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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
273 CSU nominiert Kandidaten für die Wahl in den Kreistag
11:30
49
Fast voll besetzt war der große Saal beim Kreuzer-Wirt in Mettenheim als CSU Kreisvorsitzender Dr. Marcel Huber gut gelaunt die Deligierten begrüßte. Nach so vielen erfolgreichen Wahlen gilt es nun die nächste Wahl vorzubereiten, begrüßte er Landrat und Landratskandidat Georg Huber. Begrüßen konnte er auch Bezirksrätin Claudia Hausberger, die Kreisräte, die Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte und etwas später MdL Dr. Martin Huber.
Dr. Marcel Huber betonte die Bedeutung des Kreistages und die Vielfalt der Themen, die er zu verantworten hat. Nichts von all dem läuft von selbst, vieles wird ideologisch motiviert in alle möglichen Richtungen gezogen und gezerrt. Um das zu verhindern ist eine möglichst breite Mehrheit der CSU nötig.
Bei der Wahl 2008 konnte die CSU nur 29 der 60 Kreistagsmandate erhalten und damit erstmals nicht die absolute Mehrheit. Da Sachentscheidungen so plötzlich von Parteiinteresen überlagert wurden, war es manchmal schwierig, vernünftige Lösungen zu finden. Es gilt nun, die absolute Mehrheit zurück zu erobern. Nur so kann alles weiter so gut laufen wie in den vielen Jahren zuvor – so, wie das Landrat Huber schon bei seiner Nominierung dargestellt hat.
Es war nicht so einfach, eine Liste aufzustellen, die die Gesellschaft im Landkreis abbildet. Die unterschiedlichen Interessen von Städten, Märkten und Gemeinden in unserem großen Landkreis sollten die Kandidaten auf der Liste reflektieren.
In einer Arbeitsgruppe hatte der Kreisverband der CSU deshalb einen Modus gefunden, den dann Kreistagsfraktionsvorsitzender Anton Sterr erläutern sollte.
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Nachdem Bundeswahlkreisgeschäftsführer Walter Göbl zum Wahlleiter bestimmt und umfangreiche Formalitäten erledigt waren, erläuterte Anton Sterr die Entstehung der Liste der Kreistagskandidaten. In der Arbeitsgruppe mit Dr. Marcel Huber, Landrat Georg Huber, Bürgermeister Thomas Einwang, Max Heimerl, Ilse Preisinger-Sontag, Manfred Kroha und Christa Obermeier haben sie sich im Sommer auf folgende Vorgehensweise geeinigt:
Auf Grund des Wahlergebnisses 2008, wo sie nur 46,49 % der Stimmen erreicht hatten, kam der Zusammensetzung der neuen Liste besondere Bedeutung zu. Die bewährte Aufteilung des Landkreises in 7 Regionen wurde beibehalten. In einer Spitzengruppe wurden Mandatsträger und ein Sprecher jeder Region zusammengefaßt. Alle Regionen bestimmten dann ihre Kandidaten unabhängig und autark wobei die Bürgermeisterkandidaten aus Mühldorf und Waldkraiburg prominent plaziert werden sollten. Auch wenn JU und FU berücksichtigt werden sollten, war es doch das Ziel, den Bürgermeistern gute Plätze zu geben. So sind nun neun Bürgermeister und drei Bürgermeisterkandidaten in sechs Gruppen auf der Liste vertreten.
In der Spitzengruppe vertreten sind die Vorsitzenden der CSU im Landkreis, die Mandatsträger, die Vorsitzenden der Arbeitskreise und die Sprecher der Regionen.
Maßgeblich für die Plazierung der Kandidaten war die Einwohnerzahl der Region und das Ergebnis bei der letzten Kommunalwahl.
Das Ergebnis der umfangreichen Berechnung stärkt besonders die kleineren Gemeinden, die bereits 2008 sehr gute Ergebnisse erhalten haben.
Eine Besonderheit ist die Region Mühldorf: Eine Lösung für die schwierige Situation hier war nur durch aktiven Einsatz ihres Sprechers möglich: Ulli Niederschweiberer verzichtete auf seine Position in der Spitzengruppe ermöglichte damit Bürgermeisterkandidat Stefan Lasner dort anzuordnen.
Ähnlich verzichtete der Sprecher der „Gruppe West“ und half so, die Region Mühldorf zu stärken. Auch Waldkraiburg hat durch Verzicht ohne Kompensation dazu beigetragen, die Liste zu stärken. Anton Sterr dankte besonders Ulli Niederschweiberer für seine Verzicht auf persönliche Interessen zu Gunsten gesamten Gruppierung. Er erwähnte auch Rupert Rigam, der ebenfalls freiwillig auf Platz 45 zurückgegangen ist. Diese Lösung hat die Arbeitsgruppe gemeinsam beschlossen.
Von den 29 Kreisräten kandidieren nur drei nicht mehr: Hans Rambold, Eva Köhr und Rupert Staudhammer. Die CSU ist damit auch weiterhin die einzige Gruppierung, die in der Lage ist, alle Regionen des Landkreises zu vertreten.
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Da keine Fragen dazu waren, trat Walter Göbl in die Wahl ein. Christina Obermeier stellte die Kandidaten vor.
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In Block 1, auf den Listenplätzen 1 bis 14 kandidieren:
Landrat Georg Huber,
Dr. Marcel Huber,
Julia Bartz,
Claudia Hausberger,
Anton Sterr,
Ilse Preisinger-Sontag,
Manfred Kroha,
Christa Heindl,
Siegfried Höpfinger,
Maximilian Heimerl,
Jakob Bichlmaier,
Thomas Einwang,
Charlotte Konrad,
und Stefan Lasner.
Über Block 1 stimmten die Deligierten dann ab.
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In Block zwei auf den Plätzen 15 bis 23 kandidieren:
Franz Artinger,
Christine Graupner,
Petra Jackl,
Harald Jungbauer,
Alfred Lantenhammer,
Stefan Mooshuber,
Franz Rost,
Franz Strohmaier,
und Dr. Winfried Weiß,
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In Block drei auf den Plätzen 23 bis 33 kandidieren:
Manfred Denk,
Annemarie Haslberger,
Bernhard Huber,
Michael Kasenbacher,
Daniela Reingruber,
Ernst Reinthaler,
Rosina-Maria von Roennebeck,
Inge Schnabl,
Georg Thalmeier,
und Georg Wimmer.
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Walter Göbl konnte schon das Ergebnis der Abstimmung über Block 1 bekanntgeben: Von 169 abgegebenen Stimmen haben 165 mit Ja gestimmt, 4 mit Nein. Auf 8 Stimmzetteln waren Streichungen vorgenommen worden. Alle Kandidaten nahmen die Wahl an.
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In Block vier auf den Plätzen 34 bis 43 kandidieren:
Otto Baumgarten,
Angelika Deißenböck,
Dr. Karl Dürner,
Michel Hausperger,
Dr. Herbert Heiml,
Ludwig Huber,
Siegfried Klika,
Florian Loserth,
Ludwig Schletter,
und Thomas Stadler.
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In Block fünf auf den Plätzen 44 und 45:
Ulrich Niederschweiberer und Rupert Rigam.
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In Block sechs auf den Plätzen 46 bis 60:
Josef Eisner,
Katrin Grundner,
Hermann Häckl,
Stefan Högenauer,
Michael Inninger,
Michael Kulhanek,
Thomas Lainer,
Sebastian Linner,
Lydia Partsch,
Thomas Perzl,
Heike Perzlmeier,
Gertraud Reiser,
Lorenz Salzeder,
Stefan Schalk,
und Rainer Zwislsperger.
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Schließlich stimmten die Deligierten über diese Ersatzkandidaten ab.
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In der Auszählpause würdigte Landrat Georg Huber die Arbeit des derzeitigen Kreistages, der es ihm erst möglich gemacht hatte, so vieles umzusetzen. Den Haushalt in Ordnung zu bringen, die Müllentsorgung neu zu regeln, zahlreiche Straßen neu zu bauen oder zu sanieren, den Landkreis familienfreundlich zu machen und der Bildung höheren Stellenwert einzuräumen wäre ohne die Zustimmung der Kreisräte und der CSU im Landkreis nicht möglich gewesen. Dafür galt den Deligierten und allen Kreistagsmitgliedern sein Dank, besonders seiner Stellvertreterin Eva Köhr.
Auch Anton Sterr galt sein Dank, der als Fels in der Brandung großen Anteil an den Erfolgen hat. Besonderer Dank galt den Bürgermeistern, die den Kreishaushalt einmütig mittragen. Er hoffte, daß sie bis März so weiterarbeiten können und sich trotz mancher Meinungsunterschiede das auch nach der Wahl fortsetzen läßt. Nun gilt es zusammen zu stehen und das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
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Dr. Marcel Huber nutzte die Gelegenheit um die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen in Berlin zu erläutern, an denen er teilnehmen durfte.
Obwohl CSU und CDU die Bundestagwahl gewonnen haben, lautete der Wählerwille, zwar das Land zu regieren aber in einer Koalition.
Da Rot-Rot-Grün verhindert werden sollte, wurden Gespräche mit der SPD aufgenommen. In Arbeitsgruppen wurde intensiv diskutiert. Da verhandelte dann schon einmal SPD und CSU gegen die CDU!
Da die Deligierten die Ergebnisse in ihren Ortsverbänden vertreten müssen, erläuterte Dr. Marcel Huber zahlreiche Verhandlungsergebnisse. Dabei war er der Meinung, der Koalitionsvertrag stellt einen guten Kompromiß dar. Einmal gibt es ab 2015 trotz Verzichts auf Steuererhöhungen keine Neuverschuldung mehr. Dann konnte die Mütterrente durchgesetzt werden – auch gegen die CDU. Schwierig war das Thema Autobahnmaut für Ausländer, die inzwischen auch bei Kanzlerin Angela Merkel angekommen ist. Dr. Marcel Huber ging davon aus, daß daraus 5 Milliarden Euro pro Jahr einzunehmen sind und damit auch die A94 fertig gebaut werden kann.
Einziger Wermutstropfen ist die Einführung des Mindestlohns, bei dem der Vorschlag der CSU nicht umgesetzt werden konnte. In der Summe war Dr. Marcel Huber ganz zufrieden mit dem Ergebnis der Verhandlungen.
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Ulrich Niederschweiberer dankte im Namen der Landwirte für den Einsatz Dr. Marcel Hubers dafür, daß die Position der bäuerlichen Landwirte gegen landiwirtschaftliche Großbetriebe erhalten werden konnte. Damit bleiben die guten Perspektiven für Betriebsnachfolger erhalten.
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Walter Göbl konnte die Wahlergebnisse bekanntgeben, über die dann in einer weiteren Abstimmung noch einmal abgestimmt wurde. Die endgültige Kandidatenliste finden Sie auf unserer Internetseite.
274 Amtseinführung der neuen Leiterin des Ruperti-Gymnasiums Daniela Raith 15:40
Mit der Ilo-Polka begrüßten Schüler des Ruperti-Gymnasiums die Gäste in der Pausenhalle.
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Stellvertretender Schulleiter, Studiendirektor Alfred Rieder erinnerte daran, daß Menschen das Warten schwer fällt. So auch den Kollegen am Ruperti-Gymnasium im Sommer, als sie ohne Leiter war. Die Gerüchte kochten hoch.
Im Englischen Sprachraum nennt man so eine erwartete Person Mr. oder Mrs. Right – also den oder die Richtige. Partneragenturen auf der ganzen Welt versuchen, Bewerbern diesen oder diese Mr. oder Mrs. Right zuzuführen.
Heikel war für die Ruperti-Schulfamilie der Sommer deshalb, weil die große Partnervermittlung am Münchner Salvatorplatz – also das Kultusministerium - sich sehr lang damit Zeit ließ, Mr. oder Mrs. Right für das Ruperti-Gymnasium zu finden.
Zwar konnte sich der Kandidat die Schule genau ansehen, sie aber konnten nur warten.
Allerdings war das Warten bald vorbei – Mrs. Right hatte sie gefunden und die Ruperti-Familie war mit der Wahl der Partnervermittlung sehr zufrieden, einer Frau mit viel Erfahrung als Schulleiterin und Menschenkenntnis. Das i-Tüpfelchen war dann, daß sie auch noch so heißt: Frau Raith! 
Inzwischen sind die Flitterwochen vorbei und der Schulalltag hat gezeigt, daß sie die richtige bekommen haben.
Damit wollte Studiendirektor Alfred Rieder die zahlreichen Gäste begrüßen. Allen voran Staatsminister Dr. Marcel Huber, der etwas später kommen sollte, Landrat Georg Huber, Mühldorfs dritten Bürgermeister Christian Funiok, Diakon Scharnagl und Pfarrerin Susanne Vogt. Weiters den Ministerialbeauftragten Oberbayern-Ost, den leitenden Oberstudiendirektor Richard Rühl, zahlreiche Stadt- und Kreisräte und viele Schulleiterkollegen, Lehrkräfte, Elternvertreter und einige Schüler. Besonders willkommen hieß er die Familie von Daniela Raith, ihren Ehemann und ihre beiden Töchter.
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Der Oberstufenchor begrüßte die neue Schulleiterin mit einem Kanon.
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Der Ministerialbeauftragte für Oberbayern Ost, Oberstudiendirektor Richard Rühl führte Studiendirektorin Daniela Raith in ihr neues Amt ein.
Den Wandel der Zeit kann man in Schulen an vielem erkennen, am Auffälligsten aber beim Wechsel der Schulleitung. Erstmals erhält das Ruperti-Gymnasium eine Frau als Schulleiterin. Das bringt sowohl für das Kollegium aber auch für die Schüler und ihre Eltern viel Neues mit sich.
Eltern und Lehrkräfte müssen sich erst auf ihre neue Leiterin einstellen. Sie müssen ihre Authorität erkennen und akzeptieren und Lehrkräfte in Ausbildung sie als prägendes Vorbild annehmen.
Auch wenn sie so großen Herausforderungen gegenübersteht, gibt es dafür keine besondere Ausbildung. Schulleitung lernt man durch das Ausüben, durch Versuch und Irrtum.
Die beste Grundlage dafür bildet die Erfahrung, von der Frau Raith über sehr viel verfügt.
Die gebürtige Simbacherin Daniela Raith besuchte dort das Gymnasium und studierte von 1979 bis 1985 in München Mathematik und Psychologie. Nach ihrer Referendarzeit in Landshut kam sie ans Gymnasium nach Pfarrkrichen. Als junge Studienrätin unterrichtete sie Mathematik, Physik und Psychologie. Darüber hinaus war sie an drei Gymnasien als Schulpsychologin tätig.
Nach ihrer Hochzeit bekam sie zwei Töchter und kam jedes Mal nach einem Jahr wieder zurück ans Gymnasium wo sie auch als Personalrätin geschätzt wurde.
Als Referentin half sie in Dillingen Nachwuchslehrer auszubilden und absolvierte die Weiterbildung zur Moderatorin und Supervisorin (deutsch aussprechen) mit Diplom-Abschluß.
In zahlreichen Aktivitäten neben dem Schulalltag half sie, das Schulwesen in Niederbayern weiter zu entwickeln.
Als Mitarbeiterin im Direktorat des Gymnasiums in Pfarrkirchen konnte sie seit 2003 Erfahrung mit dieser Tätigkeit sammeln. So wurde sie im August 2009 ständige Stellvertreterin des dortigen Schulleiters.
Als optimistischer Mensch mit positiver Ausstrahlung bringt sie die besten Voraussetzungen mit, eine große Seminarschule wie das Ruperti-Gymnasium zu leiten.
Richard Rühl ging nun auf die Erwartungen ein, die mit dem Wechsel eines Schulleiters einher gehen. Er betrachtete die Argumente derer, die auf Kontinuität des Bewährten setzen und derer, die jetzt alles anders machen möchten. Er kam zur selben Schlußfolgerung wie Henry Ford: Das Geheimnis des Erfolges ist es, den Standpunkt des anderen zu verstehen.
Sie sollten nun Bewahrenswertes erhalten und sich für Neues öffnen und sich damit auseinandersetzen. Das hatte schon Mao-Tse-Tung erkannt, der gemeint hatte, wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, trägt sie an der falschen Stelle....
Damit führte er Daniela Raith in ihre neue Funktion als Schulleiterin ein und überbrachte ihr die Glückwünsche des Kultusministeriums.
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Allerdings war Oberstudiendirektor Rühl damit nicht zu Ende: Er bat Daniela Raith zu sich um ihr die Ernennungsurkunde in das Beamtenverhältnis als „Oberstudiendirektorin zur Probe“ zu überreichen.
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Anna Guggenberger setzte fort mit Johann Sebastian Bachs Sonate in Es-Dur.
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Staatsminister Dr. Marcel Huber entschuldigte zunächst seine Verspätung und sein Telefonat im Vorraum....
Wenn er nun in vertrauter Umgebung einen Wohlfühl-Termin wahrnehmen darf, dann erinnert er sich gern an die guten alten Zeiten am Ruperti-Gymnasium. Seine bisherigen Funktionen haben ihn verstehen lassen, was Daniela Raith in ihrem Leben bereits geleistet hat.
Als Niederbayerin hieß er sie im oberbayerischen Mühldorf herzlich willkommen. Er freute sich darüber, daß mit ihr eine Mathematikerin die Leitung des Gymnasiums übernommen hat.
Auch als Schulpsychologin wird sie in einer Zeit gefordert sein, in der junge Leute in immer schwierigerem Umfeld aufwachsen.
Daß sie das alles an einem bayerischen Gymnasium ausüben darf, ist eine ganz besondere Auszeichnung. Schließlich gibt es hier das bayerische Abitur, um das uns viele beneiden.
Er erinnerte sich gern daran, daß er hier die Grundlagen für sein Schaffen erhalten hat und wünschte auch Daniela Raith alles Gute, viel Erfolg und Gottes Segen. (O-Ton Wenns a Problem haben dann kommens....)
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Landrat Gerog Huber gratulierte Daniela Raith zunächst zur Beförderung und zur neuen verantwortungsvollen Aufgabe. Er hatte schon erlebt, daß sie sich bereits sehr wohl fühlt.
Wenn man Besuch erwartet, wird vorher ordentlich aufgeräumt. So auch hier am Gymnasium. Dazu wurde sogar das ganze Gymnasium saniert...
Es war ja auch eine ihrer ersten Aufgaben, das sanierte Gebäude einzuweihen. Ganz fertig wird’s aber erst im kommenden Jahr.
Mit ihrem Wechsel ans Gymnasium Mühldorf ist sie einen großen Schritt gegangen, meinte Landrat Georg Huber. Er erwartet, daß sie alle Aufgaben meistern wird, auch die Kniffligen. Dafür ist sie ja auch Mathematikerin.
So freute er sich auf die Zusammenarbeit und hieß sie herzlich in der Schulfamilie willkommen.
Damit überreichte er ihr den obligatorischen Regenschirm des Landkreises.
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Auch dritter Bürgermeister Christian Funiok hieß die erste Frau an der Spitze des Ruperti-Gymnasium herzlich willkommen. Gute Ratschläge wollte er ihr keine geben, weil sie doch nicht befolgt würden. Da die vielen Aufgabenstränge leicht verknoten können, hoffte er, daß es ihr gelingen möge die Knoten immer wieder zu lösen. Langeweile wird dabei wohl kaum aufkommen. Dazu wünscht er ihr Freude und Erfolg und überreichte ihr ein Stadtbuch als Willkommensgeschenk.
