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Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
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Das gab's 2010 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im März 2010 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
37
Die richtige Zeit, sich selbständig zu machen... Die Messe "Existenz"
6:30
09 05.03.10
IHK Gremiumsvorsitzende Ingrid Obermeier-Osl stellte die Gründermesse „Existenz 2010“ vor, die erstmals im Kulturhof in Mettenheim stattfindet. Als Informationsveranstaltung für Menschen, die vor dem Schritt in die Selbständigkeit stehen, wäre diese Veranstaltungen mit ihren Beratungs- und Unterstützungsangeboten so wichtig wie nie zuvor. Während bis 2008 die Zahl der jährlichen Existenzgründungen rückläufig war, hätten sich erstmals 2009 wieder mehr Menschen dazu entschlossen, eine eigene Existenz zu gründen. Ingrid Obermeier-Osl führte dies auf die Wirtschaftskrise und die Situation auf dem Arbeitsmarkt zurück.
Die Fortsetzung dieses Trends zeige auch die steigende Nachfrage nach den Existenzgründerberatungsgesprächen, die die IHK anbiete. 2009 hätten im Landkreis Mühldorf 85 Existenzgründer diese Gespräche genutzt – 15% mehr als im Jahr 2008. Dieser Trend setzt sich auch 2010 fort.
Am meisten interessierten sich die Gründungswilligen für das Dienstleistungsgewerbe, weniger für den Handel und etwa 30% für das produzierende Gewerbe.
Im Landkreis Altötting hätten 2009 74 solcher Beratungsgespräche stattgefunden, ebenfalls eine Steigerung gegenüber 68 Gesprächen 2008.
In beiden Landkreisen trugen sich etwa genau so viele Männer wie Frauen mit Plänen, sich selbständig zu machen.
Obermeier-Osl betonte, daß Krisen häufig gute Chancen für Gründungswillige böten, weil besonders dann Nischenmärkte erkennbar würden, innovative und kreative Ideen auf besonders fruchtbaren Boden fielen.
Erfolgreich wären Gründungen nur mit bestmöglichen Informationen, den bestmöglichen Kontakten und einem stabilen persönlichen Umfeld. Nur eine markttaugliche Idee in Verbindung mit einem guten Geschäftskonzept führten zu langfristigem Erfolg. Allerding wäre die beste Geschäftsidee zum Scheitern verurteilt, wenn in der Vorbereitungs- und Startphase Fehler gemacht würden. Um diese zu vermeiden stehe die IHK mit umfangreichen Leistungen bereit.
Die Messe „Existenz“, die die beiden Landkreise Mühldorf und Altötting, die IHK und die Handwerkskammer gemeinsam ausrichten würden, wäre die ideale Gelegenheit, sich schnell und kompetent zu informieren. Von der Rechtsformwahl, Finanzierungsfragen, Marketingberatung über die Besonderheiten der Krankenversicherung bis hin zum Bankengespräch können Interessierte sich Tipps holen. Alles zusammen dient der Förderung der Gründerkultur, die Dynamik in die örtliche Wirtschaft bringen soll.
Sonja Schußmüller mußte Landrat Georg Huber entschuldigen, der wegen eines anderen Termins nicht anwesend sein konnte. Auch sie warb für die Messe, die mit neutraler und unabhängiger Beratung Mut zum Sprung in die Selbständigkeit machen soll. Die stark gefragten Beratungstermine bei der IHK und bei der Handwerkskammer zeigten, daß Bedarf für diese Messe besteht. 1010 Gewerbeanmeldungen in den ersten drei Quartalen 2009 stünden lediglich 776 Betriebsschließungen gegenüber. Trotz des Krisenjahres 2009 wären somit in den ersten drei Quartalen in Summe 234 Gewerbe neu dazugekommen – 53 mehr als im Vorjahreszeitraum.
Sonja Schußmüller zeigte sich zufrieden mit der Akzeptanz der Messe in den zurückliegenden Jahren und freute sich auch in diesem Jahr auf zahlreichen Besuch in Mettenheim.
Auch Ulla Stadler, Wirtsachaftsförderin des Landkreises Altötting mußte Landrat Erwin Schneider entschuldigen, der den selben Termin wahrnehmen mußte wie alle bayerischen Landräte. Auch sie nannte Zahlen: 2009 hätten wären Landkreis Altötting 1237 Gewerbe neu angemeldet und 915 abgemeldet worden, eine Zunahme von 322. Sie freute sich schon auf die Messe in Mettenheim und auf die zahlreiche Besucher. Tipps könne man nie genug haben, bei sooo einem wichtigen Schritt.
Hartmut Drexel von der Handwerkskammer zeigte sich zufrieden, daß es schon zur Tradition geworden ist, daß die Organisationen gemeinsam diese Messe ausrichten würden. Auch er erinnerte sich an die große Resonanz in den zurückliegenden Jahren. Für sie besonders wichtig ist die Nachbereitung und Begleitung der Jungunternehmer während des gesamten Gründungsprozesses. Drexel stellte fest, das Handwerk wäre ziemlich unbeschadet durch die Krise gekommen. Das resultiere einerseits aus den Konjunkturprogrammen, andererseits aber auch aus der guten Ausbildung der Mitarbeiter, den innovativen Produkten und dem Können der Handwerksbetriebe. So blicke das Handwerk sehr optimistisch in das Jahr 2010 und erwarte sogar Wachstum.
Handwerkskammer-Bildungszentrumsleiter Jochen Engelmeier betonte den Erfolg der Meisterkurse der Handwerkskammer, sowohl im fachspezifischen als auch im kaufmännischen Bereich. Die Messe 2010 biete geballte Information, die aber gute Vorbereitung auf den Besuch genauso voraussetze wie umfassende Beschäftigung mit dem erhaltenen Wissen nach der Messe.
Etwa 20 Aussteller werden im Kulturhof in Mettenheim Informationen anbieten und 14 Referenten dort Fachvorträge halten.
Die Messe „Existenz 2010“ findet am Samstag dem 13. März von 9 bis 16 Uhr im Kulturhof in Mettenheim statt.
38
Kann man Erfolg lernen? - Das erste Waldkraiburger Erfolgs-Forum
8:20
Zusammen mit der Waldkraiburger Stadtmarkteting GmbH und mit Unterstützung einer örtlichen Bank hatte Manuela Keller – Vorsitzende der Industriegemeinschaft Waldkraiburg-Aschau das erste Erfolgsforum in Waldkraiburg organisiert. Jetzt werden Sie sich fragen, was ist ein Erfolgs-Forum? Kann mann da lernen, wie man Erfolg hat? (O-Ton Markus Stern)
Die Riege hochkarätiger Referenten war sicher nicht leicht zu engagieren? (O-Ton) In gewisser Hinsicht kann man das tatsächlich. Und dieses Wissen vermittelten fünf Referenten, die zusammengenommen die halbe deutsche Industrie „auf Kurs“ gebracht haben.
Bevor es losging, forderte Moderator Leo Martin – selbst Spezialist für unterbewußt ablaufende Denk- und Handlungsmuster die Zuhörer auf, sich von ihren Plätzen zu erheben. Dann sollten sie sorgsam auf jedes einzelne Wort achten, das er sagen würde....
Sie sollten sich genau gleichzeitig setzen, und zwar, wenn er „Jetzt“ sagt. Dann begann er zu zählen:
Als er „Jetzt“ sagte, saßen alle längst. Dies verdeutlichte, daß die Menschen nicht nur allein rational handeln sondern auf Grund von Gewohnheiten und Gesten achten. Viele solcher Eigenschaften und Eigenarten würden im Lauf des Nachmittags bewußt und aufgedeckt werden.
Zunächst aber betonte Stadtmarketing-Geschäftsführer Markus Stern, daß auch die Geschichte der Stadt Waldkraiburg eine Erfolgsgeschichte wäre. Erst vor 60 Jahren „Gemeinde“ und vor 50 Jahren „Stadt“ geworden, wäre sie auf fast 25.000 Einwohner und auf 8.000 Arbeitsplätze angewachsen. Diese Erfolgsgeschichte hätte Manuela Keller und er zum Anlaß genommen, dieses Erfolgsforum zu initiieren. Er rief die Zuhörer auf, nicht über das, was sie hier hören würden zu reden, sondern es sofort in die Tat umzusetzen. Dazu wünschte er viel Erfolg.
Auch Bürgermeister Siegfried Klika freute sich über den Erfolg, das das erste Erfolgsforum ist. So viele Zuhörer hatten sie nicht erwartet. Er freue sich über die Teilnahme der führenden Mitarbeiter der Stadt, die sich als Dienstleister verstünde und Bildung und Fortbildung einen hohen Stellenwert beimesse. Und weil man Bildung nie verlieren könne, freute er sich auf die folgenden Vorträge.
Einen dieser Vorträge haben wir für Sie begleitet. Martin Betschart aus der Schweiz wäre der Erfolgscoach der Erfolgreichen, der 507 „super-erfolgreiche“ Persönlichkeiten analysiert und dadurch herausgefunden hat, warum diese so erfolgreich sind.
Er wäre in einem kleinen Bergbauerndorf in der Schweiz aufgewachsen, wo er bis zum siebten Lebensjahr nichts anders kannte als die Erziehung seiner katholischen Ordensschwestern. Erst später hätte er gelernt, daß es auch andere Wahrheiten gibt....
Anstatt dem Wunsch seines Vater zu folgen, der wollte, daß er Theologie studiert, hat er dann Psychologie studiert und so die Menschen und ihre Probleme und Verhaltensweisen kennengelernt.
Dieses Wissen und seine Erfahrungen gab er in einer Stunde seines Vortrages an die Zuhörer weiter. Er teilte die Menschen in Enten und Adler. Menschen in der Kategorie „Ente“ denken immer negativ – nichts paßt ihnen! Weder das Wetter noch der Kaffee ist gut. Es gibt immer etwas auszusetzen. Sie haben immer für alles Ausreden, sind immer das Opfer.
Die anderen – sicher alle Anwesenden – sind dagegen Adler. Diese denken positiv und konstruktiv, sind aktive Akteuere, die Lösungen suchen und von 8 bis 8 arbeiten! Feierabend gibt es für Adler nicht. Diese Unterschiede in der Lebensweise prägt die Menschen.
So würden Adler immer die Übersicht behalten, Enten aber immer einen Teich finden, wo sie sich verstecken könnten.
Aus diese Erkenntnissen gewann er drei Schlüssel für den Erfolg:
Den ersten Schlüssel bezeichnete er als „Stimmigkeit oder Selbstvertrauen“. Man müsse sich und die Menschen kennen, dieses Selbstbewußtsein oder Charisma ausstrahlen.
Der zweite Schlüssel wäre das Umfeld, die Menschen, mit denen man sich umgibt. Wer sich mit Menschen umgibt, die über andere reden und alles negativ sieht, wird eines Tages unter diesen Menschen leiden.
Der zweite Schlüssel ist das Ziel, das Menschen sich für ihr Leben setzen. Man könnte auch sagen, die Vision, die sie für ihr Leben haben. Nur wer ein Ziel im Leben verfolgt, ist auch motiviert, dieses zu erreichen.
Der dritte Schlüssel wäre die persönliche Weiterentwicklung. Man dürfe nicht auf dem Kenntnisstand der Schulentlassung stehenbleiben und müsse sich ständig weiterbilden – das erlernte aber auch nutzen. Man dürfte nie aufhören, seine Fähigkeiten bekannt zu machen.
Dies alles faßte er zusammen, man wäre immer selbst für sein eigenes Leben verantwortlich. Alle heutigen Entscheidungen bestimmten unser Leben morgen.
So nähme auch der Weg aus der Krise den Anfang im Kopf. Wer sein Denken ständig mit negativen Informationen füttere, bräuchte sich nicht zu wundern, wenn er schließlich auch anfangen würde negativ zu denken.
Herr Stern, welche Reaktionen haben Sie jetzt – nach drei Vorträgen von den Zuhörern mitbekommen? (O-Ton)
Und das trägt dazu bei, daß sich die Besucher besser kennenlernen! (O-Ton)
Nach dem Erfolg dieses ersten Erfolgsforums ist ja schon eine Wiederholung im Gespräch. Gibt’s denn schon Ideen für Themen? (O-Ton)
Die weiteren Vorträge befaßten sich mit der richtigen Rhetorik, der Durchsetzung seines Angebots und seiner Preise gegen die Angebote der Konkurrenz und der physischen und mentalen Gesundheit. Viele Übungen erheiterten und unterhielten die Teilnehmer.
Frau Keller, das Erfolgsforum in Waldkraiburg geht auf Ihre Initiative zurück. Wie kam es dazu? (O-Ton )
Sind Sie zufrieden mit dem Besuch des Erfolgsforums? (O-Ton)
Für das kommende Jahr erwarten Sie einen vollen Saal hier im Haus der Kultur? (O-Ton)
Haben Sie denn schon eine Idee für Themen? (O-Ton)
Vielen Dank für das Gespräch.
39
Richard Fischer: Ein Ruck muß durch den SPD Unterbezirk gehen!
13:50
Was anderswo „Kreisverband“ heißt, nennt sich bei den Sozialdemokraten „Unterbezirk“. Nur 23 Mitglieder waren zur Unterbezirksversammlung in die Wuhrmühle bei Kraiburg gekommen, wo sich auch mehrere Bürgermeister, Altöttings stellvertretender Unterbezirksvorsitzender Franz Kammhuber und Bundestagsabgeordneter Ewald Schurer eingefunden hatte. Der Vorstand dieses Unterbezirks hatte kürzlich beschlossen, daß die Mitglieder raus und mit den Menschen sprechen müßten. Dorthin, wo es brenne, dorthin, wo Schwierigkeiten bestünden – in die Ortsvereine und zu den Bürgern. Diese Devise hatte auch der neue Parteivorsitzende Sigmar Gabriel ausgegeben auf dem Parteitag der SPD ausgegeben. Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer klang das Geschrei der Parteivorsitzenden in Passau und Straubing noch in den Ohren, besonders aber der Feldzug der Regierungspartei FDP gegen sozial Schwache und Hartz IV-Empfänger. Er sprach der FDP sowohl die Qualität als auch Quantität ab, die nötig wäre, die Bundesregierung mit zu gestalten. (O-Ton – Außer schlaue Sprüche von Westerwelle... – nichts zu sehen)
Wenn der Grundsatz gelte, daß Leistung sich lohnen würde, müßten erst einmal die, die etwas leisten mehr Lohn bekommen. Für die Arbeitslosengeld-II-Empfänger müsse eben der Staat sorgen. Wer keine anderen Ziele hat, als den sozial schwachen auf den Kopf zu hauen, hat den Anspruch verloren, für die Soziale Marktwirtschaft zu stehen. Wer so Marktradikalismus vertrete wie Westerwelle, der dürfe sich nicht über den Verlust der Zustimmung wundern, so, wie die FDP das gerade erfahren muß. Jetzt wäre nicht mehr Wahlkampf, jetzt müßten sie beweisen, daß sie tatsächlich Lösungen für Bankenkrise, Wirtschaftskrise und Mindestlohn haben. Mit einem Mindestlohn gäbe es wahrscheinlich viele Arbeitslosengeld-II-Empfänger weniger.
Der Unterbezirk wird nun einen Weg beschreiten müssen, den die Ereignisse der zurückliegenden Jahre bestimmen werden. Dabei müßten die vorhandenen Ressourcen wieder intensiv genutzt werden, um im Landkreis wieder nach vorne zu gehen.
In vielen Versammlungen in den Ortsvereinen haben die Genossen Zeit und Kraft eingebracht, und dabei Erfolge und Mißerfolge erlebt. Darüber berichtete Richard Fischer in seinem Bericht.
Bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr unterstützte der Unterbezirk Werner Groß nach Kräften. Richard Fischer dankte Groß dafür, daß er sich als Kandidat zur Verfügung gestellt, großen Einsatz und Engagement gezeigt hatte.
In den zurückliegenden Wahlkämpfen wäre ein starker Verlust in der Öffentlichen Wahrnehmung zu Tage getreten. Der öffentlichen Diskussion ob die SPD noch Volkspartei wäre und nicht besser den Kurs der Linkspartei einschlagen sollte, entgegnete Richard Fischer, daß die SPD im Gegensatz zu Freien Wählern oder auch der FDP die SPD trotzdem Konzepte und Möglichkeiten hätte. Anstatt Hotelkonzernen Steuergeschenke zu machen und zweistellige Milliardenbeträge in abenteuerliche Bankgeschäfte zu stecken sollte man lieber Kindergärten und Schulen bauen und die Bildung der Menschen fördern. Jetzt nach neuen Sparmaßnahmen zu schreien wären wieder nur Aktionen auf dem Rücken der kleinen Leute und mit der SPD sicher nicht zu machen. Es werde ein Tätigkeitsschwerpunkt sein, das aktuelle Handeln der politisch Verantwortlichen zu analysieren und eine Politik für die Menschen vor Ort einzufordern. So müßten Arbeitsplätze im Landkreis angesiedelt werden um den Arbeitnehmern der Region das Pendeln in die Ballungsgebiete zu ersparen. Bei steigenden Kosten wäre es nicht verwunderlich, wenn junge Leute wegzögen und die Bevölkerung im Landkreis überaltere.
