Zur Startseite
Diese Woche im
Fernsehen:

Willkommen
bei der Textothek von
Mühldorf-TV und Altötting-TV

Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
Josef J. Pöllmann ist Mitglied im Deutschen Presse Verband
Zur Startseite
Das gab's 2020 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir in KW 51/2020 berichtet haben.
Herzlich willkommen in unserer Textothek. Eine Websuche hat Sie hierher gebracht.

Da die Texte sehr umfangreich sind, müssen Sie jetzt eine weitere Suche ausführen:

Drücken Sie bitte "Strg-F" und geben dann im Suchfenster Ihres Browsers noch einmal ein wonach Sie suchen. Ihr Browser (Internet-Exploerer, FireFox, Chrome oder Safari) führt Sie zu der Stelle im Text, wo Ihr Begriff zu finden ist. Sie können den dazugehörigen Fernsehbeitrag dann gleich von der Titelleiste aus anschauen.

Bitte beachten Sie, daß die hier aufgeführten Texte nicht immer mit den Texten der Fernsehbeiträge übereinstimmen müssen. Es gilt immer der gesprochene Kommentar in den Fernshebeiträgen.
Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
208 Landrat stellt Impfzentrum vor und wirbt für die Impfung 6:30 Playbutton 51 24.12.20
Auf Beschluss der Bundesregierung wurden in den vergangenen Monaten in ganz Deutschland Impfzentren eingerichtet. So auch in Mühldorf in der Mainstraße in einem seit längerer Zeit leerstehenden Einzelhandelsgebäude hinter dem dortigen Schnellrestaurant.
Landrat Max Heimerl bedauerte die abermals gestiegene 7-Tage-Inzidenz die zeigt, dass das Virus noch immer wütet. Hinter dieser Zahl verbargen sich an diesem Tag 76 neue Fälle, die hauptsächlich in einem Seniorenheim im westlichen Landkreis aufgetreten sind.
Die Zulassung des ersten Impfstoffs war für Landrat Heimerl ein Licht am Ende des Tunnels, auch wenn bis zur Ausfahrt aus dem Tunnel noch eine ganze Strecke zu überwinden ist. Bis dahin sind drei Dinge nötig: Eine passende Infrastruktur, ausreichend Impfstoff und impfwillige Menschen.
Für die Unterstützung bei der Einrichtung des Impfzentrums und alles nötigen Drum-Herums dankte Landrat Heimerl Chefarzt Dr. Wolfgang Richter und den Mitarbeitern der Klinik zunächst die unter der Leitung von Dr. Tim Büttner am Impfzentrum Dienst tun werden. Wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht werden die niedergelassenen Ärzte das Impfen übernehmen.
Neben dem Impfzentrum sorgen zwei mobile Impfteams mit je einem Arzt, einer medizinischen und einer Verwaltungsfachkraft dafür, dass auch Bewohner von Wohnheimen geimpft werden. Da das BRK diese Impfteams koordiniert dankte Landrat Heimerl allen Beteiligten für diese Kooperation von Krankenhaus und Hilfsorganisationen.
Zuletzt dankte Landrat Huber den EdV-Leuten des Landratsamtes die hier ordentlich zu tun hatten um alles pünktlich zum Laufen zu bringen.
Wenn dann auch die Kühltechnik und der Impfstoff zur Verfügung steht kanns pünktlich über die Weihnachtsfeiertagen losgehen. Vorausgesetzt natürlich dass etwa bei betreuten Heimbewohnern die Zustimmung ihrer Betreuer vorliegt.
Da inzwischen die Reihenfolge des Impfens festgelegt wurde, erhalten die über-80-jährigen per Post ein Einladungsschreiben mit der Bitte ihre Impfbereitschaft telefonisch mitzuteilen. Wenn die Anzahl verfügbarer Impfdosen bekannt ist erhalten die Impfwilligen dann Termine. Schließlich muss der aktuelle Impfstoff auch verimpft werden können.
Die Telefonnummer lautet 08631-1860 90. Das kann man sich leicht merken…. (O-Ton)
Es ist eine Herkulesaufgabe die allen Beteiligten bevorsteht. (O-Ton Werbe dafür….)

