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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
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Das gabs 2008 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
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Die Kommunalwahl unsere Beobachtngen und Analysen
10 06.03.08
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Musiknacht in Mühldorf
Wir haben unseren Spaziergang im Cafe Sax begonnen, wo „Murphy's Law“ handgemachten fetzigen Rock und gefühlvolle Balladen von Eric Clapton, Joe Cocker, Rod Stewart, den Beatles und den Rolling-Stones spielten. Die Stimmung kochte und so lief nicht nur dem Sänger der Schweiß über's Gesicht. Auch unserer Kamera war's zu heiß.
Im Café Goa gaben „4-way-street“ unplugged-Versionen von Pink-Floyd, R.E.M. Crosby-Stills-Nash-&-Young, Eric Clapton als auch Eigenkompositionen zum Besten.
Ohne das Entgegenkommen des Wirts wären wir nicht ins Cappuccino rein gekommen, wo Los Chicos Lateinamerikanische Salsa- Rumba- und Tango-Rhytmen und vieles andere spielten. Wie häufig zu beobachten, war auch hier nahe der Bühne viel Platz, während sich die Besucher im hinteren Bereich drängten.
Das selbe Bild im Lodronhaus, wo „Covermen“ ebenfalls Musik von den 60er-Jahren bis heute zum Besten gaben.
Entspannter gings im Museumsbräu Steer zu. Die Garser Tanzlmusi hatte es sich an einem Tisch in der Mitte bequem gemacht und spielte Bayerisches. Überrascht hat uns, wieviele junge Leute sich hier eingefunden hatten. Ist eine Renaissance der Volksmusik im Gang? Jedenfalls hat Rudi Steers gutes Weißbier sicher zur guten Stimmung beigetragen.
Oft zu beobachten waren kleine Grüppchen von Rauchern vor den Lokalen....
Im Haberkasten trat die Gruppe „Closing-Time“ auf. Auch hier war genug Platz für ein Tänzchen.
Wiederum kein Durchkommen war im SP53, wo „Free-Beer & Chicken“ spielten, eine Gruppe, die von Wien bis Madrid mit wenig elektrischem Aufwand und viel Spielfreude New-Orleans-Blues, bis Boogie-Woogie darboten. Hier war kein Durchkommen, so mußten wir einfach mal drüberschauen.
Der Stadtbus brachte die Gäste vom Stadtplatz zu den Gaststätten außerhalb, vor allem zum Bahnhof, wo die Südostbayernbahn einen der vier Party-Wagons der Deutschen Bahn bereitgestellt hatte. Krause & Huber gaben in diesem ungewöhnlichen Ambiente Musik der letzten 50 Jahre zum Besten und hatten ihren Spaß dabei. Was stört's, wenn gar nicht so viele Gäste da sind.
Trotz des guten Wetters und des attraktiven Angebots waren am Stadtplatz kaum Flanierer zu beobachten, die von einem Lokal zum anderen gezogen wären. Auch der Busfahrer des Shuttle-Busses berichtete von wenig Frequenz. Im vergangenen Jahr hatten zu viele Besucher der Musik unter den Arkaden gelauscht, weshalb man heuer einen früheren Termin gewählt hatte. Der Besuch ließ zu wünschen übrig, obwohl man für einmalig 8€ wirklich gute Musik geniessen konnte. Vielleicht lags ja auch daran, daß ein regionaler Radiosender am Nachmittag gemeldet hatte, die Musiknacht wäre abgesagt?
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Die Hauptschule stärken: "AiS - Ausbilder in Schulen"
Ampfings Hauptschulrektor Franz Griesser begrüßte die Gäste im Musikssaal seiner Schule unter denen Landtagsabgeordnete Ingrid Heckner und Hans Rambold und Ampfings Bürgermeister Ottmar Wimmer waren. Die Wirtschaft war vertreten durch Hotel- und Gaststättenverbandsvorstand Holger Nagl, Jochen Englmeier vom Bildungszentrum der Handwerkskammer in Mühldorf. Von der Agentur für Arbeit war ... Marcius gekommen.
Schulamtsdirektor Peter Krell und Schulrat Paul Schönstetter betonten, daß die Hauptschule in Ampfing schon immer eine Vorreiterrolle bei der Einführung neuer Initiativen gespielt hatte. Bei der Umsetzung der Hauptschulinitiative wäre sie federführend im Landkreis.
Paul Schönstetter wäre gar nicht mehr zu bremsen, in seinem Eifer, der Hauptschule wieder zu Ansehen zu verhelfen. Er sprühe geradezu vor Ideen um dieses, sein Herzensanliegen zu erreichen.
Paul Schönstetter definierte die zunächst die Hauptschule als die innovativste Schule, die unverzichtbar wäre und die sich um fast 50% der Schüler kümmere, die aber auch ein Akzeptanzproblem hätte. Wenn in den sozialen Brennpunkten wie etwa im Münchner Hasenbergl nicht die Autos brennen würden, wäre das ein Erfolg der Hauptschule.
Diese Erziehungs- und Integrationsleistung der Hauptschule würde in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Strukturreformen brächten keine Besserung, man müsse sich schon der Kinder annehmen.
Er sehe die Hauptschule nicht im Wettbewerb mit Realschulen und Hauptschulen. Wie man das Angebot, damit die Attraktivität und somit die Qualität der Hauptschule weiter steigern könne, darüber dächten sie intensiv nach. Die Hauptschule müsse sich auf ihre Kernkompetenz besinnen: auf die Berufsvorbereitung, die Parxisorientierung und die Vermittlung sozialer Kompetenz.
Weil kein Fachleherer die Praxis in 15 oder 20 verschiedenen Berufen richtig vermitteln könne, hätten sie Ausbilder in den Firmen ausgemacht, die auch in Berufsschulen ihre Lehrfähigkeiten unter Beweis gestellt hätten. Durch ihr Können und ihr Fachwissen vermittelten sie Glaubwürdigkeit und erführen dadurch hohe Akzeptanz. Vor diesem Hintergrund hätte er das Projekt „AiS“ entwickelt, das er nun vorstellte.
Dieses Projekt kam durch die Zusammenarbeit des Schulamts mit der Arbeitsagentur und der Wirtschaft zu stande, die sofort ihre Mitwirkung erklärt hatten.
Er lobte die Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium, das ohne Einwände der Realisierung seines Konzepts unterstütze. Unterstützung käme auch von der Regierung von Oberbayern, von Landrat Georg Huber und Dr. Marcel Huber, die auf Grund anderer Termine nicht dabei sein konnten.
Berufsorientierung, Berufsfindung und Berufsvorbereitung wären Bestandteil der Initiative. In der Berufsorientierung wird dem Schüler erst einmal ein Überblick über die Berufe vermittelt, die für ihn in Frage kommen. In der Berufsfindung sollte er die Entscheidung treffen, welchen Beruf er ergreifen will und in der Berufsvorbereitung wird er theoretisch und praktisch auf den Einstieg in seinen Beruf vorbereitet. Diese Berufsvorbereitung führen die Ausbilder, also die Praktiker durch.
Die Berufsorientierung bietet die Agentur für Arbeit, die auch mitfinanziert. In Elternabenden werden in dieser Orientierungsphase auch die Eltern der Schüler mit einbezogen, die ihre Kinder bei der Berufsfindung unterstützen müssen. Die Aktion „ZöBuS“ - also „Zusammenarbeit örtlicher Betriebe und Schule“, die in Ampfing durchgeführt wird, biete eine zusätzliche Möglichkeit erste Kontakte mit der Wirtschaft zu bekommen. Während der Ferien zwischen 7. und 8. Klasse soll ein freiwilliges Praktikum angeboten werden.
Im ersten Halbjahr der 8. Jahrgangsstufe folgen Betriebspraktika. In 2x einer Woche sollen die Schüler erfahren können, ob sie sich für den richtigen Beruf entschieden haben und erste Erfahrungen sammeln.
Eine weitere Woche Praktikum dient bereits der Berufsvorbereitung. Diese AiS-Module werden zusätzlich zum regulären Schulbetrieb abgehalten. Es wäre aber geplant, sie in den regulären Unterricht einzubetten.
Im zweiten Halbjahr folgen Anleitungen für professionelles Bewerben. Dies umfaßt sowohl Anleitungen für schriftliches Bewerben als auch für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch und wird von einem Profi angeboten.
In der neunten Jahrgangsstufe werden die Schüler beim Bewerben begleitet. Dies reduziert sich nicht nur auf die Erstellung von Bewerbungsunterlagen sondern überwacht auch, daß die Unterlagen bei den Firmen abgegeben wurden und die Schüler auch wirklich zu Vorstellungsterminen erscheinen.
Mit dem Projekt AiS könnte eines der Probleme der Hauptschule behoben werden, nämlich das fehlen der musisch-technischen Fachlehrer. Jeder Ausbilder hält mudularisierten Unterricht ab. Jedes Modul besteht aus drei mal vier Stunden und umfaßt Stoff aus den Hauptschulmodulen.
Ein Tag in der Woche werde reserviert für die praktische Ausbildung. In den 8. und 9. Klassen gäbe es dann vier Stunden Praxis, zwei Stunden Theorie und eine oder zwei Stunden fächerübergreifendes Arbeiten.
Das Projekt AiS böte der Hauptschule vielfältige Vorteile: Es böte den Schülern autenthischen Unterricht, ersetze einerseits fehlende Fachlehrer durch Ausbilder, die zudem durch ihre aktuelle Fachkompetenz mehr Akzeptanz von den Schülern erfahren würden. Auch die Lehrer könnten von ihnen lernen und hätten einen besseren Kontakt mit der Wirtschaft.
Das Projekt AiS bieten zunächst folgende Schulen im Landkreis an: Hauptschulen in Ampfing, Mühldorf, Neumarkt-St. Veit, Haag und Gars sowie die Liszt- und die Diesel-Hauptschule in Waldkraiburg. Die Ausbilder kommen vom Bildungszentrum der Handwerkskammer in Mühldorf, von Globus, Papbst und Pötzsch und vom Hammerwirt.
Dann stießen Ausbilder und Lehrkräfte zur Gruppe hinzu. Konrektorin Irmgard Hajek-Spielvogel beschrieb zunächst, in welche Gruppen die Schüler an den Praxistagen verteilt werden und welche Ausbilder für sie anwesend sind. Nach Abschluß erhalten die Schüler eine Bescheinigung, die ihnen das Erlernte bestätigt und mit der er sich bei Firmen vorstellen kann.
Jochen Englmeier freute sich, über diese Aktion junge Nachwuchskräfte für das Handwerk gewinnen zu können, die, wenn sie dann in die Betriebe kommen, schon wissen, was auf sie zukommt. In der Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur sehe er die Möglichkeit, die jungen Leute aus ihrer geschützten Schulumgebung heraus holen und ihnen schon einmal einen Vorgeschmack auf das Berufsleben vermitteln zu können.
... Marcius bemerkte, die Arbeitsagentur beteilige sich nicht nur als Ko-Financier, sie wüßten auch, daß junge Leute mit solchen Vorkenntnissen wesentlich besser zu vermitteln wären, als solche, die von einer konventionellen Hauptschule kämen und gar keine Praxiskenntnisse besäßen.
MdL Ingrid Heckner bedankte sich und bestätigte, die Hauptschulreform wäre der richtige Weg gewesen und das Schulamt Mühldorf hätte die Reformen vorbildlich umgesetzt. Dafür zollte sie ihre Anerkennung.
MdL Hans Rambold dankte den Beteiligten, Schulamt, Schulleitung, Ausbildung und Lehrern für ihre Anstrenungen. Alle Reformen lebten von den Menschen, die daran beiteiligt wären und da sehe er in Mühldorf alles bestens laufen. Wenn es hier funktioniere, müßte es anderswo auch laufen.
HoGa-Chef Holger Nagl berichtete, siene Branche böte bayernweit 17.000 Ausbildungsplätze. Sie suchten ständig junge Leute, hätten aber das Problem, daß das Jugendschutzgesetz einer Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe Einschränkungen auferlege, die es abzubauen gelte.
Bürgermeister Ottmar Wimmer bedankte sich bei Schulleiter ... dafür, daß die Hauptschule in Ampfing bei allen neuen Projekten landkreisweit immer eine Vorreiterrolle eingenommen hatte. Darauf wäre er besonders stolz.
In den Kursen konnten die Gäste dann den Praxisbetrieb beobachten. Die Köche machten Pasta selbst.
Die Konditoren verzierten eine Torte, die Bürokaufleute produzierten Tabellen und verkaufen sie im schuleigenen Papiergeschäft. Die Elektriker fertigten ein Durchgangsprüfgerät und die Schlosser feilten an einem Hammer und härteten diesen dann im kalten Wasser.
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Jahreshauptversammlung des Hotel- und Gaststättenverbandes Mühldorf
Ein angekündigtes Referat über eine Tourismusstudie zur Förderung des regionalen Tourismus, der Gastronomie und der Hotellerie und deren zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten von Professor Hopfinger vom Lehrstuhl für Kulturgeographie der Universität Eichstätt hatte vermutlich so viele Bürgermeister und Stadt- und Gemeinderäte, Schulamtsdirektor Peter Krell, Schulrat Paul Schönstetter in den Mühldorfer Stadtsaal gelockt, wie bei einer üblichen Jahreshauptversammlung wahrscheinlich nicht gekommen wären. Nun – Profressor Hopfinger kam nicht und so verließen die Gäste nach und nach die Versammlung.
Aber auch ohne das Referat gab es interessante Themen.
Kinder, Raucher oder ein Freibierverbot hätten in den zurückliegenden Monaten für Schlagzeilen gesorgt, begann Vorsitzender Holger Nagl. Auch wenn Professor Hopfinger nicht da wäre, müsse man versuchen, die engere Anbindung an München durch die Autobahn und den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zu verarbeiten, was er als die wichtigste Herausforderung in den nächsten Jahren bezeichnete. Man müsse sehen, daß die neuen Verkehrswege nicht nur Richtung München führen würden, sondern auch aus der Stadt heraus zu uns. Es ergebe sich eine neue Konkurrenzsituation mit der Stadt. Um diesen Wandel aufzufangen, müsse branchenübergreifend gedacht werden. Er denke zum Beispiel an eine Zusammenarbeit mit der Aktionsgemeinschaft Mühldorf. Regionale Produkte, Freizeitwert der Region und das Preisgefälle müßten bestmöglich herausgestellt werden.
Großen Wert maß er der Leader-Plus-Förderung bei, wo der BHG bereits mehrere Projekte angemeldet hat.
