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Josef J. Pöllmann
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
241
Traditioneller Rundgang eröffnet den Advent in Ampfing
6:35
48 03.12.10
Diesmal nicht in der Kirche sondern vor dem Pfarrhof stimmte das Bläserensemble die geladenen Gäste auf den Advent ein.
Wenn Kulturkreis, Gewerbeverband und Gemeinde zu diesem traditionellen Rundgang einladen, kann es nicht mehr weit hin sein, bis Weihnachten - begrüßte Bürgermeister Ottmar Wimmer die Gäste. Er freute sich über das große Engagement, das Kulturkreis und Gewerbeverband wieder aufgebracht haben um während des „Adventszaubers“ das Mitgehtheater „Heilige Nacht“ aufführen zu können. Sein Dank galt allen Mitwirkenden und besonders Dekan Roland Haimerl, der sich die Zeit genommen hat, dabei zu sein. In diesem Sinn wünschte er den Geschäftleuten und allen Ampfingern einen beschaulichen Advent und eine schöne Vorweihnachtszeit.
Dieter Spielmann freute sich, daß der Adventszauber nun schon zum 8. Mal mit diesem Rundgang beginnt. Drei Veranstaltungen hatte der Gewerbeverband im Advent bisher organisiert. Die Kunstausstellung muß leider in diesem Jahr ausfallen. Dafür lud er herzlich zum Adventszauber ein und kündigte für den Rundgang einige Überraschungen an.
Dekan Roland Haimerl stimmte auf den „Weg nach Weihnachten“ ein, der ja der Advent ist. Daß Ampfing den Advent auf diese Weise beginnt, das wäre schon etwas Besonderes. Der Advent ist aber auch ein Spiegelbild des Lebens, das dem Weg auf das eweige Leben gleicht. Und so bat er im Gebet, diesen Adventsweg zu segnen und bei den Teilnehmern beim Blick auf das Erlösungswerk Jesu gläubiges Staunen zu bewirken. (O-Ton – Aaronitischer Segen)
Kulturkreisvorsitzender Heinz-Rudolf Huber erinnerte an die große Aufmerksamkeit, die das Mitgehtheater im vergangenen Jahr auf sich gezogen hat. Hier bräuchte man keine Sitzplätze und keine Stehplätze. Hier bräuchte man Mitgehplätze. Er lud zu dieser „Herbergsuche der anderen Art“ ein, bei der sie zum Ausgangpunkt zurückkehren würden.
Nachdem die Bläser die kleine Feier beendet hatten, betrachteten die Teilnehmer die Bilder vom Mitgehtheater in den Schaufenstern der teilnehmenden Geschäfte. Heinz-Rudolf Huber erläuterte die Bilder und gab viele zusätzliche Informationen. So bemerkte er, daß es sicher verwunderlich wäre, daß Ludwig Thoma, der Anfang des vorigen Jahrhunderts als sehr kritischer Autor etwa im „Simplizissimus“ publiziert hatte, so ein warmherziges Lesestück verfaßt hat. 1916 – nach einer Verwundung im ersten Weltkrieg wollte er wohl den Menschen ein bißchen „heile Welt“ schenken.
Ludwig Thomas „Heilige Nacht“ haben 2009 Dr. Christian Gebauer, Anita Hell und Heinz-Rudolf Huber als Mitgehtheater inszeniert. Viele Ampfinger haben mitgewirkt und auf mehreren Bühnen die Herbergssuche aufgeführt. (Ausschnitte vom Vorjahr)
Unterwegs gabs das eine oder andere Schnappsal und nach der Rückkehr wärmten sich die Teilnehmer im Theresianeum bei Punsch und Stollen auf. Der Adventszauber in Ampfing beginnt am 9. Dezember um 18 Uhr und dauert bis Sonntag 12. Dezember. Das Mitgehteather „Heilige Nacht“ ist erstmals am Donnerstag um 21 Uhr zu sehen. Am Freitag und um 19 und um 21 Uhr und am Sonntag um 16:15 und um 18 Uhr.
242 Romantisch und Unterhaltsam: Der Christkindlmarkt in Mühldorf 5:10
Der Kinderchor von Sankt Nikolaus unter der Leitung von Ulrike Überacker stimmte die Gäste auf die Weihnachtszeit ein. Allerdings sangen sie vom Weihnachtsmann. Da stand der Nikolaus mit seinen Engerln und wußte nicht so recht....
Im zweiten Lied ging’s dann um das Kind im Stall.
Bürgermeister Günther Knoblauch war festlich gekleidet, als er den Nikolaus und seine Engerln begrüßte und ihm auftrug, Petrus ein herzliches Dankeschön für den herrlichen Schnee auszurichten. So einen stimmungsvollen Christkindlmarkt hätten wir seit viele Jahren nicht mehr gehabt. Jetzt reicht’s aber schon wieder – mit dem Schnee!
Er dankte allen, die auch heuer wieder mit ihren Waren die Buden und Stände zum Leben erweckt haben. 40 Stände zwischen Sankt Nikolaus und dem Haberkasten und 25 Anbieter im Obergeschoß des Haberkastens bieten eine große Vielfalt von großen und kleinen Geschenken – für jeden ist da etwas dabei.
Günther Knoblauch dankte allen, die an Organisation und Aufbau beteiligt waren. Besonders Astrid Reber, die seit Jahren für ein ausgewogenes Warenangebot sorgt und viel Umsicht bewiesen hat. Er wünschte allen Besuchern viel Freude am Christkindlmarkt.
Der Nikolaus berichtete erst, er hätte gegen Petrus beim Kartenspielen gewonnen und deshalb sagen dürfen, wo es schneien sollte. Und das sollte schon in Mühldorf sein.
Er dankte auch den Kindern für den schönen Gesang, besonders für das erste Liadl, wo er meinte, es wäre um ihn gegangen... Dann wünschte er den Leidl’n: (O-Ton –
Nach einem weiteren Lied warteten die Engerl schon mit einem Sack auf ihrem Leiterwagerl. Da gabs dann Mandarinen, Äpfel und ein bißchen Süßigkeiten. Der Christkindlmarkt war eröffnet.
CSU Stadtratsfraktionsvorsitzende interessierte sich für ein Herzal, zweiter Bürgermeister Paul Schwarz erst für Krippenfiguren und dann für den Esel an der lebenden Krippe, die noch auf Josef und Maria und das Jesuskind wartet.
Im Haberkasten-Obergeschoß hatten es sich die Anbieter mollig warm eingerichtet. Auf vielen Tischen zeigten sie Selbstgemachtes, Nützliches und Dekoratives.
Natürlich kommt der nicht zu kurz, der es sich gut gehen lassen will: Glühwein, Stollen, Bosna und allerlei andere Köstlichkeiten gibt’s genau so wie ein unterhaltsames Musikprogramm auf der Bühne. Der Christkindlmarkt dauert noch bis Sonntag 5. Dezember.
243 Jubiläumsjahr-Christkindlmarkt in Waldkraiburg 8:55
In einem kleinen Wettbewerb hatten die Kinder aus den verschiedenen Kindergärten der Stadt Weihnachtsbäume geschmückt. Ganz stolz ließen sie sich von ihren Mamis vor ihren Werken fotografieren.
Bürgermeister Siegfried Klika war voller Bewunderung für die vielen tollen Christbäume, die er auf seinem Weg vom Rathaus zur Bühne gesehen hatte. Da wäre es eine Freude, die Sieger zu küren. Es gibt sowieso bloß Sieger in diesem Wettbewerb. Den ersten ersten Preis erhielt der katholische Kindergarten Christkönig. Den zweiten ersten Preis der katholische Kindergarten St. Christopherus. Den dritten – sie wissen schon - ersten Preis - der katholische Kindergarten St. Franziskus. Den vierten, der katholische Kindergarten Maria Schutz. Den fünften der katholische Kindergarten im Föhrenwinkel. Den sechsten ersten Preis erhielt der Familien- und Müttertreff, den siebten der evangelische Kindergarten Käthe Luther, den achten der evangelische Kindergarten „Unterm Regenbogen“ und den letzten ersten Preis die Kindertagesstätte Kitts der Firma Peters.
Das Bild zeigt, wieviele Einrichtungen für Kinder es in Waldkraiburg gibt, meinte Bürgermeister Siegfried Klika.
Die Kinder kamen dann auf die Bühne und Charlotte Konrad mußte sie erst einmal sortieren.
Schließlich sangen sie gemeinsam.
Dann trugen sie ein Gedicht vor.
Es hatte an dem Abend etwa vier Grad unter Null, und so suchten nicht wenige Zuflucht unter den Heizpilzen.
„Süßer die Glocken nie klingen“ eröffnete die Egerländer Blasmusik festlich. Bürgermeister Siegfried Klika und die zahlreichen Besucher trotzten der Kälte und lauschten beinahe andächtig.
