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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
17
Bodendenkmäler - Bedrohung für Haus- und Grundbesitzer
10:40
05 05.02.10
Schon Mitte Januar fand in Ampfing eine Informationsveranstaltung zum Thema Bodendenkmäler statt. Nun lud Mettenheims Bürgermeister Stefan Schalck zum Kreuzerwirt ein. Der ganze große Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, als Bürgermeister Stephan Schalck begrüßte und das Wort an Dr. Walter Irlinger weitergab, der zunächst die Grundlage der Arbeit des Denkmalschutzamtes darlegte.
1973 hatte der Landtag das Gesetz beschlossen, auf Grund dessen alle Denkmäler in einer Denkmalliste einzutragen wären. Er verstünde die Aufregung nicht, weil den Bürgermeistern die Arbeit des Denkmalschutzeamtes schon im vergangenen Jahr mehrfach vorgetragen wurde.
Im Denkmalschutzgesetz wäre festgelegt, was Denkmäler sind und daß diese in ein Verzeichnis einzutragen sind, die „Denkmalliste“.
Mit der Erfassung der Bodendenkmäler begann man erst nach Abschluß der Auflistung der Baudenkmälern, etwa 1986.
Wichtig ist dabei festzustellen, daß im Gesetz die Formulierung zu lesen ist, das Denkmalamt hätte die Bodendenkmäler „im Benehmen“ mit der Gemeinde zu erfassen und das hieße nicht „im Einvernehmen“. Zwar würden die Gemeinden gehört, es würde aber doch unabhängig entschieden.
Dem Gesetz entsprechend ermöglicht das Amt den Bürgern Einblick in die Denkmalliste. Sie steht im Internet bereit, im „Bayernviewer“, unter dieser Domain, die man sich schlicht nicht merken kann. Wir haben sie deshalb auf unseren neuen Service-Seiten gelistet.
Auf den Karten dort sind die Flächen der Bodendenkmäler rot markiert. Dr. Irlinger stellte fest, daß – sollte ein Flurstück nur teilweise markiert sein – nur dieser Teil als Bodendenkmal behandelt wird.
Die roten Flächen werden auf Grund von Erkenntnissen aus alten Urkunden und Fundmeldungen, neuerdings auch aus Luftbildern festgelegt.
Besonders in sogenannten „Altorten“ wird gesucht, also in Orten, die urkundlich vor langer Zeit erwähnt wurden wie Mettenheim, das erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde.
Da es in Mettenheim nur sehr junge Baudenkmäler gibt, liegt die Vergangenheit unter der Erdoberfläche. Der Altort Mettenheim ist deshalb in der Karte für Bodendenkmäler komplett rot markiert.
Auch das Mühldorfer Hart – das ehemalige Bunkergelände - ist Teil der Bodendenkmäler. Um dieses Gelände zu umreißen wurden Luftbilder der Alliierten ausgewertet und ein sogenanntes „airborne Laserscanning“ angefertigt, also ein luftgestütztes Laser-Abbild des Waldbodens. Alle Erkenntnisse zusammen haben ein wesentlich größeres Denkmalgelände ergeben, als das allgemein Bekannte.
Besonders in der Diskussion steht Mettenheim-Hart. Im alten Luftbild ist deutlich der Flugplatz zu erkennen, mit den zahlreichen Baracken. Überall dort, wo damals Baracken standen, wurden in den Jahren seit Kriegsende Wohnhäuser errichtet. Trotzdem fallen diese Grundstücke in den Bereich der Bodendenkmäler.
Bürgermeister Stefan Schalck berichtete nun von den zahlreichen Aktivitäten der Gemeinde, die ihren Anfang bereits im September 2008 nahmen.
Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber hat große Probleme, die Bodendenkmäler zu Thematisieren, weil kein anderer Landkreis in Bayern damit Probleme hat, und er deshalb keine Unterstützung findet. (O-Ton – Es woaß koana, wo a draufschaugn muaß... voasteun)
Stefan Schalck rief die Bürgermeisterkollegen auf, aktiv zu werden und zusammenzustehen. Wenn im Landkreis Mühldorf alle 31 Bürgermeister gegen diese Bodendenkmäler wären, dann bekäme das bayerische Landesamt für Denkmalpflege Probleme damit. (O-Ton 100% dagegn!)
Auch wenn Dr. Irlinger nur das Gesetz umsetze, dann wären halt manche a bissl fließiger!und beachte dabei nicht, wie das den Bürgern schadet. Nicht jeder alte Betonbrocken ist gleich ein Denkmal!
Das nächste Problem wäre das „Benehmenverfahren“. „Benehmen“ bedeutet, daß die Behörde zwar die Meinung einholen muß, sie aber nicht zu beachten braucht.
Noch vor 10 Jahren hätte der Bund den Abbruch von Bunkern finanziert! Hätte man schon damals das Gelände zum Denkmalort erklräte, gäbe es Mettenheim wahrscheinlich gar nicht. Und auch die beiden großen Firmen gäbe es nicht, von denen die Gemeinde einen Großteil der Steuereinnahmen bezieht, von denen auch das Denkmalschutzamt lebt!
Auch die Frage nach dem „Interesse der Allgemeinheit“ stelle sich. In den betroffenen Grundstücken in Mettenheim Hart finde wahrscheinlich ncihts mehr, weil die dort Grunstücke durch Neubebauung mehrfach umgegraben wurden.
Der nächste Punkt wäre die Ungleichbehandlung der Gemeinden: So sieht Waldkraiburg aus: Keine einzige Fläche markiert, obwohl die ganze Stadt aus der ehemaligen Rüstungsanlage hervorgegangen ist. Auch in Aschau-Werk gibt es wohl keine Bodendenkmäler?
Sehr problematisch ist die Tatsache, daß die Eigentümer der betroffenen Grundstücke die Kosten für die Grabungen selbst tragen müssen. 1% der Bausumme müsse man dafür aufwenden. Daß dies aber unkalkulierbar ist, zeigt etwa die Baustelle zur Erweiterung des Kindergartens, die zwar weit von der angenommenen Römerstraße weg ist, aber trotzdem untersucht werden mußte.
Eines der größten Probleme stellt der Wertverfall der Grundstücke dar, die mit Bodendenkmälern belastet sind. Die mag keiner, auch wenn man’s ihm schenkt!
Stefan Schalck forderte das Denkmalamt auf, genau zu prüfen, BEVOR eine Fläche als Bodendenkmal ausgewiesen wird.
Schließlich kamen die Bürger zu Wort:
Günther Sigl forderte einen Proteststurm gegen das Denkmalschutzamt. Es ginge nicht an, daß ganze Landstriche auf Grund bloßer Vermutungen zu Denkmalorten erklärt werden. Er gab zu bedenken, daß das Gelände in Mettenheim-Hart erst zum Baugebiet erklärt werden konnte, NACHDEM die Fundamente entfernt worden waren. (O-Ton: Ich fordere Sie demonstrativ auf.... )
Altbürgermeister Josef Gründl fragte sich, warum man erst so lang nach dem Krieg und nach der Neubebauung drauf gekommen ist, hier ein Denkmalschutzgebiet zu sehen. Wäre er früher gekommen, hätte sich Mettenheim nicht entwickelt. Er vermutete, das Denkmalamt muß seine Existenz durch Aktionismus rechtfertigen. Er selbst hätte vor Jahren noch Geld für den Abriß eines Bunkers in seinem Wald vom Bund bekommen. (O-Ton Es ist so sinnlos!)
Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner fügte beschwichtigend hinzu, jetzt auf das Denkmalschutzamt einzuschlagen wäre wenig zielführend: Das Denkmalschutzgesetz aus dem Jahr 1973 muß geändert werden.
Während die CSU-Staatsregierungen unter Dr. Thomas Goppel das Gesetz noch mit Fingerspitzengefühl angewandt hätten, setze FDP-Miniser Dr. Heubisch das Gesetz jetzt rigoros um. Es können nicht sein, daß der Einzelne jetzt darunter leiden und das zahlen müsse. (O-Ton: Konnexitätsgesetz)
Er wehrte sich auch gegen abschätzige Äußerungen von Denkmalschutzamtschef Professor Dr. Greipl, der Bürgern und Kommunalpolitik die Kompetenz absprach und sich über alle Bedenken hinwegzusetzen versucht. Die Bürgermeister im Landkreis werden sich mit Händen und Füßen dagegen wehren.
Dr. Irlinger versuchte, auf die Einwände zu antworten, konnte aber kaum konkrete Antworten geben. Er berief sich immer wieder auf das Gesetz von 1973 und auf neue technische Möglichkeiten, die es erst jetzt möglich machten, viele bisher unentdeckte Bodendenkmäler aufzufinden.
Er betonte aber, daß die Behörde auch im „Benehmensverfahren“ die Einwände der Bevölkerung ernst nehme. Worin dieses „ernst nehmen“ aber besteht, das sagte er nicht.
Es ginge auch nicht darum, bei jeder Beerdigung ein Denkmalschutzverfahren in die Wege zu leiten, nur dann, wenn man neue Flächen für Friedhofserweiterungen ausweist. Auch müsse man immer die Zusammenarbeit mit der unteren Denkmalschutzbehörde beachten, die letztlich die ausführende Behörde ist.
(O-Ton:.... Einwand Gründl – woin sie, daß sich Bayern nicht mehr entwickelt?)
Ein weiterer Einwand traf ins Schwarze: Es gebe auch noch zwei andere – wesentlich neuere Gesetze: Die „Bayerische Bauordnung“ von 2009 und das „Bayerische Abgrabegesetz“ von 1999, das ohne Genehmigung erlaubt, auf einer Fläche von 500 m2 bis zu 2 m tief abzugraben. Das alles paßt nicht zusammen. Dr. Irlinger bezeichnete diese Gesetze als „unglücklich für den Denkmalschutz“.
Viele weitere Redebeiträge beklagten das Fehlen konkreter Richtlinien und die abstrakte Bedrohung durch das Denkmalamt: Darf man nun ein Bäumchen pflanzen und den Radi ausgraben, der mehr als 20cm in den Boden reicht? Wer sagt einem, ob das Denkmalamt nicht morgen auf die Idee kommt, das eigene Grundstück rot zu markieren?
Auch hierauf kaum konkrete Anworten von Dr. Irlinger. Einen kleinen Baum dürfe man zwar pflanzen, eine Garage zu bauen wäre aber schon genehmigungspflichtig.
(O-Ton Ottmar Wimmer – keiner hat Sie in Ampfing verstanden – KEINER!)
Ottmar Wimmer beklagte die wenig kooperative Haltung des Denkmalschutzamtes, das sogar die Verlängerung eines Termins abgelehnt hätte – „Benehmen“ halt!
Viele weitere Wortmeldungen machten deutlich, daß die Bürger sich große Sorgen machen, um den Werterhalt ihrer Grundstücke und drohende erhebliche Kosten für Grabungsarbeiten, von denen sie selbst und auch sonst niemand etwas hat.
Zusammenfassend ist festzustellen, daß das Thema noch nicht vom Tisch ist. Ohne eine Gesetzesänderung, die auch die Abstimmung der einzelnen Gesetze umfassen muß, wird’s wohl nicht abgehen. Dies zu erreichen muß das Ziel aller Kommunalpolitiker sein.
Wäre das Thema nicht so ernst, man könnte es glatt für einen Faschingsscherz halten!
18
Ambros Seelos wurde 75 und feierte mit einer riesen Tanzgala
13:10
Mit viel Musik wollte Ambros Seelos die Gäste unterhalten, die bei dem grausligen Schneewetter in den Stadtsaal gekommen waren. Und dieses Versprechen hielten er, seine Musiker und seine Gäste.
Bevor es aber losging, gabs ein Geschenk von den Mitgliedern des Orchesters. (O-Ton)
Es wäre zwar keiner 50 Jahre dabei, dafür wären sie noch zu jung. (O-Ton – aber der Posaunist... )
Dann holte er die hübschen Männer nach vorn und startete gleich mit der bekanntesten Glenn Miller-Nummer „In the mood“ One – Two – Three – Four!
Weil eine Tanzgala nun einmal mit einem Walzer beginnt, und es schließlich keinen „Inn-Walzer“ gibt, begann das Orchester mit dem Walzer „Donauwellen“.
Im Ballpublikum waren alle Generationen vertreten, wenn auch die reiferen Semester die Mehrzahl stellten. So, wie es halt auf einer Geburtstagsfeier für einen 75-jährigen meistens ist.
A propos 75. Geburtstag: Wenn Ambros Seelos spielt, dann schwingt die Erfahrung all dieser Jahre mit. Dann ist das Alter wie weggeblasen.
Da wurde so mancher wieder jung.
Das Repertoir des Show-Orchesters Ambros Seelos reicht von Glenn Miller über Abba bis zu Tina Turner. Gloria Savah brachte alle perfekt rüber, auch im Duett.
Seit 50 Jahren unterhält das Orchester Ambros Seelos die Zuhörer mit gepflegter Musik zu jedem Anlaß. Er ist in ganz Europa herumgekommen, von Barcelona bis Budapest und von Stockholm bis Monte Carlo. Auch im Fernsehen war er oft vertreten, hat „Stars in der Manege“ begleitet und an Silvestergalas des ZDF unterhalten. Sogar 10x spielte er bei der ZDF Karnevals-Sendung „Die Narren sind los“. Das Orchster Ambros Seelos kann man in einem Atemzug nennen mit den Orchestern Max Greger, Hugo Strasser und Paul Kuhn. Zusammen sind sie die „Swing-Legenden“.
Für den ersten Auftritt sorgten Kimberley Kaparanova und Michael Dreiling von der Tanzschule Sonaj in Aschau.
Sie hatten ein Sträußchen für den Jubilar und der bedankte sich mit einem Küßchen.
Dann war die Tanzfläche wieder voll und das Orchester lief zur Hochform auf.
Ein – oder gleich mehrere Geburtstagsständchen brachte Hugo Straßer, einst Konkurrent schon längst ein Freund von Ambros Seelos.
Hugo Straßer ist 88!
Musik hält halt jung, auch wenn man älter wird.
Dann ließen’s die Musiker so richtig krachen und die Tänzer blieben stehen und hörten nur noch zu.
Ohne Zugabe ließen ihn die Gäste nicht von der Bühne.
Es wurde moderner: „You’re simply the best“ von Tina Turner.
Ob Karl Lehmann Ideen für sein Fastenpredigt bei der CSU in Waldkraiburg sammelte wissen wir nicht. Franz Strohmaier und IGW-Vorsitzende Manuela Keller hatten sichtlich viel Spaß miteinander.
Ambros Seelos wohnt in Mettenheim und so nahm’s nicht Wunder, daß auch Bürgermeister Stefan Schalck gekommen war.
Zwischendurch gratulierte Bürgermeister Günther Knoblauch.
Für Erheiterung sorgten Harald Kotschi, Rainer Schratt und Walter Frank - „De Drei“ (O-Ton Rainer: „Es ist leicht, nach so einer Vorband zu spielen...“)
Sie brachten einige Stücke aus ihrem Programm „Frauenf(r)eindlich“, die sie für diese Geburtstagsgala etwas umgedichtet hatten. Hier einige Kostproben:
Später gings noch lange weiter mit dem Orchester Ambros Seelos.
Und wer erwartet hatte, daß die vielen Freunde Ambros Seelos gratulieren würden – der tatsächlich an diesem Tag Geburtstag feierte – der wurde enttäuscht.
Die Geburtstagsfeier fand Tags darauf im Gasthaus Jettenbacher Hof im privaten Kreis statt.
Wir gratulieren Ambros Seelos zum 75. Und freuen uns schon auf die Gala zum 80. Wenn man Hugo Straßer so sieht, dann notieren wir schon einmal den Termin!
19
Freude an der Nostalgie: Die 9. Mühldorfer Redoute
12:35
Die alten Tänze sind nicht mehr so geläufig – nicht mal den beiden Kreis-Heimat- und Musikpflegern! Sie mußten sich auf der Zeichnung nochmal anschauen, wie das alles so funktioniert – das mit der Polonaise.
(O-Ton Eröffnung Baumgartner)
Der charmanteste Tanzmeister zwischen München und Wien – Reinhard Albert – würde durch den Abend führen. (O-Ton – Er ist unser Navi – ihm müßts folgen...)
Und mit dem Salonorchester Karl Edelmann hätten sie sowieso das beste Orchester zwischen Paris und Budapest. Es wäre auch schon zum 9. Mal dabei – eine große Freude für alle. Zumal sie nicht so laut spielen würden, so daß man sich auch noch unterhalten kann.
Schließlich bat Tanzmeister Reinhard Albert die Ballgäste Aufstellung zu nehmen - - - in so Reihen....
Es war nicht so einfach, alle Teilnehmer, die aus allen Himmelsrichtungen und teilweise von weit her gekommen waren so zu instruieren, daß der gemeinsame Tanz gelingen konnte. Reinhard Albert nahms gelassen und erklärte, wie’s geht.
Dann leitete das Salonorchester die Polonaise ein, die Reinhard Albert vorne und Dr. Reinhard Baumgartner hinten anführten.
Alle hatten so die Gelegenheit, sich zu begrüßen und auch die Kostüme zu bewundern.
Es ging aus dem Saal hinaus ins Foyer und wieder herein. Weil sich so viele beteiligten waren die Räume fast zu klein, so daß die letzten noch raus wollten, als die ersten schon wieder hereinkamen.
Aus der Entfernung kaum erkennbar hatte das Ganze doch seine Ordnung.
Auch wenn’s manchmal staute, gings doch immer wieder weiter.
Die Musik sollte so lang weiterspielen, bis er den Hut in die Höhe werfen würde, hatte Reinhard Albert angekündigt. Aber er warf ihn nicht....
Und so ging’s immer weiter....
Aber dann war doch Schluß.
(O-Ton Karl Edelmann)
Nach den Anstrengungen der Polonaise hätten sie sich den ersten Walzer verdient, meinte Karl Edelmann.
Dem Walzer folgte eine Polka und später ein Tango. Viele moderne Tänze hatte Karl Edelmann diesmal ins Programm aufgenommen.
Diesen Trend beobachteten wir auch bei den Kostümen. Waren vor Jahren noch die Dienstboten und Knechte auf dem Ball vertreten – wenigstens der Kostüme nach – so waren diesmal den Herrschaften selbst gekommen. Manches Paar schien direkt aus der „guten alten Zeit“ in den Stadtsaal gekommen zu sein.
Und wie annodazumal wurde auch das Tanzheft gepflegt. Mit dem Tanzheft reservieren sich die Tanzpaare die einzelnen Tänze. Damit da nur ja keine Unordnung aufkommt!!!!
