Zur Startseite
Diese Woche im
Fernsehen:

Willkommen
bei der Textothek von
Mühldorf-TV und Altötting-TV

Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
Mühldorf-TV ist ein Projekt der Margha GmbH >
Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
Josef J. Pöllmann ist Mitglied im Deutschen Presse Verband
Zur Startseite
Das gabs 2009 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im April 2009 berichtet haben.
Herzlich willkommen in unserer Textothek. Eine Websuche hat Sie hierher gebracht.

Da die Texte sehr umfangreich sind, müssen Sie jetzt eine weitere Suche ausführen:

Drücken Sie bitte "Strg-F" und geben dann im Suchfenster Ihres Browsers noch einmal ein wonach Sie suchen. Ihr Browser (Internet-Exploerer, FireFox, Chrome oder Safari) führt Sie zu der Stelle im Text, wo Ihr Begriff zu finden ist. Sie können den dazugehörigen Fernsehbeitrag dann gleich von der Titelleiste aus anschauen.

Bitte beachten Sie, daß die hier aufgeführten Texte nicht immer mit den Texten der Fernsehbeiträge übereinstimmen müssen. Es gilt immer der gesprochene Kommentar in den Fernshebeiträgen.
Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
59
Starkbieranstich bei der CSU in Waldkraiburg: Karl Lehmann Teil 1 11:45 14 07.04.09
Waldkraiburgs Ortsvorsitzender Harald Jungbauer freute sich, fast 100 Zuhörer mehr im Graf-Toerring-Hof begrüßen zu können. Das hatte der neue Wirt Thomas Haas möglich gemacht, der lang an der neuen Tischordnung getüftelt hatte. Wie jedes Jahr kam die Prominenz zahlreiche nach Waldkraiburg um sich von Karl Lehmann „die Leviten“ lesen zu lassen. Sie alle würden in der folgenden Stunde zur Sprache kommen. Erwähnt sei jedoch, daß erstmals auch Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer und die Europaabgeordnete Dr. Angelika Niebler gekommen waren.
Dann spielte die Trebern-Musik aus dem Landreis Rosenheim das Faß Starkbier herein und Bürgermeister Siegfried Klika zapfte an – wie immer mit einem einzigen Schlag. Darauf war er sichtlich stolz!
Dann floß das Starkbier in die Maßkrüge und man konnte auf das gute Bier und das Gelingen des Abends anstoßen.
Während sich Karl Lehmann schon einmal an Kassierin Inge Schnabl heranpirschte, gabs erst einmal politische Gspräche auf höchster Ebene.
Brauereidirektor Andreas Hummel freute sich über den zahlreichen Besuch und wünschte den Zuhörern einen amüsanten Abend bei seinem guten Bockbier.
Die Trebernmusik aus Rosenheim war erst einmal ein bißchen zu spät gekommen, weil sie sich halt in Waldkraiburg nicht so auskennen. Aber dann sorgten sie für Kurzweil.
Ja ist denn da wirklich Bier drin? Tatsächlich, a Noagal is no drin!
UWG und SPD zittern noch, und Karl Lehmann verwendet noch die letzten Eindrücke für seine Rede. Tatsächlich schrieb er bis zuletzt.
Und die charmanten Bedienungen mußten schon zum ersten Mal Nachschub bringen.
Und was speist der Gustl? Natürlich Obazd’n. Wie könnte es auch anders sein?
Bevors losging stieß Harald Jungbauer nochmal „ganz offiziell“ mit Karl Lehmann an. Man weiß ja nie, was dann kommen würde....
Was wird das denn? UWG-SPD-Gespräche auf dem CSU-Starkbieranstich? Aber der Alex Will hatte einfach gute Laune... (Will mit der Brosch: Bussi)
Dann endlich zog Karl Lehmann ein und legte gleich fulminant los (49:25:07 – Prost Gemeinde...)
Dann gings erst einmal um die Rentner, etwa den Ulli Lode. Dann meinte er, für die „enorme Rentenerhöhung“ könnten sich jetzt manche zu Dritt schon eine Maß mehr kaufen, der Zumwinkel halt noch ein Schloß am Gardasee.
Und in der ganzen jungen CSU wäre (O-Ton da oanzige, der jetz no oid ausschaugt da Jungbaua )
Aber dann wurde es ernst: (O-Ton: Meine lieben 43%er....) Es waren wohl diese (O-Ton –Rindviecher von Wählern)
Dann ging er durch die Litanei der vergangenen Herrlichkeiten: (O-Ton)
Wenn dann die CSU sage, sie hätte doch nichts getan, dann sagt der Wähler (– jawoi des stimmt)
Und jetzt gäbe es die unselige Koalition, es leutet statt der Hadertauer die Schnarrenberger! Die Rettung sollte von diversen verstorbenen und lebenden Persönlichkeiten kommen, sogar vom heiligen Edmund.
Und während einem noch vor Jahren beim Nennen der Namen Strauß und Hohlmeier ein wohliger Schauer über den Rücken lief, kriegt man heute eher eine Gänsehaut.
Mit einer Hymne an die Landeshauptstadt wollte er sich aber dann wieder aufrichten. (O-Ton: ... In München steht ein Hofbräuhaus)
Aber die 43% wären ja gar nicht so schlecht. Das bißchen FDP werden sie wohl derpacken, sie müßten nur aufpassen, daß bei der SPD kein so ein Hundhammer kandidiere.
Außerdem wäre die FDP eine gelbe Gefahr, sie hätte beinahe die Scharia eingeführt und das heisse: (O-Ton ) Aber da hätte sich die CSU doch durchgesetzt – fast wenigstens. Frührer war das Plakat für diesen Abend weiß-blau.... und dabei gebe es in ganz Waldkraiburg nicht einen FDPler!
Bei den folgenden Bildern gehen ja eh alle Lichter aus: Für diese Plakate hätten sie wohl die Jugendaufnahmen ausm Kindergarten herausgekramt. Jedenfalls hätten alle nach der Wahl genau so alt ausgeschaut wie vorher. Der Hurber-Marcel-Doktor! 8. Klasse Gymnasium. Allerdings wären ihm die Gesichtszüge sauber entgleist, als sie ihm sein Kartoffelministerium an so einen niederbayerischen Gstoite (!) verschoben haben. (O-Ton: Aber wir lieben Dich! – scheißegal bei was füran Ministerium)
Aber die SPD war keinen Deut besser. Dem Bartesch Michi haben die Ärzte das Liften verweigert, weil sie keine Totaloperationen machen.
Der Hammer war der Rambold Hans... da fehlt nur noch der Stempel „Bodenhaltung“.
Und erst die Annemarie - diese Haselmaus - mit ihrem strahlenden Lächeln!
Jetzt wird analysiert. Wo sind die 17% hin? Früher haben sie alle viel bessere „vorsätzliche Irrtümer“ gehabt und was WIR denken sollen, das sagen uns keine solchen schwindsüchtigen Bürschaln aus Nordbayern, das sagt uns schon unsere CSU! (O-Ton: Hächstens no de SPD a bissal!)
Aber die Leute denken halt auch ans Geld. Und da stößt es halt auf, wenn die Manager der Landesbank vier Milliarden in Lichtenstein versaubeuteln. Die SPD lacht natürlich: (O-Ton: Endlich einmal rote Zahlen in Bayern )
Ja – die Bankenkrise (O-Ton Was hoaßt da Bankenkrise – de ham koa Krise, de kriagn ja vo da Merkel wieda a boa hundert Milliarden... De Krise hamma scho mia)
Aber die Ackermänner haben jetzt beschlossen, daß sie jetzt stark aufräumen. (O-Ton Habts ihr scho amoi gheat, daß 100 Säu ihren Saustall aufräumen????)
Da hätte er zuletzt ein Gespräch mit drei Bänkern gehabt – also mit 100 Jahren Zuchthaus – die haben ihm die Bankenkrise erklärt. Einer kauft für 200 Euro ein Farrad und merkt daheim, daß er gar nicht Radfahren kann, weil er halt ein Depp ist. Am nächsten Tag verkauft er das Rad für 100 Euro. Wäre er ein Bänker, wäre er auch ein Depp, würde aber die 100 Euro Verlust vom Staat wieder bekommen! Und als Bonus nochmal 50 drauf. (O-Ton Aber Radlfahrn ko vo dene koana!!)
Und außerdem wäre man noch lang kein Bänker, nur weil man einer Bank vorsteht. (O-Ton: ich steh auch jeden Tag vor meiner Garage und bin kein Auto )
Aber weil’s ihm dann reichte mit diesen Grattlern, mußte er‘s erst einmal Hinunterschwabn!
Und der neue Wirt – der Thomas hätte 100 Leute mehr herin – er hat sich einfach um dünnere Bedienungen geschaut.
Viellecht könnte er sich ja auch um das Cafe im Haus der Kultur kümmern. Da ist es so gemütlich wie auf einem Zahnarztstuhl oder in der Schlachthauskantine.
Die besondere Note vom Starkbieranstich in Waldkraiburg wäre, daß man beim Heimfahren kein Schiß haben bräuchte, schließlich wäre der ganze Polizeiverein selber da! Und der „Saftladen“ auch.
Außerdem begrüßte er die zwei tapferen Mühldorfer, sie wären sowieso die einzigen Mühldorfer mit Weitblick, die wüßten, daß es Waldkraiburg gebe. Und wenn beim Kappenabend in Mühldorf auch nur über Mühldorf geredet werde, dann hau‘n sie sie sowieso in die Pfanne (O-Ton Und das ist auch gut so!)
Und dann gings los: Wenn dann ein Mühldorfer am Donnerstag zum Aldi komme, weils am Donnerstag beim Aldi einen String-Tanga samt Büstenhalter für 2 Euro 99 gibt, stehen tausende braver CSU-Wähler an der Abzweigung am Bahnübergang in der Schlange (O-Ton Bloß weil einer links abbiegen mecht!) Und des bloß wegen dieser hundsgemeinen 6 Stempen von dieser Straßenmeisterei in Ampfing.
Dann gings um das einmalige Biotop am Bahnhof, wo Brennessel in nie gekannter Höhe wachsen. Dort, an der Golfstraße - die mit den 18 Löchern, pro Meter! - dort könnt‘ nämlich eine rotäugige Schlingelnatterin vorkommen oder eine blattfüßige Jungfrauenschnecke. (O-Ton Habts zuagheat: Kannt!....) Also darf man dort nix machen – überhaupt nix. Das ist wie bei der Rathausrenoviereung! Es könnt‘ ja sein, daß ein paar da drin arbeiten! Es hat zwar noch nie jemand sowas g’sehn....