Dann kämpfte er erst einmal mit dem Mikrophon. Er begrüßte die zahlreichen Gäste zur „staaaden Zeit“, die eigentlich schon am Sonntag begonnen hat. Der Christkindlmarkt stimmt jetzt auch optisch auf den Advent ein. Siegfried Klika freute sich über den zahlreichen Besuch. Sogar Landrat Georg Huber und stellvertretende Landrätin Eva Köhr hatten sich eingefunden. Er dankte allen, die an Organisation und Vorbereitung des Christkindlmarktes beteiligt waren. Besonders den 51 Standlbetreibern und allen, die den Sartrouvilleplatz so schön hergerichtet haben. Im Rathaus gibt es zusätzlich zu den dortigen Ständen ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm. Dazu zeigen die Modelleisenbahner im Haus der Vereine ihre Anlagen.
Er wünschte den Waldkraiburgern viel Vergnügen und ein gutes Hineingleiten in die Staade Zeit, auch wenn er der Meinung ist... (O-Ton (Maria und josef waren ind er staaden Zeit auch ständig auf Achse....)
Die Egerländer erinnterten an den weihnachtlich glänzenden Wald.
Schließlich traten Nikolaus und Christkind ans Fenster im Rathaus.
Hier könnte man sich auf Weihnachten einstimmen, meinte der Nikolaus. Er dankte der Stadt, daß sie trotz knapper Kassen am Christkindlmarkt festgehalten hat – besonders in diesem Jubiläumsjahr.
Er mahnte, sich Zeit zu nehmen und nachzudenken, zurückdenken und Bilanz ziehen. Haben die Vorsätze gehalten, hat man Unrecht getan, Hilfe unterlassen oder jemanden behindert. Die alten Werte sollten wieder Geltung im Alltag erlangen, meinte der Waldkraiburger Nikolaus. Auch Dankbarkeit sollte wieder einzieh’n. Wenn nun Kerzen brennen, wird’s äußerlich warm. Die Dunkelheit im Herzen kann aber nur das Licht der Liebe erhellen. In diesem Licht mahnte er die Zuhörer, das Jubiläumsjahr zu beenden.
Auch das Waldkraiburger Christkind freute sich, in diesem Jubiläumsjahr den Markt eröffnen zu dürfen. Wenn sich die Lichter in großen Kinderaugen spiegeln und Kindergartenkinder Gedichte vortragen, dann wird interessant, was es hier gibt. Von Christbaumschmuck über Baumstrietzel bis zu Stollen ist hier alles zu haben. Über alledem sollten die Waldkraiburger aber das Fest des Lichts nicht vergessen, das Geborgenheit und Glück verspricht. (O-Ton)
Dann kamen Nikolaus, Christkind und Engerl die Treppe im Rathaus herunter und wurden sofort von Kindern, Vätern und Müttern umlagert. Da gabs dann was Gsundes und was Süßes und viele viele Fotos. Der Troß kam kaum voran auf seinem Weg zum Markt.
Dort hatte auf der Bühne inzwischen die VHS-Singgemeinschaft Aufstellung genommen und angefangen zum Singen.
Ein besonderes Ereignis für die Engerl ist die „lustige Baumstrietzelbude“, eine lebende Bäckerei.
Da drin war’s so heiß und feucht, daß unsere Optik immer wieder beschlug.
Die Engerl haben hier alle Wünsche offen. Und so gabs Baumstrietzel in Hülle und Fülle.
Und natürlich freute sich auch das Christkind drüber.
Draussen sang die VHS-Singgemeinschaft festliche Weisen.
Später gings in den Tanneniglu, wo man sich das eine oder andere Glaserl schmecken lassen konnte.
Übrigens: Perchten werden sie auf dem Unterhaltungsprogramm beim Christkindlmarkt in Waldkraiburg nicht finden. Der Christkindlmarkt in Waldkraiburg ist nämlich ein christlicher Christkindlmarkt. Und da haben Perchten nun einmal nichts verloren! (JUHUUU!!!!)
244 Die guten Schreindl-Schnitzl gibts jetzt in den Lodron-Stubn 2:10
Sogar dem Bayerischen Rundfunk war „Zum Schreindl“ schon einmal einen Bericht wert. Nun ist dieses Traditionwirtshaus zu. Familie Kaindl ist umgezogen ins „Lodron-Haus“, das in den letzten Monaten leer stand.
Seit 1. Dezember ist es wieder geöffnet und heißt jetzt „Lodron-Stub’n“.
Landrat Georg Hubers erster Weg führte natürlich in die Küche. Schließlich kommen von da die guten Schnitzl und der gute Schweinsbraten her, für den der „Schreindl“ seit 13 Jahren beinahe berühmt war.
Zur Begrüßung überreichte er Wirtin Elisabeth Kaindl einen weihnachtlichen Blumenstrauß und das Glaswappen des Landkreises. (O-Ton)
Landrat Georg freute sich, daß Familie Kaindl nun für urbayerische Wirtshauskultur in dieser Mühldorfer Traditionsgaststätte sorgt. Darauf hätte er bei der Auswahl der neuen Pächter besonders wert gelegt und das hätte auch nur Familie Kaindl geboten.
Und weil trotz der Eröffnung am selben Morgen die Gaststube gut besucht war, meinte Georg Huber an die Gäste gerichtet, sie sollten sich nicht stören lassen - eine richtige Eröffnung wird’s erst im neuen Jahr geben, wenn die Wirtin dann dazu einlädt.
Eigentlich ändert sich nichts, meinte Elisabeth Kaindl, die nicht vor die Kamera wollte. Nur eben, daß sie jetzt ihre bekannte Küche hier anbieten. Das wollte sie schon vor 14 Jahren, aber damals hatte der Landkreis das Haus einem anderen Wirt verpachtet. Die Geduld hat sich aber gelohnt – fügte sie hinzu.
Wie’s mit dem „Schreindl“ weitergeht, konnte sie an diesem Tag noch nicht sagen
245 Netzsch "Tornado Mobil" an den Abwasser- und Umweltverband Chiemsee 3:10
Gerade brachten Mitarbeiter das „Tornado-Mobil“ genannte Pumpenaggregat in Position, das auf einem Anhänger installiert ist, der durch seine variable Konstruktion an viele Zugfahrzeuge angehängt werden kann.
Das Pumpenaggregat, das aus einem 75 PS-Dieselmotor in einer Schallschutzhaube, einem 100 Liter-Dieseltank und der Drehkolbenpumpe besteht beinhaltet auch Saug- und Druckschläuche und ist so in wenigen Minuten unterwegs zum Einsatzort. Die Unabhänigkeit durch den großen Dieseltank und die maximale Laufzeit von 24 Stunden ohne nachtanken zu müssen, macht das Aggregat universell einsetzbar.
Von der Leistungsfähigkeit dieser Drehkolbenpumpe, die bis zu 7 Zentimeter große Festteile befördern kann, überzeugten sich nach dem Anschluß von Saug- und Druckleitungen Kunden und Mitarbeiter der Stadtwerke Waldkraiburg.
Bei Vollast kann die Pumpe 125 Liter in der Sekunde fördern. Das entspricht etwa 450 Kubikmeter in der Stunde. Eine Badewanne wäre in weniger als 2 Sekunden voll.
Weil dazu dicke Schläuche nötig wären, die man nicht mehr händeln kann, haben die Konstrukteure zwei 150-Millimeter-Schläuche angebracht.
Im Versuchsaufbau war es nicht möglich, die Pumpe unter Vollast zu betreiben. Aber knapp die Hälfte ihrer Leistungsfähigkeit gab auch schon ein beeindruckendes Bild ab.
Netzsch Geschäftsbereichsleiter Erwin Weber freute sich über die erfolgreiche Vorführung und die zufriedenen Worte der Fachleute des Kunden, die schon genau hingeschaut hatten.
Der Vertreter des Kunden, des Abwasser- und Umweltverbandes Chiemsee durchschnitt schließlich eine adventliche rote Schleife und übernahm so das Pumpenaggregat im Wert von etwa 40.000 Euro. Es soll künftig überall zum Einsatz kommen, wo kurzfristig Pumpleistung nötig ist, also als Ersatz für defekte stationäre Aggregate oder bei Überschwemmungen oder Hochwassern. So eine „Netzsch Tornado Mobil“ hat schon 2002 und 2005 in Dresden und Wasserburg geholfen, Hochwasserschäden abzuwenden oder zu beheben.
246
Bürgerversammlung Neumarkt-Sankt Veit: In Ruhe vorwärts
13:20
49 10.12.10
Nicht voll besetzt war der Saal im Fruhmannhaus, als Bürgermeister Erwin Baumgartner die diesjährige Bürgerversammlung eröffnete. Er begrüßte neben der örtlichen Geistlichkeit Michael Stadelmann, der Landrat Georg Huber vertrat, zahlreiche Mitglieder des Stadtrates und seinen Vorgänger Rudi Berghammer sowie zahlreiche Mitarbeiter von Schulen und dem Rathaus.
