europa ist auch hier sehr präsent - man weiß es nur nicht.
In Zukunft strebt die CSU an, Europa auf die Themen zu konzentrieren, die man nicht national lösen kann. Bayern allein kann etwa im Klimaschutz nichts erreichen. Auch bei der Sicherung der Energieversorgung müsse Europa koordiniert handeln, ebenso wie bei der inneren Sicherheit. Bei offenen Innengrenzen brauche man eine starke und kooperierende Polizei und Justiz.
Auch nach aussen muss Europa als Einheit auftreten. Nur dann wird Europa in der Welt wahrgenommen. Andererseits brauche man keine Klein-Klein-Regelungen mehr wie die Grukenrichtlinie und das Glühbirnenverbot.
Die Arbeit im europäischen Parlament wäre nicht einfach. Um eine Mehrheit zu beschaffen bräuchte man 393 Abgeordnete auf seiner Seite. Das wäre nicht einfach, aber das hätten sie in den zurückliegenden 10 Jahren gelernt und das möchten sie auch weiter machen.
Mit über 150 verschiedenen Parteien und 23 verschiedenen Sprachen klarzukommen ist eine besondere Herausforderung, die es kompliziert mache, Lösungen und Kompromisse zu finden. Unter den 785 Europaabgeordneten wären alle Gesellschaftsschichten vertreten, vom Arbeiter über Landwirte, Handwerker, Rechtsanwälte, Wissenschaftler, Lehrer bis hin zu ehemaligen Ministern. Auch manche Paradiesvögel sind darunter, wie etwa der südtiroler Rainhold Messner.
Sie hätte lang lernen müssen, dass Abgeordnete aus anderen Ländern andere Blickwinkel auf verschiedene Themen haben. So könne etwa ein Belgier oder ein Franzose nicht verstehen, was wir unter Subsidiarität verstehen. Ein Belgier etwa traue dem Staat nichts zu, weil dort gar nichts funktioniert. Ein Osteuropäer traut dem Staat nichts zu, weil er dort 40 Jahre vom Staat unterdrückt worden ist. Es funktioniert halt in manchen Ländern einfach nicht, was bei uns jeder für selbstverständlich ansieht. Auch die Arbeitsweise der Politiker unterscheidet sich stark. Während ein Brite oder ein Franzose mit einem Blatt mit Notizen zu einem Treffen kommt, wo ein Problem besprochen werden soll, haben die Deutschen schon einen fertigen Vorschlag dabei. Darüber wundern sich die wieder und meinen „typisch Deutsch!“. Man muss also auf sehr sehr viele unterschiedliche Mentalitäten und Eigenheiten eingehen und das – war sich Dr. Angelika Niebler sicher – ist ihnen in den zurückliegenden 10 Jahren sehr gut gelungen.
Zusammenfassend mahnte sie, Frieden, Freiheit und Demokratie in Europa, die für uns so selbstverständlich geworden sind, nicht gering zu achten. Ein Chinese sitze etwa seit Monaten im Gefängnis, seine Frau zu Hause unter Hausarrest, nur weil er drei kritische Sätze ins Internet gestellt hätte. dass dies bei uns nie passieren wird, dafür ist jeder selbst verantwortlich, in dem er seinen Teil dazu beiträgt.
Schließlich stellte sie fest – auch weil sie immer wieder danach gefragt würde - die CSU lehnt die Vollmitgliedschaft der Türkei kategorisch ab. Der Beitritt der Türkei würde die EU restlos überfordern, sogar sprengen. Eine enge Partnerschaft mit der Türkei muss dagegen mit allen europäischen Staaten entwickelt werden, auch mit denen, die nicht Mitglied der EU wären.
Auch wenn sie derzeit tagtäglich unterwegs wäre, um den Menschen die Europäische Union näher zu bringen, würde sie doch nicht müde, ihre Vorzüge anzupreisen und darum zu bitten, sie bei ihrer Arbeit in den kommenden Jahren zu unterstützen.
Der Abend klang bei guter Musik der Kirchdorfer Blasmusik und den Resten der Buffets langsam aus.
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Mühldorfer Kulturtage: "Sound of Colour" im Foyer des Stadtsaales
11:30
Man sollte sich ein Kärtchen jeder Farbe mitnehmen. Diese Aufforderung empfing die Besucher der Eröffnungsveranstaltung der Mühldorfer Kulturtage im Foyer des Stadtsaales. Welche Bedeutung das haben sollte, blieb lange unklar.
Drinnen zeigten Eduard Sommer, Rosa-Eleonora Wagner-Lill und Edith Schmidinger Gemälde, Fotographien und Graphiken. Wir haben sie uns vorab angeschaut.
Das Mühldorfer Kontrabassensemble um Klaus Freudenstein eröffnete bevor zweiter Bürgermeister Paul Schwarz die Gäste begrüßte. Er freute sich, mit den Kulturtagen so vielen heimischen Künstlern die Möglichkeit zu geben, ihre Werke zeigen zu können. Er lobte aber auch das gesamte Kulturprogramm der Stadt, das zwar teuer wäre aber die Stadt doch einzigartig mache, und Gäste aus weitem Umkreis anlocke. Dafür wäre kein Euro zuschade.
Die Einführung lag in den Händen von Bettina Schmidt-Lanzinger, die erst einmal bildwirksam hereinwirbelte, begleitet von den Kontrabässen.
Da die Bühne vor dem Fenster stand, hatte unsere Kamera es nicht leicht, schöne Bilder aufzuzeichnen. Wir bitten deshalb die Bildqualität zu entschuldigen.
Dann begrüßte sie die Gäste auf ganz besondere Art: (O-Ton)
Dann – meinte sie, wäre es an den Gästen, sich ihnen vorzustellen. Dazu nutzte sie die bunten Kärtchen. Alle, die ein oranges Kärtchen hochhielten, identifizierten sich als Freunde der Künstler, oder die mit einem gelben winken, wären die Kunstliebhaber und Fans. Die Kommunalpolitiker sollten in blau winken.
Dann beschrieb sie alle drei ausstellenden Künstler, die sie alle drei beeindruckt hätten: Eleonora Wagner-Lill provoziere, Edi Sommer verfremde und Edith Schmidinger verwerfe und schaffe wieder neu.
Dann charakterisierte sie jeden der Künstler mit einem Lied.
Während eine durchschnittliche Frau 10.000 Worte am Tag verbrauche, käme der Durchschnittsmann mit 7.000 aus. Und was bei Edith Schmidinger nicht Platz hat, verpackt sie in ihre Bilder, getreu dem Sprichwort: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte!
Und weil sie nur male, wenn sie glücklich ist, sind die Bilder so bunt und fröhlich. Die Eindrücke, die sie beim Betrachten der Bilder hat, packte sie dann in ein Lied: (O-Ton)
Dann sorgte das Kontrabassensemble mit Klaus Freudenstein für Erheiterung: „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“
Der nächste Bitte! Dann widmete sie sich Eduard Sommer. (O-Ton iatz geh fira do!) Er wäre so ein ewig Benachteiligter, der eigentlich gar keine Chance hat, zu gewinnen. Schon weil er in Niederbergkirchen wohne, wo sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen. Nachdem er seine Arbeit krankheitsbedingt aufgeben musste hat er sich langsam wieder hochgerappelt. Aber solche „Dummlinge“ im Märchen sind meistens die, die am Ende die Prinzessin und das halbe Königreich mitbekommen. Und dafür ist Edi Sommer mit seinen zahlreichen und hoch ausgezeichneten Medienproduktionen ein Beispiel! Sein größter Erfolg sind seine Fotos, die er kreativ verfremdet. Ihm liegen die Frauen zu Füßen, weil er etwas kann, was Frauen lieben! O-Ton – Lied.Zuletzt widmete sie sich Rosa-Eleonora Wagner Lill, der unbequemen, undiplomatischen und direkten Alten, die erst mit 50 angefangen hatte, zu malen. Sie wäre furchtlos und offen, ungekünstelt und doch kunstvoll. Sie verarbeite die Eindrücke ihres ganzen Lebens, provoziere damit eine Welt, die lieber das Heile, Unkomplizierte und Einfache wolle. Dazu fiel ihr das Zitat einer Chansonette ein, die – einmal berühmt – nur noch todtraurige Lieder singen wollte. Rosa-Eleonora Wagner-Lill hat nicht so lang gewartet. Sie hat gleich angefangen mit den traurigen Bildern. Nun wäre sie angekommen im Reichtum ihrer Fülle. O-Ton – Lied
Damit war die Ausstellung eröffnet und Künstler und Gäste nutzten die Gelegenheit, sich über die Bilder – aber auch über die ungewöhnliche Art der Laudatio von Bettina Schmidt-Lanzinger auszutauschen.
Später unterhielt die Swing-Street-Bigband unter ihrem neuen Leiter Fritz Killermann mit einer „öffentlichen Probe“. Dem Vernehmen nach wurde diese Vernissage die längste, die seit langem stattgefunden hat. Die letzten Gäste verließten die Ausstellung nach 23 Uhr.
Tags darauf die nächste Vernissage im Obergeschoß des Haberkastens. Gusti Marchevka zeigte Glasskulpturen, Glasbilder und Schmuck aus Glas. Klaus Grimm zeigten Skulpturen aus Stahl und Holz. Die musikalische Umrahmung steuerten „Song-and-Joy“ und Horst Eberl bei.
Bürgermeister Paul Schwarz freute sich auch hier darüber, mit den Kulturtagen lokalen Künstlern eine Plattform bieten zu können. Er selbst wäre eher ein Freund alter Meister und überlasse es deshalb gern anderen, über die gezeigte Kunst zu reden. Er hoffte, dass sie hier nicht nur ausstellen, sondern auch verkaufen können.
Die Laudatio hielt die Kunsthistorikerin Sabine Komarek-Moritz. Das Motteo der Ausstellung „Gegensätze“ zieht sich durch alle Felder: Angefangen davon, dass hier Mann und Frau austellen, über die verwendeten Materialien, die Verschiedenartigkeit der Werke bis hin zur Wirkung der Werke auf den Betrachter. Allerdings hätte sich in der Vorbereitung Übereinstimmung eingestellt. So hätte sich gezeigt, dass die Werke nicht polarisierten, sondern sich ergänzten.
Über allem schwebe die simple Feststellung „Die Kunst liegt auf der Straße“, wie Gusti Marchefka es formulierte: Fundstücke, zerschlagenes Glas, Erinnerungsstücke und Steine würden hier zu künstlerischen Werken. Dabei spielen die Künstler mit Formen und Farben, nutzen aber auch bekannte Stilmittel.
Dann beschrieb sie die Künstler. Klaus Grimm wäre inspiriert durch einen Freund erst 2000 zur Kunst gekommen und hätte seither Skulpturen aus Holz, Metall und Stein geschaffen. Die Fähigkeiten dazu hätte er sich selbst beigebracht. In seinen Skulpturen kontrastieren rauh mit geschliffen, hell mit dunkel und geometrische Formen mit der organischen Formenwelt. Sie beschrieb Klaus Grimms Werke als leise, schlicht und arachisch zeitlos. In der Form ist der Geist.
Allerings müsse man sich Zeit nehmen, um die Werke zu verstehen. Einem hastigen Betrachter erschließen sie sich nicht.
Auch Gusti Marchefka (ist lustig – oder – Marchevka!!! Gelbe Rübe) ist von der Malerei zur Gestaltung von Glas gekommen, auch wenn ihre Reliefbilder noch immer an Gemäle erinnern. Sie beziehen ihre Farbigkeit vom Licht, das durch sie dringt. Großes Feingefühl und viel Erfahrung wäre nötig, um diese Werke herstellen zu können. Ihre Inspiration beziehe sie dabei aus der Vielfalt der Natur mit ihren Formen und Farben. Und so, wie sie sich selbst verändert, so ändern sich auch ihre Werke. Das zeigten die Kollagen aus Holz, Glas und Metall, mit denen sie neue Wege beschreitet. Ihre Werke sind spannend und lassen Raum für Interprätation. Auch ihre Werke erfordern Zeit um sie zu betrachten und zu verstehen. Wie insgesamt Kunst angesichts der Schnelllebigkeit unserer Zeit langsam zum Anachronismus zu werden droht.

Natürlich bedankten sich Klaus Grimm und Gusti Marchefka dafür, im Rahmen der Mühldorfer Kulturtage ausstellen zu dürfen und wünschten allen Besuchern viel Freude beim Betrachten ihrer Werke.
Klaus Grimm und Horst Eberl sorgten dann für die musikalische Untermalung, während die Gäste der Vernissage die Bilder und Skulpturen auf sich wirken ließen.

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Mühldorfer Kulturtage: "Gegensätze" im Obergeschoß des Haberkastens
5:30
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Jahreshauptversammlung "Ja-zur-A94": Freude über großen Fortschritt
9:10
Diesmal traf sich der Verein im Saal des Landgasthofes Pauli-Wirt in Erharting. Vorsitzender Günther Knoblauch konnte so viele Mitglieder und Interessenten begrüßen wie nie zuvor. Unter anderem waren Altöttings Landrat Erwin Schneider und Bezirksrätin Annemarie Haslberger da, aber auch zahlreiche Bürgermeister und Gemeinderäte von Gemeinden an der Autobahntrasse. Wirtschaft und Gewerkschaft waren genau so vertreten wie verschiedene Vereine. Sein besonderer Gruß galt aber dem Präsidenten der Autobahndirektion Südbayern Paul Lichtenwald. Der Verein und die Mitgliedsgemeinden repräsentieren mehr als eine halbe Million Einwohner, begann Günther Knoblauch seinen Bericht. Das Zusammenstehen dieser Menschen hätte in der Verangenheit viel bewirkt. Deshalb freue man sich über einige Entscheidungen, die für die Region von größter Bedeutung sind.
2008 waren einige besonders schöne Ereignisse zu feiern: Es erging der PlanfeststellungsbeSchluss für den Abschnitt Ampfing-Heldenstein, nicht sehr lang, aber mit 70 Millionen sehr teuer, kann ohne Klagen geplant und gebaut werden. Das zweite war die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig, die den Schlusspunkt unter eine lange Liste von Verfahren setzte und damit den Bau auf der Trasse Dorfen festschrieb.
