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Josef J. Pöllmann
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Das gab's 2015 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir in KW 17/2016 - der Woche nach Ostern berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
88 70 Jahre nach der Ankunft der ersten Vertriebenen in Waldkraiburg - Die Gedenkfeier 13:00 17
Schon am Morgen kamen Vertreter von Landsmannschaften, der Krieger- und Soldatenkameradschaft und des Stadtrates am Kriegerdenkmal auf dem Waldkraiburger Waldfriedhof zusammen um der Verstorbenen zu gedenken. Die kleine Feier umrahmte eine Abordnung der Musikschule Waldkraiburg.
Leonhard Schleich erinnerte an die Verstorbenen, die im Sudetenland, während der Hungermärsche und hier in Waldkraiburg zur letzten Ruhe gebettet wurden. Viele von ihnen fielen dem aufkommenden Nationalbewußtsein und den folgenden Säuberungsaktionen zum Opfer, die schließlich in die Vertreibung derer mündeten, die bis dahin 800 Jahre lang blühende Landschaften und lebendige Gesellschaften mit eigenständiger Kultur geschaffen hatten.
Zur Erinnerung an die Opfer der Vertreibung legten sie einen Kranz nieder.
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Am 23. April 1946 kamen am damaligen Bahnhof Kraiburg die ersten Sudetendeutschen mit ihren wenigen Habseligkeiten an. Daran zu erinnern hatte die Sudetendeutsche Landsmannschaft Zeitzeugen, Stadt und Politik an den alten Bahnhof eingeladen wo sie die Egerländer Blaskapelle begrüßte. Unter ihnen Bürgermeister Robert Pötzsch, MdB Stephan Mayer, Landrat Georg Huber, Alt-MdL Ulli Lode, Bezirksrätin Claudia Hausberger, Altbürgermeister Siegfried Klika und zahlreiche Stadträte. Dazu Stadtarchivar Konrad Kern und Ordnungsamtsleiter Norbert Meindl.
Sudetendeutsche Landsmannschafts-Vorsitzender Leonhard Schleich hieß sie alle willkommen und war überzeugt, das Ankommen der ersten Vertriebenen war gleichzeitig die Geburtsstunde der Stadt Waldkraiburg.
(O-Ton Versöhnung kann es nur geben, wenn wir uns erinnern.... bis geschehen ist.) Allerdings muss die Trauer überwunden, und der Blick auf die Zukunft gerichtet werden. So hat es die Charta der Heimatvertriebenen schon 1950 festgeschrieben. In dieser Charta verzichten die Autoren auf Rache und streben ein geeintes Europa an.
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Walter Lode trug ein Schreiben vor, das sein Vater Emil Lode am 1. November 1946 nach München gesandt hatte. Emil Lode beschrieb dort die Situation im Lager auf den Gelände der ehemaligen Deutschen Sprengchemie. Er beklagte das Ausbleiben von Maßnahmen zur Verbesserung der Unterbringung der Flüchtlinge. Anstatt Gebäude zu sprengen sollte man sie umbauen und die vorhandenen modernen technischen Einrichtungen nutzen. So könnte Wohnraum geschaffen, ein Krankenhaus eingerichtet und Arbeitsplätze für tausende Menschen geschaffen werden.
Im weiteren beschrieb Emil Lode die Not und die Unsicherheit der Flüchtlinge, die nicht wussten, wie es weiter gehen sollte und was mit ihnen geschehen würde. Walter Lode ergänzte, genau das Selbe spiele sich heute andernorts in Europa ab!
Emil Lode beschrieb die Hilflosigkeit der Flüchtlinge im Lager und warnte vor dem Hintergrund steigender Hoffnungslosigkeit vor politischer Radikalisierung Richtung extrem links.
Er beschrieb das große Potential der Ankömmlinge, die die bayerische Wirtschaft sehr stärken können wenn man sie nur arbeiten liesse.
Walter Lode freute sich, dass sein Vater Emil schon im Herbst 1946 die Vision hatte, hier 20 bis 30.000 Menschen unterzubringen und die neue Siedlung zu einer blühenden Wirtschaftsstadt zu machen.
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Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer, der auch Mitglied des sudetendeutschen Rats ist, Mitglied im Bund der Vertriebenen und Abgesandter der Bundesregierung in der „Stiftung Flucht und Vertreibung“, erinnerte an die Schrecken der unverschuldeten Vertreibung und die anfängliche Hoffnungslosigkeit nach ihrer Ankunft.
Der Anfang war nicht einfach, weil es auch für die aufnehmende Bevölkerung kaum zum Überleben reichte und die ersten beiden Winter nach dem Ende des Krieges sehr hart waren.
Kein Wunder also dass die Bevölkerung die Heimatvertriebenen nicht mit offenen Armen empfangen hat.
Trotz allem können alle stolz darauf sein, dass Stalins und Benesch’s Pläne nicht aufgegangen sind, die deutsche Gesellschaft implodieren zu lassen. Gemeinsam hat man angepackt und Neues geschaffen.
(O-Ton Ich bin überzeugt, keine andere Stadt steht dafür so wie Waldkraiburg! Applaus)
Davon profitiert haben auch die nachrückenden Generationen, die dafür Dank schulden.
Diese Zuversicht hat Emil Lode’s Brief sehr anschaulich gezeigt.