Er begann seinen Vortrag, der aus 140 Powerpoint-Seiten bestand mit den Strukturdaten. Auch in diesem Jahr hat sich die Einwohnerzahl um gut 40 reduziert. Das ergibt sich aus Zu- und Wegzügen, Geburten und Sterbefällen, wie hier dargestellt.
Neumarkt-St. Veit ist die größte Gemeinde im Landkreis und sehr landwirtschaftlich geprägt. Auch wenn die Stadt in schöner Landschaft liegt, bringt die große Fläche doch Probleme mit sich.
Anfang Dezember gab es in Neumarkt-St. Veit etwa 2.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Die Zahl der Arbeitslosen sank von 132 2009 auf 89 – eine deutliche Besserung.
Eine lange Liste Tiefbauprojekte verwirklichte die Stadt. Das größte ist sicher der Bau der Ortsumgehung der Bundesstraße 299. Am Tag vor der Bürgerversammlung hätte mit den Asphaltierungsarbeiten begonnen werden sollen. Die Schneefälle hatten dies aber verhindert. Es wird sofort damit begonnen, wenn die Witterung es zuläßt. Er trat Gerüchten entgegen, der Bau wäre mangels Geldes eingestellt worden. Das Geld wäre zwar knapp was zur Verzögerung der Bauarbeiten führt, die Straße wird aber auf jeden Fall fertig gebaut.
Viele weitere Projekte wurden im ablaufenden Jahr fertiggestellt: Der Bahnübergang in Hörbering, die Gemeindeverbindungsstraße Gmein-Reißlsberg und die Hofzufahrt Ostner. Die letzten beiden Projekte zusammen haben 600.000 Euro gekostet und wurden vom Amt für ländliche Entwicklung bezuschußt. Zukünftig werden Hofzufahrten nur noch mit der Beteiligung der Anlieger gebaut. Die Stadt wird dann Eigentümer dieser Straßen und damit unterhaltspflichtig. Der Bauausschuß beschäftigt sich noch mit diesem komplexen Thema.
Leider nicht in Angriff genommen werden konnte die Sanierung der Staatsstraße 2086 (sprich: Zwanzig Sechsundachzig). Das Landratsamt meint, der Abschnitt von der Landkreisgrenze bis Neumarkt-St. Veit wäre noch im grünen Bereich.
Der Radweg Furth-Brodfurth sollte auch am Vortag begonnen werden zu Asphaltieren. Leider ist es mit der ausführenden Firma sehr schwierig. Es wird noch einige Zeit dauern. Die drei beteiligten Gemeinden wenden für diesen vier Kilometer langen Radweg über eine Million Euro auf!
In den zurückliegenden Jahren hat die Stadt einige Millionen Euro in die Wasserversorgung investiert. Heuer wird der Kanal in Elsenbach ausgeführt. Das Bauprogramm bis 2016 wurde bereits beschlossen.
Derzeit wird der Brunnen III saniert, der seit 1960 Wasser aus einer Tiefe von 100 m fördert.
Die Badstraße soll saniert werden um den Nutzern der Kinderkrippe dort bessere Park-Möglichkeiten zu bieten und gleichzeitig den Hochwasserschutz zu verbessern. Mit einer Einbahnregelung soll dieser schöne Bereich an der Rott besser genutzt, sowohl der Verkehr als auch das Parken besser geregelt werden. Nun sollen die Planer, Wasserwirtschaftsamt und Polizei Stellung nehmen um aus der Skizze eine konkrete Planung zu entwickeln. Ob gebaut wird entscheidet sich, wenn die Kosten bekannt sind.
Die Brücke an der Johannesstraße muß saniert werden. Sie ist zwar nicht baufällig, muß aber in Ordnung gebracht werden. Sollte sie neu gebaut werden müssen, würden 230.000 Euro dafür fällig werden.
Nun widmete sich Bürgermeister Baumgartner dem Hochbau. Die Fassade des Fruhmannhauses wurde saniert. Grund und Hauptschule wurden mit Hilfe des Konjunkturpaketes II energetisch saniert. 775.000 Euro erhielt die Stadt als Zuschuß für die 1 Million Euro teuren Maßnahmen.
Aber die Zukunft der Kinder ist das viele Geld wert. Jetzt sehen die Gebäude wieder aus wie neu.
Nach langer Diskussion mit der katholischen Kirche ist man übereingekommen, einen Anbau am katholischen Kindergarten für eine Kinderkrippe zu errichten. Der Zuschußantrag für 558.000 Euro wurde übers Wochenende von der Kirche genehmigt. Mit der Inbetriebnahme ist im September 2011 zu rechnen. So soll der Anbau der Kinderkrippe am katholischen Kindergarten aussehen. Auch wenn der Anbau gar nicht so groß ist, kostet er doch über eine Million Euro.
Der Umbau des Bahnhofs ist abgeschlossen, das Ergebnis wird allseits bewundert.
Die Sanierung des Leichenhauses ist hingegen weiter offen. Ein neues Konzept würde Kosten von etwa 80.000 Euro verursachen. Eine Entscheidung über einen Zuschuß des Denkmalamtes steht noch aus.
Der Neubau des Sportheims der Fußballer steht nach wie vor an. Eine Entscheidung des TSV sollte bald kommen. Der Kinderspielplatz in Hörbering wurde von den Eltern mit finanziert. Im Frühjahr wird er gebaut.
Der Beach-Volleyballplatz an der Schule wurde realisiert. Lehrkräfte und Schüler sind zufrieden.
Der Standort für den neuen BOS-Masten auf Privatgrund konnte von der Stadt nicht beeinflußt werden. Die Regierung von Oberbayern muß jetzt entscheiden. So soll der Mast aussehen.
Die Stadt ist der Energie-GmbH & Co. KG des Landkreises beigetreten um Energie über die Dächer kommunaler Gebäude erzeugen zu können. Die Stadt hat aber entschieden, selbst Anlagen zu errichten und durch ein zweckgebundenes Darlehen zu finanzieren, das aus den Erträgen der Anlagen getilgt wird. Eine erste Anlage soll noch vor Weihnachten fertig werden.
Ein großes Thema in Neumarkt-St.Veit sind immer die sieben Feuerwehren mit ihren 280 Aktiven. Die Wehr in Feichten erhielt ein neues Fahrzeug im Wert von 70.000 Euro. Das verunglückte Fahrzeug wird für eine Verjüngung des Fuhrparks genutzt: Es wurde für 50.000 Euro zum Logistik-Fahrzeug umgebaut. Zusätzlich wurde ein neues Fahrzeug bestellt und ein anderes außer Dienst gestellt. Auch wenn die Wehren teuer sind, ist die Stadt froh, Feuerwehrkräfte zu haben, die jederzeit Hilfe leisten.
Einige Änderungen am neuen Flächennutzungsplan wurden bearbeitet. Im Frühjahr 2011 soll er dann fertig sein. Der Plan dient künftig dazu, einen geordneten Städtebau zu gewährleisten.
Die historischen Gebäude wurden durch solche Schilder gekennzeichnet – ein großer Vorteil, besonders für Besucher.
Seit August gibt’s im Rathaus ein Bürgerbüro des Landkreises. Dieses Büro spart viele Fahrten zum Landratsamt nach Mühldorf. Es läuft sehr gut.
Diverse Beschwerden wurden bearbeitet. Manche Dinge wurden erledigt, andere konnten noch nicht erledigt werden oder stehen zur Erledigung an.
Die städtischen Einrichtungen wurden auch in diesem Jahr sehr gut genutzt. Die Nachmittagsbetreuung an der Mittelschule findet großen Anklang. Die Schule sucht rüstige Rentner, die am Nachmittag helfen könnten, die Kinder zu unterhalten.
Der kulturelle Mittelpunkt, die Bücherei, hat heuer ihr 20-jähriges Jubiläum gefeiert.
Auch das Schulmuseum erfreut sich großer Beliebtheit. Über 1000 Besucher haben es heuer gesehen.
Auch das Stadtarchiv erfreut sich großer Beliebtheit.
Die Einweihung des Kulturbahnhofes erfolgte Anfang Juli. Seither ist er ein kulturelles Zentrum der Region geworden. Viele Veranstalter waren begeistert und erklärten, wiederkommen zu wollen.
Das Interesse am Jugendtreff ist hingegen sehr gesunken. Es gibt ihn zwar noch, ist aber nur noch unregelmäßig geöffnet.
Vom Hinweis- und Vorschlagszettel kamen 26 zurück. Viele Anregungen konnten umgesetzt werden, andere sind leider nicht realisierbar. Die Stadt wird sich aber bemühen, allen Anregungen nachzugehen.
Das Mitteilungsblatt gibt es seit über 20 Jahren und hat sich bewährt. Die neue schöne Homepage ist erst seit Kurzem online. Sie bietet alles Wissenswerte und wird bestmöglich aktuell gehalten.
