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Josef J. Pöllmann
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Das gab's 2013 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir in KW 38/2014 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
214 Zum 20. Mal "Kerwei hamma heit" - Das Kirchweihfest der Banater Schwaben in Waldkraiburg 16:00 38 19.09.14
Die Blaskapelle der Banater Schwaben unterhielt schon auf dem Hof hinter dem Haus der Vereine in Waldkraiburg als dicke schwere Wolken nichts Gutes ahnen ließen.
Gegen den drohenden Regen konnten die Musiker nichts ausrichten!
Während Feuchte von oben drohte, sorgten die Banater für Feuchte von innen und füllten ihre Weinfalschen mit „Kerwei-Wein“. Diese Weinflaschen dienen ihnen später als Proviant...
Während immer mehr Trachtenträger ankamen – manche Damen stehend in Lieferwagen – begann es zu Tröpfeln.
(O-Ton Es ist doch zum Heulen) meinte Vorstand Georg Ledig, als es genau im Moment des Abmarsches so richtig anfing zu regnen.
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Die Banater Schwaben ließen sich aber davon nicht abhalten, spannten ihre Regenschirme auf, und marschierten los in Richtung Rathaus. Die Kapelle hinten nach.
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Auf dem Stadtplatz bogen sie ab Richtung Rathausvorplatz.
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Dort erwarteten sie schon zweiter Bürgermeister Richard Fischer, MdL Dr. Martin Huber, Stadtmarketing-Chefin Laura Pauli und eine Reihe Stadträte.
Als wäre alles wie immer, stellten sich die Trachtenpaare im weiten Rund auf.
Vorstand Georg Ledig hieß die Gäste zum 20. Kirchweihfest in Waldkraiburg willkommen. Er freute sich über die große Zahl Teilnehmer und dankte ihnen für ihr Mitwirken trotz dieses Wetters.
Sein besonderer Gruß galt dem Ehren-Bundesvorsitzenden Bernhard Krastl, der mit seiner Gattin aus Saarbrücken angereist war und Pfarrer Markus Krastl. Dazu konnte er Vorstandskollegen von den Siebenbürger Sachsen, vom Deutschen Böhmerwaldbund und von der Sudetendeutschen Landsmannschaft willkommen heißen.
Sein Dank galt Feuerwehr und Polizei, die nun auch schon 20 Jahre lang für die Sicherheit der Umzüge gesorgt haben.
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Zweiter Bürgermeister Richard Fischer wollte die Banater Schwaben nicht im Regen stehen lassen und mit ihnen tanzen. Er unterstrich die Bedeutung der Traditionspflege für die Menschen in der Stadt und die Stadt selbst. Nur wer aus der Vergangenheit lernt, kann die Zukunft gestalten.
Deshalb sicherte er den Banatern die Unterstützung des Stadtrates und der Bürgermeister zu und versprach, beim abendlichen Ball gemeinsam mit ihnen das Tanzbein heftig zu schwingen...
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MdL Dr. Martin Huber gratulierte zum 20. Kirchweihfest und wünschte ihnen sonnigeres Wetter.
Er dankte den Banater Schwaben für die langjährige Brauchtumspflege und wünschte ihnen, daß sie auch in den kommenden 20 Jahren in Waldkraiburg Kirchweih feiern können.
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Georg Ledig lud die Gäste zu einem Gläschen Kirchweihwein ein und bat Trachtenpaare und Gäste unter die Passage vor dem Rathaus zu einem Tänzchen. Erst stießen sie aber auf ein gelungenes Kirchweihfest an.
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Ehrenbundesvorsitzender Bernhard Krastl war schon öfters zum Kirchweihfest in Waldkraiburg. So feucht war‘s aber noch nie!
Nachdem er den aktiven und rührigen Kreisverband Mühldorf mit Vorstand Georg Ledig gelobt hatte, fragte er die Anwesenden (O-Ton 23:10:02 Buba was hamma heut? Kerwei hamma heut!)
Diesen Ruf hörte man im Banat von Pfingsten bis November. Jedes Dorf feierte damals mit eigenen Sitten und Bräuchen. Das fehlt dort heute.