Das alles bestätigt die Aussage von Baron von Örtzen, der Heimat nicht dort sah wo wir leben sondern die Art, wie wir leben. Genau so haben sich die Vertriebenen mit viel Fleiß hier eine neue Heimat aufgebaut. Dieses Erbe gilt es weiter zu tragen.
Als Mitglied im Bund der Vertriebenen war ihm wichtig, die Vertriebenenarbeit lebendig weiter zu führen und sie nicht ins Museum abzuschieben. Dazu nötig ist das geplante Zentrum gegen Vertreibung in Berlin, für das voraussichtlich im Herbst das Richtfest gefeiert werden kann. Es ist nötig auch für die heutige Vertreibung unter der Millionen Menschen leiden.
(O-Ton Für mich ist auch wichtig zu betonen, dass es nicht zulässig ist, die heutigen Fluchtbewegungen mit der damaligen Vertreibung zu vergleichen. ... Es kamen damals... Deutsche zu Deutschen, Christen zu Christen... )
Trotz aller Unterschiede gilt es aber auch heute den Flüchtlingen zu helfen. Deutschland hat heute – anders als damals – die Kraft das zu schaffen.
MdB Stephan Mayer dankte der Sudetendeutschen Landsmannschaft für die Durchführung dieser Gedenkfeier. Die Ankömmlinge haben ihr Schicksal selbst in die Hand genommen, die Industriegemeinschaft gegründet und eine Wohnbaugesellschaft und haben damit Aufgaben eines Staates übernommen, der das damals nicht leisten konnte. Diese Leistung seither soll allen ein Beispiel dafür sein, wozu Deutschland in der Lage ist. Dafür dankte Stephan Mayer und wünschte für die Zukunft Gottes Segen.
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In einem Zug marschierten die Teilnehmer der Gedenkfeier zum ehemaligen Holzlager, wo die ersten Ankömmlinge damals in Baracken untergebracht wurden. Heute ist dort ein kleiner Wald neben der Franz Liszt Mittelschule und dem Kletterzentrum des Alpenvereins.
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Stadtarchivar Konrad Kern berichtete von den Anfängen des Holzlagers als Unterkunft für die Heimatvertriebenen und die Bedingungen unter denen sie hier leben mussten.
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Weiter ging's vorbei an Realschule und Gymnasium zum Pfarrzentrum „Maria Schutzfrau Bayerns“, das heute dort steht wo früher das Steinlager war.
Die Egerländer Trachtenkapelle schloss den Umzug mit der Bayernhymne ab.
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Im Pfarrsaal zeichnete Bürgermeister Robert Pötzsch chronologisch die Ereignisse nach, die seit der Ankunft zur Stadt Waldkraiburg geführt haben.
Schon 1946 wurde der erste Kindergarten und die erste Schule in Betrieb genommen. Firmen siedelten sich an und boten Arbeitsplätze. Schon 1948 entstand der VfL Waldkraiburg.
Langsam wichen die Steinbaracken ordentlichen Wohnhäusern. 1950 die Gründung der Gemeinde Waldkraiburg, 1960 die Erhebung zur Stadt, die seither ständig wuchs und so zur größten Vertriebenenstadt Deutschlands wurde.
Robert Pötzsch verwies auf die heutigen Fluchtbewegungen und mahnte, Lehren aus der Geschichte zu ziehen und die Werte hoch zu halten, die weltweit täglich mit Füßen getreten werden. Deshalb dankte er der Sudetendeutschen Landsmannschaft für die Ausrichtung dieser wichtigen Gedenkfeier.
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Diesem Dank schloss sich auch Staatsminister Dr. Marcel Huber an, der einen Teil seiner Jugend in Waldkraiburg zugebracht hat. Es ist wichtig, sich an Ereignisse zu erinnern und sie in den geschichtlichen Zusammenhang zu setzen, die das Leben so vieler Menschen beeinflußt haben.
Damals konnte niemand ahnen, dass ihnen Jahrzehnte des Wohlstandes in Frieden bevorstehen würden. Sie haben angepackt und das alles gemeinsam geschaffen, was heute Waldkraiburg ausmacht. Dafür und für das Wachhalten der Erinnerung an diesen teils steinigen Weg dankte ihnen Staatsminister Dr. Marcel Huber sehr.
(O-Ton Nur wer weiß, wie das damals war, versteht die Gnade, die ihnen allen zuteil geworden ist... )
Er lud alle Bayern ein, in Waldkraiburg zu erleben, was der vierte Stamm Bayerns zu leisten im Stande ist und dankte allen nochmals sehr.
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Pfarrgemeinderatsvorsitzender Udo Kesselgruber freute sich, die Sudetendeutsche Landsmannschaft in ihren Räumen zu Gast zu haben und erinnerte an die ehemalige Holzkirche am Holzlager wo seine Pfarrei gegründet wurde.
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Leonhard Schleich bat drei Zeitzeuginnen von ihrer Ankunft am Bahnhof Kraiburg zu berichten: Maria Lang kam mit dem vierten Zug am 4. Juni 1946 nach Waldkraiburg. Sie empfand es als öde und wollte hier nicht bleiben.
Mit 20 Personen bezogen sie ein verdrecktes Zimmer und konnten nur jeden zweiten Tag Sachen von ihrem Gepäck aus einem Lager holen. Zur Toilette konnten sie nur unter Bewachung in Gruppen zwei, drei Mal am Tag. Trotz Wanzen in allen Betten und fließendem Wasser nur in einigen Baracken haben sie sich eingerichtet und eine neue Existenz gegründet.