Derzeit wäre die Situation auf dem Arbeitsmarkt günstig, dank Kurzarbeit und Konjunkturpaket II. Jetzt müßte man Vorbeugen dem Auslaufen dieser Maßnahmen die Arbeitnehmer weiter zu beschäftigen. Es müsse aber auch auf die auseinanderlaufende Altersstruktur im Landkreis nach 2020 getroffen werden. Den daraus entstehenden zusätzlichen Kosten stünden rückläufige Einnahmen der Gemeinden gegenüber, die mittelfristig nicht mehr getragen werden können und zu einer Überschuldung der Gemeinden führen wird. Den Projekten „Lernen vor Ort“ und „Seniorenpolitisches Projekt“ hat die SPD-Fraktion nur zugestimmt, wenn dabei wirklich etwas herauskomme. Besonders die Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs erachte er als besonders wichtig.
Dann ging Richard Fischer auf die Situation seiner Partei ein. Die Mitgliederzahl wäre nur gleich geblieben – ein Problem, das es anzugehen gelte. Man müsse wieder Mitglieder werben und die Menschen für die Arbeit in der Partei begeistern. Dies zu erreichen, müsse man wieder mit Menschen ins Gespräch kommen. Er hätte allerdings den Eindruck gewonnen, daß die 146-Jahre-alte Partei SPD mit großer Tradition und unzählbaren Erfolgen in Letargie und Gleichgültigkeit erstarrt ist. Nur den Status Quo mit 10 Ortsvereinen zu halten wäre nicht genug. Er kündigte eine Mitgliederwerbeaktion an, die auch zum Ziel hat, in der Öffentlichkeit wieder als politische Kraft wahrgenommen zu werden. Grundlage für diese Aktion wird ein Workshop sein, in dem die aktuelle Situation der Partei ausgelotet werden und neue Konzepte vorgestellt werden soll. Darüber hinaus werden alle Gemeinde- und Stadträte in drei Veranstaltungen von externen Referenten hören, wie praktische SPD-Politik aussehen kann. Gemeinsam wird erarbeitet werden, wie die gewählten Volksvertreter sozialdemokratische Gedanken in ihre Gremien einbringen können.
Richard Fischer mahnte, die verbleibenden vier Jahre bis zur nächsten Kommunalwahl zu nutzen. Schon jetzt müssen in Gemeinden und Städten die Grundlagen gelegt werden. Es müssen Kandidaten gefunden werden, die geeignet wären, die Probleme der Zukunft zu meistern. Es müßten aber auch Kandidaten sein, die dann noch Sozialdemokraten bleiben, wenn sie gewählt wurden. Kandidaten, die ihre sozialdemokratische Herkunft vergessen würden, wenn sie erst gewählt sind, bräuchte die SPD nicht!
Man bräuchte auch keine Kritiker, die selbst keine Ideen haben. Auch keine, die vorschreiben wollen, wie man’s machen soll. Man bräuchte Menschen, die mitwirken – mit entscheiden - mitmachen! Junge Leute, die sich begeistert einbringen.
Auch wenn es nicht die riesigen Erfolge gegeben hätte – schloß Richard Fischer – hätte sich die SPD doch stabilisiert. Um vorwärts zu kommen, müßten alle mithelfen. Inhaltlich streiten aber gemeinsam marschieren!
Die Vorsitzende des Arbeitskreises Sozialdemokratischer Frauen – Christa Schmidbauer - sollte nun ihren Bericht abgeben, war aber nicht erschienen.....
Christa Rußwurm gab kurz ihren Kassenbericht: 5092 Euro Einnahmen standen 2009 Ausgaben von 3.448 Euro gegenüber.
In der Folge ging MdB und SPD-Oberbayern-Vorsitzender Ewald Schurer auf die aktuelle Situation in Berlin ein. Im Haushaltsausschuß des Deutschen Bundestages – so berichtete Ewald Schurer – hätte er zuletzt Bundesverkehrsminister Ramsauer nach dem Stand des Ausbaus der Bahnstrecke München-Mühldorf-Burghausen befragt. Er hätte ihm versichert, daß die Strecke definitiv weiter ausgebaut werde – Schwierigkeiten der Deutschen Bahn hin oder her! Die Mittel, die 2010 nicht verbaut werden, beantrage er zurückzustellen und in den Haushalt 2011 erneut einzustellen.
Dann ging er auf die FDP und die Koalition in Berlin ein. Früher war das Verhältnis von Union und SPD geprägt von Sachkompetenz. Jetzt herrsche Eiszeit in Berlin, weil der FDP-Vorsitzende und Bundesaußenminister Westerwelle oft reagiere wie eine beleidigte Leberwurst. Guido Westerwelle wäre schon immer mehr ein Produkt seines eigenen Marketings gewesen als eine Persönlichkeit. Und das schade Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Er denke, man könne mit Guido Westerwelle nicht vernünftig arbeiten!
Allerdings könne die SPD davon derzeit noch nicht profitieren. Es dauere wohl noch zwei Jahre, bis die schlechten Wahlergebnisse in Bund und Land überwunden werden könnten.
Er verglich die FDP mit der österreichischen FPÖ, die alle extremen Strömungen in der Gesellschaft nutze um Stimmen zu bekommen. In diese Richtung passe auch die Hartz-IV-Debatte, wo Westerwelle so tue, als würde er endlich ein Thema ansprechen, das auszusprechen lange niemand mehr gewagt hätte. Er wäre der Tabu-Brecher, eine ganz gemeine Aktion, sich auf dem Rücken der schwächsten in der Gesellschaft abzureagieren.
Über die erfolgreiche Rettung des Währungssystems im Herbst 2008 unter Mitwirkung von Peer Stienbrück sage er kein Wort.
Die SPD kämpfe dagegen dafür, daß Arbeitnehmer von ihrem Lohn auch Leben können. Es wäre richtig, Leistung muß sich wieder lohnen! Aber wenn man Leistung bringt, müsse man auch davon leben können, was nichts anderes ist, als die Forderung nach einem Mindestlohn. Den Leuten aber einzureden, daß Geringverdiener genausoviel hätten wie Hartz-IV-Empfänger und deshalb die Hartz-IV-Sätze gesenkt werden müßten wäre schon inhuman, unchristlich, hinterfotzig, gemien, und hätte Züge der Politik der ehemaligen FPÖ!
Auch die SPD wäre inzwischen der Meinung, daß Hartz-IV nachgebessert werden müsse, weil damals verfügbares Know-How von Kirchen und Gewerkschaften nicht genutzt wurde.
Schurer unterstützt den Ankauf von illegal erworbener CDs mit Daten von Steuerhinterziehern. Bezüglich der Steuerpolitik forderte Schurer die Entlastung der Kommunen, weil diese viele Aufgaben zu bewältigen hätten, die unmittelbar den Menschen zu Gute kämen. Da zeichne sich ein heißer Kampf in den kommenden Jahren ab.
Allerdings wären im neuen Bundeshaushalt mit 325 Milliarden Euro 90 Milliarden nicht gedeckt – eine Folge der Wirtschaftskrise. Wenn im nächsten Jahr gespart werde, wüßte man nicht, wo man beginnen sollte. Alle bisherigen Aktionen der neuen Bundesregierung hätten nichts gebracht. Im Gegenteil: in 25 Jahren als Politiker hätte er nie so ideologisch verbohrte Kollegen erlebt, die so wenig fachliche Kompetenz gehabt hätten: Eine Enttäuschung bis hinauf zu Westerwelle!
Allerdings müsse auch die SPD jetzt erst einmal ihre eigenen Probleme lösen. Und das beginne bei den Kommunalpolitikern, wo die SPD gut aufgestellt wäre. Er lobte Richard Fischer, der zur rechten Zeit die Weichen für die kommenden Wahlen richtig stelle.
Auch der Bezirksverband der Bayern-SPD wird mit einem Seminar und Konfernzprogramm dazu beitragen, Motivation und Engagement zu stärken und neue Mitglieder zu gewinnen.
Derzeit würden die Arbeitsstrukturen der Partei gestärkt. Im Juli wird sie die Bayern-SPD auf einem Parteitag in Landshut versuchen neu zu finden um dann über die Mandatsträger wieder sichtbarer werden. Der Unterbezirk Mühldorf geht hier schon vorbildhaft voraus.
Später berichtete Franz Kammhuber aus dem Unterbezirk Altötting, der vergleichsweise stark ist, weil die SPD in Altötting eine ganze Reihe Bürgermeister und Stadt- und Gemeinderäte stellt. Allerdings ist man auch dort bestrebt, die Basis zu verbreitern und geht ähnliche Wege wie die in Mühdlorf beabischtigten.
Ein Bericht über den Ortsverband Wasserburg schloß den Abend ab.
Wir denken, ein erster Schritt wird die Motivation der eigenen Mitglieder sein müssen, die ihre eigene Partei wieder selbstbewußt nach außen vertreten würden. Man muß schnell die Niederlagen der letzten Wahlen wegstecken und die guten Ideen lautstark vertreten. Besonders die Abgrenzung gegen die Linken wird klar herausgestellt werden müssen. Nur dann wird es möglich sein, neue Mitglieder zu gewinnen, die das dann geschärfte politische Bild der SPD auch wieder erfolgreich vertreten können. Bis dahin gibt es viel zu tun....
40
Der 17. Jugendwettbewerb an der Berufsschule in Altötting
11:50
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer – allesamt Auszubildende der Berufsschule - hatten sich in einer ganzen Reihe von Vorentscheidungen für diesen Wettbewerb qualifizieren müssen. So hatten sie genug Gelegenheit, sich auf diese prüfungsähnliche Situation vorzubereiten. Mit dem Kochen allein war es aber nicht getan: Jeder mußte ein mehrgängiges Menü mit vorgegebenen Lebensmitteln zubereiten, die Speisekarte selbst gestalten und einen Zeitplan erstellen, der dafür sorgen sollte, daß alles rechtzeitig zum Servieren fertig ist. Den Nachwuchsköchen war anzumerken, daß sie hochkonzentriert am Werk waren.
Während die Köchinnen und Köche unter den „ach so strengen Augen“ der Juroren schnippelten und bruzzelten, mußten die angehenden Servicekräfte im Hotel- und Gaststättenfach unter Beweis stellen, was sie gelernt hatten. Da ging es nicht nur um das Falten von Servietten und das Mixen von Cocktails, auch nicht um das adrette Äußere - das natürlich große Bedeutung hat - da ging es vor allem um das Verhalten dem Gast, also dem Kunden gegenüber. Johanna Dlugosch zeigte uns, wie sie auf die Bitte eines Gastes reagiert, der spät Abends erst um ein Hotelzimmer bittet und deswegen einen Nachlaß auf den Zimmerpreis wollte: (O-Ton)
Es gibt aber auch Gäste, die nicht so nett und höflich fragen, die unzufrieden sind und nörgeln. Auch mit solchen muß sie zurecht kommen. (O-Ton)
Alles Bestens, die Kunden sind wieder zufrieden und Prüferin Doris Kallinger konnte nur gute Noten notieren.. Stimmt doch – Frau Kallinger??? (O-Ton)
Wie läuft denn so eine Prüfung normalerweise ab? (O-Ton)
Während im Restaurant schon die ersten Ehrengäste mit einem Willkommenscocktail empfangen werden, ist in der Küche Hochbetrieb. Da werden Schupfnudeln gerollt, Kroketten paniert, Orangenspalten geschält, sogar Erdbeeren geschnitten.
Herr Kersten, welchen Zweck verfolgt dieser Wettbewerb? (O-Ton)
Wie schlagen sich denn die jungen Leute? (O-Ton)
Was bereiten denn die künftigen Köche heute zu? (O-Ton)
Daß es hier zwar um Sieger und Platzierte ging, nicht aber um Titel und Urkunden, zeigte sich daran, daß die Juroren mit Rat und Tipps halfen und schon auch einmal Hand anlegten.
Im Restaurant hatten die jungen Damen und der eine Herr inzwischen die Tische festlich gedeckt. Noch ein Röschen anstecken und die Gäste können kommen.
Herr Dirschedl, dieser Wettbewerb findet jetzt schon zum 17. Mal statt? (O-Ton)
Oberstudiendirektor Carlo Dirschedl bat die vierzig Ehrengäste aus Gastronomie, Lebensmittelbranche und Schule und Wirtschaft an ihre Plätze, die er sorgsam ausgewählt hatte. Die Politik vertrat einzig Hausherr Landrat Erwin Schneider.
Nachdem Carlo Dirschedl jeden Gast mit einem besonderen Gruß willkommen geheißen hatte, wünschte er allen ein paar schöne Stunden an denen sie sich von seiner Schule verwöhnen lassen sollten.
Resaurantchefin Dorothea Niemeier öffnete die Schiebtür. Herein kamen die jungen Damen und trugen die Vorspeise auf.
Während es sich die Gäste munden ließen, wurde am Tisch in der Küche gerechnet und verglichen, probiert und bewertet. Noch steht nicht fest, welchen Platz Stefanie Berghammer belegt hat.
Die Leber formschön und sauber vom Löfel zu streichen ist nicht so ganz einfach. Wäre es die Kammerprüfung würde es diese Hilfestellung sicher nicht geben...
Die Vorspeisentellen können abgetragen werden. Zeit, den Wein zum Servieren vorzubereiten.
Inzwischen dankte Landrat Erwin Schneider für die viele Arbeit, die schon Wochen vorher in diesen Wettbewerb gesteckt wurde, und zwar von der Schule und vom mitausrichtenden Köcheverein Inn-Salzach. Er selbst freue sich immer auf diesen Termin, der viel angenehmer wäre also so viele andere. Allerdings nutze Carlo Dirschedl die gemeinsamen zwei Stunden regelmäßig dazu, ihm seine neuen Bedürfnisse ans Herz zu legen, diesmal ein neuer Parkplatz und ein Gebäude...
Aber er stünde dem ohnehin offen gegenüber, weil ihm die Ausbildung junger Leute tatsächlich am Herzen liegt.
Bevor die Suppe aufgetragen wurde, kontrollierten die Juroren nocheinmal. - - Alles in Ordnung – sie kann serviert werden. Wie man sieht, schmeckt sie den Gästen.
In der Küche wird derweil der Hauptgang zubereitet. Die Serviettenknödel aufzuschneiden will gut geplant sein, dann ist’s auch eine Augenweide.
Genau so der Braten.
Da soll man nicht nervös werden – gleich vier Juroren schauen auf die Finger.
Jeder Teilnehmer hatte sechs Portionen zuzubereiten: Vier für die Gäste, eine für die Juroren und eine für den Schau-Tisch.
Der Tellerrand muß schon sauber sein...
Während Altöttings Hotel- und Gaststättenverbandsvorsitzender Konrad Schwarz forderte, die Prüfung der jungen Leute von Traunstein nach Altötting zuholen, machten sich die Servicekräfte vor der Tür mit dem Hauptgang bereit. Da jeder Koch ein anderes Gericht zubereitet hatte, bekam jeder Gast am Tisch etwas anderes. Das sorgte für Abwechslung.
Schließlich die Nachspeise.
Die Juroren hatten’s nicht so leicht. Viel Diskutieren war nötig, während die Köche schon die Küche sauber machten.
Endlich die Siegerehrung.
Köchevereinsvorstand Günther Steinlein und „KüchenChef“ Hans Barber war die schwere Entscheidungsfindung noch anzusehen, als sie erzählten, daß sie zwei punktgleiche Sieger hatten, sich aber auf einen Sieger einigen mußten. Sie werteten das bessere praktische Ergebnis höher und hatten dadurch einen Erst- und einen Zweitplatzierten.
Zunächst aber überreichte Hans Barber den vierten Platz an Tanja Harböck. Sie hatten noch viele vierte Plätze zu vergeben....
Den dritten Platz belegte Thomas Thaler, der in Waldkraiburg arbeitet.
Den zweiten Platz erreichte Melanie Engelmann. Sie kocht am Franziskushaus in Au am Inn.
Siegerin wurde Monika Walter vom Franziskushaus in Altötting.
Hans Barber stellte zwei Dinge fest: Frauen wären wohl doch die besseren Köche und bei den Franziskanern kann man offensichtlich wirklich gut kochen lernen...
Neben den Pokalen erhielten die Sieger weitere Preise vom Köcheverein Inn-Salzach.
Restaurantchefin Dorothea Niemeier freute sich, ihren Hotelfachleuten die Urkunden überreichen zu dürfen. Auch sie dankte allen, die als Juroren dabei waren. Sie hatte acht vierte Plätze zu vergeben. Den dritten Platz belegte Eva Reichenberger vom Hotel Glöckelhof in Burghausen. Zweite wurde Franziska Stelzel. Sie absolviert ihre Ausbildung beim Hotel Plankl in Altötting. Sieger wurde der einzige Herr in der Riege: Maximilian Mittermeier.
Sie alle stellten sich zum Siegerfoto, während Oberstudiendirektor Carlo Dirschedl und Landrat Erwin Schneider den Juroren und Sponsoren dankten, die maßgeblich zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen haben. Wir gratulieren allen Gewinnern und wünschen den Teilnehmern einerseits viel Erfolg bei ihrer Abschlußprüfung im Sommer und den Weitergekommenen zudem viel Erfolg auf der nächsten Stufe des Köchewettbewerbes.
