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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
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Das gabs 2008 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im Juli 2008 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
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Das Altstadtfest in Mühldorf: Viel Auswahl für die ganze Familie 27 03.07.08
Alljährlich am letzten Samstag im Juni verwandelt sich Mühldorfs gute Stube zur Partymeile. Schon am Nachmittag flanierten unzählige Familien über den Stadtplatz und genossen kulinarische Genüsse, die von Hot-Dogs bis zum Spanferkel reichten. Die Kinder fanden ihr Paradies vor dem Haberkasten. Dort konnten sie Karussel fahren oder Gummi-Seil-Hüpfen, Schach spielen oder sich darin versuchen, den höchsten Stapel Bierkästen zu besteigen – gesichert durch das THW – natürlich! Hoppla, das war wohl zu hoch?
Im Haberkasten-Innenhof, der schon für das Sommerfestival vorbereitet und deshalb überdacht ist, spielte die Altmühldorfer Blaskapelle auf. Da schmeckte die Brotzeit!
Auf dem Stadtplatz zeigte Coffe BreakZ warum sie vergangenes Jahr Europameister geworden waren.
Auf der Wies kam Weißbräu Anton Sterr mit dem Einschenken kaum nach. Die Bedienungen mußten die Gläser im Tragerl austragen – anders hätten sie die Menge Gäste, die sich bis spät Nachts hier eingefunden haben nicht bedienen können. Aus dem Haus der Begegenung – pardon, dem Mehrgenerationenhaus – wurde die Familien-Oase während die Swing-Street-Bigband um diese Zeit noch für die Kinder spielte. Ob die schon wissen, was Swing-Musik ist?
Acht Musikgruppen traten auf dem Stadtplatz auf und boten für jeden etwas. Von Countrymusik mit den dazugehörigen Line-Dancern über Musik von der Spider-Murphy-Gang und Creedence-Clearwater-Revival bis hin zu Abba und Eric Clapton. Es war wirklich für jeden etwas dabei.
Später unterstützte Joe Benjamin die Swing-Street-Bigband. Die Gäste nutzten die Gelegenheit zum tanzen.
Den groß angekündigten Höhepunkt erlebten die Besucher aber am frühen Abend, als Alt-Schlager-Star Gus Backus die Bühne betrat. Neben einigen Liedern anderer Künstler brachte er auch seine alten Hits wie etwa „Brauner Bär – weiße Feder“ Es verwunderte, daß nicht nur Zuhörer begeistert mitgingen, die ihn damals – vor mehr als 40 Jahren wohl gemerkt – erlebten, als er diese Hits hatte, sondern auch junge Leute, die ihn eigentlich nur vom Hören-Sagen kennen können.
Jedenfalls hatte Gus Backus auf der Bühne und die Zuhörer ihren Spaß. Da lief nicht nur ein Handy mit, das zur Videokamera umfunktioniert worden war. Das können wir uns lebhaft vorstellen, wie das dann aussieht..... :) (fieses Grinsen!)
In der Pause gabs Autogramme für die Fans. Bis zum Schluß des etwa 90-minütigen Konzerts mußten die Zuhörer warten, bis er endlich das Lied anstimmte, auf das die Heimatzeitung alle schon tagelang einschwor: „Da sprach der alte Häuptling der Indianer...“
Bis spät in die Nacht feierten die Besucher am Stadtplatz in Mühldorf ein friedliches Altstadtfest für die ganze Familie.
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Abschied von OStD. Konrad Reger
Nachdem die Beerdigung bereits eine Woche vorher an seinem Heimatort Geretsried stattgefunden hatte, versammelten sich Schüler, Lehrkräfte, Kollegen, Freunde und Bekannte, aber auch Vertreter von Kultusministerium, öffentlichem Leben und Politik in der St. Nikolauskirche, um in einer ökumenischen Trauerfeier Abschied von Konrad Reger zu nehmen. An der Trauerfeier nahmen auch die Ehefrau des Verstorbenen sowie sein Sohn und seine Gattin teil.
Stadtpfarrer Peter Hagsbacher von der Pfarrei St. Peter und Paul, Diakon .. Schamburger von St. Pius und Pfarrer Andreas Beneker von der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Mühldorf erinnerten an die Endlichkeit des Lebens und die Hoffnung auf ein einstiges Wiedersehen.
Die Feier umrahmten Chor und Orchester der Schule sowie Veronika Lägl.
Neben Zitaten aus dem 1. Brief an die Korinther, einem Ausschnitt aus dem Buch Kohelet der Bibel trugen Steffi Jürgens und Luzia Hähnel literarische Texte von Herrmann Hesse und dem Philosophen Seneca vor.
Nach Abschluß der Trauerfeier würdigten zahlreiche Trauerredner den Verstorbenen.
Stellvertretender Schulleiter Josef Unterreiner fest, daß man die Wertschätzung, die Konrad Reger genossen hatte, an der großen Zahl der Teilnehmer an der Trauerfeier ermessen könne. Mit seiner Persönlichkeit, Tatkraft und großer Willensstärke hätte Konrad Reger 17 Jahre lang das Leben am Rupertigymnasium geprägt. Dann zeichnete er den Lebensweg Konrad Regers nach: In Frauenau im Bayerischen Wald geboren, hätte er sein Abitur in Passau gemacht um dann in Regensburg zu studieren. Nach seiner Referendarzeit in Erlangen trat er mit 26 Jahren seine erste Stelle an einem Gymnasium in Burglengenfeld an. Ab 1984 leitete er ein Seminar für Spätberufene Priester der Katholischen Kirche in Wolfratshausen. Seit 1991 war er Schulleiter des Rupertigymnasiums Mühldorf. Er hätte sich stets der großen und kleinen Probleme angenommen und wäre immer darauf bedacht gewesen, die Schule mit klaren Prinzipien zu führen und gleichzeitig ein harmonisches Zusammenleben zu fördern. Dabei galt sein besonderes Interesse der Lehrerausbildung, die er zielgerichtet erweiterte. Darüber hinaus hätte er sich auch immer für die Fortentwicklung der Schulpolitik eingesetzt. (O-Ton: Der Verstorbene hat sich vielfältige Verdienste....hinaus.) Man würde ihm nicht gerecht werden, wenn man die Person Konrad Reger nur auf die Tätigkeit als Schulleiter reduzieren würde. Vielen Kolleginnen und Kollegen wäre er Ratgeber und Helfer gewesen. Überzeugt, seine hohen Ansprüche auch auf seine Mitarbeiter übertragen zu können, trat er ihnen fordernd und fördernd gegenüber. Sein scheinbar grenzenloses Engagement war allen Vorbild und Ansporn.
In den zurückliegenden Monaten hatte er mit der schweren und heimtückischen Erkrankung zu kämpfen, der er versuchte, noch mehr Einsatz an der Schule entgegenzusetzen. Seinen 60. Geburtstag noch an der Schule feiern zu können, wurde ihm jedoch nicht mehr vergönnt.
Zuletzt geprägt von der unheilbaren Krankheit fand Konrad Regers Leben am Sonntag, 15. Juni sein Ende. (O-Ton In großer Dankbarkeit nimmt die Schule Abschied von ihm....)
Staatssekretär Dr. Marcel Huber meinte, kein Weg fiele so schwer, wie der zum endgültigen Abschied von einem Menschen, mit dem man persönlich verbunden war. Selbst während seiner schweren Krankheit hätte sich Konrad Reger noch vielfältig engagiert. Als Verfechter der humanistischen Bildung setzte er auf Disziplin, Ordnung und Einsatzbereitschaft, was nicht immer nur Beifall erzeugte. Er wollte damit den jungen Menschen Orientierung geben und sie bestmöglich auf die Zukunft vorbereiten. Verantwortung für sich und andere zu übernehmen waren für Konrad Reger nicht Last sondern Verpflichtung und Selbstverständlichkeit.
Mit seiner Erfahrung hat er über die Landkreisgrenzen hinaus das bayerische Bildungswesen bereichert. Dafür gebühre ihm Dank. Mit seinem ansteckenden Optimismus hätte er angepackt und Lösungen erarbeitet. Dabei hätte er früh die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft erkannt Auch dafür gebührt ihm Dank. O-Ton: 1:44:56:13 Unser tiefes Mitgefühl ...
Bürgermeister Günther Knoblauch sprach auch in seiner Funktion als stellvertretender Landrat. Alle hätten seit langem von Konrad Regers schwerer Krankheit gewußt. Trotzdem hätte die Nachricht von seinem Tod Überraschung und Bestürzung ausgelöst. Landrat Georg Huber hätte die Lebensleistung Konrad Regers schon bei der Beerdigung in Geretsried gewürdigt. So bliebe es ihm, auch als Bürgermeister der Kreisstadt, hier an den verdienten Schulleiter zu erinnern. Alle wissen, welche hohen Werte Konrad Reger vertrat und daß er die selben Werte auch von seinen Schülern und Mitarbeitern einforderte. Für ihn war das Gymnasium nicht nur das Institut, das man mit dem Abitur verläßt, es war vielmehr der erste Schritt in ein erfolgreiches Leben. So hätte er das Gymnasium zum Referenzgymnasium für die Technische Universität München gemacht. Bis zum Schluß versuchte er seine Pflichten zu erfüllen – mehr zu tun, als man verlangt hätte. Der Dank der ganzen Schulfamilie möge den Angehörigen Trost sein.
In der Folge würdigten Ministerialrat Kempf, die Vorsitzende der Dirktorenkonferenz Oberbayern Ost, Frau Loos, die gute und konstruktive Zusammenarbeit und das gute Verhältnis, das sie zum Verstorbenen gehabt hatten.
Elternbeiratsvorsitzende Jutta Gölkel meinte, noch in der letzten Sitzung des Elternbeirates hätte noch Hoffnung bestanden, daß Konrad Reger dem Abiturjahrgang die Abschlußzeugnisse noch selbst hätte überreichen können, so wie die letzten 17 Jahre. Trotz der schweren Krankheit hatte er den Abiturienten vor den Prüfungen noch selbst viel Erfolg gewünscht. Auch in kritischen Fragen hätte man mit Konrad Reger immer in ruhigen Gesprächen Lösungen oder Kompromisse finden können. Für diese gute Zusammenarbeit bedankte sie sich. (O-Ton: Herr Reger wird nun nicht mehr durch seine Schule laufen....es bleibt dunkel)
Auch Fördervereinsvorsitzende Frau Schörner-Grätz nahm Abschied von Konrad Reger.
In bewegenden Worten mit tränenerstickter Stimme verabschiedete sich Schülersprecherin Waltraud Rottach von Konrad Reger: (O-Ton: Wir trauern um OSTD Konrad Reger – einen Menschen für den das Leben Schule und die Schule das Leben war. Ohne Frage wäre er bis zuletzt ein engagierter, nach Fortschritt strebender Leiter des Gymnasiums gewesen, der vor allem Schülern viel Freiraum ließ, die in SMV oder Schülerzeitung engagiert waren. Für Probleme und begründete Beschwerden der Schüler hätte er immer ein offenes Ohr entgegengebracht. Besonders war, daß er einen großen Teil der Schüler mit Namen kannte, auch die, die er nie selbst im Unterricht hatte. Er kannte auch das Notenbild von vielen Schülern und erkundigte sich häufig nach dem Befinden seiner knapp 1000 Schützlinge. (O-Ton: Er war immer sehr nah am Schulgeschehen beteiligt....(die heult hörbar!)vielen Dank für die vergangenen Jahre)
Abschließend bedankte sich Personalratsvorsitzende .. Gabler bei ihrem ehemaligen Chef. Bei der Durchsicht des Kondulenzbuches wäre ihr nicht nur die Fülle der Einträge aufgefallen, sondern auch die Aussage einer Klasse: Er wird uns fehlen! Vor dem Hintergrund der Tatsache, daß „Erziehung“ für Konrad Reger nicht nur „fördern“ sondern auch „fordern“ bedeutete, eine bemerkenswerte Aussage. Obwohl er fachliche Kompetenz eines Gymnasiasten auf dem Weg zur Hochschulreife sehr wichtig war, galt ihm Wissen ohne Werte – nichts! Eine Beliebigkeit der Werte, wie man sie heute oft beobachten kann, gab es bei ihm nicht!
Die Schüler hatten Respekt vor Konrad Reger, unnahbar war er dabei aber nicht!
(O-Ton erstaunlich, daß Konrad Reger fast jeden Schüler mit Namen kannte ....)
Sie betonte, daß Konrad Reger der Fachschaft Latein besonders verbunden war. Die selbe Verbundenheit empfanden aber auch alle anderen Fachschaften. Sie bedankte sich im Namen des Kollegiums bei Konrad Reger und überließ die letzten Worte dem Philosophen Seneca: O-Ton: Der Tod....
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Abiturfeier am Ruperti-Gymnasium: Der beste Abschlußjahrgang der Geschichte
„Wo kummt a her – wo geht a hi“ war der Titel des Liedes, mit dem die Sängergruppe der Absolventen des diesjährigen Jahrgangs die Abiturfeier einleiteten. Dann begrüßte der kommissarische Schulleiter Josef eine Reihe von Ehrengästen. Unter ihnen MdL Hans Rambold, der Mitglied des Bildungspolitischen Ausschusses der bayerischen Staatsregierung ist. Landrat Georg Huber erinnerte er gleich mit der Begrüßung an sein Versprechen, die Generalsanierung des Hauptgebäudes aus dem Jahr 1960 in Angriff zu nehmen. Es gelte jetzt, die Renovierung bei laufendem Schulbetrieb geschickt zu koordinieren. Die Stadt Mühldorf vertrat dritter Bürgermeister Christian Funiok, der auch Rektor der Hauptschule wäre. Ihn erinnerte er gleich an die gemeinsame Nutzung der Sportanlagen an der neuen Hauptschule.
