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Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
Mühldorf-TV ist ein Projekt der Margha GmbH >
Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
Josef J. Pöllmann ist Mitglied im Deutschen Presse Verband
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Das gab's 2011 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im Juni 2012 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
101 Ein erfolgreiches Jahr abgeschlossen: Die Sparkasse Altötting-Mühldorf stellt ihre Bilanz vor 9:20 22
Die vier Vorstände der Sparkasse nahmen im Vortragssaal des Saidenaderhauses Platz um die Geschäftszahlen vorzustellen und Rückblick und Ausblick zu geben.
Vorstandssprecher Herbert Langstein stellte gleich zu Beginn fest, 2011 hat sich die Sparkasse sehr solide und gesund entwickelt. Und zwar sowohl bei der Bilanzsumme als auch die Kundeneinlagen und dem Kreditvolumen.
Die Bilanzzahlen zeigen, dass die Sparkasse der Unternehmensphilosophie gerecht wird: „Mehr Mensch, mehr Leistung, mehr Wert“.
Der Bestand der Kundenkredite ist um 47,6 Millionen Euro auf 1,525 Milliarden Euro gestiegen.
Dies zu erreichen, mussten neue Darlehensverträge in Höhe von 248,1 Millionen Euro abgeschlossen werden. Das heißt aber auch, Kunden haben 2011 gut 200 Millionen Euro an die Sparkasse zurückgezahlt. Die zusätzlichen Kredite wurden etwa gleich an Unternehmen und an Privatpersonen ausgereicht. Diese Ausgewogenheit ist der Sparkasse wichtig
Mit zusätzlich 35 Millionen Euro ist der Anteil für neue Wohnbau-Darlehen erfreulich hoch. Derzeit ist hier aber eine leichte Abschwächung zu erkennen.
Seit 2009 haben sich die Forderungen aus Darlehen in gleichen Stufen erhöht. Herbert Langstein sah darin die Bestätigung für vernünftiges Handeln.
Auch die Kundeneinlagen sind angestiegen: Zum Bilanzstichtag verwaltete die Sparkasse Kundengelder in Höhe von 1,744 Milliarden Euro. 2011 stieg diese Zahl um 46,7 Millionen oder 2,8%. Besonders Unternehmen und die öffentlichen Haushalte steigerten ihre Einlagen um etwa 30 Millionen Euro.
Rechnet man alle anvertrauten Gelder zusammen, also auch Wertpapiere, Fonds, Lebensversicherungs- und Bauspareinlagen, dann verwaltet die Sparkasse mehr als 2,3 Milliarden Euro. Eine stolze Summe, die das Vertrauen zeigt, das die Kunden der Sparkasse entgegenbringen.
Da die Sparkasse stark mit der Realwirtschaft der Region verbunden ist, wirkt sich jede Schwankung dort auf den Geschäftsverlauf der Sparkasse aus. Diese Zahlen zeigen somit, die Entwicklung der Wirtschaft in der Region und auch, dass die Sparkasse ihre Position als Marktführer weiter ausbauen konnte.
Herbert Langstein unterstrich, dass sein Institut auch weiterhin Partner der Unternehmen in der Region sein wird, die er als gut aufgestellt und für die Zukunft gerüstet sieht.
Diese Graphik zeigt den kontinuierlichen Zuwachs der Kundeneinlagen seit 2009.
Diese grobe Darstellung der Bilanzstruktur zeigt, dass die Sparkasse sich ihrer Kernaufgaben bewußt ist: Mit Kundeneinlagen die Wirtschaft in der Region mit Krediten zu versorgen.
Das gelingt nur, wenn die Sparkasse die Kundeneinlagen sicher anlegt und das Risiko minimiert. Die Rendite steht hierbei nicht im Vordergrund.
Trotzdem konnte ein Zinsüberschuß von 2,2 Millionen Euro erwirtschaftet werden, 4,9% mehr als im Vorjahr. Auf Grund des Geschäftsmodells wird der Zinsertrag auch weiterhin die Haupt-Einnahmequelle bleiben. Damit unterscheidet sich die Sparkasse grundlegend von einer Investmentbank.
Auch aus Provisionen konnten die Erträge auf 380.000 Euro gesteigert werden, trotz der Einführung eines kostenlosen Girokontos und der Verunsicherung von Aktien und Wertpapierkunden. Dafür ist die Vermittlung von Versicherungen, Bausparverträgen und Immobilien sehr gut gelaufen. Hier zahlt sich die Präsenz der Sparkasse in der Region durch die zahlreichen Geschäftsstellen aus.
Der Aufwand für die Verwaltung ist annähernd gleich geblieben. Durch die Tariferhöhungen stieg der Personalaufwand um 1,7%.
Der Bilanzgewinn stieg also gegenüber 2010 um 8,1% auf 2,339 Millionen Euro. Damit steigt das haftende Eigenkapital 219 Millionen Euro. Diese Summe hat die Sparkasse in den zurückliegenden fast 160 Jahren verdient!
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Herbert Langstein freute sich, dass sich das Geschäftsmodell der Sparkasse auch jetzt wieder bewährt hat. Es ist keineswegs angestaubt sondern sicher und verläßlich.
Mit einem Marktanteil von 40%, 650 Mitarbeitern in 38 Filialen, die technisch umfangreich ausgestattet sind, steht die Sparkasse den Kunden auch mit speziellen Dienstleistungen zur Verfügung.
Besonders erfreulich ist das Ergebnis einer Untersuchung der Zeitschrift „Finanztest“. Das kostenlose Girokonto der Sparkasse rangiert dort unter den 5 besten in Deutschland.
Betrachtet man die Verunsicherung auf den Aktienmärkten, sind auch die aktuellen Zinssätze nicht unproblematisch. Aktuell liegen die Zinsen für zweijährigen Einlagen bei lediglich 2% - eineinhalb Prozent unter dem Zinssatz von 2010.
Diese niedrigen Zinssätze sind erfreulich für den Kreditnehmer, wenig erfreulich aber für den Anleger, dem sie nicht viel mehr bieten, als den Ausgleich der Inflation.
Höhere Erträge sind zwar möglich, bergen aber erhebliche Risiken.
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Dr. Stephan Bill blickte optimistisch in die Zukunft der Sparkasse. 2012 wird ähnliche Steigerungen bringen wie Herbert Langstein sie für 2011 vorgetragen hatte. Die Sparkassen in Deutschland haben seit 2008 die wirtschaftliche Erholung wesentlich mitgetragen.
Sicherheit spielt heute eine große Rolle! Dr. Bill sah im Bereich Wohnungsbau weniger das Problem der Finanzierung als viel mehr das Problem, geeignete Objekte zu finden. Weil in München kaum noch etwas zu finden ist, werden gute Objekte auch hier langsam knapp.
Aktuell kann man auf Grund der Staatsschuldenkrise nicht davon ausgehen, dass die Zinsen ansteigen. Viel wird von der Wahl in Griechenland abhängen. Spanien, Italien und sogar Frankreich nach der Wahl des neuen Präsidenten sind Ungewissheitsfaktoren.
Die Sparkasse verfolgt die Zinsentwicklung mit Sorge: Ausländische Banken versorgen sich derzeit auf dem deutschen Markt mit Geld, der das niedrigste Zinsniveau hat und finanzieren damit die Konzernmutter im Ausland. Das macht allen Regionalinstituten in Deutschland das Geschäft schwer.
Ein weiteres wichtiges Thema ist das EU-Beihilfeverfahren für die Bayern-LB. Die Sparkasse hat im April der Umwandlung der stillen Einlagen in das Kernkapital der Landesbank und der Übernahme der LBS zugestimmt.
Der Kauf der Landesbausparkasse LBS war ohnehin seit längerem beabsichtigt und führt deshalb nicht zu Verlusten bei der Sparkasse.
Auch wenn die Sparkasse Belastungen tragen muss, werden diese keine negativen Auswirkungen haben. Einer erfolgreichen Geschäftstätigkeit 2012 steht also nichts entgegen.
Im Bereich Technik wird die Sparkassen Finanzgruppe ab August 2012 neue Sparkassenkarten einführen, die mit der sogenannten „girogo“- Funktion ausgerüstet sein werden. Damit kann man kleine Beträge bis 20 € direkt am Terminal des Verkäufers bezahlen. Aufgeladen werden kann die girogo-Karte sowohl am Terminal der Bank als auch direkt bei jedem Händler.
Auch die meist-heruntergeladene „Sparkassen-App“ für iPhone und Android-Smartphones sind Beispiele dafür, dass die Sparkassen „Innovationstreiber“ sind.
Auch der europäische Zahlungsverkehr wird einfacher werden. Ab 2014 werden die Kontonummern umgestellt auf die 22-stellige IBAN, die sich aus der heutigen Bankleitzahl und Kontonummer zusammensetzt. Die Sparkassen werden aber noch bis 2016 die Nutzung von Kontonummer und Bankleitzahl ermöglichen.
Das Ziel ist, den Kunden mehr Service bei gleichen oder sogar geringeren Kosten zu bieten.
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Die Sparkasse engagiert sich aber auch in der Region. Getreu dem Motto „Mehr Mensch – Mehr Leistung – Mehr Wert“. So schüttete die Sparkasse 2011 460.000 Euro an Spenden und Sponsoring-Gelder an 350 Empfänger aus. Diese Summe kam Sportvereinen, Kulturvereinen und Institutionen genauso zu Gute wie Kindergärten, Schulen und Kirchen.
Die Sparkasse fördert durch Spenden auch den Umweltschutz in der Region.
Wichtig ist auch die 2011 gegründete Stiftergemeinschaft, die es Menschen einfach macht, ihr Vermögen wohltätigen Zwecken zur Verfügung zu stellen.
Auch bei der Energiewende sorgt die Sparkasse durch passende Finanzierungsangebote für Fortschritt.
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Herbert Langstein, der zum Jahresende an Dr. Stephan Bill übergibt, war zuversichtlich, auch dieses Geschäftsjahr und damit seine Amtszeit erfolgreich abzuschließen.
102 Amtswechesl beim Finanzamt Mühldorf: Regierungsdirektor Josef Mayr folgt Christian Meister 14:30
Neben Mitarbeitern des Finanzamts und den Leitern anderer Mühldorfer Behörden hatte Regierungsdirektor Josef Mayr zu seiner Amtseinführung zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft und Politik in den Haberkasten geladen. Der war dann auch bis auf den letzten Platz besetzt.
Die musikalische Umrahmung gestaltete der Unterstufenchor des Rupterti-Gymnasiums unter Leitung von Michael Niebauer und Eleonore Kowsoleea. Sie begannen mit einem Stück, das viele Zuschauer vielleicht mit der Sprache assoziierten, mit der sie das Finanzamt oft konfrontiert: Suaheli!
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Regierungsdirektorin Gabriele Gillhuber, die ständige Vertreterin des Amtsleiters am Finanzamt Mühldorf begrüßte die Gäste. Ihr besonderer Gruß galt der Familie von Regierungsdirektor Josef Mayr, dem Vizepräsidenten des bayerischen Landesamtes für Steuern, Paul Alexander König, MdL Ingrid Heckner, Landrat Georg Huber und Bürgermeister Günther Knoblauch.
Auch wenn das ehemalige Pflegschloss der Salzburger Fürstbischöfe, in dem das Finanzamt seit 1804 residiert im Volksmund „Raubritterburg“ genannt wird, dachte sie, schloss und Finanzamt wären doch ein Teil Mühldorfer Stadtgeschichte. So dankte sie Bürgermeister Knoblauch besonders dafür, dass sie auch den Haberkasten nutzen durften, der schon vorher das Rentamt beherbergt hatte.
Nachdem sie die Mitarbeiter begrüßt hatte, versicherte sie Regierungsdirektor Josef Mayr’s Gattin, dass sie versuchen werden, ihren Gatten nur so weit mit Arbeit einzudecken, dass er Abends pünktlich nach Hause kommen kann.
Da Josef Mayr bereits seit Februar in Mühldorf ist, haben sie bereits zusammengefunden. Seine Kondition als begeisterter Ausdauersportler wird er sicher dafür einsetzen, das Finanzamt in die Zukunft zu führen und auch beschwerliche Wege mit ihnen gemeinsam zu gehen. Dazu wünschte sie ihm viele erfolgreiche Zieleinläufe.
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Der Vizepräsident des Bayerischen Landesamts für Steuern, Paul-Alexander König, erinnerte an die letzte Ritterschlacht 1322, die das Ergebnis von zwei Krönungen war, bei denen Ludwig der Bayer in Aachen vom falschen Erzbischof gekrönt worden war. Friedrich dagegen wurde vom richtigen Erzbischof aber am falschen Ort gekrönt, in Bonn statt in Köln.
Acht Jahre später kämpfte Friedrich deshalb zwischen Mühldorf und Ampfing gegen Ludwig in der letzten großen Ritterschlacht.
Auch wenn damals Ludwig siegte, blieb Mühldorf Salzburger Enklave.
Während es damals einen König zu viel gab, war hier ein Amtsleiter zu wenig. Der ehemalige Leiter des Finanzamtes Christian Meister war der Veranstaltung ferngeblieben. Paul Alexander König dankte Christian Meister trotzdem für die 12 Jahre hier in Mühldorf und wünschte ihm für seinen Ruhestand alles Gute und Gesundheit.
Bevor 1802 Mühldorf Bayerisch wurde, sammelten die Fürstbischöfe hier in Haber- und Kornkasten die Abgaben der Bürger. 1803 übernahm das neu gebildete „Rentamt Mühldorf“ diese Aufgabe, der Vorläufer des heutigen Finanzamts. Die Feierstunde findet also an einem historischen Ort statt.
Paul-Alexander König sah im zahlreichen Kommen der Gäste die Wertschätzung, die dem Finanzamt in Mühldorf entgegengebracht wird. Er dankte den Mitarbeitern für ihre Arbeit, die sowohl der Kommune, dem Land aber auch dem Bund die Einkommen sichern.
Er mahnte eine ausreichende Personalausstattung der Finanzämter an und kündigte an, trotz Altersabgängen die Zahl der Mitarbeiter nicht mehr sinken lassen zu wollen. Nötigenfalls werden neue Kollegen eingestellt. Staatsminister Söder hatte festgestellt, man kann nicht bei denen sparen, die für die Einnahmen zuständig sind!
Auch wenn die Mühldorfer das Finanzamt „Raubritterburg“ nennen, besagt eine Umfrage, dass das Verhältnis der Bürger zum Finanzamt sehr gut. Das liegt sicher nicht am Steuerrecht sondern an den Mitarbeitern und am Chef des Amts. Auf die Frage, ob sich der Sachbearbeiter ausreichend mit dem Anliegen des Besuchers auseinandergesetzt hat, haben die Mühldorfer die Note 1,22 gegeben. Den Gesamteindruck haben die Mühldorfer mit 1,45 benotet. Ein sehr positives Ergebnis.
2010 nahm das Finanzamt Mühldorf 950 Millionen Euro ein. Damit liegt Mühldorf bayernweit an 15. Stelle. 2012 könnte die Milliarde geknackt werden....
Für diese Leistung dankte er stellvertretend Personalratsvorsitzendem Helmut Weinberger.
Nun übergab Paul-Alexander König Josef Mayr das Finanzamt Mühldorf.
Der neue Amtsleiter Josef Mayr ist seit 1985 im Staatsdienst. Anfangs in Landshut spezialisierte er sich auf den Bereich Betriebsprüfung, wechselte dann über Straubing und Ingolstadt nach München. Seit 1986 ist er Beamter auf Lebenszeit. Damals wurde er Leiter der Betriebsprüfung beim Finanzamt in Landshut, und blieb es bis 1999.
Von 2000 bis 2002 leitete er die Betriebsprüfung am Finanzamt München II. Dann ging er als Sachbearbeiter wieder zurück nach Landshut, wo er ab 2005 wieder Leiter der Betriebsprüfung wurde. Seit Februar leitet er nun das Finanzamt in Mühldorf. Damit hat er jetzt alles: Er ist Chef und hat auch weiterhin eine Betriebsprüfungsstelle. Zudem ist er durch die Grunderwerbssteuerstelle weiter für München zuständig. (O-Ton )
Für Josef Mayr’s Gattin hatte Paul-Alexander König einen Strauß Blumen.
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Johanna Rellinghaus und Michael Niebauer unterhielten mit Christoph-Philip-Emanual Bachs „Sonate in G-Dur für Flöte und Continuo.
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Für den Bürgermeister der Dienstleistungs-, Kreis-, und Behördenstadt Mühldorf - Günther Knoblauch - ist es immer ein besonderer Tag, wenn eine Behörde einen neuen Leiter bekommt. Da überall Menschen für Erfolge verantwortlich sind, ist der Erfolg einer Stadt die Summe der Erfolge der handelnden Personen. Ein Amtsleiterwechsel ist deshalb für die Stadt ein wichtiges Ereignis.
Um die Zentralitätsziffer von 258 zu erreichen, hat auch das Finanzamt erheblichen Anteil. Um dem Amt die Arbeit zu erleichtern, hat die Stadt auch bereits die Vorbereitungen für einen Erweiterungsbau abgeschlossen. Es könnte losgehen.
Und wenn die Schüler schon in Suaheli begonnen haben zu singen, dann könnte man darin auch den Steuerdschungel sehen, den man vielleicht endlich lichten könnte. Jedenfalls freut sich das Rathaus immer über Post aus dem Finanzamt, weil viel davon mehr Einnahmen bedeuten.
Bürgermeister Knoblauch dankte sehr für die gute Zusammenarbeit zwischen Stadtkämmerei und dem Finanzamt und hoffte, dass das auch weiterhin so bleibt.
So hieß er Josef Mayr in Mühldorf willkommen und wünschte ihm alles Gute für seine Arbeit hier. (O-Ton Niederbayern-Oberbayern....)
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Landrat Georg Huber richtete seinen Dank an die Firmen im Landkreis, die das Geld verdienen, das das Finanzamt und der Landkreis vereinnahmen können. Das ist ihnen sogar in Krisenzeiten hervorragend gelungen.
Regierungsdirektor Josef Mayr gratulierte er zur neuen Aufgabe und wünschte ihm alles Gute. Er freute sich auf weiterhin gute Zusammenarbeit.
Der Begriff „Finanzamt“ in der Bevölkerung nicht nur positiv besetzt. Der ehemalige Chefredakteur der „Zeit“ hat das Verhältnis der Bürger zum Finanzamt so beschrieben: (O-Ton: Die Bürger lieben das Finanzamt so wie der Metzger die Vegetarier!!! )
Das ändert sich aber, seit das Finanzamt auf Bürgerfreundlichkeit und Kundenservice setzt und Onlineangebote bietet. Die fachkundige Beratung am Servicezentrum trägt auch dazu bei. Im Finanzamt Mühldorf hat eine neue Zeit Einzug gehalten.
Josef Mayr wird hier in Mühldorf ein gut aufgestelltes Amt vorfinden, das den Blick fest in die Zukunft gerichtet hat. Für seine neue Aufgabe wünschte Josef Mayr immer eine glückliche Hand und hoffte auf eine weiterhin hervorragende Zusammenarbeit.
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Sabine Libera brachte „Csardas“ zu Gehör.
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Lucia von Büngner, Vizepräsidentin der Steuerberaterkammer München stellte fest, Steuern sind für das Funktionieren von Staat und Gesellschaft wichtig. Da die Steuerverwaltung eine sogenannte „Eingriffsverwaltung“ ist, birgt das Verhältnis Konfliktpotential. Da kommt es darauf an, wie man miteinander umgeht. Das ist in Bayern gut gelöst, obwohl sie alle unter häufig unausgegorenen gesetzlichen Vorgaben leiden. Heute sitzen Steuerberater und Finanzämter an einem Tisch um die Probleme der Zukunft zu lösen.
Die Steuerberater würden die bisher gute Zusammenarbeit auch mit Herrn Mayr fortsetzen. Dazu wünschte sie ihm alles Gute und überreichte ihm ein Willkommensgeschenk.
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Personalratsvorsitzender Helmut Weinberger wollte nicht länger als fünf Minuten sprechen. Beim letzten Amtsleiterwechsel vor 12 Jahren hatte er versprochen, zu wachsen. Tatsächlich ist er gewachsen in der Erkenntnis, wie man ein Amt auch führen kann: Offen und ehrlich im Umgang mit Bürger, Personal und Personalrat. Die ersten Wochen mit Josef Mayr haben gezeigt, dass das so weitergehen wird. Da das Finanzamt auf mehrere Gebäude verteilt ist, tut es auch etwas für die sportliche Fitness. Wenn die Erweiterungsbauten kommen, wird das noch besser.
Helmut Weinberger bedauerte, dass heutzutage in Zeiten unkonstanter Rechtsprechung und fehlerhafter Computerprogramme, Erfahrung nichts mehr nützt. Da ist Flexibilität gefragt.
Das Personal ist bisher aber trotz standardmäßiger Unterbesetzung den Anforderungen immer gerecht geworden. Für die neue Funktion wünschte Helmut Weinberger dem neuen Chef viel Erfolg und gute Zusammenarbeit.
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Passend das nächste Musikstück des Chors: Abba’s „Money Money“
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Endlich kam Regierungsdirektor Josef Mayr selbst zu Wort. In den gegenwärtig spannenden Zeiten, in denen Ratingagenturen und Rettungsschirme die Medien beherrschen und Sparmaßnahmen betroffenen Staaten weniger Steuereinnahmen bescheren, steht Deutschland hervorragend da.
Da stellt sich die Frage nach dem wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands: Der gründet auf den gut ausgebildeten Arbeitskräften, einem hoch motivierten Unternehmertum, einem stabilen politischen und sozialen Umfeld und sicher auch auf einer funktionierenden leistungsfähigen Verwaltung.
Der öffentliche Dienst ist also ein Stabilitätsfaktor eines Staates und nicht ein teuerer Kostenfaktor.
Dies Erkenntnis hat sich inzwischen durchgesetzt. So können die Mitarbeiter der Behörden stolz sein auf ihre Arbeit.
