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Das gab's 2016 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir in KW 37/2016 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
200 900 Jahre Ranoldsberg: Festzug und Vorstellung der Ortschronik 15:00 37
Nach dem Gedenken an die Gründer und alle Vorfahren der heutigen Ranoldsberger Bürger zogen Gemeinde, Vereine und Bürger durch Ranoldsberg zurück zum Kriegerdenkmal. Dort hatte Pfarrer Herbert Aneder im Totengedenken darauf hingewiesen, daß die Verstorbenen ein Teil der Lebenden sind ohne die es weder den Ort noch seine Bürger gäbe.
Jeder Ranoldsberger der seit Generationen hier lebt, repräsentiert so in seinem Wesen und seinen Eigenarten, in seiner Freude und seiner Trauer die Vorfahren. Die Verstorbenen sind ein Teil der Lebenden geworden.

Angeführt von der Buchbacher Blasmusik zogen Bürgermeister, Marktgemeinderat, MdL Günther Knoblauch, Bürgermeister der Nachbargemeinden und stellvertretender Landrat Alfred Lantenhammer, Vereine und Bürger durch die Siedlung zurück zum Kriegerdenkmal um dort den ersten Teil der 900-Jahr-Feier mit der Bayernhymne abzuschließen.

Buchbachs Bürgermeister Thomas Einwang dankte Pfarrer Herbert Aneder und den Teilnehmern am Festzug und bat sie zum zweiten Teil der Jubiläumsfeier in den Saal des Gasthauses Willis gegenüber.

Dort im Saal konnte Bürgermeister Thomas Einwang neben den Genannten dann auch MdB Stephan Mayer willkommen heißen, Kreis-Heimatpfleger Ernst Aicher, Bauernverbands Kreisobmann Ulrich Niederschweiberer und Kreisbäuerin Anni Senftl sowie die Autoren des Heimatbuches: Meinrad Schroll und Manfred Rott.

Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer scherzte, die meisten Zuhörer haben wohl die Gründung nicht miterlebt, wurden aber doch in ihrem Wesen geprägt durch ihr Dorf.
Eine 900-jährige Geschichte ist ja etwas Besonderes. Sogar die vermeintlich wichtigste Nation der Welt – die USA – sind gerade einmal 240 Jahre alt. (O-Ton 15:00:00)
Eine gemeinsame Geschichte verbindet eine Gesellschaft mehr als Verfassungen und Grundgesetze. Gerade Bayern mit seiner 1.500-jährigen Geschichte zeigt diesen Zusammenhalt, der natürlich auf den gemeinsamen christlichen Werten, den Sitten und Gebräuchen und dem daraus resultierenden Selbstbewußtsein resultiert.
Stephan Mayer würdigte das lebendige Vereinsleben in Ranoldsberg, das trotz der Eingemeindung in den Markt Buchbach erhalten geblieben ist.
So gratulierte er der Dorfgemeinschaft zum Jubiläum und zu ihrem Zusammenhalt und wünschte ihnen eine genau so erfreuliche Zukunft wie es ihre Vergangenheit war.

MdL Günther Knoblauch gratulierte der Gemeinde zum Jubiläum und erinnerte an die Zeit, in der Salzburg im Landkreis Mühldorf das Sagen hatte. Eine Delegation aus Salzburg hatte erst wenige Tage zuvor den Landkreis bereist und angeregt, die früheren Verbindungen wieder aufleben zu lassen und zu vertiefen.
Wenn es den Salzburger Regenten über 250 Jahre hinweg gelungen war, sich aus kriegerischen Auseinandersetzungen herauszuhalten, dann sollte sich die heutige Politik das zum Vorbild nehmen.
Als Mitglied der „Enquette-Kommission für gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und Land“ war Günther Knoblauch überzeugt, das rege Vereinsleben in Ranoldsberg trägt wesentlich dazu bei, die Gemeinde attraktiv zu halten. Dazu nötig ist der Einsatz jedes Einzelnen. Wie das geht und daß sie das gut machen zeigte die 900-Jahr-Feier. So gratulierte er der kleinen Gemeinde und zu ihren 900 Jahren.

Der Schönberger Bürgermeister und stellvertretende Landrat Alfred Lantenhammer berichtete von Kindheitserinnerungen in Ranoldsberg die ihn fast zu einem Ranoldsberger gemacht haben. Von seinem Wohnort sieht man Ranoldsberg am Horizont liegen. Er hat Ranoldsberg also tagtäglich im Blick.
Wenn sie ihre 900-jährige Geschichte feiern, dann feiern sie eigentlich sich selbst. Sie sind ein jung-gebliebenes Dorf mit einer aktiven Jugend, die die Geschichte sicher fortsetzen wird.
So gratulierte er auch zur neuen Chronik an deren Zustandekommen Manfred Rott wesentlichen Anteil hatte. Ihm galt sein persönlicher Dank und der des Landkreises.
Da den Landkreis das Leben in den Gemeinden charakterisiert, wünschte er den Ranoldsbergern, daß sie ihre Geschichte so erfolgreich fortsetzen und hoffte, daß das Dorf seine Eigenständigkeit erhalten kann.
Zum Jubiläum überreichte er Thomas Einwang das Glaswappen des Landkreises.

Thomas Einwang begrüßte Meinrad Schroll und Manfred Rott, die in zwei Jahren die Geschichte der Gemeinde in einem Buch zusammengefaßt haben.

Meinrad Schroll hat vor Jahren seine Tätigkeit beim Fernmeldeamt mit der des Heimatforschers getauscht. In vielen Jahren hat er sich unglaubliches Wissen um die Geschichte der Region erarbeitet, hat zahlreiche Archive ausfindig gemacht und darin recherchiert und so Heimatbücher für zahlreiche Gemeinden erstellt. Darunter auch für Oberbergkirchen, Gars und Zangberg und mehrere Gemeinden im Landkreis Traunstein.
Er berichtete, im Codex des Klosters Ebersberg findet man den Ortsnamen „Reginoltesperge“, der schon im 19. Jahrhundert von Historikern auf das Jahr 1116 datiert wurde. Dieser Eintrag gilt seither als erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde Ranoldsberg.
Während er normalerweise 4 Jahre für die Erarbeitung einer Ortschronik braucht, erhielt er den Auftrag für dieses Buch erst im August 2014. So blieben nur zwei Jahre Zeit…
Die Zeit wurde noch kürzer, da die Gemeinde nicht nur die Anwesen und Personen in den heutigen Gemeindegrenzen aufgelistet haben wollte sondern alle in der Altgemeinde und der Pfarrei, die im Jahre 1205 erstmals genannt worden war.
Im Buch lückenlos beschrieben sind die Ereignisse in Ranoldsberg sowohl während der bekannten geschichtlichen Ereignisse wie auch die kleinen Vorgänge, von denen die offizielle Geschichtsschreibung kaum Notiz nimmt. Etwa der Bau der Kirche oder die Gründung der zahlreichen Ortsteile. Aber auch die wundersamen Rettungen von denen die Votivtafeln in der Kirche berichten. Enthalten sind alle Ortsvorsteher oder Bürgermeister, alle Pfarrer und Nonnen, die in Ranoldsberg gelebt haben. Enthalten sind auch alle Weiler, alle Marterl und natürlich die Kapellen sowie die Schule, die Post und die Gendarmerie. So weit auffindbar haben sie Bilder und Zeichnungen im Buch verwendet. Es kam so viel Material zusammen, daß aus den geplanten 400 Seiten 620 wurden.
Ohne Hilfe hätte er das nicht geschafft. So dankte er Susanne Reinhard, Franziska Haller-Niedermeier und eben Manfred Rott sehr für ihre Unterstützung. Genau so wie den Finanziers, die die Kosten für dieses umfangreiche Werk getragen haben.

