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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
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Das gabs 2008 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im September 2008 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
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Oberbayern-Tour der CSU: Minister zu Besuch im Landkreis 36 06.09.08
Zahlreiche Bürgermeister und CSU-Leute versammelten sich in einem Restaurant in Waldkraiburg um in urlaubsähnlichem Ambiente den direkten Kontakt zur Staatsregierung zu pflegen und Sachfragen zu erörtern. Dr. Thomas Goppel, der vorher einen Termin in Altötting hatte, kam nicht zu der Runde und fuhr direkt nach Schwindegg, von wo aus er nach seiner Besichtigung der Hochwasserfreilegung die Heimreise antrat. Dafür waren MdL Hans Rambold und Bezirksrätin Annemarie Haslberger und Bezirkstagskandidatin Gerti Ertl sowie Landrat Georg Huber gekommen. Zunächst ließen sich die Gäste die kulinarischen Köstlichkeiten schmecken.
Dann eröffnete Dr. Marcel Huber die Gesprächsrunde und begrüßte die Teilnehmer. Er erläuterte, der Bezirksverband wolle mit seiner Oberbayerntour einen „etwas anderen“ Wahlkampf betreiben.
Man könne in große Zelte gehen oder auf die politischen Wettbewerber schimpfen – alles für den Bürger unattraktiv. Man hätte sich dafür entschieden, in den 21 Stimmkreise die direkten Gespräche mit den Bürgern zu suchen.
Nach dieser Einführung schwärmten die Teilnehmer aus und besuchten verschiedene Ziele im Landkreis. Dort standen sie interessierten Bürgern für Fragen zur Verfügung.
Landrat Georg Huber begrüßte die hochrangige Delegation im Landkreis. Dann stellte er heraus, daß es viele Dinge gibt, die gemeinsam angepackt werden müssen. Er kenne die Teilnehmer seit langem und wisse, daß er hier mit der jungen Riege der CSU kompetente Leute hätte, mit denen man für die Zukunft gut gerüstet wäre. Man könne gemeinsam die neuen Herausforderungen meistern, die von der gebildeten und diskussionsfreudigen jungen Bevölkerung an die Politik herangetragen werden. Obwohl er erkenne, daß in den zurückliegenden Jahren nicht alles optimal gelaufen wäre, hoffte er, daß die Bürger erkennen, daß die CSU seit vielen Jahren permanent gute Arbeit leiste und durch ihre Teilnahme an der Wahl mithelfe, diese fortzusetzen.
CSU Bezirksvorsitzender und Kultusminister Siegfried Schneider meinte, es wäre ein sehr ehrgeiziges Vorhaben, bis zum 7. September so viele Wahlkreise zu besuchen. Trotz der Anstrengung erachte er es aber als äußerst wichtig und kraftgebend, direkt von den Menschen zu hören, was sie bedrückt. Nach Abschluß der Oberbayerntour gehe es dann in die heiße Phase. Dann soll will man am Wahltag ein gutes Ziel erreichen.
Hier im Landkreis wollte er sich der Hauptschule widmen, die er zu einer berufsvorbereitenden Schule umgestalten will. Er wäre überzeugt, wenn es gelänge, jedes Kind in der Hauptschule zur Ausbildungsreife zu bringen, wäre das das Beste für die Kinder. Zur Ausbildungsreife gehören nach seinen Worten Lesen/Rechnen/Schreiben aber auch die soziale Kompetenz, die von den Ausbildungsbetrieben sehr hoch eingschätzt wird.
Er freute sich sehr darüber, im Mühldorfer Schulamt so engagierte Leute zu haben, die ihn exemplarisch in seiner Hauptschulinitiative unterstützen.
Natürlich könne er nicht sagen – oder besser – er dürfe nicht zustimmen, daß der Mühldorfer Landkreis der schönste in Bayern ist, trotzdem freue er sich, hier so freundlich empfangen worden zu sein.
Er stellte aber auch heraus, daß der CSU-Bezirk Oberbayern mit zwei Ministern und zwei Staatssekretären stark in der Staatsregierung repräsentiert ist, um so mehr, als beide Staatssekretäre Potential für mehr hätten. Dann würdigte er die Arbeit von Hans Rambold im Sportbeirat des Landtags und Annemarie Haslberger und Gerti Ertl im Bezrikstag.
Er freute sich über den freundlichen Empfang im Landkreis und auf das spätere Programm.
Bürgermeister Siegfried Klika bedankte sich dafür, daß die Oberbayerntour in Waldkraiburg starte. Als Bildungsstandort mit 4.200 Schülerinnen und Schülern wäre hier ein guter Ort um über Bildungspolitik zu diskutieren. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium, die in der Vergangenheit viele Dinge möglich gemacht hätte, wie Schulsozialarbeit, M-Züge und Ganztagsklassen. Trotzdem würde er sich eine Fachhochschule wünschen. Aber darüber werde sich noch zu diskutieren sein.
In der folgenden Gesprächsrunde ging es natürlich um die Hauptschule. Kultusminister Siegfried Schneider ließ keinen Zweifel daran, daß die Hauptschule flächendeckend erhalten bleibe, auch wenn sie nur eine Klasse pro Jahrgang umfasse. Die Ausweitung der Ganztagsklassen stellte er ebenso in Aussicht, wie die Einrichtung von Ganztagsklassen an Grundschulen.
Bürgermeister Ottmar Wimmer forderte die Ausweitung des Raumangebots an den Hauptschulen. Gerade im Zuge der Berufsvorbereitungsorientierung der Hauptschule und damit der Ausweitung des Werkunterrichts wäre es nötig, für jedes Gewerk einen eigenen Raum zur Verfügung zu stellen. Kultusminister Siegfried Schneider war sich dessen bewußt, konnte aber kurzfristig keine Abhilfe in Aussicht stellen.
MdL Hans Rambold wies auf den Zustand der Gemeindestraßen hin. Seit teilweise 30 Jahren wurde kaum etwas gemacht und um Mittel zu erhalten wären Voraussetzungen zu erfüllen, denen kaum eine kleine Gemeinde nachkommen könne. Landrat Georg Huber bestärkte ihn dabei und wies darauf hin, daß wir in Oberbayern viel Geld für den Winterdienst in den Bergen zahlen müßten, was zum Beispiel Niderbayern nicht hätte. Dadurch fehlten uns die Mittel für den Straßenunterhalt.
Staatssekretär Georg Fahrenschon meinte, das Problem wäre bekannt. Man prüfe bereits Vereinfachungen für kleinere Gemeinden. Im kommenden Doppelhaushalt der Staatsregierung soll darauf Rücksicht genommen werden. Man müsse das Thema aber noch mit den kommunalen Spitzenverbänden diskutieren.
Siegfried Schneider ergänzte, man müsse auch berücksichtigen, daß wir in Oberbayern auch wesentlich mehr Verkehr zu bewältigen hätten und auch dies in die Diskussion mit werde einfließen müssen.
Dann ging die Gruppe auseinander und jeder der Teilnehmer widmete sich seinem Thema. Finanzstaatssekretär Georg Fahrenschon traf sich bei der Firma Netzsch mit Vertretern der Industriegemeinschaft Waldkraiburg und des Industrieverbunds Mühldorf, Siegfried Schneider besichtigte die Werkstätten des Beruflichen Bildungszentrums der Handwerkskammer in Mühldorf und wir begleiteten zunächst Dr. Marcel Huber nach Gars.
Vor der Klostergärtnerei in Gars erwarteten ihn bereits etwa 15 Interessierte, unter ihnen Altbürgermeister Georg Otter und Bürgermeister ... Strahllechner. Bezirkstagskandidatin Gerti Ertl begleitete die Gruppe. Zunächst erläuterte Redemptoristen-Pater Ulrich das Konzept der Gärtnerei, die die größte Klostergärtnerei weltweit ist. Mit neuen, energiesparenden Konzepten und ohne Pestizide wachsen hier über 300 verschiedenen Pflanzenarten, die sowohl selbst verbraucht, aber auch verkauft werden. Dann gewährte er der Gruppe eine Blick hinter die Mauern des Klosters und erzählte aus der Entstehung des Ordens und der wechselhaften Geschichte des Klosters.
Hier verließen wir Dr. Marcel Huber um an der Vorstellung des Hauptschulinitiativmoduls AiS in Mühldorf teilzunehmen. Über AiS haben wir mehrfach berichtet: Hauptschüler der 7., 8. und 9. Jahrgangsstufen werden von Berufsausbildern in die Grundkenntnisse verschiedener Berufe eingewiesen und bekommen in zweiwöchigen Praktika in Ausbildungsbetrieben einen Vorgeschmack aufs Arbeitsleben. Aber nicht nur das: Die Schule begleitet die Schüler bei der Berufswahl, der Ausbildungsplatzsuche, dem Verfassen der Bewerbungsunterlagen, bei Vorstellungsgesprächen bis hin zur Aufnahme der Ausbildung.
Nachdem Jochen Englmaier das Bildungszentrum Mühldorf/Altötting vorgestellt hatte, meinte Kultusminister Siegfried Schneider: Was hier laufe, wäre ein Paradestück dafür, was er unter „Berufsorientierung“ der Hauptschule verstünde. Im praktischen Bereich der Ausbildung lernten die Schüler, daß es wichtig ist, genau zu arbeiten. In theoretischen Rechenaufgaben im Schulunterricht wäre es nicht so folgenschwer, statt 20 g Salz 200 g Salz in eine Wurst zu mischen. Wenn sie das Ergebnis dann essen müßten, lernten sie, was das aber ausmache. Durch diese Erkenntnis ist die Motivation gewonnen, richtige Ergebnisse zu erarbeiten – ein wichtiger Fortschritt im Ausbildungssystem. Außerdem ist das Zertifikat, das sie nach der Teilnahme an AiS erhalten eine erste Anerkennung ihrer Leistung und gleichzeitig ein Nachweis, den sie ihren Bewerbungsunterlagen beifügen können. Außerdem lernten sie die sogenannte soziale Kompetenz, die von der Wirtschaft am meisten gefordert wird, also Pünktlichkeit, Freundlichkeit, Ausdauer und so weiter.
Er bedankte sich sehr beim Schulamt Mühldorf und bei Hildegard Hajek-Spielvogel für die viele Arbeit, die über ihre Verpflichtungen hinaus in dieses Projekt geflossen ist. Allerdings – und so ist das halt – müßten sie damit rechnen, zusätzliche Arbeit leisten zu müssen, in dem sie AiS auch anderen Schulämtern werden vorstellen müssen.
Er schloß, in dem er feststellte, daß Eltern ihre Kinder guten Gewissens an die Hauptschule schicken können. Mit der Hauptschuloffensive und einer guten Berufsausbildung stehen allen jungen Menschen alle Wege offen, bis hin zum Universitätsstudium. Der erste Schritt wäre „Karriere durch Lehre“. Und dafür böte die Hauptschule die besten Grundlagen.
Landrat Georg Huber sah die beste Berufsvorbereitung als beste Wirtschaftsförderung. Nur dann, wenn alle Schulabgänger in ihren Berufen erfolgreich arbeiten würden, würde die Gesellschaft von Sozialkosten entlastet. Deshalb dankte er allen Schulleitern und Lehrern für ihr Engagement.
Jochen Englmaier bedankte sich mit kleinen Geschenken bei Hildegard Hajek-Spielvogel und bei Kultursminister Siegfried Scheider für ihr Kommen.
Später hatten wir die Gelegenheit, mit Kultusminister und CSU-Oberbayern-Bezirksvorsitzendem Siegfried Schneider zu sprechen: Herr Kultusminister, die Grünen fordern die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems. Was sagen Sie dazu? (O-Ton)
Die Hauptschule hat weniger ein inhaltliches – vielmehr ein Akzeptanzproblem in der Gesellschaft. Würde man sie aus unserem hierarchischen Schulsystem entfernen, wäre die Realschule die unterste Schule, was im Endeffekt nichts ändern würde. Was kann man machen, um die Akzeptanz der Hauptschule in der Gesellschaft zu fördern? (O-Ton)
Die Grünen werfen der CSU vor, als einziges Wahlziel die Verteidigung der Absoluten Mehrheit zu verfolgen: Was sagen Sie dazu? (O-Ton)
Sepp Daxenberger sagt, die Bauern stünden nicht mehr hinter der CSU. Welche Erfahrungen habe Sie auf ihrer Oberbayern-Tour gesammelt? (O-Ton)
Was können Sie den Bauern sagen, um es ihnen leichter zu machen, der CSU treu zu bleiben? (O-Ton)
Dann gab's erst einmal ein Eis.
Herr Staatssekretär, Sepp Daxenberger hat auf der Wahlkampfauftaktveranstaltung des Kreisverbandes den Verdacht geäußert, die Staatsregierung werde nach der Wahl den genveränderten Mais, der derzeit auf Versuchsflächen ausgebracht worden ist, flächendeckend zulassen? (O-Ton)
Im Verbraucherministerium haben Sie den besten Kontakt zu den Landwirten, die derzeit viele Sorgen plagen. Hat die CSU die Stimmen der Bauern verloren, wie Sepp Daxenberger von den Grünen das sieht? (O-Ton)
Bei der letzten Wahl hatten Sie das beste Ergebnis aller CSU-Abgeordneten. Wie sehen Sie Ihre Chancen dieses Mal? (O-Ton)
In weiteren Gesprächen mit Bürgern gings um das G8-Gymnasium und viele andere Themen.
Am Abend hatte die CSU fast 800 Ehrenamtliche aus dem ganzen Landkreis in den Saal des Gasthauses Hinterecker nach Ampfing eingeladen. Dort bedankten sich Dr. Marcel Huber und Siegfried Schneider bei den Leistungsträgern unserer Gesellschaft für ihr Engagement. Sie wären die, die mehr tun würden, als ihre Pflicht. Und auch wenn es viele Besserwisser gebe, wären sie diejenigen, die es machen würden. Dafür dankte ihnen Siegfried Schneider. Mit ihrer Arbeit repräsentierten sie die bayerische Lebensart und trügen dazu bei, unsere Gesellschaft in ihrer Vielfalt zu erhalten. So stelle die Jugendarbeit der Vereine eine unbezahlbare Leistung dar, die weder Freistaat noch Verbände sich leisten könnten. Außerdem könnte er sich Bayern ohne seine Vereine nicht vorstellen. Zusammen trügen sie dazu bei, daß Bayern unsere Heimat wäre.
Nachdem sie die Kandidaten vorgestellt hatten, zeigten sie Bürgernähe, mischten sie sich unter die Gäste, die damit die Möglichkeit hatten, ihre Sorgen und Nöte direkt anzubringen. Der Abend klang ziemlich spät nach teils intensiven Diskussionen aus.
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Interview mit Kultusminister und CSU-Oberbayern-Chef Siegfried Schneider und Staatssekretär Dr. Marcel Huber
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Volksfestauszug in Mühldorf bei Kaiserwetter
Am Stadtwall in Mühldorf nahmen die Kutschen der Brauereien und Festwirte Aufstellung zum Auszug zum Volksfest. Die Spaten-Brauerei hatte ihr sechsspänniges Gespann mitgebracht. mit ihren chrom-blitzenden Geschirren stellen die sechs Kaltblüter es jedes Jahr einen Blickpunkt dar.
Die Boarisch'n hatten ihre Wegzehrung schon angepackt.
Traditionell eröffnen die Goaßlschnalzer.
So mancher neue gewählte Stadtrat mußte erst lernen, wo sein Treffpunkt ist. Herr dr. Gafus, die Oldtimer stehen ganz hinten im Zug!
Die Blaskapelle Kraiburg führte den Zug an. Pünktlich um ½ 2 gings los.
Mühldorf's Stadtplatz hatte sich mit rot-weissen Fähnchen herausgeputzt, die Hausbesitzer hatten Fahnen herausgehängt.
Noch waren's nicht viele Besucher, die sich Zeit für den Zug nahmen.
Ein Schützenverein nach dem anderen zog durchs Münchner Tor. Für wen sind den die Blumen? Ah ja! Für Weißbräu Unertl.
In der eleganten Kutsche voran: Landrat Georg Huber, Bürgermeister Günther Knoblauch, Staatssekretär Dr. Marcel Huber und MdB Stephan Mayer. Die Volksfestköniginnenkandidatinnen zogen die Blicke der Zuschauer auf sich.
Die Blaskapelle Altmühldorf darf natürlich nicht fehlen.
Die hier waren schon passend angezogen fürs Volksfest.
Bei einem kühlen Bier läßt sich von der Gastterasse aus schön beobachten.
Festwirtsfamilie Manfred Werner und Peter Bichlmaier saßen in der zweiten Kutsche.
Als ob die Bedienungen in den kommenden 10 Tagen nicht noch genug würden laufen müssen, Die Spatenzelt-Bedienungen mußten hinter der Kutsche herlaufen.
Dann das schwere Spaten-Gespann, vollgepackt mit Fässern. Das gefiel den Gästen vom Geigerhaus, die einen Blick dafür hatten.
Die Stadtkapelle folgte und faszinierte die spärlichen Zuschauer.
Das holpert ganz schön auf dem Pflaster.
Die Kleinen Boarisch'n werden auch immer größer. Der kleine Florian wußte aber noch nicht so recht ober lachen sollte ...
Besser als die Bedienungen des Spatenzelts haben's die vom Weißbierzelt. Sie haben einen Tretroller: Besser schlecht g'fahrn als guat ganga! Können wir da nur sagen!
Heuer ist übrigens die Bräufamilie wieder selbst Festwirt. Da sind ja auch die Blumen wieder.
Wolfgang Unertl junior hat sich gegen die Kutsche entschieden und seinen alten Fiat 500 als Gefährt gewählt. Dort hat er sich's mit Karin Löw bequem gemacht. Ein bißchen kleiner aber nicht weniger prachtvoll: Das Biergespann vom Weißbbräu.
Wenn die erst einmal mitmarschieren, da kommt was auf uns zu.
Auch immer dabei, die Dampfmaschine und der alte Magirus.
Den besten Platz zum Beobachten hatte Fritz Killermann.
Nicht besser als den Bedienungen vom Spatenzelt ging' denen vom Weinzelt. Auch sie mußten laufen.
Na – wenigstens nicht alle.
Der Trachtenverein Edelweiß in vollem Ornat. Schließlich die Inntalia und der Gartenbauverein. Den Abschluß bildeten die Oldtimer, die die Stadträte zum Volksfestplatz brachten. Schließlich kamen alle dort an und wurden vom Geisterschloß empfangen.
