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Das gabs 2009 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im Februar 2009 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
19
Die 138. Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Mühldorf
16:30
06 06.02.09
Es steht schon eine stolze Geschichte hinter einem Verein, der zu seiner 138. Jahreshauptversammlung einladen kann. So verwundert es nicht, daß Vorstand Josef Birnkammer sehr viele Gäste im Haberkasten begrüßen konnte. Stadtpfarrer Peter Hagsbacher, Pfarrer Andreas Benecker, Landrat Georg Huber, Bürgermeister Günther Knoblauch, zweiter Bürgermeister Paul Schwarz, Kreisbrandrat Karl Neulinger und eine ganze Reihe Mitglieder der Kreisbrandinspektion, eine ganze Reihe Stadträte der SPD-Fraktion und zahlreiche Vertreter der Feuerwehren der Nachbarorte – um nur einige zu nennen.
Aber – erst gab’s mal ein gutes Abendessen.
Danach ging’s in die Tagesordnung.
Der Verein gedachte zunächst seiner Verstorbenen. Stadtpfarrer Peter Hagsbacher erbat Gottes Erbarmen für August Reiter, der im abgelaufenen Jahr aus der Mitte des Vereins gegangen ist.
Dann berichtete Vereinsvorstand Josef Birnkammer aus dem Vereinsleben, von Vorstandssitzungen, Entscheidungen über Investitionen, von gelungenen Vereinsfesten, und Dienstleistungen, die der Verein für andere Vereine und die Stadt erbracht hatte. Er stellte fest, daß sich die Mühe bei der Vorbereitung der Feste auszahlte und die Feuerwehrfeste immer beliebter werden. Karfreitags-Fischgrillen und Kirchweih-Saugrillen brachten gute Einnahmen. Zur Sonnwendfeier kamen wieder mehr Besucher als im Jahr vorher. Er dankte Kreisbrandrat Karl Neulinger für die Nutzung des Feuerwehrausbildungszentrums. Auch der Schnuppertag des Ferienprogramms wecke Hoffnung auf Nachwuchs.
Die Sportgruppe beteiligte sich an zahlreichen Veranstaltungen: (O-Ton: Die Ergebnisse waren mal besser mal schlechter – Gelächter )
Ein besonderes Ereignis war die Renovierung des 35 Jahre alten Aufenthaltsraums, in den viel Eigenleistung geflossen ist. Darüber hinaus schaffte der Verein Ausrüstungsgegenstände an.
Bei einer Hochzeitsfeier fiel ihm auf, daß viele seiner jüngeren Kameraden nicht tanzen können. Daraufhin organisierte er einen Tanzkurs. Nun hätte er eine Mannschaft: (O-Ton: Die nicht nur löschen-bergen und schützen kann, sondern die löschen-bergen-schützen und tanzen kann! Gelächter!) Er bedankte sich bei den Damen, die die eine oder andere blaue Zeh davon getragen haben!
Auch die AH (sprich „AA-HA“) hatte Grund zum Feiern. Gemeinsam beging man 65. 75. Und 80. Geburtstage.
Das Vereinsjahr endete mit einem Gottesdienst und der Weihnachtsfeier am 13. Dezember.
Den absoluten Schlußpunkt setzte aber Josef Demmel, dessen Frau am 18. Dezember von Zwillingen entbunden wurde. O-Ton: Aiso nexts moi san do Drilling fällig! – Gelächter)
Abschließend dankte Josef Birnkammer der gesamten Bevölkerung, den Mitgliedern des Bauhofs und der Stadtverwaltung für ihre große Unterstützung. Besonders aber den Mitgliedern seiner Feuerwehr und meinte, sie könnten stolz auf das Geleistete sein.
Kassier Josef Penzenstadler trug den Kassenbericht vor. Trotz der getätigten Investitionen steht das Vereinsvermögen auf einer soliden Basis und gewährleistet die uneingeschränkte Handlungsfähigkeit des Vereins in den kommenden Jahren. So gestalteten sich die Ausgaben, wobei die Renovierung des Aufenthaltsraums der größte Ausgabenposten war.
(Nicht lesen: – ist nur zum Merken: 16.404 Euro Aufenthaltsraums - Ausrüstung 4.092, für Bürobedarf 874 Euro -Ausbildung wurden 201 Euro, die Jahresabschlußfeier kostete 1.515 Euro. Andere Feiern schlugen mit 156 zu Buche. Turniere, Prüfungen etc. mit 314, Jugendfeuerwehr 248 Euro – Inserate 189 Euro, Geschenke: 1840 Euro, Bewirtung 1739, Beiträge 269 Euro, sonstige 485 Euro, Summe 28.421 Euro)
An Einnahmen verzeichnete der Feuerwehrverein diese Posten:
(Nicht lesen: Spenden: 5.361 Euro, Fördermitglieder 3.717 Euro, Veranstaltungseinnahmen: 8.283 Euro, Aufwandsentschädigungen 1.630 Euro, Rückerstattung von Auslagen: 2.133 Euro, Zinserträge: 730 Euro, Sonstige 300 Euro, macht zusammen 22.156 Euro)
(O-Ton: Somit ergibt sich dann saldierend eine.... )
Abschließend dankte er Vorstandschaft, Mitgliedern und Stadtverwaltung für die außerordentlich gute Zusammenarbeit.
Kassenprüfer Anton Aumüller hatte keine Einwände, so daß die Versammlung Vorstandschaft und Kassier die Entlastung erteilte.
Dann trug Kommandant Günther Starzengruber seinen Bericht vor.
Zur Feuerwehr Mühldorf gehörten derzeit 211 Mitglieder. Davon sind 69 aktiv, 17 Jugendliche, 11 passive und 131 Fördermitglieder. 2008 wurden 121 Übungen der verschiedenen Bereiche absolviert. Darunter vier Großübungen, bei der JVA in Mühldorf, bei Firma Schörghuber in Ampfing, bei der Grundschule in Mößling und in Waldwinkel bei Aschau.
Die Teilnahme an zahlreichen Fortbildungen, Ausbildungen, Symposien und Einweisungen in neue Fahrzeuge und Ausrüstung, verbesserten Wissen und Können der Feuerwehrmitglieder.
Besonders bedankte sich Kommandant Günther Starzengruber beim THW, an deren Fortbildung zum Thema Stabsarbeit seine Gruppenführer teilnehmen konnten. Sie hätten aber nicht nur an Fortbildungen teilgenommen sondern auch selbst welche abgehalten: So war die Kreisbrandinspektion Passau, fünf Feuerwehren aus dem Landkreis Passau sowie die Feuerwehren aus Vilsbiburg und Geisenhausen zu einer Schulung am Bahnhof Mühldorf zu Gast.
Im Rahmen eines Fahrlehrersymposiums konnten sie über Besonderheiten bei Feuerwehreinsätzen berichten und das THW zum Thema Brandschutz instruieren.
Erstmals wurde seine Wehr 2008 zu mehr als 200 Einsätzen gerufen, was an die Substanz seiner Mannschaft gegangen wäre. 31 Brandeinsätze, 128 Technische Hilfeleistungen, 8 Wasserrettungen, 1 Gefahrgut und ein Seelsorgeeinsatz sowie weitere 23 Einsätze hielten sie auf Trab. (Ev. O-Ton zu den Technischen Hilfeleistungen )
Dann blickte er auf einzelne Einsätze zurück: 2008 war ein „Sturm-Jahr“. Schon während eines Orkans am 1. März hätten sie 21 Einsatzstellen zu betreuen gehabt. Ein verunglücktes Kind am Innkanal am Karfreitag konnte leider nicht gerettet werden. Am 20. Mai gab es gleich drei Einsätze gleichzeitig. Am 12. Juli und am 7. August hätten sie durch Starkregen. Am 7. August gingen ab 21:30 Uhr innerhalb von 20 Minuten 60 Anforderungen ein. Damals waren 50l/Quadratmeter angekündigt, 80l/Quadratmeter sind gefallen!
Aber auch zur Unterstützung von Veranstaltungen war seine Wehr sehr aktiv: Bei Faschingszug, Sandbahnrennen, Oldtimer- und Teilemarkt, Wallfahrtszug, Volksfestauzug, Schützen- und Trachtenzug hätten sie unter anderem die Verkehrsabsicherung übernommen.
Ein Höhepunkt war die Überführung des alten Rüstwagens nach Rumänien. Die dortige Feuerwehr hatte sich so gefreut, daß die drei Kameraden noch eine Woche später ziemlich angeschlagen waren!
Im Februar erhielten sie den neuen 430.000 €-teueren Rüstwagen. Ein Fahrzeuglade-Erhaltungssystem, die Erweiterung des Regalsystems, die Erneuerung der Strahlenschutzausrüstung und eine neue Waschmaschine machten das Jahr zu einem Beschaffungs-Mammut-Jahr. Er dankte herzlich Bürgermeister Günther Knoblauch, dem Stadtrat, und der Stadtverwaltung die immer ein offenes Ohr für die Bedürfnisse der Feuerwehr hätten. Die Zusammenarbeit mit ihnen allen wäre vorbildlich und verdiene höchste Anerkennung.
Er dankte auch den Freunden vom THW mit denen sie ein super Verhältnis pflegten. Es wäre schon selten, daß sich „Rote“ und „Blaue“ an einem gemeinsamen Stammtisch treffen würden: Ein vorbildliches Verhältnis, das keineswegs häufig anzutreffen wäre.
Sein Dank galt aber auch der Polizei in Mühldorf, der Polizeihubschrauberstaffel und der Werkfeuerwehr in Gendorf für die hervorragende Zusammenarbeit. Des weiteren galt sein Dank den Kreisbrandinspektionen in Mühldorf und Altötting sowie seinem Stellvertreter .. Jäckl und den Mitgliedern von Vorstandschaft und dem ganzen Verein. Er dankte besonders den Ehefrauen und Familienmitgliedern sowie bei den Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter zu jeder Zeit für die Feuerwehr freistellten.
Dann blickte Komandant Günther Starzengruber auf das kommende Jahr voraus: Neben der Betreuung der alljährlichen Veranstaltungen finden heuer die Inn-Ausstellung, im Mai die Bayern-Radtour und im Juli ein Open-Air-Konzert in der Rennbahn statt. Mehrere Großübungen sind geplant, unter anderem bei der Südostbayernbahn, der JVA, der Hauptschule und im Kreiskrankenhaus. Er dankte allen für die Hilfe, die auch dieses Jahr gebraucht wird und war sich sicher, daß er sich auch dieses Jahr wieder auf sie wird verlassen können.
Jugendwart Martin Strasser berichtete von fünf Neuzugängen und fünf. 13 Feuerwehranwärter gingen ins neue Jahr. In vielen Übungen erlernten sie die Grundlagen der Feuerwehrarbeit. Eine ganze Löschgruppe der Jugendfeuerwehr konnte ihr erstes Wasserabzeichen ablegen, zwei Gruppen die Prüfung zur Jugendfeuerwehr-Leistungsspange. Alle neun Teilnehmer bestanden den alljährlichen Wissenstest in Waldkraiburg. Sehr informativ und abschreckend war ein Vortrag eines ehemaligen Drogenfahnders über die Folgen von Drogenkonsum.
35 Kinder nahmen im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt am Schnuppertag teil. Auch Martin Straßer bedankte sich bei allen Mitgliedern für ihre Unterstützung und wünschte den fünfen, die in die aktive Wehr gewechselt haben, alles Gute und viel Glück.
Den Bericht der Fachgruppe Atemschutz trug Christian Haberger vor: Wie überall gab es auch im Atemschutzbereich eine rasante Weiterentwicklung. Während noch vor Jahren ein Manometer schon eine gute Ausrüstung auszeichnete, führte die Feuerwehr Mühldorf zum Jahreswechsel 2007/2008 das Atemschutzgerätesystem PSS100 ein. (sprich PE-ES-ES-Einhundert). Dieses hat sich bestens bewährt. Derzeit besteht die Gruppe der Atemschutzgeräteträger aus 22 Mann, die 2008 an vier Großübungen und sechs Atemschutzgemeinschaftsübungen teilnahmen. Wie jedes Jahr nahmen sie am Atemschutzgeräteträgersymposium in Pfarrkirchen teil. So konnten sie durch die speziellen Leuchten die klobigen Handlampen ersetzen und dadurch im Einsatz die Hände frei bekommen. Mit der neuen Ausrüstung sind sie für die nächste Zukunft gerüstet.
Weil Maschinisten-Ausbilder Anton Weindl krank war, trug seinen Bericht Andreas Konrad vor. Die Feuerwehr wäre glücklich, 22 Mann mit Führerscheinen der Klassen C und CE in ihren Reihen zu haben. 2008 lag der Schwerpunkt mit etwa 60% der Ausbildung auf dem Erlernen des Umgangs mit dem neuen Rüstwagen.
Als eine von zwei Feuerwehren in ganz Oberbayern wäre die Feuerwehr Mühldorf in der Lage, ein Fahrsicherheitstraining anzubieten. So waren sie von Berchtesgaden bis Bad-Aibling und Landshut unterwegs, um Feuerwehren zu schulen. Für die Möglichkeit, dies am Volksfestplatz kostenlos durchzuführen, dankte er Bürgermeister Günther Knoblauch.
Dann nahm Komandant Günther Starzengruber neue Mitglieder per Hanschlag in die Feuerwehr auf: Marian Eder, Richard Haberger, Nadine Hecht, Andreas Maier und Lorenzo Orlando.
Allerdings war nur Nadine Hecht da, alle anderen waren krank gemeldet.
Dann zeichnete er langjährige Mitglieder aus: Zunächst für 10 Jahre aktiven Feuerwehrdienst: Max Konrad, Johannes Zellhuber, Christoph Straßer und Alexander Zellhuber.
Von den fünfen, die von der Jugenfeuerwehr in den aktiven Dienst übergetreten waren, konnte Günther Starzengruber auch nur dreien ihre Urkunden mit der Ernennung zum Feuerwehrmann aushändigen: Tobias Wapler, Bastian Cziczek und Michael Lechertshuber.
Zum Oberfeuerwehrmann befördert wurden Marion Maier und Sandra Penzenstadler.
Zum Hauptfeuerwehrmann befördert wurden Robert Niederschweiberer, Robert Thumann, Franz Straßer, Christoph Straßer, Fritz Konrad, Max Konrad, Jürgen Skoluda, Peter Hagsbacher, Christoph Hecht und Bernhard Niederschweiberer.
Besondere Ehrungen des Vereins hatte Vorstand Josef Birnkammer: 40 Jahre Mitglied ist Franz Straßer senior. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde Anton Aumüller geehrt. Peter Weber ist seit 60 Jahren Mitglied der Feuerwehr Mühldorf. Aber das war nicht das Ende: 70 Jahre Mitgliedschaft in einem Verein wäre schon eine Seltenheit. Seit seinem 16. Lebensjahr ist Johann Bernhart Mitglied der Feuerwehr Mühldorf. Er erhielt Ehrenurkunde und einen Gutschein für ein Essen im Wintergarten. Abschließend dankte er der AH (sprich „AA-HA“), die immer da wäre, wenn man sie brauche.
Landrat Georg Huber gratulierte allen Geehrten. 70 Jahr in einer Feuerwehr Mitglied zu sein hiesse, einen sehr großen Teil der Lebenszeit der Hilfe zu widmen. Er freute sich, daß die Feuerwehr auch die Senioren in ihr Vereinsleben integriere. Nur wenn alle zusammenhelfen, könnten so viel Arbeit und so viele Einsätze geleistet werden. Er dankte den Feuerwehrlern, aber auch ihren Familien und Arbeitgebern für ihre Unterstützung. Er wäre überzeugt, daß Feuerwehrleute auch in ihren Betrieben zu den Besten gehörten. Wenn es heute Gemeinden gebe, die sich eine Feuerwehr nicht mehr leisten könnten, dann erkenne man erst, wie gut die Stadt Mühldorf ihre Stützpunktfeuerwehr unterstützt, die sicher einen höheren Aufwand erfordert. Dafür dankte er der Stadt. Sein Dank galt weiter auch der hervorragenden Jugendarbeit, die besonders in den Städten schwieriger wäre als auf dem Land.
Dann konnte er vier Mitgliedern der Feuerwehr das Feuerwehrehrenzeichen des Bayerischen Innenministers Joachim Herrman für 25 Jahr aktiven Dienst überreichen: An Josef Penzenstadler, Utho Steinmetz, Paul Frei und Kreisbrandmeister Harald Lechertshuber. Landrat Georg Huber dankte allen und bat sie, weiter dabei zu bleiben. Kreisbrandrat Karl Neulinger verlieh das Ansteck-Kreuz dazu.
Abschließend wünschte er viel Glück für 2009, wenig Einsätze und immer gute Heimkehr.
Bürgermeister Günther Knoblauch stellte fest, daß die Feuerwehr ganz hervorragend aufgestellt ist und ihre Aufgaben hervorragend erfüllen kann. Das Verhältnis zu Stadt und Bürgern verdiene die Bezeichnung „Partnerschaft“. Die Stadt hätte in den vergangenen Jahren sicher einige Millionen in die drei Feuerwehren investiert, und sie wäre stolz auf alle drei Wehren. Bürgerinnen und Bürger erhielten das investierte Geld immer wieder zurück. Es wäre schon ein Stück Lebensqualität, zu wissen, daß bei Unwettern oder Notsituationen die Hilfskräfte bereit stünden. Viele zusätzliche Aufgaben hätten es nicht leichter gemacht und bedingten zusätzliche Investitionen. Und auch wenn die Stadt derzeit kaum planen könne, werde sie sich bemühen, die Feuerwehren weiter so gut zu unterstützen.
Er dankte allen Mitgliedern für ihren hervorragenden Einsatz und auch Familien und Arbeitgebern. Er dankte ODU-Geschäftsführer Dr. Kurt Wölfl für das sehr ausgeprägte Verständnis für die Bedürfnisse der Feuerwehr. Abschließend gratulierte er den Geehrten, wünschte immer gute Heimkehr und bat, in ihrer Motivation nicht nachzulassen.