Und später ist das Tanzheft eine schöne Erinnerung an einen unvergeßlichen Abend. Vermutlich findet sich noch heute in so manchem Urgroßelternhaushalt das eine oder andere Tanzheft von damals.
Es war halt Nostalgie angesagt – an diesem Abend.
Dazu trug ganz wesentlich das Salonorchester bei, das nicht nur die Musik von damals erklingen ließ sondern auch gute Laune verbreitete.
Der Quirin und die Valerie und die Franziska Schatz und die ganze Musikfamilie Schatz aus Allmannsau bei Haag machten vor, wie drei Generationen zusammen einen Ball besuchen.
Wenn die Musik spielte, war kaum jemand auf den Plätzen zu halten, nur die Zylinder....
Wir haben die Gelegenheit genutzt und mit Hildegard Kallmeier gesprochen, der Volkstanzwartin des Trachtengaus I. Frau Kallmaier, zum neunten Mal findet heuer die Mühldorfer Redutt statt. Können Sie ein bissl erklären, woher die kommt, und was alles damit zusammenhängt? (O-Ton)
Wir haben beobachtet, daß die Kostüme immer edler werden und auch die Musik moderner. Früher war’s eher Volksmusik, heute spielt man Tango, Foxtrott und Samba. Ist das eine Entwicklung oder eine Anpassung an das Geschehen auf anderen Bällen? (O-Ton)
Auch wenn’s nicht mehr die Musik ist, die zum Volkstanz gehört und eigentlich die Redutt getragen hat? (O-Ton)
Als Gau-Volkstanzwartin haben sie die Hintergründe und Ursprünge für die Fanzäääse erforscht? (O-Ton)
Erzählen Sie uns noch ein bißchen über sich und ihre Aktivitäten im Trachtenverein „D’Holzlandler“ in Pleiskirchen (O-Ton)
Dann wünschen wir noch einen schönen Ballabend.
Drinnen gings inzwischen weiter mit einem Gallopp: Angeführt von Reinhard Albert wechselten die Tanzfiguren
Beim Sterntanz wechseln die Damen zu einem anderen Tanzpartner wenn die Herren den Stern bilden.
Bis spät genossen die Ballbesucher die gemütliche gute alte Zeit, die für ein paar Stunden wieder auferstanden war.
Für die ganz unermüdlichen gabs nach Ende des Balls einen Donislbetrieb bis zum Morgengrauen. Aber da waren wir schon laaang im Bett.
20
Richtig essen ist besser als Heilen: "Essen mit Köpfchen"
7:20
Ein gut gelaunter Landrat Georg Huber stellte die Aktion „Essen-mit-Köpfchen“ vor.
Er dankte Gesundheitsamt und den beteiligten Apothekern dafür, daß sie das Thema Ernährung aufgegriffen haben und es den Kindern schon im Grundschulalter nahebringen würden. Die Erfahrung zeige, daß häufig die Eltern für die ungesunde Ernährung der Kinder verantwortlich sind: Die Kinder würden’s schon essen, wenn’s ihnen die Eltern geben würden.
Er erinnerte sich an Elternproteste an Schulen, wenn statt der Leberkäsesemmel Vollwertkost angeboten wurde. Und gerade deshalb wäre die Initiative der Apotheker so wertvoll.
Dr. Cornelia Erat erinnerte sich, daß 2004 der Staat die Ernährungsberatung eingestellt hatte. Gleichzeitig wurden die Folgen falscher Ernährung immer offensichtlicher und in der Initiative „Gesund leben in Bayern“ thematisiert. Bei der Suche nach neuen Partnern stieß man auf die Apotheker, die gerade eine Zusatzausbildung als Ernährungsberater absolviert hatten. So war die Zusammenarbeit schnell vereinbart.
Diese Apotheker und weitere beteiligen sich an der Aktion „Essen mit Köpfchen“, zur Zeit etwa....
Von seiten des Gesundheitsamtes nehmen Dr. Benedikt Steingruber, sie selbst und Andrea Zürner teil. Andrea Zürner wäre die Seele des Projekts und koordiniere die Aktionen. Zwichenzeitlich könne der gesamte Landkreis abgedeckt werden.
Dr. Cornelia Erat betonte, diese Zusammenarbeit von Gesundheitsamt und Apothekern wäre etwas ganz neues. Sie trüge auch dazu bei, daß die Apotheker untereinander besser zusammenarbeiten.
Die Beteiligten an „Essen mit Köpfchen“ treffen sich 3-4-Mal im Jahr um neue Ideen zu entwickeln und neue Projekte umzusetzen.
Die Waldkraiburger Apothekerin Susanne Engelmann dankte zunächst allen Mitwirkenden und stellte die Projekte vor, die sie gemeinsam anbieten würden. Sie freute sich, daß sich damit auch ihr Verhältnis untereinander erheblich verbessert hätte. Der gewonnene Preis ginge so an alle, auch wenn sie ihn gewonnen hätte.
Entsprechend dem Lehrplan in der Grundschule gibt es in der zweiten Klasse das Projekt „Gesundes Schulfrühstück“. Nach Information der Eltern beschaffen die Kinder die Zutaten und bereiten dann das Frühstück gemeinsam vor. Zudem klärt man in einem theoretischen Teil erst einmal, was die Kinder wissen um dann die Grundlagen zu erklären, worin gesunde Ernährung besteht. Unter der Überschrift „Fetti oder Fitti“ sollen die Kinder lernen, welche Lebensmittel gesund und welche ungesund sind. Am Ende wird natürlich alles gemeinsam verspeist – und da bleibt nie etwas übrig!
Erschütternd sind allerdings oft die Antworten der Kinder auf die Fragen, was sie zu Hause so essen!
Schon über 100 solcher Schulfrühstücke wurden inzwischen im Landkreis durchgeführt. Und sicher hat dies alles dazu beigetragen, daß das Institut unter 80 Einsendern dem Schulfrühstück der Aktion „Essen mit Köpfchen“ den zweiten Platz zuerkannt hat.
Susanne Engelmann dankte allen Mitstreitern und freute sich, dies alles auch so fortsetzen zu dürfen.
Um Nachhaltigkeit zu erreichen, wurde die „Gesunde Pause“ eingeführt, erläuterte Kurt-Detlef Bock, Apotheker an der Bahnhof-Apotheke in Mühldorf. Jede Woche wird ein Obst- und Gemüsetag durchgeführt, der mit einem Wettbewerb unterstützt wird. Am Schuljahresende werden die Ergebnisse der Klassen prämiert und das Ergebnis in der Presse veröffentlicht. Damit erreicht man die Verbreiterung des Bewußtseins um die gesunde Ernährung in der Öffentlichkeit.
Informationsabende für Eltern runden das Angebot ab.
Ein weiteres Projekt ist der Pausenverkauf. Daran beteiligen sich die Hausmeister, Hauswirtschaftslehrer und Elternbeiräte und bieten gesunde Lebensmittel am Pausenkiosk an.
Ein weiteres Projekt befaßt sich mit Schulfesten. 2007 konnte an der Dieselschule in Waldkraiburg ein Workshop durchgeführt werden, wo die Vorbereitung eines sehr vielseitigen kalten und warmen Buffets demonstriert wurde. Die Teilnehmer waren erstaunt, wie schnell und einfach ein so schmackhaftes Buffet zubereitet werden konnte.
Ein Vortrag beschäftigte sich mit dem Alkoholkonsum und wie man alkoholische Getränke durch alkoholfreie Getränke ersetzen kann.
Ziel all dieser Aktionen wäre es, das Ernährungsbewußtsein zu schärfen und so langfristig die Gesundheit der Bevölkerung positiv zu verändern.
Daß dies dringend nötig ist, zeigten erschreckende Erfahrungen: In einem Kindergarten hatten sie ein Kind angetroffen, das bis dahin noch nie feste Nahrung zu sich genommen hatte und noch immer mit der Flasche ernährt wurde. Oder Kinder, die Kohlrabi und Apfel nicht unterscheiden könnten, weil es zu Hause weder Kohlrabi noch Äpfel gibt.
Obwohl kaum vorstellbar ist das leider trauriger Alltag.
Er faßte zusammen: „Essen mit Köpfchen - denn Vorbeugen ist besser als Heilen!“
Landrat Georg Huber dankte allen Pionieren, die diese Aktion mit viel Ausdauer und Geduld aufgebaut haben. Dann erinnerte er daran, daß die Kreiskliniken vor Jahresfrist Ernährungslehrklinik geworden sind – eine Tatsache, die zeigt, welchen Stellenwert die Ernährung im medizinischen Bereich einnimmt, besonders bei älteren Menschen.
Auch er weiß, daß Obst in vielen Familien bestenfalls in Form von Konserven bekannt ist - ein Trauerspiel. Das alles zeigt jedoch, wie wichtig die Aktion „Essen mit Köpfchen“ für die Gesundheit kommender Generationen ist.
Susanne Engelmann appellierte abschließend an Eltern, Lehrkräfte und Hausmeister, gesunde Lebensmittel anzubieten und so dazu beizutragen, das Bewußtsein um die gesunde Ernährung zu schärfen – auch wenn die Lebensmittel dafür ein paar Euro mehr kosten würden.
Diesen Appell unterstützte Landrat Georg Huber und forderte Bürgermeister, Gemeinderäte und Elternbeiräte auf, diese Aktionen zu unterstützen und Neues zu wagen.
Landrat Georg Huber gratulierte zur Auszeichnung und zeigte sich stolz darauf, daß im Landkreis Prävention so erfolgreich betrieben wird. Sicher profitierten Apotheker und Apotheken auch wirtschaflich davon, daß sie sich hier so einbrächten. Die Verunsicherung in der Gesellschaft wäre schließlich hoch – gerade wenn es um gesunde Lebensmittel und gesunde Ernährung ginge.
Abschließend überreichte Landrat Gerog Huber den Teilnehmern die Urkunden und sie stellten sich den Fotographen. Den Scheck der Institute WIPIG und DAZ hatten sie auch mitgebracht.
21
226 junge Fachleute dazugekommen: Abschlußfeier an der Berufsschule 1
11:30
06 12.02.10
Für den guten Ton bei der Abschlußfeier sorgte einmal mehr die Band der Berufsschule in Altötting.
Erst kürzlich wurde Bartholomäus Gisser zum Stellvertreter von Schulleiter Oberstudiendirektor Wolfgang Gaigl ernannt. Nun führte er bereits durch die Feierstunde. Er konnte neben den Absolventen und ihren Familien auch Oberstudiendirektor Ludwig Ecker vom Beruflichen Schulzentrum, Jochen Englmeier vom BFZ der Handwerkskammer, Kreishandwerkermeister Sepp Eichner, Landrat Georg Huber und sogar Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber willkommen heißen. Die Ausbildungsbetriebe vertraten KFZ-Innungsobermeister Karl Burghart und Xaver Auer.
Weil sie alle gemeinsam gute Arbeit geleistet hätten, gratulierte er den Absolventen zum Schulabschluß und freute sich, so viele Gäste zu dieser Feier begrüßen zu können.
Alle folgenden Redner hatten ein gemeinsames Anliegen: Es war ihnen besonders wichtig, die jungen Leute aufzufordern, nun nicht stehen zu bleiben und weiter zu lernen. Sie sollten die Chancen nutzen, die ihnen das Bildungssystem biete, das so durchlässig wäre wie nie zuvor und das weiterführende Wege bis hin zum Hochschulstudium biete.
Staatssekretär Dr. Marcel Huber zitierte Alexander von Humboldt, der meinte, der Mensch wäre heiter gestimmt, wenn er die richtige Arbeit gefunden hätte. Sie könnten heiter gestimmt sein, weil sie nun schwarz auf weiß erhalten würden, daß sie etwas gelernt hätten. Dazu gratulierte er - auch im Namen der bayerischen Staatsregierung.
Es wäre dem Kultusministerium sehr wichtig, daß die jungen Leute die Berufe wählen würden, die sie gern ausüben würden – weil sie – wenn sie Freude an der Arbeit hätten – auch mehr schaffen würden. Dann ist man auch besser motiviert und übersteht auch einmal eine Durststrecke.
Bedenke man, daß manche von ihnen diese Arbeit 50 Jahre lang ausüben werden, dann zeige sich umso mehr, wie wichtig die richtige Berufswahl war.
Mit dem Abschluß ihrer Ausbildung hätten sie Fachwissen, Kompetenz und Durchhaltevermögen bewiesen. Sie hätten sich aber auch selbst kennengelernt, ihre Stärken und Schwächen erkannt und damit gelernt, ihr eigenes Leben zu leben.
Das alles war nur gemeinsam möglich, zusammen mit ihren Eltern, ihren Ausbildern im Betrieb und den Lehrkräften in der Schule. Besonders den Ausbildungsbetrieben wäre zu danken, die vor dreieinhalb Jahren – in einer schwierigen Zeit – trotz allem den Mut gefaßt hätten, jungen Menschen einen Ausbildungsplatz zu bieten. An den Berufsschulen hätten sie Lehrkräfte angetroffen, die ihnen nicht nur Fachwissen sondern auch Allgemeinbildung vermittelt hätten. Für diese gemeinsame Leistung dankte Dr. Marcel Huber allen Beteiligten.
Und auch die Weiterbildung würde ihnen nicht schwer fallen, wenn sie wüßten, daß sie in DEM Beruf weiter lernten, der ihnen liegt und in dem sie sich wohl fühlten. (O-Ton Gottes Segen)
Auch Landrat Georg Huber freute sich und gratulierte zum Abschluß, besonders aber denen, die so gut abgeschlossen haben, daß sie sogar einen Staatspreis erhalten würden. Auch wenn sie sich nun ein wenig ausruhen dürften, forderte er sie auf, die Fortbildungschancen intensiv zu nutzen. Auch er selbst hätte diese Chancen genutzt und sich zum Landrat hochgearbeitet.
Georg Huber prophezeite den Absolventen eine große Zukunft, da einerseits Menschen mit praktischer Ausbildung ohnehin bessere Chancen hätten und andererseits der demographische Wandel zu einem Mangel an Fachkräften führen werde. Mit ihrem Abschluß hätten sie sich sowohl fachlich als auch allgemein hervorragend auf die zukünftigen Herausforderungen vorbereitet.
Für das Erreichte dankte Landrat Georg Huber Absolventen, Eltern, Ausbildern und Lehrkräften. Weil der Landkreis sie alle brauche, rief er sie auf, sich über ihren Beruf hinaus ehrenamtlich zu engagieren. Auch im Ehrenamt könnten sie die Fähigkeiten nutzbringend für die gesamte Gesellschaft einsetzen, die sie hier an der Schule erworben hätten. (O-Ton Gottes Segen)
Kreishandwerkermeister Sepp Eichner dankte für die gute Zusammenarbeit zwischen Handwerk und Schule, die Grundlage für ihre erfolgreiche Ausbildung wäre. Handwerker müßten heute mehr können, etwa Kunden betreuen und damit Kunden an den Arbeitgeber binden. In Zeiten, in denen Bürger immer weniger Geld hätten, käme diesen Fähigkeiten zunehmende Bedeutung zu. Er dankte dem Landkreis für die erheblichen Mittel, die hier in die Ausstattung investiert würden, den Lehrkräften und der Schulleitung, den Ausbildungsbetrieben und natürlich den Eltern. Auch Sepp Eichner mahnte, nun nicht aufzuhören zu lernen. Da sicher irgendwann Schwierigkeiten auf ihrem Weg stünden, mahnte er sie, Ausdauer zu üben und durchzuhalten. Dann wünschte er ihnen alles Gute.
Schülersprecherin Raphaela Gründl meinte, sie hätten die dreieinhalbjährige Lehrzeit nun erfolgreich beendet, die manchmal steinig aber doch interessant und leerreich gewesen wäre. Sie hätten viele neue Herausforderungen bewältigt, wobei erfahrene Ausbilder und Berufsschullehrer aber auch ihre Eltern stark unterstützt hätten. Dafür dankte sie Ausbildern, Lehrkräften und Schulleitung. Landrat Georg Huber und Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch dankte sie für die hervorragende Ausstattung ihrer Schule. Sie wünschte den Absolventen viel Erfolg und immer einen sicheren Arbeitsplatz.
Nach einer weiteren musikalischen Einlage trat Schulleiter Oberstudiendirektor Wolfgang Gaigl ans Pult. Er zeigte sich begeistert über den zahlreichen Besuch der Feierstunde.
Er zitierte einen Slogan aus der Werbung und erkannte darin viele Parallelen zu ihrer Ausbildung: (O-Ton .... Mach es zu Deinem Projekt) Ein Projekt wäre etwas einmaliges, das Zwänge und Termine vorschreibe und ein Ziel zu erreichen versuche, zitierte er dann aus Wikipedia. Genau so wäre es in der Schule. Der Lehrplan gebe die Tätigkeiten vor, die Termine stünden im Lehrvertrag, Zwänge auferlegte ihnen Schule und Betrieb, die Anforderungen stünden im Berufsbild und das Zeil wäre klar: der Gesellenbrief. Sie hätten also durchaus ein Projekt durchlebt.
Heute unterscheide sich der Unterricht grundlegend vom früheren Frontalunterricht. Lernfelder, Gruppen- und Projektarbeiten bildeten heute ihren Ausbildungsalltag. Für die Umsetzung dieser neuen Schulform bedankte sich Wolfgang Gaigl bei den Lehrkräften seiner Schule.
Im September 2006 hätten sicher manche auf eine lange anstrengende Schulzeit vorausgeschaut. Heute wundere man sich, wo die Zeit geblieben ist: 180 Tage Schulbesuch, mindestns 30 Schulaufgaben pro Jahr und zahlreiche andere Aufgaben und schließlich die Gesellenprüfung hätten sie seither erledigt – eine reife Leistung! die sie erfolgreich gemeistert hätten, wie die Statistik zeige: (O-Ton Von den 226... .. Oberschule)
Sie wären besonders stolz auf die 17 Absolventen, die mit besonders gutem Erfolg abgeschlossen hätten, also mit einem Notendurchschnitt besser als 1,5.
Auch Wolfgang Gaigl mahnte sie, nun nach einer kleinen Pause wieder anzupacken und weiter zu lernen. Die Notwendigkeit hierzu zeigten auch die Klagen von Firmen über den Mangel an Facharbeitern. Hier wäre ihre Chance.