Und außerdem haben’s jetzt einen großen Fleck gegenüber vom Aldi abgeholzt, weil – es kannt ja sei – daß dort ein Baumarkt hinkommt wenn a ned auf Mühldorf baut hätt‘ AObi!
Außerdem könnte sich in diesen undurchdringenden Regenwald einen Blindschleiche nicht einmal quer heineinflacken weils ihr sonst übern Schwanz drüberfahrn.
Auf das hin brauchte Karl Lehmann erst wieder einen Schluck.
Und in den prähistorischen Lagerhallen am Bahnhof könnte ja ein blauschwänziger Holzwurm drin ist und man sie deshalb nicht abreissen darf. Na ja, man würde ja ohnehin wieder so eine originelle Lidl/Aldi/Penny-Schachtel hinstellen, so eine architektonische Meisterleistung. Und jetzt wird dieses Eck auch noch beleuchtet – das Grobe muß man sehen. (O-Ton: Schließlich samma in Woidkraibuag)
Und außerdem bräuchte man dort doch noch einen Drogeriemarkt – den 22! Schließlich will Waldkraiburg immer noch schöner werden – vor allem die Frauen.
Und weil soviele Frauen in der Politik aktiv sind grüßte er sie alle und natürlich auch die Stadträte, (O-Ton: die dann beschließen, was die Damen ausgemacht haben )
Die Machtübernahme der Frauen in Waldkraiburg könne man daran erkennen, daß früher in der Zeitung stand, daß Bürgermeister Siegfried Klika einen Schlag hat – äh – mit einem Schlag das Faß am Volksfest angezapft hat. Heute gibt’s nur noch ein Thema: Miß Waldkraiburg! Mit und ohne Kleidung und mit und ohne Bürgermeister.
60
Starkbieranstich bei der CSU in Waldkraiburg: Karl Lehmann Teil 2 12:10
Dann nahm er sich die Stadträte vor. (O-Ton)
Und weil MdB Stephan Mayer jetzt im Sportausschuß ist könnte er doch für 2018 manche Olympische Disziplinen in den Landkreis holen, etwa „B12-Stau-Marathon“. Da könnte er sich schon eine Medaille gewinnen.
Als er sich an die Kommunalwahl erinnerte, brauchte er erst einmal einen Schluck Bier.
Also, die Kommunalwahl, die war lang vor der ... (O-Ton:.. )
Da haben die landkreiseigenen leibeigenen Experten am Werk, die das auch können! Und die haben Nägel mit Köpfen gemacht.
So wie der Huber Schorsch. Der sagt gleich, er kandidiert bis 2027 – und der Kas is biss‘n!
Bei der Wahl haben sowieso alle gewonnen. 58% für die CSU, bayernweit wahnsinnige 30% für die SPD und genug für den Gustl und seine UWG. Und weil schon wieder mehr Frauen im Stadtrat sind muß jetzt das Stadtwappen geändert werden. (O-Ton: Der Baum kimmt aussa und a String-Tanga kimt eine. )
Und dann begrüßte er die gesamte anwesende Weltpresse. Aber auch wenn bei der Feuerwehr der Rauch aufgeht, löschen können die immer, und wenn der Martin Garmeier allein mit’m Weihwasserpinsel kommt. Dabei wär‘ für machen in Zwetschgenwasser sowieso besser als ein Weihwasser, auch wenn dabei die Zunge schwer wird. Da denke er unwillkürlich an den Stadtball.... Und da wärs auch kein Wunder gewesen, daß er Günther Knoblauch als Bürgermeister von Waldkraiburg vorgestellt hätte... und schließlich wäre außer ihm selbst niemand mehr dagewesen, den er nicht begrüßte hätte. Aber weil er die Waldburgia so gern mag, bekämen sie jetzt einen riesen Applaus.
Dann störte ihn unser Mikrophon, was ihn zu der Bemerkung verleitete: O-Ton: Ludwig wenn’s de do so guat oghenkt hätten, dann war vui ned passiert
Allerdings meinte er, O-Ton. Wo is’n her, vo Mühldorf – brauchst De ned wundern www.mühldorf-tv.de. Dann hatte er’s nochmal mit unserem Mikrophon. (O-Ton)
Und weil der Landkreis-Schorsch dem Knofi-Günther die Geothermie vor die Nase geknallt hätte, haben die Mühldorfer gleich die Parkgebühren erhöht. Aber – es hilft nix, in Waldkraiburg wird gebohrt. Und außerdem müssen die Mühldorfer eh endlich mal lernen, daß sie am Tropf von Waldkraiburg hängen. Und außerdem: Wer weiß denn überhaupt wo Mühldorf liegt. Und außerdem hieße es MühlDORF und WaldkraiBURG! Das sagt schon alles.
Und weil der Tatü-Tata-Martin die Frau Wirth nicht nach Rosenheim ziehen lassen wollte, hätte er gleich ein Gesuch nach Rom geschrieben. Dabei wäre sie von der Konkurrenz. Außerdem hätte der Blaulicht-Apostel eine Messe gehalten für alle, die „sich lieb haben“ – da hat er seine Kirche gar nicht einheizen brauchen! Da brauchte er erst mal wieder einen Schluck Bockbier.
Das abgeholzte Grundstück hinter dem Kino werde die Anschlußstraße an die in irrsinniger Eile zu bauende Autobahn Heldenstein-Ampfing – mit Anschluß nach Altötting. Da störte ihn die Biermösl-Blosn: (O-Ton: Wenn sich diese.... ) Und das Bayerische Fernsehen mache da auch noch mit! (O-Ton... in der Folge)
Und wenn diesen Dorfener Stenkerern schon ein Richter aus Leipzig sagen muß, daß wir diese Autobahn brauchen, dann dreht sich doch der alte Franz-Josef im Grab um. O-Ton: Ja wo samma denn? Es wäre ja sowieso erstaunlich, mit welcher Konsequenz uns die da in München und Berlin nicht zur Kenntnis nehmen! Anwesende natürlich ausgenommen! Daß sie Mühldorf nicht zur Kenntnis nehmen, das wundert nicht – schließlich haben sie die Autobahn ja auch weit genug drum herum gebaut! Die Mühldorfer meinen ja auch, Töging wäre schon eine Haltestelle der Transsibirischen Eisenbahn! Überhaupt die Eisenbahn! Alle fahren von München nach Ampfing. Zweigleisig wird sie aber von Ampfing nach Mühldorf! (O-Ton Daß die Leut schneller von Mühldorf aussekemman! ) Dabei wurden von 1835 bis 1885 375.000 km Schienen mit Schaufel und Pickel gebaut. Und jetzt kommt die glorreiche Deutsche Bahn und braucht 10 Jahre für die Planung der 5 Kilometer von Mühldorf nach Ampfing! Ja geht’s noch?
Und dann braucht man wieder den Richter in Leipzig. Dem müßte man glatt ein Denkmal setzen, aber nicht gerade auf dem Sartrouvilleplatz. So eine schlechte Behandlung hat er sich wirklich nicht verdient.
Und wenn Dr. Angelika Niebler merke, daß Bayern auch einen Osten hat – also uns (O-Ton dann woima eana derart auf Europa auffe, daßse da Barroso warm oziagn ko! ) Prost!
Dann fiel ihm ein, daß er noch gar keinen Schnapps bekommen hat.
Weil er heuer schon drei Mal in die Radarfalle in Pürten getappt ist, hatte er die Stadt Waldkraiburg im Verdacht, sie wollten ihn einfach aus der Stadt fernhalten, damit er sie nicht mehr so derblecken kann. Aber das nützt ihnen gar nix: (O-Ton Weil dann fahr i mitm Siegi seim Auto!)
Durch „d Roas’n“ – also durch St. Erasmus muß man ganz leise durchfahren, weil die dort nicht einmal mögen, daß eine Trumuhr schlägt. Und da wundern sie sich, daß sie nicht wissen, was die Uhr geschlagen hat.
Er hätte ja gehört, Waldkraiburg wolle sich von der Bundesrepublik loslösen und so etwas bilden wie eine (Multi-Kulti-Gottesstaat-Republik – ... Sterntaler)
Schließlich übertrug er die Abwrackprämie auf Politiker, aber das sollten sie besser nicht weiterdenken. (O-Ton: Ned klatschn, der Stephan hat iatz alle aufgschriebn de klatscht ham.) Würde man in Bayern alle anderen Parteien abwracken, dann würde Seehofer Geld für die Landesbank bekommen und die CSU hätte die reelle Chance, bei der nächsten Wahl knapp über 50 % zu kommen!
Diesmal ist ihm in Waldkraiburg aufgefallen, wo man überall noch sparen könne. Gespart hätte man ja schon im Sartrouville-Platz. Dort hätten sie schon ein paar Millionen hineingeschustert. (O-Ton die hams aber so guat untam Pflaster versteckt... – ) Und weils jetzt einen Rathausverschönerungswettbewerb ausgeschrieben haben, schlug er vor, man könnte es ja komplett einsparen – das Rathaus! Die Post hätte schließlich das Postamt auch verkauft! O-Ton An einen Ausländer. Man könnte doch das Rathaus auch verkaufen? An einen Ausländer – An Knoblauch Günther? 0) Aber ohne Rathaus und ohne Stadtrat und ohne Siegi, da wüßte er ja gar nicht wen er derblecken sollte und das mag er auch nicht.
Die Zuhörer waren begeistert und ließen Karl Lehmann nicht ohne Zugabe gehen.
61
Starkbieranstich bei der CSU in Waldkraiburg: Das sagen die Getroffenen 4:00
Text nur in gesprochener Form vorhanden.
62
Gelingt es die Innwerke von E-On zu kaufen? Die Staatsregierung unterstützt das Bieterkonsortium 5:40
MdB Stephan Mayer hatte das Gespräch angeregt und Staatskanzleichef Siegfried Schneider, Europaabgeordnete Dr. Angelika Niebler, MdL Ingrid Heckner und Landrat Erwin Schneider eingeladen um über den Stand der Bemühungen zu informieren, die 12 Innkraftwerke zu erwerben, die E-On Wasserkraft verkaufen muß. Dazu wurden E-On von der Europäischen Kommission aufgefordert. Ein Bewerber ist das Konsortium „Kommunale Energieallianz Bayern“, das Landrat Erwin Schneider initiiert hatte. Auch wenn es sich beim Verkauf um eine unternehmerische Entscheidung handle, danke er der Staatsregierung für die Unterstützung dabei, die rentablen Kraftwerke nicht aus dem Einfluß der Region zu entlassen. Insbesondere deshalb, weil auch Umwelt- und Hochwasserschutze hierbei eine große Rolle spielen.
