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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
234
"Literacy" im Kindergarten Stefanskirchen: Staatsminister Dr. Marcel Huber übergibt Zertifikat
10:30
48 01.12.11
Es war einer dieser nebligen Tage, als sich der Kindergarten in Stefanskirchen herausputzte um hohen Besuch zu empfangen.
Im Bewegungsraum des Kindergartens, kamen neben den Mitarbeiterinnen des Kindergartens auch Mitglieder des Gemeinderates von Ampfing, Bürgermeister Ottmar Wimmer und Landrat Georg Huber zusammen. Staatsminister Dr. Marcel Huber hatte schon vor Monaten sein Kommen zugesagt und hielt das auch ein – auch wenn sein aktuelles Ministerium mit Kindergärten nur mehr am Rande zu tun hat.
Landrat Georg Huber ist ein großer Kinderfreund und begrüßte jedes Kind persönlich.
Als auch Elfriede Geisberger und ihre Kolleginnen vom Amt für Jugend und Familie beim Landratsamt Mühldorf gekommen waren, stellte Maria Egger – Leiterin des Kindergartens in Stefanskirchen ihre Beweggründe für die Bewerbung um das Sprachberaterprojekt vor. Eine gemeinsame Sprache für alle Kinder und damit eine gemeinsame Lebensgrundlage sollten die Kinder erhalten - alles zugeschnitten auf den Kindergarten Stefanskirchen, also auf ihre Ressourcen und Kompetenzen.
Mit dem Projekt Sprachberatung ist beabsichtigt, daß „Literacy“ und eine gemeinsame Haltung zur Sprache in den pädagogischen Alltag integriert wurde. Was „Literacy“ ist, sollten dann die Kinder an Hand eines Liedes zeigen. (1:35:37:10)
Hedi Egger – Maria Eggers Schwester – durchleuchtete zunächst das Sprachberaterprojekt, das ein Fortbildungsprojekt für Kindertageseinrichtungen im Rahmen des bayerischen Erziehungs- und Bildungsplanes ist. Es hat zum Ziel, die sprachliche Bildung als durchgängiges Prinzip in den pädagogischen Alltag zu integrieren. Im Gegensatz zur Sprachförderung für Migranten kommt dieses Projekt allen Kindern zu Gute.
Die Erzieherinnen können gleichzeitig ihre eigenen Kompetenzen erweitern und damit die Qualität ihrer Arbeit zu steigern. Hinter diesem Projekt steht die Erkenntnis, daß Sprache eine grundlegende Voraussetzung für die Persönlichkeitsentwicklung ist, eine grundlegende Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg und grundlegend für die Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben.
Für den Begriff „Literacy“ gibt es leider keinen deutschen Ausdruck, weshalb es notwendigt ist, es zu umschreiben. „Literacy“ umfaßt die kindlichen Erfahrungen rund um Buch, Reim und Schriftgut. Auch Textverständnis, Problemlösefähigkeiten, Zuhörfähigkeit, Abstraktionsfähigkeit, chronologisches Bewußtsein und sogar die „matheamtische Sprache“ und die Medienkompetenz fallen unter „Literacy“.
Die Inhalte von Literacy sind im Prinzip altvertraut, nur neu definiert und ausgelegt.
Dieses Plakat beschreibt den Weg zum Sprachberaterprojekt.
Nach 112 Stunden ist man nun „durch“ und am Ziel, die Kinder haben Freude an Sprache, singen und am reimen und damit am spielerischen Umgang mit der Sprache.
Hedi Egger freute sich, daß „Literacy“ inzwischen zum Alltag im Kindergarten in Stefanskirchen gehört.
Die Kinder in Stefanskirchen wurden auch zu Autoren und Illustratoren. So haben sie diese Geschichte selbst verfaßt und illustriert. Sie können sich also in Schrift und Bild ausdrücken.
Aus der Geschichte sollte Staatsminister Dr. Marcel Huber später vorlesen.
Vorher gaben diese beiden eine Inhaltsbeschreibung.
Dr. Marcel Huber hatte sichtlich Freude am Vorlesen.
Inzwischen entwickeln die Kinder im Kindergarten Stefanskirchen für jedes Geburtstagskind eine eigene Geschichte, die auch dokumentiert wird. Auch das Zuhören gehört dazu.
Heute ist das Interesse an Lesen und Schreiben schon bei Kindern stark ausgeprägt. Das hat dazu geführt, daß die Ergebnisse von Kinderkonferenzen protokolliert werden.
In Literacy-Centren wird in Rollenspielen geübt. In Stefanskirchen in einem Restaurant und einer Bücherei. Die Kinder wiederholen hier, was sie mit ihren Eltern erlebt haben. Etwa wenn eine Bedienung in einem Restaurant die Bestellung auf einem Block notiert, oder wenn in der Bücherei die Ausleihen aufgeschrieben werden.
Über all der Erziehung müssen Kinder aber auch weiter spielen. Das ist besonders wichtig.
Die Eltern können sich jeden Tag an der „pädagogischen Wand“ darüber informieren, was am Tag geschehen ist. Dort wird aber nur festgehalten, was vorher zusammen mit den Kindern in einer Redaktionssitzung festgelegt worden ist.
Mit all diesen Maßnahmen hat das Team vom Kindergarten in Stefanskirchen eine Auszeichnung verdient, um so mehr, als es nicht einfach war, innerhalb eines Jahres die 112 Stunden des Sprachberaterprojekts durchzuführen.
Hedi Egger bedankte sich bei Bürgermeister Ottmar Wimmer für die Unterstützung der Gemeinde und bei vielen anderen, die sie bei der Durchführung unterstützt haben. Als Dankeschön hatte sie einen Schlüsselanhänger für Kindergartenleiterin Maria Egger.
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Landrat Georg Huber schwelgte erst in Erinnerungen, als sein Großvater ihm vorgelesen hatte und stellte fest, daß Kinder schnell Kontakt finden, wenn man sich auf ihre Ebene begibt. Vielleicht sollten wieder verstärkt Senioren Kindern vorlesen – auch solche, die selbst keine Enkel haben.
Landrat Huber zeigte sich stolz auf die Kindergärten in Neumarkt, Taufkirchen und eben hier, die über ihre Grenzen hinausgegangen sind und andere hineingelassen haben. Im Landkreis gibt es gutes Fachpersonal, das sich der Notwendigkeit ständiger Fortbildung bewußt ist um die Kleinsten weiter zu entwickeln.
Kindererziehung heute ist anders, als seine Generation das erlernt hat. Das ganze Leben ist heute anders. Genau das ist der Grund dafür, daß künftig ein großer Teil der Erziehung in den Kindertagesstätten stattfinden wird. Eltern haben nicht mehr die Zeit dafür, sich so intensiv um ihre Kinder zu kümmern, wie das nötig wäre.
Deshalb muß den Mitarbeitern im Kindergarten jede Möglichkeit der Fort- und Weiterbildung geboten werden. Nur so können die steigenden Ausgaben des Landkreises für den Kinder- und Jugendbereich reduziert werden.
Landrat Georg Huber dankte der Gemeinde Ampfing sehr für die Umsetzung dieses Projekts.
Auch Maria Egger und ihrem Team galt sein Dank und bat darum, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Wenn im Landkreis der Mensch im Mittelpunkt steht, dann muß es dem Landkreis auch wert sein, für solche Projekte einzustehen. Zum Nutzen unserer Kinder.
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Bürgermeister Ottmar Wimmer freute sich über diese Anerkennung des Kindergartens in Stefanskirchen. Auch er stellte fest, daß sich das Kindergartenwesen stark verändert hat. Hieß es vor Jahren noch „Aufbewahrungsanstalt“, so sind Kindergärten heute Bildungsstätten.
Damals, als er selbst noch den Kindergarten besuchte, ließ man den Kindern viel freien Raum und ermöglichte so, daß sie ihre Welt selbst erforschten. Das geht heute jedoch nicht mehr.
Heute baut man allerorten bereits Kinderkrippen, weil beide Elternteile arbeiten, und so die Kinder schon früh der Kinderkrippe überantworten müssen.
Daß die Sprachberatung hier so gut läuft, ist sicher auch verwandtschaftlich bedingt. Übrigens hat den Kindergarten vor 40 Jahren Betty Egger gegründet, Maria und Hedi’s Mutter. Und weil damals der Vater von Minister Huber Geschäftsstellenleiter in der Gemeinde war, war der Weg zur Realisierung nicht all zu lang.
Bürgermeister Ottmar Wimmer dankte abschließend der Bayerischen Staatsregierung für die Unterstützung dieses Projekts.
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Er hätte es nicht geglaubt, daß hier ein ministeriell gefördertes Projekt realisiert werden würde, meinte Staatsminister Dr. Marcel Huber. Er betonte die Wichtigkeit der Lesefähigkeiten, die auch die Grundlage der Nutzung aller Medien ist. Lesen lernt man nur durch Lesen. Da paßt die Förderung von „Literacy“ in Kindergärten gut ins Bild.