Sehr gern spricht Bürgermeister Baumgartner über die 31 Patenschaften. Die Paten haben Aufgaben übernommen und tun einen sehr guten Dienst für die Stadt. Einmal jährlich bedankt sich die Stadt mit einem Empfang und einem Patenessen. Wer Interesse hat, kann gern mitmachen.
Stadtrat und Ausschüsse waren sehr fleißig und haben viele Themen in vielen öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzungen behandelt.
Den Fachbereichsreferenten des Stadtrates dankte Bürgermeister Baumgartner für ihre Arbeit die Berichte, die sie im Stadtrat abgegeben haben.
Stadt und Verwaltungsgemeinschaft beschäftigen eine ganze Zahl Mitarbeiter. Besonders erwähnte Bürgermeister Baumgartner den neuen Leiter des Bauhofes, Markus Heindlmaier.
Die Hauptschule wurde zusammen mit der Hauptschule Mühldorf zur Mittelschule ernannt.
Ein Problem ist die Versorgung mit breitbandigem Internet. Trotz großer politischer Absichten wird es wohl in absehbarer Zeit nicht möglich sein, alle Bewohner im Stadtgebiet mit DSL zu versorgen. Das Angebot von MVOX kommt nicht mehr in Betracht. Die Telekom sieht keine Möglichkeit, das ganze Stadtgebiet mit Glasfaserkabeln zu versorgen. Eine neu Möglichkeit wäre die sogenannte LTE-Technik, allerdings ist dafür eine neue Bedarfserhebung und eine neue Ausschreibung nötig. Die Stadt versucht, hier etwas zu erreichen.
Die Stadt konnte eine ganze Reihe Schüler ehren, die mit bis zu 1,9 abgeschlossen haben.
Eine ganze Reihe Veranstaltungen haben für Abwechslung in der Stadt gesorgt. Volksfest, Schloßgartenfest, Ferienprogramm und Weihnachtsgarten wurden sehr gut angenommen.
Damit schloß Bürgermeister Baumgartner seinen Bericht.
Stadtkämmerer Lothar Witte erstattete dann den Finanzbericht. Vom Haushaltvolumen von 12 Millionen Euro entfallen 8,4 Millionen auf den Verwaltungshaushalt. 3,7 Millionen entfielen auf Investitionen. 2010 hat die Stadt 1,8 Millionen eingenommen, weniger als 2009, aber mehr geplant. Die Stadt hatte 3.085.000 Euro an Umlagen zu zahlen, davon etwa 2,3 Millionen an den Landkreis. Innerhalb von 10 Jahren hat sich die Kreisumlage um 57% erhöht. Während Neumarkt 2002 noch 1,5 Millionen Euro bezahlt hat, werden es 2011 2,3 Millionen Euro sein. Lothar Witte sah die Notwendigkeit eine gesetzliche Begrenzung des Umlagesatzes einzuführen da andernfalls die Gemeinden ihr Selbstverwaltungsrecht verlieren.
Den Rekord-Überschuß des Jahres 2009 von 1,7 Millionen Euro hat die Stadt 2010 nicht mehr erreicht. 2010 rechnet Lothar Witte mit einem Überschuß von 350.000 Euro.
Von den 3,5 Millionen Investitionen fließen 2,5 Millionen Euro in Baumaßnahmen. Die restliche Summe in Anschaffungen und Zuschüsse.
Um die Investitionen 2010 finanzieren zu können, entnimmt die Stadt 1,4 Millionen aus den Rücklagen. Diese sind so von 2,3 Millionen Euro auf 900.000 Euro gesunken. Die Schulden der Stadt beliefen sich auf Anfang 2010 auf 1,5 Millionen Euro. Aktuell belaufen sich die Schulden auf 1,31 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 219 Euro entspricht - weniger als ein Drittel vergleichbarer anderer bayerischer Gemeinden.
Weil Neumarkt-St. Veit eine erheblich niedrigere Steuerkraft besitzt, ist eine solide Haushaltswirtschaft nötig, um kommenden Generationen gesunde Verhältnisse zu übergeben. Er dankte Bürgermeister und Stadtrat für die umsichtige Politik, die die solide Haushaltsgestaltung ermöglicht.
Bürgermeister Erwin Baumgartner gab nun einen Ausblick auf das kommende Jahr. Die solide Haushaltspolitik soll auf jeden Fall beibehalten werden. Ein großes Vorhaben wird die Umgestaltung des Stadtplatzes sein, der nach der Eröffnung der Umgehungsstraße vom Verkehr entlastet wird.
Nach einer kurzen Pause hatten die Bürger die Gelegenheit Fragen zu stellen. Diese befaßten sich mit ortsplanerischen, verkehrsrechtlichen und dem Winterdienst, der besonders Fahrradfahrern das Leben schwer macht.
Wie der Stadtplatz nach der Neugestaltung aussehen soll, konnte Bürgermeister Erwin Baumgartner noch nicht sagen.
Er schloß, Neumarkt ist eine schöne und liebenswerte Stadt mit einem lebendigen Vereinsleben. Bürgermeister und Verwaltung wird alles tun, um dies zu erhalten und auszubauen. Für ihre Mitwirkung dabei dankte er allen Beteiligten, den Kirchen und der Polizei. Er schloß, indem er allen Neumarktern ein frohes Fest wünschte und ein erfolgreiches 2011.
247 Energie sparen und daran verdienen: Ökoprofit 2010/2011 5:10
Im neuen Besprechungszimmer im 2. Obergeschoß des Mühldorfer Landratsamtes begrüßte Landrat Georg Huber den stellvertretenden Landrat des Landkreises Rosenheim Josef Huber, Vertreter der teilnehmenden Firmen und der Firma Arcum, die das Programm „Ökoprofit“ durchführt.
Zunächst stellte Landrat Georg Huber das Konzept der Erweiterung und des Umbaus des Landratsamtes vor, die noch im Gang ist, was deutlich zu hören war.
Diese Maßnahme, die durch das Kunjunkturprogramm II finanziert wird, basiert auf den Grundsätzen des Ökoprofit-Programms: Die Gebäude werden energetisch saniert, die Räume so ausgerüstet, daß sie auch für andere Veranstaltungen genutzt werden können, Außenstellen aufgelöst und in den frei gewordenen Räumen im 1. Obergeschoß untergebracht. Dies und die Umstellung der Haushaltsführung auf die kaufmännische Buchführung hat zu erheblichen Kosteneinsparungen geführt. Die energetische Sanierung spart dem Landkreis allein Heizkosten von über 50.000 Euro pro Jahr.
Er freute sich auch, daß Landkreis und Gemeinden mit zahlreichen ähnlichen Projekten vorangehen und so Vorbild für die Wirtschaft werden. So dankte er den teilnehmenden Firmen und hoffte, daß sich diese Thematik weiterentwickelt und irgendwann zur allgemeinen Handlungsweise wird. Er wünschte den teilnehmenden Firmen viel Erfolg und gute Ergebnisse.
Rosenheims stellvertretender Landrat Josef Huber wollte dem nicht viel hinzufügen. Da alle Resourcen endlich sind, wäre es wichtig, Ökologie und Ökonomie unter einen Hut zu bringen. Wenn dabei auch noch finanzieller Profit herausspringt, wäre das besonders bemerkenswert. Der Landkreis Rosenheim geht – wie der Landkreis Mühldorf – in dieser Entwicklung voraus. Auch wenn es derzeit teuer ist und nicht immer auf Gegenliebe bei der Bevölkerung stößt, etwa die Heizanlagen von Schulen auf Hackschnitzelheizung umzurüsten, Windkraftanlagen zu bauen oder Biogasanlagen zu betreiben, wäre es doch wichtig, die Energie aus heimischen Quellen zu gewinnen anstatt den Scheichs die Euros hin zu werfen. Nur so könnte man unsere Welt unseren Kindern weitergeben, von denen wir sie schließlich nur geliehen haben.
Er freute sich auch, Ökoprofit gemeinsam mit dem Landkreis Mühldorf durchführen zu können, weil beide Landkreise sehr gut zusammenarbeiten und dies auch in Zukunft fortgesetzt werden soll.
Nun stellte Shana Dammel – Projektleiterin der Firma Arqum das 10-monatige Projekt vor, im Rahmen dessen es Seminare und Ortstermine gibt.
Arqum ist bundesweit tätig, schwerpunktmäßig aber in Nordrheinwestfalen und in Bayern. Mit dem Projekt „Ökoprofit“, das ursprünglich in Graz entwickelt wurde, soll einerseits die Umwelt entlastet werden und andererseits Geld gespart werden.
Viele Firmen haben bisher daran teilgenommen. Die Teilnehmer an Ökoprofit 2006/2007 haben damals diese Energieeinsparungen erzielt, so viel CO2 und Wasser und Abwasser eingespart und so über 730.000 Euro eingespart.