Darüber hinaus galt sein Gruß neben zahlreichen Stadt- und Kreisräten, Bürgermeistern der umliegenden Gemeinden und natürlich den Abiturienten.
O-Ton: „Tatsache ist, Sie haben die beste und erfolgreichste Schulbildung ... bis „mit bei den besten auf der Welt“ Darauf könnten sie stolz sein und sich 'was drauf einbilden. O-Ton: „Sie sind etwas Besonderes!“ Darauf abzuleiten, daß sie auch 'was besseres wären, im Sinne von O-Ton: „Was biutsda denn Du ei???“ das wäre jedoch verfrüht. Die Schule, die sie besucht haben, wurde von der Gemeinschaft der Bürger bezahlt O-Ton: „Manchmal auch anonym als „Staat“ bezeichnet“ also von allen, auch von den Steuerzahlern, die selbst die Hauptschule besucht hätte. Wobei er bemerkte, daß von den fünf besten Steuerzahlern seiner Heimatgemeinde 4 die Hauptschule besucht hätten und nur einer die Realschule. Heute beschäftigten sie 50 bis 500 Mitarbeiter.
Etwas besseres zu sein bräuchte eine Grundlage: Leistung! Und nicht Einbildung! Sie hätten mit dem Abitur die Voraussetzungen erworben, etwas besseres zu werden. Zuletzt gab er ihnen mit auf den Weg, nie zu vergessen, daß es andere gibt, die schlechtere Startbedingungen ins Leben haben. O-Ton: Tun Sie auch was für andere, nicht nur für sich selbst. ... genießen Sie ihre letzten Schulferien!
O-Ton: Wie nah Freude und Trauer oft beieinander liegen.... ) begann Landrat Georg Huber seine Ansprache. Erst vergangene Woche hätte er an der Beisetzung von Oberstudiendirektor Konrad Reger in Geretsried teilgenommen. Erst zwei Tage vorher fand die Trauerfeier statt. Dann erinnerte er an die Verdienste von Oberstudiendirektor Konrad Reger, der einen großen Teil dazu beigetragen hatte, daß die Abiturienten nun hier ihre Abschlußzeugnisse entgegennehmen konnten. Er denke, Konrad Reger wäre sehr stolz auf sie alle. Er werde ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. An Josef Unterreiner gerichtet bestätigte er sein Versprechen, im Vermächtnis des Verstorbenen.... (O-Ton: „mit dem Kreistag die Schule zu einer Perle zu machen!!) Er wäre sich bewußt, daß das Gymnasium in Mühldorf in den zurückliegenden Jahren nicht oberste Priorität genossen hatte, das solle sich nun ändern.
Dann gratulierte er den Abiturienten persönlich und im Namen des Landkreises zum bestandenen Abiur. Die anstrengenden Wochen der Vorbereitung und der Prüfungen hätten sie nun hinter sich. Jeder könne sich daran erinnern, welche Erleichterung eintritt, wenn alles geschafft ist. Nun könnten sie ausgiebig feiern, daß sie diesen Lebensabschnitt erfolgreich abgeschlossen haben und ihnen die Zeugnisse schwarz auf weiß dies bestätigten.
Für den neuen Lebensabschnitt gelte es wichtige Entscheidungen zu treffen: Studium oder Berufsausbildung? Mit dem bestandenen Abitur hätten sie die beste Grundlage für diese Entscheidungen. Auch wenn ihnen nun die Reife bescheinigt worden wäre, käme es im Leben auf mehr an: (O-Ton: Die Erkenntnisse ... bis „hinauszublicken“) Das Abitur wäre deshalb nicht gleichzusetzen mit „Schluß mit Lernen!“ Wer sich in der heutigen Informationsgesellschaft behaupten will, muß sich ständig fortbilden. Auch wenn sie heute erst einmal froh wären, alles überstanden zu haben, stellte er fest, nun ginge das Lernen wieder von vorne los! Wer rastet, der rostet! Das gelte heute mehr denn je. Heute gelte die sogenannte soziale Komptenz beinahe mehr als das fachliche Wissen, das sie eben nachgewiesen haben. Er wäre aber sicher, sie hätten diese während ihrer Zeit am Gymnasium in großem Umfang erhalten. Sie hätten nun mit dem Abitur sehr gute Startbedingungen erhalten. (O-Ton: jetzt liegt es an Ihnen...nutzen)
Er dankte den Eltern und Lehrkräften, die die jungen Leute bis zum Abitur begleitet haben und drückte seine Hoffnung aus, daß sie das Ruperti-Gymnasium in guter Erinnerung behalten werden. Dann wünschte er viel Erfolg für die Zukunft und Gottes Segen auf ihrer weiteren Lebensreise.
Auch dritter Bürgermeister Christian Funiok beglückwünschte die Abiturienten. Nach 13 Jahren Schule hätten sie nun das Rüstzeug für die Realisierung ihrer beruflichen Vorstellungen und die Grundlage für privates Glück, das sie mit Gottes Segen finden mögen. (Unglaublich, daß der Funiok sowas gesagt hat!)
Allerdings wäre es wünschenswert, wenn sie sich auch stets in die Gemeinschaft einbrächten um dort Verantwortung zu übernehmen. (O-Ton: Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft braucht Ihr Engagement.) Es würde ihm besondere Freude bereiten, wenn sie ihrer Heimatstadt Mühldorf immer verbunden bleiben würden. Dann wünschte er ihnen für ihre Zukunft alles Gute.
Die stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende Jutta Gölkel war kurzfristig für die erkrankte Petra Lang eingesprungen. Sie erinnerte sich daran, daß sie viele von den Abiturienten und ihre Eltern seit der Grundschule kenne. Gemeinsam hätten sie bei jeder Note gezittert, sie ermahnt und auch gelobt. (O-Ton: Ich kann Euch sagen, wir sind heute mächtig stolz auf euch....)
Stolz wäre sicher auch ihr alter Schulleiter. (O-Ton: Er fehlt uns auch hier!)
13 Jahre Schule, neun Jahren am Gymnasium – bei manchem auch 10 – könnten sie heute zu Recht sagen „Aus is'“ Sie wünschte ihnen, daß sie jetzt erst einmal das Leben geniessen sollten und dann mit viel Elan in ihr neues Leben starten mögen.
Schließlich überbrachte Dr. Georg Gafus die Grüße des Fördervereins. Er gratulierte den Abiturienten und wünschte ihnen für ihren weiteren Lebensweg Gottes Segen. Er bat aber auch darum, neue Mitglieder zu werben, da mit den Schulabgängern ja auch die Eltern aus dem Förderverein ausscheiden würden und der Förderverein die Schule nur weiter untersützen kann, wenn neue Mitglieder dazustossen.
Die Abiturrede hielten Tabea Matt und Günther Körbel Sie hätten nicht umhin können, die 13 Jahre Schule mit einem Fußballspiel zu vergleichen: (O-Ton: Genauso spannend, .... )
Der Kader bestand aus 64 mehr oder weniger erfolgreichen Spielern. Kollegstufenbetreuer .. Heinrich Schwägerl, den sie als Teamchef sahen hätte es mit vollem Einsatz geschafft, sie durch die letzten 12 – 13 Minuten zu bringen. Dann hätten sie's geschafft: Abi 08/15
Als erste Halbzeit sahen sie die Grundschule, die noch recht leicht war. Die zweite Halbzeit war um einiges schwieriger, die Trainer wesentlich anspruchsvoller. Schließlich hätten sie die letzten 12-13 Minuten überstanden und – für einen knappen Sieg hätte es für jeden gereicht.
Den Abpfiff nach 90 Minuten hätten sie nur durch gezielte Vorbereitung in diversen Trainingslagern geschafft: Landschulheim, Skikurs oder auf der Fahrt nach Berlin, oder auch in Rom, Edinburgh oder Florenz. Das Finale hätten sie auf Ibiza bestritten.
Allerdings hätten sie auch in der Schule viel gelernt: O-Ton: Hell-Dunkel ..... bis Weltherrschaft an uns zu reissen.... ) Nun treten Sie den Weg Richtung Studium und Beruf an. Dann dankten sie Mitschülern für die Arbeit, die sie in Abizeitung, Abiteashirt etc. gesteckt hatten.
Ihr besonderer Dank galt Heinrich Schwägerl, der das Team mit viel Leidenschaft leitete.
Er erhielt genauso ein Geschenk wie .. Wilfer, die gute Fee, die ihnen immer hilfreich zur Seite stand. Auch den Damen aus dem Sektretariat dankten sie mit einem Strauß Blumen. Den Hausmeistern und Lehrkräften galt ihr Dank genauso wie ihrem ehemaligen Schulleiter Konrad Reger. Sein Geschenk nahm Josef Unterreiner stellvertretend entgegen.
Dann erinnterten sie in einer Schweigeminute an den Verstorbenen Schulleiter.
Die Festrede hielt der kommissarische Schulleiter Josef Unterreiner. Ob sie tatsächlich die Weltherrschaft an sich reissen würden, wie Tabea Matt und Günther Körbel das anküdigten, bliebe abzuwarten. Auf jeden Fall würden sie sich trennen und sich so wie an diesem Tag nicht wieder begegnen. Nach 9 Jahren gemeinsamer Schulzeit, in der sie sich kennen und hoffentlich auch verstehen gelernt hätten, verließen sie mit dem Empfang der Abiturzeugnisse die Schule. Heute aber wären sie die Hauptpersonen. Dann zeigte er ihnen an Hand des Fachs „Geschichte“ auf, daß das Leben aus Zusammenhängen und Abhängigkeiten besteht. So wären schuldeten die Kinder den Eltern Dank für ihre Unterstützung. Dank schuldeten sie auch ihren Lehrern, die sie bis zum Abitur gebracht hätten. Wenn sie nun das Reifezeugnis erhalten würden, wäre er überzeugt, daß alles, was sie während ihrer Schulzeit als Belastung erschienen wäre seine Bedeutung verliere. Ihre Mühe hätte sich gelohnt. Das wies er an Hand von statistischen Daten nach:
29 Schüler und 35 Schülerinnen stellten sich den Abiurprüfungen. Alle hätten bestanden. Dabei hätten die Mädchen auch den besseren Notendurchschnitt. Das Ergebnis wäre insgesamt sehr bemerkenswert: 12 von 64 Absolventen hätten eine Durchschnittsnote mit einer „1“ vor dem Komma. Mit einem Gesamtnotendurchschnitt von 2,36 wäre dieser Jahrgang der beste, der das Ruperti-Gymnasium je verlassen hätte. Damit hätten sie nicht nur für sich Ehre erworben, sondern auch für ihre alte Schule!
Wenn sie nun die Hochschulreife erhalten hätten, müßten sie doch gewahr sein, daß sich das Bildungssystem ständig verändere. So hätten die Mädchen die Jungen sowohl quantitativ als auch qualitativ überflügelt. Ein Trend, den man ernsthaft hinterfragen sollte. Der Zustrom zum Gymnasium hielte unvermindert an, insbesondere zu solchen in kirchlicher Trägerschaft. Die Gymnasien entwickelten sich schrittweise zu Ganztagsschulen, worauf weder Schulen noch die Gesellschaft vorbereitet wären. Auch die Gymnasien selbst veränderten sich. So gewännen musische und naturwissenschaftliche Zweige, während sprachliche verlieren würden. Ähnliche ginge es an den Hochschulen zu. Mit neuen Ausbildungswegen oder Abschlüsse gliche sich die Ausbildung an andere Länder an. Neu wären sogar Aufnahmeprüfungen. Die Hochschulen würden für Seiteneinsteiger geöffnet, was für die Abiturienten zusätzliche Konkurrenz bedeute.
Dann dankte er den Kollegstufenbetreuern, allen voran Heinrich Schwägerl und Elfriede Eimannsberger. Dann dankte er den Organisatoren von verschiedenen schulischen Veranstaltunge wie Weihnachtsbasar und Kleinkunstabend.
Dann erinnerte auch er an den verstorbenen Direktor Konrad Reger: Viel zu früh hatte er sich mit der Liste der Gäste für diese Abiturfeier beschäftigt. Die Einladungen ließ er viel früher verschicken, als in den Jahren zuvor. Villeicht ahnte er, daß die Zeit für ihn knapp werden würde.
Er erinnerte sich auch an Freitag, den 25. April, den Tag der ersten Grundkursabiturprüfung. Konrad Reger kam in den Prüfungsraum und wünschte den Prüflingen in bewegenden Worten alles Gute und viel Erfolg.
O-Ton: Heute verlassen Sie – liebe Abiturientinnen und Abiturienten ....
Zum Abschluß gab er ihnen ein Wort mit auf den Weg: O-Ton Ein guter Lehrer ...
Nach einer weiteren Gesangseinlage gab's dann endlich die lang ersehnten Abiturzeugnisse. Allerdings wurden zunächst die erfolgreichsten ausgezeichnet. So ..., der einen Notendurchschnitt von 1,2 erreicht hatte. Er erhielt zudem einen Ruperti-Taler. Der sieht so aus!
Einen weiteren Rupert-Taler erhielt Andreas Gölkel für seine intensive Öffentlichkeitsarbeit. Er hatte sich an einem Wettbewerb des Spiegel beteiligt und den zweiten Preis in der Kategorie „Foto“ erhalten. Weitere 1-er-Schüler erhielten Buchpreise und Mitgliedschaften in verschiedenen Organisationen. Dann erhielten alle anderen der Reihe nach ihre Zeugnisse und wurden damit aus der Schule entlassen. Auch wir gratulieren allen Abiturienten und wünschen viel Erfolg auf ihrem weiteren Lebensweg. Eins sei noch angemerkt: Das Fehlen Konrad Regers war in jeder Minute der Abschlußfeier deutlich zu spüren. Das Gefühl ließ uns nicht los, bei einer Herde Schafe zu Gast zu sein, die ihr Hirte verlassen hat. Es wird für einen Nachfolger schwer werden, in die Fußstapfen zu treten, die Konrad Reger hinterlassen hat.