Manfred Rott gab den Dank für die gute Zusammenarbeit an Meinrad Schroll zurück. Obwohl es ihm Freude bereitet hatte und er viel gelernt hat, wollte er doch kein zweites solches Werk erstellen. Er hatte 1.000 Stunden seiner Freizeit dafür aufgewendet.
Manfred Rott stellte das Buch aus der Sicht des Einheimischen vor, das so aussieht und den Titel trägt: „Ranoldsberg, das Dorf, die Weiler und seine Leute“.
Nach langer Diskussion entschieden sie sich für ein Luftbild von 1938 als Titelbild und ein aktuelles für die Rückseite.
Das ansprechend gestaltete Buch ist übersichtlich und strukturiert aufgebaut. Es eignet sich daher auch gut als Nachschlagewerk.
Mit zahlreichen Blicken in das Buch stellte Manfred Rott die Geschichte der Gemeinde vor und warb so für das Buch.
Ein Glossar erläutert alte Begriffe und hält sie so im Sprachgebrauch.
Ausführlich enthalten ist die Geschichte der Häuser. Jeweils bebildert mit dem Auszug des Flurplans von 1812 und einer aktuellen Luftaufnahme. Wenn vorhanden, fügten sie weitere Fotos ein.
Ebenfalls enthalten sind Anekdoten wie das Verschwinden des Geldes mit dem der Kirchturm einen Zwiebelturm erhalten sollte. Die Überlieferung berichtet, daß die Ranoldsberger das aber nicht wollten und nährt den Verdacht, sie hätten das Baugeld einfach geklaut!
Nur ein Plan zeigt, daß auf der Südseite der Kirche ein Laubengang war, ähnlich dem um die Kapelle in Altötting.
Verschwunden sind die schönen Kirchenfenster und wieder zurück drei der vier Kirchenglocken von 1613, die im Hamburger Hafen den zweiten Weltkrieg überstanden haben.
In einem Mirakelbuch sind handschriftlich 743 Gebetserhörungen in der Zeit von1768 bis 1782 vermerkt. Auch diese finden sich im Buch wider, wurden übertragen und übersetzt, so daß man sie verständlich lesen kann.
Die Fotos zeigen die Entwicklung des Ortszentrums und die Liste der Kriegsopfer läßt ihre Schicksale erahnen.
Eine Besonderheit sind die Erinnerungen einer Heimatvertriebenen, die als 12-jährige aus dem Elbtal nach Ranoldsberg kam und hier eine neue Heimat fand. Ein berührendes Zeitdokument.
Breiten Raum nimmt die Geschichte der Vereine in Ranoldsberg ein: Von der Katholischen Landjugend über den Gesangsverein, die Schützen, die Krieger- und Soldatenkameraden, die Fußballer bis hin zum wieder gegründeten Radfahrerverein.
Das Buch ist also weniger ein Heimatbuch zum Lesen als viel mehr ein Lexikon in dem man alles nachschlagen kann was die Gemeinde ausmacht.
Damit dankte Manfred Rott dem Gemeinderat von Buchbach, der die Mehrkosten für die zusätzlichen 220 Seiten zu tragen erst kürzlich zugesagt hatte. Er wünschte allen viel Freude an dem neuen Buch und war froh, es geschafft zu haben.

Manfred Rott freute sich, das erste Exemplar des Werkes Bürgermeister Thomas Einwang überreichen zu können, das fast zwei Kilogramm wiegt und zum Preis von 35 Euro jedem Interessierten bereit steht.

Bürgermeister Thomas Einwang dankte beiden für ihre Vorstellung des Buches und war überzeugt, dieses Buch gehört in jeden Haushalt.
Er war auch überzeugt, zwei Jahre Bearbeitungszeit waren genau richtig. Hätten sie Meinrad Schroll vier Jahre suchen lassen, dann wären die Kosten wahrscheinlich explodiert und das Buch kaum mehr zu tragen gewesen. So bleibt sicher genug Material für eine weitere Auflage dann zum 1000-Jahr-Jubiläum 2116….

Damit dankte er nochmal Meinrad Schroll und überreichte ihm ein persönliches Exemplar seines Buches.
Ein weiteres Exemplar überreichte er Manfred Rott und dankte dem „örtlichen Schriftleiter“ besonders für seinen außergewöhnlichen Anteil. Und auch für das Einbringen seines Sammlerfundus und das Herzblut, das er hier investiert hat.
Manfred Rotts Gattin Melitta dankte Thomas Einwang mit einem Blumenstrauß und beiden mit einer Flasche Champagner und einem Umschlag mit einem besonderen Dankeschön.

Bei der Erarbeitung der Haus- und Hofgeschichte hat sich gezeigt, wie viele Anwesen bereits sehr lang im Besitz der gleichen Familien sind – berichtete Thomas Einwang. Diesen sogenannten „Altbesitz“ ehrt der Bayerische Bauernverband besonders. Deshalb bat er Bauernverbands-Kreisobmann Ulrich Niederschweiberer auf die Bühne.

Ulrich Niederschweiberer war begeistert vom vorgestellten Buch dessen Wert nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Er würdigte die große Arbeit, die nötig war, die alten Dokumente auszuwerten und in die heutige Sprache zu übersetzen. Um so mehr als sie meistens von Schicksalsschlägen berichten, von Unfällen, Gerichtsverhandlungen oder von Kaufverträgen.
Nachdem er auf die große Leistung eingegangen war, die die erfolgreiche Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Anwesen über Jahrhunderte hinweg darstellt, blickte er auf die aktuelle Lage der Landwirtschaft, die besonders überschattet ist vom niedrigem Milchpreis. Ähnliches brachte die ständige Veränderung der Landwirtschaft, die den Landwirten immer das Wirtschaften erschwert hat.
Gemeinsam mit den Bürgermeistern Thomas Einwang und Michael Hausberger überreichten sie dann die Ehrenurkunden für Altbesitzer.
Josef Schweikls Familie bewirtschaftet den Hof in Götzkirchen schon seit 1688.
Johann Scheitzachs Familie bewirtschaftet ihren Hof seit 1724.
Josef Oberhubers Familie bewirtschaftet den Oberhuber-Hof seit 1656.
Seit 1774 bewirtschaftet Hans Oberbauers Familie den Riedl-Hof in ununterbrochener Generationenfolge.
Den Stadlhuber-Hof bewirtschaftet Thomas Müllers Familie seit 1745.
Maximilian Kalteneckers Familie bewirtschaftet den Groama-Hof seit 1681.
Den Franzen-Hof bewirtschaftet Marlene Faltermaiers Familie seit 1782.
Willibald Brunners Familie bewirtschaftet den Höpfinger-Hof seit 1656.
Seit 1812 bewirtschaftet Franz-Xaver Elber den Stober-Hof. Er war nicht gekommen.
Johann Stoibers Familie bewirtschaftet den Hoizel-Hof seit 1667. Er war in Urlaub.
Gerhard Söll, der Bauer‘z‘Odering bewirtschaftet seinen Hof seit 1763.
Markus Sengmüllers Familie bewirtschaftet das Gasthaus Willis in der Dorfmitte seit 1746.
Bartholomäus Strohmaiers Familie bewirtschaftet den Sickinger-Hof seit 1636.
Seit 1688 bewirtschaftet Familie Rott den Sternecker Hof in Sterneck.
Hans Lanzingers Familie bewirtschaftet ihren Hof in Lanzing bei Oberbergkirchen seit 1679.
Den Gratzl-Hof in Er bewirtschaftet Georg Pliningers Familie in Erlham seit 1811.
Andrea Böhms Familie bewirtschaftet den Zoana-Hof seit 1759.

