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Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
Mühldorf-TV ist ein Projekt der Margha GmbH >
Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
Josef J. Pöllmann ist Mitglied im Deutschen Presse Verband
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Das gab's 2011 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im Mai 2012 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
82 Mediengespräch bei Mühldorf-TV: MdB Jimmy Schulz (FDP) und MdL Julika Sandt (FDP) 9:00 18 05.05.12
Julika Sandt ist die Sprecherin der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag für Kultur, Medien, Jugend und Sport. Jimmy Schulz ist Bundestagsabgeordneter und Internetfachmann seiner Fraktion.
Sie kamen auf Anregung von Emanuel von Wesendonk aus Rosenheim in Begleitung von FDP-Kreisvorsitzender Sandra Bubendorfer-Licht und von Fritz Haugg aus München.
Nach einem ausführlichen Gespräch im Garten des „Hammer-Wirt“ sprachen wir mit Julika Sandt und Jimmy Schulz.
83 Ein neuer Maibaum für Waldkraiburg mit der Maibaumgesellschaft Walkersaich 9:00
Es war alles sehr kurzfristig meinte Peter Hegwein vom Waldkraiburger Haus der Kultur, als wir ihn in Neufahrn zwischen Ampfing und Mettenheim trafen. Dort – auf dem Hof von Sepp Eisner war genug Platz, den 24 Meter langen Maibaum zu verstecken, den die Walkersaicher Maibaumfreunde gestohlen hatten. Na ja – so halt! Um ihn herzurichten.
Während die einen nochmal den Bandltanz probten, setzten die anderen die Fahrgestelle unter das Traditionsstangerl und wieder andere sorgten für frische Weißwürste. Das gehört schließlich dazu.
Es war ein herrlicher Frühlingstag, dieser erste Mai: Ein leichter Ostwind ließ vergessen, wie stark die Sonne schon schien. Das würde später Spuren hinterlassen
Die Walkersaicher Maibaumfreunde haben einen ordentlich vorbereiteten Mannschaftswagen: Da droben sind nicht nur Tisch und Bänke sondern auch eine Lautsprecheranlage und Partylichter. So lässt es sich aushalten.
Erst kam die Feuerwehr zum Treffpunkt, dann die Rösser: Die 12- und 8-jährigen Stuten Diana und Lana würden den Baum den langen Weg nach Waldkraiburg ziehen.
Wegen der Straßenbaustelle zwischen Ampfing und Waldkraiburg musste der Zug den Weg durch Ampfing über Haigerloh nehmen. Über 10 Kilometer waren es bis zum Haus der Vereine.
Einen 24 Meter langen Maibaum zu rangieren ist gar nicht so einfach. Endlich konnten die Pferde angeschirrt werden.
Und los ging's. Die Skater hatten nicht viel Verständnis für das, was sie da erlebten.
Durch den Kreisverkehr ging's in einer Art Abkürzung. Der Sepp und der Lenz haben hinten mitgelenkt – und die Mannschaft hat hinten nach ihren Spaß gehabt.
Der Opa in der Badewanne hat beobachtet, wie der Zug die große Kreuzung in Ampfing passiert hat, bevor sie durch die neue Unterführung unter der Bahnstrecke durchgefahren sind.
Das gab vielleicht einen Knall, als der Sepp unter der Brücke seinen Böller abgefeuert hat.
Hinter Ampfing: Richtung Haigerloh unter der Autobahnbaustelle durch. Da war die Hälfte des Weges geschafft und eine Pause nötig.
Später meinten sie, sie hätten Herztropfen gebraucht! Na ja – wer‘s glaubt!
Weiter ging's Richtung Waldkraiburg – noch ein Kilometer.
Da haben sich’s der Sepp und der Lenz auf dem Baum gemütlich gemacht.
Beste Stimmung bei der Mannschaft. Es war ja auch nötig, Kraft zu tanken, bei DER Arbeit, die auf sie wartete.
Die letzten Meter vor dem Ziel legten sie zu Fuß zurück.
Jetzt war Maßarbeit gefragt und Aufstellung! Erst einmal durch die Kreuzung und dann in den Hof vom „Haus der Vereine“ reinrangieren. Bürgermeister Siegfried Klika war auch schon da.
Aber – erst einmal die Schwaiberl abladen.
Bürgermeister Siegfried Klika freute sich über diese bayerische Brauchtumspflege und besonders darüber, dass der Baum in Waldkraiburg geschlagen worden ist. Dafür hat er selber einen besonders schönen ausgesucht und fällen lassen. Der Maibaumgesellschaft Walkersaich dankte er für die viele Arbeit, und dafür, dass sie den Baum so schön hergerichtet haben. Er wünschte allen ein schönes Maibaumfest bei diesem Kaiserwetter! Und jetzt Packma’s!
Das Kommando gab Vorstand Sepp Hundmeier: „Los geht’s!“
Es war viel Geschick nötig, den 24-Meter langen Baum in den Hof hinein zu bugsieren. Da haben schon alle mithelfen müssen.
Da soll er hinein. Das ist der nächste Kraftakt. Da braucht man schon eine Grundlage dafür. Die besorgte der Bürgermeister persönlich.
Weil hier Präzision und Kraft gefragt sind, half der Autokran.
A bissl vor – a bissl z‘ruck – a bissl auffe – a bissl åbe – dann war der Bolzen durch und konnte mit dem Stift gesichert werden.
Immer mehr Prominenz kam dazu: Stadträte, Parteivorsitzende, VfL-Vorstand, Stadtwerke-Chef, Bürgermeisterkandidat und viele Gäste wollten dabei sein, wenn das neue Schmuckstück der Stadt seinen Platz einnimmt.
Inzwischen haben sie die Taferl gebracht und damit begonnen, sie zu befestigen. Da war viel Schrauben nötig.
Kranz dranhängen und Spitze festschrauben – und es konnte losgehen.
Die Damen hatten’s leichter – sie genossen die Sonne und die gute Stimmung, für die die Egerländer Blaskapelle sorgte.
Als der Kran grad so viel anhob, dass die Böcke raus konnten, ging‘s richtig los.
Da mussten die starken Männer zeigen, was sie drauf haben.
Schwaiberl ansetzen und - - - Hau Ruck!
Schwaiberl nachsetzen und wieder - - - Hau Ruck!
Die Zuschauer beobachteten die Arbeit aus gebührender Entfernung.
Ein Hau Ruck nach dem anderen stieg der Baum in die Höhe. Natürlich mussten sich die starken Männer zwischendurch immer mal wieder stärken. Nachgegeben haben sie natürlich nicht. Sie wollten ja auch nicht vor ihren Mädels blamieren.
Immer wieder die Schwaiberl nachsetzen und wieder ein Schub.
Und wieder stärken.
Nein – das ist noch nichts für Dich!
Der letzte Schub sollte gaaanz vorsichtig sein – damit der Baum nicht beschädigt wird. Deshalb ein vorsichtiges Hau Ruuuuuk!
Und dann stand er! Während die Blaskapelle einen Tusch spielte und der Sepp Eisner seinen Böller abfeuerte, schraubten sie die Halterung zu und fixierten den Maibaum für die nächsten zwei Jahre.
Zum Abschluss des Maibaumfestes in Waldkraiburg zeigten die Maibaumfreunde Walkersaich den Bandltanz, den sie erst vor Kurzem eingeübt haben, und der vielleicht die Grundlage dafür ist, dass aus den Maibaumfreunden Walkersaich mehr wird.
Da steht er nun, der Maibaum und erfreut in den nächsten zwei Jahren die Waldkraiburger und ihre Besucher. Es ist halt ein schöner Brauch, der uns in Bayern so einzigartig macht.
84 Gedenkfeier für die Opfer des KZ-Außenlagers im Mettenheimer Hart 11:25
Steine mit den Namen der Opfer umrahmten den Platz vor dem Bunkerbogen, auf dem der Verein „Für das Erinnern“ alljährlich seine Gedenkfeier abhält. Niemand wusste, wer dieses Denkmal hier angebracht hatte.
Der Posaunenchor Mühldorf-Ampfing „Canzona Quarta“ eröffnete die Feierstunde.
Franz Langstein – Vorsitzender des Vereins „Für das Erinnern“ begrüßte die Teilnehmer an der Gedenkfeier, mit der sie an die Befreiung des Außenlagers des KZ Dachau im Mettenheimer Hart vor 67 Jahren erinnern. Das Gedenken gilt den Opfern, die hier zu beklagen waren, aber auch denen, die den späteren Transport nicht überlebt haben.
Mit der Teilnahme an der Gedenkfeier zeigen die Anwesenden, dass sie das Erinnern weiter tragen und die nachfolgenden Generationen immer wieder an diese Geschichte dieses unfaßbaren Grauens erinnern.
Neben dem Direktor der Stiftung Bayerischer Gedenkstätten MdL Karl Freller konnte er dann die Leiterin der Gedenkstätte des KZ Dachau – Dr. Gabriele Hammermann – Michael Stadelmann als Vertreter von Landrat Georg Huber, die Bürgermeister Klika, Schalk und Strahllechner, die Frauen-Unionsvorsitzende Ilse Preisinger-Sontag und zahlreiche Kreis-, Gemeinde- und Stadträte begrüßen. Sein besonderer Gruß galt den Kulturreferenten, Archivaren und Geschichtslehrern der umliegenden Gemeinden und Schulen und Professor Waltraud Schreiber von der Universität Eichstätt.
Besonders begrüßte er den Historiker Professor Dr. Wolfgang Benz, den ehemaligen Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin.
Besonders der Aufmarsch der Neonazis in Mühldorf im Januar hat gezeigt, dass es eine dauerhafte Aufgabe ist, das Erinnern an die Greuel der Nazis lebendig zu halten. Allerdings hat die zahlreiche Beteiligung der Bürger an der Gegenkundgebung auch gezeigt, dass die Gesellschaft sensibel ist und sich ihre Parolen nicht bieten lassen und brauner Politik die Stirn bieten wird.
Grundlage dafür ist aber, dass die Menschen nachdenken und sich selbst eine freie Meinung bilden. Deshalb erachtet es der Verein „Für das Erinnern“ als eine Aufgabe, im ganzen Landkreis Mühldorf den 28. April als Tag des Erinnerns zu etablieren. Dazu rief er Schulen, Pfarreien und Vereine auf, sich zu beteiligen. Ein Auftaktgespräch zu so einem Projekt wird in Kürze stattfinden. Vielleicht kann 2013 der Gedenktag schon in anderer Form stattfinden.
Der 28. April soll der Tag im Landkreis sein, der dafür sorgen wird, dass die Erinnerung tatsächlich nicht stirbt.
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Der 28. April hat vor 67 Jahren unsäglichem Leiden ein Ende gemacht, meinte Michael Stadelmann. Wenn damals viele befreit wurden, überlebten noch mehr die Torturen hier nicht. Sie waren bereits im Massengrab verscharrt. Aber auch die, die befreit wurden, litten noch ihr Leben lang am Erlebten. Viele von ihnen mussten später nocheinmal durchleben, als sie ihre Erinnerungen erzählten.
Heute müssen wir für den Frieden dankbar sein, in dem wir leben dürfen. Dieser Friede verpflichtet uns aber auch, die Opfer nicht ein zweites Mal sterben zu lassen. Sie zu vergessen, würde ihren zweiten Tod bedeuten.
Michael Stadelmann dankte dem Verein „Für das Erinnern“ für das Wachhalten der Erinnerung.
Heute sieht man hier nicht mehr viel von der schweren Arbeit, den Grausamkeit und den Demütigungen, die den Häftlingen eine Überlebensdauer von gerade einmal acht Monaten ermöglichte. Weil die Spuren langsam vergehen, unterstützt der Landkreis die Bemühungen aller Beteiligten, hier eine Gedenkstätte zu errichten. Es muss für alle Zeit dokumentiert werden, dass die Nazi-Greuel nicht irgendwo weit weg, sondern genau hier, vor der Haustür stattgefunden haben.
Mit der Gedenkstätte könnte die Menschenwürde der Opfer wieder hergestellt werden. Und weil die Vergangenheit in die Zukunft wirkt, kann jeder dazu beitragen, die Fehler der Nazizeit für die Zukunft auszuschließen. Deshalb wünschte er dem Verein „Für das Erinnern“ viel Kraft für seine weiteren Bemühungen.
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Vor 67 Jahren zerschlug die US-Armee die vielarmige Krake, die sich in Europa breit gemacht hatte - begann MdL Karl Freller. Für die Opfer war es Befreiung aber auch die Konfrontation mit dem eigenen Verlust und der Beginn eines lebenslangen Leidensweges. Es traf hier vor allem ungarische Juden.
Hier bedeutet Erinnerung eine Begegnung im Geiste mit denen, die hier zur Arbeit gezwungen wurden, die Hunger, Durst, Seuchen und Mißhandlungen überlebten. Und mit denen, die sie nicht überlebten. Es starb fast die Hälfte derer, die hier arbeiteten.
Es ist die Aufgabe der Gegenwart, solche Areale zu erhalten um an die Schicksale zu erinnern. Karl Freller dankte allen, die sich hier der Erinnerungsarbeit annehmen. Er dankte auch allen Zeitzeugen, die trotz ihres hohen Alters noch immer hinaus gehen um in Schulen zu mahnen. So, wie der 92-jährige Max Mannheimer, der nicht müde wird, seine Erlebnisse zu erzählen.
Sein Dank galt auch dem Landkreis und den Bürgern im Landkreis, die das Erinnern hoch halten. Auch Kreisheimatpfleger Ernst Aicher galt sein Dank dafür, dass er das Gelände schon in den 80er Jahren hatte unter Denkmalschutz stellen lassen.
Einen Gedenkort hier zu errichten ist sehr schwierig, weil viele Belange beachtet werden müssen. Die Stiftung wird aber alles dafür tun, sie nach so vielen Jahren endlich zu realisieren. In den kommenden Monaten soll zusammen mit dem Bauamt Rosenheim ein Gestalterwettbewerb ausgerichtet werden. Er zählt dabei auf die Unterstützung des Landkreises, dann wird man auch den Bund dazu bringen, sich zu beteiligen. Es gibt also Hoffnung.
Zum Abschluss erklärte er allen rechtsradikalen Strömungen eine klare Absage und warnte vor der zu beobachtenden Intensivierung rechtsradikaler Arbeit im Untergrund. Solches darf keine Chance haben. Und weil nur aus der Geschichte lernen kann, wer sie kennt, ist es so wichtig, immer wieder an die Ereignisse zu erinnern.
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Nach einem weiteren Musikstück erzählten Gloria und Daniel vom Gymnasium Gars, wie sie die Ereignisse in ihren Heimatorten Mittergars und Gars erlebt haben und wie sie betroffen waren, als sie erkannten, wie damals mit Menschen umgegangen wurde. Sie berichteten auch, wie sie ergriffen waren, als sie – trotz des theoretischen Wissens aus dem Unterreicht – betroffen waren, als sie dann plötzlich hier standen, wo das alles passiert war. Da ging es nicht mehr um Noten oder Lehrstoff sondern um die Aufarbeitung dieser grauenvollen Geschichte.
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Professor Wolfgang Benz schaute aus dem Blickwinkel des Historikers auf die Ereignisse im Mettenheimer Hart. Wie aber denken sie 67 Jahre nach ihrer Befreiung? Und wie kann würdige Erinnerung geschehen? Dazu hatte er sieben Thesen:
1. Erinnerung geschieht an konkreten Orten. Deshalb müssen Schauplätze nationalsozialistischer Ereignisse als Lernorte erhalten bleiben.
2. Erinnerung ist nicht beschränkt auf Denkmale. Auch Archive, Museen und Forschungsinstitute und das Fernsehen bieten Erinnerung, wogegen die historischen Orte dem Verfall preisgegeben sind, oder romantische Anziehungskraft ausüben – etwa zu Grillfesten einladen.
3. Gedenkstätten sind Orte der Auseinandersetzung mit der Geschichte, kultureller Erfahrung. Das geschieht nicht nur an prominenten Stätten sondern überall, etwa auch an Außenlagern der großen KZ wie hier im Mühldorfer Hart.
4. Gedenkstätten müssen in die öffentliche Kultur einbezogen werden, etwa als Veranstaltungsorte für bedeutende politische Verlautbarungen. Und das nicht nur am Jahrestag der Befreiung.
5. Vor falschen Erwartungen an Gedenkstätten muss gewarnt werden. Sie lösen die Arbeit in Schulen und die Prävention vor extremistischen Gedanken nicht ab. Historische Orte sind keine Reparaturwerkstätten für Fehlentwicklungen, können aber Denkanstöße liefern, die andernorts weiterentwickelt werden müssen.
6. Konzentrationslager haben im Konzert der Erinnerungsstätten eine besondere Funktion: Hier muss den Opfern ein Stück ihrer Identität zurückgegeben werden.
7. Gedenkstätten sind notwendig und müssen in die alltägliche Erinnerungsarbeit eingebunden werden, müssen Orte des Dialogs sein und benötigen das Engagement von Bürgern und Politikern. So müssen sowohl staatliche Stellen als auch die Nachbarn mithelfen. Der Gedenkort muss als Chance zum Dialog verstanden werden.
Einen historischen Ort anzunehmen macht aus ihm mehr als einen Ort historischer Rekonstruktion. Er muss eine Stätte des Lernens und der Erfahrung sein. Dann ist er ein guter Ort.
Das bedeutet für die Gedenkorte im Mühldorfer Hart: Das Ensemble des KZ-Außenlagers Mühldorfer Hart hat mit rund 4.000 Toten nationale und internationale Bedeutung als Erinnerungsort. Mühldorf gehört zur Topographie des Judenmordes.
Ein Förderantrag ist in Vorbereitung und wird, wenn er richtig begründet wird, auch Erfolg haben. Der Gedenkort muss aber dauerhaft in der Obhut des Stiftungsrats Bayerischer Gedenkstätten bleiben, die für Verkehrssicherheit, Kampfmittelfreiheit und eine gute Infrastruktur sorgen muss.
Bund und Land müssen zusammenarbeiten. Engagierte Bürger haben dann die wichtigste Aufgabe, den Ort lebendig zu halten. Das kann eine offen zugängliche Ausstellung sein, die alle Informationen bietet, belehrt ohne jedoch abzuschrecken.
Diese Aufgabenstellung ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten. muss es doch alle Bürger neugierig auf den historischen Ort machen. Sie muss sogar die Faulen von ihren Sofas holen, die längst einen Schlussstrich unter die Geschichte gemacht haben.
Professor Benz war zuversichtlich, dass das alles hier gelingen kann. Dazu wünschte Professor Benz gutes Gelingen.
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Canzona Quarta schloss die Gedenkfeier ab.
