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Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
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Das gab's 2010 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im April 2010 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
56 Starkbierfest beim Förderverein des TSV Buchbach 12:20 13 02.04.10
Text nicht vorhanden.
57 PI-Leiter Robert Anderl: "In Mühldorf ist ruhig leben" 6:25 14 09.04.10
Die Polizeiinspektion Mühldorf betreut 19 Gemeinden mit fast 60.000 Einwohnern. Die Polizeiarbeit des Jahres 2009 in diesem Gebiet hat die Polizeiinspektion statistisch ausgewertet und das Ergebnis in einem Pressegespräch vorgestellt.
Gleich zu Anfang mussten die Leiter der Polizeiinspektion - Polizeioberrat Robert Anderl und Polizeihauptkommissar Roland Kauer - eine leichte Zunahme der Fälle berichten: 116 mehr als 2008. Damit bewege sich der Bereich der Polizeiinspektion Mühldorf entgegen dem Trend des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, wo es insgesamt 380 Fälle weniger gegeben hätte. Das heißt aber nicht, dass die Welt in Mühldorf nicht in Ordnung wäre. Die höhere Zahl wäre eher zurückzuführen auf ein anderes Anzeigeverhalten der Bürger, weil sie etwa einen Nachweis für die Versicherung brauchen oder sich anderweitig motiviert fühlen, Sachverhalte zur Anzeige zu bringen.

Von allen angezeigten Vergehen konnten 62,6% aller Fälle aufgeklärt werden. Das wäre etwas weniger als 2008, gründe sich allerdings aus der höheren Zahl von angezeigten Sachbeschädigungen, die den größten Teil der Anzeigen darstellten.
Interessant ist, dass 13,7% der Tatverdächtigen nicht die deutsche Staatsbürgerschaft haben, etwas weniger als noch 2008. Bedenkt man aber, dass nur 6,5% der Bevölkerung nicht die deutsche Staatsbürgerschaft hat, dann ist der Prozentsatz der Tatverdächtigen doch vergleichsweise hoch.
Der Anteil der unter-21-jährigen Tatverdächtigen hat leicht zugenommen und beträgt nun gut 25 %. Jede vierte bekanntgewordene Straftat wurde also von einem unter-21-jährigen verübt. Da auch das Polizeipräsidium Oberbayern Süd einen ähnlichen Wert ausweist, sprach Robert Anderl hier von einem Trend.
Der größte Teil der Delikte, die dieser Täterkreis verübt sich Körperverletzung und Diebstähle, Ladendiebstähle und sonstige Eigentumsdelikte – „Straßenkriminalität“, wie er es zusammenfasste.
Aus der Graphik mit der Zahl der Vergehen ragt die Stadt Mühldorf hoch heraus. Das liegt aber nicht daran, dass hier besonders viele Taten verübt werden, sondern daran, dass hier in die Statistik alle Delikte einfließen, die Bahnpendler und andere Verkehrsteilnehmer – auch auf der Autobahn - verüben. Etwa 56% der in der Stadt Mühldorf aufgenommenen Straftaten stammten von nicht ortsansässigen Tätern.
23 Fälle von häuslicher Gewalt wären eher wenig, während die Zahl der vorsätzlichen Körperverletzungen um 40% auf 210 Fälle angestiegen ist – 60 Fälle mehr. Viele dieser Fälle kamen unter Alkoholeinfluß zustande, eine Tendenz auf die man achten sollte. Einen Anstieg gab es auch bei den gefährlichen Körperverletungen: von 72 auf 85 Delikte. 16,7% dieser Delikte wurden von nicht-deutschen verübt. Auch hier sind sie damit überrepräsentiert.
Weiters fällt auf, dass diese Art von Delikten ist eine männliche Domäne ist.(O-Ton: An was mag das wohl liegen?)
Robert Anderl fasste zusammen:

Robert Anderl betonte die gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt, unterstrich aber, dass die Polizei auch auf die gute Zusammenarbeit mit der Bevölkerung angewiesen ist. Schon personell bedingt kann die Polizei nicht überall sein und ist deshalb auf Hinweise angewiesen. Oft erhalten sie Rückmeldungen aus der Bevölkerung, wenn sich Bürger für das schnelle Eingreifen nach gemeldeten Mißständen bedanken. Dies zeige das gute Verhältnis, das schon jetzt besteht und noch weiter verbessert werden soll.
Es gebe in Mühldorf auch keine politisch extremen Gruppierungen, weder rechts noch links, erläuterte Polizeihauptkommissar Roland Kauer. Auch eine Punkerszene gebe es nur sporadisch.
Ein besonderes Augenmerk wird die Polizei auf das neue Jugendzentrum in der Mühlenstraße werfen. Die nähe zum Wohngebiet fordert natürlich andere Rahmenbedingungen. Allerdings stünde die Polizei schon lange in Kontakt mit der Stadt und war an der Standortentscheidung beteilitgt.
Es war Robert Anderl ein großes Anliegen, die Prävention zu forcieren. Dazu gehört es, das Verhältnis der Polizei zu den Bürgern zu entspannen. Wenn solche Zeichnugnen schon im Kindergarten die Polizei als Partner erkennen lassen, wäre das der richtige Ansatz. Auch in den Schulen will man aktiv werden. So wurde erstmals das Projekt „Zsam’g’rauft“ durchgeführt, das den Jugendlichen aufzeigt, wie sie Konflikte lösen oder sogar vermeiden können. Schulen haben diese Aktivitäten als sehr erfolgreich anerkannt. Robert Anderl stellte fest, dass dies alles sehr personalintensiv ist und viel Kraft koste, aber auf jeden Fall wert ist, es weiter auszubauen.
Allerdings müssten sie auch ihrer Aufgabe als Strafverfolger nachkommen, wenn ihnen Straftaten bekannt würden.
Zusammenfassend stellten Robert Anderl und Roland Kauer fest, dass trotz erhöhter Mobilität, vieler Großveranstaltungen, der neu dazukommenden Autobahn und dem Bahn-Linienstern sich die Mühldorfer auch weiterhin sicher fühlen können.