Man hätte sich auch gegen Medienberichte – besonders im Bayerischen Rundfunk – erfolgreich zur Wehr gesetzt, die ganz offensichtlich falsche Informationen verbreiteten.
Eine große Aufgabe wäre es auch, die Finanzierung der Autobahn sicherzustellen. Dabei wäre es nicht gelegen gekommen, dass der Finanzverantwortliche im Bundesverkehrsministerium ausgerechnet 2008 in Pension gegangen wräe. Nun müsse mit seinem Nachfolger erst wieder gesprochen werden.
Er wäre froh, dass die Abgeordneten in Bundestag und Landtag so intensiv an der Umsetzung mithelfen würden. Besonders Ewald Schurer, der Mitglied im Finanzausschuß des Bundes ist, hätte gute Möglichkeiten. Das Konjunkturprogramm I wäre gerade zur rechten Zeit gekommen. Alles zusammen hätte ermöglicht, die Finanzierung des Abschnitts Ampfing-Heldenstein zu bekommen, der ursprünglich als letzter zu bauen geplant war. Günther Knoblauch betonte, es wäre eine gemeinsame Leistung aller Kräfte und aller Parteien, dass wir die Autobahn bekommen würden. Wenn man nun jedes Jahr einen Spatenstich für einen der verbleibenden drei Baubschnitte hätte, könnte man von einem Fertigstellungstermin 2014 oder 2015 ausgehen.
Natürlich wäre es eine Überraschung, als sie gehört hätten, dass der Abschnitt Ampfing-Heldenstein erst 2013 fertiggestellt werden würde. Er vertraue aber darauf, dass die Verwaltung es schaffen werde, den Abschnitt 2012 fertig zu stellen. Und er vertraue auch darauf, dass die anderen Abschnitte parallel in Angriff genommen würden. Das wäre doch realistisch. Allerdings müsse man damit rechnen, dass Autobahngegner gegen den Abschnitt Pastetten-Dorfen klagen werden. Zudem müssen dort erst die Finanzierung gesichert werden. Es gebe also noch viel zu tun.
In Richtung Passau würde gerade die Umfahrung Malching gebaut. Auch wenn er verstünde, dass auch diese Abschnitte wichtig wären, mahnte er doch, Prioritäten zu setzen und die Entscheider nicht zu überlasten. Die Inbetriebnahme der Umfahrung Mühldorf hätte gezeigt, welche Verbesserung für Anwohner aber auch für den Schwerverkehr aus dem Chemiedreieck erzielt werden konnten. Deshalb gelte es nun, vorrangig den Abschnitt Richtung München fertig zu stellen.
Dann ging er auf die Arbeit im Verein ein: Die Zusammenarbeit des Vorstandes des Vereins wäre außergewöhnlich harmonisch. Auch wenn sie sich selten treffen würden, liefe die Abstimmung reibungslos. Trotz intensiver Werbung wäre die Zahl der Mitglieder gleich geblieben. Leider zeigten nur wenige Bürger ihre Solidarität mit den Zielen des Vereins durch den Aufkleber des Vereins auf ihrem Auto. Er rief auf, die Aufkleber zu verteilen und damit die Öffentlichkeit besser aufmerksam zu machen. So wäre man übereingekommen, auch beim Thema Bahnausbau aktiv zu werden. Noch im ersten Halbjahr soll es nun ein Gespräch geben. Abschließend rief er die Mitglieder auf, auch weiterhin so geschlossen aufzutreten, wie bisher.
So plant der Verein den Spatenstich für den Abschnitt Ampfing-Heldenstein mit „Pauken und Trompeten“ zu begehn. So sollen möglichst alle Blaskapellen der umliegenden Städte und Gemeinden aufmarschieren und damit demonstrieren, wie viele Menschen hinter dem Weiterbau der Autobahn stehen. Dann könnten 1000 Musiker einen sauberen Tusch und den bayerischen Defiliermarsch spielen. Mit dem Wunsch auch weiterhin so gut zusammenzuarbeiten schloss Günther Knoblauch seinen Vortrag.
Kassenbericht und Revisionsbericht trug in Vertretung von Kassenwart MdL Schwimmer Paul Gött aus Dorfen vor. Anfang 2008 wies die Kasse ein Guthaben von 34.665 Euro aus. An Einnahmen erzielte der Verein 9.830 Euro, die Ausgaben beliefen sich auf 4.198 Euro. Damit belief sich der Kassenbestand auf 40.297 Euro. Die Revision ergab keine Unstimmigkeiten, so dass er der Versammlung die Entlastung des Vorstandes empfahl. Dieser empfehlung folgten die Mitglieder. Allerdings hatte ein Mitglied dahingehend Vorbehalte, dass man das Geld nicht ansparen sollte, sondern es für Werbezwecke auszugeben wäre.
Schließlich erläuterte der Präsident der Autobahndirektion Südbayern den aktuellen Stand von Planung und Bau der Autobahn. Auch wenn seine Karte immer gleich aussehe, ändere sich tatsächlich ständig etwas daran. Nun wären 67 km der A94 unter Verkehr. Der Abschnitt Forstinning-Pastetten wäre in Bau. Dieser Abschnitt lege den weiteren Verlauf der A94 über Dorfen fest. Hier arbeite man an Lösungen, so wenig wie möglich in die FFH-Gebiete einzugreifen. Dies wäre nötig, obwohl bayerischer und Bundesverwaltungsgerichtshof die Eingriffe als nicht erheblich bezeichnet hätten. Um diese Auwälder geht es. Wegen dieses prioritären FFH-Lebensraumes müsse eine 14 Meter hohe Brücke gebaut werden. Und diese Lebensformen, die zum Teil 700 m von der Autobahn entfernt leben, müssen geschützt werden.
Dieser Sachstand wäre bekannt. Seit März 2008 werden erste Brücken gebaut. Inzwischen wäre Grund erworben worden und nur in einem Fall musste man sich Zugang durch eine Besitzeinweisung verschaffen. Nach Zurückweisung einer Anhörungsrüge wird nun seit Januar gebaut. So sah es am 3. April aus. Derzeit würden vier Unterführungen und fünf Überführungen gebaut.
Für den Abschnitt Pastetten-Dorfen wurde im Februar eine dritte Tektur bei der Regierung von Oberbayern eingereicht. Damit wird das Planfeststellungsverfahren fortgesetzt. Den PlanfeststellungsbeSchluss erwartet Paul Lichtenwald gegen Jahresende. Dann müsse man abwarten, ob die Autobahngegner klagen. Schließlich könnte man 2011 mit dem Bau beginnen. Für den Abschnitt Dorfen-Heldenstein erwarte man den PlanfeststellungsbeSchluss Ende 2010 und könnte dann 2012 mit dem Bau beginnen. Er geht davon aus, dass die Gerichte eventuelle Klagen nun schneller bearbeiten. Die grundsätzlichen Betrachtungen haben sie ja schon gemacht.
Erfreulich wäre der Abschnitt Ampfing-Heldenstein. Hier gab es keine Klagen und so könne im August mit dem Bau begonnen werden. Weil unter Verkehr gebaut werden müsse, ziehen sich die Bauarbeiten bis Ende 2012 hin. Dann erläuterte Paul Lichtenwald den Stand der Abschnitte Richtung Niederbayern, die teilweise sogar aus dem vordringlichen Bedarf des Bundesfernstraßenplans gefallen wären. Er wäre nicht so optimistisch, die Autobahn von Passau bis München innerhalb absehbarer Zeit durchgehend vierspurig fertig stellen zu können.
In der abschließenden Diskussion stellte Paul Lichtenwald fest, es wäre nicht so einfach, die nötigen Grundstücke zu erhalten. Die Autobahngegner sind auch nach der Abweisung ihrer Klagen beim Bundesverfassungsgericht nicht zu Befürwortern geworden, haben aber schließlich eingesehen, dass sie ihre Grundstücke abgeben müssen. Die Autobahndirektion zahlt marktgerechte Preise und sicher nicht weniger als die Landwirte untereinander.
Die Mitglider des Vereins blickten zuversichtlich in die Zukunft und freuten sich darauf, dass es weiter gehe und wenigstens der Fertigbau der Strecke nach München in absehbarer Zeit zu erwarten ist.
87
Das Musikfest der Realschulen in Ost-Oberbayern im alten Stadttheater in Waldkraiburg
16:25
Eher durch Zufall, wären sie zur Austragung des Musikfestes gekommen, begann Rektor Hans Hautz seine Begrüßung. Aber als er schon einmal zugestimmt hatte, ging es ganz schnell.
Dann begrüßte er Landrat Georg Huber, Ministerialrat Hanst-Günther Kellner vom Kultusministerium, der wohl gehört hätte, dass es hier sehr gute Musik zu hören gibt, den Motivator und Förder des Musifestes, Ministerialbeauftragten Peter Pelzer, zweiten Bürgermeister Harald Jungbauer und viele andere. Schließlich wünschte er allen einen schönen und unterhaltsamen Abend. Den ersten großen Applaus forderte er aber für die Organisatoren des Musikfestes.
Dann stellte er den Moderator des Abends vor: Axel-Robert Müller, bekannt von Bayern 3.
Axel-Robert Müller führte flappsig durchs Programm und meinte gleich einmal, er freue sich, als Unterfranke hier engagiert worden zu sein.
Dann eröffnete die Realschule Freilassing mit Leroy Andersons „Buglers Holiday“ (A-R-M spricht es mit u, nicht englisch – halte ich für falsch, müssma aber beibehalten)
Dann betonte Landrat Georg Huber den verbindenden Character der Musik. Er erachte diese Form der kulturellen Bildung besonders in der heutigen Zeit für essentiell. Auch wenn die naturwissenschaftlichen Fächer sehr wichtig wären, würde die Musikerziehung häufig unterschätzt. Musik erhöht die Konzentrationsfähigkeit steigert die Auffassungsgabe und fördert die sozialen Kompetenzen. Gerade in Zeiten, in denen die Schule immer mehr Erziehungsaufgaben übernehmen muss, wird die kulturelle Erziehung immer wichtiger. Musizierende Jugendliche wären leistungsbereiter und ausdauernder als andere. Auch die Wirtschaft hätte dies erkannt.
Dieses Musikfest kann der Öffentlichkeit die Fähigkeiten der jungen Leute präsentieren und das Zusammenwirken der Schulden demonstrieren. Deshalb dankte er Peter Pelzer für die Organisation dieses Musikfestes. Sein Dank galt auch allen beteiligten Lehrkräften an allen Schulen und besonders den Lehrkräften an seiner eigenen Schule für ihr Mühen, dieses Fest auszurichten. Er rief sie alle auf, weiter mitzuhelfen, das kulturelle Leben in der ganzen Region zu bereichern. Sie wären die musikalische und kulturelle Zukunft der ganzen Region.
Zweiter Bürgermeister Harald Jungbauer freute sich, so gute Musik genießen zu dürfen. Dann unterstrich auch er die Wichtigkeit der Musik und wies auf das Engagement der Stadt in der Sing- und Musikschule hin. Er erinnerte an Peter Maffay, den berühmten Sohn der Stadt, der mit seiner Musik großen Erfog gehabt hat und diesen Erfolg nun in soziales Engagement einbringt. Dann wünschte er allen gutes Gelingen und jeder Gruppe den ersten Platz.
Axel-Robert Müller kündigte den Unterstufenchor der Realschule Lenggries an mit „Schön ist es auf der Welt zu sein“
Ministerialbeauftragter Peter Peltzer dankte zunächst Hans Hautz für seine Bereitschaft, das Musikfest in diesem wunderschönen Theater auszurichten. Dann gratulierte er Landrat Georg Huber zu seiner Rede und dankte sehr für die guten Gedanken, die darin geäußert hatte. Auch allen anderen Ehrengästen dankte er für ihr Kommen und ihre Mithilfe bei der Organisation. Besonders dankte er auch allen, die dieses Fest organisiert hatten, allen voran Frau Linhoff und dem gesamten Kollegium der Realschule in Waldkraiburg.
Schließlich unterstrich er den Wert der Jugend, die viel besser wäre als ihr Ruf. Der zahlreiche Besuch zeige, wie kulturell engagiert die Jugendlichen trotz aller Ablenkungen durch Internet und Fernsehen wären. Er erachte es als besonders wichtig, so ein Musikfest zu organisieren, weil man schließlich „Schule“ nicht verengen könne auf Pisa-Leistungsfächer. So ein Fest strahle wieder auf die anderen Schüler aus und motiviere wieder neue Schüler zum mitachen. Er selbst wird bis zu seiner Pensionierung damit fortfahren, solche Musikfeste zu organisieren. Gelächter erntete er mit seiner Feststellung, musiktreibende Jugendliche wären sogar besser in Mathematik.
Außerdem würde das Selbstbewußtsein gestärkt. Und weil er jetzt mehr Musik hören wollte, wüschte er dem Musikfest weiter gutes Gelingen.
Die Mädchenrealschule Erding gab „The Flintstones“, die Titelmelodie der gleichnamigen Fernsehserie zum Besten.
Axel-Robert Müller schnappte sich am Ende jedes Auftritts ein Mitglied der Gruppe, überreichte die Teilnahmeurkunde und überbrückte im Gespräch die Umbaupausen.
Dann spielte die Realschule Wolfratshausen den Hit der Scorpions „Wind of Change“
Für manche einen echten Oldie, nämlich ABBA’s „Lay all your love on me“ brachten BigBand und Tanzgruppe der Realschule Traunreut.
Der Chor der Realschule Bad Tölz folgte mit „This Train“ von Ingo Jahn.
Alanis Morisette’s „Ironic“ brachte die Band von Ulrich Anneser von der Realschule Burghausen auf die Bühne.
Eine Blasmusikmacht war das Orchester der Realschule Altötting: „Born to be wild“ von Steppenwolf aus dem Kultfilm „Easy Rider“
Felix Blank am Marimbaphon begleitetsilke Schwinghammer am Klavier: „Zirkus Renz“ von Gustav Peter
Nach einer kurzen Pause ging's weiter mit der Volksmusikgruppe der Realschule Holzkirchen mit dem „Sautanz“.
