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Josef J. Pöllmann
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Das gab's 2013 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir in KW 45/2014 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
"Schlaglichter auf den großen Krieg" Eine Ausstellung in Waldkraiburg im Rahmen der 6. Geschichtstage 10:20 45
In der Studiogalerie im Haus der Kultur hat Stadtarchivar Konrad Kern zahlreiche Ausstellungsstücke so aufbereitet, dass Besucher eine ganze Zeit brauchen um alles zu studieren und zu lesen.
Zur Eröffnung der Ausstellung „Schlaglichter auf den großen Krieg“ kamen neben allen drei Bürgermeistern auch zahlreiche Stadträte und viele Waldkraiburger Bürger. Auch Altbürgermeister Siegfried Klika mit Gattin waren unter den Gästen.
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Die Frauensinggemeinschaft der Musikschule Waldkraiburg eröffneten die Eröffnungsfeier mit der Nationalhymne des Österreichischen Kaiserreiches.
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Bürgermeister Robert Pötzsch hieß die Gäste zur Eröffnung der Ausstellung willkommen.
Sicher haben sich viele gefragt, was die junge Stadt Waldkraiburg mit dem ersten Weltkrieg zu tun hat. Man kann sich auch fragen, was wir alle heute mit diesem Krieg zu tun haben.
Da zeigt gerade diese Ausstellung welchen Einfluß der erste Weltkrieg noch heute auf uns alle hat. Chronologisch der Reihe nach zeigt die Ausstellung die Entwicklung des Krieges, seine Grausamkeit und die Auswirkungen auf die Heimat.
Das alles ist 100 Jahre her. Es gehört zu unserer Geschichte – auch zu der von Waldkraiburg.
Robert Pötzsch sah die Ausstellung als Mahnmal, geeignet aufmerksam zu machen und für die Zukunft zu lernen. Er wünschte der Ausstellung viele Besucher und damit große Wirkung.
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Museumsleiterin Dr. Susanne Abel berichtete von der Entstehungsgeschichte der 6. Geschichtstage im Landkreis, denen nicht nur eine lange Vorbereitungszeit voraus ging sondern noch früher eine kontroverse Diskussion unter den Mitgliedern des „Forums Heimatforschung“.
In 8 Ausstellungen, mehreren Musikveranstaltungen, einem Theaterstück und zahlreichen Rahmenveranstaltungen erinnern die Mitglieder des Forums im Rahmen der Geschichtstage an das Leben im Landkreis während des ersten Weltkrieges.
Jeder Krieg hat Auswirkungen weit über die Teilnehmer hinaus. So auch der erste Weltkrieg, der bis zur vierten Generation Folgen zeigt. Noch heute werden Kriege geführt, die Folgen der Ereignisse des ersten Weltkrieges sind. Das zeigt diese Ausstellung, die erkennen lassen sollte, dass Krieg keine Lösung für gar nichts ist. Da trotzdem immer wieder Kriege geführt werden fällt es manchmal schwer, an die Vernunft des Menschen zu glauben!
Damit dankte sie Konrad Kern, der einen großen Anteil zu den Geschichtstagen im Landkreis hat. Sie wünschte der Ausstellung viele Besucher und hoffte, dass sie bei allen Nachdenken bewirkt.
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Die Frauensinggruppe der Musikschule setzte mit der Ungarischen Nationalhymne fort.
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Konrad Kern erklärte zunächst die Herkunft der beiden Hymnen. Die Melodie der Österreichischen Nationalhymne stammte von Joseph Haydn und die Ungarische Hymne von Erenz Erkel. Die Ungarische Hymne wird dort noch heute unverändert gesungen.
Es geht in der Ausstellung also um Österreich-Ungarn.
Da die Feier am 9. November stattfand, betrachtete er diesen besonderen Tag in der deutschen Geschichte:
Am 9. November 1918 proklamierte der SPD-Staatssekretär Philipp Scheidemann die erste deutsche Republik.
Am 9. November 1923 scheiterte der sogenannte Hitler-Putsch an der Feldherrnhalle in München am Widerstand der bayerischen Polizei.
Am 9. November 1938 wurde in der Reichskristallnacht der Progrom an den Juden im Deutschen Reich verübt.
Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer und damit die Teilung Deutschlands.
Damit kam er zur Ausstellung, die nur einen Ausschnitt zeigen kann. Deshalb konzentrierte er sich auf die Schlaglichter, also auf Exponate, die das Schicksal und das Leid der einfachen Menschen zeigen.
Nach einer Landkarte, die die Vielfalt des Österreichisch-Ungarischen Kaiserreiches zeigt ist eine Karte zu sehen, die er so zerschnitten hat, wie das Reich nach dem Krieg in die einzelnen Teile zerfallen ist.
In einem ersten Teil betrachtet die Ausstellung das Geschehen an den Fronten in Serbien-Montenegro und Rußland ab August 1914, Italien ab Mai 1915 und Dänemark ab August 1916.