Vor wenigen Wochen bat ihn deshalb der heutige rumänische Bürgermeister seiner ehemaligen Heimatstadt Guttenbrunn, dort noch einmal Kirchweih zu feiern. Man vermißt also die Feste, die Traditionen und das Brauchtum der deutschen Banater.
Nach 30 Jahren haben sie nun erstmals wieder Kirchweih in Rumänien gefeiert und damit viel Erfolg erlebt.
Bernhard Krastl sah die Banater Schwaben als Scharnier zwischen den Menschen beider Länder, als Botschafter, die den europäischen Gedanken leben können. Darin sah er ihre Aufgabe, die allerdings nur umzusetzen ist, wenn sie alle so geschlossen Auftreten und zusammenhalten.
So dankte er den Banatern in Waldkraiburg und wünschte ihnen ein schönes Kerwei-Fest.
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Auch MdB Stephan Mayer würdigte die Ausdauer, mit der die Banater Schwaben ihr Kirchweih-Fest feiern. Das zeigt, daß Vertriebenenpolitik nichts „von gestern“ und nicht rückwärtsgewandt ist. Sie ist hoch aktuell. Er dankte ihnen allen für diese gelebte Brauchtumspflege.
Erstmals wurde tags darauf in Bayern, Hessen und Sachsen der Gedenktag der Vertreibung begangen. Da Bayern, Hessen und Sachsen damit Trendsetter sind, dankte er MdL Dr. Martin Huber und kündigte an, daß die gesamte Bundesrepublik diesen Tag erstmals 2015 begehen wird.
Für ihre Brückenfunktion dankte er den Banater Schwaben und berichtete, daß Rumänien erst kürzlich eine Entschädigung in Höhe von 50 Euro pro Jahr für ehemalige deutsche Zwangsarbeiter beschlossen hat. Er sah diesen Beschluß der rumänischen Regierung als richtungsweisend und wünschte den Banater Schwaben für ihr Kirchweihfest alles Gute und viel Vergnügen und hoffte, daß es nicht nur von außen aber auch von innen feucht wird.
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Georg Ledig dankte MdB Stephan Mayer und forderte die Gäste zu einem Tänzchen auf.
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Danach überreichten Kinder und Jugendliche den Ehrengästen einen geschmückten Apfel. Das bot ein schönes Motiv für die Fotographen.
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Nach einigen Krewei-Tänzchen und einigen Gläschen Kerwei-Wein gings weiter Richtung Christkönig-Kirche. Wegen des Regens auf dem kürzesten Weg über den Sartrouville-Platz.
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Dort empfing sie das große Geläut der Glocken.
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Die Trachtenpaare nahmen beidseits des Altars Aufstellung. Die Messe zelebrierten Pfarrer Markus Krastl und Stadtpfarrer Martin Garmeier. Die musikalische Gestaltung oblag Kirchenmusikerin Johanna Michl, die den Chor der Banater Schwaben leitete.
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In seiner Predigt verglich Pfarrer Markus Krastl die Banater Schwaben mit Urvater Abraham, dem Gott geheißen hatte, seine Heimat Ur zu verlassen und in ein Land zu ziehen, in dem es ihm an nichts fehlen werde. Abraham schaute nicht auf Sicherheit und Bequemlichkeit sondern folgte dem Ruf. Gott belohnte seinen Gehorsam damit, daß aus Abrahams Schoß ein großes Volk hervorging.
So sollten auch die Zuhörer ihr Schicksal sehen und auf Gottes Liebe vertrauen, der ihnen in ihrer neuen Heimat mehr schenken wird als sie jemals gehabt haben.
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(O-Ton Gottesdienst – Segen)
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Sie sahen ihre Hoffnungen enttäuscht, als es nach dem Gottesdienst noch stärker regnete als vorher. So schützten sie ihre wertvollen Trachten mit Plastikfolien und marschierten tapfer zurück zum Haus der Vereine.
Dort konnte die Versteigerung des Kirchweihstraußes natürlich auch nicht im Freien stattfinden. Sie wurde ins ehemalige Feuerwehrhaus verlegt, wo es dann doch eng wurde.
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Geldherr Georg Ledig begrüßte die Gäste in traditioneller Versform. (O-Ton)
Da drauf den Kerwei-Reigen.
