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Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
Josef J. Pöllmann ist Mitglied im Deutschen Presse Verband
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Das gab's 2013 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir in KW 16/2014 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
87 Europa zu Gast am BSZ - 10 Jahre europäische Zusammenarbeit 9:45 16
In englisch und deutsch hatten die Lehrkräfte der Schulen aus Finnland, Österreich und Frankreich den Schülern vorgegeben, was sie zubereiten sollten. So ging es in den beiden Küchen des Schulzentrums bunt zu – sprachlich bunt.
Eine ganze Woche waren sie an der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung des BSZ und hatten in einer Europa-Klasse gelernt und gelacht. Mit dem Thema „Liebe und Hochzeit“ schlossen sie das Projekt „Sweet Memories“ ab, das sie 2012 begonnen hatten, in dem sie sich zum 11. Mal trafen und das im Mai in Finnland abgeschlossen wird.
Beim Thema „Liebe und Hochzeit“ zeigten die Gastgeber natürlich die bayerische Art zu heiraten. Daß die Gäste nicht wußten, welche Aufgabe ein Hochzeitslader hat, und daß sie ihn auch nicht verstanden, das verwundert nun wirklich nicht....
Als wir die Nachwuchskräfte in den beiden Küchen antrafen, bereiteten sie gerade das Comenius-Buffet zu mit dem sie die zehnjährige Teilnahme des Beruflichen Schulzentrums feiern wollten.
Unter der fachlichen Aufsicht von Angelika Fellermeier und Christine Schöberl schnibbelten und mixten die jungen Leute an ihren landestypischen Spezialitäten.
Gut, wenn man da französisch kann wie Studiendirektor Helmut Löhner. (O-Ton 17:30:11)
Hat’s Euch in Mühldorf gefallen? (O-Ton wollen nicht mehr weg!!!)
Da gabs dann Tipps aus Andorf für Mühldorf und umgekehrt.
Bezirksrätin Claudia Hausberger und Schulleiter Oberstudiendirektor Max Heimerl wollten schon mal probieren, wie solche Röllchen schmecken.
Fachlehrer Richard Brajon ging noch ein bißchen zur Hand, damit auch alles rechtzeitig fertig wurde.
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Bevor die Gäste das Buffet aber genießen konnten kamen sie im Foyer der Schule zu einem kleinen Festakt zusammen. Dazu fand sich auch der ehemalige Schulleiter Ludwig Ecker ein, der vor 10 Jahren die Zusammenarbeit mit den Schulen begründet hatte.
Ganz ungewohnt war, daß Oberstudiendirektor Max Heimerl die Gäste in Englisch ansprach, der gemeinsamen Sprache im Comenius Projekt.
Er stellte Claudia Hausberger vor, die er als „Member of the Regional Council of Upper Bavaria“ bezeichnete, was in Englisch ihr offizieller Titel als Bezirksrätin ist.
Und natürlich Ludwig Ecker und seine ehemalige Stellvertreterin, Barbara Haserer.
Herzlich willkommen hieß er Direktorin Angelika Schwendinger aus Andorf in Oberösterreich, Richard Brajon aus Frankreich und Anna-Helena Holmström-Sovalainen aus Hyvinkää in Finnland.
Dann setzte er in Deutsch fort und bat Pia Stöger und Yvonne Mundy-Peters zu übersetzen.
Er hatte sich über Herrn Comenius informiert, der als Philosoph und Pädagoge schon im 17. Jahrhundert Grundsätze der Ausbildung erkannt hatte, die noch heute gelten.
Max Heimerl dankte allen, die schon vor 10 Jahren die internationale Zusammenarbeit im Comenusprojekt begründet hatten. Heute kann man die Früchte ernten, die Ludwig Ecker Yvonne Mundy-Peters und Barbara Haserer damals gesät haben.
Die gemeinsame Woche hat viel Erfahrungsaustausch gebracht und gezeigt, daß die Zusammenarbeit hervorragend funktioniert. Daß das sogar wunderbar schmeckt, sollte sich später beim internationalen Comenius-Buffet zeigen.
Auch wenn er noch nie dort war, hatte er durch die Pisa-Studie schon viel mit Finnland zu tun gehabt, erinnerte sich Max Heimerl. Da diese Studie nachgewiesen hatte, daß die Ausbildung in Finnland so viel besser ist, konnte man sich das eine oder andere abschauen.
Damit hieß er alle Gäste willkommen und freute sich schon auf die nächsten Zusammentreffen, in denen sie die Partnerschaft weiterführen wollen.
Damit applaudierte er den Gästen, die zum Gelingen beitragen.
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Bezirksrätin Claudia Hausberger trug ihre Ansprache in Englisch vor. Sie freute sich, die Gäste begrüßen zu können und dankte Max Heimerl und der Berufsschule, aber auch den Organisatoren der anderen Schulen für 10 Jahre Kooperation im Comenius-Projekt.
Ihr Dank galt auch der EU, die diese Partnerschaft seit 10 Jahren unterstützt, und so das Zusammenarbeiten, Kennen- und Verstehen-Lernen unterstützt hat. Sie haben so die Sprache der anderen erlernt, ihre Mentalität und ihre Kultur.
Genau das ist das Ziel des Comenius-Projekts: Sich kennen zu lernen und Freunde zu werden.
So war sie glücklich, daß das so schön funktioniert und dazu beiträgt, den Frieden in Europa zu erhalten, der nun schon seit 1945 anhält und den EU-Bürgern so viele Freiheiten gebracht hat.
Dann war sie scharf darauf, zu probieren, was die jungen Leute in der Küche gezaubert hatten.
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Yvonne Mundy-Peters erinnerte an die Anfänge der Zusammenarbeit in Zeiten ohne Facebook und Internet. Damals kamen Gäste aus Finnland und niemand wußte so recht, was man mit ihnen anstellen sollte. Da es sehr heiß war, zeigten sie ihnen die Schule und luden dann in die Eisdiele ein. Ludwig Ecker kam dort auf die Idee, sie um eine Partnerschaft zu bitten. Sie nahmen sofort an. Und es hatte gefunkt. Nicht gefunkt hat’s mit Italien, dafür um so besser mit der Schule in Österreich. Dann kam noch die Schule in Frankreich dazu und seither funktioniert die Zusammenarbeit blendend.
