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Josef J. Pöllmann
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
37 Politischer Aschermittwoch der CSU in Schwindegg: Auf Bayern kommt es an
15:45
09 05.03.12
37 Mehr Anmeldungen als je zuvor lagen dem Ortsverband der CSU in Schwindegg vor, als sie zum Politischen Aschermittwoch in die Ratsstuben einluden. Ortsvorsitzender Martin Thalmeier konnte neben Bezirksrätin Annemarie Haslberger den Bürgermeistern Dr. Karl Dürner, Siegfried Klika, Thomas Einwang, Helmut Kirmeier und Franz Ehgartner auch IHK Gremiumsvorsitzende Ingrid Obermeier-Osl und natürlich MdB Stephan Mayer begrüßen. Viele Kreistags, Stadt- und Gemeinderatsmitglieder sowie Vertreter von JU und Frauenunion komplettierten die Runde.
Bürgermeister Dr. Karl Dürner sorgte für Erheiterung und kündigte an, daß er bis „dreiviertel Neune“ sprechen wollte, damit der Zeitungsmann nicht rechtzeitig zum Fußballschau’n daheim sein kann! (Gelächter!)
Auch wenn das alles lustig ist, wird es später sicher ernst werden, spätestens wenn’s zur Diskussion kommt. Er hoffte, daß die Zuhörer das Jahr 2013 ernst nehmen und dazu beitragen, die Partei passend aufzustellen. An diesem Abend geht’s aber um Bayern und das, was auf die Bayern zukommt.
Er dankte Stephan Mayer für seine Präsenz in seinem Wahlkreis und seine Hilfe in so vielen Anliegen. Er macht Nägel mit Köpfen.
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Weil der Abend unter dem Motto stand „Auf Bayern kommt es an“ gab Martin Thalmeier MdB Stephan Mayer einige aktuelle Themen vor: Atomausstieg, Energiewende, die alternativen Energiequellen: Wird Strom in Zukunft noch bezahlbar sein?
Der Rettungsschirm: Kann sich Europa Griechenland leisten? Der Länderfinanzausgleich: Wie kann Bayern trotzdem 2030 schuldenfrei werden? Der Bahnausbau: Wie geht es weiter? Die A94: Was ist mit den 10 Millionen?
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MdB Stephan Mayer scherzte, hier sind kaum weniger Zuhörer als am Vormittag in der Dreiländerhalle in Passau waren. Auf jeden Fall ist hier das Essen besser.
Wenn das Motto lautet „Auf Bayern kommt es an“, dann betrifft das auch den FC Bayern. Als Fußballfan ist er ja auch bekennender „Roter“!
Stephan Mayer freute sich über den zahlreichen Besuch, der ein deutliches Signal für den inneren Zusammenhalt der CSU ist.
Mehr denn je kommt es heute auf Bayern an. Bayern steht gut da, in Deutschland und in Europa. Die Medien vermitteln ein ganz anderes Bild, das des jammernden Deutschen.
Diese Veranstaltung kann eine Situationsanalyse sein:
Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist unter 3% gefallen, über 41 Millionen Deutsche gehen einer Arbeit nach – so viele wie nie zuvor. Auf das Wirtschaftswachstum von 3,6% 2010 und etwa 3% 2011 kann man stolz sein.
In Spanien sind 42% der Jugendlichen arbeitslos, in Deutschland herrscht fast Vollbeschäftigung. Auch darauf kann man stolz sein.
Natürlich gibt es Unzulänglichkeiten und Nachteile. Um diese beneiden uns Vertreter anderer Länder, weil sie im Vergleich zu deren Schwierigkeiten vernachlässigbar sind.
Deutschland ist auf einem guten Weg und Bayern auf einem hervorragenden.
In den Landkreisen Mühldorf und Altötting konnten im September 2011 nur 7 Jugendliche keinen Ausbildungsplatz finden. Noch vor wenigen Jahren mußte die Politik die Wirtschaft um Ausbildungsplätze betteln.
Die zurückliegenden fünf Jahre sind also hervorragend gelaufen. Trotzdem gibt es keinen Grund zur Selbstzufriedenheit und keinen Grund, einen gedankenlosen, leichtfertigen Politikwechsel in Kauf zu nehmen. Es ist nicht egal, wer ab 2013 in München und Berlin regiert.
Es gibt auch keinen Grund, über den politischen Wettbewerber Häme und Spott auszuschütten. Vielmehr ist eine Situationsanalyse und Positionsbestimmung nötig um dann die Weichen richtig stellen zu können. Die CSU hat hierfür die richtigen Konzepte.
Der Länderfinanzausgleich ist hierfür ein gutes Beispiel. (O-Ton wir sind solidarisch – aber bläd samma a ned!)
MdB Stephan Mayer wandte sich nicht grundsätzlich gegen den Länderfinanzausgleich, sondern dagegen, daß das gegenwärtige System Nehmerländern keinen Anreiz bietet, ihre Haushalte in Ordnung zu bringen, um irgendwann vom Nehmer- zum Geberland zu werden.
Nur ein Land hat das jemals geschafft: Bayern hat bis 1986 etwa 3,4 Milliarden Euro aus dem Länderfinanzausgleich erhalten aber seitdem 38 Milliarden Euro bezahlt! Das 11-fache dessen, was Bayern je bekommen hat.
Der Länderfinanzausgleich hat ein jährliches Volumen von 7,3 Milliarden Euro. Bayern zahlt mehr als die Hälfte davon: 3,7 Milliarden Euro oder 10% des bayerischen Haushaltes. Mit diesem Geld könnte man viel machen!
Berlin erhält 3 Milliarden und kann da leicht behaupten, „arm aber sexy“ zu sein und seine Kindergartenplätze kostenlos anbieten.Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bremen haben es sich mittlerweile mit dem Länderfinanzausgleich bequem gemacht! Es ist deshalb unabdingbar notwendig, daß der Länderfinanzausgleich schnellstmöglich reformiert wird.
Sollten einvernehmliche Gespräche nicht zum Erfolg führen, muß Bayern den Gang nach Karlsruhe wagen. Dabei geht es nicht nur ums Geld sondern auch um das Ziel, bis 2030 schuldenfrei zu sein. Das muß auch sein, weil es Aufgabe jeder Generation ist, den Nachfolgern Chancen zu vererben und nicht Schulden.
Auch wenn diese Ankündigung manchen als populistisch erscheint, hat Edmund Stoiber 1999 vorgemacht, wie man einen ausgeglichenen Haushalt realisiert. Genau so wird es auch gelingen den zukünftigen Generationen Gestaltungsspielräume zu hinterlassen. Deshalb muß und wird es gelingen, Haushalte ohne neue Schulden aufzustellen und Bayern bis 2030 schuldenfrei zu machen – auch wenn das nicht einfach werden wird.
Bayern ist aber auch im Bereich Familienpolitik in sehr guter Position. Ohne die CSU wäre das Betreuungsgeld nicht gekommen. Auch wenn es hier Kritik gibt – sogar von Seiten der CDU – erlaubt sich die CSU nicht, den Menschen ihr Lebensmodell vorzuschreiben. Auch wenn Bayern weiter Kinderkrippenplätze baut, ist es nur recht und billig, die Familien zu unterstützen, die die sehr teueren Kinderkrippenplätze nicht in Anspruch nehmen. Daß es 2014 kommen wird, ist einzig und allein ein Erfolg der CSU.
Weiter ist Bayern Vorreiter im Bereich der Sicherheitspolitik. Bayern ist das sicherste Bundesland mit der geringsten Kriminalitätsrate und den höchsten Aufklärungsquoten. Das ist auch wichtig für die Ansiedlung von Betrieben. Stephan Mayer zitierte Entscheider, die als Grund für die Verlagerung ihrer Firmen nach Bayern neben den harten Standortfaktoren auch die Sicherheit und das Bildungswesen nannten.
Nachdenken sollte man darüber, daß die Zwickauer Terrorzelle 13 Jahre lang im Untergrund operieren konnte und warum bei den Ermittlungen so gravierende Fehler gemacht wurden. Das sollte zu denken geben. Die CSU nimmt das sehr ernst. Sie ist keineswegs auf dem rechten Auge blind. Er zitierte Franz-Josef Strauß: (O-Ton 40:12:08) Wenn der CSU unterstellt wird, sie nähme es mit dem Rechtsextremismus nicht so ernst, dann erklärte er: (O-Ton )
Extremistische Umtriebe sind in Deutschland durchaus vorhanden. 2011 starben zwei US-Soldaten in Frankfurt durch einen islamistischen Extremisten. Das zeigt, daß Deutschland in jeder Richtung aufmerksam sein muß. Und da ist auch die Beobachtung der Linkspartei durchaus zu vertreten. In dieser Partei gibt es eine kommunistische Plattform mit etwa 1000 Mitgliedern, deren Ziel es ist, in Deutschland kommunistische Zustände einzuführen, die sich kaum vom DDR-Unrechtsregime distanzieren, Fidel Castro zum Geburtstag Glückwünsche schicken und sich auch nicht gegen Antisemitismus aussprechen. Sie zu beobachten und sich gegen sie zu positionieren ist deshalb dringend nötig. Und das tun gegenwärtig nur noch CDU/CSU. (O-Ton Wer gegen die Linkspartei ist...- unterstützen – Applaus)
Ein Dauerthema ist die Diskussion über die Staatsschulden und Finanzmarktkrise. Die CSU hatte es nicht immer leicht mit Bundeskanzlerin Merkel. In der Finanzmarktkrise hat sie Deutschland aber in exzellenter Weise vertreten, in Zeiten der schwersten Krise in der die Europäische Union seit ihrer Gründung derzeit ist.
Es wird nicht möglich sein, diese Krise kurzfristig zu überwinden. Viel Weisheit und Geduld wird dafür nötig sein. Griechenland den Austritt aus dem Euroraum nahezulegen, ist Populismus.
Solidarität ist wichtig, hat aber auch Grenzen. Griechenland hat viele Versprechen nicht umgesetzt und Voraussetzungen für das zweite Rettungspaket nicht erfüllt. Griechenland muß beweisen, daß sie die harten Vorgaben in die Tat umsetzen.
Gäbe es die Europäische Union nicht, müßte man sie und den Euro spätestens jetzt erfinden. Kein Land hat von der EU und vom Euro so stark profitiert wie Deutschland.
Eine „Euro-Krise“ gibt es nicht, sondern eine Staatsschuldenkrise. Griechenland, Italien, Portugal und Irland haben in den zurückliegenden Jahren weit über ihre Verhältnisse gelebt. Sie haben ihre Haushalte nicht solide geführt. Ein Wandel der Mentalität in diesen Ländern ist notwendig. Bayern kann hier als Vorbild dienen. Man kann eben nicht mehr ausgeben, als man einnimmt.
Griechenland hat in den zurückliegenden Monaten seine Strukturprobleme nicht behoben. Ein Austritt aus dem Euroraum muß deshalb als „worst case“ möglich bleiben. Es kann nicht sein, daß man dem Schwachen hilft, indem man den Starken schwächt.
Die Schuldenbremse in den Ländern der EU war da ein erster Schritt.
Wäre in Berlin eine Koalition unter Beteiligung der SPD in der Regierung, gäbe es längst die Transferunion, die mit Eurobonds Deutschland in die Haftung nehmen würde.
Eurobonds wird es mit der schwarz-gelben Regierung nicht geben. Sicher nicht!
Gäbe es aber einen Bundeskanzler Steinbrück/Steinmeier/Gabriel, dann hätten wir die Eurobonds längst und wären damit verantwortlich für die Schulden der Griechen, Protugisen, Spanier und Iren. Da sollte man schon genau hinschauen.
SPD und Grüne haben auf ihren Parteitagen gravierende Steuererhöhungen beschlossen, sollten sie in Regierungsverantwortung kommen. Sie wollen auch abgeschaffte Steuern wieder einführen, etwa die Vermögenssteuer. Dabei gilt nach den Plänen der SPD der Spitzensteuersatz schon für Facharbeiter. Das sollten sich alle Wähler vor ihrer Entscheidung vor Augen führen.
Die SPD ist nach wie vor der Ansicht, der Staat soll den Menschen so viel wie möglich Geld abnehmen um es dann mit dem Füllhorn verteilen zu können. Die CSU ist dagegen der Meinung, die Bürger wissen selbst am besten, was gut für sie ist.
Richtig ist aber auch, daß das Steuerrecht konsolidiert werden muß. Die „kalte Progression“ muß abgebaut werden. Ein Gesetzentwurf dazu fand im Bundesrat leider keine Mehrheit.
Das Ziel ist weiterhin: (O-Ton )
Schließlich kam MdB Stephan Mayer zurück zur Autobahn A94: Es darf nicht dazu kommen, daß für einen Streckenabschnitt Baurecht herrscht und nicht gebaut wird. Dafür hat die Politik zu sorgen und das ist in den letzten 10 Jahren MdL Dr. Marcel Huber, Landrat Georg Huber und ihm auch gelungen. Wenn Ende des Jahres der Abschnitt Ampfing-Heldenstein dem Verkehr übergeben wird, fehlen noch 32 Kilometer von Heldenstein bis Pastetten. Dann stehen 40 Millionen Euro zur Verfügung um „bauvorbereitende Maßnahmen“ durchzuführen. Dazu gehören auch „Besitzeinweisungsverfahren“. Nun stehen weitere 10 Millionen Euro zur Verfügung, mit denen schon ein erster Brückenbau begonnen wird. Es wird alles getan, um 2018 von Marktl nach München auf der A94 zu fahren – so wie er das schon im Wahlkampf 2008 angekündigt hatte.
Die Region kann stolz sein auf das Erreichte. Einzig die unzureichende Verkehrsanbindung ist eine Achillesferse. Sie zu verbessern muß Priorität haben. Das betrifft auch den Ausbau der Bahnstrecke. Auch da gibt es Fortschritte, etwa die neue Innbrücke und den Baubeginn zwischen Altmühldorf und Tüßling. Bundesverkehrsminister Ramsauer hatte ihm erneut zugesagt, daß die Finanzierung stehen wird, wenn Baurecht für diesen Abschnitt vorhanden ist.
Nur kurz ging MdB Stephan Mayer auf die Energiewende ein, wo man etwa nur sehr vorsichtig die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen kürzen darf. Eine sanfte Landung ist nötig um nicht die ganze Branche und damit die Energiewende zu gefährden. Die Energiewende kann nur gelingen, wenn man die Menschen einbindet. Nur dann kann man 2022 das letzte Atomkraftwerk vom Netz nehmen. (O-Ton )
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Nach einer kurzen Pause forderte Martin Thalmeier die Zuhörer zur Diskussion auf:
Martin Kroha kritisierte das Ausbleiben der angekündigten Vereinfachungen im Steuersystem und die zunehmende Bürokratisierung. Krankheitskosten können nur noch steuerlich geltend gemacht werden, wenn sie vom Arzt verordnet und vom Amtsarzt bestätigt werden.
MdB Stephan Mayer äußerte sich grundsätzlich zufrieden mit dem Abbau der Bürokratie. So wird etwa die Aufbewahrungspflicht für steuerliche Unterlagen von 10 auf 5 Jahre verkürzt. Auch die Reduzierung von Statistikaufgaben für Existenzgründer geht in diese Richtung.
Trotz aller Forderung der Vereinfachung des Steuerrechts muß man hier vorsichtig vorgehen, da dann auch viele Vorteile und Ausnahmeregelungen wegfallen müssen. Es wird verdammt schwierig, so eine Reform umzusetzen.
Dr. Karl Dürner ging auf die Diskussion um die Benennung der Autobahnausfahrt in Obertaufkirchen ein, auf der Schwindegg auch genannt werden soll. Außerdem beklagte er den drohenden Verlust der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum durch die altersbedingte Schließung von Praxen. Ärtze finden keine Nachfolger. In vier Jahren gehen im Landkreis die Lichter aus – sollt nichts geschehen!
MdB Stephan Mayer meinte, die Benennung der Autobahnausfahrten wäre schon ein Luxus-Problem, das vom Bundesverkehrsministerium entschieden wird. Bezüglich der Versorgung mit Hausärzten gab er zu bedenken, daß die Politik hier nur einen Teil der Probleme lösen kann und hat die Ansiedlung auf dem Land bereits attraktiver gestaltet.
Viele weitere Fragen beantwortete Stephan Mayer kompetent und umfassend, so daß die Fußballfreunde gerade noch 10 Minuten des Championsleague-Spiels mitbekamen.
38 Gemeinsame Konferenz der SPD-Unterbezirke Mühldorf und Altötting - Verabschiedung von Josefa Steidl 11:55
Aus beiden Landkreisen waren Vertreter der Ortsverbände der SPD in den Saal zum Pauliwirt nach Erharting gekommen, um zu hören, wie’s mit der SPD weitergeht und um Josefa Steidl zu verabschieden, die schon immer Geschäftsführerin des Bezirks Oberbayern der SPD war. Na ja, wenigstens so lange, daß sich kaum mehr jemand an ihren Vorgänger erinnert.
Die Band „Tönung“ sorgte für die musikalische Umrahmung.
Zu diesem Anlaß war auch Bundestagsabgeordneter Ewald Schurer und der ehemalige MdB Hermann Wimmer gekommen und Bürgermeister Günther Knoblauch und natürlich die beiden Unterbezirksvorsitzenden Richard Fischer und Franz Kamhuber.
Stellvertretende Unerbezirksvorsitzende Sissi Schätz begrüßte die Gäste und freute sich, nach der gemeinsamen Aschermittwochsveranstaltung nun den zweiten gemeinsamen Termin mit dem Unterbezirk Altötting zu haben.
Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer blickte mit einem weinenden und einem freudigen Auge auf die Gäste. Einerseits ist der Unterbezirk seit 2008 gut vorwärts gekommen, andererseits verläßt sie mit Josefa Steidl ein großer Erfahrungsschatz, der nicht so leicht zu ersetzen sein wird. Auch wenn sie weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen wird.
Dann blickte er auf die SPD in allen Ebenen: Die Veranstaltung in Vilshofen am Aschermittwoch hat der SPD gut getan. 3.500 Bürger aller Schichten haben dort sowohl den Bundes-, und den Landesvorsitzenden und auch den zukünftigen Ministerpräsidenten begrüßt. (Gelächter-Applaus)
Es ist ein Zeichen an die CSU und auch an die Überbleibsel der FDP, daß die SPD Verantwortung übernehmen will. Und zwar in Bayern und im Bund.
Die nötige Kompetenz ist vorhanden und die politischen Ziele fest im Blick.
Auch in den beiden Unterbezirken ist Bewegung: Viele zusätzliche Veranstaltungen und Diskussionen haben geholfen, die Positionen klar darzustellen.
Bei A94 und zweigleisigem Bahnausbau bewegt sich trotz vieler Beteuerungen schlauer Politiker kaum etwas. Die stellen sich doch nur hin und behaupten, alles dafür zu tun! Das alles scheint nur für die Presse zu sein!
Die SPD muß deshalb Druck ausüben!
Nun haben Neonazis auch den Landkreis entdeckt. Das ist eine sehr bedrückende Entwicklung.
Die Demokraten im Landkreis haben es geschafft und diesem Naziaufmarsch Paroli geboten.
Da zeigte sich Richard Fischer stolz auf die jungen Leute aus allen Gruppierungen, die hier in kürzester Zeit gelebte Demokratie demonstriert haben.
Weil nicht zu erwarten ist, daß es vorbei ist, muß das Thema in den Medien erhalten bleiben und ständig vor dieser Ideologie gewarnt werden. Man muß mit den Menschen reden und sie auffordern, ihre eigenen Positionen zu definieren. Erst dann kann man Weichen stellen.
Die Wohlstandsschere öffnet sich immer weiter. Da tut es gut, daß Ursula von der Leyen höhere Löhne gefordert hat und so dazu beträgt, daß die immensen Gewinne der Firmen auch den einfachen leuten zukommen. Mit höheren Löhnen wird auch den Sozialsystem Geld zugeführt und so der Generationenvertrag erhalten. Das ist nur zu befürworten. Steht zu hoffen, daß sie es auch durchsetzt.
Die SPD hat ein klares Ziel vor Augen und die Zeit bis 2013 geplant. Vor Landtags- und Bundestagswahl stehen zahlreiche Entscheidungen an, die jedes Mitglied auf allen Ebenen der Partei fordern. Erfolg kann nur eintreten, wenn die SPD anfängt, für ihre Zeile einzutreten.
2012 sollen die Inhalte und Ziele festgelegt werden mit denen 2013 und 2014 die Wahlkämpfe bestritten werden sollen. Dabei soll deutlich werden, daß die SPD Verantwortung übernehmen will, das auch kann und die kompetenten Leute dazu hat. Also raus aus den Hinterzimmern und den Bürgern die Inhalte der SPD vermitteln! Die SPD hat Antworten auf die Fragen der Zeit und kann die Zukunft gestalten.
Dabei darf nicht vergessen werden, daß die SPD schon bisher Konzepte hatte und diese häufig von der CSU übernommen und umgesetzt wurden. Die SPD kann das selber aber besser und braucht die CSU dazu sicher nicht.
Dies alles vorzubereiten sind diese Aktivitäten geplant, die über das ganze Jahr hinweg durchgeführt werden.
Besonders wichtig ist die Anwerbung neuer Mitglieder. Oft reicht ein kleiner Anstoß, um Bürger für den Eintritt in die SPD zu gewinnen. Zusätzlich werden diese Anreize geboten.
Richard Fischer motivierte die Zuhörer, mutig auf die Bürger zuzugehen und sie anzusprechen.
(O-Ton)
Ohne Mitglieder nützen jedenfalls die besten Programme nichts.
Da es derzeit nur 10 Ortsverbände gibt, wäre es auch wünschenswert, eingeschlafene zu reaktivieren oder neue zu Gründen. Es wäre an der Zeit, in der 120-jährigen Geschichte der SPD endlich das Ruder herumzureißen und selbst den Ministerpräsidenten zu stellen.
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Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch bestätigte den Aufwind, der von der Aschermittwochsveranstaltung in Vilshofen ausgegangen war. Die SPD ist dabei, wieder Fuß zu fassen. Und genau in dieser Situation muß der Bezirksverband Josefa Steidl verabschieden, die die Geschicke des Bezirksverbandes über lange Zeit verantwortungsvoll geleitet hat. Schon als junger Stadtrat hat sie ihm den rechten Weg gewiesen, wobei sich ihre Gesinnung sogar an den Farbnuancen ihrer Haare ablesen ließ.
Sie verkörperte auch die SPD im Landkreis und stand immer für Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit. Sie vertrat auch dann standfest ihre Meinung, wenn diese gegen die vorherrschende Meinung stand.
Sie war immer das „rote Rückgrat“, wußte immer alles und machte immer alles. Dabei war es egal, ob sie für den Bezirk oder für den Unterbezirk tätig war. Sie verdient ein großes Danke-Schön.
ER wünschte ihr viel Gesundheit und Kraft und überreichte ihr einen „Mühldorf-Schirm“ und ein 1000-teiliges Puzzle mit dem Bild der Stadt.
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Josefa Steidl freute sich sehr, weil sie sich schon immer so einen tollen Schirm gewünscht hatte und jetzt auch im Regen in Mühldorf spazieren gehen kann....
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Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Hermann Wimmer erinnerte sich, wie er Josefa Steidl 1977 als Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle durchgesetzt hatte. Das war damals ein langer Weg. Seither hat sie alle Veränderungen der Partei miterlebt. Und das waren viele. Bezirke wurden aufgelöst und zusammengefaßt, dann wieder eingerichtet. Damals wurden viele Mitarbeiter entlassen. Nur die besten blieben – und dazu gehörte auch Josefa Steidl.
Auch die Bürosituation mußte sich erst langsam entwickeln. Erst eine, dann zwei Wohnungen, ganz einfache Ausstattung. 1990 großer Zirkus, weil die CSU bemängelte, daß die Belegung der Wohnungen durch die SPD eine Fehlbelegung war.
Später betreute sie zusätzlich eine Bezirkstagsabgeordnete und einen Landtagsabgeordneten und war selbst sechs Jahre im Mühldorfer Kreistag.
Dazu organisierte sie die Fahrten nach Bonn und später nach Berlin, die für die Partei sehr wichtig sind. Das war auch nicht immer ganz einfach war.
Hermann Wimmer erinnerte sich an viele Anekdoten, die alle erzählenswert wären. Langweilig wars ihnen nie.
Abschließend dankte er Josefa Steidl für das langjährige Vertrauensverhältnis. Sie haben sich aufeinander verlassen können. Sie hat ihm das Leben erleichtert und der SPD sehr geholfen.
Zum Abschied überreichte er ihr ein Buch – aber kein politisches....
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MdB Ewald Schurer zeichnete Josefa Steidls berufliche Laufbahn nach: Von 1977 bis 1994 war sie für Hermann Wimmer tätig, von 1984 bis 1992 war sie Verwaltungsangestellte beim damaligen SPD-Bezirk Südbayern. Von 1977 bis 1983 war sie für die SPD im Kreistag in Mühldorf. Seit Juli 1996 war sie Geschäftsführerin der Regionalbezirksstelle Mühldorf und seit 1. September 1996 Geschäftsführerin des Bezirks Oberbayern. Das war eine lange Zeit, fast 35 Jahre.
In dieser Zeit hat sich sehr viel verändert. Als sie 1973 in die SPD eintrat, wagte Willy Brandt mehr Demokratie. Später kam der Bereich Ebersberg zu Mühldorf hinzu und man mußte sich erst zusammenfinden. Das hat aber prima geklappt, auch wenn’s damals viele Stimmen dagegen gab.
Josefa Steidl hat auch Anteil daran, daß Frauen in der SPD mehr Einfluß bekamen. Sie hat auch Frauen-Themen ins Gespräch gebracht.
Er selbst hat sie 1979 als sehr selbstbewußten politischen Kopf kennengelernt, der immer auch darauf bedacht war, nur Dinge anzupacken, die man auch praktisch umsetzen kann.
Als er selbst in den Bundestag gewählt worden ist, kam sie auf ihn zu und sagte: (O-Ton)
Sie haben sich zusammengerauft und fast 10 Jahre miteinander ausgehalten. Nun verabschiedet er sie mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Es geht zwar viel Erfahrung und viele Sympathieen verloren aber der Nachfolger wird sicher seine Aufgabe erfüllen.
Ewald Schurer dankte Josefa Steidl für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschte ihr alles Gute für ihren Ruhestand und bat sie, sich auch weiterhin im Unterbezirk zu engagieren.
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Die Unterbezirksvorsitzenden Richard Fischer und Franz Kamhuber verabschiedeten sie mit einem Strauß Blumen und zwei Gutscheinen. (O-Ton)
Glückwünsche erhielt sie auch von Franz Kamhuber und dem Ortsverband Burghausen.
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Schließlich bedankte sich Josefa Steidl für die lobenden Worte. Sie hoffte, nach der passiven Altersteilzeit dann auch die Rente zu bekommen.
Die Arbeit hat ihr immer viel Spaß bereitet. Sie dankte Hermann Wimmer dafür, daß er sie eingestellt hat, obwohl sie damals sehr rebellisch war. Trotzdem sind sie gut miteinander ausgekommen. Er hat ihr immer wieder den Besuch von Fortbildungsveranstaltungen ermöglicht und so geholfen, daß sie am Puls der Zeit geblieben ist. Das gibt es heute kaum noch.
Sie erinnerte sich an viele Mitglieder, die inzwischen verstorben sind.
Wie in allen Vereinen wird es auch bei der SPD immer schwieriger. Man möchte zwar kurzfristig bei Projekten mitmachen aber langfristig nicht Mitglied werden.
Sie selbst wird sich jetzt erst eine Zeit lang Ruhe gönnen, sich aber dann wieder engagieren, voraussichtlich im sozialen Bereich.
Sie dankte allen für die vielen Jahre guter Zusammenarbeit und wünschte ihrerseits weiterhin viel Erfolg. Sie sollten nicht nachgeben, die sozialdemokratischen Werte zu vertreten.
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„Tönung“ beschloß die Unterbezirkskonferenz, die die Gäste langsam ausklingen ließen.
39 Die 13. Mühldorfer Motorradschau - Diesmal mit Rahmenprogramm und Sportgesprächen 7:10
Da standen sie nun, die „Träume auf zwei Rädern“. Anfgefangen vom kleinen Motorrad für Kinder, bis hin zur sechzylindrigen BMW – vom vollverkleideten Street-Fighter über die großen Cruiser bis zur Harley-Davidson. Sogar „Custom-Bikes“ – also Sonderanfertigungen waren zu sehen.
Herr Grundner, es gibt hier viele Motorräder und viel Zubehör zu sehen. Darüber hinaus haben Sie heuer erstmals ein Rahmenprogramm: (O-Ton 1:50:22:00)
Von welchen Herstellern sind Motorräder zu sehen? (O-Ton)
Zubehör ist auch vertreten? (O-Ton)
Die Besucher schauten erst hier, dann da und dann wieder hier. Aufgefallen ist, daß es durchweg reifere Jahrgänge waren, die sich für die Motorräder aber auch für die touristischen Angebote interessierten.
Wenn man die Preise der Motorräder so ansieht und die hohen Benzinpreise bedenkt, ist das Motorradfahren kein billiger Spaß mehr. Wer kann sich das heute noch leisten? (O-Ton)
Dann sind die, die mit 150 um die Kurven jagen eher selten geworden. Heute ist mehr Cruisen und Gliden angesagt? (O-Ton)
Ihr Verein feiert heuer 30-jähriges Bestehen. (O-Ton)
Der Nachwuchs ist gesichert? (O-Ton)
Neben den neuen High-Tech-Zweirädern standen auf der angehobenen Bühne solche, die schon einige Jährchen „im Auspuff“ hatten. Vielleicht standen sie ja deshalb erhöht, damit der Größenunterschied zu den heutigen „Geräten“ nicht so auffiel?
Jedenfalls war gut zu erkennen, daß es Zeiten gab, wo zwei Räder mit zwei Trommelbremsen, ein Rahmen, ein Sattel, und natürlich eine Motor/Getriebe-Einheit ausreichten um viel Motorradvergnügen zu erleben. Ganz ohne ABS, Kat, und viel Kunststoff-Schnick-Schnack.
Aber auch solche gibt’s noch: Harley-Davidson hält eisern an der traditionellen Linie fest. Da ist der Tacho immer noch im Tank und nicht am Lenker!
Wer jetzt dachte, Motorräder wären nur etwas für Männer, der konnte sich vom Gegenteil überzeugen. Auch das „schwache Geschlecht“ schaute sich um, saß Probe und diskutierte fachkundig.
Bedenkt man, daß vom Motorrad eine Virusinfektion ausgeht, die man sein Leben lang nicht mehr los wird, dann wurde dieser Nachwuchsfahrer gerade infiziert. Für etwas größere gabs Motorräder in der passenden Größe. Und auch die trafen auf passende Interessenten.
Georg Grundner stellte eine erste Rahmenprogrammeinlage vor, die Hot-Socks aus Waldkraiburg. Sie zeigten Boogie-Woogie und Rock-n-Roll. Die Besucher ließen sich nur langsam von den Zweirädern ablenken.
Der Stadtrat war stark vertreten: Sportreferent Sepp Wimmer – selbst Fahrer eines Rollers – sah sich die Neuheiten genau so an wie Jugendreferent Gottfried Kirmeier und Rupert Rigam.
Herr Kirmeier, Sie fahren ja selbst Motorrad. Suchen Sie ein neues? (O-Ton)
Wie war das Probesitzen? (O-Ton Besucher)
Möchten Sie gern ein neues? (O-Ton)
Während dieser Herr 1.300 Kubik mit viel Leistung favourisierte, freuten sich diese Herrschaften über einen großen Roller. Wo hin geht’s? (O-Ton)
Und Sie fahren mit? (O-Ton)
Ist Ihnen ein Roller lieber wie ein Motorrad? (O-Ton)
Hauptsache es hat einen großen Motor! (O-Ton – auf alle Fälle)
Am zweiten Tag bot der Motorradclub Sportgespräche an und hatte dazu Sandbahn-Weltmeister Stephan Katt und andere Motorsportler geladen.
Wenn man den richtigen Geldbeutel hat, dann kann sie kommen, die Motorradsaison 2012, die neben vielen neuen Maschinen immer mehr auch besonders auf Biker zugeschnittene Angebote für Ausflüge und Reisen bereit hält.