Dr. Marcel Huber überreichte das Zertifikat von Staatsminister Christine Hadertauer, das bescheinigt, daß an diesem Kindergarten die beschriebenen Leistungen erbracht wurden.
Maria Egger bedankte sich für die Auszeichnung, die ihr selbst und ihren Kolleginnen eine Ausnahmestellung bescheinigt. Sie versprach, sich weiter fortzubilden und die pädagogische Arbeit in Stefanskirechen weiterzuentwickeln.
Sie dankte Hedi Egger mit einem Strauß Blumen.
235 Einmal im Jahr gehen 9.000 Persönlichkeiten in Kindergärten und Schulen um vorzulesen. Der bundesweite Vorlesetag. 6:05
Bürgermeister Dr. Karl Dürner und Schulleiterin Susanne Rakobrandt begrüßten Staatsminister Dr. Marcel Huber und begleiteten ihn ins Klassenzimmer. Dort wartete schon die Chor- und Orff-Gruppe der Schule, in der Kinder aus der 2. bis 4. Klasse musizieren.
Die Chor- und Orff-Gruppe begrüßte Minister und Bürgermeister mit einem sehr bayerischen Lied.
Die Erstklaß-Kinder sangen fleißig mit.
Bürgermeister Dr. Karl Dürner freute sich über den Besuch des bayerischen Umwelts-, Gesundheits- und Energieministers, der vor nicht allzu langer Zeit noch Staatssekretär im Kultusministerium war. Er freute sich sehr über den Besuch des Ministers, weil die Kinder sicher zum ersten Mal eine Geschichte von einem Minister vorgelesen bekommen würden.
Dr. Dürner unterstricht die Wichtigkeit des Lesens und sich „vorlesen lassens“, Das hat erst vor Kurzem wieder eine neue Studie aufgezeigt. Und ein schöner Ausgleich für die anderen Fächer ist das Lesen auf jeden Fall auch.
Bürgermeister Dr. Karl Dürner wollte, daß sich Staatsminister Dr. Marcel Huber aktunkundig ins Ehrenbuch der Gemeinde Schwindegg einträgt. Das könnten sie dann später im Rathaus anschauen.
Dr. Marcel Huber entsprach dem Wunsch des Bürgermeisters und trug sich ins Ehrenbuch der Gemeinde ein.
Und weil so ein Bürgermeister viele Aufgaben und Verpflichtungen hat, klemmte Dr. Karl Dürner das Ehrenbuch unter den Arm und verabschiedete sich schon mal von den Kindern.
Staatsminister Dr. Marcel Huber freute sich, daß hier nicht der Kassettenrekorder angemacht wird sondern die Kinder wirklich selbst Musik machen. Er freute sich auch, daß hier die Mundart und so unsere bayerische Identität gepflegt wird.
Als sie sich verabschiedeten hatten die Kinder allerdings so ihre Probleme..... (O-Ton Auf wiedersehen her Umweltmmmiiii....)
Bürgermeister Dürner verabschiedete die Musiker perösnlich.
Dr. Marcel Huber nahm am geschmückten Tisch Platz und erklärte den Erstklässlern, welche Freude das Lesen und auch das Vorlesen bietet. Er erinnert sich gern an die Zeit, als er seinen drei Kindern vorgelesen hat und mit welch großen Augen sie zuhörten.
Dann las er aus Michael Endes Buch „Die Zauberschule“ aus der Geschichte von der beharrlichen Schildkröte „Tranquilla Trampeltreu“, die – obwohl sie schrecklich langsam unterwegs war – sich nicht davon abbringen ließ, ihrer Einladung zur Hochzeit ihrer großmähnigen Majestät, des Löwen Leo des Achtundzwanzigsten zu folgen. Ihr begegneten viele, die ihr erzählten, daß die Hochzeit schon war und sie zu spät kommen würde. Sie gab nicht auf und ging weiter in Richtung der Löwenhöhle. Als sie endlich ankam, fand gerade ein Hochzeitsfest statt. Nur nicht die, zu der sei eingeladen war, sondern die von seinem Nachfolger Leo dem 29. Es lohnt sich also, nicht aufzugeben!
Gerade als Dr. Marcel Huber zu Ende gelesen hatte, ertönte der Gong zur Pause.
Dr. Huber meinte abschließend, es wäre doch schön, wenn sie sich zu Weihnachten neben der vielen Spielsachen auch ein Buch wünschen würden.
(O-Ton ... Abschied)
Herr Dr. Huber am bundesweiten Vorlesetag gehen Prominente und hochrangige Persönlichkeiten in Kindergärten und Schulen um den Kindern vorzulesen. (O-Ton)
Vielen Dank.
236 Neu an der A94: "Geisterfahrerwarnschilder" 7:30
An der Autobahnausfahrt Altötting trafen sich der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Dr. Andreas Scheuer, MdB Stephan Mayer, MdL Ingrid Heckner, Landrat Erwin Schneider und Vertreter des bayerischen Innenministeriums um die neuen Schilder vorzustellen, die verhindern sollen, daß Autofahrer auf der falschen Seite auf die Autobhan auffahren. Mit solchen Schildern hat man in Österreich gute Erfahrungen gemacht, so daß sie auch entlang der Autobahn A94 aufgestellt wurden.
Dr. Andreas Scheuer freute sich, mit dem Abschnitt entlang der A94 den dritten Abschnitt mit Warnschildern gegen falsches Auffahren auf die Autobahn freigeben zu können. Entgegen den ersten beiden Abschnitten entlang der A8 und der A3, die beide direkt an österreichische Autobahnen angrenzen, ist der Abschnitt der A94 der erste rein deutsche Streckenabschnitt, an dem solche Schilder installiert werden.
Dr. Andreas Scheuer bat im Gedenken an die Unfallopfer in Folge von Geisterfahrten auf der A94 um eine Minute Stille und erklärte dann, es wäre Ingrid Heckners und Stephan Mayers hartnäckigem Einsatz zu verdanken, daß hier diese Schilder aufgebaut werden konnten. 8 bis 12 Falschfahrten pro Jahr seit 2008 wären ein guter Grund gewesen, hier etwas zu tun.
Die aktuellen Geisterfahrerschilder basieren auf dem österreichischen Modell und sind akutell ein Pilotversuch. Mitte 2012 wird die Bundesanstalt für den Straßenverkehr die Ergebnisse aus diesem Versuch auf dieser besonderen Strecke auswerten.
Die A94 ist „besonders“, weil es sie nur in Abschnitten gibt und sich die Verkehrsteilnehmer erst daran gewöhnen müssen. Neben diesen Schildern sind an den Straßen im Umfeld der Autobahn Änderungen geplant, etwa die Verbesserung der Markierungen, die helfen sollen, falsches Einfahren zu verhindern.
Dr. Andreas Scheuer war überzeugt, daß diese auffällig gestalteten Schilder helfen werden, Autofahrer vom Auffahren in falscher Richtung abzuhalten.
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Ministerialrätin Maria Els vom Bayerischen Innenministerium freute sich über die gute Zusammenarbeit mit dem Bundesverkehrsministerium, die es möglich gemacht hat, auf diesem gut 32 Kilometer langen Autobahnabschnitt mit dem auffälligsten Falschfahrergeschehen in ganz Bayern nun solche Warnschilder aufstellen zu können.
Die vielen Falschfahrten führte sie darauf zurück, daß einerseits an beiden Enden die Autobahn in eine Bundesstraße mündet und andererseits streckenweise Bundesstraßen über die Autobahn geführt werden. Die Änderungen der Streckenführung überraschen wohl die Verkehrsteilnehmer, die sich nicht schnell genug umstellen können.
Dem abzuhelfen und dem Verkehrsteilnehmer die Orientierung zu erleichtern, werden nicht nur diese Schilder aufgestellt sondern auch die zusätzlichen Kennzeichnungsmaßnahmen durchgeführt.
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MdB Stephan Mayer dankte sowohl dem Bundesverkehrsministerium als auch dem bayerischen Innenministerium dafür, daß sie seinen Vorschlägen gefolgt sind und diesen Streckenabschnitt ins Pilotprogramm aufgenommen haben.
Es ist bislang nicht nachvollziehbar, warum es auf diesem Abschnitt so viele Geisterfahrer gab und die Unfälle so fatale Folgen hatten. Die genauen Gründe soll nun dieser Pilotversuch klären, der auch wissenschaftlich begleitet wird.
Auch wenn’s länger gedauert hat, ist jetzt doch ein sichtbares Ergebnis vorzuweisen. Dafür dankte er den beteiligten Stellen, bat aber, auch noch die Ausfahrt in Töging mit solchen Schildern auszustatten.
