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Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
Josef J. Pöllmann ist Mitglied im Deutschen Presse Verband
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Das gabs 2009 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im September 2009 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
148
Volksfestauszug in Mühldorf
9:30
36 03.09.09
Ein bisschen Hektik war ein gekehrt als sich die Altmühldorfer Blaskapelle bereit machte und vor dem Rathaus ihr Standkonzert zu geben. Zumal sie einen neuen Trommler mit in ihren Reihen hatten den Mayer Franz. Weil der Franz gar kein Trommler ist alles nicht ganz einfach in die Trommel um zu schnallen. (O-Ton-) Ein Crash-Kurs in Trommeln? nicht ganz einfach!
Aber schließlich hat es ganz gut funktioniert. Und das alte ehrwürdige Stadtwappen schaute herunter auf die Musiker. Und der Franz hatte den Rhythmus schneller raus. Na ja - nicht ganz!
Während die meisten Kunden immer das Gute Stube ihren Geschäften nachgehen fanden sich doch einige Zuschauer ein und Werten der Blaskapelle zu.
Szenenwechsel: am Start Ball nahmen derweil die Vereine Aufstellung zum Volksfest Auszug. So mancher wusste nicht so recht was ihm geschieht. Andere waren etwas schüchtern. Landrat Georg Huber war wie immer stolz auf seine Enkelin.
Dann eröffneten die Goaßlschneuza!
Das altehrwürdige Münchner Tor erwartet den Zug bereits. Allen voran marschierten die Kraiburger. Ihnen folgten die Schützenvereine als der Stadt. In der ersten Kutsche Bürgermeister Günther Knoblauch Landrat Georg Huber und die Bundestagsabgeordneten Ewald Schurer und Stefan Mayer. Sie verteilten Herzal ins Publikum. Die Kandidatinnen zur Wahl der Volksfestkönigin 2009 mussten zu Fuß übers Pflaster der Kutsche folgen.
Dann die Altmühldorfer, die ihr Standkonzert beendet hatten. Der Franz hatte es inzwischen raus und es machte ihm richtig Spaß. Dem nächsten Schützenverein, der die Kleinen in der Leiterwagerl dabei hatte, folgte die Kutsche mit der Festwirtfamilie Werner. Auf dem Kutschbock hatte Brauerei-Vertreter Charly Minks Platz genommen. Kein Wunder dass er bei so viel Schönheit in der Kutsche keinen Platz mehr gefunden hatte. Der kurze folgten die Bedienungen des Spartenbierzelts. Allerdings nur ein paar, die anderen mussten schon das Zelt für die Eröffnung vorbereiten.
Schon traditionell dabei ist das sechsspännige Gespann der Spaten Brauerei. Die schweren Rösler zogen den schweren Wagen wie jedes Jahr ruhig und zuverlässig über den Stadtplatz. Dabei wurden sie von vielen Zuschauern bestaunt.
Ihnen folgten die Mühldorfer Musikanten wie die Stadtkapelle sich jetzt nennt.
Einem Stammplatz im Volksfest Auszug haben jedes Jahr die „Boarisch’n“. ihre Kinder werden immer größer auch wenn neuer Nachwuchs nicht fehlt.
Die Bedienungen des Weißbierzelts waren fast vollständig dabei. Sie gehen vor der Kutsche mit den Wirtsleuten die auch die Brauer sind. Unertls haben ihr eigenes Zelt wieder fest in der Hand. Vorbei die Experimente mit einem Wirt für ihr Festzelt.
Schon wieder die bayerischen Jahr sind das denn so viele? Nein wir haben sie nur überholt. Auch das Fass der Weißbierbrauerei war wieder dabei. Und erst recht die alte Dampfmaschine – und der 500er und der alte Magirus. die da drinnen hatten ihren Spaß schon während der Fahrt.
Dann die Blaskapelle aus der Backofen und die Kutsche mit der Wirtsfamilie Nagl vom Weinzelt. Auch sie hatten alle Bedienungen mit dabei.
Es folgten die Vereine: Zuerst Trachtenverein, und dann die Inntalia.
Schließlich ging‘s auf der anderen Inn-Seite Richtung Volksfestplatz.
Noch das Gespann ein gebremst anschauen war Zeit zum Feiern. Die Boarisch‘n hatten ihren Stammplatz für den nächsten 10 Tage schon besetzt: im Garten vor dem Weißbierzelt.
Schließlich schickte sich Bürgermeister Günther Knoblauch an, das erste Faß Festbier anzuzapfen. Oh! Oh! Oh! Oh! fünf Schläge und so gepritschelt. Dabei hatten wir noch bei der Bierprobe so von seinen in Anzapf-Künsten geschwärmt!
Kollegen Ludwig Stuffer hatte es ganz ordentlich erwischt. er musste erst seinen Fotoapparat trocken kriegen. Inzwischen floss das Festbier in die Maßkrüge. Dann hieße es: (O-Ton-)
Und man konnte auf ein erfolgreiches friedliches fröhliches Volksfest anstoßen.
Während die Tabelle den bayerischen Defiliermarsch an stimmte hatten diese Herrn schon wieder politische Gespräche im Sinn.
Nach dem Bürgermeister Günther Knoblauch die Gäste auf der Bühne begrüßt hatte Übergabe ihrer den Taktstock an die Volksfestkönigin des vergangenen Jahres Michaela Eimer die dann das zweite Musikstück dirigierte.
In der Zwischenzeit bruzzelte das Spanferkel im Grill, die Brezen warteten auf Käufer und die Hendl fanden reißenden Absatz.
In der Box der Stadt und des Landkreises war die Brotzeit schon vorbereitet. Die Stadträte wird diesen mit einem kühlen Bier an. Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer kokkettierte mit den Kandidatinnen für die Wahl der neuen Volksfestkönigin. Aber kurz danach war er schon wieder im politischen Gespräch.
Auch im Weißbierzelt hatte der Ausstand begonnen. und die Rosemarie war auch da.
Es würde die Mühldorfer Volksfest etwas fehlen, wenn Wolfgang Unertl nicht mehr seine Runden durchs Zelt drehen, und die Gäste begrüßen würde. Für die gute Stimmung sorgten die Mühldorfer Musikanten.
Auch Riesenrad und Kettenkarussell boten ihre Dienste das Volksfest war eröffnet.
149
Verkehrsfreigabe des neuen Kreisverkehrs in Harthausen: Ein Unfallschwerpunkt weniger im Landkreis
4:00
Fertig und schon unter Verkehr präsentierte sich der neue Kreisverkehr wenn auch noch nicht eingewachsen. Landrat Georg Huber konnte einen Teil der Mitglieder des Bauausschusses, Vertreter der Baufirmen, der Tiefbauverwaltung und der Gemeinde und natürlich die Anwohner begrüßen.
Es wäre zwar nicht einfach gewesen hier einen Kreisverkehr zu bauen, meinte Landrat Georg Huber weil er ganz verschiedenen Anforderungen genügen muss. Einerseits sollte der Grundverbrauch gering gehalten werden und andererseits sollte der Kreisverkehr groß genug sein um auch landwirtschaftlichen Gespannen und Lkw-Zügen genügend Platz zu bieten. Und weil doch einigermaßen Fläche nötig war um den Kreisverkehr zu bauen, bedankte er sich besonders herzlich bei den Anlegern die dem Grund gerne und problemlos zur Verfügung gestellt hatten. Er dankte Tiefbauverwaltung, Planungsbüro und Baufirmen für die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit, die es möglich gemacht hätte, den Kreisverkehr in nur zwei Monaten zu realisieren. Sein Dank galt auch im Gemeinderat und Bürgermeister Stefan Schalck von der Gemeinde Mettenheim. Auch Polizeihauptkommissar Hans Rabl galt sein Dank, weil während der Bauzeit umfangreiche Verkehrslenkungsmaßnahmen hatten durchgeführt werden müssen. Der Kreisverkehr verursachte Kosten in Höhe von € 400.000,- die zu mehr als 50 Prozent vom Freistaat Bayern, vom Landkreis und von der Gemeinde Mettenheim getragen wurden. Schließlich wünschte er dem Kreisverkehr viele Verkehrsteilnehmer die nun diese Kreuzung unfallfrei passieren können, und gab den Kreisverkehr für den Verkehr frei.
Bürgermeister Stefan Schalck bedankte sich bei allen Beteiligten für die super gute Zusammenarbeit. Auch den Mitarbeitern seines Bauhofes galt sein Dank, die bei der Erledigung ihrer Aufgaben wieder von den Baufirmen problemlos unterstützt worden waren. Einzig Polizeihauptkommissar Hans Rabl wollte er - zumindest in offizieller Funktion - hier an dieser Stelle nicht mehr sehen. Persönlich ist er natürlich jederzeit herzlich willkommen. Abschließend bedankte er sich bei den Grundstückseigentümern und den Mitgliedern des Gemeinderates die gemeinsam unproblematisch und schnell dazu beigetragen hätten diesen Gefahrenschwerpunkt zu eliminieren.
Nachdem auch dem Vertreter von Planungsbüro und Baufirma die gute Zusammenarbeit gelobt, und ihren Wunsch geäußert hatten auch andere Unfallschwerpunkte im Landkreis auf ähnliche Weise entschärfen zu dürfen, schritt man zur Verkehrsfreigabe. Am Durchschneiden des weiß-blauen Bandes nahm auch Nachbarbürgermeister Günther Knoblauch teil. Landrat Georg Huber verband die Verkehrsfreigabe mit dem Wunsch, daß es hier nie mehr zu tödlichen Unfällen kommen möge und auch die Anwohner durch die neue Straße vom Verkehrslärm entlastet würden.
Im Anschluss daran lud Landrat Georg Huber alle Beteiligten zu einem gemeinsamen Abendessen zum Kreuzer-Wirt nach Mettenheim ein.
150
Die Bayern-1 Sommerreise macht Station in Neumarkt-St. Veit
4:00
Volksfestwirt Sepp Zens meinte, da sieht man erst, wie groß der Volksfestplatz ist, wenn kein Bierzelt da steht und keine Fahrgeschäfte....: Diesmal hatte in Neumarkt-St. Veit der Radiosender Bayern 1 den Volksfestplatz mit seiner „Sommerreise“ in Beschlag genommen.
An nur vier Standorten in ganz Bayern hatte diese Sommerreise heuer Station gemacht.
Für die Freunde guter Musik gab es hier viel zu erleben. An Hör-Inseln konnte man an einem Oldie-Quiz teilnehmen, oder sich von Musikgruppen auf zwei Bühnen unterhalten lassen.
Unter den Zuschauern fanden sich sowohl ältere Semester als auch junge Hörer des Radio-Senders.
Für die Unterhaltung der Kinder war genauso gesorgt, wie für die Freunde des Bayerischen Fernsehens. Auch Sponsoren hatten ihre Stände aufgestellt und informierten die Besucher.
Moderiert wurde die Veranstaltung von den bekannten Moderatoren des Programms: Christoph Däumling und Uwe Erdelt.
Selbstverständlich informierte der Sender über sein Programm und verteilte jede Menge Werbegeschenke. Ein Tanzboden rundete das Angebot ab.
Ein vergnüglicher Nachmittag und Abend zu dem tausende von Zuhörern teils von weit her angereist waren und ein großartiges Ereignis für den Rottstadt, das ihr – auch durch wiederholte Live-Schaltungen im bayernweiten Radioprogramm von Bayern-1 sicher viel an Bekanntheit gebracht hat.
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"ISIS" Die Initiative für Soziales, Integration und Schülerhilfe stellt sich vor
10:30
Da man die Notwendigkeit der Integration ausländischer Mitbürger erkannt hatte, war ein erster Schritt die Realisierung des Projekts „Isis“. Zur Vorstellung dieses Projektes, die schon vor einigen Tagen stattfand Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber an die Grundschule nach Mößling. An der Informationsveranstaltung nahmen auch dritter Bürgermeisters Christian Funiok, Schulamtsdirektor Peter Krell, Schulrat Paul Schönstetter, AWO-Vorsitzende Klara-Maria Seeberger und mehrere Mitarbeiter des Projekts sowie Vertreter anderer Schulen und Kindergärten sowie der türkischen Gemeinde in Mühldorf teil.
Eröffnet wurde die Veranstaltung die von Rektor Markus Heindlmeier geleitet wurde durch die Blaskapelle der Grundschule.
Rektor Markus Heindlmeier betonte in seiner Einführung die Notwendigkeit von Hausaufgaben die integraler Bestandteil der schulischen Ausbildung und der Persönlichkeits-Erziehung wären.
Es wäre vorbildlich wie hier Mütter oder andere - der Schule verbundene - Personen ihre Mithilfe bei der Betreuung der Schüler auf ehrenamtlicher Basis eingebracht hätten.
Nach seiner Begrüßung der Gäste unterhielt der Schulchor.
Projektleiterin Renate Angermann erzählte wie es zur Gründung von „Isis“ kam. Zunächst betreute sie ein türkisches Kind, das ihr eigenes Kind mit nach Hause gebracht hätte, bei den Hausaufgaben. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Kinder hinzu. Heute betreut sie sieben bis acht Kinder von montags bis freitags jeweils eineinhalb Stunden bei sich zu Hause. Nach vorbereitenden Gesprächen mit Schulleitern und dem Schulamt hätte die Hausaufgabenbetreuung mit vier Gruppen mit jeweils vier bis fünf Kindern begonnen. Heute würden in sieben Gruppen etwa 40 Kinder betreut. Für September erwarten die Organisatoren eine Verdoppelung der Zahl der teilnehmenden Kinder. Aus der Hausabgabenhilfe heraus hätte sich ein breites Unterstützungsangebot für die Familien der Schüler entwickelt, etwa die Begleitung bei Behördengängen oder bei Besuchen beim Arzt. Isis hätte aber auch begonnen den Austausch und das Kennenlernen der Bevölkerungsgruppen zu fördern. Seit Herbst vergangenen Jahres biete Isis gemeinsame Veranstaltungen an, die das gegenseitige Verständnis fördern sollen. Isis arbeite mit einem Arzt zusammen der das Vertrauen der Beteiligten genießt. Ein wesentlicher Bestandteil wäre die Sprachförderung in Kindergärten. Mangelnde deutsche Sprachkenntnisse wären die Hauptursache vieler anderer Probleme mit denen die Kinder später in der Schule konfrontiert sind. Es wäre also von größter Bedeutung den Kindern schon im Kindergarten bestmögliche Sprachförderung angedeihen zu lassen.
