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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
Josef J. Pöllmann ist Mitglied im Deutschen Presse Verband
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Das gab's 2015 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir in KW 12/2015 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
57 Flüchtlinge ins BFZ Peters in Waldkraiburg? Die Podiumsdiskussion 15:00 12 20.03.15
So viele Interessierte kamen in den großen Saal ins Haus der Kultur, daß die letzten draussen auf freiwerdende Plätze warten mußten. So war der Saal schließlich bis auf den letzten Platz besetzt.
Auf dem Podium Platz nahmen Bürgermeister Robert Pötzsch, Landrat Georg Huber, Regierungsvizepräsidentin Maria Els, Berufsförderungszentrumsgeschäftsführer Johann Lehner und Moderator Norbert Heimerl. Der meinte, die große Zahl Interessierter zeigen das große Interesse der Waldkraiburger für dieses Thema womit ein Ziel dieser Veranstaltung bereits erreicht ist.
Die Stimmung im Saal zeigte sich schon bei der Begrüßung als bei der Nennung Johann Lehner’s Namen Pfiffe gellten und Bürgermeister Pötzsch bejubelt wurde.
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Bürgermeister Robert Pötzsch freute sich über das große Interesse der Bürger, und wollte gleich drei der Fragen beantworten, die die Stadt im Vorfeld gesammelt hatte: Die Stadt Waldkraiburg sieht die Notwendigkeit den Flüchtlingen zu helfen. Waldkraiburg ist für die Aufnahme von Flüchtlingen. Ihre Zahl muß aber in einem vertretbaren Verhältnis zu der Zahl der Bürger und der strukturellen Möglichkeiten bleiben. Das Projekt „gelungene Integration“ der Stadt kann Vorbild für die gesamte Bundesrepublik werden. Schon bisher gibt es Anstrengungen, Flüchtlingen einen neuen Anfang in Waldkraiburg zu ermöglichen. Trotzdem war sich Robert Pötzsch sicher, die Belastungen der Bürger werden zunehmen. Man kann Asylbewerber nicht so nebenbei eingliedern. Waldkraiburg will sich der Asylpolitik nicht entziehen sondern sich richtig anstrengen. Trotzdem müssen alle Maßnahmen gemeinsam getragen werden. Den richtigen Weg dahin zu finden sollen alle mithelfen.
Staatsminister Dr. Marcel Huber hatte ihm kürzlich gesagt: (O-Ton Mir ist wichtig, Ihr helft mir....)
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Regierungsvizepräsidentin Maria Els sah die Problematik aus der Warte der Verwaltung, die Aufgaben zu erledigen hat. Um die Erstaufnahmelager in München und Zirndorf zu entlasten hat die Staatsregierung die Einrichtung eines zweiten Erstaufnahmelagers in Oberbayern beschlossen. Da nahmen sie das Angebot des Berufsförderungwerks Peters gern an, die 500 Plätze angeboten hatten. 500 Plus 1 sollten es werden, damit die Einrichtung alle nötigen Aufgaben übernehmen könnte, wie sie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mindestens fordert.
Das angebotene Objekt in Waldkraiburg wurde auch im Auftrag des bayerischen Sozialministeriums überprüft, nach der Entscheidung des Stadtrates von Waldkraiburg (Applaus) wurde das Projekt aber fallengelassen.
Auf Nachfrage des Moderators ob das Thema damit vom Tisch ist, erklärte Maria Els: (O-Ton 34:36:05 Für uns ist das Thema damit vom Tisch – Applaus)
Nicht vom Tisch ist dagegen die Suche nach Unterkünften für Asylbewerber im laufenden Verfahren. Dazu sind die Landratsämter aufgefordert, Unterkünfte bereitzustellen.
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Landrat Georg Huber war überzeugt, Stadt und Landkreis werden die Folgen der Ablehnung des Erstaufnahmelagers zu spüren bekommen. Statt jetzt 500+1 Asylbewerber vorübergehend aufzunehmen und alle Kosten erstattet zu bekommen, werden danach wesentlich mehr Flüchtlinge in die Stadt kommen um hier zu leben und dazu die kommunalen Einrichtungen belasten. Sie aufzunehmen verpflichtet sie die Gemeindeordnung. Es ist nicht die Aufgabe des Landratsamtes, diese Menschen unterzubringen sondern der Kommunen.
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Peters-Anteilsmehrheitseigner Johann Lehner erklärte ein anderes Demokratieverständnis zu haben. Nach seiner Meinung diskutiert man zuerst und trifft dann eine Entscheidung. Hier ist das wohl anders herum. (Protest )
Enttäuscht über die Stadt war er nicht, machte sein unternehmerisches Handeln aber abhängig von den örtlichen Bedingungen. Er berichtete von positiven Erfahrungen mit dem Erstaufnahmelager in Deggendorf, wo es bei durchschnittlich 350 Asylbewerbern keinerlei Auffälligkeiten gegeben habe.
(Protest )
Was Waldkraiburg zu vergessen scheint ist: (O-Ton Hier kommen doch keine Verbrecher....)
Er berichtete, in Deggendorf wären 100 Arbeitsplätze im mittleren und gehobenen Dienst bei Behörden und Sicherheitsdiensten entstanden, ein wichtiger Faktor für die Kommune.
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Da dieses Thema nicht mehr relevant war, bat Moderator Heimerl Robert Pötzsch um eine Begründung der Ablehnung des Erstaufnahmelagers. Es war schlicht die Größe, die in keinem Verhältnis zur Waldkraiburger Bevölkerung steht, erklärte Robert Pötzsch und betonte die Bedeutung der Integration bereits anerkannter Asylbewerber. Diese Integration ist die Stärke Waldkraiburgs und dazu will die Stadt in den kommenden Jahren tatkräftig beitragen.
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Als Unternehmer hat er natürlich einen „Plan B“ erklärte Johann Lehner. Neben einer Gemeinschaftsunterkunft steht auch die Unterbringung sogenannter Fehlbeleger zur Debatte. Also die Bereitstellung von Unterkünften für anerkannte Asylbewerber, die Peters gleichzeitig qualifizeren kann. Damit setzt Peters die Tätigkeit fort, die sie seit sehr langer Zeit ausüben.
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Wie viele solche Asylbewerber dann nach Waldkraiburg kommen könnten wollte Moderator Heimerl von Landrat Huber wissen. Der erklärte auf so eine Entscheidung keinen Einfluß zu haben.
Aufgabe des Landratsamtes ist es, Unterkünfte für die zugewiesenen Flüchtlinge bereitzustellen. Dazu müssen sie sich Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt besorgen.
(O-Ton Wir haben mittlerweile im Landkreis 447....)
Mitarbeiter des Landratsamtes suchen im Auftrag des Bezirks ständig Wohnungen für anerkannte Asylbewerber. Die Kosten für diese Wohnungssuche, die Mieten und den Unterhalt dieser Menschen zahlt der Landkreis. Je mehr Wohnungen nötig sind, desto höher sind die Kosten für den Landkreis.
Regierungsvizepräsidentin Maria Els bezifferte die Zahl zugewiesener Asylbewerber auf 2,6% aller im Regierungsbezirk Oberbayern ankommender Bewerber. Da 2014 etwa 230.000 nach Deutschland kamen und für 2015 300.000 erwartet werden, werden voraussichtlich 500 weitere Flüchtlinge in den Landkreis Mühldorf kommen.
Da es in Waldkraiburg und in Mühldorf bereits Gemeinschaftsunterkünfte gibt, die sehr gut laufen, würde die Regierung von Oberbayern gern diese Erfahrung nutzen und weitere Asylbewerber in den Landkreis bringen.
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Johann Lehner nahm diesen Ball auf und bekräftigte die Unterstützung seines Hauses in diesem Bestreben. Mit ihren Ausbildungsmaßnahmen unterstützen sie zudem die bayerische Wirtschaft, die schließlich händeringend Fachleute sucht. (Zwischenrufe „deutsche Fachleute!“)
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Auf Frage erklärte Bürgermeister Robert Pötzsch, die Stadt würde 200 bis 250 Asylbewerber sicher verkraften. Das geht aber nur, wenn der Landkreis mitmacht und die Stadt finanzielle und personelle Unterstützung erhält.
