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Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
Mühldorf-TV ist ein Projekt der Margha GmbH >
Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
Josef J. Pöllmann ist Mitglied im Deutschen Presse Verband
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Das gab's 2011 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im Januar 2011 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
1
Begegnung mit dem Jubilar: Altöttings Altbürgermeister Richard Antwerpen wird 80
8:40
01 04.01.11
Text nicht vorhanden
2
Die Stadtmeisterschaft der Eisschützen in Mühldorf
4:00
02 12.01.11
Das Flutlicht brauchten die Stockschützen noch, als sie am Heilig-Drei-Königstag auf der Eisbahn in Mühldorf die Stadtmeisterschaft austrugen. Da wars gut, wenn die Aktiven am Vorabend nicht zu lang gefeiert haben. Es pressierte nämlich: Für später hatte der Wetterbericht Eisregen angekündigt und das sind halt nicht gerade die Bedingungen für so ein Turnier.
Es hieß also genau zielen und gefühlvoll schießen.
Und wer kann das am Besten? Natürlich die Frauen! Und die waren in der Mannschaft des Landratsamtes am stärksten Vertreten.
Mühldorfs Sportreferent Sepp Wimmer schoß selber in seiner Familienmannschaft mit und hatte so gleich doppelte Verantwortung: Für das Turnier selber und für seine Mannschaft. Bevor’s so richtig losgeht: Herr Wimmer, wie schaut’s aus? (O-Ton)
Das mit den Zuschauern war wirklich ein berechtigter Wunsch: Es waren nämlich zu der frühen Stunde gar keine da. Nur ein paar Gläser Glühwein standen auf der Bande, als es dann mit dem Wettkampf ernst wurde.
Dann hieß es die richtige Scheibe drunterschrauben, den aktuellen Stand beachten und den Stock mit Gefühl schießen.
Manchem gelangs, anderen weniger. Manche waren zufrieden, andere haderten mit ihrer Leistung.
Sind Sie zufrieden? (O-Ton)
Eisstockschießen ist ein Freizeitspaß für Jung und Alt – wie unsere Bilder zeigen. Und während die Glocken von St. Nikolaus zum Gottesdienst einluden, versuchten die einen, den Stock so nah wie möglich an der Daube zu platzieren und die anderen, die Stöcke wieder davon wegzubringen. Weil es dabei manchmal um Millimeter ging, wurde eben nachgemessen. Nachdem alle Ergebnisse ausgewertet waren, gewannen die Volksfestfreunde vor den Eisschützen des ESV.
Später im Gasthof Jettenbacher Hof wärmten sich die Sportler erst einmal bei einem guten Mittagessen auf. Sepp Wimmer und Helmut Lohr überreichten den Wanderpokal des Bürgermeisters und der freute sich über das gelungene Turnier.
3 Eine rauschende Ballnacht: Der Ball der Stadt Mühldorf 13:40
Ein kleines Münchner Tor mit Fackeln und einem Monitor empfing die Gäste vor dem Stadtsaal. Und natürlich spielten die Stadttürmer wie seit 500 Jahren wenn wichtige Gäste kamen. Bürgermeister Knoblauch gefiel’s. Wie auch die Galerie der Prinzenpaare, die die Inntalia aufgestellt hatte. Damals war er noch jung. (O-Ton)
Immer mehr Gäste kamen: Landrat Georg Huber, Kreissparkassenvorstand Herbert Langstein, SPD-Ortsvorstand Norbert Heinrich, Staatssekretär Dr. Marcel Huber, Waldkraiburgs Bürgermeister Siegfried Klika und noch viele mehr. Ausverkauft war der Saal, als das Präsidium der Inntalia einzog und Bürgermeister Günther Knoblauch die Gäste willkommen hieß. Er versprach den Gästen einen rauschenden Ballabend, unter denen neben viel Politik auch Vertreter der Wirtschaft zahlreich vertreten waren.
