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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
218
Der Staatssekretärsausschuß der Bayerischen Staatsregierung tagt im Landkreis: Ein besonders innovativer Landkreis!
6:55
44 05.11.10
Schon am frühen Morgen traf Staatssekretär Markus Sackmann in Au am Inn ein, wo er von Staatssekretär Dr. Marcel Huber, Landrat Georg Huber und seinem persönlichen Referenten Hilmar Holzner erwartet wurde. In einem einstündigen Gespräch stellten Ordensoberin, Heimleiter und Rektor ihre aktuellen Themen vor. Sie baten um Unterstützung bei der Fertigstellung des Erweiterungsbaus, bei der Schaffung für Stellen für staatliche Lehrkräfte sowie bei der geplanten Erweiterung der heilpädagogischen Tagesstätte in Waldkraiburg. Die Staatssekretäre sagten „wohlwollendste Prüfung und Betreuung“ der Anliegen zu.
Dann eilten die Staatssekretäre zum nächsten Kloster: nach Zangberg. Dort waren inzwischen die weiteren vier Kollegen im Ausschuß eingetroffen. Im historischen Ahnensaal hatte zunächst Landrat Georg Huber die Gelegenheit hatte, den Landkreis mit allen seinen Vorzügen und Forderungen an Hand einer Präsentation vorzustellen.
Nach Abschluss der Gespräche luden Staatssekretärin Katja Hessel vom Bayerischen Wirtschaftsministerium und Dr. Marcel Huber zu einem Pressegepräch. Daran nahmen auch Landrat Georg Huber und Zangbergs Bürgermeister Franz Märkl teil.
Die vorsitzende Staatssekretärin - Katja Hessel - erläuterte zunächst Sinn und Zweck des Staatssekretärsausschusses, der sich als „Stimme des ländlichen Raumes im Kabinett“ versteht. Seine Mitglieder achten darauf, dass bei neuen Initiativen und Gesetzgebungsmaßnahmen die Interessen des ländlichen Raumes berücksichtigt werden. Das Ziel ist, gleichwertige Lebensbedingungen in ganz Bayern zu schaffen. Darüber hinaus wäre ihr Ausschuß so eine Art Informationsnetzwerk. Sie als als Mitglieder der Bayerischen Staatsregierung schätzen es sehr, Informationen aus erster Hand zu erhalten.
Ein Punkt der Gespräche betraf die Berücksichtigung der Anliegen des ländlichen Raumes im neuen Landesentwicklungsprogramm der Bayerischen Staatsregierung. Die Ausschußmitglieder haben hierzu einen Fahrplan beschlossen, nachdem sie weiter vorgehen wollen.
Wichtig war ihnen auch das Gespräch mit den Verantwortlichen vor Ort, hier mit Landrat Georg Huber und Bürgermeister Franz Märkl.
Staatssekretär Dr. Marcel Huber, der auch der Stimmkreisabgeordneter im Landkreis ist, freute sich sehr, dass der Ausschuß seiner Anregung gefolgt, und nach Süd-Ost-Oberbayern gekommen ist.
Er meinte, der Ausschuß hätte sonst schon überall in Bayern getagt und er wäre bestimmt schon über 10.000 km zu solchen Sitzungen gefahren. Bayern wäre schließlich groß und schön!
Wichtig wäre ihm gewesen, dass der Blick diesmal auf das Oberbayern außerhalb Münchens und auf eine Region ohne Schlösser und Seen gelenkt worden ist. Die Informationen, die sie vor Ort erhalten, fliessen dann in ihre Arbeit im Kabinett ein. Dabei nutzen sie die Gelegenheit, sich auch die Problembereiche aus nächster Nähe anzusehen, von denen man sonst in München nur hört. Das hätten die Kollegen gleich zu Anfang erlebt, als sie nach ihrer Anfahrt über die B12 festgestellt haben: O-Ton (bis „zu erreichen ist“)
Viele andere Themen hat der Ausschuß besprochen, darüber wollte Staatssekretär Dr. Marcel Huber aber nicht im Detail sprechen – es wären eben interne Gespräche gewesen.
Landrat Georg Huber zeigte sich stolz darüber, dass der Staatssekretärsausschuß in den Landkreis gekommen ist, einen Landkreis, den man nicht so leicht findet, und der auch nichts besonderes hat! So wie in Traunstein die Berge, in Niederbayern das Bäderdreieck. Bei uns gibt es nur eine “Autobahn im Bau” und eine Bahnstrecke, die so verläuft, wie sie vor Jahrzehnten gebaut worden ist. O-Ton “gibt’s nix spektakuläres”. Da hätte er sich sehr über die Anerkennung der Staatssekretäre über die sozialpolitischen und bildungspolitischen Errungenschaften gefreut. Ihre Aufmerksamkeit und ihr Interesse war ihm sicher.
Über die Infrastrukturthematik hinaus bedankte er sich für die Unterstützung der verschiedenen Ministerien und besonders von Staatssekretär Dr. Marcel Huber in den zurückliegenden Jahren, ohne die viele Dinge nicht möglich gewesen wären.
Er freute sich auch über die Bestätigung der guten Zusammenarbeit der Gemeinden mit dem Landkreis, die Bürgermeister Franz Märkl erklärt hatte. Die Gemeinden würden die Vorteile erkennen, die der Landkreis mit den neuen Projekten bietet.
Landrat Georg Huber kündigte an, die gute Zusammenarbeit mit der bayerischen Staatsregierung fortsetzen zu sollen und dafür wäre kein Weg zu weit und kein Tag zu lang.
Auch Bürgermeister Franz Märkl dankte für den Besuch, der Gelegenheit gegeben hätte, Probleme vor Ort direkt anzusprechen. Konkret nannte er die Probleme bei Finanzierung bei Umwidmung und Umbau etwa von Räumen für einen Kindergarten in einer Schule, obwohl die Lösung selbst als sehr gut erkannt worden wäre. Man könnte viele Kosten und Räume sparen, würde man solche Lösungen erleichtern.
Katja Hessel ergänzte, in ihren Gesprächen ging es außerdem um die wirtschaftliche Situation im Landkreis und darum, dass hier tatsächliche die Bevölkerung in den Mittelpunkt gestellt wurde. Sie bemerkte, dass hier im Landkreis das seniorenpolitische Konzept bei “50-Plus” beginnt (O-Ton “da konnte ich als einzige noch lachen!”) Sie bemerkte aber auch, dass das bürgerschaftliche Engagement bemerkenswert wäre – insofern ging der Dank zurück an den Landkreis. Weiter wollte sie aber keine konkreten Angaben über ihre Gespräche machen. Abschließend dankte sie dafür, dass sie in so schöner Umgebung tagen durften. Der Ahnensaal wäre sicher der schönste Tagungsraum, in dem der Staatssekretärsausschuß jemals getagt hat.
Abschließend stellten sich die Staatssekretäre zusammen mit Landrat Georg Huber und Bürgermeister Franz Märkl zum Foto.
Später besichtigten Innenstaatssekretär Gerhard Eck und Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber die Polizeiinspektion Mühldorf und informierte sich über die Sicherheitslage im Landkreis. PI-Chef Robert Anderl und Kripo-Chef Josef Mayer führten ihn durch das neue Gebäude.
219 Wirtschaftsempfang 2010 mit Professor Hans-Werner Sinn (ifo-Institut) 12:30
Über vierhundert Vertreter aus Industrie, Handel, Handwerk, Banken, Verbänden und Behörden hatten IHK, Handwerkskammer und die Landkreise erwartet. Die gekommen waren konnten schon einmal Gedanken austauschen und sich auf den Vortrag einstimmen, der sie im Saal des Bürgerzentrums in Burgkirchen an der Alz erwartete.
IHK-Gremiumsvorsitzende Ingrid Obermeier-Osl liebt es, bei solchen Anlässen Zukunftsszenarien auszudenken. Diese sind manchmal positiv und manchmal negativ. Diesmal war ihre Geschichte sehr positiv, sie sah – im Jahr 2020 - die fertige Autobahn vor ihrem Büro, ein flächendeckendes Breitbandnetz in ihrem Büro enden. Dann eine Wende: Noch immer keine Bewerber für die offenen Stellen!
Seit Monaten nicht – keine! Nirgends!
Sie beklagte, dass es neben dem Nachwuchsproblem noch immer zu viele Schulabgänger ohne Ausbildung und zu viele gibt, nicht ausbildungsfähig sind. Durch die demographische Entwicklung wird der Fachkräftemangel noch weiter verschärft. Gift für die Wirtschaft.
Und dass die Betriebe jetzt – am Beginn des Aufschwungs – den Fachkräftemangel so deutlich spüren, ist ein deutliches Signal an Politik und Wirtschaft. Die Betriebe müssen jetzt selbst sorgfältig planen. Die Politik muss die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund schnellstmöglich voranbringen.
Vielleicht müssen aber auch staatliche Grundsätze neu definiert werden? Mutige Ideen sind nötig. Unter diesem Motto stand deshalb auch der Abend: „Mit mutigen Ideen stark für den Aufschwung“, zu dem sie nun die zahlreichen Vertreter aus Politik und Wirtschaft begrüßte.
Die bayerische Wirtschaft ist durch zahlreiche Maßnahmen sehr gut durch die Krise gekommen und kann deshalb in vollem Umfang am Aufschwung teilnehmen. Wegen der zahlreichen Stützungsmaßnahmen ist trotzdem noch immer Vorsicht geboten. Die Politik muss nun den Hebel wieder von einer Krisenbewältigungspolitik auf eine langfristige Politik umlegen, Vertrauen, Klarheit und Offenheit schaffen. Das alles fehlt derzeit. So könnte man die Reform des Steuerrechts nicht von einer einzigen Steuerschätzung abhängig machen. Die Politik zaudert zu sehr. So auch beim Ausbau der Infrastruktur. Wir laufen Gefahr, mitten in Europa zur „Totwinkellage“ zu werden, wie ehedem das „Zonenrandgebiet“.
Die IHK wird ihre Dienstleistung durch Erweiterung der Angebote in Mühldorf. Dazu wird ein hauptamtlicher Referent in Mühldorf installiert. Sie bat die Unternehmer darum, ihre mutigen Ideen an sie heranzutragen.
Sie zitierte das Magazin „Cicero“, das den Referenten des Abends „wichtigsten Ökonomen Deutschlands“ nannte. Er stünde für klare Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit.
Kreishandwerkermeister Sepp Eichner betonte die gemeinsame Verantwortung aller Kräfte in der Region. Der wirtschaftliche Verlauf des Jahres wäre auch für das Handwerk eine große Überraschung. Besonders das Baugewerbe und der Maschinenbau hätten zur Erholung beigetragen. 82% aller Mitgliedsbetriebe hätten guten bis zufriedenstellenden Geschäftsverlauf gemeldet, was zur Zunahme der Zahl der Beschäftigten um 1,2 % geführt. 16.560 Arbeitnehmer und 1.940 Auszubildende beschäftigt das Handwerk derzeit in den beiden Landkreisen. Allerdings kann das Handwerk nicht jeden Ausbildungsplatz besetzen. Es bestünde eine „Lehrlingslücke“. Diese wird sich auf die Zahl der Arbeitnehmer in der Zukunft auswirken. Auch er mahnte die Lösung der Infrastrukturprobleme an. Jeder Behinderer schwächt die gesamte Region. Er sah den Wirtschaftsempfang als SchulterSchluss aller Kräfte zur Bewältigung der Herausforderungen der Zukunft.
Ifo-Chef Professor Hans-Werner Sinn hatte das Thema „Sozialstaat als Konkurrenz oder Partner?“, wollte aber erst einmal über die Konjunktur sprechen.
Die Wirtschaftskrise begann ähnlich wie 1929, konnte aber schnell gestoppt werden. Anhand seiner Konjunktur-Uhr zeigte er auf, dass schon im Sommer 2009 Optimismus zurückgekehrt war.
Im Oktober gab es Grund zum Feiern: Noch nie hätte sein Institut so einen starken Aufschwung beobachtet wie 2009.
Deutschland wächst derzeit am schnellsten unter allen Euro-Ländern.
Allerdings würde Deutschland nur aufholen, was andere EU-Länder in den zurückliegenden Jahren vorweggenommen haben. Jetzt boomt Deutschland und die anderen Länder haben Schwierigkeiten. Das liegt daran, dass Deutschland in diesen Jahren fast ausschließlich im Ausland investiert hat. Die Banken haben das Geld exportiert anstatt es deutschen Firmen anzubieten. Damit hat man die Wirtschaften dort hochgezogen und Deutschland ging in die Flaute. Das ist aber jetzt zu Ende. Die deutschen Banken trauen sich nicht mehr, griechische Staatsanleihen zu kaufen!.
Nun hätte man einen Investitionsboom und Arbeitsplätze werden geschaffen. Diesmal trägt die Binnenwirtschaft den Aufschwung, nicht der Export.
Weil das Kapital wieder im Land bleibt, geht es Deutschland wieder gut.
Außerdem hat die „Agenda 2010“ maßgeblich dazu beigetragen, dass es wieder aufwärts geht.
Ist aber nun der Sozialstaat Konkurrent?
Der Sozialstaat sorgt für sozialen Frieden, garantiert für Solidarität, fördert die Risikobereitschaft, fängt auf, wenn etwas schief geht. Allerdings dämpft der Sozialstaat durch das Angebot von „Lohnersatzeinkommen“ das Engagement der Bürger.
Da aber Unternehmer nicht beliebig viel Geld geben können und der Sozialstaat das Auskommen sichert, wird es immer Menschen geben, die Lohnersatzeinkommen dem Arbeitslohn vorziehen werden. Es wird keine Jobs für Menschen geben, deren Produktivität kleiner ist, als der Lohnersatz.
Angebot und Nachfrage als Grundlage zur Bestimmung von Lohn gelten auch hier: Wenn also viele Arbeitnehmer da sind wird der Lohn bei gleicher Leistung fallen. So funktioniert die Marktwirtschaft.
Nun betrachtete Professor Sinn die Entwicklung der Arbeitslosenquoten bezogen auf die Berufsabschlüsse. Besonders die Zahl der Arbeitslosen ohne Ausbildung ist seit 1975 stark gestiegen auf 23,7% 2005. Dabei sind viele gering qualifizierte Zuwanderer – angezogen vom Sozialstaat. Bemerkenswert ist dagegen die hohe Zahl Auswanderer mit HochschulAbschluss.
Noch heute hat Deutschland die höchste Zahl an gering qualifizierten Arbeitslosen weltweit: 16,5%
Über Jahrzehnte hinweg hat die Politik in die marktwirtschaftliche Lohnfindung eingegriffen und durch die Sicherung von Mindesteinkommen die Abstände zwischen den Lohngruppen reduziert. Die Folge war Arbeitslosigkeit am unteren Rand der Qualifikationsskala.
Würde aber der Staat nicht eingreifen, gäbe es zwar Beschäftigung – aber zu Hungerlöhnen, von denen keiner leben kann.
Von 1970 bis 2004 stieg der Nettolohn um 219%, die Sozialhilfe aber um 292%. Massenarbeitslosigkeit war die Folge und die „Agenda 2010“ eine unausweichliche Folge. Bundeskanzler Schröder hat den Mindestlohn - also den Lohnersatz - gesenkt, und gleichzeitig den Lohnzuschuß erhöht. Er hat Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zusammengelegt. Das nennt sich nun „Hartz IV“. Neu war die Zuverdientstmöglichkeit, vergleichbar mit dem ehemaligen Lohnzuschuß.
Der Niedriglohnsektor, der so entstand, hat auf dem deutschen Arbeitsmarkt ein Wunder bewirkt und Geschäftsmodelle wieder möglich gemacht, die vorher zerstört worden waren – etwa Haushaltshilfen.
So entwickelte sich bisher die Arbeitslosigkeit in Westdeutschland seit 1970. Damals – als Willy Brandt an die Macht kam - gab es 150.000 Arbeitslose. Jede Konjunkturkrise seither brachte etwa 800.000 Arbeitslose mehr. Erstmals seit über 30 Jahren durchbricht die Kurve mit den Arbeitslosenzahlen 2008 die Trendkurve. Sogar in der Krise gab es nur einen kleinen Anstieg – der Arbeitsmarkt bemerkte die Krise kaum!
Ohne Hartz IV wäre es in Deutschland zum Kollaps gekommen. dass „Hartz IV“ nicht gewürdigt wurde, liegt an den parteipolitischen Reaktionen in Deutschland. („Professor Unsinn“)
Welches „Wunder“ passiert ist, zeigt der internationale Vergleich.
Die Niedriglohnjobs bergen Armutsrisiko. Das zeigt der Armutsbericht der Bundesregierung.
Er zeigt eindeutig, dass Arbeitslosigkeit zur Armutsgefährdung führt.
Heute kann mit Hartz IV und Aufstockung niemand in Deutschland arm sein, nicht einmal armutsgefährdet. Nur Arbeitslose sind weiter armutsgefährdet.
„Mindestlohn oder Mindesteinkommen“ war sein nächstes Thema. Diese Aussage stammt vom damaligen Post-Chef Klaus Zumwinkel. Er wollte so 2007 sein Briefmonopol retten.
Schon in Zeiten der Wiedervereinigung hatten westdeutsche Firmen versucht, in den neuen Ländern japanische Investitionen fern zu halten. Der Bevölkerung erzählte man Geschichten von sozialer Gerechtigkeit und so was...
Dabei nützt ein Mindestlohn nichts, wenn man ihn nicht bekommt. Kein Arbeitgeber kann einen Lohn bezahlen, der über der Produktivität des Mitarbeiters liegt. Das Schlaraffenland gibt es eben nicht.
Mindestlohn könnte man nur durchsetzen, indem man die Firmen zur Einstellung zwingt. Das führt dann eben zu Firmenpleiten. Es würden im unteren Lohnsektor über 1,1 Millionen Jobs verloren gehen. Die Forderung nach einem Mindestlohn ist also unehrlich und undurchdacht.
Eine Alternative zum Mindestlohn wäre ein Mindesteinkommen. Dies könnte durch Lohnzuschüsse realisiert werden. Es müsse also heißen: „Jeder, der will, muss arbeiten können und dann genug zum Leben haben“. Diesen seinen Spruch hätte sogar Bundeskanzlerin Merkel übernommen.
Leider gibt es den „Mitnahmeeffekt“ durch Firmen, die sich damit Mitarbeiter bezahlen lassen. Allerdings soll der Lohnzuschuß Geschäftsmodelle wieder möglich machen, die die Politik jahrzehntelang zerstört hat, etwa im haushaltsnahen Bereich. Zudem ist diese Lösung billiger als die Finanzierung der Arbeitslosigkeit.