Erika Rahnsch kam nach einem Jahr Ostzone ins Holzlager und sollte es gleich wieder verlassen weil kein Platz war. Schließlich erhielten sie eine Ecke in einem Raum und konnten das kaum ertragen. (O-Ton Das war sehr entsetzlich)
Da es allen gleich erging, entwickelte sich eine Gemeinschaft, die sie aus heutiger Sicht als die schönste Zeit ihres Lebens sieht. Alle hatten gleich nichts und nutzten ihr Wissen und Können um die Stadt aufzubauen.
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Brigitte Feuerlein kam erst 1947 ins Holzlager und erlebte das selbe wie alle hier. Als Kind war das alles für sie mehr ein Abenteuer. Die Eltern litten aber sehr. Trotz allem hat auch sie und ihre Familie es geschafft und alle drei fühlten sich wohl in Waldkraiburg.
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Leonhard Schleich berichtete von den Ängsten und Nöten der Vertriebenen, von denen nicht wenige daran dachten, ihrem Leben selbst ein Ende zu setzen.
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Damit dankte er den Gästen für ihre Teilnahme an der Gedenkfeier und freute sich auf den gemütlichen Teil des Nachmittags.
89 Zukunftsdialog Inn-Salzach der IHK und 10 Jahre IHK Akademie in Mühldorf 9:25
Zum „Zukunftsdialog Inn-Salzach“ unter dem Motto „Tradition trifft Innovation“ hat die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern Wirtschaftsvertreter, Kommunalpolitiker und Verbandsvertreter im Mühldorfer Haberkasten mit Obazd’n Loabe’n und Brezensemmel’n empfangen. Um das „Netzwerken“ zu fördern hatten sie sich etwas Besonderes einfallen lassen: Die Plätze an den Tischen wurden verlost. So kam IHK Präsident Dr. Eberhard Sasse an einem Tisch mitten im Saal mit Gästen zu sitzen, mit denen er vielleicht noch nie gesprochen hatte. Und Hauptgeschäftsführer Peter Driessen kam ganz hinten im Saal zu seinem Platz.
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IHK Vizepräsidentin Ingrid Obermeier-Osl freute sich über die gelungene Zusammensetzung der Tischgemeinschaften, die sicher viel Gesprächsstoff finden werden, vernetzen sie doch auf diese Weise Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Stellvertretend begrüßte sie Bürgermeisterin Marianne Zollner, Landrat Georg Huber und Altöttings stellvertretenden Landrat Stefan Jetz und eine große Zahl Bürgermeister aus beiden Landkreisen.
Wenn sie nun 10 Jahre Kooperationsvereinigung zwischen IHK und den Landkreisen Altötting und Mühldorf feiern, dann können sie auch 10 Jahre IHK Akademie Mühldorf feiern.
Gemeinsam organisieren sie zudem den alljährlichen Wirtschaftsempfang, der inzwischen der größte in ganz Bayern ist. Um das IHK-Gremium, das nach der Wahl „IHK Regionalausschuß“ heissen wird, stark aufzustellen, bat Ingrid Obermeier-Osl die Wahlunterlagen umgehend abzusenden.
Sie freute sich über die innovative Platzvergabe und hoffte, dass jeder das beste Los gezogen hat. Der Abend soll ja für Neues gut sein. Später sollen Unternehmerpersönlichkeiten im Rahmen einer Podiumsdiskussion ausloten, warum sich in Oberbayern Tradition und Innovation vereinen lassen.
Die Autoindustrie ist sicher eine der prägendsten Industrien in Bayern. Sie basiert auf jahrzehntelanger Tradition und hat genug Innovationskraft für eine erfolgreiche Zukunft. Waren Goggomobil oder der Isetta der Stolz manchen Großvaters, gingen auch diese Hersteller durch so manche Tiefen. Trotz aller Innovation stehen sie heute vor neuen Herausforderungen wie dem selbstfahrenden Elektroauto, das eine ganz eigene Infrastruktur benötigt.
Es sind also Veränderungen nötig um den Bestand zu sichern.
Ähnliches im Handel: Der Tante-Emma-Laden ist auch auf Grund unendlich vieler neuer Vorschriften längst Geschichte. Sogar Supermärkte überholt zur Zeit das allgegenwärtige Internet, über das Online-Händler direkt an die Haustür liefern.
Schließlich die Banken, die noch vor wenigen Jahren sichere Arbeitgeber waren und mit Sparbüchern schon jedem Schüler das Sparen beibrachten. Sie werden gerade durch die Abschaffung des Bargeldes durch Automaten und das Online-Banking gänzlich überflüssig. Oder doch nicht?
So nachdenklich wünschte Ingrid Obermeier-Osl den Zuhörern einen informativen Abend und gute Gespräche an den bunt zusammengewürfelten Tischen.
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Sie setzten fort mit dem Film zur Zukunftskarte 2030, den wir mit freundlicher Genehmigung der IHK komplett in einem extra Beitrag zeigen dürfen.
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Am Anfang belächelte man die Initiative des Landkreises und der IHK, in Mühldorf eine Geschäftsstelle einzurichten, erinnerte sich Landrat Georg Huber und war stolz auf das seither erreichte. Er dankte den aktuellen und früheren Verantwortlichen der IHK für ihre Annahme der Vorschläge des kleinen Landrates aus der ländlichen Region und für den Aufbau so vieler Fort- und Weiterbildungsangebote hier in Mühldorf. Das begann mit 20 bis 25 Teilnehmern und dehnte sich immer weiter aus. Heute ist die IHK Akademie in Mühldorf ein Stützpunkt für die berufliche Ausbildung der ganzen Region.