Mittel dafür stehen von Seiten des Freistaates nicht bereit, berichtete Landrat Huber und forderte seinerseits Unterstützung von der Bundesrepublik, deren Aufgabe es ist, die Flüchtlinge einzugliedern.
Bislang werden Flüchtlinge nur in Wohnungen untergebracht, die dem Landkreis angeboten werden konkretisierte Landrat Huber. Konfisziert wird bislang nicht. Werden allerdings nicht ausreichend Wohnungen gefunden, müssen Flüchtlinge in Turnhallen einquartiert werden, was natürlich den Sportunterricht unmöglich macht, auf den die Schüler Anspruch haben. Dagegen können Eltern und Lehrkräfte sogar klagen.
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Maria Els konkretisierte, von 500 Plätzen war nur die Rede im Fall eines Erstaufnahmelagers. Wieviele in eine Gemeinschaftsunterkunft einziehen könnten, wurde bislang nicht diskutiert.
Bürgermeister Robert Pötzsch sah die Größe des Berufsbildungszentrums als Bedrohung wo bis zu 1.000 Personen untergebracht werden könnten und forderte eine gemeinsame Anstrengung aller Kommunen im Landkreis um ausreichend Unterkünfte bereitzustellen. Die Lösung allein Waldkraiburg zu überlassen lehnte er ab.
Einen Verteilungsschlüssel auf die Gemeinden gibt es nicht, erklärte Landrat Huber und bat alle Gemeinden ihn bei der Unterbringung der Flüchtlinge zu unterstützen. So viel Solidarität muß sein.
Maria Els nahm Landrat Huber in Schutz und erklärte, der Landkreis Mühldorf ist sehr behilflich bei der Bewältigung der Asylbewerberproblematik.
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Auf die Frage ob Peters dem Landkreis viel abnehmen könnte, gab Landrat Huber zu bedenken, Asylbewerber können sich nach der Anerkennung frei niederlassen. Auch wenn sie dann noch nicht Deutsch sprechen und keinen Beruf haben muß ihnen die Stadt Wohnraum bereitstellen. Das sind dann Bürger mit gleichen Rechten und Pflichten wie die deutschen auch und keine Verbrecher.
(Applaus und Bu-Rufe folgende....)
Es müßte doch in unserer Wohlstandsgesellschaft wesentlich leichter sein, Zuwanderer aufzunehmen als unmittelbar nach dem Krieg. Man sollte das Thema trotz der bekannten Probleme anders umsetzen als vor 70 Jahren.
(O-Ton Daß es Probleme gibt will ich nicht abstreiten) Die gibt es aber anderswo auch. Steckt man die Flüchtlinge aber gleich in diese Ecke wird es erst recht schwierig. Es gibt im Landkreis kleinere Gemeinden, wo prozentual mehr Flüchtlinge untergekommen sind als in Waldkraiburg.
Ein Zwischenrufer forderte die Flüchtlinge nicht mitten in einem Wohngebiet unterzubringen worauf Landrat Huber meinte, der Zuhörer wollte doch selbst auch nicht in einem Industriegebiet leben – warum also die Flüchtlinge? Das sind auch Menschen.
Den Blick auf die Menschen vermißte auch Johann Lehner und beschuldigte die Waldkraiburger sich nur um sich selbst zu kümmern.
Er bekräftigte seine Absicht, anerkannten Asylbewerbern, die sich als freie Bürger selbst ihren Wohnort aussuchen können, Ausbildung und natürlich Unterkunft anbieten zu wollen um sie so für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren. (O-Ton Ausbildung in Sprache.....)
Ein Angebot hat er zwar noch nicht vorgelegt, wollte sich aber nicht vorschreiben lassen, was er als Unternehmer zu tun und zu lassen hat. (O-Ton )
Landrat Huber bekräftigte die Handlungsfreiheit jedes Wohnungsanbieters und widersprach Gerüchten, Wohnungsinhaber erhielten für die Vermietung an Flüchtlinge horrende Mieten. Vielmehr zahlen die Behörden ortsübliche Mieten und müssen die Unterkünfte über Hartz IV bezahlen. Derzeit hat der Landkreis nicht die Wohnungen, die für ankommende Flüchtlinge nötig wären.
Der Kingdom-Parc komme für eine erneute Unterbringung nicht mehr in Frage, da eine menschenwürdige Unterbringung dort nicht möglich ist.
Die Zuhörer verwahrten sich gegen die geplante Unterbringung von Flüchtlingen in Wohngebieten und verwiesen auf Erfahrungen mit Asylbewerbern in der Gemeinschaftsunterkunft in Waldkraiburg.
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Es ist das Ziel der Stadt, die Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen, sie in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt einzugliedern, bekräftigte Bürgermeister Robert Pötzsch erneut. Er forderte eine Obergrenze bis zu der Peters Flüchtlinge aufnehmen darf, so viele wie die Strukturen der Stadt vertragen und die ehrenamtlichen Helfer bewältigen können. Und hier sind die Grenzen bereits erreicht.
Mit Hilfe von Landkreis und Freistaat ist das aber schon zu schaffen.
Er wird mit Unterstützung vom Landkreis nicht rechnen können, weil diese alle Gemeinden über die Kreisumlage bezahlen müßten verweigerte Landrat Huber die Unterstützung des Landkreises. Zwar übernimmt der Landkreis über Hartz IV die Kosten, die Arbeit müssen aber Kräfte vor Ort leisten und auch bezahlen.
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Auf Nachfrage nach einer möglichen Obergrenze verbat sich Johann Lehner jede Einmischung in sein unternehmerisches Handeln. (O-Ton )
Als Demokrat hat er die Entscheidung des Stadtrates anerkannt und sah keine Befugnisse Dritter ihm die Qualifikation anerkannter Flüchtlinge zu verbieten. Er hat Peters übernommen und muß nun überlegen was er damit tun wird. Sicher ist nur, er wird etwas damit tun.
Auf die zahlreichen Zwischenrufe erklärte er das Gespräch weiter führen zu wollen, das aus seiner Sicht freiwillig stattfindet. Niemand zwingt ihn dazu, seine Pläne öffentlich zu diskutieren. (Gelächter – O-Ton)
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Aus dem Publikum kamen zahlreiche Fragen, besonders nach der Einhaltung der Obergrenze: Peters hat die Möglichkeit 1.000 Personen unterzubringen und bräuchte das Geld daraus sicher auch dringend. Wer garantiert die Einhaltung einer Obergrenze?
Die Zuhörerin forderte die Ängste und Bedenken der Waldkraiburger ernst zu nehmen, bei allem Verständnis für die Hilfsbedürftigkeit der Flüchtlinge. Außerdem berichtete die Dame von einer Warteliste mit 300 Wohnungssuchenden allein bei der Stadtbau Waldkraiburg.
Tatsächlich würden den Waldkraiburgern 250 oder 300 Asylanten keine Angst machen. 750 oder 1000 aber schon.
Da er nicht wußte wie’s weitergeht und nicht später als Lügner dargestellt werden wollte, sagte Johann Lehner dazu lieber gar nichts.
Die Unterstellung des Moderators, Waldkraiburg will durch die Weigerung nur den Gewinn steigern konterte Robert Pötzsch mit der Geschichte der Stadt, die schon immer mehr gemacht hat als nötig war. Das wird die Stadt auch fortsetzen sofern es im vernünftigen Rahmen bleibt.
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Landrat Huber sah keine Alternative zur Anmietung der nötigen Wohnungen. Er muß bei der großen Zahl Flüchtlinge alle Angebote annehmen, die sich ihm bieten. Allerdings ist kein Vermieter verpflichtet, auch anerkannte Asylanten in ihre Wohnungen aufzunehmen.
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Seine Initiative soll helfen, den Flüchtlingen eine normale Existenz zu ermöglichen, die deutsche Wirtschaft zu stärken und durch ihre Steuern und Abgaben zu helfen, den deutschen Sozialstaat aufrecht zu erhalten, erklärte Johann Lehner.