Das billigste Musikstück – wie Landrat Georg Huber bemerkte – war der „Rock Trap“ von William J. Shinstine: Bodypercussion der Realschule Markt Schwaben. Axel-Robert Müller konnte nicht herausfinden, ob man hier nur mitmachen kann, wenn man etwas ausgefressen hat.....
Aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Matthieu“ brachte die Realschule dann das Lied „Vois sur ton chemin“ von Bruno Coulais.
Dann wurde es wieder laut: die Bigband und Percussion der Realschule Neubiberg mit „Latin Satin“
Chor und Combo der Realschule Freising sangen „Jubilate Deo“ von S. K. Albrecht.
Aus der Hitparade kam das nächste Stück: Die Band der Realschule Miesbach mit „Mercy“ von Duffy.
Schließlich die Hausherren: Die Realschule Waldkraiburg mit einem Musicalbeitrag „Chor und Instrumentalgruppe unter Leitung von Andreas Mieke und Marion Ruhland: „Little Shop of Horror“
Sie waren den ganzen Abend über die einzige Gruppe, von denen die Zuhörer eine Zugabe forderten.
Vor dem letzten Auftritt bedankte sich Peter Peltzer bei allen, die an der Realisierung mitgeholfen haben: Kaffee und Tee anstatt Blumen gabs für Frau Linnhoff von der Realschule Traunreuth, für Ulrich Anneser eine Flasche Wein. Auch Marion Ruhland und Andras Mieke sowie die Damen des Fachgebietes Haushalt dankte er mit einem kleinen Geschenk. Eine letzte Flasche und ein großes Dankeschön erhielt Axel-Robert Müller, der den letzten Auftritt ankündigte.
Ein sehr abwechslungsreicher Abend ging nach fast vier Stunden zu Ende. Axel-Robert Müller trug mit seiner flappsigen Moderation sehr zum Erfolg bei. Er fand den richtigen Ton für die jungen Leute, die er sogar am Ende der Pause in einer Polonaise wieder ins Stadttheater zurück geführt hatte.
Den Wettbewerb gewonnen hat tatsächlich die Realschule Waldkraiburg, gefolgt von der Realschule Freising und der Realschule Altötting. Wir gratulieren den erfolgreichen Jungmusikern.
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Fußball-Bayernliga: TSV Buchbach - TSV Rain/Lech
11:30
Zuletzt tat sich der TSV Buchbach schwer. Seit dem Sieg gegen Thannhausen Mitte April forderten die englischen Wochen ihren Tribut. Aber – auch die vielen Unentschieden haben genug Punkte gebracht um das Saisonziel „Klassenerhalt“ zu erreichen: Mit dem Punkt aus Bad Kötzting waren es die nötigen 40 Punkte. Nun kam der viertletzte der Tabelle, der TSV Rain am Lech nach Buchbach, eine Aufgabe, die zu schaffen sein sollte. Stefan Hillinger war noch immer nicht vollständig wiederhergestellt, Manuel Neubauer dagegen von Anfang an wieder dabei.
Bei herrlichem Fußballwetter hatte Buchbach Anstoß und spielte von links nach rechts. Rain in gelb/schwarz von rechts nach links.
Kam war angestoßen dieses Foul an Denis Dinulovitsch. Der Freistoß ist keine Herausforderung für Thomas Penker.
Wie hier, versucht Rain immer wieder über links vors Buchbacher Tor zu kommen.
Schiedsrichter Daniel Darandik war sehr zurückhaltend. Für dieses Foul an Tim Bauernschuster gabs nicht einmal eine Ermahnung. Der Freistoß zeigte aber Rains starke linke Seite. Ralf Klingmann verliert den Ball an Mariusz Suszko und der kann ihm kaum folgen. Hans Attenberger rettet zur Ecke. Die geht aber übers Tor.
Bezeichnend dieser Spielzug: Mariusz Suszko lässt sechs Buchbacher stehen. Tim Bauernschuster muss ganz hinten aushelfen und erst Hans Attenberger kann retten.
Gleich drauf dieser Distanzschuß von Bernd Taglieber aus 25 m knapp übers Buchbacher Tor. Thomas Penker sauer! Er wird noch viel zu tun haben in diesem Spiel!
Immer wieder suchten die Rainer ihren schnellen Mann, Mariusz Suszko.
Die Buchbacher Fans forderten noch ein Jahr vom scheidenden Buchbacher Trainer Matthias Pongratz, während sein Nachfolger Richard Nitzl schon auf der Tribüne das Spiel verfolgte.
Nach Foul von Manuel Neubauer an David Bulik war dieser Freistoß kein Problem für Thomas Penker.
Nach dieser Ecke bekam Manuel Neubauer den Ball von Christian Kagerer. Wieder zurück auf Christian Kagerer, der auf Manuel Kagerer und dann hätte es eigentlich Strafstoß geben müssen. Tobias Niderleitner hat hier sicher nicht den Ball gespielt, und zudem zeigte der Linienrichter Abseits. (Zeitlupe.) Eine klare Fehlentscheidung.
Eine ziemlich strittige Szene hier im Rainer Strafraum. Manuel Neubauers Schuß kann der Rainer Verteidiger nicht annehmen und stolpert über den Ball. Hat er sich nun mit dem Arm abgestützt oder den Ball festgehalten?
Und gleich danach: Alexander Egen grätscht in den Ball und Ralf Klingmann kann nicht mehr ausweichen. Egen muss außerhalb des Spielfelds behandelt werden. Diesen Paß fast über das ganze Spielfeld nimmt Hans Attenberger mit dem Kopf an. Dann kümmert sich aber keiner der Buchbacher drum, so landet er bei Bernd Taglieber, der ungehindert auf David Bulik flanken kann. Da bleibt wohl nur ein Foul als Rettung?
Der Freistoß von Denis Dinulovitsch geht ans Außennetz von Thomas Penkers Tor.
Nach weitem Einwurf von Hans Pointvogel kommt Alex Neulinger gerade noch an den Ball. Der geht aber an den Pfosten. Es bleibt beim 0:0
Ein paar Minuten später: Klingmann auf Christian Kagerer, der verlängert und Torwart Sascha Jöckel kann zur Ecke klären. Die ändert aber nichts am Spielstand.
Die nächst gefährliche Szene für Buchbach: Acuh wenn hier nicht genau zu sehen ist, ob sauber der Ball gespielt wurde, kam der doch in den Strafraum zu Denis Dinulovitsch. Der lief unbedrängt auf Thomas Penker zu.
Und immer wieder suchten sie Mariusz Suszko. Auch wenn sie dann wieder an Thomas Penker scheiterten.
Manuel Neubauer auf Christian Kagerer, der auf Markus Gibis, dann holt ihn Tobias Niederleitner von den Beinen. Christian Kagerer muss behandelt werden. Der Freistoß aus 20 Metern Entfernung blieb ohne Folgen.
Manuel Neubauer – sonst immer ein Garant für genaue Pässe und Flanken ist nach seiner Verletzung noch nicht in seiner alten Form. Sein Paß findet keinen Adressaten.
Wieder Markus Gibis: Ganz allein kämpft er vor dem Tor der Rainer. Kein anderer ist mit ihm nach vorn gelaufen. Er bekommt einen harten Schlag ab – aber es gibt Ecke.
Manuel Neubauer schießt und Michael Pointvogel nimmt den Ball mit dem Kopf, scheitert aber an Sascha Jöckel, der ins Tor-Aus lenkt. Nochmal Ecke, diesmal von links
Und gleich nochmal Ecke – wieder von rechts.
Hier kollidiert Manuel Kagerer mit Alexander Egen, nachdem der Ball schon weg war. Freistoß aus gut 20 Metern. Der geht aber knapp übers Tor.
Markus Gibs war schon angeschlagen. Hier spielt er den Ball weiter und wird von Ferhat Keles umgerannt, der dafür gelb sieht. Markus Gibis humpelt schon sehr.
Glück hier für den TSV Buchbach. Der Rainer Angreifer kommt nicht an den Ball und sonst ist keiner da. So kann ihn Thomas Penker aus dem Spiel nehmen.
Hier kommen gleich drei Buchbacher Stürmer nicht an den Ball heran, den vor her ein Rainer berührt hatte. Die nächste Ecke für Buchbach. Die verpufft aber in der Menge von Freund und Feind.
Dann der Pausenpfiff. Während die Fußballer Zeit hatten, sich zu erholen und zu überlegen, wie man doch zu einem Siegtor kommen könnte, warb die CSU für die Europawahl. Die Europaabgeordnete Dr. Angelika Niebler unterstützten Bürgermeister Thomas Einwang und der ehemalige Landtagsabgeordnete Hans Rambold. In allen Reden lobt Dr. Niebler die bayerische Polizei. Da nutzte sie die Gelegenheit und bedankte sich auch persönlich. In vielen Gesprächen ging's natürlich um die Europawahl und darum, die Wähler zu motivieren, an der Wahl teilzunehmen. Auf dem Platz machten sich inzwischen die Auswechselspieler warm.
Anstoß zur zweiten Halbzeit. Nun Buchbach in schwarz/rot von links nach rechts und Rain von rechts nach links.
Zwei Minuten nach Wiederanpfiff: Bernd Taglieber flankt auf David Bulik und der lenkt den Ball auf Thomas Penkers Tor.
Alex Neulinger unterwegs Richtung Rainer Tor. Kurz vor Spielfeldgrenze, im Strafraum fällt er. Die Zeitlupe zeigt, ohne Berührung des Gegenspielers. Der Schiedsrichter ließ weiterspielen (zeitlupe)
Markus Gibis wurde schon zwei mal in dieser Partie hart gefoult. Hier verletzt er sich so, dass er außerhalb des Spielfeldes behandelt werden muss. Nach kurzer Zeit ging's aber wieder – auch wenn‘s nicht rund lief.
Nach diesem Zusammenstoß von Bernd Taglieber und Stefan Bernhardt, der behandelt werden musste - nahm Buchbachs Trainer Matthias Pongratz Markus Gibis aus dem Spiel. Für ihn kam Stefan Hillinger.
Der leitete gleich den nächsten Angriff ein: Ralf Klingmanns Direktschuß ging neben das Tor von Rain.
Der nächste: Hillinger auf Neubauer und der weit übers Tor.
Hier stürmt Manuel Neubauer und Ferhat Keles grätscht ihm in die Beine, obwohl der Ball längst weg ist. Zunächst lässt Schiedsrichter Darandik weiterspielen. Erst als Stefan Bernhadt seinen Gegner unsanft vom Ball trennt, zeigt er Keles die gelbe Karte.
Dann wechselte Rain aus: Für Johannes Schlumberger, der bis dahin nicht aufgefallen war, kam Fabian Kling.
Dann wurde es gefährlich fürs Buchbacher Tor:
Alexander Egens Flanke kann Tim Bauernschuster zwar abwehren, der Ball kommt aber zu Tobias Heikenwälder, der ihn volley nimmt du Thomas Penker zu einer Glanztat zwingt. Der Nachschuß von Denis Dinulovitsch prallt von einem Buchbacher Abwehrspieler ab. Es bleibt beim 0:0.
Dann diese Szene: Manuel Neubauer stürmt nach vorn, und Ferhat Keles grätscht ihm in die Beine. Die Zeitlupe zeigt, er hat in nicht mit seiner Geschwindigkeit gerechnet. Der Schiedsrichter zeigt ihm sofort Gelb und gleich danach Rot! Der schlendert daraufhin seelenruhig über den Platz zur Bank zurück. Der Freistoß geht auf dem Tor ans Außennetz.
Nun also Buchbach in Überzahl. Rains Trainer Klaus Kowarz musst die Mannschaft auf die neue Situation ausrichten.
Nun in Überzahl kommt Buchbach über rechts mit Tim Bauernschuster. Er kann sich gegen drei Abwehrspieler durchsetzen und flanken. Ralf Klingmann kann zurückflanken, Alex Neulingers Kopfball ist aber kein Prüfstein für Sascha Jöckel.
Während sich Buchbach nun sicher wähnte, kam dieser Konter. Die Flanke von links kann Manuel Kagerer gerade noch an den Pfosten lenken. David Bulik wäre da gewesen. Manuel Kagerer war Dann gabs Ecke. Die führte aber zu keiner Änderung.
In der 76. Minute kam beim TSV Buchbach Daglas Numanovic für Christian Kagerer.
Nach Freistoß kommt hier Bernd Taglieber aus 30 Metern zum Schuß. Thomas Penker rettet mit den Fäusten ins Seitenaus.
dass die Nerven bei den Gästen blank lagen, zeigte sich darin, dass der Schiedsrichter ihren Trainer ermahnen musste, Ruhe zu bewahren und an solchen Fouls: Gelb für Alexander Egen.
Ihn wechselte Trainer Klaus Kowarz daraufhin gleich aus. Für ihn kam Martin Finkenzeller.
Nur noch drei Minuten – ohne Nachspielzeit. Buchbach stürmt weiter, kommt aber nicht durch. Freistoß aus halber Höhe der gegnerischen Hälfte. Zunächst wehrt Thomas Penker den verlängerten Ball ab, der fällt David Bulik vor die Füße und der braucht nur noch einzuschieben. Diesmal unhaltbar für Thomas Penker. 0:1 in der 88. Minute. Da war die Freude bei den abstiegsbedrohten Rainern riesig.
Den Torschützen ersetzte Klaus Kowarz gleich nach seinem Treffer durch Manfred Müller.
Die Sorge, jetzt noch den Ausgleich zu kassieren, ließ Trainer und Betreuer nicht mehr ruhig auf ihrer Bank sitzen.
Da sorgte der Freistoß aus 16 m für zusätzlich Adrenalin. Es gab aber nichts zu befürchten.
Schließlich beendete der Schlusspfiff diese Partie, in der nach dem Tor Rains nichts nennenswertes mehr passierte. Es war nicht so leicht, diese Neiderlage wegzustecken.
Nach dem Spiel meinte Rains Trainer Klaus Kowarz, der sich sichtlich gefreut hatte: O-Ton.