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Veronika Didden unterhielt mit „Magic Wings“
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Elternbeiratsvorsitzende Monika Haneder freute sich, daß nun die Schulleitung wieder vollzählig ist und der Wechsel so reibungslos vonstatten gegangen ist. Da die Schule ähnlich einer Flußfähre an einem starken Seil fährt wünschte sie Daniela Raith, daß sie das Ruder immer festhalten kann und dabei wenig Gegenströmung überwinden muß.
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Schülersprecherin Annika Keindl verglich ihre Nervosität bei ihrer ersten Rede mit der Nervosität von Daniela Raith an ihrem ersten Tag am Gymnasium. Gerade die Schülerinnen freuten sich über die erste Leiterin dieser Schule. Genau deshalb war sie für sie schon jetzt ein Vorbild.
Sie gab ihr ein Zitat von Xavier Naidoo mit auf den Weg: (O-Ton Dieser Weg wird kein leichter sein.... )
Sie wünschte sich, daß sie zusammen dieses „so viel mehr“ entdecken und erleben werden...
(Niemand hat so viel Applaus bekommen wie diese kleine Maus! )
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Personalratsvorsitzender Daniel Seeharsch trug eine Verschwörungstheorie vor: Im Geheimen ist es der Fachschaft Mathematik gelungen, die Schulleitung zu übernehmen. Das hat die anderen aufgeschreckt. Platon hatte den Zutritt für Nicht-Mathematiker verboten. Wird es hier auch so weit kommen? Er dachte nicht. Bedenken hatte er nur bei einem!!!!!
Er würdigte die besonderen Denkstrukturen von Mathematikern, die schon deshalb als Schulleiter besonders geeignet sind.
Auch wenn sie nun mehr Managerin sein muß, darf sie nie aufhören Pädagogin zu sein. Eine Schule ist mehr als ein Dienstleistungsunternehmen. So wünschten er sich, daß sie am Fortschritt teilnehmen, ohne aber jedem Trend nachzulaufen. Dabei sicherte er ihr die Unterstützung des Kollegiums zu und hoffte auf allseits gute Zusammenarbeit.
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Weiter gings mit Astor Piazzolas „Alguien“
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Schließlich kam die neue Schulleiterin selbst zu Wort. Daniela Raith dankte herzlich für die musikalischen Einlagen, die jeder Feier erst Würde verleihen.
Allen Rednern dankte sie für die netten Worte und wünschte sich, daß sie sie auch konservieren könnte....
Schon während der Bewerbung sollte sie sich Gedanken darüber machen, was sie ihrem neuen Kollegium sagen wollte. Obwohl es da viele Themen gegeben hätte, wollte sie sich doch darauf beschränken, die Position des Menschen in der Schule darzustellen. Das wollte sie mit dem Gedicht „Salzsammler“ ihres Kollegen Werner Vogt tun. (O-Ton)
Auf allen Wegen begleiten einen Menschen – manche länger, manche kürzer. So freute sich Daniela Raith darüber, daß einige ihrer Wegbegleiter dabei waren um diesen Tag mit ihr zu feiern. Allen voran ihre Familie, die sie immer unterstützt hat und die ihr extremes Zeitmanagement hatte erlernen lassen.
Auch ihrem „alten Team“ galt ihr Dank, das ihr ermöglicht hat, ihre Qualifikationen zu erwerben und Teamplayer zu werden. Sie alle zusammen haben ihr täglich neues Salz gewinnen lassen.
Auch in Mühldorf hat sie schon viele Aufgaben übernehmen dürfen und so schon viele Prisen Salz gewinnen dürfen.
Auf der Stadtführung hat sie erkannt, welche große Rolle das Salz hier gespielt hat.
Aus dem Buch „Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners“ entnahm sie die Erkenntnis, daß erlebte Wahrheiten dazu führen, daß Menschen verschieden sehen, unterschiedlich handeln verschiedene Werte haben – subjektiv beurteilen. Das zu erkennen und daraus Lösungen zu schaffen, die alle Beteiligten akzeptieren können, sah sie schon immer als ihre Aufgabe. Eine Suppe so zu würzen, daß sie allen schmeckt.
Für die Schule heißt das, daß der einzelne Schüler im Mittelpunkt stehen muß. Es heißt auch, daß jeder Lehrer sich nach den Bedürfnissen der einzelnen Schüler ausrichten muß ohne jedoch das Große und Ganze aus den Augen zu verlieren.
Verbindet man diese beiden Richtschnüre, den Salzsammler und den Wahrheitssucher, dann ergibt das ihr Verständnis ihrer Rolle an der Schule.
Dabei war sie dankbar für jede Anregung und Kritik, von denen jede einzelne dazu beigetragen hat, das Ganze besser zu machen. Und auch wenn es heißt, viele Köche verderben den Brei, dann zeigen Sternenköche, daß viele Spezialisten dazu beitragen gemeinsam das Beste zu machen.
So wollte sie zusammen mit dem Kollegium, den Verwaltungsmitarbeitern und den Hausmeistern ein möglichst schmackhaftes Menü gestalten, auch wenn dazu Kartoffelschälen und Zwiebelschneiden gehört, also Anstrengung und harte Arbeit.
(O-Ton 1:19:07:00 Ich werde mein bestes Tun...)
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Abschließend lud die Schule zum gemütlichen Gedankenaustausch in die Mensa des Gymnasiums ein.
275 Feuerwehr der Stadt Mühldorf weiht zwei neue Fahrzeuge 9:10
Da heuer viele Feuerwehren und Hilfsdienste neue Fahrzeuge bekommen und dazu die Nachbarn eingeladen haben, konnte Vorstand Josef Birnkammer auch diesmal eine große Zahl Gäste in der Fahrzeughalle zur Fahrzeugweihe willkommen heißen. Fast der gesamte Stadtrat war vertreten, beide Bürgermeister, MdL Günther Knoblauch und Landrat Georg Huber. Selbstverständlich Kreisbrandrat Karl Neulinger und die Kommandanten der umliegenden Feuerwehren – manche mit Fahnenabordnungen. Dazu Dekan Roland Haimerl und Pfarrerin Susanne Vogt.
Josef Birnkammer hat bei seiner Begrüßung niemand vergessen, auch nicht Matthias Müller, Andreas Wageneder vom THW, Alfred Lehmann von den Stadtwerken und Gerhard Deißenböck vom Katastrophenschutz des Landkreises. Und natürlich auch nicht die zahlreichen Kameraden.
Selten kann die Feuerwehr zwei Mal im Jahr zu einer Fahrzeugweihe einladen, freute er sich und hieß die Gäste willkommen.
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Es war ein wahnsinnig toller Tag für die Feuerwehr Mühldorf, meinte Kommandant Günther Starzengruber. Zum zweiten Mal in diesem Jahr kann die Feuerwehr neue Fahrzeuge segnen lassen.
Bei der Beschaffung des TLF im Sommer sparte die Stadt durch die gemeinsame Beschaffung mit der Feuerwehr Waldkraiburg 60.000 Euro ein und ermöglichte dadurch den vorgezogenen Kauf des neuen Kommandofahrzeuges, das schon lange auf der Wunschliste gestanden hatte.
Im Vergleich mehrerer Angebote fiel die Entscheidung auf diesen Audi Q5, der tatsächlich nur 39.000 gekostet hat – komplett mit der gesamten Feuerwehrausstattung! Jeder private Käufer würde wesentlich mehr bezahlen!
Der Audi Q5 hat einen 2-Liter-Motor mit 177 PS, eine S-Tronic-Schaltung, Xenon-Scheinwerfer und ist ab Werk bereits mit Blaulicht, Funkvorbereitung und allem ausgestattet, was die Feuerwehr braucht. Klimaanlage, Navigationsgerät und so weiter sind bei diesem Typ ohnehin Standard.
Und das alles für knapp 39.000 Euro!
Ein Tablet-PC, leichter Atemschutz und ein Infrarot-Temperatur-Meßgerät wurden vom früheren Fahrzeug übernommen. Nur ein modernes Smartphone wurde neu angeschafft. Damit steht der Feuerwehr Mühldorf ein aktuelles Einsatzleitfahrzeug zur Verfügung.
Günther Startengrubers Dank galt besonders der Stadt Mühldorf, Bürgermeisterin Ilse Presinger-Sontag, dem ehemaligen Bürgermeister Günther Knoblauch, den Stadträten und den Mitarbeitern der gesamten Stadtverwaltung.
Natürlich weiß die Feuerwehr, daß die Stadt nicht alle Wünsche sofort erfüllen kann – umso mehr, als es doch immer um teuere Anschaffungen geht. Trotzdem haben sie noch immer alles erhalten, was sie sich gewünscht haben. Darauf war Günther Starzengruber besonders stolz und dankbar.
Dank galt auch den Firmen Audi AG und Abel und Teuffl für die besonders zuvorkommende Behandlung der Feuerwehr Mühldorf.
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Lang gedauert hat dafür die Diskussion über das Katastrophenschutzfahrzeug, das lange Zeit in Waldkraiburg gestanden hatte – erinnerte sich Günther Starzengruber. Nun wird das Dekon-P-Fahrzeug in Mühldorf betreut und auch gewartet. Das Fahrzeug, das im Jahr 2000 in Dienst gestellt worden war und mit der Dekontaminationsausrüstung des Bundes bestückt ist, gehört zum ABC-Zug des Landkreises.
Nach der Überprüfung der Ausrüstung konnte die Beladung von Paletten auf Rollwagen umgestellt werden, was wesentlich schneller geht. Für die 14.000 Euro, die der Landkreis darür aufwandte, galt sein Dank Landrat Georg Huber.
Auch wenn das Fahrzeug nun in Mühldorf steht, bleibt es Bestandteil des ABC-Zuges des Landkreises, der zusammen mit den Feuerwehren in Waldkraiburg, Schwindegg und Walkersaich betreut wird. Die damit begründete neue Kooperation wurde bereits durch gemeinsame Übungen vertieft.
Mit der Aufteilung der Verantwortung für den ABC-Zug auf vier Feuerwehren sind sie nun bestens für die Zukunft gerüstet, war Günther Starzengruber sicher. Dafür galt den Kameraden aus den drei Orten sein besonderer Dank.
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Auch die Stadt Mühldorf hat davon Vorteile weil der Katastrophenschutz-Anhänger der Wehr längst zu klein ist und in Kürze hätte ersetzt werden müssen. Langfristig also eine Ersprarnis.
Abschließend dankte Günter Starzengruber Landrat Georg Huber und den Mitarbeitern im Landratsamt sowie dem städtischen Bauhof, der das Fahrzeug zwei Tage lang neu aufbereitet hat.
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Zweite Bürgermeisterin Ilse Preisinger-Sontag hatte eine zweite Fahrzeugsegnung in diesem Jahr auch nicht erwartet. Wenn jetzt gleich zwei Fahrzeuge in Dienst gestellt werden können, zeigt das, welche Bedeutung die Stadt der Ausrüstung der Feuerwehr beimißt. Schließlich sollen alle jene, die im Dienst immer wieder ihre Gesundheit und ihr Leben riskieren die bestmögliche Ausrüstung zur Verfügung haben.
Wenn es gelingt, so günstig einzukaufen wie beim Kommandofahrzeug und wenn Investitionen durch Kooperation eingespart werden können, wie beim Katastrophenschutzfahrzeug, dann kann das nur im Interesse der Stadt sein.
Sie wünschte allen erfolgreiche Übungen und so wenig wie möglich Einsätze – wenn aber, dann immer gesunde Rückkehr.
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Landrat Georg Huber gefiel das neue Kommandofahrzeug, besonders deshalb, weil der alte halt auch nicht mehr der agilste war....
Kommandofahrzeuge sind dringend nötig weil sie die Entscheider voraus zum Einsatzort bringen und diese dann die Mannschaft richtig einsetzen können.
Beim anderen Fahrzeug merkt man schon am Nummernschild, daß es etwas älter ist. Sie haben ihn top hergerichtet, er sieht fast aus wie neu. Dafür dankte Landrat Huber der Mühldorfer Wehr.
Dank galt ihnen auch für die gute Zusammenarbeit mit dem Katastrophenschutz und den Kameraden in Waldkraiburg, Schwindegg und Walkersaich. Damit setzen sie um, was er schon lange fordert: Die interkommunale Zusammenarbeit. Natürlich sollten sie die gute Zusammenarbeit auch weiter pflegen.
Für den Platz, das Üben und die Verantwortung, die sie nun zusätzlich übernehmen galt Landrat Huber der Mühldorfer Wehr sein besonderer Dank.
Und wenn sie noch etwas brauchen, sollen sie’s nur sagen, meinte Landrat Georg Huber. Dann ist der Landkreis schon zur Stelle!
Damit wünschte er ihnen allen mit den Fahrzeugen „ein bissal an Spaß“ und – sollte es doch zu Einsätzen kommen - immer gute Heimkehr.
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MdL Günther Knoblauch freute sich dabei sein zu können. Er erinnerte sich, daß so eine Zusammenarbeit schon vor einigen Jahren angedacht war. Schon damals war die Frage, wohin mit dem Fahrzeug und wer sollte sich darum kümmern.
Die Zusammenarbeit hat nun die Lösung gebracht – eine tolle Geschichte von der das Signal ausgehen sollte, daß das überall so sein könnte.
Damit wünschte auch er viel Glück und alles Gute.
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Kreisbrandrat Karl Neulinger faßte sich sehr kurz und beschränkte sich darauf zu beiden Fahrzeugen zu gratulieren.
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Dekan Roland Haimerl wurde erst während eines Aufenthalts im Krankenhaus bewußt, wie oft die Feuerwehr ausrückt und wie oft sie Hilfe leisten.
So wollten er und Pfarrerin Susanne Vogt alle segnen, die mit den Fahrzeugen ausrücken um anderen zu Hilfe zu eilen: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“.
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Josef Birnkammer und Günther Starzengruber schlossen damit die Feierstunde aber nicht ab. Vielmehr wollten sie Günther Knoblauch Dank sagen, der ihnen 24 Jahre lang ein sehr guter Ansprechpartner war. Dafür überreichten sie ihm ein bißchen etwas Flüssiges und ein bißchen etwas Passendes...
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Ein kleines Dankeschön hatten sie auch für Herbert Gambihler, der ihnen lange Jahre ein guter Partner war und sich im September in den Ruhestand verabschiedet hatte. Auch für ihn hatten sie ein Geschenk.
Und der revangierte sich mit dem kleinsten Fahrzeug für ihren Fuhrpark.
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Dann schloß Josef Birnkammer die Feierstunde und lud die Gäste zum gemeinsamen Abendessen. So klang der Abend nach und nach langsam aus.
276 Zum Advent: Die Obertaufkirchner Schulhausmusik in der Schloßgaststätte in Waldkersaich 18:50
In der Gaststube der Schloßgaststätte in Walkersaich haben wir die Schulhausmusik getroffen, der wir ein bißchen zuhören wollen.
Frau Gaigl, die Schulhausmusik ist ja nur eine von fünf Gruppen, die sie ausbilden, für die sie Auftritte arrangieren, einfach rundum betreuen. Da waren Sie ja heute schon sehr fleißig. (O-Ton)
Wieviele Nachwuchsmusiker betreuen Sie denn jetzt? (O-Ton)
Sie haben den Kindern das Spielen beigebracht und daraus Gruppen gebildet? (O-Ton)
Spielen sie oft? (O-Ton)
Die meisten Auftritte haben Sie sicher im Advent. (O-Ton)
Da sind sie ja jetzt ganz schön beschäftigt. (O-Ton)
Die meisten besuchen ja noch die Schule? (O-Ton)
An Nachwuchs fehlt’s also nicht. (O-Ton)
Spielen die jungen Leute gern Volksmusik oder wollen sie zwischendurch auch mal etwas modernes spielen? (O-Ton)
Wie lang sind denn die Gruppen beieinander? Wechselt die Besetzung oft? (O-Ton)
Wenn man Euch für eine Veranstaltung haben möchte, muß man sich an Sie wenden? (O-Ton)
Herzlichen Dank Frau Gaigl, einen schönen Advent Ihnen und Ihren Musikern und bis zum nächsten Mal.
277 Der Kulturschupp'n spielt: "Die chinesische Nachtigall" 5:10
Alljährlich im Advent bringt die Mühldorfer Theatergruppe „Kulturschupp’n“ ein Märchen auf die Bühne und unterhält damit vor allem Kinder und Eltern. Sie spielen diese, meist kurzen Stücke in ihrem eigenen Theater an der Mühlenstraße und in Schulen.
Nach „Peterchen’s Mondfahrt“ haben sich Silvia Menzel und Christopher Luber nun der „Chinesischen Nachtigall“ angenommen, einem Märchen von Hans-Christian Andresen. Christopher Luber meinte, es war nicht ganz einfach, den Text so umzuarbeiten, daß ein Bühnenstück daraus wurde. Um so mehr, als er für die Aufführung nur Schauspieler einsetzen konnte, die auch während der Schulstunden mitmachen können. So gelang es ihm, durch Mehrfachbesetzung mit nur acht Schauspielern auszukommen.
Die Geschichte ist schnell erzählt: Der stolze und zornige Kaiser von China ist wütend darüber, daß ihm Gäste und Besucher berichten, das Schönste in seinem Reich wären nicht die Paläste sondern die Nachtigall mit ihrem wunderbaren Gesang.
Er läßt nach der Nachtigall suchen, die vorher noch niemand gesehen hatte und auch vor dem Kaiser niemand sehen sollte.
Schließlich finden sie die Nachtigall und bringen sie in Palast. Der Kaiser ist so fasziniert, daß er sie nur für sich allein haben will. Ihr Gesang besänftigt ihn so, daß er den Henker und die „Tot-Kitzler“ abschafft und das ganze Land aufatmen kann.
Eines Tages kommt der Abgesandte Japans und bringt einen automatischen künstlichen Vogel, der auch singen kann, die „Autogall“. Der singt halt ein bißchen anders...
Der Kaiser läßt sich davon beeindrucken und tröstet sich mit dem automatischen Vogel über die Flucht der Nachtigall hinweg.
Das Schicksal wendet sich, als der mechanische Vogel kaputt geht. Der Kaiser wird krank – schwer krank.
Erst im Angesicht des Todes besinnt er sich seiner Taten und stellt fest, da war viel Schatten aber auch Licht.
Dann kommt die Rettung: Die Nachtigall bringt Gesundheit und Freude zurück in den Palast.
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Die Theatergruppe „Kulturschupp’n“ bringt das alles mit wenigen Requisiten aber aufwändigen Kostümen auf die kleine Bühne. Viel Sorgfalt verwenden sie auf die Masken, die die Zuhörer glauben lassen, sie hätten es tatsächlich mit Chinesen zu tun.
Und Dr. Hans Dworzak’s schauspielerische Fähigkeiten, der den Kaiser von China darstellt, haben wir zuletzt bei der Hartgassenbande im Sommer dieses Jahres schon bewundert. Aber auch Veronika Loebner, Bianca Schamper und Madelaine Frick als „Kavallier“, „Schatzmeister“ und Küchenmädchen Ling Mei Schuh geben ihren Rollen besondere Noten.
Nicht einmal eine Stunde dauert die Aufführung und sorgt doch für leuchtende Kinderaugen und so manches nachdenkliche Gesicht unter den erwachsenen Zuhörern.
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Wenn Sie „Die chinesische Nachtigall“ selbst sehen wollen: Der Kulturschupp’n spielt sie noch am 14. und am 26. Dezember jeden Sonntag um 15 Uhr im kleinen Theater an der Mühlenstraße in Mühldorf.
278 Gernot Sorgner: "Lyrische Bildwerke" im Haus der Kultur 10:50
Einen Vorgeschmack auf diese Ausstellung hatte Gernot Sorgner schon vor einigen Wochen in der Galerie der Kreisklinik gegeben. Nun zeigt er seine neuen Werke in der Studiogalerie im Haus der Kultur.
