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Josef J. Pöllmann
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Das gab's 2016 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir in KW 24/2016 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
127 Die Europamedaille der EVP-Fraktion im Europaparlament für Stv. Landrat Alfred Lantenhammer und Dr. Michael Stumpf 9:40 24 16.06.16
Mitglieder der Krieger- und Soldatenkameradschaften in den Landkreisen Mühldorf und Landshut, vom Reservisten- und Bürgerverein in Kirchdorf an der Amper, vom „Bayerischen Soldatenbund 1874 in Landsberg und Umgebung“ und die Musiker von „Mia san’s“ aus Kirchheim machten sich kürzlich auf den Weg ins Elsass. Begleitet wurden sie von den Bürgermeistern Erwin Baumgartner und Lorenz Kronberger und angeführt von stellvertretendem Landrat und Schönbergs Bürgermeister Alfred Lantenhammer. Die Reise organisiert hatte der Oberhachinger Geschichts- und Heimatforscher Dr. Michael Stumpf.
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Durch den derzeit wohl unvermeidlichen Regen gings vorbei an Stuttgart und Karlsruhe nach Straßburg, wo die Fahnen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und das imposante Besuchergebäude die Reisegruppe empfingen.
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Die Oberbayerische CSU-Europa-Abgeordnete Dr. Angelika Niebler begrüßte die Gäste aus der Heimat und dankte für das Interesse an der Arbeit des Europäischen Parlaments.
Nachdem sie auf die besonderen Herausforderungen eingegangen war, die derzeit die europäische Politik bestimmen, beklagte sie einen stark spürbaren Vertrauensverlust der Europäer in die Selbstheilungskräfte der Union. Alle Parlamentarier suchen nach Wegen aus dieser schlimmsten Krise der die Union nach 70 Jahren Frieden in Europa gegenübersteht.
Der nächste Prüfstein wird das Referndum in Großbrittannien sein. Ähnliche Diskussionen gibt es in Schottland und in Katalanien – eine sehr angespannte Lage.
So freute sie sich, daß die Gäste mit ihrem Besuch ihre Solidarität mit der Europäischen Union bekundeten.
Dr. Angelika Niebler würdigte Alfred Lantenhammers Leistungen zur Europäischen Einigung, besonders durch das Schönberg-Festival, in dem sich vor zwei Jahren Bürger aus allen europäischen Schönbergs in der kleinen Gemeinde im nördlichen Landkreis zusammengefunden haben um sich kennenzulernen und miteinander zu feiern.
Für diese besonderen Verdienste um die europäische Einigung überreichte Dr. Angelika Niebler Alfred Lantenhammer die Europamedaille der EVP-Fraktion im Europaparlament.
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Auch dem Elsass-Kenner Dr. Michael Stumpf überreichte sie die Europamedaille für seine Anstrengungen die gemeinsame Vergangenheit von Bayern und Elsässern aufzuarbeiten. Auch ihm dankte sie für seine langjährige ehrenamtliche Arbeit für ein gemeinsames Europa.
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Die Elsässer EVP-Europa-Abgeordnete Anne Sanders dankte den Gästen für den Besuch in ihrer Heimat, die in der Vergangenheit immer wieder ihre Zugehörigkeit zu Deutschland und Frankreich gewechselt hat. Die Grenze ist schon heute praktisch bedeutungslos und – so hoffte sie – gehört im vereinten Europa bald in die Geschichtsbücher.
Um das zu erreichen, müssen die Staaten ihre vielfältigen Aufgaben erfüllen und Lösungen zu unendlich vielen Fragen finden. Das ist die Aufgabe des Europaparlaments.
Allerdings – und das hat Europa manchmal ein bißchen aus den Augen verloren – müssen die Bürger in Europa dem Einigungsprozeß folgen können. Dabei helfen die beiden Ausgezeichneten maßgeblich mit. Schließlich kommt es nicht darauf an, was die Europapolitiker machen sondern was die Leute in Europa machen! So gratulierte sie den frisch gebackenen Medaillenträgern herzlich.
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Alfred Lantenhammer dankte herzlich für die Einladung ins Europaparlament und besonders für die Auszeichnung. Er erinnerte an Dr. Angelika Nieblers Besuch beim Schönberg-Festival wo Bürger aus gleichnamigen Gemeinden aus fünf europäischen Ländern friedlich miteinander gefeiert haben.
Wenn die Reisegruppe nun auf den Spuren des Ersten Weltkrieges ins Elsaß gekommen ist, dann kann man den Fortschritt seit dem Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen in Europa sicher hier erleben, wo Abgeordnete aus allen europäischen Ländern gemeinsam Verantwortung für den Kontinent tragen.
Alfred Lantenhammer wies darauf hin, daß dem Vorbild der großen Europäischen Staatsmänner Aktivitäten der kleinen Leute folgen müssen. In vielen Begegnungen mit kleinen Leuten hatte er erkannt, daß sie in Frieden miteinander leben wollen, ohne Krieg und Terror.
So sah er die Gruppe nicht als Gäste im Elsaß sondern als kleine Leute und Freunde! Er dankte für die Auszeichnung, die eigentlich allen zusteht, die sich um die europäische Einigung verdient gemacht haben. In ihrer aller Namen nahm er die Europamedaille gerne an.
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Es tat ihm in der Seele wohl wie hier das hohe Lied vom Zusammenwachsen in Europa gesungen wird, freute sich Dr. Michael Stumpf, der sich seit vielen Jahren für das gegenseitige Kennenlernen von Elsässern und Bayern einsetzt.
