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Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
Josef J. Pöllmann ist Mitglied im Deutschen Presse Verband
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Das gab's 2011 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im November 2011 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
211
Von Landrat Huber zu seinem 60. Geburtstag initiiert wurde jetzt die Stiftung "Mehr Licht für Kinder" gegründet
4:45
44 05.11.11
Die Mitglieder des Stiftungsrates, Dieter Weisner von der deutschen Stiftungstreuhand, Herbert Langstein und Dr. Stefan Bill von der Sparkasse Altötting-Mühldorf und Dekan Roland Haimerl hatten sich im kleinen Sitzungssaal des Landratsamtes eingefunden, um Landrat Georg Hubers Stiftung „Mehr Licht für Kinder“ aus der Taufe zu heben.
Staat, Kirche und Wirtschaft sind für den Fortschritt verantwortlich – künftig noch mehr als bisher. Besonders die Wirtschaft muss sich noch mehr in die Bereiche Bildung und Erziehung einbringen, stellte Landrat Georg Huber fest und freute sich, dass auch IHK Gremiumsvorsitzende Ingrid Obermeier-Osl zugegen war.
Besonders die Schulen kennen die Nöte der Kinder. Deshalb war die Mitwirkung des Schulamts von besonderer Bedeutung.
Die Landkreisbürger spenden alljährlich große Summen für Hilfsbedürftige auf der ganzen Welt. Es gibt aber auch im Landkreis Menschen, die der solidarischen Hilfe bedürfen. Eine Aufgabe der Stiftung ist es deshalb, Spendengelder im Landkreis zu halten – erklärte Landrat Huber.
Die Stiftung wurde anläßlich seines 60. Geburtstages Anfang 2010 mit dem Ziel gegründet, die Position der Kinder in der Gesellschaft zu stärken. (O-Ton 57:44:00 - Minderjährige und deren Familien .... bringen. ) Auch unheilbar kranke Kinder sollen Unterstützung erfahren um ihnen und ihren Familien den Rest ihres Lebens zu verschönern.
Wohin die Gelder gehen entscheiden Fachleute im Stiftungsrat.
Die Mitglieder des Stiftungsrats werden jeweils für drei Jahre gewählt. Mitglieder sind der Landrat und sein Stellvertreter, die IHK Gremiumsvorsitzende, der Dekan der katholischen Kirche, der Verwaltungsratsvorsitzende der Sparkasse sowie der Fraktionsvorsitzende der SPD Fraktion.
„Mehr Licht für Kinder“ ist eine „nicht selbständige“ Zusatzstiftung der Sparkasse, die sie betreut und verwaltet. Damit konnten die Verwaltungskosten minimiert werden.
Die Stiftung verfügt aktuell über 69.113 Euro und eine Erbschaft über 260.000 Euro, zusammen etwa 332.700 Euro. Dieses Grundstockvermögen bleibt der Stiftung erhalten.
Jeder Spender hat die Möglichkeit, ins Grundvermögen oder zur direkten Verwendung zu spenden. Spendet der Stifter ins Grundvermögen, kommen den Bedürftigen auf Jahre hinaus die Zinserträge zu Gute.
Landrat Georg Huber hofft, dass die Landkreisbürger die Notwendigkeit erkennen, dass Bedarf auch hier vor Ort herrscht und betonte, dass weder er noch die Parteien Zugriff auf dieses Geld haben und es ausschließlich bedürftigen Landkreisbürgern zukommen wird.
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Sparkassenvorstand Herbert Langstein dankte Landrat Huber dafür, dass die Sparkasse diese Stiftung verwalten darf. Sie fügen sie in die Stiftergemeinschaft der Sparkasse Mühldorf ein, die Anlagerichtlinien unterliegt. Die Gelder der Stiftungen werden vor allem in festverzinsliche Papiere investiert. Bis zu 30% können in Aktien angelegt werden.
Herbert Langstein kündigte an, das Geld der Stiftung vorwiegend konservativ in festverzinsliche Papiere zu investieren, etwa in Sparkassenbriefe. Dabei wird die Sparkasse das Kaptial in kleinere Beträge aufteilen und mit unterschiedlichen Laufzeiten anlegen. Das ermöglicht es, auf Veränderungen im Markt zu reagieren. Weitere Details werden zu einem späteren Termin bekanntgegeben.
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Landrat Huber verlas die Errichtungsurkunde, die den Stiftungszweck beinhaltet und unterzeichnete das Dokument, das er im Anschluss dem Landkreis übergab. Es ist somit wirksam für den Landkreis.
Demnächst tritt der Stiftungsrat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen und einen Repräsentanten bestimmen, der sich dann vorstellen wird
212 NPD-Hetze gegen Asylbewerber in Mühldorf - Stellungnahmen 9:12
Text nicht vorhanden.
213 Das Herbstsymposium der Kreiskliniken für Ärzte und Pflegekräfte: Altersmedizin 13:20
Den nachfolgenden Beitrag widmen Ihnen die Kreiskliniken Mühldorf. Ihre Gesundheit ist unsere Stärke!

Nicht ganz einfach war in diesem Jahr die Berichterstattung vom Herbstsymposium, das eigentlich zwei Symposien in einem war. Ins Obergeschoß des Haberkastens in Mühldorf hatte die Kreisklinik die Ärzte eingeladen und in den Saal im Parterre die Pflegekräfte. Da das Symposium für die Ärzte gleichzeitig als Fortbildungsveranstaltung galt, kamen so viele Ärzte, dass die vorbereiteten Plätze nicht ausreichten.
Landrat Georg Huber begrüßte Veranstalter und Gäste und dankte allen, die sich aktiv der Altersmedizin widmen. Er ist überzeugt davon, dass Altersmedizin nur in der Zusammenarbeit zwischen Kreisklinik und niedergelassenen Ärzten erfolgreich angeboten werden kann. Vielleicht gelingt es ja, gemeinsam ein Zukunftsmodell für ganz Bayern zu schaffen. Ein erster Schritt ist das gemeinsame Symposium von Ärzten und Pflegern.
Die alternde Gesellschaft stellt sowohl die Kommunen als auch die medizinische Versorgung vor immer größere Herausforderungen. Dafür müssen neue Strukturen geschaffen werden, etwa die Vernetzung von Kliniken und Pflegeeinrichtungen.
Der Landkreis unterstützt diese Entwicklung mit der Erarbeitung des „Seniorenpolitischen Konzepts“. Daran mitzuwirken bat Landrat Huber die Zuhörer.
Bis heute sind sich viele Bürger der Brisanz dieser Entwicklung nicht bewußt. Es ist deshalb nötig, dass sie sich intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen.
Die Lebenserwartung der Menschen steigt von Jahr zu Jahr. Während das Durchschnittsalter für Männer und Frauen Anfang der 30er Jahre noch bei 52 und 61 Jahren lag, lebten 2003 Männer 76 und Frauen 82 Jahre. Männer 2010 dann schon 78 und Frauen 83 Jahre.
Das Durchschnittsalter der Landkreisbürger betrug 2008 41,7 Jahre, 2028 werden es 45,8 und 2058 49,7 Jahre sein.
Auf diese Entwicklung hin hat der Landkreis die Klinik in Haag auf das Themenfeld „Geriatrie“ ausgerichtet. Trotz anfänglicher Skepsis sind die Haager und die Mitarbeiter der Klinik nun von diesem Konzept überzeugt und tragen die Entwicklung mit. Nun sollen auch die niedergelassenen Ärzte dieses Fachgebiet intensiv betreuen und gemeinsam mit der Klinik entsprechende Leistungen anbieten. Er wünschte Ärzten und Pflegekräften viele neue Erkenntnisse.
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In der Folge fanden zeitgleich für Ärzte und Pflegekräfte Fachvorträge statt.
Den Ärzten erläuterte der ärztliche Direktor Dr. Wolfgang Richter, dass der Mensch im Alter wieder zum Kind wird. Er beschrieb altersspezifische Krankheitsbilder, die geringeren körperlichen Reserven alter Menschen, die eine altersentsprechende Behandlung erfordern. Zusätzlich ist eine spezielle Betreuung nötig, weil häufig viele sogenannte Begleiterkrankungen auftreten. Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist nötig, etwa zwischen Chirurgen, Anästhesisten, Internisten und Geriatern.
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Schmerzspezialist Dr. Matthias Richl sah in alten Menschen „schmerztherapeutische Problemkinder“. Dabei erstaunt, dass die Weltgesundheitsorganisation bereits 45-jährige als „alternde Menschen“ bezeichnet, 61-jährige als „ältere Menschen“, 71-jährige als alte Menschen und über 90-jährige als „sehr alte Menschen“.
Alte Menschen sind sehr schmerzempfindlich. Schmerzen verursachen vorwiegend Kreislauf und das Muskel- und Skelettsystem. Weit über der Hälfte der Pflegeheimbewohner klagen über Schmerzen, die großteils chronisch sind.
Ein großes Problem älterer Menschen ist, dass die Schmerzen nicht mehr so schnell nachlassen. Während bei einem 11-jährigen Kind die Schmerzen in kurzer Zeit verschwinden, halten sie bei älteren Menschen lange an.
Die Medikation muss der Veränderung der Organfunktion mit zunehmendem Lebensalter angepaßt werden. „Start slow – go slow“ ist ein Grundsatz, der sich allgemein durchgesetzt hat.
Schmerz ist also auch eine Alterskrankheit obwohl ältere Menschen weniger darüber klagen und oft eine Behandlung ablehnen.
Ziel muss es deshalb sein, Schmerzen zu lindern und so die Körperfunktionen zu erhalten was dazu führt, dass die soziale Integration erhalten bleibt oder wiederhergestellt wird.
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Während Dr. Richl sprach, ging Winfried Wassong im Saal des Haberkasten auf die gesellschaftliche Herausforderung durch die Demenz aus der Sicht der Pflegewissenschaft ein.
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Petra Oberndorfer – Pflegedienstleiterin an der Klinik Haag freute sich, Landrat Georg Huber zu seinem Grußwort begrüßen zu können. Er stellte zunächst fest, dass der Unterschied zwischen Ärzten und Pflegern nicht sooo groß ist. Viele Statistiken und Zahlen prasseln heute auf die Menschen ein. Oft verliert man darüber den Blick auf die Schicksale, die dahinter stehen.
Er regte an, Anlaufstellen zu schaffen, die hilfsbedürftigen Menschen Hilfe bieten können. Diese Anlaufstellen müssen nahe an den Wohnorten älterer Menschen sein und auch leicht dementen Patienten bekannt sein.
Landrat Georg Huber dankte allen, die in der Pflege arbeiten und mitwirken, die Vernetzung der bestehenden Angebote weiter ausbauen.
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Alban Westenberger – Fachanwalt für Sozial- und Versicherungsrecht beschäftigte sich mit der Frage, ob bei der geriatrischen Rehabilitation die Menschenwürde auf der Strecke bleibt. „Die Würde des Menschen ist unantastbar – aber sie berührt auch keinen!“ zitierte er Gerhard Uhlenbrock, einen bekannten Kölner Immunologen. Vor diesem Hintergrund beleuchtete er verschiedene Fälle aus seiner Praxis.
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Inzwischen hatte Professor Dr. Johannes Schwarz den Schwindel als Leitsymptom im Greisenalter betrachtet.
Schwindel ist im Alter über 75 Jahren das häufigste Leitsymptom und kann häufig durch Anamnese und klinische Untersuchung korrekt diagnostiziert werden. Schwindelsyndrome haben häufig eine gutartige Ursache und nehmen einen günstigen Verlauf.
Er ging auf die verschiedenen Arten von Schwindel ein und beleuchtete ihre Erscheinungs- und Behandlungsformen.
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Dr. Stephan von Clarmann, Chefarzt der Geriatrischen Klinik in Haag erläuterte das „Haager Konzept“, das die Klinik Haag inzwischen zum anerkannten Geriatrischen Zentrum in der Region gemacht hat.
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Während Dr. Stephan von Clarmann sprach, erläuterte Ina Baier den Pflegefachkräften die Eigenheiten des geriatrischen Schmerzpatienten. Diese Aufgabenstellung ist nur zu bewältigen, wenn die verschiedenen Disziplinen zusammenarbeiten.
Sie stellte verschiedene Techniken und Hilfsmittel für die Feststellung der Schmerzintensität vor, mit denen man auch bei „nicht orientierten“ Patienten feststellen kann, wie starke Schmerzen sie erdulden. Bei solchen Patienten ist die Schmerztherapie schwierig und muss ständig beobachtet werden.
Wie wichtig eine optimale Schmerztherapie ist, fasste sie in ihrem Fazit zusammen.
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In einer kurzen Pause konnten Ärzte und Pfleger die Angebote einiger Aussteller kennenlernen.
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Zum abschließenden Vortrag kamen alle etwa 200 Teilnehmern im Saal des Haberkasten zusammen. Dr. Wolfgang Richter stellte Professor Dr. Kornel Sieber vor, den Lehrstuhlinhaber für Geriatrie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Der erklärte zunächst, dass es bislang weltweit nur wenige Lehrstühle für Geriatrie gibt.
Er wollte zu diesen Themen sprechen.
Professor Sieber beschrieb die gestiegene Lebenserwartung, die auch in Zukunft weiter steigen wird. Pro Tag werden Frauen 6 Stunden älter – also – in der Lebenserwartung!
Wichtig ist aber, dass die Schwellenländer stark aufholen. Während 1950 ein Inder durchschnittlich 35 Jahre alt wurde, erreichte er 2010 55 Jahre und wird 2050 auch über 70 werden.
Das größte Problem bekommt China, das in den vergangenen Jahren die „Ein-Kind-Politik“ betrieben hat. Heute kommt auf 5 20-jährige gerade eine einzige Frau. China diskutiert deshalb die Polygamie für Frauen!!! (Gelächter)
10% Zunahme des Bruttosozialprodukts pro Jahr werden in China nicht ausreichen um ein funktionierendes Rentensystem aufzubauen.
Während Casanova 1774 mit 49 Jahren keine Hoffnung mehr hatte, hüpft dieser Herr mit seinen 63 Jahren immer noch auf den Bühnen der Welt herum. (Mick Jagger)
Diese Kurve zeigt die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen, die – beginnend 1840 mit 46 Jahren und heute mit 87 Jahren auf ein Lebensalter von bis zu 120 Jahren erwarten lässt, wie schon die Bibel festgestellt hat. (1. Mose 6,3)
Der Anteil über 65-jähriger Menschen in der Bevölkerung nimmt stark zu und wird 2040 27% betragen. Zahnärzte haben sich darauf eingestellt. Sie machen keine Zahnspangen mehr und haben sich auf Inlets umgestellt!
Geht es so weiter, gibt es in 12 Generationen keinen Deutschen mehr. Optimistisch gesehen werden vielleicht 10 Millionen übrigbleiben. Dann wären in Deutschland wieder so viele Deutsche wie im Mittelalter. Deutschland schrumpft.
Weil der ältere Mensch immer länger lebt, bleibt dem Menschen auch immer mehr Lebenszeit. Das macht allerdings die Frauen unglücklich, weil sie alleine überleben und ihre Männer längst gestorben sind.
In der ADDR-Untersuchung hat man nicht mehr das Alter der Menschen sondern deren Gesundheitszustand untersucht. Positives Ergebnis: Ältere Menschen bleiben heute länger gesund, übernehmen Jobs und kümmern sich um ihre Mitmenschen.
Der klassische Altenquotient besagt, dass 2010 auf 100 Erwerbstätige 33 Rentner kamen und 2050 63. Die ADDR-Studie weist dagegen aus, dass 2010 auf 100 Erwerbstätige 12 mit Aktivitätseinschränkungen entfielen und diese Zahl bis 2050 nur auf 15 steigen wird. Während der klassische Quotient lediglich die Statistik wiedergibt, fließen in der ADDR viele Faktoren ein. So ergibt sich ein realistischeres Bild.
Im Alter nimmt die Funktionalität ab. Hier die Überlebenschancen bei Herzinsuffizienz.
Professor Sieber ging nun sehr detailliert in die Medizin der Mehrfacherkrankungen ein und zeigte Diagnose- und Heilungsmöglichkeiten auf.
Man kämpft in der Geriatrie mit den vier „I’s“: Instabilität, Immobilität, Inkontinenz und der intellektuelle Abbau. Mit diesen vier Schwerpunktsthemen muss sich die Geriatrie beschäftigen. Dazu kommt die Isolation, „Iatrogene“ Schäden und die Inkompetenz.
Ein großes Problem ist die Multimedikation. Anhand einer fiktiven Patientin wurde ihre Medikation betrachtet und analysiert. 12 verschiedene Medkatmente an 5 verschiedenen Zeitpunkten ist eine Belastung für die Patientin. Die Medikation zu vereinfachen ist aber nicht einfach und führt häufig nicht zum gewünschten Erfolg.
Mit einer „Polypill“ könnte man den Grundbedarf älterer Menschen decken.
Wichtig ist aber der Ausbau der Altersklinikversorgung. Es gibt in Deutschland in 1.460 Krankenhäusern 2.510 internistische Fachabteilungen. Darunter sind lediglich 180 Geriatrische Abteilungen – weniger als Gastroentereologische Abteilungen.
Die Tragik ist, dass an Universitätskliniken nur 1,7% der Betten für die Geriatrie bereitstehen.
Dabei ist die Entwicklung in der Akut-Geriatrie durchaus positiv. Die zusätzlichen geriatrischen Betten sind immer voll.
Noch besser ist die Entwicklung in der Reha-Geriatrie, wenngleich es hier ein Finanzierungsproblem gibt.
Der alternde Patient ist eben gänzlich anders.
Für die Rehabilitätsgeriatrie gelten diese Regeln. Dabei ist zu beachten, dass ein betagter Mensch in jeder Woche, in der er im Bett liegt, 1,5 Kilogramm seiner Muskelmasse verliert. Jeder Tag im Bett ist also ein Sargnagel.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Patient in einem geriatrischen Netzwerk im Zentrum stehen muss. Es darf nicht sein, dass sich die geriatrische Abteilung hinten links unten im Altbau befindet. Sie muss im Zentrum stehen! Das sagt dieses Kleeblatt aus.
Dringend nötig ist auch gute Forschung. Geriatrie ohne Forschung ist Sozialpolitik. Und schließlich müssen genügend Mittel zur Verfügung stehen, damit eine wirkungsvolle geriatrische Medizin überhaupt möglich ist.
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Dr. Wolfgang Richter dankte Professor Sieber für seien amüsanten und informativen Vortrag und stellte fest, sie alle hätten viel für die tägliche Praxis gelernt.
Allen Organisatoren und Referenten überreichten er und Pflegedienstleiter Manfred Sturmböck zum Schluss ein kleines Dankeschön.
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Der Abend endete mit einem festlichen Buffet und guten Gesprächen über das erlernte

214 Präsentation der neuen Unternehmensumfrage: Die Region erhält eine 3+ 7:40
Landrat Georg Huber begrüßte Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Behörden im großen Saal im Waldkraiburger Haus der Kultur zur Vorstellung der Ergebnisse der Untersuchung, die im Mai 2011 durchgeführt worden war. Um zielgerichtete Wirtschaftsförderung betreiben zu können, benötigen die Landratsämter in Mühldorf und Altötting die Einschätzung der Unternehmer zur gegenwärtigen Situaiton. Aus diesem Grund bemühen sich beide Ämter um einen systematischen Dialog mit der Wirtschaft. Ein wichtiger Teil davon sind die Unternehmensbefragungen. Von 1.360 angeschriebenen Unternehmen in den Landkreisen Mühldorf und Altötting kamen 562 verwertbare Antworten zurück. Diese hohe Rücklaufquote von 41% zeigt, wie wichtig auch die Unternehmen den Dialog mit den Landratsämtern schätzen.
In der neuen Untersuchung wurde die regionale Entwicklungsstrategie thematisiert. So sollte die bestmögliche Ausgangslage für eine positive Entwicklung in der Zukunft bestimmt werden.
Es sollte auch herausgefunden werden, welche Anforderungen die Unternehmen an die Wirtschaftsförderungsabteilungen der Landratsämter stellen.
Die Ergebnisse der Umfrage haben bestätigt, dass die Wirtschaftsförderung der Landratsämter in die richtige Richtung geht.
Fachkräftesicherung und Nachwuchsgewinnung muss auch für die Unternehmen höchste Priorität genießen. So sind die Bildungsmessen ein Schaufenster für die Region.
Um Fachkräfte auszubilden, sind die Landratsämter bestrebt, die Hochschulausbildung in die Region zu holen. Das duale Studium im Fachgebiet Maschinenbau der IHK ist hier ein erster Schritt.
Bereits jetzt gehen die Landratsämter den Vorschlägen nach, die die Unternehmer in den Umfragebögen gemacht haben.
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Josef Rother von der Firma Gefak – Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung - in Marburg stellte die Ergebnisse der neuen Umfrage vor und verglich sie mit den Ergenissen der Umfrage aus dem Jahr 2004.
Die Unternehmen, die Fragebögen zurückgeschickt haben, beschäftigen über 32.000 Arbeitnehmer. Über 70% dieser Unternehmen haben weniger als 50 Mitarbeiter, 24% sogar weniger als 10 Mitarbeiter.
Mehr als die Hälfte der Firmen sind Industrie und Handwerk zuzurechnen. Ein knappes Viertel dem Dienstleistungsbereich.
Obwohl die Auswertung der Rückläufe nicht den amtlichen Statistiken entspricht, war sich Josef Rother sicher, dass wir hier in einer handwerklich geprägten Region leben und High-Tech-Unternehmen großes Entwicklungspotential haben. Photovoltaikfirmen etwa - haben hier kaum Konkurrenz.
Hier die Bewertung verschiedener Standortfaktoren nach Schulnoten, wobei 1 die beste und 5 die schlechteste Bewertung ist.
Die überrgionale Anbindung an das Schienen-, Straßen- und Luftverkehrsnetz bewerteten die Unternehmen mit 3,24 - 3,41 und 3,25 also weit unter dem Durchschnitt, der bei 2,64 lag. Schlecht weg kam neben dem Öffentlichen Personnennahverkehr auch die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften.
Sehr positiv gesehen wurde dagegen die örtliche Verkehrsanbindung, die Internetversorgung und die Nähe zu ihren Hauptkunden und Hauptlieferanten. Nahe am Durchschnitt lagen Aus- und Weiterbildungsangebote und das Lohn- und Gehaltsnieveau.
Negativ bewerteten die Unternehmen die Ortsferne zu Forschungseinrichtungen während das soziale Leben, Kultur und Freizeit und auch die Landschaft gute Noten erhielt. Auch die Landratsämter wurden positiv bewertet.
Wesentlich zufriedener wurden die Unternehmen seit 2004 mit der Internetversorgung, auch wenn es noch Verbesserungsbedarf gibt, wie hier die absoluten Zahlen ausweisen. Diese Zahlen können die Landratsämter nutzen um konkreten Unternehmen konkrete Angebote und Hilfestellungen zu unterbreiten.
