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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
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Das gabs 2008 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im Juli 2006 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
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"Frauen auf dem Weg": Ein neues Buch der Gleichstellungsbeauftragten am Landratsamt Kriemhild Heller 27 05.07.06
Im Landratsamt in Mühldorf wirkt Frau Kriemhilde Heller als Gleichstellungsbeauftragte. Ihr Aufgabengebiet ist unter anderem, für Chancengleichheit für Männer und Frauen zu sorgen. Vergangenes Jahr brachte sie mit anderen Autoren zusammen ein Buch heraus, das sich mit dem Leben der Frauen in unserer Gegend in der Zeit von 1945 bis 1955 beschäftigte. In den vergangenen Monaten entstand nun der zweite Band dieser Buchreihe „Frauen auf dem Weg“. Dieser Band beschreibt das Leben der Frauen im Landkreis Mühldorf in den Jahren 1955 bis 1975. Die Neuerscheinung wurde kürzlich im wunderschönen Heimatmuseum in Kraiburg der Öffentlichkeit vorgestellt.
Kriemhild Heller und Landrat Huber hatten die Autorinnen und die befragten Frauen zu einer kleinen Feierstunde eingeladen. Gekommen waren auch Bürgermeister Loher und Gemeinde- und Stadträte aus Waldkraiburg und Kraiburg, Kreisräte und weitere Personen, die an der Entstehung des Werkes mitgewirkt hatten.
Ladrat Gg. Huber bedankte sich bei Frau Heller, bei Frau Schreiner und allen anderen, die mitgewirkt hatten, und betonte, um weiter EU-Fördermittel für solche Projekte erhalten zu können, müsste die so hervorragend begonnene Arbeit weitergeführt werden. Insofern wäre er der Meinung, müsste noch ein drittes Buch in dieser Reihe folgen. Um der Arbeit der Frauen die Stellung zukommen zu lassen, die ihr gebührt, wäre es unbedingt nötig, ihnen den nötigen Freiraum zu belassen. Es wäre unumgänglich, zum Beispiel bei der Besetzung von offenen Stellen Frauen trotz der üblichen Vorbehalten nicht hintanzustellen. Es wäre heute natürlich, dass Frauen berufstätig wären. Insofern wäre es wünschenswert, wieder zur Großfamilie zurückzufinden, wo die Großeltern auf die Kinder achten könnten, während die Frauen ihren Berufen nachgehen können. Er meinte, es würde viele Generationen dauern, bis die Fehler behoben wären, die in der Vergangenheit gemacht wurden. Man müsse versuchen, die Nachbarschaftshilfe wieder in Gang zu setzen, so, wie es früher auf den Dörfern üblich war. Nur dann wäre es möglich, unseren heutigen Lebensstandard langfristig zu sichern.
Sein besonderer Dank galt Frau Vaas, der Managerin von LeaderPlus für die Bereitstellung der Finanzierung des Buchprojektes.

Annemarie Haslberger, die Vorsitzende des Vereins Mühldorfer-Netz sagte, man hätte sich lange mit der Idee getragen, so ein Buch zu schreiben. Die Idee wäre aber lang nur herumgereicht worden, ohne, dass jemand konkrete Schritte unternommen hätte. Erst Kriemhild Heller hätte begonnen, sich des Themas anzunehmen. Zwar hätte sich der Hintergrund für das Interesse am Leben der Frau gewandelt, es wäre aber so lebendig wie eh und je. Heute würden 4, 5 und 6-jährige ihre Omis danach fragen, wie es früher gewesen wäre, während früher eher die Aufarbeitung der Geschichte mit der Integration der Flüchtlinge nach dem Krieg im Mittelpunkt gestanden hatte. Da man doch viel vergißt, stellt das Buch eine Erinnerungshilfe dar, die dazu beiträgt, die Geschichte im kleinen Bereich zu erhalten. ...
Bgm. Loher drückte seine Freude aus, dass diese Buchpräsentation in Kraiburg stattfinden konnte. Auch er unterstrich den Wandel der Rolle de Frau in der Gesellschaft und in der Familie. Er meinte aber, das Bewußtsein der Gleichheit von Frau und Mann hätte sich bereits durchgesetzt, ja es wäre inzwischen so, dass man sich auf manche Frau mehr verlassen könne als auf manchen Mann.
Dann stellte die stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte im Landratsamt in Mühldorf, Frau Elvira Schreiner das Buch vor und beschrieb kurz Autorinnen und die dargestellten Lebensgeschichten.
Abschließend erhielten alle Autoren und alle befragten Frauen ein Exemplar des Buches und eine Rose überreicht, als Anerkennung für ihre Mitwirkung. Das Buch kann im Landratsamt Mühldorf zum Preis von 8 EURO erworben werden. Beide Bände zusammen kosten 12 EURO.

