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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
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Das gab's 2013 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir in KW 44/2014 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
MdB Stephan Mayer (CSU) über die Flüchtlingsproblematik 3:00 44
Ohne Kommentar
"Die 2 im Isental" - Eine Marke für Schwindegg und Buchbach 10:20
Eine bunt zusammengewürfelte Truppe der Blaskapellen Buchbach und Schwindegg begrüßte die Gäste im Säulensaal des Bürgerhauses in Schwindegg. Gekommen waren neben den beiden ersten Bürgermeistern auch die weiteren, zahlreiche Gemeinderäte und die Vorsitzenden der Gewerbeverbände. Dazu Oberbergkirchens Bürgermeister Michael Hausberger und MdL Günther Knoblauch der neuerdings überall ist, wo etwas los ist – meinte Dr. Karl Dürner.
Er begrüßte auch Christian Klotz von der Firma Qualikom, der sie in Fragen der Regionalentwicklung unterstützt hat, Vertreter von Banken und weitere Interessierte.
Sie beide – also Thomas Einwang und er selbst – sie zwei also - oder viel mehr die beiden Gemeinden Buchbach und Schwindegg - haben schon lange erkannt, daß die Aufgaben der Zukunft nur gemeinsam umgesetzt werden können. Deshalb müssen sie gemeinsam auf ihren wunderschönen Raum im Isental aufmerksam machen. Dazu dient die Initiative „Die zwei im Isental“, in die viele Bürger ihre Ideen eingebracht haben.
Christian Klotz hat das alles gebündelt und mit ihnen zusammen geformt und zur Initiative entwickelt. Nun wollen sie die Aktion mit Leben erfüllen.
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Jetzt hat Dr. Karl Dürner ja schon fast alles gesagt, scherzte Buchbachs Bürgermeister Thomas Einwang, dem nur noch übrigblieb, auch ihn selbst ganz herzlich zu begrüßen.
Er dankte der Gemeinde Schwindegg für die Ausrichtung dieser Veranstaltung in den „heiligen Hallen“ – dem Säulensaal des Bürgerhauses. Er hätte sich unter den Gästen noch einige Mitarbeiter der Verwaltungen gewünscht, freute sich aber auch so, so viele Gäste dabei zu haben.
Seit 2008 Bürgermeister von Buchbach hat er längst erkannt, daß keine der beiden Gemeinden allein schaffen kann, was sie erwartet. Das geht nur gemeinsam.
Aus dieser Erkenntnis heraus fand bereits 2009 eine Veranstaltung mit den Gewerbeverbandsvorsitzenden statt, in deren Folge mehrere Gutachten erarbeitet wurden und Arbeitskreise entstanden. Konkrete Ergebnisse kamen dabei aber nicht heraus. Die Gemeinde Obertaufkirchen sprang ab.
Nach einer Bürgerbefragung und einer Gewerbebefragung entstand dann die Aktion „Die zwei im Isental“, eine Marke, die einer breiten Öffentlichkeit signalisieren soll, daß sie Synergien nutzen und sich gegenseitig unterstützen wollen.
Auch wenn sie schon fünf Jahre daran gearbeitet haben, startet die Marke „Die zwei im Isental“ doch erst jetzt. Das alles mußte langsam wachsen. Die 15 beteiligten Personen brauchten eben eine Zeit um das alles in die richtigen Bahnen zu lenken und so anzulegen, daß es auf lange Zeit Bestand hat.
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Dr. Karl Dürner ergänzte die Absicht, die Marke „Die zwei im Isental“ in den Köpfen der Leute zu verankern um langfristig ein besonders Selbstbewußtsein zu bilden. Beide Gemeinden verfügen über gute Infrastruktur, liegen im Nahfeld der künftigen Autobahn und der künftig zweigleisigen Bahnstrecke. Und auch in der Diskussion um die B15neu werden sie eine gemeinsame Linie verfolgen. Sie bieten umfangreiche Bildungsangebote, Familienfreundlichkeit, mit Obertaufkirchen und Oberbergkirchen zusammen ein interkommunales städtebauliches Entwicklungskonzept und vieles mehr. So sind sie hervorragend aufgestellt.
Nun gilt es, das alles nicht zur Routine werden zu lassen und immer am Ball zu bleiben, die Gemeinsamkeit zu pflegen und so die Zukunft zu meistern.
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Dr. Karl Dürner dankte allen, die diese Veranstaltung vorbereitet hatten und übergab an die Kapelle.
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Qualikom-Chef Christian Klotz dankte allen, die sich in den zurückliegenden Jahren an der Entwicklung der Marke beteiligt haben; und damit eine erfrischende Aufbruchstimmung beweisen.
In der gemeinsamen Bewältigung ihrer Aufgaben sind sie zusammengewachsen: Schwindegg und Buchbach haben erst einmal Bilanz über die vorhandenen Möglichkeiten gezogen, dadurch ihren Wert erkannt und ihre Absichten definiert. So hat es Freude bereitet, das Projekt gemeinsam zu entwickeln und umzusetzen.
Bei allem ging es darum, auf Vorhandenes aufmerksam zu machen. Es ist ohnehin viel mehr als manche anderen Gemeinden bieten können.
Am neu eingeführten Einkaufsgutschein beteiligen sich bereits 90 Betriebe, die damit ihre Leistungen Neubürgern preiswerter anbieten. Vieles mehr wird kommen, das alles dazu geeignet ist, die Region in den kommenden 10 Jahren weit nach vorn zu bringen. Zu dem allem beglückwünschte er sie alle sehr und freut sich auf das Kommende.
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Die Blaskapelle sorgte für Abwechslung.
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Ingrid Obermeier-Osl, Vorsitzende des Gewerbeverbandes und Mitglied des Gemeinderates von Schwindegg und Manfred Kroha, Vorsitzender des Bundes der Selbständigen in Buchbach und Mitglied des Gemeinderates von Buchbach, freuten sich, die Veranstaltung im Bürgerhaus in Schwindegg abhalten zu können, so kurz vor der Premiere des Theaterstücks der SchwiBuRa, die ja ohnehin eine Keimzelle der interkommunalen Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden Schwindegg, Buchbach und Ranoldsberg war.
Die Zusammenarbeit der drei Gemeinden hat viele Ursprünge und seither viele Synergieeffekte gebracht. Nun gehen sie gemeinsam und schlagen gemeinsam, so erreichen sie mehr.
Wenn sie gemeinsame Wurzeln haben, wollen sie nun weitere Früchte ernten, für die Bürger und die Betriebe in der Region.
Ingrid Obermeier-Osl war sicher, daß sie das mit der Initiative „Die zwei im Isental“ gemeinsam erreichen können, und so dankten sie den Bürgermeistern und Christian Klotz mit einem kleinen Danke-Schön.
(O-Ton)
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Nach einem weiteren Musikstück ergriffen die Bürgermeister noch einmal das Wort. Thomas Einwang erinnerte an die Auszeichnung der beiden Gemeinden als „Öko-Modellregion Isental“ durch das bayerische Landwirtschaftsministerium, die die gesunde Lebensmittelerzeugung zum Ziel hat.
Das alles wollen sie für die Bürger machen, aber auch mit den Bürgern. So bat er die Bürger der Region sich einzubringen und ihnen zu sagen, was sie von der höheren Politik erwarten, also vom Bezirkstag, vom Landtag oder sogar vom Bundestag. Deshalb freute er sich über das Kommen von MdL Günther Knoblauch...
(O-Ton Karl: Aber koane Sprüch... gell!!!!)
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MdL Günther Knoblauch gratulierte zu der gelungenen Aktion. Zusammenarbeit ist sehr wichtig. Er war sicher, künftig wird kein Landkreis und keine Kommune mehr allein etwas erreichen können. Kooperation ohne Aufgabe der eigenen Identität ist künftig notwendig.
