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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
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Das gabs 2008 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
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Empfang bei Staatssekretär Dr. Marcel Huber: Geburtstagsbrunch mit Minister Otmar Bernhard 5 01.02.08
Fast nicht enden wollte die Schlange Gratulanten, die Dr. Marcel Huber nicht nur ihre besten Wünsche überbrachten, sondern ihn auch mit allerlei Geschenken bedachten. Es würde lang dauern, hier alle aufzuzählen. Besonders erwähnen wollen wir nur Ampfings Bürgermeister Ottmar Wimmer, der ihn vor Jahren aufforderte, in die Politik zu gehen. Erwähnen wollen wir aber auch seinen Chef, Staatsminister im Ministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz Ottmar Bernhard, der mit seiner Frau eigens nach Ampfing gekommen war. Natürlich waren alle gekommen, die in der Christlich-Sozialen-Union im Landkreis Rang und Namen haben und die, die Dr. Huber besonders eingeladen hat. Fritz Killermann und seine Million-Dollar-Band sorgten mit ruhigen Jazz-Tönen für die passende Untermalung.
Der Kreisverband verteilte erstmals die neuen Landkreiskarten, die einerseits für Landrat Huber werben und andererseits alle Kandidaten für den Kreistag abbilden. Sie fanden große Aufmerksamkeit.
Mit ihm und seinem Chef - Minister Ottmar Bernhard - hätten sich mehr als 10% des Bayerischen Kabinetts hätten eingefunden, begann Dr. Marcel Huber seine kleine Ansprache und meinte, dabei wäre der Anlaß gar kein besonderer: Jeder Stallhase schaffe es, einen Geburtstag zu erleben.
Ministerpräsident Günther Beckstein hatte bei seiner Berufung gemeint, mit Ottmar Bernhard als künftigen Chef hätte er das große Los gezogen. Das hätte sich inzwischen bestätigt. Er freue sich, daß er zwischen Diskussionen um Transrapid, Nichtraucherschutz, Gammelfleisch und Bären mitten im Wahlkampf ihm die Ehre seines Besuches geschenkt hätte. Dr. Ottmar Bernhards Frau Gisela dankte er mit einem Strauß Blumen. Dann begrüßte er MdB Stephan Mayer und seine Kollegin Ingrid Heckner. Nachdem er Bezirksrätin Annemarie Haslberger, Landrat Georg Huber, stellvertretende Landrätin Eva Köhr und die vielen Bürgermeister, Kreis-, Stadt-, und Gemeinderäte und CSU Ortsvorsitzenden begrüßt hatte, meinte er, die Runde zeige das harmonische Verhältnis der CSU-Familie im Landkreis.
Wenn er auf die 50 Jahre zurückblicke, die er nun „auf dem Buckel“ hätte, denke er an einige Projekte, die er angefangen habe. Das älteste Projekt hätte er mit 16 begonnen, das Projekt „Feuerwehr“, der er seit 1990 als Kommandant vorstünde. Sein wichtigstes und erfolgreichstes Projekt wäre die Beziehung zu seiner Frau. Seit 32 Jahren zusammen und seit 26 Jahren verheiratet hätten sie drei wunderbare Kinder. Projekt Nummer drei wäre seine Ausbildung und Tätigkeit als Tierarzt. Das letzte Projekt wäre seit 2001 die Politik. Ampfings Bürgermeister Ottmar Wimmer hätte ihm damals gesagt, es reiche nicht, zu kritisieren. Wenn er etwas ändern wolle, müsse er schon in eine Partei eintreten, die etwas zu sagen hätte und seine Kritik und Anregungen dort einbringen. Daß er dann so schnell Kreisvorsitzender und Lantagskandidat wurde, verdankte er seinem Mentor Nikolaus Asenbeck. Allerdings wäre es ohne die Unterstützung der Mitglieder nicht möglich gewesen, diesen Weg zu gehen. Dafür dankte er den Mitgliedern herzlich. Diese Unterstützung, die er auch jetzt erlebe, wo er nicht mehr so präsent sein könne war der Grund, sie alle einzuladen. Er bedankte sich bei seinen Mitarbeiterinnen Christl Veidt, Gabi Herian und Christa Obermeier, die sich die Feier ausgedacht und organisiert hatten.
Durch den weiteren Verlauf führte Bernhard Huber, der sich erst einmal bei Minister Ottmar Bernhard erkundigte, ob der überhaupt bayerisch verstünde.
Minister Ottmar Bernhard würdigte erst Dr. Marcel Huber und meinte, er hätte hier in Mühldorf ähnliches vollbracht, wie er selbst in München: Er hätte den Bezirksverband geeinigt und wieder auf Arbeitskurs gebracht.
Und übrigens: Als gebürtiger Münchner verstünde und spreche er natürlich bayersich!
Obwohl er gelernter Tierarzt wäre, hätte er sich zu einem hervorragenden Anwalt der Region gemausert. Wenn es zum Beispiel um die A94 ginge, werde er förmlich nervös auf seinem Stuhl. Er könne sich auch vorstellen, daß er eine gewisse Spannung aushalten müsse, wenn er als Abgeordneter den Weiterbau der A94 fordere und als Staatssekretär für den kriechenden Scheiberich und Fledermäuse zuständig wäre. Nun – die Sache wäre ja jetzt gut ausgegangen.
Jedenfalls kenne er sein Gäu und wisse, was die Menschen hier bewege, was sie denken und wann sie sauer werden. Das hieße aber nicht, daß er alles unterschreibe, was man ihm vortrage. Eben halt so, wie Franz-Josef Strauß es ausdrückte: Dem Volk aufs Maul schauen, aber nicht nach dem Munde reden!
In der Zusammenarbeit habe er festgestellt, daß es ihm immer sehr wichtig wäre, sich eine eigene fundierte Meinung zu bilden bevor er Entscheidungen fälle. Dies begründe seine Glaubwürdigkeit, ein große Kapital in der heutigen Politik. Mit seinen Fähigkeiten dächte er, hätte er in seiner politischen Karriere noch einiges vor sich.
Mit seinen 50 Jahren stünde er im frühen männlichen Mittelalter, hätte Erfahrung und viel Kraft. Die besten Voraussetzungen für die Zukunft.
Dr. Marcel Huber als Tierdoktor und er als Rechtsdoktor ergänzten sich sehr gut, wenn sie versuchten das große Haus zu steuern und den Fleischsaubären das Handwerk zu legen. Wenn sie wieder anrückenden Bären Morus beibringen müßten hätte er die richtige Ausbildung. Landwirten Naturschutz beizubringen – eine Aufgabe schwieriger als die Quadratur des Kreises – Klimawandel bremsen, die Artenvielfalt erhalten, die Verbraucher schützen, Hochwasser zähmen, Atomkraftwerke sichern wären spannende Aufgaben und große Herausforderungen, die viele Gefahren bergen. Deshalb wäre er froh, einen so kompetenten Staatssekretär zur Seite zu haben. Als Feuerwehrkommandant wisse er auch, wann er die politische Spritze einsetzen müsse, kenne Brandnester und Glutherde und wisse mit politischer Prävention umzugehen. So hätte er ihm einen historischen Feuerwehrhelm aus der habsburger Monarchie geschenkt, der – wie sich herausstellte – eher ein Feuerwehrhütchen war. Die waren wohl damals viel kleiner als Dr. Marcel Huber.
Als Oberbayern sorgten sie beide dafür, daß nicht zu viel Einfluß nach Norden wandert. Wenn Ministerpräsident Günther Beckstein in Veitshöchheim als Bawaria aufgetreten ist, müsse man schon aufpassen, daß die Bawaria nicht plötzlich in Nürnberg stünde.
Er schloß mit den besten Geburtstagswünschen und dem Wunsch, die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit ihm noch lange fortsetzen zu können.
Dr. Marcel Hubers Tochter Felicitas brachte ein Ständchen und sang vier Lieder. Begleitet wurde sie dabei von Siegrid Weigl.
Dann öffnete das Buffet und die Gäste genossen die ausgezeichnete Küche.
Landrat Georg Huber meinte, die CSU-Familie wäre stolz auf ihren Staatssekretär. Ampfings Bürgermeister Ottmar Wimmer hätte ihn vor Jahren gefragt, wie es wohl wäre, den Tierarzt Dr. Marcel Huber zu ermuntern, in die Politik zu wechseln. Seit dem ersten Gespräch mit ihm wäre er von der Idee begeistert gewesen. Dr. Marcel Huber hätte sie seitdem nicht einmal enttäuscht, weder als Kreisvorsitzender noch als Landtagsabgeordneter. Er wünsche sich, daß er auch weiterhin am Boden bleibe und die Diskussion mit dem Kreisverband nie abreissen lasse, auch wenn er jetzt Verantwortung für ganz Bayern trage und deshalb nicht mehr so präsent sein könne. Im Namen der ganzen kommunalen Familie wünschte er ihm viel Gesundheit, Glück und Gottes Segen, den er sicher brauche um die Herausforderungen meistern zu können.
Er hätte ihm ein paar Flaschen Wein geschenkt, damit er den Ärger hinunterspülen könne, den ihm sicher ab und zu auch die Kreisverbandsmitglieder bescheren würden.
MdB Stephan Mayer schoß sich den Glückwünschen an und forderte ihn auf, den hervorragenden Weg fortzusetzen. Als Quereinsteiger wäre er ein untypischer Politiker. Er hätte Politik und Partei aber sehr schnell kennengelernt und wäre von der Partei schnell aufgenommen worden. Er wäre einer, der sich nicht gern selbst in den Mittelpunkt stellt und trotzdem dort stünde, weil er nämlich etwas zu sagen hätte. Dabei würde er nicht nur moderieren sondern auch Meinung bilden und entscheiden. Ganz Süd-Ost-Bayern kann stolz darauf sein, ihn im bayerischen Kabinett zu haben. Staatsminister Ottmar Bernhard könne ruhig verreisen, wenn er zu Hause die Stellung halte.
Er hob besonders das gute Verhältnis der Mandatsträger hervor. Selten wäre zu beobachten, daß sich Bundestagsabgeordnete, Landtagsabgeordnete, Bezirksräte und Landräte so gut verstünden wie hier. Weil er einer wäre, der handle wünschter ihm Alles Gute für die Zukunft.
Auch seine Kollegin Ingrid Heckner und Frauenunionsvorsitzende Ilse Preisinger Sontag wünschten ihm viel Erfolg und alles Gute. Ilse Preisinger-Sontag übergab ihm ein Schild für seine Bürotür in München. Dort steht zu lesen: „Herrschaftsbereich Marcel – Hier habe ich das Sagen“. Das soll ihm helfen, seinen Mitarbeitern klar zu machen, wer das letzte Wort hat. Allerdings meinte er, ob die 8000 Mitarbeiter seines Ministeriums das akzeptieren würden, wisse er nicht. Er hänge es wohl besser an die Tür seines Büros in Ampfing....
Bezirksrätin Annemarie Haslberger gratulierte im Namen der Kreistagsmitglieder und stellte fest, daß der Kreisverband auf ihn und seine Arbeit stolz sein könne. In diesen paar Jahren hätte er bereits bleibende Spuren im Landkreis hinterlassen. Damit der enorme Zeitaufwand, der es mit sich brächte, daß er kaum Zeit für seine Familie hätte nicht überhand nähme, schenkte sie ihm im Namen des Kreisverbandes einen Gutschein für ein Wellnesswochenende in einem luxuriösen Hotel im niederbayerischen Bäderdreieck.

Nachdem die Gäste Gelegenheit hatten, sie zu unterhalten, schloß der Gastgeber, der sich gegen d ie Bezeichnung „Jubilar“ doch etwas wehrte, damit ab, daß er meinte, es wäre doch viel Weihrauch gewesen und man müsse aufpassen, daß die Heiligen von dem vielen Weihrauch nicht recht russig würden.....
Das viele Lob sehe er aber eher als Auftrag. Man stünde derzeit fast in einem Dauerwahlkampf. Gleich nach der Kommunalwahl ginge es um den Landtag und den Bezirkstag und danach gleich um den Bundestag. Die besseren Lösungen der CSU werde man in der Bevölkerung intensiv verankern. Das ginge aber nur, wenn sie einig wären. Der zahlreiche Besuch zeige diese Einigkeit des Kreisverbandes, die sich von Europa über Bund, Land, Bezirksrat bis zum kleinsten Gemeiderat fortsetze.
Er bedankte sich bei allen Mitwirkenden und besonders bei seinen Mitarbeiterinnen und überreichte ihnen einen Strauß Blumen.