Konrad Kern beschrieb die einzelnen Exponate und erklärte ihre Herkunft. Darunter ein Projektil, das ein Soldat nach Jahren aus seinem Körper operiert bekommen, und danach über Jahrzehnte als Talisman bei sich getragen hat. Oder handgemalte Feldpostkarten. Oder Dokumente eines Soldaten aus Nordböhmen und viele weitere.
Eine zweite Abteilung widmet sich dem Militär und den Soldaten. Dort sind Urkunden, Orden und Dokumente zu sehen.
Die dritte Abteilung zeigt die dramatischen Auswirkungen auf die Bevölkerung in der Heimat, wo aus Kurhäusern und Schulsäälen Behelfslazarette, und die Lebensmittel rationiert wurden.
Kirchenglocken, geweihte religiöse Instrumente wurden beschlagnahmt und für kriegerische Zwecke genutzt. Und sogar goldene Eheringe und kupferne Haushaltsgeräte wurden durch Eiserne ersetzt. Glashersteller fertigten jetzt Munition. Mobilisiert und in den Krieg geschickt wurden alle, vom Jüngling bis zum Greis. Überall entstanden Lager für Kriegsgefangene. Die Gefangenen mussten bewacht und versorgt werden und mussten Zwangsarbeit leisten.
Die vierte Abteilung ist dem Totengedenken gewidmet. Die Menschen konnten den Krieg nicht so einfach vergessen. Zu tief saßen die Verluste. Landauf landab entstanden Kriegergedenkstätten an denen die Menschen trauern konnten.
Das Ende des Kaiserreichs und der Beginn neuer Staaten in Europa schließt die Ausstellung ab. Viele dieser neuen Staaten sollten schon 20 Jahre später wieder von der Landkarte verschwinden. Bis hin zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges und dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches.
(O-Ton So gesehen dauerte der erste Weltkrieg nicht nur viereinalb Jahre sondern – mit dem zweiten Weltkrieg und dem kalten Krieg 75 Jahre!)
Nach den vielfach als ungerecht empfundenen Friedensschlüssen nach dem ersten Weltkrieg war es nur eine Frage der Zeit, bis sie durch einen weiteren Krieg korrigiert werden sollten. Nur mit kriegerischen Mitteln sahen sie damals die Möglichkeit, die Situation zu korrigieren. Sie hatten nichts aus dem ersten Weltkrieg gelernt. (O-Ton Militärs und Politiker hatte nur ein Ziel: es bei nächster Gelegenheit besser zu machen!)
Die Geschichte von Waldkraiburg ist so ein Beispiel. Die Vorbereitung für den zweiten Weltkrieg war 1937 mit dem Bau der Pulverfabrik der Anfang für die Stadt.
Abschließend dankte Konrad Kern Ingrid Sauer im bayerischen Staatsarchiv und Klaus Moor vom Sudetendeutschen Museum in München, die ihm sehr bei der Vorbereitung der Ausstellung geholfen haben. Da sie persönlich anwesend waren, überreichte er ihnen ein kleines Präsent.
Allen anderen Leihgebern dankte er herzlich und lud zu den vier begleitenden Veranstaltungen ein, die sich neben der Ausstellung auf verschiedene Weise mit dem Thema beschäftigen werden.
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Die Ausstellung „Schlaglichter auf den großen Krieg“ ist in der Studiogalerie im Haus der Kultur noch bis 30. November zu sehen.
Fünf Sterne für Jagus - Zwei Zertifizierungen für das Projektehaus der AWO
AWO Kreisvorsitzende Klara-Maria Seeberger freute sich so viele Gäste zur feierlichen Übergabe des Gütesiegels begrüßen zu können, musste aber Landrat Georg Huber entschuldigen, den Elfreide Geisberger vertrat, die Chefin des Amts für Jugend und Familie.
Sie freute sich besonders über Ehren-Kreisvorsitzende Britta Hennersdorf, die damals den Bau von Jagus zu verantworten hatte.
Neben Hans Schuhmacher, dem Beauftragten für die Auszeichnung mit Gütesiegeln begrüßte sie auch Berufsberater Ludwig Lechner und weitere Mitarbeiter des Jobcenters. Ihr Gruß galt wichtigen Leuten wie Siegfried Hanesch von der Stadt Waldkraiburg und Michael Assmann von der Sparkasse Altötting-Mühldorf. Und Bildungsberater Peter Rumpf von der IHK. Und eine Reihe Jugendlicher, die im Projektehaus der AWO ihre Ausbildung absolvieren.
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Wenn überall die Jugendarbeitslosigkeit beklagt wird und andererseits Lehrstellen nicht besetzt werden können, dann kann man kaum fassen, wenn – wie in der Tageszeitung berichtet wird: (O-Ton)
Es kann schließlich nicht sein, die Bemühungen beim „Sichten von Listen“ zu belassen. Das macht die AWO wesentlich besser, die die Jugendlichen an die Hand nimmt und sie behutsam ans Berufsleben heran führt. So muss man mit den jungen Leuten umgehen. Die Öffentlichkeit sollte erkennen, dass hier Jugendlichen geholfen wird und dieser Dienst besser unterstützt werden muss.