40 Kunstausstellung an der Kreisklinik: Eva Pietzcker - Holzschnitte 6:35
Holzschnitt oder Holzstich ist eine sehr alte Technik, die schon die Babylonier und Chinesen kannten. Aus dem vierten Jahrhundert sind aus China Holzschnitte auf Papier überliefert.
Die Technik ist vergleichsweise einfach: Mit Schnitzwerkzeugen werden Negative der Bilder in Holz geschnitzt. Dann werden die erhabenen Stellen mit Farbe bestrichen und das Holzmodel auf Papier oder einem anderen Material abgedruckt. Fertig ist – einfach erklärt – der Holzstich.
Natürlich gibt es dabei eine Menge Varianten. So hat das verwendete Holz ebenso Einfluß auf das Ergebnis, wie die Werkzeuge und die Farbe. Sogar das Material, auf dem gedruckt wird, beeinflußt das Ergebnis.
In den Korridoren der Kreisklinik und im Wartebereich der Notaufnahme zeigt Eva Pietzcker ihre Werke, die sich vergleichsweise wenig von den Wänden abheben und deshalb der besonderen Beachtung bedürfen.
Das Celloduo „Concertino“ eröffnete die Vernissage im Foyer der Kreisklinik. „Concertino“, das ist Dr. Hans Dworzak und Professor Dr. Schwarz. Zu den Besuchern zählten diesmal zahlreiche Mitglieder des Kunstvereins Inn-Salzach und ihr Vorsitzender Gernot Sorgner.
Kreiskliniken-Geschäftsführer Heiner Kelbel freute sich, die Ausstellung von Frau Pietzcker hier zeigen zu können. Er beantwortete selbst die Frage, was Holzschnitte mit dem Krankenhaus zu tun haben: Im Krankenhaus wird viel geschnitten, gehobelt und geraspelt, manchmal gröber, manchmal feiner.... (Gelächter).
In Berlin hat sie eine Werkstatt namens „Druckstelle“ eröffnet. Nun – das mag man im Krankenhaus gar nicht und versucht Druckstellen so gut es geht zu vermeiden. Damit wollte er auch schon schließen und begrüßte Eva Pietzcker herzlich an der Kreisklinik in Mühldorf.
„Concertino“ sorgte neben dem optischen der Bilder für den akustischen Kunstgenuß.
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Manfred Bugl führte in die Ausstellung ein: Die Bilder zeigen deutlich, wie Eva Pietzcker ihre Umwelt betrachtet: klein, bescheiden, still, fast unbedeutsam und gerade deshalb besonders empfänglich für jeden Eindruck, der auf sie einströmt.
Wo sie auch hinreist, sucht sie die unberührte Landschaft, vor allem das Wasser. Wasser sieht sie als Symbol für die Welt der Gefühle und das Leben. Sie ist geistig nahe an Franz von Assisi, der das Wasser als seine Schwester bezeichnete, als nützlich, demütig, kostbar und keusch.
Auch der Berg in einem anderen Bild zeigt als Symbol des „Entrücktseins“ einen Ort innerer Erlebnisse.
Wer Eva Pietzcker kennt, weiß, daß diese Exkursionen in die Tiefenpsychologie kein leeres Geschwätz sind. Die Bilder zeigen ihre innere Welt und ihre Nähe zu fernöstlicher Spiritualität.
Ihr künstlerischer Werdegang beeindruckt: Nach dem Studium an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg setzte sie in Berlin an der Hochschule der Künste fort. Seit 1991 hat sie sich als freischaffende Künstlerin der Druckgraphik zugewandt.
Mit dem Holzschnitt verbindet Eva Pietzcker ihre Freude an der Kunst mit der an der handwerklichen Arbeit.
Sie reiste nach China um sich dort von den Meistern weiterbilden zu lassen. Von dort brachte sie das Format ihrer Bilder mit: schmal und hoch oder breit und niedrig. Das Breitformat suggeriert große Ruhe und das Hochformat gespannte Aufmerksamkeit.
Selbst die leeren Flächen in ihren Bildern entsprechen - gemäß der fernöstlichen Denkweise - der Fülle. Ähnlich der Musik, wo auch die Pause ein wichtiges Element der Komposition ist.
Eva Pietzckers Bilder wirken nachhaltig, weil sie neben den Bildelementen regelrechte Werke schafft, ausfransendes Papier beläßt und so den Eindruck der Lebendigkeit erweckt.
Zugleich geht sie sehr sparsam mit Farben um. Nur hier und dort unterstreichen Farben die Wirkung des Wassers, von Laub oder der Sonne.
Ihre Bilder reichen vom genauen Abbild der Natur bis tief hinein in ihr innerstes Denken. Sie zeigen, welche Bandbreite ihre künstlerische Entwicklung durchlaufen hat.
So verwundert es nicht, daß sie diese Technik inzwischen weltweit lehrt.
Auch wenn die Werke gedruckt und signiert sind, gelten sie als Unikate. Jedes Werk gibt es vielleicht 30 Mal.
(O-Ton „Hut ab...“ )
Nachdem „Concertino“ die Gäste ein weiteres Mal unterhalten hatte, machte sich die Gruppe auf zu einem Rundgang auf dem Eva Pietzcker die Werke erläuterte.
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Die Holzschnitte von Eva Pietzcker sind an der Kreisklinik tagsüber bis 20 Uhr noch bis 23. März zu sehen. Der Eintritt ist – wie immer – frei.
41 "Mit unseren Augen" - Kunst von Schülern des Ruperti-Gymnasiums bei der Volkshochschule 7:10
Jens Droppelmann, Geschäftsführer der VHS in Mühldorf begrüßte die Künstler und ihre Gäste zu der kleinen Vernissage und freute sich, neben drittem Bürgermeister Christian Funiok auch Kreisrätin Klara-Maria Seeberger, Kulturreferent Rainer Schratt und Jugendreferent Gottfried Kirmeier begrüßen zu können. Natürlich freute er sich auch über den Besuch von Oberstudiendirektor Anselm Räde und Kunstlehrer Manfred Baumgartner vom Ruperti-Gymnasium. Mitglieder des Fördervereins und des Elternbeirats vervollständigten die Runde.
Oberstudiendirektor Anselm Räde freute sich, hier die Werke der Schüler seiner Schule zeigen zu können. Wegen der Renovierungsarbeiten geht das zur Zeit an seiner Schule nicht. Da weiß man nicht, ob die Wand, an der man Abends Bilder aufhängt am nächsten Morgen noch steht. Da kam das der VHS sehr willkommen, hier die Werke zeigen zu können, wo auch Besucher sie sehen, die nicht ins Ruperti-Gymnasium kommen.
Die verschiedensten Jahrgangsstufen besuchen die Schüler, die die hier gezeigten Werke angefertigt haben: vom ehemaligen Kunst-Leistungskurs bis zur fünften Jahrgangsstufe.
Kunstlehrer Manfred Baumgartner hatte das Problem, daß er zu den Werken zu viel sagen wollte, dafür die Zeit aber nicht reicht. Dafür hatte er ein Heftchen vorbereitet, das viel zu den Bildern erklärt. Die Teilnehmer der Vernissage erhielten es in Farbe, später gibt es das Faltblatt nur noch in schwarz/weiß...  Die Zuhörer waren also privilegierte Leute!
Die Bilder zeigen einen Querschnitt der täglichen Arbeit am Gymnasium von der fünften Klasse bis zum Leistungskurs. Den Bildern ist deutlich zu entnehmen, daß jede Altersstufe eine andere Art hat, sich die Welt zu erschließen und die Eindrücke zu verarbeiten. Während in der fünften Klasse vorwiegend erzählt wird, später fertigen sie Portraits. In der Mittelstufe wird experimentiert und sich mit der Werbewelt auseinander gesetzt. Da werden Logos von Firmen und Institutionen verfremdet um zu zeigen, daß sie sich in zwischen so eingeprägt haben, daß man gar nicht mehr darauf achtet, was dort überhaupt geschrieben steht.
Arbeiten der Oberstufe zeigen Collagen, die aus Illustriertenausschnitten zusammengsetzt sind und so angeordnet wurden, daß man die darunterliegenden Seiten erkennen kann. Der Titel: „Der Lärm der Gazzetten“ oder „Das Rauschen im Blätterwald“.
Im Faltblatt sind drei Bilder zu sehen, die den Schülern als Vorlagen für ihre Werke dienten.
Der Vergleich der Werke der Schüler mit den Vorlagen läßt erkennen, was sich die Schüler bei ihrer Arbeit gedacht haben.
Manfred Baumgartner freute sich über den zahlreichen Besuch der Vernissage. Es kam ihm vor wie Weihnachten!
Nachdem Manfred Baumgartner den privilegierten Zuhörern die farbigen Faltblätter überreicht hatte, nahmen die Gäste die Werke unter die Lupe.
Die Ausstellung mit dem Titel „Mit unseren Augen“ ist noch bis zum... während der Öffnungszeiten der Volkshochschule zu sehen. Der Eintritt ist - wie immer - frei.

42 "Hochschulzertifikat Sozialmanagement" von Fachakademie für Sozialpädagogik und Fachhochschule Erding - Deutschlandweit einzigartig 9:20
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09.03.12
Landrat Georg Huber konnte seinem Besprechungszimmer den Leiter der Fachakademie für Sozialpädagogik in Starkheim, Erwin Gäb, Professor Dr. Arnd Kah von der Fachhochschule in Erding, Elfriede Unterstöger, Leiterin des Franziskushauses in Au und Christina Stegerer, Leiterin des heilpädagogischen Kindergartens „St. Teresa“ in Waldkraiburg begrüßen.
Er freute sich besonders über das Engagement der privaten Fachhochschule in Erding, zumal staatliche Hochschulen sich dieser Zusammenarbeit bisher enthalten haben.
Landrat Huber würdigte die großen Leistungen, die das Franziskushaus und der heilpädagogische Kindergarten erbringen, die sich körperlich und geistig behinderter Kinder annehmen. Sie haben Methoden entwickelt, die „Inklusion“ möglich machen. Mit den Methoden, die man vor 30 Jahren nutzte, ginge das heute nicht mehr. Sie haben erreicht, daß kein Kind verloren geht – ein Ziel der bayerischen Politik.
Die neue Ausbildung zum Hochschulzertifikat „Sozialmanagement“ dient der Verbesserung der Qualifikaiton des Kindergartenpersonals. Auch wenn der demographische Wandel dazu führen wird, daß die Zahl der Kinder in den Kindergärten abnimmt, ist es doch nötig, die bestmögliche Betreuung der Kinder in den örtlichen Kindergärten zu bieten. Nur so kann man junge Eltern in ländlichen Regionen halten und das Abwandern in die Ballungszentren verhindern. Hier stellen sich heute andere Aufgaben als noch vor 20 Jahren.
Der Landkreis unternimmt alles, um im Wettbewerb mit dem Großraum München nicht zurückzufallen. Dazu wurde das Projekt „Lernen vor Ort“ gestartet, das von zahlreichen Unterstützern getragen wird. Zu diesen Unterstützern gehört nun auch die Fachhochschule Erding. Ihnen allen dankte Landrat Georg Huber sehr. Sie helfen mit, den ländlichen Raum lebenswert und funktionsfähig zu erhalten.
Ein erster Kurs zum Hochschulzertifikat „Sozialmanagement“ läuft bereits, ein zweiter beginnt im März.
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Die Fachakademie für Sozialpädagogik in Starkheim ist die größte Einrichtung dieser Art in Bayern. Zur Zeit lernen dort 560 Studierende. Dies ist für den Träger der Einrichtung - die Diakonie –– Verpflichtung und Hoffnung zugleich, erläuterte Erwin Gäb.
Es ist die Verpflichtung, den Berufsstand weiter zu entwickeln und die Hoffnung, von den Kommunen gute Unterstützung zu erhalten.
Die Frage, ob Erzieher und Erzieherinnen an einer Hochschule studieren sollen, wird immer wieder diskutiert. Der unselige Kompromiss, den Erzieherinnen die Weiterbildung in Richtung Pädagogik anzubieten, bildet die Erzieher zu „Fachkräften für Frühpädagogik“ aus. Das ist nicht sehr reizvoll und unterstützt lediglich das Potential, das die Fachakademie ohnehin schon bietet.
Erwin Gäb war der Meinung, heute wären ganz andere Qualifikationen nötig: Personalführung, Etatplanung, Haushaltsführung, Marketing und das Zurechtkommen mit immer knapperen finanziellen Mitteln.
Diese zusätzliche betriebswirtschaftliche Verantwortung der Mitarbeiter führt zu einem neuen Profil, dem „Sozialmanager“.
Der Landkreis ermöglicht es, im Rahmen von „Lernen vor Ort“ mit der Fachhochschule in Erding zu kooperieren und das Hochschulzertifikat „Sozialmanagement“ anzubieten.
Auch wenn nicht zu erwarten war, daß eine Hochschule für Wirtschaft und ein Sozial-Ausbildungsinstitut miteinaner auskommen, hat sich die Zusammenarbeit doch hervorragend entwickelt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und ist deutschlandweit einmalig.
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Professor Dr. Arnd Kah leitet an der „Fachhochschule für angewandtes Management“ in Erding den Bereich „Kompetenzvorsprung“, das Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer.
An der 2004 in Erding gegründeten privaten, und staatlich anerkannten Fachhochschule unterrichten 73 Professoren über 2.000 Studenten.
Die Fachhochschule bietet diese Fachrichtungen und Abschlüsse an.
Am „Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer“, dem er selbst vorsteht, können Studenten des „Hochschulzertifikats Sozialmanagement“ im Lauf eines Semesters 30 „Credit-Points“ erwerben, die sie dann in einem weiterführenden Studium einsetzen können.
In der Diskussion mit der Fachakademie wurden die Inhalte festgelegt, die in der Ausbildung für das Hochschulzertifikat „Sozialmanagement“ nötig sind. Mit dieser Zusatzausbildung werden die Mitarbeiter qualifiziert, die Leitung von Arbeitsgruppen oder ganzen Einrichtungen zu übernehmen und dabei „die Zahlenwelt“ im Auge zu behalten.
So konzentriert sich die Ausbildung zum Hochschulzertifikat auf das Personal- und das Rechnungswesen, aber auch die Organisationsstrukturen und das Marketing.
Die Kurse schliessen ab mit einer „projektbezogenen Fallstudie“, in der die Teilnehmer ihr Wissen anwenden können.
Die Ausbildung wird an sechs „Präsenztagen“ im Zeitraum von sechs Monaten vermittelt und durch eine virtuelle Lernplattform im Internet unterstützt. Das heißt, die Hälfte der Inhalte muß sich der Teilnehmer selbst aneignen, die andere Hälfte erhält er während der Präsenztermine an der Fachakademie für Sozialpädagogik vermittelt. Die Tage sind so angelegt, daß die Teilnehmer sie berufsbegleitend absolvieren können und auch die Sonntage frei bleiben.
Auf diese Ausbildung kann ein Hochschulstudium folgen, das – durch die erworbenen 30 Credit-Points um ein Semester auf 3 Jahre verkürzt – mit dem Bachelor „BWL Sozialmanagement“ abgeschlossen werden kann.
OB jemand nach dem Hochschulzertifikat ein Studium anhängen will, hängt von der persönlichen Lebensplanung des Teilnehmers ab. Das Zertifikat allein vermittelt schon ausreichend Kenntnisse um mit den anstehenden Aufgaben klar zu kommen.
Ganz kostenlos ist die Ausbildung allerdings nicht. Die Teilnahme am „Hochschulzertifikat“ kostet 2.950 Euro. Der nächste Kurs beginnt am 23. März.
Die Kosten für das Studium sehen Sie hier.
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Christina Stegerer – Leiterin des heilpädagogischen Kindergartens „St. Teresa“ berichtete von Ihren Erfahrungen als Teilnehmerin des ersten Kurses. Die Erweiterung ihrer Einrichtung in den zurückliegenden Jahren erforderte, daß sie sich auf die zusätzlichen Aufgaben vorbereiten mußte. Das Franziskushaus als Träger ihres Kindergartens ermöglichte ohne große Diskussionen die Teilnahme.
Nach vier Präsenztagen konnte sie sagen, daß sie von hoch qualifizierten Professoren unterrichtet werden, die sehr gut auf sie eingehen können. Sie vermitteln ihr profundes Wissen so, daß man erkennt, daß sie es in der Praxis erprobt haben.
Auch wenn sehr viel Stoff in sehr kurzer Zeit vermittelt werden muß, konnten alle Teilnehmer gut mithalten. Dazu trugen auch die neuen Unterrichtsmethoden bei. Von Ermüdung war keine Spur.
Mit ihrem neu erworbenen Wissen konnte sie seither viele eigene Ideen umsetzen.
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Franziskushausleiterin Elfriede Unterstöger betreut mit ihren 200 Mitarbeitern im Franziskushaus etwa 400 Kinder. Fachlich qualifizierte Mitarbeiter sind für ihr Haus kaum zu bekommen – klagte sie. Es muß einfach etwas geschehen, weil sonst zukünftig das Angebot ihres Hauses nicht mehr konkurrenzfähig aufrecht erhalten werden kann.
Den guten Ruf einer sozialen Einrichtung begründet die Fachkompetenz der Mitarbeiter. Deshalb muß das Augenmerk auf der Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter liegen – auch wenn da oft die finanziellen Möglichkeiten Grenzen setzen. Elfriede Unterstöger war deshalb dankbar für die Unterstützung durch „Lernen vor Ort“ – eine große Bereicherung.
Auch wenn diese Fort- und Weiterbildung sehr umfangreich und teuer ist, hat das Franziskushaus zwei Mitarbeitern die Teilnahme ermöglicht. Die Voraussetzung war, daß die Mitarbeiter das auch wirklich machen wollten. Nur wenn Träger und Mitarbeiter gemeinsam anstrengen, kann etwas entstehen.
Die Träger honorieren das Engagement der Mitarbeiter auf verschiedene Weise: Durch eine bessere Stelle, Zeitausgleich oder materielle Vorteile.
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Landrat Georg Huber dankte sowohl der Fachakademie als auch der Hochschule und den Trägern für diese neue Lösung, die dazu beiträgt, daß die bestehenden Angebote erhalten und für die Zukunft gesichert werden können. Und wenn diese Lösung jetzt deutschlandweit einzigartig ist, hoffte er auf viele Nachahmer.
43 Zweiter Roundtable des FDP-Kreisverbandes mit MdL Karsten Klein, dem Landesbankaufklärer 13:30
Eine kleine Runde konnte FDP Kreisvorsitzende Sandra Bubendorfer im Postsaal des Gasthauses Hinterecker in Ampfing begrüßen. Unter ihnen JuLi-Vorsitzender Florian Wildt, mehrere Kreisvorsitzende aus den benachbarten Landkreisen und Karsten Klein, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP im Bayerischen Landtag. Der Aschaffenburger Karsten Klein ist der Haushaltsexperte der FDP-Fraktion und Obmann der FDP im Landesbank-Untersuchungsausschuß – der „Landesbank-Aufklärer“.
Er wollte über die Haushaltspolitik und die Landesbank berichten, freute sich aber zunächst über die Erfolge der FDP bei der Wahl des neuen Kandidaten für die Wahl zum Bundespräsidenten. Joachim Gauck ist sicher ein Kandidat, der von weiten Kreisen der Bevölkerung akzeptiert wird. Es war gut, daß Philip Rösler und Rainer Brüderle auf seiner Bestimmung bestanden haben.
Die FDP bekennt sich weiter als einzige Partei zum Wachstum. Man muß allerdings den Begriff neu definieren. Heute geht es – im Gegensatz zu früher - eher um qualitatives Wachstum.
Die aktuell sehr gute Situation der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes wäre ohne das Wachstum in den zurückliegenden Jahren nicht möglich. Heute besteht in vielen Landkreisen Vollbeschäftigung. Die Jugendarbeitslosigkeit ist auf einem historischen Tiefstand. Bayern ist das Gründerland Nummer 1 und hat die höchste Zahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitsverhältnisse aller Bundesländer.
Während die Wirtschaft in Deutschland 2010 um 3,7% gewachsen ist, waren es in Großbrittannien nur 1,6 und in Frankreich 1,8%. Die politischen Rahmenbedingungen dafür hat in Berlin und in München die FDP mit geschaffen.
Das Wachstum sorgt einerseits für Wohlstand andererseits auch für hohe Steuereinnahmen und für funktionierende Sozialsysteme.
Bayern kann so fast 12% des Haushaltsvolumens investieren – fast 2% mehr als der Durchschnitt aller westlichen Bundesländer.
Allerdings ist Bayern auch beim Zahlen von Zinsen Spitze! 1,1 Milliarden Euro Zinsen zahlt Bayern, etwa 2,6% des Haushalts. Die anderen Länder im Durchschnitt allerdings über 6%! Innerhalb Bayerns bestehen große Unterschiede: Während der Großraum München wächst, wandern aus Oberfranken und der Oberpfalz Menschen ab. Das abzumildern hilft der mit 7,3 Milliarden Euro historisch hohe kommunale Finanzausgleich.
In der Pro-Kopf-Verschuldung liegt Bayern hinter Baden-Württemberg auf Platz 2. Die bayerische Staatsregierung behandelt die Kommunen also keineswegs schlecht.
Ein Problem ist der Länderfinanzausgleich: Die Hälfte davon, nämlich 3,9 Milliarden Euro bezahlt Bayern. Allein Berlin erhält daraus 3 Milliarden Euro: Bayern finanziert also Berlin. Darüber muß diskutiert werden. Auch wenn Bayern zur Solidarität steht, ist doch mehr Eigenverantwortung gefordert. Die Nehmerländer müssen ihre Situation verbessern.
11 der 16 Bundesländer erhalten Mittel aus einem Sondertopf des Länderfinanzausgleichs, mit dem sie ihre eigene politische Führung finanzieren. Diese Länder sind nicht einmal in der Lage, ihre eigenen Politiker zu bezahlen! Da müssen Fragen erlaubt sein!
Baden-Württemberg, Bayern und Hessen fordern deshalb Verhandlungen, die bis spätestens Ende des Jahres Ergebnisse bringen müssen. Sollte dies nicht möglich sein, muß Klage beim Verfassungsgericht erhoben werden, mit dem Ziel einer Neuregelung ab 2019.
Auf drei wichtige Zahlen wollte Karsten Klein hinweisen: Aktuell wird der dritte und vierte Haushalt der Koalition in München aufgestellt. Und auch diesmal wird er ohne Neuverschuldung auskommen. Aus Handlungen der FDP in der Regierung sind bisher noch keine neuen Schulden entstanden. Vielmehr hat die Koalition die Schulden der Vorgängerregierung übernommen und wird 2012 mit deren Reduzierung um eine Milliarde Euro beginnen.
Es ist das Ziel der Koalition in München, Bayern bis 2030 schuldenfrei zu machen und so zukünftigen Generationen den Handlungsspielraum zu erhalten.
Natürlich möchte die FDP dann auch noch regieren....
Um Bayern schuldfrei zu bekommen, möchte die FDP jährlich 1,1 Milliarden Euro tilgen. Da mit fortschreitender Tilgung die Zinszahlungen sinken, steigt der Anteil der Tilgung zunehmend und beschleunigt damit den Prozeß.
Nach 2030 sollen mit diesem Betrag die Pensionen bezahlt werden. Es wird ab 2023 möglich sein, etwa 500 Millionen pro Jahr dafür bereitzustellen.
Das alles wird nur realisierbar sein, wenn die FDP weiterhin mit regiert. Die CSU allein wird das nicht schaffen. (O-Ton Wir sind der Garant... - Applaus)
Allen, die an dieser Vision zweifeln sprach Karsten Klein den Mut ab. Besonders die SPD traut den Bürgern in Bayern nicht zu, daß sie es leisten können, die Schulden abzubauen. (O-Ton Es ist ein mutiges Ziel, aber die FDP ist bereit, mutige Ziele anzugehen –)
Die Landesbank spielt hier eine große Rolle: Karsten Klein zeigte sich zuversichtlich, einen großen Teil der 10 Milliarden Euro zurück zu erhalten, die 2008 für deren Rettung aufgenommen werden mußten. Das war die erste Maßnahme, die die FDP mittragen mußte. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hätte damals für viele Sparkassen zu erheblichen Problemen geführt. Sie wären gerade dann nicht mehr in der Lage gewesen, den Mittelstand zu unterstützen. Die Rettung der Landesbank war damals richtig. Der Zusammenbruch hätte unabsehbare Folgen gehabt.
Seit damals hat der Freistaat für diese 10 Milliarden Euro jährlich 350 Millionen für Zinsen aufgewendet. Damit hätte man vieles machen können.
Die FDP hat sich intensiv für die Aufklärung der Vorgänge um die Landesbank eingesetzt. Daß mit der Aufklärung ohne Ansehen der Person einige aus der CSU ein Problem hatten, konnte Karsten Klein nie verstehen. Über 70 Zeugen wurden vernommen, über 300 Aktenordner bearbeitet. Es war langwierige Detailarbeit nötig.
Das Ergebnis war, daß die Bank die Hypo-Alpe-Adria niemals hätte kaufen dürfen. Die Mitglieder des Verwaltungsrates verfügten nicht über ausreichend Informationen um dem Kauf dieser Bank zuzustimmen. Das bestätigten externe Berater, die damals eine zweite Bewertungsstufe gefordert hatten. Obwohl diese nicht vorlag, beschloß der Vorstand mit Zustimmung des Verwaltungsrates den Kauf. Diese Fehlentscheidung führte zu der Einschätzung, daß damals die Sorgfaltspflicht verletzt wurd und alle Mitglieder des Verwaltungsrates fahrlässig gehandelt haben.
Wäre die Landesbank eine normale Aktiengesellschaft, könnte man die Mitglieder zum Ersatz des entstandenen Schadens heranziehen.
Eine Gesetzesänderung der CSU-Alleinregierung 2002 beschränkte die Haftung der Verwaltungsratsmitglieder allerdings auf „Grobe Fahrlässigkeit“. Das kann man den Verwaltungsräten allerdings nicht vorwerfen.
Anders bei den Vorständen Dr. Kurt Faltlhauser und Herrn Naser. Sie hatten die Möglichkeit, Einblick in alle Unterlagen zu nehmen, was sie aber nicht getan haben. Deshalb hat der Ausschuß gegen diese beiden Personen Klage erhoben.
Wenn die Richter feststellen, daß für die Klage kein Grund besteht, dann geht das auch in Ordnung. Dann wissen die Bürger, daß der Untersuchungsausschuß gute Arbeit geleistet und aufgedeckt hat, was damals wie gelaufen ist. (Applaus)
Die Staatsregierung hat aus diesen Vorgängen gelernt und bereits zwei Mal das Landesbankgesetz geändert. Einmal wurde externer Sachverstand hinzugezogen und ein anderes Mal wurde der Aktionsradius der Bank eingeschränkt - sowohl inhaltlich als auch räumlich. Die Bank soll sich nun ausschließlich um den Mittelstand kümmern. Die Landesbank ist noch immer eine Staatsbank mit öffentlichem Auftrag und muß deshalb Risiken wesentlich stärker prüfen als andere Banken.
In einem ersten Schritt wurde die Landesbank „entpolitisiert“. Ein zweiter Schritt, den auch der neue Finanzminister unterstützt, wird nun folgen. Besonders die Kontrollfunktionen müssen von Fachleuten wahrgenommen werden und nicht von Politikern, die ohnehin viele andere Aufgaben haben.
Aktuell läuft bei der EU ein Beihilfeverfahren wegen der Unterstützung für die Landesbank. Dem zu Folge soll die Bilanzsumme von 400 auf 200 Milliarden schrumpfen. Damit soll sie in die Lage versetzt werden, mit eigenen Mitteln zu überleben. Teil dieses Prozesses ist der Verkauf der Wohnungen der GBW und die Aufgabe zahlreicher Auslandsrepräsentanzen. Dazu soll ein Rückzahlungsplan für die Rettungsgelder erstellt werden.
Die Gelder, die die Landesbank zurückzahlt, möchte die FDP-Fraktion sofort an die Gläubiger weiterleiten und so die Staatsverschuldung tilgen, die durch die Rettung der Landesbank entstanden ist. (Applaus)
Die EU-Kommission verlangt auch von den Sparkassen, daß sie sich an den Stabilisierungsmaßnahmen beteiligen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die geprüft werden müssen. Bisher ist da aber noch nichts geschehen.
Karsten Klein war es wichtig, zu betonen: (O-Ton Es ist nicht der Wille....)
Er kritisierte auch Stimmen aus der Opposition, die dem Verkauf der Wohnungen der GBW widersprechen. Die Befürchtungen der SPD, die Mieter würden dadurch enorm belastet, entbehren der Grundlage. Dafür gibt es keine Anzeichen. Sollten solche Absichten erkennbar werden, würde die Staatsregierung den Verkauf stoppen.
Viele Zahlen belegen, daß die Koalition in München eine ganze Menge sehr guter Entscheidungen getroffen hat. Viele davon hatte er schon genannt. Seit die FDP den Wirtschaftsminister stellt, hat Bayern sogar Baden-Württemberg überholt.
Insbesondere die Zusammenarbeit von Hochschulen und Mittelstand zu fördern ist besser als 100 Förderprogramme. Wenn man zukünftig den Mittelstand fördert, wird er auch Wachstum generieren und dazu beitragen, daß der Haushalt konsolidiert und die Staatsverschuldung abgebaut wird. Damit schließt sich der Kreis.
Karsten Klein ging noch auf einige FDP-interne Dinge ein. Die FDP ist die einzige Partei, die zu allererst dem Bürger und erst dann dem Staat vertraut! Verbotsorgien, wie sie die Grünen so lieben, sprechen vor allem vom Mißtrauen gegenüber dem Bürger.
Trotzdem sind sich auch die Liberalen bewußt, daß es ohne den Staat nicht geht. Er muß sich aber aus Dingen heraus halten, die ihn nichts angehen. Einen gesunden Kompromiß muß die FDP in ihrem Grundsatzprogramm verankern.
Die FDP ist auch die einzige Partei, die zur Globalisierung steht und darin Chancen sieht, auch wenn sie Herausforderungen mit sich bringt. Der Staat muß dabei unterstützen, diese Herausforderungen zu meistern – etwa durch eine schlüssige Rohstoffstrategie.
So muß etwa eine Antwort auf die Herausforderungen aus China gefunden werden. Auch diese Aufgabe sollte im Grundsatzprogramm der FDP verankert werden.
Obwohl viele Themen die Partei 2011 gelähmt haben, steht sie doch mit der Absicht die Steuern zu senken ganz allein. Die Grünen haben beschlossen, die Steuern stark zu erhöhen – den Spitzensteuersatz etwa auf 49%. Die Vermögensabgabe, die später zur Vermögenssteuer werden wird, soll 100 Milliarden Euro einbringen. Die Umsatzsteuer soll erhöht werden um 3,4 Milliarden Euro zu bringen. Die Erbschaftssteuer soll verdoppelt und Unternehmenssteuern 500 Millionen zusätzlich bringen. Mehrere Erleichterungen wollen die Grünen zurücknehmen. Die Süddeutsche Zeitung nannte das eine „Steuer-Erhöhungs-Orgie“. Diesen „Gutmenschen“ auf Kosten der Leistungsträger muß das Handwerk gelegt werden.
Erstaunlicherweise bekämpft die SPD die Abschaffung der „kalten Progression“ – gänzlich unverständlich, käme gerade das den niedrigen Einkommen zu Gute.
Außerdem hat die FDP die Einführung der Euro-Bonds zur Rettung Griechenlands verhindert. Angela Merkel war schon in diese Richtung unterwegs...
Die FDP ist die einzige Kraft, die so etwas verhindern kann. CDU/CSU hat die meisten Steuererhöhungen durchgeführt – in einem Gesamtvolumen von 37 Milliarden Euro. (O-Ton die roten – die grünen..... Applaus)
Karsten Klein meinte, die FDP kann mutig in die Zukunft gehen und zuversichtlich auf die kommenden Wahlen schauen. Die FDP braucht Bayern aber Bayern braucht auch die FDP.
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Sandra Bubendorfer dankte Karsten Klein für die klaren Worte und dankte ihm mit einem Gesteck, an dem lange Geduldsfäden angebracht waren. Wenn ihm dann manchmal der Geduldsfaden reißt, kann er sich ja immer an den Abend in Ampfing erinnern...
