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Josef J. Pöllmann
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Hier können Sie nachlesen, worüber wir in KW 18/2014 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
95 Gedenkfeier für die Opfer der Naziherrschaft am Bunkerbogen im Mühldorfer Hart: "Zu unbedeutend für das Erinnern"? 13:30 18 03.05.14
So viele Teilnehmer wie selten kamen in diesem Jahr zum Bunkerbogen in den Mettenheimer Wald um dort der Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft zu gedenken.
Einmal mehr hatte sich Leslie Schwartz eingefunden, der den Holocaust überlebt hat. Landrat Georg Huber war gekommen, seine Stellvertreterin Eva Köhr, MdL Günther Knoblauch und MdB Julia Bartz.
Aus den Städten und Gemeinden der Umgebung waren Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte zahlreich gekommen. Aus Ungarn Zsu-Zsa Fritz, die Leiterin der jüdischen Kultur- und Bildungsstätte „Balint-Haus“.
Die Bläsergruppe Canzona Quarta eröffnete die Gedenkfeier.
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Für-das-Erinnern-Vorstand Franz Langstein freute sich über so viele Zuhörer und hatte befürchtet, daß der Titel der Veranstaltung „Zu unbedeutend für das Erinnern“ den eigentlichen Sinn in den Hintergrund hätte drängen können.
Auch wenn der provokante Titel aus einem Film des Jugendbüros in Burghausen stammt, hindert er nicht daran, sich dem Gedenken an die Opfer zu widmen.
Vor einigen Wochen besuchte der 86-jährige Überlebende Joshua Kaufmann das Gelände. Er konnte aber nichts sehen an das er sich erinnern hätte können. Damals war alles anders, nichts überwachsen und überwuchert.
Daraus resultierte seine Erkenntnis, wenn wir nichts sehen, erkennen wir weder Bedeutung noch Hintergründe. Menschen müssen etwas sehen um die Zusammenhänge zu erkennen.
Gerade die jüngsten politischen Ereignisse machen deutlich, wie fragil politische Systeme sind und wie schnell Radikalität, Ausgrenzung und Menschenverachtung aufkommen.
Er wollte damit sagen, die Gedenkstätte hier ist für die Gesellschaft in der Region so bedeutend, daß es nötig ist, die Anstrengungen zu ihrer Realisierung sehr zu intensivieren.
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Alljährlich versammelt man sich an diesem Ort um der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken stellte Landrat Georg Huber fest. Trotz des Frühlings herrscht dann gedrückte Stimmung und tiefe Trauer über das Schicksal der gequälten und ermordeten Opfer. Noch immer herrscht Fassungslosigkeit, Wut und Unverständnis darüber, wie es damals so weit hatte kommen können.
Der 28. April 1945 als das Lager hier evakuiert wurde, war ein historischer Tag. An diesem Tag war die Schreckensherrschaft der Nazis zu Ende. Leider kam die Befreiung für Hunderttausende zu spät und auch an den Befreiten hinterließ die Zeit in Gefangenschaft Spuren, die viele nie überwinden konnten. Allen Opfern soll mit dieser Gedenkfeier gedacht werden.
Für seine Initiative, das Geschehene nicht dem Vergessen zu überlassen dankte Landrat Huber Franz Langstein und den Mitgliedern des Vereins „Für das Erinnern“. Er war überzeugt, daß die Gedenkstätte hier nicht bedeutungslos ist, wie das Berlin festgestellt hatte.
Die Ablehnung aus Berlin hatte Kultusstaatssekretär Ludwig Spaenle bewogen, eine Lösung finden zu wollen um schnellstmöglich den Entwurf des Staatlichen Bauamts umzusetzen. Er hoffte, daß Überlebende des Holocaust noch selbst erleben können, wie hier die Gedenkstätte eröffnet wird und versprach, sich dafür einzusetzen, daß noch heuer damit begonnen wird.
2015 sollte die Dauerausstellung eröffnet werden können, wenn sich das Kriegsende zum 70. Mal jährt.
Es wird höchste Zeit, durch das Erinnern die Auferstehung eines Regimes wie der Nazis den Boden zu entziehen und der Vergangenheit einen würdigen Platz in unserer Gesellschaft zu geben.
Für ihre Bemühungen dankte Landrat Georg Huber den Mitgliedern des Vereins „Für das Erinnern“ und allen, die nicht müde werden, zu warnen und zu unterstützen.
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Canzona Quarta sorgte für nachdenkliche Stimmung.
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Leslie Schwarz begann in englischer Sprache. Er war damals einer der jüngsten, die hier her kamen. Heute kann er kaum mehr verstehen, wie es ihm damals gelang zu überleben. Er war so ausgemergelt, daß er kaum mehr stehen konnte. Sogar Typhus hat er überlebt.
Er fühlte sich geehrt, daß er heute so viel Aufmerksamkeit erfährt.
Weil er etwas anders erzählen wollte, trug er ein Gedicht vor, das an die Brutalität, das Leiden und die Kaltherzigkeit erinnerte, den Hass und Rohheit beklagte, verbunden mit dem Aufruf, die Augen nicht zu verschließen und niemanden zu vergessen, der durch diese Hölle gegangen ist.
Er setzte in Deutsch fort und erzählte die Geschichte seines Lebens: 1930 in Ungarn geboren wurde besuchte er nach der Schließung der jüdischen Schule 1940 die katholische Schule. So lang, bis sie dort auch nichts mehr mit ihm zu tun haben wollten. Dannn brachten sie seine Familie und ihn erst in ein Ghetto und dann nach Ausschwitz. Dort trennten die Nazis die Familie und brachten ihn nach Dachau und dann nach Mettenheim und Mittergars. (O-Ton 30:17:00 Es war die Hölle)
Hier mußten sie bis zum Umfallen schwerste körperliche Arbeit verrichten. 3.600 von ihnen überlebten das nicht.
Noch am 27. April brachten die Nazis sie mit dem Zug Richtung München weg. In Poing hieß es, der Krieg ist zu Ende und sie ließen sie frei.
In einem nahegelegenen Hof versorgte sie eine junge Bäuerin mit Milch und Brot. Leider lebt Barbara Huber nicht mehr.
Im folgenden Beschuß wurde er schwer verletzt, überlebte das Massaker aber und kann jetzt hier der Opfer gedenken und Zeugnis davon zu geben, wozu Menschen fähig sind.
Heute besucht er Schulen und Institutionen um zu mahnen, daß sich die Geschichte nie wiederholen darf. (O-Ton ...)
Kürzlich erhielt er eine Einladung der ungarischen Regierung, die er mit viel Skepsis betrachtete, weil er nicht weiß, was sie vor haben. Er wollte sich ja nicht mißbrauchen lassen.
Schließlich ist er inzwischen sehr bekannt und so wurden die Ungarn auf ihn aufmerksam, die dachten, er wäre so etwas wie ein Superstar.
Er selbst wollte nach Ungarn fahren wenn er dort auch in Schulen und Universitäten gehen kann um dort direkt zu Schülern und Studenten sprechen zu können, so wie er das hier, in Dänemark und in Schweden macht.
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Zsu-zsa Fritz‘ Worte wurden aus dem Ungarischen übersetzt. Sie trug ein Gedicht von Jehuda Michail vor, in dem der jüdische Dichter fragt, wie man sich erinnern sollte. Die beste Art war wohl, sie ins Vergessen zu konservieren.
Nun steht sie hier, wo so viele ungarische Juden ihr Leben verloren.
Sie selbst kam 1966 in einem Haus in Budapest zur Welt, einer Stadt, die seit Jahrzehnten versucht zu vergessen. Sogar ihre Familie versuchte zu vergessen. Sie vergaßen sogar, ihr zu sagen, daß sie jüdisch ist und was das bedeutet.
Erst nach vielen Jahren kamen Details aus der Nazizeit auf. Damals dachte sie, das alles wäre überholte Vergangenheit. Sie wollte nichts damit zu tun haben – nicht mit der Tragödie konfrontiert werden.
Jung und unbekümmert wie sie war, verweigerte sie die Auseinandersetzung. Erst später erkannte sie, daß nur die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit Frieden mit der Zukunft ermöglicht.
Hier nun, am Ort der Konfrontation gibt es keinen Ausweg mehr sich mit dem schwierigen Erbe auseinanderzusetzen. Nun muß sie selbst die ererbten Erinnerungen weitertragen, gegen falsche Denkmäler kämpfen, falsche Dialoge zurechtrücken und ehrliche Denkmäler erschaffen. Sie darf nicht vergessen – niemals.
Alle Anwesenden sind aufgerufen, die Erinnerung wach zu halten und sie gegen alle Angriffe zu verteidigen, von woher auch immer.
Wenn sie aus einem Land kommt, wo die Mehrheit der Juden vergessen will und sie nun hier an einem Ort steht, an dem so viele von ihnen ermordet wurden, dann wird sie nie vergessen –
Nichts –
Niemals!
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Zsusza Fritz’s Worte unterstrich Canzona Quarta.
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Die eindrucksvollen Worte seiner Vorredner zeigten die Bedeutung, die der 28. April für alle hat, begann MdL Günther Knoblauch seine Ansprache. Er dankte allen, die sich über so viele Jahre hinweg dem Erinnern gewidmet haben – allen Fragen zum Trotz.
Hört man Leslie Schwarz, dann kann man stolz sein, was sie alle gemeinsam erreicht haben. Es ist deshalb das gute Recht des Vereins „Für das Erinnern“, inne zu halten und darüber nachzudenken, wie es weitergehen soll.
Alle beteiligten Gremien sind bisher in unzähligen Sitzungen und Gesprächen langsam voran gekommen. Den Traum einer Gedenkstätte konnten sie allerdings nicht realisieren. Da könnte man in Resignation verfallen. Die große Zahl Zuhörer zeigt aber, daß davon keine Spur ist. Noch immer verbinden sie das Erinnern mit der Hoffnung, die Gedenkstätte realisieren zu können.