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BRK + SOB: Blutspendetermin
Vor einigen Wochen begleiteten wir das Blutspendeteam des BRK in Pendlerzügen der Süd-Ostbayern-Bahn auf ihrer Werbtour nach München und zurück. Damals spendete die Bahn Bayerntickets für alle Erstspender, die sich am 26. Juni im BRK-Haus einfinden würden um Blut zu spenden.
Wir haben Margot Kirsch begleitet, die zum ersten Mal zum Blutspenden kam. Dabei stellten wir fest, daß sie nicht die einzige war, die der Aufforderung gefolgt ist. Aber der Reihe nach.
Das BRK hatte für die Blutspende-Aktion einen großen Raum umgerüstet und eine ganze Reihe Liegen aufstellt, die fast pausenlos besetzt waren.
Margot Kirsch erhielt am Empfang zunächst einen Fragebogen, in dem sie einige persönliche Daten und ihren Gesundheitszustand sowie eine eventuelle Medikation erklären mußte. Dann wurde sie von einer Ärztin des BRK untersucht.
Als nächstes folgte die Bestimmung ihrer Blutgruppe und des Rhesusfaktors. Dazu reichte ein kleiner Pieks am Ohrläppchen. A – Rhesus positiv.
Nun war sie bereit zur Blutspende und erhielt ihr Spenderset. Sie durfte es sich auf einer Liege bequem machen.
Ein Mitarbeiter des Blutspendeteams reinigte erst die Einstichstelle und dann kam das, wovor sich die meisten Menschen fürchten: Der Stich mit der Nadel in die Vene in der Armbeuge.
Weil Margot Kirsch gute Venen hat, gelang das ohne Probleme. Schnell floß das Blut.
Das Pumpen mit dem Gummiball unterstützt den Blutfluß und beschleunigt die Blutspende.
Für weitere Untersuchung entnahm der Mitarbeiter eine weitere Probe.
Einen halben Liter Blut dürfen Frauen vier Mal pro Jahr, Männer fünf Mal pro Jahr spenden. Der Blutbeutel, der von der geeichten Waage ständig bewegt wird, füllte sich schnell.
Während Margot Kirsch das Ende der Blutspende erwartete, sprachen wir mit Christian Kubasch, dem technischen Leiter der Süd-Ostbayernbahn, der persönlich gekommen war, um den Erstspendern die ausgelobten Bayerntickets zu überreichen.
Wie kam es zur Zusammenarbeit zwischen BRK und SOB?
In der Zwischenzeit war Margot Kirsch fertig. Die Mitarbeiter hatten die Einstichstelle am Arm mit einem Verband verschlossen, den sie noch einige Stunden würde tragen müssen.
Um den Blutverlust im Körper aufzufangen, die Blutneubildung anzuregen, aber auch um sich für die Spende zu bedanken und den Spendern noch etwas Ruhe zu verordnen, gibt’s nach dem Blutspenden eine kleine Brotzeit. Das nutzten wir, um sie zu fragen, wie sie ihre erste Blutspende erlebt hätte:
Haben Sie sich gut betreut gefühlt?
Würden sie wieder Blut spenden?
Wie würden Sie ihre Motivation beschreiben, jetzt öfters Blut spenden zu wollen?
Insgesamt 15 Bayerntickets konnte Christian Kubasch an diesem Tag an Erstspender verteilen. Viele von ihnen hatten im Zug von oder nach München von der Aktion gehört und waren gekommen, so wie Lea Huber:
Haben Sie denn Angst?
Sie erhielt ihr Bayernticket umgehend von Christian Kubasch, der ihr herzlich für ihr Engagement dankte. Lea Huber freute sich sehr darüber.
Neben den Erstspendern waren auch viele andere Blutspender da. Zeitweise entsanden Wartezeiten vor der Untersuchungskabine der Ärztin. Blutspendeteam und Süd-Ostbayernbahn waren sehr zufrieden mit der Resonanz, die ihre erstmalige Werbeaktion in den Pendlerzügen gefunden hatte und stellten weitere ähnliche Aktionen in Aussicht. O-Ton Kubasch (Wir machen das wieder!)
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Flattrack der Nationen auf der Sandbahn in Mühldorf
Flattrack? Kurz könnte man sagen, Enduro-Motorräder der vorderen Bremsen beraubt und mit Reifen mit maximal sechs Milimeter Proil auf der Sandbahn. Das ist Flattrack.
Im Gegensatz zum traditionellen Sandbahnsport sind damit wesentlich geringere Kurvengeschwindigkeiten möglich. Im Gegensatz zum Sandbahnsport starten pro Rennen, das hier sechs Runden dauert, bis zu 12 Fahrer. Das sorgt für ständige Überholmanöver und damit mehr Attraktivität für die Zuschauer.
Flattrack der Nationen? Nicht einzelne Fahrer treten gegeneinander an, sondern Teams aus vier Fahrern, die jeweils eine Nation repräsentieren. So waren in Mühldorf Teams aus der Schweiz, Österreich, Italien, England, Frankreich und den Niederlanden am Start. Das Team Bavaria ergänzte das Starterfeld.
Neben Solomotorrädern starteten auch Quads aus Deutschland, Österreich, Engladn und Bavaria!
Schon der erste Lauf zeigte, daß sich die Fahrer hier nichts schenkten. Sie kämpften um jeden Zentimeter.
Da hier Mannschaften gegeneinander antraten, galt nicht der Sieg eines Fahrers in einem Rennen. Das Team erhielt Punkte, die am Ende des Renntages zusammengerechnet wurden. Obwohl Streckensprecher Thomas Schiffner nach jedem Lauf die gewonnenen Punkte meldete, verlorden doch die Zuschauer den Überblick, die in ihren Programmheften nicht mitschrieben. Das war aber kein Problem, Thomas Schiffner aktualisierte den Stand nach jedem Lauf.
Es wurden jeweils zwei Läufe der Solomotorräder ausgetragen, dann folgte ein Lauf der Quads.
Ursprünglich nutzten die Fahrer Motorräder mit 1000 cm³ (Kubikzentimeter) Hubraum. Es kamen vorwiegend Harley-Davidson-Motorräder zum Einsatz, die in den USA spezielle für das Flattrack-Rennen gebaut wurden.
Nach einem Unfall wurde die Motorgröße aber reduziert, so daß jetzt maximal 500 cm3-Motoren zum Einsatz kommen dürfen. In den Rennen erreichten die Fahrer Durchschnitts-Rundenzeiten von 107 km/h – ohne Vorderbremse – wohl gemerkt.
Um das 1000-m-Oval so schnell zu umrunden müssen die Fahrer eine besondere Kurventechnik beherrschen: Das Driften. Die Motorraäder rutschen mehr quer stehend durch die Kurven als sie Fahren. Diese Technik hat schon manchen erfolgreichen Straßenrennfahrer hervorgebracht. In den USA haben viele der erfolgreichen Fahrer einmal einen Abstecher zum Flattrack gemacht.
Nach 8 Läufen und einem Finallauf standen schließlich die ... als Sieger fest.
Auch die Quads boten heissen Motorsport. Zur großen Überraschung waren sie an diesem Tag sogar um einige km/h schneller als die Solomotorräder. Nach sechs Läufen und dem Finallauf feierte das Team ... den Tagessieg.
Wegen der großen Hitze waren nur etwa 500 Zuschauer gekommen, was dem MSC Mühldorf ein Defizit bescherte. Die nächste Motorsportveranstaltung findet am 21. September statt. Dann geht es bei den Seitenwagengespannen um die deutsche Meisterschaft.
Hier noch einige Bilder von den Rennen.
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Bladenight in Waldkraiburg
Ursachenforschung war das erste, was wir auf demVolksfestplatz in Waldkraiburg betrieben. Wo waren die ganzen Teilnehmer geblieben, die man auf Grund der intensiven Werbung erwartet hatte. Waren sie beim Altstadtfest in Mühldorf – oder beim Handballturnier einige Meter weiter oder im Schwimmbad – oder lags daran, daß die Bladenight im vergangenen Jahr im Mai stattgefunden hatte? Keiner wußte es zu sagen.
Schließlich begrüßte Inge Schnabl etwa 30 Kinder und schickte sie auf die Runde durchs Waldkraiburger Insdustriegebiet. Neben Polizei, BRK und Feuerwehr in ihren Autos begleiteten die Kinder Josefine Hampl und Stadtrat Bernd Sottek. Wir erwarteten die Gruppe auf halber Strecke vor dem Gummiwerk Kraiburg. Erst kamen drei Läuferinnen und dann lange nichts.
Das Feld hatte sich schon weit auseinander gezogen. Josefine Hampl und Bernd Sottek hatten einen kleinen „Champion“ eingefangen: Total müde dachte er nicht daran aufzugegeben!
Im Ziel angekommen, gab's erst einmal ein „Blade-Saftal“ zur Stärkung. Und wer mochte: Kaffee und Kochen oder Gegrilltes oder Wiener-Würstl oder auch ein Bierchen!
Landrat Georg Huber kam zur Verstärkung. Viel Feuerwehr rückte an, um die Runde für die Erwachsenen abzusichern, die um die ganze Innenstadt herumführte und auch noch durchs Industriegebiet.
Mitarbeiterinnen des Hauses der Jugend schminkten für eine kleine Spende.
Dann verabschiedeten Inge Schnabl und Christian Turba Victoria (Inge Schnabl fragen!), die aus dem Jugendparlament ausscheidet um für einige Monate als Au-Pair nach London zu gehen. Christian Turba überreichte ihr ein kleines Abschiedsgeschenk. Er und Inge Schnabl bedankten sich für die gute Zusammenarbeit im Jupa und wünschte sich, in Kontakt zu bleiben und sie nach Rückkehr wieder willkommen heissen zu dürfen.
Für die Runde der Erwachsenen betätigte sich Landrat Georg Huber als Starthelfer. Diesmal nahmen etwas mehr Blader teil – vielleicht sah es aber auch nur so aus, weil ein großer Teil der Kinder wieder mitlief?
Wir durften im BRK-Auto hinter den Bladern herfahren...
Nach nur knapp 20 Minuten kamen die ersten wieder am Volksfestplatz an. Ihr Vorsprung auf die nächsten war aber nicht allzu groß.
Nur kanpp 20 Minuten! Wie haben Sie das denn gemacht?
Wie haben Sie die Streckeführung und Straßenbelag empfunden?
Dann gabs ein Küßchen.
Pia Meinich, wie schaffen Sie es, zweimal hintereinander auf solchen Strecken mit als erste anzukommen?
Fahren Sie so oft?
Sind Sie so ein sportlicher Typ? Was machen Sie sonst für Sport?
Trainieren Sie auch so viel?
Inzwischen gabs Countrymusik zur Unterhaltung und natürlich das „Blade-Saftal“!
Wie haben Sie die Strecke gesehen?
War's auch nicht zu lang?
Sind Sie so ein Sportler?
Später kamen noch reichlich Gäste hinzu, die mit den Sportlern bis spät in die Nacht unter freiem Himmel feierten. So hat sich die viele Vorbereitungsarbeit dann doch noch - wenigstens teilweise – gelohnt!
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Volksfest in Waldkraiburg: Die Bierprobe
Erst einmal müssen wir uns korrigieren: Nicht die Brauerei Ametsbichler in Aschau wechselt sich bei der Belieferung des Waldkraiburger Volksfestes mit der Klosterbrauerei AU ab sondern natürlich die Brauerei Toerring. Das hatten wir in unserem Vorbericht vor zwei Wochen falsch wiedergegeben. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.
Als sich die Bürgermeister von Waldkraiburg, zahlreiche Stadträte und Mitarbeiter der Stadt Waldkraiburg aber auch der Brauereien im Bräustüberl des Graf-Toerring-Hofes in Waldkraiburg einfanden, stellte Brauereidirektor Andreas Hummel zur Überraschung aller erst einmal fest: (O-Ton: 1:16:00 es freut mich außerordentlich...) Sie sollten doch einmal überlegen: Hätte Deutschland gewonnen, dann hätten die Leute das ganze Geld schon jetzt fürs Feiern ausgegeben und fürs Volskfest wäre nichts übriggeblieben! Das ging den Besuchern ein!
Außerdem gäbe es in Waldkraiburg schließlich keine Fan-Meile sondern einen Fan-Kreisel. Da würde ja alles zusammenbrechen, wenn gleichzeitig Volksfest wäre und daneben eine Fan-Kreisel! Nein – nein, es ist schon besser, daß die Deutschen verloren haben!
Dann begrüßte er Pfarrerin Hanna Wirth, die drei Bürgermeister und die zahlreichen Stadträte. Dann bemerkte er Gustl Schenk: (O-Ton: Ja da Gustl is aa dou (der is a Obapfölza! Niad!))
Dann begrüßte er die Direktoren der städtischen GmbHs, die Polizei und das Pressechor. Sein Gruß galt auch Susanne Engelmann, Richard Fischer und Michael Bartesch von der SPD. Schließlich galt sein Gruß Miß Bayern Julia Mürkens, Festwirt Jochen Mörz, Sternenzeltwirt Schillhuber und Brauereikollegen Hubert Gassner, der sich getraut hatte zu kommen!
