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Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
Josef J. Pöllmann ist Mitglied im Deutschen Presse Verband
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Das gab's 2015 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir in KW 28/2015 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
147 Flüchtlinge im Mühldorfer Heilig-Geist-Spittal: Eine Bürgerinformation 8:50 28
So viele Interessierte kamen in den Mühldorfer Ökonomiestadel, daß zusätzliche Stühle hereingebracht werden mußten. Neben Bürgermeisterin Marianne Zollner stellten sich Vertreter von Landratsamt, Polizei, Berufsbildungswerk Waldwinkel und der Wohlfahrtsverbände den Fragen der Gäste. Von den Stadträten waren gekommen: Ilse Preisinger-Sontag, Franz Strohmaier, Marianne Pfaffeneder, Dr. Reinhard Wanka, und Dr. Georg Gafus. Die Geistlichkeit vertrat Pfarrerin Susanne Vogt und etwas später Roland Heimerl. Die Regierung von Oberbayern vertrat die Leiterin der Gemeinschaftsunterkunft Nicole Simmeth.
Einige der neu eingezogenen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge verfolgten das Geschehen.
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Bürgermeisterin Marianne Zollner vergliche die aktuellen Flüchtlingsströme mit einer Völkerwanderung, die auch unsere Region nicht verschont.
Man muß zwar Schleusern das Handwerk legen, darf aber nicht übersehen, daß jeder Neuankömmling ein Mensch ist, mit Empfindungen und einem dramatischen Schicksal. Sie verlassen ihre Heimat nicht freiwillig und sicher nicht gern.
Marianne Zollner forderte die Lebensbedingungen in den Heimatländern zu verbessern und die Flüchtlinge auf ganz Europa zu verteilen und nicht nur auf einige Länder.
Die Stadt hat nun die Aufgabe, im Auftrag des Landkreises die Flüchtlinge unterzubringen und zu versorgen, der selbst keine Immobilien besitzt.
In Mühldorf leben derzeit zwischen 140 und 150 Flüchtlinge. Für 133 laufen Asylverfahren, die anderen wurden bereits anerkannt, geduldet oder warten auf ihre Rückführung.
Bis Ende 2015 soll die Stadt 298 Flüchtlinge unterbringen, doppelt so viele wie jetzt Anfang Juli.
Da das nicht einfach ist, war die Unterbringung im Spittal mit seinen Zwei- und Dreibettzimmern mit sanitären Einrichtungen eine gute Möglichkeit.
Marianne Zollner war auch überzeugt, die Unterbringung mitten in der Stadt fördert das gegenseitige Kennenlernen. Sie forderte die Zuhörer auf, die Nähe zu nutzen um mit den Flüchtlingen ins Gespräch zu kommen.
(O-Ton Unsere Devise ist, wenn Menschen in Mühldorf ankommen werden sie auch menschenwürdig behandelt – bis Mithilfe)
So bat sie um ehrenamtliche Helfer bei der Betreuung der Flüchtlinge und berichtete, wo sie alle wohnen und woher sie stammen.
Im Spittal-Altbau leben jetzt 17 junge Männer aus Eritrea und in den sogenannten Neubau kamen Jugendliche aus Waldwinkel. Dort werden sie umfangreich betreut.
Unterstützung benötigen aber alle Flüchtlinge. Dazu ist geplant im historischen Spittal-Gebäude eine Gemeinschaftsunterkunft einzurichten, die von der Regierung von Oberbayern betreut wird.
Um dort die möglichen 75 Flüchtlinge unterbringen zu können, muß erst noch eine Fluchttreppe angebaut werden.
Marianne Zollner erwartete hier genau so reibungslosen und unauffälligen Betrieb wie an der Gemeinschaftsunterkunft am Bahnhof, wo seit fünf Jahren etwa 60 Flüchtlinge leben.
Eine Kleiderkammer oder eine Kleidersammlung wird es nicht mehr geben. Die Flüchtlinge können sich mit dem Geld, das jeder erhält. im BRK-Shop am Stadtplatz selbst versorgen.
Auf Einzelschicksale wollte sie nicht eingehen. Das Wichtigste ist jetzt erst einmal das Erlernen der Deutschen Sprache. Dann können sie selbst erzählen.
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Sandra Riedl leitet am Berufsbildungswerk Waldwinkel die „Hilfen zur Erziehung unbegleiteter Minderjähriger“. Sie 2012 organisieren sie Sprachkurse, Schulbesuchsvorbereitung und die Eingliederung in die Gesellschaft.
Derzeit wohnen 15 Jugendliche im Spittal, davon drei aus Syrien, alle anderen aus Afghanistan. Sie sollen hier etwa drei Monate lang bleiben, werden am Berufsbildungswerk zwei- oder drei Jahre ausgebildet.
Auf Hermine Schwägerls Einwand bestätigte Sandra Riedl die große Bedeutung der Verkehrserziehung, die hilft Unfälle zu vermeiden. Dazu wären schnell Unterrichtsmaterialien nötig.
Sandra Riedl erklärte für Fragen jederzeit bereit zu stehen. Während ihrer Zeit hier werden die Flüchtlinge von 8 Uhr bis 22 Uhr pädagogisch und in der Nacht von einem Sicherheitsdienst betreut.
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Nicole Simmeth berichtete von langer Dauer der Asylverfahren und deshalb unbekannter Aufenthaltsdauer der Asylbewerber. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wurde zwar personell aufgestockt, kommt der Flut der Anträge aber nicht hinterher. Sie hoffte auf die Zusammenarbeit aller um diese große Aufgabe zu bewältigen.