Blickt man auf die Entscheidung in Berlin, drängt sich der Verdacht auf, nicht verstanden oder nicht ernst genommen zu werden. Manchmal hat man den Eindruck, in der falschen Region zu leben.
Daß die gegenwärtige Situation viele Menschen in der Region berührt, zeigt die Initiative des Jugendbüros in Burghausen, die zusammen mit den Schülern des Gymnasiums einen Film über dieses Problem erstellt haben. Sie haben mit viel Einfühlungsvermögen nachempfunden, was damals geschah und ihre Betroffenheit darüber zum Ausdruck gebracht daß sich der Staat heute so um das Thema windet.
2013 hatte der ehemalige ungarische Ministerpräsident Bajnai einerseits den schnellen Rückfall in seinem Land beklagt, andererseits aber die Aufarbeitung der Vergangenheit in Deutschland gelobt. Er war sicher ein kompetenter Gradmesser für die Aktivitäten hier vor Ort.
In Berlin sieht man das nicht so. Das ist sicher unbefriedigend.
Genau so unbefriedigend ist auch, wie Berlin auf München und München auf Berlin verweisen, wenn es darum geht, die Grundstücksfragen hier zu lösen. Niemand will die Grundstückshaftung übernehmen – nicht einmal die Bayerische Gedenkstättenstiftung.
Ein erster Schritt wäre, die Landwirte durch Tausch von der Haftung zu befreien.
Sie alle sollten sich ein Beispiel an der Taufkirchner Familie Häuser nehmen, die auf eigene Kosten ein Denkmal für den ermordeten polnischen Zwangsarbeiter aufstellen.
Was Privatpersonen können, sollte doch auch für den Staat möglich sein! Niemand kann leichter Verantwortung übernehmen als der Staat.
Gefordert ist auch die Stiftung Bayerischer Gedenkstätten, die erkennen muß, daß eben sie zuständig ist, wenn in Bayern Gedenkstätten errichtet werden sollen. Nicht der Bund.
Unzufrieden war Günther Knoblauch mit der Auskunft der neuen Kulturstaatsministerin Professor Monika Gütters, die den Bund in einer untergeordneten Rolle sah. Sie verwies auf die geringe authentische Substanz der Anlage, die das Erhalten wenig wert erscheinen läßt. (O-Ton 1:04:31:00 Was ist authentischer als dieses Gelände?)
Das Schreiben zeigt die Notwendigkeit, sich überörtlich Gehör zu verschaffen und dazu neue Wege zu beschreiten. Schließlich demonstriert dieser Bunkerbogen die Geschichte besser als jedes restaurierte Gebäude. (O-Ton 1:06:01:00 Was erinnert mehr...)
Ähnlich wie die halb zerstörte Gedächtniskirche in Berlin erinnert dieser halb zerstörte Bogen als unverkennbares Mahnmal mehr als authentisch an die Geschichte. Er ist ein Zeichen des Aufbäumens gegen die Zerstörung, ein Beispiel für die Endlichkeit menschlichen Größenwahns.
Wäre der Bogen nicht zerstört worden, würde er heute sicher als Produktionshalle dienen – so wie anderswo ähnliche Gebäude. Nur wenige würden sich für seine Geschichte erinnern.
Staatsministerin Gütters hatte nach Berlin eingeladen um über ihre Entscheidung zu sprechen. Es wäre gut gewesen, sie wären zu dieser Gedenkfeier gekommen und hätten die Reden selbst gehört.
Da lobte er sich die jungen Leute aus Burghausen, die sich eingehend mit dem Thema befaßt haben und so helfen, daß sie alle an ihrem Traum festhalten, eines Tages hier doch die Gedenkstätte zu bekommen. Dafür gilt es weiter zu kämpfen.
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Canzona Quarta schloß die Gedenkstunde, die einmal mehr gezeigt hat, wie wichtig der Einsatz gegen das Vergessen ist. Die Erinnerung wach zu halten ist nicht nur wichtig für das Erkennen der eigenen Identität sondern sogar für den Erhalt der freiheitlichen Demokratie in Bayern, in Deutschland und in Europa.
96 Wechsel in Mühldorf: Die Vereidigung von Bürgermeisterin Marianne Zollner und die Verabschiedung der Ausscheider 8:05
Seit 30 Jahren ist Hans Liebl nun für die SPD im Mühldorfer Stadtrat. Für diese lange Zeit ehrte ihn Bürgermeisterin Marianne Zollner zu Beginn der letzten Stadtratssitzung der abgelaufenen Periode mit einer Urkunde und dem Kurfürstenteller in Silber.
Da er mit seinen 78 Jahren wieder kandidierte und wieder gewählt wurde, dankte er für die gute Zusammenarbeit in den zurückliegenden Jahren und freute sich auf die Fortsetzung in den kommenden sechs Jahren.
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Dann erhoben sich die Mitglieder des Stadtrates, die Mitarbeiter der Verwaltung und die Gäste zur Vereidigung von Marianne Zollner zur ersten Bürgermeisterin der Kreisstadt Mühldorf.
Es war zweiter Bürgermeisterin Ilse Preisinger-Sontag eine Ehre, die neu gewählte erste erste Bürgermeisterin der Stadt Mühldorf vereidigen zu dürfen.
Marianne Zollner wiederholte die Eidformel. (O-Ton)
Damit überreichte sie ihr die Amtskette für die erste Bürgermeisterin.
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Nach der Abarbeitung einer umfangreichen Tagesordnung, was - wie im Mühldorfer Stadtrat halt immer – viel Zeit in Anspruch genommen hatte, verabschiedete Marianne Zollner die Mitglieder, die im neuen Stadtrat nicht mehr vertreten sein werden.
Sie begann mit Paul Schwarz, der 2002 in den Stadtrat kam und gleich das Amt des zweiten Bürgermeisters übernommen hat. In zahlreichen Funktionen hat er sich Verdienste für die Stadt erworben. Auch wenn er wenige Monate vor dem Ende zurückgetreten ist, dankte sie Paul Schwarz herzlich für sein Engagement und sein Herzblut, seine Gelassenheit und seinen besonderen Humor, den sie alle sehr geschätzt haben.
Sie war sicher, er wird seine guten Kontakte in der Bevölkerung auch weiter dazu nutzen, den Stadtrat zu beraten und so hoffte sie auf weiter gute Zusammenarbeit.
Zum Dank überreichte sie ihm und den anderen Ausscheidern eine Urkunde und den Löwen der Stadt.
Gelassenheit hat man tatsächlich des Öfteren gebraucht, schmunzelte Paul Schwarz, wenn die Diskussionen ausgeufert sind. Er wünschte dem kommenden Stadtrat alles Gute und besonders Bürgermeisterin Marianne Zollner für das Ausfüllen der großen Schuhe in die sie nun hinein wachsen muß.
49 Jahre und sechs Monate arbeitete Kurt Bimsberger bei der Stadt, seit dem 1. November 1954. Seit 2002 war er Mitglied des Stadtrates und hat ihn in dieser Zeit mit seiner großen Kompetenz maßgeblich mit geprägt. Sie alle haben viel von ihm gelernt – im Stadtrat und in zahlreichen Ausschüssen. Als Finanzexperte und als Urgestein der Verwaltung war sein Rat immer gefragt - in vielfacher Hinsicht. Für das alles dankte sie ihm herzlich und hoffte, daß er sich auch weiter engagieren möge.
Seit 1996 war Günther Rosenberger Mitglied im Stadtrat – 18 Jahre. Auch er hat in zahlreichen Funktionen die Stadt mit geprägt und durch sein Rechtswissen viel beigetragen. Er hat unpopuläre Entscheidungen mit getragen und sie nach außen vertreten. Für das alles dankte sie ihm herzlich.
Günther Rosenberger war zuversichtlich, daß die neu gewählte Frauenpower im Stadtrat für eine neue Politikkultur in der Stadt sorgen - und so im Konsens die Interessen der Stadt vertreten wird.
Auch Christian Funiok war seit 1996 Mitglied im Stadtrat und seit 2008 dritter Bürgermeister. Er hat all die Jahre viel Einsatz gezeigt, besonders aber in den letzten Monaten. Durch sein Engagement, gerade im Bereich Schulen hat er die Stadt stark mit geprägt. Dafür dankte sie ihm herzlich.
Christian Funiok dankte seinerseits und wünschte sich vom Stadtrat vernünftige Entscheidungen.
18 Jahre lang war auch Gottfried Kirmeier Mitglied im Stadtrat wo er nicht nur das Amt des Jugend- und Familienreferenten mit viel Herzblut ausgeübt hat. Für seinen großen Einsatz dankte ihm Marianne Zollner und wollte ihn keinesfalls ganz verabschieden.
Gottfried Kirmeier dankte allen für die gute Zusammenarbeit und legten dem neuen Stadtrat ans Herz, demokratische Entscheidungen auch zu akzeptieren und mit zu tragen. Er bat bei aller Wirtschaftsorientierung die jungen Leute nicht aus den Augen zu verlieren.
Dann dankte Marianne Zollner Claudia Heinrich, die erst 2010 für Werner Groß in den Stadtrat nachgerückt ist und sich dann schnell eingearbeitet hat. Ihr Ausscheiden jetzt ist ein Verlust für die Stadt.
Den Dank gab Claudia Heinrich zurück und hoffte irgendwann zurückkommen zu können.
Schließlich dankte Marianne Zollner Adolf Spirkl, der für den Verstorbenen Klaus Zieglgänsberger nachgerückt ist. Er hat die Mößlinger Interessen im Stadtrat vertreten und mit seiner Bodenständigkeit für die Erdung des Stadtrates gesorgt. Als Wirt wird die Stadt auch weiter bei ihm zu Gast sein und so die Verbindung halten.