19
Georg von Vollmer-Medaille der bayerischen SPD für Horst Krumpholz: Der Festakt
Die SPD lud ins Haus der Kultur und wir erwarteten, nach dem Sektempfang in den kleinen Saal gebeten zu werden. Was aber dahinter steckte, daß sich die Versammlung in der kleinen Galerie im Untergeschoß einfinden würde, kam später zur Sprache.
Zunächst freuten sich alle Mitglieder und Freunde der SPD aus dem Landkreis und darüber hinaus, sowie ihre Angehörigen über die Auszeichnung, die Horst Krumpolz zukommen sollte. Den erkrankten Ludwig Stiegler vertrat Bundestagsabgeordneter und SPD-Oberbayernvorsitzender Ewald Schurer.
Die Feierstunde leitete Beate Bratfisch am Klavier ein. (Name ist richtig!)
Waldkraiburgs SPD-Ortsvereinsvorsitzender Alexander Will freute sich über die zahlreich erschienenen Gäste. Neben den genannten konnte er Altöttings Altlandrat Seban Dönhuber, Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch und Hans Liebl und viele Bürgermeister, Bürgermeisterkandidaten und Ortsvorsitzende willkommen heißen.
Zuletzt begrüßte er den Ausgezeichneten selbst.
Hermann Wimmer, Altlandrat und ehemaliger Bundestagsabgeordneter meinte, er kenne viele Leute aber nur wenige, die die ganzen 30 Jahre in denen er Politik gemacht hätte durchgehend politisch aktiv gewesen wären. Er habe ihn 1971 kennengelernt und erachte ihn seither als zuverlässigen Sozialdemokraten, aufrechten Kämpfer und sensiblen Politiker: Eine Säule der sozialdemokratischen Partei. Auch seine Arbeit in Bonn wäre nicht so erfolgreich gewesen, wenn er sich nicht auf Leute wie Horst Krumpolz hätte verlassen können.
Altöttings Altlandrat Seban Dönhuber, der vor 40 Jahren DGB Kreisvorsitzender war, hat schon damals viele Firmen im Landkreis besucht. Und egal, wo er auch hinkam, Horst Krumpolz war dabei. Er wäre ein Fundament der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung, wie es sie heute kaum noch gäbe. Er fände es großartig, daß die SPD, die nicht gerade für Dankesstürme bekannt wäre, nun auch einem verdienten Mann danke und ihn auszeichne.
Landratskandidat und SPD Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer meinte, es wäre schon erhebend, zu sehen, wie die Säulen der süd-ostbayerischen Sozialdemokratie hier versammelt wären um Horst Krumpolz die Ehre zu erweisen.
Der Kreisverband hätte im vergangenen Jahr beschlossen, Horst Krumpolz die Georg Vollmar-Medaille zu überreichen, einem Mann, der die Grundwerte sozialdemokratischen Handelns sein Leben lang umgesetzt hat. Die Wahl wäre damals nicht schwer gefallen und so freue er sich, daß er heute die Medaille aushändigen könne.
Dann kam er auf den Ursprung der Auszeichnung und deren Namensgeber zu sprechen: Georg von Vollmer war 1892 Gründer und erster Vorsitzender der Gesamtbayerischen SPD. Er hätte eine Politik betrieben, die auch die bürgerlichen Parteien akzeptieren konnten und war trotzdem einer der Vorbereiter des Tarifvertragsgesetzes.
Es wäre ihm deshalb eine besondere Ehre und ein großes Anliegen, Horst Krumpolz Dank zu sagen für seinen langjährigen politischen Einsatz. Seit seinen Zeiten als Juso-Vorsitzender in Waldkraiburg, über die Gründung des SPD-Kreisvorstandes, dem er über 20 Jahre lang vorstand bis zu seiner 30 jährigen ununterbrochenen Mitgliedschaft im Stadtrat von Waldkraiburg. Als Konzernbetriebsratsvorsitzender bei der Isar-Amper-Aktiengesellschaft hätte er sich jahrzehntelang für das Wohl der Beschäftigten eingesetzt und dabei Sachverstand und Gerechtigkeitssinn bewiesen. Er wäre maßgeblich für die wirtschaftliche Entwicklung und mancherlei Errungenschaften im Landkreis verantwortlich. Dabei hätte er immer die Sicherung der Arbeitsplätze, die Schaffung und Sicherung von Ausbildungsplätzen und die Innovation der Wirtschaft im Auge gehabt. Er wäre froh, einen Mann wie ihn in seinen Reihen zu haben.
Gern hätte er diese Auszeichnung im Rathaus verliehen, was der Veranstaltung den würdigen Rahmen gegeben hätte. Dies wäre aber mit der Begründung auf den politischen Character des Anlasses verweigert worden. Dabei sollte es doch möglich sein, einen Mann wie Horst Krumpolz zu danken, der sich in vielfältiger Weise für die Stadt eingesetzt hat (O-Ton-Einsatz nach Möglichkeit!!!)
Er denke aber, der zahlreiche Besuch zeige, daß sie Horst Krumpolz' Auszeichnung auch so würdigen. Dann schloß er mit einem Zitat von Albert Einstein, der gesagt hatte, daß Persönlichkeiten nicht durch schöne Reden geformt werden, sondern durch Arbeit und eigene Leistung!
O-Ton: „Etwas großes in der Welt geschieht nur, wenn einer mehr tut als er muß“ begann Susanne Engelmann. Dieses Zitat brächte das Leben von Horst Krumpolz auf den Punkt. Vor einigen Monaten sollte sie den Menschen Horst Krumpolz beschreiben. Das fiel ihr gar nicht so leicht. Neben den schon beschriebenen Leistungen kenne sie ihn aus den Waldkraiburger Cafe's. Dort rekrutiere er neue Mitglieder und Kandidatennachwuchs für die SPD. Auch sie hätte er dort angesprochen, wie viele Generationen vor ihr. Wenn er dann jemand hat, den er für geeignet hält, dann läßt er nicht mehr locker. Er möge Menschen und das mache ihn authentisch. Das merkten die Menschen und die SPD merke das auch. Ihr selbst hätte er immer neidlos und ohne Intriganz zur Seite gestanden. Sie konnte immer auf seine Unterstützung in der Fraktion zählen und deshalb freue sie sich auf die weitere Zusammenarbeit im Stadtrat.
Die Laudation hielt MdB Ewald Schurer. Manchmal wäre die SPD auch konfliktfrei, dann wäre sie so etwas wie eine Familie, begann er seine Würdigung. Er hätte ihn 1978 kennengelernt. Damals wäre er selbst noch JuSo gewesen. Damals hätten ihm nur 200 Stimmen gefehlt, und er wäre in den bayerischen Landtag eingezogen. Schon 1972 hätte er das „Spiel ohne Grenzen“ nach Waldkraiburg geholt und damit Waldkraiburg bundesweit bekannt gemacht. Seit 51 Jahren trägt er Verantwortung im VfL Waldkraiburg, der in dieser Zeit deutsche, Europa- und Weltmeister hervorgebracht. Seine Lebensleistung drücke eine hohe Motivation aus, und eine Verschriebenheit (blödes Wort – gell?) für andere Menschen da zu sein. Alles aus dem Blickwinkel sozialdemokratischer Philosophie. Bei alledem hätte er sein Reden durch sein Leben bestätigt. Er hätte seine sportlichen Werte in sein ganzes Leben übertragen. Leistung – seit 140 Jahren ein sozialdemokratischer Grundwert – wäre für ihn immer ganz hoch im Kurs gestanden.
Während 20 Jahren Unterbezirksvorsitz und 12 Jahre Fraktionsvorsitz im Kreistag und 12 Jahre Konzernbetriebsratsvorsitz wären sicher mancherlei Konflikte zu bewältigen gewesen. Dabei hätte er ganz leise und sachlich für Verständnis und Ausgleich gesorgt.
Wenn er ihn so als jungen Senioren sehe, stelle er fest, daß sich andere in seinem Alter längst in den Ruhestand verabschiedet hätten. Er hingegen kandidiere noch einmal für den Stadtrat und setze seinen erfolgreichen Weg fort. Solche Menschen gebe es heute kaum mehr.
Dies alles wäre eine Lebensleistung, für die er ihm die Georg-von-Vollmer Medaille überreichen wolle, die höchste Auszeichnung, die die SPD in Bayern verleiehn könne.
Vor ihm hätten nur wenige diese Auszeichnung erhalten. So prüfte der Landesvorstand den Antrag des Unterbezirks und stimmte ohne lange Diskussion dieser Auszeichnung zu.
Dann überreichte Ewald Schurer Horst Krumpolz die Urkunde und steckte ihm die Nadel an und überreichte die eigentliche Medaille. Die Gäste applaudierten stehend.
Ewald Schurer dankte auch Frau Krumpolz und dem Orstsverband Waldkraiburg, der sicher mitgholfen hat, diese Lebensleistung erst möglich zu machen.
Horst Krumpolz selbst war sichtlich und hörbar gerührt, als er sich für die Auszeichnung bedankte. Zunächst galt sein Dank Ewald Schurer und der bayerischen SPD. Er hätte nicht mehr mit dieser Auszeichnung gerechnet, nachdem er mit 73 Jahren die intensive Arbeit bereits abgegeben hatte. Er erinnterte an Weggefährten, die auch viel für Waldkraiburg und die SPD geleistet haben und bereits verstorben sind. Er dankte auch den Wegbegleitern aus Altötting, Mühldorf, Kraiburg, Aschau und all den Ortsverbänden aus der Umgebung.
Er blickte zurück auf die Jahrzehnte seiner Arbeit in Stadt und Sportverein. Unter Dr. Kriegisch ging es kaum um Parteizugehörigkeit sondern um Kompetenz. In dieser Zeit wurde Waldkraiburg aufgebaut: Stadtpark, Sportanalgen, Grüner Ring, Gewerbe- und Industriegebiet und billiger Wohnraum. 1984 hätte Waldkraiburg 24.000 Einwohner gehabt. Seitdem regiere die CSU und seitdem geht es nicht mehr aufwärts, in den letzten 7 Jahren nur noch abwärts: 2000 Einwohner weniger, 2000 Arbeitsplätze verloren und keine Aktionen zu vermelden. Da müsse doch endlich etwas passieren. Es könne doch nicht sein, daß Menschen täglich 3 Stunden ihrer Freizeit auf der Straße oder im Zug verbringen würden um zu ihrer Arbeitsstelle in München zu kommen. Da müsse doch endlich etwas geschehen!
Früher hätte man mit dem politischen Gegner zusammengearbeitet, heute arbeite man gegeneinander. So wäre es ein Affront gegen die SPD und auch gegen ihn persönlich. Nach so langem Engagement in Stadt- und Kreisrat hatte diese Verleihung nicht im Rathaus stattfinden können. Ein anderer Bürgermeister hätte anders gehandelt:
Er wäre sehr enttäuscht, daß hier Parteipolitik höher gehandelt wird wie die Lebensleistung eines verdienten Kommunalpolitikers.
Auch im Sportverein hätte er die großen Erfolge nur dadurch erreichen können, daß sie als Team agiert hätten. Die Sportler hätten ihr Engagement durch Titel gedankt: 1 Weltmeister, 1 Europameister und 34 deutsche Meistertitel wären eine stolze Bilanz. Noch viel stolzer wäre er aber, daß keiner von all den Sportlern kriminell geworden ist. Vielmehr wären sie heute alle sehr angesehene Mitglieder der Gesellschaft.
In seiner Zeit als Konzernbetriebsratsvorsitzender und Aufsichtsratsmitglied hätte er sich immer eingesetzt für die über 7.000 Mitarbeiter der Isar-Amper-Werke. Dabei hätte er auch Restrukturierung und schließlich den Verkauf an E-On mitmachen müssen, eine sehr schwere Zeit.
Er bedankte sich besonders herzlich bei seiner Frau Karla und seinen Kindern, die natürlich in den Jahrzehnten viel hatten hinnehmen müssen. Er dankte ihnen, daß sie seine Arbeit immer mitgetragen haben.
Die Feier klang mit Häppchen und einem Glas Sekt im Foyer des Hauses der Kultur aus.
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JIMM - eine Jugendschutzinitiative von Landratsamt, Polizei und Globus
Mit einer Aktion wiesen gleich mehrere Abteilungen des Landratsamts, die Polizei und der Kreisjugendring und Mühldorfs Jugendreferent zusammen mit dem Globus Warenhaus auf die Aktion JIMM hin, die erreichen will, Jugendliche vor den Folgen des Alkoholkonsums zu warnen und Veranstalter zu bewegen, die Vorschriften des Jugendschutzgesetzes einzuhalten und auf ihren Festen und Feiern Jugendlichen unter 16 Jahren nur alkoholfreie Getränke anzubieten.
Zu diesem Zweck schaffte der Landkreis eine Saftbar an, die Veranstalter dort kostenlos ausleihen können. Sie müssen lediglich Kaution hinterlegen.
Um Verständnis bei Jugendlichen unter 16 dafür zu wecken, daß sie keinen Alkohol erhalten, wurden Aufkleber gedruckt und eine Aufklärungskampagne gestartet, in deren Mittelpunkt nicht nur das Jugendschutzgesetz steht sondern auch die Aufklärung über die Folgen übermäßigen Alkoholkonsums. An der Saftbar gab es die Möglichkeit, alkoholfreie Cocktails zu probieren.
Der stärkste Mann Deutschlands, Heinz Ollesch, unterstützte die Aktion und gab Autogramme.
Landrat Georg Huber meinte, es müsse ja nicht immer Alkohol sein, um miteinander feiern zu können. Wenn die Presse melde, daß es immer mehr 11 bis 15-jährige gäbe, die sich vollsaufen würden, müsse man feststellen, daß dies auch ein lokales Problem ist. Auch unsere Krankenhäuser meldeten besonders an Wochenenden Kinder dieser Altersgruppe, die volltrunken eingeliefert würden, und zwar in lebensbedrohlichem Zustand. Da es Aufgabe der Behörde wäre, Gesetze und Vorschriften durchzusetzen, versuchten sie es nun mit Aufklärung und Prävention.
Er bedankte sich bei Polizei, Amt für Jugend und Familie und beim Kreisjugendring für die Teilnahme an der Aktion, die noch an vier weiteren Orten im Landkreis durchgeführt werden wird. Er wäre stolz auf die gute Zusammenarbeit seiner Abteilungen und darauf, daß sie davon abrückten, zu kontrollieren und zu strafen und dafür auf Aufklärung und Prävention setzen würden.
Im Lauf des Jahres werden Diskos und Veranstaltungen immer wieder besucht und die Einhaltung des Jugendschutzes kontrolliert werden. Dies soll nicht dazu dienen, den Veranstaltern Schwierigkeiten zu bereiten, sondern sie dazu bringen, sich Gedanken zu machen. Die Saftbar soll dazu beitragen, zu zeigen, daß mit den Cocktails echte Alternativen für alkoholische Getränke zur Verfügung stehen, die nicht nur genau so ausschauen sondern auch wirklich gut schmecken.
Elfriede Holzner, Leiterin des Bereiches Soziales beim Landratsamt bekräftigte, daß es nicht Absicht wäre zu verbieten sondern aufzuklären und zu beraten. Sie wünsche sich, daß Eltern genauer hinschauen würden, was ihre Kinder in ihrer Freizeit machten. Sie wünsche sich auch, daß sie das Jugendschutzgesetz kennenlernen und ihren Kindern selbst den sinnvollen Umgang mit Alkohol näherbringen würden. Die Saftbar des Amts für Jugend und Familie biete auch kleineren Vereinen und Veranstaltern eine Alternative zu bestehenden Angeboten mit alkoholischen Getränken.
Die Zeit, während Globus die Gäste über die hauseigene Lautsprecheranlage begrüßte, nutzten die Gäste und stießen mit den alkoholfreien Cocktails an.
Sylvia Wimmer vom Gesundheitsamt zeigte sich besorgt darüber, daß zwar die Zahl alkoholisierter Jugendlicher sinke, aber die Schwere der Alkoholisierung zunehme. Es gäbe eine kleinere Gruppe, die mehrmals wöchentliche gleich mehrere alkoholische Getränke konsumierten und dann schließlich im Krankenhaus aufwachten, weil sie's nicht mehr vertragen hätten. Die Erwachsenen darauf hinzuweisen und aufzufordern, ein Auge darauf zu haben, da darauf ziele diese Aktion ab.
Globus Geschäftsführer Andreas Hofebauer bedankte sich dafür, daß die Behörden dieses Thema so ernst nehmen würden. Auch wenn es sicher verwundere, daß er sich als Verkäufer von Alkoholika hier engagiere, nehme er doch damit seine Verantwortung für die Jugend und damit die Gesellschaft wahr. Die heutigen Jugendlichen wären die Erwachsenen von morgen. Deutschland fände sich weltweit auf Platz 5 beim Alkoholkonsum. Wenn Studien besagten, daß jedes vierte Kind zwischen 11 und 15 Jahren einmal im Monat einen Vollrausch habe, müsse man sich fragen, wohin das führte. Meist wäre der Alkoholkonsum nur der Einstieg, der dann in eine kaputte Existenz münde. Auch er war der Meinung, daß die Eltern für dieses Thema sensibilisiert werden müssen. Es könne nicht sein, daß die schlimmsten Fälle von Alkoholmißbrauch bei Jugendlichen im heimischen Partykeller stattfänden, wo die Eltern noch die Getränke beschafft hätten.
Polizeidienststellenleiter Josef Bichlmeier stellte fest, daß es immer häufiger vorkomme, daß sie Kinder aufgriffen, die lebensbedrohlich alkoholisiert wären. Weder könnten diese sagen, warum sie sich so hätten vollaufen lassen noch wüßten die Eltern in vielen Fällen überhaupt, wo sich ihre Kinder aufhielten. Ihre Untersuchungen hätten gezeigt, daß Rohheitsdelikte, Sachbeschädigung und Störung des öffentlichen Friedens ihren Ursprung häufig im Alkoholmißbrauch haben. Es hätte keinen Sinn, nur zu strafen. Sie wären deshalb zu der Überzeugung gekommen, man müsse Wege aufzeigen und die Eltern aufklären. Aus diesem Grund beteiligen sie sich gern an dieser Aktion.
Allerdings werden sie auch Gaststättenbetreiber und Veranstalter kontrollieren und die Zahlen im Auge behalten. Sie werden aber auch die Erwartungen an die Polizei nicht enttäuschen...
Siegi Podowski vom Kreisjugendring betonte die Vorbildfunktion der Eltern für die Jugendlichen. Sie stünden im Kontakte mit vielen Vereinen und Verbänden und stellten sicher, daß bei deren Veranstaltungen die Bestimmungen des Jugendschutzes eingehalten werden.
Leider spiele Alkohol in unserer Gesellschaft eine große Rolle. Dies zu ändern müsse man in den Mittelpunkt der künftigen Arbeit stellen.
Landrat Georg Huber schloß und sagte, er hoffe, daß diese Aktionen dazu beitragen, das Bewußtsein der Gefahren des Alkoholkonsums für die Jugendlichen zu schärfen und Alternativen aufzuzeigen. Es gehe schließlich um die Zukunft unserer Kinder und damit auch um unsere eigene!
21
15. Jugendwettbewerb der Köche und Hotelfachangestellten an der Berufsschule in Altötting
Berufsschule und Köcheverein Inn-Salzach luden zum Jugendwettbewerb und so kochten und bruzzelten die Teilnehmer schon seit 8 Uhr früh, als wir in die Küche der Berufsschule kamen. Andernorts mußten die künftigen Kellnerinnen und Empfangsdamen zeigen, wie sie mit dem Eindecken festlicher Tafeln, dem Falten der Servietten oder dem Mixen von Drinks zurecht kamen oder wie sie mit Reklamationen von Kunden an der Hotelrezeption umgingen.
Unter Prüfungsbedingungen konnten die künftigen Absolventen so schon einmal ausprobieren, wie das ist, was sie in drei Monaten erwartet.
Entsprechend nervös waren manche der Teilnehmer. Natürlich umfaßten die Prüfungsaufgaben nicht nur die praktischen Arbeiten sondern auch die ordnungsgemäße Vor- und Nachbereitung der Arbeiten.
Die gekochten Speisen wurden nicht nur von den ehrenamtlichen Juroren bewertet sondern später 40 geladenen Gästen vorgesetzt. So lag schon ein erheblicher Erfolgsdruck auf den angehenden Köchen.
Aber der Reihe nach:
Die 12 Köche sollten ein dreigängiges Menu herstellen. Dazu hatten alle eine Reihe gleicher Lebensmittel zur Verfügung, die sie verwenden mußten. Dazu konnten sie aus einer Liste zusätzlicher Lebensmittel wählen um ihr Gericht zu verfeinern. Zunächst aber mußten sie einen Arbeitsplan und ein Menu schriftlich erstellen. Dann hatte jeder Teilnehmer 5 Portionen seines Menus zu kochen: Vier für die Gäste und eine für die Prüfer zur Beurteilung.
Da war Können, Konzentration und Fleiß gefragt. Manch einer kam richtig ins Schwitzen.
Schließlich war alles fertig und die Garnierung machte die Suppe zum Gericht. Während die ersten Gäste kamen, machten sich die Juroren Gedanken und bewerteten die Kochkünste. Dabei waren sie durchaus kritisch.
Schon vorher mußten dieteilnehmenden 12 jungen Hotelfachfrauen ihr Gedeck erklären. Warum welches Glas, warum welches Messer und welche Gabel wo liegt und wie alles zum angekündigten Menu paßt. Sie mußte aber den Gästen auch eine Menuempfehlung geben können – gar nicht so einfach, passende Getränke zu den angebotenen Speisen zusammenzustellen und zu begründen warum und wieso.
Da fiel es schon leichter, Drinks zu mischen - trotz der vielfältigen Möglichkeiten. Trotzdem liegt auch hier die Schwierigkeit im Detail: Das Etikett der Flasche zum Gast ausrichten, damit der weiß, was drin ist, oder Auskunft über die Beschaffenheit der verwendeten Getränke geben und natürlich die Mischungsverhältnisse der verschiedenen Drinks – das alles muß man erst einmal wissen.
An der Hotelrezeption waren die Aufgaben genauso vielfältig: Eincheckenden Gästen ihre Schlüssel aushändigen, auscheckenden Gästen ihre Rechnung zusammenstellen und erklären, die Zahlung annehmen oder Reklamationen bearbeiten. Dabei immer freundlich sein und dem Gast den Aufenhalt so angenehm wie möglich zu gestalten und ihn möglichst zum Wiederkommen zu bewegen.
Am schwierigsten ist es sicher, wenn Gäste sich beschweren, wie dieser Gast, dem das Zimmer zu laut ist, das ihm zugewiesen worden war.
Sind denn alle Gäste so freundlich, wenn ihnen etwas nicht paßt?
Was bieten Sie denn an, wenn Sie in einem Haus arbeiten, das keine Wellness-Angebote bieten kann?
Haben Sie schon einen Arbeitsplatz nach Abschluß Ihrer Lehre?
Kurz bevor die Gäste kamen, holte Lehrerin Dorothea Niemeier die Schülerinnen zusammen und instruierte sie nochmals genau. Dann trafen die ersten Gäste ein und wurden mit Getränken bewirtet. Natürlich auch Berufsschulleiter Oberstudiendirektor Carlo Dirschedl und Gattin.
Berzirksrat und Neuöttings Bürgermeister Frank Springer, Altöttings zweiter Bürgermeister Sellner, Landrat Erwin Schneider, stellvertretender Landrat und Tögings Bürgermeister Horst Krebes und viele andere. MdB Stephan Mayer kam etwas später zu der Runde hinzu, genau so wie Mühldorfs Hotel- und Gaststättenverbandsvorsitzender Holger Nagl.
Dann trugen die jungen Damen die Getränke auf: Wein und Mineralwasser.
Nachdem die Vorspeisen aufgetragen waren, begrüßte Schulleiter Carlo Dirschedl die Gäste und erläuterte die Hintergründe des Wettbewerbs.
Er hätte sich in den 15 Jahren so etabliert, daß ihn niemand mehr in Frage stellen würde. Das, obwohl seine Ausrichtung einen erheblichen Aufwand bedeuten würde, den die Schule zusätzliche erbringen müsse. Da es aber überhaupt kein Problem wäre, Sponsoren und ehrenamtliche Juroren zu finden, gehe er davon aus, daß es diesen Wettbewerb noch lange geben werde.
Dann trugen die jungen Damen die weiteren Gänge auf, zunächst die Suppe. Dabei erhielt jeder Gast eine andere, womit die Vielfalt klar zu sehen war.
Wir mußten uns in diesem Moment leider verabschieden und konnten dem weiteren Verlauf nicht mehr beiwohnen. Das Siegerfoto wollen wir aber nicht vorenthalten:
Es zeigt von links:
Oberstudiendirektor Carlo Dirschedl, Leiter der Berufsschule Altötting
Mario Waitzhofer Sieger der Köche vom Hotel Post in Altötting
Michael Schneider, zweiter der Köche vom Gasthof zur Post in Buchbach
Markus Freutsmiedl. Dritter der Köche. Er arbeitet im Hotel Post in Burghausen
Holger Nagl, Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverband Mühldorf
Katharina Fürnrieder, Siegerin bei den Hotelfachfrauen vom Hotel Plankl in Altötting
Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer
Regina Thalhammer, Zweite bei den Hotelfachfrauen vom Hotel Post in Altötting
Sabine Widmann, Dritte der Hotelfachfrauen. Sie arbeitet im Hotel Post in Burghausen