Darüber hinaus sollten sie aber auch die soziale Kompetenz nutzen, die sie ihnen vermittelt hatten. Das Ergebnis der vorweihnachtlichen Spendenaktion zeige, daß sie das Herz auf dem rechten Fleck hätten. 3.250 Euro, mit denen 25 Solarkocher für Namibia beschafft werden konnten. Auch Wolfgang Gaigl forderte die Absolventen auf, sich in der Gesellschaft zu engagieren, in Vereinen, Hilfsorganisationen oder in den Kommunen.
Für die außerordentlich gute Zusammenarbeit im Projekt „Straubinger Modell“ dankte Wolfgang Gaigl der Hauptschule Mühldorf und dem Bildungszentrum der Handwerkskammer. Er drückte seine Hoffnung aus, mit diesem Projekt die Chancen der Jugendlichen ohne Ausbildsvertrag erheblich verbessern zu können. Staatssekretär Dr. Marcel Huber dankte er für die tatkräftige Unterstützung dieser Initiative. Sein Dank galt auch Landrat Georg Huber und allen anderen Beteiligten am Dualen System.
Schließlich gratulierte er den Absolventen und wünschte ihnen alles erdenklich Gute, Glück und ... Gottes Segen!
Um die Spannung noch ein bißchen zu steigern spielte wieder die Lehrerband.
Dann endlich gab es die Auszeichnungen für die besonders erfolgreichen fünf Absolventen, die mit 1,0 abgeschlossen hatten. Oberstudiendirektor Wolfgang Gaigl verlas die Staatspreis-Urkunde: (O-Ton)
Als erster erhielt Land- und Baumaschinenmechaniker Manuel Eras Staatspreis und Buchgeschenk aus den Händen von Staatssekretär Dr. Marcel Huber. Landrat Georg Huber und Oberstudiendirektor Wolfgang Gaigl gratulierten.
Die selbe Auszeichnung erhielt Martin Stein, ebenfalls Mechaniker für Land- und Baumaschinen.
Den selben Beruf erlernte Markus Adamhuber, auch er erhielt Staatspreis und Buchgeschenk.
Einen weiteren Staatspreis erhielt der Nutzfahrzeug-Mechatroniker Maximilian Loreck.
Den fünften Staatspreis konnte Wolfgang Gaigl Waldemar Quapp überreichen. ER ist Metallbauer.

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Nachdem sich die Staatspreisträger zum Foto aufgestellt hatten, überreichten die Herren zwölf Buchpreise an Absolventen, deren Durchschnittsnote unter 1,5 liegt:
KfZ-Mechatroniker Alexander Bauriedl
Mechaniker für Land- und Baumaschinen Sebastian Blessenberger
Kfz-Mechatroniker Robert Fuihl
Nutzfahrzeug Mechatroniker Felix Jarke
Kfz-Mechatroniker Patrick Leupoldt
Kfz- Mechatroniker Philipp Gossert
Nutzfahrzeug Mechatroniker Michael Gruber
Nutzfahrzeug Mechatroniker Bastian Holzmann
Anlagenmechaniker Sanitär-Heizung-Klima Thomas Obermair
Anlagenmechaniker Sanitär-Heizung-Klima Michael Sedlmaier
Land- und Baumaschinenmechaniker Michael Wieser
Und schließlich Kfz-Mechatroniker Christoph Zur.
Sie haben’s bemerkt, es ging in alphabetischer Reihenfolge.
Auch sie stellten sich zum gemeinsamen Foto.
Schließlich erhielten alle anderen ihre Zeugnisse. Danach ging’s sicher zum Feiern im privaten Kreis.
Wir gratulieren allen Absolventen, schließen uns den guten Wünschen der Redner an und wünschen Gottes Segen auf ihrem weiteren Lebensweg.

22
Die Nacht der fliegenden Mädchen Das 41. Gardefestival der Narrengilde Kraiburg
12:55
Aus Wasserburg, aus Bad Endorf, aus Velden, aus Tüßling, aus Schwindkrichen, aus Grüntegernbach und natürlich aus dem ganzen Landkreis waren die Garden gekommen um beim 41. Gardefestival im Waldkraiburger Haus der Kultur mitzumachen. In drei Runden beteiligten sich die Faschingsgesellschaften am Festival: Erst tanzten die Prinzenpaare, dann zeigten die Garden ihre Marschtänze und dann folgten die Showprogramme, die jede Garde nach bestem Können gestaltete. Dabei ließen Geschichtenerfinder, Autoren, Choreographen, Akrobatiktrainer, Schneider, Bühnenbildner und –konstruktuere und die Diskjockeys ihrer Kreativität freien Lauf. So kam es, daß von 20 Uhr bis weit nach Mitternacht große Abwechslung herrschte.
Die Faschingsgesellschaft aus Tüßling hatte sich „Grease“ zum Vorbild genommen und so wirbelten sie in getupften Kleidchen über die Bühne, unterstützt von der Spider-Murphy-Gang: „Wo – wo, wo bist Du?“
Sponsor Alfons Hummel hatte es sich nicht nehmen lassen, selbst dabei zu sein. Natürlich war Kraiburgs Bürgermeister Michael Loher da und Waldkraiburgs Siegfried Klika ließ sich das Vergnügen auch nicht entgehen. Es waren viele Zuschauer da, wenn auch doch einige Plätze leer geblieben waren.
Die Stadtgarde Wasserburg feiert heuer ihr 45. Jubiläum, deshalb zeigten sie ein Medley ihrer Programme aus den zurückliegenden 10 Jahren. Dazu mußten sie sich natürlich oft und schnell umziehen!!!
(– Lang warten mußten die Mädels von der Bubaria aus Buchbach. Sie sollten erst um 23:30 Uhr auftreten – aber das war noch nicht so sicher....)
Bürgermeister Siegfried Klika freute sich über die gute Zusammenarbeit zwischen Kraiburg und Waldkraiburg und lud die Gäste zu den Jubiläumsfeierlichkeiten in der Industriestadt in diesem Sommer ein.
Die „Members of Dance“ aus Grüntegernbach zeigten ihre Geschichte von „Emilias Reise nach Mondo Lontano“ durch das klirrend kalte Land der Eisblumen und das Land der Regenmacher bis ins Reich der Schatten. Nur mit Liebe konnte man aus dem Land der Schatten entliehen. Und wie könnte es anders sein, gewinnt König Falamir seine Liebste Aliseja am Ende zurück.
Was passiert, wenn man auf den geheimnisvollen Schlüssel nicht aufpaßt, obwohl das ausdrücklich im Märchenbuch drinsteht, daß mußte das Geschwisterpaar der Bad Endorfer „Hurricans“ erfahren. Da kommt man durch allerlei unheimliche und gruselige Gegenden. Aber – keine Angst – es geht alles gut aus.
Die Dance Nation der Inntalia zeigte „Magic Power“
Dann dankte Bürgermeister Michael Loher der Narrengilde Kraiburg und da besonders Christian Alt und Claudia Heinrich, die für die Organisation verantwortlich waren. Er dankte aber auch für die Jugendarbeit der Narrengilde. Dann lud er ein zu den Feierlichkeiten zum 625. Bestehen Kraiburgs Anfang Juli.
Weiter gings mit „New Dimension“ aus Velden. Die Profis aus Velden zeigten den Kampf zweier Verehrer um Lady Catherine – natürlich war der eine ein braver Kapitän vom stolzen Schiff „New Dimension“ und der andere ein böööser Pirat!
Meister im Bau von Formationen sind die „Carambas“ aus Haag. Sie zeigen immer neue Figuren und brauchen dazu keine halbrecherische Akrobatik. Sie zeigten aber, daß sie das auch können.
Unter dem Motte „Afrika – jetzt wird’s heiß“ entführten sie auf den schwarzen Kontinent.
Zum Captain’s Dinner luden die Gastgeber ein. Die Narrengilde Kraiburg ließ es gemächlich angehen und steigerte sich dann ungemein.
Natürlich gabs ein Sträußchen für Narrengilde-Vorsitzende Lieselotte Hofer.
Den Schlußpunkt – und zwar in jeder Hinsicht – setzte die Burschengarde aus Schwindkirchen. Sie verleitete die zahlreichen Zuschauerinnen zu Pfiffen und Juchzern. Vielleicht auch wegen des – absolut passenden Musikstücks?

Es war schon spät an diesem Abend voller Attraktionen und und so wundert es nicht, daß am Ende der halbe Saal schon leer war. Schließlich fand das Gardefestival mitten währen der Woche statt und am nächsten Morgen sollten doch alle wieder fit sein für Arbeit und Schule.

Zusammenfassend kann man der Narrengilde nur zu einem attraktiven Programm gratulieren, das abwechslungsreich und amüsant dargeboten wurde. Wir freuen uns schon auf’s 42. Gardefastival im kommenden Jahr. Dann sind wir sich auch wieder von Anfang an dabei.

23
D'Isentaler Ampfing: Schirmherrenbitten zum Gaufest 2010
10:40
Den sichtbaren Auftakt zum Jubiläumsjahr machten die Trachtler in Ampfing mit dem Schirmherrn- und Patenbitten. Die Vorbereitungen für das Gründungsfest und das Gaufest laufen freilich schon lang und so waren alle froh, daß es endlich los ging.
Von der Feuerwehr ordentlich gesichert machte sich ein kleiner Fackelzug auf, um den erwählten Schirmherrn von zu Hause abzuholen: Dr. Marcel Huber.
Begleitet wurden sie von Bürgermeister Ottmar Wimmer, Dekan Roland Haimerl und der Oakarrer-Musi
Dr. Marcel Huber und Gattin Adelgunde standen schon bereit als Trachtenvereinsvorstand Georg Eisner und seine bessere Hälfte ihre Bitte vortrugen.
Aber bevor es losgehen konnte, müßte man sich schon stärken, meinte der – so wie’s halt der alte Brauch ist.
Natürlich bekamen nicht nur die Männer ein Schnapsal... das half, auch gegen die Kälte. (O-Ton Marcel: So – iatz hoit ma de Koitn ganz andascht aus...)
Selbstverständlich begleitete die Musik auch auf dem Weg zum Gasthaus Hinterecker. Was so ein richtiger bayerischer Trachtler ist, der trotzt Gläte und Schnee!
Drin gings mit dem Auftanz los.
Die gute Unterhaltung unterbrach Trachtenvereinsvorstand Georg Eisner und meinte, die länger werdenden Tage zeigten, daß das große Fest unaufhaltsam näher rückt, das 100-jährige Gründungsjubiläum und das 120. Gautrachtenfest des Gauverbandes 1.
Und weil dieses große Fest der Trachtenverein allein nicht schafft, freute er sich, daß so viele andere Vereine ihrer Einladung gefolgt sind und ihre Mithilfe an der Durchführung zugesagt haben.
Er freute sich, daß auch Gemeinderat und Bürgermeister und natürlich Staatssekretär Dr. Marcel Huber mit dabei wären.
In der Oarkarrer Musi haben sich Musiker aus dem ganzen Landkreis und darüber hinaus zusammengefunden. Wir haben sie schon oft getroffen, etwa bei Veranstaltungen von Trachtenvereinen und beim Kocherlball.
Dann trugen Maria Schuller und Pia Heinzel ihr Anliegen vor: (O-Ton)
Sie holten den Schirmherrn ab und wollten schon wissen, ob er’s denn nun macht, aber der zierte sich....(O-Ton)
Die ganze Schar, die gekommen war, wollten sie gleich als Zeugen nehmen! (O-Ton)
Aber der Schirmherr hatte noch ein Problem! Den Trachtenverein in Ampfing gibt’s ja jetzt schon ewig. Aber sie hätten keinen Maibaum! Und bevor das jemandem auffallen würde stiftete er einen Maibaum!
O-Ton „Herr Trachtenpräsident, da brauchst iatz ned davolauffa.... !“
Er machte es zur Bedinung, daß er den Maibaum stiftet und sie ihn aufstellen müßten. Georg Eisner war erst sprachlos und meinte dann....
Dann zeigten die Aktiven, daß der Trachtenverein bereit ist.
Aber die Vorstände Georg und Anni Eisner hatten noch ein Problem: Ein Vertrag mit dem Schirmherrn muß her! Und was sollte da alles drinstehen? Anni Eisner las vor.... (O-Ton)
Der Schirmherr hatte da so einen Verdacht.... (O-Ton)
Die Bedingungen könne er schon einhalten auch wenn er mit dem Ozapfa ned so guat waaar.
Dann setzte er seine Unterschrift unter das Dokument – und Schorsch Eisner auch.
Ganz unbemerkt hatten inzwischen die Turnerinnen des TSV den Maibaum geklaut! Brauchtum ist schließlich Brauchtum!
Schorsch Eisner meinte, es hätte eigentlich ein gemütlicher Abend werden sollen – mit lauter ehrliche Leid - und dann klauen DIIIEE da den Maibaum!!! Aber so ein kloaner Maibaum kost‘ ja sowieso bloß a Schnapsal wenn’s für an großn Maibaum an Banzn Bier gibt?
Aber damit waren die Damen nicht zufrieden, eine Flasche Wein müßte schon drin sein. Schorsch Eisner meinte, ja der Wirt wird schon noch so einen Sauerampfer übrig haben. Und außerdem müßten sie – wenn sie schon den Maibaum stehlen können – beim Gaufest zeichen verkaufen helfen. (O-Ton Des basst füa den Baaam...) Dann gaben sie den Baum zurück und ließen sich den Wein schmecken. A Gaudi war’s halt!
Schließlich schnitten Dr. Marcel und Adelgunde Huber die Kuchen am Buffet an. Er hatte solchen Spaß daran, daß es nicht beim Anschneiden blieb und er gleich auch noch die anderen Torten aufschnitt.
Ohne den Zwoasteirer ging’s natürlich bei den Aktiven nicht.
Ein Problem hatte der Verein allerdings noch: Ein Schirmherr braucht natürlich einen Schirm. Welcher das sein sollte, versuchte der Festausschuß in einer Podiumssitzung festzulegen. Aber das war gar nicht so einfach, hatte man sich doch schon zuletzt nicht einigen können. Als endlich alle da waren, Protokoll genehmigt und Schriftführer bestimmt waren, gingen Vorschläge ein: Ein Sonnenschirm – nein, zu groß und nicht praktisch. Der Schirm – ja da wird er ja g’scheckert, wenn er unter den Löchern von der Sonne braun wird. DER Schirm wäre praktisch und vor allem billig! Nein – auch nicht! Und der? Da hätte er die Hände frei! Nein leiber nicht. Und ein Bildschirm kommt auch nicht in Frage. Vielleicht ein Schweißschirm? Schaut blöd aus – auf’m Foto... Und a Schirmkappe? Besser vier in jede Richtung, des Schwarze obenauf!
Schließlich kam man überein: Die Anni soll’s richten. Sie wird schon den richtigen besorgen. Die Sitzung ist geschlossen!
Und die Anni hat wirklich den richtigen Schirm mitgebracht: Handbemalt mit Ampfinger Motiven. Daß er diesen Schirm für seinen eigentlichen Zweck nie gebrauchen müßte, das wünschten sie sich und ihm. Er meinte, es wäre nicht ganz einfach, ihre Wetterwünsche zu erfüllen, freute sich aber über den Schirm, der ihn überall an Ampfing erinnern würde.
Auch Adelgunde Huber hatten sie nicht vergessen, die vor und während des Festes viele Aufgaben zu erledigen und zudem auf ihren Gatten häufig verzichten müsse. Sie erhielt einen großen Blumenstrauß.
Bevor alle tanzen durften, eröffnte das Schirmherrenpaar mit dem Ehrentanz.
Der erste Schritt hin zum Gaufest und zum hundertjährigen Gründungsfest ist gemacht. Mit diesem Schirmherrn und Paten kann eigentlich nichts mehr schiefgehen!
24
JHV-Feuerwehr Mühldorf: Viel Jugend, viel Hilfe, viele Ehrungen
14:50
Nachdem der Haberkasten während des gemeinsamen Essens bis auf den letzten Platz besetzt war, leerten sich die Reihen, als es an die eigentliche Jahreshauptversammlung ging, zu der Feuerwehrvereinsvorstand Josef Birnkammer neben den Bürgermeistern Günther Knoblauch und Paul Schwarz auch mehrere Stadträte, Mitarbeiter der städtischen Organe, der Kreisbrandinspektion und viele Vertreter anderer Feuerwehren und Hilfsorganisationen begrüßen konnte.
Zunächst gedachte man der Verstorbenen, besonders Thomas Manghofers, der im vergangenen Jahr – erst 40-jährig – einer schweren Krankheit erlegen war.
Dann blickte Vorstand Josef Birnkammer zurück auf das Vereinsgeschehen im vergangenen Jahr und begann mit der Jahreshauptversammlung 2009. An zahlreichen Veranstaltungen nahmen die Mitglieder der Wehr teil, verkauften Festzeichen, sicherten Umzüge und sorgten für die Brandwache. Karfreitagsfischgrillen, Sonnwendfeier und Kirchweihsaugrillen sorgten für Kurzweil und füllten die Kasse. Auch an zahlreichen Festlichkeiten anderer Wehren beteiligten sich die Mitglieder der Feuerwehr.
So viele Kinder wie selten nahmen am Ferienprogramm teil: 35.
Mit mehreren Mitgliedern konnte Familien-Nachwuchs gefeiert werden. Gemeinsam mit ihm beklagte die Wehr den Weggang von Pfarrer Peter Hagsbacher. Bleibenden Eindruck hätte der feuchtfröhliche Besuch der schottischen Dudelsackgruppe hinterlassen.
Leider wurde das erfolgreiche Veranstaltungsjahr von Ausschreitungen während der Sonnwendfeier getrübt. Die Vorstandschaft hat daraufhin beschlossen, das Fest zu Verkleinern. Dies wäre auch auf Grund des neuen Steuerrechts geboten: Besser kleiner und mehr verdienen als groß und alles dem Finanzamt abliefern....
Abschließend bedankte sich Josef Birnkammer bei der AH (sprich „A“ – „H“ (Alte Herren)), die immer da wäre, wenn man sie bräuchte, und bei den vielen zuverlässigen freiwilligen Helfern. Weiters dankte er der Kreisbrandinspektion, den Mitgliedern seines Vorstandes und besonders der Stadt für das gute Miteinaner und die großartige Unterstützung.
Kassier Josef Penzenstadler trug den Kassenbericht vor. Der Verein hätte gut gewirtschaftet und das 2008 - durch die Neugestaltung der Aufenthaltsräume arg geschrumpfte - Guthaben um 4.996,37€ steigern können. Im Vergleich zu 2008 wäre 2009 ruhig und sparsam verlaufen. Ausgaben in Höhe von 14.078,89 standen Einnahmen gegenüber in Höhe von 19,075,26€, wobei 5.130€ Spenden und 3.313€ Beiträge von Fördermitgliedern waren. Die restlichen Einnahmen stammten unter anderem aus den Festen.
