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Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
Josef J. Pöllmann ist Mitglied im Deutschen Presse Verband
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Das gab's 2016 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir in KW 47/2016 berichtet haben.
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Bitte beachten Sie, daß die hier aufgeführten Texte nicht immer mit den Texten der Fernsehbeiträge übereinstimmen müssen. Es gilt immer der gesprochene Kommentar in den Fernshebeiträgen.
Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
259 Die Bürgerversammlungen in Mühldorf haben zusätzliche Brisanz erhalten... 17:35 47 25.11.16
Einmal im Jahr hat der Bürgermeister einer Kommune seinen Bürgern Rechenschaft abzulegen. In Bürgerversammlungen können Bürger dann Fragen stellen und Auskunft bekommen. Da sich die Interessen in den Mühldorfer Stadtteilen unterscheiden, gibt es in Mühldorf vier Bürgerversammlungen.
Während frühere Bürgermeister ihren Vortrag auf jeden Ortsteil ausgerichtet haben, ging Bürgermeisterin Marianne Zollner diesmal nicht auf die jeweiligen Besonderheiten ein. So reichte es für uns aus, diesen Vortrag im Mühldorfer Haberkasten zu beobachten, der hauptsächlich wegen der neuen Parkregelung bis auf den letzten Platz besetzt war.

Nach der Begrüßung der Zuhörer, der Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der zahlreichen Stadträte, die mit ihr zusammen regieren (O-Ton) und der Vertreter der Polizei ging Bürgermeisterin Marianne Zollner auf die sogenannte Nikolausaffäre ein, die in der Vorwoche einen Shitstorm in den sozialen Medien ausgelöst hatte.
Marianne Zollner hatte Peter Mück untersagt, weiter am Christkindlmarkt als Nikolaus aufzutreten wenn er sich nicht von der „Identitären Bewegung“ distanziert, deren Facebook-Post er „geliked“ hatte, der Kinderehen Kinderschändung gleichgesetzt hatte. In mehr als 800 Posts hatten Facebooknutzer aus der ganzen Bundesrepublik Marianne Zollner die Unterdrückung der freien Meinungsäußerung vorgeworfen und sogar Morddrohungen gegen sie veröffentlicht. So lange, bis der Administrator die Facebook-Seite gesperrt hat. Nun laufen polizeiliche Ermittlungen gegen die Verfasser solcher Einträge. Eine Internetpetition, die Marianne Zollner zum Rücktritt auffordert hat aktuell über 1.000 Unterstützer und eine Facebook-Seite mit dem selben Ziel 73 „Likes“.

Als Verantwortliche für die städtischen Veranstaltungen kann sie nicht dulden, daß Angehörige von Organisaitonen daran mitarbeiten, die vom Verfassungsschutz überwacht werden, stellte Marianne Zollner ihre Motivation dar, Peter Mück nach 30 Jahren seine ehrenamtliche Tätigkeit als Nikolaus auf dem Christkindlmarkt zu beenden, von dem sie Informationen hatte, er stünde der „Identitären Bewegung“ nahe. In einem Gespräch wollte sie erreichen, daß er sich von der Identitären Bewegung distanziert weil diese Leute Themen wie die Kinderehe nutzen um ihre populistischen Zwecke zu verfolgen. (O-Ton 8:34:08)
Sie hatte ihn nur aufgefordert, sich von der Identitären Bewegung zu distanzieren, nicht von der Aussage, Kinderehen wären Kindesmißbrauch. Daraus entstand eine Lügenkampagne ohnegleichen, die sie in die Nähe von Kinderschändern gebracht hat. (O-Ton Zeit meines Lebens kümmere ich mich um Menschen… Das ist eine grobe Lüge… Applaus )

Auch Peter Mück wurde Opfer der Kampagne. Er hat sich inzwischen von der Identitären Bewegung distanziert, will aber nicht weiter den Nikolaus auf dem Christkindlmarkt verkörpern.
(O-Ton Es tut mir leid, daß unsere schöne Stadt in ganz Europa jetzt mit so einem Thema belastet ist….)
Gerade die Reaktion dieser Leute hat sie aber in ihrer Entscheidung bestärkt, diesen Organisationen nahestehenden Menschen die Mitwirkung an städtischen Veranstaltungen zu untersagen. (O-Ton )