(O-Ton Es geht nur miteinander....)
Die Wohlfahrtsverbände machen das vor und arbeiten bereits zusammen: AWO, Caritas, Diakonie und BRK tun was sie können.
Marianne Zollner kündigte an, Fortbildungskurse für ehrenamtliche Helfer organisieren zu wollen.
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Wolfgang Baierlein beklagte die Lautstärke der erwachsenen Flüchtlinge, die sich gerade jetzt im Ramadan noch spät Nachts lautstark unterhalten und bei offenem Fenster laut Musik hören. Das ist in der engen Spittalgasse überall zu hören. Vielleicht sollte man ihnen sagen, daß in Mühldorf um 22 Uhr die Gehsteige hochgeklappt werden?! Er bat um einen Ansprechpartner weil er nicht gleich wegen Ruhestörung die Polizei anrufen wollte.
Marianne Zollner sagte zu mit ihnen zu reden und schlug vor, persönlich Kontakt aufzunehmen. Vielleicht bei einer gemeinsamen Runde Tee?
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Auch für Spittal-Sprecherin Ilona Brunner ist die Situation neu. Auf die Frage warum die Senioren ausziehen mußten und die Räume jetzt für Flüchtlinge passen sollten meinte sie, es werden eben alle Möglichkeiten genutzt. Es ist zwar keine Nobelunterkunft, gegenüber einer Turnhalle aber doch „super Luxus“. Wenn man die Sache mit Humor betrachtet, kann man alle Probleme lösen.
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Polizeirätin Angelika Deiml konnte sich sehr kurz fassen: Bislang hat es keinerlei Auffälligkeiten mit Flüchtlingen und Asylbewerbern gegeben, von Einzelfällen abgesehen.
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Eine ältere Dame beklagte sich dann doch über die neuen Nachbarn, die doch besser anderswo untergebracht werden sollten. Sie haben das ganze Leben lang gearbeitet und wollten jetzt in Ruhe ihren Lebensabend verbringen. Diese Leute hätten doch eine ganz andere Lebensweise und eine ganz andere Kultur und damit möchte sie sich nicht auseinandersetzen müssen.
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Untergebracht wird überall konterte Marianne Zollner. Da nimmt weder die Regierung Rücksicht noch kann es die Stadt. Mit der neuen Situation müssen alle zurecht kommen.
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Abschließend berichtete Marianne Zollner von positiven Erfahrungen mit den Jugendlichen, von denen einer den Mut faßte, ans Mikrofon zu treten. (O-Ton)
Er dankte Deutschland und Mühldorf für die Aufnahme und Unterstützung.
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Stadtpfarrer Roland Heimerl appellierte an das Selbstverständnis jedes Christen, der verpflichtet ist Obdachlose aufzunehmen und zu helfen. Er lud die Flüchtlinge ein, den benachbarten Garten seines Pfarrhofes zu nutzen. Dort sind sie herzlich willkommen.
(O-Ton 52:44:00 Dann werden wir die Nachbarschaftskontakte intensivieren...)
Was man alles tun kann, hat die Diakonie in einem Leitfaden niedergelegt, den Pfarrerin Susanne Vogt dann vorstellte. Dieses Handbuch gibt’s auf der Internetseite der Diakonie Traunstein zum Download.
Marianne Zollner dankte den Zuhörern für das große Interesse und bat noch einmal um kooperative Mitarbeit bei der Bewältigung dieser großen gesellschaftlichen Aufgabe.
148 Aktion Barrierefreiheit der SPD in Waldkraiburg: Bahnfahren mit Rollstuhl und Rollator 10:30
Ziemlich überschaubar ist der Bahnhof in Waldkraiburg. Ein überdachter Bahnsteig, ein Fahrkartenautomat, ein paar Anzeigetafeln und eine mechanische Einstiegshilfe.
Mit gesunden Beinen erreicht man den Bahnsteig entweder über eine Treppe oder über einen Fußweg.
SPD-Ortsvorsitzender Bernd Wegman setzte sich selbst in einen Rollstuhl um zu erleben, wie sich das anfühlt.
Rollstuhlfahrer und natürlich auch für Nutzer eines Rollators müssen erst einmal runterkommen. Die Treppe stellt dabei ein unüberwindliches Hindernis dar.
Also den weiten Weg über die Straße nehmen, auf der auch die Autos Richtung Parkplatz fahren.
Die Steigung scheint nicht so schlimm, ist es für einen Rollstuhlfahrer aber doch. Und natürlich ist es ein weiter Weg bis zum Bahnsteig.
Dort steht der Fahrkartenautomat. Der paßt für Rollstuhlfahrer, sagt Alexander Pfasch, der täglich mit diesen Einschränkungen zu kämpfen hat. Anders sieht’s natürlich für Menschen mit Sehbehinderung aus oder für Ältere, die mit Touch-Screens und Menüsystemen keine Erfahrung haben. Aber das war an diesem Tag nicht das Thema.
Auch die Fahrpläne und Aushänge sind so angebracht, daß der Rollstuhlfahrer sie nutzen kann.
Alex, das alles ist für Dich nicht so einfach! (O-Ton )
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Dann kam der Zug: Um die vorhandene mechanische Einstiegshilfe nutzen zu können, hätten sich Alexander Pfasch oder Bernd Wegmann anmelden müssen. Dann wäre Hilfspersonal bereit gestanden.
So aber reichte weder die Zeit noch waren genug Helfer da: Alexander Pfasch mußte draussen bleiben. (O-Ton Alexander Pfasch)
Einsteigen geht also mit Hilfe. Und aussteigen? (O-Ton)
Das macht das Bahnfahren eigentlich unmöglich. (O-Ton)
Bernd Wegmann hob seinen Rollstuhl selbst rein.