85 Einweihung der Kreisgeschäftsstelle des Kinderschutzbundes Mühldorf-Waldkraiburg 9:10
An der größten Kreuzung in Ampfing, da wo gegenüber dieser ältere Herr den ganzen Sommer über von seiner Badewanne aus den Verkehr beobachtet, da war bis vor Kurzem das Jugenzentrum Ampfini untergebracht. Dieser Verein hat sich aber aufgelöst und so standen die Räume leer.
Seit zwei Jahren suchte der Kreisverband Mühldorf-Waldkraiburg des Kinderschutzbundes eine feste Bleibe. Eins gab das andere und Bürgermeister Ottmar Wimmer überlegte nicht lang und sagte dem Kinderschutzbund die Räume zu.
Nach kurzer Renovierung konnte nun Einweihung gefeiert werden.
Viele Gäste fanden sich ein und besichtigten erst die neu gestalteten Räume zu denen ein Seminarraum gehört, ein Spielzimmer, ein Besprechungszimmer und natürlich ein Büro und ein Lagerraum. Und auch ein großer umzäunter Garten.
Natürlich war neben den Pfarrern Martin Ringhof und Christian Peiser auch Bürgermeister Ottmar Wimmer zu Gast. Neben ihm Bürgermeister Siegfried Klika und zahlreiche Gemeinderäte. Sogar Staatsminister Dr. Marcel Huber hatte sich die Zeit genommen.
Seine Gattin Adelgunde und Tochter Felicitas umrahmten die Feierstunde musikalisch.
Kathrin Henke – Vorsitzende des Kreisverbandes Mühldorf-Waldkraiburg des Kinderschutzbundes freute sich über die spontane Aufnahme des Vereins in Ampfing und für die finanzielle Unterstützung bei der Neugestaltung der Räume.
Sie freute sich auch, Elfriede Geisberger vom Amt für Jugend und Familie begrüßen zu können und Maria Klausner, die Vorsitzende des Kinderschutzbundes in Rosenheim.
Kathrin Henke stellte die vielfältigen Aufgaben des Kinderschutzbundes vor, die man kurz zusammenfassen könnte als „Die Lobby für Kinder“.
Darunter verstecken sich Elternkurse – etwa „Starke Eltern – starke Kinder“ , Vorträge zu Erziehungsthemen, die Mitarbeit in Arbeitskreisen, ein Eltern-Kind-Plan, Familienpatenschaften, Geschwister-Kinder-Projekte, Gesprächs- und Begegnungsabende und – sehr wichtig – die „Nummer gegen Kummer“ für Eltern und auch für Kinder und Jugendliche.
In den ersten beiden Jahren hat der Kinderschutzbund schon viele Helfer und Unterstützer gewinnen können. Sie waren auch hier schon sehr fleißig und haben an der Renovierung mitgearbeitet. Sie wünschte sich, dass es auch jetzt im Alltag so weitergeht, wie das in den ersten beiden Jahren angelaufen ist.
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Dann segneten Pfarrer Christian Peiser und Pfarrer Martin Ringhof die Räume.
Pfarrer Peiser wünschte dem Haus, dass es mit Liebe erfüllt wird. Er zitierte das Hohe Lied der Liebe aus dem 1. Korintherbrief des Apostels Paulus als ein Beispiel, wie Liebe die grundlegende Voraussetzung eines erfüllten Lebens ist.
Sie die neuen Räume und alle die hier helfen und Hilfe suchen.
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Felicitas und Adelgunde Huber gaben der Feierstunde den festlichen Rahmen.
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Dann unterstrich Bürgermeister Ottmar Wimmer, dass es für den Kinderschutzbund sicher ein besonderer Tag ist – auch wenn er „Mühldorf-Waldkraiburg“ heißt. Er hoffte trotzdem, dass die Impulse von Ampfing ausgehen.
Ottmar Wimmer stellte die Frage, warum man den Kinderschutzbund überhaupt braucht. Ob nicht besser Eltern und Großeltern dafür sorgen müssten, dass solche Probleme erst gar nicht entstehen. Wahrscheinlich – gab er die Antwort gleich selbst – hängt es mit der Entwicklung der Gesellschaft zusammen, in der es häufig Ein-Kind-Familien gibt oder Alleinerziehende.
Wenn die Arbeit mit solchen Kindern schon im Kindergarten oder gar in der Kinderkrippe beginnt, dann kann man sicher Einfluß nehmen und die Knackpunkte in der Erziehung beheben. Dazu wünschte er dem Kinderschutzbund viel Erfolg und alles Gute.
Und wenn auf dem Wappen die beiden Morgensterne, die die Städte Mühldorf und Walkraiburg darstellen, darum kämpfen, dass der Kinderschutzbund im Landkreis erfolgreich ist, dann sorgt der Bohrmeißel dafür, dass die Ideen aus Ampfing heraussprudeln! (O-ton)
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Staatsminister Dr. Marcel Huber freute sich, hier dabei sein zu können. Die Kinder sind das höchste Gut eines Volkes. Deshalb geht fast der halbe Haushalt des Freistaates für Ausgaben für die Erziehung und Ausbildung weg. Dazu kommen noch die Leistungen der Kommunen.
Leider entspricht das hohe Verfassungsziel nicht der Realität in der Gesellschaft, wie die Klagen gegen Kinderlärm beweisen. Gleichzeitig kann man beobachten, wie das Volk ausstirbt. Während man nur zum Erhalten der Einwohnerzahl 2,1 Kinder pro Paar benötigen würde, sind es tatsächlich nur 1,3.
Zudem ist es nicht allen Kindern vergönnt, in gesunden Familien zu leben und die Segnungen des Staates genießen zu können.
Das alles, was nötig wäre, die Fehlentwicklungen zu korrigieren, kann der Staat nicht leisten. Deshalb zeigte sich Dr. Huber froh darüber, dass vor zwei Jahren der Kinderschutzbund gegründet wurde. Nun hat er auch noch ein Domizil gefunden. Dafür dankte er Bürgermeister Ottmar Wimmer. Und wenn der Ampfinger Slogan lautet „Ampfing zieht an“, dann zieht es nicht nur an sondern hilft auch kräftig mit.
Dr. Marcel Huber dankte allen Unterstützern, die hier tatkräftig Hand angelegt haben und auch denen, die künftig die vielfältigen Angebote bereithalten werden.
Und weil es ein Geschenk für große und kleine Leute sein sollte, hatte er ein Märchenbuch mitgebracht.
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Jugendamtsleiterin Elfriede Geisberger überbrachte die Grüße von Landrat Georg Huber. Familienfreundlich zu sein, ist ein Ziel des Landkreises Mühldorf, der die Kinder von Anfang an begleiten will und so gefestigte und stabile Erwachsene erreichen möchte.
Elfriede Geisberger freute sich über die Gründung des Kinderschutzbundes, den sie als wichtiges Puzzleteil in der Jugendhilfelandschaft des Landkreises sieht. Er ist darüber hinaus ein sehr starker Netzwerkpartner, mit dem man hervorragend zusammenarbeiten kann und dessen Angebote bedarfs- und zielorientiert dort platziert wurden, wo sie gebraucht werden.
Familienfreundlichkeit ist keine Sache von Kindertagesstätte oder Schule. Sie beginnt schon in der Familie selbst und setzt sich fort am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft. Deshalb hat sich der Landkreis das Ziel gesetzt, ein familienfreundlicher Landkreis zu werden. Und dabei ist der Kinderschutzbund ein wesentlicher Baustein. Dazu wünschte sie viel Erfolg und weiterhin gute Zusammenarbeit.
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Zuletzt gratulierte Maria Klausner vom Kinderschutzbund in Rosenheim zur Eröffnung. Da es den Kinderschutzbund in Rosenheim schon seit 30 Jahren gibt, hatte sie sich nach zahlreichen Neugründungen in der Umgebung schon lange gewünscht, auch in Mühldorf einen Kreisverband zu gründen.
Der Kontakt mit Kathrin Henke hat es dann ermöglicht.
Und weil hier auch schon so viele Projekte angeboten werden, hatte sie eine Art Wundertüte mitgebracht, aus der sie für jedes Projekt ein Geschenk hervorzauberte.
Sie lobte sehr die Gemeinde Ampfing, die so sehr unterstützt hatte. Ampfing ist eine sehr kinderfreundliche Gemeinde!
Dem Kreisverband des Kinderschutzbundes galt ihr Glückwunsch und ihre Zusage, auch weiterhin mit Rat und Tat beim Ausbau behilflich sein zu wollen.
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Felicitas und Adelgunde Huber schlossen die Feierstunde.
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Danach verewigten sich die Gäste auf kleinen Bildchen, die später eine Wand zieren werden. Dazu gabs ein Gläschen Sekt und ein Stück Kuchen oder Häppchen.
Der Einweihungsfeier folgte der Tag der offenen Tür, zu der der Vorstand eingeladen hatte.
Eigentlich möchten wir wünschen dem Kinderschutzbund ganz wenig zu tun. Weil das heißen würde, dass die Kinder im Landkreis die Unterstützung durch eine Lobby gar nicht brauchen. Allerdings fürchten wir, dass das ein frommer Wunsch ist und so wünschen wir dem Kinderschutzbund immer viele fleißige und kompetente Helfer und immer eine glückliche Hand und vor allem Gottes reichen Segen.
86 Den Aufstieg perfekt gemacht: TSV Buchbach gegen SB DJK Rosenheim 15:00
Zum ersten Mal strahlte die Sonne so richtig warm ins „Wohnzimmer“ des TSV Buchbach. Auf der gegenüberliegenden Tribüne genossen das die Zuschauer schon richtig, auch wenn‘ uns die tiefstehende Sonne machte. 800 Zuschauer wollten dabei sein, als Stadionsprecher Thomas Föckersperger die Mannschaften mit dramatischen Klängen aufs Spielfeld geleitete - zu diesem Derby, das für Buchbach eine Vorentscheidung bringen konnte.
Buchbach – ganz in rot - begann von rechts nach links und stieß selbst an.
Gleich drauf der erste Vorstoß über rechts: Patrick Irmler aufs Tor.
dass es hier um etwas ging, zeigte die Härte, mit der die Partie begann. Erst dieser Rempler, dann die Kollision mit Manuel Neubauer und dann Alex Neulingers Bremse gegen Dominik Schlosser. Und dann Stefan Denks Abwehrversuch, bei dem er den Fuß des Gegners traf anstatt den Ball. Beide müssen behandelt werden.
Und dann hält hier Daniel De-Freitas-Sahdo Stefan Lex fest. Dafür kassiert er eine Ermahnung. Der Freistoß bleibt ohne Folgen.
Als Rosenheim anstürmt, gelingt es Hannes Hain, sich mit letzter Kraft durchzusetzen. Dafür erhält er Szenenapplaus.
Buchbach versuchte es überwiegend über rechts, kam jedoch nicht durch die Abwehr der Gäste.
In der 12. Minute kommen die Gäste erstmals vor das Tor der Hausherren, scheitern an Ralf Klingmann, der einen Konter einleitet. Den Ball erwischt Alexandro Petrovic, der von der Mittelline abzieht! - - - - - - Den Nachschuß blockiert Alexander Spreitzer.
Wäre dieser Ball nur ein paar Zentimeter niedriger angekommen – es wäre ein Tor für den Bayern-Treffer gewesen!!! Die Zuschauer jubelten über diese Glanzleistung des Buchbacher Stürmerstars.
Freistoß von rechts: Daniel De-Freitas-Sahdo springt höher und kann abwehren. Dann holt sich Alex Neulinger den Ball zurück und Alex Petrovic setzt ihn neben das Tor.
dass auch Rosenheim nicht zimperlich agierte zeigt dieses Foul: Hier hat Dominik Schlosser keine Chance an den Ball zu kommen und mäht nur Alex Petrovic um. Er kommt mit einer Ermahnung davon.
Nach dem Freistoß gleich die nächste rüde Attacke gegen Manuel Neubauer. Wieder keine Reaktion von Schiedsrichter Johannes Huber.
Den Freistoß hat Gäste-Torhüter Florian Preußer sicher.
Dann erhöhen die Gäste den Druck: Erst kann sich Buchbach wehren, dann die Flanke von Christoph Börtschök parieren - dann muss Dominik Süßmaier eingreifen.
Sie kommen diesmal über links: Buchbach klärt zur Ecke. Die verfängt sich erst im Gewirr der Abwehrbeine, fällt dann Michael Feldner vor die Füße, der das Leder weit übers Tor auf den Parkplatz jagt.
24. Minute: Dominik Schlosser kann Christoph Börtschök vorlegen, der Maxi Hain stehen lassen und frei schießen kann. Süßmaier pariert mit letztem Reflex zur Ecke.
Die geht neben’s Tor.
Die Gäste wieder über links: Christoph Börtschök kann den Ball nicht richtig annehmen und ist sauer auf sich selbst.
Nach einer ruhigen Phase spielt Manuel Neubauer lang nach vorn – leichte Beute für Gästetorhüter Florian Preußer. Der spielt gleich aus, so kommt der Ball zu Christoph Börtschök, der – in Bedrängnis – zu Ishii Naoto zurückspielt. Der will auf Preußer zurückgeben. Da kommt Stefan Lex dazwischen und legt Ralf Klingmann vor, der nur noch einzuschieben braucht. - - 0:1 - - 33. Minute. (K2: 16:30:09)
Das Tor beflügelte! Gleich drauf spielt Manuel Neubauer entlang der rechten Spielfeldgrenze nach vorn, von dort erhält Stefan Lex den Ball. Der jagte ihn aber neben dem Tor ins Aus.
Dann eine Zeit lang munteres Hin- und Her. Einwurf für die Gäste. Die können fast ungehindert flanken und die Flanke annehmen. Fast sträflich ungedeckt steht Christoph Börtschök an der Strafraumgrenze und zieht ab. Unhaltbar für Dominik Süßmaier: Ausgleich 1:1 – 39. Minute.
Auch Rosenheim beflügelte das Tor: Sie kommen durch die Mitte und Alex Neulinger kann in letzter Sekunde zur Ecke klären. Er selbst dachte aber, es hätte Abstoß geben müssen.
Die Ecke – kein Problem für Süßmaier.
Leider nicht detailliert genug sind diese Bilder: Patrick Irmler über zwei Zwischenstationen in den Strafraum wo ein Buchbacher im 5-Meter-Raum fällt. Es gab Abstoß.
Der Pausenpfiff unterbrach eine Partie, die sehr hart begann und dann zum Fußballspiel wurde. Beide Mannschaften präsentierten sich gleichwertig und schenkten sich nichts, so dass das 1:1 Unentschieden in Ordnung ging.
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Der zweite Durchgang: Jetzt Buchbach von links nach rechts: Anstoß Rosenheim.
Freistoß Buchbach nach Foul: Ralf Klingmann läuft an – dann fällt der Ball aus dem Gewirr vor dem Tor Alex Petrovic vor die Beine, der sofort schießt.
Wegen eines Fouls an Gästekeeper Florian Preußner hatte der Schiedsrichter aber schon vorher gepfiffen – das Tor zählt nicht.
Weiter geht’s!
Wieder war das Spiel einige Minuten lang dahingeplätschert. Da kommt Rosenheim zu Dritt und überwindet die Buchbacher Abwehrkette. Allerdings findet die Flanke keinen Abnehmer. So geht der Ball übers Tor.
Für dieses Foul kassiert Kapitän Alex Neulinger einen Rüffler von Schiedsrichter Huber.
Dann dieses böse Nachtreten gegen Manuel Neubauer vor der Strafraumgrenze. Alex Petrovic machts ganz cool! Fast aus dem Stand hebt er den Ball über alle weg direkt ins Tor! 2:1 für die Hausherren! Die Freude ist riesig!
Daraufhin wechseln beide Mannschaften: Bei den Gästen kommt Robert Rakaric für Erwin Okanovic und bei den Hausherren Chrostoph Behr für Stefan Denk.
Wieder Buchbach im Vorwärtsgang: Stefan Lex probierts auch direkt – weit drüber.
Inzwischen war es dämmrig geworden und im Stadion wurde das Flutlicht eingeschaltet.
Die Gäste ließen sich trotz Rückstand viel Zeit.
In der 63. Spielminute – ein weiterer Wechsel bei den Gästen: Für Alexander Spreitzer kommt Dominik Reichmacher.
Dann kann sich Patrick Irmler durchsetzen und flanken: Stefan Lex‘ Kopfballversuch scheitert - - - und den zweiten Flankenversuch pfeifft der Schiedsrichter ab.
Nach Einwurf Irmler Foul an Petrovic: Freistoßspezialist Ralf Klingmann schießt gezielt. Nur springen die Rosenheimer höher. Der sofortige Konter sieht gefährlicher aus, als er ist. Er führt zu einer Ecke. Und die zu einer zweiten.
Und aus der entsteht das zweite Tor für Rosenheim! Der Ball war schon weg, da kommt Daniel De-Freitas-Sahdo per Kopf an die Flanke heran und trifft genau ins Eck von Dominik Süßmaiers Kasten. 2:2 Ausgleich in der 63 Minute.
Buchbach versucht den Führungstreffer zu erzielen, scheitert aber ein- ums andere Mal an der gut aufgestellten Rosenheimer Hintermannschaft. Die nutzen jeden Fehler zu schnellen Kontern.
Bei diesem Freistoß trifft Manuel Ring Alex Petrovic hart an der Schulter und sieht dafür Gelb.
Dann werfen sich zwei Rosenheimer Stefan Lex in den Weg – Der Schiedsrichter hat ein Foul von Lex gesehen und gibt Freistoß!
n der 75. Minute nehmen Bobenstetter/Kupper Stefan Lex aus dem Spiel und bringen Thomas Breu.
ann wieder die Gäste über rechts: Michael Feldner kommt fast frei zum Schuß, zielt aber viel zu hoch.
Nochmal zwei Wechsel: In der 82. Spielminute kommt bei den Gästen Milan Novak für Christoph Börtschök und bei den Hausherren Florian Gögl für Patrick Irmler.
Dann Einwurf Gögl: Milan Novak springt Manuel Neubauer in die Beine – Foul und Freistoß für Buchbach. Ralf Klingmann bekommt den Ball zurück und spielt weiter – aber dann verläuft sich die Spur.
Es will nichts mehr gelingen! Das nervt wohl auch Kapitän Alex Neulinger, der hier den Mann von den Beinen holt und dafür Gelb sieht.
Den Freistoß kann Dominik Süßmaier wegfausten. Daraus entsteht ein Konter, den aber Florian Preußer sicher hat.
Nach dem Abstoß können die Buchbacher Abwehrspieler nicht verhindern, dass Onur Kaya zum Schuß kommt. Erst Süßmaier rettet zur Ecke. Die hat er aber sicher.
Dann musste Buchbachs Abwehr schon alles aufbieten um das Unentschieden zu halten.
Das wars – Buchbach und SB DJK Rosenheim trennen sich 2:2 unentschieden. Der eine Punkt reichte für den TSV Buchbach für die Qualifikation zur neuen Regionalliga Bayern. Entsprechend die Freude. Sandro Volz stürmte aufs Spielfeld und jemand brachte zwei Kisten Sekt. Dann ging's los. Die Müdigkeit war wie weggeblasen!