58 Gegen Nichtrauchervolksbegehren und für 7% - Die JHV des Hotel- und Gaststättenverbandes 7:35
Kreisverbandsvorsitzender Holger Nagl begrüßte die Mitglieder des Kreisverbandes im Saal des Landgasthofes Pauliwirt in Erharting zur diesjährigen Jahreshauptversammlung. Er blickte zurück auf das vergangene Jahr und erinnerte zunächst an die Auftaktveranstaltung zur „Initiative 7%“, die zum Ziel hat, den Mehrwertsteuersatz für Leistungen des Hotel- und Gaststättengewerbes von 19 auf 7% zu senken. Erstmals konnte damals dieses Thema auch in den Medien positioniert werden. Holger Nagl stellte fest, die Mitglieder in Oberbayern wären in dieser Initiative am aktivsten gewesen, die in einer Demonstrationsveranstaltung auf der Zugspitze gegipfelt hätte. Leider hätte die Initiative durch die Parteispendendebatte einen Dämpfer erfahren. Durch die starke Präsenz in den Medien wären leider auch die Kommunen auf die Branche aufmerksam geworden. So verlange etwa die Stadt Köln plötzlich 5% Übernachtungssteuer. Nachahmer stünden bereits in den Startlöchern. Holger Nagl äußerte größte Bedenken gegen solche Anstrengungen, weil sie die Bemühungen zur Wettbewerbsgleichstellung in Europa konterkarieren würden und kündigte an, sich gegen solche Ansinnen stark zur Wehr setzen zu wollen.
Er bekräftigte die Notwendigkeit der Senkung der Mehrwertsteuer weil etwa Österreich bereits auf die deutsche Senkung reagiert und beabsichtigt, selbst die Mehrwertsteuer auf 5% zu senken.
Er berichtete auch von seiner Arbeit als ehrenamtlicher Richter beim Arbeitsgericht und empfahl den Mitgliedern doch die Angebote des Verbandes zu nutzen um rechtlich stichhaltige Arbeitsverträge abzuschließen und die aktuellen Vorschriften besser einhalten zu können. So könnte man viele Rechtsstreitigkeiten vor dem Arbeitsgericht vermeiden.
Weiters berichtete er über sein Engagement beim Projekt AiS des Schulamts, wo er zusammen mit weiteren Ausbildern Hauptschülern die Berufe im Hotel- und Gaststättengewerbe vorstellt. Besonders im Hinblick auf die kommenden geburtenschwachen Jahrgänge wäre dies eine der wenigen Möglichkeiten, auch zukünftig genug Fachkräfte anwerben zu können.
Auch um dieses Ziel zu verfolgen investierte der Kreisverband mit etwa 4000 Euro einen Großteil der Mittel in einen faltbaren Messestand. Bei der Gestaltung lag die Idee zu Grunde, die Branche so zu zeigen, wie sie in unserer Gegend ist – also mit Characteren, wie sie sie in unserer Region gibt.
Auf die Schließung des Direktverkaufs beim Schlachthof in Waldkraiburg hin handelte Verbandsmitglied Harald Zappe eine Sonderlösung aus: Die Mitglieder können nun wieder direkt einkaufen, müssen die Ware aber am Vortag bestellen.
In der Zukunft plant der Verband die Positionierung des Tourismus in der Region nach der Fertigstellung der Autobahn. Schon heute müsse sich die Region als Ziel für Tagesausflüge den Münchnern ins Gedächtnis einprägen. Diese Anstrengungen sind auch nötig, um die Bürger der Region in der Region zu halten. Schließlich bringe die Autobahn zwar Besucher in die Region, mache es aber Ausflüglern einfacher wegzufahren. Holger Nagl dachte daran, Förderung für diese Aktivitäten über das Mühldorfer Netz zu erhalten.
Weiters ging Holger Nagl auf das „Volksbegehren Nichtraucherschutz“ der ÖDP ein. Er verurteilte dieses Volksbegehren einer – wie er sagte – „politischen Randgruppe“ als Versuch, sich selbst ins Rampenlicht zu schieben. Er befürchtete, dass das Volksbegehren Erfolg haben werde, weil die Bürger überhaupt nicht genau wüßten, worüber sie eigentlich abstimmen würden. Für das Hotel- und Gaststättengewerbe wäre es am besten, wenn das Nichtraucherschutzgesetz weiter so gehandhabt werden würde, wie das jetzt läuft.
Abschließend rief er die Mitglieder auf, die 1.200 Besucher der Bayern-1-Radltour am 1. August intensiv zu betreuen. Schon vor zwei Jahren in Waldkraiburg konnte sich die Region sehr positiv dargestellen. Die besondere Wichtigkeit käme dieser Veranstaltung zu, weil der Fahrradtourismus der einzige Zweig ist, dessen Erfolg tatsächlich meßbar ist.
Oberbayern-Verbandvorsitzender Franz Bergmüller berichtete dann von der Arbeit des Bezirksverbandes und bekräftigte die Sichtweise Holger Nagls zum Nichtraucherschutzbegehren und zu den Mehrwertsteuersenkungsbestrebungen. Man müsse daran festhalten und der ursprünglichen Argumentation treu bleiben. Es ginge nicht darum, die Preise zu senken sondern darum, den Service zu verbessern.
Er wies auf die Wahl in Nordrheinwestfalen am 9. Mai hin, die für die Wirtschaft in Deutschland und viele andere Entscheidungen äußerst wichtig sein wird. Ginge durch das dortige Wahlergebnis die Mehrheit für CDU/CSU-FDP im Bundesrat verloren, würde es sehr schwer werden, die Mehrwertsteuerreduzierung durchzusetzen.
Er beklagte auch die starke Konkurrenz für die Gaststätten durch Imbißbuden, Metzgereien und Bäckereien. Auch das Nichtrauchervolksbegehren trage seinen Teil dazu bei, kleineren Betrieben die Existenzgrundlage zu entziehen.
Man müsse den Bürgern klar machen, dass jeder Gasthof, der zumachen müsse dazu beitrage, dass die Dörfer sterben. Er rief die Mitglieder auf, Solidarität zu zeigen und gemeinsam aufzutreten und Freiheit, Toleranz und die persönliche Selbstbestimmung gegen staatliche Eingriffe zu verteidigen. Kurz vor dem Termin zum Volksbegehren wird der Verband noch sehr aktiv und eine große Aufklärungskampagne durchführen.
Zum Thema Betriesprüfung und was zu beachten ist, sprach Steuerberater Ralf Kammermeier aus Bad Aibling.
Stellvertretende Hotel- und Gaststättenverbandsgeschäftsführerin Alexandra Huber informierte dann über neue Regelungen bei der Beschäftigung von Mitarbeitern im Hotel und Gaststättenbereich sowie auf die Einhaltung der Hygieneregelungen. Sie verwies auf die umfangreichen Dienste, die der Verband bietet.
Kassier Reinhard Söll berichtete, dass die Finanzen nach Anschaffung des Messestandes sehr zusammengeschmolzen sind und am Tag der Jahreshauptversammlung gerade mal 208 Euro in der Kasse wären. Bei vernünftiger Wirtschaft und nach Eingang eines Zuschusses vom Verband sollte die Kasse aber zum Jahresende wieder auf 3.000 Euro anwachsen. Alexandera Huber trug den Revisionsbericht vor, woraufhin die Versammlung die Vorstandschaft entlastete.
Es folgte die Neuwahl des Vorstandes, der nun nach einer Änderung der Satzung für drei Jahre im Amt bleiben wird. Die Wahl erfolgte in einem solchen Tempo, wie man das selten erlebt. Kurz zusammengefaßt wurde Holger Nagl als Vorsitzender im Amt bestätigt. Seine Stellvertreter wurden wieder Werner Kellner und Wolfgang Enzinger. Auch Reinhard Söll ist wieder Kassier und Axel Berghammer Schriftführer.
Letzter Punkt der Tagesordnugn war die Ehrung von Adolf Spirkl. Der Mößlinger Wirt und Mühldorfer Stadtrat ist seit 20 Jahren Mitglied im Hotel- und Gaststättenverband. Er erhielt Urkunde und Ehrennadel in Silber.
59 Ereignisreich: Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Waldkraiburg 14:30
Auf ein aktives Jahr konnte die Feuerwehr Waldkraiburg zurückblicken. Erst einige Tage vorher hatte der Brand des „Weißen Hirschen“ so richtig sichtbar gemacht hatte, wofür die Arbeit und das viele Üben das ganz Jahr über gut sind.
Mit einer multimedialen Vorfürhung begrüßte die Wehr ihre Gäste und Mitglieder.
Feuerwehrvereinsvorstand Axel Eidam eröffnete die 59. Jahreshauptversammlung. Neben vielen Mitgleidern seiner Wehr und benachbarter Wehren konnte er Landrat Georg Huber, stellvertretende Landrätin Eva Köhr, Bürgermeister Siegfried Klika, zweiten Bürgermeister Harald Jungbauer und zahlreiche Mitglieder des Stadtrates willkommen heißen. Auch die Kreisbrandinspektion mit Kreisbrandrat Karl Neulinger an der Spitze war stark vertreten. Das Technische Hilfswerk hatte genauso eine Abordnung entsandt wie die Polizeiinspektion Waldkraiburg und die befreundete Wehr aus Sloweinien.
Zunächst gedachte die Versammlung unter Leitung von Feuerwehrpfarrer Martin Garmeier der Verstorbenen.
Axel Eidam berichtet aus dem Vereinsleben: Sitzungen des Vorstandes zur Vorbereitung verschiedener Festlichkeiten eröffneten das Jahr. Später sorgten Hallenfest, Stadtlauf und das Weinfest für Abwechslung. Auch in diesem Jahr war eine Abordnung bei der Jahreshauptversammlung der Partnerfeuerwehr in Slowenien. Beim Hufeisenturnier der Kreisbrandinspektion konnte man leider keinen Blumentopf gewinnen. Dafür war der Tag der offenen Tür am 16. Mai mit gleichzeitigen Vorführungen ein voller Erfolg. Diesen Tag nutzte der Verein dazu, langjährigen Fördermitgliedern zu danken.
Ende Mai besichtigte man die Brauerei Toerring in Freising und später die Allianz-Arena. Im Juni feierte man das 25. Priesterjubiläum von Kamerad Martin Garmeier. An vielen Veranstaltungen nahm der Verein mit Fahnenabordnungen teil und feierte mit Kameraden Hochzeit und die Geburt von Nachwuchs.
Unter dem Titel „Rock-the-Gospel“ traten Feuerwehrchor und –band im Haus der Kultur auf. Die Feuerwehr bewies damit auch kulturelle Quailtäten. Ende November musste der Verein den verstorbenen Kameraden Josef Müller auf dem letzten Weg begleiten. Christkindlmarkt und Weihnachtsfeier schlossen das Jahr ab.
Nachdem Axel Eidam auf die Veranstaltungen des laufenden Jahres vorsausgeschaut hatte, trat Kommandant Bernhard Vietze ans Pult und begann seinen Bericht mit dem Personalstand am 31.12.2009. Von den 71 Aktiven sind 33 Atemschuzgeräteträger, 31 Maschinisten mit der Führerscheinklasse C oder CE, 21 LKW-Kranführer, 11 Drehleitermaschinisten, 25 Motorsägenführer, 12 Bootsführer, 3 Feuerwehrlehrtaucher, 3 Feuerwehrtaucher und vier Feuerwehrtaucheranwärter.
Diese Graphik zeigt die Altersstruktur der Mitglieder Die Wehr zu verjüngen wird eine Aufgabe für die kommenden Jahre sein.
Im vergangenen Jahr wurden 216 Einsätze durchgeführt, wie diese Graphik aufschlüsselt. Dafür wurden 3.615 Stunden aufgewendet. Im Vergleich zum Vorjahr wäre die Zahl der Einsätze um gut 40 zurückgegangen, was auch gut war, weil fast 260 Einsätze pro Jahr kaum zu schaffen sind. 51 Mal kamen sie auch überörtlich zum Einsatz, 24% ihrer Einsätze.
Von den Brandeinsätzen waren 10 Kleinbrände, 4 Mittelbrände und 4 Großbrände. Sehr oft musste technische Hilfe geleistet werden, wobei die Aufgaben sehr vielfältig waren und von der Beseitigung von Ölspuren über Wasserrohrbrüche bis hin zur Bergung eines Pferdes aus einem Swimming-Pool reichten. Für technische Hilfeleistungen wurden 3.615 Stunden aufgewendet.
Auch die Aufwendungen für die Ausbildung waren enorm. Weiterhin werden bei jeder Veranstaltungen Unfallverhütungsvorschriften thematisiert. Insgesamt nahmen an Schulungen und Übungen 291, an Arbeitsdiensten und Besprechungen 55 und an Einsätzen 216 Aktive teil und leisteten dabei über 11.482 Stunden.
Auch an Feuerwehrschulen und Fortbildung anderer Feuerwehren im Landkreis nahmen die Mitglieder der Waldkraiburger Wehr teil. An zahlreichen Schulungen nahm die Wehr teil, sogar in Las Vegas und in Phoenix in den USA.
Beschafft wurde ein Prüfstand für Atemschutzgeräte und eine neue Verwaltungssoftware, eine Brandübungspuppe, Rettungsscheren für Atemschutzgeräteträger und Overalls und Türsicherungstraversen sowie neue Spinde.
Im laufenden Jahr will die Wehr an die Schulen gehen um junge Leute für die Feuerwehr zu begeistern. dass das eine wichtige Aufgabe ist, sollte jedem klar sein.
Auch in Punkto Betriebssicherheit gibt es noch viel zu tun – zumindest für die kommenden zwei Jahre.
Abschließend dankte Bernhard Vietze seinen Aktiven für die hervorragenden Leistungen in jedem Bereich der Wehr. Den Angehörigen der Feuerwehrler galt sein Dank genauso wie deren Arbeitgebern für ihre Unterstützung. Auch den Ortsteilfeuerwehren dankte er für die gute Zusammenarbeit. Natürlich galt sein Dank der Stadt Waldkraiburg, dem Landkreis, der Kreisbrandinspektion, der Polizei, dem THW Ortsverband Mühldorf und dem BRK.
Bernhard Vietze hatte noch etwas anzufügen. Er musste Andreas Rödig verabschieden, der jetzt Kommandant in Ebing ist. Auch wenn er ihn nur ungern gehen ließ, wäre er doch sicher, dass dieser Schritt richtig war. Er dankte ihm für seine Arbeit bei der Feuerwehr Waldkraiburg, gratulierte ihm zur Ernennung, sicherte ihm die bestmögliche Unterstützung zu und wünschte ihm alles Gute für die neue Aufgabe. Zur Erinnerung gabs ein Bild und einen Gutschein..
Andreas Rödig bedankte sich für die 14 gemeinsamen Jahre und wünschte sowohl Feuerwehr als auch „seiner“ Jugend alles Gute.
Jugendwart Christian Hinkelmann wies zunächst auf das Jugendzeltlager hin, das von 1. bis 6. August zusammen mit der Partnerwehr aus Slowenien stattfindet – diesmal in Waldkraiburg. Er stellte fest, dass die Brandschutzerziehung in Waldkraiburg auf einem guten Weg ist. In Waldkraiburg kennen die Kinder die Notruf-Telefonnummern! Dann zeigte er seinen Bericht in Form einer Multimediavorführung. Hier ein Ausschnitt.
Kassierin Elisabeth Höll bedauerte, nur trockene Zahlen vorstellen zu können. Sie unterteilte ihren Kassenbericht in drei Teile: den ideellen Bereich, den Zweckbetrieb und den Geschäftsbetrieb.
Im ideellen Bereich erwirtschaftete die Wehr einen Überschuß von 651 Euro, im Zweckbetrieb einen Verlust von 1.139 Euro und im Geschäftsbetrieb einen Überschuß von 13.265 Euro 53. Daraus ergibt sich ein Gewinn von 12.777 Euro und 20 Cent. Sie bat, auch weiterhin so tatkräftig mitzuhelfen. Schließlich komme der Gewinn der Feuerwehr zu Gute.
Kassenprüfer Dietmar Heller bescheinigte Elisabeth Höll vorbildliche Kassenführung und schlug der Versammlung die Entlastung der Vorstandschaft vor. Die Vorstandschaft wurde daraufhin ohne Gegenstimme entlastet.
Nun ehrte die Wehr langjährige Mitglieder. Bürgermeister Siegfried Klika gratulierte.
Für 25 Jahre erhielten Klaus Schnabl, Dieter Stolzenberg, Robert Tauber und Robert Ziegler Urkunde und Glückwünsche, verbunden mit der Aufforderung, auch weiter so aktiv dabei zu bleiben.
Eine besondere Ehrung sollte Landrat Georg Huber überreichen. Er verband das mit seinem Grußwort. Wenn man die Zahl der Aktivitäten sieht, muss man erkennen, dass pro Tag fast zwei Einsätze/Schulungen/Veranstaltungen stattfinden – eine enorme Belastung. Die Bevölkerung müsse erkennen, dass hier Aufwand zu ihrem Schutz betrieben wird, den nicht allein die Kommunen finanzieren können. Kritik aus der Bevölkerung wegen der Suche nach Sponsoren sollten die Wehrler nicht ernst nehmen.
Dann kam er zur Ehrung für 40 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr Waldkraiburg. Wenn man weiß, dass sich der Geehrte auch in der Kreisbrandinspektion engagiert, dann wäre schnell klar, dass hier jede freie Minute dafür aufginge. dass sie ihn das tun lasse, dafür gebühre der Familie des Geehrten besonderer Dank. Johnnes Ransch wäre so einer, der zwar ruhig und zurückgezogen lebe, aber fachlich hoch anerkannt wäe. Landrat Huber dankte ihm sehr für seine Leistungen für die Stadt und den Landkreis und auch für seine Vorbildfunktion. Er wäre einer, der der blauen Uniform zu Ansehen verhelfe.
Kreisbrandrat Karl Neulinger heftete Kreisbrandmeister Johannes Ransch das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold an und Bürgermeister Siegfried Klika hatte eine weitere Urkunde für ihn.
Landrat Georg Huber wünschte der Feuerwehr auch in diesem Jahr Alles Gute wenige unfallfreie und erfolgreiche Einsätze und immer eine gute Rückkehr.
Nun nahm die Feuerwehr junge Mitglieder per Handschlag in die aktive Wehr auf.
Zu Oberfeuerwehrmännern beförderte Bernhard Vietze dann Frieder Biersack und Alexander Loschek. Zur Hauptfeuerwehrfrau ernannte er Alexandra Kramer und Karin Weinbauer. Dazu gabs noch ein Bussi von Vorstand Axel Eidam.
Zu Löschmeistern wurden befördert: Christian Kramer, Robert Tauber, Sven Riedel und Thomas Assmann.
Zu Oberlöschmeistern wurden befördert: Albert Kramer und Victor Horvath.
Bürgermeister Siegfried Klika stellte fest, dass die Berichte die gute Kameradschaft gezeigt hätte, die in der Feuerwehr herrsche. Wenn über 11.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet wurde, hätte das der Stadt über 660.000 Euro erspart. Das könnte sich die Stadt nicht leisten, würde sie es bezahlen müssen. Die Berichte hätten aber auch gezeigt, dass hier viel los wäre, Gemeinschaft gepflegt würde und trotzdem Professionalität herrsche. Erst zuletzt hätte der Brand des „Weißen Hirschen“ gezeigt, wie wichtig die Feuerwehr wäre. Es hätte für jeden sichtbar tagsüber gebrannt und die Löscharbeiten hätten sehr lang gedauert. Für ihren Einsatz bei diesem Großbrand dankte er den Aktiven sehr. Er wünschte der Wehr, dass sie auch zukünftig die nötigen ehrenamtlichen Helfer bekommen würde und auch weiterhin so für die Sicherheit der Waldkraiburger sorgen kann. Die Unterstützung der Stadt sicherte er auch weiterhin zu – auch wenn das in Zukunft leider schwieriger werden wird.
Auch Kreisbrandrat Karl Neulinger dankte der Feuerwehr Waldkraiburg für die gute Zusammenarbeit und die Bereitstellung des Gerätehauses bei Ausbildungsveranstaltungen und Leistungsprüfungen. Er würdigte das ehrenamtliche Engagement aller Feuerwehrleute und besonders die Leistung von Kreisbrandmeister Johannes Ransch. Allen Mitgliedern der Feuerwehr dankte er für ihre Arbeit, die gute Jugendarbeit und wünschte Alles Gute und immer unfallfreie Einsätze.
Kreisbrandmeister Hans Zacherl stellte fest, eine Feuerwehr wie die Waldkraiburger müsse man führen wie ein mittelständisches Unternehmen. Da wäre es nicht leicht, es allen recht zu machen. Er bat alle Mitglieder das Gespräch miteinander zu suchen, sollte es Unklarheiten geben. Nur mit einer intakten Gemeinschaft könne man technikbegeisterte Jugendliche anziehen und damit Nachwuchs gewinnen. Nur so könne man sich gegen das übergroße Freizeitangebot durchsetzen.
Wenn er nun sein Amt aufgebe, tue er das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Er erinnere sich gern an viele positive Dinge, aber auch an die vielen tragischen Ereignisse, Unfälle, Hochwasser, Tote und Verletzte. Solche Dinge kann man nicht so einfach wegstecken. Er bat alle, auch weiterhin geschlossen für die gegenseitige Hilfe zu kämpfen. Nur so werden in Zukunft die Menschen überhaupt miteinander leben können. Er dankte allen für das Vertrauen und bat, es auch genauso seinem Nachfolger entgegen zu bringen.
Die Wehr dankte Hans Zacherl mit langanhaltendem Applaus.
Bernhard Vietze bedauerte sehr, nicht nur den Kreisbrandmeister zu verlieren, sondern auch einen Freund. Er überreichte ihm ein Bild als Erinnerung mit einem Vorschlagsformular auf der Rückseite – sollte er es sich doch noch anders überlegen.... Axel Eidam hatte noch etwas für ihn...
Auch PI-Chef Georg Marchner dankte der Wehr für die sehr gute Zusammenarbeit und bedauerte sehr den Abschied von Hans Zacherl. Er wäre nicht nur ein kompetenter Ansprechpartner gewesen sondern auch ein guter Freund geworden.
Auch er hoffte, dass die bundesweiten Berichte vom Brand des „weissen Hirschen“ dabei helfen, junge Leute für die Feuerwehr zu gewinnen.
Er dankte den Feuerwehren im Landkreis, die bei diesem Einsatz gezeigt haben, dass sie alle Investitionen wert sind und wünschte weiter gutes Gelingen und weiterhin gute Zusammenarbeit.
Im letzten Grußwort freute sich Kommandant Kristan Verch aus Slowenien über das gute Verhältnis und die gemeinsamen Unternehmungen. Auch er wünschte sich, dass das Verhältnis so bleibe und sie noch lange Zeit das Jugendzeltlager gemeinsam austragen können.
Die 59. Jahreshauptversammlung schloss Vorstand Axel Eidam und lud die Gäste zum gemeinsamen Mahl ein.
60 Bayernliga-Fußball: TSV Rain/Lech - TSV Buchbach 12:50
Zwischen Augsburg und Donauwörth, kurz bevor der Lech in die Donau mündet liegt Rain. Die Stadt ist sicher jedem Gartenbesitzer bekannt als Sitz des Gartencenters „Dehner“.
Die Sportanlage des TSV Rain findet sich gleich am Ortseingang, wenn man aus Donauwörth kommt. Die äußeren Bedingungen waren der Jahreszeit angemessen: Etwa 8 Grad und ein – teils böiger – Westwind machten es ziemlich ungemütlich. Trotzdem waren gut 450 Zuschauer ins Georg-Weber-Stadion gekommen, um das Spiel des Dritten gegen den Zweiten mit zuverfolgen.
Erst vor wenigen Jahren hatte der TSV hier mit Hilfe der Firma Dehner ein Tribünengebäude errichtet. Die Seniorchefin des Unternehmens – Albertine Weber - war in der vorangegangenen Woche verstorben. In einer Gedenkminute wurde an sie erinnert.
Diesmal waren die Buchbacher die Gäste. Sie spielten in schwarz, zunächst von rechts nach links.
Marcus Gibis und Thomas Breu stießen an.
Rain machte sofort Druck und versuchte es gleich einmal mit einem langen Paß in die Spitze zu Tobias Heikenwälder. Ihn kann Ralf Klingmann aber davon abhalten zu Flanken.
Nach diesem Paß von Marco Löring versuchten es Johannes Schlumberger mit einem Heber über Franz Demmel. Der Ball war im Tor. Allerdings stand Schlumberger im Moment des Abspiels im Abseits. Es blieb beim 0:0.
(irgendwo) Es folgten Minuten voller Schlagabtausch im Mittelfeld, ohne dass sich eine der beiden Mannschaften nennenswerte Chancen hätte erarbeiten können.
Nach fast 8 Minuten kam Buchbach erstmals in Richtung gegnerisches Tor. Marcus Gibis wurde da ziemlich unsanft von den Beinen geholt. Thomas Breu knallte den Ball erst in die Mauer und Tim Bauernschuster dann ins Toraus.
Eine umstrittene Szene folgte dann: Daniel Schneider erhält den Ball von David Bulik und läuft Richtung Tor. Hans Attenberger springt ihm in den Weg. Schneider geht zu Boden.
Wie die Zeitlupe zeigt, hat Attenberger zwar den Ball nicht getroffen, aber auch nicht Daniel Schneider! Auch wenn die Zuschauer hier lautstark die rote Karte für Attenberger forderten, war sogar die Gelbe fragwürdig, die ihm Schiedsrichter Rainer Pongratz dann zeigte. Vielmehr hätte Schneider hier Gelb verdient gehabt.
Der folgende Freistoß landet zunächst in der Mauer, der Nachschuß auf Umwegen im Tor. Allerdings stand Zeljko Brnadic im Abseits, als Bernd Taglieber ihn anschoß. Es blieb beim 0:0.
Ein paar Minuten später: Einwurf für Rain von rechts: Brnadic trifft nur die Latte. Glück für Buchbach.
Auf der anderen Seite blieb Buchbach schon im Spiel Richtung Tor immer wieder hängen. Oder wurde gestoppt (27:34:15)
Etwa in der 21. Minute scheiterte hier Thomas Breu an Torhüter Sascha Jäckel. Breu war ganz alleine da vorne und hatte keine Anspielstation.
Dann schon wieder die Gastgeber über rechts: Daniel Schneiders Flanke knallt Zeljko Brnadic allerdings meilenweit übers Tor.
Große Aufregung hier: Rain über rechts: Alexander Egen auf Zeljko Brnadic, der allerdings stolpert und den Ball nicht unter Kontrolle bekommt. Unsere Zeitlupe gibt zeigt hier nichts, was einen Elfmeter rechtfertigen würde, wie ihn die Zuschauer gefordert hatten.
Helmut Wirth konnte bis dahin mit dem Spiel seiner Mannschaft nicht zufrieden sein.
Nach minutenlangem Hin- und Her ohne große Chancen auf beiden Seiten kam Rain wieder über rechts und wieder über Alexander Egen. Er legte zurück auf Daniel Schneider, er allein auf Franz Demmel zulief. Dann hatte aber der Linienrichter die Fahne oben – Abseits.
Dann wieder Buchbach: Ralf Klingmann quer übers Spielfeld auf Marcus Gibs. Der kommt aber nicht heran, weil vorher Tobias Heikenwälder den Ball ins Toraus verlängert. Ecke für Buchbach. Die ändert aber nichts am Spielstand.
Dann der Pausenpfiff. Die Buchbacher konnten mit dem Pausenstand hoch zufrieden sein. Der größte Teil des Spiels fand bis dahin in ihrer Spielfeldhälfte statt. Es hätte zu diesem Zeitpunkt auch gut und gern 2:0 für Rain heissen können.
In der Pause dankten die Verantwortlichen des TSV Ran Hans Attenberger, weil der in der Vorrunde einem Zuschauer erste Hilfe geleistet hatte, dem damals übel geworden war. Attenberger erhielt einen Geschenkkorb zum Dank. Anstoß zur zweiten Halbzeit. Nun Buchbach von links nach rechts. Es waren etwa 6 Minuten gespielt: Abstoß Franz Demmel – der Ball kommt zurück zu Daniel Schneider, der David Bulik vorlegt. Und der überwindet Franz Demmel. Bulik war fünf Buchbachern regelrecht durch die Lücken geschlüpft... 1:0 für Rain in der 52. Minute.
Dann eine überflüssige Aktion von Zeljko Brnadic. Er springt Alex Neulinger nieder, der draufhin behandelt werden muss. Er kann später aber weiterspielen.
Endlich wieder eine Aktion von Buchbach: Tim Bauernschuster über rechts. Er gibt zurück auf Michael Pointvogel, der auf die andere Seite flankt. Von dort lenkt Stefan Bernhart den Ball weit übers Tor. Marcus Gibis und Thomas Breu wären goldrichtig gestanden....
Nun kam bei Rain Moritz Steiner für Tobias Heikenwälder. Und während wir noch den Wechsel im Blick hatten, ereignete sich auf der rechten Spielfeldseite ein Foul. Den Freistoß lenkt Hans Attenberger ins Tor – Sein erstes Tor seit wir uns erinnern können.... entsprechend glücklich war er... 1:1-Ausgleich in der 64. Minute.Wieder eine Ecke für Rain: Bernd Tagliebers Schuß landet im Gewirr der Beine und knallt dann urplötzlich an die Latte.
Dann steigt hier Stefan Bernhart ziemlich hart gegen Daniel Schneider ein und sieht dafür Gelb. Der Freistoß führt zu einer Ecke, die aber auch am Spielstand nichts ändert.
Hier hielt Franz Demmel den Spielstand fest, auch wenn er den Ball nicht unter Kontrolle bringen konnte.
Hier konnte Alex Neulinger von Glück reden, dass er ohne eine Karte von Schiedsrichter Pongratz davonkam. Der Freistoß, von Marco Löring fast ansatzlos geschossen, bleibt in der Mauer hängen. Löring reklamierte Handspiel – Schiedsrichter Pongratz gab Eckball.
Wechsel bei Buchbach: Helmuth Wirth nahm den – bis dahin ziemlich unauffälligen - Thomas Breu aus dem Spiel und brachte Joker Thomas Götzberger. Götzberger hatte schon öfters in solchen Situationen für die Entscheidung gesorgt.
Und wieder Aufregung: Einwurf Rain: Tobias Niederleitner erhält den Ball zurück und paßt in den Strafraum auf David Bulik, der ihn über Franz Demmel heben will. Der Ball geht aber neben das Tor. Da war der Ärger in der Buchbacher Abwehr groß.
Gleich drauf auf der anderen Seite: Einwurf Pointvogel, Bernd Taglieber stoppt Marcus Gibis, Alexander Egen regt sich wohl so über Schiedsrichter Pongratz‘ Pfiff auf, dass der ihm gleich Gelb zeigt. Ralf Klingmanns Freistoß geht dann über Mauer und Tor.
Und gleich noch einmal: Den Louvic stoppt Marcus Gibis regelwidrig. Bevor der Freistoß aber ausgeführt werden kann kommt bei den Gastgebern erst Srdan Stevanovic für Daniel Schneider.
Dem eingewechselten kann Stefan Bernhart hier gleich den Ball abjagen, der dann auf Michael Pointvogel weitergibt. Den holt aber Moritz Steiner unsanft von den Beinen, wofür er Gelb sieht.
Von Glück kann Alex Neulinger reden, dass es hier nicht Elfmeter gab und der Schiedsrichter genau gesehen hat, dass er zuerst am Ball war.
Nocheinmal versuchten es die Buchbacher. Marcus Gibis über rechts auf Thomas Götzberger, der sich aber nicht durchsetzen kann. Auch sein zwieter Versuch führt nur zu einer weiteren Ecke. Die geht übers Spielfeld und führt zu einem Einwurf von der anderen Seite. Dann folgt eine weitere Ecke von links. Und auch die bringt nichts.
Dann der Schlusspfiff. Buchbach lieferte hier keine besondere Leistung, glänzte streckenweise sogar durch Passivität. Rain wollte diesen Schlager unbedingt gewinnen, konnte aber trotz großer Anstrengungen die Führung nicht halten oder gar ausbauen und hatte dabei auch noch eine gehörige Portion Pech.
In der Pressekonferenz hatte diesmal Helmuth Wirth das erste Wort. (O-Ton)
Rains Trainer Kurt Kowarz sah das Spiel nicht so humorvoll: (O-Ton)
61 Spatenstich zur Bau einer Kinderkrippe in Maitenbeth 6:15 15 16.04.10
Im westlichesten Ende unseres Landkreises liegt die kleine Gemeinde Maitenbeth. Wenn Sie in unserer Region wohnen, sind sich ganz sicher schon durchgefahren – auf der B12 – Richtung München.
Dort hinten sehen Sie den Verkehr.
Nah an dieser belebten Straße baute die Gemeinde 2004 einen Kindergarten. Nun entsteht als Anbeu eine Kinderkrippe. Auch wenn schon die Fundamente sichtbar sind, lud die Gemeinde – allen voran Bürgermeister Josef Kirchmeier - zum Spatenstich.
Josef Kirchmaier hatte für dieses Ereignis schönstes Frühlingswetter bestellt und die Spaten blitzblank geputzt. Das gefiel auch Landrat Georg Huber, der sich schließlich mit Spaten auskennt.
Josef Kirchmeier konnte neben Landrat Georg Huber auch die Chefin des Amtes für Jugend und Familie Elfriede Geisberger, Bauunternehmer, Architekt, Gemeinderäte und natürlich die Mitarbeiterinnen des Kindergartens begrüßen.
Es wäre für die Gemeinde mit weniger als 2000 Einwohnern nicht selbstverständlich, dass hier eine Kinderkrippe errichtet werde. Zumal auf dem Land Mütter mit kleinen Kindern doch eher zu Hause bleiben wollen. Andererseits gebe es auch in ihrer Gemeinde viele gut ausgebildete junge Frauen, die trotz Familiengründung weiter arbeiten wollen. Darüber hinaus gibt es ab 2013 einen Rechtsanspruch für Eltern für einen Kinderkrippenplatz. Alles zusammen und die aktuelle Möglichkeit Zuschüsse für den Bau von Kinderkrippen zu bekommen und die Gewissheit, dass Investitionen in Kinder nie falsch sein könnten, hätte den Gemeinderat motiviert, diesen Bau in Angriff zu nehmen.
Schon seit 2004 bietet der Kindergarten durch seine Ganztagsbetreuung, seine Mittags-, Nachmittags- und Hausaufgabenbetreuung Rundumversorgung für die Kinder. Der Kindergarten genießt einen sehr guten Ruf und ist deshalb auch ausgebucht. Bürgermeister Josef Kirchmaier bedankte sich bei Claudia Katterloher und ihrem Team für die gute Arbeit, die dieses hohe Ansehen begründet hätte.
Die neue Kinderkrippe wird eine Grundfläche von 140 m2 erhalten und etwa 420.000 Euro kosten. Dafür erhält die Gemeinde einen pauschalen Zuschuß von über 314.000 Euro. Er bedankte sich beim Amt für Jugend und Familie für die Unterstützung bei der Erarbeitung der nötigen Unterlagen.
Der Kindergarten wird im September 2010 eröffnet – da war sich Bürgermeister Kirchmaier sehr sicher. Dann wünschte er dem Bau unfallfreien Verlauf und natürlich pünktliche Fertigstellung.
Dann scherzte er, es wäre gut, dass so viele am Spatenstich teilnehmen würden, dort, wo das Quadrat im Boden ist, bräuchte man nämlich ein Fundament. Und da könnte man gleich den Aushub gemeinsam machen...?
Landrat Georg Huber gratulierte zunächst und erzählte dann, dass er in jeder Gemeinde, die er besuche, erst einmal die Schule und den Kindergarten betrachte. Sind diese Gebäude in gutem Zustand, dann attestiere er der Gemeinde, dass sie sich um ihre Bürger annehme und den Menschen in den Mittelpunkt ihres Handelns stelle.
Auch für die Gemeinde Maitenbeth stehen die Kinder im Mittelpunkt ihrer Entwicklung, die von jungen Familien getragen wird. Aus Maitenbeht pendeln junge Eltern nach München zur Arbeit. Nachdem es die fühere dörfliche Gemeinschaft mit Großfamilien nicht mehr gibt, muss die Gemeinde die Betreuung der Kinder übernehmen. Die Eltern müssten sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder hier gut versorgt werden. Auch wenn das Pendeln teuer ist, lohnt sich dieses Leben. Landrat Georg Huber lobte die Leitung des Kindergartens, weil sie Verständnis für die Bedürfnisse der pendelnden Eltern haben, die eben nicht pünktlich zu Schließzeiten des Kindergartens ihre Kinder abholen können. Man merke, dass hier Menschen arbeiten, denen ihr Beruf und damit die Kinder wichtiger sind, als das Geldverdienen.
Er hob besonders das Amt für Jugend und Familie hervor, das unter Leitung von Elfriede Geisberger zwar weiterhin Kindergartenaufsicht ist, aber viel mehr darum bemüht ist, zum Wohl der Kinder im Landkreis die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen. Er warb um das Vertrauen und eine gute Zusammenarbeit der Kindergärten mit dem Amt für Jugend und Familie.
Er wünschte der Gemeinde, dass ihr Ruf durch den erweiterten Kindergarten weiter ausstrahlen werde werde und sie damit dazu beitrage, den Ruf des Landkreises als familienfreundlicher Landkreis im Osten von München zu festigen. Er wünschte der Gemeinde viel Erfolg und sich selbst weiterhin gute Zusammenarbeit.
Dann schritt man zum Spatenstich.
Und damit man das Fundament auch richtig bauen konnte, von dem Bürgermeister Josef Kirchmeier gesprochen hatte, buddelten alle fleißig.
Aber – statt dem Fundament kam eine Kiste zum Vorschein. Und was da alles drin war! Verspätete Ostereier und eine steinerne Buddel. O-Ton Bodendänkmäler im Kindergarten!
Landrat Huber dachte gleich darüber nach das Amt für Abfallwirtschaft zu informieren. Aber die Glaserl für das Schnappserl standen schon bereit und so konnte man gemeinsam auf die Baustelle anstoßen. Für die Kinder gabs natürlich kein Schnapserl: Für die Kinder waren die Ostereier.
Wir wünschen der Gemeinde gutes Gelingen des Bauwerks und freuen uns, im September von der Eröffnung berichten zu dürfen.
62 Geologe, Fotograph und Künstler: Bernhard Edmaier stellte in Ampfing aus 9:10
Auch in diesem Jahr veranstalteten Kulturkreis und Gemeinde Ampfing in der Grundschule in Ampfing eine Oster-Kunstausstellung.
Heuer zeigte Bernhard Edmaier seine Landschafts- und Geologiefotographien, die er fast auf der ganzen Welt gemacht hat. Der gebürtige Münchner lebt seit seiner Kindheit in Ampfing. Später studierte er Bauwesen und Geologie an der Technischen Universität München, wandte sich dann aber 1990 der Fotographie zu. 1992 gründete er die Agentur „Geophot“ und veröffentlicht seither zahlreiche Publikationen. Unter dem Titel „Earthsong“ zeigte er 40 seiner großflächigen Fotographien in Ausstellungen unter anderem in Luxemburg, Venedig und sogar in Tokyo.
Da wir die Vernissage nicht besuchen konnten, nahmen wir an der erstmals veranstalteten „Finnisage“ teil, zu der sich – trotz Champions-League-Knallers im Fernshen – sehr viele Interessierte einfanden.
Auf eine große Leinwand projeziert, zeigte Bernhard Edmaier einen breiten Querschnitt seiner Bilder, stimmungsvoll begleitet vom Jazz-Duo Michael Ross und Pit Holzapfel. Die zahlreichen Zuschauer – unter ihnen Bürgermeister Ottmar Wimmer, Kulturkreisvorsitzender Heinz-Rudolf Huber, FDP-Kreisvorsitzende Sandra Bubendorfer-Licht genossen Bilder und Musik.
Dr. Angelika Jung-Hüttl und Heinz-Rudolf Huber dankten allen Mitwirkenden und freuten sich über das große Interesse der Besucher in den zurückliegenden Tagen. Natürlich galt sein Dank dem Künstler und Frau Dr. Angelika Jung-Hüttl, die die Seele der Veranstaltung gewesen war.
Herr Edmaier, Sie waren überall auf der Welt. Nur China und Indien nicht? (O-Ton)
Da gibt es noch viel zu tun. (O-Ton)
Aber im Ernst: Wie finden Sie die Motive. Google-Earth gibt das ja nicht her? (O-Ton)
Dann setzen Sie sich ins Flugzeug und fliegen dort hin? Oder wie muss man sich das vorstellen? (O-Ton)
Wenn man selbst fotographiert, weiß man, dass es sehr schwer ist, soo gute Luftaufnahmen zu bekommen. Wieviele Fotos haben Sie denn gemacht, um die zu bekommen, die Sie heute gezeigten haben? (O-Ton)
Es muss ja alles passen: Licht, Wetter, sogar die Luftfeuchtigkeit muss stimmen. Wieviele Versuche brauchen Sie, wie oft muss man losfahren, bis solche Aufnahmen gelingen? (O-Ton)
Es ist also eher die alte Art zu arbeiten? (O-Ton)
Und wieviel Photoshop steckt drin? (O-Ton)
Sie fotographieren, publizieren Bücher und Veranstalten Ausstellungen. Wie kamen Sie denn von ihrem ursprünglichen Beruf zu dieser Tätigkeit? (O-Ton)
Nun endet die Ausstellung hier. Was haben Sie als nächstes vor? (O-Ton)
Wir danken für das Gespräch und wünschen weiterhin viel Erfolg. (O-Ton)
63 Besuch beim Bayerischen U-16-Volleyballmeister TSV 1860 Mühldorf 5:30
In den vergangenen Monaten haben wir viele Pressemeldungen veröffentlicht, die den Weg der U16 des TSV 1860 Mühldorf zum bayerischen Meistertitel beschrieben haben. Wenn nun Anfang Mai die deutsche Meisterschaft stattfindet, geht’s ja gegen die Meister aus den anderen Bundesländern. Woher kommen die Mannschaften und gegen wen geht’s? (O-Ton)
Welche Chancen rechnen Sie sich aus? (O-Ton)
Nun ist es für Mühldorf nicht alltäglich, eine deutsche Meisterschaft auszurichten. Was planen Sie denn alles? (O-Ton)
Da erwarten Sie sicher viele Zuschauer? (O-Ton)
Vielleicht fühlen sich auch junge Leute angesprochen, mitzumachen? (O-Ton)
Danke für das Gespräch.
64 Eine Bibliothek für Tagesmütter: Damit aus Kindern Menschen werden 6:10
Man kann nicht gerade sagen dass die Stadtbücherei im Haus des Buches in Waldkraiburg schlecht bestückt wäre. Es fehlte wohl aber doch an geeigneter Literatur, die besonders Tagesmüttern Anregungen und Unterhaltung für ihre anvertrauten Kinder bieten würde. So hat nun das Amt für Jugend und Familie so eine Bücherei eingerichtet. Zu ihrer Eröffnung kamen zahlreiche Pädagogen, Bürgermeister Siegfried Klika, Amtschefin Elfriede Geisberger und Landrat Georg Huber.
Eröffnet wurde die kleine Feier vom Bläserquartet „Innbrass“, das im vergangenen Jahr den Wettbewerb „Jugend musiziert“ gewonnen hatte.
Kulturamtsleiterin Barbara Schulte-Rief begrüßte die Gäste und freute sich über diese Erweiterung des Angebots der Stadtbücherei.
Bürgermeister Siegfried Klika lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis und dem Amt für Jugend und Familie, die keineswegs selbstverständlich wäre. Besonders in Zeiten knapper Kassen wäre er dankbar, dass er nun eine zusätzliche Bibliothek anbieten könne, die sowohl für das Fachpersonal als auch jedem anderen Interessierten zur Verfügung stünde – eine echte Qualitätsverbesserung für das Haus des Buches.
Nach einer weiteren musikalischen Einlage meinte Landrat Georg Huber, die knappen Kassen wären Realität und zwängen zur Änderung der Prioritäten. Einerseits dürfe man den nachfolgenden Generationen nicht noch mehr Schulden aufhalsen, andererseits nicht vergessen, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Er dankte Bürgermeister Siegfried Klika dafür, dass er in Waldkraiburg immer ein offenes Ohr finde, wenn es darum ginge, mit neuen Porjekten auf die Veränderungen in der Gesellschaft zu reagieren.
Er kritisierte stark, dass es nötig wäre, viel Geld in den sogenannten Reparaturbetrieb investieren zu müssen, weil Defizite aus der Erziehung korrigiert werden müssen. Um so mehr, als viele Versäumnisse aus den ersten drei Lebensjahren gar nicht repariert werden können. Um hier frühzeitig ansetzen zu können, müsse man die Arbeit von Kindergärtnern und Grundschullehrern sehr stärken. Er dankte Charlotte Konrad, die hier sehr unterstütze. Nur mit Unterstützung der Fachleute kann auch die Initiative „lebenslanges Lernen“ erfolgreich sein.
Landrat Georg Huber dankte allen Beteiligten für die Vorbereitungsarbeiten, besonders aber Holle Nadler, die die Fachbibliothek eingerichtet hätte.
Ein Buch wäre kein Haufen toter Buchstaben sondern ein Sack voller Samenkörner – zitierte Landrat Huber dann. Man stünde deshalb vor einem Regal mit 150 Büchern voller Samenkörner. Dieses Einzelprojekt förderte der Landkreis als Einzelprojekt mit 2.300 Euro. Das Amt für Jugend und Familie finanziert dies mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen das dem Amt für die Zeit eines Jahres Mittel in Höhe von 40.000 Euro zur Verfügung stellt. Mit dieser Förderung kann am 15. Juni auch in Mühldorf eine ähnliche Bibliothek eingerichtet werden. Damit ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zum familienfreundlichen Landkreis gegangen.
Im weiteren erläuterte Landrat Georg Huber die Leitlinien hin zum familienfreundlcihen Landreis, wo er schon jetzt erkennen kann, dass die Pflänzchen aufgehen und die Ernte in einigen Jahren wird eingefahren werden können. Dann wird man auch das viele Geld für den Reparaturbetrieb einsparen und in die Förderung der Jugend investieren können. Besonders im Hinblick auf den Rückgang der Geburtenraten gebe es gar keine andere Möglichkeit, als durch Angebote zur Vereinbarkeit von Arbeit und Familie korrigierend einzugreifen. Dazu wären hervorragend qualifizierte Tagesmütter Kindergärterinnen und Grundschullehrer nötig.
Nur Gemeinden werden künftig punkten, die hier passende Angebote bereithalten.
Er hoffte, dass die Fachbibiliothek für die Tagesmütter und alle Interessierten eine spürbare Hilfestelltung dazu bereithalte.
Holle Nadler freute sich, dass die Fachbibliothek endlich ihrer Bestimmung übergeben werden könne. Es wäre ihr schwer gefallen, eine Auswahl aus dem geradezu unüberschaubaren Angebot von Büchern auf dem Markt zu treffen. So hätte sie sich bemüht, die Bibliothek sehr praxisnah zu halten, so dass jeder sie nutzen kann und viele nützliche Hilfestellungen, Tipps und Tricks daraus ziehen kann. Es hätte ihr viel Freude gemacht, die Bücher zusammenzustellen. Sie wünschte der Bibliothek viele Leserinnen und Leser, die sich motivieren lassen. Sie dankte auch Kulturamt und Stadtbücherei für die gute Zusammenarbeit während der Vorbereitung.
Nach einer weiteren musikalischen Einlage gabs noch ein Gläschen Sekt. Die Fachbibliothek steht jedem Nutzer der Stadtbücherei Waldkraiburg zu den üblichen Konditionen und Öffnungszeiten zur Verfügung.
65 SPD-Mitglieder des Wirtschaftsausschusses zu Besuch beim Städtebund Inn-Salzach 8:55
Drei Stunden hatten die Gäste aus dem Landtag mit den Bürgermeistern des Städtebundes Inn-Salzach konferiert, bevor sie sich zu einem Pressegespräch zur Verfügung stellten.
Bürgermeister Günther Knoblauch stellte die Gäste vor. Dr. Paul Wengert, Wirtschafts- und Verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag, Annette Karl, stellvertretende Landesvorsitzende der Bayern-SPD, Dr. Thomas Beyer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag und Bernhard Roos aus Passau, und schließlich Dr. Roland Metz, parlamentarischer Berater.
Die Delegation hätte sich zunächst am Bahnhof von SOB-Vorstandssprecher Christoph Kraller über die Entwicklung der SOB, und den Fortschritt beim zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke informieren lassen. Weiterhin hätten sie die Notwendigkeit der kommunalen Zusammenarbeit bei einer breiten Palette von Themen unterstrichen, die besonders in Zeiten klammer kommunaler Kassen immer wichtiger werde. Darüber hinaus konnte Günther Knoblauch die Arbeit des Städtebundes vorstellen, die beispielhaft wäre für praktizierte interkommunale Zusammenarbeit über Landkreisgrenzen hinweg. Er bezeichnete das Gespräch als intensiv und harmonisch, freute sich über jede Art der Unterstützung und zeigte sich dankbar für den Besuch, weil er so die Möglichkeit hatte, die Nöte der Kommunen den kompetenten Personen unmittelbar vorstellen zu können.
Mit Dr. Paul Wengert, früher Bürgermeister von Füssen und später Oberbürgermeister von Augsburg verbinden ihn viele gemeinsame Interessen.
Dr. Paul Wengert dankte für das Gespräch, das ihnen die Möglichkeit gegeben hätte, sich vor Ort und aus erster Hand zu informieren. Aus diesem Grund unternehme der Ausschuß für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie solche Informationsreisen in ganz Bayern. Der Schwerpunkt dieses Besuches lag auf Infrastrukturthemen, angefangen vom Bahnausbau bis zum Bau des neuen Kongreßzentrums der Stadt Altötting. Der Städtebund wäre ein beispielhafter ZusammenSchluss von 8 Kommunen mit dem Ziel, gemeinsame Interessen zu vertreten, gemeinsame Marketingmaßnahmen zu unternehmen und ein „Wir-Gefühl“ zu entwickeln. Bedenkt man das bescheidene Budget von nur 100.000 Euro, dann könne man erkennen, wieviel Eigenleistung hier von den beteiligten Städten und Gemeinden erbracht werde – bis hin zu einer gemeinsamen Außenpolitik gegenüber Österreich und sogar Moskau.
Leider gehen die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise an den Kommunen nicht spurlos vorüber. Manche Fördermittel von Bund und Land könnten Kommungen nicht nutzen, weil sie die nötigen Eigenmittel nicht aufbringen können. Die weiteren Folgen sind bekannt: Steigende Kreisumlage, damit nochmals sinkende Liquidität. Da kämen auch die sogenannten „freiwilligen Leistungen“ auf den Prüfstand. Was früher als freiwillige Leistung galt, ist inzwischen längst zur Pflichtleistung geworden, eine Entwicklung, die es dringend zu überprüfen gelte. Auch die Nutzung privater Anbieter für politische und gesellschaftspolitische Aufgaben müsse angedacht werden.
Ähnliches gelte auch für den Begriff der „zentralen Orte“. Obwohl dieses System aus den 70er Jahren prinzipiell richtig wäre, passe es nicht mehr in die aktuelle politische Landschaft. Es müsse neu definiert werden. Genauso übrigens, wie die „Regionalen Planungsverbände“. Diese sollte man zwar erhalten, ihnen aber andere Kompetenzen zubilligen und sie für Budget verantwortlich machen. Manche Planungsverbände sind zu groß geworden oder die Interessen der Mitgliedsgemeinden haben sich auseinaderentwickelt, so dass gemeinsames Arbeiten nicht mehr möglich ist.
Das letzte Thema der Gespräche war es, die Entscheidungsmöglichkeiten vor Ort zu verlagern - weg vom Münchner Zentralismus. Mehr Regionalisierung und mehr Verantwortung in die Region zu verlagern hieße auch, Wirtschaftsförderung in einer überschaubaren Region anzusiedeln. Ein besonderes Interesse der SPD-Fraktion.
Und natürlich wäre die Verkehrsanbindung besonders hier in Mühldorf ein Thema. Da man Güter und Menschen nicht virtuell transportieren könne, wäre der Ausbau der Verkehrswege dringend nötig. Die SPD-Fraktion stünde hinter dem Weiterbau der Autobahn A94 und dem zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke nach München - natürlich unter Beachtung ökologischer Grundregeln.
Weiterhin freute sich Dr. Paul Wengert auf die Vorstellung der Planung des neuen Kultur- und Kongreßzentrums in Altötting, in das der Freistaat erhebliche Mittel investiere. Er wünschte der Baumaßnahme schon jetzt gutes Gelingen und wäre überzeugt, das neue Zentrum werde ein Gewinn für die gesamte Region. Abschließend bedankte er sich bei Bürgermeister Günther Knoblauch für die Gastfreundschaft der Stadt.
Annette Karl erläuterte, dass die SPD ohne Abstriche hinter dem Verfassungsauftrag zur Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen in ganz Bayern stünde. Bestrebungen, Regionen Bayerns als reine Urlaubsregionen auszuweisen, erklärte sie eine strikte Absage. Der Städtebund Inn-Salzach wäre beispielhaft auch für andere Regionen in Bayern. Hier wird die Abkehr von der Kirchturmpolitik praktiziert, die anderswo nur beschworen wird. Ein Zukunftsmodell, wie es den Vorstellungen zur regionalen Wirtschaftspolitik der SPD entspricht. Auch Annette Karl forderte die Verlagerung der Entscheidungskompetenzen weg aus der Landeshauptstadt – hin zu den Regionen. Es müsse für die Regionen möglich werden, selbst zu entscheiden, welche Projekte sie umsetzen und welche sie fördern wollen. Der gleichzeitig geforderte Abbau der Münchner Bürokratie würde dazu führen, viele Projekte wesentlich schneller umsetzen zu können. Darüber hinaus müsse man die Bagatellgrenzen herabsetzen, um auch kleinere Projekte fördern zu können, die oft für die Region großen Schub bringen. Mit diesen Forderungen einher geht die Neuorganisation der regionalen Planungsverbände, wie Dr. Wengert sie bereits gefordert hatte.
Schließlich forderte Annette Karl den flächendeckenden Ausbau des schnellen Internets. Da hierfür genügend Geld vorhanden wäre, wäre es nötig, die Verfahren zu vereinfachen und damit den Kommunen die Möglichkeit zu geben, die Gelder unbürokratisch abrufen zu können. Das schnelle Internet wäre schließlich heute ein wesentlicher Standortfaktur, eine Aufgabe der Daseinsvorsorge, und müsse dringend flächendeckend verfügbar werden.
Der Niederbayer Bernhard Roos aus Passau stellte fest, dass trotz anderslautender Meinungen wohl auch in Oberbayern nicht alles zum Besten stünde. Er bekannte sich zum Ausstieg aus der Atomkraft und zur Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energiequellen. Er forderte aber auch die Sicherung der Versorgung, die mittelfristig nur durch den Bau von Gaskraftwerken bewerkstelligt werden kann. Hier müsse man den Bau neuer Gaskraftwerke unterstützen und der Bevölkerung plausibel machen. Bernhard Roos sah die Stromversorgung des Chemiedreiecks als gesichert an, auch dann, wenn die Atomstromerzeugung abgeschaltet wird. Nur mit einer sicheren Energieversorgung können die Arbeitsplätze in der Region langfristig gesichert werden.
Dr. Thomas Beyer begleitete die Delegation und bezeichnete das Chemiedreieck als „Industrielle Herzkammer“, um die sich die SPD-Fraktion schon seit Jahren intensiv bemühe. Schon oft haben die Mitglieder seiner Fraktion in Berlin die Interessen vertreten und auf das wirtschaftliche Gewicht der Region hingewiesen. Er stellte fest, dass bisher immer dann etwas vorwärts ging, wenn SPD-Politiker Verantwortung getragen haben. Die Region und die Menschen hier wären es wert, für sie aktiv zu sein. Die Region attraktiv zu halten und damit die Arbeitsplätze in der Region zu halten, wäre ihr Ziel, das sie auch in Zukunft verfolgen werden.
Die Bürgermeister Bastian Höcketstaller aus Töging, Herbert Hofauer aus Altötting und Stefan Merz aus Burkirchen freuten sich, Gehör für ihre Sorgen und Nöte gefunden zu haben und dankten für den Gedankenaustausch und die Informationen, die sie aus erster Hand bekommen haben. Alle drei dankten für den Besuch, bevor die Gäste weiter reisten nach Altötting.
66 Bayernliga-Fußball: TSV Buchbach - TSG Thannhausen 14:50
Kennen Sie diesen Fußballer? Richtig! Es ist Matthias Pongratz, der die Mannschaft des TSV Buchbach bis zum Sommer 2009 betreut und in der Bayernliga etabliert hatte. Nach seinem Abschied übernahm er beim DJK SV Oberndorf als Abteilungsleiter, Trainer und Stürmer Verantwortung für dir Fußballabteilung. An diesem Nachmittag musste er an alter Wirkungsstätte allerdings eine 4:2-Schlappe einstecken.
Unter Begleitung betraten dann die Bayernliga-Kicker den Rasen. Beim TSV Buchbach fehlte verletzungsbedingt mit Kapitän Alex Neulinger einer der wichtigsten Spieler, sozusagen die Regie. Die Rolle des Kapitäns übernahme Hans Attenberger. Aber nicht nur wegen des Fehlens von Alex Neulinger und Stefan Hillinger hatte Helmth Wirth vor dieser Begegnung gewarnt: Thannhausen kämpft gegen den Abstieg. In einem Presseartikel hatte Thannhausens Triner Uwe Neunsinger gemeint, Thannhausens Abschiedstour beginne in Buchbach. Es war also zu erwarten, dass seine Mannen hier alles geben würden.
Buchbach spielte diesmal in rot und begann von rechts nach links. Thannhausen stieß an.

