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Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
Josef J. Pöllmann ist Mitglied im Deutschen Presse Verband
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Das gab's 2013 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir in KW 48/2014 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
100 Jahre AOK Direktion Altötting-Mühldorf - 100 Jahre Qualität, Kundennähe und Beständigkeit 12:45 48 28.11.14
Vor einigen Jahren renovierte die Allgemeine Ortskrankenkasse ihren Hauptsitz in Mühldorf, der seither Abends in bunten Farben leuchtet.
Dorthin kamen kürzlich die Landräte der Landkreise Altötting und Mühldorf, die Bürgermeister Marianne Zollner, Herbert Hofauer und Robert Pötzsch, die Geschäftsführer der Kreiskliniken, Vertreter von Banken und der Wirtschaft und natürlich die Vorstände der AOK. Als Ehrengast hatten sie Dr. Helmut Platzer geladen, den Vorstandvorsitzenden der AOK Bayern.
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Thomas Steger, Beiratsvorsitzender für Versicherte der AOK hieß die Gäste im Vortragssaal der AOK zur 100-Jahr-Feier willkommen.
Wenn eine amerikanische Sportbekleidungsfirma mit dem Slogan „Just do it“ wirbt, ist der inzwischen genau so bekannt wie „AOK – die Gesundheitskasse“ war Thomas Steger sicher. Wie Nike sorgt auch die „Macher-Krankenkasse AOK“ dafür, daß die Kunden gesund und sicher leben können.
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100 Jahre Sorge für die Gesundheit der Menschen in der Region zeugen von Verläßlichkeit, die im Lauf der vielen Jahre ganze Generationen von Versicherten geprägt hat. Auch ihn selbst, der seit seiner ersten Anstellung bei der AOK versichert ist.
Als eine der ältesten Direktionen in Bayern kann die AOK Altötting-Mühldorf zu Recht stolz sein auf ihre Leistung, ihre Kompetenz und ihre Beratung. Mit dieser Erfahrung sind sie bestens gerüstet, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, die die Kasse in den Bereichen Pflege, nachhaltige Finanzierung, Qualitätssicherung und Prävention erwarten. Gerade beim fortschreitenden demographischen Wandel eine enorme Herausforderung.
Daß sie das alles schaffen werden, haben sie 100 Jahre lang gezeigt, haben sich dadurch unverzichtbar gemacht, haben die ständig steigenden Kosten verbesserter Medizin bewältigt und sind mit dem gestiegenen Gesundheitsbewußtsein der Bevölkerung klar gekommen.
Alle die daran mitgearbeitet haben, können darauf besonders stolz sein, besonders Karlheinz Stangl und sein Team.
Landrat Huber würdigte auch die hervorragende Zusammenarbeit der AOK mit den beiden Kreiskliniken. Zudem ist die AOK ein wichtiger Arbeitgeber und Ausbilder in der Region und damit ein wichtiger Teil des Wirtschaftssystems.
(O-Ton 15:40:00 Als Versicherer, Arbeitgeber ... gestaltet die AOK-Direktion 100 Jahre lang die Gesellschaft – Inbegriff der gesetzlichen Krankenkassen...)
Deshalb wünschte er der AOK Direktion Mühldorf-Altötting für ihre Zukunft weiterhin viel Erfolg, Beständigkeit und Gottes Segen.
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Landrat Huber überreichte Direktor Karlheinz Stangl das Glaswappen des Landkreises, das die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis symbolisieren soll.
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MdB Stephan Mayer gratulierte zum Jubiläum und erinnerte sich an den Zahnputzbecher, den er zur Einschulung erhalten hatte und auf dem die AOK forderte 3 Mal täglich die Zähne zu putzen. (Gelächter)
Obwohl er kein Gesundheitspolitiker ist, war Stephan Mayer sicher, dieser Politikbereich ist der Schwierigste im gesamten Spektrum. Da sie jeden Bürger persönlich betrifft reagieren viele sehr emotional. Er beneidet keinen Politiker, der sich in diesem Bereich engagiert: Lob bekommt man da nie.
Seit er im Bundestag ist, hat sich viel verändert. Von den damals über 1000 Krankenversicherungen sind noch 130 übrig geblieben. Und es werden immer weniger. Die AOK, also die Allgemeine Ortskrankenkasse ist weiter der Primus unter den gesetzlichen Krankenkassen. Und wie immer, ist der Primus der meisten Kritik ausgesetzt.
MdB Stephan Mayer lobte die AOK für ihre Ortsnähe und den hohen Standard der Gesundheitsversorgung. Die AOK unternimmt alles, die Gratwanderung zwischen der Wirtschaftlichkeit und einer menschlichen und bedarfsgerechten Versorgung zu schaffen. In den zurückliegenden Jahren ist das gelungen und so entstand in Deutschland mit das beste Gesundheitswesen auf dem gesamten Globus.
Trotzdem muß auch dieses Gesundheitswesen ständig reformiert werden. Die Diskussion wird auch so schnell nicht enden, sich aber immer an der Wohnortnähe und der hohen Versorgungsqualität orientieren. Bei allem wollen sie die Wirtschaftlichkeit nicht aus den Augen verlieren.
Wenn sich die Struktur der Krankenhäuser verändert, dient das auch der Verbesserung der Versorgung der Bürger, auch wenn diese das häufig so nicht verstehen.
MdB Stephan Mayer dankte Direktor Karlheinz Stangl für seine ständige Gesprächsbereitschaft. Er ist ein ehrlicher Makler zwischen den verschiedenen Interessen und immer gut für eine reelle Einschätzung der Gesamtsituation, die es ermöglicht, sich eine objektive Meinung zu bilden.
So gratulierte MdB Stephan Mayer sowohl der Direktion als auch den Mitarbeitern der AOK, die nicht selten schwierige Entscheidgungen zu treffen haben.
Er wünschte der AOK in den Landkreisen und auch in Bayern, daß sie weiter der Primus bleiben mögen und auch weiter für die Gesundheit der Bürger Verantwortung tragen mögen.