Auch Kreisbrandrat Karl Neulinger gratulierte den Geehrten und den Beförderten. Auch er dankte der AH, die im Feuerwehrausbildungszentrum wertvolle Hilfe leistet. Auch für die geehrten Aktiven freute er sich sehr und gratulierte. Er freute sich, daß die Ausbildungsangebote so stark angenommen würden und hoffte, auch nach dem Inkrafttreten der neuen Führerscheinregelugnen weiterhin genug geschulte Maschinisten zur Verfügung zu haben. Er mahnte, noch vor dem 10. September Führerscheine zu machen, weil‘s dann kompliziert wird. Er dankte auch dafür, daß die Feuerwehr die Drehleiter zu Ausbildungen zur Verfügung stellt. Dann wies er auf das Feuerwehrsymposium am 14. Februar hin, an dem erstmals der Digitalfunk vorgestellt wird.
Auch Kripo-Chef Mayer dankte der Feuerwehr Mühldorf für die gute Zusammenarbeit, die 2008 ziemlich intensiv war. Das schlimmste Ereignis war wohl das ertrunkene Kind im Innkanal. Er dankte für das Engagement und die Arbeitskraft zum Wohl der Allgemeinheit. Daß dies bei Leibe keine Selbstverständlichkeit wäre, müsse er in seiner tägliche Arbeit leider immer wieder feststellen.
Bevor Vorstand Josef Birnkammer die Versammlung schloß, kündigte Stadtpfarrer Peter Hagsbacher an, im September eine andere Stelle anzutreten und damit Mühldorf und die Feuerwehr zu verlassen. Er dankte allen für die gemeinsame Zeit und wünschte allen Gottes Segen.
Die Jahreshauptversammlung zeigte eine Feuerwehr, die bestens aufgestellt und für neue Herausforderungen gerüstet ist. Ein engagiertes Team bietet den Bürgern ein Höchstmaß an Hilfe und damit Sicherheit. Wie sagte Bürgermeister Günther Knoblauch: Wir sind stolz auf unsere Feuerwehr!
21
Die 8. Redoute: Ein Vergnügen wie anno dazumal
13:10
Gut! Wir kamen zu spät zur Redoute und haben so dieses Jahr nur den zweiten Teil mitbekommen. Aber der ist nicht minder interessant. Vielleicht erinnern Sie sich, wie’s los geht, haben wir Ihnen vor zwei Jahren schon gezeigt.
In Kostümen vom Ende des 19. Jahrhunderts hatten sich die Gäste gewandet, um einen Ball zu feiern, wie es damals üblich war. Und das ist ganz anders als das, was wir heute kennen.
Es geht schon los mit dem Tanzheft, in dem sich die Tanzpaare eintragen. Aber das erklärt uns Kreis-Heimat-Musik- und Brauchtumspfleger Dr. Reinhard Baumgartner später noch genauer.
Zum 8. Mal spielte das Münchner Salonorchester Karl Edelmann.
Der stellvertretende Kreis-Heimat-Musikpfleger Reinhard Albert hatte die Tanzleitung. Immer wieder führten er und Dr. Reinhard Baumgartner die alten Tänze erst einmal vor. Dann galts für alle.
Bei der Kuckuckspolka suchen sich die Damen immer wieder einen neuen Tanzpartner. Reinhard Albert führte ein. Daß das ein lustiges Tanzvergnügen ist, zeigen die intensiven Gespräche, die die Tänzer nebenbei hatten. Wir haben mal Bettina Schmidt-Lanzinger – im roten Kleid - beobachtet, wie das mit der Neuen-Partner-Suche geht. Wo ist einer? Der? Nein der nicht. Na gut, nehm’ ich den. Aha – Hallo! Tanzen wir zusammen! – Schon wieder einen anderen suchen? Wen nehm ich denn jetzt? Mal da drüben schaun. Jetzt pressierts aber. Ich bleib einfach da! Oh, da ist einer übriggeblieben!
Eine äußerst vergnügliche und unterhaltsame Form des Tanzens!
Dann gings wieder ein bißchen konventioneller aber keineswegs weniger schwungvoll weiter, und so manchen brachte seine Tanzpartnerin doch stark zum Schwitzen
In der Pause sprachen wir mit Kreis-Heimatmusikpfleger Dr. Reinhard Baumgartner. Die Mühldorfer Redoute findet heuer zum 8. Mal statt und scheint sich zunehmender Beliebtheit zu erfreuen. (O-Ton)
Die Tänze sind orientieren sich aber nicht nur an historischen Vorbildern. Wir haben auch moderene gesehen! (O-Ton)
Wie funktioniert denn das Tanzheft?
Heute würde man Fotos machen, damals diente das Tanzheft als Erinnerung?
Herr Albert, nach der Pause und zwei Tanzrunden folgt die Francaise (sprich „Franßßäää“ - )
Wo kommt das her und was muß man sich darunter vorstellen? (O-Ton)
Nur kurz, wie muß man sich’s vorstellen? (O-Ton)
Aber erst gabs noch den Frühlingsstimmenwalzer und drei weitere Tänze.
Ob die Damenwahl in der achten Tanzrunde damals auch schon üblich war?
Jedenfalls haben wir unter den Tänzern Mitglieder der Edelweiß-Trachtler entdeckt, die uns erzählt haben, daß der Verein auch jeden Monat Volkstanzabende anbietet. Wer möchte, kann dort die Grundlagen lernen. Sie finden den Verein im Internet unter www.tv-mühldorf.de!
Und das Salonorchester lieferte den Tango dazu.
Und auch was modernes.
Dann gings los mit der Franze
Reinhard Albert dirigierte die Gäste in Reih und Glied. Dann erklärte er Komplimente, Schritte und Gesten. Die Gäste hörten aufmerksam zu. So sieht das dann aus.
Am Ende der Franßßäää bedankten sich die Herren formvollendet bei den Damen.
Weiter gings bis spät in dieNacht hinein mit gepflegter Walzermusik. Der Ball endete um 1 Uhr morgens. Da war aber noch lange nicht Schluß. Im Wintergarten nebenan gabs noch Donislbetrieb. Da konnten die Ballbesucher, die partout noch nicht heimgehen wollten die Nacht zum Tag machen. Dem Vernehmen nach, gings dort ganz schön lustig zu!
Vielleicht schaffen wirs ja nächstes Jahr, einmal eine ganze Redoute zu beobachten?
22
Der 16. Wettbewerb für Jungköche und Nachwuchsfachleute in Hotels und Gaststätten
10:10
In einer langen Reihe von Vorentscheidungen hatten sich jeweils 12 Köche und Gaststätten-Service-Kräfte für die Endrunde im diesjährigen „Wettbewerb Küche und Service“ qualifiziert, den die Berufsschule 1 und der Köcheverein Inn-Salzach zum 16. Mal ausrichteten. Die Damen und Herren vom Service hatten den ganzen Vormittag über Prüfungen zu absolvieren. Dabei hatten sie an der Reception Gäste zu bedienen und Reklamationen entgegen zu nehmen, Servietten zu falten, Tischen zu decken und Cocktails zu mixen. Das war alles schon vorbei, als wir eintrafen. Gerade steckten sie sich kleine Röschen an um die Ehrengäste zu empfangen.
In der Küche sah es ganz anders aus: Dort wurde noch schwer gearbeitet.
Die Aufgabe war es, aus einem vorgegebenen Korb mit Pflicht-Produkten und einer Reihe von Wahlprodukten ein mehrgängiges Menu zu kochen, dazu einen zeitlich gegliederten Arbeitsplan, die Speisekarte anzufertigen, das Menu anzurichten und später die Küche aufzuräumen. Alles Arbeiten die ein guter Koch selbständig erledigen können muß. Und alles unter den gestrengen Augen von zahlreichen Profis. Der Chef des Mühldorfer Lodronhauses hat ein strenges Auge auf die Arbeit der Jungköche: (O-Ton)
Schauen wir zu:
Die Vorspeise hatten die jungen Köche schon am Vortag zubereitet. Sie wartete in einer anderen Küche darauf, serviert zu werden.
Bernhard Söllner, was bereiten die jungen Köche zu? (O-Ton 38:39:10). Ja – mit zwei Löfelchen die Griesnockerl zu formen, das braucht Übung!
Das Schweinefilet bestreichen, in Wirschingblätter und ein Schweinsnetz einrollen. Da ist Konzentration gefordert! Dann die Lenden erst in der Pfanne anbraten und später in den Backofen.
Das bruzzelt – schade, daß wir kein Geruchsfernsehen haben!
Die Juroren schauen die ganze Zeit genau zu. Das macht es für die jungen Leute nicht einfacher, ist aber eine gute Vorbereitung für ihre Gesellenprüfung am Ende des Schuljahres. (O-Ton: Ulf Kersten) Aber den Wettbewerb zu gewinnen ist auch schon ein Erlebnis? O-Ton
In der Zwischenzeit kamen die ersten Ehrengäste: (Bild von angebotenem Drink) Oberstudiendirektor Carlo Dirschedl begrüßte die Gäste, hier neben Altöttings Landrat Erwin Schneider in der Mitte, Mühldorfs Hotel- und Gaststättenverbandsvorsitzender Holger Nagl.
Die Schule hatte die Sitzordnung genau ausgeklügelt und dabei wohl darauf geachtet, daß wir gutes Licht bekamen. Jedem wurde sein Platz zugeordnet.
Oberstudiendirektor Carlo Dirschedl begrüßte die zahlreichen Gäste und hatte für jeden ein freundliches Wort. Besonders dankte er den Sponsoren, die die Durchführung erst möglich gemacht hätten. Jeden echten Wettbewerb kennzeichneten drei Faktoren: Die Wettkämpfer, die Jury, diesmal gleich 15 Personen und das Publikum, das sich für sie Zeit genommen hat.
Sich Zeit zu nehmen, wäre in der heutigen Zeit ein ganz besonderes Zeichen der Wertschätzung. Aus diesem Grund dankten Schule und Köcheverein sehr für das zahlreiche Erscheinen. Dann begrüßte er neben Landrat Erwin Schneider auch Neuöttings Bürgermeister Peter Haugeneder. Da schon Oberstudiendirektor Dirschedl Schwierigkeiten hatte, für seine Begrüßung eine Reihenfolge zu finden, erlauben wir uns, Ihnen einfach zu sagen, daß auch zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Behörden und Schulen gekommen waren.
Der Jugendwettbewerb der Auszubildenden im Gastgewerbe der Landkreise Altötting und Mühldorf wäre schon etwas besonderes und ein Meilenstein in den jungen Karrieren, meinte Oberstudiendirektor Carlo Dirschedl. Die Teilnehmer können hier ihre ersten Zertifikate bekommen, die ihnen später bei der Arbeitsplatzsuche sicher behilflich sein werden.
Abschließend dankte er nochmals den Sponsoren und wünschte den Gästen zwei entspannte Stunden in denen sie sich kulinarisch verwöhnen lassen sollten.
Vor der Schiebetür warteten die jungen Servicekräfte schon mit den Vorspeisen. Sie hatten ihren ersten Auftritt! - - - Ob’s den Gästen schmeckt?
Für uns die seltene Gelegenheit, Gästen beim Essen zuzusehen! Offensichtlich gabs nichts einzuwenden.
In der Küche wurde inzwischen die Suppe angerichtet. Die Juroren probierten, notierten, probierten nocheinmal, prüften die Konsistenz, den Geschmack, das Aussehen und notierten wieder.
Während die Gäste ihre Vorspeise genossen, hatten die Damen und herren im Service Zeit, ihre Cocktails zu genießen.
Dann wurde abserviert.
Wärhend sich Küche und Service auf den nächsten Gang vorbereiteten, gratulierte Landrat Erwin Schneider den jungen Leuten, dankte für das überdurchschnittliche Engagement von Schule und Köcheverein und stellte die neue Schule für Elektrotechniker vor, die ab dem kommenden Schuljahr in Altötting eingerichtet werden wird. Er wünschte allen Teilnehmern viel Erfolg und ein Weiterkommen in die nächste Runde des Wettbewerbs.
Die heißen Suppenteller aufzutragen ist schon nicht mehr so einfach. Da pressierts!
Nicht nur die Juroren, auch die Gäste nahmen Suppe und Beilagen genau unter die Lupe.
Pause für den Service – Mittagessen.
Keine Pause für die Küche – Hochbetrieb!
Die Filets aufschneiden, auf den Tellern anrichten, die Beilagen garnieren, den Juroren vorlegen und dann bangen! Die Juroren probieren, probieren nochmal, notieren, probieren von einem anderen Teller, notieren wieder!
Schließlich wird die Hauptspeise aufgetragen. Das sieht doch lecker aus. Und es schmeckt! Allen!
Ketchup brauchte niemand!
Schade, daß die Gäste nicht alles aufessen konnten. Es war einfach zu viel des Guten.
Schon gings an die Nachspeise. Äpfel schälen, zu Ringen schneiden, Vanillesauce zubereiten, ein Handgriff geht in den anderen über. Schließlich die Teller anrichten.
Während es in der Küche rund ging, betonte Mühldorfs Hotel-und Gaststättenverbandsvorsitzender Holger Nagl, wie wichtig es wäre, den Tourismus in der Region weiter auszubauen und ein Destinationsmanagement zu etablieren. Auch er freute sich über den hohen Qualitätsstandard, der hier geboten wird und auch über die Anerkennung, die die Gäste den jungen Leuten durch ihren Besuch entgegenbrächten.
Frank Steinlein, Vorsitzender des Köchevereins betonte, wie viel Arbeit hier geleistet werde. Dafür und für die Geduld, die die Ausbilder mit den jungen Leuten hätten, dankte er sehr.
In der Zwischenzeit hatte die Schule schon mal den Tisch mit den Pokalen und den Preisen aufgebaut. Die Preisverleihung nahte.
Aber erst gabs noch die Nachspeise: Tür auf und los! Auch die Nachspeise schmeckte. Den meisten jedenfalls!
In der Küche wurde nun auf der einen Seite gerechent und diskutiert und wieder gerechnet, auf der anderen Seite abgewaschen und aufgeräumt.
Erstmals hatte die Schule einen Schautisch aufgebaut, wo jeder Prüfling seine Gericht und seine Speisekarte auslegen mußte. So war der direkte optische Vergleich möglich. Sehr erstaunlich, was man alles aus den selben Komponenten machen kann. Die Gäste hatten so die Gelegenheit, die Werke der jungen Leute noch einmal in Augenschein zu nehmen.
Dann die Siegerehrung: Köche nach links, Service nach rechts.
Oberstudiendirektor Carlo Dirschedl nutzte den Anblick um den Gästen aufzuzeigen, wieviele daran gearbeitet hatten, ihnen angenehme zwei Stunden zu bereiten. Vielleicht trägt dieses Bild dazu bei, Verständnis dafür zu wecken, daß ein mehrgängiges Menu auch etwas kosten muß.
Restaurant-Chefin Dorothea Niemeier dankte allen, die als Juroren mitgewirkt hatten und allen, die ihre jungen Hotelfachleute sehr korrekt bewertet hatten.
Bei den Köchen waren zwei Teilnehmer punktgleich auf dem dritten Platz. Leider mußten wir die Runde dann verlassen, so daß wir hier aber die Sieger und ein Foto zeigen können:
Dritte bei den Köchen wurden Severin Lenz und Ulrich Niedermeier, auf dem zweiten Platz landete Dominik Schwarz.
Bei den Hotelfachleuten belegte Hubert Roßkothen den dritten Platz. Zweite wurde Julia West und gewonnen hat Nicole Bonimeier. Wir gratulieren allen Siegern und wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg für ihre Abschlußprüfungen am Ende des Ausbildungsjahres.
23
Ein Gespräch mit dem TSV Buchbach über Neuzugänge, Abgänge und Pläne für die Rückrunde in der Bayernliga
17:18
Nur für die Kollegen aus Landshut und für uns organisierte der TSV Buchbach eine Pressekonferenz um die Neuzugänge vorzustellen, die Beweggründe der Abgänger darzulegen und die Pläne für die Rückrunde darzustellen.
Zunächst begrüßte Pressesprecher Erich Haider die Runde.
Sportlicher Leiter Walter Bootz zu den Hoffnungen, die sie an die beiden Neuen haben: (O-Ton)
In vielen Vereinen in der Bayernliga haben sich teils dramatische Veränderungen ereignet. Wie sieht der TSV Buchbach diese Umwälzungen? (O-Ton)
Wie schätzen Sie die Situation des Vereins in dieser neuen Umgebung ein – besonders im Hinblick auf das Ziel „Klassenerhalt“? (O-Ton)
Am Ende der Vorrunde waren die Spieler doch ziemlich mitgenommen. Wie schauts derzeit aus? (O-Ton)
Tim Bauernschuster – vom Kapitän der Landesliga-Süd-Mannschaft des SV Wacker Burghausen in die Bayernliga: Was erhoffen Sie sich von diesem Schritt? (O-Ton)
Was hat denn den Ausschlag gegeben, von Burghausen nach Buchbach zu wechseln? (O-Ton)
Haben Sie sich schon in die Mannschaft eingelebt? (O-Ton)
(O-Ton Erich Haider: O-Ton Matthias Pongratz, was hast Du Dir vorgenommen O-Ton)
Was war der Hauptgrund für die Verpflichtung zusätzlicher Spieler? Die Verstärkung des Kaders oder der verstärkte Konkurrenzkampf unter den Spielern? (O-Ton)
Werden die Langzeitverletzten Florian Trochowski und Fabian Ganser wieder zum Einsatz kommen können? (O-Ton)
Wenn man gesehen hat, wie gut Ihr noch mit dem angeschlagenen Team am Ende der Vorrunde aufgetreten seid und, wenn man bedenkt, daß Ihr jetzt fit und dazu noch verstärkt seid, bleibt dann weiterhin das Ziel der Rückrunde der Klassenerhalt? (O-Ton)