Adolf Spirkl schmunzelte, auch wenn er nur kurz im Stadtrat war, hat er doch drei Bürgermeister erlebt. Für diese Erfahrung dankte er allen.
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Abschließend dankte Marianne Zollner Ilse Preisinger-Sontag, die als erste Frau an der Spitze der Stadt Geschichte geschrieben hat. Sie selbst ist zwar die erste gewählte erste Bürgermeisterin, Ilse Preisinger Sontag war es aber vergönnt, als erste Frau auf dem Bürgermeisterstuhl Platz nehmen zu dürfen. So konnten sich die Mühldorfer schon einmal an eine Frau auf diesem Posten gewöhnen.
Für die gut fünf Monate, in denen sie mit weiblicher Diplomatie eine Menge erreicht hat – vom Bau der Europastraße bis zur Aufstellung des Haushalts – dankte Marianne Zollner Ilse Preisinger-Sontag herzlich mit einem Erholungswochenende und einem Bild.
Marianne Zollner hoffte auf die Fortführung der guten Zusammenarbeit im neuen Stadtrat.
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Ilse Preisinger-Sontag war gerne amtierende zweite Bürgermeisterin – auch wenn es nicht nur Spaß gemacht hat. Wenn sie als erste Frau Bürgermeisterin war, hat sie Marianne Zollner doch etwas vorweggenommen. Damit hoffte sie auf gute Zusammenarbeit und wünschte ihr alles Gute.
Mit einem gemeinsamen Foto aller Ausscheider und aller Stadträte der ablaufenden Periode ging die letzte Stadtratssitzung zu Ende.
97 Der Stadtrat von Waldkraiburg verabschiedet Stadträte und Bürgermeister Siegfried Klika 9:45
Nach der Abarbeitung einer umfangreichen Tagesordnung ließ es sich nicht mehr hinausschieben: Es war Zeit, Abschied zu nehmen. Das wollte Bürgermeister Siegfried Klika aber nicht einfach so. Er erinnerte noch mal an die sechs oder sogar 12 Jahre, in denen sie hier im Stadtrat alle gut zusammen zum Wohl der Stadt gearbeitet haben.
Wenn dann im Wahlkampf bemängelt wurde, daß in Waldkraiburg nichts geschehen ist, dann ärgerte ihn das doch. Er trug eine lange Liste von Projekten und Initiativen vor, die sie gemeinsam realisiert haben und die eindrucksvoll darstellte, was in seiner Amtszeit alles angepackt worden war. Das reichte von Schulbauten über das Stadtmuseum bis zur Tiefgarage am Sartrouvilleplatz und natürlich zur energetischen Unabhängigkeit durch die Übernahme der Stromversorgung und den Bau der Geothermie. Nach all dem kann man sogar ruhig auf die Krisen in Osteuropa schauen.
Die gute Zusammenarbeit war nur möglich, weil die Stadt die Räte immer bestmöglich mit Informationen versorgt hat. Nur so war es möglich, daß 98% der Abstimmungen einstimmig erfolgt sind.
Politik spielte keine Rolle, das Wohl der Stadt stand an oberster Stelle. Sie haben das genau so gesehen und dafür dankte Siegfried Klika den Stadträten.
Er wünschte Bürgermeister Robert Pötzsch eine glückliche Hand und daß er das Wünschenswerte so umsetzen kann, daß es machbar ist.
Damit dankte er auch der Verwaltung, den Geschäftsführern der städtischen Gesellschaften, die tatkräftig mit geholfen haben, die zahlreichen Projekte umzusetzen.
Noch einmal unterstrich Siegfried Klika, daß die Geothermie mit eigenen Mitteln verwirklicht wurde und die Erträge keinem Investor zu Gute kommen werden. Alles zusammen genommen wäre Waldkraiburg ohne das alles wesentlich ärmer.
Es hat ihm Spaß gemacht, für die Stadt da zu sein. Jetzt wird er wieder Herr seiner Zeit und sicher ab und zu einen Leserbrief schreiben.
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SPD-Fraktionssprecherin Susanne Engelmann dankte Siegfried Klika für die vielen gemeinsamen Jahre die überwiegend doch erfolgreich waren. Auch wenn sie zwei Mal gegen ihn kandidiert hatte, war sie doch zufrieden, daß er diese Arbeit gemacht hat. Sie wünschte ihm von Herzen alles Gute und riet ihm, sich Zeit für seine Frau zu nehmen und doch endlich nach Südafrika zu fahren!
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Auch den ausscheidenden Stadträten dankte sie für die gute Zusammenarbeit auch wenn sie manchmal unterschiedlicher Meinung waren.
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UWG-Fraktionssprecher Gustl Schenk, der als kommunales Urgestein weiter im Stadtrat bleiben darf, dankte besonders Siegfried Klika für die vielen gemeinsamen Jahre. Er gab ihm mit auf den Weg, daß die Abgabe von Macht kein Verlust ist, sondern ein Gewinn von Freiheit!
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Auch CSU Fraktionsvorsitzender Anton Sterr dankte allen Kollegen auch wenn sie mit der SPD häufig sehr unterschiedlicher und mit der UWG häufig gleicher Meinung waren. Er wies darauf hin, daß ein Stadtrat kein Parlament ist sondern ein Verwaltungsorgan. Da gibt es keine Regierung und keine Opposition sondern nur die gemeinsame Arbeit für die Sache.
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Zweiter Bürgermeister Harald Jungbauer dankte besonders für die gute Zusammenarbeit mit Siegfried Klika und drittem Bürgermeister Reinhard Babiak. Gemeinsam haben sie Siegfried Klika nach Kräften unterstützt.
Er dankte auch den Kollegen im Stadtrat für die stets offene und ehrliche Zusammenarbeit, genau so wie den Mitarbeitern der Verwaltung und den Geschäftsführern der städtischen Gesellschaften. Er wünschte allen Gesundheit und Wohlergehen, streckte dem neuen Bürgermeister Robert Pötzsch seine Hand aus und bot ihm die Zusammenarbeit an. Für seine neue Aufgabe wünschte Robert Pötzsch viel Erfolg und immer ein glückliches Händchen.
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Auch dritter Bürgermeister Rinhard Babiak dankte seinen beiden Kollegen und den Mitgliedern des Stadtrates für die zurückliegend sechs Jahre. Sie haben ihre Arbeit hervorragend erledigt. Das wünschte er sich auch für die kommenden sechs Jahre.
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Dann verabschiedete Siegfried Klika die ausscheidenden Mitglieder.
Jutta Klein vertrat die ÖDP seit 2013. Sie erhielt eine Dankurkunde und einen Strauß Blumen.
Entschuldigt hatte sich Manuela Keller von der CSU. Sie war 2012 für Gertraud Kesselgruber in den Stadtrat nachgerückt und hatte vorwiegend die Belange der Industrie vertreten.
Auch ihr wünschte er alles Gute.
Michael Bartesch kannte Siegfried Klika schon aus der Jugend. Für seine 12 Jahre im Stadtrat und in vielen Ausschüssen überreichte er ihm zur Urkunde die Stadtratsmedaille in Bronze.
Michael Bartesch nahm die Anerkennung sichtlich gerührt entgegen.
Vera Bittner war seit 2002 im Stadtrat und in dieser langen Zeit in zahlreichen Ausschüssen aktiv. Sie dankte ihrerseits den Kollegen und wünschte ihnen alles Gute.
Auch Gabriela Brosch-Nikolaus war lange im Stadtrat und erhielt neben der Stadtratsmedaille eine Dankurkunde.
Andreas Pawel war zwei Amtszeiten dabei und trat aus beruflichen Gründen nicht mehr an. Siegfried Klika verabschiedete ihn mit Urkunde und Stadtratsmedaille in Bronze. Er sagte nur ganz leise Servus und vielleicht „auf Wiedersehen“.
Als nächsten verabschiedete Siegfried Klika Axel Pöschmann der seit 1996 Mitglied des Stadtrates war und sich über die Parteigrenzen hinweg große Anerkennung erworben hat.
Axel Pöschmann fiel es schwer, sich aus dem Stadtrat zu verabschieden. Er war stolz darauf, in diesem hohen Haus so lang mitgemacht zu haben und wünschte den Kollegen alles Gute und viel Erfolg.
Ebenfalls 18 Jahre war Hermann Tischler im Stadtrat und bekleidete dort zahlreiche Funktionen. Er konnte als Vertreter der Wirtschaft viele wertvolle Impulse geben. Die Stadtratsmedaille in silber für ihn.
Auch Hermann Tischler war dankbar für die vielen Jahre, in denen er sich einbringen konnte. Er wird auch weiterhin die Interessen der Stadt mit Stolz überall vertreten wo er nur hinkommt.
Alles aufzuzählen, was der letzte Ausscheider geleistet hat, ist schier unmöglich, würdigte Siegfried Klika Dietmar Hellers Verdienste. Für 36 Jahre erhielt im Stadtrat fügte er zu den zahlreichen Ehrungen die er in dieser langen Zeit schon erhalten hatte, Urkunde und Stadtratsmedaille in Gold hinzu.
Besonders am Herzen lagen ihm die Jugend und der Sport, die Fußgänger dafür eher weniger...
Siegfried Klika dankte auch Dietmar Hellers Gattin, die das alles immer unterstützt hat.
Der Geehrte wollte sich schon würdig verabschieden. Anders als erwartet, freute er sich auf das Ende seiner Mitgliedschaft in diesem Gremium. Er war immerhin mehr als die Hälfte seines Lebens dabei. Nun beginnt ein neuer Abschnitt, in dem er sich seiner Familie widmen will.