Nachdem er das Volksfest kurz beschrieben hatte, übergab er das Wort an Bürgermeister Siegfreid Klika. Der meinte, das 44. Volksfest in Waldkraiburg wäre ein Familienfest, das sehr viel Vorarbeit erfordere. Heute wäre aber erst einmal ein Termin um es sich gut gehen zu lassen, wofür er sich sehr bedankte. Er stellte fest, er wäre froh, daß die Diskussion in der Stadt damit geendet hätte, daß die Stadt das Volksfet, das im vergangenen Jahr immerhin 80.000 Besucher gezählt hätte so weiterführe wie in den zurückliegenden 44 Jahren. Ein kürzlich eingesetztes Promotionteam helfe, mehr Werbung für das Volksfest zu machen. Dabei helfen auch die vier Buslinien, die Gäste aus den Nachbargemeinden bringen sollen. Er erwarte auch, daß die Mißwahl wieder ein Knaller werde, so, wie es damals mit der Wahl von Julia Mürkens gewesen ist, die gleich Miß Bayern geworden ist.
Dann stach er das Faß Festbier an, mit einem Schlag, so wie es sich für ihn gehört! Auch wenn's schäumte ... es schmeckte – und die Fotographen hatten ihr Motiv.
Gustl Schenk mußte mal wieder herhalten. (O-Ton: Da sigst wie de oidn no gfragt san...)
Später fiel Markus Stern vor Gabriele Brosch-Nikolaus sogar auf die Knie! Was das wohl zu sagen hat? Jedenfalls feixten die Stadträte nicht schlecht darüber!
Aber schließlich lockte das Buffet, das sich fast bog, so reich war es bestückt.
Jetzt kann es kommen, das Volksfest in Waldkraiburg. Am 11. Juli geht’s los! Wir freuen uns drauf
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Günther Knoblauch wurde 60 und die ganze Stadt feierte mit 28 11.07.08
nicht vorhanden
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1200 Tonnen Brücke in 30 Minuten 14 m weit versetzen?
nicht vorhanden
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Volksfest in Ampfing: Fünf fröhliche Tage
nicht vorhanden
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Kinder und Familien stärken: Das Symposium von Diakonie und Landkreis
nicht vorhanden
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Wahlkampfauftakt der Kreis-CSU
nicht vorhanden
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Städtebund Inn-Salzach: Viel Neues!
nicht vorhanden
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Kreisklinik Mühldorf weiht neuen Park ein
nicht vorhanden
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Benefizveranstaltung beim Fitness- und Therapie-Zentrum in Mühldorf
nicht vorhanden
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Innbereisung: Wasserwirtschaftsamt stellt größte Flußrenaturierung Bayerns vor: Am Inn zwischen Jettenbach und Mühldorf 29 18.07.08
Es war einer der besonders heißen Tage der vergangenen Wochen, an dem das Wasserwirtschaftsamt dazu einlud, die größte Flußrenaturierung Bayerns zu besichtigen. Da zeitgleich am Bodensee der bayerische Städtetag stattfand, waren die eingeladenen Bürgermeister nur durch Michael Loher vertreten. Neben ihm nahmen aber Landrat Georg Huber, Staatssekretär Dr. Marcel Huber und Vertreter zahlreicher Behörden und von E-On an der Flußfahrt teil.
Zunächst erläuterte Wasserwirtschaftsamtsleiter Paul Geisenhofer das Projekt: Zwischen Jettenbach und Mühldorf werden an zahlreichen Stellen die alten Uferbefestigungen entfernt. Hier auf der Karte eingeringelt. Zudem werden alte Abwasser wieder aktiviert und damit den Fischen Laichplätze geschaffen.
Damit der Inn sich nicht tiefer ins Flußbett eingräbt, werden Buhnen unter der Wasseroberfläche eingebaut, die gleichzeitig den Fluß lenken sollen. Würde sich der Inn tiefer eingraben, hätte das zur Folge, daß die Auen austrocknen und der Grundwasserspiegel abfiele. All diese Maßnahmen sollen dazu dienen, dem Fluß kontrolliert seinen natürlichen Verlauf wieder zu geben und seine Entwicklung in die Breite wieder zulassen. Dazu wurde viel Grund gekauft: Vier Quadratkilometer! Das war nur möglich durch ein gleichzeitig durchgeführtes Flurbereinigungsverfahren. Dabei wurde das Wasserwirtschaftsamt sehr durch die Anliegergemeinden und den Landwirten unterstützt.
Für diese Maßnahmen wenden Freistaat, E-On und EU 21 Millionen Euro auf, eine stattliche Summe. Da sich die Baumaßnahmen, die 2001 begonnen wurden, über neun Jahre hinziehen will das Wasserwirtschaftsamt nun eine Zwischenbilanz vorlegen. Bisher wurden 5,5 Millionen Euro in 16 Querbauwerke investiert, die die Sole stützen. Auf über einem Kilometer Länge wurden die Uferversteinungen entfernt um die Entwicklung in die Breite zu ermöglichen. An vier Stellen wurden Altwasser wieder an den Fluß angeschlossen. Bislang wären 195 Hektar Grund angekauft worden. Dafür wurden 6 Millionen Euro ausgegeben. Dieser Grundkauf ist der Dreh- und Angelpunkt des Projekts. Erst die ökologisch hoch wertvollen Auwälder böten Ausbreitungsraum für den Fluß bei Hochwasser und trügen dazu bei, den Grundwasserspiegel zu stabilisieren. Außerdem stellten die Flächen Rückhalteflächen bei Hochwasser bereit und bieten so mehr Sicherheit für die Bevölkerung.
In Jettenbach wird um das Wehr herum ein sehr naturnahes Umgehungsgerinne gebaut. Auf über einem Kilometer länge werden dann die Fische die Möglichkeit haben, ins Oberwasser zu gelangen. Dieses Umgehungsgerinne wird selbst als hochwertiges Biotop und Fischwasser gestaltet. Der Bau dieser „Umgehungsstraße für Fische“ wird demnächst in Angriff genommen. Außerdem sollen noch drei Querbauwerke in den Inn eingebaut werden.
Staatssekretär Dr. Marcel Huber meinte, hier zeige sich, daß man trotz industrieller Stromgewinnung einen Flußlauf hoch ökologisch gestalten könne. Da hier sowohl die Natur, durch Hochwasserschutz und Freizeitwert auch die Menschen in den Anliegergemeinden und zudem die Energiewirtschaft Vorteile hätten, können man hier von einer „Win-Win-Win-Situation“ sprechen, also davon, daß wirklich alle nur profitierten.
Mit der Plätte, gings erste einmal Flußaufwärts. Kuststück – mit zwei 75 PS-Motoren am Heck....
E-On hatte den „Wasserhahn“ in Jettenbach etwas geöffnet, um den Booten gefahrloses Befahren des Inns zu ermöglichen. Das war nötig, obwohl der Inn schon Hochwaser führte.
In Maximilian, oberhalb Kraiburgs war das erste Querbauwerk zu besichtigen. Hier ist deutlich zu sehen, wie das Wasser über die Querbauwerke strömt und sich auf der anderen Flußseite in die Ufer eingräbt.
... von Berg, zuständiger Abteilungsleiter erläuterte die Maßnahmen. Weiter gings flußabwärts. Dann kam Kraiburg in Sicht und die Fahrt wurde schneller. Am Ufer, die ersten Zeichen des Naturflusses Inn: Durch Unterspülung umgefallene Bäume hängen ins Flußbett.
Landrat Georg Huber und Dr. Marcel Huber genossen die Fahrt sichtlich. Auch Bürgermeister Michael Loher hatte seine Freude.
Das Boot hüpfte über die Wellen, die die Querbauwerke verursachten. Die meiste Zeit geht’s vorbei an Auwäldern – größtenteils naturbelassene Refugion vieler Vogel und Tierarten.
Hier geht’s (31:21:18) wieder über ein Querbauwerk. Man sieht deutlich, wie die Plätte herunter fährt und dabei Fahrt aufnimmt. Weil in dem Moment nur eine Handbreit Wasser unter der Plätte war, hatten die Schiffer die Motoren angehoben.
Gegenüber ist deutlich zu sehen, wie der Inn an den Ufern nagt. Das entspricht dem Konzept des Wasserwirtschaftsamtes: Die Sole, also den Grund des Flußbetts stützen und den Inn selbst die Arbeit tun lassen. (31:43:12) Hier wurden Ausgleichsflächen bereitgestellt, in die sich das Wasser bei Hochwasser ergießen kann.
Das Schloß Guttenburg ist gut zu sehen. (32:28:18) Hier ist das Ufer noch verbaut. Diese Steine werden in den kommenden Jahren noch entfernt.
(32:38:00) Und wieder ein Querbauwerk: Der Fluß wird schneller und das Boot schaukelt. Im Hintergrund die Auwälder, denen man deutlich ansieht, daß Menschen hier kaum eingreifen.
Ein Querverbau nach dem anderen sorgt für Abwechslung in der Bootsfahrt.
Oberhalb Heistings teilt sich der Fluß: Eine Insel ist entstanden.
Vielfach wird der Fluß von Hobbyschiffern genutzt. Die Fließgeschwindigkeit, die auf unseren Bildern deutlich zu erkennen ist, bewirkt aber, daß dieses Vergnügen nicht ganz ungefährlich ist. Wir mußten in den vergangenen Wochen mehrfach davon berichten, daß schlecht informierte und unzureichend ausgerüstete Hobbykapitäne in Not geraten sind und von Feuerwehr und Wasserwacht gerettet werden mußten. Also! Vorsicht ist auf jeden Fall geboten.
Dann näherte sich die kleine Armada dem Heistinger Steilhang, dem letzten seiner Art auf der ganzen Länge des Flußes, der seinen Ursprung im Schweizer Engadin nimmt und in Passau in die Donau mündet. Hier gräbt der Inn seit Jahrhunderten den Bäumen den Boden weg. Sie fallen herunter. Ein imposantes Beispiel der Gewalt, die der Fluß, der so friedlich in seinem Bett dahinfließt auf sein Bett ausübt.
Dann kamen die Baustellen in Sicht. Hier arbeitet das Wasserwirtschaftsamt, gräbt ab, schüttet auf und legt frei. Ein Bachlauf, der wieder an den Inn angeschlossen wird. Eine Zufahrt für den Bau eines Nebengewässers. Der LKW steht schon da.
Plötzlich hatten es die Schiffer eilig.
Unterhalb Ecksberg die nächste Querverbauung und das nächste Inselchen. Auch hier deutlich zu erkennen, wie viel Sand der Inn auf dem Kies aufgeschüttet hat, und wie er ihn jetzt wieder abgräbt.
Auch am nördlichen Innufer baut das Wasserwirtschaftsamt. Auch hier steht der Bagger in der Innaue. Und der nächste Querverbau.
Noch zwei oberhalb Mühldorfs. Bei der zweiten dreht die Strömung die große schwere Plätte quer zum Fluß, auch das kleine Boot wird ordentlich durchgeschaukelt.
Als wir um die Lände herumfahren, kommt die Mühldorfer Innbrücke in Sicht – und der Turm von St. Nikolaus.
Später sagte uns Staatssekretär Dr. Marcel Huber: (2. Antwort.)
Um den Inn für den Tourismus nutzen zu können, wie es auf der Bootsfahrt des öfteren angesprochen worden ist, muß aber noch einiges getan werden? (3. Antwort)
Wie sehen Sie die Baumaßnahmen des Wasserwirtschaftsamtes? (4. Antwort)
Nun haben wir gehört, daß sich Freistaat, E-On und EU die Kosten teilen. Wie hoch ist der Anteil des Freistaates? (5. Antwort)
Herr Landrat, wie haben Sie die Flußfahrt erlebt?
Nun scheint es so, als wäre der Landkreis bei der Renaturierung kaum beteiligt. Was plant der Landkreis aber für die Erschließung für den Tourismus?
21 Millionen Euro – ist das nicht sehr viel Geld? (Paul Geisenhofer – 1. Antwort)
Früher hat man die Ufer befestigt und den Fluß in sein Bett gezwängt. Nun hat sich die Strategie geändert?
Welche Ziele verfolgen Sie mit diesen Maßnahmen?
Nun hat man früher das Heil im Verbauen gesehen. Heute läßt man den Fluß wieder natürlich fließen, könnte es sein, daß man in 50 Jahren wieder neu verbaut?
Wir danken Frau Silvia Stock, die die Fragen gestellt hat.
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Volksfestauszug in Waldkraiburg
Es war einer jener Tage dieses Jahres, der erst brütend heiß ist und dann das Gegenteil sieht: Gewitter und Kälte.
Trat die Egerländer Blaskapelle auf den Stufen vor dem Rathaus in Waldkraiburg an um die Bevölkerung auf das bevorstehende Volksfest aufmerksam zu machen. Wie heiß es war, sah man den Musikern an. 32° melete das Thermometer. Aber was ein echter ist....! Wenigstens die Hüte hatten Pause.
So wundert's nicht, daß die Stadträte im Schatten auf den Auszug warteten. Andrea Klemm, von den Waldkraiburger Nachrichten mußte allen erzählen, daß sie „Die Neue“ ist.
Aber – von Westen kündigte sich schon ein Wetterumsturz an, als die Feuerwehr den Stadtplatz absperrte um dem Volksfestzug den Weg frei zu machen.
Dann zogen gleich drei Musikkapellen und die Vereine in ihren farbenprächtigen Trachten ein. Gefolgt vom Gespann der Brauerei, den Brauereidirektoren und der Festwirtsfamilie.
Sie holten die Bürgermeister ab. Gemeinsam gings weiter zum Volksfestplatz.
Die Ramsauer Trachtenkapelle setzte den bayerisch-urigen Akzent. Manchem ist das Laufen zu viel. Die kleinen fahren im Leiterwagen, die Großen auf dem Feuerwehrauto!
Dann ging's strammen Schrittes Richtung Festplatz.
Dort hieß das Waldkraiburger Volksfest „Herzlich Willkommen“
Vor dem Festzelt: Der Salut der Schützen.
Aber dann:
Ob er's wieder mit einem Schlag schafft? Sowas muß gut vorbereitet sein!