Ach ja - weil Dorothea Niemeier genau an dem Tag Geburtstag feierte, brachten ihr Köche, Servicekräfte und Ehrengäste zum Abschluß ein Ständchen.
41
Messebeteiligung "Grüne Woche": Erlös an Tierschutzverein Mühldorf-Altötting und Stiftung "Mehr Licht für Kinder"
3:45
10
12.03.10
Müllerbräu in Neuötting und die Brauerei Unertl in Mühldorf hatten den Landkreisen ihre Schmankerl zur Verfügung gestellt, die sich heuer gemeinsam mit einem Ausstellungsstand an der „Grünen Woche“ beteiligt hatten. Wie mehrfach gemeldet, war die Messebeteiligung sehr erfolgreich und für den Tourismus in der Region erfolgversprechend. Nun konnte der Ertrag verteilt werden.
Wirtschaftsförderin Sonja Schußmüller freute sich, daß sie die Erfahrung früherer Messebeteiligungen umsetzen konnte, die gezeigt hätte, daß man auf Messen mehr Aufmerksamkeit erhält, wenn man etwas zu kosten oder probieren anbietet. Mit den Spezialitäten der beiden Brauereien, besonders mit den Köstlichkeiten der Weißbierbrauerei wäre dieses Konzept aufgegangen. Sie freute sich, den Ertrag je zur Hälfte an das Tierheim in Winhöring und die neu gegründete Stiftung „Mehr Licht für Kinder“ geben zu können.
Landrat Georg Huber dankte Sonja Schußmüller und Beate Ganghofner für die Arbeit in Berlin. Er selbst wäre nur zwei Stunden dort gewesen und hätte in der Zeit schwer arbeiten müssen...
Weil Essen und Trinken die Leute zusammenbrächte und mit den örtlichen Köstlichkeiten die Messebesucher unsere Region auch hätten schmecken können, freute er sich, daß das Konzept aufgegangen ist. Er dankte den Brauereien für ihre Unterstützung, die auch die gute Zusammenarbeit von Wirtschaft und Verwaltung unterstreicht. Den Scheck übergab er an Michael Stadelmann, der die Stiftung betreut, die anläßlich seines Geburtstages im Januar ins Leben gerufen worden war und sich der Unterstützung der Jugend widmet.
Auch Altöttings Landrat Erwin Schneider bedankte sich zunächst bei den Damen, die in Berlin waren. Er übergab den Scheck an die Vertreter des Tierschutzvereins, die damit einen kleinen Teil der anstehenden Baumaßnahme bezahlen können. Er dankte den Mitarbeitern dafür, daß sie diese Aufgabe übernommen haben, die auch teilweise dem Landkreis Mühldorf zu Gute kommt.
Weißbräuin Ingrid Unertl freute sich, daß die Produkte ihrer Brauerei so gut angekommen sind und der Erlös so guten Zwecken zufließt. Sie meinte, es wäre sicher hilfreich, wenn es nicht bei 340€ bleiben würde. So erhöhte sie ihren Teil für den Landkreis Mühldorf auf 500€. Dem schloß sich auch Müllerbräu an.
Rüdiger Obst vom Tierheim Kronberg meinte, jetzt fehlten nur noch gut 149.000 Euro, womit er natürlich Heiterkeit erntete. Im Ernst zeigte er sich sehr dankbar, weil er wußte, daß es derzeit viele Vereine gibt, die für jeden Euro dankbar sind.
Wir freuen uns über die Spenden und den Erfolg, den die Tourismunsanstrengungen der beiden Landkreise in Berlin erzielten, noch mehr aber darüber – und damit schloß auch Landrat Huber – daß die beiden Landkreise immer mehr zusammenwachsen. Nur gemeinsam sind wir stark.
42
Treffen der Vertreter der ARGE7 in Buchbach mit Mirslav Stevic von den Löwen
9:50
Die „Arge“ ist eine Gemeinschaft mit über 500 Fanclubs besteht, die unterteilt ist in Regionen. Der Fanclub Buchbach-Steeg gehöre zur Region 7 – Niederbayern. Zu dieser „Arge 7“ genannten Vereinigung gehören etwa 25 Fanclubs mit ca. 300 Mitgliedern. Die „Arge 7“ trifft sich dreimal im Jahr. Einmal im Jahr kommt ein bekannter Sportler oder Funktionär des TSV 1860 München, so wie an diesem Abend in Buchbach.
Erwin Bierofka, Vorsitzender des 1860 Fanclubs in Buchbach begrüßte neben den angereisten Vertretern der Arge7-Fanclubs auch Buchbachs zweiten Bürgermeister Karl-Heinz Kammerer und dritten Bürgermeister Dr. Wolfgang Limmer sowie den Sportdirektor der Löwen Miroslav Stevic.
Karl-Heinz Kammerer freute sich, die Gäste im schönen Kulturhaus begrüßen zu dürfen, auch wenn das Arge 7-Mitglied Buchbach-Steeg nicht zu Niederbayern gehöre. Miroslav Stevic – so freute er sich etwas süffisant – hätte sicher auf der A94 ganz leicht nach Buchbach gefunden...
Er stellte kurz die Fußballmannschaft des TSV Buchbach vor, die hervorragende Arbeit mache und in ganz Bayern bekannt wäre. Nun hatten die Beauftragten viele Fragen an Mirslav Stevic, der seit etwa einem Jahr beim Münchner Traditionsverein den Posten des Sportdirektors bekleidet. Zwischen 1994 und 1998 hatte er vier Bundesligaspiele für die 60er bestritten, wurde dann mit Borussia Dortmund Deutscher Meister und spielte sechs Mal in der Nationalmannschaft seines Heimatlandes, 1998 einmal sogar gegen die deutsche Fußballnationalmannschaft.
Miroslav Stevic meinte, er wäre sicher früher gekommen, wenn er gewußt hätte, in was für eine schöne Halle er kommen würde....
Erst ging er auf die sportliche Situation der Löwen ein und beschrieb sie als „nicht perfekt“. Mit vielen neuen Leuten hofft der Verein im Jubiläumsjahr guten Fußball zu spielen, wäre sich aber bewußt, daß es nicht so leicht wäre die Neulinge zu integrieren. Trotz sehr guter Vorbereitung wären die Löwen nicht optimal in die Saison gestartet. Später hätten sie sich vorübergehend gefangen und so gespielt, wie sich die Fans das wünschen. Dann wechselten sich wieder Sonne und Regen ab. Trotzdem versuchten sie weiter Kontinuität herzustellen.
Auf die Frage, warum man bewährte Leute verkauft und junge eingesetzt hätte und wie man so Kontinuität erreichen möchte, meinte Micki Stevic, es ging halt hauptsächlich ums Geld. Viele mußten verkauft werden, andere wollten unbedingt weg. Aus dem Internat konnten aber junge Leute gewonnen und langfristig an den Verein gebunden werden.
Auf die Frage nach dem – nach Meinung von Franz Beckenbauer – sehr verschlechterten Verhältnis der Zuschauer zum Verein meinte Stevic: Er könne dies nicht feststellen. Nach seiner Kenntnis gibt es nur wenige Vereine in Deutschland, die eine so enge Bindung zu ihren Fans haben, wie die Löwen. Er dankte den Löwenfans für ihre Leidensfähigkeit und ihre Langmut, die ihnen schon viel verziehen hätten. Tatsächlich gibt es durch die vielen medialen Angebote die Tradition nicht mehr so wie früher.
Aus dem Publikum kam die Frage, ob die finanzielle Lage sich nicht eher bessern würden, wenn es sportliche Erfolge zu feiern gäbe, anstatt – wie geschehen – die Eintrittspreise zu den Spielen zu erhöhen. Stevic sieht das ähnlich, gab aber zu bedenken, daß auch die Medien viele Zuschauer wegnehmen. Er rechnete mit 6000 Zuschauern mehr, wenn sie unter den ersten sechs ankommen würden.
Leider wäre noch immer kein Spielmacher in der Mannschaft. Miroslav Stevic meinte, ihr Spielsystem verlange keinen Spielmacher. Alexander Ludwig fühle sich in Bayern noch nicht heimisch, es werde wohl noch dauern. Er hätte einen gültigen Vertrag und während dessen Laufzeit wird man ihn beobachten. Für die neue Saison wird es wieder mehrere Wechsel geben und der Verein wird versuchen gute neue Leute zu verpflichten.
Miroslav Stevic unterstrich die Unterstützung für Daniel Bierofka, der nach mehreren Rückschlägen sicher noch einige Zeit brauchen werde. Diese Zeit will ihm der Verein lassen und wäre zuversichtlich, daß er noch viele Spiele bestreiten wird.
Allerdings gab er zu bedenken, daß der TSV 1860 München in der zweiten Bundesliga eine ähnliche Situation hat wie der FC Bayern in der ersten: Es wird erwartet, daß die 60er gewinnen. Da liegt bei jedem Spiel Druck auf allen Akteuren.
Viele Leistungsträger blieben hinter ihren Erwartungen zurück. Das stellte auch Miroslav Stevic fest und forderte von seinen Spielern diese Leistung ein. Da fehle wohl ein bißchen die nötige Ernsthaftigkeit. Es fehle auch die Vorbildfunktion der älteren Spieler, die zu sehr damit beschäftigt sind, ihre eigene Position zu halten.
Nach den vielen Fehlern in der Vergangenheit wird wohl der Umzug ins Grünwalder Stadion nicht zu umgehen sein. Auch wenn die Allianz-Arena sicher eine Attraktion ist, steht doch das finanzielle Überleben im Vordergrund.
Weitere Kritik betraf die mangelnde Fitness der Spieler, die vermutlich auf zu wenig Training zurückzuführen ist. Stevic meinte, das wäre alles eine Standpunktfrage, er selbst denke, dem wäre nicht so. Auch die Einhaltung der Trainingszeiten wäre sinnvoll, weil Zuschauer oft vor verschlossenen Toren stünden und dann halt ein paar Hundert Meter weiter an der Säbener Straße das Training beobachten würden... Miroslav Stevic stimmte dieser Kritik zu und betonte, es läge auch in seinem Interesse, die Nähe zwischen Verein und Fans zu pflegen. Das wäre auch wichtig, junge Leute wieder an die Löwen heranzuführen. Miroslav Stevic bot an, wer wieder vor verschlossenen Türen stünde, sollte sofort zu ihm ins Büro kommen. Er würde die Enttäuschten entschädigen! (Beifall)
Das Verhältnis zu den Medien beschrieb er so, daß beide einander benötigen und das Verhältnis deshalb geprägt wäre von sachlicher Zusammenarbeit.
Erwin Bierofka bemängelte die Vorworte in der Stadionzeitschrift, die häufig unverständlich wären und regte an, auch andere kompetentere Autoren an dieser Stelle zu Wort kommen zu lassen. Miroslav Stevic riet, diese Vorworte nicht während einer Autofahrt zu lesen, weil sonst die Gefahr bestünde einen Unfall zu verursachen.
Er faßte zusammen: Es hätte wenig Sinn, jetzt über die Ereignisse der Vergangenheit zu jammern. Wer nur über die Vergangenheit spreche, hätte keine Zukunft. Es gelte die Ärmel hoch zu krempeln, nach vorne zu schauen, hart zu arbeiten und zu versuchen, das Bestmögliche aus der Situation zu machen. (Applaus)
Zum Schluß die wichtigste Frage: Wann steigen die 60er auf? Er stelle sich diese Frage 22 Stunden am Tag. Es käme aber auf die Taten an und nicht auf irgendwelche Auskünfte. Man arbeite dran und versuche in den verbleibenden 10 Spieltagen das Maximale zu erreichen. Zumindest um eine gute Basis für die nächste Saison zu schaffen.
Jedenfalls dankte er für die Treue seiner Fans und wünschte sich, daß seine Spieler jedes Mal auf dem Platz alles geben würden, was sie tatsächlich können. Nicht nur um dem Verein Erfolg zu bescheren sondern auch um die treuen Fans zufriedenzustellen. Er wäre glücklich, wenn er in die glücklichen Gesichter seiner Fans schauen kann.
Zum Schluß gabs noch einen Fan-Schal für den Sportdirektor des TSV 1860 München – Miroslav Stevic.
Als Dank für die Treue hatte die Fanbeauftragte des TSV – Jutta Schnell – einen Ball mit allen Autogrammen der Spieler der Löwen.
Wer Löwenfans mit vielen bekannten Bildern in den Medien assoziiert, konnte in Buchbach eines besseren belehrt werden. Echte Löwenfans stehen hinter ihrem Verein – obs regnet oder die Sonne scheint. Daß das auch ruhig und sachlich geht, das zeigten die Fans auf eindrucksvolle Weise. Mirsolav Stevic nahm die Fans sehr ernst und zeigte sich sehr dankbar für ihr Engagement. Ein Treffen, das dazu geeignet war, das Verhältnis zwischen Verein und Fans weiter zu vertiefen.
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Starkbierfest beim Eisenbahnersportverein (ESV) in Mühldorf
10:00
Vielleicht lag’s ja daran, daß die Prominenz nicht da war oder aber auch an der ausgefallenen Fastenpredigt oder schlicht am schlechten Wetter: Es waren deutlich weniger Besucher zum Starkbierfest des ESV gekommen wie in den Jahren zuvor. Hans Schaffer konnte aber dritten Bürgermeister Christian Funiok und einige Stadträte begrüßen, die wir später noch sehen werden. Die Musik steuerten die „BayernZwoa“ bei, wie auch schon in den vergangenen Jahren
Als Habertreiber verkleideten sich die Mitglieder des EKC, des Eisenbahner-Konfetti-Clubs, als sie das Faß Starkbier hereinbrachten. Begleitet wurden sie dabei von Hans-Jürgen Buchners „Bayern – des samma mia“. Sie nahmen das sehr wörtlich....
Christian Funiok mußte sich allerhand gute Ratschläge anhören, als er den Wechsel ansetzte... (O-Ton)
Wir haben - ehrlich gesagt – aufgehört zu zählen... Schließlich floß der edle Saft dann doch in die Krüge.
Dann hieß es endlich: (O-Ton) Und sie ließen sich’s schmecken.
Die erste Attraktion des Abends war das Baumstammsägen, das gleich mehrere Besonderheiten bot: Einmal war’s kein Baumstamm und zum anderen fehlten die Gewichte auf dem alten Masten.
Und damit sich die Saaagler leichter tun, haben sie erst schon einmal die Schnitte vorbereitet.
Harald Mittermeier teilte die Mannschaften geschickt ein. Es gab natürlich Herren- und Damenmannschaften und Themenmannschaften. Und natürlich wurde auch Manuela Keller aufgestellt, die Vorsitzende der Industriegemeinschaft Waldkraiburg-Aschau.
Die erste Herrenmannschaft stellten die SPD-Stadträte Werner Groß und Sepp Wimmer. „Auf die Plätze fertig – LOS!“ Da waren zwei am Werk, die wissen, wie’s geht. Allerdings machte sich schon jetzt das Fehlen der Gewichte auf’m Bock bemerkbar. 33 Sekunden, eine super Zeit, wie sich noch herausstellen würde.
Die zweite Paarung: Dritter Bürgermeister Christian Funiok und Engelbert Buchner, der als Ersatz für Hans Liebl eingesprungen war. 42 Sekunden! Da zeigte sich schon, was die Zeit von Werner Groß und Sepp Wimmer wert war.
Noch viele weitere Paarungen bemühten sich und strengten sich an.... – die Uhr als unerbittlicher Gegner.
ESV-Vorstand Hans Schaffer trat mit Stadtrat Franz Strohmeier an. Die beiden hatten sich sogar eine passende Wettkampfkleidung zugelegt. Da half alles Anstrengen nicht: 43 Sekunden.
Die Finanzwelt vertraten Bankdirektor Alfons Forster und ESV-Kassier Daniel Starnecker. Daß Finanzer es mit dem Handwerk nicht so haben zeigte die Uhr: Zwei Minuten vier Sekunden.
Auch Kollege Thomas Enzinger mußte ran. So ging es eine ganze Weile, die Zuschauer feuerten an und bewunderten die Athleten.
Dann die Damenwertung:
Die Stadträtinnen Anneliese Hohenester und Ilse Preisinger-Sontag hatten erst einmal mit einem dickeren Masten zu tun. Das heißt, mehr anstrengen und länger saageln!
Das war ganz schön anstrengend.
Manuela Keller schaute ganz skeptisch auf das, was ihr noch bevorstand, während Franz Strohmaier sein’s schon hinter sich hatte.
Bei einer Minute 47 Sekunden fiel die Scheibe. Immerhin schneller als das Paar Forster/Starnecker.
Dann Manuela Keller und Marianne Pfaffeneder. Das war nicht so einfach und die Zuschauer fachsimpelten über die beste Methode.
Aber dann stimmte der Rhythmus. Bei „Halbzeit“ erhielten die Damen einen kleinen Vorteil. Die Scheibe fiel bei zwei Minuten zwanzig.
Die Damen vom Schalter der Südostbayernbahn schlugen sich auch wacker. Unter zwei Minuten.
Christa Rußwurm kämpfte mit einem besonderen Problem: Der Sägengriff schlüpfte raus...
