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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
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Das gab's 2013 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir in KW 25/2014 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
144 50 Jahre Christkönig in Waldkraiburg - Vesper und Festakt 17:10 25 20.06.14
Alle Glocken von Christkönig verkündeten den besonderen Anlaß, den es zu feiern gab. Die Kirche war fast bis auf den letzten Platz besetzt, als Pfarrer Martin Garmeier mit Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger einzog.
Alle drei Bürgermeister, beide Altbürgermeister, viele aktuelle und ehemalige Stadträte und sogar Landrat Georg Huber und MdB Stephan Mayer konnte Pfarrer Martin Garmeier dann zu dieser Geburtstagsfeier willkommen heißen. Es war auf den Tag genau vor 50 Jahren, als Kardinal Julius Döpfner die Kirche geweiht hatte.
Viele erinnern sich an dieses Ereignis in ihrer Jugend, für andere standen Schautafeln und Ausstellungsstücke bereit, die daran erinnerten, daß damals die Pfarrei endlich eine Heimat gefunden hat.
Es war damals ein großes Fest für die ganze Stadt, weil nur wenige Wochen später auch die Martin-Luther-Kirche gegenüber eingeweiht werden konnte.
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Johanna Michl an der Orgel begleitete das Vokal-Ensemble, das die Vesper feierlich gestaltete.
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Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger betonte die Bedeutung des Erinnerns für die Einschätzung der Gegenwart. So ein Jubiläum ist auch Anlaß, die eigene Einstellung, den eigenen Glauben und den eigenen Auftrag zu überdenken und neu zu bestimmen.
Vieles, was früher selbstverständlich war, ist das heute nicht mehr.
Wenn die Bibel sagt, Gott ist ein Barmherziger Gott und reich an Gnade, dann beginnt das bereits beim Namen „Jahwe“, das heißt „Ich bin da“ oder „Ich bin, der ich bin“. ER ist kein Gott, der irgendwo über den Wolken schwebt, er ist mitten unter uns. Das hat Israel bei vielen Gelegenheiten erlebt. ER ist da - jeden Tag. Barmherzig und gnädig.
Wenn er oft als der „liebe Gott“ gesehen wird, erinnerte Dr. Bernhard Haßlberger an die vielen Erzählungen, in denen Gott zurecht wies und sogar strafte. ER ist der gerechte Gott, der die Unterdrückten stützt und die aufrichtet, die sich schwer tun.
Gott hat dafür gesorgt, daß alle Menschen Anteil haben und mitkommen dürfen.
Jesus hat dieses Prinzip gelebt. Es war bis dahin undenkbar, daß Gottes Sohn Mensch werden könnten und wir ihm sozusagen auf Augenhöhe gegenübertreten könnten. Er ist seinen Weg gegangen und hat sogar das Kreuz auf sich genommen. Dieses Kreuz ist der größte Ausdruck der Liebe Gottes zu den Menschen. So wichtig hat Gott die Menschen genommen, daß er seinen eigenen Sohn ans Kreuz ausgeliefert hat.
Und auch wenn uns das nach 2000 Jahren wie selbstverständlich erschienen mag, ist es doch das Größte, was jemals geschehen ist.
Jesus ist nicht am Kreuz und im Grab geblieben. Er ist auferstanden und zurück ins Leben bei Gott gegangen. So wird er seither für die Gläubigen jeden Tag sichtbar.
Jesu Liebe und das ewige Leben zu verkünden ist der Auftrag, den sie gern erfüllen.
Früher hat man das dem Priester überlassen, oder den Seelsorgern. Heute helfen viele Ehrenamtliche dazu. Das aber war von Anfang an so. Im ersten Jahrhundert hat neben den Aposteln jeder seine Erlebnisse weitererzählt und so zur Verbreitung der Botschaft beigetragen. Egal ob Studierter oder Händler oder Bauer.
Dieser Auftrag, Gottes Liebe hinaus zu tragen gilt noch heute für alle Mitglieder der Kirche.
Natürlich soll jetzt nicht jeder hinausgehen und mit Macht und Gewalt missionieren. Aber den Glauben leben und für die Welt Vorbild sein, das soll jeder.
Dr. Bernhard Haßlberger wünschte allen, daß sie noch viele Jahrzehnte hinaus in ihre Familien und an ihren Arbeitsplatz gehen mögen um dort Beispiel zu sein für Gottes Liebe und für den Glauben.
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In Fürbitten baten die Mitglieder der Gemeinde um den Erhalt des Glaubens und neuen Aufbruch,
für die Einheit der Christen im Sinne einer Vielfalt in der Einheit,
um die Erhörung der Gebete der Gläubigen,
und um Schutz und Geborgenheit im Glauben.
Diese Bitten unterstrichen sie mit dem „Vater Unser“.
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Da die Kirche immer schwerer Nachwuchs findet, hat das Konzil die Funktion des Wortgottesdienstleiters für Laien eingeführt. Diese Laien übernehmen Verantwortung für die Gemeinde. Solche Wortgottesdienstleiter werden alle fünf Jahre neu beauftragt. So überreichte Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger vier Wortgottesdienstleitern die Urkunden zur Verlängerung ihres Dienstes: Gabriele Lob, Christine Steinmeier, Gerhard Deißenböck und Rainer Zwislsperger.
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Damit segnete Dr. Bernhard Haßlberger die Gläubigen und entließ sie ins Bischof-Neumann-Haus, wo das Jubiläum mit dem Festakt fortgesetzt werden sollte.
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In den Saal des Bischof-Neumann-Hauses kamen so viele Zuhörer, daß die vorbereiteten Stühle kaum ausreichten.