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100 Jahre kann niemand überblicken. So bewegen sie sich in historischen Dimensionen, meinte Dr. Helmut Platzer, Vorstandsvorsitzender der AOK in Bayern. 100 Jahre sind für ein Menschenleben viel. Von den heute Neugeborenen wird – glaubt man den Fachleuten – jeder fünfte diesen Geburtstag feiern können. Blickt man 100 Jahre zurück, findet man in dieser Zeit auch zwei Weltkriege mit allen ihren schrecklichen Folgen, die keine staatliche Institution so unbeschadet überstanden hat wie die AOK. Sogar nach dem Kriegsende 1945 als alles zusammengebrochen war, wurden Renten und Krankenkosten weiter bezahlt. Die Krankenkassen waren also ein stabilisierender Faktor. Das sind sie noch heute.
Er fragte sich, warum es fast 75 Jahre gedauert hat, bis sich die AOK das Label „AOK – Die Gesundheitskasse“ gegeben hat. Sie ist doch quasi die Urform eines Gesundheitsuntersützers.
Daß die Versicherten das auch so sehen, zeigt, daß die AOK, die früher als Basis-Kasse gegolten hat, auch die Marktbereinigung gut überstanden hat, die die Bundespolitik 1996 dem Markt befohlen hat. Die AOK hat sich, nach anfänglichen Problemen, gut behauptet und nimmt seit 2002 wieder kontinuierlich zu.
Dr. Helmut Platzer ging auf eine ganze Reihe Modalitäten im freien Markt der Krankenversicherungen ein und war stolz auf die AOK, die sich auch im freien Markt behaupten kann. Er riet trotz aller Konkurrenzangebote zur Gelassenheit. Die AOK wird alle möglicherweise billigeren Angebote durch Servicequalität und Präsenz in der Fläche ausgleichen können.
Die AOK ist eine 100-jährige Erfolgsgeschichte. Um so mehr, als heute wie schon 1914 mehr als 40% aller Versicherten samt ihren Familienmitgliedern bei der AOK versichert sind – jetzt sogar unter Wettbewerbsbedingungen.
Dieser Vertrauensbeweis über Generationen hinweg hat die AOK zum Marktführer gemacht, bei der schon immer die Sicherheit und Zuverlässigkeit ganz oben steht. Die Versicherten können sich darauf verlassen, daß ihre Fragen vor Ort geklärt werden. Ganz anders übrigens wie ein großer Marktbegleiter erst kürzlich verkündet hat, der auch noch gleich 3.000 Mitarbeiter entläßt.
Im Gegensatz dazu hat die AOK den Mut neue Wege zu gehen. Das betrifft sowohl den Einsatz neuer Therapien als auch das Versorgungsmanagement in Arztnetzen oder die hausarztorientierte Versorgung – lange bevor die Politik das gefordert hat. Auch bei der Prävention war die AOK der Konkurrenz immer weit voraus und ist heute unangefochtener Spitzenreiter. Viele weitere Erfolge basieren auf dem Kerngedanken der solidarischen Krankenversicherung.
Im weiteren betrachtete Dr. Platzer aktuelle Entwicklungen in der Gesundheitspolitik und deren Einfluß auf die Allgemeinen Ortskrankenkassen.
Er kritisierte die Bundesregierung, die die „schwarze Null“ im Haushalt nur dadurch geschafft hat, daß sie der Krankenversicherung zugesagte 2,5 Milliarden nun nicht auszahlt. Außerdem verstand er nicht, warum die sogenannte Demographieabgabe nur von den gesetzlich Versicherten bezahlt werden soll, von Angestellten, Beamten und Selbständigen aber nicht. „Gerecht“ kann man das nicht nennen. Zudem sollte mehr Geld für die Pflege ausgegeben werden, was zur besseren Akzeptanz der Pflegenden in der Gesellschaft führen würde.
Er war sicher, Gesundheitsreform ist immer und überall. Ein finales Stadium wird es nie geben. Deshalb gilt es, bei jeder Reform genau hinzuschauen und jede Preissteigerung genau auf ihren Nutzen hin zu betrachten. Bei allem muß die Qualität an erster Stelle stehen.
Er versprach, dem Landkreis erhalten zu bleiben und hoffte, daß das auch von Seiten der Landkreise so bleibt.
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Direktor Karlheinz Stangl hatte dann die schwierige Aufgabe als letzter Redner die Zeit bis zum Buffet zu überbrücken.... (Gelächter)
Er dankte allen Vorrednern und besonders seinen Vorgängern für die gute Zusammenarbeit in beiden Landkreisen.
Auf der Suche nach der Geschichte der AOKs in beiden Landkreisen fand er nicht sehr viel. Das meiste fiel wohl den Bombenangriffen im zweiten Weltkrieg zum Opfer. So beschränkte er sich auf das Wesentliche: 1881 beschloß die Reichsregierung unter Otto von Bismarck die Einführung einer Sozialversicherung. Diese entstand 1883 auf Grund der Reichs-Versicherungsordnung. Seit 1914 kam die Krankenversicherung dazu. Im Amtsblatt des königlichen Bezirksamts Altötting stand am 1. Januar 1914 zu lesen, daß die Krankenkasse „ins Leben getreten“ ist.
Damals gab es für Altötting und für Mühldorf je eine eigene AOK.
Mit einer Reihe Dokumenten beschrieb Karlheinz Stangl die Ereignisse während der Weltkriege. 1933 wurden die Krankenkassen Altötting, Mühldorf und Erding zwangsvereinigt. Der Sitz dieser Krankenkasse war zunächst in Erding, später in Mühldorf.
Im Juni 1951 beschloß der Kreistag in Erding den Austritt der Krankenkasse Erding aus diesem Verbund. Dieser Beschluß wurde aber erst 1962 vollzogen. So blieb die AOK Altötting-Mühldorf übrig.
Steigende Kundenzahlen seither machten in Altötting, in Mühldorf, in Burghausen und in Waldkraiburg Neubauten nötig.
So entwickelte sich die Zahl der Mitglieder seit 1949, wo der Knick das Ausscheiden der AOK in Erding zeigt. Heute versichert die AOK in beiden Landkreisen gut 105.000 Bürger.
Und mit Josef Federer kam sogar ein sehr erfolgreicher Bürgermeister aus den Reihen der AOK.
Seit 1989 setzt die AOK den Fokus auf die Prävention und begann bereits in Kindergärten auf Zahngesundheit zu drängen. Dabei halfen prominente Leute wie Thomas Gottschalk oder Fritz Egner.