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MdL Ingrid Heckner freute sich über das gute Wetter, das es ermöglicht hatte, daß die Schilder noch jetzt aufgestellt werden konnten. Auch sie mußte lernen, daß es wohl erst zu schweren Unfällen kommen muß, bevor etwas getan wird. Zudem haben die verteilten Zuständigkeiten für Verzögerungen gesorgt. Wenn jetzt die Schilder stehen, hoffte sie, daß Geisterfahrten irgend wann der Vergangenheit angehören.
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Herr Mayer, Sie haben sich sehr intensiv um die Aufstellung dieser Schilder bemüht. (O-Ton)
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Herr Scheuer, seit einigen Tagen besteht Baurecht für den Abschnitt Dorfen-Heldenstein der A94. Wie geht’s jetzt weiter? (O-Ton)
237 Ampfing: Der Lärmschutz mit den transparenten Elementen entlang der Bahnstrecke ist fertig 7:10
Man stelle sich nur vor, hier würden zwei Betonwände die Bahnstrecke eingrenzen und damit Ampfing in zwei Teile zerschneiden. Das wollte Bürgermeister Ottmar Wimmer auf keinen Fall zulassen und bat MdB Stephan Mayer zu helfen, eine andere Lösung zu finden.
Ampfings zweiter Bürgermeister Georg Buchner dankte sehr dafür, daß es hier nicht zu dieser Betonlösung gekommen ist.
Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Dr. Andreas Scheuer nahm diesen Dank gern an und erinnerte sich an die äußerst nachdrückliche Vorsprache von MdB Stephan Mayer, die allen Beteiligten die Situation erst klar gemacht hat.
Da die Strecke durch Ampfing einerseits zur Magistrale für Europa gehört und andererseits durch den steigenden Schwerverkehr ins Chemiedreieck mehr Züge verkehren werden, wurde Ampfing Lärmschutz zugesagt.
In Gesprächen in Berlin, an denen neben der DB AG, dem Bundesverkehrsministerium und MdB Stephan Mayer auch Bürgermeister Ottmar Wimmer teilnahm, wurde versucht, einen Interessensausgleich herzustellen. Es waren intensive Gespräche!
Zum damaligen Zeitpunkt gab es keine Zulassung für sichere Glaselemente, weshalb das Eisenbahnbundesamt die neuen Glaselemente besonders intensiv geprüft hat. Nun endlich konnten die neuen Elemente hier eingebaut werden.
Dr. Andreas Scheuer dankte besonders Bürgermeister Ottmar Wimmer und MdB Stephan Mayer für ihren Einsatz, aber auch den Ampfingern für ihre Geduld. Wenn alle Beteiligten so gut zusammenarbeiten, dann kommt auch etwas g’scheites raus.
MdB Stephan Mayer meinte, das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Es war wirklich ein langer Weg von Bürgermeister Ottmar Wimmer’s erstem Einspruch gegen den Planfeststellungsbeschluß und nun der Fertigstellung. Viele Gemeinden hätten sich dem Planfeststellungsbeschluß gefügt – nicht so Ottmar Wimmer und der Gemeinderat von Ampfing.
Auch wenn es der DB AG und dem Eisenbahnbundesamt lieber gewesen wäre, nach dem Planfeststellungsbeschluß zu bauen. Zusammen haben sie dann erreicht, die DB AG zum Einbau transparenter Elemente zu bewegen.
Es zeigt sich, daß es sich lohnt, wenn Gemeinden sich nicht alles gefallen lassen, was auf sie in Planfeststellungsbeschlüssen herabfällt.
Es wäre ja wirklich fatal gewesen, wenn hier Betonmauern Ampfing druchtrennt hätten. Anderswo werden Mauern abgerissen, hier werden Mauern aufgebaut. Das kann nicht sein.
Es zeigt sich hier, daß die Gemeinde Ampfing sehr gut geführt wird. Es macht Freude, mit der Gemeinde zusammenzuarbeiten – lobte MdB Stephan Mayer.
(O-Ton Scheuer: Ampfing ist uns lieb und teuer!)
Dann besichtigten die Gäste die transparenten Elemente, für die die DB AG anfangs eine 800.000-Euro-Verpflichtung von der Gemeinde Ampfing verlangt hatte. Diese Kosten konnten in den Gesprächen in Berlin aber verhindert werden, so daß nur noch ein kleinerer Betrag von etwa 100.000 Euro zu zahlen übrig bleiben wird.
Herr Scheuer, die transparenten Elemente konnten in Ampfing in die Lärmschutzwände eingebaut werden. (O-Ton)
Herr Mayer, einer langen Geschichte glückliches Ende erforderte großen Einsatz von Ihnen! (O-Ton)
238 Das Musikfest der Realschulen Oberbayern Ost in Bad Aibling - Die Realschule Waldkraiburg ganz vorn dabei 16:15
Nach Bad Aibling hatten die Realschulen dieses Mal eingeladen um ihr gemeinsames Musikfest zu feiern. Durch den Abend führte Bettina Reseneder aus Haiming bei Burghausen. Und das tat sie mit viel Charme und einem bayerischen Dialekt, den man nicht mehr oft hört.
Sie lud zunächst Ursula Endler-Höhne auf die Bühne, die Leiterin der gastgebenden Schule. Ursula Endler-Höhne hieß die vielen Teilnehmer am Musikfest in Bad Aibling willkommen.
Sie betonte die Wichtigkeit der Musikerziehung, die Menschen befähigt, ihre Umgebung besser wahrzunehmen und zu verstehen. Allerdings muß man selbst aktiv sein, selber singen oder musizieren. Sie freute sich auf den wunderbaren Klangbogen, der sie alle erwartet. Diesen miterleben wollte Ministerialdirigent Herbert Püls vom Kultusministerium, Landtagsabgeordnete Annemarie Biechl, Rosenheims Landrat Josef Neiderhell, Bad Aiblings Landrat Josef Schwanner und natürlich Initiator Peter Peltzer, der zum letzten Mal ein Musikfest besuchen konnte.
Sie dankte allen Musiklehrern an den oberbayerischen Realschulen, die so ein wunderbares Programm vorbereitet haben. So begrüßte sie die Leiter der teilnehmenden 17 Realschulen.
Besonders dankte sie Cornelia Linnhoff, die zusammen mit .. Anneser das Fest vobereitet haben
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Nun eröffneten die Schüler der Realschule Waldkraiburg den musikalischen Abend mit einem Potpourri aus dem Musical „Der Zauberer von Oz“, über das wir erst kürzlich berichtet haben. Nina Grünwald verband die Musikstücke und zeigte dabei auch ihr schauspielerisches Talent.
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Landrat Georg Neiderhell freute sich, mit seinem Zuschuß nicht falsch gelegen zu sein, wie schon der erste Beitrag gezeigt hat.
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Bürgermeister Josef Schwaller war ganz überrascht von der Qualität der Darbietungen. Dabei ist er verwöhnt von den vielen Darbietungen, die sonst hier im Kursaal stattfinden. Er war froh, seine Zustimmung zu dieser Veranstaltung gegeben zu haben.
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Die Bläserklasse der Realschule Rosenheim brachte die „Farandole“ von George Bizet.
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Der Ministerialbeauftragte für die Realschulen in Oberbayern Ost war glücklich über die Realschulen in Oberbayern Ost, die er immer gern besucht, wenn dort Musikveranstaltungen stattfinden. Er dankte Landrat Josef Neiderhell und Bürgermeister Schwaller und Herbert Püls vom Kultusministerium für die Unterstützung bei der Durchführung dieses Musikfestes.
Sein Dank galt auch Cornelia Linnhoff und Ulrich Anneser für die viele Arbeit, die in der Vorbereitung dieses Festes steckt.
Auch Peter Peltzer betonte die Wichtigkeit der Musik für die Entwicklung des Menschen. Ohne musische Bildung und ohne Musik kann sich Peter Peltzer keinen guten Realschulabsolventen vorstellen. Allein das Erlebnis auf der Bühne zu stehen ist eine wichtige Erfahrung im Leben eines Menschen. Wer gut Musik machen kann, ist auch gut in Mathematik. Wer also schlecht in Mathe ist, sollte noch ein Instrument lernen – scherzte Peter Peltzer.
Seit Martin Luther weiß man, daß die Musikerziehung auch zur Disziplin und zum Fleiß erzieht. Sie ist die Seele in unseren Herzen und spendet Freude im täglichen Schulalltag. Vielleicht könnte man auch so manche psychische Störung mit verstärkter Musikerziehung überwinden?!
Schließlich bat er Herbert Püls die Musikerziehung bei Änderungen im Kultusministerium mit äußerster Vorsicht zu behandeln. Vielleicht sollte man die eine oder andere Musikstunde mehr einführen und dazu manch anderes streichen?! Das würde auch nicht allzu viel kosten!
Er freute sich auf den restlichen Abend und wünschte den Mitwirkenden viel Erfolg.