Besonders dankbar war er auch als Mitglied des Landtags-Ausschusses für gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und Land, der sich anschickt, die Erwartungen der Leute zu ermitteln.
Da diese Aufgabe hier bereits umgesetzt wurde, dachte er, sie könnten ihre Erfahrungen in seine Arbeit einbringen. Sie paßt super dazu, weil sie als Praktiker vor Ort viel besser berichten können als irgendwelche Theoretiker.
Für ihr bisheriges Engagement dankte er ihnen allen sehr und wünschte alles Gute.
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Nun wollen sie mit Plakaten auf die Aktion aufmerksam machen und Bewußtsein in der Region für diese interkommunale Zusammenarbeit schaffen. Dr. Karl Dürner war sicher, sie sind auf dem richtigen Weg und wünschte allen Zuhörern viel Erfolg auf dem gemeinsamen Weg in die Zukunft.
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Thomas Einwang wünschte sich, daß die Keimzelle, die das alles vorbereitet hat, zum Motor wird, der selbst läuft. Dazu will er immer wieder die richtigen Fachleute beiziehen und so immer wieder neue Ideen einbringen.
Dieser Keimzelle – also den Mitgliedern der Arbeitskreise – dankte Ingrid Obermeier-Osl noch einmal besonders, weil sie alle zum Gelingen des Projekts wesentlich beigetragen hatten.
Damit beschloß sie die Feierstunde und bat die Gäste nach oben in den Saal zur Premiere des Theaterstücks „Der bayerische Protectulus“ der Theatergruppe Schwibura.
"Kirche und Wirtschaft - Zwei sich fremde Welten?" - Der Wirtschaftsempfang von IHK, HWK und der Landkreise
Der alljährliche Wirtschaftsempfang der Landkreise Altötting und Mühldorf, der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer fand diesmal im Kultur- und Kongreßforum in Altötting statt. Dorthin kamen alle Vertreter von Verbänden, der Banken, der Unternehmen, die Bürgermeister, die Kreisräte, die MdLs Dr. Martin Huber und Günther Knoblauch und natürlich die beiden Landräte.
IHK Vizepräsidentin Ingrid Obermeier-Osl konnte sogar IHK Präsident Dr. Eberhard Sasse und den Hauptgeschäftsführer der IHK begrüßen, Peter Driessen.
Die Spitzen der Landkreise erwarteten zusammen mit IHK Präsident Dr. Eberhard Sasse und dem Hauptgeschäftsführer der IHK Peter Driessen den Ehrengast, den Regensburger Bischof Dr. Rudolf Vorderholzer.
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Im Saal des Kultur- und Kongreßforums hieß Landrat Erwin Schneider die Gäste herzlich willkommen und begrüßte stellvertretend Kreishandwerksmeisterin Helga Wimmer und Kreishandwerkerschaftsgeschäftsführer Markus Saller.
Sein Dank für die finanzielle Unterstützung im Raiffeisensaal galt der Sparkasse Altötting-Mühldorf. Und das hatte er gar nicht süffisant gemeint....
Da er so viele Personen hätte begrüßen müssen, beschränkte er sich auf den Festredner zu begrüßen und die zahlreichen Gäste.
Da das Thema des Abends für ihn zu vielfältig war, meinte Landrat Erwin Schneider nur, es beinhaltet auch den potentiellen Konflikt für die Kirche, die einerseits moralische Instanz ist, und andererseits als Unternehmer auch im Wettbewerb steht. Sie hat also ein breites Interessenspektrum abzudecken.
Er war sicher, man findet einen guten Weg, wenn man sich an den 10 Geboten orientiert. Daraus kann man sogar eine Wirtschaftsordnung ableiten, mit der es sich gut leben läßt.
In den 10 Geboten steht auch das Sonntagsgebot drin, das ja besonders in Mühldorf heiß diskutiert wird. Damit wollte er es bewenden lassen und hören, was Bischof Dr. Vorderholzer dazu sagen würde.
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Bischof Dr. Rudolf Vorderholzer gefiel Landrat Schneiders Einleitung so gut, daß er ihn sich gleich als potentiellen Kandidaten für einen Referentenposten in seinem Ordinariat vormerkte.
Er dankte für die große Ehre, hier den Festvortrag halten zu dürfen. Auch wenn er nicht in seinem Bistum ist, stammt er doch aus Schwindegg. So kam auch der Kontakt über seine Verwandtschaft zustande.
Bischof Vorderholzer war sicher, die Zuhörer würden sich nicht wundern, wenn er in seinem Vortrag zwar nicht predigen, doch aber einige Forderungen stellen würde.
Wenn der Titel des Vortrages heißt: „Kirche und Wirtschaft – Zwei sich fremde Welten?“, dann steht er als Bischof tatsächlich auch an der Spitze eines großen Wirtschaftsunternehmens mit fast 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Auch manche seiner Pfarrer sind tatsächlich mittelständische Unternehmer.
Die allfälligen Sitzungen und Haushaltsgespräche gehören dann auch nicht zu den erfreulichen Beschäftigungen eines Bischofs, der viel lieber Prediger und Seelsorger wäre.
Ähnlich wie die Wirtschaft hat auch die Kirche häufig mit einem verschobenen öffentlichen Bild ihrer Tätigkeit zu kämpfen. Dabei tragen sowohl die Wirtschaft als auch die Kirche zum Gelingen des Zusammenlebens in unserer schönen Heimat bei.
Der moralische Zeigefinger der Gesellschaft zeigt allzu oft auf Dinge hin, die vielleicht nicht zur Zufriedenheit der Bevölkerung ablaufen. Dabei wird oft übersehen, daß gerade das Handwerk auch eine gesellschaftliche Funktion ausübt, die von Automaten oder dem Internet nie geleistet werden könnte.
Wußten Sie daß der wichtigste Bischofstitel aus dem Handwerk stammt? „Pontifex“ heißt „Brückenbauer“, also eine Mischung aus Architekt, Ingenieur und Bautechniker.....
Viele Unternehmer tragen mit persönlichem Einsatz und Risikobereitschaft zum Erfolg des Landes bei und nehmen dazu persönliche Einschränkungen und Belastungen auf sich. Für die Verantwortung, die sie da tragen, dankte Bischof Vorderholzer den Unternehmern sehr und forderte, Tendenzen nicht zuzulassen, die ihre Leistungen verniedlichen oder gar schmähen.
Nach seiner Erfahrung entsteht viel Chaos in der Welt dadurch, daß sogar Führungskräfte Verantwortung nicht annehmen. In das Vakuum, das dann entsteht, stoßen andere hinein und verursachen noch mehr Chaos und Instabilität.
Der Wert der Wirtschaft für die Gesellschaft steht außer Debatte. Trotzdem werden einzelne Entscheidungsträger mit moralisierend erhobenem Zeigefinger kritisiert.
In Regensburg hatte die Kirche das Ordinariat für 22 Millionen Euro modernisiert. Diese Maßnahme verursachte enormen Rechtfertigungsdruck der erst gewichen ist, als bekannt wurde, daß dort 180 Mitarbeiter ihr tägliches Brot verdienen. Er war froh, daß das Projekt abgeschlossen ist, auch wenn die Wohnung des Bischofs noch nicht bezugsfertig ist.... 
Die Bedeutung des Mittelstandes für die Gesellschaft – und hauptsächlich mittelständische Unternehmer vermutete Bischof Vorderholzer unter den Zuhörern – beschrieb er dann auf Grund eigener Erfahrungen aus Besuchen in den ehemals kommunistischen Nachbarländern.
Die Abschaffung des Mittelstandes und des Bauernstandes führte dort zur Verödung ganzer Landstriche. Es ist jetzt sehr mühsam, die kulturelle Infrastruktur wieder aufzubauen, die den Menschen Arbeit gibt und den Dörfern ein Gesicht.