Der Besuch im Impfzentrum beginnt mit der Anmeldung. Hier werden die Daten von den Krankenkassenkarten ausgelesen und der Impfwillige an einen Beratungsraum weitergeleitet.
Bei der Anmeldung erhält jeder Impfwillige einen Fragebogen den er ausfüllen muss – erklärte Dr. Wolfgang Richter das weitere Vorgehen. Damit sollen allergische Reaktionen, Nebenwirkungen und Komplikationen möglichst ausgeschlossen werden. Soweit bekannt äußern sich diese wie ein leichter grippaler Infekt. (O-Ton M1)
Im Beratungsgespräch können Personen auch abgewiesen werden die früher allergische Reaktionen gezeigt haben.
Er beruhigte aber und stellte fest, dass bei den zigtausend Probanden keinerlei gravierende Nebenwirkungen aufgetreten sind.
Nicht impfen lassen sollten sich Personen mit geschwächtem Immunsystem. Das ist aber auch bei anderen Impfungen nicht zu raten. Nicht impfen lassen sollten sich auch Personen die gerade eine Chemotherapie durchmachen oder solche die unter einer schweren Auto-Immun-Erkrankung leiden.
Nicht zugelassen ist der Impfstoff auch für Schwangere und für Unter-16-jährige.

Beratungszimmer und Impfzimmer gleichen üblichen Arztzimmern. Das Beratungszimmer allerdings corona-bedingt ausgestattet mit einer Trennscheibe.
Landrat Heimerl hoffte auf hohe Impfbereitschaft um die Pandemie schnellstmöglich überwinden zu können.

Nach der Impfung muss der Geimpfte mindestens 15 Minuten im Wartebereich Platz nehmen um mögliche unerwünschte Reaktionen auf den Impfstoff abzuwarten.
Danach wird am Ausgang ein Termin für die zweite Impfung vereinbart, der etwa 3 Wochen nach der ersten erfolgen muss. Dr. Wolfgang Richter mahnte diesen zweiten Termin auf jeden Fall wahrzunehmen da sonst die Wirkung der ersten Impfung verloren ist und wieder von vorne begonnen werden muss.
Immunität setzt auch erst etwa 10 Tage nach der zweiten Impfung ein. Das heißt, dass der Geimpfte frühestens vier Wochen nach der ersten Impfung gegen Ansteckungen geschützt ist.

Auch wenn jetzt geimpft werden kann läuft das Testzentrum weiter. (O-Ton Max)
209 Stadt Mühldorf übergibt "Kleine Ostumfahrung" dem Verkehr 3:20
Eine der ersten öffentlichen Aktionen für den neu gewählten Kreisstadt-Bürgermeister war der Spatenstich zum Bau der kleinen Ostumfahrung. Also der Verbindung vom östlichen Abschnitt der Nordtangente über die Bürgermeister Boch-Straße zur bestehenden Eisenbahn- und Kanalbrücke nach Hölzling.
Da dafür eine neue Rampe gebaut werden musste hat sich der Bau des 384 Meter langen Straßenstücks ziemlich hingezogen. Wir haben einen der letzten sonnigen Tage genutzt um uns die neue kleine Ostumfahrung anzuschauen, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz fertig war.
Wo es früher aus Hölzling kommend geradeaus runter ging zur Engstelle „Hirschenweg“ biegt der Verkehr jetzt links ab und folgt der geschwungenen Linie zur Bürgermeister Boch-Straße Richtung Bürgermeister Hess-Straße.