44 Die Jugend-EM/WM der Eisstockschützen in Waldkraiburg 13:20
Verwirren konnten die ersten Bilder auf dem großen Bildschirm an der Stirnseite der Eishalle in Waldkraiburg, deren Eisfläche zur Hälfte für die Eröffnungsfeier abgedeckt war.
Moderator Thomas Föckersberger begrüßte die Zuschauer zu den 48. Europameisterschaften und zweiten Jugendweltmeisterschaften und lud die Sportler und Funktionäre zum Einmarsch.
Dann zogen die Sportler ein, angeführt von der großen Mannschaft aus Österreich.
Die nächsten waren die Brasilianer.
Dann die Eisstockschützen aus Tschechien.
Die nächsten kamen aus Kolumbien.
Auch aus Ungarn war eine kleine Gruppe dabei.
Aus Italien waren wieder mehr Aktive in der Mannschaft dabei.
Die Eisstockschützen aus Slowenien folgten,
dann die Mannschaft aus der Schweiz.
Als letzte die große deutsche Mannschaft.
Sie alle nahmen nebeneinander Aufstellung.
Zu einer Eröffnungsfeier gehört ein Rahmenprogramm – meinte Moderator Thomas Föckersberger und begrüßte die FG Waldburgia. Sie zeigten zunächst ihren Gardetanz.
Es folgte das Prinzenpaar Marina I. und Marco I. mit ihrem Prinzenwalzer.
Ein Video mit Sportlern aus aller Welt, die sich „tierisch“ auf Waldkraiburg freuten folgte als nächster Programmpunkt.
Nach den „tierisch erfreuten“ Sportlern folgte das Video mit dem offiziellen WM-Song, den der Waldkraiburger Volker Thomas komponiert hatte und der von der 17-jährigen Trostbergerin Johanna Krins interpretiert wird: „Hopes and Dreams“.
Die FG Waldburgia entführte die Zuschauer nach Frankreich.
Und auch das Prinzenpaar begeisterte mit ihrem Showtanz.
Nun begrüßte Thomas Föckersberger Organisatoren und Honoratioren: OK-Chef Ulli Maier, Bürgermeister Siegfried Klika, die ehemalige Miß Bayern Tanja Maderholz, Landrat Georg Huber, Schirmherrn Umweltminister Dr. Marcel Huber, den Präsidenten des DESV Christian Lindner und Manfred Schäfer, den Präsidenten des Internationalen Eisstockverbandes.
OK-Chef Ulli Maier war froh, daß die viele Arbeit in vier Jahren Vorbereitung so gut gelaufen ist. Er gratulierte allen und dankte für das Herzblut, das da hineingeflossen ist.
Er begrüßte alle Sportler und Funktionäre, die Sponsoren und Honoratioren. Und natürlich die vielen Zuschauer.
Vier Jahre Vorbereitung, unzählige Meetings, harte Verhandlungen mit Behörden, die permanente Suche nach Geld, das alles hat ihn und seine 280 Helfer sehr gefordert.
Wenn alle von „Burn-Out“ reden, dann sind sie drei Evolutionsstufen weiter – haben nur noch keinen Namen dafür....
Sie haben die harte und ermüdende Arbeit geschafft. Dafür dankte er allen Helfern, besonders aber Franz Belkot, dem unermüdlichen Antreiber und Thomas Will, der die Weitenbahn so perfekt vorbereitet hat. Weiters Sepp Pasdorfer, Andrea Mittermeier, Marion und Christian Engelbrecht und Alexander Beer.
Ein weiterer besonderer Dank galt den Stadtwerken Waldkraiburg, die fast rund um die Uhr für sie gearbeitet haben sowie der Stadt Waldkraiburg.
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Bürgermeister Siegfried Klika hatte erst ein herzliches „Welcome to Waldkraiburg“. Er war begeistert vom Erlebten und schloß sich Ulli Maier an, dankte allen, die an der Vorbereitung mitgeholfen haben. In der langen Zeit der Vorbereitung hat er erlebt, daß es in der Sportstadt Waldkraiburg auch sehr viele gute Organisatoren gibt. Die „Familie“ der Stadt Waldkraiburg hat es geschafft. Dazu gehören von den Sportlern über die Mitarbeiter der Stadt und der Stadtwerke, dem Stadtrat, der Sponsoren bis hin zu den Bürgern alle dazu.
Auch Bürgermeister Siegfried Klika dankte dem Komitee dafür, daß sie sich so für die Stadt eingesetzt haben. Die Stadt wird sich bemühen, gute Gastgeber zu sein. Er wünschte allen viel Freude in Waldkraiburg, guten Sport und eine gute Gemeinschaft untereinander. (O-Ton 2:05:50:00 – Stock Heil ....)
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Tanja Maderholz – Botschafterin des Eisstocksports – freute sich dabei zu sein. Sie hieß alle herzlich willkommen und wünschte viel Erfolg und viel Glück.
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Auch Landrat Georg Huber hieß die Gäste in Waldkraiburg willkommen. Eisstocksport ist keineswegs ein angestaubter Rentner-Sport. Nicht alte Herren sondern junge Mädchen und Burschen leisten hier hochwertigen Wettkampfsport. Sie werden beweisen, daß Eisstockschießen ein Leistungssport ist, der hohe Anforderungen an den Einzelnen und die Teams stellt.
Auch Landrat Huber wünschte allen viel Freude an ihrem Sport und viel Erfolg in fairen Wettbewerben. Sie sollten die Wettkämpfe genießen. Alles nötige dafür haben Organisationskomittee, Stadt und Stadtwerke und die Sponsoren getan. Ihnen allen galt Landrat Hubers herzlicher Dank. Waldkraiburg wird seinem Namen als Sportstadt alle Ehre machen.
(O-Ton)
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Schirmherr Dr. Marcel Huber freute sich, weil Bayern an diesem Abend im wintersportlichen Ausnahmezustand ist. Gleichzeitig wurde in Ruhpolding die Biathlon-Weltmeisterschaft eröffnet. Er war auch stolz darauf, daß hier in seinem Heimatlandkreis eine Welt- und Europameisterschaft stattfindet, was ja wirklich keine Alltäglichkeit ist. Er hieß alle Gäste auch im Namen der bayerischen Staatsregierung herzlich willkommen.
Auch als Gesundheitsminister freute er sich, weil jede sportliche Betätigung der Gesundheit dient. Vielleicht gehen ja von dieser Meisterschaft Impulse für den Breitensport aus. Und wenn junge Menschen Sport treiben, hat das Folgen für ihr ganzes Leben. Deshalb bedankte er sich für die Jugendarbeit in den Vereinen und Verbänden.
Auch Staatsminister Dr. Marcel Huber wünschte faire und sportliche Wettkämpfe und hoffte, daß die Teilnehmer Bayern in guter Erinnerung behalten werden.
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Der Präsident des Deutschen Eisstock-Verbandes – Christian Lindner – freute sich, daß Jugendmeisterschaft und Meisterschaft der Damen und Herren zur gleichen Zeit am gleichen Ort stattfinden können. Damit wird dieser schöne Sport in seiner ganzen Fülle präsentiert.
Sein Dank galt den Nachwuchssportlern, die dem Sport eine Zukunft geben. Auch den 280 Helfern dankte er und freute sich auf spannende Wettkämpfe mit fairem und dopingfreiem Sport.
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Manfred Schäfer – Präsident des Internationalen Eisstockverbandes dankte Dr. Marcel Huber für die Übernahme der Schirmherrschaft und lobte die Arbeit des Organisationskomitees. Sie sind gern nach Waldkraiburg gekommen.
Er freute sich über die Gäste aus Kolumbien, die erstmals an einer Weltmeisterschaft teilnehmen. Aber auch allen anderen Teilnehmern galt sein Willkommensgruß. Er wünschte faire Spiele und Wettkämpfe.
Dann bat er Stephan Turner zu sich, der den Eid der Aktiven ablegen sollte.
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(O-Ton)
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Nun brachten sechs Sportler aus der Schweiz die Fahne ins Stadion, wo sie zunächst an deutsche Sportler übergeben, und dann neben der Fahne des DESV aufgezogen wurde.
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Damit erklärte Manfred Schäfer die Spiele für eröffnet. (O-Ton)
„Keller Steff und Band“ machten nun im Eisstadion Party und wer wollte, konnte im benachbarten Festzelt die Gemeinschaft genießen.
Dort lagen schon die Gastgeschenke bereit, die an die Mannschaftsvertreter ausgegeben wurden. Die meisten Sportler wollten Kraft tanken und zogen sich frühzeitig zurück.
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Wir haben uns tags darauf den Weitenwettbewerb im Zelt auf dem Volksfestplatz angeschaut.
Dort kämpften verwegeme Athleten darum, den Eisstock so weit wie möglich zu schießen. Da an diesem Tag sehr feuchtes Klima herrschte, bildete sich auf halbem Weg der Bahn eine Nebelwolke und behinderte die Sicht.
Schon an diesem ersten Wettkampftag hatten sich zahlreiche Zuschauer eingefunden und feuerten die Eisstockschützen an.
Für Stimmung sorgte Thomas Föckersberger mit seiner Moderation und guter Musik.
Während manche den Eisstock weit über 80 Meter weit schossen, reichte es bei anderen nicht für 50.
Es wurde immer der selbe Eisstockkörper benutzt. Jeder Sportler schraubte seinen eigene Stock hinein. So wurden gleiche Wettkampfbedingungen für alle Teilnehmer geschaffen.
Die Fans feuerten ihre Favoriten an und Thomas Föckersberger heizte zusätzlich ein....
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Später warteten im Eisstadion die Trophäen und Medaillen auf die Sieger.
Voran die Damen mit den Bronze, Silber und Goldmedaillen, dann die Mannschaften marschierten ins Stadion ein.
Nach der Begrüßung hatte IFI-Chef Manfred Schäfer die erste Goldmedaille für OK-Chef Ulli Maier und sein Team. Sie hatten sie sich für die perfekte Vorbereitung verdient.
Dann rief Thomas Föckersberger Sieger, Zweit- und Drittplatzierte aufs Stockerl.
Manfred Schäfer überreichte die Medaillen, Tanja Maderholz die Blumen und Bürgermeister Siegfried Klika die Trophäen.
Wie bei Europa- und Weltmeisterschaften üblich: Die Fahne und die Hymne des Siegerlandes.
An diesem Abend fanden drei Siegerehrungen statt: für die Weitenwettbewerbe in den drei Altersklassen U16, U19 und U23.
Die weiteren Wettbewerbe der Jugenmeisterschaft zeichneten ein sehr positives Bild, sowohl vom Eisstocksport als auch von der Sportstadt Waldkraiburg.
45 Fußball Bayernliga: TSV Buchbach gegen SpVgg. Unterhaching II 15:30
Noch ein bißchen grau und farblos lag der Platz im Jahnstadion vor der Tribüne, um die herum der Verein viele Büsche und Bäume abgeholzt hatte. Carl Orffs „Carmina Burana“ aus dem Lautsprecher unterstrich die triste Stimmung im spätwinterlichen Buchbach, als mit der Spielvereinigung Unterhaching der Tabellenletzte der Bayernliga zusammen mit den sechstplatzierten Hausherren auflief.
Die Buchbacher hatten ein Trainingslager in Portugal absolviert und waren guter Dinge. Ein Testspiel danach hatten sie aber nur mühsam gewonnen.
Die erste Bayernliga-Partie sollte eine Positionsbestimmung sein – auch wenn der Gegner auf dem Papier das nur bedingt erwarten ließ.
Auch wenn die Sonne nicht schien, war es angenehm warum und so genehmigten sich die Zuschauer schon mal ein Bierchen im Freien.
Die Langzeitverletzten der vergangenen Saison – die Hain-Brüder und Stefan Lex saßen beim TSV Buchbach wieder auf der Bank oder spielten von Anfang an mit. In der Winterpause war Christoph Behr vom SV Wacker Burghausen gekommen und lief auch gleich mit auf.
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Buchbach ganz in rot begann von rechts nach links.
Noch kurz die Köpfe zusammenstecken und Buchbach stieß an.
Vierte Minute: Lennart Hasenbeck läßt Aleksandro Petrovic aussteigen: Freitstoß Buchbach: Manuel Neubauer trifft den Kopf von Christoph Behr, der den Ball aber nicht unter Kontrolle bringen kann. Hoch drüber.
Zwei Minuten später: Ecke Buchbach: Ralf Klingmann schießt platziert aber Gästetorhüter Marjan Krasnic kann in letzter Sekunde klären. Thomas Breu’s Nachschuß können die Gäste am Tor vorbei ins Aus lenken. Nochmal Ecke: Diesmal hat Krasnic den Ball sicher.
Nach dieser druckvollen Anfangsphase des TSV Buchbach begann das Spiel im Mittelfeld zu verlaufen.
Dann dieser Einwurf: Behr verlängert auf Petrovic, der einen Fallrückzieher versucht, dabei aber Andreas Roth zu Boden reißt. Das hat gefährlicher ausgesehen als es war.
Dann spielte Manuel Neubauer erstmals seine Geschwindigkeit aus: Seine Flanke findet keinen Adressaten.
Als Unterhaching erstmals gefährlich vors Tor der Gastgeber kommt, können sich die nur unfair helfen. Freistoß gleich außerhalb der Strafraumgrenze und eine Ermahnung für Kapitän Alex Neulinger. Den Freistoß kann Buchbach entschärfen.
In der 20. Minute wechselt Unterhaching die Seite. Ralf Klingmann behindert Unterhachings Jeotrim Sehiratscha: Freistoß. Lennart Hasenbeck schießt und Dominik Süßmeier muß nachfassen.
Zwei Minuten später: Nach Abschlag Marjan Krasnic kann Ralf Klingmann nur auf Kosten einer Ecke retten. Die kann Süßmeier zunächst nur wegfausten, hat den Nachschuß dann aber sicher.
25. Minute: Klingmann paßt in die Spitze und Thomas Breu versucht Manuel Neubauer in Szene zu setzen. Marjan Krasnic war schneller – Zudem hatte der Schiedsrichterassistent die Fahne oben – Abseits.
Unterhaching kam jetzt druckvoller. Alex Neulinger konnte Kadrijaj nur festhalten. Freistoß Unterhaching. Der ist aber kein Problem für Dominik Süßmaier.
Dann sieht der Schiedsrichter hier ein Foul und gibt Freistoß für Buchbach. Der landet in Nachbars Garten.
Drei Minuten später: Manuel Neubauer kann sich der Angriffe von Ünal Tosun nicht erwehren und geht zu Boden. Ralf Klingmanns gezielten Freistoß kann der starke Gästeschlußmann problemlos halten.
Gleich drauf läßt Daniel Roppert Lennart Hasenbeck aussteigen und sieht dafür Gelb.
Buchbach wurde wieder stärker. Thomas Breus Flanke findet aber hier keinen Angreifer und geht am leeren Tor vorbei.
Dann bringt Kevin Staudigl Aleksandro Petrovic zu Fall. Und Stefan Denk stößt ihn zu Boden als der versucht, den Ball wegzuschlagen. Ein klärendes Gespräch sorgt für Ruhe.
Ralf Klingmanns Freistoß kommt über Umwege zu Stefan Denk, der Torhüter Marjan Krasnic überlupft. Der Schiedsrichter verweigert den Treffer und pfeift Abseits. Aus unserer Perspektive ist klar zu erkennen, daß Petrovic weder den Ball mit der Hand gespielt hatte noch daß er im Abseits stand. Das Tor hätte gelten müssen.
Für diesen Haken sah Kapitän Alex Neulinger die gelbe Karte – total unnötig!
Das wars in der ersten Hälfte, in der Buchbach über weite Strecken das Spiel bestimmt hatte. Das Tor hätte zählen müssen. So aber stand es 0:0.
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Der zweite Durchgang: Buchbach jetzt von links nach rechts.
Hier kollidiert Christoph Behr mit Andreas Roth und sieht dafür die gelbe Karte. Roth muß außerhalb des Spielfelds behandelt werden, kann aber gleich drauf wieder mitmachen.
In der 59. Minute dieses Foul von Alexander Winkler an Thomas Breu. Der Freistoß knallt an die Latte. Es will einfach kein Tor fallen an diesem Nachmittag!
Dann sieht Patrick Irmler hier Gelb, weil er den Ball mit der Hand gespielt hatte. Auch diese gelbe Karte absolut überflüssig!
Dann mäht Alexander Buch Manuel Neubauer um. Der muß behandelt werden und Buch sieht den gelben Karton für diese rüde Attacke. Verstehen kann er‘s nicht!
Bei der Abwehr von Ralf Klingmanns Freistoß stützt sich ein Unterhachinger auf Petrovic auf, der deshalb zu Boden geht. Der Schiedsrichter deutet sofort auf den Punkt: Elfmeter für Buchbach.
Aller Protest half nichts, führte nur zu einer weiteren gelben Karte für Lennart Hasenbeck – wegen Meckerns!
Ralf Klingmann tritt an - - und - - Krasnic wehrt mit dem Fuß ab! Es bleibt beim 0:0.
Gleich nach dem Einwurf die nächste Chance: Der Ball kommt zurück in den gegnerischen Strafraum. Petrovic überwindet Krasnic wird dann von Thomas Angermeier umgerannt. Der Pfiff des Unparteiischen bleibt aus – das Foul ungeahndet.
65. Minute: Langer Paß auf Neubauer der das Tor nicht trifft. Thomas Breu kommt einen Schritt zu spät und nicht mehr heran.
Dann wieder die Gäste über rechts. Buchbach kann zunächst klären, den schwachen Nachschuß ins Toraus lenken. Die Ecke ist zunächst kein Problem, der Nachschuß fordert Süßmeier bevor Buchbach endlich klären kann.
Dann Unterhaching über rechts: Buchbach kann erst klären, und der schwache Nachschuß kullert am Tor vorbei ins Aus.
Das selbe Bild bei der Ecke: Erst kann Buchbach klären, dann Süßmeier den Nachschuß abwehren und dann Buchbach endgültig entschärfen.
Dann Ecke von links für Buchbach: Manuel Neubauer tritt an und --- Aleksandro Petrovic per Kopf ins Netz – 1:0 - Da war die Freude groß.
Dann Freistoß für Unterhaching aus gefährlicher Distanz: Den kann Buchbach knapp neben Dominik Süßmeiers Kasten vorbei lenken. Die folgende Ecke ändert nichts am Spielstand.
In der 72 Minute nimmt das Buchbacher Trainerteam Thomas Breu vom Platz und verstärkt mit Björn Hertel die Abwehr. Damit reagieren sie auf den erheblichen Druck, unter den Unterhaching sie nun setzte.
Dann dieser Einwurf für Unterhaching: Daniel Roppert kann Lennart Hasenbeck nur so vom Ball trennen, der schon frei vor Süßmeier steht. Der Schiedsrichter denkt nicht lange nach und pfeift Elf-Meter. Hasenbeck tritt selbst an und trifft zum 1:1 Ausgleich. Süßmeier chancenlos.
Buchbach reagiert sofort und verstärkt mit Thomas Hamberger den Angriff. Für ihn geht Stefan Denk vom Platz.
Dann versuchen sie Manuel Neubauer einzusetzen, der sich zwar durchsetzen kann, aber wieder keinen freien Anspielpartner vor dem Tor findet.
Seinen zweiten Versuch lenken die Gäste neben’s Tor.
Er schießt die Ecke selbst, die in einem Konterversuch verpufft.
Dann rennt Alexander Winkler kurz vor der Strafraumgrenze den anstürmenden Petrovic um: Freistoß in bester Position. Klingmann erst in die Mauer und später Max Hain ins Nirvana.
In der 80. Minute kommt bei Buchbach für Daniel Roppert Stefan Lex.
Sechs Minuten vor Schluß diese Aktion: Manuel Neubauer bekommt den Ball, kann ihn aber gegen die anstürmenden Hachinger nicht kontrollieren.
In der 84. Minute wechselt Unterhaching: Für Tosun Ünal kommt Maximilian Schuster.
Dann wieder Behr: Er scheitert an Marjan Krasnic.
Bei diesem Foul verletzte sich Aleksandro Petrovic und muß behandelt werden. Ralf Klingmanns Freistoß landet am gegenerischen Außennetz.
Die folgende Ecke versucht erst Stefan Lex zu verwerten und dann Petrovic. Der Schiedsrichter sieht hier kein Foul sondern Abseits!
Zwei Minuten vor Schluß bringt Gästetrainer Harry Deutinger Alexander Schneider für Lennart Hasenbeck.
Vielleicht ein letzter Versuch: Christoph Behr stürmt in den Strafraum und wird dort ziemlich rabiat abgedrängt. Die nächste Ecke für Buchbach: Und auch die bleibt ohne Folgen. Marjan Krasnic war einfach nicht zu überwinden.
Noch ein Wechsel bei Unterhaching: In der 89. Spielminute kommt für Kevin Staudigl Robert Glatzl.
Dann passiert nichts mehr. Es bleibt beim 1:1 Unentschiden. Während Buchbach trotz des gewonnenen Punktes auf den siebten Tabellenplatz abrutscht, verändert sich Unterhaching nicht.
Trotzdem sah Gästetrainer einen deutlichen Aufwärtstrend seiner Mannschaft. (O-Ton)
Sepp Kupper war nicht sehr zufrieden. (O-Ton)
46 Die Eröffnung der 9. Eisstock-WM in Waldkraiburg - Ein Fest auch für die Sinne 11:20 11 16.03.12
Die Europa- und Weltmeisterschaft der Jugend-Eisstockschützen war in der Woche zuvor sehr erfolgreich gewesen. So freuten sich Veranstalter und Stadt Waldkraiburg auf die Weltmeisterschaft der Erwachsenen.
Die Ränge im Eisstadion waren voll besetzt, als die Aschauer Blaskapelle die Mannschaften hereinbegleitete.
Die Ehrentribüne war voll besetzt: Was im Landkreis und darüber hinaus Rang und Namen hat war da und feierte mit.
Die Vorfreude stand den Athleten genauso ins Gesicht geschrieben wie den Eiskunstlaufkindern des VfL. Es bot sich ein imposantes Bild während sich Waldkraiburg in Bildern auf dem Monitor vorstellte.
Nachdem Kathie Kleff die Gäste begrüßt hatte, zeigten die Nachwuchs-Eiskunstläuferinnen des VfL eine beeindruckende Show und um das verhüllte Gebilde in der Mitte der Eisfläche.
Der Titel: „Fire and Ice“
Die „Dancing Spirits“ aus Vilsbiburg begeisterten mit Feuerakrobatik.
Dann zogen die Eiskunstlauf-Kinder mit den Fahnen der Nationen ein und nahmen Aufstellung.
Kathie Kleff rief Nation für Nation herein und die Kinder holten sie ab wobei sie den Mannschaften die Fahnen übergaben.
Die erste Mannschaft kam aus Australien.
Die nächste Mannschaft waren die Nachbarn aus Österreich.
Weils in ihrer Sprache mit „B“ beginnt, waren die nächsten die Gäste aus Weißrußland.
Die Mannschaft aus Brasilien.
Die Mannschaft aus Kanada.
Aus Kolumbien war eine ansehnliche Mannschaft dabei.
Ebenso aus Tschechien.
Viel kleiner – die Mannschaft aus Dänemark.
Skandinavien vertrat auch die Mannschaft aus Finnland.
Aus Südamerika: Die kleine Mannschaft aus Guatemala.
Eine noch kleinere Mannschaft war aus Ungarn gekommen.
Sogar aus Israel waren Eisstock-Wettkämpfer angereist.
Und natürlich aus Italien, das eines der Stammländer des Eisstocksports ist. Entsprechend groß die Mannschaft.
Aus einer ganz anderen Ecke der Erde: Die Mannschaft aus Kenia! Sie waren die Kälte nicht so gewohnt und entsprechend dick vermummt.
Luxemburg hat im Wintersport schon ab und an für Schlagzeilen gesorgt. Auch von dort waren Wettkämpfer dabei.
Viele Deutsche gibt es in Namibia. Da ist es nicht verwunderlich, daß dort Eisstock geschossen wird.
Die nächste Mannschaft aus Paraguay. Auch dort gibt es eine große deutsche Gemeinde und somit eine große Mannschaft.
Die nächste Manschaft aus unserem Nachbarland Polen.
In Rußland wird nicht nur Eishockey gespielt, es gibt auch eine Eisstock-Mannschaft.
Die nächste Mannschaft aus Slowenien.
Die letzte Weltmeisterschaft hatte die Schweiz ausgerichtet. Sie hatten eine große Mannschaft geschickt.
Wie in Rußland, so wird auch in der Ukraine Eisstock geschossen. Von dort kam die nächste Mannschaft.
Die vorletzte und wirklich kleine Mannschaft kam aus den Vereinigten Staaten.
Den Abschluß machte die Deutsche Mannschaft, die eine der größten ist, die an dieser Weltmeisterschaft dabei waren.
Die Eisläuferinnen enthüllten die Eisskulptur von Christian Schranner.
Kathi Kleff begrüßte Organisatoren und Honoratioren, unter ihnen Staatsminister Dr. Marcel Huber, MdB Stephan Mayer, Landrat Huber, Bürgermeister Siegfried Klika und die Repräsentanten des Eisstocksports Christian Lindner und Manfred Schäfer. Natürlich war die ehemalige Miß Bayern Tanja Maderholz dabei.
OK-Chef Ulli Maier sah in der erfolgreichen Junioren-Meisterschaft einen perfekten Auftakt für diese Weltmeisterschaft. Er dankte allen Helfern und Gästen, die eine wunderbare Party ermöglicht haben. Nun begrüßte er alle Gäste zu dieser Weltmeisterschaft. (O-Ton)
Vier Jahre Vorbereitung, unzählige Meetings, viele Arbeitsgruppen, tausende Stunden haben die 280 ehrenamtlichen Helfer geleistet. Ihnen allen galt Ulli Maiers Dank.
Sein Dank galt auch den Stadtwerken und der Stadt Waldkraiburg.
Die Weltmeisterschaft soll nun dem Sport und der Stadt Waldkraiburg für lange Zeit in Erinnerung bleiben.
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Der Dank an die Organisatoren und Sponsoren war auch in den Grußworten der folgenden Redner zentrales Anliegen. Dank galt auch dem Eisstockverband für die Vergabe der Austragung der Meisterschaft an Waldkraiburg vor vier Jahren.
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„Triff die Welt“ ist der Slogan dieser Weltmeisterschaft – meinte Bürgermeister Siegfried Klika. Ihnen allen galt „Welcome to Waldkraiburg“.
Die zurückliegenden Jahre haben gezeigt, daß es in der Sportstadt Waldkraiburg nicht nur gute Sportler sondern auch hervorragende Organisatoren gibt. Ihnen allen galt sein Dank.
Dies alles und der zahlreiche Besuch zeigt, daß man sich auf die Waldkraiburger verlassen kann.
Siegfried Klika wünschte allen Sportlern und Funktionären eine erfolgreiche Weltmeisterschaft.
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Auch Tanja Maderholz, Botschafterin des Eisstocksports hieß alle Gäste herzlich willkommen und freute sich auf die Weltmeisterschaft. Allen Sportlern wünschte sie viel Glück und Erfolg.
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Landrat Georg Huber freute sich, den Startschuß für dieses großartige internationale Event miterleben zu können.
Traditionsbewußt und trotzdem modern – das macht den besonderen Reiz des Eisstocksports aus. Bis ins 13. Jahrhundert geht die Geschichte dieses Sports zurück. Auch heute ist die Begeisterung für diesen Sport ungebrochen, der sowohl Konzentration als auch Physis fordert. Er wünschte allen Sportlern viel Erfolg und neben den Wettkämpfen auch schöne Erlebnisse in Waldkraiburg und im Landkreis Mühldorf. Auch Landrat Huber dankte Organsiatoren und Sponsoren und einen reibungslosen Ablauf und spannende Entscheidungen.
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Schirmherr – Bayerns Umwelt- und Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber sah Bayern im Zentrum des Interesses der Wintersportfreunde auf der ganzen Welt. Er freute sich über die vielen Gäste aus so vielen Ländern in der Eisstocknation Bayern.
Auch wenn fast jeder Zuschauer schon einmal selbst Eisstock geschossen hat, war das doch etwas ganz anderes als das, was die Athleten hier zeigen. Das hier ist Präzisions- und Spitzensport. Man kann eigentlich gar nicht verstehen, warum Eisstock-Schießen noch immer keine olympische Disziplin ist! (Jubel)
Dr. Marcel Huber wünschte allen Sportlern unfallfreie, faiere und sportliche Spiele.
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MdB Stephan Mayer – Mitglied im Sportausschuß des deutschen Bundestages – freute sich über die Vergabe der Weltmeisterschaft an die Sportstadt Waldkraiburg und wünschte allen Sportlern alles Beste für die Wettkämpfe und wies auf das umfangreiche Kulturprogramm in der Stadt hin.
Auch MdB Stephan Mayer erwartete die Aufnahme des Eisstockschießens in die Reihe olympischer Disziplinen.
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Der Präsident des deutschen Eisstockverbandes Christian Lindner freute sich, die Erwachsenen-Wettbewerbe und die Jugendwettbewerbe am selben Austragungsort zu haben. Das hat eine perfekte Organisation möglich gemacht. Nun endlich kann es losgehen und wird nach dem Ende allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben. Allen Sportlern wünschte er faiere Wettkämpfe und dopingfreien Sport.
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Auch IFI-Präsident Manfred Schäfer freute sich über die zahlreichen Sportler aus Übersee, die alle rechtzeitig eingetroffen sind. Er überreichte Staatsminister Dr. Marcel Huber einen Eisstock als Geschenk und zur Erinnerung an diese Weltmeisterschaft.
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Manfred Schäfer bat den Oberbergkirchner Christian Engelbrecht zu sich, der den Eid der Aktiven sprechen sollte: (O-Ton)
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Kathi Kleff sang die Nationalhymne.
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Die Sportler aus dem vorangegangenen Austragungsort in Italien brachten die Fahne des Internationalen Eisstock-Verbandes herein. Sie übergaben die Fahne in der Mitte des Stadions an Mitglieder der deutschen Mannschaft, die sie neben der Fahne des Deutschen Eisstockverbandes hißten.
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(O-Ton Manfred Schäfer)
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Im nächsten Programmpunkt brachte Johanna Krins den WM-Song „Hopes and Dreams“ und zwei weitere Lieder.
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Damit war die Eröffnungsfeier zu Ende und Aktive, Funktionäre und Gäste wechselten ins Festzelt, wo die Gäste ihre Gastgeschenke erhielten. Schon auf dem Weg dorthin mußten die Mitglieder der deutschen Mannschaft Autogramme geben. Damit war die Weltmeisterschaft in Waldkraiburg eröffnet und fünf Tage spannender Wettkämpfe sollten folgen.
47 Die Eisstock-WM in Waldkraiburg - Der Finaltag 17:00
Fast eine ganze Woche mit Wettkämpfen lag hinter den Veranstaltern als am letzten Tag zwei Höhepunkte anstanden: Die Finale im Mannschaftsspiel. Gerade als wir ankamen, begannen die Damen: Österreich gegen Tschechien.
Das Stadion war bis auf den letzten Platz ausverkauft und auf den Korridoren boten Zubehörverkäufer ihre Waren feil.
Während Stadionsprecher Thomas Föckersberger die Damenmannschaften vorstellte und diese dann ihren Wettkampf austrugen, haben wir mit Vertretern der Mannschaften gesprochen, die fast alle bis zum letzten Tag dabei waren, auch wenn sie mit den Wettbewerben längst nichts mehr zu tun hatten. Wie hier die aus Namibia.
Wie hat’s ihnen hier in Waldkraiburg gefallen? (O-Ton Detlef Pfeiffer)
Und wie haben Sie sportlich abgeschnitten? (O-Ton)
Wie haben Sie sich auf die Weltmeisterschaft vorbereitet – in Namibia haben Sie ja keine Eisbahn? (O-Ton)
Eisstockschießen ist sicher nicht typisch für Namibia. Wie sind Sie denn zum Eisstockschießen gekommen? (O-Ton Jesaja Muschpokta )
Da gab es nicht nur Eisstöcke und Verpflegung sondern auch Kunsthandwerk aus Kenia.