Als 1988 die Gesundheitskassenbewegung begann, änderte sich die Ausrichtung der AOK gänzlich. Heute ist die Marke „AOK – Die Gesundheitskasse“ bekannter als manch anderer Name. Damals entstand das AOK-Brot und die AOK-Wurst, die es lange gegeben hat.
Der dritte Geburtstag war 1995 als sich 39 selbständige AOKs in Bayern zur AOK Bayern zusammengeschlossen haben.
Wie schon Dr. Platzer betonte, bekräftigte auch Karlheinz Stangl die Absicht, hier zu bleiben. Und zwar mit dem Firmensitz und mit allen handelnden Personen.
Abschließend kritisierte Karlheinz Stangl den beabsichtigen Bürgerentscheid um den Erhalt des Krankenhauses in Burghausen. In solchen Dingen sollte man den Bürger fragen, ob er bereit ist, die hohen Kosten für die wohnortnahe Versorgung zu bezahlen. Damit müßte jeder Bürger erkennen, daß Qualität kostet und er das zu bezahlen hat. Dann würde sicher eine rationale Entscheidung fallen.
Damit schloß Karlheinz Stangl den Festakt und lud die Gäste zur gemeinsamen Feier zum Buffet ein, das inzwischen im Vorraum aufgebaut worden war.
Der Bayerische Umweltpreis für "Büffel statt Bagger" der Kreisgruppe Mühldorf des BUND Naturschutz 8:35
Ins Gasthaus nach Jettenbach Bahnhof hatte die Kreisgruppe des Bund Naturschutz eingeladen um die unerwartete Auszeichnung zu feiern. Neben Mitgliedern der Kreisgruppe konnte Vorstand Gerd Ruchlinski auch Waldkraiburgs zweiten Bürgermeister Richard Fischer begrüßen, Altbürgermeister Siegfried Klika, Stadtmarketingchefin Laura Pauli und die Grafen Hans-Veit und Ignaz zu Toerring-Jettenbach. Dazu Nachbarn und Kooperationspartner. Dazu Jettenbachs dritter Bürgermeister Walter Steiglechner und Maria Rabenbauer von der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes.
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Sie hätten noch nie etwas gewonnen, und dann gleich den bayerischen Umweltpreis, freute sich Gerd Ruchlinski – so spielt das Leben halt!
Als sie sich fragten, warum sie bedacht wurden, fanden sie zwei Gründe: Erstens ist ihr Projekt tatsächlich eine tolle Sache und zweitens haben sie einen schlagkräftigen Titel: „Büffel statt Bagger!“
Die Gemeinde Jettenbach ist nach anfänglicher Skepsis jetzt ganz begeistert von dem Projekt. Sein besonderer Dank galt den Grafen Has-Veit und Ignaz zu Toerring-Jettenbach, die den Grund zur Verfügung gestellt haben, auf dem die Büffel nun weiden können.
Gerd Ruchlinski dankte der Waldkraiburger Zeidler-Stiftung, die sich schon häufig für Naturschutzprojekte eingesetzt hat sowie Andreas Bentlage und Bettina Rolle von der Firma Barnhouse, die damals das Geld für die Anschaffung der Wasserbüffel gestiftet hatten.
Er erinnerte daran, daß er zu Zeiten als Siegfried Klika noch Bürgermeister war, er so angeregt hatte, das Projekt für den Wettbewerb anzumelden. Da er sehr beschäftigt war, hat er das Anliegen an Laura Pauli weitergeleitet, die sie dann auch angemeldet hat.
Gerd Ruchlinski dankte allen Mitarbeitern, Kooperationspartnern und besonders den Mitgliedern der Kreisgruppe Mühldorf des Bund Naturschutz, die sich sehr um die Natur verdient gemacht haben.
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Graf Hans-Veit zu Toerring-Jettenbach erinnerte sich an die Anfänge: Damals waren alle mißtrauisch und wußten nicht, was aus der Verlegung und Umleitung des Baches herauskommen würde. Jetzt sind sie mit dem Ergebnis zufrieden und Jettenbach kann stolz sein auf dieses wunderbare Projekt.
Zweiter Bürgermeister Richard Fischer gratulierte im Namen der Stadt Waldkraiburg zur Auszeichnung. Waldkraiburg hat ja einen besonderen Bezug zur Natur. So entspricht das Projekt „Büffel statt Bagger“ den Zielen der Stadtentwicklung.
Daß sie für den Preis ausgewählt wurden ist sicher ein Verdienst der konsequenten Arbeit über viele Jahre hinweg...
Stadtmarketing-Geschäftsführerin Laura Pauli war sofort von dem Projekt fasziniert und hat es auch gleich angemeldet. Der Preis würdigt das Engagement aller Beteiligten und macht die Bürger des Landkreises und der Stadt Waldkraiburg stolz auf das Erreichte. Damit gratulierte sie zur Auszeichnung.
Maria Rabenbauer überbrachte die Glückwünsche von Landrat Georg Huber und erachtete das Projekt als spannend, das sie seit 8 Jahren begleiten durfte.
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Neben der Urkunde erhielt die Kreisgruppe des Bund Naturschutz 10.000 Euro, von denen 7.500 Euro wieder in Projekte investiert werden. Der Rest fließt dem Verein zu.
So bat Gerd Ruchlinski die Gäste auf den Preis anzustoßen.
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Dr. Andreas Zahn – sellvertretender Vorstand der Kreisgruppe Mühldorf des Bund Naturschutz erläuterte das Projekt „Büffel statt Bagger“.
Seit 1996 das ehemalige Niedermoor durch Beweidung gepflegt wird, waren zunächst Galloways, Pinzgauer und Fleckvieh-Rinder dort eingesetzt worden. Seit 2011 sind es nun Wasserbüffel.
Begonnen hat alles mit der Entscheidung von Graf Hans-Veit von Toerring, der den ganzen nassen Talraum dem Naturschutz überlassen wollte.
Hätte man nichts gemacht, wäre der Talraum zugewachsen. Die Entscheidung, was tun, war nicht einfach. So entschied man sich für die Beweidung. Diese bietet die Möglichkeit auch Ast-Inseln liegen zu lassen, die wieder Lebensraum für Kleintiere sind.