Pfarrgemeinderatsvorsitzender Dr. Herbert Schwarz freute sich, so viele Zuhörer begrüßen zu können, besonders natürlich Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger, der gerade das 20-Jahr-Jubiläum seiner Weihe zum Weihbischof feiern konnte.
Alle Gäste zu nennen, die er dann willkommen hieß ist kaum möglich. Die große Zahl zeigte ihm aber, daß wohl doch kirchliche Ereignisse noch immer einen hohen Stellenwert besitzen.
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Das Orchester unter Leitung von Johanna Michl eröffnete den Festakt.
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Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger erinnerte an den Neuanfang der Gemeinde hier in Waldkraiburg nach dem Krieg und dankte allen, die daran tatkräftig mitgeholfen haben.
Sie alle waren kreativ und einfallsreich und haben große Leistung gebracht.
Der Bau der Kirche war nicht so einfach. Viele Stimmen brachten viele Vorschläge. Mit Tatkraft, Zuschüssen und natürlich mit Hilfe der Gemeindemitglieder ist es dann gelungen. Auch dafür galt ihnen sein herzliches Vergelt’s Gott.
Wenn seither das tägliche Leben eingezogen ist, war es doch besondere Freude, den Menschen die frohe Botschaft zu verkünden. Allen die das seit über 50 Jahren tun, dankte er herzlich. Sie alle haben dazu beigetragen, daß die Gemeinde Christkönig heute gut dasteht.
Welche Bedeutung die Gemeinde hat, zeigt Anwesenheit aller drei Bürgermeister und sogar des Landrates. (Gemurmel)
So wünschte er allen Mitgliedern und allen Bürgern der Stadt Gottes Segen und alles Gute.
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Für Bürgermeister Robert Pötzsch, der seine Amtszeit mit einem Gottesdienst in der Christkönig-Kirche begonnen hatte, war das Jubiläum ein Anlaß zum Feiern.
Wenn die Kirche heute der Mittelpunkt des christlichen Lebens ist, Geborgenheit gibt und Andachts- und Schutzraum ist, stellt man schnell fest, daß ihre Entstehung untrennbar mit der Entstehung der Stadt verbunden ist. Die Weihe der neuen Kirche stellte 1964 den Schlußpunkt einer 20-jährigen Suche nach einer Heimat für die Kirchengemeinde dar.
Schon gleich nach der Ankunft der ersten Vertriebenen im August 1945 fanden die entwurzelten Gläubigen einen ersten Zufluchtsort in der „Lagerkiche“, einer Holzbaracke. Danach folgte die „Bunkerkirche“ und ab 1964 die heutige Christkönigkirche.
Robert Pötzsch beleuchtete die Bedeutung der Kirche für die Gesellschaft. Sie spricht alte Wahrheiten aus und gibt der christlichen Botschaft eine Geltung, hält traditionelle Werte hoch und sorgt so für Stabilität und Bestand. Sie ist Sinnstifter und Anker in einer Zeit, in der die Menschen nach Neuorientierung suchen.
Allen, die dabei mithelfen, dankte Robert Pötzsch herzlich und hoffte, daß sie noch viele solche Jubiläen feiern können.
Um das möglich zu machen, hatte er einen kleinen Beitrag in einem Umschlag dabei, den er Pfarrer Martin Garmeier dann überreichte.
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Landrat Georg Huber erinnerte an die Bedeutung einer Kirche für eine Gemeinde. Er selbst hatte das in seiner Heimatgemeinde Schwindegg erlebt, wo es lange nur die Schloßkirche gegeben hat. Erst seit dem Bau der Kirche hat Schwindegg einen Mittelpunkt.
So hat auch die Christkönigkirche der Stadt einen Mittelpunkt gegeben.
Das Gebäude allein macht das aber nicht aus. So dankte Landrat Georg Huber allen, die Leben in die Kirche bringen. Das beginnt bei der Taufe, setzt sich bei Firmung oder Hochzeit fort und endet mit der Trauerfeier. Er betonte auch die Bedeutung des sonntäglichen Gottesdienstes, um den herum sich das soziale Leben dreht.
Leider ist der demographische Faktor in den Kirchen heute hoch. Wie in der Politik ist es heute schwierig, junge Leute zum Mitmachen zu motivieren. So freute er sich über das gute Miteinander von Kirche und Staat und hoffte, daß die Gemeinde Christkönig auch weiter eine so aktive und lebendige Gemeinde bleibt, wie sie das schon immer war. Damit wünschte er der Gemeinde weiterhin viel Dynamik und alles Gute.
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Für MdB Stephan Mayer bildet die Kirche eine Brücke zwischen jung und alt, Tradition und Moderne und zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft. Heute muß Kirche auch Mittler sein zwischen christlichen Werten und dem heutigen Alltag. Weil sie das seit 50 Jahren schaffen, gratulierte er zum Jubiläum.
Für Stephan Mayer ist die Kirche „Gott in vier Wänden“, lebt aber von den Menschen, die in ihr wirken. Deshalb dankte er allen Priestern, Seelsorgern und Diakonen, aber auch allen Laien und Gläubigen.
Wenn die Christkönigkriche mehr als vier Wände hat und Jesus seine Gegenwart dort angekündigt hat, wo zwei oder drei versammelt sind, dann ist genau die Kirche der Rückzugs- und Ruheraum für alle Beladenen und Bedrückten. Hier können sie Gemeinschaft erleben.
Nachdem er auf die Heimatvertriebenen und seine Mitarbeit bei der Errichtung des Zentrums für Vertreibung in Berlin hingewiesen hatte, in deren Mittelpunkt ein Kapellenwagen stehen wird, war er sicher, die Kirchen haben den Menschen nach der Vertreibung Trost und Halt gegeben. Damit das auch in Zukunft so bleibt wünschte er den Mitgliedern der Gemeinde Gottes Segen.