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Einrichtungsleiterin Brigitte Betz-Pemler freute sich sehr über die vielen Gäste an diesem – für ihr Haus - besonderen Tag.
Für das Zertifikat hatten sie sehr umfangreiche Unterlagen zu erstellen und Tests zu bestehen. Das Gütesiegel erleichtert den Erhalt der „Trägerzulassung“ und der „Maßnahmenzulassung“, die jede Einrichtung benötigt um Förderung von der Bundesanstalt für Arbeit oder dem Jobcenter zu erhalten.
Seit einiger Zeit betreiben sie aktives Qualitätsmanagement, berichtete Brigitte Betz-Pemler. Als Qualitätsbeauftragte haben sie Martina Richwien bestimmt, die unaufhaltsam dafür gesorgt hat, dass alle Abläufe dokumentiert wurden und das Qualitätsbewußtsein in den Köpfen verankert wurde.
Anfang Juni haben zwei Auditoren vor Ort alles überprüft und alle Mitarbeiter befragt.
Die Wartezeit bis zur Bekanntgabe des Ergebnisses war spannend. Erleichterung dann, als das positive Ergebnis einging. Für ihre Hilfe dabei dankte sie allen sehr.
Trotz der vielen organisatorischen Arbeit stehen immer noch die Jugendlichen im Vordergrund. Sie zu unterstützen und zu begleiten ist für sie alle das Wichtigste. Auch wenn sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt verbessert hat, wird es immer Jugendliche geben, die einen geschützten Raum brauchen um ihre Berufsausbildung abschließen zu können.
Schließlich nimmt die Zahl psychischer Erkrankungen ständig zu, die es verhindern, dass Jugendliche eine normale Ausbildung aufnehmen können.
Solche Jugendliche benötigen Heimatstrukturen, Zugehörigkeit, das Gefühl angenommen zu sein und wertgeschätzt zu werden. Genau das kann Jagus bieten und sie so für das Leben und den Beruf qualifizieren.
2014 konnten so 11 junge Frauen und Männer Jagus in Richtung eines selbstbestimmten Lebens verlassen.
Aktuell nehmen insgesamt 60 Jugendliche an den Maßnahmen teil, 37 werden ausgebildet, 7 beschäftigt das Erwachsenenprojekt Jagida und 16 Jugendliche beschäftigt die Jugendwerkstatt, die als Kooperation mit dem Jobcenter erst am 1. Juli ihre Arbeit aufgenommen hat.
Brigitte Betz-Pemler dankte allen Kooperationspartnern sehr, die es ihnen leicht machen, ihre Aufgaben zu erfüllen.
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Jugendamtschefin Elfriede Geisberger überbrachte gern die Glückwünsche von Landrat Georg Huber. Landratsamt und Amt für Jugend und Familie, Naturschutz und Abfallwirtschaft schätzen Jagus als sehr kompetenten Kooperationspartner.
Da wir in einer Zeit des Umbruchs leben, eine alternde Gesellschaft bewältigen - und uns von klassischen Abhängigkeiten befreien müssen, gewinnen Bildung und Teilhabe zunehmend an Bedeutung.
Der Landkreis Mühldorf, der seit 2013 Bildungsregion ist, legt auch weiterhin großes Gewicht auf dieses Thema, bei dem die Übergänge große Bedeutung haben. Gelingen sie, können sich Jugendliche gut entwickeln. Das Projekt „Lernen-vor-Ort“ beobachtet diese Übergänge ständig ganz genau. Gerade beim Übergang von der Schule in den Beruf hat Jagus in den zurückliegenden Jahren Besonderes geleistet.
Alle Verantwortlichen am Landratsamt sind sich der hohen Bedeutung von Jagus für den Landkreis ständig bewußt. So freute sie sich über das Selbstbewußtsein, mit dem sie sich der Zertifizierung unterzogen haben und war überzeugt, sie haben daraus auch selbst für ihre Arbeit neue Erkenntnisse gewonnen.
Elfriede Geisberger gratulierte herzliche zur Verleihung des Gütesiegels und freute sich auf die künftige Kooperation
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Michael Zusann - Teamleiter am Jobcenter Mühldorf - dankte für die langjährige hervorragende Zusammenarbeit. Das Jobcenter betreut im Landkreis 468 Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren, von denen die meisten in Maßnahmen oder in der Ausbildung untergebracht sind. Aktuell gab es an diesem Tag 57 arbeitslose Jugendliche im Landkreis, das sind fast paradiesische Zustände. Dazu kommen 70 arbeitssuchende Jugendliche – zusammen also 137 Einzelschicksale, die Betreuung brauchen. Sollte nichts geschehen, würden sie alle in Hartz IV landen.
Da ist es dem Jobcenter lieber, 30.000 Euro pro Person aufzuwenden und sie zu qualifizieren. Tatsächlich reicht es nicht, Listen zu sichten. Schließlich ist jeder Name ein Mensch mit einem Schicksal...