Am Morgen der Verkehrsfreigabe verhüllte dichter Nebel das neue Stück Straße das der Innenstadt erhebliche Erleichterung bringen wird. Bauamtsleiter Ernst Böhm stellte noch die Stützen für das weiß-rote Band auf das später Bürgermeister und Vertreter von Stadtverwaltung, Stadtwerken und Baufirmen durchschneiden sollten.
Bürgermeister Michael Hetzl freute sich sehr über die vielen Gäste dieser Verkehrsfreigabe die durch ihr Kommen schon klar machen welche Bedeutung dieses Stückchen Straße für die Stadt hat, deren Planung schon 1980 begonnen hat.
Untersuchungen haben ergeben dass dieser Abschnitt die obere Stadt um bis zu 2.000 Fahrzeuge entlasten kann. Er hoffte dass sich das auch so eintritt und der Verkehr hier immer unfallfrei verläuft. Dazu wünschte er allen Verkehrsteilnehmern allzeit gute Fahrt.
Auf Nachfrage erklärte Bürgermeister Hetzl dass die Straße schneller als geplant fertiggestellt werden konnte und dass auch der Kostenrahmen eingehalten worden ist.

Damit schritten sie zur Tat und gaben die neue Straße für den Verkehr frei. Wie Corona es verlangt mit gebührendem Abstand.

Übrigens hat‘s den ersten Unfall auf der neuen Straße schon gegeben – Nein – nicht auf – sondern über der Straße. Einen Schwarm Tauben hat unsere kleine fliegende Kamera doch wirklich sehr gestört….

--

Die Pressemeldung der Stadt Mühldorf:

Verlängerung der Bürgermeister-Boch-Straße - kleine Ostumfahrung
Kurzfassung:
- in 1980er Jahre: nur der Bau einer neuen Nord-Süd-Verbindung entlastet die Innenstadt (Stadtberg, Innstraße);
- 1990: Korridor Osttangente im Flächennutzungsplan;
- 2000: Bau Bürgermeister-Hess-Straße, Option angrenzend Gewerbe-/Industrie
- 2009: Änderung des Korridors der Osttangente aufgrund Ansiedlung Gewerbe entlang Bürgermeister-Hess-Straße (Fa. Fliegi);
- 2010: Erwerb des Straßengrundes für Teilstück Osttangente nördlich Innkananl/Simbacher DB Strecke;
- das letzte (entscheidende) Grundstück konnte nicht erworben werden (1.300 m2)
- daher in 2018 Trassenänderung nördlich Innkanall DB Strecke Simbach;
- 2019: Zusage der Regierung von Oberbayern auf Förderung;
- 2019: Planung der Straße (nördlich Innkanall DB Strecke Simbach);
- 2020: Ausschreibung, Mittelbereitstellung im Haushalt u. Auftragsvergabe durch Stadtrat (30.04.2020);

Daten:
- 385 m Länge;
- Fahrbahn 6,50 m; einseitiger Geh- und Radweg mit 3,00 m;
- Straßenbeleuchtung
- 2.600 m3 Humus bewegen (Abtrag und Wiederauftrag)
- 4.700 m2 Untergrundverbesserung
- 4.800 m3 Erdreich bewegen
- 3.400 m2 Asphaltschichten
- Errichtung Stützmauer mit 170 m3 Beton;
- Umverlegen von Wasser- und Gasleitung, sowie der sog. Erhartinger Druckleitung
- Bauzeit: 05/2020 bis 12/2020
- Kosten: 1.350.000,-- € (gesamt, brutto, einschließlich Nebenkosten)
- Fördermittel der Regierung von Oberbayern: voraussichtlich 50 % der zuwendungsfähigen Kosten

Verlängerung der Bürgermeister-Boch-Straße bis zur Innkanalbrücke Hölzling (360 m)

Die Kreisstadt Mühldorf a. Inn ist seit jeher geprägt durch die Lage des Inns, sowie durch den nördlich des Inns verlaufenden Höhenrücken mit ca. 26 m Höhendifferenz jeweils in West-Ost-Ausrichtung. An diese beiden natürlichen Durchschneidungen und Barrieren haben sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts die Eisenbahnstrecken, der Innkanal und die maßgebende straßenverkehrliche Entwicklung orientiert. (Staatsstraße St 2550, Nordtangente I Bürgermeister-Hess-Straße (= St 2092 neu), A94).