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Für die evangelische Kirche gratulierte Dietmar Heller und mußte die Pfarrer seiner Kirche entschuldigen. Vieles verbindet evangelische Martin-Luther-Kirche nur wenige Meter entfernt mit der Christkönig-Kirche. Sie wurden fast gleichzeitig geweiht und dienen der Verehrung des selben Gottes. Die Kreuzung dazwischen bildet ein Pluszeichen und damit ein Kreuz. Sogar das Geläut der Glocken ist aufeinander abgestimmt. Zudem die Zusammenarbeit in ökumenischen Gottesdiensten und die Gastfreundschaft während der Renovierung der Christönigkirche zeigen, hier wird Ökumene gelebt. So gratulierte er besonders herzlich zum Jubiläum.
Als Geschenk hatte er sich zusammen mit Pfarrer Christian Peiser auf ein Apfelbäumchen geeinigt, getreu einem Zitat, das Martin Luther zugerechnet wird, der auch im Angesicht des drohenden Weltuntergangs noch ein Apfelbäumchen pflanzen wollte.
Dietmar Heller hoffte, der Baum möge wachsen und gedeihen und ihnen ermöglichen, auf einem gemeinsamen Fest einmal zusammen Äpfel ernten zu können.
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Die Vorsitzenden der Waldkraiburger Pfarrgemeinderäte gratulierten und übergaben symbolische Geschenke: Eine gemalte Seidendecke von Irmgard Seidl und eine gestaltete Kerze von Monika Grebl-Piel, die eine goldene Mitte im Umfeld von bedeutsamen Farben zeigt.
Damit wünschten sie der Pfarrfamilie von Christkönig viel Freude im gemeinsamen Erleben.
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Hausherr Pfarrer Martin Garmeier erinnerte sich an einen Auslandseinsatz in Sarajewo und das dortige Weihnachtsfest, als sie versuchten, mit einfachsten Mitteln einen Weihnachtsbaum zu improvisieren. So ähnlich muß es den Vertriebenen nach dem Krieg ergangen sein, als sie hier ankamen.
Nach dem Neubeginn in Provisorien war es große Freude, als sie im Juni 1964 am Ziel angekommen waren. Als sie eine neue Heimat beziehen konnten, in der sie willkommen waren, Schutz und Geborgenheit gefunden haben.
So ist die Christkönigkirche kein schlichter Nutzbau sondern ein wichtiges und wertvolles Symbol. Sie ist kein Hallejluja-Bunker sondern eine Kirche mit Inhalt und Aussage. Beim Bau dieser Kirche haben sich viele Menschen Gedanken gemacht und zum Ausdruck gebracht, was die Waldkraiburger bewegt. Sie ist ein besonderer und kostbarer Schatz.
Beide Kirchen wollte bereits jemand unter Denkmalschutz stellen. Martin Garmeier war sich nicht sicher, ob er das tatsächlich auch will....
Die Kirche ist auch ein Zeichen von lebendigem Miteinander. Sie ist das Zentrum des lebendigen und vielfältigen Gemeindelebens, wie es in Waldkraiburg überall gepflegt wird.
Er hatte den Eindruck, daß die Waldkraiburger ihre Verteidigungshaltung langsam überwinden und sich das bayerische Motto aneignen: (O-Ton Mia san mia und schreim uns uns! – Applaus )
So dankte er allen, die sich in den Pfarreien engagieren und in ganz verschiedenen Gruppierung dafür sorgen, daß die Kirche lebt.
Da es so vielen galt Dank zu sagen, wollte er einigen stellvertretend besonders Danke sagen. Solchen, die sich mit Herz einbringen: Walter Weiß etwa, der immer zur Stelle ist, wenn es zu gestalten oder umzusetzen gilt. Dr. Bernhard Haßlberger und Pfarrer Martin Garmeier überreichten ihm einen Anstecker in Form des Kreuzes, das auch das Logo des Pfarrverbandes darstellt.
Ein weiteres Kreuz überreichten sie Franz und Helga Graf, die als guter Geist des Hauses und als Mesnerin viel mehr tun als ihre Aufgabe wäre.
Schließlich überreichten sie dem Leiter Pfarrei- und Kirchenverwaltung ein Kreuz, Fritz Köhler. Obwohl der dieses Amt hauptamtlich ausübt, ist er immer da und tut viel mehr, als er bezahlt bekommt. Weil er als Geschäftsführer das Gehalt eines Sekretärs bezieht, dankten sie ihm besonders.
(O-Ton herzliches Vergeltsgott... )
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Abschließend dankte Martin Garmeier Dr. Herbert Schwarz, der dieses riesen Fest initiiert und vorbereitet hat. Da war er dann mehr im Büro als zu Hause. Daran erinnerte er mit einem Foto, das er am Vormittag im Büro geschossen hatte und ihn bei der Arbeit zeigt.
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Walter Weiß freute sich über die Auszeichnung, nahm sie stellvertretend an und dankte allen, die mit ihm zusammen das alles geschafft haben. Zusammen werden sie weitermachen und noch viele Jubiläen feiern.
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Nach einer weiteren Einlage des Orchesters erinnerte Klaus Ertelt in einem Diavortrag an die Anfänge der Kirchengemeinde und den Bau der Kirche. Er kommentierte die Bilder humorvoll und meinte, sein Vortrag endet im Jahr 2000, da danach die digitale Technik übernommen hat und Dias aus der Mode kamen.
Nachdem Stadtarchivar Konrad Kern die Geschichte der Glocken im Turm der Christkönigkirche beleuchtet und das Orchester die Feierstunde beendet hatte, lud die Krichengemeinde zum gemütlichen Beisammensein am Buffet ein. (O-Ton Altbürgermeister Siegfried Klika)
Und das ließen sich die Zuhörer nicht entgehen unter denen auch viele junge Leute waren.