Eine Woche vorher hatte er Verdun besucht und berichtete von seinen Eindrücken dort, die keinen Bayern und keinen Franzosen unberührt zurücklassen. Noch heute pflegen Deutsche und Franzosen die Denkmäler dieser Zeit, was seine hohe Anerkennung verdiente. So nahm auch er die Auszeichnung gerne an.
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Herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung, die Ihre Aktivitäten für die Europäische Einigung würdigt! (O-Ton Alfred Lantenhammer)
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Später stieß der Vorsitzende der EVP-Fraktion im Europaparlament zu der Gruppe hinzu, der niederbayerische CSU-Vorsitzende Manfred Weber. Der scherzte erst, er freue sich, daß sie alle gekommen waren um nachzuschauen, ob sie hier auch wirklich arbeiten!
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Die Mitreisenden ließen es sich nicht nehmen, Manfred Weber ihre Bedenken über so manche Entwicklung in Europa vorzutragen.
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Herr Weber, von Flüchtlingskrise bis Terroranschläge und von Grexit bis Brexit haben sie hier wirklich ein breites Themenfeld zu bearbeiten.... (O-Ton )
Zusammen mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann stellen Sie ein Programm zur Bekämpfung des Terrorismus vor. Worum geht’s da? (O-Ton)
Sprach’s und war schon wieder weg zum nächsten Termin....
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Den Besuch im Europäischen Parlament schloß ein gemeinsames Foto vor den Fahnen der Mitgliedsstaaten Europäischen Union und der Besuch im Sitzungssaal des Parlaments ab, wo gerade Mittagspause war.
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Nach ein paar Stunden war der Besuch im Europaparlament auch schon wieder vorbei und die Reisegruppe widmete sich dem Besuch der sehenswerten Altstadt von Straßburg.
128 Auf den Spuren des Ersten Weltkriegs: Reisegruppe besucht Soldatenfriedhöfe im Elsaß 17:50
Mitglieder der Krieger- und Soldatenkameradschaften in den Landkreisen Mühldorf und Landshut, vom Reservisten- und Bürgerverein in Kirchdorf an der Amper, vom Bayerischen Soldatenbund 1874 in Landsberg und Umgebung und die Musiker von „Mia san’s“ aus Kirchheim machten sich kürzlich auf den Weg ins Elsass. Begleitet wurden sie von den Bürgermeistern Erwin Baumgartner und Lorenz Kronberger und angeführt von stellvertretendem Landrat und Schönbergs Bürgermeister Alfred Lantenhammer. Die Reise organisiert hatte der Oberhachinger Geschichts- und Heimatforscher Dr. Michael Stumpf.
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Am ersten Tag stand der Besuch des Europaparlaments in Straßburg auf dem Programm. Dazu eingeladen hatte die oberbayerische CSU-Europaabgeordnete Dr. Angelika Niebler, die die Reisegruppe in einem der fünf Empfangsräume willkommen hieß.
In einer kleinen Feier überreichte Dr. Angelika Niebler stellvertretendem Landrat Alfred Lantenhammer und Geschichts- und Heimatforscher Dr. Michael Stumpf die Europamedaille der EVP-Fraktion und sagte uns dann: (O-Ton)
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Vor den Fahnen der Mitgliedsstaaten stellten sich die Reiseteilnehmer zum Gruppenfoto und besichtigten dann den Sitzungssaal in dem insgesamt 20-stöckigen Gebäude, das 1999 fertiggestellt wurde und neben dem Plenarsaal 40 weitere Sitzungssäle, 50 Presseräume und 1.133 Büros beherbergt. Sicher bekannt ist das runde Empfangsgebäude, dessen Innenraum oval und nach oben offen ist. Es soll einen unfertigen Eindruck erwecken und damit den Zustand der Europäischen Union symbolisieren, die nicht fertig ist und sich immer weiter entwickeln soll.
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Die Reisegruppe bezog Quartier in einer Wohnanlage in Ingersheim bei Colmar, wo zunächst die Musiker von „Mia san’s“ kaum glauben ließen, daß man 500 Kilometer gereist war.
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Nachdem die Gäste Flammkuchen und Elsässer Wein genossen hatten, und kein Rehragout!!!! (die Musik hat gespielt „Heid auf’d Nacht gibt’s a Rehragout....“ ) begrüßte Dr. Michael Stumpf den Präsidenten des Geschichtsvereins von Ingersheim, der an der Organisation der Reise maßgeblichen Anteil hatte und dankte ihm mit einer Musik-CD für seine Mithilfe.
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Mit einem Tusch sorgte „Mia san’s“-Pressesprecher Christian Jaud für Aufmerksamkeit. Sie wollten den beiden frisch gebackenen Ordensträgern ihre Gratulation besonders ausdrücken. Auch wenn sie nicht in Bayern waren, mit „Mein Heimatland“ und mit der Bayern-Hymne!
Und da sangen dann alle mit....
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Auch der Schönberger Elsaß-Bäcker und Mitorganisator Toni Jung hieß die Gäste in seinem Geburtsland willkommen. Da er sich in drei deutsch-französischen Partnerschaften engagiert, hatte er zusammen mit dem Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins in Velden, Eduard Poschinger die Partnergemeinde von Velden an der Vils besucht: Aigrefeuille bei La Rochelle. Die Verbindung stellte ein ehemaliger Kriegsgefangener her, der bei Metzgermeister Stanglmayr gearbeitet hatte und dem es damals sehr gut ergangen war. Toni Jung verlas die Geschichte der Partnerschaft zwischen Velden und Aigrefeuille und ein Dankschreiben des dortigen Partnerschaftsvorsitzenden, in dem dieser die tiefe Freundschaft zwischen den Bürgern beider Gemeinden würdigt.