Wie schwer wird es sein, die neuen Leute in die bestehende Mannschaft zu integrieren, die doch mit sehr verschiedener Vorgeschichte kommen? Wie lang wird es dauern, bis das Zusammenspiel so richtig funktioniert? (O-Ton)

Thomas Götzberger kam vom Nachbarverein TSV Taufkirchen aus der Kreisliga nach Buchbach.
O-Ton Erich Haider ... O-Ton Thomas Götzberger. O-Ton Erich Haider...

Jetzt haben Sie das erste Training hinter sich, was denken Sie, wie Sie sich im ersten Punktspiel fühlen werden? (O-Ton)
Worin sehen Sie selbst ihre Stärken? (O-Ton )
Die Kreisligamannschaften spielen im Umkreis. Die Bayernliga in ganz Bayern. Da müssen Sie sich schon sehr umstellen? (O-Ton)


Christian Kagerer und Thomas Penker verlassen den TSV Buchbach zum Saisonende.

O-Ton Erich Haider... O-Ton Christian Kagerer – O-Ton Erich Haider

Christian Kagerer, Ihre neue Mannschaft spielt eine ganze Reihe von Ligen unterhalb der Bayernliga und da auch noch gegen den Abstieg? O-Ton
Im besten Fußballer-Alter die Bayernliga aufzugeben ist sicher ein schwerer Schritt? O-Ton

O-Ton Erich Haider .... O-Ton Thomas Penker


Sie hören ganz auf! Wie geht’s einem da, wenn man so einen Schritt geht? (O-Ton)
Wie motivieren Sie sich, die restlichen Monate noch voll durchzuziehen? (O-Ton)

(Schlußwort Erich Haider)

Dann gings raus zum Training. Der Platz war zwar vom Schnee befreit, trotzdem total vereist. Außer ein wenig Lauftraining war kaum etwas drin, so daß sich die Mannschaft schnell auf Buchbach’s Straßen verabschiedete um dort ihr Lauftraining fortzusetzen.

Nun geht’s erst einmal zu fünf Vorbereitungsspielen gegen Landesliga und Bezirksligamannschaften. Die Spiele finden alle auf den Plätzen der Gegner statt, weil der eigene Platz nicht bespielbar ist.