Da wenn kein Trachtler dagwesen wär....
Harald Mittermeier versprach schon eine frische Maß am Ende und die Gäste feuerten lautstark an.
Die Uhr blieb schließlich stehen bei dreieinhalb Minuten. Na ja, der olympische Gedanke...
Die Jüngsten probierten es mit viel Kraft und nur einer Hand! Zwei Minuten.
Bis ausgwertet war, spielten die Bayern-Zwoa zum Tanz auf. Aber der Stern war diesmal nicht da....
Die Edelweiß-Trachtler sorgten für ein bißchen bayerisches Flair.
Die Siegerehrung: Die Damenwertung gewannen Ilse Preisinger-Sontag und Anneliese Hohenester, die Herrenwertung Werner Groß und Sepp Wimmer. Kaum zu glauben, aber die Politik hatte sich gegen alle anderen durchgesetzt.
Neben Sachpreisen erhielten alle Teilnehmer Tickets der Südostbayernbahn, die Sieger sogar Bayerntickets. Den zweiten Platz belegten Marianne Pfaffeneder und Manuela Keller.
Die beiden Feuerwehrler Christian Funiok und Engelbert Wagner wurden zweite bei den Herren.
Viele weitere Preise hatte Hans Schaffer zu vergeben.
Nach diesem sportlichen Highlight war wieder das Mitmachen aller dran. Und da zeigten die Trachtler, daß sich Tacht und Twist keineswegs wiedersprechen!
Das Starkbier hatte schon für Stimmung gesorgt, als der Eisenbahner Konfetti Club den letzten Count-Down einläutete...
Mit einem bunten Programm sorgten sie zusätzlich für Stimmung.
Einen vergnüglichen urigen Abend verbrachten die Eisenbahner-Sportler – auch ohne Fastenpredigt.
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Mit Superlativen überhäuft: Abschied von Schulamtsdirektor Peter Krell
14:50
Die Schulhausmusik aus Obertaufkirchen eröffnete die feierliche Verabschiedung von Schulamtsdirektor Peter Krell. Sein Nachfolger Paul Schönstetter begrüßte Oberbayerns Regierungsdirektor Christoph Hillenbrand, MdB Stephan Mayer, Bezirksrätin Annemarie Haslberger, Landrat Georg Huber, Dekan Roland Haimerl, die stellvertretenden Landräte Eva Köhr und Günther Knoblauch sowie zahlreiche Bürgermeister aus dem ganzen Landkreis. Bei allen Gemeindechefs und der Schulbehörde bei der Regierung von Oberbayern bedankte er sich für die kooperative Zusammenarbeit, die sie durch ihre zahlreiche Teilnahme nochmals unterstreichen würden. Besonders begrüßte er aber Peter Krell und seine Gattin. Nach der Begrüßung vieler weiterer Ehrengäste unterhielt die Schulhausmusik unter der Leitung von Gertraud Gaigl.
Entgegen einem Zitat, das behaupte, Energie und Tatkraft eines Menschen erkenne man erst, wenn er in den Ruhestand ginge – stellte Landrat Georg Huber fest - wären Energie und Tatkraft von Peter Krell schon seit langem bekannt. Seit seinem Amtsantritt hätte er nicht nur viele Projekte auf den Weg gebracht, sondern sie auch dauerhaft begleitet. Ein Hauptaugenmerk lag dabei immer auf der Förderung benachteiligter Schüler und der Integration von förderungsbedürftigen Schülern in Grund- und Hauptschule. Daß kein Kind aufgegeben würde und kein Kind zurückbleiben dürfe, war eine Grundregel seines Handelns. Kinder wären im Mittelpunkt seines Handelns gestanden, nicht bestehende Strukturen. Dabei hätte er sich nie von Rückschlägen oder Widerständen beirren lassen, hätte Gespräche vorurteilsfrei und ergebnisoffen geführt. Für dieses außergewöhnliche Engagement dankte Landrat Georg Huber Peter Krell persönlich und auch im Namen des Kreistages. Sie alle hätten sehr viel von ihm gelernt. Er wird ihnen nicht nur wegen seiner Arbeit in Erinnerung bleiben, sondern besonders auch wegen seiner kommunikativen umgänglichen und geselligen Art.
Für seine neue Tätigkeit als „Adjudant des königlich bayerischen Bürgermeisters“ von Rattenkirchen und Wirt des Bürgerhauses „Mei Wirt“ wünschte er ihm und seiner Familie Alles Gute, viel Freude und sich selbst, daß er auch weiterhin von seiner Erfahrung profitiern darf.
Zum Abschied hatte Landrat Georg Huber einen bayerischen Löwen mit dem Landkreiswappen und als Anerkennung für das Geleistete die silberne Landkreismedaille, die nur sehr wenige Landkreisbürger bekommen. Und natürlich noch ein Genießerpaket für einige schöne Stunden. Für Frau Hildegard Krell hatte Landrat Huber einen Strauß Blumen.
Landrat Georg Hubers zweite Aufgabe war die Einführung von Peter Krells Nachfolger Paul Schönstetter, der schon seit einigen Jahren als Schulrat am Schulamt in Mühldorf tätig ist. Nach verschiedenen Stellen an Volksschulen im Landkreis Altötting kam er 2003 ans Schulamt nach Mühldorf. Die Einführung der Praxisorientierung an Hauptschulen, das Projekt „Ausbilder in Schulen“ und die Initiative, keinen Schüler zu verlieren, wären großenteils auf sein Engagement zurückzuführen. Nun hätte er die Möglichkeit, diese Projekte weiterzutreiben.
Bei der Einführung der Mittelschule ist der Landkreis Pilotlandkreis. Damit hat er die Schulentwicklung mit umzusetzen, aber auch zu verantworten. Durch seine bisherige Tätigkeit hätte er aber gezeigt, daß er dazu in der Lage ist. Landrat Georg Huber gab ihm ein Zitat mit auf den Weg: (1:21:24:04) Er wäre sicher, er brächte alle drei Eigenschaften mit und könnte mit seinem Team die Herausforderungen meistern. Er gratulierte zur Bestellung, wünschte ihm für die Zukunft viel Freude und Gottes Segen und sich selbst eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit dem Schulamt. Er überreichte ihm den obligatorischen Schirm. - - und auch ein Genießerpaket.
Die Saitenmusik sorgte für den festlichen Rahmen.
MdB Stephan Mayer wies auf die Internetseite des Schulamtes hin, von deren Startseite die Apostel Peter und Paul grüßten. Wenn nun einer der beiden Abschied nehme, wäre das sehr bedauerlich. Es wäre schon eine Seltenheit, daß Lehrkräfte und Schüler dem Schulamt so viel Sympathie entgegenbrächten, wie hier. Stephan Mayer dankte Peter Krell dafür, daß er seine Verantwortung für über 7.000 Schülerinnen und Schüler an den Grund- und Hauptschulen und für 480 Lehrerinnen und Lehrer so ernst nahm. Er würdigte die erfolgreichen Initiativen Peter Krells als Meilensteine in der Bildungspolitik. Für seinen künftigen Unruhestand wünschte er ihm viel Erfolg, Karft und Gottes Segen.
Paul Schönstetter gratulierte er zum neuen Amt und meinte, er wäre durch seinen bisherigen Weg prädestiniert für diese Funktion. Dazu wünschte er ihm Weitsicht und Fortune.
Stephan Mayer lud ihn und Peter Krell mit Gattinnen nach Berlin ein. Berlin wäre immer eine Reise wert.
Mit einer eigenen Version des Akapella-Liedes vom Millionär würdigten die Lehrkräfte Peter Krell. ...
Regierungspräsident Christoph Hillenbrand genoß die Feier bis dahin und bezeichnete dann - in seiner bekannten launigen Art – alle bisherigen Redner als „Propheten“! Peter Krell hätte nämlich seine Entlassungsurkunde noch gar nicht unterzeichnet, wäre also formell noch im Amt! Lauter Visionäre hier!
Im Vorfeld hätte er sich umgehört und Berichte über Peter Krells 39 Jahre im öffentlichen Dienst gesammelt:
Schon im Gymnasium in München war klar: Er würde Lehrer werden. In den Ferien hatte er damals Jüngere um sich gesammelt und ihnen Mathe und Gedichte beigebracht.
Sein Studium hätte er eher als „Wirtschaftsstudium“ in maximaler Effektivität mit seinen Kommilitonen absolviert – etwa am Langwieder See.... 
Einen Praxisschock hätte er 1971 erlebt, als er in Stallwang im Bayerischen Wald seine erste Stelle antrat. Schon damals hätte er sich um förderungsbedürftige Kinder gekümmert. An seiner nächsten Stelle in der Hallertau hätte man ihm ein Taschengeld angeboten, weil doch Lehrer sooo schlecht verdienen. Das hätte er aber doch nicht angenommen.... (O-Ton)
In Steinhöring – als Konrektor – hätte er legendäre Theateraufführungen veranstaltet und Auszeichnungen für Schülerzeitungen erhalten. Seine Feste mit behinderten Kindern sprengten die Räume seiner damaligen Schule. (O-Ton: Che Guevara war nichts gegen Sie!!! )
Die Schulfamilie voranzubringen wäre eben nicht einfach. Er wäre aber Vorreiter gewesen, von dessen Erfolgen viele werden zehren können.
Später als Rektor in Aschau am Inn hätte er die musische Ausprägung der Schule vorangebracht. 1996 wurde Peter Krell Schulrat im Landkreis Ebersberg.
Die neue Herausforderung war das EDV-Schulverwaltungsprogramm, das viiieeele Stunden auch Überstunden gekostet hätte. 2006 kam er als Leiter ans „Schulamt der Pilotprojekte“ nach Mühldorf. Viele Dinge wären beispielhaft gewesen. Er hätte das Schulamt zum „Organisations- und Servicecenter“ gemacht, wie man sich’s besser nicht vorstellen kann.
„Peter“ hieße schließlich „Brückenbauer“ und diesem Namen wäre er jahrelang gerecht geworden. Dabei hätte ihm seine Art geholfen, mit der er überall gern gesehen war. Wenn es hieße, daß 2% Genie und 98% Arbeit den Erfolg brächten, wären wohl die 2% bei ihm vereint.... Er wünschte ihm nun eine tragfähige Brücke in den Ruhestand, dankte ihm für seine beeindruckende Lebensleistung und wünschte ihm dazu Glück, Gesundheit und daß er 100 Jahre alt werde. Christoph Hillenbrand hatte er neben der Entlassungsurkunde ein kleines Geschenk: ein Büchlein über die Geschichte Oberbayerns.
Dann begrüßte Christoph Hillenbrand Paul Schönstetter und begründete die Entscheidung, ihn zum neuen Vorsitzenden des Schulamts zu machen. Nicht nur seine Kenntnis der Materie und seine Schulentwicklungsansätze, sondern auch seine 15-jährige Tätigkeit als Personalrat hätten ihn empfohlen. Auch wenn „Paulus“ der Heidenapostel eigentlich keine Unbekehrten mehr vor sich hätte, zeichne er sich durch Experimentierfreude und Aufgeschlossenheit aus. Er mahnte ihn, nicht auf die großen Fußstapfen seines Vorgängers zu schauen und die Umgestaltung der Hauptschule zur Mittelschule im Pilotlandkreis mutig anzugehen. Auch für ihn hatte Christoph Hillenbrand das Büchlein mit der Geschichte Oberbayerns.
Seinem Nachfolger Hans Wax – bislang Rektor der Hauptschule and er Dieselstraße in Waldkraiburg überreichte Christoph Hillenbrand die Ernennungsurkunde zum 1. Juli.
Die Schulhausmusik unterhielt ein weiteres Mal.
Paul Schönstetter zeigte in seiner Antrittsrede seine Grundsätze auf und betonte, daß „geschehen lassen“ muß, wer erziehen will. Die Kinder stünden immer im Mittelpunkt seiner Arbeit. Dabei müsse man den Kindern den Freiraum zum Wachsen lassen und vom Belehren abrücken. Es gelte das Leitmotiv: Fordern wo möglich, Fördern wenn nötig und keinen zurücklassen.
Die Hauptaufgabe wäre die ständige Verbesserung der Unterrichtsqualität für alle Kinder. Um dies zu erreichen, setzt er auch weiterhin auf Kooperationen mit externen Partnern wie dem Bildungszentrum der Handwerkskammer.
Kooperationen gibt es auch mit anderen Schulen, etwa der Berufsschule 1 in der Berufsfindungsklasse sowie die Schaffung von Verbünden bei der Entwicklung der Mittelschulen. Ein weiterer Aufgabenbereich ist das Personalmanagement und Personalförderung, wo sich das Schulamt als Perlensucher versteht. Beratung, Kooperation und Vernetzung der Schulen in Kooperation mit Eltern, Kommunen, Kammern und Wirtschaft definierten das Schulamt zuerst als „Ermöglichungsamt“ und erst in zweiter Linie als Schulaufsicht. Auch die Öffentlichkeitsarbeit ist Teil der Arbeit des Schulamts.
Peter Krell bescheinigte er Lausbubenhaftigkeit. (O-Ton: – Der zweite Apostel wird fehlen!) Er dankte ihm herzlich für vier Jahre Lernen an seiner Seite, für authentische Menschlichkeit und Mitmenschlichkeit. Er hätte Führung so verstanden: (O-Ton)
Auch Personalratsvorsitzender Oliver Ludwig würdigte das gute Zusammenwirken von Lehrkräften und Schulamt und dankte für das gute Verhältnis.
Nach einer weiteren musikalischen Einlage kam der künftige Pensionist selbst zu Wort. (O-Ton: Er bewundert zunächst die Zuhörer für ihre Geduld, mit der sie seine Verabschiedung ertragen, er wäre aber definitiv der letzte Redner....)
Er gratulierte zunächst Paul Schönstetter und Hans Wax zu ihren Ernennungen und wünschte allzeit eine glückliche Hand bei allen Entscheidugnen.
„Abschied wäre auch immer ein wenig sterben“ sage ein altes Sprichwort. Obwohl er es selbst nicht so sehe, ließe er doch einen großen Teil seiner selbst zurück. Er muß nun dem einen Leben „Lebe wohl“ sagen, um ein anderes beginnen zu können. Ein herzliches Dankeschön sagte er allen, mit denen er stets respektvoll zusammenarbeiten durfte. Dies betrifft sowohl seine örtlichen Mitarbeiter als auch die Mitarbeiter der Regierung von Oberbayern, die ihn immer mit großer fachlicher Kompetenz unterstützt hätten.
Er dankte auch den benachbarten Schulämtern mit denen er stets eine problemlose Zusammenarbeit gepflegt hätten. Auch Landrat Georg Huber dankte er für die intensive und fruchtbare Zusammenarbeit, die im Interesse der Kinder immer Fortschritt gebracht hätte. Er bestärkte ihn in seinem Bestreben: (O-Ton... unseren liebenswerten Landkreis...)
Diesen Dank bat er, auch an alle Mitarbeiter aller Stellen im Landratsamt weiterzugeben. Er dankte auch den Bürgermeistern im Landkreis mit denen er immer in eine Atmosphäre des gegenseitigen Schätzens und Vertrauens gepflegt hätte.Viel des Erreichten wäre ohne ihre Hilfe nicht möglich gewesen. Auch den Kooperationspartnern und Sponsoren galt sein Dank. Schließlich bewunderte er seine Damen im Schulamt für ihren souveränen Umgang mit den unglaublich vielfältigen Aufgaben. Besonders dankte er aber seiner Familie, besonders seiner Frau Hildegard, weil sie seine zweite Leidenschaft toleriert hatte, das Schulamt. Sie war ihm immer eine große Stütze.
So ganz loslassen konnte Peter Krell aber doch noch nicht: Er ging auf einen Pressebericht ein, wonach jeder 10. Schulabgänger nicht qualifiziert genug wäre, eine Lehre antreten zu können. Auch diese Kinder wären Kinder, die 9 oder 10 Jahre Schule absolviert hätten, nun aber frustriert wären und in eine hoffnungslose Zukunft blicken würden. Man müsse sich fargen, wie man das verhindern könne. Sicher nicht durch die Ausgabe von Gutscheinen für Nachhilfeunterricht. Er nannte zwei Lösungen: Die Zuführung solcher Kinder an geeignete Bildungsstätten und Ruhe und Zeit an den Schulen für echte und ehrliche Arbeit. Dabei muß immer der Mensch im Mittelpunkt stehen: Fordern und Fördern. (O-Ton: Die Schulzeit ist von viel... Ich danke Ihnen allen – auf wiedersehen! 3 Minuten Applaus!)
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Großbrand in Waldkraiburg verursacht Millionenschaden
6:20
11 19.03.10
46 Olympia bei der Kreisklinik - Der Frühjahrsempfang 7:45
Wenn die Kreiskliniken zum Frühjahrsempfang laden, dann kann man gespannt sein und sich auf einen unterhaltsamen Abend in angenehmer Umgebung und mit vielen kulinarischen Köstlichkeiten freuen. Nicht zu dieser Aussicht paßte heuer das Motte „Olympia“. Das hat schließlich zwei Aspekte: Sport und „Dabei sein ist alles“. Was es nun damit auf sich hat, würde sich bald aufklären. O-Ton
Aha! Dabei sein ist alles. Dieses Motto pflegten die Kreiskliniken jahrelang. Nun stellten sich die Kliniken täglich neuen Herausforderungen und müßten sich ständig neuen Wettbewerbern stellen. Deshalb hätte sich auch das Motte geändert: „Schneller, höher stärker – jeden Tag“. Erschwerend wär, daß ständig die Spielregeln geändert würden. In fünf Punkten beschrieb er das Erfolgsmodell: Druck aushalten, Selbstvertrauen, mentale Stärke, zwanglos Kommunizieren und Teamgeist. Die Kreiskliniken hätten einige dieser Punkte stark ausgebaut.
