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Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
Josef J. Pöllmann ist Mitglied im Deutschen Presse Verband
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Das gab's 2010 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im September 2010 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
172
Auftakt zum Volksfest in Mühldorf
7:20
35 06.09.10
Nicht gerade einladend war das Wetter, als die Altmühldorfer sich vor dem Rathaus zwischen den parkenden Autos aufstellten um ihr Standkonzert zu geben. Da konnten die Musiker Hut und Trachtenjanker gut brauchen. Dem Franz mußte heuer keiner mehr das Trommeln lernen. DAS ging heuer schon wie von selber. Stolz war er darauf, daß er bei der ganzen Kapelle der einzige war, der keine Noten brauchte. Er hatte also gut geübt!!!
Dem Josef seine Trommel brauchte dagegen schon einen Flicken – oder war der dafür da, den Klang zu verbessern? Da müssen wir ihn mal fragen!
In der Zwischenzeit nahmen die Gruppen am Stadtwall Aufstellung zum Auszug. Blitzblank polierte Kutschen, das Brauereigespann, die Schützen, die Trachtler und die Bedienungen der Festzelte warteten geduldig.
Aber dann ging’s endlich los. Die Goaßlschneuzer aus Reichertsheim kündigten den Zug auf dem Stadtplatz an, den die Blaskapelle aus Kraiburg anführte.
In der ersten Kutsche: Bürgermeister Günther Knoblauch, Landrat Georg Huber, Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer und ein paar Pakete mit Lebkuchenherzen. Die verteilten sie an die Zuschauer.
Ihnen folgten die Kandidatinnen für die Volksfestkönigin. Hinter so viel Schönheit reihten sich die Altmühldorfer natürlich gern in den Zug ein. Da konnten die Schützen aus Mößling halt nicht konkurrieren – auch wenn’s g’standene Mannsbilder dabei ham!
Die Wirtsleut vom großen Festzelt hatten auch eine große Kutsche: Festwirt Manfred Werner mit Gattin Michaela begleitet von Vertretern der Spatenbrauerei. Und natürlich gabs in ihrem Zelt viel mehr Bedienungen als die paar, die hier mitgingen.
In der Sonne blitze das Geschirr der sechs Pferde des Spatengespanns. Ein sauberes Bild geben sie jedes Jahr ab, wenn sie so gemächlich über den Stadtplatz fahren.
Den Mannen von der Stadtkapelle Mühldorf wars auch nicht zu heiß.
Bei den Boarischen waren noch viele in Urlaub. Deshalb warens so wenige Kinder. Aber die Versorgung hat auch in diesem Jahr geklappt. Vom Weißbierzelt waren sehr viele Bedienungen dabei. Die Festwirtsfamilie hat es sich in der Kutsche gemütlich gemacht. Da war auch Nachwuchs Louis erstmals mit an Bord. Auch wenn er erst ein paar Monate auf der Welt ist: Früh übt sich eben, was ein richtiger Bräu werden will!
Das Gespann der Weißbierbrauerei mußte deshalb heuer ohne Kutscher auskommen. Aber die Pferde wissen ja eh‘, wo’s hingeht. ‚S ist ja nicht des erste Mal, daß sie hier mit ausziehen – und außerdem haben sie ja sowieso die größeren Köpfe!
Die Wimmersche Dampfmaschine durfte natürlich auch nicht fehlen. Neben Europas bestem Weißbier gabs heuer auch Brezen!
Und der Magiurs schloß diesen Teil des Zuges erst einmal ab.
Nach der nächsten Blaskapelle die Weinzeltbrüder Nagl. Es ist schon erstaunlich, wieviele Leute nötig sind, um so ein Weinzelt zu bewirten. Da staunten die Radlfahrer!
Nach dem alten Eicher und dem Sicherheitsdienst der Trachtenverein Edelweiß.
Der Inntalia folgte die Mannschaft der Mühldorfer Sternenalm. Sie mußten heuer noch zu Fuß gehen – für nächstes Jahr sollten sie aber auch in einer Kutsche fahren dürfen!
Nach dem Gartenbauverein die Autos der Freunde der alten Feuerwehr. Darin die Stadträte.
So ging’s über die Innbrücke rein ins Volksfest.
Dort warteten entlang des Weges schon die ersten Gäste. Die Mädels von der Inntalia zogen stilecht ein.
Langsam fand jede Gruppe und jedes Gespann sein Ziel. Und endlich kamen auch die alten Feuerwehrautos am Bierzelt an, wo Bürgermeister, Landrat und MdB schon auf sie warteten.
Schließlich trieb die Zuschauer die Frage um: „Pritschelt er oder nicht?“ Das würde sich bald zeigen:
Drei Schläge und einiges danebengegangen. Er meinte später, der erste Schlag wäre etwas zu viel gewesen.... Während Bürgermeister Knoblauch so Maßkrug für Maßkrug einschenkte, schossen die Böller draussen vor dem Zelt „Salut“
Endlich hieß es „Ozapft is – auf ein schönes Volksfest“ und „Stadt und Land – Hand in Hand – das wünschen wir uns“. Und so konnten sie miteinander anstoßen.
Und weil Festwirt Manfred Werner am selben Tag Geburtstag hatte, gabs noch gleich ein Ständchen....
Und dann mußte der Louis schon mal mit dem Bier Bekanntschaft machen. Sein Blick zeigt aber eher Gleichgültigkeit. Die Mama war aber stolz auf ihren Sohn.
Und was wäre ein Volksfestauftakt ohne das Dirigieren des Bürgermeisters?
Damit war’s eröffnet, das Mühldorfer Volksfest.
Nach einer guten Brotzeit gings rüber in die neue Mühldorfer Sternenalm, wo die Stadträte erst einmal geblieben sind – bei dem Wetter ohnehin das beste, was sie machen konnten!
173 Das Modehaus H&M kommt nach Mühldorf: Eröffnung im Frühjahr 2012 4:50
Ein paar gute Jahre hätte es schon gedauert, bis H&M bereit war, nach Mühldorf zu kommen. Es wäre nicht ganz einfach gewesen, sie vom Potential der Region zu überzeugen.
Nun läge aber der Mietvertrag vor, der am 25. August in Stockholm und Hamburg unterzeichnet worden ist. Mühldorf wird der kleinste Ort, in dem H&M aktiv werden wird. Daß es trotzdem möglich wurde, verdankt die Stadt der Gruppe Diebacher aus Regensburg, die bereits 8 Häuser für H&M in Deutschland realisiert hat.
Die Gruppe Diebacher hat als Projektentwickler ein Paket geschnürt, in der die Dänische Athene-Gruppe aus Aalborg, das Gebäude errichten und an H&M vermieten wird.
Im neuen Gebäude, das neben der Frauenkirche am Stadtplatz an Stelle der heutigen Musikschule errichtet wird, stehen nach Fertigstellung 1.600 Quadratmeter Verkaufsfläche zur Verfügung.
Schon im Frühjahr soll H&M in Mühldorf seine Tore öffnen.
Es ist schon viel geschehen, es ist aber auch noch viel zu tun: Das Landratsamt hat bereits einen Bau-Vorbescheid erlassen, Denkmalschutzfragen wurden bereits geklärt, der Stadtrat hat das Projekt wohlwollend begleitet und damit seine Wirtschaftsfreundlichkeit bewiesen.
Bis ersten Oktober muß nun das Büro der Musikschule in das Geäude der ehemaligen Grundschule verlegt werden. Dort erhält die Musikschule auch drei größere Räume für den Schulungsbetrieb.
Die Durchfahrt vom Stadtplatz zu den Schulen und das Portal mit dem Eingang zur Frauenkirchen bleiben erhalten. Die Fassade wird sich dem Stadtbild anpassen, die sieben Fenster im ersten Stock werden bleiben, im Erdgeschoß entstehen Schaufenster. Laubengänge wird es keine geben.
In Richtung Schulen erstreckt sich das Gebäude bis zur alten Stadtmauer, was wiederum bedingt, daß die öffentlichen Toiletten geschlossen werden und die Transformatorenstation verlegt werden muß, die von dort die halbe Altstadt mit Strom versorgt. Außerdem muß die zentrale Wärmeversorgung umgelegt werden. Die Toiletten werden durch die bestehende Anlage in der Tiefgarage ersetzt, die Trafostation wird nahe der Tiefgaragenabfahrt neu gebaut. Allein die Neubeschaffung eines Transformators nimmt drei Monate in Anspruch. Diese Vorarbeiten sollen bis Ende 2010 abgeschlossen sein.
Tatsächlicher Baubeginn wird so etwa im Februar 2011 sein – sofern die Witterung dies zuläßt.
Bürgermeister Günther Knoblauch meinte abschließend, er freue sich sehr, daß durch diesen Erfolg die Innenstadt eine erhebliche Aufwertung erfährt. Die Bürger hätten in den zurückliegenden Jahren nach keinem anderen Projekt so intensiv gefragt, wie nach der Ansiedlung von H&M. Er betonte auch, daß dies nur möglich geworden ist, weil alle beteiligten Stellen bestens zusammengarbeitet haben. Auch die Geschäftsleute in Mühldorf begrüßen die Ansiedlung von H&M, weil sie dadurch die Attraktivität der gesamten Stadt erwarten und damit auch eine Steigerung der der eigenen Umsätze.
Stefan Beer, Geschäftsführer der BGW – Baubetreuung für Gewerbe- und Wohnbauten GmbH - in Regensburg bezifferte die Kosten für die Investition durch die Athene-Group auf etwa 5 Millionen Euro. Mit 1600 Quadratmetern errichte H&M hier ein Haus in Standardgröße, das heißt, daß die meisten H&M’s in etwa gleich groß sind.
Welches Sortiment H&M anbieten wird, das konnten weder Bürgermeister Günther Knoblauch noch Stephan Beer sagen. Allerdings biete H&M üblicherweise Mode für unter-30-jährige, so daß die umliegenden Geschäfte auch ihre Kundschaft finden werden.
Die Belieferung des neuen Geschäfts erfolgt über den Stadtplatz, so daß die Anwesen auf der Rückseite nicht betroffen sind. Welche Verkehrsbeschränkungen währen der Bauphase eintreten werden konnten die Herren noch nicht sagen.
Nun geht’s also los und ab Frühjahr 2011 gibt’s den heiß ersehnten H&M in Mühldorf, der – so gaben Günther Knoblauch und Stefan Beer auch zu Protokoll – der einzige bleiben wird zwischen München und Passau und Landshut und Rosenheim. Eine erhebliche Steigerung der Attraktivität und ein nochmaliger Anstieg der Zentralitätszahl.
174 Die SüdOstbayernBahn stellt 22 Berufsanfänger vor 6:50
Die 22 neuen Mitarbeiter der Südostbayernbahn begrüßen und ihnen und ihren Eltern das Unternehmen vorstellen zu können, darüber freute sich Technik-Direktor Christian Kubasch, als er die Gäste im Saal des Gasthauses Pauliwirt in Erharting willkommen hieß. Schließlich sollten sie schon wissen, wo sie arbeiten werden. Und auch die Eltern sollten wissen, wo und mit wem sich ihre Kinder in den kommenden Jahren aufhalten werden. Und besonders freute er sich darüber, daß so viele Kinder von Mitarbeitern dabei wären, weil das zeige, daß sich die Mitarbeiter bei der SOB wohl fühlten.
Christian Kubasch beschrieb die SüdOstbayernBahn als mittelständiges Verkehrsunternehmen mit einem Streckennetz von gut 420 km. Das Unternehmen unterteile sich in die Bereiche „Infrastruktur“ und „Verkehr“. Mit 700 Beschäfttigten erzielten sie jährlich etwa 90 Millionen Euro Umsatz und wären damit einer der größten Betriebe in der Region. Täglich nutzten 31.000 Fahrgäste die 380 Züge, die pro Jahr 6,1 Millionen Kilometer zurücklegten. Später würden die Abteilungsleiter ihre Bereiche noch genauer vorstellen. Seit Bestehen der Südostbayernbahn hätte das Unternehmen 170 Millionen Euro in die Erneuerung von Fuhrpark und Verekehrswegen investiert. Dies wird fortgesetzt, wozu auch die zusätzlichen Fachkräfte nötig sind, die sie werden sollen.
Christian Kubasch beschrieb die Strecken, auf denen die SOB ihre Fahrgäste befördert und erläuterte, daß das Unternehmen keine Fracht befördert. Nur wenn sie das gut machen, würde die Bayerische Eisenbahngesellschaft weiter ihre Leistung auch bestellen.
Dazu sollen die derzeit 69 Jugendlichen in Ausbildung ihren Beitrag leisten. Im kommenden Jahr sollen weitere .. dazukommen.
Wenn sie gut lernen, könnten sie damit rechnen, auch übernommen zu werden. Die SOB wäre dafür bekannt möglichst alle Lehrlinge nach Abschluß ihrer Ausbildung auch in die Belegschaft zu übernehmen, die eine gute Mischung aus Jung und Alt darstellt.
Er forderte die Anfänger schon jetzt auf, nach Abschluß ihrer Lehre nicht stehen zu bleiben und die weiteren Ausbildungsangebote zu nutzen.
Er forderte sie auch auf, im Fall von Problemen, sich direkt an sie zu wenden. Alle Probleme könnten im Gespräch sicher gelöst werden. Das trage auch dazu bei, daß das Betriebsklima so gut bleibt, wie es ist. Jugendbeauftragte und Betriebsrat stünden ihnen auch jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. Das gelte auch für die Eltern.
Sie wären die Zukunft: Es läge an ihnen, daß es der SOB auch in Zukunft gut ginge, einer Firma, der in Zeiten steigender Energiepreise eine große Zukunft bevorstünde.
Bevor die Abteilungsleiter ihre jeweiligen Tätigkeitsfelder vorstellten, genossen Anfänger, Eltern und Mitarbeiter erst einmal Kaffee und Kuchen. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um mit Christian Kubasch zu sprechen:
Herr Kubasch: War es einfach, 22 Lehrlinge für das neue Ausbildungsjahr zu verpflichten? (O-Ton)
Bei der Südostbayernbahn gibt es ja viele verschiedene Ausbildungsrichtungen. War das interesse für alle gleich? (O-Ton)
Ist die Ausbildung bei der Südostbayernbahn nicht sehr „bahnspezifisch“ (O-Ton)
Das heißt, die jungen Leute, die jetzt ihre Lehre bei Ihnen beginnen, sind auf ihrem Lebensweg bereits auf die Südostbayernbahn fixiert? (O-Ton)
Für heuer sind die Ausbildungsplätze besetzt. Wie geht’s weiter? (O-Ton)
Wir wünschen den jungen Leuten viel Erfolg auf ihrem neuen Lebensweg. Wir werden sicher den einen oder anderen schon bald in den Zügen der Südostbayernbahn treffen.....
175 Fußball Bayernliga: TSV Buchbach - SpVgg. Bayreuth 11:30
Es will heuer einfach kein Dreier her. Auch das vorangegangene Auswärtsspiel beim Aufsteiger „Würburger FV“ haben die Kicker aus dem oberbayerischen Buchbach verloren. Da nützte auch die Reaktivierung von Torwartlegende Thomas Penker nichts. Die hatte nur dazu geführt, daß Lukas Rieder seinen Abschied genommen hat und jetzt der Verein auf der Ersatztorhüterposition auch noch geschwächt ist.
In Bayreuth hat nach dem Weggang von Klaus Scheer der 40-jährige Ingo Walther das Traineramt übernommen, der bis Ende der vorangegangenen Saison noch aktiv auf dem Rasen spielte.
Buchbach auf dem letzten Tabellenplatz und Bayreuth auf Platz 12 versprachen vielleicht sogar einen Sieg wenn Bayreuth den letzten Tabellenplatz zur Grundlage der Einschätzung der Buchbacher nahm.
Buchbach begann mit einer geänderten Aufstellung: Ralf Klingmann und Thomas Penker waren urlaubsbedingt nicht dabei. So bekam Sandro Volz seine nächste Chance und die Hain-Brüder und Dominik Kupfer konnten zeigen, was sie können.
Bayreuth in gelb/schwarz stieß an und Buchbach in rot zeigte sofort, was ihnen Trainer Anton Bobenstetter aufgetragen hatte!
Schon nach einer Minute kreuzte hier Manuel Neubauer am Strafraum der Gegner auf und wurde gleich unfair vom Ball getrennt. Der Freistoß aus 20 Metern Entfernung ging rechts neben das Bayreuther Tor.
Drei Minuten später dieser Konter von Thomas Hamberger. Er setzt den Ball ans Außennetz. So schnell konnte ihm kein anderer Buchbacher folgen um ihm zu helfen. Er mußte es allein versuchen. Ein fulminanter Auftakt!
Ein Blitzreaktion zeigte Sandro Volz hier, als der Ball urplötzlich aus dem Gewirr der Beine in Richtung seines Kastens kommt.
Volz schlägt weit ab. So kam der Ball direkt zu Manuel Neubauer....
Nur mit unfairen Mitteln kann hier Michael Bock Johannes Hain vom Ball trennen. An Stefan Bernhardts Freistoß kommt Thomas Hamberger aber nicht mehr heran.
Und auch nach diesem Foul von Christoph Herl an Stefan Bernhardt geht der Freistoß nach einer Rettungsaktion von Gästetorhüter Stefan Essig nebens Tor. Und auch die kurz gespielte Ecke können die Buchbacher Angreifer nicht ins Netz befördern.
Bei dieser Ecke sah Sandro Volz nicht besonders gut aus: Er kann den Ball nicht aus der Luft pflücken. Die Gegner schaffen es aber auch nicht, ihn ins Tor zu befördern.
Manuel Neubauer erläuft den weiten Abschlag von Sandro Volz, sieht Thomas Breu, der den Ball aber nicht richtig erwischt. Enttäuschung! Die nächste Super-Chance vergeben.
Gästetrainer Ingo Walther hatte so seine Probleme mit der Coaching-Zone. Schiedsrichter Stefan Schneider mußt ihn immer wieder ermahnen.
Wieder ein Foul gegen Thomas Hamberger und danach Freistoß: Die Gäste können zunächst abwehren, Thomas Breu’s Schuß geht dann knapp übers Tor.