Die Zertifizierung ist zwar aufwändig, nützt aber allen Beteiligten und schafft Grundlagen für eine erfolgreiche Kommunikation.
Er lobte die gute Zusammenarbeit, die schließlich auch zur Einführung der Jugendwerkstatt geführt hat, gratulierte nochmals und freute sich auf die folgende Siegerehrung.
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Es war Hans Schuhmacher, dem Beauftragten für Gütesiegel für soziale und berufliche Integration der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit eine besondere Freude, das Gütesiegel an Jagus überreichen zu dürfen. In seiner Organisation haben sich 10 landesweite Wohlfahrtsorganisationen zusammengeschlossen und seit dem Jahr 2000 Qualitätsregeln definiert und ihre Einhaltung überwacht. Das Gütesiegel wurde seither 32 mal an Einrichtungen verliehen, von denen sich inzwischen bereits einige „rezertifizieren“ ließen.
Nachdem er Inhalt und Bedeutung des Gütesiegels erläutert hatte, dessen wichtigste Eigenschaft der Nachweis der geforderten Qualität für finanzierende Institutionen ist, erläuterte er die Vielfalt der angebotenen Normen: Seit 2012 gibt es neben der ISO-Logik die AZAV-Norm, deren Einhaltung hier beide überprüft wurde. So gibt es hier tatsächlich zwei Zeugnisse, eins für den Inhalt und eins für die Einhaltung der Qualitätsstandards, die alles umfaßt, von der Ausgestaltung der Arbeitsplätze bis zur wirtschaftlichen Führung der Einrichtung.
Das alles ist nötig um den Jugendlichen die bestmögliche Ausbildung zu bieten.
Hans Schuhmacher beschrieb die besonderen Stärken des Projektehauses „Jagus“, die er hier zusammenfasste. In 23 der 28 Qualitätsdimensionen hat sich das Haus seit der ersten Zertifizierung 2010 verbessert. Das heißt aber auch, es gibt noch immer Verbesserungsmöglichkeiten, die sie bis zur nächsten Rezertifizierung in vier Jahren vielleicht beheben können.
Damit überreichte Hans Schuhmacher Brigitte Betz-Pemler zunächst den Prüfbericht dann Martina Richwien die Urkunde der Qualitätszertifizierung. Brigitte Betz-Pemler dankte ihr mit einem Gesteck für die gute Zusammenarbeit in der Steuerungsgruppe.
Klara-Maria Seeberger gratulierte den beiden Verantwortlichen Damen herzlich.
Dann überreichte er Bereichsleiter Markus Lutz die Zertifizierungsurkunde nach AZAV.
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Brigitte Betz-Pemler dankte ihren drei Stellvertretern und Bereichsleitern für die hervorragende Arbeit und lud die Gäste der Feierstunde zu Häppchen und gemütlichem Beisammensein, um gemeinsam den Erfolg zu feiern.
40 Jahre Fachakademie für Sozialpädagogik - Qualität zuerst!
Der Mühldorfer Haberkasten war bis auf den letzten Platz besetzt als die Dozentenband der Fachakademie für Sozialpädagogik unter der Leitung von Johannes Schmidt die Jubiläumsfeier eröffnete.
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Die stellvertretende Vorsitzende der Diakonie in Traunstein, Margarethe Winnichner, hieß die Gäste herzlich willkommen. Besonders Landrat Georg Huber, Bürgermeisterin Marianne Zollner und alle Bürgermeister sowie die Leiter der anderen Fachakademien und der Schulen. Sie konnte eine Reihe weiterer Gäste begrüßen, sogar aus Südtirol und Japan. Besonders willkommen hieß sie Ludwig Ecker und Erwin Gäb, die die Fachakademie durch eine schwere Zeit geführt haben. Da sie der Meinung war, die Fachakademie wird auch weitere Jahrzehnte überstehen hieß sie auch Christian Peiser und Marianne Glück herzlich willkommen.
Sie blickte zurück auf die Anfänge und schließlich die Übernahme der Trägerschaft der Fachakademie durch die Diakonie und die zahlreichen Angebote, die sie heute dort bieten. Die Übernahme lief zäh und forderte Diakonie und Landratsamt gleichermaßen. Heute sind sie stolz darauf, diese Schule betreuen zu dürfen.
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Schulleiter Christian Peiser, der am Schuljahresanfang die Leitung der Fachakademie übernommen hatte, führte durch den Vormittag und bat Dekan Peter Bertram mit einer kurzen Andacht Gott für die vierzig Jahre und das Gelingen ihrer Arbeit zu danken.
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Es gibt viel Grund zu loben und zu danken meinte Dekan Peter Bertram und dankte allen, die sich täglich für das Gelingen und den Zusammenhalt der Gesellschaft einsetzen. Er war stolz mit der Fachakademie dazu beitragen zu können in der sie das christliche Menschenbild vermitteln und Bildung auch als Herzensbildung verstehen. Er beklagte die oftmals geringe Anerkennung derer, die sich hier so für das Gemeinwohl einsetzen. So wollte er allen seinen Dank aussprechen, der ja viel mehr ist als nur ein blosses Wort.