Klar doch! Geübt, wie er ist, hat Bürgermeister Siegfried Klika auch dieses Jahr das Faß mit nur eienm Schlag angezapt! Die erste Maß floß gleich über, so viel Aufregung war sogar im Bier! Die Fotographen klagten, sie hätten kaum Zeit für ein Bild, bei nur einem einzigen Schlag!
Schließlich schmeckte die erste Maß Wiesenbier. Die Musikgruppe 14-Hoibe stimmte den Defiliermarsch an, hißte die Bayerische Fahne und das Zelt füllte sich langsam.
Bürgermeister Siegfried Klika meinte, das hätte er wieder gut hingekriegt, mit nur einem Schlag. Dann wünschte er allen ein schönes und erfolgreiches Volksfest. Gleich gings los. An der Schänke bildete sich eine lange Schlange, schließlich wollten alle bei der Hitze endlich etwas trinken.
In der Box der Ehrengäste hatte sich in zwischen auch Landrat Georg Huber eingefunden.
Dann kam Gustl Schenk. Er hatte sich über das Volksfestprospekt der Stadt geärgert, weil dort so viele Englischsprachige Ausdrücke verwendet werden. Da wollte er doch die bayerische Heimat retten:
Da wäre er doch gleich zu seiner Firma gefahren und hätte um Hilfe gebeten, das Waldkraiburger Volskfest wieder zu bavarisieren!
Nun, man wird sehen, ob Gustl Schenk Erfolg damit hat, das Volksfest in Waldkraiburg bayerisch zu halten.
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Rundgang übers Volksfest mit Bürgermeister Siegfried Klika
Tiefschwarze Wolken hingen inzwischen über Waldkraiburg, als Bürgermeister Siegfried Klika zum Rundgang aufbrach. Allerdings fällt es ihm zunehmend schwerer, Gefolge zu requirieren. Die meisten kennen ihn und haben Angst davor, mit hineingezogen zu werden.
So mußte er die Fahrt auf dem Bayernbreaker mit einer Unbekannten antreten. Trotz allem schlossen sich Landrat Georg Huber, Harald Jungbauer und Rainer Zwislsberger an.
Riesenrad – na das geht noch. Da fahren wir auch mit.
Als wir zum ersten Mal ganz oben sind, verheißen die Wolken nichts Gutes. Auf der zweiten Runde gings dann los – wir wurden pritschnaß - und die Kamera blieb aus – sicherheitshalber.
Eine Stunde später hatte der Regen eine Pause eingelegt und Bürgermeister Siegfried Klika nahm den Rundgang wieder auf. Er begrüßte alle Schausteller und Budenbesitzer und wünschte ihnen ein erfolgreiches Volksfest.
Zahlreiche Schönheiten stellten sich den Fotographen. Allerdings zogen schon wieder dunkle Wolken herauf – man hatte glatt den Eindruck, die wären jetzt noch dunkler!
Charlotte Konrad, jetzt seien Sie doch nicht so, fahren Sie mit auf der Wildwasserbahn. Aber die weigerte sich standhaft. Ein Glück, daß gerade Tochter Stephanie vorbeikam und den Platz im Bürgermeisterboot einnahm.
Ist doch egal, ob von oben oder von unten – naß ist naß!
Wer traut sich mit in den Ranger? Da mitfahren?
Lieber erst noch auf die Torwand schießen, das ist gemütlicher ....
Er hat wohl nicht so getroffen – Frau Klika?
Also doch in den Ranger? Ganz mutig war auch Kollege Ekkehard Giesecke.
Ja, da muß man schon fest eingspannt werden.... (Klika macht „Ahhh“ als ihm ein Polster an die Brust gedürckt wird)
Dann gings los.
Dann ein „Extra“ für Bürgermeister Klika: Im Scheitelpunkt stehen bleiben – und dann wieder durchschwingen. Das ist so richtig nach seinem Geschmack – aber wohl nur nach seinem (Ekke sagt: Nie wieder eine Fahrt mit'm Bürgermeister!)
Auch Helga Klika war geschafft!
Dann noch hier und da Grüß Gott sagen, dann fing's wieder an zu regnen. Da ging noch Schießen. Und weil er am nächsten Tag seinen Titel verteidigen mußte, nutze er die Gelegenheit zum Training.
Das gelang ganz gut. Gute Aussichten für den nächsten Tag. Wegen des Regens zurück zum Bierzelt. „gut, daß ich hier einen reservierten Platz hab“ meinte Rainer Zwislsberger, als wir endlich wieder im Trockenen waren. Die zurückgebliebenen hatten aber schon ein wenig Vorsprung und so wurde der Abend nicht nur draussen feucht, sondern auch drinnen feucht-fröhlich!
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Der 6. Kocherlball an der Grünen Lagune in Ampfing
Dicke schwarze Wolken am Himmel, aber wenigstens kein Regen, so begrüßte uns die Lagune in Ampfing, eines der größten ökologischen Schwimmbäder Bayerns. Die Enten schwammen friedlich auf dem Wasser und das Isenmonster hatte nichts zum Monstern!
Hi und da blinzelte sogar die Sonne durch die Wolken, als die Kocherl langsam eintrafen um ihren Ball zu feiern. Ganz traditionsbewußt in der Kleidung der vorletzten Jahrhundertwende kam erst das Tischtuch auf den Tisch, dann Teller, Tassen und heißer Kaffee oder Tee. Die Oarkarrer Musik
Auch bei Bürgermeisters gabs einen Guglhupf und Kaffee. Ja, wo bleibt denn der Thomas Hell – wollte Bürgermeister Ottmar Wimmer wissen, der wird nicht haben aufstehen können, beantwortete gleich seine Frau.
Ach, die Herrschaften waren auch da! Da gabs schon ein Gläschen Sekt zm Frühstück. Und nicht einmal der Kerzenleuchter fehlte.
Dann gings zum Auftanz, den Kreisheimat-Musik- und Brauchtumspfleger Dr. Reinhard Baumgartner anführte. Weil die Tanzbühne dafür zu klein war, auf dem Wegerl daneben.
Den Walzer tanzten die Kocherl aber dann auf der Bühne.
Herr Dr. Baumgartner, wo kommt die Tradition des Kocherlballs her?
Sie sagen, der Kocherlball war vorwiegend in München Brauch. Gabs das bei uns heraussen nicht?
... dann gab's wahrscheinlich bei uns auch nicht so viele Dienstboten und die die's gab mußten um diese Zeit in den Stall gehen?...
Wie sehen Sie als Kreisheimat-Musik- und Brauchtumspfleger die Wiederaufnahme dieses Brauches?
Mit High-Tech-Drehorgel sorgte ... für ein bißchen Flair der damaligen Zeit.
Georg Buchner, Sie sind der Initiator und Organisator des Kocherballs. Seit wann gibt’s ihn denn nun schon?
Dr. Baumgartner meinte, der Brauch stamme aus der Großstadt?
Sie haben den Kocherlball zum Zweck der Brauchtumspflege ins Leben gerufen?
... und das, obwohl der Termin am Sonntag früh um 6 nicht so ganz üblich ist.
Bleibt zu wünschen, daß das Wetter nächstes Jahr wieder besser ist....
Weil's inzwischen angefangen hatte zu regnen, zog die Musik ins Zelt. Nun wurden halt drinnen getanzt und gefeiert.
Allerdings beschränkte sich Ottmar Wimmer nicht nur aufs Zuhören. Er nahm die Drehorgel in Beschlag. Seine Zigarre hatte er auf dem Teller gelassen. Nach einer kräftigen Prise Schnupftabak unterhielt er die Gäste – und wurde schwer bewundert!
Als wir – ganz kocherlmäßig – den Ball um 8 Uhr verließen, kamen immer noch Gäste dazu. Es waren insgesamt etwa 150 Teilnehmer da. Die letzten gingen dem Vernehmen nach gegen Mittag nach Hause.
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Stadt Mühldorf erwirbt Zinnkrug von 1654 für das Kreis-Heimatmuseum
Ganz vorsichtig packte Stadtarchivar Edwin Hamberger den kostbaren Zinnkrug aus, der in einem doppelt ineinander geschachtelten Postpaket im Rathaus in Mühldorf angekommen war. Nur mit Glacéhandschuhen faßte Bürgermeister Günther Knoblauch das wertvolle Stück an und ließ es sich von Stadtarchivar Edwin Hamberger erklären.
Was ist das jetzt genau?
Wieviel hat die Stadt dafür ausgegeben?
Dann übergab Bürgermeister Günther Knoblauch den Humpen an Frau Dr. Susanne Abel, der Leiterin des Kreisheimatmuseums. Die sich dafür bedankte.
Was geschieht nun damit?
In einigen Tagen steht der Zinnhumpen im Kreisheimatmuseum und kann im Rahmen der Ausstellung „Museum im Wandel – Wirtschaft im Kreis“ besichtigt werden.
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Kinderhort der Arbeiterwohlfahrt feiert 20-jähriges Bestehen 30 25.07.08
Eine große Zahl Stadträte, Mitglieder und Mitarbeiter der Arbeiterwohlfahrt Mühldorf und Bürgermeister Günther Knoblauch versammelten sich im Kinderhort um sein 20-jähriges Bestehen zu feiern. Die Chefin des Amts für Jugend und Familie, Elfriede Geisberger und der Rektor der Grundschule Mößling, Markus Haindlmeier vervollständigten die Gästeliste. Natürlich war auch eine große Zahl von denen da, um die's schließlich geht: Kinder.
AWO-Vorsitzende Klara-Maria Seeberger begrüßte die Gäste und meinte dann, sie hätte gestrahlt, als sie Mitarbeiter der ersten Stunde unter den Gästen entdeckt hätte. Die Kinder sorgten mit dem Kikerikiki-Lied erst einmal für Abwechslung.
Bürgermeister Günther Knoblauch überbrachte die Grüße der Stadt und meinte, als der Kinderhort vor 20 Jahren gegründet wurde, diskutierte der Bundestag noch nicht darüber, wie die Ganztagesbetreuung auszusehen habe, wie Familien unterstützt werden müßten und wie man Alleinerziehende fördern könnte. Damals hätte sich noch niemand dafür interessiert, was Kinder nach der Schule tun würden, wenn sie alleine zu Hause wären, weil beide Elternteile berufstätig wären. Heute nähme die Gesellschaft diese Thematik Gott sei Dank richtig ernst.
Schon vor Jahren hätte der Städtetag die Einrichtung der Ganztagsschulen gefordert. Das wäre damals als „sozialistisches Teufelszeug“ abgetan worden.
Die Arbeiterwohlfahrt, die für die schwächeren in der Gesellschaft da wäre, hätte schon vor 20 Jahren auf diese Problematik reagiert und den Kinderhort eingerichtet.
Damals wäre er noch Stadtrat gewesen und hätte erlebt, wie die AWO immer neue Angebote eingerichtet hätte: Selbsthilfegruppen, Begegnungsstätten, Seniorenbetreuung, Kontaktbörsen und schließlich den Kinderhort. Er erinnere sich noch genau an die Diskussionen, die der Gründung vorangegangen wären und die dann zu kleinen Anfängen geführt hätten, aus denen sich schnell eine stark in der Stadt verwurzelte Institution entwickelt hätte.
Er sehe es als glückliche Fügung, daß damals dieses Haus frei wurde und von der Stadt erworben werden konnte. Anfangs als „Notkindergarten“ gesehen, verschwand das „Not“ schnell aus dem Namen des ursprünglich städtischen Kindergartens. Die offene und ehrliche Diskussion damals im Stadtrat machte es möglich, der Arbeiterwohlfahrt die Trägerschaft übertragen zu können, keine einfache Aufgabe. Er sehe im übrigen den Kinderhort als Ergänzung zu schulischer und häuslicher Erziehung. Der Hort vermittle Werte, die die Schule nicht vermitteln kann und die Familie nicht vermittelt. Heute könne er den Verantwortlichen der Arbeiterwohlfahrt nur zum Erreichten gratulieren. Das mache er auch im Namen von Landrat Georg Huber. Geschenk hatte er keines dabei. Dafür versprach er einen Scheck, der dem Hort die Ergänzung seiner Ausstattung ermöglichen soll.
Klara-Maria Seeberger verlas das Grußwort von ... Niedermaier, der nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte. Er bedauerte, daß Kinder von der Gesellschaft noch immer vernachläßigt würden und forderte, daß kein Kind zurückgelassen werden dürfe. Die Ergebnisse des Handelns zeige die Pisa-Studie, deren Resultate er als erschreckend bezeichnete.
Weil die Kinder am Hort die italienische Sprache erlernten, trugen sie ein Lied in italienisch vor. Unschwer zu verstehen: Es geht um's Krokodil!
Dann blickte Klara-Maria Seeberger auf die Geschichte des Kinderhorts zurück und stellte seine Position im Gesamtangebot der Arbeiterwohlfahrt dar. 1983 wurde die Schülerhilfe gegründet. Daraus erwuchs mit steigendem Bedarf Schritt für Schritt der Bedarf für einen Kinderhort. Ursprünglich trafen sich die Kinder nach der Schule im Haus der Begegnung, dort erhielten sie ein Mittagessen und konnten dann ihre Hausaufgaben erledigen. Am späten Nachmittag konnten sie von den Eltern abgeholt werden, oder die AWO-Mitarbeiter brachten sie nach Hause.
Schnell gab es aber Probleme mit den Senioren, die sich im gleichen Haus versammelten: Die Kinder waren zu laut! Christa Menzel hat massiv dafür gekämpft, den Kinderhort ins Leben zu rufen, was gar nicht so einfach war. Am 20. Juli 1988 wurde aus der Schülerhilfe ein Kinderhort. Zunächst noch im Haus der Bäckerei Kotter. Die AWO-Mitglieder halfen kräftig mit und bereiteten die Räume vor, damit der Hort am 1. September eröffnen konnte.