Er hat drei Bürgermeister erlebt, Dr. Kriegisch, Jochen Fischer und Siegfried Klika. Den nächsten Wechsel macht er nicht mehr mit....
Er wußte nicht, an wie vielen Sitzungen er teilgenommen hat und wie viele Beschlüsse sie in dieser Zeit gefällt haben. Es war jedenfalls viel Zeit, die er für die Stadt aufgewendet hat.
In den 30 Jahren als Sportreferent hieß es immer alle Vereine mit ihren 5.000 Mitgliedern gleichermaßen zu betreuen.
Dietmar Heller erinnerte an eine ganze Reihe Erlebnisse vom Versuch einen Kunstrasenplatz zu bauen bis zur Durchführung von Großveranstaltungen, etwa der Eisstock-Weltmeisterschaft vor zwei Jahren.
Er erinnerte an die vielen Sportlerehrungen, die jedes Jahr viel Vorbereitung erfordert haben. Dazu wünschte er seinem Nachfolger schon jetzt viel Geduld und Kraft – wer immer dieses Amt auch übernehmen wird - und hoffte, daß die Sportvereine mit ihm genau so gut zusammenarbeiten, wie sie das mit ihm gepflegt hatten.
Abschließend dankte er allen drei Bürgermeistern, den Kollegen im Stadtrat, den Mitarbeitern der Verwaltung, den Geschäftsführern der städtischen Gesellschaften und wünschte der Stadt, ihren Bürgern und besonders den Mitgliedern des neuen Stadtrates alles Gute. Sie sollten sich am Mosaik im Rathaus orientieren, wo geschrieben steht: „Suchet der Stadt Bestes“
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Damit wollte sich auch Siegfried Klika verabschieden und die Sitzung schließen. Das ließ Harald Jungbauer aber nicht zu.
Er erinnerte an Siegfried Klikas Wahl zum Bürgermeister 2002 und die vielen Jahre vorher, in denen er sich unermüdlich für die Stadt und die sozialen Belange ihrer Bürger eingesetzt hat. Weitere Anliegen waren der Ausbau der Kinderbetreuung, der Bau der Geothermie, die Ausweitung des Industriegebietes und der Wohnbaugebiete sowie der Bau der Schulschwimmhalle. Sie alle sind mit Siegfried Klikas Namen verbunden.
Seit 24 Jahren kommunalpolitisch tätig und seit 2002 auch im Kreistag aktiv hat er die Arbeit in der Stadt bereichert und sich das Vertrauen der Bürger erworben.
Nachdem er die einzelnen Stationen und Funktionen aufgezählt hatte, dankte ihm Harald Jungbauer mit der Stadtratsmedaille in Gold und einer Anerkennungsurkunde.
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Bevor sie die Sitzung endgültig schlossen, blickten sie mit einem Video auf die 12 Jahre zurück, in denen Siegfried Klika Bürgermeister war.
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Wir möchten uns auf diesem Weg bei allen Stadträten und besonders bei Bürgermeister Siegfried Klika für die ausgezeichnete Zusammenarbeit in den zurückliegenden acht Jahren bedanken und alles Gute und Gottes Segen denen wünschen, die aus dem Gremium ausscheiden. Besonders aber Siegfried Klika, der uns in dieser langen Zeit zum Freund geworden ist.
98 Landrat Georg Huber ernennt die Nachfolger von Kreisbrandrat
Harald Lechertshuber
6:00
Landrat Georg Huber ließ ein paar Minuten auf sich warten. Das gab uns Gelegenheit, die Bilder von Peter Wiedenhoff anzuschauen, die derzeit dort zu sehen sind.
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Kreisbrandrat Karl Neulinger hatte sein Maßband dabei, von dem nur noch ein Zentimeter übrig war. Tatsächlich war es sein letzter Tag in dieser Funktion. Was machen Sie ab morgen? (O-Ton)
Es ändert sich schon viel zur Zeit, meinte Landrat Georg Huber – nicht nur in der Kommunalpolitik sondern auch hier bei den Feuerwehren.
Die Rettungsdienste im Landkreis haben sich in den zurückliegenden Jahren stark entwickelt. Die Bekämpfung von Bränden ist nur mehr eins der Themen, mit denen sich die Feuerwehren befassen müssen. Heute steht die technische Hilfeleistung an erster Stelle, die wesentlich mehr Fachwissen und dadurch mehr Ausbildung erfordert.
Bisher haben die Feuerwehren keine Nachwuchssorgen, leiden aber darunter, daß die Zeit, in der sich junge Leute einbringen immer kürzer wird. Das ist schon bei anderen Vereinen schwierig, bei den Feuerwehren aber geradezu problematisch weil ihr erlerntes Wissen damit für die Feuerwehren verloren geht.
Es ist deshalb besonders wichtig, daß es die Führung der Feuerwehren schafft, die jungen immer wieder zu motivieren und so bei der Stange zu halten.
Bis zur letzten Entscheidung müssen sie deshalb ihre Mitglieder so gut wie möglich einbinden, auch wenn sie am Ende die Verantwortung für ihre Entscheidungen selbst tragen müssen.
Das alles sollten die beiden Neuen beherzigen und in ihrer neuen Funktion umsetzen.
Zunächst gratulierte Landrat Huber aber Harald Lechertshuber und dankte ihm für die Übernahme der Verantwortung, die dieses Amt mit sich bringt. Seine Aufgabe ist anspruchsvoll und erfordert viel Gefühl. Landrat Huber hoffte auf weiterhin gute Zusammenarbeit zwischen Landratsamt und Kreisbrandinspektion und versprach seinerseits alles zu tun um das umzusetzen.
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Da durch seine Wahl zum Kreisbrandrat die Funktion eines Kreisbrandinspektors frei geworden ist, ernannte Landrat Huber dann Werner Hummel zu seinem Nachfolger in diesem Amt. Ihm gratulierte er und wünschte dem erfahrenen Kreisbrandmeister viel Erfolg in der neuen Funktion, die mit Arbeit und psychischer Stärke verbunden ist. Er war überzeugt, er wird es schaffen.
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Der zweite Neue ist ein Aufsteiger in der Sparkasse, ein ehrgeiziger und analytisch denkender junger Mann, der noch viel vor sich hat: Markus Lippacher. Schon bisher hat er sich für die Jugendarbeit eingesetzt und geholfen, den Nachwuchs zu sichern.
Allen Neuen gab Landrat Huber mit auf den Weg, bei allem Engagement die eigenen Familien nicht aus den Augen zu verlieren und alle Generationen in die Arbeit einzubeziehen.
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Die Nachfolge für Werner Hummel als Kreisbrandmeister tritt Franz Dirnberger an. Auch er wird von den Wehren erwartet und von den Kommandanten gern angenommen. Da sie ihn vorgeschlagen haben, war Landrat Huber sicher, daß er nötigen Qualitäten mitbringt um seine Aufgabe gut erfüllen zu können.
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Damit kam er auf Kreisbrandrat Karl Neulinger zu sprechen, der sicher sein Maßband dabei hat. Ihm dankte er für die Zusammenarbeit, die gut aber nicht immer ganz reibungslos war. Bei allen Meinungsunterschieden blieben aber keine persönlichen Dinge zwischen ihnen stehen. Es hat sicher gut funktioniert. Nun muß er loslassen und seinem Nachfolger die Verantwortung überlassen. Damit dankte er ihm für seine Arbeit und wünschte ihm für die Zukunft alles Gute.
Zuletzt dankte er Kreisbrandinspektor Franz Oberpaul, der jetzt die Rolle des Seniors in der Kreisbrandinspektion übernimmt.
Mit seiner Erfahrung kann er den anderen viel mitgeben. Er kann dem jungen Team väterlicher Freund sein und den Übergang von der alten zur jungen Garde begleiten.
Damit verlas er die Urkunde für Werner Hummel und händigte sie ihm aus.
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Dann gratulierte er Kreisbrandmeister Markus Lippacher.
Und schließlich dem neu ernannten Kreisbrandmeister Franz Dirnberger
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Nach einem gemeinsamen Foto feierten stießen die Gäste der kleinen Feierstunde mit einem Gläschen Sekt auf die Ernennungen an.
99 Weiter Sprachkurse für Asylsuchende im Haus der Begegnung der AWO dank der Spende der Volksbank Burghausen-Mühldorf 2:50
AWO-Vorsitzende Klara-Maria Seeberger und Haus-der-Begegnung Vorstand Alexandra Nettelnstroth konnten zusammen mit Susanne Rothkäppl Volksbankdirektor Rainer Auer willkommen heißen. Ebenfalls gekommen war die Leiterin der Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende der Regierung von Oberbayern Nicole Simmeth. Etwas später kam Bürgermeisterin Marianne Zollner mit dazu.
Nach der Besichtigung des Hauses begründete Rainer Auer ihr Engagement für die Bürger der Region mit ihrem Erfolg in ihrer Arbeit in der Bank. Mit dem Geld können die Sprachkurse weiter finanziert werden, für die staatliche Gelder nicht mehr ausreichen.
Marianne Zollner, die das Haus bis Ende März geleitet hatte, erinnerte daran, daß der Freistaat zwar mehr Geld bereitstellen will, das aber so schnell nicht schafft. So dient die Spende zur Überbrückung bis dahin. Ohne das Geld müßte ein Teil der Sprachkurse eingestellt werden.
Tatsächlich haben sie mit ihrer Arbeit für die Asylsuchenden großen Erfolg und bereits vielen den Weg in eine normales Leben geebnet.
Viele der Leute, die hier um Asyl ansuchen, haben schreckliche Dinge erlebt und brauchen jede mögliche Unterstützung. Das reicht vom gemeinsamen Einkaufen über das gemeinsame Kochen bis zu Ausflügen in die nähere Umgebung oder auch ins Deutsche Museum. Das alles hilft, ihren Horizont zu erweitern und sie auf das Leben in unserer technisierten Welt vorzubereiten.