Die Finanzverwaltung leistet einen wichtigen Anteil dabei, die Mittel bereitzustellen mit denen der Staat die Ansprüche der Bürger erfüllen kann.
Während die meisten Bürger ihre Steuern regelmäßig zahlen, gibt es doch auch solche, die man überreden oder sogar zwingen muss. Besonders im Bereich der Umsatzsteuer gibt es organisierte Strukturen, die es zu bekämpfen gilt. Dazu braucht das Finanzamt passende Möglichkeiten. Methoden wie in Griechenland, wo Steuerschuldner im Internet angeprangert wurden, wären in Deutschland undenkbar, wo die Steuerverwaltung ihre Aufgabe ohne großes Aufsehen erledigt.
(O-Ton sie machen eine tolle Arbeit)
Trotz allem steht die Finanzverwaltung vor großen Problemen. Auch wenn Neueinstellungen den Personalrückgang aufhalten, wird man nicht umhinkommen, das knappe Personal zielgerichtet einzusetzen. (O-Ton: Nicht jeder Fall...)
Da man einer Steuerklärung nicht ansieht, ob sie richtig oder falsch ist, setzt die Finanzverwaltung künftig auf elektronische Risikofilter, die Ungereimtheiten erkennen sollen.
Dabei steht man aber erst am Anfang eines langen und schwierigen Weges.
Nur durch die EDV können Massenverfahren in der Steuerverwaltung bewältigt werden!
Josef Mayr hoffte, dass er noch erleben kann, wie ein wesentlicher Teil der Steuererklärungen ohne menschliches Zutun bearbeitet werden wird!
Eine weitere Herausforderung ist die Anwerbung neuer Mitarbeiter, die durch den Generationswechsel nötig wird. Um für junge Leute als Arbeitgeber attraktiv zu sein, muss sich das Finanzamt etwas einfallen lassen.
Auch die Zusammenarbeit mit den steuerberatenden Berufen ist nur erfolgreich, wenn sie sich als Partner verstehen – trotz gegensätzlicher Aufgabenstellung. Josef Mayrs Erfahrung sagte ihm, dass es oft besser ist, eine Verhandlungslösung zu finden, als vor Gericht zu ziehen. Er hoffte auf eine gute und gedeihliche Zusammenarbeit.
Abschließend dankte Josef Mayr für die vielen Glückwünsche und anerkennenden Worte zu seiner Amtseinführung. Er hoffte, die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen zu können und lud die Gäste zur Brotzeit in den Haberkasten-Innenhof.
Da war dann auch ausreichend Gelegenheit, sich auszutauschen und Josef Mayr kennenzulernen.
Wir wünschen dem neuen Hausherrn im ehemaligen Pflegschloss in der Katharinenvorstadt viel Erfolg und gutes Gelingen.
103 Auftakt zum großen Volksfet in Neumarkt-St. Veit 7:30
Gleich hinter dem herzoglichen Kasten in Neumarkt-St Veit erinnert der „Hubensteiner Brunnen“ an den Geschichtsprofessor, der sich in zahlreichen Schriften um die Region verdient gemacht hat.
Dort am Brunnen sitzt er vor seinem Schreibtisch und wartete diesmal auf die Blaskapelle, die Vereinsabordnungen, die Bürgermeister, Stadträte und natürlich auf den Festwirt und die Bedienungen.
Die ersten Gäste zogen den Schatten vor und blieben auf der anderen Seite des kleinen Parks.
Sepp Eibelsgruber uns seine Musiker eröffneten mit dem Standkonzert.
Immer mehr fanden sich ein. Und die Musiker spielten noch einen.
Inzwischen war die Kreistagssitzung in Mühldorf zu Ende und Bürgermeister und Kreisräte auch gekommen.
Ist das nicht ein schönes Bild?! Das ist Bayern! Und das sind die wichtigsten Damen in den kommenden 10 Tagen – meinte Stadtrat Max Heimerl später!
Ja - - - da drauf paßt nur der Bayerische Defiliermarsch!
Langsam wurde es Zeit. Das Goggomobil wartete schon als die Stadtkapelle Neumarkt das Zeichen zum Aufbruch gab.
Da zogen dann erst die Bürgermeister, dann die Bedienungen und nach ihnen die Stadträte los.
Ihnen folgten der Rauchclub, der TSV mit seiner riesigen Mannschaft und den neuen Kreisklasse-Fußballern. Insgesamt eine bunte Truppe.
Sepp Eibelsgrubers Musiker hatten eben noch das Standkonzert gespielt.
Dann die vielen vielen Neumarkter Vereine. Gleich voran der Trachtenverein Taubenbergler Stamm.
Es wollte kaum Ein Ende nehmen.
Wir haben sie dann alleine ziehen lassen und sie am Stadtplatz wieder erwartet.
Schon von Weitem war die Stadtkapelle zu vernehmen. Zahlreiche Schaulustige säumten den Weg.
Die jungen Sportler hatten ihren Spaßt genauso wie die Fußballer - ja ja – „nie wieder A-Klasse!!!“
Die Rottalia ganz in gelb, dann wieder die Eibelsgrubers und alle anderen.
Raus ging's Richtung schloss Adlstein und rein auf den Festplatz.
Vor dem Zelt ließ die Stadtkapelle die Gäste vorbei ins Zelt ziehen.
Für diese Bilder danken wir Stadtrat Emil Steinbach. Bürgermeister Baumgartner hatte es so pressiert mit dem Anzapfen, dass er schon beim Einschenken war, als wir endlich da waren...
Fünf Schläge und ordentlich gepritschelt!
Davon hatte er sich schon erholt, als wir dazukamen. Da schenkte er schon ein.
Schließlich hieß es Anstoßen. Mit dabei, die Freiherren von Aretin von der Brauerei Aldersbach und ihre Weißbierkönigin.
Aus wars mit der Ruhe: Die Bedienungen hatten im wahrsten Sinn des Wortes alle Hände voll zu tun um die durstigen Kehlen zu versorgen.
Das Zelt war schnell gut besetzt und draußen machten sich die Böllerschützen bereit.
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Im Zelt hatten schon die Kleinsten ihren Spaß am Volksfest und auch Altbürgermeister Ehrenbürger Rudi Berghammer ließ es sich schmecken.
So schnell konnte die Hendlbraterei gar nicht liefern, wie die Gäste Hunger hatten.
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Bürgermeister Baumgartner begrüßte die vielen Zuhörer, besonders Baronin Victoria von Aretin und ihren Bruder Baron Ferdinand und ihre zahlreichen Mitarbeiter. Auch seinen Bürgermeisterkollegen, den Stadträten und Volksfestbürgermeisterin Bärbel Niedermeier galt sein Gruß. Und natürlich der Festwirtsfamilie Josef Zens.
Sicher – meinte Bürgermeister Baumgartner – hat es diesmal nicht geregnet, weil es erstmals einen Schirmherrn gab: Baron Ferdinand von Aretin. Gut – oder???
Sylvia aus Bogen ist die seit ein paar Wochen die neue Weißbierkönigin der Brauerei. Auch sie wünschte den Gästen viel Vergnügen und einen guten Durst.
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Dann schickte sich Bürgermeister Baumgartner an, den bayerischen Defiliermarsch zu dirigieren. Davon ließen sich die Musiker aber nicht irretieren, meinte Dirigent Stefan Weindl.
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Draußen war inzwischen viel Betrieb an den Fahrgeschäften. Jung und alt vergnügten sich am Autoscooter, am Kinderkarussel oder im Swing-Time.
Damit nahm es seinen Lauf, das Volksfest in der Rottstadt, in Neumarkt St. Veit.
104 Fünf Tage gute Laune in Kraiburg: Der Auszug zum Volksfest 7:30
Während wir noch das Taferl der königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft betrachteten und diese Herren ihre Fahnenstange zusammenschraubten, kam das Gespann der Brauerei mit dem Bierfassl auf den kleinen Platz an der Römerstraße gefahren.
Und immer mehr, die mit ausziehen wollten.
Schön gestriegelt leuchteten sie in der Sonne und luden ein, wenigstens einmal drauf zu sitzen. (auf den Pferddaln...)
Ignaz Graf zu Toerring-Jettenbach selbst begleitete seine Mitarbeiter auf dem Weg ins Festzelt.
Natürlich war zweiter Bürgermeister Herbert Heiml da und zahlreiche Gemeinderäte. Und natürlich die Festwirtsfamilie Ziegler.
Dieser junge Mann wollte lieber mitfahren als mitlaufen. Nur Geduld – noch geht’s nicht los.
Endlich kam die Kapelle: Zeit fürs Standkonzert.
Auch wenn die Linde noch nicht blühte, Schatten bot sie doch an diesem warmen Frühlingsabend.
Als alle da waren, ging's los: Erst die Kapelle,
dann die königlich privilegierten Feuerschützen,
dann der Kulturkreis.
Erst dann das Gespann, die Festwirtsfamilie, der Herr Graf und seine Mitarbeiter,
Das Feuerwehrauto mit den Bedienungen, und danach die vielen Vereine.
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Wir haben den Zug unten beim Festplatz erwartet.
Die vielen Fahnenabordnungen boten ein imposantes Bild.
Auf dem Festplatz angekommen, nahmen die Schützen Aufstellung.
Schützenmeister Richard Wimmer meldete Bereitschft und kündigte drei Salutschüsse an.
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Dann endlich rein ins Zelt.
Erst mal Bürgermeister Heiml die Schürze umgebunden und dann...
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Fünf Schläge und kaum gepritschelt. Seine Angst im Vorfeld war ganz grundlos.
Dann floß der gute Saft aus dem Holzfaßl in die Steinkrüge, so wie sich das halt gehört.
Ganz still und leise kam Landrat Georg Huber zu der Runde dazu. Endlich konnten alle auf ein gelungenes Volksfest anstoßen. Graf Ignaz, Bürgermeister Herbert Heiml und die Mitarbeiter der Brauerei, dann zusammen mit Landrat Huber.
Dann wars eröffnet, das Volksfest in Kraiburg und das eine oder andere „Prosit der Gemütlichkeit“ lud zu Giggerl und dem einen oder anderen Maßßal ein. Oder zu Bratwürstl oder zu Brezen oder einfach zu guter Unterhaltung.
Festwirts Nachwuchs war schon kräftig mit dabei. Früh übt sich, wer ein richtiger Wirt werden will!
Und weil an diesem Abend „Tag der guten Nachbarschaft“ war, fanden sich auch Mitarbeiter und Vertreter anderer Gemeinden ein. So wie der Gustl Schenk und der Jäger Paule aus Waldkraiburg....
Später kamen auch Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner und Michael Asbeck dazu und nahmen schon einmal Maß. Ihr Volksfest sollte Tags darauf beginnen.
Blaskapellen-Vorstand Josef Wilhelm kündigte den Bayerischen Defiliermarsch an. Auf Wunsch eines einzelnen Fernsehmannes – wie er bemerkte!
Da drauf erst einmal ein Prosit!
Sogar draußen im Vorgarten hatten sich‘s die Gäste gemütlich gemacht an diesem lauen Sommerabend.
„Noch-zweiter“ Bürgermeister Herbert Heiml begrüßte die vielen Gäste auf dem Volksfest in Kraiburg, das ja nur einmal im Jahr fünf Tage lang stattfindet. Er freute sich auf die guten Brotzeiten und das gute Bier und hoffte, dass auch die Gäste ihre Freude dran haben.
Während wir den jungen Leuten in den Fahrgeschäften zugeschaut haben, konnte Fotograph Ludwig Stuffer nicht genug junge Mädels auf sein Bild kriegen konnte, (Ludwig erst zwei, dann drei, dann vier, dann fünf)
Damit wars eröffnet und ist auch schon wieder vorbei, das Volksfest 2012 in Kraiburg.
105 Viel Information und gute Unterhaltung für die Senioren: Die Ü-60-Messe in Mühldorf 3:20
Im Obergeschoß des Haberkastens drängten sich die Aussteller dicht an dicht: Arbeiterwohlfahrt und das Haus der Begegnung, die Klinik Haag der Kreiskliniken, zahlreiche Seniorenheime, Apotheken und Sanitätshäuser boten ihre Leistungen und Waren an. Die Schüler und Schülerinnen der Fachschule für Altenpflege des Beruflichen Schulzentrums wollten Besucher unterhalten und verwöhnen. Der Sozialverband VdK stand mit Rat und Tat bereit und die Volkshochschule warb um Kursteilnehmer. Schließlich ist das Lernen ein schöner Zeitvertreib.
So gab es vom Hörgerät über Bildungs- Fitness- und Reiseangebote bis hin zu betreutem Wohnen alles, was älteren Menschen das Leben einfacher macht.
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Im Saal des Haberkasten sprach Professor Dr. Johannes Schwarz über die tückische Krankheit „Parkinson“, Irmgard Geiser von der Caritas Sozialstation darüber, wie man es vermeiden kann zu stürzen.
Bevor sich Dr. Stephan von Clarmann den Folgen der Mangelernährung zuwenden konnte, freuten sich die Senioren aber auf Kaffee und Kuchen im Untergeschoß des Haberkastens.
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Einen interessanten Nachmittag hatten Seniorenreferentin Marianne Pfaffeneder und Caritas-Kreisgeschäftsführer Herbert Späth auch 2012 wieder zusammengestellt. Der zahlreiche Besuch bestätigte das eindrucksvoll.
106 JHV "Ja-zur-A94": Nach dem Ende der Gerichtsverfahren geht's jetzt um die Finanzierung 11:15 23 08.06.12
So viele hochrangige Gäste hatte Vorsitzender Günther Knoblauch zur diesjährigen Jahreshauptversammlung nicht erwartet. Die Landtagsabgeordneten Ingrid Heckner und Jakob Schwimmer, Bezirksrat Frank Springer, Landrat Erwin Schneider, die stellvertretenden Landräte Stefan Jetz aus Altötting, Josef Konhäuser aus Traunstein und zahlreiche Bürgermeister aus vier Landkreisen. Unter ihnen Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner. Auch die Wirtschaft war vom Handwerk bis zur Industrie zahlreich vertreten. Wie meistens war Autobahndirektionspräsident Paul Lichtenwald gekommen.
Die große Zahl Interessierter zeigt, wie groß das Interesse am Bau der Autobahn ist, meinte Vorsitzender Günther Knoblauch, der sehr bedauern musste, dass sich Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer hatte entschuldigen lassen.... ?
Bevor er zur Tagesordnung überging, lud Günther Knoblauch mit Blick auf den positiven Ausgang der letzten Verhandlung vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht ein, mit einem Gläschen Sekt darauf anzustoßen, dass endgültig auf der gesamten Strecke von Mühldorf bis München Baurecht besteht. Die Gäste freuten sich über diese gute Idee und stießen auf das Ende allen Prozessierens an!
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Dann gab Günther Knoblauch seinen Tätigkeitsbericht: Natürlich war der 8. Mai ein Höhepunkt in der Arbeit des Vereins: Am 8. Mai kam es vor dem Verwaltungsgericht in München zu einer Einigung mit den Klägern. Zu diesem Erfolg gratulierte Günther Knoblauch der Autobahndirektion und der Staatsbauverwaltung, dem Innenministerium und dem Landesanwalt. Er dankte Richter Dr. Hanesch für seine umsichtige und kompetente Verfahrensführung.
Dieser Erfolg ist trotz der vorwiegend negativen Berichterstattung in manchen Medien besonders hoch einzustufen.
Der Verein warb dafür selbst in der Öffentlichkeit mit Großplakaten, der Teilnahme an Spatenstichen und Verkehrsfreigaben, aber auch beim Tag der offenen Tür an der Baustelle bei Ampfing.
Die Teilnahme an Autobahnkonferenzen und diverse politische Aktivitäten in Berlin unterstützten gemäß dem Motto „Die Politik braucht Druck und Information, die Verwaltung braucht Druck und Unterstützung“.
Zahlreiche öffentlichkeitswirksame Aktionen haben dazu geführt, dass immer wieder Neumitglieder dazu kommen. Die Vorstandschaft trifft sich sporadisch und bespricht die veränderte Situation und die weitere Vorgehensweise. Da die Mitglieder aus vielen verschiedenen Funktionen aus vielen Landkreisen – sogar Regierungsbezirken – kommen, bieten sich viele Handlungsmöglichkeiten, bis hin zu den Finanzverantwortlichen in Land und Bund.
Bei aller Freude über das nun vorhandene Baurecht Richtung München, muss auch der Abschnitt von Marktl nach Pocking im Auge behalten werden. Da gilt es den „Gordischen Knoten“ – Simbach – zu lösen. Hier wird der eine Schwerpunkt der künftigen Arbeit liegen. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Finanzierung des Baus der A94 sein.
Auch hier hat sich der Verein immer wieder zur Unterstützung der Autobahn eingebracht. Aktuell bemühen sich Autobahndirektion und Verein, 6 Millionen Euro frei zu bekommen, um den Bau des ersten Bogens der Lappach-Tal-Brücke bei Dorfen in Angriff nehmen zu können.
Würde diese Brücke jetzt nicht gebaut, wird es schwer werden, die Autobahn bis 2018 fertig zu stellen.
Jedes Mitglieder muss jetzt seine Möglichkeiten nutzen, diesen äußerst wichtigen Bauabschnitt realisieren zu können.
Es wäre sicher möglich, die Autobahn schon bis 2016 fertig zu haben, wie Landrat Schneider das gefordert hatte. Das wäre auch möglich, wenn das Geld dafür vorhanden wäre. Klar ist, dass der Verkehrshaushalt der Bundesrepublik aufgestockt werden muss, und zwar um ein bis zwei Milliarden Euro jährlich.
Die Bundesrepublik hat die Finanzkrise bisher nur deshalb überstanden, weil hier Waren hergestellt werden. Nur mit dieser Wertschöpfung kann der Wohlstand der Gesellschaft erhalten bleiben. Allerdings müssen die Produkte auch transportiert werden. Dazu ist die passende Infrastruktur nötig. Gelingt es nicht, die Wertschöpfung im Raum zu halten, wird auch der Lebensstandard nicht gehalten werden können.
Die Vorstandschaft hat deshalb beschlossen, mit verschiedenen Maßnahmen – etwa einem Film – die Wichtigkeit der Autobahn für die Wirtschaft in der Region darzustellen.
Leider ist festzustellen, dass trotz jahrelanger Öffentlichkeitsarbeit die Bedeutung der Region für die Bundesrepublik vielen Entscheidern noch immer nicht bewußt ist.
Eine unterstützende Aktion wird eine Demonstration in Berlin sein, zu der 300 Vertreter der Region mit einem Sonderzug nach Berlin reisen werden.
Geplant ist auch, bei der Eröffnung des Abschnitts Ampfing-Heldenstein möglichst viele Musikkapellen zusammen zu bekommen, damit alle sehen, wo die Musik spielt.
Viele zusätzliche kleine Maßnahmen dienen dazu, den Bau der Autobahn vorwärts zu bringen.
Günther Knoblauch dankte allen, die in der Vorstandschaft daran mitarbeiten, das gemeinsame Ziel zu verfolgen. Für die Detailarbeit dankte er Monika Fesl, die diese Aufgabe von Gundula Weigl übernommen hatte.
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August Geith aus Burghausen, 87 Jahre alt und seit Gründung des Vereins dabei, lobte ausführlich die Aktivitäten und Erfolge, die in den zurückliegenden 17 Jahren erreicht wurden. Er dankte zunächst allen bisherigen Leitern der Autobahndirektion, mit denen sie immer gut zusammengearbeitet haben.
Die Ausrede, es wäre kein Geld für den Bau der Autobahn da, wollte er mit Blick auf die hohen Steuereinnahmen aus dem Verkehr nicht hinnehmen. Man dürfte diese Einnahmen halt nicht immer zweckentfremden – so wie die Autobahnmaut, von der wohl auch nichts ankommt.
Außerdem kritisierte er die Anfangs mangelnde Unterstützung von Industrie und Gewerkschaften.
Auch wenn die Autobahn jetzt juristisch „durch“ ist, gibt es keinen Grund nachzugeben. Jetzt muss die Finanzierung gesichert werden. August Geith forderte auch den Bau einer Autobahn von Marktl Richtung Salzburg. Es gibt also weiter viel zu tun.
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Schatzmeister MdL Jakob Schwimmer trug den Kassenbericht vor. Erst aber freute er sich, fast von Anfang an dabei zu sein, aus der „Keimzelle des Widerstandes“ zu kommen und ausgehalten zu haben bis der Verein sogar die „Biermösl-Blosn“ überlebt hat. Jetzt gilt es zusammen mit MdL Ingrid Heckner die Finanzierung hinzubekommen und damit den Gerhard „Polterer“ und den Ottfried Fischer und die anderen zu überleben, die medial gegen die Autobahn agieren!
dass er als Autobahnbefürworter immer mit über 60% gewählt worden ist, zeigt die wirkliche Einstellung der Leute in seiner Heimat. Alles andere ist nur Medienmache! ?
Die Kasse ist gut gefüllt: Einnahmen von 10.315 Euro stehen Ausgaben von 10.137 Euro gegenüber wobei der Großteil für Werbemaßnahmen weggegangen sind. Zum Jahreswechsel betrug der Kontostand 30.140 Euro.
Diese Summe steht für weitere Aktionen zur Verfügung.
Und 2018 fahren wir dann auf der neuen Autobahn!
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Nachdem Rechnungsprüfer – Garchings Bürgermeister Reichenwallner Kassier und Vorstand vorbildliche Kassenführung bescheinigt hatte, erteilten die Mitglieder die Entlastung.
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Nun wählten die Mitglieder einen Nachfolger für Dr. Willi Kleine, der als Werkleiter der Wacker-Chemie im Vorstand des Vereins vertreten hatte. Günther Knoblauch dankte zunächst Dr. Kleine für sein Engagement und schlug als Nachfolger Dr. Kleine‘s Nachfolger als Werkleiter vor: Dr. Dieter Gilles. Die Mitglieder akzeptierten den Vorschlag und wählten Dr. Gilles einstimmig.