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In zahlreichen Wortmeldungen brachten die Bürger ihre Sorgen zum Ausdruck aber auch ihre Absicht, an der Bewältigung der Flüchtlingsproblematik mitzuarbeiten. Klar wurde jedoch, daß es zu Hochzeiten der Arbeit des Berufsbildungswerks Peters auch mit deutschen Umschülern viele Probleme gab und niemand sich an diese Zeit zurückerinnern möchte.
Den Unmut der Zuhörer zog sich Johann Lehner zu, der – wie ein Zuhörer betonte – von auswärts kommt, sich auf ziemlich arrogante Weise über die Befindlichkeiten der Industriestädter hinwegsetzt um seinen Reibach zu machen und die Stadt danach mit den Folgen alleine läßt.
(O-Ton )
Die mehr als dreistündige Veranstaltung endete mit einer Schlußrunde in der keiner der Podiumsteilnehmer sagen konnte, wie’s nun konkret weitergeht.
58 Generationswechsel beim Schützengau - Auf Anton Müller folgt Erich Jungwirth 14:10
Nach einem feierlichen Gottesdienst kamen Vertreter der Schützenvereine des Schützengaus, Bezirksschüzenmeister Eberhard Schuhmann Vertreter des BLSV, stellvertretender Landrat Alfred Lantenhammer, eine Reihe Bürgermeister, MdL Günther Knoblauch und Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer im Saal des Gasthauses Kreuzerwirt in Mettenheim zusammen wo sie Gau-Schützenmeister Anton Müller herzlich willkommen hieß.
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Er freute sich über die zahlreichen Unterstützer, die ihm in 22 Jahren zur Seite gestanden waren und besonders darüber, daß es in dieser langen Zeit keine ernsthaften Unfälle gegeben hat.
Mit feierlicher Begleitung durch die Altmühldorfer Derfi-Musi gedachten die Schützen der Verstorbenen des vergangenen Jahres.
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Seinen Bericht für das erste Halbjahr 2014 konnte Anton Müller krankheitsbedingt kurz halten: Für die Hilfe in dieser Zeit dankte er seinen Stellvertretern und seinem Sohn.
Im zweiten Halbjahr war er wieder fleißig bei den Schützenvereinen unterwegs. Da er selbst noch nicht fahren durfte, chauffierte ihn Heinz Tribbensee, dem er dafür sehr dankte.
Da er sich nicht für eine weitere Amtszeit bewarb, blickte Anton Müller auf die 22 Jahre zurück, in denen er im Schützenmeisteramt aktiv mitgewirkt hatte.
Aus ersten Aktivitäten als Gaujugendleiter 1984 entwickelte sich sein Engagement immer weiter. Von 1990 bis 1999 führte er seinen Heimatverein in Mettenheim. Damals hatte er noch viel Zeit für seine Frau und das Tennisspielen. 1999 bat ihn Rudi Berghammer das Amt des dritten Gauschützenmeisters zu übernehmen. Da man ihm nichts abschlagen kann, und er auch seine Frau überzeugen konnte, übernahm er dieses Amt. Diese Zeit sah er als Lehrzeit.
Nach Ludwig Schwarz‘ Rückzug übernahm er das Amt des zweiten Gauschützenmeisters. Als er es seiner Frau erzählte, meinte die nur: (O-Ton Des habe ma glei denkt!)
Nach Hermann Scheitzach’s Rücktritt wurde er schließlich Gauschützenmeister. Als er das seiner Frau erzählte, meinte sie nur wieder: (O-Ton Des habe ma ja glei denkt!)
Gut, daß sie alles immer schon im Vorhinein gewußt hat.
Damals hatte er keinen zweiten Gauschützenmeister, so mußte er vieles selbst machen. Nach dem er seine Frau von der Attraktivität dieser Funktion überzeugt hatte, kam Erich Jungwirth dazu, der für ihn auch der potentielle Nachfolger war.
Gleich das erste Jahr war intensiv und auch wenn er sicher einige Böcke geschossen hat, waren alle zufrieden mit ihm. Viele Feste, folgten: Gaubälle, Schützen- und Trachtenzüge, natürlich die Gauschießen und vieles mehr.
Er dankte den Mitgliedern und den Vereinen für das wunderbare Miteinander und die viele Hilfe, die sie ihm ausnahmslos immer gewährt haben.
Schwierig wurde es 2013 als sie Paten beim Nachbargau Dorfen waren und sie kurzfristig den Gauschützentag ausrichten mußten nachdem der Gau Freising abgesagt hatte.
So konnte er zum Ende seiner Amtszeit zwei Großereignisse erleben. Für die wunderschöne Zeit dankt er allen Schützenkameraden.
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Auch Gauschatzmeister Heinz Tribbensee erstattete letztmals seinen Kassenbericht. Einnahmen von 85.914 Euro standen Ausgaben von gut 79.070 Euro gegenüber was einen Überschuß von etwa 6.800 Euro entsprach.
Heinz Tribbensee dankte allen Schützen für die 22 Jahre guter und harmonischer Zusammenarbeit.
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Im weiteren berichteten Gausportleiter Sepp Rottner, stellvertretender Gaujugendleiter Bastian Holnburger der auch den Bericht des Gaumitgliederwarts lieferte und Gaudamenleiterin Sabine Reichenberger und Gaurundenwettkampfleiter Hans Schill aus ihren Tätigkeitsfeldern.
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Da er zu einer anderen Veranstaltung mußte, zog Toni Müller das Grußwort von Bundestagsabgeordnetem Stephan Mayer vor. Der dankte Anton Müller für seinen großen Zeit- und Arbeitsaufwand, den er in 22 Jahren für die Schützen erbracht hat.
Schützenvereine sind aus dem Leben nicht wegzudenken. Besonders ihre Jugendarbeit verdient alle Anerkennung, erziehen sie die jungen Leute doch zu höheren Leistungen, zu Disziplin, hoher Konzentrationsfähigkeit und zu mehr Ausdauer. Der Schießsport wirkt sich also außerordentlich positiv für die Menschen aus. Das weiß die Politik und schätzt die Schützen deshalb sehr. Sie unter Generalverdacht zu stellen ist deshalb grundfalsch.
Als innenpolitischer Sprecher der CDU-CSU-Bundestagsfraktion wundert er sich immer wieder über Initiativen wie kürzlich als aus dem Bundesrat die Anregung kam, jeden Antragsteller auf eine Waffengenehmigung bei der Bundesverfassungsschutz überprüfen zu lassen. Zusammen mit Bundesinnenminister Thomas de Maiziere ist es gelungen, dieses „Unter-Generalverdacht-stellen“ abzuwenden. Auch wenn es bei der Bekämpfung von Extremismus viel zu tun gibt, das wäre doch zu weit gegangen.
Deutschland hat bereits eines der strengsten Waffenrechte Europas. In der Diskussion um die Schießstandrichtlinie steht die CDU-CSU-Fraktion auf der Seite des Bayerischen Schützenbundes.
Er sagte den Schützen zu immer ein offenes Ohr für ihre Anliegen zu haben und dankte Anton Müller für seine 10 Jahre als Gauschützenmeister und 22 Jahre im Schützenmeisteramt mit einer viertägigen Reise nach Berlin.
Seinem designierten Nachfolger gratulierte er bereits und hoffte auf gute Zusammenarbeit.
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Kassenprüfer Günther Kozel hatte die Kassen geprüft und ordnungsgemäße Kassenprüfung bestätigt. Er empfahl den Mitgliedern die Entlastung von Kassenwart und Vorstandschaft.
Günther Kozel dankte Heinz Tribbensee und Anton Müller für ihre offene und gute Zusammenarbeit. Ihr Abschied ist für sie alle schmerzlich. Er wünschte ihnen beiden einen wohlverdienten Ruhestand nach ihren Vorstellungen.
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Die Mitglieder entlasteten das Gauschützenmeisteramt einstimmig.
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Bürgermeister Stefan Schalk dankte Anton Müller für die gute Zusammenarbeit. Besonders die Vorbereitung eines Nachfolgers zeigt, daß er ein wirklich guter Vorstand war.
