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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
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Das gab's 2011 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im Dezember 2012 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
243
Verkehrsfreigabe des Abschnitts Ampfing-Heldenstein der Autobahn A94
11:00
49
Ein programmierbares Verkehrszeichen empfing die Gäste zur Verkehrsfreigabe an der A94, dort wo die Autobahndirektion ihre Büros und Lager-Container schon größtenteils abgebaut hatte.
Drei Stockwerke tiefer – quer über die Fahrbahn vor der Einhausung - hatten sie zwei Bänder gespannt: Ein schwarz-rot-goldenes und ein weiß-blaues.
In einem Zelt erwartete die Gäste Kaffee, Tee und Glühwein, daneben die Pläne der 4,3 Kilometer langen Strecke und sogar Toiletten standen bereit. Man mochte denken, hier gibt’s gleich einen großen mehrstündigen Festakt!
Autobahndirektionspräsident Paul Lichtenwald empfing eine der sieben Blaskapellen, die „Ja-zur-A94“-Vorstand Günther Knoblauch aufgeboten hatte. Er wollte ursprünglich mit 1.000 Musikern ganz Deutschland zeigen, wo heutzutage die Musik spielt!
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Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer kam in Begleitung von MdB Stephan Mayer und musste ungeduldigen Kollegen gleich Rede und Antwort stehen.
Bürgermeister Ottmar Wimmer, Bahn-Bayern-Chef Klaus-Dieter Josel, Bundeswahlkreisgeschäftsführer Walter Göbl, der Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Robert Heimberger mit einer starken Delegation der Polizei fanden sich nach und nach ein.
Die Blaskapellen eröffneten mit dem bayerischen Defiliermarsch.
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Autobahndirektionspräsident Paul Lichtenwald konnte neben Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer auch Staatsminister Dr. Marcel Huber und den Staatssekretär im Bayerischen Innenministerium - Gerhard Eck - willkommen heißen. Daneben die Landräte aus Mühldorf, Altötting und Erding, die Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer und Ewald Schurer, die Landtagsabgeordnete Ingrid Heckner und Jakob Schwimmer, Klaus Rehm von der Regierung von Oberbayern, „Ja-zur-A94“-Vorsitzenden Günther Knoblauch sowie zahlreiche Bürgermeiter, Stadt- und Gemeinderäte und Vertreter von Behörden, Verbänden und Institutionen.
Sein Gruß galt auch Pfarrerin Gundi Krischok und Pfarrer Martin Ringhof.
Da für das Vorankommen des südostbayerischen Raumes auch der Ausbau der Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing von großer Bedeutung ist, wünschte er Bahn-Bayern-Chef Klaus-Dieter Josel zur Realisierung dieser Baumaßnahme viel Erfolg.
Sein Dank galt allen am Bau beteiligten Firmen, die diese große Maßnahme in so kurzer Zeit umgesetzt haben. Dank galt auch den ehemaligen Grundbesitzern, und den Mitarbeitern der Dienststelle Regensburg seiner Behörde, die nun mehrere Jahre lang hier erfolgreich tätig waren.
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Dieses Stück Autobahn ist Teil des gesamten Europäischen Verkehrsnetzes – war Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer sicher.
Schon bei der Freigabe des Teilstücks von Forstinning bis Pastetten hatte er versichert, alles daran zu setzen, diese Autobahn fertig zu stellen. Gott sei Dank besteht jetzt für die gesamte Lücke zwischen Heldenstein und Pastetten Baurecht. So schnell es geht, wird hier gebaut. Dazu tragen auch die zusätzlichen 1,75 Milliarden Euro im Verkehrshaushalt bei, die der deutsche Bundestag vor Kurzem verabschiedet hat. Mit zusätzlichem Geld werden 2013 zwischen Heldenstein und Dorfen bauvorbereitende Maßnahmen eingeleitet – wie schon jetzt der Bau der Lappachtalbrücke.
Während er mit den Mikrofonen kämpfte, freute sich Bundesminister Peter Ramsauer über die Unterstützerplakate der Zuhörer. Er freute sich auch darüber, dass keine Autobahngegner gekommen waren. Das zeigt, dass der Autobahnbau in der Bevölkerung inzwischen akzeptiert wird.
Die etwa 35 Kilometer von Heldenstein bis Pastetten sollen nun über ein sogenanntes Ö-P-P Modell finanziert werden. Dieses Verfahren wurde in den zurückliegenden Jahren so hervorragend entwickelt, dass ehemalige Bedenken grundlos geworden sind.
(O-Ton Ich habe in meinem Hause....)
Da dazu die Wirtschaftlichkeit nachgewiesen werden muss, wird das zwar einige Zeit dauern, ist aber der schnellstmögliche Weg, diese Autobahnlücke zu schließen.
Alle Investoren, die sich in Amerika oder in Spanien die Finger verbrannt haben, rief Dr. Peter Ramsauer auf, doch lieber in deutsche Infrastrukturmaßnahmen zu investieren. Sicherer könnten sie ihr Geld nirgends einsetzen!
(O-Ton Die Zielrichtung bleibt....)
Abschließend galt sein Dank allen, die mitgeholfen haben, diesen Abschnitt so problemlos und termingerecht fertig zu bauen. Er freute sich, das Stück freigeben zu können, das immerhin 70 Millionen Euro gekostet hat. Man ließ sich den Lärmschutz für die Ampfinger Bürger halt einfach wirklich etwas kosten!
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Auch Innenstaatssekretär Gerhard Eck freute sich über die vielen Zuhörer, die ja durch ihre Steuern den Bau dieses Streckenabschnitts auch erst möglich gemacht haben.
Wegen der Temperatur verzichtete er auf die große Festrede und dankte besonders dem bayerischen Bundesverkehrsminister für sein ausgezeichnetes Engagement, das er immer wieder zeigt.
Wenn nun Ein-dreiviertel Milliarden Euro mehr für den Verkehrshaushalt zur Verfügung stehen, dann stehen wir ganz ausgezeichnet da – meinte Staatssekretär Gerhard Eck und wurde gleich darauf hingewiesen, dass diese Summe für Projekt in ganz Deutschland reichen muss!
Er gratulierte allen, die mitgeholfen haben, und hoffte, dass die Verbesserung der Verkehrssituation den Bürgern der gesamten Region zu Gute kommt. Da die Staatsregierung die Zukunft Bayerns bauen will, wird sie alles daran setzen, diese Autobahn schnellstmöglich fertig zu bauen.
Verkehr gehört zum Fortschritt. Nur dort, wo funktionierende Verkehrswege vorhanden sind, spielt sich Wirtschaft und damit Leben ab. Nur dort geht es den Bürgern gut.
Und wenn es dann auch noch Lärmschutzmaßnahmen den Bürgern angenehmer machen, dann ist alles auf einem guten Weg. Und das wird der Freistaat weiter nach Kräften unterstützen und managen.
Gerhard Eck war überzeugt, das Ö-P-P-Modell wird hier genau so gut funktionieren wie östlich von Augsburg auf der A8.
Allen Verkehrsteilnehmern wünschte er unfallfreies Fahren auf der neuen Strecke und der Region wirtschaftlichen Erfolg und guten Lebensstandard. Zu allem Gottes Segen.
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Landrat Georg Huber dankte Dr. Peter Ramsauer für seine Unterstützung und sprach ihm das Vertrauen auf seine Zusage aus, die restliche Strecke wirklich bis 2018 fertig zu bauen. Dazu brauchen die politischen Mandatsträger Unterstützung um die Finanzierung zu bewerkstelligen.
Er dankte allen Mandatsträgern in Bund, Land und Gemeinden für ihre jahrelange Unterstützung.
Die Wirtschaft in der Region hat in den zurückliegenden Jahrzehnten sehr viel Steuergeld an den Bund bezahlt. Jetzt steht es den Bürgern zu, ihre Region weiter zu entwickeln. Dazu ist die Autobahn genau so nötig wie die zweigleisige Bahnstrecke. Deshalb bat Landrat Georg Huber Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer um Unterstützung bei der Bahn.
Sein Dank galt den Grundstücksbesitzern, auch die im Bereich der Zubringerstraßen, die Verständnis dafür haben, dass ihr Beitrag zum Ausbau der Infrastruktur nötig ist.
Da die Legislaturperiode im Bund noch bis September dauert, bat Landrat Huber Dr. Peter Ramsauer, sich in diesen Monaten noch intensiv dafür einzusetzen, diese beiden Projekte voran zu treiben.
Allen Verkehrsteilnehmern wünschte er allzeit gute Fahrt und möglichst keinen Stau.
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„Was lange währt, wird endlich gut“ – meinte Ampfings Bürgermeister Ottmar Wimmer, den der Bau der Autobahn schon vierzig Jahre lang begleitet.
Raumordnungsverfahren, Linienbestimmungen, Trassenvergleiche, Planfeststellungen mit immerwährenden Gerichtsverfahren haben zu diesem langen Planungszeitraum geführt. 2009 konnte dann endlich gebaut werden.
Für das Vorziehen dieses Abschnitts, der eigentlich als letzter gebaut werden sollte, dankte Ottmar Wimmer Mühldorfs Bürgermeister und „Ja-zur-A94“-Vorsitzendem Günther Knoblauch, Bundestagsabgeordnetem Stephan Mayer und Staatsminister Dr. Marcel Huber.
Die zurückliegenden drei Jahre brachten den Ampfingern und ihren Nachbarn erhebliche Behinderungen. Die Einweihung des Autobahnabschnitts mit der Einhausung entschädigt sie jetzt für die lange Leidenszeit.
Um gerüstet zu sein, hat die Gemeinde Ampfing für ihre Feuerwehr zwei neue Fahrzeuge beschafft und hofft, dass diese nie zum Einsatz kommen werden.
Damit sich weitere Betriebe in Ampfing ansiedeln können, bat er alle Verantwortlichen, alles daran zu setzen, die Autobahn nun auch fertig zu bauen.
(O-Ton – Schließlich führen alle Wege über Ampfing und kein Weg an Ampfing vorbei!)
Er schloss mit seinem Dank für den guten Kompromiß bei der Beschilderung der Autobahnausfahrten, an alle Beteiligten und die Einhaltung des Fertigstellungstermins. (O-Ton Ich freue mich, dass in Bayern die Uhren zum Glück noch richtig gehen! – Berlin ich grüße Sie!)
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Pfarrer Martin Ringhof und Pfarrerin Gundi Krischok segneten die neue Strecke. Gundi Krischok wies auf die Widersprüchlichkeit heutiger Menschen hin, die zwar immer schneller auf immer sichereren Autobahnen ihre Ziele erreichen wollen, aber eine Straße vor dem eigenen Haus nicht haben wollen.
Weil auch der Straßenverkehr kein gottloser Raum ist, segneten sie alle Verkehrsteilnehmer, alle Autobahnbefürworter und Autobahngegner. Gemeinsam segneten sie die neue Strecke.
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Während die Musiker die Deutschland- und die Bayernhymne anstimmten, warteten diese fünf Helferinnen schon mit den Scheren.
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Dann machten sie sich bereit, die beiden Bänder durchzuschneiden – eine Seite für den Bund und die andere für das Land.
Damit wars geschafft – die Autobahn war für den Verkehr frei gegeben.
Die Gäste der Verkehrsfreigabe ließen sich später ein gemeinsames Mittagessen im Ampfinger Hof schmecken.
Tatsächlich floß der Verkehr aber erst zwei Tage später, als die Fahrbahnteiler entfernt und die Provisorien abgebaut waren. Dafür musste die Autobahn komplett gesperrt werden. Und da bekam Ampfing schon einen Vorgeschmack darauf, was passiert, wenn die Einhausung einmal gesperrt werden muss – und sei es wegen Reinigungsarbeiten....
Wir haben die neue Strecke für Sie abgefahren....
244 Bündnis90/Die GRÜNEN nominieren Cathrin Henke zur Wahl in den Bayerischen Landtag 11:30
Grünen Vorstandssprecher Rainer Stöger konnte mit der Vorsitzenden der GRÜNEN in Bayern eine Patin für die zukünftige Kandidatin begrüßen, die prominenter kaum sein könnte.
Wenn sie schon gegen den amtierenden Umweltminister eine Kandidatin aufstellen und selbst in Ampfing wohnen, dann wollten Grünen-Vorstandssprecher Peter Uldahl und er selbst gleich in die Höhle des Löwen gehen – ins Gasthaus Hinterecker – unterstrich Rainer Stöger mutig.
Wie zuletzt bei der Nominierung von Sofie Voit für den Bundestag dargestellt, ist die Zeit auch in Bayern reif für einen Wechsel. Da kann der schwarze Umweltminister ein noch so grünes Herz haben! „In der CSU wirst Du – lieber Marcel – als Umweltminister – wenn überhaupt etwas – nur Minimalziele erreichen“ wandte sich Rainer Stöger direkt an seinen Gemeinderatskollegen, den bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber.
Damit übergab er das Wort an GRÜNEN Landesvorsitzende Theresa Schopper. Sie kommt gern nach Mühldorf und war auch schon zu vielen Anlässen hier – begann Theresa Schopper.
Diesmal geht’s aber um ein ernstes Thema. Bis heute ist ja nicht klar, wann nun genau gewählt wird. Darauf kann sich die Koalition in München nicht einigen, die ja in einer Krise steckt, deren Existenz sie selbst immer abstreitet.
Gerade die Diskussion über die Studiengebühren zeigt, dass diese „Koalition der Trostlosigkeit“ mit ihrem politischen Latein am Ende ist! Dabei hat die CSU erkannt, dass sie ihre eigenen Studiengebühren nicht mehr braucht. Sicher werden sich die Grünen am Volksbegehren der Freien Wähler gegen die Studiengebühren beteiligen – auch wenn’s Mitte Januar sicher sau-kalt wird.
Bei der Landtagswahl geht es aber auch um die anderen grünen Themen: Klimawandel, Energiewende – Nahrungsmittel – Tierschutz - Bildungspolitik.
Gerade bei der Energiewende hat der „Umweltminister mit dem grünen Herzen“ Probleme, sie gegen einen Ministerpräsidenten durchzusetzen, der jeden Tag eine neue Idee hat. Erst fordert er Gaskraftwerke, findet aber keine Investoren um dann 1.000 Biogasanlagen zu fordern. So viel Mist kann die CSU gar nicht produzieren, dass man die alle betreiben könnte – außer man „vermaist“ das Land noch weiter.
Dabei bietet die Energiewende zwei Chancen: eine ökologische und eine ökonomische. Sie kann den Bürgern vor Ort neue Möglichkeiten eröffnen. Allerdings muss dem Klimawandel dringend Einhalt geboten werden. Es kann nicht sein, dass – wie jetzt schon in Holland – die Autobahnen um 7 Meter höher gebaut werden müssen. Holland kann sich das leisten. Bangladesh sicher nicht. „Global denken, lokal handeln“ ist nach wie vor einer der Leitsätze der Grünen.
Die Energiewende muss sein! Das hat sich inzwischen in den Köpfen der Menschen durchgesetzt. Die Grünen sind damit in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Jetzt müssen nur noch die vier großen Stromkonzerne erkennen, dass es kein Zurück mehr gibt.
Ein weiteres Thema wird im Wahlkampf das Thema „Bildung“ sein. Die CSU hält da nach wie vor am dreigliedrigen Schulsystem fest und begründet das mit hervorragenden Pisa-Ergebnissen. Dabei sollte wirklich den Kindern der Streß mit dem Grundschulabitur endlich abgenommen werden. Es muss auch endlich aufhören, dass die Bildungsmöglichkeiten der Kinder vom Geldbeutel des Vaters abhängen.
Ein entschiedenes „Nein“ auch zum Betreuungsgeld. Das trägt nicht zur Wahlfreiheit bei, die es in Bayern ohnehin gar nicht gibt. Das Betreuungsgeld leitet einen gesellschaftlichen Rückschritt ein. Die CSU steht damit bundesweit ohnehin allein.
Im neuen Kindergartengesetz steht ein Zuschuß für ein kostenloses letztes Kindergartenjahr drin. Das ist auch sinnlos, weil schon jetzt 98% der Kinder im letzten Kindergartenjahr Kindergärten besuchen. Diese 180 Millionen Euro könnte man besser für die Qualitätsverbesserung verwenden.
Wichtig ist den Grünen auch der Umgang mit Minderheiten, etwa mit Asylsuchenden. Da schafft es die CSU nicht einmal die Residenzpflicht abzuschaffen oder ihnen zu ermöglichen, ihr Essen selbst zu kaufen – von der Möglichkeit eine Arbeit aufzunehmen schon gar nicht zu reden.
Cathrin Henke wollte sie bei der Übernahme ihrer neuen Aufgabe hier in der Höhle des Löwen natürlich unterstützen.
Dem Löwen – also Dr. Marcel Huber – bescheinigte sie ernsthafte Auseinandersetzung mit seinen Themen. Trotzdem ist gilt es, Dr. Hubers Außenseiterposition in der CSU zu nutzen und den Wählern das „Original grüner Politik“ vorzustellen.
Die Grünen schaffen die Energiewende, schaffen Teilhabe und soziale Gerechtigkeit. Ohnehin ist es Zeit, die mehr als 50-jährige Regierungszeit der CSU in Bayern zu beenden. Es ist Zeit, dass die Uhren in Bayern endlich anders gehen. Das zu erreichen, ist sie gern Cathrin Henkes Patin geworden.
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Peter Uldahl stellte nun die zahlreichen Formalien vor, denen Nominierungsversammlungen unterliegen und die immer gleich sind. Wir wollen deshalb hier nicht näher darauf eingehen.
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Cathrin Henke freute sich, eine so prominente Patin zu bekommen, hatte es aber nicht leicht, nach so einer Vorrede ihre Ideen darzustellen.
Vielen überraschten Mitbürgern begründete sie ihr Antreten gegen so einen starken Gegner wie Dr. Marcel Huber es ist, damit, dass sie seit 1984 noch immer die selben Ziele verfolgt. Der Wahlkampf ist da eine Möglichkeit, diese Themen öffentlich anzusprechen.
Sie unterstrich, dass sie bewußt auch in Mühldorf kandidiert und nicht dort, wo sie sich bessere Chancen erhofft. (Ein Hieb auf Knoblauch!)
Sie selbst ist 51, verheiratet, hat 3 erwachsene Kinder und zwei Enkelkinder. An ihren Geburtsort in Nordrhein-Westfalen bindet sie nur noch die Freude an Fortuna Düsseldorf und die „Toten Hosen“!
Seit 2003 ist sie im Kreistag und seit 2008 Fraktionssprecherin der Grünen. Ansonsten ist sie ehrenamtlich beim BRK und beim Kinderschutzbund engagiert.
Aus persönlicher Erfahrung weiß sie, dass schon unter 3-jährige sich jeden Tag auf die Kinderkrippe freuen. Das, was sie dort von und mit anderen Kindern lernen, das können sie zuhause in der Familie nie lernen – Kinderkrippen sind also auch Bildungseinrichtungen.
Wenn ein Leitspruch lautet, „wir haben die Erde nur von unseren Kindern geliehen“ dann müssen wir uns der Verantwortung für alle kommenden Generationen weltweit gerecht werden.