Kleine Unterschiede gibt es in der Beurteilung der beiden Landkreise: Der Landkreis Mühldorf erhält auf Grund der größeren Nähe zum Ballungsgebiet München leicht bessere Werte als der Landkreis Alötting während die Unternehmer Landschaft und soziale Einrichtungen im Landkreis Altötting höher schätzen.
Hier die Zufriedenheit der Unternehmer in verschiedenen Gemeinden. Diese Werte zeigen, wo am meisten Handlungsbedarf besteht.
Der Vergleich mit ähnlich gelagerten Landkreisen zeigt, dass dort die Verkehrsanbindung und die Verfügbarkeit von Fachkräften wesentlich entspannter gesehen wird. In vielen anderen Gebieten sind die Bewertungen aber ähnlich.
Hier die Änderungen seit der Umfrage 2004: Die Unternehmen sind jetzt weniger unzufrieden mit der Verkehrsanbindung. Der Arbeitsmarkt, die Verfügbarkeit von Gewerbegrund und die Internetversorgung sehen die Unternehmen jedoch kritischer als vor sieben Jahren. Das liegt zum Teil an den geänderten Anforderungen. Die Bedeutung des Internets etwa ist seit 2004 erheblich gestiegen.
Erfreulich auch die gestiegene Zufriedenheit in der Zusammenarbeit mit den Behörden.
Der Großteil der Unternehmen plant Neueinstellugnen und die Aufnahme neuer Dienstleistungen und Produkte. Nur ein sehr kleiner Teil plant Schließungen und Entlassungen. Gute Aussichten also für die Wirtschaft in der Region. Allerdings sucht jedes fünfte Unternehmen für die geplante Expansion kurzfristig Gewerbeflächen. Zusammen über 500.000 Quadratmeter.
Aktuell werden über 4.300 Arbeitskräfte gesucht, davon über 1.150 Auszubildende. 36% der Betriebe haben im vergangenen Jahr vergeblich versucht, Ausbildungsplätze zu besetzen. Zwei Drittel erwarten auch künftig Probleme Lehrlinge zu finden.
Großer Bedarf besteht an Weiterbildungsangeboten. 183 Betriebe sehen Bedarf für eine akademische Ausbildungseinrichtung – vorwiegend für die Ausbildung von Ingenieuren.
Die Wirtschaftsförderungsangebote und Energieberatung erachten die Unternehmen als gut, auch wenn in diesen Feldern konkreter zusätzlicher Bedarf besteht.
Man kann die Befragung als sehr erfolgreich sehen, die hohe Standortzufriedenheit bei wichtigen Faktoren gezeigt hat, wobei die Bereiche Arbeitsmarkt, Verkehrsanbindung und der Entfernung zu Forschungseinrichtungen Anlass zu Kritik gaben.
Besonderes Augenmerk sollte auf die Bereitstellung von Gewerbeflächen und die Ausbildung von Arbeitskräften gelegt werden. Auch das Interesse an einer Hochschule sollte nicht ignoriert werden. Beratung, Imagewerbung und Netzwerkbildung als zentrale Anforderungen an die Wirtschaftsförderung sollten weiter im Zentrum des Interesses der Landratsämter stehen.
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Landrat Georg Huber dankte Josef Rother für seine Ausführungen, kündigte die fortgesetzte Unterstützung der Unternehmen an und lud jeden einzelnen zu Gesprächen ein. Gemeinsam wird man die Herausforderungen der Zukunft sicher meistern.
215 Der Wirtschaftsempfang der Landkreise und IHK und HWK: "Begeisterung statt Burn-Out" 10:50
Es waren nicht ganz so viele gekommen, wie angemeldet waren. Trotzdem waren selten so viele Besucher im großen Saal im Haus der Kultur wie beim Wirtschaftsempfang in diesem Jahr.
Und so freute sich IHK-Gremiumsvorsitzende Ingrid Obermeier-Osl über die vielen Zuhörer.
Sie legte den Gästen einen Persönlichkeitstest vor und wollte wissen, ob sie zu den Gewinnern oder zu den Verlierern zählen. Gewinner bekennen sich zu Fehlern, Verlierer suchen anderswo Schuldige. Gewinner arbeiten härter als Verlierer und haben trotzdem mehr Zeit. Verlierer sind zu beschäftigt um zu tun was notwendig ist. Gewinner gehen Probleme aktiv an, Verlierer schieben sie vor sich her und schaffen es nicht, sie zu lösen. Gewinner zeigen Einsatz, Verlierer machen Versprechungen. Gewinner streben nach Verbesserung, Verlierer geben sich zufrieden. Gewinner hören zu und Verlierer wartet sich selbst zu hören. Gewinner sind begeistert und stecken andere an. Verlierer sind enttäuscht und ziehen andere herunter. Jeder hat die Wahl, ob er Gewinner oder Verlierer sein will.
Nur mit der Gewinnerstrategie lassen sich Herausforderungen bewältigen. Mit Begeisterung die Wirtschaft gestalten, das ist die Aufgabe des Unternehmers und der Führungskräfte. Und deshalb hatte man sich dies zum Motto für diesen Wirtschaftsempfang gewählt.
Ingrid Obermeier-Osl begrüßte Staatsminister Dr. Marcel Huber, die Landräte Huber und Schneider sowie MdL Franz Kirchner und sehr viele Bürgermeister aus den Landkreisen Mühldorf und Altötting sowie die Mitglieder der Kreistage aus beiden Landkreisen.
Ihr besonderer Dank galt den Wirtschaftsförderinnen aus beiden Landkreisen für die Organisation dieses Wirtschaftsempfangs und den Sponsoren, besonders den Vorständen der Sparkasse Altötting-Mühldorf.
Begeisterung ist notwendig um die Unternehmen zu führen, Innovationen voranzutreiben und Mitarbeiter zu motivieren. Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entfachen zitierte sie Augustinus von Hippo aus dem vierten Jahrhundert. Wenn sie Auszubildende mit Begeisterung einstellt, unterstützt sie diese und weiß, dass sie trotz mancher Rückschläge gute Mitarbeiter werden. Wenn sie dann nach Jahren diese Begeisterung immer noch sieht, weiß sie, dass sie einen guten Job gemacht haben.
Leider tritt oft nach vielen Jahren das Phänomen „Burn Out“ auf – ein „Ausgebrannt sein“ – ein Zustand körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung. Begeisterung und Arbeitseifer schwinden.
Das „Burn-Out-Syndrom“ verursacht enorme volkswirtschafliche Kosten. Psychische Erkrankungen und Erschöpfung sind bundesweit inzwischen für 52 Millionen Krankheitstage pro Jahr verantwortlich. Aus diesem Grund hat der bayerische Umweltminister Söder die Berufung eines Burn-Out-Beauftragten angekündigt. Diese Entwicklung muss also ernst genommen werden.
Man muss erste Anzeichen bei sich selbst frühzeitig erkennen und rechtzeitig gegensteuern.
Wie das geht, sollte später Dr. Michael Spitzbart darstellen.
Begeisterung muss aber auch von der Politik kommen, indem sie optimale Rahmenbedingungen bietet und sichert. Wirtschaft muss also groß geschrieben werden.
Es gilt, bestehende Nachteile – vor allem in der Infrastruktur – durch ein kontinuierliches Miteinander von Wirtschaft, Politik und Verwaltung auszugleichen. „Geht’s der Wirtschaft gut – geht’s uns allen gut“ werben die österreichischen Wirtschaftskammern so treffend.
Ein aktuelles positives Beispiel ist die Stadt Waldkraiburg, die 2011 mit dem bayerischen Qualitätspreis als wirtschaftsfreundlichste Kommune Bayerns ausgezeichnet wurde. Dazu gratulierte sie Bürgermeister Siegfried Klika und seiner Verwaltung sehr herzlich.
Eine begeisterte Interessenvertretung der Region sind auch die 25 Mitglieder des IHK-Gremiums die erst im Frühjahr neu gewählt wurden. Sei freute sich, diesem Gremium weiter vorsitzen zu dürfen und auch in den Vorstand der IHK für München und Oberbayern eingezogen zu sein.
Gerade weil Politik häufig beliebig wird und zur Unterhaltung in Talkshows zu verkommen droht, muss in den Gremiumssitzungen die sachkundige Diskussion noch mehr werden.
Dazu werden sie in der Politikberatung eine noch deutlichere Sprache sprechen und dafür sorgen, dass aus Eurorettung, Energiewende und demographischen Wandel keine Katastrophen werden. Dazu hat sich das IHK-Gremium Altötting-Mühldorf drei Themenschwerpunkte gesetzt: Fachkräfte, Energiepolitik und Infrastruktur.
Die Unternehmen sehen den Fachkräftemangel als Risiko für die Zukunft. Prognosen der bayerischen IHKs gehen davon aus, dass 2104 bereits 24.000 und 2022 schon 35.000 Fachkräfte fehlen werden. Diese Lücke zu schließen muss verstärkt in Bildung und Ausbildung investiert und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert werden. Auch Können und Wissen der älteren muss besser genutzt werden.
Bei der Umsetzung der Energiewende sind Augenmaß und Weitsicht nötig. Aktionismus und Übertreibungen gefährden den Wirtschaftsstandort und da vor allem das produzierende Gewerbe. Die sichere Stromversorgung darf nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden.
Dauerthema ist die Infrastruktur, hauptsächlich der Weiterbau der Autobahn A94 und der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke. Hier benötigt die Wirtschaft konkrete Finanzierungszusagen. Weil es in den letzten fünf Jahren nur kleine Fortschritte gegeben hat, werden sie auch hier nicht nachlassen.
Noch hat die Wirtschaft Aufträge und ist zufrieden. Wegen der Staatsschuldenkrise bröckelt aber die Stimmung. Das Wachstum in Bayern wird sich deutlich abschwächen.
Auch in Südost-Oberbayern droht der Abschwung. Die Zuversicht ist verflogen. Erfreulich entwickelt sich der Arbeitsmarkt. 18% der Unternehmen wollen Beschäftigung aufbauen und 8% Personal abbauen. Bei 82% steht Personalabbau nicht an. Die Arbeitslosigkeit wird also niedrig bleiben. Leider hat sich das Vertrauen in den Aufschwung abgekühlt.
Rezessionsängste in Europa und den USA haben die Unternehmen verunsichert, die Angst vor einer neuen Bankenkrise ist gestiegen. Ein weiteres Risiko ist der Fachkräftemangel.
Mit den ausgeteilten Karten sollten die Gäste dann zeigen, wie sie die Situation einschätzen. Die meisten Zuhörer hoben die blauen Karten und zeigten damit, dass sie den Fachkräftemangel weiter als Bedrohung sehen. Ein deutliches Signal und keine Entwarnung. Es bleibt also spannend.
Langfristig müssen die Staaten in Europa ihre Schulden abbauen. Kurzfristig muss den hoch verschuldeten Ländern geholfen werden. Nur Zeit zu erkaufen bringt keine tragfähigen Lösungen.
Die Unternehmen in der Region will die IHK kompetent unterstützen. Thomas Stadler wird hierzu im kommenden Jahr ein Bildungsberater zur Seite gestellt. Zudem soll ein weiterer betriebwirtschaftlicher Berater und ein fachübergreifendes Prüfungsteam vor Ort installiert werden.
Ingrid Obermeier-Osl stellte Dr. Michael Spitzbart vor, der später das Thema Burn-Out beleuchten soll. Zu allem was kommen sollte wünschte sie vor allem viel Begeisterung!
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Auch Kreishandwerksmeister Sepp Eichner beklagte die langfristigen Auswirkungen der Konjunktur- und der Eurokrise auf das Handwerk. Trotzdem ist die Stimmung gut wie selten. 64,3% der Handwerker sehen ihre aktuelle Geschäftslage als sehr gut bis gut. Viele Betriebe investieren und suchen Arbeitskräfte. Die gute Nachfrage hat dazu geführt, dass sich die Zahl der Handwerksbetriebe in den Landkreisen Mühldorf und Altötting um 16 auf jetzt 3.820 erhöht hat. Auch die Zahl der im Handwerk beschäftigten ist gestiegen auf jetzt 15.900. Die Handwerksbetriebe bilden derzeit 1.900 Nachwuchskräfte aus. Auch der Umsatz ist um 5% gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
Trotz allem steht das Handwerk durch die Energiewende und die Elektromobilität vor neuen Herausforderungen.
Die Handwerkskammer wird sich auf diesen Herausforderungen durch Aus- und Weiterbildungsangebote stellen. Schon seit Anfang des Jahres bietet die Handwerkskammer in Kooperation mit der Fachhochschule in Rosenheim im „Netzwerk angewandtes Management“ einen weiteren Baustein für Führungskompetenz im Handwerk an. Damit leistet das Handwerk einen Beitrag zur positiven Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes in den Landkreisen Mühldorf und Altötting.
Auch für das Handwerk sind neben den politischen Rahmenbedingungen Begeisterung und Motivation der Mitarbeiter von herausragender Bedeutung. Schließlich resultiert Motivation aus der Begeisterung etwas zu schaffen. Ein Motiv kann ein Ziel sein, das man erreichen möchte oder auch, etwas negatives zu vermeiden.
Die Zuhörer sollten so viele Anregungen wie möglich mitnehmen um dann wieder begeistert an die eigenen Aufgaben zu gehen. Sie sollten sich hohe Ziele setzen und dann diese voll Begeisterung verfolgen. Dazu wünschte er viel Erfolg.
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Dr. Michael Spitzbart sprach nun in einem amüsanten und teilweise medizinischen Vortrag über die Unterschiede zwischen dem eigenen Gefühl und den medizinischen Befunden eines Patienten. Viele negative Auswirkungen von viel Arbeit und Streß kann man vermeiden, wenn man sich selbst positiv einstellt, sich vor negativen Nachrichten schützt und sich selbst achtet.
Unbedingt nötig ist es, sich selbst Auszeiten zu gönnen und so Erkrankungen vorzubeugen, die sich langsam einschleichen um dann ein Stadium zu erreichen, bei dem sie nicht mehr heilbar sind.
Mit vielen Witzchen durchsetzt riet Dr. Michael Spitzbart selbst aktiv zu werden und es nicht erst so weit kommen zu lassen, dass es zu spät ist.
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Landrat Georg Huber dankte Dr. Spitzbart für seinen amüsanten Vortrag und überreichte ihm eine Geschenkpackung einer örtlichen Weißbierbrauerei.
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Später im Foyer trafen wir lauter begeisterte Wirtschaftsführer, Bürgermeister und Kommunalpolitiker. Alle waren hoch motiviert, die Aufgaben in dieser unruhigen Zeit mit viel Elan anzupacken. Das Thema „Burn-Out“ schien wie weggeblasen!
216 "G'scheites Wasser für g'scheite Schüler" - Dr. Cornelia Maier spendiert dem Ruperti-Gymnasium eine Trinkwasserauf-bereitungsanlage 5:45
Direktor Anselm Räde freute sich über diese neue Einrichtung, die es nur in den allerwenigsten Schulen in Deutschland gibt. Sich gesund zu ernähren, ist ein wichtiges Thema. Dazu gehört natürlich auch gesundes Trinken. Und was gibt es gesünderes als Wasser?
Weil aber nicht alles Wasser auch Trinkwasser ist, muss das Leitungswasser aufbereitet werden. Das neue Gerät bietet Trinkwasser in allen Facetten. Für diese Spende dankte er Dr. Cornelia Meyer, die das Projekt selbst vorstellen würde.
Oberstudiendirektor Anselm Räde dankte auch von drittem Bürgermeister Christian Funiok und Abteilungsleiter Herbert Hoch vom Landratsamt für ihr Kommen, das den Wert dieser Anlage unterstreicht.
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Herbert Hoch freute sich, dass das Gymnasium, dessen Kostenträger der Landkreis ist, hier so eine Steigerung der Attraktivität erhält. Sauberes Trinkwasser ist heute nicht mehr so selbstverständlich, wie die Probleme im Landkreis Rosenheim zeigen. Die Initiative von Frau Dr. Meyer ist deshalb sehr willkommen.
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Dr. Cornelia Meyer zitierte Pfarrer Kneipp, der festgestellt hatte, dass Wasser heilt. Sie hatte sich geärgert, dass ihre Kinder mit Limoflaschen nach Hause kamen. Dagegen kommt man aber nicht mit Worten an sondern nur mit Taten. Im Gespräch mit dem Elternbeirat wurde die Idee geboren: „Gscheides Wasser für gscheide Schüler“.
Es hat schon einige Monate und viele Gespräche gebraucht, bis die Anlage wirklich aufgebaut war. Großen Anteil daran hatten die Redakteure des Innfloh und natürlich die Schulleitung, die das Projekt von Anfang an unterstützt hatte. Auch Landrat Huber galt ihr Dank.
Sie freute sich sehr, die Anlage nun an die Schule übergeben zu können.
Und um die Umwelt zu schonen, spendierte sie den Schülern gleich noch schadstofffreie spülmaschinenfeste Plasktikflaschen, die auch in der Schultasche nicht auslaufen.
Sie schloss auf gut Bayerisch: (O-Ton)
Und weil Ozapft war, zapfte sie gleich selbst Wasser für die erste Flasche, die sie Schulleiter Anselm Räde überreichte. Der bedankte sich mit einem Strauß Blumen.
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So schnell wie die Schüler der 5. Klasse waren wir natürlich nicht. Es war gleich Gedränge...
Etwas Skepsis noch bei den Lehrkräften...
Schmeckt Euch das Wasser? (O-Ton)
Ist das Wasser besser als anderes Wasser? (O-Ton)
Jetzt werdet ihr wohl nur noch dieses Wasser trinken?! (O-Ton)
Und kosten tuts auch nichts.
Frau Meyer, die Wasseraufbereitungsanlage liefert derzeit gesprudeltes und nicht gesprudeltes Wasser. Welche Möglichkeiten gibt’s noch? (O-Ton)
Wieviel Geld haben Sie dafür ausgegeben? (O-Ton)
Wer trägt die laufenden Betriebskosten? (O-Ton)
Tragen Sie die Kosten auch dann, wenn Ihre Kinder die Schule verlassen? (O-Ton)
217 SchwiBuRa spielt "Brautschau im Irrenhaus" - Vergnügen garantiert 14:50
Das Foyer der Grundschule in Schwindegg lässt sich erstaunlich flexibel nutzen. Faltete man eine Trennwand zur Seite, öffnete sich ein großer Saal, an dessen anderer Seite eine Bühne zum Vorschein kommt. Der Raum davor bietet einer ganzen Reihe Zuschauern Platz.
An dem Abend als wir da waren, mussten zusätzliche Stühle aufgestellt werden, so viele Zuschauer wollten „Brautschau im Irrenhaus“ sehen.
Besonderer Gast an dem Abend war der Autor des Stücks, Manfred Bogner.
Bevors richtig losgeht, gibt’s erst einen Film zu sehen. Da torkeln der Xaver und sein Freund Josef vom Wirtshaus heim. So besoffen wie sie sind, bleiben sie irgendwo am Wegrand liegen. Als eine Spaziergängerin mit ihrem Hund vorbeikommt wacht wenigstens der Xaver auf...
Daheim ärgern sich der Huber-Bauer und seine Bäuerin schon darüber, dass aus ihrem Buam einfach gar nix werden will. Eine Frau für ihn wär halt notwendig.
Als er endlich kommt, gibt’s erst mal Vorwürfe und den Befehl im Stall zu arbeiten. Und in Zukunft soll er nicht mehr Papa sagen sondern nur noch „Bauer“! Das paßt dem Xaver natürlich gar nicht.
Mit dem Knecht – dem Hans - zusammen hecken sie aus, eine Heiratsanzeige aufzugeben und sich erst mal bei den Bewerberinnen als Heiratswillige auszugeben.
Schnell ist eine Anzeige aufgesetzt und an die Süddeutsche geschickt.
Aber diese neumodische Zettelwirtschaft, die irgend ein Geheimnis birgt, bringt die Huber-Bäuerin auf den Plan. Irgend etwas stimmt da plötzlich nicht mehr mit ihrem „Vogerl“
Der Sepp lacht den Xaver natürlich auf, als der plötzlich in Arbeitsklamotten auftaucht. Das paßt z’samm wie Schweinsbraten und Curry-Reis.
Die Polizisten wollten mal nach dem Rechten schauen, nachdem sie den Josef in der Früh heimbringen haben müssen. Offensichtlich haben’s dem Polizisten „Bertl“ jetzt endlich auch eine „Frau fürs Leben“ g’schickt!
Der Hans schickt den Xaver endlich in den Stall.
Und weil die Heiratsanzeige schon bald in der Zeitung ist, müssen der Huber-Bauer und der Hans festlegen, wie sie die Kandidatinnen bewerten wollen. Ein Fragenkatalog wird aufgesetzt.
Und wie’s so sein soll, platzt die Huber-Bäuerin ins Zimmer, grad als der Bauer mit seinem neuen Zettel raus will.
Da kommt die Betty grad recht, die Freundin von der Huberin. Sie überlegen, was diese neue Zettelwirtschaft wohl bedeuten kann. Betty hat gleich eine Erklärung: Bei der Lotte ihrem Mo hats auch so angefangen, biss’n abgholt ham.... – de mit de weißn Turnschuh! Aber nicht zum Tennis spielen!
Das müssen die beiden Frauen auf jeden Fall verhindern!
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In der Pause gabs für die Gäste Wiener Würstl und ein gepflegtes Bierchen oder ein Glasal Wein.
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Ein paar Wochen später, das Inserat war gerade in der Zeitung – jetzt ist Telefondienst. Hans wartet auf Anrufe. Die erste – die noch dazu gleich vorbeikommen will ist Elvira. Das war nicht geplant: Nervosität beim Bauern. Die Elvira soll erst mal der Hans empfangen.
Ein Stundenplan muss her. Und grad als er den schreibt kommt schon wieder die Huberbäuerin dazwischen. Der ist ganz schön durcheinander – dieser Huber-Bauer.
Grad als der Sepp sich über die Arbeit im Stall beklagt, ruft die nächste Bewerberin an, die Lene. Die will auch gleich vorbeikommen.
Da platzt die Elvira rein und will schon gleich die Regie auf’m Hof übernehmen. Sie hält den Xaver für den Knecht, den sie sowieso rausschmeißen will.
Der Hans unterzieht sie dem Test, bei dem sie wirklich alle Fragen falsch beantwortet. Ein praktischer Test muss her: Sie soll auf dem Stuhl stehend die bayerische Hymne singen.
Oh mei!!!!
Den Anruf von der nächsten Bewerberin – der Christl - nimmt der Bauer selber an. Und grad als er die Christl in seinen Stundenplan einträgt, platzt schon wieder die Bäuerin dazwischen. Schon wieder so ein ominöser Zettel! Das geht ihr jetzt schon deutlich auf die Nerven. Schließlich haben’s der Lotte ihren Mo auch abg’holt, weil der so seltsam geworden ist....
Die Huberin und die Betty überlegen eine Medikation: Eine Kamillenteekur. Kamillentee ins Bier oder in die Bratensauce... Schmecken darf er halt nichst.