Seit dieser Zeit ist Monika Huber im Team. Seit 1988 kocht Monika Huber ohne Unterbrechung für die Kinder. Das wäre aller Ehren wert. 2000 zog der Kinderhort in das Gebäude an der Herzog- Friedrich-Straße. Am 16. September 2000 konnte Eröffnung gefeiert werden. Aus einer Gruppe wurden damals zwei, heute platzt der Kinderhort aus allen Nähten.
An der Konzeption hätte sich trotz aller Änderungen nichts geändert. Der Kinderhort unterstützt und ergänzte die Erziehung der Kinder in der Familie. Die soziale und individuelle Entwicklung der Schulkinder soll geförderrt werden. Dabei bietet das Leben in der Gruppe vielfältige Möglichkeiten individueller Entfaltung. Dabei wird mit Schulen und Eltern partnerschaftlich zusammen gearbeitet. Hier findet einfach „Leben“ statt, nicht nur Hausaufgabenbetreuung. Und so soll es weiter gehen.
Kinderhortleiterin Ingrid Keller betrachtete die „Neuzeit“, also die Zeit ab dem Jahr 2000: Bei Bürgermeister Günther Knoblauch bedankte sie sich besonders, weil er einer der wichtigsten wäre, ohne den es überhaupt nicht ginge. Nach dem Umzug im Jahr 2000 hätten sich alle über die hellen Räume gefreut. Zwar fehlte der Spielplatz am Inn, aber sie hätten sich schnell eingewöhnt. Seither wären etwa 500 Kinder vom Kinderhort betreut und erzogen worden. Manche Kinder blieben nur einige Wochen, andere 3 bis 5 Jahre, einige sogar sieben Jahre. Dann beschrieb sie einen Tag im Kinderhort: Nach Schulschluß treffen die Kinder im Hort ein. Dann gibt’s erst einmal ein gemeinsames, frisch zubereitetes Mittagessen. Dann werden Hausaufgaben gemacht. Danach dürfen die Kinder spielen, bei schönem Wetter im Garten, sonst im Haus. Später gibt es eine gemeinsame Brotzeit. Das schönste wäre, wenn Kinder bleiben möchten, wenn die Eltern sie abholen wollen.
Der Hort bietet verschiedene Projekte, an denen die Kinder teilnehmen können, dabei lege man Wert darauf, die Kinder in Vereine zu integrieren. Einmal im Monat unternimmt der Hort einen Ausflug, manchmal sogar mit Übernachtung. Sogar in den Ferien gibt es Hortübernachtungen. Das alles wäre nicht zu machen, wenn ihr nicht so ein wunderbares Team zur Seite stünde. Abschließend bedankte sie sich bei Klara-Maria Seeberger, beim Elternbeirat und allen, die sie so stark unterstützen.
Haus-der-Begegnung-Chefin Marianne Zollner gratulierte zum Jubiläum, überreichte einen Blumenstrauß und hatte ein Büchergeschenk für den Kinderhort mitgebracht.
Später zeigten die Gruppen, was sie gelernt hatten: Die Einradfahrer demonstrierten ihre Kunst, die Theatergruppe zeigte ein Schwarzlichttheater und die Tanzgruppe den „Happy-Groopy-Dance“. Bei Kaffee und Kuchen klang der Nachittag aus.
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Die Berufsschule I verabschiedet OStD. Reinhard Albert in den wohlverdienten "Unruhestand"!
Fast die ganze Aula der Berufsschule 1 in Mühldorf war besetzt, als die Musikgruppe rund um Dr. Reinhard Baumgartner die feierliche Verabschiedung ihres Schulleiters eröffnete. Diese Musik würde im Lauf der Feierstunde noch oft eine große Rolle spielen. Sie werden sehen.
Zunächst begrüßte stellvertrender Schulleiter Alfred Hubner die Gäste und meinte, das Ansehen des scheidenden Schulleiters zeige die lange Liste von Ehrengästen, die aus Anlaß seines Abschieds gekommen wären. Neben Bürgermeister Günther Knoblauch, Landrat Georg Huber und dem leitenden Regierungsschuldirektor Michael Waidhauser waren zahlreiche Schulleiter anderer Schulen, die Lehrerschaft und zahlreiche Partner des dualen Ausbildungssystems gekommen, also Vertreter des Handwerks und der Handwerksorganisationen sowie Mitarbeiter und Schüler.
O-Ton: Ich begrüße natürlich ganz besonders herzlich...
Obwohl er schon vor zwei Jahren in den Ruhestand gehen wollte, hätte er sich doch damals entschlossen, die Stelle des Schulleiters zu übernehmen. In dieser Zeit hätte bautechnisch und organisatorisch viel bewegt. Es wäre immer sein Bestreben gewesen, im Haus für Harmonie zu sorgen. O-Ton: (Du warst für uns nicht nur ein guter Schulleiter sonder auch ein guter Freund )
Nach einem weiteren Musikstück begann Landrat Georg Huber: ( Ich bin sehr stolz....)
Er werde sich auch zukünftig stark um das Berufsschulwesen kümmern. Es wäre ihm bewußt, daß das berufliche Schulwesen an Bedeutung gewinnen würde. Immer weniger junge Menschen müßten immer besser ausgebildet werden um die immer komplizierteren Aufträge bewältigen zu können.
Wie den meisten Menschen – nehme er an – freue sich auch Reinhard Albert auf den Ruhestand – und hege gleichzeitig auch Wehmut, meinte Landrat Georg Huber. Während er sich auf den Lebensabend freuen könne, leide die Schulfamilie unter seinem Weggang. Mit ihm verabschiede man einen Schulleiter, der höchstes Ansehen genießt und der die Berufsschule in einer Phase des Umbruchs maßgeblich mitgestaltet hat.
(O-Ton: „Die Ausbildung junger Menschen zählt zu den zentralen politischen Aufgaben. ) Schulabschluß und berufliche Qualifikation wären nicht nur entscheidend für den weiteren Lebensweg der Absolventen sondern auch für den Erfolg der ganzen Region. Reinhard Albert wäre sich der Wichtigkeit dieser Aufgabe stets bewußt gewesen. Er hätte diese Aufgabe vorbildlich gemeistert, die oft mit hohen Belastungen und großer Verantwortung verbunden ist. Dabei wäre er ständig von vielen Seiten vielerlei Anforderungen ausgesetzt gewesen. Von der Unterstützung einzelner Schüler bis hin zur Kalkulation des Budgets der Schule.
Mit Reinhard Albert verliert der Landkreis einen Schulmanager. Er hätte es mit seiner ruhigen, freundlichen Art geschafft, den Schülerinnen und Schülern neben dem Wissen auch Werte zu vermitteln. Dabei hätte er nicht vergessen, die Schule ständig auf neue Herausforderungen und Anforderungen der Zeit einzustellen. Er selbst kenne ihn als friedliebenden, warmherzigen Menschen, der mit Leib und Seele Pädagoge wäre und dem ein harmonisches Miteinander stets wichtig war. Sogar in der konfliktträchtigen Phase der Einführung der sogenannten Kompetenzzentren half Reinhard Albert mit, diese zu realisieren und dabei Konflikte gütlich zu regeln. Während er die Schule selbst auf den neuesten technischen Stand brachte, engagierte er sich auch für die Firmen, in denen die Lehrlinge ausgebildet werden. Dann verglich er seine Amtszeit mit einem Segelboot: Auf stürmischer See hätte er die Segel richtig gesetzt und wäre immer hart am Wind gesegelt. Mit Stolz dürfe er auf die Schule schauen. Er dankte persönlich und im Namen des Landkreises für das Erreichte und freute sich darüber, daß er an der Seite von dr. Reinhard Baumgartner das Amt des Kreisheimatmusik und -Brauchtumspflegers dem Landkreis weiter erhalten bleibe. Damit trage er dazu bei, daß unser bayerisches Brauchtum auch in Zukunft erhalten bleibe. (O-Ton: Ich wünsche ihnen alles erdenklich .... ) Und weil er eigentlich gar nicht aussteige, sondern eher umsteige, überreichter ihm ein kleines Geschenk – ein paar Flaschen Wein.
Reinhard Alberts Frau Brigitte überreichte er einen Strauß Blumen und dankte für die viele Zeit, in der sie ihn hatte vermissen müssen.
Leitender Regierungsschuldirektor Michael Waidhauser beleuchtete die einzelnen Personen an der Schule, die nun auf ihren Chef verzichten müssen, den er mit dem Vater einer Familie verglich. Das Lehrerkollegium verlangte von ihm Zuneigung, Schlichtung und Trost, wenn es zu Konflikten gekommen war. Dabei durfte er bei der Bewertung nicht zuuu streng sein, weil sich das auf die Besoldung auswirkt.
Auch für die Schüler ist er die erste Ansprchperson, wenn sie sich über Lehrer beschweren, die übrigens immer dann beleidigt sind, wenn der Schulleiter dem Schüler recht gibt. Er muß also Diplomat sein!
Generell herrscht die Erwartung, daß der Schulleiter immer hilft, egal ob private oder Schulische Probleme auftreten oder die Freundin Ärger macht: Der Schulleiter soll helfen!
Das war aber die ganz große Stärke von Reinhard Albert: Er machte sich die Sorgen und Nöte seiner Lehrerinnen und Lehrer und seiner Schülerinnen und Schüler zu eigen. Alle fühlten sich ernst genommen und er sich für sie einsetzen werde.
Er zitierte aus dem Gutachten der externen Evaluation, der die Schule unterzogen wurde. (O-Ton: )
Aber auch die Betriebe tragen ihre Wünsche an den Schulleiter heran. Nur wenn Schule und duale Ausbildungspartner gut zusammenarbeiten, kann die Ausbildung gelingen. Und dabei soll der Schulleiter überall dabei sein: (O-Ton: )
Zum Beziehungsnetz, in dem sich der Schulleiter bewegt, gehört auch der Sachaufwandsträger. Deshalb müsse er mit Landrat, Kreistag und Kämmerer gut auskommen. Daß dies gut gelungen wäre, hätte Landrat Huber's Ansprache gezeigt.
Eine Berufsschule wäre der Mittelpunkt der beruflichen Bildung eines Landkreises. Die Reform vor einigen Jahren hätte Reinhard Albert genutzt, die Schule bestmöglich auszustatten. Dabei hätten ihn auch ständig neue Lehrpläne und neue Anforderungen seitens der Wirtschaft nicht aus der Bahn geworfen. Bei alldem hätte er immer guten Kontakt zur Regierung von Oberbayern gehalten. Dabei ging es oft darum, mehr Personal zu erhalten. Aber das wäre kein Ruhmesblatt der Verwaltungskunst. Aber das wäre nicht so einfach.
Nicht so einfach wäre es auch, einen Nachfolger für Reinhard Albert zu benennen. Schon 2004 hätte er Altersteilzeit beantragt, die 2006 begonnen hätte. Allerdings hätte man sich eines besseren besonnen und hätte sein Angebot angenommen, das noch aufzuschieben, wenn er zum Schulleiter benannt werden würde. (O-Ton: Reinhard Albert wurde dann doch noch .... ) Nun hätte er die Urkunde dabei, auf die er sich schon seit 2004 geistig vorbereiten hätte können. Diese Urkunde, in der Kultusminister Siegfried Schneider ihn aus dem aktiven Dienst entläßt, überreichte er ihm dann. Er solle die Schule nicht vergessen, sich aber von ihr frei machen. Deshalb wünschter er ihm für seinen Ruhestand alles Gute.
Bürgermeister Günther Knoblauch wertete die Möglichkeit, hier ein Grußwort sprechen zu dürfen als Zeichen der guten Zusammenarbeit zwischen Kreisstadt und Landkreis. Jedenfalls profitiere die ganze Stadt von der großen Zahl Schulen, die der Landkreis in der Kreisstadt unterhielte. Die Vorredner hätten schon dargelegt, was er alles für die Schule getan hätte. Dafür und für die vielen anderen Aktivitäten – auch außerhalb der Schule - bedankte er sich sehr bei Reinhard Albert. Allerdings stelle er fest: (O-Ton: Ich freu' mich drüber, daß'd pensioniert werst! ) Jetzt endlich hätte er viel mehr Zeit für die Dinge, die er neben seinem Beruf gemacht hätte und die er in der Kreisstadt mitgeprägt hätte. Mit Volkstanz, Saitenmusik und seinen Aktivitäten im Heimatbund hätte er sich vielfältig eingebracht. Dann lud er ihn ein, im Kulturarbeitskreis der Kreisstadt mitzuarbeiten. Dort bräuchte man noch so einen „festen Punkt“. Weil es nicht so leicht wäre, so einer verdienten Person etwas zu schenken, überreichte er ihm einen Jubiläums-Bierkrug, den Hans Prähofer gestaltet hätte. (O-Ton: Drink ab und zu a Maß Bier draus....)
Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Anton Steinberger tat sich schwer, dem vielen Lob etwas hinzuzufügen. Er betrachtete das Schulwesen. Lehrer hätten viel Urlaub, das Schulwesen müsse reformiert werden. Dabei hätte man nun auch die Hauptschule entdeckt. Man meine, mit all diesen Reformen die Gesellschaft reformieren zu müssen. Gott sei Dank hätte noch niemand an die Berufsschule gedacht. Das wäre auch nicht notwendig, weil besonders an dieser Schule exzellente Arbeit geleistet wird, die keinen Anlaß zur Kritik gibt. Die Berufsschule wäre für das Handwerk ein elementarer Bestandteil des Erfolgs. Handwerksbetriebe lebten von der Qualifikation ihrer Mitarbeiter. Für diese sorge die Berufsschule. Außerdem wäre die Berufsschule ein Kulturträger und Kulturpfleger, die helfe, Traditionskönnen und -wissen weiter zu tragen auf die nächsten Generationen. Allerdings lebe die Berufsschule auch in der ständigen Herausforderung neuer Entsicklungen. Besonders in den letzten fünf Jahren wäre so viel Neues eingeführt worden, dem die Berufsschulen Rechnung tragen müssen. Neue Firmen hätten neue Arbeitsplätze geschaffen und im Schuljahr 2006/2007 mit 2.075 Ausbildungsplätzen und dem Rekord von 775 neuen Ausbildungsverträgen, teils in neuen Berufen auch neue Herausforderungen für die Berufsschule geschaffen, die es zu bewältigen gelte. Allerdings hätte Reinhard Albert auch das geschafft.