Die Grünen haben deshalb ein anderes Wirtschaftsbild. Wer nur auf Wachstum zu setzt, hat die Zeichen der Zeit nicht verstanden. Es gibt Möglichkeiten, die Lebensqualität zu erhalten und selbst langsamer und ruhiger zu leben. Dazu gehört auch die Anhebung der Qualität der Lebensmittel, bei gleichbleibenden Preisen. dass das möglich ist, weiß Cathrin Henke aus ihrem eigenen Betrieb.
Es kann nicht sein, dass die deutsche Landwirtschaft billig produziert und viel. Vorbild ist da die bayerische bäuerliche Landwirtschaft, die es unbedingt zu erhalten, aber auch zu schützen gilt. Es kann nicht sein, dass ein Bauer 80 Stunden pro Woche arbeiten muss und noch viele zusätzliche Aufgaben aufgebürdet bekommen soll. Die bäuerliche Landwirtschaft braucht also bestmögliche Unterstützung. Die Bauern sind die Grundlage für unsere Lebensqualität.
Die Grünen stehen seit Jahren konsequent zu ihren Werten und lassen sich dabei nicht von Wahlperioden beeinflussen. So sieht sie sich selbst als sehr konservativ und auch als christlich -–auch wenn sie nicht das „C“ im Parteinamen haben. (O-Ton )
Die Grünen haben schon immer die Atomenergie abgelehnt und brauchten dazu nicht erst Fukushima!
Die CSU redet zwar vom Klimaschutz, von CO2-Einsparung und von Bildung, fördert aber doch lieber den Bau von Straßen als von Schulen. Das muss sich schleunigst ändern.
Die Energiewende hinkt zeitlich hinterher und hat auch technische Probleme. Unbedingt überprüft werden muss die Subventionierung der großen Verbraucher. Es kann doch nicht sein, dass Golfplätze hier begünstigt werden!
Die Skandale bei Großbäckereien deuten darauf hin, dass die Kontrollen wohl nicht sehr effizient sind. Dabei hatte schon Sepp Daxenberger den großen Einfluß und die teils überzogenen Auflagen kritisiert, die zwar durch EU-Vorgaben begründet sind, auf die man aber in Deutschland und in Bayern noch zusätzlich draufgesattelt hat. Das alles muss zurückgedreht werden auf ein akzeptables Maß.
Dringend nötig ist auch der Abbau von Bürokratie, die besonders kleine Firmen und Unternehmen enorm belastet. Hier muss Maß und Verstand Einzug halten. Diese Regulierungs- und Kontrollwut muss aufhören – auch wenn die Grünen natürlich für Kontrollen sind, die dann allerdings transparent gestaltet werden müssen.
Dringend geändert werden muss auch das Ehegattensplitting. Aus ihrer Berufspraxis als Mediatorin weiß sie, dass besonders Kinder bei der Trennung ihrer Eltern finanziell leiden. Aus dem Ehegattensplitting muss ein Familiensplitting werden.
Eine absoluter Schmarrn ist auch das Betreuungsgeld. Neben allen bekannten Argumenten bleiben hier auch die Väter ausgespart. Das betrifft auch alle Anstrengungen um die Kinderverträglichkeit von Arbeitsverhältnissen. Hier und dort beziehen sich alle Regelungen immer nur auf die Mütter. Generell müssen Väter mehr in die Familienpolitik einbezogen werden.
Sie war sicher, dass das 3-gliedrige Schulsystem früher oder später abgeschafft werden muss, weil die demographische Entwicklung seine Erhaltung nicht mehr zulässt. Nur mit einem zweigliedrigen Schulsystem ist es möglich, die Schulen in kleinen Gemeinden zu erhalten – und das ist die Absicht der Grünen! Geht die Entwicklung so weiter, müssen auch in unserem Landkreis Hauptschulen geschlossen werden.
Gefördert muss auch die „Inklusion“ werden, die von Seiten der CSU nur halbherzig umgesetzt wird.
Über all das hinaus, machte sie sich die Aussagen von Theresa Schopper zu eigen.
Dann stimmten die 13 Stimmberechtigten ab und die beiden Wahlhelfer zählten aus.
Peter Uldahl gag das Ergebnis bekannt: (O-Ton 12x ja – eine Enthaltung)
Damit war Cathrin Henke zur Kandidatin nominiert. Sie nahm die Wahl an und dankte für das Vertrauen.
Rainer Stöger gratulierte mit einem Strauß Blumen und Peter Uldahl mit spanischem Wein – natürlich aus ökologischem Anbau.
Auch für Theresa Schopper hatten sie einen Strauß Blumen als kleines Dankeschön für die Übernahme der Patenschaft und ihren engagierten Vortrag. Gemeinsam nahmen sie sich vor, dass der Wahlkampf auch Spaß machen soll, wenn sie schon gemeinsam auftreten. Und damit begannen sie gleich an Ort und Stelle.
Abschließend bewarb sich Dr. Georg Gafus darum, bei der Aufstellungsversammlung als Listenkandidat antreten zu dürfen. Damit wollte er auch den Wählern im Landkreis die Möglichkeit verschaffen, beide Stimmen den Grünen zu geben. Die Stimmberechtigten beauftragten ihn, sich am 26. Und 27. Januar in Rosenheim um eine Position auf der Liste zu bewerben.
245 Auftakt in den Advent in Ampfing mit einem großen Adventskranz und dem Krippenweg 8:40
Dicke schwere Schneewolken hingen über dem Dorfplatz in Ampfing, als sich Gemeinderäte, Bürgermeister, die Ampfinger Blaskapelle, Pfarrer Martin Ringhof und zahlreiche Zuschauer einfanden um beim Auftakt zum Advent dabei zu sein.
Die Attraktion dieses Jahres ist der große Adventskranz, der den Giggerlbrunnen unter sich verschwdinden lässt. Dazu aber später mehr.
Die Blaskapelle mit ihrem prominenten Tuba-Bläser eröffnete feierlich die Andacht.
Pfarrer Martin Ringhof erinnerte daran, dass die Christen den Advent als die Zeit der Erwartung der Geburt Jesu begehen. Der Adventskranz ist das Symbol dafür, dessen immergrüne Zweige bedeuten, dass nicht der Tod sondern das Leben das letzte Wort haben wird. Die vier Kerzen wollen nicht nur die fortschreitende Zeit anzeigen sondern auch die zunehmend dunkleren Tage erhellen, bis am Weihnachtsfest der Christbaum erstrahlt.
Mit dem Blick auf den ewigen Gott segnete er den Kranz und die Kerzen. (O-Ton)
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Die Bläser sorgten für feierliche Stimmung.
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Dieter Spielmann freute sich, so viele Teilnehmer zum Ampfinger Adventszauber begrüßen zu können. Zum Adventszauber in Ampfing gehört ja nicht nur der Markt Mitte Dezember sondern auch eine große Krippenausstellung in den Schaufenstern im ganzen Ort. Er dankte Heinz-Rudolf Huber für die Hilfe bei der Beschaffung und beim Aufbau der 40 sogenannten Kasten-Krippen.
Zur Dorfkrippe, die während des Adventsmarktes zu sehen sein wird, kommt nun der überdimensionale Adventskranz. Den hatte sich Ampfings innovativer und kreativer Bürgermeister gewünscht, Ottmar Wimmer. Zusammen mit den Mitarbeitern de Baumarkts haben sie es geschafft, einen so großen Adventskranz herzustellen. Für ihre Hilfe beim Flechten des Kranzes dankte er den Damen des Trachtenvereins und des katholischen Frauenbundes.
Er bat Pfarrer Martin Ringhof, die erste Kerze anzuschalten.
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Die Bläser stimmten auf den Advent ein.
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Bürgermeister Ottmar Wimmer dankte Pfarrer Martin Ringhof, Dieter Spielmann und Thomas Hell, aber auch Heinz-Rudolf Huber für die Vorbereitung der Krippenausstellung. Er wünschte den Ampfingern und den Besuchern des Adventszaubers einen besinnlichen angenehmen Advent und den Gästen an den anschließenden Rundgängen viele neue Erkenntnisse über die Kastenkrippen in den Schaufensternd der Ampfinger Geschäfte.
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Mit „Maria übers Gebirge ging“ schlossen die Bläser die Andacht.
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Kulturkreis-Vorsitzender Heinz-Rudolf Huber betonte die Absicht der Gemeinde Ampfings, sich von anderen Gemeinden zu unterscheiden. Weil der Krippenweg schon zum dritten Mal stattfindet, sollten diesmal andere Krippen gezeigt werden. Die Wahl fiel auf sogenannte Kastenkrippen, also Krippen, die in einen Kasten oder einen Schrein eingearbeitet sind. Im Gegensatz dazu die offene bäuerliche Krippe, wie sie heute in vielen Familien aufgestellt werden.
Die größten Kastenkrippen stehen in Kirchen, wo der Kasten gleichzeitig das Gehäuse ist, in dem die Krippe eingebaut ist.
Da man nur das sieht, was man weiß, luden Heinz-Rudolf Huber und Dr. Marcel Huber dann zu einem Rundgang durch Ampfing, während dem sie die gezeigten Krippen erklären wollten.
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Wir haben uns der Gruppe von Staatsminister Dr. Marcel Huber angeschlossen, der selbst begeisterter Krippenbauer ist. Hier unsere Eindrücke und einige der gezeigten vierzig Krippen.

Übrigens lädt die Gemeinde am letzten Tag des Adventszaubers alle Engel ein und spendet für jeden 10 Euro zu Gunsten einer Hilfseinrichtung. Also: Alle Engel am 16. Dezember auf zum Adventszauber nach Ampfing!

246 Einweihung des Seniorenheims St. Mechthild in Waldkraiburg 8:40
An der Dieselstraße in Waldkraiburg – auf dem Baugebiet „Drei Eichen“ entstand in den zurückliegenden Monaten ein ganzer neuer Stadtteil. Teil dieses Neubaugebietes ist das Seniorenwohnheim „St. Mechtild“. In nur 11 Monaten ist hier ein Gebäudkomplex entstanden, der 126 Senioren und Seniorinnen Wohnraum bietet.
Kürzlich lud die Heimleitung Geistlichkeit, Eigentümer, Bauherren, Bürgermeister und Stadträte zur Eröffnungsfeier.
Bürgermeister Siegfried Klika, Altbürgermeister Jochen Fischer mit Gattin, die Stadträtinnen Margit Roller, Charlotte Konrad und Landkreis Seniorenbeauftragte Maria Pfeilstetter, die Pfarrer Martin Garmeier und Lars Schmitt fanden sich in der Cafeteria des Hauses ein, wo sie Heimleiterin Ute Reip herzlich begrüßte, die zugab, doch ziemlich nervös zu sein. Sie freute sich auch, die sechs ersten Bewohner, ihre Mitarbeiter und die Damen des Seniorenbeirats der Stadt willkommen heißen zu können.
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Die Teilnahme war Bürgermeister Siegfried Klika wichtig, obwohl derzeit natürlich das Thema Geothermie dominiert. Auch wenn es im Vorfeld Diskussionen darüber gab, ob Waldkraiburg noch ein Seniorenwohnheim braucht, ist die Eröffnung des neuen Hauses nun doch ein großer Tag für die Stadt – meinte Bürgermeister Siegfried Klika.
Wenn man die demographische Entwicklung ernst nimmt, muss auch eine junge Stadt wie Waldkraiburg Angebote für alle Generationen bereit halten. Und da fällt es der jungen Stadt manchmal schwer, all das zu bieten, was andere Städte in 2-300 Jahren geschaffen haben. Auch wenn sie das natürlich wollen!
Waldkraiburg behält alle Generationen im Fokus und baut qualitativ hochwertige Kinderkrippen, Schulen und auch Seniorenwohnheime. Für das Mittragen der nötigen Entscheidungen dankte Siegfried Klika den Mitgliedern des Stadtrates und dem Landkreis.
Der Geschäftsführung der Vitalis GmbH dankte Siegfried Klika und wünschte hier auch geschäftlichen Erfolg. Er sicherte die fortgesetzte Unterstützung der Stadt zu – auch wenns statt Geld viele gute Ratschläge geben wird.
Er freute sich auch darüber, dass das Heim an das Fernwärmenetz angeschlossen wird, und somit von der Geothermie CO2-frei beheizt wird. Umweltfreundlicher kann man nicht heizen.
Abschließend gratulierte Siegfried Klika zum neuen Haus und wünschte Betreibern und Nutzern hier – mitten in der Stadt – einen angenehmen Aufenthalt und viel Erfolg.
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Das Haus bietet 126 Plätze, davon 20 in Doppelzimmeren – beschrieb Ute Reip das Wohnheim. Sehr gute Isolierung hält das Haus so warm, dass Heizung eigentlich nicht nötig ist. Wird’s doch kalt, sorgt die Geothermie umweltfreundlich für wohlige Wärme.
Im Juni diesen Jahres hatten die Zeitungen die Bautätigkeit im Gebiet „Drei-Eichen“ beschrieben. Diese Presseberichte erweckten den Eindruck, als wären alle Wohnungen bereits verkauft. Tatsächlich verstanden die Waldkraiburger, dass das Haus bereits vollständig belegt ist. Dem ist aber gar nicht so.
Erst im Januar 2012 fand der Spatenstich zum Bau dieser Immobilie statt, die gut 14 Millionen Euro kosten sollte. Schon am 24. März konnte Richtfest gefeiert werden.
Einer der Leitsätze der Dresdner Betreiberfirma „Vitalis“ ist es, den Bewohnern ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht. Diesen Leitsatz haben sich auch Leitung und Mitarbeiter des Hauses in Waldkraiburg zugrunde gelegt.
Besonders dankte Ute Reip dem Immobilien-Unternehmen WoB (spirch Wob – also nicht W-O-B siehe oben) für den Brunnen des Tiroler Künstlers Hubert Flörl, der am 6. August eingeweiht werden konnte. Er wird ein angenehmer Platz werden, an dem nicht nur Bewohner gern verweilen werden.
Zusammen mit ihren Mitarbeitern bemühen sie sich im neuen Heim, den Bewohnern ganzheitliche Pflege zu bieten, sie gesund zu halten und ihre körperlichen, geistigen und seelischen Kräfte zu reaktivieren und zu erhalten. Als Leiterin weiß sie, dass sie nur erfolgreich führen kann, wenn sie ihre Mitarbeiter erfolgreich macht. Sie wird so immer ein offenes Ohr für die Mitarbeiter haben - aber natürlich auch für die Bewohner und deren Angehörigen.
Noch stehen sie am Anfang ihrer Arbeit. Leider nimmt die Dokumentation der Pflege sehr viel Zeit in Anspruch. Den Abbau der Bürokratie würde sie sehr begrüßen, der bundesweit 2,7 Milliarden Euro verschlingt: 14% aller Ausgaben der Pflegeversicherung.
Da auch die längste Reise mit dem ersten Schritt beginnt, wünschte sich Ute Reip die Unterstützung und das Wohlwollen aller auf dem langen Weg, der vor ihnen liegt.
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„Einer trage des andern Last“ – zitierte Schwester Marlene aus dem Brief des Apostels Paulus an die Galater. Das – so meinte Pfarrer Martin Garmeier – ist das besondere an Jesu Leben, der sich denen zuwandte, die am Rande standen oder schwach und hilfsbedürftig waren.
So ist so ein Haus auch Teil der Umsetzung Jesu Auftrag. Sie tragen der Senioren Last.
Er hatte sich sehr gefreut, an der Namensgebung mitwirken zu können. „Sankt Mechtild“ hat immer auch den Armen geholfen.
Er wünschte allen Bewohnern und Mitarbeitern, dass das neue Haus für sie alle zum Segen wird.
Pfarrer Lars Schmitt betonte die Nächstenliebe, die die Grundlage für ein segensreiches Wirken für andere bildet.
Gemeinsam segneten sie das Haus, die Bewohner und die Mitarbeiter.
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WOB-Immobilien-Geschäftsführer Herbert Schießl erinnerte sich, dass es von Anfang an keine Probleme mit dieser Baumaßnahme gegeben hat. Weder mit der Stadt noch mit dem Landratsamt noch mit den Handwerkern. Jetzt ist das Haus fertig. Seine Firma wird weiter das Haus verwalten und hofft, auch mit der Heimleitung die angenehme Zusammenarbeit fortsetzen zu können.
Und weil sie gemeinsam den Namen „St. Mechtild“ bestimmt haben, überreichte er Vitalis-Geschäftsführerin Susanne Häfner eine Statue der Heiligen Mechtild.
Auch Herbert Schießl dankte allen Beteiligten am Bau und wünschte den Nutzern viel Glück, Erfolg und Gottes Segen.
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Vitalis Geschäftsführer Hubert Häfner wollte nicht über die Sozial- und Euro-Politik der Regierung reden. Er lobte Herbert Schießl, der Investoren gefunden hatte, um dieses Heim bauen zu können nachdem sich der Staat aus der Finanzierung des Baus von Pflegeeinrichtungen zurückgezogen hat. Dieses gesellschaftliche Engagement kann man nicht hoch genug schätzen.
Seine bundesweit operierende Firma bietet Leistungen für ältere Menschen, die Hilfe brauchen. Diese Altersgruppe nimmt in den kommenden 20 Jahren um fast 100% zu, wobei die Zahl der Pflegenden ständig abnimmt. Es wäre Aufgabe der Politik, diese Aufgabe zu lösen.
Den Bewohnern dieses Hauses wollen sie einen netten und entspannten Lebensabend ermöglichen. Wenn die Bewohner dann den Mitarbeitern mit einem Lächeln danken, ist das mehr, als das Gehalt, das sie zahlen können. dass ihnen das gelingt, das hoffte Hubert Häfner.
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Ute Reip lud zum Rundgang ein, wo Einzel- und Doppelzimmer, Bäder, Aufenthaltsräume und eine Kapelle auf Bewohner warten. Vormerkungen gibt’s fürs Jahr 2013, Platz ist noch genug. Auch Mitarbeiter sucht das Haus noch, das später bis zu 60 Arbeitsplätze bieten wird.
247 Weihnachtsfeier der Freien Mühldorfer 10:30
Zwei finstere Gestalten erwarteten die Gäste vor dem Spirkl-Saal in Mößling und trieben sie geradezu hinauf in den ersten Stock – zur Weihnachtsfeier der Freien Mühldorfer.
Oben im Saal empfingen die Gastgeber mit einem Glühwein und einem Stück Stollen. Die Inn-Saiten-Musi aus Neuötting schaffte wohlige, besinnliche Stimmung.
Nach und nach fanden sich gut 60 Besucher ein.
Die Vorsitzenden der Freien Mühldorfer - Ursula Huber und Markus Mandl - freuten sich über so viele Besucher, die zu ihrer ersten bayerischen Weihnacht gekommen sind. Besonders freuten sie sich über den Besuch der Stadtratskollegen Kurt Bimsberger und Oskar Rau. Zusammen mit Franz Essl und Max Oelmaier hätten sie schon bald eine kleine Stadtratssitzung abhalten können.
Die Krampusse haben hoffentlich niemanden erschreckt!?? Falls doch, hat hoffentlich der Glühwein und das Stück Stollen des Erhartinger Stollen-Weltmeisters Eicher die Gemüter wieder beruhigt!!!