Weil der Josef etwas gemerkt hat und sich der Xaver die Sache mit der Anzeige nicht erklären kann, hecken sie einen Plan aus: Der Sepp soll sich als Spionin verkleiden und sich bei Xavers Vater vorstellen.
Da kommt die Lene sich vorzustellen. Auch sie muss den Test über sich ergehen lassen. Das ist aber kein Problem, sie beantwortet alle Fragen richtig und kann sogar die Bayernhymne singen.
Als die Bäuerin das Mittagessen serviert streut sie den Kamillentee ins Essen und ins Bier. Und ausgerechnet da kommen die Polizisten ins Zimmer. Denen ist das natürlich suspekt, dass die Bäuerin da was ins Essen und ins Bier streut. Sie lassen das kriminologisch untersuchen. Es könnt‘ ja Gift sein!!! Das ist ja wie beim Derrick!!
Die Betty sieht den schöööönen Schweinsbraten. Ein bissl probiern – das merkt ja keiner – oder?
Nur s Besteck fehlt!!! Iiis‘ der gut!!!
Grad als die Huberin die Betty beim Schweinsbraten erwischt, kommt die nächste Bewerberin, die Christl. Natürlich wissen Huberin und Betty nicht, von was für einer Anzeige die Christl redet.
Das ist gewiß eine von diesen Nervenärztinnen, die den Mann von der Huberin abholen wollen!!!
Huberin und Betty geben sich als Magd und Freundin aus und beschreiben den Bauern in rosigsten Farben.
Die Christl testet der Bauer, der aber seien Zettel nicht mehr findet. Er braucht den Hans dazu. Das hat Folgen. Die Christl verschaut sich sofort in den Hans und umgekehrt. Sie gehen erst Mal in den Stall, die Viecher anschauen.
Der Bauer hat beste Nachrichten für die Lene, muss aber erst einmal beichten, dass er nicht für sich eine Frau sucht sondern für seinen Sohn, den Xaver.
Die Verwirrung ist komplett, zumal die Betty behauptet, die Lene gehört zu der anderen Nervenärztin und beide wollen den Huber-Bauern abholen.
Die Lene fordert endlich Aufklärung.
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Aber die Lene verzeiht den Schwindel, will aber ihren möglichen zukünftigen Hochzeiter erst einmal kennenlernen Der Huber-Bauer musste schließlich der Lene alles erklären. Die hat aber ein großes Herz und sieht Bauer und Knecht den Schwindel nach. Der Huber hats ja auch nur gut gemeint. Besonders deshalb, weil die eine ist, die weiß, wie man mit „de Mana“ umgehen muss.
Die Christl war hin und weg vom Hans, der ihr sogar Blumen bringen wollte.
Schwieirig wurde es wieder als die Elvira auftaucht. Die hat natürlich gleich wieder rumgezickt – obwohl die Christl ja längst aus dem Rennen war.
Die Bäuerin und die Betty hätte sie auch am liebsten rausgeschmissen. Aber da kam sie bei der Betty grad an die richtige! Die keift noch ordentlich nach!
Der Josef ist inzwischen verkleidet und soll sich beim Bauern vorstellen. Auch wenn er kein gutes Gefühl dabei hat. Grad da platzen die Polizisten rein und wollen auch gleich den Ausweis von der „Josefa“ sehen. Nach einigen Peinlichkeiten kann die Josefa entkommen.
Das Ergebnis der kriminologischen Untersuchung ist eingegangen: Ergebnis: „nicht toxisch“ und noch eine Bitte vom kriminaltechnischen Labor: (O-Ton)
Als sich Josefa vorstellt, übernimmt der Hans das Testen: Nur eine Formalität....
Aber „die“ kommt sowieso nicht in Frage. Schließlich steht die Hochzeiterin schon fest, die Lene!
Also: Raus hier!
Jetzt wissen Xaver und Sepp überhaupt nicht mehr, was hier gespielt wird. Und die Bäuerin trägt auch nicht gerade zur Entwirrung bei, als sie dem Xaver ankündigt, dass der Vater abgeholt werden soll. Bleibt die Frage, was das mit dem Kamillentee im Essen zu bedeuten hat!
--Version 1:
Jetzt ist die Verwirrung komplett. Umso mehr, als die Betty in der Josefa die nächste Nervenärztin sieht, die den Bauern abholen soll.
Dem Bauern reichts jetzt! Er hat die Nase voll.
Klärung tut Not.
Wie’s ausgeht, das sehen Sie an diesem Wochenende noch am Samstag und Sonntag jeweils um 20 Uhr. Wir sind sicher, sie werden aus dem Lachen kaum herauskommen!
--
Version 2:
Dann vermuten sie, dass der Bauer was mit der Betty hat, sie sollte ja bei ihr versteckt werden....
Huberin und Betty wollten ihr ja doch bloß helfen!
Als noch die Lene auftaucht ist das Chaos perfekt. Jetzt weiß gar niemand nix mehr.
Wenn Dich schon einmal eine sucht, dann nimm’s Dir halt – meint da der Sepp mitleidig.
Als dann noch die Polizisten auftauchen und die Elvira alle verhaften lassen möchte, da fällt deren Augenmerk auf die Josefa, die ja noch immer ihren Ausweis nicht vorzeigen konnte.
Beim Versuch, sich der Festnahme und den Handschellen zu entziehen, fliegt die Perücke.... Da wird so einiges klar.
Bleibt nur eins: Bist ma wieder gut Maisal? Fragt der Bauer. Blos die Sache mit dem Kamillentee – die bleibt ungelöst.
Nach fast drei Stunden hatten wars raus: Die Zuschauer hatten einen äußerst vergnüglichen Abend erlebt.
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Auf das alles hin brauchten die Schauspieler erst einmal einen Schluck – vor allem um den Erfolg zu feiern.
Huber-Bauersleut, seids jetzt wieder gut? (O-Ton)
An Mißverständnissen hats ja wirklich nicht gefehlt! (O-Ton)
Jetzt tust wieder was sie sagt – oder? (O-Ton)
Es gibt noch was zu regeln: Der Xaver kommt jetzt unter die Haube und der Josef? (O-Ton)
Insgesamt war genug Happy-End. Wem sind denn die vielen Gags alle eingefallen? (O-Ton)
Ich könnt‘ mir vorstellen, dass die Proben richtig Spaß gemacht haben – mit so einem Stück? (O-Ton Barbara)
Ihr habt ja eine Menge Gags mit eingebaut, die sicher nicht im Buch gestanden sind? (O-Ton)
Ihr seid eine Laienspielgruppe. Wie oft spielt ihr denn? (O-ton)
Es ist ja nicht so einfach, ein Stück mit so viel Text in der Freizeit so zu lernen. Das ist doch ein riesen Aufwand? (O-Ton)
Und wenn der Applaus braust, dann paßt sowieso alles. (O-Ton)
Herr Bogner, wie kommt man denn als Münchner auf so einen Stoff, der ja nur auf dem Land spielt? (O-Ton)
Hat’s Ihnen gefallen, wie die Schwibura Ihr Stück gespielt hat? (O-Ton)
Für wen schreiben Sie denn Ihre Stücke hauptsächlich? (O-Ton)
218
Wie geht's weiter mit der Finanzierung der A94 - MdB Ewald Schurer (SPD) gibt Auskunft
8:00
45 11.11.11
Die Kreisverbände Mühldorf und Alötting der SPD hatten MdB Ewald Schurer eingeladen, die aktuelle Situation bei der Finanzierung des Straßenbaus in Bayern und besonders des Weiterbaus der Autobahn A94 zu erläutern. Dazu lud man in den „Blauen Salon“ im Restaurant Bastei ein, wo schon so manche Vereinbarung für den Bau der Autobahn zustandegekommen ist.
Altöttings Unterbezirksvorsitzender Franz Kammhuber, Mühldorfs Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer und Mühldorfs Bürgermeister und Ja-zur-A94-Vorsitzender Günther Knoblauch unterstützten MdB Ewald Schurer.
Richard Fischer bezeichnete den vormittäglichen Besuch auf der Baustelle als sehr informativ. Es gibt aber weiteren Diskussionsbedarf. Vermutlich wird die A94 als die „längste Autobahnbaustelle“ in die Geschichte eingehen – zumindest was die Bauzeit betrifft. Die Unternehmen sowohl in der Region als auch im Großraum München warten sehnlichst auf die Fertigstellung dieser Strecke.
Die Finanzierungssituation lässt aber leider erwarten, dass die früher vom Bundesverkehrsministerium genannten Termine kaum einzuhalten sind. So kann es nicht verwundern, wenn die Bevölkerung das Vertrauen in die Aussagen der Politiker verliert! Die jahrzehntelangen Bemühungen von Ewald Schurer und Günther Knoblauch laufen ins Leere wenn immer dann kein Geld vorhanden ist, wenn eigentlich gebaut werden könnte.
Es ist deshalb wichtig, jetzt über die weitere Entwicklung des Bundesverkehrshaushalts und des weiteren Fortschritts des Baus der A94 zu informieren und nicht erst im Vorfeld von Landtags- oder Bundestagswahlen.
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MdB Ewald Schurer stellte fest, 70 Millionen Euro für 4,3 Kilometer wären zwar viel Geld, trotzdem ist es ein bemerkenswerter Fortschritt wenn der Abschnitt Ampfing – Heldenstein im Dezember 2012 für den Verkehr freigegeben werden kann.
Schon bisher war die Finanzierung schwierig. Die bislang gebauten Abschnitte wurden fast ausschließlich aus Sondermitteln finanziert – nicht aus dem regulären Bundesverkehrshaushalt.
Bezüglich der Finanzierung der weiteren Bauabschnitte hatte MdB Ewald Schurer zwei Nachrichten:
Die gute zuerst: Aus seiner guten persönlichen Beziehung zu Bundesminister Peter Ramsauer und dessen Vorsprache im Haushaltsausschuß vor einigen Wochen konnte er berichten, dass vom Verkehrshaushalt in Höhe von 25,3 Milliarden für den Bau von Schienenstrecken bundesweit 4 Milliarden bleiben und für den Straßenneubau gerade mal 1,2 Milliarden Euro.
Seit den Zeiten der großen Koalition hat er versucht, dieses Budget zu steigern, erklärte MdB Ewald Schurer.
In einer sogenannten „Bereinigungssitzung“ am 10. November sollten nun 1,5 Milliarden Euro mehr für den Straßenneubau in den Haushalt des Bundesverkehrsministeriums eingebracht werden. Dieses zusätzliche Geld soll aus den höheren Steuereinnahmen kommen, die die gute Konjunktur der letzten beiden Jahre erbracht haben.
Diese Erhöhung hat die SPD-Fraktion im Haushaltsausschuß beantragt. Und Bundesverkehrminister Ramsauer hat zugesagt, diesen Antrag dem Koalitionsausschuß vorzuschlagen. Endgültig beschließen muss sie aber das Kabinett.
Diese Erhöhung des Budgets für den Neubau von Straßen würde auch „verstetigt“, das heißt, das höhere Budget würde auch in den Jahren nach 2012 jedes Jahr zur Verfügung stehen.
Bayern erhält ein Siebtel dieses Budgets, würde also ab 2012 gut 300 Millionen Euro jährlich mehr erhalten.
Die weniger gute Nachricht ist, dass auf fünf seiner Fragen bezüglich der Autobahn bis zum Termin nur drei Antworten eingegangen waren.
Anfang November hat das Bundesministerium für Verkehr mit einem Schreiben für Ernüchterung gesorgt:
Einen Fertigstellungstermin für die A94 konnte das Ministerium mit Hinweis auf die Notwendigkeit von Baurecht und verfügbarer Mittel nicht nennen. Nach heutiger Schätzung werden noch über 700 Millionen Euro nötig sein um die A94 von Pastetten bis zur A3 bei Pocking fertig zu bauen.
Die Finanzierung der Abschnitte Ampfing-Heldenstein und Forstinning-Pastetten ist gesichert und für Grunderwerb und „vorbereitende Maßnahmen“ im Abschnitt Pastetten-Dorfen sieht das Ministerium für die Jahre 2012, 2013 und 2014 insgesamt 40 Millionen Euro vor. Dieses Geld fließt aber nur in die vorbereitenden Maßnahmen und den Grunderwerb! Für den Bau selbst sind noch keine Gelder eingeplant.
Aus eben diesem Grund bemüht sich MdB Ewald Schurer zusammen mit Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer um die Erhöhung der Mittel im Bundesverkehrshaushalt.
MdB Ewald Schurer legte Wert auf die Feststellung, dass hier Parteigrenzen-übergreifend versucht wird, für die Region Fortschritt zu schaffen. Nicht nur weil die Menschen das ewige Parteien-Gezänk leid sind sondern weil wirklich endlich etwas passieren muss.
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Richard Fischer drückte seine Enttäuschung darüber aus dass bis 2014 gerade einmal die Grundstücke gekauft werden sollen. Mehr ist momentan aber wohl nicht zu machen.
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Bürgermeister Günther Knoblauch war froh darüber, dass sich Ewald Schurer im Haushaltsausschuß des Bundestages so intensiv für die Region einsetzen kann. Er unterstützte die Forderung nach der Ausweitung des Budgets für den Straßenbau, der schließlich einer Region zugute kommt wo wirklich noch Güter hergestellt werden. Hier wird richtig gearbeitet und nicht nur am Telefon mit Finanzwerten spekuliert. Dazu sind gute Transportwege nötig weil andernfalls die Wirtschaft abwandert und die Leute ihre Arbeitsplätze verlieren.
Die Steuer-Mehreinnahmen müssen zum Ausbau der Infrastruktur in der ganzen Bundesrepublik genutzt werden, weil Deutschland nur so konkurrenzfähig bleiben kann. Weiter Druck aufzubauen ist deshalb unerlässlich.
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Franz Kammhuber betonte die Wichtigkeit der Verkehrswege für den Landkreis Altötting. Auch er dankte Ewald Schurer für sein Engagement für die Region.
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Richard Fischer freute sich über den massiven Einsatz für die Region, der diesmal nur die Autobahn betraf. Über den Fortschritt des Ausbaus der Bahnstrecke wird MdB Ewald Schurer in Kürze bei einem anderen Termin berichten.
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Auf Frage erklärten Ewald Schurer und Bürgermeister Knoblauch dann, dass es zwar keinen Automatismus gibt, dass die zusätzlichen Mittel aus der Aufstockung des Straßenbauetats dann auch wirklich für die A94 eingesetzt werden. Es warten viele Projekte bundes- und bayernweit auf Realisierung. In ganz Bayern gibt es aber nur noch eine Autobahn, die nicht durchgängig ausgebaut ist. Da sollte der bayerische Bundesverkehrsminister schon Wert darauf legen, dass vorrangig diese Autobahn fertiggestellt wird. Um so mehr, als hier eines der Wertschöpfungszentren der gesamten Bundesrepublik auf Anschluss wartet.
Wenn Bayern nun über mehrere Jahre hinweg jährlich etwa 300 Millionen Euro mehr für den Straßenbau erhält und der Abschnitt von Heldenstein nach Pastetten etwa 350 Millionen Euro kosten soll, dann sollte es möglich sein, den LückenSchluss mit jährlich 70 bis 80 Millionen innerhalb weniger Jahre zu finanzieren.
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Wir werden weiter über den Fortgang berichten.
219 Die österreichische Oberbank eröffnete die 21. Geschäftsstelle in Mühldorf 13:00
Den nachfolgenden Beitrag widmet ihnen die Filiale Mühldorf der Oberbank AG – der neuen Bank für jedermann in Mühldorf gleich neben dem Altöttinger Tor.

Ein breiter roter Teppich vor dem Stadtsaal empfing die Gäste der Oberbank AG zur Eröffnungsfeier. Die Bedeutung dieser Feststunde unterstrichen die Stadttürmer, die seit über 500 Jahren besonders wichtige Gäste in der Stadt begrüßen.
Im Foyer informierte eine große Plakatwand die Gäste, die sich nach und nach einfanden. Generaldirektor Kommerzialrat Dr. Franz Gasselsberger und der Leiter der neuen Filiale in Mühldorf - Franz Wastlhuber - begrüßten die Gäste persönlich.
Die Landräte, zahlreiche Bürgermeister, viele Kreis- und Stadträte, Unternehmenschefs, Steuerberater, Rechtsanwälte und Behördenleiter kamen um die neue Filiale der Bank in den Kreis der Mühldorfer Geschäftswelt aufzunehmen. Natürlich ließen sich auch unsere Kollegen dieses Ereignis nicht entgehen.
Im festlich geschmückten Stadtsaal begrüßte der Bayern-Chef der Oberbank - Rainer Stelzer - die Gäste und stellte fest, es wäre heute kein alltägliches Ereignis mehr, wenn eine Bank eine neue Filiale eröffnet.
Es ist viel geschehen, seit die, in Linz ansässige Oberbank 1990 in München ihre erste Filiale in Bayern eröffnete. Die Oberbank hat seither 20 Geschäftsstellen in ganz Bayern eröffnet, von Aschaffenburg bis Augsburg und Bayreuth. Heute betreuen hier etwa 160 Mitarbeiter circa 17.000 Kunden, davon rund 7.000 Unternehmen und 10.000 Privatkunden.
Die einzige österreichische Bank in Bayern bietet Privat- und Firmenkunden alles, was sie von einer Bank erwarten können: Alle Arten von Finanzierungen, Fördermittel und Leasing Besonderen Wert legt man auf das Privatkundengeschäft, wobei sie sich ausserordentlich gern um die Geldanlagen kümmern. 
Besonders schätzen die Kunden der Oberbank die schnellen Entscheidungswege. Nur er selbst steht in der Führung der Bank zwischen Filialleiter Franz Wastlhuber und Dr.Gasselsberger.
Mit der 21. Filiale in Mühldorf will die Bank für die Kunden in den Landkreisen Mühldorf und Altötting da sein. Es wurde ja auch Zeit, dass Südost-Oberbayern die namentlich passende Bank bekommt! Die Oberbank soll langfristig in Bayern verwurzelt werden. So ist geplant noch in diesem Jahr drei weitere Geschäftsstellen zu eröffnen.
Das englische Sprichwort „Banking is People“ beschreibt seine Bank. Deshalb kann die Oberbank in Mühldorf ein besonders starkes Team vorstellen, an dessen Spitze Franz Wastlhuber steht. Ihm wünschte er eine stets glückliche Hand und viel Erfolg für seine neue Tätigkeit.
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(O-Ton „Die ganze Welt diskutiert...... Medien – Muidoaf! ) begrüßte Franz Wastlhuber die Gäste. Auch er unterstrich die Außergewöhnlichkeit der Eröffnung einer neuen Bankfiliale in diesen Zeiten und hoffte, als bodenständiger Bänker bekannt zu sein.
Er zeigte Fotos der neuen Geschäftsräume am Altöttinger Tor – gleichzeitig ein Hinweis auf den angestrebten Tätigkeitsbereich. Die großen und hellen Bankräume sind gut erreichbar. Parkplätze stehen ausreichend zur Verfügungen.
Franz Wastlhuber beschrieb die Leistungen, die von Online-Banking bis zum Auszugsdrucker alles bieten, was Kunden von einer großen Regionalbank erwarten. Der Unterschied: Hier bekommt man das Bargeld auch noch direkt am Schalter!
Dort erwartet gut aufgelegt und optimistisch Ramona Seebauer.
Claudia Heinrich aus Mühldorf ist perfekt in allen Finanzfragen für Privatkunden.
Ilse Göppenhammer aus dem westlichen Landkreis berät Firmenkunden effektiv und lösungsorientiert.
Der kreative und analytische Zahlenmensch Günther Enthammer sorgt nicht nur für die Ausgewogenheit im Team sondern bietet auch die besten Leasingkonditionen.
So steht das Team für die Leistungsfähigkeit der Oberbank. (O-Ton: Kompetenz....)
Sie alle freuen sich auf die Besucher in der neuen Filiale.
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Dr. Franz Gasselsberger strahlte vor Freude! Mit Blick auf die Landräte und Bürgermeister meinte er scherzhaft, die Anwesenheit der Österreicher in Bayern war nicht immer eine Selbstverständlichkeit: (O-Ton..Die Schlacht bei Mühldorf...)
Er war überzeugt, dass die Oberbank heute in Mühldorf willkommener ist, als das vor 700 Jahren die Habsburger waren.
Er selbst ist seit 10 Jahren Vorstandsvorsitzender der Oberbank AG, einer Bank, die 1999 95 Filialen, 1.500 Mitarbeiter und eine Bilanzsumme von 8 Milliarden Mitarbeitern hatte. Heute sind es über 2.000 Mitarbeiter, die eine Bilanzsumme von 17 Milliarden Euro erwirtschaften. Heute ist die Bank in Ungarn, Tschechien und der Slowakei engagiert.
Das wichtigste aber: Die Oberbank hat die Krise der vergangenen Jahre ohne Blessuren überstanden. Staatliche Hilfe hat man nicht gebraucht.
Die Oberbank war immer eine Regionalbank und wird das auch immer bleiben, auch wenn der Begriff „Region“ immer neu definiert wurde. „Nahe beim Kunden zu sein“ war immer ihre Maxime.
Eine vorsichtige Risikopolitik hat die Bank in den zurückliegenden Jahren vor den Folgen einer Großinsolvenz bewahrt. Banken kommen nämlich immer nur dadurch in Bedrängnis, dass sie ihr Kreditrisiko nicht im Griff haben.
Geholfen hat auch immer, dass sie auf das Privatkundengeschäft gesetzt haben, und das Wachstum organisch verlaufen ist, also langsam und vorsichtig. Oft wird ihr Geschäftsmodell deshalb als altmodisch belächelt.
Während 1990 andere Banken nach Osteuropa gegangen sind, sah die Oberbank Bayern als ihren Wachstumsmarkt. Eine richtige Entscheidung. Heute kommt der größte Teil des Kreditzuwachses der gesamten Bank aus dem Mittelstand in Bayern.
Dr. Gasselsberger war überzeugt, dass sich die neue Filiale in Mühldorf genau so entwickeln wird, wie die anderen bayerischen Filialen. Wenn schon der Filialleiter „Franz“ heißt!!! (O-Ton 2:26:29:00)
Dann wurde er wieder ernst und widmete sich den unruhigen Zeiten auf den Kapitalmärkten. Griechenland, Portugal und Italien verunsichern die Eurozone. Auch die Banken kommen nicht aus den Schlagzeilen. Dabei sind nicht „die Banken“ schuld an den Staatsschulden sondern die Regierungen in Athen, in Rom, Lissabon oder Madrid. Nicht „die Banken“ brauchten staatliche Hilfe sondern nur diejenigen, die zu viele Anleihen von südeuropäischen Ländern gezeichnet haben. Nicht „die Banken“ haben die Krise gefördert, sondern die Schuldnermentalität der Staaten. Da heraus gibt es nur einen Weg: Zu hoch verschuldete Staaten müssen Maßnahmen ergreifen, ihre Schulden zu reduzieren.