Gut, daß es in Mühldorf auch noch andere Themen gibt. Sie freute sich über die Ansiedlung des Studienzweiges „Soziale Arbeit“ der Hochschule Rosenheim, und der weiteren Studienzweige, die bereits laufen.
Wenn die Gebäude dafür westlich der Mittelschule im Herbst 2017 errichtet sind, kann der neue Studiengang belegt werden.
Die Verkehrsfreigabe der neugestalteten Ledererstraße, der neu gestaltete Katharinenplatz, der so etwas ist, wie das Eingangstor zur Stadt, die öffentliche Toilette im Rathaus, deren Bau sagenhafte zwei Jahre gedauert hat, führte sie zur neuen und sehr umstrittenen Parkplatzregelung.
Marianne Zollner bat um Verständnis: (O-Ton Ich mach mich nicht freiwillig so unbeliebt!)
Die vielen Proteste haben ihr gezeigt, es wären viel mehr Parkplätze nötig als vorhanden sind. Ein Parkhaus wäre trotzdem nicht die Lösung. Es brächte 200 Stellplätze, kostet aber 85. Es kämen also nur 110 Plätze dazu. Die Parkgebühren würde zudem niemand zahlen.
Nötig ist also eine Gesamtlösung deren Teil auch der Volksfestplatz mit dem Shuttlebus sein muß.
Da wird es also noch eine größere Lösung geben müssen und so bat sie um Verständnis für längere Fußwege zum Stadtzentrum.
Weiters ging Marianne Zollner auf die Initiative „Sauberes Mühldorf“ ein, mit „Dog-Stations“, Aschenbechern und der Bepflanzung von Verkehrsinseln.
In Mühldorf leben laut Einwohnermeldeamt über 20.000 Menschen, laut Landesamt für Statistik etwas über 19.000. 524 Geburten stehen allein 2016 366 Sterbefällen gegenüber. 103 Eheschließungen hat das Standesamt beurkundet.
Mühldorf ist mit 10 Kindergärten, 5 Kinderkrippen und dem AWO-Kinderhort familienfreundlich. Demnächst kommt eine weitere 4-gruppige Kinderkrippe nahe dem BRK-Haus an der Ahamer Straße dazu wo ein Kinderzentrum entstehen wird.
Das Ferienprogramm wird so erweitert, daß die Kinderbetreuungseinrichtungen im Sommer nur noch zwei Wochen geschlossen werden müssen. Ferienbetreuung gibt es auch im Haus der Begegnung und am Kinderhort der AWO.
Auch die Schulen werden durch die zahlreichen Kinder in der Stadt stark gefordert.
Viel getan wird für die Senioren in der Stadt. Senioreneinrichtungen und Veranstaltungen bieten Abwechslung. Sie selbst, die beiden weiteren Bürgermeister und Seniorenreferentin Marianne Pfaffeneder gratulieren Senioren zu runden Geburtstagen. 2017 entstehen drei barrierefreie, rollatortaugliche Übergänge über den Stadtplatz.
Demnächst entstehen im Norden der Stadt seniorentaugliche Wohnungen. An der Harthauser Straße, westlich des Friedhofs. (O-Ton Gelächter )

Auch ein Lebensmittelmarkt in der Nähe der Mittelschule wird entstehen.
Derzeit leben etwa 350 Flüchtlinge im Stadtgebiet. Viele Ehrenamtliche helfen, daß es keine Probleme gibt. Die 65% anerkannten Flüchtlinge bleiben hier und brauchen Wohnraum und Versorgung. Aktuell werden Flüchtlinge in 23 Schulklassen im Landkreis ausgebildet und in Kindergärten betreut. Sie war froh, daß der Staat hier eine menschliche Seite zeigt.

Mit etwa 12.000 Arbeitsplätzen ist die Stadt gut aufgestellt. Noch immer kommen mit 8.000 mehr Leute in die Stadt zur Arbeit als diese anderswohin verlassen, etwa 4.500.
2015 erwirtschafteten 2.129 Gewerbebetriebe einen Umsatz von 280 Millionen Euro. Leerstand am Stadtplatz gibt es kaum und die Arbeitslosenquote mit 3,4% ist bemerkenswert niedrig. Wenn das Amt für ländliche Entwicklung nach Mühldorf kommt, entstehen weitere 140 Arbeitsplätze.
Ob es die Inn-trend-Messe nocheinmal gibt, wird derzeit diskutiert. Der Breitbandausbau ging schneller vonstatten als geplant. Nun müssen die Nutzer neue Verträge mit ihren Anbietern abschließen.
Der Bahnausbau liegt im Zeitplan, womit auch die Behinderungen für die Anwohner durch die Bauarbeiten Ende 2017 zu Ende gehen werden.
Der Kindergarten am Innsbruckring, der Steg über den Innkanal, und die Sanierung der Laurentius-Kirche schreiten voran. Die Sanierung der Katharinenkirche steht im kommenden Jahr an und wie‘s mit St. Nikolaus weitergeht, konnte Marianne Zollner nicht sagen.
Das Sportplatzkonzept wird weiter diskutiert und erfordert neben dem Engagement der Stadt auch das der Vereine, die ihre finanziellen Möglichkeiten nutzen müssen. Auch dann werden nicht alle Projekte gleichzeitig umgesetzt werden können. So schnell wie gewünscht wirds eben nicht gehen.