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Toni Jung überreichte Franz Stanglmayr ein ganz besonderes Freundschaftsherz und Eduard Poschinger dankte dem Ehepaar Stanglmayr im Namen des Vereins. Diesem Dank schloß sich auch Mühldorfs stellvertretender Landrat Alfred Lantenhammer an.
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Metzgermeister Franz Stanglmayr dankte für die Ehrung und sicherte zu, sein Engagement auch weiterführen zu wollen.
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Der Abend klang gemütlich aus bei bayerischer und böhmischer Blasmusik und dem einen oder anderen Gläschen Elsässer Wein und dem einen oder anderen Tänzchen....
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Tags darauf startete die Reisegruppe früh um Soldatenfriedhöfe in den Hochvogesen zu besuchen.
Auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Trois-Épis liegen 273 Gefallene aus beiden Weltkriegen.
Dr. Michael Stumpf berichtete, am Denkmal mitgearbeitet hat auch der Steinmetz Korbinian Sigl, der auch das Bayerndenkmal in Ingersheim mit gestaltet hat.
Der Vorsitzende des Geschichtsvereins Ammerschwihr, Francis Lichtle, stellte die Geschichte von „Drei Ähren“ vor, das vor dem ersten Weltkrieg auch Wallfahrts- und Erholungsort war. Während des ersten Weltkrieges dann Lazarett und Nachschubumschlagbahnhof für die Fronteinheiten.
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Alfred Lantenhammer legte eine Schale nieder und gedachte der Gefallenen. (O-Ton)
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Die Musikkapelle unterstrich das Gedenken mit dem Soldatenlied „Ich hatt‘ einen Kameraden“ und der Bayernhymne.
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Die Gruppe besuchte das Grab von Wehrmann Franz Kronberger, der am 20.07.1915 gefallen war und aus dem Landkreis Mühldorf stammte.
Herr Bürgermeister, ein Verwandter? (O-Ton)
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Weiter gings zum 10 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof Hohrod-Bärenstall nahe des Lingekopfes. Hier, nur 800 Meter vom Lingekopf entfernt, einem der heiß umkämpften Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs, liegen 2.438 deutsche Soldaten begraben. Darunter 12 Soldaten, deren Namen sich auch auf Denkmälern im Landkreis Mühldorf finden. Dr. Michael Stumpf verlas ihre Namen.
Alfred Lantenhammer legte im Gedenken an die Gefallenen eine Schale nieder und die Kapelle stimmte „Ich hatt‘ einen Kameraden“ an.
Die kleine Gedenkfeier schloß die Bayernhymne ab.
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Bevor’s weiter ging zum Lingekopf, legte Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner Blümchen am Grab des Neumarkters Engelbert Gangkofner nieder, der hier am 24. September 1914 gefallen war.
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800 Meter weiter stieß der Vorsitzende des Geschichtsvereins Lingekopf zu der Gruppe, General a. D. Dominique Müller. Vor dem Museum erklärte er die Geschichte einer der ersten Schlachten des Ersten Weltkrieges: Auf etwa 2 Kilometern Länge und einer Breite von etwa 500 Metern standen sich Franzosen und Deutsche gegenüber: Die Deutschen in gemauerten Schützengräben und die Franzosen auf einem steilen Hang auf freiem Feld. Die Deutschen erhielten alles, was sie brauchten mit einer Schmalspurbahn angeliefert, die Franzosen mußten alles herauftragen. Die Franzosen wollten zurückerobern, die Deutschen verteidigen. Zwischen 20. Juli 1915 und 20. Oktober 1915 starben hier 17.000 Soldaten auf beiden Seiten. 10.000 Franzosen und 7.000 junge Bayern. Die deutsche Artillerie feuerte von exponierten Positionen aus was die Kanonen hergaben. Allein am 5. August 2015 fielen 40.000 Bomben und Granaten auf diese drei Quadratkilometer! Da blieb nichts mehr übrig!
Trotz immensen Einsatzes konnten die französischen Truppen den Lingekopf nicht einnehmen.
Ihr Geschichtsverein erhält diese Zeitzeugnisse um künftigen Generationen zu zeigen, wie blöd die Menschheit sein kann. (O-Ton 50:28:17)
Leider hat die Menschheit bis heute nichts daraus gelernt!
Noch heute liegen mehr als 1.000 französische Soldaten auf dem Schlachtfeld, das so ein annonymer Soldatenfriedhof ist.
Nach dem ersten Weltkrieg überwucherte die Natur das Schlachtfeld. Erst 1968 begann ein ehemaliger Soldat unter Tränen mit Aufräumungsarbeiten und so die Geschichte aufzuarbeiten.
Nun ist das Museum am Lingekopf von Karfreitag bis 11. November für Besucher geöffnet und informiert alljährlich mehr als 45.000 Besucher, darunter zahlreiche Schulklassen.
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Dr. Michael Stumpf dankte Dominique Müller und seinem Verein für ihren Einsatz für Bayern und Dominique Müller den bayerischen Gruppen für die Unterstützung ihrer Arbeit ohne die sie es nicht machen könnten.