Holger Nagl hatte noch immer das selbe Noagal Wein in seinem Glas wie auf dem Stadtplatz.
Bis alle da waren, unterhielten die Goaßlschnalzer.
Dann war's endlich so weit: Bürgermeister Günther Knoblauch konnte anzapfen. Und weil er ein Profi ist, brauchte er – genau: drei Schläge!
Dann wünschte er 10 tolle Tage und freute sich auf die erste Maß Bier. Das Einschenken gelang diesmal ohne Dusche. Draussen schossen inzwischen die Böllerschützen.
Schließlich konnten alle auf ein friedliches und schönes Volksfest anstoßen.
Bürgermeister Knoblauch mußte nachschenken. Dann dirigierte er erst einmal. - Diesmal ohne Genehmigung der CSU!
Weil's heiß war mußten die Altmühldorfer vor fast leerem Zelt spielen. Küche und Bedienungen hatten erst einmal Pause.
Nicht anders schaute es im Weißbierzelt aus. Und draussen auch nicht.
Später aber wars nach allgemeinen Berichten der intensivste Volksfesttag, den die Mühldorfer Wiesn je erlebt hat. Nächste Woche mehr vom Volksfest in Mühldorf.
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Bundestagsfraktionsvorsitzender der Grünen Fritz Kuhn im Gespräch
Frau Henke und Herr Dr. Gafus, Sie sind mit Herrn Kuhn auf Landkreistour. Was haben Sie denn schon alles erlebt? (O-Ton)
Herr Kuhn, haben Sie interessante Neuigkeiten für unsere örtliche Politik im Gespräch, die so gern die Infrastruktur ausbauen möchte? (O-Ton)
Nun ist der Autobahntrassenstreit fast entschieden. Wie sehen Sie denn nun die Situation mit dem Autobahnbau auf der Trasse Dorfen? (O-Ton)
Sepp Daxenberger hat auf der Wahlkampfauftaktveranstaltung das Thema Gentechnik breit angesprochen. Die bayerische Staatsregierung argumentiert, daß letztlich Brüssel die Richtung bestimmt. Was kann die Bundesrepublik tun, um hier wieder selbst entscheiden zu können? (O-Ton)
Als Bundespolitiker unterstützen Sie derzeit die Kandidaten im Landtagswahlkampf. Welchen Eindruck haben Sie auf ihrer Rundreise gewonnen, welche Chancen rechnen Sie sich aus? (O-Ton)
Nachdem Sepp Daxenberger eine Koalition mit der CSU kategoriesch ausgeschlossen hat, müßten Sie mit der SPD, der FDP oder sogar den Linken koalieren? (O-Ton)
Hätten Sie denn zum Abschluß noch Tipps für Frau Henke oder Herrn Dr. Gafus? (O-Ton)
Dann führte die neue Büchereileiterin Frau ... Kaiser die kleineGruppe durch die Stadtbücherei im Mühldorfer Kornkasten. Eine der schönsten Büchereien in Deutschland hinterließ sichtlich Eindruck bei Fritz Kuhn.
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SOB stellt 21 Lehrlinge ein und wird langsam zum größten Ausbilder im Landkreis
Der ganze Saal beim Pauli-Wirt war voll. Die SüdOstbayernBahn hatte ihre Neuen zu einer kleinen Feier geladen, bei der ihnen die Grundsätze nahegebracht werden sollten.
Erst gabs aber Kaffee und Kuchen.
Dann stellte Vorstandssprecher Christoph Kraller die SüdOstbayernbahn vor, die den Bahnverkehr von Passau bis Ruhpolding und von München bis Salzburg abwickelt. Mit 87 Millionen Euro Umsatz und ca. 750.000 Fahrgästen im Monat und 550 Beschäftigten wäre die SüdOstbayernbahn einer der größten Arbeitgeber im Landkreis. Ende 2009 wird die Südostbayernbahn mit dann fast 50 Auszubildenden einer der größten Ausbilder im Landkreis sein.
Von den 21 Neuen wären sieben Kaufleute im Verkehrsservice – also die späteren Zugbegleiter, vier Einsenbahner im Betriebsdienst, drei Mechatroniker, vier Elektroniker, zwei Industriemechaniker und einen Studenten an der Berufsakademie. Damit beschäftigt die SOB jetzt 32 Azubis.
In den Auszubildenden sieht die Südostbayernbahn ihre Zukunft. Besonders sucht die SOB Lokführer, Mitarbeiter in Werkstatt und Infrastrukturinstandhaltung.
Technischer Leiter Christian Kubasch erläuterte die Struktur der SOB: Sie ist für 440 km Gleisanlagen, etwa 400 Weichen, 500 Bahnübergänge und über 200 Brücken. Außerdem Stellwerke, Bahnhöfe und alles, was nötig ist um den Betrieb der Eisenbahn zu ermöglichen. Obwohl ein Großteil der Anlagen aus der Bauzeit stammt, funktionieren die Anlagen sicher, sind jedoch schwierig zu warten. So investiert die SOB 2008 15 Millionen Euro in die Gleisanlagen. So geht Ende September die Strecke Mühldorf-Landshut elektronisch gesteuert in Betrieb. Die Bahn wird immer moderner. Immer mehr Elektronik erfordert hoch qualifiziertes Personal. Deshalb hieß er die Nachwuchskräfte herzlich willkommen.
Dann stellten die Abteilungsleiter ihre Arbeitsbereiche vor.
Schließlich schwor Christoph Kraller die Neuen auf die Südostbayernbahn ein: Als Mitarbeiter der Bahn stünden sie im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Das Thema „Bahn“ wäre in allen Gesellschaftsschichten ein Diskussionsthema. Er selbst wäre ein leidenschaftlicher Eisenbahner, offen für konstruktive Kritik und jede Art von Verbesserungsvorschlägen. Er wisse, daß nicht alles perfekt wäre, er wisse aber auch, daß sie gemeinsam versuchten, das Bestmögliche zu machen. Und weil das so wäre, verlangte er von den jungen Leuten die Identifikation mit ihrem Arbeitgeber in der Öffentlichkeit. Aber auch uneingeschränkte Loyalität. Nur gemeinsam könnten sie das Bild der Bahn in der Gesellschaft überkommen, das leider noch immer geprägt ist von Ereignissen aus längst vergangenen Bundesbahntagen. Er selbst, aber auch Christian Kubasch und alle Abteilungsleiter wären immer offen für ihre Sorgen und Nöte, aber auch für Dinge, die sie draussen hören. Sie könnten auf Kritik aber nur reagieren, wenn sie ihnen konstruktiv und detailliert vorgebracht werde.
Dann stellte er die Südostbayernbahn als Unternehmen mit enormem Entwicklungspotential und blendenden Zukunftsaussichten vor. Außer der Beförderung von Personen bietet die Südostbayernbahn neue Dienstleistungen, die helfen, die Zukunft zu sichern. Außerdem deuten die wirtschaftlichen Faktoren den Zeiger auf Wachstum.
Auch die Ausbildung selbst hat sich stark verändert: Praktika in anderen Betrieben, eine Kooperation mit der Lufthansa und eine zusätzliche Kunstausbildung fördern alle Fähigkeiten der Menschen und sorgen dafür, daß keine Fachspezialisten entstehen, die außer ihrem Fach nichts anderes können.
Damit verfolgten sie ein bestimmtes Ziel:
Das wäre nötig, weil sie nicht mehr in der Lage sind, jedem Einzelnen jeden Handgriff zu erklären. Sollte dies gelingen, hätten sie größte Chancen in der Zukunft. Ihr ganzes Handeln müsse immer unter der Prämisse stehen, im Sinne des Kunden zu handeln.
Er faßte zusammen: Die Südostbayernbahn biete zukunftssichere Arbeitsplätze mit einer erfüllenden und abwechslungsreichen Tätigkeit, die nie langweilig werden wird.
Schließlich gabs noch ein Gruppenfoto.
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Der Schützen- und Trachtenzug in Mühldorf: 2700 Teilnehmer 37 13.09.08
Es nieselte unaufhörlich und so mußten die Menschen die Schirme benutzen um dem Empfang der Teilnehmergruppen zu sehen, der vormittags den Schützen und Trachtenzug einleitete. Die fehlende Sonne ließ die prächtigen Gewänder nicht so zur Wirkung kommen. Die Stadträte fanden ein trockenes Plätzchen unter den Bögen des Rathauses. Nachdem die Stadttürmer Besucher, Stadträte und Gäste willkommen geheißen hatten, begrüßte Bürgermeister Günther Knoblauch die Gruppen und nahm die Ehrensalven der Schützen entgegen. Das eine oder andere Scnappserl half, die Stimmung aufzuhellen.
Die Mühldorfer Trachtler vom Gebirgstrachtenerhaltungsverein Edelweis lockerten die Veranstaltung auf.
Ja, so abgedichtet kann man's im Regen aushalten.
Beim Plattl'n können die Dirndl'n nur zuschauen.
Die Wildschönauer Scharfschützen kamen in Kompaniestärke. Sie bedankten sich bei der Stadt für die Einladung und grüßten mit einem Salut. Ja, da braucht man dann schon ein Schnappserl drauf.
Die Lauterbacher Trachtengilde aus Hessen zeigte ihre Art des Tanzens.
Für die besondere Stimmung sorgte die .. aus Harsewinkel in Nord-Rhein-Westfalen. Daß da nicht jeder Ton so klang, wir auf dem Notenblatt, liegt wohl daran, daß sie am Vorabend bis vier Uhr früh am Volksfest ausgehalten hatten.? Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch.
Aus Mühldorf im Mölltal kam die Dorfmusik. Da machte aber einer schöne Augen!
Die schönen Trachten der Gruppe aus Mühldorfs Partnerstadt Cegled blieben unter den Regenumhängen versteckt. Wir sehen sie später besser.
Nachdem die gebliebenen drei Musikkapellen gemeinsam gespielt hatten und die Böllerschützen auf dem Münchner Tor gefeuert hatten, war der offizielle Empfang zu Ende und die Stadt lud die Gäste auf ein Weißbier in den Rathausflez ein. So manch einer hatte einen Logenplatz gefunden, na ja, ist ja auch sein Sitzungssaal.
Zunächst überreichte Bürgermeister Günther Knoblauch ein Gastgeschenk allen weit angereisten. Denen aus Cegled, denen aus Harsewinkel, denen aus Ohlstadt, denen aus Lauterbach und vielen anderen. Das welt-beste Weißbier schmeckte allen, so war es auch schnell alle! Gut, daß die Marketenderinnen ihre Fäßchen voll hatten.
Im Sitzungssaal gab's das erste spontane Konzert.
Ja, das wär schön.
Inzwischen waren auch die Zwiesler Dilettanten eingetroffen. Mit ihren Glas-Kraxen treffen wir sie später wieder.
Die Freundschaft wächst!
Im Trockenen konnten die Ungarn ihre bunten Trachten zeigen. Und schnell waren die Trachtler mit den Ungarn gemeinsam am Tanzen.
Im Flez sorgten die Harsewinkler für Stimmung. Die Mühldorfer Trachtler tanzten dazu.
Bis schließlöich der Trompeter aus Ungarn mit eingriff. Wenn alle zusammen musizieren und tanzen, dann ist erreicht, was sein soll: Über alle Grenzen hinweg Gemeinschaft schaffen. Die Musik hilft dabei.
Nur beim Schuhplattln sind die Edelweiß-Trachtler unter sich geblieben - aber danach war es wieder da, das verbindende Tanzen und Musizieren.
Dann gings wieder raus zum Schützen- und Trachtenzug. Leider hat sich das Wetter nicht gebessert.
Erstmals dabei waren heuer die Wolfsaustreiber aus Griesbach. Mit solchen Glocken wurden früher die Wölfe aus den Wäldern gescheucht und – na ja – Sie wissen schon. Vermutlich weil sie so laut sind, kam dann erst einmal lange nichts nach.
Die Mühldorfer Stadtkapelle hatte erst einmal Pause . Kein Wunder, nach der anstrengenden Volksfestwoche!
Ihnen folgte die königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft Mühldorf und der Kreisverband der Trachtenjugend im Landkreis.
Dann der Mühldorfer Trachtenverein Enzian. „Fahnenschwenken“ war diesmal nicht. Mit dem Wetterschutz ging es halt nicht.
In der Bürgermeisterkutsche fuhren auch Staatssekretär Dr. Marcel Huber und Landrat Georg Huber mit.
Der Schützenverein „D'Isengauer“ aus Mößling.
Die Gebirgsschützenkompagnie Ohlstadt mit Musikkapelle und Trommlerzug.
In der Kutsche des Schützengaus: Links Gauschützenmeister Anton Müller, rechts 1. Bezirksschützenmeister Eberhard Schuhmann.
Die Hirschbachschützen aus Polling.
Die Gauschützenmeister unter prächtigen Kronenbögen.
Die Altschützen aus Mettenheim.
Der Schützenverein Almenrausch und Edelweiß aus Ampfing.
Die Altmühldorfer mußten ihre Kirche in Folie einhüllen.
Ihr folgte die Blaskapelle Altmühldorf – trotz Volksfestengagements ganz frisch.
Auch immer dabei, die Schützen aus Kraiburg.
Weniger bekannt dagegen sind die Hörndlbergschützen aus Flossing.
Wie schon am Vormittag gesehen: Die Lauterbacher Trachtengilde in ihrer 200-Jahre-alten Tracht.
Die Kirche „St. Johann“ aus Aspertsham kam ohne Regenschutz daher. Ihr folgten die Johannesschützen aus Aspertsham.
Der Kulturschupp'n hatte die Kulisse seiner letzten Aufführung dabei.
Der Böllerschützenverein „Rimbachquelle Hofgiebing“ folgte dann.
Manchem Nachwuchsschützen waren Regen und Kopfsteinpflaster egal.
Der Theaterverein „Die Dilettanten“ aus Zwiesel repräsentierten die Industrie ihrer Region: Die Glasmacher. Der Mühldorer Geschenkkrug fand einen Ehrenplatz.
Der Schützengau Vilsbiburg, gefolgt von der Dampfmaschine Wimmer. Diesmal gabs leider kein Bier zum probiern.
Bezirkstagskandidatin Gerti Ertl hatte sich unter die Zuschauer gemischt.
Die Dorfmusik aus Mühldorf in Kärnten – charmant angeführt.
Ihr folgte der Schützenverein Edelweis aus Eichfeld.
Und weil's inzwischen stärker angefangen hatte zu regnen, sahen die Zuschauer viele viele Schirme.
Auch bei der Schützengesellschaft Salmannskirchen.
Ob die Mößlinger Kirche unter den Fähnchen durchgeht? Gerade noch.
Ein richtiges altes Loatawagl – Die Federung ersetzt das Sitzkissen.
Die Bergknappschaft Johanngeorgenstadt ist auch jedes Jahr dabei.
Trotz des schlechten Wetters waren doch einige Zuschauer gekommen.
Sie sahen den Spielmanns- und Fanfarenzug Eggenfelden und den historischen Ehrenzug des königlich-bayerischen Landwehr-Batallions von 1826
Der Schützenverein „11 und 1“ aus Neumarkt-St. Veit hatte auch seinen Nachwuchs im alten Loatawagal dabei.
Die nächsten hatten ihr Wagal für 'was anderes!
Die Altschützen Reischach hatten Eichenlaub in der Mündung ihrer Böller.
Die Scharfschützenkompagnie Wildschönau.
Das Mühldorfer Gastgeschenk immer dabei.
Ein Blickfang sind jedes Jahr die Sturmlöda Schützen mit ihren martialischen Werkzeugen.
Und ihrer alten Kanone.
Da kamen die folgenden Schützenvereine direkt friedlich daher.
Die Schützenbruderschaft Harsewinkel war wieder flott unterwegs.
Die Böller der Schützengesellschaft Edelweiß Bayerntreu aus Zangberg mußten die Mädels tragen.
Ihnen folgten die Banater Schwaben aus Waldkraiburg.
Unter den Gastterrassen war gut zuschauen.
Die Folkloregruppe aus Cegled führten die Reiter an.
Erstaunliches Brauchtum kam aus Erharting Sechs Römer schießen auf einen gefesselten.
Mit dem Heimat- und Volkstrachtenverein Pauluszell und dem Gespann der Weißbierbrauerei Unertl ging der Zug langsam zu Ende.
Wir haben ihn natürlich zum Volksfestplatz begleitet. Dort hatten die Besucher nur Augen für die Schützen und Trachtler.
Bürgermeister Günther Knoblauch wies alle in die Festzelte.
Dann nahmen die Böllerschützen Aufstellung zum Salutschießen. Erst gab's aber ein Schnapsal. Schützenverein für Schützenverein feuerte Salut.
Und weil die Sömmerdaer halt viel Pulver und viel Zeitung in ihre Kanone hineinstopfen mußten, dauerte das schon eine ganze Weile. Aber dann krachte es umso mehr. Den letzten Schuß komandierte Bürgermeister Knoblauch selbst. Er war ja auch aus Anlaß seines 60. Geburtstages vor einigen Wochen.
Im Bierzelt ließen es sich Schützen und Trachtler dann gut gehen und verbrachten einen gemütlichen Nachmittag – im Trockenen!
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Eindrücke vom Volksfest in Mühldorf
Gar nicht soooo groß schaut das Volksfest aus der Luft aus. Die drei Festzelte heben es aber über so manches Volksfest in der Umgebung heraus. Weil in Spaten-/Weißbier- und Weinzelt sowohl musikalisch als auch kulinarisch viel Abwechslung geboten war, kam es kaum vor, daß Leerlauf entstand. Der Vergnügungspark mit seinen Fahrgeschäften und Schieß-/Los- und was es sonst noch alles für Buden gab, tat sein übriges dazu, Besucher anzulocken.
Beim Tag der guten Nachbarschaft waren fast alle Tische im Spatenbierzelt reserviert. Bürgermeister , Gemeindeverwaltungen, Behörden, Polizei, Südostbayernbahn und viele Vertreter aus der Wirtschaft hatten sich eingefunden, um gemeinsam zu feiern. Sogar Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer, Staatssekretär Dr. Marcel Huber, der Regierungspräsident von Oberbayern Christoph Hillenbrand und Bahn-Bayern-Chef Dieter Josel waren gekommen.Auch ODU war mit Dr. Kurt Wölfl und Dr. Jakobi stark vertreten.