Den Schützen dankte er für ihren wichtigen Dienst, besonders für ihre Jugendarbeit.
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BLSV-Kreisvorsitzender Erwin Zeug überbrachte die Grüße des Bayerischen Landessportverbandes und dankte ihnen allen für die jahrzehntelange freundschaftliche Zusammenarbeit, die wohl auch in Zukunft so weitergehen wird. Wenn er Erich Jungwirth so anschaute, dann ist ihre Zukunft gesichert.
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Stellvertretender Landrat Alfred Lantenhammer überbrachte die besten Grüße des Landkreises und dankte für die großartige Arbeit, die sie täglich leisten. Die Schützen sind eine Institution und damit ein Teil des Landkreises.
Er selbst ist Mitglied der Johannesschützen Aspertsham und war selbst in seiner Jugend Gauschützenkönig. Eine Zeit, die er sicher nie vergißt. Das und der Abschied von Anton Müller war Anlaß genug herzlich Danke zu sagen.
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Man kann kaum aufzählen, was Anton Müller in den zurückliegenden Jahren geleistet hat, würdigte Goldene-Gams-Träger MdL Günther Knoblauch die Leistung des scheidenden Gauschützenmeisters. Er konnte das beurteilen, weil er drei Gauschützenmeister erlebt hat.
Wenn der Schützengau Mühldorf landesweit zu den Aktivsten gehört, dann ist das sicher seine Leistung für die er herzlichen Dank verdient hat. Vieles hat er wieder aufleben lassen oder Neues begonnen. Besonders gefördert hatte er die Jugendarbeit.
Er vermutete, daß er so etwas wie Ruhestand gar nicht kennt, und alle das wissen und seine Frau sagt dann wieder: (O-Ton des habe ma glei denkt!)
Und damit er die Zeit nach seinem Abschied geniessen kann, überreichte er Anton Müller ein ganz besonderes Bierkrügerl, eins, das es nur sehr selten gibt.
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Anton Müller gab den Dank zurück. Sie haben vieles davon gemeinsam erdacht und durchgeführt.
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Bezirksschützenmeister Eberhard Schuhmann dankte für den würdigen Gottesdienst, den guten Besuch der Versammlung und die hochrangigen Gäste die zeigen, welchen Stellenwert die Schützen hier haben. Das zeigt auch der Mitgliederzuwachs in Oberbayern auf die er sehr stolz war, was den aktiven Jugendleiterin in den Vereinen zu danken ist.
Trotzdem gilt es in vielen Vereinen die Jugendarbeit zu stärken, und weiter junge Leute zu begeistern. Gelingt das nicht, ist der Fortbestand so manchen Vereines gefährdet. (O-Ton Kümmert’s Eich um die Jugend....)
Er gab den Gästen Tipps, wie das am Besten gelingen kann.
Eberhard Schuhmann ging auf zahlreiche aktuelle Themen ein und mahnte die Vereine vor Extremisten jeder Art zu schützen.
Da auch er sein Amt aufgibt, dankte er allen Vereinen für die schöne Zeit miteinander. Er ist immer gern nach Mühldorf gekommen, besonders weil er sich immer auf Anton Müller und seine Vorstandskollegen verlassen konnte. Heute dient ihm der Gau Mühldorf als Mustergau für alle, die wissen wollen, wie man so einen Schützengau führt.
Damit wünschte er alles Gute und übergab Anton Müller neben einem Dankeschön eine Münze und ein noch viel selteneres Bierkrügerl.
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Anton Müller ehrte verdiente Schützen: Zunächst Ilse Haselwimmer ohne die ein Gaudamenschießen nicht vorstellbar ist.
Rudi Hartinger, seit 1963 Mitglieder Hubertusschützen in Obertaufkirchen, hat sich besonders um die Chronik dieses Vereins verdient gemacht.
Erich Jungwirth hat sich um die Mitgliederverwaltung verdient gemacht und den Posten des zweiten Gauschützenmeisters bestens bekleidet. Er ist zu allem zu gebrauchen. Die Ehrennadel in Gold des Bayerischen Sportschütenbundes für ihn.
Josef Vorbuchner von den Altschützen in Stetten erhielt die Ehrennadel in Gold des Deutschen Schützenbundes.
Kurt Mayerhofer der von 1980 bis 2009 erster Schützen von den Elf-und-Eins-Schützen aus Neumarkt und Ausbildungsleiter im Schützengau war, erhielt das Ehrenzeichen in Gold des bayerischen Sportschützenbundes.
Franz Schwarzenbeck ist seit 1992 erster Schützenmeister des Vereins Tannengrün Annabrunn. Er erhielt das Ehrenkreuz Stufe 3 des Deutschen Schützenbundes.
Die letzte Geehrte war Gaudamenleiterin Sabine Reichenberger. Ihrem Charme erliegen regelmäßig nicht nur die Schützen sondern auch die Damen. Sie erhielt die höchste Ehrung, die Goldene Gams.
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BLSV-Kreisvorsitzender Erwin Zeug übernahm die Leitung der Vorstandsneuwahl. Er schlug als ersten Gauschützenmeister Erich Jungwirth vor. Da es keine anderen Kandidaten gab, gaben die Stimmberechtigten ihre Wahlzettel ab.
Nach kurzer Auszählung gab Erwin Zeug das Ergebnis bekannt. (O-Ton)
Erich Jungwirth nahm die Wahl an und bat um Geduld während seiner Einarbeitungszeit.
Dann bat er die Versammlung um Zustimmung, Anton Müller und Erich Tribbensee zu Ehren-Gauschützenmeister und Ehrenmitgliedern zu ernennen. Die Versammlung stimmte einstimmig zu.
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In seinem Amt als dritter Gauschützemeister wurde Rainer Priller bestätigt.
In das Amt des Gau-Schatzmeisters wählten die Anwesenden Johann Stettner per Akklamation. Auch er nahm die Wahl an und freute sich auf die Aufgabe, die er schon früher ausgeübt hatte.
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Die Mitglieder verwaltet auch weiter Bastian Holnbuger, Gauschriftführerin ist auch weiterhin Anni Wageneder, Gausportleiter bleibt Josef Rottner, Gaudamenleiterin ist auch weiterhin Sabine Reichenberger. Sie alle nahmen die Wahl an.
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Dann ernannte der neu gewählte Gau-Schützenmeister Erich Jungwirth den langjährigen Schatzmeister Heinz Tribbensee zum Ehrenmitglied des Schützengaus Mühldorf. Schließlich hatte er ihn vor Jahren sehr einfühlsam zur Übernahme der Mitgliederverwaltung bewogen. (O-Ton)
Zudem erhielt er die goldene Ehrennadel des Schützengaus Mühldorf und einen Gutschein für eine kleine Reise. Er sollte ja nicht zu lang wegbleiben.
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Bevor er die zweite Ehrung vornahm, dankte er Anton Müllers Gattin Marianne mit einem Strauß Blumen.
Da er den Schützengau immer vorausschauend und weise geführt hat und auch vor offenen Worten keine Angst hatte. Es war für sie alle eine Freude mit ihm zusammen zu arbeiten. Sie verlieren mit ihm einen außergewöhnlich guten Funktionär, es bleibt aber ein guter Freund und Berater. So ernannte Erich Jungwirth Anton Müller zum Ehren-Gauschützenmeister.
Die Anwesenden applaudierten stehend.
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Anton Müller überreichte ihm die Ehrennadel des Schützengaus und eine Heiligenfigur.
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Dank und ein kleines Geschenk kam auch von BLSV-Vorsitzendem Erwin Zeug.
59 Wechsel an der Spitze des Unterbezirks der SPD: Auf Richard Fischer folgt Günther Knoblauch 11:20
Am Samstag Vormittag um 10 Uhr wird langsam ein typischer Termin für Veranstaltungen der SPD. Diesmal fanden sich die Deligierten der Ortsvereine im Saal der Pizzeria Palermo in Mühldorf ein, dem früheren Turmbräugarten.
Von den 32 Deligierten der Ortsvereine konnte Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer 26 zu seiner 10. Unterbezirkskonferenz begrüßen.
