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Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
Josef J. Pöllmann ist Mitglied im Deutschen Presse Verband
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Das gab's 2013 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir in KW 34/2014 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
193 Landrat Georg Huber empfängt die "Botschafter" des Landkreises 34 21.08.14
Als Botschafter des Landkreises hatte Landrat Georg Huber vor Jahren zahlreiche Inhaber und Geschäftsführer namhafter Firmen geworben und sie gebeten, wo immer sie tätig sind, die Interessen des Landkreises zu vertreten. Die gekommen waren hieß Landrat Georg Huber im Saal des Landgasthofes Pauliwirt herzlich willkommen.
Alle Botschafter aufzuzählen würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen. Wir möchten nur erwähnen: Bundestagsabgeordnete Julia Bartz, Landtagsabgeordneten Dr. Martin Huber und Bezirksrätin Claudia Hausberger, die nun auch Behindertenbeauftragte des Regierungsbezirks Oberbayern ist. Etwas später kam Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer dazu.
Landrat Huber stellte zahlreiche Mitarbeiter des Landratsamtes und ihre Aufgabenbereiche vor.
Er wollte den Gästen erläutern, was aktuell im Landkreis los ist, aber auch hören, was die Unternehmen bewegt, begann Landrat Huber.
Häufig sehen Verwaltungsanordnungen viel Bürokratie und ganz andere Auswirkungen vor, wie vom Gesetzgeber beabsichtigt. Hinweise auf solche Auswirkungen erbat Landrat Huber von den Gästen.
Er war stolz auf die Botschafter und überzeugt, eigentlich bräuchte jeder Landkreis solche Persönlichkeiten, die einerseits mit ihren Steuern die Ausgaben der Kommunen decken und andererseits den Menschen ihre Existenz sichern.
Eine Prognos-Studie über die sozialen Strukturen hat ergeben, daß der Landkreis Mühldorf unter 400 befragten deutschen Landkreisen auf Rang 50 rangiert. Eine ausgezeichnete Platzierung an der die Unternehmen wesentlichen Anteil haben. Landrat Huber bat die Botschafter, das weiter so zu halten – gerade vor dem Hintergrund des erwarteten demographischen Wandels.
Er bat auch die unbegleiteten Jugendlichen aus den Krisengebieten aufzunehmen, die derzeit im Landkreis ausgebildet werden. Noch keiner dieser schwer traumatisierten Jugendlichen hat bisher Anlaß zu Klagen gegeben. Vielmehr werden sie von Fachleuten betreut die ihnen helfen, ihre schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten.
Ohne die Wirtschaft geht es nicht. Schließlich kann die Politik nur die Rahmenbedingungen bereitstellen – die Arbeitsplätze muß schon die Wirtschaft schaffen.
Leider gibt es die meisten jugendlichen Arbeitslosen in Südostbayern im Landkreis Mühldorf. Das liegt aber nicht an der Wirtschaft sondern an der Erziehung und der Ausbildung der Jugendlichen.
Eine Maßnahme, das zu ändern, ist das neue Angebot des berufsbegleitenden Studiums, das Dr. Wolfgang Friedrich durch seine Unterstützung ermöglicht hat. Erstmals beginnen im Herbst Jugendliche aus dem Landkreis dieses Studium und auch für das nächste Jahr liegen bereits Anmeldungen vor.
Ministerpräsident Horst Seehofer hat ihm die weitere Unterstützung zugesichert, wenn sich das Pilotprojekt durchsetzt.
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Nach der Vorspeise stellte Gabriele Haupt den Tourismus-Zweckverband vor, dem seit September 2012 55 Gemeinden in den Landkreisen Altötting und Mühldorf angehören.
Seit 2013 nahm der Verband mit dem neuen Logo die Arbeit auf und erstellte zahlreiche Broschüren und die Internetpräsenz neu.
Sie stellte die vier verschiedenen Handlungsfelder vor: Den Radtourismus, den Bereich „Land- und Naturerlebnis“, den Bereich „spirituelle Reisen und Wallfahrt“ und den Bereich „Städte- und Kulturtourismus“. Für jeden Bereich ist ein Ansprechpartner benannt.
Die neue Imagebroschüre stellt die ganze Region mit wunderschönen Bildern vor und der Freizeitführer weist auf die zahlreichen Freizeitmöglichkeiten in der Region hin. Komplettiert wird das Angebot mit dem neuen Veranstaltungsführer, der jedes Jahr neu aufgelegt wird.
Mit einem neu gestalteten Messestand waren die Damen bereits auf verschiedenen Messen, etwa in Linz, auf der „Free“ in München oder auf der Tourismusmesse in Passau.
Auf großes Interesse gestoßen ist der neue Internetauftritt. Dort stellen sich alle 55 Kommunen mit ihren Angeboten vor.
Für jeden Tourismusbereich wurden Broschüren erstellt. Die verschiedenen Karten wurden überarbeitet und werden der Reihe nach neu herausgegeben.
Das alles begleiten Veranstaltungen wie das Forum „Erholung und Tourismus“ im Oktober.
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Franko Andolfo ist beim Landratsamt zuständig für das Klimaschutzmanagement und strukturelle Entwicklungen. Er stellte den Stand der Energiewende im Landkreis dar.
Während die Kohlendioxid-Emission in den neuen Bundesländern etwa gleich bleibt, steigt sie in den alten Bundesländern seit einem Tiefpunkt 2009 wieder an. Darin zu erkennen ist einerseits die Wirtschaftskrise 2008 und neuerdings der gestiegene Energieverbrauch durch zunehmende Elektrisierung des Alltags.
Experten haben ermittelt, daß die Bundesrepublik Deutschland aktuell Land 35% hinter dem Plan zur Erreichung der Klimaschutzziele zurück liegt. Man müßte die Energieeinsparung verdoppeln um wieder auf den alten Fahrplan zurück zu kommen. Man kann aber nicht nur jeden zweiten Tag zur Arbeit fahren um CO2-Emissionen zu sparen.