145 50 Jahre Volksfest in Waldkraiburg - So wird gefeiert 6:20
Der Graf-Toerring-Hof ist noch immer nicht verfügbar. So mußte die Stadt ins Bistro „Cult“ einladen um das Jubiläumsvolksfest vorzustellen.
Dort kamen dann Bürgermeister jeder Art, Festwirt, Schausteller und viele Kollegen zusammen um zu hören, was sich die Stadt ausgedacht hatte um das 50. Volksfest zu feiern.
Norbert Meindl hatte Bürgermeister Robert Pötzsch in die Runde der Freunde des alkoholfreien Russen aufgenommen und forderte Festwirt Jochen Mörz auf, einen Kasten mehr bereit zu stellen.
Mit dieser scherzhaften Bemerkung berichtete Norbert Meindl, beim Jubiläumsvolksfest wird es zwei Jubiläumstage geben und eine Ausstellung im Haus der Kultur.
Das Volksfest 2014 beginnt also bereits einen Tag früher, am Donnerstag, dem 10. Juli mit der feierlichen Eröffnung im Festzelt durch Bürgermeister Robert Pötzsch und anschließender Jubiläumsparty. In der Zeit von 18 bis 19 Uhr können die Besucher alle Fahrgeschäfte einheitlich für 50 Cent genutzt werden. Nach 19 Uhr folgt die Wahl von Miß und Mister Waldkraiburg.
Wie alle Jahre beginnt das Volksfest am Freitag, 11. Juli ab 17 Uhr mit dem Standkonzert vor dem Rathaus und ab 17:30 Uhr mit dem Einzug auf die Wies’n.
Die Alpenlandhalle, das Sternenzelt und erstmals zwei Weißbierkarrussels sorgen dafür, daß niemand hungern und dürsten muß.
Der Vergnügungspark ist ähnlich wie im vergangenen Jahr. Auch das Riesenrad ist wieder dabei, obwohl es erst in zwei Jahren wieder dran wäre.
Einen Jubiläumsbierkrug wird’s im Bierzelt und bei der Stadtmarketing Waldkraiburg zu kaufen geben.
Die Internetseite wird nun von einem neuen Partner betreut und ohne Werbung viel mehr Information bieten. Sie ist zu finden unter www.volksfest-waldkraiburg.de
Der Volksfestbus wird erstmals von Firma Hofstätter betreut und wieder Gäste aus vier Richtungen zum Volksfest bringen – und wieder nach Hause. Eine Änderung betrifft die Linie vier, die erstmals auch Niederheldenstein anfährt. Die Fahrpreise bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Norbert Meindl freute sich sehr auf die Ausstellung im Haus der Kultur, unter dem Titel „Das Vergnügen feiert Jubiläum“. Sie wird am Sonntag, 6. Juli um 15 Uhr eröffnet.
Das Jubiläum besonders gefeiert wird am Sonntag, dem 20. Juli. Die Feiern beginnen um 9:30 Uhr mit einem Gottesdienst im Festzelt. Im Anschluß folgt der Festzug, in dem die Waldkraiburger Vereine durch die Stadt ziehen werden. Mit im Zug fahren auch Oldtimerautos und Oldtimer-Feuerwehrfahrzeuge. Das Feuerwehrmuseum begeht damit den Tag des Blaulichts.
Festwirt Jochen Mörz bietet an diesem Tag die Maß Bier zu 5 Euro 50 an und auch ein Gericht zu diesem Preis wird’s geben.
Bei der Zusammenstellung des Vergnügungsparks hat Norbert Meindl auf Traditionelles gesetzt. Neben dem Riesenrad kommt erstmals der „Wellenflug“, ein Kettenkarrussel, das nicht nur rundherum dreht.
Erstmals dabei ist ein ganz neues Fahrgeschäft namens „Freak“. Es bietet Fahrvergnügen bis über 40 Meter Höhe und bei bis zu 130 Kilometer pro Stunde.
Norbert Meindl wußte nicht, ob sich Robert Pötzsch traut, da mit zu fahren, war aber sicher, Altbüergermeister Siegfried Klika wird er da kaum mehr heraus bekommen.
Wildwasserbahn, Bayernbreaker, ein neuer Autoscooter und vieles mehr komplettieren den Vergnügungspark.
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Norbert Meindl war überzeugt, mit dem vorgestellten Programm ein schönes Jubiläumsvolksfest vorbereitet zu haben und freute sich selbst schon sehr drauf.
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Herr Pötzsch, Ihr erstes Volksfest als Bürgermeister wird gleich das Jubiläumsvolksfest sein. Wenn Sie auch vorher zwei Mal die Möglichkeit haben, das Anzapfen zu üben, wird das doch etwas Besonderes! (O-Ton Pötzsch)
Haben Sie „Respekt“ davor? (O-Ton)
Siegfried Klika war immer kaum aus den Fahrgeschäften heraus zu bekommen. Da haben Sie ein schweres Erbe angetreten! (O-Ton)
Welchen Stellenwert messen Sie denn dem Volksfest bei? (O-Ton)
Und worauf freuen Sie selbst sich am Meisten? (O-Ton)
Dann wünschen wir viel Vergnügen dabei.
146 Die 631. Hofdult in Waldkraiburg - Auszug und Auftakt 9:20
Vor der Brauerei Hell der eine - und aus Richtung Basilika der andere der beiden Festzüge nahmen am Samstag langsam Formation an, als es hieß, zur Hofdult hinaus zu ziehen.
Festwirt Georg Hell und Bürgermeister Herbert Hofauer machten sich noch Gedanken, ob das alles klappen würde, als die Mitglieder des Spielmannszugs Neuötting noch ein schattiges Plätzchen suchten und die Instrumente der Stadtkapelle noch pausierten.