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Nachdem keine Anträge oder Vorschläge eingebracht wurden, erläuterte Autobahndirektionspräsident Paul Lichtenwald den aktuellen Stand der Autobahn. Anhand der bekannten Graphik erklärte er, was seit der letzten Versammlung des Vereins passiert ist.
Erstmals kein Sorgenkind mehr ist der Abschnitt Pastetten-Heldenstein. Auf dem Abschnitt Pastetten-Dorfen wurde inzwischen mit den nötigen Vorweg-Maßnahmen begonnen. Dafür stehen nur 40 Millionen Euro zur Verfügung, wovon auch noch Grundstücke gekauft werden müssen. Wichtig sind derzeit vier große Maßnahmen, die wichtigste davon ist die Lappachtalbrücke, die allein 13 Millionen Euro kosten wird. Bisher wurden die Mittel für diese Brücke vom Bund nicht freigegeben. Es wären für 2012 und 2013 jeweils 6 Millionen Euro nötig, die die Autobahndirektion aus dem bayerischen Budget nehmen könnte. Ende Mai hat die Autobahndirektion bei Minister Hermann und beim Bundesverkehrsministerium eine klare Aussage über die Finanzierung der Autobahn nachgefragt und selbst Vorschläge gemacht.
Aktuell sieht es so aus, als wäre der Fertigstellungstermin 2018 nicht mehr zu halten.
Der Baufortschritt hängt also von der Finanzierung ab. Sollte die Strecke 2018 fertig werden, muss spätestens 2015 mit dem Bau begonnen werden. Bis dahin gibt es noch sehr viel zu tun.
Seit 13. April laufen nun erst einmal die vorbereitenden Maßnahmen für den Abschnitt Pastetten-Dorfen.
Auf dem Abschnitt Dorfen-Heldenstein besteht sein 8. Mai Baurecht. Durch die Einigung mit den Gegnern ohne Urteil des Gerichts besteht für die Gegner auch keine Möglichkeit mehr, vors Bundesverwaltungsgericht zu ziehen. Paul Lichtenwald erwartete keine weiteren Verfahren mehr.
Auch auf diesem Abschnitt müssen jetzt schnell die 370 Grundstücke von 180 Eigentümern gekauft werden.
Der Abschnitt Ampfing-Heldenstein wird pünktlich Anfang Dezember dem Verkehr übergeben werden. Auf die Eröffnungsfeier freute sich Paul Lichtenwald bereits sehr.
Aktuell werden die technischen Einrichtungen in die beiden Tunnel eingebaut.
Weiters ging Paul Lichtenwald auf die Streckenabschnitte von Marktl Richtung Pocking ein. Auch hier geht einiges voran. Das Problem ist nur die Stadt Simbach, für die es zwar eine Lösung gibt, die aber so schnell nicht wird umgesetzt werden können.
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Günther Knoblauch dankte Paul Lichtenwald dafür, dass er auf die Wichtigkeit der Finanzierung hingewiesen hat. Diese zu bewerkstelligen wird die Hauptaufgabe des Vereins in den kommenden Monaten sein. Da ein Wahljahr ansteht, müssen 2013 Entscheidungen getroffen werden. Geschieht das nicht, wird lange nichts passieren.
Er forderte die Mitglieder nochmals auf, jede verantwortliche Stelle zu kontaktieren, auch den Bundesfinanzminister. Jedes Mitglied soll seine Kontakte intensiv nutzen.
107 Landrat Georg Huber ehrt verdiente und erfolgreiche Bürger 8:50
Es ist ihm immer eine Freude, erfolgreiche Landkreisbürger auszuzeichnen, begann Landrat Georg Huber seine Begrüßung. Solche Anlässe bieten Gelegenheit, die besonderen Leistungen der Bürger aber auch der Institutionen und der Firmen in der Region bekannt zu machen.
Und weil er zu solchen Anlässen auch gern politisch Verantwortliche einlädt, konnte er die Bürgermeister Ottmar Wimmer, Stefan Schalck, Georg Kobler, Jakob Bichlmaier und Konrad Sedlmaier begrüßen. Sein Gruß galt auch Bäckermeister Anton Eicher, der das Berufliche Schulzentrum in Mühldorf vertrat.
Zunächst überreichte Landrat Georg Huber zwei Unternehmen Urkunden über die Aufnahme in den „Umweltpakt Bayern“. Im „Umweltpakt Bayern“ sind inzwischen über 900 Unternehmen Mitglied, die sich durch freiwillige Umweltleistungen an einer Vereinbarung mit dem Freistaat beteiligen. Wenn sich Ökologie und Ökonomie verbinden, profitieren beide davon.
Landrat Georg Huber dankte den zahlreichen Unternehmen aus dem Landkreis, die sich schon bisher am Umweltpakt beteiligt haben und überreichte zunächst die Urkunde an die MBM GmbH, die drei Tage lang geprüft worden war. MBM war vertreten durch Frau Corinna Schwarzenböck.
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Der zweite Ausgezeichnete ist Kaminkehrer Arthur Wendel aus Schwindegg. Auch ihm überreichte Landrat Huber die Ehrenurkunde als Teilnehmer am Umweltpakt Bayern.
Er verlas den Text der Urkunde. (O-Ton )
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Obwohl er selbst nicht da war, gratulierte Landrat Georg Huber Rudolf Konrad Graf von Monteglas und Freiherr von der Heydte vom schloss Egglkofen für die Anerkennung der „Graf von Monteglas-Stiftung“ als rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts. Diese Stiftung pflegt das materielle und geistige Erbe des Ministers Monteglas und dessen Vor- und Nachfahren. Außerdem pflegt die Stiftung den bayerisch-französischen Gedanken- und Personenaustausch und stärkt so die kulturelle Identität des Freistaates Bayern.
Landrat Huber gratulierte Graf von Monteglas, der alleiniger Stiftungsrat ist.
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Weiters ehrte Landrat Georg Huber Pierre Wolf, der am 17. November 2011 durch den Bundespräsidenten mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurde.
Pierre Wolf ist französischer Staatsbürger, wohnt seit 30 Jahren in Bayern und ist Initiator und Geschäftsführer der Monteglas-Gesellschaft für bayerisch-französische Zusammenarbeit und Vorstandsvorsitzender der „Graf von Monteglas-Stiftung“. Seit dreißig Jahren bemüht er sich um die bayerisch-französische Freundschaft. 1997 war er Erfinder und treibende Kraft des „Französischen Frühlings in Bayern“, im Rahmen dessen in ganz Bayern 600 Veranstaltungen stattfanden.
Heute ist es Pierre Wolff zu verdanken, dass immer mehr Mitarbeiter der bayerischen Verwaltung sich mit dem Verhältnis zu Frankreich auseinandersetzen.
Landrat Georg Huber gratulierte Pierre Wolff, der ein hervorragender Botschafter Bayerns ist.
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Besonders freute sich Landrat Georg Huber, mit Annabell Geiling eine junge Frau ehren zu dürfen, die außergewöhnliches erreicht hat. Sie hat im Wettbewerb der „Akademie Deutsches Bäckerhandwerk“ in Weinheim den Titel „Deutsche Meisterin als Bäckereifachverkäuferin“ gewonnen. Vorher hatte sie ihre Ausbildung bei der Bäckerei Eicher in Erharting und am Beruflichen Schulzentrum in Mühldorf mit 1,2 abgeschlossen.
Mit dem Deutschen Meistertitel gewann sie umfangreiche Fortbildungen und wurde in die Begabtenförderung des Deutschen Handwerks aufgenommen.
Sie ist ein Vorbild und verdient Respekt und Anerkennung.
Landrat Huber gratulierte ihr herzlich und auch Bäckermeister Anton Eicher.
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Für ein ganz anderes Thema ehrte Landrat Huber dann Reinhold Sonderhauser aus Taufkirchen. Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber hatte im November 2011 den Betrieb von Reinhold Sonderhauser für sein herausragendes Engagement im Naturschutz und der Landschaftspflege als „Bayern-Arche-Betrieb“ ausgezeichnet. Reinhold Sonderhauser bewirtschaftet auf seinem landwirtschaftlichen Betrieb sechs von seinen 35 Hektaren im Vertragsnaturschutz. Er hat drei Kilometer Hecken gepflanzt und übernimmt zudem Mäharbeiten in Naturschutzgebieten. Daneben bringt er mit Hoffesten und Ferienprogrammen Kindern den Naturschutz näher.
Landrat Goerg Huber dankte Reinhold Sonderhauser und gratulierte zur Auszeichnung „Bayern-Arche-Betrieb“.
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Annemarie und Georg Deinböck aus Lohkirchen haben die „Deinbacher Wagenremise“ restauriert, ein einzigartiges Zeugnis bäuerlicher Kultur. In dem Gebäude befindet sich ein Stall, eine Heulege und ein Traidboden. Es wurde von Wanderarbeitern aus Italien prachtvoll verziert und ist ein herausragendes Beispiel der Zierputzarchitektur im Raum Mühldorf. Für ihre Leistung bei der Renovierung des Gebäudes wurden Annemarie und Georg Deinböck im Mai mit der Denkmalschutzmedaille 2012 ausgezeichnet. Dazu gratulierte Landrat Huber herzlich und dankte auch Architekt Georg Maierhofer und Kreisheimatpfleger Ernst Aicher für ihre Unterstützung. Er wünschte Annemarie und Georg Deinböck viel Freude mit dem renovierten Gebäude und viele Besucher, die sich an ihrer Arbeit ein Beispiel nehmen.
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Hermann Strasser scheidet am 1. Juli als Vorsitzender des „Wasser- und Bodenverbandes Isen I“ aus, in dem er 27 Vorstand, 10 Jahre Stellvertreter und fünf Jahre Ausschußmitglied war. In dieser Zeit hat er nicht nur die Gewässer und die Natur an der Isen geschützt, sondern den Wasser- und Bodenverband zum bekanntesten in ganz Bayern gemacht. Außerdem hatte er selbst mit Hermann Strasser so manches Mal olympisch Meinungsverschiedenheiten ausgetragen....
Landrat Huber dankte Hermann Strasser und wünschte ihm für die Zukunft von Herzen alles Gute.
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Professor Dr. med Hans-Reinhard Zerkowski ist Vorstandsvorsitzender der Life-Bridge Medizintechnik AG in Ampfing. Für den Innovationswettbewerb der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und der Deutschen Bank haben 2000 Bewerber Vorschläge eingereicht. Im April konnte Staatskanzleichef Thomas Kreuzer den bayerischen Preisträgern des Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“ gratulieren, unter denen in der Kategorie Wirtschaft die transportable Herz-Lungenmaschine der Ampfinger Lifebridge Medizintechnik AG ist. Dieses Gerät übernimmt im Notfall die Funktion von Herz und Lunge vollständig und trägt so dazu bei, Menschenleben zu retten.
Landrat Huber dankte Professor Zerkowski für die Zeit und das Geld und das innovative Engagement, das in diese Entwicklung geflossen ist.
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Zuletzt ehrte Landrat Georg Huber Yalcin Öczan, der Zivilcourage bewiesen hatte, als im Sommer 2010 ein betrunkener Schwarzfahrer in einem Zug der Südostbayernbahn Passagiere bedroht hatte. Yalcin Öczan konnte die Reisenden aus dem Wagen zum Zugführer schicken und blieb mit dem Betrunkenen alleine. Es gelang ihm, den Angreifer zu überwältigen und in ein Abteil einzusperren, wo ihn die Polizei am nächsten Bahnhof in Empfang nahm.
Yalcin Öczan hat sich selbst in Gefahr begeben um die Fahrgäste zu retten. Für diese Zivilecourage sprach ihm Landrat Georg Huber großen Respekt und Anerkennung aus.
Bahnkunden aus ganz Deutschland haben an die „Allianz pro Schiene“ Vorschläge eingereicht, aus denen Yalcin Öczan zum „Eisenbahner mit Herz“ gewählt wurde.
Auch Matthias Krause von der Südostbayernbahn galt seine Gratulation für die Sorgfalt, mit der sie ihre Mitarbeiter ausbilden.
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Danach lud Landrat Huber die geehrten und ihre Gäste zu einem gemeinsamen Mittagessen ein.
Wir gratulieren allen Geehrten und schließen uns Landrat Hubers Glückwünschen an.
108 Ein Förderkonzept für Landärzte zur Sicherung der medizinischen Versorgung: InnDoc 14:20
Neben Landrat Georg Huber hatten Dr. Wolfgang Richter, Dr. Stefan Feige und Elmar Stegmeier auf dem Podium im Sitzungssaal des Landratsamtes Mühldorf Platz genommen.
Zahlreiche Bürgermeister, Kreisräte, Ärzte und Karl-Heinz Stangl - Leiter der AOK Altötting-Mühldorf fanden sich unter den Zuhörern.
Landrat Georg Huber betonte die Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung der ärztlichen Versorgung, die sich durch das baldige altersbedingte Ausscheiden vieler der heutigen Landärzte abzeichnet und deren Folgen vor der Fertigstellung der Autobahn und des zweigleisigen Bahnausbaus behoben werden müssen.
Nur wenn die Versorgung sowohl der jungen als auch der älteren Landbevölkerung erhalten werden kann, bestehen Entwicklungsmöglichkeiten für den Landkreis. Andernfalls ist das Abwandern der jungen Leute zu befürchten, was zur Überalterung der Landbevölkerung führt.
Auch wenn die Probleme bekannt sind, wird noch immer kaum etwas unternommen. Dabei erfordert eine zielorientierte Verbesserung viel Zeit: ein bis drei Generationen.
Derzeit leben 109.600 Menschen im Landkreis. 2058 werden es nur noch gut 100.000 sein, sagen die Fachleute. Während 2008 die Landkreisbürger im Durchschnitt 41,7 Jahre alt waren, werden sie 2028 45,8 und 2058 49,3 Jahre alt sein.
Im Alter bis 23 Jahren waren 2008 im Landkreis 23.600, 2028 werden es 18.800 und 2058 nur noch 15.700 ausmachen, ein Minus von über 33%. Diese Zahlen zeigen, wie dramatisch die Gesellschaft altert.
Damit reduziert sich auch die Zahl der Erwerbstätigen: Während es derzeit 59.200 sind, werden es 2028 nur noch 53.100 und 2058 gar nur noch 44.000 sein, ein Minus um fast 25%. Damit steigt der Anteil Älterer über 60 Jahren von derzeit 26.700 auf 37.500 2028 und 39.800 im Jahr 2058. Ein Anstieg um 48%.
Auf diese Entwicklung muss die Struktur des Landkreises angepaßt werden, was auch bedeutet, dass für die jungen Leute immer weniger Platz bleibt. Der Landkreis versucht in seinem Bemühen um den familienfreundlichen Landkreis, die Vereinbarkeit von Jugend und Familie und der Älteren Generation zu erreichen. Auch hier gibt es noch viel zu tun und vor allem, den Landkreis in den Augen der Bevölkerung attraktiv zu erhalten.
Auf keinen Fall dürfen diese Strukturen dem privaten Markt überlassen werden, der dazu führen würde, dass Kassenpatienten tage- und vielleicht wochenlang auf einen Arzttermin warten müssen und dann doch ins Krankenhaus abgeschoben würden.
Deshalb ist es so wichtig, „InnDoc“ sofort in die Wege zu leiten.
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Kreiskliniken-Geschäftsführer Heiner Kelbel war der Meinung, die Situation ist tatsächlich noch dramatischer als Landrat Hubers Zahlen erkennen lassen. Auch wenn derzeit die ärztliche Versorgung gut erscheint, sind über 30% der Hausärzte im Landkreis Altötting über 60 Jahre alt und im Landkreis Mühldorf über 31,7%
Dieses hohe Durchschnittsalter der Ärzte hat auch Auswirkungen auf die Kreiskliniken, die – genauso wie die Landärzte – auch keine Nachwuchsärzte finden können - trotz aller Förderkonzepte.
Heiner Kelbel analysierte die Situaiton: Das ehemals hohe Ansehen des Landarztes ist leider verlorengegangen. Der Landarzt verdient schlechter als in der Stadt, auch weil der Anteil Kassenpatienten sehr hoch ist. Zudem finden alternative Heilmethoden kaum Akzeptanz und die Lebensumstände eines Landarztes will kein junger Arzt haben: 24-Stunde-Erreichbarkeit, Hausbesuche und so weiter. Dazu wird die Medizin weiblich: 70% der Medizinstudenten sind Frauen, die irgendwann auch eine Familie gründen wollen. Dazu wird das Leben auf dem Land meistens negativ dargestellt, als wäre hier nichts los!
So sieht das zusammengefaßt aus.
Während der bayernweite Altersdurchschnitt von Ärzten bei 23% und in Oberbayern bei 25% liegt, sind es im Landkreis Mühldorf 31,7%!!!
Hier die Darstellung der Wohnorte der aktuell 82 Hausärzte im Landkreis, die aufzeigt, dass es schon heute Gemeinden ohne Hausarzt gibt. 2017 werden die Lücken größer, wenn 26 Hausärzte in den Ruhestand gegangen sind und keine Nachfolger übernehmen. Die Kreisklinik kann diese Lücken nicht ausfüllen, weil sie ambulante Leistungen nicht erbringen kann.
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Dr. Stefan Feige betrachtete die Situation aus der Sicht des Hausarztes. Er betreibt mit seiner Frau eine internistische Gemeinschaftspraxis in Ampfing und hat hiermit schon einen Vorteil gegenüber Einzelpraxen.
Seit der Demonstration im Herbst 2008 wurde ein langer Weg beschritten. Die damaligen Forderungen wurden in Form eines Hausärztestrukturgesetzes Realität. Heute muss man überlegen, ob dieses Gesetz ausreicht, den Hausärztemangel zu beheben.
Da den Menschen die Folgen dieser Privatisierung nicht bewußt sind, erläuterte Dr. Stefan Feige diese anhand dieser 10 Punkte.
Das Fazit wäre, der Arzt müsste sich von seiner eigentlichen Berufung verabschieden und sich dem Diktat des wirtschaftlichen Erfolges unterordnen.
Um Besserung zu erreichen, muss das Ansehen des Hausarztes gesteigert werden. Das ist besonders deshalb wichtig, weil die alternde Bevölkerung schon in den kommenden 10 Jahren 20% mehr hausärztliche Leistungen benötigen wird – Leistungen, die zudem immer anspruchsvoller werden.
Diese zusätzlichen Leistungen bedingen, dass künftig jeder Hausarzt statt bisher 1.700 nur noch 1.500 Einwohner versorgen soll. Es sind also nicht weniger sondern mehr Hausärzte dringend erforderlich.
Während die Krankenkassen die Wiedereinführung von „Gemeindeschwestern“ zur Entlastung der Hausärzte fordern, stellt sich Heiner Garg, Gesundheitsminister in Schleswig-Holstein die Einführung von „DocMobils“ vor, von denen aus jeder Arzt auf eine zentrale elektronische Patientenakte zugreifen kann.
Hausärzte können das Nachfolgeproblem dadurch lösen helfen, dass sie Einzelpraxen in Gemeinschaftspraxen umwandeln und so den Vorstellungen junger Ärzte helfen entgegen zu kommen.
Die Berufsverbände könnten das Engagement junger Ärzte besonders belohnen.
Unabdingbar für die Perspektiven eines Landarztes sind nach Ansicht von Stefan Feige diese Punkte.
Ein Hinderungsgrund ist auch der Numerus-Klausus, der es Kindern von Hausärzten oft unmöglich macht, die Praxen ihrer Eltern zu übernehmen.
Das erwarten künftige Hausärzte von ihrem neuen Arbeitsplatz. Interessant dabei, dass eine hohe Zahl Privatpatienten nur für einen kleinen Teil junger Ärzte ein Ansiedelungsgrund ist. Es kommt also mehr auf das Umfeld und die Arbeitsbedingungen an, als auf hohes Einkommen.
Die Weiterbildungsinitiative der Kliniken Mühldorf und der niedergelassenen Hausärzte „InnDoc“ beabsichtigt, sich um Nachwuchs zu bemühen, ein „Rundum-Sorglos-Paket“ mit einem Patenarzt anzubieten und Sponsoren eine „Premium-Vorsorge“ für ihre Mitarbeiter anzubieten.
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Der ärztliche Direktor der Kreisklinik Dr. Wolfgang Richter schmunzelte über die Idee des DocMobil, das doch sehr dem Verkaufswägelchen des Kramers gleicht, wo’s dann Semmeln oder Eiscreme gibt... 
Es gibt durchaus Anziehungsfaktoren für junge Ärzte. So ist der Landkreis derjenige in Bayern, der die höchste Dichte an Altenheimen hat. Das macht den Landkreis zwar nicht zukunftsfähig, bietet aber Ärzten ein weites Arbeitsfeld.
Auch die Kreiskliniken haben Schwierigkeiten, junge Ärzte als Mitarbeiter zu gewinnen, die sich nach ihrer Ausbildung als Ärzte im Landkreis niederlassen könnten. Die erste Aufgabe muss also darin bestehen, die Attraktivität der Region für Ärzte zu steigern und dann die Ärzte in der Region auch zu halten. Das kann nur funktionieren, wenn die niedergelassenen Kollegen und die Kreiskliniken ein Konzept zustande bekommen, das die jungen Ärzte einbindet und hält.
Nur so kann langfristig eine qualitativ hochwertige Versorgung gewährleistet werden.
„InnDoc“ beabsichtigt, schon in Gymnasien das Interesse am Arztberuf zu wecken. Über die sozialen Netzwerke soll der Kontakt bis zum Ende des Studiums gehalten werden.
Weiters will die Initiative „Famulaturen“ fördern, also Praktika in Praxen und Kliniken, die sonst unentgeltlich absolviert werden müssen. Mit diesen kleinen Maßnahmen kann man schon viel erreichen.
Schon während und nach der klinischen Ausbildung sollen junge Ärzte immer wieder in Praxen tätig werden und so den Beruf des Landarztes kennenlernen.
Der Beruf des Hausarztes ist sehr komplex und erfordert eine sehr umfassende Ausbildung. Er ist nicht geeignet für Leute, denen eine geregelte Arbeitszeit und eine sichere Lohntüte wichtig sind.