Brigitte Steininger ist als Betreuerin bei Isis engagiert. Sie stellte die Arbeit in der Hausaufgabenbetreuungsgruppe vor, und beschrieb die Schwierigkeiten die sich ergeben, wenn russischstämmige, afghanischstämmige und türkischstämmigen Kinder in einer Gruppe zusammenarbeiten sollen. Nach dem Unterricht kommen die Kinder direkt zu ihrer in ein besonderes Klassenzimmer, das für die Schule zur Verfügung stellt. Dort müssen sie sich zunächst beruhigen und etwas essen. Dann können Sie an ihre Hausaufgaben gehen. Sie versucht dabei die Hausaufgaben spielerisch mit ihnen zu erledigen. Oft bespricht sie zusätzliche Themen, die nichts mit dem Unterrichtsstoff zu tun haben. Bevor sie die Kinder nach Hause bringt, lässt sie sie oft auch auf dem gegenüberliegenden Sportplatz sich austoben. Wenn sie Probleme im häuslichen Bereich feststellt bemüht sie sich diese auch mit den Eltern der Kinder zu regeln. So hätte sie erlebt, dass ein Kind Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache hat und herausgefunden, daß zu Hause nur türkisch gesprochen wurde. Sie hätte darauf hin versucht die Mutter des Kindes zu bewegen an einem Sprachkurs teilzunehmen.
Stefanie Rotkäppl erläuterte wie es dazu kam, daß die Hausaufgabenbetreuung zum Projekt „Isis“ bei der AWO wurde. Sie erzählte von der Gruppe die sie selbst betreut. Fünf ihrer acht Kinder haben türkische Wurzeln, ein Kind wäre irakischer Kriegsflüchtling, ein Kind stamme aus Marokko und ein Kind wäre eine interessante Mischung aus italienisch und ukrainisch. Außerdem besuchten die Kinder drei verschiedene Schulen. Da diese Gruppe sehr viel Arbeit erfordert, wäre sie für die Hilfe zweier Kolleginnen dankbar. Auch sie beschrieb welche Schwierigkeiten die Kinder mit der deutschen Sprache haben. Es dauere in manchen Fällen Jahre, bis die Kinder so weit sind, dass sie alles gesprochene und dessen Bedeutung vollständig verstehen.
Aus den Erfahrungen, die die Hausaufgabenbetreuung gesammelt hat fasste sie folgende Bitten an Staatssekretär Dr. Marcel Huber zusammen: Der Förderzeitraum pro Kind sollte von zwei auf vier Jahre verlängert werden. Es wäre wünschenswert die wöchentliche Förderzeit von vier auf sechs Stunden anzuheben. Auch die Größe der Hausaufgabengruppen sollte reduziert werden, optimal wären Gruppenstärken von fünf Kindern. Bei besonders schwierigen Kindern wäre es sinnvoll, Kleingruppen mit zwei oder drei Kindern zu genehmigen. Stark intensiviert werden sollte auf jeden Fall die Sprachförderung im Kindergarten werden.
Sie stellte abschließend fest: Nur durch die intensive Betreuung bei den Hausaufgaben wäre es möglich, die Quote von 17 Prozent von Schulabgängern ohne Abschluss zu reduzieren. Sie wäre überzeugt, dass viele der Kinder, die sie als intelligent kennen gelernt hätte, mit entsprechender Förderung sogar weiterführende Schulen besuchen könnten. Davon würde schließlich die gesamte Gesellschaft profitieren.
Staatssekretär Dr. Marcel Huber stellte fest es handele sich hier um ein typisches Schnittstellenproblem. Das Kultusministerium wäre nur für einen Teil der angesprochenen Themen verantwortlich. Er nehme die Problematik aber gerne auf und leitet sie an die zuständigen Stellen weiter. Das Thema Sprachförderung in Kindergarten wäre erkannt, hätte aber noch nicht die entsprechende Förderung erfahren. Allerdings denke er, dass die Sprachförderung im Kindergarten auch nur auf Sprachkenntnisse aus der Familie aufbauen kann. Er warb deshalb dafür betroffene Familien auf Programme wie „Mutter lernt Deutsch“ hinzuweisen. Weder Kindergarten noch Schule könnten es auch mit größtmöglichem Aufwand jemals schaffen, Versäumnisse aus der frühesten Kindheit aufzuholen. Es könne auch nicht Aufgabe der Staates sein, Versäumnisse im häuslichen Bereich auszugleichen. Um das enorme Potenzial an geistigen Fähigkeiten zu nutzen das in Kindern mit Migrationshintergrund verborgen ist, müssten alle verfügbaren Ressourcen gebündelt werden. Dies bekäme in Zeiten steigender Migration zunehmend an Bedeutung für die gesamte Gesellschaft.
Er bedankte sich ganz ausdrücklich für die private Initiative, der er Vorbildcharakter beimaß. Er bat sowohl die Betreuer als auch die Schule damit nicht nachzulassen. Damit unterstützten sie die Aktivitäten der Staatsregierung, die bestrebt wäre, die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss zu reduzieren. Auch Dr. Marcel Huber sah die Notwendigkeit bei den Elternhäusern anzusetzen. Dies zu erreichen strebe man das Gespräch mit türkischen Verbänden an. Dabei hätte sich aber herausgestellt, dass dies besondere Maßnahmen und besonderes Fingerspitzengefühl erfordert.
AWO-Vorsitzende Klara-Maria Seeberger erläuterte, daß die Hausaufgabenhilfe inzwischen in die AWO eingegliedert wurde und dort als Projekt „Isis“ läuft wäre notwendig gewesen um der ursprünglich ehrenamtlichen Initiative ein ordentliches institutionelles Gerüst zu geben.
Staatssekretär Dr. Marcel Huber dämpfte Hoffnungen auf Verbesserungen mit dem Hinweis darauf, dass er mit Forderungen aus ganz Bayern konfrontiert wäre, und die Ressourcen endlich wären. So wäre der Freistaat dabei, die Ganztagsbetreuung erheblich auszubauen. Das Interesse daran hätte die Erwartungen weit überstiegen, was das Kultusministerium vor neue Probleme gestellt hätte. Allerdings sicherte er den Anwesenden zu ihr Anliegen weiterhin im Auge zu behalten.
Dritter Bürgermeister und früher Hauptschul-Rektor Christian Funiok erinnerte daran, dass es auch genug deutsche Kinder gebe die unter Sprachdefiziten leiden würden. Auch für diese Kinder wäre Sprachförderung bereits in der Grundschule nötig. Klara-Marias Seeberger erinnerte daran, dass es bei der AWO das Projekt „Schüler für Schüler“ gebe, das genau hier ansetze. Und weil Christian Funiok hier ein grundsätzliches Problem angesprochen hatte, vertagte man die Diskussion darüber auf eine besondere Gelegenheit.
Zusammenfassend kann man feststellen, dass es viele Initiativen gibt, die zum Ziel haben, Kinder mit Migrationshintergrund in die Gesellschaft einzugliedern. Wenn aber die Grundlagen in den Familien der Kinder nicht gelegt werden, ist der Aufwand unverhältnismäßig groß, den Kindergarten und Schule betreiben müssen. Somit ist die Forderung der Politik verständlich, die von Zuwanderern gute deutsche Sprachkenntnisse verlangt. Auf der Grundlage dieser Sprachkenntnisse haben die Kinder die reelle Chance, nahtlos in unsere Gesellschaft integriert zu werden. Es bleibt die grundlegende Forderung an alle Familien die sich hier niederlassen, die deutsche Sprache zu erlernen, und sie ihren Kindern von Geburt an zur Muttersprache werden zu lassen.
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Grünen Energieexperte Hans-Josef Fell zur Abkehr vom Erdöl und den Chancen der Elektromobilität
9:50
Hans-Josef Fell kam stilecht in seinem „Twike“ beim Wildpark Oberreith an. Dann ging‘s gleich weiter zur Tankstelle, also zur Solarsternwarte. Hier konnte Hans-Josef Fell die Akkus seines Elektromobils mit Solarstrom kostenlos aufladen. Schnell hatte sich eine Gruppe Neugieriger um das futuristische Gefährt geschart. Während Peter Uldahl und die anderen Mitglieder des Kreisverbandes der Grünen Werbegeschenke verteilten erklärte Hans-Josef Fell die Technik seines Fahrzeuges.
Seit 1998 Mitglied des Deutschen Bundestages beschäftigt sich der 57-jährige Sohn des langjährigen Bürgermeisters im unterfränkischen Hammelburg und Vater dreier Kinder vorwiegend mit der Energiepolitik. Der Gymnasiallehrer für Physik und Sport erzählte, er hätte selbst 1999 den Entwurf des „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ verfasst, das die Grundlage für die industrielle Entwicklung etwa der Fotovoltaik-Technik oder der Windkraftanlagen oder der Biogasanlagen gelegt hätte. Während man damals geplant hatte bis 2010 10 Prozent des Energiebedarfs der Bundesrepublik Deutschland aus erneuerbaren Energiequellen bestreiten zu können, hätte man heute bereits 16 Prozent erreicht. Um diesen Trend so positiv fortsetzen zu können hätten die Grünen weitreichende Vorschläge auf dem Tisch, die sie in der Zukunft umsetzen wollten. Er führte aus, dass auch bereits in der Vergangenheit viele Vorschläge der Grünen durch die Mitglieder der großen Koalition abgelehnt worden waren. Man kaufe wohl lieber Gas aus Russland und Erdöl in Arabien und im Iran. Er selbst würde niemals mit Herrn Ahmadinedschad Geschäfte machen, der Israel mit einer Atombombe auszulöschen droht. Seinen Vortrag fasste er zusammen, indem er feststellte: Deutschland müsse schnellstmöglich vom Erdöl wegkommen. Schließlich hätte der enorm gestiegenen Ölpreis im Sommer 2008 die Weltwirtschaftskrise erst ausgelöst. Sogar die internationale Energieagentur in Paris warne bereits vor der nächsten Wirtschaftskrise die unausweichlich kommen werde und schlimmere Ausmaße haben werde wie die gegenwärtige, sollte man nicht vom Erdöl wegkommen.
Er kritisierte scharf die Mitglieder der Großen Koalition, die der aufstrebenden alternativen Energiewirtschaft durch kontraproduktive Maßnahmen schnell den Boden entzogen hätten, und dadurch einerseits die Großkonzerne gestützt und andererseits den technologischen Fortschritt abgewürgt hätten. Aus Mangel an Anreizen wäre etwa die Automobilindustrie bei der Entwicklung von Elektroautos im internationalen Vergleich erneut in Rückstand geraten. Statt hier zu fördern hätte man € 5,- Milliarden für die Abwrackprämie ausgegeben, was wieder nur die alte Verbrennungsmotorentechnik gefördert hätte. Bündnis90/DieGrünen planen dies in der kommenden Legislaturperiode grundlegend zu ändern.
Schließlich besichtigte die Gruppe die Solarsternwarte die auf dem Gelände des Wildparks Oberreith in den letzten beiden Jahren entstanden ist. Die Sternwarte befindet sich in einem drehbaren Gebäude dessen Dach mit hocheffizienten japanischen Fotovoltaikmodulen bedeckt ist. Da sich das Gebäude mit der Sonne dreht, und das Dach den richtigen Anstellwinkel zur Sonne hat, erzeugt die Fotovoltaikanlage ein Maximum an elektrischer Energie. Durch die Förderung, die der Astronomie-Verein für den Bau der Fotovoltaikanlage erhalten hat, wurde es dem Verein erst möglich, die Sternwarte zu realisieren. Heute ist die Sternwarte eine zusätzliche Attraktion im Wildpark Oberreith.
Herr Fell, auf ihrer Reise durch Bayern machen sie an 30 Punkten Station. Finden Sie denn überall eine Steckdose zum Aufladen Ihres Elektromobil? (O-Ton)
Als Obmann im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages sind Sie der Meinung, Elektromobilität ist machbar, und könnte sehr viele neue Arbeitsplätze schaffen? (O-Ton)
Heutige Elektrofahrzeuge sind mit heutigen Dieselfahrzeugen in ihren Fahrleistungen nicht vergleichbar. Sehen Sie denn das Potenzial in der Elektromobilität, in Zukunft vergleichbare elektrisch betriebene Fahrzeuge bauen zu können? (O-Ton)
Sie als die Partei der Grünen sehen Möglichkeiten, diesen Wandel herbeizuführen? (O-Ton)
Was könnte der Direktkandidat der Grünen in den Landkreisen Mühldorf und Altötting, Peter Uhldahl, tun um bei diesem Wandel mit zu helfen? (O-Ton)
Vielen Dank für das Gespräch. Zum Abschluss seines Besuches musste Hans-Josef Fell sich auf dem Trikot von Peter Uldahl verewigen. Nach etwa einer Stunde, als der Akku seines „Twike“ wieder aufgeladen, war gings weiter nach Wasserburg zur nächsten Station seiner Bayernrundreise.
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Bayernliga-Fußball: TSV Buchbach gegen VfL Frohnlach
14:50
154
So war's, das Volksfest 2009 in Mühldorf
10:10
37 10.09.09
Am Tag des Landkreises war es unglaublich heiß im Zelt. Es hatte sich hohe Politik eingefunden. Am Tisch des Landrates hatten Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil und Staatssekretär Dr. Martin Huber Platz genommen. Auch Bundestagskandidatin Raphaela Bubendorfer hatte sich eingefunden.
Nachdem Bürgermeister Günther Knoblauch die Gäste begrüßt hatte, verteilte Volksfestbürgermeister Herbert Gambihler ein Herzerl an alle Bürgermeister und Ehrengäste.
Da gabs ein riesen Gedränge.
Auch Polizeipräsident Franz Mayer bekam eins ab.
Thomas Einwang – machts Spaß? (O-Ton)
Dann verloste zweiter Bürgermeister Paul Schwarz die Geschenkkörbe und die anderen Geschenke im Wert von über 6.000 Euro. Die Damen waren alle fesch gekleidet.
Wie heiß es war, sah man Staatssekretär Dr. Marcel Huber an, als er den Geschenkkorb überreichen sollte, den er selber gestiftet hatte. Auch Bürgermeister Günther Knoblauch überreichte seinen Korb selbst und natürlich auch MdB Stephan Mayer die Reise nach Berlin.
Herbert Gambihler sah man die Strapazen an.
Die Ampfinger um Thomas Hell hatten ihren Spaß genau so wie die Chefs im Landratsamt.
Waldkraiburg war starkt vertreten. Viele glückliche Gewinner freuten sich über ihre Beute.