Mit dem gemeinsamen Foto aller Geehrten ging der Festabend zu Ende.
201 900 Jahre Ranoldsberg: Festgottesdienst und Rundweg der Vereine 11:00
Sonntag früh riefen die alten Glocken vom Kirchturm die Ranoldsberger zum ökumenischen Festgottesdienst den die Pfarrer Herbert Aneder und Andreas Reisberg gestalten würden.

Wenn er tags zuvor an die Gründerväter Ranoldsbergs erinnert hatte, wollten die Pfarrer Herbert Aneder im Gottesdienst Gott die Ehre geben und IHM für Bewahrung und Führung danken. Immerhin hat Ranoldsberg 900 Jahre lang auch ein bißchen die Weltgeschichte mitbestimmen dürfen. Damit hiessen sie die Gottesdienstbesucher willkommen.

Zu Gründungszeiten gab es noch nicht die Aufspaltung in Katholiken und Protestanten machte Pfarrer Andreas Reisberg deutlich was sich in den vielen Jahrhunderten alles geändert hat.

Geboren werden, Lernen, Arbeiten, Heiraten, Kinder erziehen, leben und sterben wiederholen sich ständig, beschrieb Pfarrer Andreas Reisberg das Leben, das schließlich zur Geschichte eines ganzen Ortes wird. In allen Jahrhunderten haben sich Reiche und Arme das Leben bestmöglich gestaltet und immer auf Gottes Führung vertraut und von IHM Hilfe erfahren. Daß das auch so weitergeht erbat er in seinem Gebet.

Aus dem Buch der Psalmen las Heidi Bohner die Geschichte von der auf festem Grund gebauten Stadt, die den Stürmen der Zeit getrotzt - und Frieden gefunden hat wegen des Hauses Gottes in ihren Mauern.

Das Evangelium entnahm Pfarrer Herbert Aneder aus dem Gleichnis vom klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Damit forderte Jesus Gehorsam weil auf dem festen Fundament seines Wortes ein glückliches Leben möglich ist.

Der Chor unterstrich die eindringlichen Worte.

In seiner Predigt unterstrich Pfarrer Andreas Reisberg die Worte aus Lesung und Evangelium.
Erfahrungen von langen Reisen oder eine lange Geschichte geben zwar Sicherheit, können aber nicht ersetzen, was das Wort Gottes von Ewigkeit her bietet: Ein unerschütterliches Fundament.
Der feste Grund ist also die Gnade Gottes, die ein Zusammenleben ganz ohne Blick auf Herkunft, Können oder Besitz des Einzelnen ermöglicht. Das war allezeit gleich, auch wenn sich die Bilder sehr verändert haben, die früher gemalt wurden und heute als Fotos das Reich Gottes zeigen, das mitten unter uns ist.

Um das Beste für Ranoldsberg bat Heidi Bohner in den Fürbitten: Für den christlichen Glauben, für Bürgermeister und Gemeinderäte, für die Gewerbetreibenden, die den Bürgern Arbeit geben und die Gemeinde finanzieren, für die Vereine und die Geselligkeit, für die jungen und alten Menschen, die sich hier wohlfühlen sollen und schließlich für die Gründer und Vorfahren, die immer das beste für Ranoldsberg gesucht haben.

Gemeinsam erteilten die Pfarrer Herbert Aneder und Andreas Reisberg den Ranoldsbergern und ihren Gästen den Segen und entließen sie in die nächsten 900 Jahre.
Der Chor schloß den Gottesdienst mit dem Lied der Bayern.

Wie das in einem bayerischen Dorf so üblich ist, traf sich die Festgemeinde dann erst „auf an Ratsch“ vor der Kirche bevors rüber ging „zum Wirt“ wo schon das Mittagessen wartete.

Dort freute sich Bürgermeister Thomas Einwang und lud die Gäste ein, auf einem Rundweg die Stände der Vereine zu besuchen. Wer alle 16 Stempel auf einem Laufzettel beisammen hatte, nahm an der späteren Verlosung teil.
Mit Buchbachs drittem Bürgermeiter Wolfgang Limmer haben wir uns auf diesen Rundgang begeben und einige Marktgemeinderäte begleitet.

Den Laufzettel gabs am Stand der Gemeinde beim Kriegerdenkmal. Dort erhielt man auch den Rundweg und die Angebote erklärt.

Weiter gings zu den Waldesruh-Schützen wo die Marktgemeinderäte bald genug hatten. Der erste Stempel.

Über die neue Treppe gings wieder rauf, weiter zur Schule wo uns Markus Baldauf von der Feuerwehr nassspritzen wollte. Das wäre ohne Kamera ja ganz nett gewesen, bei den Temperaturen an diesem September-Sommertag.
So gabs den zweiten Stempel.

Der dritte folgte gleich auf dem Fußballplatz. Dort versuchten Manfred Kroha und Ingrid Schimanski den Ball durch die Torwand zu zirkeln.

Gleich daneben die nächste Herausforderung: Sowas wie Hufeisenwerfen mit Reifen und Schläuchen boten die Jungschützen Sterneck an. Wieder nix getroffen…
Manni Kroha wollte da aber schon mit einem BMW-Reifen antreten!
Die nächsten beiden Stempel gesichert.

In der Siedlung bewunderten wir die phantastische Lage der Häuser dort, die bei passendem Wetter das ganze Alpenpanorama vor ihren Fensternhaben. Aber auch so ist der unverbaubare Ausblick sehenswert.

Antworten auf ein Ranoldsberger Rätsel forderte die CSU. Und da waren dann sogar die Marktgemeinderäte gefordert. Die Fragen brachten allerhand Erinnerungen zurück. Und den nächsten Stempel.

Am Stand des Bauernverbandes sollten die Besucher erraten welche Körner zu welcher Frucht gehören. Das war gar nicht einfach und so halfen die jungen Landwirte bereitwillig.