Er kritisierte stark den Kraiburger Wirt, der nach seiner Meinung die Kinder ausgesperrt hätte. Bedenke man, daß Bayern mehr deutsche Touristen beherberge wie Amerika, Südamerika, Afrika, Asien und Australien zusammen, dann wäre so eine Schlagzeile fatal. Seine Aktion für kinderfreundliche Gaststätten fand sowohl bei Kollegen als auch bei Staatsministerin Christa Stewens Lob und Anerkennung. Inzwischen wäre ein Qualitätssiegel „Kinder- und Familienfreundlicher Gastronomiebetrieb“ ins Leben gerufen worden. Für die Teilnamen am Qualitätscheck zu diesem Siegel warb er, es gäbe dabei nur Gewinner.
Der geforderten Wiedereinführung der Sperrzeit erteilte er eine klare Absage. Dies wäre ein weiterer Entzug unternehmerischer Freiheit, die durch das Nichtraucherschutzgesetz ohnehin in Mitleidenschaft gezogen worden wäre. Eine weitere klare Absage erteilte er Mindestlöhnen. Man hätte zwar die Mehrwertsteuererhöhung damit begründet, die Lohnnebenkosten senken zu wollen, hätte dies aber nicht getan. Nun Mindestlöhne zu fordern, können nicht sein. Er sagte der Politik klar: „Finger weg von der Lohnhoheit der Tarifpartner“.
Die wichtigste Forderung wäre aber die Senkung der Mehrwertsteuer. Bei Bergbahnen hätte man es geschafft, die Wettbewerbsbedingungen mit den österreichischen Bahnen herzustellen. Für Gaststätten wäre das genau so wichtig. Während Österreich 10%, Polen 7%, Belgien/Holland 6%, Frankreich 5,5% und Tschechien 5% Mehrwertsteuer auf Gastronomieleistungen erheben würden, läge zwischen all diesen Ländern die Mehrwertsteuerhochburg Deutschland mit 19%. Dies wäre eine unfaire Behandlung der Gastronomiebetriebe. Nach Aussage von Peter Ramsauer bedeute dies zwar Einnahmeverluste für die Staatskasse von 800 Millionen Euro jährlich. Er zeigte sich aber trotzdem zuversichtlich, es den Bergbahnen gleich machen und nachziehen zu können und wenn er allen Politikern so lange nachlaufen müsse, bis er ihnen lästig falle. Österreich gegenüber sehe er sich ohnehin benachteiligt: Billigeres Benzin, billigere Gaststätten in denen man auch noch rauchen dürfe....
MdL Hans Rambold meinte in seinem Grußwort: „A Buagamoasta, der seine Leit, und a Wirt, der seine Gäst ned mag, der hätt gscheider was anders glernt“, hinter diesem Spruch stünde er .
Und weil er als Bürgermeister und Abgeordneter und die Wirte ein kompliziertes Geschäft hätten, säßen sie sowieso im selben Boot. Die Wirte hätten mit Euroeinführung, Nichtraucherschutzgesetz, Jugendschutzgesetz und Minister Huber - der gemeint hatte, die Hotels und Gaststätten hätten den Charme der 60er Jahre - schon schwere Jahre erlebt. Und wenn Gemeinden die Kurtaxe einschöben und nichts in die Infrastruktur investieren würden, wäre das auch nicht in Ordnung. Die Schuld für sinkende Übernachtungszahlen wolle dann keiner auf sich nehmen. Er freute sich, daß es Edmund Stoiber noch gelungen war, die Mehrwertsteuer für die Bergbahnen anzugleichen. Vielleicht würden andere Länder ihre Neidkomplexe ja auch nicht ganz so nachhaltig pflegen wie mia Deitsche. Es wäre nicht ganz so leicht, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, wenn die Gaststätte gepachtet und die verpachtende Großbrauerei auch noch verdienen wolle. Er wäre direkt traumatisiert, weil er jetzt nach einem Gaststättenbesuch sein Sakko nicht mehr in den Garten hängen müsse und er beim Essen im Restaurant sehe, was ihm vorgesetzt worden ist. Andererseits – wenn von vier Schafkopfern alle paar Minuten ein anderer zum Rauchen gehe...
Er befürchte, die Gaststuben werden bald voller Sozialpsychologen sein. Allerdings halte er es mit seinem legendären Kollegen Süßmeier: Ein Wirt, der aus einem Giggerl drei halbe machen könne, den störe so ein läppisches Rauchverbot sicher auch nicht....
Bayerischer Gaststättenverbandsvorsitzender Siegfried Gallus meinte, MdL Hans Rambold könnte mit dieser Einstellung beinahe ihr Branchenvertreter im Landtag sein.
Auch wenn es Investitionsstau gäbe, wären doch 85% der Betriebe in Ordnung. Allerdings hätte sich die Branche sehr gewandelt. Die Ansprüche der Gäste würden steigen. Vor Jahren wären die Gäste mit einfachen Zimmern und einfachen Speisen zufrieden gewesen. Durch die Diskussionen der letzten Monate hätte der Tourismus mehr Aufmerksamkeit erfahren. 83% der Urlaubsgäste in Bayern kämen aus Deutschland. 60% des gesamten Umsatzvolumens in Bayern käme vom Tagestourismus, also von Gästen mit einer Anfahrt von maximal 150 km.
Allerdings stelle er fest, daß der vielbesprochene Aufschwung der Wirtschaft in der Gastronomie noch immer nicht angekommen wäre. 48% der Betriebe litten noch immer unter den negativen Folgen der Mehrwertsteuererhöhung. Fast alle aber unter den stark steigenden Energiekosten. Nach wie vor nähme die Aufenthaltsdauer von Hotelgästen ab was aber mehr Arbeitsleistung mit sich brächte. Es räche sich, daß man jahrelang den deutschen Gast marketingmäßig vernachlässigt hätte. Dies müsse unbedingt intensiviert werden.
Ein weiteres Problem wäre der Jugendschutz für die Ausbildugnsplätze. 14-jährige Hauptschüler könne man kaum einstellen, weil die Abends nur bis 20 Uhr arbeiten dürfen. Wie das gehen soll, weiß keiner. Trotz aller Einschränkungen hätte die Branche 5% mehr Auszubildende als im Vorjahr: aktuell 16.200. Mit einer Lösung für die Jugendschutzproblematik würde man bestimmt 5-10% mehr Ausbildungsplätze bieten können.
Seine Erfahrung mit dem Nichtraucherschutzgesetz wären durchaus positiv. Zwischen 70 und 80% der Leute befürworteten es. Er stelle auch fest, nicht nur die CSU hätte dieses Gesetz beschlossen, sondern die Mehrheiten aller Fraktionen im Landtag.
Ein weiteres dringendes Problem wären Rundfunkgebühren. Ein Hotel mit 150 Zimmern zahle jährlich über 23.000 € an die GEZ. In der Schweiz zahle das gleiche Hotel etwa 11.500 €, in Polen etwa 9.300 und in Belgien, den Niederlanden und anderen zahle so ein Hotel gar nichts. In Österreich zahle das gleiche Haus dagegen 241 €!!!! Das wäre nicht nachvollziehbar.
Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband will sein Image schärfen. In seiner Region wollen alle Verbände, also Bauernverband, Winzer, Brauer, Käseerzeuger und so weiter, von 19. bis 22. Juni eine Pilotaktion durchführen unter dem Namen „Salon der Genüsse – so schmeckt Bayern“. Dies soll jedes Jahr in einer anderen Region wiederholt werden. Es müsse den Gästen klar gemacht werden, welch hervorragende Produkte die einheimischen Erzeuger bieten.
Nach weiteren Vorträgen, in denen es vorwiegend um juristische Belange der Mitglieder des Hotel- und Gaststättenverbandes ging, zeichneten Holger Nagl und Siegfried Gallus Maria Grasser aus, die seit 40 Jahren Mitglied im Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband ist. Eine Flasche Sekt erhielt Weißbräu Wolfgang Unertl, weil er kürzlich seien 70. Geburtstag hatte feiern können.
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Landrat Georg Huber eröffnet das zweite Bürgerbüro in Waldkraiburg 11 14.03.08
Erhebliche Umbauarbeiten am Rathaus in Waldkraiburg waren nötig, um aus dem kleinen Sitzungssaal ein kombiniertes Stadtmarketing/Bürgerbüro zu machen. Schon vor Wochen wurde ein zweiter Eingang geschaffen, der Zugang auch außerhalb der Öffnungszeiten des Rathauses ermöglicht. Dazu kann nun der Korridor zu den Sitzungssäälen durch ein Rolloo vom Rathaus getrennt werden. Die elektrische Versorgung wurde vom Rathaus unabhängig gestaltet und auch die EDV komplett neu eingerichtet.
Zum Festakt fanden sich neben den drei Bürgermeistern Landrat Georg Huber die Stadträte der CSU aber auch zahlreiche Mitarbeiter des Landratsamts und des Rathauses in Waldkraiburg ein. Die Geistlichkeit vertraten Stadpfarrerin Hanna Wirth und Elisabeth Naurath, die später die Räume segnen sollten. Die Geschäftsführer der städtischen Gesellschaften, die großen Anteil an der Realisierung hatten waren vollzählig anwesend.
Bürgermeister Siegfried Klika eröffnete die Feierstunde und drückte seine Freude darüber auf, einen weiteren Brückenkopf der guten Zusammenarbeit zwischen Stadt Waldkraiburg und dem Landkreis eröffnen zu können. Dann beschrieb er die Umbauarbeiten am Rathaus, die er so sehe, daß Waldkraiburg den Bürgern die Türen weit aufmachen würde. Mit der Eröffnung des Bürgerbüros würde ein Wahlversprechen aus der voangegangenen Kommunalwahl eingelöst werden.
Solche Maßnahmen könne man nur erfolgreich umsetzen, wenn alle Mitarbeiter dahinter stünden. Es hätte viel Überzeugungsarbeit geleistet werden müssen, sowohl im Rathaus in Waldkraiburg als auch im Landratsamt in Mühldorf. Er wolle den Mitarbeitern des Landratsamtes aber versichern, daß sie in Waldkraiburg herzlich willkommen wären und sie alles tun würden, um ihnen das Arbeiten so angenehm wir möglich zu gestalten.
Waldkraiburg hätte als Mittelzentrum und der Tatsache, daß man noch nicht Kreisstadt wäre, Defizite im Dienstleistungsbereich. Mit dem Bürgerbüro hätte man nun zum Vorteil der Bürger in Waldkraiburg alle Dienststellen des Landratsamtes in Waldkraiburg.
Landrat Georg Huber betonte, obwohl die Eröffnung kurz vor der Kommunalwahl stattgefunden hatte, stelle sie die Fortsetzung seiner Dienstleistungsoffensive dar, die er die ganze Amtszeit über verfolgt hatte. Er blickte zurück auf seine Anstrengungen, das Landratsamt bürgernäher zu gestalten und damit der demographischen Entwicklung Rechnung zu tragen. Die Eröffnung der Bürgerbüros entstamme den Erkenntnissen, die hieraus resutlierten. Das Bürgerbüro in Waldkraiburg hätte Auswirkungen auf den gesamten westlichen Landkreis. Nachdem schon vor Jahren eine KFZ-Zulassungsstelle in Waldkraiburg eröffnet worden war, hätte man erkannt, daß dort bereits 50% der KFZ-Zulassungen im Landkreis abgewickelt werden. Deshalb böte man in dieser Dienststelle nun auch Leistungen rund um den Führerschein an.
Alle Leistungen, die in Waldkraiburg angeboten werden, würden von Mitarbeitern des Landratsamtes in Mühldorf realisiert. Zusätzliche Mitarbeiter mußten nicht eingestellt werden. Er bat Bürgermeister Siegfried Klika, in Zeiten personeller Engpässe, wie etwa in der Urlaubszeit, mit Personal auszuhelfen. Gleichzeitig bat er um Verständnis, daß es trotzdem nötig sein könnte, daß Bürger nach Mühldorf fahren müßten, weil eine Leistung gerade nicht angeboten werden kann.
Trotzdem unterstrich er die Synergieeffekte, die durch die gemeinsame Nutzung von Personal und Technik entstehen würden.
Ein weiteres Bürgerbüro werde in Kürze in Neumarkt-St. Veit eröffnet. Dort wären die nötigen Arbeiten in Gang und er rechne mit einem Eröffnungstermin Mitte bis Ende des Jahres. Dann wäre mit Haag der westliche Landkreis, mit Waldkraiburg der zentrale und mit Neumarkt-St. Veit der nördliche Landkreis versorgt.
Er lege großen Wert darauf, daß seine Mitarbeiter den Bürgern auch darin behilflich wären, ihre Aufgaben zu erledigen. Wenn man nicht wüßte, was hinter den Formularen stünde, könne man leicht Fehler machen. Allerdings meinte er, die anfallende Arbeit würde mehr Räume erfordern, mindestens zwei, wenn nicht sogar drei. Darüber müßte man sich noch unterhalten.
Er faßte zusammen und betonte, daß trotz steigender Lohn- und Sozialkosten und der zusätzlichen Leistungen durch das Bürgerbüro in Haag die Kosten der Verwaltung um 0,9% reduziert werden konnten. Würde seine Verwaltung nicht mitziehen, wäre dies nicht realisierbar gewesen. Dafür dankte er seinen Mitarbeitern.
Wenn alle so zusammenarbeiten würden und sich gegenseitig helfen würden, erwarte er vor dem Hintergrund der neuen Infrastrukturwege und damit verbundener Ansiedlung neuer Betriebe „blühende Landkreis- und Stadtlandschaften“ in unserem Landkreis.
Bürgermeister Siegfried Klika dankte Landrat Georg Huber dafür, daß er nicht nur geredet hätte, sondern die Dinge wirklich angepackt habe. In Zeiten, in denen das Thema Bürgernähe landesweit diskutiert werde, liefere der Landkreis Mühldorf hier ein Beispiel praktizierter Bürgernähe, über das sicher diskutiert werde.
Manuela Nahidi, Leiterin des Fachbereichs „Bürgernähe“ stellte die Leistungen des Bürgerbüros in Waldkraiburg vor: Mit dem Bürgerbüro soll mehr Bürgernähe, eine Entlastung der Landkreisbürger und eine Steigerung der Service- und Dienstleistungsqualität erreicht werden.
Intensive Gespräche mit Stadtmarketing und Stadtverwaltung hatten im Landratsamt ein Konzept für die Bereiche Jugend, Familie und Soziales zur Folge. Natürlich war die EDV-Anbindung und der Umbau des Rathauses genau so zu klären wie die Präsentation des Büros.
In Waldkraiburg bietet das Landratsamt in seinem Bürgerbüro Leistungen aus den Bereichen Jugend – Familie und Soziales, den Bereichen Gesundheits- und Ausländeramt sowie dem Bereich der Arge und dem Öffentlichen Personen-Nahverkehr. Der genau Leistungskatalog ist Bestandteil der Brochure, die das Landratsamt herausgegeben hat. Dort ist auch der Zeitplan enthalten, wann die zuständigen Personen anzutreffen sind. Hier ein kurzer Überblick.