248 Spatenstich zum Bau des letzten Abschnitt der Wasserversorgung in Ampfing 4:00
Gleich hinter Stefanskirchen hatte sich der halbe Gemeinderat eingefunden, um am Spatenstich teilzunehmen, der diesmal eher in Schnee als ins Erdreich gegangen ist. Aber das ist in Ampfing kein Problem, stellte Bürgermeister Ottmar Wimmer fest. In Ampfing wird das ganze Jahr über gebaut – vom 1. Januar bis 31. Dezember! Möglich machen das Wasserwirtschaftsamt und Baufirma Kroiss. Ihnen galt deshalb sein besonderer Dank. Er erinnerte an sein Versprechen an Michael von Berg vom Wasserwirtschaftsamt, heuer noch mit dem Bau zu beginnen, wenn Ampfing den Zuschuß von 400.000 Euro noch bekommen würde. Versprechen eingelöst!
Bisher wurden in Stefanskirchen, wo es viele Einzelgehöfte gibt etwa 6 Kilometer Wasserleitungen für etwa 850.000 Euro gebaut. Die Baukosten für diese letzte Maßnahme belaufen sich auf etwa 350.000 Euro. Ampfing erwartet auch hier einen Zuschuß von etwas 170.000 Euro. Er bat Michael von Berg, sich wieder genau so für die Ampfinger einzusetzen. Der Zuschuß wäre doch eine schönes Weihnachtsgeschenk 2011!?
Bürgermeister Ottmar Wimmer stellte abschließend fest, daß Ampfing eine der wenigen Flächengemeinden ist, die alle Außenbereiche an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen hat. Die Abwasserentsorgung ist schon einige Zeit flächendeckend verfügbar und wurde durch das bayerische Umweltministerium entsprechend gewürdigt.
Planer Otto Putz dankte der Gemeinde Ampfing für das Vertrauen in den zurückliegenden Jahren. Die Erschließung Stefanskirchens war ein größeres und durch die Hügellage teilweise technisch anspruchsvolles Projekt. Interessanterweise liegen hier alle Anwesen auf den Hügeln oben, was den Wasserbauer immer vor besondere Anforderungen stellt. Es konnten aber alle Anwesen angeschlossen werden.
Otto Putz freute sich, daß alle Baumaßnahmen ohne Unfälle und auch ohne Schäden durchgeführt werden konnten. Er würde sich freuen, wenn die Hand von „dem da oben“ auch weiterhin auf der Baumaßnahme liegen würde. Mit einem herzlichen Vergelt’s Gott dankte er der Gemeinde und den Firmen für die gute Zusammenarbeit in den zurückliegenden Jahren.
Michael von Berg würdigte die großen Leistungen der Gemeinde Ampfing im Bereich Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Er betonte die Wichtigkeit einer funktionierenden Wasserversorgung für die Gesundheit der Bürger. Bezüglich des Zuschusses hoffte er, das sollte schon möglich sein. Abschließend dankte er der Gemeinde Ampfing und besonders Bürgermeister Ottmar Wimmer für den konsequenten Einsatz beim Neubau der Versorgung der Bürger.
Bürgermeister Ottmar Wimmer ergänzte, ab kommenden Jahr würden die Mittel für den Bau von Wasserversorgungsanlagen um 20 Millionen Euro gekürzt und das wirtschaftliche Arbeiten der kommunalen Wasserversorger kontrolliert. Er wäre deshalb froh, die Versorgung in Ampfing rechtzeitig fertig bekommen zu haben.
Dann hatten die Spatenstecher ein Problem: Wer darf drauftreten???
Zu Recht stolz ist die Gemeinde Ampfing nach Abschluß der Arbeiten. Ist sie doch eine der ersten Gemeinden, deren Wasserversorgung und Abwasserentsorgung komplett in kommunaler Hand ist. Es ist wie so oft: Vorfahrt für Ampfing!
249 Konstituierende Sitzung des Jugendparlaments in Waldkraiburg 6:35
Total glücklich war Jugendreferentin Inge Schnabl darüber, die Mitglieder des neu gewählten Jugendparlaments im Sitzungssaal begrüßen zu können. Intensive Wochen waren diesem Termin vorausgegangen, die mit der Neuwahl einige Tage vorher geendet hatten. Nun sollten noch die Funktionen vergeben werden. Dazu begrüßte sie neben dem Leiter des Hauses der Jugend Georg Milly auch Stadtratskollegin Charlotte Konrad und Bürgermeister Siegfried Klika.
Zunächste bestimmte Inge Schnabl Charlotte Konrad und Georg Milly zu Wahlhelfern. Der erste Vorsitzende und seine Stellvertreter mußten schriftlich gewählt werden, alle anderen per Aklamation, also durch Handzeichen.
Die langjährige Vorsitzende Stefanie Konrad trat nicht mehr für dieses Amt an – Schule und Ausbildung ließen dafür nicht mehr genug Zeit – begründete sie ihren Verzicht.
Als Kandidaten für den Vorsitz schlugen die Mitglieder Max Pickert und Max Widmer vor. In „geheimer“ Wahl stimmten die 19 stimmberechtigten Mitglieder ab. Charlotte Konrad sammelte die Stimmzettel ein und zählte aus.
Inge Schnabl verkündete das Ergebnis: Zum ersten Vorsitzenden wählten die Mitglieder mit 13:9 Stimmen Max Widmer. Er nahm das Amt an, Inge Schnabl gratulierte und wünschte gute Zusammenarbeit.
Als ersten Stellvertreter schlugen die Mitglieder dann Max Pickert vor, was Inge Schnabl befürwortete. Wieder in geheimer Wahl stimmten die Mitglieder des Jugendparlaments einstimmig für ihn. Auch ihm gratulierte Inge Schnabl.
Als zweiten Stellvertreter schlugen die Jugenparlamentarier Philip Lühr und Martin Christopher vor. Bei einer Enthaltung entfielen fünf Stimmen auf Philip Lühr und 13 Stimmen auf Martin Christopher. Der nahm die Wahl an und Inge Schnabl freute sich auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm.
Die weiteren Funktionen wurden per Aklamation gewählt:
Als Schatzmeisterin schlugen die Mitglieder Manuela Hans vor, die diese Funktion auch schon in der letzten Wahlperiode inne hatte. Zweiter Kandidat war Tim Pollmann.
Per Handzeichen erhielt Manuela Hans 12 Stimmen. Da keiner sich enthalten hatte, war sie damit gewählt. Sie nahm die Wahl an und Inge Schnabl gratulierte.
Stellvertretender Schatzmeister wurde Tim Pollmann.
Als Protokollführer nominiert wurde Carina Sawilla. Auch die Zustimmung hierfür war groß. Sie nahm dieses arbeitsintensive Amt an und Inge Schnabl zog den Hut vor ihr für die Übernahme dieser Aufgabe.
Als stellvertretenden Schriftführer wählten die Jugendparlamentarier einstimmig Philip Lühr.
Ein sehr wichtiges Amt kam dann zur Sprache: Der Pressesprecher. Vorgeschlagen waren Rene Karsch und Tim Sottek. Mit 10:9 Stimmen wurde Rene Karsch gewählt. Er nahm die Wahl an.
Tim Sottek kandidierte dann um das Amt des stellvertretenden Pressesprechers und wurde einstimmig gewählt. Auch er nahm die Wahl an.
Das letzte Amt, das zu vergeben war, war das des Eventmanagers. Vorgeschlagen waren Silke Sawilla und Stefanie Konrad. Gewählt wurde Stefanie Konrad.
Damit war die Wahl abgeschlossen und Inge Schnabl wünschte viel Erfolg und freute sich auf eine gute Zusammenarbeit in den kommenden zwei Jahren. Sie selbst freute sich darauf und äußerte sich für alles offen.
Bürgermeister Siegfried Klika freute sich, daß dieses unvermeidliche Prozedere erfolgreich über die Bühne gegangen ist. Auch wenn man nur im Team erfolgreich sein kann, bräuchte man ein paar Leute, die die Führung übernehmen. Er sicherte dem Jugendparlament gute Zusammenarbeit zu. Mit Inge Schnabl und Charlotte Konrad hätten sie ohenhin engagierte Botschafterinnen im Stadtrat. Die Tatsache, daß die Stadt das Jugendparlament eingerichtet hat, zeigt an sich schon, daß die Stadt den jungen Leuten einen hohen Stellenwert beimißt. In der Stadtratssitzung am 14. Dezember wird das Jugendparlament dem Stadtrat vorgestellt werden. Dann können sie mit ihren Entscheidungen in den Stadtrat hineinwirken. Dann können sie ihre guten Argumente in den Stadtrat einbringen.
Bürgermeister Siegfried Klika kündigte einige schwierige Jahre an, auch wenn derzeit die Wirtschaft wieder anspringt. Allerdings hätte die Stadt im laufenden Jahr statt der erwarteten 14 Millionen Euro Gewerbesteuer nur 8 Millionen eingenommen. Auch die Einkommenssteuereinnahmen hätten stark nachgelassen. Mit dem Stadtrat zusammen hat die Stadt diese schwierige Situation – gerade im Jubiläumsjahr –aber sehr gut gemeistert. Die Bevölkerung hat alle Sparanstrengungen sehr gut mitgetragen.