Matthias Pongratz – wieviel psychologischen Einfluß auf das heutige Spiel hat das Bewußtsein, den Klassenerhalt bereits geschafft zu haben? O-Ton
In Kalenderwoche 21 konnten wir wegen vieler anderer Aufgaben kein Programm herstellen. Wir bitten um Verständnis. Die Beiträge, die wir in dieser Zeit aufgezeichnet haben, sehen sie in den folgenden Wochen. 21
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Der zweite Hauptschulinitiativtag: Mühldorfer Hauptschulen in Bayern führend
16:10
22 30.05.09
VO Rektor Franz Griesser begrüßte die Gäste an seiner Schule und stellte fest, dass die Zusammenarbeit seiner Schule mit dem Handwerk einen zentralen Stellenwert hat. Schon Dicheterfürst Goethe hätte festgestellt, dass es höhere Bildung wäre, EIN Handwerk gut zu beherrschen, als Halbheit im 100-fältigen. Franz Griesser wünschte sich für seine Schüler die Zeit, die sie brauchen, um in diese höhere Bildung hineinreifen zu können.
Schulamtsdirektor Peter Krell würdigte die lange Liste von Ehrengästen, die ein Zeichen dafür wäre, welche Achtung man der Hauptschule entgegenbringe. An diesem Tag könne die Hauptschule ihre Leistungsfähigkeit, gerade bei Auswahl und Vorbereitung auf den Beruf zeigen.
Dann begrüßte er Staatssekretär Dr. Marcel Huber, Landrat Georg Huber, die Vertreter des Kultusministeriums und die zahlreich anwesenden Bürgermeister. Den Vertretern von Handwerkskammer und Arbeitsagentur galt sein Gruß genauso wie den Rektoren und Lehrkräften der anderen Hauptschulen im Landkreis.
Durch die weitere Veranstaltung führte Schulrat Paul Schönstetter. Er dankte zunächst sehr den 30 bis 40 Mitarbeitern, die die Hauptschulinitiative mit sehr viel Arbeit vorantreiben würden.
Alle acht Hauptschulen im Landkreis zu verbinden und gemeinsam zu arbeiten, wäre ein Ziel des Hauptschulinitiativtages. Die Hauptschulen sollten nicht konkurrieren sondern auf gemeinsame Ziele hinarbeiten.
Die Hauptschulinitiative wäre vor zwei Jahren gestartet worden, um die Hauptschüler aus dem Hintertreffen zu holen, in das sie geraten wären. Schnell stellte sich heraus, dass die Berufsorientierung das zentrale Ziel sein müsse. Um den qualitätsvollen Praxisunterricht bieten zu können, hätte man externe Ausbilder in die Schulen gebracht: Sie startete mit einem Pilotprojekt unter dem Titel „Mein Weg in die Berufswelt“. Zunächst wurden die Angebote der Hauptschulen analysiert, dann wurden verschiedene gemeinsame neue Angebote gestartet, die der Modularisierung der Hauptschule dienten, und dem Oberbegriff „Berufsorientierung“ untergeordnet wurden. Ein gemeinsames neues Logo sollte nach aussen symbolisieren, dass der Weg der acht Hauptschulen in die Zukunft nur gemeinsam gegangen werden könne. Dies alles erfolgte ohne zusätzliche Stunden, durch interne Umschichtung.
Die Berufsorientierung startet bereits in der siebten Jahrgangsstufe mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit, einem verpflichtenden Eltern- und Schülerabend und einem verpflichtenden Orientierungspraktikum bei den Partnern Berufsbildungszentrum und den Salesianern in Waldwinkel. Sozial benachteiligten Kindern stehen Berufspaten und Sozialkompetenztraining zur Verfügung. Die Eltern werden bewußt intensiv mit eingebunden und müssten erkennen, dass sie Teil dieser Entwicklung sind.
In den Sommerferien bietet das Berufsbildungszentrum ein freiwilliges einwöchiges Praktikum an, das sehr gut agenommen wurde. Von 350 Schülern haben 270 daran teilgenommen.
In der 8. Jahrgangsstufe findet Berufsberatung im Einzelgespräch statt. Die Schüler besuchen das Berufs-Informations-Zentrum und können aus der Vielzahl von Berufen schon einmal eine Vorauswahl treffen. Die gewählten Berufe können dann in 2-3-wöchigen Betriebspraktika getestet werden. Ab Juni erfolgt professionelles Bewerbungstraining. In der achten Jahrgangsstufe findet auch das Modul „AiS“ seinen Platz – davon aber später mehr.
Dann stellte Paul Schönstetter einige der Praktika vor und begründete ihre Notwendigkeit.
Das einwöchige Orientierungspraktikum führt das Bildungszentrum der Handwerkskammer durch. An fünf Tagen werden hier fünf verschiedene Berufe vorgestellt. Einer der Gründe, ein solches Praktikum durchzuführen ist, dass sie alle Schüler auf gleiches Nieveau bringen, eine Voraussetzung, die die Wirtschaft fordere.
Weil es nicht genügend Fachlehrer für diese Module gab, hätte man damit begonnen, externe Ausbilder an die Schulen zu holen. Das Projekt „AiS“ war geboren. Pro Woche bieten nun Ausbilder einen Praxistag an den Schulen. Während dieser Zeit wird ein Projekt realisiert, bei den Metallern etwa wird ein Hammer angefertigt, den die Schüler dann mit nach Hause nehmen dürfen.
Diese Graphik zeigt, welche Ausbildung an welcher Schule durchgeführt wird. Jeweils nach vier Wochen wechselt das Gewerk. Sowohl die Vermittlung von Esskultur und von Pflegekenntnissen wäre seit der Abschaffung der Erziehungskunde von großer Bedeutung.
Am Ende von „AiS“ erhalten die Schüler eine Teilnahmebescheinigung. Vom Ausbilder erhalten die Schüler einen Beurteilungsbogen mit einer ehrlichen Bewertung ihrer Arbeit und ihres Arbeitsverhaltens.
Um den verschiedenen Anforderungen von Industrie und Handwerk an die zukünftigen Mitarbeiter gerecht zu werden, bietet das Modul spezifizierte Bewerbungstrainings an.
Nach zwei Jahren der Hauptschulinitiative hat sich das Berufsspektrum vervielfacht. Während vor Jahren nur wenige Berufe im Focus der jungen Menschen standen, hätte sich das Spektrum nun erheblich vergrößert.
Wie geht es nun weiter?
Mit dem neuen Modul „Straubinger Modell“, das sich um Jugendliche ohne SchulAbschluss kümmert, werden Übergangsklassen in Haupt- und Berufsschule angeboten, die zum Ziel haben, einen langsamen Übergang ins Berufsleben zu ermöglichen.
Bei der Hauptschulinitiative ginge es weiterhin darum, die Hauptschüler optimal auf die Berufswelt vorzubereiten und dadurch ihre Akzeptanz in der Wirtschaft zu erhöhen.
Stellvertretende Schulleiterin Hildegard Hajek-Spielvogel betonte, dass sie glücklich wäre, diese Dinge im Landkreis Mühldorf umsetzen zu können, weil sie hier optimal unterstützt werde. Auch das gesamte Team lobte sie, das gemeinsam intensiv daran arbeite, den jungen Menschen neue Wege zu ebnen. Allerdings ist sie der Meinung, es gebe noch viel zu verbessern.
Die Umbenennung von „Berufsvorbereitung“ zu „Berufsorientierung“ helfe, die Hauptschule klar von der Berufsschule abzugrenzen. Jeder Schüler hat nun die Möglichkeit, seine persönlichen Stärken und Fähigkeiten zu finden, ein Prozess, der viel Zeit brauche.
Dann berichteten Schüler der siebten Jahrgangsstufe von ihren Erfahrungen. Die 12-jährige Corinna etwa meinte, sie hätte sich zunächst für viele verschiedene Berufe interessiert, hätte sich aber dann auf Pflege und Friseur festgelegt. Diese Vorauswahl will sie durch weitere Praktika noch vertiefen. Auch der 13-jährige Thomas hätte fünf Berufe ausprobiert. Am besten gefallen hätte ihm die Elektrotechnik.
Adem und Nicole aus der 8. Jahrgangsstufe meinten, auch sie hätten bereits Praktika absolviert und dabei festgestellt, dass doch nicht jeder Beruf für sie geeignet ist.
Schüler der neunten Regelklasse und der M10 waren die nächsten Gesprächspartner von Hildegard Hajek-Spielvogel. Die 16-jährige Elisabeth hat 12 Bewerbungen verschickt und eine Lehrstelle als Industriekauffrau gefunden. Der 16-jährige Peter hat auf vier Bewerbungen zwei Zusagen bekommen. Er hat den Lehrvertrag zum technischen Zeichner schon fest.
Beide hätten es geschafft, mit diesen Berufen ihre Vorstellungen zu realisieren, die sie schon lang angestrebt hatten.
Beide denken, sie haben mit ihren Bewerbungen und ihren Kenntnissen, ihrer Selbstsicherheit und ihrem Auftreten bei den Vorstellungsgesprächen überzeugen können. Auch die Schülerinnen der 9. Regelklassen haben zwar viele Bewerbungen abgeschickt, nach freiwilligen Praktika aber Ausbildungsverträge erhalten. Sie werden Bäckereifachverkäuferin, Friseuse, Gärtnerin, und Einzelhandelskauffrau.
Hildegard Hajek-Spielvogel schloss die Gesprächsrunde und stellte fest, dass alle Beispiele zeigten, dass Berufsfindung einfach Zeit braucht. Auch die anderen Schüler dieser Klassen hätten Lehrstellen oder besuchten weiterführende Schulen.
Dann begaben sich die Gäste auf eine Besichtigungstour durch die Klassenräume, in denen gerade externe Ausbilder Unterricht erteilten. Hier wird Buchführung gelernt. Im Pflegemodul demonstrierte gerade die Hebamme das Wickeln von Babys. dass daran so viele Buben teilnahmen, wäre nicht außergewöhnlich, sind wohl lauter werdende Väter!
Im Garten entsteht gerade ein Gartenhäuschen. Hier wird alles praktiziert, was um den Bau nötig ist, vom Wände aufmauern, bis zum Innenausbau. Und was, wenn das Häuschen fertig ist?
Bürgermeister Klika fühlte sich fast zu Hause beim Metallbau. Hier entsteht der Schlosserhammer, von dem Eingangs schon die Rede war. Aber wie das so ist, jeder hatte noch einen Tipp für die jungen Leute!
Die Elektriker löteten Skulpturen zusammen: Ein Auto, eine Pyramide oder ein Flugzeug. Damit lernt man die Grundlagen. Aber auch eine elektrische Klingel stand vor der Fertigstellung.
Abschließend nahmen die Ehrengäste zur aktuellen Schulpolitik Stellung. Heute stünde fest, die Hauptschule hätte in den letzten Jahren ihr Profil entscheidend geschärft. Sie wäre DIE berufsorientierende Schule, leitete Schulrat Paul Schönstetter ein.
Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber bestätigte ihn darin, dass die Hauptschule in der Anfechtung stünde. Eltern versuchten zu vermeiden, ihre Kinder auf die Hauptschule zu schicken. Dabei erlernte ein Drittel aller Berufstätigen die Grundlagen auf der Hauptschule. Solche Kinder haben andere Talente und Neigungen als solche, die auf Realschule oder Gymnasium gingen. Diesen Neigungen kommt die Hauptschule entgegen. Die Hauptschulinitiative hätte dafür gesorgt, dass die Hauptschule ein klares Profil als berufsorientierende aber auch allgemeinbildende Schule erhalten hätte. Allein die Auffächerung des Berufswunsches auf viele verschiedene Berufe wäre ein großer Erfolg. Er dankte sehr für das Engagement, das hier eingebracht wird und stellte fest, die Zukunftsaussichten für die Hauptschule werden immer rosiger!
Landrat Georg Huber dankte der Gemeinde Ampfing für das Ausbauen der Hauptschule. Wenn die Gemeinden hinter den Hauptschulen stünden, sie in Schuß hielten und pflegten, mache es auch Schülern Freude hier zu lernen. Er forderte Gemeinden und Verbände auf, das gesamte Schulsystem zu unterstützen und nicht einseitig Gymnasien oder Realschulen zu präferieren. Man hätte inzwischen festgestellt, dass die Gesellschaft auch Menschen brauche, die mit Kopf und Hand arbeiten. Er forderte die gesellschaftliche Anerkennung von Hauptschülern und Hauptschullehrern.
Landrat Georg Huber geht nicht von einem Fortschritt aus, wenn man Realschulen an Hauptschulen andockt. Die Hauptschule allein wäre eine hoch qualifizierende Schule, die unterschätzt wäre. Er forderte die Unterstützung auch von der Wirtschaft, die schließlich die meisten Abgänger beschäftigen würden.
Arbeitsagenturchefin Jutta Müller, die die Initiative nach Kräften fördert, bekannte sich klar zu den Hauptschülern und zur Hauptschule. So wie sich IHK und HWK zur Hauptschule bekennen würden, stünde fest, Handwerk und Region brauche die Hauptschüler. Sie sieht sogar Vorteile bei der Hauptschule in der Vorbereitung junger Menschen auf das spätere Leben. Weil jeder Mensch Stärken und Schwächen hat, biete die Hauptschule den jungen Menschen die nötige Zeit, diese zu erkennen und ihren Lebensweg danach auszurichten. Und da sieht sie jeden Euro gut investiert.
Allerdings konnte sie Paul Schönstetter für die Finanzierung neuer Projekte in diesem Jahr keine Hoffnung machen. Aber wer weiß, wie das 2010 aussieht!
Ministerialrat Helmut Krück sieht die Aufgabe, die Hauptschule stark zu machen für die Zukunft. Drei Säulen tragen diese Verstärkung: die Berufsorientierung, die Allgemeinbildung und die Sozialkompetenz. Er wäre der festen Überzeugung, die Hauptschule werde sich immer weiter entwicklen, wozu Lehrkräft und Schulen erheblich beitragen werden. Für diesen Beitrag dankte er sehr und sagte die Fortsetzung der Unterstützung durch das Ministerium zu.