Erstmals zum Ball der Stadt Mühldorf gekommen war die Vorsitzende des Kulturausschusses der Stadt Salzburg, Frau Magister Eva Weissenbacher. Bürgermeister Knoblauch dankte allen, die an der Vorbereitung des Balls mitgewirkt hatten und wünschte viel Vergnügen in den kommenden Stunden.
Inntalia-Präsident Peter Mück begrüßte die Zuschauer mit einem dreifach-kräftigen (O-Ton Innau).
Zunächst suchte Prinz Elias seine Prinzessin, die am 11. 11. Um 12 Uhr davongelaufen war. Sie hatte ihren Schuh verloren....
Aber da kam eine Prinzessin und nahm Platz. Ob der Schuh paßt?
Tatsächlich! Es ist seine Prinzessin.
Die Kindergarde versetzte die Zuschauer in die Welt von Fred Feuerstein und Barny Geröllheimer, der Flintstones.
Dann wurde es ernst im Fasching 2011: Die Garde der Inntalia! Wie immer in den Stadtfarben rot-weiß.
Ein etwas übereifriger Kameramann verstellte uns und vielen Zuschauern leider den Blick. (Dieser IDIOT!)
Die Zuschauer, die’s gesehen haben, waren begeistert.
Prinzessin Lisa I. kam auf einem geheimnisvoll laubumrankten Gefährt hereingefahren. Den Prinzen hatte sie nicht dabei, aber einen Frosch. Den küßte sie - und tatsächlich entstieg dem Gefährt - Prinz Emanuel.
Peter Mück stellte Prinzessin Prinzessin Lisa I. vom Reich der edlen Palais und Prinz Emanuel I. aus der Mitte des goldenen Handwerks vor. Allerdings konnten sie ihre Regentschaft nicht ohne den Schlüssel zur Stadt antreten. Aber den übergab Bürgermeister Günther Knoblauch kampflos.
Vielmehr bedankte er sich für die Übergabe mit einem Blumenstrauß. Er grüßte die Prinzenpaare mit einem dreifach kräftigen „Innau“.
Es war Zeit für die Proklamation: Schließlich braucht eine Regentschaft Gesetze! (O-Ton)
Der Bürgermeister freute sich, daß nichts Schlimmeres anstand und erheilt dafür den Hoforden.
Es folgte der Prinzenwalzer.
Die Gardemädchen forderten die Gäste zum ersten Tanz. Prinzessin Lisa forderte den Bürgermeister und Prinz Emmanuel seine Gattin Karin.
Die Gäste schauten nicht lang zu und mischten sich unter die Tänzer. Schnell war die Tanzfläche voll.
Nach der ersten Tanzrunde folgte die erste Ordensverleihungsrunde. Die Stadträte kamen alle auf einmal: eine imposante Reihe mit drittem Bürgermeister Christina Funiok an der Spitze.
Orden gabs natürlich auch für Landrat Georg Huber und Staatssekretär Dr. Marcel Huber, die beide in der vorangegangenen Woche Geburtstag feierten. Weiter für MdB Stephan Mayer, Eva Köhr, Anton Sterr und Siegfried Klika, die als starke Delegation Industriestadt und Landkreis vertraten.
Wer noch Orden bekommen sollte, besprachen Bürgermeister und Inntalia-Präsident vor der nächsten Runde.
Einer ging an Bürgermeister Hans Schmidbauer aus Polling, weitere an SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzenden Richard Fischer und Salzburgs Kulturausschußvorsitzende Eva Weissenbacher.
Dann unterhielt die Münchner Showband Smile, die schon in den vorangegangenen Jahren für beste Stimmung sorgte. Mit ihrem umfangreichen Repertoire hatten sie schon beim Bundespresseball, beim Deutschen Filmball und vielen anderen Veranstaltungen für den guten Ton gesorgt. Sie enttäuschten auch diesmal nicht und sorgten dafür, daß es kaum jemand an den Tischen hielt.