Vor allem die exakt im Ost-West-Richtung gebaute Bahnstrecke München Ost/Simbach/Inn und der daran parallel verlaufende Innkanal stellen eine große Herausforderung für die Bewältigung des Verkehrs von Süden nach Norden, und umgekehrt, im Stadtbereich von Mühldorf a. Inn dar. Die wichtigste Süd-Nord-Verbindung bildet die Staatsstraße St 2092, diese quert im Abschnitt der Inneren-Neumarkter-Straße die Bahnstrecken und den Innkanal. Der DTV (durchschnittlicher täglicher Verkehr) beträgt 16.792 Kfz (BaySis 2010). Weitere Querungen der Bahnstrecken und des Innkanals befinden sich in Richtung Westen:
Kapellenstraße (3,80 m Höhenbeschränkung); Mettenheimer Weg (einspurig und 6 to gewichtsbeschränkt); Münchener Straße (3,80 m höhenbeschränkt u. 24 to gewichtsbeschränkt),bzw. St 2550 über Nordtangente; In Richtung Osten existiert nur noch 1 Querungsstelle auf Mühldorfer Gebiet, nämlich im Abstand von 1.750 m Luftlinie von der zentralen Querung Innere-Neumarkter-Straße im Ortsteil Hölzling. Mit dieser Querung werden die Kreisstraße MÜ9, bzw. AÖ1 und die Staatsstraße St 2092 neu (=Bürgermeister-Hess-Straße) verbunden. Die nächste Querung liegt bereits auf Altöttinger Gebiet, (Höchfeldner Straße), mit einer 90° Anbindung an die nördlich des Innkanals zulaufende Fahrbahn und ebenfalls ca. 1.720 m Luftlinie vom Ortsteil Hölzling entfernt.

Bereits bei Betrachtung des beiliegenden Übersichtslageplanes ergibt sich die verkehrliche Bedeutung der einzigen Querungsstelle im Ortsteil Hölzling im Osten des Stadtgebietes von Mühldorf a. Inn. Aus diesem Grund wurden vorausschauend in 1998 die Straßenüberführung der Bahnstrecke München Ost-Simbach /lnn, und in 2003 die Staßenüberführung des Innkanals bei Hölzling erneuert. Dabei wurden beide Bauwerke den Verkehrsverhältnissen in den Querschnittsabmessungen und ihrer Tragkraft entsprechend angepasst. Für diese wesentliche verkehrliche Verbesserung wurden daher Fördermittel nach GVFG durch den Freistaat Bayern bewilligt (siehe Anlagen).

Infolge der allgemeinen Verkehrszunahmen, insbesondere mit dem Bau der Staatsstraße St 2092 neu (=Bürgermeister-Hess-Straße) im Jahr 2003, mit der Verkehrsfreigabe der A94 im Bereich der Kreisstadt Mühldorf a. Inn am 07.12.2006 und in Richtung München bis Heldenstein am 04.10.2012 gewann diese Querungsstelle bei Hölzling stark an Bedeutung.

Obwohl die beiden neu gebauten Straßenüberführungen (OB Strecke in 1998 und Innkanal in 2003) den Anforderungen der aktuellen Verkehrsverhältnisse entsprechen, so sind die Querschnitte des in nördlicher Richtung verlaufenden Straßenabschnittes bis zur Einmündung in die Bürgermeister-Boch-Straße mit 4,00 m Fahrbahnbreite (Straßendamm DB Strecke) und 3,50 m Fahrbahnbreite (Hirschenweg) vollkommen unzureichend. Zur Eindämmung der schwierigen verkehrlichen Situation musste der Hirschenweg für Fahrzeuge über 7,5 to tatsächliches Gewicht vor mehreren Jahren beschränkt werden. Das Verwaltungsgericht München hat mit Niederschrift zum Termin vom 22.05.2019 eine weitere Gewichtsbeschränkung durch Zeichen 253 (=3,5 to) mit Frist 30.06.2019 festgesetzt.