Um vertrauliche Gespräche führen zu können, hat das Rathaus einen weiteren Raum zur Verfügung gestellt. Eine zusätzliche „Raum-in-Raum“-Lösung wird zusätzlich zur Verfügung stehen. Am selben Tag wurde in den Räumen der KFZ-Zulassungsstelle eine Führerscheinstelle eröffnet, die diese Leistungen anbietet.
Pfarrerin Hanna Wirth und Elisabeth Naurath segneten die Räume und die Menschen, die hier arbeiteten und ein und aus gingen. Pfarrerin Hanna Wirth meinte, es wäre schon eine kleine Sensation, daß hier eine Behörde aus Mühldorf herausging um nach Waldkraiburg zu kommen.
Nachdem sie mit einem Glas Sekt auf die Eröffnung angestoßen hatten, ließen sich Landrag Georg Huber, Manuela Nahidi, Bürgermeister Siegfried Klika und Stadtmarketing-Geschäftsführer Markus Stern das neue Bürgerbüro erklären. Markus Stern erläuterte noch die weiteren Umbaumaßnahmen. Die Schrankwand wird in einigen Wochen durch eine Glaswand ersetzt und wird dadurch den Eindruck größtmöglicher Offenheit erwecken.
Im Foyer warteten bereits Getränke und Häppchen auf die Gäste, die die Eröffungsfeier langsam ausklingen ließen. Abschließend begrüßte Bürgermeister Siegfried Klika die Mitarbeiter des Landratsamts mit einem Strauß Blumen und dem Waldkraiburger High-Tech-Schirm.
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Dr. Reinhard Baumgartner und Reinhard Albert sind die neuen Kreisheimatmusik- und Brauchtumspfleger
In unserer globalisierten Welt wollen die Menschen wieder stärker zurück in die Heimat, führte Landrat Georg Huber in die Vorstellung der beiden neuen Kreisheimatpfleger ein. Die Menschen werden heute vielfältig von einem kulturellen Einheitsbrei berieselt und verlieren dadurch den Bezug zu ihren Wurzeln. Die Menschen suchen aber ihre Wurzeln. Er stelle dies immer wieder fest – zuletzt bei der Vorstellung des Heimatbuches in Oberbergkirchen, wo der ganze große Saal des Pfarrheims voller Leute war. So stellte er Dr. Reinhard Baumgartner und Oberstudiendirektor Reinhard Albert vor, die zusammen mit der Vorsitzenden des Geschichtsvereins die kulturellen Wurzeln in unserem Landkreis fördern sollen.
Was lange währt, werde endlich gut. Und so könne er die beiden in ihre Aufgabe einführen, eine Aufgabe, die sie durch eigenes Musizieren selbst leben würden.
Er bedankte sich bei Eva Köhr für die gute Arbeit, die sie bisher geleistet hatte und denke, er hätte mit ihr die richtige gefunden, den Geschichtsverein zu führen.
Eva Köhr bedankte sich zunächst für das Lob, und wollte nichts mehr hinzufügen. Es wäre das Ende einer langen Suche, Dr. Rainhard Baumgartner für diese neue sehr schwierige Aufgabe vorstellen zu können. Seine Aufgabe wäre es, alle Musikrichtungen im Landkreis unter einen Hut zu bekommen, die Traditionen zu erhalten und zu pflegen und Vergessenes zu erhalten und zu Archivieren. Diese arbeitsreiche und nicht immer konfliktfreie Aufgabe erfülle Dr. Reinhard Baumgartner mit Freude und Leidenschaft. In den Vorarbeiten hätte sie erkannt, daß sie gut zusammenarbeiten würden und so freue sie sich auf die gemeinsame Zukunft.
Dr. Reinhard Baumgartner, der im Hauptberuf in Mühldorf eine Arztpraxis betreibt, bedankte sich zunächst und meinte, er hätte es sich schon eine zeitlang überlegt, ob er diese Aufgabe übernehmen solle. Er wäre sich bewußt, daß er die Aufgabe nur mit Unterstützung der Politik sinnvoll ausführen könne. Ohne diese würde er sich umsonst abrackern.
Natürlich müßte auch ein Budget zur Verfügung stehen. Erst als ihm dies zugesichert worden war, hätte er sich entschlossen, die Nachfolge seiner Frau anzutreten.
Unsere Gesellschaft wäre so multikulturell und global geworden. Dies wäre eine große Chance für die Entwicklung, mache aber auch vielen Menschen Angst. Wenn sie sich dann auf ihre Wurzeln zurück besinnen würden, fehle aber oft der Bezug dazu. Er sehe seine Aufgabe in der Wiederentdeckung unserer reichhaltigen regionalen Kultur und damit beitragen, unsere Identität zu stärken. Das wiederum würde helfen, den Menschen die Angst vor Fremdeinflüssen zu nehmen.
Mit Reinhard Albert arbeite er im Kleinen seit 25 Jahren erfolgreich zusammen. Nun hätte ihn die Lust gepackt, diese Arbeit auf den Landkreis auszudehnen.
Mit den Mitteln aus dem ELER-Programm, die für die Fortentwicklung der Familie bestimmt wären, könne er gut leben. Schließlich werde die Volksmusik vorwiegend in den Familien gepflegt. Als Ziel seiner Arbeit sehe er, die Volksmusik wieder ins Leben der Menschen zu integrieren und zum zentralen Bestandteil zu machen und in den Lebenslauf der Menschen zu integrieren. So könnte sich aus einer Blaskapelle eine Tanzmusikkapelle entwickeln, die zum Beispiel bei einem Dorffest zum Tanz aufspielen könnte. Beim Volkstanz könne jeder mitmachen. Die dadurch entstehende Gemeinschaft zu bilden wäre einer der Hauptzwecke seiner Arbeit.
Auch wenn er moderne Musik nicht ablehne, trüge sie nicht zur Gemeinschaftsbildung bei. Hierin sehe er den Grund für das Überleben der Volksmusik über Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg.
Er arbeite mit den umliegenden Landkreisen zusammen und hätte bereits ein Jugendseminar unter dem Titel „Etablierung einer Jugendszene in der Volksmusik“ vorbereitet. Dort soll zusammen mit dem Landesverein Heimatpflege, dem Bezirksvolksmusikarchiv, dem Institut für Volkskunde und dem Bezirksvolksmusikpfleger Ernst Schusser und jungen Leuten die Volksmusik näher gebracht werden. Dafür sehe er auch das Interesse bei den Jugendlichen. Ein Mittel dazu wäre auch die Einbindung der Volksmusik in modernere Formen, wie etwa die Well-Brüder machen.
Wie verschiedene Veranstaltungen wie zum Beispiel die Redoute Anfang Februar gezeigt hätte erfreuten sich volkskulturelle Veranstaltungen zunehmender Beliebtheit. Dabei stelle er fest, daß besonders junge Leute kommen würden. Er sehe die Notwendigkeit, neue Gelegenheiten zu finden, an denen Volksmusik gepflegt werden kann. Kritisch sehe er die Trachtenvereine, die sehr spezielle Tänze darbieten würden, was die Leute eher abschrecken würde. Volkstanz müsse jedoch so einfach sein, daß jeder mitmachen könne.
Eine ganze Reihe von Veranstaltungen wären in Vorbereitungen. Als nächstes das Wirtshaussingen am 14. März im Bräustüberl in Au am Inn, wo bayerische Wirtshauslieder angestimmt werden. Wir haben das vorbereitete Programm als PDF zum Download bereitgestellt und würden uns freuen, wenn wir uns bei der einen oder anderen Veranstaltung sehen würden.
Abschließend stieß man mit einem Gläschen Sekt auf das gute Gelingen an.
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Gesundheitsamt stellt neuen Suchtparcour vor
Mit Titeln wie „Talkrunde“ oder „Behalte den Durchblick“ oder „Alkoholquiz“ oder „Bleibe im Gleichgewicht“ waren die Gruppen überschrieben, an denen Jugendliche sich über die verschiedenen Gefahren der jeweiligen Suchtmittel aufklären lassen konnten.
Bei „Behalte den Durchblick“ wurde mit „Rauschbrillen“ demonstriert, wie stark eingeschränkt das Wahrnehmungsvermögen schon bei 0,8%o (Promille) ist. Das Fangen eines Balles wird damit schon zur beinahe unlösbaren Aufgabe. Wie ist das, mit 1,1%o ?
Den Ball zu fangen ging gar nicht?
Auf einer Linie entlang zu laufen gelang mit der 1,1%o-Brille gar nicht. Mal sehen, wie's mit dem Bobby-Car läuft. Damit soll eine „Straße“ entlanggefahren, eine Stoppstelle eingehalten und dann rückwärts eingeparkt werden. Abschließend soll die Münze in den Parkautomaten geworfen werden.
Schon mit beeinträchtigtem Sehvermögen hätte die junge Dame die Parkuhr umgefahren. Bedenkt man, daß im Ernstfall auch die motorischen Fähigkeiten eingeschränkt gewesen wären – nicht auszudenken!
Wie war das jetzt für Euch?
So sieht man mit 1,1%o. Ich kann Sie nicht mehr erkennen. Was ist das jetzt für ein Zustand?
In der Nikothek ging's darum, den Wandel zu verdeutlichen und die Ursachen zu erforschen, die junge Menschen veranlassen, zum Glimmstengel zu greifen. Während es früher zum guten Ton gehörte, sich mit einer Zigarette zu zeigen, ist es heute verpönt. Landrat Georg Huber erzählte, wie er vom Rauchen loskam. Die Jugendlichen diskutierten Rezepte, die es ihnen leichter machen können, das Rauchen sein zu lassen.
Die Talkrunde beschäftigte sich mit psychologischen Hintergründen wie Gruppenzwang und wie man sich dagegen wehren kann.
Im Alkoholquiz wurde Jugendlichen auf spielerische Weise Wissen rund um den Alkoholgenuß vermittelt. Wie lange es dauere, bis Alkohol aus dem Blutkreislauf abgebaut wäre und ob man diesen Prozeß beschleunigen könne, waren einige der Fragen. Mit einem Alkoholrechner wurde demonstriert, wie lang es tatsächlich dauert, bis der Körper den Alkohol abgebaut hat und wie lange nach dem letzten Gläschen man noch immer Fahruntüchtig ist....

Bei „Bleibe im Gleichgewicht“ müssen vier bis sechs Personen eine Kugel ins Zentrum befördern. Dabei dürfen sie nicht sprechen. Hier wird sowohl die Koordination der Beteiligten als auch ihr Gruppenverhalten gefördert. Wie man sieht, haben sich die jungen Leute schnell zusammengefunden.
Pater Schoch - Leiter des Berufsbildungswerks bedankte sich zunächst bei Landrat Georg Huber und beim Gesundheitsamt für die Vorstellung des Suchtparcours in seinen Räumen.
Landrat Geog Huber drückte seine Freude darüber aus, daß das Gesundheitsamt in der Bevölkerung zunehmend wahrgenommen werde. Und zwar nicht als staatliche Kontroll- und Aufsichtsbehörde sondern als beratender und helfender Dienstleister. Nur unvernünftige Menschen betrachten eine Kontrolle als Beschwerniss. Vernünftige Menschen sähen darin eher die Hilfe, ihre Arbeit besser machen zu können.
Während die Meinung vorherrsche, solche Beratungs- und Schulungsleistungen könnten nur teuere Institute bieten, leiste das Gesundheitsamt das selbe und stehe jedem Bürger zur Verfügung. Er stelle fest, daß vielerorts nicht bekannt wäre, welche Leistungen das Landratsamt biete. Dies zu verbessern, daran müsse man noch arbeiten.
Dr. Cornelia Erat ergänzte, auch wenn das Gesundheitsamt früher häufig mit Salmonellen in Verbindung gebracht worden wäre, engagiere es sich seit vielen Jahren im Bereich Prävention.
Das zeige auch die Initiative JIMM, die wir kürzlich vorgestellt hatten.
Eine Weiterentwicklung der Jugendschutziniative wäre der Suchtparcour, der den Jugendlichen die Möglichkeit gebe, sich spielerisch mit den verschiedenen Suchtfolgen auseinander zu setzen.
Landrat Georg Huber unterstrich, daß das Gesundheitsamt nach entsprechender Terminabsprache gern bereit ist, mit der Saftbar an Schulfesten teilzunehmen um dort präventive Aufklärung zu betreiben. Es wäre ein großer Erfolg, jungen Menschen bewußt zu machen, daß man auch ohne Alkohol feiern könne. Der Suchtparcour steht allen Schulen im Landkreis zur Verfügung, die Schüler ab der 8. Jahrgangsstufe unterrichten.
Dr. Cornelia Erat betonte, daß Alkohol und Nikotin die weitaus größten Gefahrenpotentiale für unsere Jugendlichen darstellen, wesentlich mehr als zum Beispiel illegale Drogen. Vor diesem Hintergrund wäre jeder Aufwand gerechtfertigt, den Heranwachsenden die Gefahren von Alkoholkonsum und Rauchen drastisch vor Augen zu führen.
Im 15-Minuten-Turnus wechselten die Jugendlichen durch die Gruppen, so daß alle an jeder Station Erfahrungen sammeln konnten. Nach Abschluß gab's noch ein kleines Geschenk mit auf den Weg. Aha – die Einhaltung der 15 Minuten und den Wechsel der Gruppen läutete ... mit einem Gong ein.

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Das "Junge Landestheater Bayern" hat sich in Mühldorf niedergelassen
Das ehemalige Schwägerlhaus neben dem Landratsamt in Mühldorf hat eine neue Nutzung erfahren. Dort residiert seit Anfang Februar das Junge Landestheater Bayern. Dort stellte es sich kürzlich in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vor.
Landrat Georg Huber begrüßte Vera Schweinstetter und Matthias Fischer und war ganz neugierig zu sehen, wie sich das junge Landestheater im Landkreis etablieren werde und was man erwarten könne. Seitens des Landkreises sicherte er neben dem Haus auch personelle Unterstützung zu.
Sie kämen zu einem Zeitpunkt nach Mühldorf, da der Landkreis gerade die Förderung von Jugend und Familienarbeit beschlossen hat und der Kreistag dafür Mittel zur Verfügung gestellt hat.