Vom 22. Februar bis 1. März fliegt die Mannschaft ins Trainingslager nach Portugal um dann am 6. März in Aindling auswärts in die Rückrunde zu starten.

Wir werden unsere Berichterstattung auch in der Rückrunde im selben Umfang fortsetzen und freuen uns schon auf den Beginn der Fußballsaison.

24
Dem kleinen Mathias helfen: Typisierung
7:45
07 14.02.09
Auf einen großen Ansturm hatten sich die Mitarbeiterinnen der Zahnartpraxen vorbereitet, die die Kantine der Kreisklinik zur Aufnahmestation und die Bibliothek zum Probenspenderaum umfunktioniert hatten. Wegweiser zeigten den Spendern schon von der Pforte an, wo’s lang ging. Zusätzlich standen Mitarbeiter bereit, um den Weg zu weisen.
Die hilfsbereiten Damen halfen beim Ausfüllen des Fragebogens, auf dem die Spender persönliche Informationen wie Name, Adresse, Körpergröße und Gewicht, aber auch angeben mußten, ob sie an Krankheiten leiden oder gelitten hatten, und daß sie bereit sind, sich in die Knochenmarksspenderkartei eintragen zu lassen. Das Röhrchen für die Spende gabs dann gleich mit.
Eine zweite Station übeprüfte die Angaben und bat auch um eine kleine finanzielle Hilfe.
In der Bibliothek standen zahlreiche Tische und Fachleute bereit, um die Blutprobe abzunehmen. Das funktioniert genau so, wie eine Blutspende, geht nur viel schneller: Stauband angelegt -- Die Vene angestochen -- das Röhrchen eingesteckt – ein Pflaster drauf und die Nadel herausgezogen – fertig. Dann gings mitsamt der Blutprobe zum Abgabetisch, wo die Daten nochmals überprüft wurden und die Röhrchen zum Abtransport ins Labor bereit gemacht wurden.
Bis zum 55. Lebensjahr kann man nun als Spender herangezogen werden, wenn Knochenmark mit eben diesen Werten benötigt werden.
Wir haben mit der Initiatorin und behandelnden Ärztin des kleinen Mathias - der Mühldorfer Ärztin am Klinikum Traunstein – Stephanie Reichert – gesprochen:
Frau Reichert, worunter leidet der kleine Mathias genau? O-Ton
Wenn nun die Proben ausgewertet sind, können die potentiellen Spender lange Zeit zum Spenden herangezogen werden? (O-Ton)
Jetzt war es heute ein kleiner Stich. Was passiert aber, wenn jemand wirklich Knochenmark spenden soll? (O-Ton)
Der Andrang war so groß, daß nach eineinhalb Stunden schon 160 Proben eingegangen waren. Zeitweise bildeten sich Warteschlangen vor den Aufnahmetischen. Mitglieder von Bauhof, Freiwilliger Feuerwehr und die Mannschaft des SV Wacker Burghausen unterstützten die Aktion.
Und natürlich auch die Financiers selber, wie Stadtrat Dr. Klaus Zieglgänsberger, der sich die Probe von seinem Kollegen Dr. Engelbert Heimhilger abnehmen ließ. Die Typisierung und Eintragung jeder Probe kostet 50€. Dafür hat jeder der Zahnärzte 1.500 € gespendet. „Und wenn’s nicht reicht, dann legen wir halt noch was drauf“, meinte Dr Klaus Zieglgänsberger!
Von weit her und mit verschiedener Motivation kamen die Hilfswilligen, um sich hier typisieren zu lassen. Woher kommen Sie? (O-Ton) und was hat Sie motiviert? (O-Ton 58:48:20)
Wo kommen Sie her? (O-Ton – die junge mit dem schwarzen Stirnband )
Auch der Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin der Kreisklinik, Dr. Hans-Ulrich Kain half mit, Spenden abzunehmen. Wars denn schlimm, die Probe abzugeben? (O-Ton )
Woher kommen Sie (O-Ton) haben Sie in Mühldorf zu tun gehabt? (O-Ton) Und was motiviert Sie? (O-Ton)
Der rosa Zettel dient als Nachweis für die Abgabe der Spende und sollte aufgehoben werden.
Als Dankeschön gabs Kaffee und Kuchen.
Insgesamt 1.569 Personen ließen sich an den beiden Tagen in Mühldorf typisieren. Ob ein Spender für den kleinen Mathias gefunden wurde, konnten wir aber bis Redaktionsschluß nicht in Erfahrung bringen
25
Es gibt den optimalen Zeitpunkt nicht! Die "Existenz 09" steht an
6:30
Weil diese Existenzgründermesse diesmal im Landkreis Altötting stattfindet, luden die Landräte in den kleinen Sitzungssaal des Landratsamts nach Altötting ein, um die Messe vorzustellen. Altöttings Landrat Erwin Schneider erläuterte, weil es einfach zentraler liegt, fände die Messe dieses Jahr in der Kantine in Töging statt. Er scherzte, das wäre doch auch eine Lösung für die Zukunft, man könnte doch alle diese Veranstaltungen in Töging abhalten.
Er bedankte sich bei seinen Mitarbeitern, denen von Landrat Georg Huber und den Kammern für die Vorbereitungsarbeiten und ihre Unterstützung. Auf der Messe gebe es eine ganze Fülle von Angeboten für Existenzgründer und junge Unternehmer. In zahlreichen Vorträgen bieten kompetente Referenten Beratung und Anleitung. Aber auch in persönlichen Beratungsgesprächen können interessierte ausloten, ob sie das Zeug zum Selbständigen haben und welche Bedingungen sie erfüllen müssen. Es geht auch um steuerliche Aspekte, Finanzierungsfragen und rechtliche Voraussetzungen. Sogar der persönlichen Absicherung, Versicherungsaspekten und dem sozialen Umfeld widmen sich Vorträge. Nirgends erhalten Interessierte so zentral so kompetente Informationen wie hier. Alle Interessierten sind am Valentinstag, Samstag 14. Februar herzlich eingeladen, in die Kantine nach Töging zu kommen.
Landrat Georg Huber bedankte sich zunächst dafür, daß auch in Krisenzeiten das Thema Existenzgründung weiter verfolgt wird. Dabei dürfe man nicht außer Acht lassen, daß Krisen auch Chancen böten. Er selbst hätte diesen Schritt 1982 gewagt und ein Planungsbüro aufgebaut. Deshalb hätte er selbst erfahren, daß das gar nicht so einfach ist. Sein Können bekannt mache, Vertrauen bei der Kundschaft schaffen, aus dem Können Einkommen generieren und die Banken überzeugen – das alles wäre gar nicht so einfach. Und weil dem so wäre, sind Veranstaltungen wie die Existenz 09 sehr wichtig. Sie hilft auch, Fehler zu vermeiden und damit Geld zu sparen. Er erachte es als sehr wichtig, daß die öffentliche Hand den Bürgern hier so gut wie möglich zur Seite steht. Auch wenn die Landkreise nicht mit Geld helfen könnten, so könnten sie doch den begleitenden Rahmen bieten.
Ingrid Obermeier-Osl denkt, die Messe biete besonders jetzt mehr Chancen. Während die IHK in den zurückliegenden Jahren eher weniger Gründer verzeichnen konnte, beobachte sie seit Anfang 2008 eine leichte Trendwende. 2007 gingen die Neugründungen in Bayern um 3,4% zurück. 2008 gab es dagegen allein bis Ende Oktober im Landkreis Altötting schon 841 Gründungen, 2007 waren es im selben Zeitraum nur 683, im Landkreis Mühldorf waren es 2008 879 Gründer gegenüber 849 2007. Diese Wende sieht die IHK auch darin, daß sich arbeitslose Menschen selbständig gemacht hätten. Das werde aber nun wieder schwieriger.
Um die Gründungen aber weiter zu fördern, bietet die IHK regelmäßige Existenzgründungsberatungen vor Ort. Die Existenzgründungsmesse biete eine sehr breit gefächertes Beratungsangebot, das die IHK sonst nur in München anbietet. O-Ton:
Hartmut Drexel von der Handwerkskammer München meinte, es wäre schon eine lieb gewonnene Tradition und ein Zeichen dafür, daß die Wirtschaft stabil wäre und stabil bleibt. Auch er dankte den Landkreisen für die Durchführung dieser Messe. Sie wäre inzwischen sogar zur Marke geworden. Die Handwerkskammer war bisher immer sehr zufrieden mit dem Zuspruch.
Und wenn Fragen nach der Sinnhaftigkeit einer Existenzgründung in Krisenzeiten aufkommen, dann könne er nur sagen, den optimalen Zeitpunkt wir es nie geben!
Allerdings bedürfe es bei der Gründung einer eigenen Existenz der gründlichen Vorbereitung. Dabei soll der Existenzgründertag helfen. Dann betonte Hartmut Drexel, daß die Handwerkskammer zusammen mit der Kreishandwerkerschaft in den beiden Landkreisen sehr massiv vor Ort ist und ständig ein enges Beratungsnetzwerk bietet. Diese Beratung schnitt sogar im Test der Zeitschrift „Finanztest“ als eine der besten in ganz Deutschland ab. Darauf wären sie schon ein bißchen stolz.
Die angesprochenen Chancen in der Krise bietet auch die Politik: Anhebung des Steuerbonus, Abwrackprämie und vielleicht auch der Turbo für das Bauhandwerk, wenn die Landkreise beginnen ihre Gebäude energetisch zu sanieren.
Und weil das Handwerk der Ausbilder der Nation wäre, vervielfache sich die Zahl der Arbeitnehmer im Handwerk mit jeder Neugründung eines Handwerksbetriebes.
BZ-Leiter der Handwerkskammer Jochen Englmeier erläuterte, seine Ausbildungsstätte böte das Basiswissen, das Handwerksmeister bräuchten, um sich selbständig zu machen. Und wenn jemand erst einmal so viel Energie aufgebracht hat, sich zum Meister ausbilden zu lassen, der hat dann auch das Zeug zur Selbständigkeit. Auch Jochen Englmeier meinte, den perfekten Zeitpunkt für die Selbständigkeit gäbe es nicht. Es brauche ganz einfach Können, Wissen und Mut. Er lobte das Engagement der Landkreise und freute sich auf Bildungsmesse und Existenzgründermesse.
Abschließend lobten die Landräte die Rolle der Medien in den beiden Landkreisen, die immer hinter ihren Aktivitäten stünden und so mithelfen würden, die Thematik bekannt zu machen.
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Am 23. April ist "Girls' Day" und erstmals gleichzeitig "Boys' Day. Die Landräte stellen die Aktion vor.
3:55
Wie auch bei der Existenzgründermesse führt dieses Jahr das Landratsamt Altötting den Girls-Day federführend durch. Landrat Erwin Schneider äußerte sich sehr zufrieden über die zurückliegenden Girls-Days, an denen Frauen an traditionelle Männerberufe herangeführt werden sollten. Diese Tage waren zwar sehr aufwändig und anspruchsvoll, gaben den jungen Damen aber einen ersten Einblick in die Arbeitswelt der Männer. Für Anbieter hieße die Teilnahme, eine Person zur Betreuung der jungen Leute abzustellen und sie den ganzen Tag lang zu beschäftigen. Er hätte dies selbst schon gemacht und wäre mit ihnen zur Sparkasse und in die Klinik gefahren und hätte alles vorgestellt. Auch wenn’s anstrengend war, wären bisher alle zufrieden gewesen – er hätte jedenfalls noch nie Kritik gehört.
Heuer sollen erstmals auch junge Männer an traditionelle Frauenberufe heranfgeführt werden. Junge Männer als Kindergärtner oder als Pfleger in Krankenhäusern wären zwar schon keine Seltenheit mehr, allgemein jedoch noch selten.