Deshalb muss künftigen Hausärzten eine Reihe von Weiterbildungskursen angeboten werden, das sich inhaltlich an den künftigen Aufgaben orientiert.
Da diese Ausbildung Geld und Zeit kostet, muss die Klinik diese Kandidaten für diese Zeit freistellen und weiblichen Medizinern auch ermögliche, ihr Familienleben zu organisieren.
Daneben muss man jungen Medizinern klar machen, dass es auch außerhalb von München ein funktionierendes Medizinsystem gibt – auch wenn man nicht jeden Tag von München hierher fahren kann.
Zudem muss der Umstieg in eine Praxis finanziell bezuschußt werden um finanzielle Nachteile gegenüber der Festanstellung zu vermeiden.
Das alles ist nur möglich, wenn es in der Öffentlichkeit bekannt gemacht wird. Damit hat die Kreisklinik bereits begonnen.
Und weil das alles nur mit einem festen Ansprechpartner möglich ist, wurde Elmar Stegmeier von der Firma Medikus-Lock damit beauftragt, „InnDoc“ zu koordinieren.
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Elmar Stegmeier wird das Konzept organisatorisch umsetzen und vermarkten. Seine Firma unterstützt bereits sein 10 Jahren Mediziner und fördert seit 5 Jahren Landärzte. Nachdem der Hausarzt in seiner Heimatgemeinde geschlossen hatte, begann er schon damals damit, einen Hausarzt anzuwerben. Seither hat er viel Erfahrung damit sammeln können.
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Dr. Wolfgang Richter bezifferte den finanziellen Aufwand für die Kurse mit 120.000 Euro, der nötig ist um im Schnitt pro Jahr 2,5 Hausärzte ausbilden zu können.
Was aber ist nötig, um die Ärzte im Landkreis zu halten, muss die Qualität der Ausbildung und noch mehr die Qualität des Arbeitsplatzes den Anforderungen der jungen Ärzte entsprechen.
Daran mitzuhelfen bat Dr. Wolfgang Richter die Kommunalpolitiker im Landkreis.
Sie sollten auch helfen, neue Konzepte durchzusetzen: Etwa Arztpraxen, die nur zeitweise geöffnet sind, weil der Arzt Teilzeit im Krankenhaus arbeitet oder die Etablierung von Praxen an strategischen, verkehrstechnisch günstigen Punkten, von der aus mehrere Gemeinden betreut werden können.
Auch Zweigstellenpraxen sind denkbar, die halt dann nicht rund um die Uhr besetzt wären. Besonders wichtig ist aber das familienfreundliche Umfeld.
InnDoc hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Titel „Landarzt“ wieder zu einem Ehrentitel zu machen! Daran mitzuhelfen bat er alle Beteiligten.
Jede weitere Idee ist herzlich willkommen – und Unterstützung natürlich auch.
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Als „Methusalem der niedergelassenen Ärzte“, der seit 35 Jahren als niedergelassener Arzt für die Schwindegger da ist, wollte zuletzt Dr. Karl Dürner seine Meinung beitragen.
Wenn in den nächsten fünf Jahren die Ärzte in den Ruhestand gehen und keine Lösung gefunden wird, gehen hier die Lichter aus. Allerdings erwartete er nicht, dass in dieser Zeit eine Lösung gefunden werden kann. Während Gemeinschaftspraxen gute Chancen haben, wird das Modell „Landarzt als Einzelkämpfer“ auslaufen. So hoffte er, dass „InnDoc“ umgesetzt werden kann.
Als Mitglied des bayerischen Gemeindetages berichtete Dr. Karl Dürner, dass auch dieses Gremium zusammen mit den Hochschulen bemüht ist, Nachwuchs für die Landärzte zu finden. Ein Thema dabei ist der Numerus-Klausus. Es sollte doch möglich sein, es Kindern von Hausärzten zu ermöglichen, diesen Beruf zu ergreifen, zumal sie von klein auf erleben, was das heißt.
Dr. Karl Dürner kritisierte auch die Kassenärztlichen Vereinigungen, in denen bis zu 25% Ärzte mitarbeiten, die dann wieder die niedergelassenen Ärzte gängeln und in Schwierigkeiten bringen. Das kann es nicht sein! Dieses Verhalten wirkt abschreckend auf junge Ärzte, die bald bis zu 80% ihrer Arbeitszeit für die Organisation und Statistik verwenden müssen.
Die KV’en sind ohnehin seine besonderen „Freunde“ meinte Dr. Dürner. Sie haben den Versorgungssicherungsauftrag und würden es können, wie sie in München zeigen. Auf dem Land machen sie’s einfach nicht! (O-Ton Karl)
Er bat alle Bürgermeister, das Konzept „InnDoc“ zu unterstützen und so zu helfen, die ärztliche Versorgung im Landkreis zu erhalten. Er selbst wollte sich dafür einsetzen, im Bereich Schwindegg-Obertaufkirchen-Buchbach ein hausärztliches Zentrum zu etablieren. Die Rahmenbedingungen dafür existieren bereits.
Er hoffte, hier mit allen Kollegen zusammenarbeiten zu können und wünschte der Initiative viel Erfolg.
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In einer ausführlichen Diskussion brachten sowohl Ärzte als auch Krankenkasse ihre Meinung ein. Auch wenn die Rahmenbedingungen erst geklärt werden müssen, geht es nicht ohne die Unterstützung der Politik und der Krankenkasse. Trotz aller Anstrengungen wird es aber auf den einzelnen Arzt ankommen, ob er sich in der Region genug heimisch fühlt, dass er nach der Ausbildung auch hier bleibt. Da gibt es also noch viel zu tun.
109 Ein Gespräch mit dem neuen Trainer der Eishockey-Bayernliga-Mannschaft des EHC Waldkraiburg: Elvis Beslagic 16:20
Ohne - Die Fragen stellte Michael Sachsenmaier
110 "Lounge in the City" der Frauen-Union: Ungezwungen mit dem Minister plauschen 4:40 24
Gleich links am Stadtplatz findet sich das „Cafe Orange“, ein Lokal, wo sich sonst jüngeres Publikum trifft. Dorthin hatte die Frauenunion zu „Lounge in the City“ eingeladen.
„Ladies first“ hieß es an diesem Spätnachmittag – auch wenn Männer durchaus willkommen waren.
Tatsächlich fanden sich viele Mitglieder der Frauenunion aus dem ganzen Landkreis ein. Die stärkste Gruppe kam diesmal nicht aus Waldkraiburg, sondern aus Neumarkt-St. Veit. Darauf war Rosina-Maria von Rönnebeck besonders stolz!
Frau Preisinger-Sontag: „Lounge in the City“ hat es bislang nur in größeren Städten gegeben. Was hat sie motiviert, diese Veranstaltung auch nach Mühldorf zu bringen? (O-Ton)
Was muss man sich unter „Lounge in the City“ genau vorstellen? (O-Ton)
Ansprachen sollte es nicht geben. Nur kurz begrüßte Frauen-Unionsvorsitzende Ilse Preisinger-Sontag die Gäste und stellte die Gesprächspartner vor, unter denen neben zahlreichen Gemeinde- Stadt- und Kreisräten mehrere Bürgermeister und sogar Bayerns Umwelt- und Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber war.
Dr. Martin Huber, der erst kürzlich im Landkreis Altötting zum zweiten Kandidaten der beiden Landkreise für die Landtagswahl nominiert worden war, nutzte die Gelegenheit, sich vorzustelln.
(O-Ton)
Frau Preisinger-Sontag, werden Sie „Lounge in the City“ regelmäßig veranstalten? (O-Ton)
Dann wünschen wir viel Erfolg.
Damit der Plausch in gemütlicher Runde gelingen konnte, hatte die Frauenunion mit Knabbergebäck und einem freien Cocktail zur Auflockerung beigetragen.
Ein gemütlicher Abend, bei dem sich sicher nicht alle Gespräche nur um die Politik drehten.
111 Umfangreiche wie eh und je: Das Ferienprogramm in Waldkraiburg lädt ein 7:40
Wer sich früher für einen Platz in einem der vielen Angebote des Ferienprogramms einschreiben wollte, der kennt dieses Büro im Rathaus in Waldkraiburg und den Trubel, der hier herrschte. Jetzt geht es hier erstaunlich ruhig zu. Warum das so ist, erklären Sina Czerny und Stadt- und Jugendreferentin Inge Schnabl später.
Frau Czerny – seit einigen Wochen liegt das Ferienprogramm in Waldkraiburg auf. Es ist wieder so umfangreich wie in den Jahren zuvor. Könnten Sie’s erläutern. (O-Ton)
Das heißt, die Kinder oder ihre Eltern können sich online anmelden. (O-Ton)
Gibt’s dazu eine eigene Internetadresse? (O-Ton)
Bis wann kann man sich anmelden? (O-Ton)
Wie geht’s weiter wenn sich jemand angemeldet hat? Gibt’s eine Anmeldebestätigung? (O-Ton)
Frau Schnabl, bisher hat es kostenlose und kostenpflichtige Veranstaltungen gegeben. Bleibt’s dabei? (O-Ton)
Und so funktioniert die Anmeldung: (O-Ton)
(O-Ton Bürgermeister)
Eine letzte Frage: Wann machen Sie denn selbst Urlaub? (O-Ton)
112 Es wird ein Highlight, das 48. Volksfest in Waldkraiburg 7:00
„Frankl’s“ heißt das ehemalige Bräustüberl bei der Brauerei in Jettenbach jetzt und ist ein Spezialitätenrestaurant geworden. Dorthin hatte die Stadt Waldkraiburg geladen um das Volksfest 2012 vorzustellen, das 48.
Bevor’s aber ums Volksfest ging, luden Brauerei und Festwirt erst einmal zu einem Weißwurstfrühstück ein. Dazu wünschte Siegfried Klika guten Appettit.
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Dann lobte Bürgermeister Siegfried Klika Volksfestbürgermeister Norbert Meindl, der sich wieder ganz besonders angestrengt hatte, um dieses 48. Volksfest zu einem weiteren Highlight in der Industriestadt zu machen. Er beantwortete gleich selbst die Schicksalsfrage der Nation: Die Maß Festbier - oder Weißbier - kostet heuer 6 Euro 80, 20 Cent mehr als im Vorjahr.
Verglichen mit anderen Volksfesten ist dieser Preis noch immer moderat und familienfreundlich, meinte das Stadtoberhaupt. Schließlich kostet’s anderswo längst über 7 Euro!
Auch heuer wird das Bier wieder in Halbe-Krügerln ausgeschenkt, wenn das Zelt nicht zu voll ist.
Bürgermeister Klika war sicher, es wird wieder ein großartiges Volksfest werden. Dazu soll auch die neue Werbung beitragen: Da sich junge Menschen vorwiegend über die neuen Medien und das Internet informieren, wird die Stadt verstärkt auf Facebook setzen und so auch den direkten Kontakt mit den Besuchern pflegen. Das Volksfest in Waldkraiburg findet man ganz leicht in Facebook.
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Volksfestbürgermeister Norbert Meindl freute sich zunächst über das große Interesse der Medien am Volksfest Waldkraiburg.
Sein Bauchgefühl sagt ihm, das Volksfest 2012 wird ein sehr gutes Volksfest, mit dem die Stadt Akzente setzen kann.
Los geht’s schon vor dem eigentlichen Auftakt am Donnerstag, 5. Juli mit einer politischen Veranstaltung der SPD.
Wie Bürgermeister Siegfried Klika bereits erwähnt hatte, nutzt die Stadt verstärkt die neuen Medien. So stehen neben der Facebook-Seite für die Miß- und Mister-Wahl zwei Internetseiten zur Verfügung.
Die Stadt hat 40 Schausteller für das 48. Volksfest gewinnen können, unter denen eine Neuheit sein wird, die bis dahin erst auf wenigen Volksfesten in Deutschland zu sehen war. Davon später mehr.
Wie bisher ist der Vergnügungspark bis 23 Uhr geöffnet, wobei die Musik ab 22 Uhr bereits reduziert wird. In der „Alpenland-Festhalle“ und ihren Biergärten finden auch heuer 4.000 Gäste Platz. Wie bisher sorgt die Festwirtsfamilie Mörz ab 11:30 Uhr für beste Speisen und das Bier kommt auch heuer von der „Graf Toerring-Jettenbach-Brauerei“. Im Festzelt endet die Musik um 23 Uhr, es schließt um 0 Uhr 30.
Die überdachten Toiletten können auch heuer kostenlos benutzt werden.
Das umfangreiche Programm des Volksfest beginnt mit dem Standkonzert der Egerländer Blaskapelle vor dem Rathaus und dem Auszug am 6. Juli um 17 Uhr.
Die Stadt lädt auch heuer die Senioren wieder ins Bierzelt ein. Erstmals können die Seniorenheime für diejenigen Bewohner ihre Hendl auch geliefert bekommen. So können wirklich alle mitfeiern.
Erst kürzlich ins Programm gekommen ist eine historische Konzertorgel aus dem Jahr 1907.
Das Volksfest endet mit einem großen Höhenfeuerwerk, das erstmals zum Teil von einem Hubsteiger aus abgeschossen wird. Das gibt einen zusätzlichen Effekt weiter unten. Der Anbieter versichert eine atemberaubende Show.
Zum zweiten Mal dabei ist das Weißbierkarussell, auf dem Mühldorfer Weißbier ausgeschenkt wird.
Rund um das Volksfest stehen 1.600 kostenlose Parkplätze zur Verfügung.
Norbert Meindl ging durch das umfangreiche Programm des Volksfestes:
Am Sonntag 8. Juli findet die Wahl zu Miß und Mister Waldkraiburg statt, wofür 17 Mädels und 6 Männer ihre Teilnahme zugesagt haben.
Am Montag 9. Juli feiert das Sternenzelt sein 20-jähriges Jubiläum auf dem Volksfest mit der Live-Band „Move“, Jonglage und feuriger Akrobatik.
Am Mittwoch 11. Juli ab 17 Uhr ist „Tag der guten Nachbarschaft“, zu dem die Stadt die Vertreter der Gemeinden im Landkreis einlädt.
Der 10. Kinderfestzug am Donnerstag 12. Juli steht auch in diesem Jahr unter dem Motto „Märchen“. Das macht es Mami’s und Papis einfacher, ihre Kinder passend zu kleiden.
Am Freitag dem 13. Juli spielt in der Alpenland-Festhalle ab 19 Uhr eine Brass-Band aus Zürich, die gerade in der Gegend sein wird. Das wird bestimmt ein zünftiger Abend.
Am Sonntag, 15. Juli findet zum dritten Mal der Lederhosen- und Dirndl-Lauf statt, eine Gaudiveranstaltung, zu der die Stadt, der Laufclub Bayern, der VfL Waldkraiburg und Try-and-Bike alle herzlich einladen.
Die große Besonderheit ist aber – wie schon angedeutet – „The King“. Dieser deutschlandweit erste „Loop-Fighter“ stand bisher erst auf wenigen Volksfesten und kommt schon jetzt nach Waldkraiburg. Das Fahrgeschäft ist so revolutionär, dass ihm sogar die Fachzeitschrift vier Seiten gewidmet hatte. Allein was die Lichttechnik gekostet hat, würde Norbert Meindls Lebensabend locker finanzieren – freute er sich.
Bei der Auswahl der Fahrgeschäfte legte die Stadt diesmal Wert auf familienfreundliche Angebote. So findet sich auf dem Volksfest die Familienachterbahn „Doggy Dog“, das Riesenrad „Mondlift“, ein „Märchenland-Express“, der Autoscooter „Star-Drive“ und das Geisterhaus „Halloween“. Weiters stehen die Kinderkarussells „Traumschleife“ und Bayern-Rallye, ein Simulator, die Pony-Reitbahn, ein Trampolin und mehrere Schießwägen, Losbuden und Geschicklichkeitsspiele zur Verfügung.
Den früheren „Weiß-Blauen Stammtisch“ am ersten Volksfestsonntag wird’s nicht mehr geben, ihn ersetzt der „Neue Sonntag Vormittag“.
Norbert Meindl war sicher alles dafür getan zu haben, dass es ein fröhliches Volksfest wird und freute sich schon drauf, dass es endlich losgeht.
Bevor‘s aber so weit ist, laden Stadt und Brauerei noch zur Bierprobe. Dann wird man sehen, ob sich die Vorfreude der Organisatoren über die gelungene Vorbereitung durch schmackhafte Speisen und besonders durch ein gelungenes Festbier noch steigern lässt.
113 Mühldorf ist bunt - Aktionsbündnis für Demokratie und Toleranz im Landkreis Mühldorf 8:15 25
Ein aktueller Anlass besteht zwar nicht – meinte Richard Fischer – Sprecher des „Netzwerks für Demokratie und Toleranz – Mühldorf ist bunt“, trotzdem haben sich die Anwesenden zusammengetan, um rechtsradikalen Entwicklungen vorzubeugen.
Die Mitglieder und Gäste des Netzwerks stellten sich vor: Daniel Kalteis aus Vaterstetten berichtete später von Aktivitäten seiner Gruppe im Landkreis Ebersberg.
Maria Geidobler ist die Geschäftsführerin des Kreisbildungswerks in Mühldorf.
Pfarrer Martin Garmeier aus Waldkraiburg und Jugendseelsorger Rupert Schönlinner vertreten die katholische Kirche und den Bund der Katholischen Jugend.
Sandra Bubendorfer ist Kreisvorsitzende und Mitglied im Landesverband der bayerischen FDP.
Markus Luczay ist Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft der Mühldorfer Geschäftsleute, Markus Schwaiger stellvertretender Vorsitzender des Ortsverbandes Waldkraiburg der SPD.
Charly Ebenbichler ist Mitglied der Waldkraiburger Kabarett-Gruppe „Saftladen“.
Jugendpfleger Hannes Schwankner aus Burghausen vertrat das Aktionsbündnis im Landkreis Altötting. Stefan Meinzer ist Berater bei der Landeskoordinierungesstelle gegen Rechtsextremismus beim Bayerischen Jugendring.
Dr. Georg Gafus, Stadt- und Kreisrat der Grünen und Kristin Hüwel, die neue Geschäftsführerin des Kreisjungendrings im Landkreis Mühldorf, und schließlich Richard Fischer, Gewerkschaftsekretär, Stadt- und Kreisrat der SPD.
In der Gründungsitzung des Netzwerks am 24. April wurden die Ziele des Aktionsbündnisses festgelegt: Durch gezielte Information den Anfängen zu wehren, Interessenverbände zu vernetzen um gemeinsam auftreten zu können. Daneben soll die Öffentlichkeit gegen Rechtsextremismus sensibilisiert, und über die Arbeit des Bündnisses informiert werden.
Da rechtsradikale Gruppierungen bestehende Systeme zu ihrem Vorteil nutzen, besteht eine Aufgabe darin, rechtzeitig über Aktivitäten Bescheid zu wissen. Innerhalb von nur drei Tagen eine Gegendemonstration zu organisieren – wie das im Janauar gelungen ist - wird nicht immer möglich sein.
Seit der letzten Sitzung haben bereits 25 Vereine und Organsiationen ihre Mitwirkung am Netzwerk für Demokratie und Toleranz erklärt. Sie können sofort einbezogen werden, wenn neue Aktivitäten bekannt werden.
Ein Aktionstag soll eine feste Einrichtung werden, an dem die angeschlossenen Organisaitonen darstellen, was sie gegen rechtsradikale Strömungen machen wollen. Sie werden ihre Aktivitäten selbst gestalten.
Zudem soll die Zusammenarbeit mit den Schulen im Landkreis initiiert werden.
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Daniel Kalteis berichtete, auch in seiner Heimatgemeinde Vaterstetten, gab es vor fünf Jahren keinen konkreten Anlass für die Gründung eines Bündnisses. Zunächst als Stammtisch, konnten die Aktiven immer mehr Unterstützer gewinnen und schließlich das Bündnis „Bunt statt Braun“ gründen. Es sollte nicht von etablierten Politikern getragen werden sondern breit aufgestellt sein. Heute ist das Bündnis Teil der Gesellschaft - ist gut etabliert und vernetzt.
Zu Beginn veranstaltete man viele Konzerte, etwa in Jugendzentren, und gewann die Unterstützung der örtlichen Presse. Dann gelang es, die Bürgermeister und den Landrat einzubinden und so viel Rückhalt zu bekommen.
Ein Jahr nach der Gründung machte eine Plakataktion auf das Bündnis aufmerksam und das Logo bekannt. Inhaltlich setzte man sich in „bunten Wochen“ auseinander, während derer etwa Zeitzeugen berichteten oder die Synagoge in München besucht wurde.
Alle Beteiligten sind ehrenamtlich tätig. Um sich die Arbeit zu erleichtern, nutzt das Bündnis die Angebote aller politischen Parteien. Inzwischen laden Schulen und Kulturkreise die Mitglieder zu Vorträgen ein, so dass man das Bündnis als Teil des gesellschaftlichen Lebens sehen kann.
Trotz aller Aktivitäten ist das Bündnis eine lockere Vereinigung geblieben. Ein eingetragener Verein entstand nicht. Deshalb erfolgt die Finanzierung aus Spenden und Zuwendungen, wobei die Mitgliedskommunen zwischen 50 und 100 Euro pro Jahr beisteuern. Das Bankkonto – das natürlich nötig ist - führt die evangelische Kirche.
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Herbert Schwankner berichtete vom Bündnis im Landkreis Altötting, das auch erst im April dieses Jahres gegründet wurde. Schon vorher hatte es Aktivitäten gegen Rechts gegeben, die aber schon damals mit dem Vorwurf konfrontiert waren, dass es ein Problem eigentlich nicht gibt. Einzige Ausnahme, der „Gruberwirt“ in Halsbach. Inzwischen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass das braune Gedankengut noch immer tief in den Köpfen verwurzelt ist. Diverse Aktivitäten der bekannten Neonazigruppierungen in Altötting und Halsbach riefen dann die etablierten Kräfte auf den Plan.