Mit dem Kooperationsvertrag hat die Region bewiesen, dass sie zur Wirtschaft steht und so jungen Menschen Zukunft bieten will. Dazu gehören auch die Jungunternehmertreffen und sogar die Bildungsmesse, die erst kürzlich zum 11. Mal stattfand. Alle diese Initiativen dienen der Förderung kreativer junger Leute und ihrer Verwurzelung in der Region.
Das Highlight ist sicher der Wirtschaftsempfang der alljährlich mehr als 500 Teilnehmer anzieht, die dort die Gelegenheit nutzen Netzwerke aufzubauen.
Als Mittler zwischen Staat und Wirtschaft ist die IHK ein wichtiger Partner und seit 10 Jahren eine Erfolgsgeschichte. Dafür dankte er allen, die den Vertrag in dieser langen Zeit mit Leben erfüllt haben. Damit gratulierte er und hoffte auf die Fortsetzung noch viele weitere Jahre.
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Dr. Stephan Loibl – Geschäftsführer der IHK Akademie wusste nicht so recht, ob sie nach 10 Jahren schon Tradition sind oder noch die Innovation. Tatsächlich sind sie beides. Seit Januar 2006 entwickelte Frank Hämmerlein aus kleinsten Anfängen heraus ein Fort- und Weiterbildungsunternehmen das sonst nur in Großstädten anzutreffen ist. Er hat es geschafft, sein Team ständig zu vergrößern und aktuell sogar eine Ausbildende zu unterrichten. Er hat hier einen tollen Job gemacht und baut jetzt eine neue Akademie in Traunstein auf.
In den 10 Jahren hat die IHK Akademie mit 110 Trainern in 30 kaufmännischen und 27 technischen Kurse insgesamt 750 Teilnehmer weitergebildet. Das alles haben fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verwaltet und durchgeführt – eine Erfolgsgeschichte für die er Landrat Georg Huber und Ingrid Obermeier-Osl herzlich dankte.
In Zukunft wird sich die Bildungslandschaft grundlegend verändern war Dr. Stephan Loibl überzeugt. Die Industrie 4.0 bringt auch das Lernen 4.0 mit sich. Und die heutige „Generation Y“ erfordert ganz andere Angebote wie man sie bisher gewohnt war.
Auf jeden Fall werden sie ihrer Erfolgsformel treu bleiben: Sinnvolle Traditionen bewahren und gleichzeitig Innovationen vorantreiben.
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Moderator Andreas Nickl begrüßte dann Gäste zur Podiumsdiskussion: Dem Unternehmensberater Dr. Josef Dirnberger, Wacker-Betriebsleiter Dr. Dieter Gilles, den Jungunternehmer Andreas Gölkel, Zigeleibesitzer Adam Holzner, Unternehmer Johannes Kölbel, Brauer Reinhard Müller, und Gemüsebauer Josef Steiner.
Mit ihnen wollten er Chancen und Gefahren der Zukunft in der innovativen Region Altötting-Mühldorf genauer betrachten.
Wie zu erwarten war blickten die Diskussionsteilnehmer mit unterschiedlichen Gefühlen in die Zukunft. Den überwiegenden Optimismus dämpften nur die politischen Unsicherheiten hervorgerufen durch die Reaktionen der Staaten auf die Flüchtlingsströme. Die Wirtschaft benötigt den freien Warenverkehr und nicht einen Rückfall in die europäische Kleinstaaterei des 19. und 20. Jahrhunderts. Schafft man es, die Traditionen einzubauen, steht einem Weg in eine innovative Zukunft nichts im Weg.
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Im weiteren Abend ließen sich die Gäste das Buffet schmecken und nutzten die Gelegenheit zum viel beschriebenen Netzwerken. So eben wie von Ingrid Obermeier-Osl beabsichtigt.
90 Die Zukunftskarte 2030 der IHK für München und Oberbayern (Fremdprogramm) 5:40
Ohne Mühldorf-TV Kommentartext
91 "Immer schö langsam" - 25 Jahre Schützen- und Trachtenzug in Mühldorf
Die Stadttürmer begrüßten die Gäste im Innenhof des Mühldorfer Haberkasten zu einer kulturhistorischen Volksmusik-Veranstaltung anläßlich des 25-Jahr-Jubiläums des Mühldorfer Schützen- und Trachtenzuges.
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Das Kreismuseum hatte Ausstellungsstücke in den Mühldorfer Haberkasten gebracht, wo auf der Bühne die Stadtkapelle, der Mühldorfer Vierg’sang, die Mühldorfer Saitenmusik und die Garchinger Pfeifer Platz genommen hatten. Natürlich war Schützen- und Trachtenzug-Initiator Altbürgermeister und Ehrenbürger Günther Knoblauch gekommen. Dazu Bürgermeisterin Marianne Zollner, Gau-Schützenmeister Erich Jungwirth, Ehren-Gauschützenmeister Toni Müller, und eine Abordnung der Trachtenvereine „D‘ Stoabacher“ aus Aschau und „Edelweiß“ aus Mühldorf und Museumsleiterin Dr. Susanne Abel und Kulturreferent Rainer Schratt. Etwas später stieß Landrat Georg Huber mit Gattin Evi dazu. Insgesamt etwa 60 Zuhörer.