Buchbach bis zu diesem Moment die drückend überlegene Mannschaft.
Und auch diesen Ball aus einem Zuspiel von Florian Gögl setzt Thomas Breu neben das Tor der Gäste. Diesmal halt auf der anderen Seite.... Manchmal sollte er doch schauen, wen er noch anspielen könnte.
Dann Manuel Neubauer auf Maxi Hain, der weiter auf Breu und der verstolpert den Ball.
Nach diesem Laufduell beschwert sich Manuel Neubauer und Schiedsrichter Stefan Schneider muß schlichten. Für Sebastian Hoffmann hat er deutliche Worte.
Bei der Annahme von Manuel Neubauers Freistoß verletzt sich Michael Block und muß behandelt werden.
Es wurde mit harten Bandagen gekämpft: Erst geht Thomas Hamberger zu Boden, und scheitert schließlich an Stefan Essig.
Dann versucht Michael Block Stefan Bernhardt aufzuhalten. Manuel Neubauers Freistoß kann Stefan Essig Florian Gögl vom Kopf fausten.
Dann wieder Buchbach über rechts: Thomas Hamberger kann sich durchsetzen und hereinflanken. Stefan Bernhardt steht wunderbar frei und zieht volley ab. Stefan Essig ist aber zur Stelle. Gleich nach der folgenden Ecke pfeifft Stefan Schneider zur Pause.
Die Bobenstetter-Elf hatte in dieser ersten Halbzeit die Zuschauer mit zauberhaftem Angriffsfußball in ihren Bann gezogen. Die anfänglichen Rufe der mitgereisten Schlachtenbummler verstummten schon nach wenigen Minuten. Das alles versprach eine muntere zweite Halbzeit.
Während der Pause war es dunkel geworden. Bayreuth wechselte in der Halbzeit. Für Michael Bock kamm Sebastian Fiedler aus der Kabine zurück.
Buchbach – nun von links nach rechts – stieß an.
Einwurf Patrick Irmler. Thomas Breu weiter zu Maxi Hain. Dessen Direktschuß knallt an den linken Pfosten und prallt zurück, Manuel Neubauer vor die Füße. Der unhaltbar für Stefan Essig ins Netz! Während sich schon alle freuen und Erich Haider schon den Torjubel spielt, senkt der Schiedsrichterassistent die Fahne: Abseits! Das Tor zählt nicht. Entsetzen auf Buchbacher Seite.
Wieder mußte Stefan Schneider die Bayreuther Bank zur Reson rufen. (Schreibt man das so???)
Dann spielt Manuel Neubauer seine Schnelligkeit aus. Seine platzierte Flanke verstolpert Thomas Breu aber. Das führt zu einer der wenigen Konterchancen der Gäste. Patrick Irmler klärt aber zur Ecke. Die zu entschärfen ist aber kein Problem für Sandro Volz.
Für dieses Foul gabs die erste gelbe Karte für Sebastian Hofmann in der zwar harten aber weitgehend fair ausgetragenen Partie.
Gleich drauf können die Gäste Manuel Neubauer wieder nur unfair davon abhalten durchzubrechen. Freistoß ab Strafraumecke. Patrick Irmler hat die Mutter aller Chancen und scheitert an Stefan Essig. Das Gästetor war wie vernagelt! Kaum zu glauben, wieviele Chancen Buchbach bis dahin schon hatte. Aber es ging noch weiter. Erst aber die Gäste.
Sie wechselten aus: Für Robert Menz kam Herbert Biste.
Wieder Buchbach über links: Stefan Bernhardts Flanke erreicht Thomas Breu nicht.
Nächster Wechsel bei den Gästen: Für Christian Karl kam Michael Eckert.
Auch Anton Bobenstetter wechselte: Für Thomas Breu und Thomas Hamberger kamen Stefan Lex und Thomas Eckmüller.
Dann hatten die Gäste ihre erste große Chance: Die Flanke von rechts erreichte aber Sebastian Hofmann nicht. Es blieb beim 0:0.
Für dieses Foul an Johannes Hain hätte der gelb vorbelastete Sebastian Hofmann eigentlich gelb-rot sehen müssen. Manuel Neubauers Freistoß verpuffte allerdings ergebnislos.
Dann kann sich Johannes Hain durchsetzen und auf Stefan Lex weiterspielen. Der bedient Manuel Neubauer. Seine Flanke können die Gäste fast auf der Linie klären.
Die Gäste hatten Mühe, sich Buchbachs zu erwehren. Und das führte dann zu solchen Szenen: Christopher Klaszka muß ja sooooo leiden!!! Das hindert Stefan Lex nicht, Stefan Essig zu fordern. Allerdings läßt sich Stefan Schneider so eine Schauspielerei nicht gefallen und zeigt ihm die gelbe Karte.
Die Unterbrechung nutzte Buchbach um Auszuwechseln. Für Maxi Hain kam Fabian Ganser.
Wieder Buchbach mit Stefan Lex über links. Er zieht in die Mitte und schießt: Unterkante Latte.
Nun mußte Stefan Schneider auch Anton Bobenstetter und Sepp Kupper beruhigen.
Die Gäste versuchten’s auch: Christoph Herl flankt, aber seinen Ball klären die Buchbacher schnell.
Nochmal die Gäste. Johannes Hain stieg hier etwas zu hart ein. Freistoß aus 30 Metern. Sandro Volz kalkuliert cool und greift erst gar nicht ein!
Wieder Buchbach: Patrick Irmler auf Thomas Eckmüller, der zu Alex Neulinger – und der zieht ab und trifft – DEN PFOSTEN! Es war unglaublich!!!!
Bayreuth im Vorwärtsgang – alle Buchbacher in der gegnerischen Hälfte. Sandro Volz stürmt heraus, klärt einmal setzt nach und sieht sich unfair angegriffen. Das läßt er sich nicht bieten! Die Szene endet mit der gelben Karte für Michael Eckert.
Das erzürnt Gästetrainer Ingo Walther derart, daß er an der Mittellinie protestiert. Stefan Schneider schickt ihn daraufhin auf die Tribüne.
Kurz darauf pfeift er die Partie ab. Der junge Schiedsrichter Stefan Schneider hat über 90 Minuten eine sourveräne Leistung gezeigt. Solche Leute könnte man mehr brauchen!
Das war das beste Spiel, das es das ganze Jahr über auf diesem Platz gegeben hat – meinte später Georg Hanslmaier über das Spiel und war sichtlich erleichtert über die bravouröse Leistung seiner Mannschaft. Über 90 Minuten spielte sich diese Partie vor dem Tor der Gegner ab, das allerdings wie zugenagelt war. Entsprechend unwillig, eine Stellung abzugeben war Ingo Walther in der Gesprächsrunde. (O-Ton)
Sepp Kupper wollte während des Spiels schon in die Kabine beißen! (O-Ton)
Vielleicht ist ja jetzt der Knoten geplatzt! Wir werden’s sehen.
176
Ein Blick auf's Volksfest in Mühldorf
7:20
36 10.09.10
Dicke schwarze Wolken hingen Anfangs über dem Volksfest – und kalt war’s auch. Kein Wunder also, daß um drei Uhr Nachmittags die Gassen wie leergefegt waren. Stadt und Landkreis hatten zum Tag des Landkreises eingeladen, an dem traditionell die Gemeinden mit ihren Bürgermeistern, Gemeinderäten und Mitarbeitern das Volksfest genießen.
Das Landratsamt hatte eine ganze Reihe Tische reserviert und die waren bis auf den letzten Platz besetzt.
Die Altmühldorfer Blaskapelle heizte so richtig ein. Schließlich braucht’s schon ein bißchen Hitz’n, wenn’s draussen kalt ist und’s Bier ja auch nicht gerade warm macht.
Vor der Bühne hatte Volksfestbürgermeister Herbert Gambihler mit seiner Mannschaft die Preise aufgebaut, die später in der Tombola an die Gewinner verlost werden sollten. Fast 100 Geschenkkörbe, Maßkrüge und allerlei Nützliches wartete auf die Gewinner.
Thomas Enzinger mühte sich redlich, Udo Jürgens‘ Hits eine Stimme zu verleihen. So recht kam er aber gegen die Trompeten, Posaunen und Saxophone der Blaskapelle nicht an.
Dieses Engagement sollten ihnen die Zuhörer mit einem sauban Applaus danken – meinte Bürgermeister Günther Knoblauch, der wie Landrat Georg Huber das warme Sakko bevorzugt hatte.
Erst stellte er die neugewählte Volksfestkönigin Karla vor, die dann den Gästen ein schönes Volksfest wünschte.
Knoblauch hoffte, daß Petrus ein Einsehen haben möchte und wenigstens im Angesicht der versammelten Verwaltung das Wetter besser werden läßt. Ohne sie würde sowieso die ganze Welt zusammenbrechen – meinte das Stadtoberhaupt.
Dann begrüßte er eine ganze Reihe Ehrengäste: Staatssekretär Dr. Marcel Huber, die Landräte Georg Huber und Erwin Schneider und alle Bürgermeister der Landkreise Mühldorf, Altötting, Erding und wo sie überall herkamen. Polizei, Bahn, Post, Zoll und allen anderen Dienststellen galt sein Gruß ebenso, wie den Vertretern der Wirtschaft – allen voran Aktionsgemeinschafts-Vorstand Markus Luczay.
Volksfestkönigin Karla durfte dann erst einmal den Bayerischen Defiliermarsch dirigieren. Die Altmühldorfer ließen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen....
Langsam füllte sich das Zelt, das Fest-Märzen floß und die Bedienungen hatten zu tun. Sie waren alle gekommen, Die Ampfinger mit zweitem Bürgermeister Georg Buchner, die Waldkraiburger mit zweitem Bürgermeister Harald Jungbauer und Stadtrats-Original Gustl Schenk und so viele andere. Waldkraiburgs Volksfestbürgermeister Norbert Meindl hatte es intensiv mit Festwirt Dieter Schillhuber. „Lernen-vor-Ort“-Chefin Anja Skrypek lernte schon mal vor Ort, wie das bei uns so ist auf’m Volksfest.
Zweiter Bürgermeister Paul Schwarz führte wie jedes Jahr gekonnt durch die Ziehung der Gewinner. Allerdings mahnte er seine Assistentin, auf die Lostrommel gut aufzupassen (O-Ton – des Trumm is wahrscheinlich oida ois i!)
Dann wechselten Hendl, Maßn, Geschenkkörbe und Gutscheine die Besitzer.
Karin Hirtlreiter – Chefsekretärin im Rathaus in Neumarkt holte sich einen Geschenkkorb ab. MdB Stephan Mayer hatte einen Gutschein für eine Reise nach Berlin gestiftet.
Natürlich freuten sich die Gewinner über die Köstlichkeiten in den Körben. Manche hatten ganz ordenltich abgesahnt – wie hier die Mitarbeiter der Kreisklinik. Anderswo standen die Körbe ganz vor sich hin und warteten darauf, mit nach Hause genommen zu werden.
Stellvertretende Landrätin Eva Köhr und CSU Fraktionsvorsitzenden Anton Sterr hielt es nicht so lang. Sie mußten schon zu nächsten Termin – sagten sie!
So gingen sie ohne Herzal aus! Die verteilte Bürgermeister Knoblauch nämlich erste später. Jeder Bürgermeister erhielt eins und natürlich Landrat Georg Huber und Staatssekretär Dr. Marcel Huber. Und weil der Andrang so groß war, half Volksfestbürgermeister Herbert Gambihler. Erhartings Bürgermeister Georg Kobler bedankte sich herzlich für die Einladung....
Am Abend wars eher ruhig auf’m Volksfest. Die Fahrgeschäfte mußten ohne Fahrgäste ihre Runden drehen. Es war einfach zu kalt an diesem Tag.
In den folgenden Tagen war es wärmer und die Gäste freuten sich über das bunte Volksfest. Wie jedes Jahr schloß das Feuerwerk diese 10 Tage in Mühldorf ab. Und – wie sagt Bürgermeister Günther Knoblauch? Nach dem Volksfest ist ja sowieso bald Weihnachten.....
177 Empfang für die auswärtigen Gruppen zum Schützen- und Trachtenzug in Mühldorf 11:50
Volksfestlich geschmückt präsentierte sich Mühldorfs gute Stube am Sonntag Morgen. Einzig die grauen Wolken trübten die Idylle, als die Schützen- und Trachtengruppen eintrafen, die am Nachmittag am Zug teilnehmen sollten. Es bestand aber Hoffnung auf Sonne!
Schon früh fanden die ersten Zuschauer die besten Plätze, als die Mühldorfer Stadttürmer das Spektakel ankündigten. Wie seit über 500 Jahren begrüßten sie die Gäste in der Stadt.
Noch den Kragen zurechtrücken und ein Foto schießen, dann marschierten schon die ersten Gruppen auf: Die Majorettengruppe und die Blaskapelle aus Mühldorfs ungarischer Partnerstadt Cegled.
Inzwischen waren Landrat, Bürgermeister, Stadträte, Schützenmeister und Trachtenvorstände eingetroffen – es konnte losgehen.
Die Stadttürmer riefen zum Auftakt.
Den machten die Alphornbläser aus dem Allgäuer Buchenberg – 10 Kilometer hinter Kempten gelegen.
So viele Zuschauer wie selten hatten sich an diesem Morgen eingefunden.
Aber erst einmal traten die königlich privilegierten Feuerschützen aus Mühldorf – dem ältesten Verein der Stadt - zum Ehrensalut an. Schützenmeister Wolfgang Wageneder machte Meldung an den Bürgermeister.
Die Veranstaltung moderierte Bürgermeister Günther Knoblauch selbst. Er stellt zunächst die Gäste vor: die Volksfestkönigin Karla, die Huberei: Landrat und Staatssekretär, seine beiden Stellvertreter, die Stadträte und die vielen anderen, die teilweise schon seit 19 Jahren am Schützen- und Trachtenzug teilnehmen.
Dann dankte er Peter-Alexander Berger und Brigitte Nützl, die das ganze Jahr über damit beschäftigt sind, diesen Tag zu organisieren.
Den Auftakt der Vorstellung machte die Trachtenkapelle aus Waidbruck in Südtirol, verstärkt vom Schützengau Rosenheim. Sie waren nach Mühldorf gekommen obwohl sie selbst in Rosenheim das Herbstfest feiern.
Aus Duderstadt im südöstlichen Niedersachsen war eine Abordnung der Schützengesellschaft angereist.
Inzwischen verzogen sich die Wolken und die Sonne gab dem Geschehen wunderbaren Glanz.
In der Nähe von Fulda in Hessen ist die Lauterbacher Trachtengilde zu Hause. Sie begleiteten ihren fröhlichen Tanz selbst.
Waaas? Schon müde?
Die Bläser der Kreisgruppe des Landesjagdverbandes brachten die Zuschauer wieder näher an die Heimat heran.
Vom Achensee aus Tirol kam die „Schützenkompanie Eben-Maurach“. Sie schießen anders, als die bayerischen Schützen. Später frotzelte ihr Schützenhauptmann Huber: „Bists ihr endlich schießts, ham mir schon troffn!“
Die nächste Kapelle war die Dorfmusik aus Mühldorf in Kärnten. Auch wenn Mühldorf im Mölltal im schönen Kärnten weniger als 1000 Einwohner hat: Die Dorfmusik kann sich sehen lassen. Und so meinte Bürgermeister Knoblauch dann auch: Eine Reise nach Mühldorf ist immer etwas schönes – egal ob an den Inn oder an die Möll! Bei denen könnte man halt besser Skifahren!
Die Volkstanzgruppe aus Effeltrich ist regelmäßiger Gast in Mühldorf. Mit ihren bunten Trachten begeisterten sie die Zuschauer. Allerdings vermißten wir die Barbara!
Die spielte nämlich die Ziehharmonika!
Dann zeigten die Majoretten-Mädchen und die Musiker aus Cegled, was sie mitgebracht hatten.
Die Trachtenfamilie aus Crailsheim hat es zuhause nicht weit bis zur Bayerischen Grenze. Nur 13 km – berichtete Bürgermeister Knoblauch.
Selten hört man in unserer Gegend Büchelbläser. Mit ihren Holzinstrumenten mit seidenweichem Klang begeisterten die Musiker aus Buchenberg im Allgäu die Zuhörer. Besonders bemerkenswert ist das, weil sie die Töne ohne technische Hilfsmittel nur mit den Lippen erzeugen.
Schützenhauptmann Friedrich Einecke aus Duderstadt stellte seine Gemeinschaft selbst vor. (O-Ton) Das wäre jetzt bestes Hochdeutsch gewesen, frotzelte Bürgermeister Günther Knoblauch. Die Schützengemeinschaft Duderstadt gibt es schon seit 1302. Damit ist sie über 100 Jahr älter als der Mühldorfer Verein.
Als letzte auswärtige Gruppe marschierte die Assoziacione Kulturale aus Borgo San Panfilo aus den Abruzzen in Italien ein. Mit Trommlern, Fahnenschwingern und viel Eleganz. Borgo San Panfilo ist die Partnerstadt von Burghausen.
Den Schluß machten die Edelweißtrachtler aus der Innstadt. Sie zeigten einen steirischen Werbetanz. Der war für die Zuschauer und die Fotographen nicht minder interessant und für die Teilnehmer durchaus erfolgreich! 
Und nachtürlich durfte die Amboß-Polka nicht fehlen. Schließlich sollten die auswärtigen Gruppen ja auch sehen, was bei uns so los ist.... 
Mit einem gemeinsamen Auftritt der Musikkapellen aus Waidbruck und Cegled ging der Empfang zu Ende.
Dann stürmten die Gäste den Rathausfletz. Dort hatte die Stadt bereits das gute Weißbier eingeschenkt. Das stand reichlich bereit und heuer bekam auch jeder eine Breze!
Das hatten sich die Teilnehmer auch redlich verdient.
Und im Sitzungssaal hatte Stadtrat Gottfried Kirmeier schon einmal seinen Platz eingenommen. Dabei war gar nicht Stadtratssitzung! Aber auf die Barbara hatte er’s schon wieder abgesehen.
Da wo sonst ernsthafte Entscheidungen gefällt werden entwickelte sich ein buntes Treiben.
