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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
1 Neujahrsempfang des OV Waldkraiburg der SPD - Vorstellung des Bürgermeisterkandidaten Markus Schwaiger 11:30 02 13.01.12
Die einen mit einem Glas Sekt, die anderen mit einem Gläschen Saft begrüßten die Genossen das neue Jahr im Foyer im Waldkraiburger Haus der Kultur, wo sich nach und nach die Gäste zum Neujahrsempfang einfanden.
Mitglieder des Ortsvereins, Vereinsvorstände und Interessierte – unter ihnen auch Altbürgermeister Jochen Fischer – freuten sich über die zurückliegenden 12 Monate und das was später kommen sollte.
Ortsvereinsvorsitzender Alex Will begrüßte die Gäste zum ersten Neujahrsempfang des Ortsvereins der Sozialdemokratischen Partei in Waldkraiburg. Er freute sich sehr über den zahlreichen Besuch am Vorabend des Feiertags Heilig-Drei-Könige und begrüßte besonders Altbürgermeister Jochen Fischer, dritten Bürgermeister Rainer Babiak und natürlich Unterbezirksvorsitzenden Richard Fischer.
Die SPD in Waldkraiburg ist vor einiger Zeit aus ihrem Dornröschenschlaf aufgewacht und hat Aktivität entwickelt, begann Alex Will seine kurze Einführung. Seit über einem Jahr treffen sich Interessierte samstags an einem Stammtisch, der sich „Fünf-vor-Zwölf“ nennt, und nun erstmals zu einem Neujahrsempfang.
Ein Anliegen des Neujahrsempfangs ist es, den Personen Dank zu sagen, die sich für die Stadt oder in Vereinen ehrenamtlich für die Gemeinschaft eingesetzt haben. (O-Ton – Vielen Dank )
Daneben sollte die SPD Waldkraiburg später ihren Kandidaten für die Wahl des Bürgermeisters 2014 vorstellen. Markus Schwaiger sollte später selbst seine Positionen und Absichten eklären.
Dabei beließ es Alex Will und übergab das Wort dem Genossen Richard Fischer.
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Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer wünschte allen Zuhörern ein gutes und gesundes neues Jahr, in dem sie mit Familie und Freunden viele gute Tage haben und gemeinsam etwas bewegen wollen. Den Sozialdemokraten in Waldkraiburg wünschte er, daß es weiter vorangeht.
Die SPD in Waldkraiburg beginnt nun ein neues Kapitel im Buch des Lebens. Schon Konfuzius sagte vor über 2000 Jahren, dass der Mensch schon bald bereut, wenn er sich keine Gedanken über die ferne Zukunft macht. Dieser Grundsatz muss sich auch auf die Kommunalpolitik beziehen.
So soll dieser Neujahrsempfang ein Zeichen für die Zukunft sein, und dazu beitragen dass die SPD mit den Bürgern in Waldkraiburg wieder mehr ins Gespräch kommt, in einen lebendigen Dialog. Wie die Bundes-SPD zuletzt feststellte, ist auch der Ortsverein Waldkraiburg gut für die Zukunft gerüstet. Dem Spruch des Konfuzius entsprechend wird die SPD schon jetzt damit beginnen die aktuelle Situation der Stadt zu analysieren und eventuelle Schieflagen aufzudecken. Nur so können neue Ideen und Visionen für Waldkraiburg entstehen.
Zunächst blickte Richard Fischer zurück auf das abgelaufene Jahr, das geprägt war von der angespannten Haushaltslage der Stadt und des Landkreises. Nicht immer haben die Bürger die notwendigen Sparmaßnahmen verstanden, auch wenn sie notwendig waren um das Gemeinwesen voran zu bringen. Die hohe Kreisumlage hat zwar dem Landkreis mehr Geld gebracht aber die Kommunen sehr belastet. Es ist kein vorhanden Spielraum für neue Maßnahmen oder große Versprechungen. Ein solider Haushalt muß die Handlungsgrundlage für die aufstrebenden Stadt Waldkraiburg sein.
Trotzdem erkennt die SPD dringend Handlungsbedarf, etwa bei der Verkehrssituation. Nur mit der Verbesserung der Verkehrssituation wird es möglich sein, neue mittelständische Betriebe in der Stadt anzusiedeln. Umliegende Gemeinden haben Waldkraiburg schon überholt. Waldkraiburg muss sich also besser positionieren - auch um mehr Steuern einnehmen zu können.
Ein weiteres Handlungsfeld ist der Kampf gegen die Altersarmut. Stimmen die Statistiken der Wohlfahrtsverbände, werden Männer künftig mit knapp 780 Euro auskommen müssen, Frauen mit 490 Euro. Es werden große Belastungen auf die Gemeinden zukommen, wenn Sie diesen Personen ein lebenswürdiges Alter ermöglichen wollen.
Sozialer Wohnungsbau und bezahlbare Mieten werden auch in der Stadt Waldkraiburg immer wichtiger werden. Es ist deshalb notwendig das soziale Ehrenamt in den Vereinen zu fördern, da das soziale Leben in der Stadt nur so aufrechterhalten werden kann.
Es ist zwar noch nicht Wahlkampf, die SPD will aber schon jetzt den Bürgern der Stadt die Teilnahme an der Gestaltung der Zukunft ermöglichen. Zusammen mit den Bürgern will die SPD Visionen entwickeln die in Zukunft umgesetzt werden können. Deshalb sucht die SPD schon jetzt den Dialog mit allen Waldkraiburgern
Die SPD will, daß Waldkraiburg sowohl eine attraktive Wohnstadt als auch ein geschätzter Wirtschaftsstandort wird. Dazu müssen einige Renovierungsmaßnahmen durchgeführt werden, wozu ein Baumeister nötig ist, der die Arbeiten leitet. Die SPD hat sich für Markus Schwaiger entschieden, der dafür die Verantwortung Arbeiten übernehmen will. Markus Schwaiger, ein junger engagierter Familienvater will mit seiner Mannschaft im Stadtrat neue Akzente setzen und die Stadt für die Zukunft fit machen.
Richard Fischer rief die Zuhörer auf, gemeinsam mit Markus Schwaiger und der Stadtratsfraktion der SPD für die Zukunft der Industriestadt zu arbeiten.
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Nun stellte sich der Bürgermeisterkandidat der SPD Markus Schwaiger vor. Auch er wünschte den Zuhörern ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr. Nach einem Pressebericht einige Tage vorher hatte er sehr viele Glückwünsche erhalten und viele Fragen zu beantworten. Da Richard Fischer ihn schon als Baumeister angekündigt hatte, wollte er sich nun vorstellen und das Vertrauen der Zuhörer zu gewinnen.
Die gebürtige Waldkraiburger besuchte die Grundschule an der Graslitzer Straße und wechselte dann auf das Gymnasium in Waldkraiburg. Nach dem der damals sehr engagiert Sport getrieben hatte, beendete er die Schulzeit an einem Sportfördergymnasium in München.
Als Leichtathlet nahm er an Deutschen Meisterschaften teil, als Basketballspieler wurde er 1997 deutscher Vizemeister.
2002 verließ er das Gymnasium mit dem Abiturzeugnis. Seinen Zivildienst leistete er beim BRK, wo er auch seine Ausbildung zum Rettungsassistenten abschloß. Später widmete er sich der Ausbildung beim BRK. Diese Tätigkeit übt er noch heute aus.
In seinen neun Jahren seiner Tätigkeit beim Bayerischen Roten Kreuz bekleidete auch mehrere Führungspositionen, etwa als Leiter des Fahrdienstes in Mühldorf.
Seit Anfang 2011 studiert er an einer Fernuniversität das Fach „Europäische Betriebswirtschaftslehre“. Markus Schwaiger erwartet, dieses Studium bis Ende 2013 erfolgreich abschließen zu können. Mit den Erfahrungen aus seinem bisherigen Leben will er zusammen mit den Mitgliedern der SPD-Fraktion des Stadtrates 2014 in den Wahlkampf gehen. Dabei zählte auch auf die Unterstützung seiner beiden Mentoren, Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch und Michael Kölbel, dem ersten Bürgermeister in Wasserburg.
Markus Schweiger bat um die ehrliche Meinung der Zuhörer. Nur wenn ihm die Bürger der Stadt ihre Meinung sagen, weiß er wo anzupacken ist. Es ist ihm bewusst, dass er nicht jedes einzelne Problem wird lösen können, versuchen will er es aber.
Nun kam er auf das „renovierungsbedürftige Haus Waldkraiburg" zu sprechen. Eines der wichtigsten Anliegen ist ihm die Förderung des Einzelhandels und der örtlichen Wirtschaft. Trotzdem ist er der Meinung, daß auch Einkaufszentren notwendig sind. Die Kreisstadt zeigt deutlich, dass Einkaufszentren auf der grünen Wiese die Innenstadt nicht schwächen. In Waldkraiburg können so in vielen leerstehenden Gewerbeobjekten viele neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Auch die Industrie in Waldkraiburg muss sich weiterentwickeln und wachsen. Nur wenn es gelingt die Gewerbesteuereinnahmen zu erhöhen wird Waldkraiburg gegen andere Gemeinden im Landkreis langfristig wettbewerbsfähig bleiben.
Ein weiterer Eckpfeiler seiner Tätigkeit wird die Familienpolitik seien. Eishalle, Waldbad, Haus der Kultur mit all seinen Einrichtungen und sowie die Vereine sieht er als absolut unterstützenswert. Es muss auch gelingen, jungen Leuten die Freizeitgestaltung in der Stadt zu ermöglichen. Waldkraiburg muss für die Bürger im Umland ein attraktives Zentrum werden. Die Stadt ist seblst eine junge Stadt und muss deshalb auch attraktiv sein für junge Bürger. Deshalb müssten neue und bezahlbare Baugrundstücke angeboten werden. Dazu könnte das Bauland Modell genutzt werden, das die Kreisstadt anbietet. Ein weiteres Fundament seiner politischen Arbeit ist die Einführung des Mindestlohns. Auch wenn es sich hierbei um ein bundespolitisches Thema handelt, muss die Kommunalpolitik ihren Teil dazutun, den Menschen guten Lohn für gute Arbeit zu bezahlen.
Die demographische Entwicklung erfordert seniorentaugliche Wohnungen. Bei allen Baumaßnahmen darf jedoch der Dialog nicht zu kurz kommen. Die Bürger Waldkraiburgs sollen zu jeder Zeit an der Neugestaltung des „Hauses Waldkraiburg“ mitwirken können. Er fasst zusammen: (O-Ton)
Den weiteren Abend verbrachten die Teilnehmer am Neujahrsempfang des Ortsvereins der SPD mit der Diskussion des vorgetragenen und nutzten die Gelegenheit Markus Schwaiger - ihren neuen Bürgermeisterkandidaten kennen zu lernen, den der Vorstand des Ortsverbandes schon vor mehreren Monaten bestimmt hatte.
2 Neujahrskonzert der Blaskapelle Altmühldorf - Mit Schwung ins Schaltjahr 17:50
Schon lange vor Beginn des Konzerts fanden sich die Zuhörer in der festlich geschmückten Halle an der Grundschule in Altmühldorf ein. Kein Wunder: Viele hatten die Feiertage gemütlich zu Hause verbracht und nutzten die erste Gelegenheit, mal wieder „unter die Leute“ zu gehen.
Längst Tradition ist, daß die Jugendkapelle den Konzertabend eröffnet. Mit viel Schwung brachten sie unter ihrem Ausbilder und Dirigenten Josef Terre den Konzertmarsch „Transformers“ von Alexander Pflüger.
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Vereinsvorstand Sepp Bernhart freute sich dann, so viele Zuhörer zum 40. Neujahrskonzert begrüßen zu können. Dieses kleine Jubiläum ist aber nur das Vorspiel für das große Jubiläum, das die Kapelle vom 9. bis 13. Mai 2013 feiern wird, ihr 150-jähriges Bestehen.
Dazu lud er die Zuhörer ein freute sich, neben Bürgermeister Günther Knoblauch eine große Zahl Stadt- und Kreisräte willkommen heißen zu können. Er freute sich auch über den Besuch von Bürgermeister Stefan Schalk aus Mettenheim und der zahlreichen Vertreter örtlicher Vereine und von Musikkapellen aus dem ganzen Landkreis.
Er wünschte den Zuhörern ein gutes Neues Jahr und vergnügliche Stunden mit der Blaskapelle.
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Die Jugendkapelle setzte fort mit dem Solo für drei Trompeten: „Das kleine Echo“.
Die Moderation übernahm dann Thomas Enzinger. Er hatte so manchen Witz auf Lager und führte mit viel Charme durch den Abend. So stellte er die Solisten vor, die eben „Das kleine Echo“ gespielt hatten: Barbara Hein, Valerie Ernst und Julian Käsmeier. Leider haben sich alle vier hinter Pult und Vorhang versteckt. Wie im vergangenen Jahr hatte er auch heuer eine „lila Plakette“ für die Solisten.
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Das nächste Stück entführte in die Welt des Sports: „The olympic Spirit“ von John Williams.
Sepp Bernhart zeichnete dann Valeria Ernst mit der „bronzenen Stimmgabel“ aus, die sie beim Leistungstest der Musikschule Mühldorf erzielt hatte.
Weiter gings mit dem Dixieland „Flashlights“
Wieder heimischer klangs bei der „Fuchsgrabenpolka“ von Karl Vacek, einem Stück, das jede Blaskapelle im Repertoire hat – wie Thomas Enzinger meinte.
Auch der Bozener Bergsteitermarsch ist so ein Stück, das bei keinem Volksfestauszug fehlt.
Mit diesem bekannten Stück von Sepp Tanzer wollte die Jugendblaskapelle ihr Neujahrskonzert abschließen. Daß sie den Nerv der Zuhörer getroffen hatten, zeigte deren Stimmung.
In einer SMS forderte ein Zuhörer eine Zugabe – meinte Thomas Enzinger – und so spielten sie noch die „SMS-Polka“.
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Während auf der Bühne die Musiker die Plätze tauschten, erzählte Thomas Enzinger, daß die Blaskapelle aktuell 43 Jugendliche in einer Bläserklasse an der Grundschule in Mößling und in einer Blockflötenklasse in Altmühldorf ausbildet. Alle erhalten ihren Unterricht an der Musikschule in Mühldorf. Wenn sie so weit sind, dürfen sie in der Jugendkapelle spielen. Diese intensive Jugendarbeit ist die Grundlage für den Fortbestand der Blaskapelle. Das Ergebnis sollte der zweite Teil des Konzerts zeigen, in dem zunächst Josef Terre dirigierte.
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Und zwar mit der Ouvertüre aus Jacques Offenbachs „Les Savojardes“
Thomas Enzinger, selbst Musiker, setzte seine Moderation jetzt aus der Mitte der Kapelle fort.
Der Ballsaison kam die Blaskapelle dann näher und intonierte die Schnellpolka „Eljen a Magyar“ von Johann Strauß.
Filmmusik folgte mit einer Auswahl aus den „Mary-Poppins“-Filmen von Walt-Disney.
Die Tschechoslowakei war bekannt für ihre Blasmusikkomponisten. So stammte auch das nächste Stück „Biela Pani“ von Karol Padivy.
Bevor’s in die Pause ging, begleitete die Blaskapelle die Mühldorfer Schäffler in die Halle: „Aber heid is‘ koid!“ Mit rotem Leiberl und dem typischen Lederschurz bekleidet machten sie Lust auf die Auftritte, die ein paar Tage später beginnen sollten.
Schäfflermeister Sepp Loibl wünschte den Zuhörern mit einem (O-Ton „Vivat hoch“) ein gutes Neues Jahr und freute sich auf die Auftritte bis Ende des Faschings.
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Nach der Pause übernahm „Musemoasta“ Sepp Eibelsgruber die Leitung der Kapelle.
Mit viel Schwung gings mit der Disco-Fanfare „Die Pyramide“ in den zweiten Teil des Konzerts.