Was wohl Stadtkämmerer Thomas Greß mit SPD und Grünen zu besprechen hatte?
Die Altbürgermeister und Altlandrat Erich Rambold hatten ihr eigenes Vergnügen.
Schließlich begrüßten Bürgermeister Günther Knoblauch und Landrat Georg Huber die Gäste und freuten sich, daß das ganze Zelt voll war und so viele die Einladung der Stadt angenommen hatten.
Vor der Bühne warteten schon die Geschenkkörbe auf die Verlosung. Erstmals beteiligte sich der OBI-Baumarkt und steuerten Werkzeuge und Geräte zur Verlosung bei.
Herbert Gambihler hatte inzwischen die Geschenke für die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden vorbereitet. Diesmal gab's kein Herzerl sondern einen richtigen Maßkrug und ein Herzerl – aber nur ein kleines! Die durften die Ehrengäste dann in Empfang nehmen. Zuerst MdB Stephan Mayer und Altöttings stellvertretender Landrat Stephan Jetz. Dann die Bürgermeister – und weil's so viele sind, machen wir das jetzt ein bißchen schneller...
SPD Landtagskandidat Richard Fischer hätte beinahe keinen mehr abgekriegt. Da haben wir ein bißchen nachgeholfen und er hat sich riesig gefreut.
Da ging's sicher um den Bahnausbau?
Während zweiter Bürgermeister Paul Schwarz die Verlosung leitete, konnten die Gewinner ihre Preise abholen. Manche sahnten ganz ordentlich ab.
Und weil's an dem Tag saunamäßig heiß war im Zelt, blieben wir nicht allzu lang dort.
Schließlich gab's am Abend auch etwas zu erleben.
Auf den Gassen drängten sich die Besucher, in den Bierzelten gab's kaum einen freien Platz. Bedienungen und Schankkellner hatten jede Menge Arbeit. Die Gäste genossen die gute Unterhaltung und das gute Bier oder feierten auf den Tischen – wie hier im Weinzelt.
Die Fahrgeschäfte boten ein buntes Vergnügen, es war für jeden etwas dabei.
Zum Abschluß gab's das große Feuerwerk, diesmal mit neuer Musik!
Nun ist es vorbei, das Mühldorfer Volksfest und – manche sagen, während abgebaut wird, beginnen schon die Vorbereitungen für das Volksfest 2009. Bürgermeister Günther Knoblauch meinte, wenn das Volksfest vorbei ist, geht’s eh' schon auf Weihnachten zu! Wir meinen, ganz so schnell geht’s dann doch nicht, es ist noch einiges los bis dahin.
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Bayern-SPD Vize Adelheid Rupp zu Gast in Waldkraiburg
Fast eine Stunde länger als geplant dauerte die Besichtigung der Nitrochemie in Aschau. Aber dann war der Empfang bei Bürgermeister Alois Salzeder im Rathaus umso herzlicher. Zunächst stellte Bürgermeister Alois Salzeder Aschau vor, die Industriegemeinde mit dem ländlichen Flair. Mit etwa 2.700 Einwohnern und 2.900 Arbeitsplätzen wäre Aschau eine gesunde Gemeinde. In den zurückliegenden Jahren wurde viel investiert: Gemeindehalle Hackschnitzelheizung Kanalisation wären nennenswerte Ausgaben gewesen. In Zukunft will Aschau wachsen und dafür sorgen, daß die Menschen arbeitsplatznah wohnen können. Außerdem will Aschau die kinderfreundlichste Gemeinde werden.
Adelheid Rupp meinte, es gefiele ihr hier sehr: Das Zusammenleben von Industrie und Landwirtschaft, das es möglich mache im Grünen zu wohnen und nebenan im Industriebetrieb zu arbeiten wäre ein Punkt, auf den die Strukturplanung viel mehr Rücksicht nehmen müsse. Heute ginge es nicht mehr, daß Menschen aus dem Bayerischen Wald drei Stunden nach München fahren müßten um dort zu arbeiten. Heute müsse man nicht mehr die Menschen zur Arbeit sondern die Arbeit zu den Menschen bringen.
Landtagskandidat Richard Fischer ergänzte, es wäre eines seiner Ziele, die Wirtschaft zum Menschen zu bringen und nicht umgekehrt. Deshalb wären sie diejenigen, die den 2-gleisigen Ausbau der Bahnstrecke am besten voranbringen könnten. Auch der Ausbau der A94 wäre 30 Jahre lang gezielt verzögert worden. Damit wäre es nun höchste Zeit, dies endlich in Angriff zu nehmen.
Dann rief er zum zivilen Ungehorsam gegenüber Ministerpräsident Beckstein auf, der gesagt hatte, jeder anständige Bayer wähle CSU. Es wäre an der Zeit, endlich einmal unanständig zu sein und endlich einer sozial gerechteren Politik den Weg frei zu machen.
Auch Landtags-Listenkandidat Günther Zellner freute sich, Adelheid Rupp zu Gast im Landkreis zu haben. Er forderte die Stärkung des Lebens in der ländlichen Gemeinde. Es dürfe nicht sein, daß Gemeinden zu Schlafdörfern verkommen in denen sonst kein Leben stattfindet. Außerdem forderte er gerechten Lohn für gute Arbeit sowohl für Arbeitnehmer und Landwirte, zwischen deren Situation er Parallelen feststellte.
Am Abend fanden sich etwa 20 Interessierte in der Stadiongaststätte in Waldkraiburg ein um Adelheid Rupp zu hören. Bevor sie jedoch ans Mikrophon trat, begrüßte Landtagskandidat Richard Fischer die Gäste und stellte sein Programm vor. Bisher hätte der Wahlkampf gezeigt, daß die Themen, die sie den Menschen im Landkreis vorgelegt hätten, diese auch berühre. Themen wie Bildung, Mindestlohn und Pendlerpauschale hätten die Menschen darauf aufmerksam gemacht, daß die Sozialdemokraten reelle Konzepte anbieten würden.
Obwohl man versucht hätte, zu dieser Veranstaltung viele Menschen einzuladen, wär nur eine kleine Gruppe erschienen. Das gäbe allerdings die Möglichkeit, intensive Gespräche zu führen.
Dann benannte er die Ziele der SPD im Wahlkreis: ( Wir wollen....)
Günther Zellner als Zweitstimmenkandidat in Altötting und er wollen dazu beitragen, daß wir in Bayern: ( nicht mehr nur den schwarzen Himmel....) Er denke, das wäre diesmal erreichbar, wenn alle zusammenhelfen. Dann warb er um die Unterstützung aller Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte und aller, die der SPD nahe stehen. Dann begrüßte er die Anwesenden und stellte er Adelheid Rupp vor, die stellvertretende Vorsitzende der Bayern-SPD und Vorsitzende der SPD-Frauen und Mitglied im Bayerischen Landtag.
Die industriereiche Region Süd-Ost-Bayern wäre im Bayerischen Landtag nicht so repräsentiert, wie dies nötig wäre. Es müsse deshalb zum Ausdruck kommen, daß zum Ausbau der Bahnstrecke oder der Autobahn mehr Mittel bereitgestellt werden müssen. Kämen diese beiden Großprojekte nicht schnellstmöglich, dann verliere die Politik insgesamt noch mehr an Glaubwürdigkeit.
Dann ging er auf die Pendlerpauschale ein und meinte, es wäre schon lachhaft, wenn man die Pendlerpauschale abschafft und sie dann plötzlich wieder fordert. Es wäre auch leicht, die Wiedereinführung zu fordern, wenn man schon wisse, daß das Bundesverfassungsbericht die Abschaffung kippen werde.
Aussagen des politischen Gegners, die SPD würde den Familien die Kinder wegnehmen und würde mit den Linken paktieren, wie in der Presse zu lesen war, setzte er entgegen, daß die SPD schon seit Jahren Ganztagesstätten fordere. Die SPD will den Familien nicht die Kinder wegnehmen sondern den Familien Möglichkeiten schaffen, die Kinder während ihrer Arbeit fachgerecht betreuen zu lassen. Dies wäre nötig, weil Familien heute gezwungen wären, daß beide Elternteile arbeiten gehen müssen um den Lebensunterhalt verdienen zu können.
Klar und deutlich grenzte er die Politik der Bayern-SPD von den Linken ab. Dabei bleibe es auch. Wir wären hier in Bayern und nicht in Hessen. Die Bayern-SPD würde sich an ihre Beschlüsse halten, so, wie es schon immer war.
Ortsvereinsvorsitzender Alexander Will beklagte, daß die Sicherheitswut in Waldkraiburg alles Vergnügen abtöte. In den zurückliegenden 25 Jahren wurden alle Vergnügungsstätten geschlossen. Das hätte zur Folge, daß die Jugendlichen aus Waldkraiburg abwanderten. Den schwachen Besuch führte er darauf zurück, daß in der Zeitung keine Hinweise auf diese Veranstaltung zu finden war. Der Blick auf die Leiter und den Kinderstuhl auf dem Tisch in der Nische ließ allerdings erkennen, daß der Ortsverein nicht gerade viel Mühe in die Vorbereitung dieser Veranstaltung investiert hatte.
Adelheid Rupp sprach neben dem Pult, über das sie kaum drüberschauen konnte. Ihr Ziel, die CSU unter 50 % zu bekommen wäre diesmal realistisch gesehen erreichbar. Noch vor einem Jahr hätte niemand daran gedacht, das dies möglich wäre und daß die SPD über 25 % kommen könnte. Alles Gründe, um in den letzten Wochen nochmal so richtig zu kämpfen.
Bevor sie ihre Argumente vorstellen wollte, ging sie auf die CSU ein: (O-Ton) Diese glänze durch Inhaltsleere. Die Wiedereinführung der Pendlerpauschale zu fordern, die sie zuerst mit abgeschafft hatte, wäre schon bezeichnend. Eine Steuersenkung zu fordern, von der 30% der Bürger nichts hätten zeige, daß die CSU nur die Interessen der Besserverdiener vertritt. Die SPD fordere hingegen die Senkung der Sozialabgaben. Das käme jedem zu Gute und entlaste besonders die Geringverdiener.
Seltsam wäre auch der Kreuzzug „Freiheit statt Sozialismus“. Man sollte der CSU sagen, der Kalte Krieg wäre längst vorüber. Das zeige jedenfalls, die CSU wäre der Zeit hinterher und nicht voraus.
So einer Partei könne man die Geschicke des Landes nicht mehr in die Hände legen. Sollten sie dennoch Inhalte vorweisen, wäre (O-Ton: müder Abklatsch von SPD-Positionen). Plötzlich würde die Ganztagsschule gefordert und plötzlich wolle man 1000 Lehrer einstellen. Plötzlich wäre Kinderbetreuung kein Teufelszeug mehr. Das wäre wohl eine Folge davon daß man mit Dr. Marcel Huber einen Frischling ins Kabinett geholt hätte. (O-Ton: Das hat man davon... )
Wenn er nun sage, die SPD wolle den Familien die Kinder nehmen, sollte er doch sein eigenes Partei-Programm lesen: SPD-light! In seinem Alter wäre er noch lernfähig – eine Chance!
Beckstein und Huber hätten es seit Oktober 2007 geschafft, alle Themen in den Sand zu setzen: Erst erlassen sie ein Nichtraucherschutzgesetz und vergessen die Vollzugsbestimmungen. Das hätte dazu geführt, daß das Gesetz in München nicht vollzogen wird – Unausgegoren von A-Z
Auch der Transrapid: Das Projekt hat so viele Mittel gebunden, die man dringend in der Region gebraucht hätte um die Bahnstrecke zweigleisig auszubauen.
Nächstes Thema Landesbank: Beide hätten den riskanten Geschäften in den USA zugestimmt. Nun wären 4,6 Milliarden abzuschreiben: Steuergelder und Gelder der Sparkassen, die der Bevölkerung in unserem Land zugestanden wären.
Beckstein und Huber hätten seit Oktober unter Beweis gestellt, daß sie keinen Bereich ihrer Arbeit wirklich beherrschen, nicht einmal die, in denen man ihnen Kernkompetenz zuschreibt.
Auch wenn man der SPD höhere Kompetenz in den Bereichen sozialer Gerechtigkeit und Familienpolitik zuschreibt wäre sie sich (O-Ton: 100%ig sicher, daß wir auch die besseren Finanz- und wirtschaftspolitiker haben.)
Erst kürzlich wäre bekannt geworden, daß die Landesbank das „Hotel am Wörthersee“ mit 120 Millionen Euro luxussaniert hätte. O-Ton: Ich würde mir wünschen, daß die endlich wieder das tun,....
Noch ein Punkt wäre die Bildungspolitik: Die Studiengebühren hätte noch Edmund Stoiber eingeführt. Nicht nur, daß diese Gelder nicht den Hochschulen zufließen würden, führten sie dazu, daß die Studenten langsamer studieren und später ins Berufsleben eintreten. Auch das G8 funktioniert nicht so, wie es sollte. Das schlimmste aber wäre die soziale Auslese nach dem vierten Grundschuljahr. Es könne nicht sein, daß begabte Kinder nur deshalb nicht studieren dürfen, weil sie aus bildungsfernen Familien stammen und nur Kinder aus Akademiker-Familien wieder studieren dürfen. (O-Ton: Ich halte es für einen Skandal, daß....
Mit einem dreigliedrigen Schulsystem könne man das sehr wohl sinnvoll gestalten, wenn man eine längere gemeinsame Schulzeit vorsieht. Allerdings sollte man trotzdem auch für andere Modelle offen sein. Festzuhalten an einem System, das trennt und ausgrenzt führe nur dazu, daß am Ende alle Bayern wissen, (O-Ton ihr das auch so haben wollt!)
Es wäre nachgewiesen, daß aus Arbeitnehmerfamilien nur 15% das Gymnasium besuchen. Wir sind auf die bestmögliche Ausbildung angewiesen und da dürfe diese Ausgrenzung nicht niemanden benachteiligen.
Auch das Ausleseverfahren müsse abgeschafft werden. Es könne nicht sein, daß alle gefördert werden, nach ihren Fähigkeiten. Schließlich müsse Schule Spaß machen. Den Streß, den Kinder in der vierten Klasse durchlebten, wenn sich mit 10 Jahren ihr Lebensweg entscheidet, wünsche sie keinem Kind. Nach ihrer Ansicht (O-Ton: muß der Notenschnitt dringend abgeschafft werden...)
Eltern und Kinder könnten gemeinsam entscheiden und so die Ausbildung den Fähigkeiten ihrer Kinder entsprechend gestalten. Auch Kinder, bei denen mit 14 erst „der Knoten platzt“ dürften nicht hinten gelassen werden.
Wenn in der Universität in Würzburg in den Gebäuden innen Dachrinnen das Wasser aufgefangen werden müßte, weil kein Geld für die Sanierung vorhanden wäre, dann wäre das schon eine Sache, die der Freistaat zu verantworten habe. Diese Schäden verschlimmern sich täglich und machen die Sanierung immer teurer.
Auch wenn die Bayerische Verfassung den Mindestlohn vorsehe, sträube sich die CSU dagegen. Damit hätte Bayern den anderen Bundesländern etwas voraus. Wenn die CSU sage, sie wolle den Mindestlohn nicht, weil die Wirtschaft darunter leide, dann könne sie nur darauf hinweisen, daß es in Europa nur drei Länder ohne Mindestlohn gebe. Und diese Länder stünden prima da. Also kein Einfluß des Mindestlohns auf die Wirtschaft. Jedenfalls könne es nicht sein, daß eine Friseurin im Monat unter 1000 Euro hätte. Da blieben in München nur 200 Euro. So könne man jedenfalls keine Wirtschaftspolitik betreiben. Und so werde es auch keine Binnennachfrage geben, die schlicht wieder dazu nötig ist, die Wirtschaft vorwärts zu bringen.
Und wenn es schon die Pendlerpauschale nicht mehr gebe, könnte die Staatsregierung doch ein Pendlergeld einführen. Damit könnte man sogar die fördern, die bisher nicht von der Pendlerpauschale profitiert hätten.
Die SPD werde die Studiengebühren sicher abschaffen und damit Familien mit zwei Studenten 1000 Euro mehr in die Tasche geben. O-Ton: Es gibt eine Vielzahl von Beispielen ...
Die CSU äußere sich zu diesen Themen gar nicht oder sage nein!
Schließlich kam sie auf die Frauenpolitik zu sprechen. Bayern wäre das Schlußlicht in den Anstrengungen der Gleichstellung. Sie zitierte Christa Stewens, die die Frauen in Kategorien einteilte: O-Ton: Im Programm der CSU existiert die Frau nur im Zusammenhang mit Familie. Da nütze es auch nichts, eine Frau Haderthauer zu präsentieren. Heute wären Frauen besser ausgebildet und erzeilten auch die besseren Studienabschlüsse. Solch hoch ausgebildete Frauen müssen selbstbestimmt ihr Leben leben können und wirtschaftlich unabhängig sein.
Auch Altersarmut fiele vorwiegend auf die Frauen. Die Durchschnittsrente wäre viel zu gering und nicht ausreichend um ein würdiges Alter. Weil Frauen noch immer 25% weniger verdienen würden als Männer und noch immer im Geringverdienersektor beschäftigt wären, erhielten sie einfach zu wenig Rentenansprüche. Das müsse dringend geändert werden. Heute verdienten nur Ingenieurinnen mehr als ihre männlichen Kollegen. Das wäre ein Skandal. O-Ton: Ich versteh keine einzige Frau, die CSU wählt! Nur die SPD vertrete die Interessen der Frauen.
Sie wäre überzeugt, daß sie künftig regieren werden. Das wäre gut für Bayern. Um das zu erreichen, wäre es nötig, in diesen letzten Tagen noch intensiv zu kämpfen. Nur so könnte man erreichen, daß die Politik in Bayern dem Leben in Bayern gerecht wird. Schließlich bleibe Bayern auch schön, ohne die Politik der CSU. Abschließend bat sie um Unterstützung für Richard Fischer und Michael Bartesch, aber auch für Günther Zellner.
Richard Fischer dankte Adelheid Rupp für ihre ansprechende Rede und schenkte ihr einen Strauß Blumen. Dann motivierte er die Anwesenden nochmals, in den kommenden Wochen alle Kräfte zu mobilisieren und alles zu tun um die Menschen zu überzeugen.