Matthias Fischer erzählte, das junge Landestheater wäre aus der Kinder- und Jugendarbeit des Landestheaters Nürnberg hervorgegangen. Es werde vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, den bayerischen Bezirken und den jeweiligen Projektpartnern unterstützt. Man wäre 1998 damit unzufrieden gewesen, daß sie sich nur am Rande um Jugendliche hätten kümmern können. Darauf sei die Idee entstanden, ein Theater für Jugendliche aus dem großen Theaterbetrieb auszukoppeln und das Theater in die Region zu bringen, weg von den Ballungszentren. Theater stünde in Konkurrenz zu den vielfältigen Freizeitangeboten und zu Kino und Fernsehen. Dabei hätten sie festgestellt, Jungendliche würden das Theater suchen. Selbst zu spielen und etwas lebendig zu erleben, wäre ganz etwas anderes, als in Diskotheken passiv zu erleben. Schon damals wären sie nach Waldkraiburg gekommen und hätten ein Drogenstück gespielt. Begleitet war die Aufführung von Diskussionen in den Schulen. Nach weiteren Inszenierungen wurden die Jugendlichen in die Theaterarbeit einbezogen. Daraus hätte sich die Notwendigkeit ergeben länger in einer Region zu bleiben. Nach längerer Suche hätten sie sich im ehemaligen Grenzbahnhof in Furth im Wald niedergelassen. Diesen symbolträchtigen Ort hätten sie zum Theater umgebaut und ein Stück entwickelt, das zum Ort gepaßt hatte. Dann hätten sie in einer Industriehalle mit Studenten und Berufsschülern ein eigenes mit 200 Plätzen Theater gebaut in dem sie fast 100 Aufführungen gespielt haben. Die Zusammenarbeit von Studenten mit Berufsschülern wäre sehr interessant gewesen. Ein ähnliches Projekt haben sie in der tschechischen Republik realisiert.
Nach drei Jahren hätten sie nun dort abgeschlossen und sich einen neue Region gesucht. Weil unsere Region im Süden angrenzt und sehr vielfältig und dadurch spannungsvoll ist, mit Waldkraiburg ein Stück deutscher Geschichte hätte, mit Mühldorf eine unglaublich authentische Stadt aufweise, hätten sie sich entschlossen, sich hier niederzulassen.
Alles andere war schnell erledigt: Ein Anruf beim Landratsamt, wo sie offene Türen eingerannte hätten. Als er dies schilderte, kam Matthias Fischer geradezu ins Schwärmen.
Sofort ein Haus in unmittelbarer Nähe zu den Schulen, sofort einen Spielort – es wäre unglaublich.
Landrat Georg Huber formulierte aber auch Erwartungen: Er wolle keine eingekaufte Kultur, die gäbe es in München. Er will Inszenierungen, die hier gemacht werden. Er gehe aber davon aus, daß die Eltern dies positiv sehen werden. Dann denke er, wird es auch so euphorisch weitergehen. Wenn Hilfe nötig wäre, stünde er gern bereit.
Matthias Fischer erläuterte, wie es losgehen wird: Weil es in den Schulen nur noch um Noten und Punkte geht, nicht mehr ums Lernen, dazu aber alle – auch unlautere – Mittel eingesetzt werden, wäre das Unrechtsbewußtsein verloren gegangen. Und weil durch Notendruck und Stoffülle der eigentliche Zweck der Schule verlorengegangen ist, nämlich den Schülern bleibend Wissen und Können zu vermitteln, inszeniert das Junge Landestheater Bayern derzeit im alten Stadttheater in Waldkraiburg edas Stück „Notendruck“. Darin besuchen Schüler eine Lehrerin zu Hause und gratulieren zum Geburtstag. Trotz Blumen und Geschenken stellt sich bald heraus, daß sie eigentlich kein Interesse an der Lehererin haben, nur ihre verpatzten Arbeiten und damit ihre Noten verbessern wollen. Die Situation eskaliert....
Sie wären seit Anfang Februar in 20 Schulen im Landkreis gewesen und hätten das Projekt vorgestellt. Dabei wären bereits gute Ideen entstanden, wie etwa eine Installation mit Fernsehgeräten in einem Klassenzimmer, die die „10-Vor-8-Blicke“ der Schüler zeigen, die der Lehrer jeden Tag vor sich hat. Schüler müssen erkennen, daß sie ein Teil der Schule sind und am Erfolg mitwirken. Sie müßten erkennen, daß auch Lehrer Probleme hätten.
Bei allen Projekten wollen sie niemanden ausschließen. Auch für die Förderschule in Au am Inn hätten sie Pläne.
Derzeit würde im alten Stadttheater in Waldkraiburg die Technik des Jungen Landestheaters installiert. Parallel laufen bereits die Proben für die neue Inszenierung. Die Theatergruppe bestünde aus mehreren Mitgliedern – unter ihnen auch Ula Grzella -, die aber gerade in Waldkraiburg aktiv waren. Sie nutzen das Schwägerlhaus in Mühldorf nicht nur als Zentrale und Probenraum sondern auch als Wohnung. Sie fühlen sich in dem alten Gebäude, das ihnen allen ausreichend Raum bietet, sehr wohl und dankten nochmals für die unkomplizierte und entgegenkommende Art des Landrats.
Weil sich das Angebot nicht nur an den Landkreis Mühldorf richtet, erwarten sie Schulklassen auch aus den umliegenden Landkreisen im Theater in Waldkraiburg, gehen aber auch zu den Schulen der umliegenden Landkreise. Dazu gäbe es natürlich auch andere Spielorte, an denen sie aktiv werden wollen.
Landrat Georg Huber freute sich, mit dem Jungen Landestheater eine Initiative erhalten zu haben, bei der junge Leute auch mitmachen können. Er schloß, in dem er nochmals betonte, daß er sich auf die erste Aufführung freue und der Theatergruppe Toi-Toi-Toi wünschte.
Die Premiere des Stücks „Notendruck“ findet am 5. April um 19 Uhr im alten Stadttheater in Waldkraiburg statt.
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Das erste gemeinsame Konzert der kommunalen Musikschulen:Eine Initiative des Lions-Clubs
Der Präsident des Lions-Clubs Mühldorf-Waldkraiburg beglückwünschte zunächst Bürgermeister Siegfried Klika zu seiner Wiederwahl. Dann begrüßte er neben den Vorständen der Musikschulen von Mühldorf – Thomas Breitsameter, Waldkraiburg - Franz Christmann und Neumarkt-St. Veit - Johannes Schmidt. Besonders freute er sich über die Anwesenheit von Rotary-Präsident Peter Müller und seine ClubMitglieder sowie die Vorsitzende des Frauenclubs der Rotarier, Frau Netzsch.
Nach einem Vortrag von Johannes Schmidt an einem ihrer Clubabende wäre ihnen klar geworden, wie wichtig Musik für die kindliche Entwicklung wäre und welch große Rolle die Musikschulen hierbei spielen würden.
Um dies zu unterstreichen, hätten sie beschlossen, die drei Musikschulen mit einer großzügigen Spende zu unterstützen und dieses gemeinsame Konzert zu veranstalten.
Das Konzert wäre eine musikalische Reise durch die Vielfalt der drei Musikschulen.
Bürgermeister Siegfried Klika hieß die Clubs und die vielen jungen Künstler willkommen. Er gratulierte dem Lions-Club zu diesem Konzert und betonte, ein gemeinsames Konzert entspreche dem Gedanken der Vernetzung. Das Konzert würde das hohe Niveau der Musikschulen demonstrieren und verspreche einen Musikgenuß der besonderen Art.
Wenn der Erlös des Konzerts den Musikschulen zu Gute käme, müsse er schon feststellen, daß Waldkraiburg die Musikschule jährlich mit 420.000 € fördere....
Den weiteren Abend moderierte Johannes Schmidt und gab Hintergrundinformationen aber auch manchens Bon-Mont zum Besten. Wir wollen hier Ausschnitte aus dem Konzert zeigen.
 Die Waldkraiburger Saaitenmusik „Strings“ spielte unter der Leitung von Rosalyn Sabo ein Schäferlied aus der Ukraine
 Das Kontrabass-Ensemble von Klaus Freudenstein brachte den Metal-Blues. Später wurde es durch Klaus Freudenstein's Mini-Bassissten ergänzt..
 Ursula Mayers Mühldorfer Ballettgruppe brachte einen Ausschnitt aus Peter Tschaikowski's „Der Nußknacker“
 Das Akkordeonensemble aus Waldkraiburg spielte Henry Mancini's „Pink Panther“
 Eines der Highlights war das Jegog, das es außerhalb Balis nur in San Franzisko und in Tokio gäbe. Und weil sie auch eins wollten, stünde London in Verbindung mit der Musikschule Mühldorf. Hören wir die seltenen Klänge des Bambus Gamelan unter der Leitung von Ivanildo Kowsoleea. Als Begleitung zeigte ... ein Schattenspiel mit original Balinesischen Figuren.
 Nach der Pause setzte das kleine Orchester aus Neumarkt-St. Veit mit dem Carneval der Tiere fort. Saxophonistin Andrea Kraft und der Geheimtipp am Kontrabass Franziska Webermeier begeisterten.
 Das Querflötenensemble von Ferenc Szelim Bene brachte „Haberna“ aus Georges Bizet's Oper „Carmen“
 Das Duo Psalteron spielte einen Cardas.
 Eine Eigenkomposition von Janusz Myschur gab das Tango Quintett aus Mühldorf zum Besten.
 Die größte Gruppe des Abends war mit etwa 40 Mitwirkenden der Gospelchor unter Leitung von Armin Stockerer.
 Die Mühldorfer Steptanz-Gruppe versetzte die Zuschauer zurück in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts.
 Das Konzert, an dem etwa 150 Schüler der Musikschulen mitgewirkt hatten, schloß das Jugendblasorchester aus Waldkraiburg mit „On Broadway“.
Wie Bürgermeister Siegfried Klika betonte, so ein Konzert schreit geradezu nach Wiederholung. Vielleicht könnte man dann auch die zahlreichen privaten Musikschulen im Landkreis einbeziehen, in denen auch hervorragende Musik gemacht und gelehrt wird. Vielleicht wäre der große Saal im Haus der Kultur dann auch voll?
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Die Osterbotschaft von Frau Pfarrerin Hanna Wirth von der evangelischen Kirchengemeinde in Waldkraiburg 12 20.03.08
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Das Buch zum Kreuzweg im Isental
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Bildungsmesse in Burghausen: Eröffnung und Rundgang
Neben stellvertretender Landrätin Eva Köhr und Altöttings Landrat Erwin Schneider war auch Pfarrkirchens Landrätin Bruni Mayer in den Bürgersaal nach Burghausen gekommen um die gemeinsam veranstaltete Bildungsmesse zu eröffnen. Neben ihnen nahmen zahlreiche Bürgermeister aus den drei Landkreisen, Vertreter der zahlreichen Aussteller, Vertreter von Schulen und Ausbildungsstätten, Schulämtern und Behörden an der Feier teil, der die Anwesenheit von Kultusminister Siegfried Schneider das Highlight bot.
Altöttings Landrat Erwin Schnieder hieß zunächst die zahlreichen Gäste willkommen.
Dann bedankte er sich bei Bürgermeister Hans Steindl, der nicht anwesend sein konnte, für die kostenlose Überlassung von Bürgerhaus und Ausstellungshalle. Während die Messe in einer Zeit mangelnder Ausbildungsplätze als reine Ausbildungsmesse gedacht war, hat sie sich nun – auch Dank des wesentlich verbesserten Arbeitsmarktes - zu einem Marktplatz rund um die Bildung entwickelt. In den zurückliegenden Jahren wären sowohl die Zahl der Ausbildungsbetriebe als auch die Zahl der Ausbildungsplätze erheblich angestiegen. Das habe dazu geführt, daß die Zahl arbeitsloser Jugendlicher unter 25 Jahren im Landkreis Altötting um mehr als 34%, im Landkreis Mühldorf und im Landkreis Rottal-Inn jeweils um knapp 30% gesunken ist. Er bedankte sich bei allen Betrieben, die erkannt hätten, daß die Investition in die Nachwuchskräfte der eigenen Firma eine Investition mit hoher Rendite darstellt. Sie werden zukünftig im Wettbewerb die Nase vorn haben.
Allerdings bemängelte er die mangelnden Kenntnisse der Schulabgänger, die er als Ausbildungshemmnis Nummer eins bezeichnete. Es mangle sowohl an Kenntnissen in naturwissenschaftlichen Fächern aber auch bei der sozialen Kompetenz. Um dem abzuhelfen wären Anstrengungen sowohl von Eltern als auch von Schule und Ausbildungsbetrieben erforderlich. Die Hauptschulinitiative wäre ein Ansatzpunkt, den es fortzusetzen gelte.
Und weil heute erlerntes Wissen immer schneller veralte, wäre es erforderlich, sich ständig weiter zu bilden. Angebote hierzu böten die Aussteller auf der Bildungsmesse.
Er lobte auch die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Rottal-Inn, der zu Niederbayern gehöre. Trotz dieser administrativen Barriere habe sich die Zusammenarbeit sehr gut entwickelt und wäre ein Gewinn für die Region.
Er freute sich über die Vielzahl der Aussteller und die Vielfalt ihrer Angebote, die alles zeigen würde, was unsere Region bieten würde. Er wünschte allen informative Stunden und viel Erfolg bei der Bildungsmesse.
Kultusminister Siegfried Schneider, der Landrat Erwin Schneider seit Jahren kennt, freute sich sehr, die Bildungsmesse eröffnen zu dürfen. Er eröffnete mit einem Zitat: O-Ton: ....
Dieses Zitat von Johann-Wolfgang von Goethe wäre über 200 Jahre alt und hätte nichts von seiner Aktualität verloren. In der heutigen Zeit, in der sich alle 3 Jahre das Wissen verdoppelt, müsse man sich ständig neu orientieren und um- und dazu lernen, eine Herausforderung für jeden einzelnen genauso wie für das Schulsystem und die Betriebe.
Er freute sich sehr darüber, daß dieses Thema Gegenstand der Bildungsmesse ist. Er freute sich auch, daß die Messe Bezirksgrenzenübergreifend von drei Landkreisen organisiert werde. Er selbst wisse, wie schwierig es wäre, mit Nachbarlandkreisen zusammen so etwas auf die Beine zu stellen. Umso mehr freue er sich für die Region, die erkannt hätte, daß sie auf die eigenen Stärken setzen müsse und dies selbst in die Hand genommen hätte.
Man hätte erkannt, daß Investitionen in die Bildung der Kinder Investitionen in die Zukunftsfähigkeit des Landes wären. So hätte man bereits erreicht, daß es kein Bildungsgefälle mehr gebe zwischen den Städten und dem Land. Flächendeckend stünden Bildungseinrichtungen zur Verfügung, gute Bildungschancen böten. Es wäre die Verantwortung der Politik, für diese Chancengleichheit zu sorgen und sie zu erhalten.
Wir können in Bayern feststellen, daß unser Bildungssystem gut ist. Dies bestätigen Untersuchungen immer wider. Aber auch wenn dem so wäre, könne man noch immer Verbesserungen erreichen. Deshalb werde man auch in Zukunft in die Bildung investieren müssen. Nur so könne man den Herausforderungen der Technisierung, der Globalisierung, der Wissensgesellschaft entgegentreten. Diese Herausforderungen könne aber nicht die Landesregierung alleine meistern, die Regionen müßten dabei intensiv mitwirken.