Es war schnell klar, dass Thannhausen nicht mit der Absicht nach Buchbach gekommen war, dieses Spiel schon von vornherein abzuhaken.
Buchbach gelang es meist erst kurz vor der Strafraumgrenze den Ball wegzuschlagen.
Auch wenn der Ball hier im Seitenaus landet, zeigt der Spielzug doch, wie Thannhausen schon in der Anfangsphase das Spiel in die Hand nahm.
Buchbach konnte seine Stärke bei Standardsituationen nicht in gewohnter Weise nutzen.
Hier spielt Thommy Eduard geschickt an der Buchbacher Abwehr vorbei auf Marco Küntzel, den Ralf Klingmann und Kim Helmer gar nicht stören. Glück, dass Maximilian Gauder nicht mehr an den Ball herankommt.
Noch so eine Szene: Von Ralf Zimmermann kommt der Ball über mehrere Stationen zu Hans Attenberger, der ..... !!! Schließlich geht der Ball hinterm Tor ins Fangnetz.
Nach Foul von Stefan Bernhart an Nikolas Berchtold gabs dann Freistoß für Thannhausen. Gut, dass David Balogh hier im Abseits stand.
Immer wieder kam Thannhausen über rechts – hier mit Thommy Eduard.
Werner Lorant war – wie so oft – im Stadion und beobachtete das Spiel. Franz Demmel war oft in diesem Spiel letzte Station, das bis dahin vorwiegend in der Buchbacher Hälfte stattfand.
Gästetrainer Uwe Neusinger hatte seine Bank ganz nah ans Spielfeld gerückt und dirigierte seine Mannen von ganz vorne aus.
Immer wieder kamen die Angriffe über rechts.
Irgendwie teilnahmslos beobachtete die Buchbacher Hintermannschaft das Geschehen. Franz Demmel - hellwach – klärt David Balogh’s Schuß zur Ecke.
980 Zuschauer sahen bis dahin ein ziemlich zerfahrenes Spiel der Buchbacher Mannschaft.
Die kurz gespielte Ecke knallt dann David Balogh an sechs Buchbachern vorbei ins Tor.
Franz Demmel hatte keine Chance, zumal ihm auch noch die Sicht verstellt war. 0:1 in der 23. Minute.
Die Gäste dann über links: Marian Dischl auf Ralf Zimmermann, der weiter auf Marco Küntzel. 0:2 nur drei Minuten nach dem Führungstreffer.
Die gelegentlichen Buchbacher Vorstöße endeten meist so.
Uwe Neusinger haderte trotz der Führung mit seinen Spielern.
Buchbach war aufgewacht und machte nun mehr Druck auf das Thannhauser Tor. Darunter litt aber die Aufmerksamkeit. So konnte hier David Balogh auf Marco Küntzel weitergeben, der allen Verteidigern entwischt. Franz Demmel pariert glänzend.
Ein gemütlicher Einwurf von links: Marian Dischl weiter – schließlich zu Ralf Zimmermann, der mit Hilfe des Pfostens das 0:3 festmacht.
Einige Minuten später: Freistoß Attenberger. Nikolas Berchtold rennt Stefan Bernhart um – Freistoß. Ralf Klingmann führt aus. Ralph Amann kann den Ball nicht festhalten. Im Nachschuß versenkt Marcus Gibis zum 1:3 Anschlusstreffer. 39. Minute.