Landrat Georg Huber meinte, die Durchführung dieser Veranstaltung zeige die gute Zusammenarbeit der beiden Landkreise. Auch wenn viel Arbeit damit verbunden wäre, zeigten die zahlreichen Anmeldungen von Firmen das große Interesse seitens der Wirtschaft. Auch wenn früher Mädchen wenig Interesse an technischen Berufen und Buben wenig Interesse an sozialen Berufen gezeigt hätten, steigerten die hervorragenden Betriebsführungen und die gute Vorbereitung durch die Lehrkräfte das jeweilige Interesse erheblich.
Wenn’s später um die Berufswahl ginge, merkten die Ausbilder schnell, daß sich die Bewerber schon einmal mit dem Thema beschäftigt hätten. Es biete sich eine ganz andere Startposition ins Berufsleben.
Auch im Landratsamt Mühldorf bieten Veterinäramt, Baukontrolle und manche Pflegeeinrichtung Plätze für Girls- und Boys-Day. Die Einrichtungen hätten erkannt, daß nur Offenheit zu neuen qualifizierten Mitarbeitern führen kann. Und in den Pflegeberufen besonders: Auch wenn dort Frauen das Bild dominierten, käme die Pflege ohne Männer nicht aus.
Und weil die Erziehung sehr von Frauen dominiert wird, meist bis zum Ende der Grundschule, wäre es sicher hilfreich, wenn auch manchmal in Kindergärten oder in der Grundschule Männer arbeiten würden. Girls-Day und Boys-Day schafften hier vielleicht ein wenig Umdenken.
Ab Donnerstg, 5. Februar bis 15. April können sich Interessierte an den Landratsämtern in Mühldorf und Altötting anmelden. Sie werden dann auf die verfügbaren Plätze verteilt.
Eine Broschüre, die in den Schulen und während der Bildungsmesse verteilt wird, listet dann die Firmen und Institutionen auf, die Plätze bereitstellen werden. Schon jetzt liegen zahlreiche Meldungen von Betrieben vor. Landrat Erwin Schneider dankte in diesem Zusammenhang allen Betrieben, die diesen Aufwand auf sich nehmen und lud Schüler und Schülerinnen ein, sich anzumelden.
27
Feuerwehr Mühldorf spendet für "Kinderkrebsgruppe Balu"
4:30
Ins Gerätehaus der Feuerwehr kam Ursula Krieger, wo der stellvertretende Vorsitzende der Feuerwehr den Scheck schon vorbereitet hatte. Markus Zittl gibt bei der Weihnachtsfeier der Feuerwehr den Nikolaus. Er hatte die Idee, für die Kinderkrebshilfe Balu mit einem Sparschwein zu sammeln. So kamen 400€ zusammen. (O-Ton I deaf eana heite an Scheck übareichn.)
O-Ton Krieger: Lieber Herr Hertel....
Dann stellte Ursula Krieger die Kinderkrebshilfe Balu vor. (O-Ton)
Wer die Kinderkrebshilfe Balu unterstützen möchte, hier ist die Kontonummer. Wer seine vollständige Adresse auf die Überweisung draufschreibt, der bekommt nooch eine schöne Dankeskarte von Ursula Krieger dazu.
28
Mühldorfer Stadtratsfraktion der Grünen stellte ihre Arbeit vor
12:30
08 19.02.09
Ob es eine Bedeutung hatte, daß die Grünen in die Lanzenkammer ins Altöttinger Tor einluden, konnten wir zwar bis zum Schluß nicht sagen, ein ansprechendes Ambiente für eine Bürgerversammlung wars allemal.
Gut 10 Interessierte waren gekommen, um den Bericht der Mitglieder der Fraktion der Grünen im Stadtrat in Mühldorf zu hören. Zunächst erläuterte Dr. Georg Gafus die Strukturen im Stadtrat, seine Zusammensetzung, seine Gremien, Aufgaben und Kompetenzen und seine Arbeitsweise. Dann blickte er zurück auf die Kommunalwahl Anfang März vergangenen Jahres. Erstmals wären die Grünen mit einer kompletten Liste angetreten, hätten aber „nur“ zwei Kandidaten in den Stadtrat gebracht. Sie wären nun zwar doppelt so stark wie vor der Wahl, aber trotzdem noch die kleinste Fraktion, was sie natürlich immer wieder zu spüren bekämen. Wie schwer sie es hätten, zeigte sich schon während der konstituierenden Sitzung. Bürgermeister Günther Knoblauch versuchte ihnen den Fraktionsstatus nicht zuzuerkennen. Er kritisierte das Demokratieverständnis der Mitglieder des Stadtrates, die ihnen die Mitwirkung in manchen Ausschüssen nicht zubilligen wollten: (O-TonSo weit ....)
Sie wären dabei immer wieder hinten „hinausgefallen“. (O-Ton:. Fühle ich mich als Angehöriger einer Fraktion zweiter Klasse....)
Vielleicht tritt ja auch ein Stadtrat aus einer anderen Fraktion zu den Grünen über... (O-Ton gleich danach!)
Da er als Bürgermeisterkandidat angetreten war, kandidierte er im Stadtrat um den Posten des zweiten Bürgermeisters, wurde aber nicht gewählt. Bei der Wahl des dritten Bürgermeisters verzichtete er auf eine Kandidatur.
Obwohl sie sonst eher selten mit Vorschlägen durchkommen, hätte Oscar Rau es erreicht, daß die vorher bereits durch Abstimmung entschiedene Akzeptanz der Einlagerung belasteten Materials in einer Kiesgrube im Mühldorfer Norden gekippt worden war: Ein Highlight in der Stadtratsarbeit der Grünen, auch wenn später das Landratsamt dieser Ablehnung nicht entsprochen hätte.
Dann nahm Stadtrat Oskar Rau Stellung zu seiner Arbeit im Stadtrat. „Wenn er etwas mache, dann richtig“, und „Für die Bürger bin ich im Stadtrat“ das wären seine Devisen. Er erinnerte an die Geschichte der Gründung der gemeinsamen Fraktion von Grünen, einem ehemaligen Mitglied der UWG-Fraktion, einem der ehemaligen SPD-Fraktion und einem Mitglied der FDP im vorhergehenden Stadtrat und die damit verbundenen Probleme. Trotz vieler positiver Einschätzungen hätte der erste Bürgermeister, der sonst alles für das Wohl der Stadt tue, diese Zusammenarbeit verhindern wollen. Schließlich wäre er vor Gericht unterlegen.
Dann erläuterte er die Grundlagen, auf denen er seine Arbeit für den Stadtrat aufbaut. Seit über 20 Jahren beschäftigte er sich für den Bund Naturschutz mit der Bautätigkeit in der Stadt. So wäre es nur logisch, daß ihm Bebauungspläne und Bauangelegenheiten am Herzen lägen.
Er ging auf zahlreiche Bauvorhaben ein, die in den letzten Monaten im Stadtrat diskutiert worden sind. Obwohl die Stadträte sehr gute Informationen aus dem Bauamt erhalten würden, wünschte er sich häufig zusätzliche Informationen. Auch wenn der Bauausschuß die Themen vorberate, müsse doch der Stadtrat abschließend beschließen.
Da Oskar Rau sehr ausführlich und in Details auf die einzelnen Projekte einging, können wir hier nur kurz wiedergeben, derzeit diskutiert wird und wie die Grünen dazu stehen.
Zunächst besprach er die Neugestaltung des Bahnhofsplatzes, wo der Busparkplatz nun von einer Seite des Bahnhofsgebäudes auf die andere umgeplant worden ist. Die Haushaltslage der Stadt erlaube jedoch keine großen Investitionen, so daß die Realisierung einige Zeit dauern werde.
Ein zweites Projekt wäre der Neubau der Firma Fliegl im Industriegebiet Ost. Das hier benötigte Areal ist riesig und die Realisierung wird noch einige Fragen aufwerfen.
Ein weiterer wichtiger Bebauungsplan ist Nördlich des Bahnhofs mit dem Parkdeck. Dort soll der Fußgängerübergang über den Innkanal gebaut werden. Dieser Bebauungsplan sichert die Liegenschaften des dortigen Sportvereins.
Sehr zu schaffen machte ihm der Bebauungsplan nördlich der Ahamer Straße, wo die Heimgärten nun Parkplätzen weichen mußten. Erst sollten sie fürs Krankenhaus sein, dann plötzlich fürs Landratsamt und nun heißt es, man benötige sie für den Friedhof. Die Entfernung der Heimgärten stelle eine gravierende Schädigung des einmaligen Mühldorfer Grüngürtels dar, um so mehr, als diese Parkplätze der Mühldorfer Geschäftswelt keinerlei Nutzen brächten. Er selbst favorisiere noch immer den Bau eines Parkdecks zwischen Kreisklinik und Haberkasten. Dieses begrünt dient allen Mühldorfern und ist zudem Erholungsraum. Auch wenn diese Lösung teuer wäre, müsse er daran erinnern, daß die Stadt für die Kunden der Bundesbahn am Bahnhof ein Parkdeck gebaut hätte. Es wäre nur gerecht, solche Investitionen auch für die Geschätsleute am Stadtplatz zu tätigen. Die neuen Heimgärten an der Töginger Straße erachte er als Notlösung, die keinen Ausgleich darstelle.
Auch mit dem Bebauungsplan zwischen Krankenhaus, Stadtwall und Friedhofstraße ist er nicht einverstanden. Die derzeitige Bebauung fällt niemandem auf - man sieht nur Grünanlagen. Nun sollen diese Gebäude abgerissen und drei dreigeschoßige Stadthäuser gebaut werden. Er werde in der Abstimmung gegen dieses Projekt stimmen, zumal das Landesamt für Denkmalpflege sich für ein Freibleiben dieser Fläche ausgesprochen hätte.
Auch auf der anderen Seite soll neben der Kinderarztpraxis ein Gebäude errichtet werden. Ohne im Bauausschuß behandelt worden zu sein, soll nun ein dreistöckiges 650 m2-großes Gebäude einfach durchgewunken werden, ohne den Stadtrat zu konsultieren. (O-Ton: Des wird a so a Betonklotz 1:45:55:21). Er verglich das Gebäude mit dem - als Bausünde erkannten - Caritas-Altenheim aus den 60er Jahren. Dieses Gebäude würde abgerissen, und hier baue man gleich die nächste Bausünde! Damit tue man der Stadt Mühldorf nichts Gutes.
Die Pläne für das Baugebiet südlich der Oderstraße wären nicht ganz optimal, trotzdem hätte er zugestimmt.
Oskar Rau besprach nun mehrere kleinere Bauprojekte und ihr Für und Wider, etwa den abgebrannten Stadel und einen aufzulassenden Weg bei einer Landmaschinenwerkstatt in Mößling, eine Reithalle, die abgerissen werden soll, das Auflassen eines Weges nahe dem Gewerbegebiet Nord, das dem Erweiterungsbau eines dortigen Betriebes zum Opfer fallen soll.
Oskar Rau erachte auch den Bau des OBI-Marktes als Belastung für die Stadt Mühldorf. So hätte er kein Verständnis dafür, daß die vorgeschriebenen Ausgleichsflächen irgendwo in Niederbayern geschaffen werden, obwohl die Belastungen durch Versiegelung, Aufheizung etc. hier in Mühldorf anfallen. Ähnlich beim neu gebauten Autohaus im Mühldorfer Norden. Auch hier sind die Ausgleichsflächen in Burgkirchen.
Dann ging er noch einmal auf die Diskussion um die Ablagerung schwach belasteten Z 1.1-Matierials in der Keisgrube im Mühldorfer Norden ein und kritisierte die Leichtfertigkeit im Umgang mit solchen Themen. Schließlich läge die Kiesgrube in Mitten der Entwicklungsachse Mühldorfs. Wer sollte dort bauen wollen, wenn in 8 m Tiefe solches Material lagere. Das Gelände hat sehr an Wert verloren. Man könne weder sicher sein, welches Material dort eingelagert werde, noch, was damit in Zukunft passiert. Die systematische Vernichtung des „Fürstenwegs“ könne er kaum verwinden, auch wenn er sich der demokratischen Abstimmung beuge. (O-Ton: Andere Städte würden den Fürstenweg erfinden! ) Dort wären schon Römer drüber gelaufen!
Auch der Umbau und Ausbau des alten Wasserwerkes störe ihn. Nun wären die Bäume umgeschnitten und so Fakten geschaffen worden, was in München eine 60.000€-Strafe nach sich gezogen hätte. Dort im ausgewiesenen Biotop bauen zu lassen, ist für ihn unbegreiflich.
Weiters kritisierte Oskar Rau die Weigerung von Stadt und Landratsamt, Fußgängerüberwege oder Hindernisse in Straßen einzubauen, um den Verkehr zu bremsen und Fußgängern das Queren sicherer zu gestalten. Er verstehe auch nicht, daß die Stadt sich weigert, Zebrastreifen einzurichten und stattdessen teuere Ampelanlagen installiert, die Fußgänger dann nicht annehmen.
Ein typisches Beispiel wäre die Verkehrsregelung zwischen Katharinenplatz und Münchner Tor. Dort ist viel aufwendige Technik, die den Verkehr mehr behindert als regelt.