Und natürlich traf es Anton Bobenstetter besonders.
Sandro Volz war der richtige Einpeitscher.
Da geriet die Pressekonferenz zur Nebensache. Aber die lief auch ziemlich unkonventionell ab!
Da gratulierte Gästetrainer Walter Werner erst einmal: (O-Ton)
Und Sepp Kupper meinte. (O-Ton)
Wir haben später noch Abteilungsleiter Günther Grübl gefragt, wie das ist, wenn man jahrelang nur aufsteigt. (O-Ton )
Mit dem Aufstieg habt ihr etwas erreicht, was es weit und breit nirgends gegeben hat. (O-Ton)
Aber jetzt wird erst einmal gefeiert! (O-Ton)
Gut, dann hören wir jetzt auf und gehen feiern! (O-Ton)
87 "Amazing Grace" Eine Geschichte voll Gnade - Die Einweihung des Bürgerhauses in Schwindegg 14:20 19 12.05.12
Ein herrlicher Frühlingsabend empfing die Gäste der Einweihungsfeier in Schwindeggs neuer Ortsmitte, der renovierten schlossschänke, die nun zum Bürgerhaus wurde.
Ehrwürdig, wie das alte Gebäude waren auch die geladenen Gäste: Neben Staatsminister Dr. Marcel Huber hatten sich auch Landrat Georg Huber, stellvertretende Landrätin Eva Köhr, Kreisheimatpfleger Ernst Aicher und zahlreiche Bürgermeister umliegender Städte und Gemeinden eingefunden. Dazu natürlich Architekt, Planer, Bauleute und Nachbarn. Natürlich war Bürgermeister und Bauherr Dr. Karl Dürner mit den Mitarbeitern des Rathauses da.
Die Feierstunde eröffnete eine Abordnung der Blaskapelle Schwindegg.
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Bürgermeister Dr. Karl Dürner griff selbst zur Trompete und spielte „Amazing Grace“, dieses bekannte Stück des Sklavenschiffs-Kapitäns John Newton, der aus Seenot gerettet später für die Abschaffung der Sklaverei kämpfte.
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„Amazing Grace“ ist geradezu symbolisch für seine Erlebnisse mit dem Bürgerhaus in seiner Heimatgemeinde, begann Dr. Karl Dürner. Es ist eine „Amazing Grace“, also eine unglaubliche Gnade, dass er dieses Bürgerhaus eröffnen darf. Nach der Umgehungsstraße, dem Hochwasserschutz, der Kinderkrippe und der Sanierung des Rathauses ist die Sanierung der schlossschänke die fünfte Säule seines Wirkens als Bürgermeister.
Sein besonderer Gruß galt Dr. Schmidt vom Landesamt für Denkmalpflege, mit dem er Anfangs gar nicht „grün“ war, mit dem er sich im Lauf der Zeit aber angefreundet hat und mit dem zusammen er dann dieses Ergebnis erzielt hat.
Anfangs war das Denkmalamt überhaupt nicht bereit hier irgend etwas abreissen zu lassen. Er dankte Dr. Schmidt besonders dafür, dass er ihn im Lauf der Zeit auch akzeptiert hat, so wie er halt ist.
„Amazing Grace“ – eine „erstaunliche Grazie“ ist auch das alte Gemäuer, das eine große Vielzahl verschiedener Facetten bietet, wie die Besucher später sehen können. Etwa die 400-Jahre alten Balken oder die böhmischen Kappen-Gewölbe im früheren Stall. Der Atem der Geschichte ist in jedem Raum spürbar.
Die Voruntersuchungen haben gezeigt, dass das Gebäude weitgehend im Originalzustand war. Das haben die dendrochronologischen Untersuchungen gezeigt, also die jahresring-basierte Altersbestimmung von Holz. Dank „Lernen-Vor-Ort“ hatte er inzwischen gelernt, was das eigentlich ist.....
Um 1604 wuchsen die Bäume, aus denen diese Balken des Dachstuhls angefertigt wurden.
Auch die Fenster: Sie hatten drei verschiedene Fassungen, das zeigt, dass es an einem Denkmal nichts Statisches gibt.
„Amazing Grace“ – überraschende Zahlungsbedingungen! Als die Gemeinde das Gebäude vor fünf Jahren kaufen konnte, ahnten sie nicht, wie schnell sie die Restaurierung würden durchführen können. Durch die Hilfe verschiedener staatlicher Stellen konnten die Arbeiten schnell in Angriff genommen werden, die immerhin 2,5 Millionen Euro gekostet haben. 900.000 Euro hat die Gemeinde Schwindegg selbst aufgebracht. Dr. Karl Dürner dankte der bayerischen Staatsregierung und Landrat Georg Huber für die erhebliche Unterstützung dieses Projekts. Besonderer Dank galt aber Alt-MdL Hans Rambold, der zu 120% hinter ihm gestanden hatte – eine Wohltat! Und auch Staatsminister a. D. Thomas Goppel, der sich hier persönlich stark engagiert hatte. Außerdem dankte Dr. Karl Dürner dem Konjunkturpaket II, das Mittel zur Verfügung gestellt hat, für die sich zum Glück keine andere Verwendung gefunden hat.
Nun gilt es, die Außenanlagen neu zu gestalten. Dafür sind aber weitere Mittel nötig.
„Amazing Grace“ – eine erstaunenswerte Angelegenheit! Nicht alles konnte restauriert und erhalten werden. Die neuen Elemente wurden aber erkennbar abgesetzt und funktional modern gehalten: Sicherheitsgläser, Treppen und Türen. Die Verbindung von historisch und modern erweckt das Bürgerhaus zum Leben.
Anfangs wurde seine Idee belächelt, hier im Bürgerhaus neues Leben in die Ortsmitte zu bringen.
Bei den Bauarbeiten zum Hochwasserschutz zeigte das Gebäude Standfestigkeit! – auch wenn viele gewünscht hatten, es würde einstürzen. Es rührte sich keinen Mucks!!! (O-Ton)
Nun ist es das Schmuckstück in der Ortsmitte und bringt hoffentlich Leben zurück.
„Amazing Grace“ – eine überwältigende Gnade Gottes! Dieser Grundfeste unserer Kultur soll das Gebäude dann geweiht werden.
„Amazing Grace“ – eine fantastische Freude ist es für ihn selbst an diesem Tag, die Jahre permanenter Anspannung hinter sich lassen zu können, die ständig Neues bescherten! (O-Ton)
Jetzt werden mit Unterhalt und Nutzung neue Aufgaben auf sie zukommen. Da dankte er besonders Monika Anzinger, die als Praktikantin hervorragende Ideen eingebracht hat. Inzwischen ist sie fest angestellt bei Architekt Udo Rieger.
Weiterer Dank galt Bauleiter Franz Weinberger, der als Puffer alles abfedern musste, was von allen Seiten an ihn herangetragen worden war.
Und weil in den letzten beiden Wochen einer Baumaßnahme immer das große Chaos ausbricht, dankte er allen für die tatsächliche Fertigstellung!
(O-Ton Möge das Bürgerhaus....)
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Nach einem weiteren Musikstück der Blaskapelle bemerkte Dr. Michael Schmidt vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege eingangs seines Festvortrages erst einmal, dass er gar nicht gewußt hatte, dass er soooo schrecklich ist!
Er erinnerte sich an 2003, als im Keller knietief das Wasser stand. Jetzt war er beeindruckt davon, was hier Gemeinde, Architekt und Bauleute vollbracht haben. Die Mühen haben sich gelohnt. Jetzt kann ein Erfolg für die Denkmalpflege gefeiert werden.
Weil das neue Bürgerhaus auch eine Stärkung der Attraktivität des ländlichen Raums ist, war sich Dr. Michael Schmidt sicher, dass schon bald zahlreiche Anfragen zur Nutzung des Gebäudes kommen werden.
2006 - am Anfang der Instandsetzung stand ein Antrag auf Abriß! erinnerte sich Dr. Schmidt. Das Gebäude stand seit Ende der 80er Jahre leer und war nicht mehr nutzbar. Das sorgte für Schlagzeilen und Zeitungsartikel, aus denen Dr. Schmidt zitierte. Denkmalschutz, Gemeinde, Abbruch- und Erhaltungsbefürworter versuchten ihre Interessen lautstark durchzusetzen.
Nur Dr. Karl Dürner war still und leise unterwegs und setzte alle Hebel in Bewegung, kaufte das Objekt und beschaffte Mittel aus verschiedenen Programmen.
Da Baudenkmäler lebendige Zeugen der Geschichte sind – über die schriftliche Überlieferung hinaus – erzählen sie immer Geschichten, sind quasi ein Geschichtsbuch.
Trotzdem sind sie gefährdet. Aktuell stehen in Bayern 3.000 Denkmäler leer – eine eher theoretische Zahl, die tatsächlich bei 13.000 liegen dürfte. Im Landkreis Mühldorf sind 90 von 1.386 Baudenkmälern gefährdet – 6,5%.
Schwindegg hat sich diesem Trend widersetzt und die schlossschänke gerettet – hat damit den Erhaltungsauftrag in der Bayerischen Verfassung erfüllt.
Dann widmete sich Dr. Michael Schmidt der Geschichte des Schlosses Schwindegg, zu dessen Gesamt-Ensemble die schlossschänke gehört.
Das Bürgerhaus ist sogar ein modernes Gebäude, das vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt ist und eine ausgewogene Energiebilanz aufzuweisen hat. Beim Bau wurden Ressourcen geschont und die Umwelt kaum belastet. Warum also haben Baudenkmäler so ein negatives Image?
dass das nicht sein muss, hat Schwindegg mustergültig vorgemacht. Sogar finanziell war die Maßnahme eine Punktlandung. Dazu gratulierte Dr. Schmidt und wünschte allen Schwindeggern viel Freude an ihrem neuen Bürgerhaus.
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Es ist ein freudiger Tag für Schwindegg, meinte Staatsminister Dr. Marcel Huber. Einerseits erhält Schwindegg ein neues Ortszentrum und andererseits wird hier ein wertvolles bayerisches Kulturgut erhalten – ein Wirtshaus! Eins, das eine 450 Jahre alte Geschichte aufzuweisen hat. Es wäre schon traurig gewesen, wenn mit diesem Gebäude diese Geschichte verloren gegangen wäre.
Auch für den Landkreis wäre es ein großer Verlust gewesen, der ja nicht gerade reich ist an solchen Denkmälern.
Da war es ein Glücksfall, dass gerade Dr. Karl Dürner Bürgermeister wurde, dessen Beharrlichkeit geradezu sprichwörtlich ist. Er hat alles angezapft und durchgesetzt, was er sich in den Kopf gesetzt hatte. Und – es ist ihm gelungen! Wie sowieso in Schwindegg viel gelingt!
Dazu gratulierte er Dr. Karl Dürner, dem Gemeinderat und den Bürgern von Schwindegg und wünschte ihnen viele schöne Veranstaltungen in diesem Haus und besonders im Trauungszimmer viel Beschäftigung. (O-Ton Impulse...)
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Landrat Georg Huber war früher selbst Bürgermeister von Schwindegg und Dr. Karl Dürners alter Kumpan aus Zeiten der schlossschänke. Er hat wirklich viele Stunden in diesem Wirthaus verbracht – zusammen mit Pfarrer Tremmel, der damals der Leitwolf in Schwindegg war.
Es wäre schon schön, wenn die alte Wirtshauskultur erhalten bliebe, so wie es früher einmal war, als die noch vom Stammtsich vertrieben worden sind, die da nicht hingehörten.
Jetzt bekommt Schwindegg wieder einen Ort, wo diskutiert und debattiert werden kann, wo Kultur ihren Platz hat. Das schweißt einen Ort zusammen.
Viele Jahre war die schlossschänke kein Schmuckstück! Man wollte sie schon abreißen!
Aber – was wäre Schwindegg ohne dieses zentrale uralte Gebäude, das das Ortsbild prägt und zum schloss-Ensemble gehört. Da lag es nahe, es den Schwindegger Bürgern wieder zur Verfügung zu stellen.
Georg Huber wünschte der Gemeinde Schwindegg viel Glück bei den Anstrengungen, Nutzer für das neue Gebäude zu finden um es zu beleben. Da es ständig Kosten verursacht, wird die Gemeinde wohl nicht um die dauerhafte Unterstützung herumkommen.
Die Mühe der Restaurierung und Renovierung hat sich auf jeden Fall gelohnt. Landrat Georg Huber war begeistert und hoffte, dass jetzt auch die Außenanlagen so schön neu gestaltet werden können.
Für die hervorragende Zusammenarbeit der beteiligten Stellen bedankte sich Landrat Georg Huber sehr und stellte fest, dass der Landkreis damit um ein Schmuckstück reicher geworden ist.
Und so haben nun Veranstaltungen von Messen bis zu Trauungen einen neuen Platz. So trifft nun Vergangenheit auf Zukunft. Dazu wünschte er der Gemeinde alles Gute und den Bürgern viele fröhliche Stunden im neuen Bürgerhaus.
Landrat Georg Huber überreichte Dr. Karl Dürner das Glaswappen des Landkreises als Erinnerung, damit er nie vergißt, dass auch der Landkreis hier mitgeholfen hat.
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Architekt Udo Rieger erinnerte sich an den tragischen Zustand und die Voruntersuchung, die ergeben hatte, dass die Renovierung möglich ist. Als dem Gemeinderat die Vision vorgestellt worden war, stellte er fest. (O-Ton 2:49:01:00 – verreckter Hund!) Dr. Karl Dürner ist ein strategisch denkender Mensch, der den Bau in drei Abschnitte aufgeteilt hat um den jeweils zuständigen Behörden ihre Mithilfe zu erleichtern. Das Ergebnis überzeugt, der Kampf ist gewonnen. Udo Rieger war stolz auf alle, die hier mitgewirkt haben.
Monika Anzinger brachte den Schlüssel aus Marzipan, den er Dr. Karl Dürner stellvertretend überreichte.
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Pfarrer Jozo Karlic segnete schließlich das Gebäude und alle, die hier ein- und ausgehen.
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Mit dem Lied der Bayern schloss Dr. Karl Dürner die Feierstunde.
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Tags darauf öffnete die Gemeinde die Türen für die Besucher. Das Interesse war so groß, dass Dr. Karl Dürner zwei Führungen durchführen musste, und dabei der Saal voll besetzt war. Die Theatergruppe SchwiBuRa unterhielt mit einem Einakter und die Musik spielte in der Schänke.
Wir freuen uns über dieses neue Juwel, das – obwohl so alt – in neuem Glanz erstrahlt und eine weitere Attraktion in unserem Landkreis ist. Wir nehmen an, dass hier bald die erste Bürgermeisterversammlung stattfinden wird.... Schließlich ist Dr. Karl Dürner – der verreckte Hund – wie Architekt Udo Rieger meinte – ja auch der Sprecher der 31 Bürgermeister im Landkreis!
88 Eine moderne Kinderkrippe für Ampfing: Einweihung des "Isenzwergerl" 9:30
Wenn in Ampfing gebaut wird, dann richtig! Das gilt auch für die Kinderkrippe, die kürzlich eingeweiht werden konnte.
Um nicht alles an einem Standort zu konzentrieren, hatte sich die Gemeinde entschlossen, die Kinderkrippe am Jahnweg zu errichten und nicht am Schulzentrum. Dort, neben dem Jahnstadion, entstand ein großzuügiges Gebäude für vier Krippengruppen und die nötigen Funktionsräume.
In einem Wettbewerb kürte die Gemeinde den Namen der neuen Kinderkrippe: „Isenzwergerl“.
Pfarrer, Bürgermeister, Gemeinderäte, Amt für Jugend- und Familie, Planer und Bauleute, Nachbarn und natürlich die Mitarbeiterinnen der Kinderkrippe und die Kinder trafen sich im Foyer der Kinderkrippe, um ihr neues Domizil einzuweihen.
Bürgermeister Ottmar Wimmer freute sich, so viele Gäste begrüßen zu können. Eine Einweihung ist immer ein Anlass zur Freude, dieser aber ganz besonders, weil das Gebäude voll neuer umweltfreundlicher Ideen und Konzepte steckt. Das würden die Gäste später besichtigen können.
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Pfarrer Martin Ringhof betonte die hohe Wertschätzung Jesu für die Kinder, der sie nicht als kleine Erwachsene gesehen hatte, sondern als das was sie sind: Kinder.
Er segnete die Kinderkrippe und alle, die hier ein- und ausgehen.
Er segnete auch die kunstvoll gestalteten gläsernen Kreuze, die später in den Räumen aufgehängt werden.
Pfarrer Martin Ringhof lobte die Anstrengungen der Gemeinde für die Kleinsten und hoffte darauf, dass den Kindern hier auch christliche Werte vermittelt werden. Dazu überreichte er Krippenleiterin Stefanie Knorr eine Kinderbibel.
Er bat die Mitarbeiterinnen der Kinderkrippe auch mit dem Kindergarten Nuntius Pacelli gut zusammen zu arbeiten und wünschte ihnen für ihre Arbeit alles Gute.
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Bürgermeister Ottmar Wimmer war überzeugt, dieses Werk kam gerade zur rechten Zeit und ist gelungen. Die Gemeinde hat bewiesen: Ampfing ist eine kinder- und familienfreundliche Gemeinde.
Die Kinderkrippe bietet Platz für 48 Kinder in vier Gruppen. Damit erreicht Ampfing eine Betreuungsquote von über 30%, ein bayernweiter Spitzenwert, auf den Ampfing sehr stolz ist.
Die Gemeinde verfolgt mit der Kinderkrippe nicht das Ziel, den Eltern die Erziehung ihrer Kinder abzunehmen. Die Krippe bietet lediglich ein Angebot, sie bei der frühkindlichen Bildung und Betreuung zu unterstützen. Da alle Sinne der Kinder angesprochen werden, bietet die Krippe hier im wahrsten Sinne des Wortes ein „sinnvolle Bildung“. So soll verhindert werden – wie ein Zitat besagt – dass Kinder „als Originale geboren werden und als Kopien enden“.
Ottmar Wimmer zeichnete die Geschichte der Kinderkrippe nach: In Gemeinderatssitzungen im Mai und Juni 2010 beschloss der Gemeinderat, die Kinderkrippe hier zu bauen. Schon am 13. Juli sagte die Regierung von Oberbayern Fördermittel von über 1 Million Euro zu. Am 2. August 2010 wurde der Bauantrag beim Landratsamt eingereicht und schon eine Woche später genehmigt.
Der Spatenstich fand am 15. März 2011 statt.
Stolz war die Gemeinde, als es gelungen war, die Krippe am 1. Dezember 2011 in Betrieb nehmen zu können.