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Die Kapelle dankte General a. D. Dominique Müller und Alfred Lantenhammer überreichte ein Sortiment verschiedener Biere und einen Maßkrug als kleine Aufmerksamkeit.
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Weiter gings auf eine Alm nahe Münster wo die Reisegruppe Gérard Leserer traf, der dort Besuchern seine Heimat erklärt. Zum Mittagessen in der Ferme Auberge du Gaschney gab’s lokale Spezialitäten zur bayerischen Blasmusik. Zur Gruppe hinzu kam auch die Bürgermeisterin von Metzeral und Nationalratsabgeordnete Denise Buhl.
Sie freute sich über die bayerischen Gäste und hieß sie im Münstertal herzlich willkommen. Die Kapelle dankte ihr mit einem fröhlichen Prosit der Gemütlichkeit.
Wir haben mit Denise Buhl gesprochen, die im Nationalrat zuständig ist für die Gedenkstätten und die Geschichtsarbeit der Region.
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Alfred Lantenhammer dankte Denise Buhl als stellvertretender Landrat mit dem Bierkrug des Landkreises für ihren Einsatz für den Erhalt des Gedenkens an die gefallenen bayerischen Soldaten.
Und natürlich mit einem Sortiment verschiedener bayerischer Biere!
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Das touristische Programm setzte ein Besuch in Münster fort, wo neben einer alten Abtei und zahlreichen bewohnten Storchennestern zwei bayerische Löwen das Interesse der Mitglieder der Reisegruppe auf sich zogen.
Gérard Leserer erläuterte die Geschichte der Stadt, die schon im 30-jährigen Krieg gelitten hatte und auch im ersten Weltkrieg nicht verschont geblieben war. Besondere Bekanntheit hat Münster als Geburtsort des bekannten Urwaldforschers Albert Schweitzer und als Heimat des Münsterländer Käses erworben.
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Der große Reisebus schaffte es dann über diesen Hohlweg zum nächsten Soldatenfriedhof in der Gemeinde Breitenbach, auf dem dort in malerischer Landschaft 3.528 Soldaten aus beiden Weltkriegen begraben sind.
Einer von diesen Soldaten ist Ludwig Baumgartner, der Ur-Groß-Onkel von Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner. Der entzündete eine Kerze für seinen Vorfahren. Da die sterblichen Überreste nicht mehr eindeutig identifiziert werden konnten, liegt Ludwig Baumgartner nicht in einem eigenen Grab. Sein Gebeine wurden im Gemeinschaftsgrab beigesetzt und sein Name auf der Tafel verewigt.
Dr. Michael Stumpf freute sich über die drei Bürgermeister der Gemeinde Breitenbach, die zur Gedenkfeier gekommen waren. Er nannte die Namen der vier Gefallenen aus dem Landkreis Mühldorf und Alfred Lantenhammer gedachte aller Gefallenen, zu deren Andenken er eine Schale niederlegte. Er verband sein Erinnern mit herzlichem Dank an die örtlichen Verantwortlichen für ihren Einsatz für das Erinnern an die Opfer beider Kriege.
Auch hier gedachten die Gäste mit dem „Kameraden“ und der Bayernhymne.
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Den Gedenktag schloß ein Empfang im Rathaus von Breitenbach ab, der hier „Ehrenwein“ heißt. Breitenbachs Bürgermeister Pierre Gsell war sich bewußt in einer historisch bedeutenden Gegen zu wohnen. Egal wo man hier gräbt, man findet überall Hinterlassenschaften beider Kriege. So ist die Geschichte der bayerischen Soldaten auch ihre Geschichte.
Für den Wiederaufbau haben sie starke Unterstützung aus Paris erhalten, inklusive der „Mariann“, die in jedem französischen Rathaus steht.
Diesmal dankte Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner mit Bierkrug und Biersortiment.
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Musikkapelle und Gäste übernahmen dann das Geschehen und ließen den Gedenktag im Sitzungssaal des Rathauses von Breitenbach gemütlich ausklingen.
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Die Reisegruppe verabschiedete der ehemalige Bürgermeister von Mittlach mit einem Lied im elsässer Dialekt aus dem Münstertal: Antoine Boithiot: „Münsterthal Du bisch mi Lava...“
129 Im Gedenken an die Gefallenen bayerischen Soldaten: Bayerndenkmal in Ingersheim bei Colmar nach 100 Jahren renoviert und neu geweiht 18:40
Ingersheim ist eine kleine Gemeinde nahe Colmar, etwa 80 Kilometer südlich von Straßburg. Dort, vor dem Denkmal vor der Kirche versammelten sich Feuerwehr, Polizei, Musikkapelle Ingersheimer Bürger und eine Reihe Gäste mit der bayerischen Reisegruppe, die schon zwei Tage in Straßburg und im Elsass unterwegs war.
Darunter Vertreter von Krieger- und Soldatenkameradschaften, aus den Landkreisen Mühldorf und Landshut, vom Reservisten- und Bürgerverein in Kirchdorf an der Amper, vom Bayerischen Soldatenbund 1874 in Landsberg und Umgebung und die Musiker von „Mia san’s“ aus Kirchheim Begleitet wurden sie von den Bürgermeistern Erwin Baumgartner und Lorenz Kronberger und angeführt von stellvertretendem Landrat und Schönbergs Bürgermeister Alfred Lantenhammer und vom Oberhachinger Geschichts- und Heimatforscher Dr. Michael Stumpf. Zum Festakt auch gekommen war Pierre Wolff, der Vorsitzende der Montgelas-Gesellschaft. (Sprich Monschelaaa-Gesellschaft)
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Die Fahnenabordnungen aus Bayern und dem Elsass zogen unter Geläut in die Kirche ein, wo die Harmonie Ingersheim und Pfarrer Pierre Schmitz sie bereits erwarteten.