Es wäre ihr Ziel, daß kein Schulabgänger diese ohe Abschluß verläßt. Darauf wirke die Hauptschulinitiative hin, die neben den Schulfächern auch die soziale Kompetenz fördern soll.
Um den Schülern das Lernen zu ermöglichen soll in Ganztagsschulen investiert werden. Es könne nicht sein, daß Schüler fünf Stunden täglich vor Fernseher und Computer verbringen. Diese Zeit kann sinnvoller eingesetzt werden, zum Beispiel bei Praktika in Firmen oder in der Schule.
Es müsse auch deutlich gemacht werden, welche Vorteile unser Schulsystem bietet. Andere Länder suchen bei uns nach, wie man es besser machen könne. So wäre eine Reihe bayerischer Berufsschullehrkräfte in China um dort das Berufausbildungswesen mit aufzubauen. Dies zeige, daß wir nicht nur Eliten mit akademischer Bildung bräuchten, sondern auch fachliche Eliten.
Gegenwärtig wäre es so, daß ein in Bayern ausgebildeter Chemikant mindestens so gut ausgebildet wäre, wie ein Batchelor in Amerika. Darauf könnten wir stolz sein. Dabei müßten wir auch dafür sorgen, daß diesen Leuten die Aufstiegschancen nicht verbaut werden. Dem Chemikanten müßte ermöglicht werden, Chemie zu studieren, dem Elektriker, ein Ingenieurstudium zu beginnen.
Weil es das Ziel sein müsse, Talente zu fördern, begrüßte er die Bildungsmesse der Landkreise.
Allerdings könne man nicht nur Blaupausen produzieren. Man müsse die Dinge auf den Blaupausen auch bauen können. Deshalb wären die entsprechenden Fachleute dringend erforderlich.
Ein afrikanisches Sprichwort sage, man bräuchte ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen. So benötige man auch für die Ausbildung junger Leute das Zusammenspiel aller Kräfte. Nur dann könne man den jungen Menschen einen guten Start in ihr berufliches Leben ermöglichen.
Abschließend ermahnte er, auch diejenigen nicht außer Acht zu lassen, die im ersten Anlauf keinen Ausbildugnsplatz bekommen haben. Auch diese Menschen haben einen Anspruch auf Ausbildung und Fürsorge.
Er dankte den Ausstellern und Organisatoren und wünschte der Messe viel Erfolg und einen guten Verlauf.
Dann hielt Professor Wolfram Stanek einen amüsanten Vortrag über kreatives Wissensmanagement. Er versuchte den Festgästen zu vermitteln, daß man sein Gedächtnis trainieren kann und sich viel mehr merken kann, wenn man sich zu den Begriffen Geschichten ausdenkt.
Anschließend begaben sich die Gäste auf einen Rundgang durch die Messehallen und ließen sich von den Ausstellern ihre Leistungen aber auch ihre Ausbildungsangebote erläutern. Hier einige Bilder vom Rundgang.
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Das 12. Buchbacher Starkbierfest
Wie schon die letzten 12 Jahre hatten die Mitglieder des TSV die Reithalle am Faber-Berg in eine Mischung aus Festzelt und Kulturhaus umfunktioniert. Wegen der neuen Entscheidung der Staatsregierung und des bayerischen Landtags konnten die Besucher wieder in der Halle Rauchen. Das hatten einige Besucher noch gar nicht mitgekriegt und waren ganz verwundert, als man sie wieder hineinschickte, als sie eben zum Rauchen rausgehen wollten....
Während die Buchbacher Blaskapelle für Stimmung sorgte, fanden sich immer mehr Gäste ein, so, daß die Küche kaum mehr nachkam, alle zu versorgen.
Bürgermeister Hans Rambold und sein gewählter Nachfolger Thomas Einwang saßen zwar in der ersten Tischreihe achteten aber darauf, sich nicht zu nahe zu kommen.
Ludwig Mottinger alias Bruder Autustinus wurde hinter der Bühne schon verkabelt, als das Faß Starkbier hereingetragen wurde.
Bürgermeister Hans Rambold stand schon bereit. Moderator Wolfgang Bauer suchte noch schnell das Weite...
Ein paar Tropfen gingen schon daneben – aber das war kein großer Schaden. Schließlich hieß es zum ersten Mal: (O-Ton: Ein Prosit...)
Dann begrüßte Vorstand des Fördervereins des TSV Erwin Bierofka die Gäste. Buchbach wäre vor 12 Jahren einer der ersten Orte gewesen, wo es ein Starkbierfest gegeben hätte. Seither hat es sich zu einem der größten Starkbierfeste in der Region entwickelt. Mit dem Erlös unterstützt der Förderverein den TSV Buchbach und ermöglicht damit ein breites sportliches Angebot, insbesondere auch für die Jugendlichen. Die Vorbereitungen hätten schon einige Monate gedauert und deshalb freuten sie sich, daß die Faberhalle ausverkauft wäre. Auch wenn alle Ehrengäste wären, begrüßte er die Bürgermeister von Buchbach, MdB Stephan Mayer, Grünen-Fraktionssprecherin Cathrin Henke und viele andere.
Sein Dank galt aber auch den Hausherren, den Fußballern und ihren Abteilungsleitern, seinen Vorstandschaftskollegen, der Augustiner-Brauerei und Beate und Karl-Heinz Kammerer, die das ganze Programm verantworteten und vielen anderen.
Mannschaftsbetreuer Manfred Ebert erhielt als Anerkennung seiner Arbeit einen Maßkrug.
Dann vermißte man Bruder Augustinus, der plötzlich unauffindbar war.
Der aber hatte sich ganz etwas anderes vorgenommen. Sehen Sie selbst. Hier unsere Ausschnitte aus der Rede von Bruder Augustinus.

Dann gratulierte Wolfgang Bauer Erwin Bierofka zum Tripple!

Aber auch Bruder Augustinus gratulierte er zum Einzug in den Gemeinderat.
Gstanzlsänger Thomas Keller meinte, er hätte nur wenig Zeit gehabt, sich vorzubereiten. Allerdings nahm er dafür die große und kleine Politik ganz schön aufs Korn.

Dann gings beim Schwammerlsuchen im Wald richtig krimimäßig zu. Schwammerlsucher.... beobachtete von seinem Hochsitz wirklich böse Dinge....
Erst ermordet eine in Latex König Edmund.
Dann erschießen ordnungsliebende Bürger den beliebten Bürgermeister...
Dann wird ein Stimmenjäger angeschossen.
Schließlich kommt der Loiperdinger Tom und sorgt dafür daß alle Widersacher ruhig g'stellt wern, auch wenn er sich gar nicht so sicher sein kann....
Am Schluß gabs für Bürgermeister, Nachfolger und ihre Darsteller einen kräftigen Schluck „Maximator“.

Schließlich gings ans Baumstammsägen, an dem sich acht Mannschaften beteiligt hatten. Darunter auch eine Schwarz-Grüne aus MdB Stephan Mayer und Grünen Fraktiossprecherin Cathrin Henke. Natürlich mußte auch MdL und Noch-Bürgermeister Hans Rambold ran. Er trat mit zweitem Bürgermeister Karl-Heinz Kammerer an. Das Gewicht holte Wolfgang Bauer aus dem Publikum.
Starkbierkönigin Magdalena und Starkbierkönig Martin mühten sich redlich, hatten aber gegen die Bürgermeister keine Chance. Gegen das Team „Muskel“ aus Christian Stoiber und Manfred Rott kam ohnehin niemand an – auch nicht das Team Schwarz-Grün.
Schließlich kam es zum Finale zwischen Vereinsvorstand Toni Maier und Konrad Wimmer und dem Team Muskel, das dieses klar für sich entschied.
Allerdings waren sie mit dem Preis nicht sonderlich zufrieden...
Die Blaskapelle sorgte immer wieder für Stimmung.
Nachdem die Bühne wieder aufgeräumt war, hatte die Garde der Bubaria ihren letzten Auftritt für dieses Jahr.
Der Faberberg hat wirklich wieder gebebt dieses Jahr. Schließlich war es mit dem offiziellen Programm noch lang nicht zu Ende. Es ging an der 40m langen Bar weiter bis spät am Abend – oder sollten wir besser sage – bis früh am Morgen?

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Die Freisprechungsfeier der KFZ- und NFZ- Mechatroniker an der Berufsschule 1 in Mühldorf
Oberstudiendirektor Reinhard Albert begrüßte zunächst die Gäste und betonte dann die gute Zusammenarbeit mit dem benachbarten Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer, die zum Ziel hätte, den Auszubildenden die bestmögliche Ausbildung zu ermöglichen.
Mit der selben Anerkennung begrüßte er die anwesenden Vertreter der Ausbildungsbetriebe. Sie hätten zusammen mit einem funktionierenden Elternhaus den jungen Leuten die Grundlage für ein erfolgreiches Berufsleben gelegt.
Das Gefühl, die Abschlußprüfung bestanden zu haben ist herrlich. Das wüßten sie als Lehrer auch. Sie könnten stolz auf ihre Leistungen sein. Mit ihren unterschiedlichen Vorbildungen hätten sie sich entschieden „Karriere durch Lehre“ zu machen. Damit hätten sie einen soliden Grundstein in einem zukunftsträchtigen Beruf gelegt, in einem Beruf, der keinen Stillstand kennen würde. Mit dieser Ausbildung könnten sie nun ihr Leben selbst in die Hand nehmen und es auch wirtschaftlich selbst gestalten.
Da dies der letzte Tag in der Schule wäre, wollte er ihnen noch etwas mit auf den Weg geben. Er zitierte Münchens Kulturreferent Georg Küppers, der gesagt hatte, es wäre eine Kunst und Notwendigkeit, einmal mehr aufzustehen, als man hingeworfen wird. Das hieße, es liefe nicht immer so, wie man es sich vorstelle. Heute werde das in menschenverachtender Weise Gewinn maximiert, wobei viele Menschen ihre Arbeit verlieren. Auch wenn diese verzweifelt wären, müßten sie doch mit Mut und Kraft wieder aufstehen und weitermachen. Er forderte sie auf, nicht aufzugeben. Es gäbe auch noch andere Möglichkeiten: Fortbildung, Meisterkurse bis hin zum Studium. Er forderte sie auf, sich zu informieren, sich umzusehen und den Blick nach vorne zu richten.
Ein weiteres Zitat von Professor Ulrike Tratzer, einer Informatikprofessorin an der TU München: „Mit einem Lächeln auf den Lippen und einem Ziel vor Augen macht das Leben Spaß“. Die Botschaft wäre eindeutig: Der einzige Mist, auf dem nichts wachse, wäre der Pessimismus.
Die Automobilbranche wäre zum Optimismus geradezu verurteilt. Die eleganten Autosalons weltweit würden nur stahlende Gesichter kennen. Obwohl der Konkurrenzkampf enorm wäre, erwarte man doch jedes Jahr neues Design und noch bessere und sparsamere Technik. Mit der Rasanz dieser Entwicklung veralte auch ihr Wissen. „Lebenslanges Lernen“ laute das Motto des Bildungsprogrammes der Europäischen Union. Das gelte für sie genau so.
Dabei wären die Chancen für sie günstig. Das Fortbildungsangebot war nie so umfangreich wie heute. Meisterschule, BOS, FOS, bis hin zum Studium stünden ihnen viele Wege offen.
Und weil auch eine Reise von 1000 Meilen mit dem ersten Schritt beginnen würde, forderte er sie auf, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Diesen ersten Schritt hätten sie heute getan.
Er forderte sie aber auch auf, ihre Allgemeinbildung weiter zu führen, zum Beispiel weiter Sprachen zu lernen, was in der heutigen globalisierten Welt unbedingt erforderlich wäre.
Bildung mache sie widerstandsfähiger gegen Vorurteile und jede Art von Beeinflussung.
Er forderte sie auf, am Ball zu bleiben, sich nicht zurückfallen zu lassen: Stillstand wäre Rückschritt“.
Er schloß, in dem er den Journalisten Otto-Julius Bierbaum zitierte, der 1903 eine Reise mit einem vollgummibereiften Auto von Berlin nach Neapel unternommen hatte und dann feststellte: Das Auto wäre nicht dazu da, die Geschwindigkeite der Eisenbahn zu übertrumpfen, es wäre nicht dazu da, Rekorde aufzustellen, sondern Freiheit, Besonnenheit und Beharren zu fördern. Sie sollten stolz darauf sein, einer Branche anzugehören, die dem täglichen Leben solche Qualität ermöglicht und den Alltag so erleichtert.
Dann gratulierte er den Junggesellen zur bestandenen Prüfung.
Nachdem die Kollegen der Berufsschule in Altötting die Freisprechungsfeier musikalisch aufgelockert hatten, ergriff Landrag Georg Huber das Wort:
Auch er beglückwünschte die Junggesellen auch im Namen des Landkreises zum Abschluß ihrer Ausbildung. Sie hätten jetzt eine wichtige Hürde genommen und ihr erstes berufliches Ziel erreicht. Er wäre stolz auf die jungen Leute, die sich Mühe geben würden, ihre Ausbildung gut zu absolvieren. Sie hätten nun ein gutes Fundament gelegt und eine gute Basis geschaffen für ihre berufliche Weiterentwicklung. Auch wenn sie nun vom Zwang eine Schule zu besuchen frei gesprochen werden, wäre ständige Weiterbildung gerade in der heutigen globalisierten Welt unabdingbar. Weil wir Deutsche im Wettbewerb um den günstigsten Preis oftmals das Nachsehen hätten, müßten wir mit Qualität versuchen, zu punkten.
Er wäre sich aber sicher, daß gute Arbeit geschätzt werde und Kunde bereit wären, dafür auch einen höheren Preis zu bezahlen. Er wäre auch überzeugt, daß das Handwerk mit all seien Stärken Zukunft hätte. Zu diesen Stärken gehörten auch die gute ausgebildeten Mitarbeiter. Er bedankte sich bei den Ausbildungsbetrieben für die großartigen Leistungen bei der Ausbildung ihrer Mitarbeiter.
Ein griechischer Philosoph hätte gemeint, die Grundlage eines jeden Staates wäre die Ausbildung siener Jugend. Deshalb dankte er Eltern und Lehrern dafür, gemeinsam mit den Ausbildungsbetrieben diese Grundlage gelegt zu haben.