Unabhängig dieser verkehrsrechtlichen Regelungen ist ein Begegnungsfall PKW/PKW auf der geradlinigen Fahrbahn des Hirschenweges nicht möglich. Rückwärtsfahren und Rangieren von Fahrzeugen sind in diesem ca. 330 m langen Hirschenweg der tägliche Regelfall.

Aufgrund dieser untragbaren verkehrlichen Verhältnisse hat sich die Kreisstadt Mühldorf a. Inn entschieden, den gesamten nördlichen Abschnitt ab der Straßenüberführung der OB Strecke München Ost-Simbach/lnn abzuhängen und eine neue Verbindung bis zum südlichen Ende der leistungsfähigen Bürgermeister-Boch-Straße mit eine Baulänge von 360 m zu errichten. Dadurch wäre eine wesentliche Verbesserung der Verkehrsverhältnisse erreicht:

- Wegfall der Tonnenbeschränkung (3,5 to ab dem 30.06.2019)
- Begegnungsfall LKW / LKW möglich Entlastung des Verkehrs an der "zentralen

Querungsstelle" Innere-Neumarkter-Straße (DTV 16.792 Kfz in 2010);

Aus Sicht der Stadt Mühldorf a. Inn liegt mit dem sog. Lückenschluss (360 m) an dieser wichtigen Querung in Süd-Nord-Richtung eine wesentliche Verbesserung der Verkehrsverhältnisse vor, aus der sich die Möglichkeit der Gewährung einer Förderung nach GVFG ergeben kann.

210 Weihnachts-Kindergottesdienst mit Krippenspiel und Kinderchor 35:00
Einstieg: "Ihr Kinderlein kommet"

Begrüßung:
Liebe Kinder, liebe Jugendliche, heute begrüßen wir Euch ganz besonders zu dieser Krippenfeier. Wir sind raus aus der Kirche in den Wildpark Oberreith gegangen, um hier mit Euch und für Euch an den Heiligen Abend zu denken, dessen Geschichte wir in Form eines Krippenspieles deutlich machen wollen. Natürlich begrüßen wir auch Sie, liebe Eltern und Großeltern, die Sie die Kinder begleiten. Und so beginnen wir im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Wegweisung I.:
Wie werden wir heuer Weihnachten feiern? - Anders als bisher, genauer: anders, als in den letzten Jahren und Jahrzehnten gewohnt. Wir müssen neue Wege finden, die Frohmachende Botschaft zu verkünden, die allen zuteilwerden soll.
Die Heilige Nacht gilt vielen als Höhepunkt des Festes aller Feste – alle Jahre wieder und doch jedes Mal neu. Diesmal wird viel Vertrautes in Frage stehen oder wegfallen müssen. Diese Leerstelle könnte zur Chance werden, das immer noch umwerfende Neue und nie selbst Ausgedachte von Weihnachten zur Sprache zu bringen und leuchten zu lassen.

Wegweisung II.:
In dieser Nacht geht es um einen überraschenden Neubeginn. Überraschend, weil er von außen kommt, nicht von Menschen erdacht, sondern von Gott eingefädelt und geschenkt. Da ist eine „geheime Macht“ am Werk, aber nicht um uns zu steuern und gefügig zu machen, sondern eine Macht, die unser Leben in eine gute Richtung lenken will.

Wegweisung III.:
Ist Euch und Ihnen schon einmal aufgefallen, dass im vertrauten Weihnachtsevangelium kein Mensch auch nur ein einziges Wort spricht? Maria sagt kein Wort. Josef keins und das Jesuskind natürlich auch nicht. Auch die Hirten lassen zunächst kein Wort hören. Angesichts der Menschwerdung Gottes in diesem kleinen Kind scheinen menschliche Worte fehl am Platz, hilflos zu sein, noch begrenzter als sonst. Da müssen Worte von Engeln her, um zur Sprache zu bringen, was im Stall von Bethlehem passiert.