Staatskanzleichef Siegfried Schneider betonte, bei diesem Verkauf werden wichtige bayerische Interessen tangiert, weshalb die bayerische Staatsregierung die Initiative in der Region sehr begrüßt. Die Innkraftwerke haben sowohl im Bereich der regenerativen Energieerzeugung als auch beim Hochwasserschutz sehr hohe Bedeutung, weshalb sich die Staatsregierung bei E-On für eine Lösung einsetze, die diese Belange berücksichtigt. Die Balance zwischen Ökologie und Ökonomie muß gewahrt bleiben. Und natürlich müssen die Arbeitsplätze der Mitarbeiter sicher bleiben.
Es wäre nun sehr wichtig, daß das Konsortium eine faire Chance bekomme.
Aus europäischer Sicht wären zwei Dinge wichtig, erläuterte Dr. Angelika Niebler: in Deutschland muß mehr Wettbewerb auf dem Strommmarkt geschaffen werden. Deshalb soll auch politisch die Herstellung von elektrischer Energie vom Vertrieb getrennt werden. Auch sie unterstützt das regionale Anbieterkonsortium und findet es sehr gut, daß sich die Region zusammenschließt und gemeinsam auftritt. Sie dankte Landrat Erwin Schneider für diese Kraftanstrengung.
Für sie wäre aber auch wichtig, daß – sollte das Konsortium den Zuschlag bekommen – nicht am Ende Brüssel den Zuschlag verweigert. Das Bieterkonsortium müsse eine reelle Chance haben. Tauschgeschäfte unter Großkonzernen lehne sie ab. Brüssel müsse das Konsortium ebenbürtig behandeln. Sie dankte für das Gespräch, das dazu diente, eine gemeinsame Linie zu vereinbaren.
MdL Ingrid Heckner ergänzte, daß im Konsortium nicht nur Kommunen organisiert werden sondern auch größere Einheiten beteiligt sind, die Know-How und Marktkenntnis beisteuern.
In der folgenden Fragerunde bestätigte Dr. Angelika Niebler die strikte Absicht der EU, auf dem deutschen Strommarkt mehr Wettbewerb zu generieren. Landrat Erwin Schneider würde es begrüßen, wenn die Innwerke nicht an einen anderen Wettbewerber der großen vier Stromerzeuger verkauft werden würden, den es in Deutschland bereits gibt. Er würde es begrüßen, wenn die Innwerke selbständig als neuer Anbieter auftreten könnten. Staatskanzleichef Siegfried Schneider sieht zwar keine Möglichkeit, seitens der Staatsregierung direkt in die Gespräche einzugreifen, wohl jedoch, über den Hochwasserschutz, die Konzessionsvergabe und andere Randbedingungen die Gestaltung des Verkaufs und damit die Sicherung der Region zu beeinflussen. Man könne allerdings keinen der Akteure finanziell unterstützen. Landrat Erwin Schneider ergänzte, soooo ganz ohne Einfluß ist der Freistaat dann doch nicht.
Dr. Angelika Niebler meinte, seitens der EU gäbe es keine Hinweise darauf, wie die EU-Kommission das Bieterkonsortium sieht. Allerdings müsse das Bieterkonsortium schon sehr genau nachweisen, daß es sowohl wirtschaftlich als auch technisch in der Lage ist, am Markt bestehen bleiben zu können.
Derzeit läge E-On ein erstes Angebot vor, man müsse nun abwarten, wie’s weiterginge. Es gäbe allerdings viele offene Fragen, wie etwa, ob die Mitglieder im Konsortium – sollten sie zum Eigentümer der Kraftwerke werden – den erzeugten Strom auch an der Strombörse vorbei direkt verkaufen können. Oder die Frage der Position des Konsortiums als fünfter Anbieter im Markt: Die produzierte Strommenge ist vergleichsweise klein. Allein das Kernkraftwerk Ohu bei Landshut produziert über vier Mal so viel Strom wie alle Innkraftwerke zusammen. Eine Einflußnahme auf die Preisgestaltung an der Strombörse ist damit kaum möglich. Die Innkraftwerke wieder in den Besitz eines lokalen Konsortiums zu bekommen ist trotzdem aus vielen Gründen absolut anstrebenswert: Die Innkraftwerke produzieren den saubersten Strom, und der Erlös bleibt in der Region, sichert damit Arbeitsplätze und Wohlstand. Vom Hochwasserschutz und dem Erholungswert der Hochwasserschutzanlagen – wie zwischen Jettenbach und Mühldorf gerade im Bau – schon ganz abgesehen.
63
Das größte Radrennen Deutschlands macht Station in Mühldorf: Die Bayern-Rundfahrt 6:40
Bürgermeister Günther Knoblauch begrüßte die Tourleiter der Bayernrundfahrt, die dann die Tour im Detail vorstellen würden. Von 27. Auf den 28. Mai würde die Tour in Mühldorf Station machen, die die größte Radsportveranstaltung in Deutschland wäre. Es wäre ihm wichtig, die Stadt vorstellen zu können, die an der Eberwein-Halle Zielort und am Stadtplatz den Start für die nächste Etappe sein wird. Bis dahin gebe es noch viel zu organisieren, wobei er hoffe, daß die Geschäftswelt sich stark daran beteilige, diese beiden Tage attraktiv zu gestalten. Er wäre froh darüber, diese Großveranstaltung in Mühldorf zu haben, die – obgleich Mühldorf eine Motorsportstadt wäre – sicher ganz gut in die Stadt passen würde. Dann bedankte er sich für die gute Zusammenarbeit mit dem Organisationsteam als auch bei den beteiligten Vereinen von der Feuerwehr bis zum Einradverein für die gute Zusammenarbeit und dankte besonders den Sponsoren für ihre Unterstützung. Bliebe nur zu hoffen, daß auch das Wetter mitspielen werde.
Tourleiter Ewald Strohmeier freute sich, die Tour am Etappenort Mühldorf vorstellen zu können. Auch er dankte Stadtrat und Sponsoren, die das möglich gemacht hätten. Dann stellte er die Bayern-Rundfahrt, Deutschlands größtes Etappen-Rad-Rennen vor. In fünf Etappen würden etwa 740 km zurückgelegt. 16 Mannschaften mit jeweils 7 Fahrern nähmen in diesem Jahr teil, darunter die Top-Fahrer aus etwa 20 Nationen. Die Bayernrundfahrt wäre in der weltweit zweithöchsten Kategorie angesiedelt, was in einem fußball-orientierten Land schon etwas besonderes wäre.
Pressesprecher Tilman Rieger meinte, sicher wäre auch Erik Zabel dabei, zwar nicht mehr als Fahrer aber als Betreuer eines amerikanischen Teams. Die Bayern-Rundfahrt, die unter der Schirmherrschaft von Innenminister Joachim Herrmann steht, organisieren jedes Jahr etwa 100 ehrenamtliche Helfer. Über die Schirmherrschaft des Innenministers wären sie sehr glücklich, weil sie die Hilfe der Polizei dringend bräuchten, um etwa Straßen abzusperren und die Sicherheit der Fahrer zu gewährleisten. Dann stellte er die teilnehmenden Teams vor:

Neben dem Team Milram mit Linus Gerdemann nehmen Teams aus den USA, Dänemark, Spanien, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien und weiteren Ländern teil.
Tourleiter Ewald Strohmeier stellte die Finanzierung der Bayernrundfahrt vor, die etwa 500.000 Euro kostet. Diese geringen Kosten sind nur erreichbar durch den hohen ehrenamtlichen Einsatz der vielen Helfer. Von dem genannten Etat tragen 2/3 die Sponsoren und ein Drittel die Etappenstädte, die für die Übernachtungen und Bauhofleistungen etc. aufkommen.
Besonders wichtig sind für die Tourleitung Polizei und Feuerwehren, die sie wegen ihrer aktiven Hilfe als Sponsoren sehen.
Tilman Rieger stellte die Touretappen vor: Die erste Etappe von Kehlheim nach Mühldorf ist 196 km lang. Die Fahrer sind etwa 5 Stunden unterwegs. Die zweite Etappe sehen die Organisatoren als Königsetappe. Sie ist 165 km lang und führt von Mühldorf nach Ruhpolding. Nach einem Autotransfer geht es ab Bad Aibling 177 km weit nach Schrobenhausen, keine all zu schwierige Etappe. Nach einem weiteren Autotransfer findet in Friedberg bei Augsburg ein Zeitfahren statt. Die Schlußetappe der 30. Bayern-Rundfahrt am Pfingstsonntag führt von Friedberg nach Gunzenhausen ins fränkische Seenland.
Die Radrennfahrer absolvieren auf ihrem Weg von Kehlheim nach Mühldorf bei Dingolfing eine Bergwertung, in Dingolfing eine Sprintwertung, fahren dann über Frontenhausen Richtung Massing. Von dort geht’s weiter nach Mitterskirchen und dann über Geratskirchen und Pleiskirchen nach Erharting. Über Rohrbach und Oberhofen geht’s dann weiter nach Mühldorf. Da ist aber noch nicht Schluß. Bevor sie ans Ziel kommen, müssen die Rennfahrer zwei Mal die Runde Eberweinhalle – Diskothek – B12 – Stadtberg - Bahnhof bezwingen, die in dieser Zeit für den Verkehr gesperrt wird. Das Ziel erreichen sie an der Eberweinhalle gegen 16 Uhr. An der Eberweinhalle wird das Gelände für Aktivitäten rund um den Radsport genutzt.
Gundula Weigl erläuterte, daß sich viele örtliche Organisationen mit Ausstellungsständen an diesem Rahmenprogramm beteiligen werden. Banken, ADAC, ADFC, Fachakademie und Stadt Mühldorf sowie verschiedene Firmen und Vereine informieren und unterhalten die Zuschauer.
Für das leibliche Wohl sorgt unter anderem die Brauerei Erharting. Und natürlich gibt es Platz um sich auszuruhen. Wer sich noch beteiligen will, der kann sich gern bei der Stadt melden.
Der Start erfolgt am nächsten Morgen am Stadtplatz. Das Rahmenprogramm hier gestalten Geigerhaus, Brauerei Unertl und VR-Bank, die eine Art Radlerfrühstück und einen VIP-Bereich anbieten werden. Auch AOK, Fachakademie und Golbus sind wieder mit von der Partie.
Für die Zuschauer gibt es eine Fahrervorstellung und die Möglichkeit, mit den Rennfahrern in Kontakt zu treten. Eine Party wird’s allerdings nicht geben.