Eine ähnliche Situation drei Minuten später: Peter Struck holt Thomas Breu von den Beinen – Freistoß. Nur diesmal trifft der Ball beinahe uns.
Kurz vor der Pause: Einwurf Stefan Bernhart. Der Ball kommt zu Ralf Klingmann, der ihn in Nachbars Garten deponiert.
Pause. Erst einige Tage vorher fand in Manchester das Viertelfinal-Rückspiel in der Championsleage zwischen dem Manchester-United und dem FC Bayern statt. Auch dort stand es zur Pause 3:1.... Stefan Hillinger – immer noch verletzt – machte schon einmal Mut.
Allerdings ließ Ralf Klingmann’s Geste hier nicht viel Hoffnung erkennen.
Die Spieler warteten schon einige Zeit. Endlich kamen auch die Schiedsrichter Christopher Schwarzmann, Patrick Garbe und Johannes Angele zurück aufs Spielfeld.
Nun also Buchbach von links nach rechts.
Dann holt Peter Struck Thomas Breu von den Beinen und schlägt nach dem Schiedsrichterpfiff den Ball ins Aus. Das bedeutet Gelb für ihn.
Thomas Breu springt am höchsten und lenkt Ralph Klingmanns Freistoß unhaltbar für Ralph Amann ins Tor. 2:3 nur vier Minuten nach Wiederanfpiff.
Hier versucht der Torschütze von eben Ralf Zimmermann den Ball abzunehmen und trifft stattdessen seine Beine. Das zieht die gelbe Karte nach sich.
Dann brachte Uwe Neusinger Volkan Cantürk (sprich „Kantürk“) für Marco Küntzel.
Nach einigem Hin- und Her spielt Stefan Bernhart hier den Ball zu Michael Pointvogel. Ihm stellt Maximilian Gauder ein Bein, so dass er sich verletzt und behandelt werden muss. Gauder sieht für dieses Foul Gelb. Pointvogel kann aber kurz darauf wieder ins Spiel eingreifen.
Symptomatisch für dieses Spiel: Thomas Götzberger bekommt hier den Ball, stünde ganz allein vor Torhüter Ralph Amann und verstolptert.
Dann kam nach langer Abwesenheit Stefan Hillinger für Thomas Götzberger.
Aus diesem langen Einwurf von Michael Pointvogel resultiert ein Konter, den Hans Attenberger nur mit Mühe und auf Kosten einer gelben Karte stoppen kann.
Bevor der Freistoß ausgeführt werden kann, gabs erst Mal Diskussionen zwischen Schiedsrichter Schwarzmann und Gästetrainer Uwe Neusinger.
Franz Demmel kann den Freistoß entschärfen.
Franz Demmel hat sich im Tor der Buchbacher etabliert.
Die nächste Chance für Buchbach – wie so oft eingeleitet durch einen Freistoß von Ralf Klingmann: Thomas Breu’s Flanke bekommt Stefan Bernhart nicht unter Kontrolle und Marcus Gibis kommt zu spät. Die bis dahin beste Chance Buchbachs vergeben.
Zwei Minuten später: Ralf Klingmann erkämpft sich den Ball, verliert ihn gleich wieder und auch Marcus Gibis verliert den Zweikampf gegen Stefan Winzig.
Die Ecke geht ins Seitenaus.
Der nächste Versuch: Tim Bauerschuster zurück auf Hans Attenberger. Der quer übers Spielfeld zu Thomas Breu. Sein Kopfball fällt Michael Pointvogel vor die Füße. Und der erwischt den Ball nicht. Leichte Beute für Ralph Amann.
Nun kam für Thomas Breu Stefan Lex.
Wieder versuchen es die Buchbacher: Marcus Gibis über links: Sein Schuß geht weit übers Tor.
Dann wieder Thannhausen: Maximilian Gauder nach rechts. Von dort kommt der Ball zu ihm zurück. Er verzieht aber und so geht sein Schuß am Tor vorbei.
Dann steigt hier Peter Struck hart gegen Stefan Hillinger ein. Kapitän Marian Dischl beschwert sich und sieht daraufhin die Gelbe.
An Ralf Klingmanns Freistoß kommt keiner der Buchbacher Stürmer heran.
Hier hätte es leicht 2:4 stehen können: David Balogh steht vollkommen frei, kann den Ball nicht stoppen und spielt zurück auf Peter Struck, der ihn neben das Tor köpft.
Uwe Neusinger aus dem Häuschen!
Noch einmal Buchbach: Stefan Hillinger auf Michael Pointvogel, der den Ball planlos über das Tor jagt.
Wieder Michael Pointvogel: Seinen weiten Einwurf verlängert Marcus Gibis auf Tim Bauernschuster. Seinen Ball hat aber Ralph Amann sicher.
Rechts drüben verliert Marcus Gibis den Ball und Stefan Bernhart kann den durchgebrochenen Thannhausener erst kurz vor der Strafraumgrenze stoppen. Weil das regelwidrig war, sieht er dafür Gelb. Der folgende Freistoß - folgenlos.
Dann kam bei Thannhausen Vitalij Lux für David Balogh.
Und noch ein Wechsel: Florian Stapfer ersetzt Stefan Winzig.
Nach einem Foul an Marcus Blau kam sogar Franz Demmel nach vorn um zu helfen. Allerdings führte der Freistoß nur zu einer weiteren Ecke. Und auch die änderte nichts am Spielstand.

Schlusspfiff.

Uwe Neusinger erwies sich als fairer Sportler und tröstete erst einmal die Buchbacher Spieler.
Dann gratulierte er natürlich seinen Spielern, die die drei Punkte dringend brauchen können.
Den Buchbachern war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Zumal sie nach einem 0:3 Rückstand doch noch zwei Tore erzielt haben. Zum Ausgleich hat’s leider nicht mehr gereicht.
Wir bitten die Nebengeräusche im folgenden Gespräch zu entschuldigen. Uwe Neusinger meinte zu Spiel: (O-Ton)
Helmut Wirth gratulierte zunächst Thannhausen zu diesem wichtigen Sieg. (O-Ton)