Aber auch die Gläubiger müssen ihren Beitrag leisten, die die hohe Verschuldung unterstützt haben. Der Schuldenerlaß für Griechenland ist deshalb richtig. Es kann schließlich nicht sein, dass jemand jahrelang mit den Krediten gutes Geld verdient und dann nach staatlicher Hilfe schreit! Das kann nicht sein!
Es müssen auch Regeln mit Sanktionen geschaffen werden, die ein zweites Griechenland verhindern. Und natürlich müssen auch „die Banken“ ihre Geschäftsmodelle überdenken und sich wieder auf ihre Kerngeschäfte konzentrieren – auf die Kunden!
Trotz aller Sorgen wollte Dr. Gasselsberger festhalten, dass Deutschland und Österreich nach wie vor zu den wohlhabendsten Ländern dieser Welt gehören. Beide Länder sind sichere Häfen für die Kapitalmärkte und genießen das Vertrauen der internationalen Investoren. Die Banken – und da besonders die Regionalbanken - in diesen Ländern sind nach wie vor sicher aufgestellt und auf einen Abschwung bestens vorbereitet.
Vor allem aber haben wir sozialen Frieden. Das alles sind Werte, um die wir auf der ganzen Welt beneidet werden – auch in der Eurozone! Auf diese jahrzehntelang erarbeiteten Werte muss man gemeinsam aufpassen und sie erhalten!
Wenn Deutschland weiter der Motor in Europa bleiben wird, kann sich Österreich glücklich schätzen, Nachbar zu sein. In diesem Verhältnis möchte die Oberbank ein stabiler Fels sein, in dieser Brandung!
Abschließend appellierte er an die Zuhörer: (O-Ton – Testen Sie den Herrn Wastlhuber! )
Und wenn sie dann Kunden sind werden sie sagen: (O-Ton)
Wenn er dann wieder kommt, wird er von den vielen zufriedenen Kunden hören: (O-Ton Gott sei Dank – Oberbank!)
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Auch Landrat Georg Huber nannte den Zeitpunkt der Eröffnung einer neuen Bankfiliale „nicht gerade ideal“. Es ist ein starkes Signal der Oberbank für die Region Süd-Ost-Bayern, dass die Oberbank in schwierigen Zeiten hier eine Filiale eröffnet. Dazu gratulierte er als Landrat aber auch als Vorsitzender des Verwaltungsrats der Kreissparkasse sehr herzlich und hieß die Bank im Landkreis willkommen.
Die Bank paßt zur Region, in der es vom global Player bis zum Handwerksbetrieb alles gibt und die mit ihren gut ausgeblideten Arbeitskräften auch gut durch die Finanz- und Wirtschaftskrise gekommen ist. Er freute sich, die Oberbank als starker Partner im starken Team der Region begrüßen zu dürfen.
Er überreichte Franz Wastlhuber und versprach ihm dass der Landkreis sicher gut mit seiner Filiale zusammenarbeiten wird.
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Bürgermeister Günther Knoblauch freute sich schon narrisch über die neue Filiale. Schließlich gehörte die Stadt über 900 Jahre zu Salzburg. So sind die Mühldorfer auch im Geiste sehr nah an Österreich. Das signalisieren auch die Stadtfarben „rot-weiß“.
Während die Oberbank in Linz entschieden hat, nach Mühldorf zu gehen, hat H&M in Stockholm entschieden, nach Mühldorf zu gehen. Mühldorf ist also ein gefragter Wirtschaftsstandort.
Der Wirtschaftsraum ist geprägt von der Realwirtschaft. Und da paßt die Oberbank gut dazu.
Auch der Zeitpunkt paßt: Wenn Autobahn und Bahn fertig ausgebaut sein werden, wird der Wirtschaftsraum Mühldorf einen weiteren Schub erhalten. Und dann ist die Oberbank schon da.
Und wenn er manchmal fälschlich als Oberbürgermeister bezeichnet wird, dann ist er jetzt wenigstens: (O-Ton)
Er wünschte ihnen viel Erfolg in Mühldorf.
Für Dr. Franz Gasselsberger hatte er einen Mühldorf-Schirm und für Franz Wastlhuber in Luftbild der Stadt Mühldorf.
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Nun unterhielten Professor Josef Wallnig, Manuale Dumfahrt und Konstantinos Deronovis - Sänger am Mozart-Opern-Institut in Salzburg mit Arien aus Opern und Operetten.
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Franz Wastlhuber freute sich über die gelungene Eröffnungsveranstaltung und lud zum festlichen Buffet. Das ließen sich die Gäste schmecken.
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Am nächsten Tag lud die Bank zum Tag der offenen Tür. Dekan Roland Haimerl und Töging's evangelischer Pfarrer Johann-Albrecht Klöthen warnten in ihrer Ansprache davor, das Materielle in den Mittelpunkt jedes Denkens zu stellen und darüber die wichtigen Dinge aus den Augen zu verlieren. Sie segneten alle, die hier arbeiten und ein und aus gehen.
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Wir schließen uns den Gratulationen an und wünschen der neuen Bankfiliale gute Geschäfte und immer den direkten Kontakt, auch zu den Kunden mit den kleinen Geschäften, für die sie sich selbst so anpriesen.

220 Bürgerversammlungen in Mühldorf: Keine großen Sprünge möglich 12:20
Nur wenige Zuschauer fanden in den Haberkasten um der diesjährigen Bürgerversammlung beizuwohnen. Dabei war zu erwarten gewesen, dass mehr Zuhörer gekommen wäre, da im östlichen Stadtgebiet kein eigener Termin stattfinden konnte.
Bürgermeister Günther Knoblauch konnte neben den Mitarbeitern des Rathauses zweiten Bürgermeister Paul Schwarz und dritten Bürgermeister Christian Funiok sowie zahlreiche Stadträte begrüßen.
Das zurückliegende Jahr – stellte Bürgermeister Günther Knoblauch fest – war ein besonderes Jahr, das einerseits wichtige positive Entscheidungen, andererseits aber große Belastungen brachte. Die Finanz- und Wirtschaftskrise ist nicht spurlos an Mühldorf vorüber gegangen. So konnte der Haushalt diesmal nicht ausgeglichen werden. Es fehlten über 300.000 Euro. Sowohl die gestiegene Kreisumlage als auch die geringeren Einnahmen aus der Einkommenssteuer trugen dazu bei. Trotzdem konnte die Stadt ihre Leistungsfähigkeit und damit die Lebensqualität der Bürger erhalten. Es konnte sogar investiert werden, wovon wieder die heimische Wirtschaft profitiert hat.
Betrachtet man die Einnahmen aus der Gewerbesteuer, die auf den Ergebnissen der Firmen des Jahres 2009 resultieren, dann hat sich die Neuansiedlung zahlreicher Firmen in den zurückliegenden Jahren bezahlt gemacht. Die aktive Wirtschaftspolitik der Stadt hat so nicht nur Arbeitsplätze geschaffen und erhalten, sondern auch die Einkommenssituation der Stadt stabilisiert.
Auch die Einnahmen aus dem Verkauf von Bauland haben geholfen, den Haushalt aufzufüllen. Bürgermeister Knoblauch freute sich, mehr Grundstücke verkauft zu haben, als er erwartet hatte.
Trotz all dieser Maßnahmen ist die Stadt noch nicht über den Berg. Die Griechenlandkrise wird sich erst noch bemerkbar machen. Schon jetzt ist zu festzustellen, dass die Wirtschaft rückläufig ist und damit auch die Gewerbesteuereinnahmen.
Auch in Zukunft wird die Stadt viele Investitionen nicht umsetzen können, weil die Finanzen es nicht erlauben. Priorität hat die Rückführung der Darlehen für frühere Investitionen, etwa des Baus der Hauptschule.
Mühldorf hat sowohl als Investitionsort als auch als Wohnort gewonnen. Im September konnte die Stadt den 18.000sten Einwohner willkommen heißen. Aktuell sind es etwa 18.050. Erfreulich ist, dass die Zahl junger Bürger steigt. So hat die Zahl der Frauen unter 30 zugenommen, die Zahl der Männer unter 30 ist dagegen gesunken. Die Zahl der über-65-jährigen ist leicht gestiegen. Anteil an diesem Zuwachs hat sicher das Mühldorfer Grundstücksmodell, das Familien von außen nach Mühldorf bringt.
Dieses Jahr war auch durch das Jubiläum des Industriegebiets im Norden der Stadt „besonders“. Die Betriebe dort bieten vielen Menschen Ausbildung und Arbeit und sichern damit den Lebensstandard der Mühldorfer. Besonders die Ansiedlung der Firma Fliegl, die auf 27 Hektar ein neues Werk errichtet, wird auf Jahre hinaus dazu beitragen.
Aktuell ist die Stadt dabei, neue Gewerbegebiete zu suchen um auch Firmen ansiedeln zu können, die mehr als 200.000 Quadratmeter benötigen. Um Flächen für ein Logistikzentrum bereitstellen zu können, das 400 bis 450 einfachere Arbeitsplätze in die Region bringen will, arbeitet die Stadt intensiv mit der Gemeinde Erharting zusammen.
Ein Problem bei der Bereitstellung von Gewerbeflächen ist die Darstellung der benötigten ökologischen Ausgleichsflächen. Dazu arbeitet die Stadt intensiv mit der Regierung von Oberbayern zusammen, etwa bei der SAP-Prüfung, bei der ein ganzes Jahr lang Pflanzen und Tiere beobachtet werden müssen.
Ein weiterer Punkt zur Freude ist die Entwicklung der Innenstadt. Es hat 10 Jahre gedauert, bis der Mietvertrag von H&M unterzeichnet werden konnte. Die neue Filiale von H&M steigert die Attraktivität der Innenstadt und wird deshalb auch von den anderen Geschäftsleuten willkommen geheissen.
Derzeit bemüht sich die Stadt, eine komplette Niederlassung von C&A zu bekommen. Weitere Anfragen liegen vor. Dabei geht es auch um die Gebäude rund um die Frauenkirche, die selbst sicher nicht angetastet wird. Auch der Kindergarten wird sicher in der Stadt bleiben. Es ist allerdings denkbar, dass er seinen Zugang von der Wies aus bekommt. Jedenfalls soll das Gebäude neben der Kirche für Verkaufsflächen für einen attraktiven Anbieter bereitgestellt werden.
Ein anderes Problem ist die Frage nach einer öffentlichen Toilette. Soll für etwa 200.000 Euro eine neue gebaut werden oder reicht die in der Tiefgarage? Auch damit beschäftigt sich die Stadt.
Ikea kommt sicher nicht nach Mühldorf. Er wäre auch strikt gegen die Ansiedlung dieses Möbelhauses mit 100.000 Quadratmetern, das die Innenstadt ruinieren würde. Ohnehin wusste er nicht, woher diese Gerüchte immer wieder kommen.
Das Wohlbefinden von Familien mit Kindern ist ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit der Stadt. In diesem Bereich wurde in den vergangenen Jahren sehr viel investiert. Schließlich dienen die Ausgaben für die Bildung der Zukunft der Stadt. So war der Bau der neuen Hauptschule sicher richtig: Schulden kann man abtragen, Bildung aber nicht nachliefern.
Nach dem Abschluss der Sanierung des Gebäudes der Grundschule ist die Stadt nun mit dem Mittelschulverbund mit der Schule in Neumarkt bestens aufgestellt. Alle Schulen bieten Ganztagesangebote. Dabei kostet jede Ganztagesklasse die Stadt pro Jahr 5000 Euro.
Aktuell versucht die Stadt sich darauf vorzuberiten, jedem Kind einen Kinderkrippenplatz bieten zu können – ein Rechtsanspruch, den die Bundesregierung begründet hat, die aber nicht verstehen will, dass es weder die Kinderkrippen noch die Erzieherinnen dafür gibt.
Es gab noch nie so viele Kindergartenplätze und Kinderkrippenplätze in der Stadt wie derzeit.
Trotzdem werden zwei neue Kinderkrippen gebaut: Eine als Ersatz für die in Mößling und eine im neuen Wohngebiet südlich der Oderstraße.
Eine weitere Kinderkrippe entsteht nahe der Pius-Kirche in Zusammenarbeit mit dem Ordinariat.
Um den Bedarf zu ermitteln, wird die Stadt demnächst eine Befragung durchführen und zu provisorischen Anmeldungen auffordern. Nur so kann die Stadt verläßlich planen.
In Gesprächen mit der Arbeiterwohlfahrt wird zudem geklärt, ob man nicht beim Kinderhort noch eine Kinderkrippe unterbringen könnte um so Spitzen abzudecken.
Ein anderes Thema: Die Energiewende betrifft auch die Stadtwerke. Es ist trotz aller Bemühungen nicht gelungen, sich am Verkauf der Innkraftwerke zu beteiligen. Es konnte aber ein Vertrag mit der Salzburg AG geschlossen werden, die über Jahre Strom aus Wasserkraft liefern wird.
Bürgermeister Knoblauch wies auf den Sondertarif „Isenkraft“ der Stadtwerke hin und sicherte zu, dass die Stadtwerke den Strompreis bis Ende 2012 nicht erhöhen werden.
Die Stadtwerke bemühen sich, die Bereitstellung von Strom aus erneuerbaren Energien zu steigern, vorwiegend aus Wasserkraft.
Er erteilte dem Wechseln des Stromanbieters eine Absage. Die verschiedenen Anbieter können den Service keinesfalls bieten, den die Stadtwerke zu bieten in der Lage sind.
Über die zahlreichen kulturellen Veranstaltungen wollte Bürgermeister Günther Knoblauch nicht breiter eingehen, meinte nur, er wäre froh und stolz darauf, dass sich diese Dinge eingebürgert haben und jetzt stabil laufen.
Derzeit wird untersucht, ob der Stadtbus erweitert werden kann. Mehr Flexibilität, bessere Anbindung der Innenstadt, mehr Verbindungen in die Gewerbegebiete und zeitliche Ausdehnung stehen dabei im Mittelpunkt.
Die Stadt hat neue Baugebiete ausgewiesen und damit dem Verkauf von Grundstücken und die Bautätigkeit unterstützt. Sowohl im Norden als auch südlich der Oderstraße.
Am Bahnhofsvorplatz, wo früher das Postamt stand, wird der Busbahnhof entstehen. Der Realisierungszeitpunkt wird von den Finanzen bestimmt.
Das Grundstück gegenüber dem Bahnhof konnte verkauft werden. Dort wird eine Wohnanlage und ein Hotel gebaut werden und so die Attraktivität dieses Bereiches erhöht.
Eine Fülle weiterer Maßnahmen steht an, deren Realisierung aber von der finanziellen Situation verhindert wird.
Die Stadt bemüht sich auch um eine Realschule und eine selbständige Fachoberschule.
Ein Durchbruch konnte bei der Realisierung beim Neubau der Innkanalbrücke im Zuge der Kapellenstraße erzielt werden. Die Stadt konnte erreichen, dass die Mehrkosten für den Neubau gegenüber der reinen Sanierung von den Beteiligten zu je einem Drittel getragen werden, also von der Verbund AG, dem Landkreis und der Stadt.
Auch das Thema „Lärmschutzwand an der Friedhofstraße“ ist noch nicht ausgestanden. Es drohen Strafzahlungen, wenn der Lärmpegel nicht um 3-5 Dezibel gesenkt werden kann. Derzeit wird gemessen, wie schnell dort die Autos fahren. Es muss eine dauerhafte Lösung gefunden werden.
Eine Ostumfahrung der Stadt – wie vor einigen Jahren angedacht – wird es nicht geben. Sie würde das Verkehrsaufkommen nur unwesentlich reduzieren.
Positiv entwickelt hat sich das Vereinsleben. Der ZusammenSchluss der Fußballvereine hat drei Vereine vor der Insolvenz bewahrt. Die Stadt wird den FC deshalb weiter unterstützen, zumal ihn der DFB sogar zum Stützpunkt gemacht hat.
Viele weitere Themen wären zu besprechen, etwa der Bau der Europastraße, gegen die der Landwirt sich weiter sträubt. Die Stadt hat das Enteignungsverfahren beantragt und hofft auf eine schnelle Entscheidung des Landratsamtes. Es kann schließlich nicht sein, dass zahlreiche Anwohner des Fürstenwegs darunter leiden, nur weil 100 m Straße nicht gebaut werden können.
Das Dargestellte sind nur einige Eckpunkte der Arbeit der Stadt. Auch wenn es schwierige Themen gibt, sah Bürgermeister Knoblauch die Stadt auf einem sehr guten Weg. Dazu trug auch die Entwicklung der sogenannten Zentralität bei, die sich in den zurückliegenden 9 Jahren von 196 auf 258 erhöht hat. Das heißt, dass fast 2,6 Mal so viele Bürger in Mühldorf einkaufen wie die Stadt Einwohner hat.
Da diese Ziffer nur den Einzelhandel betrifft, sagt sie indirekt auch aus, dass auch der Dienstleitungsbereich und das Handwerk erheblich profitiert haben.
Bürgermeister Knoblauch hatte eine Bitte an die Mühldorfer: Viele Vereine sparen viel Geld durch Eigenleistungen. Die Stadt könnte viel sparen, wenn die Bürger mithelfen würden, Grünflächen zu mähen, Sträucher zu beschneiden, Wildwuchs zu beseitigen oder Laub zu kehren.
Wenn jeder ein paar Quadratmeter pflegen würde, könnte die Stadt viel Geld sparen und die Stadt wäre mindestens genau so schön wie jetzt.
Er kritisierte die Bundeswehrreform, in deren Folge den sozialen Einrichtungen die Zivildienstleistenden fehlen werden, dankte den Vereinsvorständen für ihre Arbeit und sicherte den Firmen die fortgesetzte Unterstützung zu.
Mit dem Dank an seine Bürgermeisterkollegen und die Mitglieder des Stadtrates und den Mitarbeitern der Stadtverwaltung schloss Bürgermeister Knoblauch seine Ausführungen.
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Nach einer Pause beantworteten Bürgermeister und Stadtverwaltung die Fragen der Bürger. Große Probleme wurden dabei heuer nicht angesprochen. Das zeigt, dass die Bürger mit der Arbeit der Stadt zufrieden sind und es gut so weitergehen kann wie in den zurückliegenden Jahren.
221 Volleyball Regionalliga SüdOst: TSV Mühldorf - TSV Herrsching 10:55
Herr Tille, Sie vertreten heute Günther Thomae, der auf einem Lehrgang ist. Was erwarten Sie vom heutigen Spiel? (O-Ton Tille)
Herr Hauser, was erwarten Sie vom Spiel gegen den TSV Mühldorf? (O-Ton)
Wie ist ihre Mannschaft bisher durch die Saison gekommen? (O-Ton)
Sie sind ja ein großer Fan der Mühldorfer Volleyballer!? (O-Ton)
Dann wünschen wir viel Erfolg.
Mühldorf trat an diesem Abend in hellblau an, Herrsching in weiß-schwarz.
Nachdem Moderator Josef Enzinger die Mannschaften vorgestellt hatte ging's los.
Erstmals wieder dabei war der technisch starke Christoph Auer. Zusammen mit Leo Tille und Severin Bienek sollten die Mühldorfer gegen Aufsteiger TSV Herrsching bestehen können.
Fabian Wagner eröffnete das Spiel, Herrsching machte den ersten Punkt.
Das hatte aber nichts zu bedeuten. Mühldorf hatte Chancen und machte genau so Punkte wie Herrsching. Beide zogen gleich auf vorwärts. Hier stand es 10:10. (13:37:10)
Bei 11:10 holte Joachim Tille seine Leute zum Gespräch. Das zeigte Wirkung. Mühldorf setzte sich ab und baute die Führung Punkt für Punkt aus. Auf der Tribüne herrschte großartige Stimmung. Die Zuschauer fieberten mit den Aktiven und feierten jeden Punktgewinn. Sogar die Stadträte Ilse Preisinger-Sontag, Oskar Stoiber, Sepp Wimmer und Claudia Heinrich waren dabei und wollten den ersten Sieg der Mühldorfer Volleyballer selbst miterleben.
Als Mühldorf 5 Punkte Vorsprung hatte, brauchte Herrsching eine Auszeit.
Ihr Mühldorf-TV übertrug die Partie live und so waren 175 Zuschauer mehr dabei als in die Halle gekommen waren.
Herrsching begann aufzuholen, der Abstand begann zu schmelzen. Zwar zog Mühldorf bis auf 19 Punkte davon, Herrsching kam aber im Gleichschritt hinterher.
Dann passierte etwas – wir können nicht sagen, was es war: Mühldorf machte noch einen Punkt und Herrsching glich zum 20:20 aus. Es war Zeit für ein Nachdenken.
Herrsching schlug auf und Mühldorf ging wieder in Führung. Mit großem Einsatz versuchten sie die Führung auszubauen. Der Punkt ging aber an Herrsching. Und Herrsching holte auch den nächsten Punkt.
Alle Auszeiten nützten nichts, Herrsching gab die Führung nicht mehr ab und holte sich den Satz mit 25:22 Punkten.
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Seitenwechsel – jetzt Herrsching im Vordergrund.
Diesmal holte Mühldorf den ersten Punkt, der zweite ging aber schon an Herrsching. Und Herrsching baute die Führung aus: 11 zu 7. 13:9
Mühldorf schien keine Mittel mehr gegen die Aufschläge der Gäste zu haben, die immer härter kamen. Auszeit beim Stand von 19:12.
Moderator Josef Enzinger hoffte noch immer auf einen Satzgewinn und rechnete ein- ums andere Mal vor, wieviele Punkte Mühldorf noch brauchte um den Satz zu gewinnen. Dabei verschwieg er, dass die Gäste Satzball hatten.
Mühldorf konnte den ersten Satzball abwehren. Bei eigenem Aufschlag würden Chancen besser stehen. Und tatsächlich – auch der nächste Punkt ging an die Hausherren.
(33:41:08) Dann machten die Gastgeber selbst alles klar und schenkten den Gästen den letzten Punkt im zweiten Satz: 18:25 - 0:2 nach Sätzen für die Gäste aus Herrsching.
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In der Pause absolvierten die Gäste ein leichtes Lauftraining und blieben so in Bewegung.
Jogi Tille schwante wohl schon etwas, als er seine Mannen in den dritten Satz verabschiedete. Jetzt also Mühldorf wieder im Vordergrund. Fabian Wagner begann. Herrsching ging gleich am Anfang in Führung. Mühldorf konnte noch zum 3:3 ausgleichen, ging sogar mit 4:3 in Führung. Das hielt aber nicht lang, Beim 4:9 gabs noch ein Gespräch mit den Trainern. Die Anfangs so gute Stimmung auf der Tribüne war langen Gesichtern gewichen.
Die Mädels im Fenster wandten sich wieder anderen Dingen zu, als Herrsching den Abstand zu Mühldorf vergrößerte. Da nützte auch Christoph Auers athletischer Einsatz wenig. 11:17
Nochmal eine Auszeit beim Stand von 14:21.
Aber auch das brachte keine Besserung.