Auf Vorschlag vom Kassenprüfer entlastete die Versammlung Vorstandschaft und Kassier.
In seinem Bericht trug Kommandant Günther Starzengruber viel Statistik vor. Die Wehr bildeten derzeit 75 Aktive, davon 21 Jugendfeuerwehrler, 8 wären passiv dabei und Fördermitglieder wären‘s 131 – zusammen 217.
112 Übungen hätten sie absolviert, 18 Zug- 16 Atemschutz-, 9 Maschinisten-, 35 Jugend- 11 Wasserrettungs- und 4 Großübungen, dazu 18 weitere Übungen.
An neun Ausbildungsveranstaltungen nahmen 43 Mann teil, besonders erwähnte Günther Starzengruber die drei, die im Mai an der Wildwasserrettung in Österreich teilnahmen und ein zweites Mal das eigentlich nicht möchten....  Es war doch ziemlich anstrengend!
Die Feuerwehr Mühldorf nahm aber nicht nur an Ausbildungsveranstaltungen teil sondern bot auch Fortbildung für andere Wehren an: An vier Terminen nahmen die Wehren aus Waldkraiburg, Neumarkt, Simbach und Garching teil.
Im Gegensatz zu 2008 wären viel weniger Einsätze zu bewältigen gewesen, was auch gut war, weil die große Zahl der Einsätze 2008 kaum mehr zu bewältigen gewesen wäre. Von den 145 Einsätzen 2009 wären unter anderem 24 Brandbekämpfungseinsätze gewesen, 59 technische Hilfeleistungen, 6 Wasserrettungseinsätz, 7 Unterstützungseinsätze mit der Drehleiter, vier Gefahrguteinsätze, 12 Verkehrsabsicherungen, 11 Sicherheitswachen und ein Seelsorgeeinsatz. 21 Einsätze basierten auf Fehlalarmen.
Im weiteren gab Günther Starzengruber einen Auszug aus dem Einsatzprotokoll.
Es gab besondere Einsätze wie eine Leichenbergung am Flossinger Weier im Auftrag der Kripo, die Festnahme eines Spanners in Mühldorf Süd, einen Großbrand in Kolbing bei Kraiburg und die Bergung eines Krans, der auf einen PKW gestürzt war.
Auch Veranstaltungen hätten sie sehr viele betreut: Oldtimer- und Teilemarkt, Inn-Messe, Bayernrundfahrt, aber auch das Open-Air forderten seine Mannschafft genau so wie das Altstadtfest, die Fronleichnamsprozessionen, der Schützen- und Trachtenzug und sogar die St.-Martins-Umzüge der Kindergartenkinder.
Die Feuerwehr Mühldorf lebt das Motto „Feuerwehr ist Dienstleister am Menschen“. In vielen Besprechungen und Besichtigungen, Personaleinweisungen konnten Mitarbeiter von Firmen und Behörden über den vorbeugenden Brandschutz instruiert werden.
Günther Starzengruber dankte den Behörden und Institutionen in der Stadt für die hervorragende Zusammenarbeit. Die Kooperation mit den Firmen beruht auf Gegenseitigkeit und so hätte die Wehr nie Probleme damit, Mitarbeiter für Einsätze freigestellt zu bekommen.
Im Gegensatz zum Vorjahr beschränkten sich die Beschaffungen auf kleinere Ausrüstungsgegenstände und Instandsetzungen, etwa des Lichtmastanhängers.
Mehrere Spender haben Helme, Jugendhelme, eine Wasserrettungspuppe und ein TNT Tool im Gesamtwert von 4.400 Euro gespendet. Dafür bedankte sich Günther Starzengruber herzlich.
Sein Dank galt auch der Stadt Mühldorf mit Bürgermeister Günther Knoblauch und allen anderen Organen der Stadtverwaltung. Sein Dank galt weiterhin dem THW, der Feuerwehr Waldkraiburg, den Ortsteilfeuerwehren, der Polizei und der Polzeihubschrauberstaffel sowie den Werksfeuerwehren. Besonders aber der gesamten Mannschaft und seinen Stellvertretern, die es nicht immer leicht mit ihm hätten. Und natürlich den Ehefrauen und Familienmitgliedern, die zu jeder Tages- und Nachtzeit auf ihre Männer verzichten müßten, wenn gerade eine Übung ansteht oder ein Einsatz kommt.
Den Bericht der Atemschutzgeräteträger trug Christian Haberger vor. 30 Aktive wären als Atemschutzgeräteträger ausgebildet und hätten 24 Einsätze zu bewältigen gehabt. Auch ihre Gruppe konnte in mehreren Übungen und Aus- und Fortbildungen ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.
Zunehmend schwer fiel Martin Strasser der Vortrag seines Berichts: In zwei Gruppen unterteilt, unterwies er die Jugendlichen im Zweiwochenrhythmus, wobei jede Gruppe andere Ausbildungsinhalte erlernte. Insgesamt fanden so 39 Übungen statt. Sechs Feuerwehranwärter bereiteten sich auf den alljährlichen Wissenstest vor und absolvierten die Prüfung in Waldkraiburg erfolgreich.
Die Entwicklung im Jugendbereich ist sehr erfreulich: 10 Neuzugänge und zwei Übertritte in den aktiven Dienst. Derzeit gehören 21 Jugendliche zur Feuerwehr Mühldorf.
Daß so viele Jugendliche den Weg zur Feuerwehr fanden resultiert aus der unermüdlichen Werbung, unter anderem durch das Ferienprogramm, an dem 35 Kinder teilnahmen. Trotzdem dürfe man nun nicht nachlassen.
Auch er bedankte sich bei den Ortsteilfeuerwehren für die gute Zusammenarbeit und bei Vereinsführung und Stellvertretern, die ihn immer sehr unterstützt haben.
Dann fügte er einige persönliche Worte hinzu und erzählte, wie er vor 20 Jahren zum Jugendwart berufen wurde und wieviel Freude es ihm machte. Nun aber denke er, wäre es Zeit, den Posten in jüngere Hände zu legen. Natürlich bleibe er der Wehr treu. Seinen Nachfolgern wünschte er immer eine glückliche Hand und viel Erfolg.
Vorstand Josef Birnkammer bedankte sich für die langjährige Arbeit mit einem Wellness-Gutschein. Ein genehmigter Urlaubsschein war auch gleich dabei. Auch Komandant Günther Starzengruber bedankte sich für die vielen Jahre ehrenamtlicher Arbeit.
Und noch ein Geschenk durften wir nicht sehen!
Dann gratulierten seine Nachfolger, ...
Heinrich Tratzl, berichtete über die Aktivitäten der Abteilung Wasserrettung, die zur Zeit aus 15 Bootsführern und 5 Bootsmännern besteht. Zusammen mit dem THW bildeten sie Rettungsschwimmer in Silber aus. Fünf Mitgliedern seiner Truppe war das nicht genug, sie legten das Rettungsschwimmerabzeichen in Gold ab.
Auch im vergangenen Jahr fand wieder eine Ausbildung mit dem Polizeihubschrauber statt. 9 Kameraden können nun mit dem Hubschrauber eingesetzt werden.
Als erste Feuerwehr Deutschlands verfügt die Feuerwehr Mühldorf nun über Wildwasserrettungsschwimmer. Alles zusammen zeigt, wie wichtig die Wasserrettung bei der Feuerwehr ist.
Dann gabs die Abzeichen für die Rettungsschwimmer in Silber
Und in Gold für Robert Niederschweiberer, Marion Maier, Maximilian Konrad und Heinrich Tratzl.
Günther Starzengruber konnte zehn neue Mitglieder per Handschlag aufnehmen.
Zum Oberfeuerwehrmann befördert wurden Tobias Wapler, Michael Lechertshuber, Bastian Cziczek und Karina Weindl.
Zum Hauptfeuerwehrmann ernannte er Marion Maier, Sandra Penzenstadler und Christoph Strasser.
Nachfolger für Martin Strasser wird Alexander Zellhuber. Ihn beförderte er zum Löschmeister.
Zum Oberlöschmeister beförderte er Josef Birnkammer und Anton Weindl.
Josef Penzenstadler nahm seinen Dienstgrad wieder auf, der lange Zeit geruht hatte: Brandmeister.
Und damit Martin Strasser nicht arbeitslos würde, beförderte er ihn zum Oberbrandmeister.
Nun kam Günther Starzengruber zu den Ehrungen. 10 Jahre dabei ist Markus Peretzki.
30 Jahre dabei ist zweiter Vorstand Adolf Hertl.
Für 50 Jahre treue Mitgliedschaft ehrte Josef Birnkammer Josef Bichlmeier mit einer Urkunde.
Ebenfalls 50 Jahre Mitglied ist Ehrenmitglied und Ehrenkreisbrandmeister Günther Chatellier (französisch lesen)
Sogar 60 Jahre Mitglied ist Josef Kaindl. Auch er erhielt Urkund und einen Umschlag.
Zu Ehrenmitgliedern ernannte Josef Birnkammer Josef Kreuzpointner und Georg Obermeier. Auch sie erhielten Urkunde und Gutschein. (1:27:56:00)
Für die große Unterstützung und die Spenden bedankte er sich dann bei ODU-Geschäftsführer Dr. Kurt Wölfl.
Dann trat Bürgermeister Günther Knoblauch nach vorn um eine Ehrung zu verleihen.
Feuerwehrversammlungen wären sicher besondere Versammlungen. Nirgends könne man so komprimiert hören, was die Feuerwehren für die Bürger leisteten. Das Erdbeben in Haiti zeige, wie wichtig das Zusammenspiel guter staatlicher Ordnungen und gut organisierter Hilfsorgansiationen wäre. Bei uns gewährleisteten die Hilfsorganisationen das sichere Leben der Bürger. Er dankte – auch im Namen von Landrat Georg Huber – den Feuerwehren für ihren umfangreichen Dienst. Knoblauch gratulierte zu den 10 Neumitgliedern, eine Seltenheit. Sein Dank galt den Firmen in der Stadt, die ihre Mitarbeiter problemlos freistellen würden, und allen anderen dafür, daß die Feuerwehr Mühldorf so hervorragend funktionieren würde. Seitens der Stadt sicherte er die fortgesetzte Unterstützung zu, auch wenn die Rahmenbedingungen schwieriger würden.
Dann überreichte er gemeinsam mit Kreisbrandinspektor Anton Wimbauer das silberne Ehrenzeichen an Martin Strasser. (O-Ton urkunde)
Ein zweites Ehrenzeichen hatte er für Konrad Kirchisner, der aber nicht anwesend war.
Günther Knoblauch hatte eine weitere Auszeichnung vom Verband der Bayerischen Wirtschaft für die Fahrschule Korn, die die ehrenamtliche Feuerwehr vorbildlich unterstützt.
Kreisbrandinspektor Anton Wimbauer dankte der Feuerwehr Mühldorf für die viele Arbeit, die in den vielen Jahren geleistet wurde und der Stadt Mühldorf für ihre Unterstützung der Wehr. Besonders Martin Strasser galt sein Dank, weil so langdienende Feuerwehrleute eine Stütze für jede Feuerwehr sind. Weil er Ende März aus der Kreisbrandinspektion ausscheiden werde, bat er sie, seinen Nachfolger genau so zu unterstützen wie sie ihn unterstützt hätten. Er wünschte sich, daß Kreisbrandinspektion und Feuerwehr Mühldorf zu einem Miteinander finden würden, zum Wohl der Bürger. Josef Birnkammer verabschiedete Anton Wimbauer mit einem Bild und einem Gutschein.
In seinem sehr humorvollen Grußwort betonte Polizeioberrat Robert Anderl - Chef der Polizeiinspektion Mühldorf – die Gemeinsamkeiten zwischen Polizei und Feuerwehr. Vieles hätten sie gemeinsam, die Feuerwehr nutze mehr Technik und wäre auch beliebter in der Bevölkerung. Darum beneidete er sie, wäre aber glücklich darüber, daß die Polizei bezahlt würde, und die Feuerwehrler nicht! Auf jeden Fall dankte er ihnen für die hervorragende Zusammenarbeit, die sehr viel Freude bereite.
Kripo-Chef Josef Maier stellte fest, sie und die Feuerwehrleute wären geschult, in schwierigen Situation unter Zeitdruck schnell richtige Entscheidungen zu treffen – manchmal über Leben und Tod. Hinterher kommen immer die Kritiker und Besserwisser, die aber nicht die Verantwortung tragen müssen. Trotzdem hebe sie diese Eigenheit ihres Berufes von der Masse der Bevölkerung ab. Er beklagte aber sehr die Beschneidung der Kompetenzen der Polizei durch Gesetzgeber und Justiz. Die Zeit, die verstreicht, bis sie einen Richter finden, der eine Entscheidung trifft, spielt nur dem Straftäter in die Hände. Trotzdem lobte er die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und dankte allen Beteiligten für das gute Verhältnis.
Das Fazit aus der Jahreshauptversammlung? Die Mühldorfer können ruhig schlafen, weil die Wehr bereit ist, einzuspringen, nicht nur, wenn Not am Mann ist!
25
Claus Freudenstein macht Mühldorf zur Kontrabass-Hochburg
6:10
Claus Freudenstein hat den Kontrabass in Mühldorf sehr bekannt gemacht, nicht nur durch seine Lehrtätigkeit an der Musikschule sonder auch durch viele Auftritte. Auch wenn man den Kontrabass eher als Begleitinstrument kennt, gibt es wohl auch eine ganze Reihe Musikstücke für den Kontrabass? (O-Ton)
Sie sind ja nicht nur Lehrer an der Musikschule. Was machen Sie noch? (O-Ton)
Treten Sie auch beim Open Air wieder auf – vergangenes Jahr haben Sie viel Begeisterung erfahren!? (O-Ton)
Erzählen Sie uns etwas über die Minibass-Gruppe? (O-Ton)
Wird Mühldorf langsam eine Kontrabass-Hochburg? (O-Ton)
Sie machen gerade eine neue Internetseite. Wo kann man sie sehen? (O-Ton)
Vielen Dank für das Gespräch.
26
Bunt - Laut - Lang! Der Faschingszug in Mühldorf
9:10
07 20.02.10
Schon lange vor dem Beginn des Zuges thronte einer hoch über den Gruppen, die entlang des Stadtwalls Aufstellung nahmen: Bürgermeister Günther Knoblauch! Er verbreitete Stimmung und dirigierte die einen hier hin, die anderen da hin.
Und als die Stadtkapelle schon einmal das Marschieren übte, zeigte er beste Laune.
Die Wickinger dominierten heuer den Fasching in Mühldorf. Stadtkapelle, EKC und andere Gruppen nahmen sich dieses Themas an. Viele andere Gruppen hatten sich Schweinegrippe und Impfaktionen zum Motto gemacht.
Ja DIE haben’s jedes Jahr gut – haben einen Logenplatz. So wie der hier, aber der scheint schon ziemlich lang auf den Zug zu warten....
Da – da – da kommt der Zug....
Maßarbeit, den großen LKW mit der Kanone drauf durchs Tor zu zirkeln. Da saß dann der Pleitegeier auf der Goldreserve der Bundesbank....
Da erschrickt die Weißbierkönigin, wenn die Bundesbank vor ihr die Goldreserven rausschießt.
„Nimmst Du Tamiflu, läßt Dich Deine Frau in Ruh“ meinten die, die gegen allerlei Seuchen und fiese Chefs geimpft waren...
Das Klimachaos aus Oberneukirchen wollte die Eisbären wiedersehen...
Sogar aus Massing waren sie gekommen um mitzufeiern.
Der Kotter Hans hatte sich minimalistisch ausgerichtet und wollte das große Geld mit Bank-CDs machen... Zum Selbstschutz hatte er eine Maschinenpistole dabei und spritzte mit Wasser... Na ja, vorerst gaben sie sich damit zufrieden Bonbons zu verteilen.
Auch das Rathaus hatte sich närrisch gekleidet.
Noch eine mobile Impfstation, diesmal gegen die Schweinegrippe.
Diese Musikgruppe kam geradewegs aus Mexiko - - na ja, aus dem Westen - - ok - - aus Altmühldorf.
Diesen Traktor fuhr der Papst persönlich. Nur die roten Schuhe fehlten.
Jedenfalls wußte die „Bild“-Zeitung – Regionalausgabe „St. Pius“ schon von der Stadtteilkirche in Mühldorf.
Viele Ideen hatten auch die Zuschauer mitgebracht und sich farbenfroh geschmückt.
Dieser Wagen nahm Schumi’s Comeback auf die Schippe.
Die Edelweiß-Trachtler suchten Sponsoren für die aaaaarmen Banken. Aber erst einmal regnete es Guatl’n von ihrem Wagen.
Die Guatl’n: Zwei Tonnen davon soll’s gegeben haben. Und die Zuschauer haben sie aufgefangen. Mit bloßen Händen, mit Taschen, Hüten, Tüten, Schirmen und allerlei anderem Gefäß.
Die Neuöttinger Faschingsgesellschaft meinte es gut mit uns...
Sogar ihre „Weiba“ wollten die da hergeben: Koa Kohle mea... Und – Mühldorf wäre genauso pleite wie Dubai. Aber so ein schickes Hotel wie das „Burtsch al Arab“ haben wir in Mühldorf doch gar nicht?!
Auch dieser Wagen impft alles. Die großen Spritzen hätten beinahe Klaus Werkstetter von seinem Sprecherthron geholt. Ihnen folgten die Spotlights aus Töging.
Der Maderlehner-Stammtisch kam mit einem riesen Wikingerschiff recht kriegerisch daher.
Na na, wo bleibt denn da der Spaß??? Ah – so ist’s schon besser.
Über 10.000 Zuschauer säumten den Weg des Gaudiwurms. Aber Festzeichen hatten leider die wenigsten, und dabei waren die zwei Euro nicht gerade üppig zumal es dazu noch einen Gutschein für 1 Euro 50 dazu gab.
Und es regnete Guatl’n.
Die BayernLB – alias Feuerwehr Altmühldorf - verbrennt auch Ihr Geld. Ob da der Hausalarm etwas nützt?
Die „Wuiderer“ wollten sich in ihrem Wagen besser nicht blicken lassen. Warum sie dann überhaupt mitgefahren sind?
Bereit zum Guat’lfangen.
Das „Sinn-von-nie“-Orchester hatte sich auf die Blasinstrumente beschränkt.