Er bat aber auch, in diesen Anstrengungen nicht nach zu lassen und weiterhin Verantwortung zu übernehmen. Auch die Politiker wären gefordert, die nötigen Rahmenbedingungungen zu schaffen. Deshalb lege er großen Wert auf die Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung im Landkreis, die die Betriebe nach bestem Wissen fördert und betreut und neue Betriebe hilft, anzusiedeln. Nachdem durch den Weiterbau der A94 die Attraktivität des Landkreises weiter steige, könne man positiv in die Zukunft schauen. Erste Signale deuteten auf die Ansiedlung neuer Betriebe, die über 1000 Arbeitsplätze mitbringen würden. Mit ihrer abgeschlossenen Ausbildung würden sie dazu beitragen, diese Ansiedlungen zu begünstigen. Er gratulierte den Jungesellen nochmals zu ihrem Abschluß und wünschte ihnen viel Erfolg für ihren weiteren beruflichen Weg.
Elf Absolventen hatten einen Notendurchschnitt von 1,0 bis 1,5 erreicht. Dafür erhielten Sie eine Anerkennungsurkunde des Freistaates Bayern. Die drei 1,0-Absolventen wurden zusätzlich mit einem Geldpreis ausgezeichnet. Diese Urkunden und Staatspreise überreichte Landrat Georg Huber. Die folgenden schlossen mit einem Notendurchschnitt von 1,0 ab und erhielten Urkunde und Staatspreis: Der Tüßlinger ... Dickl, Der Albachinger ... Behrmann und der Pollinger ... Zellhuber.
Mit 1,2 schloß ... Steiglechner ab. Ebenfalls 1,2 erreichte Benjamin Kainwirth aus Waldkraiburg. Auch 1,2 erreichte ... Wetter aus Neumarkt St. Veit. Der nächste war der Rosenheimer Bernhard Resch. Mit 1,5 war ... Pudik dabei, der aus Waldkraiburg stammt. ... Kulau aus Mettenheim war mit 1,5 der Nächste. Auch 1,5 erzielte ... Weißenbach aus Burghausen. Wieder 1,5 erreichte .. Bachmeier aus Burgkirchen.
Dann sorgte wieder die Musik für die nötige Lockerheit.
Bevor die Junggesellen frei gesprochen wurde, faßte OstR. August Deinböck die Prüfungen zusammen:
Mit über 80 Teilnehmern war die Halle bei der Prüfung voll besetzt. Im Bereich Kraftübertragung hatten die Prüflinge im Durchschnitt 74 Punkte in den theoretischen und 56 Punkte im praktischen Prüfungen erreicht. 74 Punkte wären eine gute 3.
Bei der Prüfung der Abgasuntersuchung eines Dieselmotors lagen beide Durchschnittsergebnisse über 50%, ein nicht eben berauschendes Ergebnis. Er führte es darauf zurück, daß der geprüfte Stoff schon vor langer Zeit auf dem Lehrplan gestanden hatte.
Das Ergebnis im Bereich Motormanagement glich dem bei der Kraftübertragung. August Deinböck stellte fest, daß das Durchschnittsergebnis nicht widerspiegeln würde, daß es in allen Bereichen extrem gute Ergebnisse gegeben hätte, aber eben auch extrem schwache.
Die PKW-Mechatroniker erzielten im Bereich ABS ein ausgeglichenes Ergebnis, das einer 2 vergleichbar wäre. Auch im Bereich Komfort-System – also Standheizungen, Klimaanlagen etc. - wäre das Resultat akzeptabel.
Die LKW-Spezialisten hätten im Bereich Fahrwerk eine ausgeglichene Bilanz vorgelegt, im Schnitt ein zufriedenstellendes Ergebnis um so mehr, als doch einige dabei waren, die ein ausgezeichnetes Resultat erzielt hätten.
Die Prüfung des Wissens um das EBS-System zeigte Schwächen im theoretischen Wissen der NFZ-Mechatroniker. Hier war das Ergebnis der praktischen Prüfung besser.
Auch im Fachgespräch zeigten die Prüflinge ein gutes Können. Sie sind also in der Lage, Kunden ihr Wissen zu vermitteln.
Im gefürchteten Fach Sozialkunde zeigte sich mit einem Durchschnitt von 68 Punkten gutes Wissen. Allerdings waren auch sehr viele überdurchschnittliche Leistungen zu vermerken, allerdings wäre keiner unter 50 Punkten gelandet.
Er denke, 78 bestandene Prüfungen bei 81 angetretenen Prüflingen spiegelten auch für sie eine gute Leistung wider, um so mehr, als bereits im vergangenen Sommer 10 sehr gute Leute dieses Jahrganges die Schule vorzeitig verlassen hätten.
Der stellvertretende Innungsobermeister Karl Burkhart beglückwünschte die Junggesellen zur bestandenen Prüfung. Er dankte den Ausbildungsbetrieben und Ausbildern, den Fachlehrern der Berufsschule und nicht zuletzt den Eltern.
Wenn sie nun den Gesellenbrief erhalten würden, wäre dieser ein Zeugnis dafür, daß sie fundierte Kenntnisse in Theorie und Praxis der Wartung und Diagnose eines modernen Kraftfahrzeugs erworben hätten. Sie hätten damit das nötige Handwerkszeug erworben.
Der Gesellenbrief wäre die Eintrittskarte in die Berufswelt. Er berechtige sie zum Eintritt in viele verschiedene Weiterbildungswege. Er berechtige sie aber auch Tätigkeiten auszuführen, für die der Qualifizierungsnachweis erforderlich ist: Abgasuntersuchungen, Wartung von Klimaanlagen, Sicherheitsprüfungen etc. dürfe nicht jeder machen.
Dann zeigte er verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten auf, die ihnen berufliche Sicherheit und Unabhängigkeit eröffnen würden.
Aber auch so wäre ihr Abschluß eine Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. Ein engagierter, qualifizierter und zuverlässiger Kfz-Mechatroniker werde auch in der gegenwärtig schwierigen Zeit seinen Arbeitsplatz nicht verlieren.
Allerdings müssen sie sich auch über ihre neue Verantwortung klar werden. Sie prägen fortan das Erscheinungsbild ihres Betriebes und des Handwerks mit. Kompetenz, Zuverlässigkeit und Flexibilität würden nicht nur Kunden aber auch ihren Vorgesetzten zeigen, daß es ohne sie nicht ginge. Dazu gehöre aber auch die soziale Kompetenz, die zu einem guten Betriebsklima beitragen würde.
Eine Studie hätte gezeigt, daß schlechte Behandlung von Kunden in der Reparaturannahme der häufigste Grund für die Unzufriedenheit der Kunden ist. Erst viel später rangiere Unzufriedenheit mit der Arbeit.
Das Servicegeschäft wandle sich vom Dienst am Auto zum Dienst am Kunden. Ihre Stärke läge nicht nur an ihrem Wissen und Können sondern auch an ihren Werten und wie sie diese leben.
Dann bat er die Junggesellen, sich zu erheben.
Er sprach sie frei von den Verpflichtungen ihrer Lehre und beglückwünschte sie zum Gesellenbrief.
Dann erhielten den jungen Absolventen ihre Gesellenbriefe. Zunächst Jahrgangsbester Bernhard Resch, als zweiter Benjamin Kainwirth. Dann Jahrgangs-Drittbester Fabian Weißbach. Sie alle erhielten neben ihrem Gesellenbrief auch einen Werkzeugkasten.
Die einzige Dame bekam einen Strauß Blumen zu ihrem Gesellenbrief. Dann gings klassenweise weiter. Erstmals schloß die Freisprechungsfeier mit einem Buffet an dem Getränke und Häppchen gereicht wurden. Wir gratulieren auch unsererseits allen Junggesellen zur bestandenen Prüfung und wünschen alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg.
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Jahreshauptversammlung des Schützengaus Mühldorf
Ein ganzer Tisch voller Pokale und Preise wartete auf die Gäste, als Gauschützenmeister Toni Maier die Gäste willkommen hieß. Neben Vertretern der Schützenvereine des Gaues war auch Bezriksschützenmeister Eberhard Schuhmann, BLSV-Kreisvorsitzender Sepp Elsberger und Bürgermeister Günther Knoblauch gekommen. Nachdem den verstorbenen gedacht worden war, berichtete er von den Ereignissen des zurückliegenden Jahres. Im Schützengau Mühldorf waren am 1.1.2008 in 69 Vereinen 4.208 Schützen erfaßt, zwei Schützen weniger als im Jahr vorher. 1.275 davon Jugendliche und 1.208 Damen.
Der Schützengau hatte vier sogenannte Lichtgewehre angeschafft, mit denen statt mit Kugeln mit einem Lichstrahl geschossen wird. Diese erfreuen sich größter Beliebtheit, weil auch unter 16-jährige damit schießen dürfen.
Dann blickte er zurück auf die Veranstaltungen des zurückliegenden Jahres. Ausflüge, viele Schießen, Lehrgänge, Schützentage und gesellige Veranstaltungen ließen keine Langeweile aufkommen.
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Gauschatzmeister Heinz Trippensee konnte von 66.578€ an Einnahmen und 67.206,90€ an Ausgaben berichten, was ein Minus von 628,90€ bedeutet. Obwohl der Schützengau damit kein Problem hat, mahnte er doch an, zukünftig wirtschaftlich zu arbeiten. Er freute sich aber sehr darüber, daß alle 60 Vereine pünktlich ihre Beiträge zahlen würden. Er und der gesamte Vorstand wurde später von der Versammlung entlastet.
Gausportleiter Josef Rottner konnte berichten, daß die Meisterschaften unfallfrei durchgeführt werden konnten. Die erbrachten Leistungen konnten sich durchaus sehen lassen. Er bedankte sich bei allen Teilnehmern für ihre Umsicht und bei den Vereinen für ihre Aufsicht.
Auch Gaudamenleiterin Sabine Reichenberger berichtete von zahlreichen Veranstaltungen der Schützendamen.
Schützengaujugendleiter Manfred Steiglechner berichtete von Erfolgen der Jugend, die momentan fast unschlagbar scheint. Allerdings bemängelte er auch, daß es Jugendliche gibt, die kein Interesse an Wettkämpfen hätten. Deshalb könnte man manche Klassen nicht bestreiten.
Gau Rundenwettkampfleiter .... listete die aktuellen Positionen der Vereine auf. Allerdings liefe die Rückrunde noch, so daß seine Tabellenstände nur einen Zwischenbericht darstellten.
Michael Haberger berichtete von besonderen Leistungen der Bogenschützen und verschiedenen Veranstaltungen das ganze Jahr über. Besonders während der Regionalmesse Inn 2007 konnte viel Werbung für das Bogenschießen gemacht werden.
Bürgermeister Günther Knoblauch gratulierte und dankte zunächst auch im Namen des Landkreises zu den Leistungen der Schützen. Die Schützen wären eine der ganz großen Organisationen im Landkreis, in Bayern und in Deutschland, die alle Generationen zusammenführen würden und damit Garanten für Dinge, die die Gesellschaft dringen brauche. In Mühldorf betreuten die Schützenvereine die meisten Jugendlichen. Sie bereiteten sie darauf vor, später im Leben ihren Mann oder ihre Frau zu stehen.
Die Schützen garantierten auch für das Fortleben der Tradition. Und trotz aller Diskussionen hielten sie an diesem Ziel unabrückbar fest. Dafür zollte er ihnen ein großes Dankeschön und großen Respekt. Wenn sie viel Zeit unentgeltlich für diese Ziele opferten, würden sie durch den Nachwuchs entlohnt, der ihre Arbeit fortsetzen und wieder Verantwortung übernehmen würde.
Der Schützen- und Trachtenzug wäre für ihn einer der schönsten Tage des Jahres. Und wenn er sehe, wie es aus der Luft aussehe, wenn 15.000 Leute am Stadtplatz zuschauten, dann könne er erst ermessen, welch wichtige Arbeit die Schützen für Mühldorf leisten würden. Dafür dankte er ihnen allen und wünschte alles Gute für die Arbeit in diesem Jahr. Er schloß, indem er finanzielle Unterstützung von Stadt und Landkreis in Aussicht stellte.
BLSV-Kreisvorsitzender Sepp Elsberger dankte für die gute Zusammenarbeit der Verbände und lud zur gemeinsamen Ausrichtung verschiedener Veranstaltungen ein. Um mehr Nachwuchs zu bekommen, forderte er die Anwesenden auf, es Gaudamenleiterin Sabine Reichenberger nachzumachen, die im vergangenen Jahr einer Tochter das Licht der Welt geschenkt hatte. Wenn's alle so machen würden, gäb's bald keine Nachwuchsprobleme mehr.
Stellvertretender Bezirksschützenmeister Eberhard Schuhmann überbrachte zunächst die Grüße des Bezirksvorstandes. Im Blick auf die Berichte der Spartenleiter meinte er, hier erkenne man gleich, daß hier die Welt noch in Ordnung ist.
Das neue Waffengesetz hätte wieder Erschwernisse gebracht. Aber auch davon liessen sie sich das Schießen nicht verleiden. Allerdings ermahnte er, in ihren Sicherheitsanstrengungen nicht nachzulassen und die Vorgaben peinlichst einzuhalten. Damit wären sie auch den Jugendlichen ein Vorbild um die anzunehmen er sie eindringlich aufforderte. Sie sollten sich auch der Aussiedler und Migranten annehmen und versuchen, sie in die Gesellschaft einzugliedern.
Nun standen Ehrungen auf der Tagesordnung.
Josef Pfisterhammer erhielt das Ehrenzeichen in Silber - das die Schützen einfach die „Silberne Gams“ nennen - für treue Mitarbeit. Erst im vergangenen Jahr wäre aufgefallen, daß ein so treuer Schütze wie Josef Pfisterhammer noch keine „Silberne Gams“ erhalten hätte. So wäre es höchste Zeit geworden, sie ihm zu verleihen.
Weitere „Silberne Gemsen“ gingen an: Bürgermeister Günther Knoblauch, der aber die Versammlung schon verlassen hatte, Konrad Bauer, den Schützenmeister der Isengauer Mößling und an Manfred Steiglechner, der 33 von seinen 34 Lenzen bereits im Schützenverein aktiv ist und davon lange Zeit Funktionärsaufgaben erfüllt hat.
Die „Goldene Gams“ erhielt Josef Hauser vom Verein Eichenlaub Lohkirchen. Er wäre seit 1988 erster Schützenmeister im Verein.
Auch Josef Rottner erhielt die Goldene Gams für sein Engagement als Gausportleiter.
Später standen Siegerehrungen und Neuwahlen auf dem Programm. Abschließend blickten die Schützen auf das Jahr 2008/2009 voraus, bei dem sicher wieder der Schützen- und Trachtenzug einen der Höhepunkte darstellen wird.
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s Bier proBIERn - Eine Plakataktion von Landratsamt und SOB
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Feuerwehr Mühldorf stellt neuen Rüstwagen in Dienst 13 29.03.08
VO Futuristisch gestaltet, aber sonst erst auf den zweiten Blick als Feuerwehrauto zu erkennen, so stand der neue Rüstwagen im Gerätehaus der Feuerwehr in Mühldorf. Dabei handelt es sich bei dem neuen Auto um mehr als nur ein Feuerwehrauto. Es ist eine rollende Werkstatt, die alles dabei hat, was man im Ernstfall vor Ort brauchen könnte. Angefangen von der Axt bis zum 22kW Stromerzeuger, vom Rettungsspreizer bis zum Atemschutzgerät ist da alles drin.