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Auch Christine Blaschek mußte ihren Rollator selbst reinheben. Mit dem Rollator gibt’s ähnliche Probleme wie mit dem Rollstuhl. (O-Ton)
Das betrifft immer mehr ältere Leute. (O-Ton)
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In Jettenbach angekommen zeigte sich das nächste Problem: Wie an vielen kleineren Bahnhöfen gibt es hier keine mechanische Einstiegshilfe und der Bahnsteig ist so niedrig, daß sogar das Herausheben von Rollstuhl und Rollator Kraftanstrengung erforderte.
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Was sagen Sie dazu, daß hier Rollstuhlfahrer praktisch nicht mit der Bahn fahren können? (O-Ton Passantin)
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Während der Zug weiter fuhr kehrte Bernd Wegmann wieder in sein normales Leben zurück. Das war ganz schön anstrengend! (O-Ton)
Treppen sind unüberwindbar und mit dem Zug zu fahren ist auch nicht einfach. (O-Ton)
Die vorhandenen Hilfsmittel helfen dabei kaum. (O-Ton)
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Nach Erklärung vor langer Zeit, Bayern bis 2023 barrierefrei zu machen ist noch nicht viel geschehen, wie der kleine Ausflug mit der Bahn eben gezeigt hat. (O-Ton Richard)
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Wir haben SOB-Technik-Chef Christian Kubasch bei einem anderen Termin gefragt, ob hier Änderungen geplant sind. (O-Ton)
Die Zufahrt für Rollstuhlfahrer ist derzeit ziemlich umständlich. Sind hier auch Verbesserungen geplant? (O-Ton)
149 Aktion Barrierefreiheit der SPD in Mühldorf: Wie die Stadt mit den Menschen spricht 10:30
In den Garten des Cafe Egger am Bahnhof in Mühldorf lud MdL Günther Knoblauch ein um die Anstrengungen von Ministerpräsident Horst Seehofer zu unterstützen, der Bayern bis 2023 barrierefrei machen möchte. Seiner Einladung gefolgt waren neben Bürgermeister und Gemeindemitarbeitern auch Vertreter des „Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes“.
Da Behinderungen sehr vielfältig sind und manchmal für Dritte kaum wahrnehmbar, bat Günther Knoblauch die Maßnahmen für Barrierefreiheit nicht nur auf Rollstuhl- und Rollatorfahrer zu beschränken sondern auch kleinere Behinderungen und Einschränkungen zu berücksichtigen.
Gerade ältere Häuser stellen hier Hindernisse dar, die kaum zu korrigieren sind. So war früher ein Aufzug erst erforderlich, wenn das Gebäude vier Stockwerke überschritt.
Beim Bau neuer Häuser wird dagegen schon in der Planungsphase auf Barrierefreiheit geachtet.
So lud er die Gäste ein, mit einer Sehbehinderungsbrille Kaffee zu trinken und ein Stück Kuchen zu essen. Dann werden sie selbst sehen, wie schwierig das ist.
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Brigitte Lindenmeier, Bezirksgruppenleiterin beim Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenverband freute sich über die Initiative der SPD und die Einladung von MdL Günther Knoblauch. Besonders freute sie sich über die Aufmerksamkeit, die dadurch Blinde und Sehbehinderte erfahren.
Sie bat ihre beiden Rehaberater Simulationsbrillen zu verteilen um so den Gästen die Selbsterfahrung zu ermöglichen.
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Regine Schreck stellte drei verschiedene Brillen vor: Eine „Tunnelblick-Brille“, eine „Grauer-Star-Brille“ und die „Hard-Core-Augenblinde“ für gänzliche Blindheit. Diese Brillen sollten die Probanden dann für längere Zeit tragen um dem Gehirn zu erlauben, sich an die Einschränkung anzupassen.
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Bürgermeisterin Marianne Zollner entschied sich für die Grauer-Star-Brille, Bürgermeister Robert Pötzsch auch. Sehr mutig war Haags Bürgermeisterin Sissy Schätz, die die Augenbinde nahm und dadurch gänzliche Blindheit simulierte.
MdL Günther Knoblauch und Süd-Ostbayernbahn-Technik-Chef Christian Kubasch beschränkten ihr Gesichtsfeld mit der Tunnelblick-Brille.
Damit bestellten sie alle Kuchen und Getränke, obwohl die Karte eigentlich nicht mehr lesbar ist.
Das erging unserem Praktikanten Leander Rehse auch nicht anders. (O-Ton)
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Christian Kubasch konnte mit seiner Tunnel-Blick-Brille sogar noch sein Smartphone bedienen.
Und auch Architektin Christine Degenhardt konnte die Speisekarte lesen. Sie mußte halt den Kopf mehr bewegen.
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Sissy Schätz überspielte ihr fehlendes Sehen. (O-Ton I hab eigentlich går koan Hunga....)
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Regine Schreck wies darauf hin, daß sich Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen häufig auch abkapseln und sich zurückziehen.
Den Kuchen schafften die Gäste aber unfallfrei.
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Herr Kubasch, wie geht’s mit der „Grauer-Star-Brille“? (O-Ton)
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Christine Degenhardt ist Architektin und Beraterin bei der Bayerischen Architektenkammer. In dieser Funktion arbeitet sie seit Langem im Team mit Brigitte Lindenmeier zusammen.