67 Baubeginn der Eisenbahn-Innbrücke bei Ehring - Kommt endlich der Ausbau der Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing? 8:20 16 23.04.10
Nach MdB Stephan Mayers Verkehrskonferenz, zu der Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer, Bahn-Vorstandschef Dr. Rüdiger Grube und zahlreiche Parlamentarier und Wirtschaftsvertreter eingefunden hatten, warteten am Bahnhof bereits Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil, Oberbayerns Regierungspräsident Christoph Hillenbrand und zahlreiche Medienvertreter. SOB-Chef Christian Kraller empfing die Gäste.
An der Innbrücke hatte die Bahn einen provisorischen Haltepunkt errichtet. Die Stadtkapelle Mühldorf begrüßte die Gäste bei herrlichem Frühlingswetter.
Im Zelt hatte die Deutsche Bahn eine Bühne aufgebaut, vor sich die Festgäste einfanden.
Bahn-Bayernchef Klaus-Dieter Josel freute sich – auch als Mühldorfer Bürger – so hochrangige Gäste begrüßen zu können. Es ginge voran. Der zweigleisige Abschnitt Mühldorf-Ampfing würde zum Winterfahrplan vollständig in Betrieb genommen, das elektronische Stellwerk in Burghausen wäre im Bau. Nun stelle der Bau der Innbrücke eine weitere Etappe dar, deren Bedeutung für die gesamte Strecke die große Zahl hochrangiger Besucher unterstreicht.
Bahnchef Dr. Rüdiger Grube freute sich, trotz der vielen Themen so viele hochrangige Vertreter aller Bereiche begrüßen zu dürfen. Er dankte den Mitarbeitern der Südostbayernbah, die hier einen super Job machten. An Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer gewandt, meinte er dann: Seine Anwesenheit zeige, dass dieser Neubau Bedeutung weit über die Region hinaus habe. Der Neubau wäre ein klares Signale für den Fortgang des Ausbaus der gesamten Strecke und auch dafür, dass der „Masterplan Schiene“ für das Chemiedreieck ein konkretes Projekt ist, das zum Erfolg werden wird. Er dankte der Bundesregierung für die Bereitstellung der knapp 13 Millionen für den Bau dieser neuen Brücke – Geld, das bestens investiert ist. Mühldorf wäre schließlich der zentrale Eisenbahnknotenpunkt im bayerischen Chemiedreieck. Das Nadelöhr Tüßling-Mühldorf wäre von Bedeutung weit über die Region hinaus und darf dem zusätzlichen Aufkommen von 2015 66 Zügen nicht im Wege stehen. Das wäre ohne Ausbau nicht zu machen.
Gleiches gelte für die gesamte Ausbaustrecke München-Mühldorf-Freilassing, die als Teil der Transversale Paris-München-Wien-Budapest.
Die Vorplanung für den Abschnitt Mühldorf-Tüßling liefe bereits seit 2009. Laufe alles wie geplant, kann mit dem Bau 2013 begonnen werden. Auch bei den anderen Abschnitten laufen die Arbeiten weiter. Dies alles wäre das Ergebnis einer stark verbesserten Zusammenarbeit zwischen Bahn und Bund. Vor diesem Hintergrund ginge er die Verpflichtung ein, alles weiterzuführen.
Er wünschte allen am Bau beteiligten viel Erfolg und versprach seine Rückkehr spätestens zur Einweihung.
Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer stellte fest, Bund und Bahn investierten auf Rekordniveau. Das wäre die Politik Wirtschaft und Bürgern schuldig. Wenn sie gemeinsam zu Spatenstichen fahren würden, wären das sichtbare Zeichen dafür, dass es voran ginge – so wie auch auf dieser Strecke. Der Brückenbau wäre auch ein Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Zukunft. 1835 wäre erstmals eine dampfbetriebene Eisenbahn in Bayern gefahren, 1855 schon hätte Mühldorf die erste Bahnstation erhalten. Seit der Ansiedlung der Chemieindustrie in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts hätte die Region – und damit auch die Bahnstrecke - internationale Bedeutung erhalten. Diese Bedeutung wäre durch die Festschreibung der Transversale Paris-Budapest noch gestiegen. Zusätzlich wäre diese nördliche Trasse dann nötig, wenn durch den Bau des Brennerbasistunnels die Strecke München Salzburg volllaufen werde.
Die Mittel von 13 Millionen Euro für diese 165m lange Brücke stammten aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung. Damit ersetzt sie die Brücke von 1895, die in den 60er Jahren modernisiert worden war.
Die Finanzierung für die Vorplanung für die komplette Elektrifizierung ist bereits gesichert, so dass man ungebremst arbeiten könne. Diese Vorplanung soll bis Jahresende abgeschlossen werden.
Dies alles zeige, dass es nun kontinuierlich vorwärts ginge. Dr. Ramsauer dankte allen, die dieses Bauvorhaben jetzt ermöglichen, besonders bei Bahnchef Dr. Rüdiger Grube. Auch er wünschte allen Beteiligten am Bau unfallfreies Bauen und termingerechte Fertigstellung.
Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil erinnert daran, dass diese Strecke 1% des gesamten deutschen Bahn-Güterverkehrs abwickle. Er bezifferte den Umsatz des Chemiedreiecks mit 8 Milliarden pro Jahr. Bei den etwa 30 Chemieunternehmen arbeiteten 25.000 Menschen. Diese Zahlen machten deutliche, dass die Chemieindustrie ein entscheidender Wirtschaftsfaktor in Bayern wäre. Er freute sich, dass nun mit dem Neubau der Brücke eine entscheidende Verbesserung der Infrastruktur erreicht werden könne. Diese Brücke trägt auch dazu bei, aus der Wirtschaftskrise herauszukommen. Die bayerische Staatsregierung trägt hier mit der Förderung des Baus der Etylenpipeline bei.
Auch Martin Zeil wünschte sich, dass nach der Planung bereits der Bau unmittelbar folgen wird. Neben dem sehr hohen Güteraufkommen auf dieser Strecke wäre sie auch die Strecke mit dem höchsten Passagieraufkommen. 15.000 Personen nutzten täglich diese Strecke im Nahverkehr. Hinzu kommen werde künftig noch der Magistral-Fernverkehr.
Er dankte Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer für sein Engagement für diese Strecke. Allen anwesenden Abgeordneten rief er zu, Peter Ramsauer im Bundestag zu unterstützen um langfristig die Finanzierung zu bewerkstelligen und zu sichern.
Abschließend bedankte er sich für alles bisher geleistete und lud den Bundesverkehrsminister ein, jede Woche nach Bayern zu kommen, am besten jedes Mal mit dem Spaten in der Hand.
Dann begaben sich die Herren zur Bautafel, die sie auf Kommando von Bahnchef Grube enthüllten.
Als Erinnerung gabs ein Zuglaufschild.
Schließlich gab’s für jeden eins und alle unterzeichneten darauf.
Während oben schon wieder der Zug zur Rückfahrt bereitstand, mussten die Herren noch zahlreichen Journalisten Rede und Antwort stehen.
An dieser Stelle wird nun die neue Brücke gebaut und irgendwann im Juni 2011 eingeschoben werden.
Übrigens – und daran dachte wohl niemand, so einen Spatenstich gab es schon einmal, und zwar auch am 19. April - - - 2007 in Ampfing. Und auch damals hatte man den unverzüglichen Ausbau der gesamten Strecke versprochen. Hoffen wir, dass dieser symbolische Akt zum Neubau der Innbrücke nun tatsächlich der Startschuß für den Ausbau der gesamten Strecke ist.
68 MdB Stephan Mayers Verkehrskonferenz mit Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer und Bahnchef Dr. Rüdiger Grube: "Überprüfen Sie uns!" 12:30
Noch am Sonntag war Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer auf allen Fernsehkanälen zu sehen und musste darüber Auskunft geben, warum und wieso man sich einzig auf Grund von Prognoserechnungen eines englischen Forschungsinstituts dazu entschlossen hätte, den Luftraum über Deutschland zu schließen.
Klaus-Dieter Josel empfing Dr. Rüdiger Grube. Der Reihe nach kamen die Teilnehmer an der Verkehrskonferenz. Landrat Georg Huber, MdB Ewald Schurer, Landrat Erwin Schneider, Polizeioberrat Robert Anderl und schließlich Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer.
MdB Stephan Mayer dankte gleich einmal für die Einhaltung dieses Termins. (O-Ton...)
Er scherzte gleich, er hätte die Nacht unter einem Ascheschirm verbracht. (O-Ton Da am Kirchturm oben sieht man’s.) Dann scherzte er, Dr. Rüdiger Grube, der sich an der Hand verletzt hatte, wäre ein richtiger Boxer für die deutsche Bahn.
Im Haberkasten hatten sich derweil auch MdL Ingrid Heckner, Staatssekretär Dr. Marcel Huber und viele Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft eingefunden.
Auch MdB Stephan Mayer nahm in seiner Begrüßung Bezug auf die Vulkanaschewolke und meinte, es wäre ein guter Tag für die Bahn, weil sie nicht nur ihre Flexibilität unter Beweis stellen sondern auch das Geschäft ihres Lebens machen könne. Es wäre aber auch für Südostoberbayern ein guter Tag, weil nun mit dem Bau der Innbrücke begonnen wird.
Er freute sich, an diesem außergewöhnlichen Tag die beiden höchsten Verantwortlichen der Bahnpolitik hier in Mühldorf begrüßen zu können.
Dann stellte er fest, die Bahnstrecke München – Mühldorf – Freilassung wäre die Lebensader der Region. Der stockende Ausbau führte immer wieder zu Unmut und Unzufriedenheit. Daran hätte auch der Beginn des Ausbaus mit dem Abschnitt Mühldorf-Ampfing nichts geändert. Nun gäbe es Mittel aus den Konjunkturpaketen für den Ausbau des Nadelöhrs der Gesamtstrecke, den Abschnitt Mühldorf-Tüßling.
Eine Studie der chemischen Industrie hätte 2007 gezeigt, dass der Güterverkehr bis 2015 um 100% zunehmen werde. Dies zeige die Dringlichkeit des zweigleisigen Ausbaus auf – und zwar unabhängig davon, ob der Brennerbasistunnel gebaut wird oder nicht.
Währen 2006 noch 24 Güterzüge pro Tag auf dieser Strecke verkehrten, werden es 2015 66 Züge sein.
Stephan Mayer machte auch unmißverständlich klar, dass Der Bau der Strecke Mühldorf-Tüßling bei weitem noch nicht ausreiche. Die Region verlange ein Gesamtkonzept und Planungssicherheit. Ein Zeitplan für den weiteren Ausbau wäre nötig, dessen Fehlen ein „Unding“ wäre.
Die gesamte Region wäre froh darüber, nun die verschiedenen Vorplanungen finanziert zu bekommen und auch darüber, dass die Walpertskirchner Spange weiter im Gesamtpaket enthalten ist. Auch wenn man nicht undankbar erscheinen will, forderte Stephan Mayer, nicht auf dem aktuellen Stand stehen zu bleiben sondern verstärkt fortzusetzen.
Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer freute sich, so einen Termin fast vor der eigenen Haustür und im Nachbarwahlkreis zu haben. Er dankte Dr. Rüdiger Grube dafür, dass er sich in Zeiten, in denen die Bahn die Flugpassagiere mit übernehmen müsse, hierher gekommen wäre, das hätte es noch nie gegeben. Seit seiner Amtsübernahme gebe es soviele Gespräche zwischen Verkehrsministerium und Bahn wie nie zuvor. Er könne nicht verstehen, dass man früher nicht miteinander geredet hätte.
Diese Bahnstrecke wäre Teil einer Europäischen Trasse, von Paris über München nach Budapest. Sie auszubauen wäre von allergrößter Dringlichkeit und Wichtigkeit. Dazu gebe es einen Vierstufenplan, dessen Umsetzung 2,836 Milliarden Euro kosten werde. Bei aller europäischen Bedeutung muss die Bedeutung für die Region hervorgehoben werden. So wäre der Bau der Walpertskirchner Spange von höchster Dringlichkeit und Wichtigkeit. Sie binde den Südostbayerischen Raum an den Flughafen an. Genauso müsse mit der Neufahrner Gegenkurve der Raum Niederbayern angebunden werden. Nur so könne man in Zukunft die Arbeitskräfte zum Flughafen transportieren. (O-Ton Es geht voran .. stehen dahinter)
Bundesverkehrsminister Ramsauer äußerte sein Mißfallen darüber, dass Vertreter anderer politischer Gruppierungen nicht nachgeben am Ausbau dieser Strecke herumzunörgeln, oder den Ausbau als „Faschingsscherz“ zu bezeichnen.
Auch Deutsche Bahn-Vorstand Dr. Rüdiger Grube bestätigte die neue Gesprächsintensität zwischen Verkehrsministerium und Bahn. Die hätte bewirkt, dass in kurzer Zeit schon viele Dinge bewegt werden konnten, die früher jahrelang still standen. Er bestätigte zunächst: (O-Ton 24:55:11 – Bayern ist für uns der wichtigste Standort) Dies gründe sich darin, dass die bayerische Wirtschaft ein Rückgrat der Bahn bilde: 4 von den 7 Millionen Menschen, die die Bahn täglich im Regionalverkehr transportiere, transportiere sie in Bayern. Dazu beschäftigt die Bahn in Bayern 28 Millionen Menschen, von denen 1.300 Auszubildende wären. Dies alles würde auch zukünftig erhalten und sogar ausgebaut werden. Dazu investiert die Bahn jedes Jahr in Bayern 1,1 Milliarden Euro in die Bahn-Infrastruktur. Von den jährlichen Investitionen fließen 1,3 Milliarden Euro an Lieferanten im Freistaat – ein erheblicher Wirtschaftsfaktor.
Bei allem wäre der Ausbau der Strecke München-Mühldorf-Freilassing: (O-Ton 27:07:24 ein ganz vorrangiges Ziel).
Die höchste Priorität dieses Projekts wäre schon im Oktober 2009 beim Bahngipfel mit Ministerpräsident Seehofer und Wirtschaftsminister Zeil festgelegt worden.
Es bleibe nicht beim Neubau der Innbrücke und beim Begegnungsabschnitt Mühldorf-Ampfing. Der Ausbau gehe jetzt Schritt für Schritt weiter. Dies wäre möglich durch das Konjunkturprogramm des Bundes, aus dem 40 Millionen Euro in den Ausbau des Abschnittes Mühldorf-Tüßling fließen. Die Planung für den Abschnitt Mühldorf-Burghausen mit einem elektronischen Stellwerk in Burghausen wird aktiv vorangetrieben. Wenn die Finanzierung steht und Baurecht vorhanden ist, könnte bereits 2013 mit dem Bau dieses Abschnitts begonnen werden.
Auch für den Abschnitt Markt-Schwaben – Freilassing – ohne den Teil von Mühldorf nach Tüssling – wurde mit Hilfe des Freistaates Bayern die Vorentwurfsplanung eingeleitet.
Er zeigte sich froh darüber, dass die bundesweite – wenn nicht sogar europaweite Bedeutung dieses Bauprojekts endlich allen Verantwortlichen bewußt geworden wäre. Es ginge einerseits um die Anbindung des Chemiedreiecks an die Seehäfen an der Nordsee und andererseits um die Europäische Fernverkehrsmagistrale Paris – München – Wien – Budapest.
Seit der Erarbeitung des „Masterplans Schiene“ 2007 wäre der Kapazitätsbedarf bekannt. Damals fuhren auf dieser Strecke 24 Güterzüge, heute wären es trotz Krise 38 Züge, 2015 werden es täglich 66 Züge sein. Auch der Personenverkehr werde weiter zunehmen.
Dr. Grube stellte auch fest, dass zunehmender Verkehr nicht zu zunehmender Umweltbelastung führen dürfe. Er schloss: (O-Ton – Überprüfen Sie uns...)
Im Interesse der Industrie, der Anwohner und des Bahnlandes Bayern wird man hier aktiv vorangehen.
MdB Stephan Mayer dankte Dr. Grube für das eindeutige Bekenntnis zum Ausbau dieser Strecke und ergänzte, die Region benötige diese Strecke auch für die 16.000 Pendler, die täglich nach München fahren.
CSU-Bundestagsgruppen-Verkehrssprecher Dr. Max Wehmer betonte, dass der Flughafen für die gesamte Region da ist und bei seinem Bau die Anbindung an den östlich gelegenen Raum vergessen worden ist. Deshalb wäre die Walpertskirchner Spange dringend erforderlich.
Bürgermeister Günther Knoblauch würdigte den Besuch als Zeichen dafür, dass sie es ernst meinten. Er forderte Bundesminister und Bahnchef auf, eine Zeitschiene zu nennen, wie der Ausbau ablaufen wird. Andererseits forderte er, die von den Konjunkturpaketmitteln von 140 Millionen Euro nach Abzug der jetzt verplanten 40 Millionen Euro verbleibenden 100 Millionen Euro, in den Bundeshaushalt des Jahres 2011 zu übernehmen, um damit weitere Maßnahmen in Angriff nehmen zu können.
MdB Ewald Schurer bestärkte Bürgermeister Knoblauchs Anregung.

Wacker-Chemie-Chef Dr. Rudolf Staudigl meinte, angesichts der hochrangigen Besetzung der Konferenz müsse sie zum Erfolg führen. Auch er forderte einen konkreten Zeitplan. Er schlug vor, ähnliche Konferenzen in Jahresabständen zu wiederholen um jeweils den Fortgang der Arbeiten abzustimmen. Würden dieser Konferenz keine konkreten Schritte folgen, verlören alle Beteiligten ihre Glaubwürdigkeit und das wolle niemand.
Michael Wengler pendelt seit Jahren aus Mühldorf nach München. Er forderte den Bau der Walpertskirchner Spange noch bevor die Gesamtstrecke elektrifiziert werde. Dazu könnte man Hybridzüge einsetzen, die sowohl elektrisch als auch mit Diesel-Lokomotiven betrieben werden. Nur so könne man vermeiden, wieder Jahrzehnte warten zu müssen. Diese Anregung griff auch MdL Ingrid Heckner auf. Sie bedauerte, dass das Eisenbahnbundesamt diese Züge nicht zulassen würde. Dr. Marcel Huber stellte fest, wichtig wäre es die Reihenfolge einzuhalten. Auch die bayerische Staatsregierung fordert den vorgezogenen Bau der Walpertskirchner Spange. Nur mit moderner Zugtechnologie könnte so der Flughafen schnellstmöglich angebunden werden.
Martin Siebert wollte sichergestellt wissen, dass sich bei einem neuerlichen Politikwechsel in Berlin nicht wieder alles ändert. Er forderte eine langfristige Sicherung.
Dr. Peter Ramsauer bekannte sich dazu, die Interessen seiner Heimat besonders am Herzen zu haben, auch wenn er natürlich ganz Deutschland im Blick haben müsse. Er wäre auch froh darüber, mit dem neuen Bahn-Aufsichtsratsvorsitzenden Utz Felcht einen weiteren Partner am Tisch zu haben, dem die Region viel zu verdanken hätte und dem er auf Grund seiner Kenntnis der Region nichts zu erklären bräuchte.
Auf Bürgermeister Günther Knoblauchs Forderung eines Zeitplans konnten Bundesminister Ramsauer und Bahnchef Grube keine Auskunft geben. Er betonte jedoch, dass der schnellstmögliche Ausbau schon deshalb nötig ist, weil nach Bau des Brennerbasistunnels die Strecke über Rosenheim schnell ausgelastet sein wird.
Bezüglich der Elektrifzierung der gesamten Strecke meinte er: (O-Ton Die komplette Elektrifizierung ist finanziert)
Auch der Nutzen der Strecke für die Region müsse dringend berücksichtigt werden, etwa für die Pendler. Weil aber so viele Stellen beteiligt wären, wäre es nicht möglich, konkrete Zeitpläne abzugeben. Er werde aber darhinter her sein, dass die vorhandenen Zeitpläne eingehalten werden.
Bahnchef Grube ergänzte, er hätte Minister Ramsauer noch keine zwei Stunden gekannt, da kannte er schon die Walpertskirchner Spange und die Neufahrner Spange.Beim Blick auf die Pläne verstünde man spätestens nach 2 Sekunden, warum diese beiden Projekte so wichtig wären. Auch Rudolf Staudigls Anregung, sich regelmäßig zu treffen, nahm er gerne an und erklärte sich bereit, regelmäßig wieder zu kommen.
Auf Michael Wenglers und MdL Ingrid Heckners Anregung, Hybridzüge einzusetzen meinte Bahnchef Grube, man sollte konstruktiv mit dem Eisenbahnbundesamt sprechen um so erprobte Technik einsetzen zu können.
Dr. Marcel Hubers Forderung bestätigte Dr. Grube, es wäre auch in seinem Sinn.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass das erstmalige Zusammentreffen aller Entscheider in der Region Hoffnung für den Ausbau der Bahnstrecke macht, auch wenn sich keiner dazu überreden lassen wollte, einen konkreten Zeitplan auch nur zu erarbeiten.

69 Harte Verhandlungen mit den Dieben von der "Perleshamer Hütt'n" um den Maibaum in Ampfing 9:20
Noch ein paar Tage vorher waren Stahlbetongerüst und Baumhalterung auf der Wiese neben dem Giggerlbrunnen gelegen. Jetzt war alles eingegraben und der Boden für das Fundament betoniert. Vereinsvorstand Schorsch Eisner erklärte grade jungen Leuten, was das alles auf sich hat.
Im Gasthaus gabs dann erst einmal ein Bier.
Den Baum von Staatssekretär Dr. Marcel Huber hatten die Isentaler leider vergessen zu markieren. Und das hat dazu geführt, dass sich viele gemeldet hatten, die den Baum gestohlen haben wollten. Wundert’s, dass die erst Frage war, ob das überhaupt der richtig Baum ist, den sie da anbieten.
Nach kurzer Diskussion war klar, es ist der Baum. Sie haben den Fundort genau beschrieben und auch gemeint, es wäre pures Glück gewesen, dass sie ihn überhaupt gefunden hätten.
Die nächste Frage: Ja wer seid’s denn ihr überhaupt und wie viele sind Euch? Ach ja, ein zsammgschmissner Hauffen, der sich die „Perleshammer Hütt’n“ nennt. Und sie sind 30 Leute. Schorsch Eisner meinte, soviele Einwohner hat Perlesham gar nicht!
Dann die Kernfrage: Was wollen sie denn überhaupt für die Rückgabe des Baumes haben?
Nach langem Zögern: Na ja, schön werden soll er auch... 60 Kasten Bier.
Dann begannen die Verhandlungen. Nach langem Nachdenken gaben die Maibaumdiebe nach: 59 Kasten Bier! Aber das wollten sie dann doch nicht alles vor laufender Kamera besprechen.
Später – es war schon die zweite Runde Bier auf’m Tisch, kam Erwin Hinterecker dazu. Er hatte eine ganz andere Meinung zu den Forderungen der Diebe! (O-Ton – Nix – do gibt’s nix zum fordern!)
Erwin Hinterecker hatte ein Angebot. 20 Kasten Bier und (O-Ton – 10 Kasten alkoholfreie Getränke!... )
Na Gut: Ein neues Angebot (O-Ton)
Aber dann wurde es ernst.
Schließlich wurde das Verhandlungsergebnis notiert. (O-Ton) Vielleicht könnt‘ ma ja des „g’scheide“ vor der Brotzeit noch wegstreichen???
Schorsch Eisner musste schwer nachdenken.
Und auch Erwin Hinterecker legte die Stirn in Falten.
Dann doch ein Ergebnis: Schreib auf Otti!
Da drauf brauchten sie erst einmal einen Schnapps.
Aber die Maibaumdiebe haben noch nicht unterschrieben und sich erst einmal zu Beratungen zurückgezogen! (O-Ton: Auf alle Fälle san des brave Buam....)
Schließlich haben sie doch nach genauester Prüfung unterschrieben. Und auch der Schorsch Eisner – und der Wirt – der Erwin Hinterecker.
Da drauf erst mal wieder ein Schnappsal.
Aber letzte Zweifel waren noch immer nicht ausgeräumt: (O-Ton)
Und – wars teuer? (O-Ton)
Und – stimmt des? (O-Ton)
Schorsch – bist Du zufrieden? (O-Ton)
Und – seid’s da zufrieden damit? (O-Ton Hinterecker antwortet für Dieb)
Jetzt laß halt den Dieb auch was sagen! (O-Ton Option!)
Aber wenn man Euch zu zuschaut, dann habt’s ihr euch ganz gut vertragen.
Ok, laß’mas. Sie sind zufrieden damit! Und wir alle freuen uns auf das Maibaumaufstellen und das Gaufest in Ampfing.
(O-Ton)
70 Zen - Alles im Fluß Michael Fliegner stellt in der Galerie der Flure aus 8:50
Nein – diese Kursteilnehmer widmeten sich eher Bits und Bytes als Kunst und Kultur.
Diese Besucher der Vernissage zeigten schon eher Interesse an den Kunstwerken.

Viele Gäste hatte die Eröffnung von Michael Fliegners Ausstellung in die Korridore der Volkshochschule gelockt, die Ulrike Überacker mit ihrer Querflöte einleitete.
VHS-Vorsitzender Helmut Fürmetz begrüßte „FF“ was soviel heißt wie „Fliegner und Freunde“. Auch wenn sie nicht persönlich da wäre, zitierte er Professor Dr. Rita Süßmuth, die Vorsitzende des Volkshochschulverbandes. Dabei ersetzte er das Wort Sprache durch „künstlerisches Gestalten“ so hätte es die selbe Bedeutung. Kunst wäre der Schlüssel, Land und Leute kennenzulernen und gern zu haben.
Mit „Zen – Alles im Fluß“ hätte sich Michael Fliegner ein anspruchsvolles Thema gestellt. „Zen“ wär im 13. Jahrhundert aus China nach Japan gekommen und repräsentiere die mystische Form des Buddhismus. Sie wäre eine strenge, selbstdisziplinierende Schulung. Nun würde sich „Zen“ und „Alles im Fluß“ widersprechen. Michael Fliegner läge also zwischendrin. Das Erlebnis der Erleuchtung im „Zen“ – das „Sartori“ erscheine spontan und zeige sich durch ein bewusstes und verantwortungsvolles Handeln und eine bewusste und tiefe Weltschau.
„Alles ist im Fluß“ dagegen wäre unser Leben, das jeden Tag dahinfließt. In diesem fließen wäre es nötig, ab und zu inne zu halten und in sich zu gehen. Dazu anzuleiten wäre die Aufgabe eines Künstlers.
Michael Fliegner hätte erst vor wenigen Jahren mit dem gegenständlichen Malen begonnen und wäre dann zur freien Malerei gekommen – schließlich seit 2007 freischaffender Künstler.
In der „Galerie der Flure“ zeige er nun nach verschiedenen anderen Ausstellungen seine Werke.
Michael Fliegner freute sich, so viele bekannte Gesichter unter den Besuchern zu sehen. Er dankte Helmut Fürmetz dafür, hier seine neue Bilderreihe zeigen zu dürfen. Auch seiner Frau für die Bewirtung und Ulrike Überacker galt sein Dank für die Unterstützung.
Weil sich der Mensch seit jeher gezwungen fühlt, alles und jedes bewerten zu müssen, lebe er immer in der Vergangenheit und plane für die Zukunft. Dabei vergesse er die Gegenwart, den einzigartigen Augenblick im Hier und Jetzt. In diesem Moment sind aber die gezeigten Kunstwerke entstanden. O-Ton (Farben berühren das Papier – .... Es malt) Dabei verfolge es weder Absicht noch Ziel. Jedes Bild werde so zu einer mediativen Handlung, zu einem Akt der unkontrollierten Schöpfung. Ein Zen-Meister hat in einem Buch geschrieben: O-Ton: „Die Kunst wäre die Schwester der Mystik. Wort und ... Ausdruck zu geben) Manches Bild hat den Character einer Schwelle, die ins Nichts führt. Wer den Mut hat, diese Schwelle zu übertreten, der wird beschenkt mit neuen unbekannten Erfahrungen. So wären die Titel nur der Versuch, das unerklärbare zu erklären. Jeder Betrachter sollte Formen und Farben auf sich wirken lassen, den Augenblick zu genießen, ohne zu denken und ohne zu bewerten. Wenn man dann das Gefühl hätte, von den Formen und Farben berührt zu werden, dann wäre alles im Fluß.