Es gibt aber diese Handlungsfelder.
In diese Bereiche kann man die Energieverbraucher einteilen. Dabei geht es nicht um den absoluten Verbrauch sondern um die Effizienz des Energieeinsatzes.
Als Beispiel zeigt der Einsatz von Leichtlaufreifen am Auto so viel Einsparpotential wie die gesamte Beleuchtung eines Hauses.
Der Einsparbereich mit dem größten Einsparpotential ist die Gebäudesanierung.
Franko Andolfo betrachtete beispielsweise das Handlungsfeld „Verkehr und E-Mobilität“.
Der Landkreis versucht den Fuhrpark bis 2016 zur Hälfte auf Elektrofahrzeuge umzustellen. Das wird ein Gesetz ohnehin vorschreiben, das bis zur Jahreswende in Kraft treten soll.
Natürlich ist dafür die Infrastruktur mit Ladestationen zu schaffen in denen grüner Strom genutzt werden soll.
Im Bereich der Gebäudesanierung verwies Franko Andolfo auf die Energiesprechstunden, in denen der Landkreis bereits seit 2009 Beratung anbietet. Die Sanierungsrate wird nicht einzuhalten sein, die die Bundesregierung vorgegeben hatte. Das ist finanziell nicht zu schaffen.
Im Bereich der erneuerbaren Energien gibt es noch viel zu tun, auch wenn das Potential größtenteils ausgeschöpft ist und die Flächen kaum mehr zur Verfügung stehen.
Die hoch gesteckten Ziele können allerdings nur erreicht werden, wenn man alle Bereiche gleichermaßen betrachtet. Nur dann kann es gelingen, die Energiewende umzusetzen, die der Duden so definiert.
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Hermann Scheuerer stellte die Ergebnisse der Absolventenberatung vor, die im Vorjahr unter den Schulabgängern der Abschlußjahre 2007/2008 durchgeführt wurde. Von den 5.363 Absolventen haben sie 3.705 erreicht und 581 Antworten erhalten.
Dabei ergab sich dieses Bild: 35% arbeiten im kaufmännischen Bereich, 28% im technischen, 13% im Gesundheits- und 11% im Chemie- oder Informatikbereich. Überwiegend arbeiten die Absolventen also im technischen Bereich und stellen mit 34% im Ingenieurwesen den überwiegenden Anteil.
Dieses Ergebnis noch einmal anders dargestellt.
Interessant ist, daß der Großteil der Absolventen die Ausbildung in der Region absolviert hat, jetzt aber außerhalb der Region arbeitet. Das ist aber abhängig von den Berufsgruppen. Gerade Fachkräfte im Gesundheitswesen haben ihren Arbeitsplatz überwiegend nicht in der Region.
Die meisten Absolventen erachteten Praktika als enorm wichtig für ihre Berufswahl.
Mit 93% arbeiten die Absolventen in diesen Landkreisen. Die Gründe für die Abwanderung sind zwar kaum beeinflußbar. Allerdings nannten viele mangelnde Arbeitsplatzangebote und fehlendes Angebot in ihrer Qualifikation als Gründe für ihre Wahl des Arbeitsplatzes. Da könnte man ansetzen um die jungen Leute wieder in den Landkreis zurück zu holen.
Zusammenfassend ergaben sich diese Vor- und Nachteile des Landkreises. Überraschend oft haben die Absolventen als Hauptnachteil das Fehlen des öffentlichen Personen-Nahverkehrs angegeben.
Damit ergaben sich diese zentralen Entscheidungsgründe für und gegen die Region.
Auswärts Beschäftigte könnten durch diese Maßnahmen zur Rückkehr bewogen werden. Bemerkenswert, daß der ÖPNV hier keine Rolle mehr spielt.
Das Umfrageergebnis brachte diese Handlungsempfehlungen. Allerdings gilt es zu bedenken, daß sich seit dem Abschluß viel geändert hat, das schon den Erwartungen der damaligen Absolventen entgegengekommen ist.
Die Ergebnisse der Befragung stehen auf den Seiten von Lernen-vor-Ort zum Download bereit.
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Landrat Georg Huber war sicher, Fortschritt in der Region ist nur zu erreichen, wenn alle Kräfte zusammenarbeiten. Dazu gehört sowohl die Information aller Landkreisbürger über die aktuellen Angebote als auch der Aufbau eines ÖPNV-Angebots. Das strengt der Landkreis derzeit an.
Nötig ist in allen Fällen die Mitwirkung der Unternehmen. Nur gemeinsam können die Probleme gelöst werden. Das gilt sowohl für die Energiewende als auch für den Tourismus und erst recht für das Bildungssystem.
Abschließend lud Landrat Georg Huber die Botschafter zu einem festlichen Abendessen und hoffte, durch das Botschaftertreffen die weitere Unterstützung der Gäste für die Anliegen des Landkreises zu erhalten. Er sicherte ihnen die Unterstützung des Landkreises zu und hoffte, gemeinsam entsteht so der familienfreundliche Landkreis im Osten von München.
194 Die Bürgermeister in Stefanskirchen: Breitbandausbau - Medizinische Versorgung - Leaderförderung - Feuerwehrbeschaffung
Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner freute sich, die Bürgermeister des Landkreises im Saal des Gasthauses Stoiber in Stefanskirchen begrüßen zu können.
Er würdigte die großen Errungenschaften Ampfings, die von Schulen die Wirtschaft Sportanlagen alles bieten, was eine Kommune braucht. Nur die Fußballmannschaft ist in Buchbach höherklassig unterwegs.
Ampfing ist für Dr. Karl Dürner ein Vorzeige-Ort, der überregional Anerkennung findet.