Die Gespanne mit den prächtigen Kutschen warteten schon auf ihre Gäste, als die Kapelle ein kleines Standkonzert anstimmte.
Das Bier in den frisch gepichten Fässern zogen vier stämmige Kaltblüter.
Die dunklen Wolken sahen nur drohend aus, hielten aber dicht.
Die Prominenz freute sich genau so wie die Bedienungen darauf, daß es endlich losgehen sollte.
MdB Stephan Mayer hatte sich zünftig in Tracht gekleidet, genau so wie MdL Ingrid Heckner.
Sie nahm zusammen mit Bürgermeister Herbert Hofauer, Altlandrat Seban Dönhuber und Landrat Erwin Schneider in der Kutsche Platz. In den freien Raum luden sie Schachteln mit Bonbons, die sie während der Fahrt an die Zuschauer verteilen sollten.
Gegenüber der zweite Zug der Weißbierbrauerei Graminger.
Gerade als sie „Mein Heimatland“ anstimmten, kam von gegenüber der Spielmannszug. So gings los.
Gleich nach ihnen die Dultfahne, die sie erst kürzlich wiederentdeckt haben.
Die Kutsche mit MdL, Bürgermeister und Landräten.
Der Schützengau Altötting war natürlich stark vertreten.
In der schwarzen Kutsche die schwarze Prominenz: MdB Stephan Mayer, MdL Dr. Martin Huber, CSU-Ortsvorsitzende Angelika Schlederer und Altbürgermeister Richard Antwerpen.
Zweiter Bürgermeister Wolfgang Sellner und dritter Bürgermeister Konrad Heuwieser mußten mit einem kleinen Wagerl vorliebnehmen.
Die Huberwirtschützen aus Oberholzhausen.
Danach der Wagen der Postschänke mit Staatsminister a. D. Gerold Tandler mit Tochter Gabriele Tandler-Langhammer auf dem Bock. Sie kutschierten selbst und überließen ihren Köche und Bedienungen die besseren Plätze.
Ihnen nach die nächste Kapelle und die Historischen.
Dann gings über den Kapellplatz Richtung Dultplatz.
Das große geschmückte Faß hinter den beiden Schimmeln begeisterte die Zuschauer.
Danach eine Besonderheit der Hofdult: Der Dultaffe.
Gewerbeverbandsvorsitzender Reinhard Hofauer kam gar nicht nach mit der Verteilung der Bonbons.
Bräu und Festwirtsfamilie Hell, gefolgt von ihren Bedienungen.
Die Hochradler beendeten den ersten Zug.
Die Stadtkapelle führte den zweiten Festzug an.
Weißbräuin Sabine Detter folgte in ihrer Kutsche.
Viele Zuschauer entlang des Zuges wollten es genau sehen.
Auf dem Dultplatz angekommen, zogen die Gruppen ins Hellbräu-Festzelt ein.
Bürgermeister Herbert Hofauer erwartete sie schon. Die Prominenz stand Spalier.
Dann machte sich Bürgermeister Herbert Hofauer bereit, zum 20. Mal anzuzapfen.
Einmal hätte gereicht. Schänkkellner Ludwig Leuzinger wollte einen zweiten Schlag – würde Herbert Hofauer später erklären.
Festwirtin Simone Hell hatte zum Jubiläum eine Bildercollage, die an Herbert Hofauers erstes Anzapfen 1994 erinnerte. Während Ludwig Leuzinger Pfiff um Pfiff einschenkte, machten sich die Gäste bereit zum Anstoßen.
Die Enge hinterließ Spuren, die Fotos wurden ein bissal wackelig!
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Dann begrüßten Herbert Hofauer, Landrat Erwin Schneider, MdB Stephan Mayer, die MdLs Ingrid Heckner und Dr. Martin Huber zusammen mit Festwirt Georg Hell die Gäste zur 631. Hofdult.
Herbert Hofauer freute sich über die fünfte Jahreszeit in der Kreisstadt. Er war sicher, er hat mit seinem 20. Anzapfen gerade eben das schönste Fest im Herzen Bayerns eröffnet.
Nach seinem Gruß an die Promis auf der Bühne freute er sich auch über Altlandrat Seban Dönhuber, seinen Vorgänger Richard Antwerpen und die vielen, die beim Auszug mitgegangen sind. Damit wünschte er allen Gästen eine schöne Hofdult.
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Auch Landrat Erwin Schneider hieß die Gäste willkommen und wünschte den Gästen viel Vergnügen. Schöner wie im Vorjahr wird’s auf jeden Fall, als das Wetter so gar nicht mitgespielt hat.
Wie schön es wird, liegt natürlich auch an den Gästen, die er bat, zahlreich zu kommen und zum Erfolg beizutragen. Vom derzeitigen Fußball-Highlight sollte sich niemand abhalten lassen. Da ist ja vorgesorgt.
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So stießen sie auf eine schöne Hofdult an und die Schützen eröffneten endgültig.
Nachdem auch die Blaskapelle mit dem Bayerischen Defiliermarsch eins draufgesetzt hatte, war die 631. Hofdult eröffnet und Gäste und Prominenz widmeten sich erst einmal einer guten Brotzeit.
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Die Bedienungen hatten alle Hände voll zu tun und die Küche auch.
Draußen machten die ersten Gäste ihre Runde und genossen Brezen und Steckerflische.
Oder ofenfrische Pizza.
Simone Hell zog es derweil ins Graminger Weißbierzelt wo die Stadtkapelle unterhielt.
Der Stammtisch war schon gut besetzt. Das würde die ganze Woche so bleiben, meinten die
Herrschaften...