Im Rahmen des Programms „Bayern barrierefrei 2023“ wird die Architektenkammer bis 2016 mehr Beratungsstandorte einrichten und mehr ehrenamtliche Berater einstellen. Damit wollen sie das Bewußtsein um die Erfordernisse des behindertengerechten Baus in ihrer Berufsgruppe stärken. Erst wenn man die Probleme erkennt, kann man die richtigen Lösungen finden.
Eine neue Norm soll zudem helfen, den öffentlichen Verkehrsraum behindertengerecht zu gestalten. Das ist besonders wichtig für Mitarbeiter von Bauhöfen und Hausmeister öffentlicher Einrichtungen.
Sie alle müssen wissen, wie sie etwa Treppen sicher gestalten oder Baustellen so absichern können, daß Behinderte damit zurecht kommen. Da es die „einzig richtige Lösung“ nicht gibt, müssen für jeden Einzelfall die passenden Lösungen erarbeitet werden, die dann aber überall in der Kommune gleich sein müssen. Dabei kooperieren sie mit den Betroffenenberatungen wie es der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund ist.
Auch wenn es hier um Lösungen für Sehbehinderte geht, darf man nicht vergessen, daß klare Kanten und unterschiedlich rauhe Bodenbeläge Rollstuhlfahrern wieder schaden....
Das alles müssen sie bedenken... Gehsteige absenken allein reicht eben nicht.
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Brigitte Lindenmeier war froh über die rückläufige Zahl blinder Menschen, auch wenn ihr Alter steigt. Zusammen mit den Architekten wollen sie die kontroversen Anforderungen unter einen Hut bringen und den Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen.
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Wie die Stadt mit den Menschen spricht, wollten sie dann am Bahnhof erleben, der für viele Blinde der erste Kontakt mit einer unbekannten Stadt ist.
Zunächst aber erläuterte Regine Schreck wie man einen Sehbehinderten führt, der durch den Körperkontakt Stufen und Bordsteine ohne verbale Anweisungen erkennen können muß.
Das erste Hindernis war die Treppe vor dem Cafe und später genau der abgesenkte Bordstein am Parkplatz vor dem Cafe, den Sissy Schätz nicht ertastet hatte.
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Außer mit dem Taststock orientieren sich Sehbehinderte Menschen mit dem Gehör. Deshalb sind behindertengerechte Ampelanlagen mit akkustischen Signalen ausgestattet.
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Ebenengleiche Übergänge von Gehsteig zu Straße können Sehbehinderte nicht erkennen. Dann fehlen alle Orientierungshinweise.
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Ein Fahrrad vor dem Eingang verwirrt. Der Sehbehinderte weiß nicht mehr, ob er auf dem richtigen Weg zur Eingangstür zum Bahnhof ist.
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Seit dem behindertengerechten Umbau des Bahnhofes führen dort verschiedenartige Bodenbeläge mit hohem Farbkontrast. Beläge mit Rillen führen gerade aus und solche mit Noppen zeigen an, daß hier eine Verzweigung oder eine Richtungsänderung zu gehen ist.
Der Sehbehinderte kann das ertasten oder erfühlen.
Dumm nur, wenn auf den Leitplatten Ruhebänke stehen oder Abfallbehältnisse.
Weiter gings Richtung Bahnsteig. Dorthin führten die Leiteinrichtungen und signalisierten auf dem Weg dorthin Abzweige zur Unterführung und entlang der Bahnsteigkante. Die war für alle gut zu sehen und zu fühlen.
Regina Schreck beklagte die Kürzung der Finanzierung von Mobilitätstraining, das immer wieder nötig ist, weil sich an bereits erlernten Wegen immer wieder etwas ändert. Sehbehinderte müssen sich enorm viel merken um sich in ihrer Umwelt zurecht zu finden. Das muß geübt werden.
Die Bahnsteigkante ist durch geriffelte und helle Pflastersteine gut gekennzeichnet.
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Frau Bürgermeisterin, wie oft sind sie bis jetzt schon angestoßen? (O-Ton Sissy Schätz)
Es sollte sich also jeder Sehende einmal in die Lage eines Blinden versetzen? (O-Ton)
Dann sind Sie froh, die Augenbinde wieder abnehmen zu können. (O-Ton)
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Der Rückweg fiel dann erheblich leichter. (O-Ton Robert Pötzsch)
Behinderungen sind sehr vielfältig. Man kann ja nicht alles regeln. (O-Ton)
Zurück im Cafe dankte MdL Günther Knoblauch allen für ihren Mut an dem Experiment mitgemacht zu haben. Sie haben sicher wertvolle Erfahrungen gesammelt, die ihnen gezeigt haben worauf sie bei ihrer Arbeit achten sollten.
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In der Kabinettssitzung vom 7. Juli hat die bayerische Staatsregierung für den barrierefreien Ausbau und die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude weitere knapp 2,3 Millionen Euro bewilligt. Es geht also voran, wenn auch langsam.
150 Das IHK-Gremium: Ausbildung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge 10:30
Die große Hitze an diesem Nachmittag machte auch den Mitgliedern des IHK Gremiums Alötting-Mühldorf zu schaffen. Vielleicht waren deshalb manche ferngeblieben, die sonst immer dabei sind.
Gekommen war dafür Altöttings stellvertretender Landrat Stefan Jetz.
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Vorsitzende Ingrid Obermeier-Osl berichtete von einer Reise zum Europäischen Parlament wo sie versuchten, den Ausbau der Bahnstrecke Paris-Mühldorf-Budapest zu beschleunigen. Die Ergebnisse der Gespräch waren jedoch ernüchternd. Dort rangiert der Ausbau von Straßen- und Schienenwegen erst auf Platz vier der Prioritätenliste. Sie setzte ihre Hoffnung weiter auf die Europaabgeordneten der Region.