Zu dem allem hätte die Berufsschule auch die Aufgabe, den jungen Menschen Werte zu vermitteln, die sie in den Familien nicht mehr erhalten. Bei all den Diskussionen hätte Reinhard Albert nie sich selbst oder die Schule im Fokus gehabt. Ihm wäre immer das Wohl der Jugendlichen am Herzen gelegen. Er bedankte sich im Namen der Kreishandwerkerschaft mit ihren 3.640 Betrieben, deren Lehrlinge die Schule besuchten. Er lobte Reinhard Albert für seine Arbeit und wünschte ihm alles Gute für seinen Ruhestand. Im Blick auf seine vielfältigen Aktivitäten wäre ihm um seine Zukunft nicht bange. Als Abschiedsgeschenk überreichte Kreishandwerksmeister Sepp Eichner eine Glas arbeit: Eine Schreibunterlage mit Federstift. Damit ließen sich trefflich Noten zu Papier bringen.
Der Leiter des Beruflichen Bildungszentrums Ludwig Ecker zitierte Karl Valtentin: Es ist zwar schon alles gesagt, aber noch nicht von allen! Zunächst dankte er ihm, stellvertretend für die Leiter der Berufsschulen in Oberbayern hier sprechen zu dürfen. Dann fragte er das Publikum, ob sie wüßten, daß Reinhard Albert drei Meistertitel hätte: 1. Tanzmeister – beim Volkstanz. 2. Musikmeister – wie gesehen und 3. Schulmeister. Wenn er häufig beurteilen müsse, dann wären drei Eigenschaften zu Grunde zu legen. Ihm billige er zu bescheiden, bodenständig und zuverlässig zu sein. Seine Eigenschaften verriete schon sein Name: (O-Ton: R heißt Rücksichtsvoll.......)
Im Leben gebe es drei Zeiten: In der ersten Zeit brauche man Hilfe. In der zweiten Zeit gebe man Hilfe und in der dritten Zeit genießt man, was man gegeben und bekommen hätte. Diese Zeit breche nun an. Allerdings wäre er sich sicher, er wechsle in eine GmbH ein, allerdings nur als Mitarbeiter: (O-Ton: Geh mal. Mach mal, ...) Außerdem hätte er dann keine Ferien mehr. Er dankte ihm persönlich und im Namen aller Kollegen für die gemeinsame Zeit und dafür, daß er einer von ihnen war. Und weil er ihm auch noch viel Freude und Gesundheit wünschte, schenkte er ihm einen Aufenthalt in einem Wellnesshotel. Und damit sie die Leitung der GmbH nicht so streng ausfallen lasse, besänftigte er Reinhard Alberts Frau Brigitte mit einem Strauß Blumen
Nachdem ihn auch noch Vertreter des Lehrerkollegiums und der Schüler verabschiedet hatten, brachten Lehrkräfte und die Schülervertreterin Gstanzln dar.
Nun schließlich trat der scheidende Schulleiter selbst ans Pult und schickte sich an, selbst Danke zu sagen. Während er vielen anerkennenden Reden wäre ihm selbst ganz schwindlig geworden, meinte Reinhard Albert, er wäre in einem Schwebezustand zwischen Freude und Stolz.
Während 38 Dienstjahren hätte er zahlreiche Kollegen, Vorgesetzte, Nachbarn und Mitarbeiter gehabt, die ihm den Weg geebnet, ihm geholfen und unterstützt hatten. Ihnen allen dankte er und erinnerte an zahlreiche kleine und größere Erlebnisse. Dann wurde er nachdenklich und es wurde ganz still im Raum:
Mit 65 gehöre er vorerst noch zu den „jungen Alten“ Allerdings klinge ihm der aggressive Ton über die Überalterung der Gesellschaft in den Ohren. Als wäre es doch eher kein Grund zur Freude. Es heisse nun immer häufiger und deutlicher oft auch schmerzlicher: „Loslassen“. Es wäre ein Gebot der Vernunft, dies ehrlich und nüchtern anzunehmen. Ein Grund zur Freude? Aber seiner grundsätzlich optimistischen Lebenseinstellung erwarte er die Befreiung von Zwängen, Abhängigkeiten und Terminen, vielmehr die Chance, Neues kennen zu lernen. Ältere sollen sich nicht zurückziehen aus der Gesellschaft. Sie sollen mitten drin bleiben und ihre Erfahrungen einbringen. Er freue sich auf musikalische und karitative Aktivitäten. Allerdings freue er sich auch auf Stille: Die Leistungsgesellschaft hinter sich zu lassen und trotzdem nicht das Gefühl von Nutzlosigkeit verspüren zu müssen. Mit Bewußtsein wolle er zu den Stillen Alten zählen, meinte Reinhard Albert, in deren Nähe sich Kinder wohl fühlen. (O-Ton: Liebe Freunde vom großen Netzwerk „Schule“ Ihr werdet mir fehlen!). Er wäre glücklich, sagen zu können, es war eine glücklcihe und erfüllte Zeit. Mit dem Dank an seine Frau und seine Tochter und ihre Familie dankte er auch den Gästen, die ihm mit ihrem Kommen die größte Freude gemacht haben.
Nachdem die Musik noch eimal aufspielte, genossen die Gäste das Buffet, das die Schülerinnen des Beruflichen Bildungszentrums vorbereitet hatten.
Auch wir erlauben uns, Reinhard Albert, zu seinem Abschied alles Gute zu wünschen. Vielleicht sehen wir uns ja jetzt wieder öfter, so wie damals, vor über 20 Jahren, als wir uns kennengelernt haben?
160
Der Arbeitskampf bei Südfleisch nimmt kein Einde: Protestzug und Kundgebung
Über den Streik der Beschäftigten bei Südfleisch haben wir schon berichtet. Inzwischen fand der 9. Streiktag statt, der einen Demonstrationszug brachte. Dieser führte bei Regenwetter vom Werk der Firma Südfleisch im Waldkraiburger Industriegebiet über den Stadtplatz zu den Hubertusstuben.
Unterstützt wurden die Streikenden von IG-Bau Gewerkschaftssekretär Richard Fischer, der stellvertretenden Oberbayern-SPD-Vorsitzenden MDL Adelheid Rupp und natürlich von Georg Schneider, dem Sekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuß-Gaststätten.
Der Weg führte vorbei an der KFZ-Zulassungsstelle zum Stadtplatz, wo die Streikenden die Bevölkerung auf ihre Forderungen aufmerksam machen wollten. Wegen des Regenwetters waren aber nur wenige Passanten unterwegs, die aber durchaus Verständnis für die Forderungen äußerten.
Vor dem Rathaus wollten die Streikenden mit Bürgermeister Siegfried Klika sprechen. Der war aber nicht im Rathaus, so zogen sie weiter um im Gasthaus Hubertusstuben eine Versammlung abzuhalten.
Nun ist es eine ganze Weile her, daß wir über den Streik berichtet haben. Was hat sich zwischenzeitlich ereignet?
Worüber wollen Sie hier auf dieser Versammlung sprechen?
Auf der Versammlung erläuterte Georg Schneider zunächst das Angebot, das NGG Südfleisch unterbreitet hatte. Es lehnte strikt ab, eventuelle Lohnerhöhungen durch Verlängerung der Arbeitszeit selbst verdienen zu lassen. Auch Überstunden schloß er kategorisch aus. Dann beklagte Georg Schneider, daß von den ursprünglich 57 Teilnehmern nur noch 34 aktiv am Streik teilnehmen. Der Großteil hätte wohl Angst bekommen. Er schlug deshalb vor, den Streik vorübergehend auszusetzen um alle Beschäftigten zu überzeugen, aktiv für ihre Anliegen einzutreten. Nur solidarisch könnten Sie erfolgreich sein. Er berichtete auch von europaweiten Aktionen: So wären aus ganz Europa über 300 Emails an den Vorsitzenden des VION-Konzerns geschickt worden, deren Absender sich mit den Streikenden solidarisch erklärten.
Am Nachmittag fand vor dem Arbeitsgericht in Mühldorf eine Verhandlung gegen den gekündigten Betriebsratsvorsitzenden Hans Schneider statt, die aber kein Ergebnis brachte. Ein neuer Verhandlungstermin ist für Mitte November anberaumt. Wir werden weiter berichten.
161
Kundgebung der Milchbauern vor der Geschäftsstelle des Bauernverbandes in Töging
Bauernverbandes in der Werkstraße in Töging. Auf einem Spruchband forderten sie Geschlossenheit und gemeinsames Vorgehen von Bauernverband und dem Verband der Milchviehhalter. Bürgermeister Horst Krebes beobachtete die Kundgebung und vertrag Landrat Erwin Schneider.
Bauernverbands-Obmann und Mitglied der Kreisvorstandschaft des Bauernverbandes im Landkreis Altötting, Josef Schick stellte sich vor. Er betreibe in Mehring einen Milchviehhof, hätte dort 40 Milchkühe. Er hätte aber auch vier Kinder, die ihm Motivation wären, sie zu engagieren. Um seinen Kindern die Freude an der Landwirtschaft zu vermitteln und eine Zukunftsperspektive zu ermöglichen, müßte sich einiges ändern. Außerdem möchte er, daß er auch in 20 Jahren noch seine Landwirtschaft betreiben könne. (O-Ton 9:16:04: Shareholder-Value ist angesagt, nicht „Leben und Leben lassen“.... ) So hohe Gewinne könne man nur machen, wenn man jemanden ausschmiere. Einen gerechten Milchpreis wollen nur die Erzeuger. Alle anderen schauen nur auf den Gewinn, zu Lasten der kleinen Erzeuger.
Weil das System derzeit auf Überproduktion ausgerichtet ist, wären die Erzeuger austauschbar. Das muß im Interesse der nachfolgenden Generationen geändert werden.
Trotz umfangreicher Blockaden und dem Milchlieferstopp hätte sich nicht viel geändert. Die Bauern sähen die Aktionen trotzdem als Erfolg. Niemand hätte ihnen diese Geschlossenheit zugetraut. Sie hätten viele Solidaritätsbekundungen erlebt, sogar Bauern mit anderer Produktionsausrichtung hätten sich beteiligt. Dieses neue Selbstbewußtsein wollten ihnen nun die Molkereien wieder zerreden. Nun fordern sie die nächsten Schritte.
Vom Milchgipfel am 29. Juli in Berlin erwarten sie geschlossenes Auftreten der Bauernverbände. Der Milchgipfel wäre ein Ergebnis des Lieferstopps. Deshalb wolle er folgende Forderungen an den Bauernverband übergeben, mit der Bitte, diese beim Milchgipfel durchzusetzen:
Der Milchpreis muß 43 Cent pro Kilogramm Milch betragen. Dann müßten Eingriffe von außen in den Milchmarkt unterbleiben. Der Erzeuger müsse den Milchpreis wieder selbst festlegen dürfen.
Weitere Punkte betreffen die Berechnung der Menge Milch, die auf dem Markt angeboten wird und die Berechnung der sogenannten Saldierung müsse geändert werden. Außerdem müsse die Quotenerhöhung ausgesetzt werden, die die EU beschlossen hatte. Die Quotenregelung müsse flexibler gehandhabt werden.
Das gegenwärtige System entspreche nicht den Regeln der Marktwirtschaft.
Wenn diese Regeln realisiert werden, würden die Bauern auch wieder ordentlich anpacken. Dann könnten längst fällige Investitionen realisiert werden und die Bauernfamilien hätten wieder ihr Auskommen. Derzeit lebten sie von der Substanz.
Diese Forderung überreichte Josef Schick Kreisobmann ....
Der dankte zunächst dafür, daß die Kundgebung so stattgefunde hat. Auch er sehe es als oberstes Ziel, gemeinsam die Interessen der Landwirte zu vertreten. Allerdings wäre Bayern nicht allein in Deutschland. In einer Demokratie entscheiden eben alle gemeinsam. Deshalb wäre es nötig, alle Landwirte in Deutschland zu solidarisieren und so Einfluß auf die Politik der EU nehmen zu können.
Schwere Angriffe gegen den Bauerverband brachte Josef Riedlaicher vor. Es könne nicht sein, daß der Bauernverband auch in Preissenkungskartellen mitwirken würde. Dort müsse der Bauernverband ansetzen und so einige Personalien überprüfen.
Außerdem müsse man überprüfen, ob es noch Sinn mache, die Qualitätssicherungssiegel weiter zu vergeben, wenn Molkereien und Schlachthöfe Milch und Vieh aus dem Ausland herkarrten und sie dann als „Qualität aus Bayern“ auszeichnen würden.
Außerdem stelle er fest, daß bei der Führung des Bauernverbandes nichts mehr ankäme, was an der Basis vorgehe. Seiner Meinung wären die Bauern während des Milchstreiks vom Bauernverband selbst gespalten worden. Es sollten wohl die Bauern entsolidarisiert werden. Angeblich hat der Bauernverband in Bayern 165.000 Mitglieder. Dabei gebe es nur etwa 80.000 aktive Bauern. Es können nicht sein, daß Bauern, die gar nicht mehr arbeiten, hier Einfluß auf die Politik nehmen. Deshalb kritisierte er die Bamberger Beschlüsse, die auf sehr suspekte Weise zustande gekommen wären. Weil die bäuerliche Landwirtschaft in Familienbetrieben nur begrenzte Arbeitskapazität hat, wäre die Forderung des Bauernverbandes nach Großbetreiben mit 100 Milchkühen utopisch. In Bayern gäbe es auch die Strukturen für solche großen Höfe gar nicht.