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Anna-Helena Helmström-Savolainen begrüßte die Zuhörer auf Finnisch und setzte dann in Englisch fort. Pia Stöger übersetzte.
Sie erinnerte an die 10-jährige Geschichte, in der aus Partnern Freude geworden sind. Vor ihrer Anreise hatte sie sich mit ihren Kollegen an die vielen gegenseitigen Besuche erinnert und an die schönen gemeinsamen Erlebnisse hier in Mühldorf. Sie wünschte sich, daß das auch so weitergeht.
Pia Stöger ergänzte, daß ein Schüler aus Finnland hier in Mühldorf ein Praktikum absolviert hatte und der Arbeitgeber ihm sofort eine Daueranstellung angeboten hatte....
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Auch Beatrice Panice und Richard Brajon aus Frankreich erinnerten an die Gäste aus Mühldorf, die nach Südfrankreich gekommen waren um mit ihnen in eine Partnerschaft einzutreten. Seither haben sie viele freudige Momente genossen und eine Geschichte der Freundschaft erlebt.
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Angelika Schwendinger aus dem oberösterreichischen Andorf war nach Mühldorf gekommen und mußte sich erst einmal daran gewöhnen, daß hier in Bayern so viel englisch gesprochen wird.
Sie hatte damals eine tolle Woche erlebt und seither so viel Neues gelernt und Dinge erlebt, von denen sie vor der Aufnahme der Kooperation nicht mal geträumt hätte.
Da kam ein bißchen Stolz auf – auf die eigene Schule und die eigenen Schüler und viel Selbstvertrauen wenn man erkennt, was man alles zu tun im Stande ist.
Schön war bei Besuchen in den Kooperationsschulen zu erkennen, daß man nicht mehr als Vertreter der Schule betrachtet wird, sondern als Vertreter der gesamten Nation! Da ist man plötzlich in der Situation, den Gastgebern ein Bild des eigenen Volkes vermitteln zu können. Daß dann einer für alle stand, mußten sie erst lernen.
In den 10 Jahren sind sie auf menschlicher Ebene sehr gut zusammengewachsen und Freunde geworden. Dafür dankte sie dem Comeniusprojekt und hoffte, daß das noch lange so weitergeht und so die Freundschaften weiter gepflegt werden können.
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Schülerin Theres Weinzierl berichtete von ihrem Besuch in Frankreich als sie die Lebensart der Franzosen kennenlernen durfte, die relaxed und freundlich sind. Sie ist noch heute in Kontakt mit ihrer Gastgeberfamilie und fährt gern wieder hin.
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Hildegard Scherl und Mia Zornic berichteten aus Mühldorfer Sicht. Plötzlich kamen da an einem normalen Schultag Leute aus Finnland, Frankreich und Österreich ins Haus und alle mußten Englisch sprechen. Das forderte sie, das Oktoberfest auf Englisch zu präsentieren. Sie mußten viele neue Wörter lernen und mit der Begeisterung umgehen, die das viele Neue mitbrachte.
Sie selbst mußte lernen, daß das Fliegen kein Verbrechen ist und gegenüber dem Zug viel Zeit spart. So haben sie viele Eindrücke gesammelt, die geholfen haben, das Ausbildungsniveau der gesamten Schule zu heben.
Dafür dankte sie allen und hoffte, daß sich durch die Freundschaften in Europa die Geschichte nie mehr wiederholt, die den Kontinent vor 100 Jahren ins Chaos gestürzt hat.
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Mia Zornic’s Leben hat sich geändert, als sie zu Besuch in Finnland war. Damals hatte sie sich zunächst verloren gefühlt, dann aber schnell Freundschaften geschlossen, als sie die Mentalität, die Kultur und die Menschen kennengelernt hatte. Vor diesem Besuch wußte sie nichts über dieses Land und nun hat sie dank Comenius Freunde dort. Sogar ihre Sprache hat sie lieben gelernt...
Irgend wann besucht sie dieses herrliche Land um es besser kennenzulernen.
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Mit dem Comenius-Buffet ging ihr Aufenthalt in Mühldorf zu Ende. Bevor sie die Rückreise antraten, zeigte ihnen die Schule in einem Ausflug zum Chiemsee unsere bayerische Heimat.
88 Wenn der Unfall folgenlos bleibt - Schüler des BSZ üben an Simulatoren der Verkehrswacht 6:30
Helga Bauer-Hanauer – Leiterin des Verkehrswesens am Landratsamt – beobachtete gerade eine Schülerin die versuchte, einen kleinen Parcour abzulaufen. Das wäre nichts Besonderes, hätte die junge Dame nicht eine Alkoholisierungssimulationsbrille auf der Nase gehabt. Mit 1,3 Promille Alkohol im Blut ist es eben nicht mehr so einfach, die Richtung zu erkennen.
Mit dieser Brille einen Parcour abzufahren ist schon bei dieser Geschwindigkeit schwierig!
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Das wollte auch Bezirksrätin Claudia Hausberger ausprobieren. Mit Helga Bauer-Hanauers Hilfe gelang es, den Parcour zu meistern.
In diesem Zustand ist es sogar schwer, die Nasenspitze des Gegenübers zu treffen!
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Gegenüber einer der vier Simutlatoren: Fahrer und Beifahrer in diesem Mini erlebten am eigenen Leib, wie es ist, wenn das Auto nach einem Überschlag auf dem Dach liegen bleibt, das Blut in den Kopf schießt und sich der Gurt nicht öffnen läßt, weil das ganze Körpergewicht darauf lastet.
Die Schüler des Beruflichen Schulzentrums – alle in einem Alter, in dem sie den Führerschein machen, wollten das natürlich alle selbst erleben.
Da hieß es dann erst einmal, die richtige Sitzposition einzustellen und sich bewußt zu machen, daß auch eine angewinkelte Armhaltung und ein stramm sitzender Gurt schützen helfen.