Spaß machte die Geschicklichkeitsfahrt mit dem Traktor. Runter gings ganz schnell. Nur rauf hatte es Manfred Kroha nicht so leicht…

Eine willkommene Erfrischung bot der Förderverein „Freunde der Kinder Ranoldsberg-Buchbach“, der sich die Saftbar des Landkreises ausgeliehen hatte und dort alkoholfreie Cocktails anbot. So ein „Quentin‘s Red Australia“ oder so ein „Swimmingpool“ tat bei Temperaturen über 30° richtig gut.
Und das erst auf der Gartenliege unterm Sonnenschirm!
Und wieder ein Stempel.

Die First Responder nutzten den Schatten des Lagerhauses und ließen das Wiederbeleben am Simulator üben.
Ingrid Schimanski probierte das gleich aus.
Der nächste Stempel war gesichert.

Hinter dem Lagerhaus verkauften die Krieger- und Soldaten ein kühles Eis und die Radfahrer stellten ihr High-Tech-Gerät vor, das man wohl heute zum Radlfahren braucht.
Den Stempel gabs erst nach der Beantwortung kniffliger Fragen rund ums Fahrradfahren.

Bei den Kriegern und Soldaten sollten die Besucher Nägel in Baumstümpfe schlagen. Die Profis machten das natürlich mit der Finne des Hammers.
Einen Stempel gabs aber auch für die, die die Nägel nur umbogen…

Damit waren wir schon fast zurück im Zentrum: Rechts zeigten die Imker Bienen und boten Honig und allerlei Informationen rund ums Imkern und gegenüber versorgte die Katholische Landjugend die hungrigen und durstigen Rundgänger.
Die nächsten beiden Stempel und viel Spaß für Fotograph Wolfgang Limmer.
Das Kuchenbuffet schloß den Rundgang ab und brachte den letzten Stempel.

Wie heiß es war, zeigte der Laufzettel am letzten Stand wo er gegen ein Los eingetauscht werden konnte.
Dort gabs auch das Heimatbuch zu kaufen, das am Vorabend vorgestellt worden war.

Unter allen Teilnehmern verlosten die Veranstalter später wertvolle Preise. Eine vierwöchige Urlaubsreise in die Karibik für zwei Personen war aber nicht darunter. Das war wohl ein Spaß der Marktgemeinderäte, die sich mit der Hoffnung auf so einen Hauptgewinn selbst motiviert hatten….

Den späteren Abend nutzten die Ranoldsberger und ihre Gäste und ließen die 900-Jahr-Feier auf dem Platz vor der Kirche in gemütlicher Runde ausklingen.
Es war eine gelungene Feier mit der die kleine Gemeinde ihr Jubiläum beging und so wenigstens für zwei Tage wieder ein bißchen von der Selbständigkeit zurückholte, die sie 1970 durch die Eingemeindung nach Buchbach verloren hatte. Diesen Verlust haben sie nämlich bis heute nicht ganz verwunden.
Sie alle da - in der 900 Jahre alten Gemeinde im nördlichen Landkreis - die das Beste suchen - für Ranoldsberg!
202 Anläßlich 700 Jahre Maitenbeth: Kreisbauerntag mit StM Helmut Brunner - Insolvenzwelle abgewendet? 16:00
Fast das ganze Jahr über feiert Maitenbeth schon sein 700-Jahr-Jubiläum. Auf die Frage warum sie das noch nirgends bekannt gemacht hätten meinte Bürgermeister Josef Kirchmaier, sie wären ja medienmäßig gar keine Mühldorfer mehr…
Tatsächlich ist es bis heute schwierig mit den Gemeinden im Haager Land, die sich auch nach über 40 Jahren Zugehörigkeit zum Landkreis Mühldorf noch immer eher Richtung Wasserburg und Erding orientieren…

Am zurückliegenden Wochenende hatten die Landwirte der Gemeinde auf dem Hof von Bernhard Bauer ein Landwirtschaftsfest gefeiert und nutzten den letzten Tag ihres Festes zum Kesselfleischessen und für den Kreisbauerntag.

Schon lang bevor‘s losging ließen sich die Besucher Schweinswürstl, Surbraten und eben Kesselfleisch schmecken. Die Blaskapelle Isen unterhielt dazu.

Am Vortag hatten die Besucher Quizfragen zu lösen. Unter den 340 Antworten waren 189 richtige – ein respektables Ergebnis. Die 8-jährige Glücksfee Julia zog aus den richtigen Antworten 22 Preise und Bernhard Bauer überreichte die Gewinne.

Langsam wurde es Abend.

Staatsminister Helmut Brunner kam quasi durch die Hintertür und zog zum Bayerischen Defiliermarsch in die Maschinenhalle ein, die zur Festhalle umfunktioniert war.

Inzwischen hatten sich auch eingefunden: Die Kreisobleute Ulrich Niederschweiberer und Anni Senftl, Kreis-CSU-Vize Max Heimerl, stellvertretender Landrat Alfred Lantenhammer, eine Reihe Bürgermeister umliegender Gemeinden und Gemeinde- und Kreisräte aus der Region. Als letzter Ehrengast kam MdB Stephan Mayer.

Kreisobmann Ulrich Niederschweiberer begrüßte die zahlreichen Bäuerinnen und Bauern und natürlich die Ehrengäste zum Kreisbauerntag auf dem Stanner-Hof. Neben den genannten war eine ganze Reihe Landwirtschaftsfunktionäre, Vertreter von Banken und dem verarbeitenden Gewerbe.
Zum Schluß hieß er Staatsminister Helmut Brunner willkommen.

Ulrich Niederschweiberer freute sich über die Aufnahme des Landwirtschaftsfestes in den Kalender der 700-Jahrfeiern der Gemeinde Maitenbeth. Das ermöglichte den Bürgern einen Blick hinter die Kulissen der Landwirtschaft, die ihre Informationen sonst aus zweiter oder dritter Hand haben. Dafür dankte er Bernhard Bauer sehr, der dafür seinen Hof zur Verfügung gestellt hatte.
Ulrich Niederschweiberer wies kurz auf die zahlreichen Problemfelder hin, in denen die Landwirtschaft derzeit kämpft. Kurz gesagt: Das Preisgefüge paßt nicht mehr.
Umweltauflagen, die Tierwohldiskussion und das Preisdiktat der Discounter machen der Landwirtschaft das Leben schwer.
Sogar wenn die Landwirte alle Forderungen erfüllen, erhalten sie für ihre Produkte keinen Cent mehr. Es kann nicht sein, daß so die Bauern kaputtgemacht werden.
In der Milchkrise reichen 14 Cent „Herauskaufprämie“ nicht aus. Diese Prämie kommt nur Betrieben zu Gute, die ohnehin bald aufhören. Die aber, die davon leben wollen gehen leer aus. Ihnen droht die Insolvenz.