Er fasste zusammen: In Zeiten der Globalisierung und dem Markteintritt der ehemals sozialistischen Länder hätte sich ein gemeinsamer Welt-Arbeitsmarkt entwickelt, der sich im Lauf der Zeit angleichen wird. Wir müssen uns anpassen, wofür es vier Wege gibt: Die Bildung, den Lohnersatz als Form des Mindestlohns, alternativ das skandinavische Modell, wo der Staat die Arbeitslosen anstellt oder Lohnzuschüsse.
Es dürfe nicht so weit kommen, dass junge Leute als Lebensziel angeben „Hartzer“ werden zu wollen. Das will niemand.
Landrat Erwin Schneider dankte Professor Sinn für seine verständliche Darstellung so komplizierter Sachverhalte. Er hätte allerdings den Fehler gemacht, keinen Eintritt zu verlangen....
Er nahm mit, dass wir durch die Rettungsschirme etwa für Griechenland unsere eigene Bonität hergeschenkt hätten. Außerdem hätte er anerkannt, dass die Agenda 2010 doch richtungsweisend war. Sie hätte mutig einen jahrelangen Reformstau beendet.
Er wünschte den Besuchern im Anschluss gute Gespräche und lud zum Buffet ins Foyer ein.
220 Für die Zukunft stark machen: "Regionalentwicklung 2020" in Buchbach, Schwindegg und Obertaufkirchen 10:50
Etwa hundert Zuhörer aus allen drei Gemeinden waren in den Saal in den Gasthof Post gekommen, wo Buchbachs Bürgermeister Thomas Einwang sie begrüßte. Unter ihnen zahlreiche Gemeinderäte und Kreisräte. Besonders freute er sich über die Anwesenheit der beiden Vorstände des Bundes der Selbständigen, Ingrid Obermeier-Osl und Manfred Kroha.
Schon im Herbst 2009 hätten die Gemeinderäte von Obertaufkirchen, Schwindegg und Buchbach auf Initiative der Bds-Vorsitzenden über eine Vision für ihre Gemeinden nachgedacht. Schon damals hätte man die Initiative „Regionalentwicklung 2020“ (sprich „Zwangzig-Zwanzig) genannt. Schon damals hätten sie erkannt, dass das „Kirchturmdenken“ der Vergangenheit angehört und sich die Zukunft nur gestalten lässt, wenn man sich Ziele setzt. Natürlich werden sich die Gemeinden nicht globalisieren, sie müssten es aber gemeinsam angehen, die Zukunft für die 10.000 Bürger in ihrer Region zu sichern.
Die „Regionalentwicklung 2020“ kann nur von Erfolg gekrönt sein, wenn sich die Bürger aktiv daran beteiligen. Er dankte allen, die daran Interesse zeigten.
Er appellierte an die Zuhörer, auch an der künftigen Arbeit teilzunehmen und sie zu unterstützen. Dazu wünschte er allen viel Erfolg.
Ingrid Obermeier-Osl sprach für die beiden Gewerbeverbände und freute sich, alle drei Bürgermeister begrüßen zu können. Zukunft wäre dort, wo Ideen wachsen können, wo Kommunen gemeinsam agieren und die selben Ziele verfolgen., und auch dort, wo Bürger ehrenamtlich Ideen einbringen. Nur so kann man junge Leute in ihrer Region halten, die sicher mit den Ballungszentren nicht konkurrieren kann. Wenn die Aktion umgesetzt wird, profitieren alle: Schulen, Gewerbe – letztendlich die gesamte Gesellschaft.
Christian Klotz vom Beratungsunternehmen Qualikom in Grabenstätt am Chiemsee hatte im ersten Halbjahr eine Gewerbe- und eine Bürgerbefragung durchgeführt und präsentierte nun die Ergebnisse. Er kündigte an, der Abend werde ein Meilenstein für die Gemeinden werden.
Für die Entwicklung eines Standorts und damit für eine gesamte Region wichtig wären sieben Faktoren, begann Christian Klotz, die Kooperation, die Attraktivität, die Leistung, die Qualität, die Erreichbarkeit und das Erlebnis. Zusammen mit der gewerblichen Vielfalt prägen diese Faktoren die Zukunft.
Noch 1960 versorgten die Anbieter in einer Gemeinde ihre Kunden. Heute hätten sich Einkaufsregionen um die Gemeinden herum entwickelt und man muss darauf achten, dass die Ortszentren als Treffpunkte erhalten bleiben. Dies zu erreichen müsse man „Marken“ entwickeln. Während harte Standortfaktoren nur schwer zu erreichen sind, können die weichen Faktoren eher geschaffen werden. Es muss also heißen, die Stärken zu stärken und die Schwächen zu schwächen.
Nun erläuterte Christian Klotz das Ergebnis der Befragung der Gewerbetreibenden. Von 764 angefragten Betrieben beteiligten sich 124. Diese Beteiligung wäre bemerkenswert, freute sich Christian Klotz, zumal 31 gleich ihre Mitarbeit in Arbeitskreisen erklärten.
In einer Reihe von Fragen erhob Qualikom die Stimmung der Gewerbetreibenden, ihre Einschätzung ihrer Chancen am Ort und überregional, und viele weitere Details. Interessant ist, dass die Kunden in der Region den Anbietern in Schwindegg den Vorzug geben. Sie orientieren sich aber auch in Richtung Landshut/München und Mühldorf.
Diese Graphik zeigt die Kaufkraftströme zwischen den Gemeinden. Sie zeigt aber auch, dass am meisten die Betriebe in Schwindegg von der Regionalentwicklung profitieren.
Diese Graphik zeigt die Herkunft der Kunden. Neben den örtlichen Kunden kommen sogar aus dem Raum München, dem Raum Erding und aus Richtung Mühldorf Kunden in die drei Gemeinden.
Die Gewerbetreibenden in den drei Gemeinden sind zufrieden mit ihrer Situation.
Ein ähnliches Bild erbrachte die Bürgerbefragung:
Von 3.700 ausgegebenen Fragebögen kamen 583 zurück – knapp 16%.
Der Fragebogen erfasste die Sympathie und Abneigung, die die Bürger den Gemeinden entgegenbringen. Die Bürger listeten zudem zahlreiche Punkte auf, die ihnen gefielen und die ihnen nicht gefielen. Auch wenn viele Dinge gleich waren, hatte natürlich jede Mitgliedsgemeinde andere Vorzüge und Nachteile. In der Summe sahen die Bürger ihre Gemeinden aber positiv. Nur in Obertaufkirchen waren die Bürger mit einer Zustimmung von nur 65% nicht so sehr zufrieden.
Nun definierte Christian Klotz 7 Themenbereiche für die Weiterbearbeitung der erfassten Daten. Er nannte sie „Schubläden“: „Wohnen und Leben“, „Einkaufen und Versorgen“, „Beruf und Bildung“, „Erreichbarkeit und Verkehr“, „Kultur und Freizeit“, „Aufhalten und Qualität“ und „Information, Gemeinde und Kommune“.
In „Wohnen und Leben“ erfassten Christian Klotz und seine Mitarbeiter diese Themen. Die Bürger der drei Gemeinden sind mit einem Durchschnittswert von 2,6 auf einer Skala von 1 bis 6 sehr zufrieden.
Bei „Einkaufen und Versorgen“ fiel Obertaufkirchen mit 3,39 besonders auf. Da gibt es Nachholbedarf.
Im Bereich „Beruf und Bildung“ gibt es für alle viel zu tun: Die Bürger kennen offensichtlich die Angebote der örtlichen Betriebe nicht. Hier muss für bessere Information über die örtlichen Firmen Sorge getragen werden.
In der Schublade „Erreichbarkeit und Verkehr“ sind nur die Schwindegger zufrieden, obwohl auch da in manchen Bereichen Nachholbedarf besteht – besonders beim öffentlichen Personen-Nahverkehr.
In den Bereichen „Kultur und Freizeit“ sind alle eher Unzufrieden. Besonders Jugendlichen ist es hier zu ruhig. Eine Durchschnittsnote von 3,6 deutet darauf hin, dass etwas getan werden sollte – besonders in Obertaufkirchen.
Die besten Bewertungen hatte Christian Klotz in Schublade 6 erwartet: „Aufhalten und Qualität“. Und sogar hier gab es Abstriche, besonders in Schwindegg kritisierten die Bürger die Aufenthaltsqualität im Ortszentrum.
Dafür positiv ist die Situation in Schublade 7 „Information, Gemeinde, Kommune“. Damit sind die Bürger zufrieden. Nur bei der Zusammenarbeit der Gemeinden sahen sie Nachholbedarf.
Weitere Fragen erfassten die Einkaufsgewohnheiten der Bürger, die vorwiegend in Mühldorf oder in Dorfen – aber auch in Schwindegg ihre Anschaffungen erledigen und den täglichen Bedarf zu 60% im eigenen Ort decken.
Auf die Frage nach Vorschlägen und Ideen wünschten sich die Buchbacher die Verbesserung dieser sieben Themenbereiche.
In Obertaufkirchen würden sich die Bürger über die Verbesserung dieser Themenbereiche freuen.
Und das hätten die Schwindegger gern verbessert.
Aus allen Antwortbögen ermittelte Qualikom diese Imagebilder für die drei Gemeinden. Kurz gesagt, es gefällt den Bürgern da, auch wenn es ihnen zu wenig weltoffen ist, ihnen Abwechslung fehlt und es spannender zugehen könnte.
Auf Grund dieser Erkenntnisse unterbreitete Christian Klotz Verbesserungsvorschläge. Dazu hatte er zahlreiche Fotos gemacht, anhand derer er Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigte, die auf einfache Weise große Wirkung erzeugen können. Da ging es um die Bepflanzung von Verkehrsinseln, die Bereinigung von Schilderwäldern an Ortseingängen, die Nutzung vorhandener Attraktionen wie etwa eines Teichs im Ortszentrum als Erholungsraum. Auch die Vereinheitlichung der Öffnungszeiten der Geschäfte würde zur Erhöhung der Attraktivität für Kunden beitragen. Dazu muss auch der Branchenmix gepflegt werden. In allen Orten sollte für die Bürger alles zur Verfügung stehen, was für den täglichen Bedarf nötig ist.
Um Marketing betreiben zu können, muss ein gemeinsames Image geschaffen werden. Die dazu nötigen Informationen liegen nun vor.
Dann muss ein Leitbild entwickelt werden, das beinhalten muss, wohin sich die Gemeinden entwickeln sollen.
Dazu sind diese Schritte nötig. Der erste Schritt ist bereits erledigt. Nun müssen Zielgruppen definiert werden, Themenstrategien festgelegt werden, eine übergreifende Regionalentwicklung beschlossen werden. Dazu sind Differenzierungs und Nutzungsstrategien nötig – alles auf der Grundlage eines Standortprofils.
Dies alles soll in einzelnen Fachgruppen umgesetzt werden.
Diese fünf Ziele sollen damit erreicht werden.
Aus allem Vorgetragenen entwickelte Christian Klotz für die gesamte Region und für jede Gemeinde Handlungsfelder und Schwerpunktthemen, die gemäß ihrer Priorität umzusetzen sind. Dabei verglich er die Prioriät mit einem Aufstieg zum Matterhorn: Die „A-Ziele“ wären leicht umzusetzen, dringlich und brächten den größten Nutzen. Die anderen Ziele genießen entsprechend niedrigere Priorität oder bringen weniger Nutzen.
Am Ende seines Vortrages lud er die Zuhörer ein, sich für die Mitarbeit an zahlreichen Arbeitsgruppen einzutragen. Von dieser Möglichkeit machten auch viele Anwesende Gebrauch. Es kann aber auch jeder interessierte Bürger der drei Gemeinden mitarbeiten. Verpflichtungen sind damit nicht verbunden unterstrich Christian Klotz.
In der folgenden Diskussion bemängelte Schwindeggs Bürgermeister Dr. Karl Dürner die mangelnden Möglichkeiten, die Aktion bekannt zu machen. Christian Klotz stellte eine weitere Veranstaltung in Aussicht, auf der die Aktion bekannt gemacht werden soll. Ingrid Obermeier-Osl schlug vor, die Aktion auf den anstehenden Bürgerversammlungen vorzustellen.
Die drei Gemeinden haben einen ersten Schritt in die Zukunft getan und ihre aktuelle Situation bestimmt. Wie es weitergeht wird man sehen. Besonders der Weiterbau der A94 und die dann wesentlich bessere Anbindung an die Ballungsräume macht es nötig, JETZT die Marschroute festzulegen. Es war – so gesehen – noch kein Meilenstein aber ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wir sind gespannt, wann der erste Meilenstein erreicht wird, wann also das erste Ziel umgesetzt ist.
221 Stadt Mühldorf ehrt erfolgreiche Schüler 3:10
Eine kleine Gruppe Schüler nahm ganz schüchtern an einer Ecke am großen Tisch im historischen Rathaussaal Platz, die Direktoren der Schulen ehrfürchtig dahinter auf den Plätzen, die bei Sitzungen den Zuschauern vorbehalten sind. Aber das blieb nicht lang so: Bürgermeister Günther Knoblauch holte sie alle an den Tisch. Er freute sich, dass das eingeplante Geld für die Auszeichnungen nicht ausgereicht hat, weil mehr Schüler die Kriterien erfüllt hatten, als die Stadt erwartet hatte. Neben den erfolgreichen Schülern gratulierte er auch den Schulleitern und ihren Lehrkräften, die sicher großen Anteil daran haben, dass so viele Schüler so gute Resultate erzielt haben.
Günther Knoblauch lobte das Schulsystem, das den jungen Leuten die Möglichkeit gibt, ihr Engagement einzubringen und so gute Leistungen zu erzielen. Auch wenn nicht jeder so gute Ergebnisse erzielen kann, wäre die Diskussion um die Unfähigkeit der heutigen Jugend fehl am Platz. Trotzdem muss man daran arbeiten, auch denjenigen einen SchulAbschluss zu ermöglichen, die heute noch ohne bleiben. Aufzuzeigen, wo Chancen für wen bestehen, das wäre auch im Interesse der Wirtschaft. ER gratulierte allen, die eine Auszeichnung erhalten haben, musste aber die Entschuldigung von vielen verlesen, die nicht hatten kommen können.
Martin Kufer schloss die Don-Bosco-Berufsschule in Waldwinkel mit einem Notendurchschnitt von 1,3 ab. Er nahm auch die Auszeichnung für seine Schwester mit, die ebenfalls geehrt wurde.
Verena Lechner und Barbara Schmidt hatten ebenfalls mit 1,3 abgeschlossen.
Weiters Jonas Kammerer und Jonas Bycha hatten die Berufsoberschule Altötting mit 1,3 beendet. Nur Jonas Bycha war gekommen.
Andrea-Maria Speckbacher hat die Berufsfachschule für Verwaltungsberufe in München erfolgreich beendet: Und zwar mit 1,0.
Die Realschule in Waldkraiburg hat Elke Gober mit einem Notendurchschnitt von 1,09 beendet.
Franziska Schwarzenböck hat die Landwirtschaftliche Schule in Töging mit einem Schnitt von 1,27 beendet.
Sabine Mörle hat das berufliche Schulzentrum in Mühldorf als Industriekauffrau mit einem Notendurchschnitt von 1,0 abgeschlossen.
Ihnen allen und auch denen, die nicht kommen konnten, gratulierte Bürgermeister Günther Knoblauch und wünschte ihnen alles Gute für die Zukunft. Zur Feier ihrer Erfolge stießen ehemalige Schüler, Lehrkräfte und Bürgermeister mit einem Gläschen Sekt an.
222 Die Sportler und Funktionärsehrung der Stadt Mühldorf 6:55
„As Time goes By“ nennen sich Thomas Breitsameter und Janusz Myszur. Die beiden eröffneten die diesjährige Sportlerehrung im Stadtsaal in Mühldorf, zu der Bürgermeister Günther Knoblauch etwa 300 Gäste begrüßen konnte. Unter ihnen dritter Bürgermeister Christian Funiok und zahlreiche Stadträte.
Seit dem Antrag 1990, alljährlich Sportler und Funktionäre zu ehren hat sich in der Stadt viel bewegt, begann Bürgermeister Knoblauch. Vereine und ehrenamtliche Helfer hätten das Leben in der Stadt stark weiterentwickelt und so zur Lebensqualität in der Stadt beigetragen. Künftig werden alle einen Beitrag leisten müssen, wenn der gegenwärtige Standard erhalten werden soll. So wäre es gut, diejenigen zu ehren, die nicht nur viel Zeit sondern auch den einen oder anderen Euro dafür ausgegeben haben, junge Sportler zu fördern oder das Vergessen von Kriegern und Soldaten zu verhindern, die unsere Demokratie erst ermöglicht haben. Er freute sich, auch jetzt Personen ehren zu dürfen, die mindestens 15 Jahre an verantwortlicher Position ehrenamtlich engagiert waren. Er freute sich auch, viele Sportler ehren zu dürfen, die hervorragende Leistungen erbracht haben und bayerische, süddeutsche oder deutsche Meister wurden oder sogar an Weltmeisterschaften teilgenommen haben.
Die Turner konnten in den Medien für Aufsehen sorgen und der DFB hat in Mühldorf seinen Jugend-Stützpunkt eingerichtet. Die U16-Jugend der Volleyballer wurde deutsche Meister und so ein Aushängeschild für die Stadt. So wie Ferdinand Tille, der die ersten Schritte beim TSV Mühldorf gemacht hat, jetzt zum weltbesten Volleyball-Libero gewählt wurde. Große Freude bereitete auch das 150-Jahr-Jubiläum, das der Sportverein in diesem Jahr feiern konnte. So wären hätten auch die Einradler diese Sportart erst populär gemacht und wären heute sehr erfolgreich.
Er gratulierte allen Sportlern und Funktionären, die echte Vorbilder wären.
Tischtennis-Trainer Robert Lauxen zeigte dann, wie man auch Tischtennis spielen kann und welche Trainingsmethoden die besten Erfolge bringen.
dass das etwas anderes ist, als Ping-Pong in den Ferien musste Bürgermeister Knoblauch dann selbst erkennen.
Die Ehrennadel der Stadt Mühldorf überreichten Bürgermeister Günther Knoblauch und Christian Funiok dann Hans Berger, der Schriftführer beim Männergesangsverein Altmühldorf ist.
Martin Strasser von der Feuerwehr Mühldorf konnte nicht kommen. Seine Auszeichnung nahm Vorstand Josef Birnkammer entgegen. Als nächster erhielt Roland Unger die Ehrennadel.
Seit 1991 Schriftführer des CSU-Ortsverbandes ist Martin Vorbuchner.
Die Karateka des TSV Mühldorf zeigten Übungen und sorgten damit für Abwechslung.