Die ersten Solisten waren Stefan Schmid und Markus Hein: „Zwei Musikantenherzen“ von Antonin Kadlec.
Die Schäffler hatten es sich inzwischen auch gemütlich gemacht.
Dann folgte eine Premiere: Norbert Engelbrecht hatte das Stück „Wenn ich tanzen will“ aus dem Elisabeth-Musical für die Blaskapelle arrangiert. Hedi Stenger und er selbst sangen dieses Duett zwischen der Kaiserin und dem Tod.
Weltbekannt und trotzdem hier sehr ungewöhnlich war das nächste Stück: Die Blaskapelle mit Johann Strauß‘ Meisterstück „An der schönen blauen Donau“.
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Bürgermeister Günther Knoblauch gratulierte zu diesem wunderbaren Konzert, das geradezu ein Schlager ist. Besonders in diesem Jahr gibt es Grund „Danke“ zu sagen. Ein Jahr vor der Blaskapelle feiern die Schäffler ihr 150-jähriges Bestehen. Für diese engagierte Pflege von Traditionen gebührt beiden Gruppen großer Dank und die Unterstützung von Stadt und Gesellschaft.
Bürgermeister Knoblauch ermunterte die Zuhörer, durch Auftrittsbestellungen die Arbeit der Schäffler zu unterstützen.
Er dankte auch allen anderen Blaskapellen für ihre Pflege der Identität der Menschen in der Region. Auch wenn das neue Jahr so manche Unwägbarkeiten bringt, kann man es meistern, wenn man positiv eingestellt die Aufgaben angeht, die vor einem liegen. Dazu liefert das Neujahrskonzert einen sehr guten Anstoß. In diesem positiven Sinn wünschte er den Zuhörern ein gutes und erfolgreiches Neues Jahr.
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Josef Enzinger zeigte nun seine Qualitäten als Sänger und setzte das Konzert fort mit der Ballade „You raise me up“ von Brendan Graham.
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Eigentlich für den Volkstanz geschrieben, ist „Deutscher Dreher aus der Holledau“ ein Hauptbestandteil im Repertoire vieler Blaskapellen. Das ist was urbayerisches, meinte so auch Moderator Thomas Enzinger.
Dann trat er selbst nach vorn und sorgte mit „Keep on smiling“ für gute Laune.
Den Schluß sollte der „Graf Zeppelin Marsch“ machen. Bevor die Kapelle anstimmte, dankte Vorstand Sepp Bernhart Zuhörern und Musikern aber auch allen anderen im Hintergrund, die für Verpflegung und Getränke gesorgt und die den Saal so schön vorbereitet hatten.
Für Josef Terre und Sepp Eibelsgruber hatten die Musiker einen Blumenstrauß zum Dank für die großartige Arbeit, die sie für die Blaskapelle Altmühldorf leisten. Auch wenn sie’s nicht immer leicht mit ihnen haben.
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Eine Zugabe mußte schon noch sein – meinten die Zuhörer, und so schloß die Kapelle das Konzert mit dem Marsch „Gruß an Oberbayern“.
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Mit viel Schwung und guter Laune und einer großen Vielfalt guter Musik geleitete die Blaskapelle Altmühldorf die Gäste ins neue Jahr und die über 400 Zuhörer dankten es ihnen mit lang anhaltendem Applaus. So kann’s weitergehen, dieses noch junge Schaltjahr 2012.
3 Stadtmeisterschaft der Eisstockschützen in Mühldorf - Trotz Sturm "Andrea" gelungen - Stadtmeister wurden die "Stockalmschützen" 8:10
Ein ordentlicher Schneeschauer zwang die Stockschützen eine Pause einzulegen. Taubenkreise und Tauben waren nicht mehr zu sehen und die Eisstöcke flitzten gerade so dahin. Sogar ihre Mannschaftskameraden an der gegenüberliegenden Bande konnten sie nicht mehr erkennen.
Während der „harte Kern“ - wie Mühldorfs Sportreferent Sepp Wimmer die Mitglieder der fünfzehn Teilehmermannschaften genannt hatte - darauf warteten, daß die Eismaschine wenigstens wieder einigermaßen reguläre Bedingungen schaffte, genossen die einen frische Weißwürst‘ und die anderen die frische Luft an diesem windigen und kalten Morgen.
Als auch noch die Eismaschine streikte, machten sich Sepp Wimmer und Helmut Lohr schon Sorgen, ob’s überhaupt noch weitergehen würde.
Aber dann ging’s doch weiter – und wie! (O-Ton – Pfiff Sepp)
Während in der Stadt die Glocken von St. Nikolaus zum Gottesdienst riefen, suchten die Aktiven die richtige Platte - - - schwangen die Stöcke, zielten genau und - - - schossen.
War er gut? (O-Ton – war guad ja!)
Organisator Sepp Wimmer war natürlich selbst auch mit von der Partie.
Seit 30 Jahren sind manche dabei, andere haben grad‘ erst angefangen.
Sepp Wimmer war es nicht leicht gefallen, die 15 Mannschaften zusammenzubringen. Eine hatte sogar am Vorabend noch ihre Teilnahme abgesagt. Und - - bei 15 Mannschaften muß halt immer eine aussetzen.
In zwei Gruppen hatten er und Helmut Lohr sie eingeteilt, die erst untereinander die Besten suchten. Die schossen dann im Endkampf gegeneinander. Die zweitplatzierten ermittelten den dritten und vierten Sieger.
Damen waren heuer unterrepräsentiert. Nur drei stellten sich Wind und Wetter. Und ob’s jetzt daran liegt, daß sie Damen sind, oder daran, daß Damen einfach mehr Gefühl haben, das wissen wir nicht. Jedenfalls haben sie super geschossen, so lang wir mit der Kamera dabei waren. Na ja, im Endergebnis lag die Mannschaft des Landratsamtes nicht grad so weit vorn.... (Vorletzte!)

Der Schnee hatte das Eis stumpf gemacht. So mancher Eisstock verhungerte unterwegs.
Später wurden die Bedingungen erst besser und als es zu regnen begann, wieder schlechter. Zudem klagten die Sportler darüber, daß auch die einzelnen Bahnen unterschiedlich gut liefen.
Wenn das Augenmaß nicht reichte, muß nachgemessen werden.
Sepp, wie steht’s grad? (O-Ton)
Während die Zahl der Mannschaften abnahm, weil ihre Platzierung nicht für die Teilnahme an einem Endkampf gereicht hatte, zogen immer dunklere Wolken von Westen heran. Sollte es am Ende wieder anfangen zu Regnen oder gar zu Schneien?
Aber - - - das Wetter hielt, die Wolkendecke erlaubte sogar den einen oder anderen Blick auf den blauen Himmel.
Dann noch die letzten Ergebnisse eintragen und den Zettel bei Sepp Wimmer abliefern, damit ausgewertet werden kann.
Dann gings los: Um den Sieg schoß der Stammtisch Turmbräugarten, der sich in seiner Gruppe mit 11:1 durchgesetzt hatte gegen die Stockalmschützen aus Erharting, die ihre Gruppe mit 14:0 geradezu dominiert hatten.
Um den dritten Platz schossen die Volksfestfreunde, die mit 12:2 und die Mannen des ESV Mühldorf II, die mit 10:2 jeweils in ihrer Gruppe zweite geworden waren.
Wie ernst es dann wurde, stand den Schützen ins Gesicht geschrieben.
Es dauerte nicht lange, da standen die Stockalmschützen als Turniersieger fest. Sie konnten die Begegnung mit dem Stammtisch Turmbräugarten mit 21:8 für sich entscheiden.
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Eine Stunde später gabs die Siegerehrung im Gasthaus Jettenbacher Hof. Sepp Wimmers Gattin Cilly hatte zwei Tische voller wertvoller Sachpreise aufgebaut und schön dekoriert.
Sepp Wimmer freute sich, daß das Turnier trotz aller Wetterwidrigkeiten so gut verlaufen war. Dafür galt sein Dank allen Teilnehmern, die wirklich zum harten Kern gehören und immer dabei sind, egal wie das Wetter ist. Dann dankte er allen Sponsoren für die Sachpreise und noch einigen für Gutscheine, etwa einem Fitneß-Center für Saunagutscheine und dem Wirt für Essensgutscheine.
Sein besonderer Dank galt Helmut Lohr und den Mitgliedern des SV Altmühldorf für die Hilfe bei der Ausrichtung und der Auswertung der Ergebnisse.
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Bürgermeister Günther Knoblauch hatte beim morgendlichen Blick aus dem Fenster auch alle Bewunderung für diese echten Sportsleut‘, die immer dabei sind, wenn’s um die Stadtmeisterschaft geht. Ein großes Kompliment ging an Sportreferent Sepp Wimmer, der es mit viel Herzblut wieder geschafft hatte, so viele Mannschaften zusammenzubringen. Natürlich hatten die Stadtwerke das Stadion kostenos zur Verfügung gestellt. Yello hätte das sicher nicht können .
Er wünschte den Teilnehmern 366 gute Tage in diesem neuen Jahr und immer den richtigen Abstand zur Taube.
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Dann die Siegerehrung: (O-Ton)
Ihnen überreichte Bürgermeister Günther Knoblauch den riesigen Pokal und Helmut Lohr die Urkunde. Zudem hatten sie freie Auswahl unter den Sachpreisen.
Den zweiten Platz belegte der Stammtisch Turmbräugarten. Auch sie erhielten Urkunden und hatten die Wahl unter den Sachpreisen, die noch übrig geblieben waren.
Dritte wurden die Volksfestfreunde, die sich mit 18:6 gegen die Mannschaft des ESV durchgesetzt hatten.
Auch alle weiteren erhielten Urkunden und hatten die Wahl unter den Sachpreisen, die noch geblieben sind. Bis schließlich alle Urkunden verteilt und die Preise weg waren.
Inzwischen hatte Bürgermeister Knoblauch den Pokal mit Weißbier füllen lassen. 20 Halbe passen da hinein. Er selbst hatte angetrunken, das ist uns aber leider entgangen. Jedenfalls ging der Pokal reihum und sie Stimmung wurde ruhiger und gemütlicher und sie feierten noch bei dem einen oder anderen Schnappsal in den Nachmittag hinein, die jungen und die älteren vom harten Kern in Mühldorf gemütlich beinand in der warmen Stube beim Saftl!

4 Wie alle sieben Jahre so auch heuer im Jubiläumsjahr: Sie tanzen wieder, die Schäffler 10:15
Mitten in Mühldorfs guter Stube, grad vor dem Rathaus zeigten sie in ihrem Jubiläumsjahr erstmals ihren Tanz, der der Legende nach an das Pestjahr 1517 erinnert. Allerdings gibt es Zweifel, ob es 1517 überhaupt die Pest in München gab. Es steht eher zu vermuten, daß diese Legende erst im 19. Jahrhundert verbreitet wurde.
Nachgewiesen ist aber, daß die Schäffler in München erstmals 1760 aufgetreten sind und seither alle sieben Jahre tanzen. Es ist – sagt Wikipedia – auch nicht klar, warum die Schäffler alle sieben Jahre tanzen. Dafür gibt es wohl verschiedene Erklärungen.
Nach Mühldorf kam der Schäfflertanz 1862. Damals nahmen sich die Turner des TSV des Themas an und führen seither alle sieben Jahre den Schäfflertanz auf.
Das war diesmal gar nicht so einfach. Voriges Jahr – als die Schäffler in Kraiburg tanzten, hatten die Mühldorfer noch keinen Schäfflermeister. Dann erklärte sich Boxer-Trainer Istvan Molnar bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Der trat aber bald wieder zurück und so blieb die Aufgabe an Sepp Loibl, die Schäffler ins Jubiläumsjahr zu führen.
Nun endlich war es so weit und sie konnten vor dem Rathaus ihren Tanz zeigen, der aus mehreren Abschnitten besteht und von Spaßmachern oder Clowns begleitet wird.
Nach ihrem Tanz zeigen die Fasslschlager ihr Können und schließlich beweist der Reifenschwinger, daß die Fliehkraft immer noch funktioniert.
Die Schnappsal im Reifen schwingt er natürlich nicht nur einfach so. Sie haben später noch einen Zweck zu erfüllen.
Schäfflermeister Sepp Loibl grüßte Bürgermeister und Stadträte und die ganze Bevölkerung und freute sich, auch im Jubiläumsjahr die Pestilenz und andere böse Krankheiten aus der Stadt vertreiben zu dürfen, was der Legende nach der Zweck des Tanzes ist. Der Schäfflertanz ist sicher eine der ältesten kulturellen Veranstaltungen in der Kreisstadt, meinte er. Und das werden die Schäffler auch weiter fortsetzen. Er dankte Bürgermeister und Stadtverwaltung für die Unterstützung dabei. (O-Ton Vivat....)
Bürgermeister Günther Knoblauch zeigte sich stolz darauf, daß der TSV die Tradition der Schäffler fortsetzt. 150 Jahre Schäfflertanz in Mühldorf ist schon eine beachtliche Leistung. Um so mehr, als viele schon oft dabei waren und sie eigentlich lauter alte Hasen sind. Er bat die Bevölkerung, die Schäffler aufzunehmen und sie durch Tanzaufträge zu unterstützen. Es sind noch Termine frei.
Dann ließen sie sich das Schnappsal schmecken.
Er traf einen Zuschauer, dem aber nix passiert ist. Eine Gaudi war’s halt.
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Die Stadt empfing die Schäffler auf dem Rathausfletz zum Weißwurstfrühstück. Da konnten sie sich aufwärmen, bevors weiterging zum nächsten Auftritt.
Herr Schwarz, wie ist es denn, wenn Sie als langjähriger Reifenschwinger diesmal nicht dabei sind? (O-Ton)
Wie in der Stadt überhaupt! (O-Ton)
Herr Bürgermeister, es ist schon etwas besonderes, wenn man 150 Jahr Schäffler und damit 150 Jahre Brauchtumspflege in der Stadt feiern kann. (O-Ton)
Es war ja diesmal nicht so einfach, genügend Tänzer zu finden. Da ist es ein schöner Erfolg, daß trotzdem wieder eine ganze Mannschaft zusammengekommen ist. (O-Ton)
Jetzt wär’s halt schön, wenn sie noch ein paar Auftritte mehr hätten. (O-Ton)
Eben haben wir gehört, der Schützen- und Trachtenzug wird heuer im Zeichen des Jubiläums der Schäffler stehen. Wie wird das aussehen? (O-Ton)
Da können wir uns schon drauf freuen. Langweilig wird’s uns auch 2012 sicher nicht. (O-Ton)
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Schon eine Stunde später tanzten die Schäffler vor einem Mühldorfer Baumarkt.
Und da blies der Wind ganz ordentliche zwischen den Autos durch. Da paßte dann die Musik dazu: Aber heid is‘ keud!
Herr Loibl, heute jagt ein Auftritt den anderen. Wie sieht’s denn sonst aus? (O-Ton)
Da macht Euch auch das Wetter nichts aus! (O-Ton)
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Die Mühldorfer Schäffler tanzen noch bis 21. Februar. Sie würden sich freuen, wenn Sie ihnen einen Auftritt schenken würden. Wer Interesse hat, kann sich bei Beate Fedtke-Gollwitzer unter der eingeblendeten Telefonnummer einen Termin reservieren lassen
5 Der Inthronisationsball der FG Waldburgia - ein gelungener Auftakt in den Fasching in Waldkraiburg 14:20
Eine sehr große Tanzfläche hatte die Faschingsgesellschaft Waldburgia im großen Saal im Haus der Kultur vorbereitet. So konnte man einiges erwarten, als Hofmarschall Charly Salinger die Gäste zum Inthronisaitonsball willkommen hieß. Neben zahlreichen Stadträten waren auch die Bürgermeister Jungbauer und Babiak gekommen. Siegfried Klika war noch in Nürnberg bei der Wahl zu Miß und Mister Bayern und würde später kommen. Ihn vertrat so lang Gattin Helga. Auch die Stadtratsfraktion der SPD war stark vertreten. An ihrer Spitze Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer.