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OBI kommt: Schon 55 neue Arbeitsplätze geschaffen
Im Weißbierzelt stellte sich der Vertriebsleiter Süd der Firma OBI – Walter Rauschmaier der Presse und stellte den neuen Markt vor.
Zunächste eröffnete Bürgermeister Günther Knoblauch und betonte, daß er sich auf die Eröffnung des neuen Baumarkts freue, weil sie dazu beitrage, die Attraktivität der Einkaufsstadt Mühldorf zu steigern. Auch wenn man keine großen Millionen-Umsätze erwarten dürfe, böte sich doch in den umliegenden Städten und Gemeinden ein riesiges Kundenpotential, das für ein erfolgreiches Arbeiten des Marktes sorgen werde. Daß dieses erfolgreiche Konzept aufginge, hatte Investor Matthias Engel schon bei der Ansiedelung der Globus-Märkte erkannt. Wenn er nun OBI nach Mühldorf brächte, wäre dies nur ein konsequenter weiterer Schritt zur Stärkung des Einzelhandelsstandortes.
Die Abwicklung des gesamten Projekts zeige, wie unproblematisch man hier in Mühldorf Investitionen realisiert. Probleme wären dazu da um gelöst zu werden. Dies wäre gemeinsames Interesse von Stadt, Landkreis und Medien.
Walter Rauschmeier lobte Mühldorfs Haltung, Probleme pragmatisch anzugehen und daran mitzuarbeiten Lösungen zu erarbeiten. Das wäre beileibe nicht überall in Deutschland so. Auch deshalb freue OBI sich sehr, noch vor dem ersten Advent den neuen Markt in Mühldorf eröffnen zu können.
Am 24 November wird der OBI-Markt in Mühldorf eröffnet. Dann stehen auf 5000 Quadratmetern Baumarkt und 3000 Quadratmetern Gartenparadies Angebote bereit, die bundesweit bekannt sind. Das Gartenparadies wird eine tragende Säule des Angebotes von OBI in Mühldorf und damit die von Mühldorfer Geschäften angebotene Produktvielfalt abrunden.
Zu Beginn werden im von OBI selbst geführten Markt 55 Mitarbeiter beschäftigt sein, wovon 52 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden. Diese Mitarbeiter wurden in den zurückliegenden Wochen bereits angestellt. Außerdem stellt OBI zwei Auszubildende ein. Sogar der Marktleiter ist ein Mühldorfer worüber sie besonders froh wären, weil sie wüßten, daß nur die Menschen vor Ort die Bedürfnisse und Details kennen würden.
Seinen Namen wollte Walter Rauschmeier aber vorerst nicht verraten.
Weil sie wüßten, daß die Menschen den Unterschied machen würden, hätten sie im Februar begonnen, statt der Produkte das Know-How ihrer Mitarbeiter zu bewerben. „Wie-Wo-Was-Weiß OBI“ signalisiere den Kunden, daß kompetente Mitarbeiter den Kunden zur Seite stehen. O-Ton: Obi-Mitarbeiter wissen....
Excellenter Service steht also an oberster Stelle, man könne den Erfolg eines Unternehmens nicht allein am Preis festmachen. Um die Mitarbeiter in die Lage zu versetzen, diesen zu Service leisten, werden sie derzeit in Landshut geschult.
OBI hätte derzeit etwas mehr als 500 Märkte in ganz Europa, etwas mehr als 35.000 Mitarbeiter und im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 5,8 Milliarden Euro erzielt, davon 30% im Ausland.
OBI beabsichtigt, den Standort in Mühldorf mit vielen lokalen Maßnahmen schnell bekannt zu machen um den Markt in Mühldorf schnell ins Bewußtsein der Menschen zu heben unter anderem auch durch Sport-Sponsoring.
Investor Matthias Engel und Walter Rauschmaier ergänzten, die Gesamtinvestitionskosten in Mühldorf beliefen sich auf über 15 Millionen Euro. Davon entfielen 10 Millionen Euro auf die Immobilie mehr als 5 Millionen Euro für die Geschäftsausrüstung und die Grundausstattung mit Handelsware. Allein die Schulung der neuen Mitarbiter koste etwa 150.000 Euro. Er wäre sich sicher, der OBI-Markt wäre ein neuer Magnet für die Einkaufsstadt Mühldorf.
Im Gegensatz zum Angebot anderer Baumärkte bietet OBI ein rundes Sortiment, das Renovierung und Innengestaltung bevorzugt – und natürlich das Gartencenter. Harte Baustoffe werden hingegen nicht im Vordergrund stehen. Damit unterscheidet sich der OBI-Baumarkt grundlegend von anderen örtlichen Baumärkten.
Bürgermeister Günther Knoblauch zeigte sich erfreut darüber, daß der neue OBI-Markt lokal organisiert ist und dadurch die Gewerbesteuer der Stadt zu Gute kommt.
Bürgermeister Knoblauch schloß: Von der Unterhose bis zum Rechtsanwalt – Man müsse einfach nach Mühldorf kommen!
Dann gab's noch ein Foto mit dem OBI-Biber, dem das Mühldorfer Weißbier auch zu schmecken schien
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Das Meisterkonzert der Sommerakademie der Musikschule Mühldorf
An der Sommerakademie der Musikschule Mühldorf nahmen heuer ... junge Musiker teil, um unter der Leitung von Professor Jürgen Geise und Thomas Breitsameter ihr Können zu verfeinern. Zum Meisterkonzert luden sie Interessierte in den Haberkasten ein.
Professor Geise begrüßte die Gäste und meinte, er freue sich, daß er auch im sechsten Jahr so viele Zuhörer begrüßen könne. Der erste Teil des Programms hätte doch einen gewissen Tiefgang. So eröffneten sie mit dem Streichkonzert in G-Dur in dem der 16-jährige Mozart schon etwas besonderes geleistet hätte.
In Vivaldi's Flötenkonzert ginge es dann um einen Stieglitz, der mit seinem übermütigen Trillerketten ein überaus realisitisches Abbild der Natur darstelle.
Danach spielten sie das Violinkonzert in E-Dur von Johann-Sebastian Bach. Die darin enthaltene Geigen-Improvisation über einem gleichbleibendsten Baß gehöre zum innigsten und zärtlichsten, was er kenne.
Nach der Pause werden sie den Zuhörern mit Mozart's Konzert für Klavier und Orchester in A-Dur Freude bereiten.
Das Konzert schließt die Streicherserenade Nr. 3 in C-Dur von Gioacchino Rossini ab. Der erst 13-jährige Rossini hätte da etwas geschrieben, das Professor Geise als „unverschämt gut“ bezeichnete.
Wir zeigen hier Ausschnitte aus dem Konzert und wünschen viel Vergnügen.
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TSV Buchbach gegen SpVgg. Bayern Hof
5:3 mußte sich der TSV Buchbach in Weiden zuletzt geschlagen geben, und das, obwohl man erst mit 0:3 vorn lag. Weils ein gutes Spiel war, war Trainer Matthias Pongratz trotzdem nicht unglücklich. Allerdings verletzte sich Manuel Neubauer an der Hand und fällt für mindestens sechs Wochen aus. Ihn mußte Fabian Ganser ersetzen. Dagegen saß Christian Kagerer schon wieder auf der Bank. Michael Pointvogel und Thomas Kasparetti waren dagegen noch nicht einsatzbereit.
Nun also lief der TSV Buchbach in schwarzen Trikots auf, die Spielvereinigung Hof in gelb. Buchbach spielt von links nach rechts.
Stefan Hillinger und Markus Gibis stießen an. Buchbach machte sofort Druck.
Schon nach wenigen Minuten verletzte sich Daniel Schäffler bei diesem Kopfballduell gegen Manuel Kagerer und mußte aus dem Spiel genommen werden. Er kam zwar nach ein paar Minuten wieder, mußte aber dann vom Platz. Für ihn kam Martin Weiß.
Dieser Angriff von Stephan Hillinger war für Gästetorhüter Sascha Prell kein Problem.
Nach diesem Einwurf kamen die Gäste erstmals vor das Buchbacher Tor. Daniel Zaccanti's Kopfball ging aber über's Tor.
Buchbach wieder auf dem Vormarsch: Stephan Hillinger flankt auf Alexander Neulinger, der steht zwar perfekt, bekommt den Ball aber nicht unter Kontrolle, wie unsere zweite Kamera zeigt.
Keine drei Minuten später: Marcus Gibis und Stephan Hillinger stehen allein gegen vier Abwehrspieler. Gibis auf Fabian Ganser, der nachgekommen war, der zurück auf Marcus Gibis, der auf Stephan Hillinger flanken will, aber nicht durchkommt. Auch der Rettungsversuch mißlingt.
Stefan Bernhart auf Stephan Hillinger, der legt perfekt auf für Fabian Ganser, der aber nicht an den Ball herankommt. Es bleibt beim 0:0
Nach diesem Laufduell mit Marcus Gibis nimmt Hof's Andreas Goss die Hand zu Hilfe. Freistoß. Freistoßspezialist Ralf Klingmann tritt an. Ball im Aus. Einwurf für Ralf Klingmann.
Marcus Gibis kann sich lange wehren, verliert aber schließlich den Ball gegen zwei Abwehrspieler.
Die Gäste versuchen anzugreifen. Ralf Klingmann köpft zu Marcus Gibis, der erst im Strafraum gestoppt werden kann. Elfmeterverdächtig. Schiedsrichter Thomas Färber muß ermahnen.
Mit dieser Entscheidung lag Schiedsrichter Färber, der sonst eine gute Partie spielte allerdings falsch: Das Handspiel kam von Hofs Tino Horn. Der folgende Freistoß ging allerdings weit neben das Tor.
Die mitgereisten Fans der Hofer feuerten ihre Spieler nur ab und zu mit „Bayern“-Rufen an, während die Buchbacher Fans inzwischen eine bemerkenswerte Geräuschkulisse aufbringen und ihre Spieler lautstark anfeuern.
Hier zeigt Fabian Ganser, daß er Manuel Neubauer würdig ersetzt. Seine Flanke ist aber etwas zu kurz für Marcus Gibis, der genau richtig gestanden wäre.
Freistoß nach diesem Foul an Ralf Klingmann: Gibis über das Tor.
Eine Schrecksekunde vor dem Buchbacher Tor: Aydin Atak schickt Martin Weiß los und Thomas Penker muß erstmals eingreifen.
Und wieder kommt Fabian Ganser über rechts. Atak Aydin kann ihn nur durch ein Foul stoppen. Ein Fall für Ralf Klingmann. Hof kann aber zur Ecke klären.
Die Ecke führte zu einem Einwurf von der anderen Seite, und die landet auf dem Kopf von Marcus Gibis, der aber den Ball über das Tor lenkt.
Hof's Trainer Michael Voigt inzwischen unruhig geworden.
Nun kamen die Gäste. Hier reißt Daniel Zaccanti Fabian Ganser um, als der auf das Ausführen des Einwurfs wartet. Weder das unfaire Verhalten noch der Freistoß danach brachten Folgen.
Hof kommt mit Andreas Goss. Doppelpaß mit Daniel Zaccanti. Von hinten kommt ein weiterer Hofer und zieht ab. Aber Thomas Penker ist zur Stelle. „Thomas Penker“-Rufe und Beifall von der Tribüne.
Dann riß Buchbach das Ruder wieder herum. Stefan Hillinger kann nur auf Kosten einer Ecke gestoppt werden. Die kann Sascha Prell zunächst abwehren, die Flanke von Ralf Klingmann bringt Buchbach aber auch nicht ins Tor.
Kurz vor der Pause dies: Fabian Ganser auf Marcus Gibis, der auf Manuel Kagerer und der zu Daglas Numanovic, der gerade noch weiterspielen kann zu Fabian Ganser. Ecke und Ratlosigkeit bei den Hofern.
Zur Pause stand es 0:0. Hier kommt schon der Nachwuchs mal schauen, wie das so ist auf dem Fußballplatz.
Anstoß zur zweiten Halbzeit. Nun also Buchbach von rechts nach links und Hof von links nach rechts.
Kurz danach führte dieses Foul von Giorgio Arancino an Fabian Ganser zu einem Freistoß an der Strafraumecke. Sascha Prell faustet den Ball weg.
Nach diesem Einwurf kommt der Ball über mehrere Stationen zu Sefan Hillinger, der frei zum Schuß kommt. Und wieder ist Sascha Prell zur Stelle.
Dann brachte Matthias Pongratz Andreas Bichlmaier für Fabian Ganser, der Manuel Neubauer bis dahin hervorragend ersetzt hatte.
Eine der wenigen Chancen für Hof ergab sich hier. Sie verzettelten sich aber und so konnte Buchbach sofort einen Konterangriff starten, der – wie leider so oft – durch die Gäste nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Gelb für Martin Weiß und eine Ermahnung für die Bank der Hofer.
Die Freistoßposition vielversprechend. Leider blieb Ralf Klingmanns Schuß in der Mauer hängen.
Dann ging Martin Weiß wieder vom Platz, der zu Anfang des Spiels für Daniel Schäffler gekommen war. Für ihn kam Rene Schildt.
Dann diese Szene vor dem Tor der Buchbacher: Flanke auf Andreas Goss, Alex Neulinger kommt zu Fall und kann nicht mehr eingreifen. Aus dem Gewühl rollte der Ball nach rechts. Von dort flankt der eben eingewechselte Rene Schildt wieder in die Mitte, wo Andreas Goss noch wartet. Allerdings geht der Ball weit über das Tor.
Offensichtlich gibt es gegen die Schnelligkeit von Marcus Gibis auch nur ein Mittel: Foul!
Gelb für Goirgio Arancino. Der war schon früher wegen seines rüden Spiels aufgefallen.
Schau'n Sie mal, was für ein Freistoß von Ralf Klingmann! Fast von der Mittellinie fast ins lange Eck!
Schließlich mußte Thomas Penker doch noch seine Klasse beweisen. Unzufrieden war er schon jetzt.
Stefan Hillinger schien auch nicht sonderlich zufrieden zu sein.
hier mußte Thomas Penker noch einmal eingreifen, als Daniel Zaccati aus 30m Entfernung abzieht und der Ball im Spiel bleibt.
Noch eine riesen Chance für Buchbach: Freistoß Klingmann, Sascha Prell schon überwunden, rettet Andreas Goss praktisch auf der Linie! Unsere zweite Kamera zeigt, es war keine Ecke. Stefan Hillinger schob den Ball ins Tor-Aus. Nach der Ecke gleich noch einmal Ecke.
Kurz vor Schluß dieses Foul an Stefan Hillinger. Ralf Klingmanns Freistoß wollte einfach nicht ins Tor! Es blieb beim 0:0, obwohl Buchbach über weite Strecken das Spiel dominierte, blieb doch der Torerfolg versagt. Entsprechend sauer war Thomas Penker am Ende.
Die Trainer hatten erst ein langes Gespräch bevor sie zur Pressekonferenz kamen.
Hof's Trainer Michael Voigt meinte zum Spiel: O-Ton:
Matthias Pongratz, hat Buchbach heute einen Punkt gewonnen, oder zwei Punkte verloren? O-Ton:
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Museumsnacht in Mühldorf
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20.09.08
Unbeleuchtet wehte die Fahne der Stadt im steifen Wind über dem Nagelschmidturm, als die Museen öffneten und die Besucher einluden, ihre Schätze zu bewundern. Nur an diesem Tag gewährt das Vermessungsamt einen Blick in die ziegelgemauerten Gewölbe im Untergeschoß, die dort ein wahres Labyrinth bilden. Stadträtin und Stadtführerin Marianne Zollner führte zu jeder halben Stunde eine Gruppe durch das Gebäude, in dem im Eingangsbereich alte Vermessungsutensilien ausgestellt sind.
Dort stellten Mitglieder der Theatergruppe „Kulturschupp'n“ eine Szene aus Mühldorfs Geschichte nach. Landrichter Ruhland hatte es mit Anton Stark zu tun, der sein Glück auf allen Seiten suchte. An Anton Stark erinnert noch heute der Ortsteil Starkheim!
Auch durch das Rathaus führte Marianne Zollner die Besucher. Dort konnten sie einen Blick in den Flez, die Rauchkuchl und den 350 Jahre alten Sitzungssaal werfen, der gerade für Hochzeiten dekoriert war.
Das besondere „Museum“ war der „Raum02“. Bewacht von einer Panzer-ähnlichen Skulptur unter einer grünen Plane luden die Künstler zum diskutieren und philosophieren. Als wir da waren, ging's gerade um die Frage: „Was ist eigentlich ein „Museum“?
Allerdings „zielte“ das Rohr aus der Skulptur – oder die Kanone aus dem Panzer – auf den Naglschmidturm. Dort konnten die Besucher die Turmuhrenausstellung sehen, die erst kürzlich eröffnet worden war. Außerdem bot sich ein wunderschöner Blick vom fast 30 m hohen Naglschmidturm zwischen den Zinnen herunter auf den Stadtplatz. Windig war's halt und kalt!
Dem Kreisheimatmuseum sieht man schon von weitem an, daß es einmal ein Gefängnis war. Schwere Gitter an den kleinen Fenstern erinnern noch an die kleinen Zellen hinter der Fassade. Eine besondere Attraktion war diesmal die letzte noch erhaltene Zelle und einer der letzten Insassen, der sich den Mut faßte und den Besuchern Rede und Antwort stand. Zu zweit in der kleinen Zelle, nur mit einem Eimer als Klo war sicher kein Vergnügen. Für das Vergehen, für das er damals drei Wochenenden einsitzen mußte, hätte er heute vielleicht einige Stunden gemeinnütziger Arbeit leisten müssen. Die Zeiten ändern sich!
Die Besucher hörten aufmerksam zu.
Im Kreisheimatmuseum bot aber auch die ständige Ausstellung und die Sonderausstellung „Wirtschaft im Kreis“ eine Menge zu sehen.
Auch der historische Kornkasten hatte siene Pforten geöffnet. Auch hier stellten Mitglieder des Kulturschupp'n eine historische Szene dar. Der „Kastner“ erzählte, was er damals alles zu tun hatte. Stadtführerin Marianne Zollner erklärte auch hier.
Unseren Rundgang schlossen wir in der Museumsbrauerei Steer ab. Dort gibt’s historische Gerätschaften rund ums Bierbrauen zu bewundern. Bei einem guten Steer-Weißbier konnten die Gäste der Museumsnacht den Abend bei heimischen Klängen ausklingen lassen.