Theo Bauer mahnte, sich nicht von Handy’s oder Smartphones ablenken zu lassen. (O-Ton)
Ist es dann tatsächlich passiert, muß man schauen daß man aus dem Auto herauskommt. Das ist gar nicht so einfach. (O-Ton)
Gelingt es doch, den Gurt zu lösen, darf man nicht auf den Kopf fallen, weil dann die Halswirbelsäule brechen kann. Das kann bis zum Genickbruch gehen...
Auch eine bewußtlose Person aus dem Auto zu retten ist nicht so einfach. Das wollte er später demonstrieren.
Erst gings aber einmal runter.
Theo Bauer zeigte, wie man unter die bewußtlose Person klettert um sie mit dem eigenen Körper zu entlasten und sie dann heraus zu tragen.
Wie ist das denn, wenn man kopf-über im Auto hängt? (O-Ton)
Dabei war der Überschlag noch sehr langsam. (O-Ton)
Claudia Hausberger mit Beifahrer Oberstudiendirektor Max Heimerl ließen sich auch überschlagen. Da braucht man schon gesunde Knie, um sich mit den Füßen am Armaturenbrett abstützen und so in den Sitz reindrücken zu können damit man den Gurt öffnen kann.
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Dann kam ein Smart auf uns zugefahren....
(O-Ton Starnecker)
So entsteht das berüchtigte Schleudertrauma. (O-Ton)
Der Aufprall ist ganz schön heftig – auch wenn er nur mit 10 Kilometern pro Stunde passiert.
Bezirksrätin Claudia Hausberger und Schulleiter Maximilian Heimerl wollten das selbst ausprobieren.
Wie war das Frau Hausberger? (O-Ton)
Und das aus so einer geringen Geschwindigkeit. (O-Ton)
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In ganz Europa gibt’s diesen Simulator nur ein einziges Mal: Auf einer BMW 650 sitzend kann man hier Gefahrensituationen simulieren und das eigene Verhalten analysieren. Die junge Dame hatte zwar schnell zu bremsen begonnen aber zu schwach gebremst.
Ein zweiter Versuch.
Diesmal hat’s gereicht, auch wenn sie noch schneller noch stärker hätte bremsen sollen.
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Gegenüber ein Fahrsimulator. Auch hier wird die Reaktion der Fahrer getestet.
Das wollte Oberstudiendirektor Max Heimerl schon selbst ausprobieren. Und auch wenn’s ein Simulator ist, der fest an Ort und Stelle steht, hieß es erst einmal den Gurt anlegen.
Voll konzentriert fuhr er und stützte sich intuitiv plötzlich gegen das Lenkrad ab als er scharf bremsen mußte. Dabei hatte er den Unfall nicht vermeiden können.
Ein zweiter Versuch in einer 30er-Zone in einer Stadt.
Und noch ein Versuch – Das wäre für den Radfahrer böse ausgegangen!
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Die jungen Leute haben viel gelernt an diesem Vormittag und nehmen die Erkenntnisse mit in den Alltag, wenn sie dann mit ihrem frisch erworbenen Führerschein ihre neue Freiheit genießen.

89 Weniger Straftaten weniger Aufklärung - Die Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Mühldorf
In den Konferenzraum hatte die Polizeiinspektion eingeladen um die Statistik für 2013 vorzustellen. Erstmals fiel diese Aufgabe Polizeioberrätin Angelika Deiml zu, die die Leitung der Inspektion zum Jahreswechsel übernommen hatte.
Das Erfreuliche gleich zu Beginn: Die Zahl der Straftaten ist 2013 gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken, leider aber auch die Aufklärungsquote, die aber immer noch über dem bayerischen Durchschnitt liegt.
Aber im Detail:
Die Zahl der Straftaten im Bereich der Polizeiinspektion Mühldorf, zu der neben der Kreisstadt auch Neumarkt-St. Veit und die Gemeinden Ampfing, Schwindegg, Polling, Mettenheim und Heldenstein gehören, ist um 87 Delikte auf 2.273 Fälle gesunken. Damit waren 2013 weniger Vergehen zu verzeichnen als in den letzten 10 Jahren. Nur 2006 lag noch darunter.
1.479 Fälle konnten aufgeklärt werden – 64,9%. Das sind zwar 4,2% weniger als noch 2012 aber immer noch mehr als im bayerischen Durchschnitt.
Die Polizei konnte 1.160 Tatverdächtige ermitteln. Auch hier 173 weniger als 2012.
Von den 1.160 Straftätern waren 845 Männer und 315 Frauen, ein Rückgang bei Männern um 17,7% aber ein Anstieg bei Frauen um 2,9%.
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232 Straftäter nichtdeutscher Staatsangehörigkeit entspricht einem Zuwachs von 6,9%. Das erachteten Angelika Deiml und Roland Kauer aber nicht als Grund zur Beunruhigung.
Keine Veränderung gab es bei der Herkunft der Straftäter: Wie im Vorjahr verübten 47,4% ihre Taten in den Gemeinden, in denen sie auch ihren Wohnsitz haben.
Auch wenn es 48 weniger waren als im Vorjahr gehörten noch immer über 22% der Täter der Altersgruppe Kinder, Jugendliche und Heranwachsende an.
Erfreulich ist aber, daß die Zahl unter 18-jähriger um 146 und die Zahl erwachsener Straftäter um 125 Personen gesunken sind. Leider ist bei den Heranwachsenden unter 21-jährigen ein deutlicher Zuwachs auf 137 auffälligen Personen zu vermelden.
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Gesunken ist die Zahl der Straftaten in praktisch allen Gemeinden im Zuständigkeitsbereich der PI.
So hat sich die Häufigkeitszahl positiv verändert, die die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner darstellt. Sie sank gegenüber dem Vorjahr von 3.978 auf 3.902.