Gernot Sorgner, im Hauptberuf pensionierter Lehrer und freischaffender Künstler hat sich diesmal Motive und Inspiration von Urlaubsreisen mitgebracht. Um seine Bilder besser zur Wirkung zu bringen hatte er die Wände in der Studiogalerie farblich gestaltet.
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Natürlich waren die Mitglieder des Kunstvereins zahlreich zur Vernissage gekommen, daneben Stadträte, Bürgermeisterkandidaten, Bürgermeister und sogar Landrat Georg Huber. Und viele Freunde und Bekannte.
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Rosalyn Sabo und ihr Zitherrausch eröffneten die Vernissage.
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Landrat Georg Huber meinte, Rosalyn Sabos Musik paßt perfekt zu Gernot Sorgners Bildern. Die Stadtväter hatten ihm ausnahmsweise Rederecht erteilt, so daß er die Begrüßung der Gäste und die Würdigung von Gernot Sorgner übernehmen konnte. ER freute sich, neben vielen Stadt- und Kreisräten so viele Gäste begrüßen zu können, die alle Freude an seiner Kunst haben.
Gernot Sorgner ist ja auch der künstlerische Kopf seiner Bemühungen, das Landratsamt nicht nur als Behörde wahrnehmen zu lassen sondern es auch zu einem Ort für Menschen zu machen, die dort gar nichts zu erledigen haben.
Seit dort regelmäßig Ausstellungen stattfinden, haben sich schon Gemeinschaften entwickelt, in denen sich die Gespräche um die Bilder und die Künstler drehen.
Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, örtliche Künstler zu unterstützen und nicht viel Geld an Auswärtige zu zahlen, die sich nur hier präsentieren. Landrat Huber war Gernot Sorgner dafür sehr dankbar und auch dafür, daß er von ihm so viel über die Kunst lernen durfte. Nun versteht er selbst auch etwas von der Kunst. (O-Ton Seine Bilder gefallen mir deshalb so gut.... )
Landrat Huber schätzt ihn sehr und so hoffte er, daß er dem Landkreis noch lange erhalten bleibt, mit seinen Bildern die Menschen erfreut und dabei hilft, Talente zu entdecken und vorzustellen, die jetzt noch in ihren Kämmerlein für sich allein malen.
Für die Organisation dieser Ausstellung dankte ihm Landrat Huber sehr, die er ja neben seiner Pensionstätigkeit an den Schulen zu machen hatte. Tatsächlich ist er genau so viel beschäftigt, wie die meisten Pensionisten eben sind....
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Gernot Sorgner freute sich sehr über die vielen Besucher der Vernissage. Tatsächlich konnte er kaum glauben, daß seiner Einladung so viele gefolgt sind.
Sein besonderer Dank galt Rosalyn Sabo und ihren Musikerinnen, die ja seit einem Fernsehauftritt landesweite Berühmtheit erlangt haben und trotzdem gern zu ihm gekommen sind. Sie sind schon etwas ganz Besonderes! Sowohl akustisch als auch optisch!...
Er wollte ein bißchen über seine Arbeit erzählen, die sicher nicht üblich ist, viel Zeit erfordert und viele Träume, Niedergeschlagenheit aber auch Freude bereitet.
„Lyrische Bildwerke“ hat er die Ausstellung deshalb genannt, weil seine Bilder Emotionen ausdrücken, wie die Schriftwerke der Autoren auch. Wenn er liest, stellt er sich das Gelesene bildlich vor. Dann entstehen im Kopf wunderschöne Bilder.
Der amerikanische Architekt David Smith hat Kunst so definiert: (O-Ton Kunst wird .... – ausdrückt)
Kunst ist also ein Ausdruck der Zeit. Betrachtet man die Geschichte seit dem Realismus haben Impressionisten und Expressionisten nicht abgebildet was sie gesehen haben sondern was sie bewegt hat und was sie gefühlt haben.
Da jeder Mensch seine Emotionen anders darstellt, unterscheiden sich die Werke verschiedener Künstler immer. Da jeder Künstler in jeder Zeitepoche anders empfindet, kann man nicht absehen, wohin die Reise geht. Die Entwicklung dauert an und wird noch lange anhalten.
Kunst schafft Verbindung zwischen Menschen. Während Künstler etwas ausdrücken und damit etwas geben wollen, versteht sie doch jeder Betrachter in jeder Zeit anders. So sehen heute Betrachter in Werken von Dicks oder Kandinski andere Botschaften als zu ihren Lebzeiten.
Das macht die Kunst so interessant. Jeder Künstler stellt selbst etwas dar. Ehrlich, und ohne sich an Vorlagen zu orientieren. Würde sich ein Künstler nicht selbst ausdrücken, entstünde auch gar keine Kunst... Das wäre Geschäftemacherei.
Wie das geht, daß etwas individuelles Neues entsteht, mit dem er etwas ausdrücken will, das hat Gernot Sorgner in einem Tagebuch festgehalten, aus dem er abschließend die Entstehungsgeschichte eines Landschaftsbildes vortrug. (O-Ton)
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Zitherrausch sorgten für gute Laune.
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Gernot Sorgner kündigte abschließend an, vom Erlös jedes verkauften Bildes 20% an den Waldkraiburger Kinderhilfsverein Sterntaler weiterzuleiten. Mit dieser Spende will er Kindern eine Weihnachtsüberraschung bereiten, die anders keine bekommen würden. (O-Ton)
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Damit eröffnete er die Ausstellung, die noch bis 30. Dezember in der Studiogalerie im Haus der Kultur zu sehen ist und lud die Gäste zum Betrachten der Bilder ein. Dazu schlugen Zitherrausch romantische Klänge an.
279 Das erste "European Icestock Masters" steht in Waldkraiburg vor der Tür 4:15
So sonst sollte man eine Eisstock-Veranstaltung ankündigen als in der Eishalle, die seit der Eisstock-Weltmeisterschaft im März „WM-Arena“ heißt.
Organisator Ulli Maier hatte zu der kleinen Präsentation die Mannschaften aus Buchbach und Breitbrunn eingeladen. Dazu den deutschen Meister Christian Englbrecht.
Eisstock-Moderator Thomas Föckersberger bat Organisator Ulli Maier, das Eisstock-Masters vorzustellen.
Der meinte, Waldkraiburg als Hochburg für große Veranstaltungen sollte nach der erfolgreichen Weltmeisterschaft den Schwung nutzen und eins draufpacken. Dazu luden sie die acht besten Mannschaften Europas zu einem eintägigen Wettkampf ein. Dazu die besten Einzelschützen.
Im Gegensatz zur Weltmeisterschaft treten hier nur die besten Mannschaften gegeneinander und müssen sich nicht erst gegen unterklassige qualifizieren. So ist gewährleistet, daß an diesem Tag hochklassiger Sport geboten wird und auch ein Sieger präsentiert werden kann.
Fast alle ausgewählten Mannschaften haben inzwischen zugesagt und auch die besten Einzelschützen kommen nach Waldkraiburg. So treten die besten Mannschaften und Einzelschützen aus vier Nationen in Waldkraiburg an. (O-Ton Föckersberger 7:04:00)
Mit dem TSV Buchbach und dem TSV Breitbrunn haben die Veranstalter zwei sehr erfolgreiche lokale Vertreter des Eisstocksports eingladen und hoffen so, viele Interessierte aus der Region im Stadion begrüßen zu können.
Und die machen gern mit, erklärte Josef Brand aus Buchbach. Sie wollen sich gern mit den besten messen und sehen, wo sie selbst stehen.
Martin Baumgartner aus Breitbrunn freute sich über die Einladung zu diesem außerordentlichen Wettkampf. Hier können sie tatsächlich an einem Tag ermitteln, wohin sie ihre umfangreiche Jugendarbeit gebracht hat. Er freute sich auf die Stimmung im Stadion und hoffte, gut abzuschneiden.
Alle Vorbereitungen, in der viel ehrenamtliche Arbeit steckt, sind abgeschlossen, so daß am 28. Dezember dieses erste European Ice-Stock-Masters stattfinden kann. Los geht’s um 10 Uhr 30 mit dem Training. Die Wettkämpfe beginnen eine Stunde später. Das Finale und die anschließende Siegerehrung beginnt um 20 Uhr. Ab 22:30 endet der Wettkampftag mit der Open-End-Party.
Wird die Veranstaltung vom Publikum angenommen, soll das Masters nicht nur alljährlich stattfinden sondern auch um einen Damen-Wettbewerb erweitert werden. Dazu wären mindestens 500 Zuschauer nötig, denen neben gutem Sport auch ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten wird, bis hin zu einer abendlichen Party im Sportheim neben der Eishalle.
Wer also nach Weihnachten nicht Ski-fahren geht und in den Ferien mit den Kindern mal etwas neues erleben möchte, der ist mit einem Besuch in der Eishalle in Waldkraiburg gut unterhalten. Und wer meint, Eisstock-Schießen ist ein Alt-Herren-Sport, der kann sich dort auch gut davon überzeugen lassen, daß dem ganz und gar nicht so ist.
280 Handball: VfL Waldkraiburg - TuS Pfarrkirchen 8:05
Nachdem sie ihr letztes Spiel auswärts beim Tabellenführer SG Moosburg fast gewonnen hätten, mußten Holger Becker und Manfred Rudolf auf Arthur Terre und Matthias Papert verzichten, zwei wichtige Akteure auf dem Spielfeld. Der eine, die ordnende Hand in der Abwehr und der andere der Dirigent im Sturm.
Allerdings zeigt der Blick auf die Tabelle, daß mit dem TuS Pfarrkirchen auch keine Übermacht nach Waldkraiburg gekommen war. Die Aufgabe sollte also zu meistern sein.
Manfred Rudolf sinnierte trotzdem schon vor Spielbeginn über den richtigen Weg nach, wie den Gästen beizukommen sein könnte. Holger Becker diskutierte derweil intensiv mit den Schiedsrichtern.
Waldkraiburg in rot-schwarz begann von links nach rechts.
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Anders als in vorangegangenen Spielen brachte Florian Unger die Hausherren schon nach 25 Sekunden in Führung.
Es gelang sogar, den Vorsprung auf 4:1 auszubauen.
Dann riß der Faden und die Gäste holten Tor um Tor auf.
Meist begann das mit verlorenen Angriffen wie hier:
Zwar konnte Waldkraiburg nachziehen, die Gäste aber nicht davon abhalten, Tore zu werfen.
Auch wenn Karl-Heinz Lode sein Möglichstes tat, seinen Kasten sauber zu halten.
Daß der Abwehr der Hausherren an diesem Tag die Ideen fehlten zeigt diese Szene. Sie stehen daneben und beobachten das Geschehen. Noch führte Waldkraiburg mit 5:4. Konnte sogar durch Maxi Kappes auf 6:4 erhöhen.
Holger Becker sah bereits Handlungsbedarf.
Nach diesem Foul: Überzahl für Waldkraiburg.
Die konnten sie nicht nutzen – mußten sich unfair wehren und kassierten einen Strafwurf. - Karl-Heinz Lode chancenlos – 6:5
Noch war das Spiel ausgeglichen: Florian Unger zum 7:5
Der nächste Treffer der Gäste ließ nicht lang auf sich warten. Sie kamen dem Ausgleich näher.
Der fiel nach diesem erfolglosen Angriff: 7:7
Nun zogen die Gäste Tor um Tor davon.
Der Schlußmann der Gäste verhinderte einen Treffer um den anderen. Aber auch Karl-Heinz Lode ließ sich nicht hängen.
Nicht, daß die Hausherren es nicht versucht hätten, sie kamen nur durch die gut stehende Abwehr der Gäste nicht zum Wurf.
Das nervte sichtlich. So versuchten sie es mit Gewalt. Das konnten die Gäste natürlich nicht zulassen. Sebastian Wesp scheitert mit dem Strafwurf am Torhüter...
Der entwickelte sich zum Bollwerk. Hier findet Maxi Kappes kein Rezept.
Holger Becker versuchte mit allen Mitteln seine Leute aufzubauen....
... verzweifelte aber fast an seiner Aufgabe. Pfarrkirchen war inzwischen auf 8:12 davongezogen.
Team-Time-Out sollte für Ruhe sorgen. Die Minute Auszeit nutzten aber auch die Gäste.
Den nächsten Treffer erzielten dann auch die Gastgeber: 9:12 durch Florian Unger.
Pfarrkirchen ließ sich davon nicht beirren und zog weiter voran.
Holger Becker war nicht nur mit seinen Leuten unzufrieden sondern auch mit den Schiedsrichtern. Für seinen Protest holte er sich einen Rüffel und die gelbe Karte!
Die Gäste verstärkten den Druck noch weiter und zogen scheinbar unaufhaltsam davon. Nicht alle der wenigen Waldkraiburger Angriffe endeten mit einem Torerfolg.
Holger Beckers Anweisungen an seine Spieler paßten dem Schiedsrichter gar nicht, so daß er nochmal zur Ruhe mahnte und Manfred Rudolf dazwischen gehen mußte. Er ließ sich aber überzeugen....
Team-Time-Out für Pfarrkirchen beim Stand von 10:15 – 40 Sekunden vor dem Pausensignal.
Mit 11: 16 gings in die Pause.
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In der zweiten Hälfte nun Waldkraiburg von rechts nach links.
Alle Gespräche in der Kabine hatten wohl nicht viel gebracht: Geistesgegenwärtig schnappt sich hier der Pfarrkirchner den Ball und netzt ein. Florian Unger ratlos.
Seinen eigenen Treffer verhindert der Pfarrkirchner Schlußmann.
Ein paar Sekunden später klappts dann wieder – 12:18
Inzwischen war Aktionsgemeinschafts-Chef Willibald Engelmann gekommen um sich ein Bild vom Geschehen zu machen.
Auch wenn Karl-Heinz Lode gut parierte, gelang es seinen Verteidigern nur selten, die Angreifer vom Wurf abzuhalten.
Hektik brach aus, als der Schiedsrichter Strafwurf gegen Waldkraiburg gab.
Immer wieder verloren sie den Ball was zu solchen Gegenangriffen führte.
Die Zeitstrafe daraus dezimierte Waldkraiburg auf nur noch vier Mann. Trotzdem gelang Florian Unger dieser Treffer zum 18:22.
Dann scheiterten sie hier spektakulär am gegnerischen Torhüter.
Daß sie nicht gänzlich chancenlos waren zeigt dieser Treffer von Ralf Hufnagel.
und dieser von Maxi Kappes zum 21:24.
und dieser zum 22:25 – Lion Kernleitner.
Trotz dieses Treffers war aber dann die Luft raus bei den Industriestädtern.
Auch wenn sie hier nochmal punkten konnten, zogen die Gäste unaufhaltsam davon.
Das bewegte wohl Florian Unger so, daß ihn der Schiedsrichter erst auf die Bank und dann zum Duschen schickte. Da half aller Protest nicht.
Auf dem Spielfeld gelang immer weniger.
Florian Ungers Abgang machte eine neue Strategie nötig. Da kam die Team-Time-Out für Pfarrkirchen gerade recht.
Das brachte aber auch nichts mehr. Waldkraiburg konnte den Gegnern nichts mehr entgegensetzen und ging mit 28:34 aus dem Spiel.
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Manfred Rudolf war enttäuscht darüber, daß sie nun mit so einem Spiel in die Weihnachtspause gehen. Er kritisierte die Abwehr seiner Mannschaft, die ohne die beiden Strategen führungslos erschien und regelrecht unterging. Zu allem Übel kamen auch noch die Schiedsrichter dazu....
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Da einige Spiele vorgezogen worden waren, hat Waldkraiburg heuer kein Spiel mehr zu absolvieren. Das nächste Heimspiel findet am 18. Januar statt. Dann gegen Wacker Burghausen.
281 Volleyball: TSV 1860 Mühldorf - VSV Jena 90 9:30
Sieben Spiele haben die Volleyballer des TSV Mühldorf inzwischen absolviert. Zwei gewonnen und fünf verloren. Damit rangieren sie auf dem 8. Tabellenplatz von 10 Mannschaften in der 3. Bundesliga Ost.
Darin bereits eingerechnet ist das Spiel, zu dem der VSV 90 aus Jena in die Halle an der Mittelschule in Mühldorf kam.
Dort hat sich seit dem Aufstieg der Volleyballer viel verändert: Die Schiedsrichter sitzen nun mit dem Rücken zu den Zuschauern. Gegenüber machen Rollbanden auf die Werbepartner aufmerksam und die Vorstellung der Spieler hat dramatische Züge angenommen.
Also nicht die der Gäste. Die werden immer noch ganz konventionell auf das Spielfeld begleitet.
Dann wird’s dunkel in der Halle: Die Cheerleader bilden eine Gasse, die von zwei Scheinwerfern erhellt wird. So wird einer nach dem anderen vom neuen Hallensprecher Thomas Enzinger frenetisch begrüßt. Dazu läuft „Highway to Hell“, als wäre das Spielfeld die Hölle! Na ja, die Schatten an den Wänden sorgen schon für unheimliche Stimmung.
Aber dann normalisiert es sich wieder und es beginnt ein Volleyballspiel.
Schiedsrichterin Ursula Tafelmayer aus Niederviehbach pfiff zum Aufschlag für Jena auf der rechten Bildseite in weiß/schwarz spielend.
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Den ersten Punkt konnten Zuschauer und Cheerleader bejubeln. Wie früher auch hatten etwa 100 Zuschauer in die Halle gefunden um das Drittligaspiel zu verfolgen. Darunter die Stadträte Oskar Stoiber, Günther Rosenberger, Franz Strohmaier und etwas später Sportreferent Sepp Wimmer.
Die Hausherren konnten zwar vorlegen, Jena glich aber sofort wieder aus.
Auf welchem Niveau das inzwischen läuft, zeigen die hart erkämpften Punkte. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Auch wenn hier der Punkt an Jena ging, brauchten sich die Hausherren nicht zu verstecken.
Gegen Mitte des ersten Satzes gelang es den Gästen aber doch, sich abzusetzen.
Mühldorf blieb dran und glich wieder aus: 10:10.
Damit drehte sich das Blatt: Nun legte Mühldorf vor und die Gäste liefen der Führung nach.
Es gelang sogar, einen kleinen Vorsprung herauszuarbeiten.
Der Zwischenspurt hielt nicht lange an und so ging wieder Jena in Führung.
Wie eng das Match war, zeigte sich beim erneuten Ausgleich zum 20:20.
Nun ging es gleichauf voran: Eine Mannschaft legte vor, die andere glich aus.
Bei 24:23 hätten die Gäste „den Sack zumachen“ können. Mühldorf konterte den Satzball aber und glich erneut aus zum 24:24.
So ging es eine Zeit lang weiter bis Jena sich in einer Auszeit eine Lösung für dieses Problem einfallen lassen wollte.
Ein Ende dieses Satzes fanden beide Mannschaften aber noch nicht. Es ging gleichauf weiter.
Mit welchem Einsatz gekämpft wurde zeigte Spielertrainer Michi Mayer beim Stand von 28:27 und eigenem Aufschlag. Es ging ja auch um den Satzgewinn.
Nach einer weiteren Auszeit – diesmal für Mühldorf – schlug Mühldorf beim Stand von 32:31 zum Satzball auf.
Damit ging der erste Satz nach einem regelrechten Krimi mit 33:31 an den TSV Mühldorf.
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Der zweite Satz, Mühldorf jetzt von rechts nach links:
Der Gewinn des ersten Satzes hatte sie beflügelt und konnten sie sich bis zur Satz-Mitte einen Vorsprung von 5 Punkten zum 14:9 erarbeiten.
Mit starken Bällen machten sie Punkt um Punkt.