Wegweisung IV.:
Herzlich willkommen also zur Geburtstagsfeier Jesu Christi! Hören und vor allem sehen wir erneut, wie es dazu kam. Und lassen wir uns von Engeln singen und sagen, wer dieses Kind für uns ist: unser Menschenbruder und der ersehnte Messias. Ihn grüßen wir im Kyrie.

Kyrie:
Herr Jesus Christus, du bist das Kind in der Krippe, umsorgt von liebenden Eltern. Herr, erbarme dich.
Herr Jesus Christus, so klein du auch bist, du bist der ersehnte Messias, der verheißene Retter. Christus, erbarme dich.
Herr Jesus Christus, von dir wissen die Engel Wunderbares zu sagen und die Hirten erzählen es weiter. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet:
Wunderbarer Gott, Ehre sei Dir in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen deiner Gnade! Denn wir dürfen feiern, was wir in deinen Augen wert sind: Deine grenzenlose Liebe geht so weit, dass du in Jesus einer von uns wirst.
Lass uns ihm mit wachen Sinnen und offenem Herzen begegnen, damit wir aufs Neue begreifen, wie sehr du uns liebst und wie sehr du uns an dich ziehen willst.
Lass uns erneut hören und sehen, was du selbst aus dem Mund der Engel uns über deinen Sohn sagst, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und liebt in alle Ewigkeit. Amen.

Krippenspiel:

Maria wird Mutter.
Der Tag ist nah, an dem Maria ihr Kind gebären sollte.
Da kommen Boten durch die Städte und Dörfer,
Boten des Kaisers Augustus.

Sie kommen und rufen:
Ein Befehl des Kaisers Augustus!
Ihr Leute, hört den Befehl des Kaisers Augustus.
Ein jeder soll dorthin gehen, wo er geboren wurde.
An seinen Geburtsort soll jeder gehen, in seine Heimatstadt.
Ein jeder soll sich aufschreiben lassen, in dem Dorf, in der Stadt, wo er geboren wurde.
Folgt dem Befehl des Kaisers Augustus, ihr Leute!
Tut, was er euch sagt!
Ein Befehl des Kaisers Augustus!
Ein Befehl des Kaisers Augustus!

So machen sich die Menschen auf den Weg, um sich aufschreiben zu lassen. Jeder geht in seine Heimatstadt, dahin, wo er geboren wurde.

Maria und Josef aber müssen von Nazareth fort in die Stadt Bethlehem gehen. Josef kommt aus Bethlehem. Dort wohnten seine Vorfahren. Josef stammt aus dem Haus, aus dem Geschlecht des Königs David.

So gehen Maria und Josef nach Bethlehem, sie gehen ganz langsam, denn der Weg der ist so himmelweit.

Ach, wären sie schon in Bethlehem, wären sie schon dort.
Maria ist müde. Sie rastet und sie ruht sich aus.
Sie gehen weiter - der Weg der ist so himmelweit.
Endlich kommen sie dort an.

Josef klopft an eine Tür. Er bittet, dass der Wirt ihnen ein Quartier geben soll, dass sie hier übernachten dürfen.
Doch der Wirt will sie nicht reinlassen und verschließt die Tür vor ihnen.

Sie gehen weiter und klopfen am nächsten Gasthaus an.
Auch hier bittet Josef vergeblich um eine Übernachtungsmöglichkeit. Keiner will sie haben.
Da läuft ihnen der zweite Wirt hinterher und sagt:
„Bleibt stehen! Vielleicht wenn´s reicht, könnt´s ein Stall sein. Da draußen auf der Wiese vor der Stadt ist ein Stall, in dem könnt ihr übernachten. Etwas Stroh gibt´s auch.“

In diesem Stall, in Heu und Stroh, finden Maria und Josef also Quartier; denn in der Stadt hatte ja niemand für sie Platz.
In dieser dunklen, finsteren Nacht aber leuchtet vor der Stadt über dem Stall ein großer, strahlender Stern auf, ein Stern, wie man ihn noch nie gesehen hat.