Bevor Rinder kommen konnten, mußte erst ein Zaun errichtet werden. Das erledigte Thomas Schierlitz, der auch gleich noch seine Galloway-Rinder brachte.
Das Ergebnis für Landschaft und Lebensraum war überzeugend. Die Zahl der Pflanzenarten stieg wieder an, wie die Graphik zeigt. Und auch die Zahl der Insekten und damit der Vögel nahm zu.
Unterstützung fanden sie bei bayerischen Naturschutzfonds und bei der Zeidler-Stiftung.
Ein Problem war damit aber nicht behoben: Die Gelbbauchunke fand kaum mehr Lebensraum. Diese unpraktische Art benötigt ständig besonntes offenes Gewässer. Das würde bedeuten, alle zwei Jahre mit Baggern die Tümpel wieder frei zu legen.
Das erledigen jetzt die Wasserbüffel, die in die Tümpel rein gehen, sich darin suhlen und sie so offen halten. Die Idee war zwar gut, es fehlte aber das Geld. Das spendeten Bettina Rolle und die Firma Barnhouse und Bauer Rene Sonderhauser, der sie in seinem Stall unterstellte.
Die Büffel, die ursprünglich in Rumänien beheimatet sind, kamen dann aus Ostdeutschland in Jettenbach an. Sowohl die Jettenbacher als auch die Rinder interessierten sich sehr für die Neuankömmlinge.
Die Büffel nahmen sofort ihre Arbeit auf und sorgten so dafür, daß die Population der Gelbbauchunken wieder anstieg.
Auch wenn es noch einige Hindernisse gab, zeigte sich bald, daß beide nebeneinander existieren können. Seither stehen die Wasserbüffel im Sommer auf der Weide und im Winter bei Landwirt Reißaus in Oberneukirchen in einem warmen Unterstand.
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Gerd Ruchlinski schließlich berichtete von der Fahrt nach Nürnberg, wo sie aus der Hand von Finanzminister Markus Söder den Preis in Empfang nehmen durften. Er begann mit dem Bild des Schecks mit dem Preisgeld.
Da sie die Preisverleihung zum Anlaß für einen Ausflug nahmen, waren sie mit einer 10-köpfigen Gruppe nach Nürnberg gefahren und haben sich dort einen schönen Abend gegönnt.
Von der Würdigung von Staatsminister Markus Söder hatten sie einen kurzes Video.
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Sie zeigten einen Ausschnitt von der Verleihung des Preises durch Bayerns Finanz- und Heimatminister Markus Söder, der die Verleihungsurkunde verlas und den Preis an Gerd Ruchlinski, Dr. Andreas Zahn, Bettina Rolle und Graf Hans-Veit zu Toerring-Jettenbach verlieh.
(O-Ton)
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Damit wollte Gerd Ruchlinski die Feierstunde schließen. Das ließen seine Vorstandsmitglieder nicht zu und überreichten ihm ein Geschenk zu seinem runden Geburtstag, den er vor wenigen Tagen gefeiert hatte. Sie verbanden dies mit herzlichem Dank für alles, was er in vielen Jahren als Vorsitzender geleistet hat.
Dr. Andreas Zahn hatte seine Laudatio in eine Banderole verfaßt und verlas die Glückwünsche.
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Während sich die Gäste dem gemütlichen Beisammensein widmeten, suchten wir die Wasserbüffel, die auf der Weide schon kaum etwas finden und in der Hoffnung auf Futter gleich zum Zaun kamen. Sie mußten diese Hungerkur erdulden, weil die Kreisgruppe des Bund Naturschutz sie noch den Gäste präsentieren wollte bevor sie in ihre Winterunterkunft abtransportiert werden.
Der bundesweite Vorlesetag auch im Landkreis Mühldorf 7:45
Schon am frühen morgen las MdL Dr. Martin Huber las gerade in der neuen Leseecke in der Pausenhalle der Grundschule an der Graslitzer Straße in Waldkraiburg einigen Kindern vor. Er war einer von über 80.000 Prominenten, die an diesem bundesweiten Vorlesetag Kindern das Lesen näher brachten. Angestoßen wird diese Initiative von der Wochenzeitung „Die Zeit“, von der „Stiftung Lesen“ und der „Deutsche Bahn Stiftung“.
Herr Dr. Huber, der bundesweite Vorlesetag soll Kinder ans Lesen heranführen, ihnen die Freude am Zuhörern vermitteln und auch ein bißchen das Wissen, das in Büchern konserviert ist. (O-Ton Martin)
Ohne Lesen zu können, kann man sich in unserer Gesellschaft kaum zurecht finden. (O-Ton)
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Bundestagsabgeordneter Ewald Schurer kam extra aus Ebersberg nach Waldkraiburg um der Klasse 3c der selben Schule die Geschichte von Henriette Findelschwein vorzulesen.
Er dachte, in der Schule geht es meistens um wichtige Dinge und dadurch eher ernst, da wollte er den Kindern etwas Lustiges vorlesen.
Die ohnehin humorvolle Geschichte illustrieren zahlreiche Zeichnungen, die MdB Ewald Schurer den Kindern zeigte. Zudem kommentierte er die Geschichte und umrahmte sie mit Gestik und Geräuschen.
Die Kinder hörten aufmerksam zu und genossen das Zuhören.
MdB Ewald Schurer zeigte den Kindern auch andere Publikationen und erklärte ihnen seine Vorliebe fürs Bergwandern, der er aber auf Grund seiner Tätigkeit nur selten nachgehen kann.
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Herr Schurer, Sie beteiligen sich am bundesweiten Vorlesetag. (O-Ton)
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Am Nachmittag trafen wir Karl-Heinz Buchner, Mitglied der Direktion der AOK Altötting-Mühldorf im AWO Kinderhort in Mühldorf. Die AOK ist Partner der bundesweiten Initiative und so sein Engagement Teil der Initiative. Er hatte Sitzkissen und kleine Geschenke dabei, die es den Kindern angenehm machen.
Aufmerksam hörten die Hortkinder zu, die vormittags die Grundschule besuchen und am Nachmittag im AWO Kinderhort Hausaufgaben machen bis ihre Eltern sie abholen.