Siegfried Klika dankte den jungen Mitgliedern des Jugendparlaments für ihr Engagement und wünschte sich und ihnen eine gute Zusammenarbeit.
Das letzte Wort hatte der neue Vorsitzende des Jugendparlaments Max Widmer: Er freute sich über die erfolgreiche Wahl des Vorstandes und wünschte sich ebenfalls eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Bürgermeister. Er möchte einen Jugendtag einführen und das Break-Dance-Event fortsetzen, das schon in den zurückliegenden Jahren für Aufmerksamkeit gesorgt hatte.
Dann gabs noch zwei Fotos: Das brave - - - und das hippe!
Charlotte Konrad versuchte, die Szene festzuhalten.
Wir gratulieren den neu gewählten Mitgliedern des JuPa und wünschen viel Erfolg und uns eine gute Zusammenarbeit.
250 Leuchtpol soll Technik schon in Kindergärten populär machen 6:40
Welche Stoffe leiten Strom? Wie werden Daten auf einer CD gespeichert? Warum dreht sich der Motor, wenn man auf die Solarzellen leuchtet? Kann man Schallwellen sehen? Wie funktioniert ein Kamin? Welche Materialien speichern oder isolieren Wärme? Die Antworten auf alle diese Fragen aus dem Physikunterricht gehen nach dem Ende der Schulzeit schnell in der Allgemeinbildung unter. Wie kann man aber schon im Vorschulalter Kinder dafür interessieren, sich technischen Themen zu nähern? Dieser Absicht widmet sich das Projekt „Leuchtpol“, das die Fachakademie für Sozialpädagogik der Diakonie in Starkheim eingeladen hat, den Auszubildenden Anleitung zu geben, es in Kindergärten und Kinderkrippen umzusetzen.
Lena Büsing vom Projekt „Leuchtpol“ erklärte, worum’s geht. (O-Ton)
Wie sieht diese Fortbildung konkret aus? (O-Ton)
Ist diese Forbildung nach diesen fünf Tagen abgeschlossen? /(O-Ton)
Wie nehmen die Studierenden diese ungewohnten Inhalte an? (O-Ton)
Wer steht hinter „Leuchtpol“? (O-Ton)
Viele der Themen standen schon auf dem Stundenplan im Physikunterricht. Es geht hier also mehr um die Vermittlung der Fähigkeiten, diese Thematik an Kinder im Vorschulalter weiterzugeben? (O-Ton)
Als Leiterin der Fachakademie sind Sie von diesem Projekt überzeugt? (O-Ton)
Sie haben „Leuchtpol“ eingeladen, weil Sie der Meinung sind, daß technische Themen im heutigen Erziehungswesen zu kurz kommen? (O-Ton)
... und der Kindergarten die Grundlagen legt – fast schon für den beruflichen Werdegang? (O-Ton)
Wie groß ist denn das Interesse Ihrer Studierenden, die vorwiegend aus humanistisch ausgerichteten Schulen kommen? (O-Ton)
... und die Erzieherinnen dann irgend wann auf den Metallbaukasten zurückgreifen? (O-Ton)
Steht zu hoffen, daß es in den Kindergärten umgesetzt wird und die Kinder wieder für die Technik begeistert werden können! Vielen Dank für das Gespräch.
251 Der Weihnachtsgarten in Neumarkt-St. Veit - beschaulich und gemütlich 3:45
Minus 11 Grad sind nicht gerade die Temperatur, bei der man gemütlich über einen Weihnachtsmarkt bummelt. Auch wenn er so schön neben dem Schloß Adlstein liegt, wie der Weihnachtsgarten in Neumarkt St. Veit.
Zum zweiten Mal hat die Stadt den Garten des Krabbe-Anwesens zum Weihnachtsmarkt umfunktioniert. Um das Haus in der Mitte führt ein Weg, an dessen Rand die Stadt den Fieranten Buden aufgestellt hat. Lichterketten, Sterne und Windlichter wiesen den Weg. Die’s frorr konnten sich am offenen Holzfeuer wärmen, das inmitten rustikaler Sitzgelegenheiten loderte.
Sogar die Buden boten Abwechslung: Hier die festen Holzbuden, dort stabile Zelte. Drinnen gabs Krippen, Kerzen, Wollsocken und –mützen, Geschnitztes und natürlich was für den Gaumen.
Ganz hinten in der Brezenbäckerei wars schön warm und so kein Wunder, daß sich dort alle drängten.
Dann tauchte der Nikolaus auf. Einfach so, ohne seine Engerlschar. Na ja, denen war’s auch zu kalt. Sie würden erst Tags darauf mitkommen, meinte er.
Ob die kleine brav war, konnten wir nicht rausfinden. Jedenfalls war es angeraten, sich mit gutem finnischen Glühwein innerlich - und an den offenen Feuern äußerlich warm zu halten.
Die „St. Veiter-Buam-Stub’n“ mußte da noch ein bißchen auf Gäste warten.
Schließlich freute sich Verkehrs- und Werbeverbandsvorsitzender Karim El-Masry über das herrliche Wetter, das den Weihnachtsgarten so stimmungsvoll hatte werden lassen. Er dankte allen, die an der Vorbereitung mitgeholfen haben und freute sich auf drei schöne Tage am Weihnachtsgarten.
Bürgermeister Erwin Baumgartner war ganz seiner Meinung: Schnee und Kälte, da schmeckt der Glühwein. Er dankte allen Beteiligten an Organisation und Durchführung und besonders dem Nikolaus, der es sich nicht hatte nehmen lassen, dabei zu sein. Auch er wünschte viel Vergnügen in den kommenden Tagen.
Der Nikolaus war nicht das erste Mal in Neumarkt. Aber so schön wars noch nie vorher gewesen. Auch er wünschte allen Besuchern drei schöne Tage auf diesem Markt, bei diesem herrlichen Wetter.
Wenn man so auf den Markt runterschaut, ist‘ fast schad‘, daß er nur drei Tage gedauert hat....
252 7,8 km für 50 Millionen - Einweihung des zweigleisigen Abschnitts der Bahnstrecke Mühldorf-München 9:45 50 17.12.10
253 30 Jahre Bündnis90/Die Grünen - Von der Bürgerinitiative zur etablierten Partei 11:35
Eigentlich ist der Gasthof in Gantenham eher dafür bekannt, daß Gymnasiasten hier ihre Feten veranstalten. Vielleicht war ein bißchen Nostalgie im Spiel, als die Kreis-Grünen ausgerechnet diesen Ort für ihre Jubiläumsparty auswählten. Nostalgie war sicher auch bei der Wahl der Musikgruppe im Spiel: „Sweet’n’Hard“ spielte ein Musikprogramm, das jeden 50-jährigen vom Hocker riß! Es war also eine Party für alle, die schon damals dabei waren, als die Grünen ihre Jugendjahre erlebten, vor 30 Jahren, als sie selber gerade 20 waren. Damals hießen die Grünen noch „AUD“, stellten Atmokraftwerke in Frage und malten ihre Plakate selber.
Heute besucht CSU Bürgermeister Michael Hausperger die Jubiläumsfeier, Staatssekretär Dr. Marcel Huber, MdB Stephan Mayer, Landrat Georg Huber, die Bürgermeister Günther Knoblauch und Dr. Karl Dürner lassen per Gruß zum Jubiläum gratulieren und die Spenden gehen an die BR Sternstunden. Die Grünen sind angekommen....
Nein – ein bißchen etwas ist noch da: Bernhard Wagner tauschte die Glühbirnen gegen grüne aus und Anzugträger fand man keine während die Band „I’ma a Wanderer“ von Ritchie Valens zum Besten gab.
John Fogarty und die „Creedence Clearwater Revival“, die „Animals“ und die „Rolling Stones“ sollten die Grünen durch den Abend begleiten und in die Zeit des grünen Aufbruchs zurückversetzen.
Kreis-Vorstandssprecher Peter Uhldahl hatte seine Frau davon abgeraten, sein Wahlkampf-T-Shirt anzuziehen. Er begrüßte zahlreiche Altgediente, Bürgermeister Michael Hausperger und natürlich Landesvorsitzende Therese Schopper, die immer gern kommt, wenn der Kreisverband einlädt. Den Kreisräten und Mitgliedern benachbarter Kreisverbände galt ebenfalls sein Gruß.
Dann blickte er zurück auf 30 Jahre Grüne. Nach ersten Anfängen 1979 wurde die Partei 1980 gegründet. 1993 machte der Zusammenschluß von Bündnis 90 und Grünen eine Neugründung nötig. Mit ihrem Antritt bei der Bundestagswahl wurde die Partei der Grünen die erste erfolgreiche Neugründung seit 1950. Schon vorher hatte Joschka Fischer als erster Landesminister in Hessen für Aufsehen gesorgt. In der ersten Zeit prägte die Landespolitik das Tagesgeschehen bei den Grünen. Damals schieden sich die Grünen noch in „Fundis“ und „Realos“.