Natürlich hat das Fahrzeug, das von einem 290-PS Motor angetrieben wird Allradantrieb. Viele Besonderheiten lassen wir uns später eklären.
Es war kein Nebel im Gerätehaus, vielmehr hatte an diesem Tag stark geregnet, so daß die Linse immer wieder beschlug. Wir bitten deshalb um Nachsicht.
Feuerwehrvereinsvorstand Josef Birnkammer begrüßte die Gäste, die zahlreich zur Einweihung gekommen waren. Neben den Kameraden waren fast alle Mitglieder des Stadtrates und alle drei Bürgermeister, die Kommandanten der Feuerwehren aus den umliegenden Städten und Vertreter der Kreisbrandinspektion anwesend
Bürgermeister Günther Knoblauch betonte die Wichtigkeit der Ausrüstung der Feuerwehr. Diese zu beurteilen müsse man immer vor dem Hintergrund eines Einsatzes. Jetzt sehe man nur das viele Geld, das so ein Auto koste. Im Ernstfall helfe es aber Bürgern und Bürgerinnen. Sicher können nicht jede Feuerwehr so einen Rüstwagen haben, weil seine Anschaffung die Möglichkeiten mancher Städte und Gemeinden übersteige. So bedankte er sich beim Stadtrat dafür, daß er seiner Anschaffung einstimmig zugestimmt hatte. Er bedankte sich aber auch bei den Feuerwehrkameraden dafür, daß sie im Ernstfall auch ihre Gesundheit dafür aufs Spiel setzen um anderen zu helfen. Sie dabei zu unterstützen wäre die Verantwortung der Stadt.
Kreisbrandmeister Wimbauer betonte, es wäre nun nötig, die Mannschaft darin zu schulen, mit den Geräten umgehen zu lernen, die in diesem neuen Fahrzeug vorhanden sind. Nur gut ausgebildet und mit den Gerätschaften vertraut könnten sie im Ernstfall den Bürgern zu Hilfe kommen. Für die Bereitschaft zum Dienst am Nächsten dankte er ihnen allen. Er dankte auch Bürgermeister Günther Knoblauch und den Stadträten dafür, daß sie dieses moderne Gerät angeschafft haben. Er wünschte der Feuerwehr Mühldorf unfallfreie und lehrreiche Übungen, möglichst wenig Einsätze und immer eine gesunde Rückkehr von den sicher nicht einfachen Einsätzen.
Ronald Reisinger, Verkaufsleiter Süddeutschland der Herstellerfirma Rosenbauer betonte, es handle sich um einen der modernsten Rüstwägen den es derzeit am Markt zu kaufen gäbe. Auch er bedankte sich bei der Feuerwehr Mühldorf für die angenehme Zusammenarbeit und möglichst wenig Einsätze. Dann übergab er den symbolischen Schlüssel an Bürgermeister Günther Knoblauch, der ihn gleich weiter gab an Kommandant Günther Starzengruber.
Schließlich segneten Stadtpfarrer Peter Hagsbacher und Andreas Benecker Mannschaft und Fahrzeug und erbaten Gottes Segen für alle Einsätze.
Feuerwehrvereinsvorstand Josef Birnkammer bedankte sich bei den Stadträten für ihr Wohlwollen in den zurückliegenden Jahren. Er bedankte sich bei den scheidenden Stadträten für ihre Unterstützung und drückte seine Hoffnung aus, daß sie der Feuerwehr auch zukünftig gewogen bleiben. Den neu gewählten Stadträten bot er die Zusammenarbeit an und meinte, die Feuerwehr stünde jedem mit Rat und Tat zur Seite.
Dann war Gelegenheit, das neue Fahrzeug in Augenschein zu nehmen. Dies wurde intensiv genutzt: Bürgermeister Günther Knoblauch und die Herren vom Technischen Hilfswerk ließen sich das Fahrzeug und seine Ausstattung von Kommandant Günther Starzengruber selbst erklären. Dabei interessierte sich Bürgermeister Günther Knoblauch schon sehr genau...
Auch Jugendreferent Gottfried Kirmeier interessierte sich sehr für die Ausstattung.
Schweißgerät, Wassersauger, Kettensägen, Rettungstragen, Unterlegkeile, Stromgenerator, Atemschutzgerät, Gerüst, Pumpen, Seilwinden, Rettungsschere, Rettungsspreizer, Kabeltrommeln, Kommunikationseinrichtungen und jede Menge Werkzeug, ein revolutionär neuer Lichtmast – nur ein Ausschnitt dessen, was in dem neuen Fahrzeug eingebaut ist.
Das hat sogar die Kollegen vom Technischen Hilfswerk aufs Dach des Autos gebracht, wo sie die neue Technik in Augenschein nehmen konnten. Das THW besitzt einen eigenen Rüstwagen, der auch erst einige Jahre alt ist. So war Vergleichen angesagt.
Das Fahrzeug wird über ein zentrales Steuergerät überwacht und gesteuert, das uns Klaus Penzenstadler erklärt.
Der Mercedes -Atego hat ein halbautomatisches Getriebe, dessen aktueller Schaltzustand im modernen Display abgelesen werden kann. Das Bild der Rückfahrkamera zeigt ein LCD-Bildschirm am Cockpit.
Die Funktion des neuartigen Lichmasten demonstrierten die Kameraden vor dem Gerätehaus im strömenden Regen. Obwohl die Leuchten des Lichtmast helle ausleuchten, benötigen sie keine zusätzliche Stromversorgung. Sie kommen mit dem Bordnetz des Fahrzeugs aus. Der Lichtmast kann in beinahe alle Richtungen gedreht und seine Leuchten nochmals einzeln gesteuert werden.
Das begeisterte auch die Komandanten der anderen Feuerwehren und unseren Jugendreferenten.
Später beschrieb uns Kommandant Günther Starzengruber was für ein Fahrzeug da vor uns steht. (O-Ton: )
Also so ein richtiges Universalfahrzeug? (O-Ton:)
Es ist also alles drin? (O-Ton)
Wieviele Männer sind erforderlich um das Fahrzeug richtig einsetzen zu können?
Jetzt stehen intensive Schulungen bevor?
Vor eineinhalb Jahren hat der Stadtrat der Anschaffung dieses Fahrzeugs zugestimmt. Wieviel hat die Stadt nun dafür investiert?
Das ist doch eine ziemliche Summe?
Das Fahrzeug ersetzt ja den alten Rüstwagen. Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, wann ein Fahrzeug ausgemustert wird?
Sicher gibt es auch andere Kriterien, wie etwa Einsätze auf der Autobahn, die andere Ausrüstung erfordern?
Ist so ein Rüstwagen für Ihre Firma ein Durchschnittsgeschäft? Ist es für ihre Firma normal, Feuerwehrautos mit Aluminium zu bauen?
Hat es bei der Auftragsabwicklung irdendwelche Schwierigkeiten gegeben?
Also doch ein herausforderndes Projekt für Ihre Firma?
Wenn uns Kommandant Günther Starzengruber sagt, die Fahrzeuge werden 25 Jahre lang eingesetzt, dann muß ihre Firma auch so lang Ersatzteile liefern können?
Maschinistenausbilder Anton Weindl erklärte uns, wie die Schulung der Feuerwehrleute aussieht.
Was ist bei diesem Auto ganz anders als beim Vorgänger?
Das ist sicher ein Highlight, wenn so ein Auto nach 25 Jahren ersetzt wird?
Feuerwehrautos gelten als schnell. Wie schnell ist denn jetzt dieses neue Auto?
Natürlich gabs später zur Feier des neuen Autos etwas zu essen und zu trinken. Dabei ließen die Kameraden den Abend ausklingen.
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Feuerwehr Waldkraiburg stellt neues Löschgruppenfahrzeug in Dienst
Schon einmal in Augenschein nehmen konnten die Gäste der Feuerwehr Waldkraiburg das neue Löschfahrzeug, das später eingeweiht werden sollte. Feurwehrstadträtin Eva Köhr, Stadträtin Inge Schnabl und THW-Chef Matthias Müller ließen sich das Fahrzeug schon mal erklären während Bürgermeister Siegfried Klika zusammen mit Kommandant Bernhard Vietze für ein Foto posierten.
Auch Mühldorfs Feuerwehrkommandantur nahm die technische Einrichtung des neuen Fahrzeugs der Waldkraiburger in Augenschein.
Bevor's losging, unterhielten sich die Gäste bei einem Glas Sekt und stimmten sich auf einen langen Nachmittag ein.
Feuerwehrvereinsvorstand ... Stolzenberg eröffnete den Nachmittag und begrüßte die zahlreichen Gäste unter denen neben vielen Stadträten, den Bürgermeistern Siegfried Klika, Harald Jungbauer und Gustl Schenk auch Pfarrerin Hanna Wirth und Stadtpfarrer Martin Garmeier waren.
Bernhard Vietze freute sich darüber, daß er das neue Fahrzeug einweihen konnte, das wäre schließlich kein Ereignis, das man jedes Jahr begehen könnte. Als Wolfgang Klein vor einem Jahr damit begann, das Fahrzeug zu planen, hatten sie genaue Vorstellungen davon, wie es werden sollte. Es sollte ein Löschgruppenfahrzeug für die Brandbekämpfung werden, das auch im Schutzgebiet und den immer enger werdenden Baugebieten operieren kann. Es sollte eine leistungsstarke Pumpe haben und der Tank sollte größtmöglich sein. So fördert die Pumpe 2.600 Liter pro Minute und der Tank faßt 1.000 Liter. Das neue Fahrzeug sollte auch in der Lage sein, das Mehrzweckboot zu ziehen. Schließlich konnten alle Vorgaben erfüllt werden. Dafür dankte er Wolfgang Klein.
Die Wahl des Herstellers fiel auf die Firma Schlingmann, deren Vertreter er begrüßte. Dann beschrieb er das Fahrzeug. Das Fahrgestell - ein Mercedes Atego - mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 12 Tonnen wird von einem 256 PS starken Sechzylinder-Reihenmotor angetrieben, der die Abgasnorm EURO-4 bereits erfüllt. Es verfügt über Allradantrieb. Im Heck steckt eine Feuerwehr-Kreiselpumpe, auf dem Dach ein pneumatisch angetriebener Lichtmast und eine Schiebeleiter. Im Fahrzeug findet sich ein Wassersauger, Wasserwerfer, ein Schaumschnellangriffgerät und viele andere Feuerwehrhilfsmittel. Den nötigen Strom erzeugt ein 13 kVA Stromerzeuger.
Abschließend dankte er Bürgermeister und Stadtrat für die Bereitstellung der Mittel für das Fahrzeug und gratulierte zu ihrer Wiederwahl.
Bürgermeister Siegfried Klika scherzte zunächst, er habe den Schlüssel für das Fahrzeug verlegt...
Er hätte am selben Morgen einen Artikel über die Belastung von Feuerwehrleuten im Einsatz gelesen. Das brachte ihn zur Problematik der Ausrüstung der Feuerwehren, für die er als Bürgermeister ja zuständig ist. Allerdings wäre nicht nur die Ausrüstung Voraussetzung für das Funktionieren der Feuerwehr sondern auch um das Verhältnis untereinander und die Kameradschaft miteinander. Als Sachaufwandsträger wäre er verantwortlich für die Ausstattung der Feuerwehr mit den nötigen Betriebsmitteln und Gerätschaften. Mit der Anschaffung dieses Fahrzeuges hätte die Stadt diese Aufgabe in ordentlicher Weise erfüllt. Damit bliebe die Feuerwehr Waldkraiburg eines der Aushängeschilder im Landkreis. Dies begründete er mit der zurückliegenden Kommunalwahl, bei der ihm die Wahlbeteiligung Sorgen bereite. Bedenke man, daß 2/3 der Bürger nicht zur Wahl gegangen wären, Dies hätte zur Folge, daß der Einfluß Waldkraiburgs auf die Politik im Landkreis stark abgenommen habe. Das beträfe auch Fragen der Infrastruktur, wo Waldkraiburg nun nicht mehr so viel Einfluß nehmen könne wie bisher.
Aber auch unter den neuen Bedingungen wird die Stadt Waldkraiburg dafür sorgen, daß die Feuerwehr die nötige Ausrüstung zur Verfügung erhält. Dies äußert sich darin, daß das neue Fahrzeug halt eine Nummer kleiner ausgefallen ist, als dies vielleicht gewünscht worden wäre.
Für dieses Verständnis bedankte er sich bei der Feuerwehr und namentlich bei Bernhard Vietze, Rainer Zwieselsberger und der Führung der Feuerwehr. Auch so hätte das Fahrzeug noch 242.500 Euro gekostet. Er wünschte der Feuerwehr, daß es stets die Einsätze erleichtert und sie stets von den Einsätzen gesund zurückkehrten. (O-Ton...)
Dann fand er den Schlüssel doch und übergab ihn an Kommandant Bernhard Vietze.
... Sturm – Vertreter des Herstellers betonte die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Waldkraiburg, besonders mit Bernhard Vietze und Wolfgang Klein. Er überreichte Bernhard Vietze ein Präsent und wünschte viel Glück mit dem neuen Fahrzeug.
Herstellerrepräsentant Jürgen Beckmann bedankte sich für das Vertrauen der Feuerwehr Waldkraiburg und die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Waldkraiburg. Als Dankeschön überreichte einen Bausatz des Fahrzeugs an Kommandant Bernhard Vietze.
Dann segneten Stadtpfarrer Martin Garmeier und Pfarrerin Hanna Wirth das Fahrzeug. Pfarrerin Hanna Wirth meinte, die Feuerwehrleute kämen ihr immer sehr groß vor, in ihren Fahrzeugen. Das symbolisiere auch die große Verantwortung, die sie beim Fahren der Fahrzeuge und auch bei ihren Hilfeleistungen tragen würden. Weil die dafür nötige Kraft ihre eigenen Kräfte übersteigen würde, betete sie darum.
Stadtpfarrer Martin Garmaier betonte in seiner Ansprache, daß das Wasser, mit dem sie Katastrophen vermeiden, hier ein Zeichen des Lebens ist. Gott wäre da, wenn „Feuer am Dach“ wäre. Er wäre Schutz und Segen für die Menschen. So wünschte er, daß Segen von diesem Fahrzeug ausginge und es Hilferufenden aber auch den Feuerwehrleuten zum Segen werde.
So segneten sie Fahrzeug und Mannschaften und baten darum, bei allen Einsätzen immer im Schutz des Allerhöchsten bleiben zu können.