Nach etwa einer Stunde gaben die Bauern die straße wieder frei. Man wird sehen, wie ihre Verbände beim Milchgipfel auftreten und was sie dort erreichen.

162
Der Strong-Man-Cup an der Hauptschule in Mühldorf
Die halbe Schule hatte unterrichtsfrei und versammelte sich in der Turnhalle der Hauptschule in Mühldorf um ihre stärksten zu ermitteln. 10 ausgewählte Schüler der 7. 8. und 9. Klassen der Hauptschule traten gegeneinander an um die Schulmannschaft zu ermitteln, die zum Finale der bayerischen Meisterschaft nach Rosenheim fährt. Alle anderen versammelten sich auf der Tribüne, um ihre Klassenkameraden anzufeuern.
In vier Disziplinen verglichen sich die Schüler: 10-Kilo-Gewichtscheiben hoch halten, Seilziehen, Medizinball-weit-werfen und dem sogenannten „Farmer's-Walk“. Eric Hagedorn, Sportlehrer an der Hauptschule leitete die Wettkämpfe.
Dabei ging es zunächst jeder gegen jeden. Die 10kg-Scheibe hoch zu halten ist ein riesiger Kraftakt. Umso mehr, als die Ellbogen durchgestreckt bleiben mußten. Eine Minute – eine Minute 10 – eine Minute 20 – jetzt ist langsamt Schluß. Der beste schaffte eine Minute 22 Sekunden.
Danach waren alle Teilnehmer ziemlich geschafft. Doch gleich folgte die nächste Herausforderung: Der „Farmer's Walk“: Zwei handelsübliche Benzinkanister, mit Sand gefüllt, so weit wie möglich zu tragen. Jeder Kanister wiegt 30 kg. Eine Hallenbreite sind 20 m.
Auf die Plätze – fertig – los. Die ersten Runden sieht das noch ganz locker aus. Aber bei 140 m wird’s schon schwer, bei 159m ist Schluß. Wer kann's besser?
Die nächste Paarung. Unterschiedliche Stile kann man da beobachten: Einer beeilt sich um so weit wie möglich zu kommen, der andere geht ruhig und konstant dahin. Wer kommt weiter?
Die nächsten beiden lassen's langsam angehen. Sie schenken sich nichts. Das ist Durchhaltewille: Er gibt nicht auf, faßt oft nach, beginnt zu laufen, bei 200 m nochmal nachfassen, bei 220 nochmal, und dann in immer kürzeren Abständen. Bei 260 m ist aber dann Schluß. Ein neuer Rekord – immerhin.
Medizinballwerfen ist die nächste Disziplin. Es zählt die Weite.
Die letzte Disziplin, das Seilziehen. Wieder geht’s jeder gegen jeden. Die jungen Athleten hängen sich ordentlich rein, geben alles, kämpfen, geben nicht nach, bis einer gewinnt.
Manche Kämpfe sind gleich vorbei, andere dauern und kosten sehr viel Kraft.
Während Eric Hagedorn sich zum Auswerten zurückzieht, machen sich die jungen Leute einen Spaß daraus und ziehen als Mannschaften gegeneinander.
Schließlich verkündete Eric Hagedorn das Ergebnis und hatte eine Überraschung für die jungen Leute: O-Ton: (Ihr seid alle dabei..)
Nicht nur, daß die Teilnehmer großen Sport geboten hatten, wurde ihre Anstrengung mit der Teilnahme am Finale in Rosenheim belohnt, das am 24. Juli in Rosenheim stattgefunden hat.
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Landrat Georg Huber stellt den neuen Chefarzt für Akutgeriatrie an der Klinik Haag vor: Dr. med. Stephan Clarmann
Landrat Georg Huber freute sich, mit Dr. med. Stephan Clarmann den neuen Chef der Abteilung Akutgeriatrie im Klinikum Haag vorstellen zu können.
In der heutigen Gesellschaft, in der ältere Menschen zunehmend allein leben, wird die Hilfe immer wichtiger. Steht keine Familie und kein helfender Nachbar bereit, müsse älteren Menschen anderweitig Hilfe geleistet werden. Diese Hilfe leiste die Geriatrie, auf die sich das Krankenhaus Haag nach der Restrukturierung spezialisiert hat.
Dr. Stephan Clarmann meinte, er sehe es als große Herausforderung, hier diese Abteilung übernehmen zu können. Der demographische Wandel führe dazu, daß immer mehr ältere Menschen in der Gesellschaft lebten. In einer üblichen Klinik finden ältere oft nicht die Fürsorge, die sie benötigen, weil sie eben an vielen verschiedenen Behinderungen und Krankheiten litten. Deshalb ist es nötig, spezialisierte Häuser einzurichten, die sich auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausrichten und sowohl passende Behandlungsmethoden bereit halten, für Rehabilitation sorgen und so die Selbständigkeit der Patienten erhalten. Um dies bewerkstelligen zu können, beschäftige eine akutgeriatrische Abteilung zahlreiche Spezialisten: (O-Ton:....)
Chefarzt Dr. Wolfgang Richter zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung der Klinik Haag. Mit der Ausrichtung auf ältere Patienten hätte man die richtige Entscheidung getroffen. Medizin für ältere Menschen wäre nicht vergleichbar mit der Medizin für Erwachsene oder Kinder, sie wäre schon etwas spezielles. Im Klinikum Mühldorf wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche spezialisierte Abteilungen mit eigenen Chefärzten etabliert. Die Altenmedizin wurde dabei hinten an gestellt. Inzwischen geht man aber auf die älteren Patienten ein und richtet die Akutversorgung nach ihren Bedürfnissen aus. Diese Leistung bietet die Klinik Haag. Das hieße nicht, daß das Klinikum Mühldorf dies nicht leisten könne, sie leiste es auch, nur eben nicht in dem Umfang. Beide Kliniken wären dazu ausführlich vernetzt. So werde ein mobiles Team an beiden Kliniken Leistungen für ältere anbieten und bespielsweise schon vor einer Operation die spätere Rehabilitation vorbereiten. Beide Kliniken wären zu einer Klinik geworden mit einem sehr langen Korridor namens B12! Das wäre zwar nicht einfach, aber machbar.
ER wäre auch froh darüber, daß Dr. Clarmann die Chance hätte, vom jetzigen Chef Dr. Dötterl eingeführt zu werden. Dieser fließende Übergang böte den besten Start für den neuen Chef.
Kreiskliniken-Geschäftsführer Heiner Kelbel meinte, es böte sich jetzt die Chance, über mehr spezialisierte Leistungen höhere Einkünfte zu erzielen und damit die Klinik wirtschaftlich zu erhalten. Landrat Georg Huber ergänzte voller Stolz, den Anwesenden wäre es gelungen, seit 2002 die Klinik in die schwarzen Zahlen zu fürhen und sie so zu etablieren, daß sie anstehende Wirren schadlos überstehen werden.
Cheafarzt Dr. Dötterl meinte, alle Krankenhäuser würden derzeit Spezialgebiete suchen und Nischen besetzen. Es wäre deshalb naheliegend gewesen, das Haus in Haag, das die besten Voraussetzungen gehabt hatte, auf die Altersmedizin auszurichten. Der Vorteil des Hauses in Haag wäre, daß auch Akutversorgung für nicht ganz so alte Patienten angeboten werden kann. Dies macht das Haus auch für die Bevölkerung attraktiv. Dr. Clarmann wird dies so weiterführen.
Auch Dr. Hahn begrüßte Dr. Clarmann. Sie würden sich schon aus Mühldorf kennen und hätten dort schon erfolgreich eine Schlaganfall-Abteilung aufzubauen. Nun würden sie gemeinsam dieses Haus erhalten und erfolgreich im Markt etablieren. Wenn im Ärzteblatt davon die Rede wäre, daß kleine Kliniken ohne Konzept verschwinden würden, dann wäre ihm um die Zukunft des Hauses nicht bange. Diese zu sichern, gäbe es viele Pläne. So werde im Winter ein Computertomograph installiert, Kooperationen mit Urologen und Gynäkologen verbreitern die Angebotspalette. Allerdings wäre ihnen bewußt, daß sie sich auch weiter qualifizieren müssen. Froh wäre er, daß sie dieses Konzept selbst entwickelt hätten.
Landrat Georg Huber schloß und unterstrich: Das Haus in Haag ist kein Altenheim und es wird auch kein Altenheim werden. Das könnte sich der Landkreis gar nicht leisten. Obwohl das Haus nicht allzu groß wäre, und der beschrittene Weg wieter so engagiert fortgeführt werde, läge Haag mitten im Land: Alle Wege führten nach Haag!
Wir haben Dr. Stephan Clarmann gebeten, ein bißchen über sich zu erzählen.
Wann treten Sie die Chefstelle an?
Herr Dr. Dötterl geht dann in den Ruhestand?
Wie kommt es, daß Sie als junger Arzt sich für die Geriatrie interessieren?
Noch eine ganz private Frage: Sie haben bisher in Mühldorf gearbeitet. Ziehen Sie um nach Haag?
164
Benefiz-Fußballspiel: TSV Buchbach gegen TSV Ampfing: Zu Gunsten des Anna-Hospiz-Vereins
Die neue Tribüne im Stadion in Buchbach mußte sich erstmals bewähren, als die beiden Vereine zu einem Benefizspiel zu Gunsten des Anna-Hospiz-Vereins einluden. Anna-Hospiz-Chef Dr. Dworzak erläuterte die Idee des Anna-Hospiz-Vereins und dankte den Fußballvereinen für diese Aktion. Er nehme aber gerne auch noch weitere Spenden entgegen.
Viel Prominzen war nach Buchbach gekommen um Anton Maiers Steaks und ein gutes Bier zu geniesen.
Herr Bürgermeister Wimmer, wer gewinnt heute?
Und was sagen Sie Herr Bürgermeister Dr. Dürner?
Dann liefen die Mannschaften auf und der Schiedsrichter pfiff die Partie an.
Etwa 420 Besucher waren gekommen um neben einem spannenden Fußballspiel Gutes zu tun.
Durch die neue Tribüne können wir künftig wesentlich attraktivere Bilder liefern, wenn auch von der ungewohnten anderen Seite des Spielfeldes. Wir müssen uns also umgewöhnen.
Die Gäste aus Ampfing, die ganz in weiß von rechts nach links spielen, zeigten keinen großen Respekt vor dem Bayernligisten TSV Buchbach und griffen munter an.
Eine erste Chance ergab sich hier, als Stefan Hillinger den Freistoß, den Buchbach nach einem Foul auszuführen hatte, mit wenig Elan neben das Tor der Ampfinger setzte.
Ein paar Minuten später konnte Thomas Penker diesen Freistoß der Ampfinger parieren.
Erich Haider nutzte die Gelegenheit, Fotos zu schießen, während Matthias Pongratz das Spielgeschehen beobachtet.
Etwas zu viel Härte für ein Freundschaftsspiel zeigt diese Szene: Der folgende Freistoß blieb aber folgenlos.
Hier kamen die Gäste nah an das Buchbacher Tor heran, der Torerfolg blieb aber aus.
Härte kam aber auch auf Buchbacher Seite auf: Hier kassiert Stephan Hillinger gelb für ein Foul, das nicht hätte sein müssen.
Noch kam die neue Flutlichtanalge nicht zum Einsatz, obwohl es langsam dunkel wurde.
Schließlich blitzte Buchbachs Stärke auf und war nur durch ein Foul zu halten. Elfmeter.
Stefan Hillinger schoß und Matthias Manghofer hielt. Allerdings ließ der Schiedsrichter wiederholen. Und obwohl Stefan Hillinger diesmal in die andere Ecke schoß, hielt Matthias Manghofer wieder!
Kurz vor der Pause dieser Einwurf 1:0 für den TSV Buchbach durch Alexander Neulinger.
Nach dieser kurz gespielten Ecke mußte sich Thomas Penker im Tor der Buchbacher mächtig strecken, um den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern.
Eine bemerkenswerte Szene hier. Ein Foul, zwei Fouls, und noch eins. Erst jetzt pfeifft der Schiedsrichter und zeigt Burim Djimschiti die gelbe Karte. So viel Streß sollte in einem Benefiz- Freundschaftsspiel nun wirklich nicht sein! Leider gings so weiter Gelb für Francesco Berardi.
In der Pause zeigten die jüngsten der Bubaria ihr Können und unterhielten die Zuschauer. Da steht den Buchbachern etwas bevor, wenn diese jungen Damen erst einmal in die Garde hineinwachsen!
In der Halbzeitpause besuchte uns Grünen-Kreisvorsitzende Cathrin Henke. Frau Henke, Sie interessieren sich für Fußball?
Wie haben Sie's bisher gesehen?
Dann sind Sie eine große Fußballkennerin?
Die zweite Halbzeit:
Jetzt spielen die Gäste von rechts nach links. Der TSV hatte nun die Flutlichtanlage eingeschaltet. Das 2:0, das kurz nach Wiederanpfiff fiel, haben wir leider nicht sehr deutlich, es hatte angefangen zu nieseln.
Buchbach wurde jetzt stärker, der Ball wollte aber nicht ins Tor.
Im Gegenzug hatte Thomas Penker hier seine Mühe gegen Michael Giglberger.
Schließlich endete das Spiel 3:0. Weil wir unsere Assistenten an die Kamera gelassen haben, fehlt uns das dritte Tor leider. Wenn's ernst wird, passiert uns das sicher nicht mehr - versprochen!
Matthias Pongratz, wie hoch ist der Zufriedenheitspegel nach dem Spiel?

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