Im Stall aber, über dem der Stern leuchtet, geht auch ein Licht auf. Dort gebärt Maria ihr Kind, Jesus – der unser Heiland wurde, Jesus – von dem es heißt: Er ist das Licht, das in unsere Finsternis leuchtet.

Im Stall wird geboren, den Gott uns sendet, damit er allen das Leben bringt.
Wie eine Blüte, die in kalter Zeit aufblüht, wird er geboren.

Ganz arm wird er geboren, unser Heiland, Retter, Messias.
Eine Futterkrippe ist die Wiege.
Stroh und Heu sind sein Bett.

Draußen, auf dem Felde vor der Stadt aber sind Hirten.
Sie hüten in der Nacht ihre Herden. Sie schlafen bei ihren Herden.

Lied: „Das Feuer knistert leise“

Da erscheint ein Licht am Himmel.
Ein Stern leuchtet auf.
Einer, der vom Licht, von Gott kommt,
ein Engel, tritt zu den Hirten und spricht:
„Fürchtet euch nicht!
Ich verkünde euch eine große Freude. Es wurde heute der geboren, auf den ihr wartet, Jesus, der Herr.
Im Stall findet ihr ihn als Kind – in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegend.“

Da sagen die Hirten: „Auf, lasst uns gehen, das Kind zu suchen“.

Die Hirten aber kommen zum Stall. Dort finden sie den, der uns Licht bringt in unsere Dunkelheit, Freude in unsere Traurigkeit, Mut in unsere Angst.

Die Hirten sind voll Freude.

Lied: "Die Sehnsucht nach dem Frieden“

Predigtgedanken:

So oder so ähnlich ist es passiert, damals in Bethlehem. Und es könnte heute wieder passieren. Mal Hand hoch! Wer hat einen Stern vor dem Haus aufgestellt? Dann könnte euch und ihnen diese Geschichte auch passieren.
Wo bringen sie die schwangere Frau unter: Gästezimmer oder Garage? Und kriegt sie was ab vom Festbraten? Na klar!
Und stellen sie sich vor, da sitzen sie gemeinsam am Tisch und da klingelt es und so ein paar Typen wollen zu der Frau mit dem Kind. Welches Kind? Fragen sie noch, da setzen schon die Wehen ein und mitten auf ihrer Couch wird ein Kind geboren und – wow – das ist so wunderbar, dass sie das Kleine gleich in den neuen Strickpulli einwickeln, den es jedes Jahr von der Tante gibt. Und die Fremden bauen eine provisorische Wiege aus ihrer Weihnachtsdeko, mitten auf ihrem Wohnzimmerteppich – das ist nicht ganz in ihrem Sinn, aber was soll´s, es ist ja Weihnachten.
Und wieder klingelt es und draußen stehen noch mehr Fremde und grüßen fröhlich Asalam Aleikum und weil sie höflich sind, grüßen sie zurück: Friede sei auch mit euch. Mehr orientalische Sprachkenntnisse haben sie nicht, brauchen sie auch nicht, denn die Fremden gehen geradewegs ins Wohnzimmer, knien sich vor das Kind und fangen an zu beten und Räucherzeug anzuzünden, Myrrhe und Weihrauch und so. Sie wollen gerade was zum Brandschutz sagen, da sehen sie: Ihre Töchter sind begeistert von dem kleinen neuen Erdenbürger, ihre Frau ist gerührt, ihr Sohn verschickt Tweets und Bilder auf Instagram oder snapchat und alle sehen irgendwie glücklich aus, so friedlich und entspannt. Und das werden sie auch: entspannt und friedlich und glücklich. Das wäre dann der Weihnachtsfrieden, den wir uns alle so wünschen.

Lied: "Oh du fröhliche"

Geschichte:

Stell dir vor
In sternenklarer Nacht
Stehst du am Fenster
Und schaust in die tausend Lichter am schwarzen Himmel.
Da entdeckst du einen Stern
Der anders ist
Nicht auffällig
nur ein wenig anders
ein ganz besonderer Stern.