Bürgermeister Günther Knoblauch freute sich auf diese professionell vorbereitete Veranstaltung, die durch das breite Medieninteresse der Stadt erheblich an Bekanntheit verschaffen wird. Die Stadt rechnet mit einigen Tausend Zuschauern, will aber keine Tribünen aufstellen, weil andere Großveranstaltungen wie etwa der Schützen- und Trachtenzug gezeigt hätten, daß es auch ohne ginge. Auch die Hotelkapazitäten in der Stadt reichen für den Troß aus.

64
Tagtäglich - Lebenslang - Bunt gemischt Kunstausstellung in der Galerie der Gänge 4:40
Eine kleine Besuchergruppe konnte VHS-Vorstand Helmut Fürmetz zur Eröffnung der Ausstellung von Monika und Daniel Röchling willkommen heissen. Ein Araber hätte in Paris festgestellt, daß er Picasso bewundere weil niemand sein Öl so teuer verkaufen könne, wie er! Mit dieser Anekdote eröffnete Helmut Fürmetz seine Ansprache. Dann bezog er sich auf ein Zitat von Konfuzius, der sagte: „Sage es mir, und ich vergesse es, zeige es mir und ich erinnere mich und laß es mich tun, so behalte ich es“. So wollte er diese Ausstellung sehen, die unter der Überschrift steht: „Tagtäglich.Lebenslang! Bunt gemischt“ Die Bilder der Designerin Monika und des Ingenieurs Daniel Röchling zeigen auf witzige, ironische, nachdenkliche und manchmal auch poetische Weise Dinge und Ereignisse unseres Alltags. Dabei nutzt Monika Röchling die Vielfalt der Malerei und zeigt damit eher die innere Sicht der Dinge. Daniel Röchling fotografiert und zeigt Landschaften und andere Motive.
Da sie in Bayern leben und arbeiten haben ihre Bilder die Vielfalt des bayerischen Alltags zum Thema.
Ein Bild von Monika Röchling wäre ihm besonders aufgefallen: Eine Uhr, deren Zeiger kurz vor 8 Uhr stehen, aber betitelt ist mit „Schlag Acht“. Monika Röchlings Bilder wären sehr gefühlvoll und regen dazu an, sich selbst Gedanken darüber zu machen.
Daniel Röchling zeigt Landschaften, in denen er lebt und die er auf besondere Weise mit seinem Fotoapparat sieht. Zusammen zeigen sie in der „Galerie der Gänge“ wie Helmut Fürmetz die Ausstellungsräume bezeichnete ein buntes Bild.
Monika Röchling bedankte sich für die Möglichkeit, hier ausstellen zu dürfen und lud die Besucher ein, in ihren farbenfrohen und bunten Bildern das Leben zu erkennen, aus dem keiner ausbrechen könne. Monika und Daniel Röchling haben einige ihrer Bilder selbst beschrieben und stellen diese den Besuchern zur Verfügung. Allerdings sollten die Betrachter sich ihre eigenen Gedanken machen und sich nicht streng an die Gedanken halten, die dort auf dem Papier festgehalten sind. Am Anfang der Galerie der Gänge kann man diese Beschreibungen mit auf den Rundgang nehmen.
Nachdem die VHS-Vorstände Helmut Fürmetz, Walter Grohe und Rainer Schratt mit dem Künstlerpaar auf das Gelingen der Ausstellung angestoßen hatten, nahmen die Besucher die Gelegenheit wahr, sich die Bilder anzuschauen.
Kulturreferent Rainer Schratt las gleich mal die Erklärung zu dieser Fotographie nach.
Bei einem Bild konnten sich Monika und Daniel Röchling nicht entscheiden, sollte es nun ein Gemälde oder ein Foto sein. Es ist wohl sehr wertvoll, weil es unbezahlbar ist: - - ich!
65
Frühjahrsempfang der Kreiskliniken 10:40 15 15.04.09
Schon vor dem Haberkasten empfing Show-Koch und sein Kellner Rudi die Gäste. Rudi rollte seinen roten Teppich für alle wichtigen Gäste extra aus.
Drinnen war der Haberkasten für die Kreisklinik extra vorbereitet worden. Wie immer hatte die Klinik-eigene Eventmanagerin Dr. Anja Mundweil dafür gesorgt, daß das Ambiente den geladenen Gästen entsprach. So kam alles, was im Landkreis Rang und Namen hat und ließ sich unter dem Motto „Mühldorfs next Top-Models“ unterhalten. Anja Mundweil begrüßte die Gäste und stellte die drei Finalisten des Top-Model-Wettbewerbes vor:
Nein, die Top-Models tanzten dann nicht im Bikini, sie stolzierten auch nicht in verschiedenen Abendroben, sie hatten aber ziemlich sexy Nachrichten für die Gäste:
Im vergangenen Jahr hätte die Kreisklinik 800 Patienten mehr behandelt als 2007. Für dieses Vertrauen bedankte er sich bei den Ärzten. Dann stellte er den Bezug zur Modell-Casting-Show her und meinte, wenn er sich so umschaue, hätten sie doch Potential für vier Staffeln. Allerdings wollten sie drei sich hier nicht zum Affen machen. Das Konzept dieser Show wäre ja auch nicht neu, früher hieß es halt „Brot und Spiele“....
Der Erfolg der Castingshows liege im Zeitgeist begründet. Auch sie hätten erkannt, daß der Erfolg nur in der Bildung von Netzwerken liegen könne. Und die Umsetzung dieses Konzepts hätte dazu geführt, daß sie dieses Jahr erstmals ziemlich sicher eine „schwarze Null“ schreiben werden, also kostendeckend arbeiten werden. Wenn die Kliniken in den Nachbarlandkreisen zusammen 15 Millionen Defizit schreiben würden, könnten sie sich mit diesen Zahlen schon sehen lassen.
Dann wünschte er den Gästen einen schönen Abend und: (O-Ton: übergebe das Wort an Model Wolfi“ – )
Chefarzt Dr. Wolfgang Richter betonte, daß das gesamte Gesundheitssystem im Wettbewerb stünde. (O-Ton) Trotzdem hätten sie sich entschlossen, noch ein weiteres Marktsegment zu eröffnen: Sie gingen davon aus, daß man nirgends so schön feiern könne wie bei den Kliniken Mühldorf. Das sehe er an der deutlich gewachsenen Teilnehmerzahl.
Allerdings wollten sie hier auch den Erfolg feiern, den sie darin sehen würden, daß sie sich auf die Bedürfnisse ihrer Partner einstellen könnten. Dies hätte zur Gründung einer ganzen Reihe von Kooperationen geführt. Er verglich das Gesundheitssystem mit einem riesigen Zirkus, in dem sie alle die Trapezkünstler wären, die jedes Jahr schnellere und höhere Drehungen machen würdne, ohne zu wissen, was passiert, wenn sie den Trapezbügel einmal nicht zu fassen bekämen. In diesem Fall finge das Netz der Kreisklinik auf. Dieses Netz mache alle Beteiligten stark und gebe ihnen das Gefühl, selbständig zu sein und trotzdem nicht fallen gelassen zu werden. Sich besser kennenzulernen und das Netzwerk enger zu knüpfen, dazu diene dieser Abend. Er wünschte den Gästen einen schönen Abend und viel Vergnügen.
Landrat Georg Huber bestätigte Dr. Richter und meinte, dieses Netzwerk hätte bewirkt, daß die Kreiskliniken seit 2002 auf der Leiter so emporgestiegen wären. Er wäre stolz auf die Kreiskliniken, die damals im harten Kampf standen. Auch wenn er damals das Gefühl gehabt hätte, es wäre besser die Häuser zu verkaufen, hätte die neue Führung der Häuser bewirkt, daß die Kliniken eine hervorragende Zukunft bekommen hätten. Die Häuser wären voll belegt und würden heute kostendeckend arbeiten. Für die hervorragende Arbeit aller Mitarbeiter dankte sehr. Heute denke niemand mehr daran, die Kliniken zu verkaufen, wie das derzeit im Landkreis Rottal-Inn diskutiert werde. O-Ton: – so lang ich Landrat bin....
Er wäre stolz darauf, sagen zu können, die Kliniken im Landkreis Mühldorf wären ein Erfolg. Auch Landrat Georg Huber forderte die Gäste auf, das Netzwerk noch enger zu knüpfen und dazu beizutragen, den Patienten nicht ein „Krankenhaus“ zu bieten, sondern ein Gesundheitszentrum, in das die Patienten gern gehen würden. Auch er wünschte einen schönen Abend und weiterun gute Zusammenarbeit.
--
Dann kam der Showkoch und eröffnete das Buffet – auch im Namen seiner Mutter. Und weil er so nervös war, rief er seinen Kellner Rudi, der ihm einen Kaffee bringen sollte.
Einen schwierigen Text ließ er die Gäste nachsprechen, die er sich vorher an den Händen fassen ließ: O-Ton
Das riechhaltige Buffet war er öffnet.
Als sich die Gäste gestärkt hatten, war Rudi wieder dran und unterhielt mit Zaubertricks, als melancholischer Pantomime und allerlei Kunststücken. Auch die Gäste bezog er ein.
Später trat Heinz-Rüdiger auf, der eine ganz ganz schwere Kindheit hatte.
Nachdem er und Kellner Rudi ein paar alte Schlager zum Besten gegeben hatten, unterhielt die Band mit guter Musik und die Gäste schwangen das Tanzbein.
Nach viel Spaß und einem gelungenen Abend gingen die letzten dem vernehmen gegen vier Uhr früh nach Hause.
Dr. Wolfgang Richters kann nächstes Mal sicher sein: Das neue Marktsegment ist mit Erfolg gestartet: Nirgends feiert man so schön, wie bei den Kreiskliniken Mühldorf.
66
Fußball Bayernliga: TSV Buchbach - SpVgg. Weiden 11:40
Nach dem Auftaktspiel gegen Ansbach waren die Fußballer des TSV besonders motiviert. Einerseits wollte man das Ansbach-Spiel schnell vergessen machen und andererseits kam mit Weiden der souverän führende in der Tabelle der Bayernliga ins Jahnstadion nach Buchbach. Weiden hatte die letzten 15 Spiele nicht verloren und kam entsprechend motiviert.
Die Erwartungen der Fans drückten sich darin aus, daß über 1000 gekommen waren.
Buchbach spielte in rot von links nach rechts, Weiden in schwarz-blau von rechts nach links. Anstoß hatte Buchbach.