Leitender Regierungsschuldirektor Christoph Winkler von der Regierung von Oberbayern erinnerte sich an die große Zahl Schulen im Regierungsbezirk, die sofort an der Umsetzung der Hauptschulinitiative teilgenommen haben. Heute zeigten sich die ersten Erfolge. Es müsse betont werden, dass der Landkreis Mühldorf bei der Umsetzung der Hauptschulinitiative das Aushängeschild in Oberbayern wäre. Dies wäre nur möglich, weil alle acht Hauptschulen an einem Strang ziehen würden. Das Projekt „Ausbilder in Schulen“ wäre Vorbild für ganz Bayern. Die Hauptschulinitiative könne nur gelingen, wenn Schulamt, Schulleitungen, Lehrerkollegien, Berufsschulen, heimischer Wirtschaft, Kammern und Arbeitsagenturen zusammenarbeiteten. Er dankte der Kommunalpolitik im Landkreis für ihr engagiertes Eintreten für die Hauptschule.
Leider mache es die höhere Politik nicht gerade leicht. Lippenbekenntnisse reichten nicht, man benötige auch die versprochenen Stunden. Es wäre unverständlich, warum modulare Förderung reduziert und hinter dem Begriff „Intensivierung“ versteckt werde. Er kritisierte die Namensteilung in Wirtschafts- oder Technik-Hauptschule und forderte eine personelle Ausstattung die es möglich mache, die Stärken der Hauptschule auszuspielen. Dann dankte er allen Lehrkräften und bat, auch in Zukunft ihre Ideen einzubringen – zum Wohl der jungen Menschen.
Der wichtigste Partner bei der Umsetzung von AiS ist das Bildungszentrum der Handwerkskammer mit ihrem Leiter Jochen Englmeier. Dieses Projekt wäre erfolgreich, weil die Kinder im Vordergrund stünden. Wenn man den Kindern vertraue, kämen von 346 Schülern 264 freiwillig zum Ferienpraktikum. Die wichtigsten Schüler für das Handwerk wären die Hauptschüler. Weil sie wüßten, was sie wollen. Und da zweifle er bei vielen Abiturienten oder Realschulabgängern. Wenn man es noch schaffe, die Neigung der Kinder zu finden, könnte man ihnen keinen besseren Start ins Leben ermöglichen. Und da mache er natürlich gerne mit.
Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber schloss die Diskussionsrunde, indem er auf die Anregungen der Mittelbehörde einging. Im Doppelhaushalt 2009/2010 würden 2.700 neue Lehrerstellen geschaffen. Beim beobachteten Schülerrückgang reduziert sich der Lehrerbedarf, so dass 1.400 Lehrkräfte übrig sind. Insgesamt stehen also 4.000 zusätzliche Lehrkräfte zur Verfügung, die auf alle Schulartein verteilt werden. Die politische Führung, die seit Oktober im Amt ist, wird diese Projekte stark unterstützen und solche Projekte fördern.
Schulrat Paul Schönstetter schloss mit einer Anekdote: (O-Ton)
Abschließend gab er zu bedenken, dass fast 90 % der neuen Betriebe der zurückliegenden Jahre von Hauptschülern gegründet wurden. Eine eindeutige Botschaft an die Eltern, die vor der Schulwahl für ihre Kinder stehen.
90
Sicherheitsgespräch: Der Landkreis Mühldorf ist sicher
11:00
Derzeit stellt Renate List ihre Bilder im Foyer des Landratsamtes aus. Ihre Ausstellung trägt den Titel „Appearance“.
Im großen Sitzungssaal fand sich die Führungsmannschaft von Polizei und Kriminalpolizei ein um mit der Führung des Landratsamtes die Sicherheitslage im Landkreis und in der Region zu erörtern. Anschließend stellten die Teilnehmer der Öffentlichkeit die Ergebnisse der Diskussion vor.
Landrat Georg Huber stellte fest, dass es zum ersten Mal zu so einem Gipfeltreffen im Landratsamt gekommen wäre. Er lobte die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Landratsamt. Weder gab es noch gibt es irgendwelche Gründe dafür, dieses Gespräch als Krisengespräch sehen zu müssen. Es ging vielmehr darum, die Sicherheit der Bürger in allen Bereichen so weiter zu führen, wie es jetzt laufe. Es ging aber auch darum, durch Prävention in manchen Bereichen die Sicherheit zu erhöhen. Dabei sollte der Bürger die Polizei immer als Freund und Helfer und auch das Landratsamt als Freund wahrnehmen können.
In dem zweistündigen Gespräch wurde die bisherige Zusammenarbeit analysiert und die unveränderte Fortsetzung besprochen.
Polizeipräsident Franz Mayer meinte zuerst, Landrat Georg Huber wäre doch ein Mann deutlicher Worte, der nicht politisch herumeiert und die Dinge beim Namen nennt, so, wie sie sie auch sehen würden.
Die neue Polizeiorganisation mache eine Neuorientierung in der Zusammenarbeit mit den Landratsämtern nötig, die ja die Sicherheitsbehörden wären. Gleich vorab stellte er fest, dass die Dienststellen vor Ort bestehen bleiben, also auch die in Haag. Die Polizeireform hatte zur Folge, dass es nun eine Polizeidirektion Oberbayern Nord und eine Oberbayern Süd gibt, deren Sitz in Rosenheim ist und die für den Landkreis Mühldorf zuständig ist.
Polizeipräsident Franz Mayer stellte fest, dass die neue große Direktion in Rosenheim sehr gut ausgestattet ist und auch sehr gut arbeiten kann. Trotzdem bleibt der Streifenbeamte vor Ort derjenige, der die Verhältnisse kennt und „die Lage“ macht. Alle Notrufe gingen nun bei der Zentrale ein, die sie zeitgleich an die Polizeiinspektion weitergibt. Zeitliche Verzögerungen gibt es dabei nicht.
Der zweite Fortschritt hätte der Kriminal-Dauer-Dienst gebracht. Dieser Dienst stellt rund um die Uhr Beamte zur Verfügung, die nach einem Notruf sofort an den Ort des Geschehens fahren können um dort die fachliche Arbeit aufzunehmen. Bisher hätten erst die Streifenbesatzungen zum Ort des Verbrechens fahren müssen um dann die Kripo-Leute nach zu fordern. Damit würde einerseits die Basis entlastet und andererseits Verbesserung der Qualität der polizeilichen Arbeit. Diese Maßnahme wäre bei allen betroffenen Stellen sehr gut angekommen.
Die Reduzierung der Struktur hätte eine Verschlankung der Organisation gebracht, die zu einer wesentlichen Verbesserung der Zusammenarbeit aller Stellen geführt hätte. Auch die neue Pressestelle helfe, die Arbeit der Polizei in der Öffentlichkeit besser darzustellen. Diese Stelle ist rund um die Uhr besetzt.
Die Sicherheitslage im Landkreis stellte Präsident Franz Mayer nun dar. Die Zahl der Straftaten ist im vergangenen Jahr um 6,9 % zurück gegangen. Im Zeitraum von fünf Jahren sogar um 9%. Dies bedeute, dass die objektive Sicherheitslage ganz hervorragend ist, das Sicherheitsgefühl der Bürger dem aber manchmal nicht entspreche. Daran will die Polizei arbeiten, was nicht ganz einfach wäre. Viele – besonders ältere Bürger – hätten das Gefühl, in einer zunehmend unsicheren Welt zu leben. Dazu tragen in unserer heutigen Medienwelt die vielen Berichte über Terroranschläge und Verbrechen in aller Welt bei, die tagtäglich über die heimische Mattscheiben flimmern. Es wäre sehr schwierig, die Bürger von der objektiven Sicherheitslage hier bei uns zu Hause zu überzeugen. Die Bürger müssten erkennen, sie leben in einer sicheren Region.
Als 1998 die Grenzkontrollen zu Österreich wegfielen, befürchteten die Bürger einen Anstieg von Kriminalität. Die Medien berichteten über zahlreiche Erfolge der Schleierfahndung und die Gemüter beruhigten sich wieder. Heute fühlten sich die Bürger in Grenznähe wieder sicher.
Ein Maß für diese Sicherheit sind die sogenannten Häufigkeitszahlen, also die Anzahl Straftaten pro 100.000 Einwohner. Der Landkreis Mühldorf mit 4.046 Straftaten liegt weit unter dem bayernweiten Durchschnitt, der bei 5.203 Straftaten pro 100.000 Einwohner liegt. Wenn nun Bayern das sicherste Bundesland in Deutschland ist, hieße das, dass der Landkreis Mühldorf eine der sichersten Regionen in Deutschland ist.
Trotzdem bereiten manche Themen Sorgen: Alkohol spielt bei Jugendlichen von 14 bis 21 Jahren eine große Rolle: 51% der Straftäter in dieser Altersgruppe war bei der Tatbegehung alkoholisiert. Hier besteht Handlungsbedarf, bis hinaus zu Gemeinden und Vereinsfesten. Noch schlimmer ist es, wenn Jugendliche organisierte Feste verlassen und selbst feiern, oft schon mit dem Ziel, sich volllaufen zu lassen.
Weiterhin steigt die Gewaltkriminalität an. Dieser Anstieg erfordere Wachsamkeit. Allerdings wäre es den Kollegen in Mühldorf gelungen über 80% dieser Fälle aufklären zu können.
Viele Präventationsprogramme trügen dazu bei, den Jugendlichen die gewaltfreie Lösung ihrer Konflikte bei zu bringen.
Rückläufig ist auch die Zahl der Verkehrsunfälle. Am deutlichsten zeigt dies die Zahl der Verkehrstoten, die um 23 % zurückgegangen ist. Leider musste Präsident Franz Mayer feststellen, dass die Unfälle schwerer werden. So hätte der Unfallfahrer des letzten tödlichen Unfalls 1,8%o Alkohol im Blut gehabt. Er sieht deshalb weiter die Verstärkung der Verkehrsüberwachung für nötig.
Aber auch in diesem Bereich treibt die Polizei viel Präventionsarbeit, etwa mit der Verkehrserziehung in der Grundschule.
Landrat Georg Huber dankte Polizeipräsident Franz Mayer für die Unterstützung der Arbeit von Schulen und Landratsamt. Besonders die Verkehrserziehung bereite die Kinder nicht nur auf das richtige Verhalten im Straßenverkehr vor, sondern auch auf den richtigen Umgang mit der Polizei selbst. Er dankte im Namen der Bürgermeister und aller Bürger im Landkreis für diese engagierte Arbeit.
Allerdings wüßte er auch, wie schwierig es wäre, Jugendliche vor dem Alkoholkonsum zu warnen und damit sie erst gar nicht in die Versuchung kommen zu lassen, sich alkoholisiert ans Steuer zu setzen. Am besten wäre es, die jungen Leute überhaupt erst gar nicht mit Alkohol in Verbindung zu bringen. Der Landkreis unterstützt dies mit der Saftbar „By Jimmy“.
Er wäre sicher, man könne auch entweder ohne Alkohol feiern oder andere Wege finden, zu den Festen zu fahren – wie etwa zum Mühldorfer Volksfest, wo die Volksfestbusse einen folgenlosen Alkoholkonsum möglich machen.
In vielen Gesprächen hätte er festgestellt, dass die Polizei eine hohe Akzeptanz genießt. Diese wäre das Ergebnis vieler gemeinsamer Aktivitäten und maßvollen Agierens der Polizei und hervorragender Zusammenarbeit mit dem Landratsamt. Landrat Georg Huber bedankte sich hierfür und wünschte sich deren unveränderte Fortführung.
Auf Nachfrage gab Polizeipräsident Mayer an, es gäbe keine Erkenntnisse über rechtsradikale Aktivitäten in den Landkreisen Mühldorf und Altötting.
Die Polizeireform hätte die Region Mühldorf/Altötting wesentlich aufgewertet. Schließlich wären die Fahrzeiten nach Rosenheim oder Traunstein immer eine Stunde. Deshalb ist die Polizeiinspektion Mühldorf ein wesentlicher Stützpunkt, der mit Polizeioberrat Robert Anderl auch Führungsfunktionen ausübe. Und das wäre in unserer Lage im äußersten Süd-Osten Deutschlands nicht unwesentlich.
Bei der Einführung von Polizeioberrat Robert Anderl vor einigen Wochen hatte Oberstaatsanwalt Sing den Verlust der Authorität von Polizei und Justiz in der Bevölkerung beklagt. Gibt es so etwas auch bei uns? Polizeioberrat Robert Anderl meinte, in der Bevölkerung sind solche Tendenzen nicht feststellbar. Bei Straftätern allerdings schon. Sie nehmen die Polizei zunehmend weniger als Authrität wahr und leisten zunehmend Widerstand. Allerdings ist auch dieser Anstieg nicht besorgniserregend.
Im Bereich der Wirtschaftskriminalität wäre eine leichte Steigerung von Fälschungs- und Vermögensdelikten zu beobachten. Diese sind allerdings so gering, dass man nicht von einem Trend sprechen kann. Allerdings deuten die Aufgriffe der Schleierfahndung darauf hin, dass aus dem süd-östlichen Ausland schon Personen mit eindeutigen Zielen einreisen. Allerdings macht die sinkende Zahl der Straftaten insgesamt klar, dass auch hier die absolute Zahl nicht Anlass zur Besorgnis gibt.
Der allgemein zu beobachtende Wertverlust macht allerdings die Rahmenbedingungen für die Arbeit der Polizei doch schwerer. Es gebe Verwahrlosungstendenzen, Rücksichtslosigkeit gegen andere und fremdes Eigentum. So fühlten sich Menschen in verwahrlosten Gegenden einfach unsicher, auch wenn objektiv keine Gefahr droht. Es wäre Aufgabe von Städten und Landratsamt, solche Orte entsprechend wieder herzustellen.
Abschließend dankte Landrat Georg Huber der Polizei dafür, dass sie so häufig durch ihre Präsenz dafür sorgt, dass Straftaten erst gar nicht passieren. Polizeibeamte bei Volksfesten oder Altstadtfesten erwecken bei den Bürgern das Gefühl der Sicherheit. Und das wäre schon eine gute Sache.