Die Waldkraiburger Waldburgia als Paprikas verkleidet.
Am Kamin die amerikanische Fahne, den Klimawandel im Visier wollten die Oberneukirchner die Eisbären wiedersehen. Ob sie mit diesem Qualm den Klimawandel nicht noch gefördert haben?
Die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika nahmen sich die Fußballer des FC Mühldorf zum Thema.
Die Stadt Neumarkt St. Veit Kreis Mühldorf a. Inn hat ja den längsten Kulturbahnhof – unbestritten! Jetzt wollen sie auch noch ein Vereinzheim und ein Leistungszentrum!
Und schon wieder Wickinger. Diesmal vom Eisenbahner Konfetti-Club.

Die Hot-Socks aus Waldkraiburg zeigten Rock’n’Roll-Akrobatik – und das auf dem rutschigen Kopfsteinpflaster – Respekt!
Schon wieder eine Intensivstation!
Und da flogen die Süßigkeiten.
Ein großes Aufgebot kam vom TSV, der heuer sein 150-jähriges Bestehen feiert. Turner auf dem Wagen, Tischtennisspieler, Tennisspieler und allerhand Kampfsportler zeigten ihre Künste.
Der Kastler Stammtisch hatte King-Kong mitgebracht – und Jane auch – an zwei Säulen angekettet haderte sie mit ihrem Schicksal. Und das- obwohl King-Kong sich viel mehr um die Zuschauer gekümmert hat.
Mietzekatze!
King-Kong wischte so manchem den Hut vom Kopf.
Die Hüttenfreunde Hart machten sich über den Mühldorfer Weihnachtsturm lustig.
Und da war schon wieder dieser Bankdaten-Klau! Ja hatte der denn den Zug überholt?
Aus dem Haus der Begegnung kam der Familienzirkus.
Tatsächlich, da waren schon wieder die Wickinger von der Stadtkapelle und verbreiteten Stimmung.
Aber dann – endlich – das Schlachtschiff der Inntalia mit Prinzenpaar und Bürgermeister. Und die meinten es besonders gut mit den Leuten.
Dann war’s vorbei und die Wagen kamen wieder herein in den Stadtplatz, wo das närrische Treiben noch lang dauerte. Erstmals spielte eine Live-Band auf und unterhielt Narren und sonstige Faschingsgäste. Leider gab es auch wieder Alkoholmißbrauch, sogar von Jugendlichen. Schlägereien oder sonstige Auseinandersetzungen blieben jedoch aus. Und damit hatte der kurze Fasching 2010 in der Kreisstadt schon fast sein Ende erreicht.

27
Von Multikulti bis Autobahn: Der Faschingszug in Waldkraiburg
10:50
Die Teilnehmer nahmen diesmal Aufstellung auf dem Festplatz – und der mutete dann eher an wie eine Landmaschinenschau. So mancher Teilnehmer kämpfte noch mit der Technik, andere zeigten schon hier, was sie so drauf haben und wieder andere hatten einfach Spaß am Feiern.
Entlang der Wegstrecke erwarteten viele Zuschauer den Gaudiwurm. Das Wetter hatte ein Einsehen und es hatte aufgehört zu Schneien. So wie immer in Waldkraiburg halt...
Da warteten die Wickinger, bewaffnet mit allerlei Taschen und Tüten und sogar Regenschirmen auf die Guatl’n, die dann von den Wägen regnen sollten.
Dann ging’s los: Mit Rock’n’Roll und Boogie-Woogie eröffneten die Hot-Socks und forderten die Zuschauer auf, auch in Krisenzeiten Lust statt Frust zu zeigen.
Die „süßen Sachen“, also der Kindergarten Maria-Schutz feierte den Geburtstag Waldkraiburgs und verkleidete sich als Torte. Und auch die Flasche Sekt hatten sie nicht vergessen.
Die vielen Wagen aus dem ganzen Landkreis wiedmeten sich vieler überregionaler Themen. Etwa dem Solarstrom.
Die Tanzschule Sonay hatte ihr Prinzenpaar stilecht im offenen Cabrio dabei.
Manche Teilnehmer verpackten ihren Minimalismus hinter einem schmissigen Motto: Dabei sein ist alles!
Von den Wagen fielen nicht nur Süßigkeiten – auch Fußbälle und so manches Hochprozentige.
Da lohnte sich der Schirm schon!
Das Gummiwerk setzt Himmel und Hölle in Bewegung! Wobei? - - Das blieben sie schuldig!
Die Grizzly’s in Waldkraiburg gibt’s seit 25 Jahren. Sie feierten sich selbst und sogar ihr Gefährt darf nur 25 km/h schnell fahren!
Ein bißchen brisanter wurde es mit den Schlaglöchern im Föhrenwinkel. Sie hatten sich viel Mühe gegeben und Cäsar Siegfried auf das kleine gallische Dorf „Föhrenwinkel“ aufmerksam gemacht...
Die Siebenbürger Sachsen als Schneewittchen und die sieben Zwerge.
Die Banater Schwaben holten sich den Südseezauber nach Waldkraiburg. Schon genug von Schnee und Eis?
Als Scharfmacher kam der Schützenverein aus Aschau daher. Den Senf gab’s per Kochlöffel direkt in die Tasche.
Dieser Kollege von der Baustelle hatte sein „Reservoir“ jederzeit griffbereit. Die jungen Löwen sind halt auch eine Baustelle.
Keine Kaffeetanten sondern fleißige Bienen sind die Erzieherinnen...
Wo heuer Garde und Prinzenpaar der Waldburgia abgeblieben sind, das fragten die VfL Piranjas: Ein bißchen Sticheln mußte wohl sein!?
Wohl mit „Renn-Diesel“ lief dieser Traktor – sie hätten das mal riechen sollen! Die Sportfreunde Malseneck.
Ihnen folgte die Narrengilde Kraiburg – zu Fuß. Sie hatten sicher keine Zeit auch noch einen Wagen zu bauen – bei DEN vielen Auftritten und Veranstaltungen!
Da mußten sogar Bürgermeister Michael Loher und Narrengilde-Vorstand .. Hofer zu Fuß neben dem Prinzenpaar herlaufen...
Ihnen folgten die Garden der Narrengilde.
Ob diese „Alt-Fans“ nach Südafrika zur Fußball-WM fahren wissen wir nicht – mit DEM Traktor jedenfalls sicher nicht.
Ein Hallenbad! – ja davon träumen die Waldkraiburger seit Jahren. Vielleicht wird’s ja ein mobiles...
Inntalia-Vorstand Peter Mück (O-Ton INNAU - ....  ) Ihm folgte die Dance-Nation.
Das Feuerwehrauto der Brauerei hatte nicht nur zwei Teilnehmernummern sondern auch noch wertvolle Fracht.
Mit Sarkasmus war das Jugendparlament unterwegs: Keine Medien, kein Alkohol, kein Spaß mehr und mehr Jugendgewalt. Sicher nicht ernst gemeint!
Der längste Kulturbahnhof kam aus Neumarkt-St. Veit, wo sie auch noch ein Vereinzheim und ein Leistungszentrum wollen. Wofür?
Ebing – Pürten – Niederndorf – St. Erasmus – Lindach und wie sie alle heißen – dürfen niemals Waldkraiburg heißen – jedenfalls wenn nach es diesen jungen Leuten geht!
Die Multikulti-Gesellschaft beschwor die SPD in Waldkraiburg und hatte dabei farbenfrohe Unterstützung und war zudem gut gewürzt mit einer scharfen Wurst.
Endlich zogen die Wickinger ein! Diese Muskelmänner mit den blonden Frauen scherten bruddal aus!
Unausweichlich ist der Klimawandel fanden die Oberneukirchener. Sie wollten die Eisbären sehen.
Knoblauch und seine starken Männer: Der EKC aus Mühldorf.
Einen geschröpften Bundesadler hatten die Edelweißtrachtler aus Mühldorf vor ihrem Gefährt. Sie suchten Sponsoren für die notleidenden Banken.
Den gescheiterten Klimagipfel nahm dieser Wagen aufs Korn.
Nein – die Rattenkrichner „Raeggen“ sich nicht auf. Ob das Cannabis-Blatt auf ihrem Wagen was damit zu tun hat?
Den Zuschauern wars trotz Verkleidung kalt. Auch wenn die Guatl’n reichlich flogen.
Das kleinste Gefährt war das „Team für alle Fälle“: Die Stadtmarketing Waldkraiburg: Drei Mann und jede Menge Guatl’n auf sooo einem kleinen Gefährt. Ob das symbolisch war?
Die CSU suchte mit riesigen Ferngläsern wo den nun eigentlich Waldkraibur ist. Auf der Autobahn gibt’s keinen Hinweis auf die größte Stadt im Landkreis!
Die Feuerwehr Altmühldorf nahm die BayernLB aufs Korn: „Wir verschießen auch Ihr Geld!“
Die Zwerge tanzten hinter diesem Wagen nach.
Der letzte Wagen stammte diesmal von der Waldburgia.
Über die Berliner Straße zog der Gaudiwurm zum Stadtplatz, wo ihn eine große Menge Zuschauer erwartete.
Die Handballerinnen hätten locker auch mitgehen können, so schön wie sie kostümiert waren...
Auch wenn sie nicht mitgezogen sind, zeigten diese rosaroten Elephanten Ideenreichtumg.
Gustl Schenk und seine Mitstreiter waren diesmal gar nicht verkleidet....
Hoffentlich hat der Auftritt der Stadtmarketing hier keine Symbolkraft? Bei dem Zick-Zack-Kurs!
Natürlich durften auch die Waldkraiburger Missen nicht fehlen!
Zur „Waldburgia Schnabl“ machte Sprecher Christian Hausberger Faschingsbürgermeisterin Inge Schnabl, die auf dem Wagen der CSU mitfuhr und auch ihre Stadt suchte.
Später gings weiter auf dem Sartrouville-Platz. Da war erst einmal eine Stärkung angesagt. „Stärkung“ das verstanden manche so, und mache so...!
Ja, ja, natürlich!
Und Multikulti ging auf dem Sartrouville-Platz weiter: Bunt und lustig.
Und weil’s in diesem Jahr in Waldkraiburg keine Garde und keine Orden gab, sprang die Narrengilde aus Kraiburg ein:
Nach dem Auftritt der Garde und des Prinzenpaares gabs endlich Orden für Bürgermeister Siegfried Klika - - Gattin Helga - - Landrat Georg Huber - - Zweiten Bürgermeister Harald Jungbauer - - Faschingsbürgermeisterin Inge Schnabl und Stadtpfarrer Martin Garmeier.
Dann schaute Bürgermeister Siegfried Klika aus nach den Ortsteilen, die aber nicht auftreten konnten, weil die Technik nicht mitspielte. Na – wenigstens ein Foto und eine Runde in Begleitung der Bürgermeister...
Während Brooks den unterhielt feierten die Waldkraiburger noch eine ganze Zeit – und das, obwohl es immer kälter wurde – rein äußerlich natürlich nur!
28
Faschingsausklang in Kraiburg
7:10
Viel kleiner als zuletzt gestaltete sich der Faschingsausklang auf dem Marktplatz in Kraiburg. Die Narrengilde hatte eine Tombola, Stände mit Kuchen und Brotzeit und natürlich zwei Bars aufgebaut. In der Nacht zuvor hatte es minus 15 Grad und so freuten sich die Faschingsfreunde über die warmen Sonnenstrahlen.
Viele hübsche Kostüme und geschminkte Narren waren gekommen um gemeinsam den Fasching ausklingen zu lassen. Und natürlich zeigten die Garden der Narrengilde noch einmal was sie über 20 Mal in den zurückliegenden Wochen vorgeführt haben. Bürgermeister Michael Loher und Gattin hatten sich genauso unters närrische Volk gemischt wie Waldkraiburgs Bürgermeister Siegfried Klika. Das gute Verhältnis der Nachbargemeinde ist immer schön zu beobachten.
Den Anfang machte die Kindergarde. Sie zeigte erst ihren Marschtanz und dann ihr Showprogramm, das die Zuschauer farbenprächtig in den Orient entführte.
Dann kam da plötzlich ein Kamel des Weges – schnurstracks auf die die Bar zu. Sogar reiten konnte man darauf. So ein Kamel hat ein riesiges Fassungsvermögen an Flüssigkeit. Wieviel paßt den da bei Euch rein? (O-Ton)
An der Eisbar versorgten die Mitglieder der Narrengilde mit Hochprozentigem – und mit Glühwein.....
1 Los 1 Euro. Die Tombola-Gewinne warteten auf die Loskäufer. Schon bald holten die ersten Squaws ihre Gewinne ab.
Langsam wurde der Platz voll. Immer mehr Besucher fanden sich ein.
Das Kamel brauchte mal eine Pause. Und die Freiheitsstatue genoß die warme Sonne.
Ja – so fängt’s an, mit dem Ententanz.
Dann der Auftritt der „Teenie-Garde“. Ein bißchen wie Cheerleader. Und auch wieder nicht.
Weil die „Twnty-One-Underground-Dancers“ - wie sie sich nennen – ihr so viel abverlangt hatten, bekam Narrengilde-Vorsitzende Lieselotte Hofer von ihnen 21 Tafeln Schokolade zum Dank.
Noch ein Foto und dann der Ausmarsch.
Prinzessin .. und Prinz Michael 3. Verteilten Süßigkeiten. Jeder durft mal reinfassen.
Und das Kamel wärmte sich am Heizpilz. Die beiden wollten sich nicht abwracken lassen, obwohl sie schon in den 80er Jahren auf den Straßen unterwegs waren.
Dann die große Garde mit ihrem Marschtanz.
Da machte sogar das Kamel mit.
Polizei und Feuerwehr paßten auf, daß nichts schief lief, da oben, auf der Abdeckung vom Brunnen. Wenigstens so lang, bis der Papi kam. Da mußte der andere Polizist übernehmen.
Dann war das Kamel anlehnungsbedürftig und forderte Streicheleinheiten und Bussis.
Schließlich kam die Narrengilde zum Showauftritt, dem Captain’s Dinner.
Langsam wurde es kalt in Kraiburg und die verbliebenen feierten noch eine Zeit lang weiter. Vermutlich bis zum bitteren Ende des Faschings.....
29
Aper-Schnalzen in Ampfing
5:30
Es war eiskalt. Es hat geschneit. Das war die richtige Zeit für die Schneuza aus dem Ruperti-Winkel. Drei „Bass’n“ waren nach Ampfing gekommen um „Aper“ zu schneuzen, also den Schnee zu vertreiben. Aber erst zogen sie in Begleitung der Blasmusik ein.
Mit ihren traditionellen 5er Goaßl’n nahmen sie Aufstellung auf den Straßen. Das machte schon einen martialischen Eindruck: Solche Kerle! bereit zuzuschlagen. Dann gings los:
Zwei Mal zwölf Mal wird geschnalzt. Dann die nächste Bass. Und da waren die Straßen fast zu schmal – der Schnee stob auf.
Bernhard Kern stellte die Bassn vor: Die beste Bayerische Bass wäre dabei: „Ainring II“ außerdem die Bass „Saldorf 5“ und die dritte Bass wäre aus Lieferung, ein Stadtteil von Salzburg. Das wäre schon etwas besonderes, daß dieser Brauch auf beiden Seiten der Salzach betrieben werden dürfte.
1.700 Schneuzerinnen und Schneuzer wären in seiner Vereinigung zusammengeschlossen, davon etwa 1.000 aus Bayern und 700 aus dem Bundesland Salzburg. 650 von ihnen wären Jugendliche, die den Fortbestand dieses Brauchtums gewährleisten. Jedes Jahr tragen die Schneuzer ihre Meisterschaft aus, wie vor ein paar Tagen im Salzburger Stadtteil Maxglan.
Das Schneuzen stammt aus der Pestzeit, wo sich die Bauern auf den entlegenen Höfen so darüber informierten, daß sie noch lebten. Außerdem soll damit der Schnee vertrieben werden. Das haben sie heuer noch nicht ganz geschafft, weil der Schnee auch so spät erst gekommen ist.
Bernhard Kern bedankte sich bei Schorsch Eisner für die Einladung nach Ampfing und schenkte ihm und den Isentalern eine Schneuzergoaßl.
Den Musikern blieben die Mundstücke fast an den Lippen kleben – aber sie spielten tapfer weiter.
Auch Schorsch Eisner bedankte sich bei Bernhard Kern für den Besuch der Schneuzer und lud die Gäste zum Wirt ein, er war sich sicher, daß so etwas in Ampfing so schnell nicht mehr zu sehen sein wird.
Dann schnalzten sie erst noch einmal und dann alle miteinander.
Und da wären uns die Goaßln beinahe um die Ohren geflogen.
So richtig geknallt hat’s erst, als alle miteinander antraten.
Wir zeigen’s Ihnen noch einmal, weil’s so schnell ging....
Und wer weiß, scheinbar hat’s doch gewirkt. Wenn man rausschaut – es taut!
30
Fünf mal Staatspreis, 20 mal Schulurkunde: Abschlußfeier beim BSZ in Mühldorf
13:20
Eine Besonderheit des Beruflichen Schulzentrums ist sich seine Schulband. Es ist zwar schwierig, die Talente aus den verschiedenen Berufsgruppen zusammenzubringen, die ja alle an verschiedenen Tagen Unterricht haben, Thomas Löhner schafft das aber immer wieder. Und er schafft es auch, den jungen Leuten solche Welthits beizubringen wie Celine Dion’s „My Heart will go on“.
Schulleiter Oberstudiendirektor Ludwig Ecker hatte erst ein ziemlich deutliches Bild von der heutigen Jugend: (O-Ton)
Dieses Zität wäre 2.500 Jahre alt und stamme vom griechischen Philosophen Sokrates! Er wagte dieses Zitat nur, weil es auf seine Schüler nicht zutreffe. Die wären nämlich brav, fleißig, anständig und die könnten auch etwas. Das bewiese die hohe Zahl von Preisträgern: 25!
Dann wurde Ludwig Ecker ernst und dankte den vielen Ehrengästen, die durch ihr Kommen die Absolventen sichtbar ehrten. Dann begrüßte er neben Landrat Georg Huber und IHK-Gremiumsvorsitzender Ingrid Obermeier-Osl auch zweiten Bürgermeiter Paul Schwarz und zahlreiche Ausbilder und Vorstände von Banken sowie Kollegen von anderen Schulen, etwa Oberstudiendirektor Wolfgang Gaigl von der Berufsschule 1. Auch den Eltern der Absolventen galt sein Gruß.