Draussen ließen es sich die Trachtler und Schützen schmecken. Den Niedersachsen schmeckte das Weißbier, den Ungarn die Brezen. Den Italienern das Weißbier UND die Brezen.
Die Böller hatten erst einmal Pause und ihre Schützen tankten Zielwasser.
Bürgermeister Günther Knoblauch dankte dann den Gruppen und sie tauschten Gastgeschenke aus. Die Gruppen brachten Aufmerksamkeiten und erhielten von der Stadt entweder eine Fahne, einen Bildband oder einen Volksfest-Maßkrug.
Drei verschiedene Schnäppse hatten die Gäste aus Effeltrich mitgebracht, für jeden Bürgermeister einen. Die Gäste aus den Abruzzen bekamen einen Maßkrug und einen Bildband, was natürlich immer für ein Foto gut ist.
Dann schnappte sich Bezriksschützenmeister Eberhard Schumann das Mikrophon und dankte Bürgermeister Günther Knoblauch dafür, daß er nun schon 19 Jahre lang Brauchtum und Tradition hoch hält und sie alle einlädt – trotz des Gegenwindes in den letzten Monaten. Im Namen aller Sportschützen überreichte er Günther Knoblauch die goldene Gams, die höchste Auszeichnung der Schützen in Bayern. Der freute sich riesig.
Dann sorgten erst die Büchelbläser für Unterhaltung.
Und dann die Waidbrucker.
Die Barbara bekam ihre Krone aufgesetzt – ein schwieriges Unterfangen. Ihre Trachtenkameraden unterstützten derweil mit einem Liedchen.
Und dann war auch für uns Zeit für eine Pause!
Später gings weiter am Stadtwall mit dem eigentlichen Schützen- und Trachtenzug.
178 Der 19. Schützen- und Trachtenzug mit 2.700 Teilnehmern 12:50
Die Feuerwehr hatte Stadtplatz und Stadtwall weiträumig abgesperrt. So konnten die Teilnehmer in Ruhe ihre Plätze im Zug finden und Aufstellung nehmen. Es war ja inzwischen schön warm geworden. Die Kraiburger Ritterschaft ließ mittelalterliche Klänge erschallen, die Blaskapelle Kraiburg hatte sich einen besonderen Dirigenten ausgesucht. Und der hatte auch noch einen ungewöhnlichen Taktstock. Scheint schon ein lustiges Völkchen zu sein, die Schützengemeinschaft in Duderstadt in Niedersachsen!
Manche überbrückten die Wartezeit mit Spielkarten, andere machten Fotos und wieder andere warteten einfach ab. Schließlich brachten die Hildesheimer auch ihr „Schießzeug“: Eine riesige Kanone!
Dann führte das Einsatzleitfahrzeug der Feuerwehr den Zug an. Die Böllerschützen auf dem Münchner Tor schossen den Zug an. Der Radfahrverein aus Guttenburg feierte erst im März sein 100-jähriges Bestehen. Sie fuhren voraus und hatten so freie Bahn.
Wie es sich gehört, führte die Stadtkapelle den eigentlichen Zug an.
Ihnen folgten die königlich privilegierten Feuerschützen – Mühldorfs ältester Verein, der früher die Stadt zu verteidigen hatte.
Der Trachtenverein Edelweiß widmete seinen Themenwagen heuer dem Zurichten eines Maibaums. Und Kinder hatten sie wie jedes Jahr viele dabei.
Die Stadttürmer diesmal ohne Instrumente, dafür aber mit der Fahne. Sie gingen der Kutsche mit Bürgermeister Günther Knoblauch Landrat, Georg Huber und Volksfestkönigin Karla voran.
Die Blaskapelle aus Cegled folgte. Sie trugen erstmals ihre neue Tracht.
Der Schützengau Mühldorf mit den Schützenkönigen und Schützenköniginnen repräsentiert die 66 Mitgliedsvereine. Ihnen folgten die Inntalschützen aus Fraham.
In der Kutsche des Schützengaus saßen neben Gauschützenmeister Anton Müller auch der erste Bezirksschützenmeister Eberhard Schuhmann und Ehren-Bezirksschützenmeister Josef Niedermeier.
Die Schützengesellschaft Haigerloh feierten erst Anfang Juni ihr 110-jähriges Bestehen.
Die Schützengesellschaft „Frohsinn“ aus Altmühldorf war dagegen nur mit einer kleinen Gruppe vertreten. Sie begleitete der Festwagen mit der Kirche Altmühldorf, die die Mitglieder der Blaskapelle 1995 im Maßstab 1:20 gebaut habe.
Und natürlich folgte „ihrer Kirche“ die Blaskapelle. Der Franz hatte grad Pause....
Die Trachten- und Volkstanzgruppe aus Fischerbach im Schwarzwald. Die können ja auch Jodeln – da im Schwarzwald!!!
Der Schützenverein Almenrausch und Edelweiß aus Oberbergkirchen und der Schützenverein Eichenlaub aus Lohkirchen gehören zu den treuesten Teilnehmern am Schützen- und Trachtenzug.
Die Sturmlöda Schützen aus der Wildschönau bieten alljährlich ein martialisches Bild mit ihren Morgensternen und ihrer Kanone.
Der Schützengau Wasserburg-Haag mit dem Schützenverein Kleeblatt Reichertsheim.
Dann die Musikkapelle Waidbruck mit ihren auffälligen Trachtenhüten.
Ihnen folgte der Schützengau Dorfen der selbst am zweiten Sonntag des dortigen Volksfestes einen Umzug abhält.
Der Schützenverein Rimbachquelle-Hofgiebing.
„Frisch-Aauf“ Engolding mit den Böllern auf der Schulter.
So viele Zuschauer wie lange nicht säumten den Weg des Zuges.
Der Schützenverein aus Engolding hat etwas Besonderes: Die Bürgermeister Michael Hausperger und Thomas Einwang sind dort (O-Ton – Vorstand und Schützenmeister)
Manche haben ihre Kinder im Leiterwagl, andere....
Die Johannesschützen in Aspertsham hatten ihre Kirche dabei.
Die Blaskapelle aus Alling sorgte für musikalische Untermalung.
Die Altschützen aus Mettenheim.
Nach ihnen der Schützengau Erding.
Die Schützengesellschaft Almenrausch Berglern.
Dann der Schützenverein St. Hubertus aus Fraunberg.
Das Inn-Gsindl hat sich erst vor zwei Jahren aus Mittelalterfreunden zusammengefunden.
Die Hildesheimer Schützengesellschaft mit ihrer mächtigen Kanone.
Dann der Spielmanns und Fanfarenzug aus Eggenfelden.
Gefolgt vom historischen Ehrenzug des königlich-bayerischen Landwehrbatallions von 1826. Auch aus Eggenfelden.
Die Sportschützen aus Mößling mußten die Fähnchen anheben damit ihre Kirche durchfahren konnte.
Der Schützengesellschaft aus Stetten folgte die fränkische Familie aus Crailsheim mit ihrer bunten Musik und den aufwändigen Trachten.
Der Schützengau Chiemgau-Prien hatte viele Fahnen dabei.
Die Kapelle aus Kraiburg unterhielt die Besucher.
Nach ihr die Schützen aus Duderstadt in Niedersachsen.
Die königlich privilegierten Feuerschützen aus Kraiburg. Ihnen folgte natürlich die Kraiburger Ritterschaft.
Danach die Hörndlbergschützen aus Flossing und der Schützenverein Flossing.
Ihnen folgte die historische Wachmannschaft Wilde Warthe, die auf eine Wachmannschaft zurückgeführt wird, die 1147 entstanden ist.
Danach die Schützengesellschaft Goldaria aus Schwindegg
Die Dorfmusik aus Mühldorf im Mölltal ist eine der jüngsten Kapellen im Mölltal.
Die Kreisgruppe des Landesjagdverbandes mit den Jagdhornbläsern.
Der Schützenverein Tannengrün aus Annabrunn.
Die Buchenberger Alphorn und Büchelbläser.
Danach der Schützenverein Gemütlichkeit aus Oberornau.
Der oberfränkische Volkstrachtenverein aus Effeltrich mit ihren bunten Trachten und der Hochzeitskrone.
Die St.-Martins-Bläser aus Halsbach.
Der Schützengau Altötting hatte viele Fahnen dabei – sehr viele.
Die Abteilung Böllerschützen der Altschützen aus Reischach.
Dann die Huberwirtschützen aus Oberholzhausen.
Der Festwagen Wimmer mit seiner maßstabsgetreuen Dampfmaschine darf natürlich nicht fehlen.
Der Schützenverein Immergrün aus Wolfsberg.
Die Bundesmusikkapelle Achenkirch wurde 1679 gegründet, besteht also schon seit über 330 Jahren.
Ihnen folgte die Schützenkompanie Eben-Maurach.
Der Schützenverein Gemütlichkeit aus Niederbergkirchen.
Die Reitergruppe des Vereins für Brauchtumspflege aus Erharting .
Die Schützengesellschaft Edelweiß Bayerntreu aus Zangberg und der Schützenverein Elf und Eins aus Neumarkt St. Veit.
Dann die Lauterbacher Trachtengilde aus Hessen.
Die Gäste auf den Terassen hatten natürlich einen ausgezeichneten Blick auf den Zug. Aber auch dazwischen verfolgten viele Besucher das Geschehen.
Der Lauterbacher Trachtegilde folgte die Kirchdorfer Blasmusik.
Die Balkone an den Häusern boten Logenplätze.
Der Schützengau Vilsbiburg.
Die Zimmerbixler aus Hausberg – danach die Sportschützen Auerhahn aus Gumattenkrichen.
„Ähnus, der Inn, der Frosch und der rote Schorsch“ heißt das neueste Stück des Kulturschuppn mit dem sie den Zug begleiteten.
Der Schützenverein Bayerntreu aus Niedertaufkirchen.
Die Egerländer Trachtenkapelle und die Banater Schwaben sind unseren Zuschauern bestens bekannt.
Und auch der Schützengau Rosenheim hatte viele Fahnen dabei.
Die Hirschbachschützen aus Polling.
Und das Gespann der Weißbierbrauerei – diesmal wieder mit Kutschern.
Letzter Trachtenverein im Zug: Diana Weiding.
Den Höhepunkt bot der italienische Brauchtumsverein Associazione Culturale Borgo San Panfilo.
Und so gings raus zum Volksfest.
Dort hatten sich die Musiker der Altmühldorfer Blaskapelle schon auf eine gemeinsame Runde im Kettenkarussel verabredet.
In den Festzelten hatten die Bedienungen alle Hände voll zu tun um die Trachtler, Schützen und Musiker zu versorgen. Es entwickelte sich ein buntes Bild von Trachten und Musikinstrumenten – ein gemütliches Beisammensein von Gruppen aus der ganzen Region und weit darüber hinaus.
Während Änus noch regierte, genossen andere in vollen Zügen.
Die Wildschützen aus Sömerda hatten ihre Waffen schon im Auto verstaut und die Lauterbacher hatten Lust auf ein Liedchen. Und so manchen erkannte man kaum wieder – so in zivil – ohne die schönen Trachten.
Ein großartiges Erlebnis – der Schützen- und Trachtenzug. Und nächstes Jahr findet er zum 20. Mal statt. Wir sind schon heute neugierig, was Peter-Alexander Berger und Brigitte Nützl alles planen....
179 Volleyball-Testspiel-Schlager: TSV 1860 Mühldorf gegen den deutschen Meister und Pokalsieger Generali Haching 7:25
Bürgermeister Günther Knoblauch nahm eine kurze „Auszeit“ vom Volksfest und begrüßte die Volleyballer in der Halle an der neuen Hauptschule. Er hoffte auch, daß beide Mannschaften in ihren jeweiligen Ligen tolle Erfolge werden feiern können.
Für den Trainer von Generali Haching Mihai Paduretu hatte Günther Thomae noch ein Gastgeschenk. Ob er wohl meinte, die drei Liter Weißbier könnten die Aufmerksamkeit seiner Leute etwas dämpfen?
Haching begann von rechts nach links, die Mühldorfer in den eher schwarzen Trikots von links nach rechts.
Obwohl Günther Thomae seine Aktiven seit zwei Monaten auf den Beginn der Saison im Oktober vorbereitet, gingen die Gäste gleich in Führung. Auch wenn es den Mühldorfern gelang, den Vorsprung nicht allzu groß werden zu lassen, hatten sie doch keine Chance, in Führung zu gehen. Zumindest nicht im ersten Satz.
Aus den Reihen der Mannschaft aus Haching kommt der größte Teil der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft. Und dieses Potential nutzten sie um die Regionalligisten vom TSV auf Abstand zu halten. Mitte des ersten Satzes war der Abstand auf fünf Punkte angewachsen. Und diesen Abstand hielten sie bis zum Ende des ersten Satzes.
Etwa 300 Zuschauer – unter ihnen MdB Stephan Mayer, Bürgermeister Günther Knoblauch, dritter Bürgermeister Christian Funiok und Aktionsgemeinschafts-Vorstand Markus Luczay – fieberten mit den Mühldorfern, die den ersten Satz schließlich mit 25:19 abgeben mußten.
In der Wechselpause hatte Günther Thomae Anweisungen für seine Mannen. Das war aber geprägt von Realismus....
Die mitgereiste Trommlergruppe feuerte ihre Meisterspieler nach jedem gewonnenen Punkt an während die Trommler der Mühldorfer Fans durch Abwesenheit glänzten. Das änderte aber nichts an der Tatsache, daß auf den Rängen glänzende Stimmung herrschte.
Günther Thomae beobachtete das Spiel mit - sagen wir mal – „ungerührter Distanz“. Als ehemaliger Nationalspieler der DDR war er sich natürlich über die Möglichkeiten seiner Mannschaft im Vergleich zu den Fähigkeiten der Gäste durchaus bewußt. Und so verwundert es auch nicht, daß auch der zweite Satz eine klare Sache für die Gäste war: 25:13.
Um die Zuschauer zu unterhalten gabs in der Wechselpause ein „Fliegerspiel“. Der Verein hatte Papier ausgeteilt, woraus die Zuschauer Papierflieger basteln sollten. Wessen Flieger am weitesten flog, der gewann eine Maß Bier und ein Hendl auf’m Mühldorfer Volksfest.
Der dritte Satz begann ausgeglichener. Und Mühldorf ging zog sogar auf 7:4 weg. Aber das war für die Cracks aus Haching nur eine Episode. Die Profis – durchschnittlich 15 cm größer gewachsen und konditionell in Hochform – mußten nur ein bißchen nachlegen und schon war wieder Einstand. (56:48:00)
Bis 23:23 zogen beide Mannschaften gleichmäßig vorwärts wobei Haching vorlegte und Mühldorf nachzog.
Aber dann übernahmen sie wieder die Initiative und so endete auch der dritte Satz mit einem Satzgewinn für die Meister: 25:23.
Mit 0:3 gewann der deutsche Meister und Pokalsieger dieses Testspiel, das sicher für die Regionalligisten des TSV 1860 Mühldorf die eine oder andere Erkenntnis brachte und für die Hachinger wahrscheinlich nicht recht viel mehr als eine Trainingseinheit war.
Nach Ende der verabredeten drei Sätze verabschiedete TSV –Vorstand Dr. Gossner Dr. Karim Huber Bassir, der seit 10 Jahren maßgeblich am Erfolg der Volleyballmannschaft mitgewirkt hatte. Er dankte ihm dafür sehr und drückte seine Hoffnung aus, daß er trotz der erheblichen beruflichen Verpflichtungen der Mannschaft auch zukünftig gewogen bleibt.
MdB Stephan Mayer schloß sich diesem Dank an und betonte, es wäre schon eine Seltenheit, daß jemand 10 Jahre lang so konsequent und treu an der Entwicklung einer Sportabteilung mitwirken würde. Karim Hubert Bassir erhielt zum Abschied ein Mannschaftsbild, einen Ball und ein Abschiedsspiel: Er bestritt die beiden folgenden verkürzten Sätze in beiden Mannschaften – erst auf Mühldorfer und dann auf Hachinger Seite.
Dabei tat er gut, auf Mühldorfer Seite zu beginnen. Obwohl die Regionalligisten zwischenzeitlich auf 5:3 voranzogen, glichen die Bundesligisten schon bald aus und erhöhte ihrerseits. So ging der erste Satz des Abschiedsspiels mit 12:15 an die Gäste.
Auch nach Seitenwechsel – nun mit Karim Bassir auf Seiten der Hachinger änderte sich das Kräfteverhältnis nicht. Daß sie hier überlegen spielten, zeigten sie auch ganz demonstrativ.
Am Ende stand’s im zweiten verkürzten Satz 13:15 und Karim Bassir konnte seine aktive Laufbahn mit einem gewonnenen Satz beenden.
Die Mühldorfer Volleyballer haben sich sehr bemüht und nicht wenige spektakuläre Punkte gemacht. Sie haben sich so teuer verkauft, wie es eben ging. Ein echter Test war dieses Testspiel aber nicht, dafür war Generali Haching zu stark. So sahen es auch die Trainer. Während Mihai Paduretu von einem Trainingsnachmittag sprach, war Günther Thomae Realist: „Wir haben uns gut verkauft“. Wo die Mannschaft wirklich steht, werden die ersten Punktspiele in knapp drei Wochen zeigen.
180
"Es ist Krieg in Afghanistan!" Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg in Waldkraiburg
16:20
37 17.09.10
Stephan Mayers Zukunftsforen kommen ohne das sonst übliche Rahmenprogramm aus. So kam Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in Begleitung von CSU-Vorsitzendem Harald Jungbauer und Staatssekretär Dr. Marcel Huber und MdL aD Hans Rambold in den großen Saal im Haus der Kultur.
Es wäre bei den vielen Zukunftsforen noch nie vorgekommen, daß man Zuhörer hätte abweisen müssen, begann MdB Stephan Mayer seine Einführung. Und dabei hätte man schon im Saal nebenan Public Viewing organisiert. Dann begrüßte er zahlreiche Gäste, besonders aber die Angehörigen der Bundeswehr und natürlich den Bundesminister der Verteidigung Karl-Theodor zu Guttenberg.