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Die Fahnenabordnungen nahmen rechts und links des Altars Aufstellung – ganz so, wie das auch in Bayern üblich ist. Eugen Schupnel Vorstand des Geschichtsvereins Ingersheim hieß die Gäste willkommen und erinnerte an die Einweihung des Bayern-Denkmals auf dem Friedhof nebenan vor fast genau 100 Jahren. Mit dem feierlichen Gottesdienst gilt es der Toten beider Weltkriege zu gedenken.
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Seine Predigt in französischer Sprache schloß Pfarrer Pierre Schmitz mit einer selbst verfaßten Version von Nicole’s „Ein bißchen Frieden“, die er teils in französisch, teils in deutsch vortrug.
Die Gottesdienstbesucher dankten ihm mit lang anhaltendem Applaus.
Nach dem Segen zogen die Fahnenabordnungen zu „Großer Gott wir loben Dich“ vor die Kirche hinaus, wo wie vor dem Kriegerdenkmal Aufstellung nahmen.
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Die Fanfaren, die Kapelle und eine Abordnung der Polizei, die Feuerwehr und eine Trachtengruppe hieß die Teilnehmer der Gedenkfeier willkommen.
Bürgermeister Mathieu Thoman erinnerte in seinem Grußwort an die Verpflichtung der heutigen Gesellschaft aus der Vergangenheit zu lernen und alles zu unternehmen um den Frieden in Europa zu erhalten. So begrüßte er Bürgermeister Volker Godel aus der baden-württembergischen Partnergmeinde Ingersheim.
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Bürgermeister Volker Godel übersetzte und interpretierte die Ansprache von Mathieu Thoman. An diesem besonderen Tag gilt es auf die besondere Rolle des Elsaß in der deutsch-französischen Geschichte zurück zu blicken. Sie dankten allen für die Teilnahme an dieser Gedenkfeier und die Unterstützung beim Aufbau des gemeinsamen Europa.
Die sinnlosen Stellungskriege im Ersten Weltkrieg, das sinnlose Abschlachten in Verdun, die Auseinandersetzungen im Zweiten Weltkrieg und später die Aussöhnung unter Konrad Adenauer und Charles DeGaule bilden eine Geschichte, die uns allen Verpflichtung sein muß, den Frieden und die Freundschaft zwischen beiden Ländern zu erhalten und auszubauen. Dazu gehört auch das lebendige Miteinander in den zahlreichen kommunalen Partnerschaften.
Die Bürgermeister warnten vor den neuen Strömungen in ganz Europa, die geeignet sind, die jahrzehntelangen Bemühungen um eine europäische Einigung scheitern zu lassen. So gilt es alles daran zu setzen, das Erreichte zu erhalten und der Geschichte keine Wiederholung zu erlauben. So hofften sie auf eine gute gemeinsame Zukunft.
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Zusammen mit stellvertretendem Landrat Alfred Lantenhammer legten sie zu den Klängen der Marseillaise eine Schale am Kriegerdenkmal nieder.
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Im Festzug ging’s weiter zum nahegelegenen Friedhof.
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Dort nahmen Fahnenabordnungen und Musikkapellen Aufstellung am renovierten Bayerndenkmal.
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Eugen Schupnel, Präsident des Geschichtsvereins Ingersheim hieß die Gäste willkommen und freute sich über die finanzielle Unterstützung des Freistaates Bayern bei der Renovierung des Denkmals. Er würdigte die Hilfe beim Erhalt dieses Kulturerbes, das für beide Länder von großer Bedeutung ist.
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Peter Sigl und Horst Babinsky, die Enkel von Korbinian Sigl, dem Steinmetz, der das Denkmal gestaltet hatte, enthüllten die renovierte Statue und Pfarrer Pierre Schmitz weihte sie erneut.
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Stellvertretender Landrat Alfred Lantenhammer dankte für den herzlichen Empfang in Ingersheim. Die bayerische Delegation fühlte sich geehrt, Bayern bei diesem Ereignis vertreten und im Namen von Staatsminister Dr. Marcel Huber die besten Grüße der bayerischen Staatsregierung überbringen zu dürfen. Da sich der Freistaat seiner Verantwortung für die Denkmäler auch außerhalb der Staatsgrenzen bewußt ist, freute sich Alfred Lantenhammer die Übernahme der Hälfte der Renovierungskosten durch den Freistaat bekanntgeben zu dürfen.
Er gratulierte zur gelungenen Renovierung und freute sich über die Rückkehr der Schrifttafeln, die vor Jahren entfernt worden waren.
Besonderer Dank galt der Gemeinde Ingersheim, die sich der Bedeutung des Denkmals bewußt ist und allen, die es seit vielen Jahren erhalten und pflegen.
Bemerkenswert ist hier, daß man auf diesem Friedhof sowohl bayerischer als auch französischer Soldaten gedenkt. Er war überzeugt, das Denkmal wird so auch weiterhin geschätzt und gepflegt.
Er hoffte auch, daß diese Einweihung nicht nur dazu dient, ein Denkmal zu erhalten sondern auch, die bayerisch-elsässische Freundschaft zu vertiefen und die Wiederholung der Geschichte zu verhindern.