Zur Ausbildung der jungen Leute hätte das Berufliche Bildungszentrum zwei Partner: Den Ausbildungsbtrieb und das Elternhaus. Nur im harmonischen Zusammenspiel wäre der Erfolg möglich. Sie alle hätten ihr Bestes gegeben. Dazu gratulierte er herzlich.
„Die Kreidezeit ist vorbei“ Die Schule hat sich grundlegend gewandelt. Weil Bildung nicht vom Lesen sondern vom Nachdenken über das Gelesene käme, wurden neue Schulformen mit Gruppenarbeiten und Projekten eingeführt.
Diese bessere Bildung käme allen Betrieben zu Gute, und damit auch der Gesellschaft und schließlich der ganzen Region. Die höhere Bildung der Menschen in einer Region wiederum verbesserten ihre Wettbewerbsfähigkeit in der globalisierten Welt. Die Wichtigkeit der Bildung ist damit evident und ein wichtiger Standortfaktor. Ohne gebildete Mitarbeiter würde man keine neuen Betriebe ansiedeln können und riskiere sogar Abwanderungen.
Dies hätte auch der Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft in seiner Ansprache beim Neujahrsempfang gefordert.
Ludwig Ecker dankte den Partnern im Dualen System. Zusammen hätten sie den jungen Leuten die bestmögliche Ausbildung vermittelt: Von der Pike auf!
Die dafür aufgewendeten Mittel wären gut angelegt, sie brächten die höchsten Zinsen.
„Arbeit macht Freude ODER krank“ wäre eine neue Erkenntnis, die ausdrücke, daß Bildung der Schlüssel zu einem erfüllten Leben wäre. Diesen Schlüssel hätten sie von Schule und Ausbildungsbetrieb erhalten. Nun stünde die Karriere durch Lehre vor ihnen. Wenn sie nun auf dem Sprungbrett zu dieser Karriere stünden, mahnte er sie, weiter zu lernen. Ohne lebenslanges Lernen ginge es nicht ab. Es wäre ihre Pflicht! Und weil ihnen die Schule die Freude am Lernen erhalten hatte, wäre er sicher, daß sie auf diesem Weg bleiben würden.
Bildung verhindere auch Gewalt, Arbeitslosigkeit und den sozialen Abstieg. Deshalb hätte die Schule auch Werte vermittelt und die Entwicklung der Persönlichkeiten der Schüler geachtet.
Schließlich hieße „BSZ“ auch „Bietet Schülern Zukunft“. Ihr soziales Engagement bewiesen sie auch dadurch, daß über 400 von ihnen sich an der Typisierungsaktion der DKMS im vergangenen Jahr beteiligt hätten.
Nun sollten sie sich frei machen von der Schule, sie aber nicht vergessen. Damit das nicht passiere, gab er ihnen einen „Kompass“ mit auf den Weg: „Kompetenz aus Stärke und Selbstbewußtsein“. Mit dieser Einstellung sollte man sie nun ran lassen: (O-Ton)
IHK Gremiumsvorsitzende Ingrid Obermeier-Osl schloß an Ludwig Eckers Rede an und erinnerte an eine Bergtour. Dem schweißtreibenden Anstieg folgte die Gipfelfreude. Sie hätten mit ihrem Schulabschluß einen wichtigen Berggipfel erklommen. Dabei hätten sie anfangs nicht gewußt, was auf sie zukommen würde und ob sie Kraft, Ausdauer und Willen genug hätten, um am Gipfel anzukommen. Sie alle wären angekommen und hätten alle Herausforderungen gemeistert. Nun könnten sie stolz auf das Erreichte sein.
Sicher hätten sie schon am Anfang das Ziel gekannt, hatten aber so manche Hindernisse und Irrwege überwinden müssen. Daß sie da nicht vom Weg abgewichen sind, dafür sorgten die Lehrkräfte an der Schule und die Ausbilder und die Eltern übernommen. Für ihre Förderung und Unterstützung dankte ihnen Ingrid Obermeier-Osl. Auch dafür, daß sie sie gemäß ihren Fähigkeiten individuell unterstützt hätten.
Den Absolventen rief sie zu, der Gipfel, den sie nun erklommen hätten, wäre nicht der höchste. Sie könnten weiter aufsteigen. Dazu ermutigte sie sie und gratulierte herzlich, wünschte ihnen berufliches und privates Glück.
Die Festrede hielt Landrat Georg Huber. Er freute sich, mit so vielen jungen Absolventen ihren Abschluß feiern zu dürfen. Wenn er nun in lauter strahlende Gesichter blickte, meinte er, sie könnten mit Recht stolz auf das Erreichte sein. Besonders gratulierte er den 25 Absolventen, die Staatspreis oder Schulurkunde in Empfang nehmen können.
Mit ihrem Abschluß haben sie ein erstes Etappenziel auf ihrem Lebensweg erreicht, einen Grundstein, auf dem sie ihre Zukunft aufbauen könnten. Nun sollten sie daran gehen, ihr Leben, aber auch die Zukunft der gesamten Gesellschaft aktiv mit zu gestalten. Gerade in unsicheren Zeiten brauche man Menschen, die aktive in das Geschehen eingreifen würden. Wenn nun neue Verpflichtungen und Verantwortung auf sie zukäme, dann sollten sie gewiß sein, daß Arbeiten nicht immer Spaß mache, aber gerade dann der Mut und das Durchhaltevermögen des Einzelnen zum Tragen käme. Man müsse nur stets flexibel und lernbereit bleiben. Lebenslanges Lernen wäre der Schlüssel zu einer erfolgreichen Zukunft. Nur wer sich ständig weiterbilde könnte mit dem rasanten Fortschritt Schritt halten. Diese Prinzip verfolgt der Landkreis Mühldorf schon seit langem. Deshalb wurde der Landkreis im Juni 2009 als eine von 40 Kommunen in die Bildungs initiative „Lernen vor Ort“ aufgenommen. Die Bildungseinrichtungen des Landkreises sollen besser zusammenarbeiten und den Bildungssuchenden umfangreiche Auskünfte erteilen sowie alle Schnittstellen zwischen den Ausbildungsangeboten aufzeigen können.
Landrat Georg Huber beklagte die Überalterung der Gesellschaft, die auch daraus resultiere, daß junge Leute nach einer hochqualifizierten Ausbildung bei Firmen in Ballungszentren bleiben und nicht in den Landkreis zurückkehren würden. Der Landkreis verliere so junge Menschen. Setze sich dieser Trend fort, erwarte uns ein gravierender Fachkräftemangel. Vor diesem Hintergrund hätten sie große Chancen in der Zukunft.
Die Richtigkeit dieser Anstrenungen zeige auch die große Zahl an Studierenden, die sich berufsbegleitend für die Kurse der IHK-Akademie in Mühldorf eingeschrieben haben und die teilweise von sehr weit her kommen. Auch die Handwerkskammer bietet umfangreiche Fortbildungsmöglichkeiten. Um diese Angebote sollten sie sich schon bald kümmern.
Bildung wäre der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit und die beste Wirtschaftsförderung für die Region. Lernen vor Ort biete also hervorragende Möglichkeiten zur Fortbildung, die sie unbedingt nutzen sollen.
Abschließend dankte Landrat Georg Huber allen Lehrkräften, Ausbildern und den Eltern, die während ihrer Ausbildungszeit auch manche Tiefen zu überwinden halfen. Besonders den Ausbildungsbetrieben dankte er für den Mut, in dieser schwierigen Zeit vor dreieinhalb Jahren Lehrlinge anzustellen.
Er sprach den Absolventen Mut zu, ihren beruflichen und privaten Weg anzupacken und ihren eigenen Weg zu gehen. Dazu wünschte er ihnen Gottes Segen.
Dann überreichten Landrat Georg Huber und Ingrid Obermeier-Osl die Staatspreise an die Einser-Absolventen: Großhandelskauffrau Katrin Bader aus Burghausen. Großhandelskauffrau Nicole Eibl aus Simbach am Inn, Großhandelskauffrau Kristina Keller aus Burghausen, Industriekaufmann Andreas Lechner aus Bodenkirchen und Industriekauffrau Sabine Möhrle aus Mühldorf. 20 weitere Absolventen erzielten einen Notendurchschnitt von unter 1,5 und erhielten dafür eine Schulurkunde und einen Buchpreis. Schulleiter Ludwig Ecker betonte, es wäre immer schwierig, die Grenze bei 1,5 zu ziehen. Absolventen mit 1,51 wären nicht schlechter als solche mit 1,49, würden aber halt die Kriterien des Landkreises nicht mehr erfüllen und deshalb keinen Preis mehr erhalten. So wäre das halt.
Jedenfalls waren es so viele Preisträger, daß die Fotographen Schwierigkeiten damit hatten, sie alle aufs Foto zu bringen.
Nach einer musikalischen Einlage der Schulband trat Schülersprecher Andreas Lehner ans Mikrophon. Er wollte nicht die originellste Rede halten sonder ihre Stimmung wiedergeben. Obwohl er der schulischen Einstellung nicht immer kritiklos gegenüberstand, war er sich sicher, das duale System wäre das beste, das den Schüler in den Mittelpunkt stellen und ihnen neben besten Kenntnissen auch Werte vermitteln würde. Er blickte zurück auf die dreieinhalb Jahre und war sich sicher, sie alle hätten immer ihr Bestes gegeben. Viele gemeinsame Projekte und Gruppenarbeiten hätten sie auf die Arbeit im Betrieb vorbereitet. So wären sie bereit, im Beruf verantwortungsbewußt und selbständig zu arbeiten. Die Schule hätte sie geprägt. Deshalb dankte er Lehrkräften, Ausbildern und Eltern. Nun wären sie bereit und wüßten, daß sie weiter lernen müßten. Er wünschte allen Mitabsolventen viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg.
Schließlich gab es die Zeugnisse für alle Absolventen.
Den Schlußpunkt setzte die Schulband, die versuchte, den Saal zum Kochen zu bringen, damit aber nicht so sehr viel Erfolg hatte.
Später lud die Schule auf dem Foyer zu Kaffee und Kuchen.
Auch wir gratulieren allen Absolventen zu ihren Abschlüssen und wünschen Gottes Segen auf ihrm weiteren Lebensweg.
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Volleyball: TSV 1860 Mühldorf gegen VfR Garching
6:45
Ohne den verletzten Laszlo-Lehni, aber voll motiviert traten die Mühldorfer Volleyballer in der Dreifachturnhalle an der neuen Hauptschule gegen Garching an. Offensichtlich steckte ihnen die Niederlage aus dem Hinspiel in den Köpfen: Sie taten sich Anfangs schwer. Die Gäste machten Punkt um Punkt. Plötzlich stand es 1:5 .
Die Mannschaft spielte nervös und fand schwer ins Spiel: „Übermotiviert“ meinte Trainer Günther Thomae hinterher.
Obwohl auch die Mühldorfer Punkte machten, zogen die Gäste auf 6:12 davon.
Bei 7:13 nahm Günther Thomae eine Auszeit und redete seinen Mannen beruhigend ins Gewissen.
Das half aber zunächst nicht viel: 8:15
Nochmal eine Auszeit und nochmal Anweisungen vom Trainer
Das Spiel der Mühldorfer besserte sich und sie begannen auf 13:18 aufzuholen.
Aber die Gäste konterten und machten weiter Punkt für Punkt. Dabei wurden sie von vielen kleinen Fehlern auf Seiten der Mühldorfer begünstigt.
Eine dritte Auszeit!
Und eine vierte. Diesmal mußte Gästetrainer Florian Danner seinen Leuten zureden. Die Mühldorfer waren auf 19:22 herangekommen.
Schließlich doch Satzball für die Gäste aus Garching.
Die Mühldorfer verloren den ersten Satz klar mit 20:25.
Der zweite Satz begann ähnlich wie der erste. Kaum daß er begonnen hatte, stand es 1:3 für Garching.
Dann holten die Mühldorfer aber auf: 6:4 - - - - - 7:6 - - schließlich Ausgleich 7:7
Als die Heimmannschaft die Führung übernahm, waren es die Gäste, die eine Auszeit brauchten um neue Anweisungen entgegenzunehmen.
Die Mühldorfer gingen in Führung, die Gäste blieben aber auf Tuchfühlung.
Erst spät im Satz gelang es den Mühldorfern sich etwas abzusetzen.
Und dann einen komfortableren Vorsprung herauszuarbeiten. Die etwa 100 Zuschauer hatten ihre Freude am Spiel und feuerten die Mannschaften kräftig an.
Der zweite Satz ging mit 25:20 an die Mannen des TSV.
Der dritte Satz:
Nun hatten sich die Mühldorfer gefangen und in ihr Spiel gefunden. Sie gingen von Anfang an in Führung. - 5:3
Günther Thomaes Mine war aber noch nicht entspannt.
Diesmal brauchten die Garchinger eine Auszeit und neue Anweisungen und zeigten erste Ermüdungserscheinungen. Im Gegensatz dazu ermunterte Thomae seine Leute.
Der Abstand vergrößerte sich nicht, obgleich die Mühldorfer immer vorne weg zogen.
Die Gäste holten auf und glichen zum 10:10 aus.
Sie gingen sogar mit 10:12 in Führung.
Da mußte ihnen Günther Thomae noch einmal ins Gewissen reden.
Das Blatt wendete sich wieder und die TSV-Mannen gingen in Führung.
Die gaben sie aber wieder aus der Hand, so daß es bei 17:17 wieder zum Gleichstand kam.
Schließlich gewannen die TSV-Volleyballer den dritten Satz mit 25:20.
Auch der vierte Satz begann wie die vorherigen: Die Gäste zogen davon: 1:4
Dann aber drehten die Hausherren den Spieß um und gaben das Heft nicht mehr aus der Hand.
Er ging mit 25:10 an den TSV Mühldorf, der so mit 3:1 Sätzen dieses Match gewinnt.
Da die TSV Volleyballer auch das Spiel gegen den Tabellenletzten Rottenburg am Tag darauf ebenfalls mit 3:1 Sätzen gewonnen haben, ist nun der Aufstieg perfekt. Dazu gratulieren wir herzlich.
Gleichzeitig denken wir aber, daß in der Regionalliga andere Gegner warten und ein anderes Auftreten nötig sein wird. Aber – um sich darauf vorzubereiten haben die Volleyballer jetzt einige Monate Zeit. Blickt man auf die ablaufende Saison zurück, ist davon auszugehen, daß sie die „Chance Regionalliga“ genau so konsequent nutzen werden, wie sie souverän durch diese Saison gegangen sind. Bleibt noch zu hoffen, daß dann mehr Zuschauer kommen, als das in diesem Jahr zu beobachten war. Zu wünschen wär’s Mannschaft und Verein.
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Bringen A94 und Bahnausbau Arbeitsplätze in die Region? LR Georg Huber gibt Antwort
12:45
08 25.02.10
Nicht so viele Mitglieder wie in den vergangenen Jahren kamen diesmal zum politischen Aschermittwoch nach Schwindegg. CSU-Vorsitzender Martin Thalmaier konnte konnte zahlreiche Bürgermeister, Kreis- und Gemeinderäte begrüßen, und auch stellvertretende Landrätin Eva Köhr. Ingrid Obermeier-Osl freute sich, fast 30 Mitglieder ihres Gewerbeverbandes willkommen heißen zu dürfen.
Landrat Georg Huber meinte, die Frage im Thema könne man so einfach nicht beantworten. Er gehe davon aus, daß die Autobahn in den kommenden acht bis 10 Jahren fertiggestellt werden wird. Bei der Autobahn ist noch mehr zu tun. Sie wäre nicht nur zu bauen sondern müsse auch europäischen Character und europäische Bedeutung bekommen.
Anhand von Statistiken wollte er nachweisen, wie sich die Bevölkerung im Landkreis entwickelt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze im Landkreis hat sich sein 1980 von 24.077 auf 30.559 erhöht, eine Zunahme um 6.482, also fast 27 %. Von 2003 bis 2008 wäre die Zahl der Gewerbe in Summe um 85 angestiegen.
Blickt man auf die Bevölkerungsstruktur, so lebten im Jahr 2000 im Landkreis unter 20-jährige 25.056, im Jahr 2008 aber trotz einer Zunahme der Gesamteinwohnerzahl um etwa 2.000 nur noch 23.550.
Eine ähnliche Entwicklung bei den 20- bis 40-jährigen: 2000 lebten 30.124 Mitbürger dieser Altersgruppe im Landkreis, 2008 waren es nur noch 25.664, also 4.460 weniger.
Diese Veränderungen verdeutlichen den steigenden Altersdurchschnitt der Bevölkerung im Landkreis. Dies führe zur Abnahme der Bevölkerung im Landkreis, die natürlich Konsequenzen für die Wirtschaft hat:
Es wird sehr schwierig werden, die bestehenden Arbeitsplätze neu zu besetzen. Es stehen 6.000 junge Menschen weniger bereit, dafür aber immer mehr ältere.
Landrat Georg Huber stellte resigniert fest, daß auch eine überregionale Initiative daran nichts ändern werde. Auch billiger Baugrund locke niemanden aus den Ballungszentren in unseren Landkreis wenn die sonstigen Strukturen nicht paßten.
Auch die Prognosen für die Jahre 2010 bis 2058 verdeutlichen diese Entwicklung: Derzeit lebten gehörten 41,7% der Einwohner zur Altersgruppe der über-40-jährigen. 2018 wird diese Zahl auf 44,1% steigen, 2028 45,8% und 2058 49,3%. Dies unter der Voraussetzung, daß auch weiterhin so viele Menschen in den Landkreis zuziehen die derzeit. Woher aber sollen diese Bewohner kommen? Georg Huber bezweifelte das.
Dies bedeute zusammenfassend: (O-Ton)
Thema Bildung: Derzeit gebe es im Landkreis 24 Grundschulen, 9 Hauptschulen, eine Wirtschaftsschule, zwei Realschulen und drei Gymnasien. Zudem eine Förderschule mit 443 Schülern. Ohne die Förderschule sind also je ein Drittel der Schüler an Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Die fünf berufsbezogenen Schulen besuchen 3.412 Schüler.
Auch wenn jedes Jahr viele Schüler diese Schulen erfolgreich verlassen würden, gebe es doch 97 Hauptschulabgänger und 43 Förderschüler ohne Abschluß, also 140 Schüler ohne Abschluß. Diese Schüler haben in einem zunehmend anspruchsvollen Berufsleben kaum Chancen.