Dann stellte er die Stadt Waldkraiburg vor, die in diesem Jahr Jubiläum feiert und die – obwohl jung – doch schon eine eigene Geschichte mit vielen besonderen Facetten aufweist.
Dann zitierte er aus einem Zeitungsbericht von 1966 als der Großvater von Karl-Theodor zu Guttenberg in Waldkraiburg war.
Nun ginge es – wie auch in Waldkraiburg – darum, den Wandel der Zeit in die tägliche Politik umzusetzen. Er dankte Karl-Theodor zu Guttenberg dafür, daß er diese Diskussion mutig begonnen hat und das Thema, die Bundeswehr an die Herausforderungen der Zukunft anzupassen so mutig begonnen hat. Seien Glaubwürdigkeit und Autentizität würden ihm helfen, die Themen zu transportieren. Und wenn er abseits seiner Kernthemen mal auf die A94 oder den Bahnausbau stoßen würde dann stünde er bei der Lösung dieser Probleme jederzeit hilfreich zur Seite.
CSU Kreisvorsitzender und Staatssekretär Dr. Marcel Huber wunderte sich, daß in Deutschland – einem der sichersten und reichsten Länder der Welt – wieder protestiert und polarisiert wird. Auch in Bayern wird wieder protestiert: Es soll einen heißen Herbst geben – auf Landes- und auf Bundesebene: Gesamtschule und Atomausstieg sind die Themen. Dabei gibt es so viele andere Themen: steigende Sozialausgaben, der demographische Wandel, eine horrende Staatsverschuldung und ähnliche, sind Themen, für die es kaum Lösungsansätze gibt. Da täte es gut, wenn es in der CSU junge Leute gebe, die besonnen und weitsichtig diese Themen angehen. Er freute sich deshalb, Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg hier zu haben und war sich sicher, daß ihm die ungeteilte Aufmerksamkeit gehören wird.
Diesen jugendlichen Elan zeigte der Angesprochene dann schon in der Art, wie er die Bühne betrat. Nach einigen Höflichkeiten über seine und Stephan Mayers Sakkos und seine Herkunft aus Oberfranken, obwohl er einen Teil seiner Jugend in Neubeuern und Rosenheim verbracht gratulierte er Bürgermeister Siegfried Klika und den Waldkraiburgern zur erfolgreichen Geschichte und zum Stadtjubiläum. Wenn dann auch noch die Autobahn dazu käme....
Dann lobte er MdB Stephan Mayer, mit dem er in der gemeinsamen Zeit im Bundestag ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt hätte. Er wäre ein wirklich toller Bundestagsabgeordneter.
Er freute sich über das neue große öffentliche Interesse an der Bundeswehr, das heute bitter nötig wäre. Bisher hätte bestenfalls „freundliches Desinteresse“ gegeben. Dabei erwarteten die Menschen von den politisch Verantwortlichen, daß sie sich der unbequemen Themen auch verantwortungsvoll annehmen. Wie die Öffentlichkeit mit schwierigen Themen umgeht, zeigt die derzeitige Diskussion um Herrn Sarrazins Thesen. (O-Ton: Gott-sei-Dank – 23:59:00) Dabei hat Herr Sarrazin nur Themen in die Diskussion eingebracht, die dringend diskutiert werden MÜSSEN. Obwohl Herrn Sarrazins Beschreibung der Situation der Realität entspricht, zeigte er sich nicht unbedingt mit seinen Schlußforderungen einverstanden. Da nützen weder Hysterie noch Schnellschüsse. Vielmehr liege darin eine Chance für politisches Handeln.
Vielmehr verlange die heutige Zeit des Wandels ein Nachdenken darüber, ob die Politik noch einem Wertegerüst treu bleibt und sich nicht nur an Wahltagen orientiert. Dieses Denken vieler Politiker sind die Menschen in Deutschland überdrüssig. Schließlich verlangten die aktuellen Themen langfristiges Handeln, das sich nicht an Wahlperioden orientiert.
Die eben überstandene Finanz- und Wirtschaftskrise biete die Möglichkeit, Dinge zu ändern – sogar international. Viele haben aus der Krise profitiert und manche Werte sind den Menschen wieder bewußt geworden: internationale Transparenz, Aufsichtsstrukturen, Soziale Marktwirtschaft, Leistung, Verantwortungsübernahme und ähnliches müßten sich wieder verstetigen. Und das gilt auch für die Debatte um Herrn Sarrazin.
Diese Grundlagen lege er bei der Ausübung seines Amtes zugrunde – das er keineswegs als Abstellgleis oder Parkposition sieht – wie er etwas süffisant bemerkte.
Er selbst hätte den Wehrdienst absolviert, der ihm trotz strenger Erziehung im Elternhaus keineswegs geschadet hätte. Die damals aufgebaute Affinität suggerierte ihm jahrelang, er würde die Bundeswehr verstehen. Das hätte sich nach Übernahme seines Amtes bald als unzutreffend herausgestellt. Die Bundeswehr, die er bei seinem Besuch in Afghanistan im Einsatz kennengelernt hatte – wobei er den Besuch an der Front als unumgänglich für einen Bundesverteidigungminister erachtete, - entsprach so gar nicht dem Bild, das er hatte. Auf Grund dieser Beobachtungen ließ er eine Defizitanalyse erstellen. Dabei stellte sich heraus, daß die Bundeswehr einerseits ernüchternd war und andererseits Bewunderung hervorrief. Bewunderung für die Soldaten, die mit Kreativität und Flexibilität alle Mängel ausglichen, die die Struktur aufwies. Die Bundeswehr ist seit Jahren dramatisch unterfinanziert, steht mit veralteter Ausrüstung in Afghanistan und ist mit 252.000 Mann und gerade einmal 7.000 im Einsatz bereits „über Kante genäht“ – wie er sich ausdrückte.
Dies alles ist nicht geeignet, die vor Jahren gesteckten Ziele zu erreichen. Es MUSS also etwas geschehen.
181 ABC-Schützen in Ampfing: Eine Pausebrotbox zum Schulanfang 5:45
Von allen Richtungen strömten sie zur Grundschule, die ABC-Schützen, begleitet von stolzen Eltern, Omas und Opas. Schnell noch ein Foto geschossen und schon gings vorbei an der Tafel mit der Einteilung in welche Klasse der Sproß kommt ins Klassenzimmer. Dort blieben die Schultüten erst einmal.
Im Foyer wartete eine kleine Feier auf die Schulanfänger, wo schon Bürgermeister Ottmar Wimmer, die Pfarrer Gundi Krischok und Paul Thelagathoti und natürlich Rektor André Wiesmann und die Lehrkräfte warteten.
Die „alten Hasen“, die das schon letztes Jahr erlebt haben und sich schon auskennen, die Zweitklässler begrüßten die Neuankömmlinge mit einem fröhlichen Liedchen.
Rektor André Wiesmann begrüßte die ABC-Schützen und alle Gäste und erst einmal den neuen Konrektor Wolfgang Schleißheimer. Er war aus Waldkraiburg an die Grundschule nach Ampfing gekommen und meinte, er wäre in einer ähnlichen Situation wie die Erstklass-Kinder: Auch er wäre neu an der Schule – hätte aber schon eine Woche hinter sich. Er wünschte sich und den Kindern einen guten Schulstart.
Dann hatte Rektor André Wiesmann einige Dinge in seiner Schultasche, die den Kindern zeigen sollten, was sie erwartet: Mit einem Kuscheltier wünschte er ihnen, daß sie sich wohlfühlen sollten. Mit Stift und Radiergummi wünschte er ihnen gutes Erlernen von Lesen und Schreiben. Mit einer Muschel wünschte er ihnen immer gutes Zuhören auf beiden Ohren!
Mit zwei Smilies wünschte er ihnen, daß sie immer Freude an der Schule haben möchten. Schließlich mit einem Bildchen wünschte er ihnen, daß sie sich allzeit getragen fühlen mögen, von ihren Eltern und vom lieben Gott. Schließlich wünschte er ihnen mit einem Überraschungsei viele schöne Überraschungen im neuen Schuljahr.
Bürgermeister Ottmar Wimmer begrüßte Eltern und Kinder und freute sich über die freudige Aufregung mit der die Kinder in die Schule gekommen waren. Allerdings war er sich nicht sicher, wer mehr aufgeregt war – die Kinder oder ihre Eltern!
Um alle Aufgaben gut bewältigen können, wäre ein gesundes Frühstück eine gute Grundlage. Und so hätte er sich überlegt, den Kindern eine Brotzeitbox zu schenken. Die heißt: „Ampfing ißt sich g’sund“. In die gelbe Box hatte die Gemeinde einen Apfel, ein Joghurt, einen kleinen Käse, und noch einige gesunde Sachen gepackt. Damit könnten sie den Schultag immer gut bewältigen.
Er verband damit den Wunsch, daß sie jeden Tag ein tolles Frühstück von den Eltern mitbekommen möchten und wünschte den Kindern für das Schuljahr und die gesamte Schulzeit recht viel Erfolg.
Jedes Kind erhielt eine Box, manche von Bürgermeister Ottmar Wimmer selbst.
Die Kinder mußten natürlich gleich mal reinschauen...
Mit einem Liedchen, das sie schon im Kindergarten gelernt hatten sorgten sie dann gemeinsam für Unterhaltung.
In einer kleinen Andacht beteten die Pfarrer Gundi Krischok und Paul Thelagathoti dafür, daß sie die Schule erfolgreich absolvieren und Gottes Segen allzeit mit ihnen ist.
Nachdem allgemeinen Segen boten sie den Kindern an, für sie persönlich zu beten und ihnen die Hände aufzulegen. Das nahmen sehr viele an und Gundi Krischok und Pfarrer Paul segneten sie.
Ein weiteres Liedchen schloß die kleine Feier ab.
Während für die Kleinen der Ernst des Lebens in den Klassenzimmern begann, genossen manche Eltern den Erfahrungsaustausch bei einer Tasse Kaffe im Elterncafe der Schule.
Wir wünschen den gut 50 ABC –Schützen in Ampfing und auch allen anderen im Landkreis, die an diesem Morgen ihr Schülerleben begonnen haben viel Erfolg und Gottes Segen. Und – nicht vergessen: Immer g’sund frühstücken!
182 Kunstausstellung "Nachtfarben" und die 6. Mühldorfer Museumsnacht 9:30
Rosalyn Sabo und ihre Begleiterinnen eröffneten die Vernissage zur Kunstausstellung im Obergeschoß des Haberkastens wo sich zahlreiche Stadträte, Mitglieder des Kunstvereins Inn-Salzach und Interessierte einfanden und die gleichzeitig die Eröffnung der sechsten Mühldorfer Museumsnacht war.
Zweiter Bürgermeister Paul Schwarz begrüßte die Gäste und hielt sich – selbst Freund alter Meister - mit Aussagen zur Kunst zurück. Der Ausstellung des Kunstvereins wünschte er viel Erfolg und daß sie alle Werke würden verkaufen können.
Nach einem temperamentvollen Stück des Ensembles dankte zunächst Kunstvereinsvorsitzender Gernot Sorgner Musik, Bürgermeister und Stadt Mühldorf. Auch den Künstlern galt sein Dank, weil es immer schwieriger ist, zu einem vorgegebenen Thema zu arbeiten: „Nachtfarben“. Es wären sehr ansprechende Arbeiten entstanden, die es ermöglichten, tiefer in die Kunst hineinzublicken.
Erstmals im 16. Jahrhundert hätte man sich der Nacht als Thema in der Kunst angenommen. Im 17. Jahrhundert verhalfen nächtliche Landschaften dieser Kunstform zur Anerkennung.
„Der Tag ist schön, und die Nacht erhaben“ hätte Emmanuel Kannt zum Ausdruck gebracht, welche Gefühle die Stille in der Nacht hervorrufen kann. Die Romantik zu Zeiten David-Caspar Friedrichs hat die Nacht ins Zentrum gestellt.
Auch die Moderne hat die Farben der Nacht entdeckt. Schließlich wäre in der Nacht nicht alles nur schwarz. Viele Schattierungen der Nacht wecken ganz besondere Gefühle hervor, die bei den moderneren Künstlern vielfach verwendet wurden. Etwa bei Munch und bei Klee.
Die Komponisten und Schriftsteller haben die Nacht auf ihre Weise entdeckt: Beispiele in der Musik wären Chopin und Schumann, bei den Schriftstellern Eichendorff und Möricke.
Wenn man einen Sonnenuntergang betrachtet, entstünde ein großartiges Farbenspiel. Damit dient die Natur als Lieferant von Vorlagen.
In der Kunst werden Stimmungen umgesetzt. Ein breites Spektrum dieser Stimmungen bieten die Werke dieser Ausstellung. Jeder Künstler hat seine Empfindungen wiedergegeben – und weil jeder Mensch anders empfindet, entstanden gänzlich verschiedene Werke.
Auch der Fotograph der Gruppe hat die Nachtfarben in seinen Bildern festgehalten.
Ein Original stellt Joe-Jacker dar, den Josef Schmied plastisch dargestellt hat: Eine Bereicherung, eine neue Richtung und etwas ganz Besonderes.
Die Aussage vieler Bilder erschließt sich dem Betrachter erst wenn er sich mit ihnen beschäftigt und es zuläßt, daß sich die Stimmung der Bilder auf das eigene Empfinden überträgt.
Gernot Sorgner bedankte sich bei den Musikerinnen für den musikalischen Genuß, mit dem sie die Vernissage umrahmten.
Heimatbund-Vorsitzender Dr. Reinhard Wanka stellte dann die Museumsnacht vor, die sich an die Vernissage anschloß. An 10 Stationen hatten museale Einrichtungen geöffnet, an vieren fanden Führungen statt, die anderen konnten lediglich besichtigt werden.
Zum Preis von 5 Euro konnten Besucher das gesamte Angebot nutzen.
Während Rosalyn Sabo und ihre Begleiterinnen unterhielten genossen die Gäste der Vernissage die Kunstwerke, das Fachsimpeln über die Nachtfarben und die Gemeinschaft.
Das Kreismuseum zeigte eine Sonderausstellung über die Bajuwaren. Die multimedialen Vorführungen über die Bajuwaren zogen das Interesse der zahlreichen Besucher ebenso auf sich wie das Skulpturenkabinett. Gespannt hörten sie den Erläuterungen zu.
Auch in der Frauenkirche am Stadtplatz gab es Führungen. Diese Kirche entstand Anfang des 19. Jahrhunderts als Ersatz für eine Kirche, die früher Mitten auf dem Stadtplatz stand und damals auf Grund ihrer Baufälligkeit abgerissen werden mußte. Bis in die 90er Jahre diente die Kirche als Klosterkirche für das angebaute Kapuzinerkloster genutzt. Seither dient sie als Ausweichkirche für die Pfarrei St. Nikolaus und gehört neuerdings zur Mühldorfer Stadtkirche.
Im Rathaus waren Sitzungssaal, Rauchkuchl, Fleetz und Hexenkammerl geöffnet.
Brigitte Nützl erläuterte gerade die Eigenheiten des Sitzunssaals, der zu Salzburger Zeit mitten im 30-jährigen Krieg erbaut worden war: 1642. Er diente zwischendurch auch als Gerichtssaal und sogar als Turnsaal für den neu gegründeten TSV.
Sie erzählte aber auch die Geschichte der Maria Pauer, jenes 16-jährigen Mädchens, die Anfang des 18. Jahrhunderts so lang eingesperrt wurde, bis sie schließlich zugab eine Hexe zu sein. Ihre Todesstrafe durch Verbrennen auf dem Scheiterhaufen wurde ihr 1719 in Salzburg gnadenweise erlassen: Sie wurde enthauptet.
An der Rauchkuchl wartete schon die Köchin Ursula Krieger... (O-Ton)
Die Kunstgalerie „Raum02“ zeigte Werke von Matthias Trager unter dem Titel „Making Petasites mine“. Die Ausstellung ist noch bis zum 24. September zu sehen.
Selten zu sehen ist die Hauskapelle im Boch-Haus. Sie werden fragen, wo ist denn das Boch-Haus? Am Stadtplatz gegenüber dem Cappuccino. Die Familie Boch betrieb hier bis in die 70er Jahre eine Bäckerei. Die Kapelle ist nach wie vor geweiht. Die Stadt hat Zugang. Früher nutzte die Familie Boch, die aus dem Allgäu stammte die Kapelle selbst. (O-Ton)
In ihrer Druidenküche im Kreismuseum hatten derweil Dr. Susanne Abel mit ihren Mitarbeitern und den Bajuwaren Gebäck bereitgestellt und Tee gekocht. Bis Mitternacht mußten sie schließlich noch aushalten, bis dann die Museumsnacht 2010 ihre Tore schloß.
183 Der erste Auswärtssieg?: FSV Erlangen-Bruck - TSV Buchbach 10:20
Wegen der einbrechenden Dunkelheit und des Fehlens einer Flutlichtanlage wurde das Spiel mehrfach vorverlegt und schließlich um 17:40 Uhr angepfiffen. Die äußeren Bedingungen waren gut, unsere Arbeitsbedingungen weniger...
Buchbach mußte auf Thomas Eckmüller, Stefan Lex und Patrick Scheibenzuber verzichten.
Buchbach – ganz in rot – begann von rechts nach links und hatte Anstoß.
In den ersten Minuten entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel.
Langsam übernahmen aber die Hausherren die Regie.
Hier verliert Dominik Kupfer den Ball an Peter Heyer, der kurz überlegt und dann Thomas Penker keine Chance läßt. 1:0 in der 12. Minute.
Kurz nach Wiederanpfiff stürmt Thomas Hamberger auf das Erlanger Tor zu, will zurückspielen auf Stephan Bernhardt. Die Hausherren fangen die Flanke aber ab und bringen ihn konsequent über die rechte Seite vors Buchbacher Tor. Die Buchbacher Abwehr schaut zu, wie Rico Röder auf Peter Heyer flankt und der den Ball unhaltbar für Thomas Penker ins ober linke Eck schießt. 2:0 nur zwei Minuten nach dem Führungstreffer. Anton Bobenstetter sah’s mit stoischer Gelassenheit.
Es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor – das der Gäste aus Buchbach.
Hier leitet Aubrey Dolan den Ball weiter auf Bastian Lunz, der ihn aber nicht unter Kontrolle bringt: Leichte Beute für Thomas Penker.