Aber auch sportlich wollte man sich an diesem Abend beweisen. Ein Staffelstab sollte jeweils nur an Gesprächspartner weitergegeben werden, die sich nicht kannten. Den Anfang damit sollte Dr. Richter machen. Heiner Kelbel wünschte für den weiteren Abend viel Spaß...
Dr. Wolfgang Richter meinte, Frühjahrsempfang bei Eiseskälte im Schneetreiben passe nun wirklich nicht zum Frühjahrsempfang. Auch der sportliche Wettkampf nackter Olympioniken mußte ausfallen: dieses Elend hätte niemand mit ansehen können...
Auch Dr. Richter betonte die Konkurrenzsituation, in der sich die Klinik bewegt und die Mitspieler und Teamgeist benötigt. Man nehme diesen Wettbewerb sportlich, weil er Erfolg beschert und zu mehr Leistung anspornt. Und mit ihrer Leistung bräuchte sich die Klinik ja auch nicht zu verstecken. 2009 hätten die Kliniken an vier großen Wettbewerben teilgenommen und überall gesiegt – die Zertifizierungen erhalten. Er dankte allen Kooperationspartnern, die dazu beigetragen, die Ziele zu erreichen. Dr. Wolfgang Richter betonte die Fairness als oberstes Ziel in ihrem Umgang mit ihren Partnern. Dieses Ziel würden sie auch weiter verfolgen. So lud er ein mitzumachen, das Ziel schneller – höher – stärker weiter zu verfolgen. Und weil der, der Leistung bringt, auch Pausen braucht, wollten die Kliniken an diesem Abend ein rauschendes Fest feiern. Dazu wünschte er einen beschwingten Abend.
Ein weiterer Programmpunkt waren zwei Geburtstage: Heiner Kelbel gratulierte stellvertretender Landrätin Eva Köhr, und Chefarzt Dr. Christian Wieser.
O-Ton: Jetzt ist Party!
Aber erst mußte noch Staffelgelaufen werden.
Im Obergeschoß bereiteten die Mitarbeiter des Sternenzelt inzwischen das Buffet vor, das reichlich und schön angerichtet auf die Gäste wartete.
Aber bis es so weit war, hatte es Herr von Löffelstein auf die Gäste abgesehen. Mit einem geschickten Griff befestigte er Kugelschreiber an den Sakkos der Gäste, die sie dann nicht mehr ablösen konnten. Sparkassenvorstand Herbert Langstein kämpfte damit - - - - und kämpfte - - - - und kämpfte - - - - und kämpfte....
Dann Bürgermeister Siegfried Klika...
Inzwischen zeigte er Herbert Langstein die Gelbe Karte, weil seine Bemühungen erfolglos blieben. Bürgermeister Siegfried Klika machte kurzen Prozeß und löste das wie einst Alexander der Große, als er König Gordios von Phrygiens Knoten einfach mit dem Schwert durchschlug – na ja, er schnitt das Schnürchen ab!
Das Buffet war eröffnet und die Gäste ließen es sich schmecken. Frau Sobotka, sie arbeiten ja sehr intenisv mit dem Krankenhaus zusammen. Wie schätzen Sie diese Zusammenarbeit? (O-Ton)
Herr Dr. Sobotka und wie sehen Sie’s? (O-Ton)
Herr Chefarzt Dr. Lerch, Ihre Abteilung Gefäßchirurgie ist so erfolgreich, daß Sie Verstärkung brauchen? (O-Ton)
Herr Dr. Roßberg, Sie arbeiten ja auch mit der Kreisklinik. Wie gestaltet sich diese Zusammenarbeit? (O-Ton)
Dr. Reinhard Baumgartner, auch Sie kooperieren sportlich mit der Kreisklinik? (O-Ton)
Später spielte die Musik und die Gäste nutzten die Gelegenheit...
Und für manche Gäste war es schon sehr spät, als sie an diesem Abend den Heimweg antraten. Die Kreisklinik hatte einmal mehr ihrem Ruf alle Ehre gemacht: Wer viel arbeitet, darf auch viel feiern. Und das ist einmal mehr gelungen.
47 Ruperti sucht den Superstar - Tag der offenen Tür am Ruperti-Gymnasium 7:00
Wenn das Gymnasium seine Pforten öffnet, erlaubt es nicht nur einen Blick in seine Räumlichkeiten. Viele Klassen stellen Themen vor. Hier etwa kann man selbst drucken lernen. Auf der anderen Seite „Religion“ mit allen Sinnen erleben.
Im Hörsaal zeigte die Klasse von Sebastian Hungerhuber ein Mathematik-Theater. Warum nicht alles immer genau so ist, wie es auf den ersten Blick aussieht zeigten die Schüler am Beispiel von Zwillingen. Es wäre nun so, daß 2 und 1,9-Periode doch Zwillinge wären, auch wenn die Zahl vor dem Komma unterschiedlich wären.
Wer wagt es, durch das Seile-Netz zu klettern? Keine Öffnung darf ausgelassen werden... Eine echte Herausforderung, die nur im Team zu bewältigen ist.
In der frisch renovierten Aula probte die Theatergruppe.
Ein Physiksaal bietet immer interessante Experimente. Über einen Spiegel zu schreiben – eine echte Herausforderung, die nicht jeder so gut meistert.
Verwirrend für unsere Technik, die Spiralscheibe.
Warum dreht sich ein Elektromotor? Das zeigt dieses Experiment – auch wenn der kleine Mann nicht viel Geduld hatte.
Vorführungen machten physikalische Experiment erst interessant, wie dieses Abbild eines gefrusteten Lehrers, dem die Haare zu Berge stehen – nein, dessen elektrisch geladene Papierstreifen sich gegenseitig abstoßen.
Das Top-Event war aber „Ruperti sucht den Superstar“ der Redaktion von Deutschlands bester Schülerzeitschrift „Innfloh“. Der Andrang vor dem Raum erstaunte sogar Oberstudiendirektor Anselm Räde. Das mußte schon festgehlten werden.
Matthias Schyma führte gekonnt durch die Veranstaltung, in der die Lehrer die Kandidaten waren.. und auch Mitglieder der Jury.
Erst legte Remixed-Gewinnerin Tamara Rupprecht die Latte für die folgenden Darbietungen ziemlich hoch...
Der Einzug der Jury, fast so triumphal wie bei RTL!
Die ersten Kandidaten: Das Ehepaar Wagner.
Wir hatten durch die viele Zuschauer einen eingeschränkten Blick auf die Jury. Die Urteile – ähnlich wie von Dieter Bohlen... allerdings kaum das „Sch-Wort“.
Der nächste Kandidat kenne sich gut mit Computern aus und singe ein Lied mit Hirn, kündigte Moderator Matthias Schyman an.
Englisch/Französisch-Lehrerin Carola Wiesmeier wünschte sich nur ein bißchen Frieden.
Celine Dion war die nächste Kandidatin...
Daniel Seeharsch und Elisabeth Plomer gaben Nancy und Frank Sinatra.
Schüler und Eltern hatten ihren Spaß dabei.
Der Höhepunkt war aber der Auftritt von Abba!
Die Zuhörer ließen sie nicht ohne Zugabe von der Bühne.
Die Jury fällte ein weises Urteil: O-Ton (am Montag um 7:30 Uhr im Kopierraum!)
Mit viel Humor zeichneten Schüler und Lehrer ein heiteres Bild vom Leben am Gymnasium in Mühldorf. Da möchte man am liebsten selber wieder die Schulbank drücken...
48 Landesfinale der bayer. Schulen im Geräteturnen 6:30
Bürgermeister Günther Knoblauch und Landrat Georg Huber waren gerade erst aus dem Urlaub zruückgekommen, als sich die Turner der Bayerischen Schulen in der Turnhalle der neuen Hauptschule zu ihrem Finale trafen. Aus ganz Bayern waren sie angereist um hier die besten zu ermitteln. Dabei hatten die Mühldorfer Turner nicht nur Heimvorteil, sie verteidigten auch ihren Titel aus dem Vorjahr.
Bernd Schwarzwälder von der bayerischen Landesstelle für Schulsport leitete die Veranstaltung und hieß die Teilnehmer willkommen. Aber zunächst galt sein Gruß Landrat und Bürgermeistern, Sparkassenvorstand Herbert Langstein und VfL-Waldkraiburg-Vorsitzdner Annemarie Deschler, BLSV Kreisvorsitzenden Sepp Elsberger und alle Kampfrichter.
Landrat Georg Huber freute sich, die Turner in der Kreisstadt begrüßen zu können und wünschte allen viel Erfolg, Faierness und unfallfreie Wettkämpfe.
Auch Bürgermeister Günther Knoblauch war glücklich, daß diese Turnhalle nun eine weitere Premiere erleben darf. Nach Volleyballern und Turnern nutzten nun erstmals die Turner die Halle. Auch er wünschte allen Teilnehmern viele Erfolg und unfallfreie Wettkämpfe. Für Bernd Schwarzwälder hatte er einen Mühldorf-Schirm, der viel Sonne zeige und viel Freude ausstrahle. Diese Freude soll auf die Teilnehmer abstrahlen.
Schwarzwälder dankte allen Schülern und Organisatoren für die Arbeit, die in die Vorbereitung geflossen war.
Die Mannschaften waren gekommen Deggendorf, München, Hof, Weissenhorn, Kempten, Weilheim, Landau, Dillingen, Lichtenfels, Hösbach und Mühldorf.
Nach einem kurzen Einturngen gings los. An zwei Tagen zeigten die Schüler und Schülerinnen, die vorwiegend von Gymnasien kamen sportliche Höchstleistungen. Immer beobachtet von den Kampfrichtern.
Hier einige Eindrücke.
Die Mühldorfer Turer, die alle am Turn-Leistungszentrum trainieren, konnten ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Wir gratulieren allen Teilnehmern, besonders aber den Siegern.
Mit dieser Veranstaltung haben Halle und Organisatoren bewiesen, daß sie auch für größere Leichtathletikveranstaltungen gerüstet sind.
49 Auftakt nach Maß: TSV Buchbach - SpVgg. Bayern Hof
13:50
Schön sah er nicht aus – der Platz im Stadion in Buchbach – aber bespielbar war er schon. „Rasen“ war’s freilich keiner. Bei so einem Wetter kann ein Rasen kaum wachsen. Knapp drei Grad und ein eisiger Westwind ließen es auf den gegenüberliegenden Zuschauerrängen ungemütlich werden. So fanden sich die meisten der 620 Zuschauer unter dem Dach der Tribüne ein.
Die Akteuere und die Vereinsführungen ließen sich aber von den äußeren Bedingungen nicht abhalten und nicht auch noch dieses Spiel absagen, nachdem schon die vorangegangenen vier Begegnungen dem Wetter zum Opfer gefallen waren.
Die Schiedsrichter dieser Begegenung kamen aus Österreich: Heinz Vitzkotter sollte das Spiel leiten, seine Assistenten waren Reinhold Klinger und Reinhard Martschinko.
Stadionsprecher Erich Haider wünschte Mannschaften und Zuschauern ein unterhaltsames Bayernliga-Fußballspiel. Dann gings los:
Buchbach spielte in rot von rechts nach links, Hof - in schwarz/gold – hatte Anstoß.
Aber erst wollte Schiedsrichter Vitzkotter einen optischen Unterschied zwischen Hofs Trainer Thomas Kost und seinem Assistenten.
Anpfiff!
Bei Buchbach stand erstmals Neuzugang Thomas Breu in einem Punktspiel in der Startelf. Der Olchinger Thomas Breu war in der Winterpause von Hansa Rostock gekommen, wo er nicht heimisch werden konnte. Nun verstärkt er den Buchbacher Sturm.
In den ersten Minuten übernahmen die Gäste die Initiative. Sie schoben den Ball fast unbehelligt hin und her.
Marcus Gibis war hoch motiviert und hatte schon tags zuvor geholfen, den Schnee wegzuräumen. Er ging in jeden Ball hinein.Hier bekam er den Ball ins Gesicht. Er blieb zunächst liegen, konnte aber weiterspielen.
Keine Minute später Einwurf für Hof von rechts. Florian Ascherl wirft lang ein und Daniel Gareis steht goldrichtig. Franz Demmel chancenlos. 0:1 in der siebten Minute.
Nur eine Minute später: Zunächst kommt Gibis nicht an den Ball und auch Stefan Lex kommt nicht zum Flanken. Ecke.
Manuel Neubauers Ecke verlängert Ralf Klingmann auf Thomas Breu, dessen Kopfball aber weit übers Tor geht. Buchbach hatte sich durch den Rückstand nicht einschüchtern lassen.
Im Gegenzug bring hier Michael Pointvogel Markus Bächer vor der Strafraumgrenze zu Fall. Die Gäste forderten rot, wegen Notbremse, aber die Zeitlupe zeigt, das Foul war VOR der Grenze.
Für Michael Pointvogel gab’s für dieses Foul Gelb!
Der Freistoß ist keine Gefahr fürs Buchbacher Tor.
Aufregung nach diesem harten Einsteigen von Kim Helmer gegen Markus Bächer. Weil er tatsächlich den Ball gespielt hatte, kam Helmer mit einer Verwarnung davon.
Gleich nach dem Freistoß wirbelt Florian Ascherl Stefan Lex durch die Luft, bevor Hans Attenberger Tobias Bukowski stoppen kann – wenn auch nicht ganz fair – Gelb für ihn.
Nach einigem Hin und Her paßt Ralf Klingmann über das ganze Spielfeld zu Marcus Gibis, der alleine auf Gästetorhüter Matthias Karnitzschky zuläuft. Ausgleich in der 20. Minute: 1:1 Gibis‘ fünftes Tor in dieser Saison.
Diesen langen Einwurf von links nach Ecke konnte Markus Blau ins Toraus befördern. Markus Bächer wäre perfekt gestanden.
Die folgende Ecke verliert sich im Gewirr der Beine. Der Ball geht übers Tor. Wieder Ecke von links. Aber auch die ändert nichts am Spielstand.
Nach Abstoß erhält Stefan Lex den Ball und scheitert an Matthias Karnitzschky.
Freistoß nach einem kleinen Foul: Manuel Neubauer auf Alex Neulinger, de auf Michael Pointvogel. Seinen Schuß lenkt ein Hofer ins Toraus – Ecke. Die Ecke von links führt zu einer weiteren Ecke von rechts. Eine ähnliche Situation wie einige Minuten vorher auf der anderen Seite.
Dann kommt Manuel Neubauer mit dem Ball vors Tor. Seine Flanke bleibt zunächst hängen, der Ball fällt aber Marcus Gibis vor die Beine, dessen Schuß Hof übers Tor hebt. Wieder Ecke, die aber nichts ändert. Nach diesem rabiaten Foul läßt Schiedsrichter Vitzkotter zunächst weiterspielen, bis Thomas Breu gestoppt wird. Dann gibt’s erst Mal Gelb für Kapitän Marcel Busch.
Einwurf für Buchbach. Giorgio Arancino stützt sich hier auf Manuel Neubauer auf und fängt sich Schiedsrichter Vitzkötters Ermahnung ein. Und gleich nach Ralf Klingmanns Freistoß ging Manuel Neubauer wieder zu Boden: Diesmal schießt er selbst: Neubauer auf Gibis – Tor. Saisontor nummer 6 für Marcus Gibis und 2:1 Führung für den TSV Buchbach in der 32. Minute.
Helmut Wirth konnte das Spiel nun schon gelassener verfolgen.
Buchbach drängte weiter: Manuel Neubauer diesmal über rechts, weiter auf Thomas Breu, dessen Schuß aber am Tor vorbeigeht.
Keine Minute später: Lex auf Gibs, den Marcel Busch unsanft von den Beinen holt. Hier hätte Schiedsrichter Vitzkotter mit Fug und Recht Gelb geben können. Manuel Neubauers Freistoß verlief sich folgenlos. Dann flankt Michael Pointvogel auf Marcus Gibis. Seinen Ball nimmt Stefan Lex volley - - setzt ihn aber knapp neben das Tor.
Nach Abstoß stürmt hier Thomas Breu. Dennis Pajonk hält ihn fest und sieht dafür Gelb.
Ein Fußballspiel in Buchbach ist immer einen Familienausflug wert. Sogar bei solchen Temperaturen! Und während wir die Familie bewunderten setzte Alex Neulinger einen Klingmann-Freistoß knapp neben das Tor.
Kapitän Marcel Busch bewies sich noch einmal an Ralf Klingmann. Es wäre schon seine dritte Gelbe gewesen. Hat ihm Schiedsrichter Vitzkotter hier gesagt, daß er ihn nach der Pause nicht mehr sehen will?