Da sie keinen Eintritt verlangten, baten Ursula Huber und Markus Mandl die Gäste später um eine kleine Spende, die vollständig dem Anna-Hospiz-Verein zukommen sollte. Damit genug der Vorreden.
Mike Sobotka führte durch das weitere Programm.
In einer ersten Geschichte zeigten sie auf, wie es ist, wenn die Kinder längst aus dem Haus sind und der daheimgebliebene Vater sich beim Schreiben von Danke-Schön-Briefen von seinem Kumpel zu einem Schafkopf-Abend überreden lässt und dann nicht mehr weiß, wem er wofür danken soll. (O-Ton)
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Dann betrachteten sie die biblische Herbergssuche aus verschiedenen Perspektiven – erst einmal aus der des Esels, der bekanntermaßen ja später im Stall von Bethlehem neben der Krippe gestanden haben soll.
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Die Innsaiten-Musi sorgten für heimelige Atmosphäre.
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Einen besonderen Aufsatz trug Mike Sobotka vor: Wie ein Kind den Advent erlebt. (O-Ton)
Na ja – wenn das heutige Kinder wirklich so erleben - dann gute Nacht!!!
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Während die Innsaiten-Musi sich für gute Unterhaltung mühte, sorgten die Krampal für Ruhe!
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Max Oelmaier trug die Geschichte vom Dammal vor, der einfach zum Üben mal im Beichtstuhl Platz nimmt und nicht mehr rechtzeitig raus kann, als ein wirklicher – ein echter Sünder dort seine Beichte ablegt. dass das zu ziemlichen Verwicklungen führt, das kann man sich lebhaft vorstellen.
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Ein bissal politisch is‘ dann nach der Pause `worden... Die Freien Mühldorfer wollten von den Gästen wissen, was sie sich von - und für die Stadt wünschen würden. Das sollten sie auf einen Wunschzettel schreiben und den beim FM-Christkind abliefern. Das wars aber auch schon wieder – mit der Politik!
Franz Essl hatte eine Geschichte über die Viecher auf dem Bauernhof, die der Legende nach am Heiligen Abend um Mitternacht für kurze Zeit reden können.
dass das ganz amüsant ist, das demonstrierte er mit großer Virtuosität.... ?
Man konnte den Zuhörern ansehen, wie spannend die Geschichte war.
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„30 Tage Wahnsinn“ – oder besser – „Wie a Zuagroasta mühsam lernt, dass Schnee nicht nur etwas schönes ist“ las dann Mike Sobotka. In dieser Geschichte erlebt ein Zuagroasta, wie er von euphorischer Freude über den ersten Schnee zur totalen Verzweiflung über nicht enden wollenden Nachschub der weißen Pracht und all der damit verbundenen Problme verfällt. Mike Sobotka konnte sein ganzes schauspielerisches Talent in diese Rolle packen.
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Die Geschichte über den Blick von Vögeln auf die adventlichen Menschen, die plötzlich alle ihre Gewohnheiten aufgeben und so in Hektik verfallen, rumlaufen und Päckchen nach Hause schleppen – setzte den Abend fort. Dabei könnten sie sich auch ganz anders auf Weihnachten vorbereiten...
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Mike Sobotka schloss mit der bekannten Geschichte von der älteren Dame, die in ihrer Not einen Brief ans Christkind schreibt und um eine Spende von 100 Euro bittet. Weil sie die Adresse nicht kannte, lieferte die Post den Brief beim Finanzamt ab. Dort sammelten die Beamten, brachten aber nur 70 Euro zusammen. Die schicken sie ihr, ernten aber bei der Absenderin Freude und ein bisschen Spott... (O-Ton)
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Die Innsaiten-Musi schloss den Abend der später noch eine ganze Weile dauerte und bei dem einen oder anderen Gläschen Rotwein gemütlich ausklang.
248 Adventsingen des Sängerbundes in Mühldorf 15:30
Fast bis auf den letzten Platz besetzt war die Aula des Beruflichen Schulzentrums, als die Mühlberg-Musi aus Altmühldorf das 20. Adventsingen des Sängerbundes Mühldorf eröffnete.
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Sängerbundsvorsitzende Christl Mück freute sich, alle drei Bürgermeister, zahlreiche Sadträte und die Geistlichkeit begrüßen zu können. Besondere Freude war ihr die Anwesenheit ihres Ehrenmitglieds, Rosemarie Kansy. Hausherrn Ludwig Ecker musste sie entschuldigen und sandte ihm beste Genesungswünsche. Allen Zuhörern wünschte sie einen besinnlichen Adventbeginn und viel Vergnügen an diesem Abend.
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Die Mitglieder des Sängerbundes setzten fort mit „Wir sagen Euch an...“
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Die Westacher Musik stetzte fort.
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Hildegard Greipl trug vor, warum der Advent so eine schöne Zeit ist und warum man ihn gern haben muss.
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Weil das Adventsingen zum 20. Mal stattfand, hatte der Sängerbund die Burgkirchner Alphornbläser eingeladen.
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Mit „Ach wann kommen...“ setzte der Chor des Sängerbundes fort.
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Die Westacher Sänger ließen sich von ihrer eigenen Musik begleiten.
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Hilde Greipl mit einer Geschichte von Erich Mück aus einer Zeit, als der Sängerbund noch ein reiner Männerchor war. Damals – vor 50 Jahren – sangen die Sänger im Kreiskrankenhaus. Gerade als sie vor dem Kreißsaal sangen, fanden sie gar keine Zuhörer – sangen aber doch weiter. Als sie fertig waren, kam eine Schwester aus dem Kreißsaal und präsentierte ihnen das Neugeborene, das während ihres Singes das Licht der Welt erblickt hatte. So hatten sie fortan ein eigenes Kind.
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Die Mühlberg-Musi lenkte den Blick in den rückwärtigen Teil der Aula.
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Mit „Rorate“ setzte der Chor des Sängerbundes fort.
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Dann musste die Bühne etwas umgebaut werden: Der Kinderchor von St. Pius unter der Leitung von Anna Michl nahm Aufstellung:
Mit Gitarren und Flöten begleitet sangen die Kinder und zauberten ein Lächeln in die Gesichter der Zuhörer.
Und sie brachten Schwung ins Adventsingen!
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Die Westacher Sänger setzten fort und machten den Nachmittag wieder ruhiger...
Gemütlich wurde es mit der Westacher Musi.
„Der Engel des Herrn“ war das nächste Lied des Sängerbund-Chores.
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Hilde Greipl erzählte von einer Frau Direktor, die alle Jahre in die Christmette geht und nur sich selbst in den Vordergrund schieben will. Sie hat alles andere im Kopf als den eigentlichen Zweck des Kirchenbesuches. Besonders stört sie die Frau mit diesem großen gelben Hut, die sich ausgerechnet vor sie hinsetzt. Alles andere interessiert sie sogar der Bürgermeister, der ihr ja sowieso wurscht ist.... Nur die Frau mit diesem riesigen gelben Hut – man sieht wirklich gar nix. Und der Pfarrer – der braucht auch wieder so lang.
Erst am Ende, da erkennt sie, wer die Frau mit dem gelben Hut ist.... (O-Ton)
Sängerbund, Mühlberg-Musi, Alphornbläser und Westacher Sänger und Musi brachten noch einige weitere Stücke und auch Hilde Greipl las noch die Geschichte vom Besuch auf dem Christkindlmarkt, wo der Duft von Glühwein, Maroni, Lebkuchen und Kletzenbrot die Besucher lockt. Der Glanz auf den Gesichtern kommt aber weder vom Glühwein noch von den Lebkuchen sondern aus der Krippe, die seit über 2000 Jahren das Kommen unseres Herrn verkündet.
Damit wünschte sie den Zuhörern einen besinnlichen Advent und eine gute Zeit.
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Mit dem Andachtsjodler, in den die Zuhörer einstimmten, schlossen die Sänger das Adventsingen.
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Nicht jedes Jahr waren wir in den zurückliegenden 20 Jahren dabei, erinnern uns aber gemeinsame Besuche mit unseren Eltern und daran, dass das Adventsingen des Sängerbundes meistens der Auftakt zum Advent für uns war. Erst jetzt beginnt die staade Zeit – die Zeit der Erwartung auf die Geburt Jesu – auf Weihnachten ....
249 Viel Grund zum Feiern: 30 Jahre Haus der Begegnung in Mühldorf 12:20 50 15.12.12
Schier unüberschaubar war die Gästeliste, die „Song and Joy“ im Haus der Begegnung willkommen hieß.
Es war Marianne Zollner kaum möglich, alle Gäste zu begrüßen. So beschränkte sie sich auf besonders namhafte: Den Ehrenvorsitzenden der AWO-Bayern Altöttings Altlandrat Seban Dönhuber, Landrat Georg Huber, Bürgermeister Günther Knoblauch, Peter Dingler vom AWO Bezirksvorstand, dessen Geschäftführer Andreas Niedermeier, die Chefin des Amts für Jugend und Familie, Elfriede Geisberger und später noch Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer.
Natürlich freute sie sich über die Anwesenheit von AWO-Orts- und Kreisvorsitzender Klara-Maria Seeberger – von Grete Anders und Else Fritsche. Fast alle Stadträte und viele weitere Gäste sorgten dafür, dass kein Platz mehr frei war.
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In der AWO war es schon immer Tradition, dass mutige Menschen Herausforderungen annahmen um auf unkonventionellen Wegen das soziale Leben zu gestalten – begann Klara-Maria Seeberger ihren Rückblick. So war es Anni Kraus‘ Motto, zwar zu tanzen – aber immer aus der Reihe!
Im 1964 gegründeten Seniorenclub entstand schnell der Wunsch nach einem eigenen Raum. Da kein Geld da war, begannen sie einen Glückshafen auf dem Volksfest aufzubauen. 22 Jahre lang sammelten sie dort Pfennig für Pfennig und brachten 180.000 D-Mark zusammen.
Millionen-Bettler Michael Binder sorgte dafür, dass Aktion Sorgenkind 800.000 D-Mark zuschoß, Stadt und Landkreis jeweils 200.000 DM und die Stadt dieses Grundstück. So konnte Architekt Klaus Seidel das Haus so schön gestalten, dass man sich noch nach 30 Jahren darin wohl fühlen kann.
Seit der Einweihung halfen viele mit das Haus zu einer Modelleinrichtung des offenen Sozial- und Gemeinwesens zu machen.
Neben dem Seniorenclub fanden im Haus der Begegnung von Anfang an Initiativgruppen eine Heimat. Zudem bot es ein umfangreiches Kursprogramm.
Seit 1982 wurde das Angebot für Schüler und Jugendliche dem ständig steigenden Bedarf angepaßt. Aus der Nachmittagsbetreuung für Kinder entwickelte sich der Kinderhort, der heute gegenüber dem Gymnasium eine eigene Heimat bezogen hat.
Etwa 1992 trat eine Art Identitätskrise ein. Das Haus suchte seinen Platz in der Mühldorfer Gesellschaft. Bis 1994 dauerte dieses schmerzhafte aber notwendige Ringen.
Als dem Haus die Schließung drohte, gingen 400 Menschen dagegen auf die Straße. Sie haben damit bewiesen, dass das Haus der Begegnung in den Herzen der Mühldorfer angekommen ist. Hilfen von Stadt und Landkreis sicherten daraufhin seine Existenz.
Klara-Maria Seeberger erinnerte an zahlreiche große und bemerkenswerte Veranstaltungen und Projekte, die das Haus seither initiiert und durchgeführt hat. Besonders wies sie auf das Projekt ISIS und die Betreuung der Asylsuchenden hin.
Die Weihnachtsaktion der Tageszeitung brachte zum Jahresbeginn einen Batzen Geld mit dem vieles renoviert werden konnte.
Nach wie vor engagieren sich die Mitarbeiter professionell und ehrenamtlich für eine soziale und gerechte Gesellschaft, wie es dem Leitbild der AWO entspricht. Dabei gehen sie noch immer unkonventionelle Wege um das Leben in der Stadt mit zu gestalten.
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AWO-Bayern-Ehrenvorsitzender Seban Dönhuber war schon bei der Eröffnung und seither bei allen Jubiläen dabei. Das Haus hat sich von Anfang an wunderbar entwickelt.
Ob ein Land „sozial“ ist, bemaß Seban Dönhuber am mitmenschlichen Engagement und daran, wie sie mit schwächeren, mittellosen, behinderten und ausgegrenzten umgehen. Da ist es die Arbeiterwohlfahrt, die das Nebeneinander von Armut und Wohlstand zu organisieren hilft.
Die 30 Jahre waren für das Haus der Begegnung nicht immer eine einfache Zeit, die ohne Anni Kraus und Michael Binder nicht zu schaffen gewesen wäre. Klara-Maria Seeberger und Marianne Zollner haben ihr Werk erfolgreich fortgesetzt. Möglich gemacht haben das auch die kommunalen Geldgeber, denen Seban Dönhuber sehr dankte.
Als Landrat des Landkreises Altötting hatte er sich oft gewünscht, dieses Haus stünde in seinem Landkreis! Heute nimmt das Haus wichtige Aufgaben der AWO wahr, etwa die Bildungsarbeit.
Seban Dönhuber bescheinigte dem Haus der Begegnung, dass sie die Aufgaben der AWO vorbildlich umsetzen und so der gute Humus sind, auf dem die Gesellschaft ertragreich wachsen kann.
Er dankte Marianne Zollner und Klara-Maria Seeberger und gratulierte zum Jubiläum und wünschte für die weitere Arbeit alles Gute.
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Nach einer musikalischen Einlage gratulierte Landrat Georg Huber. Es geht hier nicht um die Mauern, die das Haus umgeben sondern um die Arbeit von Menschen für Menschen. Hier werden Tugenden gepflegt, die man heute oft vergeblich sucht: Nächstenliebe, Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Ehrenamtlichkeit. Für viele mögen das nur Worte sein, für die Mitarbeiter im Haus ist es Lebensstil und Arbeitsmotto. Und das meistens ehrenamtlich.
Als Anfangs Geld fehlte, krempelten sie die Ärmel hoch und sammelten in ihrem Glückshafen Geld. So haben die Gründer viel mehr geschaffen als Wände und Dach.
Das Haus der Begegnung ist eine lebendige Begegnungsstätte aller Generationen geworden. Hier erhalten Mütter Unterstützung und tauschen sich solche aus, die gleiche Probleme haben. Hier treffen sich Menschen mit Migrationshintergrund und finden Wege, sich zu integrieren.
Seit 30 Jahren ist das Haus der Begegnung eine Bereicherung für die Stadt und den Landkreis. Für die Leistungen, die die Mitarbeiter in dieser langen Zeit erbracht haben, dankte Landrat Georg Huber sehr. Allen voran Marianne Zollner und Klara-Maria Seeberger.
Er schloss mit der Bitte, den sozialen Teamgeist weiter im Vordergrund stehen zu lassen und wünschte dem Haus auch weiterhin Gottes Segen.
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Bürgermeister Günther Knoblauch schmunzelte, Klara-Maria Seeberger ist wie Anni Kraus – sie tanzt auch gern aus der Reihe!
Tatsächlich ist das Haus der Begegnung aus der Stadt nicht mehr wegzudenken. Es wurde so wichtig, dass er sich als neu gewählter Bürgermeister einer Stadt nichts wichtigeres vorstellen konnte, als so ein Haus der Begegnung einzurichten.
Auch Günther Knoblauch erinnerte an das große Engagement der Initiatoren und an die Nutzer seither. Gegen viele Wiederstände übernahm das Haus der Begegnung in den Anfangsjahren Funktionen in der Stadt, die damals noch lange nicht in der Gesellschaft angekommen waren. Etwa die Betreuung von Kleinkindern oder die Einbeziehung Behinderter.
Die Auswahl des Hauses für das Projekt „Mehrgenerationenhaus“ der Bundesregierung war so für das Haus der Begegnung ein große Bestätigung der Arbeit, die ohnehin bereits lief.
Auch für Neubürger bietet das Haus häufig eine erste Anlaufstelle.
Bei allem soll das Haus der Begegnung nicht die Aufgaben von Eltern und Betreuern übernehmen sondern diese dabei unterstützen.
So ist es nach 30 Jahren Zeit, allen Danke zu sagen und zu wünschen, dass das auch so weitergeht.
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Während „Song and Joy“ für Auflockerung sorgte traf gerade rechtzeitig Bundestagsageordneter Stephan Mayer ein, der in diesem Moment sein Grußwort sprechen sollte.
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Auch MdB Stephan Mayer gratulierte zum Jubiläum und war begeistert von den vielfältigen Aktivitäten, die hier stattfinden. Hier finden Menschen eine Heimstatt – egal ob jung, alt, behindert, zugezogen, reich oder arm.
Man sieht am Haus der Begegnung die Menschlichkeit der Gesellschaft. Hierher kommen nicht nur Menschen von der Sonnenseite des Lebens. Hier helfen Selbsthilfegruppen, Probleme zu lösen.
Es war richtig, das Haus der Begegnung ins Mehrgenerationenhaus einzureihen. Die Zuschüsse daraus haben sicher geholfen das Haus auch finanziell auf gesunde Beine zu stellen.
Stephan Mayer wünschte allen auch weiterhin alles Gute und stets Gottes Segen.
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Der Bezirks-Vorstand der AWO Oberbayern machte den Zuhörern Mut – er war der letzte!
Auf einer Bezirkskonferenz hatten sie kürzlich viele Konzepte diskutiert. Alles, was sie dort theoretisch besprochen haben, fand er hier umgesetzt.
Die Demokratie kann nur überleben, wenn die Menschen mehr tun, als es für sie selbst nötig wäre. Von diesem Engagement lebt die Arbeiterwohlfahrt.
Die Gesellschaft wird heute immer egoistischer und unverbindlicher. Da trägt das Haus der Begegnung dazu bei, Menschen eine Unterkunft zu bieten, die Kontakt suchen.
Das Haus der Begegnung ist ein Beispiel dafür, dass keine Sackgassen entstehen, Übergänge geschaffen werden und so die Gesellschaft vernetzt wird. Sie sind das beste Modell gegen eine Gesellschaft der „Ichlinge“. So gratulierte er zum Erreichten und zum Jubiläum.
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Song & Joy brachten Stimmung in die Veranstaltung.
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Marianne Zollner sah sich an der Mühldorfer Stadtmauer sehr geborgen. Schutz und Wärme bieten auch die sozialen Einrichtungen einer Stadt. Zusammen bilden sie das soziale Haus. Trotzdem gibt es noch Lücken. Diese Lücken schließt das Haus der Begegnung:
Sie bat die Mitarbeiterinnen der vielen Gruppen nach vorn. Dort wurde es eng – so viele beteiligten sich aktiv an der Arbeit. Die Mitarbeiterinnen stellten ihre Gruppen vor und beschrieben kurz ihre Aufgaben. Das Familienzentrum mit Eltern-Kind-Gruppe und Gesundheitsbildung. Die vielen Selbsthilfegruppen, das Mehrgenerationenhaus, das Projekt Seniorengymnastik, das Projekt Mofa, das „Cafe Memory“ und der Baustein „Integration“, der sich darum bemüht, Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund einzubinden und sich jetzt um die Asylsuchenden kümmert.