Die Kinder lernen so erfolgreich, daß es Berichte gibt manche wären besser als so mancher deutsche Schüler. Inzwischen haben die ersten Ankömmlinge begonnen zu Arbeiten. Ihre Arbeitgeber sind sehr zufrieden. Wie wir kürzlich berichtet haben, gab es seit der Ankunft der ersten Asylsuchenden keine Auffälligkeiten. Es scheint, als wäre das Mühldorfer Modell der Betreuung von Asylsuchenden eine richtige Erfolgsgeschichte!
100 1. Mai: Kundgebung und Familienfest in Waldkraiburg 15:10
Am Eingang zum Volksfestplatz empfing die Egerländer Trachtenkapelle die Teilnehmer am Demonstrationszug mit einem Standkonzert.
Neben den Organisatoren - DGB und SPD - fanden sich auch Vertreter der Linken ein, des Kreisjugendrings, und Bürgermeister Robert Pötzsch der hier an seinem ersten Tag im neuen Amt seinen ersten offiziellen Termin wahrnahm.
Daß derzeit ein Generationswechsel stattfindet zeigte sich, als ihm MdL Günther Knoblauch gratulierte und auf gute Zusammenarbeit hoffte.
Siegfried Klika – bis gestern noch Bürgermeister der Industriestadt – kam freudestrahlend auf seinem Elektrorad angefahren. Er nimmt’s jetzt locker...
Der Zug wurde von viel Polizei bewacht....
Mit SPD-Ortsvorsitzendem Bernd Wegmann als Transparentträger voran gings los - vorbei am Haus der Kultur - Richtung Sartrouville-Platz.
Nach der Blaskapelle einträchtig nebeneinander: DGB-Kreisvorsitzender Richard Fischer, Bürgermeister Robert Pötzsch, MdL Günther Knoblauch, ver.di-Vertreter Hubert Thiermeyer und Reinhard Babiak.
Danach Kreisjugendring, Stadträte, Gewerkschafter und engagierte Bürger.
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Ums Rathaus herum zogen sie zum Sartrouville-Platz wo im kleinen Festzelt schon ein gemütlicher Frühschoppen mit Weißwürsten, Brezen aus der Bäckerei Pötzsch und Weißbier wartete.
Die Egerländer sorgten für die Umrahmung des gemütlichen Vormittags.
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Schließlich begrüßte DGB Kreisvorsitzender Richard Fischer die Zuhörer und meinte, der Herrgott muß ein Gewerkschafter sein. Tatsächlich war der angekündigte Regen ausgeblieben und nach und nach kam die Sonne zum Vorschein.
Über einhundert Jahre lang haben die Gewerkschaften diesen Tag erkämpft, an dem sie immer wieder auf die Situation der Arbeitnehmer aufmerksam machten. Der Anlaß für den Tag der Arbeit war die Forderung nach einer 40-Stunden Woche und gleichem Lohn für gleiche Arbeit. Verlief dieser Kampf anfänglich sogar blutig, können sie heute ihre Forderung friedlich vorbringen.
Trotz des langen Kampfes und dem vielen Erreichten gibt es noch immer viel zu klären: So muß der Wert der Arbeit neu definiert, der Mindestlohn ohne Ausnahmen umgesetzt und die Rente mit 63 realisiert werden.
Die Richtung stimmt zwar, trotzdem sind mehr Mitbestimmung nötig, die Gleichstellung von Leiharbeit und Festanstellung und vieles mehr.
Damit begrüßte er Bürgermeister Robert Pötzsch, Siegfried Klika, Werner Schreiber, einen der Hoffnungsträger im bayerischen Landtag, Günther Knoblauch. Die Stadträte und Vertreter von Gewerkschaften, Betriebsräten, Vereinen und der Grünen in Mühldorf Bernhard Wagner.
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Wenn der Tag unter der Überschrift steht „Gute Arbeit – soziales Europa“, dann steht der erste Mai auch für das Bekenntnis zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde – begann Bürgermeister Robert Pötzsch sein erstes Grußwort als Bürgermeister von Waldkraiburg. Alles Themen, die eigentlich Selbstverständlichkeit sein sollten. Er selbst steht für diese Anliegen und will sie für Waldkraiburg umsetzen – allen Waldkraiburgern soziale Gerechtigkeit, gutes Auskommen und ein lebenswertes Umfeld schaffen.
Diese Ziele umzusetzen muß das Anliegen der gesamten Gesellschaft sein, stehen sie doch für den sozialen Frieden und das Wohlbefinden aller. Deshalb ist der 1. Mai mehr als ein Tag der Gewerkschaften oder ein schöner Feiertag.
Wenn es in Deutschland aufwärts geht, darf man die Verlierer auf dem Arbeitsmarkt nicht vergessen. Es genügt nicht, sie zu versorgen. Diese Menschen brauchen Perspektiven für ihre Zukunft und die Chance ihre Fähigkeiten einzubringen. Deshalb will er den Menschen gute Arbeitsplätze schaffen und die Lebensqualität steigern.
Für ihre Unterstützung dabei dankte er allen Gewerkschaftern und wünschte ihnen viel Erfolg für ihre Arbeit.
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MdL Günther Knoblauch scherzte erst über die vielen Bürgermeister „in spe“ und „a. D.“ und freute sich dann über die zahlreichen Stadt und Gemeinderäte.
Dieser 1. Mai ist ein besonderer Tag, weil er zeigt, daß Verantwortung auch wechseln kann. Deshalb dankte er allen, die sich aktiv für die Gesellschaft einbringen. Allen Neuen wünschte er viel Kraft, Glück und immer gute Nerven.
Wenn nun der Mindestlohn und die Rente mit 63 eingeführt werden, muß man festhalten, daß diese Dinge seit dem ersten 1. Mai 1890 von Menschen erkämpft wurden. Traurig machte ihn dabei, daß das alles für selbstverständlich erachtet wird. Dabei gilt es den Kampf fortzusetzen!
So sollte die Botschaft von dieser Veranstaltung ausgehen, daß sich die Menschen engagieren müssen um etwas zu erreichen.
Dann plädierte er für ein starkes und einiges Europa und erklärte Bestrebungen für mehr Deutschland und mehr Bayern in Europa eine Absage. Diese nationale Denkweise würde nur schaden.
Nur wenn Portugiesen, Spanier und Griechen in ihren Heimatländern gute Lebensbedingungen haben, können sie auch weiter unsere Waren kaufen und unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Dieses sozial gerechtere Europa gilt es anzustreben. Es kann nicht sein, daß es zwar für Bilanzen keine, für Arbeitnehmerrechte aber hohe Grenzen gibt.
Dieses Europa hoffte er, zusammen mit den Gewerkschaften zu erreichen.
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Zum Thema des Tages „Gute Arbeit – soziales Europa“ sprach ver.di-Bezirksvertreter Hubert Thiermeyer während sich die Kinder draußen an den Spielgeräten des Kreisjugendrings vergnügten. Er hatte selten so viele Bürgermeister bei einer Maikundgebung erlebt und selten so ein gutes Verhältnis unter ihnen.
Der 1. Januar 2015 ist der Tag, an dem die Hungerlöhne in Deutschland enden. Dann wird der Mindestlohn eingeführt, wie es ihn in fast allen europäischen Ländern längst gibt. Menschen in im ausufernden Niedriglohnsektor mußten 2013 sogar Kürzungen von 20% hinnehmen. (O-Ton Die ärmsten bekommen in Deutschland immer weniger.)
So stellte die OECD fest, die Niedriglöhner von heute die Altersarmen von morgen sind.
Heute verdienen Großkonzerne auf Kosten des Steuerzahlers immer mehr: Sie zahlen ihren Arbeitnehmern Dumpinglöhne, die dann vom Sozialamt Stütze beziehen müssen.
Nicht nur, daß Menschen im Niedriglohnsektor kaum Chancen haben, daraus zu entkommen, sinkt auch ihre Lebenserwartung. Männer in niedrigen Einkommensgruppen sterben 11 Jahre früher als solche mit hohem Einkommen und bei Frauen beträgt der Unterschied 8 Jahre.
Genau deshalb lehnen die Gewerkschaften Ausnahmen beim Mindestlohn kategorisch ab, der ja ohnehin sogar im europäischen Vergleich nur im Mittelfeld liegt.
Es ist doch ein Hohn, wenn dieses reiche Land und diese reiche Gesellschaft es zulassen, daß Menschen nach einem langen Arbeitsleben im Alter arbeiten müssen um ihr Auskommen sichern zu können. Hubert Thiermeyer hoffte, daß die Parlamentarier das erkennen, die sich einfach so 450 Euro Erhöhung gegönnt haben – so viel wie ein Hartz IV-Empfänger im Monat bekommt. Das wäre ja in Ordnung, wenn sie auch die Interessen des Volkes vertreten würden!
Hubert Thiermeyer forderte freie und unbehinderte Wahlen für Betriebsräte was heute in vielen Fällen behindert oder sogar verhindert wird. Wenn es um den Profit geht, kennen sogar sonst großzügige Unternehmer keine Grenzen mehr und machen sich durch allerlei Behinderungen strafbar.
So stärkte er den Betriebsräten den Rücken und motivierte sie, ihre Aufgabe ernst zu nehmen und die Rechte der Arbeitnehmer in den Betrieben durchzusetzen, die ohne sie nur auf dem Papier bestehen würden.
Trotzdem gibt es viel zu tun: Die Leiharbeit muß abgebaut werden, die noch immer 850.000 vorwiegend jungen Leuten instabile Einkommensverhältnisse aufzwingt. Viel zu viele.