Diese Zahl wäre noch niedriger ausgefallen, hätte nicht das Ergebnis des Mikrozensus 2011 die Zahl der Mühldorfer Einwohner so negativ beeinflußt und dadurch die Häufigkeitsziffer für die Stadt so sehr nach oben schnellen lassen obwohl die Zahl der Straftaten in der Stadt leicht zurückgegangen ist.
Jedenfalls liegt die Häufigkeitsziffer im Bereich der P-I Mühldorf deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt, der bei 5.073 rangiert.
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Alle Delikte zusammengenommen haben die Straftäter einen Schaden in Höhe von 3,74 Millionen Euro angerichtet – 900.000 Euro mehr als im Vorjahr.
Angelika Deiml und Roland Kauer gingen dann auf einige Deliktsbereiche ein:
So ist bei den Diebstählen ein merklicher Anstieg um 107 Fälle auf 684 Delikte zu verzeichnen.
Allerdings hat die Zahl der Wohnungseinbrüche, der Laden- und Fahrzeugdiebstähle leicht abgenommen. Zugenommen haben Diebstähle aus Dienst- und Büroräumen, Warenhäusern und Fahrzeugen.
48 Mal weniger als 2012 mußten die Beamten der PI Körperverletzungsdelikte bearbeiten, fast alle aufklären und 204 tatverdächtige Personen ermitteln.
Wie so oft waren hier die Männer überdurchschnittlich oft straffällig. Etwa ein Drittel von ihnen war zum Tatzeitpunkt alkoholisiert und über die Hälfte schon vorher der Polizei bekannt.
54 Fälle häuslicher Gewalt entspricht einer Zunahme von 8 Fällen zeigen – jeder einzelne bedauerlich.
Nach dem Anstieg 2012 ist die Zahl der Vermögens- und Fälschungsdelikte 2013 wieder um 5% gesunken. Fast 90% dieser Fälle konnten aufgeklärt, und 346 tatverdächtige Personen ermittelt werden. Auffällig dabei ist der hohe Anteil von Frauen – etwa 30%!
292 Personen wurden in 355 Ermittlungsverfahren wegen Betrügereien ermittelt. Auch diese Zahl sank um 16 Delikte.
Alle 12 Vergehen nach dem Ausländerrecht konnten die Beamten der PI aufklären und lobte die Asylsuchenden in den Gemeinschaftsunterkünften in Mühldorf, die ihnen gar nicht aufgefallen sind.
Rückläufig war die Zahl der Sachbeschädigungen. Hier sank die Zahl von 252 auf 238 um 5,5%.
Leider spielt die Beschädigung von Autos noch immer eine große Rolle und hat an der Gesamtzahl einen Anteil von 111 Fällen.
Politischer Extremismus war mit Ausnahme der Demo auf dem Stadtplatz im September nicht festzustellen.
Abschließend berichteten Angelika Deiml und Roland Kauer von einigen besonders spektakulären Ermittlungserfolgen. So konnte ein Dieb ermittelt werden der etwa 700 Liter Diesel aus einem LKW entwendet hatte. Ein Einbrecher wurde auf Grund seiner D-N-A ermittelt, der auf der Flucht seine Sturmhaube verloren hatte.
Ein 24-jähriger ging den Ermittlern ins Netz, dem eine ganze Serie von sieben Einbrüchen in Geschäftsgebäude und PKW nachgewiesen werden konnte.
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Die Polizei hat auch 2013 zahlreiche Schutzaufgaben übernommen und in Mühldorf den Faschingszug, das Altstadtfest und das Volksfest gesichert.
Sie boten Schutz für Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber und sicherten die Fußballspiele des TSV Buchbach und des SV Wacker Burghausen ab. Besonders die Fußballspiele erforderten gelegentlich größere Polizeieinsätze.
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Polizeihauptkommissar Johann Rabl berichtete über die Verkehrsaufgaben wobei er den Bereich der Autobahn A94 ausschloß.
Mit 1.539 ereigneten sich im zurückliegenden Jahr sechs Unfälle mehr als im Vorjahr. 1005 Kleinunfälle und dabei 612 Wildunfälle waren zu bearbeiten – auch das eine überdurchschnittliche Zunahmen.
Bemerkenswert ist der Rückgang der Unfalltoten von 8 auf 2. Es wird abzuwarten sein, ob das eine einmalige Erscheinung ist oder ob sich dieser Rückgang als Trend erweist.
Besonders erfreulich ist der Rückgang der Zahl der Verletzten um 7% wobei allerdings die Zahl der Schwerverletzten um 16% gestiegen ist, von 57 auf 76 Personen.
Polizeihauptkommissar Johann Rabl sah eine positive Entwicklung in allen Bereichen.
Bei den Alkoholunfällen ging die Zahl um fast 20% zurück wobei allerdings die Dunkelziffer relativ hoch sein dürfte.
Auch erfreulich ist der Rückgang der Geschwindigkeitsunfälle von 80 auf 60. Es bleibt abzuwarten, ob sich dieser Trend fortsetzen wird.
Die Spitzenposition konnte der P-I-Bereich bei den Schulwegunfällen behaupten. Es wurde nur ein einziger Schulwegunfall vermerkt. Das selbe gilt auch für den Landkreis.
Auch wenn die Ursachen für die Reduzierung der Unfälle nicht erforscht wurde, fand Polizeihauptkommissar Johann Rabl in der Verbesserung der Ausstattung der Straßen eine mögliche Ursache, also die bessere Beschriftung und Beschilderung. Auch der Ausbauzustand der Straßen wirkte positiv auf die Unfallzahlen. Und natürlich die verstärkten Kontrollen wie etwas der landkreisweite Geschwindigkeitskontrolltag, der am 7. Mai wieder durchgeführt wird.
Auch der bundesweite Blitzmarathon wird wieder durchgeführt. Ein Termin ist aber noch nicht bekannt.
Vielleicht hat sich in der Bevölkerung ja durchgesetzt, daß es wichtiger ist, sicher von A nach B zu kommen als besonders schnell.
Daß Jugendliche und Senioren im Verkehr auffallen, hat sich leider auch im vergangenen Jahr nicht geändert. Besonders herausgehoben mußten sie aber nicht werden.