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Die Stadtkapelle eröffnete mit dem Mühldorfer Jubiläums-Marsch, den Max Heindl zum 100-Jahr-Jubiläum der Zugehörigkeit Mühldorfs zu Bayern 1902 komponiert hatte.
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Kreis-Heimat-Musik- und Brauchtumspfleger Dr. Reinhard Baumgartner hieß die Gäste willkommen und freute sich über 25 Jahre Schützen- und Trachtenzug. Dazu wollte er im Lauf des Abends auf die Geschichte dieser beiden Traditionen zurückblicken.
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Bürgermeisterin Marianne Zollner, die nun auch Schützen-Kommissarin ist, erinnerte an den frisch gewählten Bürgermeister Günther Knoblauch, der vor 25 Jahren die Idee hatte, den Schützen- und Trachtenvereinen eine Plattform zu geben auf der sie ihre Kultur und ihre Vielfalt lebendig präsentieren konnten. Dazu gab es in der Stadt mit ihren 7 Schützenvereinen, dem Trachtenverein und den beiden Blaskapellen auch Grund genug.
Da sich im Lauf der Jahre Gruppen aus ganz Europa eingefunden haben, ist dieser Zug Friedensarbeit in ihrer schönsten Form.
Nach einem Blick auf die Geschichte der Schützen in Mühldorf, die schon im 15. Jahrhundert erwähnt wurden, dankte Marianne Zollner allen, die diese Tradition in Mühldorf weiter pflegen und so für die Zukunft erhalten.
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Die Garchinger Pfeifer setzten fort mit dem Schützenmarsch der Bayerischen Bürgerwehr.
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Karl Lamperstorfer, der zu Hause eine umfangreiche Sammlung historischer Waffen hat, erläuterte das Schützenwesen in Mühldorf, das 1494 erstmals urkundlich erwähnt wurde.
Feuerwaffen wurden nach der letzten Ritterschlacht bei Rohrbach 1322 eingeführt, nachdem Berthold Schwarz etwa 1370 das Schwarzpulver erfunden hat. Erste Vorderladergewehre erhielten die Bürgerwehren - die dann Bürgermilizen hießen – Anfang des 15. Jahrhunderts. Aus den Bürgermilizen entstanden die Schützen, die eher das Sportliche und das Gesellschaftliche in den Mittelpunkt stellten.
In Bayern wurden die Bürgerwehren und Landwehren 1869 zu Gunsten des neuen Militärs aufgelöst.
Wie das damals ausgesehen hat, zeigten je zwei Mitglieder des Königlich Bayerischen Landwehr-Bataillions aus Eggenfelden und des Spielmannszugs aus Neuötting. In ihren blauen Hosen und dem „Tschakko“ auf dem Kopf machten sie schon etwas her.
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Weiter ging’s mit dem Mühldorfer Vierg’sang mit dem Lied „Fridolin“, in dem es auch um die blauen Hosen ging.
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Die Garchinger Pfeifer mit dem Marsch der Lenggieser Schützen.
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Der erste Umzug fand 1835 zur Silberhochzeit von König Ludwig 1. statt, erinnerte Dr. Reinhard Baumgartner an die Geschichte der Umzüge. Später dann beim Landwirtschaftsfest aus dem bekanntlich das Oktoberfest entstand. Zum Tölzer Schützenmarsch entstand das folgende Musikstück, das erst Reinhard Albert sang und das Mühldorfer Zitherduo dann spielte.
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Reinhard Albert mit dem „Tölzer Schützenmarsch“.
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Noch einmal der Tölzer Schützenmarsch. Diesmal mit dem Mühldorfer Zitherduo.
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Die Stadtkapelle setzte fort mit dem Kitzbühler Schützenmarsch.
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Ausführlich erläuterte dann Karl Lampersdorfer die Technik der frühen Feuerwaffen, vom Vorderlader bis zum Hinterlader und vom Steinschloss bis zur Patrone, in der Zünder, Pulver und Kugel zusammengeführt wurden.
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Der Mühldorfer Vierg’sang mit dem Titellied der Veranstaltung, einem Spottlied, das eigentlich aus Thüringen stammt. Sie münzten es um, nicht nur auf den Salzburger Landsturm: Das Krähwinkler Landsturmlied – oder „Nur schö langsam voran“
(Und da ging’s dann auch gegen die Bürgermeisterin, die sich nicht nur mit einem Hunddal zufrieden gibt sondern gleich einen Elefanten braucht, den Soliman! ),
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Die Garchinger Pfeifer setzten mit einem Landler fort.
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Das Zitherduo Dr. Reinhard Baumgartner und Anton Sabold mit dem Gebirgsschützenmarsch von Schessl.
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Die Stadtkapelle schloss den ersten Teil ab mit einem ruhigen Abendwalzer, den Max Drexler komponiert hatte und begann den zweiten Teil mit dem Rainer Marsch.
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Dr. Rainhard Baumgartner berichtete vom Schießen am Grundlsee, am Prebersee in Oberösterreich und der Steiermark, von Zielern und Bajazzo’s und von der Geselligkeit rund um das Schießen.
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Der Mühldorfer Vierg’sang mit dem Lied der Flachauer Schützen.
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Die Garchinger Pfeifer mit der Zielermelodie.