Neuaufbau über Kim Helmer: Er auf Marcus Gibis, der weiter auf Stefan Lex, der zu Thoma Bräu, der Torhüter Matthias Karnitzschky einfach ins Leere fallen läßt. 3:1 in der 44. Minute.
Dann der Pausenpfiff. Buchbach hatte in den ersten 10 Minuten schwer ins Spiel gefunden, dann aber unaufhörlich Druck gemacht. Der Spielstand war zu diesem Zeitpunkt hoch verdient.
Nach dem Seitenwechsel kam tatsächlich Marcel Busch nicht mehr zurück aufs Spielfeld. Trainer Thomas Kost kam damit einer drohenden Gelb-Rot-Sperre zuvor.
Für ihn spielte nun Oktschan Tekdemir.
Anpfiff zur zweiten Hälfte. Buchbach spielte jetzt von links nach rechts, also auf das Tor, das Helmut Wirth „Haustor“ nennt. Seiner Meinung geht’s dann besser....
Es begann zu schneien!
Hof machte nun Druck und Buchbach hatte zu tun, die Angriffe abzuwehren.
Eine Schrecksekunde hier: Daniel Schäffler steht völlig frei und erhält den Ball. Sein Treffer zählt aber nicht. Der Schiedsrichterassistent hatte schon vorher die Fahne oben: Abseits.
Im Gegenzug scheitert Thomas Breu, an Torhüter Matthias Karnitschky.
Wieder vor dem Buchbacher Tor: Daniel Schäffler kann sich gegen Alex Neulinger und Manuel Neubauer durchsetzen und flanken. Oktschan Tekdemirs Schuß kann Franz Demmel nicht festhalten. Neulinger und Helmer klären auf der Linie. Die Gefahr war aber noch nicht gebannt und so muß Franz Demmel noch einmal ran. Er konnte klären. In dieser Situation brannte es vor dem Buchbacher Tor.
Hier schickt Marcus Gibis Thomas Breu los. Leider aber ins Abseits.
In den folgenden Minuten drängte Hof sehr auf einen weiteren Teffer. Die Buchbacher standen aber sicher und ließen kein echten Chancen zu. Auch wenn das hieß, daß über längere Strecken fast alle Spieler in der Buchbacher Hälfte waren.
In der 67. Minute brachte Helmut Wirth Thomas Götzberger für Stefan Lex, der bis dahin viel gelaufen war und eine hervorragende Partie gespielt hatte.
Und wenn die Abwehr nicht mehr klarkam, konnte Franz Demmel seine Klasse unter Beweis stellen.
in der 71. Minute kam bei der Spielvereinigung Hof Jörg Matthias ins Spiel. Den Platz verließ Giorgio Arancino.
Diesem Foul folgte ein Freistoß für Hof. Der Ball landete im Tor, aber der Linienrichter hatte die Fahne oben – Abseits. Es blieb beim 3:1. Die Hofer Spieler waren ziemlich ungehalten. Für sein lautstarkes Protestieren erhielt Florian Ascherl auch noch die Gelbe Karte...
Buchbach lauerte auf Konter. Manuel Neubauer auf Marcus Gibis, der auf Thomas Breu – kein Abseits! Bei Torhüter Matthias Karnitzschky war aber Schluß.
Nächster Konter nach einer Ecke: Thomas Bräu sieht Marcus Gibis nicht und schießt übers Tor.
Nächster Konter: Attenberger auf Breu, der auf Neubauer, der den Ball bis vors Tor trägt. Er spielt rechtzeitig auf Breu ab, der unhaltbar für Karnitzschky einnetzt. 4:1 in der 76. Minute. Sein erster Punktspieleinsatz und gleich zwei Tore! Ein unglaublicher Einstand für Thomas Breu.
Gästetrainer Thomas Kost reagierte und brachte Adrian Ichim Cosmin für Riccardo Redondo.
Und beinahe wäre es zum 5:1 gekommen, wenn Thomas Breu hier nicht das Lattenkreuz getroffen hätte.
Und noch eine Gelbe: Daniel Gareis wegen Meckerns. Inzwischen brachte Helmut Wirth Stefan Bernhardt für Thomas Breu und verstärkte damit seine Abwehr.
Mehrere Schüsse der Gäste Richtung Buchbacher Tor verfehlten ihr Ziel.
Nach langer Verletzungspause kam dann Bernd Brindl für Marcus Gibis, der sich sehr engagiert, ein großes Spiel gemacht und mit zwei Toren belohnt wurde.
Noch einmal sein Können beweisen mußte Franz Demmel nach dieser Ecke.
Der Schlußpfiff besiegelte einen Start in die zweite Hälfte der Rückrunde, wie er besser nicht hätte ausfallen können. So war es nicht verwunderlich, daß es im Vorzelt des Vereins nur strahlende Gesichter gab.
Moderator Erich Haider wollte von Gästetrainer Thomas Kost wissen, wie er sich das Nachlassen nach starkem Beginn erklären würde. (O-Ton )
Helmut Wirth war natürlich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: (O-Ton )
Wie sieht Helmut Wirth Thomas Breu? (O-Ton)
Und wie steht es um die Kritik an Marcus Gibis, die nicht verstummen will? (O-Ton)
50
Starkbieranstich bei der CSU in Waldkraiburg: Karl Lehmann
20:00
12 30.03.10
Wenn im Graf-Toerring-Hof in Waldkraiburg die Trebernmusik aufspielt und sich die örtliche Politprominenz einfindet, dann ist Zeit fürs Starkbier - - - und für Karl Lehmann!
CSU-Vorsitzender Harald Jungbauer konnte an diesem Abend nicht nur die Musik begrüßen sondern viele Mitglieder von CSU, SPD und UWG über 300 Gäste. Wenn die Stadt das 50-Jahr-Jubiläum und die Gemeinde ihr 60. feiert, dann hätten auch CSU und Karl Lehmann ein ganz besonderes Jubiläum zu feiern: Sie wären das 16. Mal beeinander!
Jungbauer konnte erstmal Ignaz Graf zu Toerring-Jettenbach willkommen heißen. Sein Besuch dokumentiere die Bedeutung dieses Starkbieranstichs, der ja inzwischen sogar in Brüssel bekannt ist. Neben Staatssekretär Dr. Marcel Huber, Landrat Georg Huber, stellvertretender Landrätin Eva Köhr, Bürgermeister Siegfried Klika, CSU Fraktionsvorsitzendem in Stadt- und Kreisrat Anton Sterr, MdL aD Ulli Lode konnt er auch Stadtpfarrer Martin Garmeier und den evangelischen Pfarrer Schmitt-Mazzerat konnte er begrüßen. Auch von den umliegenden CSU Ortsverbänden waren Vertreter gekommen.
Brauereidirektor Hauke Winterer dankte allen Feuerwehren für ihren Einsatz während des Brandes des Weißen Hirschen vor einigen Tagen.
Endlich kam das Faß herein. Diesmal ein echtes Holzfaß. Ob’s Bürgermeister Siegfried Klika auch mit einem Schlag anzapfen würde?
Drei Schläge und nur ein bissl was verpritschelt. Dann floß das Starkbier – und schäumte in die Krüge.
Während sich die Gäste den Schweinsbratn und den Wurschtsalat schmecken ließen, schickte sich die Prominenz an das Starkbier zu probier’n. (O-Ton Ein Prosit... ein jeder soll saufen... )
Während sich Karl Lehmann verkabelte spielte die Trebernmusik nochmal auf.
Dann gings los!
Karl Lehmann wurde mit großem Applaus begrüßt und hatte gleich einen ein großes Lob für die Waldkraiburger, die ihn verstehen: (O-Ton 1:04:52:13 an Lerchenberg hams ned vastandn zMinga drohm)
Er wär‘ ja so froh, daß er diese starkbier- und handfesten Kommunalpolitiker und die nervenstarken Waldkraiburger, die nicht bei jeder Kleinigkeit eingschnappt sind, die keinen boarischn Humor ham und selber nix einstecken können.
Die ganze Bande am Nockerberg hätte den Lerchenberg gar nicht verdient. (O-Ton der häd eich brauchd, wei bei eich derf ma eusss sogn! – 1:06:51:06)
Und weil die Waldkraiburger schließlich mitmachen wollen – wahrscheinlich hab’s deshalb extra den weißen Hirschen angezündet – und weil auch noch s Fernsehen da ist ZDF – zwoa depperte Fotografen) Daß der örtliche Lokalfernsehsender nicht da war, kommentierte Karl Lehmann so: (O-Ton Daß de ned da warn is eh klar! Mühldorf-TV hat’s gwußt -vorher!!!)
Damit eine Veranstaltung gelingt, bräuchte man Applaus. Wenn also Bürgermeister Klika aufstünde, werde geklatscht. (O-Ton – Siegi steh a moi auf...
Dann gibt’s da drei Lautstärken. Normaler Applaus (O-Ton)
Tosenden Applaus gibt’s dann, wenn die Pürtner freiwillig auf ihr Ortstaferl „Waldkraiburg“ draufschreiben.
Dann gibt’s den frenetischen Applaus. Das ist dann wenn... (O-Ton Dr. Marcel Huber...)
Und bei einem frenetischen Applaus gibt’s auch was zu trinken. Prost Gemeinde!
Dann stieg er erst richtig in seine Rede ein: (O-Ton) „Griaß Eich Pürtner...
Dann forderte er die Waldkraiburger auf, doch mehr Selbstbewußtsein zu zeigen. Seit 16 Starkbieranstichen sagt er ihnen, was sie für eine super Stadt sind, schwört ihnen, daß er sie liebt... (O-Ton – ja ich bin gerne einsam)
Sie sollten doch auf das Ortstaferl draufschreiben: (O-Ton „Pürten – leider Stadt Waldkraiburg“)
Weil - die Pürtner haltens mit Waldkraiburg wie in einer modernen Ehe: (O-Ton)
Besonders aufpassen müßten sie auf den Föhrenwinkel. Sind welche da? (O-ton – raus!)
Weil sich der Föhrenwinkel immer mehr zum „Grünwald“ mausert, sollten sie ihnen jaaa die Straßen nicht teeren! Sonst wollen die plötzlich auch nicht mehr zu Waldkraiburg gehören!
Da stünde sowieso schon „Föhrenwinkel“ auf‘m Ortstaferl drauf und „Waldkraiburg“ nur ganz klein drunter. Aber so lang man ihnen die Schlaglöcher nicht zumacht hätte man sie ja noch im Griff.
Und das Bauamt in Rosenheim schiebt jetzt alles ans Landratsamt nach Mühldorf ab. Die sind nämlich beleidigt, weil er ihnen voriges Jahr alle 6.000 Waldkraiburger Hunde angedroht hat. Dann is‘ plötzlich gegangen: Die Stempen weg, eine Abbiegespur am Bahnübergang – Geht doch! (O-Ton „Mir müassma blos krachada wern... )
A pro pos Mühldorf: - Einer ist ja da... - die wissen nämlich noch immer nicht, daß es Waldkraiburg überhaupt gibt. Nur wenn die Waldkraiburger einen Baumarkt wollen. (O-Ton dann sans blitzartig dagegn) Die Mühldorfer, die könnte man (O-Ton für 1 Euro nach Seuzbuag vakaffa...)
Und da ist tatsächlich a Mühdlorfa – so schaut a Mühldorfa aus!!!
Daß die Bayern damals Mühldorf aufgekauft haben, war immer noch a bessers Gschäft, als was die Bayerische Landesbank da von de Österreicher ´kauft ham. Wir Deutschen müssen ja nicht immer alles glauben, was so ein Österreicher sagt. (O-Ton ganz gleich ob vo Kärnten oder vo Braunau – de Zech zeun euwei mia!)
Und bloß weil so ein chronisch überbezahlter Bänker mit seiner bankrotten Balkanbank unseren genauso harmlosen wie hirnlosen Bayerischen Pseudobänkern sagt, sie sollen ihn kaufen, schmeissen wir gleich ein paar Milliarden da hinüber. (O-Ton – früher hat ein Andreas Hofer gegen uns Bayern gekämpft, heute is die Hypo-Alpe-Adria-Partisanenbank)
Und es ist erst ein Jahr her, daß diese Obertrottel von dieser Landesbank vier Milliarden in Island versenkt haben. Schon vergessen?
(O-Ton: Wenn unsaoana 4 Euro klaut.... )
Da soll einer sagen, wir Bayern wären nicht tolerant, ein anderer Ausdruck für blöd! Prost!
Dann kam er auf die Fusion der Kreissparkassen Mühldorf und Altötting zu sprechen. Jetzt sind wir fusioniert – ein anderes Wort für auf‘kauft. (O-Ton: jetzt kriagst statt’n Kontoauszug an Altöttinger Liebfrauenboten... – Prost!)
Er gratulierte Landrat Schorsch Huber zum 60. Der war schön gell? Tage in der Zeitung... – keine Köhr Eva, kein Knoblauch...) Der Knoblauch hat daraufhin so geheult, (O-Ton daß ihm gleich s Bundesverdienstkreuz ...)
Dann erinnerte er sie an die Wahl im letzten Jahr. Das hat wehgetan! Jetzt kann ja die SPD der CSU schon bald keine Wähler mehr abjagen (O-Ton weil de seiba koana ham!)
Dabei müßten sie froh sein, daß heute mehr da wären, als sie gewählt haben. (O-Ton – da kanntma des ganz am Stammtisch drüm macha) oder auf’m Klo draussen (O-Ton...)
Dann grüßte er die „Obstler-CSU“, die hat auch nicht mehr als 40 %. CSU-Vorsitzender Harald Jungbauer verstand den Wink und hatte den Obstler schon bereit – Prost! (O-Ton – Der Mann hat Character!)
Und bei der SPD hätt’s bei der Bundestagswahl nicht einmal zur Liebfrauenmilch gereicht. Sie haben ja mit 17% das zweitbeste Ergebnis im Landkreis gehabt (O-Ton Hinter Mühldorf!!) Dabei WILL der Alex ja mehr Prozente – aber das nutzt halt nix, wenn er nur will.!
Sein Vater hätte schon vor 50 Jahren von der „gelben Gefahr“ geredet, jetzt sitzen sie in Berlin bei der Merkel in der Regierung!
Beim letzten Starkbieranstich hatten sie zur Rettung der CSU so inbrünstig eine Litanei `bätt, (O-Ton, daß se da Waldkraiburger Imam beim Garmeier Martin zum umtaufen angemeldet hat!!!) Aber es hat nichts geholfen, es ist weiter abwährts gegangen.
Ja wenn das so weitergeht. Man stelle sich vor, jedes Jahr wäre Wahl und jedes Jahr hätten sie 15% weniger (O-Ton da feuts ihr in 3 Jahr unter de 5%-Klausel....Reservat ...) Und die SPD bekommt ein Reservat gleich daneben. (O-Ton aber de brauchan koa Reservat, da glangt a Tipi
Da haben alle drin Paltz – alle drei!)
Aber irgendwie war’s auch erfolgreich – die Wahl. (O-Ton – jetzt hamma halt a geschiedene Jungpionierin aus Mecklenburg-Vorpommern.... – des hättma mia 68er uns ned zu träumen gewagt...) Dazu eine minderjährige Familienministerin und einen Chinesen als Gesundheitsapostel!
Und der Ackermann dürfte jetzt auch noch seinen Namenstag im Bundeskanzleramt feiern (O-Ton – an was füran Datum is eigentlich „Dreckhammel“? – )
Der Ramsauer hat jetzt das Verkehrsministerium. Er möchte gern den Aufbau West. Dann würden wir auch unsere Autobahn bekommen (O-Ton „Mit einer Ausfahr Haigerloh“)
Und wenn diese Ampfinger – Mühldorfer Autobahnschilder-Mafiosi, wo Mühldorf sowieso fünf Ausfahrten hat – und keiner hinfährt (O-Ton „außer da Manuela“)
Und wenn an die Autobahn kein Schild „Waldkraiburg“ hinkommt, dann fahren sie alle miteinander nach München! Dann gehen sie alle miteinander auf’n Nockerberg und halten die Rede selber. Damit die merken, München hat einen Osten (O-Ton Und das sind wir! –)
Und wenn die Autobahn wirklich gebaut wird und die in Dorfen tatsächlich eine Ausfahrt bekommen, dann würde er höchstpersönlich (1:42:02:20 diese vawanzte Biermösl-Blosn....)
Eine Lösung hätte er schon – durch die Belebung des Sartrouville-Platzes!! Wieso? Es hilft gar nichts, wenn sie die selben grausligen Betonpflastersteine immer wieder so hinlegen wie sie vorher waren. Es hilft auch nichts, wenn man den Platz x-mal feierlich eröffnet. Es hilft auch nichts, die Tiefgarage abzudichten. Es muß OBEN attraktiver werden. Was stünde in jeder historischen Stadt unmittelbar neben dem Dom? (O-Ton)
Also gehört auf den Sartrouville-Platz ein Dings ein....