Herr Buchner, wenn durch den Vorlesetag die Kinder vom Bildschirm weggelockt werden, erleben sie hier, wie schön das Zuhören ist. (O-Ton)
Es ist also auch Gesundheitsvorsorge und damit im Interesse der AOK. (O-Ton)
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Also Kinder, öfter mal den Fernseher ausschalten und wieder ein Buch zur Hand nehmen. Und – liebe Eltern, schalten sie das Kino im Kopf Ihrer Kinder ein und lesen ihnen mal wieder aus einem Buch vor...
Der Abschluß der 6. Geschichtstage: Es war ein Leuchtturmprojekt 12:45
Die Mühldorfer Saitenmusik begrüßte die Gäste im Saal des „Mei Wirt“ in Rattenkirchen zur Abschlußveranstaltung der 6. Geschichtstage.
Unter den Gäste waren neben den Geschichtsforschern der gastgebende Rattenkirchner Bürgermeister Reinhard Greilmeier, eine Reihe Bürgermeister aus dem ganzen Landkreis, Landrat Georg Huber, Bezirksrätin Claudia Hausberger etwas später Staatsminister Dr. Marcel Huber. Und natürlich der Schirmherr der Geschichtstage, MdB Stephan Mayer. Vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge war der Oberbayern-Geschäftsführer gekommen, Jörg Raab.
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Rattenkirchens Bürgermeister Reinhard Greilmeier hatte es als Ehre empfunden, die Abschlußveranstaltung der Geschichtstage in seiner Gemeinde zu haben und nicht in einer der Städte.
Von den Großeltern und Eltern weiß man viel über den zweiten Weltkrieg. Vom ersten Weltkrieg ist dagegen nur mehr wenig bekannt. Dabei sind damals allein aus der kleinen Gemeinde Rattenkirchen 169 junge Männer in den Krieg gezogen und 27 nicht mehr zurückgekehrt.
Daraus kann man das Leid ablesen, das damals über die Bevölkerung gekommen ist und wie wichtig es ist, den Frieden zu bewahren und für die Einhaltung der Menschenrechte zu kämpfen.
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Die Mühldorfer Saitenmusik sorgte für Kurzweil.
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Landrat Georg Huber dankte Bürgermeister Reinhard Greilmeier für die Gastfreundschaft. Der Veranstaltungsort zeigt den Zusammenhalt im Landkreis, sobald es um die Pflege der gemeinsamen Kultur und Geschichte geht.
Sein Dank galt auch den Mitgliedern des Forums Heimatforschung, die zusammen so erfolgreiche Geschichtstage gestaltet haben.
Da er selbst wenig Gelegenheit hatte, an den Veranstaltungen teilzunehmen, hörte er doch von allen Seiten nur Positives.
Eine Veranstaltungsreihe wie die Geschichtstage im Landkreis Mühldorf, die sich mit dem Leben in der Heimat während des ersten Weltkrieges beschäftigt hat, gab es seines Wissens in ganz Bayern nicht. Hier wurde Außergewöhnliches geleistet.
Sich zu erinnern, Verantwortung für sich und andere tragen, Frieden leben und sich für ihn einsetzen sind drei wesentliche Erkenntnisse aus den Geschichtstagen.
Um das auch nach dem Ende der Geschichtstage zu leben, helfen neben der Ausstellung im Kreismuseum auch zahlreiche weitere Veranstaltungen in den folgenden Tagen. Allerdings müssen alle daran mitarbeiten und sich bewußt machen, daß Frieden nichts Selbstverständliches ist.
Die Geschichtstage haben an lokalen Beispielen ein Bild davon vermittelt, wie es ist, wenn der Frieden verloren gegangen ist.
Auch wenn der erste Weltkrieg inzwischen 100 Jahre zurück liegt, hat er doch nichts an seiner Aktualität verloren. Das hat die Zeitschrift „Der Spiegel“ erforscht und diesen Krieg als Ausgangspunkt für viele heutige Konflikte ausgemacht. Die USA als Weltmacht und Weltpolizei, das Scheitern der Friedensbemühungen im Nahen Osten oder die Vielvölkerproblematik auf dem Balkan – alles Folgen des ersten Weltkrieges.
Gerade weil der bewaffnete Konflikt in der Ost-Ukraine immer stärker nach Europa drückt, gilt es den Frieden zu schützen. (O-Ton Frieden ist zerbrechlich... verbunden mit intensiver Friedensarbeit)
Diese Friedensarbeit ist die Aufgabe jeden Bürgers in Deutschland, in Bayern und im Landkreis Mühldorf. (O-Ton Es gilt, jede Bewegung, die den Frieden gefährdet im Keim zu ersticken... vertrauensvollen Miteinander.)
Dafür nötig ist die Aufarbeitung der eigenen Geschichte, wie es die Geschichtstage getan haben.
Landrat Huber forderte diese Arbeit auch fortzusetzen, wenn keine Geschichtstage dazu auffordern. Es gibt genug Themen im Landkreis, die mahnen und helfen, Flüchtlingswellen wie derzeit zu verhindern. Und wenn schon Flüchtlinge kommen, müssen sie aufgenommen werden. So wie nach dem zweiten Weltkrieg die Flüchtlinge aufgenommen wurden.
Landrat Georg Huber dankte allen, die sich für die Geschichtstage engagiert haben, allen Unterstützern und Sponsoren und den Mitgliedern des Kreistages. Besonderer Dank galt den Mitgleidern des Forums Heimatforschung, ohne deren Zutun die Geschichtstage nicht durchzuführen gewesen wären und auch allen Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Erinnerungsstücke zur Verfügung gestellt hatten. Dank galt auch Museumsleiterin Dr. Susanne Abel und ihrem Team, die hier viel Arbeit investiert haben.
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Nach einem weiteren Musikstück freute sich Schirmherr MdB Stephan Mayer über den Veranstaltungsort, der zeigt, daß der erste Weltkrieg auch nicht das kleinste Dorf ausnahm. Er dankte sehr für die Ehre, Schirmherr der Geschichtstage gewesen zu sein – ohnehin eine leichte Aufgabe.