Wenn nun die Einweihung stattfinden kann, besteht Grund zur Freude über diesen funktional und gestalterisch gelungenen Neubau: Auf rund 850 Quadratmetern befinden sich hier vier große Gruppenräume, Schlaf- und Funktionsräume, ein großzügiger Flur und ein großer Garten.
Allerdings ist die Einrichtung noch nicht komplett: In zwei Gruppenräumen werden pädagogisch wertvolle Spiellandschaften eingebaut.
Die Gesamtkosten, die auf 1,8 Millionen Euro veranschlagt waren, werden deutlich günstiger werden.
Ottmar Wimmer dankte allen Beteiligten, die dazu beigetragen haben, hier ein so durchdachtes Gebäude zu errichten und den Eltern, die durch die Anmeldung ihrer Kinder das Gebäude mit Leben füllen.
Auch Frau Rebitzer galt sein Dank, die mit Ihrem Vorschlag des Namens „Isen-Zwergerl“ den Wettbwerb für sich entscheiden konnte.
Bürgermeister Ottmar Wimmer wünschte allen Kindern und den Mitarbeitern der Kinderkrippe viel Freude an ihrer Arbeit hier und überreichte den Betreuerinnen das Ansteck-„A“ der Gemeinde.
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Elfriede Geisberger, Leiterin des Amtes für Jugend und Familie, freute sich sehr über die neue Kinderkrippe und überbrachte die Glückwünsche von Landrat Georg Huber.
Kardinal Josef Frings sah die Zukunft des deutschen Volkes nicht in der Zahl der Kraftwagen sondern in der Zahl der Kinderwagen!
Da 90% der Mütter, die ihre Kinder zu Hause erziehen, angegeben hatten, dass sie zu Hause bleiben, weil sie keine Betreuungssmöglichkeiten für ihre Kinder haben, ist es wichtig, dass die Gemeinden ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung stellen. Ampfing hat das erkannt und steigert seine Attraktivität für junge Familien durch die neue Kinderkrippe erheblich.
Sie dankte der Gemeinde sehr für die optimalen Bedingungen, die hier geschaffen wurden. Der Tag der Einweihung ist deshalb ein Freudentag für Kinder, Eltern und die Verantwortlichen in Gemeinde und Landkreis, der sich zum Ziel gesetzt hat, der familienfreundliche Landkreis im Osten von München zu werden. Dazu werden bis Ende des Jahres im Landkreis 29 Kinderkrippen beitragen, die dann voraussichtlich 528 Kirppenplätze bieten werden.
Sie dankte der Gemeinde für die gute Zusammenarbeit und wünschte allen Beschäftigten viel Freude an dieser wichtigen Arbeit und allzeit Gottes Segen.
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Auch Architekt Manfred Breitenwieser dankte der Gemeinde für das Vertrauen, das sie ihm entgegen gebracht hatten. Er hat ein helles, freundliches Gebäude um Sichtachsen herum gebaut, in dem sich die Kinder wohl fühlen sollen. Neben einem Gymnastikraum sticht besonders die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung hervor. Das Gebäude übertrifft die aktuellen Anforderungen um über 50%.
Das Gebäude wurde statisch so ausgelegt, dass später ein Stockwerk draufgesetzt werden kann. Bei alldem konnten die vorausgesehenen Kosten unterschritten werden. Dafür dankte er den ausführenden Firmen und besonders Bauleiter Bernhard Horn, der sich dem Gebäude angenommen hat, als wäre es sein eigenes.
Er wünschte den Kindern und Betreuerinnen alles Gute und eine schöne Zeit im neuen Isenzwergerl.
Weil es eine Kinderkrippe ist, überreichte er Stefanie Knorr einen Brezen-Schlüssel und zwei Bobby-Cars.
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Abschließend dankte Stefanie Knorr den Zuhörern für ihr Interesse an der Kinderkrippe.
Es ist das Ziel ihrer Arbeit, die Eltern bei der Entwicklung ihrer Kinder zu selbständigen und eigenverantwortlichen Menschen zu unterstützen. Dazu soll sich ihr Angebot pädagogisch und psychologisch an den Bedürfnissen der Kinder orientieren, so ist es im bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan definiert, der festlegt, dass Kinder ein Recht auf Bildung von Anfang an haben.
Da „Bildung von Anfang an“ sowohl im Interesse der Kinder ist, als auch der Schlüssel zum Lebenserfolg ist, müssen Eltern und pädagogisches Personal partnerschaftlich zusammenarbeiten.
Die Eltern – in welcher Form diese auch zusammenleben – werden dabei ernst genommen.
Da es wichtig ist, dass Elternhaus und Kinderkrippe die Aufgabe gemeinsam erfüllen, soll die Krippe ein Ort der Begegnung und Zusammenarbeit sein.
Stefanie Knorr dankte Bürgermeister Ottmar Wimmer, den Mitgliedern des Gemeinderates und den Kollegen in der Gemeinde für die gute Zusammenarbeit und überreichte die ersten Kunstwerke der Nachwuchskünstler.
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Bürgermeister Ottmar Wimmer dankte Stefanie Knorr und meinte, mit ihr und ihrem Team hat die Gemeinde ohnehin einen Sechser im Lotto gezogen!
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Bevor es in den Ampfinger Hof zu einem gemeinsamen Mittagsmahl ging, besichtigten die Gäste der Einweihungsfeier die neuen Räume.
89 "Vogel-Art" - Der "Farbkreis 99" zeigt Vogelmotive in der Sparda-Bank in Mühldorf 5:40
Nicht ganz einfach zu finden sind viele der Werke der Künstlergruppe „Farbkreis 99“, die in den Räumen der Sparda Bank gegenüber dem Bahnhof in Mühldorf verteilt sind.
Natürlich fallen die Werke im Schalterraum jedem Besucher sofort ins Auge. Im Korridor und in den Besprechungs- und Beratungsräumen muss man sie dagegen schon ein bisschen suchen.
Zur Vernissage hatten sich nach SchalterSchluss neben den Mitgliedern der Künstlergruppe zahlreiche Gäste eingefunden.
Sie alle konnte Geschäftsstellenleiter Thomas Pawelka begrüßen, als er die vierte Ausstellung des „Farbkreis 99“ eröffnete. Er hieß Mühldorfs zweiten Bürgermeister Paul Schwarz, Kulturreferent Rainer Schratt und Kreisrätin Klara-Maria Seeberger besonders willkommen.
Wenn die Ausstellung unter dem Thema „Vogel-Art“ steht, dann heißt das – so hatte er im Duden nachgelesen – dreht es sich hier um Kunst, die Vogelmotive zeigt.
Zunächst bleiben die Werke bis 18. Juni in vollem Umfang zu sehen. Danach müssen Bilder im Schalterraum wieder der Ausstattung der Bank weichen. Die anderen Werke bleiben aber ein ganzes Jahr lang an den Wänden der Räume zu sehen. Thomas Pawelka lud die Zuhörer ein, die Werke zu betrachten und bemerkte eher beiläufig, dass sie natürlich auch gekauft werden können.
Dann wollte er schon das Wort einem wirklichen Kunstexperten überlassen: Rolf Liese.
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Der bemerkte zunächst, dass es sich beim „Farbkreis“ um 9 Künstlerinnen und einen Künstler handelt! Bemerkenswert an dieser Ausstellung ist, dass diese Künstlergruppe gemeinsam ausstellt, und sich niemand mehr erinnert, auf wessen Vorschlag hin sich die Gruppe mit diesem Thema beschäftigt hat.
Die Künstlerinnen und der Künstler hatten nur drei Monate Zeit, sich auf diese Ausstellung vorzubereiten. Er selbst war nicht sehr stark involviert und ist deshalb angenehm enttäuscht!
Es ist überraschend, zu sehen, mit welcher Kraft und Phantasie hier an dieses Thema herangegangen wurde, das besonders im 18. Und 19. Jahrhundert Bedeutung hatte, als man begann, die Beobachtungen in fernen Ländern den zu Hause gebliebenen bildlich darzustellen.
Damals übertrugen diese Bilder in erster Linie Information.
Das hat sich seither stark geändert. Heute zeigen Bilder mit Vogelmotiven die Empfindungen der Künstler und sind kein Maßstab für deren darstellerische Fähigkeiten. So kann man aus dem Vergleich der Bilder des 18. Jahrhunderts und diesen Bildern die Veränderung des Lebens und der Gesellschaft herauslesen. Der Kanon ist tot! – also die Erwartungen der Gesellschaft oder der Kirche an die Darstellung der Realität. So nennt man den größten Vogel, den es überhaupt gibt auch „Phantasie“! lässt man diesen Vogel fliegen, bringt er viel erstaunlich neues zurück.
Diesen Vogel ließ auch der „Farbkreis 99“ fliegen!
Sie haben ihre Freizeit – die es vor gar nicht langer Zeit in dieser Fülle noch gar nicht gegeben hat – dazu genutzt, ihre Individualität in die Gruppe einzubringen.
Da die meisten Künstlergruppen kaum länger als drei Jahre ausgehalten haben, ist der „Farbkreis 99“ schon eine Besonderheit: Seit mehr als 10 Jahren malen und gestalten die Mitglieder nun schon miteinander, ohne sich in die Haare zu bekommen. Vielmehr gestalten sie zu jeder Ausstellung ein Gemeinschaftsbild, bei dem sie in diesem Fall über sich hinausgewachsen sind.
Die Bilder des Farbkreis sind in dieser – doch eher nüchternen - Atmosphäre der Bank ein willkommener Farbklecks und eine willkommene Abwechslung.
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Die Gäste nutzten dann die Gelegenheit, die Bilder zu betrachten und sich mit den Künstlerinnen und Künstlern auszutauschen.
90 Vorletztes Spiel in der Fußball-Bayernliga für den TSV Buchbach: Der Gegner: FC Eintracht Bamberg 13:45
Der Föhn blies die dunklen Wolken nach Norden, die noch kurz vorher den Platz im Buchbacher Jahnstadion beregnet hatten. Die Gäste hatten ihren Fanclub mitgebracht. Trotz des sicheren Aufstiegs der Oberbayern wollten 600 Zuschauer dieses Spiel mitverfolgen.
Bei Buchbach spielte nach langer Abwesenheit erstmals Florian Gögl wieder von Anfang an. Dafür saß Stefan Denk diesmal auf der Bank. Die Trainer hatten erstmals Ersatztorhüter Sandro Volz als Feldspieler aufgestellt, ihn aber erst auf der Bank belassen. Von „Zweiter Mannschaft“ war also keine Rede.
Die Gäste hatten mit Peter Heyer den Torschützenkönig dieser Bayernliga-Saison in ihren Reihen, der in dieser Saison schon 32 Treffer erzielt hat.
Buchbach ganz in rot begann von links nach rechts, die Gäste in lila/weiß von rechts nach links.
Buchbach klatschte sich Mut zu und stieß an.
Schon nach zwei Minuten standen die Hausherren vor dem gegnerischen Tor - - scheiterten aber am Pfiff des Schiedsrichters.
m Gegenzug verfehlten die Gäste Süßmaiers Kasten nur knapp.
Freistoß nach diesem Foul von Manuel Neubauer an Markus Fischer. Der schießt selbst. Dominik Süßmaier kann den Ball wegfausten. Vorher stieß Daniel Roppert mit einem Gegner so zusammen, dass er liegen blieb und später behandelt werden musste.
Nach dem Einwurf auf der anderen Seite fällt der Ball Ralf Klingmann vor die Beine, der knallhart draufhaut und nur ein paar Zentimeter danebenzielt.
Dann kommt der Ball nach einer Ecke zurück zu Alex Petrovic, der es auch direkt versucht. Der abgefälschte Ball geht am Tor vorbei ins Aus.
Wieder Ecke. Die kann Gästekeeper Florian Muckelbauer grade so entschärfen.
Einwurf im Gegenzug: Thomas Dotterweich’s Ball geht knapp übers Tor der Hausherrn.
Die Gäste konnten sich nach strarkem Beginn der Buchbacher jetzt etwas Luft verschaffen, kamen aber meist nicht weiter als hier.
Dann legt Stefan Alschinger Manuel Neubauer vor, der Thomas Breu in den Lauf spielt. Der braucht nur noch Florian Muckelbauer umkurven und aufpassen, dass der Ball in aller Ruhe ins Tor rollen kann. 1:0 in der 18. Minute.
Buchbach versuchte gleich noch ein Tor nachzuliefern: Manuel Neubauer auf Petrovic, der flankt – Hertl köpft neben’s Tor. Eine riesen Chance!
Und gleich noch eine: Freistoß Neubauer: Wieder daneben.
Und gleich noch eine: Thomas Breu versuchts direkt - - und Florian Muckelbauer muss sich schon sehr lang machen, kommt auch nicht mehr dran. Abstoß.
Der landet bei Markus Fischer, der auch direkt schießt. Dominik Süßmaier - ein bisschen zu spät gestartet – kann nichts mehr machen: 1:1 Ausgleich in der 25. Minute.
Weiter gehts: Ralf Klingmanns Ball erwischt Victor Gradl, der zu Florian Muckelbauer zurückspielen will.... - - - - Das hätte auch anders ausgehen können! Muckelbauer hatte nicht seinen besten Tag erwischt!
Dann versuchen’s die Gäste mit Gewalt. Ohne Erfolg. Allerdings beflügelte der Ausgleich die Gäste. Sie wurden stärker:
Diese Flanke führt zu einem Kopfball, den Süßmaier nur mit Mühe halten kann.
Und dieser Freistoß geht nur knapp am Buchbacher Tor vorbei.
Gleich drauf führt dieses Foul am heranstürmenden Björn Hertl, zu einer Ermahnung für Johannes Bachmann. Hertl muss behandelt werden.
Ralf Klingmanns Freistoß hat Florian Muckelbauer sicher.
Glück für die Hausherren hier: Auch das hätte anders ausgehen können!
Das wars in der ersten Hälfte. Die Zuschauer hatten nach langer Zeit wieder ein munteres Fußballspiel gesehen, das nicht geprägt war vom unbedingten Kampf um Tabellenplatz 9. Es war eine Freude zuzuschauen.
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In der Pause erlaubte sich ein Spaßvogel an der Anuzeigetafel das Wunschergebnis vorzugeben, besann sich aber gleich wieder.
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Die zweite Hälfte: Jetzt Buchbach von rechts nach links.
Schon gleich nach Wiederanpfiff kann Florian Muckelbauer hier nur mit Mühe retten.
Die wohl schwärzeste Fußballer-Stunde des Stefan Alschinger dann hier: Nach Freistoß flankt Thomas Breu zu Stefan Alschinger, der allein vor dem Tor - - - - drüberschießt!!! Trost kam von Alex Petrovic.
Dann stürmt Bambergs Kapitän Florian Pickel los, spielt weiter auf Alexander Deptalla, der Dominik Süßmaier überwinden kann. 1:2 Führung für Bamberg in der 52. Minute.
Paß der Gäste in den Strafraum: erst kann Peter Heyer annehmen und dann holt Maxi Hain Victor Gradl von den Beinen. Der Unparteiische Patrick Hanslbauer zeigt sofort auf den Punkt.
Liga-Torschützenkönig Peter Heyer tritt an - - - und - - - Süßmaier hält!!!!
Die Abwehr kann verhindern, dass der Ball danach noch ins Netz geht.
Der gehaltene Elfmeter gab Buchbach Auftrieb: Neubauer kann sich gegen eine ganze Reihe Gegner durchsetzen und wird erst vor der Strafraumgrenze gefoult. Thomas Breus Schuß geht am Kasten vorbei.
In der 58. Minute nehmen Bobenstetter und Kupper Stefan Alschinger aus dem Spiel und bringen Stefan Lex.
Für dieses Foul sieht Alex Neulinger, der vorher schon verwarnt worden war, den gelben Karton. Der Freistoß bleibt ohne Folgen.
Dann jagt Björn Hertl den Ball einfach mal nach vorn. Victor Gradl springt daneben und so kommt Manuel Neubauer dran. Der zielt aufs lange Eck und trifft zum 2:2 Ausgleich. 62. Minute. Florian Muckelbauer geschlagen.
Keine drei Minuten später: Hertl spielt nach vorn, Manuel Neubauer bekommt den Ball, hebt ihn zu Lex - der herauslaufende Muckelbauer springt vorbei - und Lex kann in aller Ruhe ins Netz schieben. 3:2 in der 66. Minute.
Inzwischen begannen Bambergs Nerven blank zu liegen. Das zeigten zahlreiche kleine Nicklichkeiten.
Nach diesem Abstoß rempelt Thomas Dotterweich Björn Hertl um und sieht dafür Gelb. Der Freistoß geht nur knapp am Tor der Gäste vorbei.
Dann kann Muckelbauer Alex Petrovics Ball neben das Tor lenken. Den Eckball kann er wegfausten, bleibt aber benommen am Boden liegen. Er muss behandelt werden.
Inzwischen regt sich Gästetrainer Christoph Starke ziemlich auf. Er wechselt aus: Für Christoph Herl kommt Josef Pickel.
Nach diesem Freistoß kommt der Ball zu Thomas Breu, der allein auf Muckelbauer zulaufen kann – Kein Abseits! Muckelbauer steht diesmal richtig.
Ein weiterer Wechsel bei den Gästen: Für Stefan Karl kommt Christoph Kaiser.
Beim Versuch, den Ball anzunehmen, geht dann Johannes Bachmann sehr hart zu Werk: Er war bereits verwarnt und sieht dafür Gelb.
Buchbach wechselt: Für Manuel Neubauer kommt Hannes Hain. 79. Minute.
Dann muss Dominik Süßmaier schon alles aufbieten: Erst behindert ihn der eigene Mann und dann kommt der Gegner schnell daher.
Nach diesem weiten Einwurf bekommt Stefan Lex den Ball und stürmt los. Er lässt sie alle stehen und umkurvt auch noch Florian Muckelbauer! 4:2 in der 83. Minute! Ein Traum – er jubelt zu Recht!
Das war aber noch nicht alles!!!
Erst hält hier Dominik Süßmaier, dann trifft Alex Neulinger nach Freistoß zum 5:2 – 86. Minute! Da ist der Jubel groß.
Dann holen Markus Fischer und Johannes Bachmann Alex Petrovic von den Beinen.
Vor dem Freistoß wechselt Buchbach: Für Kapitän Alex Neulinger kommt Christoph Behr.
Der Freistoß ändert nichts am Spielstand.
Kurz vor Schluss muss Schiedsrichter Patrick Hanslbauer Gästetrainer Christoph Starke beruhigen.
Das wars: Buchbach gewinnt 5:2 und revanchiert sich damit für die Hinspielniederlage in gleicher Höhe. Es war eine Wohltat, nach einer ganzen Saison voll Kampf um Tabellenplatz 9 wieder ein richtig gutes Fußballspiel zu sehen. Das sah auch Sandro Volz so und huldigte Stefan Lex für dessen bravouröse Leistung.