Es ist kaum zu glauben, aber Bürgermeister Ottmar Wimmer ist bereits in der fünften Amtsperiode Bürgermeister! Er bat ihn die Gemeinde vorzustellen.
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Ampfing ist auch in der Umsetzung des integrierten Energiekonzepts weit fortgeschritten ergänzte Ottmar Wimmer Dr. Karl Dürners Vorschußlorbeeren. Seit April wurden bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt und mit etwa 15.000 Euro gefördert.
Überall, wo es Geld gibt, da ist Ampfing dabei. So erhielt die Gemeinde schon im August 2013 den Förderbescheid, im Oktober oder November wird das Projekt abgeschlossen.
Ampfing ist im Bereich Umwelt stark. Eine Ladestation für Elektroautos und sechs für E-Bike-Ladestationen sind Mosaiksteinchen, die in Ampfing für Umweltschutz sorgen.
Ottmar Wimmer war sicher, wenn die Kommunen die Energiewende nicht schaffen würde die Privatwirtschaft sie nie schaffen. So ist das Elektroauto wirtschaftlich nicht zu leisten, das die Gemeinde vor längerer Zeit gekauft hat. Das Auto kann man nur mit entsprechender Motivation betrachten.
Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchten wurde noch bezuschußt. Zuschüsse gibt es jetzt nur noch für die Umrüstung der Innenbeleuchtung.
Die 4 bis 5 Millionen Euro Investitionen in diesem Bereich haben sich durch Einsparung von Stromkosten inzwischen längst ausgezahlt. Damit hat Ampfing auch noch Kreisumlage gespart.
Da Ampfing hohe Steuerkraft aufweist, erhielt die Gemeinde seit 24 Jahren keine Schlüsselzuweisungen mehr. Dadurch sinkt auch die Höhe der Zuschüsse. Das muß Ampfing verkraften!
Ottmar Wimmer bat um die Unterstützung der Kollegen, die Anpflanzung von Energieholz als Ausgleichsflächen anerkannt zu bekommen. Darüber hinaus gab er den Kollegen steuerliche Tipps, die helfen sollten, die Einnahmen zu steigern. Schließlich hängen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer vom Gewinn der Unternehmen ab. Um 10.000 Euro Gewerbesteuer zu erhalten, muß eine Firma schon eine Million Umsatz erreichen. Nach den Umlagen bleiben gut 3.000 Euro übrig. Deshalb gilt es weiter zu sparen. Welche Folgen das alles hat, weiß die Gemeinde Kirchdorf am Besten.
Er wünschte den Kollegen, daß die Wirtschaft so weiter läuft und die Steuern weiter so sprudeln.
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So ist er – der Ottmar Wimmer – meinte Dr. Karl Dürner und empfahl ihn den Kollegen als Ratgeber.
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Da erst 10 Anträge auf Förderung des Ausbaus des Breitbandnetzes eingegangen waren, sollte Breitbandmanager Karl Schulz das Programm noch einmal vorstellen.
Dr. Karl Dürner mahnte die Kollegen, dringend für den Ausbau des Breitbandnetzes zu sorgen, das für die Wirtschaft im Landkreis von erheblicher Bedeutung und damit ein wesentlicher Standortfaktor ist.
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Seit seiner letzten Vorstellung der Breitbandinitiative hat sich viel geändert. Diese Neuerungen wollte Breitbandmanager Karl Schulz erläutern.
Das Ziel der Staatsregierung ist es, jedem Kunden mindestens 30 Megabit pro Sekunde im Download und höhere Upload-Raten zur Verfügung zu stellen.
Nach wie vor wird die sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke mit den Fördermitteln geschlossen.
Die Förderquote und der Förderhöchstbetrag werden für jede Kommune besonders in Abhängigkeit von der Finanzkraft festgelegt.
Die Förderquoten wurden pauschal erhöht. Sie gestalten sich so, wobei im Landkreis Mühldorf 26 Kommunen mit 80% und 5 Kommunen sogar mit 90% gefördert werden. Das entspricht einem Durchschnitt von 81,6% und damit fast 5% mehr als im bayernweiten Durchschnitt. Der Förderhöchstbetrag liegt jetzt zwischen 500 und 900.000 Euro. Insgesamt hat der Freistaat 1,5 Milliarden Euro bereitgestellt.
Auch die Art des Förderhöchstbetrages hat sich geändert und fördert jetzt Kommunen im ländlichen Bereich höher als bisher. Im Durchschnitt erhält jede Kommune im Landkreis 863.000 Euro.
Karl Schulz regte an, mit anderen Kommunen zu kooperieren, weil dann jede Kommune zusätzlich 50.000 Euro erhält. Weitere Informationen bietet das Bayerische Breitbandzentrum.
Verbessert wurde das Antragsverfahren: Die bisherigen 19 Arbeitsschritte wurden abgeschafft und durch 9 Module ersetzt. Dadurch soll sich die Verfahrensdauer um fünf auf 8 Monate verkürzen.
Nicht mehr nötig wird die aufwändige Bedarfsermittlung. Die Gemeinden können jetzt alle Ortsteile in die Förderung einbeziehen und brauchen nicht mehr auf Konzentrationsräume Rücksicht nehmen. Deshalb sollte das ganze Gemeindegebiet zur Ausbauförderung beantragt werden. Die Anträge sollte am Besten ein Ingenieurbüro bearbeiten.
In einem „Masterplan“ der das gesamte Gemeindegebiet umfaßt sollte Entwicklung der nächsten 10 bis 20 Jahre erfaßt werden.
Mitnehmen sollten die Gemeinden auf jeden Fall das „Startgeld Netz“ in Höhe von 5.000 Euro mit dem die Kosten für ein Ingenieurbüro gedeckt werden, das die Bestandsaufnahme durchführt.