Auf die rhetorische Frage, was von den Geschichtstagen bleiben wird, war er sicher, daß einerseits das Bewußtsein um die eigene Herkunft eine bessere Grundlage für die Gestaltung der Zukunft schafft und daß man sich andererseits seiner eigenen Verantwortung für den Frieden bewußt wird.
Die Geschichtstage haben das Interesse an der eigenen Geschichte gestärkt. Er hatte gehört, daß allein der Aufruf, Ausstellungsstücke beizusteuern, so viele zu Hause ihre Wertsachen durchzustöbern ließ und sie so viel beigetragen haben. Die Geschichtstage haben also dazu animiert, selbst weiter zu forschen. Er war sicher, das wird nicht enden, auch wenn die Geschichtstage nun zu Ende sind.
Für diesen positiven Effekt dankte er Dr. Susanne Abel herzlich, die die treibenden Kraft hinter den Geschichtstagen ist. Sein Dank galt auch allen ehrenamtlichen Geschichtsforschern im Landkreis.
MdB Stephan Mayer war sicher, Deutschland hat aus seiner Vergangenheit gelernt. Heute ist Deutschland ein höchst geachtetes Mitglied der Völkergemeinschaft und wird auch der daraus resultierenden Verantwortung gerecht. Das ist nicht immer einfach und manchmal auch verlustreich. Trotzdem können wir stolz auf unsere Soldaten sein, die überall in der Welt für Frieden sorgen.
Jetzt die Verfolgten aus aller Welt aufzunehmen ist unsere Verpflichtung. Dazu muß ein gesellschaftlicher Konsens sorgen, der durch teils unpopuläre Entscheidungen der Bundesregierung unterstützt werden wird.
So dankte MdB Stephan Mayer Jörg Raab und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für die besondere Arbeit. Er war überzeugt, jeder Euro für den Volksbund ist bestens angelegtes Geld.
Sie leisten hervorragende Arbeit.
Schließlich betonte MdB Stephan Mayer die große Bedeutung der europäischen Einigung, die geholfen hat, Zwist oder gar Kriege in Europa zu überwinden.
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Nach einem weiteren Musikstück würdigte der Geschäftsführer für Oberbayern des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge – Jörg Raab - das Engagement der Geschichts- und Heimatforscher im Landkreis für einen Krieg, der 100 Jahre zurück liegt und von dem die Zeitzeugen längst verstorben sind. Geblieben sind nur noch die Zeitzeugnisse.
Wenn nun die Geschichtsforscher nach monatelanger Vorbereitung an diese Zeit erinnert haben, haben sie damit etwas geschaffen, was weit in die Zukunft wirkt.
Besonders rund um Verdun kann man die Spuren einer 300tägigen, modernen, vollkommen technisierten Schlacht noch heute sehen. Damals zählte das Individuum nichts, nur organisatorische und technische Leistung war gefragt. Die Folgen davon zeigen die Sterbebilder im schwarzen Raum des Kreismuseums, wo die Sterbebilder eindringlich darstellen, daß damals alles eingesetzt wurde, um den Tod zu bringen: Flammenwerfer, verseuchtes Wasser, vergiftete Luft und emporgeschleuderte Erde begrub alles unter sich. Von den 1,4 Millionen Soldaten kamen 200.000 nicht zurück – jeder siebte.
Kriegerdenkmäler im ganzen Landkreis zeugen noch heute davon, daß aus dem Landkreis Mühldorf 2.000 junge Männer nicht zurück gekommen sind. Manche Pfarreien haben jeden 3. andere sogar jeden 2. jungen Mann verloren. Keiner von ihnen ist vergessen. Sie alle ruhen auf 188 Kriegsgräberfeldern in 34 Ländern.
Zusammen mit den Friedhöfen für die Opfer des zweiten Weltkriegs unterhält der Volksbund 832 Kriegsgräberstätten. Sie alle sind zugleich Maßstab individuellen und politischen Handelns. So ermöglicht der Volksbund alljährlich jungen Leuten auf Kriegsgräberstätten mit leichter Arbeit sich Gedanken zu machen über die Geschichte und ihre Folgen.
Da MdB Stephan Mayer seit 10 Jahren Mitglied des Volksbundes deutscher Kriegsgräberfürsorge ist, überreichte er ihm zusammen mit Kreisvorsitzendem Landrat Georg Huber eine Anerkennungsurkunde.
Nachdem er die schrecklichen Folgen beider Weltkriege beschrieben hatte, die Ideologien und die Folgen, die noch heute zu erleben sind, begründete Jörg Raab das Engagement des Volksbundes beim Leuchtturmprojekt „6. Geschichtstage im Landkreis Mühldorf“ und dankte den vielen Beteiligten an der Vorbereitung.
Er warnte vor Strömungen, die Folgen der Weltkriege zu ignorieren und wieder in eine Welt von Kriegen und Auseinandersetzungen zurück zu fallen. Würde das geschehen, wären all die Soldaten umsonst gestorben.
Für ihre großartige Arbeit dankte Jörg Raab Dr. Susanne Abel mit einem Bild einer Kapelle bei Verdun.
Er empfahl den Zuhörern die Austellungen im Kreismuseum, die noch zwei Jahre bestehen bleiben wird.
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Eine Dokumentation zeigte die Jugendarbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Beispiel von fünf jungen Leuten aus dem nördlichen Landkreis, die Anfang August den Soldatenfriedhof in Costermano nahe des Gardasees gepflegt haben.
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Ernst Müller begeleitete sich selbst auf der Drehorgel zu einem Lied aus der Zeit des zweiten Weltkrieges, das im Archiv der Gemeinde Rattenkirchen gefunden wurde.
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Geschichtstage-Organisatorin und Museumsleiterin Dr. Susanne Abel schließlich dankte allen Ehrenamtlichen, die in 100ten Stunden Arbeit die zahlreichen Veranstaltungen vorbereitet und durchgeführt haben. Dank galt auch den Sponsoren und Unterstützern, die eine so umfangreiche Reihe von Veranstaltungen erst möglich gemacht haben.
Sie bat Mitglieder des Forums Heimatforschung, Bilder von den Veranstaltungen zu zeigen und ihre Eindrücke darzustellen.
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Die Damen und Herren blickten zurück auf die zahlreichen Veranstaltungen der zurückliegenden 11 Tage.