Da der Tag der Landwirtschaft war, boten Kreisbäuerin Maria Reichenspurner und ihre Bäuerinnen Joghurt, Käse und andere landwirtschaftliche Feinheiten an und warben für die heimischen Bauern.
Die Gäste nahmen’s gerne an.
Damit begann die fünfte Jahreszeit in der Wallfahrtsstadt, dem Herzen Bayerns, wie sie Bürgermeister Herbert Hofauer immer so gern nennt.
147 Kunst auf dem Golfplatz: Bettina Schranner und Bernd Dunker auf dem Golfplatz in Pleiskirchen 11:10
Schon auf dem Weg zum Clubheim fallen die ersten Werke von Bettina Schranner ins Auge: Glasskulpturen mitten in den Grünanlagen und malerisch beleuchtet von der abendlichen Sonne.
Die Abendsonne sorgte auch in den anderen Glaskunstwerken vor dem Clubhaus für besonderen Glanz. Gleich neben dem Eingang zum Büro macht dieses Werk auf die Ausstellung aufmerksam.
Als „Fee“ bezeichnen die Künstler ihr gemeinsames Werk, das prominent vor der Terrasse des Clubrestaurants steht.
Dort ziehen auch diese Glasskulpturen, ein Fisch und ein Reiher die Blicke der Golfer auf sich.
Bernd Dunkers Holzkunst sorgt einmal gut sichtbar, ein ander Mal etwas versteckt für Hingucker.
So wie hier die Hand, die unter einer Wurzel heraus eine Perle zu greifen versucht.
Oder dieser Sessel, der schon am Ende der Driving-Range die Möglichkeit zum Ausruhen bietet.
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Setzt man die Runde fort, säumen Bernd Dunkers Holzkunstwerke den Platz.
Manche ähneln Totem-Pfählen, andere hat er zu schaurigen Figuren verarbeitet, wie diesen Vogel, der im Halbdunkel des hohen Waldes so manchen Spaziergänger zu erschrecken vermag.
Im Licht der Sonne verliert er aber seinen Schrecken und beobachtet neugierig die Golfcarts auf dem Weg zum nächsten „Tee“.
Im abendlichen Licht wirkt dieses „Bett“ sicher nicht wie am Tag, wenn es die Sonne bestrahlt.
Diese Figur scheint einen übergroßen Golfball gefangen zu haben – oder ist es ein Fußball?
Und diese beobachtet die Versuche der Golfer den Ball aufs Green zu bekommen.
Nichts mit Golf haben diese Beiden zu tun, die am Teich den Springbrunnen im Auge behalten.
Vielleicht schaut dieser Geselle ja so grimmig, weil er das Bett verlassen mußte?
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Herr Buschhausen, Kunst auf einem Golfplatz trifft man nicht so häufig, wie kam es zu dieser Ausstellung? (O-Ton )
Wen wollen Sie mit der Ausstellung ansprechen? (O-Ton)
Frau Schranner, Sie sind als Glaskünstlerin bekannt und haben schon Ausstellungen beschickt. Auf einem Golfplatz stellen Sie aber auch zum ersten Mal aus. (O-Ton)
Haben Sie keine Angst, daß Golfbälle ihre Werke beschädigen könnten? (O-Ton)
Herr Dunker, Sie nutzen für ihre Werke angeschwemmtes Holz. (O-Ton)
Ist das ihre erste Ausstellung? (O-Ton)
Es ist eher selten, daß sich Künstler zusammentun und gemeinsame Werke herstellen. Wir kennen zwar Künstelergruppen, die gleiche Themen oder gleiche Technik anwenden, aber solche, die zusammen an einem Werk arbeiten haben wir selten getroffen. Wie kam es zu dieser Kooperation? (O-Ton)
Spielen Sie denn auch selbst Golf? (O-Ton)
Wir hatten kürzlich eine Diskussion darüber, daß Golf tatsächlich Sport ist. (O-Ton)
Nun hatten sie seit der Vernissage bereits Turniere. Wie haben die Golfer auf die Kunstausstellung reagiert? (O-Ton)
Ende Juli steht ein großes Turnier auf ihrem Programm. (O-Ton)
Bliebe noch die Frage, wann es beim Golfclub Schnuppergolf gibt, damit Frau Schranner und Herr Dunker probieren können. (O-Ton)
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Übrigens geht ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf der Kunstwerke an einen guten Zweck. (O-Ton Schranner.
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Die Ausstellung auf dem Golfplatz in Pleiskirchen steht übrigens auch Besuchern offen, die nicht Golf spielen. Sie ist noch bis Oktober zu sehen.
148 Auftakt zur dritten Saison in der Regionalliga Bayern: TSV Buchbach stellt Spieler und Pläne vor 12:20
Ihre Fitneß nach der Sommerpause mußten die Spieler des TSV Bubach schon gleich beim Trainingsauftakt beweisen. Trainer Anton Bobenstetter konnte sich gleich überzeugen, daß ihnen die Pause nicht geschadet hatte.
Dann ging es darum, das Ballgefühl und die Reaktion zu trainieren um schließlich mit einem Übungsspielchen wieder rein zu finden.
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Bei allem Üben zog schon der Duft vom Grill herüber und machte Lust auf später.
Bis die Spieler ihr Training beendet hatten, blieb nicht mehr viel übrig. Und auch darauf mußten sie warten bis nach der Vorstellung der neuen Saison, zu der Georg Hanslmaier dann um Aufmerksamkeit bat.
Er freute sich, die Sponsoren zahlreich begrüßen zu können: Hauptsponsor Albert Kerbl, Michael Kaiser, VR-Bank-Vorstand Heinrich Oberreithmeier, Sparkassen-Niederlassungsleiter Thomas Neumann, Lorenz Gantenhammer und die Chefs des neuen Exklusivpartners in Sachen Druckerei Sefan und Rainer Ortmeier.