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Das Zitherduo mit dem Deutschen Schützenmarsch von Josef Kellner
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Ehrengauschützenmeister Toni Müller erklärte das Schützenwesen im Landkreis und die zahlreichen Wettbewerbe, die sie alljährlich austragen. Dazu gehören auch die Feuerschützen und die Böllerschützen, die immer mit Hut und einem Werkzeugkasten ankommen. Die weitaus meisten Schützen schießen aber mit Luftgewehren. Zum Jahresprogramm gehören auch Schützenbälle und das Schießen beim Schützen- und Trachtenzug.
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Weiter ging's mit dem Schützenkönig-Marsch von Philip Schwarz.
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Endlich kamen auch die Trachten zu Wort: Rosemarie Henke aus Auschau, die früher Trachtenwartin des Trachtengau’s I war, hatte verschiedene Trachten mitgebracht, die im Landkreis und im Oberland getragen wurden und jetzt aufmerksam erhalten werden, so wie König Ludwig I. es 1853 in einem Erlaß gefordert hat.
Dazu zählt die Tracht der Bäuerin wie sie um 1820 getragen wurde, die Haustracht und die Volkstracht. Solche Trachten sind aufwändig herzustellen und deshalb auch ein Zeichen von Wohlstand.
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Die Garchinger Pfeifer mit einem Walzer.
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Es war schon eine großartige Idee, die der damalige Bürgermeister Günther Knoblauch zusammen mit dem damaligen Gauschützenmeister Hermann Scheitzach hatten, als sie 1991 den Schützen- und Trachtenzug initiierten.
Zusammen wollten sie den zweiten Volksfestsonntag attraktiver gestalten. Da das aber nur mit Schützen allein zu langweilig war, luden sie die Trachtenvereine und Trachten-Musikkapellen ein. Sie kamen alle gern. Auch aus dem benachbarten Österreich und Südtirol. Es sprach sich herum, wie schön das war und so kamen immer mehr Gruppen, inzwischen auch aus Italien, Schottland, Tschechien, Polen, Rußland, Rumänien und aus Ungarn.
Für ihr Kommen erhalten alle eine Maß Bier und eine Brotzeit.
Später kam das Böllerschießen dazu, das Publikumsschießen und der vormittägliche Empfang. So wurde der Internationale Schützen- und Trachtenzug über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt und zu einem alljährlichen Treffen der Schützen in ganz Europa. Er wurde die schönste Attraktion, die die Kreisstadt im Jahreslauf zu bieten hat!
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Dr. Reinhard Baumgartner wollte da nichts hinzufügen und schloss die Veranstaltung mit der Schützen-Liesl und lud die Gäste zum mitzusingen ein.
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Nach über drei Stunden ging die Auftaktveranstaltung zum 25-Jahr-Jubiläum des Mühldorfer Schützen- und Trachtenzuges zu Ende, die sich im Landkreis mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt hätte. Gerade weil den Schützen- und Trachtenvereinen in der Region viele Tausend Mitglieder angehören....
92 "Menschenwelten" - etwas andere Kunst von Eduard Sommer und Helmut Fromberger 8:45
Eher aus Zufall entstand die Künstlergemeinschaft Sommer/Fromberger, die derzeit im Mühldorfer Haberkasten Bilder ausstellt, die zwar aus Fotografien entstanden sind, sich doch aber wesentlich unterscheiden.
Die beiden Künstler haben so auch ihre Werke im Obergeschoß des Haberkasten getrennt aufgehängt: Eduard Sommers surreale Werke rechts und Helmut Frombergers verfeinerte Fotografien links.
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Zur Vernissage kamen so viele Gäste, dass kaum Platz blieb alles zu beobachten. Unter ihnen Bürgermeisterin Marianne Zollner, Erhartings Bürgermeister Georg Kobler, die Kulturreferenten von Mühldorf und Waldkraiburg, Rainer Schratt und Karin Bressel, Kunstvereinsvorstand Gernot Sorgner und eine große Zahl Mitglieder von Stadtrat und Kunstverein.
Bürgermeisterin Marianne Zollner wollte näher an die Zuhörer heranrücken als sie die Gäste begrüßte.
Sie stellte beide Künstler vor, die hier sehr vielfältige Werke präsentieren, deren Erstellung viel Fachwissen voraussetzen. Sie zeigen surreale Traumwelten, die die Betrachter in andere Sphären entführen, erschrecken und provozieren oder geheimnisvolle neue Welten erschließen. Auf jeden Fall aber die Phantasie anregen. Beide Künstler sind so eine Bereicherung für die Mühldorfer Kunstszene.
Als sie sich selbst mit moderner Kunst zu beschäftigen begann, hat sie sich vorgenommen, nicht den Künstlern zu gehorchen sondern die eigene Interpretation zu finden. Was ihr gefällt, gefällt ihr einfach und was sie provoziert, provoziert sie. Eine tolle Sache, die Erkenntnisse über das eigene Wesen ermöglicht.
Sie freute sich, diese moderne Kunst im historischen Haberkasten zeigen zu können, was an sich schon ein Spannungsfeld bringt. Damit dankte sie den Künstlern und wünschte den Betrachtern viel Freude mit der Ausstellung.
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„Junge Wilde“ sind die beiden Künstler nicht mehr, meinte Professor Hans Gärtner. Dagegen sprechen Haarfarbe und Bauchansatz!
Was sie aber erschaffen hat doch etwas von den Arbeiten der „Jungen Wilden“, die man auf die frühen 80er Jahre datiert. Er war sicher, hätte es damals den Computer bereits gegeben, die damaligen „Jungen Wilden“ hätten ihn auch für ihre Werke genutzt.