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Die BigBand der staatlichen Realschule in Trostberg brachte „Gonna Fly Now“
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Ruhiger gings bei der Realschule Holzkirchen zu, die eine „Eingangsmusik“ darbrachten, eine handschriftliche Überlieferung aus Erl.
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Ein besonders schwieriges Stück hatte sich die gastgebende Realschule aus Bad Aibling ausgesucht: Johann-Sebastian Bachs „Doppelkonzert für 2 Violinen und Orchester – 1. Satz“
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Die Powerstimmen von der Band der Realschule in Traunstein „performten“ dann Adele’s „Rolling in the Deep“
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Nicht zu den anderen Stücken paßte die Darbietung der Realschule in Marquartstein. Drei „coole Jungs“ „performten“ ein „Impro“ – eine Beatboxing-Nummer.
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Weiter gings mit dem Blasorchester der Realschule in Altötting. Sie brachten die Titelmelodie aus Rocky III: „Eye of the Tiger“
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Wieder etwas ganz anderes kam von der Realschule in Miesbach: Die Dschembengruppe brachte „African Rhythmix“
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Zwei Schweinsteigers, der Josef, der Georg und der Klaus kamen von der Realschule in Brannenburg. Sie spielten die Schnellpolka „Lustig Blut“
Übrigens sind sie nicht verwandt und berichteten, der allen bekannte Schweinsteiger war auch an ihrer Schule und damals in Musik das, was er heute auch ist: Mittelfeld!
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Ministerialdirigent Herbert Püls vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus – dort zuständig für die Realschulen und Büroleiter bei Kultusminister Spänle – würdigte die Darbietungen. Hier geht richtig etwas ab!
Diese Veranstaltung ist eine Leistungsschau bayerischer Realschulen. Wer die Realschulen abschaffen will, sollte zu solchen Veranstaltungen kommen!
Von finanzieller Seite ist die Zukunft gesichert. Erst kürzlich beschloß die Staatsregierung im kommenden Jahr 116 Millionen Euro ins Bildungssystem zu verlagern. Da gehen die Realschulen natürlich auch nicht leer aus.
Auch Herbert Püls betonte die Bedeutung der Musik, die ohne Worte auskommt und Gemeinschaft stiftet. Er freute sich deshalb besonders, daß die Realschulen in Oberbayern Ost diese Gemeinschaft pflegen.
Auch er freute sich über die hervorragenden Darbietungen die er schon gehört hatte und die noch kommen würden.
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Die nächsten Künstler kamen von der Mädchen-Realschule Sparz in Traunstein. Sie brachten mit einer bunten Mischung verschiedenster Instrumente „Just a Closer Walk“
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Aus Taufkirchen an der Vils kam die BigBand mit zwei Solosängerinnen. Sie brachten „From a Distance“
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Die Jazz-Band der Realschule Traunreut mit „On Broadway“
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Den Eurovision-Song-Kontest holte die Realschule Wolfratshausen in den Kursaal nach Bad Abiling: Lena Meyer-Landrut’s Siegertitel „Satellite“
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Aus Freising von der dortigen Realschule kam die BigBand, die Joseph Nowak’s „Good Times“ intonierte.
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Über 60 Mitwirkende kamen von der Realschule in Vaterstetten. Sie brachten Leonhard Cohens „Halleluja“ (Gänsehaut! – und das von Realschülern!)
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Vor Schluß des Musikfestes bat Peter Peltzer Bettina Reseneder, selbst zu singen. Schließlich wußte er, daß sie das hervorragend kann! Sie ließ sich nicht lange bitten.
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Nachdem die Musiklehrer aller teilnehmenden Schulen ihre Teilnahmeurkunden und Cornelia Linnhoff und Ulrich Anneser ihre Danke-Schön-Geschenke bekommen hatten, schloß die Realschule Pullach das Musikfest 2011 ab mit „Everbody needs somebody“
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Sie hatten nicht zuviel versprochen, als sie einen breiten musikalischen Bogen ankündigten. Es war erstaunlich, was Realschulen heute leisten. Das Musikfest 2011 der Realschulen Oberbayern Ost war auch diesmal eine Werbeveranstaltunge für diese Schulart.
239 Wie war das Jahr in der letzten Saison der Bayernliga? - Fragen an Günther Grübl vom TSV Buchbach 3:20
Herr Grübl, wie würden Sie das Jahr des TSV Buchbach in der Bayernliga zusammenfassen? (O-Ton)
Nun steht die Winterpause vor der Tür. Planen Sie Änderungen für den Rest der Rückrunde? (O-Ton)
Wie gestalten Sie die Zeit bis es wieder losgeht Anfang März? (O-Ton)
Vielen Dank.
240
Bürgerversammlung in Neumarkt-St. Veit - Viel gebaut in Hoch- und Tiefbau
15:20
49 15.12.11
Nicht so viele Interessierte fanden in den Saal des Fruhmannhauses, als Bürgermeister Erwin Baumgartner neben Landrat Georg Huber zahlreiche Stadträte und Kreistagsmitglieder zur Bürgerversammlung begrüßte. Die Pfarrer Franz Eisenmann und Anke Sänger sowie die Leiter von Grund- und Mittelschule waren ebenso gekommen wie die Mitarbeiter von Rathaus, Bauhof, Schule, Wertstoffhof, Kindergarten, Schulmuseum, Archiv und Friedhof.
Zum 10. Mal schon konnte Bürgermeister Baumgartner eine Bürgerversammlung abhalten. Darauf war er schon ein bißchen stolz.
Er wollte sich kürzer fassen als im Vorjahr und hatte nur halb so viele Schautafeln vorbereitet wie 2010. Erwin Baumgartner begann mit den Strukturdaten: Neumarkt leidet unter der demokraphischen Entwicklung, hatte am 31. Dezember 2010 aber trotzdem 18 Einwohner mehr als ein Jahr vorher. Aktuell sind es wieder 17 Einwohner weniger, was aus der geringeren Geburtenzahl resultiert – auch wenn 2011 weniger Neumarkter verstorben sind. Mehr Kinder wären halt wünschenswert.
Neumarkt ist mit 6.106 Hektar die flächenmäßig größte Gemeinde im Landkreis und überwiegend landwirtschaftlich geprägt.
2011 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte stehen 86 arbeitslosen gegenüber – auch hier weniger als in den Vorjahren. 808 Neumarkter pendeln zu ihren Arbeitsplätzen in andere Gemeinden.
Viel getan hat sich im Bereich „Tiefbau“. Das schönste Ereignis war die Eröffnung des ersten Teils der Umfahrung, deren erste Planung aus dem Jahr 1936 stammt. Nach dem Spatenstich im April 2009 konnte am 24. Oktober der erste Abschnitt für den Verkehr freigegeben werden. Die Kosten steigen von geplant 7,6 auf 12,35 Millionen Euro. Für die Verzögerung verantwortlich ist der Untergrund an der neu zu bauenden Eisenbahnbrücke im Zug des zweiten Teilstücks. Die Fertigstellung erwartet Bürgermeister Baumgartner Ende 2012.
In der Warteschleife ist weiterhin die Sanierung der Staatsstraße 2086 Richtung Massing im Bereich des Landkreises Mühldorf. Viele Versuche hier etwas zu bewegen haben bisher leider nichts gebracht.
Erfreulich dagegen die Eröffnung des Radweges von Furth nach Brodfurth, der die Stadt 440.000 Euro gekostet hat.
Seit 2002 hat die Stadt im Wasser- und Kanalbau viel Geld investiert. Das geht auch so weiter, weshalb der Stadtrat das Bauprogramm bis 2016 beschlossen hat.
Sorgen bereitet der Brunnen 3, der 1960 gebaut wurde. Dieser Brunnen sollte saniert werden, was leider durch ein Nachrutschen von Material im Boden nicht vollständig gelungen ist. Nun wird ein neuer Brunnen gebohrt, was 300.000 Euro kosten wird. Derzeit läuft eine Probebohrung bis zu einer Tiefe von 130 Metern.
Die Entscheidung über die Sanierung oder den Neubau der Brücke an der Johannesstraße fällt im Bauausschuß. Was genau gemacht wird, hängt davon ab, wieviel Zuschuß die Stadt auf die Gesamtkosten von ca. 300.000 Euro bekommen kann.
Der Radweg nach Feichten ist noch in Arbeit. Sobald die Grundstücke beschafft sind, wird hier mit dem Bau begonnen. Das sollte 2012 noch beginnen.
Ein größeres Problem ist der Radweg nach Hörbering. Hier sieht es so aus, als könnten die Grundstücke nicht gekauft werden, so daß die Realisierung auf absehbare Zeit nicht möglich ist. Die vielen Aktivitäten der Stadt konnten hier nichts bewegen – im Gegenteil ist viel böses Blut hochgekocht. Bevor die Stadt hier etwas weiter unternimmt, sollten sich die Bürger in Hörbering erst einmal selber einig werden.