Auch der Ausbau des Radwegenetzes ließe zu wünschen übrig. Pläne aus 1992 lägen noch heute unangetastet in der Schublade. 1996 hätte die Stadt selbst eine Planung erstellt, die auch noch nicht umgesetzt wurd. Es sollte ein runder Tisch eingerichtet werden, der sich dieses Themas annimmt.
Abschließend plädierte Oskar Rau für den Erhalt des Heilig-Geist-Spittals. Kaputt wäre dort das Gebäude aus den 60er Jahren, nicht der Altbau von 1771. Auch wenn er den Abriß der Bausünden aus den 60er Jahren befürworte, gebe er doch zu bedenken, daß der Neubau eines einzigen Bettes im neuen Heim 80.000€ koste.
Er würdigte die Arbeit der städtischen Musikschule und freute sich, daß nun auch in Winhöring eine Zweigstelle ensteht. Und wenn es jetzt im Mühldorfer Süden einen neuen Einkaufsmarkt gebe, dann fehle noch immer einer im Mühldorfer Osten, den Oskar Rau das vergessene Gebiet nannte.
Und wenn manche sagten, die neue Hauptschule wäre zu groß und zu aufwendig, könne er nur feststellen, er hätte den Bau in dieser Form von Anfang an unterstützt. Wenn wir uns einen Stadtsaal „vom Feinsten“ leisten könnten, wäre es die Pflicht der Stadt, für die Mühldorfer Kinder genau so viel Geld auszugeben. Und – sollte die Realschule wirklich kommen –gäbe es dort schon jetzt die besten Voraussetzungen. Und die Aula wäre ohnehin der beste Konzertsaal für das Symphonieorchester, den er in Mühldorf kenne. So eine Aula wünschte er sich auch für die Grundschule, wenn man dort schon vier Millionen Euro investiere! Allerdings sehe er schon ein, daß die Situation des Haushalts der Stadt große Sprünge nicht zulasse.
Ein weiteres Thema waren die Parkgebühren, die er befürworte und die nach seiner Ansicht helfen können, die Seitengassen zu beleben.
Oskar Rau kritisierte die Arbeit der Stadtwerke, die nach Reparaturarbeiten die Straßendecken nicht immer optimal wiederherstellten. Auch die zögerliche Einführung neuer sparsamerer Beleuchtungstechnik und alternativer Energieerzeugung kritisierte er.
Oskar Rau faßte zusammen, er mache sich die Arbeit im Stadtrat zum Wohl der Stadt und ihrer Bürger wirklich nicht leicht.
Dr. Georg Gafus schloß, indem er feststellte, daß es in Mühldorf anders zuginge, wenn die Grünen im Stadtrat mehr Gewicht hätten. Er warb um engagierte Mitbürger, die sie dabei unterstützen wollten, dies bei der nächsten Wahl zu ändern.
Dann nahm er noch kurz Stellung zur Diskussion um die Namensgebung für die Hauptschule. Er unterstützte die Initiative der Schule, und untermauerte dies mit 10 Argumenten. Die Mitglieder des Stadtrates kritisierte er, weil einerseits das Abstimmungsergebnis aus der nichtöffentlichen Sitzung so schnell bekannt geworden war und sie sich andererseits mit seiner Ablehnung des Namens „Max Mannheimer“ nur auf einer Formalie stützten, ohne aber Leben und Werk des Namensgebers zu würdigen. Sicher müsse man da noch einmal drüber reden.
Die Stadtratsfraktion der Grünen will in regelmäßigen Abständen in ähnlicher Form Bürgern Rede und Antwort stehen und muntert dazu auf, Themen und Anregungen an sie heranzutragen. Sie wollen versuchen, die Anliegen der Bürger im Stadtrat zu vertreten.
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Jeder bekommt einen Platz im Kindergarten! - Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchung
13:34
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Abnehmen mit Erfolg: Kreisklinik wird Ernährungsmedizinische Lehrklinik
8:15
Schon seit zweieinhalb Jahren wäre die Ernährungsmedizin ein Schwerpunkt der Arbeit der Kreisklinik, begann Dr. Stefan von Clarmann seinen Vortrag.
Warum das Engagement in die Ernährungsmedizin? Auch wenn man zunächst an übergewichtige Menschen denken würde, ist der eigentliche Beweggrund die Mangelernährung von Senioren. Diese Zahlen verdeutlichen dies. Jeder zweite Senior in einem Akutkrankenhaus oder einem Altenheim leidet unter Mangelernährung. Das hat Folgen: Untersuchungen haben ergeben, daß eine Ernährung mit weniger als 50% des Energiebedarfs eine 8x höhere Sterblichkeitsrate nach sich zieht - eine erschreckende Zahl. Überleben sie aber den Aufenthalt in der Klinik, haben sie 3x schlechtere Chancen die nächsten 90 Tage zu überleben.
Nun aber zum Übergewicht, bis hin zur Adipositas, also zur Fettleibigkeit. Mediziner definieren dies über den „Bodymaßindex“. Normalgewichtige haben einen Bodymaßindex unter 25. Die Graphik zeigt aber, daß in Deutschland nur ein Drittel der Deutschen normalgewichtig ist. Mehr als 50% leiden unter Übergewicht und nochmal 20% sind adipös, also fettleibig!
Interpretiert man die Zahlen, muß man sehen, daß zwei Drittel der Deutschen zu dick sind.
Und weil „Dick-Sein“ eine medizinische Zeitbombe ist, müsse man etwas dagegen tun. Dies sind die Symptome, unter denen übergewichtige häufig leiden. (O-Ton)
Übergewicht beeinträchtigt die Gelenke: Hüft- und Knieprobleme sind häufig anzutreffen. Manche können vor Schmerzen und trotz Schmerzmitteln nicht einmal mehr aufstehen.
Besonders bemerkenswert und viel zu wenig bekannt ist, daß Übergewichtige wesentlich häufiger an Krebs erkranken. (O-Ton Brustkrebst, Gebä... (all die schönen Krebse....) allein ein normales Gewicht zu halten oder zu bekommen, ist Krebsvorsorge!)
Übergewichtige Patienten leiden auch unter Schlafstörungen durch Atemaussetzer, und unter Depressionen.
So war es nur konsequent, die Ernährungsmedizin an der Klinik Mühldorf einzuführen. Damit diese Qualifikation auch nach außen sichtbar wird, hat man schon vor zwei Jahren die Zertifizierung durch die deutsche Akademie für Ernährungsmedizin zur „Lehrklinik für Ernährungsmedizin“ angestrebt. (Bild 2:) Alle diese Kliniken sind als Lehrkliniken für Ernährungsmedizin zertifiziert. Die mit den seitlichen roten Markierungen sind Akutkliniken und Lehrkliniken für Ernährungsmedizin. Die Klinik Mühldorf ist nach Abschluß der Zertifizierung in etwa zweieinhalb Monaten die sechste Akutkliniken für Ernährungsmedizin in Deutschland! Doch etwas besonderes!
Hier die Schwerpunkte der Arbeit in diesem Bereich in den Kliniken Mühldorf und Haag.
- Vorträge in Kindergärten, Schulen und Firmen dienen der Vorbeugung.
- Durch viel Arbeit hat man die Einhaltung der Vorgaben des „Kostformen-Rationalisierungsschemas“ an der Klinik Mühldorf erreicht.
- Wegweiser im Umgang mit Patienten sollen dem Personal helfen, den symptomspezifischen Umgang mit den Patienten näherzubringen und zu erleichtern.
- Im Alter führen Schluckstörungen häufig zu Mangelernährung. Dafür gibt es in Haag das „Netzwerk Schluckstörungen“.
- Auch die Behandlungsmethoden der im Netzwerk „Diabetes Melitus“ zusammengeschlossenen Fachärzte müssen auf die Ernährungsmedizin abgestimmt werden. Nach dem Verlassen des Krankenhauses muß eine Ernährungsberatung anschließen.
- Ab Frühjar 2009 bietet die Klinik eine Praxis für Ernährungsberatung an, an der man ambulant geschult werden kann.
- Und schließlich das „Optifast-Zentrum“ (spricht Deutsch: OPTIFAAAST)
Das Optifast-Zentrum wäre eine Einrichtung, in der seit Frühsommer 2008 schwer übergewichtige Patienten ambulant abnehmen können. Die Optifast-Gruppe, der derzeit 12 Personen angehören, trifft sich ein Jahr lang jeden Dienstag etwa vier Stunden lang in der Klinik. Das interdisziplinär angelegte Konzept baut auf vier Bereiche:
Da Übergewicht immer Gründe hat, müssen Ernährungsberater mithelfen. Da man ohne Bewegung nicht abnehmen kann, muß Bewegungstherapie angeboten werden. Oft nehmen die Patienten schnell ab und müssen deshalb medizinisch betreut werden. Und um schließlich das erreichte Gewicht zu halten, muß ein neues Verhalten gelehrt werden. Dazu gehört die Psychologin Cordula Bartels zum Team, die den Teilnehmern den richtigen Umgang mit den Lebensmitteln näher bringt und ihre Lebensweise umstellt.
Nun basiert Optifast auf einer mehrphasigen Therapie. Zunächst werden die Patienten untersucht und auf ihre Teilnahmefähigkeit überprüft. Dann beginnt die Fastenphase: 12 Wochen lang ernähren sich die Teilnehmer nur von fünf Beuteln eines künstlichen Produktes: einer Trinknahrung die alles enthält, was der Körper täglich benötigt und doch nur 800 Kilokalorien zuführt. Dadurch ergeben solche Gewichtsreduzierungen, Der Patient hier hat 27 kg abgenommen! dieser sogar 32 kg. Und dieser sogar 42 kg.
Nach 3 Monaten beginnen die Teilnehmer wieder normal zu essen, gleichzeitig aber zu lernen, ihr reduziertes Gewicht zu halten und ihren Lebensstil so umzustellen, daß sie nicht wieder zunehmen. Dabei gehen sie durch diese Schritte.
Schließlich müssen die Kandidaten lernen, sich richtig und vernünftig zu ernähren und aktiver zu leben. Nach einiger Zeit entwickle sich eine Eigendynamik. Die Teilnehmer beginnen selbst Sport zu treiben und sich zu bewegen.
Natürlich muß so schnelles Abnehmen wöchentlich medizinisch begleitet werden. Die Gewichtsreduzierung macht manche Medikation überflüssig. Dies kann der Arzt dann stoppen.
Dies geschieht während der 52 Wochen, die das Programm dauert.
Nach 12 Monaten haben sie so ein dickes Buch mit allen nötigen Unterlagen zu Hause
Die Erfolge sind beeindruckend: Nach drei Monaten haben alle Teilnehmer zusammen 300 kg Gewicht verloren. Wichtig wäre, daß sich diese Werte bei den Teilnehmern stark verbessert hätten.
Am wichtigsten wären aber die psychischen Aspekte: Die Teilnehmer akzeptieren sich plötzlich viel mehr als früher.
Optifast-Koordinatorin Silke von Clarmann merkte an, daß nur motivierte Übergewichtige in dieses Programm aufgenommen werden, weil nur mit entsprechender Motivation oder medizinischer Indikation die Aussicht besteht, daß sie auch durchhalten. Außerdem ist die Teilnahme nicht billig: Pro Monat fallen Kosten von 259€ an, die die Krankenkassen nur in Ausnahmefällen übernehmen.
Chefarzt Dr. von Clarmann dankte sehr dem Krankenhausförderverein, der durch eine Anschubfinanzierung in Höhe von 9.000 € die Zertifizierung erst möglich gemacht hatte.
31
Volleyball Regionalliga: TSV Mühldorf - MTV München II
5:20
Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Simon Weichselgartner und Sasha Khort war das Team von Trainer Toralf Zumach nicht gerade in der besten Verfassung. Trotzdem sollten die Münchner zu schlagen sein, zumal die Mühldorfer das Hinspiel mit 3:2 Sätzen verloren und so eine gewisse Wut im Bauch hatten. Die Personalnot zwang Trainer Toralf Zumach selbst, sich aufzustellen, er trug die Rückennummer vier.
Schiedsrichter der Partie in der Halle der neuen Hauptschule in Mühldorf waren Peter und Konrad Kaufmann aus Bruckmühl.
Die Heimmannschaft hatte Aufschlag und gab gleich einen Punkt ab. Viele weitere Unachtsamkeiten und kleine Fehler folgten, so daß es schnell 0:11 für die Gäste stand. In mehreren Auszeiten versuchte Trainer Toralf Zumach seine Spieler zur Ordnung zu rufen und zu motivieren.
Das gelang und Punkt für Punkt holten die Mühldorfer auf, ohne aber in Führung gehen zu können. Nach 20 Minuten war der erste Satz abgegeben: 25:23.