Auch wenn die Große Koalition die Leiharbeit befristet und nach 9 Monaten gleichen Lohn verspricht, ändert das nichts an der gegenwärtigen Situation in der kaum ein Leiharbeitsverhältnis länger dauert als 3 Monate.
Das Mindeste ist gleicher Lohn für gleiche Arbeit ab der ersten Stunde! Dafür werden sie weiter kämpfen.
Kämpfen werden sie auch gegen Werkverträge, die kaum Regulierung unterliegen. Die Zustände auf den Schlachthöfen sind nur die Spitze des Eisbergs. Sie finden sich auch auf dem Bau und anderen Branchen. Hier verdienen die Subunternehmer mehr als die eigentlichen Unternehmen auf Kosten der Beschäftigten und der Allgemeinheit, die dann aus Steuermitteln die Aufstockung bezahlen muß.
Das ist der eigentliche Mißbrauch von Hartz-IV: Mit Werkverträgen billige Arbeit zu bekommen, die dann aus mit Steuergeldern bezahlt werden muß! Dagegen muß die Politik endlich eine Lösung finden.
Armut, Angst, Unsicherheit und Druck dominieren inzwischen viele Bereiche der Arbeitswelt. Dazu hat die AOK festgestellt, daß die Arbeitnehmer heute flexibler und besser sind als je zuvor und eines Tages zusammenbrechen. Die Zahl psychischer Erkrankungen hat sich seit 1994 verdoppelt und immer mehr nehmen sich das Leben wie in Frankreichs großen Unternehmen wo Arbeitnehmer in Abschiedsbriefen die Verhältnisse am Arbeitsplatz als Grund für ihren Suizid angegeben haben.
Wenn Renault in drei Jahren 26 neue Modelle präsentieren und Umsatz und Profitmarge verdoppeln und Peugeot-Citroen in vier Jahren 53 neu Modelle vorstellen und die Rentabilität verdreifachen will, geht das nur auf Kosten der Mitarbeiter.
Einen „makaberen Protestschrei“ bezeichnete die Süddeutsche Zeitung den Abschiedsbrief eines France-Telekom-Mitarbieters, der schrieb: (O-Ton)
Seit 2008 haben sich bei der France Telekom mehr als 60 Mitarbeiter das Leben genommen.
Gute und gesunde Arbeit ist ein Menschenrecht, das ohne weitere gesetzliche Maßnahmen und ohne ein Umdenken bei Konzernen und Politikern nicht zu verwirklichen ist. So macht das Wirtschaftssystem Menschen krank und kaputt.
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Europa steht vor einer Zerreißprobe. Den Regierungen und der EU-Kommission ist es nicht gelungen, die hohe Arbeitslosigkeit in den südlichen Ländern zu beenden und die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Anstatt einzugreifen haben sie dereguliert und eine antisoziale Politik betrieben. Die dadurch entstandene soziale Verelendung ist der Nährboden für Separatismus, Radikalismus und Nationalismus.
Fast 6 Millionen junge Menschen in der EU sind arbeitslos. Wer quasi über Nacht Bankenrettungsfonds in dreistelliger Milliardenhöhe auflegen kann, kann auch die Jugend retten. Den politischen Willen vorausgesetzt!
Im Gegensatz dazu haben die Verantwortlichen die sozialen Standards europaweit immer weiter abgebaut – besonders in Südeuropa. Anstatt zu fördern, kann die EU neuerdings Staaten bestrafen, wenn sich die Löhne nach ihrer Meinung zu schnell entwickeln! Gegen Steuer und Lohndumping gehen sie allerdings nicht vor. Das alles ist eine klare Kampfansage an die Gewerkschaften und Arbeitnehmer. Hubert Thiermeyer forderte deshalb: (O-Ton 48:23:00 Europaweit muß gelten: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am selben Ort. Applaus)
Die Europawahl am 25. Mai ist so wichtig wie nie zuvor und gleichzeitig ist das den Menschen so wenig bewußt wie je zuvor. Die stärkste Partei bestimmt ja den neuen Kommissionspräsidenten der das künftige Europa gestalten soll. Deshalb ist ein starkes Europaparlament nötig, eins ohne Rechtspopulisten und Erzkonservative. Gelingt das nicht, vertieft sich die soziale Spaltung Europas noch weiter. Das gilt es den Wählern aufzuzeigen und sie zum Wählen zu motivieren.
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Vielleicht gelingt es dann, den Top 10 der reichsten Unternehmer in Deutschland, den Einzelhandelskonzernen Aldi, Lidl und Otto, die die meisten Geringverdiener beschäftigen, aufzuzeigen, daß sie sich ungerechtfertigt an staatlichen Aufstockungen der Mitarbeiter bereichern, die ohne Hartz-IV ihre Familien gar nicht ernähren könnten. Dieses System, das alle Steuerzahler bezahlen, macht nur die Superreichen noch reicher!
Heute besitzt nämlich 1% der Deutschen mehr als 90% der Bevölkerung. Deutschland ist ein Reichenparadies in dem Vermögen so gering besteuert wird wie in keinem Industriestaat – ein Paradies für Steuerhinterzieher und Geldwäscher. Im Vergleich liegt Deutschland noch vor den Bahamas und der Kanalinsel Jersey.
Die Umverteilung von unten nach oben hat in Deutschland sehr zugenommen. Die Politik hat das erkannt, zieht aber keine Konsequenzen. Anstatt das weltweite Vermögen im Finanzkarrussel kursieren zu lassen, muß es endlich dazu benutzt werden, Zukunftsaufgaben zu finanzieren und die Schulden der öffentlichen Hand abzubauen.
Es gilt also für Steuergerechtigkeit und die Finanzierung des Gemeinwesens zu kämpfen.
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Im Kampf gegen die Altersarmut muß die Gleichgültigkeit der Politiker überwunden werden. Sie brauchen Unterstützung bei der Einführung der Rente mit 63, die ohne Wenn und Aber kommen muß und die Rente mit 67 abgeschafft wird. Finanziert werden können diese Renten mit einer geringen Demographieabgabe zwischen 3 und 6 Euro.
Die Mütterrente durch die Rücklagen zu finanzieren widersprach Hubert Thiermeyer und forderte ihre Finanzierung aus Steuermitteln. Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, daß alle dafür bezahlen, nicht nur die Rentenversicherungspflichtigen.
Geht es so weiter wie bisher, ist das Sozialsystem tatsächlich in Gefahr. Nicht aber, weil die jungen nicht mehr zahlen - sondern weil sich die Arbeitgeber sich ihrer Verantwortung entziehen und die Superreichen nahezu keine Steuern zahlen.
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Abschließend forderte Hubert Thiermeyer eine Gesellschaft, in der der Mensch, die Solidarität und Gerechtigkeit an oberster Stelle stehen.
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Richard Fischer dankte den Zuhörern für ihre Geduld und beschloß die Veranstaltung mit dem Lied der Arbeiterbewegung „Brüder zur Sonne zur Freiheit“.
101 1. Mai: Maibaum mit Schwaibal und Irxenschmeuz - Alles ausverkauft bei den Eisstockschützen in Grünbach 9:20
Man hatte den Eindruck Flossing hatte seine ganz Jugend und die Kinder dazu auf den Maibaum gesetzt und war so Richtung Grünbach losgezogen. Jedenfalls war die Stimmung hinter Sepp Bauers altem Traktor bestens als sie auf der Wiese vor dem Ortseingang ankamen.
Dort hatte der Eisstockschützenverein gleich mehrere Zelte aufgestellt und Dutzende Tischgarnituren dazu.
Seit 10 Uhr früh war Robert Wagner damit beschäftigt, Hoibe um Hoibe zu zapfen und Radler um Radler. Und zwar nicht nur für die Gäste sondern auch für die zahllosen Helfer die schon früh am Morgen parat standen, Aufgaben zugewiesen zu bekommen.
Es war viel Platz auf der Wiese und deshalb kein Problem, den 24 Meter langen Baum vor den Ständer zu manövrieren. Schön bemalt und schön geschmückt hatten sie ihn – es war eine Freude zuzuschauen.
Weil sie so viele waren, ging das Herunterheben von den Fahrgestellen auf die Böcke leicht von der Hand.
Hat sich da jemand vermessen oder ist der Baum wirklich zu groß? Lieber nochmal nachmessen.
Drüber heben war die Lösung...
Dann die Bohrung für den Bolzen finden – a bisse auffe a bisse obe.... – hint a bisse umme!
No a bisse umme und dann war der Bolzen durch und die Mutter draufgeschraubt. Besser geht’s natürlich mit der Ratschen mit der 50fzger Nuß.
Da hatten Pollings alter und neuer Bürgermeister ihre Freude dran – Hans Schmidbauer und Lorenz Kronberger.
Die Taferl dranschrauben geht mit einer Armada Akkuschraubern ganz einfach. Bevors aber richtig losging mußte schon noch a Bier her!
War das früher eine Arbeit, als die Schrauben noch per Gabelschlüssel reingedreht worden sind.
Die holde Weiblichkeit hatte es sich auf einem Bankal gemütlich gemacht und beobachtete von Ferne!
Unten das Willkommens-Taferl angeschraubt und oben die Kränze.
Die Hülse für den Stockschützen ist ein bissal zu groß für den Baum. Sie wird mit Keilen fixiert und dann an zwei Stellen mit Schrauben befestigt. Da ist es nicht ganz einfach, das Loch auf der anderen Seite zu treffen. Mit dem Akku-Bohrer und kompetenten Anweisern geht das aber ganz einfach.
Festziehen – fertig.
Noch ein bissl den Rost abschleifen und einfetten und schon konnten sie den Stockschützen draufstecken, der später schon von weit her zeigt, wer den Baum aufgestellt hat und woher der Wind grade weht.
Den hat doch tatsächlich einer als Zielscheibe benutzt. Das zeigen die Durchschüsse....