In Ampfing graben‘s die Autobahn sowieso in den Boden ein (O-Ton)
Wenn man gegen ‚was ist, dann muß das schon einen Sinn haben. Er erinnert sich an die 68er jahre (O-Ton warn de bei euch aaa??) Damals sind die Graffities aufgekommen (O-Ton: Damals noch mit Hirn, heute bloß no mit Farb) Da gabs eins eins „Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin“. Heute heißt das (O-Ton Stell Dir vor es ist Schweinegrippe und koana kriagts )
Da wollte uns doch die Pharmalobby eine neue Krankheit einreden, weil Vogelgrippe und BSE nicht gewirkt haben. Aber so blöd sind wir halt nicht!
Dabei wäre die Schweinegrippe so was wie die kommunale Verkehrsüberwachung (O-Ton: Töginger Blitzer-Cosa-Nostra – überflüssig wiara Kropf – aber lukrativ!) Und dabei können’s ihre Blitzer gar nicht richtig aufstelln. Und der Krebes muß jetzt wieder vorsichtiger Autofahrn und darf nichtmehr falsch parken. Dafür darf man jetzt wie dammisch durch Haag durchrennen. (O-Ton weil jetzt ist denen ihr Dumbs... )
Darauf brauchten sie erst mal wieder einen Schluck!
Als Bürgermeister Siegfried Klika vor kurzem in Dubai war, hätten die Waldkraiburger behauptet, der Harry hätte ihn in die Wüste geschickt. (O-Ton: in dera Zeit wost Du beim Sandspuin warst...)
So ein Straubinger Gäuboden-Kanack wollte am alten Bahnhof eine Spielothek hinbauen. Aber die gehört doch an den Sartrouville-Platz. Aber auch so ist da was los: (O-Ton: Manchmal leuten die Glocken. Und manchmal regnets. – )
Und erst die Geothermie! Wenn da jetzt gebohrt wird, wäre die Bohrmaschine eh längst verrostet. (O-Ton: )
Pfarrer Martin Garmeier riet er, so zu bleiben wie er ist. Auch wenn er jetzt wieder Konkurrenz hätte (O-Ton: ...)
Auch die Waldburgia hat heuer gefehlt – beim Ball der Stadt Waldkraiburg. Beim SPD-Ball war sie dann wieder sehr lebendig. Und erst die Brasilianerin!!! (O-Ton Liebe Schwarze.... )
Beim Nightshopping waren die Wirte beleidigt, weil die Stadt ihnen die Kunden nicht persönlich vorbeigebracht hat. Dabei gibt’s auch innovative Wirte wie den Haas Thomas, der sich die größten Köche Europas eingeladen hat.
Dabei wäre Waldkraiburg sowieso die berühmteste Stadt überhaupt. 71 Nationen – und beim Kaufland schon alle voll integriert. Von Pürten über Polen bis zu Afghanen und Pürtnern. (O-Ton: Fünfe san dabei ohne Paß..des san Muidorfa....)
In Mühldorf müßte man ja sowieso in der Mitte vom Stadtplatz gehen, weils links und rechts mit Messern aus den Fenstern rausstechen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, daß (O-Ton in der Kreis CSU keiner mehr im Vorstand ist. )
Waldkraiburg ist inzwischenso brav... (O-Ton... )
Und nicht nur wegen den Urnen aufm Waldfriedhof wäre eine Videoüberwachung eine super Sache. Da würde man dann zuhause sitzen und könnte zuschauen, wer aus welchem Haus in welches Haus geht. Das wär’s dann mit der „verkehrsberuhigten“ Nacht. Und später könnte mans auf CD verkaufen. (O-Ton früher hast halt a Datenbank kauft.- heut kaufst Bankdaten..)
In der FDP grassiert die Angst, weil sie fürchten, daß die Bank-CD mit ihrer Mitgliederdatei verwechselt wird.
Aber da besteht in Bayern keine Gefahr, weil wir unser ganzes Geld brauchen um Kärnten durchzufüttern. Da reichts auch nicht mehr für die Sanierung vom Rathaus. Dabei haben sie schon eine neue Treppe zum Rathaus – aus Holz! Damits Rathaus besser brennt? War das beim weißen Hirschen nur eine Übung??
Übrigens – die Waldkraiburger Feuerwehr (O-Ton sind um 9 e aufd Nacht alle in ihre Feuerwehrautos dringhockt.)
Dabei steht die eigentliche Sensation noch bevor. (Ein Fest... – 60 Jahre ..)
Und da brechen bei ihm die Visionen durch: (O-Ton)
Diesmal phrenetischer Applaus.
Wie jedes Jahr war Karl Lehmann bemüht, allen die Leviten zu lesen, dabei trotzdem niemandem zu beleidigen. Und weil er so vehement Michael Lerchenberg verteidigt hatte: Im Gegensatz zu Lerchenberg hat es Karl Lehmann verstanden, so zu bringen, daß jeder verstanden hat, worum es ging und trotzdem darüber lachen konnte. Wer weiß, vielleicht erleben wir ihn ja wirklich bald aufm Nockherberg!
51 Starkbieranstich bei der CSU in Waldkraiburg: Das sagen die Betroffenen 5:50
Herr Lehamann, die Stadt Waldkraiburg hat ordentlich abgekriegt während die CSU verschont geblieben ist. Hat es bei der CSU nichts gegeben oder haben einfach die Themen aus der Stadt so viel hergegeben? (O-Ton)
Und auch die Mühldorfer sind glimpflich davongekommen. (O-Ton)
Wars schwierig, den Brand vom weißen Hirschen noch einzubauen? (O-Ton)
Noch dazu, wo Waldkraiburg so eine gute Verwendung für diesen Platz hat? (O-Ton)
Herr Jungbauer, das 16. Mal Karl Lehmann beim Starkbieranstich der CSU. Wars wieder ein Highlight? (O-Ton)
Herr Staatssekretär, die CSU ist ja diesmal recht glimpflich weggekommen – mal abgesehen von der Landesbank. (O-Ton)
Herr Landrat, der Landkreis und Sie als Person sind ja geradzu ungeschoren davongekommen. (O-Ton)
Und auch die Kreis-CSU hat gar nichts mitgekriegt. (O-Ton)
Herr Bürgermeister, wie geht es Ihnen jetzt? (O-Ton)
Dietmar Heller, Ehrenvorsitzender der CSU, das heißt, Sie sind schon sehr lang dabei. Wenn jetzt die CSU so stark angegriffen wird wie etwa bei der Landesbank – tut das weh? (O-Ton)
Wir geben ihn aber nicht her – den Karl! (O-Ton)
52 Gelöbnisfeier der Gebirgsjäger und Fernmelder der Bundeswehr aus Bad Reichenhall 9:00
Schon den ganzen Tag lag eine außergewöhnliche Stimmung über der Stadt. Als gegen Mittag die Feuerwehr den Stadtplatz sperrte, zwängte sich der Verkehr über den Altstadtring. Auf dem Stadtplatz kehrte sonntägliche Ruhe ein.
Vor der Frauenkirche hatte die Bundswehr einen großen Bereich abgesperrt und zwei kleine Panzer vom Typ Wiesel aufgefahren. Das militärische Ambiente vervollständigten Gewehre, Ski und andere militärische Ausrüstungsgegenstände.
Den würdigen Rahmen verliehen Fahnenabordnungen der Krieger- und Soldatenkameradschaften aus dem ganzen Landkreis.
Dann marschierten die Rekruten des 6. Gebirgsjägerbatallions 231 und des 5. Gebirgsfernmeldebatallions 210 Bad Reichenhall in mehrere Einheiten aufgeteilt auf den Stadtplatz ein.
Der militärische Befehlston war sicher für die Mühldorfer ungewohnt. Auch der Gehorsam in kleinsten Gesten gehört sicher nicht zum Alltagsverhalten des Bürgers. (O-Ton „Augen – ge- rade – AUS“)
Als die Truppenfahnen einmarschierten forderte der Moderator Gäste und Zuschauer auf, sich von ihren Plätzen zu erheben.
Den würdigen Rahmen gab das Gebirgsmusikkorps (sprich Gebirgs-musik-chor) aus Garmisch-Partenkirchen. Die Fahnen begleitete der Ehrenzug des Gebirgsjägerbataillons 231.
Ehrenformationen aus jedem Bataillon traten zu den Truppenfahnen.
Nach Abschluß der Vorbereitung erging Meldung an Oberstleutnant Sembitzky der die Kameraden begrüßte.
Er und Bürgermeister Günther Knoblauch schritten die Formation ab.
Bürgermeister Günther Knoblauch begrüßte die Gäste, unter denen sich inzwischen auch Staatssekretär Dr. Marcel Huber, stellvertretende Landrätin Eva Köhr und zahlreiche Mitglieder von Stadtrat und Kreistag und Bürgermeister aus dem Landkreis eingefunden hatten.
Natürlich galt sein Gruß auch Oberstleutnant Sembritzky und den Soldaten beider Bataillions.
Zuletzt konnte er vor 15 Jahren Soldaten zu diesem feierlichen Ereignis in der Kreisstadt begrüßen, stellte Bürgermeister Günther Knoblauch fest. Die Bundeswehr wäre ein wichtiger Teil des Staates und sie als Soldaten garantierten die Demokratie und die Sicherheit der Bürger. Mit ihrem feierlichen Gelöbnis würden sie sich zur Bundesrepublik bekennen und sich verpflichten, Recht und Freiheit zu verteidigen. Für diese Verpflichtung zollte er ihnen Anerkennung und Dank.
An die Rekruten gewandt, meinte er, sie würden die Erfahrungen aus ihrer Zeit in der Bundeswehr ihr Leben lang nutzen und weitergeben können.
Oberstleutnant Sembritzky dankte der Stadt für die Einladung und die zahlreiche Teilnahme an der Gelöbnisveranstaltung. Noch vor zwei Monaten hatten die Rekruten etwas lange Haare und mußten sich erst in die ungewohnte Umgebung einpassen. Nun hätten sie mit großem Erfolg die Rekrutenprüfung absolviert. Sie wüßten nun, wie sie auf dem Gefechtsfeld überleben können.
Dazu beglückwünschte er sie und die Ausbilder.
Sie hätten abe auch Rechte und Pflichten von Soldaten kennengelernt. Wenn sie sich nun verpflichten, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu verteidigen, Staat und Gesellschaft ihre Treue und Verbundenheit erklären, zeigen sie der anwesenden Öffentlichkeit, welchen Dienst sie leisten. Sie zeigen damit, daß sie als Staatsbürger besondere Pflichten auf sich nehmen: Befehl und Gehorsam, Unantastbarkeit der Menschenwürde, Einhalten von Regeln und Verpflichtung zur Treue kennzeichneten ihr Leben. NUR die Soldaten leisten einen Eid, der in letzter Konsequenz ihr Leben fordern kann. Und nur Soldaten kann der Einsatz ihres Lebens auch befohlen werden! Das wäre etwas Besonderes und etwas Unvergleichliches.
Sie leisteten ihren Dienst in der Gesellschaft für die Gesellschaft und bräuchten deshalb den Rückhalt und die Unterstützung der gesamten Gesellschaft.
Oberstleutnant Sembritzky dankte Bürgermeister Günther Knoblauch für die hervorragenden Rahmenbedingungen, sogar den Frühling hätte er bestellt....
Er betonte, daß die zuletzt berichteten Entgleisungen in keiner Weise mit dem Geist der Bundeswehr entsprechen würden und auch in seinem Kommando nicht vorgekommen wären. Er hoffte, daß die jungen Kameraden sich nach dem Ende ihres Wehrdienstes gern an diese Zeit zurückerinnern werden. (O-Ton)
Nun traten die Gelöbnisformationen vor.
Nach einem weiteren Musikstück sprachen die Rekruten das Gelöbnis. (O-Ton)
Es folgten die Bayern- und die Deutschland-Hymnen.
Staatssekretär, Bürgermeister und stellvertretende Landrätin beglückten die jungen Soldaten und wünschten ihnen alles Gute.
Mit dem Ausmarsch der Fahnen und der Soldaten endete die offizielle Gelöbnisfeier. Während die Soldaten mit ihren Angehörigen noch einige Zeit in Mühldorf feierten, trafen sich die Repräsentanten der Stadt und die Führung der Bundeswehr im Rathausflez zu einem kleinen Umtrunk.
Jedem interessierten Bürger unseres Landes, jedem engagierten Demokraten und allen, die offenen Auges durch die Welt gehen, zeigte diese kleine Feier, wie nah die Konflikte der Welt kommen können, auch wenn die Diskussion – etwa um den Einsatz in Afghanistan – nicht verstummen will. Und daß ein paar Monate in der Welt von – wie Oberstleutnant Sembitzky sagte – „Befehl und Gehorsam“ keinem jungen Menschen schaden, daran besteht ohnehin kein Zweifel.
53 Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbandes Mühldorf-Mößling: Gibt's Gespräche über die Vereinigung der drei Mühldorfer Ortsverbände? 7:45
Ob es von ungefähr kommt, daß auch bei der Jahreshauptversammlung des CSU Ortsverbandes Mößling 23 Mitglieder anwesend waren? Vorstand Sepp Bernhart konnte neben den Mitgliedern auch Kreisvorsitzenden Dr. Marcel Huber und die Vorsitzenden der Ortsvereine Mühldorf-Stadt und Altmühldorf, die Vorsitzende der Frauenunion, der Jungen Union und die Fraktionsvorsitzende im Stadtrat willkommen heißen.
Nachdem Sepp Bernhart über die zahlreichen Ereignisse im zurückliegenden Jahr berichtet hatte, nannte er die Zahlder Mitglieder mit 71. Zwei wären verstorben ein Neumitglied durch Zuzug zu begrüßen gewesen wäre. Ein Mitglied hätte die CSU auf Grund von Unzufriedenheit mit der Münchner Parteiführung verlassen. Sepp Bernhart stellte fest, er täte sich zur Zeit aus diesem Grund auch schwer, neue Mitglieder zu werben. Da wäre es gut, daß Dr. Marcel Huber heute da wäre...
Bei den Vorstandsmitgliedern bedankte er sich für die gute Zusammenarbeit im abgelaufenen Jahr.
Schatzmeisterin Hannelore Krop meldete Einnahmen von 3.740 Euro, Ausgaben von 3090 Euro und einen Kassenbestand von 4.400 Euro. Die Mitglieder erteilten der Vorstandschaft die Entlastung.
Nun kam Sepp Bernhart zum wichtigsten Thema des Abends: Soll die Vorstandschaft mit den anderen Ortsverbänden Gespräche aufnehmen mit dem Ziel, die drei Ortsverbände zusammenzuschließen? Schon in der Vergangenheit haben die drei Ortsverbände viel gemeinsam gemacht. Diese Zusammenarbeit könne man fortsetzen. Mit 71 Mitgliedern stünde der Ortsverband an 9. Stelle aller Ortsverbände im Landkreis und wäre damit kein kleiner Ortsverband. Viele traditionelle Veranstaltungen wären typisch für sie. Auch das Argument der Mitglieder des Ortsverbandes Mühldorf Stadt sah Sepp Bernhart nicht so wichtig - gemeinsam besser einen Bürgermeisterkandidaten für die nächste Wahl aufzubauen. Das – meinte er – könne man auch so - auch schon jetzt – ohne Zusammenschluß. Aus Gesprächen mit seinen Mitgliedern wüßte er, daß viele dagegen wären. Er denke auch, daß es nicht Sinn und Zweck wäre, seine Mitglieder zu hintergehen. Er würde sich nicht gegen die Mitglieder stellen.
Konrad Niederschweiberer – seit 67 Jahren Mitglied der CSU – betonte die Position des Ortsverbandes, der gut in der Stadt präsent und finanziell gesund ist. Er konnte keinen Grund erkennen, warum der Ortsverband Mößling seine Selbständigkeit aufgeben sollte.
Martin Vorbuchner war nicht prinzipiell gegen eine Fusion, befürwortete sie sogar. Er sah aber den Ortsverband als nicht vorbereitet und inhaltlich zu weit weg von den anderen Ortsverbänden. Er kritisierte auch, daß er von den Fusionsbestrebungen erst aus der Presse erfahren mußte. Seine Kritik richtete sich an die Vorstandschaft, die im Vorfeld der Versammlung die Meinung der Mitglieder hätte sondieren müssen. Er befürchtete den Verlust der Identität ihres Ortsverbandes.
Für Kreisrat Ulrich Niederschweiberer kommt eine Fusion überhaupt nicht in Frage. Auch er bemängelte, daß es im Vorfeld dieser Versammlung im Ortsverband keine Diskussion gegeben hätte.
Georg Grundner, Vorsitzender des Ortsvereins Mühldorf, äußerte Verständnis für die Bedenken der Mößlinger, stellte aber fest, daß genügend Zeit ist, in Ruhe zusammenzuwachsen. So große Unterschiede könne er nicht feststellen, konstatierte vielmehr eine sehr gute Zusammenarbeit. Er sieht im Zusammenschluß nur positive Effekte, die die Position der Partei in der Stadt nur stärken kann. Die bisherige gute Zusammenarbeit würde sich weiter verbessern, wenn an die Stelle der Zusammenarbeit ein gemeinsamer Vorstande treten würde.
Auch Adolf Maderlechner trug seine Bedenken vor. Einerseits wäre die Zeit nicht reif, andererseits war noch vor der Kommunalwahl der Ortsverband Mühldorf-Stadt selbst hoch zerstritten, was vermutlich auch zum Verlust eines Stadtratsmandats geführt hatte. Und da müsse erst Ruhe einkehren.