Volksfestkönigin Nadja Romaniw wurde erst am Abend vorher gewählt und mußte sich erst ein wenig zurechtfinden.
Ein Foto mit mir und ein Foto mit Dir. Ist ganz schön anstrengend so ein Königsjob.
Pollings Bürgermeister Hans Schmidbauer ließ es sich schmecken und Berufsschulleiter Ludwig Ecker wartete erst noch auf seine Maß.
Am Freitag Nachmittag hatte es geregnet. Trotzdem waren am Abend die Zelte voll.
AWO-Vorsitzende Klara-Maria Seeberger mit ihrem Lieblings-Zivi erwartete das losfreudige Volk als wir gerade fremdartige Klänge hörten: Die Schotten waren da.
In Kilt und T-Shirt mischten sie das Volksfest auf. Natürlich haben wir sie gleich begleitet.
Im Weißbräuzelt war Hochbetrieb – kein Platz zu bekommen.
Die Musik sorgte für Stimmung und die Gäste genossen die gute Küche und die Gelegenheit, sich gemütlich zu unterhalten.
An ein Durchkommen war kaum zu denken. Schwerstarbeit für die Bedienungen.
Dann haben wir ein bißchen Nachtimpressionen gesammelt.
Im Weinzelt spielten die „Apollos“. Aber fürs Weinzelt wars noch zu früh. Da ging der richtige Trubel erst später los.
Dafür kochte die Stimmung im Spaten-Zelt. Die jungen Leute feierten auf den Bänken und hatten riesen Spaß dabei. Auch die Schotten hatten hier ihren Tisch gefunden – genau so wie die Trachtler.
Nach dem Schützen- und Trachtenzug am Sonntag trafen wir SPD-Bundestagskandidaten Werner Groß, als er am Stand der AWO Lose verkaufte. Die Besucher beschränkten sich aber auf den Kauf der Lose, politische Gespräche gabs kaum. Auch Bürgermeister Günther Knoblauch kaufte Lose. Stadtrat Sepp Wimmer half auch mit, den Ertrag für die AWO zu steigern.
Später kam auch SPD-Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer dazu. Haus-der-Begegnungs-Chefin Marianne Zollner und Juso-Vorsitzender Christian Zimmermann vervollständigten das SPD-Team.
Mit viel Ausdauer verkauften sie bis spät in die Nacht. Da war auch ein bißchen Zeit für ein Schwätzchen.
Montag Abend: Kein Platz im Bierzelt. Alles voll.
Also beobachten wir noch einmal das Riesenrad mit seinem vielfältigen Lichterprogramm.
Wir haben es ein bißchen schneller laufen lassen.
Punkt 21 Uhr ein Knall. Und fünf Minuten später gings los: Das Feuerwerk.
Nachdem Ende des Feuerwerks war Platz in den Zelten: Es war vorbei, das Volksfest 2009, das erfolgreichste, besucherstärkste, fröhlichste und friedlichste Volksfest, das es je gab.
Wir freuen uns schon wieder auf das Volksfest 2010!
155
Schützen- und Trachtenzug: Der Empfang der Gruppen
13:00
156
Der Internationale Schützen- und Trachtenzug in Mühldorf
14:30
157
Gast in Mühldorf: Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch (FDP)
8:15
Zum ersten Mal kam Dr. Wolfgang Heubisch nach Mühldorf und ließ sich erst einmal von FDP Ortsvorsitzendem Max Oelmaier die Innstadtbauweise erklären. Im Innenhof des „Capuccino“ traf der Minister auf die FDP Kreisvorsitzende Sandra Bubendorfer-Licht, der Max Oelmaier ein Geburtstagsgeschenk überreichte.
Nach dem Genuß eines Eisbechers und eines – wie sollte es auch anders ein – Cappuccinos drehte sich die Diskussion vor allem um die Haltung der Bayerischen Staatsregierung in Fragen der grünen Gentechnik. Und das besonders mit Blick auf die Landwirtschaft.
Natürlich betonten die FDP-Politiker die Notwendigkeit CSU-Hinterlassenschaften in ihren Ministerien aufarbeiten zu müssen. Die CSU hätte zwar in 46 Jahren alles gegenwärtigen Verhältnisse geschaffen, distanziere sich jetzt aber von den gegenwärtigen Verhältnissen.
Auch die Wirtschaftskrise und ihre Auswirkung auf die Stadtfinanzen war Thema. Max Oelmaier erläuterte die Besonderheiten, mit denen Mühldorf zu kämpfen hat. Insbesondere den Infrastrukturausbau mahnte Max Oelmaier an: Weiterbau der Autobahn, zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke und den flächendeckenden Ausbau des DSL-Netzes.
Vor dem Rathaus posierte der Minister mit Bundestagskandidatin Raphaela Bubendorfer.
Er betonte die Vorzüge der Kandidatin. (O-Ton)
Nahe des Münchner Tors findet sich die Galerie „raum02“. Da Dr. Heubisch auch Kunstminister ist, besuchte er dort die Ausstellung „business as usual“, die am Vorabend eröffnet worden war. Die Gemeinschaftsausstellung zeigt Werke einiger Mitglieder ließ sich Dr. Heubisch erläutern und würdigte die ausgestellten Arbeiten.
Zum Dank für seinen Besuche überreichten ihm die Ausstellungsmacher einen Katalog und einen Bildband der Stadt Mühldorf. Er trug sich in das Gästebuch der Aussteller ein.
Schließlich bestieg die Gruppe den Münchner Turm und verschaffte sich damit einen Blick aus der Vogelperspektive. Er ließ sich das Panorama erklären und freute sich, durch den Blick auf die Dächer die Innstadtbauweise besser verstehen zu können.
Wir konnten hier mit Dr. Wolfgang Heubis sprechen.
Herr Dr. Heubisch, sie sind heute zum ersten Mal im Landkreis und in der Kreisstadt. Was nehmen Sie denn für einen Eindruck mit zurück nach München? (O-Ton)
Die Diskussionen im Cafe äußerten viel Kritik an der Vorgängerregierung. Wie sehen Sie den Einfluß der grünen Gentechnik auf unsere Landwirtschaft und damit auf unsere Lebensmittel? (O-Ton)
Die Diskussion um die Abkehr vom Erdöl und die Hinwendung zur Elektromobilität fordert die Forschung. Wie stehen Sie dazu? (O-Ton)
Eine Frage an den FDP-Politiker: Parteichef Guido Westerwelle wird mit den Worten zitiert, „Wenn jeder an sich selber denkt, ist auch an alle gedacht!“. Denken Sie denn nicht, daß so eine Einstellung eine eiskalte Gesellschaft hervorruft? (O-Ton)
Also befürworten Sie nach der Bundestagswahl eine schwarz/gelbe Koalition? (O-Ton)
Wir haben bisher alle Gäste gefragt, was sie den örtlichen Kandidaten für den verbleibenden Wahlkampf für Ratschläge mitgeben wollten. Haben Sie denn einen Tipp für Raphaela Bubendorfer? (O-Ton)
Vielen Dank für das Gespräch.
Wir bitten, die Windgeräusche zu entschuldigen.
158
In Rathaus und Landratsamt: Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP)
10:50
Während sich im Rathausfletz eine Zahl Gäste eingefunden hatte, erwartete die Kreisvorstandschaft der Freien Demokraten den hohen Gast vor dem Rathaus.
Bürgermeister Günther Knoblauch begrüßte Staatsminister Martin Zeil und lud ihn in den Sitzungssaal im Rathaus ein, der für Hochzeiten dekoriert war.
Staatsminister Martin Zeil begleitete Bundestagskandidatin Raphaela Bubendorfer, FDP Kreisvorsitzende Sandra Bubendorfer-Licht und Ortsvorsitzender Max Oelmaier.
Bürgermeister Günther Knoblauch freute sich, den Staatsminister in der Kreisstadt begrüßen zu dürfen. Nachdem er die Gäste begrüßt hatte, unter denen neben Mitgliedern des Stadtrates vor allem Vertreter aus der Wirtschaft waren. Bürgermeister Günther Knoblauch stellte die Stadt, ihre Geschichte und ihre Wirtschaft vor und unterstrich den wirtschaftlichen Aufschwung, den die Stadt in den zurückliegenden Jahren genommen hat. Dies zu erreichen hätten alle Kräfte in der Stadt tatkräftig mitgewirkt. Mühldorf wäre aber auch Teil einer wirtschaftlich starken Region, die sich von Aschau am Inn bis Burghausen erstreckt, in der viele Schlüsselprodukte für die deutsche Industrie hergestellt würden, und in der etwa mehr Menschen in der chemischen Industrie arbeiteten als bei manchen Firmen im Ruhrgebiet.
Allerdings wäre die Industrie auf gute Verkehrsanbindung angewiesen, etwa auf den durchgehenden Ausbau der Autobahn A94 und den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke von Burghausen bis München. Bürgermeister Günther Knoblauch kritisierte scharf das Verhalten der Deutschen Bahn, die noch nicht einmal in die Vorplanung für den Ausbau der Strecke eingetreten ist, eine Aufgabe, der sich Wirtschaftsminister Martin Zeil, der auch Verkehrsminister ist, dringend annehmen muß.
Er nannte als weiteres Argument für den Ausbau der Bahnstrecke die räumliche Nähe zum Adriahafen Triest. Viele Güter aus ganz Deutschland könnten wesentlich preiswerter und vier Tage schneller nach Asien, Arabien oder Afrika verschifft werden, wenn sie nicht erst nach Hamburg oder Bremen und dann um ganz Europa herum transportiert werden müßten. Ohne die zweigleisige und elektrifizierte Bahnstrecke München Mühldorf Salzburg würde sich daran aber nichts ändern.
Es wäre eine Gemeinschaftsaufgabe von Staatsregierung und Wirtschaft, den verantwortlichen Politikern in der Region, hier schnellstmöglich eine Änderung herbei zu führen.
Auch den schnellstmöglichen Weiterbau der Autobahn A94 forderte Günther Knoblauch. Er mahnte an, daß – sollte die Bahnstrecke nicht schnellstmöglich gebaut werden – alle Gefahrguttransporte rund um die Uhr auf der Autobahn unterwegs wären, was wieder eine unannehmbare Gefährdung der Bevölkerung nach sich zieht.
Bürgermeister Günther Knoblauch bat darüber hinaus um Unterstützung bei den Verhandlungen mit der österreichischen Firma „Verbund“, die kürzlich die Innkraftwerke von E-On gekauft hat. Die derzeit ausgehandelte Lösung wäre für die Kommunen nicht zufriedenstellend.
Abschließend überreichte er dem Gast eine 3-Liter-Flasche des besten Weißbier’s Europas.
Staatsminister Martin Zeil meinte, er werde die vielen Fragen und Bitten des Bürgermeisters jetzt hier nicht beantworten können, zumal sie seit langer Zeit bekannt wären. Höre man die Themen der Region so aneinandergereiht, stellte er fest, wären sie eine einzige Anklage an die Versäumnisse der Vergangenheit. Es wäre in der Vergangenheit nicht gelungen, zu einem vernetzten Denken zu gelangen. Es wäre erschreckend, welche Anzahl unterfinanzierter Verkehrswegepläne er beim Antritt seines Amtes vorgefunden hätte. Gelinge es nicht, den Ausbau der Infrastruktur mit der Entwicklung der Wirtschaft zu synchronisieren, würde man Probleme bekommen.
Er anerkannte, daß unsere Region eine ganz besonders dynamische Region wäre, die an die anderen Regionen Bayerns aufschließen müsse.
Während der Bau der Autobahn inzwischen unterwegs wäre, gäbe es bei der Bahn das Problem, daß die Finanzierung nicht geregelt wäre. Dafür wäre das Bundesvekehrsministerium verantwortlich. Allerdings hätte er dafür gesorgt, daß ein Vorab-Budget bereitgestellt würde, mit dem die Bahn anfangen könne zu planen. Damit werde die völlig irrwitzige Regelung umgangen, wonach die Bahn erst mit den Planungen beginnen dürfe, wenn die Finanzierung des Hauptprojekts gesichert ist. Auf Grund dieser Regelung konnten etwa die Mittel aus den Konjunkturpaketen nicht für Bahnprojekte genutzt werden.
Um gegenüber dem Bund stark auftreten zu können, dürften sich Kommunen und Staatsregierung nicht auseinanderdividieren lassen. Insofern forderte er die Abgeordneten im Bundestag auf, maximal möglich zu unterstützen.
Auch die Anmerkung Bürgermeister Günther Knoblauchs bezüglich der Verkürzung der Frachtlaufzeiten über die italienischen Seehäfen zeige, wie Deutschland in der Vergangenheit seelig vor sich hingeschlafen hätte. Es wäre viel Zeit verloren gegangen, die nun dringend aufgeholt werden muß.
Auch der Freistaat Bayern wäre nicht zufrieden mit der aktuellen Lösung mit den Innkraftwerken. Man hätte hier eine rein bayerische Lösung bevorzugt.
Er bedankte sich für die Minister-Tagesration Weißbiers – wie er die Flasche nannte - und freute sich auf das gemütliche Beisammensein auf dem Volksfest, wo ja ohnehin meist die besseren Lösungen ausgemacht würden. Abschließend bedankte er sich für den freundlichen Empfang in diesem wunderschönen Sitzungssaal und freute sich auf die Gespräche in gemütlicherer Runde.
Wirtschaftsminister Martin Zeil trug sich in das Goldene Buch der Stadt ein.
Dann zeigte ihm Bürgermeister Günther Knoblauch die Bahnplanungskarte von 1862, wo schon der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke München-Mühldorf als "sofort auszuführen“ vermerkt worden war. Bei einem guten Weißbier stimmte man sich auf den Besuch auf dem Volksfest ein.
Nach dem Besuch eines Produktionsbetriebes in Mühldorf erwartete Landrat Georg Huber den Wirtschaftsminister. Allerdings hatte er sich dort länge aufgehalten, als geplant war, so daß sich die Damen im Landratsamt anderweitig die Zeit vertrieben.
Als Staatsminister Martin Zeil gekommen war, trug er sich erst in das Gästebuch des Landkreises ein.
Dann begrüßte Landrat Georg Huber Staatsminister Martin Zeil und mahnte gleich an, daß er auf seiner Fahrt nach Mühldorf gesehen hätte, daß in Niederbayern manche Staats- und Kreisstraßen ausgebaut ist wie anderswo Bundesstraßen. Auch in den oberbayerischen Bergregionen würden alle Straßen aufwändig ausgebaut, während unser Landkreis immer hintanstehen müsse. Darüber müsse dringend zu reden sein.