Satzball beim Stand von 15:24. Und wieder ein Geschenk der Mühldorfer. 15:25 endete der dritte Satz und mit 0:3 nach Sätzen auch das Spiel. Die Gäste feierten ihren Sieg und bei Mühdorf gab es ähnlich lange Gesichter wie wir sie schon vorher auf der Tribüne beobachtet hatten.
Herr Hauser, „Zu Null“ – das war jetzt schon hart? (O-Ton)
Wie haben Sie das Spiel gesehen? (O-Ton)
Herr Tille, Sie sind ja nicht der Trainer der Mannschaft. Deshalb ist das hier für Sie sicher nicht ganz einfach zu beurteilen. Trotzdem die Frage, Wie sehen Sie’s (O-Ton)
Morgen ist schon das nächste Spiel. Wie wirkt sich diese Niederlage auf das morgige Spiel aus? (O-Ton)
Die Krise brauchen wir also noch nicht auszurufen? (O-Ton)
Danke schön.
Übrigens, das Spiel am nächsten Tag haben die Mühldorfer Volleyballer in Nittenau 1:3 verloren. Ein Drittel der Saison ist nun gespielt. Mühldorf belegt seit vier Spieltagen den letzten Platz in der Tabelle. dass Joachim Tille und alle anderen Verantwortlichen nichts von einer Krise wissen will, liegt sicher auch am Umstand, dass wegen der Ligareform in dieser Saison keine Mannschaft absteigen wird. Wäre das nicht so, dann würden spätestens jetzt alle Alarmsirenen laut aufheulen!
222 Fußball-Bayernliga: TSV Buchbach - TSV Großbardorf 14:14
Um halb 8 Uhr früh waren die Gäste von zuhause losgefahren um rechtzeitig nach Buchbach zu kommen. In Buchbach empfing sie eine milde Herbstsonne und perfektes Fußballwetter.
Nur ein einziges Heimspiel hatte der TSV Buchbach im Oktober und so erwartete man ein volles Stadion. Buchbach hatte das vorangegangene Auswärtsspiel in Frohnlach gewonnen und lief so mit breiter Brust auf. Großbardorf hatte gegen den Sportbund Rosenheim ein unentschieden im Gepäck. Vier Punkte trennten beide Mannschaften in der Tabelle, wo Buchbach auf Platz 6 und Großbardorf auf Platz 11 stand.
Buchbach diesmal in rot begann von rechts nach links, Großbardorf in Grün demnach von links nach rechts. Anstoß hatten die Hausherren.
Die Buchbacher Bank war wieder voll besetzt. Stefan Alschinger, Patrick Irmler, Daniel Roppert, Stefan Denk und sogar Timm Schwedes warteten darauf eingesetzt zu werden.
Eine erste Chance für Buchbach nach diesem langen Pass von Manuel Neubauer. Kapitän Alex Neulinger kann flanken, Alexandro Petrovic kommt zwar an den Ball, kann aber nicht abschließen.
Den Konter der Gäste beendet Alexander Schmalhofer nicht gerade regelkonform.
Freistoß aus 20 Metern. Der verpufft.
Nach diesem Paß von Ralf Klingmann steigt Christian Lens hart gegen Alexandro Petrovic ein und kassiert eine Ermahnung vom Unparteiischen Wolfgang Wallesch.
Dann forderte Thomas Hamberger erstmals Gäste-Keeper Marius Möde. Der kann auch die folgende Ecke parieren.
Auch Dominik Süßmaier hat zu tun um Stefan Piechas Schuß übers Tor zu heben.
Die Ecke ---- ohne Auswirkungen.
Dann prüfte ihn Manuel Leicht mit diesem Weitschuß.
Dann holt Alex Petrovic einen Ball herunter. Erst springt ihm Stefan Piecha in den Weg und dann kollidiert er mit Wajos Dinudis. Er muss außerhalb des Spielfelds behandelt werden, kann aber später weiterspielen. Weil er ohne Genehigung des Schiedsrichters zurückkommt, kassiert er noch eine Ermahnung.
Glück für die Hausherren hier: Im Getümmel vor dem Tor geht der Ball über Dominik Süßmaiers Kasten. Dann wieder Buchbach: Den Paß in den Strafraum kann Thomas Hamberger zunächst nicht verwerten und spielt zurück auf Petrovic, der Manuel Neubauer vorlegt. Er scheitert an Gästetorhüter Marius Möde.
Und wieder Manuel Neubauer: Er spielt weiter auf Hamberger und dem kommt Marius Möde zuvor. Auch Ralf Klingmanns Ecke kann er entschärfen.
Drei Minuten später der nächste Buchbacher Vorstoß: Diesmal flankt Manuel Neubauer auf Thomas Breu, der das Spielgerät per Kopf übers Tor in Nachbars Garten jagt.
Gänzlich unnötig war dieses Foul von Ralf Klingmann an Stefan Piecha. Schiedsrichter Wolfgang Wallesch zeigt sofort auf den Punkt: 11-Meter für die Gäste.
Dominik Süßmaier ist einer der besten Torhüter der Bayernliga und so ahnt er die Ecke, auf die es Manuel Leicht abgesehen hat. Die Freude ist groß – es bleibt beim 0:0
Viele der 780 Zuschauer genossen die warmen Sonnenstrahlen auf der gegenüberliegenden Tribüne.
Ralf Klingmann probiert es mit einem Distanzschuß. Kein Problem für Marius Möde.
Und auch nach der Ecke scheitern Buchbachs Offensivkräfte mehrfach an Marius Möde.
Maximilian Zang muss daraufhin behandelt werden.
Manuel Neubauer zu stoppen ist nicht einfach und geht häufig nur so. Der Freistoß fürhrt zu einer Ecke, die aber keine Änderung bewirkt.
Hier kann sich Björn Hertel des Gegners nur durch ein Foul entledigen. Der Freistoß ist keine Gefahr für Dominik Süßmaiers weiße Weste.
Dann wechselt Petrovic die Seite und die Gäste klären ins Toraus. Ralf Klingmanns Ecke verlängert ein Großbardorfer. Alexander Schmalhofer kommt heran und drückt den Ball hinter dem Rücken aller Verteidiger ins Netz. 1:0 in der 44. Minute.
Der Torjubel ist schon ein bisschen ausgefallen und wird vom Schiedsrichterassistenten beendet.
(50:06:09) Es hatten wohl schon alle mit dem Pausenpfiff gerechnet, als der Torschütze von eben hier den Ball nicht richtig erwischt und der Sebastian Knüttel vor die Füße fällt. Der spielt weiter auf Manuel Leicht und der versucht zu flanken. An die kommt aber keiner heran.
Gleich drauf nochmal: Andre Rieß setzt sich gegen zwei Buchbacher durch und wartet bis der Ball zurückkommt. Dann braucht er nur noch draufzuhauen. 1:1 Ausgleich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Das Spiel ist wieder auf Null.
Gleich nach dem Anstoß der Pausenpfiff nach einer vergleichsweise ruhigen ersten Spielhälfte.
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In der Pause wechselte Buchbach aus: Für Ralf Klingmann kam Stefan Alschinger.
Anpfiff zur zweiten Halbzeit. Buchbach jetzt von links nach rechts.
Nach diesem Einsatz von Manuel Neubauer bleibt er kauern. Er lässt sich behandeln, kann gleich drauf aber weiterspielen . Einwurf Buchbach: Alex Petrovic‘s Kopfball lenkte Gästetorhüter Marius Möde neben das Tor. Die Ecke flitzt am Kasten vorbei.
Gleich drauf eine ähnliche Situation: Diesmal können die Gäste klären. Es folgt eine Ecke von rechts, - - - - - dann eine von links - - - - - - und dann noch eine von links - - und die ist wieder Marius Möde im Weg!
Die Gäste kamen in dieser Phase des Spiels nur selten vor das Tor der Hausherren.
Meiste endete das so - - - - oder so.
Buchbach kam dagegen immer wieder über Manuel Neubauer, der zur Zeit wohl in der Form seines Lebens ist. Thomas Breu kriegt den Ball nicht unter Kontrolle.
Auch von solchen 2:2-Situationen ließen sich die Buchbacher nicht aus der Ruhe bringen.
Ecke Großbardorf. Eine ähnliche Situation wie vor dem 1:0. Sebastian Knüttel kann den Ball Maximilian Zorg vorlegen. Der sieht sein Ziel aber in Nachbars Garten.
Nach diesem Foul an Alex Petrovic – wofür er von Schiedsrichter Wolfgang Wallesch auch noch Vorhaltungen bekommt – tritt Stefan Alschinger zum Freistoß an – allerdings ohne Folgen.
In der 67. Spielminute kommt Stefan Denk für Björn Hertel.
Wieder ein Angriff von Großbardorf: Stefan Piecha paßt auf Wajos Dinudis, der weiter auf den freistehenden Manuel Leicht und der trifft das Tor nicht.
Nicht besser geht es Thomas Breu, der einen Ball von Stefan Alschinger am Tor vorbeischießt.
Großbardorf versucht es ein ums andere Mal, kommt aber meist nicht einmal in den 16-Meter-Raum.
Einen Freistoß für Großbardorf schnappt sich dann Manuel Neubauer und legt Thomas Breu vor. Gästetorhüter Marius Möde ist schneller. Auch wenn die Zuschauer Elfmeter fordern ist Schiedsrichter Wolfgang Wallesch‘ Entscheidung auf Abstoß richtig.
In der 77. Minute bringen Anton Bobenstetter und Sepp Kupper Daniel Roppert für Alexsandro Petrovic.
Dann leitet Buchbach einen Konter ein. Schiedsrichter Wolfgang Wallesch lässt trotz des Fouls an Manuel Neubauer Vorteil gelten. Stefan Denk weiter zum eben eingewechselten Daniel Roppert und der knallt den Ball ins Netz. 2:1 in der 78. Spielminute.
Für das Foul vorhin sieht Markus Lurz im Nachgang die gelbe Karte.
Wieder Buchbach über links. Stefan Alschinger kann Großbardorf nur unfair stoppen. Freistoß gleich außerhalb der Strafraumgrenze. Seinen Freistoß knallt Stefan Denk unhaltbar für Marius Möde in die Maschen. 3:1 in der 83. Minute. Nach dieser Ecke hält Andre Rieß die Hand hin. Freistoß für Buchbach knapp außerhalb der Strafraumgrenze. Der bleibt aber in der Mauer stecken.
In der 88. Minute wechselt Großbardorf doppelt: Für Manuel Leicht kommt Patrick Lugert und für Andre Rieß Niklas Markart.
Dann schießt der pfeilschnelle Stefan Alschinger mitten hindurch und Großbardorf wirft sich ihm mit drei Mann entgegen. Freistoß aus 18 Metern. In die Maschen ging der schon, aber in die des Fangzauns.
Nochmal Großbardorf: Ohne Folgen.
Endlich der Schlusspfiff in einer sehr fair ausgetragenen Partie mit einem souveränen Schiedsrichter Wolfgang Wallisch, der weder unnötig den Spielfluß unterbrochen hat noch auf jede Kleinigkeit reagiert hat. Man wünscht sich glatt mehr solche Schiedsrichter in der Bayernliga.
Natürlich waren Spieler und Verantwortliche des TSV Buchbach hoch zufrieden, erstmals gegen den TSV Großbardorf gewonnen zu haben.
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Ob es die lange Anreise war, wollte Erich Haider von Gästeträiner Hans-Jürgen Ragati wissen. (O-Ton)
Sepp Kupper musste wohl das Herz aufgehen, nachdem sie erst in Frohnlach und jetzt schon wieder drei Punkte geholt haben? (O-Ton)
223 Treffen des IHK Gremiums Mühldorf-Altötting mit der Polizei in Mühldorf: Strategien gegen den Fachkräftemangel 11:40 46 17.11.11
IHK Gremiumsvorsitzende Ingrid Obermeier-Osl konnte die Mitglieder des Gremiums im Schulungsraum der Polizeiinspektion in Mühldorf begrüßen.
Zunächst stellte Polizeioberrat Robert Anderl seine Dienststelle vor. Er und Josef Maier – Chef der Kriminalpolizeistation Mühldorf erläuterten Struktur, Aufgaben und Zuständigkeitsbereiche von Polizeiinspektion und Kriminalpolizeistation Mühldorf. Während die Polizeiinspektion nur für den Raum Mühldorf und den nördlichen Landkreis verantwortlich ist, umfaßt der Zuständigkeitsbereich der Kriminalpolizeistation die Landkreise Altötting und Mühldorf und damit über 210.000 Bürger.
Im Gebäude der Polizeiinspektion Mühldorf untergebracht sind neben Polizeiinspektion und Kriminalpolizeistation die „Dienstgruppe Mühldorf der Verkehrspolizeistation Traunstein“ und die „Operativen Ergänzungsdienste Traunstein“ mit dem „Einsatzzug Gruppe Mühldorf“, der „Zivilen Einsatzgruppe Mühldorf“ und der Diensthundeführer.
Robert Anderl erläuterte die Hierarchie innerhalb der Polizei, die schulischen Voraussetzungen für die verschiedenen Laufbahnen und die jeweiligen Aufstiegsmöglichkeiten.
Während bei der Polizei Beamte dem mittleren Dienst und im gehobenen Dienst angehören, sind bei der Kriminalpolizei vor allem Beamte im gehobenen Dienst anzutreffen, die erst einige Zeit „die Uniform getragen haben“ – wie Robert Anderl sich ausdrückte. Gleich direkt zur KriPo kommt also niemand.
An Bewerbern fehlt es der Polizei nicht. Robert Anderl sah allerdings in Zukunft die Verschärfung des Wettbewerbs mit der Wirtschaft um guten Nachwuchs.
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Dann lud die Polizei auf einen Rundgang. Zunächst führte Robert Anderl die Besucher zum Schießstand im Keller, der mit modernster Technik ausgestattet ist, und den Beamten die Fähigkeit vermitteln soll, in Streßsituationen ohne langes Zielen sicher zu treffen. Das geschieht hier mit Übungswaffen, die vorwiegen mit Laserstrahlen schießen.
Der computerunterstützte Schießstand erlaubt viele verschiedene Simulationen und die Dokumentation der Reaktion der Auszubildenden.
Die Besucher hatten die Möglichkeit, es selbst zu probieren. Die Treffer auf der projezierten Wand generierte der Computer.
Weiter ging's in die Arrestzellen. Die Polizeiinspektion verfügt über drei Einzel- und eine Sammelarrestzelle. Auch wenn sich die Besucher einen Spaß aus dem Aufenthalt in diesen „Unterkünften“ machten, meinte Robert Anderl, sie wären tatsächlich gut belegt! 55 Euro kostet eine Nacht hier. Ein spärliches Frühstück inbegriffen!
Früher kamen hier in der Einsatzleitstelle alle Notrufe an. Seit der Inbetriebnahme der Integrierten Leitstelle in Traunstein erhält die Einsatzleitstelle ihre Informationen von dort. Von hier werden Einsätze koordiniert, Kräfte und Fahrzeuge den Einsätzen zugewiesen und die Einsätze überwacht.
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KriPo-Chef Josef Maier führte die Gruppe ins kriminaltechnische Labor, wo Tatortspuren ausgwertet werden. Obwohl die D-N-A-Analyse sehr gelobt wird, bietet noch heute der Fingerabdruck die bessere Identifikation von Tätern, stellte er heraus. Diese und andere Spuren zu erkennen nutzt die Kripo Licht mit verschiedenen Frequenzen.
Fingerabdrücke werden hier mit dem digitalen Scanner abgenommen und Fotos digital erstellt. Nur die Gegenüberstellung von Zeugen und Verdächtigen erfolgt noch immer über den venezianischen Spiegel.
Viele Delikte gibt es nach wie vor im Bereich Rauschgift. Während LSD, Haschisch und Marihuana weniger konsumiert werden, nimmt der Mißbrauch künstlicher Drogen – wie Crystal-Speed stark zu, das vorwiegend aus Tschechien kommt.
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Betrachtet man die sogenannte Häufigkeitszahl, also die hochgerechnete Zahl an vergehen je 100.000 Einwohnern, dann wohnen wir im Landkreis Mühdlorf nach wie vor in einem der sichersten Landkreise Deutschlands.
Josef Maier würde sich jedoch freuen, wenn sich die Politik schnellstmöglich dazu durchringen könnte, die Vorratsdatenspeicherung wieder in Kraft zu setzen, die es der Kripo in vielen Fällen erheblich erleichtert, Täter zu überführen.
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IHK Gremiumsvorsitzende Ingrid Obermeier-Osl dankte den Herren sehr für die umfassenden Erläuterungen und überreichte ihnen – weil beide gerne tanzen – eine Flasche Sekt mit der passenden Begleitmusik. 
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Die IHK wandte sich nun eigenen Themen zu: Zunächst ehrte Ingrid Obermeier-Osl Ulrich Burkhard für lanjährige vorbildliche Tätigkeit bei der Selbstverwaltung der Wirtschaft mit einer Urkunde und einer Medaille.
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In drei Vorträgen stellten Dr. Bernhard Langhammer von Infraserv Gendorf, Andreas Hofebauer vom Globus SB Warenhaus und Dr. Stefan Bill von der Sparkasse Altötting-Mühldorf ihre Strategien vor, wie sie auch in Zukunft dem Fachkräftemangel begegnen und Mitarbeiter gewinnen und halten wollen.
Infraserv Gendorf bietet alle Leistungen für die chemische Industrie und beschäftigt derzeit 3.600 Mitarbeiter, davon 217 Auszubildende in zahlreichen Berufen.
Problematisch ist die Altersverteilung der. Während 2009 noch 120 Mitarbeiter über 55 Jahre alt waren, werden es 2020 290 sein. Um dieser Entwicklung vorzubeugen, bildet Infraserv selbst aus. Dabei ist zu beobachten, dass sowohl die Zahl als auch die Qualität der Bewerber von Jahr zu Jahr sinkt. Dem entgegenzuwirken, geht die Firma verstärkt in die Schulen und bietet Schnupper-Praktika, reduziert die Anforderungen an die Bewerber um sie später selbst höher zu qualifizieren.
Auch bei den Akademikern wird der Markt zunehmend enger. Infraserv tut sich extrem schwer, Ingenieure zu finden, während es leichter fällt, Kaufleute zu bekommen.
Auch hier geht Infraserv versärkt an die Hochschulen und bietet Schnupperpraktika an. Leider ist in Bayern das duale Studium noch nicht so populär wie etwa in Hessen. Es bietet die Möglichkeit, aus den eigenen Auszubildenden selbst Akademiker auszubilden.
Eine weitere Möglichkeit, Mitarbeiter zu werben ist es, das Unternehme attraktiver zu machen, un zwar nach innen und nach außen. Dazu gehören diese Maßnahmen.
Sie tragen auch dazu bei, Mitarbeiter zu halten und nicht an andere Unternehmen zu verlieren, die vermeintlich bessere Arbeitsbedingungen bieten.
Sehr wichtig ist es auch auf die Bedürfnisse von Frauen einzugehen und ältere Arbeitnehmer dem Unternehmen zu erhalten. Auf ihre Erfahrung zu verzichten werden sich Unternehmen bald nicht mehr leisten können.
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Globus-Geschäftsführer Andreas Hofebauer stellte zunächst das Unternehmen vor, das in Mühldorf über 400 Mitarbeiter beschäftigt, davon 270 im SB Warenhaus. Globus braucht in den kommenden Jahren viele Mitarbeiter, die meisten an den Verkaufstheken. Solche Fachkräfte gibt es in der Region nicht. Von Anfang an musste Globus bereits Mitarbeiter selbst ausbilden, weshalb es unerheblich ist, welche Ausbildung Bewerber mitbringen. Globus achtet vorrangig auf die persönliche Kompetenz der Bewerber, die aus allen Schulen kommen können. Die fachliche Qualifikation vermittelt Globus durch eigene Weiterbildung.
Bewerber findet Globus sowohl extern an Schulen, über Zeitungsinserate, das Arbeitsamt oder sogar über Facebook.
Intern bietet Globus Mitarbeitern auf verschiedenene Wegen Aus- und Weiterbildung verbunden mit Aufstiegschancen und besonderen Vorteilen.
Andreas Hofebauer beklagte das schlechte Image des Einzelhandels bei Bewerbern trotz der guten Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten. Auch er beklagte das sinkende Niveau der Bewerber auf allen Ebenen. Manche können nicht einmal sagen, wieviel 10% von 33 sind!
Es ist deshalb nötig, die Qualität der Schulabgänger zu heben, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu stärken, in Aus- und Weiterbildung zu intensivieren, das Ansehen von Handel und Handwerk zu stärken und den jungen Leuten wieder klar zu machen, dass nicht ausschließlich der Weg übers Gymnasium an einen Büroschreibtisch der einzig glücklichmachende ist. Auch den Kindern wieder klar zu machen, dass es nicht reicht, den PC bedienen zu können, sollte ein Ziel sein.
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Dr. Stefan Bill war der Meinung, dass Jungs sich mehr für die technischen Berufe und Mädchen sich mehr für die kaufmännischen Berufe interessieren.
Er war auch der Meinung, dass große Unternehmen mehr Chancen haben, Bewerber zu finden als kleinere. Größere Unternehmen können Bewerbern neben umfangreichen Ausbildungsmöglichkeiten auch professionelle Betreuung bieten. Die Sparkasse kann in der S-Finanzgruppe von der Berufsausbildung bis zur Hochschule alles im eigenen Haus bieten. Dies hat ein besonders gutes Image bewirkt und sie deshalb für Bewerber attraktiv gemacht.
Dr. Stefan Bill sah die Sparkasse nicht in so einer schwierigen Situation wie kleinere Unternehmen. Es wäre allerdings nötig, die Informationen über die Aus- und Weiterbildungsangebote der verschiedenen Unternehmen besser verfügbar zu machen und auch die Attraktivität und Bekanntheit der Region überregional zu steigern. Nur so kann man Fachkräfte in der Region halten, die sonst nach München abwandern.
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Ingrid Obermeier-Osl vermißte bei den Darstellungen Konzepte für den Fall, dass das Arbeitskräftepotential generell sinkt, wie das die Statistik vorhersagt. Um dem vorzubeugen muss die Region Maßnahmen ergreifen nicht nur die Abwanderung zu verhindern sondern auch für Zuzug zu sorgen. Und zwar sowohl für hoch ausgebildete Fachkräfte als auch für einfachere Arbeitskräfte. Auch die einseitige Konzentration der Eltern auf den Weg übers Gymnasium ist eine Fehlentwicklung der entgegenzuwirken ist. Man muss den Eltern die neue Durchlässigkeit des Schulsystems und die damit gebotenen Möglichkeiten besser bekannt machen.
Werbung für die Region zu machen ist auch nötig um aufzuzeigen, dass es auch hier gute Arbeitsplätze gibt und nicht nur in München. Die Region muss sich besser verkaufen, die Schulen stärken und Eltern und Schüler besser aufklären. Daran wird zu arbeiten sein und dem wird sich das IHK-Gremium in den nächsten Sitzungen widmen.
Das Gremium wird sich im Januar zur nächsten Sitzung treffen.