Den Ausbau der Infrastruktur unterstützte sie im Rahmen des Vereins ProB15Neu. Dabei enttäuschten sie Gremiumsmitglieder, die in der Sitzung des Kreistages von Mühldorf trotz vorher einstimmigen Votums des Gremiums dann gegen den Bau dieser wichtigen Straße votiert hatten. (O-Ton )
Eine Reise nach Prag hat ergeben, daß der häufige Wandel in der Regierung noch immer Rückstände in der Ausbildung gebracht hat. Berufsausbildung gibt es kaum und die duale Ausbildung funktioniert praktisch nicht. Fachkräfte fehlen also auch dort. Kooperationsangebote der IHK Regensburg scheitern an der Sprachbarriere.
Bei allem sind die Löhne dort noch immer wesentlich geringer wie bei uns. Das führt natürlich zu vielen Niederlassungen deutscher Firmen.
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Worum‘s in der Gremiumssitzung gehen sollte, erklärt uns Ingrid Obermeier-Osl (O-Ton)
Das betrifft sowohl das Asylrecht als auch die Ausbildungsrichtlinien, ist also ein Anliegen, das nicht so leicht zu regeln ist. (O-Ton)
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Hubert Schöffmann, Ausbildungsleiter bei der IHK für München und Oberbayern stellte die Anstrengungen vor, junge Asylbewerber zu Facharbeitern auszubilden und so den Mangel zu bekämpfen. Es gilt, die Neuankömmlinge als Chance zu sehen und nicht als Bedrohung.
In diesem Zusammenhang hat die IHK klare Forderungen an die Politik: (O-Ton 2:44:24)
Die jungen Flüchtlinge kommen mit sehr unterschiedlicher Vorbildung. Gibt’s Angebote, die sie auf die eigentliche Ausbildung hinführen? (O-Ton)
Bietet die IHK oder ihre Mitgliedsfirmen besondere Ausbildungsangebote für junge Flüchtlinge? (O-Ton)
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In einem weiteren Vortrag stellte Oberstudiendirektor Wolfgang Gaigl die Kooperation seiner Schule mit dem Berufsbildungswerk Waldwinkel vor.
Herr Gaigl, Hubert Schöffmann hat gerade den hohen Wert Ihrer Arbeit für die Integration und Berufsvorbereitung junger Flüchtlinge gewürdigt. Was machen Sie genau? (O-Ton Wolfgang Gaigl)
Damit haben sie die Grundlagen wie jeder deutsche Lehranfänger auch. (O-Ton)
Besondere Angebot dafür gibt es aber nicht. (O-Ton)
Haben Sie von den Betrieben Rückmeldungen, die Absolventen ein eine Ausbildung übernommen haben? (O-Ton)
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Abschließend berichtete Dr. Robert Obermeier von Neuem aus der IHK und stellte eine Umfrage zum Thema Mindestlohn vor.
Die aktuelle Konjunkturumfrage zeigte große Zufriedenheit mit der Geschäftslage und sogar gestiegene Erwartungen für die kommenden 12 Monate, auch wenn der Optimismus in Oberbayern etwas schwächer ausgeprägt ist als in ganz Bayern.
Die Unternehmen planen kaum Neueinstellungen und nurwenige Investitionen. Die Ursache hierfür sind vor Allem der Fachkräftemangel und die Unsicherheiten auf dem Energie und Rohstoffsektor. Auch wenn die Unternehmen mit der Nachfrage zufrieden sind, befürchten sie doch steigende Kosten für die Finanzierung und damit eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Der Mindestlohn sorgt weiter für Unsicherheit. 70% der Unternehmen sind mit den jüngsten Änderungen von Bundesarbeitsministerin Nahles nicht zufrieden und fordern weitere Vereinfachungen. 17% der bayerischen Unternehmen haben auf Grund des Mindestlohnes Personal abgebaut, im Gastgewerbe sogar jedes 2. Unternehmen. Spurlos ist der Mindestlohn also nicht vorüber gegangen.
Dr. Robert Obermeier ging auf viele weitere Themen ein, die Arbeitsstättenverordnung, eine Standortumfrage, in der die Unternehmen Oberbayern mit der Schulnote 2,1 bewertet haben, und die IHK-Reform, in der die Gremien erhalten bleiben aber nach 30 Jahren ab 2016 „IHK-Ausschüsse“ genannt werden.
Damit schloß Ingrid Obermeier-Osl die Sitzung des Gremiums und lud zur Präsentation des Wirtschaftsraums Süd-Ostbayern ein, in der sich die Region in Kürze der Bayerischen Staatsregierung vorstellt. Dort werden besonders die kulinarischen Besonderheiten der Region die Mitglieder der Staatsregierung locken....
151 Mühldorf ist bunt: Fastenbrechen mit der Islamischen Gemeinde 10:20
Mühldorf ist bunt hatte zum Fastenbrechen in den Saal des Bischof-Neumann-Hauses eingeladen. Dieser Einladung waren neben zahlreichen Mitgliedern des Bündnisses auch Bürgermeister Robert Pötzsch, Altbürgermeister Siegfried Klika und eine Delegation aus dem Landkreis Altötting gefolgt.
Vorsitzende Kristin Hüwel begrüßte die Gäste zusammen mit KuBiWa-Vorstand Hasan Cabuk.