Johann Rabl wollte keine Prognose für 2014 abgeben, erwartete aber Auswirkungen des neuen Punktesystems, das dazu angetan ist, die Verkehrsmoral zu heben.
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Kann man die Situation ähnlich zusammenfassen wie in den Jahren bisher? (O-Ton Deiml )
Derzeit stimmen sich die Gemeinden über die Teilnahme am Probebetrieb für die Einführung des Digitalfunks ab. Wann steigt die Polizei um? (O-Ton)
Dann bleibt es bei separaten Netzen für Polizei und Rettungsdienste. (O-Ton)
Und wann erleben wir Sie alle in blau? (O-Ton )
Dann können die Leute schon einmal lernen, daß auch der Kollege in blau zur Polizeiinspektion Mühldorf gehört!
Und wie geht’s Ihnen nach dreieinhalb Monaten? (O-Ton)
Vielen Dank für das Gespräch.
90 Wie geht's weiter mit der Dorferneuerung in Mößling? Ein Informationsabend 11:00
Viel mehr Mößlinger als erwartet kamen in den Saal des Gasthauses Spirkl wo Konrad Bauer sie begrüßte. Er hatte die Freude die neue erste Bürgermeisterin willkommen heißen zu können, Marianne Zollner, zweite Bürgermeisterin Ilse Preisinger-Sontag und die vielen Stadträte. Man hätte tatsächlich eine Stadtratssitzung hier abhalten können – so viele waren gekommen.
Vom Amt für ländliche Entwicklung freute er sich über Monika Hierl und vom Planungsbüro Strasser die Herren Rubeck und Hajer.
Bürgermeisterin Marianne Zollner dankte für ihre Unterstützung bei der Wahl und freute sich über das große Interesse der Bürger, das eine der Voraussetzung für eine erfolgreiche Dorferneuerung ist. Das Interesse hält nun schon seit Jahren an und so können Planer erste Ergebnisse vorstellen.
Die fertige Planung, von der die Gerüchteküche zu wissen glaubt, hatte sie noch in keiner Schublade im Rathaus gefunden.
Erst wenn die Mößlinger ihre Ideen eingebracht haben, wird weiter geplant. So soll das schöne Mößling weiter entwickelt werden, der Dorfcharakter und der Grüngürtel zwischen dem Dorf und der Stadt erhalten bleiben. Sie wollte das alles miteinander machen und bot ihnen dazu ihre Zusammenarbeit an.
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Auch Monika Hierl freut sich über die wahnsinnig vielen Leute, die das kleine Dorf hier repräsentieren. Ihr Amt ist zuständig für den ländlichen Raum, die Flurbereinigung und die Dorferneuerung. Sie brauchen einen Antrag, der es ihnen erlaubt, Gemeinden zu fördern, in denen sich die Bürger engagieren. Die erste Hürde hatten die Mößlinger genommen, als eine große Gruppe nach Thierhaupten gefahren war um sich dort zu informieren.
In der Vorbereitungsplanung, die ihr Amt und die Stadt finanziert haben, erarbeitet das Planungsbüro gemeinsam mit den Bürgern ein Konzept für ihr Dorf. Mit der Bestandsaufnahme haben sie jetzt die Grundlage dafür gelegt.
Sie dankte dem Arbeitskreis Dorferneuerung, der zusammen mit den Planern die Bestandsaufnahme durchgeführt hat. Die Vorstellung der Bestandsaufnahme soll Grundlage für die weitere Meinungsbildung in den Familien und Vereinen sein, die dann in die konkrete Planung führen soll.
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Peter Rubeck vom Traunsteiner Planungsbüro Strasser erklärte keine sterile Planung am grünen Tisch vorlegen - sondern zusammen mit den Bürgern neu gestalten zu wollen.
Betrachtet man das Projekt Dorferneuerung als fünf-Stufen-Aufgabe, dann steht Mößling derzeit auf Stufe zwei. Zu jedem Zeitpunkt wollen sie die Bürger einbeziehen.
Bisher wurden diese Maßnahmen erstellt beziehungsweise einbezogen.
Der aktuelle Flächennutzungsplan weist Wohngebiete, Dorfflächen und Flächen gewerblicher und öffentlicher Nutzung aus.
Derzeit sind diese sechs Bebauungspläne verabschiedet. Die gestrichelte Linie umreißt den Bereich, für den das Planungsbüro die Dorferneuerung vorgesehen hat. Im Wesentlichen teilt sich Mößling so in den südlichen Bereich mit Kirche, Feuerwehrhaus, Sportheim und Schule und den nördliche Teil mit einer Gaststätte und mehreren landwirtschaftlichen Anwesen.
So hat Mößling Anfangs und Mitte des 19. Jahrhunderts ausgesehen. Man sieht zwei Verbindungsstraßen zwischen dem nördlichen und dem südlichen Teil.
Die nächste Karte zeigt die unterschiedliche Nutzung der einzelnen Gebäude. Grau markiert sind die leerstehende Gebäude die man einer neuen Nutzung zuführen könnte.
Die nächste Karte zeigt die beiden wichtigen Sichtachsen, die den Blick auf die Kirche ermöglichen.
Fünf Gebäude sind als Baudenkmäler markiert und geschützt.
Die orangefarbenen Flächen zeigen prägende Straßenbereiche.
Gelb markiert die Gebäude, die saniert werden sollten oder für die eine neue Nutzung möglich wäre – etwa als Vereinsheim.
Die eingekreisten Flächen erkannte Peter Rubeck als Gefahrenbereiche, die sicherer gestaltet werde sollten. Dazu gehören die Kreuzungen und die Bushaltestelle vor der Schule.
An manchen Stellen fehlen Fußgängerwege, die das Leben erleichtern würden.
Von Vorteil ist, daß die meisten Straßen im Besitz der Stadt sind und deshalb die Abstimmung einfacher sein wird. Allerdings ändert sich die Situation drastisch, wenn das Baugebiet an der Frixinger Straße realisiert wird.