Noch heute steht die Frage im Raum, ob das Aktionsbündnis den Neonazis nicht erst die Publicity schafft, die sie ohne Gegenaktionen nicht bekommen würden. Ein Brief an alle Bürgermeister schaffte jedoch Verständnis für die Notwendigkeit des Bündnisses. Derzeit führt das Bündnis zusammen mit dem Kreisjugendring Jugendleiterschulungen durch und ist im Gaststättenbereich aktiv.
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Stephan Meinzer beschrieb die Neonazi-Szene in Bayern, die sich grundsätzlich aufteilt in die NPD als Partei und die freie Kameradschaftsszene. Im Gegensatz zur NPD ist die radikalere freie Kameradschaftsszene sehr aktiv – besonders seit Bekanntwerden der NSU-Morde. So eine Kameradschaft gibt es auch in Mühldorf, die sich „Nationale Aktivisten Mühldorf“ nennt und im gesamten Umkreis aktiv ist.
Derzeit versucht man, mit zahlreichen Auftritten in der Öffentlichkeit einerseits die Kameradschaftsszene zu vereinen und andererseits den Widerstand zu zermürben. Dazu reichen 10 Aktivisten – wie zuletzt in Halsbach. Sie rechnen damit, dass Bürgerinitiativen und Bündnisse über kurz oder lang das Interesse verlieren.
Tatsächlich sind nur 10 bis 12 Personen wirklich aktiv. Dieser kleinen Gruppe gelingt es aber immer wieder, Sympathisanten zu motivieren, so dass 70 bis 80 zusammenkommen, wie im Januar in Mühldorf. Diese rekrutieren sie unter anderem aus der Hooligan-Szene in Fußballvereinen.
Tatsächlich haben die Neonazis keine Vorstellung einer Gesellschaft und keine Perspektiven dafür. Ihre Aktivitäten beschränken sich ausschließlich auf das Opponieren und Verunglimpfen.
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Im weiteren bestimmten die Mitglieder des Bündnisses den 23. September als ersten Aktionstag, der in der Folge jedes Jahr stattfinden soll. Wie dieser aussehen soll und was dabei geschehen soll, wird im nächsten Termin besprochen werden, der am 17. Juli um 20 Uhr im Gasthaus Turmbräugarten in Mühldorf vereinbart wurde.
Richard Fischer kündigte an, die Kommunen und Städte anzusprechen, um rechtzeitig über Demonstrationsanmeldungen informiert zu werden. Zu diesem Zweck wird Dr. Georg Gafus ein Schreiben verfassen.
Auf eine Vereinsgründung wollten die Mitglieder gegenwärtig noch verzichten, man könnte später darauf zurückkommen. Bis dahin soll aber ein Bankkonto eingerichtet werden, auf dem Spenden eingehen können. Kristin Hüwe vom Kreisjugendring erklärte sich bereit, das Konto zu führen.
Richard Fischer hatte schon einige Utensilien dabei, um die künftigen Demonstrationen zu gestalten – zumindest akkustisch!
114 Auftakt zur Regionalliga Bayern: Der TSV Buchbach stellt Neuzugänge vor 11:30
Lange Zeit ziemlich einsam saß Stadionsprecher Thomas Föckersperger vor den Mikrofonen und der Sponsorenwand im Stadion an der Jahnstraße in Buchbach. Es war sehr heiß an diesem Spätnachmittag und die Verantwortlichen hatten so viel zu besprechen, dass der Beginn der Vorstellungsrunde auf sich warten ließ....
Dann nahmen Abteilungsleitung, Trainer und Pressesprecher neben ihm Platz und er konnte die anwesenden Zuhörer und Medienvertreter begrüßen. Unter den Zuhörern gegenüber hatten sich Vorstand Anton Maier, die Sponsoren Albert Kerbl und Franz Bauer und zahlreiche Interessierte eingefunden.
Links hatten Abteilungsleiter Günther Grübl und Georg Hanslmaier Platz genommen, rechts Pressesprecher Thomas Huber und Trainer Anton Bobenstetter.
Abteilungsleiter Günther Grübl war stolz darauf, nun in der Regionalliga Bayern angekommen zu sein. Seit im April der Aufstieg sicher war, haben die Mitglieder des TSV Buchbach wieder ihren sprichwörtlichen Zusammenhalt bewiesen und einiges bewegt. Auch wenn noch nicht alles fertig ist, wurden schon die Sitzschalen an der Tribüne montiert und die Vorbereitungen für den Zuschauerkäfig durchgeführt.
Bei der Abarbeitung des umfangreichen Anforderungskatalogs des Bayerischen Fußballverbandes hatte die Abteilung überall große Hilfe erfahren. Ob bei der Gemeinde oder beim Landratsamt – überall offene Türen. Dafür dankte Günther Grübl allen Beteiligten. Es hat Spaß gemacht, zu erfahren, wie hier eine ganze Region mithilft.
Besonderer Dank galt den beiden Hauptsponsoren, den Buchbacher Firmen Bauer und Kerbl, die immer für den Verein da sind, und deren Chefs sich sogar die Zeit genommen hatten, dieser Vorstellung beizuwohnen. Albert Kerbl und Franz Bauer zeigen richtig Herzblut für den Fußball in Buchbach.
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Zweiter Abteilungsleiter Georg Hanslmaier präsentierte den ersten „Neuzugang“ – Sponsor Michael Kaiser, den Geschäftsführer des Mühldorfer Recycling-Unternehmens SMR. Michael Kaiser hat sich für drei Jahre die Namensrechte am Stadion in Buchbach gesichert, so dass es jetzt nicht mehr „An der Jahnstraße“ heißt, sondern „SMR-Arena“.
Georg Hanslmaier war sicher, die Chemie zwischen der Abteilungsleitung und Michael Kaiser stimmt und sie werden gemeinsam in den kommenden drei Jahren viele Siege in der SMR-Arena feiern können. Für dieses Engagement dankte Georg Hanslmaier.
Michael Kaiser stellte sein Unternehmen vor, das sich mit Demontagen von Industrieanlagen und der Entsorgung von Altmetall und Abfall aller Art beschäftigt. Da er selbst leidenschaftlicher Fußballanhänger ist, war er empfänglich für die Anfrage eines der aktiven Sponsoren. Nach einigen Gesprächen hatte er sich entschieden, hier mitzumachen. (O-Ton wer weiß... 39:46:08 dritte Liga)

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Nun nahmen die Neuzugänge neben Thomas Föckersperger Platz. Sie stellten sich vor:
Mario Staudigl aus Jakobenharting im Landkreis Ebersberg beginnt gerade sein Studium des Sportmanagements, ist 21, kam über die Spielvereinigung Unterhaching in die zweite Mannschaft des FC Ingolstadt und hat sich jetzt entschlossen für den TSV Buchbach in der neuen Regionalliga Bayern zu stürmen. (O-Ton – ich hoffe, ....)
Nach dem Grund für seinen Wechsel nach Buchbach befragt, meinte Mario Staudigl: (O-Ton)
Nicht anwesend war Philip Steinkamp, den wir später vorstellen werden.
Der gebürtige Münchner Thomas Edelböck – gerade 22 geworden – kam über Freising nach Eching, wo er in den letzten drei Jahren als Außenverteidiger gespielt hat. Er studiert Sportwissenschaft an der TU in München. Weil ihm Thomas Eckmüller nur das Beste über den Verein in Buchbach erzählt hatte, freute er sich auf den TSV. (O-ton)
Sebastian Hinz ist 24, stammt aus Erding, wo er seit der F-Jugend gespielt hat. Er arbeitet bei der Bundespolizei am Flughafen in München. Als sich ihm die riesen Chance geboten hat, Regionalliga zu spielen, hat er sofort zugesagt. (O-Ton will einfach eine geile Saison haben!) Er spielt im Mittelfeld – offensiv oder defensiv – das ist ihm egal!
22 Jahre alt ist Christoph Hösl. Er ist Verwaltungsfachangestellter, also kein fauler Beamter! (Gelächter) Der Stürmer kam aus Dingolfing zur Spielvereinigung Landshut. Nachdem er den Weg des TSV Buchbach zwei Jahre lang verfolgt hatte, entschloss er sich, hierher zu wechseln. (O-Ton Ich find‘ des sehr.... – weitergeht)
Florian Preußer ist Torwart. Er ist 22 Jahre alt und Bürokaufmann. Von seinem Heimatverein Putzbrunn aus wechselte er nach Unterhaching, dann über Heimstetten und Markt-Schwaben zum Sportbund Rosenheim. Jetzt will er hier den Kasten sauber halten. (O-Ton Tolle Truppe)
Stolz ist der TSV auch auf den nächsten Neuzugang, den 18-jährigen Torwart Alexander Wolf. Er wohnt im wenig Kilometer entfernten Wörth. Alexander Wolf begann beim SV Weidenbach Fußball zu spielen und wechselte dann zu 1860 Rosenheim. Nach einer Pause kam er jetzt zum TSV Buchbach. Weil er die Spiele des TSV Buchbach oft beobachtet hat, erwartet er eine große Entwicklung für sich selbst.
Der letzte Neuzugang ist der Mittelfeldspezialist Harald Bonimaier aus Haiming bei Burghausen. Er arbeitet bei Wacker-Chemie im Büro und spielte bisher in der zweiten Mannschaft von Wacker-Burghausen. Jetzt endlich ist er `raus aus der zweiten Mannschaft! (O-Ton)
Die Neuzugänge verabschiedeten sich zum Auftakttraining und Abteilungsleitung und Trainer kehrten zurück.
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Zunächst dankte Thomas Föckersperger den Abgängern Sandro Volz, Björn Hertl, Stefan Alschinger und Stefan Bernhardt für ihren Einsatz für die Mannschaft und den Verein.
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Der jüngste Pressesprecher in der gesamten Regionalliga Bayern ist 16-jährige Thomas Huber, der diese Funktion von Erich Haider übernommen hat und sich schon seit einem Jahr eingearbeitet hat.
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Anton Bobenstetter ist sehr zufrieden mit dem Kader, der ihm jetzt zur Verfügung steht. Einerseits kennt er die Spieler seit Jahren und andererseits ist er mit den Neuzugängen sehr zufrieden. Er denkt, die Mannschaft ist hungrig auf die Regionalliga und freut sich genau so drauf, wie der gesamte Verein.
Die neue Liga bietet viele Herausforderungen. Der TSV Buchbach stößt zu 10 neuen Mannschaften hinzu. Die meisten Mannschaften werden auch neu zusammengestellt oder durch viele Wechsel neu aufgebaut. Derzeit ist es deshalb nicht möglich, diese Mannschaften einzuschätzen oder auch nur sich ein Bild von ihrer Leistungsfähigkeit zu machen. Die eigene Position zu bestimmen deshalb noch nicht möglich.
(O-Ton ... können 10 neue Mannschaften präsentieren...)
Eine Aussage über die Ausrichtung der Mannschaft oder besondere neue Konzepte im Training auf die Regionalliga hin, konnte Anton Bobenstetter nicht geben. Dafür war es auch noch zu früh. Schließlich begann das erste Training gerade erst.
Das Saisonziel ist natürlich der Erhalt der Regionalliga. Der TSV wäre mit einem Platz im Mittelfeld hoch zufrieden, meinte Anton Bobenstetter später im persönlichen Gespräch.
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Günther Grübl holte weit aus und erläuterte viele Randbedingungen um schließlich zu erklären, dass die Eintrittspreise steigen werden. Die hohen Kosten für den Spielbetrieb in der Regionalliga und die hohen Anforderungen des Bayerischen Fußballverbandes machen es nötig, unterschiedliche Preise für unterschiedliche Plätze im Stadion zu verlangen. So werden Stehplätze oben auf der Tribüne künftig 10, Tribünen-Sitzplätze 12 und die sonstigen Stehplätze 9 Euro Eintritt kosten. Die Kasse wird nach unten verlagert, vor die Treppe zum Stadion.
Durch den Einbau der Sitzschalen reduziert sich die Zahl der Tribünenplätze um 120, so dass 300 Plätze zur Verfügung stehen. Oben auf der Tribüne bleiben 200 Stehplätze erhalten.
Es wird viele weitere Veränderungen geben, die sowohl der Fußballverband aber auch das Landratsamt vorschreiben: Rettungswege, Brandschutz und so weiter sind nötig, um die erforderlichen Genehmigungen zu erhalten.
Günther Grübl bat schon jetzt um Verständnis für die zusätzlichen Kontrollen, die durch die gestaffelten Preise nötig werden. Das wird sicher eine gewöhnungsbedürftige Umstellung.
Kontrolliert werden künftig auch die Ausweise von Rentnern, da es hier immer wieder Unregelmäßigkeiten gegeben hat. Schließlich muss der Verein auch mit dem Bayerischen Fußballverband abrechnen.
Abschließend dankte Thomas Föckersperger allen Helfern, die hinter den Kulissen schon jetzt ehrenamtlich alles geben um den Saisonstart erfolgreich zu gestalten.
Jetzt stehen einige Vorbereitungsspiele an. Richtig los geht’s mit der Regionalliga Bayern am Freitag, dem 20. Juli. Wer dann Gegener sein wird, das stand allerdings noch nicht fest.

115 Mehr als 250 Interessierte beim 3. Schilddrüsentag des Netzwerk Schilddrüse der Kreisklinik 17:50 26 26.06.12

Zum dritten Mal stellte die Kreisklinik die Schilddrüse ins Zentrum eines Thementages. Trotz des herrlichen Wetters kamen so viele Interessierte, dass der vorbereitete Platz nicht ausreichte.
Ein Samstag Mitte Juni ist eigentlich kein Termin, an dem man sich in den Vortragssaal einer Klinik setzt, um sich über die Schilddrüse zu informieren. Um so mehr nicht, wenn draußen herrlichster Sommer mit Temperaturen um 30° herrscht und ein fast unüberschaubares Angebot anderer Veranstaltungen um Gäste buhlen. Trotzdem kamen über 250 Interessierte um Vorträge von neun Experten zu hören.
Um allen Besuchern des Schilddrüsentages die Möglichkeit zu geben, alle Vorträge zu hören, wiederholte das „Netzwerk Schilddrüse“ die Vorträge.
Der ärztliche Direktor der Kreisklinik, Dr. Wolfgang Richter freute sich sehr über das große Interesse der Besucher.
Bis heute weiß man nicht genau, wie die Schilddrüse in fast alle Körperfunktionen eingreift. Gesichert ist aber, dass es äußerst wichtig ist, dass sie gut funktioniert, bekannte Dr. Wolfgang Richter.

Um die folgenden Ausführungen verstehen zu können, ist folgende Begriffsbestimmung wichtig: Hyperthyreose ist Schilddrüsenüberfunktion und Hypothyreose Schilddrüsenunterfunktion.

Im ersten Vortrag beschäftigte sich Dr. Andreas. Redlich - niedergelassener Internist in Waldkraiburg - mit der Überfunktion der Schilddrüse.
Er erklärte zunächst den Schilddrüsenkreislauf und seine Steuerelemente. Entscheidend für die Diagnose der Schilddrüsenfehlfunktion ist das Schilddrüsenhormon „TSH“. Bildet die Hirnanhangsdrüse viel TSH, führt das zur Schilddrüsenunterfunktion, ist wenig TSH im Blut, führt das zu Schilddrüsenüberfunktion.
Diese Krankheiten können zu Schilddrüsenüberfunktion führen.
Da die Schilddrüse in viele Körperfunktionen eingreift, macht sich ihre Fehlfunktion auf vielerlei Art bemerkbar. Die Symptome sind hier aufgelistet.
Bei Patienten über 60 Jahren kann eine Schilddrüsenüberfunktion auch ohne Symptome verlaufen.
Wird eine Schilddrüsenüberfunktion festgestellt, kann man die Schilddrüse mit Medikamenten behandeln, sie zerstrahlen oder operativ eingreifen.
Eine Schilddrüsenüberfunktion diagnostiziert man auf diese Weise. Nach dem Studium der Krankengeschichte und verschiedenen Laboruntersuchungen wird die Schilddrüse mit Ultraschall untersucht oder eine Szintigraphie durchgeführt, ein Verfahren, das die Schilddrüse abbildet.
Dr. Andreas Redlich erläuterte verschiedene Erkrankungsvarianten und zeigte die Ergebnisse der Sonographie und der Szintigraphie. Hier ein heißer Schilddrüsenknoten, der zu Schilddrüsenüberfunktion geführt hat.
Wichtig ist, alleine die Schilddrüsenwerte zu bestimmen führt nicht zum Ziel. Es müssen immer alle Körpferfunktionen in die Untersuchung mit einbezogen werden.
Auch wenn die routinemäßige Bestimmung der Schilddrüsenwerte keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen ist, sollte man sich regelmäßig untersuchen lassen. Dann bleiben solche Bilder erspart.
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Gleichzeitig sprach im kleinen Vortragsraum Dr. Nina von Hahn über die Schilddrüse der Frau, den Kinderwunsch, die Schwangerschaft und die Wechseljahre.
Schilddrüsenstörungen kommen bei Frauen drei bis fünf Mal öfter vor als bei Männern.
Diese Tabelle zeigt die unterschiedliche Reaktion der Frauen auf Schilddrüsenüberfunktion, also Hyperthyreose und Schilddrüsenunterfunktion, also Hypothyreose.
Wenn Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch zum Arzt kommen, sollten auf jeden Fall die Schilddrüse untersucht werden.
Auf jeden Fall muss eine Schilddrüsenfehlfunktion vor einer Schwangerschaft behandelt werden,
da die Schilddrüsenhormone der Mutter entscheidend für die Entwicklung des Nervensystems des Kindes sind. Allerdings ist die Erkrankung gut behandelbar, so dass es keinen Grund gibt, deshalb eine Schwangerschaft abzubrechen.
Wegen der erheblich gesteigerten Produktion der Schilddrüse während einer Schwangerschaft ist es nötig, 200 Mykrogramm Jodid täglich einzunehmen.
Auch wenn das Kind die Schilddrüse bereits Ende bis zur 12. Schwangerschaftswoche entwickelt, beginnt die Produktion der Hormone erst in fünf Wochen später. Bis dahin benötigt das Kind die Hormone der Mutter.
In der Schwangerschaft tritt Schilddrüsenunterfunktion viel häufiger auf als Schilddrüsenüberfunktion. Sowohl Unter- als auch Überfunktion führen vermehrt zu Fehl- und Totgeburten. Auch Bluthochdruck und die anderen Symptome können auftreten, die sich auch zeigen, wenn keine Schwangerschaft besteht.
Die Szintigraphie kann während einer Schwangerschaft nicht angewandt werden, da sie – ebenso wie die Erkrankung der Schilddrüse selbst – dem Kind schaden könnte.
Im Fall einer Schwangerschaft kann eine Szintigraphie nicht durchgeführt werden, da diese das Kind schädigen würde.
Da Fehlfunktionen der Schilddrüse in den Wechseljahren zu Osteoporose, Übergewicht und Haarausfall führen können, ist es wichtig, den Hormonhaushalt von Frauen in den verschiedenen Lebensphasen richtig einzustellen.
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Im großen Vortragssaal widmete sich derweil Dr. Stefan Feige – Internist aus Ampfing – der Frage „Warum zerstört sich meine Schilddrüse“ – die Basedow und die Hashimoto-Erkrankung.
Erkrankt ein Mensch an Morbus Basedow, bildet der Körper Antikörper, die die Schilddrüse angreifen und Überfunktion bewirken. Symptome sind Herzrasen, die Vergrößerung der Schilddrüse und das Hervortreten der Augen aus den Höhlen.
Das Hervortreten der Augen resultiert aus Entzündungen der Augenhöhlen, verursacht durch die Antikörper.
Morbus Basedow tritt meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf. Die Symptome sind hier aufgelistet.
Von Morbus Basedow sind etwa fünf Mal so viele Frauen betroffen wie Männer, wobei die Patienten ansonsten keine Auffälligkeiten aufweisen müssen.
Man kann Morbus Basedow entweder durch Medikamente behandeln oder eine Radiojodtherapie durchführen. Die Krankheit kann vererbt werden.
Eine andere Erkrankung ist das Hashimoto-Syndrom, eine Entzündung der Schilddrüse. Diese Krankheit zieht den gesamten Körper in Mitleidenschaft, verläuft sehr unterschiedlich und ist sehr schwer zu behandeln. Meistens beinhaltet das Hashimoto-Syndrom den Morbus Basedow. Beide Krankheiten gehen ineinander über.
Oft verursachen Schilddrüsenentzündungen keine Beschwerden und werden nur zufällig entdeckt. Während in Deutschland fast jede 4. Frau zwischen 30 und 50 Jahren betroffen ist, entwickeln nur 2 bis 4% davon eine behandlungsbedürftige Schilddrüsenunterfunktion.
Diese Symptome deuten auf eine Schilddrüsenunterfunktion hin. Die Symptome einer Schilddrüsenerkrankung treten aber erst auf, wenn die Krankheit fortschreitet.
Bislang ist nur wenig über die Ursachen der Hashimoto-Krankheit bekannt. Die bekannten Gründe sind hier aufgelistet.
Im weiteren ging Dr. Stefan Feige auf Verlauf und Entwicklung der Hashimoto-Krankheit ein, die zwar gut behandelbar aber nicht heilbar ist. Ständige Kontrolle und Überwachung ist deshalb nötig.
Man kann sich vor Morbus Basedow und dem Hashimoto-Syndrom durch jodarme und selenreiche Ernährung schützen. Dafür sollten Patienten zusätzlich Vitamin D erhalten. Früchte und Meeresfisch bieten eine ausgewogene Ernährung.
Diese Erkenntnisse gab Dr. Stefan Feige den Zuhörern mit nach Hause.
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In der Zwischenzeit widmete sich im kleinen Sitzungssaal Dr. Gerhard Füchsl der Ernährung von Schilddrüsenpatienten. Anhand des Hormonsystems erläuterte er den Bedarf der Stoffe, die für das richtige Funktionieren der Schilddrüse nötig sind.