Die zahlreichen prominenten Gäste in seiner Gemeinde sah Bürgermeister Josef Kirchmaier als große Ehre.
Ziel des Landwirtschaftsfestes im Rahmen der 700-Jahr-Feier war es, den Bürgern die Arbeit der heutigen Landwirtschaft näher zu bringen und einen Vergleich zu ziehen, wie sie vor 700 Jahren gearbeitet haben. Zudem wollten sie die Notwendigkeit der Landwirtschaft aufzeigen.
Die Besucher hatten viele Fragen, die sie alle beantworten konnten. Ein großer Erfolg für den sich die intensive Vorbereitung gelohnt hat.
Nachdem er seine Heimatgemeinde und die Schwierigkeiten beschrieben hatte, ihre Zukunft zu gestalten, berichtete Josef Kirchmaier, die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ging von 192 auf 38 Betriebe zurück. Viele Betriebe finden keine Nachfolger. Das liegt nicht nur am Milchpreis sondern vor allem am Kaufverhalten der Verbraucher, denen Preis vor Qualität geht.
Daß es auch anders geht, zeigen die frisch gebackenen Jungmeister.
Trotz allem war er stolz auf die Landwirte in seiner Gemeinde, dankte für ihre tatkräftige Mithilfe und überreichte stellvertretend Bernhard Bauer ein kleines Geschenk.

Die Stimmung in der Landwirtschaft war sicher schon besser meinte Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer. Gerade da muß die Politik Präsenz zeigen und offen sagen, was sie tun kann und was nicht. Er kann ihnen zwar nicht versprechen daß nach einer bestimmten Zeit alles gut wird aber er kann versprechen, daß sie alles dafür tun werden daß die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft bestmöglich verbessert werden.
Auch wenn darüber Unzufriedenheit herrscht, haben sie doch bereits einiges erreicht. Der Etat des Landwirtschaftsministeriums wurde um 300 Millionen Euro angehoben. Dann kommen für 2016 und 2017 jeweils 178 Millionen für verschiedene weitere Maßnahmen dazu. Aus einem zweiten EU-Programm mit insgesamt 500 Millionen Euro Umfang werden 150 Millionen für die Milchmengenbegrenzung ausgegeben. Mit 350 Millionen wird liquiditätsschwachen Landwirten unter die Arme gegriffen – 58 Millionen für deutsche Landwirte. Diese Summe verdoppelt der Bund.
Das alles reicht nicht, zeigt aber doch, daß sowohl die Bundes- wie die bayerische Politik alles unternimmt um den Landwirten zu helfen. Dafür wurde das Agrarmarktstrukturgesetz so geändert, daß Landwirte und Molkereien Einzelvereinbarungen treffen können. Auch das Steuerrecht wurde angepaßt und Erlöse aus Grundverkauf wurden besser gestellt. Ab Januar 2017 folgt ein Bürgschaftsprogramm und eine Besserstellung von Unterstützungszahlungen.
Das alles zeigt, daß die Politik die Landwirtschaft verdammt ernst nimmt - auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt.
Abschließend freute er sich über die gelungene Selbstdarstellung der Landwirtschaft auf diesem Fest und motivierte die Bauern durchzuhalten. Sie werden alles dafür tun, daß sie weitermachen können.

Maitenbeths CSU Ortsvorsitzender Georg Kirchmaier beklagte die Entfremdung der Bevölkerung von der Landwirtschaft die die Landwirte als Tierquäler und Umweltvergifter sieht. Das geht bis hin zum Mobbing der Kinder in Kindergärten und Schulen.
Gut, daß die bayerische Staatsregierung hinter den Landwirten steht und sie vor sogenannten Tierschützern schützt. Man weiß ja heute nicht mehr, ob man den eigenen Kindern empfehlen soll, den Betrieb zu übernehmen.
Er forderte die Erzieher auf, Sachverhalte richtig darzustellen und so zum Erhalt der Landwirtschaft beizutragen. Um den Menschen die Landwirtschaft näher zu bringen war so ein Landwirtschaftsfest wie am Vortag dringend nötig. Das reicht aber nicht und muß regelmäßig stattfinden.

Nicht ganz so lang wie es Maitenbeth gibt, bewirtschaften viele Bauern schon ihre Höfe, scherzte Gastgeber Bernhard Bauer und stellte die Ergebnisse seiner „Luftbildaktion“ vor in der 155 Hofeigentümer Auskunft gegeben haben. Aktuell gibt es in Maitenbeth nur noch 38 Höfe die Tiere halten aber 800 Haushalte.
Er forderte stärkeres Engagement der Landwirte in der öffentlichen Diskussion um so nicht in die Rolle einer Randgruppe zu fallen. Ein Fest wie am Vortag hat dazu beigetragen, daß man nicht über sie spricht sondern mit ihnen. Das ist nötig, weil sie auch in den kommenden 700 Jahren noch gesunde Lebensmittel herstellen möchten.