Auch wenn Denkmäler nicht sprechen können, sollen sie die Lebenden doch eindringlich motivieren, alles daran zu setzen, den Grund für ihre Errichtung nicht zu vergessen.
Das ist gerade jetzt wichtig, wo die Welt aus den Fugen zu geraten scheint. So erklärte er die Solidarität der Bayerns mit dem Französischen Volk und das Zusammenstehen in Zeit terroristischer Angriffe.
Wenn Europa Auflösungserscheinungen zeigt, dann basiert es doch auf den gemeinsamen Werten die 70 Jahre Frieden gebracht haben. Auf dieser Basis soll auch weiter Friede in Europa sein. Daran weiterzuarbeiten versprach Alfred Lantenhammer und hoffte auf langen Fortbestand der deutsch-französischen Freundschaft.
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Michele Rogez vom Geschichtsverein erinnerte an die Ereignisse des ersten Weltkrieges und würdigten den Frieden seither. Er freuten sich über die Ingersheimer Bürger, die auf diesem Friedhof alle Toten der ersten Schlacht begraben haben, ganz egal welcher Nationalität sie waren.
Als die bayerischen Truppen Ingersheim zurückeroberten, fanden sie geschmückte Gräber und errichteten schon 1916 dieses Denkmal.
Das Denkmal gestaltete der Wehrmann Eugen Osswald und errichtete Steinmetz und Unteroffizier August Moser. Das Fundament und die Einfriedung des Friedhofs gestaltete der Grabenstätter Steinmetzmeister Korbinian Sigl.
Für die Statue stand die Ingersheimer Jungfrau Marie-Josephine Elsbach Modell, die später einem anderen bayerischen Unteroffizier nach München folgte, wo sie bis zu ihrem Lebensende eine Gastsätte betrieb.
Wichtig erschien ihnen die Beisetzung bayerischer und französischer Soldaten in den selben Gräbern und die Anbringung einer Inschrift auch für die französischen Soldaten. Das gerade in einer Zeit als in Verdun die blutigste Schlacht der Menschheitsgeschichte tobte!
Inzwischen ruhen hier nur noch 25 französische Soldaten im Schatten des bayerischen Denkmals. Die gefallenen bayerischen Soldaten wurden in den Soldatenfriedhof Breitenbach umgebettet. So hoffte Michele Rogez, daß die bayerisch-elsässische Freundschaft noch lange auf so solidem Grundstein steht wie dieses Denkmal.
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Bürgermeister und Soldatenkameradschaften legten einen Kranz zu ehren der Gefallenen nieder und die Trachtenkinder Rosen auf die Gräber der französischen Soldaten.
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Mit „Ich hatt‘ einen Kameraden“ und „Sonniere aux Morts“ erwiesen Blaskapelle und Harmonie Ingersheim den Gefallenen die Ehre.
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Die Feierstunde schlossen Blaskapelle und Chor mit der Europäischen Hymne ab.
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Nach der Einweihungsfeier gings im Festzug zurück zum alten Rathaus wo die Gemeinde einen Empfang vorbereitet hatte, einen „Ehrenwein“.
Während es sich Ingersheimer Bürger und die Gäste aus Bayern gut gehen ließen, sprachen wir mit Dr. Michael Stumpf über seine Beweggründe sich so für die Europäische Einigung zu engagieren. Wenn man das alles beobachtet, kann man gar nicht verstehen, daß das jemals anders gewesen sein konnte! (O-Ton)
Damit bringen Sie die Völker zusammen! (O-Ton)
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Der letzte Reisetag klang aus mit einem bayerischen Abend im Sportheim von Ingersheim. Dazu gab’s 100 Liter bayerisches Bier und lokale Spezialitäten. Für bayerisches Flair sorgte die Blaskapelle „Mia San’s“. Spät am Abend klang der gemütlich Abend aus und die bayerische Reisegruppe machte sich am Sonntag früh auf den Weg nach Hause.
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Alfred, wir haben eine Reise hinter uns, die einerseits bedrückende Eindrücke brachte und andererseits Freude über den Frieden und die gute Nachbarschaft in Europa. (O-Ton)
Die Wieder-Einweihung eines Denkmals, auf einem Friedhof, auf dem deutsche und französische Soldaten liegen und ein Geschichtsverein, der das bayerische Denkmal pflegt, sind Zeichen dafür, daß Europa zusammengewachsen ist. (O-Ton)
Ein Nebeneffekt ist, daß auch die bunte Reisegruppe zusammengewachsen ist. (O-Ton)
Also gibt’s nächstes Jahr die nächste Reise. (O-Ton)
130 Jetzt ausführlich: So wird das 52. Volksfest in Waldkraiburg 11:20
Im Bistro Cult am Haus der Kultur empfing die Stadt Festwirte, Schausteller, Stadtwerke, Sicherheitsbehörden und die Kollegen von der Presse zur Vorstellung der größten Veranstaltung in der Stadt.
Endlich geht’s los, freute sich Bürgermeister Robert Pötzsch auf die bevorstehende Feste-Saison deren größtes Fest natürlich das Volksfest ist. Eigentlich bräuchte man es gar nicht extra vorzustellen, weil das Volksfest in Waldkraiburg ohnehin seit Jahren blendend funktioniert – war das Stadtoberhaupt zufrieden. Dazu tragen viele bei: An erster Stelle natürlich Organisator Norbert Meindl und seine Mitarbeiterin Klara Kling. Aber auch die Stadtwerke, die Sicherheitsdienste, die Polizei und natürlich auch die Festwirte und Aussteller.