Schon nach wenigen Minuten hatte Stefan Hillinger mit diesem Freistoß aus etwa 19m Entfernung das 1:0 auf dem Fuß. Ihn hatte vorher Oliver Gorgiev zu Fall gebracht, als er versuchte, den Ball im Strafraum zu bekommen. Der Freistoß ging knapp übers Tor.
Zu einem Konter setzte hier Abdel-Hak Akram an. Er spielte weiter auf Mikheil Aajaika, der fast frei vor Thomas Penker stand. Tim Bauernschuster konnte ihn nicht bremsen, so kam er zum Schuß. Der Ball ging aber übers Tor. Unsere Zeitlupe zeigt, daß Thomas Penker nicht an den Ball herankam. Trotzdem gab der Schiedsrichter Ecke. Gino Lettieri mußt schon Anweisungen über Alexander Geiger an die Mannschaft geben.
Obwohl die Ecke gut herein kam, konnte Alexander Konjevic den Ball nur neben das Tor köpfen.
Pech aber auch auf Buchbacher Seite: Im direkten Konter setzt Tim Bauernschuster hier den Ball neben das leere Tor. Stefan Hillinger war ein/zwei Schritte zu spät dran.
In den folgenden Minuten wogte das Spiel munter hin und her, ohne jedoch Chancen auf beiden Seiten zu erbringen. (19:20:17)Bis hier Tim Bauernschuster losstürmte und alle Gegner hinter sich ließ. Da blieb Alexander Contala wohl nur ein Ausweg: Gelb für ihn. Man sollte wirklich ´mal darüber nachdenken, ob solche offensichtliche Fouls nicht die rote Karte verdient hätten.
Die trickreiche Freistoßvariante mit Stefan Bernhardt und Ralf Klingmann ging ans Außennetz.
Nach diesem weiten Einwurf wurd’s gefährlich fürs Buchbacher Tor: Der Ball ging aber daneben vorbei: Freistoß.
Eine ähnliche Situation wie vorher: Tim Bauernschuster erhält den Ball aus der Buchbacher Hälfte – und wird abgedrängt. Freistoß aus gefährlicher Distanz. Wieder eine trickreiche Variante: Manuel Neubauer tippt den Ball nur an, Ralf Klingmann schießt einen Gegner an, der Ball prallt ab zu Manuel Kagerer und der vollstreckt durch alle Beine hindurch! 1:0 27. Minute.
Etwas später kam Weiden zu diesem Konter. Nach mißglückter Kopfballabwehr von Michael Pointvogel kommt Abdel-Hak Akram zum Schuß und Hans Attenberger kann mit dem Fuß abwehren. Was dann nach der folgenden Ecke kam, zeigte den desolaten Zustand des Tabellenführers an diesem Nachmittag. Gino Lettieri wird später deutliche Worte dafür finden.
Die Zuschauer mußten sich warm einpacken.
Symptomatisch diese Szene: Tim Bauernschuster erhält den Ball, spielt weiter auf Manuel Neubauer. Ihn zu stoppen gab’s wieder einmal nur ein Mittel. Das Spiel läuft weiter bis zu diesem Moment. Ob wohl unsere Zeitlupe zeigt, daß hier beide Spieler gleichzeitig hart eingestiegen sind, sieht Weidens Florian Schrempel gelb. Der folgende Freistoß versickert.
Hier steigt Stefan Bernhardt hart gegen Alexander Contala ein, obwohl der Ball schon weg war. Schiedsrichter Stefan Stangl aus Kaufbeuren hat’s nicht gesehen.
Der nächste Buchbacher Angriff. Kurz vor der Strafraumgrenze schiebt ein Weidener Stefan Hillinger – der fällt – und erhält dafür Gelb! Der Schiedsrichterbeobachter hatte an diesem Nachmittag viel zu notieren!
Kurz vor der Pause dieser Buchbacher Angriff: Christian Kagerer auf Stefan Hillinger. Alexander Konjevic lenkt den Ball ins Aus: Ecke. 2:0 – 45. Minute – Alex Neulinger nahm den Ball mit dem Kopf und versenkte unhaltbar für Florian Schürenberg.
Mit 2:0 ging’s in die Pause. ---------------- Weil es in den Tagen zuvor ziemlich geregnet hatte, mußten die Helfer den Platz pflegen.
Nach Wiederanpfiff spielt also jetzt Buchbach weiter in Rot von rechts nach links. Beide Mannschaften haben in der Pause ausgewechselt. Bei Weiden kam Mark Hämmerle für Alexander Konjevic und bei Buchbach kam Markus Blau für Michael Pointvogel.
Nach diesem Freistoß von Ralf Klingmann fing sich Manuel Kagerer eine Gelbe ein. Er hielt den eben eingewechselten Mark Hämmerle ziemlich rabiat fest.
Nach einer Phase, in der Weiden Buchbach unter Druck gesetzt hatte, was aber ohne Folgen blieb, drehte sich das Blatt und Buchbach stürmte pausenlos auf das Weidener Tor. Eine Ecke folgte der anderen.
Nach mehreren Fouls und folgenden Freistößen in aussichtsreichen Positionen, die aber allesamt ohne Torerfolg blieben, dieser Weidener Angriff: Nur mit Mühe konnte Buchbach den Ball ins Aus befördern, nachdem Thomas Penker verletzt am Boden lag. Er mußte behandelt werden, konnte aber weiterspielen.
„Wirklich gar keine Ahnung“ worum’s dem Schiedsrichter ging, hatten die Buchbacher hier. Den Freistoß hatte Thomas Penker aber sicher.
Als es schon dämmrig wurde, fand man keinen Spieler mehr in der Weidener Hälfte. Weiden hatte sich aufgerafft und wollte wenigstens den Ausgleich erzielen. Aber die Buchbacher Abwehr stand.
Das wollte Buchbach aber nicht zulassen und nutzte jede Möglichkeit zum Kontern. Hier verlängert Christian Kagerer auf Stefan Hillinger, der weiter auf den nachgelaufenen Christian Kagerer und der wird im Strafraum gefällt. Kein 11-Meter!
Gleich drauf Alex Neulinger knapp am Tor vorbei.
Die Kräfte ließen nach: Christian Kagerer wand sich vor Schmerzen von einem Krampf im rechten Wadl.
Beinahe wären die Gäste hier zum Erfolg gekommen. Thomas Penker kann gerade noch abwehren, Alexander Geiger schießt alleinstehend vor Thomas Penker weit über das Tor.
Etwa 15 Minuten vor Schluß brachte Matthias Pongratz Daglas Numanovic für Stefan Hillinger.
Einwurf Weiden. Freistoß Numanovic, der auf Christian Kagerer und – schau‘ Sie mal: 3:0 für den TSV Buchbach! In der 88. Minute. Manuel Neubauer hat das Tor erzielt.
Noch einmal bäumte sich Weiden auf, erreichte aber keine Korrektur des Ergebnisses mehr.
Kurz vor Schluß brachte Matthias Pongratz Andreas Bichlmeier für Christian Kagerer.
Dann der Schlußpfiff. 3:0 gewann der TSV Buchbach gegen den Tabellenführer in einem Fußballspiel, das viele Chancen auf beiden Seiten bot. Die Sieger holten sich ihren Applaus vom Publikum ab und die Mannschaftsleitung strahlte.
Nach dem Spiel wollte Stadionsprecher Erich Haider von Weidens Trainer Gino Lettieri wissen, wie’s ihm denn nach so einer Klatsche ginge: (O-Ton)
Natürlich war Buchbach’s Trainer Matthias Pongratz stolz auf seine Mannschaft: (O-Ton)

In dieser Woche haben wie Ferien genommen. 16
67
Milchviehhalter protestieren in Weiding für einen fairen Milchpreis
5:35
17 24.04.09
Bei Einbruch der Dämmerung versammelten sich in ganz Bayern zehntausende Landwirte vor den Toren von Molkereibetrieben um ihrem Ärger über die existenzbedrohend niedrigen Milchpreise Luft zu machen. Der späte Termin lag auch nahe, weil sie dann erst mit der Stallarbeit fertig waren. Also galt es erst einmal Brotzeit zu machen.
Der Vorsitzende des Kreisverbandes des Bundes der Milchviehhalter Johannes Krumbachner begrüßte die Teilnehmer und blickte dann zurück auf den Milchlieferstopp im vergangenen Jahr und was daraus wurde. Alle Maßnahmen, die den Milchpreis hätten stabilisieren können und sollen wurden nur vom BDM politisch forciert und allgemein als realisierbar angesehen. Allerdings stellte man die Forderungen unmittelbar nach Beendigung des Milchlieferstopps als überzogen und hinderlich dar. Auch der Abbau der Mengenregulierung hätte nicht umgesetzt werden können. Nun wäre der Milchmarkt kollabiert und damit die Preise in den Keller gestürzt. Nun kämpften die Betriebe ums Überleben, unabhängig von ihrer Größe. Mehr als 60% wollen aus der Milchviehhaltung aussteigen, mehr als 80% der Betriebe sehen ihre wirtschaftliche Existenz massiv gefährdet.
Dies alles war schon 2007 absehbar. Die Hinweise wurden aber als Panikmache abgetan. Reformen wurden torpediert. Dabei wäre zu viel Milch auf dem Markt. Auch durch Werbemaßnahmen konnte man dies nicht reduzieren. Auch alle anderen marktsteuernden Maßnahmen hätten den Milchpreis nicht anheben können. Einzelmaßnahmen wären keine Abhilfe. Der gesamte Markt müsse kontrolliert und reguliert werden. Dazu müssen die handelnden Personen Verantwortung übernehmen und nicht ständig andere Schuldige suchen. Er forderte die Bundesregierung auf, von ihrer Richtlinienkompetenz Gebrauch zu machen und die Milchmarkt-Rahmenbedingungen neu zu gestalten. Um dies anzustoßen, verlas er dann eine Resolution, die später an die Werksleitung in Weiding übergeben werden sollte.
Pollings zweiter Bürgermeister Leonhard Schwarz berichtete, eine riesige Rechtsanwaltskanzlei aus Kobelnz hätte die Gemeindeverwaltung aufgefordert, „zur Vermeidung größerer Schäden“ diese Veranstaltung der Milchbauern zu unterbinden. Und das, obwohl sie offiziell und korrekt beim Landratsamt angemeldet war. Dies ist um so bedenklicher, als in der Vergangenheit Einvernehmen zwischen Milchbauern und Molkerei geherrscht habe. Leider war keiner der Verantwortlichen Herren des Werkes für ein persönliches Gespräch zu erreichen. Er wird dies in den kommenden Tagen aber nachholen. Er versicherte den Bauern, mit der Gemeinde Polling werde es keinerlei Maßnahmen gegen das friedliche Demonstrieren der Bauern geben.