Nach dem Seitenwechsel versuchten die TSV-Mannen zu zeigen, warum der Unterschied in den Tabellenplätzen gerechtfertigt ist. Es reichte aber nicht, einen zwingenden Vorsprung herzustellen, das Spiel war ziemlich ausgeglichen. Pech hatten sie in manchen Situationen auch, wie hier, wo der Ball „aus“ gegeben wurde, obwohl unsere Bilder zeigen, daß er noch im Spielfeld auftraf. Der Protest nutzte nichts.
Die Mühldorfer gewannen diesen Satz mit 25:23.
Der dritte Satz begann wie der erste: Mit einem Aufschlag ins Netz.
Die Probleme zeigt diese Szene Libero Tobias Laszlo-Lehni kriegt den Ball nicht unter Kontrolle – ein Punkt für München. Und so gings weiter. München war aber nicht so überlegen wie im ersten Satz. Mühldorf konnte aufholen und kam noch bis auf 24:24 heran. Es sah so aus, als ginge der dritte Satz an den TSV aus Mühldorf. Dann aber begannen die Münchner mit einem Auswechselspielchen und unterbrachen dadurch den Spielfluß der Mühldorfer.
Schließlich ging der dritte Satz mit doch mit 24:26 an München.
Der vierte Satz: Da lief es auf Mühldorfer Seite plötzlich. Auch wenn der Spielverlauf nicht den Abstand in der Tabelle widerspiegelte, zog der TSV auf 20:16 Punkte davon. München begann wieder sein Auswechselspielchen. Und wieder ließen sich die TSV-Mannen irretieren und der Vorsprung schmolz. 21:17, 22:19, 22:21, 22:22! Die Spannung war kaum zu ertragen und das Entsetzen auf den Rängen groß. Die ersten Zuschauer gingen! - Führungswechsel!
Auszeit für Mühldorf, nochmal motivieren. Es nützte nichts, auch der letzte Punkt ging an München. Endstand 3:1 Sätze für die Münchner. Und weil wir zum ersten Mal bei einem Volleyballspiel waren, das so schlecht lief, dachten wir, wir lassen den Trainer erst einmal verarbeiten. Beim nächsten Spiel läufts sicher wieder besser. Dann reden wir mit ihm über Spiel und Saison.
32
Kappenabend in Mühldorf Teil 1
17:30
09 27.02.09
Nicht ausverkauft war die Premiere des Mühldorfer Kappenabends. Wir wollen hier einige Ausschnitte aus dem diesjährigen Programm des Kappenabendvereins zeigen. Daß da etwas neu war, zeigte schon der Eröffnungsdialog, in dem sich Robert Garbe und Wolfgang Baierlein hinter geschlossenem Vorhang erst einmal Gedanken über die Veränderungen machten. Es wurde schnell klar, daß sich auch Wolfgang Baierlein, der von der alten Mannschaft übriggeblieben war von seinen Vorstellungen eines Kappenabends in Mühldorf würde verabschieden müssen. (O-Töne)
Für die musikalische Gestaltung des Abends sorgte das Kappenabendorchester unter Leitung von Fritz Killermann und mit Jürgen Kaderka am Mikrophon.
Dann konnte Wolfgang Baierlein es aber doch nicht lassen. (O-Ton Heut‘ ist wieder Kappenabend...) Dann machten sie sich Gedanken über den Nachfolger Günther Knoblauchs als Mühldorfer Bürgermeister: (O-Ton)
Ein prominenter Gast wurde vor dem Stadtsaal per Video-Schaltung empfangen. (O-Ton)
Dann mischte Edmund Stoiber auch live mit. Er trat immer wieder auf und übernahm das Wort. Nur mit dem „Bayerischen Defiliermarsch“ konnte er dazu bewegt werden, die Bühne zu
verlassen.
Was „Macht sonst noch so alles aus einem Menschen macht“, dieses Themas nahm sich nun Professor Dr. Dr. Dr. Dankwart Machtwort, alias Robert Garbe an. O-Töne
Auch er mußte sich damit abfinden, daß Edmund Stoiber dazuwischenfunkte.
Dann verglich er die Wahlprospekte von Bürgermeister Günther Knoblauch aus den Jahren 1996 2002 und 2008.
Wolfgang Baierlein versuchte sich dann als Sänger, aber das ging nicht lang.
Dann machte sich Kathrin Lenz-Honervogt über die Bayern, die Mühldorfer und besonders über Bilder auf der Mühldorfer Internetseite lustig.
Die Zusammensetzung des Mühldorfer Stadtrates nach der Komunalwahl und die – nicht immer so einigen Fraktionen, nahm sich Jürgen Kaderka dann zum Thema.
Das nächste Thema war der Generationenkonflikt: Thomas Enzinger und Robert Garbe machten sich lustig über die "heutige Jugend“. Und die „heutige Jugend“ hielt dagegen!
Natürlich mußte auch Edmund Stoiber seine Meinung zu diesem Thema loswerden.
Und immer wieder lockte das Theme „Bürgermeisternachfolge“. Diesmal betrachtete Robert Garbe dies aus Richtung der Freien Mühldorfer. Den Freien Mühldorfern war dann auch noch ein besonderes Lied gewidmet.
Schließlich sollte „Schutzengel“ Wolfgang Baierlein auf den Dritten Bürgermeister der Stadt aufpassen und wußte nicht so recht, welchen er da beschützen sollte.
Nach der Pause nutzten Fritz Killermann und Robert Garbe erst einmal einen Paragraphen im neu gefaßten Gesundheitsschutzgesetz dazu aus, sich auf der Bühne gemütlich eine Zigarette anzuzünden.
Das Königlich Bayerische Amtsgericht transferierten sie dann nach Mühldorf und verhandelten einen besonders brisanten Fall – die fortgesetzte Lärmbelästigung der eigenen Bürger. Dabei mußte Aushilfswachtmeister Markus Honvervogt auch noch als Schreiber fungieren.
Dann mußte das neue Stadtratsmitglied Dr. Georg Gafus thematisch herhalten. Der grüne Georg, der überall herumg‘schaftelt schwebte über allem.
Dann versuchte Dr. Edmund Stoiber, der Mühldorfer CSU auf die Sprünge zu helfen!
Das schrittweise Ausscheiden der UWG aus dem Mühldorfer Stadtrat nahm sich dann Jürgen Kaderka vor.
Wer wird Nachfolger von Bürgermeister Günther Knoblauch? Diese brennende Frage war so wichtig, daß Sarah Wagner versuchte, die Lösung in der Glaskugel zu lesen. Dabei kam alles mögliche zum Vorschein, nur nicht die Antwort auf diese brennendste aller Fragen! Wahrscheinlich gibt’s ja gar keinen Nachfolger, weil bis dahin sowieso der Meteorit einschlägt!
Nachdem sich die Mitglieder vorgestellt hatten, besangen sie abschließend die ausgeschiedenen Mitglieder des Stadtrates.
Auch wenn die darbieterischen Leistungen der Mitwirkenden nichts zu wünschen übrig gelassen haben, so fehlte dem neuen Kappenabend doch das, was den Charm früherer Kappenabende ausgemacht hat: Die echten Mühldorfer Gschichten, die Gschichten, die man nur mitkriegt, wenn man Mühldorf lebt. Die Mühldorfer Kappenabende sollten sich nicht um Landes- oder gar Bundespolitik kümmern, sondern sich der kleinen Themen annehmen, von denen es 1000e gegeben hätte.
33
Kappenabend in Mühldorf Teil 2
13:30
Text nicht vorhanden.
34
Der Narrenabend der Bubaria in Buchbach Teil 1
14:25
Erstmals konnte die Bubaria ins neue Kulturhaus einladen, das mit viel Aufwand für Faschingsveranstaltungen dekoriert worden war. Gemäß dem Thema des diesjährigen Faschings „Gaukler und Ritter feiern das närrische Mittelalter“ gabs einen Rittersaal, eine Schatzkammer, eine Tränke und eine Futterstube.
Natürlich waren Buchbachs ehemaliger Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Hans Rambold, seine Nachfolger Thomas Einwang gekommen. Aber auch MdB Stephan Mayer und Monsignore Engelbert Wagner liessen sich den Narrenabend in Buchbach nicht entgehen.
Schon bei ihrem ersten Auftritt sorgten die Mitwirkenden für Stimmung. Tatkräftig unterstütz wurden sie dabei von den Taragonas oder – wie sie auch genannt wurden, dem Bubaria-Gebläse!
Am Freitag dem 13. Hätten die Gäste alle Glück gehabt, weil sie nämlich Karten bekommen haben, begann Florian Tremmel seine Begrüßung. Natürlich dankte er allen Mitwirkenden und besonders Autor Karl-Heinz Kammerer und seiner Mannschaft.
Die Garde der Bubaria eröffnete zusammen mit dem Prinzenpaar und dem Hofstaat mit dem Prinzenwalzer.
Aber zunächst die Garde der Bubaria, von der Beate Kammerer meinte, sie tanze in der Bayernliga!
Durchs weitere Programm führte mit viel Witz und manchmal auch ein bißchen am Rande, Confrencier Franz Segmüller.
Dann machte sich Martin Fischer über den Fasching am Rhein lustig: „Die Generalprobe“
Nachdem er alle Mitwirkenden angeordnete hatte, funktionierte halt das Zusammenspiel mit der Musik so gar nicht.
Dann folgte das Turmgespräch. Weil der Siloturm im vergangenen Jahr abgerissen worden war, warteten alle gespannt darauf, wie die Autoren darauf reagierten. Schließlich zeigte sich, daß der Siloturm jetzt im Himmel ist. So konnten sich Ludwig Mottinger und Anton Rampl weiter über die großen und kleinen Buchbacher Ereignisse lustig machen.
Der Abbruch des Siloturms konnte also die Bubaria nicht aufhalten.
Jagdszenen aus dem Wald gabs dann. Nachdem Rudi Büchler beim Schwammerlsuchen verdächtige Geräusche gehört und sich auf einem Hochsitz in Sicherheit gebracht hatte, konnte er gar schreckliches beobachten. Da meuchelt eine Domina den König, dann wollen zwei seinen Platz einnehmen und dünken sich schon auf dem Gipfel. Aber dann kommt ein neuer König und übernimmt die Krone vom gemeuchelten.
Aber nicht nur das. Auch der Hans muß dran glauben.
Und – es war doch sooo schön, als die CSU noch über 60% gehabt hat....
Es folgte die Nachwuchsgarde der Bubaria mit ihrem Marschtanz.
Auf der Loipe trafen sich dann Florian Tremmel und Carlo Marrazzo.
Die Taragonas überbrückten die Umbauphasen.
Dann gaben Fred Greimel, Hans Fischbacher, Hans Pichlmeier, Claudia Bauer und Carlo Marrazzo Karl Valentins Einakter „Der Firmling“.
Nach der Pause, die genau um Zweiundzwanziguhrfünf enden sollte, nahmen sie das „Streichquartett“ allzu wörtlich und bezogen es auf die vielen verschiedenen Hubers in unserer Politik. Allerdings konnte keiner der eingeladenen Streicher – alle mit Namen Huber – ein Instrument spielen.
„Weißblau klingt’s am schönsten“ hieß es dann. Uschi Dämmrich von Luttitz und Gerd Rubenbauer begrüßten die Fischer-Chöre. Die Bubaria wäre nicht die Bubaria, würde es dabei nicht etwas verquer zugehen. Erst hießen alle „Fischer“ und dann sang auch noch nur der Chorleiter.
Es folgte einer der Höhepunkte: Renate Sterr und Ludwig Mottinger hatten das Problem, daß der Alois spät Nachts heimkam und seine Frau Berta wegen der Wasseradern das Schlafzimmer umgestellt hatte. Aber das ließ sich der Alois nicht so einfach gefallen!
Die Nachwuchsgarde folgte mit ihrem Showtanz.
Dann machte sich Anton Bauer Gedanken über Finanzkrise Wirtschaftskrise und die sonstigen Verwirrungen: Im Zeichen der Zeit.
Weihnachten inspirierte zu folgendem Sketch: Während der Roberte sich auf den Computer stürzt, die Oma noch die Gummistrümpfe ausziehen will, der Vater Hunger hat und der Opa fernsehen will, möchte die Mama erst einmal so richtig feierlich feiern. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf.
Einen besonderen Showtanz präsentierte Hofstaat und Prinzenpaar der Bubaria. Prinz Martin I. in seiner Rüstung war nicht gerade ein Paradetänzer – eher klapprig.
Die Garde begeisterte dann die Zuschauer.
Schließlich nahmen die Mitwirkenden DJ Ötzi aufs Korn: Ein Stern der Deinen Namen trägt.
Das große Finale mit dem Bubaria-Lied schloß einen Narrenabend, der ein sehr buntes und abwechslungsreiches Programm bot. Alle, die eine Karte ergattert hatten konnten sich nur wundern, was das kleine Buchbach alles auf die Beine stellt. Die Organisatoren meinten, sie hätten im Gegenteil zu manch anderem Faschingsverein das Problem, die vielen unterzubringen, die bei ihnen mitmachen wollen: Einen Hofstaat, zwei komplette Garden und ein Narrenabendkommitee bieten wohl nicht viele Faschingsvereine auf.
Den nächsten Narrenabend gibt’s dem Vernehmen nach schon wieder im kommenden Jahr. Wir freuen uns schon heute drauf, wenn’s wieder heißt: „So sind wir... und so wollen wir auch bleiben“