So war Dr. Rudolf Vorderholzer allen sehr dankbar, die in unserem Land das alles erhalten haben und auch weiter tragen.
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Dann wollte er den versammelten Wirtschaftsführer einige kleinere und ein Hauptanliegen vortragen:
Da kurz vorher die Bischofssynode im Vatikan zu Ende gegangen war, bei dem das christliche Menschenbild und die traditionelle Familie, ihre Dauerhaftigkeit und die zugrundeliegende Treue und viele andere Themen auf der Tagesordnung standen, über die die Medien nicht berichtet hatten, bekräftigte Bischof Vorderholzer die Ehe als tragende Säule der Gesellschaften des christlichen Abendlandes. Die Ehe ist somit auch für die Wirtschaft von elementarer Bedeutung. Wenn heute junge Leute nur befristete Arbeitsverträge bekommen oder solche im Niedriglohnsektor, dann wirkt sich das auf die Möglichkeiten der Familienplanung aus. Ein sicherer Arbeitsplatz ist eine zentrale Grundlage für die Gründung einer Familie. Anders herum: Wer nicht auf einen gut bezahlten langfristigen Arbeitsvertrag bauen kann, hat keine Sicherheit, auf der er eine Familie gründen kann. Bischof Vorderholzer nahm die Arbeitgeber in die Verantwortung dafür, jungen Menschen die Basis zu schaffen, auf der sie ihre Zukunft aufbauen können.
Ein weiteres Thema war die Behandlung der Asylsuchenden. Da wollte er mit gutem Beispiel voran gehen, und seine leerstehende Wohnung als Unterkunft zur Verfügung stellen.
Er sah in der Flüchtlingsproblematik eine große Herausforderung für die gesamte Gesellschaft. Ohnehin kommen nur die Besten zu uns, die, die es schaffen, sich bis zu uns durchzuschlagen.
Als reiches und wohlhabendes Land sollte es doch gelingen, die Flüchtlinge würdig zu behandeln. (Applaus )
Das große Anliegen, das er den Zuhörern vorlegen wollte, war der Verlust von Kirchenmitgliedern. Derzeit erfragen die Diözesen die Gründe, die die Leute zum Austritt bewogen haben. Die Antworten, besonders junger Menschen sind vielfältig: Häufig sind sie der Konflikt zwischen biblischer Schöpfungsgeschichte und Evolutionstheorie.
In der heutigen technisierten Welt wurde es zum zentralen Thema, daß sich Glaube und Naturwissenschaft nicht ausschließen. Auch wenn sich das nicht sofort erschließt.
Ohnehin hat sich dieser Konflikt erst in der Neuzeit entwickelt. Noch im 17. Jahrhundert wurde Wissenschaft fast ausschließlich von Kirchenleuten betrieben.
Wie es dabei zum Fall Galileo Galilei kommen konnte, war ihm bis heute ein Rätsel....
Tatsächlich sind Frage danach, woher etwas kommt, wie es funktioniert und wohin es geht, zutiefst christliche Fragen, denen die Kirche nachgeht. Dazu zitierte er Max Planck, der gesagt hatte: (O-Ton Ein Schluck aus dem Kelch macht atheistisch. Beim Austrinken wartet am Boden des Kelches aber ein vertiefter Glaube!)
Es war Bischof Vorderholzer sehr daran gelegen, daß den Kirchenaustretern geholfen wird, ihren Kinderglauben an die Schöpfungsgeschichte so zu erklären, daß er mit dem heutigen wissenschaftlich-technischem Verständnis zusammenpaßt. Schließlich gründet alle Naturwissenschaft und Technik im christlich-jüdischen Weltverständnis.
Er mahnte, dem biblischen Auftrag zu entsprechen und sich die Welt zwar untertan zu machen, sie aber auch zu bewahren und zu erhalten.
Sein Hauptanliegen war aber der Schutz des Sonntages um den er zu ringen bat und um eine Kultur des Sonntages, die er erbat.
Eine englische Studie hat eine „Sonntagsneurose“ festgestellt, die besonders gebildete und gut verdienende Männer mittleren Alters befällt. An diesem Tag wissen diese Leute nämlich nicht, was sie tun sollen, oder sie haben schon Angst vor dem Streß der kommenden Woche. Besonders Führungskräfte finden Freizeit als Belastung.
(O-Ton Der Sonntag ist eines der großen Geschenke der biblischen Welt....)
Der Sonntag, der Auferstehungstag ist der Wochenanfang und damit der Nachfolger des Sabbat. Den Sonntag gibt es seit dem römischen Kaiser Konstantin, er ist sogar für die Gesundheit des Menschen nötig.
Er bat die Zuhörer, den Sonntag frei zu halten von Arbeit. Der Sonntag ist der Tag der Würde, der Freiheit und der Familie. Er steht in der Tradition des Sabbat und gesetzlich geschützt.
Da ihm die Diskussion in Mühldorf bekannt ist, (O-Ton Dr. Gafus war Assistent....)
wollte er die Sachzwänge zwar nicht ignorieren, forderte aber doch den Schutz des Sonntages.
Der Sabbat hält noch heute die jüdische Kultur zusammen und so sollte auch der Sonntag die christlich-abendländische Kultur zusammenhalten.
Dazu gehört natürlich auch, den Sonntag sinnvoll zu gestalten und eine ausgeprägte Sonntagskultur einzuführen, in der der Gottesdienstbesuch eine zentrale Rolle spielt. Gelegenheit dazu gibt es in unserer Region der Welt nun wirklich genug.
Dr. Rudolf Vorderholzer beantwortete die Frage des Themas: (O-Ton 1:00:34:00 Kirche und Wirtschaft brauchen einander...)
Kirche braucht also Wirtschaft und umgekehrt. Beide sind aufeinander angewiesen. (O-Ton Und alle miteinander brauchen wir den lebendigen Gott.)
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Ingrid Obermeier-Osl dankte für den Vortrag, der fast 500 Leute zum Nachdenken angeregt hatte. Sie war überzeugt, Kirche und Wirtschaft verbindet die gemeinsame Verantwortung für die Menschen, die immer im Mittelpunkt stehen. Egal ob als Mitarbieter oder Geschäftspartner fordern sie immer Aufmerksamkeit, Aufrichtigkeit und Fairness. Diese alten Werte, die auch die Kirche seit Bestehen vermittelt, finden sich im modernen Begriff „CSR“, also Corporate social responsibility.
Erkennen Kirche und Unternehmen den Wert dieser Grundwerte für ihre jeweiligen Unternehmen, bemerken sie schnell, welche Wettbewerbsvorteile sich daraus ergeben.
Das haben viele der kleinen und mittleren Unternehmen in der Region längst erkannt, in denen die Bindung zu den Mitarbeitern direkter ist und die Verbindung zu den Lieferanten langfristig. So etwas schafft Vertrauen.
Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels haben solche Unternehmen klare Vorteile.
Die Unternehmen im Bereich der IHK für München und Oberbayern bekennen sich zum Bild des ehrbaren Kaufmanns, der die genannten Werte vertritt.
Sie rief die Zuhörer auf, den Tag des Herrn zu praktizieren und dem Idealbild des ehrbaren Kaufmanns nachzueifern, dann ist ihr um die Zukunft der Wirtschaft in der Region nicht bang.
Damit dankte sie Bischof Dr. Vorderholzer und bat die beiden Landräte auf die Bühne um Bischof Vorderholzer mit einem kleinen Geschenk für seinen Vortrag zu danken.
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Den weiteren Abend über genossen die Gäste das Netzwerken bei Häppchen und dem einen oder anderen Gläschen Wein....