Dann kann hier Florian Gögl nur mit rabiaten Mitteln stoppen: Freistoß aus gefährlicher Position. Der bleibt aber ohne Folgen.
Gleich drauf läßt Serdal Gündogan Maxi Hain stehen und flankt auf Bastian Lunz. Sein Schuß geht übers Buchbacher Tor.
Wieder verliert Maxi Hain einen Zweikampf. Die Flanke verlängert Dominik Kupfer zu Manuel Kilger, der volley abzieht und Thomas Penker keine Chance läßt. 3:0 in der 24. Minute.
Schlimmer hätte es für Buchbach kaum kommen können. Bis zu dieser Minute war den Oberbayern noch kein Torschuß gelungen.
Anton Bobenstetter brachte nun für Dominik Kupfer Markus Gibis, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder zum Zug kam und mit seiner Erfahrung wohl das Spiel noch drehen sollte.
Nach diesem Paß von Ralf Klingmann kam Buchbach endlich vor das Tor der Hausherren. Die brachten den Ball aber sofort wieder unter Kontrolle und konnten die Situation schnell klären.
Buchbach kämpfte. Endlich kamen sie vors Tor der Hausherrn. Thomas Hamberger schießt aus der Drehung – aber weit drüber.
Eine ähnliche Situtuation einige Minuten später: Freistoß Ralf Klingmann auf Alex Neulinger, der aber nicht herankommt. Den abgewehrten Ball erhält. Ein Buchbacher, der volley abzieht und direkt Heimtorhüter Rainer Hausner in die Arme schießt.
Bis zur Pause tat sich dann nicht mehr viel, auch wenn das Kräfteverhältnis sich nach der Einwechslung von Markus Gibis etwas ausgeglichen hatte.
Anpfiff zur zweiten Halbzeit. Jetzt Buchbach von rechts nach links.
Schon eine Minute nach Anpfiff wechselt hier Aubrey Nolan die Seite. Über mehrere kurze Pässe landet der Ball völlig unbehelligt bei Arpad Beckens, der aber rechts am Tor vorbeizielt. Die Buchbacher Abwehr hatte hier ziemlich unbeteiligt danebengestanden.
Endlich kam auch Buchbach vor das gegnerische Tor: Nach Vorarbeit von Patrick Irmler flankt Thomas Hamberger auf Markus Gibis, der aber einen Tick zu spät kommt.
Eine weitere gute Gelegenheit vier Minuten später: Hannes Hain auf Alex Neulinger, der im Strafraum fällt, den Ball aber weiterspielen kann. Markus Gibis setzt nach, erreicht ihn aber nicht. Die Hausherren schlagen ihn schließlich ins Aus. Es hätte hier auch Elfmeter für Buchbach geben können. Unsere Bilder lassen aber einen schlüssigen Nachweis nicht zu. Alex Neulinger mußte jedenfalls behandelt werden.
In der 62. Minute kamen die Hausherren über rechts. Sie überrannten die Buchbacher Abwehr – Bastian Lunz konnte sich unbemerkt frei vor dem Tor aufstellen. Die Flanke kam punktgenau zu ihm und so brauchte er nur noch den Fuß hinzuhalten. 4:0
Anton Bobenstetter und Sepp Kupfer diskutierten verschiedene Spielzüge während seine Spieler ziemlich resigniert wirkten. Erlangen nutzte die Gelegenheit und wechselte aus: für Rico Röder kam nun Sven Röwe.
Drei Minuten später ein erneuter Wechsel bei den Hausherren: Für Arpad Backens kam nun Hakim Graine.
Dann wechselte auch Anton Bobenstetter: Für Thomas Breu und Hannes Hain kamen Fabian Ganser und Bernd Brindl ins Spiel und sollten retten was zu retten war.
Auch Erlangen wechselte nochmal: Für Manuel Kilger kam Simon Georgiadis.
Und schon zwei Minuten danach wurde es erneut gefährlich fürs Buchbacher Tor: Sie können sich hier gegen mehrere Abwehrspieler durchsetzen, Hakim Graine im Doppelpaß weiterspielen – direkt in den Fünfer. Thomas Penker kann den Ball aber abfälschen, so daß er am Tor vorbeigeht. Erlangen machte trotz 4:0 Vorsprungs weiter Druck.
Dann dieser Konter: Die Erlanger Angreifer sind den Buchbacher Abwehrspielern, weit voraus: Thomas Penker kann trotzdem zunächst abwehren. Dem Nachschuß haben sie dann aber nichts mehr entgegenzusetzen. 5:0 in der 77. Minute.
Bis auf diese Gelbe Karte für Florian Gögl für absichtliches Handspiel ist von diesem Spiel nur noch diese Chance von Markus Gibis zu berichten, bei der sich Torhüter Rainer Hausner verletzte und behandelt werden mußte
Einen Freistoß aus 25 Metern Entfernung setzte Ralf Klingmann links neben das Erlanger Tor.
Buchbach verliert 5:0 in einem Spiel, in dem sie nur sehr wenige Anteile hatten, über weite Strecken klar unterlegen waren und die wenigen Chancen, die sie herausarbeiten konnten, nicht nutzten. Erlangen hingegen nutzte jede Chance und siegte zu Recht.
Anton Bobenstetter sah die Begegnung so: (O-Ton)
Erlangens Trainer Gerd Klaus sah den Unterschied zum vorangegangenen Spiel in Frohnlach und das wesentlich erfolgreichere Spiel gegen den TSV Buchbach so: (O-Ton )
184 Eine Baustelle weniger: Verkehrsfreigabe der Staatsstraße 2091 von Ampfing nach Zangberg 8:10 38 24.09.10
Man kann nicht sagen, daß die Staatsstraße 2091 ein Mauerblümchen-Dasein führt. Ein großer Teil des Nord-Süd-Verkehrs in unserem Landkreis führt über diese Straße, die von Neumarkt-St. Veit kommend durch Zangberg und Ampfing nach Waldkraiburg und Kraiburg führt.
Vor einigen Jahren hat die Gemeinde Ampfing bereits versucht, den überörtlichen Verkehr im Osten des Gemeindebereichs um den Ort herum zu lenken. Diese Maßnahme entfaltet erst jetzt mit dem Abschluß der Umbauarbeiten ihre volle Wirkung.
So ist es nicht verwunderlich, daß viel Prominenz zugegen war, als Claus-Peter Olk – Bereichsleiter beim Straßenbauamt Rosenheim - die Gäste begrüßte. Neben Dekan Roland Heimerl und Pfarrer Andreas Beneker waren auch Staatssekretär Dr. Marcel Huber die Betreuungsabgeordnete der SPD Diana Stachowitz, stellvertretende Landrätin Eva Köhr und die Bürgermeister Franz Märkl und Ottmar Wimmer und weitere Honoratioren gekommen.
Es wäre zwar nur ein kleines Stück Straße, aber ein großer Gewinn für die Verkehrssicherheit meinte er und freute sich, daß dieses Projekt ohne Rechtsstreitigkeiten realisiert werden konnte. Dafür dankte er den Grundstückseigentümern und allen Anwohnern, die während der Bauzeit erhebliche Einschränkungen haben hinnehmen müssen.
Staatssekretär Dr. Marcel Huber betonte die große Bedeutung dieses kleinen Stückchens Straße, die so hoch wäre, daß Innenminister Joachim Hermann selbst ihn beauftrag hatte, ihn bei dieser Verkehrsfreigabe zu vertreten. Als Bürger der Gemeinde Ampfing hätte er schon vor 50 Jahren erlebt, wie der Verkehr am Kindergarten vorbeigeflossen ist. Der Kindergarten ist noch immer an der selben Stelle, nut fahren heute 6.000 Fahrzeuge täglich am Kindergarten vorbei – eine unmögliche Situation.
Da der Bau einer Umgehungsstraße mit staatlichen Mitteln kaum zu machen war, ergriff Ottmar Wimmer die Initiative und realisierte die Umgehungsstraße als „Kommunale Sonderbaulast“. Damit hat die Gemeinde einen großen Teil der Tätigkeiten übernommen, die sonst das Straßenbauamt realisiert. Solches Engagement honoriert der Freistaat durch hohe Zuschußbeiträge.
Dafür dankte er Bürgermeister Ottmar Wimmer, dem Gemeinderat und der ganzen Gemeinde.
Allerdings brachte die Baumaßnahme alleine noch keine Entlastung für die Ampfinger. Erst durch die gezielte Änderung der Verkehrsführung konnte die Kraftfahrer dazu bewegen, um Ampfing herum zu fahren.
Auch das verlief anders als geplant: War ursprünglich nur die aufwändige Sanierung der Brücke über den Moosgraben geplant, wurden nun beide Maßnahmen gleichzeitig ausgeführt. Die 1,3 Millionen Euro, die hier investiert wurden wären gut angelegtes Geld: Der Verkehr aus dem nördlichen Landkreis gelangt jetzt effektiver und schneller an die A94 und die Ampfinger werden von Abgasen und Verkehrslärm entlastet.
Weil derzeit die Fahrt von der Anschlußstelle der A94 nach Waldkraiburg etwas mühsam ist, gab Dr. Marcel Huber gleich noch eine Ausblick auf den Weiterbau der ST 2091 von Ampfing nach Waldkraiburg: Dort laufen zur Zeit das Planfeststellungsverfahren und gleichzeitig die Grundstücksverhandlungen. Es ist beabsichtigt, diesen Abschnitt gemeinsam mit dem Abschnitt Ampfing-Heldenstein der A94 dem Verkehr zu übergeben.
Er erklärte, es wäre höchste Zeit, die Infrastruktur im Landkreis auf Vordermann zu bringen. Dabei wäre man auf einem guten Weg: Es hätte kaum jemals so viele Bagger im Landkreis gegeben wie zur Zeit. Abschließend berichtete er, daß sich sowohl Bundesverkehrsminister Ramsauer als auch Bayerns Innenminister Joachim Hermann sicher wären, die Autobahn A94 wäre die letzte Autobahn, die neu gebaut werde. Sie wäre derzeit das wichtigste Straßenprojekt Bayerns.
Nachdem er allen Baubeteiligten gedankt hatte, wünschte er allen Verkehrsteilnehmern auf der neuen Strecke allzeit gute Fahrt.
Stellvertretende Landrätin Eva Köhr dankte zunächst der Bayerischen Staatsregierung für die guten Neuigkeiten. Sie dankte Dr. Marcel Huber besonders dafür, daß er sich so sehr für die Region engagiert.
Auch sie freute sich, mit dieser Verkehrsfreigabe die Infrastruktur im Landkreis wesentlich vorwärts zu bringen, und besonders Bürgermeister Ottmar Wimmer für seinen Einsatz.
Jede solche Baumaßnahme dient nicht nur den Verkehrsteilnehmern sondern der Wirtschaft im ganzen Landkreis und damit allen Bürgern. Schließlich freute sie sich auf die Verkehrsfreigabe des Abschnitts Ampfing-Waldkraiburg dieser Straße und wünschte allen Verkehrsteilnehmern allzeit gute Fahrt.
Zangbergs Bürgermeister Franz Märkl freute sich, diese Verkehrsfreigabe auf seinem Gemeindegebiet feiern zu dürfen. Wie wichtig diese Straße für die Zangberger ist, hätten sie erst kürzlich erfahren, als sie gesperrt werden mußte. Für die Bürger seiner Gemeinde ist diese Straße eine erhebliche Erleichterung, auch wenn sie sich wünschen würden, daß sie um seine Gemeinde herum führen würde. Es gebe da noch einiges zu tun.
Er dankte sehr für den Bau des Geh- und Radweges und meinte, sie hätten ihn sogar selbst bezahlt, wenn das Straßenbauamt das Geld dafür nicht gehabt hätte....
Auch er dankte dem Freistaat für die Bereitstellung der Mittel und Bürgermeister Ottmar Wimmer für seinen außerordentlichen Einsatz, ohne den das alles nicht so problemlos verlaufen wäre.
Und weil er dafür bekannt ist, daß er immer noch etwas anbringen will, fehlte ihm noch ein kurzes Stück Radweg, das – wenn möglich – noch gebaut werden könnte.
Abschließend regte er an, die Straße „Papststraße“ zu taufen. Schließlich hätte diese Straße Nuntius Eugenio Pacelli 1951 oft benutzt, als er in Zangberg weilte. Nuncius Eugenio Pacelli ist der spätere Papst Pius XII.
Bürgermeister Ottmar Wimmer meinte schließlich, es wäre zwar schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. An das Thema ST 2091 erinnert er sich schon sehr lang – über 40 Jahre. Schon 1992 hätte Ampfing ein Gutachten erstellen lassen. 1999 wäre dann der erste Abschnitt der Ortsumgehung eingeweiht worden. Schon damals hätte er die Zusage bekommen mit diesem Projekt Ende 2000 ins Straßenbauprogramm aufgenommen zu werden. Ampfing hätte die Baumaßnahmen aber schon 2001 Bau fertiggestellt, als die Staatsregierung das Geld noch lange nicht beieinander gehabt hatte. Er bedankte sich beim Gemeinderat, weil die Gemeinde dafür trotz Zusagen über 3 Millionen Euro bereitgestellt hatte. Auch der zweite Bauabschnitt wäre in ähnlicher Weise entstanden. Er dankte sehr den Mitarbeitern den Straßenbauamts für die sehr gute Zusammenarbeit. Ottmar Wimmer freute sich sehr über die vielen Verbesserungen für seine Gemeinde und auch die Geschäftsleute wüßten längst, daß es nicht unbedingt von Nachteil ist, wenn der überregionale Verkehr außen herum fahren muß.
Auch er wünschte allen Verkehrsteilnehmern allzeit unfallfreie Fahrt und lud alle Anwesenden zu einer gemeinsamen Feier in den Ampfinger Hof ein.
Nachdem Pfarrer Andreas Beneker und Dekan Roland Haimerl der Straße und allen die sie nutzen ihren kirchlichen Segen erteilt hatten, schritten die Gäste zur Tat: Gemeinsam durchschnitten sie das weiß-blaue Band, was nur möglich war, weil die Polizei für ein paar Minuten den Verkehr aufhielt.
Seither fließt der Verkehr um Ampfing herum und noch immer durch Zangberg hindurch.
185 Noch eine Baustelle weniger in Ampfing: Verkehrsfreigabe der Unterführung Wimpasing 3:55
Vor der neuen Straßenunterführung hatten sich bei strahlendem Sonnenschein Gemeinderäte, Vertreter von Baufirmen, der Deutschen Bahn, vom Landratsamt und interessierte Bürger versammelt.
Bürgermeister Ottmar Wimmer erinnerte an den Spatenstich für den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke von Mühldorf nach München im April 2007, dem erste Baumaßnahmen erst 2008 gefolgt sind. Im Gemeindegebiet müssen dafür zwei Straßenunterführungen errichtet werden.
Der Gemeinderat hat 2007 dem Bau dieser Unterführung zugestimmt und so den Weg für dieses Projekt freigegeben – eine wichtige Entscheidung, die erst nach längerer Diskussion zustande kam.
Die Gesamtkosten von etwa 1,8 Millionen Euro, von denen die Gemeinde ca. 650.000 Euro zu tragen hatte, machte den Gemeinderäten diesen Beschluß nicht leicht.
Allerdings unterstützte der Freistaat Bayern dieses Projekt, so daß der Aufwand der Gemeinde mit einem Betrag zwischen 300 und 350.000 Euro doch im Rahmen bleib.
Der erste Aushub erfolgte im September 2009, das neue Bauwerk konnte im Juni diesen Jahres unter die Bahngleise eingeschoben werden. Diverse Versorgungsleitungen mußten verlegt werden. Alle Arbeiten wurden von den beteiligten Firmen ordentlich und termingerecht ausgeführt, wofür ihnen Bürgermeister Ottmar Wimmer sehr dankte.
Wichtig ist diese Straßenverbindung vor allem für die Landwirte, von denen viele ihre Höfe südlich der Bahnlinie, aber ihre Felder nördlich davon haben. Aber auch der Naturliebe der Ampfinger kommt die neue Verbindung entgegen.
Bürgermeister Ottmar Wimmer dankte allen Ampfingern für ihre Geduld während der Bauarbeiten, den Mitarbeitern der beteiligten Firmen und vor allem den Mitgliedern des Gemeinderates, die diese schwierige Entscheidung getroffen haben. Er drückte seine Hoffnung aus, auch die zweite Baumaßnahme baldmöglichst zu Ende bringen zu können.
Auch Heiko Richter von „DB-Projektbau“ äußerte sich froh über die abgeschlossene Baumaßnahme und betonte den Zugewinn an Sicherheit: Aus dem ehemals schrankenfreien Bahnübergang wurde nun eine Unterführung, der Gefahrenpunkt damit elimiert. Er wünschte allen Verkehrsteilnehmern unfallfreie Nutzung dieser Verbindung.
Herbert Hoch vom Landratsamt überbrachte zunächst die Glückwünsche von Landrat Georg Huber zur Beseitigung dieses Gefahrenpunktes – in Zeiten klammer Kommunalfinanzen durchaus nicht selbstverständlich. Er freute sich, daß die DB-Projektbau solche Projekte so stark unterstützt und wünschte der Gemeinde, daß auch die andere große Baumaßnahme an der MÜ38 bald abgeschlossen wird und sich so das Leben für die Ampfinger wieder normalisiert.
Dann schritten die Herren zur Tat: Nach einer kurzen Trainingsphase, in der die Fotographen Zeit hatten, ihre Bildchen zu machen, hieß es: „Los“ und dann war das Band durchschnitten und der Weg frei.
Zur Feier dieser neuen verkehrlichen Freiheit genossen die Beteiligten später ein gemeinsames Mittagsmahl im Gasthaus „Ampfinger Hof“.