Für die Stadt arbeiten jetzt 303 Mitarbeiter, 80 davon im Rathaus.
Die Stadt mußte Bürgermedaillenträgerin Gretl Anders verabschieden, die das Haus der Begegnung maßgeblich mit aufgebaut hat.

Die städtischen Einrichtungen laufen gut: Die Stadtbücherei, die Musikschule, der Jugendtreff – der nun auch das Ferienprogramm betreut -, das renovierte Jugendgästehaus und der Tourismus, der sich natürlich hauptsächlich um den Radlstern dreht.
Das Kulturprogramm brachte auch 2016 viele Attraktionen, das Volksfest und der 25. Schützen- und Trachtenzug zogen zahlreiche Besucher in die Stadt.

Im kommenden Jahr soll der Flächennutzungsplan neu erstellt und ein neues Verkehrskonzept erarbeitet werden, das Fußgänger und Radfahrer und den ÖPNV stärkt. Dazu soll eine neue Kinderkrippe errichtet werden und der soziale Wohnungsbau fortgesetzt werden. Alles im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Stadt.

Sie schloß ihren Vortrag mit der Bitte um eine vernünftige Diskussionskultur in der Stadt und fairen Umgang miteinander. Nach Marianne Zollners Meinung hat die Meinungsfreiheit dort ein Ende, wo es in die falsche Richtung geht! (O-Ton Bis dahin darf jeder alles sagen! )

In der Fragerunde beantwortete Bürgermeisterin Marianne Zollner die Fragen der Bürger oder bat die Mitarbeiter des Rathauses sie aufzunehmen und später zu beantworten. Wir haben die wichtigsten Wortmeldungen hier zusammengefaßt:
Adolf Maderlechner sorgte sich um den Schutz des Grundwassers und erinnerte daran, daß in einem hochwasssergefährdeten Gebiet nicht gebaut werden darf. Den Anwohnern der gesperrten Brunnhuberstraße hielt er vor, es gehe ihnen nur um ihre Ruhe und nicht um die Sicherheit der Schulkinder. Die Sperrung hat zudem zu viel mehr Verkehr in der Harthauserstraße geführt, die dadurch für die Kinder viel gefährlicher wurde.
Ernst Bruckmaier bemängelte, es fahren immer noch zu viele LKW‘s durch den Fürstenweg obwohl seit über einem Jahr die Europastraße diesen Verkehr aufnehmen sollte. Er forderte die Sperrung des Fürstenwegs für LKW.
Anja Brühl bemängelte die fehlenden Spielplätze für Jugendliche von 13 bis 16 Jahren und den Zustand des Bolzplatzes an der Europastraße an dem seit der Eröffnung im Beisein der Bürgermeisterin niemand mehr gespielt hat. Der Platz und seine Ausstattung ist schlicht gefährlich.
Wolfgang Klesse sah die Entwicklung im Norden genau so planlos wie das Einbahnstraßenschild an seiner Straße, die doch eine Durchgangsstraße ist.
Engelbert Zauner hatte eine Kopie des Eingliederungsvertrages dabei, der 1970 zwischen Mößling und Mühldorf geschlossen worden war. Hätte sich die Stadt daran gehalten und die Brunnhuberstraße wie vorgesehen ausgebaut, dann gäbe es die heutigen Probleme nicht.
Außerdem kritisierte er die Gestaltung einer Verkehrsinsel, die er selbst immer links umfährt, weil‘s rechts herum so gefährlich ist, daß er das alles überfahren würde was da rausläuft. Ein Schildbürgerstreich! Schließlich hat es in den 65 Jahren keinen Unfall gegeben, in denen er dort unterwegs ist. Das alles wußten die Stadträte aus Altmühldorf, aus der Stadt und der Lohmühlsiedlung natürlich nicht, bevor sie die Straße gesperrt haben.
Claudia Staudacher kritisierte die neue Parkregelung in der Altstadt, die dazu führen wird, daß die Unternehmen am Stadtplatz keine Mitarbeiter mehr finden werden. Sie überreichte der Bürgermeisterin 823 Unterschriften von Mitarbeitern mit der Forderung die Regelung zurückzunehmen.
Christine Greskämper bemängelte das Fehlen von Kinderbetreuungsmöglichkeiten für Grundschüler. Der AWO-Kinderhort ist voll belegt, hat keine Kapazitäten mehr und führt schon jetzt eine lange Warteliste.