Gerade heute geht es in der Gesellschaft um das Miteinander von alt und jung, von fremd und alteingesessen und in Familien von denen manchmal nur noch Fragmente übrig geblieben sind. Es geht um kleine sanfte Worte, um Liebe und Zuwendung. Deshalb gilt es denen zu danken, die dafür sorgen dass die Familien das bleiben was sie sind, die Keimzelle der Gesellschaft.
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Ein gemeinsames Lied schloss die Andacht ab.
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Für Landrat Georg Huber war die Unterstützung aller gesellschaftlichen Gruppen wichtig. So wie Kinder Unterstützung brauchen, benötigen sie auch Familien und alte Leute. So wird auch der spätere Festvortrag das Miteinander in den Mittelpunkt stellen ohne das der Mensch nicht auskommt.
Die Bedeutung des Miteinander kam auch 2007 zum Tragen als nur gemeinsam der Fortbestand der Fachakademie gesichert werden konnte.
Er blickte auf die Anfänge zurück: Die Fachakademie entstand 1974 im Gebäude des ehemaligen Kinderheimes um Erzieherinnen ausbilden zu können. Mit den hier ausgebildeten Erzieherinnen sollten die Gruppenstärken in den Kindergärten von 35 auf 25 Kinder reduziert werden.
30 Jahre lang trug der Landkreis die Fachakademie.
Heute ist die Zeit ähnlich: Die neuen Kinderkrippen und kleinere Gruppen in Kindertagesstätten erfordern abermals mehr Fachpersonal so dass die Fachakademie erneut gefordert ist.
Nach dem Scheitern der Verstaatlichung der Fachakademie sprang 2007 die Diakonie ein. Ein Glücksfall, wie sich herausstellte. Landrat Huber war überzeugt, nur das gute Verhältnis zwischen ihm und Thomas Zugehör machte diese Übernahme möglich.
Seither trägt die Diakonie die Fachakademie deren Bildungsauftrag sich sehr geändert hat. Heute müssen die Erzieherinnen darauf vorbereitet werden, Kinder von Alleinerziehenden zu betreuen und von Familien in denen beide Elternteile berufstätig sind und von Zugezogenen. Zur Betreuung müssen sie immer mehr Erziehungsarbeit leisten und dabei auch die Eltern unterweisen.
Für die Kindertagesstätten im Landkreis ist die Fachakademie ein unerlässlicher Partner.
Landrat Huber erinnerte an die Gründung von Lernen vor Ort an der die Fachakademie maßgeblich beteiligt war und auch im Lenkungskreis entscheidend mitgearbeitet hat.
Seit Langem bemüht sich die Fachakademie den Studiengang Elementarpädagogik zu etablieren. Sie entwickelt sich also ständig weiter und vergißt auch die Kernaufgabe nicht: Personal für die Kinderbetreuungseinrichtungen der Region auszubilden. Damit trägt sie zur Familienfreundlichkeit und sogar zur Zufriedenheit der Bürger in der Region bei.
Landrat Huber war sicher, die Zusammenarbeit wird auch in Zukunft Früchte tragen und weiter zum Gelingen der Gesellschaft beitragen.
Abschließend dankte Landrat Georg Huber den Mitgliedern des Kreistages für die fortwährende Unterstützung der Fachakademie für Sozialpädagogik und bei allen, die damals die Übernahme durch die Diakonie möglich gemacht haben. Besonderer Dank galt der „Mutter der Fachakademie“, Marianne Glück, die nie aufgegeben hat, Thomas Zugehör und Ludwig Ecker, der die Schule in der schwierigen Zeit kompetent geführt hat.
Besonderer Dank galt den Lehrkräften und Schulleiter Christian Peiser, die gemeinsam für die Zukunft unserer Gesellschaft arbeiten.
(O-Ton Dem gesamten Team der Fachakademie wünsche ich....)
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Dr. Eleonore Hartl-Grötsch leitet die Betriebs-Kindertagesstätten der Landeshauptstadt München und beschäftigt in 1.250 Kindertageseinrichtungen über 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
In ihrem Rückblick stellte sie einen starken Wandel im Berufsbild der Erzieherinnen heraus der aus dem gesellschaftlichem Wandel heraus nötig wurde. War während der Weltkriege eine Erzieherin noch für die Beschaffung von Lebensmitteln zuständig, waren sie währen des Krieges Vermittlerinnen demagogischer Wahrheiten. Nach dem Krieg waren sie plötzlich liberal und nach dem Aufbruch seit 1955 mit Lehrprogrammen konfrontiert. Seit 1975 wurde das relativiert und durch einen Neubeginn 1990 abgelöst, der bis zum BayKiBig 2008 dauerte.
Besuchten Kinder 2008 Kindertagesstätten noch 6 Stunden täglich, sind es jetzt 9,8 Stunden. Das heißt, Erzieherinnen müssen in zwei Schichten arbeiten. Die Stellenplanung von 2005 hat diese Steigerung nicht berücksichtigt und so fehlen ihr in ihrem Betrieb heute 300 Erzieherinnen. In München fehlen insgesamt rund 1.000 Erzieherinnen und Erzieher die trotz vielerlei Anstrengungen nicht zu bekommen sind.