Nochmal einen Schluck Stärkung bevors ans Aufstellen geht.
(O-Ton Ein Prosit) Na ja, das üben wir noch!
Mit einem ersten Hau Ruck geht‘s los.
Der Mooshuber Stefan hatte sich den einfacheren Job ausgesucht.
Hau Ruck - - - und die nächsten Schwaiberl angesetzt.
Hint‘ zsam geh, ansetzen und dann hint ausanand.
Auf Kommando vom Vogel Franz geht’s Stück für Stück aufwärts.
Die nächsten Schwaiberl ansetzen und wieder Hau Ruck!
Beim nächsten Hau Ruck passiert gar nichts. Kein Wunder, der Kraftspeicher war leer. Erst muß a bissal a Bier her!
Dann gings wieder.
Der Vogel Franz mußte immer wieder Anweisungen geben und ESV-Vorstand Franz Eichberger selber für den nötigen Kraft-Nachschub sorgen.
Kraft brauchten sogar die, die nur die Stütze zu halten hatten....
Kein Wunder, daß das Aufstellen keine Probleme machte – bei so vielen Helfern...
Auch wenn’s nicht so einfach war, die Richtung zu halten....
Immer wieder hieß es, die Schwaibal weiter unten neu ansetzen. Noch konnten sie die langen hinten ohne Hilfsmittel bewältigen.
Dann kamen die ganz langen. Die sind selber schon so schwer, daß sie gestützt werden müssen.
Das braucht natürlich Kraft....
Und weiter.
Je höher der Baum stieg, desto mehr Feingefühl war beim Ansetzen der Schwaibal nötig.
Zwischendrin sorgten die Kinder vom Trachtenverein Oberneukirchen für Unterhaltung.
Die Gäste ließen es sich gut gehen und genossen neben der warmen Sonne den guten Kuchen und jede Menge Grillfleisch, Grillwürstl und Kartoffelsalat.
Robert Wagner an der Schänke war den ganzen Tag gut beschäftigt! Und Vorstand Franz Eichberger selbst schälte und hobelte die Gurken für den Salat...
Zwischendurch war auch ein bissal Zeit für einen Ratsch...
Dann mußten auch die langen Schwaibal immer weiter unten angesetzt werden.
Und wieder „Hau Ruck“.
Und wieder Kraft tanken.
Da mußte der Vogel Franz schon mal schauen, ob die Richtung stimmt und ein bissl nach richten helfen.
Je höher der Baum, desto spitzer der Winkel und desto mehr Irxenschmeuz war nötig. Und das mußte natürlich ersetzt werden.
Doch noch hint a bissal umme!
So gings weiter – Hub um Hub.
Und einer muß ja die Kontrolle behalten.
Noch ein – zwei Mal und der Baum stand fast senkrecht.
Nein – doch nochmal hint a bissal umma.
Dann wars so weit – der Baum stand und Jubel brach aus.
Noch alle Schellen dran schrauben und die Schwaibal wegräumen, dann wars vorbei und die Festgesellschaft konnte sich dem Feiern widmen. Und das taten sie noch bis in den Abend hinein an diesem lauen ersten Mai.
Da steht er jetzt für die nächsten vier Jahre, der neue Maibaum der Eisstockschützen von Grünbach und grüßt Gäste und Vorbeifahrer gleichermaßen.
102 Die Ü60-Messe in Mühldorf - Mit viel frischem Wind 7:00
Bis auf den letzten Platz besetzt war der Mühldorfer Haberkasten als die letzten Gäste eintrafen: Bezriksrätin Claudia Hausberger, die Leiter des Beruflichen Schulzentrums Oberstudiendirektor Maximilian Heimerl und sein Stellvertreter Studiendirektor Thomas Löhner, und MdL Günther Knoblauch mit dem AWO Kreisvorsitzende Klara-Maria Seeberger gleich intensiv zu diskutieren hatte.
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Bürgermeisterin Marianne Zollner freute sich sehr, die Senioren begrüßen zu können. Sie dankte Ilse Preisinger-Sontag für die Vorbereitung der Ü60-Messe und die Monate, in der sie das Amt des Bürgermeisters ausgeübt hatte. Deshalb wollten sie die Begrüßung auch gemeinsam machen.
So hießen sie die Ehrengäste und die zahlreichen Senioren willkommen, die ja im Mittelpunkt stehen sollten.
Besonders herzlich begrüßen wollte sie die Auszubildenden der Berufsschule, die den Senioren alles zeigen sollten, also wo es was zu sehen gibt, und wo Kaffee und Kuchen auf sie warten.
Sie dankte herzlich Marianne Pfaffeneder, die sechs Jahre lang das Amt der Seniorenreferentin ausgeübt hatte und hoffte, daß sie am 8. Mai wieder für weitere sechs Jahre zur Seniorenreferentin gewählt wird. Eine bessere finden sie ja doch nicht!
Damit wünschte sie allen Senioren einen informativen Nachmittag, dankte für ihre Unterstützung bei der Wahl zur Bürgermeisterin und sicherte ihnen zu, sie wird sich mit vollem Herzen, voller Kraft und ihrem ganzen Verstand dafür einsetzen, daß sie in Mühldorf ein tolles Leben führen können.
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Auch Ilse Preisinger-Sontag freute sich über die zahlreichen Zuhörer und kündigte die Vorträge an, die interessante Informationen bringen werden. Auch sie dankte den Schülern des Beruflichen Schulzentrums für ihr Projekt, das hier jugendliche Frische bringen wird.
Ihr Dank galt auch Caritas Kreisgeschäftsführer Herbert Späth, der einen großen Teil der Vorbereitung geleistet hat.
Ilse Preisinger-Sontag schloß sich dem Dank an Marianne Pfaffeneder an und versprach, in den kommenden Jahren mit Bürgermeisterin Marianne Zollner zusammenarbeiten zu wollen – zum Wohl der Bürger der Stadt.
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Herbert Späth brauchte der Begrüßung nicht mehr viel hinzuzufügen. Er freute sich über die reibungslose Vorbereitung der Veranstaltung, die diesmal größtenteils die neue Abteilung 6 des Rathauses übernommen hatte, mit Walter Gruber an der Spitze.
Sein besonderer Dank galt Marianne Pfaffeneder für die tolle Arbeit, die sie all die Jahre für die Senioren geleistet hat.
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Wieder zum gewohnten Termin im Frühjahr konnte dann Marianne Pfaffeneder die Zuhörer bei der Ü60-Messe begrüßen, die inzwischen weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt geworden ist. Mit einer ganzen Reihe Vorträge und den vielen Angeboten der Aussteller möchten sie den Senioren helfen, ihren Alltag angenehmer und sicherer zu gestalten. Sie wollen helfen, die Lebensqualität zu verbessern und den Austausch untereinander zu fördern, der sicher besonders wichtig ist.
Nachdem sie Ausstellern, Referenten und Schülern ihren Dank ausgesprochen hatte, war sie sicher, hier kann man sehen, was die Stadt für die Senioren bietet.
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Dr. Ulrich Ebermann eröffnete die Reihe der Vorträge und zeigte den Senioren auf, welche Risikofaktoren zu Schlaganfällen führen, wie man einen Schlaganfall erkennen kann und was dann sofort zu tun ist.

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War früher in der Zeit, in der Vorträge liefen, Gelegenheit war, die Ausstellung im Obergeschoß in aller Ruhe zu besichtigen, war diesmal auch dort viel los. Die Schülerinnen, die alle in gelben T-Shirts auf sich aufmerksam machten, zeigten den Besuchern den Weg und halfen, die passenden Angebote zu finden.
Der Stand des Beruflichen Schulzentrums war ganz leicht zu finden. Dort konnte man seine Geschicklichkeit oder sein Gedächtnis testen und sich zu vielen anderen Themen beraten lassen.
Die Südostbayernbahn warb für das Südostbayernticket, das noch mehr Vorteile bietet als das Bayernticket.
Verischerungsbüros boten ihre Leistungen genau so an wie die Jeans-Halle, die mit ihrem Modeschmuck großes Interesse fand.
Angebote für gesunde Ernährung zogen viel Interesse auf sich, genau so, wie Pflegedienstleiterin Petra Oberndorfer von der Klinik Haag mit ihren Gesundheitstipps.
Interessenten aller Altersgruppen informierten sich, holten Ratschläge und Tipps ein. Sogar über neckische orange und grüne Strumpfhosen.
Wie immer waren auch die Seniorenheime vertreten und das Haus der Begegnung.
Zu guter Letzt bot ein Fitneßstudio und zwei Fertiggerichteanbieter ihre Dienste an.
Wie man sieht, schmeckte es den Besuchern.
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In weiteren Vorträgen gings um Sport und Bewegung und da, was die Sozialpflegeschüler für die Senioren tun können.
Räder mit und ohne Strom stellte Vinzenz Gantenhammer vom ADFC Mühldorf vor. Dem Wohnen im Alter widmete sich Bettina Schlögl Seniorenreferntin am Landratsamt. Die sinnvolle Zusammensetzung der Hausapotheke stellte Apotheker Anton Locker vor und vor Tricks und Betrügerein an der Haustür, auf Messen und am Telefon warnte Rechtsanwalt Markus Saller.
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Während die einen aufmerksam den Vorträgen lauschten, genossen die anderen im Untergeschoß Kaffee und Kuchen, die die Stadt spendiert hatten.
Die jungen Damen der Sozialpflegeschule waren gut damit beschäftigt, für Nachschub an Kaffee, Kuchen, Kaffeemilch und Zucker zu sorgen.
So verbrachten die Senioren einen informativen Nachmittag im Mühldorfer Haberkasten, lernten viel dazu und nutzten ausführlich die Gelegenheit, sich wieder einmal zu treffen und ein bissal über die letzten Wochen und Monate zu ratschen, in denen sich in der Stadt so viel verändert hat....