Fachleute erachten die Zufuhr von so viel Jod für nötig. Tatsächlich nehmen wir täglich viel weniger zu uns. Wir leiden an Unterversorgung. Erhält der Organismus aber zu wenig Jod, stößt die Hypophyse mehr Hormon TSH aus und regt die Schilddrüse zu mehr Leistung an. Das wiederum führt zur Vergrößerung der Schilddrüse – zur Kropfbildung.
Vor Jahren hat eine Untersuchung in Deutschland dieses Ergebnis erbracht, und aufgezeigt, dass Männer und Frauen ab 45 Jahren gleichermaßen betroffen sind.
Das nötige Jod können wir dem Körper über Milch, Milchprodukte, Fleisch und Fleischprodukte zuführen.
Diese täglichen Jodmengen schlagen Fachleute vor. Schwangere brauchen natürlich mehr Jod, weil sie zwei Organismen versorgen müssen.
Tatsächlich nehmen wir zu wenig Jod zu uns, wie diese Studie zeigt. Der Norden ist besser dran, weil dort mehr jodhaltiger Fisch konsumiert wird. Deshalb versetzt man im Süden Speisesalz und Futtermittel mit Jod und führt so den Menschen mittelbar Jod zu.
Dr. Füchsl mahnte zur Vorsicht beim Konsum von Algenprodukten, auch wenn zu viel eingenommenes Jod nicht schadet.
Der Körper braucht etwa 30 bis 70 Mykrogramm Selen pro Tag. Das kommt vorwiegend aus Getreide, Fleisch und Fisch vor, wovon wir genug zu uns nehmen.
Dr. Füchsl empfahl diese Speisen in diesen Mengen zur Vorbeugung gegen Schilddrüsenerkrankungen.
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Parallel zu den Vorträgen untersuchte Dr. Nadja Achajew die Schilddrüsen der Gäste. Das Interesse daran war so groß, dass die Warteliste kaum abzuarbeiten war.
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Im nächsten Vortrag im Sitzungssaal beantwortete Dr. Christian Umschlag von der Kreisklinik Mühldorf die Frage, wie viel Operation bei einer gutartigen Schilddrüsenerkrankung sein muss.
Diese Erkrankungen können auftreten, wobei der Kropf die bekannteste ist. Welcher Arzt ist also der richtige? Der Internist oder der Chirurg?
Hier die verschiedenen Phasen einer Erkrankung der Schilddrüse, bei der sich durch Jodmangel kalte und heiße Knoten gebildet haben. Diese Erkrankungen werden diagnostiziert, indem der Arzt den Patienten würgt oder die Schilddrüse mit Ultraschall untersucht.
Man unterscheidet diese vier Knotenstruma: Zyste, kalter oder warme Knoten und kalte und warme Knoten.
Im Ultraschallbild – der Sonographie - ist für den Laien nicht viel zu erkennen. Im Szintigramm ist dagegen klar zu sehen, dass der linke Schilddrüsenflügel verkümmert ist, weil der heiße Knoten im rechten Flügel zur Vergrößerung geführt hat. Hier die Szintigraphie einer Basedow-bedingten Schilddrüsen-Überfunktion und eines warmen Knotens im linken Flügel, der das ganze Jod an sich zieht was zur Verkümmerung des rechten Flügels führt.
Dr. Christian Umschlag ging auf die drei Behandlungsformen und ihre Eigenheiten ein: Medikamentös, durch Radiojod oder durch eine Operation.
Unbedingt behandelt werden müssen diese Schilddrüsenerkrankungen.
Während die medikamentöse und die Radiojod-Behandlung langsam wirken, bringt eine Operation schnell Linderung.
Unbedingt operiert werden muss in diesen Fällen. Etwa beim „Tauchkropf“, wo die vergrößerte Schilddrüse in den Brustbereich drückt.
Operationen werden im Liegen durchgeführt, so dass die Patienten keine steifen Nacken mehr bekommen. Die Ärzte versuchen immer, den Schnitt so klein wie möglich zu halten.
Nicht immer muss die gesamte Schilddrüse entfernt werden. Sie kann zum Teil entfernt, ausgehöhlt, und nur ein Lappen entfernt werden.
Bei Schilddrüsenoperationen gibt es nur sehr selten Komplikationen. Kritisch ist der Stimmbandnerv, der hinter der Schilddrüse verläuft und nicht beschädigt oder unterbrochen werden darf. Auch wenn es zu keiner Beschädigung des Stimmbandnervs kommt, kann es bis zu einem halben Jahr dauern, bis sich die Stimme des Patienten wieder normalisiert.
An der Kreisklinik wurden seit Anfang 2004 2.364 Schilddrüsen operiert, wobei nur 12 dauerhafte Schäden am Stimmbandnerv erlitten haben.
Am besten ist es aber mit Jodid vorzubeugen und so eine Erkrankung der Schilddrüsen von vornherein zu vermeiden.
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Im kleinen Sitzungssaal ging Dr. Robert Rauschhuber der Frage nach, welche Wirkung die kleine Nebenschilddrüse auf den Organismus hat. Diese vier 20 bis 30 Gramm schweren Anhängsel an die Schilddrüse nennt man „Nebenschilddrüse“. Sie wird mit den selben Methoden untersucht wie die Schilddrüse selbst. Im Ultraschallbild der Schilddrüse ist die Nebenschilddrüse kaum zu erkennen.
Unter dem Mikroskop kann man kleine Zellen erkennen, die „Parat-Hormone“ produzieren, die über das Blut im Körper verteilt werden. Daneben produziert die Nebenschilddrüse Vitamin D, das in der Niere aktiviert werden muss. Ist die Niere krank, führt das zu Vitamin-D-Mangel.
Dr. Rauschhuber ging ausführlich auf die Folgen der Nierenfehlfunktionen ein, die wiederum die Nebenschilddrüse aktiviert und zum Wachstum anregt. In einer Wechselwirkung führt eine Erkrankung der Nieren zu Fehlfunktionen der Nebenschilddrüse.
Daneben führt die Überfunktion der Schilddrüse zum Abbau von Calcium im Knochensystem und damit zu Osteoporose. Eine Nierenerkrankung hat zudem diese Erscheinungen.
Diese Medikamente stehen zur Behandlung bereit. Helfen sie nicht, kommt der Chirurg dran. Regelmäßige Untersuchung ist auf jeden Fall eine gute Vorbeugung gegen diese Erkrankungen.
Chefarzt Dr. Wolfgang Richter war voll Anerkennung für Dr. Robert Rauschhuber, der diese sehr komplexen Vorgänge im Körper so anschaulich erklärt hatte.
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Im großen Vortragsraum ging Dr. Thomas Schmid von der Klinik in Fridolfing der Frage nach, ob auch bei der Diagnose „Schilddrüsenkrebs“ Heilungschancen bestehen. Für Optimismus gibt es drei Gründe.
Zunächst sind nur 3-5% der kalten Knoten in der Schilddrüse tatsächliche Krebs.
Bösartige Schilddrüsenerkrankungen haben viele Erscheinungsformen. Bei vielen davon gibt es gute Heilungschancen.
Meistens diagnostiziert man Schilddrüsenerkrankungen zufällig. Ist bekannt, dass ein Patient Krebs hat, ist eine Operation risikoärmer. Dann wird meistens die Schilddrüse komplett entfernt. Das hat keine Auswirkungen auf das weitere Leben des Betroffenen. Man sieht es ihm nicht einmal an.
Oft wird nach der Operation eine Radio-Jod-Therapie durchgeführt mit dem Ziel, auch die letzten Krebszellen zu entfernen.
Nach einem Jahr führt man ein Ganzkörper-Szintigramm durch um sicherzustellen, dass der Patient frei ist von Schilddrüsen-Krebszellen. Für die Einhaltung dieses Termins sorgt ein Tumorzentrum in München, an das jeder Fall gemeldet wird.
Krebspatienten haben eine Überlebenswahrscheinlichkeit von 95%, das heißt, nach einer erfolgreichen Behandlung kann der Patient so weiterleben, als wäre er nie krank gewesen.
Dr. Thomas Schmidt schloss und lobte die Zuhörer für ihre Initiative sich zu informieren. Das ist in seinen Augen die beste Vorsorge. Tritt ein kalter Knoten in der Schilddrüse auf, muss auf jeden Fall operiert werden – egal, ob Krebs vorliegt oder nicht.
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Im letzten Vortrag im kleinen Saal beschäftigte sich Dr. Friederike Schulze – Psychotherapeutin aus Heldenstein – mit den Auswirkungen einer Schilddrüsenerkrankung. Häufig kommen Patienten zu ihr mit dem Verdacht einer psychischen Erkrankung. Bei näherer Untersuchung stellt sich dann eine Schilddrüsenfehlfunktion heraus. Trotzdem gelten diese Patienten weiter als psychisch krank.
Patienten mit Schilddrüsenüberfunktion wirken getrieben, unruhig, können sich kaum konzentrieren und sind nervös. Trotzdem sind sie müde und erschöpft. Es kommt zu Herzklopfen und Zittern bis hin zu Schlafstörungen und Wutanfällen. Solche Patienten können auch unter Panikattacken und Angstzuständen leiden.
Schlddrüsenunterfunktion bewirkt dagegen Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Gedächtnisschwäche, Depressionen, Verlangsamung des Denkens und in der Folge davon einem Rückzug aus dem gesellschaftlichen Lebens.
9% der Frauen, die nach einer Schwangerschaft Beschwerden entwickeln, können unter einer Schilddrüsenentzündung leiden.
Wie bereits gehört, gibt es auch einen Zusammenhang zwischen Streß und Schilddrüsenerkrankungen, wie auch die Vererbung. Das haben groß angelegte Untersuchungen ergeben.
Wenn es während der Schwangerschaft zu Störungen bei der Entwicklung der Schilddrüse kommt, kann es zu geistiger Behinderung kommen. Das ist aber in Europa heuer eher selten.
Bleibt festzuhalten, dass in vielen Verdachtsfällen einer psychischen Erkrankung erst einmal die Schilddrüse untersucht werden sollte.
Anders herum muss nach der Diagnose einer Schilddrüsenerkrankung auch mit psychischen Störungen gerechnet werden, die auch behandelt werden können.
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Im letzten Vortrag im großen Saal beschäftigte sich Dr. Nadja Achajew mit der Diagnostik von Schilddrüsenerkrankungen, mit heißen und kalten Knoten.
Sie wiederholte im Wesentlichen, was die vorangegangenen Experten bereits vorgetragen haben, ging auf die Bestimmung von Blutwerten, die Ultraschalluntersuchung und das Szintigramm ein, das so aussieht.
Szintigramme werden durchgeführt, wenn begründeter Verdacht auf Fehlfunktion oder Knoten in der Schilddrüse besteht.
Hat sich in einer Schilddrüse ein kalter Knoten gebildet, sieht zeigt das Szintigramm, den den betroffene Lappen fast vollständig paralysiert.
Heiße Knoten sind meistens gutartig. Man kann sie gut behandeln, eintrocken und ihre Wirkung auf den Organismus außer Kraft setzen.
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Mehr als 250 Interessierte aller Altersgruppen hatten sich die Vorträge des Netzwerks Schilddrüse angehört. Das zeigt, wie bewußt sich die Bürger des Jodmangels in der Nahrung in unserer Region sind und wie sehr sie sich für Vorbeugung und – im Krankheitsfall – für die Heilungsmöglichkeiten interessieren.
Blickt man auf das große Interesse, dann war es wahrscheinlich gut, dass es draußen so heiß war – sonst hätte man sicher auf größere Veranstaltungsräume ausweichen müssen. Dann findet der vierte Schilddrüsentag des Netzwerks Schilddrüse der Klinik Mühldorf a. Inn sicher im Stadtsaal statt!

116 60 Jahre Netzsch - 50 Jahre in Waldkraiburg - Die Jubiläumsfeier 17:30
VO Mitten auf dem Volksfestplatz in Waldkraiburg empfing Sepp Eibelsgruber mit vier seiner Musiker die Gäste bayerisch-typisch. In den Pagoden-Portalen erhielten sie zur Begrüßung ein Lebkuchen-Herz umgehängt.
Die Netzsch-Geschäftsführer Felix Kleinert und Jens Niessner begrüßten die meisten Gäste persönlich. Nach der bayerischen Begrüßung am Portal sorgte Herr von Löffelstein für Kurzweil und das Gitarren-Duo erstmals für internationalen Flair.
International waren auch die Gäste. Aus über 60 Nationen hatte Netzsch geladen, von Japan über Rußland bis Brasilien waren Vertriebsmitarbeiter und Kunden nach Waldkraiburg gekommen um dieses fröhliche Fest mitzufeiern.
Die kürzeste Anfahrt hatte sicher Familie Schmidt vom Gummiwerk Kraiburg – einer der Hauptlieferanten des Waldkraiburger Netzsch-Werkes.
Natürlich stark vertreten auf dieser zentralen Jubiläumsparty der Netzsch-Gruppe: Die Netzsch-Holding mit Dr. Ohl und die Gesellschafterinnen.
Von der örtlichen Geschäftswelt waren die Herren Salfer, Trettenbacher und Dr. Wölfl aus Mühldorf gekommen. Von der Industriegemeinschaft Waldkraiburg-Aschau haben wir sonst niemand entdeckt.
Fast am Schluss kamen Landrat Georg Huber mit Gattin Evi, Bürgermeister Siegfried Klika mit Gattin Helga, MdB Stephan Mayer und Staatsminister Dr. Marcel Huber mit Gattin Adelgunde.
Über 1.000 Gäste warteten darauf, dass das Festzelt öffnete.
Das war elegant geschmückt. Auf den vornehm gedeckten Tischen wartete schon die Vorspeise, eine Exzenterwelle - gleichzeitig ein Flaschenöffner – diente als Besteckständer. Das Werbegeschenk durften die Gäste mit nach Hause nehmen.
Schnell fanden die Gäste ihre Plätze. Herr von Löffelstein und sein Kollege ließen keine Langeweile aufkommen, während Fritz Killermann und seine Band unterhielten.
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Dann luden Renate und Rudi Stey zusammen mit ihren über 50 Sängern, Tänzern, Akrobaten, Zauberern und Technikern zu einem rauschenden Festabend ein.
Weil’s so viele Gäste nicht deutsch verstanden, übersetzten sie ihre Ansprachen ins Englische. Das Showprogramm sollte dem bunten Publikum entsprechen und Musik aus der ganzen Welt zeigen.
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Erst aber begrüßten die Geschäftsführer Felix Kleinert und Jens Niessner die Gäste, voran einen der größten deutschen Kunden, die Flottweg AG aus Vilsbiburg mit Peter Bruckmaier an der Spitze, die Gesellschafterinnen Elli Netzsch und Helga Netzsch, Staatsminister Dr. Marcel Huber, MdB Stephan Mayer, Landrat Georg Huber und den lieben Bürgermeister Siegfried Klika.
Ihr besonderer Gruß galt den aktiven und ehemaligen Mitarbeitern am Standort Waldkraiburg und aus allen Teilen der Welt, den Lieferanten und hier besonders der Familie Schmidt vom Gummiwerk Kraiburg. Aus Japan war als „Special Guest“ Jasuo Ono und mit seiner Gattin Jakito gekommen.
Glücklich waren Felix Kleinert und Jens Niessner auch über die Anwesenheit der Geschäftsführer Dr. Hanns-Peter Ohl und Otto-Max Schäfer und über die Leiter der einzelnen Geschäftsbereiche.
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Vor 60 Jahren wurde die Firma in Frankfurt ins Handelsregister eingetragen. 1962 ist die Firma nach Waldkraiburg umgezogen. Aus kleinen Anfängen entstand seitdem ein weltweit operierendes Unternehmen mit 27 Tochtergesellschaften auf allen fünf Kontineten.
Heute wird in Waldkraiburg zusammen mit den anderen Geschäftsbereichen die strategische Ausrichtung für den globalen Geschäftsbetrieb festgelegt. Innerhalb von fünf Jahren beabsichtigt die Gruppe den globalen Umsatz zu verdoppeln. Das laufende Geschäftsjahr wird einen Umsatzrekord von über 200 Millionen Euro bringen. Damit scheint es möglich, die ambitionierten Ziele bis 2016 erreichen zu können.
Der Geschäftsbereich Pumpen und Systeme beschäftigt weltweit etwa 1.700 Mitarbeiter, davon 500 in Deutschland. Neben dem weiteren Ausbau globaler Märkte soll künftig das Produktspektrum erweitert werden. Deshalb heißt die Firma auch ab dem 1. Juli nicht mehr „Netzsch Mohnopumpen GmbH“ sondern „Netzsch Pumpen und Systeme GmbH“. Um dies zu erreichen, sollen 2013 25 Millionen Euro investiert werden, 13 Millionen allein in Waldkraiburg.
Das alles geht auf die Idee von Erich Netzsch zurück, der vor 60 Jahren die Idee hatte, Exzenterschneckenpumpen zu bauen. Sein Sohn Wolfgang Netzsch haben das Unternehmen ausgebaut und zusammen mit Thomas Netzsch global aufgestellt.
Das Jubiläumsfest ist deshalb gleichzeitig ein Danke-Fest für alle, die daran mitgearbeitet haben, dass das alles gelungen ist.
Großer Dank ging auch an die „Lasbombas“, das Organisationsteam unter der Leitung von Ursula Angermann für die Vorbereitung dieses eleganten Festes.
Allen anderen Gästen dankten Felix Kleinert und Jens Niessner mit einem Brauch der Familie: Der erste Toast geht immer auf die Netzsch-Gruppe!
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Dr. Otto-Max Schäfer und Dr. Hanns-Peter Ohl erinnerten sich an die Anfänge des Unternehmens in Frankfurt und die Gründe für den Umzug nach Waldkraiburg. Schon damals hatte Erwin Netzsch, der aus Selb in Oberfranken stammte, die Firma in Frankfurt gegründet, um von der Porzellan-Industrie weg zu kommen und neue Kunden zu finden. Dr. Hanns-Peter Ohl berichtete von den Mitarbeitern, mit denen Erich Netzsch mit denen er Nähe durch Vertrauen ersetzt hat. Nur so war es möglich, erst den Standort in Frankfurt und dann in Waldkraiburg aufzubauen. Das hat hervorragend funktioniert.
Auch hier hat er Mitarbeiter gefunden, mit denen er vertrauensvoll zusammenarbeiten konnte. So wurde in Waldkraiburg der Grundstein für die heutige Netzsch-Gruppe gelegt. (großer Applaus)
Auf die selbe Weise haben auch später Wolfgang und Thomas Netzsch die Niederlassungen und Tochtergesellschaften auf der ganzen Welt gegründet.
Diese Phase ging 2010 mit dem Tod von Thomas Netzsch zu Ende.
Nun ist die Netzsch-Gruppe glücklich darüber, dass es Felix Kleinert gelungen ist, die Netzsch-Mohnopumpen GmbH wieder auf den rechten Weg zurück zu führen und einen modernen Geschäftsbereich zu formen.
480 Mitarbeiter in Waldkraiburg, davon 30 Lehrlinge sind eine große Familie, meinte Dr. Otto-Max Schäfer. Zusammen leben fast 2.000 Menschen in der Region von der Arbeit bei Netzsch. Ihnen allen dankten sie herzlich – besonders aber den Ehefrauen und Lebenspartnern, dafür, dass sie ihre Partner auch dann unterstützen, wenn’s nicht beim 8-Stunden-Tag bleibt.
Dr. Hanns-Peter Ohl freute sich besonders darüber, dass die Firma große Pläne für die Zukunft auch umsetzen kann und mit neuen Produkten hervorragend aufgestellt ist.
Für die ambitionierten Pläne sind engagierte Mitarbeiter genau so nötig wie die Unterstützung der Politik, die schon jetzt unterstützt wie sie nur kann.
An diesem Abend sollten die Gäste aber erst einmal das Geschäft vergessen und feiern.
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Bürgermeister Siegfried Klika war glücklich, dass diese Jubiläumsfeier im Zentrum von Waldkraiburg stattfinden konnte. Als die Firma 1871 gegründet worden war stellten die Gründer den Menschen ins Zentrum, genau so, wie das die Stadt Waldkraiburg tut. Die Stadt ist froh über solche Partner, wie Netzsch.
Netzsch stieß 1962 hier in Waldkraiburg zu einer Unternehmergruppe hinzu, die alle nach dem Krieg neu anfangen mussten. Auch die Mitarbeiter hier waren durch die Entwurzelung besonders motiviert, Neues zu schaffen. Gemeinsam haben sie die Stadt aufgebaut und eine besondere Verbindung geschaffen, die Waldkraiburg zum erfolgreichsten Standort im Landkreis gemacht hat, der heuer mit 12 Millionen Euro zur Finanzierung beiträgt.
Bürgermeister Siegfried Klika bedankte sich sehr für die hervorragende Zusammenarbeit und besonders Felix Kleinert, mit dem man alle Angelegenheiten immer regeln kann.
Er gratulierte im Namen des Stadtrates zum Jubiläum und wünschte für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg. Waldkraiburg wird immer an ihrer Seite stehen.
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Nun sorgten Renate und Rudi Stey mit Melodien aus Deutschland für Abwechslung.
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Während der Show servierte „Prinzipal“ aus Rosenheim das Menü. Wem’s drinnen zu heiß oder zu laut war, oder wer mal rauchen wollte, fand draußen die Gelegenheit dazu.
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Drinnen bemühte sich MdB Stephan Mayer um die Aufmerksamkeit der Zuhörer. Er würdigte die außerordentliche Erfolgsgeschichte der Firma Netzsch und gratulierte zum Jubiläum. Niemand dachte 1962 - als Netzsch gerade mal 12 Mitarbeiter beschäftigte – dran, dass aus diesen Anfängen ein Weltmarktführer entstehen würde. Diese Leistung verdient Respekt und Anerkennung. Genauso wie der Erfolg des laufenden Geschäftsjahres mit erstmals über 200 Millionen Euro Umsatz.
MdB Stephan Mayer dankte besonders auch für die Treue zum Standort Waldkraiburg, die hohe Ausbildungsquote und die Übernahme der Auszubildenden in feste Arbeitsverträge. Unternehmen wie Netzsch sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft – nicht die 30 Dax-Unternehmen!