Die folgenden Zahlen beziehen sich auf Bayern, weil sie für den Landkreis nicht zur Verfügung stehen: In Bayern gibt es 1 Million 926.000 Familien, also Lebensgemeinschaften mit mindestens einem Kind. Dazu gebe es 394.000 Alleinerziehende mit mindestens einem Kind, wovon 336.000 Alleinerziehende Mütter mit mindestens einem Kind. Von den 394.000 Alleinerziehenden sind 236.000 aktiv erwerbsfähig, 128.000 ganztägig, 109.000 Teilzeit.
Derzeit wären im Landkreis 3.246 Personen arbeitslos gemeldet. Hartz IV bezögen 2.521 Bedarfsgemeinschaften also 4.681 Personen. Auspendler gebe es 15.609.
Diese Entwicklung läßt Euphorie nicht aufkommen. Insbesondere ist nicht zu erwarten, daß die Fertigstellung der Autobahn und der Ausbau der Bahnstrecke mehr Wirtschaft und mehr Arbeit bringen wird. Die Gemeinden könnten nicht mit einer Aufwärtsentwicklung rechnen – eher das Gegenteil wird eintreten: Sinkende Einkommenssteuereinnahmen stehen steigenden Lebensunterhaltszahlungen entegegen.
O-Ton: „Aber ich möchte nicht der Landrat eines niedergehenden Landkreises sein, sondern ein Mitgestalter ...)
Das könnte er aber nur zusammen mit der gesamten Bevölkerung, den Gemeinden, Märkten und Städten und allen verantwortlichen Politikern. Nur gemeinsam werde man es schaffen, die Region zu erhalten. Zu der Region zählten auch die Landkreise Altötting, Rottal-Inn und Teile von Erding.
Diese Entwicklung hätte er schon 2002 eingeleitet und auf sechs Säulen aufgebaut, von denen er in der Folge zwei genauer erläuterte. Diese Handlungsfelder wären: Wirtschaftsförderung, Verkehr und Infrastruktur, Bildung und Erziehung, Natur und Lebensqualität, Freizeit und Tourismus und Soziale Netzwerke.
Als er diese Entwicklung eingeleitet hat, wurde er stark kritisiert und diese Kritik ist bis heute nicht vollständig verstummt. Dabei hätte schon damals diese Entwicklung eingesetzt. Schon damals wären junge Menschen aus dem Land in die Ballungszentren abgewandert. Nun verkauften auch Ältere ihre Häuser – manche sogar weit unter Wert – und kehrten in die Ballungszentren zurück. Das hieße, wir finanzierten die Ausbildung der jungen Leute, die dann gezwungen wären, zum Studium in die Großstädte zu ziehen, wo sie ein ganz anderes Lebensumfeld kennenlernen würden. Auch der Kostenvorteil auf dem Land zähle in Zeiten steigender Energie und Verkehrskosten nicht mehr.
Alle genannten Handlungsfelder stünden unter einem gemeinsamen Dach: (O-Ton Der Landkreis .....)
Bahnausbau und Ausbau der Infrastruktur können und dürfen nicht der alleinige Garant für die positive Entwicklung sein. Sie garantieren nicht den Zuzug und das Wachstum der Wirtschaft, sie können sogar genau das Gegenteil bewirken. Um dies zu verhindern müssen ALLE Standortvorteile ständig verbessert werden. Deshalb betreibe der Landkreis seit 2004 eine aktive Wirtschaftsförderung. (O-Ton: 1:14:16:21.- Wir können nur dann...)
Nur unter Umsetzung der sechs Handlungsfelder, die wie Puzzle-Teile ineinandergreifen wird es möglich sein, den Landkreis vorwärts zu führen.
Im weiteren führte Landrat Schorsch Huber zwei der sechs Säulen seiner Tätigkeit aus und widmete sich zunächst dem „Familienfreundlichen Landkreis im Osten von München“.
Nur wenn ganze Familien Unterstützung und in jedem Lebensbereich fänden, würden sie sich wohl fühlen und bleiben.
Das Gesicht der Gesellschaft hätte sich sehr verändert. Heute müßten beide Elternteile einer Berufstätigkeit nachgehen, weil anders die Haushalte finanziell nicht über die Runden kommen
würden. Um jungen Paaren das Kinderkriegen zu erleichtern müßten Kinderbetreuungsplätze an Arbeitsplätzen zur Selbstverständlichkeit. Nur so könne man junge hoch qualifizierte Familien in der Region halten.
Auch die Senioren rücken so in den Blickpunkt: 28% der Landkreisbewohner wären derzeit älter als 60 Jahre. 35,9% werden es 2028 sein. Daraus resultiere dringender Handlungsbedarf. Die Erstellung eines Seniorenpolitischen Konzeptes ist deshalb unumgänglich und bereits im Entstehen und zur Veränderung der Politik beitragen, die auf die älter werdende Bevölkerung abgestimmt werden muß. Trotz steigenden Bedarfs ergreifen immer weniger junge Menschen Pflegeberufe. Mit Geld könne man jedoch einen würdigen Lebensabend nicht erkaufen!
Für Senioren besonders wichtig wäre auch der Öffentliche Personennahverkehr. Es müsse besonders älteren Menschen möglich sein, jeden Punkt im Landkreis zu jeder Zeit erreichen.
Auch das Potential müsse gehoben werden, das in Senioren schlummere.
Weiter führte Landrat Georg Huber das Bildungsprojekt „Lernen vor Ort“ aus, für das der Landkreis mit 40 anderen Kommunen in Deutschland ausgewählt wurde. Viele Schritte hin zur „lernenden Region“ wären bereits unterwegs, es fehle noch eine Hochschule, die zu etablieren wäre – notfalls mit anderen Fachhochschulen, wenn Rosenheim nicht mitmache. Der distanzierten Haltung der Hochschulen hielt er entgegen: (O-Ton)
Wer DAS nicht verstehe, werde mit deutlichen Worten dahin gebracht werden müssen. Es gehe nicht an, daß auch 27/28-jährige vom Staat nicht mehr unterstützt werden, obwohl hier besonders qualifizierte Fachleute herauskommen.
Alles zusammengenommen zeige, daß die Entwicklung des Landkreises und der gesamten Region nicht von Autobahn und Bahnausbau abhingen. Die Infrastruktur wäre nur ein Baustein, den es zu entwickeln gebe. Schorsch Huber lud die gesamte CSU, JU, FU und alle Bürger im Landkreis daran mitzuarbeiten, den Landkreis fortzuentwickeln.
In der folgenden Diskussion kritisierte vor allem Eberhard Greilmeier die Familienpolitik der Bundesregierung, die er mit 68er Idealen verglich und weit weg vom christlichen Familienbild sah. Er mißbilligte mit deutlichen Worten Familien, die ihre Kinder von klein auf in die Krippe abschieben würden. Später würden ihnen die Kinder ja doch vorhalten, daß die Eltern nie Zeit für sie gehabt hätten.
Landrat Schorsch Huber gab ihm teilweise Recht, wies aber darauf hin, daß die Einkommen eines alleinverdienenden LKW-Fahrers heute eben nicht mehr ausreichten für den Unterhalt einer vierköpfigen Familie mit Miete, Energiekosten, Auto und Ausbildung der Kinder.
Auch Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner unterstrich die veränderten Anforderungen, die aus den grundsätzlichen Änderungen der Lebensbedingungen resultierten. Er würdigte die Arbeit des Landkreischefs und sagte ihm die uneinegeschränkte Unterstützung der Gemeinden im Landkreis bei der Umsetzung des Sech-Säulen-Programms zu.
Zusammenfassend ist festzustellen, daß der politischen Aschermittwoch im Landkreis – zumindest auf Seiten der CSU – den Pfeffer früherer Jahre verloren hat. Und das ist gut so. Es geht schließlich nicht darum, die anderen politischen Kräfte vorzuführen oder schlecht zu reden. Vielmehr geht es darum, den Landkreis vorwärts zu bringen. Und dabei ist die Mitwirkung ALLER politischen Kräfte nötig.
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Die romantische Hans-Rambold-Straße
7:20
Es war genau an dem Tag, an dem Blitzeis die Straßen eigentlich unpassierbar und die Landschaft in düsteres Licht getaucht hatte. Im Regen kamen deshalb die Musiker lieber zu Fuß zur Gemeindegrenze, wo sich neben dem Wegkreuz Gemeinderäte, Bürgermeister, Vertreter von Ingenieurbüro und Baufirmen und Monsignore Engelbert Wagner eingefunden hatten, um die neue Straße dem Verkehr zu übergeben.
Kalt war’s nicht nur den Musikern, die mit Handschuhen ihre Instrumente spielten, sondern auch den Gästen, die Buchbachs Bürgermeister Thomas Einwang zu dieser kurzen Feier begrüßte.
Und weil das Wetter gar so unwirtlich war, übersprang Thomas Einwang den ersten Tagesordnungspunkt „Ansprache“ und ging gleich zu Punkt 2 über: „Segen“.
Monsignore Engelbert Wagner betonte, daß die Gemeindeverbindungsstraße nicht nur ein Weg von Buchbach nach Schwindegg wäre sondern auch die Gemeinden und Bürger verbinden würde. Er zitierte aus der Heiligen Schrift das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter und verglich die Gemeindeverbindungsstraße mit der Straße zwischen Jericho und Jerusalem und Samaria mit Buchbach, Walkersaich und Schwindegg. Er hoffte, daß es niemandem so ergehen möge, wie dem Kaufmann im Gleichnis und erbat den Segen für alle, die diese Straße nutzen würden.
Das Band, das die Straße auch symblolisch frei gab, durchschnitten von links Monsignore Wagner, Bürgermeister Thomas Einwang, Xaver Vaas vom Ingenieurbüro Sehlhoff, Herr Wasmeier von der Baufirma Schwarzenbeck und Schwindeggs Bürgermeister Dr. Karl Dürner.
Die Blasmusik unterstrich die Freude an der neuen Straße.
Schwindeggs Bürgermeister Dr. Karl Dürner hatte noch etwas...
Im Vergleich zu früher wäre die Straße jetzt ein Juwel. Es war nicht ganz einfach, diese Straße so auf Vordermann zu bringen. Deshalb wäre das Geleistete ein Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit.
Der Vater des Ausbaus dieser Straße wäre leider nicht da (O-Ton: So a adrahta Hund – wiara is...) Ihm und seinen Kontakten wäre es zu verdanken, daß diese Straße ins Zuschußprogramm gekommen wäre. Deshalb wollte er ihm ein Denkmal setzen: Einen Hans-Rambold-Gedächtnis-Pfosten. Der würde – sollte er nicht gestohlen werden – später noch richtig fest eingeschlagen....
Später beim Wirt berichtete Thomas Einwang die Geschichte, wie es dazu kam, daß diese kleine Straße bezuschußt wurde und damit erst gebaut werden konnte:
Seit Mitte der 80er Jahre hätte man schon versucht, die Straße zu erneuern. Aus Kostengründen wurde aber lediglich die Asphaltdecke verstärkt.
Weil die Straße in so schlechtem Zustand war, verstärkten die Gemeinden ihre Bemühungen, wobei Hans Rambold seine guten Kontakte bei der obersten Baubehörde nutzte.
Am 27. September beschloß der Marktgemeinderat, das Ingenieurbüro Sehlhoff mit der Planung zu beauftragen. Am 13. Februar 2007 folgte die Entscheidung für den Ausbau unter der Bedingung der Förderung durch die Regierung von Oberbayern. Den Förderantrag brachte Bürgermeister Thomas Einwang am 16. Dezember 2008 selbst nach München.
Schon am 22. Dezember erhielt die Gemeinde Buchbach die Zusage der Regierung von Oberbayern, daß sie 61% des förderfähigen Anteils an den Gesamtkosten in Höhe von 559.000 Euro übernehmen würde, maximal jedoch 340.000 Euro.
Am 14. Juli 2009 beschloß der Marktgemeinderat in Buchbach, die Bauarbeiten an die Garser Firma Schwarzenbeck zu vergeben, die schon Ende November die Fertigstellung vermelden konnte. Für die pünktliche und preiswerte Ausführung der Arbeiten dankte Thomas Einwang den beteiligten Firmen. Er würdigte die unkomplizierte und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Schwindegg, dankte den Grundstückseigtentümern für die gute Kooperation, den Anliegern für ihr Verständnis währen der Bauzeit und den beteiligten Regierungsstellen für ihre schnelle Zusage der Förderung des Projekts.
Sein besonderer Dank galt aber seinem Vorgänger Hans Rambold, dessen hartnäckiges Ringen um die Zuschüsse sich schließlich ausgezahlt hätte.
Thomas Einwang wünschte der Straße stets unfallfreie Benutzung, daß sie „ewig“ halte – na ja – zumindest sie alle überlebe und auch, daß die Straße nicht nur dem Verkehr zwischen den Gemeinden diene sondern auch die gute Zusammenarbeit weiter stärke, mit dem Ziel, für die Region das Maximale zu erreichen.
Schwindeggs Bürgermeister Dr. Karl Dürner hatte dem Gesagten nichts hinzuzufügen. Weil Buchbach von Anfang an das Projekt geführt hatte, beschränkte sich die Rolle Schwindeggs darauf, den relativ kurzen Abschnitt auf dem Gemeindegebiet zu begleiten. Auch wenn dieses Stück Straße, das er als ihre „romantische Straße“ bezeichnete, nun den Charakter eines Schleichweges verloren hätte, hoffte er, daß es nicht zu Unfällen kommen und die Straße sie alle überleben werde.
(O-Ton)
Auch bei Monsignore Engelbert Wagner bedankte sich Dr. Karl Dürner, bat die Anwesenden aber um Verständnis, daß er das Wetter nicht hingebracht hätte. So konzentriert wäre er halt nicht mehr, weil er ja auch bald aufhört... !
Und wie das halt in Bayern so ist, feierten die Gäste die neue Straße mit einem gemeinsamen Mittagessen. Die Kosten dafür – ja die teilten die Gemeinden auf, so, wie sich die Straße auf die Gemeindegebiete aufteilt. Ordnung muß schließlich sein!
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Bodendenkmäler: Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch und MdL Bernd Sibler: Alles halb so wild...?
7:15
Mit Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch waren der Vorsitzende des Landesdenkmalrates MdL Bernd Sibler und der Betreuungsabgeordnete der FDP-Fraktion Tobias Thalhammer gekommen.
Nach ihrem zweistündigen Gespräch teilten die Teilnehmer folgendes mit:
Landrat Huber stellte fest, das Gespräch hätte der Diskussion sehr viel Schärfe genommen. Daß die Wogen so hochschlugen, führte er auf die schlechte Kommunikation in der Vergangenheit zurück. Da sollte künftig ein anderer Weg beschritten werden.
Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch stellte zunächst fest, es wäre sein Prinzip, problematische Situationen durch persönliche Gespräche bereinigen zu helfen. Allerdings war er nicht gekommen um Einzelprobleme zu lösen sondern um das Gesamtverfahren aus Sicht der Gemeinden kennenzulernen. Die angestrebten Lösungen sollten einerseits den Gemeinden und den Bürgern zu ihrem Recht verhelfen, andererseits aber auch den hohen Stellenwert des Denkmalschutzes unterstreichen. Es soll erreicht werden, daß die Denkmalschutzbehörde dem Bürger nicht mehr obrigkeitsstaatlich entgegentritt sondern auf gleicher Augenhöhe. Nun müßte im Einzelfall geprüft werden, wie das umgesetzt werden kann.
Der Vorsitzende des Landesdenkmalrates – MdL Bernd Sibler – betonte, sein Gremium, zu dem Historiker, Architekten und Kommunalpolitiker gehören - hat im Konfliktfall das letzte Wort. Besonders die Beteiligung der Kommunalpolitiker sollte für die Vertretung der Interessen der Gemeinden und Bürger stehen.
Bernd Sibler beschrieb den Stand des Verfahrens: Das Landesamt für Denkmalpflege hätte einen Vorschlag erarbeitet, der nun den Gemeinden zur Stellungnahme zugeleitet wurde. Nach den Diskussionen der vergangenen Monate ist zu erwarten, daß die Gemeinden diesem Verfahren das Benehmen nicht erteilen werden. Die Gemeinden werden wohl eine massive Verkleinerung der Flächen fordern. Besonders für den Bereich des Mühldorfer Harts läge ihnen bereits ein Zwischenbericht vor, der zeige, daß die ursprünglich vorgesehene Fläche berits um 80% reduziert worden war. Bernd Sibler geht davon aus, daß ähnliches auch bei den anderen Flächen erfolgen wird. Nach Vorliegen der Stellungnahmen aus den Gemeinden wird sich wohl der Landesdenkmalrat damit befassen und die verschiedenen Interessen abwägen. Dabei müssen sie fachliche Bedürfnisse und Bedürfnisse der Kommunalpolitik berücksichtigen. Dieses Verfahren hat in den zurückliegenden Jahren immer gute Kompromisse erbracht. Das bedeutet natürlich auch, daß Maximalforderungen nicht erreicht werden, weder von Seiten des Landesdenkmalamtes noch von Seiten der Bürger. Allerdings müssen bei der Entscheidung Grundsätze angelegt werden, die für ganz Bayern Gültigkeit haben und notfalls auch vor Verwaltungsgerichten Bestand haben.
Er bot an, anstehende Baumaßnahmen auf Flächen, bei denen klar wäre, daß dort keine Bodendenkmäler mehr vorhanden sein können, über ein verkürztes Verfahren in Angriff nehmen zu lassen. Damit soll Planungssicherheit für die Bürger geschaffen werden.
Landrat Georg Huber betonte die Wichtigkeit des Erhalts des Mühldorfer Harts. Dieser Bereich soll so schnell wie möglich zum Denkmalort werden. Dazu ist natürlich die Zustimmung der Grundstückseigentümer und der Gemeinden und die Mitwirkung des Landesamts für Denkmalpflege nötig.
Staatssekretär Dr. Marcel Huber dankte zunächst Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch für seinen Besuch und meinte, das wäre genau der richtige Weg, solch konfliktträchtige Themen anzugehen. Auch er bezeichnete das Gespräch als gutes Gespräch. Die beteiligten Bürgermeister hätten alle anschauliche Beispiele mitgebracht, die geeignet waren, Bürger mit gesundem Menschenverstand Zweifel am Handeln Landesamtes für Denkmalpflege aufkommen zu lassen.
Daß vieles aber seitens des Denkmalamtes gar nicht so gemeint war, wie es durch die Darstellung im Bayernviewer im Internet verstanden wurde, zeige deutlich, daß hier Verbesserungsbedarf in der Kommunikation besteht. Man müsse den Bürgern die Bedeutung der rot markierten Flächen erklären. Ob dies vorläufig, vorübergehend oder mit Konsequenzen behaftet ist, das müsse jedem klar gemacht werden.