Seit einem Jahr hat die SPD in der großen Koalition in Berlin bereits entscheidende Verbesserungen etwa in der Arbeitswelt und in der Familienpolitik erreicht, den Mindestlohne etwa und die Mietpreisbremse, die den Mietwucher stoppen soll.
10 Jahre Hartz IV-Gesetze haben für viel Diskussion gesorgt und die Rente mit 63 für mehr Gerechtigkeit. Sogar die Energiewende befreit das Land von der Kernenergie, deren Bedrohung Fukushima deutlich gezeigt hat.
Nicht zuletzt durch die Verhinderung der Kopfpauschale haben die Sozialdemokraten gezeigt, daß sie die entscheidende Kraft in Deutschland sind. Die, die Ideen haben und nach vorne schauen.
Das fortzuführen ist das Engagement aller nötig, in Bund, Land und auch im Landkreis.
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Damit begrüßte Richard Fischer MdB Ewald Schurer, MdL Günther Knoblauch, die Bürgermeister Marianne Zollner und Sissy Schätz, die Kreis-, Stadt- und Gemeinderäte.
Nach dem Gedenken an die 68 verstorbenen Mitglieder der vergangenen 10 Jahre, und einigen organisatorischen Dingen erstattete Richard Fischer den Bericht des Vorsitzenden.
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Als er 2005 den Vorsitz übernahm, gab der Unterbezirk der SPD ein desolates Bild ab. Parteiausschlußverfahen, interne Streitigkeiten und Personaldiskussionen forderte er schon damals zu beenden und zusammen zu stehen. Schon damals forderte er die Neugründung von Ortsvereinen und die Anwerbung neuer Mitglieder.
Seither hat sich viel geändert. Die Sozialdemokraten haben zwar weiter ihre jeweiligen Positionen vertreten, nach außen aber die Suche nach der Einheit gezeigt.
Jetzt muß es gelingen, mit kompetenten Leuten den Ruf einer interessanten politischen Gruppierung zu erarbeiten. So wie Herbert Wehner das gefordert hat, der ihm immer Vorbild war.
Bildung und Qualifizierung der Ortsvereine standen immer an oberster Stelle. Wie das geht zeigt seit Jahren Bernd Wegmann.
Obwohl er seit 2005 die Wogen geglättet hat konnte er nicht alle Widersprüche und Konflikte lösen. Es galt die Ortsvereine zu stärken und zur Zusammenarbeit zu bewegen. Sein Ziel war eine starke lebendige SPD, in der Menschen gemeinsame Werte leben und so eine bessere Zukunft im Landkreis aufbauen.
Dabei mitzumachen wollte er Menschen in der Arbeitnehmerschaft motivieren, was nicht im gewünschten Umfang gelungen ist.
Zur Stärkung der Ortsvereine trugen Seminare bei, Schulungen, Betriebsbesichtigungen und öffentliche Veranstaltungen bei. Sie haben immer versucht, ihre Werte und ihre Arbeit positiv darzustellen.
Bei allem konnte er immer auf die Unterstützung durch Diana Stachowitz und Ewald Schurer zählen. Beide haben sehr viel zur positiven Entwicklung beigetragen. So konnten trotz des Verlustes von Mandaten die Bürgermeisterämter in Mühldorf und Haag erobert - und Günther Knoblauch in den Landtag gewählt werden.
Verbesserungsbedarf gibt es bei den Mitgliederzahlen, die die Grundlage für das politische Gewicht sind. Die Neueintritte seit 2005 führten zu einem aktuellen Mitgliederstand von 312, kompensierten aber hauptsächlich die altersbedingten Abgänge.
Die Zukunft des Unterbezirks sah Richard Fischer im geschlossenen Auftreten und die Ideale der Sozialdemokratie im Team umzusetzen. Dazu nötig sind mehr Mitglieder. Diese zu gewinnen wird eine der wichtigsten Aufgaben sein.
Da ihm als zweitem Bürgermeister von Waldkraiburg und als Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Kreistag die Zeit für das nötige Engagement fehlt, erklärte Richard Fischer nicht mehr für eine weitere Amtszeit zu Verfügung zu stehen. Schließlich ist die Arbeit vor Ort die wichtigste Aufgabe jedes Sozialdemokraten.
Er schloß mit einem Zitat von Herbert Wehner, der nie aufgeben und immer weiter kämpfen wollte. So wird er auch jetzt weiter kämpfen und bat um seinen Abschied kein großes Aufhebens zu machen.
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Abschließend dankte er für ihre Unterstützung besonders Unterbezirkskassierin Christa Rußwurm mit einer Urkunde.
Eine weitere Urkunde überreichte er Hans Liebl.
Haags Bürgermeisterin Sissy Schätz,
Aschau’s Ortsvorsitzendem Manfred Römer,
dem früheren waldkraiburger Ortsvorsitzenden Alexander Will
und dem Mathematiker der SPD, Haags Ortsvorsitzendem Peter Bauer.
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Damit nahm Richard Fischer Abschied vom Amt des Unterbezirksvorsitzenden und dankte nochmals allen, die ihn in den zurückliegenden 10 Jahren begleitet haben. Besonders Josefa Steidl und Eleonore Ismail, auf die er sich in der Geschäftsstelle des Unterbezirks immer hatte verlassen können.
Dank galt auch Mühldorfs Bürgermeisterin Marianne Zollner, die er sehr unterstützt hatte.
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Unterbezirkskassierin Christa Rußwurm berichtete Einnahmen von gut 6.000 Euro und Ausgaben von 9.472 Euro. Damit reduzierte sich der Kassenbestand auf 2.273 Euro am 31.12.2014.
Für den Wahlkampf 2017 gilt es also zu sparen....
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Kassenprüfer Hans Liebl berichtete fehlerlose Kassenführung und schlug die Entlastung von Vorstandschaft und Kassenführung vor. Die Deligierten erteilten die Entlastung einstimmig.
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Da Aussprache zu den Berichten nicht gewünscht war, traten die Deligierten in die Vorstandsneuwahl ein, die Mathematiker Peter Bauer leitete.
Nach der Feststellung der Beschlußfähigkeit und der Zahl der Stimmberechtigten bat er um die Abgabe der Stimmen für den neuen Vorsitzenden. Vorgeschlagen war Günther Knoblauch.
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Nach kurzer Auszählung gab Peter Bauer das Ergebnis bekannt: (O-Ton)
Günther Knoblauch nahm die Wahl an und die Glückwünsche entgegen. Später korrigierte er das Ergebnis weil eine nein-Stimme aufgetaucht war.
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Für die beiden Stellvertreterposten kandidierten Kristin Hüwel und Patrick Mayer.
Kristin Hüwel wohnt in Mühldorf, gehört zum Ortsverband Aschau ist Soziologin und ist Vorsitzende des Bündnisses für Demokratie und Toleranz „Mühldorf ist bunt“. Sie arbeitet als Geschäftsführerin des Kreisjugendrings in Waldkraiburg. Sie will nicht nur immer fordern sondern aktiv mitarbeiten.
Der 23-jährige Patrick Mayer, Bankkaufmann von Beruf und in der Auszubildendenvertretung seiner Bank aktiv möchte seine Erfahrung in die Arbeit im Unterbezirk einbringen.
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Da es keine weiteren Bewerber gab, schritten die Deligierten zur Wahl, die schnell erledigt war. Peter Bauer mit dem Ergebnis: (O-Ton)
Beide nahmen die Wahl an.
Die weiteren Wahlgänge verliefen harmonisch: Christa Rußwurm wurde einstimmig wieder zur Kassierin und Jennifer Schlund ebenfalls einstimmig zur Schriftführerin gewählt.
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Die komplizierteste Wahl war die der Beisitzer. Lange Diskussionen im Vorfeld hatten zum Vorschlag von 12 Beisitzern geführt. Diesem Vorschlag folgten die Deligierten.
Die vorgeschlagenen Kandidaten stellten sich kurz vor.