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Stadionsprecher Thomas Föckersperger konnte Gästetrainer Christoph Starke erst eine gute Nachricht mitteilen: Weil Großbardorf unentschieden gespielt hatte, war an diesem Nachmittag auch der FC Eintracht Bamberg für die neue Regionalliga Bayern qualifiziert. Dazu gratulierte er herzlich.
Zum Spiel meinte er: (O-Ton)
Und Sepp Kupper meinte: (O-Ton)
91 MdB Toni Hofreiter (GRÜNE) Es ist kein Geld da für den Bau der A94 und der Bahnstrecke Mühldorf-München 9:50 20
Mit soviel Interesse hatte der Kreisverband der Grünen nicht gerechnet. Bis auf den letzten Platz besetz war das Nebenzimmer im Ampfinger Hof, als Vorstandssprecher Rainer Stöger Toni Hofreiter, den Vorsitzenden des Bundestagausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung willkommen hieß. Toni Hofreiter sollte mit ehrlichen Zahlen aufzeigen, was Sache ist bei den Themen Autobahnbau und Bahnausbau.
Dr. Toni Hofreiter erläuterte zunächst die Grundlagen von Straßen- und Bahnausbau in Deutschland.
Der aktuelle Bundesverkehrswegeplan läuft bis 2015. Im Bereich „Straße“ dieses Plans sind 2.600 Projekte aufgelistet. Bei der Aufstellung dieses Plans waren für den Bereich „Straße“ etwa 80 Milliarden Euro vorgesehen. Für die „Schiene“ waren 40 bis 50 Milliarden eingeplant.
Da die Projekte in den „vordringlichen Bedarf“ und den „weiteren Bedarf“ unterteilt werden, betrug die Investitionssumme 2004 für den vordringlichen Bedarf 50 Milliarden Euro. Bei der letzten Revision vor wenigen Jahren betrug dieser Bedarf immer noch 47 Milliarden Euro. Die geringe Reduzierung trotz zahlrecher realisierter Projekte resultiert aus der Preissteigerung. Aktuell sind für die Umsetzung des vordringlichen Bedarfs noch immer 45 Milliarden Euro nötig.
Betrachtet man das Budget, das jährlich zur Verfügung steht: Für den Straßenbau waren das 2011 und 2012 gerade einmal 2 Milliarden Euro. Mittelfristig reduziert sich diese Summe auf 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Bis zum Ablauf des aktuellen Bundesverkehrswegeplans sind es also gerade noch 7,5 Milliarden Euro. Bis dahin sollten alle Projekte des vordringlichen Bedarfs gebaut sein, das bedeutet die Einstufung dieser Projekte in den „vordringlichen Bedarf“.
Wenn man also noch 7 Milliarden Euro zur Verfügung hat und das Projektvolumen 45 Milliarden beträgt, sollte jedem klar sein, dass das nicht aufgeht.
Betrachtet man den Investitionsrahmenplan, dann sind dort für Bayern Projekte für 3 Milliarden Euro versprochen. Da insgesamt aber nur 7 Milliarden Euro zur Verfügung stehen, kann man sich leicht ausreichen, wieviel davon nach Bayern fließt, wobei auch die anderen 15 Bundesländer ihre Projekte realisieren wollen.
Man rechnet damit, dass bis 2015 für Bayern etwa eine Milliarde Euro für den Neubau von Straßen zur Verfügung stehen wird. Da die beiden Abschnitte der A94 von Pastetten bis Heldenstein Baukosten von 335 Millionen Euro verursachen werden, Diese hohen Kosten resultieren aus dem Bau durch das Isental, was besonders schwierig ist, weil da viele Brücken gebaut werden müssen.
Wenn für ganz Bayern nur eine Milliarde Euro zur Verfügung steht, wird sicher nicht ein Drittel des Budgets in ein einziges Projekt gesteckt werden.
Bei nüchterner Betrachtung stehen im Bund nicht einmal die genannten 7 Milliarden zur Verfügung. Der Grund dafür sind die Unterhaltskosten für das bestehende Straßennetze, das mit Holland zusammen das dichteste auf der ganzen Welt ist.
In der Vergangenheit wurde hierfür zu wenig getan. Um das Bundesfernstraßennetz instand zu halten, wären jährlich 3,5 Milliarden Euro nötig. Bisher wurden aber nur 2 Milliarden dafür aufgewendet. In diesem Jahr werden es wohl 2,7 Milliarden sein – immer noch zu wenig.
So entstand Nachholbedarf, den man auf 25 Milliarden Euro schätzt. Ein Großteil des westdeutschen Autobahnnetzes ist 35 bis 40 Jahre alt und damit sanierungsbedürftig.
Die meisten Schäden an den Autobahnen stammen vorm schweren LKW-Verkehr. Ein 40-Tonnen-LKW belastet eine Autobahn so stark wie 60.000 PKWs.
Da der LKW-Verkehr überproportional stark zugenommen hat, sind die Instandhaltungskosten auch enorm gestiegen.
Zusammengefaßt ist festzustellen: (O-Ton Es fehlt das Geld hinten und vorne....)
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Bei der Bahn siehts noch schlimmer aus: Hier stehen Projekte im Wert von 80 Milliarden zur Realisierung an. Dem gegenüber steht ein Finanzierungsvolumen von 1,2 Milliarden Euro. Das wird also nicht funktionieren. Deshalb funktioniert auch der Bau des zweiten S-Bahn-Tunnels nicht, für den die bayerische Staatsregierung 2 Milliarden angemeldet hat. Da es aber im Bundesprogramm nur zwei Milliarden gibt, kann man sich ausrechnen, dass die anderen Bundesländer nicht akzeptieren werden, dass das ganze Geld nach Bayern fließt.
Dreist ist, dass die Bayerische Staatsregierung dieses GVG-Bundesprogramm bisher in der Öffentlichkeit nicht erklärt hat, obwohl es öffentlich nachlesbar ist und zusammen mit dem Bund jedes Jahr gemeinsam verhandelt wird. Es ist also ein Gemeinschaftsprodukt, von dem alle wissen.
Betrachtet man den Fünf-Jahresplan, sind Maßnahmen für 8,6 Milliarden im Bau. Dafür stehen aber nur 4,8 Milliarden zur Verfügung. Das heißt, es steht kein Geld für zusätzliche Maßnahmen zur Verfügung. Dazu zählt auch der Abschnitt Mühlorf-Freilassing, der 160 Millionen kosten soll. Der Effekt daraus ist die ständige Verzögerung der Bauzeiten. Der Bau der ersten Strecke München-Augsburg dauerte im 19. Jahrhundert gerade mal 2 Jahre, die zweiten beiden Gleise dauerten jetzt 13 Jahre. (O-Ton Bagger und Betonmischer)
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Was kann man also tun? Mehr Geld in den Verkehrshaushalt zu geben geht nicht, weil die Bundesrepublik ohnehin bereits stark verschuldet ist und erhebliche Summen dafür zahlen muss.
Weil die Bundesrepublik nicht genug tilgen kann, muss sie ständig refinanzieren. Deshalb ist sie so abhängig von den internationalen Finanzmärkten.
Da alle Staatsschulden der EU-Länder 8 Billionen Euro beträgt, ist die Bundesrepublik mit 2 Billionen, also einem Viertel, der relevanteste Schuldner. Deutschland kann also in den Verkehrshaushalt kein zusätzliches Geld investieren.
Man kann aber bei der Bahn selbst etwas tun, die ein äußerst interessantes Unternehmen ist: (O-Ton Die meisten Leute meinen, es ist eine Eisenbahn....)
Die bundeseigene Bahn ist ein großer internationaler Logistiker, der größte Straßen-Spediteur Europas, die Eisenbahn in Großbrittannien, Markführer im Busverkehr in Großbrittannien, der größte australische Weinlogistiker, Bauherr von Eisenbahnprojekten auf der arabischen Halbinsel, einer der größten Luftfrachtlogistiker und en USA, Anteilseigner an Häfen in China und so weiter.
Das Geld, das sie hierfür benötigen, kommt von Strecken wie Mühldorf-München, der S-Bahn in München oder in Stuttgart oder von DB-Netz, die eine Art Cash-Cow sind.
Würden die Verträge so geändert werden, dass das Geld in der Region ausgegeben wird, wo es verdient wird, könnte man diesem System schnell ein Ende machen. Das stünde sogar im schwarz-gelben Koalitionsvertrag.
Geld wäre also vorhanden, eine Milliarde Euro jährlich mehr, doppelt so viel wie jetzt.
Weiters müsste das Finanzierungssystem geändert werden. Da die Bahn Planungskostenzuschüsse vom Bund prozentual zu den Investitionskosten bezahlt werden, werden alle Projekte immer maximal teuer. (O-Ton 2 Milliarden... )
Die Bahn hat also gar kein Interesse daran, die Projekte billiger zu machen.
Notwendig wäre also die Überprüfung der Sinnhaltigkeit aller Projekte. Sowohl bei der Straße als auch bei der Schiene muss für nachhaltigen Unterhalt gesorgt werden. Man kann schließlich nichts Neues bauen, und das Bestehende nicht erhalten.
Dann muss überprüft werden, welche Projekte am dringendsten realisiert werden müssen. Da könnte man auf viele Straßenneubauten verzichten, weil wir ohnehin bereits das dichteste Straßennetz haben.
Da die Schiene große Vorteile gegenüber der Straße hat, wird hier viel ausgebaut werden müssen.
Hierbei liegt das Augenmerk auf den effizientesten Projekten, die am meisten Nutzen bringen – viele kleine langweilige Maßnahmen, die aber dem Bahnverkehr massiv nutzen. Dazu ist eine Strukturreform bei der Bahn nötig. Die bundeseigene Bahn muss sich wieder auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. Es darf sich auch nicht mehr lohnen, möglichst teuer zu bauen.
Es sind also schwierige Themen anzupacken, besonders bei der DB AG.
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In der folgenden Fragerunde beantwortete MdB Toni Hofreiter zahlreiche Fragen, die sich in erster Linie um den Ausbau der Bahnstrecke München-Mühldorf und den Bau der Autobahn A94 drehten.
Die Zuhörer waren sehr überrascht über diese Informationen, die sie in dieser Form zum ersten Mal so drastisch vorgestellt bekommen hatten. Die Hoffnung, 2018 auf der fertig ausgebauten A94 nach München zu können, war nach diesem Vortrag ziemlich verflogen!
92 Der Bau des Abschnitts Ampfing-Heldenstein der A94 ist im Zeitplan - Besichtigung 7:20
Landrat Georg Huber hatte beobachtet, dass die Kiesflächen entlang der Baustelle der Autobahn immer weniger werden – ein sicheres Zeichen dafür, dass die Baustelle ihrem Ende entgegengeht. Wie weit die Arbeiten sind, wollte er von der Autobahndirektion Südbayern wissen und lud zur Besichtigung. Die Kernfrage: Wann können wir auf der Autobahn fahren?
Diese Frage beantwortete zunächst Herr Köster von der Autobahndirektion. Er stellte fest, die Baumaßnahme ist tatsächliche auf die Zielgerade eingebogen. Auch wenn es nicht so aussieht, täglich arbeiten etwa 80 Leute an der Fertigstellung. Neben der Fertigstellung von zwei Brücken werden aktuell die Fahrbahnen hergestellt. Dazu wird zunächst eine Asphaltschicht gelegt, auf der dann die Betonfahrbahnen aufgebracht werden. Das wird später noch zu sehen sein.
Zudem wird die Betriebsausstattung in die Tunnels und in die Betriebsgebäude eingebaut. Da die Arbeiten im Zeitplan sind, wird im Dezember wie angekündigt die Verkehrsfreigabe stattfinden können.
Die Besuchergruppe besichtigte zunächst das östliche Betriebsgebäude, von dem man nur ein Stockwerk sieht, wenn man dran vorbeifährt. Tatsächliche hat es vier Stockwerke. Es dient der Steuerung und dem Betrieb der 680 Meter langen Einhausung der Autobahn.
Im sichtbaren Erdgeschoß befindet sich die Stromanbindung, die über eine 20 kV-Mittelspannungsleitung erfolgt. Ein eigener Transformator und eine unterbrechungsfreie Stromversorgung im ersten Untergeschoß sorgen für kontinuierlichen Betrieb. Die Anschlussleistung beträgt ein Megawatt und verursacht monatliche Stromkosten von 10 bis 11.000 Euro.
Das Gebäude ist ein Funktionsbau, der in doppelten Böden die Installation der Technik ermöglicht. Hier wird die die Leitwarte eingebaut, von der aus Schilderbrücken und Sicherheitstechnik in den Tunnels gesteuert wird. Sie wird später ohne Mitarbeiter automatisch laufen und von Freimann aus gesteuert werden.
Der hohe Aufwand für Beleuchtung, Belüftung, Löschwasser und die Sicherheitstechnik ist auf Grund der Erfahrungen aus Unfällen in Tunnels auf jeden Fall nötig.
Im Gebäude und den beiden Tunnels werden etwa 50 Kilometer Kabel verlegt. Zahlreiche Kabelenden und das umfangreiche Kabellager geben einen Eindruck davon, wieviel Arbeit hier noch wartet.
Die beiden untersten Stockewerke dienen dem Wasser wie Michael Köstlinger erläuterte. Das dritte Untergeschoß befindet sich auf der Höhe der Fahrbahn. Hier sind zwei Tanks für Löschwasser, eine Pumpenanlage für die Drucksteigerung und Pumpen für die Entsorgung des Regenwassers untergebracht. Im vierten Untergeschoß findet sich dann ein großes Becken, in dem das Abwasser gesammelt wird, bevor es in die Howaschen abgepumpt wird.
In einem Raum des dritten Untergeschoßes erläuterte Michael Köstlinger bei Kaffee und Butterbrezen den Stand der Arbeiten:
Der Ausbau der beiden Betriebsgebäude und ihre Funktionsprüfung wird noch bis zur Verkehrsfreigabe andaueren. Bis dahin werden auch die Fahrbahnen fertiggestellt sein. Restarbeiten müssen nach der Verkehrsfreigabe durchgeführt werden, so dass mit dem Abschluss der Bauarbeiten Mitte 2013 zu rechnen ist.
Von den Gesamtkosten des Abschnitts Ampfing-Heldenstein von 70 Millionen Auro entfallen etwa 11 Millionen auf den Kauf von Grundstücken. Der Rohbau des Tunnels und der beiden Betribsgebäude hatte 14 Millionen Euro gekostet, der Erd- und Deckenbau 15 Millionen und die Betriebs- und Verkehrstechnik wird 8 Millionen Euro kosten. Dazu gehören die beiden Betriebsgebäude, die Notrufsäulen und die Schilderbrücken. Die normale Ausstattung der Gebäude – also Türen und Fenster – verschlingt nochmals etwa 1,5 Millionen Euro.
Seit August 2009 ist viel geschehen. Michael Köstlinger blickte mit Fotos auf die drei Jahre zurück, in der die Landschaft doch erheblich verändert wurde.
In den Tunnels wurden links und rechts Schächte eingebaut, in denen Kabel und Rohre verlaufen. Beide Tunnels sind durch vier Notausgänge miteinander verbunden, die so gestaltet sind, dass sie klar erkennbar sind. Notrufsäulen werden in besondes gekennzeichneten Nischen eingebaut.
So sieht das Gebäude von der Fahrbahn aus.
Die Asphaltschicht liegt schon, auf die später die Beton-Fahrbahn aufgebracht wird.
Hier das südliche Ostportal, aus dem später die Fahrzeuge Richtung Mühldorf herauskommen werden.
Die Besuchergruppe machte sich auf den weg durch den südlichen Tunnel.
Hier die Notausgänge, die beide Tunnels verbinden.
Rechts die Nische für die Notrufsäule und links ein Hydrant.
An der Decke wurden gerade Halterungen für Kabel installiert. Darin werden später Kabel eingebaut, die den Radioempfang und das Telefonieren mit dem Handy auch im Tunnel ermöglichen.
Das Westportal mit dem kleineren der beiden Betriebsgebäude.

Die 26 Zentimeter dicke Fahrbahn besteht aus zwei Schichten. Sie wird zwar in einem Strang gefertigt, wegen der Gefahr der Rißbildung in regelmäßigen Abständen aber durch Fugen getrennt. Diese Fugen werden wieder mit Stahl-Dübeln verbunden, so dass es nicht zu horizontalen Bewegungen kommen kann. Auch in Längsrichtung werden die Fahrbahnen verbunden.
Zudem werden Schein-Fugen geschnitten, die etwa zwei Drittel der Stärke der Fahrbahn tief sind und dafür sorgen sollen, dass sich die Fahrbahn dehnen kann.
Hier die Maschinen, die schon bereitstehen, die Beton-Fahrbahn aufzubringen.
Gut zu sehen sind hier die Fundamente für die Schilderbrücken, die die Geschwindigkeit im Tunnel auf 80 Kilometer pro Stunde begrenzen werden.
Das Nord-West-Portal.
Auch im nördlichen Tunnel wurde an Wänden und Decken gearbeitet.
Landrat Huber war nach dieser Besichtigung optimistisch und freute sich auf die Eröffnungsfeier im Dezember.
93 Der zweite Klimaschutztag des Landkreises: Windatlas und Elektromobilität 6:30
Zum zweiten Klimaschutztag hatte der Landkreis in den Stadtssaal nach Mühldorf geladen. Landrat Georg Huber erinnerte an die Überfliegung des Nordpols durch die Polarforscher Alberto Nobile und Roald Amundsen vor 86 Jahren. Damals ahnte noch niemand etwas vom Klimawandel und dessen Bedrohungen.
Auch wenn die Arktis sehr weit weg scheint, ist doch inzwischen jedem klar, dass der Klimwandel auch in unserer Region angekommen ist. Temperaturanstieg und häufige Naturkatastrophen sind sichere Zeichen dafür.
Der Umgang mit den Energieressourcen muss dringend verändert werden. So haben nicht zuletzt Tschernobyl und Fukushima gezeigt, dass die Energiewende dringend nötig ist.
Der Landkreis stellt nun zum fünften Mal den Klimawandel in den Mittelpunkt und zeigt damit, dass diese Thematik hier ernst genommen wird.
Nachdem er Staatsminister Dr. Marcel Huber, Professor Walter Sailer und die Referenten sowie die zahlreichen Kreisräte und die Bürgermeister der Pilotkommunen begrüßt hatte, kritisierte Landrat Georg Huber die Abwesenheit zahlreicher Gemeinde-/Stadt- und Kreisräte, denen er ans Herz legte, dass sie sich hier aus erster Hand hätten informieren können, um dann dann in ihren Gesprächen mit den Bürgern Fragen kompetent beantworten zu können. Wie sollten sie ohne Information aus erster Hand die Energiewende vertreten, wenn sie sich nicht hier informierten?!