Den Ball eröffnete das Prinzenpaar des Vorjahres, Alois und Kathrin. Die fränkische Band „Fresh“ lieferte die Musik dazu. Sie blieben nicht lang allein auf der Tanzfläche.
Nicht klar war vielen Ballbesuchern die Kleiderordnung. Wer traditionell den Inthronisationsball als schwarz-weiß-Ball gesehen hatte, war aber genauso willkommen, wie die, die gern auf einen Maskenball gehen.
Mit solchen Gedanken hielt sich die Band nicht lang auf und lud gleich wieder zum Tanzen.
Mit Oldies und aktuellen Hits sorgten die drei auf der Bühne für gute Laune.
Aber nicht nur das Vorjahresprinzenpaar war da, auch das davor. Stefan und Tanja waren über die Feiertage in Ägypten und hatten von da die Inspiration für ihre Kostüme mitgebracht.
Es fehlt `was in Waldkraiburg, seit Stadtmarekting-Geschäftsführer Markus Stern nicht mehr da ist. Die Band mußte „Ein Stern der Deinen Namen trägt“ einfach so spielen – ohne personellen Bezug....
Auch der Ortsverband der CSU war stark vertreten. CSU-Orts-Vorsitzendem Harald Jungbauer begleiteten Thomas Lainer und Horst Lang. Und natürlich die Stadträte Charlotte Konrad und Annemarie Deschler und natürlich Faschingsbürgermeisterin Inge Schnabl.
Es war viel Platz auf der Tanzfläche – so konnte jeder seiner Freude am Tanzen freien Lauf lassen.
Als der Hofstaat einmarschierte war klar, was kommen würde: Die Garde mit ihrem Marschtanz.
Die Gäste bejubelten den gelungenen Auftritt.
Die Post kündigte sich an und brachte zwei ziemlich große Pakete. So groß, daß sie mit dem Hubwagen hereingefahren werden mußten.
Hofmarschall Charly Salinger lud zweiten Bürgermeister Harald Jungbauer und - stellvertretend für ihren Mann - Bürgermeistersgattin Helga Klika mit Faschingsbürgermeisterin Inge Schnabl auf die Tanzfläche um die Pakete zu öffnen.
Helga Klika erschrak erst, als sie reinschaute, machte dann aber mutig weiter. Leichter fiel es Harald Jungbauer. Schließlich hatte er eine hübsche Prinzessin auszupacken. (O-Ton Salinger)
Dann durften Prinzessin Marina I. und Prinz Marco I. endlich ihren Prinzenwalzer tanzen.
Die Geschwister – beide bayerische Meister – zeigten eine atemberaubende Darbietung. Es war mucksmäuschenstill im Saal als die beiden über die Tanzfläche wirbelten.
Groß der Jubel am Ende.
Es gab Orden: Weil Bürgermeister Siegfried Klika noch nicht angekommen war, vertrat ihn seine Gattin Helga.
Der nächste Orden ging an zweiten Bürgermeister Harald Jungbauer.
Und natürlich erhielt Faschingsbürgermeisterin Inge Schnabl einen – und Peter Hegwein, der Chef des Hauses der Kultur. Und die Berichterstatter blieben auch nicht ohne.
Weiere Orden gingen an die Eltern und Trainer des Prinzenpaares und an Sponsoren und Unterstützer der Faschingsgesellschaft.
Charly Salinger hatte ein Maskottchen für die Gardemädels, die sich mit dem Schlachtruf der Faschingsgesellschaft bedankten und ausmarschierten.
Es war wieder Zeit zum Tanzen.
Helga Klika und Charlotte Konrad versuchten grade eine SMS vom Bürgermeister zu entziffern als Annemarie Deschler das Tanzbein schwang.
Die Bar fand sich diesmal im Saal, was den Vorteil hatte, daß man eben mal einen Abstecher machen konnte, ohne gleich das Geschehen aus den Augen zu verlieren. Als die Band Musik eher für die jüngeren Leute spielte, nutzten die Gäste von der SPD diese Möglichkeit und stießen mit ihrem frisch benannten Bürgermeisterkandidaten Markus Schwaiger an. Und da dominierte dann die Farbe rot.... 
Endlich war Bürgermeister Siegfried Klika gekommen. Er mußte gleich mal Bericht erstatten, wie das in Nürnberg gelaufen ist, wo sich fünf Waldraiburger um den Titel Miß und Mister Bayern beworben hatten, aber fast leer ausgegangen sind.
Die Band lud zur zweiten Runde der Preisverleihungen – wie sie es nannten.
Der Hofstaat nahm vor einer großen Wand Aufstellung. Französisches Flair zog ein. Das Prinzenpaar – als Touristen verkleidet – nahm an einem Kaffeetisch Platz. Die Gardemädels flanierten über den Platz. - - - - Dann eine Verwandlung: in französische Farben gekleidet zeigten sie ihr Showprogramm.
Die Ballbesucher bejubelten auch diesen Auftritt.
Es folgte der Showtanz des Prinzenpaares.
Es gab noch einmal Orden. Und da fielen die Gardemädels über ihre Trainerin Ulli her.
Seine Ausdauer zeigte Bürgermeister Klika, der nach so einem langen aufregenden Tag immer noch Freude am Tanzen hatte.
Manche Ballbesucher hatten sich schon verabschiedet, die Tanzfläche schien noch größer geworden zu sein, als nach Mitternacht die Männergarde der Waldburgia aufmarschierte und ein spritzigen und ideenreichen Auftritt zeigte. Erst als Tänzer, dann akrobatisch als Asterix und seine Freunde.
Und nochmal gabs Orden, diesmal für die Trainerinnen der Männergarde. Sie entkamen den Tänzern nicht....
Einen europäischen Narrenorden konnte Charly Salinger Christian Hinkelmann überrechen und Tontechniker Bertl.
Und weil auch eine Männergarde ein Maskottchen braucht, hatte SPD-Ortsvereinsvorsitzender Alex Will eine Überraschung parat: einen als Wicki verkleideten Plüschbären. Sie dankten es ihm mit dem Schlachtruf.
Die Zugabe hatte es in sich: Sie kleideten sich in die Bademode der 20er-Jahre und gingen Schwimmen....
Ein sehr gelungener Inthronisationsball machte Lust auf mehr Fasching in der Industriestadt. Nach ihrem Neuanfang im vergangenen Jahr hat die Waldburgia noch einmal deutlich zugelegt. Es hat richtig Spaß gemacht. Bleibt zu hoffen, daß die Ballgäste im Landkreis den Termin für den Inthronisationsball 2013 schon jetzt dick im Kalender anstreichen. Mehr Gäste sind ihnen nämlich sehr zu wünschen.
6 Die Kaminkehrer des Landkreises und die Mettenheimer Bläser bei Landrat Georg Huber - Glückwünsche und Spenden 5:55
Schornsteinfeger arbeiten auf dem Dach und sind das Treppensteigen gewohnt. Da machte es ihnen nichts aus, daß sie im Landratsamt jetzt eine Etage höher steigen müssen, wenn sie zu Landrat Georg Huber wollen.
Der freute sich, so viele Schornsteinfeger willkommen heißen zu dürfen.
Innungsobermeister Felix Biersack überreichte ihm einen Kalender für sein Büro, der ihn immer daran erinnern sollte, daß ihm von den Kaminkehrern das Glück lacht. Für ihn selbst und seine Gattin hatten sie noch einen guten Tropfen dabei. Damit sollten sie das Neue Jahr begießen.
Um ihn Stürme wie zuletzt „Andrea“ bestehen zu lassen, überreichten sie Landrat Huber noch eine Krawattennadel.
Felix Biersack meinte, der eigentliche Grund sind aber die Neujahrswünsche für ihn persönlich, seine Familie, die Mitarbeiter des Landratsamtes und alle Bürger des Landkreises.
Ihnen allen wünschten die Schornsteinfeger alles Gute, viel Glück und Erfolg im neuen Jahr.
Schon traditionell hatten sie einen Scheck dabei, mit einem Betrag, den sie Landrat Huber baten, einer Familie zu übergeben, die es dringend braucht.
Landrat Georg Huber freute sich ehrlich über den 10. Besuch der Schornsteinfeger und besonders darüber, daß sie diese Tradition auch aufrecht erhalten. Das ist heute nicht mehr selbstverständlich. Zwar reden viele über Tradition, verlassen sie aber dann bei der erst-besten Gelegenheit.
Die Verantwortung in der Gesellschaft tragen, brauchen Wurzeln. Nur wer verwurzelt ist, weiß, wohin ihn sein Weg führt. Da ist der Besuch der Kaminkehrer ein willkommener Anlaß, die Standorte neu zu bestimmen und die Entwicklungswege festzulegen.
Auch die Spende freute Landrat Huber sehr, weil sie zeigt, daß sie als Selbständige auch an andere denken, denen es nicht so gut geht. Und solche gibt es auch in unserer reichen Gesellschaft.
Die Spende der Schornsteinfeger kommt sicher Familien zu Gute, die es gut brauchen können.
Auch Landrat Huber wünschte den Kaminkehrern: (O-Ton)
Er hoffte auf die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit, die besonders in Zeiten des Klimawandels und der Erarbeitung des Klimafahrplans von großem Wert ist. Die Kaminkehrer haben hierbei eine wichtige Funktion. Auch seinen Mitarbeitern im Haus dankte Landrat Huber.
Bevor sie mit einem Gläschen Sekt anstoßen konnten, verabschiedete Landrat Huber den scheidenden Kaminkehrermeister Reinhard Geiger und begrüßte seinen Nachfolger in dieser Runde.
Mit einem Gläschen Sekt stießen Kaminkehrer und Landrat auf das neue Jahr an.
Bei einem Weißwurstfrühstück unterhielten sie sich dann noch geraume Zeit und besprachen so dies und das. Wir wünschen den Schornsteinfegern auch von uns alles Gute und viel Erfolg im neuen Jahr.
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Ein paar Stunden später trafen wir junge Musiker von den Mettenheimer Bläsern vor Landrat Hubers Büro. Sie hatten Anfang Dezember in der Pfarrkirche St. Michael in Mettenheim ein Konzert gegeben und wollten den Erlös der Stiftung „Mehr Licht für Kinder“ spenden.
Landrat Huber hatte am Vorabend ein weiteres Konzert der Mettenheimer Bläser besucht und war begeistert von dem jungen Orchester, dessen Durchschnittsalter gerade mal 17 Jahren liegt. Von ihren Darbietungen können sich viele Blaskapellen eine Scheibe abschneiden, lobte Landrat Huber.
Orchesterchef Martin Lamprecht erläuterte die Leitlinien seiner Nachwuchsarbeit, die darauf abzielt, jungen Leuten die Freude an der Musik nahe zu bringen und zu erhalten. Er freute sich besonders über die Höhe der Summe, die ausschließlich aus den Spenden der Konzertbesucher nach dem Konzert zusammengekommen ist. Der Eintritt war frei.
Die Jungendarbeit der Vereine zu fördern entspricht auch dem Interesse des Landrats, der die selbstgemachte Kultur vor Ort allem anderen vorzieht, meinte Georg Huber. Er sicherte ihnen zu, sie auch weiterhin nach Kräften unterstützen zu wollen.
Martin Lamprecht versprach, das Lob an die Musiker weiter zu geben und freute sich über die zugesagte Untersützung.
Landrat Huber freute sich für die Stiftung des Landkreises über 1.576 Euro. Das Geld wird sicher im Landkreis für Kinder verwendet, die es dringend brauchen. (O-Ton)
7 Bilder wie Malerei: Ausstellung "Contempora" mit Werken von Hans-Jürgen Fess und Eduard Sommer im Landratsamt 9:00
Die Vernissage eröffnete Lucia Meyer, die keine fertige Komposition dabei hatte, sondern sich von der neuen Jahreszahl inspirieren ließ und Variationen von 12 zum Besten gab, also als Kombination von „3 und 5 gleichzeitig“ und einmal von „7 und 5“.... 
Sie selbst schmunzelte und meinte, mal schau’n was rauskommt.
Während sie spielt, zeigen wir Ihnen die Bilder von Hans-Jürgen Fess und Eduard Sommer, die wir schon vorher aufgezeichnet hatten.
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Landrat Georg Huber freute sich über diese ganz anderen Klänge. Es macht die Vernissagen am Landratsamt einzigartig, daß jeder Künstler seine eigene Musik mitbringen - und so noch besser zeigen kann, was in ihm vorgeht.
Künstler aus dem Landkreis zu unterstützen, ist eines seiner großen Anliegen, betonte Landrat Huber. Nur so kann die Gemeinschaft vorwärts gebracht werden. Ausstellungen von Künstlern aus München oder von noch weiter, sind zwar interessant, bringen den Kulturschaffenden hier im Landkreis aber kaum Vorteile. Nur im Austausch der Künstler vor Ort kann sich eine Gemeinschaft bilden, die sich gegenseitig befruchtet. So eine Gemeinschaft ist wichtig um die Gesellschaftliche Entwicklung nicht nur der Wirtschaft und dem Sport zu überlassen sondern auch eine freigeistige Komponente beizumischen – unterstrich Landrat Huber.
Er dankte allen Gästen der Vernissage fürs Kommen und besonders Gernot Sorgner und den Künstlern, die hier ihre Werke zeigen für ihre Mitwirkung.
Der gebürtige Saarländer Hans-Jürgen Fess, der jetzt in Waldkraiburg lebt, setzt sich seit über 30 Jahren mit dem Thema Fotografie auseinander. Er zeigte seine Werke bei nationalen und internationalen Fotoausstellungen und hat sich zum Ziel gemacht, Malerei und Fotografie zu verknüpfen. Tatsächlich wirken viele seiner Bilder wie gemalt.
Eduard Sommer wurde in Mühldorf geboren und wohnt jetzt in Niederbergkirchen. Er beherrscht spezielle Techniken der Fotografie und der Fotobearbeitung. Sein größter Erfolg war das Foto „Erdbeere trifft Eiswasser“, das unter 64.000 Einsendungen in Europas größtem Fotowettbewerb für den Jahreskalender 2012 ausgewählt wurde.
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Kunstvereinsvorstand Gernot Sorgner wünschte den Zuhörern zunächst ein gutes Neues Jahr.
Die einleitende Musik hatte ihm gut getan, weil sie vom Alltagstrubel abgelenkt - und den Kopf frei gemacht hat. Tatsächlich entwickelte sich die Fotografie in den zurückliegenden Jahren zu einer weiteren Kunstform.
Dann erinnerte Gernot Sorgner an die Anfänge der Fotografie im 19. Jahrhundert, als der Franzose Diepce die Dächer des Nachbarhauses mit einer sogenannten Camera obskura oder Lochkamera festgehalten, und so das erste Landschaftsfoto überliefert hat.
Schon 1838 jubelte ein französischer Schritsteller über die Fotografie als neue Kunstform, die schnell und exakt Bilder von nie dagewesener Genauigkeit erzeugt.
Der Einfluß der Fotografie auf die Malerei war enorm. Sie befreite die Maler von der Aufgabe, die Realität festzuhalten und machte den Weg frei für neue Kunstrichtungen, etwa den Impresionismus.
Die Fotografie fand neue Anwendungsbereiche: Reportage, Portraits oder Dokumentation waren von da an die Domäne der Fotografen.
Erst Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelten sich Malerei und Fotografie zu unterschiedlichen Kunstformen. Seither hat sich etwa die Portraitfotografie oder auch die Landschaftsfotografie zu anerkannten Kunstformen entwickelt. Oder auch Andy Warholes Bilder basieren auf Fotografien.
Auch die malenden Künstler haben die Fotografie als Ausgangspunkt genommen um damit ihre Werke zu erstellen.
Hans-Jürgen Fess Kunst besteht darin, Menschen in der Bewegung festzuhalten, die Bilder zu zerteilen und zu einem neuen Bild wieder zusammenzusetzen. Er bearbeitet die Bilder mit den „sogenannten Computern“ und erreicht damit Effekte, von denen mancher Maler nur träumen kann.