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Während die Stimmen ausgezählt wurden, lobte Oberbayern-Vorsitzender und MdB Ewald Schurer Richard Fischer, mit dem er viele gemeinsame Aktionen erlebt hat, von Radltouren über Foren bis zum Besuch von Parteivorsitzendem Sigmar Gabriel. Für all das dankte er ihm herzlich, auch wenn er die Wetterwechsel von knorrig bis sehr lieb nie ganz verstanden hat. Er hat für die SPD tolle Arbeit geleistet.
Gemeinsame Wahlkämpfe haben zur Wahl von Marianne Zollner, Sissy Schätz und Günther Knoblauch geführt und dazu beigetragen, die SPD für die Zukunft gut aufzustellen.
Abschließend warb er um seine Unterstützung bei der Vorstandsneuwahl des SPD-Bezirks Oberbayern Ende April.
Er dankte Richard Fischer für die gute Zusammenarbeit mit einem Buch und freute sich auf eine gute Zusammenarbeit mit Günther Knoblauch.
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Richard Fischer bedankte sich mit einer Kraftspende, die ihm Schwung für seine Arbeit verleihen sollte.
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Bürgermeisterin Marianne Zollner freute sich über die super Mannschaft, die den Unterbezirk sicher gut in die Zukunft führen wird. Sie dankte für die Unterstützung im Wahlkampf ohne die sie es nicht geschafft hätte. Jetzt gilt es den Blick auf die positiven Dinge zu werfen und nicht immer das wenige Problematische in den Vordergrund zu rücken. Das wollte sie mit der neuen Führung anpacken.
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Peter Bauer gab das Ergebnis der Wahl der Beisitzer bekannt, die alle gewählt wurden. Alle nahmen die Wahl an. Eine Nachwahl wegen der geforderten Geschlechteraufteilung war nicht nötig.
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Abschließend dankte der neue Unterbezirksvorsitzende Günther Knoblauch den Deligierten für ihr Vertrauen. Er berichtete von großer Einigkeit im Vorfeld über die Ausweitung der Zahl der Beisitzer. Damit haben alle Ortsvereine Einfluß auf den Unterbezirk in dessen Vorstand auch Richard Fischer als Fraktionsvorsitzender im Kreistag weiter vertreten ist.
Günther Knoblauch sah die neue Führung des Unterbezirks als Zukunftsmischung aus jung und alt.
In seiner Arbeit will er Lebensthemen in den Mittelpunkt stellen und so für die Bürger attraktiv werden. Als Beispiele dafür nannte er die Bereitstellung bezahlbarer Energie, die Fortsetzung der Energiewende, die Umsetzung des Mindestlohnes wo er die Diskussion um die Bürokratie nicht verstand, den Ausbau der Infrastruktur, Ttip, CETA und viele weitere Themen müssen diskutiert werden. Auch auf Landkreisebene gibt es viele Themen: die Steigerung der Wirtschaftskraft, die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, ein flächendeckender ÖPNV, der Ausbau des Radwegenetzes, die ärztliche Versorgung und die Leistungsfähigkeit der Kommunen werden Themen sein. Das alles wollen sie gemeinsam anpacken, im Team, in den Ortsvereinen und mit den Bürgern.
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Damit schloß Günther Knoblauch die Versammlung....
60 Nach 18 Monaten büffeln: Bildungszentrum der Handwerkskammer ernennt Betriebswirte im Handwerk 5:30
Handwerkskammerbildungsleiter Jochen Englmeier begrüßte neben den Absolventen und ihren Begleitern im Restaurant Wintergarten in Mühldorf auch Landrat Georg Huber und Kreishandwerksmeisterin Helga Wimmer sowie die Dozenten.
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andrat Georg Huber betonte die zunehmende Bedeutung der Fort- und Weiterbildung in jedem Bereich des Lebens. Wer nicht am Ball bleibt, verliert heute schnell den Anschluß.
Er war stolz auf die 12 engagierten jungen Leute, die ihre betriebswirtschaftlichen Kenntnisse neben dem Berufsalltag erweitert haben.
Auch wenn ihnen jetzt vieles unnötig erschien, werden sie doch erleben, daß sie das vermittelte Wissen in Zukunft brauchen werden. Planung, Organisation, Rechnungs- und Finanzwesen, Marketing und vieles mehr selbst zu beherrschen schafft Selbstvertrauen und Unabhängigkeit.
Sie haben neben ihrer Berufsausbildung nun eine zweite Kompetenz gründlich erworben wodurch sie wertvolle Fach- und Führungskräfte wurden. Mit ihrem Wissen bringen sie nicht nur ihre Betriebe sondern die gesamte Region vorwärts.
Er bat die Absolventen, ihre Erfahrungen an andere weiterzugeben und für die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu werben, die bis zum berufsbegleitenden Studium im Landkreis reichen. Sie haben noch viele Berufsjahre vor sich, in denen Sie Vorbild für andere sind. Je mehr Nachahmer sie finden, desto mehr stärken sie ihre eigenen Betriebe und damit die gesamte Region.
Dafür wünschte er ihnen Gesundheit, berufliches und privates Glück und Gottes Segen. Sie können wirklich stolz sein auf das Erreichte.
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Mit ihrem Abschluß zum „Betriebswirt im Handwerk“ haben sie einen der höchsten Abschlüsse erworben, den das Handwerk verleihen kann, stellte Kreishandwerksmeisterin Helga Wimmer fest. Da sie in eineinhalb Jahren ihre Freizeit und jedes Wochenende in der Schule verbracht haben, haben sie Einsatzwillen und Energie gezeigt. Es ist heute sehr wichtig, sein Fachwissen durch fundiertes Managementwissen zu ergänzen. Mit ihrem Abschluß sind sie gut für die Zukunft gerüstet für die sie ihnen viel Erfolg und alles Gute wünschte.
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Bevor Jochen Engelmeier die Zeugnisse an die 12 Absolventen übergab, würdigte er die große Leistung, in eineinhalb Jahren nebenberuflich 550 Unterrichtseinheiten zu absolvieren. Dafür gingen zahlreiche Abende und viele Wochen ihrer Freizeit auf. Auch wenn sie nun ihren Abschluß geschafft haben, stehen beim Bildungszentrum noch andere Kurse für sie bereit, warb Jochen Engelmeier für die Fort- und Weiterbildungsangebote seiner Einrichtung.
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Zusammen mit Landrat Huber und Helga Wimmer übergab er die Zeugnisse an die Absolventen:
Er gratulierte Jürgen Dortleff zu seinem guten Ergebnis.
Matthias Hofbauer, Juniorchef im elterlichen Betrieb,
Besonders freute sich Jochen Engelmeier über Hermine Meier.
Thomas Miedl
Patrick Rappold, der eines der größten Elektrounternehmen vorwärts bringen wird.
Breit aktiv ist Stefan Rasch.
Dominik Steinlehner der vom Juniorchef nun selber Chef ist.
Viktor Ertel war nicht gekommen.
Vanessa Wölfl trug als charmante Klassensprecherin zum Gelingen bei.
An Florian Zimmermann übergab Jochen Engelmeier dem nächsten Juniorchef seine Urkunde. Er lobte die Facharbeit, die er bat für die weitere Arbeit nutzen zu dürfen.
Unternehmersgattin Marion Gotthard ist ein Idealbild für das Handwerk. Für ihr Ergebnis überreichte ihr Jochen Engelmeier einen Bildungsgutschein für eine weitere Fortbildung und einen Strauß Blumen und eine Handwerkertasse mit Pralinen.
Den zweitbesten Abschluß erreichte Rainer Brunnhuber. Er erhielt neben seiner Urkunde eine Flasche Wein und eine süße Tasse.
Den besten Abschluß erzielte Elisabeth Demmelhuber, die aber nicht hatte kommen können.
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Jochen Engelmeier lobte die Leistungen aller Absolventen und dankte allen Dozenten, die mit viel Engagement den jungen Leuten viel Wissen vermittelt haben.
Bevors ans Feiern ging, dankte Rainer Brunnhuber den Kollegen für das gute Miteinander. Da hnen nichts geschenkt wurde, haben sie sich stellenweise quälen müssen. Da alles sinnvoll war dankte er den Dozenten und dem Bildungszentrum der Handwerkskammer und wünschte seinen Kollegen weiter viel Erfolg.