Verkehrsthemen dominierten auch in den Bürgerversammlungen im Jettenbacher Hof und in der Alpenrose wo es vor allem um den Schulbus und die Behinderungen durch den zweigleisigen Bahnausbau ging.
--
In der Bürgerversammlung im Haberkasten forderte Stefan Schinko den Erhalt des Spiel- und Bolzplatzes in der Innlände, den es dort seit 54 Jahren gibt und der jetzt gesperrt worden ist.
Das selbe Thema sprach Walter Germscheid an, der zudem forderte, den Platz aufzuwerten.
Guido Lafar kritisierte die fehlende Überwachung der Geschwindigkeitsbeschränkung auf dem Stadtplatz wo Autos viel schneller unterwegs sind als mit den erlaubten 20 Km/H. Das hatte er 2014 schon vorgebracht und 2015 auch. Geschehen ist nichts.
Ela Köppel schloß sich dem an. Auch in der Nagelschmiedgasse rasen die Autos so, daß es für sie gefährlich ist, sogar ihr Hoftor zu öffnen.
Kathrin Enzinger kritisierte, daß das alles so lange dauert. Es muß doch möglich sein, kurzfristig zu kontrollieren.
Geschwindigkeitskontrollen forderte auch Aloisia Ehgartner weil die Autos mit 80 Sachen am Schwimmbad vorbei rasen. So kanns nicht weitergehen.
Carsten Oberleitner und Thomas Ziegler vertraten das Facebook-“Bündnis gegen die neue Parkregelung“, das inzwischen 200 Mitglieder hat.
Er verlas eine umfangreiche Stellungnahme des Bündnisses indem er forderte die Parkregelung umgehend abzuschaffen weil sie die Anwohner entrechtet und – da er aktiver Feuerwehrmann ist – den schnellen Einsatz oder die schnelle Hilfe unmöglich macht.
Er sah sich als „Anwohner zweiter Klasse“ weil sie alle zwar Stellplätze von der Stadt kaufen müssen, sie aber jetzt nicht mehr nutzen dürfen. Zudem hat die neue Regelung zu Chaos geführt, weil jetzt auch in Feuerwehrzufahrten geparkt wird, auf Grünflächen und in Grundstückseinfahrten.
Auch die Aussage, die Regelung würde während der Volksfestzeit außer Kraft gesetzt stellte er in Frage und forderte diesen verheerende Fehler zu korrigieren und die Regelung umgehend abzuschaffen.
Marianne Zollner machte Carsten Oberleitner wenig Hoffnung und bat um Geduld bis zum Ablauf des einjährigen Tests, der dazu dienen wird, ein neues Konzept zu erarbeiten.
Wasserschlössl-Inhaber Bernhard Söllner kündigte an, das Restaurant nicht mehr so betreiben zu können wie bisher. Seit dem Beginn der neuen Regelung verzeichnete er Umsatzeinbußen von 60%.
Nicht nur, daß seine Mitarbeiter nicht mehr an ihrem Arbeitsplatz parken können hat er auch 69.900 Euro für Parkplätze bezahlt, die er jetzt nicht nutzen darf. Es kann schließlich nicht sein, daß Mitarbeiter und Gäste ihre Autos auf dem Zentralparkplatz auf der anderen Seite der Stadt abstellen müssen. Geht‘s so weiter, muß er Mitarbeiter entlassen. Wie ihm, geht‘s auch allen anderen Geschäftsleuten.
Er kritisierte auch die Kommunikationspolitik der Stadt, die die Anwohner nicht über die Sperrung des Stadtwalls informiert hatte. In diesen zwei Wochen erlitt er Einbußen von 80%.
Statt sie zu unterstützen macht ihnen allen hier die Stadt das Leben schwer.
Eine Lösung hatte Marianne Zollner nicht parat.
TSV Vorstand Stefan Schörghuber sah das Thema Sport zu kurz gekommen. Und zwar für seinen Verein und für die Fußballer.
Seit der Vorstellung des Sportstättenkonzepts ging nichts vorwärts. Dabei sollte das „Oberzentrum Mühldorf“, das sogar bald Hochschulstandort wird, ständig wächst und Geld hat für zahlreiche Bauprojekte, nun wirklich mehr tun für den Sport. Sie schämen sich nämlich für ihre mehr als 40 Jahre alten Einrichtungen wenn Mannschaft etwa aus dem Münchner Umfeld zu Spielen zu ihnen kommen… Das alles ist unwürdig für die Kreisstadt.
Da sie das alles nicht allein schaffen können, brauchen sie die Unterstützung der Stadt und hofften 2017 erste Erfolge zu sehen.
Jutta Bauernfeind wies sehr dezent darauf hin, daß die vielen Konzepten für das Anwesen am Stadtplatz 58, die im Wahlkampf vor drei Jahren vorgestellt worden waren, wohl in Vergessenheit geraten sind.
Schließlich bemängelte Holger Lüttich die Verschmutzung entlang der Wege in der Anlage vom Bahnhof zur Stadt und hoffte auf mehr Ordnungsliebe der Bürger.
Johann Adelhart wollte wissen, ob der Schriftzug „Gesegnete Weihnacht“ in voreilendem Gehorsam gegenüber den moslemischen Zuwanderern vom Rathaus verschwunden ist. Der war wohl zu christlich?
Walter Spierling fragte sich angesichts der zahlreichen Diskussionen ob die Stadverwaltung und der Stadtrat noch wissen, was die Mühldorfer wollen. Haben Sie überhaupt das Ohr noch am Bürger?
260 Theatergruppe Kraiburg mit zwei ganz verschiedenen Aufführungen: Der Groteske "Wolken" und der bayerischen Oper "Die Zauberflöte"
8:50
12:20