Nächstes Thema - Der Hochbau: Zusammen mit der Katholischen Kirche wird derzeit am Kindergarten für eine Million Euro eine Kinderkrippe für zwei Gruppen angebaut. Die Stadt hat hierfür einen Zuschuß von 588.000 Euro vom Freistaat erhalten. Am 16. April 2012 wird die Krippe ihren Betrieb aufnehmen.
Für die Sanierung des denkmalgeschützten Leichenhauses konnte die Stadt nun auch einen Zuschuß von 30.000 Euro bekommen. Die Sanierung wird nach einer Umplanung billiger und jetzt etwa 100.000 Euro kosten. Fassade und Dach wurde neu gestaltet und der Verabschiedungsbereich neu gepflastert.
18 neu Urnengräber ermöglichen den Trauernden Kränze abzulegen oder Grabdenkmäler zu errichten.
Die Sanierung der alten Turnhalle geht voran. Sie wird ab Januar/Februar 2012 wieder genutzt werden können. Außendämmung und Dachisolierung werden später durchgeführt. Die neuen Fenster passen zu denen der Grundschule nebenan.
Sogar das neue Sportheim für die Fußballer ist im Bau. Der Spatenstich am 5. November war beeindruckend: Alle hier auf dem Bild hatten einen Spaten dabei und fleißig gestochen. Noch heuer soll die Photovoltaikanlage installiert werden.
Dem Bau des BOS-Masten widersprach der Bauausschuß. Derzeit ist die Angelegenheit beim Rechtsanwalt. Den geplanten Standort akzeptiert die Stadt jedenfalls nicht.
Im Bereich Stadtplanung und Stadtentwicklung hat sich einiges getan: Der Flächennutzungsplan wurde weiterentwickelt, für das Gewerbegebiet Landshuter Straße wurde die Erweiterung beschlossen und für das Gewerbegebiet „Nord-Ost“ ein Aufstellungsbeschluß gefaßt. Erweitert wurde auch das Wohnbaugebiet an der Alten Teisinger Straße.
Das Verfahren für die städtebauliche Entwicklung für die kommenden 15 bis 20 Jahre wurde im Oktober abgeschlossen. Derzeit läuft das Genehmigungsverfahren.
Bürgermeister Baumgartner beklagte die Anforderung für Ausgleichsflächen für die neu ausgewiesenen oder erweiterten Gewerbegebiete. Die Stadt muß diese Flächen teuer ankaufen und kann sie dann nicht nutzen. Die Diskussion um eine Bepflanzung etwa für die Gewinnung von Hackschnitzeln läuft noch. Hier sollte eine Lösung gefunden werden.
Aus dem Rathaus berichtete Bürgermeister Erwin Baumgartner nur kurz von der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Altbürgermeister Rudi Berghammer.
Die Zusammensetzung des Stadtrates änderte sich nach dem Wegzug von Frau Weigand. Sie wurde im September durch Stadtrat Schulz ersetzt, der aber nicht anwesend war. In zahlreichen Ausschuß- und Stadtratssitzungen beschäftigten sich die Mitglieder des Stadtrates mit den Belangen der Stadt. Während viele Sitzungen öffentlich waren, behandelten die Mitglieder Grundstücksangelegenheiten und ähnliches unter Ausschluß der Öffentlichkeit.
36 Paten kümmern sich um die Sauberkeit von Straßen und Plätzen und auch um die Pflege von Grünanlagen. Damit waren 2011 5 Personen mehr ehrenamtlich für die Stadt aktiv. Einmal jährlich dankt ihnen die Stadt mit einem gemeinsamen Festessen. Mit ihrer Hilfe sparen die Paten der Stadt enorm viel Geld – eine sehr gute Initiative, die noch dazu ständig Zulauf hat.
Ärgerlich ist aber, daß im oberen Bereich des Stadtplatzes immer wieder Abfälle mutwillig verteilt werden, obwohl dort Abfallkörbe hängen würden.
Viele Anstrengungen hatte die Stadt unternommen, um die Außenbereiche mit DSL zu versorgen. Bislang erfolglos. Seit einiger Zeit steht LTE zur Verfügung, was allerdings nur eine Grundversorgung bietet. Die Stadt versucht weiter, die Festnetzversorgung auszubauen.
Die Versorgung mit ökologisch erzeugtem Strom gibt Grund zur Freude: Über 50% des verbrauchten Stroms erzeugen die Bürger der Stadt selbst. Die Stadt selbst hat Photovoltaikanlagen aufgebaut. Eine Entscheidung über den Bau weiterer Anlagen steht demnächst an. Auf dem Dach der Grundschule wird aber keine errichtet. Der Bau einer Windkraftanlage in Frauenhaselbach steht an und Stadt und Landkreis bieten regelmäßig Energiesprechstunden an – es wird viel getan um die Energiewende umzusetzen.
Die Verwaltungsgemeinschaft mit Egglkofen beschäftigt 2 Auszubildende, 12 Angestellte und 4 Beamte. Bei der Stadt arbeiten 50 Personen, wie hier aufgelistet.
Es gab eine ganze Reihe Veranstaltungen: Ein großer Erfolg war das Ferienprogramm, an dem sich heuer 1.300 Kinder beteiligt haben.
Der Weihnachtsgarten im Krabbe-Anwesen war auch heuer ein großer Erfolg, auch wenn der Schnee gefehlt hat – dafür wars nicht so kalt wie 2010.
Das 10-Jahres-Jubiläum feierte die Städtepartnerschaft mit Caneva. Zu den Feiern begleiteten ihn fast 150 Neumarkter und feierten in Oberitalien ein kleines Volksfest.
Die Partnerschaftsfeier in Neumarkt findet voraussichtlich Ende September statt.
Damit beendete Bürgermeister Baumgartner seinen Bericht und übergab das Mikrophon an Stadtkämmerer Lothar Witte.
Das Haushaltsvolumen der Stadt belief sich auf 12,7 Millionen Euro, wovon 8,9 Millionen Euro auf laufende Ausgaben und Einnahmen und 3,8 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt entfielen. Die Einnahmen entwickeln sich positiv, Lothar Witte rechnete mit 1,2 Millionen Euro, 200.000 Euro mehr als geplant. An Grundsteuer nahm die Stadt 650.000 Euro ein, 1,9 Millionen Euro kommen aus der Beteiligung an der Lohn- und Einkommenssteuer. Die Schlüsselzuweisung zum Ausgleich der niedrigeren Steuerkraft beträgt 1,2 Millionen Euro.
Die größten Ausgabeposten sind das Personal mit 1,37 Millionen und der Sach- und Betriebsaufwand mit 1,7 Millionen Euro. Für die Schulen wendet die Stadt 766.000 Euro auf. Für Zinsen zahlt die Stadt weniger als die geplanten 83.000 Euro. Die Stadt zahlt an Umlagen 2,26 Millionen an den Landkreis. Lothar Witte kritisierte die Umlageforderungen des Bezirks Oberbayern, der den höchsten Umlagesatz aller Regierungsbezirke hat, obwohl die Gemeinden im Regierungsbezirk die höchste Steuerkraft aller Regierungsbezirke haben.
2011 erwirtschaftete die Stadt einen Überschuß von über 427.000 Euro und kann sowohl die Rücklagen ausbauen als auch Investitionen bezahlen.
Für Investitionen waren 2011 3,6 Millionen Euro vorgesehen. Dafür mußten ca. 1,1 Millionen Euro aus den Rücklagen entnommen werden. Anfang des Jahres verfügte die Stadt über Rücklagen von 1,5 Millionen Euro und hatte 1,3 Millionen Euro Schulden. Die Stadt war also per Saldo schuldenfrei!
Bis zum Termin hatte die Stadt weiter Schulden getilgt und keine Kredite aufgenommen, so daß der aktuelle Schuldenstand 1,16 Millionen Euro betrug. Die Stadt muß allerdings noch vor Jahresende 350.000 Euro Kredit aufnehmen um die Photovoltaikanlage zu bezahlen.
Lothar Witte bedauerte, daß weitere Kredite aufgenommen werden müssen, wurde aber dadurch versöhnt, daß mit dem Geld Investitionen bezahlt werden, die wieder Einnahmen bringen werden.
Bei der Finanzplanung muß berücksichtigt werden, daß Neumarkt-St. Veit eine unterdurchschnittliche Steuerkraft aufweist. Unter den 31 Gemeinden im Landkreis liegt Neumarkt-St. Veit auf Platz 25. Daran wird sich aus vielen Gründen in naher Zukunft auch kaum etwas ändern. Lothar Witte mahnte die Fortsetzung der Haushaltsdisziplin und Bescheidenheit an, wie in den zurückliegenden 10 Jahren.
Nun blickte Bürgermeister Baumgartner nach vorn: 95% seiner Aufgaben, die er sich 2002 nach seiner Wahl vorgenommen hatte, wurden inzwischen realisiert. Die Radwege nach Feichten und Hörbering fehlen halt noch.