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Bürgermeister Franz Ehgartner aus Obertaufkirchen berichtete von Erfahrungen in seiner Gemeinde. Sie nahmen zum dritten Mal die Förderung in Anspruch. Zusammen mit der Telekom konnten sie Fördermittel in Höhe von 32.000 Euro erhalten und mußten selbst für 280 Einwohner nur noch 8.000 Euro beisteuern. Er riet den Kollegen auf jeden Fall Glasfaseranlagen zu bauen und schnellstmöglich damit beginnen. Wer schnell reagiert, erhält’s auch schneller.
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Das nächste Thema liegt Dr. Karl Dürner schon seit Langem am Herzen: Die medizinische Versorgung der Bevölkerung. Die Gesundheitskonferenz hat die Planungsregion 18 als Modellregion ausgerufen, weil hier fast zwei Drittel der Ärzte im ländlichen Bereich in Kürze aufhören werden. Damit ist die medizinische Versorgung der Bevölkerung nicht mehr zu gewährleisten. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist dann kaum mehr aufrecht zu halten und die Leute müssen 50 – 60 Kilometer zum nächsten Arzt fahren. Das ist nicht akzeptabel.
Gibt es dann keine Hausärzte mehr, nutzen die Leute die umliegenden Krankenhäuser. Schon jetzt sind die Krankehäuser an Wochenenden überfordert und bekommen dafür auch noch kein Geld. Ein untragbarer Zustand. Es muß also ein neues Konzept gefunden werden.
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Dr. Benedikt Steingruber – Leiter des Gesundheitsamtes am Landratsamt Mühldorf – kennt das Thema seit 10 Jahren. In dieser Zeit ist allerdings wenig geschehen.
Er berichtete in Auszügen von der Gesundheitskonferenz und nannte die vielfältigen Gründe die zum Landärztemangel geführt haben. Das Modell „selbständiger Landarzt in eigener Praxis“ ist nicht mehr gefragt.
Viele Ansätze von vielen Seiten versuchten seit Jahren, dieses Problem zu lösen. Eine Folge dieser Aktivitäten war die Einrichtung von drei Modellprojekten, unter anderem der Region 18. Hier wurden die Gemeinden mit einbezogen und die Bürgermeister befragt. 90% haben sich daran beteiligt.
Aus dieser Maßnahme resultierten diese Themenfelder, die zu bearbeiten wären.
Die Bürgermeister waren noch zufrieden, befürchteten aber eine Verschlechterung. Tatsächlich sind bereits Praxen verschwunden. Die Bevölkerung muß deshalb längere Wege in Kauf nehmen.
Graphisch sieht das Ergebnis so aus.
Entgegen den gesetzlich eingeführten „Mittelbereichen“, die sich nicht einmal an Landkreisgrenzen halten, schlugen die Beteiligten eine andere Lösung vor. Mit der neuen Einteilung entfallen auf jeden Bereich mindestens 10.000 Einwohner in einem Umfeld von maximal 30 Kilometern.
So würde die Region 18 mit der neuen Regelung aussehen.
Der Vorschlag wurde inzwischen dem Ministerium vorgelegt und von der K-V gut geheißen.
Kaum Lösungen fanden sich für diese Ärztegruppen.
Kaum Lösungen gab es auch für die Apotheken. Auch das Problem ÖPNV muß erst noch gelöst werden. Es kann nicht sein, daß man für einen kurzen Arzttermin stundenlang unterwegs ist.
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Chefarzt Dr. Wolfgang Richter sah zwar die Notwendigkeit der Breitbandförderung, mehr aber noch die Notwendigkeit der Förderung der ärztlichen Versorgung.
Deutschland hat sicher eines der besten und komfortabelsten Gesundheitssysteme. Es ist deshalb besonders schwierig, zu entscheiden, ob man sich das auf Dauer noch leisten kann.
Der Landkreis benötigt niedergelassene Ärzte und ein Krankenhaus. Dr. Wolfgang Richter erachtete das nahende Ende des niedergelassenen Bereichs. Andererseits steigen in den Krankenhäusern die Ausgaben für kleine Maßnahmen, für die sie keinen Ersatz erhalten.
Standen die Krankenhäuser noch vor wenigen Jahren vor der Schließung, haben sie heute die medizinische Versorgung stabilisiert und ausgebaut.
Zudem engagieren sie sich in der Verbesserung der ambulanten Versorgung. Heute kooperieren die Kliniken mit zahlreichen Partnern in Netzwerken.
Unter Druck gerieten die Kliniken durch die ambulante Notfallversorgung. Also nicht durch die Notarztversorgung, die weltweit vorbildlich ist.
Es hakt jedoch bei der kassenärztlichen Notfallversorgung. Also bei der Behandlung von kleineren Erkrankungen außerhalb der Dienstzeiten der niedergelassenen Ärzte bei denen kein Hausbesuch erforderlich ist.
In sechs Bereichen im Landkreis haben sich Ärzte zusammengefunden und einen Notfalldienst organisiert. Änderungen haben nun die Neuordnung nötig gemacht und vier solcher Bereiche ergeben.
Das hat allerdings zur Unzufriedenheit der Bevölkerung und zur Unzufriedenheit des Krankenhauses geführt. Durch die größeren Entfernungen fahren die Patienten zum nächstgelegenen Arzt und das ist meistens das Krankenhaus.
Die große Zahl Patienten macht es den Ärzten dort aber schwer, die Leiden der Wartenden genau zu beurteilen, was zu folgenschweren Fehlern führen kann. Auf jeden Fall aber großen zusätzlichen Aufwand erfordert.
Eine Lösung dieses Problems wäre die Eröffnung einer Bereitschaftsdienstpraxis in der Nähe der Kreisklinik. Die Einführung ist jedoch in der Abstimmung äußerst knapp gescheitert.
Dr. Wolfgang Richter erklärte die Absicht, das Thema weiter zu verfolgen. Nur so wird es gelingen, junge Ärzte in der Region anzusiedeln.