Wenn Netzsch nun hier weiter investiert, sah Stephan Mayer die Verpflichtung der Politik, die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Er sicherte zu, dass bei der nächsten Jubiläumsfeier die Autobahn sicher fertig sein wird!
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Der bayerische Staatsminister für Umwelt und Gesundheit Dr. Marcel Huber erinnerte sich an einen Besuch in einer Messehalle, wo viele Hersteller ihre Pumpen zeigten. Besucher gab es aber nur auf dem Stand der Firma Netzsch. Das ist das Resultat einer 50-jährigen Entwicklung, während der Netzsch immer ein bisschen schneller, ein bisschen besser und ein bisschen innovativer war – so wie der deutsche Mittelstand allgemein. dass das so weitergeht, wünschte Dr. Marcel Huber der Familie Netzsch und der Netzschfamilie alles Gute und freute sich auf das 100-jährige Jubiläum.
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Auch Landrat Georg Huber freute sich und gratulierte zu diesem stolzen Jubiläum. Über 60 Jahre ist es Netzsch immer wieder gelungen, die Zeichen der Zeit zu erkennen und zu verstehen, was gerade gebraucht wird. Dr. Otto-Max Schäfer hat die Firmenfilosophie als deutsches Unternehmen mit internationaler Präsenz beschrieben. So aufgestellt konnte Netzsch auch Konjunkturkrisen meistern.
Wenn Netzsch nun in Waldkraiburg investiert, hat das Auswirkungen auf die gesamte Region. Eine große Zahl Arbeitsplätze und ein großer Teil der Finanzkraft von Stadt und Landkreis beruhen auf dem Erfolg der Firma Netzsch, die ein Aushängeschild ist, für die Stadt und den Landkreis.
Landrat Huber war sicher, dass Netzsch auch die Zukunft meistern wird.
Zum Jubiläum dankte Landrat Huber mit vier Blumensträußen den Gesellschafterinnen und den Ehefrauen der Geschäftsführer für ihre Treue zum Standort Waldkraiburg und zum Landkreis Mühldorf.
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Betriebsratsvorsitzender Hans-Jürgen Pohlner schloss die Rednerliste ab. Er erinnerte sich an das 10-jährige Jubiläum 1972 als es eine Brotzeit und Freibier im Neubau gab. Auch das 25-jährige konnte man mit der Einweihung des neuen Werks verbinden. Das 40-jährige war erstmals eine Feier im großen Stil. Wenn nun das 50-jährige gefeiert werden kann, ist es eine große Feier wert.
Das alles haben Mitarbeiter begleitet, die hier ihre 25-jährige Betriebszugehörigkeit feiern konnten. Oder solche, wie Norbert Lakster, der sein 50-jähriges Betriebsjubiläum feiern konnte.
Für die Zukunft wünschte er der Firma alles Gute und den Gästen ein tolles Fest.
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Annabel Li setzte mit ihrer Akrobatik am Ring fort.
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draußen hatten die Gäste ihre Freude mit der Wärmebildkamera. Sie ließen messen, ob sie schon auf Betriebstemperatur waren.
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Rudi Stey wechselte musikalisch den Kontinent und ging nach England und nach Amerika.
Als er Queen’s „We are the Champions“ anstimmte, sangen alle Gäste mit und demonstrierten Selbstbewußtsein.
Zu später Stunde war Rudi Stey in Südamerika angekommen. Es folgte der Höhepunkt des Abends.
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Nach dem Ende des Showprogramms setzte die Tanzband „Maggie Jane“ fort und lud die Gäste zum Tanzen. Dort feierte die mit den Gästen aus aller feierten noch lange ein rauschendes Fest an diesem Abend.
Wir schließen uns den zahlreichen Glückwünschen an und wünschen für die Zukunft viel Erfolg und Gottes Segen.
117 Die Einweihung von Europas größtem Feuerwehrmuseum in Waldkraiburg 15:10
Engagierte Feuerwehrfreunde aus Traunreuth, Prien, Münchberg und Waldkraiburg hatten 1999 den Verein „Historische Magirus Fahrzeugtechnik eV“ gegründet. Der Plan reifte, ein Museum einzurichten. Wie es dazu kam, dass das „Feuerwehrmuseum Bayern“ jetzt in einer fast vergessenen Ecke von Waldkraiburg eröffnet werden konnte, erläuterte dessen Vorsitzender Harald Stanko später.
In einem ehemaligen Baumarkt hat sich das Museum eingerichet und in den überdachten Vorraum zur Feierstunde geladen. Neben Freunden und Interessierten waren neben den Pfarrern Manfred Peiser und Martin Garmeier auch Staatsminister Dr. Marcel Huber, MdB Stephan Mayer, Landrat Georg Huber und stellvertretende Landrätin Eva Köhr, Bürgermeister Siegfried Klika und zahlreiche Mitglieder des Stadtrates gekommen. Natürlich war die Kreisbrandinspektion mit Karl Neulinger an der Spitze, die Feuerwehr und die Polizei genau so vertreten wie das Technische Hilfswerk und das Rote Kreuz. Aus Mühldorf waren zweiter Bürgermeister Paul Schwarz und Frauenunionsvorsitzende Ilse Preisinger-Sontag gekommen. Zahlreiche Gäste aus München und ganz Bayern vervollständigten die Zuhörerreihen.
Durch den Nachmittag führte mit viel Witz und Charme ein alter Bekannter: Karl Lehmann – Progoder und oberbayerisches Original aus Kraiburg.
Auf die Frage, wie man die Festgesellschaft zum Schweigen bringen könnte, hatte er eine einfache Anweisung: (O-Ton Karl Heut’s amoi Eia Mai! )
Harald Stanko begrüßte die Gäste unter denen auch der Präsident des Technischen Hilfswerks war: Albrecht Brömme.
Sein besonderer Dank für die viele Arbeit, die hier hineingeflossen ist, galt Fritz Habenicht und den vielen Helfern, ohne deren Mitwirkung das Museum nicht entstanden wäre.
Warum also ein Museum trotz der vielen modernen Möglichkeiten, alles anschauen zu können? Es ist noch immer etwas anderes, Originale anzuschauen, anzufassen, zu riechen und schließlich die Entwicklung zu begreifen, die diese Technik genommen hat.
Auch wenn es „Feuerwehrmuseum Bayern“ heißt, wird das Museum künftig Fahrzeuge aller Rettungsdienste zeigen, also auch von THW und BRK.
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Karl Lehmann lud Dr. Marcel Huber auf die Bühne und gab ihm 10 Minuten. Schließlich dauert ein guter Feuerwehreinsatz auch nicht länger...
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Staatsminister Dr. Marcel Huber – selbst aktiver Feuerwehrmann – war stolz darauf, in seinem Heimatwahlkreis so ein Museum eröffnen zu dürfen. Auch wenn es die Feuerwehr schon zu Römerzeiten gab, erwachte sie in Bayern erst vor 150 Jahren. Als die Industrie nach Bayern kam, begann auch die Entwicklung der Feuerwehrtechnik, die seitdem alles mitgemacht hat, was Techniker erfunden haben: Von ersten Pumpen bis zur Digitaltechnik.
Als er selbst 1972 zur Feuerwehr kam, gab es dort 2 VW-Busse und einen TS-8. Seither hat sich unglaublich viel getan.
Als ihm MdB Stephan Mayer von der Absicht der Ansiedelung des Museums berichtet hatte, war er sofort begeistert und erst recht, als er erstmals die Anfänge besichtigte und die Menschen kennenlernte, die alle Feuerwehrblut in den Adern haben.
Nun soll eine amerikanische Abteilung eingerichtet werden. Dazu stellte Dr. Marcel Huber seine Kontakte zu Mitgliedern der Feuerwehr in New York und dort zu Feuerwehrleuten in Aussicht, die am 11. September 2001 an den Hilfsbemühungen am World-Trade-Center beteiligt waren. Eins der Trümmer der Twin-Towers soll schon bald in Waldkraiburg eintreffen und die Ausstellung bereichern.
Dr. Marcel Huber dankte MdB Stephan Mayer, Harald Stanko und seinem gesamten Team wie auch der Stadt, die hier etwas geschaffen haben, das gut ist für die Stadt, den Tourismus und die gesamte Region.
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Übrigens hatte sich Dr. Marcel Huber nur deshalb verspätet, weil die Autobahn noch immer nicht fertig ist – äzte Karl Lehmann, dankte ihm aber für die netten Worte. Wir wählen ihn also wieder!
Dann bat er MdB Stephan Mayer auf die Bühne.
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Selten sind in Waldkraiburg so viele Präsidenten und Exzellenzen anwesend, meinte MdB Stephan Mayer und erinnerte sich an das erste Treffen mit Harald Stanko vor drei Jahren in Garching. Damals hatte er den Eindruck: (O-Ton a bissl Spinner sinds schon...)
Auch wenn sich die Idee nicht gleich aufgedrängt hatte, erkannte er bald den Idealismus, der dahinter steckte.
Nachdem es in Garching nicht gelungen war, wurde er in Waldkraiburg bei Bürgermeister Siegfried Klika fündig. Stadt und Stadtrat waren sofort Feuer und Flamme für diese Idee.
Was macht also dieses Museum unter den 25 deutschen Feuerwehrmuseen so einzigartig? Es befindet sich an einem idealen Standort, bereichert die Urlaubsregion Südostbayern und bietet durch die Einbeziehung von Fahrzeugen anderer Rettungsdienste einen großen Überblick.
Und wenn es von derzeit 4.500 Quadratmetern auf 7.200 ausgebaut wird, kann das Technische Hilfswerk eine eigene Abteilung bestücken. Dann wird aus der anfangs spinnerten Idee ein großer Überblick über die Geschichte von Feuerwehr und Katastrophenschutz der vergangenen 100 Jahre. Dazu gratulierte MdB Stephan Mayer Harald Stanko und seinen Mitstreitern und wünschte dem Museum viele Besucher und viel Erfolg.
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Harald Stanko bat MdB Stephan Mayer und Albrecht Brömme nochmal auf die Bühne und dankte dem THW für das Fahrzeug des Ortsverbandes Dachau, das als erstes ins Museum einziehen wird. Albrecht Brömme freute sich, hier auch das THW präsentieren zu können, was in den meisten Museen nicht möglich ist. Ein eigenes Museum für das THW konnte bislang nicht umgesetzt werden. Auch er war sicher, dass das Museum viele Touristen anziehen wird und so die Spinner noch ein bisschen weiterspinnen dürfen.
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Eine Gruppe des Tanzsportclubs Weiß-Blau 70 aus Waldkraiburg sorgte für Abwechslung.
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Landrat Georg Huber traute sich angesichts der geballten Kompetenz unter den Zuhörern nichts über die Feuerwehren oder das THW zu sagen. Er dankte allen, die zur Gestaltung und zum Betrieb des Museums beigetragen haben, das künftig besonders auch jungen Menschen die Entwicklung der Feuerwehrtechnik aufzeigen, und sie so motivieren kann, sich selbst in den Rettungsorganisationen zu engagieren. Das ist besonders in Zeiten des demographischen Wandels und des Überangebots an Beschäftigungsmöglichkeiten dringend nötig. Nur so können diese Dienste erhalten werden, die für die Gesellschaft so dringend nötig sind.
Er sicherte die Mithilfe bei der Finanzierung des Museums zu, auch durch die Vermittlung von Sponsoren. Und wenn dann das Museum weit über Waldkraiburg hinaus strahlt, ergänzt es auf einzigartige Weise die Münchner Museumslandschaft. Das zu erreichen könnte auch das Kultusministerium beitragen – gab er Staatsminister Dr. Marcel Huber mit auf den Weg ins Kabinett.
Dazu wünschte er dem Museum alles Gute und viele Besucher und überreichte Harald Stanko das Glaswappen des Landkreises zur Einweihung.
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Harald Stanko bestätigte, dass sie sich in Waldkraiburg längst sau-wohl fühlen, dankte aber doch für das Angebot der Unterstützung durch den Landkreis.
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Auch wenn er sonst gewohnt ist, mit unziemlichen Worten beharkt zu werden, bat Karl Lehmann dann Bürgermeister Siegfried Klika auf ans Mikrofon.
Der zeigte sich sehr stolz auf das Entstandene. Harald Stanko und Fritz Habenicht mussten erst einmal eine ganze Reihe „Reichsbedenkenträger“ besänftigen. Trotzdem haben sie angepackt und es geschafft.
Siegfried Klika erinnerte an den Baumarkt, der früher hier etwas versteckt war und aufgeben musste. Seit 15 Jahren war das Gebäude leer gestanden. Als Harald Stanko das Konzept vertrug, wurde schnell klar, dass das alles stimmt und im Lauf der Zeit etwas entstehen kann. Jetzt gibt es hier nur lachende Gesichter – ein Zeichen dafür, dass die Stadt eine richtige Entscheidung getroffen hat.
Nun wird man noch letzte „Bodenwellen“ abtragen und kann dabei auf die Hilfe des Landkreises zählen. Dann wird das Museum, das wunderschön mitten in der Stadt in der Nähe der Stützpunktfeuerwehr liegt, ein weiterer Anziehungspunkt werden. Dazu wünschte er alles Gute und viel Erfolg.
Abschließend dankte Siegfried Klika Peter Köhr, der wesentlichen Anteil daran hatte, die „Reichsbedenkenträger“ zu besänftigen. Peter Köhr ist ja auch dabei, ein Industriemuseum einzurichten, das den Übergang von der Rüstungsindustrie zur zivilen Produktion zeigt.
Dann unterbrach ihn die Kraiburger Feierwehrkapeilln! Muse marsch!
Kreisbrandrat Karl Neulinger als Taferlbua führte die Kapell’n an und Kommandant Karl Lehmann rollte sein Manuskript auf!
Mit seiner teils spitzen Zunge nahm er die großen und kleinen Feinheiten aufs Korn, die das Verhältnis von Kraiburg und Waldkraiburg seit mehr als fünf Jahrzehnten bestimmen und ging natürlich auf die Gründung des Feuerwehrmuseums ein. Hier einige Ausschnitte:
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Bevor’s auf den Rundgang ging, segneten Pfarrer Manfred Peiser und Martin Garmeier das Museum und seine Besucher. Stadtpfarrer Martin Garmeier, der selbst in der Feuerwehruniform gekleidet war und seinen Alarmmelder dabei hatte, erinnerte nachdenklich daran, dass man bei aller Freude nicht vergessen darf, dass die gezeigte Technik dazu dient, Menschen aus Not zu retten. Könnten die Fahrzeuge sprechen, würden sie vermutlich von vielen Katastrophen und Tragödien berichten, die Menschen Not und Leid gebracht haben, aber auch von Helfern, die bei ihren Einsätzen an ihre eigenen Grenzen und manchmal darüber hinaus gegangen sind. Immer haben diese Menschen auf den liebenden Gott vertraut, der Hoffnung und Heilung geschenkt hat.
Sie segneten das Museum und beteten nicht nur für den Erfolg sondern auch dafür, dass sich die Besucher begeistern lassen, selbst aktiv zu werden, und sich in den Rettungsdiensten engagieren.
So segneten sie das Museum und alle, die hier arbeiten, ein- und ausgehen.
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Nachdem Johnny Mayer seinen neuen Feuerwehr-Song präsentiert hatte, begaben sich die Ehrengäste auf einen Rundgang durch das Museum und ließen sich von Harald Stanko die Exponate, ihre Geschichte und ihre Besonderheiten erklären.
Das Museum ist seit 30. Juni für Besucher geöffnet. Schau’n Sie doch mal vorbei, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
118 Einweihung des renovierten Bundespolizeireviers in Mühldorf 11:30
Die älteren unter unseren Zuschauern werden sich noch an die vielen kleinen LKWs erinnern, die morgens hier vor der Rampe gestanden sind und Stückgut aufgeladen haben, um es zu den Empfängern zu bringen, und am Abend wiedergekommen sind, um Stückgut von den Absendern zum Verladen auf die Waggons anzuliefern. Seit die Bahn Mitte der 90er Jahre den Stückgutverkehr auf die Straße geschickt hat, steht die Anlage leer.
2008 ist dann die Bundespolizei eingezogen und hatte schnell festgestellt, dass zwar der Standort perfekt, das Gebäude aber wenig geeignet war. Nachdem es 2011 saniert und angepaßt worden ist, konnte kürzlich Einweihung gefeiert werden.
Dazu lud die Bundespolizei auf die Rampe hinter der Güterhalle. Dort fanden sich neben viel Polizeiprominenz auch MdB Stephan Mayer, Landrat Georg Huber und Bürgermeister Günther Knoblauch ein.
Das Andreii-Quintett des Orchesters der Bundespolizei in München eröffnete die Feierstunde.
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Der stellvertretende Leiter der Bundespolizeiinspektion Freyung - Roman Nagler - begrüßte die Gäste aus nah und fern, neben den genannten auch Bundespolizeipfarrer Dr. Gabriel Wolf, den Vizepräsidenten der Bundespolizeidirektion München Dr. Karl-Heinz Blümel, und den Leiter der Bundespolizeiinspektion Freyung Thomas Lang. Die Bundespolizei ist Teil des deutschen Sicherheitssystems und arbeitet mit allen beteiligten Behörden und Institutionen kollegial zusammen. So konnte er zahlreiche Vertreter von Polizei, Staatsanwaltschaft und Amtsgericht und sogar aus Österreich begrüßen. Die Südostbayernbahn war durch Christian Kubasch und Andreas Hamberger vertreten. Ebenfalls vertreten, das staatliche Bauamt Rosenheim, Architekten und Planer sowie Mitarbeiter des Bundespolizeireviers Mühldorf. Sein besonderer Dank galt Jens Vetter, der hier vor Ort die Wünsche der Mitarbeiter als Speerspitze umzusetzen hatte.
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Nach einer weiteren musikalischen Einlage des Holzbläser-Quintetts des Bundespolizeiorchesters dankte Polizeiinspektionsleiter Thomas Lang den Gästen für die Wertschätzung, die sie der Bundespolizei durch ihre Anwesenheit erwiesen haben. Schon bei seiner Amtseinführung 2008 hatte er angekündigt, seinen Mitarbeitern optimale Arbeitsbedingungen schaffen zu wollen. In Zeiten klammer Haushalte – sogar im Bundesinnenministerium – ist das nicht leicht gefallen, gerade bei Baumaßnahmen. In Mühldorf war es nicht einfach, die Finanzierung zu bewerkstelligen. Die Mittel wurden zu gleichen Teilen vom Mieter und vom Vermieter aufgebracht.
Die strategische Lage in Grenznähe zu Österreich machte es der Bundespolizei einfach, sich für den Umbau zu entscheiden. Mühldorf wurde sogar Schwerpunktdienststelle.
Für seinen Anteil beim Zustandekommen dieser Ko-Finanzierung dankte Thomas Lang besonders Bürgermeister Günther Knoblauch, der seine Kontakte zum Bahn-Bayern-Chef Klaus-Dieter Josel genutzt hatte.
Er war auch deshalb glücklich in Mühldorf bleiben zu können, weil die Stadt ein Schmuckstück mit einem hohen Freizeitwert ist, viele der Angehörigen der Bundespolizei in Mühldorf wohnen oder hierher ziehen und nicht mehr weg wollen. Daneben hat die Bundespolizei in Mühldorf eine lange Geschichte die bis zum Ende des zweiten Weltkrieges zurückreicht. 1951 wurde aus der damaligen Bahnpolizeiwache ein Bahnpolizeiposten. Erst 1992 – nach der Wiedervereinigung – übernahm der Bundesgrenzschutz die Aufgaben der Bahnpolizei. Nach einer weiteren organisatorischen Reform 1998 übernahm 2008 die neu geschaffene Bundespolizei. Seither gehört die grenzpolizeiliche Fahndung zum Aufgabenbereich und das Bundespolizeirevier Mühldorf zur Bundespolizeiinspektion Freyung.
Heute hat die Bundespolizeiinspektion in Freyung etwa 300 Bedienstete, das Revier in Mühldorf 30 Beamte.
Thomas Lang war voll Lobes für die Mitarbeiter in Mühldorf, die die neuen Aufgaben schnell angenommen haben und die Sicherheit im Schienenverkehr des wichtigen Verkehrsknotenpunkt Mühldorf bestmöglich gewährleisten. Er dankte allen, die sich für diese Baumaßnahme eingesetzt haben und so den Mitarbeitern die besten Voraussetzungen geschaffen haben, ihren Dienst auch weiter bestmöglich tun zu können.
Nach ersten Gesprächen 2008 standen die Mittel für den Umbau 2010 bereit. Im Februar 2011 zogen die Mitarbeiter in das ehemalige Büro der Kriminalpolizeistation und die Bauarbeiten begannen. Zusammen mit dem Staatlichen Bauamt Rosenheim gelangen die Arbeiten prächtig.
Schon im März 2012 konnten die renovierten Räume wieder bezogen werden.
Thomas Lang dankte allen Beteiligten, besonders dem staatlichen Bauamt und der Deutschen Bahn, besonders aber Hauptkommissar Vetter, der gleich einem Kettenhund dahinter her war, dass die Baumaßnahme so hervorragend realisiert werden konnte. Er war sicher, Hauptkommissar Heinz Vetter hat sich hier kurz vor seiner Pensionierung noch einen kleinen Traum erfüllt!
Allen Mitarbeitern gratulierte er zum neuen Domizil und freute sich auf die Segnung.
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Nachdem das Holzbläserquintett für Auflockerung gesorgt hatte, war der Vizepräsident der Polizeidirektion München – Dr. Karl-Heinz Blümel – stolz darauf, wie sich die Bundespolizei hier in Mühldorf präsentiert. Er selbst war vor fünf Jahren zuletzt hier. Seither hat sich viel geändert, auch wenn sich am grundsätzlichen Bekenntnis von Polizeidirektion und dem Bundesinnenministerium zum Standort Mühldorf nichts geändert hat. Heute sind doppelt so viele Beamte in Mühldorf tätig wie vor der Bundespolizeireform 2008.