Landrat Georg Huber mahnte aber an, daß hinsichtlich der aufs Dreifache angestiegenen Anzahl an Hartz IV-Empfängern damit zu rechnen wäre, daß sich diese Zahl bis Jahresende auf das Vierfache des Jahres 2008 erhöhen werde. Vor diesem Hintergrund wäre das Engagement des Wirtschaftsministers für unsere Region dringend erforderlich. Da Bürgermeister Günther Knoblauch schon breit den Ausbaubedarf von Bahn und Autobahn angesprochen hatte, beschränkte sich Landrat Georg Huber darauf, ihm den Entwurf eines Schreibens zu übergeben, das er demnächst im Original zugesandt bekommen wird. Bei steigenden Energiepreisen und erhöhtem Mobilitätsbedarf der Arbeitnehmer wäre es dringend nötig, den öffentlichen Personen-Nahverkehr auszubauen. Hierfür benötigt der Landkreis die Unterstützung des Wirtschaftsministeriums. Dies wäre dringend nötig, um die einsetzende Landflucht zu unterbinden.
Ein weiteres Problem wäre der flächendeckende Ausbau des DSL-Netzes. Landrat Georg Huber bat Wirtschaftsminister Martin Zeil, ihn dabei zu unterstützen, von der Bundesregierung mehr Geld für den Ausbau zu bekommen. Seine letzte Bitte bezog sich auf die berufsbegleitende Ausbildung. Dies wäre bereits unterwegs und könnte mit weiterer Unterstützung des Wirtschaftsministeriums gut realisiert werden. Wie erfolgreich das jetzt schon laufe, zeige die IHK-Akademie, die derzeit über 400 Berufstätige berufsbegleitend ausbilde.
Wirtschaftsminister Martin Zeil bedankte sich zunächst für den freundlichen Empfang. Als ehemals stellvertretendem Landrat kenne er die Themen, die Landkreise drückten. Auch die Themen des südostbayerischen Raumes kenne er aus seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter.
Auch bezüglich der Staats- und Kreisstraßen wäre er der Meinung, daß man nun nach so vielen Jahren Kapitaltransfers in die neuen Bundesländer ein Investitionsprogramm West bräuchte.
Bezüglich der Autobahn und der Bahnstrecke wiederholte er die Positionen, die er auch schon Bürgermeister Günther Knoblauch gesagt hatte. Er stellte aber fest, daß hier in erster Linie die Bundesregierung verantwortlich ist. Er setze sich bestmöglich hierfür ein. Landrat Georg Huber versuchte ihn zur Aussage zu bewegen, daß sich etwas zum Positiven ändern könnte, wenn die FDP nach der Bundestagswahl an der Regierung in Berlin beteiligt wäre. Dazu ließ sich Staatsminister Zeil aber nicht hinreißen.
Er betonte aber, daß ein Politikwechsel stattfinden müsse. Der Freistaat benötige ein Investitionsprogramm, das den Ausbau der Infrastruktur als vordringliche Aufgabe unterstützt.
Auch er wäre sich dessen bewußt, daß die Wirtschaftskrise noch nicht überwunden wäre, mahnte aber an, die Stärke der bayerischen Wirtschaft nicht zu unterschätzen, die mit viel Euphorie in die Zukunft blicke. Er gehe davon aus, daß der Tiefpunkt erreicht wäre, und es nun langsam wieder aufwärts ginge. Allerdings wird sich dieser Umschwung erst mit starker Zeitverzögerung auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar machen. Es wäre derzeit die vordringliche Aufgabe, die Arbeitsplätze zu erhalten. Abschließend überreichte Landrat Georg Huber als Dank für seinen Besuch das Herrenpaket der Weißbierbrauerei.
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MdB Erika Steinbach Vors. des Bundes der Vertriebenen zu Gast in Waldkraiburg
160
Was hamma heit? - Kerwei hamma heit! bei den Banater Schwaben
9:30
38 18.09.09
Vor dem Haus der Vereine nahm die Trachtengruppe der Banater Schwaben Aufstellung um hinter dem Kirchweih-Strauß her zum Gottesdienst zu ziehen. Zu der Tracht der Banater Schwaben gehört die Flasche Wein, die Wohlstand symbolisiert und sicher auch als Wegzehrung dient. Noch sind die Flaschen voll. Voller Stolz trugen auch die Kinder die Tracht aus der alten Heimat.
Vor dem Rathaus erwarteten schon Stadträte und Bürgermeister den Kirchweihzug.
Georg Ledig, der auch stellvertretender Bundesvorsitzender des Verbandes der Banater Schwaben ist, dankte der Stadt für den Empfang, den seine Gruppe erfahren durfte.
Bürgermeister Siegfried Klika dankte den Banatern, daß sie das Brauchtum hoch halten und mit ihrem Kirchenbesuch dem Herrgott ihren Dank darbringen, bevor sie dann feiern. Auch stellvertretende Landrätin Eva Köhr freute sich, daß die „Kerwei“ so treu in Waldkraiburg gefeiert wird. Sie überbrachte die Grüße von Landrat Georg Huber, der später hinzustoßen sollte.
Nachdem man mit einem Gläschen Rotwein angestoßen hatte, tanzten die Banater einen Walzer und luden dazu die Vertreter der Stadt ein.
Bürgermeister Siegfried Klika mußte feststellen, daß der Kirchweih-Strauß ganz schön schwer ist.
Dann gabs den traditionellen „Rosmarein-Strauß“, den die Banater diesmal für die Bürgermeister mit einem Apfel geschmückt hatten. Bevors weiter ging zur Kirche, nahm die Gruppe Aufstellung zum Erinnerungsfoto.
Dann gings weiter. Georg Ledig sorgte dafür, daß alles richtig ablief,
Alle anderen haben Wein in ihren Flaschen, warum haben Sie denn Wasser drin? (O-Ton)
Auch dritter Bürgermeister Rainhard Babiak hatte einen apfelgeschmückten Rosmareinstrauß bekommen.
Frau Bürgermeister, wie fühlt man sich denn so mittendrin? (O-Ton)
Frau Landrätin, was hamma heit? (O-Ton)
Herr Hampl, was hamma heit? (O-Ton)
Wir erwarteten den Festzug unter den Platanen vor der Christ-König-Kirche, die schon vom Herbst gezeichnet sind.
Dann zogen die Banater zum Festgeläut in die Kirche, wo sie Gottesdienst feierten.
Danach kam der Festzug zurück zum Haus der Vereine. Die Ehrengäste hatten sich abgewechselt. Viele waren andere Wege gegangen und neue waren dazugestossen.
Bevors weiter ging gabs erst einen Schluck Krichweih-Wein.
Dann tanzten die Trachtenpaare ihren traditionellen Kirchweihtanz.
Nachdem Rechnungsführer oder „Geldherr“ Georg Ledig die Gäste begrüßt und an die Tradition erinnert hatte, was immer wieder durch die Musik aufgelockert wurde, schickte er sich an, den Kichweihstrauß zu versteigern. Das lief zunächst ziemlich schleppend. Immer wieder hieß es zum ersten Mal, zum zweiten Mal – „Trinkma mal“.
Geldherr Georg Ledig hatte Mühe, die Bieter zu bewegen, die Geldbeutel aufzumachen. Immer wieder hieß es „Wer geht mit, wem ist seine Freundin mehr wert“? Zum ersten Mal zum zweiten Mal – Trinkma mal – Musi! – So oft, daß es der Musi zu viel wurde und sie statt zu spielen lieber selber einen Schluck nahmen! Aber keinen Wein! Bier! 410? Leute traut’s Euch! Wer bietet 410? Musi!
Als Landrat Georg Huber merkte, daß es zäh lief, bot er selbst: 500 Euro! Das Entsetzen war groß: Leute, der geht aus der Gesellschaft raus!!! Da half nur eins: Musi! Trinkma mal!
Hoppla, diese Musi paßt nicht so recht zu den Banatern! (2:32:43:17)
Dann gab’s erst einmal Gespräche. Die Banater marschieren mit dem Strauß nach Mühldorf ins Landratsamt.
Es ging noch einige Male hin und her, Landrat Georg Huber bot immer wieder und hatte seinen Spaß daran. 530 – 550 – 570! (2:36:48:03) Aber dann war Schluß, 650 Euro wollte er nicht mehr bieten. Mit dem Tusch ging der Strauß dann für 620 Euro weg.
Die Gewinner der Auktion durften dann mit dem Strauß den Tanzabend eröffnen. Und weil er so tatkräftig mitgeboten hatte, durfte auch Landrat Georg Huber mit dem Strauß das Tanzbein schwingen.
Später versteigerten sie noch einen Hut und ein Kopftuch. Auch diese Gewinner bedankten sich mit einem Tänzchen.
Am Abend feierten die Banater Schwaben im Haus der Kultur weiter mit einem Ball. Landrat Georg Huber lud sie ein, sie baldmöglichst mit dem Kirchweihstrauß und der Musik im Landratsamt zu besuchen. Da sind wir selbstverständlich wieder für Sie dabei.
161
Bürgermeister Knoblauch begrüßt Hildegard Hajek-Spielvogel, die neue Rektorin der Hauptschule Mühldorf
5:30
An ihrem Büro an der Hauptschule steht ihr Name schon dran. Im Foyer der Hauptschule begrüssen die Schüler ihre neue Rektorin schon mit den besten Wünschen. Da war es höchste Zeit, daß sie auch den Schlüssel für die Hauptschule ausgehändigt bekam. Das erfolgte in einer kleinen Zeremonie im Sitzungssaal des Rathauses in Mühldorf. Dort hatten sich neben Rektorin Hildegard Hajek-Spielvogel auch die Schulamtsdirektoren Peter Krell und Paul Schönstetter eingefunden, zudem Hauptamtsleiter Franz Hanninger, Stadtbaumeister Richard Fasser und dritter Bürgermeister und Vorgänger Christian Funiok.
Diese kleine Feier zusammen mit dem Schulamt zeige die gute Zusammenarbeit, die wiederum die Voraussetzungen schaffe für die erfolgreiche Arbeit an der Hauptschule. Diese innovative Hauptschule zeige, welche Zukunftschancen Kinder haben, die die Hauptschule besuchen. Etwa die Hälfte der Jugendlichen besucht in Mühldorf die Hauptschule. Ihnen eröffnen sich nach ihrem Abschluß breite Chancen in der Wirtschaft und in den weiteren Bildungsangeboten bis hin zur Universität. Günther Knoblauch forderte aber die Wirtschaft auf, durch Zusammenarbeit mit der Schule deren Weiterentwicklung zur berufsvorbereitenden Schule zu unterstützen.
Dann begrüßte er Hildegard Hajek-Spielvogel und überreichte ihr den Schlüssel zur Schule zusammen mit einem Blumenstrauß. Außerdem überreichte er ihr den Schirm der Stadt Mühldorf und einen Bildband – sie wohnt schließlich nicht in der Kreisstadt.
Schulamtsdirektor Peter Krell bestätigte, Mühldorf hätte sicher die schönste Hauptschule in ganz Bayern. Hildegard Hajek-Spielvogel verschönere nun die Schule auch innerlich. Aber im Ernst meinte er, sie bringe auch die Kompetenz mit, so eine große Schule auch leiten zu können. Erste Erfahrung mit ihrem Engagement hätte er schon gemacht, als er versuchte, von ihrer Schule zwei Lehrkräfte abzuziehen. Sie hätte es ohnehin sehr gut getroffen, weil sie hier in einer Stadt ihren Dienst antrete, in der „Schule“ oberste Priorität hat. Er wünschte Hildegard Hajek-Spielvogel alles Gute und viel Erfolg an der Hauptschule in Mühldorf.
Hildegard Hajek-Spielvogel bedankte sich für die sehr freundliche und offene Aufnahme in der Kreisstadt und an der Schule. Sie freute sich, an dieser wunderbaren neuen Schule mit ihrer wahnsinnigen Ausstattung ihren Dienst antreten zu können. Sie biete die beste Voraussetzung, um ihr Ziel umsetzen zu können, die Schule zur berufsorientierten Schule umzugestalten - entsprechend der Hauptschulinitiative des Kultusministeriums. Diesen Weg möchte sie mit den Lehrkräften zusammen weiter gehen und bat die Eltern der Schüler, sie dabei zu unterstützen. Dazu müßten die Eltern anerkennen, daß der zweite Bildungsweg ein guter Weg wäre, der es vielen Schülern ermögliche, ihre Ziele Schritt für Schritt zu erreichen.
Sie bedankte sich herzlich für die freundliche Aufnahme und für die Aufgabe und das Vertrauen, das ihr hier übertragen wird.
Natürlich gabs zum Abschluß ein Gläschen Sekt und die besten Wünsche von allen Beteiligten. Übrigens haben wir erfahren, daß das Käppi-Verbot an der Hauptschule, das noch Christian Funiok eingeführt hatte auch weiterhin bestehen bleibt. Auch wir wünschen Frau Hajek-Spielvogel viel Erfolg und freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.
162
Kommunale Verdienstmedaille für Ampfings Bürgermeister Ottmar Wimmer
7:00
163
Die Kreiskliniken stellen das neue Team der Pflegedirektion vor
6:10
Kreiskliniken-Geschäftsführer Heiner Kelbel erläuterte die Hintergründe des personellen Wechsels. Der frühere Leiter des Pflegedienstes in Mühldorf hätte eine neue Aufgaben außerhalb der Kreiskliniken übernommen und der Pflegedienstleiter in Haag wäre in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Deshalb wurde ein neues Team zusammengestellt. Robert Forster und Manfred Sturmböck kämen aus den eigenen Reihen und Petra Oberndorfer vom Krankenhaus in Vilsbiburg.
Die neue Konzeption, die durch den Personalwechsel nötig geworden war stellte der neue Pflegedienstleiter an der Klinik Mühldorf – Manfred Sturmböck – vor:
Manfred Sturmböck, der schon früher stellvertretender Pflegedienstleiter war, stellte die Fortführung der Leistungen in den Mittelpunkt, die man schon bisher als „gut“ erkannt hatte.
Die Qualität der Pflegeleistungen soll schrittweise weiterentwickelt werden. Großen Wert legt die neue Pflegedienstleitung auf die Fort- und Weiterbildung aller vierhundert Mitarbeiter, eine gute Ausbildung ihrer 40 Auszubildenden, sowie deren Betreuung aller Mitarbeiter in allen Belangen, sowohl in fachlichen als auch in persönlichen Angelegenheiten.