1998 zogen die Grünen erstmals mit der SPD zusammen in die Regierung ein. 2002 bestätigte der Wähler diesen Auftrag. 2005 endete dieser Abschnitt jedoch vorzeitig.
Während ihrer Regierungsbeteiligung konnten die Grünen nicht allzu viel erreichen. Mit 6% der Wählerstimmen waren sie lediglich „Juniorpartner“. Trotzdem sind sie stolz, etwa auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz.
Aus den langhaarigen Norweger-Pulli-Trägern mit Turnschuhen in den Parlamenten wurden heute Abgeordnete mit Krawatten und Anzug, sogar mit kurzem Haarschnitt! Auch wenn sich viel verändert hat, sind die Themen gleich geblieben: Umweltschutz, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Atomausstieg. Die Grünen sind nicht älter geworden, aber erwachsen.
Im Bundestagswahlkampf wurden die Grünen für ihr Forderung nach einer Million Elektroautos belächelt. Jetzt ließ sich Angela Merkel selbst zur „Elektro-Auto-Kanzlerin“ küren. Die Ideen der Grünen werden so zu Zielen der Bundesregierung.
Auch im Landkreis zeigten sich die Grünen als Alternative zu den anderen Parteien: Ihr Stimmenanteil hat sich von 1980 1,8 % auf 2009 7,6% der Erststimmen erhöht. Erringen die Grünen bald die absolute Mehrheit im Landkreis?
Jedenfalls können sie stolz sein auf das Erreichte und wollen auch weiterhin die Bürger davon überzeugen, daß sie Politik für sie manchen. Derzeit hat der Kreisverband 55 Mitglieder – verdammt wenig, wie Peter Uldahl kritisierte. Trotzdem ist es gelungen, für alle Wahlen immer Kandidaten aufstellen zu können. Dabei half auch der große Kreis der Sympathisanten, die immer dann helfen, wenn es darauf an kommt. Peter Uhldahl erinnerte an viele namhafte Grüne, die bereits verstorben sind: Peter Sehorz, Korbinian Ott und Erich Müller.
Abschließend überbrachte er die Grüße der ehemaligen Kreisvorsitzenden und aktuellen Fraktionsvorsitzenden im Kreistag Cathrin Henke, die aus beruflichen Gründen nicht anwesend sein konnte.
Landesvorsitzende Theresa Schopper gratulierte erst einmal und freute sich, im Ruf zu stehen, immer da zu sein, wenn man sie braucht. „Von der Bürgerinitiative zur etablierten Partei“ wäre eine Überschrift, die klar den Weg aufzeigt, den die Grünen gegangen sind. Dabei war am Anfang gar nicht absehbar, wie das laufen würde. Fast 8% zuletzt wären da schon ein riesiger Erfolg, den die Grünen seither erzielt haben.
Vor 30 Jahren meinte man, das Thema „Grüne“ erledigt sich von selbst. Man hat die Straßenseite gewechselt, wenn man einem Grünen begegnete. Dabei hatten die Grünen doch die Welt retten wollen. Umweltschutz und Müllvermeidung waren zentrale Ziele!
Auch wenn die A94 auf der Trasse Dorfen jetzt gerichtlich festgeschrieben ist, lenkt das nicht ab vom Prinzip der Verkehrsvermeidung. Das Thema Atomenergie brachte von Anfang an die Grünen auf: Wackersdorf konnte verhindert werden, jetzt muß man wieder zurück zum Atomausstieg.
Von Anfang an war auch die Frauenpolitik Thema. Und so waren schon von Anfang an viele Frauen bei den Grünen an vorderster Front aktiv. Sie waren immer für den Frieden und haben auf vielen Wegen dabei mitgeholfen, die Teilung Europas zu überwinden. Auch wenn intern viel Streit war und sich die Gruppierungen teilweise feindselig gegenübergestanden sind. Dieser Streit hat viele abgeschreckt, sogar zum Austritt bewegt. Die Wähler haben es ihnen aber nachgesehen.
1984 traten die Grünen erstmals bei den Kommunalwahlen an und errangen 327 Mandate. Bei den Kommunalwahlen 2008 schon 1341 Mandate. Mit Blick auf die steigende Zahl der Mitglieder – derzeit 7291 - erwartet Therese Schopper bei den nächsten Wahlen noch viel mehr Mandate. Schließlich kennt man jetzt die Grünen vor Ort und kann ihre tatsächliche Arbeit einschätzen.
1990 – im Jahr der Wiedervereinigung - erlebten die Grünen das größte Desaster mit ihrer Kampagne „Alle reden von Deutschland, wir reden vom Wetter“. Die Wähler zeigten ihnen die rote Karte. Ein Neunanfang brachte einen Aufstieg. Allerdings hat das den anderen Parteien gezeigt, daß sie am Thema Ökologie nicht mehr vorbei können. Heute sind alle in diesem Bereich aktiv und gut aufgestellt. Auch wenn sie den Eindruck hat, daß viele dieser Ökologie-Politiker das Thema eher als Alibi betrachten. Ihr Thema ist aber die Verbindung von Ökologie und Ökonomie. Deshalb unterstützen sie auch das Handwerk, das etwa Photovoltaikanlagen baut.
Trotz aller Erfolgsmeldungen ist noch immer viel zu tun, in der Bildungspolitik und in vielen anderen Bereichen.
Wenn sie es schaffen, könnte es sein, daß es 2014 eine andere Mehrheit in diesem Land gibt! (O-Ton )
In den 30 Jahren haben sich die Grünen zu einem geachteten Partner in der Politik entwickelt. Wenn man darüber nachdenkt: (O-Ton: Paßt scho! )
Und da wollen sie sich jetzt nicht vom Umfragehoch dazu verleiten lassen, abzuheben. Es soll auch künftig reelle und glaubwürdige Politik gemacht werden – das Vertrauen der Wähler nicht zu verlieren.
Den Grünen liegt der Ausbau der erneuerbaren Energiequellen am Herzen. Auch wenn dazu neue Stromnetze gebaut werden müssen.
Abschließend zitierte sie den Leiter der politischen Akademie in Tutzing, der meinte, die Grünen wären schon da, wo andere politische Gruppierungen erst noch hin wollen.
Und weil das so ist, steigt die Zahl ihrer Mitglieder und sind die Umfragewerte so hoch.
Die Grünen müssen sich ihre Spontanität und ihren Witz erhalten, dann werden sie auch weiterhin erfolgreich sein. Hieß es Anfang der 90er Jahre auf einem Plakat: „Wer grün wählt, wird reich, berühmt und glücklich“ - das war zwar gelogen, heute wären sie noch immer nicht reich, als Grüne aber berühmt und zur Zeit sogar glücklich! (O-Ton)

Nun blickte Ernst Wörmann, der seit 30 Jahren Mitglied des Kreisverbandes ist, auf diese lange Zeit zurück und erinnerte sich an die eine oder andere Anekdote.
Etwas neues hat bei den Grünen Einzug gehalten: Es gibt jetzt auch Anstecknadeln und Urkunden für langjährige Mitglieder:
Die erste Anstecknadel erhielt Ernst Wörmann für 30 Jahre Mitgliedschaft. Theresa Schopper gratulierte und zeichnete ihn aus.
An Marianne Otts Pulli konnte sie die Nadel nicht anstecken, genauso nicht an Hilde Schlesiers Strickweste. Beide sind seit 25 Jahren Mitglied. Bei Dr. Andreas Zahn ging’s dann wieder. Er erheilt die Nadel angesteckt, die den Blütenkranz einer Sonnenblume darstellt.
Den Rest des Abends feierten die Grünen ihr Jubiläum und wurden schwungvoll von „Sweet’n’Hard“ begleitet. Dem Vernehmen nach gings bis zwei Uhr früh.
Wir gratulieren den Kreisgrünen zum Jubiläum und sind neugierig zu beobachten, wie die Entwicklung weitergeht – hin zur etablierten Partei. Es war schon jetzt ein weiter Weg, der mit der Einführung von Anstecknadeln sicher noch lang nicht sein Ende gefunden hat!

254 Der Ampfinger Adventszauber mit der "Ampfinger Heiligen Nacht" 8:30
Zur Zeit erleben wir einen Winter, wie es ihn lange nicht gegeben hat. Kälte und Schneefall unterstützt ein eisiger Wind und macht den Aufenthalt im Freien nicht gerade zum Vergnügen.
So einen Abend erwischte Ampfing, als der diesjährige Adventszauber eröffnet werden sollte. Da freuten sich die Kinder, daß sie im beheizten Zelt des Kindergartens ein bißchen basteln durften. Draussen blies der Wind und ließ die Schneeflocken beinahe waagerecht vor unserer Kamera vorbeisausen.