Aber auch allen anderen Gönnern und Sponsoren galt sein Dank. Sie alle sind ihnen wichtig.
Nachdem er auch die Vorstände des Vereins, der Werbegesellschaft und des Fördervereins begrüßt hatte, dankte er allen fleißigen Helfern, die bei jedem Heimspiel für ein Fußballfest sorgen. Schließlich galt sein Gruß den Spielern und den Trainern.
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Es war klar, daß das zweite Jahr in einer Spielklasse schwierig ist begann Abteilungsleiter Günther Grübl seinen Rückblick. Schon die Vorbereitung darauf erforderte den Ersatz von Leistungsträgern. Das hat alles funktioniert und so haben sie eine sehr gute Regionalligasaison gespielt. Nach Platz 6 in der ersten Saison ist es sogar gelungen, mit Platz 5 vor zu rücken.
Da die Regionalliga Fehler nicht verzeiht, war es schwierig, Spieler zu bekommen, die in die Fußballerfamilie passen. Sie müssen Charakter haben und Teamplayer sein. Sie müssen sich in die Gemeinschaft einfügen und die Knochenarbeit mittragen, die nötig ist um mit den Bedingungen, die der TSV Buchbach bietet, diese Ergebnisse zu erzielen. Dazu nötig sind Konzentration, Engagement und Herzblut.
Herzblut, Freundschaft und Fußballerfamilie sind Begriffe, auf die er sehr großen Wert legt. Nur zusammen mit den Helfern und dem großen Interesse der Öffentlichkeit kann die Mannschaft erfolgreich sein. Schlaue Reden haben noch niemandem geholfen, die tatkräftige Hilfe der Unterstützer aber schon. Dafür dankte er allen Zuhörern und sicherte ihnen zu, so lange sie Verantwortung tragen, wird das auch so weitergehen. (Applaus)
Viele Seiten bestätigen ihm, daß sich der TSV Buchbach einen Namen gemacht hat. Dabei zählt nicht nur der sportliche Erfolg aber auch die Art, wie hier alles abläuft: Geordnet, geregelt und mit 60 Helfern von A bis Z durchorganisiert. Und das alles ehrenamtlich! Darüber staunen viele Gastvereine und wundern sich. Das ist die Stärke des TSV Buchbach. (Applaus )
Da braucht es auch nicht zu verwundern, wenn im Sonderzug der Südostbayernbahn nach Nürnberg 700 Fans mitfahren. Das alles organisiert Wolfgang Bauer, dem er herzlich dankte.
Wenn sie dann im Stadion in Nürnberg auch noch in letzter Minute eiskalt einen Elfmeter verwandeln und damit gewinnen, dann ist das aller Mühe wert!
Das sind Erlebnisse, die man kaum vergißt. Solche, die es nur gibt, wenn man mit Herzblut dabei ist.
Vor der neuen Saison sind jetzt alle angespannt. Es wird sicher wieder schwierig die Abgänge zu verkraften und die Zugänge zu integrieren. Da der TSV Rosenheim abgestiegen ist, und Wacker Burghausen neu in die Regionalliga Bayern gekommen ist, stehen ganz andere Gegner auf dem Spielplan.
Viele Wegbegleiter aus Bayernliga-Zeiten haben sich in der Regionalliga Bayern nicht dauerhaft etablieren können. Das zeigt, daß das nur möglich ist, wenn man sich 100%ig dafür einsetzt. Nur mit akribischer Arbeit ist das Saisonziel zu erreichen, den Erhalt der Spielklasse.
Wie schnell man absteigen kann, hat sich bei anderen Vereinen gezeigt. Also bleibt das Ziel Klassenerhalt, was darüber geht, ist Grund zur Freude. Trotz aller Erfolge wollte er auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Die Mannschaft hat sicher auch das Recht, ein Spiel zu verlieren. Dann müssen sie wieder Herzblut einsetzen und das nächste Spiel wieder gewinnen.
Es gilt also nicht zu träumen sondern ehrlich zu arbeiten. Das nämlich ist die Stärke des TSV Buchbach.
Günther Grübl war stolz auf die Mannschaft und auf seine Trainer. Besonders auf Anton Bobenstetter, der sie seit Jahrzehnten begleitet. Weil er auch die Funktion des sportlichen Leiters ausübt, dankte ihm Günther Grübl besonders für sein Engagement. (O-Ton 1:06:28:00 Wenn er auch verkehrt auswechselt – verzeih’n sie’s ihm...)
Sie alle sollten froh sein, einen Trainer zu haben, der so viel Herzblut einbringt. Günther Grübl bat ihn auch so weiter zu machen.
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Stadionsprecher Thomas Föckersberger stellte die Neuzugänge vor: Zuerst den neuen Co-Trainer Walter Werner, der vom Bayernligaverein aus Oberföhring nach Buchbach kam.
Es ist Wahnsinn, was er hier in den ersten Tagen erlebt hat, meinte Walter Werner. Buchbach ist tatsächlich Kult. Als Co-Trainer wird er Anton Bobenstetter unterstützen und helfen, den fünften Platz zu halten.
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Wieder zum TSV Buchbach zurückgekommen ist Stefan Alschinger, der zuletzt in der Bayernliga gespielt hatte. Auch wenn er hier nicht gespielt hat, war er doch immer da und so gab eins das andere. Jetzt ist er wieder dabei. Wenn er das Stadion betritt, verursacht das immer Gänsehaut...
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Vom TSV Dorfen aus der Kreisliga kommt Maximilian Bauer, der in der zurückliegenden Saison den Siegtreffer gegen Buchbach im Totopokal erzielt hat und so deren Ausscheiden verursacht hat.