103 Empfang der Stadt Altötting für die oberbayerischen Schützen zum Bezirksschützentag 11:50
Irgendwie auf Halbmast versteckte sich die Fahne der Schützen hinter der von Altötting vor dem Rathaus der Kreisstadt, als sich immer mehr Vertreter von Schützengauen aus ganz Oberbayern einfanden um den Bezirksschützentag einzuläuten.
Das herrliche Frühsommerwetter lud zum Besuch der Cafe’s ein als die Blaskapelle aus Thalhausen die Schützen begrüßte.
In seiner humorvollen Art bat Herbert Hofauer die Schützenkönige ihre Ketten abzunehmen. Er meinte, es wäre hoch frustrierend, die wundervollen Ketten anschauen zu müssen, wenn die eigene Amtskette nur eine Münze aufweisen kann.
Dann freute er sich über die Initiative von Gauschützenmeister Wast Kamhuber, der schon früh erkannt hatte, daß aus dieser Baustelle etwas Brauchbares werden würde und gleich den Bezirksschützentag nach Altötting eingeladen hat.
Neben den zahlreichen Schützenvertretern konnte er viel politsche Prominzenz begrüßen: die Bundestagsabgeordneten Tobias Zech und Julia Bartz, die Landtagsabgeordneten Ingrid Heckner, Dr. Martin Huber und Günther Knoblauch und Staatsminister a. D. Gerold Tandler. Besonders freute er sich über Bezirkstagspräsident Josef Mederer und eine ganze Reihe Bürgermeister und
Stadträte.
Herbert Hofauer beschrieb den Zuhörern die Besonderheiten der Stadt und der Wallfahrt, die die Stadt maßgeblich prägt. So waren schon vier Päpste hier zu Besuch.
Wichtig für die Stadt sind aber die Tausenden Pilger, die alljährlich zur schwarzen Madonna kommen.
Altötting ist verbunden mit den vier großen Europäischen Nationalheiligtümern und wurde für die einigende Arbeit mit der höchsten Auszeichnung des Europarates ausgezeichnet, dem Europapreis.
Neben der Wallfahrt gibt es in Altötting alles, was eine lebendige oberbayerische Kreisstadt so braucht.
Die drei Schützenvereine sind ein fester Bestandteil der Vereinswelt in Altötting. Sie bringen sich in das gesellschaftliche Leben genau so ein wie sie sportliche Erfolge erzielen, bis hin zu Olympiasiegen.
Damit begrüßte Bürgermeister Herbert Hofauer die Gäste in der Stadt und wünschte Bezirk und Gau ein wunderschönes Wochenende im Herzen Bayerns. Daß Altötting tatsächlich das Herz Bayerns ist, beweist die Tatsache, daß die Herzen der Wittelsbacher schließlich in der Gnadenkapelle aufbewahrt werden.
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Nach einer musikalischen Einlage hieß Gauschützenmeister Sebastian Kamhuber die Schützenkameraden in Altötting willkommen. Im Schützengau Altötting sind fast 60 Vereine zusammengeschlossen, die rund 5.000 Schützen vereinen. Ein Drittel Jugendliche und ein Drittel Frauen.
Da der Gau dem alten Landkreis Altötting entspricht, stellt er immer wieder mit Stolz geschwellter Brust fest, daß sein Gäu größer ist, als das des Landrats! (Gelächter)
Er dankte Landkreis, Firmen und Banken für die große Unterstützung, die ihnen die Jugendarbeit erleichtert.
Leider kämpfen immer mehr Vereine ums Überleben. Schließende Gaststätten entziehen den Vereinen ihre Heimat. Sie wissen nicht mehr wohin.
Dafür sind sie sportlich sehr erfolgreich: Sepp Neumaier und Celina Gschwandtner sind ihre beiden Aushängeschilder. Sie motivieren junge Leute bei den Schützen mitzumachen. Auch wenn die jungen heute ganz andere Interessen haben als sie. Aus ihren Autoradios kommt kein (O-Ton )
Deshalb sind die jungen aber nicht schlechter. Sie sind vielmehr ganz anderen Versuchungen ausgesetzt als das zu seiner Zeit war. Er forderte, den jungen Leuten eine Brücke zu schlagen, sich für sie einzusetzen und so den Fortbestand der Schützentraditionen zu sichern. Es heißt, wer die Jugend hat, hat auch die Zukunft. Wenn sie also die Jugend haben, kann es auch weitergehen mit den Schützen.
Damit wünschte er dem Bezirksschützentag einen guten Verlauf.
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Bezirksschützenmeister Eberhard Schuhmann stellte den Schützenbezirk Oberbayern vor und hieß die Nachbarn aus Tirol, Südtirol und Salzburg willkommen. Und natürlich seinen Kollegen aus Schwaben, mit dem zusammen sie so viele Stimmen haben, daß der bayerische Schützenbund ohne sie nichts machen kann...
Eberhard Schuhmann freute sich über seine beiden Vorgänger und die vielen Spitzenfunktionäre, die die mehr als 170.000 Mitglieder der Schützenvereine vertreten. Er schätzte sich glücklich, daß der Bezirk Oberbayern noch immer mit einer leichten Zunahme der Mitgliederzahlen rechnen kann. Die Oberbayern stehen halt auf Tradition.
Wie auch im Gau Altötting sind ein Drittel der Mitglieder Jugendliche. Und 30% sind Damen.
Der Bezirk ruht auf drei Säulen: Der Jugendarbeit, dem Sport und der Traditions- und Brauchtumspflege.
Um diese drei Säulen pflegen zu können, ist der Bezirk auf Zuschüsse angewiesen. So galt sein Dank dem Bezirk Oberbayern und Bezirkstagspräsident Josef Mederer und Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle.
Er dankte Gauschützenmeister Sebastian Kamhuber für die Ausrichtung des Bezirksschützentages, der sich schon vor drei Jahren darum bemüht hatte. Damit wünschte er den Schützen einen erfolgreichen Bezirksschützentag.
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Bürgermeister Herbert Hofauer dankte er mit einem gravierten Teller.
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Die Blaskapelle schloß den Empfang der Stadt ab.
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Da wir für den Rest des Bezirksschützentages verhindert waren, haben wir mit Bezirksschützenmeister Eberhard Schumann über die aktuelle Situtation der Schützen gesprochen.
(O-Ton)
104 Ein Thermalbad zum Abschied für Bürgermeister Siegfried Klika 5:45
41 Grad hatte das Wasser, das die Stadtwerke mit Wärme aus der Geothermie in einem transportablen Schwimmbecken vorbereitet hatten. Sogar ein Umkleidezelt hatten sie neben der Wärmetauscherstation aufgestellt.
Nach und nach fanden sich die Mitarbeiter der Stadtwerke ein, und die schreibenden Kollegen. Sogar Bundestagsabgeordnete Julia Bartz hatte es sich nicht nehmen lassen, dabei zu sein. Sie hatte zwar ein Handtuch mitgebracht, aber keinen Badeanzug. So suchte Siegfried Klika vergeblich nach Badefreudigen....
Als Siegfried Klika sich umgezogen hatte, bat Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Weigl die Mitarbeiter zu sich. An seinem allerletzten Arbeitstag als Bürgermeister wollten sie ihm einen Wunsch erfüllen, den er schon so lang mit sicher herum trug, begründete Norbert Weigl die Einladung.
Auch der Ort war mit Bedacht gewählt erinnerte er an die Bohrungsarbeiten, die sie hier zwischen 2009 und 2011 auf Trab gehalten hatte. Nun sollte er alleine das Thermalwasser genießen.
Aber nicht nur mit dem Bad wollten sie sich für die besonders gute Zusammenarbeit bedanken. Sie hatten noch etwas Gesundes dabei. Was das genau war, wollte Norbert Weigl nicht verraten.
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Er hatte am Vormittag schon weiche Knie bekommen, meinte Siegfried Klika dann, dankte herzlich für das Geschenk und bemängelte dann, daß sie alle ziemlich feige sind. Keiner wollte mit ihm baden gehen!
Dann erinnerte er daran, daß die Geothermie auch der Startschuß für ein Bad Waldkraiburg sein kann. Die Voraussetzungen könnten gar nicht besser sein. Nun wäre nur noch ein Investor nötig, der die 30 Millionen Euro beisteuert.
Schon jetzt ist die Geothermie eine Investition, von der die Stadt in den nächsten 100 Jahren profitieren wird. Sogar wenn Putin den Gashahn zudreht können sich die Waldkraiburger schon heute bequem zurücklehnen. Er war sicher, die Bürger haben noch nicht erkannt, welchen Schatz sie her bekommen haben und stören sich statt dessen an den Bauarbeiten für die Fernwärmeversorgung.
Tatsächlich können sie stolz sein auf das, was sie hier gemeinsam erreicht haben. Sogar der Stadtrat hat alle Beschlüsse einstimmig gefaßt.
Dann erinnerte er an die Momente der Fündigkeit und die Unsicherheit davor, die schon erhebliche Zweifel hatten aufkommen lassen. Sie hatten hohes Risiko auf sich genommen und gesiegt und dabei noch erheblich Kosten gespart.
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Dann verabschiedete sich Siegfried Klika von seiner Gattin, stieg auf die Leiter, bat die Zuschauer näher heran und....
Julia Bartz wollte noch immer nicht mitmachen...
Er selbst ließ es sich gut gehen...
Dann verabschiedeten sie ihren Sigi mit ein paar Gstanzln. (O-Ton)
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Und während er da so herumplantschte, plante er schon wieder ein Becken im Waldbad, das mit Wassser aus der Geothermie gefüllt sein sollte. Wer weiß, vielleicht geht ja sein Traum von Bad Waldkraiburg schneller in Erfüllung, als alle denken...

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