Und natürlich besteht auch der Seniorenclub weiter, den jetzt Klara-Maria Seeberger leitet – hier mit ihren Vorgängerinnen.
Sorgen bereiten ihnen die Förderprogramme, die kurze Zeit gewährt werden und gerade dann enden, wenn das geförderte Programm zu laufen beginnt. Dann müssen doch wieder die Kommunen einspringen.
Allen Unterstützern, die das Fundament des Hauses der Begegnung bilden überreichte sie einen Stein aus der Mühldorfer Stadtmauer: Seban Dönhuber
Landrat Georg Huber,
Bürgermeister Günther Knoblauch,
Gretl Anders,
Markus Honervogt.
Für Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer hatte sie nur einen Sandstein...
Abschließend stellte sie die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Hauses vor und bedankte sich bei der Hausdame mit einem Blumenstrauß.
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Nachdem Song and Joy die Feier beschlossen, lud das Haus der Begegnung zum gemeinsamen Buffet ein.
Wir schließen uns den Glückwünschen der Redner an und freuen uns über die Anerkennung, die sich das Haus der Begegnung schwer erarbeitet hat – und zwar so, dass es heute aus der Stadt nicht mehr wegzudenken ist.
250 Viel Grund zum Feiern: Die Inbetriebnahme der Geothermie in Waldkraiburg - Start in eine neu Ära 16:20
Minus fünf Grad vor dem Zelt und drinnen heiße Rhythmen und kühle Drinks – so begrüßten die Stadtwerke Waldkraiburg die zahlreichen Gäste im Festzelt an der Kläranlage – oder besser an der Geothermiezentrale.
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(O-Ton Norbert Weigl – Heute ist ein schöner Tag) ... begann Stadtwerke–Chef Norbert Weigl. Er ist so schön, weil endlich die Geothermie in Waldkraiburg gefeiert werden kann. Dazu hatten die Stadtwerke bewußt an die Anlage eingeladen. Sie wollten den Gästen zu zeigen, wo in den kommenden Jahrzehnten die Wärme in Waldkraiburg herkommt.
Dann begrüßte er Bürgermeister Siegfried Klika, Landrat Georg Huber, Ministerialrat Rainer Zimmer, die Geistlichkeit, die Mitglieder des Stadtrates, die Aufsichtsräte, Altbürgermeister Jochen Fischer, die Bürgermeister der Nachbargemeinden, Professor Goldbrunner, die Geschäftsführer der städtischen Gesellschaften und viele weitere Gäste. Zuletzt galt sein besonderer Gruß Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber.
Es hätte viele Gründe zum Feiern gegeben meinte Norbert Weigl. Das hatte man sich aber für diesen Festakt aufgespart. Er erinnerte an zahlreiche Meilensteine dieses Projekts. Besonders herauszuheben sind der Abschluss des Bohrvertrages am 28.12.2009, die legendäre Fahrt nach Zürich im März 2010, die lang ersehnte Bohrgenehmigung. Gefeiert hätte auch der Bohrbeginn und die Fündigkeit werden können. Ein Meilenstein war auch der Beginn des Ausbaus des Fernwärmenetzes.
Vor genau 10 Jahren begann Professor Goldbrunner mit dem Studium der geologischen Daten, was der eigentliche Projektstart war. Ab 2010 war die Bohranlage hier das Wahrzeichen von Waldkraiburg – besonders Nachts, wenn sie so schön beleuchtet war.
Das Gelände neben der Kläranlage war der ideale Bohrplatz - spannend und aufregend. Ereignisreich waren die Monate zwischen August 2010, als Bürgermeister Klika den Meißelschlag setzte und März 2011, als die zweite Bohrung fündig wurde.
Besonders legendär der Abend des 11. November 2010 als eine riesige Dampfwolke Fündigkeit signalisierte. In Rekordzeit kam daraufhin Bügermeister Klika von einem Termin in München an den Bohrplatz. Sowohl die Bohrung „Thermal 1“ als auch die Bohrung „Thermal 2“ haben die Erwartungen mehr als übertroffen. 108 Grad heißes Wasser hat niemand erwartet!
Seit Abschluss der Bohrarbeiten wurde hier das Herzstück der Fernwärmeversorgung, und das Fernwärmenetz gebaut. In der Fernwärmezentrale befinden sich die Wärmetauscher, die dem Tiefenwasser die Wärme entziehen und sie an das Heizwasser der Fernwärmeversorgung übergeben.
Der erste neue Bauabschnitt des Fernwärmenetzes ist rund 3 Kilometer lang. Der zweite Abschnitt wird 2013 gebaut.
Natürlich laufen solche Baumaßnahmen nicht ohne Behinderung der Anwohner und Verkehrsteilnehmer. Die Stadtwerke haben hier aber innovative Lösungen gefunden. Besonders die Verlegung der Fernwärmeleitungen verband man mit der Sanierung und Erweiterung der bestehenden Infrastruktur. Eine große Herausforderung, die aber gezeigt hat, wie vorteilhaft die Konzentration der Aufgaben bei den städtischen Gesellschaften ist. Es gab so gut wie keine Beschwerden währen der gesamten Bauphase.
Alle Anstrengungen wären nichts wert, wenn die Bürger die Erdwärme nicht abnehmen würden. Und die haben das Angebot gern angenommen: Im ersten Bauabschnitt ließen sich 82% aller möglichen Kunden anschließen. Nun gehen erstmals mehrere Großabnehmer ans Fernwärmentz: Das Rathaus, das Gymnasium, die Realschule und alle Neubauten von W-S-G-W und Stadtbau. Norbert Weigl versprach sie nicht zu enttäuschen. Bald wird es in Waldkaiburg heißen: „Hier heizt die Erde“
In Waldkraiburg hat von Anfang an alles gepaßt. Politik, Geologie, Standort, Mitarbeiter, Akzeptanz, Kapital und Mut – alles paßte. Allerdings erschwerten zahlreiche Rechtsbereiche die Ausführung. Viele Vorschriften sind für solche Projekte nicht mehr zeitgemäß. Vor allem passen sie nicht zu den Anforderungen der Energiewende. Das gilt sowohl für die Geothermie als auch für andere umweltfreundliche Energieanlagen.
Ein Weg langwieriger und harte Arbeit liegt nun hinter ihnen, der mit Problemen und Rückschlägen gepflastert war. Auch wenn man manches heute anders machen würde, haben doch alle Verantwortlichen immer zusammengestanden und das Projekt auch in schwierigen Zeiten unterstützt. Deshalb bedankte sich Norbert Weigl beim Stadtrat und den Aufsichtsräten - und bei Bürgemeister Siegfried Klika, der Antreiber, Berater und bester Öffentlichkeitsarbeiter in einer Person war und ist. Ministerialrat Zimmer galt genau so sein Dank wie dem Bergamt Süd, der Regierung von Oberbayern und allen Auftragnehmern. Neben vielen anderen dankte er besonders Professor Dr. Goldbrunner, der hier einen Volltreffer gelandet hat und bei Firma Daldrup. Und natürlich bei den Bürgern der Stadt, ohne deren Akzeptanz das Projekt gar nicht möglich wäre.
Da ohne Gottes Hilfe nichts möglich gewesen wäre und tatsächlich keine Unfälle passiert sind, galt Norbert Weigls besonderer Dank.
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Die Jugendkapelle des Musikvereins Waldkraiburg setzte fort mit „For Your Eyes only“
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Dr. Norbert Baumgärtner unterstützte die Öffentlichkeitsarbeit des Geothermieprojekts und moderierte den Vormittag. Er stellte die späteren Redner vor und freute sich ganz besonders, diesen Erfolg gemeinsam feiern zu können.
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Bürgermeister Siegfried Klika war es eine ganz besondere Freude hier zu feiern. Gerade jetzt kann man erkennen, welchen Wert eine sichere und preisgünstige Energie hat: Außentemperatur –5 Grad und draußen 108 Grad heißes Wasser aus dem Boden. Das wollten sie den Gästen zeigen und feierten deshalb nicht im Haus der Kultur.
Wenn Geothermieprojekte in der Umgebung gewaltige Probleme haben, dann erkennt man erst, wie hervorragend das Projekt in Waldkraiburg abgelaufen ist. Mit Begeisterung und Mut hat Waldkraiburg dieses Projekt angepackt und durchgezogen. Das hat keine andere Stadt dieser Größe jemals allein – nur zusammen mit Fachleuten geschafft. Diese Botschaft sollte von der Veranstaltung ausgehen.
Bürgermeister Siegfried Klika lobte sehr Stadtwerkechef Norbert Weigl und die Chefs der anderen städtischen Gesellschaften.
Der Stadtrat hat alle Beschlüsse zur Geothermie einstimmig gefaßt – trotz der vorhandenen Unsicherheit ob man fündig werden würde oder nicht.
Mit dem alten Helm des Bohrmeisters Zeitvogel der Firma Mobil-Oil wollten ihn die Mitarbeiter der Bohrfirma Daldrup erst einmal des Bohrplatzes verweisen. Das hat er sich aber nicht gefallen lassen und ist trotzdem rauf gegangen.
Mobil-Oil hatte das Ampfinger Feld geologisch untersucht. Die Ergebnisse elektrisierten Altbürgermeister Jochen Fischer, der daraufhin die geologischen Gutachten von Mobil-Oil gekauft hat. Diese Unterlagen waren die Grundlage für die Arbeit von Professor Goldbrunner. Die Stadt hat also sehr genau gewußt, was sie da unten erwartet.
Der Erfolg lag in der Zusammenarbeit, in der Begeisterung und im Mut. Bedenkenträger hatten keine Chance, die vielerorts die Energiewende behindern. Jetzt ist Waldkraiburg in der Lage die ganze Stadt zu versorgen – und das fast ohne CO2-Emission. Ein kurzer Test hat er geben, es läuft fabelhaft!
Siegfried Klika dankte allen, die diese Gemeinschaftsaktion mit getragen haben. Mit dieser Anlage ist die Energie für Waldkraburg für mindestens 50 Jahre gesichert.
Er regte an, die vielen Genehmigungsverfahren für Geothermiebohrungen zu vereinfachen, die ja ganz andere Bedingungen haben als Öl- oder Gasbohrungen.
Siegfried Klika freute sich überschwenglich über den großen Erfolg, der Waldkraiburg einen fast unbeschreiblichen Vorteil verschafft.
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Passend dazu der nächste Musiktitel: „Goldfinger“ – Das sollte wohl das goldene Händchen unterstreichen, das die Stadt mit dieser Anlage bewiesen hatte...
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Landrat Georg Huber freute sich und war stolz an dieser Erfolgsfeier teilnehmen zu können. Mit dieser Anlage machen Stadt und Landkreis einen weiteren Schritt in Richtung einer gesicherten Zukunft. Zusammen können sie sich als mutige und innovative Wirtschaftsregion präsentieren. Dazu gratulierte er herzlich.
Er war auch stolz auf die mutigen Verantwortlichen, die hier angepackt und durchgezogen haben.
Dies ist um so beachtlicher, als viele Kommunen ähnliche Projekte anpacken und doch manche mit großen Hindernissen kämpfen und sogar scheitern. Waldkraiburg hat es mit viel Herz und unermüdlichem Engagement erreicht und ist der Verpflichtung nachgekommen, die Ressourcen für zukünftige Generationen zu schützen. Vielleicht gelingt es ja auch, aus der Bohrung neben Heizenergie Strom zu gewinnen?!
Die Abkehr von der Kernenergie wird von der Bevölkerung gewünscht. Trotzdem gibt es schon wieder Bürgerbewegungen gegen den Bau von Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energie.
Die Geothermie ist hier eine wichtige Lösung, deren Nutzung von der Bundesregierung noch viel stärker unterstützt werden sollte.
Landrat Huber wünschte den Waldkraiburgern und den Landkreisbürgern einen tiefen kalten Winter, in dem sie ohne Reue und mit Genuß die Heizung aufdrehen können. Er hoffte, dass es viele Städte und Gemeinden Waldkraiburg gleich tun und so mutig und engagiert helfen, den „Wirtschaftsstandort Landkreis Mühldorf“ zu sichern.
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Das Jugendblasorchester unterstrich Landrat Hubers Worte.
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Professor Goldbrunner erinnerte sich an die Anfänge 2002 als er die Antragsunterlagen für die Zuteilung des Erlaubnisfeldes erstellte. Er war sehr stolz auf den Erfolg und darauf, dass er das Projekt von Anfang an begleiten durfte. Auch wenn man kaum etwas davon sieht, ist das Projekt doch sehr erfolgreich verlaufen. 108 Grad Celsius sind viel mehr, als sie sich alle erwartet haben.
Er dankte allen für die offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit, besonders Stadtwerke-Chef Norbert Weigl und Bürgermeister Siegfried Klika. Aber auch Andreas Tönies und allen anderen Beteiligten galt sein Dank und seine Gratulation.
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Darauf eine Fanfare!
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Dr. Josef Fürfanger hatte mit seiner Firma „Energie Linz AG“ die Wärmetauscherzentrale und das Fernwärmenetz gebaut. Er war 2003 nicht sehr vom Erfolg überzeugt, war doch Waldkraiburg als Gas-Pionierstadt bestens versorgt. Eine Anschlussrate an die Geothermie von 82% war damals nicht zu erwarten. Er dankte sehr für den Auftrag zum Bau der Wärmetauscherstation, die zwar klein ist, aber voller Ingenieurskunst steckt! Er gratulierte zum Erfolg und freute sich auf die weitere gute Zusammenarbeit beim Betrieb der Anlage.
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Darauf eine weitere Fanfare!
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Für Altbürgermeister Jochen Fischer war es natürlich ein besonderer Tag. Ein Wirtschaftsstandort zu sein, der noch dazu sozial eingestellt ist – das ist eine Herausforderung! Die Waldkraiburger haben das von Anfang an bewiesen und aus einer Trümmerlandschaft eine blühende Stadt aufgebaut. Der selbe Aufbaugeist, stand auch jetzt hinter dieser Innovation.
Ein Schlüssel dafür war die Übernahme der Stromversorgung durch die Stadtwerke gegen den Widerstand der Bayerischen Staatsregierung. Die Lichter sind trotzdem nicht ausgegangen – sie sind erst richtig erstrahlt!
Wenn nun die Energiewende gelungen ist, die er schon 1997 mit den ersten Blockheizkraftwerken eingeleitet hatte, gratulierte er allen, die durchgehalten und es geschafft haben.
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Das Orchester sorgte für feierliche Stimmung.
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Dr. Marcel Huber freute sich sehr, als Heimatabgeordneter und Umweltminister – besser als Wasserminister – das Besondere würdigen zu dürfen, das hier gefeiert wird und das diesen Tag so besonders macht.
Der Mensch verändert die Welt indem er sie nutzt. Die Industrienationen müssen sich bewußt machen, dass auch die Menschen in den anderen Teilen der Welt sich nach ähnlichem Lebensstandard sehnen. Das geht nur, wenn sie ähnlich viel Energie nutzen, wie wir das tun.
Da aber unsere Erde die Folgen der Ausbeutung durch eine dramatische Veränderung des Klimas quittiert, sind große Teile der Erde bedroht. Während die Industrienationen Schäden aus Hurrikans oder Hochwassern meistern können, sind Länder wie Bangladesh in ihrer Existenz bedroht.
Die Folge werden Völkerwanderungen und Kriege sein, die den Frieden gravierend bedrohen.
Wir müssen unserer Verantwortung nachkommen und unseren Energieverbrauch einschränken und die Erzeugung umstellen.
Seit Fukushima muss die Kernenergie ersetzt werden, was die Einhaltung der Klimaziele erheblich erschwert. Trotzdem hat die Staatsregierung beschlossen, aus der Kernenergienutzung auszusteigen und trotzdem die Klimaziele einzuhalten. Das ist sehr schwierig.
Schon jetzt ist die CO2-Emission in Bayern mit 6,5 Tonnen pro Einwohner ein Spitzenwert. Indien liegt heute bei 1,5 Tonnen. Wenn die Inder bald das größte Volk der Welt werden und auch unseren Lebensstandard erreichen wollen, sind die Klimaziele nie erreichbar. China hat bereits gezeigt wohin das führen kann.
Da das Klima global ist, kann es nur über die Energiewende geschützt werden. Wenn Deutschland gut ist, kann es seinen Platz in der Welt behaupten.
Allerdings müssen die Bürger mitmachen und dürfen sich nicht beschweren, wenn in ihrer Umgebung neue Anlagen gebaut werden. Da gibt es heute viele Probleme.
Die Geothermie ist dagegen akzeptiert. Man sieht sie kaum und sie stört auch niemanden. Daneben ist sie fast unerschöpflich und fast CO2-frei. Daneben steht sie fast nur uns Bayern zur Verfügung!
Allerdings sind die Voraussetzungen nicht einfach zu erfüllen.
dass das hier geschafft wurde, das macht diesen Tat so besonders.
Hier haben Menschen ihre Verantwortung erkannt und sind die Lösung aktiv angegangen, haben viele Widerstände überwunden, sind Risiko eingegangen und haben Vertrauen geschaffen. Das macht Waldkraiburg so besonders. Für dieses sehr positive Zeichen aus seiner Heimat freute sich der Bayerische Umweltminister sehr.
Dafür dankte er allen und wünschte, dass sie auch weiterhin damit Erfolg haben werden.
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Nach einem abschließenden Musikstück segneten Pfarrer Martin Garmeier und Christian Peiser die Anlage und dankten sehr dafür, dass alle Arbeiten unfallfrei vonstatten gingen.
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Norbert Weigl lud zur Besichtigung der Wärmetauscherzentrale, eines unscheinbaren Betonbaus hinter der Kläranlage.
Drinnen Rohre, Pumpen und Ventile. Kaum zu glauben, dass hier eine Leistung von bis zu 10 Megawatt pro Stunde verteilt wird. Künftig wird’s hier wohl ziemlich warm werden, wenn erst das 108 Grad heiße Wasser aus dem Erdinneren auf die Fernwärmerohre verteilt wird.

Kein Wunder also, dass sich Bürgermeister, Umweltminister, Landrat, Bohrunternehmer und Stadtwerke-Chef so glücklich präsentierten.
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Und ein bisschen stolz drauf sind auch wir. Wir waren schließlich vom Bohrbeginn an immer dabei, als in Waldkraiburg eine neue Zeitrechnung aufgemacht wurde und eine ganze Stadt begann, sich von Öl und Gas zu verabschieden.

251 Die konstituierende Sitzung des neu gewählten Jugendparlaments in Waldkraiburg 7:20
Ein bestens gelaunter Bürgermeister Siegfried Klika witzelte erst einmal über die Namensgleichheit des Autors und des JuPa-Mitglieds Timm Pollmann, der noch dazu an diesem Tag Geburtstag feierte...
Dann allerdings begrüßte er die neu gewählten Mitglieder des Jugendparlaments im Sitzungssaal des Rathauses, den die Stadt bewußt für die konstituierende Sitzung ausgewählt hatte. Die Jugendparlamentarier sind schließlich die Unterstützer des Stadtrates für die Themen Kinder und Jugendliche. Sie haben somit eine wichtige Aufgabe übernommen.
Sie werden bald lernen, dass sie es nicht jedem recht machen können. Das geht den Stadträten und den Bürgermeistern auch nicht anders. Siegfried Klika dankte deshalb besonders dafür, dass sie sich zur Wahl gestellt, und Verantwortung übernommen haben.