Er bat die Bürgermeister auf die Bürger einzuwirken um so eine Bereitschaftsdienstpraxis zu etablieren.
Außerdem bat er, auf die Ärzte einzuwirken um größere Einheiten zu bilden und so die Dienstzeiten auszuweiten und gleichzeitig den einzelnen Arzt zu entlasten.
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Dr. Karl Dürner unterstützte Dr. Wolfgang Richter und forderte die Einrichtung der Bereitschaftsdienstpraxis spätestens 2015.
Er mahnte die Bürgermeister ihrer Verantwortung gerecht zu werden, und dafür zu sorgen, die medizinische Versorgung der Bevölkerung unter allen Umständen aufrecht zu halten.
Bürgermeister Lorenz Kronberger mahnte, den Nachwuchs auf den Beruf des Mediziners hinzuführen und schon im Gymnasium für diese Ausbildung zu werben, so, wie das die Industrie auch macht.
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In den zurückliegenden Jahren hat die Kreisstadt die gemeinsame Beschaffung von Fahrzeugen und Material für die Feuerwehren abgewickelt. Dafür dankte Dr. Karl Dürner dem ehemaligen Bürgermeister Günther Knoblauch und allen Beteiligten, besonders Mühldorfs Stadtfeuerwehr-Kommandant Günther Starzengruber.
Nun muß eine neue Lösung gefunden werden.
Mühldorfs Bürgermeisterin Marianne Zollner berichtete, die gemeinsame Beschaffung hat im vergangenen Jahr rund 15.000 Euro Einsparungen gebracht.
Günther Starzengruber ist bei der Deutschen Bahn angestellt. Die Bahn will ihn aber nicht mehr für dieses Tätigkeit freistellen. Die Stadt kann niemanden aus der Feuerwehr für diesen Dienst bezahlen weil sie schon für die Freistellung von Harald Lechertshuber für seine Funktion als Kreisbrandrat aufkommt. Für die Beschaffung muß eine andere Lösung gefunden werden. Sie schlug Sandra Zellhuber vor, die als Bankkauffrau und Mitglied der Feuerwehr Mühldorf diese Aufgabe im Rahmen einer 450 Euro-Beschäftigung übernehmen würde.
Die gut 7.000 Euro sollten die Gemeinden im Landkreis gemeinsam tragen. Die Stadt macht gern mit, kann aber nicht mehr die ganzen Kosten tragen.
Dr. Karl Dürner meinte, der Kreisstadt würde es gut anstehen, diese Funktion weiter für den Landkreis zu übernehmen.
Nach langer und kontroverser Diskussion, in der Günther Starzengrubers Arbeit sehr gelobt wurde und Waldkraiburgs Bürgermeister Robert Pötzsch vorschlug, die Kreisbrandinspektion mit dieser Aufgabe zu betrauen, setzte sich der Vorschlag von Obertaufkirchens Bürgermeister Franz Ehgartner durch, demnach die Städte gut 2.100 Euro, die Gemeinden über 5.000 Einwohnern 200 und alle anderen Gemeinden 100 Euro beitragen sollten aber keine Teilnahmeverpflichtung übernehmen. Diese Lösung sollte zunächst für zwei Jahre gelten.
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Abschließend stellte Buchbachs Bürgermeister Thomas Einwang, der seit Kurzem auch dem Verein „Mühldorfer Netz“ vorsteht, die Fördermöglichkeiten aus dem „Leader“-Programm vor.
Die Mitgliederversammlung des Vereins hat beschlossen, auch an der dritten Förderperiode teilzunehmen.
Ziel der Förderung ist die Weiterentwicklung des Landkreises.
Für die neue Förderperiode sollen zunächst Ziele und der Förderbetrag festgelegt werden.
In einer Auftaktveranstaltung wurden diese vier Handlungsfelder beschlossen. Die Inhalte betreffen alle Kommunen im Landkreis. Thomas Einwang erläuterte die Entwicklungsziele und die Handlungsziele aller vier Handlungsfelder.
Die Folge der umfangreichen Diskussion waren mehrere Vorschläge für Startprojekte, die nicht zwingend umgesetzt werden müssen. Thomas Einwang erläuterte die Formalitäten der Umsetzung dieser Startprojekte und weiterer angedachter Projekte, die allerdings ins Programm passen müssen.
Diese Startprojekte sind angedacht.
Mit diesem Leitmotiv will das Mühldorfer Netz in die kommende Förderperiode gehen, das sich als das „Netz aller Gemeinden“ sieht – nicht des Landkreises Mühldorf.
Damit ist die Richtung festgelegt, die in der Mitgliederversammlung am 23. September beschlossen werden soll. Dazu bat er um zahlreiche Teilnahme.
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Dieses Anliegen unterstützte auch Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner und mahnte, mehr Enthusiasmus für solche Dinge aufzubringen. Um so mehr, als hier kompetente Leute zur Verfügung stehen.
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Nach einer gemeinsamen Brotzeit, zu der die Gemeinde Ampfing eingeladen hatte, und einem nichtöffentlichen Teil schloß Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner nach fast vier Stunden die Bürgermeisterversammlung und entließ die Kollegen in die Sommerpause.
195 Das zweite Sommercamp im Haus Sudetenland mit Baseball und Yoga
Das Haus Sudetenland mitten in Waldkraiburg, gleich neben der Diesel-Schule hoch auf einem Berg erbaut ist nicht nur Schullandheim sondern auch Feriencamp und Veranstaltungsort für Vereine und Institutionen.
In den Ferien nutzt die Münchner Firma „UCB Unterricht und Seminare“ die Möglichkeiten in Waldkraiburg für ein besonderes Feriencamp.
Den Besuch des amerikanischen Baseball-Profis Justin Kühn bei den Teilnehmern des Feriencamps nahm Bürgermeister Robert Pötzsch zum Anlaß, sich mal anzuschauen, wie auf dem Spielfeld hinter der Dieselschule diese typisch amerikanische Sportart in Waldkraiburg aussieht.