Kreisvorsitzender Dr. Marcel Huber betonte, daß es nicht einfach wäre, die CSU im Landkreis zusammenzuhalten und stark aufzustellen. Er könne zwar einen Zusammenschluß nicht anordnen, würde es aber begrüßen, wenn er in gutem Einvernehmen erfolgen würde. Nur dann könne es funktionieren. Mit Blick auf den Stadtrat forderte er, daß die Interessen einer politischen Gruppierung von einer einzigen Partei getragen werden. Es gebe keinen Mößlinger oder Altmühldorfer Stadtrat.
Er kritisierte aber auch das Verständnis der Mitglieder: Es ginge doch jetzt nicht darum, die Fusion zu beschließen, sondern darum, Gespräche über einen möglichen Zusammenschluß aufzunehmen. Und das sollte doch möglich sein.
Auch Altmühldorfs CSU-Vorsitzender Stefan Lasner unterstützte die Aufnahme der Gespräche und unterstützte damit Georg Grundner und Dr. Marcel Huber. Er berichtete, daß die Mitglieder seines Ortsverbandes der Aufnahme von Gesprächen zustimmen werden.
Stadtratsfraktionsvorsitzende Ilse Preisinger-Sontag unterstützte die Initiative ebenfalls und betonte, daß sie im Stadtrat auch zukünftig die Interessen aller Ortsteile vertreten werde. Für sie gebe es ohnehin nur die „Stadt Mühldorf“, deren vielfältige Interessen sie im Auge haben müsse.
Der Vorsitzende Sepp Bernhart stellte den selben Beschlußvorschlag zur Abstimmung, wie ihn bereits Mühldorf-Stadt beschlossen hat. Die Mitglieder stimmten diesem Vorschlag mit einer Gegenstimme zu und beauftragten damit die Vorstandschaft, Gespräche aufzunehmen.
Sepp Bernhart schränkte gleich wieder ein, er werde zwar Gespräche aufnehmen, ob es zum Zusammeschluß in 2 oder in 5 Jahren komme, das werde sich zeigen....
In der Folge erstatten Kathrin Grundner Bericht über die Arbeit aus der Jungen Union, Claudia Hausberger aus der Frauenunion, Ilse Preisinger-Sontag aus der Arbeit der Stadtratsfraktion und Dr. Marcel Huber aus der Arbeit im Landtag.
Abschließend konnte Sepp Bernhart langjährige Mitglieder ehren:
Franz Pfaffeneder erhielt für 25 Jahre Mitgliedschaft Urkunde und Anstecker,
Auch Schriftführer Martin Vorbuchner ist 25 Jahre dabei: Urkunde und Anstecker für ihn.
40 Jahre Mitglied ist Manfred Neumann.
50 Jahre Mitglied ist Ernst Valta. Er ist schon das dritte Mitglied im Ortsverband, das 50 Jahre dabei ist. An seinem Anstecker ist ein Brilliant dran...
Da die Zustimmung der Mitglieder des Ortsverbandes Altmühldorf als sicher gilt, beginnen nun Gespräche über den Zusammenschluß der drei Ortsverbände der CSU. Daß diese Gespräche von den Mößlingern nich mit Euphorie angegangen werden, kann nach dieser Versammlung angenommen werden. Nun ist das Geschick der Vorsitzenden und das Verständnis der Mitglieder gefragt, die über ihren Ortsteilschatten springen und das Interesse der CSU in der Kreisstadt in den Vordergrund stellen müssen.
54 Ehrung verdienter Bürger durch Landrat Georg Huber: Günther Knoblauch, Robert Müller, Erhardt Ehrlich, Marianne Haider, Maria Seidl, Petra Schamann, Georg Weigand 8:45
Landrat Georg Huber freute sich, immer wieder Bürger ehren zu dürfen, die mehr tun als sie müßten und mehr, als man eigentlich von ihnen erwarten würde. Bürgermeister Günther Knoblauch, der vor einigen Wochen das Bundesverdienstkreuz am Bande schon bekommen hatte, würdigte Landrat Georg Huber zuerst. Er zählte seine Funktionen auf, von denen jede einzelne viel Arbeit erfordert. O-Ton
Günther Knoblauch würde sich in all diesen Ämtern und als Bürgermeister der Stadt Mühldorf seit Jahrzehnten in herausragender Weise für das Wohl der Allgemeinheit einsetzen. Dabei bewiese er Ausdauer, Verhandlungsgeschick und Zähigkeit.Verkehrsanbindung, Kontaktknüpfung oder ÖPNV – Günther Knoblauch wäre auch im Landkreis maßgeblicher Initiator. Er präge durch seine gesellige Art auch das gesellschaftliche Leben.
Persönlich kenne er ihn schon seit den 80er Jahren und müsse feststellen, er wäre Bürgermeister mit Leib und Seele. (O-Ton er ist ein Macher...)
Einerseits ein starker Individualist käme er doch immer wieder zurück in die Gemeinschaft. Er stoße Dinge an und realisiere sie dann gemeinsam mit anderen. (O-Ton Günther....)
Er wäre eine Persönlichkeit im Landkreis zwar ein Egozentriker, aber doch einer, mit dem man die Politik vorantreiben könne. Er wünschte sich, noch jahrelang gut mit ihm zusammenarbeiten zu können.
Günther Knoblauch freute sich sehr über die Ehrung, besonders auch deshalb, weil Staatssekretär Dr. Marcel Huber dabei war. Er betonte, daß der Verein Ja-zur-A94 nur deshalb so erfolgreich sein konnte, weil alle zusammengeholfen hätten. Die Auszeichnung gebühre deshalb allen Mitgliedern des Vereins.
Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt konnte Landrat Georg Huber dann dem ehemaligen Obertaufkirchner Rektor Rudolf Müller überreichen.
Auch seine Verdienste trug Landrat Huber vor. (O-Ton)
Seine Verdienste errang Rudolf Müller im unermüdlichen Einsatz für die Volksmusik und die, damit verbundene Jugendarbeit. Aus den Anfängen der Volksmusik in seiner Schule im Jahr 1971 entstand eine lebendige Volksmusiklandschaft in Obertaufkirchen. In über 600 Auftritten trug die Volksmusikgruppe den Namen Obertaufkirchens weit über die Landkreisgrenzen hinaus.
Volksmusik, Musizieren und Nachwuchspflege wären das Leben von Rudolf Müller.
Damit hätte er nicht nur zahllosen Menschen Freude bereitet sondern wäre zum Vorbild für ehrenamtliches Engagement gewroden. Diese Lebensleistung verdiene großen Respekt und Anerkennung. Und was er für den westlichen Landkreis und die ganze Region geleistet hätte, würde sich erst in den kommenden Jahren zeigen. So baue die Kreis-Heimat- und Brauchtumspflege auf der Arbeit von Rudolf Müller auf. Sie wäre ohne seine Vorleistungen gar nicht möglich.
Georg Huber freute sich auch, daß Gertraud Gaigl da wäre, die Rudolf Müllers Arbeit in seinem Sinn weiterführt. ER war sich sicher, daß ihre Arbeit dazu beitragen wird, die Kinder wieder in der Region zu verwurzeln und ihre kulturelle Heimat in ihrem Denken zu verankern.
Georg Huber wünschte Rudolf Müller vile Gesundheit und daß er beobachten kann, wie Gertraud Geigl erfolgreich fortführt was er begonnen hat.
Er verlas die Auszeichnungsurkunde.
Auch die Nadel steckte er ihm an.
Vom Landkreis er hielt er noch einen gravierten Teller als Andenken.
Der Geehrte bedankte sich sehr für die Anerkennung, stellte aber fest, daß trotz aller musikalischen Aktivitäten immer die Schule an erster Stelle gestanden hätte. Er widmete seine Auszeichnung seiner verstorbenen Gattin, ohne deren ehrenamtliche Hilfe das alles nicht möglich gewesen wäre.
Weiterhin überreichte Landrat Georg Huber sechs Bürgern die Pflegemedaille, mit der der Freistaat die häuslichen Pflegeanstrengungen ehrt. Er betonte, daß er stolz darauf, daß in unserem Landkreis die menschliche Zuwendung in den Familien noch so stark gelebt wird und pflegebedürftige Menschen in ihrem Zuhause bleiben können. Er drückte seine Hochachtung vor Menschen aus, die diese Aufgabe, die so viele Belastungen birgt, in aller Stille über viele Jahre hinweg wahrnehmen.
Meist ist die häusliche Pflege verbunden mit fast gänzlicher Selbstaufgabe. Sie geht häufig über die Grenzen der eigenen Belastbarkeit hinaus. Landrat Georg Huber bedankte sich von Herzen bei allen für ihr menschliches Engagement. Er hoffte, daß sie auch weiterhin die Kraft aufbringen, diesen Dienst der Nächstenliebe weiterführen zu können.
Dann überreichte er die Pflegemedaille an Herrn Erhardt Ehrlich aus Mettenheim, der seit Jahren seine Frau betreut, Frau Marianne Haider aus Unterreith, die jahrelang ihren, an Demenz erkrankten Mann betreut hat, Frau Maria Seidl aus Unterreith, die seit sieben Jahren ihren pflegebedürftigen Mann Konrad, Frau Petra Schamann aus Aschau, die seit Jahren ihren Sohn Alexander betreut, der am Down-Syndrom leidet, Georg Weigand aus Neumarkt-St. Veit, der seit fast sechs Jahren seine schwer pflegebedürftige Ehefrau pflegt. Leider nicht dabei sein konnte Frau Maria Huber aus Aschau, die ihre Mutter pflegt.
Drei weitere Pflegemedaillen konnte Landrat Huber nicht überreichen, weil die Geehrten nicht kommen konnten. Frau Anna Obermeier aus Haag, Frau Philomena Leitner aus Unterreith und Maria Resch aus Mettenheim.
Landrat Georg Huber wies darauf hin, daß er anläßlich seines 60. Geburtstages die Bürgerstiftung „Mehr Licht für Kinder“ gegründet hat, mit dem Ziel, Menschen zu helfen, die auf Grund von Krankheit oder sozialen Problemen Hilfe brauchen oder solchen, die auf Grund der Hilfe, die sie selbst leisten auf alle Annehmlichkeiten des Lebens verzichten müssen. Er hätte Jubilare besucht, die – etwa am 80. Geburtstag – geweint hätten, weil ihre eigenen Kinder sie nicht besuchen würden und sogar den Enkeln verwehren würden, sie zu besuchen. Wo sind wir nur hingekommen? Es nützt nichts, die Kälte und den Egoismus in der Gesellschaft zu kritisieren, wenn es in den Familien genau so aussieht.
Er bat um Unterstützung dieser Stiftung, damit diese aktiv werden und helfen kann.
Landrat Georg Huber überreichte die Pflegemedaillen. Zusammen mit den Bürgermeistern der Gemeinden, in denen die Geehrten leben stellten sie sich zum Foto.
Wir schließen uns den Glückwünschen für die Geehrten an und können uns Landrat Hubers mahnenden Worten nur in vollem Umfang anschließen. Und das aus eigener Erfahrung!
55 Die Freiwilligenagentur "Ehrensache e.V." nimmt die Arbeit auf 6:50
Im kleinen Sitzungssaal des Landratsamtes hatte sich die Vorstandschaft des Vereins „Ehrensache“ zusammengefunden, um den Beginn der Arbeit des Vereins bekannt zu geben.
Landrat Georg Huber betonte in seiner Eröffnung, daß zu wünschen wäre, daß die „Ellbogengesellschaft“ ein Ende nehmen und der Egoismus der heutigen Menschen zurückgedränkt werden möge. Und daß sich die Menschen wieder näher kommen.
Als einer der ersten hatte sich der Landkreis Mühldorf auf Anregung des Sozialministeriums engagiert und den Verein „Ehrensache“ gegründet, mit Bürgermeister Siegfried Klika als Vorsitzendem. Auch Bürgermeister Erwin Baumgartner, Ronald John und Dr. Hans Dworzak hätten sich hier ehrenamtlich engagiert. Cornelia Wagner konnte als Geschäftsführerin des Vereins gewonnen werden. Da allerdings der Freistaat Mittel für den Unterhalt der Geschäftsstelle bereitstellte, war es nicht möglich, die Arbeit aufzunehmen, weshalb Cornelia Wagner ihre Arbei zunächst ehrenamtlich durchhalten mußte. Dann folgte eine Zeit des Hinhaltens von Seiten des Ministeriums. Vor Weihnachten kündigte Staatssekretär Sackmann an, das Geld käme - abe erst im Frühjahr. Nun ist es doch gekommen. Zunächst kam am 10. März ein Schreiben, in dem die Aufnahme in das Zentrum Bürgerschaftlichen Engagements mitgeteilt wurde und am 11. März kam schon der Bescheid über die Zuteilung von 36.000 Euro.
Diesen Bescheid übergab Landrat Georg Huber Bürgermeister Siegfried Klika, der schon zitterte.
(O-Ton: Ich darf... wünschen)
Landrat Georg Huber war sich sicher, daß alle vier Mitglieder des Vorstandes bald vorzeigbares zustande bringen werden. Er war sich auch sicher, daß der Verein in Kürze Vorbild für viele Landkreise in Oberbayern und in Bayern werden wird. Auch Cornelia Wagner dankte er für die viele Arbeit, die sie zusammen geleistet hätten. Die vielen Pflänzchen erhielten nun das Wasser, mit dem sie schnell wachsen werden. Er betonte abschließend, daß der Verein sicher keine Konkurrenz zu einem bestehnden Verein wäre. Er soll fachkundig und strukturgebend dabei mitwirken, Menschen für das ehrenamtliche Mitwirken zu gewinnen.
„Ehrensache“-Vorstand Siegfried Klika waren lauter freudige Gesichter aufgefallen. Auch Landrat Huber hätte gestrahlt. Das war in den zurückliegenden Monaten nicht immer so. Weil Landrat Georg Huber immer dahinter her war, war er zuversichtlich, daß sich der Erfolg einstellen werde. Siegfried Klika war der Meinung, der Verein ist gut aufgestellt und werde Zeichen setzen können. Da es lange Zeit nicht sicher war, ob sie die Mittel erhalten würden, wären sie nun glücklich, endlich anfangen zu können. Auch Siegfried Klika stellte fest, daß es beim Verein „Ehrensache“ nicht darum ginge, mit vorhandenen Strukturen zu konkurrieren oder sie zu übernehmen. Es ginge vielmehr darum, einen vorhandenen Schatz zu heben. Er bedankte sich bei allen Mitstreitern für die Gelassenheit, mit der sie die zurückliegenden Monate überstanden haben.
Geschäftsführerin Cornelia Wagner freute sich über die Ampel, die nun auf Grün geschaltet hätte. Als Bürgerin des Landkreises wäre ihr das ehrenamtliche Engagement sehr wichtig. Sie ist nun Ansprechpartner für jeden, der ehrenamtlich aktiv werden möchte und auch für diejenigen, die ehrenamtliche Hilfe suchen. Sie hoffte, schnell einen Weg finden zu können, die vorhandenen Strukturen unterstützen zu können. Einerseits soll die Aktion zum Selbstläufer werden und andererseits dazu beitragen die Lücken bei den vorhandenen Strukturen zu schließen.
Dies kann nur gelingen, wenn sich der Verein mit den aktiven Arbeitsgruppen vernetzt. Sie wünschte sich, daß dies schnell voran ginge.
Corenelia Wagner stellte einige Projekte vor, die bereits angelaufen sind:
Im Lesepatenprojekt gehen Ehrenamtliche in Schulen und helfen Kindern beim Lesen-Lernen. Derzeit etwa in Schwindegg, in Haag, Ramsau und Obertaufkirchen.
Ein Thema wäre das Versicherungsrecht: Demnächst wird es eine Veranstaltung geben, die Informationen darüber vermitteln soll, wie ehrenamtlich aktive Menschen abgesichert werden können. Nur wenn sie abgesichert sind wird man menschen gewinnen können, sich ehrenamtlich zu engagieren.
Nun sucht der Verein aktiv Personen, die sich einbringen und mithelfen wollen. Geplant ist auch die Kooperation mit weiterführenden Schulen. So wird es zusammen mit dem Rupertigymnasium Mühdlorf im April einen Projekttag zum Thema Integration geben. Die Zusammenarbeit mit weiteren Schulen ist geplant.
Vorstand Siegfried Klika ergänzte, daß derzeit nur 17 Kommunen im Landkreis Mitglied im Verein wären. Die Gemeinden, die noch nicht Mitglied sind, werde man demnächst ansprechen.
Auch wenn 36.000 Euro für die Aufrechthaltung des Geschäftsbetriebes des Vereins nicht gerade üppig sind, ist ein Anfang gemacht. Ehrenamtliche Arbeit ist also nicht nur von willigen Bürgern gefragt, sondern auch von den Mitgliedern der Vereinsführung.
Jeder, der meint, er hätte Zeit und könnte seine Arbeitskraft einbringen, ist herzlich willkommen. Und jeder, der Hilfe braucht, kann sich an den Verein Ehrensache wenden, der seinen Sitz in der Mühlenstraße in Mühldorf hat. Eine Internetpräsenz wird demnächst unter www.ehrensache-mue.de zur Verfügung stehen.

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