Die nächsten Orden gingen an die Vorstände der Kreissparkasse und ihren Vorgänger Ludwig Bronold, die Vorstände des Industrieverbund Mühldorf Ulrich Burkhard und Ulrich Trettenbacher, sowie Inhaber und Geschäftsführer von Firmen aus der Kreisstadt und dem Landkreis.
Außerdem erhielten Notar Dr. Nachreiner und Golfclub-Vorstand Rechtsanwalt Klaus Salzberger einen Orden.
Ins südliche Afrika entführte Smile die Gäste. Damit aber nicht genug: Die Sängerinnen mischten sich unters Volk und zeigten, wie man Pata-Pata richtig tanzt.
Die Gäste vergnügten sich und die Stimmung war prächtig, also Peter Mück den Wilden Westen ankündigte.... – Das Showprogramm der Dance-Nation.
Eine rauschende Ballnachte dauerte bis zum frühen Morgen und war ein gelungener Auftakt in den Fasching 2011.
4 Inthronisationsball der Waldburgia: Neuanfang geschafft! 14:15
Im Waldkraiburger Haus der Kultur fand am vergangenen Wochenende eine Tagung der Puppenspieler aus ganz Bayern statt. Dies hatte das Haus zum Anlaß genommen, Marionetten und Puppenspieltheater in einer Ausstellung zu präsentieren. An einem Werktisch konnte man den Werdegang einer Marionette sehen und in der Black-Box zeigten die Theater in einer Reihe von Vorstellungen ihre Inszenierungen.
Da waren die Besucher des Balls der Faschingsgesellschaft Waldburgia natürlich neugierig, ob sie einen Ball besuchen würden oder eine andere Inszenierung....
Das dachten wohl viele Waldkraiburger und überließen es einer überschaubaren Schar, am Inthronisationsball der Faschingsgesellschaft Waldburgia dabei zu sein. So war auch die Begrüßung von Hofmarschall Charly Salinger gleich erledigt. Neben Bürgermeister Siegfried Klika und Gattin war dritter Bürgermeister Reinhard Babiak gekommen, SPD-Kreisvorsitzender Richard Fischer und Reichertsheims Bürgermeisterin Annemarie Haslberger. Annemarie Haslberger war gekommen, weil das Prinzenpaar aus Reichertsheim stammt. Und natürlich war Stadträtin, Faschingsbürgermeisterin und Ehrenmitglied der Waldburgia Inge Schnabl da.
Ihr und Bürgermeister Siegfried Klika war der Eröffnungstanz vorbehalten. Sie genossen den Tanz und die Aufmerksamkeit der Zuschauer.
„Jailhouse“ begleitete wie schon in den Vorjahren bei zahlreichen Bällen in Waldkraiburg in den beschwingten Abend und bald bevölkerten die Tanzpaare die Fläche.
Dann war es soweit: Der neu eingekleidete Hofstaat der Waldburgia zog ein und Hofmarschall Charly Salinger kündigte die Garde an, zu der viele Tänzerinnen neu dazugekommen sind....
Den Gästen gefiel der Gardetanz. Wo aber war das Prinzenpaar? Charly Salinger stellte das Prinzenpaar mit einem Märchen vor.... (O-Ton)
Nachdem Prinz Alois I. seine Kathrin aus dem Turm gerettet und in die Gesellschaft eingeführt hatte, folgte der Eröffnungwalzer. Die Zuschauer waren begeistert und forderten eine Zugabe.
Die gabs aber nicht.
Dafür überreichten sie die ersten Orden. Natürlich ging der erste an Bürgermeister Siegfried Klika. Weitere an Annemarie Haslberger, an Inge Schnabl und an Ehrenvorstand Ludwig Krickl, der sich herzlich bedankte und sich freute, dabei sein zu können, bei diesem denkwürdigen Neuanfang.