Neben den Aufgaben, die Thomas Lang beschrieben hat, spielt auch der Fußball eine immer größere Rolle – zunehmend auch in den unteren Ligen. Dazu pflegt die Bundespolizei eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landespolizei.
Dr. Blümel freute sich über das neue Revier, das sehr gut ausgestattet ist und sowohl über eine Schleuse als auch einen Gewahrsamsbereich mit zwei Zellen verfügt. Die Sanierung ist sehr gelungen, dafür dankte er allen Beteiligten und wünschte ihnen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben allzeit Gottes Segen.
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Auch Landrat Georg Huber gratulierte zum renovierten Gebäude und äußerte sich stolz darüber, dass sich die Bundespolizei hier so präsentieren kann und sich die Mitarbeiter wohl fühlen.
Als Landrat, der auch für die öffentliche Ordnung zuständig ist, bedankte sich Georg Huber für die gute Zusammenarbeit und hoffte, dass diese auch weiterhin so bleibt – gerade wenn es um die Sicherung der Asylbewerber geht.
Landrat Huber forderte einmal mehr die Aufwertung der Kriminalpolizeistation zur Kriminalpolizeiinspektion, die zusammen mit den anderen Behörden für die Sicherheit der ganzen Region verantwortlich ist. Für seinen Einsatz bei der Umsetzung dieser Pläne dankte er MdB Stephan Mayer.
Sein besonderer Dank galt Bürgermeister Günther Knoblauch, der sich immer sehr für die Beamten- und Verwaltungsstadt Mühldorf einsetzt. Gemeinsam wollen sie Stadt und Landkreis voran bringen.
Den Mitarbeitern wünschte Landrat Huber viel Glück, Gesundheit und Gottes Segen.
Als Erinnerung an die Einweihung überreichter er Thomas Lang das Glaswappen des Landkreises.
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Bürgermeister Günther Knoblauch war fast ein bisschen verlegen. So viel wie hier wird er selten gelobt, aber das tut ihm gut – meinte er. Wie Landrat Huber freut er sich darüber, dass diese Lösung gelungen ist. Bundes- und Landesregierung haben sich zum Standort Mühldorf bekannt und hier viel Geld investiert. Auch Günther Knoblauch forderte die Aufwertung der Kriminalpolizeistation zur Kriminalpolizeiinspektion, hat doch schon die heutige Kriminalpolizeistation so viele Fälle zu bearbeiten wie die Inspektion in Ingolstadt. Da wäre es nur konsequent, wenn die gute Zusammenarbeit der einzelnen Stellen auf organisatorischer Augenhöhe stattfinden könnte.
Er freute sich unendliche für den Fortschritt, den diese Einweihung darstellt und der für die Sicherheit und die Lebensqualität in Stadt und Landkreis ein weiterer Meilenstein ist.
Und wenn das Revier zum niederbayerischen Freyung gehört, dann paßt das sehr gut, weil zu Zeiten des Baus des Innkanals viele heutige Mühldorfer aus dem Bayerischen Wald zugezogen sind....
Auch MdB Stephan Mayer galt sein Dank für seinen Einsatz das Revier in der Kreisstadt zu halten, das 2008 nach Landshut verlegt werden sollte.
Den Dank, der ihm gegolten hatte, gab er weiter an Klaus-Dieter Josel, ohne dessen Zustimmung es nicht gelungen wäre.
Günther Knoblauch freute sich riesig über die Einweihung und die gute Zusammenarbeit aller Behörden und wünschte allen Beamten möglichst wenig Arbeit und immer die Hilfe des Herrgott, der schon bisher so super mitgeholfen hat!
Auch Günther Knoblauch hatte ein Glaswappen zur Dekoration der neuen Räume.
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Nach einer weiteren musikalischen Einlage segnete Bundespolizeipfarrer Dr. Gabriel Wolf die Räume und weihte das Glaswappen, das in rot und gelb Hoffnung und Freude allen signalisieren soll, die hier ein- und ausgehen – ob freiwillig oder nicht.
Die Gäste sangen „Lobe den Herren“ und Pater Gabriel segnete die Räume.
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Mit der Nationalhmyne schloss die Bundespolizei die Feierstunde.
Dann lud das Revier zur Besichtigung und zum gemütlichen Beisammensein bei Häppchen, Kaffee und Kuchen.
119 Die Bierprobe zum 48. Volksfest in Waldkraiburg 6:00
Gleich zwei Fässer Festbier hatte Klaus Bergmann für die Bierprobe vorbereiten lassen. Erst mal brachten sie aber nur eins ins Brauerstüberl des Graf-Toerring-Hofes in Waldkraiburg, wo nach und nach die Gäste eintrafen.
Manuela Keller, Gustl Schenk und Harald Jungbauer freuten sich genauso aufs Volksfest wie Volksfestbürgermeister Norbert Meindl und Bürgermeister Siegfried Klika.
Richard Fischer, Pfarrer Manfred Peiser, Michael Bartesch, Christine Blaschek und Reiner Babiak waren noch nicht so vom Volksfestfieber infiziert.
Sonja Goschy hatte doppelten Grund zum Feiern: Sie war erst ein paar Tage zuvor zur neuen Geschäftsführerin der Stadtmerketing-GmbH ernannt worden. Polizeichef Georg Marchner und Siegfried Hanesch gönnten es ihr.
Auf der anderen Seite wartete die halbe CSU-Stadtratsfraktion aufs Anzapfen. Die Utensilien lagen bereit, nur der Festwirt fehlte noch.
Als Jochen Mörz eintraf, und auch noch Stadtpfarrer Martin Garmeier da war, ergriff Vertriebsleiter Hauke Winterer das Wort und hieß die Gäste zur 48. Bierprobe willkommen.
Die gold-gelbe Festbierspezialität seines Hauses ist auch heuer kräftig und aromatisch, voll im Aroma, weich im Geschmack und hat eine fein abgerundete Hopfenblume! Es hat 6,1% Alkohol und eine Stammwürze von 13,5%. Ein richtiges Festbier eben – so wie es sich gehört. Es schmeckt ausgezeichnet.
Hauke Winterer wollte gar nicht mehr viel sagen, bedankte sich noch für die gute Zusammenarbeit mit allen beteiligten Behörden, die ja nun schon einige Jahre erfolgreich läuft. Dann freute er sich auf ein friedvolles und schönes Volksfest.
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Bürgermeister Siegfried Klika begrüßte die „Volksfestfamilie“ und dankte Brauerei und Festwirt für die Einladung zu dieser Bierprobe. Die Stadt und vor allem Norbert Meindl haben wieder ein attraktives Volksfest vorbereitet mit Schaustellern und Fahrgeschäften, die ihm selbst alles abverlangen.
Siegfried Klika freute sich über die Entscheidung des Stadtrates vor einigen Jahren, das Volksfest selbst auszurichten. Das hat dazu beigetragen, dass es weiter das Fest des Volkes ist und nicht eine gewinnorientierte Kommerz-Veranstaltung eines Generalunternehmers. So tragen alle Beteiligten dazu bei, dass auch das 48. Volksfest ein Erfolg wird.
Und weil zuletzt viele seiner Kollegen Pannen beim Anzapfen erlitten haben, hoffte er doch, seinem Anspruch treu bleiben zu können, das Faß mit nur einem Schlag anstechen zu können.
Als er die Schürze umgebunden hatte, sollte es sich zeigen....
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Na ja, zwei sind auch nicht schlecht. Dann floß das Festbier in die Krüge, das Hauke Winterer vorher so blumig beschrieben hatte. Erst in die Maßkrüge und dann in die Heube-Krüagal.
Sie konnten auf ein erfolgreiches Volksfest anstoßen. Als die Fotografen endlich ihre Bilder hatten, konnten sie’s endlich auch probieren. Es schmeckte, wie man sieht – auch wenn Stadtpfarrer Martin Garmeier erst mal nur Schaum erwischt hatte.
Dann übernahm der Profi das Einschenken: Man sieht’s gleich, Jochen Mörz kann das.
Und endlich konnten auch Eva Köhr, Charlotte Konrad, Anton Sterr und Dietmar Heller anstoßen – und Margit Roller und Georg Ledig und Annemarie Deschler auch. Nur Christine Graupner blieb erst mal ohne.
Anton Sterr stieß mit dem Maßkrug mit Bürgermeister Siegfried Klika an, der nur ein Heube-Krüagal hatte. Ein Schelm, wer darin einen tieferen Sinn sieht!
Dann hatte auch Christine Graupner eins bekommen.
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Hertha Streckfuß hatte inzwischen das Buffet aufgebaut, das für jeden etwas bot. Vom Schweinebraten mit Knödel über Schnitzel mit Kartoffelsalat bis zum Rahmschnitzel mit Spätzle. Sie müssen’s uns einfach glauben, es schmeckte hervorragend!!
Und die „W-ezen“ (Brezen in „W“-Form) rundeten das Abendessen ab.
Wenn die Bierprobe ein Vorgeschmack auf die Genüsse beim Volksfest sein soll, dann kann man sich nur freuen, auf das 48. Volksfest in Waldkraiburg, das am 6. Juli um 17 Uhr mit dem Auszug am Rathausplatz beginnt.
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Ach so, das zweite Faß Festbier brauchte an diesem Abend nicht angezapft zu werden. Auch das erste reichte schon zu ausgelassener Stimmung...
120 20 Jahre Gartenbauverein in Buchbach: Tag der offenen Gartentür 13:30
Fein herausgeputzt hatte sich die 3000-Seelen-Marktgemeinde im Nord-Osten des Landkreises. Auf dem Marktplatz warteten Bewirtungszelte und Ausstellungsstände auf die Besucher.
Die hatten den Tag schon um 8 Uhr 30 die Heilige Messe in der Kirche begonnen. Zu früh für so manchen Langschläfer.
Als der Gottesdienst zu Ende war, verpackten die Fahnenabordnungen der Vereine ihre Fahnen und ließen sich zu einem zünftigen Weißwurstfrühschoppen nieder.
Die Buchbacher Blaskapelle hatte vor dem Brunnen Platz genommen und empfing die Ehrengäste unter denen neben Buchbachs Ehrenbürgerin Erna Zarmer auch der Vorsitzende des Landesverbandes für Gartenbau und Landschaftspflege war, Mühldorfs Landrat Georg Huber mit seiner Gattin Evi. Natürlich waren alle drei Bürgermeister da, viele Gemeinderäte und auch die örtliche Geschäftswelt durch Franz und Franziska Bauer vertreten. Auch Pfarrer Herbert Aneder ließ es sich nicht nehmen, dabei zu sein.
Bevors richtig losging, ließen sich es sich die Gäste erste einmal schmecken.
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Die Blaskapelle unterhielt, auch wenn das optische High-Light erst noch kommen sollte – wie sie meinten....
Dann begrüßte Bürgermeister Thomas Einwang die Besucher und die Ehrengäste in der guten Stube des Marktes. Sein besonderer Gruß galt den Ehrenvorsitzenden des Gartenbauvereins Max Seider und Elfriede Bögl.
Auch Anita Leukert galt sein Gruß, der Vorsitzenden des Kreisverbandes.
Thomas Einwang gratulierte dem Gartenbauverein zu seinem 20. Gründungsjubiläum. dass er inzwischen 274 Mitglieder hat, zeigt, dass die Gründung vor 20 Jahren eine Lücke im Vereinsleben geschlossen hat. Es ist das Verdienst der sehr aktiven Vorstandschaft während der ersten 15 Jahre, dass der Verein so erfolgreich wurde. Seit fünf Jahren leitet seine Frau Hildegard zusammen mit Monika Hirmer den Verein. Sie haben das Vereinsleben sehr aktiv weiter gestaltet. Allen Verantwortlichen gratulierte Thomas Einwang sehr herzlich zum Jubiläum und sagte ihnen ein herzliches Vergelts Gott.
Der „Tag der offenen Gartentür“ wird sicher einer der Höhepunkte im Vereinsleben und der Gemeinde. Für die umfangreichen Vorbereitungen dankte Thomas Einwang den Mitgliedern des Gartenbauvereins und den Eigentümern der Gärten herzlich. Dem Gartenbauverein wünschte er für die Zukunft alles Gute und der Veranstaltung gutes Gelingen und den Besuchern viele neue Erkenntnisse und bleibende Eindrücke.
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Gartenbauvereinsvorsitzende Hildegard Einwang schloss sich den Begrüßungsworten von Bürgermeister Thomas Einwang an, dankte Pfarrer Herbert Aneder, dem Kirchenchor und den Fahnenabordnungen für die würdige Gestaltung des Gottesdienstes, der Blaskapelle und der Feuerwehr für ihre Unterstützung. Ihr Dank galt allen Helferinnen und Helfern, die dazu beigetragen haben, die Veranstaltung vorzubereiten.
Besonderer Dank galt den Gartenbesitzern, die durch ihre Bereitschaft die Gärten für Besucher zu öffnen, diese Veranstaltung erst möglich gemacht haben.
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Der Vorsitzende des Landesverbandes für Gartenbau und Landschaftspflege – Landrat Georg Huber – freute sich, gleich zwei Ereignisse feiern zu können: Das Jubiläum des Gartenbauvereins und den Tag der offenen Gartentür.
Ein Gärtner braucht nicht zu reisen, wenn er seinen Garten versorgt soll Johann Wolfgang von Goethe sinngemäß gesagt haben. Auch wenn man so denken könnte, ist es doch hilfreich, zu den Gärtnern nach Buchbach und Felizenzell zu reisen um sich neue Ideen und Anregungen zu holen. 14 Gärten boten hier nicht nur Vorbilder sondern ihre Besitzer im Fachgespräch auch so manchen Tipp. Wo sich Gärtner treffen, fehlt es nie an Gesprächsstoff!
Landrat Huber freute sich über die große Zahl offener Gärten in Buchbach, die es ermöglicht haben, einen Rundgang durch den ganzen Markt zu gestalten. Rundgang und Bewirtung am Marktplatz bieten nicht nur die Besichtigung der Gärten sondern auch Gelegenheit, die Dorfgemeinschaft zu stärken. (O-Ton: 1:58:54:08 Buchbach lebt...leistet)
Georg Huber dankte Hildegard und Thomas Einwang für ihre Initiative und die viele Arbeit in der Vorbereitung zu diesem großartigen Gartenfest, mit dem sie den Besuchern und den Neugierigen einen wunderschönen Tag bereiten wollen.
Er würdigte den Gartenbauverein, der den Landkreis durch Vorträge, Pflanzenmärkte und mit Ausflügen bereichert. Dabei pflegen sie nicht nur den grünen Daumen sondern auch den regen gesellschaftlichen Austausch. Dazu wünschte er auch weiterhin immer gutes Wetter und Gottes Segen.
Abschließend freute sich Georg Huber, als Präsident des Landesverbandes für Gartenbau und Landschaftspflege den Tag der offenen Gartentür gerade in Buchbach eröffnen zu dürfen, wo es sicher am meisten Gärten in einer einzigen Gemeinde in ganz Oberbayern zu sehen gibt.
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Bürgermeister Thomas Einwang lud abschließend die Besucher ein, sich auf den Rundgang zu begeben, die Gärten zu besuchen und wünschte den Gästen einen erlebnisreichen Tag.
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Inzwischen war auch das optische High-Light zur Blaskapelle hinzugestoßen... (eine hübsche junge Klarinettistin.... – O-Ton Trompeter!!!)
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Wir hatten die Gelegenheit, Bürgermeister Thomas Einwang, den Präsidenten des Landesverbandes für Gartenbau und Landschaftpflege – Landrat Georg Huber und seine Gattin Evi – und Ehrenbürgerin Erna Zarmer auf ihrem Rundgang durch vier Gärten zu begleiten.
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Los ging's in Felizenzell, wo die Ehrenvorsitzende des Gartenbauvereins Elfriede Bögl ihren Garten geöffnet hatte. Das ehemalige Sachl haben Simon und Elfriede Bögl geradezu in einen Park umgestaltet. Schon an der Einfahrt begrüßen zwei Senioren die Gäste. Vorbei geht’s an Spalierobstbäumen auf der Sonnenseite und kleinen Inseln mit steinernen Figuren zum Gemüsegarten auf der linken, zu den Obstbäumen in der Mitte und zum Ziergarten auf der rechten Seite des hinteren Hofes. Brunnen und Gewächshaus untestützen den Gärtner.
Mittendrin die Kirche, deren Kern gotisch ist, die im Barock ausgebaut und 1989 zuletzt renoviert worden ist.
Die Kirschen und die ersten Äpfel können bald geerntet werden.
Der gesamte Garten ist liebevoll gehegt und gepflegt.
Sogar die Südseite nutzen sie für Pflanzen, die’s besonders warm mögen.
Simon und Elfriede Bögl hatten in der Garage eine Verpflegungsstation eingerichtet und bewirteten die Gäste mit Kaffee und Kuchen, mit Eis und Eiskaffe.
Na – schmeckt’s? (Kleiner Knirps mit riesigem Tortenstück!)
Immer mehr Besucher spazierten durch den Garten, blieben hier stehen und blieben dort stehen. Man sah ihnen den fachlichen Blick an, mit dem sie versuchten, des Gärtners Gedanken nachzuvollziehen um es später nachzumachen.
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Gleich nebenan hatte der Sohn von Elfriede und Simon Bögl seinen Garten geöffnet. Astrid und Manfred Bögl mussten mit der Hanglage zurecht kommen und den Garten so gestalten, dass ihre Kinder sich austoben können. Natürlich sieht so ein Garten anders aus als der Park der Eltern.
Und natürlich fehlen auch hier Hochbeet und Gewächshaus nicht.
Die Stufen, die dem Hang ebene Flächen abjagen, haben Astrid und Manfred Bögl kunstvoll so bepflanzt, dass sie nicht allzu viel Pflege erfordern.
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Nach einem erfrischenden Eiskaffee ging's weiter zu Max Seider, der einen ganz anderen Garten pflegt. Dort stieß Helene Humplmaier zu der kleinen Besuchergruppe. Die stellvertretende Vorsitzende des Bezriksverbandes für Gartenbau und Landschaftspflege überreichte Max Seidler ein Buch als Anerkennung für seine Mitwirkung beim Tag der offenen Gartentür.
Max Seider freute sich, dass seit der Gründung des Gartenbauvereins Buchbach regelrecht aufgeblüht ist. Seit seinem Rücktritt als Vorsitzender ist er noch heute im Verein zuständig für das Mostpressen und den Erdbau.
Als noch der Vorstand des Vereins in Mühldorf – Lothar Köppl – zur Gruppe dazustieß und dritter Bürgermeister Dr. Wolfgang Limmer die Abkürzung genommen hatte, war die Runde komplett und Helene Humplmaier konnte das Buch in Anerkennung überreichen.
In Max Seiders Garten gibt es einen naturblassenen Bereich, eine gemütliche Sitzecke und einen Gemüsegarten wo er die Pflanzen in Kästen und Töpfen zieht.
Er hatte uns seine Besonderheit empfohlen: Kirschtomaten! – Na ja – Kirschen halt, die er an die Tomatenstauden drangehängt hatte.... . Dafür schmeckte sein Most ausgezeichnet!
Immer mehr Besucher interessierten sich für die Gärten, darunter ganze Familien sogar mit Kinderwägen.
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Der nächste Garten gehört Alfred Kopecki. Der Schreinermeister und seine Familie müssen für ihre Firma da sein, können nicht so leicht in Urlaub fahren und haben sich deshalb den Urlaub in den Garten geholt.
Hier sind sogar die Mitarbeiter- und Kundenparkplätze Teil der gepflegten Gartenanlage.
Bürgermeister Thomas Einwang und Landrat Georg Huber ließen sich willkommen heißen.
Blickt man auf diesen Garten mit mediterranem Flair mit Swimming-Pool, Teich und Gewächshaus, dann kann man verstehen, dass die Besitzer nicht mehr zu verreisen brauchen um Erholung zu finden.
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Die Parkplätze entlang der Straßen waren genau so voll wie die an den Einkaufsmärkten. Zwischen 4 und 5.000 Besucher schätzten die Veranstalter haben sich an diesem Nachmittag die 14 Gärten in Buchbach angesehen. Die weitaus meisten Besucher kamen von auswärts und waren wohl zum ersten Mal in Buchbach.
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Der nächste Garten, den wir besuchten war der von Steinmetzmeister Martin Dichtl. Auch hier gleicht schon die Einfahrt aufs Grundstück einer Parkanlage. Im Garten warteten Rosen, ein schön gestalteter Freisitz und Spalierobstbäume auf die Besucher. Und neben den Gemüse-Hochbeeten – ganz hinten im Eck – die Entchen.
Auch hier viele kleine Details, die zeigen, dass die Besitzer viel Freude an ihrem Garten haben.
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Auf dem Weg zurück zum Parkplatz kommen wir vorbei am Insektenhotel, das der Verein erst kürzlich gebaut hat und das ideale Schlupflöcher und bietet.
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Am Ende unseres Rundgangs kamen wir bei Feuerwehrvorstand Ludwig Mottinger vorbei, der gerade Gästen seinen neuen Brunnen zeigte. Neben Palmen im Süden gabs hier im hinteren Bereich einen großen Gemüsegarten in Hochbeeten und mehreren Gewächshäusern zu studieren. Auch hier blüht und grünt es nur so.
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Als um 17 Uhr die offenen Gartentüren wieder schlossen, blickten sowohl Gemeinde als auch Gartenbauverein und natürlich die Gartenbesitzer auf eine sehr gelungene Veranstaltung zurück, die noch lange Gesprächsthema bleiben wird. Besonders auch deshalb, weil die Gartenbesitzer keinerlei Schäden zu beklagen hatten, noch nicht einmal weggeworfenen Müll oder Papier aufsammeln mussten. Und das, obwohl durch manche Gärten zwischen 1.600 und 3.000 Besucher flaniert sind.
Wir möchten uns bei Bürgermeister Thomas und Hildegard Einwang für den schönen Rundgang herzlich bedanken, der für uns viel weniger ein Arbeitseinsatz war, als ein Spaziergang mit Freunden.

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