Später war Gelegenheit, das Fahrzeug genauer in Augenschein zu nehmen. Davon machten die Gäste auch rege Gebrauch.
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Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Waldkraiburg
In der folgenden Jahreshauptversammlung blickte ... Stolzenberg zunächst auf das zurückliegende Jahr zurück. Neben vielen Veranstaltungen, Geburtstagen und einer Hochzeit hätten sie auch im vergangenen Jahr wieder am Zeltlager in Slowenien teilgenommen. Dafür dankte er den Kammeraden aus Slowenien. Sein Dank galt aber auch allen anderen, die so zahlreich an den Veranstaltungen teilgenommen hatten und daran mitgewirkt hatten, daß diese zum Erfolg wurden. Sein Dank galt den Kommandanten, den Bürgermeistern und Norbert Meindl, die immer hilfreich zur Seite gestanden hatten.
Weil er beruflich stark eingespannt war und kaum Zeit für die Feuerwehr hatte, bedankte er sich bei seinem Stellvertreter bat um Verständnis, daß er nicht mehr als Vorstand zur Verfügung stünde.
Kommandant Bernhard Vietze berichtete davon, daß am 31.12.2007 in seiner Wehr 86 Aktive tätig wären, davon 11 Frauen. Zur Jugend gehörten 19, davon 7 Mädchen.
In dieser Mannschaft wären 27 Atemschutzgeräteträger, 29 Maschinisten, 20 LKW-Kranführer, 13 Bootsführer, 3 Feuerwehrlehrtaucher, 3 Feuerwehrtaucher, 3 Feuerwehrtauchanwärter.
2007 wäre die Feuerwehr 384 Mal ausgerückt. Davon wären 61 Brände zu bekämpfen gewesen, 11 Mal wäre die Wehr ohne Grund alarmiert worden. 251 Mal hätte technische Hilfe geleistet werden müssen. Dies wäre gegenüber 2006 eine Steigerung von 32% gewesen. Dabei wären insgesamt 5624 Stunden aufgwandt worden.
Es wurden 190 Übungen durchgeführt und dafür 5038 Stunden aufgewendet. Er bedankte sich bei allen Ausbildern und bei allen, die an den Ausbildungen teilgenommen haben. Das wären im Schnitt 9 Mann pro Ausbildung gewesen. Er würde sich allerdings freuen, wenn das heuer mehr würde.
Auch an Großübungen hätte man teilgenommen, besonders nannte er die Wochenendübung der Wasserretter am Waginger See. Am Brandcontainer bei der Feuerwehr Erding hatte man so richtig unterm Feuer üben können. In Mühldorf hätten sich an Fahrsicherheitstrainings teilgenommen. Auch hier mahnte er mehr Teilnahme an, es wäre auf jeden Fall sinnvoll.
Am Kreisfeuerwehrtag in Wang hätte man sich mit drei Fahrzeugen beteiligt.
Alles in allem wären über 10.600 Einsatzstunden zusammengekommen.
Im Haus hätte man die Einsatzzentrale fertig umgebaut. Im Gerätehaus wäre eine Absauganlage für die Fahrzeugabgase eingebaut worden.
Abschließend bedankte er sich bei der Mannschaft für die hervorragenden Leistungen im Einsatz. Er dankte auch seinen Stellvertretern für die gute Zusammenarbeit und den Angehörigen der Aktiven für ihr Verständnis und ihre Unterstützung. Den Ortsfeuerwehren in St. Erasmus und Pürten, der Stadt Waldkraiburg, der Kreisbrandinspektion, der Polizei Waldkraiburg, dem Roten Kreuz und dem technischen Hilfswerk dankte er für die hervorragende Zusammenarbeit.
Er wünschte allen für das laufende Jahr viel Erfolg und immer eine gesunde Rückkehr von den Einsätzen.
Auch Jugendleiter Christian Hinkelmann konnte eine beachtliche Bilanz vorlegen. 1573 Personen konnte er in 204 Stunden unter anderem in der Anwendung des Feuerlöschers unterweisen. Er dankte Andreas Rödig und Alex Trauber für die Unterstützung hierbei. Bevor er mit einer Präsentation auf das einwöchige Zeltlager in Slowenien zurückblickte, bedankte er sich bei allen Verantwortlichen für die Unterstützung seiner Arbeit und drückte seinen Wunsch aus, diese auch 2008 erfahren zu dürfen.
Hier einige Bilder aus der Präsentation.
Nachdem Schatzmeister und Kassenprüfer ihre Berichte abgeliefert hatten und dem Schatzmeister das Vertrauen ausgesprochen worden war, erteilten die Anwesenden Mitglieder der Vorstandschaft ihre Entlastung.
Nun konnten Stadträtin und stellvertretende Landrätin Eva Köhr zusammen mit Bezirksbrandrat Karl Neulinger verdiente und langjährige Mitglieder auszeichnen:
Volker Göllinger überreichte sie das Feuerwehrehrenzeichen für 25-jährige aktive Dienstzeit von Innenminister Joachim Herrmann. Die selbe Auszeichnugn erhielt Rudolf Langerwitzer, der ebenfalls seit 25 Jahren bei der Feuerwehr aktiv ist. Eva Köhr bedankte sich bei beiden und drückte ihren Wunsch aus, daß dies auch so weiteringe.
Karin Weinbauer ehrte sie für 20-jährige Mitgliedschaft.
Rainer Zwieslsberger konnte sie für 30 Jahre aktiven Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr Waldkraiburg auszeichnen. Ebenfalls für 30 Jahre aktiven Dienst konnte sie ... auszeichnen. Auch auf 30 Jahre aktiven Dienst kann Günther Eses zurückblicken. Auch er erhielt Urkunde und Auszeichnung. Schließlich überreichte Bürgermeister Siegfried Klika Kommandant Bernhard Vietze selbst die Anerkennungsurkunde für 30 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr Waldkraiburg.
Schließlich dankte Eva Köhr in ihrem Grußwort den Stadtratskollegen, die immer zur Feuerwehr stünden und sich nicht nur in Wahlkampfzeiten dort blicken ließen. Die zahlreich anwesenden Stadträte zeigten, daß ehrliches Interesse an der Arbeit der Feuerwehr bestünde. Seit der Gründung der Feuerwehr Waldkraiburg am 3. März 1951 hätte sich bei der Feuerwehr sehr viel verändert. Heute stünde die technische Hilfeleistung im Vordergrund. Nun biete die Autobahn neue Herausforderungen, die manchmal an die Substanz gingen. Auch die technischen Herausforderungen wären nicht mehr vergleichbar mit der Gründerzeit. Das neue Fahrzeug trüge dem Rechnung. Es wäre für die Stadt selbstverständlich, diesen Entwicklungen Rechnng zu tragen.
Allerdings könne der Erfolg nur im Zusammenspiel guter Ausrüstung mit gut ausgebildeter und motivierter Mannschaft erzielt werden. Für dieses Engagement dankte sie den Feuerwehrlern.
Sie dankte auch den Familienangehörigen für ihre Unterstützung, ohne die Feuerwehrarbeit nicht möglich wäre. Sie hoffe, daß dies so bleibe und auch immer genug Jugendliche die Notwendigkeit des ehrenamtlichen Engagements in der Feuerwehr erkennen würden. Auch sie wünschte allezeit gesunde Rückkehr von allen Einsätzen und viel Erfolg bei ihrer Arbeit.
Dann wurden Daniel Liebendahl, Martin Ernst, Uwe Ernst, Julia Lens, Kathi Höll, Maxi Spirkl, Robert Graf, Alexander Loschek, Uwe Scheschtak und Tobi Utspiel, in die Feuerwehr aufgenommen.
Bevor der Vorstand neu gewählt wurde, faßte ... Stolzenberg seine Vorstandschaft zusammen. Er stünde da, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Als geborener Waldkraiburger war er stolz, vor sechs Jahren zum Vorstand gewählt zu werden. Nun hätte das zurückliegende Jahr gezeigt, daß seine berufliche Situation es nicht erlaube, sich so für die Feuerwehr einsetzen zu können, wie es nötig wäre.
Kurz nach Gründung des Vereins wäre das Schiffe „Feuerwehr“ beinahe gekentert. Allerdings wäre es gelungen, dieses Schiff zu stabilisieren und in Ruhige Gewässer zu führen.
Er ermahnte die Mitglieder, in ihren Anstrengungen nicht nachzulassen und weiter so engagiert mitzuarbeiten. Dabei sollten sie nicht das „Menschsein“ verlassen und sich mit allen Ecken und Kanten einbringen, die nun mal jedem zu Eigen sind.
Was erreicht wurde, hätten sie gemeinsam erreicht. Auch wenn einer mehr und ein anderer weniger dazu beigetragen hätte, stünden sie doch heute gemeinsam da, wo sie sind.
Er ermahnte sie, die Kameradschaft zu pflegen, und so die Basis für eine gute Gemeinschaft zu erhalten. Der bedankte sich bei allen Mitgliedern für die gute Zusammenarbeit in den zurückliegenden sechs Jahren. Sein besonderer Dank galt seiner Familie. Für die Zukunft denke er, werde es so erfolgreiche weitergehen und wünschte schon jetzt dem neuen Vorstand viel Erfolg und alles Gute.
Norbert Meindl führte durch die Wahl. Als Kandidat für den ersten Vorsitzenden war Axel Eidam bereits vorgeschlagen. Aus dem Kreis der Anwesenden kam ein zweiter Vorschlag: Peter Kauer. Schnell wurde auf den Stimmzetteln angekreuzt und diese eingesammelt.
Nach der Auszählung konnte Norbert Meindl verkünden, daß Axel Eidam zum neuen Vorsitzenden des Feuerwehrvereins in Waldkraiburg gewählt worden war. Der nahm die Wahl an. Zu seinem Stellvertreter wurde Markus Krammer gewählt.
Nun ergriff Bürgermeister Siegfried Klika das Wort und beglückwünschte die neue Führungsmannschaft zu ihrer Wahl. Dann bedankte er sich beim scheidenden Vorsitzenden ... Stolzenberg, der den Verein in den zurückliegenden sechs Jahren in vorbildlicher Weise aufgebaut hat. Obwohl es ihm sicher nicht leicht gefallen wäre, auf eine neuerliche Kandidatur zu verzichten, müsse man sich den Realitäten der heutigen Arbeitswelt beugen und diese Entscheidung akzeptieren. Den Mitgliedern der Feuerwehr dankte er und wünschte sich auch weiterhin gute Zusammenarbeit.
Kreisbrandrat Karl Neulinger gratulierte zunächst zum neuen Löschfahrzeug. Dann betonte er, die ganze Technik der Feuerwehr nütze nichts, wenn nicht eine starke Mannschaft dahinter stünde. Er freue sich über die vielen Ehrungen und bat alle, auch weiterhin so stark hinter der Feuerwehr zu stehen. Dann wünschte er allen neu gewählten eine glückliche Hand und viel Erfolg in ihren neuen Funktionen. Er bedankte sich im Namen der Kreisbrandinspektion bei der Feuerwehr Waldkraiburg dafür, daß sie ihre Einrichtungen immer für Ausbildungen der Kreisbrandinspektion zur Verfügung stellen würde. Dann wies er auf das 50-Jahr-Jubiläum des Kreisfeuerwehrverbandes hin, das am 4. Mai in Waldkraiburg gefeiert werden wird. Er lud alle Anwesenden ein, daran teil zu nehmen.
Schließlich stellte er das neue Bayerische Feuerwehrgesetz vor, das wir aber an anderer Stelle schon ausführlich dargelegt haben. Allerdings erläuterte er, daß es nicht ganz einfach war, die Nivellierung so hin zu bekommen, wie es nun in Kraft getreten ist. Nun gelte es, die Förderrichtlinien anzupassen. Er nehme den ehemaligen Innenminister Günther Beckstein beim Wort, der die Förderbeiträge spürbar angehoben wollte. Es gelte nun abzuwarten, was sich wirklich ändern wird.
Abschließend dankte er den Mitgliedern der Feuerwehr Waldkraiburg für die gute Zusammenarbeit und die vielen Glückwünsche zu seiner Wahl zum Vorsitzenden des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberbayern.
Abschließend überreichte Kommandant Nicola Madan von der slowenischen Partnerfeuerwehr einen gläsernen Erinnerungsteller an das Zeltlager im vergangenen Jahr. Er bedankte sich für das kameradschaftliche Verhältnis und meinte, der Teller solle eine Erinnerung sein an die schöne gemeinsame Zeit im vergangenen Jahr.
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Adalbert-Stifter-Wohnheim in Waldkraiburg erhält ein Sponsorenfahrzeug
Ein funkelnagelneuer Mercedes Vito – über und über beklebt mit Werbung erhielt das Adalbert-Stifter-Wohnheim kürzlich überreicht. Das Fahrzeug wird von einer niederbayerischen Firma organisiert und über fünf Jahre von den Werbepartnern finanziert.
Die Heimleitung hat nun Sponsoren und Heimbeirat zu einer kleinen Feierstunde eingeladen um für ihre Teilnahme an dieser Aktion zu danken.
... Pike begrüßte zunächst die Geistlichkeit, den Heimbeirat, Bürgermeister Siegfried Klika und die Sponsoren.
Bürgermeister Siegfried Klika dankte ... Pike für sein soziales Engagement. Im Sozialbereich gebe es häufig das Problem der Finanzierbarkeit. Weil die Sponsoren das Fahrzeug als Werbeträger nutzen würden und damit helfen würden, es zu finanzieren, bedankte sich Bürgermeister Siegfried Klika besonders. Sie hätten damit soziales Engagement bewiesen.
Stadt und Adalbert-Stifter-Wohnheim würden sehr gut zusammenarbeiten. So nutze die Stadt das Vorbild des Wohnheims und installiere demnächst auf zwei Wohnblöcken ähnliche Photovoltaikanlagen, wie dies das Wohnheim erst kürzlich gemacht hat. Er kenne das Haus als sehr freundliches Heim mit einer guten Stimmung, weil er öfters bei Geburtstagen zu Gast wäre.
Dann überreichte .. Pike allen Sponsoren eine Anerkennungsurkunde, als letztem Bürgermeister Siegfried Klika. Der hatte aber noch etwas in Petto:
Später ging's wieder raus zum Auto, wo die Geistlichen das Fahrzeug weihten und alle die segneten alle, die es nutzen würden.
.. Pike übergab den symbolischen Schlüssel und damit das Fahrzeug an den Heimbeirat, der es nun nutzen kann.
Was bedeutet das neue Fahrzeug für Sie?
Wie haben Sie diese Fahrten bisher organisiert?
Das ist eine große Qualitätssteigerung.
In dem Fahrzeug, das für neun Personen ausgelegt ist, findet sich ein hydraulischer Lift für Rollstuhlfahrer. Damit sind die Senioren nun wirklich selbständig und beweglich. Wir gratulieren zum neuen Auto.

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