(O-Ton Man hat es hier also nicht mit Jungen Wilden alter Schule zu tun sondern mit alten Wilden junger Schule! – Applaus)
Trotz allem bedienen sich diese beiden „alten Wilden“ der Hauptmerkmale der damaligen „Jungen Wilden“: Sie arbeiten mit großen Formaten, eher formlos, betonen das Malerische und lassen den digitalen Pinsel schwungvoll und ohne Zögerlichkeiten über die Malflächen gleiten.
Sie lassen sich farbwütend aus und ihren Ideen freien Lauf. Sie scheren also aus und scheren sich einen feuchten Kehricht um Althergebrachtes. Das werden die Betrachter auf Schritt und Tritt feststellen. Sie werden regelrecht erschlagen von all zu viel Zauber und all zu viel Traumwelt, Trugbildern, Gespenstergestalten und ähnlichem.
Professor Gärtner warnte die Zuhörer: (O-Ton Sehen Sie sich vor! )
Auf den Bildschöpfungen verändern sich Natur und Nacht, Tag und Traum in grenzenlose Räume, werden zu Scheinwelten und so zur Surrealität, einer zweiten Realität, die nicht mehr den Regeln der althergebrachten Realität entspricht. Einer Art Parallelwelt wie Edi Sommer das nennt.
Ähnliches präsentiert der gelernte Portrait- und Hochzeitsfotograph Helmut Fromberger, der mit manchen Bildern Männer zum Schwitzen bringt. Das gelingt ihm, weil er die Regeln sprengt.
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Professor Gärtner beobachtete etwa bei einer Neuinszenierung der „Meistersinger von Nürnberg“ in München ähnliches Brechen althergebrachter Regeln. Eine Umfrage erbrachte, Kunst braucht keine Regeln, sie ist schöpferisches Gestalten. Sie schafft eine Beziehung zur Schönheit und bewirkt beim Betrachten eine Gefühlsreaktion.
Kunst muss also Schönheit ausdrücken, sonst verdient sie diesen Namen nicht.
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Eine andere Betrachtungsweise führte ihn in Richtung Frankfurt wo derzeit Werke des florentiner Manieurismus ausgestellt werden. Das waren die jungen Wilden zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Damals wandten sich Künstler in vielerlei Hinsicht von den geltenden Gepflogenheiten ab und rebellierten geradezu gegen die päpstlichen Regeln. Plötzlich malten sie die Gottesmuster mit allen Eigenschaften einer Frau und die heilige Familie als real menschliche Familie.
Franz-Xaver Kroetz meinte in einem Interview: (O-Ton Kunst muss immer provokativ sein, wenn diese ihren Namen verdienen will. )
So sollten sich die Betrachter der Bilder von Eduard Sommer und Helmut Fromberger provozieren lassen und die beiden Künstler sollten sich nicht von Betrachtern entmutigen lassen, die mit ihren Bildern nichts anfangen können.
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Eduard Sommer dankte den zahlreichen Gästen für ihr Kommen, lud sie zu einem Gläschen Wein ein. Er erklärte die Ausstellung für eröffnet, die noch bis 8. Mai täglich von 15 bis 17 Uhr im Obergeschoß des Mühldorfer Haberkasten zu sehen ist. Schau’n Sie doch mal vorbei!
93 Fußball Landesliga SüdOst: FC Töging gegen FC Gerolfing - Heimsieg! 8:00
Ein herrlicher Frühlingstag mit einem steifen Ostwind empfing die Gäste aus Gerolfing im Raiffeisenstadion am Wasserschloss in Töging wo sie auf eine Heimmannschaft trafen, die zuletzt mit einem Auswärtssieg in Freising neuen Mut geschöpft haben sollte.
Trainer Adam Gawron musste auf Bernd Brindl und Stammtorhüter Welder de Souza Lima verzichten, konnte aber auf Fußball-Oldie Bernhard Waldher zählen, der zunächst auf der Bank Platz nahm.
Der Blick auf die Tabelle verrät, beide Mannschaften trennen nur wenige Punkte von den Relegationsrängen. Die 346 Zuschauer erwartete also wieder eins dieser „Sechs-Punkte-Spiele“
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Schiedsrichter der Partie war Thomas Berg aus Au bei Landshut.
Die Glocken von Sankt Johann Baptist läuteten gerade den Sonntag ein als Töging ganz in weiß von links nach rechts das Spiel aufnahm. Die ganz in grün gekleideten Gäste demnach von rechts nach links.
Töging versuchte sofort die Regie zu übernehmen.
(3) Hannes Gangnhofner und Vitali Blinov prüften schon mal GästeSchlussmann Marco Ernhofer.
Mehr ging erst mal nicht.
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(7) Gerolfing versuchte es über links: Töging klärt zur ersten Ecke. Die Ecke köpfen sie ins Toraus.
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Die Zuschauer genossen in den Pausen die Frühlingssonne.
Die Ecke köpft Itua Sadadi ins Töginger Toraus.
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(14) Sieben Minuten später: Itua Sadadi verlängert den Einwurf für Gerolfing und Ramon König im Töginger Tor muss erstmals eingreifen.
(14) Adam Gawron notiert die zweite Ecke für die Gäste.
(20) Die Gäste suchen immer wieder ihren schnellen Links-Außen Mariusz Suszko, dessen Flanken sie aber nicht verwerten können.