Der in England geborene und in den USA studierte Autor des Stücks „Wolken“ - Ramon Pierson – lebte lange Jahre in Deutschland und lehrte als Englischlehrer an Gymnasien und auch an einer Fachhochschule. Studiert hatte Pierson Journalismus, Literatur und Philosophie.
Das alles zusammengenommen inspirierte ihn wohl zu seinem ersten Stück, der Groteske „Wolken“, das sich die Jugendgruppe der Theatergruppe Kraiburg vornahm um den ersten Teil der diesjährigen Theaterabende zu gestalten.
Eine junge Dame beobachtet den Himmel an dem sie denkt, etwas gesehen zu haben. Weitere kommen dazu und helfen suchen, auch wenn sie gar nicht wissen worauf sie achten sollen.
Immer mehr helfen mit. Es muß entweder sehr klein sein oder sehr hoch fliegen.
Niemand kann es sehen.
Auch wenn der Nacken schmerzt suchen sie weiter. Schließlich lohnt es sich weiterzusuchen.

Da kommt eine junge Frau dazu, gekleidet wie eine Geschäftsfrau. Auf jeden Fall jemand, der sich mit Organisation auskennt. Sie schließt sich der Gruppe an und macht bald Vorschläge zur Steigerung der Effizienz der Suche.
Sie teilen den Himmel auf damit jeder nur einen Ausschnitt zu beobachten braucht.
Es kommen weitere Beobachter dazu und schließen sich der Gruppe an. Sie suchen weiter auch wenn sie nicht wissen was sie suchen und das ganze auch gar nicht logisch ist.
Da die Beobachter Abwechslung wünschen übernimmt die Business-Frau die Regie und schlägt einen Wechsel der Perspektive auf ihr Kommando hin vor.
Nach einiger Zeit, in der sich die Beobachter sich auch vorstellen, sich das „Du“ anbieten und ihre Erfahrungen teilen, schmerzt der Nacken. Die Business-Frau heißt Lucy. Sie schlägt vor, eine der Gruppenmitglieder fällt heraus und massiert den anderen den Nacken.
Lucy will sich eigentlich gar nicht mit den anderen anfreunden.
Sie finden einen Namen für ihre Gruppe. Sie sind jetzt das „Wolkenbeobachtungszentrum“.
Da kommt die Verkäuferin auf die Frage was eigentlich dabei herausspringt. Sie will nämlich nicht teilen weil bei so vielen Mitgliedern kaum etwas für sie übrig bleibt.
Sie verläßt die Gruppe. Das System ist ihr gleichgültig, das Lucy unbedingt erhalten will.
Die Gruppe rückt zusammen. Jeder muß einen Teil der Aufgaben der Abtrünnigen übernehmen, die jetzt für sich alleine weitermacht. Ohne System, ohne Ordnung und ohne Training. Ein Amateur!
Sie selbst sind professionelle Amateure!
Lucy beobachtet die Abtrünnige und behält sie unter Kontrolle. Schließlich sind nur sie die mit dem System. Ihren Zusammenhalt, ihre Stärke und ihr Engagement beschwören sie eindringlich.
Da muß eine auf die Toilette. Wieder übernimmt Lucy die Organisation.
Als sie Hunger bekommen fällt die Nächste aus der Gruppe heraus. Sie soll Pizza holen. Da die Wünsche die Bestellung kompliziert machen, soll sie Pizza ohne nichts holen. Grundpizza sozusagen.
Wieder richtet sich der Blick auf die Abtrünnige, die einfach so weitermacht.