Ihnen allen dankte Bürgermeister Robert Pötzsch für ihre tatkräftige Unterstützung.
Auch wenn alle mit dem Volksfest zufrieden sind, wird es doch Veränderungen geben, die Norbert Meindl später vorstellen wird.
Allerdings entfällt nach vielen Jahren der Volksfestbus, der nicht in dem Maß angenommen wurde, wie das nötig gewesen wäre.
Schausteller und Wirte unterstützen die Veranstaltung nach Kräften wofür er ihnen herzlich dankte. Die Stadt bietet tausende kostenlose Parkplätze und das Promi-Schießen, dessen Erlös Bedürftigen zu Guten kommt. Außerdem ergänzt der Golf-Wiesencup im Rahmen einer ganzen Serie das Volksfest.
Damit dankte Robert Pötzsch allen und wünschte sich und der Stadt 10 lustige und entspannte 10 Tage Waldkraiburger Volksfest.
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Wenn im Vorgespräch alle der Meinung waren, (O-Ton so wia letzt’s Jahr dann paßt’s scho) dann machte ihn das stolz freute sich Norbert Meindl über die Anerkennung für seine jahrzehntelange Arbeit. Er bat, das auch weiter so zu unterstützen, wie das in den vergangenen Jahren auch war. So hieß er die neuen Gesichter willkommen: Franz Lohr, den neuen stellvertretenden Leiter der Polizeiinspektion Waldkraiburg und Brandschutzexperte Alexander Kirr für die Ausarbeitung des neuen Sicherheitskonzeptes.
Im Jahr 1 nach dem Sternenzelt bietet Sebastian Mayerhofer den Almrausch-Stadel, einen seitlich offenen Stadel ähnliche dem, der schon im Vorjahr auf dem Volksfest gestanden hatte.
Auch im Bierzelt gibt’s Neues: Das Zelt erhält einen um 5 Meter vergrößerten Biergarten – für Julitemperaturen angepaßt. Die Getränke von der Graf Toerring Brauerei bieten wieder was das Herz begehrt und auch das Angebot der Küche bleibt wie gehabt.
Auch das größte transportable Weißbierkarussel ist wieder dabei, ein beliebter Treffpunkt, auf dem man fast kostenlos Karussell fahren kann. Und auch die Weinlaube erhält einen größeren Garten.
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Die Volksfest-Internetseite wurde neu so gestaltet, so daß sie jetzt auf allen Endgeräten genutzt werden kann, egal wie groß es ist und unter welchem Betriebssystem es läuft. Auch in Facebook und auf der Mühldorf-TV-Sonderseite wird das Volksfest gebührend in Szene gesetzt.
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Wie gesagt, werden die Spiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft live im Festzelt gezeigt und da hofften alle Anwesenden doch, daß darunter auch das Endspiel fällt...
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Eine große Attraktion im Vergnügungspark ist die Riesen-Schaukel „Best-XXL-Exklusiv“ der Familie Zinnecker die die Mitfahrer zu einem 45-Meter Flug einlädt.
„Rund-um-den-Tegernsee“, der „Bayern-Star“, ein modernes Kettenkarussell das bis 30 Meter in die Höhe trägt, ein Laufgeschäft namens „Coco-Bongo“, der traditionelle „Bayern-Breaker“, der Autoscooter, eine Familien-Achterbahn namens „Doggy Dog“, und weitere Fahrgeschäfte für Kinder komplettieren den Vergnügungspark, der so keine Wünsche offen läßt. Natürlich sind auch die zahlreichen Verpflegungsstände und die Klein-Spiel-Anbieter wieder mit dabei.
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Auch das Programm bietet wieder viel Abwechslung: Vom Auszug mit fünf Blaskapellen über’s Anzapfen bis zu den verschiedenen Kinderfestzügen ist die Woche voll gepackt mit Highlights.
Zum Gelingen tragen hier maßgeblich die Schausteller und Festwirte bei, die Preisnachlässe gewähren oder Sonderkonditionen anbieten.
Besonders erwähnt werden soll der Tag des Bieres am Montag, 11. Juli. Mit einem Liter Bier für 500 Cent wird in der Alpenland-Festhalle von Jochen Mörz einen ganzen Tag lang 500 Jahre bayerisches Reinheitsgebot gefeiert.
Zum Tag der guten Nachbarschaft am Mittwoch lädt die Stadt nach dem Promischießen die Gemeinden im Umland zum gemeinsamen Feiern ein.
Am Samstag „Almrausch meets Brosch-Clubbing“, am Sonntag der Rock’n’Roll- und Boogie-Tanzwettbewerb und am Montag das Musik-Höhenfeuerwerk, diesmal mit verbesserter Tonanlage schließen das 52. Volksfest ab.
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Den Bierpreis haben Stadt und Festwirt auf 8 Euro 10 Cent festgelegt – günstiger auf vergleichbaren Volksfesten der Region und doch zur Zufriedenheit von Brauerei und Festwirt.
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Auf Nachfrage erklärte Sebastian Mayerhofer im Almrausch-Stadl auch kleinere Brotzeiten anbieten zu wollen und das gesamte Getränkeprogramm. Eine volle Küche wird’s aber nicht geben.