Das verdeutlicht die große Bedeutung der Fachakademie, die mit viel Einsatz so viele Erzieherinnen wie möglich ausbilden und zu Profis machen.
Während das Kinderkriegen fast alle hinkriegen, ist es doch schon schwerer, die Kinder zu erziehen. Um wieviel schwerer es ist, eine ganze Schar unterschiedlichster Kinder mit unterschiedlichstem Hintergrund zu erziehen, kann sich kein Laie vorstellen.
Die Träger verlassen sich dabei auf die Fachakademie, die mit Liebe zum Beruf Nachwuchs ausbilden. (O-Ton Liebe zum Beruf ist Voraussetzung aber Professionalität....heil übersteht.)
Gutmütig allein reicht nicht. Träger brauchen auch Integrationsleistung, Sprachförderung, Unterstützung in Bewegung und das alles in Kooperation mit den Eltern. Das alles lernen die jungen Leute an der Fachakademie.
Sie sah den Beruf der Erzieherin der Zukunft als Sozialingenieurin, die Erkenntnisse aus der Wissenschaft in den Alltag einführen. Tatsächlich gibt es so viel Wissen das nicht umgesetzt werden kann. (O-Ton Dafür braucht’s Sozialingenieure....noch versteht.)
Bei aller Professionalisierung kommt wollte sie Marianne Glück und Christian Peiser Druck abnehmen. Auch wenn sie beste Arbeit leisten sind es erst die Eltern, die die Perlen erkennen und wertschätzen müssen, die sie ihren Kindern vermitteln. Erkennen die das nicht, braucht es eine Lobby, die die Tarifparteien bewegt, die Leistung der Erzieherinnen entsprechend anzuerkennen.
Geld ist nicht alles, aber man muss es haben. Eleonore Hartl-Grötsch schloss: (O-Ton Arbeit hat ihren Wert und muss auch bezahlt werden) Dabei ist es nicht verboten den Beruf zu lieben und diese Freude an die Kinder weiterzugeben. Dann säen die Kindertageseinrichtungen Zufriedenheit die sich für die gesamte Gesellschaft auswirkt.
Die Entscheidung auf Schulgeld zu verzichten ist eine weise Entscheidung zu der sie die Diakonie und den Landkreis beglückwünschte. (O-Ton Sie ermöglichen es so....)
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Mit einem Medley aus Gospel-Songs setzten die Studierenden der Fachakademie einen bunten musikalischen Höhepunkt der ein harmonisches Ganzes ergab wie Christian Peiser meinte.
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Bürgermeisterin Marianne Zollner freute sich im historischen Haberkasten der Fachakademie zum Geburtstag gratulieren zu können. Mühldorf als familien- und kinderfreundliche Stadt könnte nicht so viele Angebote bereit halten würde nicht die Fachakademie die Erzieherinnen dafür ausbilden.
So sind heute 97% der 38% aller Eltern mit den Kindertagesstätten zufrieden, die auf die Umfrage geantwortet haben.
Mühldorf wird weiter Erzieherinnen einstellen und da den Absolventinnen der Fachakademie gute Arbeitsplätze anbieten. Zusammen sind sie eine glückliche Familie. Gerade im Vergleich mit München hat’s Mühldorf richtig gut.
Damit wünschte sie allen gutes Gelingen und gratulierte zum Geburtstag.
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Da die Fachakademie ein global Player ist, stellte Christian Peiser Kindergartendirektorin Marianne Bauer aus Schlanders in Südtirol vor und Professorin Liu Jovnakoschi von der Universität Fukuoka in Japan.
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Vorher aber stimmte die Dozentenband musikalisch auf jeden Grußwortredner ein.
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Auch Marianne Bauer ging auf die Veränderungen während der zurückliegenden 40 Jahre ein, die es immer wieder nötig gemacht haben, ihre Leistungen zu überprüfen, das Bewährte zu behalten und neues dazuzulernen. Die Fachakademie hat das immer geschafft, die sie seit 20 Jahren kennt.
Schon damals haben sie mit Marianne Glück das erste pädagogische Leitmodell erarbeitet und seither im Austausch junge Leute ausgebildet.
Sie haben die hohe Qualität der Fachakademie erkannt, die nicht nur Wissen vermittelt sondern auch Werte, Lebenswissen und Kreativität.
Sie gratulierte zum Jungegebliebensein und dankte für alles was sie gemeinsam erleben durften. Dazu wünschte sie für die Zukunft viel Kreativität ohne sich in der Entwicklung selbst im Weg zu stehen.
Als Geburtstagsgeschenk überreichte sie einen marmornen Brunnen der das ständige Geben und Nehmen symbolisieren soll. So wollen sie zusammen weitergehen und im Fluß bleiben. (O-Ton)

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Professorin Jovnakoschi von der pädagogischen Hochschule in Fukuoka stellte Frau Dr. Hartl-Grötsch die Fachakademie und Marianne Glück vor 10 Jahren vor. Seither haben sie ihre Beziehungen vertieft und sogar Studentinnen ausgetauscht. Zahlreiche Studierende waren seither zu Gast in Japan und haben dort hospitiert und Vorträge gehalten.