Weitere Redner, wie Pater Martin Witti aus Feichten an der Alz, die Milchbäuerin Maria Kellner aus Tittmoning und der Landmaschinenhändler Simon Maier aus Burgkirchen an der Alz bekräftigten ihre Standpunkte, Forderungen und Solidarität.
Inzwischen hatte starker Wind eingesetzt und die Fortsetzung der Veranstaltung erschwert. Aus dem geplante Fackelzug zum Werkstor wurde deshalb in stiller Zug ohne Fackeln.
Die Polizei, die stark vertreten war, sorgte für einen sicheren Marsch zum Werkstor.
Dort angekommen verlas Johannes Krumbachner die Resolution des BDM. Dort fordern sie einen Milchpreisgipfel unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und zahlreiche weitere Änderungen bis hin zu eine Anerkennung als Partner im Milchmarkt.
Von der Werksleitung sah sich niemand in der Lage, die Resolution der Milchviehhalter entgegen zu nehmen. Auch auf Nachfrage kam niemand aus dem Werksgelände um sich den Bauern zu einem Gespräch zu stellen.
So zogen die Demonstranten schließlich wieder zurück und beendeten die Veranstaltung.
Wir meinen, alleine die Forderung der Bauern nach „einer Anerkennung der Milcherzeuger als Geschäfts- und Marktpartner, nicht als billige Rohstofflieferanten“ zeigt, wie die Verhältnisse liegen. Das bayerische „Leben und leben lassen“ das einige der Sprecher gefordert hatten, das mutet in der heutigen Zeit an, wie etwas aus einer anderen – längst überholten - Zeit.
Es würde uns interessieren, wie sich der Milchpreis entwickeln würde, könnten die Bauern ihre Kühe „abstellen“ und nur soviel Milch produzieren, wie sie verkaufen können um das Angebot knapp und den Preis hoch zu halten. Die Regeln des Marktes, wo der Preis von Angebot und Nachfrage bestimmt wird, passen einfach nicht zur Milchwirtschaft.
68
Sauberkeit und Wäsche - alles aus einer Hand - Die neue Integrationsfirma der Ecksberger Werkstätten: EIB GmbH
5:12
Der größte Arbeitgeber im Landkreis, die Ecksberger Werkstätten stellte kürzlich eine neu gegründete Servicefirma vor, die Leistungen rund um Sauberkeit und Wäsche erbringen will, und das „alles aus einer Hand“, wie der einprägsame Slogan lautet.
Geschäftsführer Franz Hartl stellte die Firma vor und machte gleich den Unterschied einer Integrationsfirma zu einer üblichen gewerblichen Firma klar: Der einzige Unterschied besteht darin, daß in einer Integrationsfirma 40% der Mitarbeiter Menschen mit Behinderungen sind Die EIB-GmbH wurde als Integrationsfirma anerkannt und erhielt den Status der Gemeinnützigkeit.
In der neuen GmbH, arbeiten derzeit 10 Mitarbeiter, von denen 5 Menschen mit Behinderungen sind, einige davon in Teilzeit. Es war eine schwierige Entscheidung, vom Start an 10 Mitarbeiter zu beschäftigen und die Quote zu erfüllen, die es erlaubte, den Status als „gemeinnützig“ zu erhalten. Schließlich gelang es mit Hilfe der „Aktion Mensch“, die die Startphase zu überbrücken half. Durch die Anerkennung als gemeinnützige Firma kann EIB einen Mehrwertsteuersatz von 7% für ihre Leistungen in Rechnung stellen, was besonders für Arbeitgeber von Interesse ist, die die Mehrwertsteuer nicht aufrechnen können.
Die EIB-GmbH bietet Leistungen aus den Bereichen Gebäudereinigung, Textilservice und im Sanitärbereich, kurz „Sauberkeit und Wäsche – Alles aus einer Hand“.
Folgende Zielgruppen sollen besonders angesprochen werden: Industrie und Gewerbe, Bildungsstätten, Hotels und Gastronomie, Private Wohngebäude, Verkehrsbetriebe, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Öffentliche Auftraggeber.
Dies alles wird in einem Flyer erläutert, der auch die Besonderheiten eines Integrationsbetriebes erläutert. .
Wenn in der Öffentlichkeit dann und wann Kritik über die Förderung von Integrationsfirmen geübt wird, könne er nur sagen, daß es jedem Unternehmer frei steht, Menschen mit Behinderung einzustellen. Jeder kann sogar den Status der Gemeinnützigkeit erwerben. Nur – das macht halt niemand. Vor diesem Hintergrund ist die Kritik verfehlt.
Es hätte auch Untersuchungen gegeben, die die Kosten von Arbeitslosigkeit und Beschäftigung in einer Werkstatt für Behinderte verglichen haben. Natürlich ist eine Werkstatt für Behinderte teuer. Langfristig ist Arbeitslosenunterstützung aber wesentlich teuerer. Schon ganz abgesehen von der Freude, die Menschen mit Behinderung haben, wenn sie erleben, daß sie gebraucht werden.
Franz Hartl kritisierte aber auch, daß es in den Landkreisen Altötting und Mühldorf nur die Ecksberger Werkstätten gibt, die sich behinderter Menschen annehmen. Vielleicht liegt es auch daran, daß solche Firmen während der Startphase kaum Unterstützung bekommen. Zukünftig Hier müsse zukünftig wesentlich mehr getan werden.
Um die junge Integrationsfirma nun aus den Startblöcken zu bekommen, braucht sie Aufträge und Auftraggeber, die ihnen eine Chance geben, zu zeigen, daß sie die gleiche Leistung erbringen können wie Firmen, die nur gesunde Mitarbeiter beschäftigen - auch wenn die Menschen mit Behinderung nur 50% der Leistung gesunder Arbeitnehmer erbringen können. Trotz dieser Einschränkungen muß sich die junge Integrationsfirma jetzt genau so im Markt behaupten und konkurrenzfähig arbeiten. Keine einfache Aufgabe, zumal die Preise und die Löhne im Reinigungsgewerbe ohnehin keine großen Spielräume erlauben. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen haben sich die Ecksberger Werkstätten nach langer Überlegung getraut, die EIB-GmbH zu gründen.
Wie bei jeder anderen Firma auch, hat die junge EIB-GmbH nun drei Jahre Zeit, um in die Gewinnzone zu gelangen. Sollte dies nicht gelingen, müßte man sich etwas überlegen – schloß Franz Hartl.
Mettenheims Bürgermeister Stefan Schalck freute sich, daß Menschen mit Behinderungen heute so ins Alltags- und Arbeitsleben integriert werden. Noch vor gar nicht langer Zeit wurden solche Menschen einfach weggesperrt. Allerdings wäre es gegenwärtige nicht möglich, daß die Gemeinde ihre Arbeiten in diesem Bereich neu vergibt. Er wünschte der Firma viel Erfolg und versprach, bei der nächsten Vergabe von Aufträgen in diesem Bereich ein Angebot einzuholen.
Die EIB-GmbH leitet Rüdiger Schmeck, hier links im Bild. Er und sein Team freuen sich über jede Anfrage.
69
Sieger im Schülerfirmenwettbewerb: "Coole Schule" der Hauptschule Neumarkt St. Veit
6:31
Kurz vor den Osterferien fand an der Herzog-Heinrich-Hauptschule in Neumarkt eine Feierstunde statt für eine wirklich außergewöhnliche Leistung statt. Die Schülerfirma „Coole Schule“ hatte auf der Schülerfirmenmesse in Fürth den ersten Preis für Catering-Firmen belegt. Kein Wunder, daß die Schule dies zum Anlaß nahm, Bürgermeister Erwin Baumgartner, Landrat Georg Huber und Schulamtsdirektor Peter Krell einzuladen.
Schulleiterin Sabine Wichmann erinnerte sich daran, daß sie gleich an eine Teilnahme ihrer Schule dachte, als die Ausschreibung eingegangen war. Fachlererin Maria Regler war auch gleich dabei, so konnten die Vorbereitungen beginnen. Dabei stellte sich heraus, daß ganz schön viel zu tun war.
Am 19. März war es dann so weit. 27 Schüler stellten sich in Fürth der bayernweiten Konkurrenz. Mittags erfuhr sie telefonisch, daß „dabei sein ja auch ganz schön wäre“ . Abends erhielt sie eine SMS: Wir haben gewonnen und sind erster im Bereich Catering. Sie gratulierte zu diesem Erfolg und meinte, sie wäre stolz auf ihre Schüler und Schülerinnen.
Besonders zu diesem Erfolg hat Hausmeister Josef Wimmer beigetragen. Er hat die viele Arbeit gemacht. Pressekollege Karl Jensch lieferte die Öffentlichkeitsarbeit. Schwester Irmhild Rother und stellvertretender Schulleiter Gottfried Bachmaier standen mit Rat und Tat zur Seite, wobei Schwester Irmhild schon sehr viel zum Erfolg beigetragen hat. Aber auch die Eltern haben viel Unterstützung geleistet. Dafür dankte sie ihnen sehr.
Maria Regler aber hat es den Schülern durch ihren unermüdlichen Einsatz erst möglich gemacht, an der Messe und dem Wettbewerb teilzunehmen. Trotz zeitweiser Krankheit!
Zum Dank überreichte Rektorin Sabine Wichmann den Schülern ein BayernTicket der Südost-Bayern-Bahn. Wohin die Reise geht, können sie sich selbst aussuchen.
Bürgermeister Erwin Baumgartner hat sich sehr gefreut, die beste Schülerfirma Bayerns in Neumarkt zu haben. Sie hätten die Stadt und die Schule würdig vertreten. Dafür dankte er sowohl den Schülern als auch den Lehrkräften, besonders Schwester Irmhild, deren Küche sowieso bekannt wäre. Dann überreichte er einen Verpflegungsgutschein für die Reise und eine Saisonkarte fürs Freibad für alle Teilnehmer.
Fachlehrerin Maria Regler zeigte die Präsentation, mit der sie sich in Fürth vorgestellt hatten. Hier einige Bilder daraus. Die Schülerfirma betreibt ein Schülercafe, ein Bistro, Catering und einen Schreibwarenladen: „Von Schülern für Schüler“. Im Team arbeiten 28 Schüler von der 5. Bis zur 9. Klasse.
Die Schüler hörten aufmerksam zu.
Auch Schulamtsdirektor Peter Krell gratulierte zu diesem Erfolg. Um Erfolg zu haben, bräuchte man neben einem Ziel, persönlichem Engagement ganz wichtig auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Alle drei Dinge fänden sich in der Hauptschule Neumarkt-St. Veit, und das bei Schülern UND Lehrkräften. Sie könnten mächtig stolz sein auf diese Leistung, die sie hier erbracht haben.