Abschließend bedankte sich Landrat Georg Huber mit einem Bierkrug bei Poliezpräsident Franz Mayer. Der Schirm des Landkreises sollte helfen, es ihnen nicht naß hineingehen zu lassen. Zu guter Letzt überreicht Polizeipräsident Franz Mayer den Sicherheitsbericht an Landrat Georg Huber.
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Wie weiter mit dem Schulsport? Der CSU-AK Schulsport diskutiert
9:30
Roswitha Mayerhofer leitet den Arbeitskreis Schule. Sie konnte ein sehr gemischtes Podium und ein noch gemischteres Auditorium zu ihrer Diskussionsrunde um den Schulsport begrüßen.
Neben Staatssekretär Dr. Marcel Huber hatte Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer Platz genommen, weiters Schulrat Paul Schönstetter und die Leistungssportler Bernd Schott und Nicole Hetzer sowie den Vertreter des Skiverbands Rainer Mack. Unter den Gästen waren Vertreter von Schulen und vielen Sportvereinen.
Früher wäre Schulsport bestimmt gewesen von Völkerball und Geräteturnen. Heute stellten sich andere Anforderungen an den Schulsport, führte Roswitha Mayerhofer ein.
Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber betonte zunächst die vielen Facetten des Sports. Breitensport – und das wäre ja auch der Schulsport – bräuchte Leistungssportler, die Ideale wären und Motivation liefern würden. Schulsport wäre für viele jungen Menschen der erste Kontakt zum Sport. Schon bei der Schuleinschreibung fällt auf, dass viele Kinder unter Übergewicht oder sogar Fettleibigkeit leiden. Das wäre in manchen Fällen sogar besorgniserregend. Andererseits sagten 80% der Kinder, dass Sport ihr liebstes Hobby wäre. Auf jeden Fall müsse man der Tendenz entgegentreten, in der junge Menschen sich falsch ernährten und sich zu wenig bewegten. Ein Teil dieser Aufgaben muss der Schulsport leisten, auch wenn natürlich die Schule nicht alle Aufgaben leisten könne, die eigentlich die Gesellschaft leisten müsse. Eines der entscheidenden Ziele des Sportunterrichts müsse sein, jungen Menschen die Lust am lebenslangen Sporttreiben mit auf den Weg zu geben. Das Ziel, mehr Sport an die Schulen zu bringen wäre ein gemeinsames Ziel aller Fraktionen im Landtag. Diese Bestrebungen bedeuteten die Umkehr des Weges, der Ende der 90er Jahre eingeschlagen worden war, als die Anzahl Sportstunden an den Schulen reduziert wurden.
Vom Ziel, drei Schulstunden pro Woche Sport anbieten zu können ist man an manchen Schulen noch ziemlich weit entfernt, an anderen aber schon sehr nah dran.
Staatssekretär Dr. Marcel Huber denkt aber, dass noch mehr getan werden müsse. Einerseits soll an Ganztagsschulen das Angebot der Sport-Arbeitsgruppen ausgeweitet werden. Andererseits werden Projekte umgesetzt, wie etwa „Sport nach Eins“. Von diesen Kooperationen von Vereinen und Schulen gebe es in Bayern derzeit 2.800. Da sie nach dem Mindestniveau ausgerichtet sind, bieten sie das gleiche Niveau. Ein echtes Beispiel für eine „Win-Win-Situation“: Junge Leute lernen den Sport kennen und Vereine gewinnen neue Mitglieder.
Auch das Projekt „Four in Four“ an Grundschulen - täglicher Sport, ergänzt durch ein gesundes Frühstück - hätte die Aufgabe, Kinder von Klein auf an ein gesundes Leben zu gewöhnen.
Die vielen Aktivitäten könne man nicht auf die Frage reduzieren: „Bekommen wir die dritte Schulsportstunde – oder nicht?“, auch wenn er jedem sage, dass es natürlich angestrebt ist, sie einzuführen.
Nachdem er den ganzen Tag Sportthemen diskutiert hätte, könne er zusammenfassen: Schulsport wäre wichtig, die jungen Menschen aber zu gesundem Leben zu erziehen, die Aufgabe der gesamten Gesellschaft.
MdB Stephan Mayer stellte zunächst fest, dass er zwar als Bundespolitiker nicht zuständig wäre, weil der Bund nur für die Förderung des Leistungssportes verantwortlich ist. Er wäre das einzige bayerische Mitglied im Sportausschusses des deutschen Bundestages, eine sehr schöne Aufgabe.
Auch wenn der Bund nur für den Hochleistungssport zuständig wäre, gebe es aber keinen Hochleistungssport ohne den Breitensport. Umgekehrt gebe es aber auch keinen Breitensport ohne den Hochleistungssport. Beides bedinge einandern.
Und weil die Spitzensportler immer Motivationsanker der Breitensportler sind, fühle er als Bundespolitiker sich auch immer etwas zuständig für den Breitensport. So hätten sich die Mitglieder des Sportausschusses Gedanken darüber gemacht, was man tun könne, den Schulsport zu fördern. Er wäre vor diesem Hintergrund Staatssekretär Dr. Marcel Huber dafür dankbar, dass sie alles unternehmen würden, die dritte Sportstunde einzuführen. Es gibt Bundesländer, die an manchen Schulen nicht eine Schulstunde zustande bringen.
Auch wenn der Schulsport von manchen Kreisen regelmäßig in Frage gestellt wird, denke er, Schulsport müsse in allen Schularten erhalten bleiben. Auch er betonte, junge Menschen verbrächten zu viel Zeit vor Fernsehgerät und PC und litten auch deshalb unter Fettleibigkeit und Übergewicht. Er nannte verschiedene Projekte, in denen Schulen und Vereine zusammenarbeiteten um junge Menschen an den Sport heranzuführen. Er gab auch zu bedenken, dass Schüler, die ansonsten eher wenig Erfolg haben, im Sport persönliche Erfolge erleben können.
Allerdings wies Stephan Mayer auch darauf hin, dass Ganztagsschule und G8 den Kindern zu wenig Zeit lassen, um sich in Vereinen aktiv zu betätigen. Er stellte fest, sowohl Bundes- als auch Landespolitik müssten sich Gedanken darüber machen, wie man Übungsleiter aus Vereinen besser in die Schulen hinein bringt. Er beobachte, dass die Schulen das eigentlich gar nicht wollten und sich eher abschotteten. Abschließend stellte er fest, dass er selbst ohne Sport kaum existieren könne, auch wenn es im Ernsftall nicht immer alles gelingen würde.
In der folgenden Diskussion stellten sowohl die Mitglieder am Podium als auch die Gäste fest, dass dringender Handlungsbedarf bestehe. Allerdings gebe es neben der Erhöhung der Sportstunden an den Schulen erhebliche andere Probleme gibt. Ein Problem wäre, dass heutigen Kindern manchmal Grundbewegungsfähigkeiten fehlten. Viele Kinder könnten etwa nicht auf einem Bein hüpfen oder längere Strecken auf einem Balken balancieren. Außerdem wäre festzustellen, dass die Kinder heute bewegungsunwillig wären. Auch wenn diese Mängel ihre Ursache nicht im Schulsport hätten sondern schon im familiären Umfeld zu suchen wären, biete der Schulsport eine grundsätzliche Hilfe, die Kinder zur Bewegung hinzuführen und damit den Vereinen die Möglichkeit zu geben, diese Grundkenntnisse weiter zu führen.
Die schulischen Leistungen von sporttreibenden Kindern wären erheblich besser als von solchen, die mit der Fernseher-Fernsteuerung in der Hand leben würden. Abzulehnen wäre der eigene Fernseher im Kinderzimmer, der jeden Bewegungsdrang erstickt. Abzulehnen wäre auch die Spielekonsole im Kinderzimmer, die kein Ersatz sein könne, weder für sportliche Betätigung noch für den gesellschaftlichen Umgang mit anderen. Dies alles könne nur der Sport bieten.
Auch die Qualifizierung von Sport-Lehrkräften kam zur Sprache, die – wie manche Diskussionsteilnehmer meinten – in vielen Fällen zu wünschen übrig ließe.
Die Podiumsteilnehmer fassten zusammen:
Schulrat Paul Schönstetter (O-Ton ) stellte sich den Sportunterrcht mit gut ausgebildeten Lehrkräften qualitativ hochwertig vor, der sich vom klassischen Bild entfernt und mit neuen, eher spielerischen Methoden den Kindern die Freude an der Bewegung zurückgibt. Sportunterricht soll Spaß machen und nicht nur leistungsorientiert sein.
Auch Bernd Schott wünscht sich, dass die Kinder Spaß am Schulsport haben und die Motivation mitnehmen, auch nach der Schule Sport betreiben zu wollen. Mit so einer Motivation finde auch der Leistungssport Nachwuchs.
Dr. Marcel Huber wünscht sich einen Schulsport, der von engagierten Lehrkräften abgehalten wird, die selbst Spaß am Sport haben und davon überzeugt sind, dass Schulsport wichtig ist. Das alles soll eingebettet sein in einer Gesellschaft, die selbst auch ihren Teil dazu beiträgt, dass Bewegung und gesunde Lebensweise selbstverständlich wird.
MdB Stephan Mayer wünscht sich zunächst, dass Schulsport überhaupt fester Bestandteil im Lehrplan aller Schulen bleibt. Schulsport müsse für jeden Schüler etwas bieten, egal, ob er nun sportlich veranlagt ist oder nicht. Schulsport kann seine Rolle bei der Integration von Schülern mit Migrationshintergrund ausspielen. Außerdem wünschte er sich, dass das Potential besser genutzt wird, das sich aus der Zusammenarbeit von Schulsport und Vereinssport ergibt.
Die Schwimmerin Nicole Hetzer wünscht sich, dass die Bedeutung der Bewegung für die mentale Entwicklung der Kinder mehr in den Vordergrund gerückt wird. Sport ist ein wunderbares Gegengewicht zum Lernen und Arbeiten.
Rainer Mack regte an, nicht mehr die absolute körperliche Leistung eines Schülers zur Bewertung heranzuziehen, sondern die Leistungsfähigkeit zu relativieren. Jeder Schüler sollte auf Grund seiner individuellen Leistungsfähigkeit bewertet werden. Dann steigt auch die Freude am Schulsport und an der Bewegung.
Roswitha Mayerhofer dankte den Teilnehmern und zeigte sich überwältigt über die zahlreichen Diskussionsbeiträge. Sie wünschte sich, diese Gespräche fortzusetzen und auszuweiten.
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Einweihung der neu gestalteten Schatzkammer Haus Benedikts XVI in Altötting
10:45
VO Zur Eröffnung des neuen Museums und der neuen Schatzkammer versammelten sich die Ehrengäste im Saal des Hotel zur Post in Altötting.
Zunächst eröffnete die Gruppe „Scholar Autingensis“ unter der Leitung von Max Brunner die Eröffnungsveranstaltung.
Eine Multimediaproduktion erinnerte an die Ursprünge der Wallfahrt in Altötting, ihren Aufschwung im Mittelalter, den zeitweisen Niedergang während der Reformation, die neuerliche Blüte nach der Gegenreformation, die Wirren während der Säkularisation bis in die neuere Geschichte mit den Besuchen Papst Johannes Pauls II. und Benedikt 16.. Das Video stellte die besondere Stellung Altöttings in Bayern heraus, die Kurfürsten und Feldherren immer wieder angezogen hatte. Kurfürst Maximilian etwa widmete sich nicht nur in einer mit eigenem Blut geschriebenen Widmung Maria sondern ließ auch sein Herz nach seinem Tod in der Gnadenkapelle aufbewahren.
Nur ein kleiner Teil der Kunstschätze, die während der Säkularisation nach München gebracht worden waren, fand seinen Weg zurück in die Schatzkammer nach Altötting.
Staatssekretär Franz Josef Pschierer, sprach als Vertreter des Bayerischen Finanzministers, von Kunstwerken und Wallfahrtsgaben, die „allesamt eine erstklassige Präsentation verdienen“. Ziel sei es, die Bedeutung der Wallfahrt nach Altötting zu erläutern, die großartigen Stücke der Schatzkammer in den Zusammenhang des Wallfahrtsgeschehens zu stellen sowie konservatorische Bedingungen für diese Kostbarkeiten nach dem neuesten Stand zu gewährleisten. Staatssekretär Franz Josef Pschierer stellte fest: (O-Ton: „Wir können uns jetzt davon überzeugen: mit dem neugestalteten, erweiterten Haus und der Neueinrichtung von Museum und Schatzkammer, die wir heute einweihen dürfen, ist Ihnen gelungen, alle Ihre Ziele zu erreichen.“)

Da es sich bei den Gebäuden um denkmalgeschützte Ensembles handelt, hatte das Landesamt für Denkmaschutz bei den Umbauarbeiten ein gehöriges Wort mitzureden. Generalkonservator Prof. Dr. Egon Johannes Greipl betonte: Entscheidend sei die Nähe der Votive zur Gnadenstätte. Denn es handle sich „nicht um Gegenstände der Volkskunde und Kunstgeschichte“, sondern um „Gaben, die Zeugen sind, wie seit Jahrhunderten dankbare und verzweifelte, hoffende und glaubende Menschen zur Patronin Bayerns pilgerten“. Gerade unter diesem Aspekt sei er glücklich, „dass wir heute nicht von einem Wallfahrtsmuseum stehen, sondern vor der Neuen Schatzkammer Unserer Lieben Frau von Altötting“. Er wünsche sich, dass diese Schatzkammer „Zeugnis ablege von der Frömmigkeit unserer Vorfahren aber auch unserer Zeit, dass sie für viele ein Ort der historischen und volkskundlichen Belehrung, vor allem aber ein Ort der Erbauung werde.“
Bürgermeister Herbert Hofauer hatte sich gut vorbereitet und fußte seine Ansprache auf Zitaten aus der Bibel. Er sprach von einem „für Altötting höchst bedeutsamen Tag“. Die altehrwürdige Wallfahrtsstadt habe mit der Neuen Schatzkammer eine weitere hochbedeutende Sehenswürdigkeit erhalten. Außerordentlich dankte er dem Passauer Diözesanbischof Bischof Schraml für dessen Initiative. Es werde ein neues Wallfahrtsmuseum eröffnet, „wie es in Europa kein zweites seiner Art gibt.“ Besonders freute sich Hofauer, dass durch die Benennung „Haus Papst Benedikt XVI.“ ein weiteres „dankbares Erinnerungsmal an den Papst aus unserer bayerischen Heimat gesetzt wurde“. Hofauer übereichte dem Bischof ein symbolisches Geschenk; nämlich den Grundstein der geplanten Überkirche aus dem Jahr 1674. Über der heiligen Kapelle sollte ein Zentralbau auf dem Kapellplatz errichtet werden, das Projekt wurde aber eingestellt. 1983/84 wurde dieser Grundstein bei Grabungen auf dem Kapellplatz entdeckt. Seitdem lagerte der Stein im Depot der Archäologischen Staatssammlung in München. Nun kehrt der historische Grundstein nach Altötting zurück und ist 335 Jahre später in der Neuen Schatzkammer mit einem Hammer und einer Kelle in einer Vitrine zu sehen. Neben diesem Grundstein hatte Bürgermeister Herbert Hofauer einen symbolischen Scheck dabei, den er Bischof Schraml im Vertrauen darauf überreichte, dass er ihn nicht einlösen werde, weil der 10%ige Anteil an den Baukosten, den die Stadt tragen sollte, bereits vorher überwiesen worden war.