Trotz der unterschiedlichen Kultur und Sprache haben sie sich gut verstanden und viele Gemeinsamkeiten entdeckt. Sie würde sich freuen wenn sich die Beziehungen weiter intensivieren würden. So gratulierte sie der Fachakademie zum Jubiläum und dankte sehr für die Einladung.
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Christian Peiser dankte Professorin Jovnakoshi für ihr Kommen und ihren Mut ihren Vortrag in Deutsch zu halten.
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Die Studierenden begeisterten die Besucher mit einem Rap, den Johannes Schmidt als „voll süß und so“ ankündigte. Franziska Wagner hatte das sozialkritische Stück einstudiert.
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Vom staatlichen Institut für Frühpädagogik kam Professorin Dr. Sigrid Lorenz und sprach sehr fachlich zum Thema "Kein Mensch ist eine Insel – von der Bedeutung des Miteinander". Sie ging den großen gesellschaftlichen und pädagogischen Fragen der heutigen Zeit nach und leitete Anforderungen an die Pädagogik ab. Eine ausgewogene zeitgemäße Pädagogik muss sowohl das Individuum als auch das Sozialgefüge im Blick haben. "Das Wir und das Ich müssen gleichermaßen berücksichtigt werden". In diesem Sinne solle Pädagogik mehr Impulsgeber als Wertevermittler sein.
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Die stellvertretende Leiterin der Fachakademie Marianne Glück blickte auf die Geschichte der Fachakademie zurück und beschrieb die Aufgaben ihrer Institution, die sie in einem schwierigen Umfeld erbringen weil ihre Studierenden erst einmal selbst erkennen müssen wer sie sind und wofür sie stehen. Die Selbsterziehung des Erziehers.
Ist das gelungen, müssen sie lernen, wie sie ihre Beziehungen gestalten können und was sie später den Kindern vermitteln wollen.
Das alles konnten sie nur vermitteln weil sie gute Praktikumsstellen haben. Sie können nur so gut sein wie die Praktikumsstellen sind gab sich Marianne Glück bescheiden und dankte allen Anbietern. Dank galt auch allen, die sie in den vielen auch schlechten Jahren begleitet haben.
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Bevor Christian Peiser die Gäste zum gemeinsamen Buffet einlud, schlossen die Studierenden mit einem fröhlichen musikalischen Bilderrätsel und die Dozentenband die Jubiläumsveranstaltung nach fast drei Stunden ab.

40 Jahre "Kreisverband Waldkraiburg" der Banater Schwaben - ein Festnachmittag
"So ein Buch ist auch nur ein Mensch" - ein vergnüglicher literarischer Abend
Seit dem Umbau der Stadtbücherei im Kornkasten ist dort viel mehr Platz für Bücher aber auch viel weniger für Veranstaltungen. Die Gäste des literarischen Abends mussten sich so zwischen Säulen und Bücherregalen einen Platz finden.
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Thomas Peters erinnerte an eine Zeit als Buchstaben und Zahlen friedlich zusammenlebten keine Aufgabe hatten. Dann kam der Mensch und führte seine Ordnung ein, brachte Buchstaben dazu Wörter und Sätze zu bilden und die Zahlen dazu sich zu Kolonnen zu gruppieren und Ergebnisse zu bewirken.
Das funktionierte ganz gut, nur das „U“ war unzufrieden, musst es doch bei Wind und Wetter draußen vor den Stationen der Untergrundbahn Wache halten.
Das alles hatte Axel Hacke so schön formuliert und führte in den Abend ein, der sich dem Buch widmen sollte, dieser gewaltigsten aller Welten, nämlich der der Bücher wie Heinrich Heine behauptet hatte.
Da es weltweit so viele Bücher gibt und auch hier so viele stehen wollte Thomas Peters den Abend den Büchern und Bücherinnen widmen.
Die Frage was die Mühldorfer am liebsten lesen, beantwortete er gleich selbst: (O-Ton Auf Platz 3....)
Das waren nur drei. Die Frage nach den Büchern auf den weiteren Plätzen der Beliebtheitsskale stellte er dem Publikum.
Da niemand spontan antworten wollte, machte er es den Zuhörern einfacher und wollte wissen, wie das älteste Buch der Welt heißt. Da die meisten meinten, es wäre die Bibel, meldete sich ein Zuhörer und relativierte seine Frage. Vor den Büchern gab es schon Tontafeln. Es kommt also auf die Definition an.
Der Zuhörer stellte sich als profunder Kenner der Bücherwelt heraus, der auf alle Fragen Antworten hatte. Thomas Plock war gerne bereit mit Thomas Peters zusammen die Welt der Bücher zu betrachten.