Nach einer musikalischen Einlage trat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner ans Pult. Er war gern gekommen um auch hier den direkten Kontakt mit den Landwirten zu pflegen.
Nach Stephan Mayers Grußwort das einer Ansprache eines Landwirtschaftsministers gleich kam, wußte er nicht, was er noch Neues beitragen könnte.
Auch Helmut Brunner sah eine zunehmende Einmischung in die Arbeit der Landwirte. Angefangen von politisch-ideologischen Vorhaltungen über eine veränderte öffentliche Meinung, immer mehr Auflagen mit mehr Bürokratie bis hin zu Klimaänderungen gibt es viel was es den Landwirten zunehmend schwerer macht ihre Höfe zu erhalten.
Die veränderte öffentliche Meinung kann man mit einem Hoffest wie hier besser beeinflussen als mit politischen Aktionen. Leider hat der Strukturwandel trotz aller Maßnahmen vielen Landwirten die Existenz gekostet auch wenn es noch immer die zahlenmäßig meisten Betriebe in Bayern gibt.
Die Milchkrise betrifft nicht nur die Landwirte. Sie hat auch Folgen für die Landmaschinenbranche und weitere Branchen im Umfeld. (O-Ton Ein 10 Cent geringerer Milchpreis bedeutet für die bäuerlichen Michviehbetriebe einen Kaufkraftverlust von 800 Millionen Euro!)
Das ist gefährlich für den gesamten ländlichen Raum! Die Sensibilisierung der gesamten Bevölkerung ist also dringend nötig.
Auch der Klimawandel sorgt für Veränderungen: In einem Jahr klagen die Landwirte über Trockenheit, im nächsten über zu viel Niederschlag. Sie müssen sich ständig neu ausrichten.
Gegen die explodierende Bürokratie trotz erklärter Absicht des Abbaus hat er in seinem Ministerium einen „Bürokratiefilter“ eingebaut. Ob der hilft muß sich zeigen. Es ist schließlich sinnvoller, Maßnahmen vor ihrer Einführung auf Praxistauglichkeit zu prüfen als hinterher ihre Folgen zu beseitigen. Übrigens betrifft das auch andere Branchen, etwa die Handwerker.
Dann kam Helmut Brunner zum Thema Preisentwicklung.
Lange Diskussionen wie eine Insolvenzwelle unter den Landwirten verhindert werden könnte haben die Lösungsmöglichkeiten gebracht, die Stephan Mayer bereits angerissen hat. Ab sofort läuft die Antragsstellung für die EU-weit 150 Millionen Euro für die Reduzierung der Milchmenge.
Mit 14 Cent pro Kilogramm nicht gelieferter Milch unterstützt die EU damit die Landwirte. Und das bis zu maximal der Hälfte der bisher gelieferten Milch.
Allerdings reduziert sich die Eu-weit produzierte Milchmenge damit maximal um 0,7%
Die weiteren 350 Millionen Euro erhalten die Betriebe, die ihre Milchproduktion konstant halten. Von der genannten Summe stehen für Deutschland 116 Millionen Euro zur Verfügung, dank der Verdoppelung durch die Bundesregierung. Das reicht gerade für eine Ausgleichszahlung von 0,36 Cent pro Liter nicht gelieferter Milch.Das ergibt bei einer Jahresliefermenge von 500.000 Kilogramm Milch eine Einmalzahlung von etwa 1.800 Euro. (O-Ton Eine Summe, die man nicht verachten sollte. Da werden die Bauern dankbar sein! :-) )
Allerdings sind das alles schmerzlindernde Maßnahmen ohne Heilungswirkung.
Wenn die Milchbauern bei einem Cent Preisreduzierung 800 Millionen Euro Kaufkraft einbüßen, dann gleicht keine staatliche Maßnahme diese Verluste aus. Deshalb muß der Markt wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.
Da nach dem Ende der Milchquote Landwirte europaweit die Produktion gesteigert haben, ist natürlich der Preis gesunken. Manche haben durch noch höhere Produktion versucht, ihre Einnahmen stabil zu halten. Das alles hat in die Sackgasse - und dazu geführt, an die Eigenverantwortung zu appellieren. Eine Lösungsweg war die Möglichkeit, Individualverträge mit den Molkereien abzuschließen. Das wurde leider nicht angenommen wie geplant oder gewünscht.
Denkbar wäre eine vorübergehende Wiedereinführung der Milchquote. Etwa 5% weniger für 6 Monate. Das ist leider derzeit nicht durchführbar. Trotzdem erwarte Helmut Brunner von der EU den Aufbau eines Sicherungsnetzes für die Landwirte ähnlich wie 2009 mit der Abwrackprämie für Autos oder die besondere Kurzarbeiterregelung. Die Politik muß also Weichenstellungen vornehmen.
Allerdings gibt es Anzeichen für eine Besserung die Hoffnung aufkommen lassen. Solche Anzeichen kommen aus China, Australien und auch aus der EU wo weniger Milch produziert wurde. Trotzdem werden Instrumente nötig sein, die künftig ein Eingreifen der Politik möglich macht.
Anders als vermutet geben nämlich zuerst die großen Unternehmen auf und nicht die kleinen bäuerlichen Familienbetriebe in Bayern. Die Großbetriebe in Norddeutschland sind gezwungen, ihre Landarbeiter zu entlassen und ihre Höfe zu verkaufen. Sie können mit den bäuerlichen Familienbetrieben im Süden nicht konkurrieren. Das heißt aber auch, daß irgendwann auch die kleinen Betriebe an ihre Schmerzgrenze kommen. Trotz bester Ausbildung, Motivation und den zusätzlichen Standbeinen wie Fremdenverkehr oder Energieerzeugung.
Staatsminister Helmut Brunner ging in der Folge auf die zahlreichen Möglichkeiten ein aus anderen Bereichen Einnahmen zu generieren, sprach sich gegen das alte Motto „Wachsen oder weichen“ aus, forderte die Fortsetzung der Förderung der Landschaftspflege und der Bio-Lebensmittelproduktion in Bayern und einen fairen Umgang aller Beteiligten miteinander. Das zu erreichen spricht er mit bis zu 31 Organisationen und räumt dabei auch Vorurteile aus.
(O-Ton: Ich bekenne mich…)
Er setzt nicht auf Massenware sondern auf Qualität und Premiumprodukte. Nur so wird die bayerische Landwirtschaft vernünftige Preise erzielen und damit bestehen kann. Genau das wollen die Verbraucher. Für ihr Mitarbeiten daran dankte Helmut Brunner allen Beteiligten am Markt und sogar Ministerpräsident Horst Seehofer, der sich häufig für die Anliegen der Landwirtschaft stark macht.
Helmut Brunner war abschließend überzeugt, daß die Bauern weitermachen werden weil sie ihre Höfe lieben, ihre Tiere und sicher auch die Leute, die sie auch weiter mit gesunden Lebensmitteln versorgen wollen.

Im letzten Programmpunkt zeichneten Kreisobmann Ulrich Niederschweiberer und Staatsminister Helmut Brunner die frisch gebackenen Landwirtschaftsmeister aus. Dazu überreichte er ihnen eine Urkunde und eine Arbeitsjacke des Bayerischen Bauernverbandes.

Wir haben Staatsminister Helmut Brunner gefragt, ob er der Meinung ist, daß die vorgestellten Maßnahmen geeignet sind, die Insolvenzwelle abzuwenden, die der Vorsitzende der Bundesagrarministerkonferenz Dr. Till Backhaus im Juli in Mühldorf für das kommende Jahr angekündigt hat, sollte sich nichts gravierendes ändern: (O-Ton)

Ulrich Niederschweiberer entließ den Minister und überreichte ihm zum Dank für sein Kommen einen kleine Wegzehrung.
203 Montgelas-Preis für StM Joachim Herrmann und François Villeroy de Galhau 13:05
Maximilian Carl Joseph Franz de Paula Hieronymus Graf von Montgelas (sprich Moschelaa) war ein bayerischer Politiker und Staatsreformer sagt Wikipedia über den Staatsmann, der Anfang des 19. Jahrhunderts als ausgebildeter Jurist und Historiker maßgeblich die bayerische Politik bestimmt und praktisch alle Bereiche des Staates beeinflußt hat. Sein größter Verdienst ist die radikale Durchführung der Säkularisation, die Gleichstellung der christlichen Konfessionen und eine tief greifende Reform der öffentlichen Verwaltung, des Finanz- und Steuerwesens und der Rechtspflege.
Dabei ließ er sich vom Beispiel Frankreich leiten und genoß die uneingeschränkte Unterstützung von König Maximilian I. von Bayern.
Graf Monteglas residierte unter anderem im Schloß Egglkofen im nördlichen Landkreis Mühldorf, das seine Nachfolger 2012 in eine Stiftung überführt haben.
Besonders Elsass-Bäcker Toni Jung pflegt im Landkreis Mühldorf die Kontakte nach Frankreich, die etwa zur Partnerschaft Schönbergs mit Rittershofen im Elsass geführt haben oder zu mehreren Besuchen Mühldorfer Mandatsträger und Bürger im Elsass. Zuletzt Anfang Juni. So erhielten wir eine Einladung zur diesjährigen Montgelas-Preisverleihung, die im Senatssaal des Maximlianeums in München stattfand.

Den Festabend umrahmten musikalisch Yasmin Hussain am Klavier, Nicolette Miriam Ferrari mit der Violine und Nicola Hutzenthaler mit dem Konzertakkordeon. Alle drei Musik-Abiturientinnen des Max-Josef-Stifts in München.