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Herr Bremhorst, Sie sind zum zweiten Mal mit einem Feriencamp hier im Haus Sudetenland. Bisher haben sie hier Abiturvorbereitungskurse abgehalten. Wie kam es zu diesem neuen Angebot? (O-Ton)
Und mit einem sehr umfangreichen Freizeitangebot. (O-Ton)
Ihre Teilnehmer stammen vorwiegend aus München und dem Raum Regensburg. Ist es schwer, sie für ein Sommercamp in Waldkraiburg zu begeistern? (O-Ton)
Wenn man die Schüler so beobachtet, haben die in den Ferien alles andere im Sinn als zu lernen. Wie motivieren die Eltern die Kinder Lernferien zu buchen? (O-Ton)
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Herr Schleich, gerade in der Ferienzeit trägt das UCB-Feriencamp dazu bei, das Haus mit Leben zu erfüllen. (O-Ton Schleich)
Bedenkt man, daß das Haus über 100 Betten bietet und jetzt 30 Schüler und 10 Betreuer hier sind, ist das eine schöne Aufgabe in den Ferien. (O-Ton)
Es wäre schön, wenn auch Teilnehmer aus Waldkraiburg dabei wären. (O-Ton)
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Schon seit der Eröffnung 1959 trägt das Haus Sudetenland dazu bei, Waldkraiburg und den Landkreis Mühldorf bekannt zu machen. Das setzt UCB-Seminare nun mit den Feriencamps fort, in denen junge Leute lernen, was die junge Industriestadt und die ganze Region Südostbayern alles zu bieten haben.
196 Friedensgebet auf dem Stadtplatz in Mühldorf und Diskussion im Kino: "Politisch manipuliert statt zukunftsfähig informiert"
Die zahlreichen Krisen weltweit beunruhigen auch Bürger im Landkreis Mühldorf. Auch wenn viele in den Ferien sind und die Ereignisse in Syrien, dem Irak und der Ost-Ukraine weit weg erscheinen, sind diese Krisengebiete doch näher als die Urlaubsziele mancher Landkreisbürger, gab MdB Stephan Mayer kürzlich zu bedenken.
Diese Krisen und die Welt-Finanzkrise, vor deren Wiederaufflammen Experten ständig warnen, und die Ohnmacht selbst etwas bewegen zu können tragen nicht gerade zur Ferienlaune der Landkreisbürger bei.
Auf der Abschlußfeier der zahnmedizinischen Fachangestellten am Beruflichen Schulzentrum hat es kürzlich der Vorsitzende der zahnmedizinischen Vereinigung – Dr. Klaus Kocher – auf den Punkt gebracht: Nichts hassen die Menschen so sehr wie die Erkenntnis, nicht über ihr eigenes Schicksal entscheiden zu können. In solchen Situationen suchen Menschen Halt im Gebet.
Die Katholische Arbeiterbewegung lud nun zum zweiten Mal zu einem Friedensgebet auf den Mühldorfer Stadtplatz ein.
Zu der kleinen Gruppe stieß auch der Münchner Enthüllungsjournalist Oliver Janich. Unter der Leitung von KAB Sekretär Rainer Forster und Professor Dr. Petra Plininger begannen sie das Friedensgebet mit John Lennon’s „Imagine“, in dem eine Welt ohne Himmel und Hölle, ohne Länder und Grenzen, ohne Religion und Besitz beschworen wird.
Professor Dr. Petra Plininger mahnte die Zuhörer sich nicht durch den Alltag, schlechte Nachrichten und die allgegenwärtige Kriegstreiberei einlullen zu lassen und stattdessen aufzustehen und dagegen anzukämpfen. Sie trug Gebetsbitten vor und die Gruppe unterstrich diese mit einer Reihe weiterer Lieder.
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Unsere Fragen nach der persönlichen Motivation zur Teilnahme an diesem Friedensgebet wollte uns keiner der Teilnehmer vor der Kamera beantworten. Im persönlichen Gespräch nannten sie aber die Unzufriedenheit mit der gegenwärtigen Wirtschaftspolitik, die weiter auf Wachstum basiert und so die sozialen Unterschiede immer weiter verstärkt als einen der Punkte für die zunehmende Unruhe in der Gesellschaft. Weitere Gründe waren die Angst vor der Ausweitung des Krieges in der Ukraine und die Bedrohung durch den fast allgegenwärtigen Extremismus.
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Das Friedensgebet schloß wieder John Lennon mit „Give Peace a chance“.
Den Regenbogen, der sich gerade in diesem Moment über dem Stadtplatz zeigte, werteten die Teilnehmer als Antwort auf ihre Gebete....
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Nach dem Friedensgebet fuhren die Teilnehmer ins Kino nach Waldkraiburg wo die KatholischeArbeiterbewegung den österreichischen Film „Harodim – Nichts als die Wahrheit“ zeigte. Dieser Film, in dem Hollywoodlegende Peter Fonda eine Hauptrolle spielt, hinterfrägt die Umstände der Anschläge auf das New-Yorker World-Trade-Center am 11. September 2001 und widerlegt auf Grund aller verfügbaren Quellen die öffentliche Darstellung, die beiden Türme und das danebenliegende Gebäude 7 wären auf Grund der beiden Flugzeugeinschläge eingestürzt. Der Film ist in voller Länge auch in Youtube zu sehen.
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Nach dem Film gab Oliver Janich zahlreiche weitere Hinweise darauf, daß damals viele Manipulationen Osama Bin Laden zum meistgesuchten Terroristen gestempelt haben. Bei genauem Hinsehen stellen sich viele Videoaufnahmen als schlecht gemachte Fälschungen heraus.
Tatsächlich wußte man nie, ob der schwer kranke Mann zu dieser Zeit überhaupt noch gelebt hat.