"Integration an Schulen" - Integrationsforum der Regierung von Oberbayern in Waldkraiburg
Die Regierung von Oberbayern lädt regelmäßig Lehrkräfte aus dem gesamten Regierungsbezirk zu Fortbildungsveranstaltungen ein. Mit der Ausrichtung dieser Veranstaltungen beauftragt die Regierung die Schulämter der Landkreise.
Dem aktuellen Thema Integration sollte sich die Veranstaltung in Waldkraiburg annehmen, mit deren Ausrichtung das staatliche Schulamt die Franz-Listz-Mittelschule betraut hatte.
Wie zu erwarten war, gestaltete Gernot Sorgner das Umfeld der Veranstaltung in der Pausenhalle der Schule, der dort bis zu seiner Pensionierung als Lehrer beschäftigt war.
Die Schüler hielten für die Lehrkräfte Mappen mit Unterlagen und einer Begleit-DVD bereit, die sich nach ihrer Registrierung für eine von drei Arbeitsgruppen eintragen sollten, in denen später vertieft auf einzelne Themen eingegangen werden sollte.
Zu den Lehrkräften kamen zahlreiche Bürgermeister an die Schule, Landrat Georg Huber und Regierungsvizepräsidentin Maria Els.
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Den Nachmittag eröffnete die Jazz-Combo des Gymnasiums Gars
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Klaus Neßler, Rektor der Franz-Liszt-Mittelschule, begrüßte die Gäste an seiner Schule.
Da seine Schule erst kürzlich ihr 40-jähriges Bestehen feiern konnte, war er sicher, an seiner Schule wird Integration gelebt. Von Beginn an waren viele Kulturen, Religionen und Nationen hier zuhause und haben dazu geführt, daß Humanität, Solidarität und Demokratie die Schule getragen haben. Diese Werte werden auch in Zukunft die Grundlagen des Zusammenlebens an der Schule sein.
Er wünschte den Lehrkräften aus ganz Oberbayern viel Erfolg bei der Integration von Schülern und hieß sie mit einem Zitat von Erich Kästner willkommen: „Es gibt nichts Gutes außer man tut es!“
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Regierungsschulrätin Dr. Eva-Maria Post freute sich über die Teilnahme von Regierungsvizepräsidentin Maria Els, Landrat Georg Huber und zahlreicher Vertreter von Schulämtern und weiterer Behörden. Besonders dankte sie Klaus Neßler und Iris Jäger für die reibungslose und kooperative Vorbereitung der Veranstaltung.
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Schulamtsdirektor Paul Schönstetter unterstrich in seinem Grußwort die Notwendigkeit der Menschen Gemeinschaft zu pflegen. Einer allein würde verkümmern. Damit ist die Integration wesentlicher Bestandteil jeder Gesellschaft.
Da im Landkreis Mühldorf viele erfolgreiche Projekte zur Integration von Flüchtlingen laufen, beauftragte die Regierung von Oberbayern das staatliche Schulamt damit, diese Aktivitäten vorzustellen. Das taten sie natürlich gern.
Damit freute er sich über die zahlreichen Vertreter aus Politik und Wirtschaft und würdigte besonders das Engagement von Landrat Georg Huber der zusammen mit dem Berufsbildungswerk in Waldwinkel und der Berufsschule 1 das Projekt zur Integration von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen federführend für ganz Bayern eingeführt hat.
Paul Schönstetter freut sich über die Vertreter der Wirtschaftskammern, von Schulen. Kindertageseinrichtungen, Unternehmensstiftungen und Bildungsinstituten und wünschte allen viele nützliche Informationen an diesem Nachmittag.
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Aus Afghanistan kam Samen Sediqui, der die Mittelschule in Gars besucht und die Gäste mit seiner Gitarre begeisterte.
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Regierungspräsidentin Maria Els war dann auch begeistert von der Darbietung des jungen Mannes um so mehr als sie es nie so weit gebracht hatte....
Es war sicher kein Zufall, in Waldkraiburg eine Veranstaltung zum Thema Integration abzuhalten. Hier wird seit vielen Jahrzehnten Integration gelebt. Sie war sicher, das wird auch in der aktuellen Situation weiter so gut gelingen, auch wenn die aktuelle Situation eine Herausforderung darstellt.
Wenn es hier speziell um das Thema Integration an Schulen geht, gibt es dabei mutige und zukunftsweisende Wege zu gehen.
Die bayerische Staatsregierung hat schon 2004 mit „Integration im Dialog“ eine Plattform geschaffen, die in allen Gesellschaftsschichten die Notwendigkeit der Integration wecken sollte.
Nach 10 Jahren ist festzustellen, daß dieses Ziel erreicht wurde und man nun von den Chancen der Integration reden sollten. Diese Chancen herauszustellen und die Vorteile aufzuzeigen ist ein wichtiges Anliegen der Regierung von Oberbayern, das mit dieser Veranstaltung erreicht werden soll. Die Schule leistet bei der Integration einen entscheidenden Beitrag, steht aber selbst auch vor großen Herausforderungen.
Maria Els dankte den Mitarbeitern der Franz Liszt-Schule für die Vorbereitung dieser Veranstaltung und war überzeugt, Klaus Neßler und sein Team haben keine Mühen gescheut...
Alle Gäste zeigten durch ihre Anwesenheit die hohe Bedeutung dieses Themas für den Schulalltag in Oberbayern. Das beginnt bei der Vermittlung von Sprachkompetenz und reicht bis zur Berufsausbildung. Gelingt das, dann können die Begabungsschätze gehoben werden, die in den Migranten verborgen liegen. Die Regierung von Oberbayern und ihre Dienststellen stehen umfassend beratend und helfend zur Seite.
Nachdem Maria Els die Aufgaben der Integration von Zuwanderern beschrieben hatte, war sie überzeugt die entscheidende Weichenstellung für eine gelingende Integration ist das frühestmögliche Erlernen der deutschen Sprache.
Mit 24 Beraterinnen und Beratern leistet die Regierung von Oberbayern Unterstützung für besonders engagierte Lehrkräfte in Deutsch-Fördermaßnahmen.
Sie sollen das interkulturelle Lernen unterstützen, also das Lernen nicht nur miteinander sondern auch voneinander und übereinander, und auch helfen, die Eltern der Migrantenkinder einzubinden.
Das ist nämlich eine zusätzliche Herausforderung weil diese oft große Schwierigkeiten haben, wenn ihre Kinder sich schneller integrieren als sie selbst.
Im Landkreis Mühldorf gibt es viele gelungene Projekte verschiedenster Art. Diese sollten nachfolgend vorgestellt werden. Allen Projekten und allen Zuhörern wünschte Maria Els viele nützliche Informationen.
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Ein Video zeigte Beispiele gelungener Integration im Landkreis Mühldorf.
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Was Landrat Georg Huber sagen wollte hatte das Video vorweggenommen. Er war stolz auf das, was hier im Landkreis läuft und wie sich der Landkreis in den letzten Jahren entwickelt hat. Das Video hat gezeigt, was Ehrenamtliche zum Erziehungs- und Schulwesen dazu täglich leisten.
Vergessen wollte er auch nicht die Erwachsenenbildung und seit kurzem auch die Hochschulausbildung.
Das alles kann nur gelingen, wenn alle in allen Bereichen verstehen worum’s geht und dann auch wollen. Nur dann kann es gelingen vorhandene Strukturen zu stärken und Parallelstrukturen zu vermeiden. Er dankte herzliche allen, die sich in diesem Bereich engagieren, besonders beim Bereich „Lernen vor Ort“ und da bei Jelena Djakovich, deren besonderes Verdienst es ist, die sprachliche Integration voran zu bringen. Ohne Sprachbildung ist Integration nicht möglich.
Nur kurz nach ihrer Ankunft sind Flüchtlinge mit einer Unterkunft und Verpflegung zufrieden. Schon nach kurzer Zeit wollen sie mitmachen und sich einen Platz finden. Das gelingt nur wenn sie Deutsch sprechen. Mit Englisch allein kommen sie nicht sehr weit.