Dr. Susanne Abel selbst berichtete von der Eröffnung einer Ausstellung in Taufkirchen an der – wie meistens – bis kurz vor der Eröffnung noch gearbeitet wurde. Dann kamen viele Besucher aller Generationen in die Mehrzweckhalle. Genau das war das Ziel der Geschichtstage: Die gesamte Bevölkerung einbinden und so den Nachwuchs sichern. Dazu lud sie alle Zuhörer ein, dankte allen für den zahlreichen Besuch der Veranstaltungen und bat, auch an der Vorbereitung der nächsten Geschichtstage wieder so aktiv teilzunehmen.
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Ernst Müller schloß die Veranstaltung und damit die sechsten Geschichtstage mit dem zweiten Teil des Rattenkirchener Liedes ab.
Die Dokumentation zu den Geschichtstagen: "Kriegsgräber - Mahnmale für den Frieden" 14:50
Das deutsche Kaiserreich Anfang des 20. Jahrhunderts fühlte sich stark und gut gerüstet. Der Bündnisfall mit dem tödlichen Attentat auf den österreichischen Thronfolger war 1914 ein geradezu willkommener Anlaß in den Krieg zu ziehen.
Die Bilder zeigen jubelnde Soldaten auf ihrem Weg an die Front. Es schien, als dachte niemand an die Folgen, an Verwundung, Leid und Tod.
An Zerstörung und Vernichtung.
An die Veränderungen in den Gesellschaften aller Länder Europas und sogar der Landschaft.
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Die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Folgen des ersten Weltkriegs ebneten in Deutschland politischen Kräften den Weg, die das alles überwinden; und Deutschland zu alter Stärke und noch höher führen wollten – den Nationalsozialisten.
Sie versuchten ihre Ziele mit den selben Mitteln zu erreichen und stürzten Europa in den zweiten Weltkrieg. Mit noch verheerenderen Folgen.
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Nach beispiellosem Aufbau seit dem Ende des zweiten Weltkrieges ist in Europa eine Gemeinschaft von Ländern entstanden. Europa hat seither die längste Friedensperiode der Geschichte erlebt.
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Diesen Frieden zu erhalten und an die Schrecken des Krieges zu erinnern haben die Länder schon nach dem ersten Weltkrieg Soldatenfriedhöfe angelegt und manche seither über 90 Jahre gepflegt. Auf diesem Soldatenfriedhof in Costermano nahe des Gardasees liegen Gefallene des zweiten Weltkrieges begraben.
(O-Ton Vorstellung des Friedhofs durch H. Mauro)
Um das Andenken und das Bewußtsein um die Gräuel von Kriegen in der Bevölkerung zu erhalten beteiligen sich alljährlich Jugendliche an der Pflege dieser Friedhöfe. Anfang August nahmen fünf Jugendliche aus dem nördlichen Landkreis an einem zweiwöchigen „Workcamp“ in Costermano teil.
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(O-Töne Jugendliche – Erklärung, was sie hier machen und was sie bewegt, das zu machen. )
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Seit Jahren gelingt es dem Kreisverband Mühldorf des Volksbundes Deutsche Kriegsgräber Jugendliche in Workcamps zu entsenden. Dazu wurde vor Jahren das „Mühldorfer Modell“ erdacht.
(O-Ton H. Gebler – Organisation der Maßnahme – mit sehr kurzer Vorstellung des „Mühldorfer Modells“ – Gespräch in Brixen – Bilder von der Entsendung im Kreismuseum)
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Betreut werden die Workcamps vom Volksbund Deutsche Kriegsgräber mit Unterstützung der Bundeswehr.
(O-Ton H. Müller)
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Die 100. Wiederkehr des Ausbruchs des ersten Weltkriegs, den die Geschichtsschreibung als die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ sieht, ist auch für das Kreismuseum Mühldorf und zahlreiche Heimat- und Geschichtsforscher Anlaß, sich mit dieser Zeit intensiv auseinander zu setzen.
Sie betrachten dabei nicht vorrangig die Ereignisse an den Kriegsschauplätzen sondern die Auswirkungen auf die Menschen im Landkreis und die Spuren, die der Krieg in der Wahrnehmung und im Gedächtnis der Landkreisbürger hinterlassen hat.
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(O-Ton Gebler – Warum arbeiten Sie mit an der Vorbereitung der Geschichtstage....)
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Der „Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge“ betreut europaweit Soldatenfriedhöfe (Landkarte mit eingzeichneten Friedhöfen)
Dazu gehört auch dieser Friedhof in Brixen in Südtirol auf dem fast 2.300 Gefallene beider Weltkriege und Kriegsgefangene begraben wurden.
(O-Ton Medele)
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(O-Ton Jörg Raab über den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.)
Die Narrengilde Kraiburg präsentiert Prinzessin Monika I. und Prinz Michael IV. 6:10
Den ganzen Abend lang hatte die Narrengilde im Gasthaus Sahlstorfer in Taufkirchen ihre Garden für den kommenden Fasching vorgestellt.
Dabei ging es laut und bunt zu wie unsere Aufnahmen zeigen für die wir Christian Hauspergers Gattin herzlich danken.
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„Aufgeblüht – Wunder entstehen“ – unter diesem Motto stellt die Narrengilde den Fasching 2015. Darauf bereiten sich so viele Garden vor wie nie zuvor.
Hier Bilder der Teenie-Marschgarde für den Fasching 2015.
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Sie kamen nach einer kurzen Pause zurück mit ihrem Showtanz.
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Zu später Stunde stellte Zweiter Vorstand Fritz Thumser das Prinzenpaar für den Fasching 2015 vor: (O-Ton)
Das Vorjahresprinzenpaar Tanja und Peter übergab das Amt symbolisch an ihre Nachfolger.
Nachdem alle Fotografen zufrieden waren, verkündeten Monika I. und Michael IV.: (O-Ton)
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Dem war nicht viel hinzuzufügen, so ließen sie sie hochleben.
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(O-Ton Prinz und Prinzessin)
Sie sind ja „Narrengilde-mäßig“ vorbelastet und haben so keinen Respekt vor dem Aufwand, der auf Sie zukommt. (O-Ton)
Und das Tanzen ist auch kein Problem? (O-Ton)
Dann sehen wir uns im Fasching wieder.