Die Trainer Jogi Tille und Michi Mayer verfolgten das Spiel trotzdem mit sorgenvoller Miene.
Leider zu Recht: Jena holte bedenklich auf und verkürzte den Abstand auf zwei Punkte.
Diesen Trend konnte Mühldorf nicht stoppen und so glichen die Gäste bei 21:21 aus.
Da sie sie nicht wegziehen ließen, drohte ein zweiter Krimi wie im ersten Satz. Den Zuschauern gefiel das natürlich. Sie feuerten Mühldorf nach Kräften an.
24:24 – Aufschlag Mühldorf – Ein Punkt den Gästen geschenkt und damit Satzball für Jena.
Das wars, der zweite Satz ging somit 27:25 an die Gäste, die so nach Sätzen ausglichen.
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Aufschlag zum dritten Satz – nun Mühldorf wieder im Vordergrund.
Auch dieser Satz gestaltete sich sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und zogen Kopf an Kopf vorwärts.
Das machte auf Jenaer Seite eine Auszeit nötig. Die Cheerleader brachten derweil ihre Botschaft an die Zuschauer.
Neue Erkenntnisse brachte die Auszeit aber nicht und so gings gleichmäßig vorwärts.
Bis Jena bei 22:24 zum Satzball aufschlagen konnte.
Das wars, der dritte Satz ging mit 22:26 an die Gäste, die mit 1:2 Sätzen in Führung gingen.
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Der vierte Satz: Mühldorf wieder im Hintergrund.
Der verlorene zweite Satz motivierte die Hausherren, die nun alles gaben: Das zeigte Wirkung. Sie schufen sich mit einem 5-Punkte-Vorsprung ein gutes Polster, das sie sogar noch ausbauen konnten.
Es gelang, den 7-Punkte-Vorsprung zu halten. 20:13.
Plötzlich stand es 23:15 und Mühldorf schlug auf: Der Punkt an die Gäste, die den nächsten Punkt den Hausherren schenkten.
Die hatten damit Satzball.
Der letzte Punkt ging an Mühldorf und damit der vierte Satz: Ausgleich nach Sätzen: 2:2.
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Der fünfte Satz mußte die Entscheidung bringen. Mühldorf begann im Hintergrund.
Und wieder gestaltete sich das Spiel eng: Beide Mannschaften wollten den Sieg.
Aber dann schlichen sich kleine Fehler ein, die es den Gästen ermöglichten, sich etwas abzusetzen.
Seitenwechsel beim Stand von 8:5 für die Gäste.
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Den Hausherren gelang es zwar noch, den Abstand zu verkürzen – ausgleichen oder gar in Führung gehen konnten sie aber nicht mehr.
So schlug Michi Mayer selbst zum Satzball auf.
Damit ging der fünfte Satz mit 12:15 an die Gäste, die das Spiel mit 3:2 Sätzen für sich entscheiden konnten.
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Herr Mayer, so ein knappes Spiel geht wegen ein paar Punkten verloren. (O-Ton Michi Mayer)
Das Ziel, das Sie bei der Auftaktpressekonferenz ausgegeben hatten, bis Weihnachten die gröbsten Fehler auszumärzen, haben sie ja fast erreicht. (O-Ton – ja – aber eben nur fast! )
Vielen Dank.
282 Die Wahl des Nachfolgers für Kreisbrandrat Karl Neulinger: Harald Lechertshuber 6:25 50 14.12.13
Es dauerte eine ganze Zeit, bis die Kommandanten aller 72 freiwilligen Feuerwehren und der Werksfeuerwehr im Sitzungssaal des Landratsamtes Platz genommen hatten. Dazu die Mitglieder der Kreisbrandinspektion mit dem scheidenden Kreisbrandrat Karl Neulinger und Kandidat Harald Lechertshuber.
Für Landrat Georg Huber war es eine Besonderheit, so viele Feuerwehrleute begrüßen zu können. Selten – meinte er - hat er so viele „Blaue“ vor sich gesehen – nicht einmal bei der alljährlichen Kommandantenversammlung.
Erich Kozel – beim Landratsamt zuständig für die öffentliche Sicherheit und den Katastrophenschutz – führte in die Neuwahl des Kreisbrandrates, die erstmals nicht im Rahmen der Kommandantenversammlung stattfand. Diese Änderung ging auf einen Antrag des scheidenden Kreisbrandrates zurück, der vor dem Ende seiner Amtszeit am 9. Mai schon seinen Nachfolger in seine Arbeit einbinden wollte. Nur so erhält der Nachfolger die Möglichkeit, seine Amtszeit koordiniert zu beginnen.
Kandidat kann nur werden, wen der Landrat vorschlägt. Er muß mindestens 5 Jahre Feuerwehrdienst geleistet, sich in einer Führungsposition bewährt, seinen Wohnsitz im Landkreis, und die vorgeschriebenen Lehrgänge erfolgreich absolviert haben.
Der Kreisbrandrat wird von den Kommandanten in geheimer Wahl mit absoluter Mehrheit gewählt.
Der Kreisbrandrates erfüllt als untere Staatsbehörde folgende Aufgaben: Er muß das Landratsamt, die Städte und Gemeinden, die Feuerwehren und das Technische Hilfswerk in Brandschutzfragen beraten. Dazu hat er einmal jährlich eine Ausbildungsveranstaltung zu organisieren und alle drei Jahre alle Feuerwehren zu besichtigen. An größeren Einsätzen und an den Sitzungen der Kreisbrandräte hat er teilzunehmen. Gewählt wird der Kreisbrandrat für die Dauer von 6 Jahren. Die Wahl muß durch die Regierung von Oberbayern bestätigt werden.
Damit trug Landrat Georg Huber den Vorschlag der Kreisbrandinspetion vor, den er auch unterstützte: Kreisbrandinspektor Harald Lechertshuber.
Der 1968 geborene Mühldorfer Harald Lechertshuber trat 1984 in die Freiwillige Feuerwehr Mühldorf ein und war von 2003 bis 2010 Kreisbrandmeister, seither Kreisbrandinspektor. Er hat sich somit in einer Führungsposition bewährt und erfüllt auch alle anderen Vorausstzungen. (O-Ton)
Da es aus der Runde weder Wortmeldungen noch andere Vorschläge gab, bat Erich Kozel Harald Lechertshuber sich vorzustellen.
Er stellt sich zur Wahl, weil er die gute Arbeit der vergangenen Jahre fortsetzen will – bewarb sich Harld Lechertshuber. Auch wenn es einige Baustellen gibt, sind die Feuerwehren im Landkreis auf gutem Weg. Solche Baustellen sind die Einführung des Digitalfunks, die Ausweitung des Lehrgangsprogramms und die Verbesserung der Zusammenarbeit der einzelnen Wehren.
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Da es keinen weiteren Vorschlag gab, bat Erich Kozel die Kommandanten in alphabetischer Reihenfolge an die Wahlurnen – von Allmannsau bis Zangberg.
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Die versiegelte Urne wurde im Nebenzimmer geöffnet und die Stimmzettel ausgezählt.
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Schließlich konnte Erich Kozel das Ergebnis bekanntgeben: (O-Ton 68 ja – 5 nein)
Harald Lechertshuber nahm die Wahl an und dankte für das Vertrauen.
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Landrat Georg Huber meinte, jetzt kommt der lockere Teil der Veranstaltung....
Er gratulierte Harald Lechertshuber und bat die Kommandanten und die Wehren insgesamt, gut mit ihm zusammen zu arbeiten. Nach 14 Jahren mit Karl Neulinger müssen sie sich halt jetzt auf einen neuen Kreisbrandrat einstellen.
Wichtig ist dabei, daß sie Meinungsunterschiede untereinander klären und so dafür sorgen, daß kein Sand ins Getriebe der Helfereinrichtungen kommt. Passiert das nämlich, ist es sehr schwer wieder zu korrigieren. Das zeigt sich beim BRK gerade, das dabei ist, die jüngste Vergangenheit aufzuarbeiten.
Dabei sorgt gerade ein positives Bild in der Öffentlichkeit dafür, daß sich junge Menschen angesprochen fühlen und mitmachen. Und das ist gerade jetzt so dringend nötig.
Deshalb bat er die Kommandanten Harald Lechertshuber und die Kreisbrandinspektion zu unterstützen und so die Feuerwehr im Landkreis zu einer starken Truppe zu machen.
Außerdem bat er die Kommandanten, schon in Kindergärten und Schulen zu werben und so dafür zu sorgen, daß trotz der rückläufigen Zahl Jugendlicher die Feuerwehren funktionsfähig bleiben.
Abschließend dankte Landrat Georg Huber den Kommandanten und wünschte ihnen eine ruhige Adventszeit und Weihnachten ohne Einsätze wegen brennender Christbäume. (O-Ton)
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Bevor sie sich auf den Heimweg machten, nahm Harald Lechertshuber die Glückwünsche der Kommandanten entgegen.
Wenn seine Wahl von der Regierung von Oberbayern bestätigt wird, übernimmt er am 1. Mai die Funktion von Karl Neulinger, der dann mit 63 Jahren in den Feuerwehrruhestand wechselt.
283 Die Kreis-SPD nimmt Stellung zum Berliner Koalitionsvertrag 8:55
Neben etwa 10 Mitgliedern von verschiedenen Ortsvereinen der SPD im Landkreis konnte Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer MdL Günther Knoblauch und die Mühldorfer Bürgermeisterkandidatin Marianne Zollner begrüßen.
Er erläuterte den Koalitionsvertrag, den die Unterhändler um Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel mit CDU und CSU ausgehandelt hatten. Er hoffte, daß die SPD-Mitglieder den Vetrag annehmen und er so vier Jahre lang für stabile Verhältnisse in Deutschland sorgen wird.
Von vielen Seiten wurde der Vertrag gelobt. Besonders die Gewerkschaften haben erkannt, daß die SPD sich damit wieder mehr den Arbeitnehmern annähert. Die SPD hat also die Chance genutzt, falsche Entwicklungen zurückliegender Jahre zu korrigieren....
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An Hand einer Powerpoint-Präsentation der Bundes-SPD erläuterte Richard Fischer die Eckpunkt des Koalitionsvertrages.
Im Bereich Arbeit soll der gesetzliche Mindestlohn von 8 Euro 50 zum 1. Januar 2015 in ganz Deutschland eingeführt werden.
Das Arbeitnehmer-Entsendegesetz wird für alle Branchen geöffnet und gilt nicht mehr nur für Mitarbeiter im Bausektor.
Der Mißbrauch von Werkverträgen soll eingedämmt werden und Leih-Arbeitnehmer sollen den gleichen Lohn erhalten wie fest angestellte. Zudem soll die Leiharbeit auf 18 Monate beschränkt werden. Teilzeitbeschäftigte erhalten ein Rückkehrrecht zu vollzeitiger Arbeit.
Richard Fischer war von diesen Regelungen überzeugt, auch wenn die Einführung mancher Punkte noch einige Zeit auf sich wird warten lassen.
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Der „Hammer“ ist im Bereich Rente zu finden, meinte Richard Fischer:
Arbeitnehmer können künftig ohne Abschlag mit 63 Jahren nach 45 Arbeitsjahren in Rente gehen. Zeiten der Arbeitslosigkeit werden dabei angerechnet.
Wer nicht mehr arbeiten kann, erhält eine „gute“ Erwerbsminderungsrente und wer jemals gearbeitet hat, die 45 Jahre aber nicht voll bekommen hat, erhält eine Solidarrente von 850 Euro pro Monat.
Darüber hinaus sollen Bürger in Ostdeutschland die selbe Rente erhalten wie die im Westen.
Und schließlich erhalten Eltern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden „bessere Renten“. Das heißt, die Jahre werden so angerechnet wie für Eltern, die ihre Kinder nach 1992 bekommen haben.
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Im Bereich „Familie und Gleichstellung“ soll die Elternzeit flexibler gestaltet werden. Dazu kommt ein ElterngeldPlus und eine Quote von 30% Frauen in Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen. Darüber hinaus soll gelten: Gleiches Geld für gleiche Arbeit, also die Bezahlung von Arbeitsleistung unabhängig vom Geschlecht.
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Der Bereich Integration und Flüchtlingspolitik: Kinder von Ausländern, die in Deutschland aufgewachsen sind, erhalten die doppelte Staatsbürgerschaft, die Sprachbildung wird von der KiTa bis zur Schule ausgebaut. Darüber hinaus wird die Residenzpflicht für Asylbewerber gelockert. Sie dürfen sich künftig im gesamten Bundesland bewegen und nicht mehr nur im Landkreis ihrer Unterbringung.
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Kommunen will der Bund finanziell unter die Arme greifen, dafür fünf Milliarden Euro bereitstellen und sie um eine Milliarde entlasten.
Die Gewerbesteuer soll erhalten bleiben und die Städtebauförderung des Bundes zusätzlich mit 600 Millionen Euro aufgestockt werden.
Mit 6 Milliarden Euro soll der Bau von Kitas, Kinderkrippen, Schulen und Hochschulen unterstützt werden.
Alle jungen Menschen sollen eine Ausbildung erhalten und dazu umfangreich beraten werden.
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Im Bereich Wohnen wird eine Mietpreisbremse eingeführt. Nur 10% der Modernisierungskosten dürfen auf Mieter umgelegt werden und im Verkaufsfall zahlt der Verkäufer die Maklerprovision.
Dazu soll das Wohngeld erhöht und der soziale Wohnungsbau mit jährlich 590 Millionen Euro pro Jahr gefördert werden.
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5 Milliarden Euro sollen in die Modernisierung des Straßen- und des Schienennetzes fließen. Die Privatisierungsanstrengungen der Deutschen Bahn werden gestoppt und das schnelle Internet bis 2018 flächendeckend ausgebaut.
Kommen soll die Energiewende: Bis 2025 sollen 40 bis 45 und 2035 55 bis 60% der Energie aus erneuerbaren Quellen kommen. Dazu soll die CO2-Emission gesenkt und auf das „Fracking“ gänzlich verzichtet werden.
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Sicher diskussionswürdig ist die Festlegung der maximalen Wartezeit bei Fachärzten.
Weg ist dagegen die Kopfpauschale bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Dafür sollen vier Milliarden Euro für bessere Pflege und mehr Pflegekräfte sorgen. Dafür steigt aber der Beitrag zur Pflegeversicherung um 0,5%.
Richard Fischer erläuterte die Vereinbarungen zur Finanzmarktregulierung, gegen Steuerbetrug und gegen Steueroasen sowie zum Thema „Europa“.
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Er war überzeugt, dieser Koalitionsvertrag zeigt deutlich die Handschrift der Sozialdemokraten. In vielen Punkten hätte er solche Fortschritte nicht erwartet. Deshalb war er auch überzeugt, daß die Mehrheit der SPD-Mitglieder dem Vertrag zustimmen wird.
Würde die SPD nicht zustimmen, käme für die Wahlsieger CDU sicher auch ein Bündnis mit den Grünen in Betracht. Und das will schließlich niemand.
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MdL Günther Knoblauch berichtete von der Diskussion in der Fraktion der SPD im Bayerischen Landtag, bei der sie zu der Überzeugung gekommen sind, daß die SPD durch die Diskussion um den Koalitionsvertrag sehr an Profil gewonnen hat. Das Fehlen dieses Profils im Wahlkampf hat schließlich dazu geführt, daß sie nur 25% der Stimmen erhalten haben...
Erst jetzt wird der Öffentlichkeit bewußt, wofür die SPD steht: Für die Menschen in Deutschland!
Trotzdem wurde einiges nicht erreicht: Die Autobahnmaut für Ausländer konnte zum Beispiel nicht verhindert werden. Trotzdem sah er das Ergebnis als sehr vorteilhaft für die SPD. Und auch für die Partnerschaft von SPD und Gewerkschaften, das sich wieder konstruktiv gestalten wird.
Auch die Aufstockung des Verkehrsbudgets und die Begrenzung der Mieterhöhungen sind äußerst positiv zu werten. Das alles hat die Vorgängerregierung sukzessive zurückgedreht. Aber auch jetzt muß die Finanzierung erst noch gesichert werden.
Kritisch sind sicher die Beibehaltung des Betreuungsgeldes und die Einführung der Mindestrente. Beide werden noch viel Diskussion verursachen wenn es nicht gelingt, jetzt durch vernünftige Bezahlung der Arbeitnehmer dafür zu sorgen, daß diese sich selbst eine Altersvorsorge aufbauen können. Mit geringfügig Beschäftigten und Leiharbeitnehmern gelingt das sicher nicht.
Günther Knoblauch erklärte, daß der Mitgliederentscheid die Öffnung der SPD zu den Bürgern ist. Eine Entwicklung, die dringend nötig war um wieder Bürgernähe zu erreichen.
Trotz aller Diskussion war er der Meinung, die SPD hat mehr erreicht als sie vermutlich mit den Grünen erreicht hätten. Deshalb war er sicher, die SPD wird dem Mitgliederentscheid zustimmen. Würden sie dagegen stimmen, könnte man das den Menschen in Deutschland nicht mehr erklären!
Sicher Gedanken machen muß sich die bayerische SPD und akzeptieren, daß in Bayern so manches besondere Wege erfordert. Es kann halt in Bayern nicht alles bundeseinheitlich behandelt werden, wenn in vielen Bereichen ganz andere Bedingungen herrschen.
Und auch wenn im Koalitionsvertrag nicht alles umgesetzt werden konnte, sollte man doch nicht vergessen, daß sie die Wahl verloren haben. Das muß man einsehen. Und weil die SPD in Bayern dazu neigt, zu beweinen, daß sie das letzte Komma nicht bekommen haben, dann ist es doch gelungen dem Vertrag den Stempel aufzudrücken und die großen Überschriften zu setzen.
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Bevor die Genossen die Vorträge diskutierten, unterstrich Mühldorfs Bürgermeisterkandidatin Marianne Zollner die Vorzüge des Vertrages. Besonders in der Familienpolitik täte sich viel, weil damit die Abkehr vom traditionellen Familienbild beschlossen wurde, das in der Realität immer mehr an Bedeutung verliert.
Sie begrüßte viele weitere Regelungen, betonte aber, es ist noch ein weiter Weg, bis das alles umgesetzt ist. Das gilt es jetzt gemeinsam anzupacken.
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Der Unterbezirk Mühldorf empfahl den Mitgliedern also, den Koalitionsvertrag mit CDU und CSU anzunehmen. Man wird sehen, wie die Mehrzahl der 480.000 SPD-Mitglieder entscheidet und was davon die neue Regierung innerhalb der vierjährigen Legislaturperiode umsetzen kann.
284 Christkindlmärkte in Mühldorf und Waldkraiburg 11:00
Gerade läuteten die Glocken von Sankt Nikolaus als sich die Besucher des Mühldorfer Christkindlmarktes vor der kleinen Bühne einfanden um dem Kinderchor zu lauschen, den Ulrike Überacker anleitete.
So viel Politik hatte sich eingefunden, daß jedem gleich klar wurde, daß hier etwas ganz besonderes seinen Anfang nehmen sollte.
Mamis, Papis, Stadträte, Bürgermeister - und solche die es werden wollen - und viele Kinder hörten dann, wie zweite Bürgermeisterin Ilse Preisinger-Sontag den traditionellen Christkindlmarkt eröffnete und das Programm vorstellte: Neben den traditionellen Angeboten kündigte sie ein umfangreiches Musikprogramm an, mit der Altmühldorfer Blaskapelle, dem Chor des Sängerbundes, den Burgkirchner Alphornbläsern und vielen mehr. Natürlich sollte jeden Nachmittag der Nikolaus Süßigkeiten verteilen und so den Kindern Freude bereiten.