Ein Zuschauer hatte seine Trompete mitgebracht und sorgte für Unterhaltung.
Simon Kibali, Sie kommen aus der Kenianischen Hauptstadt Nairobi. Da gibt es sicher keine Eisbahn. Wo trainieren Sie? (O-Ton) Wir spielen auf Asphalt. Der ist zwar sehr rauh, aber das ist gut für uns.
Wie ist es ihnen ergangen, als sie zum ersten Mal auf Eis geschossen haben? (O-Ton ) Es ist sehr glatt und erfordert viel weniger Kraft. Das war zunächst schwierig für uns, aber dann haben wir uns schon dran gewöhnt.
Wie kamen Sie denn zum Eisstockschießen? (O-Ton) Das waren unsere Sportlehrer, die hier studiert und den Sport mit nach Kenia gebracht haben.
Wie haben Sie Waldkraiburg und Bayern erlebt? (O-Ton) Oh! Es war sehr kalt, aber die Leute waren sehr freundlich und wir hatten eine wundervolle Zeit hier.
Ihr seid die Schweizer Mannschaft. Sicher nicht alle aus der gleichen Stadt. Wo sind ihre Mitglieder zu Hause? (O-Ton)
Wie haben Sie abgeschnitten? (O-Ton 7:31:05 Jörg Bruhn)
Sie haben die letzte Weltmeisterschaft vor vier Jahren ausgerichtet. Wie sehen Sie im Vergleich dazu die Meisterschaft hier in Waldkraiburg? (O-Ton)
Und die Stadt Waldkraiburg? (O-Ton)
Bürgermeister Siegfried Klika hatte seinen Kollegen aus Lichtenberg im Allgäu zu Gast, der sich die Reise nach Waldkraiburg während eines Eisstock-Turniers „verdient“ hatte.
Herr Isenmann, Sie sind der Mannschaftsführer der Eisstockmannschaft aus Israel. Wie sind Sie denn in Waldkraiburg aufgenommen worden? (O-Ton)
Israel ist sicher kein typisches Wintersportland und erst recht kein Eisstockland. Wie kam das Eisstockschießen nach Israel? (O-Ton)
Welche Trainingsbedinungungen gibt es in Israel? (O-Ton)
Wie war es dann hier erstmals auf Eis? (O-Ton)
Und wie haben Sie abgeschnitten? (O-Ton)
Wirklich von ganz weit her kam Peter Mensel – aus Canberra in Australien! Auch wenn es in Australien Wintersportgebiete gibt, ist der Eisstocksport doch keine typische Sportart. Wie kamen Sie zum Eisstockschießen? (O-Ton – englisch) Mein Vater hat mich dazu gebracht, der aus Österreich nach Australien ausgewandert ist. Er hat einige Jahre um den Canberra-Eisstock-Cup gespielt.
Sie haben in Canberra ja auch kein Eis. Wo trainieren Sie denn? (O-Ton) Auf Beton und Asphalt. Wir waren vor der WM in Österreich. Da – in Steyr – haben wir zum ersten Mal auf Eis gespielt und jetzt gleich die WM bestritten!
Sind Sie zufrieden mit Ihrem Abschneiden? (O-Ton) Ja klar. Das australische Herrenteam ist ja schon ein paar Jahre dabei. Letztes Mal haben wir die B-Gruppe gewonnen und sind deshalb dieses Mal in die A-Gruppe aufgestiegen. Und da wurden wir 8. – das ist ein großer Erfolg.
Aber das Damenteam ist erstmals in der B-Gruppe angetreten und hat gleich die Goldmedaille geholt. Wir sind sehr sehr stolz auf unsere Mädels!
Sind Sie zum ersten Mal in Bayern? (O-Ton AU-Girl) Ja und es war eine wunderbare Zeit. Die Organisation ist perfekt und alles rund um Waldkraiburg – die Leute und alles andere - einfach wirklich gut!
Geht’s jetzt gleich wieder zurück nach Hause? (O-Ton) Nein, ich hab noch eine Woche Urlaub, aber dann geht’s wieder zurück nach Australien.
Während wir mit den Gästen gesprochen haben, gewannen die Damen aus Österrich ihr Finale souverän gegen die Frauschaft aus Tschechien. (28:31:05)
Die neuen Weltmeisterinnen ließen sich feiern und die Sektkorken knallen – wie in der Formel-1. Ihre Medaillen erhielten sie viel später.
Nikita Krignov kam aus Moskau nach Waldkraiburg. Sind Sie zum ersten Mal in Bayern? (O-Ton 15:34:05) Nein, ich habe schon vor ein paar Jahren an Wettbewerben teilgenommen.
Sie sind seit 10 Jahren dabei. Wie kamen Sie zum Eisstockschießen? (O-Ton) Mein Vater hat damit angefangen und mich dazu gebracht.
Sind Sie mit Ihrem Abschneiden zufrieden? (O-Ton) Wir haben heuer nicht gut abgeschnitten. Aber das wird schon wieder.
Wie haben Sie Waldkraiburg erlebt? (O-Ton) Es war sehr gut. Hier leben viele Russen, mit denen ich mich getroffen habe. Wir hatten eine gute Zeit miteinander.
Hans Schmid aus Garmisch-Partenkirchen Sie sind hier für die Mannschaft aus Rußland dabei. Wie kam denn das? (O-Ton)
Seither waren sie immer dabei? (O-Ton)
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Der Trompeter im Publikum stimmte auf den Höhepunkt an diesem Nachmittag ein: Das Finale der Herren.
Während sich die Athleten einschossen, ließ Stadionsprecher Thomas Föckersberger schon einmal die eine oder andere LaOla-Welle durchs Stadion laufen.
Das Signal zum Angriff! gefolgt vom Einmarsch der Mannschaften, voran die Österreicher.
Matthias Taxacher, Johann Schopf, Michael Brandner, Christian Hobel und Mario Braunstein für Österreich und Reinhold Stadler, Günther Meier, Andreas Neumeier, Alexander Schäfer und Thomas Elsenberger für die deutsche Mannschaft bestritten das Finale.
Nach dem Händeschütteln gings los.
Die Zuschauer verfolgten jeden Schuß und bejubelten gelungene und beklagten mißlungene.
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Camillo, Sie kommen aus Bogota in Kolumbien. Bei Ihnen gibt’s doch auch kein Eis – oder? (O-Ton ) Nein, wir spielen auf Asphalt.
Wie war das, als Sie zum ersten Mal auf Eis angetreten sind? (O-Ton) Das war eine ganz neue Erfahrung und hat viel Spaß gemacht.
Wie haben Sie die Waldkraiburger erlebt? (O-Ton) Die waren sehr freundlich (O-Ton sooo goood!)
Herr Linke, Sie gehören zur Mannschaft der Vereinigten Staaten. Amerika ist groß. Wo sind Sie denn zuhause? (O-Ton deutsch)
Da brauchen wir nicht zu fragen, wie der Eisstocksport nach Amerika gekommen ist? (O-Ton)
Wie haben Sie die Meisterschaft hier empfunden? (O-Ton)
Das heißt, Sie sind beim nächsten Mal wieder dabei (O-Ton)
Wieviele aktive Eisstockspieler gibt’s denn in Amerika? (O-Ton – ca. 20! Gelächter)
Da ist ausnahmsweise Amerika mal keine Großmacht! (O-Ton)
Da ist das Trainieren schwierig! (O-Ton)
Norbert Lang, mit Euch Südtirolern haben wir so viel gemeinsam, daß ich nicht viel zu fragen brauche. Wie seid ihr denn mit Eurem Abschneiden zufrieden? (O-Ton 24:10:00)
Und weil wir uns sowieso gut verstehen, brauche ich nicht zu fragen, wie ihr hier aufgenommen worden seid‘s?! (O-Ton „Paßt“!!!)
Christian Engelbrecht – natürlich lobt man sich als Veranstalter selbst nicht – trotzdem die Frage, wie sehen Sie Ihre Weltmeisterschaft? (O-Ton 21:35:00)
Weil wir nicht alles beobachten konnten, die Frage, wie hat die Deutsche Mannschaft abgeschnitten? (O-Ton)
Das ist dann der krönende Abschluß. (O-Ton)
Wirkt sich jetzt die Weltmeisterschaft auf den Breitensport aus? Wie geht’s weiter? (O-Ton)
Dann müssen wir Eisbahnen bauen? (O-Ton)
Und wie geht’s für Sie persönlich weiter? (O-Ton)
Dann wünschen wir viel Erfolg und viel Glück.
Herr Schäfer, Sie sind der Präsident der Internationalen Föderation des Eisstocksports. Heute ist der letzte Tag der Weltmeisterschaft. Können Sie schon ein Fazit ziehen? (O-Ton 9:43:14)
Wie haben Sie Waldkraiburg als Gastgeber erlebt? (O-Ton)
Also ein durchaus positives Fazit? (O-Ton)
Inzwischen hatten die Sportler die Verhältnisse auf dem Eis klar gemacht. Die deutsche Mannschaft lag 20:14 vorn. Die Österreicher mußten sich besprechen.
Das half aber nicht. Mit einem platzierten Zielschuß gewann deutsche Mannschaft das Finale und wurde damit Weltmeister.
Sie feierten ihren Sieg ausgelassen. Die Medaillen gabs später bei der Siegerehrung.
Die Weltmeisterschaft ging am Abend mit einem Galaabend zu Ende. Es blieben viele sportliche Highlights und wunderbare Erinnerungen an eine sehr gelungene Veranstaltung. Die Sportstadt hat dieses Attribut wieder einmal eindrucksvoll bestätigt.
48 Nach vier Jahren wieder mit Bruder Barnabas: Starkbieranstich beim ESV in Mühldorf 14:10
Ziemlich voll war die Halle des Eisenbahnersportvereins als Vorstand Hans Schaffer die Gäste auf dem „Mühldorfer Nockherberg“ begrüßte. Sein besonderer Gruß galt dem bayerischen Umwelt- und Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber, Bürgermeister Günther Knoblauch und zahlreichen Kreis- und Stadträten. Erstmals war auch Gauschützenmeister Anton Müller unter den Gästen.
Dann scherzte Bürgermeister Knoblauch, die grünen Schürzen würden ja besonders zu ihm und zum Minister passen, die ja beide keine Grünen sind!
Nach einigen Vorbereitungen schickte er sich an, das erste Faß Starkbier anzuzapfen. Und das gelang wie immer – gekonnt – mit zwei Schlägen.
Während der Gerstensaft in die Krüge floß, flaxte Dr. Marcel Huber: Oberbürgermeister können halt anzapfen - besonders die von der SPD!
Er war gern gekommen – meinte er – weil‘s hier was g’scheit’s zu essen und zu trinken gibt und wünschte den Gästen einen schönen Abend und eine schöne Feier.
Bürgermeister Günther Knoblauch konnte gar nicht aufhören das frische Bockbier zu zapfen.
Dann war er stolz darauf, mit nur zwei Schlägen angezapft zu haben. Das ging aber nur so gut, weil der Umweltminister das Fassl festgehalten hat. Sonst hätt’ses vermutlich hinten hinuntergehauen!
Er freute sich auf das Starkbierfest und hoffte, daß sie allesamt den Bruder Barnabas überleben werden. Darauf stießen sie an. (O-Ton Ein Prosit...)
Während der Sepp und der Werner - die „Bayern-Zwoa“ unterhielten, bot die Küche allerlei Köstlichkeiten. Und die Gäste ließen es sich schmecken. Auch das Bier floß - Halbe um Halbe.
Erstmals war auch die Junge Union mit einer großen Gruppe zum Starkbierfest gekommen. Der Werner und der Hans sorgten für gute Laune und die Gäste schwangen das Tanzbein.
So viele Gäste kamen, daß sie zusätzliche Tische aufstellen mußten.
Hans Schaffer und Harald Mittermeier hatten alle Hände voll zu tun und mußten zusätzliche Tische aufstellen während die jungen Leute für Stimmung sorgten.
Und die übertrug sich auf alle Gäste.
Dann durfte die Brauerei natürlich nicht zu kurz kommen...
Etwas später kam Grünen-Stadtrat Dr. Georg Gafus dazu. Er prüfte erst einmal, ob es hier schon mit „rechten Dingen“ zugeht!
Zeitweise entstand der Eindruck, hier findet eine außerordentliche Stadtratssitzung statt – mit so ernster Mine diskutierten die Damen und Herren... Und schließlich kamen sogar CSU und Grüne miteinander ins Gespräch....
Dann kam „Bruder Barnabas“ alias Razim Haczic herein und wurde lautstark empfangen.
Er richtete seine Ansprache an die „Sehr verehrten und teilweise versehrten Damen und Herren“ – Eine Sauerei! Er hatte noch immer kein Bier!
Vergangenes Jahr hat der Verein sein 50-jähriges gefeiert, er ist also „unkaputtbar!“
Dann kamen gleich zwei Maß Starkbier.
(30:45:09) Den ESV kann man nur lieben oder hassen! Da gibt es einige, die für den Verein unverzichtbar sind. Sie alle bejubelte er und die Gäste beklatschten sie. Ein Prost auf diesen alten Verein.
Sind Bänker unter den Gästen? Für sie hatten sie ein „Armen-Packerl“ vorbereitet. Das können sie beim Wirt abholen und zur Not auch einfrieren und für die nächste Krise.
Sein Tipp für die Zuhörer: Sie sollten ihr Geld in Alkohol investieren. Wo sonst gibt’s heute noch 40%!!!???
Und weil er schon beim Sparen war, sparte er Silben und machte aus „Bürgermeister Günther Knoblauch“ kurzerhand den „Günni“.
Damals - nach der Finanzkrise – war plötzlich wieder viel Geld da. Wo war denn das während der Krise? Wo es jetzt ist, das wußte Bruder Barnabas: (O-Ton Es ist in Urlaub in Griechenland.) Mit dem Unterschied, daß man aus dem Urlaub meistens wieder zurückkommt. (O-Ton: Da seh‘ ich schwarz! Das kommt nimma! )
Dafür geht’s uns wieder gut. Aber wie kanns uns gutgehen, bei 2 Billionen Schulden. Da kann doch kein Mensch mehr richtig schlafen. Beim Ausrechnen wieviel da auf jeden Deutschen kommt, ist er auf 25.000 Euro gekommen. Wer könnte denn das jetzt gleich zahlen? – Keiner?
Der Günni, der hat in seinen 20 Jahren als Bürgermeister die Stadt groß gemacht. Er hat sich auch verändert. Ganz am Anfang hat er immer gemeint: (O-Ton 42:23:10 der Bürgermeister ist der der im Volksfest mehra Bier trinken muaß!) Damals war er noch authentisch. Aus‘m Volk fürs Volk. So halt, wie früher die SPD war.
Heute beschuldigt ihn der Oelmaier-Maxi, daß er so viele Schulden aufgehäuft hat. Aber die sind sowieso komisch – die Freien Mühldorfer! Die haben ein Programm!!! Die wollen die Mitbestimmung der Bürger bei Entscheidungen der Stadt. Ja – das wär‘ ja grad so, als wenn der Trainer ihrer Fußballmannschaft den Spielern überlassen würde, wer spielt! Das wär‘ ein Chaos!
Und wenn sich die Schulden der Stadt auf 30 Millionen einpendeln sollen, dann ergibt das bei 18.000 Einwohnern 1.700 Euro für jeden. (O-Ton ) Und schon wieder wollte keiner bar zahlen!
Schon lang wollten die Grünen aus der Atomkraft raus. Jetzt plötzlich müssen wir die „Energie wenden“. Vorher war die Angela schwarz, und jetzt ist sie grün! Die hat sich wohl grün geärgert.
Darauf erst mal wieder ein Schluck aus dem Maßkrug.
In den letzten Monaten hat er mit allen Stadträten geschlafen – also mit dem iPäd! Da hat es ihm die Preisinger-Ils Sonntag besonders angetan. Ihr war wohl langweilig. Deshalb hat sie den Pfeiffer Alex und den Groß Werner im Stadtrat halten wollen. Sie wollte wohl bestimmen, wer Stadtrat ist.
(O-Ton Des is der beste Beweis, daß Großkopferte auch engstirnig sein können)
Sie haben g’meint, sie wollten das Ehrenamt hochhalten. Das haben sie wohl symbolisch gemeint. Dabei hat er sowieso zum ersten Mal gehört, daß man für ein Ehrenamt Geld bekommt.
Der Oskar Rau und der Gafus Schorsch waren ja der Meinung, sie würden das Geld „verdienen“.
Wenn sie das Ehrenamt wirklich hochhalten wollten, dann sollten sie halt das Geld spenden.
Das wären so 20.000 an die Stadt, 20.000 an den ESV und 20.000 der Kinderkrebsgruppe Balu! Die Träume der Ilse – die kannte er auch: Sie wollte die erste weibliche Bürgermeisterin von Mühldorf werden. Sie ist ja sowieso eine Powerfrau! Aber Bürgermeisterin kann sie nicht werden. (O-Ton Du bist nicht authentisch!) Der Günther, der könnte ihr das beibringen!
Außerdem kann sie nicht Bürgermeisterin werden, weil der Günther seine Nachfolgerin schon in Stellung gebracht hat – seine Tochter – die Christine!
Er gab Christine Knoblauch zu bedenken, daß jemand, der in die Fußstapfen eines anderen tritt, diesen nicht überholen kann. Da kann sie ja gar nicht mehr Schulden machen als ihr Vater!!!
Dabei wär‘ der Essl Franz so ein guter Bürgermeister. Aber der ist halt schon zu alt.
Aber bei der ganzen Frauenpower fiel ihm ein Wort von Antonin Tschechov ein: (O-Ton: Fürchte den Bock von vorn, das Pferd von hinten und das Weib von allen Seiten!!!!)
Darauf erst einmal ein Bier!
Und der Hans Liebl hat geheiratet – nach 14 Jahren in wilder Ehe! – wißt ihr, daß „Lebensabschnittsgefährte“ von „Lebensgefahr“ kommt??? – also das heiraten hat pressiert, weil er seine Hannelore abgesichert wissen wollte, bevor das „sozialverträgliche Ableben“ eingeführt wird.
Und erst der Stoiber Oskar – der Umwelt- und Verkehrsreferent. Dabei hat er ihn letztens in der Stadt getroffen und gedacht: (O-Ton der schaut aus die der John Wayne! .... Pferd) Aber da war ja auch Fasching. Und an dem Chaos an der Kanalbrücke war er sicher auch beteiligt.
Damals hat die Polizei den Verkehr regeln müssen, auch wenn das dem Oskar seine Aufgabe gewesen wär‘.
Und nachdem er noch die Diskussion um das Netto-Logistikzentrum aufs Korn genommen hatte, war er sichtlich erleichtert: (O-Ton Ich habe fertig.
Hans Schaffer dankte ihm und bewunderte Asim Razic für seinen Mut, sich dahin zu stellen und so eine Rede zu halten.
Herr Bürgermeister, wir freuen uns ja so, daß Sie heute Ihre Nachfolgeregelung bekanntgegeben haben! Eine herausragende Neuigkeit, daß ihre Tochter kandidieren wird! (O-Ton )
Dabei hat Ministerpräsident Seehofer auch auf dem Nockherberg bekanntgegeben, daß noch heuer Karl-Theodor zu Guttenberg wieder aktiv zurückkommt. (O-Ton – da war mir mei Tochter scho liaba wia da Guttenberg...)
Aber – im Ernst – Sie sind ganz gut weggekommen! (O-Ton)
Es ist ja ohnehin schön, daß es nach vier Jahren überhaupt wieder eine Starkbierrede gegeben hat. (O-Ton)
Christine, als Nachfolgerin für den Bürgermeister aufgebaut zu werden, ist doch eine riesen Ehre! (O-ton)
Da wissen die Wähler, wohin der Weg geht! (O-Ton)
(O-Ton Sepp Wimmer – sie brauchad hoid oan.... )
Ilse Preisinger-Sontag – hat er getroffen? (O-Ton)
Herr Verkehrsreferent, bist Du wirklich für den Stau verantwortlich? (O-ton)
Herr Liebl, jetzt ha’m Sie schon endlich geheiratet und werden auch noch durch den Kakao gezogen! (O-Ton)
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Azim, wars schwierig, Inhalte in Pointen umzusetzen? (O-Ton)
Es ist sicher nicht einfach, die Meinung zu sagen und doch nicht unter die Gürtellinie zu gehen. (O-Ton)
Manche haben schon das Gesicht verzogen? (O-Ton)
Hat man Bauchschmerzen, wenn man den „Großkopferten“ so die Meinung sagt? (O-Ton)
Gibt’s nächstes Jahre wieder einen Azim Razic als Bruder Barnabas? (O-Ton)
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Hans, endlich wieder eine Starkbierrede. (O-Ton Hans)
Er hats ja gut gemacht. (O-Ton)
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Später haben die Gäste noch wirklich lang gefeiert, beim Eisenbahnersportverein, der wieder einen Bruder Barnabas hat. Vielleicht gibt’s ja dann nächstes Jahr auch wieder ein Showprogramm, wenn die Mitglieder des EKC dann wieder alle gesund sind.
49 Die Kreisklinik wurde als erste deutsche Klinik für ihre Schlaganfall-Behandlung zertifiziert: Das telemedizinisch vernetzte Stroke-Unit 10:00
In den Vortragssaal lud die Kreisklinik Mitarbeiter und Pressevertreter ein um eine ganz besondere Neuigkeit bekannt zu geben. Entsprechend entspannt war die Stimmung an diesem herrlichen Spätwintertag.
Kreiskliniken-Geschäftsführer Heiner Kelbel freute sich besonders über die Zertifizierung als „Stroke-Unit“ – besonders weil sie einen Tag vor der der Klinik Eggenfelden erteilt wurde und somit die Kreisklinik die erste Klinik in Deutschland ist, der diese Auszeichnung zuteil wurde.
Schon 2002 beteiligte sich die Klinik Mühldof am „Tempis“-Projekt, also dem Telemedizinischen Projekt zur integrierten Schlaganfallversorgung. Mit diesem Erfolgsmodell kann auch Patienten in ländlichen Regionen Schlaganfallversorgung geboten werden. Dabei ging es nicht nur um die Versorgung sondern auch um die Qualitätssicherung. Dies hat die Kreisklinik überprüfen lassen und wurde nun als erste Klinik in Deutschland zertifiziert.
Verantwortlich dafür ist Oberarzt Dr. Ulrich Ebermann. Er stellte das Konzept vor, das hinter dem Stroke-Unit steht. Er selbst ist Internist seit 10 Jahren an der Kreisklinik für die Schlaganfallversorgung zuständig. Nun erteilten die „Deutsche Gesellschaft für Schlaganfall“ und die „Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe“ das Zertifikat für ihr Projekt „Telemedizinisch vernetztes Stroke-Unit“. Auf dieses Zertifikat ist die Klinik besonders stolz.
Zertifiziert wurden zwei Bereiche: Die Schlaganfallstation und Behandlung zur Auflösung von Gerinnseln.
Bis vor 10 Jahren standen diese Therapieformen nur Patienten im Umfeld von Großkliniken zur Verfügung. Patienten aus dem Raum Mühldorf mußten dorthin verlegt werden, wodurch diese Terhapie nicht mehr angewandt werden konnte.
2002 beteiligte sich die Klinik als eine der ersten am neuen Schlaganfall-Netzwerk „Tempis“, mit dem dann das Expertenwissen der Zentren München-Harlaching und Regensburg zur Verfügung stand. Damals federführend wirkte Dr. Stefan von Clarmann und auch Dr. Kain war schon mit dabei, sowie ein geschultes Pfleger-Team.
Inzwischen gehören 15 Kliniken im gesamten Süd-Ostbayerischen Raum zum Netzwerk Tempis.
Alle diese Kliniken sind mit einem Videokonferenzsystem mit den Zentren in München-Harlaching und Regensburg verbunden. Damit kann man den Experten auch die Ergebnsise des CT- und der Kernspin-Tomographie vorstellen.
Seit Aufnahme der Arbeit des Netzwerks wurden über 25.000 Konsultationen durchgeführt, allein 2010 6.663 – eine riesengroße Zahl. Bei 2.300 Patienten konnte daraufhin die Gerinnselauflösungsbehandlung angewandt werden. Tempis ist damit das größte Schlaganfall-Netzwerk weltweit!
„Tempis“ ist schon lange kein Pilotprojekt mehr sondern ein weltweit anerkanntes Netzwerk.
Seit 2002 die ersten 10 Gerinnselauflösungsbehandlungen durchgeführt wurden, steig die Zahl auf 2010 über 500. Zudem hier aufgetragen ist der Prozentsatz der Schlaganfallpatienten, die mit der Lysetherapie – also der Gerinnselauflösungsbehandlung – therapiert werden konnten. 2010 waren das tempis-weit 13,8%.
Der starke Ansteig der Zahlen zeigt den Erfolg der Behandlung. Auch die Quote von 13,8% scheut einen Vergleich mit Universitätskliniken nicht. Die Klinik in Mühldorf allein hat eine „Lyse-Rate“ von 16,7%.
Besonders wichtig ist im Fall des Auftretens erster Symptome, daß die Patienten schnell per Rettungswagen in die Klinik gebracht werden. Hier zählt jede Minute.
Erst in der Klinik kann mit dem Computertomographen festgestellt werden, ob der Patient an einer Gehirnblutung leidet oder an einem Gehirninfarkt leidet, also einem Blutgerinnsel im Gehirn.
Um hierbei wertvolle Zeit zu sparen hat Dr. Ebermann alle Mitarbeiter der Rettungsdienste und die Notärzte geschult und einen Ablaufplan erarbeitet. Es wurde vermittelt, wie man einen Schlaganfall diagnostiziert und wie der Patient bei der Klinik angemeldet werden muß.
Kommt der Patient in der Klinik an, wird er im Computertomographen untersucht und dann auf die Station gebracht. Dann erfolgt das Telekonsil, also die Konsultation der Spezialisten über das Tempis-System. Die Spezialisten erhalten die Untersuchungsergebnisse und die Bilder aus dem Computertomographen und erstellen den Plan für das weitere Vorgehen.
Dr. Ebermann erläuterte die Vorgänge im Gehirn während eines Schlaganfalls. Dort sterben im Umfeld des Gerinnsels 1,9 Millionen Nervenzellen pro Minute, wobei sich der Infarktkern ausdehnt. Im Umfeld gibt es aber Zellen, die einige Stunden durchhalten. Gelingt es, das Gerinnsel aufzulösen, kann man diese Zellen am Leben erhalten. Das schnelle Eingreifen ist deshalb von besonderer Wichtigkeit.
Die Auflösung von Blutgerinnseln geschieht über ein Medikament, das sich im ganzen Körper verteilt und die Gerinnsel auflöst – wie hier dargestellt.
Dieser Patient kam mit schwersten Lähmungserscheinungen an die Klinik. Innerhalb einer Stunde gingen die Beschwerden fast vollständig zurück. Anfangs konnte er nicht laufen und essen. Durch gezielte Physiotherapie konnte er aber bereits nach einer Woche ohne Hilfen über den Stationsgang gehen und wieder selbst essen. Heute arbeitet der Patient wieder.
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Der Erfolg resultiert aus der Verfügbarkeit von Stroke-Unit und Schlaganfallstation. Zudem steht mit Professor Dr. Schwarz eigene neurologische Kompetenz zur Verfügung.
Schlaganfallpatienten werden von einem integrierten Team betreut. Damit werden Verluste von Informationen ausgeschlossen. Das gesamte Team an der Kreisklinik und im Tempis-Netzwerk wird wird ständig fortgebildet.
Dr. Ebermann stellte Zahlen vor: besonders interessant dabei die „Door-To-Needle-Time“, also die Zeit, die vom Moment der Ankunft an der Klinik bis zur Einleitung der Behandlung vergeht.
Diese Zeitspanne konnte seit 2008 bis 2010 ständig verkürzt werden und liegt jetzt bei 41 Minuten. Innerhalb dieser 41 Minuten wird ein Computertomogramm angefertigt, dessen Ergebnisse im Tempis-Netzwerk besprochen und nach der Entscheidung über die Behandlung das Medikament verabreicht.
41 Minuten sind nur möglich, wenn der Patient vom Rettungswagen gebracht und rechtzeitig und richtig angemeldet wird.
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Schon 2010 wurde das Tempis-Projekt mit dem Janssen-Zukunftspreis ausgezeichnet.
Im Dezember bestellt, unterzog sich die Klinik der Überprüfung und erhielt nun zusammen mit dem Krankenhaus in Eggenfelden das Zertifikat als „Stroke-Unit“.
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Chefarzt Dr. Wolfgang Richter meinte, dieses spannende Thema hat für den ländlichen Raum enorme Bedeutung. Schlaganfälle sind ähnlich häufig wie Herzinfarkte. Sein Dank galt Dr. Ulrich Kain, der den Anstoß zu „Tempis“ gegeben hat. Dr. Ebermann hat es dann weiterentwickelt. Wenn man sieht, wie viele Patienten jetzt in welch kurzer Zeit versorgt werden können, und wenn man weiter bedenkt, daß die Klinik erheblich schneller ist als der Durchschnitt der Kliniken im Tempis-Verbund, dann ist das schon ein Qualitätsmerkmal. Der Tempis-Verbund braucht ohnehin den Vergleich mit Universitätskliniken nicht zu scheuen.
Diese Leistungen sind nur mit einem eingespielten Team möglich. Die meisten Mitglieder des Schlaganfallteams sind seit 10 Jahren dabei.
Die Zertifizierung zum „Stroke-Unit“ war die härteste, die die Kreisklinik bisher absolviert hat. Es war eine richtige Prüfungssituation, die das Team der Kreisklinik brilliant gemeistert hat.
Die hervorragenden Zahlen haben die Prüfer natürlich besonders genau hinschauen lassen. Es hat aber alles stand gehalten und so wurde das Zertifikat erteilt.
Dr. Wolfgang Richter dankte allen Verantwortlichen und freute sich, daß die Kreisklinik noch keine Zertifizierung so exzellent bestanden hat wie diese.
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Das alles zeigt die Sicht der Medizin, meinte Landrat Georg Huber. In Gesprächen im Landkreis hört er immer mehr sehr positive Meinungen über die Kreisklinik. Darüber war er sehr stolz, weil das war vor nicht allzu langer Zeit ganz anders war. Sein ganz besonderer Dank galt Dr. Ulrich Kain, der diese Entwicklung von Anfang an begleitet hat. Auch dem Pflegeteam galt sein Dank, das sich auf sehr viel Neues hatte einstellen müssen.
Da in die gesamte Medizin ständig fortschreitet, wird dieser Lernprozeß auch so schnell kein Ende haben. Das gesamte Team wird also weiter gefordert sein.
Landrat Huber dankte dem Team auch dafür, daß sie sehr auf die Patienten eingehen und Ängste und Bedenken abbauen und so Vertrauen schaffen.
Er freute sich auch über das gute Klima im Team, wo alle aufeinander eingehen und sich niemand herausgehoben fühlt. Das ist bei weitem nicht überall so.
Dies alles wirkt auf die Patienten und hat diese Entwicklung der Kreisklinik in den zurückliegenden Jahren möglich gemacht. Um diesen Weg fortzusetzen wird die Klinik auch weiter investieren und zunächst Operationssääle bauen.
Landrat Georg Huber gratulierte der Kreisklinik dazu, daß sie zusammen mit dem Krankenhaus in Eggenfelden nun das deutschlandweit erste zertifizierte Schlaganfallzentrum ist. Das ist ein weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal.
50 Gelungenes Experiment: Berufsschule 1 und Agentur für Arbeit beraten gleich in der Schule 5:50
Oberstudiendirektor Wolfgang Gaigl begrüßte neben Arbeitsagenutrchefin Jutta Müller auch Markus Eberl, und Susanne Stöberl von der Arbeitsagentur und Mitarbeiter der Agentur und seiner Schule.
Nicht immer wissen junge Leute nach dem Ende ihrer Lehrzeit und mit dem Abschlußzeugnis der Berufsschule in der Hand wie’s mit ihnen weitergeht. Dafür gibt es viele Gründe: Der Ausbildungsbetrieb kann mehr Nachwuchs ausgebildet haben, als er übernehmen kann, die Ergebnisse der Ausbildung können den Anforderungen des Betriebes nicht entsprechen, der Beruf, in dem der Absolvent seine Ausbildung gemacht hat, sagt nicht mehr zu oder es paßt schlicht menschlich nicht. Diesen das „Durchstarten“ zu ermöglichen haben Arbeitsagentur und Berufsschule 1 schon vor den Prüfungen Beratungen angeboten.