Landrat Georg Huber kritisierte das verbreitet mangelnde Verständnis für die Flüchtlinge, die halt nicht am Schuljahresanfang kommen sondern im laufenden Schuljahr eingegliedert werden müssen. Um das zu schaffen muß sich das Schulwesen flexibler aufstellen und ausreichend qualifiziertes Personal bereitstellen. Lehrkräfte müssen in der Lage sein, Kindern in wenigen Monaten so viel Deutsch beizubringen, daß sie im folgenden Schuljahr dem Unterricht folgen können.
Wie das gelingen kann, zeigen Erfahrungen am Berufsbildungswerk in Waldwinkel.
Landrat Huber bat die Zuhörer diesen Erfordernissen nachzukommen und die Möglichkeiten zu schaffen auch Nachzüglern und Spätenwicklern alle Chancen offen zu halten.
(O-Ton 42:32:00 Herzliche Bitte: Helf’ma z’samm....)
Er freute sich über die Kindergärten und Schulen in Waldkraiburg, die hier mit bestem Beispiel voran gehen. Es geht schließlich um die Kinder denen wir die beste Grundlage für ein gelungenes Leben in Deutschland mitgeben müssen.

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Waldkraiburg ist mit seiner besonderen Geschichte prädestiniert für diese Veranstaltung freute sich Bürgermeister Robert Pötzsch über die Gäste in seiner Stadt.
Beim Besuch der Partnerstadt Sartrouville vor wenigen Wochen hatte er selbst erlebt, wie das ist, wenn man die Sprache nicht kann. Auch wenn er sich in Englisch unterhalten konnte und ihm ein Dolmetscher zur Seite stand. Ohne die Sprache zu können steht man gleich im Abseits.
Einige Wochen zuvor fand im Rathaus eine Veranstaltung mit allen statt, die sich in der Integration engagieren. Auch damals stand die Sprachförderung an oberster Stelle der Diskussion.
Da das aber nicht alles ist sondern jeder Flüchtling zudem seine eigene Kultur mitbringt und seine persönlichen Erlebnisse verarbeiten muß, kann das eine Kommune allein nicht schaffen. Deshalb war Robert Pötzsch froh über die Zusagen von Regierungsvizepräsidentin Maria Els und von Landrat Georg Huber. Er forderte die Zuhörer auf, diese große Aufgabe gemeinsam zu bewältigen und so den Asylbewerbern eine Heimat zu geben.
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Mit „Fly me to the moon“ sorgte das Jazzensemble des Gymnasiums Gars Abwechslung. Steht zu hoffen, daß sie damit nicht vor der großen Aufgabe flüchten wollten....
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Hasan Cabuk stellte den Verein „KuBiWa Bildungszentrum e.V.“ vor, dessen Vorstand er ist und der seit 2007 für alle Waldkraiburger außerschulische Bildungsangebote bereit hält.
Daneben beabsichtigt der Verein zur Völkerverständigung beizutragen und seine Landsleute für die Eingliederung in die deutsche Gesellschaft bereit zu machen.
Ihre umfangreichen Angebote resultieren aus der Erkenntnis, daß die Grundvoraussetzung für eine gelingende Integration die Bildung ist. Bildung wiederum setzt die Kenntnis der deutschen Sprache voraus.
Das alles erreicht der Verein in zwei Bereichen: mit Angeboten für Kinder und Jugendliche und mit solchen für Eltern. Sie arbeiten intensiv mit dem Kinderschutzbund zusammen und dem katholischen Kreisbildungswerk.
Hasan Cabuk erklärte die einzelnen Angebote und zeigte Bilder aus den jeweiligen Bereichen.
Seit der Gründung ist die Zahl betreuter Schüler kontinuierlich gestiegen bis auf 34 am Ende des Schuljahres 2013/2014.
Da sie sich auch um die Kultur kümmern, veranstalten sie regelmäßig Veranstaltungen mit dem Ziel der Gemeinschaftspflege. So kam inzwischen bereits zwei Mal die integrative Theatergruppe „Halber Apfel“ ins Haus der Kultur.
Für ihre Bemühungen erhielten sie 2012 den Integrationspreis der Regierung von Oberbayern.
Alle bisherigen Bemühungen wollen sie auch in Zukunft fortsetzen, junge Leute zum Lernen motivieren und Ansprechpartner für Kinder und Eltern sein. Das alles wollen sie zusammen mit anderen Organisationen und Behörden realisieren und so einen Beitrag zu einem besseren Leben in Waldkraiburg leisten. Er schloß mit dem Zitat von Henry Ford, der die Zusammenarbeit als höchstes Gute erkannt hatte.
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Samen Sediqui unterhielt mit seiner Gitarre.
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Jelena Djakovic begrüßte die Zuhörer in ihrer Muttersprache. Die wunderten sich nicht, daß sie sie nicht verstanden. Sie hatte einen Elternabend moderiert und die Zuhörer in die Rolle der Eltern versetzt, die einfach nichts verstanden hatten. Sie sollten ihre Hilflosigkeit erkennen in der sich die meisten Flüchtlinge befinden wenn sie hier zum ersten Mal in die Schule gehen. Egal ob Eltern oder Kinder. Man versteht so leicht, warum Eltern von Migranten nicht zum Elternabend kommen.
Dabei wäre das so dringend nötig da die Schulsysteme in den Herkunftsländern sich vom deutschen doch sehr unterscheiden. Es wäre dringend nötig, den Eltern das bayerische und deutsche Schulsystem erst einmal zu erklären. Das beginnt schon damit, daß die beste Note in Deutschland eine eins ist, in Polen aber eine fünf! Und in vielen Ländern gibt es keine Unterscheidung in Haupt- und Nebenfächer und landesweit einheitliche Schulbücher und Unterrichtsmaterialien.
Da es hier so viele Möglichkeiten gibt, ist das gar nicht so einfach. Um die Eltern aber gut beraten zu können sollte man das alles wissen.
Um dabei behilflich zu sein stehen im Landkreis Mühldorf die Integrationslotsen bereit. Integrationslotsen sind Muttersprachler, die Zuwanderern bei der Eingliederung helfen.
Integrationslotsen erfüllen diese Leistungen.
Die Integrationslotsen schlagen also eine Brücke zwischen Eltern und Lehrkräften und Behörden. Dabei agieren auf der Basis eigener Erfahrungen und wissen daher, was die Eltern wissen müssen. Zudem engagieren sie sich ehrenamtlich. Derzeit bieten 31 Lotsinnen und Lotsen aus 15 Nationen 22 Sprachen an. Sie bieten im Bürgerbüro in Waldkraiburg regelmäßig Sprechstunden an.
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Nach einer musikalischen Einlage der Jazz-Combo und einer Kaffeepause teilten sich die Gäste in drei Workshops auf, in denen Jelena Djakovic näher auf die Integrationslotsen einging, Michael Haase und Klaus Ortner auf die Kooperation zwischen Berufsschule 1 und Berufsbildungswerk Waldwinkel zur Beschulung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge und die frühkindliche Sprachförderung.
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Bevors aber so weit war, dankte Dr. Eva-Maria Post Schulleitern Klaus Neßler und Iris Jäger und Schulamtsdirektor Paul Schönstetter und Schulrat Hans Wax mit einem kleinen Geschenk für die Organisation dieser interessanten Veranstaltung.

Segnung der sanierten Mittelschule in Buchbach - Eine Schule für die Zukunft 11:45
Sonntag Morgen kurz vor 10 an so einem typischen Herbsttag lag noch Nebel über der Kirche in Buchbach, in die die Gemeinde die Gäste der Einweihung der sanierten Mittelschule eingeladen hatte.