Von weit her kam der Nikolaus auf seinem Eselwagen zu den Kindern. Natürlich beglietet von seinen Engerln. Sogar ein Eselsfohlen und ein paar Schafe hatte er mitgebracht.
Der Kinderchor empfing ihn mit einem Lied was die Mamis mit allerlei moderner Technik festhielten.
Zweite Bürgermeisterin Ilse Preisinger-Sontag hieß den Nikolaus zusammen mit den Stadträten und Bundestagsabgeordneter Julia Bartz herzlich willkommen. (O-Ton)
(O-Ton Nikolaus) Natürlich waren die Kinder alle brav und natürlich freuten sie sich über Mandarinen, Äpfel, Nüsse und Mandeln – ganz so, wie man’s halt vom Nikolaus kennt.
Und weil der kleine Johannes die Mami nicht mehr hatte sehen können, half die Bürgermeisterin ein bissal nach und brachte ihn zurück.
Natürlich mußten die Kinder ausprobieren, wie man auf so einem Weihnachts-Esel sitzt.
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Auf dem Christkindlmarkt gabs alles, was man so erwartet: Schnitzwerk, Krippen, Spielzeug, Strickwerk und natürlich allerlei Glühwein, Punsch, Eierlikör, Stollen und Lebkuchen.
Bundestagsabgeordnete Julia Bartz probierte schon mal ein Stück Geräuchertes und nahm auch noch einen Leib Bauernbrot mit.
Gegenüber hatte der Töpfer seine Tassen und Schüssel und im Innenhof des Haberkasten gabs allerlei Gewürze, Leckereien und sogar Kissen und ein Karussel.
Nur der kleine Esel wollte sich mit dem Zaun nicht abfinden.
Das Haus der Begegnung sammelte Spenden für die Opfer des Taifuns auf den Philippinen
Fast perfekt stimmten die Anbieter die Gäste so auf den Advent in der Kreisstadt ein. Nur der Schnee fehlte ein bißchen...
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Eine Stunde später in Waldkraiburg: Die Kindergärten hatten ihre Christbäume bereits geschmückt und die Jury den schönsten bestimmt.
Bürgermeisterkandidat Richard Fischer machte sich noch selbst ein Bild bevors daran ging, die Sieger zu küren. Das übernahm wie jedes Jahr Bürgermeister Siegfried Klika persönlich der die Kindergartenleiterinnen mit großen Urkunden auszeichnete.
Die Kinder und ihre Mamis konnten es kaum erwarten, endlich die Bühne zu stürmen und gemeinsam zu singen.
„Rein zufällig“ haben wir auch hier Bundestagsabgeordnete Julia Bartz wieder getroffen, die sich schon einmal einen Glühwein gegönnt hatte. Es war ja auch kalt an diesem Abend!
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Die Egerländer Blaskapelle sorgte für den ersten musikalischen Höhepunkt.
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Das gefiel natürlich auch Bürgermeisterkandidat Harald Jungbauer.
Und während sich die einen Stadträte ernste Gedanken machten, summten die anderen fröhlich die Melodien mit.
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Bürgermeister Siegfried Klika war das Jahr viel zu schnell vergangen. Kaum schaut man, kommt schon wieder der Nikolaus und das Christkind, meinte er ein bißchen voll Wehmut. Er war sich nicht ganz sicher, dachte aber, dies war der 30. Christkindlmarkt in Waldkraiburg. Das nahm er zum Anlaß, Laura Pauli vorzustellen, die neue Geschäftsführerin der Stadtmarketing Waldkraiburg GmbH. Natürlich freute er sich über die vielen Stadträte unter den Gästen und über MdL Dr. Martin Huber und MdB Julia Bartz. Und selbstverständlich über die vielen Anbieter und Gäste.
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Die Egerländer mit „Schöner die Glocken nie klingen“.
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Dann wollte der Nikolaus abseits von Hektik und Trubel ein Stück Tradition auf den Sartrouville-Platz bringen und hoffte, daß die Waldkraiburger hier ein bißchen Ruhe finden können.
Nicht ganz so ruhig haben’s die, die für die nächste Wahl auf den Listen stehen. Mit frischem Wind wollen manche viel anpacken und für die Bürger ganz besondere Semmeln backen. Oder mit Kompetenzteams die Nähe zu den Waldkraiburgern suchen oder an Bewährtes anknüpfen und doch neue Wege suchen. Hinter den Worten gibt’s aber auch Taten, die in Erinnerung bleiben.
Auch wenn es ihm vor allem um die Kinder ging, wollte er auch den großen Zuhörern ein paar Dinge mitgeben: Sie sollten doch daran denken, was da in der Weihnachtsnacht geschehen ist, im Stall vor über 2000 Jahren.
Die heutigen Wunder sind anders als damals: Viele große sind von Menschen mit Vernunft und Verstand gemacht und für alle sichtbar. Noch viel mehr geschehen aber im Verborgenen. So sollte jeder glücklich sein, der seine gesunden Sinne dazu nutzen darf, seine Umgebung und seine Nächsten wahrzunehmen. Das nämlich, braucht man hier am Christkindlmarkt, der mit seinen Lichtern, Gerüchen und Klängen so schön auf Weihnachten einstimmt.
Bei all dem darf aber keiner den Sinn des Weihnachtsfestes vergessen, die Geburt unseres Herrn Jesus. In diesem Sinn hoffte der Nikolaus, daß die Waldkraiburger das Jahr in Frieden zu Ende gehen lassen mögen und beim Glanz in den Augen der Kinder nie vergessen worum es dabei eigentlich geht.
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Dem Christkind blieb nur noch, auf die vielen Angebote für Groß und Klein aufmerksam zu machen und den Besuchern eine schöne Zeit zu wünschen. Nicht ohne jedoch darauf hinzuweisen, daß es an Weihnachten nicht nur ums Schenken, um Macht und Geld geht sondern in erster Linie um die Liebe. Die Zuhörer sollten die nicht vergessen, die allein sind und kaum das Nötigste zum Leben haben. Vielleicht sind ja auch manche Geschenke für die, die sie sich selbst nicht kaufen können?
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Schließlich kamen Nikolaus und Christkind die Treppe im Rathaus herunter – sehnlichst erwartet von einer großen Schar Kinder. Die wollten natürlich erst einmal mit Mandarinen und Süßigkeiten versorgt sein. Da war dann ziemliches Gedränge. Manche konnten’s kaum erwarten! (O-Ton)
Als sie endlich herauskamen, empfing sie Bürgermeister Siegfried Klika. (O-Ton)
Und natürlich gingen auch die Stadträte nicht leer aus!
Als die Glocken von Christkönig schlugen und der Nikolaus sich mit seinem Gefolge auf den Weg machte, war der Christkindlmarkt schon gut besucht.
Und – wer weiß – vielleicht hat er sich ja auch Plätzerl und Broschüren oder Schrickwerk oder Schmuck oder Selbstgebasteltes gekauft, was alles im Rathaus zu haben war.
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Oder draußen einen Glühwein oder „Liwanzen“?
286 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel:
Staatsminister Dr. Marcel Huber
2:15 51
Ohne
287 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel:
MdB Julia Bartz
3:55
Von der Nominierung der Maitenbether CSU-Gemeinderätin Julia Bartz für die Wahl zum deutschen Bundestag haben wir selbst aus einer Pressemitteilung erfahren. Dort stand zu lesen, daß Julia Bartz aus Maitenbeth bei der Aufstellungsversammlung der Oberbayern-CSU für die Wahl zum Deutschen Bundestag auf Platz 80 der Liste notiert wurde.
Diese Platzierung ist eine Garantie für ruhige vier Jahre in den heimischen Wänden – meinte dann auch CSU Kreisvorsitzender Staatsminister Dr. Marcel Huber bei einer Wahlkampfveranstaltung.
Trotzdem hat Julia Bartz einen sehr engagierten Wahlkampf gemacht, war bei allen Veranstaltungen und stellte sich den Wählern wo immer sie sie traf.
In unserem Programm motivierte sie zur Wahl zu gehen. Dabei war sie in guter Gesellschaft: Von Ministerpräsident Horst Seehofer bis zur damaligen Vorsitzenden der Grünen Claudia Roth haben 19 bekannte Persönlichkeiten das bei uns getan.
Sehr überrascht war sie dann, als sie der parlamentarische Geschäftsführer der Landesgruppe der CSU im Deutschen Bundestag – Stefan Müller - anrief um ihr mitzuteilen, daß sie gewählt wurde.
Wen wundert’s, daß sich dann gleich die überörtlichen Medien auf sie stürzten und wissen wollten, wie die 29-jährige aus dem oberbayerischen Landkreis Mühldorf ihre ersten Schritte auf dem großen politischen Parkett geht. Das alles hat sie mit Bravour und viel Beifall erledigt.
Sogar ihre erste Rede im Bundestag fand viel Anerkennung, auch wenn sie um 21:19 am Abend vor kleinem Haus sprach....
Nun ist der erste Trubel vorbei und so trafen wir Julia Bartz beim Spaziergang über die Christkindlmärkte in Mühldorf und Waldkraiburg.
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In Haag hatte sie ein bißchen Zeit für uns....
288 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel:
MdL Dr. Martin Huber
2:10
Ohne
289 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel:
MdL Günther Knoblauch
8:30
Ohne
290 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel:
Landrat Georg Huber
6:55
Ohne
291 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Mühldorfs Zweite Bürgermeisterin Ilse Preisinger-Sontag 10:30
Ohne
292 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Ein Gespräch mit Waldkraiburgs Bürgermeister Siegfried Klika 10:20
Ohne
293 Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Ein Gespräch mit Neumarkt-St. Veits Bürgermeister Erwin Baumgartner 16:10
Ohne
294 Die 3. Bildungskonferenz des Landkreises: Immer weniger Schüler und immer mehr Abiturienten 10:10
Eine überschaubare Runde konnte Landrat Georg Huber im Hörsaal des Ruperti-Gymnasiums begrüßen. Darunter stellvertretende Landrätin Eva Köhr, zahlreiche Bürgermeister und Kreisräte, Schulleiter und Lehrkräfte und natürlich die Mitarbeiterinnen von „Lernen-vor-Ort“.
Nachdem auf den hervorragenden baulichen Zustand des sanierten Ruperti-Gymnasiums hingewiesen hatte, würdigte Landrat Huber den großen Fortschritt im Bereich Bildung, der durch die gemeinsamen Anstrengungen entstanden ist und dazu geführt hat, daß der Landkreis im April zur „Bildungsregion“ erklärt wurde. Dieses Qualitätssiegel ist Auszeichnung, Anerkennung und Wertschätzung für alle im Bildungsnetzwerk Aktiven.
Ihnen allen galt Landrat Hubers Dank. Schließlich ist Bildung die Strategie des Landkreises, dem demographischen Wandel zu begegnen.
Abnehmende Geburtenzahlen und steigende Bildungswünsche führen zum Mangel an beruflichen Qulifikationen. Das war erst kürzlich Thema einer Initiative für Nachwuchs für Bäcker und Metzger. Schon jetzt muß also auf diese Entwicklungen reagiert werden, will man den Nachwuchs an Fachkräften sichern. Eine gute Basis hierfür bietet das Programm „Lernen-vor-Ort“, an dem der Landkreis seit 2009 teilnimmt.
Landrat Huber freute sich darüber, daß nun die dritte Bildungskonferenz die Chance bietet, aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und so bei Bedarf gegensteuern zu können.
So haben die vorangegangenen Bildungskonferenzen, der erste Bildungsbericht, das Schulentwicklungsgutachten und der Austausch aller Bildungsakteuere untereinander gute Arbeit geleistet.
Der aktuelle Sonderbericht betrachtet die einzelnen Regionen des Landkreises und ermöglicht so einen genaueren Blick auf Aspekte, die bisher nicht berücksichtigt worden waren. Er liefert Fakten für eine nachhaltige Entwicklung der Schulbildung.
Keine Aussagen liefert der Bericht über die Qualität der Ausbildung an den Schulen. Antworten auf Fragen dazu soll später die Podiumsdiskussion liefern.
Landrat Huber rief alle Bildungsarbeiter auf, weiter gemeinsam daran zu arbeiten, die Bildungsangebote im Landkreis sowohl umfanglich als auch qulitativ weiter auszubauen.
Sein besonderer Dank galt allen, die den Sonderbericht ausgearbeitet haben und hier besonders dem staatlichen Schulamt und den beruflichen Schulen.
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Oberstudiendirektorin Daniela Raith wollte nur einfach „Grüß Gott“ sagen. Sie ist die „Neue“ hier und freute sich gleich so eine illustre Runde begrüßen zu können.
Schon in den ersten Monaten im Landkreis hat sie so viel erlebt, was sie von der Bildungsarbeit im Landkreis überzeugt hat. Dieser Landkreis geht so ganz anders mit dem Thema Bildung um, wie ihr Heimatlandkreis!
Mit guter Vernetzung und vielen kleinen Schritten kann es gelingen, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. So sollten sie an diesem Nachmittag Erkenntnisse sammeln und in ihrer täglichen Arbeit umsetzen.
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Friederike Friedrich von der Grund- und Mittelschule Buchbach, Barbara Roczniak von der Realschule Waldkraiburg und Bettina Harnischmacher vom Gymnasium Gars stellten dann die schulartübergreifende Kampagne „Jahr des guten Umgangs“ vor, an der 17 Schulen im Landkreis teilnehmen.
Nach längerer Vorgeschichte definierten sieben Grundschullehrer, fünf Grund- und Mittelschullehrer, zwei Mittelschullehrer, einer von der Wirtschaftsschule und ein Gymnasiallehrer erst einmal, was man heute im Landkreis Mühldorf unter „Werten“ versteht. Sie haben sich so auf ein Wertepaket verständigt und auch darauf, wie sie das Konzept im Schulalltag umsetzen wollen.
Dazu haben sie Motti erarbeitet und in einem Vorschlagsbuch zusammengefaßt, das an alle Lehrkräfte verteilt wird. Die Ideen darin können an jeder Schule anders umgesetzt werden.
An der Realschule in Waldkraiburg wird dieses Konzept in den fünften Klassen umgesetzt. Wie sich die Grundschule und Mittelschule in Buchbach das vorstellt, zeigte Friederike Friedrich.
Dort werden Plakate in allen Klassenzimmern mit einem Motto des Monats ausgehängt. Ein „Wertebaum“ faßt alle Werte zusammen, auf die es den Kollegen ankommt.
Allerdings kann jeder Kollege das selbst gestalten. Wichtig ist nur, daß die Aussage rüberkommt.
Mit der Vermittlung von Werten wollen die Beteiligten den jungen Leuten das Leben einfacher gestalten, Orientierung vermitteln und sie fit machen für ihr Leben – erklärte Bettina Harnischmacher. Sie selbst wollen Mut zur Erziehung beweisen und auch die Gesellschaft der Zukunft gestalten.
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In einem zweiten Vortrag ging Dr. Tilly Lex vom deutschen Jugendinstitut in München auf die Frage ein, was eine Region für junge Leute und für junge Familien attraktiv macht.
Leider gibt es im westlichen Deutschland nicht genug Erkenntnisse über die demographischen Vorgänge, so daß sie sich auf Untersuchungen aus den fünf neuen Bundesländern verlassen mußte.
Wie die blauen Flächen der Karte zeigen, wandern viele junge Leute aus der Region ab. Für Mühldorf weisen die Daten keinen negativen Wanderungssaldo aus.
Anders sieht es bei der Altersstruktur aus: Während derzeit der Anteil unter-18-jähriger mit 17,6% recht hoch ist, verliert der Landkreis in den kommenden 20 Jahren über 12% seiner unter 18-jährigen.
Die sogenannte Bildungswanderung – also daß Jugendliche wegen des Studiums den Landkreis verlassen - trifft Mühldorf sehr. Hier macht sich das Fehlen von Hochschulen bemerkbar.
Diese Graphik zeigt, wie sich seit 1990 die Geburtenzahlen in Ost- und Westdeutschland entwickelt haben. Seit dem Gleichstand 2005 sind die Geburtenzahlen in den Landkreisen stark zurückgegangen während sie in den Großstädten eher konstant geblieben sind.
Was bedeutet das für Kommunen, Schulen und die Wirtschaft?
Hier beschränkte sich Dr. Tilly Lex auf Daten aus Ostdeutschland. Dort wurden seit 1994 massiv Grundschulen geschlossen.
Das hat auch zur Schließung von Gymnasien und damit zur Steigerung der Fahrzeiten geführt.
Die nächste Graphik zeigt die Zahl 18-jähriger in Bayern, die seit 2005 deutlich abnimmt.
Tatsächlich hat der Rückbau der Bildungsinfrastruktur fatale Folgen nicht nur für junge Menschen.
Wie sollte nun im Bereich Schule auf die demographische Entwicklung reagiert werden?
Dafür gibt es eine ganz Reihe Maßnahmen, die von den jeweiligen Landkreisen und Kommunen umgesetzt werden können.
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Anja Skrypek dankte Dr. Tilly Lex mit einem kleinen Geschenk für ihre Ausführungen.
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Zusammen mit Veronika Bartels stellte sie den Sonderbericht „Schulische Bildung im Landkreis Mühldorf“ vor, in den Daten des Schulamtes, des bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung und der Schulen eingeflossen sind.
Wie diese Graphik zeigt, sinkt die Zahl der Jugendlichen im Landkreis stärker als in der Planungsregion 18, zu der auch die Landkreise Altötting, Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land gehören. Die Zahl sinkt auch stärker als im bayerischen Durchschnitt. Nur die Großstadt München erlebt mit einem Anstieg der unter-10-jährigen einen Zuwachs.
Diese Entwicklung spiegelt sich schon heute an den Schulen des Landkreises wider: Während alle Schularten Schüler verlieren, wächst die Zahl der Realschüler. Interessant ist, daß im Landkreis Mühldorf überdurchschnittlich viele Jugendliche das Gymnasium besuchen, wie in der gesamten Region 18.
Positiv ist die Erkenntnis zu werten, daß der Rückgang der Zahl der Mittelschüler in Mühldorf nicht so stark ist wie in anderen Regionen Bayerns und der Region 18.
Sehr positiv verändert haben die Bildungsanstrengungen des Landkreises die sogenannten Schulabgangsquoten. Also die Zahl der Schüler, die eine Schulart verlassen.
So konnte die Zahl der Abgänger ohne Abschluß gesenkt und die Zahl mittlerer und höherer Abschlüsse wesentlich gesteigert werden. Trotzdem besteht gegenüber der Region 18 und dem bayerischen Durchschnitt Nachholbedarf.
4 von 23 Grundschulen bieten ein gebundenes Ganztagesangebot.
Offene Ganztagesangebote gibt es an Grundschulen im Landkreis nicht.
7 der 8 Mittelschulen, eine Realschule und alle drei Gymnasien bieten offene Ganztagesangebote, ein Gymnasium auch eine gebundene Ganztagesklasse.
Allerdings nutzen nur sehr wenige Schüler diese Angebote: In den Gymnasien und Realschulen waren es im letzten Schuljahr bei allen drei Gymnasien 203 Schüler. In den Realschulen sogar nur 31 Schüler.
Damit liegt der Landkreis unter dem bayerischen Durchschnitt. Tatsächlich ist die Zahl der Ganztagesangebote an Grundschulen seit 2011 gesunken, an den anderen Schularten dagegen gestiegen.
Jünger als im Durchschnitt der betrachteten Regionen sind die Lehrkräfte. Hier liegt der Altersdurchschnitt von 39,7 Jahren deutliche unter dem bayernweiten Wert von 43,5 Jahren.
Wie überall steigt auch der Anteil weiblicher Lehrkräfte, die an den Grundschulen mit fast 86% den größten Anteil stellen.