So sehen derzeit die Grünanlagen aus. Zahlreiche Bäume und Gärten sorgen schon heute für viel Grün.
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Nachdem Peter Rubeck Bilder der gegenwärtigen Situation gezeigt hatte, erläuterte Gerhard Hajer die Maßnahmen, die das Planungsbüro den Mößlingern vorschlägt.
Im nördlichen Bereich sollte die alte Dorfstraße wieder als Dorfzentrum gestaltet werden. Im Bereich der Abzweigung sollte die Straße verkleinert werden
Die leerstehenden und die denkmalgeschützten Gebäude sollten saniert oder einer neuen Nutzung zugeführt werden. Man könnte etwa das Vereinsheim dort unterbringen. Auch der Löschteich könnte verlagert oder neu gestaltet werden.
Gerhard Hajer schlug den Zuhörern eine Reihe weiterer Maßnahmen vor, hatte aber keine konkreten Pläne. So blieb es bei Anregungen, etwa dem Bau eines Fußweges entlang der Kreisstraße am nördlichen Zaun der Schule.
Im mittleren Bereich sollte der Bereich entlang der Schule neu geregelt werden um den Verkehr von Eltern und Feuerwehr zu entzerren und den Durchgangsverkehr herauszubekommen.
Er schlug die Teilung des Sportplatzes vor, auf dessen linker Seite ein Festplatz und Spielplatz entstehen soll. Der rechte Teil könnte mit einer Zeile Einfamilienhäuser bebaut werden, unter Umständen mit seniorengerechten Wohneinheiten. Der Verkauf dieser Fläche könnte die Dorferneuerung mit finanzieren.
An einer Reihe Gebäuden sollten Verschönerungen vorgenommen und eine andere Reihe Zäune dem dörflichen Ortsbild angepaßt werden.
Auch der Bereich um die Kirche und die Erweiterungsfläche für den Friedhof sollte überarbeitet werden. Dort könnte das Gebäude hinter der Kirche das Vereinsheim aufnehmen. Dann müßte aber die Zufahrt neu gestaltet werden. Dazu könnte ein Fußweg zum Spielplatz hinter der Kirche das Dorf mehr zusammenfügen.
Im gesamten Straßenbereich sollte die Straßenbeleuchtung dörflich ausgeführt werden.
Die Altmühldorfer Straße sollte verkehrsberuhigt werden.
Das Umfeld der Gewerbebetriebe sollte neu gestaltet werden. Dort ist zu viel Fläche versiegelt.
Und schließlich sollte der Bereich um das alte Feuerwehrhaus und die Abzweigung von der Oberhofener Straße neu gestaltet werden. Vielleicht sollte man dort den Bau von Wohnungen auf den hinteren Bereich beschränken.
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Nach einer kurzen Pause forderte Bürgermeisterin Marianne Zollner die Zuhörer.
Ein Anwohner an der Mühldorfer Straße widersprach der Absicht, an seinem Grundstück einen Gehsteig zu bauen, weil er dazu so viel Fläche abgeben müßte, daß er sein Grundstück nicht mehr sinnvoll nutzen kann. Er forderte, den Verkehr in der Straße durch geeigenete Maßnahmen so zu verlangsamen, daß der Durchgangsverkehr draussen gehalten werden kann. Er regte an, eine Umgehungsstraße im Norden herum zu führen.
Bürgermeisterin Marianne Zollner wollte wissen, wohin sich Immobilieneigner wenden müssen, wenn sie Zuschüsse für die Sanierung ihrer Fassaden beantragen wollen.
Die Anträge sind an ihr Amt zu richten, meinte Monika Hierl, warnte aber davor, bezuschußt werden nur Maßnahmen, die besondere Lösungen bringen. Der Zuschuß trägt also nur die Zusatzkosten für die Mehrkosten teuerer Lösungen.
Marianne Zollner trat Befürchtungen entgegen, die seniorengerechte Bebauung würde in einer Art Wohnsilo enden. Sie forderte die Zuhörer auf, sich Gedanken zu machen und Vorschläge einzubringen. Diese Vorschläge sollten sie in einem weiteren Treffen einbringen.
Ulrich Niederschweiberer forderte den Löschweiher dort zu lassen wo er ist. Genau dort ist er nötig.
Er bat um Information darüber, wie sich das neue Baugebiet an der Frixinger Straße auf die Dorferneuerung auswirken wird.
In einem Vorgespräch hatten sie gedacht, man sollte einen Fußgänger- und Radlweg im Norden einführen und so den Kindern einen sicheren Weg zur Schule ermöglichen.
Bert Zauner kritisierte die Vernichtung der Sportplätze, die Platz für Spielen und Leben sind und täglich genutzt werden. Dort ist das Leben, das man nicht aus dem Dorf hinausverlagern darf.
Als alter Fußballer weiß er, daß das der schönste Platz weit und breit ist. Hierher kommen Zuschauer, nach Altmühldorf nicht.
Marianne Zollner berichtete, daß der FC Mühldorf seine Aktivitäten an einem Ort zusammenführen will und deshalb den Platz aufgeben will. Daran sollte die Dorferneuerung nicht scheitern.
Bert Zauner gab nicht nach und wollte den Fußballplatz auf jeden Fall erhalten.
Das bestätigte auch Konrad Bauer und forderte, die Dorferneuerung nicht vom Konzept des FC Mühldorf abhängig zu machen, der tatsächlich keins hat.
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Die Möglichkeit, den Verkehr an den Ortseinfahrten zu verlangsamen, die Bordsteine rollatorgerecht zu gestalten und die seniorengerechte Ausführung der Verkehrswege lag diesem Herrn am Herzen.
Das alles wären Themen für die Bürgerversammlung war Marianne Zollner sicher.
Helmut Lohr vom Wilderverein wollte dann doch noch wissen, ob es beim Bau der Siedlung an der Frixinger Straße um eine Erweiterung des Dorfes geht oder um seine Erneuerung. Ginge es nach Günther Knoblauch, hätte die Dorferneuerung ohnehin nur den Sportplatz umfaßt, den er zu Geld machen wollte.