Viele Gäste hatten die Organisatoren der Museumsnacht diesmal, auch wenn das Wetter nicht zum Flanieren über den Stadtplatz einlud. In den Häusern waren immer zahlreiche Besucher anzutreffen. Sicher hat die Museumsnacht bei vielen Interesse an den Ausstellungen geweckt, das eine oder andere Haus genauer anzuschauen.
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CSU Familienfest in der Grünen Lagune in Ampfing
Das Dorffest in Ampfing mußte abgesagt werden, es war zu kalt. Dieses Schicksal ereilte die CSU nicht, die in ihren Gästen in der Grünen Lagune ein abwechslungsreiches Programm bot. Und weil es zum Baden doch schon ein wenig kühl war, nutzten die Badegäste die Attraktionen leidlich.
Die Vorführung der Burghauser Falkner faszinierte die Menschen. Ein Adler und mehrere Falken jagten ihre Beute. Die Zuschauer erfuhren, wie man solche Vögel dazu bringt, ihre Scheu zu verlieren und immer wieder zum Falkner zurückzukehren.
An den Informationsständen war zeitweise großer Andrang. Später fanden sich Bälle, Fähnchen und Informationsmaterial bei den Sonnenplätzen wieder.
Zwischen den Vorführungen gabs Maßkrug-Schieben, ein Quiz für Kinder, und Kinderschminken.
MdL Hans Rambold hatte dann viel zu tun. Einer der Falken saß auf einem Baum und wollte nicht mehr herunterkommen, so lange so viele Leute dort waren. So half er den Falken zu beruhigen und die Leute fern zu halten.
Dann zeigte die Rettungshundestaffel des Malteser-Hilfsdientes, was ihre Tiere in der Ausbildung und im Einsatz alles können müssen. Auch hier – viele Zuschauer.
MdL Stephan Mayer kam zur Unterstützung.
Die Hüpfburg des Kreisjugendrings war stark belagert. Unterm Dach gabs Kaffee und Kuchen und am Info-Tisch konnten sich Besucher in Listen für die Wiedereinführung der Pendlerpauschale eintragen.
Und immer wieder Gespräche mit Besuchern.
Im letzten Programmpunkt gings um die richige Ausbildung von Pferden und die Parallelen zur Erziehung und Ausbildung aber auch das Zusammenleben der Menschen.
Ein vergnüglicher Nachmittag, eine Mischung aus Freizeitprogramm, Wahlwerbung und Präsenz-Zeigen , der allen Gästen sichtlich Spaß gemacht hat.
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Magistrale für Europa
Stolz präsentierten Bürgermeister Günther Knoblauch, Christoph Kraller und BZ-Chef Jochen Englmaier das neue Transparent, das künftig die Besucher der Bahnhofshalle auf dieses große europäische Verkehrsprojekt hinweisen soll, und in dem Mühldorf ein wichtige Haltestelle sein wird. Worum's genau geht, sagt uns Bürgermeister Knoblauch: O-Ton.
Und was passiert jetzt mit dem Plakat? O-Ton Kraller
Und wenn 2010 die Bahnhofshalle umgebaut wird, bleibt's dann hängen oder ist bis dahin die Magistrale realisiert? O-Ton Kraller
Man kann schon heute schnell und kostengünstig mit der Bahn nach Paris reisen. Einem Zuschauer schenkt die SOB deshalb einen Reisegutschein im Wert von 300€, den wir auf der Internetseite verlosen. Nehmen Sie teil! Wir wünschen Ihnen viel Glück!
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Neu: Trumuhrenausstellung im Nagelschmiedturm
Vor einigen Jahren wurde der Naglschmidturm aus aufwändig restauriert. Allerdings gab es bislang keine Nutzung für das alte Gemäuer aus dem 12. und 13. Jahrhundert. In einem Raum steht das Stadtmodell, das vor Jahren hatte angefertigt werden müssen, und in einem anderen Raum können Sie Heiratswillige das Ja-Wort geben. Alle anderen Räume standen leer.
Nun konnte Bürgermeister Günther Knoblauch im Beisein zahlreicher Stadträte, Mitglieder von Heimatbund und Geschichtszentrum sowie des Standesamtes die neue Ausstellung eröffnen.
Seit der Renovierung wurde der Turm ein Mittelpunkt aller Stadtführungen und auch die Besichtigungen werden von der Bevölkerung sehr gut angenommen. Obwohl die genannten Räume schon einer neuen Nutzung zugeführt werden konnten, blieben doch viele andere leer. So entstand zusammen mit Stadtarchivar Edwin Hamberger das Konzept, die Turmuhren hier auszustellen, die noch Dr. Spagl gesichert und im Haberkasten mehr schlecht als recht untergebracht hatte. Nun könne man die Geschichte des Uhrenbaus vom Mittelalter bis zur quarzgesteuerten Bahnhofsuhr zeigen. .. Sax hätte die Uhren dann wieder gangbar und vorführbar gemacht und sie hier aufgestellt.
Die Ausstellung wurde ergänzt durch die Uhr aus Altmühldorf, die dort bis dahin im Keller der Grundschule vergessen worden war.
Die älteste Uhr wäre die von St. Nikolaus. Sie stamme aus dem Jahr 1647 und wurde in Salzburg angefertigt. Eine Räderuhr von 1650 stamme aus einem Kloster im Landkreis. Viele andere Uhren stammten vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Die modernste Uhr wäre die vom Bahnhof.
Bürgermeister Günther Knoblauch unterstrich, daß sich diese Ausstellung nahtlos in das geplante Geschichtszentrum einfüge und hoffte, daß sich die Besucher an den alten Meisterwerken erfreuen könnnten.
... Sax präsentierte die mechanischen Kunstwerke, die er aufwändig restauriert hatte. Während in Glockentürmen die Gewichte an meterlangen Seilen hingen, stünden hier nur kurze Wege zur Verfügung. Deshalb könnten sie nur vorgeführt werden aber nicht richtig laufen.
Mit der aufwändigen Uhr für St. Nikolaus, die schon Mitte des 17. Jahrhunderts die Viertelstunde schlug, wollten die Salzburger damals wohl den umliegenden Bayern ihre Überlegenheit zeigen.
Eine Uhr stand früher im Rathausflez und schlug die Zeit für die Brotzeit des Bürgermeisters. Ob er dafür heute auch noch die Muße hätte, Brotzeit zu machen, und die Geschäfte warten zu lassen, wenn eine Glocke dazu rufen würde?
Mit Einzug der Elektrotechnik kamen Uhrenanlagen. Diese Nebenuhr vom Ende des 19. Jahrhunderts reagiert auf das elektrische Signal einer Zentraluhr. Und damit der Zeiger nicht von einer Minute zur andern hüpft, dämpft das Windrad an der Rückseite.
Die modernste Uhr ist die alte Bahnhofsuhr, die früher am Bahnhof Dienst tat.
Hier die moderne Nebenuhr, die die Zeiger der Uhr am Naglschmidturm steuert. Abschließend besichtigten die Gäste das Stadtmodell und alte Luftaufnahmen der Stadt.
Die Turmuhrenausstellung kann im Rahmen der Besichtigung des Naglschmidturms jeden ersten Samstag im Monat von 14 bis 17 Uhr betrachtet werden. Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 1 Euro, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren haben freien Eintritt.
204
Kreis-Heimat-Musikpfleger aus Mühldorf und Altötting laden zum Volksmusikwochenende
Zum Volksmusikantentreffen „Volksmusik mag i“ laden die Kreis-Heimat-Musik- und Brauchtumspfleger der Landkreise Mühldorf und Altötting vom 24. bis 26. Oktober in die Herrenmühle nach Altötting ein. Dr. Reinhard Baumgartner, und Franz Wimmer hatten festgestellt, daß das Interesse für Volksmusik bei jungen Leuten steige. Um dies zu unterstützen und das Selbst-Musizieren zu fördern sollen an dem Wochende Grundlagen gelegt werden, die jungen Menschen die Freude an der Volkskultur zurügeben. Worum geht’s genau? (O-Ton)
Wer kann mitmachen? (O-Ton)
Wieviele Teilnehmer können sich anmelden? (O-Ton)
Wie sieht's mit Unterkunft und Verpflegung aus und was kostet die Teilnahme? (O-Ton)
Wen haben Sie als Referenten gewinnen können? (O-Ton)
Dann wünschen wir viel Erfolg.
205
Sommerbiathlon in Aschau
Das waren zwar deutlich weniger als vor einem Jahr, als mehr als 60 Teilnehmer an den Start gingen. Bürgermeister Alois Salzeder eröffnete die Veranstaltung, wünschte allen Teilnehmern das nötige Quentchen Glück beim Schießen und die Kraft beim Laufen und auch, daß sie gesund wieder zurück kommen würden. Dann gab er den Start frei. Um diese Reihe Pokale, die der Gewerbeverband bereitgestellt hatte, ging es diesmal. Auch der Wanderpokal suchte eine neue Unterkunft für das nächste Jahr.
Nach einigen Anweisungen zur Laufstrecke und zur Sicherheit beim Schießen gingen Beate Ametsbichler und Georg Ametsbichler auf die Strecke.
Die war diesmal 1.200 m lang und führte hinter dem Anwesen der Brauerei Ametsbichler die Straße hinunter und wieder herauf.
(O-Ton: Start Nr. 3) Ja, neben allen sportlichen Ambitionen ging es auch darum, Spaß zu haben.
Auch heuer ging Hans Rambold wieder an den Start – wegen des ungemütlichen Wetters mit Mütze und Handschuhen.
Schon nach wenigen Minuten kamen die ersten Starter zum Liegend-Schießen.
Hans Rambold, der sein eigenes Gewehr mitgebracht hatte, war nicht sonderlich erfolgreich. Mal sehen, wie's später beim Stehendschießen wird.
Die Hobby-Biathleten nahmen's schon ziemlich ernst. Mancher Schuß neben das Ziel war kaum erklärbar.
Georg Ametsbichler ging's nicht viel besser. Auch er mußte mit null Treffern wieder auf die Strecke gehen. Weil es anderen ähnlich erging war zeitweise auf der Strafrunde ziemlich was los.
Beate Ametsbichler kämpfte schon sehr mit den Tücken des Objekts: Kondition, Konzentration und Nerven machten es nicht leicht, das Ziel zu treffen.
Nicht viel besser erging es Bezirkstagskandidatin Gerti Ertl. Sie ist eine geübte Schützin, hat aber trotzdem keinen Treffer landen können: Fünf Strafrunden! Die kosten Zeit!
Dann kamen die ersten Läufer ins Ziel.
Hans Rambold mußte sich auf den letzten Metern noch von von Wolfgang Stumpf überholen lassen! Da nützte alles Sprinten nichts. Und dann auch noch das!
Lang nach ihnen kam Beate Ametsbichler ins Ziel – total ausgepowert. Mit knapp 30 Minuten war sie doch VIEL schneller als vor einem Jahr.
Dann Gerti Ertl wieder beim Schießen. Ganz ruhig! Konzentrieren! Nochmal ansetzen! Nicht auf die Zeit schauen! Vier Treffer! Nur eine Strafrunde.
Dann ging Dr. Georg Gafus auf die Strecke. Der Grüne Religionslehrer ist in der Vergangenheit nicht besonders durch sportliche Leistugen aufgefallen. Mal sehen. Drei Treffer – gar nicht schlecht.
Gerti Ertl war inzwischen im Ziel. Ihr sieht man die Anstrengung an.
Während Hans Rambold schon auslief, gingen weitere Starter erst auf die Strecke und Dr. Georg Gafus kam von der Laufstrecke zurück. Stehendschießen: Ein Treffer, vier Strafrunden! Das kostet Zeit.
Die letzte Läuferin kam in Begleitung der Kinder und einer La-Ola-Welle ins Ziel.
Dann gings ans Auswerten. Wegen der vielen verschiedenen Klassen war das keine ganz leichte Aufgabe und nahm geraume Zeit in Anspruch.
Schließlich ging's zur Siegerehrung. Die größte Teilnehmergruppe stellten die Stoabacher aus Aschau. Dafür erhielten sie ein Faßl Bier.
Hans Rambold belegte mit nur zwei Treffern den ersten Platz in seiner Altersgruppe und meinte später, er käme gern hierher: Hier könne man auch mit zwei Treffern noch einen Pokal mit heim nehmen!
Dr. Georg Gafus von den grünen Wildschützen belegte mit seiner Mannschaft den 11. Platz.
Der Wanderpokal ging an die Innthal...schützen Au Sie gewannen ihn zum zweiten Mal.
Abschließend bedankte sich Gewerbevereinsvorsitzender Peter Rieder bei allen, die noch dageblieben waren aber auch bei allen Helfern und wünschten einen vergnüglichen Nachmittag.
206
Dr. Kingsize und CSU-Oberbayern-Chef Siegfried Schneider zu Gast beim Kreisverband: Auftakt zum Endspurt 39 25.09.08
Im Mühldorfer Haberkasten konnte CSU Landtagskandidat Dr. Marcel Huber neben seinen Kollegen Hans Rambold und MdB Stephan Mayer, Landrat Georg Huber, CSU Oberbayernvorsitzenden und Kultusminister Siegfried Schneider begrüßen. Außerdem waren zahlreiche Kreisräte und Vertreter von Organisationen im Landkreis gekommen.
Weil sie zu der Überzeugung gelangt wären, politische Ansprachen in Nebenzimmern von Gaststätten würden niemanden interessieren, hätten sie die Oberbayerntour veranstaltet, die sie durch alle 21 Landkreise des Bezirks geführt hätte und auch diese Form der Veranstaltung. Der zahlreiche Besuch zeige, diese Entscheidung war richtig.
Und daß die CSU nicht nur für Trachtenveranstaltungen mit Blasmusik stünde, zeige der spätere Auftritt von Elvis-Imitator Dr. Kingsize. Weil die Argumente zur Genüge dargelegt sind, wollen wir in diesem Beitrag nur auf das eingehen, was bisher nicht genannt worden ist. So gabe Dr. Marcel Huber zu, daß in der zurückliegenden Wahlperiode nicht alles richtig gelaufen ist. Trotzdem basiere die CSU auf ihrer fast 50-jährigen Regierungserfahrung und hätte mit neuen kompetenten Kandidaten das Potential, Bayern vorwärts zu bringen. Er warnte davor, am Wahltag zu experimentieren anstatt auf Bewährtes zu setzen.
Nachdem die Hot Hazelnuts unterhalten hatten, trat Siegfried Schneider ans Podium. Zunächst betonte er, daß er sich freue, wieder hier in Mühldorf zu sein, wo er vor gut einem Jahr zum Oberbayern-Vorsitzenden gewählt worden ist. Es wäre schon so, wie Roman Herzog es ausgedrückt hatte: Bayern wäre schon Laptop und Lederhose, also die Verwurzelung in der Tradtion bei gleichzeitiger Offenheit für die Moderne. Mit harter Arbeit und einer erfolgreichen Politik hätte sich Bayern vom belächelten Agrarland zum beneideten Wirtschaftsstandort entwickelt, die jungen Leuten Chancen für ihre Zukunft gebe. O-Ton (49:49:00 – Umfrage .... )
Bei der anstehenden Wahl kämpften sie darum, diese Erfolge in die Zukunft tragen zu können. Nur mit der CSU kann Bayern an der Spitze bleiben. Während SPD und Grüne immer dort, wo sie an der Regierung waren, die Länder nach unten gezogen hätten, böten FDP und Freien Wähler zwar Kandidaten aber weder Programm noch Identität. So könne man vielleicht Kommunalpolitik machen, nicht aber Landes- oder gar Bundespolitik. Und in der Linken hätten sich Altkommunisten und ehemalige SED-Kader aufgemacht, um dieses Land anders zu gestalten. Dagegen müsse man unbedingt angehen.
Dann begründete er den Anspruch der CSU auf die absolute Mehrheit: (52:53:14) Der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident hätte einmal auf die Frage geantwortet, warum Bayern die geringste Staatsverschuldung hätte und nicht die sparsamen Schwaben: O-Ton ( 53:10:09 – Uns genügte vier Jahre Koalition mit der SPD) Kompromisse in einer Koalition kosteten immer doppelt so viel Geld, weil der Koalitionspartner zwar zustimme, aber auch seine Projekte realisieren möchte.
Bayern steht so gut da, weil EINE Kraft unabhängig Entscheidungen treffen konnte.
Auch wenn die Umfragen zeigten, daß man nah am Ziel ist, gelte es die letzten Kräfte zu mobilisieren und alle zu überzeugen, mehr aber noch dazu zu bewegen, zur Wahl zu gehen. Es käme auf jede Stimme an. Insofern dankte er Dr. Marcel Huber und Hans Rambold dafür, daß sie hier noch einmal motivieren würden.
Und weil es hieße „Alle gegen die CSU“ warne er davor, alles aufs Spiel zu setzen, was in Jahrzehnten erreicht worden wäre. In Bayern herrsche Vollbeschäftigung, sogar im Bereich Hof, wo zusätzlich täglich 7000 Pendler aus Thüringen zur Arbeit kommen würden. Für Schulabgänger gibt es so viele Lehrstellen wie nie zuvor, die Jugendarbeitslosigkeit liege bei 2,8%, in Deutschland bei 6,5%. Nur wenn junge Menschen den Eintritt ins Berufsleben schafften, könnten Verhältnisse wie in Frankreich vermieden werden. Dann unterstrich er die Wichtigkeit der beruflichen Bildung für den Erhalt des Wirtschaftsstandortes und die Qualität des Bildungssystems. So werden ab 2009 auch an Grundschulen Ganztagsklassen angeboten, die Berufstätigen die Ganztagsbetreuung anbieten. Er betonte die Durchlässigkeit des Bildungssystems und die Tatsache, daß schon heute 43% aller Studienanfänger an Universitäten nicht vom Gymnasium kommen. 38.000 zusätzliche Studienplätze und eine universitäre Einrichtung in unserem Raum wären Ziele, die zu realisieren er beabsichtige.
Der Ausbau der Infrastruktur wäre dringend erforderlich um in der Region Arbeitsplätze zu schaffen. Er wäre froh, daß endlich mit der Umsetzung dieser Projekte begonnen werde. Der flächendeckende Ausbau des schnellen Internets wäre genauso ein Ziel wie die Stärkung des Tourismus. Das Thema Mehrwertsteuer müsse grundsätzlich überarbeitet werden. Es beinhalte zu viele Ungereimtheiten und Ungerechtigkeiten. Er bekannte sich auch ausdrücklich zur bäuerlichen Landwirtschaft. Er dankte den Bauern für 500 Jahre Landschaftspflege, die Bayern so schön gemacht hat.