Für diese Kooperation dankte Oberstudiendirektor Wolfgang Gaigl der Agentur für Arbeit. Schließlich interessiert sich die Schule auch dafür, wie’s mit den Absolventen weitergeht, wenn sie ihren Abschluß in der Tasche haben. Es war also eine gute Sache.
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Arbeitsagenturchefin Jutta Müller gab den Dank zurück. Es war eine Herausforderung für die Schule, an diesem „Piloten dieses Projekts“ mit zu machen und das Neue auszuprobieren. Dazu war ein kompetenter Partner nötig, wie es die Berufsschule 1 ist. Um so mehr, als nicht viel Zeit für die Vorbereitung zur Verfügung stand.
Die ersten Ergebnisse rechtfertigen die Fortsetzung des Projekts. Die Agentur für Arbeit verbindet damit die Hoffnung, daß andere Arbeitsagenturen und Berufsschulen das Modell übernehmen und schon jetzt vor Abschluß des Schuljahres ihre Absolventen beraten lassen.
Besonders jetzt, wo Fachkräfte an allen Ecken fehlen, ist es wichtig, Nachwuchs zu gewinnen und fertig ausgebildete zu halten. Hier in Mühldorf war es Jutta Müller darum nicht bange. Hier wird viel dafür getan.
Wenn das Beispiel Schule machen würde und auch in Altötting oder im Bereich Rottal-Inn umgesetzt würde, dann könnte man noch mehr jungen Leuten die Chance geben, nach der Schule richtig durchzustarten.
Jutta Müller beschrieb das Projekt: Zusammen mit der Schule befragten Berater der Agentur für Arbeit vor dem Ende des Schuljahres die Absolventen nach ihrem weiteren Weg. Also danach, wer von seinem Ausbildungsbetrieb übernommen wird, wer sich verändern möchte und schon eine passende Stelle gefunden hat oder wer noch nicht weiß, wie’s weitergeht.
Letztere lud die Arbeitsagentur zu individuellen Beratungsgesprächen.
10% der Absolventen die kürzlich die Schule verlassen haben, nahmen das Angebot an. Bis auf einen konnten alle in neue Arbeitsverhältnisse vermittelt werden.
Das gemeinsame Ziel von Berufsschule und Arbeitsagentur wurde erreicht und Arbeitslosigkeit vermieden.
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Oberstudiendirektor Wolfgang Gaigl sah auch Verbesserungsbedarf: Um den jungen Leuten zu ermöglichen, sich über ihre Situation klar zu werden, muß mehr Zeit zwischen der Ankündigung des Beratungstermins und dem Termin selbst bleiben.
Die Berufsschule war der Arbeitsagentur dankbar dafür, daß diese die Beratung an die Schule gebracht hat und so den jungen Leuten der Gang zur Arbeitsagentur erspart geblieben ist, der ja auch immer Überwindung kostet.
In diesem Jahr bestand die glückliche Situation, daß 90% der Absolventen schon vor den Prüfungen sicher waren, von ihren Ausbildungsbetrieben übernommen zu werden. Da war Beratung ohnehin nicht nötig. Daß die Vermittlung der übrigen 10% so gut verlaufen ist, sah Oberstudiendirektor Wolfgang Gaigl als großen Erfolg.
Auch wenn die Beratung während der Schulzeit stattfand, beeinträchtigte sie den Betrieb an der Schule nicht. Sie fand in eigens dafür bestimmten Räumen statt.
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Markus Eberl – Leiter der Geschäftsstelle Mühldorf der Arbeitsagentur ergänzte, die Beratung an der Schule war für manche nur der Auftakt, sozusagen der Eisbrecher. Weitere Beratungsgespräche fanden später in ihren Räumen am Kellerberg statt. Diese wahrzunehmen nahmen die Absolventen dann sogar weite Anfahrtswege in Kauf.
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Die Arbeitsagentur hat in den zurückliegenden Jahren sehr viel unternommen, um die Jugendarbeitslosigkeit zu reduzieren. So sank die Zahl der Arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren von 349 in 2009 auf 232 im Jahr 2011. Diese Graphik zeigt diesen Erfolg deutlich.
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Markus Eberl ergänzte, daß die Arbeitsagentur nicht nur solche Absolventen berät, die eine neue Arbeitsstelle suchen, sondern auch solche, die sich weiterbilden wollen. Allerdings finden diese Gespräche in besonderen Terminen statt. Oberstudienrat Michael Haase kündigte an, daß diese Thematik künftig im Rahmen des Sozialkunde-Unterrichts besprochen werden wird, weil die Absolventen zu diesem Themenfeld ohnehin immer viele Fragen haben.
Dann wird auch aufgezeigt, wie durchlässig das Bildungssystem heute ist und welche Wege den Absolventen offenstehen.
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Der nächste Beratungstermin wird den künftigen Absolventen der Berufsschule 1 schon ab Mai angeboten. Das Ziel ist klar: die Jugendarbeitslosigkeit weiter reduzieren. Nach Schule und Ausbildung sollen alle Absolventen nahtlos durchstarten – alle.
51 Volleyball Regionalliga Süd-Ost: TSV Mühldorf - ASV Neumarkt 7:00
Die Volleyballer des TSV Mühldorf hatten an diesem Abend die Chance, der Relegation zu entkommen. Dazu mußten sie gegen den Vorletzten der Tabelle, den ASV Neumarkt, unbedingt gewinnen. Das Spiel, in dem die Mühldorfer in blauer Spielkleidung agierten, begann vielversprechend. Mühldorf gewann den ersten Satz gegen nervöse Gäste mit 25:20.
Wir steigen gleich im zweiten Satz ein. Da zogen die Mühldorfer zunächst auf 13:7 davon. Dann eine Schwächephase, die es den Oberpfälzern erlaubte, auf 13:11 aufzuholen.
Nur wenige Zuschauer hatten an diesem Abend den Weg in die Halle gefunden, an dem in der Stadt mehrere interessante Veranstaltungen um Besucher geworben hatten.
Nachdem Fabian Wagner aus dem Spiel ging, lief es wieder besser für die Innstädter. Trotzdem blieb der Abstand klein – beide Teams schenkten sich nichts. Beide wußten, daß es in diesem Spiel um den Vorletzten Tabellenplatz ging und damit um den Klassenerhalt.
Ausgleich bei 16:16.
Mühldorf brauchte eine Auszeit.
Im Gleichschritt gings vorwärts – Punkt um Punkt.
Erst spät konnten sich die Mühldorfer absetzen und den zweiten Satz mit 25:20 für sich entscheiden.
Es sah gut aus, nach zwei Sätzen führten die Tabellenletzten mit 2:0 Sätzen.
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Der dritte Satz: Mühldorf jetzt im Vordergrund, von links nach rechts.
Der Gewinn der ersten beiden Sätze hätte sie beflügeln müssen. Dem war aber nicht so: Die Gäste gingen gleich in Führung.
Mit einer kämpferischen Leistung gelang es aber doch Anschluß zu halten. Bei 9:9 Gleichstand war eine Auszeit nötig.
Das ging so weiter. Der Abstand blieb gleich. Keine Mannschaft konnte sich absetzen.
Erneut Auszeit bei 20:20.
Sie spielten nur ein paar Punkte und brauchten gleich wieder eine Auszeit.
Dann der Satzball. Mit 23:25 ging der dritte Satz an die Gäste.
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Der vierte Satz: Nun wieder die Gäste mit ihren schwarz-roten Trikots im Vordergrund.
Die Gäste zogen gleich auf und davon – sie brachten fünf Punkte Abstand zwischen sich und die Mühldorfer.
Diesen Abstand hielten sie und so ging auch der vierte Satz an die Gäste: 14:25. Damit Satzausgleich 2:2 nach Sätzen.
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Spannend wurde es im fünften Satz, der ja nur bis 15 Punkte gespielt wird:
Zunächst konnten sich die Hausherren etwas absetzen und auf 9: 5 davonziehen. Da brauchte Neumarkt ein Gespräch.
Hallensprecher Josef Enzinger jubelte bereits: Nur noch 6 Punkte bis zum Klassenerhalt!
Dann ging es im Gleichschritt weiter. Bei 11:7 erneut Auszeit und zufriedene Gesichter bei den Mühldorfern.
Das war aber zu früh: Die Gäste kamen auf 11:10 heran. Mühldorf brauchte wieder eine Auszeit.
Es nützte nichts, dieser mißlungene Block führte zum Ausgleich: 11:11
Dann die Führung für Neumarkt. Und wieder Gleichstand bei 14:14.
Dann jubeln die Gastgeber hier über die Führung – der Ball war über das Netz gegangen und auf Neumarkter Seite zu Boden gefallen. Die Schiedsrichter haben es nicht gesehen und fragen nach. Sie müssen sich beraten. Dann geben sie den Punkt an Neumarkt. - - Protest auf Mühldorfer Seite. Anstatt in Führung zu gehen, waren sie plötzlich in der entscheidenden Phase im Rückstand. Das müssen sie erst einmal verdauen.
Den Matchball holen sich die Gäste und so endet der fünfte Satz 16:14 und damit das Spiel mit 2:3 Sätzen für Neumarkt.
Noch zwei Spiele liegen vor den Mühldorfer Volleyballern: gegen den drittplatzierten TSV Herrsching und gegen den Tabellenzweiten VGF Marktredwitz. Da ein Sieg gegen eine dieser beiden Mannschaften eine eher theoretische Möglichkeit bietet, die Klasse erhalten zu können, werden sie wohl in der Relegation gegen eine Mannschaft aus der Bayernliga um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Die Relegationsspiele finden am 22. April statt. Wo das sein wird, steht noch nicht fest.
52 "Biblioload" Medien weltweit ausleihen - Neu bei der Stadtbücherei Mühldorf 5:10 12 23.30.12
Dort wo es seit über 30 Jahren Bücher auszuleihen gibt, in einer von Deutschlands bester Stadtbüchereien - in der Stadtbücherei in Mühldorf - haben schon vor Jahren auch CDs und DVDs Einzug gehalten. Nun konnte Büchereileiterin Regina Kaiser eine neue Errungenschaft vorstellen: Die Ausleihe von digitalen Büchern und Medien über das Internet. Das Projekt nennt sich „Biblio-Load“, an dem sich neben der Stadtbücherei Mühldorf vier andere Büchereien in Südostbayern zusammengeschlossen haben.
Die Stadtbücherei Bad Aibling, die Gemeindebücherei Vaterstetten, die Stadtbibliothek Burghausen und die Stadtbüchereien Mühldorf und Traunreut bieten ab sofort „eBooks“, „eAudio“, „eVideo“ und „ePaper“ zum Download an Damit sind sie in ganz Bayern, die ersten, die die sogenannte „On-Leihe“ anbieten.
Um die so ausgeliehenen Medien nutzen zu können, sind Endgeräte nötig. „eBooks“ und „ePaper“ kann man sowohl auf „eBook“-Readern lesen, aber auch auf dem heimischen Computer, dem iPad oder sogar auf dem iPhone und dem iPod.
Wegen Apples Philosophie ist die Nutzung von „eAudio“ und „eVideo“ auf deren Geräten eingeschränkt oder unmöglich, während diese Medien auf allen anderen Geräten problemlos genutzt werden können.
Die fünf beteiligten Büchereien haben viel Geld in dieses neue Angebot investiert. So stehen derzeit etwa 3.500 Medien in den Kategorien „Kinderzimmer“, „Jugendbibliothek“, „Schule und Lernen“, „Sachmedien und Ratgeber“, „Belletristik und Unterhaltung“ und Musik für die Inhaber der Büchereiausweise online bereit.
Damit haben die Büchereien schon jetzt doppelt so viele Medien neu bereitgestellt, wie im gesamten Jahr 2011.
Auch wenn diese Zahl auf den ersten Blick groß ist, beschränkt sich das Angebot doch auf die derzeit von den Verlagen in dieser Form bereitgestellten Medien und die Zahl der Lizenzen, die die Büchereien kaufen konnten. Regina Kaiser hoffte allerdings, daß diese Zahl zunehmen wird und die Büchereien damit ihr Angebot erweitern können.
Die Ausleihdauer und die Zahl der ausgeliehenen Medien ist genau so begrenzt, wie bei der Ausleihe von konventionellen Medien. Der Unterschied ist allerdings, daß die online ausgeliehenen Medien nicht zurückgegeben werden brauchen. Ihre Ausleihdauer läuft einfach ab. Dann kann die heruntergeladene Datei nicht mehr geöffnet werden. So kann man die Rückgabe auch nicht vergessen. Mahngebühren für zu spät zurückgegebene Medien gibt es nicht. Allerdings kann man sie derzeit auch nicht vor Ablauf der Ausleihezeit zurückgeben.
Man kann gerade ausgeliehene „Online-Medien“ genau so reservieren wie konventionelle.
Zur Nutzung des neuen Angebots ist lediglich ein gültiger Büchereiausweis nötig. Extra Kosten fallen nicht an. Zur Nutzung des Angebots reicht ein normaler Internetzugang.
Auf der Internetseite „Biblio-Load“ wählt man neben dem gewünschten Medium auch das Format, in dem man es nutzen will. Außerdem gibt es eine kurze Vorschau.
Die Online-Ausleihe wurde auch in den bestehenden Online-Katalog integriert, so daß der Nutzer sofort sieht, daß ein Medium auch online ausgeliehen werden kann.
Um den Nutzern den Umgang mit eBook-Readern zu zeigen, hat die Stadt zwei eBook-Reader angeschafft, die man sich ausleihen kann.
Bürgermeister Günther Knoblauch ergänzte, die Stadt geht mit der Einführung von Biblio-Load zusammen mit den vier anderen Büchereien einen unvermeidlichen Weg. Das Ziel ist weiterhin, die Bürger ans Lesen heranzuführen.
Allein die Stadt Mühldorf hat hier 26.000 Euro investiert. Etwa 25% davon werden durch den Freistaat gefördert. An Wartungskosten und Investitionen für neue Medien wendet die Stadt zusätzlich 5 bis 6.000 Euro jährlich auf.
Um den neuen Dienst nutzen zu können, reicht die einmalige Zahlung von 10 Euro für den Büchereiausweis. Den bekommt man in der Stadtbücherei im Kornkasten. Es reicht in Zukunft also, wenn man einmal im Jahr hingeht. Ansonsten kann man die Medien von jedem Internetzugang auf der ganzen Welt ausleihen – also auch an einem Regentag im Urlaub – wo immer man den verbringt....
Das High-Tech-Zeitalter ist also auch in den ehrwürdigen Kornkasten in Mühldorf eingezogen. Mit dem Generationenwechsel werden wohl die Bücher über kurz oder lang verschwinden....
53 Besser als auf dem Nockherberg: Karl Lehmann beim Starkbieranstich der CSU in Waldkraiburg 30:20
Grad‘ so reingedrängt haben die Waldkraiburger in den Saal des Graf-Toerring-Hofes. So viele hatten sich angemeldet, daß die CSU Gäste ins Nebenzimmer verweisen mußte. Weils dort aber Bild und Ton gab, war der Genuß nur wenig eingeschränkt.
Während immer mehr kamen, unterhielten die Herzstürmer mit – na ja sagen wir mal – volkstümlicher Musik.
Karl Lehmann sammelte noch letzte Eindrücke und prüfte die Stimmung. Die ist schließlich ein Teil des Erfolgs dieses einzigartigen Abends. Und da sah es schon mal gut aus. (K3 10:14:12)
Während CSU Ortsvorsitzender Harald Jungbauer sich über den zahlreichen Besuch freute und viele Gäste namentlich begrüßte, teilte Staatsminister Dr. Marcel Huber brüderlich mit Altbürgermeister Jochen Fischer. Bürgermeister Siegfried Klika und Landrat Georg Huber ließen es sich schon mal schmecken.
Natürlich waren alle da, die in Waldkraiburg etwas auf sich halten: Die gesamte Vorstandschaft und viele Mitglieder der CSU, Gustl Schenk und die Mitglieder der UWG und die SPD mit Unterbezirksvorsitzendem Richard Fischer an der Spitze. Auch Ignaz Graf zu Toerring-Jettenbach und seine Mitarbeiter wollten sich dieses High-Light nicht entgehen lassen.
Brauereidirektor Hauke Winterer kam kaum zu Wor. Er wünschte den Gästen einen vergnüglichen Abend.
Karl Lehmanns Gattin – mit Kugelschreiber und dem Redemanuskript bewaffnet, lauerte auf weitere Pointen als sich Bürgermeister Siegfried Klika bereit machte, das Faßl Starkbier anzuzapfen.
Ja – so ein Holzfassl braucht halt doch mehr als einen Schlag! Aber zwei sind auch nicht schlecht – und so konnte er verkünden, daß o‘zapft is.
Die ersten Maßen bekamen natürlich die Honoratioren, die auf einen gelungenen Abend anstießen.
Richard Fischer überlegte schon mal, ob er nicht doch den Mitgliedsantrag der CSU auf dem Bierdeckel ausfüllen sollte. Es blieb’s aber dann doch beim Anstoßen mit dem süffigen Bockbier.

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Dann machte sich Karl Lehmann mit einem schwarzen Klingelbeutel auf ins Nebenzimmer. Da wollte er eine milde Gabe für den notleidenden Haushalt von Waldkraiburg sammeln. Einer ließ sich erweichen – wenigstens einer mit Charakter! (O-Ton: Bist aber ned vo Woidkraiburg – gei?! )
Im Saal ging das Sammeln gleich weiter. Sogar Bürgermeister Siegfried Klika und Harald Jungbauer selbst spendeten. Und natürlich die Stadträte.
Der „lange Arm des Gesetzes“ kursierte eine ganze Weile.
Dann gings los: Wen Harry Jungbauer nicht begrüßt hat, der erhält seinen Eintritt zurück. Sofort ging Alex Wills Hand hoch, der gleich noch zu hören bekommen würde. (Wills Hand mir zentral ins Bild!)
Er darf diese Rede nicht mehr halten – fürchtete Karl Lehmann gleich zu Anfang: Kaum fängt er an zu schreiben, tritt einer zurück: (O-Ton: Vor zwoa Johr da Köhler, vorigs Johr da KT – da Kopierer-Theo....) So schnell kann er seine Rede gar nicht umschreiben, wie die zurücktreten!
Er fing aber trotzdem an: (O-Ton Meine lieben Geothermitinnen...)
Die haushaltsgeschädigten Hebesatzerhöher sollten doch besser nochmal spenden. Ein Einbrecher kommt sowieso mit verweinten Augen aus der Kasse aus’m Rathaus raus!
Liebe Eisstöckinnen und –stöckerer, hochgeschätzter Herr Staatsminister Dr. Marcel Huber mit ihrer lieben Gattin (O-TonWas hams denn grad für a Ministerium?)
A-So eins für Windradl, Autobahnschilder und Ratz’n beim Müller! Er ist ja vielseitig verwendbar, praktisch die fliegende Wollmilchsau der bayerischen Staatsregierung!
Aber – wir stehen an ihrer Seite! (O-Ton Blast’s amoi! – Hat ein Kinderwindradl in der Hand)
Besonders wegen dem Autobahnschild, wo Waldkraiburg und Ampfing nebeneinander draufsteht! Wer sowas erfindet, der könnte jederzeit Bundespräsident wer’n!
Wir sind ja so froh, daß wir den Herzeige-Landrat ham – den Schorsch Huber. Weil - der Landrat von Regen - der is evangelisch! Das ginge ja noch.... Da paßt der Spruch vom „warmen Regen!“
Die stellvertretende Landrätin und der Sterr Toni hams grad noch g’schafft, rechtzeitig aus’m Urlaub zu kommen. Kein Wunder daß der Flieger so langsam war – wenn der Sterr mit drin g’sessen ist!
Er freute sich über den ersten Bürgermeister Siegi Klika (O-Ton Ach du arme Helga!)
Seit Waldkraiburg so bankrott ist, hat er ganz besondere Einsparmaßnahmen erfunden: Weil das Klo im Graf-Toerring-Hof endlich renoviert worden ist, überlegt er, ob ers nicht für „Öffentlich“ erklären sollte. Da würde er jede Menge Geld für städtischen Donnerbalken sparen!
Und weil alle städtischen Gebäude die Namen der Bürgermeister bekommen sollen – würde das dann heißen (O-Ton Bürgermeister-Klika-Klo)
Dabei hatte er sich schon gefreut, daß der Sterr-Toni nicht da ist, dem’s ja sowieso egal ist, wer unter ihm Bürgermeister ist. Dieser Fraktionschef – also diese immerwährend sprudelnde Quelle unnötigen Mists! Da drauf erst einmal einen Schluck aus’m Maßkrug.
Und wenn er auch noch den Salzeder Alois – den Bürgermeister von Aschau begrüßen kann: (O-Ton dann hamma de ganze Mü25-Mafia beinanda)
Vorher wollte er noch Parteibesitzer Harry Jungbauer begrüßen, der vorher nicht begrüßt worden war. Dabei begrüßt der doch überall immer alle, die ein bissl dunkler sind als ein Halogen-Strahler...
Ein Film über den Stadtrat würde wohl heißen: (O-Ton 38:18:00 Siegi der Exekutor und seine Pleitegeier – oh – oh –oh ) Da mußte er gleich wieder sammeln.
Und wenn Waldkraiburg noch so pleite ist, sollten sie doch hinüber schaun nach Kraiburg. Die ham nämlich gar nix mehr. (O-Ton Koa Geid, koan Buagamoasta...)
Aber eine Filmkulisse sind‘s – auch wenn der Titel von dem Film paßt: „Was weg is‘ – is weg!“
Das sollte schon zu denken geben.
Und weil er nicht zu schwarz sehen wollte, drehte er den Klingelbeutel um – der wurde dann rot!
Damit begrüßte er die roten „Stadtindianer“, deren einsamer Häuptling Alex Will ja auch zurückgetreten ist. Beim SPD-Ball war er schon sehr einsam! Na ja, er wollte halt nimmer – trotzdem ein „Merssi für Deine Arbeit“!
Und der neue – also der Wegmann Bernd – der fängt ja auch mit „W“ an – bitte nicht schon wieder gleich zurücktreten – und ihr Junior-Häuptling – der Schwaiger Markus – für die könnte man auch spenden!
Dann begrüßte er (O-Ton Ignazius... zu Torring-Jettenbach ) der keinen Doktortitel braucht. Den brauchen bloß die windigen Freiherren! Ihm und seiner Mannschaft dankte Karl Lehmann für das süffige Bier und das volle Haus.
Mühldorfer haben sich diesmal ja sowieso nicht hergetraut! Die Veranstaltung ist tatsächlich artenrein! In Mühldorf darf man nämlich nur ins Bierzelt hinein, wenn man vorher einen Verzehrbon für 72 Euro gekauft hat! So schön darf man da auch nicht sein, sonst paßt man nicht dazu! Deswegen sinds auch nicht Weltkulturerbe g’worn!
Noch wer nicht begrüßt worden? (O-Ton Raus! )
Dann endlich kam eine Maß Bier und die Brauerei auf ihre Rechnung!
Bevors endlich losging – will noch jemand spenden?
(O-Ton Liebe rest-überlebende Waldkraiburger....)
Aber auch diese unchristliche rot-grün-gscheckerte Allianz von Ude’s Gnaden, die an Horsten’s Säulen pinkeln und dem bayerischen Löwen ein rotes Halsbandel umbinden will – nur weil ihnen in irgend einer Umfrage jemand mal über 40% weisgemacht hat. Da wollte er gleich eine Parteispende einsammeln.
Dabei ist die allein-seeligmachende wieder auf dem besten Weg Richtung 40% - sogar ohne Guttenberg – dem Rotzlöffel! – der ihr abgesprochen hat, daß sie überhaupt eine Volkspartei ist. Aber das hat er bestimmt auch wieder wo abgeschrieben!
Und weil er grad dabei war: Die FDP hat jetzt so viele Prozent wie das Kracherl vom Graf Toerring!
Die CSU geht mit der Zeit. Das sollten sie aber richtig betonen: (O-Ton Die CSU geht mit der Zeit! )
Dann gibt’s die Piratenpartei. Das sind die, die die Leute überfallen!
Und weil er die Windschutz von unserem Mikrophon runtergeworfen hatte, gab ihm den jemand zurück. (O-Ton Is schwarz – g’hert ned mia! )
Also die Piraten: (O-Ton )
Dabei kennen sich die mit dem Internet aus und haben schon alle Pins zu unseren Konten, damit sie gleich g’scheid abräumen können, wenn sie ans Ruder kommen. Das ham die alles aus’m Facebook! (O-Ton Facebook!? Früher had man Stasi g’sagt!)
Dabei könnten ein paar Piraten Aschau und Ampfing entern – da wären die Waldkraiburger Finanzen gleich saniert! Mühldorf braucht man nicht kapern – die sind selber so pleite! Der einzige, der Mühldorf mag, ist sowieso der Rot-Kreuz-Markus Schwaiger.
Dabei kennt er die Gewerbesteuereinnahmen: Waldkraiburg neuen Millionen, Mühldorf g’schissene 4,4 Millionen. Damit das mal klar ist! Dann kommt Kirchdorf – diese drei Häuser neben Haag mit 3,2 Millionen und dann erst Ampfing mit 3 Millionen - aber über die meckern wir nicht mehr, wegen dem gemeinsamen Autobahnschild.
Kraiburg übrigens hat 740 Euro und 25 Cent! Da mußte er doch für seine Kraiburger sammeln.
Es grenzt also an Gemeinheit, wenn behauptet wird, daß Waldkraiburg inzwischen die weltweit einzige Stadt ist (O-Ton – mit einem Schufa-Eintrag!)
Und auch, daß die Rating-Agentur „Knoblauch and Poor“ Waldkraiburg auf Ramsch-Niveau gesetzt hat. Die sollen doch selber schauen, wo’s bleiben.
Dabei muß Waldkraiburg das nur globaler sehen: Früher war‘s nicht besser, auch wenn man früher Markel gehabt hat und jetzt Merkel! Heute kostet zwar einmal Tanken so viel wie sein erstes Auto. Da muß man jedes Mal vor dem Tanken einen Bank überfallen. Am besten die Bayerische Landesbank.
Dabei fürchtete er, daß die den Staatsbankrott erst einmal ausprobieren. Oiso zuerst in Griechenland und dann in ganz Europa. Das wärs doch: Da wäre Waldkraiburg die Schulden los!
Und dann kriegt jeder 40 Drachmen Kopfgeld – und Waldkraiburg 42! Und der Ackermann ’s Bundesverdienstkreuz.
Und überhaupt reden die uns ein, wanns uns gut geht, und drei Tag drauf, daß uns jetzt schlecht geht. Dann wann wir Angst haben müssen und dann wieder, daß wir einkaufen gehen sollen.
Und wann die Määrkte nervös sind! Ja – die Määrkte! Was is’n des eigentlich? (O-Ton ) Die sagen uns sogar wann wir gsund sind und wann wir uns impfen lassen sollen – dabei hat keine Sau die Schweinegrippe gekriegt!
Alle Daumen lang reden die uns eine andere Epidemie ein. Da kam EHEC – die einzige Krankheit, die gezielt Vegetarier ausrottet!
Was kommt wohl heuer – wissen Sie das schon Herr Minister – Sie sind doch dafür zuständig???
Waldkraiburg leidet jedenfalls am Euro-Schwund!
Jedenfalls wüßte er zu gern: (O-Ton wer DIE überhaupt sind, die uns das alles sagen!!! )
Er wüßte da welche, die ausgerottet gehören: Die Banken!
Auch wenn mans nicht mehr hören kann, das mit der Autobahn, muß man doch zuhören, was die Claudia Roth – diese fleischgewordene Handgranate – letztens gesagt hat: (O-Ton wenn wir an die Macht kommen ist die A94 gestorben!)
Was heißt denn da „an die Macht kommen“? Das hatten wir 1933 schon einmal, nur daß der damals Autobahnen gebaut hat!
Dann wollte diese rothaarige Grüne statt einer Autobahn eine Daten-Autobahn. Ja soll denn jetzt das Gummiwerk die Bahnübergänge per Email verschicken? Oder die SGF die Gelenkscheiben in den PC hineinbaaatzen? Oder der Lode an seine Lastwägen einen USB-Stick vorn hinbauen?
Man fragt sich, wie oft Gerichte noch sagen müssen, daß die Autobahn gebaut werden darf. Die Dorfener finden immer wieder ein Loch zum Hineinbohren. Offensichtlich sind unsere Gerichte genau so sinnlos und unglaubwürdig wie unsere Bundespräsidenten. (Jubel )
War das zu scharf – Herr Minister????
Wie wir mit unseren Politikern umgehen ist weltweit einmalig. Na ja – anderswo erschießen sie sie gleich! Das geht natürlich bei uns nicht. Bei uns schießen nur die Neonazis und die auch nur auf die, die ihnen der Verfassungsschutz zeigt.
Da hatten wir mal einen Bundespräsidenten namens Horst. Dabei hoaßt Horst bei uns nur oana! Dann haben wir einen ganz Braven gemerkelt bekommen. Aber der war der Wulff im Schafspelz. Dabei hat der nur nicht gewußt, was von einem deutschen Bundespräsidenten erwartet wird: daß er überhaupt nicht weiß, was Geld überhaupt ist, daß er überhaupt niemand kennt, daß er überhaupt keinen Urlaub braucht und der weiß, daß man mit der Bildzeitung nicht Sau-hüten darf. Dabei ist Deutschland einer von 12 Staaten, der die UN-Resolution zur Bekämpfung von Korruption nicht unterschrieben hat. Damit ist Deutschland in bester Gesellschaft mit dem Iran und anderen solchen Staaten. Das darf man nicht vergessen!
Man darf in Deutschland alles, nur sich nicht mit der Bildzeitung anlegen!
Und jetzt kriegen wir einen verheirateten evangelischen Pfarrer, der ein g’schlampertes Verhältnis mit einer katholischen Unterfränkin hat! Und wenn ihm die Bildzeitung drauf kommt, daß er mal eine Flasche Meßwein geschenkt gekriegt hat, ist er sowieso schon wieder weg.
Wegen sei’m g’schlamperten Verhältnis hat ihn ein sittenstrenger CSUler ja schon gerügt. Da müßte ja unser Horst sein lediges Kind auch abschaffen – und wir hätten keine Gaudi mehr!!!
Irgendwie kam er dann auf das Rindviech, das voriges Jahr im Zangberger Wald einen Hauch von Freiheit genossen hat. (O-Ton Yvonne – die arme Sau) Die Kuh, die gemeint hat, sie ist ein Reh. Dabei ist das noch gar nix: (O-Ton Mia ham a Goas, die meint, sie ist Bundeskanzlerin!)
Und obwohl diese Kuh – also die Yvonne – ganz brav war und vermutlich sogar schwarz gewählt hat – so wie wir Rindviecher halt alle – hat sie weg müssen. Da kamen die niederbayerischen Österreicher vom Gut Aiderbichl – also dem Gut Schneiderbichl! Weil denen sind vor lauter Geldschneiderei die Viecher sowas von wurscht – wie dem Ramsauer unsere Autobahn.
Als die Yvonne dann eingefangen war, da hat man keinen Grünen und keinen Tierschützer gesehen. Die haben die arme Kuh mißhandelt, daß sie erst einmal ein Jahr lang in Quarantäne hat müssen. Weil sie vorher in Freiheit war –(O-Ton das ist wohl in Deutschland eine schwere ansteckende Krankheit!)
Da hatte er eine Idee: Man könnte doch alle freilaufenden Rindviecher nach Gut Aiderbichl bringen!
Aus Richtung Norden kann man auf zwei Straßen nach Waldkraiburg fahren – theoretisch zumindest. Von der Mü-25 sind ja schon 14,5 Meter geteert. Das wird sowieso eine bessere Umgehungsstraße von Litzlkirchen und ein Konkursbeschleuniger von Waldkraiburg.
Wenn in dieser atemberaubenden Geschwindigkeit weitergebaut wird, ist die Mü-25 schneller in Haigerloh als die A94 in Dorfen!