Besonders Eduard Sommer malt mit seinem Computer und erzeugt so Dali-ähnliche Bilder. Ein faszinierender Vorgang. Gernot Sorgner kapitulierte vor diesen fast unbegrenzten Möglichkeiten.
Beide halten ihre Motive mit ihren Fotoapparaten fest wie sie sie antreffen und gestalten später am Computer die Bilder, die hier zu sehen sind.
Gemeinsam mit malenden Künstlern ist ihnen aber, daß sie Werke schaffen, die einen bleibenden künstlerischen Wert haben. Das sieht man den Bildern auch an. Und wie in der Malerei, hat auch jedes Bild eine Aussage, die sich dann erschließt, wenn man sich bemüht, sie zu sehen.
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Nachdem er allen dankte, die mitgeholfen hatten, die Ausstellung zu realisieren, war die Ausstellung eröffnet und Landrat Georg Huber stieß mit den Künstlern auf ihren Erfolg an. Die Gäste hatten nun Gelegenheit, die Bilder zu betrachten oder die ersten Eindrücke im neuen Jahr zu besprechen.
Die Ausstellung unter dem Titel „Contempora“ ist noch bis um 29. Februar während der Öffnungszeiten im Foyer des Landratsamtes zu sehen. Der Eintritt ist wie immer frei.
8 "Mühldorf ist bunt"- Kundgebung gegen Rechts - Neonazis müssen wieder abziehen 10:10 03 20.01.12
Die angekündigte Demonstration des „Freien Netz Süd“ warf schon am Morgen ihre Schatten voraus. Schon um 10 Uhr früh hatten Vertreter dieser Gruppierung „Posten bezogen“ – wie es wohl in ihrem Jargon heißt. Ein Beobachter stand vor der Polizeiinspektion in Mühldorf und andere mischten sich unter die Teilnehmer der Gegenkundgebung auf dem Stadtplatz.
Trotz der kurzen Zeit war es SPD-Unterbezirksvorsitzendem Richard Fischer gelungen, eine Kundgebung zu organisieren, zu der mindestens 300 Teilnehmer kamen. Gleichzeitig luden der Kreisverband der Grünen, die Junge Union und die ÖdP dazu ein. Das soziale Netzwerk „Facebook“ spielte keine unerhebliche Rolle: Noch am Vortag rief „Tom-W-ohne-H“ dazu auf, den Demonstranten den Weg zu blockieren. 209 Facebook-Freunde sagten zu!
Aus Burghausen, Altötting, Töging und der ganzen Umgebung waren Menschen auf den Stadtplatz gekommen, um ihr Mißfallen zu bekunden.
Die Demonstartion der Neonazis war ordentlich angemeldet. Das Landratsamt hatte auf Grund der geltenden Bestimmungen keine Möglichkeit, sie zu untersagen. Lediglich der Weg, den die Neonazis nehmen wollten, konnte geändert werden.
Die Polizei war mit 200 Mann vor Ort und hatte den Platz vor dem Rathaus nicht nur abgesperrt sondern geradezu zur Festung ausgebaut. So sollten Neonazis und Gegner voneinander ferngehalten werden. Soweit war es aber noch nicht.
Die enormen Kosten für diesen Einsatz trägt der Steuerzahler. Das muß es unserer wehrhaften Demokratie wert sein, das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Demonstrationsrecht zu schützen – meinte später Polizei-Pressesprecher Andreas Guske.
SPD-Unterbezirksvorsitzender und Organisator Richard Fischer adressierte seine kurze Ansprache an alle Demokratinnen und Demokraten. Über Parteigrenzen hinaus soll ein Zeichen für Toleranz, Demokratie und Menschenwürde gesetzt werden, erklärte er. Die Versammlung sollte auch ein Zeichen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Ausländerhass und rechte Gewalt sein. Mühldorf und der gesamte Landkreis sind schöne Orte, an denen Menschen unterschiedlicher Herkunft ein gemeinsames Zuhause gefunden haben und wo braunes Gedankengut keinen Platz hat.
Die Bürger in Stadt und Landkreis Mühldorf lassen es nicht zu, daß hier rechte Parolen und Aufrufe zur Fremdenfeindlichkeit verbreitet werden.
Richard Fischer war stolz darauf, daß so viele seiner Aufforderung gefolgt sind. Er konnte neben Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber auch Bundestagsabgeordneten Ewald Schurer und Landtagsabgeordneten Florian Ritter, Landrat Georg Huber sowie zahlreiche Bürgermeister, Kreistags- und Stadtratsmitglieder willkommen heißen.
Das gemeinsames Ziel ist es, die Demokratie zu schützen.
„Wir lassen uns unsere Heimat und unser positives Lebensgefühl nicht durch Aktionen aus dem rechten Spektrum zerstören“ erklärte Richard Fischer. Als Demokraten lag den Veranstaltern nicht an einer Konfrontation sondern nur an der Erklärung der Ablehnung solchen Denkens.
(O-Ton: Wir brauchen.... nicht!)
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Dr. Marcel Huber erinnerte an die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland und fragte sich aus der Perspektive der Geschichte: Was war nur mit Deutschland passiert, daß es so weit kommen konnte. Nach dem Krieg war man sich sicher, daß man es nie wieder so weit kommen lassen darf. Das geht aber nur, wenn man jede Regung in dieser Richtung im Keim erstickt.
Unser reiches demokratisches Land kann es sich leisten, Menschen in Not zu helfen. Deshalb wurde in Mühldorf eine Unterkunft für Asylbewerber eingerichtet. Es ist eine christliche Aufgabe, Menschen zu helfen, die in ihren Heimatländern unterdrückt, bedroht und verfolgt wurden. Wir dulden es nicht, daß uns irgendwelche Leute diese Hilfeleistung zum Vorwurf machen – erklärte Dr. Marcel Huber.
Er war traurig darüber, daß 2012 Neonazis ihre Parolen hier rumposaunen wollen, war aber auch glücklich darüber, daß sich so viele dagegen wandten und an dieser Kundgebung teilnahmen.
Er dankte Richard Fischer für die Vorbereitung dieser überparteilichen Veranstaltung, die ein deutliches Zeichen ist, für das Zusammenhalten aller Demokraten, für die Demokratie und für die Hilfe notleidender.
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Bundestagsabgeordneter Ewald Schurer sah eine Veranstaltung aller aufrechten Demokraten. Unter den Neonazis finden sich meist Menschen, die mit den Anforderungen der Gesellschaft nicht zurechtkommen. Dabei gehört Migration und Zuwanderung seit Jahrhunderten zu unserer Gesellschaft und Pluralität zum schönsten, was sie zu bieten hat.
Niemand will Neonazis – und das beweist auch die zahlreiche Teilnahme an dieser Kundgebung. Nazis braucht wirklich niemand.
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Dekan Roland Heimerl freute sich sehr, daß hier so viele die Menschenwürde hochhalten. Nur wenn man zusammensteht und die Würde verteidigt, kann man gut zusammen leben.
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Bürgermeister Günther Knoblauch stellte fest, daß Demokratie Toleranz und Solidarität erfordert. Wenn die Demonstration von Neonazis erfolgen kann, ist dies ein Ausdruck der Toleranz aller Demokraten. Er bedankte sich bei allen beteiligten Kräften und hoffte, daß die Neonazis an der großen Zahl der Gegner erkennen, daß sie hier nicht erwünscht sind.
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Viele weitere Redner sprachen sich ähnlich gegen das Gedankengut und die Aktionen der Neonazis aus. Für den Deutschen Gewerkschaftsbund sprach der Geschäftsführer der Gewerkschaft „Nahrung-Genuß-Gaststätten“, Georg Schneider,
für den Kreisverband der Grünen, ihr Vorstandssprecher Rainer Stöger, der anregte, ein überparteiliches Aktionsbündnis zu gründen,
für die CSU-Stadtratsfraktion: Ilse Preisinger-Sontag,
für den Kreisverband der FDP, Max Ölmeier,
für die Partei „Die Linke“ deren stellvertretende Kreisvorsitzende,
für die UWG Stadtratsfraktionssprecher Markus Saller,
für die Kreistagsfraktion der Grünen deren Sprecherin Cathrin Henke,
für die „Freien Mühldorfer“ Stadtrat Franz Essl,
und für die ÖdP Kreisvorsitzender Reinhard Retzer sowie viele weitere.
Damit endete die Kundgebung und das Warten begann. Zunächst war unklar, wo die Demonstranten blieben.
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Schwer bewaffnete Bereitschaftspolizei hatte den Stadtplatz unterhalb des Rathauses abgesperrt und beabsichtigte damit, Demonstranten und Gegendemonstranten voneinander fern zu halten.
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Inzwischen hatte die Gruppe die Durchfahrt des Münchner Tores besetzt, die sich tags zuvor über Facebook verabredet hatte. Im „zivilen Ungehorsam“ verweigerten sie die Freigabe der Durchfahrt. Sie ließen sich nicht zur Aufgabe bewegen, auch nicht von Bürgermeister Günther Knoblauch.
Die etwa 70 Neonazis mußten so lange vor dem Amtsgericht warten. Das Angebot, auf anderem Weg zum Stadtplatz zu ziehen, lehnten sie erst kategorisch ab und beharrten darauf, auf der genehmigte Route zum Stadtplatz zu ziehen. Lautstark verhöhnten sie das Recht auf freie Meinungsäußerung und auf Demonstrationsfreiheit, das ihrer Meinung nach hier verletzt wurde. Sie dachten wohl, diese Rechte gebühren nur ihnen.
In diesem Interessenkonflikt befand sich auch die Polizei, die nach langer Diskussion und Abwägung der Rechte aller Demonstranten darauf verzichtete, die Blockierer zu entfernen. Das Tor blieb zu und die Neonazidemonstranten mußten warten.
Inzwischen wurde es vielen Teilnehmern der Gegenkundgebung zu kalt – sie gingen nach Hause. Das Gerücht, die Neonazis kämen über den westlichen Altstadtring bewog die restlichen ebenfalls dazu, den Stadtplatz Richtung Hallenbad zu verlassen.
Mit Schlagstöcken, die als Fahnen getarnt waren bewaffnete Teilnehmer der Neonazi-Demo fotografierten und filmten die Gegner und die Aktivitäten der Polizei.
Dann folgten die Neonazis dem Angebot der Polizei, auf dem nördlichen Altstadtring über Bräugasse, Weißgerbergasse und Huterergasse auf den Stadtplatz zu ziehen. Die Gegner begleiteten sie mit lauten Pfiffen und Rufen.
Die Blockierer bemerkten die Bewegung und wechselten schnell auf den Stadtwall wo sie den Zug erneut aufhielten.
Starke Polizeikräfte hielten Neonazis und Gegner voneinander fern.
Später kam es zu Gerangel und ein 20-jähriger Gegner warf eine Flasche. Er wurde festgenommen.
Nach fast einer Stunde gaben die Neonazis auf und kehrten um.
Gefolgt von Gegnern zogen sie ab Richtung Bahnhof, wo sie schließlich ihre Kundgebung abhielten und dann abfuhren.
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Da die besonders militanten Neonazis Martin Wiese und Norman Bordin für den Aufmarsch verantwortlich waren und auch daran teilnahmen, ist es nur als Teilerfolg zu sehen, daß wir keine Bilder von Neonazis auf dem Mühldorfer Stadtplatz sehen mußten. Diesmal haben Stadtmauer und Münchner Tor die braune Gefahr abgehalten.
Allerdings haben die Neonazis angekündigt, sich nicht unterkriegen zu lassen und wieder zu kommen. Dann wird es wieder nötig sein, ihnen das zu zeigen, was die Redner der Gegenkundgebung so vielstimmig unterstrichen haben: In Stadt und Landkreis Mühldorf und seinen Städten und Gemeinden ist kein Platz für braune Parolen, Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und rechte Gewalt! Auch nicht ansatzweise!!!!
9 Ball der Stadt Mühldorf - Schwungvoller Start in den Fasching 14:40
Nachdem die Stadttürmer die Gäste sogar im Stadtsaal willkommen geheissen hatten, begrüßte Bürgermeister Günther Knoblauch die zahlreichen hochrangingen Gäste. Unter ihnen Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber, Bezirksrätin Annemarie Haslberger, Landrat Georg Huber, Bahn-Bayern-Chef Klaus-Dieter Josel, eine große Zahl Stadträte und viele Vertreter von Behörden, Institutionen und der Wirtschaft. Auch die Kreisklinik war mit einer großen Abordnung gekommen.
Günther Knoblauch begründete die terminliche Verschiebung des Stadtballs damit, daß viele Gäste am vergangenen Wochenende noch im Skiurlaub. Nur so konnten sie ihren Urlaub und den Ball genießen.
Dann marschierte die neu formierte Vorstandschaft der Faschingsgesellschaft Inntalia ein.
Ehrenpräsident Peter Mück begrüßte die Gäste mit dem Schlachtruf der Inntalia (O-Ton)
Vize-Präsident Emanuel Baumann stellte die neue Vorstandschaft vor. (O-Ton)
Den Auftakt machte die Kindergarde der Inntalia.
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Dornröschen verletzte sich auch hier am Spinnrad und fiel in den tiefen Schlaf, der allerdings nicht 100 Jahre dauerte. Es gelang dem Prinzen schnell sie aufzuwecken.
Prinzessin Sky I. und Prinz Matthias I. zeigten nun ihren Walzer.
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Schlag auf Schlag gings weiter durchs Programm.
Die Garde der Inntalia mit ihrem Marschtanz.
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Eine – sicher nicht ganz so zufällige – Störung verzögerte den Einzug des Prinzepaares: Volker Ludwig mit seinen Jongleursgruppe zeigten ihr Können.
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Dann endlich geleiteten die Stadttürmer das Prinzenpaar herein, „Prinzessin Viktoria I. aus dem Land des blühenden Lebens“ und „Prinz Andi I. aus dem pecunischen Reich“.
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Sie forderten den Bürgermeister auf, den Schlüssel der Stadt zu übergeben. Und der leistete keinen Widerstand. Im Gegenteil, er hatte noch Blumen dabei.
Bürgermeister Günther Knoblauch frozzelte in Richtung Landrat Huber, wenn nun die neuen Regenten beim Landrat um die Genehmigung des Haushalts der Stadt vorsprechen würden, dann wüßte er ja, was zu tun ist!!!
Er freute sich über das neue Präsidium der Inntalia und die Garde, und begrüßte sie mit einem dreifach-kräftigen (O-Ton – Innau)
Dafür erhielt er den Hoforden aus der Hand von Prinzessin Victoria.
Die närrischen Durchlauchten verkündeten nun ihre Proklamation für ihre Regentschaft. (O-Ton )
Christine Knoblauch – nervös? (O-Ton) Ob die Trainerin des Prinzepaares Grund dazu hatte, sollte sich gleich zeigen: Das Prinzepaar mit seinem Walzer.
Den Gästen hat der Tanz gefallen und Peter Mück erklärte den Ball für eröffnet.
Da fehlte aber noch etwas, nämlich, daß Prinzepaar und Garde sich die Ehrengäste zum Tanz holten. Aber das ließ nicht lang auf sich warten.
Sie blieben nicht lang allein auf der Tanzfläche.
Von Christine Knoblauch war die Nervosität gewichen und auch Landrat Huber genoss den ersten Tanz. Inntalia-Schatzmeisterin Lisa Langner hatte Umweltminister Dr. Marcel Huber aufgefordert und Vizepräsident Emanuel Baumann drehte sich mit Ministersgattin Adelgunde im Walzertakt.
Für sich blieben Prinzessin Sky und ihr Prinz Matthias.
Nun war der Ball endgültig eröffnet und die Tanzfläche frei für alle.
Die hatten schon darauf gewartet, und so war die Tanzfläche schnell gut besucht.
Wie in den vergangenen Jahren sorgte die Münchner Showband „Smile“ für den guten Ton. Und wie in den vergangenen Jahren brachten sie ohne einen Blick auf ein Notenblatt ein schier unglaubliches Repertoire bester Tanzmusik.