Wir gratulieren allen Gewinnern und wünschen allen Schülern ebensoviel Erfolg, wenn's dann in der Prüfung Ernst wird.

22
Die 8. Faschingsmeile in Schwindegg: Die Goldachpiraten kommen!
Der Kulturverein Schwindegg und die Ortsvereine hatten zur Faschingsmeile eingeladen. Und weil Piraten zur Zeit überall Trumpf sind und die Goldach jetzt fast wie Hafenanlagen ausschaut, hat man sich dieses Motto ausgesucht. Stilecht wehte dann die Piratenfahne über Schwindegg!
Mit ihrem Piratenschiff „Hoppetosse“ suchten die Piraten ihre Beute. Aber – wie das so ist, weder in der Goldach noch in der Isen irgendwas. Schließlich steckten sie die Schatzmeisterin ins Fassl. Aber in der Schatzkiste war nichts mehr drin – eine Beute mit zweifelhaftem Wert für die Piraten.
Die Einradpiraten zeigten, was sie drauf haben.
Fürs leibliche Wohl hatten die Vereine gesorgt, so konnte auch der Wind nichts ausrichten. Die schönsten Masken wurden mit einem Los für die Tombola belohnt. Wir wissen nicht, ob IHK Germiumsvorsitzende Ingrid Obermeier-Osl eins bekommen hat?
Irgendwie vertan hatte sich die Bubaria, die als Indianerstamm anrückte. Keine Ahnung, ob es Piraten je mit Indianern zu tun hatten? Macht nix, Spaß hat's gemacht. Und zur Verbrüderung zwischen Indianern und Piraten kams am Schluß ja auch...
Wer ist das wohl? Die Wahlwerbung sollte weiterhelfen!
Inzwischen war der Platz voll, die Besucher hatten ihren Spaß.
Der Polonaise schlossen sich viele an so daß kaum ein Ende zu erwarten war.
DJ Doc sorgte für Stimmung.
Die Jazz-Cats mußten sich wohl erst ein bißchen „warm machen“?
Als sie dann endlich auf die Bühne kamen, schwankte das Schiff schon bedrohlich. Die Folgen sind sichtbar...
Aber dann! Wundert's, daß die Piraten nicht einfach nur zuschauten.
Den Schluß bildeten die Goldach-Piraten. Die Fußballer des SV Schwindegg in ganz ungewohnter Rolle.
Wie schon in den vergangenen Jahren eine riesen Gaudi, die die Vereine da in Schwindegg aufgezogen haben. Schade halt, daß Landrat Huber, der voriges Jahr so schön mitgespielt hat anderweitig beschäftigt war und schade auch, daß der Wind den Platz trotz der angenehmen Temperaturen ungemütlich werden hat lassen.
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Kreisklinik stellt neuen Chef der Gefäßchirurgie vor: Dr. med. Reinhard Lerch
Der frühere Gefäßchirurg an der Klinik in Mühldorf, Dr. Thierfelder, ein persönlicher Freund von Chefarzt Dr. Wolfgang Richter überraschte die Klinikleitung vergangenes Jahr damit, daß er eine berufliche Auszeit nehmen und sich unter Umständen sogar verändern wolle.
Er versprach, bis zu seinem Ausscheiden weiter aktiv mitzuarbeiten und sich an der Suche seines Nachfolgers zu beteiligen. Diese Mitarbeit war so erfolgreich, daß mit Dr. med. Reinhard Lerch ein hervorragender Nachfolger gefunden werden konnte und die Patientenzahlen 2007 um 10% zunahmen.
Nun stellten Aufsichtsratsvorsitzender Landrat Georg Huber, Chefarzt Dr. Wolfgang Richter und Verwaltungschef Heiner Kelbel den neuen Chef der Gefäßchirurgie vor.
Es wäre schon ein Schlag gewesen, als Dr. Thierfelder nach sehr erfolgreicher Arbeit 2007 eröffnete, er wolle sich eine Auszeit nehmen, begann Landrat Georg Huber. Zunächst wußte man nicht, wie es weiter gehen sollte. Es wurde ein Weg gefunden und so könne man nun Dr. Lerch vorstellen, der Dr. Thierfelder sicher gut werde ersetzen können und der mithelfen werde, die Gefäßchirurgie in Mühldorf weiter vorwärts zu bringen. Er passe zudem gut in das Team der Klinik.
Dr. Reinhard Lerch stellte sich selbst vor. Als gebürtiger Münchner hätte er an der LMU in München studiert und seine Ausbildung in Bad Reichenhall und Augsburg fortgesetzt. Seit 1996 wäre er Facharzt für Allgemeinchirurgie und seit 1998 mit Schwerpunkt Gefäßchirurgie. Von 1999 bis 2000 absolvierte er seine Ausbildung zum Facharzt für Gefäßchirurgie an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen.
Von 2000 bis 2007 arbeitete er als Oberarzt und Ausbildungsbevollmächtigter für Gefäßchirurgie am Klinikums Kaufbeuren-Ostallgäu und baute dort das Gefäßzentrum maßgeblich mit auf.
Er hätte sich am Klinikum Mühldorf beworben, weil er schnell erkannt hatte, daß hier das Potential vorhanden ist, die Gefäßchirurgie auszubauen. Er umriß kurz seine Tätigkeitsschwerpunkte: Während früher Aorta oder Halsschlagader aufwändig und offen operiert werden mußten, will er schonende Operationsmethoden einsetzen. Auch bei der Behandlung von Durchblutungsstörungen in den Beinen kann man heute Amputationen in fast allen Fällen vermeiden, wenn man richtig behandelt.
Nachdem er erst seit Anfang Januar hier wäre, hätte er noch nicht viel Zeit gehabt, sich mit der Stadt Mühldorf zu beschäftigen. Auch seine Familie wäre noch am alten Wohnort. Er müsse sich erst einrichten und sein neues Leben „sortieren“ bevor sie nachkommen würden. Dies soll aber so schnell als möglich geschehen.
Dr. Wolfgang Richter erinnerte sich, welche Entscheidungskriterien der Auswahl des Nachfolgers von Dr. Thierfelder zu Grunde gelegt worden waren. Dabei lag die Entwicklungsrichtung der Klinik Mühldorf zu Grunde, die ein Zentrum für Gefäß-, Herz-, und Lunge werden soll. Den Fachbereich „Lunge“ gäbe schon seit seinem Eintritt, der Fachbereich „Herz“ wurde erst kürzlich durch Inbetriebnahme des Herzkatheterlabors komplettiert und nun ist auch der Fachbereich „Gefäße“ so weit, daß mit dem Ausbau zum Gefäßzentrum begonnen werden kann.
Eine wichtige Frage war, wer von den vielen fachlich hoch qualifizierten Bewerbern am besten ins Team passen würde. Exzellentes fachliches Niveau, Führungsqualität und Teamfähigkeit wären die Kriterien gewesen, die die Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit der vergangenen Jahre gewährleisten würden und das exzellente Betriebsklima erhalten sollten. Nach diesen Kriterien hätte man sich schließlich für Dr. Lerch als neuen Chef der Gefäßchirurgie entschieden.
Man erwarte von ihm die Einführung neuer Methoden, die bisher nicht angewandt werden konnten. Mit seiner Qualifikation und seiner Erfahrung garantiere Dr. Lerch beinahe für die Erfüllung dieser Erwartungen.
Dr. Wolfgang Richter bedankte sich bei Dr. Thierfelder, der maßgeblich an der Erarbeitung der Stellenausschreibung mitgewirkt hatte und der auch jede Bewerbung erst einmal prüfte, bevor sie überhaupt in Betracht gezogn wurde. Dr. Thierfelder habe in den letzten Monaten sehr wertvolle Arbeit geleistet und sein Feld mehr als bestellt hinterlassen.
Verwaltungschef Heiner Kelbel freute sich über die schnelle Entscheidung, die nach der hervorragenden Vorarbeit der Ärzte in einem nur fünfminütigen Bewerbungsgespräch gefallen war. Mit Dr. Lerch habe die Klinik Mühldorf jetzt ein Niveau erreicht, das dem Patienten bestmögliche Behandlung biete. Da auch die Krankenkassen die Strategie der Klinik Mühldorf unterstützten, wäre er froh, mit Dr. Lerch nun das Team wieder komplett zu haben.
Landrat Georg Huber ergänzte, daß das Gefäßzentrum zertifiziert werden soll. Solche zertifizierte Gefäßzentren gäbe es nur in 98 von den 2.200 Krankenhäusern in Deutschland, östlich von München gibt es keines. Die Klinik Mühldorf wird damit neuerlich erheblich aufgewertet.
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Faschingszug in Mühldorf 6 08.02.08
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Faschingszug in Waldkraiburg
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Faschingsausklang in Kraiburg
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Politischer Aschermittwoch bei der CSU in Schwindegg
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Der Familienpaß 2008 - Eine Fülle von Angeboten für die ganze Familie
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Existenzgründermesse "Existenz 08" bietet Hilfe für angehende Selbständige 7 14.02.08
Um denjenigen, die sich mit dem Gedanken tragen, sich selbständig zu machen, Hilfe und Beratung anzubieten, veranstalten die Landkreise Mühldorf und Altötting zusammen mit IHK und Handwerkskammer am 23. Februar die Messe „Existenz 2008“. Diese Messe stellten die Landräte zusammen mit Vertretern von IHK, HWK und Banken vor.
Es wäre zu beobachten, erläuterte Landrat Georg Huber, daß viele Existenzgründer nach wenigen Jahren wieder aufgeben müssen, weil sie zwar gute Ideen hatten, aber den vielen zusätzlichen Herausforderungen und Aufgaben nicht gewachsen waren. Um diesen Personen Fehler zu ersparen, die ihnen unter Umständen lebenslang nachwirken, bitten die Landräte, zur Messe zu kommen.
Weil sich so viele Anbieter angemeldet haben, mußte die Messe vom Landratsamt ins Berufliche Bildungszentrum an der Innstraße verlegt werden.
Er hoffe, daß die Messe möglichst vielen Menschen Hilfe leiste und noch mehr junge Menschen ermutige, selbst eine Existenz aufzubauen.
Landrat Erwin Schneider bedankte sich beim Landkreis Mühldorf für die Ausrichtung der Messe, die die beiden Landkreise abwechselnd ausrichteten. Das Programm der Messe wäre sehr abwechslungsreich und wertvoll. Es reiche vom Notar über Markt- bis Produktberatung bis hin zu Finanzierungsangeboten. In zahlreichen Vorträgen gehen kompetente Fachleute auf die verschiedenen Aspekte der Existenzgründung ein, so daß man fast von einer Crash-Schulung sprechen könnte.
Es wäre von hohem Wert, die Selbständigkeit zu fördern. Dies würde helfen, die Dynamik der Wirtschaftsregion zu erhalten. Im Landkreis Altötting wären 2007 1079 Gewerbe Anmeldungen und 828 Abmeldungen zu verzeichnen gewesen, also ein Zuwachs von 251 Gewerben. Da dieser Zuwachs sich natürlich auch auf die Zahl der Arbeitsplätze auswirkt, hätte man 2007 einen kräftigen Rückgang der Arbeitslosenzahlen verbuchen können.
Er kritisierte aber Existenzgründer, die bei der Gründung schon an ihr Ende denken. Es wäre nicht erwünscht, Firmen nur zu dem einen Zweck zu gründen, sie nach einiger Zeit meistbietend zu verkaufen. Erwünscht wären dagegen langfristige Gründungen, die darauf ausgerichtet sind, sich über lange Jahre hinweg im Markt zu etablieren und damit Menschen sichere Arbeitsplätze zu verschaffen. Dieses Denken würde langfristig zu Monostrukturen führen, die schließlich den Bürgern ihre Bedingungen diktieren würden.
Landrat Georg Huber ergänzte, daß inzwischen bekannt wäre, daß die Wirtschaftsförderung seines Amtes zusammen mit IHK und HWK Firmen auch Unterstützung böten, die diese bräuchten. Heute würden Firmen in Schieflage keine zusätzlichen Probleme mehr gemacht.
Existenzgründer müßten wissen, Landratsamt und Banken stehen hinter ihnen und liessen sie auch nicht mehr gleich fallen, wenn es einmal eng werde. Natürlich müsse dem Businessplan eine Geschäftsidee zu Grunde liegen, von der sowohl der Antragsteller als auch die Financiers überzeugt sein müssen.
Er bedankte sich bei Sonja Schußmüller und ... Stadler für die Vorbereitung der Messe. Gerade weil sich dieses Jahr so viele Anbieter beteiligen, wäre der Aufwand ernorm gewesen.
Ingrid Obermeier-Osl, Vorsitzende des IHK-Gremiums Mühldorf-Altötting bedauerte das fortgesetzte Abflauen der Gründungsdynamik in den Landkreisen Mühldorf und Altötting. 2007 hätte dies knapp drei Prozent betragen. Sie sehe dies als Reaktion auf die positive Entwicklung im Arbeitsmarkt, der „Existenzgründungen aus Not“ überflüssig mache. Sie wies auf die Beratungsangebote der IHK hin, die 2007 in Mühldorf an 13 IHK-Beratungstagen 77 Existengründer und -gründerinnen in Anspruch genommen hätten. In Altötting wären es an 12 Tagen 65 Beratungsgespräche gewesen.
Hartmut Drexel, Leiter der Abteilung Betriebswirtschaftliche Fördermaßnahmen bei der Handwerkskammer in München erinnerte daran, daß noch vor einigen Jahren die einzige Motivation sich selbständig zu machen, die Flucht aus der Arbeitslosigkeit war. Heute gäbe es einen Fachkräftemangel – so schnell wende sich das Blatt. Wer sich schon länger mit dem Gedanken getragen hätte, sich selbständig zu machen, hätte jetzt sicher die besseren Bedingungen. Die Handwerkskammer unterstütze diesen Trend natürlich. Während im Bereich der IHK die Neuanmeldungen rückläufig wären, stieg die Zahl der neu angemeldeten Handwerksbetriebe. Im Landkreis Altötting hätte es 2007 1,2% mehr Anmeldungen gegeben als 2006, im Landkreis Mühldorf 1,5 % mehr. Dies wären im Landkreis Altötting 1.500 neue Betriebe, im Landkreis Mühldorf über 2000. Das Handwerk wäre ein sehr solider Wirtschaftsfaktor in der Region, der auch ordentlich Arbeitsplätze schaffen würde.
Auch die Handwerkskammer berate Existenzgründer und unterhalte hierfür ein ganzes Beratungsnetzwerk, das vom Juristen bis zum Umwelttechniker alle Aspekte von Neugründungen abdeckt. Im Durchschnitt wären pro Gründer 5,7 Stunden aufgewendet worden.
In den vergangenen Jahren hätte es erhebliche Schwierigkeiten bei der Finanzierung von Gründungen gegeben. Die Banken hätten in den vergangenen Jahren stark behindert. Dies hätte sich zwar verbessert, aber auch dazu geführt, daß sich verschiedene Verbände zur „Bürgschaftsbank Bayern“ zusammengeschlossen hätten. Diese neue Institution übernimmt Bürgschaften dort, wo Finanzierung mangels Sicherheiten keine Chancen hätten oder die Beträge zu klein wären.
Ein weiteres Anliegen wäre aber auch die geregelte Unternehmensnachfolge im weitgehend überalterten Handwerk.
Außerdem läge ihnen daran, das Bild des Unternehmers in der Öffentlichkeit geradezurücken und bewußt zu machen, daß hinter den dicken Autos jede Menge Zeit, Engagement, Arbeit und Risikobereitschaft steckt.