Da fließt ein fürchterlich wilder Fluß durch die Gegend wo die Mü25 gebaut wird: Die Howaschen! Diesen „Litzlkirchner Grand Canyon“ mußten sie mit einer gewaltigen Brücke bezwingen. (O-Ton die muß 7,5 Meter breit sein – de Howaschen hat 12 Zentimeter! )
Und sie muß 3 Meter 22 hoch sein, damit das Eidechserl durchkommt, das ein Grüner angeblich dort gesehen hat. (O-Ton Alois – Eidechserl noch Dinosaurier????)
Da war eine Gedenkminute für die armen Aschauer nötig.
Dabei schieben sie denen jede Woche eine Schubkarre voll Geld ins Rathaus, daß die mit dem Nachzählen gar nicht mehr mitkommen. Aber jammern können die!
Dann gibt’s noch eine zweite Straße von Norden nach Waldkraiburg – nicht aus Ampfing – weil das hinter meterhohen Lärmschutzwänden verschwunden ist.
Schon seit letztem Sommer ist die 20-91 ja gesperrt, weilses links und rechts ausgeholzt ha’m. Jetzt sieht man die Schlaglöcher viel besser.
Jetzt kriegt Waldkraiburg Hochgeschwindigkeitskreisverkehre ohne Zahl. Künftig fährt man von Kraiburg zum Kino wie auf einer Achterbahn mit 17 Loopings.
Überall bauen’s Kreisverkehre, nur nicht an der Kreuzung am Pürt’ner Berg. Da verdient sich Siemens immer noch eine goldene Nase und er verheizt seine Kupplung, weil‘s zwei Stund‘ rot is‘.
Klar war nur: (O-Ton)
Da drauf erst mal einen Prosit!
In Waldkraiburg war ja erst die Hölle los: Eine super Stimmung bei der Eisstock-Weltmeisterschaft. Da gibt’s gar nix zum Lästern.
Etwas hat aber g’fehlt: Es gab keine Mißwahl! Nicht einmal eine ganz kleine! Keine Miß-Daube und kein Mister-Stingl!
Und das in der Stadt mit den meisten Missen – praktisch in der größten Miß-Stadt!
In dieser Stadt wollte er sich dann umschauen. Etwa in der historischen Baugrube. Also die an der Teplitzer Straße. Da steht jetzt ein Baukran! Dabei haben sie früher ihren Haushalt mit dem Holzertrag aus dieser Baugrube saniert.
Aber vielleicht hilft ja der Baukran, wenn man dann wieder Bäume für die Abstützung der Tiefgarage am Sartrouville-Platz braucht. Dabei braucht man bald keine Tiefgarage mehr, wo doch Waldkraiburg langsam aber sicher ausstirbt.
Dann braucht man auch keine Politesse mehr – die sich ja sowieso selber entlassen hat.
Dabei hat der Statistiker herausbekommen, daß 2097 Mühdorf größer ist als Waldkraiburg! Da wollte er sofort aufhören und sämtliche zeugungsfähigen und –willigen Männer und ihrer Partnerinnen an die Arbeit schicken!
Auch der Stadtpfarrer Martin Garmeier muß mithelfen – er wird ab sofort vom Zölibat befreit!
Wenn alle zusammenhelfen, dann schaffen wir das. Und natürlich muß wieder gescheit geheiratet werden! Natürlich mit Progoder!
Da drauf ein Prosit!
Und dafür müßten alle freien Lokalitäten zu Standesämtern umgebaut werden. Dazu hatte er so einige Ideen, etwa eine Kreisverkehrslösung.
Die vielen Leut‘ in Waldkraiburg sind schon nötig, damit jemand an den vielen verkaufsoffenen Sonntagen in die Geschäfte gehen kann. Dabei haben die gar keine freien Sonntage mehr. Alle Sonntage sind für irgend etwas belegt. Und wenn schon mal Zeit wäre, erhebt bestimmt jemand Einspruch. (O-Ton). Bleibt ein Werktag. Aber da geht’s auch nicht. Da könnten sie mit ihrem verkaufsoffenen Sonntag nach Kraiburg gehen – da geht’s immer!
Jetzt fällt noch ein Sonntag weg, wenn die das Feuerwehrmuseum eröffnen. Wahrscheinlich machen die dann auch aus der historischen Baugrube einen Löschwasserteich!
Das ist übrigens typisch Waldkraiburg: Da entsteht etwas wirklich Großartiges – und keiner traut sich, es laut zu erzählen! (O-Ton Ja glaubt’s es halt endlich...)
Es ist ja auch gewaltig was los in Waldkraiburg: Kaum is‘ Volksfest vorbei, kommt schon der Fasching! Und da kam das Prinzenpaar aus Trostberg. Die vom Tanzclub Weiß-Blau können wohl noch nicht tanzen. Die lernen’s sicher noch!
Und Bälle gibt’s in Waldkraiburg! Der Stadtball wird so groß, daß der Saal zu klein wird. Also gibt’s Laufkarten. Da hat eine Besucherin erzählt, wie das ist. (O-Ton )
Da drauf erst wieder ein Schluck aus’m Bierkrug.
Kinder haben’s heute wirklich schön. Früher war das ja ganz einfach: (O-Ton )
Deshalb hat man jetzt die Volksschule abgeschafft. Da haben 30% nicht lesen können, 40% nicht schreiben und die restlichen 50% waren Analphabeten. Und da hat die Waldkraiburger Feuerwehr ihren ABC-Wagen auch noch abgeben müssen. (O-Ton ja wie sollen die )
Aber die haben ja jetzt Handys, die brauchen das nicht mehr. Kinder sitzen heute ja nicht mehr im Sandkasten sondern im Facebook. Denen wird heute schon im Kreissaal ein Sensor eingepflanzt, der nach 15 Mal in die Windeln machen automatisch bei Ebay neue bestellt. Das wird dann vom Vater seinem Konto abgebucht.
Und weil‘s keinen christ-katholischen Frauenbund mehr gibt, hatte er eine ganze Reihe Kandidatinnen, die einen machen könnten: Aber Charlotte Konrad, Inge Schnabl, Christine Graupner und Eva Köhr paßten ihm alle nicht so recht auf die Rechnung. Also bleibt Martin Garmeier der einzige Pfarrer ohne Frauenbund.
Und wenn die Angela Merkel, dieser staatstragende Hosenanzug voriges Jahr behauptet hat, Multi-Kulti ist gescheitert, dann kennt sie Waldkraiburg nicht. Das ist nämlich so: (O-Ton wenn ein Pole mit einem rumänischen Paß....)
Wenn sie das alles schon so super können, dann werden sie auch irgend wann einmal Pürten schaffen! Mit Trasen und Ebing haben sie’s ja auch geschafft. Und sogar der Föhrenwinkel, dieses Gallische Dorf, entwickelt sich zu Grünwald von Waldkraiburg. Bürgermeister haben’s zwar keinen aber einen Malermeister.
Die letzten Jahre hat ein Thema Waldkraiburg beherrscht: Die GEOTHERMIE! (O-Ton )
Nach 3000 Meter Bohrungen in härtestem Gestein haben sie einen unterirdischen Fluß angebohrt, der so warm ist, daß unser Bundesaußenminister dagegen frigide ist!
Da drauf ein Prosit!
Dann hat sich herausgestellt, daß das heiße Wasser auch noch gesund ist! Das hilft gegen alles. (O-Ton)
Dann bekam Karl Lehmann genehmigungsfreie kostenlose Visionen gegen die man keinen Einspruch erheben kann: Eine riesige Wohnsiedlung mit einem 700 Meter hohem Turm. Obenauf darf Umweltminister Dr. Marcel – Windradl-Huber ein riesiges Windradl hinbauen, weils’n woanders sowieso nicht bauen lassen. Eine riesige Wellness-Anlage und so 100 bis 150 Millionen. Eine Kleinigkeit wenn man die Zinsen für die Schulden bedenkt, die der Freistaat für die Hypo-Alpe-Adria zu zahlen hat. Wie – für die Österreicher haben sie Geld, für uns nicht????
Also braucht man einen Scheich. Und weil die keine Katholen sind, müßte sich in Waldkraiburg etwas ändern.
Da bräuchte der Turm von der Christ-König-Kirche oben eine Spitze und einen Laufkranz. Singen könnte er selber. Das ist ja sowieso wie die Feuerwehrsirenen.
Dann müßte der Herr Minister eingespannt werden, dessen Ministerium eh‘ grad paßt. Mit dem Wind, den die Frauenunion macht, könnte man 12 Windradl betreiben. Ohu würde daneben ausschauen wie ein windiger Radl-Dynamo.
Da einen Schnapps drauf.
Wenn dann das alles läuft, dann bekommt der Minister ein eigenes Windradl. Da schreiben wir dann drauf (O-Ton Sponsoring by Windradl-Huber)
Dann sind die Probleme in Waldkraiburg vorbei. Vorher aber noch ein paar Visionen zum Sparen:
Die Stadtverwaltung könnte man einsparen. Schließlich heißt’s ja „In Friedenszeiten ersetzen die Behörden den Feind!“ (Buh-Buh)
Wenns dann keine Verwaltung mehr gibt, braucht man auch kein Rathaus mehr. Und keinen Stadtrat. Dann könnte man die Sessel versteigern. Die vom Sterr Toni und vom Heller Dietmar bringen ja nichts mehr. Und die von der SPD kann man nicht verkaufen, die sind tränen-durchweicht, weil ihnen immer niemand was glaubt!
Am meisten bringt der vom Siegi! Da sind von FJS über die Ministerpräsidenten bis zu Bundespräsidenten alle gesessen. Sogar der Guttenberg!
Und wenn man das alles nicht mehr hat, braucht man auch kein Kloopapier mehr.
Den Bürgermeister braucht man immer. Der bekommt an seinen Gartenzaun einen großen Briefkasten. Da können die Firmen ihre Steuern hineinwerfen. Die Helga – seine Frau – bekommt den Schlüssel, damit der Landkreis-Schorsch sich die Kreisumlage nicht herausnehmen kann.
Dann werden alle Ampeln abgeschafft und am Abend werden die Staßenleuchten abgeschaltet. Dann gehen in Waldkraiburg auch die Lichter aus – wie in Kraiburg.
Und wenn es ihnen dann allen gut geht, dann sagte ihnen Karl Lehmann: (O-Ton Eine Stadt – wie ihr es seids.... )
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Da drauf ein Prosit.. und den Inhalt des Klingelbeutels für Bürgermeister Siegfried Klika.
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Alois Salzeder, ihr seid die „Mü25-Mafia“, der man den letzten Penny aus der Tasche ziehen muß. Seid ihr wirklich so schlimm? (O-Ton Salzeder)
Und wenn ihr aufs Klo wollt, zahlen die Waldkraiburger 50 Cent, die Mühldorfer einen Euro und ihr 500.000 Euro. Das ist doch diskrimierend – oder? (O-Ton)

Karl – wie ist das mit dem „Windradl-Huber“? (O-Ton)
Bei dieser Gelegenheit hat er gerade gewußt, in welchem Ministerium Sie gerade sind. (O-Ton Minister Huber)
Herr Dr. Huber, die CSU ist diesmal ziemlich glimpflich davon gekommen. (O-Ton Huber)
( O-Ton-Bürgermeister.)
... und das geht jetzt in den Haushalt hinein? (O-Ton Klika/LR-Huber)
Herr Landrat, da entscheidet ja künftig sowieso Ihre Frau übers Geld.... (O-Ton)
Und wieviel müssen Sie an den Bezirk abgeben? (O-Ton)
Da können wir ja mal miteinander auf ein Bier gehen! (O-Ton)
Dann auf ein gutes Neues Jahr! (O-Ton)
Dem Vernehmen nach feierten die Gäste noch bis fünf Uhr früh.

54 Voller Saal bei der Bürgerversammlung in Ampfing 15:00
Bis auf den letzten Platz besetzt war der Saal im Gasthaus Hinterecker in Ampfing, als Bürgermeister Ottmar Wimmer die Gäste begrüßte, unter denen neben den Mitgliedern des Gemeinderates auch zahlreiche Mitarbeiter der Gemeinde und der Schulen waren.
Er begann seinen Bericht mit der Einwohnerstatistik:
Ende 2011 wohnten 6.481 Bürger in Ampfing - nur wenige mehr als im Vorjahr.
Das Standesamt meldete 17 Eheschließungen, 44 Todesfälle und nur eine Geburt.
Die Gemeinde hat in den Klimaschutz bis Mitte 2011 rund 3 Millionen Euro investiert. Nach kurzer Planungszeit konnte schon am 22. August der Spatenstich für eine weitere große Photovoltaikanlage erfolgen, die bereits Ende September ihren Betrieb aufnehmen konnte. Derzeit setzt Ampfing bei der Nutzung der Sonnenenergie Maßstäbe und erzeugt den Strom für die zahlreichen gemeindlichen Einrichtungen vollständig selbst. Ampfing ist im Bereich der elektrischen Energie „autark“! Insgesamt können die installierten Anlagen fast 1,4 Gigawattstunden Strom erzeugen, so viel, wie 320 Vier-Personen-Haushalte verbrauchen. Damit spart Ampfing jährlich 900 Tonnen CO2 ein.
Aktuell prüft die Gemeinde die Errichtung eines Blockheizkraftwerkes, mit dem das Schulzentrum und das Feuerwehrhaus versorgt werden könnten. Eine Entscheidung steht noch aus.
An diesen Straßen wird die Straßenbeleuchtung durch stromsparende LED-Leuchten ersetzt. Dieser Umbau wird mit 80.000 Euro durch das Bundesministerium für Umwelt- und Reaktorsicherheit gefördert. Die Umrüstung spart jährlich 40.000 Kilowattstunden Strom.
Durch die Modernisierung der Beleuchtungstechnik in Grundschule und Rathaus können noch einmal 45.000 Kilowattstunden Strom eingespart und gleichzeitig der jährliche Wartungsaufwand um 13.000 Euro reduziert werden.
Trotz der Kürzung der Bundeszuschüsse hat die Gemeinde nun Anträge auf Umrüstung der Beleuchtung in weiteren Straßen gestellt und hofft, auch hier wieder berücksichtigt zu werden.
Eine weitere Umweltmaßnahme ist die Indienststellung eines elektrisch betriebenen Renault Kangoo. Damit will die Gemeinde einerseits ein Zeichen setzen und andereseits Erfahrungen sammeln. Das Fahrzeug wird beim Bauhof für Kurzstreckenfahrten eingesetzt werden.
2011 hat die Gemeinde auf einem 14.000 Quadratmeter großen Gelände eine Streuobstwiese angelegt. Sie wird ein Paradies für bedrohte Arten werden und helfen, Kohlendioxid zu binden.
Für die zahlreichen Aktivitäten hat das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit der Gemeinde das Logo „Gentechnikfreie Gemeinde“ überreicht. Auch hier setzt Ampfing neben vielen anderen Bayerischen Gemeinden ein klares Zeichen und hat eine Vorreiterrolle im Landkreis Mühldorf eingenommen.
Im Rahmen des Programms „Brennwert und Solar“ aus dem Jahr 2000 wurden 129 Projekte mit 98.935 Euro gefördert. Da es ausgelaufen ist, wurde ein neues Programm aufgelegt, das die Durchführung einzelner energetischer Sanierungen unterstützen soll. Anträge können Eigentümer von Gebäuden mit maximal zwei Wohneinheiten stellen. Die Gemeinde, die hierfür einen Etat von jährlich 15.000 Euro bereitgestellt hat, bezuschußt 5% der förderfähigen Kosten, maximal 750 Euro.
Nun kam Bürgermeister Wimmer auf die Wasserversorgung zu sprechen, in deren Ausbau rund 3 Millionen Euro geflossen sind. Jetzt verfügt die Gemeinde über eine moderne und leistungsfähige Anlage, die alle Gemeindebereiche versorgt. Jährlich fließen jetzt etwa 500.000 Kubikmeter bestes Trinkwasser durch das 110 Kilometer lange Rohrnetz zu den Bürgern.
Im September konnten die Bauarbeiten abgeschlossen werden. Auch wenn der Freistaat die Bauarbeiten bezuschußt hat, müssen sich die Anschlußnehmer beteiligen. Diese Gebühren müssen auf Grund der Schließung der Grünland-Molkerei neu kalkuliert werden. Da die Molkerei als Großabnehmer den Preis wesentlich mitbestimmt hatte, wird es sich nicht vermeiden lassen, daß zum 1. Juli der Preis für das Wasser angehoben werden muß.
Seit dem Bau der Kläranlage 1998/1999 wurden etwa sechs Millionen Euro in das Abwasserkanalnetz investiert. Durch das 60 Kilometer lange Kanalnetz fließen jährlich etwa 50.000 Kubikmeter Abwasser. Für Kanalinspektionen und –sanierungen hat die Gemeinde 2011 über 300.000 Euro ausgegeben. Diese Schautafel zeigt, wo 2012 saniert werden wird.
Auch hier müssen die Gebühren neu kalkuliert werden was voraussichtlich zu einer Anhebung führen wird.
Eine – vom Freistaat mitfinanzierte Studie – hat bestätigt, daß die Kläranlage energieeffizient arbeitet. Ampfing hat sich dieser Überprüfung als einzige Gemeinde im Landkreis unterzogen.
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Ampfing verfügt über ein ausgedehntes Straßen- und Wegenetz.
So bald wie möglich soll der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße zwischen „Kreuzweg im Isental“ und Hinmühle begonnen werden. Auch die Ortskernsanierung wird in drei Bauabschnitten fortgesetzt. Der Förderbescheid in Höhe von 270.000 Euro für den ersten Bauabschnitt liegt bereits vor, der 426.000 Euro kosten wird.
Die Dorferneuerung in Salmanskirchen ist nach langer Vorbereitung schon weit fortgeschritten und soll noch heuer abgeschlossen werden. Dorfstraße, Gehwege, Grünflächen und Buswendeplatz sind bereits fertig. Die Dorfgemeinschaft hat hierbei erheblich mitgewirkt.
22 der über 30 Brücken mußten einer Überprüfung unterzogen werden. Drei Brücken wurden mit einem Aufwand von 277.000 Euro neu gebaut. 2012 sollen zwei Brücken neu gebaut werden: Die Kaiserbrucker Brücke und die sogenannte Steinerne Brücke.
Heute gehören auch die Daten-Autobahnen zum Aufgabenbereich der Gemeinden. Gerade im weitläufigen Gemeindebereich sind die Anbieter nicht bereit Breitbandnetze zu bauen. Der Freistaat hat deshalb die sogenannte Breitbandinitiative gestartet. Mit den Zuschüssen aus diesem Programm ist es gelungen, die deutsche Telekom als Partner für den Ausbau des Breitbandnetzes in Salmanskirchen und Stefanskirchen zu gewinnen. Zum Einsatz kommen Glasfaserkabel, die die Gemeinde auf einer Länge von 3 Kilometern auf eigene Kosten unterirdisch verlegen muß. Diese Investition wird 160.000 Euro kosten, wovon der Freistaat knapp die Hälfte übernimmt.
Mit über 1,8 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II konnte die Dreifachturnhalle an der Mittelschule energetisch modernisiert und erweitert werden. Anläßlich der Wiedereröffnung konnte sich die Bevölkerung beim „Tag der offenen Tür“ über diese Baumaßnahme informieren.
An der Grundschule wurde die Galerie mit einem wirkungsvollen Sonnenschutz ausgestattet.
Die Grundschule besuchen 216 Schüler in 11 Klassen. Als einzige Gemeinde bietet Ampfing in jeder Altersstufe eine sogenannte „gebundene Ganztagesklasse“. Die Mittagsverpflegung erhalten die Schüler in der Mensa der Mittelschule gegenüber.
323 Schüler besuchen in 17 Klassen die Mittelschule in Ampfing. Auch die Mittelschule bietet gebundene Ganztagsklassen in allen Altersstufen und offene Ganztagsklassen mit Nachmittagsbetreuung bis 16 Uhr.
Die ehemalige Hauptschule Ampfing wurde im vergangenen Jahr zusammen mit der Hauptschule Buchbach zum Mittelschulverbund Ampfing-Buchbach ernannt und bietet nun zukunftssichere Ausbildung und Abschlüsse. Der Schulstandort Ampfing nimmt damit eine Spitzenstellung im Landkreis ein.
Um noch attraktiver zu werden, hat der Gemeinderat beim Landratsamt die Ansiedlung einer Realschule auf dem Gelände zwischen Grundschule und Feuerwehrzentrum beantragt. Da sich auch Neumarkt-St. Veit und Mühldorf beworben haben, kann nicht eingeschätzt werden, welche Chancen bestehen. Die Nähe zu Sportzentrum und Grüner Lagune wäre jedoch ideal.
Der Forderung nach der Errichtung von Kinderkrippen kam die Gemeinde schon 2010 nach und begann mit einem Neubau. Das eingeschoßige, 850 Quadratmeter große Gebäude konnte schon Anfang Dezember in Betrieb genommen werden. An den Kosten von 1,8 Millionen Euro beteiligte sich der Freistaat mit 1,1 Millionen. Die Gemeinde hat alles unternommen, um den Kindern den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Die Kinderkrippe wird am 4. Mai offiziell eingeweiht und erhält dann den Namen „Isen-Zwergerl“
Im November 2011 hat Staatsminister Dr. Marcel Huber den Kindergarten in Stefanskirchen mit einem Zertifikat für die erfolgreiche Durchführung des Sprachberaterprojekts ausgezeichnet.
Neben all diesen gemeindlichen Aktivitäten gab es 2011 auch eine Reihe weiterer: So hat Jugendreferent Rainer Stöger ein viel beachtetes Graffity-Projekt an der neuen Schallschutzwand entlang der Bahnstrecke durchgeführt. Daneben hat Kulturkreisvorsitzender Heinz-Rudolf Huber zusammen mit Tobias Huber Ludwig Thoma’s „Heilige Nacht“ verfilmt.
Eine sportliche Neuerung – besonders für ältere Mitbürger - wird der „Bewegungspark“ nahe des Sportzentrums und der Grünen Lagune.
Nun kam Bürgermeister Ottmar Wimmer auf die Autobahn A94 zu sprechen, die voraussichtlich Anfang Dezember dem Verkehr übergeben wird. Derzeit werden zwei Brücken gebaut. Auch hier konnte die Gemeinde Verbesserungen erreichen – etwa die Verbreiterung der Fahrbahn und der Bau von Geh- und Radwegen.
Auch bei der Benennung der Autobahnausfahrt konnte unter Vermittlung von Staatsminister Dr. Marcel Huber ein Kompromiß erreicht werden: Sie heißt nun „Waldkraiburg/Ampfing“.
Ab April wird die Staatsstraße 2091 zwischen Ampfing und Waldkraiburg neu gebaut. Die 3,6 Kilometer Straßenneubau werden 4,5 Millionen Euro kosten und zeitgleich mit dem Autobahnabschnitt dem Verkehr übergeben werden.
Die schlimmste Zeit der Umleitungen wegen Straßenbaumaßnahmen ist vorbei. Sowohl die Bahnunterführung als auch die Feldlohkanalbrücke sind fertig und dem Verkehr übergeben.
Trotzdem wird es weiter Straßensperrungen und Umleitungen geben – etwa an der Staatsstraße 2091.
Die Kommunale Verkehrsüberwachung, zu der auch die Gemeinde Ampfing gehört, hat 2011 189 Knöllchen an Falschparker verteilt. 673 Verkehrsteilnehmer wurden wegen Geschwindigkeitsüberschreitung geblitzt, wobei 2 ein einmonatiges Fahrverbot erhielten. Dieser Anstieg gegenüber 2010 rührt vermutlich daher, daß es 2011 schon weniger Baustellen gab als 2010. Bemerkenswert ist, daß die genannten Verkehrsverstöße in nur 6 Stunden pro Monat festgestellt wurden. Die Dunkelziffer ist also wesentlich höher.
Im Zuge des zweigleisigen Ausbaus der Bahnstrecke nach München wurden zwei Unterführungen neu gebaut und dem Verkehr übergeben. Auch für diese beiden Projekte mußte die Gemeinde erhebliche Mittel aufwenden.
Nach langem Tauziehen wurden die teiltransparenten Schallschutzwände entlang der Bahnstrecke fertiggestellt. Auch hier hatte die Gemeinde Kosten zu tragen.
Nun kam Bürgermeister Ottmar Wimmer zu den Finanzen: Der ursprünglich vorgesehene Haushaltsplan mußte durch zwei Nachtragshaushalte ergänzt werden und umfaßte schließlich 19.789.083 Euro. Die Einnahmen aus den verschiedenen Steuerarten lagen deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Besonders die Gewerbesteuereinnahmen waren eine Million Euro geringer.
Hier die größten Ausgabenposten. Kreisumlage, Gewerbesteuerumlage und Personalkosten summierten sich alleine schon auf über 5,5 Millionen Euro.
Die Steuerkraft der Gemeinde Ampfing hat – wie seit 1995 – eine überdurchschnittlich hohe Steuerkraft, wie diese Graphik zeigt.
Ampfing brauchte Kredite zur Finanzierung der erheblichen Investitionen. Ende 2011 hatte die Gemeinde Schulden in Höhe von 7.926.387 Euro. Dem gegenüber standen Rücklagen von 2.533.612 Euro so daß sich eine Netto-Pro-Kopf-Verschuldung von 888 Euro pro Einwohner ergibt.
Geschicktes Kreditbewirtschaftung hat die Zinslast im Rahmen gehalten wie diese Graphik zeigt.
Die Gemeinde stellt auch in Zukunft Baugrund bereit und bietet hierfür das sogenannte Einheimischenmodell und ein Preisnachlaßsystem für Familien mit Kindern an. Aktuell stehen Parzellen in Ampfing, in Salmanskirchen und in Stefanskirchen auf Käufer.
Auch für die Ansiedlung von Unternehmen stehen große Flächen in direkter Nachbarschaft zur Autobahn bereit.
Ampfing hat in der Unternehmerbefragung 2011 hervorragend abgeschnitten und im Landkreis Mühldorf bei den Serviceleistungen den ersten Platz belegt.
Die Gemeinde ist immer bemüht, Bürgern und Unternehmen die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen. Besonders den Mitarbeitern des Bauhofs und der drei Feuerwehren galt Bürgermeister Ottmar Wimmers Dank. Die Gemeinde legt besonderen Wert darauf, daß die Mitarbeiter des Bauhofs Mitglieder der Feuerwehren sind und diese bestmöglich ausgestattet ist. Deshalb beschafft die Gemeinde noch heuer ein neues Löschgruppen-Fahrzeug, das besonders für Einsätze auf der Autobahn gedacht ist. Auch das Gerätehaus in Salsmanskirchen soll neu gebaut werden.
Sein Dank galt auch den viele Vereinsvorsitzenden und besonders Heinz-Rudolf Huber vom Kommunalen Kulturkreis, der seit 20 Jahren ehrenamtlich in der Gemeinde tätig ist.
Abschließend dankte Bürgermeister Ottmar Wimmer den Mitgliedern des Gemeinderates, die in zahlreichen Sitzungen in verschiedenen Ausschüssen immer das Wohl der Gemeinde in den Mittelpunkt gestellt haben.
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Nach einer kurzen Pause würdigte Bürgermeister Ottmar Wimmer die Absolventen des vorangegangenen Jahres, die Notendurchschnitte bis 2,0 erzielt haben. Er stellte jeden Absolventen vor und bat sie zu sich nach vorne. Schon vorher hatte sie die Gemeinde zum Abendessen eingeladen. Nach dem gemeinsamen Foto überreichte ihnen Bürgermeister Wimmers Sekretärin Helga Berghammer einen Umschlag mit einem Geldgeschenk, mit dem sie sich ein schönes Wochenende machen sollten.
Da es so viele sind, müssen wir uns darauf beschränken, sie hier zu zeigen.
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Die abschließende Diskussion brachte nur wenige Beiträge. Themen waren die Funkmasten entlang der Autobahn, das geplante Blockheizkraftwerk und der Einsatz von Hackschnitzeln, die Notwenigkeit des zweigleisigen Ausbaus der Bahnstrecke und die Unsitte, Hundekot einfach liegen zu lassen. Bürgermeister Wimmer beantwortete die Fragen bestmöglich und sagte Antworten und Reaktionen auf Themen zu, die er nicht gleich beantworten konnte.
55 Helfer in allen Lagen: Die Kommandantenversammlung der Feuerwehren im Landkreis 14:20
Neben den Abordnungen der Feuerwehren im Landkreis hatten sich zahlreiche Bürgermeister, Mitarbeiter des Landratsamtes, Vertreter von Polizei, THW, BRK, der Bundeswehr und der Integrierten Leitstelle im Saal des Gasthauses Sterneck im Gemeindeberich von Buchbach eingefunden um ihre jährliche Komandantenversammlung abzuhalten.
Kreisbrandrat Karl Neulinger bedauerte die Absage der eingeladenen Vertreter aus der Politik, die anderweitig Termine wahrnahmen. Gäste waren auch aus Österreich und von der Versicherungskammer Bayern gekommen. Auch zahlreiche Mitglieder der Kreisbrandinspektion konnte Karl Neulinger willkommen heißen.
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Buchbachs Bürgermeister Thomas Einwang stellte den Markt Buchbach vor, der im äußersten Nordwesten des Landkreises gelegen, mit etwa 3.100 Einwohnern eine der kleinsten Gemeinden ist. Zwei Feuerwehren gibt es in Buchbach, in der 150 Aktive Dienst tun.
Thomas Einwang unterstrich die große Bedeutung der Feuerwehren und betonte die Wichtigkeit guter Ausstattung. Er mahnte die Zusammenarbeit der Kommunen bei der Beschaffung von Ausrüstung an. Nur mit Sammelbestellungen können Einsparungen erzielt werden. So bat er die Bürgermeisterkollegen und die Feuerwehren, sich an den gemeinsamen Beschaffungsaktivitäten zu beteiligen, die vom Landratsamt koordiniert werden.
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Nachdem die Tagesordnung verabschiedet war, erstattete Kreisbrandrat Karl Neulinger seinen Bericht: Wie in den Vorjahren leisten in 73 Feuerwehren 3.607 Aktive Feuerwehrdienst – eine leichte Zunahme. Der Frauenanteil ist mit 6,63% nahezu gleich geblieben, allerdings unter dem Bayerndurchschnitt.
In 68 Jugendfeuerwehren tun 757 Feuerwehranwärter Dienst, auch eine leichte Zunahme - besonders bei den Mädchen.
Hier die Personalentwicklung, die über die Jahre nur leichte Schwankungen aufweist.
Die Kreisbrandinspektion erhielt mit Werner Müller einen neuen Kreisbrandmeister für das Gebiet Land 2/4.
Neue Fahrzeuge erhielten die Freiwilligen Feuerwehren Berg und Haag sowie die Werksfeuerwehr der Nitro-Chemie in Aschau.
Damit nutzen die Feuerwehren im Landkreis 205 Fahrzeuge.
Die Feuerwehr Heldenstein erweiterte ihr Feuerwehrhaus für 50.000 Euro.
Zahlreiche Feuerwehrkräfte nahmen an Lehrgängen teil. In Klammern die Teilnehmerzahlen im Vorjahr.
Zwei neue Lehrgänge ergänzten das Ausbildungsprogramm.
Allen Ausbildern und Lehrgangsleitern und besonders den Gemeinden galt Karl Neulingers Dank.
Ebenso der Forstdienststelle Schwindegg für die Motorsägen-Schulung.
Zahlreich waren die Leistungsprüfungen. In manchen Gruppen legten mehr als im Vorjahr – in anderen weniger Aktive die Prüfungen ab.
Sehr rege waren die Jugendlichen bei der Prüfung zur Bayerischen Jugendleistungsspange.
Nun kam Kreisbrandrat Karl Neulinger zur Statistik der Einsätze.
Die Wehren wurden insgesamt zu 1.335 Einsätzen gerufen. 1.815 Feuerwehren leisteten dabei insgesamt 28.160 Einsatzstunden. Bedauerlich waren 120 Fehlalarme, die 144 Feuerwehren in Atem gehalten hatten.
Es gab viele Ehrungen: Bei 27 Feuerwehren wurden Feuerwehrehrenzeichen in Silber und Gold verliehen.
Nach diesen Anstrengungen konnten 39 Feuerwehrkameraden mit ihren Familien im Feuerwehrerholungsheim in Bayrisch Gmain Urlaub machen.