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Die frisch gebackenen Betriebswirte und ihre Gäste feierten ihren Abschluß mit einem festlichen Abendessen.
61 Trachtenverein Edelweiß in Mühldorf mit neuer Führungsstruktur 10:00
Vorstand Georg Waldinger konnte im Saal des Gasthauses Spirkl in Mößling neben den Mitgliedern auch die erste und zweite Bürgermeisterin begrüßen, Marianne Zollner und Ilse Preisinger-Sontag. Ihre Anwesenheit zeigt die Achtung, die der Verein in der Stadt genießt war Georg Waldinger sicher. Den Stadtrat repräsentierte der ehemalige Vortänzer Thomas Enzinger und den Trachten-Gauverband Sepp Sperr.
Von den 200 Mitgliedern des Vereins waren 46 Stimmberechtigte anwesend. Die Versammlung somit beschlußfähig.
Nach dem Gedenken an die beiden verstorbenen Mitglieder des vergangenen Jahres folgten Berichte aus vier Tätigkeitsfeldern:
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Schriftführerin und Volkstanzwartin Rita Fleidl berichtete von 10 Volkstanzübungsabenden, einer Klausurtagung und der Weihnachtsfeier. Geburtstagsfeiern, vielen Besuchen bei Veranstaltungen in der Stadt, im Landkreis und im Bezirk. Das alles und viel Mitarbeit bei anderen Vereinen ließ keine Langeweile aufkommen. Daneben gab es eine Hochzeit zu feiern, runde Geburtstage und auch Beerdigungen. Es war ein aktives Vereinsjahr, das gezeigt hat, daß die Mitglieder mehr unterstützen müssen weil die Ehrenamtlichen an ihre Grenzen gelangt sind. Nur wenn alle mithelfen wird es gelingen, den Verein zu erhalten – Treu dem guten alten Brauch.
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Stellvertretende Jugendleiterin Maria Fleidl berichtete von 23 Kindern zwischen 6 und 14 Jahren in der Jugendgruppe, und 29 aktiven Trachtlern unter 27 Jahren. Um den Buben das Plattl’n zu lernen erhielten sie Unterstützung von den Aktiven Mannsbildern.
Neben zahlreichen Auftritten haben sie sich an Faschingszügen beteiligt, an einem Musikseminar, an Hochzeiten und an weiteren Veranstaltungen.
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Stellvertretende Theaterleiterin Marille Bernhart freute sich nach einem Jahr Pause am 10. April wieder Theater spielen zu können. Die Pause war durch den Wechsel des Pächters des Turmbräugartens nötig geworden. Am 10. April spielt die Theatergruppe der Trachtler das Stück „D’Emma is kemma“ von Fred Bosch. Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Sie lud alle herzlich zu einem vergnüglichen Theaterabend ein.
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Kassier Thomas Lohr berichtete Einnahmen von 15.076 Euro und Ausgaben von 14.922 Euro. Ein Gewinn von gut 154 Euro.
Kassenprüferin Sabine Eckl bestätigte einwandfreie Kassenprüfung und schlug die Entlastung von Kassenführung und Vorstand vor. Die Stimmberechtigten erteilten die Entlastung einstimmig mit der Enthaltung von Kassier und Vorstand.
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Mit seinen 200 Mitgliedern wäre der Trachtenverein schon so etwas wie ein mittelständisches Unternehmen meinte Vorstand Georg Waldinger. Bis auf die Profitorientierung gibt es da tatsächlich kaum einen Unterschied. So dankte er allen, die sich in den zurückliegenden Jahren am aktiven Leben beteiligt haben.
Die Berichte haben gezeigt, daß eigentlich alles paßt. Trotzdem gibt es Probleme zu lösen, wie die Wahlen zeigen werden. Zwar sind die vier Spitzenposten besetzt, danach aber gilt es Nachwuchs zu finden. Hier Verantwortung zu übernehmen appellierte Georg Waldinger an die Mitglieder.
Der Verein erfüllt wichtige Aufgaben für die Stadt, beim Volksfest, beim Schützen- und Trachtenzug, beim Faschingszug und bei vielen anderen Gelegenheiten.
Wenn sie gebraucht werden, sind sie alle da, das lobte Georg Waldinger sehr, auch wenn manchmal noch ein paar mehr helfen könnten. Der aktive Verein basiert somit auf dem Einsatz einer großen Zahl Aktiver, ein guter Verein. Aber – wie geht’s weiter?
Eigentlich wollte er sich diesmal nicht mehr zur Wahl stellen. Dann hat er aber entschieden weiter zu machen um die 20 Jahre voll zu kriegen, lachte Schorsch Waldinger. Allerdings steht er zum letzten Mal bereit.
Die Zukunft des Vereins ist beileibe nicht gesichert. „Trachtler sein“ allein reicht nicht, es gehört auch Einsatz für den Verein dazu. Es gibt zwar viele, die mithelfen. Solche die über lange Zeit Verantwortung tragen wollen gibt’s aber nur wenige. Mit Blick auf die Anforderungen des heutigen Lebens konnte er das tatsächlich auch verstehen. Es sind so viele Aufgaben wahrzunehmen, daß es für einen Einzelnen wirklich zu viel ist.
So schlug er vor, Teams zu wählen die wiederum einen Ansprechpartner benennen. Die könnten sich sogar abwechseln. Schorsch Waldinger war sicher, anders wird die Aufgabenflut künftig nicht mehr zu bewältigen sein. Nur so kann der Traditionsverein die 100 Jahre voll machen, den es seit 96 Jahren in Mühldorf gibt.
Wenn sich also jeder ein bißchen beteiligt, dann kann die Zukunft gelingen.
Zudem wollte er 2015 zum „Jahr des Mitglieds“ machen und hoffte so fünf Neumitglieder zu gewinnen, die sich verantwortungsvoll für den Verein engagieren. Daß das möglich ist haben Reaktionen auf diverse Medienberichte in der Vergangenheit gezeigt.
Gelingt das alles, blickte er hoffnungsvoll in die Zukunft des Vereins.
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Da es zu den Berichten keine Wortmeldungen gab, bat Schorsch Waldinger Bürgermeisterin Marianne Zollner um ihr Grußwort.
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Die Bürgermeisterin war begeistert von dem umfangreichen Jahresprogramm. Der Trachtenverein ist ein sehr aktiver toller Verein. Sorgen hat jeder Verein, auch wenn der Trachtenverein auch hier gut aufgestellt ist. Gelingt es die organisatorischen Probleme zu lösen, dann ist die Zukunft gesichert. Da sie das Bayerische pflegen und erhalten, ist der Trachtenverein unentbehrlich für die bayerische Stadt Mühldorf. Der Trachtenverein ist ein wichtiger Teil der Stadt und trägt sehr viel zum kulturellen Leben in der Stadt bei. So dankte sie Vorstand und Mitgliedern für ihr Engagement und freute sich auf das neue aktive Vereinsjahr. Sie sind immer überall herzlich willkommen.
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Dann ehrte Schorsch Waldinger Bernadette Fleidl für 20 Jahre Mitgliedschaft.
25 Jahre dabei ist Peter Becher,
Anton Kaufleitner wäre 35 Jahre dabei, war aber nicht gekommen.
Nicht wegzudenken aus dem Verein und schon 40 Jahre dabei ist Fritz Zeidler.
Die nächsten beiden sind mehr als die die Hälfte der Existenz des Vereins Mitglieder: Anni Mader und Trudi Wimmer sind 50 Jahre Mitglied im Trachtenverein.
Eine besondere Ehrung erhielt einer, der seit 60 Jahren dabei ist, Sepp Kirmeier. Er hatte sich die neue Gauchronik gewünscht.
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Schorsch Waldinger eröffnete die Neuwahl und übergab an Wahlleiter Sepp Sperr, dem die Bürgermeisterinnen Marianne Zollner und Ilse Preisinger-Sontag assistierten. Da nur Schorsch Waldinger als Vorstand kandidierte war die Wahl schnell erledigt. Er wurde mit 46 Stimmen erneut zum Vorstand gewählt und nahm diese Wahl natürlich auch an.