Er selbst hat mehrere Artikel in Focus Money und anderen Zeitungen zu diesem Themenbereich veröffentlicht. So lange, bis er keine Aufträge mehr bekam. Die Wahrheit wollte eben niemand lesen.
Obwohl er selbst zunächst nicht an die Verschwörungstheorien geglaubt hat, die schon kurz nach den Anschlägen im Internet zu kursieren begannen, hat er sich dieses Themas angenommen. Im offiziellen 1000-seitigen Untersuchungsbericht fand er große Lücken und das Fehlen von vielen Aussagen von Augenzeugen, die ganz andere Fakten berichteten.
Tatsächlich will man weder an offizieller Stelle noch in der Medienwelt die Wahrheit zur Kenntnis nehmen. Etwa die Tatsache, daß das riesige Gebäude 7 des World-Trade-Center eingestürzt ist, wie von Profis gesprengt, obwohl es gar nicht getroffen worden war. Das zeigen zumindest die Videos von Überwachungskameras, die noch heute in YouTube zu sehen sind.
Es war ein geschickter Zug, die Beobachtungen rund um diese Ereignisse als Verschwörungstheorien zu bezeichnen. Das bewirkt nämlich, daß man sie erst einmal ablehnt.
Und so bleibt im Gedächtnis der Leute nur das, was die Leute hinter den Medien ihnen glauben machen wollen.
KAB Sekretär Rainer Forster lenkte die Diskussion, in die sich viele der Zuhörer aktiv einbrachten auch in Richtung des Geldsystems, der Dominanz der Konzerne über die Politik, die Einschränkung der Freiheit der Bürger durch behauptete Zwänge, die zunehmenden Belastung der Bürger durch ständig steigende Abgaben und dadurch das Auseinanderbrechen der traditionellen Familie.
Das alles wird den Bürgern durch Medien so lange vorgekaut, bis sie es glauben und für wahr erachten. Menschen beginnen schließlich das für wahr zu erachten, was man ihnen geduldig und ausdauernd immer wieder für wahr erklärt.
Und darum gings schließlich – um die Frage, erkennen wir die Wahrheit überhaupt noch in dem Gewirr der vielen Stimmen, die täglich über uns hereinbrechen oder sind wir dem allem inzwischen ausgeliefert und damit nur noch Spielball übergeordneter Interessen einiger weniger?
197 20.000 Euro von der Globus-Stiftung für die Jugendwerkstatt im Jagus Projektehaus der AWO
Im „Jagus“ Projektehaus der Arbeiterwohlfahrt im Norden Waldkraiburgs lernen junge Leute einen Beruf, die auf dem regulären Arbeitsmarkt keinen Ausbildungsplatz gefunden haben oder sich aus anderen Gründen damit schwer tun: Sie lernen Maler, Raumausstatter, Schreiner, Friseure, Schneider und Näher und erhalten so eine berufliche Perspektive und damit die Möglichkeit der Teilhabe am regulären Arbeitsleben.
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Da die Arbeitsagentur die „Arbeitsgelegenheit“ nicht mehr anbietet, die als „Ein-Euro-Job“ bekannt ist, hat die AWO die „Jugendwerkstatt Jagus“ gegründet. Hier werden bis zu 16 arbeitslose und sozial benachteiligte Jugendliche ausgebildet, die bisher von ALG II gelebt haben.
Sie arbeiten in der Umweltgruppe und pflegen Einrichtungen des Landkreises, recyceln Möbel und lernen in der Hauswirtschaft, also in der Küche, im Kiosk und in der Reinigung der Einrichtung.
Zudem lernen sie an einem Schulungstag in der Woche soziale Kompetenz und Haushaltsführung, lernen sich zu bewerben und ähnliches. Bei all dem werden sie sozialpädagogisch betreut und in ihrer Entwicklung individuell unterstützt.
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Die Kosten für diese Leistung trägt das Jobcenter und der europäische Sozialfonds. In diesen Zahlungen nicht enthalten ist ein Taschengeld und die Verpflegung der Teilnehmer.
Um dies bieten zu können, wandte sich die Leiterin der Einrichtung, Brigitte Betz-Pemler im Mai an die Globus-Stiftung in Sankt Wendel.
Diese Stiftung der Eigentümer der Globus Warenhauskette unterstützt in ganz Deutschland und weltweit gemeinnützige Projekte aller Art.
Die Globus-Stiftung nahm das Projekt an und unterstützt es nun mit 20.000 Euro. Andreas Hofebauer, Geschäftsführer des Globus Warenhauses in Mühldorf, kam zur Übergabe der Förderung ins Projektehaus zu einem Rundgang an dem auch AWO Kreisvorsitzende Klara-Maria Seeberger, ihr Gatte und Kolleginnen von den Zeitungen teilnahmen.
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Das AWO Projektehaus beschäftigt für jeden Bereich einen hauptamtlichen Mitarbeiter mit passender Qualifikation und der Berechtigung zur Ausbildung. 18 fest angestellte Mitarbeiter sorgen so für den reibungslosen Betrieb und die komplizierte Verwaltungsarbeit.
Der Rundgang führte durch die Frisierstube, die zur Zeit wegen Urlaubs geschlossen ist, durch die Schreinerei in den Gebrauchtmöbelmarkt, in die neue Kantine.
Dort hatten die Mitarbeiter der Jugendwerkstatt bereits das Mittagessen vorbereitet.
Das ist aber nicht ihre einzige Leistung. Sie bereiten schon am Morgen für die Mitarbeiter des Projektes Brotzeitboxen vor. Viele von ihnen kennen das nicht und sind ganz überrascht von dem neuen Angebot, berichteten Brigitte Betz-Pemler und Gruppenleiter Markus Lutz.
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Andreas Hofebauer erläuterte die Motivation der Inhaber der Firma Globus, die der Antrag für dieses Projekt überzeugt hatte, so daß er hier die Förderung in Höhe von 20.000 Euro zusagen konnte.