So zahlreich, dass sie kaum aufzuzählen sind, waren die Erfolge, die die Sportler erzielten, die nun ausgezeichnet wurden. Wir beschränken uns deshalb darauf, die zu zeigen, die gekommen waren.
Fußballtennis betreiben Oliver und Johann Roland Dichtl, Hermann Fuchsgruber, Stefan Sönnichsen, Heinz Fischer und Werner Salzberger vom Behinderten- und Reha-Sportverein Mühldorf-Altötting.
Sportschütze Ludwig Hallhuber ist Dauergast bei den Ehrungen der Stadt. Auch heuer war er wieder erfolgreich.
Die Leichtathleten Ruben Mayer, Christina Krempl und Sofie Müller vom TSV 1860.
Besonders erfolgreich schnitten die Turner des TSV ab. Bürgermeister Günther Knoblauch brauchte einige Zeit, bis er alle ihre Erfolge vorgetragen hatte. Michael Herdt, Daniel Kräuter, Franzi Strohmaier, Tim Ludwig, Alexander Schönfeld, Denis Kolb, Alexander Petri, Markus Müller, Stefan Miedl, Alexander Maier, Sebastian Mirz und Hansi Lohr turnen sehr erfolgreich sogar in der 1. Bundesliga.
Auch die Einradfahrer erzielten viele Erfolge in Disziplinen mit so ungewohnten Namen wie „Langsam Vorwärts“ oder „Gruppenkür 15+“. Anna und Markus Menth, Lisa und Andrea Speckbacher, Vanessa Staudacher, Marina Wimmer, Franziska Steiglechner, Manuel Matysiuk, Andreas Weis, Felix Häusler, Thomas und Werner Weis, Markus und Stefanie Jürgens, Peter Reindl, Bernd Möller, Jan Lukas Krichel, Andrea Hartinger, Barbara Hörl, Conny Schinnerl und Sabine Linz sind die starke Truppe des Mühldorfer Einradvereins.
Die Volleyballer ehrte Bürgermeister Knoblauch als nächste:
Johannes und Leonhard Tille, Haucke und Iven Ferch, Niklas Frischmann, Daniel Thomas, Thomas Brandstetter, Frederic Krieger, Sebastian Wapler, Maxi Horn, Christoph Seidl, Peter Steiglechner, Alexander Brandstetter, Sebastian Liese, Lukas und Tobias Laszlo-Lehni, Fabian Bartsch, Leopold Angerer, Karim Bassir, Markus frey Valentin Huber Alexander Lechner, Thomas Lehel, Patrick Müller, Lars Rommel, Stefan Schmid, Fabian Wagner und Simon Weichselgartner machten Volleyball zu einem sportlichen Faktor in der Stadt.
Besonders ehrte Bürgermeister Günther Knoblauch den weltbesten Volleyball-Libero Ferdinand Tille, der aber nicht kommen konnte.
Cornelia Timm von der Laufgemeinschaft Mettenheim belegte Platz 5 bei der Deutschen Triathlon-Meisterschaft auf der Mitteldistanz.
Zahlreich sind auch die Erfolge von Dr. Kathrin Esefeld, die 2009 Europameisterin auf der Triathlon-Kurzdistanz wurde.
Die Ehrung schloss Bürgermeister Günther Knoblauch mit Petra Hantschk vom Golf-Club schloss-Guttenburg ab, die im Ski-Golf 2009 gesiegt hatte.
Und dann hieß es: Los – das Buffet ist eröffnet. Darauf hatten die jungen Aktiven sehnlichst gewartet. Wir gratulieren allen Geehrten zu ihren Erfolgen.
223 Volleyball-Regionalliga: TSV Mühldorf gegen MTV München 7:10
Herr Thomae, wie hat denn Ihre Mannschaft die Niederlage gegen die erfahrene Mannschaft aus Marktredwitz verkraftet? (O-Ton)
Der heutige Gegner, die Mannschaft des MTV München, liegt mit Ihrer Mannschaft punktgleich, satzgleich auf Rang sieben. Welche Chancen rechnen Sie sich heute aus? (O-Ton)
Die Mannschaft ist fit? (O-Ton)
Danke schön.
Stefan Debus, was erwarten Sie sich denn heute? (O-Ton)
Das Spiel verlief Anfangs gar nicht so, wie sich die Hausherren das vorgenommen hatten. Im Gleichschritt ging es vorwärts. Keiner Mannschaften gelang es, sich abzusetzen und einen Vorsprung für sich herauszuarbeiten. Kurz waren die Mühldrfer auf 5:3 davongezogen, die erfahrenen Münchner holten sie aber bald wieder ein. 7:7
Je länger der Satz dauerte, desto weiter zogen aber dann die Gäste davon – bis auf 15:24. Die Gastgeber hatten über weite Strecken kaum eine Chance.
Aufschlag zum Satzball. - - - Mit 15:25 ging der erste Satz an die Gäste.
Der zweite Satz begann wie der erste geendet hatte: Die Gäste zogen davon und Mühldorf hechelte hinterher. Plötzlich stand es 10:15.
Günther Thomae nahm eine Auszeit. Er nahm Severin Bienek aus dem Spiel und brachte für ihn den erfahrenen Simon Weichselgartner. Nun begannen sie das Spiel zu drehen. Die Mühldorfer glichen aus: 16:16. Günther Thomae besprach sich erneut mit seinen Spielern.
Die Mühldorfer machten nun Punkt um Punkt und konnten sich auch gegen die großgewachsenen Abwehrspieler der Gäste immer mehr durchsetzen.
Der zweite Satz ging schließlich mit 25:22 an die Gastgeber.
In der Pause ehrte der TSV Ferdinand Tille, der kürzlich bei der Weltmeisterschaft in Italien zum weltbesten Libero gekürt worden war. Vereinsvorstand Dr. Alfred Gossner überreicht ihm ein Geschenk. Ferdinand Tille war gesundheitlich angeschlagen und hatte am nächsten Tag das Aufaktspiel in der Volleyball-Bundesliga mit seinem Verein Generali Haching. So stand er für uns nicht für ein Gespräch zur Verfügung.
Der dritte Satz und es blieb spannend: Mühldorf zog anfangs bis zum Stand von 9:8 voran. Dann hatten die Gäste eine Serie und gingen ihrerseits in Führung: 9:13.
Dann redete Günther Thomae seinen Leuten wieder gut zu. Das zeigte Wirkung. Sie holten auf und übernahmen die Führung zum 19:18.
Moderator Josef Enzinger peitschte die etwa 150 Zuschauer in der Halle so, dass sie sogar auf der gerade Tribüne eine La-Ola-Welle zeigten.
Auch wenn die Mühldorfer keine direkte Überlegenheit erzielten, reichte es, die Gäste auf Abstand zu halten. Vor dem Satzball nahm Günther Thomae nochmal eine Auszeit.
Und dann machten sie den Punkt und so ging der dritte Satz mit 25:23 an die Hausherren. Es stand jetzt nach Sätzen 2:1 für die Gastgeber.
Der vierte Satz und ein ähnliches Bild: Auch jetzt zogen die Gäste zunächst bis 12:15 davon. Die Mühldorfer fassten sich aber ein Herz und holten mit den Zuschauern im Rücken Punkt für Punkt auf. Einstand bei 21:21.
So ging es weiter und die Mühldorfer zogen davon bis auf 24:22.
Aufschlag zum Satzball. Der vierte Satz ging mit 25:22 an die Mühldorfer, die damit das Spiel mit 3:1 Sätzen für sich entscheiden konnten. Eine Zuschauerin hatte uns in ihrer Begeisterung den Blick verstellt.
Josef Enzinger holte dann die Trainer ans Hallenmikrophon. Münchens Trainer Stefan Debus zeigte sich enttäuscht: "Im ersten Satz sah alles danach aus, dass wir die Katze im Sack hätten. Aber dann machten wir zu viele Fehler und ließen Mühldorf aufkommen." Mit Blick auf die lautstark unterstützenden Zuschauer meinte er dann noch vielsagend: "Mühldorf muss jetzt zu uns kommen, da drehen wir den Spieß um."
Günther Thomae meinte, er könnte sich schon vorstellen, was sie dort erwartet, schließlich wären die Münchner als spielstarke Mannschaft bekannt. Er meinte aber auch, das Spiel hier hätte auch ganz anders ausgehen können. Nur durch Kampf, Einsatz und intelligentem Spiel hätte seine Mannschaft die Defizite in der Größe gegenüber den Spielern aus München ausgeglichen. Er lobte Severin Bienek, der zusehends Selbstvertrauen gewinnt.
In der Tabelle schob sich die Mannschaft des TSV vom siebten auf den sechsten Tabellenplatz vor. Zum nächsten Heimspiel kommt am 13. November die Manschaft der VG Eltmann nach Mühldorf.
224 Fußball Bezirksoberliga Spitzenspiel: TSV Ampfing gegen TSV Eching 6:45
Beide Gegner dieser Partie waren im Mittelfeld in diese Saison gestartet und hatten sich seither stark nach oben gearbeitet. Beide Mannschaften hatten die vorangegangenen Spiele gewonnen: Eching 4 zu 1 gegen Geretsried und Ampfing 4 zu 2 gegen den VfR Garching . Beide Mannschaften zeigen deutliche Ambitionen auf den Aufstieg. Bei der äußerst knappen Situation in der Bezirksoberliga, wo zwischen dem Tabellenersten und dem Tabellendritten gerade einmal zwei Punkte liegen, könnte sich Ampfing mit einem Sieg an die Spitze setzen. Einen Dämpfer musste die Truppe von Michael Kostner aber schon vor dem Spiel hinnehmen: Alexander Naue verletzte sich beim Aufwärmen am Rücken und konnte nicht auflaufen. Für ihn kam Andreas Zeiller in die Mannschaft.
Nur etwa 300 Zuschauer kamen ins Isenstadion zu diesem Spitzenspiel. Wohl deshalb so wenige, weil zeitgleich nicht weit entfernt ein Spiel in der Bayernliga stattfand. Schade. Hier gibt es Verbesserungsbedarf seitens der Planung beim BFV.
Eching stieß an, und spielte in weiß von links nach rechts. Ampfing in ungewohnten roten Trikots von rechts nach links.
Nach 6 Minuten die erste nennenswerte Szene. Cüneyt Pala (sprich: Tschüneyt Pala) hält seinen Gegenspieler und sieht die erste gelbe Karte der Partie.
Eine knappe Viertelstunde passierte dann wenig aufregendes. In dieser Situation wird Andreas Niederquell klar vor der Strafraumlinie gefoult. Lukas Stamm mit dem Schuss, aber Gästetorwart Ferdinand Kozel hält sicher.
Wieder Foul gegen Andreas Niederquell, diesmal von Philipp Züfle. Die gelbe Karte ist ihm sicher. Der anschließende Freistoß geht über das Echinger Tor.
Dann die 31. Minute: Niederquell führt die Ecke kurz aus, erhält den Ball wieder zurück - flankt und Max Ultsch köpft in den oberen rechten Winkel des Echinger Tors.
1 zu 0 in der 31. Minute in einem Spiel, das bislang wenig spielerische Höhepunkte zu bieten hatte.
Andreas Niederquell kann sich aber auch bei der Echinger Abwehr bedanken, die ihm bei seiner Flanke ehrfürchtig zuschaut.
Freistoß für Eching: Fabijan Hrgota führt aus - und Florian Burmeister kann zur Ecke abwehren. Die ändert aber nichts am Spielstand.
Dann die 41. Minute: Wieder ein Freistoß, wieder Fabijan Hrgota, aber diesmal ist der Ball drin – hier deutlich zu sehen.
1 zu 1 in der 41. Minute.
Ende der ersten Halbzeit nimmt das Spiel Fahrt auf. Kart mit Ballverlust, Hrgota mit Querpass auf Eren Bircan. Sein Schuss geht knapp rechts am Ampfinger Tor vorbei.
Dann nochmal Ampfing. Sven Harlander mit weitem Einwurf, Kart kommt mit dem Kopf nicht dran, Stamms Schuss wird abgeblockt und Andreas Niederquells Schuss geht knapp über das Tor der Echinger.
Halbzeit! Eine langatmige erste halbe Stunde, die durch Max Ultschs Kopfballtreffer beendet wurde. Dann Chancen auf beiden Seiten, die aber nicht verwertet werden konnten.
Gästetrainer Ivica Bacic wechselte zur Pause Robert Eichler für Eren Bircan ein.
Ampfing in der zweiten Hälfte nun von links nach rechts folglich Eching von rechts nach links.
Die erste Chance des zweiten Durchgangs hatten die Schweppermänner: Sven Harlander mit weitem Einwurf in die Mitte. Der Ball wird zu Daniel Neumaier verlängert, der drei Gegenspieler aussteigen lässt. Seinen Schuss kann Kozel aber halten.
Wieder Ampfing: Ecke Andreas Niederquell. Özgür Kart steht völlig allein und köpft über das Tor. Er war wohl zu überrascht, um noch ran zu kommen. Es passierte kaum mal etwas aus dem Spiel heraus. Wieder ein Freistoß für Eching. Hrgotas Schuss kann Florian Burmeister nur zur Seite abwehren, der Nachschuss geht daneben.
9 Minuten später nimmt Michael Kostner Lukas Stamm und Cüneyt Pala aus dem Spiel und bringt mit Christian Richter und Birol Karatepe frische Kräfte – stärkt den Angriff.
Für dieses Foul an Birol Karatepe sieht Janis Hoffmann Gelb.
Karatepe führt den Freistoß selbst aus. Der Ball rutscht durch die Hosenträger von Gästetorwart Ferdinand Kozel, der bislang ein ordentliches Spiel abgeliefert hatte. Karatepe bedankt sich bei den Zuschauern. 2 zu 1 in der 84. Spielminute!
In der 87. Minute wechselt Eching nochmal. Für Niklas Hoffmann kommt Mathias Staudigl ins Spiel.
Die Echinger Antwort auf das 2 zu 1 ließ nicht lange auf sich warten. Eichler tritt zum Freistoß an und trifft zum 2 zu 2 Ausgleichtreffer in der 88. Spielminute.
Vielleicht kann man Florian Burmeister den Vorwurf machen, dass er da ein bisschen zu weit in der Torwartecke stand.
In der 88. Minute wechselt Michael Kostner ein drittes Mal und bringt Florian Losbichler für Daniel Neumaier.
Dann war’s zu Ende. Ampfing und Eching teilen sich die Punkte in einem Spiel, das kaum Höhepunkte und rausgespielte Treffer zu bieten hatte. Alle Tore fielen nach Standards.
Trotz des Unentschiedens klettert Ampfing einen Platz in der Tabelle nach oben und steht jetzt auf Platz 2. Allerdings bildet sich eine Spitzengruppe in der Tabelle heraus, der neben Eching und Ampfing auch Kirchanschöring angehört. Ob es gelingt, sich in der Spitzengruppe zu etablieren, wird sich schon kommenden Samstag zeigen, wenn Ampfing gegen den punktgleichen aber Tabellendritten SV Kirchanschöring antreten muss.
225
Fündigkeit! Aus dem Waldkraiburger Geothermie-Bohrloch sprudelt heisses Wasser!
4:00
45 11.11.10
Kein Faschingsscherz war am 11. November gegen 18 Uhr die Meldung an Bürgermeister Siegfried Klika: „Fündigkeit“
Seit Anfang August wurde gebohrt. Nach zahlreichen Unterbrechungen – unter anderem wegen Beschwerden der Anlieger – wurde nun die Zuversicht von Stadtwerke-Chef Norbert Weigl und Bürgermeister Siegfried Klika und der gesamten Stadt belohnt: In 2.850 m Tiefe stieß die Bohrung auf heißes Wasser. „Einen „Treffer“ beim ersten Versuch verdankt man dem großen technischen Verständnis der Firma Daldrup und den günstigen geologischen Bedingungen an der Waldkraiburger Bohrstelle, die im Voraus nicht mit absoluter Sicherheit bestimmt werden konnten.“ Stellte die Stadt Waldkraiburg in einer ersten Pressemeldung fest.
Wir trafen Bürgermeister Siegfried Klika an der Bohrstelle, als er die Anlage Gästen vorstellte.
Herr Bürgermeister, auf die Meldung „Fündigkeit“ haben Sie und die ganze Stadt jetzt drei Monate sehnlichst gewartet? (O-Ton)
Gerade als wir mit Bürgermeister Klika sprachen, ergoß sich eine große Ladung Malm aus dem Förderrohr. Das 85 Grad heiße Gemisch dampfte natürlich ordentlich. Derzeit wird ein Pumptest durchgeführt. Worum es dabei geht, erklärt Andreas Tönies von der Bohrfirma Daldrup: (O-Ton)
Wie lang dauert der Pumptest? (O-Ton)
Nach Abschluss des Pumptests wird das Bohrloch wieder verschlossen. Dann wird der Bohrturm um 7 Meter 50 verschoben und mit den Arbeiten für die zweite Bohrung begonnen. Rechnet man für die zweite Bohrung wieder drei Monate, könnte Waldkraiburg schon im Sommer 2011 die Geothermische Wärme nutzen.
226 Reservisten - eine tragende Säule der künftigen Bundeswehr - Die RK-Leiter-Tagung der Reservistenverbände in Waldkraiburg 13:10
Aus ganz Südostbayern waren die Vertreter der Reservistenverbände ins Seminarhaus beim Haus Sudetenland in Waldkraiburg gekommen um Brigadegeneral Berger zu hören, Mitglieder zu ehren und viele Dinge für das kommende Jahr zu regeln.
105 Zuhörer konnte Kreisvorsitzender Norbert Dobner begrüßen, unter ihnen zweiter Bürgermeister Harald Jungbauer. Besonderer Dank galt dem Hausherrn Harald Schleich, der die Räume kurzfristig zur Verfügung gestellt hatte, nachdem das Stammlokal im Graf-Toerring-Hof ausgefallen war.
Da sich die politische Situation derzeit rasant ändert, hätte ihn selten hätte ein Thema so schnell „rechts überholt“, wie das, für das er General Berger vor langer Zeit eingeladen hatte, meinte Norbert Dobner.
Brigadegeneral Johann Berger war am Vortag zu Gesprächen in Berlin gewesen und berichtete zunächst über die Situation der Reservisten. Als stellvertretendem Befehlshaber des Wehrbereichskommandos IV wäre ihm der Unmut der Reservisten über die Sparmaßnahmen nicht verborgen geblieben. Man müsse halt die „Macht des Faktischen“ anerkennen und kürzen, wenn nicht mehr Geld vorhanden ist. Allerdings hätte man alles etwas geschickter anstellen können.