Mit dem Kerwei-Strauch wollen sie an ihre Herkunft und ihr Brauchtum erinnern. Darauf wollte er sein Glas erheben.
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Zweiter Geldherr Reinhard Matthies pries den Kichweih-Strauß an der aus Rosmarien-Zweigen gebunden und mit bunten Bändern verziert ist. Die Herren sollten den Strauß doch für ihre Liebste ersteigern.
Er begann mit 50 Euro.
Schnell kamen Gebote für 100 – 150 – 200 Euro.
Das war aber noch lang nicht genug. So sollten sie erst ein Tänzchen wagen und einen Schluck trinken.
Während die Trachtenpaare sich überlegten, wieviel ihnen der Kirchweihstrauß wert ist, verkauften sie Lose, mit denen später ein Tuch, ein Hut und Kerwei-Wein zu gewinnen waren.
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Bei 300 Euro war den Bietern kaum mehr ein höheres Gebot zu entlocken. Da konnten die Geldherren motivieren so viel sie wollten. Vielleicht sollten sich noch einen Schluck trinken um die Geldbörse zu lockern?
Schließlich doch ein weiteres Gebot: 320 Euro.
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Um die Bieter wieder zu motivieren erklärte Georg Ledig, der siegreiche Bieter muß ja den Gebotsbetrag nicht vollständig aus der eigenen Tasche tragen. Er muß zwar den vollen Betrag für den Strauß jetzt bezahlen, kann sich aber während des abendlichen Balls von seinen Bekannten und Freunden einen Teil oder sogar mehr als die Gebotssumme wieder zurückholen. Ein Überschuß bleibt dann aber in der Vereinskasse, so daß niemand hier ein Geschäft machen kann.
Da drauf erst einmal ein Tänzchen.
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Georg Ledigs Erklärung half: Es kamen wieder Gebote. 410 Euro. Da trink’ma mal.
Nach langem Kampf ging der Zuschlag für 500 Euro an Hans Helfrich, der schon vor 20 Jahren erster Geldherr war. Er hatte den Strauß für seine Tochter ersteigert und kündigte gleich an, 2015 wieder Geldherr zu werden, also die Funktion des Vorstandes zu übernehmen.
Zusammen mit Tochter und Enkelin tanzten sie den Ehrentanz.
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Dann versteigerten die Geldherren den Kochlöffel an dem 40 weitere Lose hingen. Es gab nicht viel Bieter, so ging der Kochlöffel an Doru Streckfusz, der zu Hause wohl zu wenig Kochlöffel hat....
Bezahlt hat ihn seine Frau Hertha, die ehemalige Wirtin des Graf-Toerring-Hof....
Auch sie beide tanzten einen Ehrentanz - mitsamt dem Kochlöffel....
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Blieb noch die Verlosung von Tuch und Hut. Das Tuch gewann Herbert Liess und den Hut Bernhard Krastls Gattin, die den letzten Ehrentanz bekamen.
Und weils so schön war, verlosten sie abschließend nicht eine sondern zwei Flaschen Kirchweihwein.
Damit gingen die nachmittäglichen Feiern zu Ende und die Gäste zogen sich zurück um sich für den abendlichen Ball bereit zu machen.
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Am Abend begrüßte Georg Ledig noch viel mehr Gäste im großen Saal im Haus der Kultur und bat die Trachtenpaare um ihren Einzug. Die hatten die schweren Trachten abgelegt und trugen nur noch ihre Hüte.
Wie schon am Nachmittag nahmen sie auf der Tanzfläche Aufstellung.
Georg Ledig bat zum Eröffnungswalzer.
Hans Helfrich sollte zum Wohl seiner Tochter anstoßen.... (O-Ton)
Und außerdem hatten sie „Dorscht!!!“
Dann bat er die Gäste zum Walzer. Jeder, der mit ihm oder seiner Tochter tanzen wollte, sollte dann eine kleine Spende in ein Körbchen legen und sich damit an den Kosten für den Strauß beteiligen.
Der Andrang war so groß, daß die Kapelle nicht aufhören konnte und es Hans Helfrich mit der Zeit an die Kondition ging.
Natürlich bekam jeder Spender auch ein Gläschen Kerwei-Wein.