Den ausstellenden Firmen dankte er ebenso wie den vielen engagierten Bürgern, die sich in den zurückliegenden Monaten für die Klimaschutzanliegen engagiert hatten.
Die Energiewende kann nur gelingen, wenn sie auf allen politischen Ebenen und vor allem von allen Teilen der Gesellschaft mitgetragen wird. Der Landkreis Mühldorf hat mit dem Energieatlas und den kostlosen Energiesprechstunden schon seit Jahren auf die effiziente Nutzung der Energie und die Notwendigkeit der Einsparung hingearbeitet. Mit dem Modellprojekt „Klimaschutzfahrplan“ werden nun in vier Kommunen konkrete Umsetzungsmaßnahmen erarbeitet. Der Weg hin zum klimafreundlichen Landkreis ist damit eingeschlagen. Dazu soll der Klimaschutztag Impulsgeber sein.
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Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber meinte, wir leben in einer spannenden Zeit, in sich viele Dinge ändern. Die ganze Welt ändert sich. Viele Rohstoffe gehen zur Neige, der Energieverbrauch ist so hoch, dass sich das Klima negativ verändert. Man muss sich auf extreme Wetterereignisse einstellen.
Darauf zu reagieren ist nur möglich, wenn die Menschen es selber tun. Das funktioniert nicht durch staatliche Regeln. Nur wenn die Bürger selbst erkennen, dass das Energiesparen der einzige Weg zur Zukunftssicherung ist, kann das Klima geschützt werden. Für die Anstrengungen in dieser Theamatik dankte Dr. Marcel Huber Landrat Georg Huber.
Wenn nun Deutschland aus der CO2-freien Kernkraft aussteigt, verschärft sich die Klimasituation wesentlich. Schließlich braucht die Wirtschaft kontinuierlich Strom zu einem akzeptablen Preis.
Im weiteren erläuterte Dr. Marcel Huber die Grundzüge der Energiewende, deren wichtigster Punkt die Erhaltung der Grundlast ist. Da weder Windkraft noch Photovoltaik grundlastfähig sind, müssen Speicher geschaffen werden, die nachts oder bei Windstille Energie liefern können. Daran arbeitet das Umweltministerium. Da aber kein Pumpspeicherkraftwerk, Schattenkraftwerk oder Gaskraftwerk sich über den Strompreis refinanzieren lässt, müssen Lösungen gefunden werden, wie solche Anlagen finanziert werden können. Dazu muss sich der Markt ändern.
Gelingt die Energiewende, hat auch die beteiligte Wirtschaft erhebliche Chancen auf dem Weltmarkt mit den neuen High-Tech-Produkten und auch der Arbeitsmarkt würde davon profitieren.
Abschließend initiierte Umweltminister Dr. Marcel Huber die Alt-Handy-Sammelaktion: In Deutschland liegen geschätzt 85 Millionen alter Handys ungenutzt herum. Darin wären 2 Tonnen Gold, 22 Tonnen Silber, 325 Tonnen Kobalt, 745 Tonnen Kuper und 700 Kilgramm Palladium im Wert von 136 Millionen Euro wiedergewonnen werden können, die dann in Naturschutzprojekte investiert werden würden.
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Professor Wolfgang Sailer führte durch den Nachmittag und lobte die Anstrengungen des Landkreises Mühldorf, der einer von nur fünf Landkreisen ist, der sich auf die Zukunft seiner Bevölkerung vorbereitet.
In weiteren Vorträgen stellten die Referenten den neuen Windatlas für den Landkreis vor und die Bürgermeister der Pilotkomunen ihre Anstrengungen auf dem Weg zum Klimaschuzatlas.
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Während Architekt Dr. Burkhard Schule Darup aus Nürnberg über die Anforderungen an die Gebäudesanierung und den Weg zur Klimaneutralität darlegte, und die vielen Möglichkeiten aufzeigte, wie man schon heute Gebäude so bauen kann, dass sie mehr Energie erzeugen, als die Bewohner verbrauchen, wandten sich Bürgermeister Günther Knoblauch, Landrat Georg Huber und Staatsminister Dr. Marcel Huber einem anderen Thema zu: Der Elektromobilität. Dazu stieg Landrat Georg Huber auf ein Elektrorad und drehte eine Runde. Bürgermeister Knoblauch tat es ihm gleich.
Dr. Marcel Huber probierte den Nissan iMeav der Stadtwerke Mühldorf aus.
Er war begeistert. Eine Beschleunigung wie in der Formel-1 war sein Resume.
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Da wird noch viel auf uns zukommen: Zu Ende gehende Rohstoffe und steigende Temperaturen werden neue Anforderungen an uns stellen. Wenn die Energiewende bei gleichbleibendem Komfort gelingen soll, und das ist der Anspruch der Staatsregierung, dann müssen alle mitmachen.
Das hat der zweite Klimaschutztag klar gemacht, der sicher an einem anderen Tag mehr Besucher angelockt hätte, als an diesem ersten echten Sommertag des Jahres 2012.
94 Viel los in Haberkasten und Kornkasten: ODU Technikbibliothek - Frauen-Wohlfühltag 3:50
Letzte Woche war viel Betrieb in Haberkasten und Stadtbücherei: Während im Haberkasten die Frauenunion ihren Wohlfühltag abhielt, überreichte in der Stadtbücherei Dr. Kurt Wölfl eine Spende zum Zweck der Aktualisierung der ODU-Technikbücherei.
Seit 2000 gibt es die ODU Technikbücherei in der Stadtbücherei in Mühldorf. Bei der rasant fortschreitenden Entwicklung der Technik war das Wissen in den Büchern da schon etwas in die Jahre gekommen. Bürgermeister Günther Knoblauch freute sich deshalb, dass ODU bereit war, die Bibliothek zu aktualisieren und neue Bücher mit akutellem Wissen zu beschaffen.
Büchereileiterin Regina Kaiser erinnerte daran, dass das Angebot seit 2003 schon immer wieder aktualisiert worden war. Auch der Internetarbeitsplatz kam dazu, mit dem Nutzer kostenpflichtig Surfen können. Seit 2008 passierte aber nichts mehr, so dass es höchste Zeit war, etwas zu tun.
Odu war nun bereit, mit 2.000 Euro das Angebot zu aktualisieren. Das geschieht in kleinen Schritten das ganze Jahr über.
Die ersten 30 Bücher stehen schon bereit und erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Nutzern. Es war gar nicht so einfach, diese 8 Bücher für die Präsentation hier zu halten, so groß ist das Interesse. Regina Kaiser dankte Dr. Kurt Wölfl für dieses sinnvolle Engagement.
ODU-Geschäftsführer Dr. Kurt Wölfl freute sich, mit dieser Initiative technik-begeisterten Mühldorfern ein Angebot machen zu können, das ihnen auch selbst zu Gute kommt. Auch wenn nun schon länger nichts passiert ist, beabsichtigt ODU doch, die Bücher aktuell zu halten. Er dankte Regina Kaiser dafür, dass sie diese fünfte Aktualisierung angestoßen hatte. Das soll auch weiter so gehandhabt werden.
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In den Haberkasten gegenüber lud die Frauenunion zu ihrem Wohlfühltag. Dort gab es von Schmuck über allerlei Cremchen und Wässerchen bis hin zur Wohlfühlmassage alles, was frau sich so wünscht. Natürlich konnten sich die Damen die Fingernägel pflegen und das passende Make-Up auftragen lassen.
Aber nicht nur für das körperliche Wohlbefinden war gesorgt, auch für das Auge gabs etwas.
Für das leibliche Wohl sorgte die Cafeteria im Saal des Haberkastens selbst.
Ein interessantes Angebot hatte die Frauenunion zusammengestellt, das zu der mittäglichen Stunde, als wir da waren, leider nicht so stark besucht war. Vielleicht lags ja aber auch nur am herrlichen Frühlingswetter....
95 "Roots - The ultimate Dance Competition" im Waldkraiburger Haus der Kultur 11:30
der Kultur. Der FC Bayern spielte im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund. Und das hat wohl viele Hip-Hopper bewogen, sich für den Fernseher und die heimische Couch zu entscheiden!
Da lockte auch der Rang als süddeutsche Vorentscheidung für den Meistertitel nicht.
Zum zweiten Mal trugen „Coffe-BreakZ“ und Jugendparlament Waldkraiburg diesen Wettbewerb nun aus, nachdem vorher mehrere Male der BreakDance-Wettbewerb „Obsession Urban“ stattgefunden hatte.
Viel Arbeit war in die Vorbereitung geflossen. Den geeigneten Termin zu finden war fast ein Kunststück. Inge Schnabl und ihr Team haben es großartig gemeistert. Die Schirmherrschaft hatte wieder Bürgermeister Siegfried Klika übernommen und zweiter Bürgermeister Harald Jungbauer und Stadträtin Charlotte Konrad trugen ihren Teil zum Gelingen der Veranstaltung bei.
Wie im Vorjahr moderierte Aloun und heizte erst einmal die Zuschauer an.
Dann stellten sich die Judges vor: Gianni PopNgee Esposito aus Deutschland für Popping, Morgan MorganLock kam aus Frankreich und bewertete vor allem das Locking, Marcel Miniboj Valko aus der Slowakei war für Breakdance und Patrick Tricky Mitrovic aus Österreich für Hip-Hop zuständig.
Bevor die Vorausscheidung starten konnte, begrüßte zweiter Bürgermeister Harald Jungbauer die jungen Leute und freute sich darüber, dass Roots wieder in Waldkraiburg stattfinden konnte. Sein Dank für die Organisation galt Inge Schnabl, dem Jugendparlament und CoffeBreakZ.
Selber tanzen wollte er aber nicht!
Bevor sich von den 27 angemeldeten BreakDancern 16 für die Battles qualifizieren sollten, zeigten die Crews was sie können.
Stadträtinnen Charlotte Konrad und Christine Graupner freuten sich über das gelungene Event und wünschten einen erfolgreichen Abend. Nein – selber tanzen wollten auch sie nicht!
Dann diese Crew brauchte für ihre Darbietung blaues Licht.
Zum Schluss die Potpourri-Crew aus Salzburg.
Nach der Ausscheidung hatten sich bei den Breakdancern 16 für die Battles durchgesetzt. Jetzt traten jeweils zwei gegeneinander an: One versus One.
Dabei muss man Battle nicht nur als Kampf verstehen. Da jeder Battle aus zwei Runden besteht, hat jeder die Möglichkeit, in der zweiten Runde auf den Tanz des Gegners in der ersten Runde zu reagieren und noch eins drauf zu legen.
Die Djays „Fayme, „NRGizer“ und „Cosmic“ haben Hammer Tracks rausgelassen. Bombe!!! – kommentierte Organisator Gregor Belczyk später die Leistung der drei, die mit ihren Platten für die Musik sorgten.
Zu später Stunde kam Bürgermeister Siegfried Klika mit Gattin Helga, die Gregor Belczyk gleich mit einem Strauß Blumen begrüßte. Tanzen wollte auch er nicht!
Aloun zählte die Wertung jedes Battles ein! und die Judges zeigten auf ihren Sieger – oder Unentschieden. Zwei- drei Mal waren sie unentschieden. Dann wurde wiederholt.
Die Sieger kamen in die Endrunde.
Von Popper Gregor Belczyk hatte Aloun eine schlechte Nachricht: Er ist zum letzten Mal als Organisator dabei. Deshalb erst einen herzlichen Applaus und dann eine Schweigeminute.
Na ja 10 Sekunden haben auch ausgereicht.
Weiter ging's mit der Vorentscheidung „One Versus One Popping“. Und da griff auch Schoasch selbst ein. Er schaffte es in die Battles.
Da kam sein Gegner „Sen Kid“ aus Zürich in der Schweiz. Der war zu stark für ihn. Gregor Belczyk alias Schoasch war raus.
Dann stand das Finale fest: Sen Kid gegen Popping Snake.
Bevor es so weit war aber erst die Battles in Locking und Newstyle. Da zeigten die Mitglieder der Potpourry-Crew aus Salzburg was sie konnten. Sie selbst traten in den Battles gegeneinander an.
Das Popping-Finale: Sen Kid gegen Popping-Snake.
Bürgermeister, Stadtwerkechef Norbert Weigl und Sportrefernt Dietmar Heller schauten von oben zu. Das Ergebnis gabs erst nach allen Finaltänzen.
Dann das Hip-Hop-Finale: Die beiden von der Potpourry-Crew: Farah und Olivia.
Das Locking-Finale.
Zum Schluss das Break-Dance-Finale. Diesmal nicht zwei sondern fünf Runden. Als super-Sportler sollten sie das schon aushalten – meinte Moderator Aloun.
Die Anstrengung der fünf Runden sah man den Tänzern schon an....
Nachdem Aloun allen für ihr Mitwirken gedankt hatte – besonders Gregor Shoash Belczyk - war Zeit für die Siegerehrung:
Den Sieger für Popping kürte Judge PopNGee selbst: Poppin Snack. Den Pokal und die Siegerurkunde überreichte Gregor Shoash Belczyk. Mit dem größten Applaus, den er je gehört hat, verabschiedeten die Gäste Poppin Snack.
Die Siegerin in der Kategorie Hip-Hop kürte Bürgermeister Siegfried Klika selbst: Farah Deen
Nächste Kategorie „Locking“: Den Pokal überreichte Stadtwerke-Chef Norbert Weigl an Tibor T-Bo Fober
Die Zuschauer hatten auch für Olivia den größten Applaus aller Zeiten, weil sie zwei Mal im Finale stand, ohne zu gewinnen.
Den Sieger im Breakdance kürte Stadtmarketing-Interims-Chefin Sonja Goschy und den Pokal überreichte Max Widmer, der Vorsitzende des Jugendparlaments.
Gewonnen hat Son Rayn.
Den letzten Pokal überreichte Jugendreferentin Inge Schnabl in der Kategorie Crew-Dance. Hier gewonnen hat die Potpourry-Crew aus Salzburg. Damit hatte Olivia doch noch einen Pokal bekommen.
Ein gemeinsames Foto wollten sie noch machen, auf dem alle Sieger drauf sein sollten. Aber das klappte nicht mehr – die meisten waren schon weg.
Ach so: Dank Smart-Phones wussten die Teilnehmer immer über das Fußballspiel Bescheid. Und je länger das dauerte, desto mehr freute man sich über die Tänzer und ihre Leistungen. Da hätten doch auch die kommen können, die diesmal nicht dabei waren, weil sie Fußball schauen wollten!
96 Ein Gesamtkunstwerk: Petra Prochnows Vernissage zu "Jahreszeiten" 7:10
In der Studiogalerie im Waldkraiburger Haus der Kultur zeigt Petra Prochnow ihre Werke, die vorwiegend Landschaften in den verschiedenen Jahreszeiten darstellen.
Irina Deschewski eröffnete die Vernissage dem Titel der Ausstellung entsprechend mit Tschaikowskis Klavierstück „Jahreszeiten“
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Kunstvereinsvorstand Gernot Sorgner freute sich über den zahlreichen Besuch und Irina Deschewski für ihre Einführung. „Kunst entsteht nicht aus der Distanz sonder aus unmittelbarer Verbundenheit mit dem Geschehenen, an dem der Künstler bewußt teilnimmt und seiner beobachtenden Begleitung“ zitierte Gernot Sorgner.
Um der Vernissage den Character eines Gesamtkunstwerks zu geben, zitierte ... aus Ingrid Hartungs Gedicht "Sommergedanken".
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Schon an Petra Prochnows klarer und deutlicher Aussprache kann man ihre Herkunft aus Norddeutschland erkennen, begann Gernot Sorgner seine Laudatio. In Bremen hatte sie die Fachoberschule für Gestaltung besucht. Seither nutzt sie ihre Freizeit zum Malen. Dabei beschäftigt sie sich mit der Natur, die sie als Geber sieht. Die Natur gibt ihr Emotionen, Farben, Strukturen. Man sieht den Bildern die Freude an der Natur an. Aber auch die Freude am Experimentieren. Zwar hält sie Distanz, arbeitet im Kopf vor und beginnt erst dann ihre Arbeit, zu der sie alle verfügbaren Werkzeuge nutzt. So formt sie die Farbe und bringt ihre Gedanken auf das Bild. Die Bilder zeigen sie selbst.
Gernot Sorgner erinnerte sich an eine Gesichichte, als jemand eine Künstlerin fragte, ob das ihr Bild wäre und diese antwortete: (O-Ton – Nein – das bin noch nicht ich) Sie hatte gemeint, das Bild ist noch nicht fertig, weil sich darin noch nicht wiederfindet.
Petra Prochnow versucht durch die Farbe einerseits in der Realität und andererseits abstrakt Linien zu verdichten und Neues zu schaffen. Sie verbindet die Realität mit ihren eigenen Vorstellungen und schafft dadurch Neues – ein Naturabbild, das nicht der Realität entspricht: Eine sehr besondere Kunst. Noch schwebt sie zwischen Abstraktion und realer Darstellung – manchmal ist sie mutig und dann wieder nicht. Sie wandelt noch auf dieser Grenze.
Dabei nutzt sie alle verfügbaren Techniken: Öl und Acryl – Pinsel und Spachtel. Gernot Sorgner war sicher, sie durchlebt dabei schwere Stunden bevor sie sich über das Ergebnis freuen kann.
Jede Jahreszeit hat eine eigene Stimmung. Im Frühling sehr farbig, im Sommer strahlend, im Herbst gedämpft und im Winter eher bläulich, zeigt sie ihre Empfindungen sehr schön. Eine ganz besondere Art.
Wenn die Betrachter viel Zeit aufwenden, werden sie in Petra Prochnows Bildern die geschichten lesen können, die sie hineingemalt hat. Im Lauf der Zeit wird sich dann auch zeigen, ob sie auf dem Grat bleibt oder links oder rechts abgeht um bei der realen Darstellung zu bleiben oder sich der abstrakten Kunst zuzuwenden.
Zu dieser schönen Ausstellung gratulierte er Petra Prochnow, die sich über die Anerkennung freute und die Ausstellung eröffnete. Sie dankte der Autorin des Gedichts Ingrid Hartung und Irina Deschewski für ihre Mitwirkung und wünschte den Gästen einen schönen Abend.
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Irina Deschewski schloss die Vernissage mit Tschaikowskis Monat Oktober aus dem Werk „Jahreszeiten“.

Die Bilder von Petra Prochnow sind noch bis Ende Mai in der Studiogalerie im Haus der Kultur zu sehen. Der Eintritt ist frei.
97 "Ist unser Geld noch sicher?" - Finanzminister Söder zu Gast bei MdB Stephan Mayer 13:10 21 26.05.12
Das Interesse war groß am Thema „Ist mein Geld noch sicher?“ und sicher auch am neuen Finanzminister Dr. Markus Söder, der vor wenigen Monaten nach dem Rücktritt von Georg Fahrenschon ziemlich kurzfristig dieses Amt hatte übernehmen müssen.