Um den Reservisten ihren Stellenwert zu verdeutlichen, zitierte er aus dem Bericht der Strukturkomission, die Bundesagentur für Arbeit-Vorstand Frank-Jürgen Weise – selbst Oberst der Reserve – am Vorabend vorgestellt hatte. Diese Aussagen wären besonders interessant, weil bekannt ist, dass Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg – auch er Unteroffizier der Reserve – dafür bekannt ist, dass er die Dinge so umsetzt, wie sie angekündigt sind: Dort im Kapitel 5.4 steht: (O-Ton)
Künftig sollen innovative Wege gefunden werden, um Reservisten für die Bundeswehr zu gewinnen und an die Bundeswehr zu binden. Außerdem soll der Seiteneinstieg erleichtert und Beförderungsmöglichkeiten modernisiert und an Bedarf und Fähigkeiten ausgerichtet werden. Reservisten müssen gesellschaftliches Engagement und Unterstützung finden, etwa durch die Arbeitgeber. Sie müssen mehr als bisher in die Bundeswehr integriert werden und ihre Funktion als Bindeglied zur Gesellschaft muss gefördert werden. Sie sollen die Bundeswehr mehr als bisher entlasten und in ihren Aufgaben unterstützen. Dazu sollen sie durch Aus- und Fortbildung in die Lage versetzt werden.
Wie er zu Guttenberg kennengelernt hat, sind das keine leeren Worte. Schon derzeit sind 15 bis 20% der Schlüsselpositionen mit Reservisten besetzt, weil alle anderen im Ausland im Einsatz sind. Sie werden also in Zukunft noch mehr gebraucht werden.
Nun kam Brigadegeneral Berger zum Thema, wollte aber auch darauf eingehen, warum sich die Nation so schwer tut mit den Auslandseinsätzen – besonders im Hinblick auf die Verkleinerung der Bundeswehr.
Obwohl derzeit eine ganz erhebliche Streitmacht unter dem Kommando der Eisaff in Afghanistan steht, sind die Erfolge eher dürftig. Unicef denkt, Afghanistan ist das unsicherste Land für Kinder auf der ganzen Welt. Erst vor wenigen Monaten wurden 60 Lehrer und Schülerinnen bei einem Giftgasanschlag auf eine Schule schwer verletzt. Das ist jedoch kaum bekannt, zeigt aber wie brutal und heimtückisch der Gegner dort ist. Es zeigt auch, dass die Bedrohung durch Terroristen mit solchen und weiteren Waffen reell ist.
44 Bundeswehrsoldaten verloren seit 2001 in Afghanistan ihr Leben, über 160 wurden verletzt, zum Teil verstümmelt, drei haben Selbstmord begangen.
Immer wieder brachte Brigadegeneral Berger in Präsentationen und Videos zusätzliche Informationen, die seine Darstellungen sehr eindringlich unterstrichen.
Man hatte gedacht, nie wieder gefallene Soldaten beklagen und Kriegerwitwen versorgen zu müssen. Die Realität sieht anders aus. Er ist Bundesverteidiungsminister zu Guttenberg sehr dankbar, dass er die Dinge beim Namen nennt. Ihre Soldaten sind im Krieg!
Mit aktuellen Bildern zeigte er die Realität in Afghanistan. Übungen sind etwas anderes!
Für das Weitere unterstrich er, es wäre sein Vortrag, nicht ein Vortrag der Bundeswehr, aus seiner Sicht, die von unzähligen Auslandsaufenthalten und einer reichen Lebenserfahrung geprägt ist.
Warum muss sich Deutschland am Hindukusch engagieren?
Heute betrifft uns alles, was irgendwo auf dem Planeten passiert. Die Weltwirtschaftskrise hat uns in Sekundenschnelle erreicht. Man abhängig von der Datentechnik, die die ganze Welt zusammenschweißt, aber auch das Böse allgegenwärtig macht. Alles wirkt auf uns, ohne Raum- und Zeitgrenze. Gegen alle diese Herausforderungen sind die herkömmlichen Instrumente der Bundeswehr wirkungslos.
Dafür hat die Bundeswehr einzutreten, die Grundlagen unserer Demokratie. Darüber hinaus hat die Bundesrepublik ihre internationalen Verpflichtungen einzuhalten, ein System, das nur in seiner Vernetzung Sicherheit gewährt.
Wie sieht nun Sicherheit in Zeiten der Transformation aus? Dies wirft viele Fragen auf, die geklärt werden müssen.
Die Sicherheitspolitik Deutschlands umfaßt diese Felder. Dabei hat – wie im Bundeswehr-Weißbuch von 2006 zu lesen ist, die Bundeswehr auch für wirtschaftliche Interessen einzutreten, sogar mit der Waffe. Auch dazu gibt die Bundesrepublik jährlich über 30 Milliarden Euro aus, für Auslandseinsätze bisher über 11 Milliarden. Der Afghanistaneinsatz kostet allein heuer 1,25 Milliarden Euro. Diese Ausgaben muss man vor dem Hintergrund der weltpolitischen Situation sehen
Weltweit gibt es Hot-Spots und Krisenfelder. Eines davon sind die Weltölreserven. Innerhalb der strategischen Elipse befinden sich etwa 71% der Welt-Ölreserven.
Die neue Bedrohungslage kommt von diesen Gruppen. Um gegen sie zu bestehen, ist eine ganz andere Armee nötig, mit ganz anderer Ausrüstung und Ausbildung.
Brigadegeneral Berger ging nun auf den Eisaff-Einsatz in Afghanistan ein:
Innerhalb der strategischen Elipse befindet sich die „zentrale Zone globaler Instabilität“. Rot umrandet die Länder, die über Nuklearwaffen verfügen: Alle außer Nordkorea! Nicht auszudenken, wenn Terroristen solche Waffen in die Hände fallen würden.
Schon diese Graphik macht klar, warum man nicht einfach abziehen und „die da unten“ allein lassen kann.
Afghanistan ist fast doppelt so groß wie Deutschland und hat etwa 32 Millionen Einwohner. Pakistan hat 120.000 Mann an der Grenze zu Afghanistan stationiert, die 2.200 Kilometer Grenze sichern sollen. Das ist schlicht unmöglich. Dabei trennt diese, vom Britischen Empire willkürlich gezogene Grenze, das Gebiet der Paschtunen wie ehedem die innerdeutsche Grenze.
Die Terroristen feiern ihre Erfolge in zahlreichen Videos im Internet.
Die Truppen befinden sich in „asymetrischen Konflikten“, die sie nur dadurch gewinnen können, dass sie die Liebe der Bevölkerung gewinnen. Nur durch Hinweise aus der Bevölkerung können sich die Soldaten schützen, die ja nicht einmal die Sprache beherrschen.
So hat die Zahl der Toten durch Sprengfallen zugenommen.
Deutsche Soldaten sind im nördlichen Bereich, im „RC Nord“. Etwa 1.500 deutsche Soldaten müssen 162.000 Quadratkilometer sichern, etwa so als müssten sie ganz Deutschland sichern.
Die gemischte Bilanz des deutschen Engagements. Noch immer produziert Afghanistan 90% des weltweiten Opiumverbrauchs. Noch immer ist es das ärmste Land außerhalb Schwarzafrikas. Es ist ein schwieriges Land.
Es gibt aber auch Fortschritte: Es wurden 2.000 Schulen gebaut, 600 km Straßen gebaut, dazu Brunnen und Bewässerungssysteme. Außerdem wurden 750.000 Patienten medizinisch behandelt.
Die folgenden Bilder zeigen die Brutalität des Attentats von Kabul. Das ist die Realität. Es wäre schon bedrückend, wenn junge Menschen aus dem „Funpark“ Deutschland nach einem 7stündigen Flug in die Hölle kämen.
Viele der Einsatzkräfte kehren schwer traumatisiert zurück, ein Problem, dem bisher zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Darauf ist auch die Bundeswehr strukturell nicht vorbereitet.
Ein weiteres Problem ist die Konfrontation mit dem Töten. 16% der Traumatisierten sind durch den Zwang traumatisiert, jetzt töten zu müssen. Nur 40% haben Angst davor, getötet zu werden. Und auch eine weitere Frage muss die Gesellschaft beantworten....
Norbert Dobner dankte für den beeindruckenden Vortrag, der neben der Notwendigkeit des Einsatzes auch die Sinnhaftigkeit des deutschen Weges aufgezeigt hat.
Zweiter Bürgermeister Harald Jungbauer freute sich, die Tagung und so hohen Besuch in Waldkraiburg zu haben. Er erinnerte an das Stadtjubiläum und dankte der Reservistenkameradschaft für die aktive Mitgestaltung vieler Veranstaltungen in der Stadt. Er dankte Brigadegeneral Berger für den eindrucksvollen Vortrag und überreichte ihm einen Waldkraiburger Jubiläumskrug. So einen hatte er auch für Norbert Dobner.
Nun ehrte Norbert Dobner zahlreiche langjährige Mitglieder mit dem Ehrenzeichen in Bronze: Josef Baumgartner war nicht gekommen, Erich Eß, Andreas Schwarz, Karl-Heinz Maretschek, Norbert Fischer und Christina Müller.
Die Ehrennadel in Silber bekamen: Gerhard Maier, Pankratz Niedermaier, Hans Fleissner und Matthias Stampfl.
Eine ganz besondere Auszeichnung bekam Oberstleutnant der Reserve Manfred Burr von Brigadegeneral Johann Berger persönlich, das Ehrenkreuz in Gold. Dazu erhoben sich die Gäste von ihren Plätzen. (O-Ton)
Manfred Burr aus Leobendorf war 1971 zusammen mit Brigadegeneral Johann Berger in die Bundeswehr eingetreten und hat sich seither weit mehr als normal für die Bundeswehr engagiert. Er ist seit 1987 aktiver Mandatsträger im Verband der Reservisten der Bundeswehr und erfüllte zahlreiche Aufgaben. In vielen anderen Funktionen agierte er unermüdlich als Mittler zwischen Bundeswehr und Gesellschaft. Dabei zeichnete er sich vielfältig aus. Ein Reservist, der in Haltung und Engagement seinesgleichen sucht. Es war Brigadegeneral Berger eine ganz besondere Freude, ihm das Ehrenkreuz anheften zu können.
Brigadegenral Johann Berger gratulierte allen Geehrten mit einem Dreifachen.... (O-Ton)
227 Nach langer Diskussion: Spatenstich zum Bau des Dorfladens in Mettenheim 3:50
Die Baugrube war schon ausgehoben, die eigentlich gar nicht gebraucht wird, als viele Mettenheimer dem Spatenstich beiwohnen wollten, der das vorläufige Ende einer langen Diskussion darstellt. Bürgermeister Stephan Schalck hat sich eine kleine Brotzeit vorbereiten lassen, mit der später gefeiert werden sollte.
Die Baugrube ist nötig, weil der Untergrund aufgeschüttet war und erst verdichtet werden musste, bevor die Bodenplatte betoniert werden kann.
Bürgermeister Stefan Schalck erinnerte sich, dass schon 1997 die Idee für einen Dorfladen aufkam, als es nicht gelungen war, einen Discounter anzuwerben. Als das auch 2007 nicht gelang, und die Zahl der Haushalte immer mehr wurde – es sind jetzt über 950 -, gewann das Projekt an Dringlichkeit. Da die Gemeinde verantwortlich ist für eine vernünftige Infrastruktur, lud er damals zum Kreuzerwirt ein. Dort war das Interesse groß. Es folgte die Gründung einer Genossenschaft, und ein Architektenwettbewerb. Den gewann Dr. Stefan Hajek, der auch schon den Kulturhof geplant hatte.
Weitere Diskussionen, Gemeinde und Genossenschaft durch die finanziellen Möglichkeiten und die Absage des Arztes aufgezwungen, führten dazu, dass das ursprünglich geplante Kommunikationszentrum mit Arzpraxis verkleinert werden musste. Lager- und Nebenräume wurden verkleinert, die Verkaufsfläche aber beibehalten. Eine Bäckerei und ein Cafe sollen für ein Ambiente sorgen, das auch einmal einlädt, nachmittags um drei auf einen Kaffee reinzugehen. Er wünschte sich sehr, dass die Mettenheimer ihren Dorladen gut annehmen werden.
Leider hätte die Diskussion um die Baukosten und die zahlreichen Änderungen, die es Planern und Genossenschaft nicht gerade leicht gemacht haben den Baubeginn stark verzögert. Auch jetzt noch, wenn erst einmal der Untergrund verdichtet werden muss, der früher einmal aufgeschüttet worden ist. Wenn das Wetter es zulässt, wird noch heuer die Bodenplatte betoniert. Gebaut wird dann im Frühjahr. Wann eröffnet werden kann, hängt also von der Intensität und Dauer des Winters ab.
Dann stachen so viele mit ihren Spaten in den lockeren Boden, dass man den Eindruck hatte, sie wollten den Bodenaustausch gleich selber durchführen.
Genossenschaftsvorsitzender Markus Spindler berichtete von einem Wechselbad der Gefühle. Erst hieß es, es wird gebaut, dann wieder, es wird nicht gebaut. Schließlich hätte man die Felsbrocken in ganz Mettenheim hören können, die ihnen vom Herzen gefallen sind, als klar war, dass gebaut wird. Er versprach, jetzt noch mehr Gas zu geben und noch mehr Energie in das Projekt einbringen zu wollen. Beim nächsten Treffen wird dann der Dorfladen eingeweiht.
Die Spatenstecher bekamen gar nicht genug und setzten noch eine ganze Weile fort, während die anderen Gäste schon die Brotzeit genossen.
228 Benefiz-Kunstausstellung der Kreisklinik mit Bildern von Ruth Strähhuber 6:15
Ruth Strähhuber studierte nach ihrem Abitur in Fürstenfeldbruck in Kiew freie Malerei. Seit ihrer Rückkehr arbeitet sie in ihrem Heimatort und ist Mitglied der Künstlervereinigung Fürstenfeldbruck. Seither erhielt sie mehrere Auszeichnungen, unter anderem die Debütantenförderung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst in München. Ihr Katalog erwähnt 18 Ausstellungen seit 2003.

Kreiskliniken-Geschäftsführer Heiner Kelbel begrüßte neben Ruth Strähhuber, Chefarzt Dr. Wolfgang Richter und Landrat Georg Huber zahlreiche Gäste zur Eröffnung der Kunstausstellung, die in den Korridoren der Kreisklinik zu sehen ist.

Noch nie hätten sie bei einer Kunstausstellung so viele Reaktionen auf die gezeigten Bilder bekommen, wie diesmal. Die Bilder bewegen, sie lassen niemanden unberührt, viele Betrachter bedrücken sie. Die Ausstellung wäre eine Benefizveranstaltung zu Gunsten von Medica Mondiale, einer Organisation, die traumatisierte Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten unterstützt. Seit 18 Jahren – zitierte Heiner Kelbel die Vorsitzende von Medica Mondiale – kümmert sich die Organisation in einem ganzheitlichen Ansatz um die geschädigten Frauen. Sie helfen den Frauen, wieder selbständig und selbstbewußt zu leben, und zwar in den Krisenregionen und auch in Deutschland. Heiner Kelbel erinnerte daran, dass es auch in Deutschland vergewaltigte Frauen gibt und und nach dem Kriegsende 1945 auch gab. Diese Frauen sind jetzt in den Alten- und Pflegeheimen und benötigen dort besondere Aufmerksamkeit.
Chefarzt Dr. Wolfgang Richter freute sich darüber, dass das Krankenhaus diese Kunstwerke zeigen kann. Als Mediziner kann er nicht über Kunst reden. Glatteis mag er nämlich nicht!
Da die Bilder auf die Betrachter wirken, hatte er versucht, Parallelen zu seinem Beruf zu finden. Da gibt es das alte Wort „Heilkunst“. Heilen hätte also auch etwas mit Kunst zu tun. Oft weiß weder Patient noch Mediziner so ganz genau, warum etwas wirkt. Häufig ist Medizin mit Unbehagen oder sogar mit Schmerzen verbunden. Erst dann wirkt sie.
Ähnlich in der Kunst: Manche Bilder wirken angenehm und manche tun regelrecht weh. Wesentlich für das empfinden eines Bildes ist, dass sie Reaktionen in Gang setzen, und die müssen nicht immer nur angenehm sein.
Zur Wirkung der Kunstwerke trägt auch der Raum bei, in dem sie zu sehen sind. In einem Krankenhaus sind die Menschen ohnehin bereits in einer besonderen Lebenssituation. Dr. Wolfgang Richter wünschte sich, dass die Besucher die gezeigten Bilder in ihrer besonderen Lebenssituation genießen können. Er freut sich aber auch auf alle Besucher, die nur wegen der Bilder kommen wollen. Er wünschte eine spannende und anregende Ausstellung.
Für Landrat Georg Huber ist es „das Leben“, das die Künstlerin versucht, in ihren Werken darzustellen. Und „das Leben“ in seiner ganzen Breite spielt sich im Krankenhaus ab. Von der Geburt bis zum Abschied. So richten sich die Werke sowohl an die Patienten, als auch an die Besucher der Patienten – an Menschen, die nur kommen um die Kunstwerke zu sehen und auch an die „Bewohner“, also die Mitarbeiter der Kreisklinik. Auch für sie wird es interessant sein, sich mit diesen Bildern auseinanderzusetzen. Er ist zuversichtlich, dass die Bilder mithelfen werden, das Gespräch miteinander zu fördern und wieder den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Er dankte sowohl der Künstlerin als auch Dr. Wolfgang Richter und Heiner Kelbel dafür, dass sie das Haus auch als Kommunikationsraum im Gespräch halten.
Auf einem Rundgang erläuterte schließlich Ruth Strähhuber ihre Werke. Darunter ein Video mit dem Titel „Leinwandmesser“, in dem Ruth Strähhuber auf Grund einer Vorlage von Leo Tolstoi ein Pferd sein eigenes Sterben erzählen lässt.
Die Ausstellung ist in den Korridoren der Kreisklinik bis Jahresende zu sehen. Der Eintritt ist frei, um Spenden für Medica Mondiale bitten Künstlerin und Kreisklinik.
229 Die Inntalia übernimmt die Regentschaft im Mühldorfer Rathaus 7:40 46 19.11.10
Der ehrwürdige Stadtsaal war schon faschingsmäßig dekoriert – in den Stadtfarben rot-weiß – wie Bürgermeister Günther Knoblauch in seiner Begrüßung betonte. Neben den Mitgliedern der Garde waren die Mitglieder des Präsidiums und des Senats des Faschingskomitees Inntalia gekommen und natürlich alle drei Mühldorfer Bürgermeister. Verständlich war für Bürgermeister Günther Knoblauch die starke Präsenz der Stadträte: Sie wollten schließlich wissen, von wem sie in den kommenden Wochen regiert werden.