186 Ein Gespräch mit MdB Dr. Daniel Volk, dem Bezirksvorsitzenden der FDP 12:50
Herr Dr. Volk, Sie unterrichten am Abend Mitglieder und interessierte Zuhörer über die aktuelle Situation der FDP in Bundestag und Bundesregierung. Was werden Ihre Schwerpunkte sein? (O-Ton)
Vor der Wahl hat Ihre Partei eine große Steuersenkung versprochen. Zwischenzeitlich haben Sie Abstriche vornehmen müssen. Wie ist der aktuelle Stand? (O-Ton)
Stichwort Energiepolitik: Auch wenn unterschiedliche Informationen über die Dauer kursieren beabsichtigt die Bundesregierung die Verlängerung der Laufzeit der Kernkraftwerke. Warum? (O-Ton)
Ihre Partei steht sehr für die Förderung der Wirtschaft. Nun beklagen die Medien, daß sich die Schere zwischen Unternehmensgewinnen und Managereinkommen einerseits und Arbeitnehmereinkommen andererseits und immer weiter öffnet. Wie sehen Sie dieses Problem? (O-Ton)
„Stuttgart 21“ und ähnliche Großprojekte wurden auf der Grundlage geltenden Rechts teilweise jahrzehntelang vorbereitet. Trotzdem protestieren die Bürger. Denken Sie, daß man künftig solche Großprojekte überhaupt noch wird realisieren können? (O-Ton)
Sehen Sie darin einen Wandel im Verhältnis der Bürger zur Demokratie, zum Rechtsstaat und zu den geltenden Verwaltungsverfahren? Liegt ein prinzipielles Problem vor? (O-Ton)
Zurrück zur Regierungsbeteiligung der FDP: Welche Ziele verfolgt Ihre Partei in Bundestag und Bundesregierung in nächster Zeit. Welche Themen haben oberste Priorität? (O-Ton)
Wenn man den Umfragen Glauben schenkt, hat Ihre Partei in der Wählergunst seit der Bundestagswahl doch stark eingebüßt. Welchen Einfluß haben die politischen Umstände hierauf und welche Erwartung haben Sie für die Zukunft? (O-Ton)
Im Vorgespräch lobten Sie den Kreisverband der FDP für die tatkräftige Unterstützung. Hätten Sie denn einen Tipp, wie Frau Bubendorfer-Licht dies noch intensivieren könnte? (O-Ton)
Vielen Dank für das Gespräch.
187 Stadtgespräche und Aktionsgemeinschaft: Die freundlichste Mühldorferin 5:30
Herr Lepping, der erste Abschnit der „Aktion Freundliches Mühldorf“ ist zu Ende. Wie haben sie denn die Leute bisher angekommen? (O-Ton)
Sind also die Mühldorfer ein freundliches Völkchen? (O-Ton)
Können Sie uns sagen, was Sie und die Jury bewogen hat, den oder die freundlichste Mühldorfer oder Mühdlorferin auszuzeichnen? (O-Ton)
Die Jury bestehend aus Frau Kammermeier vom ESD Sicherheitsdienst, Astrid Reber von der Stadt Mühldorf, Maximilian Gäb von der Diakonie, Steuerberater Maximilian Reichert und Stadtgespräche-Moderator Thomas Lepping hatte sich viel Mühe gegeben und alle 309 Einsendungen ausgewertet.
Neben Miriam Sander, die im Kino in Mühldorf Ferienarbeitet, wurden auch Mitarbeiter anderer Mühldorfer Geschäfte teils mehrfach positiv erwähnt, etwa von die Seilerei Weiss, der Jettenbacher Hof, das Modegeschäft Esprit, und die Antonius-Apotheke.
Aktionsgemeinschaftsvorsitzender Markus Luczay, Bürgermeister Günther Knoblauch und Stadtgesprächemoderator Thomas Lepping freuten sich dann, Miriam Sander neben einer Urkunde - übrigens einem absoluten Unikat – einen schönen Blumenstrauß überreichen zu dürfen.
Miriam Sander, die 2007 Volksfestkönigin war, hat uns dann erzählt, was sie getan hat, um zur freundlichsten Mühldorferin zu werden. (O-Ton)
Das hat sie so beeindruckt, daß sie die Geschichte den Stadtgesprächen erzählt hat. (O-Ton)
Und was machen Sie im Kino? (O-Ton)
Dann gratulieren wir zur Auszeichnung!
Unter allen Teilnehmern wurden wertvolle Preise verlost. Wer gewonnen hat, das sehen Sie hier.
188 Ziel Klassenerhalt Regionalliga: Die Volleyballer des TSV1860 Mühldorf 5:45
In einem Nebenraum des Fitness-Centers „FTZ“, in dem die Volleyballer des TSV trainieren stellten kürzlich Abteilungsleiter Stefan Bartsch, Trainer Günther Thomae, Pressewart Josef Enzinger und drei drei Aktive Planung und Ziele für die kommende Saison vor.
Hausherr Franz Prost begrüßte zunächst die Runde und freute sich, Gastgeber zu sein.
Abteilungsleiter Stefan Bartsch erläuterte zunächst die Struktur der Volleyballabteilung, die im TSV 1860 Mühldorf schon seit 30 Jahren besteht, inzwischen 175 Mitglieder zählt und damit die viertgrößte Abteilung des 150 Jahre alten Traditionsvereins ist.
Derzeit spielen 22 Mannschaften, vier im Seniorenbereich, 17 sind Jugendteams. Er unterstrich, daß sowohl weibliche als auch männliche Teams geführt werden und großer Wert auf die Jugendarbeit gelegt wird.
Das Aushängeschild ist natürlich die Herrenmannschaft, die nun zum zweiten Mal in die Regionalliga aufgestiegen ist. Diese Liga will man jetzt aber halten und sich nicht gleich wieder verabschieden. Wichtig für den Verein ist es, die Mannschaft aus den eigenen Reihen zu bilden, also eigene Nachwuchsspieler heranzuziehen.
Die großen Erfolge in diesem Jahr verdeutlichen das hohe Leistungsniveau der Volleyballer. Man will Quantität und Qualität, Spitzensport und Breitensport bieten und so für eine breite Öffentlichkeit attraktiv sein. Stefan Bartsch betonte den hohen Stellenwert der Sportart Volleyball, den die Abteilung mit diesem Konzept in den zurückliegenden Jahren in der Kreisstadt erarbeitet hat. Die Volleyballer sind im Sportbetrieb der Kreisstadt ein wesentlicher Faktor.
Um dies alles umsetzen zu können hat die Abteilung die Führung umstrukturiert, Teams gebildet, die Basis verbreitert.
Auch finanziell ist die Abteilung inzwischen eine Herausforderung. Die Akquirierung von Sponsoren ist unumgänglich um den Etat der ersten Mannschaft von etwa 20 bis 25.000 Euro zu decken – fast das Doppelte wie im Vorjahr. Dabei erhalten die Spieler lediglich eine Erstattung der Fahrtkosten. Es wäre wünschenswert, den Spielern ab und zu mal ein Essen spendieren zu können, aber das ist bei der Finanzlage schon Luxus und auch dann nur ein kleiner Ersatz für den enormen zeitlichen und persönlichen Aufwand, den sie auf sich nehmen.
Vor dem beschriebenen Hintergrund ist es natürlich das vorrangige Ziel, die Liga zu halten.
Ihren Beitrag zum Gelingen muß natürlich auch die Mannschaft leisten. Dahinter stehen neben Trainer Günther Thomae nun zusätzlich Michael Glossek, der ab 1. November im Jugendbereich aktiv werden wird. Die Ziele sind also hoch – was gelingen wird bleibt abzuwarten.
Günther Thomae trainiert seit einem Jahr die Herrenmannschaft und hat maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die Regionalliga. Der Sportlehrer am Gymnasium in Waldkraiburg – früher Nationalspieler der Auswahl der DDR – freute sich über die Struktur der Volleyball-Abteilung, die ausschließlich von eigenem Nachwuchs lebt. Das Ziel - Klassenerhalt – wäre vordergründig ein bescheidenes Ziel, bei genauerem Hinsehen auf Grund der Leistungsdichte der Mannshaften in der Reginalliga jedoch nicht ganz einfach zu erreichen. Sein Favorit ist der VfL Coburg-Bruck dessen Ziel der Aufstieg in die zweite Bundesliga ist. Die Saison beginnt gleich mit dieser Begegnung: Am Samstag 25.9. bestreiten die Volleyballer ihr erstes Punktspiel gleich auswärts - in Coburg. Spätestens dann wird sich zeigen, wo seine Leute leistungsmäßig stehen.
Die ohnehin sehr junge Mannschaft mit einem Altersdurchschnitt von 20/21 Jahren wurde durch zwei weitere junge Spieler verstärkt: Severin Bienek und Leo Tille. Der 15-jährige Loe Tille wurde mit der U16-Mannschaft erst im Mai Deutscher Meister. Der 1,96m große Severin Bienek hat bereits Erfahrung in der zweiten Bundesliga gesammelt. Karim Bassir, Leo Angerer, Valentin Huber und Moritz Kolbinger stehen entweder gar nicht mehr oder vorläufig nicht zur Verfügung.
Zum 10-köpfigen Stamm-Kader der ersten Mannschaft können aber jederzeit Spieler aus der zweiten Mannschaft hinzugezogen werden, wenn solcher Bedarf besteht.
Stefan Bartsch und Josef Enzinger kündigten an, Heimspiele künftig auch für die Zuschauer attraktiv zu machen und so Volleyball gegen König Fußball bestehen zu können. So wird es erstmals Jahreskarten geben die am Saisonende an einer Verlosung teilnehmen werden. Das erste Heimspiel am 2. Oktober wird als bayerischer Abend gestaltet werden, mit Blasmusik, Trachtlern, Leberkäs und Freibier. Bei jedem Heimspiel wird es solche Attraktionen geben.
Und als besondere Leistung Ihres Mühldorf-TV wird es künftig die Heimspiele aus der Halle der Hauptschule in Mühldorf als Live-Übertragung im Internet zu sehen geben – Ein Service, den es in der Regionalliga sicher nicht gibt. Näheres dazu erfahren Sie demnächst.
So steht der ersten Saison der Mühldorfer Volleyballer in der Reginalliga nichts mehr im Weg.
189 Dem "C" gehört die Zukunft: Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg beim Katholischen Männerverein in Tuntenhausen 11:55 39 30.09.10
Zu ihrer Herbstwallfahrt lud der Katholische Männerverein Tuntenhausen in die dortige Basilika, wo Generalvikar Professor Dr. Dr. Peter Beer das feierliche Amt zelebrierte.
Vor der Kirche erwarteten die Mitglieder des Vereins bereits die Gäste. Unter ihnen der ehemalige Staatsminister Hans Zehentmair, der auch Ehrenvorsitzender des Vereins ist.
Die Kirche konnte die Gläbigen kaum fassen, die am Gottesdienst teilnahmen. Trotzdem war nur ein Teil der Vereinsmitglieder gekommen, der über 1000 Männer zählt.
Professor Beer widersprach dem geläufigen Gottesbild des „alles verzeihenden lieben Gottes“. Er bezog sich auf Jesu Gleichnis in Lukas 16, wo Gott bedingungslosen Glauben ohne Beweise fordert – Warnungen gibt es nicht. Nicht das vordergründige weltliche Wohlergehen des
einzelnen Menschen zählt. Alles Handeln hat Folgen und Konsequenzen. Dieses Denken sollte wieder in den Köpfen Einzug halten, dann würde es nie zu solchen Exzessen wie der Finanzkrise kommen. Immer wieder Innezuhalten und sein Handeln zu hinterfragen riet er den Gläubigen. Nur so fänden sie die innere Zufriedenheit und Ruhe, die sie durch ihren Alltag begleitet. (Er hat auch noch für die Teilnahme an der Beichte geworben – aber das sagen wir nicht!!!)

Nach dem Segen wartete vor der Kirche schon die Blaskapelle. Gemeinsam zogen die Teilnehmer zu einer Tuntenhausener Landmaschinenfirma, die eine große Halle zur Festhalle umfunktioniert hatte.
Dort warteten schon zahlreiche Gäste auf die Kirchenbsucher. Die Halle war bis auf den letzten Platz besetzt, als Bundesverteidigungsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg ankam. Er war kurzfristig für Ministerpräsident Horst Seehofer eingesprungen, den Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Koalitionsgipfel nach Berlin beordert hatte.
Außer ihm waren Landesbäuerin Annemarie Biechl, die Landtagsabgeordnete Dorothee Bär und zahlreiche andere politische Würdenträger schon da. Zunächst aber begrüßte Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg seine Frau Mama...
Männervereinsvorstand Dr. Marcel Huber begrüßte zunächst viele Gäste aus der Region und dem weiten Umkreis. Er entschuldigte Ministerpräsident Horst Seehofer und erzählte, wie schnell es gelungen war einen würdigen Ersatz zu finden: Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg.
Nachdem er Professor Beer für die würdige Gestaltung des Gottesdienstes gedankt hatte, lobte Dr. Marcel Huber die Leistungen von Karl-Theodor zu Guttenberg, der endlich eine Vision hätte, für die Zukunft der Bundeswehr nach dem kalten Krieg.
Ein Katholischer Männerverein wäre heute nichts Gewöhnliches mehr. Auch eine Wallfahrt wäre nichts Alltägliches mehr. Dabei legt schon die Bayerische Verfassung die Verantwortung vor Gott für das eigene Handeln zu Grunde. Und die Pflege der Tradition wäre ohnehin ein Auftrag an alle Bayern. Vor diesem Hintergrund war er neugierig, wie Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Vortrag gestalten würde, der unter dem Titel stehen sollte: „Dem „C“ gehört die Zukunft“.
Nachdem ihn Blaskapelle und Festversammlung gebührend begrüßt hatten, freute sich Karl-Theodor zu Guttenberg hier einspringen zu dürfen. „Einspringen“ nicht, daß gleich wieder Spekulationen aufkommen. Dann betonte er seine Verbundenheit mit dem Landkreis Rosenheim, wo er viele Jahre seiner Jugend verbracht hatte. Inzwischen wohnt sogar seine Mutter hier, deren Anwesenheit ihn besonders freute.
Eine „bestimmende Dame“ in Berlin hätte beschlossen Koalitionsausschußsitzungen anzuberaumen. Deshalb mußte er Ministerpräsident Horst Seehofer entschuldigen, überbrachte aber seine herzlichen Grüße.
Er selbst ist gerade am Morgen aus Hamburg gekommen und muß am Nachmittag schon wieder in Berlin an den Sitzungen der „bestimmenden Dame“ teilnehmen. Dann wird er gleich Horst Seehofer berichten, was er hier verpaßt hat.
Trotzdem freute er sich, in dieser Stunde innezuhalten und nachzudenken. Vom Ehrenvorsitzenden Hans Zehentmair hätte er gelernt, daß Politik nur langfristig zu betrachten ist und gelegentlich auch unpopuläre Sachverhalte und Entscheidungen nötig macht. Damit begann er gleich und wurde konkret: Die neu gewählte schwarz-gelbe Bundesregierung hat im ersten halben Jahr ein erbärmliches Bild abgegeben. Allerdings leben wir in Zeiten ständigen Wandels mit absolut unvorhersehbaren Ereignissen, wie der Finanz- und Wirtschaftskrise. Diese Krise hat verdeutlicht, daß nicht Finanzwerte im Zentrum stehen dürfen sondern die Grundwerte. Diese Debatte unterblieb aber in der Vergangenheit obwohl oder vielleicht gerade weil sich die Bundesrepublik in dieser Zeit sehr gut entwickelt hat.
Dabei ist die Finanz- und Wirtschaftskrise nur ein Beispiel, das sich jederzeit wiederholen kann, wenn die Grundwerte nicht gestärkt werden. Man erinnere sich: Diejenigen, die die Krise ausgelöst haben, haben sich gleich zu Anfang mit prall gefüllten Taschen in ihren Mauslöchern verkrochen und sind nach Ende der Krise – oh biologisches Wunder – mit genau so prall gefüllten Taschen wieder hervorgekrochen! Und jetzt sitzen sie in den gleichen Positionen und machen weiter wie vorher!
Allerdings wäre die Welt inzwischen auch sehr kompliziert geworden: Viele Dinge kann man nur noch international lösen: Nachrichten über Terrorismus, Großkatastrophen, scheiternde Staaten überfluten uns und fordern uns auf, die Dinge auf der Grundlage unserer Grundwerte zu behandeln.
Andere Debatten verursachen Empörungswellen: Herr Sarrazin, Frau Steinbach und Stuttgart 21 bewirken, daß man sich genau mit diesen Dingen auseinandersetzen muß. Dann erkennt man, daß etwa Herrn Sarrazins Aufzeigen von Mißständen die eigene Sprachlosigkeit erkennen ließ. Obwohl Sarrazin die Sachverhalte richtig aufzeigt, lehnte er seine Schlußfolgerungen zum großen Teil ab - meinte Karl-Theodor zu Guttenberg.
Man muß Herrn Sarrazin entgegenhalten, daß auch Kultur und Tradition Einfluß haben auf die Gesellschaft und nicht nur biologische Aspekte.
Politik und Gesellschaft haben den Auftrag, sich wieder auf die traditionellen Werte zu besinnen. „Konservativ“ ist nach seinem Verständnis jemand, der in der Lage ist, für Grundsätze einzustehen und sie gegen Widerstände durchzusetzen.
Dann erhielt er eine Maß Bier und meinte, wenn das so weiterginge, würde die Präsidiumssitzung in Berlin am Nachmittag eine Fröhliche werden.... (Gelächter)
Er wurde wieder ernst und stellte fest, daß die „C“-Parteien ihren Verpflichtungen in der Breite nur noch bedingt nachkommen. Das Profild der „C“-Parteien ist nicht mehr als solches erkennbar ist, was sich wieder ändern muß.
Man nimmt Zuwanderer gern auf, wenn sie unsere Kultur akzeptieren und sich anpassen. Sind sie dazu aber nicht bereit, dann haben sie bei uns nichts zu suchen! (Applaus)
Allerdings dürfen wir uns zu so einer Haltung nur berechtigt fühlen, wenn wir uns selbst genau definieren und unsere Haltung auch bewußt leben. Und daran mangelt es in Deutschland. Auswüchse, wie die Aussagen des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan in Köln während einer Wahlkampfveranstaltung wären nur möglich, weil wir selbst unsere Kultur zu wenig achten und schützen.