Stell dir vor
Am sternenklaren Himmel
Steht ein Licht besonders hell
Und schaut auf die dunkle Erde herab.
Da entdeckt es ein Kind an einem Fenster
Das anders ist
Nicht auffällig
Nur ein wenig anders
Ein ganz besonderes Kind: DU

Stell dir vor
Dass jedes Kind auf dieser Erde
Einen ganz besonderen Stern
Am Himmel sieht
Und das jeder Stern
Einem ganz besonderen Kind
Seinen Lichtgruß schickt.

Stell dir vor
Dass jedes Kind auf dieser Erde
Etwas ganz Besonderes ist.
(Martina Jung)

Fürbitten:

Gottes Engel sagen Wunderbares. Ihnen trauen wir und bitten:

Kinder:
1. Jesus, in diesem außergewöhnlichen Jahr sind viele Menschen traurig. Wir bitten dich, dass dein Licht ihnen wieder die Freude in den Alltag bringt.
2. Jesus, manche Menschen sind heute einsam oder dürfen nicht bei uns sein. Wir bitten dich, dass sie dein Licht und unsere Gedanken der Nähe spüren.
3. Jesus, manche Menschen haben Angst oder fühlen sich unsicher. Wir bitten dich, dass sie durch dein Licht neuen Mut schöpfen können.
4. Jesus, manche Menschen können dein Licht nur schwer wahrnehmen. Wir bitten dich, dass ihnen jemand dieses Licht nahe bringt.
5. Jesus, manche lieben Menschen sind von uns gegangen. Wir bitten dich, dass sie sich in deiner Nähe sein dürfen.

Weihnachten stelle alles Leben in neues Licht. Darauf bauen wir, dafür danken wir dir, treuer und liebender Gott, jetzt und immer. Amen.

Lied: Stille Nacht, heilige Nacht

Schluss:

Barmherziger Gott, die Hirten eilten nach Bethlehem. Ein Kind in der Krippe strahlte sie an. Wir ziehen hinter ihnen her. Was die Engel sagen, lass in uns nachklingen. Dazu segne uns der barmherzige und Mensch gewordene Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Auf den Weg:

…und a Stern, der hat g`leicht, so hell über`m Stoi.
Und sei Glanz und sei Schein war`n zu sehn`g überoi.
Aus der Ewigkeit umme in d`Zeit nei, in d`Welt
Is kemma des Leichtn, hats Dunkel erhellt.
Hat nia mehr so hell wo aufgscheint a Stern,
wia in Bethlehem damals zur Geburt des Herrn.

Wohi is des Liacht, des Helle, der Schein?
Is z`ruck aus der Welt, z`ruck in d`Ewigkeit rein?
Kaants net sei, dass bloß d`Menschen as Liacht nimmer sehn`g,
oder dass sie as Leichtn nimmer verstehn?
Kaants net sei, dass vielleicht an Eich grad oft liegt,
dass in Eirer Welt so vui Dunkel ma sigt?
Wenn alle dazu daadn, dass mehr Licht in d`‘Welt kimmt,
waar koa Gefahr, dass der Stern von der Kripp`n verglimmt.

Instrumentalmusik zum Ausklang

211 Weihnachtsgottesdienst aus der Klosterkirche in Gars am Inn 56:00
Aufzeichnung ohne Kommentartext

Zur Startseite
Mühldorf-TV benötigt aktiviertes JavaScript. Wenn's nicht geht, wählen Sie bitte hier:
Startseite | Hilfe | Verzeichnisse | Weiterempfehlen | Finden | WochenStick | Kontakt | Impressum | AGB |

SERVICE
SERVICE
In Mühldorf-TV finden:
Im Nachrichten-
archiv finden:
WERBUNG
WERBUNG
Hier könnte
Ihre Werbung
stehen
Hier könnte
Ihre Werbung
stehen