Im Rahmen seines Rückblicks auf besondere Aktivitäten listete Karl Neulinger zahlreiche Veranstaltungen und Versammlungen auf. Es begann am 11. Januar mit der Jugendwartversammlung. Viele weitere Veranstaltungen ließen bei den Feuerwehren keine Langeweile aufkommen: Das Feuerwehrsymposium - - - die Kommandantenversammlung - - - der Gefahrguttag - - - Übungen am Brandübungscontainer - - - das Hufeisenturnier - - - seine Geburtstagsfeier mit Spenden zu Gunsten der Kinderkrebsgruppe „Balu“ - - - die Wallfahrt nach Rom - - - die Übergabe einer Spende der Sparkasse - - - das Kreiszeltlager - - - der Jugendfeuerwehr-Wettbewerb in Kotschevie in Slowenien - - - die Feier zum 100-jährigen Bestehen der Feuerwehr in Zeiling - - - die Eröffnung der Feuerwehraktionswoche - - - der Kreisfeuerwehrtag in Berg bei Kirchdorf - - - eine Übung auf der Bahnstrecke im Bereich der Ampfinger Lärmschutzwände - - - bis hin zum Christkindlmarkt in Kraiburg.
Zahlreich waren auch die Sitzungen der Kreisbrandmeister.
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Nun berichtete Karl Neulinger von der Arbeit des Landesfeuerwehrverbandes. Da ging es vor allem um die Gewinnung neuer Mitglieder und die aktuelle Imagekampagne. Diese Werbemittel stehen den Feuerwehren zur Verfügung.
Im Landkreis Mühldorf hat Busunternehmer Hinmüller einen Bus rot lackiert und beklebt. Aber auch sonst nehmen die Feuerwehren jede mögliche Gelegenheit wahr um zu werben.
Darüber hinaus konnte eine wesentliche Verbesserung der Förderrichtlinien erreicht werden.
Der Fortbestand der Feuerwehrschulen konnte gesichert werden, der durch Abwanderung der Lehrkräfte gefährdet war.
Der Feuerwehrführerschein bis 7,5 Tonnen mit Gespannbildung ist nun endgültig eingeführt.
Im Fahrsicherheitstraining können bis Ende 2012 rund 4.000 Fahrzeugmaschinisten ausgebildet werden. Ab 2013 bietet der Landesfeuerwehrverband in Zusammenarbeit mit der Versicherungskammer Bayern die Ausbildung an zwei mobilen Fahrsimulatoren an.
Zudem laufen derzeit verschiedene Seminare und Fortbildungen für Führungskräfte.
Karl Neulinger hatte zahlreiche Hinweise für den Brand- und Gefahrenschutz bei Straßenfesten und Märkten. Zu diesem und anderen Themen wurden Broschüren erstellt und verteilt.
Künftig will sich der Landesfeuerwehrverband erreichen, daß jeder Feuerwehrmann, der die Grundausbildung absolviert hat, die Ehrenamtskarte erhält. Das ist allerdings etwas zu wenig für die Feuerwehrleute, die sicher mehr leisten als Mitglieder eines Gartenbauvereins. Hierzu gibt es eine ganze Reihe Verbesserungsvorschläge.
Bei der Einführung des Digitalfunks soll die Förderquote auf 80% erhöht und das nötige Zubehör mit einbezogen werden. Allerdings wird die Einführung noch einige Jahre dauern.
Karl Neulinger berichtete noch von einer ganzen Reihe weiterer Aktivitäten, denen der Landesfeuerwehrverband nachgeht.
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Nun erstattete Kreis-Jungendwart Michael Matschi seinen Bericht:
Auf die Statistik ging er nicht näher ein, stellte aber fest, daß es Bereiche gibt, in denen die Jugendfeuerwehren Mitglieder verlieren, in anderen aber gewinnen. Es sieht gut aus.
Weiter sind neben ihm Bernhard Aigner und Tonja Reinhard für die Jugendarbeit zuständig.
Die Bayerische Leistungsprüfung ist sehr gut verlaufen. Seit 1970 wurden 6.930 Spangen vergeben. Michael Matschi erwartet im September die 7.000. die dann natürlich groß gefeiert wird.
Den „Wissenstest“ haben 530 Teilnehmer absolviert – die niedrigste Teilnehmerzahl der zurückliegenden 10 Jahre. Gleich mehrere Feuerwehren haben keine Jugendlichen geschickt – vielleicht haben sie’s ja vergessen....
Michael Matschi dankte Feuerwehr und Stadt Waldkraiburg für die große Unterstützung, die die Jugendfeuerwehren hier seit Jahren erfahren.
Auch die Teilnahme an der „Jugendflamme“ ließ zu wünschen übrig. Dieses Angebot sollten die Jugendwarte der Feuerwehren besser publik machen.
Am Jugendzeltlager nahmen 112 Buben, 46 Mädchen und 55 Betreuer teil. Es war eine sehr erfreuliche Veranstaltung für die neben der Versicherungskammer Bayern auch der Stadt und den Stadtwerken Mühldorf und der Gemeinde Polling Dank gebührt. Es funktioniert einfach.
Fünf Jugendfeuerwehren konnten runde Jubiläen feiern. Für die Feierlichkeiten galt ihnen sein Dank ebenso wie MdB Stephan Mayer für die Fahrt nach Berlin, die für alle Teilnehmer ein Erlebnis war.
Ein Hallenfußballturnier und die Wettbewerbe sorgten für Beschäftigung, auch wenn die Ergebnisse Jugendfeuerwehren im Landkreis eher mittelprächtig waren. Im vergangenen Jahr sind alle Jugendfeuerwehren im bundesweiten Vergleich ausgeschieden.
Auf Grund der Ergebnisse 2010 konnte die Jugendfeuerwehr Oberneukirchen an der Jugend-Europameisterschaft in Slowenien teilnehmen und dort den 9. Platz belegen. International gesehen, ein hervorragendes Ergebnis.
Es gab auch eine ganze Reihe Ehrungen.
Michael Matschi freute sich, auch in diesem Jahr den „Meistbeteiligungspokal“ an die Jugendfeuerwehr in Au vergeben zu können. Die waren wirklich überall mit dabei!
Auch heuer beteiligten sich die Jugendfeuerwehren an den Leistungswettbewerben und erhoffen sich gute Ergebnisse. Das 35. Kreiszeltlager findet vom 20. Bis 22. Juli statt und der Abnahmetermin für die Jugendleistungsspange ist am 6. Oktober im Jahnstadion in Waldkraiburg.
Hier die Übersicht über die Termine 2012.
Abschließend dankte Michael Matschi den Mitgliedern der Kreisbrandinspektion für die gute Zusammenarbeit.
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Schatzmeister Sebastian Lentner konnte Einnahmen von 19.615 und Ausgaben von 15.969 Euro berichten. Sowohl Einnahmen als auch Ausgaben lagen über den Haushaltsansätzen und trugen dazu bei, daß sich der Kassenbestand erhöhte.
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Nachdem die Kassenprüfer Thomas Einwang und Ludwig Mottinger einwandfreie Kassenprüfung bescheinigt hatten, erteilten die Mitglieder Vorstandschaft und Kassier einstimmig die Entlastung.
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Auf Grund der guten Ergebnisse des Vorjahres wurde der Haushaltsplan angepaßt und verabschiedet.
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Karl Neulinger kam zu den Ehrungen:
Für 20-jährige Tätigkeit als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Allmannsau erhielt Johann Kneißl den Ehrenteller der Kreisbrandinspektion aus der Hand von Kreisbrandinspektor Franz Oberpaul.
Einen weiteren Ehrenteller erhielt Martin Schuster, erster Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Au am Inn.
Ebenfalls für 20 Jahre als Kommandant erhielt Konrad Eckl von der Freiwilligen Feuerwehr in Wiesbach einen Ehrenteller der Kreisbrandinspektion.
Das „Bayerische Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber am Band“ erhielt Michael Matschi von der Freiwilligen Feuerwehr Lauterbach für seine Tätigkeit als Kreisjungendwart und als Kreisbrandmeister.
Seit 1977 und bis 1999 für die Feuerwehren aktiv war Ehren-Kreisbrandrat Benedikt Weinbauer von der Freiwilligen Feuerwehr Waldkraiburg. Auch er wurde mit dem Bayerischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber am Band ausgezeichnet.
Für seine große Unterstützung der Feuerwehren erhielt Bürgermeister Franz Steiglechner von der Gemeinde Oberneukirchen die Bayerische Feuerwehr-Ehrenmedaille.
Kreisjugendwart Michael Matschi überreichte Klaus Liegelsberger von der Jugendfeuerwehr Irl die Ehrennadel der Jugendfeuerwehren in Silber.
Nun folgten drei Bestellungen: Karl Neulinger bestellte Pfarrer Martin Garmeier aus Waldkraiburg zum Fachberater für psychosoziale Notfallversorgung.
Zum Kreisfeuerwehrarzt bestellt wurde Dr. Hans-Jochen Kaiser aus Waldkraiburg.
Und zum „Fachberater Bahn“ Engelbert Köck von der Freiwilligen Feuerwehr Mößling.
Allen neu bestellten überreichte Karl Neulinger ihre Bestellungsurkunden. Sie stellten sich und ihre Tätigkeit vor.
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Im Namen von Landrat Georg Huber betonte Abteilungsleiter Michael Stadelmann die hohe Bedeutung der Feuerwehren für die Sicherheit der Bevölkerung und die Hilfe im Notfall. Ihre Vorbildfuktion und ihr basieren auf traditionellen Werten sind unverzichtbar.
Er unterstrich die Notwendigkeit, die Feuerwehren immer mit der bestmöglichen Technik auszustatten. Besonders aber die Ausbildung der Wehrmänner verdient besonderes Augenmerk. Feuerwehrarbeit ist Schwerstarbeit. Für diese dankte er allen Aktiven.
Sein Dank galt auch dem Kreisfeuerwehrverband, der die Feuerwehren durch seine Jungendarbeit zukunftsfähig macht. Er wünschte allen Feuerwehrleuten alles erdenklich Gute, Gottes Segen und immer eine glückliche Rückkehr.
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Mühldorfs Polizeiinspektionschef Polizei-Oberrat Robert Anderl wollte sich nicht nur für die gute Zusammenarbeit bedanken. Das wäre aber zu oberflächlich. Er erinnerte sich an den tödlichen Unfall ihres Kollegen, bei dem die Zusammenarbeit professionell funktioniert hat. Oder bei dem tödlichen Unfall auf der B12, als einige überregionale Medien versucht haben, diese schrecklichen Bilder zu bekommen. Da hat sie ein Feuerwehrkamerad verscheucht. So etwas bleibt in Erinnerung und solche Beispiele gibt es viele. Sie stehen in schwierigen Situationen immer ganz vorne – und die Feuerwehren noch dazu ehrenamtlich. Das alles ist nicht selbstverständlich. So forderte er Augenmaß, wenn Aktive im Rahmen ihrer Tätigkeit etwa zu schnell fahren und dabei erwischt werden. Es kann nicht sein, daß ein Feuerwehrmann dann auch noch bestraft wird!
Er dankte allen Feuerwehrleuten für ihre Unterstützung und hoffte, daß die Polizei auch 2012 auf sie zählen kann.
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Karl Neulinger würde es auch gefallen, wenn sie sich auch gelegentlich mal treffen könnten – auf ein Wasser oder so.... 
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Auch Roman Kubitschek von der Versicherungskammer Bayern dankte den Feuerwehren für die gute Zusammenarbeit und sicherte die weitere Unterstützung seiner Gesellschaft zu.
Sie rüsten die Feuerwehren in Bayern mit mobilen Rauchschutzvorhängen aus. Solche übergab er den Freiwilligen Feuerwehren Aschau, Buchbach, Heldenstein und Zeiling.
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Nachdem Kreisbrandrat Karl Neulinger einen Ausblick auf die Veranstaltungen des laufenden Jahres gegeben hatte, schloß er die Kreiskommandantenversammlung 2012.
56 Fußball Bayernliga: TSV Buchbach - FSV Erlangen-Bruck 12:00
Perfektes Fußballwetter erwartete Mannschaften und Gäste im Jahnstadion in Buchbach. Im vorangegangenen Spiel in der Fußball-Bayernliga erreichten die Buchbacher ein torloses Unentschieden beim Tabellendritten Bayern Hof. Das war gegenüber dem Spiel gegen Unterhaching eine deutliche Steigerung. Die Buchbacher haben in die Bayernliga zurückgefunden.
Anders die Gäste aus Erlangen. Sie waren zu Saisonbeginn auf den letzten Platz zurückgefallen, haben sich dann aber bis auf den fünften hochgearbeitet und waren seit 9 Spieltagen wieder auf dem Weg nach unten.
Buchbach kämpft wieder mit dem Verletzungspech. Das nötigte das Trainergespann Anton Bobenstetter und Josef Kupper sogar Torwarttrainer Ralf Wagner und Ersatztorhüter Sandro Volz als Ersatzspieler aufzustellen.
Sie liefen mit T-Shirts auf, mit der Aufschrift „Gute Besserung – Hambo – Nummer 7“ und „Nicht nur ein Team sondern Freunde“
Buchbach – ganz in Rot begann von rechts nach links – Erlangen-Bruck stieß an.
Schon in der 3. Minute dieser erste Angriff der Hausherren. Alex Neulinger sprang nicht hoch genug.
Zwei Minuten später geht Alex Petrovic’s Ball übers Tor der Gäste.
Ein druckvoller Auftakt der Gastgeber, die Erlangen-Bruck erst gar nicht ins Spiel kommen lassen wollten.
Das gelang denen erst einige Minuten später mit diesem Vorstoß, den Dominik Süßmaier ins Toraus befördern konnte. Die Ecke - - - ohne Folgen.
Der nächste Versuch der Gäste – drei Minuten später – zeigte, daß sie sich nicht hatten einschüchtern lassen. Das hätte auch schiefgehen können.
Einwurf für Buchbach von links: Ralf Klingmanns Flanke nimmt Alex Petrovic direkt und köpft auf Stefan Denk, der den Pfosten zu Hilfe nimmt und die Kugel ins Netz jagt. – 1:0 für die Gastgeber in der 20. Minute.
Die Gäste protestieren und reklamieren Abseits. Tatsächlich stand Stefan Denk im Moment des Abspiels von Aleksandro Petrovic im Abseits. Die Schiedsrichter haben’s nicht erkannt. Der Treffer zählt.
Gleich nach dem Wiederanstoß müssen die Gastgeber im Strafraum zur Ecke klären.
Während die Gäste einwerfen, geht Aleksandro Petrovic hier links zu Boden und bleibt liegen. Er kann aber weitermachen. Den Freistoß kann Gästekeeper Rainer Hausner halten. Schiedsrichter Thomas Berg sah Abseits. Es war aber egal ob Freistoß oder Abstoß.
Nach ziemlich harten Aktionen der Gäste gleich wieder Freistoß aus ähnlicher Position: Diesmal geht der Aufsetzer über’s Tor.
Dann die Gäste über links: Maxi Hain kann nur unfair stoppen und erhält dafür einen Rüffel von Schiedsrichter Berg. Der Freistoß aus gefährlicher Distanz bleibt in der Mauer hängen.
Eine halbe Stunde gespielt: Buchbach zu diesem Zeitpunkt ziemlich unter Druck. Da versucht es Aleksandro Petrovic mit einem Weitschuß. Der geht aber weit über das Tor.
Zwei Minuten später ein neuer Versuch: Thomas Breu stürmt mit dem Ball Richtung Tor da holt ihn Manuel Kilger von den Beinen. Breu bleibt liegen und Kilger sieht Gelb.
Thomas Breu kann sich aufrappeln und weiterspielen. Ralf Klingmanns gefährlichen harten Freistoß können die Gäste entschärfen. Aus dem Einwurf wird ein Konter, der aber im Sand verläuft.
Kurz vor der Pause kommen die Gäste über links. Dolan Aubrey’s Kopfball kann Dominik Süßmaier mit einer Glanzparade halten.
Nach diesem Foul von Björn Hertel: Freistoß für die Gäste. Erst klärt Buchbach - den scharfen Nachschuß hat der aufmerksame Süßmaier sicher.
Während Petrovic den nächsten Angriff nach vorn treibt, fällt außerhalb unseres Blickfeldes Manuel Neubauer und bleibt liegen. Niemand hatte wohl gesehen was passiert war und Schiedsrichter Bergs einziges Interesse war, daß er das Spielfeld verläßt und es weitergehen kann.
Kurz vor dem Pausenpfiff jagt Thomas Breu Roland Graf den Ball ab, legt zurück auf Stefan Denk, der auf Breu weitergeben kann. Aleksandro Petrovic bekommt den Ball aber nicht unter Kontrolle, so geht er hoch in Nachbars Garten.
Das wars in der ersten Hälfte. Buchbach führte nach furiosem Auftakt mit 1:0. Nach dem Tor kamen die Gäste immer mehr ins Spiel und Buchbach hatte es Dominik Süßmaier zu verdanken, daß kein Ausgleichstreffer fiel.
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Der zweite Durchgang: Buchbach jetzt von links nach rechts. Die Gäste wechseln in der Pause. Für Manuel Kilger spielt jetzt Arpad Backens.
In der 54. Minute kommen die Hausherren über rechts: Stefan Denks Flanke kann Gästeschlußmann Rainer Hausner knapp über das Tor heben. Ecke. Die ändert aber nichts am Spielstand.
Dann folgt eine Art Dauerangriff auf das Tor der Gäste:
Erst versuchts Manuel Neubauer,
dann rettet Gästetorwart Rainer Hausner
dann versucht’s Patrick Irmler
und dann nochmal Thomas Breu.
Dann können sich die Gäste aus der Umklammerung befreien und selbst vorstoßen. Diesen Versuch machte ihnen ein weiteres Mal Dominik Süßmaier zunichte. Und gleich nochmal.
Wegen seines Einsteigens hier gegen Michael Kramer sieht Aleksandro Petrovic die gelbe Karte von Schiedsrichter Thomas Berg.
In der 61. Minute wissen sich die Buchbacher Hintermänner gegen Christopher Schaab nur so zu helfen.
Gelbe Karte für Maxi Hain und Freistoß von der Strafraumgrenze. Den hat Süßmaier aber sicher.
Gleich im Gegenzug ein häßliches Foul vom Opfer von eben an Manuel Neubauer. Auch Bastian Lunz sieht Gelb. Neubauer muß behandelt werden.
Ralf Klingmanns scharfer Freistoß verfehlt das Tor nur um ein paar Zentimeter.
Dann zieht Patrick Irmler hier einen Erlanger am Trikot, der sofort zu Boden geht. Gelb für Irmler.
Die Gelegenheit nutzen die Buchbacher Trainer und nehmen Thomas Breu aus dem Spiel. Für ihn kommt Hannes Hain.
Dann geht Hakim Graine Dominik Süßmaier an, der den Ball zu bekommen versucht. Süßmaier bleibt liegen. Während sich Stefan Alschinger um Süßmaier kümmern will, stößt ihn Graine auch noch zu Boden. Graine sieht nur die Gelbe Karte für das Foul. Die Tätlichkeit bleibt ungesühnt.
Dominik Süßmaier muß sich behandeln lassen, kann aber später weitermachen.
In dieser Pause wechseln die Gäste ein zweites Mal. Für Serdal Gündogan kommt Vittorio Romano.
Dann stürmt wieder Buchbach: Manuel Neubauer legt sich den Ball etwas weit vor und stolpert dann über Rainer Hausner.
Hier erkämpft sich Ralf Klingmann den Ball und spielt nach vorn. Der Ball war schon weg, als ihn Hakim Grain auflaufen läßt und er zu Boden geht. Der Schiedsrichter zeigt ihm die Ampelkarte. Erlangen-Bruck ab diesem Moment nur noch zu zehnt.
In der 75. Minute kommt Manuel Neubauer über rechts. Er flankt auf Alex Neulinger, der mitsamt dem Ball ins Tor fällt. 2:0
Während sich Buchbach freute, kassierte Adrian Mahr eine gelbe Karte weben Meckerns.
Weiter gings:
Wechsel bei beiden Mannschaften in der 77. Minute: Bei Buchbach kommt für Manuel Neubauer Stefan Lex und bei Erlangen-Bruck für Rico Röder Philip Snajder.
Lex zeigt gleich seine Frische und knallt den Ball an die Unterkante der Latte. Im darauffolgenden Kampf im Strafraum unterliegt Hannes Hain. Der Schiedsrichter zeigt sofort auf den Punkt: Elfmeter für Buchbach.
Alexandro Petrovic tritt an - - - - und scheitert - - an der Latte! Das war wohl der Ausgleich für das Abseitstor in der ersten Halbzeit.
Dann schickt Petrovic Lex los, der ganz allein aufs Tor zustürmen kann und ganz uneigennützig auf Aleksandro Petrovic quer legt. Der braucht nur noch hineindrücken. 3:0 in der 83. Minute.
Petrovic ist die gelbe Karte fürs Trikot-Ausziehen egal – so groß ist die Freude.
Ein grobes Foul nach diesem Einwurf: Stefan Lex bleibt erst liegen und Christopher Schaab sieht Gelb.
Nochmal die Gastgeber über rechts: Stefan Lex kann sich durchsetzen, seine Flanke kann aber keiner der Angreifer verwerten.
In der 89. Minute kommt für Aleksandro Petrovic Timm Schwedes, der im Hinspiel in Erlangen Bruck einen Knochenbruch erlitten hatte und ins Krankenhaus gebracht werden mußte.
Eine der letzten Aktionen: Ecke für Erlangen-Bruck: Sie bleibt ohne Folgen.
Dann ist‘s vorbei: Buchbach gewinnt verdient mit 3:0. Auch wenn die erste Halbzeit durchwachsen war, so ging das Ergebnis auf Grund der zweiten Halbzeit absolut in Ordnung.
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Es hatte lange gedauert, bis die beiden Trainer zur Pressekonferenz kamen. Als Stadionsprecher Thomas Föckersberger Gästetrainer Gerd Klaus das Wort erteilte, kritisierte der erst Sepp Kupper, der in Erlangen-Bruck nicht zur Pressekonferenz erschienen war. (O-Ton)
Grußlos verließ er die Pressekonferenz.
Sepp Kupper war natürlich zufrieden über den Sieg nach zwei Niederlagen. Er wollte aber erst erklären, warum sie in Erlangen-Bruck nicht zur Pressekonferenz erschienen sind: (O-Ton)
Auf die Frage, ob man doch vielleicht das Elfmeterschießen trainieren sollte? (O-Ton)
57 Alles für die Zufriedenheit der Reisenden: Die Südostbayernbahn nimmt die neue Außenreinigungsanlage in Betrieb 7:10 13
Ok, es ist ein Werksgelände und wird vermutlich nie eine grüne Oase werden – auch wenn die Südostbayernbahn dahinter Bäume pflanzt und Grünflächen anlegt, wird die neue Anlage immer ein Funktionsbau bleiben.
Seitlich vor der Werkstatt und der Innenreinigungsanlage entstand in fast eineinhalbjähriger Bauzeit die neue Außenreinigungsanlage.
Zu ihrer Inbetriebnahme kamen natürlich die Chefs der Südostbayernbahn Christoph Kraller und Christian Kubasch, aber auch dritter Bürgermeister Christian Funiok und Bahn-Bayern-Chef Klaus-Dieter Josel und sogar Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber.
SOB Vorstandssprecher Christoph Kraller freute sich über das große Interesse der zahlreichen Gäste an der neuen Anlage.
Wenn sich viele fragen, warum um so eine Anlage so ein Brimborium gemacht wird, dann liegt das halt daran, daß Bauten bei der Bahn immer riesig sind! (O-Ton grässa und lenga!!!)
Wenn eine Waschanlage für Waale Walt Disney wert war, einen ganzen Film zu machen, war es der Südostbayernbahn auch wert, eine Einweihungsfeier zu machen – scherzte Christoph Kraller.
Schließlich müssen hier auch die „roten Riesen“ durch, also die Doppelstockwagen.
Für die Südostbayernbahn ist die Außenreinigungsanlage ein weiterer Meilenstein zu einer kompletten Eisenbahn – betonte Christoph Kraller. In den 10 Jahren ihres Bestehens hat sich die Bahn ständig weiter entwickelt. Jetzt sind sie fast komplett.
Während er den Zuhörern dann ein paar kurzweilige Gruworte wünschte, erhoffte er sich für die nächsten Jahre viel Bewunderung seiner Passagiere über diese sauberen Züge!!!
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Man fragt sich, was der Umweltminister bei der Einweihung einer Waschanlage macht... begann Dr. Marcel Huber. Aber – meinte er – er ist ja auch Stimmkreisabgeordneter und deshalb ist die Südosbayernbahn auch seine Bahn! Und wenn hier 2,9 Millionen Euro in die Kundenzufriedenheit investiert werden, dann ist das auch kein Pappenstiel und ein Anlaß für seinen Besuch.
Aber auch der Umweltminister ist hier richtig: Wenn Bayern den Tag des Wassers begeht, haben in den zurückliegenden Jahren moderne Waschanlagen auch dazu beigetragen, daß Flüsse und Seen wesentlich sauberer geworden sind. Hier wird der schwierige Schmutz dieser technischen Anlage so entsorgt, daß das Wasser so wenig wie möglich belastet wird. Wasserreinigung und Wassersparen stehen hier an oberster Stelle. Und weil Umweltschutz auch Lärmschutz bedeutet, freute sich Dr. Marcel Huber darüber, daß die Halle so lange gebaut worden ist, daß der gesamte Waschvorgang drinnen abläuft und sogar die Kadavergrube überspannt.
Auch die Energiewende wurde berücksichtigt: Hier wird die nötige Wärme durch ein Hackschnitzelheizwerk bereitgestellt, das mit dem Grüngutschnitt betrieben wird, das entlang der Bahnstrecken gewonnen wird.
Dr. Marcel Huber dankte allen, die sich über all das Gedanken gemacht haben und die alle diese Vorkehrungen eingebaut haben. Es wäre sicher auch billiger gegangen!
Er wünschte der Südostbayernbahn viele zufriedene Kunden, die deshalb so gern mit der SOB fahren, weil die Züge da so sauber sind!
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Bayern-Bahn-Chef Klaus-Dieter Josel war als zufriedener Bahnfahrer dabei. Diese Außenreinigungsanlage reiht sich in die Investitionsoffensive der Bahn ein, die in den kommenden Jahren über 40 Milliarden Euro in Infrastruktur, neue Fahrzeuge und auch in Qualität investieren will. Diese Anlage trägt dazu bei, die Doppelstockwagen - die modernsten Fahrzeuge der deutschen Bahn – immer ansprechend zu halten. Klaus-Dieter Josel freute sich, daß das auf so umweltfreundliche Weise passieren kann. Er dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und hoffte, daß damit nun noch mehr Kunden die Südostbayernbahn nutzen werden.
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Denis Kollai erläuterte das Projekt, das nach Christoph Krallers Worten sehr schwierig zu realisieren war. Auf 76 Metern Länge wurde eine Kadavergrube und die Waschanlage und im flacheren Anbau die gesamt Technik untergebracht. Die Halle selbst erlaubt es, auch bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt arbeiten zu können.
Das Abwasser wird gereinigt, die Schmutzstoffe ausgefiltert und gesondert entsorgt.
2,9 Millionen Euro wurden hier investiert.
Besonderes High-Light ist die Hackschnitzelheizung, die im zurückliegenden Winter 60% der benötigten Wärme problemlos geliefert hat.
Denis Kollai dankte dem Freistaat Bayern, der 60% der Investitionskosten getragen hat. Er freute sich auch, daß lokale Firmen die Arbeiten ausgeführt haben und so das Geld in der Region geblieben ist. Ihnen allen und auch den verschiedenen Stellen der Deutschen Bahn galt sein Dank.
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Dann besichtigten die Gäste die Anlage, die sich nicht nur durch ihre Größe von einer Autowaschanlage unterscheidet.
Einmal pro Woche sollen künftig alle Fahrzeuge der Südostbayernbahn hier gereinigt werden. Die Bedienung ist denkbar einfach. Der Fahrzeugführer fährt sein Gefährt rein, wählt an der Anlage den Fahrzeugtyp und drückt den Knopf. Nach 15 Minuten ist der 628 sauber.
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Hier wird das Abwasser gefiltert. Die Filterkuchen werden gesondert entsorgt.
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Bevor das Abwasser gereinigt werden kann, wird es gesammelt und dann chemisch gereinigt.
Das geschieht hier.
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Zum Abschluß planzten Umweltminister Dr. Marcel Huber und die Herren der Bahn einen Baum. Und das machte ihnen sichtlich Freude.
58 Die Oberbayerischen Landräte in Mühldorf 8:30
LR“ oder „L“ haben sie alle in ihren Nummernschildern, die Landräte aus den oberbayerischen Landkreisen, die zu einer Besprechung ins Landratsamt nach Mühldorf kamen.
Kurzfristig kam Kultusminister Dr. Ludwig Spänle dazu und wirbelte durch seinen Besuch die Tagesordnung durcheinander.
Im Anschluß an ihre Tagung berichteten Landkreistags-Präsident Dr. Jakob Kreidl, Fürstenfeldbrucks Landrat Thomas Karmasin, Landrat Georg Huber und Regierungs-Vizepräsident Ulrich Böger.
Fürstenfeldbrucks Landrat Thomas Karmasin, Sprecher des Bayerischen Landkreistages freute sich in Mühldorf zu sein, das ja nicht so einfach zu erreichen ist – bedenkt man die Verkehrssituation auf dieser B12!
Ihre Gespräche drehten sich um die Inklusion, also das Einbeziehung Behinderter ins Alltagsleben, so wie es die EU-Konvention vorschreibt. Da sind die Landkreise als Sachaufwandsträger der Schulen besonders gefordert. Kultusminister Spänle berichtete dazu aus dem Landtag.
Die Landkreise wollen versuchen, Menschen mit Behinderung einzuschließen, fänden es aber schade, wenn man diesen Menschen die Hilfe entziehen würde, die sie brauchen. Es wäre wenig hilfreich, wenn man solche Menschen zwangsweise aus den Zentren holen würde, wo sie die nötige Förderung erhalten. Das würde auch den Erhalt dieser Förderzentren gefährden, die den Landkreisen gehören. Alles weitere werden Umsetzungspläne der Staatsregierung regeln, deren Erarbeitung die Landkreise begleiten werden.
Landrat Georg Huber hatte das Thema „rechtsradikale Aktivitäten“ in die Gesprächsrunde eingebracht. Glücklicherweise haben die meisten Landkreise damit keine Probleme. Die Kollegen haben mit Bedauern zur Kenntnis genommen, was in den Landkreisen Altötting und Mühldorf vorgeht und beschlossen, sich regelmäßig darüber auszutauschen und zu beraten. Auf der Basis der hiesigen Erfahrungen soll dann das frühzeitige Reagieren in den Landkreisen möglich sein, die bislang nicht betroffen sind.
Ein weiteres Thema war die Unterbringung von Asylbewerbern. Besonders im Raum München besteht ein Mangel an Wohnungen. Deshalb stehen keine Objekte leer, die man kurzfristig nutzen könnte.
Die Landräte appellieren an ihre Kollegen und die Kommunen, hier mit zu helfen und Unterkünfte bereit zu stellen.
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Landkreistagspräsident Dr. Jakob Kreidl berichtete über das Angebot von Kultusminister Dr. Ludwig Spänle, in den Landkreisen „Dialogforen“ durchzuführen. In diesen Dialogforen sollen alle, am Bildungswesen beteiligten an einen Tisch geholt werden und zunächst die aktuelle Situation bewerten und dann Entwicklungslinien zu definieren. In Arbeitsgruppen soll dann ein regionaler Bildungsatlas entwickelt werden.
Damit sollen Bildungsübergänge – etwa vom Kindergarten zur Grundschule – verbessert werden. Ein weiteres Thema war die Schulsozialarbeit, die immer wichtiger wird, weil es immer mehr verhaltensauffällige Kinder gibt. Ohne solche Fachkräfte ist schon heute oft normaler Unterricht unmöglich. Speziell für diesen Bereich sollen Mittel aus dem „Bildungs- und Teilhabepaket“ des Bundes verwendet werden. 50% der Kosten werden von den Kommunen getragen, die anderen 50% vom Freistaat – so die derzeitige Planung im ersten Schritt.