Nach einigen Tanzrunden gabs die ersten Orden. Zunächst für die Stadträte, die auf einmal nach vorn gebeten wurden. Ganz wie im Stadtrat waren sie erst uneinig - - über die Reihenfolge der Ordensverleihung. Dann faßten sich Christine Knoblauch und Rupert Rigam ein Herz. Dann Marianne Pfaffeneder und Max Ölmeier, Claudia Heinrich und Franz Essl, Marianne Zollner und Rainer Schratt und endlich Ilse Preisinger-Sontag.
Die Orden für Landrat Georg Huber und Bezirksrätin Annemarie Haslberger schlossen diese erste Runde ab und es durfte wieder getanzt werden.
Landrat Georg Huber holte seinen Tanz mit Prinzessin Victoria nach. Kreiskliniken-Geschäftsführer Heiner Kelbel und Chefarzt Dr. Wolfgang Richter hatten genau so ihre Freude wie der ehemalige „VV“ der Kreissparkasse: Ludwig Bronold, der sie noch immer alle überragt.
Die zweite Ordensrunde: Erst einen für Pollings Bürgermeister Hans Schmidbauer, dann für die zweite Bürgermeisterin von Mühldorfs ungarischer Partnerstadt Cegled und zahlreiche Vertreter der Wirtschaft, wie die Herren Trettenbacher, stellvertretenden Sparkassenvorstand Dr. Stefan Bill,
Weißbräu Wolfgang Unertl und Gattin Ingrid. Elektro-Unternehmerin Franziska Bauer - Arm-in-Arm mit Rechtsanwalt Klaus Salzberger - und schließlich Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber.
Dann war die Tanzfläche wieder voll und Smile lief zur Hochform auf.
Die dritte Ordensrunde und viele weitere Orden an wichtig Persönlichkeiten: .. Kammermeier und ODU-Geschäftsführer Dr. Kurt Wölfl. Auch die Volksfestkönigin des Vorjahres bekam einen.
Nach ihr Bahn-Bayern-Chef Klaus-Dieter Josel, TSV-Vorstand Dr. Alfred Gossner und Oberbank-Chef Franz Wastlhuber und schließlich Wein-Guru Ludwig Haller. Und der hatte noch eine Überraschung dabei: Einen Schmaizler für den Prinzen. A bissl bayerisch muaß‘ ja doch zuageh‘ auf’m Stadtball in Mühldorf! Recht hat er g‘habt.
Damit aber noch kein Ende. Es gab noch eine ganze Reihe weiterer Orden – es schien kein Ende zu nehmen!
Nach einer weiteren Tanzrunde stellte Bürgermeister Günther Koblauch Michael Ortmeier vor, der Anfang November vergangenen Jahres in der ZDF-Show „Wetten daß...“ über 40 Bierflaschen balanciert war. Weil’s aber hier keine Wettpaten gab, bat er die Chefs von Sparkasse, Volksbank und Oberbank und als Glücksbringer Staatsminister Dr. Marcel Huber zu sich Die Bankdirektoren sollten ihren Einsatz zu Gunsten des Turner-Leistungszentrums bringen. Dr. Stefan Bill schlug 1.000 Euro vor und die anderen mußten sich fügen.
Michael Ortmeier hatte 2 Minuten 30 Sekunden Zeit. Die Spannung stieg als die erst Flasche fiel.
Er begann von vorn - - - und schaffte es auch diesmal nicht.
Weil die Zeit abgelaufen war, meinte Bürgermeister Knoblauch (O-Ton ) und erntete viel Gelächter.
Michael Ortmeier konnte auch diese zweite Chance nicht nutzen, er war wohl zu nervös – meinte der Bürgermeister später. Und Staatsminister Dr. Marcel Huber hatte noch eine eigene Erlärung. (O-Ton)
Und weil sie sich vorher nicht festgelegt hatten, ob sie die 1.000 Euro nun bei gewonnener oder verlorener Wette zahlen sollten, einigten sie sich darauf, sie auf jeden Fall zu zahlen um die tolle Leistung zu unterstützen.
Dann zog Smile - „the hottest band in town“, wie sie sich nennen - das Tempo etwas an und zeigte, wie man „Pata-Pata“ richtig tanzt.
Endlich kam Stimmung auf: Und dafür sorgt wie seit 40 Jahren die Musik von Status Quo „The Wanderer“
Es war schon fast Mitternacht, als die Dance-Nation zu ihrem Showtanz einmarschierte. Der widmet sich 2012 den Inkas, die ja mit dem Ende ihres Kalenders am 21. Dezember für die wildesten Spekulationen sorgten – bis hin zur Angst vor dem bevorstehenden Ende der Welt. Solche Befürchtungen merkte man der Showtanzgruppe aber nicht an.
Nachdem die Trainerinnen Diana Wimmer und Christine Knoblauch für ihre Arbeit Blumen erhalten hatten, marschierten die Tänzer aus und überließen das Parkett den Ballgästen, die noch bis zum frühen morgen einen ausgelassenen Ball feierten, in diesen kurzen Fasching 2012 hinein.
10 Strukturreform der Arbeitsagentur ohne Rücksicht auf die örtlichen Belange? MdB Stephan Mayer lud Ralf Holtzwart ein 11:30
Die Landräte der Landkreise Altötting und Mühldorf Erwin Schneider und Georg Huber, die stellvertretenden Landräte Eva Köhr und Günther Knoblauch, Bezirksrat Frank Springer und zahlreiche Bürgermeister aus beiden Landkreisen hatten sich zusammen mit Vertretern von Unternehmen und Arbeitnehmerorganisationen im Saal des Gasthauses Pauliwirt eingefunden um von Ralf Holtzwart Antworten zur beschlossenen Auflösung der Arbeitsagentur in Pfarrkirchen und die Neuzuordnung der Agenturbezirke zu erhalten. Der Arbeitsagenturbezirk Rottal-Inn wird demnach der Arbeitsagentur in Landshut, die Bezirke Altötting und Mühldorf der Arbeitsagentur in Traunstein zugeordent.
Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer, der zu diesem Treffen geladen hatte, begrüßte die Zuhörer und besonders den Vorsitzenden der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur, Ralf Holtzwart und dankte für sein Kommen – trotz der hoch schlagenden Wellen.
Dann stellte er kurz die Wirtschaftsregion Altötting-Mühldorf vor, die geprägt ist einerseits von Großindustrie, andererseits aber auch über einen breiten Mittelstand verfügt. Zusammen mit dem Landkreis Rottal-Inn bildet die Region einen gewachsenen und homogenen Wirtschaftsraum.
Bewährte Dinge sollte man nicht ändern – lautet ein alter Grundsatz. Trotzdem hatte MdB Stephan Mayer Verständnis dafür, daß sich auch die Arbeitsagentur den allgemeinen Entwicklungen anpassen muß. Wenn in unserer Region einerseits fast Vollbeschäftigung und andererseits Fachkräftemangel herrscht, muß die Arbeitsagentur mit ihren deutschlandweit fast 100.000 Mitarbeitern darauf reagieren.
Trotzdem gab es Unverständnis in der Region über die Neu-Einteilung der Agenturbezirke. So hat sich der Kreistag und der Stadtrat in Mühldorf in Resolutionen erklärt und auch auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite gab es Verstimmungen. Die Befürchtungen von Verschlechterungen sind ernst zu nehmen.
Gerade weil der Beschluß, diese Maßnahmen durchzuführen, inzwischen gefallen ist, ist es nötig, Motivation und Auswirkungen darzustellen.
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Ralf Holtzwart stellte gleich fest, die Qualität der Dienstleistung der Arbeitsagentur und die Qualität der Ansprechpartner wird sich durch die Reform nicht ändern.
Um Verständnis und Akzeptanz der Maßnahmen zu erlangen, erläuterte er zunächst, wie es zu dieser Strukturänderung kam: Die Bundesbehörde „Arbeitsagentur“ muß sparen. Das kann sie nur in drei Dienstleistungsbereichen: Bei Pflichtleistungen, bei Ermessensleistungen und die Arbeitsverwaltung.
Die Bundesagentur wird aus den Beiträgen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanziert. Es ist in den vergangenen Jahren gelungen, diese zu halbieren. Nun werden auch die bisherigen Einnahmen aus dem Mehrwertsteuerfonds gestrichen, so daß nur noch Geld aus den Beiträgen fließen wird.
Bei Pflichtleistungen und Ermessensleistungen gibt es wenig Einsparpotential. Bleibt die Arbeitsverwaltung.
Es war der Arbeitsagentur wichtig, den Leistungsumfang der Geschäftsstellen in Mühldorf und Altötting zu erhalten. Wie die Arbeitsagentur das intern organisiert, das ist für den Kunden nicht von Bedeutung – egal ob Arbeitgeber oder Arbeitnehmer.
Diese Strukturreform sollte schon 2004 durchgeführt werden, wurde aber dann zurückgestellt. Die Arbeitsagentur beschäftigt in Bayern 12.000 Mitarbeiter in 27 Agenturen. Berlin-Brandenburg beschäftigt 10.000 Mitarbeiter in 8 Agenturen.
Anstoß für diese Reform war die interne Abtrennung der Leistung von den anderen Bereichen „Leistung“ fällt nun nicht mehr in den Aufgabenbereich der Agenturen, sie wird durch die „elektronische Akte“ ersetzt, die es ermöglicht, Aufgaben zu konzentrieren und die Mitarbeiter ortsfern arbeiten zu lassen. Statt wie früher Personen zu versetzen, wird jetzt die Bearbeitung von Aufgaben verlagert.
Die Arbeitsagentur will so ihre Qualität verbessern und gleichzeitig die Verwaltungskosten deutlich senken. Deutschlandweit werden im Zeitraum von drei Jahren zwischen 10.000 und 17.000 Mitarbeiter abgebaut, bayernweit 1.000 bis 1.700. Das soll ohne betriebsbedingte Kündigungen abgehen. Die Anzahl der Niederlassungen – die das Rückgrat der Arbeit der Arbeitsagentur bilden - soll gleich bleiben.
Die kleinsten Agenturen sollen entweder geschlossen oder zusammengelegt werden. Nach der Reform hat eine bayerische Arbeitsagentur zwischen 120 und 180 Mitarbeitern.
Die beschlossenen Änderungen werden ab Januar 2013 umgesetzt.
Im Bereich der Leistungsbeantragung wird sich für die Bürger nichts ändern. Die bürgernahen Dienste bleiben da, wo sie jetzt sind. Wie bisher können sie in Mühldorf und Altötting ihre Anträge stellen. Auch die Vermittler werden dort bleiben, wo sie jetzt sind. Die Arbeitsagentur muß intern versuchen, mit den reduzierten Ressourcen zurecht zu kommen.
Ralf Holtzwart war sicher, dieser Weg ist richtig und führt dazu, daß so viel wie möglich der Beiträge wieder den Bürgern zugute kommt und nicht für Verwaltungsaufwendungen weggeht.
Er war sich auch sicher, daß die geänderte Zuordnung der Arbeitsagenturbezirke Mühldorf und Altötting nach Traunstein für die Menschen in der Region keine Änderungen bringen wird.
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Landrat Georg Huber dankte MdB Stephan Mayer für die Gelegenheit, diese Problematik zu thematisieren. Allerdings hatte er den Eindruck, daß hier wieder einmal „von oben“ her Aktionen unternommen werden, ohne auf die Menschen Rücksicht zu nehmen. Er nannte das „Jobcenter“ als Beispiel: Würde das Landratsamt dort nicht Personal bereitstellen, wären die Leistungen dort nicht zu erbringen. Außerdem entzieht sich die Arbeitsagentur ihren Verpflichtungen aus festen Anstellungsverträgen indem sie Mitarbeiter nur mit Zeitverträgen beschäftigt. So aber werden sie nach zwei Jahren ausgestellt und neue angestellt, die wieder neu angelernt werden müssen. Das ist schlimmer als in der freien Wirtschaft! (O-Ton)
Das ständig neu anlernen neuen Personals ist auch für die ständige Belegschaft eine arge Belastung.
Seit der Landkreis das Personal dauerhaft bereitstellt, ist die Zahl der Widersprüche stark zurückgegangen und die Zufriedenheit von Mitarbeitern und Kunden gestiegen.
Er kritisierte auch, daß die Dienstleistung für kurzfristig Arbeitssuchende auf Grund des Personalabbaus immer schlechter wird. Für präventive Maßnahmen – etwa durch Besuche von Betrieben um deren Bedarf zu erkennen – bleibt auf Grund des Personalmangels keine Zeit mehr, und auch das Geld für solche Aktivitäten wird jedes Jahr weiter gekürzt.
Es bleibt nur der Reparaturbetrieb, also die schnelle Vermittlung von Arbeitssuchenden.
Ein weiteres Thema: Der Wirtschaftsraum Rottal-Inn/Altötting/Mühldorf ist historisch gewachsen und anders ausgerichtet als der Raum Traunstein/Rosenheim. Während die Region Rottal-Inn/Altötting/Mühldorf verkehrstechnisch gut verbunden ist, bestehen zwischen aus der heimischen Region kaum öffentliche Verkehrsverbindungen nach Traunstein. Auch das wurde bei der Sturkturreform nicht berücksichtigt. (Schorsch war richtig narrisch)
Während die Mitarbeiter der Arbeitsagentur in Pfarrkirchen die Region und ihre Eigenheiten kennen, haben die Mitarbeiter in Traunstein kein Verständnis für die Bedürfnisse der Geschäftsstellen in Mühldorf und Altötting.
Die Aktion der Bundesagentur zeigt, daß – wie so oft – die Verwaltungen keine Rücksicht nehmen auf die örtlichen Eigenheiten und auch die Bedürfnisse der Menschen nicht beachten. (O-Ton ) Dabei ist für den Erfolg der Arbeit der Agentur nur die Arbeit in der Geschäftsstelle entscheidend.
Landrat Georg Huber warb um Verständnis und bat, in Zukunft vor der Einleitung solcher Maßnahmen sich mit den Menschen vor Ort auseinander zu setzen.
Ralf Holtzwart widersprach Landrat Georg Huber und hielt fest, daß die Fachleute vor Ort sitzen und da auch bleiben. Lediglich die Steuerung erfolgt künftig nicht mehr von Pfarrkirchen aus sondern von Traunstein aus. Die Ortskenntnis bleibt also erhalten.
Darüber hinaus arbeitet die Arbeitsagentur auch jetzt schon agenturgrenzübergreifend. Schon jetzt konnte ein Arbeitssuchender aus dem Raum Traunstein an einen Arbeitgeber im Raum Mühldorf vermittelt werden.
Gekürzt wird auf allen Ebenen der Arbeitsagentur, ach auf der Führungsebene.
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Landrat Georg Huber kritisierte die vielen Tätigkeiten der Arbeitsagentur, etwa die vielen Statistiken, die niemandem nützen aber viel Geld und Personal kosten, das eingespart werden könnte um so die eigentlichen Aufgaben zu finanzieren. So aber werden Personalkosten auf die Landkreise abgewälzt oder Mitarbeiter entlassen um das System der Bundesanstalt unverändert zu erhalten.
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Stellvertretende Landrätin Eva Köhr, die auch Mitglied im Verwaltungsausschuß der Arbeitsagentur ist, kritisierte, daß der Vorstand diese Entscheidung trotz des einstimmig gefaßten Widerspruchs ihres Gremiums gefallen ist. Viel schlimmer, die Entscheidung war schon gefallen, bevor das örtliche Gremium befragt wurde. Sie haben sich regelrecht veräppelt gefühlt.
Auch sie kritisierte die Reform, weil hier gewachsene Strukturen zerschlagen werden und äußerte nochmals die Mißbilligung des Verwaltungsrates.
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Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner war der Meinung, hier wird der Karren ohne Beteiligung der Bürger mittels eines dirigistischen Beschlusses an die Wand gefahren. Wie man mit dieser gewaltigen Personalreduzierung auch noch Netzwerke aufbauen will, kann er nicht nachvollzieheh.