Schulamtsdirektoren und Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden des Schulverbandes Ampfing-Buchbach waren genau so gekommen wie Lehrkräfte und Eltern.
Für die musikalische Umrahmung des Festgottesdienstes sorgten Jugendband und Chor „Jumik“.
Als besonderen Gast konnte Pfarrer Herbert Aneder Generalvikar Dr. Peter Beer begrüßen, der dem Gottesdienst ein besonderes Flair geben würde.
„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“ zitierte Herbert Aneder einen altbekannten Spruch und meinte, das fällt natürlich in so einer modernen Schule viel leichter als in dem bisherigen alten Gebäude. Dafür wollten sie Gottes Segen erbitten. Und auch für die Kreuze, die später in den Schulzimmern angebracht werden und die zeigen werden, woher unsere Orientierung kommt. Erst wollten sie aber danken.
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Dr. Peter Beer band die Schüler in seine Predigt ein und bat den kleinen Markus zu sich. Er wollte ihnen mit seiner Hilfe zeigen, was es heißt, fürs Leben zu lernen.
Lernt man nicht, kann einem jeder sagen, was er will. Einer sagt geh da hin, der andere, geh dort hin. (O-Ton: Schiebt den Buben hier hin und da hin)
Bis er schaut, ist er weg vom Fenster.
Deshalb ist es so wichtig, etwas zu lernen und so einen festen Stand zu haben. (Stellt ihn mit gegrätschten Beinen vor die Leute)
So ein fester Stand ist, wenn man selber rechnen kann. Dann kann einen keiner so leicht (O-Ton b’scheiss’n)
Das gilt für alle Bereiche, fürs Lesen, Schreiben und sogar für die Kunst.
Einen festen Stand zu haben reicht aber nicht. Damit allein kommt man nicht weiter. Man muß sich schon noch bewegen können. Und auch das muß man lernen. Man muß nach unten schauen, nach links und rechts und auch nach oben. (O-Ton)
Wenn man einen weiten Blick hat, erkennt auf welchen Werten man basiert und weiß, was gut und schlecht ist, dann kommt man vorwärts im Leben.
Wenn sie also die Schule einweihen, sollten sie immer im Kopf behalten, daß das Lernen zwar Arbeit ist, es aber auch einen weiten Blick schafft. Das alles kann man nur mit Gottes Hilfe erreichen, der den Blick zum Himmel und zum Nächsten öffnet und so das Leben lehrt.
Dann kann man auch einmal eine schlechte Note überwinden, wenn man fest auf dem Boden des Lebens steht und seinen weitreichenden Blick auch zum Himmel richtet.
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So richteten sie alle ihren Blick zum Himmel und feierten einen festlichen Gottesdienst.
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Schließlich segneten sie die Festgäste und entließen sie in Richtung der sanierten Schule.
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Dort begrüßte Bürgermeister Thomas Einwang die zahlreichen Gäste unter denen auch MdL Dr. Martin Huber war. Sein besonderer Dank galt Generalvikar Dr. Peter Beer und Pfarrer Herbert Aneder für den feierlichen Gottesdienst.
Entschuldigen mußte er Landrat Georg Huber, begrüßte aber die zahlreichen Vertreter von Gemeinden und Schulen und natürlich Ehrenbürgerin Erna Zarner.
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Pfarrer Herbert Aneder und Generalvikar Dr. Peter Beer segneten die sanierte Schule.
Seine geplante kurze Ansprache wollte er damit zusammenfassen, daß alles, was er zu sagen hätte, im Kreuz gesagt ist. Die Kreuze werden ja aus drei Gründen aufgehängt: Sie erinnern an die, die ihr persönliches Kreuz zu tragen haben. Diese Menschen grenzen wir nicht aus, wir nehmen sie in die Gesellschaft auf. Die Kinder soll das Kreuz daran erinnern, diejenigen mit zu tragen, denen es schlechter geht, als ihnen selbst.
Dann fordert das Kreuz die Menschen heraus, denen zu helfen, denen es schlechter geht. Gerade so, wie Gott-Vater seinen Sohn geschickt hat, damit er uns durch seinen Tod am Kreuz Hilfe bringt.
Und schließlich erinnert es uns an die Auferstehung Jesu und die Überwindung allen Leidens auf der Welt. Es soll uns zeigen, daß das Leid und die Unterdrückung nicht das letzte Wort haben.
Genau deshalb segnet man die Kreuze und betet, daß sie ein bleibender Auftrag im Schulalltag bleiben.
(O-Ton)
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In einem kleinen Rundgang segneten sie die Schulzimmer. Da machte auch Rektorin Irmhild Philpp mit.
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Schließlich segnete Dr. Peter Beer die Gäste und übergab wieder an Bügermeister Thomas Einwang.
Der zitierte das afrikanische Sprichwort, demnach ein ganzes Dorf nötig ist um ein Kind zu erziehen. Im übertragenen Sinn war die ganze Gemeinde gefordert, diese Schule zu sanieren, die schon wirklich in die Jahre gekommen war.
Heute fordert die Gesellschaft von einer Gemeinde hochwertige Einrichtungen, verläßliche Kinderbtreuungsstätten, Erziehungs- und Bildungsangebote. Dem konnte die Schule nicht mehr gerecht werden.
Auch die Weiterentwicklung der Hauptschule zur Mittelschule und die Gründung des Mittelschulverbandes mit der Gemeinde Ampfing machte die Sanierung nötig, und garantiert nun den Erhalt beider Schulstandorte.
Der Marktgemeinderat Buchbach hat mit seinem Beschluß, die Schule zu sanieren, die Zukunft der gesamten Gemeinde gesichert und ihre Familienfreundlichkeit gestärkt.
Es war eine mutige Entscheidung, da sie den Markt finanziell doch sehr belastet hat. Möglich war sie schließlich durch die gute wirtschaftliche Lage, niedrige Zinsen und Fördergelder in Höhe von 1,855 Millionen Euro. Bei knapp 3,9 Millionen Euro Gesamtkosten hatte die Gemeinde doch einen großen Teil selbst zu schultern. So dankte Thomas Einwang den Mitgliedern des Marktgemeinderates für ihre Zustimmung und den Mitgliedern des Schulverbandes Ampfing-Buchbach für die notwendige Unterstützung.
Dank galt allen Planern, Baufirmen und Verwaltungen für die reibungslose, hochwertige und termingerechte Umsetzung. Sein Dank galt auch den Mitarbeitern der Schule, allen voran Rektoren Irmhild Philipp für die Begleitung der Bauarbeiten und ihr Verständnis für die Einschränkungen während der Bauphase.
Dank galt auch Gemeinde und Grundschule Schwindegg, die zeitweise Schulklassen aufgenommen haben. Besonderer Dank galt dem Architekturbüro Kammerer aus Buchbach, die bedarfsgerecht und wirtschaftlich geplant, kostenbewußt und hochwertig gebaut und termingerecht fertiggestellt haben. Das Büro verstand es, die Interessen von Auftraggebern und Nutzern zu vereinen.
So wünschte er allen Nutzern Gottes Segen... (O-Ton 45:50:09 Möge....)
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MdL Dr. Martin Huber gratulierte zur Sanierung der Mittelschule, die sicher durch den Zuschuß des Freistaates leichter gefallen ist.
Wenn in zahlreichen Studien ein Mangel an Akademikern beklagt wird, wollte er ein Plädoyer für die Ausbildung in der Mittelschule und die Berufsausbildung halten. Um so mehr, als das bayerische Bildungssystem alle Wege offen hält. Niemand legt sich auf einen Weg fest. Jeder kann seinen eigenen Weg finden. Dazu gehört auch die Mittelschule. So hoffte er, daß alle Schülerinnen und Schüler an der Mittelschule ihren Weg gehen können und werden.