Durch den Abend führte die BR-Moderatorin Julia Büchler. Sie stellte Graf Montgelas vor und hieß die zahlreichen Gäste willkommen unter denen neben den Preisträgern auch die Laudatoren MdL Erwin Huber und Luc Chatel waren, der ehemalige französische Regierungssprecher und Staatsminister für Erziehung, Jugend und Vereinswesen.

Landtagsvizepräsident MdL Reinhold Bocklet stellte die Räumlichkeiten gern zur Verfügung.
Mit dem, seit 2010 Montgelas-Preis ehrt die Montgelas-Gesellschaft jährlich je eine bayerische und eine französische Persönlichkeit, die sich um das Erbe Montgelas verdient gemacht haben.
Sie verfolgen damit das Ziel, die Kenntnis um die Leistung Graf Montgelas zu verbreiten und so die bayerisch-französische Freundschaft zu vertiefen. Diese Absichten decken sich mit seinen persönlichen und den Absichten des bayerischen Parlaments weshalb er die Gäste gern willkommen hieß.
Er würdigte die Leistungen Graf Montgelas, den er als Schöpfer des modernen bayerischen Staates beschrieb, als Revolutionär, Reformer und konservativer Bewahrer zugleich. Montgelas schaffte das Berufsbeamtentum und die moderne Verwaltung mit Fachministerien und klar definierten Zuständigkeiten.
Die beiden Preisträger haben sich in ihrem politischen Wirken um das geistige Erbe Montgelas‘ verdient gemacht. Damit gratulierte Reinhold Bocklet den Preisträgern herzlich.

Montgelas-Gesellschafts-Vorsitzender Pierre Wolff stellte den Verein vor, der nun zum 6. Mal den Preis vergibt. Der Verein wurde 1991 gegründet und basiert ausschließlich auf ehrenamtlichem Engagement.
Der Zeitpunkt für die Preisverleihung orientiert sich am Geburtstag Graf Montgelas‘ am 12. September.
Eine Absicht hinter dieser Veranstaltung ist auch die Zusammenführung hochrangiger Persönlichkeiten aus Frankreich und Bayern und der Austausch über die Situation des jeweils anderen.
Das ist sowohl in Bayern als auch in Frankreich dringend nötig weil hier wie dort noch immer falsche Meinungen über die jeweils anderen kursieren. Das zu korrigieren geht nachhaltig nur im direkten Kontakt.
Die hier entstandene Gemeinschaft will die Montgelas-Gesellschaft fördern und über die besonders interessierten Gruppierungen hinaus erweitern. So dankte er allen, die die Preisverleihung und diese hochrangige Veranstaltung hier und in Frankreich unterstützen.
Besonders dankte Pierre Wolff Elsass-Bäcker Toni Jung und der Firma Villeroy und Boch, die die Büsten herstellt und spendet.

Nach einer musikalischen Einlage sprach Moderatorin Julia Büchner mit dem französischen Generalkonsul Jean-Claude Brunet und dem Ur-Ur-Ur-Enkel von Graf Montgelas, dem Rechtsanwalt und Bürgermeister von Gerzen im Landkreis Landshut Maximilian Joseph Graf von Montgelas. Der war stolz auf die Geschichte seiner Familie und hat auf der Suche nach ihren Wurzeln im französischen Savoyen interessante Entdeckungen gemacht.
Generalkonsul Jean-Claude Brunet beschrieb die bayerisch-französischen Beziehungen als sehr eng und nach den jüngsten Ereignissen in Frankreich und Bayern noch stark gewachsen. Das Verhältnis ist geprägt von gemeinsamen Werten, von Solidarität und sogar von Herzlichkeit.

Nach einem weiteren Musikstück würdigte der ehemalige Französische Bildungsminister und Abgeordnete zur Nationalversammlung Luc Chatel die besonderen Leistungen von Staatsminister Joachim Herrmann.
Bevor er darauf zu sprechen kam, würdigte er aber die großen Leistungen aller 507 Millionen Europäer, die es geschafft haben ein sicheres und freies Europa zu formen, das allen Angriffen von Menschen trotzen wird, denen unsere Lebensweise nicht paßt.
Er beschrieb die Gefahr, die aus Kräften innerhalb der EU resultiert und geeignet ist, das Erreichte zu zerstören. Dem zu widerstehen forderte er alle politischen Kräfte und alle Europäer auf.
Er unterstrich die besondere Rolle Frankreichs und Deutschlands bei der Europäischen Einigung und forderte die Zuhörer auf, den deutsch-französischen Motor wieder anzukurbeln um diese krisengeschüttelte europäische Gemeinschaft wieder auf Kurs zu bringen.
Gerade in solchen Zeiten freute er sich mit Joachim Herrmann einen verdienten bayerischen Politiker ehren zu dürfen, eine standfeste Persönlichkeit, einen, der es schaffen kann, den gemeinsamen Motor wieder auf Touren zu bringen. Dazu bei trägt auch die bayerisch-französische Freundschaft, die ein starkes Fundament für das gemeinsame Europa sein kann.
Er schloß mit den Worten: „Es lebe die deutsch-französische und besonders die bayrisch-französische Freundschaft – Vive l‘Europe!“

Damit überreichte Luc Chatel den Montgelas-Preis an Staatsminister Joachim Herrmann und Assistentin Mona Madfai verlas die Ehrenurkunde.

Staatsminister Herrmann freute sich über die Ehrung, die ihm als 52. Nachfolger des Ministers Montgelas zuteil wurde. Er dankte der Montgelas-Gesellschaft für die Ehrung und versprach, sein Amt auch weiter nach den Grundsätzen Montgelas‘ zu führen.
Augenzwinkernd fügte er hinzu, daß er der zweifachen Wendung in der Bündnispolitik Montgelas‘ nicht unbedingt nachfolgen will.
Wie dem auch sei setzt er die Politik fort, auch wenn der zentralistischen Verwaltung Montgelas‘ ein eher föderalistisches System gewichen ist.