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Bürgermeister Günther Knoblauch bemerkte, Kontakte werden noch immer zwischen Menschen geknüpft. Wenn man ständig Personen austauscht, können Kontakte niemals tragfähig werden.
Außerdem orientiert sich der Wirtschaftsraum Mühldorf-Altötting-Rottal-Inn in Richtung München und Flughafen. Die Arbeitsagentur in Traunstein kann die Aufgaben dieses Raumes gar nicht verstehen und bewältigen.
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Noch eins drauf setzte Buchbachs Bürgermeister Thomas Einwang. Sein früherer Arbeitgeber in München lagerte einen Geschäftsbereich aus. Dadurch wanderte die Leitung nach Frankfurt. Binnen weniger Jahre zerschlug sich der Geschäftsberich, weil die neuen Chefs in Frankfurt die Anforderungen der Mitarbeiter und Kunden in München nicht verstanden.
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Ralf Holtzwart versprach, die Probleme zu lösen und wieder zu kommen, wenn er beweisen kann, daß das angestrebte Konzept erfolgreich umgesetzt werden konnte.
Man kann gespannt sein, welchen tatsächlichen Einfluß die Strukturreform auf die Leistungen der Arbeitsagentur haben will. Sowohl die Bedenken der Regionalpolitik als auch die Motivation der Arbeitsagentur sind nachvollziehbar. Es fehlt halt an der nötigen Transparenz.
11 Wechsel an der Spitze der Sparkasse Altötting-Mühldorf - Dr. Stefan Bill folgt Anfang 2013 auf Herbert Langstein 6:40
Starkes Interesse der örtlichen Presse weckte die Vorstellung der Nachfolgeregelung an der Spitze der Sparkasse Altötting-Mühldorf. Die Landräte Georg Huber und Erwin Schneider – gleichzeitig Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse - freuten sich über das große Interesse der Öffentlichkeit.
Schon im Dezember 2011 hatten die Mitglieder des Verwaltungsrates in einer halbstündigen Sitzung einstimmig die Nachfolge an der Spitze der Sparkasse geregelt, die aber erst zum 1. Januar 2013 in Kraft treten wird.
Bis 31.12.2012 ändert sich nichts und Herbert Langstein bleibt weiterhin Vorstandsvorsitzender der Sparkasse und Dr. Stefan Bill sein Stellvertreter.
Ab 1. Januar 2013 folgt Dr. Stefan Bill Herbert Langstein nach, der dann in den vorgezogenen Ruhestand gehen wird. Zu Dr. Bills Stellvertreter hat der Verwaltungsrat Karl Straßer gewählt.
Diese Regelung wurde bereits 2009 im Fusionsvertrag festgelegt. Demnach sollte zunächst Herbert Langstein den Vorsitz des Vorstandes über nehmen und Erwin Schneider den Vorsitz des Verwaltungsrates. Im Vorsitz des Verwaltungsrates wechseln sich die Landräte der beiden Landkreise bei Halbzeit der Legislaturperiode ab. Aus diesem Grund übernahm im Mai vergangenen Jahres Georg Huber den Vorsitz dieses Gremiums von Erwin Schneider.
Landrat Georg Huber äußerte sich sehr zufrieden über den Ablauf der Fusion der beiden ehemaligen Kreissparkassen Altötting und Mühldorf. Herbert Langstein und Dr. Stefan Bill haben zusammen mit ihren ehemaligen Stellvertretern Karl Straßer und Bernd Renschler diese Fusion sowohl nach außen als auch nach innen hervorragend umgesetzt.
Er erklärte ausdrücklich, daß die nun getroffene Nachfolgeregelung keine Aussage über die Qualifikation der Vorstände beinhaltet. Alle vier wären geeignet, diese Position auszufüllen. Insofern schätzen sich die Mitglieder des Verwaltungsrates glücklich, so viele so hoch qualifizierte Leute an der Spitze der Sparkasse zu wissen.
Nach Abschluß der Fusion steht fest: Es gibt nun nur noch eine Sparkasse – sowohl intern als auch nach außen.
Nun dankte Landrat Georg Huber Herbert Langstein für die vorbildliche Umsetzung der Fusion, die nicht einfach war. Er bewies Sozialkompetenz, Standfestigkeit und fundiertes sachliches Können. Das alles hatte er seit Beginn seiner Ausbildung 1969 bei der Sparkasse erworben, wo er seither viele Funktionen bekleidet hatte – eben bis hin zum Vorstandsvorsitzenden im Zuge der Fusion. Herbert Langstein hat die Notwendigkeit der Fusion von Anfang an erkannt und mitgetragen. Dafür dankte ihm Landrat Georg Huber.
Dr. Stefan Bill war erst kurz vor der Fusion zum Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Altötting berufen worden. Auch er trug die Fusion von Anfang an mit.
Dr. Stefan Bill begann seine Ausbildung bei der Stadtsparkasse in Augsburg und kam im März 2009 zur Kreissparkasse Altötting-Burghausen. Seit April 2009 war er stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Altötting-Mühldorf und übernimmt am 1. Januar 2013 den Vorsitz des Vorstandes.
Karl Straßer war schon bisher im Vorstand der Kreissparkasse Mühldorf tätig. Es war kein Problem, ihn zum stellvertretenden Vorstand zu ernennen. Bernd Renschler wird weiterhin dem Vorstand zur Seite stehen. Auch ihnen beiden galt der Dank des Verwaltungsrates.
Landrat Georg Huber war stolz auf die beste Fusion einer Sparkasse in Bayern. Gerade weil es stellenweise große Unterschiede gab, ist die Leistung der Führungskräfte so hoch einzuschätzen. Er dankte allen und gratulierte den designierten Vorständen zu ihrer Ernennung.
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Landrat Erwin Schneider ergänzte, daß mit diesem Wechsel die Fusion nach drei Jahren nun abgeschlossen ist. Die Fusion ist auch deshalb die beste in Bayern, weil sie „ohne Not“ durchgeführt wurde, weil sie schnell und auch inhaltlich vollzogen wurde. Es gibt jetzt tatsächlich nur noch eine Sparkasse. Auch sein Dank galt den Vorständen, die hier hervorragende Arbeit geleistet haben.
Beide Landräte stellten fest, daß sie als Vorsitzende des Verwaltungsrates bestens durch die Vorstände informiert sind und alle Entscheidungen in enger Zusammenarbeit gemeinsam treffen.
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Herbert Langstein dankte für das Vertrauen des Verwaltungsrates in diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Die Sparkasse Altötting-Mühldorf will auch weiterhin ein Stabilitätsfaktor für die Menschen in der Region bleiben. Dazu trägt auch die Entscheidung über die Nachfolge im Vorstand bei. Er dankte auch seinen Kollegen im Vorstand für die vertrauensvolle Zusammenarbeit während der Fusion, ohne die sie sicher nicht machbar gewesen wäre. Auch den Mitarbeitern galt sein Dank, die immer mitgezogen haben.
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Dr. Stefan Bill dankte den Mitgliedern des Verwaltungsrates für das Vertrauen besonders deshalb, weil er nach nur fünf Monaten Übens in Altötting nun den Vorsitz der gesamten Sparkasse übernehmen darf. Dieses Vertrauen will er rechtfertigen und die Sparkasse so weiterführen, wie sie es in den vergangenen drei Jahren gemacht haben. Gemeinsam wollen sie ihr Ziel verwirklichen, für die Kunden, die Wirtschaft und die Region da zu sein. Er dankte auch den Kollegen im Vorstand für die gute Zusammenarbeit und war sich sicher, daß sie nur so vorwärts kommen.
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Abschließend überreichte Herbert Langstein eine Spende von je 15.000 Euro an die Landkreise. Mit dem Geld, das die Sparkasse während der Weltsparwoche im vergangenen Jahr gesammelt hatte, sollen Naturschutz-Projekte in beiden Landkreisen unterstützt werden
12 Schülermitverantwortung am Ruperti-Gymnasium spendet 4.300 Euro 3:20
Korbinian Huber und Sebastian Weishäupl luden Schulleiter Oberstudiendirektor Anselm Räde und die Empfänger der Spenden in die Bibliothek des Rupertigymnasiums. Während des Weihnachtsbasars hatten die Schüler 4.500 Euro eingenommen, von denen sie nun 4.300 Euro spenden wollen, erklärte Sebastian Weishäupl. Korbinian Huber war sicher, daß die Empfänger mit dem Geld auch etwas werden anfangen können.
Oberstudiendirektor Anselm Räde freute sich über die örtlichen Adressaten der Spendenaktion und auch über ein bißchen Internationalen Nutzen: Felix Garbe – ehemals Schüler am Ruperti-Gymnasium – setzt sich mit seinem Verein „Bonfaremo eV“, in Tansania für den Bau von Schulen ein.
Später überreichten Korbinian Huber und Sebastian Weishäupl den symbolischen Scheck an Agathe Langstein von Donum Vitae und die anderen Empfäger.
Herr Huber, die 4.300 Euro gehen an vier Adressaten. Wer hat festgelegt, wer wieviel bekommt und wieviel bekommen die Empfäger? (O-Ton)
Das ist ja eine riesige Summe. Wie ist denn so viel Geld zusammengekommen? (O-Ton)
Da müssen viele Gäste zu Ihrem Weihnachtsbasar gekommen sein. Wie viele Besucher hatten Sei denn? (O-Ton)
Nun spenden Sie ja fast die gesamten Einnahmen. Wer hat die Kosten der Veranstaltung getragen? (O-Ton)
Vielen Dank.
13 Bilder von Giovanni Talleri im Kreismuseum helfen, die Gräuel der NS-Zeit nicht zu vergessen 7:00
Einen kleinen Raum im zweiten Obergeschoß des Kreismuseums hatte Dr. Susanne Abel umgestaltet und den fünf Bildern gewidmet, die der Verein „Für das Erinnern“ dem Museum als Dauerleihgabe überlassen hat. Der Raum heißt nun folglich „Raum für das Erinnern“.
Landrat Georg Huber freute sich, so viele Interessierte begrüßen zu können. Beide stellvertretenden Landräte, zahlreiche Kreisräte, und viele Interessierte waren zu dieser besonderen Vernissage gekommen.
Es ist schon bedenklich, wenn man ein paar Tage nach so einer braunen Heimsuchung solche Bilder vorstellt, meinte der Landrat. Leider ist damit zu rechnen, daß die wiederkommen, so lange sie als demokratisch legitimierte Partei sogar vom Staat finanziell unterstützt werden.
Da ist es besonders wichtig, durch solche Bilder an das erinnert zu werden, was diese Ideologie hervorgebracht hatte. Landrat Georg Huber dankte Franz Langstein und seinem Verein „Für das Erinnern“ aber auch Museums-Fördervereinsleiterin Eva Köhr für ihr unermüdliches Hinweisen auf dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte.
Wir müssen hinschauen und uns solidarisieren, wenn es darum geht, die Demokratie zu schützen – auch wenn die gegenwärtigen Angriffe nur rhetorischer Natur sind.
Daß auch 65 Jahre nach dem Ende des Krieges diese Zeit noch lang nicht der Geschichte angehört, zeigen auch die Taten der Zwickauer Terrorzelle. Man muß immer und immer wieder an das Leid erinnern, das der Nationalsozialismus damals über Europa gebracht hat. Und da sagen Bilder mehr als 1000 Worte. Deshalb dankte Landrat Huber für die Bilder von Giovanni Talleri, die einen Eindruck vom Leiden vermitteln, dem der Künstler damals ausgesetzt war.
Er bat die Beteiligten auch weiterhin nicht nachzulassen und auch ihre Anstrengungen zur Errichtung einer Gedenkstätte am Bunkerbogen im Mettenheimer Hart fortzusetzen. Sein Dank galt auch den stellvertretenden Landrätin Eva Köhr und Günther Knoblauch die mit viel Nachdruck für das Kreismuseum und für die Kreisstadt an dieser Erinnerungsarbeit mitwirken. Und schließlich galt sein Dank Dr. Susanne Abel, die das Museum sehr erfolgreich umgestaltet hat.
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Dr. Susanne Abel erläuterte die Ausstellung, die für das Museum von unschätzbarem Wert ist. Sie dankte allen, die mitgeholfen haben, diese Ausstellung zu realisieren.
Sie selbst konnte Giovanni Talleri noch persönlich kennenlernen. Während eines Besuches in seinem Atelier in Triest schenkte er dem Kreismuseum eine Silberplakette, die auf einer der Schrifttafeln erwähnt ist. Sie zeigt verkleinert eine – von Giovanni Talleri gestaltete Tafel, die in Triest an die Orte mit nationalsozialistischer Vergangenheit erinnern. Die Plakette wird im Museum zu sehen sein.
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Franz Langstein, Vorstand des Vereins „Für das Erinnern“ freute sich, die Bilder hier dauerhaft der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Sein besonderer Dank galt seinem Stellvertreter Dr. Bosch, der viel Zeit und Energie darauf verwandt hatte, die Bilder nach Mühdlorf zu bringen.
Man fragt sich natürlich, warum ein italienischer Staatsbürger überhaupt ins Lager nach Mettenheim kam. Nach dem Ende des Bündnisses der italienischen Monarchie mit Deutschland am 8. September 1943 war Julisch-Venezien defacto nicht mehr Teil Italiens und wurde direkt der Reichsverwaltung unterstellt. Die damaligen Machthaber holten Experten aus SS und anderen Vernichtungskommandos nach Triest um im Rücken der kämpfenden Truppen die Vernichtungsschlacht gegen die Gegner des Reichs zu führen. Außerdem sollten sie die Besatzung durchsetzen und die Repressions- und Vernichtungspolitik des Dritten Reichs umsezten.
Giovanni Talleri wurde zum Wehrdienst einberufen und sollte unter deutscher Fahne gegen Italiener kämpfen. Das verweigerte er so wie viele andere. Er wurde zunächst interniert und dann ins Arbeitslager gebracht.
Franz Langstein freute sich über die Teilnahme des Kreismuseums an der Erinnerungsarbeit im Landkreis, die neben der geplanten Gedenkstätte am Bunkerbogen im Mettenheimer Hart ein zweiter Schwerpunkt werden soll.
Mit vereinten Kräften werden die Fördermittel schon zusammenkommen und auch eine Planung entstehen, so daß es schließlich entstehen kann – zeigte er sich zuversichtlich. Wenn sie es schaffen, erweisen sie sich des Andenkens an Giovanni Talleri, Max Mannheimer, Walter Taus und vieler anderer wirklich würdig.
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Abschließende erzählte Dr. Erhard Bosch, wie es zum Kontakt zu Giovanni Talleri kam, wie sie ihn besuchten und schließlich, wie sie zu den Bildern kamen.
Ein erster Kontakt entstand bei einem Konzert des Mühldorfer Symphonieorchesters unter dem Bunkerbogen im Mettenheimer Hart. Ein Kontakt gab den anderen und so besichtigten sie eines Tages die bronzenen Gedenktafeln in Triest, die Giovanni Talleri gestaltet hatte. Nach einem Gegenbesuch der Mitglieder der „Vereinigung der deportierten und verfolgten italienischen politischen Antifaschisten“ lernten sie anläßlich einer Fahrt nach Triest auch den Künstler selbst kennen. Seinen 85. Geburtstag feierte auch der Verein „Für das Erinnern“. Damals erklärte der Künstler, er werde dem Verein einige seiner Werke überlassen. Nach seinem Tod im Januar 2010 erhielt er im Mai 2011 vom Nachlaßverwalter die fünf Bilder, die nun hier zu sehen sind.
Weiters beschrieb Dr. Bosch das Leben von Giovanni Talleri, der nach seiner Verhaftung sieben Monate im Arbeitslager im Mettenheimer Hart verbracht hatte und nach seiner Verlegung nach Strubb bei Berchtesgaden fliehen konnte. Gleich nach seiner Rückkehr nach Triest begann er seine Erinnerungen zu malen und zu zeichnen. Er hielt die Werke aber bis 1968 unter Verschluß und bekam nach deren Veröffentlichung viel Aufmerksamkeit und Anerkennung. Die Erlebnisse dieser Zeit ließen ihn bis zu seinem Tod nicht los.