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Schon immer bildeten das Zentrum eines Dorfes die Kirche, das Wirtshaus, der Kramerladen und die Schule, stellte Schulrat Hans Wax fest. Diese vier Gebäude stehen für die Grundbedürfnisse der Menschen in jeder Gemeinde. Das alles gibt es in Buchbach!
Die Sanierung der Mittelschule bedeutet also, daß das auch so bleiben soll. So gratulierte er der Marktgemeinde, den Mitgliedsgemeinden des Schulverbandes, den Beschäftigten an der Schule und besonders den Schülerinnen und Schülern zu ihrer neuen Schule.
Der große finanzielle Aufwand zeigt, daß die Gemeinden die Bildung wichtig nehmen. Diese Bedeutung hat die gesamte Bevölkerung erkannt und natürlich auch Schüler selbst. Schließlich lernen sie in wenigen Jahren die Grundlagen für ihr ganzes Leben.
Gelingen kann die Schule aber erst, wenn Lehrer, Schüler und Eltern sie mit Leben füllen. Das wünschte er den Schülern, den Eltern und der ganzen Marktgemeinde.
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Architekt Karl-Heinz Kammerer wollte sich kurz fassen – es war schließlich schon kurz vor 12.
Dabei hätte er aus vier Jahren Planung und Bau vieles zu erzählen gehabt.
Es waren viele Aspekte zu beachten: Das Gebäude sollte barrierefrei werden, das Raumprogramm erweitert und der Brandschutz verbessert werden. Akustikdecken, eine Lüftungsanlage, Mediensäulen und die energetische Sanierung machten aus dem alten Gebäude eine neue Schule.
Dabei mußte der Kostenrahmen eingehalten werden und die Termine auch.
Wenn eine gute Schulbildung der Schlüssel zum Erfolg ist, wollte er gleich drei Schlüssel übergeben: Den ersten und kleinsten Schlüssel hatte er für Bürgermeister Thomas Einwang, der gar nicht so viel mit der Maßnahme zu tun gehabt hatte, nur eben das Geld zu besorgen...
Den zweiten Schlüssel übergab er an Rektorin Irmhild Philipp, die als Hauherrin die Geschicke leitete.
Den größten Schlüssel überreichte er „Facility-Manager“ Richard Fischer, der die größte Arbeit geleistet hat. Außerdem ist er verantwortlich dafür, daß das schöne Gebäude in den nächsten 50 – 60 – 70 Jahren so schön bleibt!
Die drei Schlüssel werden später im Eingangsbereich der Schule für jeden sichtbar angebracht.
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Schließlich kam Rektorin Irmhild Philipp selbst zu Wort. Was lange währt, wird endlich gut schloß sie sich mit einem tiefen Seufzer der Erleichterung ihren Vorrednern an. Schließlich haben die zurückliegenden Jahre viel Kraft und Nerven gekostet.
Jetzt freuen sie sich über helle, gut klimatisierte und funktionelle Räume, in denen man sich wohl fühlen kann. Sie dankte allen, die zu der Sanierung beigetragen haben und wünschte allen Kindern und Jugendlichen und allen Kollegen, daß es gelingen möge, die Stimmung im neuen Gebäude aufzunehmen und weiterzugeben und so Freude und Optimismus an kommende Generationen weiter zu geben.
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Nach einem Rundgang durch die neuen Räume genossen die Gäste ein gemeinsames Mittagessen im Gasthaus zur Post.
Premiere der SchwiBuRa: "Der bayerische Protectulus" 12:00
Zum 15. Mal konnte Michael Sedlmaier Gäste zu einer Aufführung der Theatergruppe „SchwiBuRa“ begrüßen, zum dritten Mal im Bürgerhaus in Schwindegg.
Da vorher ein Stockwerk tiefer die Gemeinden Schwindegg und Buchbach ihre Aktion „Die zwei im Isental“ vorgestellt hatten, waren zahlreiche Vertreter beider Kommunen geblieben: Die Bürgermeister Dr. Karl Dürner, Thomas Einwang, Martin Thalmeier, Karl-Heinz Kammerer, Fulbert Seemann und Waldkraiburgs Altbürgermeister Siegfried Klika.
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Sie hatten sich den Schwank in drei Akten „Der bayerische Protectulus“ ausgesucht, ein Stück das von Peter Landsdorfer, das 1988 Premiere feierte und das seither zahllose Bühnen landauf landab gespielt haben.
Die Geschichte ist gar nicht so einfach zu erzählen: Der Gustl – der Moarhofer-Bauer – und sein Nachbar und Freund Bartl – der Brunnleitner-Bauer – sind zwei richtige Schlitzohren – meinen sie zumindest.
Jedes Mal wenn sie beim Jagerwirt nicht nur beim Kartenspielen versumpft sind, tischen sie ihren Frauen daheim irgend eine Geschichte auf. Der Gustl war dann bei der Jahresversammlung der Wanderfreunde und der Bartl beim Zuchtverband....
Die Frauen merken das ja sowieso nicht, die sind ja soooo blöd!!!! - - - meinen die beiden Helden.
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Diesmal ist aber alles anders: Der Gustl hat nämlich beim Schafkopfen seinen besten Ochsen verloren. Und das ausgerechnet an den Greimoser, diesen windigen Viehhändler!!!
Da ist erst einmal guter Rat teuer.
Aber Gustl hat eine Idee! Er hat nämlich immer eine Idee. Sie wollen noch einmal spielen und den Ochsen zurückgewinnen – mit gezinkten Karten. Dazu soll der Bartl die Karten markieren.
Als der Greimoser kommt und den Ochsen abholen will, schlägt ihm Gustl das Revanche-Spiel vor. (O-Ton entweder gwinn i mein Ochsen zruck oder Du gwinnsd no an zwoatn dazua.)
Der Greimoser – schlau wie er ist – sieht sich schon zwei Ochsen abholen und geht auf den Vorschlag ein.
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Der Blasi, der ein bißchen langsame Gemeindeschreiber versucht immer wieder, den Gustl oder seine Vroni zu erwischen. Die fürchten aber, daß er Gemeindeabgaben kassieren will und flüchten ein ums andere Mal.
Wie’s der Zufall will, kommt er grade da wieder vorbei, wo der Greimoser zu Besuch ist. Der will natürlich gleich wissen, was er von den Moarhofers will.
Als bester – und einziger – Mitarbeiter seines Bürgermeister und damit bester Beamter in der Gemeinde verweigert er dem bekannten Viehhändler natürlich die Auskunft. Das ist schließlich vertraulich und nur für die Moarhofers bestimmt.
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Allerdings wird er dann doch weich, als ihm der Greimoser 2 Pfund Wammerl verspricht.
Blasi erzählt ihm daß der Bürgermeister ein Stück Grund vom Moarhofer kaufen will – den Oberanger. Und guuut dafür zahlen wird: 12.000 Euro!
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Dem Gustl erzählt der Greimoser natürlich nichts davon. Der (also der Gustl) freut sich auf das Revange-Spiel am Abend beim Jaaaga-Wirt.
Natürlich muß der Gustl wieder eine Ausrede für seine Vroni erfinden. Er erzählt ihr, Bartl und er wollen beim Jaaga-Wirt Schweine anschauen...
Weil auch der Bartl seiner Frau Finni wieder was vorgelogen hat, denken sich die beiden Frauen etwas aus...
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Am nächsten Morgen ist Katzenjammer. Nicht nur, daß sie zu viel getankt hatten, hat der Gustl auch noch einen zweiten Ochsen an den Greimoser verloren. Daran ist der Bartl nicht ganz unschuldig. (O-Ton er hat die Karten vorne markiert – nicht hinten!)
Als der Greimoser die zwei „Prachtstücke von Ochsen“ abholen will, Weiß der Gustl nicht, was er machen soll.