Da das tägliche Fastenbrechen bei Sonnenuntergang stattfindet, warteten sie natürlich sehnsüchtig darauf, scherzte Hasan Cabuk. Die Zeit bis dahin wollten sie die Gäste über die Hintergründe informieren und Parallelen im Christentum suchen.
Zunächst dankte Kristin Hüwel Pfarrer Martin Garmaier für die Gastfreundschaft in den Räumen der katholischen Kirchengemeinde Christkönig.
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Für gute Unterhaltung sorgten sie mit einem Sketch von Karl Valtentin, in dem der ergründete, was eigentlich ein Fremder ist und was der so macht.
Karl Valentin hat sich schon vor fast 100 Jahren in seiner intelligenten, skurrilen sehr treffsicheren Art so seine Gedanken über dieses Themas gemacht. Seit 100 Jahren hat sich also kaum etwas geändert. Es geht noch immer darum, Vorbehalte abzubauen und Fremde zu integrieren.
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Bilal Akkaya stellte den Gästen den Fastenmonat Ramadan vor. (O-Ton 1:45:07:00)
Wie sieht das Fasten konkret aus? (O-Ton)
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Pfarrer Martin Garmaier mußte zunächst Pfarrer Lars Schmidt entschuldigen, der gern dabei gewesen wäre.
Das Fasten kennen auch Christen und Juden, wie die Bibel häufig berichtet. Es ist also nicht neu.
Das Fasten schafft neues Bewußtsein über den Wert dessen, was Gott den Menschen geschenkt hat. Damit einher geht die Reinigung der Gedanken und die Schärfung des Blickes. Allerdings ist das Fasten im Christentum nicht ganz so streng wie im Islam und wird auch ganz individuell gestaltet.
Besonders vor Ostern wird die Fastenzeit eingehalten, an deren Ende die Auferstehung Jesu dann groß gefeiert werden kann.
Galt es früher auf Fleisch zu verzichten, steht heute der Verzicht auf etwas Liebgewordenes im Vordergrund. Das kann Verzicht auf Alkohol sein, aufs Fernsehen oder auf Schokolade. (O-Ton: Für manche ein großer Verzicht – spreche aus Erfahrung!) Fasten soll halt ein Verzicht sein, den sich der Gläubige selbst auferlegt.
Für alle Christen gleich gibt es wenige aber strenge Fasttage: Den Aschermittwoch und den Karfreitag. An beiden Tagen sollen sich Christen nur einmal am Tag sättigen und auf Fleisch ganz verzichten.
Heute fasten übrigens sogar Nichtchristen und nennen es Heilfasten.
Wer das Fasten also ernst nimmt, versucht es konsequent durchzuhalten, sollte es nicht allen zeigen. So wie Jesus es vorgemacht hat, der den Fastenden aufgetragen hat, nicht mit griesgrämiger Miene und im Sacktuch herumzulaufen. Die innere Einstellung muß stimmen und Gott in den Mittelpunkt des Fastens stellen.
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Da inzwischen die Sonne untergegangen war, luden Kristin Hüwel und Hasan Cabuk zum Fastenbrechen. Dazu hatte die moslemische Gemeinde ein umfangreiches Buffet mit vorwiegend türkischen Gerichten aufgebaut.
Die ließen sich die Gäste schmecken.
Daß es ihnen schmeckte, zeigte das schnell abgeräumte Buffet.
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Ihr habt Euch so viel Mühe gegeben. Wie lang habt Ihr denn vorbereitet. (O-Ton Hürü Tastan in reinstem Bayerisch! „Zwoa Dåg hamma då higarwadt!“)
Und jetzt war in 10 Minuten alles aufgegessen. (O-Ton)
Jetzt heißt’s abwaschen. (O-Ton Erklärung Fastenbrechen mit 4-5 Familien täglich)
Ihr seid‘s wie eine große Familie (O-Ton)
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Hasan, Ihr feiert im Ramadan jeden Tag Fastenbrechen. (O-Ton 1:48:10:00)
Wie viele Mitglieder hat denn die moselmische Gemeinde in Waldkraiburg? (O-Ton)
Nehmen die alle das Fasten so ernst wie ihr? (O-Ton)
Gibt es neben dem Ramadan noch andere hohe Feiertage? (O-Ton)
Seid Ihr mit Euerem Glaubensleben in Waldkraiburg zufrieden? (O-Ton)
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Herr Bürgermeister, heute haben wir gelebte Integration erlebt. (O-Ton)
So ein Fest trägt sehr zum gegenseitigen Kennelernen bei. (O-Ton)
Also weiter so. (O-Ton)
152 Kostenloser "Strom-Check" spart Bares - Neuer Service des Projektehauses JAGUS der AWO 7:00
Es war heiß an diesem Vormittag als das Projektehaus Jagus ins Nebengebäude einlud um den neuen Service vorzustellen, den Stromspar-Check.
Einrichtungsleiterin Brigitte Betz-Pemler konnte neben AWO-Kreisvorsitzender Klara-Maria Seeberger auch Landrat Georg Huber und Christian Grignhuber vom Jobcenter begrüßen. Und natürlich Mitglieder des Vorstandes der AWO und die Stromsparhelfer, die sie später vorstellen würden.
Seit Mai suchen die Stromsparhelfer finanzschwache Haushalte auf und helfen Energieschleudern zu eliminieren und so Kosten zu senken. Bei einem zweiten Besuch werden stromsparende Geräte eingebaut, die durch einen Zuschuß von 70 Euro finanziert werden. Durch den Zuschuß ist die Maßnahme für die Haushalte kostenlos.