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Sommerkonzert des Ruperti-Gymnasiums
In Anwesenheit von stv. Landrätin Eva Köhr, Stadtrat Oskar Stoiber, JU-Vorsitzendem Christopher Stoiber, Dr. Hans Dworzak und dem ehemaligen Direktor Laskos eröffnete OstD. Reger das Konzert, zu dem Angehörige und Freunde der Schule eingeladen waren.Orchester, Unterstufenchor, Gemischter Chor, Band und Gamelanorchester boten eine abwechslungsreiches Programm quer durch die Musikgeschichte.
Hier einige Eindrücke.
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Ampfing zieht zum Volksfest hinaus
Vor dem Rathaus wehten die Fahnen und zunehmend mehr Zuschauer – aber auch Aktive versammelten sich unter der Linde. Schön, wenns im Dorfzentrum noch eine Linde gibt.
Aber komisch, obwohl sie Musikinstrumente dabei hatten, waren ihnen die Maßen wichtiger! Auch die Bürgermeister und der Gemeinderat versammelten sich um eine Maß, die bedeutungsschwanger am Wegrand aufgestellt war! Was war da los?
Egal! Hier spielte die Musikkapelle Oberbergkirchen auf, bevor die Böllerschützen den letzten Schläfer senkrecht auf die Beine stellten.
Aber dann ging's los – raus zum Festplatz. Im Zelt angekommen, musste 2. Bgm. Georg Buchner den lädierten Bgm. Ottmar Wimmer beim Anstechen des ersten Fasses vertreten. Er hatte uns vorher gesagt, er hätte nicht geübt und würde es nehmen, wie’s kommt. Mal schaun:
Fürs erste Mal ganz gelungen! Das Anzapfen muss aber noch besser werden. Aber dann konnte der kühle Gerstensaft ausgeschenkt werden.
Bürgermeister Wimmer konnte trotz seiner Behinderung mitmachen. Es wär auch schad g’wesen, wenn’s Volksfest – ausgerechnet am Tag der guten Nachbarschaft auf ihn hätte verzichten müssen.
Von Mittwoch bis Montag erlebten die Ampfinger ein schönes Volskfest, das am Montag mit einem Feuerwerk abgeschlossen worden ist.
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Altstadtfest in Mühldorf
Schon auf dem Weg zum Stadtplatz fielen uns viele Autos auf mit auswärtigen Nummern: Pfarrkirchen, Altötting, Erding, Ebersberg, Traunstein, ja sogar Münchner Nummern waren anzutreffen. Auf dem Stadtplatz bot sich ein fröhliches Bild: Die Baustellen waren beseitigt und Bühnen und Bars luden Gäste ein. Am Kirchplatz wurde den Kindern Unterhaltung, Auf der Wies befand sich eine Bühne fürs Besondere und erstmals trat Rudy Stey auf einer eigenen Showbühne auf. Unter den zahlreichen Bands konnte jeder Musik nach seinem Geschmack finden, genau so wie für jeden Hunger das passende angeboten wurde. Wir zeigen Ihnen unsere Eindrücke. Nach allgemeiner Einschätzung war es das friedlichste und schönste Stadtfest, das Mühldorf je gesehen hat. Und auch der Regen blieb aus, obwohl es schon in Teising fürchterlich geschüttet hatte.
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Abiturfeier im Neuen Stadtsaal in Mühldorf
Vom Abischerz haben wir vergangene Woche berichtet. Nun fand im Neuen Stadtsaal in Mühldorf die Verabschiedung der 83 Abiturienten statt. Familien und Angehörige – der Abgeordnete zum Bayerischen Landtag, Hans Rambold, sowie zahlreiche Vertreter der Städte und Gemeinden in denen die Abiturienten wohnen – waren gekommen, um mit den ihnen den Abschluss ihrer Schullaufbahn zu feiern.
... und ... eröffneten die Feier musikalisch. OstD. Reger begrüßte die Gäste, unter denen sich auch zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft befanden.
In dreifacher Funktion trat Bgm. Knoblauch vor die Zuhörer und gratulierte zum Erreichten. Als Gastgeber im Stadtsaal, als stellvertretender Landrat und als Gratulant dafür, dass die Planung der Feierlichkeiten nicht in Konflikt mit dem Spiel der deutschen Fußballmannschaft am Nachmittag stand.
Bgm. Knoblauch meinte, besonders froh wären wohl die Eltern über das bestandene Abitur. Er bedankte sich bei den Eltern für die vielen Mühen, die sie auf sich genommen hätten, um ihren Kindern dies zu ermöglichen. Sein Dank galt den Lehrern, die viel Mühe in die Ausbildung der Kinder investiert hätten.
Er gratulierte den Abiturienten und wies darauf hin, dass das eigentliche Rennen des Lebens erst noch vor ihnen läge. Er meinte, sie würden schnell feststellen, dass die Welt draußen rauher ist, als die Schule und sie dann anwenden müssten, was sie erlernt hätten.
Er bat die Abiturienten, die Verantwortung zu übernehmen und nicht ausschließlich nach Gewinnmaximierung zu streben sondern auch die menschlichen Beziehungen zu pflegen. Diese wären schließlich maßgeblicher für dauerhaften Erfolg als alles andere.
In ihrer Abirede blickten Victoria Pöllmann und Johannes Brandmaier zurück auf die neun Jahre Gymnasium und verglichten sie mit den der Fußball-Weltmeisterschaft. Von der fünften Klasse, in der sie die Hürde „Landschulheim“ zu meistern hatten, wanderte ihr Rückblick über die siebte Klasse mit der Herausforderung „Skilager“, der zehnten Klasse mit dem Meilenstein „Tanzkurs“ bis zur 11. Klasse, die für sie quasi das Viertelfinale darstellte. Johannes Brandmeier bemerkte aber auch, dass bis dahin etwa 40 Mannschaftskameraden bis dahin den alljährlichen Fitnesstest nicht bestanden hätten. Nun aber das Halbfinale: die Kursphase. Der Anspruch stieg und neue Herausforderungen warteten auf sie. Im Finale, der K13 entdeckten einige anhand der Facharbeit, dass nun konzentriertes Arbeiten gefordert war. Trotzdem kam das Feiern nicht zu kurz. Es wäre verwunderlich gewesen, dass sie trotz der vielen Arbeit noch einen Kleinkunstabend organisieren konnten.
Die Abiturprüfungen stellten für sie die Verlängerung dar, die aber schnell vorbei gewesen wäre.
Victoria Pöllmann und Johannes Brandmaier stimmten aber auch kritische Töne an: So fehlte bei einigen Kollegiaten der nötige Teamgeist, sodass Eigensucht und Ausgrenzung sich breit gemacht hätten. Es hätte auch bei manchem das Engagement für Gemeinschaftsprojekte gefehlt, so dass die Arbeit von wenigen erledigt hätte werden müssen. Eigensinnige Individualisten brächten aber – trotz brillianter Fähigkeiten – die Mannschaft nicht weiter. Aber auch die Lehrer kamen nicht ohne Kritik aus: In manchen Fällen hätte Lehrkräfte unsensibel und sogar schülerfeindlich reagiert. Man hätte bei der Bewertung von Sachverhalten auch das Umfeld mit einbeziehen müssen, was aber unterblieben wäre.
Schließlich bedankten sie sich m it kleinen Aufmerksamkeiten bei OstD. Reger und anderen Lehrkräften, den Sekretärinnen und Hausmeistern sowie bei den Arbeitskreisleitern des Jahrgangs für die geleistete Arbeit.
Victoria Pöllmann meinte schließlich, sie wären sich bewußt, dass das Abiturzeugnis kein Freifahrtschein in eine gesicherte Zukunft mehr wäre. In einer Welt, in der Leistung und Ertrag immer mehr im Mittelpunkt stünden wäre es für sie als kommende Generation besonders wichtig, dem Egoismus Grenzen zu setzen. Es wäre ihre Verantwortung, der Gesellschaft zu geben und nicht zu nehmen.
Ausgehend von einem Zitat von Theodor Fontane forderte OstD. Reger forderte die Abiturienten auf, sich von eingefahrenen Ritualen und Denkweisen zu befreien und revolutionär zu Denken. Er meinte, wenn sie im Alter von 20 Jahren nicht revolutionär denken würden, würden sie das mit 40 Jahren nicht mehr tun und die Gesellschaft hätte eine weitere Chance für ihre Fortentwicklung vertan.
Er mahnte aber auch, nicht dem Hang zum Sammeln zu verfallen. Den Blick ausschließlich auf den Aufbau eines Bankkontos zu richten, das nichts bewirkt, außer da zu sein. Shareholdervalue vor Menschlichkeit zu setzen wäre zutiefst verwerflich. Es wäre eine paradoxe Situation, dass die Bedienung von Staatsschulden immer mehr Geld verschlingt, während das Vermögen in Privathand Rekordmarken erreicht. Es wäre Aufgabe der kommenden Generation, hier Lösungen zu finden. Und diese Lösungen wären ohne revolutionäre Gedanken eben nicht zu entwickeln.
Schließlich wurden die besten Abiturienten ausgezeichenet: Laura Pennington mit einer Abiturnote von 1,1, Teresa Grötsch mit 1,4, Katharina Hübner mit 1,5, Simon Hümmrich-Welt mit 1,6, Natascha Herkt und Regina Müller mit 1,7 erreichten die besten Ergebnisse des Jahrgangs.
Schließlich erhielten alle anderen ihre Abiturzeugnisse.
Abschließend sangen sie gemeinsam das Lied der Wyse-Guys:
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Fußballfest im Haberkasten
Wir haben lange überlegt, ob wir Ihnen das antun sollen oder nicht. So nochmal daran erinnern, dass unsere Jungs raus sind aus der WM! Aber – es war doch schön, die letzten Wochen – und es hat sich ein Gemeinschaftsgefühl entwickelt, das in dieser Form selten ist: Fußballschaun im Haberkasten. Hier unser Bericht:
Viertel nach Acht an einem herrlichen Sommerabend – und der Stadtplatz in Mühldorf ausgestorben. Kein einziges Auto fährt! Oben nicht – und unten auch nicht. Die Gastterassen der Straßenkaffees menschenleer. Nur im Venezia sitzt einer – einer ganz allein! draußen überwiegend Frauen..... Der Vassili und die Silvia sitzen allein auf der Terasse! Und überall Deutschlandfahnen an den Autos. Nur einer – einer hat italienische Fahnen draußen. Da begegnet uns eine junge Frau mit seltsamer Bemalung. Was ist los? Wo sind die Leute alle?