Abschließend gratulierte der stellvertretende Gremiumsvorsitzende Engelbert Leiß-Huber Ingrid Obermeier-Osl zum runden Geburtstag, den sie kürzlich feiern konnte und überreichte ein Blumen-Buket.
224 20 Jahre "Frauen helfen Frauen" - Vernissage einer Kunstausstellung am Landratsamt 8:50
Katharina Wittmann eröffnete die Vernissage, an der neben den Mitgliedern des Vereins „Frauen helfen Frauen“ auch zahlreiche Kreisräte, Mitglieder des Kunstvereins Inn-Salzach und Notar Hannes Weishäupl für den Lions-Club Mühldorf-Waldkraiburg gekommen waren.
Landrat Georg Huber freute sich über Katharina Wittmanns Vortrag, der nicht nur ein Ohren- sondern auch ein Augenschmaus war. (Seine Rede war die reinste Katastrophe!)
Die Ausstellung ist „besonders“, weil sie auf ein Thema hinweist, das auch in unserer Region Aufmerksamkeit benötigt. Hinschauen und sich um Probleme in Beziehungen zu kümmern ist auch in unserer Gesellschaft nötig. Er freute sich, dass sich nun namhafte Künstler und auch der Lions-Club dieses Thema‘s annehmen und dankte dem Verein „Frauen helfen Frauen“ für ihre einfühlsame, pragmatische und zugleich tatkräftige Hilfe für mißhandelte Frauen und Mädchen.
Es geht dem Verein dabei nicht nur um Beratung und Hilfe sondern auch darum, die Öffentlichkeit auf die Mißstände hinzuweisen und den Betroffenen eine Stimme zu geben. Dafür dankte er den Mitgliedern des Vereins und wünschte der Ausstellung viel Erfolg.
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Katharina Wittmann entführte die Zuhörer in die „wonderful world“ von Louis Armstrong.
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Anne Markt – Vorsitzende des Vereins „Frauen helfen Frauen im Landkreis Mühldorf“ erinnerte an die Kas Konzert im Ahnensaal des Klosters in Zangberg zur Feier des 20-jährigen Bestehens ihres Vereins.
„Frauen helfen Frauen“ wurde vor 20 Jahren gegründet um den von psychischer, physischer und sexualisierter Gewalt betroffenen Frauen und Mädchen eine Anlaufstelle zu bieten. Ein Ziel des Vereins ist es, darauf hinzuweisen, dass Mißbrauchsfälle auch ein gesellschaftliches Problem sind. So lange solche Taten nicht von der Gesellschaft geächtet werden, gelten sie noch immer als harmlose Bagatellvorkommnisse ohne weitere Folgen. Die Spätfolgen bleiben meist unbeachtet.
Seit 20 Jahren bietet der Verein Beratungsgespräche und eine Notrufnummer. Heute unterhält „Frauen helfen Frauen“ eine eigene Beratungs- und Informationsstelle mit einer hauptamtlichen Kraft. Der Verein ist inzwischen eine angesehenen Institution im Landkreis geworden.
Anne Markt dankte der Stadt Waldkraiburg und dem Landkreis für die Zuschüsse und die Unterstützung, ohne die sie ihre Tätigkeit nicht ausüben könnten.
Heute verbindet die 80 Mitglieder des Vereins die gemeinsame Sorge um Frauen, die ihre Hilfe nötig haben. Sie dankte allen Mitgliedern für dieses große Engagement, das ihnen selbst keine Vorteile bietet. Sie wünschte sich für die Zukunft immer einen ausgeglichenen Haushalt, möglichst wenig Arbeit und den Anwesenden einen unterhaltsamen Abend.
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Katharina Wittmann brachte Reinhard Mey’s „Ein Achtel Lorbeerblatt“
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Kunstvereinsvorstand Gernot Sorgner fragte sich, was diese Kunstausstellung mit dem Verein „Frauen helfen Frauen“ zu tun hat. Er wollte die Antwort in den Werken der Künstler finden. Die im Frühjahr verstorbene Rosa-Eleonora Wagner-Lill kam nach einem Leben als Geschäftsfrau in München nach Polling, wo sie erst mit 50 zu malen begann. Von Anfang an pflegte sie ihr eigenes Schaffen und ließ sich nicht beeinflussen. Ihre Werken kamen von innen heraus, sie hat sich alles selbst erarbeitet. So spiegeln ihre Werke ihr Wesen und ihre Empfindungen wider. Ihre Werke zeigen sie selbst. So heißen auch ihre Bilder: „Erschöpft“ oder „Kaputt“. Sie hat versucht, zu verarbeiten, was die Menschen bewegt hat und hat das dann mit einfachen Mitteln teils minimalistisch dargestellt. Ihre Werke kamen „aus dem Bauch“ heraus.
Christine Löw hat eine besondere Entwicklung durchgemacht. Ihre Bilder basieren auf der Farbe, sind weder gegensändlich noch abstrakt. Die Farbe steht im Mittelpunkt, erzeugt Stimmungen, wie dieses gelbe Bild. Gernot Sorgner spürte hier im Hintergrund ein „anderes Dasein“. Das Bild vibriert und erzeugt eine eigene Spannung.
Das violette Bild mit dem Strich in der Mitte ist das Gegenteil. Durch den „Zipp“ wie er die Linie nannte, entsteht Interesse, das Auge beginnt zu suchen und zu sehen, was es aus dem Bild herausarbeiten kann. Es wird von der Realität weggezogen bis nur mehr die Farbe für sich spricht.
So wie jede Farbe für sich selbst spricht.
Vergleicht man beide Künstlerinnen, kommen – trotz aller Verschiedenheit – Gemeinsamkeiten zum Vorschein. Beide bringen den inneren Zustand des Betrachters ans Licht. Jeder Betrachter kann aus diesen Gedichten für sich selbst etwas lesen.
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Landrat Georg Huber dankte abschließend allen, die an der Durchfürhung der Ausstellung mitgeholfen haben und erhob sein Glas auf die beiden Künstlerinnen und auf den Verein Frauen helfen Frauen.
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Die Ausstellung ist im Foyer des Landratsamtes im neu gebauten zweiten Obergeschoß während der Öffnungszeiten des Amtes bis 7. Dezember zu sehen. Der Eintritt ist - wie immer - frei.
225 Eine kreative Hackschnitzelheizung für Töging's kommunale Gebäude 5:00
Das BRK-Zentrum, das Feuerwehrhaus und die dahinterliegende Mehrzweckhalle in Töging wurden bisher elektrisch und mit zwei Ölheizkesseln beheizt. Das war vor Jahren eine gute Lösung. Heute – mit den enorm gestiegenen Preisen für Öl und Strom – ist das zu teuer, von der Umweltbelastung gar nicht zu reden.
Nach langer Diskussion entschied der Stadtrat in Töging, die Beheizung auf Hackschnitzel umzustellen. Dafür wurde eine kreative Lösung gesucht und gefunden:
Der Auftrag für die Beheizung wurde an eine neu zu gründende Firma übertragen, an der die Waldbauernvereinigung und der Maschinenring Altötting-Mühldorf beteiligt sind.
Nun konnte die neue Heizung in Betrieb genommen werden, von der man auf den ersten Blick nur ein Fundament mit einem metallenen Deckel auf der Rückseite des Feuerwehrhauses erkennen kann. Unter diesem Deckel befindet sich der Bunker für die Hackschnitzel, die über eine Förderschnecke automatisch in den Heizkessel transportiert werden.
Bürgermeister Horst Krebes hatte die Fraktiossprecher im Stadtrat eingeladen, die neue Anlage gemeinsam mit den Betreibern ihrer Bestimmung zu übergeben.
Besonders die elektrische Heizung der Mehrzweckhalle umzustellen drängte, begann Bürgermeister Horst Krebes seine Ausführungen. Als diese Heizung vor Jahren gebaut wurde, versorgte noch das Innwerk die Stadt mit billigem Strom aus ihrem eigenen Kraftwerk in Töging. Das Innwerk ist längst in der E-On-Wasserkraft aufgegangen, den billigen Strom gibt’s nicht mehr. Grund genug, sich die Vorschläge von Maschinenring und Waldbauernvereinigung zu überlegen und eine Hackschnitzelheizung zu bauen.
Die ursprünglichen Pläne einer großen zentralen Anlage für mehrere städtische Gebäude konnte man nicht realiseren. Es blieb der Bau dieser Anlage für dieses Areal übrig.
Bürgermeister Horst Krebes freute sich über die schnelle und praktische Lösung, mit der hier Neues geschaffen werden konnte. Er dankte allen Beteiligten an diesem Vorzeigeobjekt für die konstruktive Zusammenarbeit.
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Georg Ertl, Geschäftsführer der „MW Hackschnitzel Inn-Salzach GmbH“, freute sich über die neue Firma, an der die Waldbesitzervereinigung und der Maschinenring gleichberechtigte Gesellschafter sind. 150.000 Euro wurden hier investiert, wovon 8.000 Euro bezuschußt wurden.
Er lobte die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit mit der Stadt Töging, die es ermöglichte, dass die Firma Räume in dem Gebäude der Feuerwehr nutzen kann.
Die Hackschnitzel für die Heizung kommen ausschließlich aus der näheren Umgebung, wodurch die Wertschöpfung in der Region bleibt. So profitieren die Landwirte, Handwerker und damit der regionale Arbeitsmarkt.
Der neue Heizkessel leistet 200 Kilowatt und spart gegenüber der Ölheizung pro Jahr 160 Tonnen CO2. Auch die Staubemissionen liegen unter den Grenzwerten der neuen Bundesemissionsschutzverordnung. Vergleicht man den Energieverbrauch mit der konventionellen Ölbeheizung, dann spart die neue Anlage der Stadt pro Jahr 60.000 Liter Heizöl.
Diese Anlage ist sicher ein Meilenstein auf dem Weg zur Nutzung regenerativer Energiequellen und der Einsparung von CO2.
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Im Keller des Feuerwehrhauses konnte der neue Heizkessel in einem Raum installiert werden, der bisher ungenutzt war. Die Förderschnecke bringt hier die Hackschnitzel vom Bunker herein und befördert sie in den Brennraum.
Nebenan bleiben die Ölheizkessel erhalten und dienen auch in Zukunft als Reserve. Besonders an kalten Tagen unter –10°C müssen sie einspringen, wenn mehr Heizleistung benötigt wird, als der neue Kessel liefern kann.
Eine durchaus zukunftsweisende Investition, zur Nachahmung empfohlen
226 Schützen Bundesliga: Schützengilde Waldkraiburg gegen SG Coburg 7:50
Bernhard Albrecht – Schützenmeister der Schützengilde Waldkraiburg – begrüßte zahlreiche Gäste zum Wettkampf in der Halle an der Franz-Liszt-Schule, die die Vereinsmitglieder in vielen Stunden für einen Bundesliga-Wettkampf vorbereitet hatten. Er konnte neben den Wettkampfschützen vom „Bund München“, der SSVG Brigachtal, der SG Coburg und natürlich der Schützengilde Waldkraiburg auch die Gauschützenmeister Erich Jungwirt und Anton Müller begrüßen, der zusammen mit zweitem Bürgermeister Harald Jungbauer später dazukommen würde.
Im ersten Wettkampf standen sich die Schützen von „Bund München“ und „SSG Brigachtal“ gegenüber.
In der Bundesliga der Schützen treten jeweils zwei Schützen der konkurrierenden Schützengesellschaften gegeneinander an. Die Paarungen werden nach jedem Wettkampftag auf der Grundlage der gezeigten Leistungen neu zusammengestellt. So ist sichergestellt, dass die Schützen ähnlicher Leistung gegeneinander antreten.
Der Zeitplan bestimmt den Wettkampf, der genau eingehalten werden muss.
Nach dem Einmarsch, bei dem Hallensprecher .. die Schützen und ihre Erfolge vorstellt, haben sie fünf Minuten Vorbereitungszeit in der sie sich konzentrieren und ihre Gewehre einer letzten Kontrolle unterziehen. Dann folgen 10 Minuten Probeschießen.
Im modernen Schießsport flitzen keine Papierscheiben mehr hin und her und niemand markiert mehr mit einem Schreiber die Treffer. Ein elektronisches System mißt registriert die Treffer und zeigt sofort auf Displays und einer Leinwand an, wo das Projektil eingeschlagen hat.
Natürlich stehen Computer dahinter, die nicht nur sofort die erzielten Ringe addieren sondern nach 10 Schuß auch gleich eine Hochrechnung auf das Endergebnis anbieten, wenn der Schütze so weiter schießt.
Dieses System macht es für die Zuschauer interessant, weil nicht nur die Ringe angezeigt werden, sondern auch noch die Führung in der jeweiligen Paarung und der Stand im Wettkampf. Wir haben uns dabei ertappt, dass wir mehr die Leinwand mit den Ergebnissen im Auge behielten, als die Schützen selbst!
Aber zurück zum Wettkampf.
Der dauert 50 Minuten. In dieser Zeit hat jeder Schütze 40 Schuß auf das 10 Meter entfernte Ziel abzugeben. Natürlich haben die Gewehre – falls man diese Sportgeräte überhaupt als solche bezeichnen kann – nichts gemein mit den Luftgewehren, die Sie vielleicht kennen. Diese High-Tech-Geräte können individuell auf den Schützen angepaßt werden. Sie sind maximal 5 Kilogramm schwer und werden mit Preßluft betrieben.
Die graphische Anzeige markiert alle Treffer im 10er-Bereich rot, die im 9er gelb und die außerhalb blau. Die vorangegangenen Treffer bleiben schwarz erhalten.
Beim Schießen zeigen sich ganz unterschiedliche Charactere: Die einen ziehen ihre 40 Schuß zügig durch, die anderen lassen sich Zeit und nutzen die 50 Minuten aus.
Auch wenn sich die Schützen konzentrieren müssen, sorgten die Zuschauer für Stimmung in der Halle.
Eine schier unglaubliche Leistung erzielte Beate Gauß vom „Bund München“, die schon 33 Schüsse in die „10“ getroffen hatte. Erst beim 34. Schuß blieb sie mit 9,9 Ringen leicht darunter. Kein Problem aber, Schuß 35 war wieder ein Volltreffer: 10,9.
Noch nach dem 39. Schuß versprach ihr der Computer ein Endergebnis von 399 Ringen. Vier Minuten vor dem Ende der Schießzeit passierte es: Der letzte Schuß ging daneben: Nur 6,8 Ringe und 395 im Endergebnis. Sie verstand die Welt nicht mehr. Sie hatte damit das selbe Ergebnis wie Eva Friedel, die schon nach 25 Minuten ihre 40 Schuß abgegeben hatte.
Trotzdem eine fast unglaubliche Leistung, aus 10 Metern 39 Schuß in dieses kleine Loch zu schießen, meinte auch Dietmar Heller, Schützenmeister der Schützengilde bis 2011 und Sportreferent der Stadt Waldkraiburg.
4:1 gewann der „Bund München“ den Wettkampf gegen die SSVG Brigachtal.
Dann der zweite Wettkampf, in dem die Schützengilde Waldkraiburg gegen die Schützengesellschaft Coburg anzutreten hatte.
Lisa Hänsch, Stefan Raser, Daniela Schneider, Michael Auerhammer und Josef Neumaier traten gegen Sabrina Bär, Jürgen Wallowsky, Claudia Huber, Nina-Lara Kreutzer und Pavla Kalna an.
Erstmals konnten Rollstuhlfahrer teilnehmen. Damit hatte die Schützengilde mit Josef Neumaier einen mehrfachen Weltmeister und Paralympics-Sieger in ihren Reihen.
Die Schützen bereiteten sich vor, die Spannung stieg. Besonders für die Waldkraiburger, die nach ihrem Aufstieg noch keinen Wettkampf gewinnen konnten. Im ersten Wettkampf unterlagen sie der HSG München mit 1:4, im zweiten der SV Petersaurach – auch mit 1:4. Auch wenn noch einige Wettkämpfe zu bestreiten sind, war das Saisonziel klar: Klassenerhalt.
Die Spannung stieg als sich die Schützen konzentrierten. Man sah es an ihren Gesichtern.
Nina-Lara Kreutzer und ihre Mannschaftkollegen legten gleich vor, Lisa Hänsch ließ sich Zeit.
Sie und ihre Konkurrentin Lisa Bär belauerten sich erst eine Zeit lang. Sabrina Bär ließ Lisa Hänsch den Vortritt. Noch fast 47 Minuten.
Josef Neumaier spielte seine Erfahrung aus. Er ließ sich nicht aus der Ruhe bringen.
Sabrina Bär hatte die Ruhe weg und genehmigte sich eine Pause.
Stefan Raser, der Militär-Weltmeister auf lange Distanzen, der nahe Wien zuhause ist und seit Jahren für die Schützengilde Waldkraiburg antritt, gab ruhig und konzentriert Schuß um Schuß ab.
Nach den ersten 10 Schüssen hatte nur Michael Auerhammer alle in die 10 getroffen. Lisa Hänsch, Josef Neumaier und Michael Auerhammer führten. Bei Stefan Raser und Claudia Huber stand es unentschieden.
Stefan Raser konnte dann einen Vorsprung herausschießen, so dass es aktuell 4:1 stand.
Das blieb auch so, als Lisa Hänsch und Josef Neumaier fertig waren.
Zwei Schuß vor dem Ende stand es plötzlich zwischen Michael Auerhammer und Nina-Lara Kreuzer unentschieden, die aber ihre 40 Schuß bereits hinter sich hatte. Er hätte schon gar nichts mehr treffen müssen, wenn er seine Paarung nicht gewonnen hätte.
Der Wettkampf endete mit 4:1 Punkten und die Schützengemeinschaft Waldkraiburg überholte die SG Coburg und SSG Dynamit Fürth und rückte auf den 6. Tabellenplatz vor. Darüber war die Freude natürlich groß, dem Vernehmen nach gab es sogar Freudentränen!
Die Schützengilde Waldkraiburg hatte eine Veranstaltung organisiert, die auch für die Zuschauer attraktiv war. Die sahen spannende Duelle und den ersten Sieg der Heimmannschaft in der Bundesliga. Es war eine Werbung für den Schießsport!
227 Faschingsauftakt: Marina I. und Marco I. übernehmen das Rathaus in Waldkraiburg 10:50
Im Foyer des Rathauses in Waldkraiburg ist noch einige Zeit die Ausstellung der Selbsthilfegruppen im Landkreis zu sehen. Hier zeigen Diabetiker, Parkinson- oder Tinnitus-Kranke, welche Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch und zur gegenseitigen Hilfe es in der Region gibt.
Ganz im Gegensatz dazu, die Bären der Waldburgia, die auf dem Korridor vor Bürgermeister Klika’s Büro ihren Winterschlaf gerade beendeten.
Markus Kutschera und Faschings-Bürgermeisterin Inge Schnabl schauten auf die Uhr um nur ja nicht zu spät zu kommen. Pünktlich um 11 Uhr 11 stürmten sie mit ohrenbetäubendem „Hali-Hala - - Waldburgia“ in Bürgermeister‘s Büro.
Der meinte „jetzt bin ich auch noch taub!“ Er hatte die Kapitulationsurkunde schon vorbereitet und ergab sich kampflos. Die Damen nahmen ihn einfach mit.
Weil die Hochzeitspaare an diesem denkwürdigen 11.11. den Sitzungssaal in Beschlag nahmen, musste die Faschingsgesellschaft raus in die Kälte. Bei 3 Grad gefroren weder Bürgermeisters Tränen noch sein Lachen über diesen Überfall. (O-Ton)
Die Garde der Waldburgia und das neue Prinzenpaar Marina I. und Marko I. kamen in ihrer Burg vorgefahren.
Zweiter Präsident Charly Salinger begrüßte die anwesenden Bürgermeister und Stadträte, Udo Pöppelbaum und Christian Hausberger von der Narrengilde Kraiburg und die vielen Gäste.
(O-Ton Klika)
Charly Salinger stellte das Prinzenpaar vor, das Geschwisterpaar aus Trostberg, die zusammen 11 Mal bayerische Meister im Tanzen waren – zwar in der gleichen Klasse aber nie gleichzeitig und auch nie miteinander. Sie tanzen für die Tanzschule Sonay, woher auch die Kinderprinzengarde kommt, die im kommenden Fasching wieder mit dabei sein wird.
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Bürgermeister Klika’s Vorzimmerdamen vermißten ihren Chef schon, als Marko I. und Marina I. ihre Proklamation verlasen. (O-Ton)
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Faschingsbürgermeisterin Inge Schnabl bedauerte, dass die Schatulle der Stadt total leer war – nicht mal Goldtaler aus Schokolade waren mehr drin. Auch ohne Geld kann man schön feiern und darauf freute sie sich mit den Zuhörern. Sie hatte einige
Vielleicht wegen der leeren Kasse musste Bürgermeister Klika mit dem Pappkarton rumgehen und Gummibärchen verteilen. Für das Prinzenpaar hatte er noch zwei von den berühmten Waldkraiburger Schirmen gefunden, die auf Knopfdruck auf - - - - - - und wieder zu gehen. (Siegi’s Lieblingsspielzeug)
Inge Schnabl fand dann doch die goldene Kassette mit den silbernen Herzen...
Die Garde zeigte ihren Marschtanz – na ja – Teile davon. „Fortsetzung folgt“ stand auf dem Plakat, das Lust auf mehr machte.
Schließlich schnappten sich Prinzessin und Prinz Bürgermeister und Bürgermeistersgattin zum Tänzchen.
Und die Garde und die anderen Gäste ließen sich nicht lang bitten – trotz der 3 Grad Außentemperatur.
Prinzessin Marina I und Prinz Marko I, bitte stellt Euch unseren Zuschauern kurz vor. (O-Ton)
Ihr wart schon einige Male Meister im Tanzen. Könnt Ihr etwas darüber sagen? (O-Ton)
Und in welchen Tänzen? (O-Ton)
Markus, das Prinzenpaar kommt aus Trostberg. Gibt’s in Waldkraiburg niemand? (O-Ton)
Herr Bürgermeister, was machen Sie denn in den kommenden drei Monaten, wenn sie im Rathaus nichts mehr tun dürfen? (O-Ton)
Markus, wie sieht der Fahrplan durch den Fasching in Waldkraiburg aus? (O-Ton)
Na, dann sehen wir uns sicher auf der einen oder anderen Faschingsgaudi in Waldraiburg. Wir freuen uns drauf!
228 Volleyball Regionalliga SüdOst: TSV Mühldorf - SV Schwaig 11:30
Am Wochenende vor diesem Spiel verloren die Mühldorfer Volleyballer gleich zwei Spiele. Das – möchte man meinen – ist eine riesige Motivation, den Hebel herumzureissen und die Zähne zusammen zu beißen. Zumal es diesmal gegen den SV Schwaig ging, der zuletzt auf Tabellenplatz 9 nur einen Platz vor den Mühldorfern lag.
Zunächst sah es so aus, als würden Günther Thomae’s Mannen das auch so gesehen.
Mühldorf - wieder in blau - begann von links nach rechts, Schwaig in gelb-blau von links nach rechts.