Das ist nach dem Don Bosco-Werk in Waldwinkel nun schon das zweite Projekt im Landkreis, das die Stiftung unterstützt. Er freute sich, so über Dritte einen Teil des Gewinns seines Hauses für einen guten Zweck in der Region geben zu können.
Mit dem Fördergeld soll den Teilnehmern ein Taschengeld von 100 Euro pro Monat und ein Mittagessen bezahlt werden. Diese Leistungen werden von den eigentlichen Projektträgern nicht gewährt, sind aber für das Selbstwertgefühl der Teilnehmer dringend nötig. Ohnehin handelt es sich dabei nur um eine kleine Anerkennung.
Klara-Maria Seeberger und Brigitte Betz-Pemler dankten sehr für die Unterstützung, die den jungen Leuten die Teilnahme am Leben ermöglicht. Und daß sie dabei auch noch lernen Kartoffel zu schälen und Zwiebel zu schneiden ist schließlich im Interesse von Globus, die lieber Zutaten zum gesunden Kochen verkaufen als vorgefertigte Konvenience-Food. Und billiger ist das Selbst-Kochen auch!
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Dann servierten die jungen Leute den Gästen panierte Fischfilets, Kartoffel und Salat und später eine leckere Nachspeise und demonstrierten so die Freude, die die jungen Leute in diesem Projekt haben. Und das hat allen sehr gut geschmeckt!
198 Gemütliches Volksmusik Sommerkonzert in St. Pankratius in Kirchisen
Die kleine Kirche neben dem Einödhof Kirchisen hoch über dem Inntal ist dem heiligen Pankratius geweiht. An diesem Abend hatten man von dort aus einen herrlichen Blick bis weit hinein in die Alpen.
Schon eine Stunde vor Konzertbeginn kamen so viele Zuhörer in die kleine Kirche, daß kein Durchkommen mehr war. Wer dachte, es reicht, eine halbe Stunde vorher da zu sein, mußte wieder umkehren...
Die Enge in der kleinen Kirche machte auch uns die Arbeit schwer.
Neben Mettenheims Altbürgermeister Josef Gründl waren auch Kreisrat Max Oelmaier und AWO Kreisvorsitzende Klara-Maria Seeberger gekommen. Dazu die Mitglieder einer ganzen Reihe weiterer Musikgruppen, wie etwa des Mühldorfer Vierg’sangs.
Die vier Musikgruppen fanden gerade genug Platz im Altarraum der Kirche.
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Pia Grandl und ihre Silbersaiten eröffneten das Konzert mit dem Bauernmarsch aus der Bauernmusik.
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Die Knopf-Soat’n-Musi, also die drei Vogel’s setzten fort mit dem Kastando-Marsch, einem italienischen Militärmarsch.
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Bert Lindauer stellte die Musiker vor, erläuterte die Musikstücke und unterhielt die Zuhörer mit allerlei Geschichten. Er war sicher, daß Heiterkeit und Gotteshaus kein Wiederspruch ist. Zu allen Zeiten hat es Predigten zur Erheiterung der Schäfchen gegeben.
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Die Flossinger Sängerinnen setzten fort mit „Es ist ein Rosen aufgangen“, ein südtiroler Marienlied von 1841.
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Der Saitenvierer mit einem Landler von Johann Penzmaier, einem Freund von Erzherzog Johann, dem Zither-Maxl.
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Pia Grandl mit der Flöte und ihren Silbersaiten mit einem festlichen Marsch des Altmühldorfers Wolfgang Neumüller.
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Die Flossinger Sängerinnen setzten fort mit dem „Lied vom roten Mohn“ der salzburger Komponistin Wilanda Rupprecht.
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Da uns der Blick auf Theresa Sabold versperrt war, können wir nur ihre Musik widergeben: Einen Walzer des französichen Komponisten Robert Niclas Charles Bochsa aus dem beginnenden 19. Jahrhundert.
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Die Dämmerung draußen und das Kerzenlicht sorgten für anheimelnde Stimmung in der kleinen Kirche.
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Die Knopf-Soat’n-Musi mit dem 11-jährigen Felix Vogel am Kontrabass setzte fort mit einer Francaise von Hans Schröpfer.
Das nächste Stück „Landlerweisen“ stammte von seiner königlichen Hoheit Herzog Max, vom „Zither Maxl“.
Das nächste Lied der Flossinger Sängerinnen stammt von einem unbekannten Autor im damals ungarischen Burgenland.
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Langsam wurde es dunkel draussen und in der kleinen Kirche in der nur die Kerzen für etwas Licht sorgten.
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Der Saiten-Vierer mit Anton Sabold, Anton Sabold, Ludwig Haslinger, Franz Scheitzeneder und Arno Meyer mit
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Die Flossinger Sängerinnen mit Monika Baumgartner, Christa Maier und Elisabeth Sojer setzten fort mit einem Lied aus der Wachau, das den Kuckuck zum Thema hatte – oder was man landläufig mit ihm verbindet.
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Den ersten Teil des Konzerts schloß die Knopf-Soat’n Musi mit dem Liesinger Frauenwalzer ab.
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In der Pause genossen die Zuhörer vor der Kirche eine kleine Erfrischung und später den zweiten Teil des Konzerts, den aufzuzeichnen uns die hereinbrechende Dunkelheit unmöglich machte.
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Es war ein vergnüglicher Konzertabend mit Volksmusik auf höchstem Niveau wie Kreis-Heimat- Musik-und Brauchtumspfleger Reinhard Albert meinte. Ein Abend, der Lust machte auf die langen Herbstabende, auf knisternde Feuer im Kachelofen, ein gutes Glaserl Rotwein und noch viel mehr Musik vom Saitenvierer, von den Silbersaiten, der Knopf-Soat’n-Musi und den Flossinger Sängerinnen....

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