Sie nimmt uns mit zum Haberkasten – Ah – da scheinen alle hineinzudrängen.
Ach da sind alle, bestückt mit Fähnchen, Pfeiffen und guter Laune: Sie schauen gemeinsam das Halbfinalspiel der Fußball-WM auf der Großleinwand an.
Na ja – Sie verzeihen uns den Spaß?! Das war übrigens seit dem Start der WM auch schon so und wird sich vermutlich bis zum Ende fortsetzen: Ein neues Erlebnis: Gemeinschaftliches Fernseh-Fußballerlebnis wurde an vielen Orten in Stadt und Landkreis zelebriert.
Wir haben mitgefiebert und zugeschaut – bis zum bitteren Ende!
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Richtfest für die Mensa am Ruperti-Gymnasium 28 12.07.06
Das Thema Schule beschäftigt uns nun schon eine ganze Weile. Das ist heute nicht anders. Seit der Einführung des 8jährigen Gymnsiums ist es notwendig, Schüler von auswärts zu verpflegen, die am Nachmittagsunterricht teilnehmen müssen. Darauf war kaum ein Gymnasium in Bayern vorbereitet – auch das Ruperti-Gymnasium nicht. Aus diesem Grund hat der Landkreis als Träger der Schule den Bau eines Speisesaals in Auftrag gegeben. Hierfür investiert der Landkreis 1,1 Mio. EURO. Wir waren beim Richtfest:
Dort, wo seit Jahrzehnten Bäume und Wiese die Blicke ausruhen liessen, buddeln, schrauben, mauern und hämmern seit Januar die Bauarbeiter. Vor dem Durchgang zwischen Hauptbau und Erweiterungsbau des Ruperti-Gymnasiums einsteht ein Anbau, der Ausgabeküche, Speisesaal und WC-Anlagen enthalten wird. Im Zuge dieses Umbaus entstehen im Musentrakt des Altbaus zusätzlich ein Internetcafe, ein Hausaufgabenraum und ein Silentiumraum. Die Aussenanlagen werden zu Sportanlagen und Aufenthaltsbereich umfunktioniert.
Zum Richtfest waren zahlreiche Ehrengäste gekommen, darunter Bürgermeister Günther Knoblauch, Amtschef Maximilian Heimerl, Vertreter von Planungsbüros und Handwerksfirmen, sowie Vertreter des Elternbeirates und zahlreiche Lehrkräfte des Gymnasiums.
Nachdem die Zimmerer, die nach eigenen Worten immer als erste das Wort haben, Bauherrn, Planer und Handwerker haben hochleben lassen, tranken sie ein letztes Glas auf das Bauwerk.
Sodann erklärte Landrat Georg Huber er sei sehr erfreut über den raschen Baufortschritt, und darüber, dass er bei diesem Bau noch von keinerlei Schwierigkeiten oder Störungen gehört habe. Er drückte seine Zufriedenheit damit aus, dass mit dem Bau die Umsetzung des G8 zügig möglich geworden wäre.
Landrat Gg. Huber erklärte aber auch sein Ziel, das Ruperti-Gymnasium insgesamt zu modernisieren um es auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen. Für die Unterstützung bei der Realisierung dieses Vorhabens bedankte er sich schon im Voraus beim Kreisrat.
OstD. Reger meinte schließlich, es sei allen bewußt, dass Baustellen Lärm verursachen würden. Bei dieser Baustelle wäre das Maß aber erträglich geblieben. Er bedankte sich sowohl bei Schülern und Eltern als auch bei den Lehrkräften für das aufgebrachte Verständnis und besonders bei den Handwerkern für ihr rücksichtsvolles Arbeiten, das die – fast – ungestörte Fortführung des Unterrichtsbetriebes und der Abiturprüfungen möglich gemacht hätte. Nachdem er das Gebäude vorgestellt hatte, lud er die Gäste zur Besichtigung und zu einer Brotzeit ein.
Die Feier wurde von Schülern des Gymnasiums unter Leitung von StR. Niebauer musikalisch umrahmt.
Bemrkenswert ist noch, dass die Außenanlagen au Grund einer Facharbeit von Anna Lennertz – einer Schülerin am Gymnasium – neu gestaltet werden.
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Bass-Festival: Vorspiel der Schüler von Claus Freudenstein
Wir hatten vergangene Woche schon auf das Vorspiel der Minibassgruppe von Claus Freudenstein von der Musikschule Mühldorf aufmerksam gemacht. Nun fand beim Pauli-Wirt in Schoßbach dieses Vorspiel statt. Hier einige Bilder.
Nach der Begrüßung der zahlreichen Gäste trugen erst die Großen ihr Können vor.
Claus Freudenstein und seine Kollegen haben eine Methode entwickelt, schon 5jährige an den Contrabass heranzuführen, der eigentlich kein Soloinstrument ist: (Die Geschichte vom Bären)
Die Größeren lernen zur Kontrabassbegleitung zu singen.
Die große Minibassklasse führte schließlich die Eurovisionsmelodie auf.
An dem Vorspiel nahmen alle Schüler von Claus Freudenstein teil, so dass das Konzert, das um 19 begonnen hatte, bis weit nach 22 Uhr andauerte.
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Staatssekretär Heike trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Waldkraiburg ein
Johann Peters begründete 1946 in Mühldorf eine Arbeitsgemeinschaft zum Zweck der Umschulung von Schwerbeschädigten auf dem Metallsektor. Aus diesen Anfängen entstand das Berufsförderungszentrum Peters in Waldkraiburg. Obwohl sich die Aufgaben des Berufsförderungszentrums in den Jahrzehnten gewandelt haben, ist die Arbeit mit Behinderten immer noch ein zentrales Tätigkeitsfeld. So veranstaltete das Berufsförderungszentrum nun die zweiten sogenannten JP-Olympics, die heuer ganz im Zeichen des Fußballs standen.
Schirmherrin Staatsministerin Christa Stewens terminlich verhindert, so dass der Staatssekretär im Sozialministerium Jürgen W. Heike sie vertrat. Staatssekretär Heike trug sich ins Goldene Buch der Stadt Waldkraiburg ein.
Im großen Sitzungssaal des Rathauses in Waldkraiburg fanden sich die Gäste der Stadt ein um der Eintragung von Staatssekretär Heike ins Goldene Buch der Stadt beizuwohnen.
Bürgermeister Klika begrüßte Staatssekretär Jürgen Heike, Frau Peters, Frau Effenberger-Peters, die Sozialreferentin der Stadt, Frau Däschler sowie die stellvertretende Landrätin Eva Köhr. Ausserdem begrüßte er den Kreisvorsitzenden des Bundes der Vertriebenen und seine Gattin.
Sodann sagte Bürgermeister Klika an Staatssekretär Heike gerichtet: ......
Er meinte, Waldkraiburg sähe es als Aufgabe an, für ein gutes Miteinander von Sportlern und Menschen mit Handicap zu sorgen. In diesem Zusammenhang bedankte er sich bei Familie Peter für die Ausrichtung der zweiten Olympics, deren Organisation eine enorme Herausforderung für die Firma Peters und für die Stadt darstellt. Er drückte aber auch seine Verwunderung darüber aus, dass das Berufsbildungszentrum trotz des umfangreichen Bildungsangebots einerseits und den vielen Arbeitslosen auf dem Arbeitsmarkt andererseits mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat.
Er stellte die Struktur der Wirtschaft in Waldkraiburg dar, die trotz mehrerer Chemieunternehmen vorwiegend für die Automobilindustrie tätig ist. Bürgermeister Klika unterstrich, dass die Stadt enorme Anstrenungen unternimmt, die Arbeitsplätze zu erhalten und weitere zu schaffen. Die Schwierigkeiten der Vergangenheit wären – auch in Zusammenarbeit mit dem Landkreis ganz gut bewältigt worden.
Sodann ergriff Staatssekretär Jürgen Heike das Wort und erzählte, dass er eine seiner ersten Veranstaltungen in seinem Amt in Waldkraiburg wahrnehmen durfte. Er würdigte die Rolle der Firma Peters, die Bekanntheit weit über die Region hinaus erlangt habe. Er unterstrich die Wichtigkeit der Privatunternehmen für die Integration von Behinderten in die Welt von Nichtbehinderten.
Er übermittelte die besten Wünsche von Staatsministerin Christa Stewens, die wegen der Gesundheitsreformdiskussion derzeit mehr in Berlin weile als in München.
Damit, dass er – als DFB-Schiedsrichter - das Finalspiel bei den JP-Olympics pfeiffen durfte, wolle er ein Zeichen dafür setzen, dass die Staatsregierung den Auftrag sehr ernst nimmt, sich für die Integration von Behinderten zu kümmern.
Auf die Integration der Vetriebenen ging Staatssekretär Heike ein, indem er sagte:....
Sodann trug sich Staatssekretär Heike ins Goldene Buch ein. Bürgermeister Klika bedankte sich bei dem Hohen Besuch, indem er ihm ein Buch über die Stadt und den bekannten Waldkraiburger High-Tech-Schirm überreichte.
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JP-Olympics: Integrationssportfest im Jahnstadion
Johann Peters – der Gründer des Berufsförderungszentrums Johann Peters – gilt als der Ideengeber für die Paralympics, die alle vier Jahre einige Wochen nach der Olympiade ausgetragen werden. Diese Olympiade für Behinderte fand nun in kleinem Maßstab zum zweiten Mal im Waldkraiburger Jahnstadion statt, als JP-Olympics. Wie nicht anders zu erwarten, organisiert vom Berufsförderungszentrum.
Der bekannte Sportmoderator Wolfgang Nadvornik führte durch die Veranstaltung an der Behinderte und Nichtbehinderte sich in verschiedenen Sportarten verglichen. Laufen, Walking, NordicWalking, Handbike standen auf dem Programm. Im Mittelpunkt stand aber das Fußballturnier, an dem sich 8 Mannschaften beteiligten.
In der Kühle des Morgens, noch während sich Staatssekretär Heike ins Goldene Buch der Stadt eintrug, fanden die Wettbewerbe statt, so dass wir erst zum Sportfest kamen, als bereits die meisten Bewerbe ausgetragen waren. Wir kamen gerade recht zur Siegerehrung im Handbikerennen. Die Teilnehmer hatten eine 8 km lange Strecke zurückzulegen.
Vor dem Endspiel im Fußballturnier interviewte Wolfgang Nadvornik Staatssekretär Heike:

Das Endspiel, in dem sich die Mannscahften von Dickow-Pumpen und dem VfL-Waldkraiburg gegenüberstanden, pfiff Staatssekretär Heike als Schiedsrichter.
Zur Pause stand es 1:0 für die Mannschaft des VfL Waldkraiburg. Leider ließ der Terminplan von Staatssekretär Heike nicht zu, dass die zweite Halbzeit gespielt wurde, so entschied man sich, das Spiel durch 11m-Schießen zu entscheiden. Da setzte sich dann die Mannschaft von
Dickow-Pumpen mit 2:3 durch.

Noch während des Endspiels fand sich der Bundestagsabgeordnete Stefan Mayer im Stadion ein und gratulierte zusammen mit Bürgermeister Klika und Inge Effenberger-Peters den Siegern.

Bei den JP-Olympics ist jeder Teilnehmer ein Sieger, weil er sich trotz der Behinderung nicht in sein Schicksal ergeben hat. Diesen Kraftaufwand honorierten die zahlreichen Vertreter aus der Politik durch ihre Anwesenheit. Leider fand die Veranstaltung, die alle drei Jahre stattfinden soll fast ohne Beteiligung der Öffentlichkeit statt.

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Neuer Festplatz: Bürgerversammlung in Kraiburg
Die Lage der Festwiese in Kraiburg mitten in einem Wohngebiet ist seit Jahren ein Problem. Der Marktgemeinderat hat nun beschlossen, an der Umgehungsstraße eine neue Festwiese einzurichten. Kürzlich fand in der Remise in Kraiburg eine Bürgeranhörung statt, zu der von den eingeladenen 50 Betroffenen aber nur etwa 20 gekommen waren:
Im Foyer der Remise hingen die Pläne für die neue Festwiese aus. Die Anwohner konnten sich somit über die Planungen informieren und sich überlegen, was die neue Lage der Festwiese für sie bedeutete.
Bürgermeister Loher begrüßte die Anwohner und stellte erst den Anwesenden Architekten und Hrn. ... von der Verwaltung des Marktes Kraiburg vor. Dann beschrieb er ausführlich, wie der neue Festplatz aussehen soll und worauf bei der Planung besonders Wert gelegt worden sei.
Insbesondere betonte er, dass von der zur Verfügung stehenden Fläche nur ein Teil genutzt werden würde und dadurch noch genügend Platz für die Ansiedlung kleinerer Firmen vorhanden wäre.
Er meinte, der Festplatz würde in Zukunft mehreren Zwecken dienen: Angefangen von Flohmärkten über Vereinsfestveranstaltungen bis hin zu einem Jugendtreff könne er sich vieles vorstellen.
Die anschließende Aussprache drehte sich um die Lärmbelästigung durch das Volksfest und die anderen Veranstaltungen, die dort abgehalten werden würden sowie über Verschmutzung von Grundstücken bis hin zur grundsätzliche Notwendigkeit eines Festplatzes. Besonders stieß den Anwohnern auf, dass beabsichtigt war, unter Umständen einen Skaterplatz einzurichten. Aber auch die Verlegung auf die andere Seite der Umgehung regten einige Anwesende an.
Bürgermeister Loher sagte uns abschließend:
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Volksfestauszug in Waldkraiburg
Mit dem Standkonzert der Egerländer Blasmusik auf den Stufen vor dem Rathaus in Waldkraiburg begann der Auszug zum Volksfest, der dort etwas anders aussieht als anderswo: Wirte, Bedienungen und Vereine marschieren am Volksfestplatz los und holen den Bürgermeister und die Stadträte vom Rathaus ab.
Der Festzug zog auf den Stadtplatz ein und Stadtrat und Bürgermeister schlossen sich ihm an.
Der farbenprächtige Zug, an dem sich mehrere Blaskapellen, die Vereine und die verschiedenen Volksgruppen in ihren Trachten beteiligten setzte sich dann in Bewegung Richtung Volksfestplatz.
Im Bierzelt angekommen, versuchte Bürgermeister Klika seine Wette zu gewinnen, die er mit Mühldorfs Bürgermeister Knoblauch geschlossen hatte, nämlich, dass er das Faß mit nur einem Schlag anzapfen könne:
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Volksfestrundgang mit Bürgermeister Klika
Nachdem im Festzelt das Volksfest eröffnet war, begaben wir uns auf einen Rundgang durchs Volksfest. Hier unsere Eindrücke:
Nachdem das Volksfest eröffnet war, luden Bürgermeister Klika, seine Frau Helga und Norbert Meindl, der Organisator des Volksfests Ludwig Stuffer, Geri-Linda Metterle – beide Fotographen – und uns zu einem Rundgang übers Volksfest ein. Später stieß stellvertretende Landrätin Eva Köhr zu der Runde. Es wurde sensationell! Wir zeigen Ihnen den Bericht – ohne Worte!
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Ausstellung von Werken nach Hundertwasser im Flez im Rathaus in Mühldorf 29 19.07.06
Die Kunst des Malers und Bildhauers Friedensreich Hundertwasser erfreut sich auch sechs Jahre nach seinem Tod großer Beliebtheit. Obwohl nicht unumstritten, bilden sie mit ihren kräftigen Farben, ihren runden und weichen Formen immer einen Blickfang.
Im sogenannten Flez des Rathauses in Mühldorf, also im Korridor im ersten Stock ist seit einigen Wochen eine Ausstellung von Werken der Schüler der Klasse 4a der Grundschule Mößling zu sehen.
In Gemälden und Modellen von Bauten empfanden die Kinder die Philosophie nach, die Hundertwassers Werken zu Grunde liegt. Friedensreich Hundertwasser selbst wird durch einige seiner Werke und seinen Lebenslauf vorgestellt. Die Lehrerin der 4a, Frau Susanne Rehse antwortete auf unsere Fragen:
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Kunstflugtage in Ampfing
Am Flugplatz in Ampfing fanden Kunstflugtage statt. Trotz herrlichen Sommerwetters waren nur wenige Besucher gekommen um den akrobatischen Darbietungen der Piloten zu folgen oder die wunderschön restaurierten alten Flugzeuge zu bestaunen. Ob’s daran lag, dass die Grüne Lagune gleich nebenan ist?
Zwei Tage lang bot sich den Zuschauern ein abwechslungsreiches Programm, bei dem der Kunstflug nur einen Teil der Vorführungen ausmachte. Demonstrationsflüge mit historischen Flugzeugen, Falschirmspringer, Rundflüge mit Flugzeugen und Hubschraubern sowie Vorführungen mit Modellflugzeugen boten für jeden Zuschauer etwas. Wir wollen die die folgenden Bilder für sich selbst sprechenlassen....
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Verabschiedung von Rektor der GS Mößling Klaus Brügel
Für jeden von uns kommt der Zeitpunkt, sich in den Ruhestand zu verabschieden. Bei manchem möchte man es gar nicht glauben, dass es schon so weit ist... So einer ist Klaus Brügel, der Rektor der Grundschule in Mößling.
Stadtpfarrer Johann Sinseder, Bürgermeister Günther Knoblauch, Schulamtsdirektor Peter Krell, Christian Funiok, Rektor an der Hauptschule in Mühldorf, sogar Altbürgermeister und Ehrenbürger Josef Federer waren in die Turnhalle der Grundschule in Mühldorf gekommen, um Klaus Brügel in den Ruhestand zu verabschieden. Natürlich nahmen die Kinder der Grundschule, die Lehrkräfte und auch viele Eltern an der Feierstunde teil.
Nachdem die Kinder die Festgesellschaft begrüßt hatten, ergriff die Konrektorin Frau Schmauß-Benedikt das Wort. Sie blickte zurück auf die 20 Jahre seiner Tätigkeit an der Grundschule und bedankte sich für die stets harmonische, faire und verantwortungsvolle Zusammenarbeit. Sie wünschte ihm, dass er seinen Ruhestand gelassen genießen könne.
Schulamtsdirektor Krell blickte auf eine kurze aber sehr erfreuliche Zusammenarbeit zurück und lobte die Flexibilität, mit der Klaus Brügel die Umwälzungen im Schulwesen in seiner Dienstzeit bewältigte.
Auch Bürgermeister Günther Knoblauch bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Er meinte:

Weil er meinte, Klaus Brügel wäre so etwas wie der Schulfürst von Mößling, überreicht er ihm einen Fürstenteller als Abschiedsgeschenk
Stadtpfarrer Johann Sinseder meinte dann, Klaus Brügel hätte ihm einmal gesagt, er würde sich wünschen, er hätte so lange weitergemacht wie er selber. Aber nun höre er ein Jahr eher auf zu Machen als er selber. Auch er bedankte sich für die außerordentlich gute, freundschaftliche und problemlose Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.
Dann führten Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer die Kinder auf eine Reise um die Welt und dachten so darüber nach, wohin Klaus Brügel die geplanten Reisen führen könnten.
Zum Abschluss dankte Klaus Brügel seinen Lehrerkollegen und seinen Schülern in bewegten Worten für die große Mühe, die sie sich mit der Ausrichtung der Feier gemacht hatten. Er sagte aber auch, dass er in den vielen Jahren immer tatkräftig vom Lehrerkollegium, den Elternbeiräten, Hausmeistern und Hilfskräften unterstützt worden wäre und es ihm so leicht gemacht worden war, jeden Tag gern in die Schule zu gehen. Er warb für den Beruf des Lehrers, der wie kaum ein anderer Freude bereiten würde.

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Großer Bericht von Bayerns größtem Trachtenfest in Töging: Anstich, Heimatabend, Umzug - Vorschau auf den Theaterabend der Theatergruppe des Trachtenvereins Enzian - und weitere Nachrichten
Zwei Jahre Vorbereitung waren nötig, um das größte Trachtenfest in Töging zu veranstalten, das 116. Gautrachtenfest des Gauverbandes I. Jetzt ging's endlich los:
Alle Vereine, viele Firmen und die Stadt Töging haben zusammengeholfen, das Gaufest zu organisieren. Sie haben ein Zelt aufgebaut, wie es weit und breit noch nie gestanden hatte. Ca. 1000 Biertischkombinationen stellten die Mitglieder des Gebirgstrachtenerhaltungsvereins Enzian in dem Zelt auf. Kein Wunder, am Sonntag wurden fast 10.000 Trachtler erwartet.
Am Freitag begrüßte der Schirmherr – Töging's Bürgermeister Horst Krebes die Festgemeinde, bevor er das erste Faß anzapfte.
Ihm, Christian Kammerbauer, Harald Fürthner, Bräuin Röhrl und Klaus Mitterer und den anderen schmeckte es sichtlich.
Anthony Hostetter vom Gebirgstrachten-Erhaltungsverein Almrausch in Philadelphia in USA hatte sicher die weiteste Anreise. Er überreichte als Gastgeschenk ein Modell der Freiheitsglocke und ein Buch über den Gauverband Nordamerika.
Dann ging's zum Tauziehen, das Bürgermeister Krebes selbst moderierte. Es hatte vorher stark geregnet, so dass der Grund nicht besonders fest war – was dem Spaß an der Sache aber nicht getrübt hat – eher im Gegenteil:
Die Festwoche begann so richtig mit dem Heimatabend im Festzelt. Vorher trafen sich die Mitglieder des Vereins vor dem Rathaus in Töging.
Da gab es Gelegenheit, die Trachten nochmal zurechtzurücken und einen gemütlichen Plausch zu halten. Dann gab die Lindacher Blaskapelle aus Burghausen ein Standkonzert.
Dann ging's hinaus zum Festzelt am Volksfestplatz. Unterwegs machte der Verein Halt auf dem Friedhof und gedachte in einer kleinen Andacht der Verstorbenen.
Im Festzelt angekommen sagte Harry Fürther, der Festorganisator:

Schirmherr Bürgermeister Horst Krebes begrüßte die Ehrengäste:

In den folgenden Minuten lassen wir Sie allein und hoffen, dass Ihnen der Heimatabend des Gauverbandes gefällt.

Den Höhepunkt des Gautrachtenfestes bildet der Umzug. Etwa 8000 Trachtler aus dem ganzen Gau waren angekündigt. Um Raum für die Busse zu schaffen, wurde die Autobahn kurzerhand geöffnet und zum Parkplatz umfunktioniert.
Das Wetter machte uns denken, wir wären wirklich in den Alpen. So fiel es leicht, mit den Trachtlern auf die Wiese zu ziehen und Feldgottesdienst zu feiern.
Zahlreiche Würdenträger waren erschienen, um am Gaufest teilzunehmen: Landtagspräsident Alois Glück, der Regierungspräsident von Oberbayern Christoph Hillenbrand, Landrat Erwin Schneider, Altlandrat Seban Dönhuber, Bürgermeister Horst Krebes, Abgeordnete Heckner, Bürgermeister Siegfried Klika aus Waldkraiburg, Bürgermeister Georg Kobler aus Erharting
Stadtpfarrer Rudolf Eichhammer zelebrierte die Messe.
Nach Segen und dem Singen der Bayerischen Nationalhymne machten sich die 119 Trachtenverein in zwei Gruppen auf ausgeklügelten Strecken auf den Weg durch Töging zum Festzelt. Hier unsere Eindrücke:

Es war kaum vorstellbar, wie schnell sich ein Festzelt dieser Größe füllen kann: Eine Mammut-Aufgabe für Schenkkellner, Essensausgabe und Bedienungen. In 45 Minuten gab die Küche 5.500 Portionen Hendl aus. Wieviele Schweinebraten haben wir gar nicht mehr erfragt. Und wieviele Maß Bier auch nicht!