Die Ausstellung „Zen – Alles im Fluß“ mit Werken von Michael Fliegner ist in der Galerie der Gänge noch bis 30. Juli während der Öffnungszeiten der Volkshochschule zu sehen. Der Eintritt ist frei.

71 BDS-Seminar in Buchbach mit Thomas Baschab: Erfolg beginnt im Kopf 9:20
Schon vor zwei Jahren hatte der Bund der Selbständigen in Buchbach ein Seminar mit dem bekannten Motivationstrainer Thomas Baschab veranstaltet. Er hinterließ einen so nachdrücklichen Eindruck, dass man ihn wieder einlud. Sein Ruf eilte ihm also voraus und so verwunderte es nicht, dass sich vor dem Kulturhaus eine lange Schlange bildete. Weil Thomas Baschab nicht das Flugzeug nutzen konnte, musste er mit dem Auto anreisen und kam nach einer sechsstündigen Fahrt gerade noch pünktlich. Die Gäste verkürzten sich die Zeit mit einem Gläschen Sekt.
Den „Bund der Selbständigen“ in Bayern gibt es schon sehr lang. Seit wann gibt es denn den Ortsverband in Buchbach? (O-Ton)
Womit beschäftigt sich der „Bund der Selbständigen“ (O-Ton)
Thomas Baschab ist sehr bekannt und dadurch sehr vielbeschäftigt. Wie kommt es, dass er innerhalb zweier Jahre schon zum zweiten Mal nach Buchbach kommt? (O-Ton)
Und nach dem Vortrag von Herrn Baschab, wenn Sie dann alle so richtig motiviert sind, dann geht’s in Buchbach erst so richtig vorwärts? (O-Ton)
Danke schön.
Herr Baschab, der Bund der Selbständigen hat Sie in höchsten Tönen angepriesen, Sie wären die größte Koryphäe. Was machen Sie denn, dass man so begeistert ist? (O-Ton)
Sie machen das ja beruflich. Wie sind Sie denn dazu gekommen? (O-Ton)
Alles gesagt! Dankeschön!
Das Kulturhaus in Buchbach war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Natürlich waren Bürgermeister Thomas Einwang und dritter Bürgermeister Dr. Wolfgang Limmer genauso da wie Oberbergkirchens Bürgermeister Michael Hausperger.
Michael Kroha begrüßte zunächst die Gäste und stellte kurz den Bund der Selbständigen vor.
Dann bat er Thomas Baschab auf die kleine Bühne.
In seinem Vortrag interagiert er sehr mit den Zuhörern. Dabei hatte er das Problem, dass viele von den Zuhörern schon einmal dabei waren.
Er begann mit einem Spiel und bat die Zuhörer ein Blatt Papier zur Hand zu nehmen.
Mit vier geraden Linien – an einem Stück gezeichnet sollten die Zuschauer neun im Quadrat angeordnete Ringe berühren.
Während sie probierten, schaute er ihnen auf die Finger.
Diese Übung wäre auch der Beweis dafür, dass es Telepathie gebe: Wenn einer in der Reihe es geschafft hätte, könnte es gleich die ganze Reihe....
Dann malte er die Lösung mit vier geraden Linien auf.
Auf diese Lösung käme normalerweise niemand, der das noch nie gesehen hätte. Der Grund dafür liege an den Denkmustern, die mit dem Bild der neun Ringelchen sofort einen Rahmen assoziieren.
Wenn einem bei so einer Aufgabe keine Lösung einfalle, dann ganz sicher der Lieblingssatz des Menschen: (O-Ton: „Das geht nicht“)
Im Kopf trägt man viele solcher Rahmen – oder Programme. Normalerweise läuft jeder Mensch mit dem Programm, mit dem er ursprünglich auf den Weg geschickt worden ist. Außer – man wird irgendwann einmal neu programmiert.
Dann zeigte er die Lösung mit drei Geraden Linien. Die wäre wesentlich härter.
In Deutschland geht man immer davon aus, dass nicht erlaubt ist, was nicht ausdrücklich verboten ist. Dann hatte er noch eine Lösung mit zwei Linien, und eine mit einer Linie. Dazu braucht man aber einen Stift, der so breit ist wie die beiden Stifte lang sind.
Auf humorvolle Weise brachte er ein Beispiel nach dem anderen dafür, dass die Wirtschaft wesentlich runder liefe, enorme Kosten gespart werden könnten und viele Entwicklungen wesentlich schneller laufen würden, wenn die Beteiligten nicht darauf beharren würden, womit sie programmiert wurden und leichter akzeptieren könnten, dass es Dinge jenseits ihrer Grenzen gibt.
Dazu bemühte er auch Geschichten aus der Tierwelt. Etwa die der Affen. Fünf Affen in einem Käfig mit einer Stange in der Mitte. Oben an der Stange eine Staude Bananen. Dort war aber ein harter kalter Wasserstrahl, der den Affen den Zugriff auf die Bananen unmöglich machte. Die Affen lernten schnell, dass die Bananen für sie nicht erreichbar waren.
Dann nahm man einen der fünf Affen aus dem Käfig heraus und gab einen sechsten hinein. Die vier Affen mit der persönlichen Wasserbekanntschaft hinderten den neuen Affen, überhaupt den Vesuch zu unternehmen, an die Bananen heranzukommen.
Nach einiger Zeit hatte man alle Affen ausgetauscht. Und obwohl jetzt keiner der Affen je Bekanntschaft mit demWasserstrahl gemacht hatte, bemühten sie sich überhaupt nicht mehr, an die Bananen heranzukommen. (O-Ton) Dieses Beispiel zeigt, wie Grenzen entstehen.
Ist ein Problem etwas gutes oder etwas schlechtes? Er schreibt Problem so: (Pro-blem) Er stellte dem Publikum die Frage, wer in einer geregelten Beziehung lebe. (O-Ton Sehen Sie, da geht’s Problem schon los.)
So ging es weiter bis nach 22 Uhr. Die Zuhörer waren begeistert und ganz Buchbach und die Mitarbeiter der Firmen in Buchbach sind nun hoch motiviert. Da muss es doch die reine Freude sein, neue Dinge anzupacken?
72 Totopokal-Achtelfinale Schlagerspiel: TSV Buchbach - SV Wacker Burghausen 13:50
In Spielen gegen ASC Simbach und DJK Vilzing hatte sich Buchbach für das Achtelfinale im Totopokal qualifiziert. Im Losverfahren wurden die Achtelfinalpartien ermittelt. Mit SV Wacker Burghausen wurde dem TSV Buchbach eine Profimannschaft aus der dritten Bundesliga zugelost, ein Gegner, den der TSV kennt. So freuten sich Verein und Spieler schon wochenlang auf dieses Spiel. Es verwundert so auch nicht, dass alle Spieler wieder fit und einsatzbereit waren.
dass die Verantwortlichen des SV Wacker Burghausen Buchbach als Gegner nicht auf die leichte Schulter nahmen, konnte man in verschiedenen Veröffentlichungen lesen. Darauf deutete auch die Tatsache hin, dass Burghausen wohl im vorangegangenen Spiel fünf Spieler „geschont“ hatte.
Der TSV Buchbach bemühte sich, ein Fußballfest zu veranstalten. Neben Verpflegungsstationen an allen Seiten des Spielfeldes war die Buchbacher Blaskapelle gekommen, die heuer ihr 25-jähriges Jubiläum feiert. Sie begleitete die Mannschaften aufs Spielfeld.
Der Verein hatte die Zuschauer getrennt: Auf der Osttribüne die Fans von Wacker Burghausen, auf der Westseite die Buchbach-Fans.
Buchbach spielte diesmal bei herrlichem Fußballwetter in Rot, hatte Anstoß und begann von links nach rechts.
Die Spieler von Wacker steckten noch einmal die Köpfe zusammen.... Der Kameraturm federt leider etwas, so dass die Bilder manchmal unruhig sind.
Anpfiff!
Buchbach spielte aktiv nach vorne und ließ sich von Anfang an nicht in die Rolle des Unterlegenen drängen.
Eine erste Aufregung nach etwa zwei Minuten, als die Spieler Trowart Andreas Michls übertreten der Strafraumgrenzlinie reklamierten – mit dem Ball in der Hand.
Die Fahnen der Fans erschwerten uns die Sicht auf das Spielgeschehen.
Die Wackerfans sorgten stimmgewaltig für eine unüberhörbare Geräuschkulisse.Dagegen waren der Buchbacher Fanclub kaum vernehmbar.
Eine erste Chance für Buchbach ergab sich hier: Manuel Neubauer erhält den Ball, Thomas Breu weiter auf Michael Pointvogel - der zu Markus Gibis, der Thomas Breu kommen sieht. Breu erwischt den Ball aber nicht richtig.
Den resultierenden Konter kann Hans Attenberger zur Ecke klären. Und auch die geht neben dem Tor ins Aus.
Gibis auf Breu, der aber knapp im Abseits stand. Der Linienrichter hat das aber reichlich spät erkannt und gepfiffen, da war Breu schon mindestens 15 Meter mit dem Ball gelaufen! Entsprechend die Reaktion von Marcus Gibis.
Wieder Wacker: Markus Grübl rechts neben das Buchbacher Tor.
Bei dieser etwas mißglückten Rückgabe von Michael Pointvogel konnte Franz Demmel noch rechtzeitig vor Ronald Schmidt klären.
Einwurf Manuel Neubauer. Thomas Breu kann sich durchsetzen und auf Ralph Klingmann zurückschieben. Sein Schuß geht aber weit übers Tor.
Wieder Wacker über rechts: Hans Attenberger klärt zur Ecke. Und die geht über Franz Demmels Kasten.
Dann setzt sich Marcus Gibis durch und Manuel Neubauer schießt ganz knapp über die Latte ins Aus.
Der nächste Buchbacher Angriff über links: Marcus Gibis‘ Flanke erläuft aber keiner der mitgelaufenen Buchbacher Stürmer.
Weiter Einwurf von links: Michael Pointvogel direkt in den Fünfer. Dort erst Verwirrung. Die nutzt Thomas Breu aus und nagelt den Ball ins Netz. 1:0 in der 30. Minute.
Dieser Treffer motivierte die Buchbacher. So kam gleich darauf Marcus Gibis zum Schuß, scheiterte aber an Andreas Michl.
Wacker jetzt unter Zugzwang: Björn Hertl auf Ronald Schmidt dem sich Michael Pointvogel entgegenwirft. Hier kann sich Markus Grübl Thomas Breu’s nur regelwidrig entziehen. Der Freistoß führt zu einer Ecke, derer sich Burghausen nur knapp entledigen kann.
Marcus Gibis‘ Drang nach vorne führte zu diesem mißlungenen Versuch, den Ball unter dem Verteidiger durchzudrücken. Er erwischt seine Beine. Das bedeutet natürlich Gelb – und eine riesen Aufregung. Zumal Patrick Wolf auch noch behandelt werden musste.
Nach diesem Foul von Stefan Bernhart an Christian Cappek (Sprich Tschappek) gabs hier Freistoß für Burghausen. Der ging aber klar neben das Tor.
Langsam wurden die Burghauser Fans ruhiger. Da kam Gefahr für das Buchbacher Tor auf: Nach Seitenwechsel traf Burghausen nur den Pfosten.
Halbzeit. Buchbach hatte mit einer Energieleistung und viel Kampf den Führungstreffer erzielt. Sie beschränkten sich dann nicht aufs Verwalten sondern versuchten schnell einen weiteren Treffer zu landen. Wir waren neugierig, was Wacker-Trainer Jürgen Press seinen Mannen in der Kabine zu erzählen hatte.
In der Pause hatten die Gäste Gelegenheit, es sich gutgehen zu lassen.

Anpfiff zur zweiten Hälfte. Nun Buchbach von rechts nach links.
Einwurf für Wacker von rechts. Björn Hertl trifft erst nur den Pfosten, und im Nachschuß das Tor. 1:1 Ausgleich in der 49. Minute.
Buchbach stand nun mehr unter Druck. Hielt aber stand.
Sie versuchten den Führungstreffer zu erzielen. Manuel Neubauer auf Thomas Breuder nur mehr Andreas Michl vor sich hat. Es war kein Abseits und so gabs Eckball.
Für diese Aktion sah Manuel Neubauer Gelb, nachdem der Schiedsrichter zunächst hatte weiterspielen lassen. Der Freistoß ist ein tückischer Aufsetzer, der erst am Pfosten abprallt und dann von Kim Helmer ins Toraus befördert wird. Die Ecke bleibt folgenlos.
Wacker machte jetzt Druck.
Dann eine umstrittene Szene: Der Ball kommt über mehrere Stationen zu Thomas Breu, der allein auf Torhüter Andreas Michl zuläuft. Da pfeifft der Linienrichter Abseits. Aus unserem Blickwinkel können wir das zwar nicht sehen, es gibt aber viele Stimmen, die sagen, Breu stand im Moment der Ballabgabe nicht im Abseits.
Wieder Burghausen: Die Flanke von links geht aber folgenlos am Buchbacher Tor vorbei.
Dann wieder über links: Die Flanke von Markus Grübl kann Hans Attenberger zur Ecke klären. Die Ecke – ohne Folgen.
In der 65. Minute brachte Helmut Wirth Stefan Lex für Thomas Breu.
Dann Wacker über links: Ecke. Die kurz gespielte Ecke geht am Tor vorbei.
Aber schon eine Minute später: Christian Tschappek erhält den Ball und überrascht Franz Demmel.
1:2 Führungstreffer für Wacker Burghausen. Die Buchbacher reklamieren Abseits, das hilft ihnen aber nicht.
Die Wacker-Fans zünden Feuerwerkskörper – Ordner müssen einschreiten.
Buchbach gibt nicht auf: Klingmann auf Marcus Gibis, dem an der Strafraumgrenze Andreas Michl den Ball praktisch vom Kopf faustet. Den Nachschuß hat er sicher.
Dann dieses Foul an Stefan Lex: Ralph Klingmanns hart geschossener Freistoß geht knapp übers Tor. Da ihn noch ein Burghauser berührt hatte, gabs Ecke. Die änderte aber nichts am Spielstand.
Burghausen diesmal über links: Franz Demmel kann den Ball wegschlagen, Stefan Bernhart wird beim Versuch endgültig zu klären im Strafraum gefoult und verletzt sich dabei. Gelb für Markus Grübl.
In der 74. Minute kommt für Tim Bauernschuster Stefan Hillinger. Helmut Wirt verstärkt seinen Angriff. Und auch Burghausen wechselt: Für Markus Grübl kommt Sven Gresin.
Keine zwei Minuten später: Freistoß Klingmann auf Stefan Lex, der zu Marcus Gibis,zurück zu Lex, der auf Hillinger und dann pfeifft der Schiedsrichter Elfmeter!!!
Die Burghauser protestieren: Gelb für Christian Tschappek.
Ralph Klingmann hat die Nerven! 2:2 Ausgleich in der 75. Minute. Alles war wieder auf Null!
Hillinger am Ball: Marco Holz legt ihn so, dass er außerhalb des Spielfeldes behandelt werden muss.
Nach einem kleinen Foul: Freistoß für Wacker von links: erhält Thomas Kurz den Ball und verlängert den Freistoß ins Buchbacher Tor. 2:3 Führung in der 80. Minute.
Der Ärger bei Buchbach so groß, wie die Freude auf Seiten der Burghauser Fans.
Helmut Wirth nutzte die Gelegenheit um auszuwechseln: Marcus Gibis geht und Thomas Götzberger kommt.
Vier Minuten später: Freistoß Wacker: Der Ball kommt zu Björn Hertl, der ihn ins lange Eck befördert. 2:4 in der 84. Minute.
Aber Buchbach gab nicht auf. „Da geht noch was“ hatte kurz vorher Stadionsprecher Erich Haider Spielern und Zuschauern zugerufen.
Freistoß Buchbach: Hans Attenberger versucht Stefan Lex und Thomas Götzberger vorzulegen. Beide kommen aber nicht an den Ball heran. Andreas Michl entschärft.
Einwurf Buchbach von links: Stephan Hillinger setzt den Ball quer übers Tor.
Und noch einmal: Hillinger auf Manuel Neubauer, der scheitert zunächst an Andreas Michl. Michl kann den Ball aber nicht halten so kommt Stefan Lex zum Nachschuß: 3:4. Anschlusstreffer in der 90. Minute.
Kurz vor Schluss noch eine gelbe karte für Ronald Schmidt für dieses Foul an Kim Helmer.
Es blieb beim 3:4.
Buchbach hat sich wacker geschlagen. Wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn der umstrittene Treffer von Thomas Breu gegeben worden wäre. Tatsache ist, dass weder der Unterschied von zwei Spielklassen hier erkennbar war, noch, dass Buchbach eine Amateurmannschaft und Wacker eine Profitruppe ist. So wie Buchbach an diesem Abend aufgespielt hat, merkte man der Mannschaft auch die drei Niederlagen in den vorangeganenen Spielen nicht an. Eine reife Leistung. Und das anerkannte auch Wacker Burghausen, die auf ihrer Internetseite bekannten: „Die Hausherren verlangten uns alles ab!“
Wacker’s Trainer Jürgen Kress hielt seine Einschätzung des Spiels sehr kurz. (O-Ton)
Helmut Wirth meinte: (O-Ton)
Was bedeutet es, vor so einer grandiosen Kulisse zu spielen? (O-Ton)
Was hat es ausgemacht, dass Sie nach dem Ausgleich doch noch zurückgekommen sind und die Führung ausgebaut haben? (O-Ton)