Die Stadt erhofft sich von ihnen ein Bindeglied zu den jungen Bürgern zu sein und aus der Sicht ihrer Altersgruppe konkret zu sagen, wo der Schuh drückt. Er bat sie auch, für die Kommunikation unter den Generationen zu sorgen, die gerade in Zeiten des demographischen Wandels an Bedeutung gewinnt.
Wie wichtig das Jugendparlament für die Stadt ist, zeigt die Anwesenheit der Stadträte Inge Schnabl, Chrstine Graupner, Bernd Sottek und Charlotte Konrad – und natürlich von Georg Milly vom Jugendzentrum, von Erika Fischer, der Vorsitzenden des Seniorenbeirates und von Alexandra Miller von der Stadtmarketing GmbH.
In den zurückliegenden Jahren hat das Jugendparlament viel bewegt. Man denke nur an den Ball, das Break-Dance-Event oder an den Schulbus.
Bevor er das Wort zurück gab, freute sich Siegfried Klika, die Geothermie vorstellen zu können, die nach 10 Jahren Vorbereitung endlich in Betrieb genommen werden konnte und jetzt die Stadt für mindestens 50 Jahre unabhängig macht von Öl und Gas.
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Inge Schnabl war froh darüber, dass es Bürgermeister Siegfried Klika möglich war, an dieser Sitzung teil zu nehmen. Sie begrüßte 15 der gewählten 19 Mitglieder des Jugendparlaments.
Bevor sie an Charlotte Konrad übergab, die die Wahl leiten sollte, wünschte sie den Jugendparlamentariern für die kommenden zwei Jahre Vertrauen, Freude, Mut und Glück.
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Charlotte Konrad gratulierte auch im Namen von zweitem Bürgermeister Harald Jungbauer und hoffte auf gute Zusammenarbeit von Stadtrat und Jugendparlament.
Sie bat um Vorschläge für die Position des Vorsitzenden. Trotz nachfragens blieb es beim Vorschlag Christopher Martin. Er war schon in der vorangegangenen Wahlperiode für den ausgeschiedenen Max Widmer an die Spitze nachgerückt.
Bernd Sottek teilte die Wahlzettel aus und die Jungparlamentarier notierten darauf Akzeptanz oder Ablehnung.
Chrisine Graupner und Bernd Sottek zählten die Stimmen aus und Charlotte Konrad verkündete das Ergebnis: (O-Ton)
Christopher Martin nahm die Wahl an und Inge Schnabl und Charlotte Konrad gratulierten.
Als Kandidatin für den ersten Stellvertreter wurde Carina Savilla vorgeschlagen. Die Stimmzettel waren schnell ausgefüllt, eingesammelt und ausgezählt. Das Ergebnis war genau so einstimmig: Carina Savilla wurde mit allen 15 möglichen Stimmen gewählt.
Vorgeschlagen für den Posten des zweiten Stellvertreters wurden Hanna Graupner und Kevin Jareiss. Die Stimmberechtigten vermerkten den Familiennamen ihres Favouriten auf den Stimmzetteln.
Diesmal war die Auszählung nicht so einfach. Charlotte Konrad konnte das Ergebnis vermelden: (O-Ton) Damit wurde Hanna Graupner zur zweiten Stellvertreterin gewählt. Sie nahm die Wahl an und Inge Schnabl und Charlotte Konrad gratulierten.
Damit hatte das Jugendparlament einen neuen Vorstand.
Ein bisschen schwierig zu besetzen ist meistens das Amt des Schriftführers. Die Stimmberechtigten einigten sich schließlich auf die Kandidaten Lukas Pickert und Matthias Röpke. Gewählt wurde Matthias Röpke mit 9 Stimmen. Lukas Pickert erhielt 6 Stimmen. Matthias Röpke nahm die Wahl an – ja klar! Lukas Pickert übernahm damit die Funktion des stellvertretenden Schriftführers.
Das nächste wichtige Amt war das des Schatzmeisters. Hier vorgeschlagen waren Sabrina Kenderes und Andreas Englmeier.
Die Wahl erfolgte auch hier durch Notieren des Familiennamens auf dem Stimmzettel.
Das selbe Ritual: Bernd Sottek leitete die Auszählung und Charlotte Konrad verkündete das Ergebnis: (O-Ton ) Damit war Andreas Englmeier zum Schatzmeister gewählt und Inge Schnabl und Charlotte Konrad gratulierten.
Mit der Wahl des Pressesprechers und dessen Stellvertreters schloss die Versammlung die Wahlgänge. Zum Pressesprecher wurde Christopher Martin gewählt und Silke Savilla zu seiner Stellvertreterin. Beide nahmen die Wahl an.
Damit war die Wahl abgeschlossen.
Inge Schnabl hatte für die Mitglieder einen Ordner und eine Mappe mit Informationsmaterial über die Stadt und hoffte, dass damit zuhause nicht alles irgendwo herumfliegt.
Bürgermeister Siegfried Klika gratuliere allen Gewählten und räumte seinen Platz für den neuen Vorstand des Jugendparlaments. Da entstand diesmal ein sehr ernsthaftes Foto.
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Der neu gewählte – alte - Vorsitzende Christopher Martin dankte für das Vertrauen, das sie ihm erwiesen haben. Er hoffte, dass sie in der bevorstehenden Wahlperiode nicht mit größeren Problemen würden konfrontiert werden.
Carina Savilla erhoffte sich erfolgreichere zwei Jahre mit mehr Zusammenarbeit und Hanna Graupner wollte viel Spaß mit der Gruppe haben.
Christopher Martin dankte Bürgermeister Siegfried Klika für die Überlassung des Sitzungssaals und freute sich auf die bevorstehende Wahlperiode.
Diese Freude teilte auch Inge Schnabl und sicherte dem Jugendparlament auch weiterhin beste Zusammenarbeit zu. Damit schloss sie die konstituierende Sitzung.
Halt – die neu gewählten hatten noch eine Aufgabe zu erledigen: Sie brachten Timm Pollmann ein Geburtstagsständchen und überreichten ihm einen Geburtstagskuchen. Er wurde 23!
Wir schließen uns dem Gratulationsreigen an, wünschen allen Gewählten viel Erfolg und uns gute zusammenarbeit mit dem Jugendparlament in Waldkraiburg. Und natürlich Timm Pollmann alles Gute zum Geburtstag.
252 Vorstellung des Siegerentwurfs zum Bau einer Gedenkstätte im Mettenheimer Hart 9:40
Die Planungsentwürfe, die in die Endausscheidung gekommen waren, präsentierte das Staatliche Bauamt Rosenheim im Saal des Kulturhofs in Mettenheim.
Der leitende Baudirektor des Staatlichen Bauamts – Behördenleiter Eugen Bauer – begrüßte die Kollegen und die Teilnehmer der Vorstellung der Ergebnisse des Wettbewerbs.
Dr. Gabriele Hammermann erläuterte zunächst die Geschichte des Außenlagers Mettenheim, das zum Konzentrationslager Dachau gehörte. Hier wurde der Holocaust in Auschwitz mit der Vernichtung der Häftlinge durch Arbeit fortgesetzt. Aus diesem Grund erachtet die Leitung der Gedenkstätte und des Dokumentationszentrums den Bau einer Gedenkstätte im Mettenheimer Hart für besonders wichtig.
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Für Dr. Walther Irlinger – Abteilungsleiter im Landesamt für Denkmalpflege – steht die Frage nach den Denkmälern rund um den Bunkerbogen im Mittelpunkt, also auch das Umfeld. Auf dem gesamten Gelände finden sich sowohl Fundamente unfertiger Gebäude als auch massive Abgrabungen. Erst der Blick auf alle Funde zeigt die Gigantomanie der Anlage die über kilometerlange Erdriegel eingeschlossen wird. Erst wenn man alle Teile betrachtet, kann man die Anlage verstehen.
Ein weiterer Bestandteil sind das Waldlager und das Massengrab. Auch über diese Spuren kann man das Grauen des Lagerlebens erahnen.
Auch für die Zeiten einer grausamen Geschichte ist es wichtig, die Originale zu erhalten um diese Zeit weiterhin erforschen zu können.
Das Amt für Denkmalpflege freute sich hier mitwirken zu können um die Anlagen zu erhalten.
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Eugen Bauer lobte die Mitwirkung so vieler Bürger im Landkreis, ohne die es kaum möglich gewesen wäre, hier nun eine Gedenkstätte zu planen.
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Stellvertretende Landrätin Eva Köhr – gleichzeitig Vorsitzende des Fördervereins des Kreismuseums – würdigte die Arbeit engagierter Bürger im Landkreis. In zahlreichen Gesprächen in Dachau und im Heimatmuseum hatten sie einen Architektenwettbewerb angeregt, dessen Arbeit zum Ziel hatte, die Reste der Anlage zu sichern und der Nachwelt das Grauen vor Augen zu führen.
Ihr Dank galt Dr. Walther Irlinger für seine Unterstützung, der kein Hinderer ist sondern hier viel Unterstützung geleistet hat.
Viele Bürger haben die Geschichte dieser Zeit in vielfacher Weise aufgearbeitet und viel Betroffenheit ausgelöst. Schnell war klar, die Ereignisse im Mettenheimer Hart dürfen nicht in Vergessenheit geraten werden. Dazu wurde 2010 ein Arbeitskreis gegründet, der alle betroffenen Gruppierungen zusammenschließt und den Bau einer Gedenkstätte zum Ziel hat.
Ein erstes Ergebnis der Arbeit dieser Arbeitsgruppe war ein Bundesantrag, der die Finanzierung der Sicherung der Gedenkorte und den Bau eines Dokumentationszentrums zum Ziel hat. Dazu soll eine Dauerausstellung im Geschichtszentrum entstehen.
Der Landkreis hat seine Mithilfe erklärt und auch die Grundstückseigentümer wurden eingebunden. Wenn Bund und Land helfen, wird es gelingen, braunen Strömungen in der Gesellschaft aufzuzeigen, wohin solches Gedankengut führen kann.
Darauf zu achten, dass nichts vergessen wird, ist die Haupt-Motivation aller Beteiligten.
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Das staatliche Bauamt hat sieben Büros in ganz Deutschland eingeladen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Die Teilnehmer sollten einen würdevollen Gedenkort zu planen und zu entwickeln.
Während eines Kolloquiums vor Ort im August wurde den Büros die Aufgabenstellung vermittelt. Bis Oktober wurden Vorschläge erarbeitet.
Am 14. November fand die Preisgerichtssitzung statt, an der 15 Preisrichter und 10 Gutachter teilnahmen. Unter dem Vorsitz von Professor Schmidt hat das Preisgericht den Entwurf des Büros Latz und Partner ausgewählt, der neben hoher architektonischer und gestalterischer Qualität besonders durch respektvollen Umgang mit den baulichen und topographischen Überresten überzeugte. Dieser Entwurf erhält sogar die Spuren der Natur, die sich dort in den fast 70 Jahren seit Kriegsende gebildet haben. Für alle Preisrichter war klar, dass dieser Entwurf die Brutalität deutlich macht, die diesen Ort prägt. Der Ort spricht weiter für sich selbst.
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Es war gut, dass trotz der langen Diskussion an diesem Objekt noch nichts gemacht wurde, stellte Professor Peter Latz fest. An solchen Orten kann man leicht alles falsch machen!
Es gibt dort zwei Klippen: Einmal besteht die Gefahr, das Gebäude zu verherrlichen und dann besteht die Gefahr, einen Waldlehrpfad zu bauen.
Nach dem Studium von Luftbildern und der Realität sind sie zu dem Schluss gekommen, dass eigentlich der ganze Wald ein Gedenkort ist. Tatsächlich hatten die damals nicht nur im Mettenheimer Hart sondern auch in den umliegenden Orten Einrichtungen, die helfen sollten, das Flugzeug zu bauen.
Leider wurden die Gleise der Eisenbahn abgebaut, über die damals wesentlicher Bestandteil der Anlage waren.
Mit Bedacht entschied man sich, die Bäume im Bereich des Massengrabes auf einer Höhe von 1 Meter 70 abzuschneiden um damit zu zeigen, dass damals Menschen mitten aus dem Leben gerissen wurden.
Da das Grauen an allen drei Orten erkennbar ist, reicht es aus, dass sich spätere Besucher an einem einzigen Ort über die Ereignisse damals informieren können. Sie müssen nicht alle drei Orte ablaufen.
Das Büro wollte dort alles so lassen, wie es ist und baute nur vorsichtig einen Steg dazu. Auf einen angedachten Rundweg wurde verzichtet. Die Planer wollten die Überreste schonend behandeln, nicht weil sie so wertvoll sind, sondern weil auch die Zeit seit Kriegsende zu ihrer Geschichte gehört.
Ein zentrales Besucherzentrum soll es nicht geben. An jeder der drei Gedenkstätten werden solche Gebilde aus Beton mit angebrachten Informationstafeln die Besucher informieren.
Ein Zaun oder eine andere Zutrittsverhinderung soll nicht gebaut werden. Dagegen spricht schon die Größe des Geländes. Allerdings sollen Maßnahmen unternommen werden, die Besucher auf den Gehwegen zu halten. Für die Sicherung des Geländes muss allerdings gesorgt werden.
Die Baukosten sollten 1,5 Millionen Euro nicht überschreiten.
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Bürgermeister Stephan Schalk begründete die Notwendigkeit des Baus einer Gedenkstätte einerseits damit, dass neu zugezogene Bürger gar nicht wissen, wohin sie kommen und auch den aufkommenden braunen Strömungen entgegengewirkt werden muss.
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Eva Köhr konnte keinen Zeitraum der Realisierung nennen, ging aber davon aus, dass zum 70. Jahrestag des Kriegsendes der Bau abgeschlossen sein sollte. Allerdings ist für den Bau ein sehr kompliziertes Zusammenspiel von Bund und Land nötig. Wie immer geht’s ums Geld. Und da ist die Entscheidung über den Bundesantrag nötig, die im Januar kommen soll. Solange über diesen Antrag nicht entschieden ist, kann auch der Auftrag nicht vergeben werden.
So weit waren die Vorbereitungen noch nie gediehen. Deshalb besteht Optimismus, dass die Gedenkstätte gebaut werden wird.
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Für den späteren Unterhalt werden Landkreis, Gemeinde Mettenheim und die Gedenkstättenstiftung aufkommen. Bevor hier entschieden werden kann, muss über den Bundesantrag entschieden werden. Allerdings muss der Unterhalt gewährleistet sein, weil andernfalls der Aufwand für den Bau verpuffen wird.
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Später fanden sich Kreisräte, Grundstückseigentümer, Mitglieder der Geschichtsvereine und Gemeinde- und Stadträte der Anliegergemeinden ein.
Nachdem Bürgermeister Stephan Schalk die Gemeinde Mettenheim vorgestellt hatte, dankte Landrat Georg Huber allen Architekten, die sich am Wettbewerb beteiligt hatten. Bereits frühzeitig hatten sich die Juroren auf den jetzigen Siegerentwurf geeinigt, der am wenigsten in die Landschaft eingreift. Sowohl die Wegeführung als auch die – auf 1 Meter 70 abgeschnittenen Bäume überzeugten die Jury. Der Entwurf ist geeignet, den Menschen das Grauen der damaligen Zeit zu zeigen und trotzdem klar zu machen, dass es lange her ist.
Natürlich hängt der Bau vom Geld ab. Trotzdem ist allen klar, dass der Landkreis in der Verantwortung steht – auch wenn in erster Linie Bund und Land diese Verantwortung zu übernehmen haben. Bund und Land müssen die Eigentumsfrage klären und für die Verkehrssicherung sorgen und auch klären, wer Eigentümer wird.
Der Kreistag hat beschlossen, mit jährlich 100.000 Euro zum Unterhalt beizutragen, will aber auf keinen Fall Eigentümer werden. Niemand weiß, was dort alles unter der Oberfläche liegt.
Der Planungsentwurf und der Bundesantrag sind nun Grundlage für den Bau der Gedenkstätte. Beides zeigt die konkrete Absicht, die Erinnerung zu erhalten und beziffert auch die Kosten für Bau und Unterhalt.
Landrat Huber dankte dem Kreistag, den Anliegergemeinden und den Grundstückseigentümern, die nun gemeinsam mit dem Landkreis gehen werden und dankte allen, die bisher so aktiv an der Vorbereitung mitgewirkt haben – sei es in den Vereinen oder in den Behörden.
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Zum Abschluss der Veranstaltung erläuterte Professor Peter Latz den Gästen seinen Entwurf. Es kamen nur wenige Fragen und keine Einwände. Am Samstag 15. Und Sonntag 16. Dezember sind die Entwürfe für die Öffentlichkeit von 13 bis 16 Uhr im Saal des Kulturhofs in Ampfing einsehbar. Gemeinde und Landkreis hoffen auf zahlreichen Besuch.
253 Der Christkindlmarkt in Waldkraiburg 8:40
Die Kindergärten der Stadt mühten sich, die Christbäume zu dekorieren, die zwischen den Buden aufgestellt waren. Man sah den Kindern die Freude an – und noch mehr den Mamis, die das Ereignis im Bild festhielten.
Aber – wer wird denn weinen??!!!
Jeder Baum sah anders aus.
Langsam wurde es dunkel und die Lichter erstrahlten.
Später lud Bürgermeister Siegfried Klika die Kinder auf - und die Mamis vor die Bühne. Er freute sich über die wunderschönen Christbäume und diese wunderschönen Urkunden, die die Kindergartenleiterinnen dafür kriegen werden.
Später – kündigte er den Kindern an – kommt der Nikolaus – also nicht dieser Weihnachtsmann!
Er überreichte die Urkunden an Charlotte Konrad von den Kindergarten Maria Schutz und im Föhrenwinkel. An den katholischen Kindergarten St. Christopherus - - - ans Kindertageszentrum Kid’s - - - - an den evangelischen Kindergarten Käthe Luther - - - an den katholischen Kindergarten St. Franziskus, der erst eine neue Kinderkrippe bekommen hatte - - - an den katholischen Kindergarten Christkönig - - - und ans Familien- und Mütterzentrum Waldkraiburg.
Bürgermeister Klika hatte seine Freude an den Kindern, die sich mit mehreren Liedern bedankten.
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Später übernahmen die Bläser der Egerländer Trachtenkapelle die Bühne und stimmten auf Weihnachten ein.
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Bürgermeister Siegfried Klika wurde die Zeit in diesem Jahr zu kurz: Kaum dass man schaut, ist schon wieder Weihnachtsmarkt. Insgesamt 51 weihnachtlich dekorierte Stände luden später die Gäste ein zu schauen und zu kaufen.
Das besondere am Weihnachtsmarkt sind aber die vielen internationalen Spezialitäten. Von Bastelarbeiten bis zu Krippen – von Spezereien bis zu warmen Getränken ließ sich die Zeit gut verbringen. Im Rathaus sorgte eine Malwerkstatt für Kinder und im Haus der Vereine die Modelleisenbahn für Unterhaltung.