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Festwirt Jochen Mörz ergänzte: (O-Ton Wir sind vegan!!!) Das sorgte allerdings eher für Erheiterung als für die erwartete Anerkennung....
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Norbert, die ganze Zeit hieß es, mach’ma’s so wie letztes Jahr, dann baßt’s scho.... (O-Ton)
Sind Sie der gleichen Meinung Herr Bürgermeister? (O-Ton)
Ist noch Training vor’m ersten Anzapfen nötig? (O-Ton)
Gibt es etwas Besonderes? (O-Ton)
Herr Bürgermeister, Sie haben einen familienverträglichen Bierpreis ausgehandelt. (O-Ton)
Ich hatte eigentlich den Preis gemeint. (O-Ton)
Viele Veranstaltungen rund um das Volksfest sorgen für Unterhaltung für die ganze Familie. (O-Ton)
Und am Sonntag Abend tanzen Sie wieder mit beim Rock-n-Roll-Turnier? (O-Ton)
Festwirt Jochen Mörz fährt gerade weg. Er ist ja zum 10. Mal dabei.... (O-Ton)
Jochen, eben haben wir gehört, daß der Biergarten größer wird. (O-Ton)
Ihr seid zum 10. Mal dabei. Gibt’s aus diesem Anlaß etwas Besonderes? (O-Ton)
131 Spatenstich zum Bau des Steges über den Innkanal in Mühldorf 9:40
Seit dem 19. März 1945 ragen nahe des heutigen Friedhofs Nord in Mühldorf zwei Widerlager aus der Böschung des Innkanals. Der Weg darauf wurde nur durch kurze Absperrungen unterbunden.
Die Entwicklung der Stadt im Norden befeuerte die Pläne, dort einen Steg zu bauen.
Schon 2008 diskutierte der Mühldorfer Stadtrat Baupläne und Baukosten und stellte das Projekt doch wieder zurück. Der städtische Haushalt erlaubte die Realisierung bisher aber nicht.
Die Fertigstellung der Europastraße und besonders die sprudelnden Steuereinnahmen des Jahres 2015 erlauben es aber nun doch, den Bau des Steges in Angriff zu nehmen. So konnte kürzlich Bürgermeisterin Marianne Zollner Mitarbeiter, Architekt, Bauplaner, Vertreter der Verbund Innkraftwerke und der Baufirmen begrüßen um mit dem ersten Spatenstich den Bau zu beginnen.
Nachdem Architekt Konrad Haindl der Bürgermeisterin den Bau erklärt und die Stadträte diesen historischen Augenblick festgehalten hatten, hieß Bürgermeisterin Marianne Zollner die Gäste zu ihrem „Lieblings-Spatenstich 2016“ willkommen.
Mit dieser Brücke geht ein lang gehegter Wunsch der Stadt in Erfüllung. Der Neubau stellt einen wichtigen Baustein in der Stadtentwicklung dar weil sie die neue Stadt im Norden mit dem Bahnhof in der Mitte und der Altstadt im Süden verbindet.
Daß man schon 1917 gute Arbeit geleistet hat, zeigt der Zustand der Widerlager, die auch nach fast 100 Jahren noch so gut sind, daß sie die neue Brücke tragen können.
Außer der neuen Brücke baut die Stadt neben der Adolf-Kolping-Straße einen 320 Meter langen Fußgänger- und Fahrradweg in Richtung der Inneren Neumarkter-Straße. Den Weg trennt eine Schutzmauer von der Kanalböschung, so daß die Nutzer vor den Gefahren des Innkanals geschützt sind.
Anders als ursprünglich geplant hat der Stadtrat beschlossen, den Steg nicht 2 Meter 50 breit sondern 4 Meter breit zu bauen. Die Anlage soll so schön gestaltet werden wie auch die anderen Brücken und Wege in der Stadt, also mit den selben Geländern und den selben Straßenleuchten.
Das gesamte Projekt wird 1,15 Millionen Euro kosten. 45% der förderfähigen Kosten bezuschußt der Freistaat. Auch wenn diese förderfähigen Kosten nicht so hoch sind wie erwünscht, kann sich die Stadt diesen Neubau auf Grund der guten Haushaltslage leisten. Läuft alles wie geplant, ist die Eröffnung noch vor Weihnachten geplant, sozusagen als Weihnachtsgeschenk an die Mühldorfer Bürger.
Abschließend dankte Bürgermeisterin Marianne Zollner allen am Bau beteiligten und hoffte auf unfallfreien Verlauf.
Damit griffen die Beteiligten zum Spaten und gaben den Bau frei. Das war gar nicht so einfach...
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Frau Bürgermeisterin, ein Traum der Stadt geht in Erfüllung. (O-Ton)
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Herr Haindl, was wird das für eine Brücke und wie schafft ihr es, sie in so kurzer Zeit zu bauen? (O-Ton)
Das gibt spektakuläre Bilder, wenn so ein großer Kran die Brückenteile über den Innkanal einhebt. (O-Ton)
Herr Böhm, das Wunschtraumprojekt wird zur Stadt passen. Was haben Sie genau geplant? (O-Ton)
Wird’s für die Verkehrsteilnehmer Einschränkungen hier oder an der Nordtangente gegenüber geben? (O-Ton)
Beim Einheben der Brücke wird gesperrt werden müssen. (O-Ton)
Denken Sie, der Neubau ist bis Dezember zu schaffen? (O-Ton)
Dann wünschen wir viel Erfolg dazu. (O-Ton)

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