Auch Landrat Georg Huber gratulierte zu diesem hervorragenden Erfolg. Auch wenn der Landrat nicht für die Hauptschulen verantwortlich ist, fühle er sich für die Hauptschulen verantwortlich. Dieser Erfolg zeige, die Hauptschule wäre eine weiterführende Schule, genau so wie die Realschule und das Gymnasium. Es zeigt sich hier, wozu die Hauptschule in der Lage ist, wenn nur alle zusammenhelfen. Die Hauptschüler wären wichtige Persönlichkeiten, auf die viele Handwerksbetriebe warten würden. Wenn sie später so Leistung erbringen würden, wie hier gezeigt, dann wäre ihm um ihre Zukunft nicht bang. Dann fänden sie in der Wirtschaft ein breites Betätigungsfeld. Er forderte Schüler und Eltern auf, auch weiterhin zusammenzustehen und sich gegenseitig zu helfen.
Seitens der Politik sagte er die fortgesetzte Unterstützung der Hauptschule zu, deren Absolventen von der Wirtschaft dringend gebraucht würden, wie er erst kürzlich auf der Bildungsmesse bestätigt bekam.
Gerade dieser Erfolg der Schülerfirma zeige, daß Gymnasien und Realschulen keine unüberwindliche Konkurrenz für die Hauptschulen sind. Vielmehr ergänzen sich alle Schularten. Und daß das so bleibt, das will der Landkreis Mühldorf in einem bayernweiten Modellprojekt so zeigen.
Dann übergabe Landrat Georg Huber den Teilnehmern eine Urkunde, einen Geldpreis und den Lehrkräften ein Präsent.
Frau Regler hatte noch einen ersten Preis für Schwester Irmhild, ohne deren Hilfe sie das alles gar nicht geschafft hätte.
Und für das Beispiel, das sie mit ihrem Engagement den Schülern geben, hatte Landrat Georg Huber noch einen Blumenstrauß für Maria Regler, Schwester Irmhild und Hausmeister Josef Wimmer.
Abschließend gabs einige Fotos, die die Stimmung vor, während und nach der Messe anschaulich machten.
Wir gratulieren den Teilnehmern und Teilnehmerinnen und freuen uns mit ihnen über das Erreichte.
70
20 Jahre Haus der Kultur in Waldkraiburg
10:20
Einmal den großen Saal im Haus der Kultur von der anderen Seite sehen, das konnte man am Tag der offenen Tür. Dieser Blick bietet sich Künstlern, wenn sie auf der großen Bühne stehen. Dann sieht der Saal richtig groß aus. Seine umfangreiche technische Ausstattung demonstrierten die Hausherren mit einer Light-Show.
Das alles kommt von hier oben, aus dem Regieraum. Hier, vor dem Ton- und Licht-Mischpult sitzen während der Veranstaltungen die Techniker und sorgen für den guten Ton und das passende Licht.
Eine Führung sollte es sein, die Interessierten die Bühnentechnik zeigen sollte, und eine Stunde sollte diese Führung dauern. Daraus wurde aber nichts. Es wurden drei Führungen und jede dauerte viel länger als eine Stunde.
Im Foyer unterhielt Rosa Sabo mit ihren Begleiterinnen die Besucher, die zwischen dem großen Saal, dem kleinen Saal, der Black-Box und den Galerien wanderten und sich Stadtmuseum und Glasmuseum anschauten. Oder sich einen Cappuccino im neu gestalteten Bistro schmecken ließen.
Bürgermeister Siegfried Klika dankte Rosa Sabo für die musikalische Reise durch Europa, die sie den Gästen mit ihrer Musik präsentierten.
Am Ende des Tages der Offenen Tür zog Bürgermeister Siegfried Klika ein erstes Fazit und stellte die Richtigkeit der Entscheidung fest, dieses Haus zu bauen. Dann begrüßte er die zahlreichen Ehrengäste unter denen neben Staatssekretär Dr. Marcel Huber und MdB Stephan Mayer auch Altbürgermeister Jochen Fischer weilte.
Er dankte besonders den Waldkraiburgern, die durch ihren häufigen Besuch das Haus mit Leben erfüllten. Den vielen Mitarbeitern, die in den 20 Jahren hier wirkten galt sein Dank ebenfalls.
Während anderswo 20 Jahre ein überschaubarer Zeitraum wären, tickten die Uhren in Waldkraiburg anders. Wofür andere Städte jahrzehnte Zeit gehabt hätten, müsse sich in Waldkraiburg schnell entwickeln. Deshalb müssen in Waldkraiburg von Hause aus richtige Konzepte entwickelt werden. Dabei stellten sich Fragen wie: O-Ton:
In der Rückschau wäre klar: Es gibt nichts anderes als das Haus der Kultur. Deshalb dankte er allen, die damals diese mutige Entscheidung getroffen haben.
Und wieder stellte er sich viele Fragen: O-Ton
Er zog eine ausgesprochen positive Bilanz zu der alle Beteiligten ihren Anteil beigetragen haben.
Dann blickte Bürgermeister Siegfried Klika auf die Geschichte des Hauses: Am 9. Oktober 1987 wurde Richtfest gefeiert. Nacheinander zogen die Sing- und Musikschule und die Volkshochschule ein. Am 11. März 1989 wurde Einweihung gefeiert. Der erste Bauabschnitt kostete 6,5 Millionen Euro. Am 4. August 2000 gab es den nächsten Spatenstich und am 30. April 2002 wurde der große Saal mit einem Festakt eingeweiht. Die Kosten beliefen sich auf 8,8 Millionen Euro. Damit wäre eine erste Antwort auf die Frage gegeben, was Kultur der Stadt wert wäre. Aber diese Frage wird sie weiter begleiten. Allerdings denke er, dieses Thema wäre bisher mit großem Augenmaß geführt worden. Heute hätte sich das Haus der Kultur in der Stadt, im Landkreis und in der Region etabliert.
Es hätte sich inzwischen herumgesprochen, daß Waldkraiburg ein großes Kulturangebot für seine Bürger bietet. Bedeutsam und einzigartig in der Region ist die Großbühne, die es ermöglicht, Musiktheaterveranstaltungen durchzuführen. 2008 besuchten etwa 40.000 Zuschauer das Haus. Im Januar konnte Waldkraiburg Peter Maffay-Fans aus ganz Deutschland im Haus der Kultur begrüßen. Übrigens waren die Techniker von Peter Maffay sehr angetan vom Haus und meinten, so etwas finde man sonst vielleicht in Großstädten.
Großen Wert legt man in Waldkraiburg auch auf die Vermittlung von Kultur. Dem dienen einführende Vorträge oder die Übersetzung des Dargebotenen in Schriftform über der Bühne.
Man ist auch bestrebt, Kultur der Jugend näher zu bringen. So gab es jetzt erstmals ein Kinder-Abonnement. Mit den Abschlußbällen der Schulen gelingt es, die jungen Menschen schon früh an das Haus zu binden.
Schon zum dritten Mal finden heuer die Waldkraiburger Kulturtage statt. So soll zum 50-jährigen Stadtjubiläum die Glasausstellung nach modernen Gesichtspunkten neu gezeigt werden.
Bürgermeister Siegfried Klika geht davon aus, daß das Haus den erfolgreichen Weg fortsetzen wird, als ein Haus der offenen Tür, mit dem sich jeder identifzieren kann, und das den Bedürfnissen seiner Besucher entspricht.
Staatssekretär Dr. Marcel Huber meinte, Waldkraiburg gehöre zum ländlichen Raum im Landkreis Mühldorf, der besonderen Schutzes bedarf. In anderen Gegenden Deutschlands verliert der ländliche Raum seine Bewohner an die Ballungsräume. Deshalb wäre es nötig, den ländlichen Raum attraktiv zu halten. Dazu tragen Bildungseinrichtungen, Krankenhäuser, Straßen und Eisenbahnen bei. Aber auch ein kulturelles Angebot. Städte wie Waldkraiburg wären darauf angewiesen, qualifizierten Mitarbeitern ihrer global operierenden Firmen etwas zu bieten. Das haben weitsichtige Menschen hier schon vor 20 Jahren erkannt. Jochen Fischer und er ganze Stadtrat hätten ein ganz außergewöhnliches Konzept verwirklicht, das ein sehr vielfältiges Angebot macht. Von Ballett bis zu klasischer Kunst, Musikschule, Kino, Puppentheater bis zu Rockkonzerten bietet das Haus der Kultur. Für diese Leistung muß sich die ganze Region bedanken. O-Ton: Alles gute zum Geburtstag
MdB Stephan Mayer gratulierte den Waldkraiburgern zu diesem wunderschönen Haus. Pablo Picasso hätte einmal gesagt, Kunst wasche den Staub von der Seele ab. Dies mache deutlich, eine zivile Gesellschaft wäre ohne Kunst und Kultur nicht lebenswert. Er plädierte dafür, daß es wert sein muß, in Kunst und Kultur zu investieren. Kunst und Kultur wären menschliche Grundbedürfnisse. Deshalb dankte er der Stadt Waldkraiburg dafür, daß sie dieses menschliche Grundbedürfnis erfüllten. Er dankte allen voran Altbürgermeister Jochen Fischer, der dieses außergewöhnliche Zentrum geschaffen hätte. Für ihn wäre klar, wenn in Waldkraiburg eine kulturelle Veranstaltung stattfinde, dann könne das nur im Haus der Kultur sein.
Gerade heute wäre es wichtig in Kunst und Kultur zu investieren. Eine plurale Gesellschaft wie unsere wäre nicht so innovative und zukunftsgewandt, würden nicht Kulturschaffende querdenken und dazwischenrufen. O-Ton Liebe waldkraiburger Stadtpolitiker....
Abschließend überreichte Bürgermeister Siegfried Klika den Mitarbeiterinnen und Kulturreferentin Gertrud Kesselgruber einen Blumenstrauß. Und mit einem Gläschen Orangensaft gings dann zum Jazzkonzert, das den Jubiläumstag abschloß.
71
Eine Fachschule für Elektrotechniker gibt’s ab September in Altötting
Um die neue Technikerschule vorzustellen, war Staatssekretär Dr. Marcel Huber zur Berufsschule 1 nach Altötting gekommen. Zusammen mit MdL Ingrid Heckner, Landrat Erwin Schneider, Schulleiter Carlo Dirschedl und Werner Lucha vom Staatsministerium für Unterricht und Kultus stellte er die neue Schule vor.