Landrat Georg Huber hätte er beinahe nicht erkannt, weil er sich so eingemummt hatte. Neben ihm verfolgten dritter Bürgermeister Rainer Babiak und Stadtrat Michael Bartesch die Eröffnung des Marktes. Sein Dank galt Norbert Meindl und seinem Team für die Vorbereitung dieses Marktes.
Die Egerländer schlossen die Eröffnung des Marktes ab.
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Julia Reifenrath als Christkind und Hans Zeitvogel als Nikolaus begrüßten dann die Zuschauer vom Fenster im Rathaus aus mit mahnenden und ermunternden Worten.
Der Nikolaus auch im Namen des Christkinds und seiner Engelschar begrüßte zu dieser schönen Tradition und musste auf seiner Anreise von Norden her so manchen Kreisverkehr überwinden. Er hatte sofort bemerkt, dass sich hier einiges getan hatte. Sogar langjährige Baugruben füllten sich mit Leben. Da ist es gut, dass sich die Waldkraiburger auf dem Christkindlmarkt ein bisschen ausruhen können.
Er bat die Zuhörer Brücken zu schlagen, die die Grundlage für die Sicherung des Friedens sein können, des Friedens zwischen Menschen verschiedenen Glaubens und zwischen Menschen verschiedenen Alters. Sie sollten nicht aufhören, Brücken zu schlagen, die Feindschaft auszuklammern und Frieden in den Familien zu suchen.
Wenn sie im Lichterschein auf Weihnachten warten, sollten die Zuhörer die Wärme in ihre Herzen fließen lassen und aufs Christkind schauen.
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Das Christkind freute sich über den Christkindlmarkt, der nun schon eine lange Tradition hat. Hierher locken Lebkuchen und Glühwein, Weihnachtspyramiden und Holzfiguren, Keramik und Schmuck die Leute von nah und fern. Der Markt hält die Erinnerung immer jung.
Wenn sich nun viel um das Schenken dreht, soll doch Weihnachten das wichtigste bleiben. Oder hat man schon vergessen, dass man an Weihnachten die Geburt des Heilandes feiert?
Oder denken wir alle schon nur noch an Geld und Macht?
Das Christkind ermahnte die Zuhörer, die alten und armen nicht zu vergessen – ihnen Liebe und Frieden zu schenken, Mut und Kraft. Sie sollten wieder Kinder werden und sich wie solche freuen.
(O-Ton....)
Diese Rede fand Bürgermeisters Zustimmung....
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Danach kamen Christkind und Nikolaus die Treppe herunter und beschenkten die Kinder, die schon sehnsüchtig warteten. Dort gabs dann Süßigkeiten und Mandarinen.
... und die Handykameras klickten.
In dem Gedränge konnten sie sich kaum bewegen.
Draußen war es inzwischen ziemlich kalt geworden und Landrat Huber freute sich, mit Nikolaus und Christkind zu sein – und natürlich war er ohne Hut viel besser zu erkennen!
Die Fotos sind tatsächliche etwas geworden! Und kommen gleich auf Facebook!
Die ihre Stände im Rathaus hatten, die hatten das große Los gezogen. Dort wars nämlich schön warm.
Draußen froren die Standlbetreiber und die Besucher. So wars nicht verwunderlich, dass schnell immer weniger Besucher da waren und sich die meisten ein warmes Platzerl gesucht haben.
Die Anbieter hatten dafür mehr Zeit für ein gemütliches Schwätzchen.
So leicht wars aber nicht, vom Christkind beschenkt zu werden: Ein Weihnachtslied sollten die Kinder schon singen können. Aber das war manchen doch ein bisschen zu viel. Viellcith haben sie sich aber auch nur vor unserer Kamera nicht getraut....
Aber dann ging's doch... (O-Ton)
So ging der Christkindlmarkt die nächsten Tage weiter und stimmte die Industriestädter auf die Zeit ein, die immer die „staade Zeit“ heißt....
254 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Bayerns Staatsminister für Umwelt und Gesundheit Dr. Marcel Huber 2:30 51 21.12.12
Ohne Kommentartext
255 Zu Weihnachen und zum Jahreswechsel: Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer 10:16
Ohne Kommentartext
256 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Landrat Georg Huber 11:00
Ohne Kommentartext
257 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Bürgermeister Günther Knoblauch 10:30
Ohne Kommentartext
258 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Ein Gespräch mit Bürgermeister Siegfried Klika 9:40
Ohne Kommentartext
259 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Ein Gespräch mit Bürgermeister Erwin Baumgartner 7:40
Ohne Kommentartext
260 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner 3:00
Ohne Kommentartext
261 Bürgermeisterversammlung im Haberkasten in Mühldorf: Landschaftsschutz und Feuerwehrbeschaffung 11:20 52
Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner freute sich, fast alle Kollegen im Haberkasten in Mühldorf begrüßen zu können und dankte dem gastgebenden Bürgermeister Günther Knoblauch für die perfekte Vorbereitung dieser Versammlung.
Günther Knoblauch freute sich, die Kollegen in der Stadt zu Gast zu haben. Die Themen, mit denen sie sich später beschäftigen würden, passen zu der aktuellen Diskussion in der Kreisstadt, wo Ausgaben anstehen, die den Haushalt stark belasten werden.
Die Stadt hat sich im zurückliegenden Jahr erfreulich gut entwickelt. Die Einwohnerzahl wuchs um etwa 600, was natürlich zusätzlichen Bedarf nach sich zieht – etwa im Bereich Kinderkrippen und Kindergärten. Die derzeit 9 Kindergärten in der Stadt werden deshalb im kommenden Jahr um eine Kinderkrippe und einen Kindergarten erweitert.
Das Wachstum der Stadt begünstigte in den zurückliegenden 20 Jahren besonders das Grundstücksmodell, das Bauland für Familien mit Kindern um bis zu 30% verbilligt.
Da sich nicht alle Interessenten ein eigenes Haus leisten können, ist es gelungen, Investoren zu gewinnen und in den kommenden Jahren einige Hundert Wohnungen zu bauen.
Günther Knoblauch dankte den Nachbargemeinden für die gute Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen. Mit dem kulturellen und dem Freizeitangebot bietet die Kreisstadt auch den Bürgern der Umlandgemeinden die Möglichkeit, für Ansiedlungswillige attraktiv zu sein.
Um den Druck auf die Innenstadt abzubauen soll in den kommenden Jahren für 13 Millionen Euro ein Parkdeck und das Hallenbad für 14 bis 15 Millionen Euro neu gebaut werden. Ein Erfolg war sicher die Erhaltung der Stadtwerke als eigenständigem Versorger.
Im Personalbereich wird die Stadt in den kommenden Jahren 8 bis 9 Kinderbetreuer neu anstellen. Wodurch auch die Personalkosten um über 500.000 Euro pro Jahr ansteigen werden.
Günther Knbolauch hoffte, dass die gemeinsame Beschaffung von Feuerwehrausrüstung vorankommt und wünschte den Kollegen eine ergebnisreiche Sitzung.
Abschließend wünschte er den Kollegen ein Frohes Weihnachtsfest und ein gutes und erfolgreiches Neues Jahr.
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Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner hieß zunächst Dr. Herbert Heiml in der Runde willkommen, der nach seiner Wahl zum Bürgermeister von Kraiburg erstmals in dieser Position an der Versammlung teilnahm.
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Erster Tagesordnungspunkt war die Anregung der Gründung eines Landschaftsschutzverbandes, wie er im Landkreis Altötting bereits existiert. Die kürzliche Auszeichnung des Thalhammer Mooses, wo der Landschaftspflegeverband Altötting sehr aktiv ist, brachte die Idee, einen solchen Verband auch im Landkreis Mühldorf zu gründen, der in diesem Gebiet noch immer ein weißer Fleck ist. Das Landratsamt prüft seit August bereits eine entsprechende Anregung von Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch.
Um den Bürgermeisterkollegen den Landschaftspflegeverband und ähnliche Institutionen vorzustellen, hatte Dr. Karl Dürner Dr. Wolfram Adelmann und Diplom-Biologin Irne Köstler von der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege und Reinhard Klett vom Landschaftspflegeverband Altötting eingeladen. Dazu Kreisobmann Ulrich Niederschweiberer und Susanne Schlagbauer vom Bayerischen Bauernverband.
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Dr. Wolfram Adelmann von der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege erläuterte nun die Grundsätze eines Landschaftspflegeverbandes.
Vor dem Hintergrund des Verlustes der Biodiversität, der „Vermaisung“ der Landschaft, die im Gegensatz steht zur Förderung der Attraktivität der Region, gilt es, die Natur zu erhalten, die Landschaft zu pflegen und trotzdem die Energiewende zu ermöglichen und Kompensationsflächen bereit zu stellen.
Die Akademie ist kein Landschaftspflegeverband sondern Partner der Landschaftspflegeverbände und arbeitet gleichberechtigt mit Kommunen, Landwirtschaft und dem Landschaftsschutz zusammen.
Nicht in allen Landkreisen gibt es Landschaftspflegeverbände – auch wenn es immer mehr werden.
Aufgaben der Landschaftsschutzverbände sind die Schaffung von Vertrauen, die Stärkung einer naturverträglichen Landwirtschaft, und das gemeinsame vernetzte Vorgehen. Staatsminister Dr. Marcel Huber war sicher, die 55 Landschaftsschutzverbände in Bayern setzen 60% der staatlich geförderten Landschaftspflegemaßnahmen um.
Zu den Aufgaben gehören die klassischen Landschaftspflegeaufgaben wie sie hier aufgelistet sind. (29:22:00)
Die Erfahrung aus den zurückliegenden 25 Jahren zeigt, dass Erfolg nur möglich ist, wenn die örtlichen Kräfte mitziehen – also der Landkreis, der Jagdverband und die Landwirtschaft. Damit kann die untere Naturschutzbehörde entlastet werden, was Kräfte für neue Aktivitäten freisetzt.
Ein positiver Effekt ist, dass häufig Konflikte entschärft, und damit mehr Projekte umgesetzt werden können. (32:28:00)
Mehrere Projekte im Landkreis wurden so bereits umgesetzt: Das „Blühende Inntal“ und das „Thalhammer Moos“. Erweitert könnte die Tätigkeit auf den Verein „Bauernland-Inn-Salzach“, den Maschinenring der beiden Landkreise sowie auf die Vernetzung mit dem Landschaftspflegeverband Altötting.
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Die Regionalbetreuerin des Bayerischen Bauernverbandes – Susanne Schlagbauer – stellte die Bayerische Kulturlandstiftung vor, die im April 2011 gegründet wurde. Als gemeinnützige Stiftung ist sie nahe an der Landwirtschaft angesiedelt und sieht sich der Erhaltung von Natur und Landschaft verpflichtet. So ist sie inhaltlich ähnlich aufgestellt, wie ein Landschaftspflegeverband.
Schwerpunkte ihrer Arbeit sind gemeinnützige Projekte zur nachhaltigen Landschaftsentwicklung und das Ausgleichsflächenmanagement.
Diese Liste umgesetzter Projekte gibt einen Eindruck von der Arbeit der Stiftung. Viele der Projekte wurden in Zusammenarbeit mit der BBV-Landsiedlung umgesetzt. Dabei ist die Stiftung bayernweit tätig.
Susanne Schlagbauer erläuterte die Arbeitsweise ihrer Stiftung anhand von drei Beispielen im Landkreis Rhön-Grabfeld und im Landkreis Dingolfing-Landau.
Diese Graphik zeigt die Arbeitsweise beim Ausgleichsflächenmanagement wo sie Mittler sind zwischen dem Vorhabensträger, der Genehmigungs- und Fachbehörde und dem Landwirt.
Sie sehen sich als Partner gänzlich unterschiedlicher Bereiche und ihre Rolle in der Koordinierung gänzlich unterschiedlicher Interessen.
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Diplom-Biologe Reinhard Klett - Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes Altötting – stellte die Tätigkeit seines Verbandes vor, in dem Vertreter von Naturschutz, Landwirtschaft und Politik den Vorstand bilden.
Reinhard Klett stellte fest, dass es schon aus finanziellen Gründen sinnvoll ist, einen Landschaftspflegeverband zu gründen. Dorthin wo es welche gibt, fließen auch besonders viele Mittel. (Bild 1:06:50:00)
So sind Landschaftspflegeverbände aufgebaut und organisiert. Sie sind bayernweit gut vernetzt und vertreten. Ein jährlich stattfindender Landschaftspflegeverbandstag bietet Gelegenheit zum Austausch und zur Besichtigung der Projekte.
Sie setzen Projekte des Landschaftspflegeprogramms um, das vom Umweltministerium verwaltet wird. Dazu gehört der Vertragsnaturschutz genau so wie das Kulturlandschaftspflegeprogramm wozu auch die Heckenpflege gehört.
Schon seit 1992 gehört das Ausgleichsflächenmanagement zur Tätigkeit, genau so wie die Ausbildung von Hornissenberatern und die Planung und Anlage von Streuobstwiesen. Daneben gehört die Pflege der Gewässer 3. Ordnung zu den Handlungsfeldern der Landschaftspflegeverbände. Dazu die Beratung und Ausbildung von Landwirten zum Thema Artenschutz und zu geprüften Natur- und Landschaftsführern sowie die Pflege der bayerischen „Ureinwohner“. Mit all dem einher geht eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit.
Zahlreiche weitere Tätigkeitsfelder lassen keine Langeweile aufkommen.
Um all das zu schaffen, müssen zahlreiche Gruppierungen zusammenarbeiten.
Reinhard Klett stellte eine ganze Reihe Beispiele seiner Arbeit vor und regte an, in Mühldorf selbst einen Landschaftspflegeverband zu gründen. Dabei bot er an, beratend zur Seite zu stehen.
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Dr. Karl Dürner nahm die Vorschläge an und stellte den Kollegen die Gründung eines Landschaftspflegeverbandes anheim. Eine Entscheidung wird erst nach gründlicher Diskussion im ersten Quartal 2013 und nach Abstimmung mit dem Landkreis möglich sein.
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In einem weiteren Vortrag stellte Mühldorfs Feuerwehrkommandant Günther Starzengruber den aktuellen Stand der gemeinsamen Beschaffung von Feuerwehrmaterial vor. Nach zwei gemeinsamen Beschaffungsmaßnahmen, bei denen es um die Steigerung von Volumen ging, konnten bemerkenswerte Preisvorteile erzielt werden. Er listete die einzelnen Posten und die dabei erzielten Minderpreise auf und ging auf zahlreiche zusätzliche Erkenntnisse ein, mit denen Einsparungen erzielt werden können, etwa den Umstieg von Markenartikeln auf gleichwertige NoName-Artikel oder den Vorratskauf, etwa von Jugendbekleidung.
Die Feuerwehren von Mühldorf und Waldkraiburg haben zwei absolut identische und baugleiche Fahrzeuge vom Typ TLF 4000 beschafft. Da damit auch ein höherer Zuschuß erhalten werden konnte, ergab sich eine Einsparung pro Fahrzeug von rund 74.700 Euro.
Nun liegt die Planung für 2013 an: Zunächst sollte geklärt werden, wer die Abwicklung übernimmt. Dann sollten die Feuerwehren ihren Bedarf melden, damit rechtzeitig geplant und verhandelt werden kann. Er schlug als Termin die erste April-Woche vor.
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Dr. Karl Dürner dankte Günther Starzengruber, der sich hier sehr engagiert hatte und regte an, diese Gemeinschaftsaktion auf jeden Fall fortzusetzen und sogar auszuweiten. Alle Feuerwehren sollten sich hier einbringen und keine Alleingänge mehr durchführen.
Waldkraiburgs Bürgermeister Siegfried Klika regte an, die Kreisbrandinspektion zu bitten, die Fahrzeuge im Landkreis zu vereinheitlichen, sowohl von Seiten der Fahrzeuge als auch von Seiten der Ausrüstung. Bürgermeister Stefan Schalk unterstützte ihn dabei.
Günther Starzengruber meinte, der vorliegende Materialkatalog geht schon in diese Richtung.
Bürgermeister Günther Knoblauch sah die Gemeinden hier auf gutem Weg und mahnte, sich von Interessen einzelner Wehren oder der Kreisbrandinspektion nicht aufhalten zu lassen.
Auch Dr. Karl Dürner meinte die Richtung stimmt und dieser Weg wird fortgesetzt.
Mehrere weitere Bürgermeister erklärten, mit ihren Feuerwehren reden zu wollen um sie dazu zu bringen, bei der gemeinsamen Beschaffung mitzumachen.
Bürgermeister Thomas Einwang und Günther Starzengruber regten an, auf Grund der Komplexität der Thematik eine Servicestelle einzurichten, die das alles durchführt und auch europaweite Ausschreibungen durchführt.
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Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner dankte allen Mitwirkenden und schloss die Veranstaltung mit dem Wunsch auf eine ruhige Weihnachtszeit und den besten Wünschen für ein erfolgreiches neues Jahr.
262 Verkehrsfreigabe der Umgehungsstraße Neumarkt-St. Veit 13:40
Von der langen Vorgeschichte dieses Straßenbauprojekts zeigten die Fotos nichts, die das Straßenbauamt auf zwei Schautafeln angeheftet hatte. Da war auch nichts zu sehen von den Schwierigkeiten beim Bau der Eisenbahnunterführung im südlichen Abschnitt. Dafür machten die Lebkuchen in Straßen-Dekor Lust auf den guten Kaffee, der helfen sollte, die Kälte auszuhalten.
Das grauslige Wetter an diesem 17. Dezember ließ es geraten scheinen, unter der Brücke Schutz zu suchen.
So war doch wenig Platz für die vielen Gäste, die sich teils dicht ums Rednerpult drängten.
Sepp Eibelsgruber und sieben seiner Musiker stimmten ein Vorspiel an, das in den Bayerischen Defiliermarsch mündete....
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Klaus-Peter Olk begrüßte die zahlreichen hochrangigen Gäste und die beiden Pfarrer Anke Sänger und Franz Eisenmann. Daneben die beiden Staatssekretäre Dr. Andreas Scheuer vom Bundesverkehrsministerium und Gerhard Eck vom Bayerischen Innenministerium, die Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer und Ewald Schurer, Landrat Georg Huber, die Bürgermeister Erwin Baumgartner und Günther Knoblauch und viele Stadträte und Vertreter der Regierungen von Ober- und Niederbayern, der Südostbayernbahn und beteiligter Behörden.
Sein besonderer Gruß galt Bürgermeister Erwin Baumgartner, der sowohl Forderer als auch Förderer dieser Umgehungsstraße war. Es kann sich sehen lassen, was sie hier und im gesamten Landkreis in diesem Jahr gemeinsam geschaffen haben.
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Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Dr. Andreas Scheuer wollte sich wegen des ungastlichen Wetters kurz fassen. Er überbrachte die Grüße von Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer und war sicher, dass nun – nach Jahrzehnten des Planens und nach dreieinhalb Jahren Bauzeit – die neue Umgehungsstraße eine wesentliche Erleichterung für die Stadt bringen wird.
Für die 3,7 Kilometer wurden 14,4 Millionen Euro aufgewendet, was den geplanten Kostenrahmen doch deutlich überschritten hat. Während des Baus bemerkt man halt oft Schwierigkeiten, die voher nicht zu sehen waren. Jetzt können die Bürger dafür aufatmen.