Nachdem Brigitte Betz-Pemler die Entstehungsgeschichte des Projekts erläutert und den Kooperationspartnern ihren Dank ausgesprochen hatte, würdigte Landrat Georg Huber die Leistung der Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt, die das investierte Geld nicht für die Institution einsetzt sondern es wirklich den Menschen zugute kommen läßt.
Man erkennt hier sofort, daß der Mensch im Mittelpunkt des Interesses steht. Deshalb begrüßte er besonders die Stromsparhelfer, die sozial Schwachen Alternativen zu ihren verbrauchsintensiven Geräten und ihrem Umgang mit der Energie aufzeigen. Die freiwerdenden Gelder ermöglichen es den Leuten dann auch wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Es war immer sein Ziel, alle Leute in Arbeit zu bringen. Mit Nichtvermittelbarkeit gab er sich noch nie zufrieden, betonte Landrat Georg Huber. Deshalb würdigte er die Arbeit der Arbeiterwohlfahrt, die ihre Maßnahmen vom Menschen her denkt.
Er dankte allen Mitwirkenden sehr und sicherte ihnen die Unterstützung des Landkreises zu und zwar im selben Maß wie Asylbewerbern geholfen wird.
Um den Stromsparcheck erfolgreich zu etablieren ist es nun nötig, berechtigte Haushalte zu motivieren, die Stromspar-Helfer einzuladen und ihre Arbeit machen zu lassen.
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Christian Girgnhuber vom Jobcenter in Mühldorf erinnerte an die Entstehungsgeschichte des neuen Angebotes, das im Zuge der Energiewende an Priorität gewonnen hat. Das Jagus Projektehaus der AWO bot die besten Voraussetzungen für das Projekt, das die kostenlose Beratung seit Mai für jeden Einkommensschwachen Haushalt zur Verfügung stellt.
Möglich wurde es aber erst in der Zusammenarbeit zwischen Jagus, dem Jobcenter und dem Landratsamt, die die Kosten für die Stromsparhelfer und die Energiesparhilfsmittel übernehmen.
Christian Girgnhuber war überzeugt, sozial schwachen Haushalten einen Service bieten zu können, der einen echten Mehrwert darstellt. So wünschte er den Stromsparhelfern einen guten Start.
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Klaus Röthele vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu erläuterte wo die Probleme liegen: Nämlich im Auffinden von Haushalten, die sich für das Programm eignen. Man kann vielen Leuten kaum erklären, daß die Leistung tatsächlich kostenlos ist.
Häufig ist auch die Datenerhebung schwierig weil die Leute nicht sagen können, wie lang etwa das Wohnzimmerlicht brennt oder wie oft die Toilette benutzt wird. Da ist viel Fingerspitzengefühl nötig.
Die erhobenen Daten werden in eine Datenbank eingetragen, die auf Grund von Vergleichswerten Verbesserungsmaßnahmen vorschlägt. Diese reichen vom Einsatz von schaltbaren Steckerleisten bis zum Einbau von Energiesparlampen und Durchflußreduzierern.
In einem dritten Besuch nach etwa einem Jahr wird der Erfolg der Maßnahmen kontrolliert.
Dabei haben sie festgestellt, daß sie etwa 10% des Energieverbrauchs einsparen konnten, häufig sogar mehr. Das entspricht übers Jahr gesehen etwa 100 Euro.
Die Ausbildung der Stromsparberater hat viel Spaß gemacht, weil sie den Erfolg gesehen haben und auch weil sie den meist zurückgezogen lebenden Leuten Abwechslung in ihren Alltag gebracht haben.
Das alles hat dazu geführt, daß das Projekt vom Bundesumweltministerium weitere drei Jahre finanziert wird. So wünschte er dem Projekt bei Jagus viel Erfolg.
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Abschließend stellte die beiden Stromspar-Helfer ihren Beratungskoffer vor, in dem Meßgeräte und Werkzeuge verstaut sind. Mit diesem Koffer sind sie in der Lage über lange oder kurze Zeit den Stromverbrauch einzelner Geräte zu messen, Temperaturen und sogar den Wasserdurchfluß an einem Wasserhahn. Für kurzfristige Verbesserung haben sie Energiesparlampen dabei und Durchflußbegrenzer.
Sie berichteten von ersten Besuchen, in denen sie freundlich aufgenommen wurden und sie auch wirklich helfen konnten.
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Den Stromspar-Check können berechtigte Haushalte beim Jobcenter beantragen, bei der Mühldorfer Tafel oder direkt beim Jagus Projektehaus in Waldkraiburg. Das Projekt läuft noch bis Ende des Jahres. Gespräche über eine Fortsetzung für drei Jahre laufen aber bereits.
153 Auftakt-Pressekonferenz des Bezirksligisten VfL Waldkraiburg: Den großen Umbruch meistern 7:20
Andreas Schisler, der sonst beim Bezahlsender SKY Fußball Championsleague-Spiele betreut begrüßte neben den Verantwortlichen der Abteilung Fußball zweiten Bürgermeister Richard Fischer, dritte Bürgermeisterin Inge Schnabl, AHHW-Vorstand Willibald Engelmann, einige Werbepartner, einige Neuzugänge und Interessierte im Cafe Brosch am Waldkraiburger Stadtplatz.
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Los geht die neue Saison in der Bezirksliga Ost am 25. Juli um 15 Uhr gleich mit einem Knaller im Jahnstadion in Waldkraiburg: Dem Lokalderby gegen den TSV Ampfing. Diesen Termin sollten sich alle gleich notieren.
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Damit begrüßte er Geschäftsführer Michael Pikulski, Trainer Gerhard Kukucska, Abteilungsleiter Marcus Dickow und Mannschaftskapitän Benni Hadzic.