Jochen Engelmeier betonte die umfangreichen Hilfestellungen des Bildungszentrums der Handwerkskammer. Dort wurden seit Gründung 1981 über 250.000 Teilnehmer aus- und weitergebildet. Dies zeuge von der hohen Bedeutung, die die Ausbildungswilligen ihrem beruflichen Fortkommen zumessen. Auf der Messe werden vor allem praxisnahe Informationen angeboten.
Landrat Georg Huber betonte abschließend, man rede nicht nur davon, den Rohstoff „Geist“ fördern zu wollen. Die Bildungsmesse und die Existenzmesse wären Beispiele, wie intensiv die Ämter die Förderung nähmen.
Die Schulungen der Handwerkskammer aber auch der IHK-Akademie machten zusammen Mühldorf zum Ausbildungszentrum. Diese Anstrengungen werden zukünftig ausgebaut und erweitert. Dies alles wären Signale für die Wirtschaft, daß hier hoch ausgebildetes Fachpersonal zur Verfügung stünde.
Der Landkreis Mühldorf wäre dankbar für jeden, der sich selbständig mache oder sich hier niederlasse. Unterstützung könne er allerdings nur in Zusammenwirken mit IHK und HWK leisten. Für diese Zusammenarbeit dankte er sehr und lud alle Interessierten ein, die Messe am 23. Februar in der Berufsschule 2 in Mühldorf zu besuchen.
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Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Mühldorf
Wie jedes Jahr, wenn die Feuerwehr ihre Jahreshauptversammlung abhält, waren auch dieses Jahr neben den Bürgermeistern Knoblauch und Liebl zahlreiche Stadträte und Vertreter der Kreisbrandinspektion und benachbarter Feuerwehren gekommen. Josef Birnkammer, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, dessen Amtszeit an dem Tag ablief blickte zunächst zurück auf das Vereinsleben der zurückliegenden sechs Jahre. Er berichtete von den verschiedenen Vorstandssitzungen, der Jahreshauptversammlung des vergangenen Jahres und den diversen Feiern, wie dem Karfreitagsfischessen, der Sonnwendfeier und dem Kirchweih-Saugrillen. Er berichtete auch davon, daß die Erträge aus diesen Veranstaltungen dazu beigetragen hätten, das Bankkonto wieder aufzufüllen, das durch die Zuzahlung zum neuen Motorboot 2006 arg gelitten gehabt hätte. Breiten Raum nahm das Andenken an verstorbene Mitglieder ein. Der hoch angesehene langjährige Vorstand Josef Bauer war im Alter von 72 Jahren und Christine Penzenstadler im Alter von nur 45 Jahren verstorben. Mit ihr hätte die Feuerwehr eine Seele von Mensch verloren.
Ferienprogramm, Vereinsausflug, die Teilnahme an verschiedenen städtischen und kirchlichen Veranstaltungen hätten keine Langeweile aufkommen lassen.
Da er aber am Ende seiner Amtsperiode stand, blickte er auch auf diese sechs Jahre zurück. Sie wären geprägt gewesen von zahlreichen Investitionen, die zum Teil von den Fördermitgliedern finanziert wurden, deren Zahl um 30% gesteigert werden konnte.
So wurde ein Funkgerät, ein Atemschutzgerät, eine große Kaffeemaschine, eine Digitalkamera, ein Echolot für das Mehrzweckboot, das der Verein bezuschußt hatte, ein Fernsehgerät, ein Videorekorder und ein DVD-Player, ein Flachbildschirm und ein neuer Server gekauft. Aber auch in die Immobilien wurde investiert: Der Schulungsraum wurde modernisiert und mit neuen Möbeln ausgestattet, das Löschmeisterbüro wurde modernisiert, die Toilettenanlagen im Gerätehaus wurden saniert und das Gerätehaus mit einem Computernetzwerk verkabelt.
Er dankte allen Mitgliedern, die ihn bei der Erfüllung seiner umfangreichen Aufgaben unterstützt hatten und meinte, sie könnten stolz sein, auf die geleistete Arbeit.
In seinem Kassenbericht stellte Josef Penzenstadler fest, die Finanzen stünden auf einer soliden Basis. Die Feuerwehr hätte 2007 für Veranstaltungen, Schulungen und Investitionen 15.268€ ausgegeben. Dem standen Einnahmen aus Spenden und Veranstaltungen 29.379 € gegenüber. Der Gewinn belief sich somit auf 14.111€ Er bedankte sich bei allen Spendern und der Vorstandschaft für die gute Zusammenarbeit. Nachdem Toni Angerer in seinem Kassenprüfungsbericht keine Einwände hatte, entlastete die Versammlung die Vereinsführung.
Komandant Günther Starzengruber berichtete von 126 Übungen, die seine 70 Aktiven absolviert hätten. Die Feuerwehr bildeten derzeit 202 Mitglieder. Von den 70 Aktiven wären 14 jugendliche. 8 wären passive Mitglieder und 122 Fördermitglieder.
Im Mai hielten die drei Mühldorfer Wehren erstmals gemeinsam einen „Truppmannlehrgang“ was der Grundausbildung für Feuerwehrleute entspricht – ein großer Schritt hin zu einer einheitlichen Ausbildung. Alle Teilnehmer haben die Prüfung bestanden.
13 Frauen und Männer absolvierten eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer. An der Übung mit dem Polizeihubschrauber, die 2008 wiederholt wird, nahmen auch die Wehren aus Waldkraiburg und Wolfratshausen teil. Er dankte „Marinechef“ Heini Tratzl für sein Engagement und der Polizeihubschrauberstaffel für die gute Zusammenarbeit.
Erstmals fand auch eine Drehleiterübung statt, bei der man erkannt hätte, daß diese auch an Stellen einsetzen werden kann, an denen man es früher für unmöglich gehalten hätte, zum Beispiel in Mühldorfs Altstadt.
Und weil Mühldorf nie vor Hochwassern sicher ist, wurde Anfang Juli eine Hochwasserschutzübung abgehalten, bei der sich das Augenmerk auf die Sandsackfüllmaschine und die Logistik richtete.
Sein Dank für eine ausserordentlich gute Zusammenarbeit galt aber auch den Mitgliedern des Technischen Hilfswerks.
Weitere Aus- und Fortbildungen hätten gezeigt, daß die Feuerwehr Mühldorf in punkto Ausbildung und Qualifikation einen sehr guten Namen hat, der weit über die Landkreisgrenzen hinausreicht. Der Slogan „Professionalität im Ehrenamt“ wir hier umgesetzt und mit Leben erfüllt.
Leider kam es im Jahreslauf auch zu zahlreichen Einsätzen. So wäre die Feuerwehr während des Orkans Kyrill am 18. und 19. Januar allein 17 mal ausgerückt. Verkehrsunfälle und Unwetter aber auch Brände von Zeltplanen und ein Großbrand in Neumarkt-St. Veit mußten bewältigt werden. Dabei tat die hervorragende Ausrüstung der Wehr gute Dienste.
Er erwähnte auch die Inbetriebnahme einer Brandmeldezentrale im Feuerwehrhaus und Besuche von Bürgermeister Günther Knoblauch mit Seniorengruppen, Besuche von Schulklassen und Kindergartengruppen.
Sein Ausblick in die Zukunft betraf die Umstellung auf Digitalfunk, der die Stadt etwa 210.000 € kosten werde aber nicht vor 2011 zu erwarten wäre. Da die Einsätze mit mehreren Meldungen – wie etwa bei Unwettern – stark zunähmen, müsse man sich Gedanken über die Organisation machen und gegebenenfalls neue Fürungsstrukturen schaffen.
Es gäbe also viel zu tun.
Jugendwart Martin Strasser berichtete davon, daß in der Feuerwehr Mühldorf nun schon seit 38 Jahren Jugendarbeit betrieben werde, die einen großen Teil der Führungsmannschaft hervorgebracht hätte.
Im vergangenen Jahr wurde die Jugend in zwei Altersgruppen aufgeteilt, die insgesamt 38 Übungen absolviert hätten, die von Ausbildungsabenden ergänzt wurden. Mitte Oktober konnte so an 11 Teilnehmer der Bayerischen Jugendleistungsprüfung das Leistungsabzeichen ausgehändigt werden. Er lobte die gute Zusammenarbeit der Jugendgruppen der Feuerwehren der Stadt Mühldorf und dankte seinen Jugendwartskollegen aus Altmühldorf und Mößling. Er denke, die ineinandergreifende Ausbildung der Jugend könnte Vorbild für die ganze Feuerwehr sein.
Besonders bemerkte er die gemeinsame Übung Mitte September, als die Jugendlichen zusammen mit der Feuerwehr Egglkofen nachstellten, wie eine Berufsfeuerwehr arbeitet. Wir berichteten.
Er wäre vom Erfolg überrascht worden und dankte dem Organisationsteam.
Auch wenn die Jugendgruppe derzeit 14 Jugendliche umfasse, wäre man ständig auf der Suche nach neuen Mitgliedern.
Sein herzliches „Vergelt's Gott“ galt schließlich seinen Stellvertretern Alexander Zellhuber und Thomas Ludwig, auf die er sich immer 100%ig verlassen konnte.
Der Atemschutzbericht von Oberlöschmeister Konrad Kirchisner fiel kurz und bündig aus: Seine 28 aktiven Atemschutzgeräteträger und Atemschutzgeräteträgerinnen hätten 29 Einsätze zu bewältigen gehabt. Um sie daran zu gewöhnen im Einsatzfall Ruhe und Besonnenheit zu bewahren, hätte er 10 Übungen durchgeführt, die auch dazu gedient hätten, sie mit den Einsatzgrundsätzen und der technischen Handhabung der Geräte vertraut zu machen.
Sportwart Josef Bichlmeier berichtete von der Teilnahme am Fußballtennisturnier (ist richtig!), der Teilnahme an der 13. Kreishallenmeisterschaft der Feuerwehrin in Waldkraiburg, einem Watt- und Schafkopfturnier in Töging und vom Eisstockschießen in den Wintermonaten. Er bedankte sich aber auch für die zahlreiche Teilnahme am Dienstsport.
Dr. Kurt Wölfl, Geschäftsführer der Firma ODU würdigte die Leistung der Feuerwehr Mühldorf und die gute Zusammenarbeit, die sich auch in der alljährlichen Übung auf ihrem Firmengelände bestätige. Er bekräftigte, die Mitglieder, die bei ODU beschäftigt wären, immer bedingungslos frei zu stellen, wenn sie zu einem Einsatz gerufen würden. Um die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrmitglieder zu unterstützen und sich für den Einsatz und die Hilfsbereitschaft zu bedanken, überreichte er eine kleine Spende.
Josef Keindl, seit jeher Mitglied der Feuerwehr Mühldorf, verlieh Josef Birnkammer die Ehrenmitgliedschaft. Die Mitglieder der AH gratulierten.
Dann nahm die Feuerwehr junge Mitglieder per Handschlag in die Feuerwehr auf: Philipp Cziczek, Sebastian Wappler, Rudi Omodom und Lorenzo Orlando. Zu Feuerwehrfrauen wurden Sandra Penzenstadler und Marion Maier befördert.
Christoph Strasser, Max Konrad, Robert und Bernhard Niederschweiberer erhielten Beförerungsurkunden.
Für 10 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurden dann folgende Mitglieder ausgezeichnet: Sebastian Quaiser, Wolfgang Demmel, Daniel Peretzki, Jürgen Skoluda und Christian Haberger.
Für 30 Jahre aktiven Feuerwehrdienst ehrte die Feuerwehr Anton Weindl.
Marinechef Heinrich Tratzl erhielt sein Rettungsschwimmerabzeichen und übergab es dann den anderen Absolventen der Ausbildung: Marion Meier, Sandra Penzenstadler, Sebastian Quaiser, Ludwig Thomas, Franz Straßer, Florian Loibl, Fritz, Josef und Max Konrad, Thomas Gerstner, Robert Niederschweiberer, Christian Haberger sowie Florian Meier und Richard Michl vom THW.
Bürgermeister Günther Knoblauch meinte, die vorgetragenen Berichte hätten ihn beeindruckt. Bedenke man, daß die Feuerwehrler an 269 Tagen im Einsatz waren, dann wäre das an beinahe 2/3 des Jahres. Dafür gebühre ihnen außerordentlicher Dank. Und zwar allen, vom Komandanten bis zu den neu aufgenommenen Jungfeuerwehrlern. Er hätte gehört, daß die in der Nacht vorher vor lauter Aufregung nicht hätten schlafen können. Es wäre schon toll, wenn sich Jugendliche so sehr freuen würden, in eine Organisation aufgenommen zu werden, deren Hauptzweck es ist, anderen zu helfen. Dieser Weg würde sie heranführen und bereit machen, später Verantwortung zu übernehmen. Es wäre gut und notwendig, daß die Stadt die Feuerwehr so stark unterstütze. Auch wenn es nicht immer leicht wäre, die nötigen Mittel aufzubringen. Er kritisierte, daß Gummistiefel halt gleich das Doppelte kosten würden, wenn ein roter Streifen dran wäre.
Trotz allem wären der neue Rüstwagen oder der Anbau bei der Feuerwehr Mößling nötig und würden auch realsiert. Und wenn in Bayern der Umstieg auf digitalen Funk beschlossen werde, dann hätte das sicher einen Sinn und die Stadt müsse halt die 200.000€ Kosten übernehmen.
Er dankte besonders Dr. Kurt Wölfl. Die Freistellung der Feuerwehrleute, so wie ODU dies handhabe, wäre sicher vorbildlich.
Die Feuerwehr wäre stark eingebunden in die städtischen Organe. So werde die Wartung der Fahrzeuge künftig durch hauptamtliche Mitarbeiter vom Bauhof übernommen. Diese Lösung stelle eine Stärkung der Feuerwehr dar. Er freue sich auch über die gute Zusammenarbeit der Stadtteilfeuerwehren miteinander, mit den Feuerwehren außerhalb der Stadt und mit der Kreisbrandinspektion. Auszubauen wäre der Hochwasserschutz, der eine zentrale Aufgabe der Stadt darstelle. Er bedankte er sich bei den Ehefrauen und Freundinnen der Feuerwehrler, die zu den unmöglichsten Zeiten ihre Männer hatten entbehren müssen.
Abschließend gratulierte er allen beförderten, ausgezeichneten und geehrten und dankte auch Ihnen.
Dann überreichte er - stellvertretend für Landrat Georg Huber - zusammen mit Kreisbrandrat Karl Neulinger das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber für 25 jährige Mitgliedschaft an Vorstand Josef Birnkammer. Mit dem Ehrenzeichen erhielt er die Auszeichnungsurkunde von Innenminister Joachim Herrmann.
Dann führte Bürgermeister Günther Knoblauch als Wahlleiter die Neuwahlen durch. Die Mitglieder bestätigten Josef Birnkammer als Vorsitzenden und wählten Adolf Härtl zum zweiten Vorstand. Der bisherige zweite Vorsitzende Utho Steinmetz unterlag mit 38:29 Stimmen. Erwin Jäckel wurde als stellvertretender Komandant bestätigt, Günther Starzengrubers Komandantenamt wurde diesmal nicht neu gewählt. Alle anderen Funktionäre wurden in ihren Ämtern bestätigt.