Wenn schon der FC Mühldorf weggeht – wie geht’s weiter mit dem Sportheim? Bleibt es, trägt es die Stadt?
Marianne Zollner wollte eine Auskunft darüber bis nach einem Gespräch mit dem FC vertagen. Seit einer Woche im Rathaus konnte sie bisher noch nichts in dieser Angelegenheit erreichen.
Trotz allem sollte die Dorferneuerung fortgesetzt werden.
Schützenvereinsvorstand Peter Schillmaier forderte mehr Präsenz der Stadt und bat darum, die aktuellen Entwicklungen zeitnah im Internet zu veröffentlichen. Das sagte Marianne Zollner zu, die Internetseite der Stadt soll ja ohnehin überarbeitet werden.
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Konrad Bauer bat die Zuhörer auch weiter aktiv an der Dorferneuerung mitzumachen und zu den regelmäßigen Treffen zu kommen. Damit entließ er die Gäste und kündigte die nächste Versammlung für Ende Juni an.
91 Fünf Künstler im Zehentstadel in Au zeigen ein breites Spektrum 13:00
Als Aquarelle, Gemälde, Skulpturen und Körpermalkunst könnte man die Werke zusammenfassen, die Horst Preibisch, Emil Schmucker, Beate Thurow-Bröker, Holger Lamprecht und Ines Wedra im Zehentstadel in Au zeigen.
Den großen Saal teilen sich Ines Wedra, Emil Schmucker und Holger Lamprecht, im kleinen Korridor zeigt Beate Thurow Bröker ihre Körpermalkunst und den großen Raum nehmen Horst Preibisch’s Werke in Beschlag.
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„Kunst aus Schrott“, nennt Emil Schmucker seine Skulpturen. Ölgemälde, Bleistiftzeichnungen und figuralen Darstellungen von Holger Lamprecht und Ines Wedra zeigt Bilder, Plastiken und Masken aus Ton und Metall. Ihre Werke Wedra fordern dem Besucher der Ausstellung einiges ab.
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Nicht für jeden ist Beate Thurow-Bröckers Bodypainting-Kunst. Sie sagt, für die einen Frauen ist das Bemalen Therapie, für andere eine Art Kleidung.
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Horst Preibischs Aquarelle, Gemälde, Kalender und Steine begeistern die Besucher im oberen Saal
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Die Klosterkirche von Au stand im abendlichen Sonnenlicht als sich immer mehr Gäste einfanden um die Ausstellung zu sehen und Professor Hans Gärtners Würdigung zu hören.
Wer Professor Gärtner kennt, weiß seine spitzen kritischen Einordnungen zu schätzen, die an sich schon kleine Kunstwerke sind. Man könnte fast sagen, an diesem Abend stellten sechs Künstler aus....
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Horst Preibisch begrüßte die zahlreichen Kunstfreunde und dankte der Gemeinde Gars, die ihnen die Räume günstig zur Verfügung gestellt hatte.
Er freute sich über seinen alten Freund Professor Hans Gärtner, der sich spontan bereit erklärt hatte, die Einführung in die Ausstellung zu übernehmen.
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Professor Hans Gärtner erinnerte an einen Artikel in der örtlichen Tageszeitung, in dem am 15. Februar das Gastspiel von Alfons Schubeck’s „Theatro“ im Juli in Mühldorf angekündigt wurde.
320 Gäste werden diese einzigartige Kombination aus Sterne-Küche und künstlerischen Darbietungen erleben. Der Veranstalter bewirbt das als „einzigartiges Gesamtkunstwerk“.
Das sollten sich doch die Kleinstädter in Mühldorf nicht entgehen lassen. Kein Wunder also, daß die Karten in wenigen Stunden verkauft waren.
Auch wenn das gut war für die Gastronomen, bezweifelte Professor Gärtner den Nutzen für die Künstler! Paßt das denn zusammen? (O-Ton Auftritte von Künstlern und Schmausen und Schlemmen? .... Während der Auftritte!)
Zum Essen und Trinken spielt also die Musi, tanzt eine Ballerina, singt ein Chor. Das ist gerade so, als würden die Besucher des Münchner Nationaltheaters eine Brotzeit mitnehmen und genau dann den Verschluß einer Bierdose krachen lassen, wenn auf der Bühne ein schmachtender Liebhaber seinen Nebenbuhler ersticht!!! (O-Ton Kunst und fressen, das paßt nicht zusammen! Das paßt hintereinander aber nicht gleichzeitig! )
Wer seinem Magen frönt, kann keine Kunst genießen. So jemand verrät die Kunst! Würdigt sie herab zur Begleiterscheinung.
Professor Hans Gärtner forderte den Respekt vor der Kunst. Und vor denen die sie machen. Wer ißt und trinkt, wenn gespielt und getanzt wird, tritt die Kunst mit Füßen, marginalisiert und degradiert sie zur Begleiterscheinung.
Daß Alfons Schuhbecks Tickets innerhalb von drei Stunden verkauft waren, ist kein Erfolg für die Kunststadt Mühldorf – es ist eine Blamage!
Kunst verdient die ganze Aufmerksamkeit und Zuwendung und nicht nur die halbe. Kunst kommt nämlich nicht nur vom Können sondern macht auch sehr viel Arbeit. Das alles, was sich Kunst schimpft und so leicht aussieht, setzt nämlich schon im Vorfeld viele Gedanken und Überlegungen voraus, macht viel Arbeit und kostet Anstrengungen.
Jemand der auf solche Weise Kunst erzeugt, ist nicht entspannt sondern kämpft mit sich und der Materie um das beste Resultat. (O-Ton Wer als Künstler arbeitet ist gespannt – angespannt!)
Seine Sinne sind auf das Ergebnis hingerichtet, egal ob es eine Leinwand ist, ein Ei, ein Thema für ein Gedicht oder ein ganzes Drama, das den Künstler nicht schlafen läßt. Es kann auch nur ein Blumenstrauß sein! Das Werk treibt den Kunstschaffenden an.
Und wenn es eine Sandburg am Strand von Ibiza ist, das der Papa seinem Sohn baut.