Lucy zieht Mitglieder ins Vertrauen und fordert sie auf, die anderen zu beobachten. Zu Schutz des Systems sollen sie den anderen davon aber nichts sagen.
Die Grundpizza findet keine Begeisterung…. Trotzdem folgen sie Lucy und finden sie großartig.
Langsam entstehen Zweifel im Wolkenbeobachtungszentrum. Eine weitere will die Gruppe verlassen. Das System ist ihr egal. Sie will sich nicht weiter Lucy unterordnen.
Die schützt das System auf brutale Weise (erschießt die Dissidentin)
Widerwillig widmen sich die Gruppenmitglieder wieder ihrer Aufgabe. Lucy fordert mehr Einsatz und mehr Engagement.
Als es zu Regnen beginnt spannen sie ihre Schirme auf. Trotzdem fordert Lucy daß sie sie weiter die Wolken beobachten sollen. Sie sehen aber nur noch den Schirm von innen.
Lucy fordert trotzdem den Erhalt des Systems.
Die Gruppenmitglieder erkennen wie grotesk dieses System ist, können es aber nicht mehr verlassen. Sie erkennen, daß nur noch die Angst sie hält. Lucy hat schließlich eine Pistole.

Sarah, war das Ihre erste Regiearbeit? (O-Ton)
Wie seid ihr denn auf dieses, doch sehr politische Stück gekommen, das seine Entsprechung doch vor Eurer Zeit gehabt hat? (O-Ton)
Hat Euch das Thema etwas gebracht? (O-Ton)

Im zweiten Teil des Abends spielten die Mitglieder der Theatergruppe die bayerische Oper „Die Zauberflöte – oder – Das Wunder vom Königssee“ von Paul Schallweg. Rockig begleitet wurden sie von der Band „Eleya-Folk“.
--
Der Urbayer und Förster Ignaz Eberl lebt am Königssee und kann Preissn überhaupt nicht ausstehen.
Dazu ist er ledig und seit Jahren auf der Suche nach der einen Richtigen. Alles nur eine Preissin darfs nicht sein.
Die Richtige entdeckte er dann zufällig am 15. August. Das Herz ist ihm stehengeblieben als er sie gesehen hat. Allerdings ist sie ihm entwischt.
So machte er sich auf die Suche. Sein Freund Bene sagt ihm, sie arbeitet als Bedienung in Sankt Bartholomä.
Da fährt er gleich hin. Ganz untypisch für ihn… Vielleicht lags ja am Föhn?
Da schnappt ihm ein Preiss den Parkplatz weg. Das hat ihm grad‘ noch gefehlt!
Später am Souvenirgeschäft kommen sich die beiden wieder in Haare. Das hätte er besser bleiben lassen weil auf dem Stück vom Parkplatz zum Königssee jeden Tag tausenden Preissn unterwegs sind.
Da sagt einer von diesen vielen Preiss‘n „Seppl“ zu ihm. Das kann er gar nicht packen, weiß sich aber gegen die Übermacht nicht zu helfen.
Später auf dem Weg nach Bartholomä rückt wieder seine Angebetete ins Zentrum seiner Gedanken.
Als er nach ihr fragt, sagt die Wirtin grinsend, (O-Ton Die Wiebke hat seit gestern frei)
Der Ignaz verzweifelt fast weil an diesem Tag einfach alles schief geht. Erst die ganzen Preissn und jetzt ist auch sie nicht da. Er versucht sich mit einem Bier zu beruhigen, nein mit vier. Und noch mit ein paar Schnappsal dazu.
Er schläft auf der Wiese hinter dem Wirtshaus ein….