Auch in den Verkaufsbuden, die wie jedes Jahr fein säuberlich mit selbstgebasteltem und selbst-gebackenem bestückt und dekoriert waren, froren die Anbieter.
Adventszauber-Organisator Dieter Spielmann stellte Stand für Stand vor und sorgte so für Unterhaltung.
Die Bläser unter der Leitung von Josef Buchner eröffneten.
Der Wind pfiff um die Mikrophone, als Bürgermeister Ottmar Wimmer die Gäste zum 8. Adventszauber begrüßte. Er freute sich, daß es sich auch in diesem Jahr Dekan Roland Haimerl nicht hatte nehmen lassen, dabei zu sein. Allen, die daran mitgemacht hatten, den Adventszauber vorzubereiten, galt sein herzlicher Dank.
Auch Dekan Roland Haimerl freute sich über das äußerst gelungene Beispiel einer funktionierenden Dorfgemeinschaft. Er wünschte allen Besuchern, daß sie das Erlebnis Adventszauber genießen können und immer wieder gut nach Hause kommen. Er wünschte Gottes Segen und viel Freude sowohl den Besuchern als auch denen, die hier arbeiten.
Nach einem weiteren Musikstück der Bläser kam das Ampfinger Engerl auf seiner Kutsche vorgefahren.
Die Kinderaugen leuchteten, als es seinen Prolog von der „staaden Zeit“ vortrug. Es mahnte, bei alle dem Schenken und Beschenkt werden, die nicht zu vergessen, die niemanden haben, von dem sie Geschenke erwarten könnten. Sich füreinander Zeit zu nehmen, wäre oft wichtiger als ein Berg von Geschenken. O-Ton....
Das Engerl und seine Helfer verteilten dann Lebkuchen an die Kinder. Und die nahmen sie gern an. Später drehten die drei eine Runde um die Buden und verteilten weiter.
Die Ampfinger Chorgemeinschaft unterhielt im Anschluß.
Drei Stunden später fand die Premiere des Mitgehtheaters „Heilige Nacht“ statt, das Anita Hell und Heinz-Rudolf Huber nach dem Vorjahreserfolg ein bißchen überarbeitet hatten. Es scheite noch mehr als am Abend und so waren alle Zuschauer besonders warm eingepackt.
Hier einige Eindrücke.
Das widrige Wetter machte einerseits das Zuschauen schwer, sorgte aber andererseits für eine einzigartige Stimmung. Die Not, in der Josef und Maria eine Unterkunft suchten und immer wieder abgewiesen wurden, das Glück, dann im Stall Zuflucht zu finden und schließlich den Heiland zur Welt zu bringen, erlebten die wenigen Zuschauer noch viel intensiver, als es bei schönem Wetter gewesen wäre. Auch heuer war das Mitgehtheater ein einzigartiges Erlebnis, das weit über die Landkreisgrenzen hinaus seinesgleichen sucht und sogar einige bundesweite Fernsehteams angelockt hat. Nicht wenige Zuschauer – so konnte man beobachten – hatten am Ende Tränen der Rührung in den Augen. Jetzt kann Weihnachten kommen!
255 Der Abend der Weltmeister: Waldkraiburg ehrt drei Weltmeister für fünf Titel 9:45
Nach einem guten Abendessen, trugen sich die Weltmeister in das Gästebuch des Restaurants ein, wo sich auch so illustre Gäste eingetragen haben, wie des Nürnberger Christkindl oder das Team von Rekord-Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher.
Dietmar Heller, drei Weltmeister mit fünf aktuellen Titeln an einem Tisch ist auch für die Sportstadt Waldkraiburg nichts alltägliches! (O-Ton)
Dietmar Heller gratulierte erst Stefan Raser zu seinen Titeln und überreichte ihm den Jubiläumskrug der Stadt. Das wäre zwar eher ein symbolisches Geschenk – meinte er – zeigt aber, welche Wertschätzung die Stadt ihren Sportlern entgegenbringt. Eine schöne Erinnerung an ihre Erfolge und das Jubiläum der Stadt in diesem Jahr ist er allemal. Er wünschte ihm auch weiterhin viel Erfolg.
Herr Raser, zweifacher Weltmeister in einem Jahr, das ist schon etwas Besonderes. Und wie kam’s, daß Sie für die Schützengilde Waldkraiburg antreten? (O-Ton)
Sie haben ihre größten Erfolge für die Schützengilde erzielt? (O-Ton)
Den zweiten Titel haben sie erst vor Kurzem gewonnen. Erzählen Sie uns – wie das passiert ist? (O-Ton)
In welchen Disziplinen? (O-Ton)
Das ist 300 m schießen, ohne Zielfernrohr? (O-Ton)
Das ist gar nicht so einfach! (O-Ton)
Mit der Schützengilde Waldkraiburg schießen Sie sonst in der Regionalliga und in der Bayernliga. Wie stehen die Chancen da? (O-Ton)

Der zweite Weltmeister, den Dietmar Heller auszeichnete war Speerwerfer Reinhold Paul. Er gratulierte zum Titel und wünschte ihm viel Gesundheit und Verständnis von Seiten seiner Familie, damit noch viele weitere Titel folgen können.
Herr Paul, zum zweiten Mal Weltmeister – wie ist das denn passiert? (O-Ton)
Und wie wars beim ersten Mal? (O-Ton)
Und zwischendurch waren Sie noch Europameister. (O-Ton)
Wie sind Sie denn zum Speerwerfen gekommen? (O-Ton)
Und wie geht’s jetzt weiter? (O-Ton)
Der dritte Weltmeister war Sepp Neumaier. Er erzielte seinen Titel mit dem Luftgewehr. Eine außergewöhnliche Leistung – wie Dietmar Heller betonte. Sogar beim Behindertensport ist das Niveau heute so hoch, daß ein Amateur wie er kaum mehr Chancen hat. Daß er gegen alle Profis gewonnen hat, ist um so bemerkenswerter. Daß er dann auch noch um die ersten Drei bei der Wahl des „Behindertensportlers des Jahres“ unter die letzten Drei gekommen ist – wohl gemerkt bei der Wahl über das Internet und mit einer telefonischen Abstimmung – das setzte dem Erfolgsjahr von Sepp Neumaier fast die Krone auf! Bei all den Ehrungen ist der Jubiläumskrug eigentlich nur noch ein kleines Erinnerungsgeschenk.
Herr Neumaier, in welcher Disziplin sind Sie jetzt genau Weltmeister geworden und wie ist das gelaufen? (O-Ton)
Nach so langer Zeit wieder Weltmeister zu werden ist eine ganz außergewöhnliche Leistung!
Und jetzt sind Sie noch beinahe Sportler des Jahres geworden! (O-Ton)
Die Ehrung hat in Köln stattgefunden? (O-Ton)
Und wie geht’s nächstes Jahr weiter? (O-Ton)
... zu den Paralympics? (O-Ton)
Wir gratulieren allen Waldkraiburger Weltmeistern und freuen uns darauf, sie spätestens bei der Sportlerehrung wieder zu sehen. Vielleicht auch vorher – wieder mit herausragenden Ergebnissen???

256 Landrat Georg Huber ehrt verdiente Bürger 10:00
Text nicht vorhanden.
257 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Ein Gespräch mit Staatssekretär Dr. Marcel Huber 5:40 51 22.12.10
Texte der Weihanchstansprachen nur in gesprochener Form verfügbar.
258 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: MdB Stephan Mayer 8:40
Texte der Weihanchstansprachen nur in gesprochener Form verfügbar.
259 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Landrat Georg Huber 11:55
Texte der Weihanchstansprachen nur in gesprochener Form verfügbar.
260 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Bürgermeister Günther Knoblauch 6:30
Texte der Weihanchstansprachen nur in gesprochener Form verfügbar.
261 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Ein Gespräch mit Bürgermeister Siegfried Klika 12:45
Texte der Weihanchstansprachen nur in gesprochener Form verfügbar.
262 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Ein Gespräch mit Bürgermeister Erwin Baumgartner
Texte der Weihanchstansprachen nur in gesprochener Form verfügbar.
263 Zum Jahreswechsel: Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner im Namen aller Bürgermeister im Landkreis 4:00
Texte der Weihanchstansprachen nur in gesprochener Form verfügbar.
264 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: MdB Stephan Mayer
Texte der Weihanchstansprachen nur in gesprochener Form verfügbar.
265 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Landrat Erwin Schneider
Texte der Weihanchstansprachen nur in gesprochener Form verfügbar.
266 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Bürgermeister Herbert Hofauer
Texte der Weihanchstansprachen nur in gesprochener Form verfügbar.
267 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Bürgermeister Hans Steindl
Texte der Weihanchstansprachen nur in gesprochener Form verfügbar.
267 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Bürgermeister Peter Haugeneder
Texte der Weihanchstansprachen nur in gesprochener Form verfügbar.
In diesem Monat haben wir eine Woche Ferien eingelegt. 52

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