Da die Satzung nur einen Stellvertreter erlaubt und sich der bisherige Stellvertreter wieder zur Wahl stellte, wählten die Stimmberechtigten wieder Alois Wagner. Der war zwar nicht da, hatte seine Annahme bereits im Vorfeld gewählt.
Keine Überraschung gab es bei der Wahl von Thomas Lohr zum Kassier und von Rita Fleidl zur Schriftführerin. Beide wurden mit überwältigender Mehrheit in ihren Ämtern bestätigt.
Schwierig wurde es bei den Kandidaten für Vorplattler, Vortänzer und Jugendleiter. Schorsch Waldinger schlug die Bildung eines Teams vor und benannte auch gleich die Kandidaten dafür, Thomas Bernhart, Florian Hellbauer und Engelbert Buchner sowie Maria Fleidl, Sophia Vorbuchner, und Sonja Groß. Weitere könnten jederzeit dazukommen.
Da sie alle viele Verpflichtungen haben, erbaten die Angesprochenen eine kurze Pause um sich besprechen zu können.
Als die Genannten ihre Bereitschaft erklärten, diese Lösung mitzutragen, fiel Schorsch Waldinger ein Stein vom Herzen. Die Mitglieder nahmen diese Lösung einstimmig an.
Weitere Vertreter wählten die Mitglieder per Akklamation ohne große Diskussionen. Einzig der Seniorenvertreter blieb weiteren Diskussionen vorbehalten. Schließlich wählten die Mitglieder Dieter Neumann und Martin Hofbauer als Team. Beide nahmen die Wahl an.
Damit schloß Sepp Sperr die Wahlen und dankte allen, die so ein Ehrenamt angenommen haben. Schließlich heißt „Ehrenamt“ ja auch immer „viel Amt und wenig Ehre“... J
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Seinen Ausblick auf das kommende Jahr hielt Schorsch Waldinger kurz, dem der weitere Abend viel leichter fiel als die Tage zuvor als er sich mit den Vorstandsfragen herumplagte. 2015 geht’s halt so weiter wie bisher.
Abschließend dankte er Thomas Enzinger für die 18 Jahre als Vorplattler mit einer großen Rarität, einem Ehrenbierkrügerl. Das haben bisher nur zwei drei andere.
Damit schloß Schorsch Waldinger die Jahreshauptversammlung und lud zu den Veranstaltungen des Vereins herzlich ein.
Die Aktiven schlossen mit einem Plattler.
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Also - wer mithelfen möchte, die bayerische Tracht und Tradition zu bewahren und damit unsere Identität, der ist beim Trachtenverein Edelweiß in Mühldorf herzlich willkommen.
62 Handball: Letztes Heimspiel der Saison: VfL Waldkraiburg gegen TSV Simbach II 7:25
Nach einer Durststrecke versuchen die Handballer des VfL Waldkraiburg mit einer grandiosen Aufholjagd doch noch die Klasse zu halten, die schon fast verloren schien.
Zum letzten Heimspiel empfingen sie die zweite Mannschaft des TSV Simbach in der Halle an der Franz Liszt-Schule im Süden Waldkraiburgs.
Daß es ein kurioses Spiel würde, zeigte sich schon bei der Seitenwahl als die Münze nicht liegenbleiben wollte.
Wie meistens begann Waldkraiburg ganz in schwarz von links nach rechts.
Da beide Mannschaften den Torerfolg suchten, entspann sich ein kampfbetontes Spiel, das schon nach wenigen Minuten die erste gelbe Karte brachte.
Keine 30 Sekunden später die erste 2-Minuten-Strafe und den ersten Sieben-Meter, den die Gäste aber parieren konnten. Norbert Maros’s Nachwurf ging übers Tor.
Ende der dritten Minute ging Simbach trotz Unterzahl in Führung.
Simbach erhöhte auf 0:2.
Waldkraiburgs Gegenangriff landete neben dem Tor. Dabei verletzte sich Florian Unger und mußte behandelt werden.
Ähnliches gleich drauf vor dem Tor der Hausherren. Beide konnten aber weiterspielen.
Vielleicht war es Frust, daß sich Florian Unger hier eine 2-Minuten-Strafe einhandelte?
Nach sieben Minuten stand es 0:3 für die Gäste. Die Nervosität stieg.
Auch wenn hier wieder das Aluminium dem Anschlußtreffer im Weg stand.
Sogar bei sechs gegen zwei konnten die Gäste Karel Duffek nur unfair stoppen. Die nächste gelbe Karte. Trotzdem hielten sie ihr Gehäuse sauber.
Die Wende leitete Karl-Heinz Lode ein. Seine Bank bejubelte jeden gehaltenen Ball.
Dann endlich gelang Karel Duffek mit diesem Strafwurf der Anschlußtreffer – Nach 11 Minuten.
Kurz darauf glich Matthias Pappert zum 3:3 aus.
Um Schärfe aus der Partie zu nehmen holte der Schiedsrichter zwei der Kampfhähne zu sich.
Gleich drauf der Führungstreffer für die Hausherren die immer besser ins Spiel fanden.
Die Führung baute Karel Duffek mit diesem Treffer weiter aus.
Daß auch die Hausherren ihr Tor sauber halten wollten zeigt diese Szene, die mit einer zwei-Minuten-Strafe für Karel Duffek endete.
Gegen den Strafwurf konnte Karl-Heinz Lode nichts ausrichten.
Und gleich wieder Beschäftigung für den Schiedsrichter: Diesmal übernahm Florian Unger Verantwortung und traf zum 6:6
Beim Stand von 8:8 zog Tobias Wethanner die grüne Karte und holte seine Mannen zum Gespräch.
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Den nächsten Treffer setzte dann auch Florian Unger für die Hausherren.
Dann wieder die Gäste: Per Strafwurf gleichen sie zum 9:9 aus.
Dann gelang es den Hausherren auf 12:9 davon zu ziehen.
Karel Duffek konnte die Abwehr ein ums andere Mal überwinden.
So gings beim Stand von 13:10 in die Pause.
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Der zweite Durchgang, jetzt Waldkraiburg von rechts nach links.
Und gleich wieder meldete Karel Duffek an, die Partie gewinnen zu wollen. 14:10
Während Karl-Heinz Lode und die Abwehr des VfL einen Angriff nach dem anderen abwehren konnten, gelang den Vorderleuten ein Treffer nach dem anderen. So wuchs der Vorsprung auf 6 Tore an: 16:10.
Tor folgte auf Tor, hier zum 19:10. Die Gäste schienen resigniert zu haben.
Das zeigen solche Fehler....
Da auch den Gastgebern nicht alles gelang, kamen Simbach immer mal wieder zu einem Treffer.
Sie versuchten in einem Team-Time-Out nach einem Weg, die drohende Niederlage zu verhindern.
Nicht ganz so viele Zuschauer sahen die Partie wie viele der vorherigen Begegnungen.
Dann hielt Karl-Heinz Lode und es folgte ein regelrechtes Schützenfest bis zum 24:12.
Vielleicht ließen die Mannen des VfL etwas nach, so daß Simbach einige Tore aufholen konnte. Sie verstanden aber dieses Zeichen und griffen wieder an.
Das konnten die Gäste nur unfair verhindern. Karel Duffek zum 26:14
Damit war der Kampfgeister der Gäste aufgebraucht. Sie trafen in den verbleibenden 17 Minuten nur noch 2 Mal während Waldkraiburg noch sechs Treffer nachlegte.
Einen Strafwurf der Gäste konnte Chris Michl erst abwehren, den Nachwurf aber nicht mehr.
Das Spiel endete mit 32:16 und die Freude der Sieger war groß.
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Herr Wethanner, anfänglich war das Spiel von Seiten der Gäste ja ziemlich hart. Dann aber hat für Waldkraiburg alles gepaßt. (O-Ton)
Wie geht’s jetzt weiter und bestehen noch Chancen auf den Erhalt der Klasse? (O-Ton)
Vielen Dank.

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