Der Minutenzeiger näherte sich der 11. Minute nach 11 Uhr an diesem denkwürdigen 11. 11.: Zeit für Inntalia-Präsident Peter Mück, seine Proklamation zu verlesen! (O-Ton)
Nach dieser beeindruckenden Erklärung waren alle Zuhörer so ergriffen, dass kein Applaus aufbrauste.
Bürgermeister Günther Knoblauch dankte untertänigst und beauftragte dritten Bürgermeister Christian Funiok, sich die Gunst der neuen Regentschaft durch Geschenke zu erkaufen.
So erhielten Prinz Elias I. von der Burg Hohentann und Prinzessin Jessica II. vom steineren Garten ein 1000-teiliges Puzzle und Prinz Emanuel I. aus der Mitte des goldenen Handwerks einen Modellhubschrauber. Damit können sie sich nun die Zeit bis zum Stadtball vertreiben, bis es dann richtig los geht – meinte dritter Bürgermeister Christian Funiok. Für die Prinzessinnen gabs einen schönen Blumenstrauß.
Vor dem Rathaus warteten die Mitglieder der Garde schon mit einem Rosenspalier.
Erst aber verkündete Präsident Peter Mück noch einmal seine Proklamation den zahlreichen Zuschauern auf dem Stadtplatz.
Prinz Eilas I. und Prinzessin Jessica II. sammelten die Rosen ein und nahmen die Glückwünsche der Gardemädchen entgegen.
Dann ging's zum gemütlichen Teil. Mehr als eine Weißwurst dürft’s ihr wohl nicht essen – oder? (O-Ton – sonst konn uns koana mehr heehm)
Prinz Elias und Prinzessin Jessica, wer seid ihr denn im zivilen Leben? (O-Ton)
Habt Ihr Euch auf Eure neue Funktion gut vorbereitet? (O-Ton)
Und wie geht’s so einem Prinzen, wenn er dann im Fasching so viel tanzen soll? (O-Ton)
Jetzt erwartet uns ja ein besonders langer Fasching. Habt ihr ein besonderes Konditionstraining absoviert? (O-Ton)
Dann wünschen wir viel Vergnügen.
Herr Präsident, der Fasching ist heuer lang. Wieviele Auftritte sind denn schon geplant? (O-Ton)
Sind noch Termine frei, an denen die Dance-Nation gebucht werden könnte? (O-Ton)
Nun haben wir ein nettes Prinzenpaar kennengelernt. War‘s leicht, jemanden zu finden? (O-Ton)
Und das Kinderprinzenpaar? (O-Ton)
Dann wünschen wir uns für den Fasching 2011 ein dreifaches: (O-Ton)
230 Eröffnung des neuen Wertstoffhofes mit einem neuen Konzept in Waldkraiburg - Bayernweit einmalig 5:55
Anna Bichlmeier freute sich, an diesem kühlen Morgen neben Landrat Georg Huber, Bürgermeister Siegfried Klika, die Verantwortlichen der Firma SMR, die Mitarbeieter ihrer Abteilung und die ehemaligen Mitarbeiter vom Wertstoffhof begrüßen zu können. Sie freute sich auch, dass der neue Wertstoffhof an der Emil-Lode-Straße so groß ausgefallen und gut erreichbar ist. Seit 1992 mit der Wertstoffsammlung in Waldkraiburg begonnen wurde, haben die Waldkraiburger an drei Stellen anliefern können. Alle drei Sammelstellen waren verkehrsmäßig nicht besonders günstig gelegen. Deshalb hat sie schon vor einiger Zeit ein neues Grundstück gesucht. Und weil „gut Ding Weil“ braucht, hat das etwas gedauert. Dafür ging die Umsetzung jetzt sehr schnell: Nach nur 10 Monaten Vorbereitung und Bau konnte nun eröffnet werden. Für diese große Unterstützung bei allen Beteiligten bedankte sie sich sehr, vor allem bei Firma SMR und bei der Stadt Waldkraiburg.
Der neue Wertstoffhof in Waldkraiburg wurde mit dem selben Konzept errichtet, das sich bereits seit einem Jahr in Mühldorf bewährt hat: Auf dem Gelände arbeiten Abfallwirtschaft und Firma SMR zusammen. So kann der Bürger weiterhin kostenlos seine Wertstoffe und Grüngut-Abfälle anliefern und gegen Gebühr zusätzlich bei Firma SMR Wertstoffe und Abfälle entsorgen.
Anna Bichlmeier nannte Zahlen: In Waldkraiburg wohnen 22% der Bürger des Landkreises, die 22,5% der Werstoffe des Landkreises sammeln. Bei Altholz und Elektrogeräten wird in Waldkraiburg sogar ein Viertel des Landkreisaufkommens gesammelt. Sie bedankte sich bei Landkreisbürgern und besonders bei den Waldkraiburgern für das ausgezeichnete Sammelverhalten und damit ihrem sehr guten Beitrag zum Umweltschutz.
Landrat Georg Huber erinnerte zunächst an die problematische Situation der Abfallentsorgung zu Beginn seiner ersten Amtszeit. Jetzt geht er davon aus, dass es kaum einen Landkreis gibt, der so vorbildlich entsorgt und verwertet. Das liegt einerseits an den hervorragenden Mitarbeitern seines Hauses, aber auch an den Partnern, die mit der Abfallwirtschaft zukunftsträchtig zusammenarbeiten. Gemeinsam hätte man innovative Ideen entwickelt und umgesetzt.
Während man in der Vergangenheit vieles einfach entsorgt oder verbrannt hat, wird man in Zukunft noch viel mehr wiederverwerten müssen, meinte Landrat Georg Huber. Diese Stoffe werden dazu beitragen müssen, den Wirtschaftsstandort zu erhalten, was besonders vor dem Hintergrund international steigender Rohstoffpreise immer wichtiger wird.
Er dankte Firma SMR für ihre potente und transparente Zusammenarbeit mit der Abfallwirtschaft des Landkreises und so dazu beitragen, dass der Landkreis für die Zukunft gerüstet ist und die Kosten für die Bürger im Rahmen halten kann, was ohne diese Partnerschaft nicht möglich wäre.
Er lobte die Zusammenarbeit auf dem Werstoffhof, die es dem Bürger ermöglicht, an einer Stelle Werstoffe unentgeltlich und Abfälle für eine kleine Gebühr entsorgen zu können: Ein erheblicher Vorteil.
Landrat Georg Huber erwartet, dass sich dieses bayernweit einzigartige System auch weiter aus den Städten in den Landkreis hinaus entwickelt.
Anna Bichlmeier dankte den drei ehemaligen Mitarbeitern für die langjährige Zusammenarbeit und wünschte gutes Gelingen, wenn sie nun ihre Aufgabe als Bedienstete der Firma SMR weiter erfüllen.
Siegfried Klika, Bürgermeister und auch bastelfreudiger Waldkraiburger Bürger, erinnerte sich, dass er vor 10 Jahren einen halben Tag Urlaub nehmen musste, um einen kleinen PKW-Anhänger zu entsorgen. Er freute sich und war stolz darauf, dass seitdem viel passiert ist. Es stimmt wirklich: „Geht nicht, gibt’s nicht“ werde hier praktiziert um neue Lösungen zu etablieren.
Er freute sich auch sehr, dass die Waldkraiburger so fleißige Sammler sind, und besonders, dass die Verkehrsprobleme rund um die Sammelstellen mit diesem neuen Wertstoffhof gelöst sind. Auch dass zusammen mit der Stadtbau Waldkraiburg so schnell eine Lösung geschaffen werden konnte, erfüllte ihn mit Freude. Und wenn jetzt sogar Bauschutt in kleinen Mengen angenommen wird, in dieser „Baustadt vor dem Herrn“, dann wäre das ein erheblicher Vorteil.
Siegfried Klika dankte sehr für die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis, auch wenn er ein anderes altes Grundstück lieber los gebracht hätte...
Neben einem Schirm wollte er Anna Bichlmeier noch eine High-Tech-Taschenlampe schenken – für ihre nächtlichen Kontrollgänge...
Dann gabs ein Gläschen Sekt und Häppchen zu diesem freudigen Anlass.
Den neuen Wertstoffhof finden Sie in der Emil-Lode-Straße, gleich gegenüber dem Projekthaus der AWO - im Industriegebiet. Er ist an sechs Tagen in der Woche zu diesen Zeiten für Sie geöffnet.
231 Empfang im Landkreis für den Präsidenten des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd: Robert Heimberger 6:20
Um das gute Verhältnis von Landratsamt und Polizei zu pflegen und auch mit dem neuen Präsidenten des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd fortzusetzen, lud Landrat Georg Huber die Abteilungsleiter des Landratsamtes und die Leiter der Polizeidienststellen zu einem gemeinsamen Mittagsmahl ins Gasthaus Pauli-Wirt nach Erharting.
Landrat Georg Huber freute sich, dass so viele Gäste seiner Einladung gefolgt sind, den neuen Präsidenten Robert Heimberger und seinen Vizepräsidenten Peter Mauthofer nun offiziell im Landkreis einzuführen. Schon in seiner Zeit als Bürgermeister hätte er erkannt, wie wichtig die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und Landkreis mit der Polizei ist. Beide haben Befugnisse, die sich ergänzen und nur zusammen die Sicherheit der Bürger gewährleisten können.
Diese Zusammenarbeit hätte mit seinem Vorgänger im Amt – Franz Mayer - hervorragend funktioniert. Probleme hätte es weder zwischen ihnen noch zwischen den Mitarbeitern beider Behörden jemals gegeben.
Landrat Huber kündigte an, dass der Landkreis wieder Asylwerber wird aufnehmen müssen. Das wird sowohl das Landratsamt aber auch die Polizei vor neue Herausforderungen stellen.
Er dankte für die gegenseitige Offenheit, die es möglich macht, dass die Polizei in bestimmten Situationen auf Grund ihrer größeren Erfahrung die Federführung übernimmt und das Landratsamt dann zuarbeitet. Wenn beide an einem Strang ziehen, können viele Angelegenheiten besser bewältigt werden. Weil er aber ein Bayer wäre, bayerisch spricht und die Art der Bayern kennt, weiß er – meinte Landrat Georg Huber – dass sie schon miteinander auskommen werden. Er bat Robert Heimberger und seinen ebenfalls neu berufenen Stellvertreter Peter Mauthofer, die bisherige gute Zusammenarbeit fortzusetzen – auch mit den Mitarbeitern seines Amtes. Persönlich – da war sich Landrat Georg Huber sicher – passen sie auf jeden Fall zusammen.
Deshalb überreichte er Polizeipräsident Robert Heimberger und Peter Mauthofer ein Genießerpaket einer örtlichen Weißbierbrauerei und gratulierte zur Ernennung, auch wenn’s schon einige Zeit her ist. Und damit sie alle zusammen nie im Regen stehen müssen, übergab er ihnen noch den Schirm des Landkreises. Allerdings wäre der nicht so modern wie der in Waldkraiburg. Den Schirm des Landkreises muss man noch von Hand aufspannen.
Präsident Robert Heimberger freute sich über den freundlichen Empfang, der ihn fast ein bissl verlegen gemacht hat. Er wäre zwar ein Münchner, man könnte ihn aber trotzdem verstehen, meinte er verschmitzt. Er freute sich sehr, dass er jetzt endlich bayerisch reden derf, weil man an seiner früheren Wirkungsstätte in München Leute nicht für ernst nimmt, die bayerisch reden.
Er dankte mit einem herzlichen Vergelts Gott für die Einladung, die ihn sehr gefreut hätte. Es stimmt, er liebt die bayerische Lebensart. Und da machts auch nix, wenn das anstehende Mittagsmahl den Effekt des zurückliegenden Wellness-Wochenendes wieder dahinschmelzen lässt!
Robert Heimberger erklärte, es wäre ihm ein großes Anliegen, mit den Sicherheitsbehörden auch weiterhin so eng zusammenarbeiten. Das hat er auch in den zurückliegenden Jahren in München so gehalten. Erst kürzlich hat er deshalb alle Sicherheitsbehörden seines Präsidiumsbereiches zu einem Meinugnsaustausch eingeladen.
Allerdings wäre er bislang von keinem der neun Landkreise eingeladen worden. Die könnten sich mal Landrat Huber als Vorbild nehmen!
Schließlich stellte er fest, dass sie beide in der selben Zeit Geburtstag feiern und schon das dafür sorgt, dass sie sich verstehen. Außerdem erinnerte er sich an Landrat Hubers Grundsätze, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, und das Landratsamt als Dienstleister zu sehen. Das sind auch seine Grundsätze. Auch das zeigt ihre Geistesverwandtschaft.
Auch bei der Polizei geht es um die Menschen und auch er sieht die Polizei als Dienstleister, die als letzte Anlaufstelle für den Bürger dazu da ist, Hilfe zu leisten, wenn niemand anderer mehr helfen kann.
Er nannte einige Zahlen: In den ersten neun Monaten dieses Jahres ereigneten sich im Landkreis 1.950 Unfälle, davon 304 mit Personenschaden, davon 12 mit tödlichem Ausgang. Das sind 189 Unfälle mehr als im Vorjahr, wobei aber 28 Personen weniger zu Schaden kamen.
Allerdings kann der aufziehende Winter mit seinen Behinderungen diese Zahlen noch wesentlich beeinflussen.
Die Polizei will ihre Aufklärungsanstrengungen verstärken und ihr Haupt-Augenmerk auf die Vorbeugung legen. Da sie hier das selbe Ziel verfolgen, freute er sich auf die gute Zusammenarbeit. Er freute sich auch auf die Übernahme der Führung bei bestimmten Vorgängen, wie Landrat Georg Huber sie angeregt hatte.
Und weil ein anständiger Gast nicht ohne Gastgeschenk kommt, dankte er nochmals herzlich für die Einladung und überreichte eine Geschenkpackung Chimseer Klosterlikör.
Und wenn jemand meint, sie bekämpften den Alkohol und beschenkten dann sich damit, dann meinte er: (O-Ton)
Nachdem die Gäste ein gemeinsames Mittagsmahl eingenommen hatten, unterhielten sie sich noch über dies und das. Das gegenseitige Verständnis zeigt, das gute Verhältnis zwischen Sicherheitsbehörden und Polizei wird weiter dafür sorgen, dass unser Landkreis zu den sichersten in ganz Deutschland gehört.
232 Ois Gwunna! Zum 100. Geburtstag von Rennfahrer-Legende Schorsch Meier 10:55
In über 100 Bildern, in zwei Videos und mit der legendären Kompressor-BMW erinnert derzeit eine Ausstellung im Haberkasten in Mühldorf an den großen Sohn der Stadt, wie ihn Bürgermeister Günther Knoblauch nannte. Am 9. November 1910 in Mühldorf geboren, zog er mit seinen Eltern später nach Fridolfing. Ab 1937 heimste er einen Rennsieg nach dem anderen ein. Nur ein Sturz in Schweden und der Krieg unterbrach diese Siegesserie. Nach dem Krieg setzte er seinen Siegeszug 1947 beim Eifelrennen fort. 1949 wurde er zum Sportler des Jahres gewählt. Dann wechselte er vom Motorrad ins Rennauto der Auto-Union. Bis 1953 gewann er alle wichtigen Rennen. Dann konzentrierte er sich auf seine Firma in München, in der er Motorräder und Autos vertrieb, bis er sie 1969 an die BMW AG verpachtete.
1995 erzählte er in einem Mühldorfer Restaurant zwei Stunden lang seine Geschichte. Ein Video mit einem Ausschnitt davon ist im Haberkasten zu sehen. Drum herum lauscht meistens eine Gruppe Zeitgenossen, die Schorsch Meier entweder noch kannten oder sich an ihn und seine Erfolge erinnern können.
Total männerlastig wäre dieses Thema, meinte eine Besucherin der Vernissage, die Klaus Grimm mit seiner Gitarre umrahmte und zu der auch Schorsch Meiers Gattin Edith und seine beiden Kinder – Schorsch Meier junior und Dagmar Behnke - gekommen waren.
Überhaupt hatte man den Eindruck, dass viele der Gäste Schorsch Meier noch persönlich gekannt haben. Einer – Willi Haslbeck – ist sogar noch mit ihm gefahren. Und auch die Tochter seines Schraubers Sepp Hopf – Monika Sollinger – ließ es sich nicht entgehen, wenn nach so langer Zeit an die großen Zeiten ihres Vaters und seines Schützlings erinnert wurde. Lokalmatador Alois Wiesböck brachte die jüngere Motorsportgeschichte mit.
Wenn nach Sebastian Vettels Triumpf sein Heimatort Heppenheim jetzt Vettelheim heissen soll, dann müsste Mühldorf längst Meierheim heissen, meinte Bürgermeister Günther Knoblauch, der die zahlreichen Gäste willkommen hieß.
Er war stolz darauf, dass es Stadtarchivar Edwin Hamberger und Peter Zollner mit großer Leidenschaft gelungen ist, in nur vier Wochen eine Ausstellung auf die Beine zu stellen, die das Leben des großen Sohnes der Stadt gebührend würdigt. In diesem Rahmen konnte das neue Buch „Georg Schorsch Meier – sein Leben in Bildern“ passend vorgestellt werden.
Günther Knoblauch erinnerte an Schorsch Meiers aktive Zeit: Damals hätte man erst aus der Zeitung oder bestenfalls aus dem Radio von den Rennen gehört. Damals haben die Motorsportfreunde mitgezittert und mitgefeiert, als Schorsch Meier als erster Nicht-Brite die legendäre Senior-TT auf der Isle of Man gewonnen hat. Trotz aller Erfolge, die er von 1936 bis lang nach dem Krieg auf BMW-Motorrädern oder in den Rennautos der Auto-Union erzielt hat, ist Schorsch Meier ein liebenswürdiger geradliniger Zeitgenosse geblieben, auf den die Stadt noch heute stolz ist.
Buchautor Stefan Knittel erinnerte sich, dass er Schorsch Meier vor langer Zeit kennengelernt hat. Sie sind Freunde geworden. Er erzählte, als er vor einem Jahr mit dem Plan zu diesem Buch zu Schorsch Meiers Witwe kam, meinte sie: (O-Ton)
Aber sie waren sich sicher, dass das eine gute Idee war, so ein Buch zu machen. Sie erlaubte ihm, nochmal in den alten Alben zu blättern. Zusammen mit Peter Zollner entstand dann das Buch, das er ihr überreichte.
Nachdem Klaus Grimm die Streets of London zum Besten gegeben hatte, bedankte sich Bürgermeister Günther Knoblauch besonders bei Peter Zollner und Edwin Hamberger für die viele Arbeit, die ohne Unterstützung nicht möglich gewesen wäre.
Zusammen überreichten sie Edith Meier einen Blumenstrauß und dankten so für ihr Kommen. Dann genossen die Gäste das Fachsimpeln und die Erinnerung an die alten Zeiten.