So füllte sich das Körbchen zusehends.
Als es schließlich so aussah als wären alle dran gewesen, beendeten sie den Reigen. Da kam nochmal jemand und sie mußten den Tanz fortsetzen.
Als wirklich alle mitgemacht hatten, lud Georg Ledig zum Feiern und Tanzen bis spät in die Nacht. Viel Aufforderung brauchten sie dazu allerdings nicht. Schnell war die Tanzfläche gut gefüllt und so feierten die Banater Schwaben bis spät in die Nacht ihre besondere Kerwei!
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Übrigens: Obwohl die Gäste so fleißig mitgeholfen haben, mußte Hans Helfrich 100 Euro für den Strauß selber zahlen. Er meinte, das ist es ihm wert. Es dient schließlich dem Erhalt von Kultur und Brauchtum ihrer Landsmannschaft.
215 Das Dozentenkonzert der Sommerakademie in Mühldorf 16:00
Eine ganze Reihe Stadträte, viele Freunde klassischer Musik und die Teilnehmer der Sommerakademie teilten sich die Plätze im Stadtsaal in Mühldorf als die Interpreten auf der Bühne Platz nahmen.
Herr Breitsameter, wie kam es zu diesem Konzert? (O-Ton)

Unter der Leitung von Professor Roland Baldini eröffneten sie das Konzert mit Felix Mendelssohn Basrtholdy’s Streichersymphonie Nr. 13 in c-moll.
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Das Stück in einem Satz ist überschrieben mit „Grave – allegro molto“.
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Jakob Ludwig Felix Mendelssohn Bartholdy, wie der Kompoinist mit vollem Namen heißt, der am 3. Februar 1809 in Hamburg geboren wurde und nicht einmal 40-jährig am 4. November 1947 in Leipzig starb, verfaßte seine Streichersymphonie Nr. 13 in c-moll 1823.
Felix Mendelssohn Bartholdy gilt als einer der bedeutendsten Musiker der Romantik. Er schuf die heute noch bekannte Funktion des Dirigenten, gründete die erste Musikhochschule in Deutschland und bemühte sich, die Werke Händels und Johann Sebastian Bachs bekannt zu machen.
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Als zweites Werk Felix Mendelssohn-Bartholdys brachten die Dozenten Friedemann Wezel mit der Violine, Stephan Forck mit dem Violoncello und Frank Peter das Klaviertrio in d-moll zu Gehör.
Die vier Sätze sind überschrieben mit „Molto allegro e agitato“, „Andante con moto tranquillo“ und „Scherzo. Leggiero e vivace“ und „Finale. Allegro assai appassionato“.
Hier einige Ausschnitte:
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Nach der Pause widmeten sich die Künstler dem großen Sextett für zwei Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass und Klavier des russischen Komponischten Michael Glinka.
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Seit der ersten Sommerakademie hat sich viel getan: (O-Ton)
Wer lehrt an der Sommerakademie? (O-Ton)
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Michail Iwanowitsch Glinka kam am 20. Mai 1804 in einem kleinen Dorf nahe Smolensk zur Welt, etwa auf halber Strecke zwischen Minsk und Moskau. Zahlreiche Reisen nach Italien, Frankreich, Polen und Spanien formten sein Musikwissen, das er nutzte, eine eigenständige russische klassische Musik zu schaffen: Chorwerke, Opern, Klavierwerke und Kammermusik. Er starb während einer weiteren Reise am 3. Februar 1857 in Berlin. Dort ist bis heute eine Straße nach ihm benannt, an der ein Monument an den großen russischen Komponisten erinnert.
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Professor Roland Baldini und Friedemann Wezel an der Violine, Thomas Breitsameter an der Viola, Stephan Forck am Violoncello, Frithjof-Martin Grabner am Kontrabass und Lydia Gorstein am Klavier setzten Michail Glinkas Werk um.
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Erstmals gab es heuer ein Teilnehmerkonzert. (O-Ton)
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Am Ende des Konzerts dankten die Zuhörer den Musikern mit lang anhaltendem Applaus. Die Forderung nach einer Zugabe blieb indes erfolglos.
Herr Schratt, wie wars? (O-Ton Rainer Schratt)

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