Darüber hinaus will die Pflegeleitung den Blick nach aussen richten, etwa auf Pflege- und Altenheime. Ziel dabei ist es, diese zu betreuen oder auch den Übergang zu erleichtern. Bei aller High-Tech in der Medizin sieht die Pflege, den Menschen im Zentrum ihres Handelns. Ein erster Schritt wäre die Einführung von Servicekräften auf den Pflegestationen gewesen, die ohne medizinischen Auftrag die Bedürfnisse der Patienten erfüllen sollen. Man will die Patienten eher als Gäste in einem Hotel sehen und nicht als notleidende Hifesuchende.
Die frühere OP-Leiterin und neue stellvertretende Pflegedienstleiterin an der Klinik Haag - Petra Oberndorfer – erläuterte, Sie hätte sich bewußt für die Pflege alter Menschen entschieden, weil dies eine äußerst vielschichtige Aufgabe wäre, die zukünftig immer mehr Bedeutung gewinnen wird. Sie hätte ans Kreisklinikum Mühldorf gewechselt, weil diese Klinik einen sehr guten Ruf geniesst. Mit ihrem Blick von aussen möchte sie dazu beitragen, die Kliniken weiter zu entwickeln. Mit ihren beiden Kollegen möchte sie dazu beitragen, die neuen Konzepte in die Tat umzusetzen.
Robert Forster sieht seinen Schwerpunkt in der innerbetrieblichen Fort- und Weiterbildung, einem wichtigen Aspekt der Personalentwicklung. Dabei erwartet er Anregungen aus dem Kreis der Mitarbeiter, denen er bestmöglich durch Bildungsangebote gerecht werden will.
Landrat Georg Huber äußerte sich sehr froh darüber, daß mit Petra Oberndorfer erstmals eine Frau eine Führungsposition übernommen hat, zumal die meisten Mitarbeiter auch Frauen wären. Die Aufgaben in den Pflegeberufen wären oftmals schwere Arbeit, besonders mit den alten Menschen in Haag. Deshalb drückte er seine Hoffnung aus, in Zukunft wieder mehr Männer für diese Berufe gewinnen zu können. Mit der neuen Führungsmannschaft sehe er aber die Kreiskliniken auf einem guten Weg, hin zum Gesundheitszentrum mit angeschlossenem Hotelbtrieb.
Er lege großen Wert darauf, daß der Mensch im Mittelpunkt steht. Die Mitarbeiter sollen Patienten nicht als „Arbeit“ begreifen, sondern als „Kunden“, der den Kreiskliniken dazu verhilft, das Gesundheitszentrum zum Wohl aller in der ganzen Region aufrecht zu erhalten. Diese neue Sichtweise der Pflege wäre auch der Grund für die hervorragende Entwicklung, die die beiden Häuser in Mühldorf und Haag in den zurückliegenden Jahren genommen haben. Landrat Georg Huber dankte allen Mitarbeitern, die dazu beigetragen haben, mahnt aber, in diesen Anstrengungen nicht nachzulassen.
Nur mit so einer Einstellung gegenüber den Nutzern der Kliniken wäre die Zukunft der Kreiskliniken und damit der Arbeitsplätze der Mitarbeiter und die medizinische Versorgung der Bevölkerung langfristig sichergestellt. Dann begrüßte er die neue Pflegeleistung als ihr Arbeitgeber und wünschte ihnen viel Erfolg und immer genug Unterstützung von ihren Mitarbeitern.
Wie üblich stieß man auf eine erfolgreiche Zukunft mit einem Gläschen Sekt an.
Auch wir wünschen den neuen Verantwortlichen viel Erfolg und freuen uns, den Weg der Kreiskliniken in eine erfolgreiche Zukunft weiter begleiten zu dürfen.
164
Der Geschichtstag 2009: Eine ganze Woche verteilt im ganzen Landkreis
6:30
Landrat Georg Huber erläuterte kurz umrissen die Absicht des Geschichtstages: Die Bürger sollen den Wert der Geschichte erkennen und dazu animiert werden, sich selbst in die Geschichtsarbeit mit einzubringen. Nur wenn man seine Herkunft kenne, könne man seine Zukunft gestalten. Und das wäre sicher im Interesse aller.
Dies zu erreichen wäre es Frau Dr. Abel in den zurückliegenden Monaten gelungen, die Heimatpfleger aller Gemeinden zu einem Netzwerk zusammenzuschließen. Man müsse erkennen, daß „Geschichte“ überall zu Hause wäre, nicht nur in den weithin bekannten Zentren wie Salzburg oder Haag. So strebe er an, mit den geschichtsorientierten Stätten in den 31 Städten und Gemeinden ein vernetztes Geschichtszentrum zu schaffen. Der Geschichtstag vom 10. Bis 18. Oktober soll hierzu den Auftakt bilden.
Während der Vorbereitung hätte man das große Interesse der Gemeinden hierfür festgestellt. So wären zu verschiedenen Anlässen umfangreiche Geschichtsbücher von kompetenten Leuten verfaßt worden. Er freue sich über die Beliebtheit und die hohe Verbreitung dieser Geschichtsbücher. Der Geschichtstag soll nun dazu beitragen, die Geschichte lebendig zu gestalten und auch für die jüngere Generation interessant zu gestalten.
Er dankte dem Förderverein des Kreisheimatmuseums unter Leitung von Eva Köhr für die Unterstützung dieser Arbeit, die doch meist ehrenamtlich geleistet wird.
Ein sehr interessantes Projekt ist etwa die Präsentation der Stammbäume von Bürgermeistern und Landräten im Landkreis in Obertaufkirchen am 16. Oktober. Wenn man einmal sieht, wie interessant es ist, die eigene Herkunft zu erforschen, meinte Landrat Georg Huber, könne er sich gut vorstellen, daß Besucher dieser Veranstaltung dazu animiert werden, ihre eigene Familiengeschichte zu erforschen und damit einen Beitrag zur Geschichtsarbeit im Landkreis zu leisten. Dies könne auch dazu beitragen, die Menschen in der Region zu verwurzeln und das Interesse für die eigene Heimat wieder in den Mittelpunkt zu rücken.
Wie umfangreich die Arbeit ist, zeigt das Prospekt, das wir zum Download anlegen. Währen des 8-tägigen Geschichtstages finden an 31 Veranstaltungen an 27 Veranstaltungsorten in 14 Gemeinden im gesamten Landkreis statt. Mit einer Auftaktveranstaltung am 10. Oktober in Schwindegg und einer Abschlußveranstaltung am 18. Oktober im Rathaus in Mühldorf.
Die Vorsitzende des Fördervereins Kreisheimatmuseum und stellvertretende Landrätin Eva Köhr schloß sich dem Engagement und der Begeisterung Landrat Hubers an. Sie meinte, wen einmal die Begeisterung für die Geschichte gepackt hat, der bleibt auch dabei. Mit diesem vierten Geschichtstag setzt der Landkreis die Arbeit von Frau Professor Dr. Waltraud Schreiber fort, die die ersten drei Geschichtstage organisert und wissenschaftlich betreut hatte. Sie dankte Frau Dr. Susanne Abel für die viele Arbeit, die in der Vorbereitung dieses Geschichtstages stecke. Das sehr umfangreiche Programm des Geschichtstages zeige, daß der Verein sowohl personell als auch finanziell nicht mehr in der Lage war, diese sehr vielfältige Aufgabe zu schultern. Sie dankte deshalb Landrat Georg Huber für die Unterstützung durch Dr. Susanne Abel. Der Verein wird weiterhin bestmöglich die Geschichtsarbeit unterstützen. Dafür wünschte sie allen Beteiligten viel Erfolg und gutes Gelingen.
Dr. Susanne Abel bedankte sich für die viele Anerkennung und auch für die Mitarbeit der zahlreichen Beteiligten im Landkreis. Der Kreis der Heimatforscher, der sich im Dezember vergangenen Jahres zusammengefunden hätte, und sich inzwischen den Namen „Forum Heimatforschung Landkreis Mühldorf“ gegeben hat, ist der eigentliche Organisator des diesjährigen Geschichtstages. Durch die Änderung des Konzepts wurde nun aus dem Geschichtstag eine Geschichtswoche. Nur der Name blieb gleich. Mit dem neuen Konzept könnte mit Veranstaltungen völlig verschiedener Art die Vielfalt der Geschichte im Landkreis dargestellt werden. So biete der Geschichtstag Vorträge, Führungen, Ausstellungen und Mitmachangebote. Dabei ginge es vor allem darum, die Teilnehmer dazu anzuleiten, selbst forschend aktiv zu werden. Geschichtsforschung macht Spaß und verbindet Menschen. Das wäre eines der zentralen Anliegen des diesjährigen Geschichtstages. So geht Dr. Abel davon aus, daß der nächste Geschichtstag in zwei Jahren dann schon viel umfangreicher und bunter sein wird, weil viel mehr Aktive an seiner Organisation teilnehmen werden.

165
Fußball Bayernliga: TSV Buchbach - FC Ismaning
14:00
VO Nach einer Spielpause, die allen Aktiven Erholung von den Strapazen dreier englischer Wochen verschaffte, kam nun der Lokalrivale FC Ismaning nach Buchbach. Dorthin war auch die Politik gekommen: Die CSU hatte ein Informationszelt aufgestellt. Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer unterstützte der ehemalige CSU-Vorsitzende Erwin Huber in seinem Wahlkampf.
Natürlich war mit Bürgermeister Thomas Einwang und dem ehemaligen Landtagsabgeordneten Hans Rambold auch die örtliche CSU-Prominenz im Einsatz.
Die Fußballer begleiteten diesmal Kinder aufs Spielfeld. Die Platzwahl ergab, daß Buchbach – diesmal in roten Trikots – von links nach rechts und Ismaning in blau von rechts nach links spielen würde. Anstoß hatte Ismaning.
Schon nach wenigen Minuten mußt Franz Demmel bei dieser Ecke erstmals seine Klasse zeigen.
Die erste Halbzeit war auf Seite Buchbachs geprägt von vielen Fehlpässen und Schwächen im Abschluß.
Ismaning gelang es hingegen immer wieder vor dem Buchbacher Tor aufzutauchen. Diese Angriffe blieben aber ohne Torerfolg.
Die politische Prominenz hatte sich nach dem Anpfiff unter die 1780 Zuschauer gemischt.
Nach diesem Foul an Stephan Hillinger gabs Freistoß aus halbrechter Position. Ralf Klingmanns Schuß konnte Gästetorhüter Markus Aigner aber problemlos festhalten. Die Gäste konterten sofort: Kein Abseits! Hätte er gleich geschossen – so aber gabs Ecke. Die aber blieb ohne Folgen.
Buchbach machte es auch nicht besser: Hier läßt sich in vorteilhafter Position Manuel Neubauer den Ball wegschnappen.
(und folgende) Mehrere Fernschüsse aufs Tor waren leichte Beute für Markus Aigner oder gingen weit daneben.
Der nächste Angriff: Mijo Stijepic wartete seelenruhig vor dem Tor auf die Flanke. Kein Verteidiger da. Gegen Thomas Bachinger gabs nur noch ein Mittel! Der Schiedsrichter entscheidet auf Strafstoß! Franz Demmel hatte keine Chance gegen Florian Wolf. 0:1 für den FC Ismaning in der 14. Minute.
Etwa 10 Minuten später, während der sich nicht viel aufregendes ereignete, gelang Thomas Bachinger dieser Pass zu Thomas Schwarzbauer, der sich gegen mehrere Buchbacher durchsetzten und auf Mijo Stijepic flanken kann. Sein Ball geht aber neben das Tor.
Ein leider schon als „üblich“ zu sehendes Problem äußert sich hier: Fabian Negele rennt Marcus Gibis einfach um. Kein Pfiff und keine Karte. Der Linienrichter stand daneben an der Seitenauslinie Dabei gibt’s hier (30:14:12) Pfiff und Freistoß. Der aber geht weit übers Tor.
Ein Ausgleich erfolgte aber gleich danach als Anton Siedlitzki Manuel Neubauer im Strafraum zu Fall bringt. Aller Protest der Ismaninger nützt nichts: Strafstoß für Buchbach. Ralf Klingmann tritt an und trifft zum 1:1 Ausgleich. 27. Minute.
Ein paar Minuten später: Markus Blau kann Mijo Stijepic hier nur durch ein Foul stoppen. Freistoß in gefährlicher Position knapp außerhalb der Strafraumgrenze. Der geht aber ins Aus.
Hier pfeifft der Schiedsrichter ein Foul von Daglas Numanovic. Wir können auch in der Wiederholung keinen Grund für ein Foul ausmachen! Auch er selbst kann es nicht verstehen und protestiert – wird dazu auch noch vom Schiedsrichter zu Recht gewiesen!
Dann holt Manuel Neubauer eine Ecke heraus. Ralf Klingmanns Schuß lenkt Thomas Bachinger auf das Tor. Wieder Ecke. Die geht aber übers Tor ins Toraus.
Inzwischen hatten sich über dem Stadion gewaltige Wolkentürme aufgehäuft. Es wurde langsam dunkel.
Wieder die Gäste, diesmal über rechts. Schon wieder steht Thomas Bachinger frei und erhalt ungehindert den Ball. Er trifft in der 39. Minute unhaltbar für Franz Demmel zum 1:2 für Ismaning.
Helmut Wirth macht sich in dieser Situation so seine Gedanken.
Buchbach versuchte es nun auf die direkte Art: Michael Pointvogel mit einem Distanzschuß - übers Tor.
Im Gegenzug kommt keiner der Stürmer des FC Ismaning an die Flanke von Sascha Steinacher heran. Wieder war Mijo Stijepic seinen Bewachern entkommen und wäre frei vor Franz Demmel gestanden.
Kurz darauf wechselt hier Manuel Neubauer die Seite. Stefan Lex setzt den Ball knapp neben das Tor.
Manuel Neubauer steht immer im Blickpunkt gegnerischer Mannschaften. Meistens endet das so. Noch blieb es bei einer Ermahnung für Fabian Negele.
Dann hatte Buchbach wohl die Nase voll und zeigte, daß sie nichts verlernt hatten: Manuel Neubauer fast übers ganze Spielfeld auf Stefan Hillinger. Ihm springt Thomas Schwarzbauer wenige Meter vor der Strafraumgrenze in den Weg. Die Attacke blieb ohne Folgen.
Dann war erst einmal Pause.