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Da das Cafe Brosch Trikotpartner des VfL Waldkraiburg ab der kommenden Saison ist, stellte Andreas Schisler das neue Trikot und seinen Sponsor vor. Marcus Dickow dankte Sebastian Mayerhofer für sein Engagement und übergab ihm das erste Trikot. (O-Ton Dickow)
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Marcus Dickow begründete dann den Trainerwechsel, der ihnen nicht leicht gefallen ist. Gerade nach der zurückliegenden schwierigen Saison in der sie knallhart gegen den Abstieg gespielt und den Klassenerhalt doch geschafft haben.
Trotz der Absicht der Abteilungsleitung weiter mit Gzim Shala zusammenzuarbeiten gingen doch die Vorstellungen weit auseinander, so daß sie sich einvernehmlich getrennt haben.
Gemeinsam wurde die Jugendarbeit zusammen mit dem SV Weidenbach intensiviert und ausgebaut. Mit zahlreichen hoch qualifizierten Trainern wollen sie mehr Jugendspieler fördern und nach und in die erste Mannschaft integrieren. Die können dann von den erfahrenen Spielern lernen.
Diesen Weg wollte Gzimmy Shala nicht mitgehen, der lieber fertig ausgebildete Spieler holen wollte. So haben sie sich schließlich getrennt.
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Marcus Dickow war froh, mit Gerhard Kukucska einen neuen Trainer vorstellen zu können, einen, der in der letzten Saison selbst noch gespielt hat und so den Verein und sein Umfeld genau kennt.
Als ehemaliger Spielertrainer in der Hessischen Oberliga und als Sportlehrer in der Kindersportschule bringt er alle nötigen Qualifikationen mit um das Amt des Cheftrainers übernehmen zu können. Er war überzeugt, nach der unruhigen Zeit mit vielen Gerüchten kehrt nun wieder Ruhe ein, so daß sich das Team und die Vorstandschaft wieder auf die Arbeit konzentrieren können.
Leider mußte die Abteilungsleitung auf den Abgang einer Reihe erfahrener Spieler reagieren. Dickow war sehr zufrieden, 10 junge Spieler verpflichtet zu haben. Der zugegebenermaßen groß Umbruch war notwendig. Jetzt aber können sie mit einem „super Kader“ die neue Saison angehen.
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Geschäftsführer Michael Pikulski dankte allen 9 Spielern, die die Mannschaft verlassen haben und stellte die Neuzugänge vor, denen die Abteilungsleitung ihr vollstes Vertrauen entgegenbringt:
Vom SV Aschau kam der Abwehrspieler Mert Lata, den sie schon lange verpflichten wollten,
Ein alter Bekannter kommt vom SV Aschau zurück, der Mittelfeldspieler Britschan Altmer.
Der junge Christian Heilmann kommt von der Jugend des FC Mühldorf.
Franz Kamhuber ist Stürmer und kommt vom SV Weidenbach zum VfL Waldkraiburg.
Als Ersatz für die Schlüsselspieler kommt der Mittelfeldspieler Urban Haoltschan aus Slowenien zum VfL.
Aus Italien kommt der Stürmer Neboscha Gojkovitsch zum VfL Waldkraiburg.
Vom „FC Danubius Waldkraiburg“ kommt der Mittelfeldspieler Lucian Balg.
Auch Michael Pikulski will in den kommenden Jahren den Kader mit Nachwuchs aus der eigenen Jugend stärken.
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Trainer Gerhard Kukucska dankte der Vorstandschaft für die Übertragung dieser verantwortungsvollen Aufgabe. Nach vielen Gesprächen hat er den Verein gut kennengelernt und möchte mit den jungen Nachwuchsspielern schönen und attraktiven Fußball spielen.
Das Wort „Abstieg“ möchte er gar nicht erst hören und strebt deshalb einen Platz im oberen Mittelfeld an.
Seit zwei Wochen trainieren sie jetzt. Das macht viel Spaß und hat gezeigt, daß sie sich gut verstehen.
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Kapitän Benjamin Hadzic, hoffte die Neuzugänge schnellstmöglich integrieren und damit den Klassenerhalt umgehend sichern zu können.
Grundlage ist natürlich die Kommunikation auf dem Platz, an der sie zur Zeit intensiv arbeiten. Mit Gerhard Kukuschka haben sie einen guten Trainer, war er überzeugt. Alles weitere wird sich zeigen.
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Dritte Bürgermeisterin Inge Schnabl, selbst früher begeisterte Fußballerin, freute sich über das neue Konzept, die Jugend einzubauen und wünschte dazu viel Glück.
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Dem schloß sich zweiter Bürgermeister Richard Fischer an und wünschte neben dem Klassenerhalt vor allem eine verletzungsfreie Saison.
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Abschließend stellte Michael Pikulski einige Neuzugänge vor:
Der gebürtige Waldkraiburger Mert Lata freute sich wieder zurück zu sein und auf die Spiele der kommenden Saison.
Franz Kamhuber kam vom SV Weidenbach. Er freute sich über die gute Zusammenarbeit beider Vereine und Bestandteil dieser coolen Mannschaft zu sein.
Birtschan Altmer ist 28 Jahre jung und freut sich nach sechs Jahren in Aschau wieder zurück zu sein.
Aus Mühldorf kommt Christian Heilmann. Der 18-jährige Joungster fühlte sich gut aufgenommen und freute sich auf die neue Saison.
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Damit schloß Andreas Schisler die Vorstellung und freute sich auf eine gute Saison 2015/2016.
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