Vor wenigen Wochen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel den dänischen Karikaturisten geehrt, der vor Jahren die Mohammed-Karikaturen gezeichnet hatte. Als damals christliche Kirchen in moslemischen Ländern brannten, entschuldigten sich viele anstatt aufzustehen und unsere Werte zu verteidigen, zu denen auch die freie Meinungsäußerung zählt.
Man muß selbst wieder für die eigene Identität einstehen und die eigene Kultur verteidigen.
Wer einmal einen Einbürgerungstest gemacht hat, wird feststellen, daß da auch bei uns selbst großer Nachholbedarf besteht: Zunächst müßten man erkennen, was zu unserer Kultur zählt: Die Freiheit, die keine Selbstverständlichkeit ist, der Anspruch Leistung zu erbringen, die Familie als Keimzelle der Gesellschaft, die Entscheidungsfreiheit, die Kinder selbst zu Hause zu erziehen, der vernünftige und verantwortungsvolle Umgang mit der Schöpfung,
Man muß das eigene Fundament leben, Widerstände aushalten und sie verteidigen, auch wenn die Gegenmeinungen hart vorgetragen werden. Das erwartet man auch von der Politik: Daß sie bei ihrer Meinung bleibt, die sie sich gebildet hatte! (Ap)
Allerdings könnte sich jeder auch von berechtigten Argumenten überzeugen lassen – dagegen kann niemand etwas einwenden.
Politiker müßten den Menschen auch unbequeme Wahrheiten zumuten. Politiker, die auf Zumutungen verzichten, schaffen Poltiker, die selbst eine Zumutung sind.
Nun wandte sich Karl-Theodor zu Guttenberg Aussagen zu, die er bereits beim Zukunftsforum von MdB Stephan Mayer vor wenigen Wochen getroffen hatte. Er wiederholte seine Kritik an der Politik, die allzu oft kurzfristig von Wahltermin zu Wahltermin denkt und nicht immer das Wohl des Landes an oberste Priorität setzt. Er nannte auch die Gründe, warum er beabsichtigt, die Wehrpflicht in Deutschland nur auszusetzen und sie nicht abzuschaffen, die beabsichtigte Reduzierung der Stärke der Bundeswehr, die Notwendigkeit der Anerkennung für die Leistungen der Soldaten in Afghanistan und die Notwendigkeit, die Bundeswehr neu auf die Herausforderungen nach dem Ende des kalten Krieges auszurichten.
Wohl weil er das Bier so unberührt vor sich stehen hatte, bot ihm dann jemand einen Maßkrug mit Wasser an. (O-Bild/Ton)
Sein enger Zeitplan bewog seinen persönlichen Referenten dazu, ihn zum Aufbruch zu mahnen. Es gab deshalb diesmal einen etwas uneleganteren Abgang – wie er meinte. Ohnehin hätte er ohne Manuskript vorgetragen, was ihm am Herzen lag.
Die Zuhörer dankten dem prominenten Gast mit langanhaltendem stehenden Applaus.
Bevor er nach Berlin weitereilte, trug er sich noch ins Goldene Buch der Gemeinde Tuntenhausen ein.
Und auch diese Veranstaltung beschloß die CSU mit der Bayernhymne. Man kann mit Fug und Recht sagen, der Kurzbesuch von Karl-Theodor zu Guttenberg hat die Zuhörer gefangen und neu motiviert, sich wieder auf konservative Werte zu besinnen. Über die Verwurzelung der bayerischen Bevölkerung im christlichen Glauben – besonders der Beziehung zur katholischen Kirche, was ja das Anliegen des Katholischen Männervereins in Tuntenhausen ist - hat er wenig gesagt. Aber – wie er selbst sagte – er hat ja ohne Manuskript das gesagt, was ihm am Herzen lag!
190 Die CSU, ein Kompass für Bayern - Dr. Markus Söder in Haag 11:00
Schon halb abgebaut war das Herbstfest in Haag, das Festzelt stand aber noch in seiner Pracht. Bedienungen und Mitarbeiter hatten alle Hände voll zu tun um die Gäste mit Bier, Giggerln und Kesselfleisch zu versorgen. Der Vollmond stand schon hoch am Himmel, als der CSU-Kreisvoritzende und Staatssekretär Dr. Marcel Huber Staatsminister Markus Söder begrüssen konnte.
An der Seite von Haags zweitem Bürgermeister Winfried Weiß und Dr. Marcel Huber zog Minister Söder zum Klang des Bayerischen Defiliermarsches in das Festzelt ein, das zu diesem Zeitpunkt bereits gut gefüllt war.
Erst gabs ein gutes Weißbier der örtlichen Brauerei.
CSU Ortsvorsitzender Winfried Weiß hieß die Gäste willkommen, unter denen auch Landrat Georg Huber, stellvertretende Landrätin Eva Köhr, Bezirksrätin Annemarie Haslberger und zahlreiche Kreisräte waren. Viele Bürgermeister aus der näheren und weiteren Umgebung hatten sich ebenfalls eingefunden.
Dr. Marcel Huber betonte dann, was für ein schwieriges Amt das des Umweltministers ist: Atomaufsicht, Gentechnik und Reform des Gesundheitswesens wären nicht nur parteipolitisch schwierig sondern auch noch ideologisch belastet. Er war sich sicher, daß Markus Söder der richtige für dieses Amt ist. Er ist bundesweit bekannt und bei den Medien beliebt. Außerdem ist er einer, der klare Positionen einnimmt und kein Blatt vor den Mund nimmt. Er dankte ihm dafür, daß er vielen Themen zum Durchbruch verholfen hat und wünschte ihm viel Glück bei der anstehenden Gesundheitsreform.
Markus Söder lästerte erst einmal über die Zeitung „Dorfener Intelligenzblatt“: (O-Ton)
Auf ähnliche Weise lockerte er seinen ganzen Vortrag immer wieder mit kleinen Anekdoten und lockeren Sprüchen auf.
Erst lobte er Dr. Marcel Huber, der in seiner Zeit als Staatssekretär im Umweltministerium die Grundlagen für sein Handeln im Umweltbereich gelegt hatte. Heute teilten 80% der Bayern ihre Meinung über die Gentechnik, eine Folge seines Mutes, diese Meinung konsequent zu vertreten.
Die Wirtschafts- und Finanzkrise hätte die Politik der vergangenen zwei Jahre bestimmt. Durch kluges Handeln der Verantwortlichen steht Bayern und Deutschland im internationalen Vergleich heute wesentlich besser da als Frankreich, England, Italien und sogar die USA. In diesen Zeiten historischer Not hat die Politik – sogar die alte schwarz-rote Bundesregierung – sehr gut gearbeitet. Allerdings haben die Verursacher der Krise nichts gelernt. Während erst kürzlich 15 Milliarden Euro an die Hypo-Real-Estate gingen um ihren Zusammenbruch zu verhindern, zahlt diese Bank im Staatseigentum wieder Millionen Boni, dann fände er das
Dr. Marcel Huber hatte ihn als einen vorgestellt, der gern in Talkshows geht. Er kritisierte, daß in Talkshows meist über Superreiche geredet wird oder über Hartz-IV-Empfänger. Der Mittelstand, der das Land trägt, ist dagegen nie Thema. Sein Vergnügen in diesen Sendungen aufzutreten hält sich deshalb in Grenzen...
Viel diskutiert wird eine Koalition der CSU mit den Grünen. Daß dies nahezu unmöglich ist, erklärte er an Hand eines Erlebnisses: Er war neben Claudia Roth gesessen: (O-Ton sie hat mich 90 Minuten lang beschallt –) Es hätte ihr viel an der CSU gefallen, nur zwei Themen hätte die CSU zu ändern: Eins davon: Die CSU müsse endlich erkennen, daß Bayern multi-kulti wäre! Einige Tage später brachten die Grünen einen Antrag im Landtag ein, in Bayern islamische Feiertage einzuführen und dafür christliche abzuschaffen! So kann Integration nicht aussehen. Wer hier leben will, muß die deutsche Sprache sprechen. Es kann nicht sein, daß wir unsere Werte aufgeben um die Werte der Zuwanderer anzunehmen. (O-Ton Integration muß so stattfinden... )
Er kritisierte die Zurückhaltung der Politik in der Diskussion um die Höhe von Minaretten, dem Verbot der Verschleierung, wo sogar Frankreich die Burka verbietet, ein Land mit traditionell guten Verbindungen zu den islamischen Ländern. Die Komplettverschleierung wäre kein Zeichen von Integration und daher absolut abzulehnen.
Der Abschaffung der Sicherungsverwahrung von Straftätern erklärte er eine klare Absage. So viele Polizisten hätte Bayern gar nicht, wie nötig wären, um so einen Straftäter zu bewachen. 30.000 Euro pro Monat für die Überwachung eines einzigen Straftäters wären zudem kaum zu schultern. Die gehören hinter Schloß und Riegel - und zwar dauerhaft.
Nun kam Markus Söder auf die Umweltpolitik zu sprechen. Die Klimaerwärmung geht auch an Bayern nicht vorbei. Wenn pro Jahr die Durchschnittstemperatur steigt, wird sich auch der Wasserhaushalt ändern: Im Süden wird das Wasser mehr, im Norden weniger werden.
Es muß deshalb dringend der Ausstoß von CO2 reduziert werden. Ein neues Energiekonzept ist auch deshalb dringend nötig, weil zu viel Geld an die Energielieferanten abfließt. Auch dann, wenn Bayern mit 6 Tonnen pro Kopf ohnehin schon jetzt am wenigsten CO2 aller Länder ausstößt. Die Bayern sind also die umweltfreundlichsten Deutschen überhaupt.
Deutschland darf nicht aus der Kernenergie aussteigen. Die wegfallende Leistung kann nur durch Kohle oder Windkraft ersetzt werden. Kohle produziert viel mehr CO2-Ausstoß und die Windkraft verteuert den Strom aufs Dreifache, weil erst Leitungen aus Norddeutschland gebaut werden müssen. Übrigens freuen sich die Tschechen schon darauf, in Temelin den Strom zu liefern, der dann nicht mehr selbst hergestellt werden darf. Und das, obwohl in Deutschland die sichersten Kernkraftwerke der Welt stehen, die noch dazu drei Mal am Tag kontrolliert werden.
Auch die Medizin ist ein schwieriges Thema: Da ist das deutsche System international das Beste, das es gibt. In den USA muß man alles selber zahlen, in England bekommt man bis zum Alter von 60 Jahren alles, dann muß man alles selber zahlen und in Holland hat man die Wahl, mit der Todesspritze das Leben abzukürzen. Solche „Gesundheitssysteme“ will niemand.
Man kann nicht alles aufs Geld reduzieren, besonders in Zeiten, wenn die Medizin immer mehr leistet. Jede neue Behandlungsoption kostet auch mehr. Und wenn die Medizin auch noch menschlich bleiben will, etwa wenn Sterbende auf einer Palliativstation würdig begleitet würden, dann entspreche das dem christlichen Menschenbild, auch wenn da kein „Return on Invest“ zu erwarten ist. Für diese Menschlichkeit setzt sich die Staatsregierung ein.
Allerdings muß man auch jungen Menschen beibringen, auf ihre Gesundheit aufzupassen anstatt die Kosten für Fehlverhalten auf die Allgemeinheit abzuwälzen.
Und außerdem muß das Gesundheitswesen vereinfacht werden. Nach seiner Ernennung hat er erst einmal drei Monate lang gelernt wie zu Studienzeiten – erzählte Markus Söder. Es kann schließlich nicht sein, daß ein Arzt zwei Drittel seiner Zeit mit Verwaltungsaufgaben verbringen muß.
Bürokratie muß in allen Bereichen abgebaut werden – nicht nur im Gesundheitswesen.
Markus Söder forderte weiter eine einheitliche Medizin, egal welchen Alters der Patient ist, wo er wohnt und welcher Einkommensschicht er angehört. Medizin muß auch in Zukunft jedem mit allen Leistungen zur Verfügung stehen.
Er erklärte weiter, wir alle hätten das große Glück in Bayern zu leben. Die meisten Befragten in ganz Deutschland würden sich Bayern als Wohnort wünschen. Bayern ist ein Gefühl, ein Land, das sich zu modernster Technologie bekennt, zwei von drei Eliteuniversitäten beheimatet und gleichzeitig auf Werte und Kultur pocht. So setzt die CSU auf das „C“ im Namen. In Bayern gehört die Kirche zum Dorf und der Acker und die Bauern darum herum auch. Bayern soll der Feinkostladen in Deutschland sein wo es nur gesunde Lebensmittel gibt. Tradition und Fortschritt sind der Kompass, der Bayern leitet. Dieser Kompass muß auch in stürmischen Zeiten klar den Weg zeigen und der Steuermann muß das Steuerrad auch dann festhalten. Und daß sie das kann, hat die CSU in 60 Jahren immer wieder bewiesen. Der Kompass hat alle Jahre lang nicht nur Bayern vom Agrarland zum Industriestaat geleitet sondern auch die Gesellschaft zusammengehalten. (O-Ton)
Abschließend rief er dazu auf, eine Kultur des Mutes zu entwickeln und über Dinge zu reden, die die Menschen betreffen. Auch wenn keine einfachen Zeiten bevorstünden, könnte man sich ein Beispiel an den Trümmerfrauen nach dem Krieg nehmen, die angepackt haben und es geschafft haben. So heißt es auch jetzt, mutig anpacken und die Schwierigkeiten gemeinsam zu meistern. (O-Ton)
Dr. Marcel Huber dankte Markus Söder für seine unterhaltsame Rede und überreichte ihm ein Kaffeepaket als Geschenk. Markus Söder dankte sehr dafür – wenn er’s denn auch behalten darf. Kürzlich hätte ihm ein Ortsvorsitzender auch ein solches Geschenk überreicht.... (O-Ton)
Auch Ortsvorsitzender Winfried Weiß dankte mit einem Geschenk – alle Biersorten der örtlichen Weißbierbrauerei.
Und wie immer schloss die CSU die Veranstaltung mit der Bayernhymne, die die Windener Dorfmusik begleitete.
191 Weltkindertag in Waldkraiburg: Inge Schnabls Traum erfüllt 6:30
Natürlich führte der erste Weg aller Gäste sofort nach hinten, wo die neueste Errungenschaft gleich ausführlich bestaunt wurde: Die Kletterwand.
Die hatte bewirkt, daß sich im Vergleich zu früheren Jahren einiges geändert hat: Die Verpflegungsstation und das Zelt der Pfadfinder mußten umziehen um den Kletterern Platz und Sicherheit zu bieten.
Weil aber das Wetter nicht gerade dazu einlud, das Grillfleisch draussen zu genießen, machte das nichts. Die meisten zog’s nach Drinnen, wo’s doch viel wärmer war.
Stadt und Haus der Jugend hatten eine Menge Ehrengäste eingeladen: Alle drei Bürgermeister waren gekommen, viele Stadträte, Jugendamtsleiterin Elfriede Geisberger und Landrat Georg Huber und viele mehr. Zu den Pfarrern Christian Peiser und Richard Wagner stieß später noch Stadtpfarrer Martin Garmeier.
Haus-der-Jugend-Leiter Georg Milly hatte eine lange Liste abzuarbeiten, als er alle Ehrengäste begrüßte. Besonders aber grüßte er die Kinder, die ja im Mittelpunkt stehen sollten.
Nachdem er den Kindern die Attraktionen vorgestellt hatte, nach deren Durchlaufen sie mit einem kleinen Geschenk rechnen durften, dankte er allen Helfern, Sponsoren und Mitwirkenden, die zum Gelingen beigetragen hatten.
Er freute sich sehr über die neue Kletterwand, die nur durch das Engagement von Jugendreferentin Inge Schnabl möglich geworden ist. Er dankte ihr dafür mit einem Geschenkkorb und einem Blumenstrauß.
Inge Schnabl erklärte zunächst, was es mit dem Weltkindertag auf sich hat. Während es den Kindern in Deutschland gut geht, leiden Kinder in Pakistan, im Sudan und vielen anderen Ländern.
Es wäre deshalb gut, etwas vom eigenen Wohlstand abzugeben.
Dann kam sie zur Kletterwand, die zu bauen ihr schon seit langer Zeit vorgeschwebt ist. Das Klettern wäre eine ideale Unterstützung gegen Aufmersamkeitsdefizite und Hyperaktivität, Gleichgewichtssinn, Körpersinn, Tastsinn und Bewegungsplanung werden verstärkt und das soziale Miteinander und die Risikoerkenntnis wird gestärkt.
Darüber hinaus kann eine Kletterwand Selbstvertrauen und Leistungswillen stärken.
Es war klar, daß der beste Ort für eine Kletterwand am Haus der Jugen ist, es wurde aber auch schnell klar, daß die Stadt kein Geld für so eine Investition hatte.
Das motivierte sie, Sponsoren zu suchen. Die Sparkasse, zahlreiche weitere Firmen und Organisationen beteiligten sich an den Kosten, die viel höher waren, als sie vermutet hatte.
Sie dankte sehr den vielen Firmen, die dann doch bereit waren, die Kosten zu tragen. Mit viel Eigenleistung von Bernd Jäger und anderen entstand das Werk. Als schließlich noch „Fallschutzmatten“ fehlten, sprang das Gummiwerk ein: Es reichte ein einziger Anruf.
Schließlich dankte sie Sponsoren und Unterstützern und natürlich auch den Mitgliedern des deutschen Alpenvereins und den Mitarbeitern im Haus der Jugend für ihre Geduld mit ihr.
Auch Bürgermeister Siegfried Klika freute sich über die neue Kletterwand, erinnerte aber erst an die Gründe, warum man den Weltkindertag begeht. Etwa 15 Millionen Kinder werden weltweit täglich mit Kinderarbeit ausgebeutet. Hierzulande kämpft man gegen Übergewicht, Kinderdiabetes und mangelhafter Motorik. Da kam Inge Schnabls Vorschlag gerade zur rechten Zeit. Er zollte Inge Schnabl Respekt dafür, daß sie so lange keine Ruhe gibt, bis sie erreicht, was sie sich in den Kopf gesetzt hat. Die Stadt hätte am Ende noch 1 Euro 50 Cent zu zahlen gehabt.... (O-Ton kreative Buchführung)
Schließlich würdigte er das Haus der Jugend, das ein Beispiel für die kinderfreundliche Stadt Waldkraiburg wäre, eine Einrichtung, auf die man nicht verzichten könne, würde man weiter wachsen wollen. Auch Siegfried Klika dankte allen, die mitgewirkt haben, die neue Kletterwand zu errichten. Den Nutzern wünschte er viel Vergnügen dabei und mahnte, über aller Freude die Kinder nicht zu vergessen, die es nicht so gut haben wie sie.