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Die Südostbayernbahn testet einen Triebwagen mit Pflanzenöl als Treibstoff 30 26.07.06
1EURO14 für den Liter Diesel, 1EURO40 für den Liter Benzin? Und alle Treibstoffe importiert – und alle produzieren Treibhausgase, die das Ozonloch vergrößeren – Ein Teufelskreis?
Seit einigen Jahren kann man Dieselmotoren mit Pflanzenöl betreiben. Das ist billiger und umweltneutral, weil die Rohstoffe dazu auf unseren Feldern wachsen. Allerdings muss man die Fahrzeuge dafür umrüsten, weil Dichtungen und Schläuche, aber auch manche Metalle diese Pflanzenöle nicht aushalten.
Die Südostbayernbahn verbraucht jedes Jahr 3 Millionen Liter Dieselöl – Schließlich sind unsere Strecken und unser Bahnhof immer noch nicht elektrifiziert!
Aus diesem Grund startet die Südostbayernbahn jetzt einen Versuch mit einem umgebauten VT 628, den sie vergangene Woche auf dem Bahnhof Mühldorf der Öffentlichkeit vorgestellt haben.
Christoph Kraller, Vorstand der Südostbayernbahn antwortete auf unsere Fragen:
Landrat Georg Huber unterstütz diese umweltbewusste Sparpolitik der Südostbayernbahn.
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In Neumarkt St. Veit wurde die Planung der Umgehungsstraße vorgestellt
Über die Verkehrssituation in Neumarkt St. Veit haben wir schon öfters berichtet. Nun schlagen Stadt und Straßenbauamt ein Kapitel auf, auf das die Neumarkter schon Jahrzente warten: Eine Umgehungsstraße wird gebaut.
Im Herzoglichen Kasten stellten Bürgermeister Baumgartner und Mitarbeiter des Straßenbauamtes – auch deren Chef, Klaus Rehm war da – die Planung für die neue Straße vor.
Anhand von ausgehängten Plänen konnten sich die zahlreichen Besucher ein Bild vom Stand der Planungen machen bevor das Video gezeigt wurde, mit dem die Stadt bei den Stellen in Landes- und Bundesregierung vorstellig geworden war, die für die Finanzierung zuständig sind.
Das Video zeigte die Verkehrssituation in Neumarkt vor der Einweihung der Spange und zeigte deutliche, welchen Belastungen durch Verkehrsdichte und Schwerverkehr die Innenstadt von Neumarkt ausgesetzt ist. Hier ein kurzer Ausschnitt.
Dann begrüßte Bürgermeister Baumgartner die Interessenten und drückte seine Freude über das erhebliche Interesse an der Planung aus.
Er blickte zurück und erläuterte, wie es dazu kam, dass nun tatsächliche eine Umgehungsstraße gebaut werden könne, nachdem schon vor über 20 Jahren geplant, aber nicht gebaut worden war.
Straßenbauamtschef Klaus Rehm betonte, dass die Planung bereits bis ins kleinste Detail stünde und sie dadurch in der Lage wären, Fragen der Anwesenden zu beantworten.
Bürgermeister Baumgartner stellte die Verantwortlichen des Straßenbauamts vor.
Bernhard Bauer, verantwortlicher Planer für die Umgehungsstraße erklärte dann Planungsgrundlagen und Pläne:
Sie hätten fünf Streckenführungen – sogenannte Wahllinien – auf deren Realisierbarkeit untersucht. Jede dieser Wahllinien wurde nach den Gesichtspunkten „Verkehrsqualität“ – „Eingriffe in die Natur“ – „Beeinträchtigung der Bürger“ und natürlich „Baukosten“ überprüft. Diesen Prüfkriterien entsprach nur die Wahllinie 3, die von Landshut kommend bei Maierhof über einen Kreisverkehr an die bestehende B299 angekoppelt wird. Auch die Staatsstraße 2086 wird die Bundesstraße 299 durch einen Kreisverkehr kreuzen. Oberhalb des Staudacher Bergs mündet die neue Umgehungsstraße wieder in die bestehende Bundesstraße ein.
Bernhard Bauer meinte, die neue Straße werde sehr flüssig zu befahren sein, da sie praktisch frei ist von Kreuzungen und Einmündungen.

Besonders interessant sei die Auswirkung auf die Verkehrsdichte im Stadtbereich. Der Verkehr würde sich in der Bahnunterführung um 54%, in der Bahnhofstraße um 26%, in der Birkenstraße um 24%, am Staudacher Berg um 57% und am Stadtplatz um 47% reduzieren!

Auf den zeitlichen Rahmen der Realisierung angesprochen, meinte Bernhard Bauer:

Bernhard Bauer hatte eine Animation mitgebracht, die es ermöglichte sich das Fahren auf der neuen Straße schon einmal vorzustellen. Wir können Ihnen diese zeigen.

In der anschließenden Diskussion tauchten mehrere Fragen auf, um die sich anzunehmen das Straßenbauamt versprach. Besonders die Absicherung von Spielgelände für Kinder lag den Besuchern am Herzen, aber auch die Anbindung der Straße aus Richtung Niederbergkirchen oder die Einrichtung von Geschwindigkeitsbeschränkungen im Bereich von Wohnhäusern stellten Anliegen dar.
Obwohl sicher noch Details geklärt werden müssen, besteht in Neumarkt St. Veit große Zufriedenheit darüber, dass die Umgehungsstraße endlich in Angriff genommen wird, die derzeit das zweitgrößte Straßenbauprojekt im Bereich des Straßenbauamts Rosenheim ist, wie uns Klaus Rehm sagte.
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Das Berufliche Schulzentrum Mühldorf verabschiedet Absolventen
Das Berufliche Schulzentrum Mühldorf – sicher besser bekannt als Berufsschule II – hat heuer schon sehr aufhorchen lassen. In einem Wettbewerb um die innovativste Berufsschule wurde es von der Stiftung Bildungspakt Bayern mit dem ISI-Preis für Innere Schulentwicklung ausgezeichnet.
Nun verließ ein weiterer Jahrgang diese Schule nach drei Jahren ausbildungsbegleitenden Unterrichts.
Landrat Georg Huber, Bürgermeister Günther Knoblauch, Handwerksmeister Sepp Eichner, aber auch Obermeister und Chefs der Handwerke und Betriebe waren in die Aula der Berufsschule II an der Innstraße gekommen um die Berufsschüler zu verabschieden und ihre besten auszuzeichnen.
Die Kinderpflegeklasse 11A unter Leitung von Frau Einberger eröffneten die Feierstunde.
Dann begrüßte Schulleiter Oberstudiendirektor Ludwig Ecker Schüler und Festgäste.
In Anspielung auf die eben beendete Fußballweltmeisterschaft verglich Luwig Ecker seine Schule mit einem Fußballverein, dessen Spieler nun entlassen würden. Er dankte allen, die zum Erfolg dieses Spielerjahrgangs beigetragen hätten, insbesonderes den Sponsoren und Financiers. Um das Training erfolgreich absolvieren zu können, benötigten die Spieler drei wesentliche Bestandteile: einen guten Verein, also einen guten Ausbildungsbetrieb, eine gute Trainingsschule mit guten Trainern und ein gutes Trainingslager mit guten Betreuern, also ein gutes Elternhaus. Nur wenn alle diese Faktoren zusammenpassen, ist Erfolg möglich.
Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben, ohne die auch die Schule nicht erfolgreich arbeiten kann. So aber hätten sie gemeinsam den jungen Menschen etwas vermittelt, was sie nie mehr verlieren könnten, nämlich ihre Bildung.
Den Vereinsmanagern schrieb Ludwig Ecker ins Stammbuch, dass sich die Investition in die Ausbildung der jungen Menschen lohnen würde, da sie nicht nur Fachwissen vermittelt hätten, sondern auch Werte wie Fair-Play, Anstand, Disziplin, Ordnung, Flexibilität, Verantwortlichkeit und Teamfähigkeit, und dass sie so zur Charakterbildung beigetragen hätten.
Ludwig Ecker betonte, dass diese werteorientierte Ausbildung zur Auszeichnung mit dem ISI-Preis geführt hätte und sie nun sozusagen in der Bayernliga spielen würden. Er bedankte sich bei den anwesenden Schülern, die in der Zeit an der Schule waren, als diese Auszeichnung verliehen wurde:
Ludwig Ecker gab den Schülern als Leitsatz mit, der ihr Leben prägen solle: „HHH“ soll heißen, sie sollen ihr Leben mit Herz – Hirn und Humor gestalten.
Im Anschluss daran sagte Oberstudiendirektor Reinhard Albert:

Er kehre zurück an den Ausgangspunkt seiner beruflichen Karriere. Er selbst habe seine Berufsschulzeit 1964 in dieser Aula beendet. Er bedankte sich bei Eltern und Ausbildungsbetrieben und besonders bei den Schülern. Er meinte, Lehrer wären für Schüler immer alt. Aber auch die sogenannten Etablierten waren einmal jung. Die Jahre dazwischen waren arbeitsreich und spannend. Damit es für sie genau so käme bräuchten sie einige wesentliche Dinge: Vor allem Gesundheit, aber auch ein sicherer Arbeitsplatz und die Bereitschaft, immer weiter lernen zu wollen wären grundsätzliche Voraussetzungen für Erfolg. „Nur Fun“ oder „Null Bock“ wären keine Alternativen. Vielmehr wären sie die Zukunft unseres Gemeinwesens. Und so, wie das Selbstvertrauen die deutsche Fußballnationalmannschaft bei der kürzlich zu Ende gegangenen WM bis ins Halbfinale bebracht hat, was ihr niemand zugetraut hatte, so sollten auch sie an sich selbst glauben, an ihre Fähigkeiten und ihre Talente.
Kreishandwerksmeister Sepp Eichner bedankte sich für die gute Zusammenarbeit zwischen Handwerk und Berufsschule, die die Grundlage für die gute Ausbildung ist. Er trat Auffassungen entgegen, die meinen, der Anteil der schulischen Ausbildung an der Berufsausbildung wäre zu hoch und die Lehrlinge dadurch zu wenig in der Schule präsent. Die Anforderungen wären heute wesentlich vielfältiger als früher, so dass auch die Ausbildung umfangreicher wäre. Er dankte den Eltern für die Unterstützung ihrer Kinder während der Ausbildungszeit. Sein Dank ging auch an Landrat Georg Huber, der für Anliegen der Ausbildung immer offene Ohren hätte. Er gratulierte den Absolventen zum SchulAbschluss, ermahnte sie aber gleichzeitig, in ihren Weiterbildungsbestrebungen nicht nachzulassen.
Landrat Georg Huber mahnte durchzuhalten, auch wenn es manchmal keinen Spaß macht und man keine Lust hat. Wer seinen Geist wach hält, sich weiterbildet und neugierig bleibt, bereit ist, sich zu verändern und sich anzupassen, der wird im Leben viel erreichen. Er mahnte: Lassen Sie sich ein auf das Leben, mit Freude und Wagemut. Sie sind mit Ihrem Abschluss bestens gerüstet.
Er wäre stolz auf das Schulwesen im Landkreis Mühldorf und er wäre stolz auf alle Abgänger der Beruflichen Schulen im Landkreis. Dann griff auch er die Fußballersprache auf und mahnte die Absolventen am Ball zu bleiben, nicht stehen zu bleiben, sich weiterzuentwickeln und damit ihr eigenes Leben und ihre Zukunft zu bereichern.
Landrat Georg Huber dankte allen Lehrern und allen Betrieben für ihr Engagement für die jungen Menschen und die Leistung, die sie damit für die Volkswirtschaft erbringen. Sein Dank galt besonders auch den Eltern für ihre Hilfe. Er sagte jede mögliche Hilfe seitens des Landkreises zu um die bestmögliche Ausbildung gewährleisten zu können.
Dann zeichneten Landrat Georg Huber und Oberstudiendirektor Reinhard Albert die besten Absolventen der Berufsschule I aus:

... erlernte den Beruf des Mechatronikers bei Firma Esser in Waldkraiburg und schloss mit Note 1,0 ab.

Matthias Maier, erlernte im elterlichen Betrieb in Tyrlaching den Beruf des Anlagenmechanikers und schloss mit Note 1,0 ab.

Anna Seifried aus Mehring lernte den Beruf des Landwirts im Betrieb des Max Stölzl.

Anton Limmer erlernte den Beruf des Anlagenmechanikers bei Firma Pflügl in Reichertsheim.
Oberstudiendirektor Ludwig Ecker überreichte dann den Staatspreis mit Geld als besondere Auszeichnung an:
- Sonja Schallmoser, Arzthelferin in der Praxis von Dr. Baumgartner schloss mit Note 1,0 ab.
- Robert Göbl aus Töging erlernte das Bäckerhandwerk im elterlichen Betrieb und schloss ebenfalls mit Note 1,0 ab.
- Florian Müller erlernte den Beruf des staatlich geprüften Kinderpflegers.
Weitere neun Absolventen wurden für Noten von 1,06 bis 1,44 ausgezeichnet:
Elisabeth Hopf, Christina Kormann, Mathias Baisl, Bettina Dressl, Katharina Lenz, Thomas Knoblauch, Stephanie Adlhart, Veronika Meier und Bernhard Renner.
Zum Dank für die regelmäßige Teilnahme an den Verabschiedungsfeiern überreichte Oberstudiendirektor Ecker Landrat Georg Huber eine Krawatte mit den eingestickten Initialen des Berufsschulzentrums.
Die Kinderpflegeklasse 11a unter Leitung von Frau Einberger zeigte einen Schowtanz
Bevor alle anderen Absolventen ihre Zeugnisse erhielten, sprach Bürgermeister Knoblauch’s Sohn Thomas zu der Festversammlung. Er blickte zurück auf die Herausforderungen und Veränderungen, die sich in ihrem Denken und Verstehen in den vergangenen drei Jahren vollzogen hätten um dann mit dem Zitat aus einem Lied festzustellen „Ich weiß nicht weiter – waren wir noch nie“. Einerseits stehen sie vor einem neuen Lebensabschnitt und wüßten nicht mehr weiter, andererseits hätten sie ihre Berufsausbildung abgeschlossen und wären noch nie weiter gewesen. Aber sie hätten gelernt, mit solchen Situationen umzugehen. So wäre es Zeit, Danke zu sagen an alle, die sie unterstützt hätten. Er bedankte sich bei OstD. Ecker und meinte, bei ihm hätte das Kürzel BSZ eine neue Bedeutung bekommen. Anstatt Berufschulzentrum verbinden sie damit „Bietet Schülern Zukunft“: Seinen Dank an die Eltern verband er mit der Bitte um weitere Untersützung, schließlich wären sie noch lange nicht am Ziel. Er meinte:
Im Foyer der Schule waren Gesellsenstücke ausgestellt, die das Können der Absolventen eindrucksvoll zeigten. Zum Abschluss lud die Schule zu Kaffe, Eis und Kuchen ein, wobei wir glauben, dass sich das Eis an diesem heißen Tag der besten Beliebtheit erfreute.