Ein Trend zur Teilzeitbeschäftigung von Lehrkräften ist inzwischen nicht mehr feststellbar.
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Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner brachte ein bißchen Humor in die etwas trockene Darstellung der Fakten indem er wissen wollte, was die Mathe-Aufgaben da an der Tafel denn sollten....
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An der abschließenden Podiumsdiskussion, an der Buchbachs Bürgermeister Thomas Einwang, die Schulleiter Gunther Fuchs, Wolfgang Gaigl, Hildegard Hajek-Spielvogel, Gabriele Schmaus-Benedikt, Landrat Georg Huber und der Realschulbeauftragte für Oberbayern-Ost teilnahmen – Wilhelm Kürzeder.
Die Diskussionsteilnehmer erörterten die Erkenntnisse aus der Studie und Wege, wie man der demographischen Entwicklung begegnen und die jungen Leute im Landkreis halten könnte.
Die Ideen reichten von attraktiver gestaltetem Unterricht bis zu neuen Lerninhalten.
295 Die Bürgermeister des Landkreises zu Gast in Kirchdorf: Das Freizeitangebot im Landkreis zusammengefaßt 9:20
Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner begrüßte die Kollegen im Mehrzweckraum des neuen Kindergartens in Kirchdorf wo er Bürgermeister Hans Haslberger bat, die Gemeinde vorzustellen.
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Der freute sich über das neue Kinderzentrum mit Kindergarten, Kinderhort und Kinderkrippe, das schon fast vollständig belegt ist. Gut drei Millionen Euro hat die Gemeinde hier investiert und betreibt die Einrichtungen auch selbst.
Kirchdorf ist eine eher kleine Gemeinde mit 21 Quadratkilometern Fläche und 1.400 Einwohnern nördlich von Haag gelegen. Leider ist das Steueraufkommen stark gesunken – von 3,5 Millionen im Vorjahr auf 830.000 Euro in diesem Jahr. Sogar Gewerbesteuer muß die Gemeinde heuer zurückzahlen...
Zur Fernwärmeversorgung hat die Gemeinde eine Energie-GmbH gegründet und eine erweiterungsfähige Anlage gebaut. Damit wollen sie nachwachsende Energieträger nutzen und nicht ständig zukaufen müssen.
Einen Kampf führen sie mit der Dorferneuerung im Rahmen derer die Dorfstraße neu gebaut werden soll. Über die nötige Vorfinanzierung muß der Gemeinderat entscheiden. Dann können auch die Kanäle neu gebaut werden, die sich bei einer Untersuchung als sanierungsbedürftig erwiesen haben.
Weitgehend hergerichtet sind die Straßen der Umgebung, die in den 70er Jahren im Zuge der Flurbereinigung gebaut worden waren. Ein Baugebiet gibt’s übrigens auch das für bauwillige Platz bietet.
Für Heiterkeit sorgte er abschließend mit seiner Ankündigung, die Gäste dürfen die Kaffeetassen mit nach Hause nehmen, dann brauchen sie sie nicht abzuspülen.
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Im Landkreis gibt es sehr viele Freizeitangebote, über die niemand mehr eine Übersicht hat. So eine Übersicht hat Sandra Huber mit ihrem P-Seminar am Ruperti-Gymnasium erstellt – kündigte Dr. Karl Dürner den ersten Vortrag an.
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Sandra Huber hatte zusammen mit ihren Schülern eine Umfrage unter den Gemeinden durchgeführt und von 24 der 31 Gemeinden ausgefüllte Fragebögen zurück erhalten.
Diese Graphik listet auf, welche Sportarten in den Gemeinden praktiziert werden. Natürlich steht Fußball ganz oben, noch übertroffen von Turnen. Danach folgen Fitneß und Volleyball. Eher selten sind Handball und Eishockey.
Die meisten Gemeinden verfügen selbst über die nötigen Sportstätten. Fußballplätze gibt’s fast überall, Eishallen nur in Waldkraiburg.
Diese Kommunen haben sich an der Umfrage beteiligt – Mühldorf ist trotz vielfacher Nachfragen nicht dabei...
Die Gemeinden werben für ihre Angebote mit Broschüren, Internetseiten und der Handy-App, die es seit März 2013 gibt.
Über 90% der teilnehmenden Gemeinden erklärten ihre Mitwirkung an der Erstellung einer neuen Internetseite und eines Freizeitführers für den Landkreis.
In einer zweiten Umfrage unter durchschnittlich 15-jährigen Jugendlichen wurden deren Erwartungen ermittelt. Dabei stellte sich heraus, daß die Sportarten am beliebtesten sind, die öffentlich zugänglich und kostengünstig auszuüben sind. Natürlich sind Fußball und Volleyball aber auch Tennis hier gut vertreten. Volleyball deshalb, weil das Ruperti-Gymnasium eine Volleyball-Hochburg ist.
Als Wunschsport nannten die jungen Leute Basketball, mit dem sich im Landkreis derzeit nur vier Vereine beschäftigen.
Die meisten jungen Sportler erreichen ihre Sportstätten mit dem Fahrrad. Manche zu Fuß oder im Auto ihrer Eltern. Öffentliche Verkehrsmittel spielen dagegen eine eher geringe Rolle.
Die meisten informieren sich über das Internet oder im persönlichen Umfeld. Zeitungen spielen kaum mehr eine Rolle.
Durchschnittlich absolvieren die Jugendlichen 2,9 „Trainingseinheiten“ pro Woche.
Auf diesen Erkenntnissen aufbauend haben die Schüler eine Internetseite entwickelt, die unter dem Domainnamen www.mue-aktiv.de zu erreichen ist.
Diese Internetseite bietet zahlreiche Suchmöglichkeiten und viele weitere Informationen über die Angebote der verzeichneten Vereine – bis hin zu Adressen und Telefonnummern von Trainern. Allein 102 Schützenvereine sind dort inzwischen zu finden.
Zahlreiche weitere Freizeittipps ergänzen das Angebot. Etwa die Beschreibung von Radtouren mit Kartenmaterial und den damit erreichbaren Sehenswürdigkeiten.
Abschließend bat Sandra Huber die Gemeinden dabei mitzuhelfen, die Informationen zu ergänzen und aktuell zu halten.
Nach Abschluß der Arbeiten übergeben die Schüler des Ruperti-Gymnasiums die Betreuung der Seite an den BLSV, der sie weiter pflegen und aktuell halten wird.
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Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner schlug den Bürgermeistern vor, von sich aus vierteljährlich Neuerungen an den BLSV zu melden. So könnte eine Menge Verwaltungsarbeit vom BLSV ferngehalten werden.
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Im zweiten Tagesordnungspunkt stellte Maximilian Kammermeier die Firma ESD vor, die Gemeinden im Bereich Sicherheit Dienste anbietet, die sie selbst nicht mehr leisten können.
Maximilian Kammermeier berichtete zunächst, daß die Firma, die sein Großvater gegründet hat noch heuer vollständig in seine Hände übergehen soll.
Die Firma beschäftigt sich mit Sicherheitsdiensten etwa auf Volksfesten wo in Mühldorf sogar ein verdeckter Mitarbeiter eingesetzt wird. Seine Firma arbeitet eng mit den Ordnungsämtern zusammen und erstellt vor den Einsätzen umfangreiche Konzepte.
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Im dritten Thema des Nachmittags sprachen sich die Bürgermeister dafür aus, auch im kommenden Jahr Projekte mit Mitteln aus dem Leader-Programm der Europäischen Union umzusetzen, bei denen es vor allem um Barrierefreiheit, Mobilität und soziale Vernetzung geht.
Bürgermeister Thomas Einwang stellte die Ergebnisse eines Workshops vor, an dem ein Teil der Bürgermeister Anfang November teilgenommen hatte. Zu Beginn der sechsjährigen Förderperiode 2008 herrschte große Unsicherheit. Durch Unterstützung des „Mühldorfer Netz“ konnte hier viel Klarheit geschaffen werden. Das Leader-Management hat sehr gute Arbeit geleistet.
Der Wettbewerb zur familienfreundlichen Gemeinde 2010 hat vieles aufgezeigt, was angepackt werden konnte und könnte.
Negativ aufgefallen ist neben der eigentlich geringen Förderung auch das mangelnde „Feuer“ für solche Investitionen. Das lag zum Teil daran, daß die Bürgermeister nach ihrer Wahl andere Prioritäten hatten und es dann lang gedauert hat, bis Projekte umgesetzt werden konnten. Finanziell klamme Gemeinden hatten gar keine Möglichkeiten mit zu machen.
Die Teilnehmer des Workshops waren der Meinung, das Leader-Management für den Landkreis Mühldorf zu belassen und keine weiteren Gebiete dazu zu nehmen.
So fiel der Beschluß, auch weiterhin im Programm zu bleiben und weitere Mittel zu beantragen aber auch private Investoren zu gewinnen und durch Einflußnahme auf das Programm Unverwechselbarkeit zu erreichen.
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Dr. Karl Dürner meinte, die große Themenvielfalt im Landkreis – angefangen vom Seniorenpolitischen Gesamtkonzept über das Energienutzungskonzept bis hin zu Lernen-vor-Ort -hat den Gemeinden kaum Zeit gelassen, eigene Projekte anzupacken und zu verwirklichen. Durch die – vorsichtig ausgedrückt – Verzettelung des Landkreises war einfach keine Kapazität mehr frei. Das alles kostet ja auch sehr viel Zeit.
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Alois Salzeder würde private Projekte bevorzugen und regte an, sich darüber Gedanken zu machen. Als vor Jahren der Bau von Kinderkrippen gefordert wurde, glaubte auch niemand daran. Und heute gibt es welche in jeder Gemeinde.
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Alle Bürgermeister, die an dem Workshop im November nicht hatten teilnehmen können, befürworteten die Fortsetzung solcher Maßnahmen.
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Nachdem Mühldorfs ehemaliger Bürgermeister in den Bayerischen Landtag gewechselt ist, mußte sein Sitz im Planungsausschuß der Planungsregion 18 ersetzt werden. Dort war bislang Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner sein Stellvertreter. Da Erwin Baumgartner nachrückte, bestimmten die anwesenden Bürgermeister Gars‘ Bürgermeister Norbert Strahllechner zu seinem Stellvertreter.
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In einem weiteren Tagesordnungspunkt beschäftigten sich die Bürgermeister mit der Besoldung von Mitarbeitern. Bevor sie aber dazu kamen, stellten sie sich den Fotografen. Dabei entstand das vermutlich letzte gemeinsame Foto vor der Wahl im März 2016, zu der Pollings Bürgermeister Hans Schmidbauer Zangbergs Franz Märkl, Waldkraiburgs Siegfried Klika und Mühldorfs zweite Bürgermeisterin Ilse Preisinger-Sontag nicht mehr antreten.
So endete die letzte Bürgermeisterversammlung der aktuellen kommunalen Legislaturperiode nach etwa drei Stunden in Kirchdorf bei Haag.
296 Landrat Georg Huber überreicht Bundesverdienstkreuze 8:10
Neben den Bürgermeistern der Heimatgemeinden der zu Ehrenden konnte Landrat Georg Huber Bezirksrätin Claudia Hausberger begrüßen. Michael Hausperger, Dr. Herbert Heiml und Erwin Baumgartner.
Damit begrüßte er Gottfried Menzel aus Neumarkt-St. Veit, Lieselotte Sieghart aus Kraiburg und Emanuela Hausberger aus Oberbergkirchen.
Ihnen gemeinsam ist, daß sie im Stillen wesentlich dazu beigetragen haben, daß unsere Gesellschaft funktioniert. Sie haben ohne großes Aufsehen Leistungen erbracht, die die Öffentlichkeit eher nicht sehen soll, weil sonst die Betroffenen darunter leiden würden. Sie haben großes Leid verhindern helfen, eine Leistung, die in der Öffentlichkeit schwierig darzustellen ist.
Um so wichtiger ist es, ihnen dafür öffentlich Dank und Anerkennung auszusprechen.
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Gottfried Menzel hatte das Bundesverdienstkreuz bereits am 10. Dezember in Berlin aus den Händen von Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich erhalten.
Als Angehöriger der Bundespolizieinspektion München hat er sich seit 1995 ehrenamtlich im „Blauen Kreuz“ engagiert, einem bundesweit agierenden Suchthilfeverband. In seiner Freizeit betreut er mehr als 1000 Suchtkranke und deren Familienangehörige sowie Personen, die sich auf die Medizinisch-psychologische Untersuchung vorbereiten.
Bei der Bundespolizei in München hat Herr Menzel zudem die Suchtberatung mit aufgebaut und dabei suchtkranke Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen betreut, mit Vorgesetzten verhandelt und Therapien vermittelt.
Tag und Nacht ist er für seine kranken Kollegen ansprechbar und hilft wie er nur kann.
Landrat Georg Huber erachtete das als unwahrscheinlich wichtig, weil es viele Menschen gibt, die aus vielerlei Gründen Süchten verfallen. Das betrifft Raucher genau so wie Alkoholkranke und Medikamentensüchtige, die aus es eigener Kraft nicht schaffen, davon los zu kommen – es vielleicht gar nicht einsehen oder gar nicht wollen. Hier zuverlässige und diskrete Hilfe zu leisten ist unglaublich wichtig.
Landrat Huber dankte Gottfried Menzel sehr für die große Aufgabe, die er so konsequent ausgeübt hat und hoffte, daß er noch vielen helfen kann. Damit gratulierte er zum Bundesverdienstkreuz und überreichte Gottfried Menzel eine Flasche Landkreissekt, verbunden mit der Hoffnung, daß sie ihn selbst nicht zur Sucht verleiten möge....
Gottfried Menzel hatte sich sehr über die Auszeichnung gefreut, für die ihn Kollegen vorgeschlagen hatten und die er erst gar nicht wollte.
Für das Blaue Kreuz bietet er jeden Montag Abend in Waldkraiburg eine Sprechstunde an. Dort hat sich gezeigt, daß mit jedem Betroffenen 3, 4 Angehörige mit leiden, die alle Hilfe nötig haben.
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Seit er Landrat wurde, beobachtet und unterstützt er die Hospizbewegung von Dr. Hans Dworzak, die Anfangs gar nicht gern gesehen wurde, erinnerte sich Landrat Huber. Seither hat sich das Denken geändert und die Hospizbewegung wird als unverzichtbar erachtet. Dr. Dworzak und Dr. Hell haben dafür gesorgt, daß sich dieses Bewußtsein bayernweit durchgesetzt hat.
Lieselotte Sieghart, die seit der Gründung des Anna-Hospiz-Vereins 1995 sehr vielen Schwerkranken in ihrer letzten Lebensphase beigestanden hat, hat Bundespräsident Joachim Gauck deshalb am 1. November die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Sie hat Menschen in ihrer Krankheit Tag und Nacht begleitet und später die Angehörigen über den Verlust hinweg getröstet.
Oft handelte es sich dabei um Personen, die keine Angehörigen mehr hatten, die die Angehörigen allein gelassen hatten oder die die Betreuung sehr wollten.
Die hohe physische und psychische Belastung, die die Betreuer dabei aushalten, verdiente Landrat Hubers höchste Anerkennung. Das kann nur jemand leisten, der selbst aus einer Umgebung stammt, die es ermöglicht und die es auch mit trägt. Niemand kann Sterbende begleiten, ohne selbst betroffen zu sein. Viele können das einmal schon kaum ertragen. Um wieviel mehr Lieselotte Sieghart geleistet hat, ist nur durch ihre tiefe Gläubigkeit zu erklären. Hier sieht man, wie wichtig die Menschlichkeit ist und nicht Geld oder Reichtum oder irgendwelche Dinge.
Lieselotte Sieghart war viele Jahre im Altenheim St. Nikolaus in Kraiburg beschäftigt und hat auch durch ihre Versetzung in den Ruhestand nicht aufgehört, Senioren in Kraiburg zu betreuen. Für den Anna-Hospizverein ist sie inzwischen eine unentbehrliche Stütze geworden.
Landrat Georg Huber verlas die Verleihungsurkunde: (O-Ton )
Er bat sie, den Orden auch zu tragen, damit die Menschen sehen, daß der Staat ihre Leistung hoch anerkennt. Dazu wünschte er ihr Gesundheit und viel Kraft.
Diesen Glückwünschen schloß sich auch Bürgermeister Dr. Herbert Heiml an, für den sie ein Sonnenschein in Kraiburg ist. (O-Ton)
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Wie anspruchsvoll der Umgang mit behinderten Menschen ist, kann man am Franziskushaus in Au am Inn beobachten. Wie hoch zu würdigen das ist, hat der Staat längst erkannt und deshalb die Inklusion angestoßen, die es ermöglichen soll, daß Betroffene als normale Mitglieder in die Gesellschaft eingebunden werden.
Der Bundespräsident hat am 19.10. Emanuela Hausberger die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen, weil sie ihren, am Down-Syndrom erkrankten Sohn Matthias seit seiner Geburt 1990 betreut und fördert. Besonderen Wert legte sie dabei auf die passende Schulbildung, die jetzt sogar eine Berufsausbildung in einer Behindertenwerkstatt ermöglicht. Sie hat immer dafür gesorgt, daß ihr Sohn gesellschaftlich integriert wird und zu einem selbstbewußten, fröhlichen jungen Mann heranwächst.
So ist er heute Teil des Trachtenvereins „Taubenbergler Stamm“ in Neumarkt-St. Veit.
Diese trockenen Worte geben nicht wieder, wie herzlich solche Menschen sind und welche Wärme von ihnen ausgeht. Wenn dann die Familie dazu beiträgt, daß sie gefördert werden, erkennt man, daß die Gesellschaft sich bereits sehr geöffnet hat.
Für ihren Mut gebührte Emanuela Hausberger Landrat Hubers große Anerkennung und Dank. Besonders auch deshalb, weil sie gleichzeitig ihre 86-jährige Schwiegermutter in ihrem Haus betreut. Er wünschte ihr die Kraft und das Rückgrat, diesen Weg weiter zu gehen und dazu beizutragen, daß Kinder wie ihres künftig ein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft sind. (O-Ton Jeder Mensch ....)
Damit verlas Landrat Huber die Verleihungsurkunde und händigte ihr den Orden aus. (O-Ton)
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Wir gratulieren allen Geehrten herzlich zu ihren Auszeichnungen, die nach Landrat Georg Hubers Worten die Leuchttürme der Gesellschaft sind.
297 Immer weniger Direktzahlungen - der Bauernverband über die Aussichten bis 2020 8:00
Kreisobmann Ulrich Niederschweiberer konnte im Saal des Gasthauses Kreuzerwirt neben den Mitgliedern zahlreiche Funktionäre des bayerischen Bauernverbandes, von Molkereien und von Banken auch Bürgermeister Stefan Schalk und MdL Günther Knoblauch begrüßen. Und natürlich den Referenten des Abends: Direktor Matthias Borst. Seine Begrüßung der Gäste nahm eine ganze Zeit in Anspruch.
Im Rückblick auf die Koalitionsverhandlungen in Berlin meinte Ulrich Niederschweiberer, er hätte sie als Hängepartie empfunden, deren Ergebnisse lange Zeit nicht absehbar waren.
Er erinnerte an die Diskussion nach dem Hochwasser im Juni diesen Jahres. Damals war gleich von Enteignung die Rede, als die Landwirte in der Diskussion um zusätzlichen Hochwasserschutz ihre Eigentumsrechte an flußnahen Flächen auch nur ansprachen. Ulrich Niederschweiberer forderte die Achtung der Eigentumsrechte der Landwirte und Augenmaß im Umgang mit ihrem Berufsstand.