Sparkassenvorstand Franz Langstein erinnerte daran, daß die Kunden seiner Bank es ermöglicht haben, daß sie hier beispringen konnten. Auch er würdigte das Engagement von Inge Schnabl, die der Motor dieser Investition wäre. Natürlich würden sie die Kosten für die alljährliche Abnahme durch den TÜV gern übernehmen. Er wünschte den Jugendlichen viel Vergnügen und allzeit unfallfreies Klettern.
Gemeinsam gaben sie dann den Weg zur Kletterwand frei, indem sie ein Seil entknoteten.
Sparkassen-Vorstand Franz Langstein öffnete das Vorhängeschloss und so war der Weg frei.
Daß nichts passiert, darum beteten die Pfarrer Christian Peiser und Richard Wagner. Sie erteilten der Kletterwand den kirchlichen Segen.
Inge Schnabls Enkel Markus blieb es vorbehalten, als erster das Schweinchen zu streicheln, das ganz oben auf Besucher wartet. Dabei nahm er gleich die schwierigste der vier Kletterrouten, die die Wand bietet. Leichter gings beim zweiten Mal auf der einfachsten Route.
Und natürlich ließ es sich Bürgermeister Siegfried Klika nicht nehmen, es selbst auszuprobieren.
Während die Kinder sich im Zelt der Pfadfinder ein Stockbrot backten, andere sich am Maßkrugschieben versuchten und wieder andere blind versuchten, ins Schwarze zu treffen, genossen die Ehrengäste Kaffee und Kuchen und ließen den Nachmittag in gemütlicher Runde ausklingen.
192 Bürgermeisterversammlung: Wettbewerb um die familienfreundlichste Gemeinde 7:55
Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner begrüßte die Bürgermeister und die Mitarbeiter der Verwaltungen im Pfarrsaal in Heldenstein.
Zunächst stellte Heldensteins Bürgermeister Helmut Kirmeier seine Gemeinde vor. Er begann mit dem Pfarrsaal, der 1790 erstmals erwähnt wurde, als 17 Kinder hier zur Schule gingen. Damals war das Gebäude auch bewohnt und sogar ein Stall befand sich im Erdgeschoß. 1870 wurde ein zweites Klassenzimmer angebaut. Erst 1959 bezog die Schule das neu errichtete Schulgebäude gegenüber der Kirche. Bis 1983 stand das Gebäude leer. Dann wurden in 7 Jahren Bauzeit 1,6 Millionen DM investiert und so das Gebäude erhalten und für die Allgemeinheit nutzbar gemacht.
Heldenstein selbst wurde 1050 erstmals urkundlich erwähnt. Etwa 2.400 Bürger wohnen in den fünf größeren Ortsteilen : Heldenstein, Weidenbach, Lauterbach, Haigerloh und Niederheldenstein. Heldenstein wäre Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Heldenstein/Rattenkirchen. Hier arbeiten 5 Vollzeit- und drei Teilzeitbeschäftigte. Dazu beschäftigt die Gemeinde zwei Vollzeit und drei Teilzeitkräfte im Bauhof.
Bürgermeister Helmut Kirmeier sieht seine Gemeinde als familienfreundliche Gemeinde und ist neugierig darauf, wie sie im Vergleich zu anderen Gemeinden abschneiden.
Diese Einschätzung basiert auf dem Angebot eines Kindergartens und einer privaten Kindertagespflege. Derzeit laufen Planung und Antragsverfahren für eine Kindertagesstätte in der Schule. Daran beteiligt sich auch die Gemeinde Rattenkirchen. Diese Zusammenarbeit soll auch im Schulbereich fortgesetzt werden. Für die Senioren gibt es monatlich einen Seniorennachmittag. Vier Kirchen und eine Wallfahrtskirche komplettieren das Gemeindebild.
Die Verkehrsanbindung ist vorbildlich – sogar einen Bahnhof gibt es. Auch wenn da der Zug selten anhält!
Derzeit sorgt die Autobahnbaubaustelle für Behinderungen, wobei Helmut Kirmeier hoffte, daß sie die rote Laterne der A94 bald wieder los werden....
Der bekannteste der vielen Verein ist die Blaskapelle, die alljährlich auf dem Oktoberfest in München unterhält. Drei Feuerwehren, Schützenvereine und der Sportverein bieten ein reichhaltiges Freizeitangebot, das ein Badeweier und viele Radwege abrunden.
Für die Vergrößerung der Gemeinde stehen Baugebiete zur Verfügung. Die Voraussetzungen dafür hat in den zurückliegenden zwei Jahren die Dorferneuerung geschaffen, in die etwa eine Million Euro geflossen ist. Im kommenden Jahr wird in Richtung Weidenbach fortgesetzt. Bis dahin soll auch die Kirche renoviert sein, die seit einem Brand Baustelle ist.
Andreas Raab – Inhaber der „Raab Regionalplanung“ in München stellte dann Bürgermeister Paul Locherer aus Amtzell am Bodensee vor, den eine Arbeitsgruppe der Bürgermeister vor einigen Monaten besucht hatte. Amtzell hat in den vergangenen Jahren viel unternommen, die Gemeinde familienfreundlich zu gestalten.
Paul Locherer, seit 24 Jahren Bürgermeister und gleichzeitig Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg, freute sich, einmal über etwas anderes sprechen zu können als über „Stuttgart 21“.... Trotzdem sah er das Amt des Bürgermeisters als eines der schönsten, das es gibt....
In der Zeit seiner Tätigkeit als Bürgermeister hat er dem Thema „Familienfreundlichkeit“ hohe Priorität eingeräumt. Grundlage war der Blick auf die Demographie seiner Gemeinde, in der derzeit 1.800 Einwohner leben und die ständig wächst. Zusammen mit vier Nachbargemeinden ist es ihnen gelungen, zahlreiche Firmen anzusiedeln und damit Arbeitsplätze in die Region zu holen. Diese Betriebe plagten allerdings trotz steigender Einwohnerzahl Nachwuchssorgen.
Der Altersdurchschnitt in Amtzell liegt bei 38 Jahren, in seinem Landkreis bei 41Jahren. Paul Locherer ist der Meinung, die Gesellschaft leidet unter einer „Unterjüngung“ und nicht unter einer „Überalterung“. Schließlich dürfen wir uns alle freuen, daß wir immer älter werden.
Auch die Abwanderung – etwa der Post - stellte ein Problem dar, eine Schwächung der Infrastruktur.
Auf Grund dieser Erkenntnisse definierten sie diese Ziele.
So schreiben die Lehrkräfte eine Bemerkung über das soziale Engagement der Schulkinder in deren Zeugnisse und motivieren so junge Leute dazu, sich etwa in sozialen Einrichtungen zu engagieren.
Konkret wurden diese Handlungsfelder in Angriff genommen.
Weil etwa für einen weiteren Kindergarten kein Platz war, hat man kurzerhand Räume im Altenheim dafür genutzt und so gleichzeitig Verständnis zwischen Kindern und Senioren gefördert. Demnächst soll dort noch eine Kinderkrippe entstehen.
Paul Locherer forderte auch die Verbesserung der Bildungsanstrengungen schon im Grundschulalter, besonders aber in der Mittelschule. Wichtig wäre auch die Gemeindebücherei und die Jugendmusikschule, die sie gemeinsam mit anderen Gemeinden betreiben.
Ein weiteres Projekt dient den „fitten Alten“, die ihr Leben selbst meistern können und sich gegenseitig unterstützen. Kaum ein älterer Mitbürger aus einer angepassenten Wohnanlage braucht später in die Altenpflege zu wechseln – so die Erfahrung nach 10 Jahren.
Die Förderung des Ehrenamtes ist ein wesentlicher Bestandteil. So hätte der Gemeinderat drei Arbeitskreise als Ausschüsse gegründet: „Dorfgemeinschaft“, „Dorfkultur“ und „Heimatgeschichte“. Hier werde auch die Kirche stark eingebunden, die bei ihnen noch im Dorf wäre! Alles zusammen soll die Kommunikationskultur fördern. Und damit dies funktioniert, müssen alle Gruppierungen eingebunden werden.
Alle Maßnahmen haben diese Angebote möglich gemacht: Von einer Informationsstelle im Rathaus über ein Betreuungsangebot für Demenzkranke bis hin zum Babysitterdienst an der Schule ist in der 1.800-Seelen-Gemeinde Amtzell alles geboten.
Die Gemeinde dankt den engagierten etwa 80 Leuten regelmäßig durch die Einladung zu einem gemeinsamen Mahl. Diese Anerkennungskultur wäre ein wichtiger Bestandteil, ohne den das Konzept nicht zu verwirklichen wäre.
Dies und vieles weitere wären Maßnahmen , die sich in Amtzell bewährt haben und auch wieder genau so gemacht würden. Allerdings hätte jede Gemeinde andere Rahmenbedingungen und müßte einen eigenen Weg finden.
Dr. Karl Dürner dankte Paul Locherer für die Vorstellung seiner Gemeinde. Die Bürgermeister hatten einige Fragen bezüglich der Finanzierung der Maßnahmen und der Durchführbarkeit. Schließlich kann eine Gemeinde nicht bestimmen, was in Schulzeugnissen zu stehen hat.
Andreas Raab führte über in die Auslobung des Wettbewerbs um die freundlichste Gemeinde im Landkreis.
Der Wettbewerb „Familienfreundliche Gemeinde“ soll den Weg des Landkreises hin zum familienfreundlichen Landkreis ebnen. Die Gemeinden haben die Möglichkeit, sich darzustellen und bewerten zu lassen. Den drei Siegergemeinden winken attraktive Preise: Der Sieger erhält Planungsarbeiten für die Weiterentwicklung seiner familienfreundlichen Ausrichtung, die zweit- und dritt-platzierte zweckgebunden für die Umsetzung von Wettbewerbsideen 7.000 und 5.000 Euro.
Die Teilnameunterlagen sind bis 12. Oktober beim Mühldorfer Netz einzureichen. Mit einer Entscheidung der Jury ist bis Ende des Jahres zu rechnen. Dann wissen wir, welche der 31 Gemeinden im Landkreis die familienfreundlichste ist – natürlich nur von denen, die am Wettbewerb teilnehmen werden.
193 Ein Jahr Freiwilligenagentur "Ehrensache eV": Der Start ist geglückt 7:45
Von technischen Problemen ließen sich die Teilnehmer an der Jahreshauptversammlung des Vereins Ehrensache die Stimmung nicht verderben. Erst funktionierte Bürgermeister Erwin Baumgartners Präsentation nicht und Vorsitzender Bürgermeister Siegfried Klika verspätete sich, weil sein Auto streikte....
Im ehemaligen Postanbau am Kulturbahnhof in Neumarkt-St. Veit begrüßte Bürgermeister Erwin Baumgartner die Teilnehmer und stellte erst einmal Kulturbahnhof und Stadt vor.
Ehrensache-Geschäftsführerin Cornelia Wagner erinnerte an die Anfänge im April verangenen Jahres auf der Messe „Inn 2009“, an die Aufnahme ihrer Tätigkeit in ihrem Büro in der Mühlenstraße. Auf der „Inn 2009“ wurden auch die Sieger im Preisauschreiben um den Namen des Vereins ausgelost. Der Name „Ehrensache eV“ wurde aus den zahlreichen Vorschlägen ausgewählt. Der erste Auftritt in der Öffentlichkeit war geglückt.
Die Startphase war geprägt von der Bestandsaufnahme und der Vernetzung aller bestehenden Einrichtungen. Überangebote und Defizite in manchen Bereichen wurden offensichtlich. Die bestehenden Lücken zu füllen wurde zur ersten Aufgabe.
Eine wichtige Aufgabe ist die Engagementberatung. Dazu geht sie auf potenzielle Helfer zu und nutzt auch Multiplikatoren. In persönlichen Gesprächen lotet sie Fähigkeiten und Möglichkeiten hilfsbereiter Menschen oder Gruppen aus, vergleicht dann mit bestehenden Angeboten um dann passende Kontakte herstellen zu können.
Auch Organisationen berät sie, was natürlich anders abläuft und wesentliche umfangreicher ist. Hier stehen inhaltliche Themen ebenso an wie organisatorische. Schließlich führt sie ehrenamtliche Helfer und Gruppen zusammen und bewirkt so den regelmäßigen Austausch.
Weil niemand wußte, wie man eine Freiwilligenagentur auf Landkreisebene aufbaut, orientierte man sich an den Angeboten der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen, wo der Verein inzwischen auch Mitglied geworden ist.
Mit vielen Organisationen im Landkreis sind inzwischen gute Kontakte entstanden – man will sich gegenseitig bestmöglich unterstützen. Zum Zweck der Förderung der Bekanntheit wurde intensive Öffentlichkeitsarbeit betrieben.
Der Vermittlung von Ehrenamtlichen und Bedarfsstellen nutzt eine landesweite Datenbank, zu der der Verein seit einiger Zeit Zugang hat. Dort sind derzeit für unseren Landkreis 106 Einrichtungen und 54 Freiwillige registriert. Die Einträge in dieser Datenbank kann sie auch selbst pflegen.
Sie stellte die realisierten Projekte vor: Das landkreisweite Lesepatenprojekt wird sehr gut angenommen, in Kooperation mit Schulen werden verschiedene Projekte realisiert und für das ehrenamtliche Engagement geworben. Die Freiwilligenagentur beteiligt sich an den Stadtgesprächen in Mühldorf und nimmt hier an der Bücherrallye im Kornkasten teil.
In Neumarkt St. Veit halten die Stadtpflegepaten die Stadt sauber. Die Südostbayernbahn hat im Kindergarten in Neumarkt-St. Veit eine Beschattungsanlage aufgebaut.
Die Freiwilligenagentur bildet als Träger auch EFI-senior-Trainer aus, eine Maßnahme, die durch die Bayerische Staatsregierung gefördert wird. Erste Urkunden vergibt die Regierung von Oberbayern im November 2010.
In Schwindegg entstand ein Lernpatenprojekt, Der Besuchsdienst am Krankenhaus in Haag konnte wiederbelebt werden. In Oberbergkirchen konnte mit tatkräftiger Hilfe von Bürgermeister Michael Hausperger Hausaufgabenhilfe organisiert werden. Neu wäre die Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund Mühldorf-Waldkraiburg und der Stiftung Ecksberg.
Mitte Oktober versucht die Freiwilligenagentur körper- und geistig behinderte Menschen für ehrenamtliches Engagement zu gewinnen. Weitere Projekte und die Zusammenarbeit mit weiteren Partnern sind geplant oder in Vorbereitung. So will die Freiwilligenagentur beim Aufbau des Geschichtszentrums im Landkreis mithelfen.
Es gibt zwar keine genauen Daten, Cornelia Wagner ging aber davon aus, daß die bisher geleistete ehrenamtliche Arbeit einer Wertschöpfung von etwa 80.000 Euro entspricht.
Bürgermeister Siegfried Klika, der auch Vorsitzender des Vereins Ehrensache ist, erinnerte an die Anfänge und dankte allen, die vor einem Jahr mit ins kalte Wasser gesprungen sind und das erste Jahr mit bewältigt haben. Sie hätten ein Wechselbad der Gefühle erlebt. Anfänglicher Enthusiasmus wich der Ernüchterung durch das Ausbleiben der Fördergelder. Erst mit Eingang der Fördermittel konnte die Arbeit richtig aufgenommen werden.
Obwohl heute 62% der Bevölkerung einer ehrenamtlichen Tätigkeit positiv gegenüberstehen, werden die tatsächlich aktiven immer weniger. Deshalb war es dringend nötig, eine Stelle zu schaffen, die einerseits den Menschen ihre Scheu vor so einer Tätigkeit nimmt und andererseits den Kontakt herstellt zwischen Leistungssuchenden und Hilfswilligen.
Eine besondere Herausforderung stellt der demographische Wandel dar, der zusätzliche Helfer nötig macht – wie das seniorenpolitische Konzept des Landkreises aufgezeigt hat.
Siegfried Klika lobte Cornelia Wagner, weil sie die schwierige Startphase mitgemacht und die Agentur so erfolgreich aufgebaut hat. Die Agentur hätte noch mehr leisten können, wenn die Rahmenbedinungen früher geklärt worden wären. Noch immer hängt die Leistungsfähigkeit an den Finanzen. Und da wären sie kürzlich erschrocken, als sie gesehen haben, wie der Landkreis die Freiwilligenagentur im Seniorenpolitischen Konzept mit Aufgaben bedenkt. Dies andererseits sichert der Agentur die Zukunft. Nur nicht mit den aktuellen Möglichkeiten. Da müßte dann schon personell aufgestockt werden.
Mit der Arbeit im Vorstand war Siegfried Klika sehr zufrieden, genauso, wie seine Kollegen. Er kündigte an, sich wieder zur Wahl stellen zu wollen. Für das kommende Jahr kündigte er an, alle Gemeinden zur Mitarbeit bewegen zu wollen, die noch nicht dabei sind.
Cornelia Wagner bedankte sich dann mit zwei Herzbrezen bei Dr. Karl Dürner und Michael Hausperger für die gute und kreative Zusammenarbeit.
Siegfried Klika trug dann den Kassenbericht vor, der Einnahmen von gut 41.000 Euro - Ausgaben von knapp 37.000 Euro ausweist. Die Mitglieder erteilten Vorstand und Geschäftsführerin die Entlastung.
Walter Jani übernahm dann die Leitung der Neuwahl, die kurz berichtet ist: Alle bisherigen Vorstände und Funktionäre wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Siegfried Klika bleibt Voritzender, Ronald John bleibt zweiter Vorsitzender, Hans Dworzak und Erwin Baumgartner bleiben Vorstandsmitglieder.
Siegfried Klika schloß die Versammlung und bat, weiterhin die Ziele so konsequent zu verfolgen, wie das im ersten Jahr geschehen ist.

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