Dr. Andreas Scheuer erwartete nun den Antrag der Stadt für Fördermittel aus der Städtebauförderung des Bundesministeriums für Verkehr und Städtebau. Nicht nur, dass dieser Antrag meistens der Verkehrsfreigabe von Umgehungsstraßen folgt, ist es die Innenstadt von Neumarkt-St. Veit auch wert, hier zu investieren!
Es ist das Los von Staatssekretären, sich kurz vor Weihnachten in Regen und Schnee hinstellen zu müssen um solche Projekte dem Verkehr zu übergeben. (O-Ton OOOHHH!!) bedauerte er seinen Kollegen Gerhard Eck – und wollte sich kurz fassen.
Da die Bundesstraße 299 von überörtlicher Bedeutung ist, und in ihrem Verlauf von der Tschechischen Grenze nach Rosenheim schon in der Vergangenheit zahlreiche Verbesserungen durchgeführt wurden, war es eine logische Konsequenz, hier weiter zu investieren – begründete Dr. Andreas Scheuer das Projekt. Neumarkt passierten bisher pro Tag 5.300 Fahrzeuge. Die Quälerei durch diesen Flaschenhals hat nun ein Ende.
Dr. Andreas Scheuer dankte besonders MdB Stephan Mayer, der schon eine ziemliche Belastung für ihn war, als er Woche für Woche drängte die Projekte in seiner Heimatregion umzusetzen. Dafür gebührt ihm Applaus.
Allen Beteiligten galt sein Dank, besonders den Grundstücksabtretern und den Mitarbeitern der örtlichen Bauämter und dem Landratsamt. Den Neumarktern und den Verkehrsteilnehmern wünschte Dr. Andreas Scheuer allzeit gute Fahrt und Frohe Weihnachten.
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Staatssekretär Gerhard Eck musste schon um halb 6 Uhr früh losfahren, weil er erst ein paar Tage zuvor bemerkt hatte, dass er nicht nach Neumarkt in der Oberpfalz zu fahren hatte sondern hierher nach Oberbayern....
Wenn nun hier die Steuergelder investiert werden, die auch die Neumarkter in den zurückliegenden Jahrzehnten bezahlt haben, dann ist das eine gute Investition – meinte Gerhard Eck und gratulierte den Bürgern, die so von Verkehrslärm und Abgasen entlastet werden.
Wie wichtig das Projekt ist, zeigt auch die große Zahl Zuhörer, denen sein herzlicher Gruß galt.
Seine ausführliche Rede wollte er dann dem Wetter opfern, mahnte nur, den Vekehr als solchen zu akzeptieren, der in der globalisierten Welt unabdingbar ist. Wir alle hängen davon ab, dass wir die Dinge geliefert bekommen, die wir täglich zum Leben brauchen. Und diese Dinge kommen heute nicht mehr nur aus dem direkten Umfeld sondern aus ganz Europa und aus der ganzen Welt.
Er berichtete von einem Straßenbauprojekt in seiner unterfränkischen Heimat, das geholfen hat, drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden und dafür gesorgt hat, dass heute dort fast Vollbeschäftigung herrscht.
Gerhard Eck war sicher, das Geld wurde hier gut investiert. Dafür dankte er allen beteiligten Behörden und dem Bundesverkehrsministerium, das sich ja um die gesamte Bundesrepublik kümmern muss und die bayerischen Interessen trotzdem immer im Auge behält.
dass hier auch der Lärmschutz bedacht und kostensparend umgesetzt wurde, dafür dankte er besonders den beteiligten Behörden.
Abschließend forderte Gerhard Eck den Fertigbau der Autobahn A94 und den Bau der B15-Neu, die zusammen mit diesem Straßenstück eine leistungsfähige Infrastruktur für diesen ländlichen Raum ergeben und ihn so in das europaweite Straßennetz einbinden.
dass die Bauarbeiten unfallfrei von sich ging, dankte Gerhard Eck dem HerrGott und wünschte den Zuhörern allzeit gute Fahrt und Gottes Segen.
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Landrat Georg Huber freute sich, nun das vierte große Straßenbauprojekt in diesem Jahr dem Verkehr übergeben zu können. Zusätzlich wurden 2012 zahlreiche Staatsstraßen im Landkreis vernünftig saniert. Dafür dankte er Bund und Land und mahnte, in den Anstrengungen nicht nachzulassen. Er war sicher, Dr. Andreas Scheuer und MdB Stephan Mayer werden ihre Anstrengungen auch weiter so fortsetzen.
Die Bürger honorieren das und verzichten auf Widersprüche oder Bürgerbegehren – auch wenn sie eine Zeit lang mit Einschränkungen leben müssen.
Wenn in Niederbayern manche Staatsstraßen dreispurig ausgebaut sind, haben wir es hier ein bisschen schwieriger! Deshalb bat Landrat Huber Staatssekretär Gerhard Eck um seine fortgesetzte Unterstützung. Besonders der Bau einer leistungsfähigen Verbindung zwischen den Autobahnen A92 und A94 genießt jetzt höchste Priorität. Weil die B15neu noch einige Jahre auf sich warten lässt, muss die B299 diese Funktion übernehmen. Da der Verkehr hier deshalb weiter zunimmt, war der Bau dieser Umgehungsstraße dringendst nötig.
Außerdem wurden mehrere Gefahrenstellen entschärft, wie der Berg an der Altöttinger Straße oder die Kreuzung südlich des Stadtplatzes in Neumarkt-St. Veit. Die Einkaufsstadt Neumarkt hat damit sehr gewonnen und kann nun mit Mitteln aus dem Städtebauförderprogramm noch mehr an Bedeutung gewinnen.
Nachdem Landrat Georg Huber den beteiligten Behörden für ihre Unterstützung gedankt hatte, wünschte er den Verkehrsteilnehmern allzeit gute Fahrt und für das bevorstehende Weihnachtsfest und das neue Jahr alles Gute und allzeit gute Fahrt.
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Auch Bürgermeister Erwin Baumgartner verzichtete auf die umfangreiche Rede, die er vorbereitet hatte, begrüßte aber noch die beiden Ehrenbürger Rudi Berghammer und Stadpfarrer Alois Holzner.
Erstmals stellte er in einem Grußwort zu einer Eröffnung keine neuen Pläne für weitere Projekte vor – hatte seine Frau gemeint, als sie seine Rede vorab gelesen hatte. Wenn er aber nun Mittel aus der Städtebauförderung geradezu angeboten bekommt, bedankte er sich herzlich für dieses weitere Christkindl!
Tatsächlich ist geplant, den Stadtplatz weiter zu verschönern.
Es gäbe viel zu berichten über die zurückliegenden 10 Jahre der Vorbereitung dieses Projekts. Darauf wollte Erwin Baumgartner aber nicht weiter eingehen und nur zwei Dinge zum Ausdruck bringen.
Zunächst wollte er allen danken, die geholfen haben, dieses Projekt zu verwirklichen. Und das waren viele: (O-Ton)
Stolz war er auch darauf, dass sie es gemeinsam geschafft haben, und dass es gerade in seiner Amtszeit fretiggestellt werden konnte. So etwas vergißt man nicht.
Allen Verkehrsteilnehmern wünschte Erwin Baumgartner unfallfreies Fahren und freute sich mit den Anwohnern von Altöttinger- und Birkenstraße darüber, dass sie es endlich ruhiger haben werden. Allen anderen wünschte er eine schöne Weihnachtszeit und ein gutes und erfolgreiches Neues Jahr.
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Die Blaskapelle lockerte die Feierstunde auf.
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Pfarrerin Anke Sänger zählte eine ganze Reihe Eckdaten dieses Projekts auf. dass mit der Freigabe der 7 Meter 50 breiten und 3,7 Kilometer langen Straße nach dreieinhalb Jahren Bauzeit ein Traum von Bürgermeister Baumgartner und allen Neumarktern in Erfüllung gegangen ist, konnte sie gut nachvollziehen.
Allerdings gibt es selten Grund zum Feiern für jemand der umgangen wird! Trotzdem freuen sich die Neumarkter, Schwerverkehr und Gefahrguttransporter aus der Stadt draußen zu haben. Sie ist wohl das charmanteste „Umgangen-werden“, das sich die Stadt gefallen lässt.
Auch wenn hier wieder ein Stück unberührter Natur verloren gegangen ist, damit wir immer schneller und sicherer vorankommen, muss man doch daran denken, dass uns die Natur versorgt und erhält. Gerade deshalb wollte sie Gott bitten, uns zu bewahren, wenn wir die Straße nutzen. (O-Ton Segen...)
So segneten sie die Straße und alle, die sie nutzen.
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Schließlich durchschnitten MdB Ewald Schurer, Landrat Georg Huber, die Staatssekretäre Gerhard Eck und Dr. Andreas Scheuer, MdB Stephan Mayer, Bürgermeister Erwin Baumgartner und die beiden Pfarrer das Band und gaben die Straße für den Verkehr frei.
Sie bestiegen ihre Limousinen und starteten zur Erstbefahrung.
Die Kapelle schloss die Feierstunde bevor die geladenen Gäste ein gemeinsames Mittagessen im Gasthaus Kay genossen.
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Wir haben uns die neue Straße für Sie angesehen und zeigen sie ihnen hier in verkürzter Form...
263 Wilfried Scharnagl: „Das zerstörte Gleichgewicht – die Länder, der Bund und Europa“ 16:00
So knapp vor Weihnachten haben wir alle viel zu tun. Das gilt besonders für Bürgermeister und Gemeinderäte. Und weil in unserer Gegend viele davon der CSU angehören war es nicht verwunderlich, dass nicht so sehr viele den Weg in den Saal des Gasthauses Kreuzerwirt nach Mettenheim gefunden haben um Wilfried Scharnagl zu hören, den die Zeitschrift Cicero als den „Lordsiegelbewahrer der CSU“ beschrieben hatte.
Wilfried Scharnagl hatte zuletzt für Aufhorchen gesorgt, weil er in seinem Buch „Bayern kann es auch allein“ versucht hatte aufzuzeigen, dass Bayern auch ohne die Bundesrepublik klar kommen würde.
Natürlich bot er sein Buch an und fand auch Käufer. Bürgermeister Siegfried Klika ließ es sich gleich signieren.
Dr. Martin Huber – CSU-Listenkandidat der Landkreise Altötting und Mühldorf und persönlicher Referent von Ministerpräsident Horst Seehofer musste zunächst eine Reihe geladener Gäste entschuldigen. So waren etwa Landrat Georg Huber und die Kreisräte der CSU noch mit bei der Sitzung des Kreistags unabkömmlich... Dr. Marcel Huber vertrat seine Gattin Adelgunde.
Wenn Willy Brandt gemeint hatte, in Bayern gingen die Uhren anders, dann meinte Wilfried Scharnagl schon damls: Stimmt! In Bayern gehen sie richtig! – Stellte Dr. Martin Huber den prominenten Gast vor. Er hatte schon lange erkannt, dass die Bayern ein besonderes Lebensgefühl prägt. Keine andere Kulturnation in Europa existiert länger als Bayern – mehr als 1.500 Jahre!
So lang war Bayern aber auch damit beschäftigt, seine Selbständigkeit und Identität zu bewahren und zu verteidigen.
In seinem Buch zeigt Wilfried Scharnagl wie sich Bayern immer auch gegen eine Zentralgewalt behaupten musste und wie sich die Verhältnisse seit der Gründung der Bundesrepublik verschoben haben. So musste schon vor Jahren eine Föderalismusreform manches korrigieren.
Obwohl Bayern „nur“ ein Bundesland ist, braucht es den Vergleich mit anderen europäischen Staaten nicht zu scheuen. Bayern hat mehr Einwohner als viele andere europäische Länder und zahlt mehr als die Hälfte des Länderfinanzausgleichs aller deutschen Länder.
Trotzdem will Europa uns vorschreiben, ob man Schnupftabak schnupfen darf oder nicht.
Ob das alles theoretische Diskussion ist oder sich darin die Abgehobenheit der regierenden ausdrückt? Und ob damit einmal mehr die bayerische Identität in Frage steht – das sollte dann Wilfried Scharnagl klären.
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Wilfried Scharnagl freute sich, trotz des ungewöhnlichen Termins so viele Zuhörer begrüßen zu können. Dr. Marcel Huber galt sein besonderer Genesungswunsch. Er kannte nur zwei Frauen mit dem Vornamen Adelgunde: Dr. Marcel Hubers Gattin und seine Frau.... 
Er freute sich, Nikolaus Asenbeck wieder zu sehen, diesen unvergessenen kantigen Kopf der bayerischen Landespolitik.
Wenn im September 2013 ein neuer Bundestag gewählt wird, stehen die Voraussetzungen für Bayern gut, für die CSU gemischt. Es wird entscheidend sein, dass es der CSU gelingt, die Bastion Bayern zu halten.
Man darf sich nicht täuschen lassen: Große Teile der Opposition und der Medien haben nur ein Ziel: dieses Übel – die CSU-Regierung in Bayern aus der Welt zu schaffen. Würde Bayern fallen, hätte die Union im Bund keine Chance mehr.
Man bedenke das Wahljahr 2008, als die CSU den dramatischsten Einsturz ihrer Geschicht erlebt hat – von 57 auf 43% abgestürzt ist – und damit einen Schock erlebt hat. Inzwischen hat sich die CSU konsolidiert und liegt stabil bei 48%. Auch wenn man noch nicht von der absoluten Mehrheit sprechen will, muss man doch feststellen, dass in den zurückliegenden Jahren nichts besser geworden ist, in denen man nach 48 Jahren erstmals auf einen Koalitionspartner angewiesen war.
2012 sind es 50 Jahre seit die CSU erstmals die absolute Mehrheit im Landtag erringen konnte. Schon damals haben sich - eigentlich verfeindete – Parteien zusammengefunden um gegen die CSU vorzugehen. So muss man davon ausgehen, dass auch diesmal SPD, Freie Wähler und Grüne sich zusammentun werden um gegen die CSU anzugehen. Auch wenn dieses Ansinnen gegenwärtig nicht erfolgreich scheint – sie haben zusammen in Umfragen gerade mal 38%.
Bemerkenswert ist, dass sich die SPD Münchens Oberbürgermeister Christian Ude zum Spitzenkandidaten erkoren hat, der über die Partei bisher nur Verachtung und Spott übrig hatte. Nach seiner Nominierung war die CSU erschrocken.
Er erinnerte sich an die Kandidatur von Volkmar Gabert 1970, der damals für die SPD 33% erzielte. Nach dieser Wahl haben ihn die Sozis wegen Erfolglosigkeit verjagt und für die Wahl 1974 den gescheitesten, beliebtesten und angesehensten aufgestellt: Dr. Hans-Jochen Vogel.
Er erreichte bei der Wahl nur 30,3%. Das zeigt, auch Ude kocht nur mit Wasser und nicht mit Champagner.
Die aktuellen Umfragen zeigen, dass die SPD seit der letzten Wahl nichts dazu gewonnen.
Bedenkt man noch, dass ihr Spitzenkandidat ein Mann namens Pronold ist, von dem einzig im Gedächtnis haften geblieben ist, dass er den gekreuzigten Jesus Christus als „Lattengustl“ geschmäht hat, dann war Wilfried Scharnagl sicher, auf solche Leute sind wir in Bayern auch nicht gerade angewiesen! (Applaus )
Die Union war in Deutschland immer nur dann stark, wenn die CSU in Bayern maßgeblich zum gemeinsamen Topf beigetragen hat. Trotzdem hängt das Ergebnis davon ab, wie es in der CDU zugeht – und das sieht nicht gerade erfreulich aus. Die CDU jubelt ja schon bei einem Unionsanteil von 38%. Zieht man die 9% ab, die die CSU beisteuert, liegt die CDU alleine bei 29 bis 31%. Das ist bittere Realität und setzt für die Fortsetzung der Regierung voraus, dass die FDP wieder in den Bundestag einzieht!
Schafft es die FDP nicht – wonach es derzeit aussieht – steht die Union ohne Koalitionspartner da und die CSU müsste trotz ihrer heimatlichen Stärke in die Opposition – auch das ist unvorstellbar.
Vielleicht schafft es die FDP ja doch noch, irgendwoher genug Stimmen zu holen, dass sie die 5%-Marke schaffen....
Zum Selbstbewußtsein und zur inneren Kraft der CSU gehört nun einmal, dass sie in Bayern regiert.
müsste die CSU in die Opposition, hätte das fatale Auswirkungen auf die gesamte Partei. Es würde mehrere Wahlperioden dauern, bis die inneren Erschütterungen daraus überwunden würden.
Als die Bundesrepublik 1949 gegründet wurde, legten die Gründerväter ein Gleichgewicht zwischen dem Bund und den Ländern fest. Dieses Gleichgewicht gibt es nicht mehr. Die Länder verlieren immer mehr politisches Gewicht. Aus der Bundesrepublik Deutschland wird immer mehr ein zentralistischer Einheitsstaat. Die Länder verlieren immer mehr Kompetenzen und Befugnisse.
Als die bayerische Verfassung am 1. Dezember 1946 in einer Abstimmung vom Volk angenommen wurde, war das die Verfassung eines vollwertigen Staates – nicht die eines Bundeslandes oder einer Provinz. Als 3 Jahre später das Grundgesetz vom Parlament verabschiedet wurde hatte es schon damals weniger Berechtigung als die bayerische Verfassung.
Wilfried Scharnagl freute sich, dass nun endlich Volksabstimmungen durchgeführt werden können, wenn es darum geht, dem bayerischen Volk noch mehr Rechte und Befugnisse zu entziehen. (Applaus) Damit wird der Landtag gestärkt und erhält wieder mehr Kompetenzen.
Wir lassen uns schon heute zu viel gefallen in Kultur, Bildung und Wissenschaft. Frau Schavan fordert etwa, die beiden Münchner Eliteuniversitäten zu Bundesuniversitäten zu machen.
Wenn’s nach ihm ginge, fänden Sondersitzungen des Kabinetts und des Landtags statt, in denen solches Ansinnen strikt zurückgewiesen würde. Tatsächlich sagt der freundliche Herr Heubisch nur, das könne man nicht machen... Wir lassen uns einfach zu viel gefallen.
Auch bei der Finanzzuständigkeit: Obwohl Bayern der stärkste Zahler in Deutschland und in Europa ist, entscheidet über die Erbschaftssteuer der Bund!?! Absurd!
Dabei ist der Bund nicht einmal in der Lage ein verfassungskonformes Erbschaftssteuergesetz zu formulieren.
Auch der Griff nach der Gewerbesteuer, nach der Bildungspolitik: Bayern erhält regelmäßig beste Beurteilungen und muss sich trotzdem ständig gegen Angriffe wehren, alles soll nivelliert werden.
Dabei bringt Nivellierung immer nur Veränderungen nach unten. Warum sollte man etwas verschlechtern, was überall als gut erachtet wird. Da ist viel mehr Selbstbewußtsein nötig.
Wilfried Scharnagl forderte einen kämpferischen Föderalismus. Er muss geordnet sein nach marktwirtschaftlich subsidiaren Gesichtspunkten, die dazu führen, dass Menschen gewinnen und nicht einer öden und trostlosen Gleichmacherei unterworfen werden.
Manche Länder stört das nicht. Bayern darf sich auf Grund seiner Geschichte das aber keinesfalls gefallen lassen!