Das Buch „Georg Schorsch Meier – Ein Leben in Bildern“ ist in der Buchhandlung Herzog zum Preis von 24 Euro 90 zu haben.
Die Ausstellung "Ois gwunna" im Obergeschoss des Haberkastens ist noch bis zum 28. November zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen: Dienstag bis Freitag von 15 bis 19 Uhr; Samstag und Sonntag von 13 bis Sonntag von 13 bis 17 Uhr.
Und wie ist jetzt Schorsch Meier eigentlich zu BMW gekommen???? O-Ton)
233 Bürgermeisterversammlung: Geothermie - Geschichtstag - Koki - Wettbewerb familienfreundlichste Gemeinde 9:45
Mit einem Bus kamen die Bürgermeister vom Haus der Kultur an die Bohranlage, wo Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner die Teilnehmer begrüßte und Bürgermeister Siegfried Klika dafür dankte, dass sie das Jahrhundertereignis hier miterleben dürfen. Und weil er weiß, dass die österreichischen Freund weit voraus sind, freute er sich, dass Professor Goldbrunner dahinter steht und damit die erste Bohrung erfolgreich war. Dann meinte er, er freut sich schon auf die erste Badewanne mit heißem Wasser aus der Bohrung.
Geologe Professor Johann Goldbrunner erläuterte die Grundlagen der Nutzung der Erdwärme. Er berichtete, dass in der vergangenen Woche in etwa 2.750 Metern Tiefe, nach einer Bohrlänge von 2.893 Metern heißes Wasser gefunden worden ist. Am Ende des zweitägigen Pumpversuches hatte das Wasser eine Temperatur von 83°C, was darauf schließen lässt, dass im Regelbetrieb mit 100 bis 105 °C gerechnet werden kann. Nun wird die Bohranlage versetzt um die zweite Bohrung einbringen zu können.
Die erste Bohrung verlief ohne bohrtechnische Probleme. Man hofft, auch die zweite Bohrung problemlos durchführen zu können. Während das Wasser aus dem ersten Pumpversuch noch über die Kläranlage abgeführt wurde, wird nach der zweiten Bohrung schon die Zirkulation initiiert.
Dann führten die Anlagenführer einen Rohrwechsel durch, was die Aufmerksamkeit der Bürgermeister auf sich zog.
Später im kleinen Sitzungssaal im Haus der Kultur ging Professor Goldbrunner noch weiter in die Grundlagen der Geothermie ein. Er zeigte an Hand von zahlreichen Bildern die geologischen Gegebenheiten im Raum Waldkraiburg auf, erläuterte die rechtlichen Grundlagen, die Größe des Claims innerhalb dem die Stadtwerke Waldkraiburg bohren dürfen und die Erwartungen, die die Stadt an die Anlage stellt. Interessant ist, dass zwischen dem niederbayerischen Bäderdreieck und dem Raum München die Bohrung in Waldkraiburg ziemlich allein ist. Die Bohrung durchzuführen war also ein Risiko und die Fündigkeit eine große Erleichterung. Das Risiko wurde jedoch durch zahlreiche Voruntersuchungen in Grenzen gehalten, die zur Zeit der Ölsuche in den 50er und 60er Jahren curchgeführt worden sind. So gab es bereits reflexionsseismische Untersuchungen und Erkenntnisse aus den Ölbohrungen. Schon damals war man auf Wasser gestoßen. Dieses Bild zeigt die Bohrstelle aus der Luft und wie günstig die Bohrstelle nahe der Kläranlage gewählt wurde, weil hier alle Versorgungsleitungen zusammenlaufen.
Diese Schemakarte zeigt, wie die Bohrungen etwa 2.500 Meter unter der Erde verlaufen – rot zu sehen.
Im weiteren erläuterte Professor Goldbrunner die Technik der Bohranlage, die mit hohem Wasserdruck arbeitet, wobei das Wasser immer wieder gefiltert wird und so zirkuliert. Die Anlage arbeitet so nicht nur besonders leise, sondern auch sehr umweltschonend.
Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner dankte Bürgermeister Siegfried Klika und wünschte weiter viel Erfolg für die weitere Bohrung.
Nun stellte Kreisheimatmuseumsleiterin Dr. Susanne Abel den Geschichtstag 2011 vor und bat die Gemeinden, sie bei der Durchführung zu unterstützen. Zunächst verteilte sie eine 44-seitige Hochglanz-Broschüre, eine Dokumentation des Geschichtstags 2009.
Nachdem Ende 2008 die Abwicklung des Geschichtstages von Frau Professor Schreiber auf sie übergegangen war, hat sie das Konzept weiterentwickelt und langfristig ausgelegt, erläuterte Dr. Susanne Abel. Der Geschichtstag hat die Richtigkeit ihres Konzepts bestätigt.
Der Geschichtstag 2011, der vom 7. Bis 16. Oktober 2011 stattfinden wird steht unter der Überschrift „Schule und Bildung im Landkreis Mühldorf“. Dabei soll die Geschichte der Schule im Landkreis aufgearbeitet werden – von der Dorfschule bis zur integrativen Gesamtschule. Es geht aber auch um die Entwicklung des Bildungsbegriffs, um den Wandel der Inhalte, der Werte und Normen, des Menschenbildes bis hin zum lebenslangen Lernen. Was bedeutet uns Bildung heute?
Es soll im gesamten Landkreis Ausstellungen, Präsentationen, Musik- und Theateraufführungen, Vorträge und mehr geben. Der Geschichtstag wird durch eine Auftaktveranstaltung eröffnet und durch eine Schlussveranstaltung abgeschlossen. Die Forschung orientiert sich am Thema des Geschichtszentrums „Leben- Macht – Geschichte“. Nachdem sich bestenfalls Akteure aus 31 Gemeinden beteiligen werden, sollen Schwerpunkte gefunden werden. So sollen Wiederholungen vermieden und ergänzende Angebote gefunden werden. Die Besucher sollen motiviert werden, die Angebote im gesamten Landkreis wahrzunehmen.
Verbindlich zugesagt haben bereits das „Forum Heimatforschung“ und der Fotoclub Kraiburg. Alle weiteren Partner wurden angefragt. Dr. Abel erwartet die Zusage der Mitwirkung baldmöglichst, und lädt weitere Interessierte zur Mitwirkung ein.
Nachdem jeder Bürger zu diesem Thema etwas beitragen kann, werden auch alle Landkreisbürger davon etwas haben.
Dr. Susanne Abel lud die Bürgermeister ein, mitzuwirken und bat, in den Gemeinden auf die laufenden Vorbereitungen hinzuweisen, Schüler und Lehrer zur Mitarbeit zu ermuntern und dieses wichtige Vorhaben zu unterstützen, mit dem sie ihre Gemeinden als innovativ und fortschrittlich darstellen können.
Dr. Karl Dürner regte an, dass jeder Bürgermeister sein Einschulungsfoto suchen und vielleicht seine Schultüte beisteuern könnte.
Zusammen mit dem Fotoclub Kraiburg erstellt das Kreismuseum eine Fotodokumentation über den Landkreis. So begleitet der Fotoclub die wichtigen Baumaßnahmen im Landkreis und auch die Geothermiebohrung oder auch den Abriß der Brauerei in Reichertsheim. Die Bilder sollen als wichtige zeithistorische Quelle einerseits dem Kreismuseum zu Gute kommen und andererseits beim Geschichtstag 2011 gezeigt werden.
Da der Aufbau der Fotodokumentation nicht auf den Fotoclub Kraiburg beschränkt bleiben soll, bat Dr. Susanne Abel, Fotographen im gesamten Landkreis zur Mitwirkung zu motivieren. Sie bat aber auch, historische Aufnahmen von Schulgebäuden zu finden, weil sie mit neuen Fotos die Entwicklung dieser Gebäude dokumentieren möchte.
Sie bat auch, den Fotographen das ungehinderte Fotographieren zu ermöglichen und eventuelle Baumaßnahmen zu melden. Als Gegenleistung stellt der Fotoclub die Bilder kostenlos zur Verfügung.
Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner betonte, es wäre wichtig, schon jetzt mit zu helfen. Die Vorbereitungen dauern doch lang und müssten rechtzeitig fertig werden.
Bürgermeister Stefan Schalk ergänzte, dass das Landesamt für Vermessung Luftbilder der Amerikanischen Streitkräfte anbietet, die unmittelbar vor Kriegsende gemacht wurden.
Nun stellten Karin mussner und Barbara Herbst das Netzwerk frühe Kindheit vor, das vom Sozialministerium auf Grund der Erkenntnis eingeführt wurde, dass über 71% der Kindesvernachlässigung Kleinkinder unter 3 Jahren betrifft.
Der Auftrag von KoKi, dem Netzwerk frühe Kindheit ist die größtmögliche Sicherstellung des Kidnerschutzes im Landkreis Mühldorf. Dazu arbeiten die beiden Damen am Landratsamt mit zahlreichen Stellen zusammen. Sie wollen erste Ansprechstellen für Eltern sein, die Rat suchen, aber auch für Personen, denen Mißstände auffallen. Sie betonten, dass sie NICHT das Jugendamt sind und deshalb auch einwirken können, ohne gleich den behördlichen Weg beschreiten zu müssen. Um dies zu erreichen, arbeiten sie mit allen diesen Stellen zusammen. Diese Vernetzung aller relevanten Stellen, die Einfluß auf das Kindeswohl schon unterhalb des Kindergartenalters haben gab es bisher noch nicht. KoKi will primär informieren, aufklären und beraten um in bei diesen Problemfällen eingreifen zu können.
Karin mussner und Barbara Herbst haben den Landkreis aufgeteilt. Barbara Herbst ist Ansprechpartner für Bürger aus dem westlichen Landkreis, Karin mussner für Bürger aus dem östlichen und nördlichen Landkreis.
Bürgermeister Siegfried Klika bemerkte, dass diese Thematik sehr daten-sensitiv ist. In diesem Netzwerk müssen viele verschiedenen Stellen über Mißstände informiert werden. Das könne man den Datenschutz nicht auf die leichte Schulter nehmen. Karin mussner versicherte, sie würden auch anonymen Hinweisen nachgehen. Barbara Herbst sicherte zu, dass auch sie dem Datenschutz unterliegen, wie auch der Kinderarzt.
Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner motivierte nun die Gemeinden, doch am Wettbewerb um die familienfreundlilchste Gemeinde teilzunehmen, der auf der vorangegangenen Bürgermeisterversammlung angestoßen worden war. Jede teilnehmende Gemeinde würde davon profitieren. Die Bürgermeister monierten die umfangreichen Fragebögen und regten an, einige Seiten vom Landratsamt erarbeiten zu lassen. Thomas Einwang und Annemarie Haslberger brachten jedoch von einer Informationsveranstaltung die Erkenntnis mit, dass es sinnvoll ist, wenn jede Gemeinde die Angaben selbst erarbeitet.
Damit war der öffentliche Teil zu Ende. Später diskutierten die Bürgermeister unter AusSchluss der Öffentlichkeit den Haushaltsentwurf des Landkreises, der dem Vernehmen nach eine Erhöhung der Kreisumlage um 2,7 % auf dann 58,1% der Einnahmen beinhaltet. Dem Vernehmen nach kritisierten die Bürgermeister diese Erhöhung sehr, weil sie ihnen den Handlungsspielraum noch mehr einschränkt und dadurch die Durchführung vieler dringender Investitionen unmöglich macht.
234 Der Wegebau in Oberbergkirchen ist fast abgeschlossen 4:55
Wolfhaming gibt’s auf der ganzen Welt nur ein einziges Mal – sagt Google-Maps! Wolfhaming – das ist ein Weiler nahe Oberbergkirchen, nicht weit ab von der Staatsstraße 2354 (lies: Dreiundzwanzig-Vierundfünfzig) von Zangberg nach Oberbergkirchen. Die Zufahrt nach Wolfhaming ist eine der letzten, die die Gemeinde in den zurückliegenden Jahren neu gebaut hat. Weil damit der größte Teil des Wegebaus abgeschlossen ist, wäre heute ein richtiger Glückstag für die Gemeinde freute sich Bürgermeister Michael Hausperger sehr über die zahlreichen Gäste. dass die meisten Straßen nun geteert sind, wäre ein wichtiger Schritt für die Erhaltung der Anwesen im Außenbereich. Nur mit einer guten Straßenanbindung hätten die Nachfolger die Möglichkeit, ihre Höfe auch in Zukunft erfolgreich betreiben zu können. dass im Zuge des Wegebaus auch Zusammenlegungen möglich waren, bietet den Landwirten zusätzliche Vorteile für die wirtschaftliche Nutzung ihrer Flächen.
Seit 2003 wurden 15,33 Kilometer Wege gebaut, und dafür 2,6 Millionen Euro ausgegeben. Der letzte Bauabschnitt zu den Ortschaften Aidenlack, Asenham, Atzging, Bichling, Genzing, Heimberg, Kirnhausen, Loipfing, Rottwinkl, Schönberg, Schörging und Stattenberg wurde 2009 in Angriff genommen, umfaßt eine Gesamtlänge von 5,5 Kilometern und kostete allein 1,3 Millionen Euro. Trotz Finanzkrise wurde auch dieser Abschnitt mit dem erhöhten Fördersatz von 80%, durch das „Amt für ländliche Entwicklung“ gefördert. 10% der Baukosten hat die Gemeinde getragen und die restlichen 10% waren von den Anliegern aufzubringen. Michael Hausperger dankte sehr Abteilungsleiter Andreas Hennemann vom „Amt für ländliche Entwicklung“ für die gute Zusammenarbeit und die Aufnahme in das Förderprogramm. Allein hätte Oberbergkirchen diese Investition nicht tragen können.
Bürgermeister Michael Hausperger dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz und hoffte auf die Zufriedenheit der Anlieger, deren Anwesen durch die neuen Straßen erheblich aufgewertet wurden.
Großen Anteil hätte die Anliegergemeinschaft, die tatkräftig mitgeholfen hat, den gesamten Wegebau problemlos durchzuziehen. Dafür galt den anwesenden Vorständen sein besonderer Dank.
Schließlich dankte er den Grundstückseigentümern für die Bereitstellung von Ausgleichsflächen, auf denen 500 Bäume gepflanzt werden konnten. So kam auch der Naturschutz nicht zu kurz.
Anliegergemeinschafts-Vorsitzender und somit Bauherr Andreas Remmelberger meinte, der Bau der Straßen zu den letzten 15 Orten wäre schwierig gewesen. Das tertiäre Hügelland mit seinen Eigenheiten hätte sie vor Probleme gestellt, die aber alle gelöst werden konnten. Vereinzelt hätte er sogar schon Lob von den Anliegern erhalten. Diesen Dank gab er an die Mitglieder des Vorstandes seiner Gemeinschaft weiter, die in vielen Sitzungen sehr gut zusammengearbeitet hätten. Sie wären stolz auf das Geschaffene. Sein Dank galt auch dem Amt für ländliche Entwicklung, der Gemeinde Oberbergkirchen und den Grundeigentümern.
Andreas Hennemann bezeichnete die Baumaßnahmen als sehr gelungen. Sie hätten viel Glück und viel Verstand gehabt, weil sie sich rechtzeitig an das Amt für ländliche Entwicklung gewandt haben und so die Fördergelder erhalten haben. Glück hätten sie gehabt, weil sie noch in die erhöhte Förderung gekommen wären, was heute auf Grund der großen Zahl Anträge nicht mehr so leicht wäre. Er freute sich, mit diesen Maßnahmen die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte gestärkt zu haben und wünschte allen Anliegern alles Gute für die Zukunft.
Nach einer längeren Testphase für das Durchschneiden des Bandes, während der noch die Frage erörtert wurde, ob die rot-weiße Farbe des Bandes symbolcharakter oder gar politische Bedeutung hätte, gaben Bürgermeister, Altbürgermeister, Vorstände der Anliegergemeinschaft und Amt für ländliche Entwicklung den Weg frei.
Danach lud die Gemeinde zu einem gemeinsamen Mittagsmahl zum Landgasthof Eder nach Habersham, wo man sich gemeinsam über den Abschluss dieser gelungenen Maßnahmen freute.
235 Volleyball-Regionalliga Süd-Ost: TSV 1860 Mühldorf gegen VC Eltmann 6:10
Die bisherigen Gegner sprachen von den Volleyballern aus Eltmann vom besten Aufsteiger der Saison. Tatsächlich haben die Franken bisher alle Spiele gewonnen, bis auf die gegen Coburg und Marktredwitz. Aber sogar gegen diese Favouriten haben sie jeweils einen Satz für sich entscheiden können, was natürlich das Selbstvertrauen gestärkt hat.
Beide Mannschaften waren sich erst zwei Wochen vorher beim Bayerischen Pokalfinale gegenüber gestanden. Dieses Spiel hatten die Mühldorfer für sich entscheiden können. Eltmanns Trainer Cornel Closca war sich aber sicher, "das ist ein Spiel, in dem wir die Punkte holen müssen. Mühldorf hat ähnlich wie wir eine junge Mannschaft, die wir aber mit unserem Selbstvertrauen im Rücken schlagen können."
Die Mühldorfer hatten sich gut auf dieses Spiel vorbereitet und mussten nur auf Thomas Lehel verzichten.
Mühldorfer begann von links nach rechts, spielte druckvoll und machte Punkt um Punkt. Eltmann wirkte unkonzentriert und setzte den Ball oft an die Hallendecke oder ins Aus.
Nach kurzer Zeit stand es 12:6 für Mühldorf. Es sah fast so aus, als könnten die Mühldorfer ihren Erfolg aus dem Pokalspiel wiederholen.
Allerdings schreckte dieser Rückstand die Gäste auf. Cornel Closca redete seinen Spielern ins Gewissen und sie fanden zunehmend besser ins Spiel. Der Vorsprung der Mühldorfer schrumpfte.
Und bei den Mühldorfern lief es nicht mehr so wie zu Beginn. Beim Stand von 21:22 holte Günther Thomae seine Spieler zum Gespräch: Danach gelang es zwar, mehrere Satzbälle abzuwehren, trotzdem ging der erste Satz mit 25:27 an die Gäste.
Der Satzgewinn war gleichzeitig Zuversicht für Cornel Closcas Leute. Sie starteten gestärkt in den zweiten Satz – jetzt von links nach rechts.
Entgegengesetzte Wirkung hatte der Verlust des ersten Satzes auf die Mühldorf. Es dauerte eine ganze Weile, bis sie ins Spiel fanden. Die Gäste zogen bis auf 10:17 davon
Fabian Wagner und seinen kraftvollen Aufschlägen war es zu verdanken, dass die Mühldorfer wieder zurück ins Spiel fanden. Sie holten auf: 19:20
Satzball bei 24:22:Ausgleich 1:1.