Um Papst Benedikt das Leben im fernen römischen Ausland leichter zu machen, übergab er seinem Bruder Georg Ratzinger zwei Flaschen mit altöttinger Kreuterlikör, damit er dort nicht angewiesen ist auf das italienische „Fernet-Branca- und Ramazzotti-Gwasch“, das es dort gibt.
Landrat Erwin Schneider sieht mit der Eröffnung einen weiteren „Meilenstein in der religiösen Geschichte Altöttings gelegt“. Nicht jeder Wallfahrtsort kann auf eine solch beeindruckende Einrichtung verweisen. Es gehe allerdings nicht um den immensen materiellen Wert der Schätze. Viel wichtiger sei der „dahinterstehende Glaube sowie der Dank und das Vertrauen, aus denen sie entstanden sind“. „In unserer modernen Ego-Gesellschaft“, so der Landrat, sei es „extrem wichtig“, den Glauben auch an künftige Generationen weiterzugeben. Auch Landrat Erwin Schneider hatte einen Scheck für Bischof Schraml mitgebracht, meinte aber, man könnte ihn massivst in die Bredullie bringen, wenn man ihn noch einlösen würde, obwohl der Beitrag des Landkreises an den Baumaßnahmen bereits überwiesen wäre.
Für Prälat Ludwig Limbrunner, der Bischöfliche Administrator der Heiligen Kapelle, war es wichtig, die Neue Schatzkammer an das altehrwürdige Administrationsgebäude anzubinden. Für den Prälaten wird damit auch die Wallfahrtsgeschichte weitergeschrieben. „Aus der Wurzel erwächst Kraft für das Neue“, so der Administrator. In der Bauphase habe er selbst die jahrhundertalte Wallfahrtsgeschichte wieder neu entdeckt. „Genau das wünschen wir allen Pilgerinnen und Pilgern in der Schatzkammer“.
Die Architekten Christian und Peter Brückner aus Tirschenreuth stellten das Konzept vor und die Eigenheiten der Baumaßnahme. Dann überreichten sie den Schlüssel des neuen Wallfahrtsmuseums an Diözösanbischof Wilhelm Schraml.
Bischof Wilhelm Schraml dankte allen Beteiligten am Bau und erinnerte daran, dass es keine Selbstverständlichkeit wäre, den Namen Papst Benedikts für ein solchen Haus verwenden zu dürfen. Im Gegenteil hätte sich Papst Benedikt sehr gefreut, seinen Namen für dieses Haus verwendet zu sehen. Mit der neuen Anbetungskapelle, die in der ehemaligen Schatzkammer eingerichtet wird, erhält Altötting ein Gegenstück zur Gnadenkapelle. Wo einst Schätze der Vergangenheit aufbewahrt wurden, ist nun der Platz für den eigentlichen Schatz der Kirche, die ständige Gegenwart des Herrn im Sakrament.
Die neue Schatzkammer will die Pilger in Berührung bringen mit der Geschichte der Wallfahrt und den wertvollen und bedeutenden Kunstgegenständen. Viele dieser Kunstwerke werden hier erstmals gezeigt. Sie geben Zeugnis vom tiefen Vertrauen und Glauben der Pilger. Auch die Akzeptanz aller Behörden und Fachgremien für Konzept und Planung der Umbaumaßnahmen würdigte Bischof Schraml. Viele Fachleute hätten zusammengewirkt um dieses Ergebnis zu erzielen. Ihnen allen dankte er für das Herzblut, das sie hier eingebracht haben. Allen sagte er ein herzliches „Vergelts Gott“.
Dann begab sich die Delegation zu Fuß zum neuen Museum. Allen voran Bischof Schraml, Staatssekretär Pschierer, Landrat Erwin Schneider, Bürgermeister Herbert Hofauer und Protonotar Georg Ratzinger.
Bischof Wilhelm Schraml selbst sperrte das Tor zum neuen Museum auf. Der Schlüssel paßte!
Ein erster Blick in den Empfangsbereich des neu gestalteten Museums zeigte ein modernes Gebäude mit viel Sicherheitstechnik. Scholar Autingensis empfing die Gäste.
Der bischöfliche Administrator Prälat Ludwig Limbrunner verlas zunächst eine Botschaft von Papst Benedikt 16. (O-Ton)
Dann weihten die Bischöfe das neue Museum.
Schließlich besichtigten die Ehrengäste das neue Musum und wir hatten die Gelegenheit, sie dabei zu begleiten.
Erst im letzten Raum des Rundgangs findet sich das goldene Rössl, eines der bedeutendsten Goldschmiede-Kunstwerke des 15. Jahrhunderts. Es fand große Aufmerksamkeit bei allen Besuchern.
Die neue Schatzkammer im Haus Benedikts des 16. An der Nordseite des altöttinger Kapellplatzes kann alle Tage außer Montags von 10 bis 16 Uhr besucht werden.

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Das Muttertagskonzert der Musikkapelle Schwindegg
17:30
Mit „Little Tramp“ eröffnete das Schülerorchester das Konzert in der Mehrzweckhalle in Schwindegg, in die so viele Zuschauer gekommen waren, wie lange nicht. Wir wollen hier Ausschnitte aus dem Konzert zeigen. Die gesamte Aufzeichnung gibt’s auf einer DVD in unserem Shop.
Vorstand Josef Stimmer, der die Leitung des Vereins erst vor Anfang März von Alois Häusler übernommen hat, begrüßte die Gäste und freute sich über das große Interesse an ihrer Musik.
Natürlich freute er sich über die Anwesenheit seines Vorgängers und Gründungsmitglieds Alois Häusler, der erstmals das Konzert aus der ersten Reihe verfolgen kann.
Christl Niedermeier hatte einen Rückblick auf die 25 jährige Vereinsgeschicht in Gedichtform gefaßt und trug diesen vor. Das Gedicht unter dem Titel „Danke Alois“ überreichte sie Alois Häusler im Bilderrahmen. Der Bezirksleiter des Musikbundes Ober-Niederbayern Wolfgang Mayer lobte erst die Jugendkapelle und überreichte dann Alois Häusler eine Ehrenurkunde des Bundes deutscher Blasmusikverbände in Stuttgart. Er gratulierte auch im Namen des Musikbundes Ober-Niederbayern und wünschte auch weiterhin alles Gute. Zur Urkunde gabs natürlich auch eine Medaille. Die anzubringen war aber nicht ganz einfach.
Aber auch die Musiker hatten ein Geschenk für ihren ehemaligen Vorsitzenden: Da musste er gleich drauf Platz nehmen. Josef Stimmer dankte ihnen für die 25 Jahre ehrenamtlicher Arbeit und überreicht zudem Maria Häusler einen Srauß Blumen.
Aber dann gabs wieder Musik: „Pipi Langstrumpf“
Schülerorchesterleiter Stefan Häusler führte mit witzigen kleinen Geschichten durch das Programm. Das nächste Stück zu spielen war mutig. „One Moment in Time“, der offizielle Titelsong der olympischen Spiele von Seoul in 1988. Übrigens stammt das Lied aus den Federn von Albert Hammond und John Bettis.
Damit beendete das Jugendorchester seinen Teil des Konzerts und die Kapelle nahm auf der Bühne Platz.
Unter der Leitung von Josef Hanslmaier eröffneten sie mit dem Marsch „Mit vollen Segeln“ von Klaus Stobl.
dass Blasmusik viele Facetten hat, zeigte das nächste Stück: Johann Strauß‘ „Leichtes Blut“, eine Polka schnell.
Luciano Pavarotti hat „Nessun Dorma“ aus Giacomo Puccinis Oper „Turandot“ berühmt gemacht. Noch berühmter wurde dieses Stück durch Paul Pott. Die Blasmusikkapelle hatte ihre eigene Version.
Den Wahnsinn am Xylophon demonstrierte dann Solist Jan Müller: Xylomania von Wim Laseroms.
Nach Skandinavien entführte die Kapelle die Zuhörer dann mit „Scandinavia – a symphonic Rhapsody“ von Alfred Bösendorfer.
Das letzte Stück vor der Pause war der „Raketenflug“ von Sepp Tanzer.
Für die Pause hatte die Kapelle vorgesorgt. Als die Zuhörer ins Foyer der Schule kamen, erwarteten sie schon fünf Tische voller Häppchen und Getränke. Da war viel Gelegenheit, das Gehörte zu besprechen und sich zu stärken.
Nach der Pause setzte die Kapelle fort mit der „Nordic Fanfare and Hymn“ von Jacob de Haan.

Bevors dann weiterging ehrte Josef Stimmer die Absolventen der Leistungsprüfungen. Er und Wolfgang Mayer konnten zahlreichen jungen Musikern ihre Urkunden überreichen. Erst hatte er aber noch einen Bierkrug für Alois Häusler.
Der neunjährige Gerhard Braunhuber hat die Prüfung mit gutem Erfolg abgelegt und erhält das Musikerleistungsabzeichen in Bronze.
Kilian Leipfinger hat mit seinem Schlagzeug mit Erfolg bestanden und erhielt ebenso das Musikerleistungszeichen.
Kathrin Lohmeier hat mit der Querflöte mit gutem Erfolg bestanden. Die nächste Urkunde ging an Stefanie Otto. Auch sie hat mit ihrer Querflöte mit Erfolg bestanden. Mit gutem Erfolg bestanden hat Alexander Palloch mit seinem Schlagzeug. Die Leistungsprüfung in silber mit gutem Erfolg bestanden hat Jan Müller. Auch er nahm mit dem Schlagzeug teil. Markus Otto spielt Trompete. Er bestand die Prüfung mit sehr gutem Erfolg.
Den Solo-Duo-Wettbewerb 2008/2009 in der Altersstufe 6 haben Anna-Lena Eder und Daniel Gebauer mit gutem Erfolg absolviert.
Eine riesen Besonderheit wären Mareike Mailänder und Franziska Stimmer. Sie wurden in der Altersstufe 5 im Solo-Duo-Wettbewerb Landessieger. Sie wären damit das beste Querflötenduo in ihrer Altersklasse in ganz Bayern. Da gratulierte Bürgermeister Dr. Karl Dürner persönlich. Und Wolfgang Mayer meinte, weil sie auch noch das goldene Leistungsabzeichen schon hätten, könnten sie gleich anfangen an der Hochschule zu studieren. Er gratulierte der Musikkapelle und den jungen Musikern und meinte: Ein riesen Respekt, was sie da in Schwindegg alles können.
Die beiden zeigten dann ihr Können mit Wolfgang-Amadeus Mozarts „Der Vogelfänger bin ich ja.“
Dann folgten einige Stücke aus Filmen. Zunächst die Titelmusik aus dem Steven Spielberg-Film „Jurassic-Park“
Ein Traditional, das bereits Peggy March Anfang der 60er Jahre aufgenommen hatte und das zuletzt durch den Film „Sister Act“ bekannt wurde, brachte die Blaskapelle nun: „I will follow HIM“
Nach Afrika entführte die Kapelle dann mit Van McCoys „African Symphony“
Bevor das Konzert mit „La Storia“ von Jacob de Haan zu Ende gehen sollte, dankte Vorstand Josef Stimmer Kapellmeister Josef Hanslmeier für die viele Arbeit, die er in den zurückliegenden Wochen für die Kapelle geleistet hatte. Eine Flasche Rotwein und ein Strauß Blumen war ein kleiner Dank für das Engagement. Auch Stefan Häusler und allen Musikern galt sein Dank, genauso wie Bürgermeister Dr. Karl Dürner und Rektor Brandlhuber sowie allen anderen Helfern und Unterstützern. Aber auch er selbst erhielt ein kleines Geschenk.
Nun also „La Storia“ von Jacob de Haan.
Natürlich ging's nicht ohne Zugabe ab, auch wenn mancher Zuhörer doch schon ziemlich müde war. „Dem Land Tirol die Treue“
Und wirklich Schluss wars dann nach „Guten Abend – Gute Nacht“ von Johannes Brahms.
Die Blaskapelle Schwindegg hat ein Muttertagskonzert gegeben das Blasmusik auf erstaunlich hohem Niveau bot. Sie haben eindrucksvoll gezeigt, dass Blasmusik heute etwas ganz anderes ist, als das was man gemeinhin dafür hält: Von Bierzeltmusik ist diese Kapelle weit entfernt. Und die vielen jungen Musiker zeigen, wie intensiv der Nachwuchs gefördert wird. Alois Häusler hat 25 Jahre lang sehr viel Arbeit in diese Blaskapelle gesteckt. Wir wünschen Josef Stimmer viel Kraft, diese erfolgreiche Arbeit so fortsetzen zu können. Wer weiß, vielleicht kann er ja dann wirklich die Trennwand in der Halle eines Tages hochziehen, weil anders die Zuöhrer nicht mehr Platz finden. Zu wünschen wärs ihnen allen.