Abschließend würdigte Kreisbrandrat Karl Neulinger die Leistungen der Feuerwehr Mühldorf. Er gratulierte allen Gewählten und Bestätigten und betonte, er freue sich auch auf die künftige Zusammenarbeit sowohl mit dem Vorstand als auch mit der gesamten Mannschaft. Er kritisierte aber auch die Umstrukturierungen in der Feuerwehr, die nach seiner Meinung viel mehr Arbeit bei der Wartung und Instandhaltung des umfangreichen Fahrzeugparks und der Gerätschaften auf die Mitglieder verlagere. Man müsse sehen, wie das nun weiterginge. Er hoffe, daß er auch in Zukunft auf die tatkräftige Hilfe der AH im Feuerwehrausbildungszentrum zählen könne.
Auch Hauptkomissar Johann Rabl und Kripo-Chef Josef Maier betonten die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Mühldorf. Sie bewunderten die Leistungsbereitschaft und Professionalität der Feuerwehrler, die sie ja in ihrer Freizeit erbringen würden. Auch wenn im Einsatzfall Streß und Anstrengung herrschten, pflegten die Feuerwehrler immer einen freundschaftlichen Umgangston. Man könne sich immer auf sie verlassen. Sie dankten ihnen einstimmig für die großartige Hilfe, diese für die Bevölkerung leisten würden. Sie wünschten allen, daß sie immer wieder unbeschadet nach Hause zurückkehren könnten.
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Das dritte Symposium des Kreisfeuerwehrverbandes: Technische Hilfeleistung
Schon auf dem Parkplatz war unübersehbar klar, wer sich da im Saal des Kreuzerwirt in Ampfing einfand. 54 von den 72 Feuerwehren im Landkreis hatten über 210 Teilnehmer nach Mettenheim entsandt um am Symposium des Kreisfeuerwehrverbandes teilzunehmen. Dort ging es dann hauptsächlich um das Verhalten der Retter, wenn sie an Unfallstellen mit Fahrzeugen konfrontiert werden, die neuartige Hybrid-, Erdgas-, Autogas- oder gar Wasserstoff-Antriebe nutzen.
Die dabei auftretenden neuen Gefahren wurden ihnen von Spezialisten aus .. und aus... ausführlich dargelegt.
Wir sprachen mit Kreisbrandrat Karl Neulinger, der diesmal – wie die anderen Retter auch – in „zivil“ anwesend war:
Herr Neulinger, wozu dient das Symposium hier?
Die Feuerwehren bilden ja selbst auch aus. Wodurch unterscheidet sich dieses Symposium von den Schulungen der Ortsfeuerwehren?
Nun ist dies das dritte Symposium des Kreisfeuerwehrverbandes. Wie beurteilen Sie die Ergebnisse der vorangegangenen beiden Symposien?
Gerhard Schmöller vom Zentrum für Rettungsmedizin der Berufsfeuerwehr München erläuterte die neuen Herausforderungen im Straßenverkehr:
Worum geht es in Ihrem Vortrag hier?
Welche Tipps können Sie den Ortsfeuerwehren geben?
Draußen konnten sich die Teilnehmer direkt am erdgasbetriebenen Fahrzeug informieren. Wolfgang Wieser von Erdgas Südbayern erklärte uns, wodurch sich dieses Fahrzeug von gewöhnlichen unterscheidet:
Worauf muß der Lenker so eines Fahrzeuges achten, wenn er in einen Unfall verwickelt wird?
Natürlich kamen weder das leibliche Wohl noch der Humor zu kurz.
Und auch Landrat Georg Huber informierte sich über die neuen Aufgaben der Feuerwehren im Landkreis.
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Bayerns Sozialministerin Christa Stewens im Haberkasten: Wie geht's weiter mit der Kleinkinderbetreuung
Auf Einladung von Bürgermeisterkandidatin Ilse Preisinger-Sontag war die Bayerische Sozialministerin Christa Stewens nach Mühldorf gekommen. Vor einer großen Zahl von Erzieherinnen und Trägern sozialer Einrichtungen erzählte sie zunächst, daß sie gern nach Mühldorf gekommen wäre. Sie wäre in Altötting geboren und in Töging aufgewachsen und kenne deshalb die Gegend ziemlich gut. Sie wäre der Gegend noch immer verbunden und verspüre immer heimatliche Gefühle, wenn sie hierher käme.
Leider ermöglichte es uns das Plakat der Mühldorfer CSU, das in strahlenden weiß die Bühne zierte nicht, Ihnen die übliche Bildqualität anzubieten. Man könnte sagen, die Mühldorfer CSU überstrahlte die Ministerin.
Hinter dem Thema Kleinkinderbetreuung stünde die gesamte Familienpolitik. Und da sehe sie Landrat Georg Huber, der sie daran erinnere, daß die oberbayerischen Landräte unisono mehr Geld für ihre sozialen Einrichtungen fordern würden. Dabei wäre festzustellen, daß es erstmals gelungen wäre, einen ausgeglichenen Haushalt vorzustellen, - nicht wie anderswo, wo die Zukunft der Kinder verfrühstückt worden wäre.
Auf ihre sechs Kindern und 19 Enkeln blickend hätte sie sich sehr genau überlegt, ob man zu Lasten dieser Generationen leben könne. Die Kinder müßten die Schulden schließlich erarbeiten und zurückzahlen und hätten dadurch kaum mehr Gestaltungsspielräume. So hätte Bayern Zeichen gesetzt. Trotz zugegebener Schwierigkeiten wäre es gelungen die Ausgaben so zu gestalten, daß der Haushalt konsolidiert werden konnte. So wäre festzustellen, daß nachhaltige Haushaltspolitik ein wesentliches Stück Familienpolitik wäre.
Deutschland hätte eine der niedrigsten Geburtenquoten. 100 Frauen bekämen 132 Kinder. Dies hätte fatale Auswirkungen auf alle Umlagesysteme wie z. Bsp. der Sozialversicherung oder der Rentenversicherung. Jeder Generation bräche ein Drittel des Nachwuchses weg.
Rentner müßten deshalb mit Steigerungen von 0,54% auskommen, obwohl alle Kosten enorm gestiegen sind. Wenn die Renten auch noch an die Nettolöhne gekoppelt sind und auch diese nicht steigen reduzieren sich faktisch die Renten. Auch das wäre Bestandteil der Familienpolitik.
Und weil sie Enkel als „Genuß ohne Reue“ sehe und die verfügbare Zeit mit ihnen verbringen würde, könne sie viel über die „Kinderfreundlichkeit“ der deutschen Gesellschaft erzählen.
Wenn sie aber genau hinschaue, müsse sie erkennen, daß die Familie nach wie vor ein gefragtes Lebensmodell ist – besonders bei Jugendlichen. 85% der jugen Generation wünschten sich eine Familie, die leistungsfähiger und zäher wäre wie jede andere Lebenspartnerschaft. 80% der Kinder wüchsen bis zur Volljährigkeit bei beiden leiblichen Eltern auf. Allerdings würde die Zahl Alleinerziehender zunehmen. Ihr Anteil betrage derzeit 15% - Tendenz steigend. Auch wenn andere Lebensformen wie Lebenspartner oder Lebensabschnittspartnerscahften zunähmen, wäre gerade in Bayern die Familie immer sehr stark!
Auch wenn der Wunsch nach einer funktionierenden Familie bei den Jugendlichen hoch im Kurs stünde, wisse man um die Anforderungen, die Mobilität und Anpassungsfähigkeit erforderten.
Großfamilien gäbe es so gut wie nicht mehr. Die hervorragende Ausbildung der jungen Frauen, von denen 55% Abitur hätten und davon wiederum ein großer Teil studiere entschieden sich eher für die Karriere als für die Familie. In einer Phase des wirtschaftlichen Etablierens auch noch Kinder bekommen zu wollen, würde sie schlicht überfordern. Die biologische Uhr verhindere schließlich die Verwirklichung des Kinderwunsches.
Die Politik müsse deshalb dafür sorgen, daß diese Frauen nicht vor der Alternative Beruf ODER Kinder stünden sondern beides miteinander vereinbar wäre.
Voraussetzung hierfür ist das Angebot flexibler Betreuungsangebote: Tagesmütter, Kindergarten, altersgemischte Gruppen, Kinderkrippen, Horte, Häuser für Kinder müßten den Anforderungen von Kindern UND Eltern gerecht werden. Dabei gäbe es Nachholbedarf. Das Kultusministerium ginge mit der Ganztagsschule in ihren verschiedenen Formen voraus. Die wäre unabdingbar und notwendig und wäre von der CSU viel zu spät erkannt worden. Die CSU hätte Frauen Lebensentwürfe vorgegeben. Etwas, was sich Männer nie hätten gefallen lassen.
Deshalb müssten die Betreuungsangebote für unter-3-jährige ausgebaut werden. Allerdings müsse sie klar sagen: Wenn junge Eltern ihre Kinder lieber zu Hause erziehen würden, müsse das auch unterstützt werden. Deshalb will die CSU das Betreuungsgeld für die Eltern, die ihre unter-3-jährigen Kinder zu Hause betreuen. Dieses Betreuungsgeld wäre eine Anerkennung für die gesellschaftliche Leistung dieser Eltern. Dies hätte jetzt auch die CDU erkannt und das Erziehungsgeld in ihr Parteiprogramm aufgenommen.
Sie selbst hätte 35 Jahre lang zu Hause ihre Kinder erzogen und betreut. Das wäre geistig eine ungeheuer anstrengende und wichtige Aufgabe Es mache auch ungeheuer Spaß, die jungen Menschen ins Leben zu begleiten und ihnen eine sichere Grundlage mitzugeben.
Wahlfreiheit bedeute, den Eltern nichts mehr vorzuschreiben. Allerdings auch, daß diejenigen, die sich entschließen, ihre Kinder zu Hause zu erziehen, auch eine finanzielle Hilfe und gesellschaftliche Anderkennung erfahren dürfen.
In Finnland gäbe es das Betreuungsgeld bereits. Dort wäre jedem klar, daß KEINE Betreuungseinrichtung ein Kind unter 3 Jahren besser erziehen könne, wie die eigene Familie. Diese Diskussion in Deutschland wäre noch immer nicht frei von Ideologie.
Sie könne die Diskussion über die Erhöhung des Kindergeldes nicht nachvollziehen. Wenn die SPD lieber Gutscheine an Familien mit Kindern ausgeben wolle, weil die Eltern das Kindergeld falsch ausgeben würden, drücke das ein tiefes Mißtrauen gegenüber den Eltern aus, staatliche Lenkung! Das kann's nicht sein.
Allerdings müsse man auch in die Bildung der Familien investieren. So hätte der Landtag kürzlich eine Million Euro genehmigt, die für Bildungsangebote junger Familien ausgegeben werden sollen.
Die Umsetzung des Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz, das es seit 2 Jahren gäbe wäre sicher noch immer mit Problemen behaftet. Es wurde mit der Absicht verabschiedet, die Betreuung flexibler zu gestalten und mehr soziale Gerechtigkeit zu schaffen. Schon Kindergärten wären nach ihrem Verständnis Bildungseinrichtungen und unterlägen der Förderung.
Das Gesetz schaffe einen einheitlichen rechtlichen Rahmen für alle Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen. Dies wäre gelungen. Die Umstellung der Förderung von der Gruppenorientierung auf die Kindorientierung hätte allerdings Schwierigkeiten vorursacht.
Kinder – besonders solche mit Migrationshintergrund – bräuchten viel mehr Betreuung. Es wäre generell wichtig, erst gleiche Voraussetzungen zu schaffen, wie deutsche Sprachkenntnisse. Nur wer deutsch kann, kann erfolgreich die Schule absolvieren. Diese Sprachförderung wird intensiviert werden. Obwohl in Bayern die geringste Jugendarbeitslosigkeit herrsche, stellte die Gruppe der Jugendarbeitslosen mit Migrationshintergrund den größten Anteil hiervon dar.
Wenn diese Gruppen außerhalb des Arbeitsprozesses bliebe, vervielfachten sich die Probleme zusätzlich. Die beste Prävention wäre, von Klein auf vorzubeugen.
Dabei dürfe man auch deutsche Kinder nicht vernachlässigen, die auch manchmal Sprachdefizite mitbrächten. Es wäre dringend erforderlich, von Klein auf mit den Kindern zu reden. Es wäre ungeheuer wichtig mit den Kindern zu REDEN, sich mit den Kindern zu beschäftigen. Die Staatsregierung fördere die Sprachförderung und will den Eltern klar machen, wie wichtig es ist, mit den Kindern zu sprechen. Dies ginge einher mit der Stärkung der Erziehungskraft.
Weil die Staatsregierung nicht zentral beurteilen könne, was vor Ort gebraucht werde, habe man mit dem Gesetz die Verantwortung für die Finanzierung in die Hände der Kommunen gelegt. Deshalb muß sich die Kommunalpolitik mit diesem Thema intensiv beschäftigen. Deshalb favorisiere die Staatsregierung „Häuser für Kinder“, in denen alle Kinder einer Familie betreut werden können. Sie würdigte die Arbeit der Erzieher und Erzieherinnen in den Kinderbetreuungseinrichtungen die hervorragende Arbeit leisten würden.
Echte Probleme gäbe es zum Beispiel mit Gastkinderbeiträgen und beim Personalschlüssel, also bei der Anzahl Kinder, die ein Betreuuer beaufsichtigt. Dieser dürfe maximal 1:12,5 sein. Manche sagen, er müsse 1:10 sein, bei 1:12 sehe man das Kindeswohl gefährdet. Aber auch dafür gäbe es Lösungsmöglichkeiten, die man diskutieren könne. Ein weiteres Problem wäre die sogenannte Verfügungszeit.
Abschließend bekannte sie sich sich zum deutschen Gesundheitssystem mit einem flächendeckenden System mit Hausärzten. Man dürfe nicht ein funktionierendes System mit Reformen zerstören.
Ilse Preisinger-Sontag bedankte sich für den Vortrag und betonte, sie werde für eine gute Zukunft der Kinder in Mühldorf kämpfen. Dann führte sie durch die Diskussion, die viele fachliche Aspekte der Neuregelung betraf.
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Benefizkonzert von Sepp Eibelsgrubers Freunden der Blasmusik: Die 30.000 EURO-Grenze geknackt!
Man solle bitte einen Tisch reservieren – stand auf der Einladung – und – Reservierungen werden nur bis 19:30 Uhr aufrechterhalten. An solche Bedingungen dachte Sepp Eibelsgruber damals nicht, als er 2002 erstmals eine Öffentliche Probe seiner Freunde der Blasmusik abhielt um mit den paar Hundert Euro, die damals zusammenkamen, den schwerkranken Kindern der Haunerschen Kinderklinik in München etwas Erleichterung zu verschaffen.
Heute ist das Bnefizkonzert im Saal des Gasthauses Zens in Hofthambach ein fester Bestandteil im Jahresplan jedes Musikfreundes. Und so verwundert es keineswegs, daß es nach 19:30 Uhr keine reservierten Tische mehr gab und auch um 18:45 Uhr nur noch Restplätze frei waren. So konnte Sepp Eibelsgruber schließlich über 400 Besucher willkommen heissen. Bis vor dem Konzert war die Spendensumme so angewachsen, daß zu erwarten war, daß die 30.000€-Grenze im Lauf des Abends fallen würde.
Pünktlich um 20 Uhr eröffnete er das Konzert – mit der Titelmelodie der Tagesschau.
Von da an entfachte er zusammen mit seinem Orchester, in dem erstmals Mühldorfs Stadtrat Rainer Schratt spielte, unter dem Titel „So schön ist Blasmusik“ ein regelrechtes Feuerwerk.