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Die Ausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten im Kreismuseum zu sehen. Das Museum bietet auch Führungen.
14 Lydia Luczay: "Spurensuche" - Die erste Kunstausstellung der jungen Künstlerin 6:00
In die Studiogalerie im Haus der Kultur hatte Lydia Luczay eingeladen um ihre Werke vorzustellen. Norbert Krakl am Saxophon und Berthold Liebmann am Klavier umrahmten die Vernissage, zu der viele Gäste gekommen waren.
Weil die Künstlerin Mitglied im Kunstverein Inn-Salzach ist, hielt dessen Vorstand Gernot Sorgner die Laudatio.
Lydia Luczay wurde in Rumänien geboren und hat nach ihrem Abitur eine Ausbildung zur Werbekauffrau gemacht. 1999 gründete sie ihre Werbeagentur „Trend-Label“, die sie jetzt in Waldkraiburg betreibt. Bevor sie in die Industriestadt kam, war sie in Regensburg, Eggenfelden, Altötting und Mühldorf. Diese Stationen hatten Einfluß auf ihr künstlerisches Schaffen.
Lydia Luczay’s Bilder zählen zur Kunstrichtung des abstrakten Expressionismus. Die ersten Künstler, die diese Kunst zeigten, wollten die überlieferten Konventionen der Malerei überwinden. Sie wollten rein aus ihren abstrakten Emotionen eine neue Spurensuche beginnen. Der berühmteste Vertreter dieser Richtung war Jackson Pollock, der Farbe am Boden ausbreitete oder auf die Leinwand tropfte oder gar schleuderte. Jackson Pollock wollte seine momentanen Emotionen verwirklichen ohne bewußt Motive oder Gedanken einfließen zu lassen. Mark Rothko gestaltete große, oft monochrome oder modulierte Farbfelder.
Lydia Luczay durchbricht mit ihrer Malerei die Grenzen, die ihr der Computer bei der täglichen Arbeit setzt. Seit sie mit dem Malen begonnen hat, also seit 2010, setzt sie sich mit dieser Materie auseinander und findet in der freien Entfaltung Befriedigung ihrer Sehnsüchte.
Die Bilder zeigen, daß sie sich die Kunst erarbeitet. Sie hat keine Vorstellung vom fertigen Bild, fängt vor der leeren Leinwand an und trägt Farbe auf. Sie formt mit der Farbe, gestaltet immer wieder neu, bis sie das Ergebnis ihrer Vorstellung entspricht.
Oft kratzt sie Farbe wieder ab, trägt neue auf – oder sie setzt Applikationen auf die Farbe auf. Damit drückt sie ihre Emotionen aus.
Manche ruhigere Bilder gestaltet sie mit der Spachtel – oder setzt sie sie in ein Passepartout.
Manchmal gehen ihre Bilder auch in den Realismus über und aus den Farben erwachsen Blumen oder es verstecken sich Menschen.
Der Einsatz der Farben – einmal kräftig und bunt, ein andermal dezent und minimal-farbig – zeigt ihren Gemütszustand. Wenn man dies alles bedenkt, kann man die Botschaften der Gemälde erkennen. Sich dazu die Zeit zu nehmen, bat Gernot Sorgner und gratulierte Lydia Luczay. Er wünschte ihr, daß diese erste Ausstellung ihren Weg aufzeigt zu ihrem inneren Ziel, das sich im Lauf der Zeit zeigen wird.
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Lydia Luczay wunderte sich selbst darüber was Gernot Sorgner da alles gesehen hatte. Sie hatte das Gefühl er beobachtet sie manchmal heimlich!
Als sie vor zwei Jahren anfing zu malen, mußte sie erst einmal alles vergessen, was sie bis dahin über das Malen gelernt hatte. Das Erlebnis „Malen“ übertraf ohnehin alles Bisherige.
Mehr wollte sie den Ausführungen Gernot Sorgners nicht hinzufügen und lud die Gäste ein, sich bei der Betrachtung der Bilder selbst Gedanken zu machen.
Das nahmen die zahlreichen Gäste der Vernissage gerne an und genossen bei einem Gläschen Wein Lydia Luczays Werke und die Gelegeheit zum Plauschen.
15 Der zweite große Ball in Waldkraiburg: Der Ball der CSU 14:20 04 27.01.12
Eine lange Schlange bildete sich vor dem Eingang zum großen Saal im Waldkraiburger Haus der Kultur, als der CSU Ortsverband zum Ball lud. Landrat Georg Huber mit Gattin, Bürgermeister Siegfried Klika, Staatsminister Dr. Marcel Huber und natürlich die Stadträte der CSU waren gekommen um mit zu feiern.
Thomas Lainer - stellvertretender Vorstand des Ortsverbandes Waldkraiburg der CSU begrüßte kurz die zahlreichen Gäste und kündigte einen unvergeßlichen Abend an.
Zunächst sorgte die Kindergarde der Tanzschule Sonaj für einen ersten Höhepunkt.
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Nach diesem schwungvollen Auftakt eröffneten Harald Jungbauer und seine Lebensgefährtin mit dem ersten Walzer den Ball. Schon nach den ersten Drehungen gesellten sich viele Paare dazu.
Wie immer gehört der erste Tanz den Gattinen, Lebensgefährtinnen oder Freundinnen.
Bürgermeister Seigfried Klika mit Gattin Helga, Staatsminister Dr. Marcel Huber mit Ehefrau Adelgunde, Landrat Georg Huber und Gattin Eva, das Apotheker-Ehepaar Engelmann und viele andere genossen den gemeinsamen Walzer.
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Der war schnell vorbei und die Band des Abends setzte mit einem Disco-Fox fort. Gut gefüllt war die Tanzfläche, die kleiner war als sonst. Die CSU hatte zusätzliche Tische aufstellen müssen, um Platz für alle zu schaffen, so groß war das Interesse. Der Saal war trotz der zusätzlichen Tische bis auf den letzten Platz ausverkauft.
Während die Gäste das Tanzen genossen, holte sich Karl Lehmann wohl von Stadträtin und VfL-Vorsitzender Annemarie Deschler Insidertipps für den Starkbieranstich im März. Sicher hatte er wieder irgendwo einen Notizblock und einen Kugelschreiber bereitliegen.
Die erste Tanzpause nutzte Ortsverbandsvorsitzender Harald Jungbauer um die Gäste zu begrüßen. Neben den Genannten waren die Arbeitskreise der CSU, zahlreiche CSU-Ortsverbände aus dem ganzen Landkreis und Vertreter von Wirtschaft, Behörden und Institutionen stark vertreten. Gern gesehene Gäste auf dem CSU-Ball waren Vertreter der SPD: Richard Fischer, Alex Will und Susanne Engelmann.
Das Showprogramm setzte die Garde der Waldburgia mit ihrem Marschtanz fort.
Die Ballgäste waren begeistert.
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Noch begeisterter waren sie vom Walzer des Prinzenpaares der Faschingsgesellschaft Marina I. und Marco I.
Die beiden Geschwister – mehrfache bayerische Meister – rissen Gardemädels und Zuschauer mit.
Und so manche träumte davon, auch s-o-o schön tanzen zu können! 
Faschingsbürgermeisterin, Stadträtin Inge Schnabl strahlte nur so!
Die Gäste bejubelten die beiden, die da aus Leidenschaft getanzt haben, wie Harald Jungbauer bemerkte.
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Es gab Orden: Zuerst für Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber,
dann für Landrat Huber,
für Bezirksrätin Annemarie Haslberger,
für stellvertretende Landrätin Eva Köhr und ihren Mann, den Stadt-Unterstützer Peter Köhr,
für den größten Landkreispolitiker Anton Sterr,
Frauenunionsvorsitzende und Stadträtin Charlotte Konrad,
JU-Vorsitzenden Adreas Pawel,
Die stellvertretenden Ortsverbandsvorsitzenden Thomas Lainer und Annegret Weinbauer,
Sozialreferentin und Stadträtin Annemarie Deschler - - die Stadträte Anton Kindermann, Hermann Tischler, Axel Pöschmann, und Kassier Horst Lang.
Harald Jungbauer verabschiedete das Prinzenpaar und die Garde und gab die Tanzfläche wieder frei für die Gäste.
Während SPD-Kreisvorsitzender Richard Fischer mit seiner Gattin das Tanzbein schwang, unterhielten sich zwei Kreisvorsitzende der jungen Union: Mühldorfs JU-Kreisvorsitzende Kathrin Grundner und die Kreisvorsitzende aus Berlin Pankow: Victoria Pöllmann.
Dann suchten Karl Lehmann und Gattin die Infos für den Starkbieranstich im direkten Kontakt: Auf der Tanzfläche.
Anton Sterr ist vielleicht der größte Landkreispolitiker. Der größte Ballbesucher war er nicht mehr. Der junge Mann hinter ihm ist zwei Zentimeter größer: Zwei-Meter-Zwei. Anton Sterr nahm’s mit Humor.
Das Prinzenpaar begeisterte auch mit seinem Showtanz.
In der guten Stimmung war manchen heiß geworden - - sie zogen sich an die Bar zurück. Andere hatten ihr Vergnügen am zusätzlichen Platz auf der Tanzfläche.
Die Begleitung für dieses ausgelassene Ballvergnügen lieferte die Waldkraiburger Band „Carambolage“. Die fünf Musiker und ihre Sängerin Alexandra sorgten mit einem umfangreichen Repertoire für Kurzweil.
Ja - - der Stern - - der ist halt nicht mehr da....  („Der Stern der Deinen Namen trägt“)
Die Ballgäste drehten sich inzwischen mit ihren Sternen übers Parkett. Und das ganz schön schwungvoll.
Die Stimmung kochte bei „Middle-of-the-Road“‘s „Where’s your mama gone?“
„Chörpy-Chörpy-Cheep-Cheep“ 
Die Zeiger der Uhr bewegten sich auf Gleichstand bei der 12 zu, als Harald Jungbauer die Showtanzgruppe „Members-of-Dance“ aus Grüntegernbach ankündigte. Ihr Programm steht heuer unter dem Titel „Leben erleben“ und beschreibt die Lebensphasen vom Kind bis zum Greis.
Sie begeisterten mit viel Akrobatik und großartigen Einlagen. Hier einige Ausschnitte.
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Die Gäste waren begeistert und Harald Jungbauer bedankte sich mit einem Geschenk für den famosen Auftritt.
Die Members of Dance schlossen ihre Show mit der Zugabe ab, die die letzte Lebensphase beschreibt, das Alter, das in ihrer Version durchaus vergnüglich ist.
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Noch lang tanzten die Gäste auf diesem Ball. Dem Vernehmen nach gingen die letzten nach fünf Uhr früh nach Hause. Thomas Lainer hatte bei seiner Begrüßung nicht zuviel versprochen, es war ein unvergeßlicher Abend, der Ball der CSU in Waldkraiburg.
16 Neujahrsempfang der Wirtschaftsverbände IVM und IGW mit Alois Konstantin Fürst zu Löwenstein 15:40
Früh aufstehen mußten die Gäste am Neujahrsempfang im Mühldorfer Stadtsaal an diesem Sonntag.
Langsam füllte sich das Foyer. Unter den Gästen Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber, MdB Stephan Mayer, Landrat Georg Huber, die Bürgermeister Günther Knoblauch und Siegfried Klika und zahlreiche Bürgermeister aus dem Landkreis. Und natürlich die Mitglieder der Wirtschaftsverbände „Industrieverbund Mühldorf“ und „Industriegemeinschaft Waldkraiburg-Aschau“. Vertreter von Behörden, Schulen und Institutionen waren ebenso gekommen wie die Chefs der örtlichen Banken, die als Mitveranstalter fungierten.
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IVM-Vorsitzender Ulrich Burkhard freute sich darüber, daß der Neujahrsempfang der Verbände inzwischen eine feste Einrichtung geworden ist, der gern angenommen wird. Etwa 330 Zuhörer konnte er willkommen heißen und ihnen den Festredner vorstellen, Alois Konstantin Fürst zu Löwenstein, „Großkanzler des königlich-bayerischen St. Georgs-Ordens“, des Hausordens der Wittelsbacher und „Ritters vom goldenen Vlies“.
2011 ist Geschichte – begann Ulrich Burkhard seine Einführung – was wird bleiben? EHEC? Der Polizistenmord in Augsburg? Oder Fukushima und seine tsunamiartigen Folgen in Deutschland? Oder die Hochzeit von Prinz William und Kate in London?
Er lud die Zuhörer zu einer Kreuzfahrt ein und stellte verschiedene Schiffe zur Auswahl. Den Kurs der MS Berlin kennt man zwar nicht, wohin er führt. Kapitän Angela weiß es entweder selbst nicht, oder sie sagt es nicht.
Oder die Brittannia unter Captain Cameron: Das ist eine Kreuzfahrt für Individualisten – besser für Egoisten. Das Ziel ist die Insel, und wer sich in den Weg stellt wird gerammt.
Glamourös wäre die MS Rom – nur daß Kapitän Silvio vor lauter glamouröser Bankette komplett vom Kurs abgekommen ist. Wohin der neue Kapitän die MS Rom steuert wir man erst sehen.
Den Luxusliner MS Athen kann man aber zur Zeit wegen einer Meuterei nicht buchen. Es gibt noch viele Schiffe, empfehlen kann man aber kaum eins.
Schiffe sind zur Zeit ohnehin wegen der vielen Gefahren nicht zu empfehlen. Da gibt es etwa den Rettungsschirm-Strudel, von dem niemand weiß, wie tief und gefährlich er ist.
Dann die Tiefdruckgebiete wie Standard & Poor von denen niemand weiß, wann sie zum Orkan werden.
Auf der anderen Seite des Atlantiks gibt’s auch noch den Supertanker „Amerika“. Der fährt mit unbezahlter Fracht über die Weltmeere und denkt, er ist der Größte und ganz allein auf der Welt.
Aber es gibt auch die „Bavaria“: Solide finanziert und mit einem akzeptablen Kurs – sieht man von den gelegentlichen Haken ab, die der Kapitän schlägt.
Ulrich Burkhard stellte klar: Er ist ein absolut überzeugter Europäer und Verfechter des Euro, der Deutschland am meisten Vorteile gebracht hat.
Es ist aber blauäugig, zu denken, man könne Länder ohne Sanktionen zur Haushaltsdisziplin bewegen oder solche, die vorher 20% Haushaltsdefizit hatten über Nacht auf 3% zu bringen.
Wer gibt Ratingagenturen die Authorität ganze Staaten zu bewerten? ... wo doch so viele Ratings nachweislich falsch waren. Warum kann man nach wie vor auf fallende Kurse spekulieren, also daran verdienen, daß es Unternehmen schlecht geht?
Warum kann jemand mit Rohstoffen spekulieren, der am Rohstoff selbst keinerlei Interesse hat – wie 90% der Spekulanten an der Rohstoffbörse?
Besonders verwerflich ist die Spekulation mit Lebensmitteln. Hier wird auf Kosten der Ärmsten Profit gemacht.
Welchen Sinn haben Chefvolkswirte und Wirtschaftsforschungsinstitute, die alle drei Monate neue Gutachten veröffentlichen und immer eine Erklärung parat haben, warum das vorangegangene falsch war.
Ulrich Burkhard kritisierte die Presseberichterstattung, die bei einem kleinen Zuwachs der Wirtschaftsleistung schon das „Krise“ schreit – obwohl immer noch Wachstum herrscht!
Dabei sollten statt der künftigen Risiken das künftige Wachstum im Focus stehen. Um so mehr als der Einfluß der Psychologie auf die Wirtschaft bei über 60% liegt.
Gerade der Mittelstand leistet am meisten für die Konjunktur. Er ist das Rückgrat der Wirtschaft.