Schiedsrichter Thomas Berg gibt Ecke Nummer 3.
Auch die bleibt ohne Zählbares, auch wenn die Gäste längst das Geschehen auf dem Platz bestimmen und Töging sich aufs Kontern verlegen muss.
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(28) Freistoß nach Foul an Alin Ionas: Tim Bauernschuster kommt einen Tick zu spät...
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(30) Dann bleibt Itua Sadadi Sieger gegen die Töginger Abwehr, paßt weiter auf Soner Keskin, gegen den Ramon König in letzter Sekunde retten kann.
(32) Ecke Nummer 5 klärt Ramon König zu Ecke Nummer 6.
(33) Dann diskutiert Schiedsrichter Berg erst mit Christopher Scott und dann mit Samed Bahar und Soner Keskin.
(34) An Soner Keskins Ball kommt zwar kein Töginger heran. Trotzdem gibt’s Ecke Nummer 7. Auch die ändert nichts am Spielstand.
(38) Dann mal wieder Töging: Einwurf auf Volkov, der zu Fredlmeier, dessen Flanke Vitali Blinov nicht im Tor unterbringen kann.
(40) Auch aus Samed Bahars langem Ball können seine Vorderleute nichts zählbares schaffen.
(41) Die Gäste suchen wieder Mariusz Suszko, der Ramon König einiges abverlangt.
Ecke Nummer 8 – wieder ohne Änderung des Spielstandes.
(42) Auf der anderen Seite kann sich Tim Bauernschuster durchsetzen und auf Thomas Deißenböck zurücklegen. Der jagt den Ball neben’s Tor.
(45) Das war’s in der ersten Hälfte, die einen stark beginnenden FC Töging gesehen hat, der sich dann aber den Schneid hatte abkaufen lassen und erst gegen Ende wieder ein bisschen Mut gefaßt hat. Das Eckenverhältnis von 0:8 den Willen der Gäste von hier unbedingt 3 Punkte mitnehmen zu wollen.
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Zum zweiten Durchgang kamen die Mannschaften unverändert aus der Kabine. Töging jetzt von rechts nach links.
(51) Gerolfing mit Mariusz Suszko über links: Der paßt auf Sebastian Graßl dem Ramon König den Ball von der Fußspitze pflückt.
(61) Eine Zeit lang ging es hin und her ohne dass eine der Mannschaften hätte Akzente setzen können. Dann probierts Gerolfing wieder über links: Ramon König rettet gegen den eingewechselten Andrej Kubiczek.
(66) Dann fällt Vitali Blinov beim Versuch einen Ball per Kopf anzunehmen und kriegt dafür einen Freistoß aus etwa 25 Metern. Thomas Deißenböcks Ball bringt die erste Ecke für Töging. – Ohne Folgen.
(68) Dann sieht Heißsporn Soner Keskin die einzige gelbe Karte des Spiels für dieses Einsteigen gegen Timm Schwedes.
(70) Töging kann Gerolfing lang nicht stoppen. Erst Timm Schwedes gelingt es in letzter Sekunde. Die Gäste fordern vehement Strafstoß. Schaut man genau hin, gäbe es dafür aber keinen Grund.
Die Aufregung auf der Bank der Gäste muss Schiedsrichter Berg beenden.
Ecke Nummer 9 für Gerolfing landet schließlich am Zaun.
(73) Thomas Deißenböck versucht einen steilen Paß in die Spitze. Alin Ionas erreicht den Ball nicht mehr und fällt bühnenreif vor Gästetorhüter Marco Ernhofer. Schiedsrichter Berg gibt Elfmeter – Trotz aller Proteste.
Der eingewechselte Markus Leipolz lässt Marco Ernhofer keine Chance – 1:0 für Töging in der 74. Minute.
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Die Aufregung der Gäste wollte sich nicht mehr legen, auch wenn das Spiel weiterlief.
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(78) Freistoß nach Foul von Christopher Scott: Mariusz Suszko – Daneben.
(83) Gerolfing versuchts immer wieder, scheitert aber meist an der Töginger Hintermannschaft.
(86) Plötzlich bleibt Alin Ionas liegen und lässt sich einen Krampf behandeln. Gleich drauf rennt er aber wieder.
(90) Einwurf Gerolfing: Markus Leipolz kommt erst nicht dran, kann denn Ball aber dann doch erkämpfen. Marco Ernhofer muss sein Können zeigen.
(93) Nach 93 Minuten ist es vorbei. Der FC Töging gewinnt nach langer Zeit wieder ein Heimspiel, auch wenn sich die Gäste über weite Strecken mehr Vorteile erarbeitet haben. Für den Sieg sorgte eine bühnenreife Schwalbe und der Elfmeterpfiff des niederbayerischen Schiedsrichters.
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Wir haben selten solche Unsportlichkeit erlebt wie sie dann Gästetrainer Michael Olah geboten hat, der vor der Pressekonferenz das Sportgelände verließ ohne sogar seinen eigenen Leuten Bescheid zu geben. So wurde aus der Pressekonferenz ein Interview mit Adam Gawron, der natürlich glücklich war über den Heimsieg! (O-Ton)
Bringen die drei Punkte einen Schritt in Richtung Klassenerhalt? (O-Ton)
Wie bereiten Sie die Mannschaft auf das nächste Spiel gegen den Sportbund Rosenheim vor? (O-Ton)

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