Der dritte Satz, Mühldorf wieder von links nach rechts. Nun hatten sich beide Mannschaften gefunden und ihre Möglichkeiten entwickelt: Sie schenkten sich nichts und zogen fast im Gleichschritt voran. Der Abstand betrug nie mehr als drei Punkte.
dass jetzt Nerven gefragt waren, zeigten die gelgentlichen Unzufriedenheiten mit Entscheidungen des Schiedsrichters
Beim Stand von 23:23 versuchte Günther Thomae, beruhigend einzuwirken. Es nutzte nichts, die Gäste behielten kühlen Kopf und entschieden den Satz mit 25:23 für sich.
Der nächste Satz: Mühldorf wieder von rechts. Es häuften sich die Fehler auf Mühldorfer Seite und so zogen die Gäste auf 6:14 davon. Fabian Wagner ermöglichte mit seinen Aufschlägen ein Aufbäumen, das aber nur kurz währte.
Dann gelang es den Mühldorfern zwei Matchbälle abzuwehren. Das änderte aber ncihts daran, dass der Satz mit 25:21 an die Gäste ging.
Herr Thomae, im ersten Satz haben Ihre Leute so gut begonnen. Dann sind sie eingebrochen. Was war los? (O-Ton)
Zum nächsten Heimspiel der Volleyballer des TSV Mühldorf kommt der SV Lohhof am 27. November in die Turnhalle an der Mittelschule. In der Halle haben etwa 130 Fans das Spiel gesehen, unsere Liveübertragung haben 150 Zuschauer verfolgt.
236 Fußball-Länderspiel Deutschland - Polen in Buchbach 6:15
Die Nachwuchsfußballer des FC Mühldorf nahmen rund um die Plane mit dem DFB-Logo Aufstellung, andere trugen die Fahnen herein, während die Nationalmannschaften einmarschierten.
Ehrfürchtig hörten die Gäste die Nationalhymnen Polens und Deutschlands, dargebracht von der Buchbacher Blasmusik.
Glück hatten die Zuschauer, die keine Karte bekommen haben, wenn sie einen der Anlieger kannten, der sie von außen an den Zaun ließ. So konnten sie doch die Nationalhymne mitsingen.
Unter den zahlreichen Ehrengästen war auch Landrat Georg Huber, nicht gerade als bekennender Fußballfan bekannt.
Die Buchbacher Bayernliga-Fußballer diesmal in ganz ungewohnter Rolle: als Zuschauer.
Dann traten die Mannschaften an: Die neu formierte deutsche U15-Nationalmannschaft gegen die U15-Auswahl aus Polen.
Deutschland spielte in schwarz von links nach rechts, Polen in weiß von rechts nach links.
8 Minuten lang passierte nicht viel. Dann wird dieser Schuss von von Uwe Seelers Enkel – Levin Öztunali zur Ecke abgeblockt. Mart Ristl vom VfB Stuttgart schießt, Timo Werner fliegt vorbei, Karol Osiso will klären trifft aber seinen Torwart Bartosz Bartosinski, von dem der Ball ins Tor fliegt. 1 zu 0 für die DFB-Auswahl in der 8. Spielminute.
Während die jungen Fußballer auf dem Rasen alles gaben, ließen es sich die Musiker schmecken.
Die Antwort der polnischen Nationalelf auf die deutsche Führung ließ nicht lange auf sich warten. Ristl foult Kamil Anczewski an der Strafraumgrenze: Freistoß
Bei der Ausführung des Freistoßes läuft Yanni Regäsel allerdings zu früh aus der Mauer. Der Freistoß wird wiederholt. Artur Olszanowski schießt, Marius Funk lässt den Ball nur abklatschen, Anczewski ist da und staubt zum 1-1 Ausgleichstreffer ab.
Mehr kam in der ersten Halbzeit von beiden Teams nicht. Es ging mit einem verdienten 1-1 in die Kabine.
Die Zuschauer hatten Gelegenheit, sich mit Fanartikeln einzudecken und es sich schmecken zu lassen. Und dieses Angebot nahmen sie so gern an, dass Anfangs der zweiten Halbzeit nur noch ein paar Käsesemmeln da waren. Aber – die Buchbacher wären nicht die Buchbacher, wenn das ein Problem gewesen wäre: Erwin Bierofka und sein Team telefonierten eifrig und schon war Nachschub da.
Zweiter Durchgang: Deutschland jetzt von rechts nach links - Polen von links nach rechts.
Deutschland hat früh die Chance erneut in Führung zu gehen, aber Timo Werners Schuss geht knapp rechts am Tor vorbei.
Wenige Minuten später die nächste Gelegenheit. Marc Brasnic von Bayer 04 Leverkusen mit der Hereingabe auf Timo Werner, der auch ins Tor trifft, aber im Moment der Ballabgabe im Abseits stand.
3 Minuten später klappt es. Marc Brasnic tankt sich auf der rechten Angriffsseite geschickt durch, spielt in die Mitte auf Timo Werner, der aus 5 Metern keine Probleme hat, einzunetzen. 2 zu 1 für Deutschland in der 54. Spielminute.
Polen hatte Deutschland nun nichts mehr entgegenzusetzen. Der inzwischen eingewechselte Vincent Stenzel von Borussia Dortmund gewinnt den Zweikampf gegen seinen polnischen Gegenspieler - Marc Brasnic nimmt den Ball auf und vollendet zum 3 zu 1 in der 59. Minute.
Deutschland spielt gut und erfolgreich. Der inzwischen ebenfalls eingewechselte Patrick Pflücke mit dem Eckball in die Mitte, Timo Werner ist da und köpft zum 4 zu 1 ein.
Timo Werner krönt seine Tagesleistung auch noch mit dem dritten Tor. Wieder ein Eckball von Patrick Pflücke, Er ist zur Stelle und befördert den Ball Volley ins polnische Tor.
Nach 80 Spielminuten war das Spiel zu Ende. Deutschland gewinnt aufgrund einer fantastischen zweiten Halbzeit verdient gegen die U15- Nationalmannschaft Polens, bei denen nur Kamil Anczewski für Gefahr sorgen konnte.
Deutschland hatte mit Marc Brasnic von Bayer Leverkusen, Vincent Stenzel von Borussia Dortmund und Timo Werner vom VfB Stutgart die überragenden Spieler auf dem Platz.
Ein sehr faires und sportliches Spiel sahen die 2.500 Zuschauer, die nach dem Abpfiff Erich Haiders Aufforderung, noch ein bischen da zu bleiben nicht annahmen. Es war wohl doch zu kalt für einen gemütlichen Ratsch am Spielfeldrand.
Das „Rückspiel“ zwei Tage später in Eggenfelden gewann die deutsche Auswahl mit 2 zu 0 durch die Tore von Pedro Manolo Rodas Steeg und Yannck Wolf.
Die Buchbacher Fußballer würden sich sicher freuen, wenn alle zwei Wochen das Stadion so gefüllt wäre, wie da. Obwohl – oft ist die Stimmung bei Bayernliga-Begegnungen hitziger, als bei diesem außergewöhnlichen Spiel, das es in dieser Form sicher in Buchbach lang nicht mehr geben wird.
237 Räume für Senioren - Staatssekretär Markus Sackmann zu Gast im Mühldorfer Haus der Begegnung 8:40 47 26.11.10
Auf seiner Rundreise durch Bayern machten Staatssekretär Markus Sackmann und sein Referent Hilmar Holzner Station im Mühldorfer Haus der Begegnung. Das hatte sich fein herausgeputzt – so wie immer halt, wenn sich hoher Besuch ankündigt – was ja gar nicht so selten ist.
Natürlich ließ es sich Staatssekretär Dr. Marcel Huber nicht entgehen, wenn sein Kabinettskollege so einer bekannten Institution einen Besuch abstattet. Den Landkreis vertrat Landrat Georg Huber und die Stadt zweiter Bürgermeister Paul Schwarz. Mehrere Bürgermeister aus Nachbargemeinden vervollständigten die Runde.
Die AWO hatte Vertreter ihrer Dienste und zahlreiche Mitglieder des Seniorenclubs geladen.
AWO-Vorsitzende Klara-Maria Seeberger begrüßte die Gäste in diesem sozialen Zentrum der Stadt. Sie freute sich, zwei Träger der Mühldorfer Bürgermedaille begrüßen zu können, Gretl Anders und Walter Speckmaier.
Klara-Maria Seeberger erinnerte an die Entstehungsgeschichte des Hauses der Begegnung und würdigte das große Engagement von Gretl Anders und den vielen anderen, die seit 1964 unermüdlich für diese Einrichtung gekämpft hatten. Heute ist das Haus für die Stadt und den Landkreis unverzichtbar.
Marianne Zollner, Leiterin des Hauses der Begegnung und Stadträtin stellte zunächst das Haus der Begegnung und die vielen Leistungen und Gruppen vor, die hier Betreuung und Heimat finden.
Nun widmete sie sich dem Thema: „Räume für soziale Zukunft – Senioren und Generationen“, das das Sozialministerium vorgegeben hatte. Zunächst definierte sie, welche Räume es gibt: Die Räume im Haus, rechtliche Räume, Freiräume, die es erlauben, Dinge zu entwickeln. Es wären Räume im Herzen nötig, um die Menschen einschließen zu können. Über alle diese Räume verfügt das haus der Begegnung in Mühldorf.
Marianne Zollner hat fünf Leiter von Projekten ausgewählt, die die nötigen Räume repräsentieren und ihre Hilfe im Bereich der Senioren erbringen. Diese stellten ihr Engagement vor:
Dr. Werner Hartmann fördert seit 2006 als Aktivsenior Kinder mit Migrationshintergrund. Dazu hat er Schüler der Wirtschaftsschule geworben und sie in Kontakt mit Migrantenkindern gebracht. So haben die Migrantenkinder Hilfe erfahren und die Schüler soziale Kompetenz erworben. Seit 6 Jahren hat er so jeweils etwa 20 Schülern einmal in der Woche helfen können.
Außerdem hat er einen Besuchsdienst von Schülern in Seniorenheimen initiiert. Diese würden später ihre Tätigkeit noch vorstellen.
Er würde sich freuen, wenn die EVI-Ausbildung fortgesetzt und die Fördergelder weiter zur Verfügung stehen, mit denen er den teilnehmenden Schülern ein kleines Taschengeld zahlen kann.
Außerdem wünscht er sich, dass er sich nicht so schnell als Senior fühlen muss.
Das nächste Projekt stellte Edeltraud Fritz vor: Sie ist über die Suche nach Anschluss ins Haus der Begegnung gekommen und wurde gleich mit einer Aufgabe betraut: Seither hilft sie als Wunsch-Oma Müttern und Familien bei allem was im Haus anfällt. Vom Babysitten bis zum Plätzchen backen steht sie kurzfristig bereit. Im Haus der Begegnung findet sie dazu alle nötige Unterstützung und Betreuung. Edeltraud Fritz wünscht sich, viele Senioren, die bei ihrem Dienst mithelfen.
Marianne Zollner ergänzte, dies wäre ein sehr erfolgreicher Dienst, der auch finanziert werden will.
Klara-Maria Seebergers Seniorenclub stellte nun Marianne Zollner vor. Sie lobte besonders das Engagement von Anni Dürschmied, die meist schon lang vor Beginn da ist und mithilft, alles vorzubereiten. Die 79-jährige hat viel Freude daran, fühlt sich sehr wohl und hofft, auch noch lang dabei sein zu können. Außer ihr helfen auch viele andere mit, alles durchzuführen. Klara-Maria Seeberger ergänzte, ihre älteste Teilnehmerin ist 92. Sie wundert sich oft, woher die Damen in diesem Alter noch immer so viel Energie hernehmen. Meist sind über 40 Senioren dabei und es werden jede Woche mehr. Wenn sie an die Situation der Senioren in der Stadt denkt, wünscht sie sich ein Lebensmittelgeschäft am Stadtplatz! – ein zentrales Thema, wie sich herausstellte.
Den „mobilen Familienservice“ stellten nun Christine Fuchs und Gretl Anders vor: Als sie vor 12 Jahren aus München nach Mühldorf kam, entstand ein Projekt zur Integration arbeitsloser Frauen in den Arbeitsmarkt. Daraus ist vor fünf Jahren der mobile Familienservice geworden, der zur Zeit etwa 35 Frauen in drei Teams beschäftigt. Sie bieten haushaltsnahe Dienste bei Senioren und Familien und helfen auch berufstätigen Frauen aus. Gretl Anders – selbst seit 1956 Mitglied der AWO und wesentlich am Aufbau beteiligt - erzählte, wie das praktisch aussieht. Die über 90-jährige kann vieles nicht mehr selbst erledigen und ist so auf die Hilfe von Mofa angewiesen. Sie wünscht sich, dass das Haus lang erhalten bleibt, weiter gut geleitet wird und so weiter Heimat bleibt. Christine Fuchs wünscht sich, dass auch Mofa erhalten bleibt.
Zuletzt erläuterten sechs Schüler einer örtlichen Wirtschaftsschule ihr Engagement in Altenheimen.
Edith Krach berichtete, es wäre nicht leicht, junge Menschen an die Zustände in den Häusern heranzuführen, besonders deshalb, weil der Anteil dementer Heimbewohner steigt.
Sie war sehr froh, mit den jungen Leuten den alten Menschen große Freude bereiten zu können, auch wenn viele, besonders organisatorische Schwierigkeiten damit verbunden sind.
Die beiden jungen Männer berichteten, wenn sie die Senioren im Heim besuchen, mit ihnen reden und sie auf Spaziergängen begleiten und sie auch beim Essen unterstützen, würden auch sie selbst davon profitieren. Sie fänden dabei den persönlichen Seelenfrieden. Sie würden sich wünschen, dass die Pflegesituation verbessert würde und das Haus der Begegnung bestehen bleiben kann.
Die jungen Leute beklagten sich über die hochen Ansprüche der alten Leute, von denen manche doch sehr eigen sind.
Die vorgestellten Beispiele wären nur einige der Leistungen, die das Haus der Begegnung bietet – fasste Marianne Zollner zusammen.
Staatssekretär Markus Sackmann bewunderte das pulsierende Leben in diesem Haus, den ein ganz besonderer Geist bewirkt. Für alles, was dahinter steckt, dankte er sehr.
Außerdem konnte er sich nicht erinnern, dass ihm jemals so viele Forderungen so charmant präsentiert worden sind.
Um den Fortbestand der Mehrgenerationenhäuser zu sichern, die überall tolle Projekte entwickelt haben, hat Ministerin Christine Hadertauer schon vor längerer Zeit von der damaligen Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen die langfristige Sicherung der Finanzierung verlangt. Es könne nicht sein, dass man etwas bundesweit anschiebt und dann die Landespolitik damit allein lässt, es zu erhalten. Die Landesregierung hilft, wie sie nur kann. Allerdings stehen hier keine großen Möglichkeiten bereit. Jetzt ist der Bund gefordert! (Ev. O-Ton)
Der Schaffung von Strukturen für das Ehrenamt, etwa die Ausgabe von Urkunden oder die Einführung des Ehrenamtsnachweises steht er positiv gegenüber. Viele maßgebliche Institutionen unterstützen dies schon jetzt.
Er Landkreis hat schon im vergangenen Jahr mit Förderung des Sozialministeriums die Freiwilligenagentur „Ehrensache eV“ gegründet, eine Koordinationsstelle für das Ehrenamt.
Im kommenden Jahr wird landesweit die Ehrenamtskarte eingeführt, mit der Ehrenamtliche Angebote von Firmen und Dienstleistern verbilligt nutzen können oder vergünstigt die bayerischen Schlösser besichtigen und die Seeschiffe nutzen können. Bedingung ist eine beliebige ehrenamtliche Tätigkeit von fünf Stunden in der Woche.
Er bat die Verantwortlichen und alle ehrenamtlichen Helfer weiter so aktiv mitzuarbeiten. Dann würde auch das Sozialministerium so aktiv an ihrer Seite bleiben.
238 Sozialministerium diskutiert in Mühldorf: "Gut gerüstet in die Zukunft – Wie gestalten bayerische Kommunen eine moderne Seniorenpolitik?“ 12:30
Das „Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Frauen“ kurz – das Sozialministerium – lud in den neuen Sitzungssaal im Landratsamt zu einer Diskussion über die moderne Seniorenpolitik. Die Veranstaltung moderierte Ursula Heller vom Bayerischen Rundfunk. Die Gäste kamen aus dem gesamten südostbayerischen Raum.
Staatssekretär Markus Sackmann berichtete, dies wäre die dritte Veranstaltung einer Rundreise, die in Regensburg im Beisein von Ministerpräsident Horst Seehofer begonnnen hat. Die Rundreise hat den Zweck, Informationen zu sammeln um sie in die Arbeit der Staatsregierung einzubringen.
Er freute sich, diese Veranstaltung im Landkreis Mühldorf abhalten zu können, der sich zum Thema Seniorenpolitik besonders engagiert hat. Da hatte die morgendliche Veranstaltung im Haus der Begegnung besondere Akzente gesetzt. Wer’s nicht gesehen hat, sollte es sich anschauen.
Er stellte den Ehrenamtsnachweis vor, der ein guter Nachweis für den Erwerb sozialer Kompetenz ist.
In einigen Tagen vergibt das Ministerium einen Preis für kommunale Seniorenarbeit. Er darf zwar nix sagen, drückt aber den Daumen für die Bewerbung des Landkreises..... ) Jedenfalls hat er dann wieder einen Grund nach Mühldorf zu kommen!
Er äußerte sich dankbar darüber, dass das Thema Demographie jetzt in der Politik angekommen ist – ein Thema, das bald alle betreffen wird und an dem niemand vorbei kommt.
Noch 2005 gratulierte der Bundespräsident 4.500 Personen zum 100. Geburtstag. Im Jahr 2025 wird er 44.000 Menschen zum 100. Geburtstag gratulieren müssen.
Welche Leistungen für ältere Menschen nötig sind, hatte der Vormittag im Haus der Begegnung gezeigt. Das Alter ist heute eine besondere und sehr aktive Lebensphase. Auf Grund ihrer Lebensumstände und des Pflegebedarfs lebten 70% der Älteren nicht mehr an ihrem Heimatort, in einer Lebensphase, in der man Veränderungen eigentlich nicht mehr will. Das ist absolut nicht hinnehmbar.
Vor Jahren kamen Ältere mit 74 oder 75 Jahren ins Heim, derzeit mit etwas mehr als 86 Jahren. Hilfe und Pflege benötigen diese Menschen aber auch schon vorher. Die Pfleger gehen aber selbst mit 58 oder 60 in den Ruhestand und finden keine Nachfolger. Wenn dann auch noch Apotheke und Hausarzt nicht mehr vor Ort sind, dann ist die Katastrophe vorprogrammiert. Da geht es nicht mehr ohne ehrenamtliche Helfer. Und da geht der Landkreis Mühldorf voraus, wie das Haus der Begegnung und die Freiwilligenagentur gezeigt haben.