Gastgeber MdB Stephan Mayer freute sich über das große Interesse und begrüßte neben dem Finanzminister Söder auch MdL Ingrid Heckner, stellvertretend für die zahlreichen Kommunalpolitiker und Bürgermeister: Altöttings Bürgermeister Herbert Hofauer und Ampfings Bürgermeister Ottmar Wimmer. Sein besonderer Gruß galt den Teilnehmern der späteren Diskussionsrunde: dem Vorstandssprecher der Sparkasse Mühldorf-Altötting Herbert Langstein, dem Vorstandssprecher der VR-Meine Raiffeisenbank Wolfgang Altmüller und dem Gebietsleiter der Hypo-Vereinsbank, Thomas Göbel. Daneben waren zahlreiche Vertreter der Wirtschaft gekommen.
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Wie entwickelt sich der Wert des Euro weiter? wie stabil ist der Euro? wie entwickelt sich die Währung? wie investiert man sein Geld am besten? Das sind Fragen, die immer wieder gestellt werden.
Bisher hat die Bundesrepublik die schwerste Schuldenkrise sehr gut gemeistert, in die die EU seit ihrem Bestehen geraten ist.
Trotz vieler kritischer Fragen war MdB Stephan Mayer überzeugt, die Stabilität des Euro ist im Deutschen Interesse. Kein Land profitiert so von der Gemeinschaftswährung wie Deutschland. Es hat deshalb ein vitales Interesse, die Währung stabil zu halten.
Jetzt gilt es, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Die Strategie der bedingten Solidarität der Bayerischen Staatsregierung war dabei absolut richtig: Die bayerische Stabilitätskultur hat ihren Siegeszug durch Deutschland genommen - die Schuldenbremse wurde im Grundgesetz verankert. Diese Mentalität sollte von anderen EU-Mitgliedsländern übernommen werden, das beabsichtigt der Fiskalpakt. Aktuell stellen sich neue Fragen, auf die Dr. Markus Söder Antworten geben wird.
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Landtagsabgeordnete Ingrid Heckner freute sich darüber IHRen Finanzminister in Altötting zu sehen. Sie würdigte Markus Söders Mut zu klaren Worten, die er schon in seiner Zeit als Umwelt- und Gesundheitsminister gezeigt hat. Als Finanzminister hat er jetzt die Aufgabe, die Zukunft Bayerns zu sichern. Sie war überzeugt, wenn Wirtschaft und Industrie weiter gut zusammenarbeiten und die Steuern weiter so eingehen, wird er diese riesengroße Aufgabe gut meistern.
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Finanzminister Dr. Markus Söder überlegte gleich, wie es wäre, sich die Frage nach der Sicherheit des Geldes in Frankreich, Spanien, Portugal, Irland, Italien oder gar in Griechenland zu stellen.
Zunächst analysierte er die Situation: Während fast alle Länder in Europa kämpfen, sucht Bayern Lehrstellenbewerber und Fachleute. In den anderen Ländern herrscht Arbeitslosigkeit und Jugendarbeitslosigkeit bis über 20%. Bayern geht’s also so gut, wie lange nicht.
Trotzdem muss man wachsam sein.
Der Euro ist eine unvergleichliche Erfolgsgeschichte, eine weltweite Stabilitätswährung. Das Problem ist also nicht der Euro sondern die Schulden der Staaten.
Vor 20 Jahren haben Staaten mit Problemen einfach Geld gedruckt oder ihre Währung auf- oder abgewertet. Der heutige weltweite Finanzmarkt behandelt Staaten wie Unternehmen. Sie müssen ihre Leistungsfähigkeit nachweisen und werden danach „geratet“. Bayern hat damit kein Problem, weil es am besten eingestuft wird, ist damit der Kern der Stabilität Deutschlands.
Diese Stabilität kann Bayern aber nur erhalten, wenn die Währung stabil bleibt. Nur dann kann das Vermögen der Bürger erhalten bleiben. (O-Ton)
Viele Staaten haben in der Vergangenheit Kredite aufgenommen um damit Zinsen zu bezahlen, den Konsum und den öffentlichen Sektor auszuweiten.
Die Folge war, dass die nächste Generation für die Schulden aufzukommen hat. Das ist moralisch fragwürdig und durch die schlechtere Einstufung und damit die höheren Zinsen auch volkswirtschaftlich bedenklich. Ein mittelständisches Unternehmen würde der Insolvenzverschleppung beschuldigt.
Was kann man in der aktuellen Situation tun? Dazu gibt es verschiedene Modelle:
Erstens: Die SPD-Finanzminister fordern das solidarische Teilen von Schulden: Euro-Bonds.
Das heißt, dass sich die Zinslast der Griechen, Spanier, Portugiesen auf einen Schlag deutliche reduziert, Deutschland plötzlich auch für deren Schulden haftet. Dadurch steigt die Zinslast Deutschlands erheblich und wir riskieren noch unsere Bonität. Außerdem führen Eurobonds dazu, dass die Schuldnerstaaten kaum mehr Anstrengungen unternehmen, ihre Schulden zurück zu zahlen. (O-Ton ) Eurobonds führen also nur dazu, dass Deutschland die Schulden der anderen übernimmt. Dieser Weg ist also absolut nicht gangbar.
Ein zweiter Weg ist, Wachstum zu schaffen, wie Frankreich es vorschlägt. Konjunkturprogramme auf Pump in den öffentlichen Sektor sind keine Lösung. Sie führen nur zu Inflation.
Einzig Investitionen nach Strukturreformen führen zu dauerhaftem Wachstum. Das macht sogar Griechenland zur Zeit vor und führt erst einmal eine Volkszählung durch.
Der dritte – und nach Meinung der Bayerischen Staatsregierung - richtige Weg ist: Schulden tilgen! (O-Ton 55:04:09 – nicht teilen sondern tilgen!)
Um dies anzustoßen wurde der Fiskalpakt geschnürt, der eigentlich eine Art weltweiter Medizin gegen Inflation ist. Die Rettungsschirme mit ihrem vielen Geld haben den Sinn, es Spekulanten uninteressant zu machen, auf Kurssprünge zu wetten. „Lehmann-Brothers“ darf sich nicht wiederholen, deren Pleite eine breite Spur nach sich gezogen hatte, die in dieser Auswirkung niemand erwartet hatte.
Würde sich die griechische Opposition durchsetzen und nicht mehr sparen, würden andere Länder diesem Beispiel folgen. Das gesamte System würde zusammenbrechen. Das hätte zur Folge, dass ein einziges Land alles zahlen müsste: (O-Ton Bayern!)
Wenn Griechenland sich so entscheidet, muss ein klarer Weg festgelegt werden, der Griechenland den Austritt aus dem Euro ermöglicht. (Applaus )
Dr. Markus Söder erklärte, er ist nicht bereit, deutsches und bayerisches Steuergeld dauerhaft in ein Faß ohne Boden zu werfen. (O-Ton – Die Schulden in Griechenland haben nicht die Bayern sondern die Griechen gemacht bis Applaus)

Die Eurozone wirkt aber auch auf Deutschland, weshalb sich die Frage stellt, wie Bayern es selbst mit der Einhaltung der Stabilitätskriterien hält. Derzeit bereitet die Staatsregierung den siebten ausgeglichenen Haushalt ohne Neuverschuldung vor. Stimmen die Steuerschätzungen, werden auch die zukünftigen Haushalte ohne neue Schulden auskommen. Das Prinzip der Schuldenbremse ist also bereits umgesetzt.
Dazu bei trägt auch der gezielte Einsatz der Steuergelder. Bayern investiert über 12% der Einnahmen in den Ausbau der Infrastruktur und in die Bildung und ist damit Nummer 1 unter den westdeutschen Ländern.
Seit 2008 hat die Staatsregierung veruscht, sich für die Finanzmärkte unangreifbar zu machen.
Das gelingt nur durch die Tilgung der Schulden. Schulden zu tilgen bedeutet mehr Freiheit in der wirtschaftlichen Entwicklung, Handlungsfreiheit für die folgende Generation und mehr Geld in den künftigen Haushalten durch reduzierte Zinslasten.
Als erster Finanzminister hat er eine Milliarde Euro getilgt und wird im kommenden Haushalt genau so viel oder sogar mehr tilgen. Setzt man das Jahre fort, könnte Bayern in 18 Jahren schuldenfrei sein. Machbar ist dies nur, wenn man dort investiert, wo Rendite erzeugt wird und kürzt, wo es nicht stimmt.
Das Schulden-Tilgen erschwert der Länderfinanzausgleich: Während Bayern zwischen 1950 und 1988 3,5 Milliarden Euro bekommen hat, hat es von 1988 bis heuer fast 40 Milliarden bezahlt. Man kann Bayern also nicht vorwerfen, wir wären nicht solidarisch! Bayern bezahlt heute vom gesamten Länderfinanzausgleich von 7 Milliarden Euro mehr als die Hälfte: 3,7 Milliarden Euro.
Ein Land bezieht nur noch Geld: Berlin. (O-Ton – Das sind die mit dem tollen Flughafen!)
Bayern muss also fast 15% der Einnahmen abgeben, damit einer nichts tun kann, als Geld auszugeben. (O-Ton – Bei aller Solidarität....!!!)
Deshalb wird gegen den Länderfinanzausgleich Klage erhoben, der schlicht ungerecht ist, weil er diejenigen bestraft, die sich anstrengen und die belohnt, die nichts beitragen. Dieses pervertierte System muss geändert werden.
Der dritte Ansatzpunkt ist die Reform der Einnahmenseite. Steuererhöhungen, wie in Frankreich angedacht, sind nicht der Weg. Vielmehr gilt es, die Steuereinnahmen durch Steuersenkungen zu erhöhen – etwa durch die Abschaffung der sogenannten „kalten Progression“. Es kann nicht sein, dass Leute, die sich anstrengen und mehr verdienen, später weniger ausbezahlt bekommen.
Andere Parteien haben Steuererhöhungen von über 22,5 Milliarden Euro beschlossen, sollten sie an die Regierung kommen – das ist nicht die FDP – die SPD hat sogar ein verfassungsrechtliches Steuersenkungsverbot angeregt! Eine Absurdität!
Die Folge von solchen Steuererhöhungen wäre einbrechende Wirtschaft, Inflation und Arbeitslosigkeit.
Bei allen Anstrengungen zur Schuldentilgung und Euro-Stabilisierung bleibt die Frage, ob das richtig ist, was auf den Finanzmärkten abläuft. Seit 2008 hat sich da nämlich gar nichts geändert.
Es kann nicht sein, dass heute weltweit die Finanzwirtschaft die Realwirtschaft dominiert, wie in England, wo es nur den Finanzoasen gut geht.
Den klassischen Börsenhändler haben High-Speed-Computer verdrängt. Während ein sehr guter Börsenhändler 5.000 Transaktionen am Tag abwickelt, machen diese Computer 60 Millionen.
Heute liegt der Erfolg des Investmentbankings in der Programmierung des Systems. Es muss die Frage gestattet sein, ob das sein muss. Ein weiteres Thema sind die sogenannten Schattenbanken, die bis zu 40% abwickeln, ohne dass hier irgend etwas reguliert wird.
Deutschland muss hier etwas tun, ohne auf Aktionen aus Amerika oder England zu warten.
Derzeit wird fast wöchentlich die Eigenkapitalquote der Banken erhöht. Das können große Banken leichter, kleinere müssen dafür mehr Geld aus ihrem Geschäftsbetrieb herausziehen – absolut absurd, weil dadurch diejenigen bestraft werden, die ordentlich arbeiten.
Es stellt sich die Frage: (O-Ton: – Wer ist für wen da.... – Applaus)
Die politische Diskussion ist voll im Gang. Wichtig ist es, einen klaren Kurs zu steuern und mit starken Armen das Steuerrad festzuhalten. Da andere das nicht können, muss es Deutschland machen. Und da muss man den Begehrlichkeiten der anderen standhalten. Es kann nicht sein, dass Deutschland nur deshalb beliebt ist, weil wir für andere zahlen.
Es warten schwierige Monate auf die bayerische Staatsregierung, die Verluste von Deutschland auf jeden Fall abwenden will, was immer Franzosen, Amerikaner oder wer auch immer beabsichtigt.
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Zur folgenden Diskussion lud MdB Stephan Mayer Thomas Göbel von der Hypo-Vereinsbank, Wolfgang Altmüller von der VR-Meine Raiffeisenbank und Herbert Langstein von der Sparkasse Altötting-Mühldorf ein.
Alle Vertreter der Banken beteuerten, bei ihnen eingelegtes Geld ist sicher angelegt und ihre Institute garantieren auch dafür. Sie sind seit Jahren Partner des Mittelstands. Eine Kreditklemme hat es bei ihren Instituten auch in der spannendsten Phase der Bankenkrise 2008 nicht gegeben.
Zahlreiche Fragen der Zuschauer forderten aber Antworten auf die Frage, die das Thema des Abends war: „Ist unser Geld noch sicher?“ – Vielleicht ist es verständlich, dass alle Diskussionsteilnehmer Antworten auf diese Frage schuldig geblieben sind, hängt die Sicherheit des Euro als Währung von keinem der Diskussionsteilnehmer direkt ab. Man wird abwarten müssen.
98 Richtfest an der Kinderkrippe St. Pius in Mühldorf 6:10
Gegenüber dem Pfarrzentrum St. Pius im Mühldorfer Norden entsteht derzeit ein Anbau an den dortigen Kindergarten, in dem ab Herbst die Kinderkrippe Platz finden wird. Der eingeschoßige Rohbau wurde nun fertiggestellt. So konnten Stadt und Stadtkirche zum Richtfest laden.
Alle drei Bürgermeister, viele Stadträte, Dekan Roland Haimerl, Mitglieder des Pfarrgemeinderates, Planer und Handwerker und natürlich die Kinder des angrenzenden Kindergartens fanden sich ein, um der kleinen Feier beizuwohnen.
dass Mühldorf eine kinderfreundliche Stadt ist, das weiß jeder, begann Bürgermeister Günther Knoblauch seine kurze Ansprache. Überraschend ist dagegen, dass auch das Bauen so schnell geht. Sie waren ja erst vor Kurzem beim Spatenstich hier zusammen.
Mühldorf ist aber auch eine Stadt der Traditionen. Diese weiter zu tragen, ist die Teilnahme der Kinder an diesem Richtfest wichtig. So sollen erleben, wie der Zimmerer seinen Spruch ausbringt und wie das Gemeinschaftswerk von Stadt und Stadtkirche entsteht. Zur Tradition gehört auch, dass der Firstbaum in den Farben der Stadt geschmückt ist: Rot-Weiß.
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Auch Dekan Roland Haimerl hatte sich über den schnellen Baufortschritt gewundert. Wenn anderswo Staat und Kirche etwas bauen, dauert das meistens länger. Hier läuft das in Rekordzeit und zudem bisher unfallfrei.
Er hoffte, dass das auch so weitergeht und sie ein Schatzkästchen bekommen, so wie man die neue Kinderkrippe in Reichertsheim kürzlich bezeichnet hatte. Dazu wünschte er den Segen und die Begleitung Gottes.
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Die Kinder stimmt das Lied von den fleißigen Handwerkern an.
Dekan Roland Haimerl sang stimmkräftig mit.
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Zimmerer Benjamin Bock dankte dem Himmel für seinen Schutz von Anfang des Baus an und wünschte den Kindern allzeit viel Glück und Segen. Darauf leerte er das erste Glas Rotwein.
Sein zweites Glas trank er auf die Bauleute, die hier fleißig und ganau ihre Arbeit getan haben.
Sein letzter Schluck galt der Ehre des Zimmererhandwerks!
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Dann genossen die Gäste eine gemeinsame Brotzeit.
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wir haben die Gelegenheit genutzt um mit Bürgermeister Knoblauch zu sprechen. Herr Bürgermeister, hier entsteht die Kinderkrippe als Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Stadtkirche. (O-Ton)
Wieviel investiert die Stadt hier? (O-Ton)
Die Kinderkrippe wird Platz für zwei Gruppen bieten? (O-ton)
Wissen Sie, ob hier noch Plätze frei sind, wenn die Krippe eröffnet? (O-Ton)
Vielen Dank.
99 Das letzte Heimspiel der Saison: TSV Buchbach gegen FC Schweinfurt 05 13:10
Nennen wir sie „Rumpfmannschaft“, die Truppe, mit der der TSV Buchbach das letzte Heimspiel anging. Manuel Neubauer und Stefan Lex auf der Reservebank, Ralf Klingmann gar nicht in der Aufstellung. Im Tor zu seinem letzten Spiel für den TSV: Sandro Volz.
Buchbach begann von rechts nach links und spielte ganz in rot. Die Gäste in Grün-Schwarz von links nach rechts.
Die Gäste zeigten ihre Absichten von Anfang an: Hier kann sich Stefan Denk nur unfair wehren. Den Freistoß verbläst der Ostwind.
Sandro Volz hatte in der Anfangsphase des Spiels nicht viel zu tun.
Freistoß nach diesem harmlosen Foul von Florian Gögl: Schnell ausgeführt bekommt Buchbach die Chance zum Kontern. Christoph Behr versuchts mit einem Weitschuß.... – das hätte man besser machen können!
Zahlreich war die Prominenz an diesem Nachmittag im Stadion vertreten: MdB Stephan Mayer, Landrat Georg Huber, Alt-MdL Hans Rambold und natürlich alle drei Bürgermeister der Marktgemeinde Buchbach. Sogar Sparkassenvorstand Herbert Langstein hat sich dieses Spiel angesehen. Das hatte auch einen bestimmten Grund. Davon im Beitrag über den SaisonAbschluss mehr.
Dann kann Stefan Alschinger gegen Simon Häcker zur Ecke retten: Die spielt Schweinfurt kurz und so kommt der Ball ins Gewirr vor Sandro Volz‘ Kasten. Von da geht er drüber ins Fangnetz.
Irgendwie häuften sich dann die kleinen Fouls:
Erst kollidieren hier zwei beim Versuch der Ball-Annahme,
Dann steigt Stefan Denk hier hart ein,
Dann rennt Alex Neulinger Alexandru Dan-Christian um.
Und dann kann Björn Hertl Simon Häcker nur so aufhalten. Erst jetzt gibt Schiedsrichter Stefan Stangl Freistoß. Der ist aber kein Problem für Sandro Volz.
Und gleich noch so ein unnötiges Foul: Florian Gögl mäht Alexandru Dan-Christian um – Erst lässt Schiedsrichter Stefan Stangl weiterspeilen – pfeift aber dann doch, als Dan-Christian liegen bleibt und sich den Kopf hält. Stangl weist Hertl zurecht und Dan-Christian muss behandelt werden. Er kann aber weitermachen.
Dann wollte auch Kollege Michael Buchholz mal mitspielen! 