Aber zunächst begrüßte Schulleiter Carlo Dirschedl die Gäste zu einer Veranstaltung, wie sie sie an seiner Schule bisher noch nie gab: Die Neugründung der ersten Fachschule für Elektrotechnik im gesamten Ost-Oberbayerischen Raum.
Carlo Dirschedl betonte, daß es immer die Mitarbeiter sind, die nicht ausreichend qualifiziert sind, die in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zuerst die Firma verlassen müssen. Mitarbeiter mit hohem Know-How werden dagegen nur entlassen, wenn wirklich alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Dies bestätigen Chefs immer wieder.
Mit der Einführung der Kompetenzzentren 2002 sollten die Berufsschulstandorte im ländlichen Raum gestärkt werden. Heute, nach sechs Jahren, ist an der Berufsschule in Mühldorf ein Kompetenzzentrum für KfZ und NfZ-Mechatroniker entstanden. Altötting ist dabei, mit der Gründung einer Fachschule für Elektrotechnik ein Bildungsangebot aus einem Guß anbieten zu können, das es für die Menschen im ländlichen Raum bisher so noch nicht gab. Er dankte der bayerischen Staatsregierung für ihre Unterstützung bei der Umsetzung dieser ehrgeizigen Pläne.
Staatssekretär Dr. Marcel Huber freute sich, hier einen Termin wahrnehmen zu können, der in den Trend der Zeit passe. Auch wenn man derzeit in einer konjunkturellen Delle lebe, wäre die Nachfrage nach ausgebildeten Technikern ungebrochen groß. Es gelte, die sogenannte MINT-Fächer voran zu bringen, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik voran zu bringen und junge Menschen zu motivieren, ihre Berufswahl danach auszurichten. Ingenieure, Meister und Techniker würden nach wie vor gesucht. Im Juni 2008 hätte die Agentur für Arbeit ein bundesweites Defizit von 46.000 Technikern und Meistern erhoben, eine stattliche Zahl.
Noch im Kabinett Beckstein beschloß der Ministerrat die Einrichtung von sechs neuen Standorten, an denen Techniker und Technikerinnen ausgebildet werden können. Dies sind Altötting, Passau, Amberg, Bamberg, Neustadt an der Saale und Memmingen.
In der zweijährigen Ausbildung in den Fächern Maschinenbautechnik, Elektrotechnik und Mechatronik führen die Schulen zum Abschluß als staatlich geprüfter Techniker. Zunächst erhält jeder dieser Standorte eine Fachklasse in einem Fach. Hier in Altötting ist das das Fach Elektrotechnik. Es ist beabsichtigt, die Berufsschulen mit der Umsetzung dieser neuen Fachschulen zu beauftragen und damit eine Verzahnung zu erreichen.
Altötting wurde ausgewählt, weil im Chemiedreieck hoher Bedarf für gut ausgebildete Elektrotechniker besteht und die nächste Technikerschule erst in München zu finden ist. Außerdem bot die Berufsschule in Altötting mit dem Kompetenzzentrum für Elektrotechnik die besten Voraussetzungen für die Einrichtung der Fachschule für Elektrotechnik.
Dr. Marcel Huber ist sich sicher, mit der neuen Schule den Erwartungen er Wirtschaft zu entsprechen. Er hoffte, daß viele junge Leute mit diesem Abschluß gute Chancen für die Zukunft in dieser Region haben werden.
Landrat Erwin Schneider bedankte sich bei allen, die dazu beigetragen haben, diese Schule ins Leben zu rufen. Besonders bei Schulleiter Carlo Dirschedl und bei MdL Ingrid Heckner. Als Sachaufwandsträger wäre der Landkreis gern bereit, die Kosten für Einrichtung und Unterhalt der Schule zu tragen, auch wenn das nicht ganz einfach ist, weil das Berufliche Schulzentrum ohnehin boome! Trotz enormer Investitionen in der Vergangenheit wäre es nicht ganz einfach, die neue Schule unterzubringen. Aber – das werde sich schon finden. Er dankte nochmals für das tolle neue Angebot, das diese neue Schule biete.
MdL Ingrid Heckner stellte diesen Tag unter das Motto: „Kluge Köpfe fördern und fordern“. Die Gründung dieser neuen Schule zeige deutlich, daß es Bildungswege abseits des Gymnasiums gebe und die doch das Weiterlernen ermöglichten. Ein Beispiel für die hohe Durchlässigkeit des bayerischen Bildungssystems. Sie freute sich sehr, daß die Staatsregierung auch nach der Landtagswahl Kontinuität bewahrt hat und Zusagen umsetzt, die noch die Vorgängerregierung gemacht hat. Sie dankte aber auch Landrat Erwin Schneider, der alle bisher neu eingeführten Schulformen mit großer Selbstverständlichkeit umgesetzt hat. Auch Werner Lucha galt ihr Dank, den sie ohnehin als Paten des Beruflichen Schulzentrums in Altötting bezeichnete.
Besonders aber freute sie sich darüber, daß an der neuen Schule Elektrotechniker ausgebildet würden, die am meisten gesucht würden. Bedenke man, daß bis 2014 95.000 Ingenieure fehlen würden, dann zeige sich, welche Chancen sich jungen Leuten bieten, die sich für diese Berufe entscheiden.
Auch die anwesenden Vertreter der Wirtschaft lobten die neue Schule, die jungen Menschen, die oft schon im Berufsleben stehen würden, die Weiterbildung vor Ort möglich machen, ohne gleich nach München fahren zu müssen. Außerdem weise das Angebot in die Zukunft. Sie helfe den prognostizierten Fachkräftemangel abzufedern, der trotz der momentanen Delle sicher kommen werde.
Die Fachschule will mit mindestens 16 Bewerbern starten. Das hieße, es ginge mit einer Klasse los. Die Voraussetzung für die Bewerbung an der Technikerschule ist eine abgeschlossene Berufsausbildung und mindestens ein Jahr an Berufserfahrung. Die Ausbildung selbst vermittelt zunächst vertiefte Gundlagen, später wird sie in die verschiedenen Fachrichtungen aufgeteilt, wie etwa Steuerungstechnik, Regelungstechnik, Mikroprozessortechnik.
Die Schule rechnet mit Bewerbern aus den Bereichen Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting, Mühldorf und Rottal-Inn. Mit dem Abschluß als Techniker erwirbt der Absolvent die Zungangsberechtigung zur Fachhochschule und kann so ein Studium beginnen.
Bereichsleiter Wolfgang Schranner betonte abschließend, die Lehrkräfte am Beruflichen Schulzentrum bedankten sich für die neuen Aufgaben und wären sicher, die Erwartungen erfüllen zu können.
Im September beginnt’s also. Zwei Jahre später verlassen die ersten Elektrotechniker die neue Fachschule.
Ein Merkblatt haben wir für weitere Informationen zum Download bereitgestellt.
72
B-Boy-Battle Obsession Urban im Haus der Kultur
10:50
Um diese Pokale und ein Preisgeld von 500€ gings heuer bei Obsession Urban. Wie im vergangenen Jahr hatte das Jugendparlament zusammen mit der Neuöttinger Crew „Coffe BreakZ“ eingeladen um in drei Kategorien die besten zu ermitteln: „One-versus-One Power-Move“, „Four-versus-Four-Battle“ und „Seven-To-Smoke“. Den Sound steuerten den DeJays „Cosmic“ aus Österreich und „Timber“ aus Spanien bei. Als Host fungierte der Münchner „Aloun“, der durch Graffiti in die B-Boy Welt kam.
Zunächst begrüßte „Aloun“ Teilnehmer, Gäste und „Crowd“. Dabei mußte Miß Waldkraiburg Tanja Maderholz schon in den „Showcase“ – also sich präsentieren. Ein ungewohntes Terrain für sie.
Genau so übrigens wie Mitorganisator Gregor Belczyk von „Coffe-BreakZ“. Auch er mußte in den „Showcase“
Landrat Georg Huber beobachtete das Geschehen fasziniert.
Dann gings los: One-versus-One Powermove
Hier einige Eindrücke davon. Sieger wurde B-Boy „Psychedelic“. Er erhielt den größten Applaus seines Lebens!
Da klickten die Fotoapparate und die Videokameras.
Nach jeder Begegnung zeigten die Judges auf den Sieger, der Verlierer schied aus.
Round Two: „Four-versus-four“ Hier „Coffee-BreakZ“ oben rechts gegen die SIR-Crew aus Mindelheim. Die Judges waren 2:1 für die Coffe-BreakZ: Eine Runde weiter.
Im Ko-System ermittelten sie den späteren Sieger.
Bürgermeister Siegfried Klika und Gattin und VfL-Vorsitzende Annemarie Deschler sahen erstaunt zu und die Crowd mit Kennerblick.
Die Judges waren oft geteilter Meinung.
Für Abwechslung sorgten „Animatronik“ Prince Mio & Robozee mit einem „Popping Showcase“.
Weiter gings mit „Seven-to-Smoke“. Sieben Tänzer treten jeweils gegen einen an. Wen die Judges besser sehen, übernimmt den Platz des einen. Nach 20 Minuten ist Schluß. Gewonnen hat, wer am häufigsten den Platz des Einen eingenommen hat. Den Preis für den Sieger überreichte Stadtmarketing-Chef Markus Stern.
Das Finale von „Four-versus-Four“ ließ noch einige Zeit auf sich warten. Es bestritten die Funk Fellaz aus Hamburg und die österreichisch-schweizerische „Prodigy Crew“.
Eine international besetzte Veranstaltung, in die die Mitglieder des Waldkraiburger Jungendparlaments viel Arbeit gesteckt hatten, und bei der die Akteure große Leistungen zeigten, konnte unserer Meinung viel zu wenig örtliche Besucher anziehen. So ging sie mehr als eine Stunde fürher zu Ende, als der Zeitplan dies vorgesehen hatte. Wir wünschen dem JuPa für nächstes Jahr wieder mehr Öffentlichkeit.

Zur Startseite
Mühldorf-TV benötigt aktiviertes JavaScript. Wenn's nicht geht, wählen Sie bitte hier:
Startseite | Hilfe | Verzeichnisse | Weiterempfehlen | Finden | WochenDVD | Kontakt | Impressum | AGB |
© 2006 - 2018 Margha GmbH

SERVICE
SERVICE
In Mühldorf-TV finden:
Im Nachrichten-
archiv finden:
WERBUNG
WERBUNG
Hier könnte
Ihre Werbung
stehen
Hier könnte
Ihre Werbung
stehen
Dallmayr, Advent 2009