Ein Problem stellt auch Naturschutz dar, der heute über allem zu stehen scheint. Jeder dürre Strauch scheint heute schützenswerter zu sein als die Leute, die von der Fläche leben.
In allen Fällen gilt es, sinnvolle Dialoge zu führen und so gemeinsam mehr zu erreichen.
Ulrich Niederschweiberer war skeptisch, was nach den vielen motivierenden Anreizen im Bereich Energie auf die Landwirte zukommen wird. Das wird erst die Zukunft zeigen.
Freude dagegen bereitete ihm das Interesse des Umweltministeriums am Anbau von Zwischenfrüchten wie er sie praktiziert hatte. Es muß wirklich nicht sein, daß Zwischenfrüchte eingeackert werden. Man kann sie im Winter stehen lassen und so einerseits Kleintieren Unterschlupf bieten und andererseits das Landschaftsbild schöner gestalten. Zudem hilft die Zwischenfrucht, das Auswaschen der Humusschicht zu verhindern.
Während die Beibehaltung der Vergünstigung von Agrardiesel positiv zu werten ist, hat die Besteuerung von Rapsöl die ganze Branche kaputt gemacht. Und das, obwohl neben dem umweltfreundlichen Rapsöl auch noch hochwertiges Viehfutter aus der Rapspflanze entstanden ist. Es ist der Politik wohl lieber, man führt weiter Rohöl aus dem Ausland ein als die eigene Landwirtschaft zu unterstützen!?
Damit bat er Matthias Borst um seinen Vortrag.
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Matthias Borst, Direktor des Fachbereichs Agrarpolitik beim Bayerischen Bauernverband, wollte auf die neuen Regelungen eingehen, die ab 2014 auf die Landwirte zukommen.
Um das zu erläutern, mußte er auf das Jahr 2009 zurückblicken und zahlreiche Rahmenbedingungen erläutern. Die Europäische Union mit ihren 28 Mitgliedsstaaten und 500 Millionen Einwohnern steht heute in Konkurrenz zu den USA mit etwa 350 Millionen Einwohnern. Die USA müssen die EU inzwischen sehr ernst nehmen. Deshalb brauchen Entscheidungen manchmal 5 Jahre Vorbereitung.
Gerade im landwirtschaftlichen Bereich mit seinen 12 Millionen landwirtschaftlichen Betrieben in der EU dauert alles sehr lang. In Bayern gibt es etwa 112.000 landwirtschaftliche Betriebe weshalb die bayerische Stimme ziemlichen Einfluß auf die Agrarpolitik der EU hat. Daneben sprechen zahlreiche weitere Gruppierungen in diesen Diskussionen mit, die alle gehört werden wollen.
Da ist es wichtig, einen starken Verband zu haben und einen Präsidenten, der nicht nur an der Spitze des bayerischen sondern auch des deutschen und des europäischen Verbandes steht. Damit ist gewährleistet, daß die bayerische Sichtweise auch in Europa unter den 48 nationalen Bauerverbänden Gehör findet.
Wie sieht es nun in Zukunft aus?
Großes Glück war, daß Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in diesem Jahr den Vorsitz der Agrarministerkonferenz inne hatte, was nur alle 17 Jahre der Fall ist. Gerade unter seinem Vorsitz fielen während der Sonder-Agrarministerkonferenz am 4. November in München zahlreiche wegweisende Entscheidungen über die Umsetzung der EU-Bestimmungen. Helmut Brunner ist es zu verdanken, daß er die Interessen der bäuerlichen Landwirtschaft einfließen lassen konnte.
Nach wirklich langer Sitzung haben die Agrarminister also folgendes beschlossen:
Die Direktzahlungen – also die Betriebsprämien werden um 4,5% gekürzt und ab 2015 in eine zweite Säule umgeschichtet. Die bayerischen Bauern erhalten so etwa 40 Millionen Euro pro Jahr.
Ab 2015 wir eine national einheitliche „Greening-Prämie“ von 85 Euro pro Hektar eingeführt. Zudem erhalten kleinere Betriebe bis zu einer Größe von bis 30 Hektar 50 Euro je Hektar und für die weiteren 16 Hektar je 30 Euro pro Hektar, maximal aber 1.980 Euro je Betrieb.
Eine Junglandwirteförderung, die nur Landwirten bis zum Alter von 40 Jahren die Übernahme ihrer Betriebe erleichtern soll, beträgt 44 Euro je Hektar, ist aber auf maximal 90 Hektar je Betrieb beschränkt.
Eine weitere Förderung kommt Kleinbetrieben zu Gute. Sie beträgt maximal 1250 Euro und wird auf Antrag pauschal ausbezahlt.
Die genau Regelung der Greening-Förderung soll erst Anfang 2014 ausgearbeitet werden.
Matthias Borst erläuterte ausführlich die Auslegung dieser Regelungen und die Hintergründe ihres Zustandekommens.
Dieses Beispiel zeigt, womit ein Betrieb mit 50 Hektar rechnen kann.
Wenn also 2015 die neue „GAP“ startet, sinken die Auszahlungen bis 2020 kontinuierlich.
Die neue Regelung „erste Hektare“ führt dazu, daß kleinere Betriebe begünstigt werden und Großbetriebe weniger Zuschüsse erhalten. Davon profitieren in ganz Bayern 96 und im Landkreis Mühldorf 98% der Betriebe.
Auf lange Sicht hat die Sonder-Agrarministerkonferenz eine geringere Reduzierung der Zahlungen durchgesetzt, als EU Kommissionspräsident Barroso geplant hatte um die Folgen der EU-Schulden- und -Finanzkrise abzufedern. Bis 2019/2020 sinkt also die durchschnittliche Direktzahlung pro Hektar von heute 330 Euro auf dann 300 Euro.
Das alles führt zu diesen Betriebsprämien, die kleinere Betriebe bis 50 Hektar besser und größere etwas schlechter stellen.
Mit dieser Regelung fahren die bayerischen Landwirte im Vergleich aller deutschen Bundesländer am besten.
Matthias Borst ging im Weiteren näher auf das „Greening“ ein, das die „Anbaudiversifizierung“, den „Dauergrünlanderhalt“ und Regelungen für ökologische Vorrangflächen umfaßt. Auch diese Regelungen sind nach Betriebsgrößen gestaffelt und umfassen zahlreiche Detailregelungen, die die Landwirte einhalten müssen. Wie das genau aussehen wird, soll erst 2014 festgelegt werden.
Der bayerische Bauernverband bietet seinen Mitgliedern Unterstützung bei der Umsetzung der neuen Vorschriften, die nach diesem Zeitplan eingeführt werden.
Die Landwirte haben noch bis 2015 Zeit, sich mit dem allem vertraut zu machen. Bis dahin sollten sie verfolgen, wie die neuen Regelungen konkretisiert werden und sich darüber beraten lassen, wie das den einzelnen betrifft.
Abschließend ging Mattias Borst auf die Verhandlungen über den Koalitionsvertrag in Berlin ein und war froh, daß die Folgen für die bayerische Landwirtschaft nicht allzu negativ ausgefallen sind.
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Ulrich Niederschweiberer dankte Matthias Borst für seinen engagierten Vortrag und schloß nach kurzer Diskussion die Versammlung.
298 Die Sparkasse Altötting-Mühldorf spendet an die Hilfsorganisationen 3:30
Vertreter des BRK, des THW und der Feuerwehren hatten die Vorstände der Sparkasse in den Besprechungsraum des Nebengebäudes geladen um ihre traditionelle Weihnachtsspende zu überreichen.
Für Vorstandssprecher Dr. Stefan Bill war es sehr wichtig, einen Teil des Gewinns an die Gesellschaft zurück zu geben mit der zusammen sie ja auch ihre Erträge erwirtschaften. Seit 2010 haben sie so 1,6 Millionen Euro an 360 Empfänger in den Landkreisen Altötting und Mühldorf ausgeschüttet.
45% dieser 1,6 Millionen Euro gingen an soziale Einrichtungen, 27% in die Sportförderung, 16% für Kultur und der Rest in Forschung und Umweltprojekte.
Nach den Krankenhäusern 2010, Naturschutzprojekten 2011 und den Schulen 2012 geht ihre Spende diesmal an die Hilfsorganisationen.
Gerade die Naturkatastrophen im Sommer haben gezeigt, wie wichtig die ehrenamtliche Hilfe dieser Organisationen ist. Das hat die S-Finanz-Gruppe bereits im Sommer erkannt und über 1 Million Euro für die Flutopfer bereitgestellt. Die Sparkasse Altötting-Mühldorf 20.000 Euro.
Nun geht die Großspende von 30.000 Euro zu gleichen Teilen an die Feuerwehren, das THW und das BRK in beiden Landkreisen. Jeder Ortsverband erhält also 5.000 Euro.
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Altöttings Kreisbrandrat Werner Huber wollte mit der Spende 12 Sätze Kellerentwässerungspumpen beschaffen.
Der Kreisfeuerwehrverband Mühldorf kauft zum Brand-Simulationsgerät weitere Demonstrationsmodule, erklärte Kreisbrandrat Karl Neulinger.
Altöttings BRK Kreisgeschäftsführer Josef Jung erklärte, das Geld für die Finanzierung eines weiteren Krankentransportwagens zu verwenden.
Mühldorfs Kreisgeschäftsführerin Tanja Maier will das Geld dafür verwenden, Ausrüstung für die Wasserwacht zu kaufen: Ein Einsatzleiterfahrzeug und einen Bootsanhänger.
THW Ortsverbandsbeauftragter Johann Höglauer benötigt ein Spülmobil für die mobile Küche seiner Ortsgruppe. Mit dem Restbetrag möchten sie eine leistungsstarke Pumpe anschaffen.
Matthias Müller möchte das Geld für das Fahrzeug verwenden, das sie im Sommer in Dienst gestellt haben und das sie wegen seiner besonderen Ausstattung selbst finanzieren müssen.
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Gemeinsam übergaben die Vorstände der Sparkasse die Spende an die Hilfsorganisationen, die damit gestärkt ins neue Jahr gehen können.
299 Die CSU in Waldkraiburg lädt in Foren die Bürger zur Gestaltung der Zukunft - diesmal zum Thema Wirtschaft 6:10
Zur Verbereitung der Kommunalwahl sucht der Ortsverband Waldkraiburg der CSU den Weg in die Zukunft mit sechs Kompetenzteams, die sich zu unterschiedlichen Zeiten treffen und darüber diskutieren, wie der Weg in die Zukunft zu gestalten ist.
Die Treffen sind offen für die Bürger der Stadt, deren Ideen, Anregung, Vorschläge aber auch Kritik die CSU gern aufnimmt und diskutiert.
Vergangenen Samstag traf sich das Kompetenzteam Wirtschaft zum gemeinsamen Frühstück im Café Brosch am Stadtplatz. Unter Leitung von Eva Köhr diskutierten Bürgermeisterkandidat Harald Jungbauer, Bürgermeister Siegfried Klika, Stadträtin Manuela Keller und weitere Mitglieder des Ortsverbandes relevante Themen.
Worums bei den Kompetenzteams geht, erklärt uns stellvertetende Landrätin Eva Köhr. (O-Ton)
Nun sind wir hier beim Kompetenzteam Wirtschaft. Welche Kompetenzteams gibt’s? (O-Ton)
Sind die Kompetenzteams auch für Bürger offen? (O-Ton)
Und wann treffen sich die Kompetenzteams? (O-Ton)
Vielen Dank Frau Köhr.
300 Die Landkreis-Grünen nominieren Cathrin Henke für die Wahl zum Landrat und die Kandidaten für die Wahl zum Kreistag 9:00
Etwa 40 Mitglieder der Grünen und Gäste waren in den Saal des Gasthauses Duschl nach Ampfing gekommen um ihre Kandidaten für die Wahl zum Kreistag zu nominieren.
Kreisvorstandssprecher Peter Uldahl freute sich, so viele Teilnehmer begrüßen zu können, mehr als vor sechs Jahren im Mühldorfer Turmbräugarten.
Er dankte allen 60 Personen, die sich zur Wahl stellen, auch denen, die nicht gekommen waren. Sie alle übernehmen Verantwortung für die Gesellschaft. Als großen Erfolg sah er, daß sie je zur Hälfte Frauen und Männer für die Liste gewinnen konnten.
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Da Cathrin Henke bereits vom Vorstand als Kandidatin für die Wahl zum Landrat vorgeschlagen worden war, wollte sie zunächst einen Rückblick geben.
Bei der Wahl 2008 erhielt die CSU mit 29 Kreistagsmitgliedern - erstmals nicht die absolute Mehrheit. Die Grünen waren mit ihr selbst, Oskar Rau, Dr. Gerog Gafus und Christa Moser vertreten.
Es muß nun ihr Ziel sein, mehr Sitze in den Ausschüssen des Kreistages zu erhalten als nach der Wahl 2008, bei der ein anderes Auszählverfahren Anwendung fand. Derzeit besetzen sie fünf Ausschußsitze, davon einen im Haushaltsausschuß.
Durch Hartnäckigkeit haben sie seither doch einiges bewegen können, etwa den Bau von Fotovoltaikanlagen auf Landkreisgebäuden. „Nicht durch“ ging dagegen der Antrag, landkreiseigene Gebäude ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu versorgen.
Ein großes Thema war von Anfang an der Haushalt: Der Abbau von Schulden ist nur langsam vorangekommen, weil die CSU ständig behauptet, das Geld wäre in die Bildung investiert worden. In die Bildung haben andere Landkreise aber auch investiert. Tatsächlich wurde in der Ära Rambold schlecht gewirtschaftet und die Kreisumlage nicht in der Form angepaßt worden, wie dies nötig gewesen wäre.
Von den 55 Millionen Einnahmen aus der Kreisumlage müssen 21 Millionen an den Bezirk abgegeben werden. Durch Schlüsselzuweisungen steigen aber die verfügbaren Mittel auf 45,6 Millionen Euro. Nach Abzug aller Kosten für Personal, Straßen und Schulen bleibt nur noch wenig für neue Investitionen übrig.
Daß dabei energetische Sanierungen kaum umsetzbar waren, hat dazu geführt, daß die Ausgaben für Energie nie sanken und die Grünen deshalb mehrfach den Haushalt abgelehnt haben. Diese Diskussion zog sich durch alle Jahre. Dabei ist der Handlungsbedarf gerade beim Beruflichen Schulzentrum für jeden offensichtlich.
Ein weiteres Dauerthema war der Bau einer dritten Realschule. Die diversen Anträge der Grünen wurden aber regelmäßig abgelehnt – jedes Mal mit anderer Begründung.
Da nützte auch das Angebot eines Kooperationsmodells nichts, das die Stadt Mühldorf eingebracht hatte.
Die Grünen fordern zwar einerseits weiter eine dritte Realschule, sind allerdings auch gegen das dreigliedrige Schulsystem. Hier die zukünftige Entwicklung vorherzusehen, wird trotz Schulentwicklungsgutachten nicht ganz einfach sein.
Während das Thema Realschule vorerst „ad acta“ gelegt wurde, steht nun das Thema FOS/BOS auf der Tagesordnung. Hier gibt es mehrere Konzepte, eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.
Ein weiteres Thema ist derzeit die Gründung eines Landschaftsschutzverbandes, die von Landrat Huber wohl nicht gewünscht wird.
Damit bewarb sie sich um die Kandidatur für die Wahl zum Landrat. Auch wenn der große vielfältige Landkreis viel Arbeit macht und viel Zeit erfordert, ist sie selbst seit 12 Jahren sehr gern im Kreistag. So bat sie die Stimmberechtigten darum, sie in die Wahl zu schicken und versprach den künftigen Kreisräten im Team zusammenarbeiten zu wollen.
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Peter Uldahl dankte den Kreisräten für ihren Einsatz in den zurückliegenden fünfeinhalb Jahren mit einem Geschenk.
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Die Leitung der Wahl übernahm Helga Stieglmeier aus Erding, die auch Mitglied im Parteirat der GRÜNEN ist. Sie hatte zunächst eine Menge Formalitäten zu regeln.
Helga Stieglmeier bat die Stimmberechtigten, ihre Stimmen für die Wahl von Cathrin Henke abzugeben. Nach der Auszählung konnte sie das Ergebnis bekannt geben: (O-Ton 39:49:05 – 36 Stimmen, 2 Enthaltungen – 34 Ja. )
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Weiter ging‘s mit der Nominierung der Kandidaten für die Wahl zum Kreistag. Dazu sollten sich alle Kandidaten fünf Minuten lang vorstellen. Die Anwesenden beschlossen, über die Plätze 11 bis 60 en bloc abzustimmen.
Zunächst bestätigten die Mitglieder Cathrin Henke auf Platz 1 der Liste.
Dann stellten sich die Kandidaten in der Reihenfolge vor, wie sie hier dargestellt sind.
Dr. Georg Gafus regte an, ihn von Platz vier auf Platz 2 höher zu plazieren.
Da das nicht einfach akzeptiert wurde, sollte er in einer Abstimmung gegen Peter Uldahl antreten, der dort gesetzt worden war.
Dr. Georg Gafus begründete seine Gegenkandidatur damit, daß er druch seine Besserplazierung im westlichen Landkreis Stimmen von UWG und WGW abjagen wollte. In der Kreisstadt ist er ohnehin bekannt. Zudem ist er der Bürgermeisterkandidat in der Kreisstadt.
Der 50-jährige Grünen Kreisvorstandssprecher Peter Uldahl sah es als gelebte Demokratie, daß sie hier um Platz 2 kämpfen. Uneinigkeit erkannte er darin nicht. Mit seiner Berufsausbildung sieht er sich als Gegenpol für die vielen Akademiker auf allen politischen Ebenen dieses Landes. Zudem sind Haag und die Kreisstadt auf der Liste bereits gut vertreten. Deshalb wäre er aus der Mitte des Landkreises gerade richtig auf Platz 2.
In der Abstimmung entfielen 8 Stimmen auf Dr. Georg Gafus und 26 auf Peter Uldahl, der somit auf Platz 2 kandidiert und die Wahl natürlich annahm.
Für Elfriede Unterstöger aus Polling war es eine Ehre, für die Grünen antreten zu dürfen. Seit 21 Jahren leitet sie das Franziskushaus in Au am Inn zu dem mehrere Einrichtungen gehören. Mit etwa 300 Mitarbeitern betreuen sie etwa 500 Kinder und Jugendliche. Sie kandidiert, weil der Landkreis sehr viel Wert auf die Familienpolitik legt und sie dort ihr Fachwissen einbringen will.
Natürlich bestätigten die Mitglieder Elfriede Unterstöger auf Platz 3 mit 32 der 36 Stimmen.
Dr. Georg Gafus stellte sich nun für Platz 4 vor. Er kritisierte sehr, daß der Landkreis für eine dritte Realschule kein Geld hatte und jetzt doch das Berufliche Schulzentrum bauen kann. Er steht deshalb für eine dritte Realschule, damit für gerechte Bildungspolitik und für eine vernünftige Finanzplanung. Einsetzen will er sich auch für die Förderschule. Erreicht hatten sie immerhin die Einführung des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar.
Dr. Georg Gafus wurde mit 33 Stimmen auf Platz vier bestätigt.
Christa Moser aus Haag, Lehrerin an der Fachoberschule in Wasserburg, ist gern Mitglied im Kreistag, weil hier die Politik beginnt. Sie würde gern im Team der Grünen dort weiterarbeiten.
Christa Moser bestätigten die Grünen auf Platz 5.
Oskar Rau ist seit mehr als 11 Jahren Stadtrat in Mühldorf und Kreisrat. Als Rentner ist er vorwiegend in Bauangelegenheiten aktiv. Auch er möchte sich für den Bildungsbereich einsetzen und für die nötigen Schulgebäude sorgen und zudem den öffentlichen Personennahverkehr fördern. Natürlich liegt ihm die Energiewende am Herzen, wo es noch viel zu tun gibt.