Die meisten mittelständischen Unternehmen führt der Inhaber selbst. Einer, den nicht die kurzfristige Gewinnmaximierung interessiert sondern der langfristige Erfolg. Einer, der die Regeln des ehrbaren Kaufmanns achtet. Investmentbanker werden das kaum verstehen.
Um das zu erreichen forderte Ulrich Burkhard eine verläßliche und glaubwürdige Politik, die Finanzmärkte zur Vernunft bringt. Weiters brauchen wir Medien, die nicht nur nach Sensationen jagen und selbst Politik machen oder die Massen verblöden. Und schließlich brauchen wir einen Wandel in der Gesellschaft: Weg vom Jammern auf hohem Niveau – hin zum Ergreifen von Chancen, eine, die sich solidarisch mit denen zeigt, die wirklich benachteiligt sind.
Weil er Optimist ist und den Glauben ans Gute im Menschen nicht verloren hat, ging Ulrich Burkhard davon aus, daß alle Zuhörer ihr Teil dazu beitragen werden, daß es ein gutes Jahr 2012 wird. Das wünschte er allen Anwesenden.
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Bürgermeister Günther Knoblauch freute sich, als königlich-bayerischer Sozialdemokrat seine königliche Hoheit begrüßen zu dürfen (Gelächter). 2011 war für die Stadt Mühldorf ein schwieriges Jahr. Die Konjunkturkrise einerseits und die Abwälzung von Aufgaben durch „höhere Ebenen“ andererseits haben Städte und Gemeinden schwer belastet. In der Stadt wird intensiv gebaut, wovon Handwerk, Handel und Banken profitieren. Daß mehr Menschen nach Mühldorf zur Arbeit kommen, als auswärts ihrer Arbeit nachgehen, zeigt, wie gut sich die Wirtschaft in der Kreisstadt entwickelt. Dafür dankte Günther Knoblauch den Wirtschaftsführern, die nicht so agieren wie etwa die Telekom.
Blickt man auf das neue Jahr, gilt es, die großen Infrastrukturprojekte vorwärts zu bringen: Den Ausbau der Bahnstrecke und die Autobahn A94. Das ist dringend nötig, weil in der Region noch echte Produkte hergestellt werden - und nicht nur mit fiktiven Werten auf dem Papier geschachert und spekuliert wird.
Dabei ist es existenziell wichtig, der Wirtschaft eine Struktur zu geben und die Gesellschaft kulturell weiter zu entwickeln. Dazu müssen alle Kräfte in der Region zusammenarbeiten. Auch um das Ansehen der Region weiter zu stärken, die noch immer unterschätzt wird.
Dazu wünschte er allen viel Kraft und gutes Gelingen im Neuen Jahr.
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Landrat Georg Huber zitierte aus einer Studie, die die Anforderungen an Führungskräfte ermittelte: 97% von 640 befragten Aufsichtsräten gaben an, daß nach ihrer Meinung Mitarbeiterorientierung und –Motivierung die zentralen Fähigkeiten sind - also die Fähigkeit, Menschen zu begeistern. Das geht aber nicht mit Streß und Druck sondern nur – wie Fürst zu Löwenstein meint – über das Gewissen. Er freute sich schon auf seine Ausführungen, weil auch der Landkreis den Menschen mit all seinen Fähigkeiten und Schwächen, in den Mittelpunkt seines Interesses gestellt hat. Deshalb muß es das gemeinsamen Ziel sein, einen familienfreundlichen Landkreis zu schaffen. Dies zu erreichen, hat der Landkreis mehrere Projekte angestoßen, bei deren Umsetzung er viel Unterstützung gefunden hat. Dies fortzusetzen bat er die Anwesenden.
Er wünschte allen hierzu Optimismus, Gesundheit und Zufriedenheit für das laufende Jahr.
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Alois Konstantin Fürst zu Löwenstein freute sich über die vielen Politiker, die an diesem Sonntag-Morgen Leute aus der Wirtschaft treffen wollten. Das letzte Mal, als ein Vorfahre seiner Familie in Mühldorf war, vertrieben sie die Habsburger aus Bayern – in der letzten Ritterschlacht – 1322! (Gelächter)
In den zurückliegenden 10-15 Jahren hat Deutschland einen ziemlich primitiven Neokapitalismus improtiert, der gänzlich untypisch ist für unsere – vom Mittelstand geprägte – Gesellschaft. Seither sind Dinge passiert, die frührer undenkbar waren. „Piraten im Vorstand“ etwa, „Manager“ die sich nur für sich selbst und ihr eigenes Konto interessieren um dann schnell weiter zu segeln. Da ist wohl einiges schief gegangen.
Erfreulich ist, daß sich die Erkenntnis durchgesetzt hat, daß es da noch mehr geben muß. Seit drei Jahren sind „Werte“ in aller Munde. Die sind aber subjektiv – jeder versteht etwas anderes darunter. Er kümmert sich lieber um „Tugenden“.
Dabei gibt es vier ehrwürdige heidnische „Tugenden“, die schon die Griechen kannten: Klugheit, Gerchtigkeit, Mäßigung und Tapferkeit. Dazu die drei christlichen Tugenden: Glaube, Liebe und Hoffnung.
Klugheit denkt heute eigentlich jeder zu haben. Man kann sie auch mit „Verantwortlichkeit“ übersetzen, oder „Vorbild sein“. „Klug sein“ heißt im Unternehmen, die Mitarbeiter zu achten, ihre Meinung und ihr Können zu schätzen und von sich selbst nicht zu denken, man wisse und könne alles. „Beratungsresistenz“ ist kein Zeichen von Klugheit sondern von Schwäche. Im Finanzbereich ist nach seiner Erfahrung Klugheit abhanden gekommen. Das hat viel Schaden angerichtet und Vertrauen gekostet. So kommt es, daß heute sogar in Dorftheatern der Übeltäter nicht mehr der Unternehmer oder der Großbauer ist, sondern der Sparkassendirektor!  
„Gerechtigkeit“: - - Einen „gerechten Lohn“ - etwa - gibt es nicht. Man kann nur versuchen, einen gerechten Lohn zu finden. Gerechtigkeit ist aber auch, „Mobbing“ zu bekämpfen. Die Reduzierung von Personal führt oft dazu, daß sich Mitarbeiter gemobbt fühlen, wie die Stadt Frankfurt erfahren mußte.
Gerechtigkeit ist aber auch, keine Informationen zu horten, oder die Balance zwischen Familie und Beruf zu halten. Gerade bei Mitarbeitern, die dann arbeiten müssen, wenn andere Freizeit haben ist es die Pflicht, das der Familie des Mitarbeiters zu erklären und auch für gerechten Ausgleich zu sorgen. Es darf nicht sein, daß Unternehmen junge Menschen so schädigen, daß darüber die Familie kaputt geht.
Gerechtigkeit heißt auch, Mütter einzustellen, die ohnehin die besten Organisatoren sind. Und auch Ältere zu beschäftigen ist gerecht. Und Männern die selben Rechte einzuräumen wie Frauen ist auch gerecht.
„Mäßigung“ ist in Deutschland ziemlich in Vergessenheit geraten und hauptsächlich bei Arbeitnehmern, Handwerkern und Mittelständlern anzutreffen. Wenn eine Firma eine andere kauft, entwickelt sich das nur zu 28% positiv. In 72% der Fälle bleiben die Unternehmen gleich oder verschlechtern sich. Man sollte aufhören, Wettbewerber aufzukaufen um sie dann platt zu machen.
In Familienunternehmen müssen sich Senioren mäßigen und den Absprung schaffen – rechtzeitig abtreten und die jungen Leute ran lassen. (Siehe Pöllmann Keramik)
„Tapferkeit“ heißt nicht, alle Wettbewerber aus dem Markt zu vertreiben. Es bedeutet, eine eigene Meinung zu haben und diese zu vertreten, egal was andere sagen. Es heißt auch, Querdenker und andere Meinungen zu akzeptieren und zuzulassen.
Tapferkeit heißt auch, üble Praktiken wie Bestechung nicht zu dulden und auch keine pornografische Werbung zu machen. Das ist schließlich die dümmste Art Werbung.
Tapferkeit ist es nicht, seinen Glauben zu bekennen. Wenn man bei einem Geschäftsessen sein Tischgebet still spricht, kommt man schnell auf das Thema Glauben sprechen. Wenn eine Frau ein Kreuz um den Hals trägt, bedankt sich Alois Konstantin Fürst zu Löwenstein dafür, daß sie sein Logo kostenlos trägt. Coca-Cola würde vermutlich dafür bezahlen!
Eine christliche Tugend ist die Hoffnung. Als Führungsperson muß man motivieren können, Mitarbeitern ein positives Vorbild sein – Hoffnung geben. Man darf keinesfalls beleidigt sein! Schon seine Großmutter hatte ihn gemahnt, niemandem beleidigt zu sein und auf Jesus zu schauen, der viel Schlimmeres erlebt hat und doch seinen Peinigern verziehen hat. Wenn man also nicht beleidigt ist, kann man auch selbst nicht mehr beleidigen. Statt beleidigt zu sein muß man verzeiehen! Dann sind wir Gott am nächsten – - - das sollte man mal ausprobieren!
Die „Liebe“: Wenn man Führungsverantwortung hat, sollte man die Menschen lieben. Menschen, die andere fürchten, sollten nie Führungsverantwortung bekommen. Beim Einstellen von Mitarbeitern sollte der Charakter wichtiger sein als Noten und Loyalität wichtiger als blinder Gehorsam.
„Glaube“ ist etwas sehr persönliches. Im Alltag kann man etwa Studenten raten, vor Prüfungen statt Yoga-Übungen mal 10 Minuten zu beten. Dann passiert nämlich etwas. Er selbst betet vor jedem Gespräch und ist sicher, daß er als Sieger daraus hervorgeht.
In seiner Familie herrscht der Grundsatz – erklärte Alois Konstantin Fürst zu Löwenstein, daß es nichts gibt, was man nicht verzeihen kann. Würde man danach leben, könnte man die Zahl der Ehescheidungen auf 2% reduzieren, würden die Ehepartner auch noch miteinander beten, könnte man die Scheidungsrate sogar auf 0,8% drücken. Das haben amerikanische Versicherungsunternehmen ermittelt – keine Kirchen!
Außerdem leben aktive Christen länger – das hatte er selbst ermittelt.
Ein Unternehmer hatte ihn mal gefragt, was er damit verdient, daß er so fromm ist. Spontan gab ihm der Heilige Geist die Antwort: 356.000 Euro, das haben er und seine Frau sich durch ihr gemeinsames Gebetsleben für Psycholgen und Anwälte gespart.  (Applaus)
Der Unternehmer meinte später, das ist zu wenig - seine zwei Scheidungen waren viel teuerer!
Während heute zu viel über Werte gesprochen wird, hat er über Tugenden gesprochen, die das modernste Instrument der Führung sind. Das haben auch große Universitäten erkannt und lehren sie heute in Managementschulungen. Wenn man sie berücksichtigt, kann man dem Land helfen und vielleicht sogar der ganzen Welt.
Daß sie das Glück haben, sich mit diesen Tugenden das Leben in diesem Jahr zu verschönern, das wünschte Alois Fürst Konstantin zu Löwenstein den Zuhörern.
Mit langem Applaus dankten die Gäste für diesen tiefgründigen und bewegenden Vortrag, dem Ulrich Burkhard nichts hinzufügen wollte. Er überreichte er ihm zum Dank eine Flasche Mühldorfer Weißbier und einen Fotoband der Kreisstadt.
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Im Anschluß luden die Wirtschaftsverbände zum Gedankenaustausch und entließen die Gäste in dieses neue Jahr. Sie waren sicher, dieser Empfang war der beste, an dem sie bisher teilgenommen haben. Alois Konstantin Fürst zu Löwensteins Gedanken werden sicher Spuren hinterlassen, die im Alltag sichtbar werden. 
17 30.000 Euro für den Naturschutz - Sparkasse spendet an die Landkreise 4:50
Auf einer Pressekonferenz, an der neben den Vorständen der Sparkasse auch die Landräte Erwin Schneider und Georg Huber teilnahmen, erklärte Herbert Langstein – Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Altötting-Mühldorf, die Weltsparwoche 2011 stand unter dem Motto „Tun Sie Gutes für Ihr Geld und die Umwelt in der Region“. Mit dem Geld sollen Naturschutzprojekte unterstützt werden.
Für jede neue Kapitalanlage über 1000 Euro eines Kunden zahlte die Sparkasse einen Euro als Spende. Den Spendenertrag stockte die Sparkasse großzügig auf, so daß 30.000 Euro zusammenkamen - also 15.000 Euro für jeden Landkreis.
Herbert Langstein bedankte sich herzlich bei den Mitarbeitern beider Landratsämter, die geholfen haben, unterstützenswerte Projekte zu finden. Es sollte sich um Projekte handeln, die sowohl der Natur zu Gute kommen als auch dem Menschen dienen, etwa als Erholungsraum.
Im Landkreis Altötting wird das Naturschutzprojekt „Osterwiesen“ zwischen Tüssling und Altötting unterstützt, ein artenreicher Lebensraum, der gleichzeitig als Naherholungsraum dient. Außerdem soll die „Checky-Range“ in Burgkirchen renaturiert werden. Weiterhin sollen Quellen renaturiert, Nistplätze und Ruhebänke aufgestellt werden.
Der Landkreis Mühldorf verwendet das Geld für drei Projekte: Ein Insektenhotel, die Neugestaltung eines Naturlehrpfades und einen Biber-Rucksack.
Das Insektenhotel soll am Landratsamt aufgestellt werden und mit Informationstafeln das Leben dieser Wesen näherbringen. Es wird Beratung für den Umgang mit Hornissen und Wespen angeboten und Schutzkleidung für Ehrenamtliche Helfer angeschafft, die im Sommer Hornissen- oder Wespennester entfernen.
Das zweite Projekt, der Naturlehrpfad in Ebing, soll neu aufbereitet werden. Mit pädagogischen Mitteln ausgestattet, soll er Schulklassen die Möglichkeit bieten, mit der Natur in Kontakt zu kommen.
Der Biber-Rucksack ist ein interessantes Projekt: In einem echten Rucksack ist alles verpackt, was man braucht, um den Menschen den Biber und seinen Lebensraum näher zu bringen. Das ist ein besonders akutelles Thema seit die Biber wieder heimisch geworden sind und den einen oder anderen Baum gefällt haben! 
Die Sparkasse ist Teil dieser Region und froh darüber, mit diesen Spenden am Erhalt der Umwelt mitwirken zu können.
Herbert Langstein übergab zwei Schecks mit dem Spendengeld.
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Landrat Georg Huber freute sich über die Spende, weil das Geld hilft, die Entwicklung der Natur des Landkreises voranzubringen. Es sind . über die genannten hinaus - mehrere Projekte geplant, die im Lauf des Jahres vorgestellt werden.
Als erstes wird sicher der Naturlehrpfad renoviert werden, der in den vergangenen Jahren sehr verfallen ist. Dann steht er zu Beginn des Frühlings Kindergärten und Schulen wieder für Ausflüge zur Verfügung.
Das Insektenhotel ergänzt die Bienenstöcke am Landratsamt und der Biberrucksack wird helfen, Verständnis bei den Anwohnern zu schaffen, wenn der Biber Bäche aufstaut oder Bäume beschädigt. Die unvermeidlichen Schäden zu beheben wird da viel Geld kosten.
Auch die Hornissen- oder Wespenberater werden im Sommer immer häufiger angefordert. Die Ausrüstung wird helfen, die Leute zu schützen. Landrat Georg Huber dankte der Sparkasse sehr für diese Spende.
Auch Landrat Erwin Schneider dankte der Sparkasse. Besonders die Osterwiesen sind ein beliebtes Naherholungsgebiet, wo morgens so viele Jogger unterwegs sind, daß sie fast zusammenstossen... Und die Checky-Range wird ökologisch aufgewertet und dann für Schulklassen zur Verfügung stehen. Erwin Schneider freute sich sehr über die Spende, die dabei wesentlich hilft

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