2012 stehen auch im Bereich „Bau“ zahlreiche Aufgaben an. Viele davon wurden bereits begonnen oder zumindest beschlossen. Mehrere Straßen im Ortsbereich müssen saniert werden und da müssen dann auch die Anlieger mit bezahlen – so wie in der Satzung vorgeschrieben.
Eine wichtige Aufgabe wird sein, den Neumarktern die Attraktivität ihrer eigenen Stadt bewußt zu machen. Neumarkt bietet vieles, was die eigenen Bürger nicht wissen.
Weiter zu entwicklen sind viele Bereiche, von der Stadtentwicklung bis hin zum Kulturangebot.
Nach einer kurzen Pause war Gelegenheit für die Zuhörer, Fragen zu stellen. Nur ein Bürger hatte drei Fragen, die sich in erster Linie um Belange des Sportvereins drehten. Auch die Kosten des Trinkwasserbrunnens III interessierten Herrn Behrend.
Landrat Georg Huber stimmte Stadtkämmerer Lothar Witte in seiner Kritik an der Finanzwirtschaft des Regierungsbezirks zu und begründete die hohe Umlageforderung mit den hohen Aufwendungen des Bezirks für die Tourismusregion Oberbayern und den hohen Zuzug von Rentnern aus anderen Gegenden Deutschlands, was wieder viele Heime und Versorgungseinrichtungen erfordert.
Um dem demographischen Wandel vorzubeugen muß mehr in den Jugendbereich investiert werden. Nur so kann man Menschen gewinnen, sich später ehrenamtlich für andere einzusetzen. Senioren und Kinder würden davon profitieren.
Beim Problem der Ausgleichsflächen wird aktuell eine ganze Reihe von Lösungsmöglichkeiten diskutiert. Eine Lösung kann aber nur gemeinsam erreicht werden. Unterstützen wird er die Gemeinden aber nach Kräften.
Landrat Georg Huber warb um Unterstützung für die Reform der Planungsregionen. Es wäre sinnvoll, die Landkreise Erding, Landshut, Mühldorf, Altötting und Rottal-Inn in eine neue Planungsregion zu überführen. Diese Landkreise haben die selben strukturellen Probleme und könnten die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam besser meistern. Aber bis diese Änderung zu Verbesserung der Straßensituation im Landkreis führt, wird es noch sehr lang dauern.
Landrat Georg Huber dankte der Stadt Neumarkt-St. Veit für die hervorragende Zusammenarbeit, die auch so gut weitergehen kann. Er wünschte den Zuhöreren frohe Weihnachten und ein gutes und erfolgreiches Neues Jahr.
Bürgermeister Erwin Baumgartner war sichtlich zufrieden mit dem Verlauf der Bürgerversammlung, und dankte allen Zuhörern und allen Unterstützern der Stadt. Auch er wünschte allen Frohe Weihnachten und ein erfolgreiches 2012.
241 Einstimmung auf Weihnachten: Das alpenländische Adventsingen in der Kirche St. Andreas in Oberornau 13:00
Der kleine Altarraum der Andreas-Kirche in Oberornau bot gerade genug Platz für die fünf Musikgruppen und ihre Instrumente.
Sepp Hansmaier freute sich, auch in diesem Jahr so viele Zuhörer begrüßen zu können und auch darüber, so bekannte Gruppen zur Mitwirkung gewonnen zu haben. Und so konnte es gleich losgehen. Hier einige Ausschnitte:
Der Perlacher Dreig’sang brachte „Es wird ein Stern aufgehen“
Weiter gings mit der Greilinger Streichmusi.
Die Haushammer Bergwachtsänger mit „Was erschallen die Posaunen“
Gerhard Kollmannsberger las unterhaltsame G’schichterl’n in denen er den Verlust der alten Bräuche beklagte, etwa, daß schon im September die Weihnachtsmänner vo de Regal aussa lachan oder im Kaufhaus man vor lauter „Oh Du Fröhliche“ oder „Jingle Bells“ sein eigenes Wort nimma vasteht! Auf Weihnachten kann man’s dann gar nicht mehr hörn.
Die „Er- und Sie-Musi“ setzte fort mit „Jetzt kimmt a wunderbare Zeit“.
Die Hohenaschauer Weisenbläser füllten das Kirchenschiff.
Der Perlacher Dreig’sang mit „Jetzt kommt de staade Zeit“
Nacher der Greilinger Streichmusi die Haushammer Bergwachtsänger mit „Rorate“
Die „Er- und Sie-Musi“ kamen diesmal ohne Gesang aus und sorgten für weihnachtliche Stimmung.
Weiter gings mit dem Hohenaschauer Flügelhorn-Duo und danach dem Perlacher Dreig’sang mit „Advent is a Leucht’n“
Die Greilinger Streichmusi und danach wieder die Er- und Sie-Musi mit „In Nacht und Dunkel liegt die Erd“.
Die Haushamer Bergwachtsänger mit „Herr send herab uns Dein‘ Sohn“
Gerhard Kollmannsberger hatte eine kleine Geschichte von einem Buben, der seinen Papa nicht erkennen sollte, weil der ja immer den Nikolaus gemacht hatte. Tatsächlich hatte er ihn diesmal nicht erkannt.... (O-Ton)
Weiter gings mit dem Perlacher Dreig’sang mit „Kommen soll der Weltheiland“
Die „Haushamer Bergwachtsänger“ mit „Als Maria übers Gebirge ging“
Eine Stunde war schnell vorbei – meinte auch Sepp Hansmeier und bedankte sich bei den Musikern, bei Gerhard Kollmannsberger und natürlich bei den Sponsoren, die so eine besinnliche Stunde erst möglich gemacht hatten.
Den Schluß der Stunde machten die Hohenaschauer Weisenbläser.
Danach waren die Zuhörer eingestimmt und gingen in weihnachtlicher Stimmung heimwärts, auch wenn draussen s Wetter so gar nicht zu dieser Stimmung passen wollte.
242 Ampfing: "Heilige Nacht" als Video - Premiere im Kino 4:55
Sonntag Vormittag um halb Elf ist kein Termin, an dem man ins Kino geht. An diesem Sonntag war das Kino in Mühldorf aber voll: Die Gemeinde Ampfing hatte eingeladen und so kamen neben den Darstellern und Machern des Videos „Heilige Nacht“ auch zahlreiche Interessierte. So viele, daß nebenan ein zweiter Saal geöffnet werden mußte.
Viele der Gäste zahlten Eintritt, der vollständig an den Kreisverband Mühldorf des deutschen Kinderschutzbundes gespendet werden sollte.
Das Video zeigt die Herbergssuche, wie sie in den zurückliegenden beiden Jahren als „Mitgehtheater“ während des „Adventszauber“ in Ampfing zu sehen war. Allerdings ohne, daß man etwas von Ampfing erkennen würde. Aus Urheberrechtsgründen haben wir darauf verzichtet, während der Vorführung mitzudrehen.
Nach der Vorstellung lud Ampfings Kulturkreisvorsitzender Heinz-Rudolf Huber Autoren, Hauptdarsteller und die vielen Helfer vor die Leinwand und dankte allen mit einer Rose und der DVD mit dem Video.
Nachdem er auf die Ursprünge der Theateraktivitäten in Ampfing vor 20 Jahren zurückgeblickt hatte, nannte er die Suche nach einer Attraktion für den Ampfinger Adventszauber als Motivation, Ludwig Thomas „Heilige Nacht“ als Mitgehtheater aufzuführen. Dr. Christian Gebauer und Anita Hell war es schon 2009 und nochmals 2010 gelungen, dieses Lesestück so in Szene zu setzen, daß es weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt wurde. Der Spielfilm ist nun kein neuer Aufguß sondern eine szenische Umsetzung. Auch hier war Anita Hell Herz und Seele des Ganzen. Sie erhielt nicht nur einen ganz besonders großen Applaus sondern auch einen ganz besonders großen Blumenstrauß.
Auch Dr. Gebauer hatte enormen Anteil als Autor. Während des Filmens war er leider krank und konnte erst das fertige Werk in Augenschein nehmen. Für ihn gabs ein Fotoalbum.
Besonderer Dank galt allen Darstellern und da besonders Felicitas Huber und Markus Buchner, die Maria und Josef verkörpert hatten.
--
Tobias Huber studiert an der Hochschule für Film und Fernsehen in München. Was lag da näher – erinnerte sich Heinz-Rudolf-Huber – ihn mit der Aufgabe zu betrauen, diesen Spielfilm in die Tat umzusetzen. Er hat dabei viele Ideen eingebracht und das Projekt schließlich mit unheimlich viel Kreativität, unheimlich viel Engagement und unheimlich viel Tatendrang umgesetzt (O-Ton!!!)