Dann überreichte das Prinzepaar Orden den Mitgliedern des Hofstaates.
Als Garde und Hofstaat ausmarschierten, stand ihnen die Erleichterung in den Gesichtern geschrieben.
Herr Bürgermeister, nach all den Diskussionen über die Waldburgia und dem heutigen Neuanfang, möchten wir natürlich wissen, wie’s Ihnen gefallen hat? (O-Ton)
Faschingsbürgermeisterin Inge Schnabl, wie wars? (O-ton)
Charly Salinger, die Zuschauer waren sehr zufrieden. Die Generalprobe ist bestanden. (O-Ton)
Jetzt sind Buchungen herzlich willkommen? (O-Ton)
Herr Fischer, was sagen Sie nach diesem Auftritt? (O-Ton)
Frau Haslberger, Ihr Prinzenpaar hat alle begeistert. (O-Ton) Das ist doch ein schönes Beispiel für eine gelungene interkommunale Zusammenarbeit! (O-Ton)
Während wir draussen mit den Gästen gesprochen haben, genossen drinnen die Gäste die gute Musik von Jailhouse und den vielen Platz, den sie auf der Tanzfläche hatten.
Nach einiger Zeit kamen Hofstaat und Garde zurück auf die Tanzfläche. Diesmal urlaubsmäßig verkleidet. Das Showprogramm stand an.
Da kamen dann Engerl und Teuferl...
Auch der Showauftritt begeisterte.
Es gab Orden für die Mitglieder der Garde.
Der Showtanz des Prinzenpaares. Man merkt sofort, daß sie die Ausbildung bei der Tanzschule Sonay absolviert haben. Ein glänzender Auftritt des Halb-Geschwisterpaares aus Reichertsheim. Diesmal war eine Zugabe fällig und diesmal gelang der Heber besser als beim ersten Mal....
Es gab weitere Orden: Für Martin Berger, Kollegin Andrea Klemm, den Autor, Waldburgia-Vorstand Markus Kutschera, und Hofmarschall Charly Salinger.
Schließlich ergriff Bürgermeister Siegfried Klika das Mikrophon. Traditionsgemäß stiftet der Bürgermeister das Makottchen für die Garde. Und das war erst kürzlich neu eingekleidet worden.
Es war wieder Zeit zum Tanzen. Prinzessin Kathrin und Prinz Alois unterhielten sich prächtig mit den Bürgermeistern.
Gegen Mitternacht kam Charly Salinger schon mal mit dem Besen zum Zusammenkehren. Aber er bereitete den Auftritt der Männergarde vor. Und die sorgte nicht schlecht für Stimmung.
Und weil Prinz Alois am anbrechenden Tag Geburtstag feierte, gratulierte ihm Vorstand Markus Kutschera mit einer Flasche Sekt. Die Gäste stimmten ein Ständchen an.
Er war aber nicht das einzige Geburtstagskind. Auch für die Dame gabs ein Ständchen und einen Strauß Blumen.
Ein gelungener Auftakt in den Fasching 2011 in Waldkraiburg und ein gelungener Neuanfang der Waldburgia. Auch wenn diesmal nicht so viele Besucher den Weg zum Ball fanden. Das wird nächstes Mal anders – ganz sicher!
5 Drei-Königs-Frühschoppen bei der CSU in Neumarkt-St. Veit mit Staatsminister Georg Fahrenschon 13:30
Der Wetterbericht hatte schon Tage zuvor für diesen Vormittag Eisregen angekündigt. Da war es gut, rechtzeitig im „Historischen Bahnhof“ zu sein, wie die CSU den „Kulturbahnhof“ genannt hatte. Alles war da, was zu so einem guten Frühschoppen gehört: eine Blasmusik, Brezen, Weißwürst‘ und natürlich ein gutes Weißbier.