Die Wolken hatten sich inzwischen zu einem Trichter zusammengezogen. Die einbrechende Dunkelheit machte das Flutlicht nötig. Buchbach stieß an und spielte jetzt von rechts nach links. Helmuth Wirth hatte in der Pause Oliver Hrnecek aus dem Spiel genommen und für ihn Tim Bauernschuster gebracht.
Etwa fünf Minuten nach Wiederanpfiff: Buchbach im Vormarsch. Über mehrere Stationen kommt der Ball zu Marcus Gibis, der ihn aber nicht unter Kontrolle bringt.
Hier schickt Manuel Neubauer Stefan Hillinger los. Isaming kann den Ball aber aus der Gefahrenzone herausbekommen.
Dann zwingt Manuel Neubauer im Alleingang Torwart Markus Aigner zur Demonstration seines Könnens. Die folgende Ecke schießt er auch selbst. Sie ändert aber ncihts am Spielstand von 2:2.
Nach diesem Einwurf gab’s Ecke für Buchbach: Wieder mußte sich Markus Aigner stark strecken, um den Ball weg zu fausten. Aber das wars noch nicht: Stefan Lex auf Michael Pointvogel. Seinen Aufsetzer bekommt Markus Aigner neben das Tor. Stephan Hillinger trifft den Ball nicht mehr: Eine 100%-Chance von einem überragenden Torhüter vereitelt!
Wieder Gefahr fürs Buchbacher Tor: In einer 2 gegen 2 –Situation können die Buchbacher Abwehrspezialisten zur Ecke retten. Die beläßt es aber beim 1:2 Spielstand.
Die Gäste ließen nicht locker: Sascha Steinacher elegant um drei Buchbacher herum scheitert zunächst an Hans Attenberger. Der Ball geht zu seinen Kollegen, die ihn neben das Tor ins Aus jagen.
Nach einer Phase Ismaninger Stärke kam wieder Buchbach über rechts, was gleich zu einer Ecke führte. Die klärte zunächst Markus Aigner. Auch mit den weiteren Angriffen scheiterten die Buchbacher Stürmer am Hintermann der Ismaninger.
Dann – endlich – hatte auch der Schiedsrichter erkannt, daß es so nicht laufen konnte: Gelbe Karte für Florian Wolf für dieses Foul an Tim Bauernschuster.
Die Spielpause in der 70. Minute nutzte Helmuth Wirth und brachte für Markus Gibis Thomas Götzberger.
Nach mehreren Eckbällen für Ismaning dies: Nach Abwehr erhält Ismaning den Ball. Buchbach kann erneut abwehren. Der Ball kommt wieder zurück und nun stehen plötzlich zwei Angreifer allein vor Franz Demmel. Glück, daß nichts daraus wurde. Vielmehr resultierte aus dem Konter und einem Foul an Stephan Hillinger ein Freistoß, der wieder Markus Aigners Können forderte: Wieder Ecke für Buchbach. Die nutzt Thomas Götzberger und schiebt durch alle Beine hindurch ein zum 2:2 Ausgleich. 76. Minute.
Gleich darauf wieder Gefahr für das Buchbacher Tor: Nach mißglückter Abwehr von Hans Attenberger kann Franz Demmel klären.
Keine Minute später: Franz Demmel springt dem anstürmenden Ismaninger in den Weg und der Schiedsrichter pfeifft Strafstoß! Die Konsterantion war groß. Mijo Stijepic trat an und – Franz Demmel hielt! Es blieb beim 2:2.
Eine riesen Chance hatte Stefan Lex hier: Allerdings konnte er den weit vorgelegten Ball nicht mehr erreichen.Wieder Ismaning: Franz Demmel war aber zur Stelle.
Daß mancher mit dem Endstand nicht zufrieden war zeigt dies: Sascha Steinacher verliert hier den Ball gegen Markus Blau, meckert dann so lange gegen den Schiedsrichterassistenten, bis ihm Schiedsrichter Matthias Zacher die gelbe Karte zeigt.
Dann langer Einwurf von der rechten Seite: Michael Pointvogel führt aus: Ismanings Anton Siedlitzky verlängert per Kopf zu Daglas Numanovic, der nur noch einzuschieben braucht: 3:2 für den TSV Buchbach in der 84. Minute.
Für ein Foul außerhalb unseres Blickfeldes erhielt dann noch Ralf Klingmann die gelbe Karte.
Fünf Minuten vor dem Abpfiff diese Freistoßsituation vor dem Buchbacher Tor: Es blieb beim 3:2.
Dann ersetzte Gästeträiner Frank Schmöller Anton Siedlitzky durch Norbert Bzunek.
Auch Buchbach wechselte noch aus: Für Stefan Lex kam Kim Helmer.
Es muß schon die 92. Minute gewesen sein, als hier noch beinahe die Nerven durchgegangen wären: Nochmal Freistoß für Ismaning. Mijo Stijepic’s Schuß wurde abgewehrt und der Schiedsrichter pfiff die Partie ab.
Buchbach hatte nach einer verkorksten ersten Halbzeit mit großer Kraftanstrengung die Partie gedreht. Die Tabellennachbarn tauschten durch diesen Sieg den Platz: Buchbach ist jetzt mit 16 Punkten aus 10 Spielen Tabellenfünfter. Entsprechend groß war die Freude.
Später meinte Ismanings total verärgerter Trainer Frank Schmöller: (O-Ton)
Helmut Wirth – meinte Pressesprecher Erich Haider – grinst bis hinter die Ohrwaschl! Es geht ihm gut! Er meinte: (O-Ton)
Mehr braucht man nun wirklich nicht hinzufügen!
166
Eine Liebeserklärung an Bayern: Ministerpräsident Horst Seehofer in Mühldorf
18:00
39 25.09.09
Aus allen Richtungen strömten die Zuhörer ins Weißbierzelt das nach dem Ende des Volksfestes noch stehen geblieben war. Am Eingang erwartete sie ein Team der Jungen Union und forderte sie auf sich in Unterschriftslisten einzutragen die zum Ziel hatten zu bewirken die Jugendliche und Kinder besser vor Gewalttätern schützen sollen. Im Zelt spielte die Altmühldorfer Blaskapelle und verkürzte den wartenden die Zeit bis zur Ankunft des Ministerpräsidenten. Die Mitglieder des Schützenvereins Tannengrün aus Obertaufkirchen erwarteten die Ankunft des Ministerpräsidenten ebenso wie die Jungfeuerwehrler aus Oberneukirchen und die Kreisbrandinspektion.
CSU-Kreisvorsitzende Dr. Marcel Huber und Landrat Georg Huber begrüßten den Ministerpräsidenten. (O-Ton-: lauter Hubers)
Festwirt Wolfgang Unertl berichtete Ministerpräsident Horst Seehofer dass das abgelaufene Volksfest ein sensationelles war.
Dann darstelle Ministerpräsident Horst Seehofer das Spalier mit Jungen Union auf der rechten und Feuerwehr auf der linken Seite. Kreisbrandrat Karl Neulinger begrüßte den Ministerpräsidenten und berichtete davon dass die Jugendfeuerwehr aus Oberneuekirchen erst kürzlich bei der Feuerwehr-Olympiade in Tschechien unter 47 Mannschaften den dritten Platz belegt hatte.
Dann erwartete Ministerpräsident Horst Seehofer den Ehrenalut der Schützen.
Am Stand der Jungen Union ließ sich der Ministerpräsident über die Initiative informieren und trug sich selbst in die Liste ein. Landrat Georg Huber freute sich, so viele engagierte junge Leute im Landkreis zu haben. Er freute sich auch das hier so viele junge Leute nicht dem Zeitgeist nachlaufen sondern sich traditionellen Werten verbunden fühlen und diese auch nach außen demonstrieren.
Dann folgte der übliche triumphalen Einzug ins Bierzelt mit allem was dazugehört: Bayerischer Defiliermarsch, Hände schütteln, Bodyguards und viel stehenden Applaus.
Endlich am Gästetisch angekommen wartete schon die Maß Weißbier auf den Ministerpräsidenten dies ließe sich auch gleich schmecken. Inzwischen war auch Bundestagskandidat Stephan Mayer dazu gestoßen.
Nach einer deftigen Brotzeit betrat Kreisvorsitzender Dr. Marcel Huber die Bühne und begrüßte die zahlreichen Zuhörer. Natürlich waren zum Auftritt ihres Ministerpräsidenten zahlreiche Kollegen aus den verschiedenen Parlamenten, aus den Kreis- und Ortsverbänden der CSU, viele Bürgermeister, Gemeinde- Stadt- und Kreisräte gekommen. Dr. Marcel Huber meinte, die ersten acht Tischreihen wären lauter CSU-Leuten seines Kreisverbandes.
Dann verwies er auf den Dienstmann Alois Hingerl, der das Zelt schmückt, der in München die bayerische Staatsregierung erleuchten solle, und meinte, es treffe sich gut, dass diesmal der bayerische Ministerpräsident nach Mühldorf gekommen wäre. Er ersparte dem CSU-Vorsitzenden nicht den Hinweis darauf, daß er in seinem Stimmkreis bei der letzten Landratswahl die absolute Mehrheit der CSU verteidigt hatte. Dann konstatierte er, daß Horst Seehofer dieses zurückliegende schwierige Jahr mit Bravur gemeistert hat. Er bedankte sich für das Vertrauen das Horst Seehofer ihm entgegengebracht hat und ihn in das Kabinett mit aufgenommen hat. Nun ginge es darum, ob nach dem 27. September die Nachfolgeorganisation einer Gruppierung an der Regierung in der Bundesrepublik Deutschland beteiligt werde, die vorher für 40 Jahre Unterdrückung und Enteignung verantwortlich war. Es ginge auch darum, dass sich Bayern stark aufstelle um nachher ein gewichtiges Wort in Berlin mitreden zu können.
MdB Stephan Mayer machte Ministerpräsident Horst Seehofer erst einmal klar wo er überhaupt ist. (O-Ton-) dann charakterisierte er die Region als großes wirtschaftliches Zentrum in Europa mit fleißigen und ordentlichen Menschen. Er dankte ihm dafür, dass er schon immer die Entwicklung unserer Region aktiv unterstützt hatte. Da der Weiterbau der großen Infrastrukturprojekte in der gegenwärtigen Konstellation kaum möglich ist, forderte er einen Politikwechsel im Bund. Es wäre höchste Zeit, die große Koalition zu beenden. Deshalb wäre die Bundestagswahl am 27. September eine Richtungswahl die festlege wohin sich Deutschland entwickle. Stefan Mayer appellierte an die Zuhörer, und beide Stimmen für die CSU und die Erststimme für ihn selbst!
Um sich die Begrüßung der Zuhörer einfach zu machen erfüllte CSU-Vorsitzende Horst Seehofer seine Ansprache mit einem Scherz: (O-Ton- 1:47:14:13)
Dann traf er sofort eine grundsätzliche Feststellung: O-Ton- 1:47:33:18
In fast 40 Jahren hätte er noch nicht erlebt, daß ihm ein Festwirt völlig unaufgefordert gesagt hätte, er hätte gerade das beste Volksfest seine Geschichte abgeschlossen. Darüber freut sich der bayerische Ministerpräsident natürlich besonders, da weil er sich schon auf die Steuern aus den Einnahmen freut.
Auch wenn er Anfangs im Angesicht von Landesbank und Quelle nicht recht verstanden hätte, warum Franz-Josef Strauß das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten als das schönste Amt auf Erden bezeichnet hatte, könne er jetzt feststellen, dass die Begegnung mit den Menschen etwas schönes wäre. Als er sein Amt übernommen hätte hätte er sich drei Prinzipien zu Grunde gelegt:
Das Ergebnis bei der Landtagwahl hätte innerhalb der CSU zum Nachdenken geführt. Um dem Eindruck entgegenzuwirken, man drehe sich nur um sich selbst, wäre eine Änderung des Politikstils wichtig gewesen. So wäre er zu dem Grundsatz gelangt, Politik wäre vor allem Dienstleistung am Menschen. das Interesse der Politiker müsse sein Probleme zu lösen, und nicht Problemlösungen zu verhindern. (O-Ton- ins Gelingen verliebt sein 1:53:30:0) das wäre oft nicht einfach, weil man manchmal die gesamte Verwaltung gegen sich hätte. Er erlebe jeden Tag dass der politische Wille und die Umsetzung nicht übereinstimmten. Deshalb strebe er weniger Paragraphen und weniger Gesetze an. Bürokratieabbau wäre eine der wichtigsten Grundlagen seiner Regierungsarbeit.
167
SPD-Politiker in Töging zu Gast: Diesmal Bundesarbeitsminister Olaf Scholz
12:00
Tögings Bürgermeister Horst Krebes nahm den Bundesarbeitsminister in Empfang. Dann zog Bundesarbeitsminister Olaf Scholz in das Bierzelt ein begleitet vom bayerischen Defiliermarsch. Dies ist eine Tradition die sich eigenhändig die CSU zum Markenzeichen gemacht hat.
Es dauerte eine Weile bis der Bundesminister der neben Direktkandidat Werner Groß Platz genommen hatte seine Maß Bier bekam. Aber dann konnte man gemeinsam anstoßen. Olaf Scholz gegenüber saß Bundestagsabgeordnete Ewald Schurer, Altöttings SPD-Kreisvorsitzender Günther Zellner die, Betreuungsabgeordnete Bärbel Kofler und Tögings SPD-Vorsitzender Bastian Höcketstaller.
Mühldorfs SPD-Kreisvorsitzender Richard Fischer hatte sich an der Seite der Ehefrau von Tögings Bürgermeister aus Krebes gemütlich gemacht. Auch Altlandrat Seban Dönhuber und der ehemalige Bundestagsabgeordnete Hermann Wimmer hatten sich eingefunden.
Zahlreiche Ortsverbände hatten ihre Mitglieder nach Töging entsandt.
Bastian Höcketstaller er öffnete die Veranstaltung und begrüßte die Gäste. Dann stellte er die Stadt vor die seit 40 Jahren von der SPD regiert werde und betonte, dass die SPD im Landkreis Altötting mehr Bürgermeister stelle als die CSU. Er dankte Bundesarbeitsminister Olaf Scholz dafür, dass er nach Töging gekommen war und stellte ihm in Aussicht, dass er später auf der politischen Karriereleiter weiter vorankommen werde, weil das alle Rednern so erging, die früher vorher in Töging gesprochen hatten.
Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler dankte dafür, dass sie nun schon zum fünften Mal hier ein Grußwort sprechen darf, drückte aber ihre Hoffnung aus, dass im kommenden Jahr Werner Groß hier schon selbst als Bundestagsabgeordneter sprechen könnte. Dann stellte sie fest, dass sich viel für die arbeitende Bevölkerung verbessert hätte, seit Olaf Scholz Bundesarbeitsminister ist. Zusammen mit Ewald Schurer würde sie alles unternehmen um die Infrastruktur der Region schnell es möglichst auszubauen. Während im Bund alles vorbereitet wäre müsse nun der Freistaat nachziehen und seinen Teil dazu beitragen.
SPD-Bundestagskandidat Werner Groß freute sich, dass so viele Besucher gekommen wären.
Am 27. September stünde eine Richtungsentscheidung an, deren Tragweite viele nicht erkennen würden. Es ginge nicht einfach um den Gewinn einer Wahl. Es ginge vielmehr darum, wer in den nächsten vier Jahren das Land durch diese schwere Krise hindurchführen kann. Und das könnten schließlich nicht diejenigen sein, die das Land in die Krise hineingeführt haben. Nicht die Manager wären die Leistungsträger der Gesellschaft sondern die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die SPD hat in den zurückliegenden Jahren bewiesen, daß sie die richtigen Ansätze hat um auf die Herausforderungen zu reagieren. (00:16:01:00 – O-Ton: Die Union würde ohne SPD ganz schön alt ausschauen...!!!)
Er kritisierte den ehemaligen Wirtschaftsminister Michael Glos, der zu Beginn der Krise regelrecht abgetaucht wäre. Da wäre es für den jungen Adeligen leicht, wie eine Lichtgestalt auszuschauen, der aber bisher nichts Konkretes geleistet hätte. Die CSU hätte noch immer nicht begriffen, daß ein Wirtschaftsminister die GANZE Wirtschaft vertreten müsse und nicht nur die Großkonzerne Ein Wirtschaftsminister, der die kleinen und mittleren Betriebe nicht in sein Handeln einbeziehe, hätte die Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft nicht verstanden.
Wenn die CSU es in 30 Jahren nicht geschafft hätte, Autobahn und Bahn zu bauen, dann bräuchte sie jetzt nicht auf die SPD zu schimpfen. Bayern bräuchte – gerade jetzt unter Seehofer – eine Politik der Zuverlässigkeit und Verläßlichkeit. Dafür stünde der SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier. Er forderte die Einführung des Mindestlohnes, die Kontrolle der Finanzmärkte, die Nutzung alternativer Energiequellen, Chancengleichheit in der Bildung, die Stärkung der Kommunen statt Privatisierung, eine solidarische Gesundheitspolitik. Die SPD hätte die besseren Konzepte. Aus dieser Überzeugung heraus kandidiere er und wäre zuversichtlich, die Gesellschaft neu gestalten zu können.
Bundesarbeitsminister freut Minister Olaf Scholz freute sich hier sprechen zu dürfen. Im Mittelpunkt seiner Rede stand die Wirtschaftskrise, die nach seinen Worten eine Besonderheit hätte, über die man sprechen müsse.
Viele Millionen Arbeitnehmer weltweit müssten nun ausbaden, was einige Wenige angerichtet hätten, die die gesamte Weltwirtschaft an den Rand des Abgrunds mövriert haben.
Damit sich so eine Krise nicht wiederholen könne, müssten für die Finanzwirtschaft neue Regeln aufgestellt werden. Peer Steinbrück hätte schon auf dem G8-Gipfel an der Ostsee darauf hingewiesen, dass die Finanzmärkte neue Regelung bräuchten. Die Staats- und Regierungschefs hätten aber diese Notwendigkeit nicht erkannt. Dabei wäre es nach seiner Ansicht wichtig noch in diesem Jahr diese neuen Regeln in den Gesetzen dieser Länder zu verankern. Diese Regeln müssten beinhalten, dass man mit fremdem Geld nicht riskant spekulieren dürfe.
Als klar war, dass das Finanzsystem zusammenbrechen würde, hätte es die Bundesregierung unter Federführung von SPD-Finanzminister Peer Steinbrück binnen einer Woche zu Stande gebracht, einen Banken Rettungsfonds zu etablieren.
Das alles hätten sie nicht aus Liebe zu den Banken getan. (O-Ton 27:56:24) es wäre schlicht nötig gewesen das Bankensystem zu erhalten. Man bräuchte Banken, um Renten auszuzahlen Sozialversicherungen abzuwickeln, all die Zahlungen zu tätigen, die nötig sind um das Leben der Menschen zu ermöglichen.
Allerdings müssten die Banken, die durch den Rettungsfond gehalten werden, die Regeln einhalten, die die Bundesregierung vorgegeben hätte. Eine davon wäre das Vorstände solcher Banken nicht mehr als € 500.000,- verdienen dürfen. (O-Ton)
Die gegenwärtige Situation beweise, dass der Solidarstaat notwendig ist. Sie strafe alle diejenigen Lügen, die in der Vergangenheit der Meinung waren, der Staat mische sich zu sehr ein und müsse sich aus der Wirtschaft zurückziehen.
Dann widmete sich Bundesarbeitsminister Olaf Scholz dem Konjunkturpaket. Er betonte dass darin auch die Kosten eingerechnet sind, die sein Ministerium im kommenden Jahr für Arbeitslosigkeit ausgeben müsse: € 60,- Milliarden.
Die Ausgaben für die Sanierung von Schulen und Rathäusern und anderen kommunalen Gebäuden dienen auch dazu, das Land zukunftsfähig auszustellen. Olaf Scholz kritisierte die Länderregierungen, die schon auch investieren könnten, ohne gleich durch eine Wirtschaftskrise dazu animiert zu werden. Auch das wäre vernünftig.
Das Konjunkturpaket trägt aber auch dazu bei, die Wirtschaft wieder in Gang zu bekommen, die ohne viel langsamer wieder auf Fahrt käme.
Die nun ausgegebenen Mittel müssten in der Zukunft zurückgezahlt werden. Wenn nun welche hergehen, und in dieser Situation Steuersenkungen versprechen, dann versprechen sie etwas, das man nicht glauben kann. Das Schlimme wäre allerdings die meinten das ernst!
Es gebe zwar immer wieder welche die behaupteten sie hätten Sparkonzepte. Keiner von denen aber hat je konkrete Vorschläge gemacht. Als Bundessozialminister verfüge er über mehr als die Hälfte des Bundeshaushalts. (O-Ton) Er könne also beurteilen, dass die Steuern die Vielverdiener weniger zahlen würden nur von denen ausgeglichen werden können die wenig verdienen. Das wäre ungerecht, unfair und das dürfte nicht passieren.
Ein Mittel, die Auswirkungen der Krise abzufedern, wäre die Kurzarbeit gewesen. Das kostet zwar viel Geld hätte aber bisher 1,4 Millionen Arbeitnehmern ihren Arbeitsplatz erhalten. Er denke, es wäre der richtige Weg. Es wäre ein großer Erfolg der Politik in Deutschland, daß bei einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 6 Prozent die Arbeitslosenrate nur geringfügig angestiegen ist. In Spanien hätte sich die Zahl der Arbeitslosen vervierfacht.
Dann ging Bundesarbeitsminister Olaf Scholz darauf ein, dass die Arbeitsagenturen mit qualifiziertem Personal ausgestattet werden müssen um Arbeitssuchende in schnell eine neue Arbeitsstelle vermitteln zu können. (O-Ton41:33: 03) Man werde an der aktiven Arbeitsmarktpolitik festhalten, das wären sie als sozialdemokratisch geführte Regierung den Bürgern auch schuldig.
Die Bundesregierung hätte auch in die Weiterbildung der Arbeitnehmer investiert und biete Kurzarbeitenden Kurse an. Damit sorge die Bundesregierung auch dafür, dass die Firmen besser dastehen wenn die Wirtschaft wieder anspringt.
Während noch in den siebziger Jahren eine Zahl von 5% Arbeitslosen zu einem großen Aufschrei geführt hätte, wäre man heute froh, wenn man unter 10 Prozent komme. Dabei sehe er es als Zynismus, einfach so hinzunehmen, dass Millionen von Arbeitnehmern nicht einmal eine Chance hätten einen Arbeitsplatz zu bekommen. Auch wenn es ihnen gelungen wäre die Arbeitslosigkeit von fünf auf unter 3 Millionen zu drücken stünde das nächste Problem bereits vor der Tür: In den nächsten Jahrzehnten werde die deutsche Wirtschaft unter einen Mangel an Arbeitskräften leiden. (O-Ton)
Olaf Scholz mahnte die gestiegene Lebenserwartung der Bundesbürger nicht zu unterschätzen. Es fehlten die jungen Leute die die Sozial- und Rentensysteme speisen müssen um die höhere Zahl von Rentnern zu erhalten. Heute kämen jährlich knapp 900.000 junge Leute von den Schulen in 10 Jahren werden da es noch knapp 700.000 sein. Die Wirtschaft müsse schon heute dafür sorgen für alle Schulabgänger Ausbildungsplätze bereit zu stellen. Da müssten auch diejenigen eine Chance bekommen die nicht so gut sind. Kein Jugendlicher dürfte ohne Ausbildung bleiben.
Wenn es immer hieße, man bräuchte mehr Akademiker, stellte er fest, dass man statt der nötigen 33 Prozent nur 20 Prozent erreiche. Aber auch wenn man die 33 Prozent erreiche müssten immer noch zwei Drittel der Schulabgänger eine Berufsausbildung bekommen. Dies zeige, dass auch in Zukunft die Berufsausbildung die wichtigste Ausbildung in Deutschland bleibe.
Schulabgänger ohne Abschluss erachte er als Staatsversagen, das man nicht hinnehmen könne. Weiteres plädierte Olaf Scholz dafür die Zugangsschwellen zu den Hochschulen und Fachhochschulen abzubauen und auch Meistern und Gesellen zu ermöglichen, ein Studium aufzunehmen.
Zum Schluss seiner Ansprache wollte Olaf Scholz noch einen Blick in die Zukunft wagen. Dazu zitierte er einen Slogan der FDP: „Leistung muss sich wieder lohnen“. Allerdings interpretierte er diesen Satz so, dass derjenige etwas davon haben müsse der sich anstrengen. Es könne so nicht sein dass jemand Vollzeit arbeite, am Monatsende Stütze vom Staat holen müsse. Er achte es als Erfolg die Anzahl der Mindestlöhne vervielfacht zu haben. Bis zum Jahresende würden mehr als 3 Millionen Arbeitnehmer durch Mindestlöhne geschützt. Ein Erfolg sozialdemokratischer Politik. Auch für die Leiharbeit wäre eine Lohnuntergrenze nötig. Weiterhin forderte er die Einführung so genannte Beschäftigungsbrücken. Es gebe also genug Themen für die es zu kämpfen gelte. Abschließend stellte er fest, es gebe nur eine Partei die sozialdemokratisch handle. Und auf diese Partei müsse man setzen.
Die Gäste applaudierten stehend und Bürgermeister Krebes forderte eine Zugabe.
Später trug sich Bundesarbeitsminister Olaf Scholz in das goldene Buch der Stadt Töging ein.
Noch ein paar Erinnerungsfotos und der Bundesminister zog weiter zum nächsten Wahlkampftermin.
168
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen im Mehrgenerationenhaus in Mühldorf
8:50
Schon Tage vorher gab es im Mehrgenerationenhaus in Mühldorf auf der Wies kaum ein anderes Thema als den Besuch der Bundesfamilienministerin. Schließlich musste alles glänzen. Die knappe Zeit die sich die Ministerin für den Besuch des Hauses genommen hatte musste genau geplant sein. So lag Nervosität in der Luft.
Es regnete an diesem Montag, und so musste Marianne Zollner - die Leiterin des Hauses der Begegnung - die Bundesministerin mit dem Mühldorfer Schirm von ihrem Wagen abholen und unter das Dach begleiten. Natürlich hatten sich alle Vertreter des politischen Lebens eingefunden. Den Bundestag vertraten MdB Stephan Mayer und MdB Ewald Schurer, den bayerischen Landtag Staatssekretär Dr. Marcel Huber den Landkreis Landrat Georg Huber und die Stadt 2. Bürgermeister Paul Schwarz. Natürlich waren auch die in "Hubers" und "Mayers" ein Thema. AWO-Vorsitzende Klara-Maria Seeberger musste aufkläen, dass es sich bei beiden die Namen immerhin um alte Adelsnamen handelt. Landrat Georg Huber nutzte die knappe Zeit der Ministerin, um ihr gleich sein Gastgeschenk zu überreichen: regionale Bio-Köstlichkeiten einer örtlichen Firma. Ursula von der Leyen meinte, dieses Geschenk würde zu Hause nicht lange überleben!
Marianne Zollner begrüßte die Bundesministerin bayerisch-freundlich-fröhlich: (O-Ton 3:46: 00) und weil man in Bayern vieles, was man sonst sagen müsste, besser in Liedform darbrächte, hieß sie die Gäste zusammen mit den Kindern mit einem Lied willkommen: (Aber griaß Di!)
Schon die zweite Strophe zeigte, worum es bei einem Mehrgenerationenhaus geht.
Bundesministerin Ursula von der Leyen dankte MdB Stephan Mayer für die Einladung über die sie sich sehr gefreut hätte. Das Projekt der Mehrgenerationenhäuser läge ihr sehr am Herzen. In den Mehrgenerationenhäusern soll wieder aufleben, was in der modernen Gesellschaft verloren gegangen ist: das Zusammenleben mehrerer Generationen unter einem Dach. Auch wenn das in der Vergangenheit nicht immer problemlos verlaufen ist, so hatte es doch dazu beigetragen, Wissen und Fähigkeiten von einer auf die andere Generation weiter zu geben. Kinder bräuchten andere Kinder. Wenn in heutigen Familien nur noch ein oder zwei Kinder aufwachsen, so müsste man Räume schaffen in denen diese Kinder wieder andere Kinder treffen können. Schon ein altes afrikanisches Sprichwort sage, es brächte ein ganzes Dorf um ein Kind groß zu ziehen. Dieses Sprichwort drückt aus, dass alle Generationen zusammen helfen müssen, die Erziehungsaufgabe zu leisten. Da aber in der heutigen mobilen Gesellschaft das Zusammenleben von Eltern und Großeltern selten möglich ist müsse man Räume schaffen, in denen mehrere Generationen zusammenleben können, ohne miteinander verwandt zu sein.