Nach der Polka „Die Seele der Blasmusik“ setzten sie fort mit dem Marsch „Auf Adlers Schwingen“.
Es folgte die „Venovanka Polka“
Von einem Musikstück zum anderen leitete er über und hatte meist einen lockeren Spruch drauf.
So meinte er, Martin Stadler wäre inzwischen so herangewachsen, daß er kein Schaffe mehr als Untersatz brauche und auch sein Bier ohne die Erlaubnis seines Vaters trinken dürfe. Er wäre inzwischen so gut, daß er kurzfristig erst vor ein paar Tagen den Part von Robert Leitl hätte übernehmen müssen, der erkrankt war. Wie gut er das gemeistert hat – sehen Sie selbst.
Darauf gabs erst einmal ein Bier.
In „The Power of Love“ glänzte Andreas Marsmann. Übrigens hatte Sepp Eibelsgruber vorher den Titel dieses Stücks sehr frei ins Deutsche übersetzt: „Bauer sucht Frau“.
Trotz aller Freude an der Musik ließ Sepp Eibelsgruber den Zweck der Veranstaltung nicht aus den Augen. Es wäre ein großes Signal aus Neumarkt, wenn er mit Bürgermeister Erwin Baumgartner und einem vollen Spendentopf nach München fahren könne um den Kindern zu helfen. Wenn inzwischen schon 75% der Kinder geheilt werden und sie alle daran Anteil hätten, dann wäre das das schönste Ergebnis.
Mit Alois Grob – dem Romantiker der Blasmusik - an der Posaune intonierten die Freunde der Blasmusik George Hamilton's „Bilitis“.
Über Hans Drechsler-Röhrl's Es-Klarinette machte sich das ganze Orchester lustig. Was wäre der Unterschied zwischen einer Handgranate und einer ES-Klarinette? (O-Ton)
Sie würde am schönsten klingen, wenn sie brenne und so weiter...
Im „Gesang der Lerche“ zeigte Hans Drechsler-Röhrl aber dann, wie so eine Lerche singt und swingt.
Um zu zeigen, daß er's wirklich kann, setzten sie noch eins drauf!
Dafür gab's dann natürlich einen großen Schluck aus dem Maßkrug – auch wenn's der falsche war....
Erst ein Jahr lang spielt Martin Stadler Posaune. In „Primus“ konnte er zeigen, was er in dem Jahr gelernt hat.
Den ersten Teil schloß Fred Hirschbichler und zeigte mal so richtig, was drinsteckt in so einer Trompete. Das war alles – meinte Sepp Eibelsgruber – was sie aufzubieten in der Lage sind.
Vor der Pause gab's noch ein Schnappserl.
In der Pause haben wir einige Stimmen eingefangen und mit Sepp Eibelsgruber gesprochen.
Haben Sie erwartet, daß noch Stühle in den Saal getragen werden mußten um allen Besuchern Platz zu schaffen?
Und heute soll noch die 30.000-Euro-Spendensummenschallmauer fallen?
Die Spendeneinnahmen gehen wieder an die Haunersche Kinderklinik?
Ihr Repertoire ist erstaunlich: Von Klassik bis Rock, von Polka bis Big-Band?
Herr Staatssekretär, wie gefällt's Ihnen?
Und wie gefällts Dir?
Frau Bezirksrätin, Ihnen gefällts auch?
Der zweite Teil brachte eine andere Facette der Blasmusik.
Nach der Pause zeigten Martin Stadler und Fred Hirschbichler, daß sie es auch im Duett können - „Sommertraum“.
Markus Meyer an der Basstuba und Alexander Pitz am „Ei“ in Tico-Tico.
In „Santa-Maria-Madonna“ hatte Sepp Eibelsgruber zu den Solisten Heini Stummer und Johannes Stadler ein Flügelhorn eingebaut, was einen etwas anderen Klang brachte. Die Kuhglocke bediente Ernst Schremps und er selbst die Vogelpfeiffe, die mit Bier wesentlich besser funktionierte als mit Wasser.
Markus Meyer mit einer neuen Lederhose bei „King-Kong“.
Aus den drei Musketieren wurden plötzlich vier und Sepp Eibelsgruber hatte ein Problem.
Daß sie sogar tschechisch singen können, zeigten sie hier.
Daß die Besucher auch an den Zweck des Konzerts dachte, zeigte diese Spende: 500€ von einer Familie Pöllmann aus München.
Der Saal begann zu beben, als Alexander Pitz, der nach einem schweren Motorradunfall im vergangenen Jahr wieder dabei war Udo Jürgens' „Ich war noch niemals in New-York“ anstimmte. Elisabeth Marsmann unterstützte ihn dabei.
Und noch eine Spende. Damit war die 30.000-Euro-Schallmauer gefallen.
Schließlich setzte Alex Pitz noch eins drauf: „Just a Gigolo“
Elisabeth Marsmann und Alex Pitz in „Can't take my eyes off of you“.
Nach weiteren Soli, in denen Martin Stadler brillierte, ging das Konzert nach einer Zugabe gegen 23:30 zu Ende. Allein dieser Abend hat über 4000 Euro eingespielt, die ohne Abzüge den krebskranken Kindern in der Haunerschen Kinderklinik zu Gute kommen. Sepp Eibelsgruber und Bürgermeister Erwin Baumgartner werden sie im Sommer persönlich dort abgeben.