Er träumt vom Watzmann, vom Königssee und noch von viel mehr.
Da kommt sein Freund der Bene, der ihm ein Lied vorsingt.
Ein Sturm zieht auf, der die Berge zum Wanken bringt. Der Mond fällt vom Himmel und der Watzmann speit Feuer. Die Sterne ha‘m getanzt als plötzlich ein Stück Himmel in den See fällt und den zum Kochen bringt.
Da erkennt er den Blaueisgletscher…
Drei Frauen hat ihm die Blaueisgletscherkönigin geschickt. Sie hat eine Frau für ihn und ein Bild von ihr. Genau – das war das wundervolle Kind, das er sich gewünscht hatte.
Sie sollen ihn zu ihr führen.
Da geht die Watzmann-Ostwand unter Donner und Funken auf und mitten drin steht die Blaueisgletscherkönigin selber.
Sie wollte ihm das Madel geben. Allerdings ist sie ihr geraubt worden weil sie den Blaueisgletscher verlassen hat. Sie war nicht aufzuhalten weil sie auch einen Mann wollte. Keiner weiß wo sie jetzt ist….
Der Ignaz versprach sie wieder zu finden.
Der Bene wollte aber auch was abhaben. Und schon wieder blitzt‘s und der ganze Spuk ist vorbei.
Nur die drei Damen waren noch da. Die gaben Ignaz die Zauberflöte und Bene ein Glockenspiel.
Auch wenn der Ignaz nicht Flöte spielen konnte, klang sein Spiel wunderschön.
Da steht plötzlich der Jenner mit der Spitze nach unten. Und die anderen Berge spucken Feuer und drehen sich rundherum.
Und der Königssee war voller Preissn, die sein ganzes Wasser ausgetrunken haben.
Der Ignaz war froh und wollte sie aufhalten. Er posierte an jedem Ausgang einen scharfen Wolpertinger. Nur nicht an der Watzmann Ostwand.
Als er sein Flötenspiel beendet bemerkt er wie die Watzmann Ostwand aufgeht. In großer Pracht sitzt drin der König Watzmann.
Der Ignaz bittet ihn um dieses Madl, das bei ihm Zuflucht gefunden hat. König Watzmann stellt eine Bedingung: Er muß sich mit den Preussen verstehen! Nur wenn er freundlich zu den Preussen ist kann er sie bekommen.
Das regt den Ignaz natürlich auf.
Auf seinen Vorwurf, die Preissn würden sich nur über die Bayern lustig machen, gibt König Watzmann zurück: Wer sich darin gefällt, die bekannten Klischees ständig zu pflegen braucht sich nicht zu wundern wenn die Preissn das für bare Münze nehmen.
Da sieht er wie die Preissn aus dem Königssee alle die Watzmann Ostwand hinaufkraxeln als hätten sie das schon immer gemacht. Das hat ihm imponiert!
So ließ er sich überzeugen, daß auch Preissn gern in Bayern leben wollen.
Er versprach König Watzmann sich von Preissn nicht mehr aus der Ruhe bringen zu lassen. Darauf hin ruft König Watzmann nach dem Mädl.

Da wacht er auf und hört die Wirtin die Wiebke rufen…
Als er sie sieht, erkennt er dieses Mädl, von dem er geträumt hat. Er bemerkt gar nicht, daß sie ein Preiss ist.
Mit ein paar Stotterern schafft er es, ihr seine Liebe zu gestehen. Sie erwidert sie und so finden sie zusammen.
Nach diesem Traum akzeptiert er sogar, daß sie eine Preissin ist.
So sind sie zusammengekommen. Auch wenn sie das drei- bis vierfache von dem redet wie er, 8 Dirndlgwandl hat und der absolute Herr im Haus ist. Glücklich sind sie trotzdem und auch wenn man‘s nicht genau weiß, dann noch bis heute.

Herr Bürgermeister, hats gefallen? (O-Ton)
Man fühlte sich zurückversetzt in ein mitteleuropäisches Land, das 1989 aufgehört hat zu bestehen! (O-Ton)
Es war also ein unterhaltsamer Abend mit Hintersinn! (O-Ton)
Sarah, Sie haben ja für nächstes Jahr große Pläne. Da wartet in Mühldorf eine große Rolle auf Sie. (O-Ton)
Die hat Sarah Wagner stark vorgegeben. Haben Sie Respekt davor? (O-Ton)
Vielen Dank und alles Gute!
261 Volleyball Regionalliga: TSV Mühldorf gegen ASV Dachau 7:20
Nach dem grandiosen Sieg gegen den TSV Eibelstadt verloren die Mühldorfer Volleyballer ihr Auswärtsspiel gegen den vermeintlich schwachen SV Schwaig mit 3:1.
Nun hatten sie im nächsten Heimspiel die Möglichkeit, diese Scharte wegzumachen. Dazu kam die zweite Mannschaft des ASV Dachau in die Halle an der Mittelschule nach Mühldorf.