Ein neuer Vorteil wäre, dass sich die - erst jetzt entstandene große Gruppe - sehr fitter und agiler älterer Menschen mit ihren Fähigkeiten wieder in die Gesellschaft einbringen kann. Im Mehrgenerationenhaus könnte diese Generation erleben, dass sie auch im Alter noch gebraucht werden. Ein unbezahlbarer Aspekt.
Zu Beginn stand die Politik dem Konzept der Mehrgenerationenhäuser sehr skeptisch gegenüber. Aus einem Modellprojekt mit fünf Häusern wurden inzwischen 500.1700 hoch qualifizierte Häuser hatten sich beworben. Die 500 Mehrgenerationenhäuser sind verschieden, haben verschiedene Zielsetzungen und eine verschiedene Arten diese umzusetzen. Der Grundgedanke ist aber immer derselbe. In diesen 500 Häusern geben jeden Tag 15.000 ehrenamtlich tätige Mitmenschen ihre Erfahrungen und ihr Wissen an andere weiter.
Bundesministerin Ursula von der Leyen dankte dem Haus der Begegnung dafür, dass es schon jahrelang vorher sehr gute Arbeit geleistet, und damit die Grundlage dafür gelegt hätte, in das Programm der Mehrgenerationenhäusern aufgenommen werden zu können. Das ihr angebotene Programm zeige das pralle Leben, das sich hier abspielt. (O-Ton 12:19:20)
Kurse wie „Mama lernt Deutsch“ zeigten weithin, dass hier jeder mitmachen könne und willkommen wäre. Auch das Projekt „Schüler für Schüler“ wäre toll. Abschließend wünschte sie diesem Haus: (O-Ton 14:27:00)
MdB Stephan Mayer dankte Bundesministerin Ursula von der Leyen für ihren Besuch. Sie könne hier sehen, dass die Mehrgenerationenhäuser eine segensreiches Einrichtung wären, die sich inzwischen auch weiter entwickelt hätten. Das Geld wäre also gut angelegt. Der Plan, die Funktion der Mehrgenerationenhäuser in bestehende Einrichtungen zu integrieren, wäre voll aufgegangen. MdB Stephan Mayer dankte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen dafür, dass es ihr gelungen ist, die Familienpolitik wieder mehr ins Zentrum des gesamtpolitischen Geschehens zu rücken. Abschließend lud er sie zum Besuch des Mühldorfer Volksfestes ein und regte an, einen Bayerischkurs für die Ministerin im Haus der Begegnung anzubieten.
Nun endlich konnte Ursula von der Leyen lernen, was „Annamirl – Zuckerschnürl“ bedeutet. In diesem Projekt möchte das Mehrgenerationenhaus Kindern das Kulturgut früherer Generationen näher bringen. Um Mitsingen zu können, erhielten die Gäste den Liedtext.
Bei „Eins – Zwei – Polizei“ hieß es wieder: Mitmachen!
Nach heutigen Maßstäben nicht ganz politisch korrekt war das nächste Lied. Und - ehrlich gesagt - haben damit wir auch ein Problem! (Das Lied heißt: „Sepp, Depp, Hennadreck“!!!!)
Nichtsdestotrotz hatte die Bundesministerin ihre Freude daran.
Dann besichtigte sie das Haus mit dem Gruppenraum im ersten Stock und der alten Stadtmauer.
Im Dachgeschoss hatte sich gerade die Krabbelgruppe eingefunden. Ursula von der Leyen konnte sich ein Bild davon machen, wie es im Haus der Begegnung alle Tage so zugeht.
Der Zeitplan der Ministerin hatte für den Besuch des Mehrgenerationen Hauses in Mühldorf nur eine Stunde vorgesehen. So blieb wenig Zeit für eine Tasse Kaffee und ein kurzes Gespräch. Es blieb ihr nicht einmal die Zeit, ihr Stück Kuchen auf zu essen, da mahnten ihre Mitarbeiter die Ministerin schon wieder zum Aufbruch nach Landshut - zum nächsten Mehrgenerationenhaus.
169
Was Frauen glücklich macht: Der Wohlfühltag der Frauenunion in Waldkraiburg
6:25
Im kleinen Saal und einem großen Teil des Foyers des Hauses der Kultur in Waldkraiburg hatten die Anbieterinnen ihre Stände aufgebaut. Was frau begehrte war vorhanden: Von Zubehör für die Küche über Schmuck, Heimarbeitszubehör, Sportangebote, Pflegemittel, Kosmetika, Pflegeleistungen, Schmink- und Stilberatung bis hin zur Modenschau konnte frau sich informieren und verwöhnen lassen. Während sich manche Besucherinnen die Füße massieren, andere sich die Wimpern schminken, wieder andere ihre Lippen pflegen, wieder andere ihren Blutdruck messen, nochmal andere den perfekten Ton für ihre Kleidung suchten, ließen sich diese jungen Damen ihre Haare stylen. Dabei wurden sie eifrig fotografiert von ihren Begleitern. Kein Wunder, dass so manches männliche Wesen sich in dieser frauen-orientierten Welt ziemlich verloren vor kam, auch wenn die Frauenunion die Männer herzlich eingeladen hatte.
Damit die Mamis Zeit für sich selbst hatten, konnten sie die Kleinen beim Kinderschminken abgeben.
„Sag’s mit Herz“ lud dieses Angebot ein. Dieser Drucker beschriftet die Herzal und kann auch Äpfel beschriften. Schließlich gab‘s die Vitamine für Sabrina. Und auch die Mama hatte schon ihre, auf sie selbst ausgestellten, eigenen Vitamine bekommen.
Der größte Sportverein des Landkreises, an der VfL Waldkraiburg, bot Fitnessübungen - und das musste dann wieder ein Mann machen!
Frauenunionsvorsitzende Charlotte Konrad freute sich, schon zu so früher Stunde - es war erst 14:00 Uhr - so viele Besucherinnen willkommen heißen zu dürfen.
Auch Bürgermeister Siegfried Klika freute sich, daß sich der Wohlfühltag der Frauenunion im Kalender der Staat inzwischen etabliert hätte. Er freute sich auch, dass die Frauenunion mit dieser Veranstaltung Lebensfreude zeige, auch wenn sie sich sonst meist mit nüchternen politischen Themen befasse. Der zahlreiche Besuch zeige den Erfolg der Veranstaltung. Auf einem kleinen Rundgang hätte er festgestellt dass hier wirklich für jeden etwas geboten wird. Es zeige sich hier aber auch, dass das „Netzwerk Waldkraiburg“ funktioniere, das das vielfältige und reichhaltige Leben in Waldkraiburg erst möglich mache. Er wünschte den Besuchern des Wohlfühltag es viele interessante neue Erfahrungen und der Veranstaltungs selbst viel Erfolg.
Einen zusätzlichen Anreiz bot eine Tombola. Die Lose verkaufte Gabriele Brosch-Nikolaus. Die Gewinner hatten die Auswahl unter über 100 Preisen.
Später freute sich auch Kreisfrauenunionsvorsitzende Ilse Preisinger-Sontag über den zahlreichen Besuch. Zweck des Wohlfühltag wäre es einerseits, die selbständigen Anbieterinnen zu fördern und andererseits den Besucherinnen zu zeigen, was es alles auf dem Markt gibt. Das umfangreiche Angebot zeige, dass man eigentlich gar nicht in Urlaub zu fahren bräuchte, weil es alles in unserer Region gibt, was frau sich wünscht. Und weil die Frauenunion nun doch eher eine politische Organisation ist, wies Ilse Preisinger-Sontag auf die Bundestagswahl hin und übergab das Mikrofon an Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer.
Auch Stefan Mayer dankte den Frauen dafür, dass sie diese Veranstaltung inzwischen zum festen Termin im Kalender der Industriestadt gemacht hätten. Er würdigte die Anstrengungen mit denen die Ausstellerinnen zeigten, dass die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau nun nicht mehr nur auf dem Papier stünde, sondern auch tatsächlich gelebt werde. Auch wenn es in der Frauenpolitik noch Unzulänglichkeiten gebe, hätte sich in den zurückliegenden Jahren viel gebessert. Hier in Waldkraiburg werde Frauenpower großgeschrieben. Dafür und für die viele Arbeit die Frauen im ganzen Land ehrenamtlich leisteten dankte er stellvertretend. Schließlich freute er sich auf nachfolgende Modenschau der Boutique Trend-Fashion, von der wir Ihnen zum Schluss einige Bilder zeigen wollen.
169
"Frühling im Herbst" Fahnen überm Haberkasten - Ausstellung der Künstlergruppe "Farbkreis 99"
8:45
Text nicht vorhanden.
170
Abschied von Anni Kraus
6:45
Zahlreiche Freunde und die Begleiter aber auch Vertreter des öffentlichen Lebens hatten sich im Haus der Begegnung eingefunden um Abschied zu nehmen von Anni Kraus. Durch die Trauerfeier führte Frau Brigitte Schäfer, eine Verwandte. Frank Engel begleitete die Abschiedsfeier mit allerlei ungewöhnlicher, dem Anlaß angemessener Musik.
Ihre Trauerrede gründete Brigitte Schäfer auf die Aussagen des Propheten Kohelet, der für alles eine Zeit sah: für das Lachen, für das Weinen, für das Klagen und das Feiern, und auch für den Abschied.
Nun wäre die Zeit für Anni Kraus gekommen. Und auch wenn der Tod zum Leben gehöre, hinterlasse jeder Verstorbene eine Lücke. Sie würdigte ihre Leistungen für den Zusammenhalt ihrer Familie in der sie in die Materiarchin war, die die Familie zusammen hielt.
Stellvertretende Landrätin Eva Köhr würdigte Anni Kraus als überaus engagierte Bürgerin und Kommunalpolitikerin, die in der Stadt und im Landkreis viele tiefe Spuren hinterlassen hätte. Ihr wäre stets das Wohl der Mitmenschen und besonders der sozial schwächeren am Herzen gelegen. Auch für sie persönlich wäre Anni Kraus immer ein Vorbild gewesen. Als Gemeinderätin, Kreisrätin und auch als Vorsitzende von SPD und AWO hatte sich jahrzehntelang für die Stadt und den Landkreis engagiert. Dafür hätte sie zahlreiche Ehrungen erhalten. Anni Kraus wird der Stadt und dem Landkreis sicher immer in bester Erinnerung bleiben
Auch dritter Bürgermeister Christian Funiok würdigte die großen Verdienste, die sich Anni Kraus im sozialen Leben der Stadt erworben hat. Als maßgebliche Initiatorin hätte sie viele innovative Leistungen der Arbeiterwohlfahrt ins Leben gerufen und nicht zuletzt die Einrichtung des Hauses der Begegnung begründet. Nun verabschiede sich die Stadt Mühldorf in großer Dankbarkeit und Anerkennung von dieser außergewöhnlichen Mitbürgerin.
Altöttings Altlandrat Seban Dönhuber sprach für die Arbeiterwohlfahrt. Die Arbeiterbewegung, die Arbeiterwohlfahrt, die SPD und die Gewerkschaften verlieren eine unermüdliche Kämpferin und großartige Idealistin, für die zeitlebens der Mensch im Mittelpunkt stand. Anni Kraus wäre im selben Jahr geboren worden, als Maria Juchhatsch die Arbeiterwohlfahrt gegründet hat:1919.
Sie stand stets auf der Seite derer, die zu kurz kamen und unternahm alles um diesen Menschen Gehör zu verschaffen. Seban Dönhuber verneigte sich in Dankbarkeit vor Anni Kraus.
Für die Mühldorfer Arbeiterwohlfahrt nahm AWO-Vorsitzende und Kreisrätin Klara-Maria Seeberger Abschied von Anni Kraus. Von Kindesbeinen an hätte sie Kontakt zu politisch aktiven Menschen gehabt. Ihr eigener Vater wäre vor 1933 in Magdeburg Vorsitzende der SPD gewesen. Als Sozi-Kinder hätten sie es damals schwer gehabt. Sie kam 1957 nach Altmühldorf und trat 1961 in die SPD ein, bezeichnete sich da selbst als linke SPDlerin. In diesen 48 Jahren war sie auf allen organisatorischen Ebene in der SPD aktiv. Ihre Prämisse wäre immer gewesen, benachteiligten Menschen zu helfen. Sofort nach ihrem Zuzug 1957 trat sie in die örtliche AWO ein und gab so der Stadt ein soziales Gesicht. Als Orts- und Kreisvorsitzende kämpfte sie für Einrichtungen, die heute niemand mehr aus der Stadt wegdenken könne. Ihre Ziele setzte sie um mit viel Geduld, Zähigkeit, Hartnäckigkeit und Überzeugungskraft. Dabei wären ihr die Mühldorfer Bürger oft mit Skepsis begegnet. Sie sah immer Handlungsbedarf an Brennpunkten. Schließlich hätte sie sie selbst umworben, in die Kommunalpolitik zu gehen, in die SPD einzutreten und schließlich den Vorsitz der AWO zu übernehmen. Welche Anerkennung die Arbeit genießt die Anni Kraus mit initiiert hatte, zeige die Anerkennung des Hauses der Begegnung als Mehrgenerationenhaus. Diese Anerkennung brachte Anni Kraus viele Ehrungen ein, sogar das Bundesverdienstkreuz. Besonders stolz war sie aber auf die Maria Juchhatsch-Medaille, die höchste Auszeichnung der Arbeiterwohlfahrt. Sie dankte Anni Kraus für das Viele, das sie von ihr lernen durfte, besonders aber dafür, dass der Grundsatz „hilf anderen, dann wirst du reich“ auch ihr zum Lebensmotto werden durfte. O-Ton 2:37:38:15
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Anni Kraus war Mitglied der Samba-Gruppe „Encontro“ die sich dann mit einem kurzen Stück von ihr verabschiedete.
In bewegten den Worten schilderte schließlich Marianne Zollner ihr Leben mit Anni Kraus. Sie bescheinigte ihr, daß durch ihr Leben die Stadt reicher geworden ist. Sie hätte immer eine offene Tür geboten und jedem geholfen, der sie um Hilfe gebeten hätte. Mit Mut und Kraft hätte sie immer ihre eigene Meinung vertreten, hätte sich eingemischt und viel erreicht, dabei immer den Menschen vertraut, die sie nie enttäuscht hätten. Als Anni Kraus beim letzten Abschied gemeint hätte, „dann ist ja alles gut“ und ihr so besonders lang nachgeschaut hätte, wäre sie etwas verwirrt gewesen. Jetzt wisse sie es war ein Abschied für immer.
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