35
Der Narrenabend der Bubaria in Buchbach Teil 2
15:46
Text nicht vorhanden.
36
Narrenabend: Das sagen die Betroffenen
2:22
Text nur in gesprochener Form vorhanden.
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Schwindegger Faschingsmeile: "1001 Nacht"
10:25
Die Einradfahrer eröffneten deie Nachmittagsgaudie in Schwindegg. Mit Stirnband und Umhang hatten sie sich ein orientalisches Aussehen verpaßt.
Die Zeit, bis es richtig losging vertrieben sich die Besucher an den zahlreichen Ständen, egal ob mit Kuchen oder harten Sachen. Immer mehr Araber stürmten den Dorfplatz, wo es zwar schönes Wetter hatte, aber sehr kalt war. Da halfen heiße Würst oder ein Bratal (sprich „Braaadaaal“) oder das eine oder andere Schnapsal schon sehr. Was ist das? Scheichs mit Alkohol?
Trotz der Kälte füllte sich der Platz. Und DJ Doc sorgte für Stimmung.
Dann blies da einer mit einer ganz ausgefallenen Verkleidung vierstimmig zum Anfangen!
Das Motto der Bubaria paßte heuer so gar nicht in den Orient: „Gaukler und Ritter feiern das närrische Mittelalter“. Ein bißchen verloren kämpfte sich Prinz Martin I. in seiner Rüstung über die Bühne. Groß und Klein schauten begeistert zu.
Der Doktor blies zum Zwischenangriff!
Dann startete der Höhepunkt des Nachmittags: Das Sänftenrennen. Vier Teams gingen an den Start. Sie mußten auf der staubigen Piste mehrere Stationen absolvieren: einen Wüstenschnapps schlucken, eine Dame mit einem Lippenstift schminken um einen Kussmund auf die Wange zu bekommen, Stutenmilch trinken und eine eine Prinzessin mit zur bühne nehmen. Das erste Team, die Buschbachangler schafften es in 2 Minuten 13,28 Sekunden. Als zweites Team starteten die Schwindegger Schützen. Sie verloren ihren Passagier schon nach wenigen Metern. Da verzogen sie die Gesichter schon ordentlich. Dann weiter zum Kussmund. Ein bißchen schüchtern waren die Buben schon noch, aber sie haben’s geschafft. Weiter zur Stutenmilch. Noch eine Prinzessin aufladen und zur Bühne. Wer will mit? Da wäre beinahe hoch ein Malheur passiert. Schließlich der Gong: Die Zeit haben wir leider nicht mitbekommen.
Jetzt die Feuerwehr: Ihre Sänfte glich einer spartanisch ausgestatteten Rennmaschine! Feuerwehrleute sind trainiert. In jeder Hinsicht. Der Schnapps war gleich weg. Mit dem Kußmund hatten sie dann aber schon ihre Probleme. Was heißt da irgendeine? Sooo einfach ist das nicht!
Da mußte Erika schon selber mithelfen. Die Stutenmilch war für die Feuerwehrleute natürlich kein Problem. Auch eine Prinzessin war schnell gefunden und der Gong schnell geschlagen. 2:02.41 Minuten! Rekordzeit.
Als letztes Team startete der Gemeinderat von Schwindegg. Sie trugen „Pascha Dock“ mit seiner vielstimmigen Trompete. Besonders eilig hatten sie es nicht. Dafür gabs Süßigkeiten fürs Publikum. Der Schnapps? Kein Problem! Allerdings mußte sie wegen eines Regelverstoßes noch einmal trinken! Dann der Kußmund. Da hat’s wohl jemand besonders genau genommen. Hoppala, da hätt’s beinahe einen Überschlag gegeben. Noch der Maßkrug mit der Stutenmilch. Und wer ist jetzt die Prinzessin? Die nächst beste geschnappt und weiter! Gong nach einem halben Tag! Nein nein, 3:29:61 Minuten. Der Rückweg ging aber dann schneller von sich!
Dann die Siegerehrung. Als Siegerpreis bekamen die jungen Burschen einen Wurstkranz und ienen Kanister vom Dock!
Bis zum Auftritt der Vampire von den Jazz-Cats mit ihrer Interpretation des Musicals Tanz der Vampire gabs Kostüme zu bewundern.
Dann zeigten Brigitte Fellermeier und Karl-Michael Dürner als Solisten einen Ausschnitt aus dem Musical.
Was wäre Tausend und eine Nacht ohne den Geist aus der Flasche. Und weil er nicht in die Flasche paßte, erwachte der Tschinn nach 1000 Jahren aus dem Waschzuber. Bassma, die ihn befreite, hatte zum Dank für die Befreiung vier Wünsche frei. Erst sollten die Gemeinderäte einen Bauchtanz vorführen. Der zweite Wunsch war, daß der zweite Emir von Schwindegg, Martin Thalmaier ihm einen bezahlten Drink von der Bar bringen sollte. Auch das gelang ohne große Zauberei. Als dritter Wunsch sollten sich Ehepaare in der Wohlfühloase verwöhnen lassen. Auch das kein Probelm. Schwierig wurde es erst mit dem vierten Wunsch:
Aber nix wars mit der Ölquelle und der blaue Tschinn war wieder weg für 1000 Jahre.
Bevor die Schwindegger Fußballer ihren Bauchtanz zeigten, eine kleine musikalische Einlage.
Und dann gabs endlich die Bäuche! Die hatten so richtig was zum ... Tanzen!
Vor dem Bühnenbild von Otti Bauer feierten die Schwindegger noch eine ganze Zeit weiter. Wie jedes Jahr führte Erwin Ebert durch das Programm das der Kulturverein organisiert hatte.
38
Schulentlaßfeier am Berufliche Schulzentrum Mühldorf: Neue Fachleute für die Wirtschaft im Landkreis
14:45
Text nicht vorhanden.
39
OStD. Anselm Räde stellt sich als neuer Direktor des Ruperti-Gymnasiums vor
4:42
Endlich wird das Ruperti-Gymnasium in Mühldorf saniert. Derzeit ist die Aula im Bau. In der großen Pausenhalle finden sich die Schautafeln von den letzten Studienfahrten und vom Schüleraustausch – und an diesem Morgen ein paar Hundert Schüler. Sie empfingen ihren neuen Direktor: Anselm Räde. Die Neugierde war so groß, daß die letzten auf der Treppe zuhören mußten. Dann stellte sich Oberstudiendirektor Anselm Räde vor. (O-Ton)
Das waren standing Ovations, die sicher gut getan haben, meinte er Richtung Oberstudiendirektor Josef Unterreiner.
Dann dankte er Herrn Günther, Frau Neumeier und Herrn Schlegel, die mitgeholfen hätten, diese Übergangszeit so positiv zu bewältigen. Schließlich stellte sich Anselm Räde vor. (O-Ton)
Er bräuchte jetzt erst einmal ein bißchen Zeit, meinte Oberstudiendirektor Anselm Räde, viele Gespräche mit den Lehrkräften, mit den Schülern und den Gremien. Dann werden die Ideen schon kommen. Er erklärte, größere Dinge nur im Konsens erarbeiten zu wollen. Für den Anfang wünsche er sich, daß man sich mit Freundlichkeit und Offenheit begegnet, daß man gegrüßt wird und daß Sauberkeit herrscht – alles Grundvoraussetzungen dafür, daß man gern in die Schule geht. O-Ton: Ich wünsche uns allen...
Während er sich den Fotographen stellte, können wir mitteilen, daß wir zu gegebener Zeit ein ausführlicheres Gespräch mit Oberstudiendirektor Anselm Räde führen werden. Wir werden wie bisher von den wesentlichen Veranstaltungen des Ruperti-Gymnasiums berichten und freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.
40
Der Krise trotzen: Die Gründermesse Existenz 09
6:00
Landrat Erwin Schneider begrüßte die Gäste, die um 9 Uhr früh schon zur Messe gekommen waren. Abwechselnd veranstalten die Landkreise Mühldorf und Altötting diese Messe, die Informationen rund um die Gründung einer eigenen Existenz bietet. Töging hätte sich als Veranstaltungsort besonders angeboten, da es mit dem Gründerzentrum und dem Wirtschaftsservicezentrum einen besonders gut geeigneten Rahmen bieten würde. Außerdem wäre Töging der Sitz der AUBG, einer Beteiligungsgesellschaft, die Innovationen finanziell fördert. Industrie- und Handelskammer, Aktivsenioren und die Handwerkskammer würden regelmäßig Jungunternehmer und Gründungswillige beraten. Dieses Beratungsnetzwerk stellt die neu aufgelegte Broschüre ausführlich dar. Landrat Erwin Schneider hoffte, daß diese Angebote den Gründern helfen, die schwierige Anfangszeit erfolgreiche zu überstehen.
Dazu trägt auch der Wettbewerb „ideenreich“ bei, den die Landkreise nun zum zweiten Mal ausrichten. In vier Monaten werden in acht Workshops gründungsrelevante Themen behandelt.
Es gäbe also in beiden Landkreisen viele Möglichkeiten, sich auf eine Existenzgründung vorzubereiten. Diesen Schritt haben im Landkreis Altötting 2008 1237 Personen gewagt. Auch wenn 867 Unternehmen geschlossen wurden, wären 370 Unternehmen zur Gesamtzahl dazugekommen – eine stoze Zahl.
Landrat Erwin Schneider bat eindringlich, diese Beratungsangebote vor, während und nach der Gründung intensiv zu nutzen. Leider nutzten Gründer diese Angebote häufig erst wenn’s zu spät ist. Er wünschte informative Gespräche und viele nützliche Informationen und meinte, draußen würden sie heute sowieso nichts versäumen.
IHK-Gremiumsvorsitzende Ingrid Obermeier-Osl dankte für den zahlreichen Besuch und meinte, die Anwesenden trotzten der Krise. O-Ton: „Gewinnwarnungen.....“ In dieser Krisenstimmung erstaunt es sehr, daß Experten für 2009 einen Gründerboom voraussagen. Das hieße, daß erstmals seit 2004 die Zahl der Unternehmen wieder ansteigen würde – und das ausgerechnet in der Rezession. Das wäre nicht verwunderlich: In Boomzeiten schauten die Menschen auf sichere Arbeitsplätze. Läuft die Wirtschaft schlecht, suchten sie ihr Heil in der Selbständigkeit. Allerdings dürfe die Flucht vor der Arbeitslosigkeit nicht das einzige Motiv für die Gründung einer Existenz sein: Eine markttaugliche Idee, die in ein belastbares Geschäftskonzept umgesetzt werden könne, müsse schon sein.
Weil der Erfolg eines neuen Unternehmens sehr an der Qualität der Vorbereitung hinge, wäre es von zentraler Bedeutung, sich in der Gründungsphase bestmöglich beraten zu lassen. Dies gelte sowohl für den Handel als auch für das Handwerk. Ist die Firma gegründet, stehen sogenannte Coaching-Programme bereit. Hier werden die Gründer vor und nach der Gründung begleitet. Für Coaching-Programme stehen sowohl von der IHK als auch von der KfW Förderprogramme bereit.
Nähere Auskünfte hierzu bieten die Berater von IHK und Handwerkskammer.
Organisatoren und Aussteller wollen mit dieser Messe einen Beitrag zu einem nachhaltig gründerfreundlichen Klima in unserer Region leisten. Dies hat ganz offensichtliche Gründe: (O-Ton 1:40:05:23 Gründerinnen und Gründer....) Laut Informationen der KfW haben 2008 Gründer deutschlandweit 450.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, ein Effekt, der gerade in Krisenzeiten enorme Bedeutung hat. Ingrid Obermeier-Osl faßte zusammen: Es müssen dauerhaft optimale Bedingungen geschaffen werden. Nur kann können sich neue Ideen durchsetzen. So wäre die gute Nachricht, daß auch in Krisenzeiten Menschen den Mut haben, eigene Existenzen aufzubauen. Sie sicherte ihnen zu, sie bestmöglich zu unterstützen und wünschte allen viel Erfolg bei ihren Vorhaben.
Dann begaben sich Landrat Erwin Schneider und Ingrid Obermeier-Osl auf einen Rundgang. Sie ließen sich von den Ausstellern über die jeweiligen Angebote informieren.
Natürlich kamen keine Massen zur Messe „Existenz“. Die aber da waren, ließen sich ausführlich informieren und unterstützen. So waren die angebotenen Fachvorträge sehr gut besucht. Haben Sie konkrete Pläne oder informieren Sie sich allgemein? (O-Ton ) Dürfen wir fragen, was Sie planen (O-Ton)
Sie haben sich gerade beraten lassen. Worum gings? (O-Ton) Was planen Sie? (O-Ton) Was denken Sie? Schaffen Sie den Schritt? (O-Ton)
Etwa 60 Interessierte waren bis zum Abend nach Töging gekommen. Wir wünschen den angehenden Jungunternehmern viel Erfolg auf diesem Weg in die Zukunft.

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