Nach einem weiteren Musikstück würdigte Staatsminister a.D. und MdL Erwin Huber den französischen Preisträger, den Gouverneur der französischen Nationalbank, Francoise Villeroy de Galhau.
Wenn in Bayern jedes Schulkind von Montgelas hört, dann stand er als Finanzminister in der direkten Nachfolge des Ministers. Allerdings war er sicher der 100. weil Finanzen einfach ein gefährlicheres Amt ist als Innenminister….
Daneben war er auch Staatsminister für Verwaltungsreform und hat ohne groß nachzudenken diese Aufgabe angenommen. Da mußte er schnell feststellen: (Da kann man sich zwar Meriten verdienen, sie aber nicht ernten!)
Trotzdem profitiert Bayern noch heute von den Leistungen Montgelas, der es aber doch nicht in die Walhalla geschafft hat. Das sollte doch noch gelingen. (Applaus)
Allerdings sollte er den Preisträger würdigen, den die Montgelas-Gesellschaft sehr klug gewählt hat: Francoise Villeroy de Galhau.
Nahe der Grenze bei Straßburg geboren hat er ein katholisches Gymnasium besucht. Er spricht exzellent Deutsch und war bis zuletzt auch Mitglied der Firma Villeroy und Boch, ist also auch deutscher Unternehmer.
Nach dem Studium, das er auch an einer Eliteuniversität in Paris absolviert hat, wirkte er als Berater mehrerer französischer Minister und bei der französischen Vertretung bei der EU in Brüssel.
Zuletzt war er sehr erfolgreich als Bankmanager. Das hat die Entscheidung von Präsident Hollande bestätigt, der Francoise Villeroy de Galhau an die Spitze der französischen Nationalbank berufen hat. Eine Institution über jeder Kritik – zumindest in Deutschland.
Er trägt so Verantwortung für die Stabilität des Euro und damit auch der deutschen Währung.
Seine Auszeichnung durch die Montgelas-Gesellschaft ist mutig weil er auch ein begeisterter Europäer ist, der andere mitziehen kann.
Da die Kritik an der Politik der EZB nicht abflauen will kritisierte Erwin Huber den einseitigen Blick auf die Null-Zins-Politik, die die europäischen Exporte unterstützt und bewirkt hat, daß Deutschland wieder Export-Weltmeister wurde.
Auch in seiner Unterstützung der Wachstumspolitik unterstützt die bayerische Staatsregierung Francoise Villeroy de Galhau uneingeschränkt. Dazu gehört auch das Studium seines Leitfadens für „hadernde Europäer“, eines Buches aus seiner Feder, das leider bislang nur in französischer Sprache vorliegt.
100 Jahre nach der Schlacht um Verdun und 71 Jahre nach dem zweiten Weltkrieg ist heute mit vielen Städte- und Schulpartnerschaften Freundschaft die Grundlage des deutsch-französischen Verhältnisses. Das setzte sich fort, als Francoise Mitterand auf einem deutschen Soldatenfriedhof Helmut Kohl die Hand gereicht hat und beide so der Opfer der Kriege gedacht haben: Hand in Hand.
So ist auch diese Auszeichnung zweier verdienter Persönlichkeiten ein ähnliches Zeichen wie man die Zukunft angehen sollte: Hand in Hand!

MdL Erwin Huber überreichte die Statue an Francoise Villeroy de Galhau, der sich herzlich für die Auszeichnung bedankte. Es war ihm eine große Ehre, besonders weil die Statue aus dem Haus stammt, in dem er immer noch Gesellschafter ist.
Auch wenn die Wurzeln seiner Familie im Saarland sind und er kein Bayer ist, freute er sich über das gute Verhältnis beider Länder und lobte die finanzpolitische Darstellung Erwin Hubers, der ihm ja tatsächlich seine Ansprache vorweggenommen hatte. Sie alle stehen in der Tradition Montgelas, die sie auch fortsetzen wollen.

Die Ehrung schlossen die jungen Musikerinnen ab und die Montgelas-Gesellschaft lud ins Foyer zu einem Empfang bei dem auch Elsässer Wein und Backwerk von Schönbergs Elsass-Bäcker gereicht wurden.
204 Das Akademiekonzert der 14. Mühldorfer Sommerakademie: Von Felix Mendelssohn-Bartholdy bis Benjamin Britten 15:00
Sehr gut besucht war das diesjährige Dozentenkonzert der Mühldorfer Sommerakademie im Stadtsaal. Fast der gesamte Stadtrat war vertreten. Dazu die Bürgermeister Marianne Zollner und Ilse Preisinger-Sontag. Bürgermeister und Stadträte waren in Begleitung gekommen.
Zum 14. Mal konnte Akademie-Leiter Thomas Breitsameter Gäste zu diesem attraktiven Konzert begrüßen.

Das Konzert eröffneten Verena Louis und Maria Swajger-Kulokowska am Klavier mit Claude Debussy‘s „Petite Suite für Klavier zu vier Händen“. Die Interpreten stellte uns Thomas Breitsameter vor. (O-Ton)

Claude Debussy hat die kleine Suite für Klavier 1889 veröffentlicht und in der Erstaufführung auch selbst mit gespielt. Die Suite besteht aus vier Sätzen: „Im Boot“, „Aufzugsmarsch“, „Menuett“ und „Ballet“

Claude Debussy muß man mögen. In seinen Werken folgt er den französischen Mustern des 19. Jahrhunderts mit dem Ziel Vergnügen zu bereiten. Dazu gehören einfache Harmonik auf der einen Seite und das „Tänzerische in den elastischen Rhythmen“ sowie die leichten Akzente auf der anderen Seite.

Zum zweiten Teil des Konzerts kamen Professor Friedemann Wezel und Professor Roland Baldini mit Violinen, Robin Porta und Thomas Breitsameter mit Violas und Professor Stephan Forck mit einem Violoncello auf die Bühne. Sie interpretierten Felix Mendelssohn-Bartholdy‘s „Quintett für Streicher in B-Dur – Opus 82“

Jakob Ludwig Felix Mendelssohn-Bartholdy, wie der Komponist mit vollem Namen heißt, der am 3. Februar 1809 in Hamburg geboren wurde, und nicht einmal 40-jährig am 4. November 1847 in Leipzig starb, hinterließ ein geradezu unglaublich umfangreiches musikalisches Werk.
Er gilt als einer der bedeutendsten Musiker der Romantik, schuf die Funktion des Dirigenten, gründete die erste Musikhochschule in Deutschland und bemühte sich, die Werke Georg Friedrich Händels und Johann Sebastian Bachs bekannt zu machen.

Nach der Pause setzten Stephan Forck mit dem Violoncello und Frithjof Martin Grabner fort mit Gioachino Rossini‘s „Duo für Cello und Kontrabass“. (O-Ton)

Anfang des 19. Jahrhunderts zog es viele Künstler nach London wo sie die Welt der reichen Bankiers schmückten. 1824 bestellte der erst 29-jährige Bankier David Salmons ein Werk für Cello und Kontrabaß und zahlt Gioachino Rossini dafür stattliche 50 Pfund. Erst 1968 gaben die Erben David Salmon‘s das Werk für die Allgemeinheit frei.

Geradezu modern ging es weiter mit Benjamin Brittons „Simple Symphony“ bei dem die Dozenten Verstärkung von ihren Kursteilnehmern erhielten.
Die „einfache Sinfonie“ hatte der Komponist ursprünglich für ein Schulorchester geschrieben und 1934 uraufgeführt. Sie besteht aus vier Sätzen in denen Britton acht Kindheitserinnerungen verarbeitet hat: „Boisterous Boureé“, „Playful Pizzicato“, „Sentimental Saraband“ und „Frolicsome Finale“.
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Besonders der „gezupfte“ zweite Satz bereitete den Besuchern Freude, so daß es nicht verwunderte, daß die Musiker dieses Stück in der Zugabe noch einmal wiederholten.

Nach dem Konzert haben wir mit Thomas Breitsameter gesprochen: Das 14. Dozentenkonzert hat den Zuhörern wieder viel Freude bereitet und großartiges Können gezeigt. War es schwierig, die Teilnehmer für die Sommerakademie auszuwählen, unterzubringen und Vortragsräume zu finden? Das war in den vergangenen Jahren ja nicht so einfach. (O-Ton)

Vielen Dank und Gratulation zu diesem gelungenen Konzert.

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