Unabhänigkeit in der Lebensmittelversorgung und hohe Qualität der Lebensmittel bei guten Preisen wären von zentralem Interesse. Die Förderung regenerativer Energien, die Einsparung von Energie und die Unabhängigkeit der Energieversorgung waren seine nächsten Themen. Dabei bekannte er sich zum Weiterbetrieb existierender Kernkraftwerke. Es könne nicht angehen, daß die Tschechei, die Schweiz und Frankreich bauten neue Kernkraftwerke um den Strom an Deutschland zu verkaufen – ein verantwortungsloses Unding! Auch die innere Sicherheit und höchstmöglicher Opferschutz wäre nur mit der CSU zu machen. Die CSU hätte auch die Finanzen geordnet und wäre so in der Lage, zu investieren und nicht nur Zinsen zu zahlen.
Nur eine starke CSU könne in Berlin stark auftreten. So wäre es der CSU zu verdanken, daß die Hausärzte erhalten bleiben und 2,5 Milliarden zusätzlich erhalten. Auch die Erbschaftssteuer müsse dringen reformiert werden. Solche Dinge können nur am Kabinettstisch entschieden werden. Das können nur die CSU.
Und natürlich stünde die CSU zu den christlichen Grundwerten, den Traditionen und dem Brauchtum. So werde es auch künftig das Kreuz in den Schulzimmern geben, den Religionsunterricht als Pflichtfach und Patres und Nonnen im Habit. Und natürlich werden neue Schulhäuser auch weiterhin vom Pfarrer eingeweiht.
So wäre die Wahl eine Richtungswahl, in der sich entscheide, ob Bayern ein bürgerliches Bayern bleibe, ob Deutschland bürgerlich bleibe oder ob ein Linksruck stattfinden würde.
Es gehe also darum, in eine stabile Zukunft zu kommen. Dann bewarb er abschließend die Kandidaten und betonte, es wäre wichtig, daß eine Gegend zwei Abgeordnete im Landtag hätte. So verzichtete er auf Stimmen aus dem Landkreis Mühldorf und bat, sie statt dessen Hans Rambold zu geben.
Dr. Marcel Huber schloß und stellte fest, daß der Generationswechsel in der CSU gut funktioniere. Die CSU in Oberbayern wäre gut aufgestellt und auf bestem Wege.
Dann heizte Dr. Kingsize den Gästen ein und gab Kandidaten und Zuhörern Gelegenheit, die Politik von der Politik ein bisschen auszuspannen und bei guter Stimmung den Nachmittag zu genießen.
207
Wasserwirtschaftsamt und Staatssekretär Dr. Marcel Huber planen einen Radweg entlang des Inn
Im Foyer des Landratsamtes stellt derzeit Michael Fliegner seine Werke aus. Wir haben ihm bereits im vergangenen Herbst einen Bericht gewidmet, deshalb hier nur ein kurzer Blick in die Ausstellung.
Landrat Georg Huber begann und betonte, es habe nichts mit der anstehenden Landtagswahl zu tun, daß das Wasserwirtschaftsamt gerade jetzt dazu einlud, diese Pläne vorzustellen. In den kleinen Sitzungssaal des Landratsamtes hatte Wasserwirtschaftsamtsleiter Paul Geisenhofer Dr. Gotti von E-On Wasserkraft, Staatssekretär Dr. Marcel Huber und zahlreiche Bürgermeister der Inn-Anliegergemeinden eingeladen.
Staatssekretär Dr. Marcel Huber erläuterte dann, auf der Inn-Bereisung wäre man eher zufällig darauf gestoßen, die erheblichen Investitionen, die Freistaat und E-On in die Renaturierung des Inn investieren auch dazu zu nutzen, den Bürgern einen Naherholungsraum zu schaffen.
Er wäre stolz darauf, dieses größte Flußrenaturierungsprogramm in seinem Heimatlandkreis entstehen zu sehen. Da sowohl die Natur als auch die Energiewirtschaft als auch die Anwohner durch den verbesserten Hochwasserschutz und Freizeitwert profitierten, hätte man hier eine „Win-Win-Win“-Situation. Auf der Plättenfahrt wurde nun die Idee eines Kommunikationskonzeptes entstanden. In vielen Gesprächen wäre man übereingekommen, einen durchgehenden Radwanderweg entlang des Inns zu schaffen. Da er selbst gern an Flüssen entlang radwandere, läge ihm dies sehr am Herzen.
Der Inn wäre vom Engadin bis Passau größtenteil sehr gut erschlossen. Nur im Abschnitt Wasserburg bis Töging weise der Führer einen „weniger radfreundlichen Weg – Straße mit teilweise viel Autoverkehr“ aus. Dies wäre unbefriedigend.
Deshalb hätte man beschlossen, die entstehnden Hochwasserschutzanlagen und den Ausbau des sanften Tourismus entlang des Inns parallel zu entwickeln.
Intensive Gespräche in den zurückliegenden Wochen und Monaten hätten die Notwendigkeit eines professionellen Kommunikationskonzepts gezeigt. Dies Konzept wird mit dieser Pressekonferenz initiiert.
Ziel des Projekts wäre es, das Projekt der Renaturierung des Inn bekannt zu machen. Außerdem soll das Projekt dazu genutzt werden, die Menschen für die ökologischen Zusammenhänge in der Flußlandscahft zu sensibilisieren und außerdem soll geprüft werden, wie die Flußlandschaft für einen sanften Tourismus genutzt werden kann. Er schloß neben dem Radfahren auch das Bootfahren, Wandern, Sonnenbaden etc ein. Es sollen aber auch die Grenzen ausgelotet werden, wie weit der Tourismus gehen darf, um die Ökologie nicht zu sehr zu belasten.
Auch wenn das Wasserwirtschaft schon viel gemacht hätte, wäre es in der Bevölkerung im Landkreis noch nicht so sehr angekommen, was hier entsteht.
Und weil er halt selbst gern Fahrrad fährt, unterstrich er, daß Radwege nur dann attraktiv sind, wenn sie abseits der Autostraßen entlang der Flüsse verlaufen. Da es im aufgekauften Areal bereits viele Wege gibt, soll das Kommunikationskonzept auch umfassen, welche Wege genutzt werden können um einen durchgängigen Radweg entlang des Inn zu realisieren. Außerdem denke er an die Schaffung von Informationspunkten entlang der Radwege, Aussichtsplattformen oder sogar Aussichtstürmen, Grill- und Badeplätze, Flußnaturlehrpfade und vieles mehr. Er wäre überzeugt davon, aus diesem tollen Projekt etwas machen zu können, was den Landkeis touristisch attraktiv macht und den Freizeit- und Naherholungswert des Inn auch für die Landkreisbürger in den Mittelpunkt rückt.
Auf der Landkreiskarte erläuterte Dr. Marcel Huber, wie die Radwege derzeit verlaufen und wie sie künftig entlang des Inns künftig verlaufen könnten und wie die vorhandenen Wege in das zukünftige Radwegenetz eingebunden werden könnten.
Dr. Marcel Huber betonte, er wäre auch sehr zufrieden damit, daß E-On-Wasserkraft da mitmacht. Es wäre eine gute Aktion, das manchmal schiefe Bild des Konzerns E-On in der Öffentlichkeit zu korrigieren.
Der Auftrag zur Ausarbeitung des Konzepts wird gerade vergeben, es soll noch heuer fertiggestellt werden. Anfang 2009 müßten dann Gespräche geführt werden, wie und wann man das Projekt finanzieren und realisieren könne.
Die Kosten dafür übernimmt das Umweltministerium, worüber die Bürgermeister sichtlich erleichtert waren. Dann wünschte er dem Projekt gutes Gelingen.
Landrat Georg Huber freute sich sehr, mahnte jedoch, daß es nötig wäre, das Radwegenetz entlang des Inns durchgängig zu gestalten. Wenn man von der Quelle bis Wasserburg und von Töging bis Passau durchgängig am Inn entlang radwandern könne, dann dürfe es nicht sein, daß im Landkreis Mühldorf eine Lücke klaffe. Er mahnte zur Eile, weil derzeit Navigationsgeräte für Radfahrer auf den Markt kämen und man die Wege in die digitalen Karten dieser Geräte integrierern müsse.
Wasserwirtschaftsamtsdirektor Paul Geisenhofer betonte, er brauche als Grundlage das Kommunikationskonzept, das zunächst den Bereich Jettenbach bis Töging umfassen werde. Auch das Wasserwirtschaftsamt sehe den Radweg als fundamental wichtig. Man müsse den Inn als internationales Gewässer sehen, das in der Schweiz beginne und in Passau ende. Wenn er in Rosenheim die vielen Radtouristen beobachte, könne er erkennen, welche touristische Bedeutung der Fluß inzwischen habe. In seinem Interesse wäre es, die Bürger an den Inn heran zu bringen. Nur so würden sie verstehen, welche Bedeutung der Inn, die Wirtschaft am Inn und auch der Hochwasserschutz haben.
Auch Dr. Gotti von E-On betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit dem Landkreis und den Anliegergemeinden. Es wäre ein hervorragendes Projekt für seine Firma, mit dem sie zeigen könnten, daß sie nicht nur für die eigene Kasse wirtschafteten sondern auch in den Umweltschutz und Gewässerschutz investieren würden.
Nach einiger Diskussion, in der sich Bürgermeister Günther Knoblauch zunächst sehr für diese Initiative bedankte, dann eine ganze Fülle von Ideen einbrachte, was man zusätzlich alles machen könnte und sollte, freute sich Staatssekretär Dr. Marcel Huber darüber, daß die Initiative schon so viele Ideen zum sprudeln gebracht hätte und meinte: (O-Ton)
208
SPD Ortsverband Mühldorf wählt Elke Cziczek zur neuen Vorsitzenden
Christa Schmidbauer begrüßte 20 Mitglieder im Nebenzimmer des Turmbräugarten zur Jahreshauptversammlung. Zu ihnen gestoßen waren Landtagskandidat Richard Fischer und Bezirkstagskandidat Michael Bartesch.
Zunächst blickte Christa Schmidbauer auf die Ereignisse des abgelaufenen Jahres zurück. Die Zeit des Wahlkampfes war gefüllt mit einer Menge Veranstaltungen, die sie viel Arbeit und Kraft gekostet haben. Es wäre trotzdem eine interessante und erfolgreiche Zeit gewesen. Bei der Kommunalwahl hätte die SPD in Mühldorf die meisten Wählerstimmen auf sich vereinen können. Dies wertete sie als Anerkennung der Arbeit der SPD in den zurückliegenden Jahren, auf die sie mit Recht stolz sein könnten. Im Ortsverein wurde ein Arbeitskreis gegründet, in den sich jeder Interessierte mit sienem Thema einbringen könne.
Der Ortsverein hätte derzeit 72 Mitglieder, davon eine ganze Reihe neuer Mitglieder. Allerdings wären einige Mitglieder verstorben und der Ortsverein Mettenheim hätte sich wieder verselbständigt, so daß die Mitgliederzahl gesunken wäre.
Werner Rausch trug den Kassenbericht für 2007 vor. Mit einem Vermögen von knapp über 9000 € war der Ortsverein der SPD Ende 2007 für den Kommunalwahlkampf gut gerüstet. Ihm und er Vorstandschaft wurde auf Antrag des Kassenprüfers die Entlastung erteilt.
Weil Fraktionsvorsitzender Werner Groß der Versammlung fern geblieben war, mußte Bürgermeister Günther Knoblauch sowohl den Bericht der Stadtratsfraktion geben als auch sein eigenes Grußwort sprechen.
Das abgelaufene Jahr wäre geprägt gewesen von der Vorbereitung auf die Kommunalwahl. Heute könne er feststellen, daß sie einen engagierten und sehr professionellen Wahlkampf geführt hätten. Es wäre ihnen gelungen, den Mühldorfer Bürgern nahe zu bringen, wie erfolgreich die SPD in Mühldorf die Geschicke der Stadt beeinflußt hätte. Obwohl sie einen Sitz im Stadtrat verloren hätten, wären sie die stärkste Fraktion im Stadtrat geblieben. Und auch wenn es nicht möglich gewesen wäre, den dritten Bürgermeister zu behalten, wäre es ihnen gelungen, die eine oder andere Funktion in den eigenen Reihen zu halten. Mit Jugend- und Familienrefernt, Sportreferent und Kulturreferent wären sie breit aufgestellt und könnten im Interesse der Bürgerinnen und Bürger in der Fraktion arbeiten. Er dankte Hans Liebl für seine engagierte Arbeit als dritter Bürgermeister in den zurückliegenden 12 Jahren.
Wenn heute festgestellt werde, daß die Stadt Mühldorf auf einem guten Weg wäre, dann wäre das auf die Geschlossenheit der SPD-Fraktion im Stadtrat zurückzuführen. Es wäre den Bürgern aufgefallen, daß wenigstens die SPD-Fraktion im Stadtrat geschlossen agieren und Streitereien vermeiden würde. So wäre der Bau der neuen Hauptschule ihrem hartnäckigen Eintreten für dieses Großprojekt zu verdanken.
Er freute sich über die neuen Mitglieder im Stadtrat: Marianne Zollner, Christa Schmidbauer und Alex Pfeiffer brächten frischen Wind in die Stadtratsarbeit. Nun gelte es, den Blick nach vorn zu richten und für Fraktion und Bürgermeister neue Kandidaten aufzubauen.
Gemeinsam mit den anderen Fraktionen wäre es gelungen, in den Stadtrat wieder mehr Ruhe einziehen zu lassen.
Die finanzielle Situation der Stadt hätte sich wieder leicht gebessert. Allerdings gebe es noch einige Faktoren, die nicht eingerechnet werden konnten. Leider hätte Kultusminister Siegfried Schneider die Einrichtung einer Ganztagsklasse an der Grundschule erneut verweigert, eine Entscheidung, die er nicht nachvollziehen könne. Schließlich stünden durch den Umbau der Hauptschule alle nötigen Räume zur Verfügung. So dürfte man aber nicht beginnen zu bauen.
Eine ganze Fülle von Angeboten bei Kinder-, Jugend- und Familienbetreuung wären in Vorbereitung, genau so wie der Bau des Stegs über den Innkanal, dessen Realisierung er auf einem guten Weg sieht.
Auch den Wohnungsbau will die Stadt forcieren und damit Wohnraum zu vernünftigen Preisen schaffen, den sich die Menschen auch werden leiste können. Die Ansiedlung neuer Firmen und die Schaffung neuer Ausbildungsplätze wäre auf gutem Weg, genau so wie die Zusammenarbeit mit der Technischen Universität in München. Er schloß, in dem er feststellte, die SPD-Fraktion wäre schon in der Vergangenheit die bestimmende Kraft in der Stadt gewesen und so werde es auch in Zukunft bleiben.
Michael Bartesch – Kandidat zum Bezirkstag – stellte sich vor und begründete seine Kandidatur. Richard Fischer hätte ihn gebeten, die Kandidatur von Gottfried Kirmeier zu übernehmen, der sich nicht mehr zur Verfügung gestellt hatte. Sein Programm werde er erst vorstellen, wenn er gewählt worden ist.
Landtagskandidat Richard Fischer stellte sich vor: (O-Ton 25:12:00) Er denke, in den zurückliegenden 50 Jahren hätte die Sozialdemokratie viel ertragen müssen. Viele Dinge, die sie in den Landtag eingebracht hätten, hätte die Staatsregierung dann später umgesetzt. Heutige Themen wie Ganztagsschulen, Bildungspolitik, Kindergartenbetreuung, Lehrermangel wären Themen, die die SPD schon vor Jahrzehnten diskutiert hätte. Er verstehe nicht, warum man immer darauf warten müsse, bis gute und volksnahe Ideen endlich umgesetzt werden würden.
Wenn sie mit dem Stichwort antreten, die absolute Mehrheit der CSU zu brechen, würden sie dies verbinden mit der Absicht, den Mindestlohns einzuführen. Nur die Einführung des Mindestlohns könne die Verarmung der Menschen im Alter verhindern helfen.
Ausbildung und Arbeitsplatzentwicklung in der Region wären Themen, die man nicht vernachlässigen dürfte. Es dürfe nicht sein, daß die Zahl der Pendler in die Ballungszentren weiter steige und diese 15.000 Menschen täglich mehrere Stunden in Zug oder Auto verbringen müßten um einen Arbeitsplatz zu bekommen. Die Wirtschaft müsse zu den Menschen kommen. Dazu ist auch der Bau der A94 und der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke dringend nötig. Jeder Politiker müsse hier politisch Druck machen.
So könne es auch nicht sein, daß Kinder und Jugendliche weite Stecken zurücklegen müssen um eine vernünftige Ausbildung zu erhalten.
Abschließend bedankte er sich für die Anstrengungen im Kommunalwahlkampf, in dem sie Geschlossenheit bewiesen hätten. Auch der gegenwärtige Landtagwahlkampf zeige, daß sie zwar klein sind aber sehr effektiv arbeiten würden und stellenweise auch erfolgreicher sind.
In den kommenden Jahren gelte es einige Dinge zu bereinigen und die Position auszubauen. Als zweitstärkste Partei im Landkreis setzten sie sich das Ziel ein gutes Ergebnis zu erreichen. Dafür müssten sie aber in den letzten Tagen noch einmal richtig angreifen und den Menschen begreiflich machen, daß sie die bessere, sozialere Politik machen und die besseren Kandidaten haben.
Allerdings ginge es jetzt, wo sich 10 Parteien im Landkreis um Sitze bewerben darum, die Menschen überhaupt zu den Wahlunrnen zu bringen. Es könne nicht sein, daß durch eine geringe Wahlbeteiligung plötzlich kleine Parteien zum Zünglein an der Waage werden. (O-Ton: Es ist nicht im Sinne der Demokratie....) Er betonte ausdrücklich, daß eine Koalition mit der Partei der Linken für sie nicht in Frage kommt. Er schloß und meinte, wenn jeder seinen Teil täte und es gelänge die Themen zu kommunizieren, dann hätten sie ganz gute Chancen, aus der Wahl positiv herauszukommen.