73 "Ja-zur-A94": Es geht zu langsam voran! 7:10 17 30.04.10
Zur Jahreshauptversammlung des Vereins kamen in diesem Jahr so viele Mitglieder wie selten. Das ist um so erstaunlicher, als weder Neuwahlen anstanden noch prominente Gäste zu erwarten waren. Zunächst begrüßte Vorstand Günther Knoblauch die Gäste und verband dies mit dem Dank an die örtliche Presse, die – im Gegensatz zum Bayerischen Rundfunk – objektiv über den Bau der Autobahn berichten würde.
Dann berichtete er von der Arbeit des Vereins im zurückliegenden Jahr. Er äußerte sich zufrieden mit dem Fortgang der Arbeiten an der Autobahn A94, die durch die Inbetriebnahme der Umfahrung Malching wieder ein Stück vorangekommen wäre. Zwei weitere Abschnitte wären im Bau: Pastetten-Forstinning und Ampfing-Heldenstein. Beide Abschnitte sollen bis Ende 2012 fertig sein. Gegen den PlanfeststellungsbeSchluss für den Abschnitt Pastetten-Dorfen wird erwartungsgemäß wieder geklagt. Man wäre aber zuversichtlich, dass diesen Klagen kein Erfolg beschieden sein wird. Daraufhin deute auch die kürzliche Zurückweisung der Beschwerde der Autobahngegener durch das Bundesverfassungsgericht.
Diese Zuversicht gründe sich auch auf der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts über den Abschnitt Dorfen-Heldenstein. So wäre zu erwarten, dass 2011 der PlanfeststellungsbeSchluss ergehen wird und dann – so wie im Abschnitt Forstinning-Pastetten auch gebaut werden kann. Günther Knoblauch zeigte sich zuversichtlich, auch die Finanzierung für den Bau der Abschnitte zu haben, wenn Baurecht besteht. Er wäre überzeugt, sich trotz konkurrierender Autobahnbauprojekte hier durchsetzen zu können.
Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts über die Behandlung der FFH-Gebiete an der Autobahn A44 wäre auch für die A94 wegweisend. Diese Entscheidung kann auf der Internetseite des Vereins Ja-zur-A94 nachgelesen werden. Die Gegner sollten dieses Urteil anerkennen und nicht weiter streiten um des Streitens Willen. Er gab zu bedenken, dass am Bau der Autobahn auch Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze, Existenzen hängen: Von Baufirmen aber auch von den Firmen in unserer Region. Außerdem kosten diese gerichtlichen Auseinandersetzungen nur erhebliche Steuergelder. Die Spender, die die Kosten für die Prozesse aufbrächten, mahnte Günther Knoblauch, ihre Geld sinnvoller einzusetzen.
Günther Knoblauch gratulierte der Autobahndirektion, die sich in den zurückliegenden Jahren hervorragend auf die Autobahngegner eingestellt hat und so jetzt jedem Einwand entgegentreten kann.
Zum Schluss seiner Ausführungen berichtete Günther Knoblauch, dass sich die Vorstandschaft des Vereins mehrmals im Jahr treffe umd strategische Gespräche zu führen. Ein Ergebnis dieser Arbeit war die Plakataktion im vergangenen Herbst, die über drei Monate an 11 Standorten den Verkehrsteilnehmern die Notwendigkeit des Autobahnbaus nahe gebracht hatte. Diese Aktion wird wiederholt werden.
Die Aktion mit den Musikgruppen, die er im vergangenen Jahr zum Spatenstich angekündigt hatte, musste leider aus Platzmangel abgesagt werden. Es wären so viele Musiker gekommen, dass der verfügbare Platz nicht ausgereicht hätte. Nun sollen die Musikkapellen zur Einweihung des Abschnitts Ampfing-Heldenstein aufmarschieren. Dann werde man der Autobahndirektion den Bayerischen Defiliermarsch und den Autobahngegnern den normalen Marsch blasen!!!
Im kommenden Jahr will der Verein in Orten entlang der Autobahn Informationsveranstaltungen durchführen und so der Autobahngegnerschaft argumentativ entgegenzutreten.
Abschließend dankte Günther Knoblauch den Kollegen im Vorstand, Gundula Weigl von der Stadt Mühldorf, die als Geschäftsführerin beteiligt ist und auch die Internetseite pflegt.
In die Zukunft blickend forderte er dazu auf, die verantwortlichen Politiker in München und in Berlin ständig dabei zu unterstützen, die nötigen Mittel für den Weiterbau der Autobahn bereitzustellen und auch dabei, die Dringlichkeit des Baus dieser Strecke im Bewußtsein aller Beteiligten zu halten. Dazu müssen alle Entscheider das wirtschaftliche Potential der Region kennen.
Alle Aktivitäten der vergangenen Jahre haben dazu geführt, dass jetzt zwei Abschnitt im Bau sind und die Planfeststellungsbeschlüsse für zwei weitere in den nächten Jahren ergehen werden.
Astrid Reber verlas den Kassenbericht von Schatzmeister MdL Jakob Schwimmer, der gesundheitsbedingt nicht persönlich anwesend sein konnte. Die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen beliefen sich auf 10.359 Euro. Die Ausgaben aus Reisekosten, Werbung und Verwaltungskosten summieren sich auf ca. 9.260 Euro. Der Kassenbestand hat sich also um knapp 1.000 Euro erhöht. Die Kassenprüfer haben die Kasse geprüft und empfahlen der Versammlung die Entlastung der Vorstandschaft. Diese wurde per Handzeichen erteilt.
Nun erläuterte Baudirektor Christian Rehm von der Autobahndirektion den aktuellen Stand des Baus der verschiednen Streckenabschnitte. Zum Unmut der Anwesenden stellte er den Zeitplan des Baus vor, der die Fertigstellung noch lange nicht sieht. Da sich seit unserem letzten Bericht über dieses Thema nichts wesentliches geändert hat, wollen wir uns hier kurz fassen. Es sei nur festgestellt, dass durch die verschiedenen Gerichtsurteile, die den Bau des Abschnitts Forstinning-Pastetten ermöglicht hätten, eine Vorentscheidung für die Weiterführung des Autobahnbaus auf der Trasse Dorfen bereits gefallen ist. Auch Mattias Rehm ging davon aus, dass weitere Gerichtsverfahren nur verzögernde Wirkung haben, keinesfalls aber mehr am Weiterbau etwas ändern werden.
Günther Knoblauch dankte Christian Rehm für seine Ausführungen, erklärte jedoch, dass der Bau doch erheblich schneller gehen müsse, als die Autobahndirektion das jetzt plane. Man könne sicher Zeit dadurch sparen, dass man parallellaufende Brücken gleichzeitig baut und nicht erst die eine und dann die andere Seite. Sollte es daran liegen, dass Grundstücke nicht schnell genug bereitgestellt werden können, weil im Landratsamt Erding nur ein einziger Jurist daran arbeite, dann müsse man eben weitere anstellen. Aus solchen Gründen dürfe es jetzt keine Verzögerungen mehr geben.
Es schloss sich eine Diskussion an, in der die Mitglieder Günther Knoblauch beipflichteten und ihre Unterstützung dabei zusicherten, das Projekt A94 schnellstmöglich zum Erfolg zu führen. Und darauf wartet schließlich unsere ganze Region.
74 Bürgerversammlung in Ampfing: Geschickt die Krise gemeistert 14:30
Eine überschaubare Zahl interessierter Ampfinger kam in den Saal des Ampfinger Hofes wo Bürgermeister Ottmar Wimmer die Ereignisse in Ampfing im abgelaufenen Jahr Revue passieren ließ:
Er begann mit statistischen Daten: Am 30. November 2009 waren in Ampfing 6.119 Einwohner mit Hauptwohnsitz und 366 Personen mit Zweitwohnsitz gemeldet. Zusammen 6.485.
Ein leichter Rückgang gegenüber 2008.
3268 Ampfinger waren 3.268 weiblich und 3217 männliche Personen. 20 Eheschließungen, 45 Todesfälle und 55 Geburten registrierte das Standesamt.
Der Altersbaum zeigt einen Bauch bei den 35 bis 50-jährigen. Der schmal Stamm lässt aber erkennen, dass wenig junge Leute nachkommen werden. Im Schnitt ist Ampfing im Vergleich zu anderen Kommunen im Landkreis trotzdem in einer komfortablen Situation.
Ottmar Wimmer kam nun zu den Investitionen: Auch im vergangenen Jahr stand wieder die Abwasserentsorgung im Vordergrund, in die in den zurückliegenden Jahren über 6 Millionen Euro investiert wurden und auch 2010 wieder über 110.000 Euro hineinfließen.
Um die hohen Stromkosten der Kläranlage zur reduzieren und damit auch dem Umweltgedanken gerecht zu werden, errichtet die Gemeinde direkt daneben eine Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistugn von 600 Kilowatt. Die Anlage wird etwa zwei Millionen Euro kosten und noch vor Jahresmitte einsatzbereit sein.
Auf gemeindeeigenen Gebäuden wurden Photovoltaikanlagen installiert und hierfür 380.000 Euro aufgewendet - etwa auf der Grundschule und dem gemeindlichen Bauhof.
Nun soll ein Blockheizkraftwerk den Wärmebedarf von Schulen, Turnhallen, Feuerwehrgerätehaus und Bauhof über ein Nah-Wärmenetz decken. Obwohl die Gemeinde hier etwa 750.000 Euro investiert rechnen sich diese Ausgaben sowohl für die Umwelt als auch für den Kämmerer.
Neu- und Ausbau des Wasserversorgungsnetzes ist weitestgehend abgeschlossen. Das Wasserleitungsnetz hat ohne Hausanschlüsse eine Länge von gut 72 Kilometer und mit Hausanschlüssen 110 Kilometer.
Die Kaiser-Ludwig-Straße wurde für 190.000 Euro und der Wirtschaftsweg nach Oberberg für 83.000 Euro saniert. Für den Kreisverkehr an der Mobil-Oil-Straße, die Erschließung des Gewerbegebietes südlich der A94 und die Dorferneuerung von Salmannskirchen wendet die Gemeinde über 800.000 Euro auf.
2009 und 2010 mussten Brücken für 280.000 Euro instand gesetzt werden.
Die Dorferneuerung in Salmannskirchen nimmt langsam Fahrt auf. Ottmar Wimmer dankte den Salmannskirchnern für ihr Mitwirken.
Auch auch bei der Ortskernsanierung in Ampfing selbst gibt es noch einiges zu tun.
In Ampfing gibt es 33 gemeindliche Brücken. 22 mussten untersucht werden. Diese Überprüfung hat übergeben, dass drei Brücken saniert werden mussten. Eine Brücke – bei Hagenau – wurde durch eine Metallkonstruktion - zwei andere wurden durch Wellblechdurchlässe ersetzt.
Auch im Hochbau hat sich einiges getan: Um die Ausbildung der Schüler besser zu fördern hat die Gemeinde die Einführung von Ganztagsklassen an Grund- und Hauptschule beantragt.
Neben der Grundschule wurde ein neues Gebäude errichtet, das zusätzliche Klassenzimmer, Fachräume und eine Essenstrakt beherbergt. Von den 3 Millionen Euro Baukosten trug der Freistaat Bayern einen großen Teil. Auch der Neubau der Einfachturnhalle konnte abgeschlossen werden, die die 50 Jahre alte Halle ersetzt. Neben der Nutzung als Sporthalle können dort – dank der Bühne – auch kulturelle Veranstaltungen mit bis zu 300 Gästen abgehalten werden.
Auch die anstehende energetische Sanierung der Dreifachturnhalle, die im Rahmen des Konjunkturpaketes der Bundesregierung gefördert wird, zeigt, welchen hohen Stellenwert die Gemeinde den Bildungsmöglichkeiten beimißt. Diese Maßnahme wird über zwei Millionen Euro kosten.
In der Grundschule lernten 226 Schüler, teils in Ganztagsklassen mit Mittagsverpflegung. Die Zahl der Hauptschüler im Schulsprengel Ampfing, zu dem fünf Gemeinden gehören, beträgt 261. Mit den Gastschülern werden derzeit 315 Schüler in 16 Klassen unterrichtet. Auch die Hauptschule verfügt über gebundene Ganztagsklassen. Zusammen mit dem Schulverband Buchbach will die Gemeinde die Hauptschule Anfang kommenden Schuljahres als Mittelschule betreiben. Die nötigen Voraussetzungen werden derzeit geschaffen.
Bei diesen Anstrengungen unterstützt auch der gemeinnützige Verein Ampfini.
Für den sicheren Schulweg, das richtige Verhalten an Bushaltestellen und im Schulbus sorgt der Ampfinger Verein „Sicherer Schulweg“.
Mit Blick auf die Verpflichtung ab 2013 Kinderkrippenplätze bereithalten zu müssen, wird die Gemeinde im laufenden Jahr die Planung für ein neues Gebäude aufnehmen. Es wird Platz für 36 Kinderkrippenplätze und eine Ganztagskindergartengruppe an einem möglichst zentrumsnahen ruhigen Standort geschaffen.
Breiten Raum nahm der Fortgang der Bauarbeiten der Autobahn A94 ein, die derzeit für viele Behinderungen sorgen. Seit dem Spatenstich am 17. August vergangenen Jahres wird von Ampfing bis Heldenstein gebaut. Da dies auf der selben Trasse erfolgt, auf der weiterhin der Verkehr der B12 läuft sorgen die verschiedenen Provisorien und Sperrungen für Erschwernisse, die aber schließlich zu erheblichen Erleichterungen führen werden. Besonders durch die Einhausung und die Lärmschutzwände.
Im Rahmen des Baus der Autobahn werden auch zahlreiche innerörtliche Straßen neu gebaut, so dass auch hier mit einer erheblichen Verbesserung gerechnet werden kann. Bürgermeister Ottmar Wimmer erläuterte die einzelnen Änderungen und die Auswirkungen auf den Verkehr während und nach der Bauphase ziemlich ausführlich. Die Ampfinger werden wohl noch drei Jahren mit der Baustelle leben müssen.
Die Verkehrsüberwachung war sein nächstes Thema: Die Gemeinde gehört dem Zweckverband an. Von Januar bis Oktober 2009 wurden 234 Knöllchen für falsches Parken erteilt – auch ihn selbst hatte es getroffen. Die Blitzerbilanz: (O-Ton: 669 Verkehrsteilnehmer waren mehr als 10 km/h zu schnell, 224 mehr als 15 km/h und 92 bis 20 km/h 20 bis 25 km/h, 5 bis 30 km/h und drei Autofahrer müssen jetzt mit dem Fahrrad fahren.) Diese hohe Zahl zeige, dass die Überwachung sinnvoll ist und dauerhaft beibehalten werden wird.
Nach dem symbolischen Spatenstich 2007 wurde der Bahn-Abschnitt Mühldorf-Ampfing zweigleisig ausgebaut, der Bahnhof saniert und Bahnsteige mit Fußgängerunterführung neu errichtet. Die Lärmschutzwände wurden gebaut, aber im innerörtlichen Bereich noch nicht fertiggestellt, weil die durchsichtigen Bauelemente im oberen Bereich noch keine Zulassung erhalten haben. Für die Anstrenungen, diese Lösung zu erarbeiten dankte Ottmar Wimmer MdB Stephan Mayer.
Auch die neuen Straßenunterführungen sind zum Einschieben vorbereitet. Sie werden im Juni an vier Tagen eingeschoben. Die Gemeinde musste sich an den Baukosten mit ca. 1,8 Millionen Euro beteiligen.
Ausgerechnet mit dem Landkreis Mühldorf und da wieder ausgerechnet mit Ampfing hat das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege seine Nachqualifizierungsaktion für Bodendenkmäler begonnen. Das hätten sie lieber nicht machen sollen!
Plötzlich sollen auf Grund reiner Verdachtsmomente Grundstückseigentümer erhebliche Kosten übernehmen. Die Gemeinde hat das gemeindliche Benehmen nicht erteilt. Die erheblichen Bedenken wurden Wissenschaftsminister Dr. Heubisch vorgetragen, woraufhin viele Grundstücke wieder aus der Liste gestrichen wurden.
Auch wenn zum Schluss, doch sehr interessant: Die Finanzen. Der Gemeinderat hatte im Mai einen Haushalt in Höhe von über 16 Millionen Euro beschlossen. Im Dezember musste ein Nachtragshaushalt in Höhe von etwa 315.000 Euro nachgeschoben werden.
Die Einnahmen stammten vorwiegend aus den Steuern. Bemerkenswert ist der Rückgang der Gewerbesteuer. 2009 hätte die Gemeinde daraus 5,6 Millionen Euro erhalten, heuer plane man mit 2,8 Millionen Euro. Dies bereite Probleme, die man aber auf Grund der seriösen Wirtschaft werde bewältigen können. Die Einnahmen aus den weiteren Steuern: (O-Ton....)
Der größte Ausgabenposten ist mit 3,1 Millionen Euro die Kreisumlage, die jährlich um etwa 400.000 Euro steigt – eine erhebliche Belastung. Die Personalkosten belaufen sich auf 1 Million 766 Tausend Euro. Um die Investitionen finanzieren zu können, war eine Entnahme aus den Rücklagen in Höhe von 1,2 Millionen Euro erforderlich.
Am 31.12.2009 betragen die Schulden der Gemeinde 5 Millionen 149 Tausend Euro. 800.000 wurden getilgt. Die Rücklagen belaufen sich auf 777.000 Tausend Euro. Das ergibt eine Nettoverschuldung von 724 Euro pro Einwohner. Auch dies ein Ergebnis vernünftiger Finanzwirtschaft und ein Vorteil gegenüber anderen Kommunen.
Im weiteren erläuterte Ottmar Wimmer die überdurchschnittliche Steuerkraft der Gemeinde Ampfing. Den Durchschnitt aller bayerischer Gemeinden markiert die rote, den Ampfings die gelbe Linie. Setze sich der Trend fort, wäre ihm um die Gemeinde nicht bange.
Die Gemeinde wird auch künftig Baugrund bereitstellen und auch ihr Einheimischenmodell fortführen. Derzeit bietet die Gemeinde 10 Bauparzellen an und auch Gewerbegrund steht südlich der Autobahn A94 zur Verfügung.
Bürgermeister Ottmar Wimmer dankte den 13 Mitarbeitern des Bauhofes, der dafür zuständig ist, dass in Ampfing alles funktioniert. Von Winterdienst bis Feuerwehreinsätze: Die Mitarbeiter des Bauhofes als „kommunale Allzeweckwaffe“ sind überall dabei.
Wichtig ist auch die Feuerwehr. Den drei Ampfinger Wehren und ihren Mitgliedern galt sein ganz besonderer Dank und sagte die forgesetzte Unterstützung zu. So konnte erst kürzlich für 115.000 Euro ein Versorgerfahrzeug beschafft werden. Ein weiteres Fahrzeug für über 400.000 Euro wird noch heuer bestellt.
Das Gemeindeleben ist sehr auf das ehrenamtliche Engagement der Bürger angewiesen. Ottmar Wimmer dankte den Vereinen die durch ihre regelmäßigen Veranstaltungen Ampfing weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt gemacht hat. Besonders nannte er den kommunalen Kulturkreis mit Heinz-Rudolf Huber an der Spitze. Ein Höhepunkt ist heuer das 120. Gautrachtenfest des Gauverbandes I im Juli diesen Jahres zu dem auch Ministerpräsident Seehofer erwartet wird. Ottmar Wimmer bat um die Unterstützung des gesamten Ortes bei der Durchführung dieses Großereignisses.
Er dankte den Kollegen im Gemeinderat für die gute Zusammenarbeit im Interesse aller Bürger. Besonderer Dank galt den Fachreferenten und den Vorsitzenden der einzelnen Ausschüsse.
Sein Dank galt auch Landrat Georg Huber und den Mitarbeitern im Landratsamt für die konstruktive Zusammenarbeit, Dr. Marcel Huber und Dekan Roland Heimerl.
Er hoffte, dass sich die Bürger in Ampfing wohlfühlen und versprach, die Arbeit zum Wohl der Bürger in der Gemeinde weiter fortzuführen.
In der folgenden Diskussion bat Lothar Kunz, die Einfachturnhalle auch für Kinderveranstaltungen nutzen zu dürfen, weil er keine Möglichkeit sah, solche Veranstaltungen in Gaststätten durchführen zu können. Das wäre nicht möglich – meinte Bürgermeister Ottmar Wimmer - weil die Gemeinde nicht in Konkurrenz zu den Gaststätten treten könne.
Dieter Spielvogel aus Wimpasing wollte wissen, wann die Straße von Ampfing nach Wimpasing wieder freigegeben werden kann, damit er wieder problemlos nach Ampfing fahren kann. Um so mehr, als im Herbst dann der Kreisel gebaut wird. Ottmar Wimmer meinte, im Juli sollte dies wieder möglich sein.
Die Lautsprecheranlage am Friedhof war das nächste Thema. Dort versteht man kaum etwas, besonders dann nicht, wenn gerade ein Zug vorbeifährt. Ottmar Wimmer meinte, er sollte sich hinter einen Bürger stellen, dann wäre er immer ganz vorn dabei.
Die Verkehrsregelung an der Gärtnerei Igerl war das nächste Thema. Dort an der Kreuzung wird mit dem Bau des Kleeblattes an der Autobahn eine neue Regelung geschaffen werden.
Die Informationstafel am Rathaus wäre schon sehr alt und müsse erneuert werden. Das wäre auch ein ständiges Anliegen von Bürgermeister Ottmar Wimmers Frau und deshalb auf der obersten Prioritätsstufe. Es werde aber wohl noch einige Zeit dauern.
Weitere Fragesteller beschäftigten sich mit Verkehrsregelungen im Zuge des Ausbaus der Bahnstrecke und dem Bau der Autobahn.
Zusammenfassend kann man sagen: Ampfing hat durch kluge Finanzpolitik, ein ausgereiftes Grundstücksmodell und viele gesunde Wirtschaftsbetriebe die Krise gemeistert. Die erhöhten Belastungen durch die höhere Kreisumlage bei gleichzeitig rückläufigen Steuereinnahmen schmerzen zwar, können aber abgefangen werden, ohne all zu große Einschnitte in der Investitionstätigkeit oder gar beim Erhalt öffentlicher Angebote in Kauf nehmen zu müssen: Ampfing hat die Krise gemeistert.
75 Kreisklinik als Darmkrebszentrum zertifiziert 5:00
Die deutsche Krebsgesellschaft hat das Darmzentrum an der Klinik in Mühldorf am Inn als Darmkrebszentrum ausgezeichnet, so die kurze Botschaft von Klinik-Geschäftsführer Heiner Kelbl. Darmkrebs wäre mit über 69.000 Fällen die Krebsform, an der jedes Jahr am meisten Menschen in Deutschland erkranken. 27.000 Erkrankte sterben jährlich an den Folgen dieser Erkrankung. Dabei könnte man Darmkrebs bei rechtzeitiger Diagnose heilen. Das Darmkrebszentrum widmet sich so nicht nur der Behandlung sondern auch der Präventation. der und der Nachsorge. Am Zustandekommen des Darmzentrums wirkten zahlreiche Kooperationspartner mit, die in einem Flyer der Klinik aufgeführt sind. Diese Auflistung hätte eher Ähnlichkeit mit der Fachabteilung einer Uniklinik, als mit einer Kreisklinik. Dies zeige, dass die Klinik mit Kooperationen eine sehr gute Versorgung der Bevölkerung gewährleistet.
Die Zertifizierung wäre das sichtbare Zeichen für die Bestrebung der Kreisklinik, diese Versorgung immer weiter zu verbessern.
Chefarzt Dr. Thomas Miebs – Leiter des Darmkrebszentrums freute sich über die Zertifizierung der Klinik als Darmkrebszentrum geschafft zu haben. Seit Jahren behandeln die Kliniken Patienten mit Krebserkrankungen. Dazu finden regelmäßig Tumorkonferenzen statt, zu denen Spezialisten aller Fachabteilungen regelmäßig zusammenkommen um die bestmögliche Behandlungsstrategie zu besprechen. Um dies zu gewährleisten wurden Kooperationen mit internen und externen Spezialisten vereinbart. Dr. Miebs dankte den anwesenden Kooperationspartnern und Mitarbeitern, die maßgeblich zum Erreichen des Zertifikats beigetragen haben.
Für jeden, der die Diagnose „Krebs“ erhalte, wäre das erst einmal ein Schock, stellte der leitende Chefarzt Dr. Wolfgang Richter fest. Entscheidend wäre der professionelle Umgang mit dieser Nachricht. Je früher man aber die Diagnose erhalte, desto besser wären die Heilungschancen. Aber auch wenn die Krankheit schon fortgeschritten ist, bestehen Chancen auf Heilung oder zumindest die Verzögerung des Fortschreitens.
Es wäre für betroffene Patienten sehr wichtig zu wissen, an wen sie sich wenden können. Die nun erreichte Zertifizierung signalisiert dem Patienten die Qualität der Behandlung an der Kreisklinik. Auch Vertrauen und Zuwendung zu erfahren wäre für Patienten wichtig – ein Faktor, der nur schwer nachweis- und zertifizierbar ist. Es wäre das Ziel der Kreisklinik, Patienten das Gefühl zu geben, dass sie hier bestmöglich versorgt werden. Sie sollen sich an der Kreisklinik gut aufgehoben fühlen.
Nur weil er wüßte, dass alle beteiligten Kooperationspartner die selben Ziele und Absichten verfolgen, hätten sie sich überhaupt um die Zertifizierung als Darmkrebszentrum bemüht.
Für diese gemeinsamen Anstrengungen dankte Dr. Wolfgang Richter allen teilnehmenden Ärzten und Partnern.
Landrat Georg Huber freute sich über die zahlreichen neuen Kooperationen und Angebote der Kreisklinik, die sich mit vielen Kooperationen auf einem hervorragenden Weg in die Zukunft befände. Die Zertifizierung bestätige, dass hier hervorragende Fachleute sauber für die Menschen arbeiten würden. Aber auch die Zuneigung und die Fürsorge des Pflegepersonals schafften Vertrauen bei den Patienten. Darauf, dass diese Vertrauensbasis permanent wachse, darauf wäre er schon sehr stolz. Diese Entwicklung in der Öffentlichkeit und in der Politik bekannt zu machen, darum bemühe er sich ständig. Er gratulierte dem Krankenhaus und den Kooperationspartnern zur Zertifizierung und wünschte allen eine weiterhin gute Zusammenarbeit zum Vorteil der Patienten.
Schließlich überreichte Heiner Kelbl Dr. Thomas Miebs die Urkunde und gratulierte zur Auszeichnung.
76 Landrat Georg Huber ehrt ausgezichnete Bürger: Bayerische Verfassungsmedaille und weitere Ehrungen 6:20
Zum ersten Mal spielte Musik zu einer Ehrungsveranstaltung. Das hätte dem Ereignis eine besondere Note verliehen und sollte fortgeführt werden – begann Landrat Georg Huber. Er freute sich, mit Stefan Schalck, Hans Schmidbauer und Gerhard Forstmeier die Bürgermeister der Gemeinden begrüßen zu dürfen, aus denen Bürger geehrt würden. Sie zeigten damit die ihre Wertschätzung für die ausgezeichneten Personen.
Bei solchen Gelegenheiten ehrt Landrat Georg Huber auch im Namen des Landkreises Personen, die schon vorher ihre Auszeichnungen aus den Händen von Staatssekretären oder anderen erhalten haben.
Frau Helga Zieche aus Polling erhielt die Bayerische Verfassungsmedaille in Silber von der Präsidentin des Bayerischen Landtages in einer Feierstunde im Maximilianeum. Diese exklusive Auszeichnung, die noch seltener verliehen wird, wie der bayerische Verdienstorden, wurde ihr für ihr herausragendes soziales Engagement verliehen. Nur 288 Persönlichkeiten erhielten diese Auszeichnung seit dem 1. November 1964 in Gold und 775 Personen in Silber. Helga Zieche organisiert seit 1992 zusammen mit ihrem Mann Gerd Hilfstransporte für die Rumänienhilfe. 21 Transporte hat sie seitdem nach Timischwar geschickt und 15 davon selbst nach Rumänien chauffiert. Die Hilfsgüter finanzierte sie durch Spendenaktionen und die Durchführung von Veranstaltungen. Zudem engagiert sie sich seit 1996 als Leiterin der Krebsselbsthilfegruppe in Mühldorf, die zum Ausgangspunkt für ähnliche Gruppen in Buchbach und Schwindegg wurden. Auch diese Gruppen leitet sie selbst. Damit nicht genug, leitet sie das jährliche Flossinger Adventssingen und ist Mitglied der Stoahölzler Stubenmusik. Sie ist damit auch Teil des kulturellen Lebens im Landkreis.
Landrat Georg Huber dankte Helga Zieche und ihrem Mann für das erhebliche Engagement und bat, darin nicht nachzulassen.
Eine Ehrenurkunde und die Pflegemedaille reichte Landrat Huber Bürgern nach, die kürzlich an der Ehrungsveranstaltung nicht hatten teilnehmen können. Die Pflegemedaille würdigt die Leistung von Personen, die zu Hause kranke Familienangehörige pflegen. Er dankte dafür, dass dieses Gefühl der Verantwortung der Menschen für ihre Familienangehörigen in unserem Landkreis noch vorhanden ist und die pflegenden ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse hintanstellen um dem Bedürtigen das Leben erträglich zu gestalten. Er dankte für diesen Dienst der Nächstenliebe und wünschte ihnen, dass sie auch weiterhin die Kraft aufbringen mögen, weiter für ihre Lieben dasein zu können.
Eine Urkunde und die Pflegemedaille von Sozialministerin Christine Haderthauer hatte Landrat Georg Huber für Frau Philomena Leitner aus Unterreith und Frau Maria Resch aus Mettenheim. Er überreichte die Urkunde und die Medaille und gratulierte herzlich.
Nur durch Zufall hatte Landrat Georg Huber von der nächsten Ehrung erfahren. Schon im März traten junge Musiker aus dem Landkreis in Augsburg gegen 75 Gruppen im Landkreis an. Dabei erzielte das Quartett in der Altersgruppe II mit 90 Punkten das Prädikat „mit sehr gutem Erfolg“ Das Quartett in der Altersgruppe IV erzielte 98 von 100 Punkten. Das Prädikat „mit ausgezeichnetem Erfolg“. Damit waren sie zweiter Landessieger. Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht des Alters der jungen Musiker könne man ermessen, wieviel Arbeit hinter diesen Erfolgen steckte. Um so mehr, als gleichaltrige doch eher anderen Freizeitbeschäftigungen nachgingen. Dies wäre ein Zeichen dafür, dass junge Menschen bei guter Förderung aus dem Elternhaus heraus aktive, innovative und freundliche junge Menschen werden würden. Für die viele Arbeit und den großen Aufwand im Hintergrund dankte Landrat Huber Brigitte Huber von der Trachtenkapelle Ramsau. Er freute sich über die reichhaltige Musikszene im Landkreis und die vielen Könner im Hintergrund, die dann wieder solche Erfolge hervorbrächten: Ein wunderbares Erlebnis, solche Talente dann heranwachsen zu sehen und ihre Musik genießen zu können.
Er gratulierte den jungen Musikern und bat sie, sich nun nicht auf ihren Erfolgen auszuruhen. Er versprach, sie zukünftig häufiger einzuladen um diesen Veranstaltungen einen würdigen Rahmen zu geben. Er überreichte den jungen Talenten kleine Süßigkeiten und freute sich schon auf einen weiteren Auftritt, mit dem sie die Ehrungsveranstaltung schlossen.
77 Bayernliga-Fußball: TSV Buchbach - TSV Aindling 10:50
Der TSV Buchbach hatte nach der Rekordkulisse im Totopokalspiel gegen den SV Wacker Burghausen erneut auf ein volles Stadion gehofft. Aindling hatte die vorangegangenen Spiele gewonnen und klar im Aufwärtstrend. Buchbach dagegen hatte die letzten Spiele verloren und wollte unbedingt zurück auf die Erfolgsschiene. Nach dem 2:2 in der Vorrunde schien das möglich.
Nach langer Zeit erstmals wieder von Anfang an dabei waren Manuel Neubauer und Stefan Hillinger. Thomas Breu und Markus Blau sahen von der Bank aus zu.
18 Grad und wolkenloser Himmel sorgten für beste Stimmung bei Verein, Spielern und Zuschauern.
Wie immer erklangen die Höllenglocken von AC/DC zum Einmarsch: „Hells-Bells“. Für wen das Spielfeld zur Hölle würde, sollte sich in den kommenden 90 Minuten zeigen.