Nach dieser Ecke kommt der Ball zu Maxi Hain, dessen genaue Flanke Christoph Behr an die Latte knallt. Den Nachschuß jagt Stefan Alschinger in Nachbars Garten.
Dann Neulinger zu Stefan Denk, den Schweinfurts Kapitän Benjamin Demel von den Beinen holt. Dafür kassiert er harsche Worte des Unparteiischen.
Ecke Schweinfurt: Sandro Volz kommt nicht heran und Stefan Denks Abwehr scheitert auch. Simon Häcker kann den Ball ins Netz drücken. 0:1 in der 17. Minute.
Dann probieren’s die Gäste aus der Distanz. Weil der Ball abgefälscht war, gibt’s Ecke.
Die ändert aber nichts am Spielstand.
Dafür steigt hier Maxi Hain ziemlich unfair von hinten ein und sieht dafür die Gelbe Karte. Der Freistoß ist kein Problem für die Buchbacher Abwehr.
Gleich drauf Abstoß Volz: Der Ball kommt zu Christoph Behr, der stark bedrängt wird und zu Stefan Denk weitergeben kann. Der kann aber nichts draus machen.
Buchbach über rechts: Diesmal behindert der Torschütze von eben – Simon Häcker – Christoph Behr. Schiedsrichter Stangl diskutiert eine ganze Weile...
Wieder die Hausherren Richtung Gästetor: Florian Hetzel bleibt nur ein Ausweg gegen Thomas Breu . . . . : Elfmeter!
Den schießt Sandro Volz: Und der kann das! 1:1 Ausgleich in der 32 Minute. Ein schönes Abschiedsgeschenk – aber noch nicht das letzte.
(Dann rettet hier Sandro Volz zum Einwurf. Nach Ausführung kann sich Sebastian Kneißl nur unfair gegen Thomas Breu helfen. Breu, der vor dem Elfmeter schon etwas abbekommen hatte, bleibt erst liegen, kann aber dann weitermachen.
(40:47:16) Nach Vorlage von Björn Hertl stürmt Thomas Breu fast unbedrängt. Trotzdem legt er quer auf Stefan Denk, der alle gut positionierten Stürmer im Strafraum nicht sieht und die Kugel direkt in die Bäume jagt.
Dann probieren’s die Hausherren wieder über rechts: Die Gäste klären zur Ecke. Die kann Gästekeeper Stephan Essig zu einer weiteren Ecke klären und die geht ins Toraus.
Buchbach probiert’s nochmal über rechts: Stefan Alschinger stürzt und Schweinfurts Kapitän Benjamin Demel bliebt liegen. Schiedsrichter und Assistent entscheiden – er muss behandelt werden. Dann ist er aber gleich wieder auf den Beinen.
Das wars in der ersten Hälfte. Das Unentschieden entsprach dem Spielverlauf, der zeitweise zu hektisch war, bedenkt man, worums hier eigentlich nur noch ging.
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In der Pause drehte sich schon das Spanferkel im Grill und Vorstand und Sponsor Albert Kerbl hatten zu diskutieren.
In der Pause wechselten die Trainer. Besonders bei den Gastgebern wurde es schwierig – meinte Stadionsprecher Thomas Föckersperger: Sandro Volz wechselte aus dem Tor in die Mannschaft. Für ihn kam Dominik Süßmaier ins Tor. Volz ersetzte Maxi Hain.
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Die zweite Halbzeit: Jetzt Buchbach von rechts nach links und Schweinfurt von links nach rechts.
Noch während Stadionsprecher Thomas Föckersperger die Wechsel bekanntgab, kamen die Gäste mit diesem langen Ball in den Strafraum. Buchbach konnte sich erst befreien. Der Nachschuß fiel Alexandru Dan-Christian vor die Beine, der Dominik Süßmaier überwinden kann. 1:2 in der
Da war die Freude bei den Gästen genau so groß wie die Konsternation bei den Hausherren.
Die versuchen’s über links: Stefan Denk kann sich durchsetzen und schießt selbst – Thomas Breu Stefan Alschinger und Sandro Volz sieht er nicht. - - - Die nächste Großchance vertan!
Dann springt Sebastian Kneißl Christoph Behr in die Beine, der daraufhin behandelt werden muss. Für Kneißl bleibt das ohne Folgen.
Einige Zeit war es hin und her gegangen. Da versucht sich Christoph Behr durchzusetzen. Das gelingt nicht und endet mit einer Ermahnung. Der Freistoß ändert nichts.
Dann kann sich Stefan Alschinger durchsetzen und flanken: Sandro Volz bekommt den Ball, der aber hoch über den Kasten geht. Volz enttäuscht – klopft sich an den Kopf. Die nächste große Chance vergeben.
Doppelpaß mit Sebastian Kneißl, der frei zum Schuß kommt. Süßmaier steht aber richtig und hat die Kugel. Im Gegenzug jagen die Buchbacher das Leder ins Netz.
Erster Wechsel bei den Gästen: In der 57. Minute kommt für Sebastian Kneißl Timo Pitter.
Wechsel auch bei den Hausherren: Für Daniel Roppert kommt Stefan Lex.
Obs an der Ruhe im Stadion gelegen hat? Irgendwie war Buchbach eingenickt. Nur Dominik Süßmaier nicht.....
Nach Abstoß spielt Volz weiter zu Lex, der den Ball neben dem Tor ins Aus jagt.
Wieder Schweinfurt: Diese Aktion endet mit der gelben Karte für Stefan Alschinger. Der Freistoß war trickreich gedacht, führte aber zu nichts.
Nach diesem Foul holt sich Schiedsrichter Stangl die Kapitäne zum Gespräch.
In der 59. Minute wechseln die Gäste erneut: Für Alexandru Dan-Christian kommt Daniel Mache.
Dann stürmt Stefan Lex nach vorn, legt quer auf Christoph Behr, der schwach flankt. Stephan Essig und Florian Hetzel sind sich nicht einig, so dass Thomas Breu es nochmal versuchen kann. Die Gäste können sich in letzter Sekunde befreien.
Aus Sicht von Anton Bobenstetter und Sepp Kupper sah das so aus.
Die beiden hatten sich’s auf der Bank gemütlich gemacht und trieben ihre Späße mit unserer Kamera. Sie hätten Urlaub beantragt, weil sie so viele Überstunden gemacht hatten – haben sie erklärt – na ja – wers glaubt! – Klingmann/Neubauer)
Stefan Alschinger versuchts mit einem langen Ball: Gästekeeper Stephan Essig kann ihne nur mit der Faust Eray Cadiroglu vorlegen, der ihn ins Aus befördert. Nach dem Einwurf versuchts Alschinger mit einem Weitschuß – - - - ins Toraus.
Abstoß Schweinfurt. Bei der Ballannahme schubst Simon Häckler Patrick Irmler einfach weg und tritt noch auf seinen Oberschenkel. Irmler ist wütend, Schiedsrichter Stangl reagiert nicht. Weil er protestiert, sieht Björn Hertl die gelbe Karte!
In der 77. Minute nimmt das Buchbacher Trainer-Duo Kapitän Alex Neulinger aus dem Spiel und bringt Alexander Schmalhofer, der monatelang verletzt war und so noch zu ehren kommen durfte.
Nach Einwurf spielt Sandro Volz per Fall-Rückzieher auf Stefan Denk, der an Torhüter Stephan Essig scheitert.
Weil Alschinger außerhalb des Strafraums gefoult wurde gibt’s Freistoß. Der mündet in eine Ecke, die aber nichts am Spielstand ändert.
Buchbach dominierte längere Zeit. Dann kommt Schweinfurt über links: Stefan Seufert auf Michael Kraus, der schießen kann - - - daneben.
Bei dieser Aktion verletzt sich Björn Hertl und bleibt liegen. Schiedsrichter Stangl siehts nicht und lässt weiterspielen. Erst als der Ball ins Aus geht, kümmert er sich um ihn.
Dann spielt Patrick Irmler zurück auf Dominik Süßmaier, der weit herausgelaufen war. Ihm springt Simon Häcker in die Beine! Unglaublich! Und ohne Folgen! Keine Karte – nicht einmal eine Ermahnung für diese Unsportlichkeit!
Thomas Breu kann Michael Kraus den Ball abjagen, Stefan Lex flanken. Nach Abwehraktionen fällt der Ball Christoph Behr vor die Füße, der nur noch zu teffen bräuchte...
Nochmal Gefahr fürs Buchbacher Tor: An die Flanke kommt keiner heran.
Und Thomas Breu kann diese Flanke nicht verwerten. Die Trainer – unzufrieden!
Und noch eine Chance: Lex flankt, keiner kommt heran – auch er selbst nicht.
Nochmal die Gäste: Nach Einwurf kommt der Ball zu Timo Pitter, der sich durchsetzen kann, aber seinen Schuß verzieht. Süßmaier wäre dran gewesen.
Den Abstoß versucht Sandro Volz anzunehmen und kommt unglücklich auf. Er bleibt liegen. Die Behandlung bringt nichts – er wird vom Platz getragen.
Buchbach - jetzt nur noch zu 10. - versuchts über links: An die Flanke kommt aber keiner heran. Thomas Breu demoralisiert.
Der nächste Angriff über links: Lex legt Behr vor, der am Schlussmann der Gäste scheitert.
Das wars: Buchbach verliert das zweite Heimspiel der Saison mit 1:2. Diese Niederlage war gänzlich unnötig, wenn sie die drückende Überlegenheit in der zweiten Halbzeit in Tore hätten ummünzen können. An Chancen mangelte es nicht.
Ein Wehrmutstropfen ist die Knöchelverletzung, die sich Sandro Volz in seinem letzten Spiel zugezogen hat. Ein anderes Andenken an sein letztes Spiel wäre ihm sicher lieber gewesen! Gute Besserung Sandro Volz!
Die Spieler bedankten sich bei den Fans für die großartige Unterstützung die lange Saison über. Auch diesmal waren über 700 Zuschauer im Stadion gewesen.
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Nach dem Spiel meinte Gästetrainer Udo Romeis: (O-Ton)
Sepp Kupper sah die Niederlage mit Humor: (O-Ton)
100 Viel Grund zum Feiern: Die SaisonAbschlussfeier des TSV Buchbach 10:10
Nach dem verlorenen Spiel gegen den FC Schweinfurt 05 lud der TSV zur Abschlussfeier. Da freute sich zuerst Bürgermeister Thomas Einwang über den Aufbruch, der in Buchbach in vielerlei Hinsicht stattfindet. Der TSV ist aufgebrochen in eine neue Liga. Kurz vor dem 100-jährigen Vereinsjubiläum haben die Fußballer damit einen neuen Meilenstein gesetzt.
Dieser Erfolg wurde auf dem Platz von den Sportlern Punkt für Punkt geholt und hinter den Kulissen von den vielen Funktionären, Sponsoren und Helfern, die auch Woche für Woche mitgeholfen haben, Fußball in Buchbach zum Volksfest zu machen.
Dazu haben auch die treuen Fans beigetragen. Nun können sie den Lohn ernten, den sie sich redlich verdient haben.
Thomas Einwang freute sich auf die neue Saison in der Regionalliga, wenn die zweiten Mannschaften der Proficlubs nach Buchbach kommen. Dann gibt’s wieder neben fußballerischen Leckerbissen viele emotionale Momente.
Er lud Kapitän Alex Neulinger und Manuel Neubauer zu sich und überreichte ihnen eine Urkunde und einen Scheck. Mit dem Geld sollten sie ihren Aufstieg ordentlich feiern.
Thomas Einwang wünschte dem gesamten Verein viel Erfolg und alles Gute für die neue Saison und dass sie die Liga auch halten können. Er bat Spieler und Trainer, sich ins Goldene Buch der Marktgemeinde einzutragen.
Als erster trug sich Kapitän Alex Neulinger ein.
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Nach vier Jahren schon wieder ein Aufstieg! anerkannte Landrat Georg Huber: 17 Jahre, 7 Aufstiege! Das ist ein Erfolg, wie er sich in ganz Deutschland sehen lassen kann. Solchen sportlichen Erfolg können sicher nur wenige Vereine feiern. Deshalb hat die ganze Fußballer-Familie in Buchbach viel Grund zum Feiern.
Besonders stolz war Landrat Huber darauf, dass hier im westlichen Landkreis und besonders in Buchbach Wirtschaft, Gemeinde, Ehrenamtliche und Sportler freundschaftlich zusammenarbeiten. Landrat Huber würdigte besonders die viele Zeit und Mühe, die alle Beteiligten neben ihrem beruflichen und familiären Leben einbringen, um diese außergewöhnlichen Erfolge feiern zu können.
Er wünschte den Fußballern viel Erfolg für die kommende Saison, dass sie sich im Mittelfeld halten können und verletzungsfrei durch die Saison kommen. Wenn die Fußballfamilie weiter so zusammenhält, dann wird das schon gelingen.
Damit die finanziellen Belastungen im Rahmen bleiben, kündigte Landrat Huber an, mit der Sparkasse Altötting-Mühldorf zu sprechen, um Unterstützung für den Verein zu bekommen.
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Vorstand Anton Maier konnte angesichts dieser super Mannschaft nicht viel sagen. Er dankte für diesen super Sport, den die Fußballer 17 Mal auf diesem Platz und 17 Mal auswärts geboten haben. Sein Dank galt auch den Funktionären und Helfern, die unermüdlich für den Erfolg gearbeitet haben. Und da geht es am Montag gleich weiter mit der Vorbereitung der neuen Saison.
Sein besonderer Dank galt den Sponsoren, vor allem den Familien Bauer und Kerbl.
Und besonders dankte er den treuen Fans, die immer da sind und die Mannschaft so kräftig unterstützen.
Und weil sie lauter süße Fußballer haben, überreichte er ihnen eine Torte.
Dann kündigte er mutig an: (O-Ton)
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Abteilungsleiter Günther Grübl dankte zunächst Bürgermeister Thomas Einwang für die Unterstützung der Gemeinde. Was die Gemeinde leistet, ist wirklich super.
Er blickte auf das bewegte Jahr zurück, das geprägt war von der Qualifikation auf die neue Regionalliga. Was sich dahinter verborgen hat, war Anfangs nicht klar. Erst haben es viele Verletzungen schwer gemacht, dann griff ein anderer Verein den TSV auch außerhalb des Platzes stark an. Da war viel Arbeit nötig. Wenn man jetzt sieht, dass der TSV Buchbach etwas erreicht hat, was andere Top-Vereine, wie der FC Schweinfurt 05 nicht geschafft haben, dann resultiert das aus der Philosophie des Vereins, bei dem das Kollektiv zählt und alle gleich behandelt werden – ob Einser oder 20er, ob Putzfrau oder Abteilungsleiter. Das macht den „Kult Buchbach“ aus.
Gelingt es, diesen „Kult Buchbach“ zu erhalten, wird der TSV Buchbach auch in Zukunft bestehen.
Günther Grübl freute sich auf die Regionalliga, weil sie auch dort ihren „Kult“ spielen lassen, der vielleicht mehr wert ist, als der eine oder andere Euro für zusätzliche Spieler.
Auch wenn Fehler passieren, ist es doch ein Wahnsinn, wie hier zusammengearbeitet wird. Er ist geradezu euphorisch, wenn er auf die Mannschaft und die vielen dahinter schaut, die diesen 7. Aufstieg möglich gemacht haben.
In Deutschland gibt es nur noch 56 Mannschaften vor dem TSV Buchbach! Darauf kann man wirklich stolz sein.
Die Regionalliga stellt den Verein jetzt vor hohe Hürden, die zu überwinden die Marktgemeinde Buchbach außerordentlich unterstützt hat. Dafür galt Karl-Heinz Kammerer, dem Landratsamt Mühldorf und natürlich Bürgermeister Thomas Einwang sein herzlicher Dank.
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Nicht so schön sind dagegen Abschiede, die aber zum Fußball gehören.
Zuerst verabschiedete er Sandro Volz, der als Torwart gekommen ist und als Stürmer geht. Und wenn er sich jetzt noch seinen Knöchel verletzt hat, dann sagte er ihm doch: Er ist als Fremder gekommen und geht als Freund.
Schon im Winter hatte sich herausgestellt, dass seine beruflichen Herausforderungen das nochmal höhere Engagement in der Regionalliga nicht erlauben. Günther Grübl dankte Sandro Volz und wünschte ihm gute Besserung und alles Gute.
Nicht so lang dabei war Björn Hertl, der kurzfristig nach Buchbach gekommen war und trotzdem Pflöcke gesetzt hatte. Als Ex-Profi hatte er sich das Ende seiner Karriere in Buchbach gestaltet und war mit Herzblut dabei. Wenn er nun aus familiären Gründen aufhört, bleibt die Tür nach Buchbach immer offen. Sein Paß und seine Seele bleiben in Buchbach, meinte Günther Grübl.
Björn Hertl dankte für die super Zeit in Buchbach und die Freunde, die er hier gefunden hat.
Sandro Volz wollte auch noch etwas sagen: Er kündigte an, nach seiner Ausbildung wieder zurück zu kommen – in zwei Jahren – entweder im Tor oder auf der Jagd nach Toren. Auch wenn er nicht spielen kann – kündigte er an – zumindest als Einpeitscher nach den Spielen dabei zu bleiben. Das kann schließlich keiner von den anderen.... !
Es ist kein Abschied, aber ein großes Danke-Schön: Stefan Bernhard, der sich im Training das Wadenbein gebrochen hatte, wechselt nur die Funktion im Verein. Günther Grübl würdigte Stefan Bernhard, der aus Dresden stammt und sich schnell in Buchbach für den Verein engagiert hat. Dabei lag ihm nicht nur sein eigenes Fortkommen am Herzen sondern der gesamte Verein. Er war für den TSV Buchbach super!
Jetzt übernimmt Stefan Bernhard als Trainer die zweite Mannschaft. Günther Grübl dankte Stefan Bernhard für die acht Jahre Herzblut, die er für den Verein gebracht hat.
Weiters verabschiedete Günther Grübl Günther Neef, der in den zurückliegenden beiden Jahren die zweite Mannschaft trainiert hatte.
Abschließend trugen sich Spieler und Trainer ins Goldene Buch der Gemeinde ein.
Nach Abschluss der kleinen Feier widmete sich die Buchbacher Fußballer-Gemeinde dem Feiern, das – dem Vernehmen nach – lang gedauert hat und feucht-fröhlich war.
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Wir möchten die Gelegenheit nutzen, uns beim TSV Buchbach, den Trainern, den Spielern, der Abteilungsleitung, dem Förderverein und allen zu bedanken, die uns die ganze Saison über so freundlich aufgenommen haben. Wir wünschen Verein und Mannschaft für die kommende Saison viel Erfolg und alles Gute. Und – natürlich sind Sie – liebe Zuschauer - auch dann wieder mit Ihrem Mühldorf-TV dabei, wenn es darum geht, dass der TSV Buchbach seinen Platz in der Regionalliga Süd findet.

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