Oskar Rau wurde mit 36 Ja-Stimmen gewählt.
Auf den weiteren Plätzen bestätigten die Stimmberechtigten Elisabeth Hederer aus Haag, Andreas Huber aus Schwindegg, Judith Straube aus Mühldorf und Rainer Stöger aus Ampfing.
In der letzten Abstimmung über die Plätze 11 bis 60 sollten sie die weiteren Kandidaten festlegen.
Bevor es aber dazu kam, schlug Dr. Georg Gafus vor, Hermann Lichtenwimmer von Platz 28 auf Platz 12 zu versetzen. Lichtenwimmer hatte in Kraiburg für die Wahl zum Bürgermeister kandidiert, ist sehr bekannt und verdient eine bessere Plazierung.
Auch darüber entschieden die Grünen und lehnten Dr. Georg Gafus‘ Antrag ab. Hermann Lichtenwimmer erklärte selbst, keine bessere Platzierung anzustreben und sich mit Platz 28 wohl zu fühlen.
Schließlich stimmten die Grünen über die Plätze 11 bis 60 ab und bestätigten damit die Kandidatenliste wie sie den Wählern vorgelegt werden wird.
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Es ist gelebte Basisdemokratie, jedem die Chance zu geben, seine Meinung zu äußern, und so den Mitgliedern die Möglichkeit, alle zu hören und darüber abzustimmen. Das dauert allerdings seine Zeit. Die Grünen hatten fast pünktlich um 19:30 Uhr begonnen. Gegen 23:30 ging die Veranstaltung nach vier Stunden endlich zu Ende.
301 Die UWG in Mühldorf nominiert ihre Kandidaten für die Wahl zum Stadtrat 8:40
Als Vorsitzender der Kreisvereinigung der Freien Wähler begrüßte Markus Saller die Kandidaten und Gäste der Mühldorfer UWG im Nebenraum des Turmbräugarten in Mühldorf. Erstmals wollten sie eine gemeinsame Liste von UWG und „Freie Wähler Bayern“ für die Wahl zum Stadtrat aufstellen. Das hat den Vorteil, daß sie ähnlich den „Freien Mühldorfern“, hinter denen bekanntlich die FDP steht, einerseits für Klarheit in der Öffentlichkeit sorgen - und sich andererseits die Unterstützung der Freien Wähler sichern wollen. Damit können sie vielleicht auch Wähler ansprechen, die schon bei der Landtagswahl den Freien Wählern ihre Stimme gegeben haben.
Es waren alle Mitglieder der Freien Wähler gekommen, weshalb die Entscheidung einstimmig fallen kann.
Damit begrüßte er auch die Kandidaten der UWG und hoffte, zusammen eine schlagkräftige Truppe aufstellen zu können.
Mühldorfs UWG-Vorsitzender Dr. Reinhard Wanka wollte weder ein rotes noch ein schwarzes Mühldorf und zur Verhinderung solcher Ansinnen eine schlagkräftige Kandidatenliste vorstellen.
Die Aufstellung einer gemeinsamen Liste brachte einige Änderungen mit sich, die zusätzliche Abstimmungen nötig machten.
Anwesend waren 31 wahlberechtigte UWG-Mitglieder und 23 Kandidaten. Einer war krankheitsbedingt entschuldigt.
Rechtsanwalt Niko Eckmans übernahm die Wahlleitung und bat die Mitglieder der Freien Wähler darüber abzustimmen, ob sie eine gemeinsame Liste mit der Mühldorfer UWG aufstellen wollten.
Wie zu erwarten war, stimmten sie einstimmig zu.
In der zweiten Abstimmung bestätigten alle 31 wahlberechtigten Andreas Seifinger als gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten. Er nahm die Wahl an und dankte für das Vertrauen.
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Dann stellte Dr. Reinhard Wanka die Kandidaten vor, die wir hier nur von der Leinwand zeigen können:
Auf Platz 1 natürlich Bürgermeisterkandidat Andreas Seifinger.
Platz 2: Stadt- und Kreisrat Markus Saller.
Auf Platz drei Stadt- und Kreisrätin Anneliese Hohenester.
Platz vier zeigt ihn selbst aus: UWG-Vorsitzenden Dr. Reinhard Wanka, im Hauptberuf Schulleiter.
Stadträtin und Bankkauffrau Claudia Heinrich kandidiert auf Platz 5.
Der Kandidat auf Platz 6 wechselte erst Ende September in den Ruhestand: Volksfestmanager und Verkehrswachtvorsitzender Herbert Gambihler.
Als Bankbetriebswirt und vielfacher Schatzmeister bekannt ist Alfons Forster auf Platz 7.
Immobilienkaufmann Markus Luczay auf Platz 8 ist Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Mühldorf und seit Kurzem des Bundes der Selbständigen in Mühldorf.
Auf Platz 9: Die Geschäftsfrau Annette Haselbeck.
Justizbeamter und Schriftführer der UWG ist Gregor Weber auf Platz 10.
Auf Platz 11 kandidiert der Handwerksmeister Michael Hetzl.
Platz 12 zeigt den Immobilienkaufmann Philipp Mokrus.
Den 2. UWG-Vorsitzenden, Lehrer und Personalratsvorsitzenden Markus Blümel haben die Verantwortlichen auf Platz 13 gesetzt.
Auf Platz 14 die Stadtführerin und Geschäftsfrau Beate Fedtke-Gollwitzer.
Der Polizeibeamte Klaus Werkstetter findet sich auf Platz 15.
Auf Platz 16: Der Lehrer Christian Mannel
Birgit Bauer ist Notariatsangestellte und auf Platz 17 der Liste.
Der ehemalige Präsident der Inntalia und Vermessungsbeamte Peter Mück auf Platz 18.
Auf Platz 19, der Bankfachwirt und Vorsitzende des TSV Polling, Martin Hermann.
Dritten Bürgermeister Christian Funioks Tochter Sonja, von Beruf Oberstudienrätin, kandidiert auf Platz 20.
Der Geschäftsmann aus Mößling, Manfred Schubert auf Platz 21.
Auf Platz 22, der Zeitsoldat Josef Glas junior.
Musikzentrums-Inhaber Erwin Schwarz auf Platz 23 der Liste und schließlich Oberstudienrat Michael Haase auf Platz 24.
Als Ersatzkandidaten treten an: Roland Hofmann und Norbert Wanka.
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Dr. Reinhard Wanka war sehr zufrieden mit der Alters-Bandbreite der Kandidaten, die von 21 bis 65 Jahren reicht und von Beamten über Arbeitnehmer bis zu Selbständigen alles umfaßt, was die Gesellschaft ausmacht. Dazu sind sowohl erfahrene Vereinsleute als auch Einsteiger in die Kommunalpolitik dabei.
Mit dieser Liste rechnete er sich die Chance aus, die derzeit vier Stadtratsmandate kräftig zu steigern – mindestens auf 6 oder sogar mehr.
Nachdem es keine Einwände gegen die Kandidaten und die Reihenfolge der Liste gab, stimmten die Anwesenden ab.
Niko Eckmans konnte das Ergebnis bekanntgeben: (O-Ton 47:48:00 – einstimmig)
Die Kandidaten nahmen die Wahl an und so konnte er die Wahl abschließen.
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Dr. Reinhard Wanka freute sich über das Ergebnis und wünschte sich, daß sie diese Einmütigkeit über den Wahltag hinaus beibehalten können.
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Da viele der Anwesenden Bürgermeisterkandidat Andreas Seifinger noch nicht kennengelernt hatten, sollte er im Weiteren seine Ziele und Absichten erläutern.
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(O-Ton 3-Klang) Mit diesem Dreiklang wollte Andreas Seifinger seine Rede beginnen: „Die Zukunft – für Mühldorf – gemeinsam gestalten“.
In vielen Bildern erläuterte Andreas Seifinger den Zuhörern den Weg in die Zukunft der Stadt, in die sie über die Brücke gehen wollen, die auf vier Säulen steht: Kultur, Umwelt, Familie und Wirtschaft.
Zusammen mit den Stadtratskandidaten sind sie bereit, die Zukunft Mühldorfs gemeinsam zu gestalten. Er dankte den Kandidaten auf der Liste dafür, daß sie ihre Persönlichkeit und Kompetenz einbringen. Folgende drei Qualitäten zeichnen sie alle aus: Sie kommen aus der Mitte der Gesellschaft, sind bekannt und stehen für vielfältige Kompetenzen. Junge und ältere, Männer und Frauen aus allen Gesellschaftsschichten bieten eine gute Mischung. Und schließlich sind sie alle starke Teamspieler. Das haben sie in den zurückliegenden Wochen in vielen Treffen bereits bewiesen.
Da er das Wahlprogramm erst im Januar bekanntgeben wird, wollte er nur einige Punkte ansprechen. So hat ein die gute Gesprächskultur in einem Teffen mit Vereinsvorständen ergeben, daß sich Stefan Schörghuber bereiterklärt, den Vorsitz des TSV Mühldorf zu übernehmen.
Ein weiteres Thema ist der Verkehr in der weitläufigen Stadt. So ist beabsichtigt, das Radwegenetz auszubauen und kürzere Verbindungen zu schaffen.
Im Bereich Familie schlug Andreas Seifinger vor, einen „Fun-Park“ zu errichten nach dem Vorbild einer ähnlichen Einrichtung in Traunstein. Der dortige Betreiber hat sich bereits bereit erklärt, auch in Mühldorf zu investieren. Die Stadt würde so ein Park sogar nichts kosten.
Beim Thema Wirtschaft geht es darum, die Leerstände zu füllen und eine Straße von der Mößlinger Straße zur Nordtangente zu bauen, so daß die Kreuzung nördlich des Innkanals entlastet wird. Damit werden sich die Experten der UWG befassen.
Natürlich geht es um die Parkplätze in der Altstadt. Hier müssen neue Parkmöglichkeiten geschaffen werden oder die sogenannte Brötchentaste eingeführt werden.
Das alles wollen sie erreichen, wenn sie die historische Chance nutzen und in Neumarkt-St. Veit, in Waldkraiburg und in Mühldorf UWG-Bürgermeister etablieren können. Dazu wollen sie in Mühldorf das Bürgermeisteramt erobern, die stärkst Fraktion im Stadtrat stellen und in konstruktiver Arbeit mit den anderen Fraktionen die Zukunft von Mühldorf gestalten.
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Damit erklärte Dr. Reinhard Wanka den Wahlkampf für eröffnet und schloß die Veranstaltung indem sie ein gemeinsames Foto schossen – oder zwei....
302 Das Wirtschaftsforum der UWG in Mühldorf: Parkplätze und der Verkehr in der Stadt: Die Kernthemen der Zukunft anpacken 8:15
Im Bistro „La Vivre“ begrüßte UWG Bürgermeisterkandidat Andreas Seifinger dritten Bürgermeister Christian Funiok, die Stadträte Anneliese Hohenester und Markus Saller, die Stadtratskandidaten, Vereinsvorstände, Wirtschaftsvertreter und Gäste zum ersten Wirtschaftsforum der Wählergemeinschaft. Auch begrüßen konnte er Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner, IGW-Vorsitzenden Ulli Maier und den Waldkraiburger UWG-Bürgermeisterkandidaten Robert Pötzsch.
Dieses Forum sollte dazu dienen, die Zukunft der Kreisstadt gemeinsam zu gestalten, begründete Andreas Seifinger die Einladung an einem Montag Mittag. In zwangloser Runde sollte so Handlungsbedarf und Lösungsvorschläge erarbeitet werden.
Schon die Graphik, mit der er bei seiner Nominierung seine Absichten dargestellt hatte, machte klar, daß die Wirtschaft die Stütze alles anderen ist. Ohne die Wirtschaft wären weder die nötigen Projekte noch die Wünsche und Ansprüche der Bürger zu realisieren.
In der Zusammenarbeit mit Waldkraiburg und Neumarkt-St. Veit sollten künftig viele Projekte leichter umzusetzen sein. Auch wenn Interessenkonflikte nicht ausbleiben werden, sollte es künftig doch möglich sein, gemeinsam Unstimmigkeiten aus der Welt schaffen zu können. Auch wenn sich Waldkraiburg nun die Kletterhalle geschnappt hat, wird es in Mühldorf eigene Projekte geben....
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Markus Luczay, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft und des Bundes der Selbständigen in Mühldorf, der auch auf der Liste der UWG für die Wahl zum Stadtrat kandidiert, wollte zunächst ergründen, wo die Stärken der Stadt liegen.
Mühldorf ist eine alte Handelsstadt aber auch ein Dienstleistungszentrum mit einer starken Gastronomie. Zudem gibt es viele Behörden und ein sehr breites Kulturangebot.
Mit der Zentralitätskennziffer von 268 liegt Mühldorf weit über Burghausen, das auf gerade 150 kommt. Diese Ziffer bezeichnet, wieviele Kunden von auswärts in die Stadt zum Einkaufen kommen.
Dazu tragen auch die Pendler bei, von denen mehr nach Mühldorf zur Arbeit kommen als aus Mühldorf zur Arbeit wegfahren. Zur hohen Zentralität haben auch die fünfzig Unternehmen beigetragen, die in den letzten Jahren nach Mühldorf zugezogen sind.
Die Folge von all dem war, daß sich die kommunalen Finanzen positiv entwickelt haben. Um sie vollends in Ordnung zu bringen, ist aber weiteres Wachstum nötig.
Nachholbedarf besteht etwa beim Branchenmix, der sehr von Bekleidungsgeschäften geprägt wird und da wieder von der Damenmode. Hier Lücken zu schließen kann die Stadt noch attraktiver machen.
Eine große Herausforderung wartet durch den Onlinehandel. Menschen kaufen heute nicht weniger sondern anders als früher. Darauf gilt es zu reagieren und Konzepte zu erarbeiten.
Wenn schon so viele Menschen in Mühldorf arbeiten, sollte es doch möglich sein, sie zu motivieren, wieder den stationären Handel zu nutzen.
Nach langem Nachdenken hatte er nur einen Faktor gefunden, der das möglich machen kann: Den persönlichen Kontakt zwischen Verkäufer und Kunden. Beratung, Miteinander und das gute Gefühl bieten Chancen, dem Online-Handel zu begegnen.
Von allen Betrieben in Mühldorf produzieren nur 23%. Auch hier besteht Nachholbedarf, da das produzierende Gewerbe zu den guten Gewerbesteuerzahlern gehört.
Ausbaubar ist der Tourismus, auch wenn der zur Zeit vor allem auf dem Fahrradtourismus basiert und wirklich große Attraktionen fehlen.
Ein sehr großes Thema ist der Verkehr in der Stadt, der zu manchen Tageszeiten zum Problem geworden ist. Es kann nicht angehen, daß man von Nord nach Süd eine halbe Stunde braucht...
Um wertvolle Lebenszeit zu sparen sind schnelle Verbindungen nötig.
Schnelle Verbindungen braucht die Altstadt auch für das Internet. 3 Kilobit pro Sekunde können heute nicht mehr als ausreichend gesehen werden.
Auch wenn der Gewerbesteuersatz angemessen ist, sollte man über eine Senkung nachdenken.
Über allem steht aber der Mangel an „Wir-Gefühl“. Es muß aufhören, daß kleine harte Kerne alles bestimmen wollen und andere außen vor zu halten versuchen. Jeder einzelne muß sich in die gemeinsame Sache einbringen. Deshalb forderte Markus Luczay im Namen beider Verbände, daß nicht mehr nur einzelne Gruppen sondern alle miteinander Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft suchen. Dazu erachtete er Andreas Seifinger als den richtigen Kandidaten für die Wahl zum Bürgermeister. Er wird es schaffen, die Stadt in die Zukunft zu führen.
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Um die angespannte Parksituation in der Altstadt anzupacken forderte Andreas Seifinger zunächst die Einführung der sogenannten Brötchentaste an den Parkscheinautomaten. Mit dieser Taste sollte es möglich sein, bis zu 20 Minuten kostenlos zu parken. Damit eröffnete er die Diskussion.
Die Gäste nannten Beispiele aus umliegenden Städten, wo diese Lösung ausnahmslos sehr positiv angenommen wurde. Allerdings sollte die kostenlose Parkzeit 20 Minuten nicht überschreiten. Das wird als sympatisch empfunden, reicht vollkommen aus und blockiert nicht zu viel Parkraum. Mit den Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung sollte die Stadt nun wirklich nicht rechnen müssen!
Trotzdem wird die Stadt nicht ohne zusätzlichen Parkraum auskommen. Verschiedene Projekte dafür werden bereits diskutiert – besonders für die Mitarbeiter der Firmen am Stadtplatz, die aber schon jetzt ihre Fahrzeuge außerhalb abstellen. Ohnehin würde kein Inhaber seinen Mitarbeitern erlauben, alle drei Stunden neu zu bezahlen, was sich ja auch niemand leisten kann.
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Man sollte die Altstadt besser nutzen meinte ein Gast. Häufig nutzen Kunden neben dem Einkaufen auch die Gastronomie. Dienstleister sind da eher fehl am Platz. Vielleicht sollte man da den Faktor „Shopping und Freizeit“ besser in den Vordergrund stellen. Behörden, Ärzte, Steuerberater und Rechtsanwälte müssen ja nicht unbedingt am Stadtplatz angesiedelt sein. Andererseits war Steuerberater Max Reichert der Meinung, auch die Obergeschosse der Gebäude müssen sinnvoll genutzt werden können, was nicht so einfach ist.
Hier wird die Neugestaltung der Ledererstraße Ausstrahlungskraft haben – war sich Markus Luczay sicher. Alle anderen Seitengassen sind nach heutiger Sicht für Gewerbe nicht mehr zeitgemäß. Die Anwesen dort sollten für Wohnraum attraktiver gestaltet werden. Dann wäre auch der Kindergarten wieder sinnvoll.
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Ein großes Problem ist die Verkehrssituation. Während überall in der Stadt Wohnraum gebaut wird, hält die Infrastruktur nicht mit. Deshalb muß unbedingt die Ostspange gebaut werden, die die Nordtangente östlich an Mühldorf vorbei mit der ehemaligen B12 verbindet. Tatsächlich gibt es in der Stadt nur eine Innbrücke und im Wesentlichen eine Innkanalbrücke, die die Stadtteile verbinden, die durch Inn, Innkanal und Bahn dreigeteilt ist. Dies ist eines der Kernthemen der nächsten Jahre, das es schnellstmöglich anzugehen gilt, um nicht den Verkehrskollaps zu erleben, wie heute schon an der Kreuzung nördlich des Innkanals, wo allmorgendlich ein Mega-Stau auftritt.
Andreas Seifinger schlug vor, eine Entlastungsstraße zwischen der Mößlinger Straße und der Nordtangente zu bauen. Das ist besonders wichtig, weil in Mößling gerade ein weiteres Baugebiet eröffnet wird, das noch mehr Verkehr in diesem Bereich verursachen wird. Wie das geschehen könnte, muß erst noch erdacht werden.
Wichtig ist nach Ansicht der Gäste auch das abendliche Freizeitangebot, das zwar inzwischen schon besser ist aber doch ausgebaut werden muß.
Andreas Seifinger forderte, die Stadt so attraktiv zu gestalten, daß junge Leute, die die Stadt zur Ausbildung verlassen, auf jeden Fall wieder zurück kommen. Das muß das Ziel der Wirtschaftspolitik der Stadt in den kommenden Jahren sein.
Das alles zusammen mit dem künftigen Bürgermeister Andreas Seifinger anzupacken waren viele der Gäste guten Willens.
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