Buchbach spielte diesmal in schwarz von rechts nach links. Aindling stieß an.
In den ersten Minuten tasteten sich die Mannschaften ab, die anstrengende englische Wochen hinter sich hatten, im Durchschnitt alle drei Tage ein Spiel. Dazu die Toto-Pokal-Spiele...
Etwa in der achten Minute setzt Aindling mit Sebastian Fischer zum Angriff an. Kemail Bekiri spielt weiter auf Florian Hönisch. Der Schiedsrichterassistent erkennt auf Abseits. Gefahr gebannt.
Gleich darauf kann Marcus Gibis auf Stefan Hillinger weiterspielen. Er flankt zurück auf Gibis doch der erläuft die Flanke nicht. So ähnlich kanns weitergehen.
Und wieder Gibis: Er setzt sich hier gegen alle Aindlinger durch, umspielt Sergej Scheifel, der ihn dann im Strafraum zu Fall bringt. Der Schiedsrichter war sehr weit weg von dieser fraglichen Szene! Unsere Zeitlupe zeigt nicht eindeutig, ob Scheifel hier tatsächlich den Ball gespielt hat....
Drei Minuten später: Michael Pointvogel über rechts auf Stephan Hillinger. Ihn rennt Akdemirtschi Seltschuk um. Schiedsrichter Lothar Ostheimer deutet sofort auf den Punkt.
Auch wenn Thomas Geisler die Ecke erahnt kommt er für Ralph Klingmanns Elfmeter zu spät. 1:0 Führung für den TSV Buchbach in der 14. Minute.
Buchbach bemühte sich, die Führung auszubauen, wurde aber von Aindling immer wieder gestoppt. Wie hier Stefan Hillinger, dessen Eingreifen hier aber schon gepfiffen wird.
Dann können Michael Pointvogel und Franz Demmel hier in letzter Sekunde retten.
(irgendwo 43:00:00) Bisher sahen die 680 Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel der beiden Mannschaften.
Ecke Klingmann: Stefan Hillinger und Marcus Gibis springen nicht hoch genug und Michael Pointvogel kommt auch nicht heran. Es bleibt beim 1:0.
Dann konnte Markus Gibis Sergej Scheifel den Ball abjagen, sich gegen mehrere Verteidiger durchsetzen aber schließlich seine Flanke nicht zu Stefan Hillinger durchbringen. Der viel kritisierte Marcus Gibis in Hochform!
Eine weitere denkwürdige Szene: Christian Doll fällt mehr über seine eigenen Füße als dass ein Buchbacher da was gemacht hätte. Freistoß für Aindling. Der landet aber in Franz Demmels Armen.
Gefahr für das Buchbacher Tor hier: Esat Jass‘ Flanke bekommt Michael Zerle nicht herunter und so geht der Ball über Franz Demmels Kasten.
Wieder Markus Gibis: Er spielt den Ball über mehrere Stationen in den Fünf-Meterraum, wo Stefan Hillinger ihn dann am Tor vorbei ins Aus köpft.
Hier am linken Bildrand kaum zu sehen grätscht Tobias Völker Manuel Neubauer in die Beine, so dass der liegen bleibt. Schiedsrichter Ostheimer belässt’s bei einer Ermahnung.
Den Freistoß hat Gästetorhüter Thomas Geisler sicher.
Nach Foul von Attenberger dann Freistoß aus 25 Metern. Der Freistoß kein Problem für Franz Demmel.
dass es hier nicht einmal eine gelbe Karte gab, wirft ein interessantes Licht auf den Schiedsrichter. Für dieses Foul an Michael Pointvogel hätte ein anderer Schiedsrichter die rote Karte gezückt! Pointvogel muss außerhalb des Spielfeldes behandelt werden.
Dann der Pausenpfiff. Ende einer munteren Spielhälfte ohne zwingende Torchancen auf beiden Seiten – von Ralph Klingmann’s Elfmeter mal abgesehen. Das Duo Neubauer/Hillinger – früher Garant für spritzige Einlagen – muss nach der langen Verletzungspause erst wieder Fuß fassen. Das erkannte wohl auch Trainer Helmut Wirth und brachte nach der Pause Stefan Lex für Manuel Neubauer.
Lex und Hillinger stießen zur zweiten Hälfte an.
Nun Buchbach von rechts nach links.
Aindling im Vorwärtsgang: Esat Jass auf Christian Doll, der aber zu langsam reagiert und den Ball nicht unter Kontrolle bekommt. Es hätte der Ausgleichstreffer sein müssen!
Und gleich noch eine Chance für Aindling: Akdemirtschi Seltschuk auf Esat Jass, der flankt auf Christian Doll. Der wird aber bedrängt und kommt nicht richtig zum Schuß.
Die Gefahr für das Buchbacher Tor nahm zu.
Und gleich noch einmal: Kemal Bekiri kann den Ball nicht halten. Hinter ihm steht Florian Hönisch, dem sich schließlich Hans Attenberger in den Weg wirft. Attenberger bekommt den Ball mit voller Wucht ins Gesicht und bleibt benommen liegen. Er muss behandelt werden, kann später aber weiterspielen.
Dann versucht’s Stefan Lex über links, spielt weiter auf Sefan Hillinger, wieder zurück auf Lex, der Torhüter Geisler überwindet. Tim Bauernschuster kommt aber nicht heran und Akdemirtschi Seltschuk kann zur Ecke retten. Die verläuft sich im Gewirr der Beine.
Stefan Lex diesmal über rechts: Er spielt zurück auf Alex Neulinger, der wohl Abseits fürchtet und zurückgibt auf Marcus Gibis. Sein Distanzschuß geht übers Tor.
Nun folgten auf beiden Seiten zahlreiche Schüsse aufs Tor. Treffer blieben aber aus.
Ecke Buchbach: An Stefan Lex‘ Ball kommen weder Marcus Gibis noch Stefan Hillinger heran.
Wieder Aindling: Akdemirtschi Seltschuk auf ... dessen Ball Franz Demmel mit den Beinen abwehrt. Da pfeifft der Schiedsrichter und deutet auf den Punkt! Alex Neulinger hatte wohl Christian Doll am Arm gehalten. Deshalb sieht er auch noch Gelb.
Kemal Bekiri läß Franz Demmel keine Chance. 1:1 Ausgleich in der 64. Minute.
Drei Minuten später: Weder Stefan Bernhart noch Alex Neulinger können den Ball aufhalten und so kann Christian Doll zum Führungstreffer einschießen. 1:2 in der 67. Minute.
Dann kommt der Ball nach einer Ecke zu Stefan Lex. Er spielt weiter auf Michael Pointvogel der ihn aber neben dem Aindlinger Tor ins Aus jagt.
Aufregung nach diesem Foul von Michel Pointvogel an Ezat Jass. Sebastian Fischers Freistoß geht gleich zwei Mal am Buchbacher Tor vorbei.
in der 73. Minute nimmt Helmt Wirth den angeschlagenen Michael Pointvogel vom Platz und bringt für ihn Thomas Götzberger.
Nach diesem weiten (!) Einwurf von Tim Bauernschuster prallt der Ball ein paar Mal ab und fällt Ralph Klingmann vor die Füße. Der zieht ab und trifft unhaltbar zum 2:2 Ausgleich. 76. Minute – Alles wieder auf Null.
Die Chance zur Führung vergibt Thomas Götzberger nach diesem Freistoß von Ralph Klingmann.
Die nutzten die Gäste dann in der 81. Minute, als Sebastian Fischer Esat Jass zum Flanken schickt und Michael Zerle die Flanke ins Buchbacher Tor köpft. 2:3 Führung für den TSV Aindling in der 81. Minute.
Schon wieder Aindling über links: Esat Jass kann sich nicht entscheiden, wohin mit dem Ball, da sieht Hans Attenberger nur eine Möglichkeit, den einzig anspielbaren Aindlinger – Florian Hönisch zu stoppen. Dafür sieht er Gelb und der Aindlinger muss außerhalb des Spielfeldes behandelt werden.
Aindlings Trainer Helmut Leihe nimmt Hönisch aus dem Spiel und bringt dafür Kilian Huber.
Noch einmal kam dann Ralph Klingmann zum Schuß. Diesmal war aber Thomas Geisler gewarnt und konnte eingreifen.
Nach Abstoß diese Szene: Esat Jass auf den vollkommen frei anstürmenden Christian Doll, der nur noch zum 2:4 Endstand einzuschieben braucht.
Da wir an diesem Tag schnell zu einem anderen Termin eilen mussten, konnten wir an der Pressekonferenz nicht teilnehmen. Wir wollen hier die Trainerstimmen kurz wiedergeben: Aindlings Trainer Helmut Leihe war voll des Lobes für seine Mannschaft, die eine schwere Woche hinter sich hatte. Sie hatten ein Unentschieden erhofft und waren dann glücklich, mit drei Punkten nach Hause fahren zu können.
Helmut Wirth war bitter enttäuscht. Er meinte, seine Mannschaft durchlaufe eine schwierige Phase, in der jeder kleinste Fehler sofort unerbittlich bestraft wird. Er anerkannte, dass Aindlings Sieg verdient war und rief seine Mannschaft auf, zusammenzuhalten um wieder aus dieser Phase herauszukommen.

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Dallmayr, Advent 2009