Greimoser hat eine andere Idee: Er kauft ihm das Stück Grund ab, den Oberanger. Dort will er sich einen Altersruhesitz bauen – behauptet er. Wenn er ihm das Stück Grund verkauft, vergißt er auch die beiden Ochsen.
Die beiden werden einig: Gustl verkauft den Grund für 4.000 Euro und die zwei verspielten Ochsen. Den Vertrag hat der Greimoser schon dabei....
Gustl unterschreibt und Greimoser zahlt bar. Alles scheint gut.
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Gemeindeschreiber Blasi läßt sich diesmal nicht mehr abwimmeln. Er sperrt die Türen zu, so daß die Moarhoferin nicht mehr flüchten kann.
Damit die oberschlaue Magd Sophi – die ein Auge auf den Blasi geworfen hat – nicht alles mitbekommt, erklärt er Vroni in der Küche worum‘s geht.
Der Gustl und der Bartl sind überglücklich: Den wertlosen Grund für 4.000 Euro dem Greimoser angedreht und auch noch die Ochsen gerettet. Da drauf ein Schnappsal.
Das Lachen vergeht ihn aber, als die Vroni die Neuigkeit erzählt: Der Bürgermeister bietet 12.000 Euro für den Oberanger!!!!
Der Greimoser hat das alles gewußt!!! Da drauf brauchen die beiden Helden erst einmal ein paar Schnappsal.
Die Lage ist aussichtslos. Da kann nur noch ein Schutzengel helfen. (O-Ton)
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Der Gustl will erst gar nicht glauben, daß der Unbekannte wirklich sein Schutzengel ist.
Als sich herausstellt, daß er das tatsächlich ist, stellt sich natürlich die Frage, wo er in den vergangenen beiden Tagen war. (O-Ton wo warsd’n Du wia i gheirat‘ hab????!)
Beim Ausreden erfinden ist Protecutulus – so heißt der Schutzengel – aber genauso kreativ wie der Gustl selbst. Sogar zum Schriftführer haben sie ihn wieder gewählt – einstimmig!!
Bevor sie aber daran gehen, die komplizierte Situation zu bereinigen, hat Protectulus erst einen Wunsch. Er möchte eine Maß Bier.
Da zeigt sich, daß er tatsächlich ein Engel ist, die Sophi sieht ihn nämlich nicht als sie ihm das Bier bringt.
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Wie gefährlich das bei Moarhofers ist, zeigt sich, als die Vroni sauber macht, und die Finni berichtet, daß der Gustl den Oberanger schon an den Greimoser verkauft hat. Das ist zu viel für die Vroni. Als der Gustl heimkommt stellt sie ihn zur Rede. Da nützt ihm auch seine Charme-Aktion nichts mehr.
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Die Vroni zieht Konsequenzen. Sie fährt zu ihrer Schwester will erst wieder kommen, wenn 12.000 Euro auf dem Tisch liegen!
Protectulus kommt erst zurück, als die Luft rein ist.
Aber – er hat eine Idee: Zu erst muß die Vroni zurückkommen. Das geht am Besten wenn man sie eifersüchtig macht.
Dazu nutzen sie eine Jugendfreundschaft vom Gustl. An sie schreiben sie einen Brief – aber so, daß ihn die Vroni bekommt. Das ist nicht ganz enfach. Also das Schreiben nicht und auch nicht, ihn der Vroni zuzuspielen.
Weil die Finni narrisch auf den Gustl ist, lockt der unsichtbare Protectulus sie zu dem Brief. In ihrem Entsetzen muß sich gleich Vroni davon berichte, was der Gustl hier so anstellt.
Auch wenn’s Gustl nicht gleich versteht, war das genau das, was sie erreichen wollten.
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Dann hat Protectulus auch eine Idee, wie sie an die 12.000 Euro kommen könnten. Der Gustl soll dem Bürgermeister eben das Grundstück gegenüber verkaufen, die Sunnleit’n.
Das muß der Blasi bewerkstelligen, den die Sophi gleich holen soll.
Die verbindet das Nützliche mit dem Angenehmen....
Blasi will die Idee dem Bürgermeister schmackhaft machen. Protectulus begleitet ihn – sicherheitshalber.
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In seiner Abwesenheit kommt Vroni heim – von schlechtem Gewissen geplagt, ihren Gustl so schlimm behandelt zu haben. Sie kann ja mit den 4.000 Euro auch zufrieden sein...
Nur – so anlügen darf er sie nie wieder! (O-Ton)
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In Windeseile kommt Blasi vom Bürgermeister zurück...
Sie unterschreiben den Vertrag für die Sunnleit’n.
Diesen Grund zum Feiern nehmen sie natürlich wahr um beim Jaagawirt zu feiern.
Zum Feiern – meint die Sophi – haben auch sie und der Blasi.... (O-Ton)
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So kanns gehen – meint da Protecutulus – wenn man’s mit der Wahrheit nicht so genau nimmt.
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Bürgermeister Dr. Karl Dürner dankte den Mitgliedern der Schwibura nicht nur für die gelungene Aufführung und den unterhaltsamen Abend sondern auch für 15 Jahre gelebte Gemeinschaft „im Isental“. Er hoffte, daß sie so weitermachen und auch in Zukunft dafür sorgen, daß in Schwindegg so schön Theater gespielt wird.
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Dem schloß sich auch Buchbachs Bürgermeister Thomas Einwang an. Beide sind schließlich schon lange Mitglieder des Theatervereins SchwiBuRa und damit starke Unterstützer dieser Truppe.
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Später trafen sich Schauspieler, Helfer und Gäste an der Bar zur Premierenfeier.
Herr Bürgermeister, wie hat Ihnen die Interpretation der Schwibura gefallen? (O-Ton Karl)
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(O-Ton Siegi)
Manfred, hat’s Dir gefallen? (O-Ton )
Siehst Du Parallelen zum richtigen Leben? (O-Ton)
(Sehr langsam sprechen: ) Tom hast Du die Beamten so langsam erlebt? (O-Ton)
Hast Du Parallelen zum richtigen Leben gefunden? (O-Ton)
Sophi, ist der Blasi daheim auch so langsam? (O-Ton)
Jetzt hast‘ Dich so um ihn bemüht, daß ihr sogar miteinander feiern gegangen seid. Wie iss’n dann weitergegangen? (O-Ton)
Brauchst da wieder an Greimoser dazu? (O-Ton)
Wie hat’s Ihnen gefallen, Herr Huber? (O-Ton)
Protectulus, so ein Moarhofer macht schon ganz schön Arbeit! (O-Ton)
Mit seiner Vroni hastas wieder hingebogen. Jetzt kann er wieder anderswo anpacken. (O-Ton)
Vroni, Finni, ihr habt aber schon zwei besondere Exemplare abbekommen! (O-Ton)
Am Ende wart Ihr ja doch wieder lieb! (O-Ton)
Und erst wenn die Kasse wieder stimmt.... (O-Ton)
Die Zuschauer haben doch tatsächlich Angst um Eure Finger gehabt.... (O-Ton)
Gustl, traust Du Dich wieder ohne Deinen Protectulus alleine vor die Kamera? (O-Ton)
Zum Beneiden bist‘ ned, wenn ma an so an Kumpl had wiea an Bartl! (O-Ton)
Jetzt hast zwar viel Geld, die Grundstücke sind aber weg.... (O-Ton)
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Sepp, Du sagst, Du lernst so viel Text in drei Stunden. Das ist schon eine riesen Leistung! (O-Ton)
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Acht Mal hat die SchwiBuRa den Bayerischen Protectulus diesmal gespielt. Soweit wir wissen, waren sie jedes Mal ausverkauft. Wir sind schon gespannt, was sie nächstes Jahr auf die Bühne bringen. Das wird sicher wieder ein Mords Spaß! Freuen wir uns drauf....

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