Zur deutschen Gleichmacherei kommt jetzt auch noch die europäische Gleichmacherei! Europa darf sich um nichts kümmern, worum wir uns auch selbst kümmern können. Natürlich wollen wir die europäische Einheit. Es kann aber nicht sein, dass alle Europäer vom andalusischen Fischerdorf bis hinauf an die finnisch-russische Grenze alle gleich gemacht werden sollen. Wir Bayern wissen doch viel besser, was unsere Bauern in unseren Dörfern brauchen als irgendwelche Bürokraten in Brüssel!
27 Kommissare und 27 Generaldirektionen mit 30.000 Beamten kosten unendliche Milliarden. Die verdienen so viel, dass ein bayerischer Ministerialrat daneben wie ein Hartz-IV-Empfänger ausschaut!
Und die überlegen offenbar jeden Tag, was sie den Leuten noch alles aufdrücken können! Etwa sowas wie die Vorschrift, wie die Bauern ihre Äcker an Hanglagen zu pflügen haben...
Oder so etwas wie das Abitur als Voraussetzung für die Ausbildung zum Kinderpfleger.
Denkt jemand, dass anderswo in Europa die Autos besser auf ihre Sicherheit überprüft werden? Trotzdem fordert Brüssel nun die Untersuchung im Jahreszyklus und nicht mehr alle zwei Jahre!
(O-Ton 1:07:28:00 Was haben die eigentlich zu tun....?)
Die großen Dinge dagegen lassen sie liegen und finden keine Lösungen: Etwa die Währungsfrage oder die Nah-Ost-Frage, wo tatsächlich Kriegs- und damit Explosionsgefahr herrscht.
Europa versagt hier auf ganzer Line – genau so wie beim Euro.
Wilfried Scharnagl schätzt die Bundeskanzlerin sehr. Trotzdem ist ihr Satz „Scheitert der Euro – scheitert Europa“ einer der falschesten den es überhaupt gibt.
Tatsächlich ist der heutige Euro nicht der Euro, den man sich gewünscht hat. Tatsächlich hat die CSU den Euro von Anfang an begleitet und bewacht. Leider werden alle seither geschlossenen Verträge fast täglich gebrochen und Deutschland bleibt der Hauptzahler.
Beispiel Griechenland: Da zählen 5 Milliarden doch gar nicht mehr. Oder Zypern, die auch mal schnell 17 Milliarden brauchen... Wenn’s nicht klappt, muss man halt mal Konsequenzen ziehen.
Griechenland macht doch gerade mal 2einhalb % der EU-Wirtschaftsleistung aus. Wer hat denen also erzählt, dass diese 2einhalb % alle anderen in den Abgrund reißen können sollen?
Oder die Bankenunion, die jetzt gern auch noch die Sparkassen und die Genossenschaftsbanken in den Abgrund reißen will. Das konnte nochmal abgewendet werden.
Wenn Schäuble dann nach monatelanger Behauptung man verdiene an Grichenland - zugeben muss, Griechenland kostet tatsächlich Steuergelder, dann ist das nicht mehr zu verstehen.
Bei der Euro-Einführung sagte der Sozialist Francoise Mitterand: (O-Ton Der Euro ist Versailles ohne Krieg! - auf Deutsch: Die Deutschen werden die Rechnung bezahlen!)
Es kann doch nicht sein, dass wir die Lebensarbeitszeit auf 67 Jahre erhöhen und Francoise Hollande die Erhöhung von Sarkozy auf 62 wieder auf 60 Jahre zurücknimmt.
Oder die Europäische Zentralbank, die auch von einem Goldmann-Sachs-Mann gelenkt wird. Dort haben alle 17 Mitgliedsländer jeweils eine Stimme: Also Deutschland genau so viel wie Zypern.
Der deutsche Bundesbankpräsident hat dort auch noch kaum Unterstützung von der deutschen Politik! Man fragt sich, wer eines Tages die Milliarden aus dem Rettungsschirm bezahlen wird:
Die fleißigen bayerischen Bürger werden die Zeche bezahlen!
Das alles haben sie durchgesetzt, ohne den Abgeordenten im Bundestag und im Bundesrat überhaupt die Zeit zu lassen, sich ausreichend darüber Gedanken zu machen. Da bewunderte er Peter Gauweiler, der sich diesen Entzug demokratischer Rechte nicht gefallen lassen wollte.
Als der griechische Ministerpräsident eine Volksbefragung wegen der Sparmaßnahmen durchführen ließ kritisierten ihn alle Europäer lautstark. Dabei ist eine Volksbefragung ein gänzlich legitimes Mittel einer lebendigen Demokratie, wie sie eben in Griechenland entstanden ist.
Aber das alles wollten die Goldman-Sachs-Leute an maßgeblichen Stellen in Europa eben nicht!
Dabei müsste es doch möglich sein, dass ein Land wie Bayern das alles selbst regelt und entscheidet. Schließlich nimmt Bayern unter den 27 Mitgliedern der europäischen Union Platz 7 ein. 20 sind schwächer oder kleiner als Bayern. Trotzdem müssen wir uns der Bundesrepublik unterordnen.
Dabei sollte es immer ein Europa der Regionen sein. Heute hat Bayern im Ausschuß der Regionen unter 370 Mitgliedern gerade einen einzigen Vertreter! Wir müssen also unsere Interessen wieder selber wahrnehmen zumal wir ein besonderes Land sind und an der Spitze aller Länder stehen.
Es ist sogar gelungen, das moderne Bayern zu schaffen, ohne der Landschaft ihr Gesicht zu nehmen. Das lockt täglich Menschen aus allen anderen Bundesländern an, die hier ihre Zukunft sehen. Es ist eine Aufgabe der CSU, diese Menschen ins bayerische Lebens- und Wertebild zu integrieren.
Auch wenn sich Bayern seiner deutschen und europäischen Verantwortung niemals entziehen wird, gilt es doch, sich Gedanken zu machen um die eigenen Interessen hier wie dort wieder besser zu vertreten. Bayern muss sich wieder mehr Gehör verschaffen, wieder mehr mitreden und darf sich nicht mehr so einfach übergehen lassen.
In keinem Land der Welt hat das Volk so viel Mitspracherecht wie in Bayern. Wenn man die Bayern fragt, ob es mehr politischen Einfluß haben sollte, dann sind 33% dieser Meinung. Fragt man sie, ob Bayern ein selbständiger Staat werden soll, dann sind 24% der Meinung. Es gibt also eine Grundströmung, die die Unzufriedenheit mit der gegenwärtigen Situation zeigt.
Sein Buch „Bayern kann es auch allein“ ist deshalb ein Weckruf, der zur Diskussion anregen soll.
Schließlich haben Litauer und Esten gezeigt, dass solche gravierenden Wechsel möglich sind – auch wenn vor 25 Jahren noch niemand daran geglaubt hat.
Übrigens gibt es ähnliche Bestrebungen auch in Schottland, im Baskenland und sogar in Südtirol.
Die Geschichte steht nicht still und auch die Politik nicht. Die kommenden Wahlen werden zeigen, wohin die Reise führt.
Bayern ist noch immer ein christlich geprägtes Land. Im Gegensatz zu anderen Ländern gehören hier immer noch 75% der Bürger einer der beiden großen Kirchen an. Hier gelten christliche Werte – nicht so wie in der 30%-Partei CDU, in der alles getrommelt wird, was gerade so daherkommt.
Und auch schon deshalb wird die CSU alles daran setzen, weiter in Bayern zu regieren und es stark zu halten. Dazu wünschte er der CSU, sich und den Zuhörern im kommenden Jahr zwei glanzvolle Wahlergebnisse.
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Dr. Martin Huber ergänzte, man darf nicht den Fehler machen, alles Europa unter zu ordnen. Die CSU ist keineswegs europaskeptisch, möchte aber alles genau prüfen, was Europa über unsere Köpfe hinweg entscheidet.
Er dankte Wilfried Scharnagl mit dem Bayernpaket des Bayernkuriers und einer Flasche italienischen Rotweins. Wilfried Scharnagl bedankte sich und meinte, damit könnte er seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen: Der Vernichtung alles Roten! 
264 Zum 10. Mal: Der Ampfinger Adventszauber mit neuen Attraktionen 12:00
Fackeln luden die Besucher auf den Dampf stand über den Buden am Kirchenplatz in Ampfing und Fackeln luden die Besucher ein als Organisator Dieter Spielmann die Gäste begrüßte und die einzelnen Anbieter und ihre Waren vorstellte.
Weils richtig kalt war, hatte es der Maronimann bei seinem Ofen schön warm.
Von ganzen Krippen und dem passenden Zubehör über Kettensägekunstwerken, Schnitzereien, Kunsthandwerk, allen möglichen Düften und Leckereien bis hin zum obligatorischen Glühwein war alles vorhanden, was einen schönen Weihnachtsmarkt ausmacht.
Besonderer Beliebtheit erfreuten sich bei der Kälte: Strickmützen und Handschuhe.
Natürlich nahm die große Krippe vor der Kirchen einen wichtigen Platz ein.
Ein bisschen aufwärmen konnte man sich im Spielzelt – das tat auch den Blasinstrumenten gut.
Die Bläser um Josef Buchner eröffneten den 10. Ampfinger Adventszauber.
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Bürgermeister Ottmar Wimmer freute sich, auch beim 10. Mal so viele Besucher zur Eröffnung begrüßen zu können. Es stimmt schon: Ampfing zieht einfach an!
Er dankte allen, die auch dieses Jahr wieder alles unternommen haben, einmal mehr einen Weihnachtsmarkt zu gestalten, der etwas Besonderes ist: Dieter Spielmann und Thomas Hell.
Aber auch den Fieranten und den Musikern und besonders Pfarrer Martin Ringhof galt sein Dank für ihr Mitwirken. Er war sicher, sie alle werden auch in Zukunft dabei sein und noch viele Weihnachtsmärkte so schön eröffnen.
Mit dem Wunsch, die Gäste mögen noch viele schöne Stunden am Ampfinger Adventszauber verbringen übergab er an Pfarrer Martin Ringhof.
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Früher gab es auf Bahnhöfen ziemlich greuslige Wartesääle – meinte Pfarrer Martin Ringhof und verglich den Advent mit dem Warten auf den nächsten Zug in so einem Wartesaal. Nur, dass man im Advent auf die Ankunft Jesu wartet. Ampfing verschönert das Warten durch den Adventszauber. So wollte er alle Besucher und Anbieter segnen und bat darum dass sie bei aller Geschäftigkeit nicht vergessen, dass sie auf die Ankunft Christi warten.
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Dieter Spielmann dankte sehr für diesen Segen, auf den alle angewiesen sind.
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Die Bläser setzten fort.
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Allen, die zum 10. Mal dabei waren, überreichte Dieter Spielmann eine Miniaturkopie des Gemäldes, das das Plakat ziert.
Dann kam auch schon die Kutsche mit dem Advents-Engerl und seinen Begleitern.
Noch eine kleine Runde und die Engerl kamen auf die Bühne.
Das Engerl - Gina Bauernfeind – verlas seinen Prolog und lud nach all den Sorgen das ganze Jahr über zu ein bisschen Erholung auf dem Adventszauber ein. Auch wenn viele schon alles haben und eigentlich nichts mehr brauchen, gibt es genug Kinder und Bedürftige, die sich über jedes Geschenk freuen.
Vielmehr als auf Geschenke sollten die Zuhörer auf gegenseitige Hilfe und Unterstützung schauen und sich so für Weihnachten bereit machen. (O-Ton)
Wie die Jahre vorher verteilten die Engerl Lebkuchen-Engerl an die Kinder und alle, die wollten.
Während die Bläser die Eröffnung schlossen, ließen sich’s die Kleinen schmecken.
Auf dem Rundgang waren die Lebkuchen schnell verteilt und das Engerl und seine Begleiter suchten wieder das Warme.
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Ein bisschen später unterhielt die Chorgemeinschaft die fröstelnden Zuhörer unter denen auch IHK-Vizepräsidentin Ingrid Obermeier-Osl war. Bürgermeister Ottmar Wimmer ließ sich auf seinem Rundgang die Angebote zeigen und wünschte den Standlbetreibern gute Geschäfte.
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Den schwungvollen musikalischen Abschluss gestaltete die Gruppe „Joy for Fun“ aus Unterreit.
So nahm der 10. Ampfinger Adventszauber seinen Anfang.
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Ein ganz anderes Bild ein paar Tage später: Die Blaskapelle unterhielt die Besucher. Weils wärmer geworden war, hatten sie diesmal keine Probleme mit iihren Instrumenten.
Wegen des Jubiläus hatte die Gemeinde versprochen, für jedes Engerl 10 Euro für einen guten Zweck zu spenden. So kamen immer mehr engelsähnlich verkleidete junge Leutchen vor die Bühne während die Kapelle aufspielte. Manche Engler waren eher Schmetterlinge, andere doch mehr Prinzessinnen... Das war egal – der Wille zählte!
Und manchen war die Musik doch zu laut.... Na ja – Engerl mögen’s halt lieblich!
Die Musiker machten die Bühne frei für das Ampfinger Engerl, das auch diesmal wieder einen Korb voll Lebkuchenengerl dabei hatte.
Nachdem sie ihren Prolog verlesen hatte, lud Dieter Spielmann die vielen Engerl auf die Bühne.
Die wurde fast zu klein – so viele waren es.
Zum Schluss kam auch „Oberengel“ Pfarrer Martin Ringhof.
Der kleinsten Engerl nahm sich Gina Bauernfeind selbst an.
Wieviele Engerl waren es denn nun? Bürgermeister Ottmar Wimmer zählte sie selbst, während sie die Bühne verließen: (O-Ton Ottmar)
Das Zählen überließ er dann Thomas Hell, der auf 171 kam.
Ottmar Wimmer dankte allen Engerln und stockte die 1710 Euro Spende der Gemeinde auf 2.000 Euro auf. Das Geld geht an die Kinderkrebshilfegruppe Balu, die Heckscher Kinderklinik und an den Kinderschutzbund Mühldorf-Waldkraiburg.
Später stockte die Metzgerei Berghammer diese Summe noch um 300 Euro auf.
Dieter Spielmann hatte noch kleine Danke-Schöns für die kleinen und großen Engel und Pfarrer Martin Ringhof dankte Kindergärtnerinnen und Lehrern und Lehrerinnen für ihre Hilfe so viele Engerl auszusatatten.
Dann war Hochbetrieb im Spielzelt: Manche Engerl verzierten kunstvoll die Lebkuchenengerl und andere wollten einfach nur mal reinbeißen!
Andere freuten sich über die Krippe, die schon auf das Jesuskind wartete.
Während es langsam dunkel wurde, genossen die einen Glühwein und Bosna und die anderen die gute Unterhaltung von Pentasax.
Steinmetzmeisterin Franziska Kreipl-Poller aus Weidenbach gestaltete derweil einen Christbaum aus Eis.
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„Sound of Joy“ aus Ampfing schloss das musikalische Programm des Adventszaubers stimmungsvoll ab.
--
Blieb die Frage, was den diesjährigen Adventszauber so besonders gemacht hat. Das sollte noch kommen:
Nein, der Gabelstapler war es nicht, den der kleine Kevin bei der Losaktion des TSV gewonnen hatte.
Es war das große Feuerwerk das nach dem letzten Glockenschlag Punkt 21 Uhr begann.
--
Damit schloss der 10. Ampfinger Adventszauber und die Gemeinde wünschte allen Besuchern und allen Ampfingern Frohe Weihnachten
265 Schluss mit Verkehrsbehinderungen in Ampfing: Die Verkehrsfreigabe des letzten Kreisverkehrs 3:45
Mitte September hatten wir berichtet, die Brücke über die A94 an der Holzgasse ist fertig und trotzdem nicht nutzbar, weil der Kreisverkehr südlich der Autobahn erst 2013 gebaut werden kann. Nun passieren manchmal unvorhergesehene Dinge – sogar solche, die Pläne positiv verändern: Die Autobahndirektion war mit der Fertigstellung der A94 schneller und kostengünstiger voran gekommen, als geplant. So waren Mittel übrig, mit denen der Kreisverkehr südlich der Autobahn noch 2012 gebaut werden konnte.
Gemeinde Ampfing und Autobahndirektion luden an den Kreisverkehr ein, wo es aus dem Auto der Feuerwehr erst einmal einen Schluck Glühwein gab.
Bürgermeister Ottmar Wimmer freute sich über die zahlreiche Teilnahme an diesem kurzfristig angesetzten Termin. Besonders freute er sich über die Teilnahme von Pfarrer Martin Ringhof und der Vertreter der Firmen, die durch die Bauarbeiten beeinträchtig worden waren.
Um diese sichere Straßenverbindung bauen zu können, hat die Gemeinde viel Geld in die Hand nehmen müssen, erläuterte Bürgermeister Ottmar Wimmer. Tatsächlich realisierte die Autobahn dieses Projekt. Die Gemeinde hat aber umfangreiche Sonderwünsche eingebracht, für deren Umsetzung sie selbst aufkommen musste. Damals stimmten alle Gemeinderäte diesem Projekt zu – auch wenn manche heute anderer Meinung sind...
Für die Verbreiterung der Brücke waren so 160.000 Euro für den Grunderwerb rund 90.000 Euro und für den Bau des Geh- und Radweges etwa 9.000 Euro. Die Beleuchtung des Kreisverkehrs wird nochmals 15.000 Euro kosten. Alles zusammen fast 300.000 Euro.
Ottmar Wimmer war überzeugt, dass das Geld hier zum Wohl der Gemeinde gut investiert ist.
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Michael Köstlinger von der Dienststelle Regensburg der Autobahndirektion Südbayern bemerkte eine signifikante Steigerung des Werts der Verbindung von der Holzgasse zum Zentrum Ampfing, die früher ja nur ein Durchlaß unter der ehemaligen B12 hindurch war.
Auch wenn bisher das Verkehrsaufkommen auf diesen Straßen nicht sehr hoch war, hat die Gemeinde doch ihr Geld sehr zukunftsweisend für die Entwicklung des Ortes angelegt.
Michael Köstlinger freute sich auch, dass in seinem Haus die ursprünglich geplante Einmündung dem jetzigen Kreisverkehr gewichen ist und die Kreuzung so viel sicherer wurde.
Wenn nun nach der Verkehrsfreigabe der Autobahn dieser Kreisverkehr dem Verkehr übergeben wird, ist das für seine Dienststelle der Schlussstein, der die Arbeiten im Landkreis Mühldorf beendet – von einigen Nacharbeiten abgesehen.
Für die gute Zusammenarbeit in den zurückliegenden Jahren dankte er besonders allen Verantwortlichen bei Gemeinde und Landkreis.
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Pfarrer Martin Kirchhof segnete die Straße, den Kreisverkehr und alle Verkehrsteilnehmer und wünschte allen allzeit gute Fahrt.
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Dann schnitten Bürgermeister Ottmar Wimmer, Polizeihauptkommissar Hans Rabl, Pfarrer Martin Kirchhof und Michael Köstlinger das Band durch und gaben die Straße für den Verkehr frei.
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Abschließend lud die Gemeinde zu einem gemeinsamen Mittagessen ins Gasthaus Berghammer nach Ampfing ein.

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