Nun leitete Christa Schmidbauer in die Vorstandswahl. Weil sie sich selbständig gemacht hatte, fehle ihr die Zeit für die Arbeit als Vorsitzende der SPD. Deshalb stehe sie nicht mehr zur Verfügung. Sie schlug Elke Cziczek als Nachfolgerin vor. Elke Cziczek stellte sich kurz vor. Die verheiratete Mutter zweier Kinder arbeitet seit 20 Jahren bei der Süddeutschen Zeitung in München.
Das Amt des Wahlleiters übernahm Walter Speckmaier, der zunächst die Regularien verlas. Schnell waren die Stimmzettel ausgeteilt, die Abstimmung durchgeführt und die Stimmzettel wieder eingesammelt und ausgezählt. Walter Speckmeier verkündete das Ergebnis der Wahl: (O-Ton: 42.09.12)
Elke Cziczek nahm die Wahl an, Richard Fischer, Gottfried Kirmeier und Günther Knoblauch gratulierten.
Bürgermeister Günther Knoblauch wollte den Posten des zweiten Stellvertreters nicht besetzen und ihn für einen jüngeren Nachfolger frei lassen. Elke Cziczek bestand aber darauf, Gottfried Kirmeier zu wählen, der für sie den Kontakt zur Stadtratsfraktion darstellt.
So verwundert das Abstimmungsergebnis nicht, das Walter Speckmeier dann verlas: O-Ton
In der Folge wurden Beisitzer, Kassier, Rechnungsprüfer und Deligierte gewählt.
Elke Cziczek dankte für die Wahl zur Vorsitzenden und benannte das Ziel des neuen Vorstands: 2014 müsse der neue Bürgermeister eine SPD-Frau oder ein SPD-Mann sein. Dies wäre nur möglich, wenn sie gute Politik machten und eng mit der Stadtratsfraktion zusammenarbeiten würden. Alle Mitglieder der Partei müßten sich ausnahmslos engagieren und so dafür sorgen, daß Mühldorf eine lebenswerte Stadt mit einem sozialen Gesicht bleibe. Da zu befürchten stehe, daß die CSU auch nach der Landtagswahl weiter ihre Ziele gegen den Willen der Bürger verfolge müsse man dem in Mühldorf entgegentreten. Bei Familien, in der Schule, bei den Senioren und in der Wirtschaft müsse man dafür sorgen, daß sozialdemokratische Strukturen das Leitbild der Stadt bleiben. So wolle sie ihre Politik fortsetzen, mit der sie bereits den Kommunalwahlkampf bestritten hätte und wünschte allen dazu „Glück auf!“
Auch sie rief dazu auf, alle zu motivieren, am 28. September zur Wahl zu gehen.
Abschließend überreichte sie Klara-Maria Seeberger eine Dank -und Anerkennungsurkunde und eine Anstecknadel für 40 Jahre Mitgliedschaft in der SPD. Einen riesigen Strauß Blumen erhielt sie auch noch für 18 Jahre Arbeit im Stadtrat.
Auch 40 Jahre Mitglied der SPD ist Horst Tippelt. Auch er erhielt Urkunde und Anstecknadel.
Walter Speckmaier erhielt eine Flasche Whiskey als Dank für die Tätigkeit als Wahlleiter und für 42 Jahre im Stadtrat in Mühldorf.
Abschließend bedankte sich Christa Schmidbauer für die gute Zusammenarbeit in den zurückliegenden Jahren. Sie wünschte Elke Cziczek viel Erfolg und allseits eine glückliche Hand. Auch Kreisvorsitzender Richard Fischer dankte Christa Schmidbauer, gratulierte Elke Cziczek zur Wahl und wünschte viel Erfolg für die kommenden schweren Jahre. Dann bedankte sich Gottfried Kirmeier bei der scheidenden Vorsitzenden.
209
Fachgespräch mit Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer
Gut vorbereitet warteten die Kinder des Trachtenvereins Oberneukirchen auf den prominenten Gast. Mit Molkerei-Milchshakes begrüßten sie jeden, der durch die Tür hereinkam. „Möchten Sie Vanille, Erdbeere oder lieber Banane?“ Hans Rambold wollten wir vergrößern, aber das hat nicht funktioniert, dafür konnte er seinen Arm verlängern. Den Kleinen hat's beeindruckt. Dann kam Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer.
Ja, da war dann doch ein bißchen Respekt vor dem Bundesminister. Vanille, Erdbeere oder Banane hat nicht mehr funktioniert. Also Erdbeere für MdL Ingrid Heckner, Milch für Rupert Staudhammer, Vanille für den Bundesminister und Banane für MdB Stephan Mayer. Erste Hürde überwunden!
Im kleinen Saal im Obergeschoß hatten sich zwischenzeitlich zahlreiche Bürgermeister, Kreisräte, Landwirte und Funktionäre versammelt um ein landwirtschaftliches Fachgespräch zu führen.
MdB Stephan Mayer begrüßte die Gäste und bat um Verständnis für den landwirtschaftlich ungünstigen Termin am späten Nachmittag. Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer dankte er sehr für sein Kommen, um so mehr, als am selben Tag in Berlin die Sitzungsperiode des deutschen Bundestages eröffnet wurde und zur gleichen Zeit die Fraktion von CDU und CSU tagte.
Dann stellte er die Gemeinde Oberneukirchen vor. Mit einem Stimmenanteil von um die 90% CSU-Stimmen wäre Oberneukirchen eine der schwärzesten Gemeinden Deutschlands. Geprägt von der bäuerlichen Landwirtschaft wäre Oberneukirchen stark betroffen von den Entscheidungen seines Ministeriums. Trotz der weltweiten Veränderungen wäre es Horst Seehofer gelungen, der Landwirtschaftspolitik ein neues Gesicht zu geben. Er betreibe Politik FÜR die bäuerliche Landwirtschaft, hätte die Milchwirtschaft zur Chefsache gemacht und die Landwirtschaft geeint. Deshalb wartet die Bevölkerung Oberneukirchens gespannt auf die Aussagen des Bundesministers.
Rupert Staudacher bedankte sich zunächst bei MdB Stephan Mayer, dem es gelungen wäre, Horst Seehofer zu diesem Gespräch in den Landkreis zu bringen. Dann betonte er, die Landwirte in Oberneukirchen möchten auch in Zukunft ihre Landwirtschaft weiter betreiben. Er anerkannte, daß es schwierig wäre, Landwirtschaftspolitik zu machen, die die Bedürfnisse der Bauern im Berchtesgadener Land genau so berücksichtigt wie in Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb wäre es gut, daß er sich bei Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer dafür, daß er gekommen wäre und sie ihre Argumente anhöre.
Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer betonte zunächst die Unterschiedlichkeit der Landwirtschaft in Deutschland. Es wäre einfach, die verschiedenen Gruppen gegeneinander laufen zu lassen: Bio gegen konventionell, Groß gegen klein, Reginal gegen Weltmarkt. Er denke aber, er hätte es in den zurückliegenden drei Jahren immer geschafft, tragfähige Kompromisse zu erzielen. In Bayern stünde jeder dritte deutsche Bauernhof und Bayern wäre somit das stärkste Agrarland in Deutschland wäre, hätte aber eine völlig andere Struktur als die Landwirtschaft in Deutschland oder gar in Europa.
Nur wenn die Bauern zusammenstehen, könnten sie in Brüssel etwas erreichen. Nur dann wären sie eine Macht und könnten etwas nachdrücklich erreichen. Wenn aber Brüssel merke, daß Uneinigkeit herrsche, würde dies gnadenlos ausgenutzt. Deshalb wäre es so wichtig, daß die Bauern einig auftreten würden.
Er schätze die Bauern sehr. Es wäre herzhaft mit Bauern zu diskutieren, hier regiere noch der gesunde Menschenverstand. Deshalb hätte er erkannt und sich zum Motto gemacht: (Achtet mir den Bauer, wir brauchen ihn auf Dauer!)
Leider dächten die meisten Menschen, der Strom käme aus der Steckdose und die Lebensmittel aus dem Supermarkt, wäre viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Insbesondere müssen daran gearbeitet werden, Abhängigkeit vom Ausland zu vermeiden. Man dürfte nicht den selben Fehler machen, der in der Energiewirtschaft gemacht wurde! Der explosionsartige Zuwachs der Weltbevölkerung werde in absehbarer Zeit zu einer Knappheit von Nahrungsmitteln führen. Deshalb MÜSSE die Landwirtschaft in Deutschland und in Bayern erhalten bleiben. Und weil ein Bauer der einmal aufhört nicht wieder anfängt, müßten den Landwirten heute Rahmenbedingungen geschaffen werden, die ihnen die sinnvolle Fortführung ihrer Höfe ermöglicht. Dazu hätte er in seinem Ministerium großen Ehrgeiz entwickelt. So stünden nicht nur in seinem Büro aber auch in den Büros seiner arbeitenden Mitarbeiter die schwarz-rot-goldenen „Kaiben“ (bayerisch für „Kälbchen“) mit der Aufschrift für den fairen Milchpreis.
Und weil er am nächsten Tag seinen Haushalt in den deutschen Bundestag einbringen müsse (O-Ton: Hätte hait des Kaibe gern im Kofferraum wenne nach Berlin fahr...) Dann freute er sich auf das folgende Gespräch.
Aschaus Bürgermeister Alois Salzeder sagte Bundeslandwirtschaftsminister das Kaibe zu (O-Ton: Des machma wei des mecht a amoi weida fuatfahn – )
Viele Fragen der Landwirte drehten sich dann um landwirtschaftliche Themen wie die Saldierung, die Umsetzung der Ergebnisse des Milchstreiks, des Milchgipfels vom 29. Juli und die Milchquote. Wegen der Querelen um den Milchpreis hätten viele Bauern fällige Invetitionen zurückgestellt und rückkehrwillige Bauern diesen Schritt vermieden.
Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer stellte fest, die Bauern hätten die breite Unterstützung der Bevölkerung. Diesen seltenen Schulterschluß von Bauern und Verbrauchern müßte man nutzen. Allerdings könnte man nur etwas erreichen, wenn man ALLE Ergebnisse des Milchgipfels Punkt für Punkt umsetze. So müßte unbedingt die Überlieferung stoppen. Man könnte in Brüssel nicht gegen die Erhöhung der Milchquote argumentieren, so lange man jährlich 380.000 Tonnen zu viel liefere! Deshalb fordere er: Diese Dinge hätte er schon dem Bundesrat zugeleitet, sie sollten im Herbst umgesetzt werden. Andere Dinge müssen durch die Änderung von EU-Recht umgesetzt werden. Daran arbeite er. (O-Ton. Der Bundesrat muß nur noch die Hand heben...)
Außerdem hätte er einen Milchfond vorgeschlagen, der dazu dienen soll, die stark unterschiedlichen Produktionsbedingungen zum Beispiel von Norddeutschland und dem Alpenvorland auszugleichen. Es wäre zum Beispiel eine gesellschaftliche Aufgabe, den Bauern im Voralpenland ihre landschaftspflegerische Aufgab zu entgelten und nicht als selbsteverständliches Nebenprodukt anzusehen. Außerdem kritisierte er das Verhalten der Bauern während des Milchstreiks. Die Bosse der Einzelhandelskonzerne hätten beklagt, daß noch am siebten Tag des Streiks keine einzige Molkerei und kein einziger Bauer mit ihnen gesprochen hätte. Außerdem wunderten sie sich seit Jahren (03:58:24 – wie ohnmächtig...) Es könnte nicht so weitergehen wie bis jetzt. Deshalb wären folgende drei Punkte wichtig: (O-Ton ) Außerdem wäre er sicher, daß – wenn Die EU schon Geld hätte für Galileo, die Fischer und Clochards unter Brücken – dann hätten sie auch Geld für die deutschen Milchbauern. Abschließend bat er die Anwesenden nicht nachzulassen mit ihrem politischen Druck. Erst nach der Abstimmung wäre das Ziel erreicht. Außerdem sprach er sich dafür aus, auch in Zukunft den Markt zu regulieren und nicht den Kräften des freien Marktes zu überlassen. Wer freien Markt wolle, der solle in die USA oder nach Kanada gehen. Dem Recht des Stärkeren werde er in Deutschland nichts überlassen.
So weit unser Bericht vom landwirtschaftlichen Fachgespräch. Später trafen wir Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer in Unterneukirchen wieder. Sehen Sie dazu unseren ausführlichen Bericht.
210
Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer in Unterneukirchen
Gut gefüllt war das Zelt, das der Burschenverein Unterneukirchen anläßlich seines Wiedergründungsfestes aufgestellt hatte. Obwohl's draussen schüttete, und man sich's vielleicht zu Hause gern gemütlich gemacht hätte, hatten es sich die Altöttinger nicht nehmen lassen, zu kommen und Horst Seehofer zu hören.
Die Christkönigsbläser aus Unterneukirchen taten ihres dazu, für gute Stimmung zu sorgen.
Schließlich zog Horst Seehofer zu den Klängen des Bayerischen Defiliermarsches ins Zelt ein. Das übliche Händeschütteln durch die Tischreihen blieb allerdings aus.
Ingrid Heckner dankte dem Burschenverein, der erst vor einem Jahr wieder gegründet worden ist und sich zum Ziel gesetzt hat, das Brauchtum zu fördern. Es freue sie ganz besonders, daß so viele Gäste gekommen wären. Dann begrüßte sie den Ortspfarrer, die Kandidaten im Landtags- und Bezirkstagswahlkampf, Landrat Erwin Schneider und alle Bürgermeister. Daß Unterneukirchen im Zeichen der Landwirtschaft steht, zeigt schon das Kleeblatt im Wappen. Weil sich noch alle gut erinnern könnten, welche Befreiung es vor drei Jahren war, als nach der Grünen Renate Künast ein Bayer Bundeslandwirtschaftsminister wurde, warteten die Gäste nun schon gespannt auf seine Ausführungen.
MdB Stephan Mayer bedankte sich beim Burschenverein für die Gelegenheit, hier sprechen zu dürfen. Dann würdigte er die Leistung Horst Seehofers, der im Anschluß sechs Stunden mit dem Auto nach Berlin fahren müsse und um 12 Uhr schon im Bundestag seinen Haushalt vorstellen müsse. Dann gratulierte er dem Burschenverein, der nach fünf Tagen feierns nun ein Beispiel für die Politik wäre. Obwohl er im Nationalsozialismus verboten worden war, hätte die Idee überlebt und nun zur Wiedergründung geführt. Außerdem hätten sie den Verein aus Eigeninitiative wieder gegründet und dabei keine Hilfe von Staat und Politik erhalten, ein Konzept, auf dem die Politik der CSU beruhen soll. Außerdem hätten sie Verläßlichkeit bewiesen, nicht wie Staatssekretärin Karin Roth, die zuletzt den Weiterbau der A94 davon abhängig gemacht hat von der Bayerischen Zustimmung zur Erhöhung der LKW-Maut. (O-Ton....)
Hans Rambold meinte zunächst: (O-Ton ) Dann dankte er der Blasmusik (O-Ton) und zuletzt gratulierte er dem Burschenverein zur Wiedergründung (O-Ton) Dann bat er um die Stimmen der Wähler (O-Ton)
Auch Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer gratulierte dem Burschenverein und meinte (O-Ton: sind in ihrer gesundheitlichen Konstitution ziemlich beeinträchtigt..) Außerdem störe ihn die Satzung, weil dort nur jemand Mitglied werden könne, der einen guten Leumund hätte. Das hieße (O-Ton: 41:22:00 ich könnte bei ihnen nicht Mitglied werden)
Einen katholischen Burschenverein mit so vielen Mitgliedern gebe es nur in Bayern. Er erinnere sich noch gern an das Leben im Sportverein, das einer der schönsten Abschnitte seines Lebens war und geprägt hat für das ganze Leben. Dann wünschte er dem Burschenverein eine gute Zukunft.
Kurz vor Beginn seiner Rede hätte er Bundeskanzlerin Angela Merkl berichten müssen, er wäre in Unterneukirchen, also in Bayern. Und weil er nach dem Prinzip verfahre (O-Ton:) wäre er an diesem wichtigen Tag in Unterneukirchen.
Weil er vor dem Zelt eine größere Demonstration gegen Gentechnik erlebt hätte – es waren drei Personen dort – nahm er zunächst Stellung zu diesem Thema. Heute würde Bayern deutlich weniger grüne Gentechnik angebaut als zu Beginn seiner Amtszeit. Nur 0,002% der landwirtschaftlichen Fläche würden mit gentechnikverändertem Mais bebaut. Dies begründen die scharfen Richtlinien, die die Landesregierung eingeführt hätte. Auch das Label „Ohne Gentechnik“ wäre gegen den Willen der Wirtschaft eingeführt worden. Er strebe die Änderung europäischen Rechts an, weil derzeit Brüssel über die Frage des Anbaus von Gentechnik entscheidet. Die Entscheidung über die Art der Nutzung bayerischen Bodens könne nicht in Brüssel erfolgen sondern durch Bürgermeister, Landräte und die bayerische Staatsregierung.
Das Amt des Bundeslandwirtschaftsministers übe er lieber aus als das des Bundegesundheitsministers. Obwohl er die Bauern ob ihrer Bodentständigkeit und klaren Aussprache sehr schätze, wollte er nur auf einige Punkte der Landwirtschaftspolitik eingehen, aber auch andere Themen ansprechen: Ein Volk, das nicht zu seiner Landwirtschaft steht, legt die Axt an seine eigenen Wurzeln. Deshalb möchte er in Deutschland und in Bayern eine Landwirtschaft, die gute Lebensmittel produziert und auch davon leben kann. Deshalb könne er nachvollziehen, daß die Bevölkerung gern mehr für Lebensmittel bezahlen möchte, wenn gewährleistet wäre, daß die höheren Preise auch bei den Bauern ankommen und nicht im Handel hängen bleiben. Dann sprach er sich gegen die industrialisierte Landwirtschaft aus und plädierte für die bäuerliche Landwirtschaft. So wäre es bezeichnend, daß in KEINEN Lebensmittelskandal der vergangenen Jahre auch nur EIN EINZIGER Bauer verwickelt gewesen wäre.