Mühldorf geriet zwar gleich in Rückstand, glich aber schon zum 3:3 aus um dann erst eine Zeit lang gleichauf zu spielen. Dann ließen sie ihr Können aufblitzten. Sie erarbeiteten sich einen komfortablen Vorsprung.
Der Block der Hausherren stand gut und bescherte so einige Punkte.
Die erste Auszeit für Schwaig beim Stand von 13:9.
Weniger Zuschauer als zuletzt hielten treu zu den Volleyballern und wollten den ersten Sieg der Saison miterleben.
Mühldorf baute den Vorsprung Punkt für Punkt weiter aus: 20:15.
Dann ein Bruch: Schwaig glich zum 22:22 aus.
Schwaig besprach die weitere Vorgehensweise. Das nützte aber nichts, Mühldorf legte weiter vor. Schwaig konnte folgen, so dass sie Aufschlag zum ersten Satzball beim Stand von 24:23 hatten.
Die Unterstützung für Mühldorfer, die Moderator Josef Enzinger von den Zuschauern forderte, gewährte dann Schwaig und knallte den Ball ins Netz.
Mühldorf holte auch den nächsten Punkt und so ging der erste Satz mit 26:24 an die Gastgeber.
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Zweiter Satz. Jetzt Mühldorf von rechts nach links. Fabian Wagner eröffnete - - - und sie holten auch gleich den ersten Punkt.
Die Hausherren waren jetzt stark motiviert und holten Punkt für Punkt. Sie vergrößerten den Abstand und zogen davon bis auf 11:7
(1:22:38.11) Dann schlichen sich Fehler ein und Schwaig holte auf: 11:10.
Auch den Gästen unterliefen Fehler und so konnte Mühldorf den Vorsprung halten und sogar wieder ausbauen. (1:24:34:16) Das machte auf Schwaiger Seite ein Gespräch mit dem Trainer nötig.
Mühldorf zog auf 21:15 davon.
Man mochte denken, die restlichen vier Punkte wären Formsache. Nicht bei den Mühldorfern! Sie halfen den Gästen mit solchen Aufschlägen, den Abstand zu verkürzen. Und das nicht nur einmal.
Es gelang aber, die Gäste nicht ausgleichen zu lassen. Satzball beim Stand von 24:22
Der Punkt ging an Mühldorf, die damit den auch den zweiten Satz für sich entscheiden konnten.
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Nach der Pause der dritte Satz. Die Zuschauer freuten sich noch immer auf den ersten Sieg und feuerten eifrig an. Mühldorf jetzt wieder im Vordergrund. Es bot sich aber ein ganz anderes Bild. Schwaig zog davon, erarbeitete sich einen Vorsprung. (1:33:26:08) Günther Thomae blickte skeptisch und freute sich nur kurz über gewonnene Punkte. Es gelang aufzuholen und zum 11:11 auszugleichen.
Dann gelang nicht mehr viel, Schwaig zog vorneweg.
Beim Stand von 12:15 besannen sich die Mühldorfer wieder auf Ihr Können.
Sie arbeiteten sich heran, auch wenn ihnen das die Gäste nicht leicht machten. Mit 22:21 gingen sie sogar in Führung. Der erste 3-Satz-Saisonsieg schien in greifbarer Nähe.
Sie schafften es aber nicht, den Vorsprung nach Hause zu bringen. Da half auch die Kritik von Günther Thomae nicht
Schwaig holte sich den dritten Satz mit 25:23.
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Der vierte Satz: Mühldorf jetzt wieder auf der anderen Seite des Netzes.
Schwaig ging gleich in Führung. Sie erspielten sich einen komfortablen Vorsprung, den sie den ganzen Satz über nicht mehr abgaben - - sogar ausbauten.
Satzball bei 24:15 . Mühldorf konnte abwehren. Und auch den eigenen Aufschlag durchbringen.
Ein Geschenk an die Gäste brachte den Satzausgleich zum 2:2. Ein fünfter Satz musste die Entscheidung bringen.
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Nun also wieder Mühldorf im Vordergrund.
Schwaig ging in Führung, obwohl sie nicht ohne Fehler spielten.
Dann passierte etwas selten zu Beobachtendes: Schiedsrichter Andrey Fliegner gibt den Gästen einen Punkt und die Mühldorfer protestieren. Als der zweite Schiedsrichter den Protest bestätigt, revidiert der Schiedsrichter seine Entscheidung. Der Punkt muss wiederholt werden.
Und diesmal geht der Punkt an Mühldorf.
Der nächste aber wieder an Schwaig.
Seitenwechsel beim Stand von 8:5. Bevors weiterging holte Günther Thomae seine Leute zum Gespräch.
Langsam gelang es den Hausherren, den Abstand zu verringern. 11:13
dass die Nerven blank lagen, zeigte, dass die Mannschaften nun beinahe nach jedem Punkt eine Auszeit nahmen.
Mühldorf holte den nächsten Punkt: 12:13 – Nur noch drei Punkte bis zum ersten Sieg!
Dann aber der nächste Punkt für Schwaig und damit Matchball für die Gäste.
Den wehrte Mühldorf ab: 13:14.
Und auch den nächsten Punkt konnten die Hausherren für sich verbuchen und damit ausgleichen.
Auszeit und nochmal motivieren! Es war noch alles offen!
Der nächste Punkt ging an die Gäste, die damit wieder Matchball hatten. Und auch den konnte Mühldorf abwehren. Wieder Ausgleich!
Trotz eigenem Aufschlag ging der nächste Punkt an Schwaig, die dann bei eigenem Aufschlag auch den letzten Punkt auf ihr Konto verbuchen konnten.
Der fünfte und entscheidende Satz ging mit 15:17 an die Gäste, die damit mit 2:3 Sätzen die Partie für sich entscheiden konnten.
Ein denkbar knappes Ergebnis, auf dessen Zustandekommen die Schiedsrichter nicht unerheblichen Einfluß hatten.
Herr Juritsch, das war ein sehr enges Spiel?! (O-Ton)
Günther Thomae konnten wir leider nach dem Spiel nirgends mehr finden. Im Interview in mit Josef Enzinger nach dem Spiel zeigte er sich aber trotz der nun 7. Niederlage im 7. Spiel zuversichtlich, die Klasse erhalten zu können
229 In Rekordzeit saniert: Die Kreuzung Siemensstraße und die Kreisstraße MÜ13 3:30 47 24.11.11
Die Kreuzung der Siemensstraße mit der Staatsstraße MÜ 13 ist ein Verkehrsknotenpunkt in Waldkraiburg. Sie war ziemlich „in die Jahre gekommen“ - Eine Sanierung überfällig.
Landrat Georg Huber freute sich, diese Einfahrtsstraße in die Großstadt Waldkraiburg nun wieder dem Verkehr übergeben zu können.
Auf 750 Metern wurden die Wasserführung neu gebaut, die Einlaufschächte angepaßt, schadhafte Leitungen saniert und eine neue Asphaltdecke aufgebracht. Das alles musste in knapp vier Wochen von 22. August bis 12. September abgeschlossen sein. Ingenieurbüro, Baufirmen und Fachbehörden von Landkreis und Stadt Waldkraiburg mussten besonders gut zusammenarbeiten, um diese Baumaßnahme in dieser kurzen Zeit zu realisieren. Die Arbeiten mussten in dieser kurzen Zeit fertiggestellt werden, weil hier sehr viel Verkehr herrscht und diese Strecke den Umleitungsverkehr der Staatsstraße 2091 zu tragen hatte, die im Zuge des Neubaus gesperrt werden musste.
150.000 Euro brachte der Landkreis auf und die Stadt Waldkraiburg nochmals 20.000 Euro für die Absenkung der Bordsteine und die Verbesserung der Wasserführung. Das ist mehr, als würde man auf freier Fläche einen Kilometer Straße neu bauen. Einerseits die Koordination der vielen betroffenen Gewerke und andererseits die Durchführung bei fließendem Verkehr haben die Baumaßnahme so teuer werden lassen. Er lobte alle Beteiligten sehr dafür, dass sie’s trotzdem in dieser kurzen Zeit geschafft haben.
Landrat Huber dankte der Stadt Waldkraiburg für die langjährige gute Zusammenarbeit sowohl mit der Politik in Waldkraiburg als auch mit den Fachbehörden.
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Bürgermeister Siegfried Klika meinte, auch wenn hier nur ein paar Hundert Meter saniert wurden, ist es wert, darüber zu sprechen. Besonders in der heutigen Zeit, wo überall über der Zustand der öffentlichen Straßen beklagt wird. Er war deshalb froh, hier ein Stück Straße saniert bekommen zu haben.
Besonders im Zusammenhang mit dem Neubau der Staatsstraße 2091 war diese Maßnahme von Bedeutung, weil hier der Umleitungsverkehr fließen wird. Bürgermeister Siegfried Klika bat die Bevölkerung entlang der Umleitungsstrecken schon jetzt um Verständnis für die Einschränkungen und Belastungen, die auf sie zukommen.
Auch Siegfried Klika würdigte die reibungslose Zusammenarbeit von Planern, Baufirmen und Verwaltungsbehörden, die diese kurze Bauzeit erst möglich gemacht hat. Er hoffte, dass das auch so bleibt, wenn die Haushaltsmittel weiter schrumpfen.
So kann’s weitergehen.
230 Die Kaminkehrer des Landkreises gratulieren Dr. Marcel Huber zur Ernennung zum Bayerischen Staatsminister für Umwelt und Gesundheit 4:15
Die meisten waren gerade erst auf dem Weg zur Arbeit, als sich die Kaminkehrer des Landkreises in Ampfing trafen um gemeinsam zum Haus von Staatsminsiter Dr. Marcel Huber zu ziehen.
Bürgermeister Ottmar Wimmer und stellvertretende Landrätin Eva Köhr begleiteten sie.
Dr. Marcel Huber war vorgewarnt und hatte einen kleinen Imbiß vorbereitet.
Man braucht sich nicht zu wundern, dass sich der CSU Kreisvorsitzende in der Runde dieser schwarzen Männer richtig wohl fühlt – feixte er zur Begüßung.
Schornsteinfegermeister Felix Biersack gratulierte Dr. Marcel Huber zur Ernennung zum Staatsminister für Umwelt und Gesundheit und überreichte eine Porzellanfigur – natürlich einen Kaminkehrer. Der sollte ihn daran erinnern, dass – sollte er mehr brauchen – er das Glück immer bei den Kaminkehrern finden würde. Anruf genügt.
Und weil auch die CSU noch nicht gratuliert hatte, überreichte Eva Köhr einen „Schutzengel“. Den sollte er sich an den Schlüsselbund hängen, damit er ihn immer dabei hat.
Für Dr. Marcel Hubers Gattin hatten sie einen Blumenstrauß. Schließlich steht hinter jedem erfolgriechen Mann eine starke Frau. Und dazu wünschten die Kaminkehrer auch Adelgunde Huber alles Beste.
Dr. Marcel Huber meinte, Glück kann ein Umwelt- und Gesundheitsminister dringend brauchen. Schließlich ist dieses Ministerium „gefahrgeneigt“. Es kann ja vorkommen, dass plötzlich durch irgend einen Wald irgend ein Viech läuft, ein Bär oder ein Wolf oder eine Kuh!!! Dann muss der Minister wissen, was mit denen zu tun ist, die sich so besonders darüber freuen und mit den anderen, die das Tier abschießen wollen! Solche Beispiele gibt es viele. Und nur mit Glück kann man es in seinem neuen Haus ein bissl länger aushalten. Und das wollte er dann doch.
(O-Ton 7:50:22:00 Der Gesundheitsminister warnt vor Alkoholmißbrauch) und lud sie zu einem Gläschen Sekt ein. Sie stießen miteinander an. (O-Ton – Ein Hoch auf die Bundesimmissionsschutzverordnung!)
Und – obwohl der Gesundheitsminister auch überzeugt war, dass Butter nicht gesundheitsförderlich ist – hatten sie Butterbrezen vorbereitet.
Staatsminister Dr. Marcel Huber berichtete noch kurz von der Arbeit der bayerischen Staatsregierung und den schwierigen Haushaltsverhandlungen, besprach sich mit Bürgermeister Ottmar Wimmer und stellvertretender Landrätin Eva Köhr und stieg schon wieder in seine Dienstlimousine, die ihn zur Klausurtagung der Staatsregierung an den Tegernsee brachte.
Wir schließen uns den Gratulanten an und wünschen unserem Heimatabgeordneten in seiner neuen Funktion als Staatsminister für Umwelt und Gesundheit viel Glück und Gottes Segen
231 "Der Besuch der alten Dame" - Friedrich Dürrenmatts Meisterwerk auf der Bühne der Theatergruppe Kraiburg 8:40
1956 schrieb der Schweizer Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt die Tragikomödie „Der Besuch der alten Dame“. Gut 10 Jahre nach dem Krieg begann in Deutschland gerade das Wirtschaftswunder. Die Menschen glaubten an Aufschwung und Wohlstand. Alles schien möglich – wenn man nur das Geld hat, es sich zu kaufen. Dieser grenzenlose Zukunftsglaube schien schon damals „Blüten“ zu treiben. Friedrich Dürrenmatt nahm ihn deshalb in seinem Werk „Besuch der alten Dame“ aufs Korn.
Sein Werk spielt in Güllen, einem Ort irgendwo in der Schweiz, wo genau das Gegenteil von Wohlstand eingekehrt ist: Die einzigen beiden Industriewerke wurden geschlossen, viele Menschen sind arbeitslos, noch nicht einmal der D-Zug hält mehr in Güllen. Keine Hoffnung für die Jugend, die sich die Zeit mit Phantasiespielen vertreibt.
Hoffnung keimt auf, als die Jugendfreundin von Alfred Ill ihren Besuch ankündigt. Die alte Dame, Claire Zachanassian hatte vor Jahren Güllen verlassen und war durch mehrere Ehen zu viel Geld gekommen – zu mehreren Milliarden! Güllen erwartet finanzielle Hilfe von der alten Dame.
Bürgermeister, Lehrer, Pfarrer und Krämer Alfred Ill begrüßen Claire Zachanassian am Bahnhof. Zunächst gestaltet sich der Besuch wie jeder Besuch. Bei einem Begrüßungsfest führt Claire Zachanssian aber eine Wende herbei, die die Güllener vor eine außergewöhnliche Herausforderung stellt: Weil ihr Alfred Ill vor Jahrzehnten die Vaterschaft ihres Kindes bestritten und sogar Zeugen in einem Prozess bestochen hatte, sie dadurch Güllen verlassen musste, hatte sie Rache geschworen. Nun – zu großem Reichtum gekommen – versprach sie der Stadt Güllen 500 Millionen und allen Güllenern weitere 500 Millionen – zusammen eine Milliarde – unter der Bedingung, dass sie Alfred Ill töten!
Dieses Versprechen verursacht erst große Entrüstung und große Zusammenhaltens-Schwüre.
Doch die Aussicht auf viel Geld lässt die schönsten Schwüre bröckeln. Sie lockt die Güllener, die endlich ihrer Armut entfliehen wollen. Sie nehmen Kredite auf und erfüllen sich den Traum vom besseren Leben. Plötzlich kommen die meisten in neuen gelben Schuhen und kaufen bessere Lebensmittel und bessere Kleidung.
Das bleibt natürlich Alfred Ill nicht verborgen. Er weiß genau, woher der plötzliche Wohlstand kommt und was der Preis dafür ist. Er bekommt es mit der Angst zu tun.
Zunächst sucht er Hilfe und Schutz bei der Polizei. Aber der Dorfpolizist hat sich auch schon gelbe Schuhe gekauft und sich einen Goldzahl einsetzen lassen. Er versucht ihn zu beruhigen und erklärt ihm, dass die Polizei erst aktiv werden kann, wenn etwas schon passiert ist.
Auch der Bürgemeister kann ihm nicht helfen, entzieht ihm sogar das Vertrauen und die Aussicht auf die Kandidatur zu seinem Nachfolger.
Sogar der Pfarrer versucht ihn zu beschwichtigen. Er hat sich in der Aussicht auf Geld schon eine neue Glocke für seine Kirche geleistet.
Alfred Ill fleht Claire Zachanssian an, von ihrem Plan abzulassen, aber die lässt sich nicht erbitten.
Einzig der Lehrer erkennt die Unmenschlichkeit dieser Sache, hat aber nicht die Kraft, dagegen zu kämpfen. Er ergibt sich dem Alkohol.
Als der Bürgermeister mit einem geladenen Gewehr kommt und ihm einen Selbstmord als Lösung suggeriert, erkennt Alfred Ill seine Ausweglosigkeit. Er ergibt sich und unterwirft sich dem Volksgericht. Vorher unternimmt er noch eine Rundfahrt im neuen Auto seines Sohnes, das der natürlich auch auf Kredit gekauft hat.
Alles scheint ausweglos darauf hin zu laufen, dass Bürgermeister, Polizist und Pfarrer das Todesurteil des Volksgerichts tatsächlich vollstrecken.
Vorher schon hatte aber Ill’s Tochter Lisa mit Claire Zachanassian ein langes Gespräch geführt. Das hatte großen Einfluß auf den weiteren Verlauf....
Diana Fürstenberger hat Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ überarbeitet und ein anderes Ende gefunden, das Hoffnung weckt, dass alles doch nicht so fatal ist, wie der Autor es Mitte der 50er Jahre gesehen hat. Mit Zusatzhandlungen und Kürzungen hat sie eine Fassung geschaffen, die in unsere Zeit paßt, als hätte Dürrenmatt schon damals vorausgeahnt, dass im zweiten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends Geld und Wohlstand das Wichtigste für die Menschen ist. Wie „Der Besuch der alten Dame“ in der Version von Diana Fürstenberger nun endet, das sehen Sie noch bis Anfang Dezember Samstags und Sonntags in der Remise in Kraiburg.
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Diana Fürstenbergers Version des Stücks, ihre Inszenierung und die schauspielerischen Darbietungen sind – man möchte schon beinahe sagen – auf Kraiburg-typisch hohem Niveau. Alois Fürstenberger vermittelt den enormen Konflikt des Todeskandidaten sehr glaubwürdig und Bernadette Christ zeigt die Herzenskälte der Claire Zachanassian auf eine Art, die den Zuschauer selbst erschaudern lässt. Auch alle anderen Rollen sind sehr treffend besetzt. Die Licht- und Toneffekte und besonders die Kulisse auf der kleinen Bühne mit ihrer Variabilität ermöglichen in der kleinen Remise in Kraiburg eine Aufführung, die alle Erwartungen übertrifft. Die Theatergruppe Kraiburg braucht mit dieser Inszenierung den Vergleich mit großen Bühnen - etwa in München - keineswegs zu scheuen!
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Herr Fürstenberger, die Theatergruppe Kraiburg ist ja bekannt für große Inszenierungen großer Schrifsteller. Diese Reihe setzt „Der Besuch der alten Dame“ bewundernswert fort. Wo liegen die Änderungen gegenüber dem Original? (O-Ton)
Die interessante Inszenierung mit den vielen Licht- und Toneffekten lenkt den Besucher immer auf neue Handlungsorte und erweckt den Eindruck, dass die Bühne und das gesamte Theater viel größer ist. Wer hatte die vielen Ideen? (O-ton)
Waren die aktuellen politischen Ereignisse Anlass für die Auswahl dieses – doch sehr kritischen Stückes? (O-Ton)
Wie oft spielen Sie’s noch? (O-Ton)
Also noch bis 4. Dezember.
232 Vorstellung der Klimaschutz-Bürgerumfrage 12:00
Landrat Georg Huber freute sich, die Bürgermeister der Pilotkommunen, Kreisräte und Mitarbeiter von Städten und Gemeinden begrüßen zu können. Er begrüßte auch Professor Wolfgang Seiler, der für viele Städte und Gemeinden in Südbayern ein kompetenter Berater auf dem Weg zur Energiewende geworden ist. Landrat Huber bemängelte die Mitwirkung der Komunalpolitik im Landkreis, die wohl die Bedeutung seiner Anstrengungen um den Klimaschutzfahrplan noch nicht erfaßt hat. Dabei wird die Nutzung der Möglichkeiten, die man vor Ort hat, immer wichtiger – etwa die energetische Nutzung von Grasschnitt, Abfällen aus der Landwirtschaft oder von Holzabfällen. Auch die Nutzung der Solarenergie, die nach seiner Ansicht die teuerste Energiequelle ist. Niemand weiß heute, was mit den Photovoltaikanlagen nach der Förderphase von 25 Jahren geschieht. Es muss mehr an die Nutzung von Wasserkraft und Biogas gedacht werden.
Landrat Huber betonte, es darf in Zukunft keine Konkurrenz entstehen zwischen der Nutzung von Ackerflächen für die Lebensmittelerzeugung und für die Energiegewinnungen.
Alle Maßnahmen müssen mit Blick auf die Finanzierbarkeit realisiert werden.
Mit der Umfrageaktion, mit der der Landkreis im September den Ist-Zustand der Gebäude erfragt hatte, einher ging eine Verlosung. Die Preise übergab Landrat Huber dann. Ein Energiemeßgerät gewann Herr Rotter aus Lohkirchen, der aber nicht gekommen war. Rudolf Schramm aus Schwindegg gewann einen Geschenkkorb. Auch er war nicht gekommen.
Den zweiten Preis – ein Energie-Meßgerät - gewann Rudolf Sickinger aus Ampfing. Den ersten Preis erhielt Richard Streller aus Heldenstein.
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Susanne Weigand stellte den Klimaschutzfahrplan vor, ein vom Bundesministerium für Umweltschutz gefördertes Modellprojekt. Im Rahmen dieses Projektes soll der Status Quo der Gebäude des Landkreises und der Partnerkommunen erfaßt, und untersucht werden, was man energetisch verbessern könnte. Dann soll ein Klimaschutzprojekt für den Landkreis und für die vier Modellkommunen erstellt werden. Damit soll eine Vernetzung von Landkreis und Modellkommunen erreicht und Synergieeffekte genutzt werden. Unternehmen und Bürger sollen so stark wie möglich beteiligt werden. Die Energiewende kann nur von Erfolg gekrönt sein, wenn sich die Kommunen und die Bürger aktiv daran beteiligen.
Nachdem die Umfrage ausgewertet und Klimaschutzteams gebildet wurden, lädt der Landkreis die Bürger der Modellkommunen ein, an Workshops teilzunehmen. Diese bietet der Landkreis in regelmäßiger Folge an.
Während 2010 der Anteil regenerativer Energiequellen am Stromverbrauch etwa 16% betrug, erwartet man, 2020 35% und 2050 60%. Um diese Vorgabe zu erfüllen, sind erhebliche Anstrengungen nötig.
dass es machbar ist, hat schon 2008 der Energieatlas gezeigt.
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Ralf Stappen stellte die Ergebnisse der Bürgerbefragung vor. Von den verteilten Fragebögen kamen 1.206 Antwortbögen zurück. Die Umfrage ist also statistisch aussagekräftig.