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Die Freien Mühldorfer stellen ihr Wahlprogramm vor 8 21.02.08
Etwa 24 Interessierte hatten sich im Gastzimmer eingefunden, wo zudem die nominierten Kandidaten der Freien Mühldorfer fast vollständig versammelt waren. Das rege Interesse an der Veranstaltung würde genau ihrem Motto entsprechen, begann Max Ölmaier, der auf der Liste der Freien Mühldorfer auf Platz 1 kandidiert, sich aber nicht um das Amt des Bürgermeisters bewirbt, „mit dem Bürger für die Bürger“. Dieses Motto hätten sich viele Kandidaten zu eigen gemacht und beschlossen, mit zu machen.
Gemeinsam hätte man nun das Wahlprogramm erarbeitet, das er vorstellen wolle und das sie im Stadtrat versuchen wollten zu verwirklichen.
Bevor sich die Kandidaten vorstellten, nahm er Stellung zur kürzlichen Meldung, Mühldorf hätte 2007 5 Millionen Euro mehr eingenommen als angesetzt worden war. Er forderte Bürgermeister und Stadtrat auf, diese unerwarteten Mehreinnahmen im Interesse einer künftigen Haushaltsentwicklung für eine rasche Schuldentilgung einzusetzen. Er denke, dies wäre man den folgenden Generationen schuldig.
Außerdem trat er einem Bericht entgegen, der den Freien Mühldorfern anlastete, mit unverhältnismäßig hohem Kapitaleinstz den Wahlkampf zu verzerren. Dies wäre nicht der Fall. Sie würden sich keine vielseitigen Hochglanzprospekte und auch keine Gratis-Kinokarten leisten, könnten aber auf Sponsoren zurückgreifen, die sie materiell unterstützten. Alle weiteren Ausgaben stammten aus den Sitzungsgeldern der bisherigen Stadträte.
Dann stellten sich die Kandidaten vor.
Platz 1 belegt er selbst.
Platz 2: Holger Nagl Kreisvorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes.
Platz 3: Judith Spagl, Physikalisch-Technische Assistentin. Sie trug die Problematik der Bahnhofstraße vor, wo die Parkplätze viel zu klein, die Gehsteige viel zu breit und die Bäume viel zu teuer und zu viele wären.
Platz 4: Dr. Klaus Zieglgänsberger, der gebürtige Mühldorfer Zahnarzt wäre seit 12 Jahren im Stadtrat und hätte nur das Wohl der Bürger im Sinn
Platz 5: Adolf Spirkl, gebürtiger Mößlinger will eine Politik mit dem Bürger und nicht gegen ihn.
Platz 6: Senior-Stadtrat Franz Essl wäre seit 18 Jahren im Stadtrat. Er wäre von der SPD ausgetreten, weil er sich nicht wollte verbiegen lassen. Er hätte mit Klaus Zieglgänsberger die Freien Mühldorfer gegründet.
Platz 7: Ursula Huber, Bankkauffrau und Diplom-Volkswirtin.
Platz 8: Ernst Aicher ist Kreisheimatpfleger
Platz 9: Karin Zieglgänsberger, selbständige Rechtsanwältin und Ehefrau von Dr. Klaus Zieglgänsberger.
Platz 10: Yvonne Sax war krank und führt zusammen mit ihrem Mann Camillo, der auf Platz 20 antritt ein Cafe.
Platz 11: Gabi Gisnapp stammt aus Altmühldorf und will sich gern neuen Aufgaben stellen.
Platz 12: Klaus Seidel möchte die Stadt baulich betreuen. Außerdem möchte er „seine Stadt“ „sauber halten“ von fremden Architekten.
Platz 13: Martin Reisenschuh war auch diesmal nicht anwesend.
Platz 14: Marco Minarbin möchte auch gern „mitschmatz'n“
Platz 15: Die Allgemeinärztin Karin Sobotka möchte sich um die Senioren kümmern.
Platz 16: Gisela Hahn ist erst seit 1. Januar 2007 in Mühldorf
Platz 17: Regina Oelmaier ist die Schwiegertochter von Max Oelmaier
Platz 18: Günther Oelmaier ist der Sohn von Max Oelmaier
Platz 19: Emil Schörghuber repräsentiert den Mühldorfer Norden.
Platz 20: Camillo Sax
Platz 21: Petra Kanppe hat mit einer Unterschriftenaktion das Kinderbecken im Mühldorfer Schwimmbad gerettet. Außerdem gefiele es ihr bei den Freien Mühldorfern. (O-Ton: Es werd immer lustiger)
Platz 22: Georg Zehentner möchte nicht länger zusehen, wie sich die Stadt in die falsche Richtung entwickelt.
Platz 24: Ernst Merkl ist in Rente und war früher im Versicherungswesen.
Dann stellte Max Oelmaier das Wahlprogramm vor.
Wegen der starken zusätzlichen Verschuldung und den abschmelzenden Rücklagen müsse der Haushalt dringend saniert werden. Dies finge nur durch ernsthaftes Sparen. Gegenwärtig wäre der finanzielle Spielraum der Stadt erheblich eingeschränkt. Die Abhängigkeit von unkalkulierbaren Steuereinnahmen berge erhebliche unberechenbare Gefahren. Deshalb müssten die eingangs erwähnten zusätzlichen Einnahmen sofort zur Schuldentilgung verwendet werden. Außerdem müßten städtische Einrichtungen auf ihre Wirtschaftlichkeit und ggfs auf die Möglichkeit des Einsatzes privater Anbieter überprüft werden. Es müßte auch überprüft werden, ob alle Beteiligung der Stadt an Gesellschaften auch wirklich sein müßten – wie zum Beispiel der Stadtbau oder den Stadtwerken. Er kritisierte die seiner Meinung nach überbordende Öffentlichkeitsarbeit mit zu vielen Hochglanz-Prospekten. (O-Ton: Wir wollen hinterfragen dürfen) Die Freien Mühldorfer wollen private Initiativen fördern.
Das Thema Familie und Senioren stellte Ursula Huber vor. Es sollten bedarfsgerechte Kinderkrippen und Kindergartenplätze geschaffen werden, die nicht nur den Kindern entsprechen sondern auch den Bedürfnissen der Eltern entgegenkommen. Sie nannte als Beispiele Schichtarbeiter oder Ferienbetreuung.
Die Grundschule, die hinterherhinke müsse dem gestiegenen Intelligenzgrad der Schüler Rechnung tragen. Außerdem müßten alle Mühldorfer Schulen gleich ausgestattet werden. Darüber hinaus fordert sie die Ganztagsschule, die dazu beitrage, daß die Schüler von der Straße weg wären.
Max Oelmaier dankte dem Stadtrat dafür, daß er in der letzten Sitzung die Sanierung der Grundschule in Mühldorf bereits beschlossen hatte. Außerdem betone er, daß die nötige Anzahl von Heimplätzen für die Stadt im künftigen Alten- und Pflegeheim der Caritas gemäß den Statuten des Heilig-Geist-Spitals sichergestellt werden müsse.
Judith Spagl möchte das generationenübergreifende Zusammenleben fördern: Senioren helfen jungen Familien und die wiederum helfen Älteren bis hin zu Schüler helfen Schülern und Große helfen Kleinen.
Stadtrat Franz Essl forderte, neu zuziehende Firmen zuerst auf ausgewiesenen Gewerbegrundstücken anzusiedeln anstatt für jeden neue Gewerbegebiete auszuweisen. Außerdem forderte er sogenannten experimentellen Wohnungsbau, also die Abschaffung der Baurichtlinien und damit Siedlungen, in denen jedes Haus anders aussieht. Es könne nicht sein, daß man im Stadtrat darüber diskutieren müsse, ob einer eine Dachgaube bauen dürfe oder nicht...
Außerdem fordern sie den Bau der sogenannten Osttangente, einen zentrumsnahen Busparkplatz auf dem Volksfestplatz sowie die Neuregelung verschiedener Ampelsteuerungen und eine Fußgängerampel an der alten B12 nahe der Innfähre. Diese würde die Fahrradtouristen in die Stadt locken. Außerdem wolle er feststellen, daß der Bahnausbau komme. Er wäre an seiner Arbeitsstelle selbst in die Planungsarbeiten involviert. Wenn dann die Bahnstrecke zweigleisig ausgebaut ist und Mühldorf eine Haltestelle erhalten will, muß diese jetzt bei der Bahn AG beantragt werden.
Darüber hinaus müssten die dörflichen Strukturen von Mößling und Altmühldorf erhalten bleiben.
Außerdem forderte er die Bildung von Planungsgemeinschaften mit Nachbarkommunen für die Realisierung von Infrastrukturmaßnahmen. Auch die Situation im Mühldorfer Süden bemängelte er. Die Versorgung der Bewohner dort wäre unzulänglich.
Zur Steigerung der Attraktivität der Innenstadt forderte er ein Markthallenkonzept, also einen ständigen Bauernmarkt. Dieser wäre ein Anziehungspunkt für die Konsumenten. Wenn sie gewählt werden, werden sie dies sicher realisieren.
Die Parkplatzaktion – unterstrich Max Ölmaier – hätte gezeigt, daß sie dieses Markthallenkonzept auch realisieren können. Und das werden sie auch machen, wenn sie wieder gewählt werden.
Holger Nagl stellte die Forderungen im Bereich Tourismus dar. Er könnte sich vorstellen, in der Zeit des Volksfestes eine Gewerbeschau abzuhalten. Außerdem würde er anregen, ein Frühlingsfest abzuhalten, mit einem anderen Konzept wie dem des Volksfestes.
Im Bereich Kultur, Freizeit und Sport forderte er den Ausbau des Radwegnetzes und den Anschluß an das überregionale Radwegenetz. Er wünsche sich auch einen Freizeitpark. Wichtig wäre aber ein Konzept für die Vermarktung unserer Freizeitangebote an den Großraum München. Die neuen Verkehrswege Autobahn und Bahn stellten die Region in Konkurrenz zur Großstadt München. Es müsse verhindert werden, daß Publikum nach München abwandere. Vielmehr müsse bewirkt werden, daß Münchner zu uns kämen. Es müsse dringend mehr für Wirtschafts Tourismus und Einzelhandel getan werden.
Max Ölmaier würdigte das hervorragende Kulturangebot. Er würde aber gern mehr einheimische Künstler fördern, die er unterrepräsentiert sehe. Um dies zu tun, regte er die Gründung eines Mühldorfer Kulturpreises an. Er würde lieber Geld für einen solchen Preis stiften, als für ein Stadtfest, das inzwischen alle Dimensionen gesprengt hätte.
Brauchtum müsse hoch gehalten werden. Christkindlmarkt, Stadtfest bräuchten keine auswärtigen Künstler, Fieranten, Druden und Haberer.
Alles vorsgestellte wäre keine heiße Luft und wäre umsetzbar, wenn sie in den Stadtrat gewählt werde würden.
Im Anschluß genossen die Gäste Wienerwürstl, Gschwollne und diskutierten dann das Programm.
Weil wir der Meinung sind, daß das vorgestellte Programm kaum mehr etwas gemein hat mit dem Sparprogramm, das die Freien Mühldorfer bei der Nominierungsveranstaltung vorgestellt hatten, fragten wir Max Oelmaier und Franz Essl, wie sie diese Kehrtwendung in Ihrem Programm erklären:
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So sehen Sie den Wahlkampf auf der Straße... Beobachtungen aus Mühldorf
Unter dem Motto „Grün gewinnt“ ließ Stadtratskandidat Passanten in die Stofftasche greifen umd Bauklötze herauszuholen. Dort waren neben einem grünen nur rote drin. Ob darin Symbolik steckt, wollte er uns aber nicht sagen.
Jedenfalls gewann diese Passantin eine Energiesparlampe. Da es an diesem Samstag Vormittag ziemlich kalt war, froren die beiden Grünen vor dem Vermessungsamt. Leider war an diesem Vormittag nicht besonders viel los und die wenigen, die da waren, wählten die sonnige Seite des Stadtplatzes für Ihre Einkäufe.
Ganz anders auf der anderen Seite: Vom ehemaligen Spielwarengeschäft bis hinunter zu T-Com ein Wahlwerbestand nach dem anderen.
Die FDP hatte sich vor der Versicherung aufgebaut und warb um Wähler für ihre Kreistagskandidaten. An diesem Tag war ihr Bayerischer Generalsekretär und Bundestagsabgeordneter Martin Zeil zu Gast.
Max Ölmaier stellte die Absichten der FDP heraus: (O-Ton:)
Auf dem Stand der Freien Mühldorfer gabs Leberkässemmeln. Wir haben Sie gefragt, ob Sie sich von den Leberkässemmeln oder sonstigen Geschenken auch von anderen Parteien in ihrer Wahlentscheidung beeinflussen lassen.
Die Wahlkämpfer versuchten zu informieren und aufzuklären. Fühlen Sie sich von den Parteien gut informiert?
Wenn Sie jetzt so viel Informationsmaterial haben, lassen Sie sich davon in Ihrer Wahlentscheidung beeinflussen?
Auch bei der CSU kam das leibliche Wohl nicht zu kurz: Hier gabs Brezen und ein Bierchen. Das verleitete natürlich dazu, eine richtige Brotzeit zusammenzustellen: Eine Leberkässemmel von den Freien Mühldorfern, eine Breze und ein Bierchen von der CSU.... Und als Nachspeise ein Schoko-Herzchen von der Bürgermeisterkandidatin.
Bei der UWG gings ziemlich spartanisch zu. Eine Schautafel und ein Körbchen mit Backwaren, dazu ein Kugelschreiber – der noch dazu schwarz schreibt. Landratskandidat Peter Huber meinte, der Wahlkampf liefe hervorragend. Mühldorfs Dr. Wanka meinte, er wäre nicht immer Wahlkämpfer und - er war gar nicht damit einverstanden, daß er gegen die Sonne blinzeln mußte.
Wie fühlen Sie sich von den Parteien informiert? Haben Sie Ihre Meinung schon gebildet?
An diesem Tag haben wir die SPD leider nicht am Stadtplatz angetroffen. Die waren eine Woche später da. Dafür gabs dann Zuckerwatte und Autogramme vom Bürgermeister. Da wollte auch UWG Bürgermeisterkandidat mal nachschauen, wie's so geht.
Dritter Bürgermeister Hans Liebl hatte so seine Schwierigkeiten, die rote Zuckerwatte ans Kind zu kriegen. Alfons Forster, wollte sie schon mal nicht. Auch nicht, wenn's ihm der Bürgermeister selbst schenken will.
Was jetzt? Selber essen? Endlich, die kleine Simone hat sie genommen und bekam auch noch ein Autogramm vom Bürgermeister dazu. Da hat er wohl etwas durcheinander gebracht...
Im Geigerhaus gabs „gesponsorte“ Weißwürste und kräftige Diskussionen. Das alles zu guter Musik von Fritz Killermann.
Und schließlich ließ auch Grünen Bürgermeisterkandidat Georg Gafus sich mit einem Schnäppschen aufwärmen. Landratskandidat Richard Fischer schenkte ihm so richtig ein.
Die CSU zog durch ganz Mühldorf. Unter dem Motto „Kandidaten unterwegs“ war Bürgermeisterkandidatin Ilse Preisinger-Sontag und ihre Kandidaten wochenlang in allen Stadtteilen und stellten sich den Fragen interessierter Bürger. Bei Glühwein, Kinderpunsch und Süßem gabs viel Information und gute Gespräche. Das offene Feuer sorgte für Wärme.
Wenn Sie Frau Preisinger-Sontag nicht angesprochen hätte, wären Sie gekommen? Lassen Sie sich von solchen Aktionen in Ihrer Wahlentscheidung beeinflussen? Haben Sie sich denn schon informiert? Dann wird’s aber langsam Zeit.
Alle Kandidaten haben ein Anliegen an Sie liebe Zuschauer. Egal, wo Sie zu Hause sind, in Mühldorf, in einer anderen Gemeinde in unserem schönen Landkreis oder sonstwo in Bayern:
Auf Einladung der Frauenunion der CSU kam Euopaabgeordnete Dr. Angelika Niebler ins Restaurant Bastei und nahm bei einem Weißwurstfrühstück Stellung zu Fragen der Europapolitik.
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Motorradfreunde Hammer: 11. Motorradshow
Motorräder vermitteln dem Fahrer das Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit, Dynamik und Lebenslust – und von Jugend! Gerade rechtzeitig vor Frühlingsbeginn haben die Motorradfreunde Hammer die Anbieter in den Stadtsaal geladen um ihre Neuheiten vorzustellen. Die zeigten, was neu auf den Markt gekommen ist und wonach sich so mancher sehnt. Von der Harley Davidson bis zum Streetfighter schwelgten junge und jung Gebliebene in ihren Träumen.
Wundert's, daß gleich alle drei Mühldorfer Bürgermeister da waren?
Aber auch wenn viele dieser Träume unerschwinglich sind, oder nur – wie Autos auch – über Finanzierungen und Leasingangebote erstanden werden können, Probesitzen war allemal schon ein Schritt zum eigenen Zweirad.
Suchen Sie ein neues Motorrad? Welche sollte es denn sein?
Wieviel fahren Sie denn so im Jahr?
Aber auch die, die schon ein's haben, hatten Gelegenheit, sich nach Neuerungen umzusehen.
Und die ganz kleinen Fachleute konnten schon mal vergleichen.
Sie brauchen aber einen Beiwagen für die gemeinsame Ausfahrt?
Neben den Supersportlern deren roter Bereich auf dem Drehzahlmesser erst bei 16.500 Umdrehungen pro Minute beginnt und den großen Tourern mit den zwei abstehenden Zylindern gab's natürlich auch die kleien Roller und Mopeds zu sehen.
Mühldorfs Sportreferent Josef Wimmer hat auch schon mal probegesessen. Wir wollten wissen, wie er sich fühlt, als roter Politiker auf einem schwarzen Roller?
Es ist schon ein Graus mit diesem Virus, der einen das ganze Leben lang nicht mehr losläßt, wenn man einmal infiziert ist. Suchen Sie auch ein neues Motorrad?
Natürlich informierten die Motorradfreunde auch über ihren Verein. Vorstand Georg Grundner sagte uns:
Wer ist aller dabei?
Jetzt, eine knappe Stunde nach der Eröffnung ist schon ganz schön was los?
Aber das schöne Wetter unterstützt natürlich?
Was machen die Motorradfreunde Hammer das ganze Jahr über?
Wieviele seid ihr, wenn ihr losfahrt?
Kommen auch neue Leute zu Euch dazu?
Im Foyer gabs Infoangebote und Zubehör zu sehen. Ach das Motorrad fürs Wohnzimmerregal war dabei. Liebevoll geschnitzt und gedrechselt und beinahe funktionstüchtig, meinte Sportreferent Josef Wimmer:
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Letzte Bürgermeisterversammlung vor der Wahl
Gemeindetagsvorsitzender und Aschau's Bürgermeister Josef Huber eröffnete das Treffen und übergab das Wort an Bürgermeister Dr. Karl Dürner, der die Bürgermeisterkollegen und die Vertreter der Verwaltungen in Schwindegg begrüßte und die Gemeinde und ihre Errungenschaften der vergangenen Jahre vorstellte.
Dann stellten ... und ... den Geronto-Psychiatrischen Dienst im Landkreis vor. Ihr Dienst richte sich vorrangig an Personen über 60 Jahren (GELÄCHTER)
In Waldkraiburg beheimatet, kümmern sich hier fünf Mitarbeiter, eine Diplom-Psychologin, zwei Diplom-Sozialpädagogen, eine Verwaltungs-Fachkraft und ein AGH 58+-Mitarbeiter ambulant um Personen, die Hilfe brauchen, weil sie sich allein fühlen und Gespräch brauchen, sich verlassen fühlen, Erfahrung austauschen möchten, Hilfe im Alltag oder im Umgang mit Behörden brauchen, sich mit Gleichgesinnten treffen möchten oder als Angehöriger eines psychisch kranken Unterstützung brauchen. Diesen Dienst unterstützen neun Ehrenamtliche Helfer.
Diese Menschen begleitet der Geronto-psychiatrische Dienst, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, psychisch kranke und ältere Menschen in ihrer gewohnten Umgebung zu beraten und zu betreuen, und so eine psychische und soziale Stabilisierung zu erreichen. Dies kann einmalig oder langfristig, durch Gespräche oder durch Unterstützung geschehen. Man ist aber auch offen für andere Optionen.
Der Dienst bietet Frühstücksgruppen für depressive erkrankte Menschen, eine Bastelgruppe, eine angeleitete Selbsthilfegruppe für Angehörige Demenzkranker und bei Bedarf auch einen Fahrdienst an. Der Gerontopsychiatrische Dienst arbeitet zusammen mit anderen Diensten wie zum Beispiel der PSAG und kann damit auf einen grösseren Erfahrungsschatz zurückgreifen. Der Bezirk Oberbayern hätte den Wert dieses Dienstes erkannt und unterstütze ihn durch Übernahme der Personalkosten. Allerdings benötige man Unterstützung dabei, die Sachkosten zu decken. Hierfür suche man Fördermitglieder oder Spender. Ampfing wäre bereits Fördermitglied, Mühldorf und Waldkraiburg würden unterstützen. Auch Landrat Georg Huber hätte sich schon für sie eingesetzt. Trotzdem baten Sie um zusätzliche Mittel. Den Jahresbericht können Interessierte per Mail anfordern und erhalten ihn auf dem selben Weg. Sie finden das Spendenkonto eingeblendet.
Landrat Georg Huber unterstützte die Aktion und merkte an, man diskutiere zwar die ganze Zeit Probleme der Kinder und Jugendlichen, sollte aber das Augenmerk auch auf die Senioren richten. Er warb darum, Ehrenamtliche Helfer zu motivieren, die von den festen Mitarbeitern des Dienstes angeleitet werden können. Würde man alle Leistungen nur von hauptamtlichen Mitarbeitern verlangen, könnte man den Dienst aus Geldmangel nicht lang aufrecht erhalten. Er warb dafür, ein Netzwerk von Helfern im Landkreis aufzubauen, das älteren Hilfe bietet.
Er werde seinerseits den ambulaten Teil des Dienstes bestmöglich unterstützen.
Dr. Juliane Thimet, Sachgebietsleiterin ... des Bayerischen Gemeindetages referierte fortan ausführlich über rechtliche Regelungen im Bereich Wasserver- und Abwasserentsorgung. Hier legte sie den Schwerpunkt auf die neue Mustersatzung und die besonderen Aspekte in der Landwirtschaft. Da es hier sehr fachspezifisch zuging, haben wir diesen Vortrag auch den Fachleuten aus den Verwaltungen der Gemeinden überlassen. Bemerken wollen wir nur, daß Frau Dr. Thimet das – wie sie selbst sagte – sehr trockene Thema Wasserversorgung – so kurzweilig und locker brachte, daß die Bürgermeister nach über zwei Stunden noch immer wie festgewurzelt auf ihren Stühlen saßen und gebannt zuhörten. Und zwar auch die, die nicht mehr kandidieren und damit in einigen Wochen eigentlich gar nichts mehr zu tun haben!
Wir haben Frau Dr. Thimet später gebeten, kurz zusammenzufassen: (O-Ton)
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Schwarz-Weiß-Ball der SMV des Ruperti-Gymnasiums Mühldorf
Etwas außergewöhnlich begann der diesjährige Schwarz-Weiß-Ball des Rupertigymnasiums. Die integrative Theatergruppe „Moment-mal-bitte“ eröffnete den Ball. „Integrativ“ heißt sie deshalb, weil dort behinderte und nicht behinderte zusammen spielen. Projektleiterin Ula Grzella, die selbst nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt, erklärte uns, was man sich darunter vorstellen muß. (11:53:00 – 12:24:07)
Ich könnte mir vorstellen, daß es ziemlich schwierig ist, Stücke für so eine Besetzung mit Behinderten und Nicht-Behinderten zu schreiben. Wer schreibt die Stücke, die die Theatergruppe spielt?
Die Gäste beobachteten diese neue Ball-Erfahrung mit viel Interesse.
Später traten die Latino-Tänzer des TSC Waldkraiburg und die Walzer-Formation einer Mühldorfer Tanzschule auf.
Herr Günther, ein Ball nach dem Aschermittwoch? Wie geht das zusammen?