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Bayernliga-Fußball: TSV Buchbach - FC Ismaning und Verabschiedung der Ausscheider beim TSV Buchbach
15:40
Mie der bewährten Aufstellung ließ Trainer Matthias Pongratz seine Mannschaft auflaufen, also mit Stefan Hillinger, Manuel Neubauer und Christian Kagerer. Für ihn und für Thomas Penker war das Spiel gleichzeitig das letzte Punktspiel im heimischen Jahnstadion.
Buchbach spielte in schwarz von rechts nach links, Ismaning in weiß von links nach rechts. Man könnte dieses Spiel auch in schwarz-weiß gut verfolgen. Ob es ein schwarz-weisses Spiel werden würde wird sich zeigen. Das Spiel leiteten wieder Schiedsrichter aus Oberösterreich. Schiedsrichter Andreas Feichtinger kommt aus Altmünster, seine Assistenten Stefan Stangl und Daniel Heintz aus Laakirchen und Altheim.
Das Los entschied, Ismaning stößt an.
Schon nach wenigen Minuten hatte Christian Kagerer hier die Möglichkeit zum 1:0, kam aber an die Flanke von Manuel Neubauer nicht heran.
Im direkten Gegenzug musste erstmals Thomas Penker eingreifen.
Auch für ihn war es das letzte Heimspiel: Matthias Pongratz saß zum letzten Mal auf der heimischen Trainerbank.
In der Folgezeit ereignete sich wenig Berichtenswertes, das Spiel plätscherte von einer auf die andere Seite, ohne jedoch konkrete Chancen zu bringen. Etwa 8 Minuten später setzte Buchbach zu einem Angriff an: Stefan Hillinger quer übers Spielfeld Manuel Kagerer nimmt den Ball volley und trifft daneben.
Zwei Minuten später: Thomas Penker wehrt mit dem Fuß ab, nachdem die Ismaninger die Buchbacher Abwehr ziemlich stehen hatten lassen.
Wieder zwei Minuten später: Hillinger auf Neulinger, der auf Neubauer, der über eine Zwischenstation zum Spurt ansetzte und im Abschluss die Latte trifft. Christian Kagerer wäre gut gestanden, aber wegen des mitgelaufenen Ismaningers hätte er nicht flanken können.
hier hält Christian Kagerer den Gegenspieler fest und handelt sich einen Rüffler von Schiedsrichter Andreas Feichtinger ein.
Eine spitzen Vorlage für Manuel Neubauer kam hier von Stefan Bernhart. Markus Werth blieb nur ein Foul als Bremse. Freistoß für Buchbach in interessanter Position. Ralf Klingmann führt aus... leider weit drüber.
Angriff Buchbach über links: Manuel auf Christian Kagerer, der über das halbe Spielfeld stürmt, dann abspielt auf Ralf Klingmann. Vor dem Tor bekommt Christian Kagerer den Ball wieder, aber Ismaning kann abwehren. Manuel Kagerer auf Stefan Hillinger. Gegen diesen Angriff gabs wohl nur eine Methode. Gelbe Karte für Markus Werth. Stefan Hillinger, dessen Knie schon längere Zeit Probleme verursacht, musste außerhalb des Spielfeldes behandelt werden. Buchbach musste vorerst mit 10 Mann weiterspielen.
Und der nächste Angriff Buchbachs: Klingmann auf Neubauer, der lässt zwei Abwehrspieler stehen und flankt auf Christian Kagerer. Allerdings zu weit.
Dann kamen die Gäste: Thomas Penker musste sich stark strecken und konnte den Ball mit der Faust übers Tor lenken: Ecke.
Und gleich noch eine Ecke. Aber auch die bringt keine Änderung am Ergebnis.
Vier Minuten später: Ismaning kommt über rechts, wechselt dann auf links von dort kommt die Flanke auf Andreas Pflügler, der den Ball auch noch optimal erwischt. Aber da ist eben Thomas Penker im Tor, und damit Endstation!
Erst jetzt konnte Stefan Hillinger wieder mitspielen. Gerade rechtzeitig zu diesem Freistoß. Ein Kunstschuß durch alle Spieler hindurch. Nutzte aber nichts, da der Schiedsrichterassistent die Fahne oben hatte: Abseits.
Stefan Hillinger – Doppelpaß mit Christian Kagerer, Hillinger kann Bernd Häfele stehen lassen und kommt dann doch nicht zum Schuß. Christian Kagerer entsetzt.
Und dann bringt Oliver Rösgen Stefan Bernhart zu Fall und handelt sich eine Verwarnung ein. Bei der Annahme des Freistoßes von Ralf Klingmann im Strafraum kollidiert Alex Neulinger mit einem Abwehrspieler. Beide müssen behandelt werden. Eine gelbe Karte handelte sich Sascha Steinacher ein, der mit dem Geschehen gar nichts zu tun hatte und erst später außerhalb unseres Blickwinkels hinzugestürmt war.
Bis zur Pause geschah dann nichts mehr, worüber berichtet werden sollte.
Nach Wiederanpfiff spielt also jetzt Buchbach von links nach rechts und Ismaning von rechts nach links.
Es waren erst ein paar Minuten gespielt, da wurde es wohl Markus Werth zu langweilig. Er besann sich aber und spielte wieder mit. Und – gleich mal Manuel Neubauer von den Beinen geholt! Na dann, schnell ausgewechselt, bevor er für das Foul die zweite Gelbe gesehen hätte. Für ihn kam Markus Nidermann.
Den Freistoß führte Ralf Klingmann aus – genau auf Manuel Kagerer und der köpft ein zur 1.0 Führung. 48. Minute.
Hier schickt Manuel Kagerer Manuel Neubauer auf die Reise. Er scheitert an Torhüter Jan Schlösser.
Partisch auf der Linie klärte hier Stefan Bernhart nach dieser Ecke für Ismaning. Allerdings bekam Buchbach den Ball nicht aus der Gefahrenzone, und so konnte Thomas Schwarzbauer Thomas Penker bezwingen. Ausgleich in der 58. Minute.
Kurz darauf wieder Ecke für Ismaning, wieder von rechts. Andreas Pflügler zur 1:2 Führung, nur drei Minuten später, in der 61.
Hier bemühen sich Stefan Bernhart und Thomas Bachinger um den Ball. Das Gezerre endet mit einer gelben Karte für Thomas Bachinger.
Dann brachte Mattias Pongratz Markus Gibis für Stefan Hillinger.
Das nötige Quentchen Glück hatte Buchbach hier: Nach flanke erwischt Sascha Steinacher den Ball nicht richtig. Thomas Penker hat ihn.
Und auch hier: Mijo Stijepic auf den eingewechselten Markus Niedermann. Hans Attenberger klärt zur Ecke. Bevor die aber ausgeführt wird, kommt für Manuel Neubauer Andi Bichlmaier. Die Ecke selbst ändert nichts am Spielstand.
Dann diese Szene: Markus Gibis stürmt los. Thomas Bachinger kann ihn nicht halten und reißt ihn zu Boden. Weil er schon gelb hatte, folgte gleich danach die rote Karte. Irgendwie wars ihm zwar sofort klar, hat sich auch die Karten gar nicht mehr angeschaut.
Dann wechselte Ismaning aus. Für Mijo Stjepic, von dem bisher kaum etwas zu sehen war, kam Benjamin Langgassner. Mijo Stjepic hielt sich auch gar nicht lang mit der Bank auf und ging gleich duschen.
Buchbach – nun in Überzahl – versuchte auszugleichen. Gibis auf Andi Bichlmaier und der zeiht ab – knapp am Tor vorbei.
Thomas Penker konnte schon mal seinen zukünftigen Stand ausprobieren: Den des Zuschauers.
Weiter Einwurf: über mehrere Stationen und schließlich scheitert Manuel Kagerer an Jan Schlösser. Es gab Ecke für Buchbach. Vorher gabs aus einem – für uns – nicht ersichtlichen Grund noch gelb für Thomas Schwarzbauer.
Die Ecke kam herein und Markus Gibis netzte ein. Aber der Jubel kam zu früh: Der Schiedsrichterassistent hatte die Fahne oben.
Ismaning wollte den Vorsprung ausbauen. Da waren auch solche Mittel recht. Die Folge war eine gelbe Karte für Andreas Pflüger.
Ismanings Trainer .. versuchte nun alles, um den Vorsprung über die Zeit zu retten. Hier ersetzt er Christian Lippert durch Benjamin Held. Dann folgte ein weiter Einwurf für Buchbach, der in ein ziemliches Gewirr mündete. Den Durchblick behielt Florian Trojowski. Er schob zum Ausgleich ein. 2:2 in der 90. Minute.
Dann der Abpfiff.
Die Zuschauer feierten Thomas Penker, Christian Kagerer, Matthias Pongratz und Michael Ostermeier.
Mit dem Transparent bedankten sich die Spieler bei den Fans. Knapp 20.000 waren die ganze Saison über ins Stadion gekommen und hatten den Verein durch die erste Bayernliga-Saison begleitet.
Herr Penker, 13 Jahre TSV Buchbach, durch wieviele Klassen haben Sie den Verein begleitet? (O-Ton)
Die Bayernliga war natürlich jetzt der krönende Abschluss der Fußballerkarriere? (O-Ton)
Gibt’s besondere Höhepunkte, die Sie nicht vergessen werden? (O-Ton)
Was ist das für ein Gefühl, wenn man nach so einer Saison abrupt in den Ruhestand geht? (O-Ton)
Dann wünschen wir für die Zukunft alles Beste und dass wir uns im Herbst wieder sehen... (O-Ton)
Die letzte Bayernliga-Pressekonferenz führte Erich Haider wie gewohnt. Ismanings Trainer Jörg Kurz hätte natürlich gern drei Punkte mitgenommen? (O-Ton)
Matthias Pongratz meinte: (O-Ton)
Wie immer zum SaisonAbschluss gabs ein Spanferkel. Das fand guten Absatz und die Fans feierten ihre Mannschaft und einfach eine schöne Party. Erich Haider hatte seinen Spaß und unsere Assistenten auch.
Bürgermeister Thomas Einwang unterhielt sich mit den Sponsoren und die zweite Mannschaft feierte ihren Aufstieg in die Kreisklasse.
Dann begrüßte die Vereinsführung zur Verabschiedung der vier Ausscheider.
Günther Grübl gratulierte erst einmal der zweiten Mannschaft. Dann blickte er zurück auf die erfolgreiche Saison. Es wäre gigantisch gewesen, was geleistet worden ist. Er dankte allen Spielern und allen Beteiligten für die große Hilfe, ohne die keine Erfolge möglich gewesen wären.
Dann rief er Matthias Pongratz und Michael Ostermeier zu sich und bedankte sich sehr für die Erfolge, die sie dem Verein ermöglicht hatten. Zum Dank gabs ein Shirt und für die Ehefrauen Blumen.
Matthias Pongratz meinte, er hätte schon gewußt, dass Buchbach aufsteigen wollte. Un diese Erwartungen hätte er erfüllt. Er dankte in erster Linie seiner Mannschaft, aber auch dem Verein, der ihm alle Unterstützung gegeben hatte, ohne die er es nicht geschafft hätte, Woche für Woche in der Bayernliga seinen Mann zu stehen. Aber auch seiner Familie und den Zuschuern galt sein Dank.
Christian Kagerer dankte er für drei erfolgreiche Jahre. Er wünschte ihm für seine Zukunft als Trainer in Hebertsfelden alles Gute.Günther Grübl meint, seine Tore gingen in die Annalen ein, um so mehr, als er immer Teamspieler war und sich nie in den Vordergrund geschoben hatte. Christian Kagerer dankte für drei sehr schöne Jahre in der super Mannschaft, bei dem super Trainer. Sicher wird er dem TSV die Treue halten und immer wieder vorbeischauen.
Schließlich Thomas Penker. Ihn empfingendie Fans im Stehen, und Günther Grübl übermannten die Emotionen.
Auch er bekam ein Trikot und eine lebenslang gültige Dauereintrittskarte zu allen Punktspielen des TSV. Günther Grübl sagte ein herzliches Dankeschön und freute sich, ihn in irgend einer Funktion wieder beim TSV begrüßen zu dürfen. Thomas Penker bedankte sich seinerseits und meinte (O-Ton: Enough is enough!)
Bürgermeister Thomas Einwang gratulierte den beiden Mannschaften und meinte, er wäre stolz darauf, in Buchbach so einen Verein zu haben. Und zwar wegen ihrer Leistung aber noch mehr darauf, WIE sie das geschafft haben. Sie haben sich durchgesetzt gegen Mannschaften aus Städten wie Bayreuth, Schweinfurth, Würzburg oder Weiden, die alle ganz andere Möglichkeiten haben. Sie schafften das, weil hier der Mensch im Mittelpunkt steht und sich keiner heraushebt. Dafür dankte er ihnen sehr. Er wünschte, dass sie so bleiben wie sie sind, dann bleibt auch der Erfolg nicht aus.
Das letzte Wort hatte Vorstand Anton Maier. Auch er gratulierte und dankte beiden Mannschaften.
Er warnte davor, den super Sport, den die Bayernliga-Mannschaft Woche für Woche hier bietet als selbstverständlich zu sehen. Es wäre eine ganz außergewöhnliche Leistung, was sie hier gezeigt hätten. Er dankte auch den Sponsoren, allen Helfern und besonders den Zuschauern. Als Aufsteiger hätten sie knapp 20.000 Zuschauer gehabt, viel mehr als Bayreuth oder Schweinfurt.
Mit einer ausgelassenen Party ging damit die erste Bayernliga-Saison des TSV Buchbach zu Ende. Und wenn sich beim letzten Spiel nichts mehr ändert, auf Platz 7, einem Platz, den anzustreben alle vorgehabt hatten und der doch anfangs wie ein Wunschtraum aussah.Wir gratulieren und freuen uns auf den Trainingsauftakt am 19. Juni – dann mit dem neuen Trainer Richard Nitzl.

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