Tobias Hubers Laudatio zu formulieren, fiel Heinz-Rudolf Huber wirklich schwer – schließlich wollte der gar nicht gelobt werden. Filmemachen ist nämlich Teamarbeit. Dieses Team stellte Tobias Huber dann vor. Von allen Beteiligten waren acht gekommen, alles Fachleute für ihr jeweiliges Metier. Ihnen allen galt sein Dank.
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Bürgermeister Ottmar Wimmer, der zusammen mit dem Gemeinderat einen mittleren vierstelligen Betrag in das Projekt investiert hatte, freute sich, daß die Ampfinger hier etwas einmaliges geschaffen haben. Er dankte allen, die mitgeholfen haben, denen vor der Kamera und den vielen dahinter. Er wünschte sich, daß auch in Zukunft wieder solche Projekte realisiert werden können und freute sich schon jetzt darauf.
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Später griffen die Gäste in großen Stückzahlen zu und kauften Kopien des Videos für sich und zum Verschenken.
243 13 neue IHK Betriebswirte - Die Abschlußfeier 7:30 50 16.12.11
Frank Hämmerlein, Chef der Niederlassung Mühldorf der IHK-Akademie begrüßte die Teilnehmer der Kurse Mühldorf und Freilassing zur Abschlußfeier in den Räumen der IHK beim Landratsamt in Mühldorf. Nicht alle Teilnehmer hatten zur Feierstunde kommen können. Sein besonderer Gruß galt Landrat Georg Huber, der es sich nicht hatte nehmen lassen, die Zeugnisse persönlich zu überreichen.
Es ist ein Glücksfall, daß er in dieser Zeit dicht gedrängter Termine Zeit hatte, an dieser Feierstunde teilzunehmen – meinte Landrat Georg Huber. Er beglückwünschte die Absolventen, die nachgewiesen haben, daß sie sich - für ihr doch noch lang dauerndes Arbeitsleben - einiges vorgenommen haben.
Die Unternehmerbefragung vom Mai diesen Jahres hatte gezeigt, daß die Landkreise Altötting und Mühldorf im Bereich Fort- und Weiterbildung „einen Zahn zulegen“ müssen. Die Absolventen haben ein Angebot nahe ihres Heimatortes genutzt und sind so der Region treu geblieben. Die Erfahrung hat gezeigt, daß Personen, die Fortbildungsangebote fern der Heimat belegen, häufig der Region verloren gehen.
Die Zeiten, in denen das Landratsamt Kaufleute aus der Wirtschaft eingestellt hat, sind endgültig vorbei. Die Behörde sucht heute Betriebswirtschaftler und Betriebswirte, weil auch der Staat alle Vorgänge richtig steuern muß. Leistungs- und Prozeßorientierung haben auch hier Einzug gehalten. Der Umgang mit der „IT“ und die Umsetzung deren Fähigkeiten für die Belange aller Bürger – auch denen in Schwierigkeiten – wird von den heutigen Mitarbeitern des Amtes verlangt.
Veränderung ist also in allen Bereichen nötig. Wer sich nicht ändern will, wird dem Druck der Gesellschaft und dem anderer, höher gebildeter Mitarbeiter schnell unterliegen.
Die Zeiten, als man einem Bürgermeister oder auch einem leitenden Mitarbeiter im Landratsamt mit Ehrfurcht gegenüber trat, sind lang vorbei. Heute fordern die Bürger Information und Auskunft. Wartezeiten und Ablehnung werden nicht mehr akzeptiert. Deshalb ist auch im Landratsamt Fort- und Weiterbildung sehr nötig. Der Landkreis bietet diese Fort- und Weiterbildung in Zusammenarbeit mit den Fachhochschulen in Rosenheim und Landshut an. Und natürlich zusammen mit der IHK.
Als 2006 die IHK die ersten Kurse angeboten hat, lief das noch sehr provisorisch ab. Heute vertritt Frank Hämmerlein sehr erfolgreich die IHK-Akademie hier in Mühldorf. Diese Niederlassung wird künftig stark erweitert und erhält das Gebäude neben dem Landratsamt fast vollständig für ihre Zwecke.
Dann wird auch ein berufsbegleitendes Duales Studium angeboten. Wissenschaftsminister Heubisch hat die Fachhochschule Rosenheim beauftragt, zu prüfen, welche Ausbildungsrichtungen die örtliche Wirtschaft braucht und wie hier unterstützt werden kann.
Landrat Huber stellte fest, als ehemals Selbständiger kennt er die Anforderungen der Betriebe. Er forderte die Zuhörer auf, die Entwicklung in unserer Region zu unterstützen und so zu helfen, den Druck abzubauen, der auf den Firmen lastet. Auch die IHK forderte er auf, ihre Anstrengungen zu verstärken um mehr qualifizierte Mitarbeiter bereitzustellen.
Er forderte auch auf, mehr Praktiker auszubilden, Leute, die angewandte Wissenschaften studieren. Gemeinsam mit IHK und HWK will der Landkreis dies alles bewerkstelligen. Dabei war sich Landrat Huber der Unterstützung der großen Politik sicher. Auch die Betriebe müssen hier unterstützen und durch gute Vernetzung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf dafür sorgen, daß die Attraktivität der Arbeitsplätze in der Region erhalten bleibt und sogar ausgebaut wird. Nur so kann der Wegzug qualifizierten Personals aus der Region verhindert werden, den er nach der Fertigstellung der Autobahn A94 und des zweigleisigen Ausbaus der Bahnstrecke nach München verstärkt kommen sieht.
Landrat Georg Huber gratulierte zu den erbrachten Leistungen, die besonders anerkennenswert sind, weil sie neben der normalen Berufstätigkeit erbracht wurden, hoffte, daß sie in ihren Betrieben Anerkennung und auch Nachahmer finden. Er wünschte ihnen allen ein gutes Weihnachtsfest und viel Erfolg im neuen Jahr.
--
Frank Hämmerlein wollte dem nicht viel hinzufügen. Weil er selbst an den Kursen teilnahm, konnte er die erbrachten Leistungen besonders würdigen. Wenn andere ihre Freizeit genießen, haben die Kursteilnehmer sich Samstag für Samstag in Schulungsräume gesetzt und auch die restliche Freizeit dafür genutzt, den erlernten Stoff zu vertiefen. Einfach so nebenher lief das sicher nicht! Eine besondere Herausforderung war am Ende die Projektarbeit, die noch einmal alles von ihnen abverlangt hatte.
Nun konnte Frank Hämmerlein den Teilnehmern ihre Teilnahmebescheinigungen überreichen. Die Abschlußzeugnisse hatten sie bereits per Post erhalten. Er würdigte nochmals die erbrachten Leistungen und freute sich, daß alle, die den Kurs in Mühldorf belegt hatten, diesen auch abgeschlossen haben. So etwas gibt es nicht oft.
--
Nun überreichte Landrat Georg Huber die Mappen mit den Teilnahmebescheinigungen:
Zunächst an die Teilnehmer des Kurses in Freilassing: Erst an Maria-Anna Baumgartner. Frank Hämmerlein hatte für jeden Absolventen eine gelbe Rose.
Dann an Andreas Hobmeier.
Patrick Sieber.
Dann den Teilnehmern des Kurses in Mühldorf:
Franz Empl.
Tatjana Karabelesch
Michael Milde
Thomas Gangkofer
Thomas Gansmeier
Thomas Hartinger
Veronika Hetzel
Sergej Baumgart (Der Ehemann von Verena Baumgart!!!)
Wolfgang Strähuber
und Thomas Thaler.
Ihnen allen gratulierte Frank Hämmerlein und lud zum gemeinsamen Feiern ein.
Bevor es aber so weit war, hatte Thomas Hartinger ein kleines Danke-Schön für Frank Hämmerlein, der alle Kursteilnehmer die ganzen zwei Jahre über nach Kräften unterstützt hatte. Er war in allen Belangen immer ein hilfsbereiter Ansprechpartner.
Frank Hämmerlein meinte, er macht das ja gern, zumal sie eher ein pflegeleichter Kurs waren. Umso mehr freute er sich über die Anerkennung der Kursteilnehmer.
Dann widmeten sich die Absolventem dem Buffet und feierten das Erreichte.
Wir gratulieren allen neuen Betriebswirten und wünschen für ihr berufliches Fortkommen alles Gute und Gottes Segen.
244 Adventszauber in Ampfing: Traditionell und modern zugleich 9:57
Gerade als wir hinkamen waren Bürgermeister Ottmar Wimmer und Thomas Hell unterwegs um die Standlbetreiber und deren Angebote vorzustellen. Dort gabs Krippen und Krippenfiguren, Mützen gegen rote Ohren, Tannenbäume aus Holz und natürlich die Krippe vor der Kirche. Anderswo kunstvoll verziehrte Kerzen, bunte Kugeln für den Garten und sogar Duftöle und Glasschmuck.
Die Engerl durften natürlich nicht fehlen. Und natürlich auch nicht der Glühwein.