Das alles gilt also für große und kleine Künstler gleichermaßen.
Jeder Künstler will etwas erreichen: Anerkennung und Lob.
Kunst – ob groß oder klein – will Respekt, Anerkennung und ernst genommen werden, Das alles haben die Kunstfreunde mitgebracht, die zur Vernissage gekommen sind. Allein durch ihr Kommen. Sie respektieren und nehmen ernst, was ihnen die Künstler hier präsentieren. Dafür dankte ihnen Professor Gärtner.
Und wenn sie es sich nach dem Betrachten der Werke mit einer kleinen Stärkung gut gehen lassen, dann sei ihnen das gegönnt.
Bei allem sollen sie sich bewußt sein, daß vor dem Vergnügen das Schaffen stand und das setzte viele mißlungene Versuche und oftmaliges Neubeginnen voraus.
Damit beschrieb er die fünf Künstler und begann mit dem gebürtigen Böhmen Horst Preibisch, der einer alten Glasmalerfamilie entstammt und seit 1952 in Waldkraiburg lebt. Er verarbeitet Stimmungen und Eindrücke von Spaziergängen und Ausflügen ins Inntal und malt dann in seinem Atelier in Waldkraiburg. Er verbeugt sich vor der Schöpfung, die tolle Kunstwerke schafft.
Seine Tochter, Beate Thurow-Bröcker malt seit 13 Jahren auf Haut. Sie belegte vor 11 Jahren den fünften Platz bei einer Body-Painting-Meisterschaft. Malerei auf Haut ist eine Art Meditation für Modell und Künstlerin sagt sie.
Emil Schmucker ist selbständiger Monteur und hat vor 20 Jahren damit begonnen Schrott und Abfälle zu Bildwerken zu verarbeiten. Vor ihm ist nichts sicher, nicht einmal Trompeten von Miraphone.
Ines Wedra kommt vom technischen Zeichnen – ist Konstrukteurin. Auch sie ist seit 20 Jahren künstlerisch aktiv, gestaltet in Ton und Metall, malt in Acryl und Öl und widmet sich oft exotischen Themen.
Holger Lamprecht – der Benjamin der Gruppe – kennen manche vielleicht, weil sein Großvater Sieger der Fernsehsendung „Alles oder Nichts“ wurde, weil er alles über Albrecht Dürer wußte. Er hat seinem Großvater hier im Raum ein Portrait gewidmet. Holger Lamprecht ist Kunstschmiedegeselle und gehört der Künstlergruppe Töginger Mappe an.
Damit lud Professor Gärtner ein, die Werke anzuschauen oder sogar zu kaufen. Eines sollten sie aber auf keinen Fall tun: ihnen die Anerkennung, den Respekt und den konzentrierten Blick verweigern.
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Damit dankte Horst Preibisch Professor Hans Gärtner und erklärte die Ausstellung für eröffnet. Alles weitere sollten die Bilder selbst erzählen.
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Die Ausstellung im Zehentstadel in Au am Inn ist noch bis Ostermontag jeweils von 10 bis 17 Uhr zu sehen. Schauen Sie doch vorbei – ein Besuch in Au lohnt sich immer!
92 "Die Kunst am Ei" von Dagmar Thienel in Niederbergkirchen 7:10
Das alte Mesnerhaus in Niederbergkirchen hatte schon viele Nutzungen. Seit Jahren dient es nun für Fortbildungsveranstaltungen des katholischen Kreisbildungswerks.
Dagmar Thienel leitet im Hauptberuf den Kindergarten in Niederbergkirchen. Sie ist seit Jahren künstlerisch aktiv und hat vor einigen Jahren zusammen mit Toni Eckert am Landratsamt ausgestellt. Damals aber nicht das, was sie diesmal im Obergeschoß des Mesnerhauses zeigt: Bemalte, gestaltete und verzierte Eier.
Auch wenn Ostern vor der Tür steht und die Ausstellung natürlich dazu paßt, hat ihre Freude am Ei als Kunstobjekt damit nichts zu tun, betont Dagmar Thienel. Sie hat vor 40 Jahren damit begonnen, Eier zu gestalten und seither die Vielfalt kennengelernt, die schon die Natur zur Verfügung stellt. So finden sich in ihrer Ausstellung Wachteleier neben solchen von Emus und Straußen, Hühnereier und sogar ein hölzernes Stopfei und ein paar Plastikeier – Damit die Kinder etwas zum Anfassen haben. Sie ist schließlich Kindergärtnerin und versteht sich auf die Bedürfnisse der Kinder.
Ihre Motive sind ganz verschieden: Die einen zieren Motive großer Künstler, die anderen Abbildung wilder Tiere, wieder andere Borten oder Zeitungsschnippsel. Sogar das Bayerische Wappen findet sich auf einem Ei. Sie nutzt die unterschiedlichsten Techniken und läßt sich inspirieren, wie bei diesem Ei, das das Design des Services aufnimmt.
Besonders interessant dekoriert präsentiert sie ihre Werke, die sie natürlich zum Kauf anbietet.
Wie eingangs festgestellt, haben Dagmar Thienels Kunstwerke mit den klassischen bemalten Ostereiern nichts zu schaffen. Bis auf dieses kleine Osternest finden sich in der Ausstellung keine Bezüge zum Brauch, an Ostern Eier zu verstecken um den Kindern Freude beim Suchen zu machen. Dagmar Thienels Werke sind Kunst und dienen der Freude am Werk.
Ihre Ausstellung erfährt großes Interesse und so müssen wir unsere Aufzeichnung mehrfach unterbrechen, damit sie Kunden bedienen kann.
Schließlich baten wir sie, uns ihre kreative Ausstellung zu erläutern. (O-Ton)
Dabei nutzen Sie die vielfältigsten Techniken (O-Ton)
Mit Ostereiern haben Ihre Eier ja nun wirklich nichts zu tun. (O-Ton)
Dagmar Thienels Kunst am Ei ist noch zu sehen bis 16. April, der Eintritt ist frei.

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