Die Antwortgeber werten die Bedeutung des Klimaschutzes hoch, was die Anstrengungen des Landkreises rechtfertigt.
85% der Einsender waren selbst Eigentümer der Anwesen, in denen sie wohnen. Und das waren zu 42% Einfamilienhäuser und zu 22% Doppelhäuser oder Zweifamilienhäuser. Zwischen 100 und 150 Quadratmeter Wohnfläche stehen den Bürgern zur Verfügung.
Hier der Altersdurchschnitt der Häuser. Die meisten Gebäude wurden im Zeitraum seit 1960 errichtet.
An 67% der Anwesen wurden bereits Energiespar-Maßnahmen durchgeführt. Meistens waren das Einzelmaßnahmen, vorwiegend wurden Dächer und Außenwände gedämmt und neue Fenster eingebaut.
24% der Hausbesitzer planen, Modernisierungsmaßnahmen durchzuführen, 32% war sich nicht sicher.
Wenn sie modernisieren, planen die Hausbesitzer diese Maßnahmen.
Die überwiegende Mehrheit nutzte bei den schon durchgeführten Modernisierungen keine Fördermittel.
Energieausweise gibt es für die meisten Gebäude nicht.
Über 50% der Hausbesitzer wollen die Energieberatung des Landkreises nicht in Anspruch nehmen, 33% haben aber Interesse an einer neutralen Energieberatung, und 63% würden dafür bis zu 100€ ausgeben.
72% kennen die Energiesprechstunde des Landkreises nicht!
Wenn sie nun modernisieren, wieviel Geld würden sie investieren – fragte der Landkreis. Die Spanne reichte von 500€ bis mehr als 50.000 Euro.
Ein Drittel der Hausbesitzer würde Fördermittel in Anspruch nehmen, mehr als ein Drittel würde die Maßnahmen aus Eigenmitteln realisieren.
Am liebsten wäre es den Bürgern, einen festen Zuschuß zu erhalten. Kredite – auch zinsgünstige – sind dagegen kein Anreiz.
Weiters erfragte der Landkreis den Ist-Zustand. Dabei fällt auf, dass die meisten Häuser mit Öl, Gas und Holz beheizt werden. Für die Heizung und Warm-Wasser geben die Bürger pro Jahr zwischen 500 und 5.000 Euro aus. Natürlich ist der Preis der Energie für die Bürger wichtig.
Pro Jahr bezahlen die Landkreisbürger zwsichen 250 und mehr als 1.500 Euro für Strom.
Große Änderungen des Klimas erwarten die Bürger im Landkreis. Dabei ist die große Hitze für die Menschen kein großes Problem.
Mit den angedachten Maßnahmen kann die CO2-Emission so reduziert werden.
Diese Einsparmöglichkeiten bieten sich.
Die Bürger brachten viele Ideen ein, die Sie hier kurz zusammengefaßt sehen. Ein Bürger sah den Landkreis Mühldorf als ideal für einen Modelllandkreis für Elektromobilität.
Das alles summiert den Inhalt von sechs Aktenordnern.
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Landrat Georg Huber war schockiert darüber, dass die Bürger des Landkreises die kostenlosen Energiesprechstunden nicht kennen, die seit Jahren in zahlreichen Publikationen beworben werden.
Auch die Begrenzung der Ausgaben für eine Energieberatung auf 100€ steht in keiner Relation zu den möglichen Einsparungen. Und die Ablehnung der Finanzierung durch zinsgünstige Darlehen konnte er auch nicht nachvollziehen.
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Professor Wolfgang Seiler lobte zunächst den Landkreis, der auf dem Weg zur Energiewende schon sehr weit fortgeschritten ist. Auch er kritisierte die Weigerung der Landkreisbürger, für eine Energieberatung zu bezahlen, wenn man andererseits mehrere Tausend Euro für Energiekosten ausgibt.
Professor Seiler erwartete, dass 2080 die Hälfte der Sommer wärmer wird als der Rekordsommer 2003. Dann werden ganz andere Häuser benötigt als die, die wir zur Zeit bauen. Die Architekten müssen also erheblich dazulernen.
Die Energiewende ist nicht so einfach zu haben, wie das derzeit aussieht. Während die Reduktion der CO2-Emission um 90% bis zum Jahr 2050 beschlossen wurde, ist die Emission seither tatsächlich angestiegen. Nun beabsichtigt man die Reduktion um 40% bis zum Jahr 2020. Das ist aber kaum mehr zu schaffen.
Zusätzlich müssen die 60% des Stromverbrauchs ersetzt werden, der heute aus der Kernenergie kommt. Nach Professor Seilers Ansicht ist auch das nicht zu schaffen.
Die Energiewende ist aus fünf Punkten notwendig, die er hier aufgelistet hat.
Man muss weg vom Verbrennen fossiler Energieträger, die der wichtigste Rohstoff für zahlreiche Industrien sind – auch für die pharmazeutische Industrie. Es ist ein Verbrechen gegen die künftigen Generationen, wenn man ihnen diese wertvollen Grundstoffe einfach verheizt.
Auch die Abhängigkeit von politisch instabilen Ländern erachtete Professor Seiler als großes Problem, um so mehr, als man diese auch noch mit den Geldern finanziert, die besser hier in die örtliche Wirtschaft fließen sollten. Aus den Landkreisen Bad Tölz und Miesbach fließen jährlich fast 500 Millionen Euro ab, Geld, das den Landkreisen für immer verloren ist.
Investitionen in Höhe mehrerer Milliarden sind deshalb dringend erforderlich. Im Vergleich zu den Aufwendungen bei der Einführung der Kernenergie sind das aber noch immer kleine Beiträge.
Neue Ansätze sind also nötig.
Die Energiewende kann mit diesen Maßnahmen erreicht werden. Am wichtigsten sind aber neue politische Rahmenbedingungen und neue Finanzierungsinstrumente. Derzeit will man die Probleme von übermorgen mit den Finanzierungsinstrumenten von vorgestern lösen. Und das kann nicht gutgehen.
Es wird nicht möglich sein, den Energieverbrauch aus konventionellen Quellen komplett abzuschalten, man wird immer eine Restmenge benötigen. Dazu sind intelligente Systeme nötig, die aber zur Zeit noch fehlen.
Um dies zu erreichen, müssen alle Bürger und alle Kommunen zusammenarbeiten. Jede Gemeinde, jeder Landkreis muss seine Möglichkeiten einbringen.
Die Staatsregierung schlägt vor, die Kernenergie durch regenerative Energiequellen und 20% durch fossile Brennstoffe zu ersetzen. 30% müssten durch Erdgas-Großkraftwerke ersetzt werden. Erdgas ist aber auch ein fossiler Energieträger der bei der Verbrennung CO2 emittiert. Würde man dieses Konzept umsetzen, würde man das Klimaschutzziel keinesfalls erreichen.
CO2-neutrale Energieerzeugung ist also nötig. Man müsste – um die Lücke abzudecken – die Stromerzeugung aus Wind und Sonne bis zum Jahr 2022 um den Faktor 5 erhöhen.
Die Diskussion um die Nutzung von Wiesen für Photovoltaikanlagen ist vor diesem Hintergrund unverständlich.
Ein Problem stellen die Netze dar. Schon heute kann Strom von vielen Windkraftanlagen nicht ins Netz eingespeist werden, weil es dort, wo die Anlagen stehen, keine Netzkapazitäten gibt. Das Stromnetz muss also an die neuen Gegebenheiten angepaßt werden.
Ein großes Problem ist das Fehlen von Speichermöglichkeiten. Hier gibt es neuerdings die Möglichkeit, Strom in Erdgas umzusetzen und dieses Erdgas in Gasspeichern zwischenzulagern. Später kann man es in Gaskraftwerken wieder zu Strom wandeln.
Würde man dieses synthetische Methan in Blockheizkraftwerken einsetzen, würde man die regenerative Energie fast vollständig nutzen und damit den Grundlastbedarf abdecken. Damit kann man auch die finanziellen Mittel im Land halten.
Besonders wichtig ist, dass der Bürger davon profitiert. Systeme wie bisher, in denen wenige Großkonzerne viel Geld verdienen werden in Zukunft nicht mehr durchsetzbar sein. Nur wenn die Bürger unmittelbar profitieren, werden sie auch Windkraftanlagen zustimmen, wo sie vorher diese strikt abgelehnt haben.
Setzt man diese Punkte um, ist Professor Seiler um die Zukunft nicht bang. Die Energiewende ist also machbar – aber nur unter Beteiligung der Kommunen und der Bürger. Man muss sie nur wollen!
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Landrat Georg Huber dankte Professor Seiler für seinen eindrucksvollen Vortrag, der den wichtigsten Aspekt aufgezeigt hatte, die Notwendigkeit, den Grundlastbedarf zuverlässig zu decken.
233 Das letzte Heimspiel des Jahres in der Fußball Bayernliga: TSV Buchbach - Würzburger FV 16:55
War das noch vor ein paar Wochen schön, als die Bäume gegenüber in bunten Farben leuchteten!!! Diesmal erlaubte der Nebel kaum den Blick auf die andere Seite. Die 700 Zuschauer hatten sich warm angezogen, den Kollegen auf dem Turm auf der gegenüberliegenden Seite fror’s schon vor Spielbeginn.
Bei den Hausherren, seit mehreren Spieltagen auf Tabellenplatz 6, waren alle wieder mit von der Partie, bis auf Alexander Schmalhofer, der wegen seiner roten Karte in Heimstetten gesperrt war. Die Trainer Anton Bobenstetter und Sepp Kupper ließen Stefan Alschinger und Florian Gögl von Beginn an spielen. Die Gäste, die gut in die Saison gestartet waren, dann einen ziemlichen Abstieg erlebten, hatten sich zuletzt wieder etwas gefangen und lagen auf Tabellenplatz 12.
Buchbach spielte diesmal in rot und begann von rechts nach links. Würzburg in blau von links nach rechts. Würzburg stieß an und versuchte gleich Druck zu machen. Gegen die Abwehr der Hausherren konnten sie aber nicht an.
Buchbach kam langsam ins Spiel. Hier kommen sie erstmals über rechts. Thomas Breu kann den Ball aber nicht halten. Und auch Stefan Alschingers Flanke kommt nicht an.
Beim Abwehrversuch verletzt sich Kevin Dees und muss aus dem Spiel genommen werden: Die Gäste vorübergehend in Unterzahl.
Dann kommt Dimitrios Babanatsas für den verletzten Kevin Dees.
Keine Minute später: Thomas Hamberger weiter auf Alex Neulinger der versucht auf Thomas Breu zu flanken. Christian Steinmetz kann klären.
Gleich drauf: Christian Hain flankt auf Stefan Alschinger, den Daniel Drenkard irretiert.
Dann die Gäste über links: Kapitän Alex Neulinger versucht an den Ball zu kommen und der Würzburger fällt an der Strafraumgrenze. Das aber war zu offensichtlich!
Andere Qualität dagegen auf der anderen Seite: Manuel Neubauer auf Thomas Hamberger, den Markus Bauer in die Beine springt. Ein klarer Elfmeter. Schiedsrichter Patrick Hanslbauer aus Altenberg lässt aber weiterspielen.
Dann Buchbach mit Aleksandro Petrovic über rechts: Seinen Paß erläuft Manuel Neubauer. Der flankt auf Thomas Breu und der verlängert volley ans Außennetz.
Dann ein weiter Paß in den Lauf von Thomas Breu. Er scheitert nur an Gästetorhüter Jan-Peter Grunz.
Die Gäste durch die Mitte. Peter Deißenberger versuchts aus der Distanz. Am Tor vorbei.
Und wieder Buchbach: Manuel Neubauer auf Thomas Hamberger... daneben.
Gleich nach dem Abstoß regt sich Aleksandro Petrovic über Daniel Drenkard auf, der hier nachgetreten hatte, als er schon am Boden lag. Weder Schiedsrichter Hanslbauer noch sein Assistent hatten’s aber gesehen und so ermahnt er Petrovic. Trost und einen Freistoß gabs dagegen für Drenkard. Der Freistoß blieb ohne Folgen für den Spielstand.
Dann verletzt sich Christian Hain hier beim Versuch Peter Deißenberger aufzuhalten. Er kann aber weiterspielen.
Nach diesem Einwurf sieht Schiedsrichter Hanslbauer ein Foul von Ralf Klingmann. Peter Deißenböcks Freistoß führt zu einer Ecke, die aber nichts ändert.
Wieder Buchbach über rechts. - - - - Die Gäste retten zur Ecke.
Die Ecke können sie zunächst entschärfen, den Ball aber nicht unter Kontrolle bringen. So kommt Neubauer nochmal zum Flanken. Alex Petrovic’s Kopfball geht am Tor vorbei.
Dann startet Manuel Neubauer nahe des eigenen Strafraums, schaltet einen Doppelpaß mit Thomas Hamberger dazwischen und schießt selbst. Thomas Breu kommt nicht heran.
Auch wenn das Spiel im Mittelfeld ausgeglichen war, hatte Buchbach Chance um Chance. Ein Treffer wollte nicht gelingen. Das Führungstor schien eine Frage der Zeit zu sein.
Die Gäste versuchten es ab und an mit solchen Weitschüssen, die aber für die Gastgeber keine Gefahr darstellten.
Weitschüsse auch auf Buchbacher Seite: Hier jagt Manuel Neubauer den Ball knapp neben das Tor der Gäste.
Inzwischen versuchten die Hausherren mit dem Flutlicht gegen den Nebel anzukommen.
Schiedsrichter Hanslbauer ließ viele Dinge durchgehen. Auch dieses Festhalten von Thomas Hamberger und seine Gefährdung durch Benjamin Schörning blieben ohne Folgen. Es gab nur Freistoß.
Hier gleich die nächste ungeahndete Situation: Ein Würzburger zieht gegen Aleksandro Petrovic die Notbremse. Es wird einfach weitergespielt.
Freistoß nach Foul an Stefan Alschinger. Manuel Neubauer schießt, Grunz holt den Ball aus der Luft, wobei ihn Florian Gögl anspringt. Grunz geht sofort auf Gögl los, der geht zu Boden. Die gelbe Karte ist die Folge für Gögls Attacke.
Dann können sich die Gäste gegen Buchbachs Abwehr behaupten und Christian Steinmetz vorlegen. Der knallt den Ball aber in den Fangzaun.
Wie aufgeheizt die Partie inzwischen war, zeigen diese Bilder: Langer Ball von Björn Hertl. Thomas Breu kommt nicht heran und auch Daniel Drenkard nicht, den Stefan Alschinger sperrt – beide gehen zu Boden. Schiedsrichter Hanslbauer lädt sie zur Aussprache und pfeifft dann zur Pause. Würde der Spielstand nach Chancen gezählt, hätte es zu diesem Zeitpunkt mindestens 6:0 für Buchbach stehen müssen. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis der Führungstreffer für Buchbach fallen würde.
In der Pause hatte sich der Nebel wieder verdichtet.
Der zweite Durchgang: Buchbach jetzt von links nach rechts. Buchbach stieß an und gleich kommt Thomas Breu gegen sechs Würzburger zum Schuß - - verzieht aber. Buchbach hatte in der Pause gewechselt: Für Christian Hain kam Daniel Roppert aus der Kabine zurück.
Die Bilder glichen nicht ganz denen des ersten Durchgangs: Hier springt Andreas Ganzinger Manuel Neubauer in die Beine. Schiedsrichter Hanslbauer griff aber jetzt durch: Gelb für Ganzinger. Neubauer musste außerhalb des Spielfelds behandelt werden.
Ralf Klingmanns Freistoß fällt Thomas Hamberger vor die Füße, den Würzburger unsanft von den Beinen holen bevor er überhaupt den Ball berührt. „Kein Elfmeter“ entscheidet Schiedsrichter Hanslbauer – und lässt weiterspielen.
Den Konterangriff flankt Steffen Krautschneider in den Fünfer wo Dimitrios Babanatsas frei steht und nur noch das Bein hinzuhalen braucht. Süßmaier chancenlos! 0:1 in der 47. Minute und nach dem bisherigen Spielverlauf ganz und gar nicht zu erwarten gewesen!
Dann dieses Foul an Aleksandro Petrovic. Freistoß aus 25 Metern: Ralf Klingmanns Schuß lenkt der gefoulte selbst per Kopf ins Netz. 1:1-Ausgleich nur drei Minuten nach dem Führungstreffer der Gäste.
Gleich nach dem Anstoß wieder ein unschönes Foul: Während sich der eben eingewechselte Daniel Roppert auf dem Boden wälzt, geraten Björn Hertel und Alex Neulinger mit Benjamin Schörning in Streit, der prompt auch zu Boden geht. Beide Schiedsrichterassistenten müssen zu Hilfe eilen. Während Roppert behandelt wird, zeigt Hanslbauer Schörning die gelbe Karte. Roppert wird außerhalb behandelt, kann aber später wieder mitmachen.
Ralf Klingmanns Freistoß landet erst bei Thomas Breu und dann bei Manuel Neubauer. Neubauer kann sich durchsetzen und Breu vorlegen. Der wird aber im Strafraum so behindert, dass er fällt. Weil er zumindest Mitschuld daran hatte, verpaßt ihm Schiedsrichter Hanslbauer den gelben Karton.
Verstehen will er’s freilich nicht! - - - berät sich mit den Trainern.
Gleich nach dem Abstoß der nächste Aufreger: Alex Neulinger will den Ball per Kopf annehmen und wird von Dimitrios Babanatsas rabiat umgerannt.
Die nächste Gelegenheit für Buchbach: Langer Ball auf Manuel Neubauer, der weiter auf Gögl. Seinen Ball kann die Abwehr entschärfen.
Gleich drauf Freistoß aus 18 Metern nach Foul an Florian Gögl: Erst prallt der Ball aus der Mauer zurück zu Thomas Hamberger, dessen Schuß abgefälscht wird und von Gögl zurück springt – Stefan Alschinger vor die Füße. Der lenkt ihn am Tor vorbei. Weils so schnell ging, hier noch einmal.
Dann kommt für Stefan Alschinger Stefan Denk ins Spiel.
Den Moment der Neuorientierung nach dem Wechsel nutzen die Gäste: Steffen Krautschneider probierts einfach mal knapp neben dem Mittelkreis. Er erwischt Dominik Süßmaier auf dem falschen Fuß und trifft zum 2:1. 57. Minute. Verständlicher Jubel bei den Gästen über diesen Coup.
Die Reaktion Buchbachs ließ aber nicht lang auf sich warten. Ralf Klingmann mit weitem Paß auf Stefan Denk, der nach innen flankt. Thomas Breu braucht nur noch den Fuß hinzuhalten. Jan-Peter Grunz chancenlos. Ausgleich in der selben Minute: 2:2 Nach Foul von Florian Gögl an Pascal Kamolz: Freistoß von links: - - - Übers Tor.
Drei Minuten später: Ecke für Würzburg. Die fliegt aber folgenlos an Dominik Süßmaiers Kasten vorbei.
Dann spielt Björn Hertel auf Aleksandro Petrovic, dem Benjamin Schörning in die Beine grätscht. Petrovic muss behandelt werden und Schöning sieht gelb – grinst sich auch noch eins!
Der Freistoß bleibt folgenlos.
Dann lässt Stefan Denk Daniel Denkhard aussteigen. Auch er sieht dafür den gelben Karton. Denkhard muss auch behandelt werden.
Schiedsrichter Hanslbauer holt sich die Kapitäne zum Gespräch – ob‘s nützt wird sich zeigen.
Dann prüft Buchbach zweimal Gäste-Keeper Jan-Peter Grunz.
Zwei Minuten später mäht Pascal Kamolz Björn Hertel um. Ohne Folgen.
In der 72. Minute kommt für Florian Gögl Patrick Irmler.
Die Gäste unternahmen einen Ausflug vors Tor der Hausherren. Der endete in einem Freistoß für Bucbach und der in einem, Foul von Daniel Drenkard an Thomas Hamberger. Der Freistoß bleibt in der Mauer hängen.
Freistoß für die Gäste, allerdings ohne Folgen. Gästetrainer Michael Hochrein feuerte seine Leute an. Noch stand es unentschieden, ein Sieg war noch drin!
Aber das änderte sich wenige Sekunden später: Einwurf Petrovic. Über mehrere Stationen kommt der Ball zu Thomas Breu, der allein aufs Tor der Gäste zuläuft und Jan-Peter Grunz keine Chance lässt. 3:2 in der 79. Minute. Dafür hatten sie wieder einen besonderen Torjubel eingeübt.
In der 80. Minute wechseln die Gäste: Für den, bis dahin unauffälligen Rene Schäffer kommt Tobias Rosenberger.
Freistoß für die Gäste. Der verlängerte Ball geht knapp an Dominik Süßmaiers Kasten vorbei. Es wurde ziemlich hektisch: Erst mäht Alex Neulinger Benjamin Schörning um, dann reißt Aleksandro Petrovic Peter Deißenberger zu Boden. Neulinger sieht dafür gelb.
Den Freistoß hat Süßmaier sicher.
Gleich drauf auf der anderen Seite: Süßmaiers extra weiten Abstoß kann Jan-Peter Grund wegfausten. Auch mit der folgenden Ecke hat er so seine Probleme.
Nochmal Ecke. Auch die – ohne Folgen.
Süßmaier wärmt sich inzwischen ein bisschen auf.
Manchmal wird Lässigkeit bestraft! Wie hier, wo Patrick Irmler einen Abstoß retten wollte. Es blieb aber ohne Konsequenzen.
Dann holen zwei Würzburger Stefan Denk von den Beinen. Der Freistoß im dichten Nebel landet in den Armen von Jan-Peter Grunz.
Und gleich nochmal: Diesmal trifft es Manuel Neubauer. Gelb für Christian Steinmetz.
Den Freistoß verliert Jan-Peter Grunz erst, kann aber den Nachschuß doch halten.
Dann Freistoß für die Gäste. Alex Neulinger kommt an den Ball heran und Süßmaier hat ihn fest.
Zwei Minuten Nachspielzeit zeigt der Offizielle.
Thomas Breu holt sich den Ball und stürmt zum Tor. Benjamin Schörning zieht die Notbremse. Die rote Karte ist dafür die regelgerechte Konsequenz.
Die Proteste der Würzburger helfen nichts, führen aber zum Abpfiff.
Es ist schon ungewöhnlich, dass ein Schiedsrichter in so einer Situation abpfeifft und den fälligen Freistoß nicht mehr ausführen lässt. Andererseits ist es nur ein kleiner Unterschied, ob Buchbach 3:2 oder 4:2 gewinnt.
So sah das auch Gästetrainer Michael Hochrein. (O-Ton)
Sepp Kupper meinte: (O-Ton)
Auf Frage stellte Sepp Kupper mit Blick auf das Bayernliga-Jahr fest: (O-Ton)
Und Michael Hochrein meinte: (O-Ton)
Thomas Föckersperger freute sich über diese Anerkennung und dankte Michael Hochrein sehr für eine so faire Darstellung der Situation. Er wünschte ihm und seiner Mannschaft viel Erfolg für den Rest der Saison.

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