Kindertheater am Kulturschupp'n: Der gestiefelte Kater 8:20
Viele Kinder, ihre Eltern, Omis und Opis und Stadtrat Thomas Enzinger kamen zur Premiere des neuen Vorweihnachtsstücks ins kleine Theater des Kulturschupp’n an der Mühlenstraße.
Nachdem Kulturschupp’n-Vorsitzende Magdalena Eckmans die Premierengäste begrüßt hatte gings los.
Musikalisch begleitete Christopher Luber, der selbst für Licht und Ton verantwortlich zeichnet, die Schauspieler auf die kleine Bühne, die Hermann Lammers und Gottfried Sieber variantenreich gestaltet haben.
Das Märchen vom gestiefelten Kater haben die Gebrüder Grimm in ihrer Sammlung von Kinder- und Hausmärchen erstmals 1812 veröffentlicht. Wilhelm Grimm hatte es mündlich von Jeannette Hassenpflug überliefert bekommen, einer Tochter einer französisch-sprachigen Hugenottenfamilie.
Allerdings gab es schon im 17. Jahrhundert eine deutsche Übersetzung der französischen Version dieses Märchens. Es ist also ein wirklich alter Stoff, den sich der Kulturschupp’n da vorgenommen hat.
Spätestens seit dem – 2011 erschienenen – Kinofilm erinnerte man sich wieder an das Märchen vom gestiefelten Kater. Nun haben sich Christopher Luber und seine Lebensgefährtin Sylvia Menzel die Mühe gemacht, es umzuschreiben, an die Theaterbühne des Kulturschupp’n anzupassen, zu ergänzen und zu modernisieren. Und auch ein bißchen ins Skurrile zu ziehen.
Erst tauchen zwei Zweilichtige auf, die den Kindern unter den Zuschauern allerlei Wunder ankündigen und nutzloses Zeugs andrehen wollen.
Dann endlich kommt der Müllerssohn zum Vorschein, der nach dem Tod seines Vaters nur einen Kater geerbt hatte, seine Brüder aber die Mühle und ein Pony.
Der Müllerssohn ist unzufrieden mit seiner Erbschaft und weiß nicht, was er mit dem Kater anstellen soll.
Als ihm die beiden Gauner den Kater abluchsen wollen wehrt sich der Kater, der plötzlich sprechen kann. Der Kater – der bezeichnender Weise „Mikesch“ heißt - überredet den Müllerssohn, ihm für sein letztes Geld beim Schuster Stiefel machen zu lassen.
Der Müllerssohn, den der Kater eigentlich schon immer herumkomandiert hat, geht darauf ein und ergibt sich in sein Schicksal.
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Zur selben Zeit klagt im Schloß die Königin über ihre mißratene Tochter, der König weiß nicht mehr, wie raffiniert er sich seine Rebhühner noch zubereiten lassen soll und der Tochter ist keiner der zahlreichen Prinzen gut genug.
Als ein Prinz von weit hinter dem Nordpol kommt und dem König die Weltherrschaft verspricht will dieser schon seine Tochter vermählen. Der Prinz hatte ihm schließlich jede Menge Rebhühner versprochen.
Auch diesen Prinzen will Prinzessin Coco nicht. Lieber will sie eine Frosch heiraten..
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Als der Schuster die Stiefel bringt, lernt der Kater langsam aufrecht zu stehen und zu laufen und rennt sofort hinaus in die Welt. Er braucht noch einen Sack um damit das Glück zu fangen.
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Die Königsfamilie sitzt wieder einmal zu Tisch. Dem Gelächter weicht Entsetzen, als sich der entsetzlich aussehende gestiefelte Kater als Abgesandter seines Grafen „Boris, Freiherr von und zu Ofenbank“ vorstellt und gleich in einem Sack Rebhühner für den König dabei hat. Sofort hat er die Sympathie und das Vertrauen des Königs.
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Nach dem ausgedehnten Rebhuhn-Mahl begeben sich König und Prinzessin auf eine Rundfahrt. Dort treffen sie in einem See den Müllerssohn beim Baden.
Der schlaue Kater hatte ihm die Kleidung geklaut und vorher allen Menschen entlang des Weges eingebleut, sie sollten auf die Fragen des Königs antworten, das alles gehört dem Grafen von Ofenbank.
Als der König mit seiner Tochter auf seiner Tour am See vorbeikommt, sieht die Prinzessin den Müllerssohn im Adamskostüm und sorgt dafür, daß der König ihm eigene Kleider bringen läßt.
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Die Prinzessin hat sich in den Müllerssohn verliebt. Sie nehmen ihn mit auf ihre Rundreise.
Nun fehlt dem Prinzen nur noch ein Schloß.
Das holen sie sich vom bösen Zauberer, dem auch die Ländereien gehören.
Mutig gelingt es dem Kater, ins Schloß des Zauberers einzudringen. Als der ihn erwischt, kann ihn der Kater überreden, seine große Kunst dadurch zu beweisen, sich in eine Maus zu verwandeln. Die zu beseitigen ist natürlich für einen Kater kein Problem.
So ist er den Zauberer los und im Besitz eines Schlosses.
König, Königin und Prinzessin sind begeistert von dem Schloß und stimmen der Hochzeit zu.
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Schließlich zieht Kater Mikesch das Fazit aus der Geschichte und prangert die Ungerechtigkeit in der Gesellschaft an: Besonders die Lethargie, die manchmal um sich greift und die man nur überwinden kann, wenn einem jemand einen Tritt in den Hintern versetzt. Nur dazu brauchte der Kater die Stiefel....
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Die Theaterbesucher dankten den Schauspielern mit lang anhaltendem Applaus. Und Bianca Schamper, die den Kater überzeugend gegeben hatte, mußte sich mit zahlreichen Kindern fotografieren lassen.
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Christopher, Grimms Märchen seinen zur Zeit wieder modern zu sein. Was hat Euch bewogen, dieses alte Märchen umzusetzen. (O-Ton)
Ihr habt es modernisiert. (O-Ton)
Der Kulturschupp’n spielt „Der gestiefelte Kater“ noch drei Mal: Am 7. 14. Und 26. Dezember jeweils um 15 Uhr im Theater an der Mühlenstraße in Mühldorf.

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