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Was ist ein Jegog?
Die Musikschule Mühldorf und die Fachschaft Musik des Ruperti-Gymnasiums haben sich in den vergangenen Jahren zu einem musikalischen Zentrum in der Region entwickelt. Noch vor 10 Jahren war die Musikschule wie jede andere Musikschule und der Musikunterricht am Ruperti-Gymnasium so wie überall sonst auch.
Seitdem Herr Niebauer die ersten Gamelan-Instrumente nach Mühldorf brachte, entwickelte sich hier – wie er sagt – ein Zentrum indonesischer Kultur. Seit einiger Zeit besitzt nun die Musikschule eine mehrteiliges Instrument namens Jegog. Dieses wurde kürzlich anläßlich des Vorspiels der Musikschule im Stadtsaal der Öffentlichkeit vorgestellt. Bevor wir mit Herrn Niebauer und Invanildo Kowsoleea sprechen, hören Sie, wie das Jegog klingt:
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Der Landkreis geht auf Reisen: Diesmal nach Passau
„Der Landkreis geht auf Reisen“ ist eine gemeinsame Initiative von Landkreis und Südostbayernbahn. Vergangenes Jahr fuhren die Teilnehmer mit dem Zug nach Regensburg, besichtigten dort die Stadt und hatten Gelegenheit zum Kennenlernen.
Heuer ging die Reise nach Passau.
Am Samstag um 7:45 in der früh wartete eine kleine Gruppe Mitreisender auf dem Bahnsteig 1 am Bahnhof in Mühldorf als der Zug von Gars und Waldkraiburg kommend einfuhr. Man mochte meinen, es wäre genug Platz im Zug – weit gefehlt! Der Zug war beinahe voll, gerade noch Platz für die kleine Gruppe Zusteiger in Neumarkt-St. Veit.
Wir haben Teilnehmer gefragt, warum sie diese Reise mitmachen:
Je näher wir uns Passau näherten, desto kurviger und enger wurde die Strecke. Man merkte, dass hier nicht viele Züge verkehren. Links und rechts Felder so weit man sehen konnte. Bis auf einige technisch bedingte Stopps fuhr der Zug durch. Kurz vor Passau hatte man den Eindruck, man wäre im Urwald, so dunkel wurde es im Zug. Die beiden haben sich aber nicht gefürchtet!
Herr Jakob von der Südostbayernbahn und Frau Bachinger vom Landratsamt teilten die Reisenden für die Stadtführung in fünf Gruppen ein. Wir wurden der Gruppe um Landrat Georg Huber zugeordnete, zu der auch Landtagsabgeordneter Dr. Marcel Huber, Stellvertretende Landrätin Eva Köhr, Bürgermeister Siegfried Klika, Fraktionsvorsitzender Anton Sterr, Stadtbaumeister Fasser und andere gehörten.
Nach Ankunft warteten bereits die fünf Stadtführer vor dem Bahnhof. Es ging gleich los – entlang der Donau (die eigentlich blau sein sollte...) Richtung Rathaus. Stadtführer Hilmar Hertel erzählte anekdotenreich die Geschichte der Stadt, die man auch das Venedig des Nordens nennt. Er erzählte davon, dass die Fürstbischöfe von Salzburg und Passau immer miteinander rivalisierten, weil das zum Beispiel das Bistum Passau zwar das Größte war, aber Salzburg die schöneren Kirchen besaß.
In der Innenstadt angekommen, erläuterte er, warum so viele Straßen italienische Namen trugen: Es sind die Namen von Baumeistern, Kirchenmalern und Architekten, die die Fürstbischöfe geholt hatten um die Stadt zu bauen.
Er erzählte, dass der Turm einer Kirche hatte um 20 m niedriger gemacht werden müssen, weil er nicht höher sein durfte als die Türme des Doms. Dann meinte er, der Dom wäre jetzt schon zwei Mal gebaut worden, einmal im Mittelalter und jetzt wieder: Man müsse alle Steine ersetzen, die über die Jahrhunderte brüchig geworden wären. Passau wäre froh darüber, dass die Bayerische Staatsregierung sich an diesen Kosten großzügig beteiligen würde.
Im Rathaus angekommen, wurden wir in den großen Rathaussaal geladen, wegen unseres Besuchs für Besichtigung vorübergehend geschlossen worden war. Dr. Anton Jungwirth, der 3. Bürgermeister der Stadt Passau empfing unsere Gruppe und beschrieb in einer kurzen Ansprache die Geschichte, Schönheit und Besonderheiten der Stadt Passau, ihre Bedeutung für die Region, ihre wirtschaftliche Situation heute und ihre Zukunftsaussichten. Er meinte, da es wenig Industrie gäbe wäre die Gründung der Universität 1978 ein echter Glücksfall für Passau gewesen. Außerdem wäre der Tourismus für Passau ein wesentlicher Wirtschaftszweig.
Landrat Georg Huber bedankte sich herzlich für den netten Empfang und drückte seine Freude darüber aus, die Schönheit der Stadt, mit der ganzen Reisegruppe aus dem Landkreis genießen zu dürfen. Er bat Dr. Jungwirth, Oberbürgermeister Zankl seine Grüße auszurichten, der anderweitig verhindert war. Dann überreichte er Dr. Jungwirth als Gastgeschenk einen Schirm, und eine Flasche Weißbierschnapps, sozusagen als Fließmittel für so manche Sitzungen.
Weil er meinte, er wäre besonders sehenswert, lud Dr. Jungwirth die Besuchergruppe dann in den kleinen Sitzungssaal ein. Er betonte jedoch die Sparsamkeit der Passauer, als er darauf hinwies, dass trotz des prunkvollen Saales das Mobiliar noch aus den 70er Jahren stammen würde und doch ziemlich wackelig wäre.
Die Reisegruppe begab sich dann zu Tisch und unternahm eine 3-Flüsse-Rundfahrt mit einem Ausflugsschiff, bevor es um 18:20 mit dem Zug wieder Richtung Landkreis Mühldorf ging.
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Das Badwandlrennats der Boarischn auf dem Inn
Vergangenes Jahr nicht – weil sie Babypause eingelegt hatten – aber vorher jedes Jahr seit 1993 veranstaltete der Verein „De Boarischn“ sein Badwandlrennats auf dem Inn in Mühldorf zwischen der Lände und der Innbrücke.
Zwischen 1000 und 1500 Besucher waren trotzd der großen Hitze gekommen um die wagemutigen Männer mit ihren „Badwandln“ rennen zu sehen. Dieses Jahr hatte der Inn zu wenig Wasser – aber EON hatte ein einsehen und öffnete die Schleusen in Jettenbach so dass genug Wasser den Inn herunter lief.
Wir wollten von den Matadoren wissen, wie weit sie wohl kommen würden:
Dann ging's endlich los und das erste „Wandl“ – eine Wock-Pfanne – schwamm problemlos die Rennstrecke hinunter. Mit dem Anlanden gab es diesmal keine Probleme, ein Traktor mit einer Seilwinde zog die Gefährte ans Ufer. Vorbei die Zeiten, als die Wasserwacht die Wandln bis zur Ehringer Eisenbahnbrücke hinunter hat einsammeln müssen.
Weil die Zeit erst genommen wird, wenn alle Teilnehmer einen Schnapps gekippt haben, hats beim Anlanden den meisten pressiert!
Trotzdem ging's auf dem Lode-LKW, dem Steckensprecher Klaus Werkstetter Mautprellerei vorhielt, weil er sich aufs Wasser geflüchtet hatte, ziemlich entspannt zu. Was aussah wie Reparaturarbeiten im Fahrerhaus war nur das Mißgeschick des vergessenen Flaschenöffners! Weil der Lastwagen eigentlich noch weiter fahren wollte, musste ihn die Wasserwacht herausholen.
Fred Feuerstein, Barnie Geröllheimer und Anhang hatten einen eigenen Antrieb an Bord. Sie hatten wohl Ambitionen auf den Sieg?
Der Mühldorfer Volksfestbiergarten schwankte schon nach dem Start bedenklich. Auch auf sie wartete die Batterie Schappsgläser – charmant serviert!
Weil die Zeit erst gestoppt wird, wenn der letzte ausgetrunken hat, pressierts nach dem Anlanden. Schlimm, wenn sie dann nicht wissen, wohin sie laufen müssen!
Die Neuöttinger hatten das schönste Wandl – und auch sonst eine eigene Art der Fortbewegung!
Oberhalb der Landestelle hatten de Boarischn mehrere Zelte, Bars, Stände und so weiter aufgestellt und so bestens für Besucher und Teilnehmer gesorgt.
Vor der Siegerehrung lobte Bürgermeister Günther Knoblauch de Boarischen und das Badwandlrennats:
Die Neuöttinger erhielten den Preis für das schönste Badwandl und nahmen ihn in ihrer typischen Weise entgegen.
Zweiter Vorstand Klaus Werkstetter sagte uns dann:

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