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(O-Ton Thomas Peters.... – Johann Wolfgang von Goethe)
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Schnell stellte sich heraus, dass der zufällig ausgewählte Gast über ein breites literarisches Wissen verfügte und auf fast alle Fragen mit einem Zitat antworten konnte. Thomas Peters dagegen bezog sein Wissen eher aus den neuen Medien und persönlicher Erfahrung.
Der jüngere Peters bevorzugte moderne Autoren und der ältere Plock mehr die Klassiker.
(O-Ton etc.)
Sie duellierten sich mit Namen von Autoren, die – jeder für sich genommen – wertvolle Literatur verfaßt haben.
Thomas Plock untermauerte seine Vorliebe für die klassische Literatur mit Zitaten bedeutender Autoren.
Schließlich einigten sie sich, unabhängig von persönlichen Vorlieben, die Literatur in den Mittelpunkt des Abends zu stellen. Dazu nötig war Munition, also Bücher. Die hatte Thomas Plock rein zufällig dabei: ein ganzer Koffer voll Bücher.
Thomas Peters tat sich da leicht: Er öffnete nur seinen Tabletcomputer. Und schon entspann sich ein Disput über das Für und Wider von Buch und E-Book-Reader:
Natürlich hatte Thomas Peters ein Zitat eines berühmten Mannes, das die Nutzung des Tablet-Computers untermauern sollte: (O-Ton Bildung kommt von Bildschirm....)
Das schrie natürlich nach einer Replik:
Die Debatte über das Für und Wider der jeweiligen Technik in der sie sogar einen automatischen und einen manuellen Buchleser ins Gespräch brachten, der den Buchbesitzern den Anschein geben sollten, sie hätten alle Bücher in ihren Regalen intensiv genutzt und sich so umfangreiches Wissen angeeignet, kamen sie zum Schluss, es ginge gar nicht um die Technik sondern um Inhalte, als die Literatur.
Die Frage, wer denn Deutschlands bester Autor war entzündete die nächste Auseinandersetzung. Man könne nicht gleich mit Goethe anfangen, hatte schon Theodor Fontane festgestellt. (46:03:24)
Nötig ist auf jeden Fall Lesekompetenz und da fehlt es doch heute häufig. Die zu steigern beschlossen die Kultusminister schon drastische Maßnahmen. Trotz allem ist die Lesekompetenz in Finnland am höchsten. Das liegt aber an deren langen Nächten und langen Tagen und an ihrer sprichwörtlichen Redefaulheit, die vermutlich wieder von ihrer komplizierten Sprache kommt...
(49:25:20)
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Trotzdem lag das Land in der Pisa-Studie vor Deutschland. Das alles hatte Axel Hacke herausgefunden.
Und weil schließlich Sprache sich auf das Befinden des Lesers auswirkt lasen sie gemeinsam Ludwig Thomas „Ein Münchner im Himmel“, also vom Dienstmann Alois Hingerl, der im Himmel unzufrieden war und mit göttlichem Rat für die bayerische Staatsregierung wieder auf die Erde zurückgeschicht wurde. Da aber das Bier im Hofbräuhaus so gut war, wartet die Staatsregierung von heute auf die göttliche Botschaft...
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Auch wenn es den Anschein hatte, sie hätten sich auf Gemeinsamkeiten geeinigt, trennten sie sofort wieder ihre Vorlieben für die moderne und klassische Literatur.
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Je mehr Bücher sie sich ansahen, desto differenzierter wurde ihr Blick auf die Autoren. Sie fanden plötzlich auch Bücher, die niemand auf dieser Welt braucht. Manche bestehen nur aus kurzen Sätzchen, in anderen reicht eine Seite nicht für einen Satz.
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Da gibt es doch viele Buchtitel, die neugierig auf die jeweiligen Bücher machen. Alle diese Bücher gibt es wirklich: (O-Ton)
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Da sie keine Antwort auf die Frage finden konnten, ob das Buch eine Zukunft hat, spielten sie eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema: (O-Ton)
Sie karikierten damit die zahlreichen langwierigen Diskussionen an deren Ende der Zuhörer häufig nicht mehr weiß als am Anfang.
Nach langer und tiefgründiger Betrachtung kamen sie zu folgendem optimistischen Schluss: (O-Ton auch das schlechteste Buch... )
Abschließend besprachen sie ein gutes und ein schlechtes Buch und verrissen besonders Joan K. Rowlings neuestes Werk „Ein plötzlicher Todesfall“ in dem weder Harry Potter vorkommt noch die vielen anderen Figuren aus den vorangegangenen acht Harry Potter-Büchern.
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Sie hatten aufgezeigt, wie verschieden die Geschmäcker sind. Deshalb sollten sich die Zuhörer von den vielen Stimmen rund um das Buch nicht beeinflussen lassen und lesen was ihnen Spaß macht.
(O-Ton )
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Stadtbüchereileiterin Regina Kaiser dankten den beiden Schauspielern und lud zu Häppchen ein, die Regina Striegl von der VHS vorbereitet hatte. Damit ließen die Gäste den amüsanten Abend rund um das Buch genüßlich ausklingen.

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