Die Organisatoren haben auf eine Band verzichtet und einen DJ engagiert, der die richtige Musik zum Tanzen lieferte.

Allerdings hatten wir den Eindruck, das drückende Überangebot junger Damen trug etwas zur Einseitigkeit bei. Manche hielt deshalb lieber Verbindung mit der „Außenwelt“.

Etwa 210 Schüler, Eltern und Lehrer sind heute zum Schwarz-Weiß-Ball der SMV gekommen?
Wem kommt der Ertrag aus dem Ball zu Gute?
Welcher Anteil des Kartenpreises geht als Spende an das Theaterprojekt?
Wie waren die Vorbereitungsarbeiten für diesen Ball?

Die jungen Leute nutzten die gute Musik und feierten. Die einen tanzten, die anderen unterhielten sich und wieder andere....

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Freie Wähler in Polling stellen Kandidaten und Wahlprogramm vor
Lange war nicht klar, ob die UWG einen Bürgermeisterkandidaten stellen würde, nachdem Hans Schmidbauer, der eigentlich CSU-Mitglied ist und die letzten beiden Wahlkämpfe für die UWG bestritt, nun doch wieder für die CSU antritt. Der Freie Wähler Ludwig Mollner wollte nicht antreten, wenn es einen UWG-Kandidaten geben würde, so war die Absprache.
Nun tritt aber Konrad Wimmer für die UWG an. Der hatte sich dazu erst nach zähem Ringen und nach einem Ausflug zur Gnadenkapelle nach Altötting entschlossen.
Weil er aber die Hoffnung auf einen UWG-Kandidaten schon aufgegeben hatte, meldete Ludwig Mollner seine Kandidatur an. Nun gab es plötzlich zwei unabhängige Bürgermeisterkandidaten. So weit alles klar? Kurz gesagt, die Lage ist ziemlich verwirrend - in Polling.
Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, daß sich gleich 26 interessierte Bürger der flächenmäßig zweitgrößten Gemeinde des Landkreises im Gasthof in Ehring eingefunden haben, um Bürgermeisterkandidat Ludwig Mollner zu hören und seine Kandidaten kennen zu lernen.
Auf den Wahlveranstaltungen präsentieren alle Gruppierungen ihre Kandidaten als die besten für das jeweilige Amt. Ludwig Mollner wollte das nicht nachahmen und seine Kandidatur auf Fakten gründen. Wenn die CSU die Wahl schon mit 55 + X gewonnen hat, dann sage er: (O-Ton: Mia woima de Bürgermeisterwahl mit 50 + X gwinga)
Dazu müßten sie schon überzeugende Argumente aufbieten. Aber – sie wären vom Erfolg überzeugt. Dies begründete Ludwig Mollern in der Folge:
Der Platzhirsch CSU würde ein bißchen schwächeln. Dies erkenne er daran, daß die CSU einen Kandidaten von der UWG benötigte. Dies wäre sicher kein Zeichen von Stärke. Dabei wäre bei der Wahl des Kandidaten nicht erkannt worden, welcher Kandidat die Gemeinde, die er als finanziellen Sanierungsfall bezeichnete, wieder in Ordnung bringen könnte. O-Ton: (Brauchtma oan für de Vawaltung oda oan füa Büagakontakte... 4:49:15)
Derzeit würde laut Hans Schmidbauer einzig die Verwaltung in Polling wirklich funktionieren. Dort gäbe es offensichtlich keinen Sanierungsbedarf. Er sehe aber erheblichen Sanierungsbedarf, zum Beispiel bei der Kommunikation der Gemeinde mit den Bürgern. Wenn ein Betrieb einen Schlosser bräuchte, stelle er sicher keine Bürokraft ein. Wenn die Gemeinde Polling mit ihren ca. 3.100 Einwohnern täglich 465 Euro Zinsen zahle, und nur 180.000 EURO verfügbare Mittel für das ganze Jahr habe, dann sehe er hier Sanierungsbedarf. Hier gelte es anzusetzen.
Unter seinem Slogan der „menschlichen und am Bürger orientierten Politik“ verstehe er die Politik im Ganzen. Politik diene in ihrem Wesen nicht den Politikern oder dem Machterhalt sondern den Bürgern. So könne man trotz bestehender Bestimmungen und Vorschriften - zum Beispiel bei der Grundstücksvergabe - sicher Lösungen finden, wenn man im Gemeinderat vernünftig miteinander reden würde.
So wäre es sicher hilfreiche bei der Integration neu zugezogener Bürger, sie persönich zu begrüßen und ihnen die Gemeinde und ihre Organe vorzustellen. Sowas würde nicht viel kosten aber viel bringen.
Es den Bürgern leichter zu machen und gleichzeitig der Bürokratie Einhalt zu gebieten, bedeute auch, bestehende Regelungen nicht noch zu ergänzen. Zum Beispiel beim Baurecht. (O-Ton: (wenn jetz wirklich oana amoi s doch andas macha mecht... (11:01:09)) Was man erst nicht produziere, bräuchte man später nicht abzubauen.
Die Dorfschule müsse erhalten bleiben. Dies zu erreichen, wäre nach der Renovierung der Turnhalle näher gerückt. Der Druck seitens der Bürger hätte die CSU zum Umdenken bewogen.
Wenn er die optimale Verwendung der vorhandenen Mittel fordere, dann denke er daran, man könnte zum Beispiel auf die Ausschreibung von Architekturleistungen verzichten und stattdessen (O-Ton 12:54:19 „da geh i zum Zimmerer...)
Jeder Häuschenbauer wisse schließlich, wie man ein Haus baue – ohne Büros und Aufpasser und so weiter.
Um die Wirtschaft zu fördern, wäre ein ständiger Kontakt mit den ansässigen Firmen dringend erforderlich. Wenn man nicht wisse, was diese bräuchten, könnte man ihnen auch nicht helfen. Vorausschauende Kommunikation wäre vonnöten. Es könne nicht sein, daß eine Firma, der es gelungen wäre, innerhalb von ein paar Jahren von 2 auf 50 Mitarbeiter zu wachsen...(O-Ton: er ist bei der CSU.... (14:45:00) brauchma mia drei Jor...) Sowas dürfte nicht passieren.
Man müsse sich für bestehende Betriebe ein Bein ausreissen, um sie zu halten.
Polling wäre eine gute Gemeinde. Der Kontakt mit den Bürgern wäre hervorragend. Allerdings müsse die Gemeinde die Aktivitäten der Bürger unterstützen und auf Anträge von Vereinen und Verbänden reagieren. Man könnte wirklich mehr leisten als nur zu jammern, und sich herauszureden, man könne einfach nichts machen.
Dann stellte er sich selbst vor, schließlich sollten die Anwesenden schon wissen, wen sie wählen sollen:
Er wäre 1944 in Ungarn zur Welt gekommen und schon im März 1945 in Stein an der Traun angekommen. Schon von frühester Kindheit war er sehr aktiv und wollte immer selbst etwas unternehmen. 1956 wäre er nach Moos gekommen. 1967 hätte er den Hof seines Vaters übernommen und den erst profitabel gemacht. Um dies zu ermöglichen, hätte er eine Arbeitsstelle bei einem Zeitungsvertrieb angenommen.
1970 hätte er seinen Spezialhandel begonnen und ihn langsam aufzubauen. 1972 hätte er geheiratet und in der Folge seine beiden Töchter bekommen. Schon immer politisch interessiert, hätte er 1995 die Freien Wähler gegründet und wäre gleich mit zwei Vertretern in den Gemeinderat gewählt worden. 2002 hätte er erneut kandidiert und hätte mit 37% beachtenswert gut abgeschnitten. Nachdem er 2007 die Firma an die Tochter übergeben hätte, stünde nun der Übernahme des Bürgermeisteramtes nichts mehr entgegen.
In der folgenden Diskussion kam als erstes die Frage danach, wo Ludwig Mollner anfangen wolle zu sparen. Er meinte, in der gegenwärtigen Situation könne man nur von optimalem Einsatz von Finanzmitteln sprechen, nicht aber vom Sparen. Weitere Aussagen könne er erst nach dem genauen Studium der Akten in der Gemeindeverwaltung nennen.
Allerdings wäre der Schuldenabbau nur langfristig möglich.
Dann stellten sich die Kandidaten vor. Hier wollen wir uns auf die einige Kandidaten beschränken:
- Stephan Lang wäre 38 und verheiratet. Er lebe seit 12 Jahren in Polling und wäre Vorstand des Sportvereins. Damit wäre klar, er stünde für die Förderung der Jugend.
 Thomas Hargasser, 43 und Zahntechniker stünde für den Gemeindeteil Ehring.
 Herbert Sellmeier lebt in Polling und unterstützt die Vereine.
 Monika Mollner wäre 36 und geschieden. Sie betreibe seit vergangenem Jahr den elterlichen Betrieb.
 Hans Fischbacher wäre 46 und hätte zusammen mit seiner Frau drei Kinder. Er lebe im Gemeindeteil Oberflossing.
 Günther Schleibinger wäre seit 1990 selbständig, 50 Jahre alt und lebe seit 7 Jahren in Polling.

In der Folge drehte sich die Diskussion um Probleme mit der Sauberkeit des Wassers in Polling und um die Abwicklung von Kreditaufnahmen und die Abwicklung von Krediten.

Abschließend dankte er für die Aufmerksamkeit und meinte, sollte er gewählt werden, wäre das sicher keine schlechte Wahl.

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Vernissage von Lisa Mandl bei der VHS in Mühldorf
Weil Lisa Mandls Mutter Erzieherin ist, konnte sie die kleine Lisa von Anfang an gezielt fördern. Selbst künstlerisch begabt und in einem Malerbetrieb zu Hause, entdeckte die kleine Lisa schnell ihre Freude am Malen und Musizieren, das sie in Kursen und im Privatunterricht erlernt. Nach Kindergarten und Förderschule in Au hilft sie jetzt einer Tagesmutter bei der Betreuung von Kleinkindern und zu Hause im elterlichen Betrieb. In ihrem Heimatort Kraiburg kennt man sie. So kann sie dort ihre Alltagsgeschäfte erledigen, zu Post und Bank gehen oder Einkaufen. Dazu ist ihr sogar ein Mofa nicht fremd.
Zur Ausstellungseröffnung kamen neben Freunden und Bekannten auch Mühldorfs Kulturreferent Dr. Rainhard Wanka und die Behindertenbeauftragte des Landkreises Claudia Hausberger sowie Schwestern der Förderschule in Au am Inn, der Schule, die Lisa Mandl besucht hatte. Therese Loher vertrat Kraiburgs Bürgermeister Michael Loher, der verhindert war. So viele Interessierte hatte Familie Mandl nicht erwartet und so war einige Nervosität – bei den Eltern – nicht bei Lisa!
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VHS-Vorstand Helmut Fürmetz begrüßte die Gäste und stellte fest, daß erst kürzlich mit Alfred Katheter ein Behinderter seine Werke ausgestellt hatte. Die Einladungskarte hätte ihm schon gezeigt, hier lädt ein fröhlicher Mensch ein, der seine Freude in seine Gemälde legt. Es wäre nicht so einfach, behinderte Menschen in die Gesellschaft zu integrieren. Erst an der Hand geführt, müßten sie langsam losgelassen werden und könnten so lernen, ein selbständiges Leben zu führen.
Selbsthilfegruppen geben Hilfe und Unterstützung und das Gefühl angenommen zu sein. Daß sie auf diesem Weg zufrieden ist, sich angenommen und als Teil der Gesellschaft fühlt, daß sie Freude am Leben hat, das zeigten ihre Bilder.
Lisa Mandl malt nicht nur gern, sie spielt auch Flöte und Klavier. Kostproben davon..
Lisa Mandls Mutter bedankte sich bei Helmut Fürmetz für die Möglichkeit, hier die Bilder ihrer Tochter ausstellen zu können und allen Unterstützern, die zum Gelingen der Vernissage beigetragen haben.
Rosi Mittermeier, Leiterin der Selbsthilfegruppe für Kinder mit Down-Syndrom in Garching an der Alz hatte ein Interview mit Lisa Mandl vorbereitet aus dem wir einige Ausschnitte zeigen wollen.
Nach einem weiteren Musikstück hatten die Gäste Gelegenheit, sich Lisa's Bildern zu widmen oder sich mit der fröhlichen jungen Frau zu unterhalten. Kraiburgs Bürgermeistersgattin Therese Loher überreichte ihr einen kleinen Blumentopf.
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Gütesiegel für die Bücherei in Töging
Zwar hatte sich aus den Landkreisen Mühldorf und Altötting nur die Stadtbücherei in Töging um das Gütesiegel beworben, es ist also kein Wunder, daß keine andere Bibliothek in dieser Region das Gütesiegel erhalten hat. Wenn man aber genauer hinschaut, hätte vermutlich auch keine andere Bücherei eine Chance gehabt, dieses Siegel zuerkannt zu bekommen!
An der Feierstunde nahmen neben Bürgermeister Horst Krebes und zweitem Bürgermeister Erwin Schmitzberger auch die frühere Büchereileiterin Frau Heffner und die Vorleser teil, die ihren Anteil am Gütesiegel feiern konnten.
Schon 2006 hätte man sich um das Gütesiegel beworben, das gemeinsam vom Kultusministerium und vom Wissenschafts- Forschungs- und Kunstministerium vergeben wird, erzählte Bürgermeister Horst Krebes, damals hätte es aber noch nicht geklappt. Also hätte man es 2007 nochmals versucht – diesmal erfolgreich. Von über 1000 Büchereien in Bayern hätten sich nur 83 beworben, 49 wären ausgezeichnet worden – die Auszeichnung wäre also kein Automatismus. Von den 49 prämierten waren 26 kommunale Büchereien, 20 kirchliche und 3 wissenschaftliche Bibliotheken.
Das Gütesiegel zeichne besonderes die Büchereien aus, die sich um die Leseförderung verdient gemacht haben und dies im Zusammenwirken mit den Schulen tun. In Töging stelle die Bücherei eine Klammer zwischen Comenius- und Rebenbogenschule dar. Er appellierte aber auch, diese Zusammenarbeit weiter zu intensivieren.
Die Verleihung hätte Staatssekretär Bernd Siebler zusammen mit dem Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliotheken Prof. Dr. Rolf Griebel in Deggendorf vorgenommen.
Für Töging wäre es ein Glücksfall gewesen, daß sich eine so hoch qualifizierte Bibliothekarin wie Andrea Beißner zu haben. Sie wäre für Töging sicher überqualifiziert, hätte aber doch die Aufgabe gern übernommen, weil sie hier die Bücherei selbst leiten kann.
Andrea Beißner stellte in der Folge die Bücherei und ihre Aktivitäten vor. Diese sind so umfangreich, daß wir hier nur einen kurzen Abriß geben können.
Sie drückte zunächst ihre Freude darüber aus, daß ihre Arbeit auch auf solchem Niveau Anerkennung findet.
Auf nur 180m2 Fläche in der Kirchstraße in Töging bietet die Stadtbücherei etwa 15.500 Medien. Es gibt dort ein Lesecafe mit zwei internetfähigen PCs. Alle Medien können im Katalog im PC auf ihre Verfügbarkeit geprüft werden. Um den Bestand zu verwalten, gibt es zwei Arbeitsplätze – für eine so kleine Bücherei sicher keine Selbstverständlichkeit.
Wichtig für die Bewertung war aber, daß die Schulklassen in die Bücherei kommen. 2006 fanden 65 Buch- und Medienpräsentationen statt, an denen 1365 Schüler der ersten bis vierten Klassen teilnahmen. Die Bücherei richtet auch den Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs des deutschen Buchhandels aus, an dem kürzlich 9 Schüler aus den Hauptschulen des Landkreises Altötting teilnahmen.
Im „Lese-Eulen-Club“ finden zweimal wöchentlich finden Vorlesestunden statt. 13 Damen und ein Herr lesen dann ehrenamtlich Kindern vor. 2006 gab es 86 Vorlesestunden, die 702 Kinder besuchten. Einmal monatlich lesen ältere Kinder für kleinere, eine gute Vorübung für das Halten von Vorträgen in der Schule.
Darüber hinaus realisierte Andrea Beißner mit den Kindern verschiedene Projekte, wie hier das Projekt „Der Zauber der Türen“. Schüler gestalteten Schaufenster verschiedener Geschäfte in Töging. Solche Aktionen trügen das Leben in den Schulen in die Öffentlichkeit und wecken dadurch Verständnis.
Weitere Aktionen hießen „Bücherpaten gesucht“, in der Leser ihre eigenen Bücher in der Bibliothek haben, „Leseköpfe“, in der bekannte Personen ihre Lieblingsbücher vorstellen oder „Prämierung von Viellesern“, in der Kinder Preise erhielten, die besonders oft da waren oder besonders viele Bücher ausgeliehen haben. Oder „Bücherei geht baden“, in der Kindern im Schwimmbad in Töging vorgelesen wurde.
Viele weitere Aktionen stellte Andrea Beißner vor, die wir gar nicht alle aufzäheln können.
Die Stadträte und Vorleser verfolgten Andrea Beißner's Vortrag mit großem Interesse und staunten immer mehr über die Vielfalt der Ideen, mit der sie die Töginger Stadtbücherei außergewöhnlich gemacht hat.
Seit November 2006 ist die Stadtbücherei Mitglied im Verbund „Biblio18“. Ziel war es, mit den anderen sieben Bibliotheken zusammen das Medienangebot zu vergrößern. Mit den anderen zusammen könne man nun 172.500 Medien anbieten. Dieses Angebot wird von den Lesern fleißig genutzt. Es fallen – wie bei der Fernleihe – Gebühren von 2€ pro Ausleihe an.
Darüber hinaus ist geplant, gemeinsame Aktivitäten durchzuführen und so das Lesen weiter zu fördern.
Nun gelte es die „Leserin der Zukunft“ zu fördern. Über die Stärkung der Zusammenarbeit mit Kindergärten soll schon den Kleinsten die Liebe zum Buch schon frühzeitig geweckt werden.
Bürgermeister Horst Krebes dankte Andrea Beißner und betonte nochmals, welches Glück Töging gehabt hat, eine so kompetente und aktive Bibliothekarin bekommen zu haben.
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Starkbieranstich bei der CSU in Waldkraiburg: Karl Lehmann 9 29.02.08
Brechend voll war der Saal im Graf-Toerring-Hof in Waldkraiburg, kein Platz mehr frei! Kein Wunder, Karl Lehmann ist bekannt für seine hintergründigen und hintersinnigen Reden, die gerade den Waldkraiburgern aus der Seele sprechen. Die Dua-Nix-Muse sorgte für die Untermalung und dann und wann einen Tusch.
Unnötig zu sagen, daß das Starkbier der Brauerei schmeckte und für Stimmung sorgte. Bürgermeister Siegfried Klika zapfte gekonnt mit nur einem Schlag an. Dann floß der edel Saft in die Maßkrüge und es konnte angestoßen werden. Weil sowieso alle dran kommen, verzichten wir hier auf die Aufzählung der Anwesenden. Kurz gesagt, wer in Waldkraiburg Rang und Namen hat, und in der Kreis-CSU 'was zu sagen hat, der war da!
Nach einigen Problemen mit der Verstärkeranlage konnte Karl Lehmann hereingespielt werden.
Jetzt lassen wir aber Karl Lehmann reden. Viel Vergnügen!
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Starkbierfest beim Eisenbahnersportverein in Mühldorf: Bruder Barnabas
Der Eisenbahner-Sport-Verein lud in die festliche geschmückte Turnhalle um neben dem Anstich des ersten Fasses Starkbier sich wieder einmal so richtig derblecken zu lassen. Es war fast unglaublich, wer aller da war. Neben Landrat Georg Huber und MdL und Staatssekretär Dr. Marcel Huber konnte Vorstand Hans Schaffer sogar MdB Stephan Mayer begrüßen. Von den 24 Mühldorfer Stadträten waren 18 da und wer sonst noch aller – sehen Sie selbst. Für Unterhaltung sorgten die Bayern-Zwoa.
Bürgermeister Günther Knoblauch konnte das erste Faß nicht anstechen, das die Mitglieder des Eisenbahner-Konfetti-Clubs mit Unterstützung von Volksfestkönigin Miriam Sander hereingebracht hatten. Erstens war's das falsche Faß und zweitens hatte man das falsche Werkzeug mitgebracht...
Aber dann klappte es doch und es reichte ihm ein einziger Schlag um das Besteck zu platzieren. Ehrlich gesagt – wir müssen fast protestieren. Bei nur einem einzigen Schlag haben die Fotographen kaum eine Chance auf ein gutes Foto. Aber – sei's drum! Wir haben genug Bilder für Sie.
Nach einem kräftigen Schluck Starkbier aus dem Maßkrug und einer kräftigen Brotzeit waren die Gäste bereit für den Auftritt von Bruder Barnabas alias Robert Garbe. Hier einige Ausschnitte und die Reaktionen der Getroffenen.
Viele Termine der Wahlkämpfer und eine Einlage einer Gruppe hatten wohl dafür gesorgt, daß sich die Turnhalle früh leerte. Trotzdem waren noch Zuschauer da und konnten nach einer
Runde auf dem Tanzbein den Schowtanz der jungen Formation Passion-of-Dance des ESV geniessen.
Später schloß die Mini-Playback-Show des EKC den vergnüglichen Abend ab.

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