Es ist also viel geplant und in der Umsetzung begriffen.
Vor Ort unterstützt das Sozialministerium schon lange Organisationen, die im seniorenpolitischen Bereich tätig sind, ohne jedoch Vorschriften zu machen. Auf Grund der daraus gesammelten Erfahrungen hat das Ministerium ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept entwickelt, das Vorbild sein kann.
Im Seniorenbereich wäre eine Aufbruchsstimmung nötig. Anstatt die negativen Seiten des demographischen Wandels zu diskutieren sollte man die Chancen sehen, die darin stecken.
Impulse über mögliche Wege, dem demographischen Wandel zu begegnen zeigte dann Wolfgang Wähnke von der Bertelsmann-Stiftung auf.
Es gibt keinen allgemeingültigen Weg, dem demographischen Wandel zu begegnen. Jede Kommune muss ihren eigenen Weg finden. Grundlage dazu sind demographische Trends, die eine Studie aufgezeigt hat, die seine Institution erarbeitet hat.
Verschiedene Regionen schrumpfen unterschiedlich stark, auch in Bayern. In unserer Region betrifft dies vorwiegend Garching und die Region südlich Pfarrkirchen. Detaillierte Informationen für Kommunen mit über 5.000 Einwohnern stehen auf der Internetseite www.wegweiser-kommune.de
Diese Seite zeigt viele Trends auf. In Mühldorf wird die Zahl der über-80-jährigen bis 2025 um etwa 70% wachsen, wobei die Altersklassen bis 40 schrumpfen wird. Schlechter steht es um Neuötting. Dort wird sich die Zahl der über 80-jährigen bis 2025 mehr als verdoppeln.
Die Zuwanderung bewirkt, dass die Gesellschaft bunter und individueller wird. Das bringt aber auch Chancen mit, die man dringend nutzen muss.
Der ländliche Raum wird genau so wie die Ballungszentren betroffen sein und vor erheblichen Herausforderungen stehen. Dabei gilt es vorrangig, die Lebensqualität zu sichern und die Pflege sicherzustellen.
Es stellt sich die Frage, wie man in Zukunft in den Kommunen leben will, die alle Ressourcen für das gesamte menschliche Leben von der Geburt bis zum Sterben bereitstellen müssen. Es geht darum, was man benötigt und was man sich leisten kann.
Die Bertelsmannstiftung propagiert eine Gesamtstrategie, die alle Akteure eingbindet.
Gemeinsam müssen Ziele definiert werden und Maßnahmen koordiniert werden. Ständige Überprüfung ist ein Schlüssel zum Erfolg. Dabei unterstützt eine Datenbasis, deren Analyse den Weg weist. Eine Art Wegweiser ist im Internet zu finden unter www.sozialplanung-senioren.de.
Ein Handbuch gibt Anleitung, wie man vorgehen könnte.
Ein wichtiger Akteur ist die Industrie. Und da gehen etwa bayerische Unternehmen beispielhaft voran, wie überhaupt Bayern eine mustergültige Seniorenpolitik betreibt.
Unter www.demographie-konkret.de sind viele Beispiele aufgelistet, die anderen Kommunen als Beispiel oder gar Vorbild dienen können.
In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Sozialministerium hat die Bertelsmann-Stiftung Workshops erarbeitet, die Kommunen fit machen sollen. Sie sind unter www.workshops-fuer-kommunen.de zu finden.
Allerdings muss für alle Projekte auch die Nachhaltigkeit gesichert werden. Und das ist bei vielen Projekten nicht gegeben.
Wolfgang Wähnke zeigte an Hand von einigen Internetseiten aus der Region, welche Wertschätzung die Kommunen den Senioren entgegenbringen. Er bekräftigte, dass das Internet heute zur Seniorenarbeit dazu gehört, weil die aktiven Senioren es verstärkt nutzen.
Auch wenn seine Stiftung und das Sozialministerium viel vorgibt, müssen die Kommunen selbst aktiv werden. Dazu wünschte er viel Erfolg.
In einem weiteren Vortrag sprach der Geschäftsführer des Instituts für sozialpolitische und gerontologische Studien in Berlin, Jürgen Dettbarn-Reggentin über 20 Jahre Erfahrung mit diesem Thema. Wie alles, unterliegen auch die Ansprüche der Senioren einem Wandel, der alle Beteiligten vor neue Herausforderungen stellt.
Er unterteilte die Senioren in die „jungen Alten“ und die „alten Alten“.
Heute sind 25% der alten Alten, also der über 70-jährigen, bereit, sich selbst für die Bewältigung des Alltags einzusetzen, 5% mehr als noch vor fünf Jahren. 30% der über-70-jährigen sind heute auch bereit, sich selbst zu engagieren, wobei das Interessenspektrum immer breiter wird. Besonders engagieren sie sich in der Pflege anderer. Dies zeigt, dass Potential vorhanden ist, das genutzt werden muss.
Eine Reihe von Projekten wurden so durchgeführt, von denen eines in Berlin, das sich mit Demenzkranken beschäftigte sehr gut entwickelt hat und sich inzwischen auf das Land Brandenburg ausdehnt.
Allerdings hat sich herausgestellt, dass engagierte Ältere nicht sehr flexibel sind: Geht ein Projekt nach längerer Zeit zu Ende, ist es schwer, sie für ein neues zu gewinnen. Da ist dann viel Überredungskunst nötig.
Landrat Georg Huber dankte zunächst Staatssekretär Markus Sackmann für die Unterstützung bei der Einrichtung der Freiwilligenagentur „Ehrensache eV“. Er dankte auch seinen Mitarbeiterinnen Claudia Holzner und Marion Scheuer, die die ganze Arbeit machen, die natürlich von der gesamten Verwaltung und dem Kreistag gestützt wird.
Landrat Georg Huber sieht das Haus der Begegnung als eine Art Labor, in dem Dienste erprobt werden, die im Erfolgsfall im ganzen Landkreis angeboten werden sollen. Die Herausforderungen müssen alle Beteiligten gemeinsam bewältigen. Und dabei müssen verfügbare Synergien genutzt werden.
Ältere Menschen müssen motiviert werden, ihr Leben selbst zu gestalten. Langeweile darf man nicht zulassen. Es wäre auch ein großer volkswirtschaftlicher Verlust, das Potential der aktiven Senioren nicht zu nutzen, für das es so viele Einsatzmöglichkeiten gibt. Etwa den Erfahrungsschatz eines Technikers an Kinder weiterzugeben hilft auch dabei, die Zukunft des gesamten Landes zu sichern. Auch darum geht es, wenn das Seniorenpolitische Konzept des Landkreises bei 50 Jahren ansetzt. Landrat Huber würde ohnehin ein Gesamtkonzept entwickeln, das bereits im Kindergarten ansetzt. Wenn die Möglichkeiten der aktiven Senioren in den Gemeinden erst bekannt werden, so ist Landrat Huber sicher, wird der Landkreis als besonders familienfreundlicher Landkreis bekannt werden, und so die Lebensqualität erheblich steigen.
Auch wenn Anfangs Mut nötig war, diese Erkenntnisse in den Gemeinden bekannt zu machen, setzen sie sich auch dort immer mehr durch.
In der folgenden Podiumsdiskussion beklagte Hannelore Bohm aus dem Landkreis Berchtesgadener Land, dass die Behinderten in diesen Konzepten wohl keine Rolle spielen. Landrat Huber bekräftigte, dass die Behinderten selbstverständlich mit dazu gehören, auch wenn sie nicht mehr besonders angesprochen werden. Staatssekretär Markus Sackmann bestätigte dies.
Ein weiteres Problem ist die Finanzierung der Seniorenpolitik. Die Fachleute regten an, Drittmittel zu akquirieren, etwa die Wirtschaft anzusprechen oder bei Sparkassenstiftungen vorzusprechen. Landrat Huber forderte eine bundesweite Lösung für dieses Problem. Weder Kommunen noch die Länder allein können hier Lösungen erarbeiten.
Marianne Zollner sieht das Haus der Begegnung als Vorbildprojekt für den Landkreis, sieht aber die Beschaffung von Drittmitteln sehr problematisch. Vor allem deshalb, weil Sponsoren vorwiegend Projekte finanzieren und fast nie Personal- oder Sach- und Verwaltungskosten.
Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner beklagte in einem sehr eindringlichen Beitrag das Verschwinden der Hausärzte in den Landgemeinden und damit auch der Apotheken bis spätestens in 10 Jahren. Damit einher geht eine erhebliche Verschlechterung der Versorgung vor allem der Senioren auf dem Land. Schuld trägt nach seiner Erkenntnis die Kassenärztliche Vereinigung.
Er forderte von Gesundheitsminister Söder ein drastisches Umdenken. Es MUSS wieder Motivation für Ärzte geschaffen werden, sich auf dem Land niederzulassen.
MVZ’s stellen für die Landbevölkerung keine Lösung des genanntens Problems dar.
Es ist in diesem Bereich bereits fünf nach Zwölf.
Staatssekretär Markus Sackmann - zwar kein Gesundheitspolitiker - sah es aber als Erfolg, dass der Status Quo trotz einer geplanten Gesetzesänderung noch bis Ende 2014 erhalten werden konnte. Er wird dieses Thema mit ins Kabinett nehmen und es dort ansprechen.
Viele weitere Redebeiträge unterstrichen die Wichtigkeit, auf den demographischen Wandel einzugehen und Strukturen zu erhalten und zu schaffen, die besonders auf dem Land das Potential der Älteren Mitbürger zu Gunsten der jüngeren nutzt. Nur gemeinsam ist es möglich, auf dem Land gleichwertige Lebensbedingungen zu erhalten und so das Leben auf dem Land attraktiv zu halten. Durch das frühzeitige Aufgreifen dieses Themas hat sich der Landkreis Mühldorf in eine Vorreiterrolle in Bayern versetzt, die zum Ziel hat, den Landkreis zum familienfreundlichen Landkreis im Osten von München zu machen.
239 Eine Nacht im Museum - Tanzgala des TSC Weiß-Blau 70 mit Gästen aus Sartrouville 18:10
Drei Tage lang waren 44 Gäste aus Sartrouville in Waldkraiburg zu Gast. Zusammen mit den Tänzern und Tänzerinnen des TSC Weiß-Blau 70 brachten sie eine Tanzgala auf die Bühne und pflegten so die Sprache, die jeder versteht, auch wenn er keine Fremdsprache spricht.
TSC-Vorsitzende Anna Kebinger konnte neben Bürgermeister Siegfried Klika auch Partnerschaftsvereinsvorsitzenden Dietmar Heller und zahlreiche Stadträte begrüßen.
Sie bat Bürgermeister Siegfried Klika für ein kurzes Grußwort auf die Bühne. Aber ein ganz kurzes, weil die Zeit drängt und der Hausmeister im Museum bereits unterwegs ist, der keine Besucher duldet.
Bürgermeister Siegfried Klika wollte nicht als erste Solonummer auftreten. Er dankte sowohl den Tänzern des TSC als auch den Gästen aus Sartrouville. Die Partnerschaft lebt – stellte er fest. Hier verordnet nicht die Politik eine Partnerschaft, sie wird von den Bürgern gelebt und gepflegt. Er wünschte einen beschwingten und angenehmen Abend.
Dann kam auch schon der Hausmeister und scheuchte alle von der Bühne.

Dann machten sich Tänzer und Besucher auf den Weg durch das Museum. Der Hausmeister – also TSC-Trainer Franz Skupin leitete humorvoll von einer Abteilung des Museums in die andere über.
In der Abteilung für darstellende Kunst zeigte die Abteilung „Kreativer Kindertanz“ des TSC „Farben und das Meer“
Das Ballett aus Satrouville mit „Mondrain“
Dann spielte die Sicherung der Alarmanlage verrückt: „Elektrisches Gefühl“
Ohne Wort kam die nächste Darbietung aus. Sie war auch so ausdrucksstark genug.
Dann fand Hausmeister Franz Skupin schlafende Figuren: „Stay still – Personen kommen ins Bild“
Den „goldenen Kopf von Brancusi übertrugen die Tänzerinnen dann in ihre eigene Sprache.
Mit „Ameisen im Museum“ kämpften die Putzfrauen.
Danach kamen die Arbeiterinnen: „Lowry“
Den Rundgang durch diese Abteilung schloss man bei den Magneten ab.
Es ging weiter in die Abteilung für Völkerkunde.
„Couleurs d’Ailleurs“ also „Folklore und Stühle“ war die Darbietung der Gäste aus Satrouville überschrieben.
Ohne Stühle kamen die „Kellner“ aus.
In der Pause fragten wir den Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins Dietmar Heller: (O-Ton)
(O-Ton Kesselgruber)
Nach dem sich die Gäste gestärkt hatten setzten Gäste und Tänzer ihren Rundgang durch die Abteilung „Völkerkunde“ des Museums – ziemlich dramatisch - in Venedig fort: „Venezianische Masken“.

Weiter ging es nach Frankreich: „Plain Ma Plaine“
Da blieben sie eine Weile: „La Bohemienne“
Mit „Hühner“ und „Tzigana“ schlossen sie den Rundgang durch diese Abteilung ab.
Seit Juni gibt es die „Abteilung für Musik und Tanzgeschichte“ im Museum.
Da ging es erst weit zurck in die Geschichte, bis zu „Boticelli“, dargebracht von den Gästen aus Satrouville.
Den „Tanz durch die Jahrzehnte“ hatten die Tänzer des TSC im Juni während des Festakts zum Stadtjubiläum vorgestellt. Für jedes Jahrzehnt der Stadtgeschichte zeigten sie einen typischen Tanz.
Der letzte Auftritt kam von den Gästen aus Sartrouville: „Etreinte… Pluie d’Ete“
Dann hatte der Hausmeister die Nase voll von seinem Rundgang und ging nach Hause. Sollte sich doch im Museum abspielen, was wollte!
Beim großen Finale kamen so über 110 tanzbegeisterte Jugendliche auf die Bühne und rissen die Zuschauer mit.
TSC-Vorsitzende Anna Kebinger bedankte sich abschließend bei den Trainerinnen mit einem Strauß Blumen und Partnerschaftsvereinsvorsitzender Dietmar Heller dankte allen Tänzerinnen und Tänzern, die mit dieser Veranstaltung einen würdigen Abschluss für die Feierlichkeiten zum Jubiläumsjahr geboten haben. Auch er hatte Blumen für .., für Corena Strecker-Beitzel und für Anna Kebinger. Den Waldkraiburgern dankte er für die Aufnahme der Gäste in den vorangegangenen Tagen und den Gästen aus Satrouville wünschte er gute Reise, die unmittelbar nach der Vorstellung die Heimreise antraten.
Frau Heil, fünf Tage waren Sie in Waldkraiburg zu Gast. Wie hat’s Ihnen gefallen? (O-Ton)
Sie stehen ja schon länger im Kontakt mit dem Tanzsportclub Waldkraiburg? (O-Ton)
Vor zwei Jahren waren die Tänzer des TSC in Sartrouville. Wie war das? (O-Ton)
Nun haben Sie mit Ihrem Gegenbesuch das Jubiläum der Stadt Waldkraiburg gefeiert. (O-Ton)
Sie führen in Sartrouville eine Tanzschule. Was bieten sie dort? (O-Ton)
Und wieviele Schülerinnen unterrichten Sie? (O-Ton)
Vielen Dank und gute Heimreise.

240 25 Jahre Theatergruppe Kraiburg: "Der kleine Horrorladen" 10:30
Das Musical „Der kleine Horrorladen“ haben Alan Menken und Howard Ashman verfaßt. Es wurde 1982 in New York uraufgeführt. 1986 kam es erstmals in Deutschland auf die Bühne.
Das Stück spielt in einer New Yorker Vorstadt: Manhattan. Mushniks Blumenladen in der Skid Row hat schon bessere Tage gesehen: Die Blumen welken dahin - die Kunden bleiben aus. Seymour, sein etwas linkischer Angestellter, beschäftigt sich mit der Aufzucht einer außergewöhnlichen Pflanze und schwärmt für seine Kollegin Audrey. Audrey wiederum ist anderweitig, wenn auch unglücklich, liiert und kommt ständig zu spät zur Arbeit. Als Mushnik seinen Laden aufgeben will, macht ihn Audrey auf diese eigenartigen Pflanze aufmerksam, die Seymours hätschelt. Sie überlegen, ob man damit nicht das Geschäft beleben könnte. Als sie die Pflanze zur Dekoration ins Schaufenster stellen, strömt plötzlich zahlungskräftige Kundschaft herbei. Der bankrotte Laden beginnt zu boomen und sowohl geschäftlich wie auch persönlich zeichnet sich für jeden der Beteiligten eine Trendwende ab. Doch alles hat seinen Preis: Das "Pflänzchen" zeigt bald sein wahres Gesicht.
„Der kleine Horrorladen“ überzeugt durch skurrile Figuren, kuriosen Witz und fantastische Songs, die von souligen und rockigen Melodien bis zu einfühlsamen Balladen reichen.
Die Mitglieder der Theatergruppe Kraiburg haben sich sehr bemüht, eine Inszenierung auf die Bühne zu bringen, wie man sie von einer kleinen Amateurbühne nie erwarten würde. Sowohl die schauspielerischen als auch die gesanglichen Leistungen lassen das Stück zum Erfolg werden. Viel Aufmerksamkeit wurde auch in die Ausstattung investiert. So ist die kleine „Audrey II“ ein kleines technisches Wunderwerk, das – je später desto größer – auch gestalterisch glänzt.
Die Zuschauer – es passen nur gut 120 in die Remise in Kraiburg – waren begeistert und forderten Zugaben. Die blieb die Theatergruppe auch nicht schuldig.
Nach der Vorstellung haben wir mit Vorstand Alois Fürstenberger gesprochen:
Herr Fürstenberger – Gratulation zum 25-jährigen Bestehen der Theatergruppe Kraiburg und zu diesem Erfolg. Es ist großartig, was Ihre Gruppe hier auf die Bühne gebracht hat: (O-Ton)
Da steckt sehr viel Vorbereitung drin? (O-Ton)
Mit Corena Strecker-Beitzel etwa haben sie große Unterstützung gehabt? (O-Ton)
Auch die Ausstattung und die Spezialeffekte sind außergewöhnlich! (O-ton)
Sie spielen den kleinen Horrorladen noch einige Male? (O-Ton)
Gibt’s noch Restkarten? (O-Ton)
Dann wünschen wir noch viel Erfolg für die restlcihen Aufführungen und gratulieren nochmals zum Jubiläum.

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