Bei Öl und Gas erlebten wir, was es heisse, vom Ausland abhängig zu sein. Wir wäre von allen guten Geistern verlassen, wenn wir zuließen, daß dies auch in der Lebensmittelversorgung eintreten würde. Bei explodierendem Bevölkerungswachstum und zu erwartender Lebensmittelknappheit wäre eine Abhänigkeit vom Ausland unerträglich. Das hätte die Bevölkerung erkannt. Deshalb bestätigten viele Umfragen einen breiten Konsens zwischen Verbrauchern und Erzeugern. Er lehnte auch die Zentralisierung der Lebensmittelversorgung ab: (O-Ton: ich möchte nicht drei oder vier große Konzerne..) Verhältnisse wie in Südamerika oder in den USA würde er nie zulassen. Deshalb gelte es ( O-Ton) Um dies zu erreichen möchte er Schluß machen mit dem Gegeneinander von Biobauern und konventionellen Bauern. Alle Bauern produzierten gesunde Nahrungsmittel. Nur gemeinsam könnten sie die bäuerliche Landwirtschaft erhalten.
Und wenn heute viele Forderungen von Leuten an ihn herangetragen werden, die sich wie die Retter der Landwirtschaft aufspielten, wie etwa Deutschland solle gentechnikfrei werden, dann hätte er nur eine Frage an die Grüne Renate: (O-Ton)
Um die Flut von bürokratischen Vorschriften zu entwirren, unter denen die Bauern ganz besonders leiden, trat er dafür ein, den Bauern diese Dinge wieder zu überlassen. Mit ihrer jahrhundertelangen Erfahrung wären sie ohnehin die wahren Naturschützer. Wer weniger Bürokratie wolle, müsse damit anfangen, weniger Gesetze zu erlassen. Was Bauern in Europa beachten müßten, brauchte keiner der Wettbewerber zu beachten (O-Ton: Die Amerikaner net, die ....) Außerdem müsse Schluß sein damit, daß man in Deutschland EU-Bestimmungen noch ergänze und so perfekt umsetze, wie sonst niemand. (O-Ton 1:03:44:00 ... von den Italienern seit 40 Jahren vermuten!) Etwas mehr Flexibilität und Großzügigkeit wäre schon angebracht.
Und weil Landtags- und Bezirkstagswahl anstehen noch einige Worte dazu. Er hätte noch nie erlebt, daß es zwei Lager gegeben hätte, in denen das eine nur sagt, was die anderen nicht können aber nicht sagen, wofür sie eigentlich stehen. Er wäre ein Freund von Leistungsbilanzen. Auch wenn es nicht zähle, daß man 40 Jahre lang Spitze gewesen wäre, weil die Leute wollten, daß man JETZT Spitze ist, reiche ihm eine einzige Zahl: In ganz Deutschland gebe es kein Bundesland, in das mehr Menschen zuziehen, als nach Bayern. Einen stärkeren Vertrauensbeweis gebe es nicht. Diese Menschen kämen nicht zu uns, (O-Ton weil wir ein friedfertiges Volk sind..... sondern weil sie sich hier bessere Perspektiven versprechen als anderswo). Es gelte stolz zu sein auf diesen Vertrauensbeweis, der auch mit der Politk der CSU zu tun habe. Die Partei „Die Linke“ interessiere ihn nicht, weil er wisse, daß es überall dort, wo deren Ideologie versucht wurde, es in einem Desaster geendet hätte. Es wären dort alle gleich – gleich arm, während die Bonzen sich die Taschen gefüllt hätten.
Als Schüler von Franz-Josef Strauß hätte er immer darauf geachtet, daß rechts von der CSU keine Parteien in den Landtag einziehen könnten. So stünde es auch um die SPD besser, wenn sie sich in den zurückliegenden 18 Jahren mit den Linken auseinandergesetzt hätten.
Dann plädierte er für eine Politik der Überzeugungen gegenüber einer Politik der Stimmungen. Und er plädierte dafür, den gesunden Menschenverstand auch in der Politik nie aus den Augen zu verlieren. So wäre eine dynamische erfolgreiche Wirtschaft nötig um Renten und Sozialleistungen sichern zu können. Das Rückgrat dafür wäre der Mittelstand, der für Ausbildung und Arbeitsplätze sorge. Das Bild der Konzernmanager hätte in der Vergangenheit sehr gelitten, so daß das Ansehen der Sozialen Marktwirtschaft gelitten hätte. Chefs in mittelständischen Firmen hätten den ethischen Bezug zu ihren Mitarbeitern und würden sie auch dann behalten, wenn's einmal nicht so läuft. Hire and Fire kennen die nicht! Auf die Frage, mehr Freiheit oder mehr Staat würde er auf jeden Fall auf mehr Freiheit mit starken Bürgern setzen, weil nur dann die Talente zum Tragen kommen, die der Herrgott den Menschen mitgegeben hat. Wenn Bayern in den letzten 30 Jahren in Deutschland zum Vorzeigeland geworden wäre, läge das daran, daß die schwarzen die Verantwortung getragen haben. Ohne den Fleiß der Bevölkerung wäre es aber trotzdem nicht erreichbar gewesen. (Neid muß man sich erarbeiten...) Aber auch der starke Staat wäre nötig. So begrüße er die harte Bestrafung der U-Bahnschläger in München. Es könne nicht sein, daß Täter plötzlich argumentieren dürften, sie wären mehr geschädigt als die Opfer. Bayern wäre deshalb stark, weil Politik und Bevölkerung hinter Polizei und Justiz stünden.
Und um klar zu machen, daß er mit Erwin Huber und Günther Beckstein sehr gut zusammenarbeite, erklärte er, daß er Günther Beckstein's harte Linie in der Innenpolitik unterstütze. Ausländische Täter müßten nach Verbüßung ihrer Strafe in ihr Herkunftsland abgeschoben werden.
Er unterstützt auch Erwin Hubers Steuermodell, das der schleichenden Steueerhöhung entgegentritt. Nach Jahren steigender Einnahmen wäre es keine Überforderung, wenn der Staat 28 Milliarden an Familien, Kinder, Pendler und Arbeitnehmer zurückgebe, eine Gruppe, auf deren Schultern die Gesellschaft ruhe. Diese Menschen müßten endlich spüren, daß sich Leistung wieder lohne und mehr Netto von Brutto übrigbleibe. Dazu gehört auch die Wiedereinführung der Pendlerpauschale in alter Form. Seit Abschaffung wären die Spritpreise explodiert. Es ginge nicht an, daß man an einem erkannten Irrtum festhalte, nur um nicht mit dem Vorwurf des Umfallens konfrontiert zu werden. Man könne sich darauf verlassen. (O-Ton: wir kämpfen vor und nach dem 28. September....)
Auch wenn er als Sozialapostel gelte, wäre es sein Bestreben, Zufriedenheit zu schaffen. Das könne man nur, wenn man sich in die Gesellschaft einbringe und sich nicht nur um sich selbst drehe. Während seiner schweren Krankheit vor einigen Jahren hätte er erkannt, wie wichtig es ist, sich auf andere verlassen zu können. Weil er erkannt hätte, daß Zuneigung und Menschlichkeit oft mehr bedeuten als Medikamente. Auch in der heutigen Zeit zählten Menschen und Grundeinstellungen mehr als Ideologien und Konzerne. (O-Ton: 1:26:19:10 Der einzelne Mensch und sein Wohlergehen ist das Maß aller Dinge...) Es käme noch immer darauf an, wie es dem Versicherten ginge, nicht darum, wie es der Allianz-Versicherung erginge.
Es wäre zu erkennen, daß die christliche Soziallehre die Grundlage der Sozialpolitik wäre. So faßte er sein Prinzip zusammen: (O-Ton: Es ist sozial, Menschen zu helfen....) Mit diesem Selbstverständnis müsse niemand fürchten, hinten gelassen zu werden, wenn er in Not gerät. Die Pflege der Mitmenschlichkeit bereichert das Leben sehr, viel mehr, als viele meinen. Nirgends in Europa wird soviel über das Älter-Werden diskutiert wie in Deutschland. Es wäre doch keine Last für ein Volk, wenn die durchschnittliche Lebenserwartung auf 85 Jahre zusteuert. Die älteren Menschen müßten sich vorkommen als wären sie der Abfall der Gesellschaft. Es gäbe nicht zu viele alte Menschen sondern zu wenig junge. Deshalb müsse diese Diskussion endlich aufhören.
Zum Thema Bildung meinte er, man dürfe sie nicht auf die Allgemeinbildung beschränken. Auch dürfe man die Berufsausbildung nicht hintanstellen, sonst gibt’s nur noch Theoretiker und niemand mehr, ders auch machen kann.
Er schloß, indem er einen gesunden aufgeklärten Patriotismus und eine gesunde Liebe zum eigenen Land beschwor. Alle Zuzügler aus Deutschland hieß er willkommen, wenn sie hier heimisch würden. Und weil Bayern in der Geschichte immer mal wieder die Fronten gewechselt hat, aber immer darauf geschaut hat, auf der Seite der Sieger zu stehen, wollen sie auch am 28. September siegreich sein. An diesem Tag ginge es auch um die Stabilität in Bayern. Man solle darüber nachdenken, ob eine SPD stabilitätsfördernd wäre, die in fünf Jahren vier Mal ihren Vorsitzenden wechselt, von den internen Richtungskämpfen ganz zu schweigen. Bayren muß aber auch in Berlin stark bleiben. Nur so könnte der ungewöhnlich starken Kanzlerin ein Gegengewicht entgegengesetzt werden.
Dann bedankte er sich für die vorzügliche Zusammenarbeit mit Stephan Mayer in Berlin. (O-Ton: Ein bayerisches Vergelts-Gott) Auch Ingrid Heckners Arbeit in München lobte er ausführlich und meinte, sie wäre der Beweis für die Modernität der CSU. Nachdem er auch den Bezirkstagskanidaten Frank Springer und Gerti Ertl alles Gute gewünscht hatte, schloß Bürgermeister .. die Veranstaltung ab, nicht ohne Bundesminister Horst Seehofer ins Goldene Buch eintragen zu lassen.
Abschließend gab's noch ein paar Geschenke und wie üblich die Bayernhymne.
211
Bayernliga: TSV Buchbach gegen SV Seligenporten
Der Wahlkampf macht auch um Fußballstadien keinen Bogen. So hatte die CSU ihren Stand aufgebaut. Die Kandidaten Hans Rambold und Gerti Ertl verteilten zusammen mit Bürgermeister Thomas Einwang Informationsmaterial, Kugelschreiber und jede Menge guter Laune.
Die Mannschaften waren schon aufgelaufen, als Günther Grübl und Walter Bootz mit einem großen Blumenstrauß Stefan Bernhardt zum Geburtstag gratulierten. Und weil auch Christian Kagerer Vater geworden ist, gabs nach dem Spiel sicher noch was zu feiern. Erst aber sorgte Stefan Bernhardt selbst für ein Geburtstagsgeschenk. Davon gleich mehr.
Nach der Platzwahl hatte Buchbach Anstoß. Buchbach wieder in schwarz von links nach rechts, Seligenporten in weiß-rot von rechts nach links. Schiedsrichter Bernd Brand vom FC Schallfeld pfiff pünktlich um 17 Uhr an.
Recht schnell zeigte sich, daß sich das Spiel vor allem vor dem gegnerischen Tor abspielen würde. Eine erste Chance hätte hier schon zum 1:0 führen können. Der Ball ging um haaresbreite am Tor vorbei. Daß es manchmal schon hitzig zugeht, zeigt dieses unnötige Foul von Christian Knorr an Marcus Gibis. Schiedsrichter Bernd Brand nachm's nicht leicht und ermahnte ausführlich.
Die nächste Chance hier. Stefan Bernharts Weitschuß geht knapp über das Tor.
Zwischendurch kamen die Gäste. Abseits.
1020 Zuschauer hatten trotz des kalten Wetters den Weg ins Jahnstadion gefunden.
Dieses Foul von Michael Pointvogel führte zur ersten aussichtsreichen Situation für die Gäste: Mario Feulners Freistoß aber kein Problem für Buchbachs Abwehr.
Mit Marcus Gibis' Schnelligkeit haben viele Gegner Probleme. Meist endet es so. Gelbe Karte für Florian Schlicker. Freistoßspezialist Ralf Kingmann unerwaret kurz. Nun war Buchbach fast ständig vor dem Seligenportner Tor. Und wieder Ralf Klingmann. Wäre sein Ball nicht abgefälscht worden, er wäre für Torhüter Oliver Haßler zum Problem geworden!
Trainer Uwe Neunsinger war schon ganz aus dem Häuschen.
hier ließ Alex Neulinger Matthias Wolf aussteigen. Ermahnung des Schiedsrichters und eine passable Freistoßposition für die Gäste waren die Folge. Den Freistoß von Jürgen Berber hatte Thomas Penker aber sicher. Buchbach kontert sofort. Marcus Gibis erhält den Ball von Christian Kagerer, trifft aber nur den Pfosten. Das 1:0 lag förmlich in der Luft.
Trainer Matthias Pongratz schien ganz zufrieden mit der Leistung seiner Truppe. Die spärlichen Rufe nach einem Auswärtssieg der mitgereisten Fans schienen schon zu der Zeit eine Wunsvorstellung zu bleiben.
Und wieder: Christian Kagerer auf Stefan Hillinger, der auf Marcus Gibis, der aber ausrutscht und nicht an den Ball herankommt. Dann dieses Foul von Philipp Maier an Michael Pointvogel. Der muß sich außerhalb des Spielfeldes behandeln lassen, kommt aber schnell wieder zurück.
Die zunehmende Ratlosigkeit der Seligenportener zeigt dies: Ralf Klingmann auf Alex Neulinger, den Mario Feulner nur unfair stoppen kann. Gelb für ihn.
Immer wieder versuchten die Gäste einen Angriff, blieben aber zu harmlos für die Buchbacher Abwehr. Während des ganzen Spiels brauchte Thomas Penker nicht ein einziges Mal sein Können unter Beweis zu stellen. Symptomatisch dafür dieser Freistoß aus 25 m Entfernung.
Die Gäste weiter ratlos. Ein Fall für Ralf Klingmann! Der aber diesmal ganz untypisch. Und jetzt passen Sie auf: Ein klares Foul innerhalb des Strafraums. Die zweite Kamera zeigts noch deutlicher: Christian Kagerer regt sich richtig auf und reklamiert beim Schiedsrichter: Der verpaßt ihm dafür eine gelbe Karte! Verstehen kann er's nicht!
Halbzeit beim Stand von 0:0
Die Mannschaften kamen pünktlich aus den Kabinen, nur die Schiedsrichter hatten's übersehen. So standen sie da und warteten. Endlich kamen auch sie und es konnte weitergehen.
Nun also Buchbach in schwarz von rechts nach links und Seligenporten in weiß-rot von links nach rechts.
Es bot sich aber ein ähnliches Bild wie in der ersten Halbzeit. Buchbach dominierte die Partie.
Wie gesagt, die Bilder gleichen denen der ersten Halbzeit. Nur durch ein Foul konnte Kolja Eigl Chrisian Kagerer stoppen. Er sah dafür Gelb.
Dann brachte Seligenportens Trainer Uwe Neunsinger Tobias Maus für .........
Auch hier könnte man über einen Elfmeter streiten. Nein, kein Elfmeter, aber auch kein Grund für Schiedsrichter Bernd Brand das Spiel zu unterbrechen.
Und weil sie gegen Buchbach's Abwehr nicht ankamen immer wieder die selbe Methode. Foul an Ralf Klingmann und gelb für Matthias Wolf.
Nach dem Freistoß dieser Angriff: Hätte ihn ein Seligenportener nicht noch abgelenkt, Stefan Hillinger wäre goldrichtig gestanden. So blieb es beim 0:0.
Einer der seltenen Angriffe Seligenportens. Thomas Penker braucht den Ball nur aufzuheben.
Dann brachte Buchbach Fabian Ganser für Daglas Numanovic, der bis dahin eher unauffällig agiert hatte.
Nach diesem Foul an Marcus Gibis gabs Freistoß: Stefan Bernharts Ball wäre für Oliver Haßler sicher zu halten gewesen. Vielleicht war ihm die Sicht verstellt und er hat ihn zu spät gesehen. 1:0 in der 70. Minute. Noch einmal von der anderen Seite:
Gleich darauf die nächste Chance: Christian Kagerer auf Stefan Hillinger, der zurück und über mehrere Stationen zu Stefan Bernhart. Dessen Schuß geht aber am Tor vorbei.
Dann kam bei Seligenporten Alexander Roth für Michael Bergmann.
Nach dieser Ecke für Seligenporten startet Fabian Ganser. Ihn zu stoppen gabs wohl nur ein Mittel: Foul durch Matthias Wolf. Und weil der schon gelb hatte, gabs noch gleich die rote hintennach.
Jetzt war Seligenporten erst richtig in Bedrängnis. Wie hier und hier oder hier oder hier.
Dann kam, was kommen mußte: Buchbach kommt mit Ralf Klingmann über links. Flanke auf Stefan Hillinger, der nur einen Abwehrspieler umspielen muß. 2:0 Auch dieser Ball wäre haltbar gewesen . Die Freude war groß beim TSV Buchbach!
Dann kam bei Buchbach für Christian Kagerer Andreas Bichlmaier ins Spiel und die Gäste bäumten sich noch einmal auf. Allerdings blieb ihr Freistoß in der Mauer stecken. Aber das war nur eine kurze Episode. Schon der sofortige Konter führte zu einer Ecke. Die kontte Oliver Haßler noch parieren, den nächsten Angriff nicht mehr. 3:0 für Buchbach und gleichzeitig der Abpfiff – Nach unserer und der Stadionuhr 3 Minuten zu früh! Die Freude war groß beim TSV Buchbach, als sie sich den Zuschauern präsentierten. Auch Matthias Pongratz freute sich mit seiner Truppe, während Oliver Haßler noch lange in seinem Kasten saß und mit seinen Schuhen haderte.
Nach dem Spiel wollte Stadionsprecher Erich Haider von Seligenportens Trainer Uwe Neunsinger wissen, ob sein Gemütszustand den Außentemperaturen entspricht. Er sah das Spiel so: (O-Ton: )
Matthias Pongratz meinte vor dem Spiel, nach zwei Unentschieden wäre mal wieder ein Sieg recht. Trotz vieler Chancen hätte es lang gedauert, bis das 1:0 gefallen ist. (O-Ton: ) Und weil alle dann gern ein gutes Bier von der Münchner Traditionsbrauerei tranken, fand der Fußballnachmittag trotz des ungemütlichen Wetters und des eindeutigen Ausgangs ein friedliches Ende.

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