Von der Kreisliga in die Regionalliga ist schon ein großer Schritt, den zu gehen er sich aber zutraute. Er möchte einen Stammplatz ergattern und dann schau’n was so geht.
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Der nächste Neuzugang ist der 19-jährige Moritz Löffler. Er kommt von der Spielverinigung Hankofen-Heining aus der Bayernliga Süd. So eine Saisoneröffnung gibt’s bei keinem Verein bewunderte Moritz Löffler den TSV. Er möchte sich in Buchbach beweisen und schauen, einen Stammplatz zu bekommen. Den Sprung von der Bayernliga in die Regionalliga sah er schon als groß und deshalb die Notwendigkeit sich einzufinden.
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Der letzte Neuzugang kam von der Drittliga-Mannschaft aus Unterhaching: Kevin Hingerl.
Er hatte aus Buchbach gehört, daß hier jedes Heimspiel ein Fest ist. Er wollte viele Spiele spielen und viele Punkte einheimsen. Die Mannschaft sah er als super Haufen, zu dem er auf Anraten von Alexandro Petrowitsch gestoßen ist.
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Damit stellte Thomas Föckersberger die gesamte Mannschaft vor. Sie alle freuten sich auf die neue Saison und trugen das neue Buchbacher Dreß, an dem hinten am Kragen eingestickt ist: „Mia san Kult!“
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Diese Trikot’s und das Outfit für die Helfer und Unterstützer stellte Georg Hanslmaier vor, die allen Gästen gleich signalisieren werden, daß sie zum TSV Buchbach gehören.
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Schließlich blickte auch Trainer Anton Bobenstetter auf die zurückliegende Saison, die sie als zweitbeste bayerische Amateurmannschaft abgeschlossen haben. Das zu erreichen war nur möglich, weil sie als Fußballfamilie zusammenhalten. Daß das nicht reicht, zeigt das Beispiel Heimstetten, die diesen Erfolg im Vorjahr verbucht hatten und dann abgestiegen sind.
Im Gegensatz zu vielen anderen hat sich Buchbach jedes Jahr verbessert. Gelingt das nicht mehr, verlieren sie das Interesse der Zuschauer, dann wird’s extrem schwer, die Klasse zu halten.
Mit ihrem Anspruch und ihren Zielen wird es mit harter Arbeit gelingen, Buchbach in der Regionalliga Bayern zu halten – so wie Günther Grübl das immer beschwört.
Anton Bobenstetter forderte den konsequenten Einsatz aller, und zwar nicht nur im Verein sondern in der ganzen Region. Sie wollen weiter die Zuschauer mit gutem Fußball begeistern.
Es war ihnen bei der Auswahl der Zugänge wichtig, Spieler zu finden, die bereit sind, hart zu arbeiten. Jede Minute Freizeit muß hier in den Fußball investiert werden. Das gilt für die Spieler genau so wie für die Helfer. Wer das nicht akzeptieren will, kommt für Buchbach nicht in Frage – und wenn er noch so gut Fußball spielt.
Die Zuschauer schätzen was hier läuft und kommen in großer Zahl ins Stadion.
Natürlich ist das Ziel der Saison alles zu gewinnen. Was dann tatsächlich möglich ist, wird sich zeigen.
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Auf Frage nach seiner möglichen Rückkehr als schneller Flügelflitzer erklärte Stefan Alschinger darüber gabs noch keine Gespräche. Wichtig ist ihm nur, zu spielen! (Gelächter)
Auf die Frage nach möglichen weiteren Zugängen meinte Anton Bobenstetter, Zugänge wären schon noch gewünscht, sind aber schwierig zu bekommen. Allerdings war er sicher, die Saison auch so bestehen zu können.
Auf die Frage nach der Bedeutung des DFB-Pokals für den TSV Buchbach meinte Anton Bobenstetter, die Belastung durch die zusätzlichen Spiele wäre zu groß. Anstatt sich im DFB-Pokal zu verausgaben, schonen sie lieber ihre Kräfte für die Spiele in der Liga. Beides zu schaffen wäre schön, geht halt nicht.
Schließlich erklärte Günther Grübl, das Budget für die kommende Saison ist gesichert, wie schon in all den Jahren bisher. Sie bewegen sich seit Jahren in dem Rahmen, der ihnen zur Verfügung steht – auch wenn dadurch manches nicht möglich ist. Es paßt alles – trotzdem ist der Verein offen für zusätzliche Unterstützer.
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Damit schloß Vorstand Anton Maier den offiziellen Teil und beschwor die Gemeinschaft beim TSV Buchbach, die inzwischen bayernweit und sogar weltweit bekannt ist. Der TSV Buchbach ist Kult.
Im Gegensatz zu den anderen Vereinen funktioniert hier noch immer alles auf ehrenamtlicher Basis. Dafür dankte er Günther Grübl, Anton Bobenstetter, Wolfgang Bauer und Erwin Bierofka.
Er war sicher, der TSV Buchbach spielt da, wo er hingehört, in der Regionalliga Bayern.
Was sie geschafft haben, sucht seinesgleichen.
Anton Maier sah die Zukunft des TSV Buchbach in der Regionalliga und hoffte, daß die Mannschaft zusammen mit den Helfern und dem Publikum noch lange Freude daran haben können.
Er dankte allen Helfern, der Marktgemeinde für ihre Unterstützung und wünschte sich eine unfallfrei Saison, eine glückliche Hand allen Verantwortlichen viel Erfolg. Dann wird auch in der kommenden Saison das Stadion wieder voll sein.
Dann endlich bekamen auch die Spieler ihre Portion Spanferkel oder das, was davon noch übrig war.
Und – vielleicht war ja der Regenbogen über dem Stadion ein Hinweis darauf, wie’s hier weitergeht. Am unteren Ende soll sich ja ein Topf voller Gold verbergen....

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