Besonders im Bereich des Mühldorfer Harts wäre die Frage zu klären, welche Flächen tatsächlich schutzbedürftig sind. Das heiße, die sogenannte Benehmensherstellung müsse dringend überarbeitet werden. Es müssten schon vor der Festlegung der Flächen Gespräche mit ortskundigen Fachleuten geführt werden, die dazu geeignet sind, Flächen auszugrenzen, in denen nichts schützenswertes zu erwarten ist.
Bezüglich des Mühldorfer Harts wären zahlreiche Detailfragen zu klären: Wenn – wie er forderte – schnellstmöglich ein Denkmalort entstünde, müßten doch die denkmalschützerischen Anforderungen erfüllt bleiben. Dabei müsse geklärt werden, wie weit das damalige Rüstungsprojekt überhaupt schützenswert ist.
(O-Ton)
Auf Frage gaben Dr. Marcel Huber und Dr. Marcel Huber an, daß die Flächen, die im „Bayernviewer“ rot markiert sind, den Stand nach mehrfacher Überarbeitung darstellten und keinen rechtskräftigen Bescheid darstellten.
Landrat Georg Huber betonte, daß im Bereich des Mühldorfer Harts sowohl der Landkreis als auch die Bürgermeister der Gemeinden keine Probleme mit der Ausweisung der Bodendenkmäler haben – wohl aber bei Flächen, die zu groß sind und bei denen nachweislich nichts Schützenswertes ist. Landrat Georg Huber kündigte an, einen Techniker des Landratsamtes damit zu beauftragen, sich grundsätzlich um das Thema Denkmalschutz zu kümmern und Bürger, Städte und Gemeinden zu betreuen. (O-Ton: So etwas darf es nicht mehr geben )
Landrat Georg Huber stellte als Ergebnis des Gespräches fest, es hätte den Bürgermeistern ermöglicht, einerseits ihre Probleme darzustellen, andererseits aber auch Vertrauen dahingehend zu schaffen, daß ein Weg gefunden werden wird, die Emotionen zu dämpfen und einen gangbaren Weg zu finden, der sachlich alle Bedürfnisse berücksichtigt.
Staatssekretär Dr. Marcel Huber und Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch betonten, daß zwar nicht alle Probleme behoben sind, beide aber darauf hin arbeiten wollen, die aufgetretenen Fragen zu beantworten. Das sagte Dr. Wolfgang Heubisch zu.
Abschließend bedankte sich Landrat Georg Huber bei Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch für das persönliche Eingreifen in diesem strittigen Thema und überreichte ein Geschenk.
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Gäste aus Belfast/Nordirland an der schmerzfreien Klinik Mühldorf
4:40
Von der Ulster-Klinik in Belfast in Nord-Irland war kürzlich Besuch an die Kreisklinik nach Mühldorf gekommen um sich hier über die Schmerztherapie zu informieren. Wir berichtet, ist die Kreisklinik eine von nur 30 Kliniken in Deutschland, die als „schmerzfreies Krankenhaus“ zertifiziert sind. Nach einer kleinen Oberbayernrundfahrt hieß die Klinik die Gäste willkommen.
Chefarzt Dr. Martin Kahl erzählte, er hätte Oberarzt Dr. Matthias Richl zu einem Treffen von Schmerztherapeuten nach Belfast entsandt. Dr. Richl kam begeistert zurück und initiierte den Austausch mit den irischen Ärzten und Schwestern. Dr. Martin Kahl freute sich über den Erfahrungsaustausch mit den Gästen, die zwei weitere Tage an der Klinik bleiben würden.
Am nächsten Tag haben wir zwei der Gäste begleitet und mit ihnen gesprochen.
Die Patientin war am Vortag operiert worden und erhielt schmerzstillende Mittel. Sie bestätigte, daß sie Schmerzen nur in besonderen Situationen verspüre und diese Behandlung jederzeit wieder machen würde. Die Gäste ließen sich über Methoden und Verfahren informieren.
Herr Dr. Richl, wie ist dieser Besuch zustande gekommen und was ist damit beabsichtigt? (O-Ton)
Frau Morrison, wie sind Ihre ersten Eindrück? (O-TON – It’s beautiful!!!  ) (Das müß’ma natürlich übersetze: ) Es ist wundervoll hier! Ich war schon vor ein paar Jahren hier beim Skifahren und kenne Bayern ein bißchen. Wir haben auch Glück mit dem Wetter gehabt, es hat alles gepaßt.
Was haben Sie hier in der Klinik schon gesehen? Noch nicht so viel. Gestern wurden wir sehr schön empfangen und haben eine Menge Leute kennengelernt.
... und von medizinischer Seite? Konnten Sie bereits Neues entdecken - und erwarten Sie hier Neues? Wir erwarten viel Neues zu lernen. Allerdings ist das unser erster Tag und da hatten wir noch nicht so viele Möglichkeiten.
Mr. Higgs - erwarten Sie viel Neues hier? (O-Ton) Es geht in erster Linie darum, zu unsere Arbeit mit der zu vergleichen, wie wir in Nordirland arbeiten. Die Methoden können sich doch sehr unterscheiden.
Dabei haben Sie durch Ihr ganz anderes Gesundheitssystem sicher andere Voraussetzungen? Leider kenne ich das deutsche System nicht so genau. In Großbrittannien haben alle Bürger freien Zugang zum Gesundheitswesen – ein großer Vorteil und ein gutes System.
Vielen Dank, viele neue Erkenntnisse und einen angenehmen Aufenthalt.
Wenn ein regelmäßiger Austausch zustande kommt – wie Dr. Richl andeutete - werden wir wohl künftig öfters Gäste begrüßen können. Die Kreisklinik auf dem Weg zu internationaler Bedeutung?
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Vereinigen sich die drei Mühldorfer CSU Ortsverbände? JHV beim CSU OV Mühldorf-Stadt
12:00
145 Mitglieder hat der Ortsverband Mühldorf Stadt der CSU. Und trotz des brisanten Tagesordnungspunktes „Zusammenschluß“ der drei Mühldorfer Ortsvereine waren nur 23 Mitglieder gekommen..... nicht einmal alle Mitglieder der CSU Stadtratsfraktion!
Dafür konnte Vorsitzender Schorsch Grundner die Vorsitzenden der Ortsvereine Altmühldorf Stefan Lasner und Mößling Sepp Bernhard und Kreisvorsitzenden, MdL und Staatssekretär Dr. Marcel Huber begrüßen. Gekommen waren auch zweiter Bürgermeister Paul Schwarz, AKS-Vorsitzende Roswitha Mayerhofer und Kreishandwerkermeister Sepp Eichner.
Zunächst gab Vorsitzender Schorsch Grundner seinen Bericht. Er wäre immer für ein einheitliches Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit eingetreten.
Seine Arbeit hätte mit einem viel beachteten Antrag an den Stadtrat begonnen, der das Heilig-Geist-Spittal zum Thema gehabt hatte. Trotz ausführlicher Diskussion im Stadtrat, die mit einer Abstimmung geendet hatte, erhielt er bisher keine Antwort, die er schon erwartet hätte. Es wäre auch erstaunlich ruhig geworden um das Spittal, obwohl hier das Ende einer Einrichtung eingeläutet worden ist, die es seit 1472 in der Stadt gibt.
Auch die einheitliche Ablehnung des Haushaltsentwurfes durch die Mitglieder der CSU-Fraktion im Stadtrat wurde in der Öffentlichkeit gewürdigt. Dem Bürgermeister warf Schorsch Grundner schlechten Stil vor, weil der in einem Schreiben an die Vereine die Mitglieder der CSU-Fraktion für die Kürzung ihrer Zuschüsse verantwortlich gemacht hatte.
Bei den Wahlen 2009 hätten sie tatkräftig mitgeholfen. Eine tolle Veranstaltung wäre der Besuch von Ministerpräsident Horst Seehofer im Weißbierzelt gewesen.
Gemeinsame Veranstaltungen der drei Mühldorfer CSU-Ortsverbände, wie der kommunalpolitische Abend, das Polit-Radeln, das Grillfest und der gemeinsame Volksfestbesuch oder eine gemeinsame Wahlveranstaltung hätten gezeigt, daß die drei Ortsverbände näher zusammengerückt sind.
Schorsch Grundner dankte allen für ihre Unterstützung in den zurückliegenden Monaten.
Kassenwart Andreas Girnus trug den Kassenbericht vor, der – wie er sagte – nicht besonders umfangreich war, weil 2009 recht ruhig verlaufen war. Einnahmen in Höhe von 10.950 Euro standen Ausgaben von 7.227 Euro gegenüber, ein Überschuß von 3.723 Euro.
Kassenprüfer Siegfried Hümmrich-Welt attestierte der Kasse ordentliche Führung und beantragte die Entlastung von Kassier und Vorstandschaft, die einstimmig erteilt wurde.
Schorsch Grundner widmete sich nun dem beabsichtigten Zusammenschluß der drei Ortsverbände, die – wie er sagte – rein gar nichts mit den Mitgliederzahlen der drei Ortsverbände zu tun hat. Es ginge einzig darum, sich schlagkräftig aufzustellen um für künftige Aufgaben gerüstet zu sein. Frauenunion und Junge Union hätten bereits jetzt nur einen Ortsverband. Besonders den Mitgliedern der jungen Union wäre es deshalb kaum zu vermitteln, daß sie nach dem Ausscheiden einem Ortsteilverband zugeordnet werden würden.
Er bestätigte, daß auch nach dem Zusammenschluß Bräuche und Veranstaltungen der jetzigen Ortsteilverbände erhalten bleiben würden. So bräuchten die Mößlinger natürlich nicht auf ihr traditionelles Fischessen zu verzichten.
Der Zeitpunkt wäre mit Bedacht gewählt: Wenn jetzt die Gespräche beginnen würden, hätte man genug Zeit, den Zusammenschluß durchzuführen und dann noch einmal genug Zeit, um sich für die Kommunalwahl 2014 schlagkräftig aufzustellen.
Schorsch Grundner schlug den Mitgliedern folgenden Beschluß vor: (O-Ton)
Es gab zahlreiche Wortmeldungen zu diesem Vorschlag:
Fraktionsvorsitzende Ilse Preisinger-Sontag unterstützte den Antrag, weil im Stadtrat schon jetzt alle Ortsteile in einer Fraktion zusammenarbeiten würden. Dies sollte sich auch im Ortsverband der CSU wiederspiegeln.
Zweiter Bürgermeister Paul Schwarz beklagte den Mangel an Nachwuchs. Da es heute ohnehin schwierig wäre, Menschen zum Mitmachen zu bewegen, müsse man jede Chance nutzen, die CSU zu stärken.
Die gebürtige Tögingerin Roswitha Mayerhofer erinnerte daran, daß Mühldorf schon vor über 30 Jahren eine Einheit geworden ist. Jetzt würden auch noch die Pfarreien zusammengelegt. So müsse auch die CSU eine Einheit sein, der Zusammenschuß der Ortsvereine deshalb zwingend nötig.
In die selbe Kerbe schlug auch der ehemalige Stadtrat Georg Grundner senior.
Kreishandwerkermeister Sepp Eichner kam gerade von einer Veranstaltung der „Inn-Salzach Euregio“ wo er das Zusammenwachsen Europas im Kleinen erlebte. Der Trend ginge eben zum Zusammenschließen und da könne sich die CSU in Mühldorf nicht abkoppeln.
Stadtrat Rupert Rigam versuchte Bedenken zu zerstreuen, die Ortsteilverbände würden untergehen. Vielmehr sollen die Veranstaltungen der Ortsteilverbände ausgeweitet werden, so daß alle Ortsteile daran teilnehmen und mitwirken können. Stärkung für die Zukunft liege einzig im Zusammenschluß.
Stadtrat Oskar Stoiber erinnerte daran, daß die CSU in Waldkraiburg seit der Vereinigung der vier Ortsverbände eine Macht und die tragende Partei in der Stadt geworden ist, an der niemand vorbei könne. Diesem Vorbild folgend ist die CSU in der Lage, nicht nur die Fraktion im Stadtrat zu stärken sonder unter Umständen sogar 2014 den Bürgermeister zu stellen. Würde man so weitermachen wie bisher, hätte man diese Chancen sicher nicht.
Kreisvorsitzender Dr. Marcel Huber betonte sein Bemühen, die CSU überall stark und effektiv aufzustellen, aber auch, für Frieden zu sorgen. Hochzeiten wären nur gut, wenn sie freiwillig geschlossen würden. Auf Druck von aussen würde keine Ehe gelingen. So wie sich die CSU als Bayerische Partei in Deutschland schwer tue, hätte die „CSU Oberbayern“ im bayerischen Parlament auch Probleme. Man müsse sich also als größtmögliche Einheit zusammenschließen um entsprechend wahrgenommen zu werden. Es wäre schon gut, bei Entscheidungen im Stadtrat als „CSU Mühldorf“ auftreten zu können und nicht nur als Ortsteilverband. Er rief alle Mitglieder auf, diesen Prozeß in Angriff zu nehmen. Es wäre genug Zeit, die Ortsverbände gesund zusammenführen zu können. Auf Dauer gebe es keinen anderen Weg.
Adolf Maderlechner – Mitglied im Ortsverein Mößling warnte mit Blick auf Waldkraiburg davor, daß kein Mitglied eines der kleineren Ortsverbände später ein Mandat im Stadtrat erreichen werde. Außerdem – so bemerkte Dr. Marcel Huber – wäre das eine Frage der Aufstellung der Liste vor der Wahl. Wenn sich Kandidaten zur Verfügung stellen würden, bestünde auch die Chance in den Stadtrat einzuziehen.
Schließlich unterstrich Kurt Bimsberger, daß sich der Stadtrat auch schon bisher um alle Stadtteile gleichermaßen gekümmert hätte. So würde es auch zukünftig bleiben. Auch Bimsberger betonte, die Vertretung der Stadtteile im Stadtrat resultiere aus der Riege der Kandidaten, die sich zur Wahl stellen.
Nachdem Schorsch Grundner den Text des Antrages nochmals vorgetragen hatte, stimmten die Mitglieder zu und beauftragen die Vorstandschaft damit, Gespräche mit den beiden anderen Ortsverbänden Gespräche über den Zusammenschluß aufzunehmen.
Kathrin Grundner berichtete von der Arbeit der Jungen Union. Nach Neuwahlen im März 2009 wurden zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt. Bei der Bundestagswahl unterstützte die JU den Kandidaten Stephan Mayer bei einer Vielzahl von Veranstaltungen. Die JU konnte sechs Mitglieder gewinnen und hat zählt jetzt 45 Mitglieder.
Auch Frauenunionsvorsitzende Claudia Hausberger berichtete von zahlreichen Veranstaltungen und Diskussionen etwa im Caritas Altenheim. Vor der Europawahl beteiligte sich die Frauenunion am Europaessen in Mettenheim. Bei der Bundestagswahl unterstützte auch die Frauenunion Kandidat Stephan Mayer. Betriebsbesichtigungen und Vorträge rundeten das Jahresprogramm ab.
Fraktionsvorsitzende Ilse Preisinger-Sontag berichtete aus der Arbeit der CSU-Fraktion im Stadtrat, wo viele Bauprojekte und Planungen zu behandeln waren. Ostumfahrung, Lärmschutz an der Friedhofstraße, Heilig-Geist-Spittal, Haushaltsablehnung und Schreiben des Bürgermeisters and Handwerker und Vereine, die Abstimmung der Stadtbusfahrpläne mit den Pendlerzügen und viele andere Themen beschäftigten den Stadtrat im zurückliegenden Jahr. Erst kürzlich hatte sich die Stadt dem Zweckverband Verkehrsüberwachung angeschlossen. Dieser Schritt war nicht aufzuschieben, da die einjährige Probezeit gerade abgelaufen war. Die Stadtratsfraktion nimmt doch sehr an der Gestaltung der Stadt teil, auch wenn dies nicht immer so lautstark bekannt wird.
Bevor Staatssekretär Dr. Marcel Huber sprach, kritisierte der ehemalige Stadtrat Georg Grundner die Investition in die Beleuchtung des Weihnachtsturms als überflüssige Ausgabe. Gespart würde in unserer fast zahlungsunfähigen Stadt überhaupt nicht!
Zweiter Bürgermeister Paul Schwarz widersprach ihm vehement und betonte, Kulturprogramm, Schulen, Beleuchtung und viele andere Dinge hätten zwar Geld gekostet, würden aber dazu beitragen, daß Firmen und Mitarbeiter sich hier ansiedelten und dann auch hier ihre Steuern bezahlen würden.
Schließlich sprach CSU Kreisvorsitzender und Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber über die aktuelle politische Situation. Das tat er sehr ausführlich, so daß wir hier nicht darauf eingehen wollen.
Schließlich ehrte Schorsch Huber langjährige Mitglieder. 25 Jahre dabei sind Frau Elisabeth Bohr, Kurt Mandlsberger, und Klaus Salzberger, die alle nicht gekommen waren.
10 Mitglieder wären seit 40 Jahren dabei, aber nur vier von ihnen waren gekommen. Sie erhielten Urkunde und Anstecker: Georg Denhöfer. Ebenfalls 40 Jahre dabei ist Sepp Eichner - - und auch Herrmann Haslbeck Schließlich Richard Kaufmann und Johann Schneider.
Ihnen allen dankte Schorsch Grundner für die langjährige Treue und die gute Unterstützung.
Nachdem sich die Geehrten zum Foto aufgereiht hatten, dankte Schorsch Huber und schloß die Versammlung.
Wir sind der Meinung, daß der Zusammenschluß der drei Ortsvereine längst überfällig ist. Es gleicht einem Anachronismus, daß es über 30 Jahre nach der Gebietsreform und damit der Eingemeindung der Ortsteile Altmühldorf und Mößling noch immer getrennte Ortsverbände gibt, die in Teilbereichen auch noch gegeneinander agiert haben. Daß es auch anders geht, zeigt die CSU in Waldkraiburg wo sie – wie Stadtrat Oskar Stoiber sagte – eine Macht ist!
Der Mößlinger Adolf Maderlechner irrte übrigens: Die Waldkraiburger Stadträtin Margit Roller stammt aus Ebing, kommt vom ehemaligen Ortsverein Ebing und bekleidet im Stadtrat sogar die Funktion der Verkehrsreferentin. Wir sind gespannt, wie sich die Mitglieder des Ortsvereins Mößling verhalten werden!

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