Die Gäste in weißen Hemden begannen im Vordergrund und legten gleich ordentlich los. Nach kurzer Zeit stand‘s 1:4 für Dachau. Mühldorfs Trainer Thomas Gailer mußte schon da seinen Akteuren ins Gewissen reden.
Das nutzte zunächst nichts. Auch der nächsten Punkte gingen an Dachau. Der Vorsprung der Gäste wuchs auf 6:11 an.
Dann fanden die Gastgeber besser ins Spiel und holten langsam auf: 10:13
Es nützte nichts, der erste Satz ging mit 22:25 an die Gäste aus Dachau.
Der zweite Satz: Mühldorf jetzt im Vordergrund.
Diesmal blieb der erste Punkt am Inn.
Auch wenn die Gäste sofort ausglichen.
Eine Zeit lang zogen beide Mannschaften dann gleichauf voran.
Dann packten die Gastgeber ihr Können aus und zogen unaufhaltsam 10 Punkte vorne weg. 20:10.
Aufschlag zum Satzball bei 24:16: Mühldorf gewinnt den zweiten Satz mit 25:16 und gleicht nach Sätzen aus zum 1:1.
Wieder Seitenwechsel und damit die Gäste im Vordergrund.
Es begann wie im Satz vorher: Beide Mannschaften schenkten sich nichts und zogen gleichauf voran.
Thomas Gailer ganz ruhig.
… nahm, dann aber eine Auszeit um seine Beobachtungen mit seinen Leuten zu teilen.
Die Gäste waren nämlich seit dem 4:4 Gleichstand auf 8:4 davongezogen.
Der Abstand vergrößerte sich noch – 12:7.
Dann rissen sich die Innstädter am Riemen und starteten eine unglaubliche Aufholjagd bis zum Ausgelich bei 19:19.
Das nötigte den Gästen ein Gespräch ab.
Das zeigte auch Wirkung und so setzten sie sich trotz harter Gegenwehr wieder von den Gastgebern ab.
Aufschlag Mühldorf zum möglichen Satzball für Dachau: So ging der dritte Satz mit 25:22 an die Gäste, die damit nach Sätzen 2:1 in Führung gingen.

Der vierte Satz – Mühldorf jetzt wieder im Vordergrund.
Wieder begann es wie in den letzten beiden Sätzen. Gleichlauf bis zum 8:8.
Was dann passiert ist können wir nicht sagen. Die Hausherren begannen Abstand herauszuspielen. Mitte des Satzes waren es schon vier Punkte: 15:11
Das ging so weiter: Mühldorf machte Punkt um Punkt und Dachau fand kein Rezept dagegen: 20:13
Wieder schlugen die Gäste auf zum Satzball – Diesmal für Mühldorf: Abgewehrt.
Neuer Versuch: Diesmal paßte es: Mühldorf gewinnt den vierten Satz mit 25:18 und gleicht nach Sätzen aus zum 2:2
Der entscheidende 5. Satz: Aufschlag Dachau.
Diesmal blieb der erste Punkt wieder am Inn.
Allerdings glichen die Gäste aus und gingen sogar in Führung 3:5.
Die Zuschauer feuerten die Mühldorfer Volleyballer an. Auch wenn die Minen Skepsis verrieten.
Seitenwechsel bei 6:8
Mühldorf jetzt wieder von rechts nach links.
Dachau plötzlich mit einer Schwächephase erlaubte den Hausherren Punkt für Punkt einzufahren.
Bei 10:7 brauchten sei ein Gespräch.
Das brachte aber nichts: Mühldorf schrieb weiter Punkte.
Thomas Gailer war die Anspannung anzusehen.
Noch einmal Auszeit für Dachau bei 13:8
Es nutzte nichts mehr und so schlug Mühldorf selbst auf zum Matchball. Den schenkten die Gäste den Hausherren mit einem eigenen Fehler. 15: 9 und damit 3:2 für den TSV Mühldorf, der damit seinen dritten Tabellenplatz befestigte. Die zweite Mannschaft des ASV Dachau fand sich nach dem Spiel auf Tabellenplatz 9 ein.

Tom Gailer freute sich zwar über den Sieg, bedauerte aber den verschenkten Punkt: (O-Ton)
Von den letzten Spielen eins gewonnen, eins verloren und jetzt wieder gewonnen. Wie geht‘s weiter? (O-Ton)
Vielen Dank!

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