Als die Bläser das Signal für den Beginn des 9. Adventszaubers gaben, standen Bürgermeister Ottmar Wimmer und Pfarrer Martin Rinkhoff ganz andächtig neben der Bühne.
Na – schmeckt’s?
Bürgermeister Ottmar Wimmer freute sich, daß auch der neue Pfarrer – Martin Rinkhoff – die Tradition fortsetzt und mit ihm zusammen den Adventszauber eröffnet. In Ampfing sind eben Gemeinde und Kirche eine Einheit – meinte er freudig.
Ottmar Wimmers Dank galt auch den Bläsern und den Standlbetreibern, die alle immer gleich zur Stelle sind, wenn die Gemeinde ruft. Viele von ihnen sind zum 9. Mal dabei, manchen neu dazugekommen. Sein Dank galt auch Thomas Hell und Dieter Spielmann für die Vorbereitung dieses Marktes, was auch heuer wieder problemlos gelaufen ist.
Pfarrer Martin Rinkhoff grüßte die Besucher und erinnerte sich, daß er schon im letzten Jahr vom Ampfinger Adventszauber nur das Beste gehört hatte.
Wenn man nun allerorts Lichter anzündet, dann sind diese nur Symbole für die Lichter im Inneren, die das Herz erhellen sollen, in der Vorfreude auf Weihnachten, das Kommen unseres Herrn.
Und wenn die Gemeinschaft vor den Ständen für eine heimelige Atmosphäre sorgt, dann soll diese auch mit Blick auf Weihnachten anhalten. Er wünschte allen Besuchern und Standbetreibern Gottes Segen und allen viel Freude beim Adventszauber.
Die Bläser verkürzten die Zeit bis zur Ankunft des Ampfinger Engerls.
Das kam auf dem Ponyschlitten mit zwei Begleitern, den Hilfsengerln oder Lebkuchenengerln. 
Gina Bauernfeind alias das Ampfinger Engerl verlas seinen Prolog und lud die Zuhörer ein, in der „staaden Zeit“ den Blick auf andere nicht zu vergessen – bei all dem Trubel! (O-Ton Die Kinder der Welt...)
Wer alles hat, braucht eigentlich keine Geschenke mehr und könnte sich doch besser um andere kümmern. Und wenn weihnachtlicher Duft über dem Markt liegt und die Krippe den Blick auf Weihnachten lenkt, wünschte sie den Zuhörern... (O-Ton)
Dann reichte Bürgermeister Ottmar Wimmer den Korb mit den Lebkuchenengeln. Sie hatten beinahe Probleme, die Lebkuchenengel an die Leute zu bringen.
Während die Bläser für Stimmung sorgten, machten sichd ie Engerl auf den Weg. Und die Beschenkten freuten sich – egal ob groß oder klein.
--
Ein paar Tage später spielte die Ampfinger Gruppe „Hosdmi“ zum Abschluß des Adventszaubers.
Mit echt handgemachter Musik zogen sie die Aufmerksamkeit der Marktbesucher auf sich und besangen Dinge, die uns halt so bewegen – etwa das Eisstockschießen. Und da setzten sie noch eins drauf!
Mit einem besonderen Lied schlossen sie ihr Gastspiel und damit den 9. Adventszauber ab. Dabei gings um so manchen von uns, der auf den letzten Drücker halt noch einen Weihnachtsbaum gekauft hat, der dann eben auch so aussieht. Da bracht man eben die Handkreissäge und die Bohrmaschine und den Akkuschrauber. Sind halt eben auch gute Handwerker, der Hias, der Stefan, der Markus, der Frederik und der Tom. Handgemachte Musik von Hosdmi eben!
245 Die Mühldorfer Künstlerin Jevkori stellt in Waldkraiburg aus 5:00
Doch eher seltenes trug sich kürzlich in der Studiogalerie im Waldkraiburger Haus der Kultur zu: Das Mühldorfer Duo „As time goes by“ unterhielt Mühldorfs zweiten Bürgermeister Paul Schwarz, Kulturreferent Rainer Schratt und zahlreiche Stadträte – Mühldorfer Stadträte – und viele Mühldorfer Kunstfreunde, die die Bilder der Mühldorferin Evelyn Komm sehen wollten. Dieser Umstand amüsierte auch Kunstvereinsvorstand Gernot Sorgner, der sich später darüber besonders freuen würde.
Erst aber freute sich Evelyn Komm - die sich kurz „Jevkory“ nennt - über die vielen freudigen Gesichter, die sich in dieser hektischen Zeit vor Weihnachten die Zeit genommen hatten ihre Bilder zu betrachten.
Evelyn Komm wollte nicht viele Worte machen, sie hatte ein Buch drucken lassen, in dem ihre Arbeit und ihre Werke beschrieben sind. Besonders freute sie sich über Thomas Breitsameter und Janusz Myszur die mit ihrer Musik das perfekte Umfeld für einen künstlerischen Abend gestalten würden.
Mitten unter den vielen Mühldorfern fanden wir dann Margit Roller. Mit der Waldkraiburger Verkehrsreferentin hatte doch eine Stadträtin der Industriestadt Mut gefaßt....
Gernot Sorgner freute sich – wie gesagt – besonders über die vielen Mühldorfer. Ein eher seltenes Ereignis!
Dann wollte er einen Spaziergang durch die Ausstellung unternehmen. Evelyn Komm – in Berlin geboren – kam 1957 nach Niederbayern und lernte dort das Malen. 1964 heiratete sie nach Mühldorf und gründete mit ihrem Mann ein Modehaus.
Anfangs autodidaktisch lernte sie später in Seminaren die Grundlagen der Kunst. Sie entwickelte ihr Talent und nutzte es dazu, ihrer Inspiration zu vertrauen und ihre Motive künstlerisch umzusetzen.
Später wählte sie die passende Technik zum jeweiligen Motiv. Ein erstes Motiv war ein Wandteppich, den sie nachgestaltete. Dabei bewegte sie sich schon in eine künstlerische Richtung – wie übrigens auch bei ihren anderen Bildern.
Sie nahm Anregungen aus ihrem Umfeld auf und verarbeitete sie in Bildern. Dieser Weg führte sie weg von der darstellenden zur abstrakten Malerei. Das heißt, sie reduzierte ihre Bilder so lange bis gegenstandslose Werke übrigblieben. Der Gegenstand verschwand und machte Farbe und Form Platz. Die Schritte dieser Entwicklung zeigen Evelyn Komms Bilder der Afrika-Serie.
Eine weitere Schublade sind ihre Stadt- und Landschaftsdarstellungen – vorwiegend mit Motiven aus Salzburg und Venedig. Passend zum Winter-Motiv wählte sie die Aquarelltechnik. Im Sommer paßten Ölfarben besser zum Grün der Natur.
Ganz im Gegensatz dazu stehen diese blauen Bilder, die beruhigend wirken.
Dann kam plötzlich ein Bruch – es entstanden ganz neue Werke mit ganz neuer Technik. In dieser Phase steckt sie gerade. Gernot Sorgner erwartete, in einigen Jahren eine ganz andere „Komm“ kennenlernen zu dürfen. Und wie diese aussehen wird, darauf war er schon gespannt!
Gernot Sorgner forderte die Zuhörer auf, Evelyn Komm’s Werke auf sich wirken zu lassen und sich selbst Gedanken zu machen, was die Künstlerin ausdrücken wollte.
--
Evelyn Komm blieb nur mehr, die Ausstellung für eröffnet zu erklären und zum Betrachten der Werke einzuladen. Eine Einladung, die die Gäste gern annahmen.
--
Evelyn Komms Ausstellung ist in der Studiogalerie im Haus der Kultur in Waldkraiburg noch bis 30. Dezember zu sehen. Der Eintritt ist wie immer frei.
246 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Der Bayerische Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, MdL Dr. Marcel Huber 6:30 51 23.12.11
Texte der Weihanchstansprachen nur in gesprochener Form verfügbar.
247 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: MdB Stephan Mayer 9:10
Texte der Weihanchstansprachen nur in gesprochener Form verfügbar.
248 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Landrat Georg Huber 16:20
Texte der Weihanchstansprachen nur in gesprochener Form verfügbar.
249 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch 4:35
Texte der Weihanchstansprachen nur in gesprochener Form verfügbar.
250 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Ein Gespräch mit Waldkraiburgs Bürgermeister Siegfried Klika 15:42
Texte der Weihanchstansprachen nur in gesprochener Form verfügbar.
251 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Ein Gespräch mit Neumarkt-Sankt Veits Bürgermeister Erwin Baumgartner 13:27
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252 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Ein Gespräch mit Ampfings Bürgermeister Ottmar Wimmer 10:30
Texte der Weihanchstansprachen nur in gesprochener Form verfügbar.
In KW 52 haben wir eine Woche Urlaub genommen und kein Programm hergestellt. 52

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