Dr. Kreidl begrüßte diese Lösung, weil sie den Kommunen mehr Mitspracherecht und mehr Gestaltungsspielraum einräumt. Dr. Kreidl will ab Mai zwei Monate lang in seinem Landkreis Miesbach ein erstes solches Dialogforum durchführen und dann über die Ergebnisse berichten.
Die Landräte haben sehr positiv vermerkt, daß Kultusminister Dr. Spänle angekündigt hat, möglichst alle Schulstandorte in Bayern erhalten zu wollen - trotz rückläufiger Schülerzahlen. Schulverbünde und Kombiklassen sollen helfen, daß keine Schulen geschlossen werden müssen.
Das ist besonders für den ländlichen Raum wichtig, wo wohnortnahe Schulen lange Schulwege ersparen.
Um die Absicht „Kein Abschluß ohne Anschluß“ umzusetzen, ist es nötig, daß auch im ländlichen Raum ein breit gefächertes Schulsystem erhalten bleibt. Wie das umzusetzen ist, wird auch Gegenstand der Diskussion in den Dialogforen sein.
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Regierungsvizepräsident Ulrich Böger berichtete, daß die Zahl ankommender Asylbewerber weiter steigt. Allein im Januar kamen 34% mehr Asylbewerber als im Januar 2011 und im Februar waren es über 10%.
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge prognostiziert für das ganze Jahr 2012 einen Anstieg um 10%.
Er dankte allen Landkreisen, die in den zurückliegenden Monaten so aktiv dabei waren, Unterkünfte bereit zu stellen. Bislang wurden 400 Asylbewerber dezentral in Oberbayern untergebracht. Nun sollen in einer dritten Welle weitere 200 Asylbewerber auf die oberbayerischen Landkreise verteilt werden. Erstmal wurden nun Landkreisen weitere Asylbewerber zugewiesen, die schon eine Unterkunft haben: Miesbach und Berchtesgadener Land.
Ulrich Böger stellte fest, daß es schwierig ist, in Oberbayern geeignete Unterkünfte für Asylbewerber zu finden und appellierte an die Landkreise, solche Möglichkeiten der Regierung von Oberbayern zu melden.
Weitere Themen waren das „forstliche Gutachten“, das die Abschußzahlen regelt, und die Wasserschutzgebiete. Noch immer gibt es Wasserschutzgebiete, in deren Umgebung die Ausbringung von Gülle und Dünger nicht verboten ist. Hier müssen Lösungen gefunden werden um die Schutzzonen sicherzustellen.
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Landrat Georg Huber bezog sich auf die Anforderung von Regierungsvizepräsident Ulrich Böger, mehr Asylbewerberunterkünfte bereitzustellen und erläuterte, der Landkreis Mühldorf prüft derzeit die Möglichkeit, weitere 30 Asylbewerber aufzunehmen. Im Landkreis arbeiten die Kommunen dabei sehr gut zusammen. Es wird eine Lösung geben. Näheres wollte er aber nicht sagen.
Er ergänzte aber, daß es zur Betreuung der Asylbewerber künftig mehr Geld geben wird, so daß diese Last nicht mehr ausschließlich auf den Schultern der Sozialverbände – also von Arbeiterwohlfahrt und Caritas liegt.
Nach der Eröffnung der ersten Asylbewerberunterkunft haben die Rechtsradikalen sofort mit Flugblättern reagiert und einen Aufmarsch durchgeführt. Auch im Nachbarlandkreis waren sie aktiv. Die beiden Landkreise arbeiten sehr gut zusammen und so konnte ein Weg gefunden werden, das Thema Rechtsradikalismus einzudämmen. Auch die Bevölkerung hat gut mitgemacht und sich gegen die Rechtsradikalen auf die Seite der Asylbewerber gestellt. Darüber freute er sich besonders.
Landrat Huber begrüßte sehr die Initiative von Kultusminister Spänle. Der Landkreis hat mit „Lernen vor Ort“ einen ähnlichen Weg eingeschlagen. Die erste Phase dieses Projekts wurde sehr positiv bewertet. Um das Thema Bildung vorwärts zu bringen, muß eine übergreifende Zusammenarbeit zwischen Schulen und Wirtschaft erreicht werden. Er sicherte zu, die Landkreise nach Veröffentlichung des ersten Bildungsberichts im Mai zu informieren.
Nur über die Förderung der Bildung ist langfristig eine wirksame Wirtschaftsförderung möglich.
Landrat Thomas Karmasin äußerte sich sehr beeindruckt darüber, wie diese Initiativen hier im Landkreis Mühldorf bereits laufen und Früchte tragen.
Auf Frage, ob die Energiewende theamtisiert wurde, meinte Landrat Karmasin, dieses Thema wurde diesmal nicht besprochen. Landrat Huber stellte aber fest, daß die Energiewende nur erfolgreich durchgeführt werden kann, wenn die Kommunen sie umsetzen. Die Landräte verfolgen diese Thematik genau.
Abschließend noch die Frage, wie den Kollegen Mühldorfs neues Landratsamt gefallen hat.... (O-Ton – begeistert – neidisch!!!)
59 Der Frühjahrsempfang der Kreisklinik: Von der Landpartie zum "Gipfeltreffen der Landmediziner" 8:00
Zünftig gekleidet kam Chefarzt Dr. Wolfgang Richter in den ehrwürdigen Haberkasten. Für den Abend wünschte sich die Klinik Tracht oder Abendgarderobe. Diesem Wunsch entsprachen viele. Während manche draussen den lauen Frühlingsabend genossen, unterhielten drinnen die „Z’samdrahd’n“ (also die „Zusammengedrehten“) – eine Stubenmusikformation aus dem westlichen Landkreis.
Das mit der Tracht war so eine Sache: Oberarzt Dr. Ebermann etwa, stammt aus Sachsen. Er hat natürlich keine Lederhose. Chefarzt Dr. Christian Wiesner aus Pfarrkirchen natürlich schon!
Chefarzt Dr. Ulrich Kain und Dr. Martin Kahl hatten’s auch nicht so mit dem Trachtenjanker. Den hatten dafür Chefarzt Dr. Stephan von Clarmann und Landrat Georg Huber. Und auch Kreiskliniken-Geschäftsführer Heiner Kelbel und Chefarzt Dr. Thomas Miebs hielten’s eher mit der Abendgardarobe.
Die Trachten der Damen waren sicher von der edleren Art.
Dann ergriff Kreiskliniken-Geschäftsführer Heiner Kelbel das Mikrophon und hielt eine seiner launigen Ansprachen. Da wurde aus der „Landpartie“ das „Gipfeltreffen der Landmediziner“.
Ein Spitzen-Landmediziner braucht natürlich ein Spitzen-Landkrankenhaus. Das ist eines wie die „Schwarzwaldklinik“, aus der bekannten Fernsehserie aus den 80er Jahren. Noch heute kennt jeder die Figuren: (O-Ton 6:10:02 Oberschwester Hildegard.....)
Das war eine heile Welt, die es heute nicht mehr gibt. Die Ansprüche seit damals sind doch erheblich gewachsen.
Die Landmedizin unterscheidet sich grundsätzlich von der Stadtmedizin. Hier stehen alle jeden Tag mit dem eigenen Namen für Qualität und müssen auch die Kritik selber einstecken.
Patientenzahlen als Qualitätsmaß sind wenig geeignet, weshalb man auf Zertifizierungen gesetzt hat. Und da bestätigte erst vor einer Woche die erneute Zertifizierung nach dem KTQ-Standard die hohe Qualität des Hauses.
Auch die deutschlandweit erste Zertifizierung zum „Stroke-Unit“ vor wenigen Wochen war ein großer Erfolg.
Bei aller Freude gibt es ein sehr großes Problem: Der Allgemeinmediziner auf dem Land stirbt aus – trotz aller Gesetze und Anreize.
Die Kreisklinik hat sich vorgenommen, etwas dagegen zu unternehmen. Das sollte Chefarzt Dr. Wolfgang Richter vorstellen:
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„Landmediziner“ hat Gesundheitsminister Bahr ins „Artenschutzabkommen“ aufnehmen wollen, weil sie vom Aussterben bedroht sind... – begann Chefarzt Dr. Wolfgang Richter ebenso launig.
Die Runde der Zuhörer zeigt aber, daß es sich bei den Landmedizinern doch um eine ganz vitale Gesellschaft handelt. Trotzdem ist es schwer, junge Kollegen aus der Großstadt aufs Land zu locken. Da ist viel Phantasie nötig.
Er beschrieb die jungen Wunsch-Kollegen: (O-Ton 10:42:00 dynamischer Mitt-Fünfziger)
Man ist also nicht wählerisch. Die Voraussetzung ist allerdings, daß sie sich nicht zu fein sind zu arbeiten.
Leider waren die Anzeigenkampagnen in diversen Live-Style-Zeitschriften wenig erfolgreich. Vielleicht waren auch die Slogans zu modern oder potentielle Bewerber wollten einfach nicht glauben, daß die Autobahn schon fast fertig ist! Guter Rat ist also teuer!
Da hat man sich auf ein gut funktionierendes Prinzip besonnen: Ein Weiterbildungsverbund unter dem ehrgeizigen Namen „Inn-Doc“ soll’s richten. Darin sollen Kliniken, niedergelassene Ärzte und die Wirtschaft und Industrie der Region dabei zusammenarbeiten, jungen Ärzten attraktive Arbeitsplätze in der Region zu bieten.
Bei der Vielzahl der zu berücksichtigenden Faktoren wird es nicht leicht sein, dieses Projekt auf den Weg zu bringen.
Am Ende sollte es wieder junge Mediziner in der Region geben, die den Titel „Landarzt“ als Auszeichnung verstehen. Solche, wie die, die hier versammelt sind.
Dr. Wolfgang Richter war sicher, es wird gelingen, wenn alle zusammenarbeiten – so wie es gelungen ist, den beschwerlichen Weg der vergangenen 10 Jahre zu gehen.
Dieser erfolgreiche Weg rechtfertigt so ein „Gipfeltreffen der Landmediziner“, wie es dieser Abend sein sollte.
Und auch wenn der mühsame Weg bergauf am nächsten Morgen schon weitergehen sollte, dann meinte er: (O-Ton lieber mühsam bergauf als rasant bergab!)
Dazu wünschte er den Zuhörern einen unterhaltsamen Abend.
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Landrat Georg Huber hatte dem nicht viel hinzuzufügen. Er freute sich sehr über die zahlreichen Gäste, die dazu beigetragen haben, die Kreiskliniken in den zurückliegenden 10 Jahren zu dem zu machen, was sie heute sind. Er freute sich auch auf die weitere Zusammenarbeit und besonders darauf, daß die Basis der Landärzte mit der neuen Initiative gestärkt wird.
Landrat Georg Huber dankte den Ärzten für ihre Unterstützung der Kreiskliniken die dazu geführt hat, daß heute Gespräche mit Kliniken möglich sind, die sie früher nur belächelt hätten. Heute sehen die sie als gleichwertige Partner.
Er wünschte den Gästen einen angenehmen Abend voller interessanter Gespräche.
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Dann lud die Kreisklinik zum Buffet, das diesmal im Untergeschoß aufgebaut war. Und die ließen es sich schmecken.
Später unterhielten sich Mitarbeiter und Gäste nicht nur übers Tagesgeschäft sondern auch über die Initiative, die Chefarzt Dr. Wolfgang Richter vorgestellt hatte.
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Das alles begleiteten die „Z’samdrahd’n“ mit gepflegter Stubenmusik.
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Der Abend klang in gemütlicher Runde aus.
60 Die Bürgermeister des Landkreises im Kulturhof in Mettenheim 10:55
Die meisten Bürgermeister der Landkreisgemeinden fanden sich im Saal des Kulturzentrums der Gemeinde Mettenheim ein, wo sie Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner begrüßte. Er dankte Bürgermeister Stefan Schalk für den freundlichen Empfang in dem Saal, wo er vor vier Jahren zum Sprecher gewählt worden war.
Wie üblich stellte der gastgebende Bürgermeister, seine Gemeinde vor: Da die Kollegen die 3.450-Einwohner-Gemeinde Mettenheim natürlich kennen, beschränkte sich Stefan Schalk darauf, das Gelände des Kulturhofes vorzustellen, das während des Krieges als Flugplatz diente. Dazu nutzte er eine Luftaufnahme, die die Amerikanischen Streitkräfte am 24. März 1945 gemacht haben. Acht solcher Aufnahmen hatte er für gutes Geld vor einiger Zeit gekauft.
Dort oben links ist heute das Rathaus. Daneben sind auf der Luftaufnahme Funktionsgebäude, unten links Hangars und unten rechts eine der beiden Start- und Landebahnen zu sehen. Die Baustelle der anderen sieht man oben in der Mitte. Sie wurde nie fertiggebaut.

Eine neue Attraktion in Mettenheim ist der Dorfladen, in dem das Cafe sehr gut läuft und sich Betreiber und Käufer erst noch zusammenfinden müssen. Damit schloß er auch schon seine Einführung.
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Weil das Thema „Gemeinsame Beschaffung von Ausrüstungen“ die Gemeinden im Landkreis besonders bedrückt, hat Dr. Karl Dürner den stellvertretenden Hauptamtsleiter der Stadt Ravensburg - Helfried Wollensack – eingeladen, die schon seit längerem so eine Lösung umsetzt.
Dr. Karl Dürner wies auf den gemeinsame Kauf von Feuerwehrfahrzeugen durch die Städte Mühldorf und Waldkraiburg hin, und die Initiative von Buchbachs Bürgermeister Thomas Einwang, der schon mehrfach angeregt hatte, den gemeinsamen Einkauf von einer Stelle am Landratsamt koordinieren zu lassen.
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Helfried Wollensack erinnerte daran, daß der Kontakt über Bürgermeister Paul Locherer aus Amtzell zustande kam, der den Bürgermeistern im September 2010 über seine Aktivitäten zur Familienfreundlichkeit berichtet hatte.
Seine Stadt mit etwa 50.000 Einwohnern liegt im Raum Weingarten – Wangen – Biberach – Friedrichshafen und war im Mittelalter „Freie Reichsstadt“ und sehr einflußreich. Durch die gute Wirtschaft geht es der Stadt auch heute gut. Vor drei Jahren hat die Stadt ein Museum eröffnet und baut derzeit ein weiteres. Allein da hinein flossen 40 Millionen Euro.
Für die Stadt und zahlreiche Gesellschaften der Stadt beschafft das Hauptamt Verbrauchsmaterial und Investitionsgüter. Er selbst ist dabei zuständig für die Anschaffung von Geschäftsbedarf und Ausrüstung für die vier Feuerwehrabteilungen der Stadt.
Die Ravensburger Feuerwehren sind sehr engagiert, obwohl sie keine hauptamtliche Führung haben. Hier sind die wesentlichen Kennzahlen aufgelistet.
Hier die Verteilung der Zuständigkeiten.
In den vergangenen Jahren hat seine Dienststelle 20 bis 25 Ausschreibungen durchgeführt, davon 2 bis 3 europaweit.
Weil der Baden-Württembergische Landesrechnungshof dies fordert, wird diese Zahl künftig steigen. Dies um so mehr, als der Landkreis Ravensburg mit 8 Städten und 31 Gemeinden und zusammen 39 Feuerwehren erhebliches Potential aufweist.
Nun erläuterte Helfried Wollensack die Vorgehensweise, die sich dort bewährt hat:
Zunächst melden die Feuerwehren ihren Bedarf an Ausrüstung. Dann stimmen die Bürgermeister und Gemeinderäte die Finanzierung der Investitionen ab. Bevor er aktiv werden kann, melden die Gemeinden mit iener verbindlichen Bedarfsmeldung und dem Nachweis der Finanzierung ihren Bedarf bei ihm an. Gleichzeitig wird er ermächtigt, im Namen der Gemeinde Aufträge zu erteilen.
Dann erstellt die Stadt Ravensburg eine Ausschreibung und erteilt Aufträge an den günstigsten Anbieter.
Ein Vorteil dieses Verfahrens ist, daß größere Aufträge entstehen und die Stadt Bedingungen stellen kann, wie etwa die Vermeidung von Kinderarbeit.
Später erfolgt die Lieferung entweder an sein Haus oder direkt an die bestellende Feuerwehr.
Hier zwei Beispiele und die mögliche Ersparnis. Bei Feuerwehrkleidung können Gemeinden bis zu 30 Euro bei Hosen und 50 Euro bei Jacken einsparen. Bei Notstromgeräten haben sich sogar Firmen an der Ausschreibung beteiligt. So konnten Einsparungen von bis zu 4.000 Euro pro Gerät erreicht werden.
Sehr deutlich auch die Unterschiede bei Atemluft-Druckflaschen. Statt 882 Euro zahlte die Stadt nur noch 468 Euro pro Flasche.
Im Fahrzeugbereich kann man am meisten einsparen, wenn es im Vorfeld gelingt, ein einheitliches Pflichtenheft zu erstellen. Im konkreten Fall konnten sich neun Feuerwehren auf ein Tragkraftspritzenfahrzeug einigen. Der Auftrag ging an einen Lieferanten. Der Preisvorteil durch die Sammelbestellung betrug 12.000 Euro pro Fahrzeug!
Aktuell läuft ein zweites Projekt, in dem 11 solcher Fahrzeuge gekauft werden sollen.
Nicht so gut lief es in einem anderen Fall: Hier konnten sich die Feuerwehren nicht auf ein gemeinsames Pflichtenheft einigen. Nennenswerte Preisnachlässe waren dadurch nicht zu erzielen.
Zusammenfassend stellte Helfried Wollensack fest, daß nach ihrer Erfahrung kommunale Einkaufsgemeinschaften auch in bestehenden Strukturen funktionieren können wenn sich die Partner als gleichberechtigt behandeln. Daneben muß de Aufgabenverteilung genau geregelt sein.
Nicht geklärt sind diese Punkte.
Es gäbe auch noch Weiterentwicklungsmöglichkeiten, etwa langfristige Rahmenverträge mit den Herstellern. Leider sind diese dazu kaum bereit. Trotzdem war Helfried Wollensack sicher, mit dieser Beschaffungsform dem Marktdruck ein wirksames Mittel entgegensetzen zu können.
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Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner motivierte die Kollegen, in der vorgestellten Form zusammenzuarbeiten und so den steigenden Preisen entgegen zu wirken.
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Bürgermeister Strahllechner aus Gars fragte bewundernd, wie man es dort geschafft hat, daß alle Feuerwehren das selbe Fahrgestell vom selben Hersteller akzeptiert haben.
Das war gar nicht so einfach und erforderte viele Gespräche mit den Kommandanten, bestätigte Helfried Wollensack. Allerdings konnten im Rahmen der Erstellung des Pflichtenheftes entsprechende Festlegungen getroffen werden.
Bürgermeister Siegfried Klika erkannte in diesem Verfahren eine Menge organisatorischer Stolpersteine, wie etwa die gegenseitige Absicherung der Gemeinden. Die Idee des Pflichtenheftes war aber eine Möglichkeit, diese Stolpersteine zu beseitigen.
Außerdem ermöglicht der Bedarf der Feuerwehren unseres vergleichsweise kleinen Landkreises nicht die Mengen, die so nennenswerte Einsparungen ermöglichen.
Kreisbrandrat Karl Neulinger erinnerte daran, daß schon seit Langem Ausrüstungsgegenstände gemeinsam beschafft wurden. Neu ist nur die Anschaffung von Fahrzeugen.
Pflichtenhefte für Fahrzeuge sind auf Grund der Ladelisten einfach zu erstellen. Alle weiteren Spezifikaitonen ergeben sich aus den Wünschen der Kommandanten. Natürlich wollen die Lieferanten am liebsten Vollausstattungen verkaufen. Da es in Bayern fast nur ehrenamtliche Kommandanten gibt, kann man denen nicht so einfach Vorschriften machen!
Dr. Karl Dürner entgegnete energisch, daß man heute auf solche Dinge keine Rücksicht mehr nehmen kann. Der Druck auf den Gemeinden zwingt dazu, neue Wege zu finden.
In unserem Fall sind die Städte gefordert, für die Gemeinden den gemeinsamen Einkauf durchzuführen, so wie Bürgermeister Günther Knoblauch das bereits zugesagt hat.
So wie bisher geht’s auf keinen Fall weiter.
Bürgermeister Thomas Einwang kritisierte die Kollegen und forderte Gespräche der Bürgermeister mit ihren Kommandanten. Diese müssen verstehen, daß sich die Situation geändert hat und auf Sonderwünsche keine Rücksichten mehr genommen werden können.
Gerhard Deißenböck vom Katastrophenschutz beim Landratsamt bot an, eine Informationsplattform zu schaffen, bei der sich die Wehren informieren und ihren Bedarf anmelden können.
Inzwischen war Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch gekommen. Er wiederholte die Zusage der Stadt Mühldorf, die gemeinsame Beschaffung für die Feuerwehren im Landkreis durchzuführen.
Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner schloß das Thema und stellte klar, daß es in der Verantwortung der Gemeinden und damit der Bürgermeister liegt, hier das möglich Sparpotential auszuschöpfen. Dabei erfuhr er Unterstützung von Bürgermeister Knoblauch.
Dr. Karl Dürner dankte Helfried Wollensack und wünschte gute Heimreise.

Nach der Neuwahl beim Bayerischen Roten Kreuz stellten sich kurz der neue Kreisvorsitzende Johnnes Trä und die neue Geschäftsführerin Tanja Maier vor und kündigten an, sich jedem Bürgermeister selbst vorstellen zu wollen.
Tanja Maier hoffte, daß nach den zurückliegenden Turbulenzen nun wieder Ruhe einkehrt und sie alle wieder zu der vertrauensvollen Zusammenarbeit zurückfinden, die es vorher schon jahrelang gegeben hat.
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In einem weiteren Vortrag erläuterte Abteilungsleiterin Claudia Holzner vom Landratsamt Mühldorf die Strukturreform beim Amt für Jugend und Familie.
Im Rahmen dieser Strukturreform – die der Kreistag in seiner Sitzung im Dezember beschlossen hat - werden 12 neue Stellen – sogenannte Volzeit-Äquivalente - geschaffen, die ab dem zweiten Jahr dazu beitragen werden, erheblich Kosten zu sparen.
Auch wenn im ersten Jahr mit Mehrkosten zu rechnen ist, spart der Landkreis ab 2013 über 238.000 Euro. Und diese Ersparnis wird weiter steigen.
Claudia Holzner erläuterte detailliert, was die neu anzustellenden Mitarbeiter im einzelnen machen sollen. Darauf hier einzugehen würde den Rahmen dieses Berichts sprengen.
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Die Bürgermeisterversammlung schloß ein Kurzvortrag ab, in dem Bürgermeister Stefan Schalk – der in München im Bereich der Informationstechnologie arbeitet – seinen Kollegen die Möglichkeiten der diversen Präsentationsprogramme sowie Aufbau und Einsatz von Präsentationen – etwa in Bürgerversammlungen – erläuterte.
Viele Bürgermeister sind mit diesen Werkzeugen vertraut oder übertragen die Anfertigung von Präsentationen ihren Mitarbeitern. Andere hingegen freuten sich über diesen Vortrag und versprachen, sich eingehend damit zu befassen.
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Abschließend lud Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner die Kollegen zur Jubiläumsfeier des Bayerischen Gemeindetages auf den Nockherberg nach München ein, wo dieser am 28. März sein 100-jähriges Bestehen feiern wird.
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Die Bürgermeister ließen ihr Treffen in gemütlicher Runde ausklingen.

61 Richtfest an der Kinderkrippe im Neubaugebiet in Mühldorf Süd 4:05
Wissen Sie, wo in Mühldorf die Königsseestraße zu finden ist? - - - das weiß nicht einmal Google Maps!
Die Königsseestraße liegt im neuen Baugebiet südlich der Oderstraße und ist derzeit noch für den Verkehr gesperrt. Dort gibt es auch erst zwei Gebäude: Den Neubau des Waldorf-Kindergartens, der schon seiner Vollendung entgegengeht und den Rohbau der städtischen Kinderkrippe.
Für zwei Gruppen mit 24 Krippenplätzen baut die Stadt hier ein großzügiges Gebäude mit Gruppenräumen, Schlafräumen, Küche und den nötigen Funktionsräumen.
Noch schweift der Blick aus den offenen Fenstern über die angrenzenden Felder. Später sollen hier die Häuser entstehen, in denen die Familien wohnen werden, deren Kinder hier betreut werden.

Nun trafen sich Bürgermeister, Stadträte, Planer und Bauleute um Richtfest zu feiern.
Bürgermeister Günther Knoblauch freute sich, neben drittem Bürgermeister Christian Funiok die zahlreichen Stadträte, die Planer und Bauleute aber auch Elfriede Geisberger vom Amt für Jugend und Familie begrüßen zu können.
Er äußerte sich zufrieden darüber, daß der Bau so zügig voranschreitet. Geht es so weiter, kann die Krippe am 1. September wie geplant ihre Pforten öffnen.
Zufrieden war er auch darüber, daß alle Aufträge an Firmen aus der Umgebung verbeben werden konnten.
Günther Knoblauch dankte allen Handwerkern, die bisher gute Arbeit geleistet haben.
In dieser Kinderkrippe werden später 24 Kinder betreut werden. Dafür ist ein großes Gebäude nötig, das alle Möglichkeiten bietet – von den Gruppenräumen über die Küche bis hin zum Kinderwagenraum.
Gut 600.000 Euro plant die Stadt hier aufzuwenden. Schon jetzt zeichnet sich aber ab, daß das nicht zu halten sein wird. Aber so ist das halt!
Bürgermeister Günther Knoblauch dankte abschließend den Mitgliedern des Stadtrates, die immer die Familien und ihre Entwicklungsmöglichkeiten im Blick haben.
Die gute Zusammenarbeit in dieser Richtung wird die Stadt auch fortsetzen.
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In seinem Richtspruch sprach Zimmerer von Glück und Segen, den Kinder für die Familie und die Stadt bedeuten. Der Bau einer Kinderkrippe ist damit Grund zur Freude. Er dankte allen Planern und Bauleuten, besonders aber den Bauherrn. (O-Ton: Der Herrgott.... )
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Zum Abschluß lud die Stadt die Gäste zum gemeinsamen Mittagessen, das Stadträtin Anneliese Hohenester vorbereitet hatte. Das ließen sich die Bauleute gern schmecken.

62 Das letzte Heimspiel der Saison der Regionalliga-Volleyballer des TSV Mühldorf gegen VGF Marktredwitz 8:30
Nach dem hart umkämpften und unglücklich verlorenen Heimspiel gegen den ASV Neumarkt war wohl etwas die „Luft raus“ bei den Mühldorfer Volleyballern. So verwundert es nicht, daß es auswärts beim drittplatzierten TSV Herrsching nichts zu holen gab. Das Spiel ging 3:0 an Herrsching. Für dieses 3:0 brauchten die Gastgeber gerade mal 75 Punkte – es war also kurzer Prozeß!
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Bei Mühldorf kam Verletzungspech dazu. Fabian Wagner litt unter einer Knochenhautentzündung und konnte gar nicht mitspielen. Dafür berief Interimscoach Patrick Müller die beiden Tille-Brüder Leo und Johannes. Und auch Stefan Schmid war wieder mit von der Partie.

Nun also die Tabellenzweiten aus Marktredwitz, die in dieser Saison 20 Spieltage lang die Tabelle anführten.
Bevors losging, motivierten sich die blau gekleideten Innstädter nochmal. Das zeigte, daß sie sich trotz des Saisonverlaufs nicht von vornherein geschlagen geben wollten.
Die Favouriten zeigten gleich ihre Stärke und gingen in Führung. Mühldorf holte aber schon den dritten Punkt, glich aus und ging in Führung.
Beim Stand von 6:3 mußten sich die Gäste besprechen. Sie hatten die Mühldorfer wohl falsch eingeschätzt.
Das nützte aber nichts, Mühldorf zog bis auf 8 Punkte weg. Dann wendete sich das Blatt – die Gäste holten auf und glichen zum 8:8 aus. Das erleichterten die Gastgeber durch solche Fehler
Beim Stand von 9:10 holte Patrick Müller seine Leute zum Gespräch.
Mühldorf konnte sich dann behaupten, aber nicht absetzen. Beide Mannschaften zogen gleichauf vorwärts.
Dann erarbeiteten sich die Gäste drei Punkte Abstand und Mühldorf mußte sich besprechen.
Auch wenn sich die Gastgeber nach Kräften wehrten – es nützte nichts. Der erste Satz ging mit 25:16 an Marktredwitz
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Nur wenige Zuschauer hatten an diesem Abend in die Halle gefunden. Saison- und Spielverlauf ließen eine besondere Stimmung nicht aufkommen, auf die die Mühldorfer Volleyballer aber sicher angewiesen gewesen wären.
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Der zweite Satz – jetzt Marktredwitz im Vordergrund.
Es begann wie der erste Satz begonnen hatte: Beide Mannschaften zogen gleichauf voran.
Erst ab einem Spielstand von 8:8 konnten die Gäste wegziehen und vier Punkte Abstand erkämpfen.
Es gelang den Hausherren aber mit kämpferischem Einsatz wieder aufzuholen und zu 12:12 auszugleichen. Das hielt aber nicht lange und die Gäste setzten sich wieder ab.
Beim Stand von 13:17 mußte Fabian Wagner auf seine Mannschaft einreden und sie neu motivieren.
Mit solchen Fehlern machten sie es den Gästen aber leicht, Punkt für Punkt zu sammeln.
Satzball: abgewehrt!
Zweiter Satzball – diesmal Aufschlag Mühldorf: Die beendeten den zweiten Satz mit einem Ball ins Netz. Nach nur 40 Minuten lag Mühldorf 0:2 nach Sätzen zurück.
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Der dritte Satz: Mühldorf jetzt wieder im Vordergrund.
Nun geschah das unerwartete: Mühldorf ging in Führung und konnte diese eine ganze Zeit lang behaupten.
Die Gäste kamen aber nach und konnten bei 6:6 ausgleichen.
Auch wenn die Gäste hier durch einen Patzer den Mühldorfern wieder den Vorrang ließen, dauerte das nur kurz. Die Gäste erkämpften drei Punkte Abstand.
Mühldorf gab aber nicht nach und glich zum 14:14 aus.
Sollte der dritte Satz an Mühldorf gehen? Während sich Stefan Schmid warm machte, verrieten die Minen der Mühldorfer Zuversicht.
Der nächste Punkt ging zumindest an die Hausherren - - - auch wenn die Gäste gleich wieder ausglichen.
So gings weiter: Beide Mannschaften schenkten sich nichts und waren nie weiter als 2 Punkte auseinander.
Das schien die Gäste zu verunsichern. Sie benötigten ein Gespräch.
Bei 21:21 berieten sich die Gastgeber.
Die Zuschauer, unter denen neben Mühldorfs Sportreferent Sepp Wimmer auch Stadträtin Claudia Heinrich waren, konnten sich nicht begeistern und machten keine Stimmung.
Dabei kämpften die Mühldorfer mit letztem Einsatz
Schließlich stand‘s 22:24 und Marktredwitz hatte zwei Matchbälle.
Den ersten konnte Mühldorf abwehren.
Da brauchten die Gäste nochmal ein Gespräch.
Dann wars aber vorbei. Nach gerade mal einer Stunde Spielzeit gewann Marktredwitz den letzten Satz mit 25:23 und damit das letzte Heimspiel der Saison mit 0:3.
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Mühldorf muß nun am 22. April gegen den drittplatzierten der Bayernliga in die Relegation. Dort steht noch ein Spieltag an. Derzeit Dritter ist dort die Mannschaft des ASV Dachau III.
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Patrick Müller meinte nach dem Spiel, vier verletzte Leistungsträger waren für die Mannschaft natürlich kaum zu ersetzen. Vor diesem Hintergrund hatten sie eine zufriedenstellende Leistung geboten.
Über den Verlauf der gesamten Saison wollte er lieber nichts sagen.
Nichts sagen wollte auch Abteilungsleiter Stefan Bartsch.
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Bleibt zu hoffen, daß es der Mannschaft – wie schon im Vorjahr – auch diesmal gelingt, in der Relegation aufzutrumpfen und so die Klasse zu erhalten. Dann kanns in der nächsten Saison nur besser werden.


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