Das ließen sich die Gäste schmecken, so lang sie auf den Minister warteten, der, vom Eisregen eingebremst, verspätet eintraf. Viel CSU-Prominenz aus dem ganzen Landkreis war gekommen, wenn auch nicht alle, die man sonst auf Veranstaltungen der CSU trifft.
Es dauerte doch eine ganze Weile bis Minister Fahrenschon kam. Den Gästen wurde nicht langweilig: zu viel gab es zu besprechen. Auch wenn so mancher schon erwartungsvoll Richtung Eingang blickte.
Dann kam Georg Fahrenschon begleitet von Neumarkts CSU-Vorsitzendem Maximilian Haimerl. Er nahm am Tisch von Bürgermeister Erwin Baumgartner und Kreiskämmerer Herrmann Hackner Platz und bestellt sich erst einmal ein gutes Weißbier. Er ließ sich die Weißwürste schmecken. Inzwischen stieß auch Staatssekretär Dr. Marcel Huber dazu.
Maximilian Haimerl begrüßte die Gäste und wünschte erst einmal ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr. Dieser Frühschoppen wäre eine Premiere, meinte er. Schließlich hatte man auf Grund des großen Interesses das Veranstaltungslokal wechseln müssen.
Er freute sich, daß Finanzminister Georg Fahrenschon der Einladung gefolgt ist und den ersten Neujahrstermin in Neumarkt-St. Veit wahr nahm.
Sein Gruß galt auch Staatssekretär Dr. Marcel Huber, Bürgermeister Erwin Baumgartner und allen anwesenden Bürgermeistern und Kreis-, Stadt- und Gemeinderäten.
2010 hätte ein ruhiges Jahr werden können, wäre die Politik nicht durch Wirtschafts- und Finanzkrise an allen Ecken und Enden gefordert gewesen. Da war es schon eine große Aufgabe, den neuen Doppelhaushalt ohne neue Schulden aufzustellen. Das alles ist gelungen und so war, ist und bleibt Bayern mit seinem Finanzminister Georg Fahrenschon Vorbild für ganz Deutschland.
Max Haimerl sah viel Erfolge in seiner Heimatstadt Neumarkt St. Veit. Zahlreiche Projekte schreiten voran oder wurden abgeschlossen. Auch der CSU-Ortsverband wurde sehr aktiv und führte sehr erfolgreich viele Veranstaltungen durch. Er beklagte aber den Wegzug der Firma Streumaster ins benachbarte Egglkofen. Die nötige Konsequenz für Neumakt ist eine Professionalisierung der Wirtschaftspolitik zum Erhalt existierender und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze. So etwas wie Streumaster darf nie mehr passieren.
Da weitere Themen wie das TSV-Vereinsheim und die alte Turnhalle in Angriff genommen werden müssen, regte er an, die Bürger der Stadt intensiv in die Entscheidungsprozesse einzubinden. Neumarkt könnte ein Vorbild für kommunale Bürgerbeteiligung werden – etwa „Neumarkt-21“. Das wäre ein guter Weg für ausgewählte Entscheidungen für Neumarkt in dieses kommende Jahrzehnt.
Bürgermeister Erwin Baumgartner sah es als große Ehre, Finanzminister Georg Fahrenschon zu Gast zu haben. Er dankte Staatssekretär Dr. Marcel Huber sehr für die große Hilfe, die er der Stadt in den zurückliegenden Jahren zuteil werden ließ. Ohne seine Hilfe wäre viel nicht zu schaffen gewesen.
Erwin Baumgartner beschrieb den Veranstaltungsort und den langen Weg vom verfallenden Bahnhof bis zum „Kulturbahnhof“. Er hatte zwei Bitten an Minister Fahrenschon: Die Städtebauförderung nicht anzutasten und die Haushalte oberhalb der Kommunalhaushalte zu konsolidieren. Es kann nicht sein, daß seine Stadt fast ein Viertel des Haushaltes als Kreisumlage abführen muß. Den Wegzug von Streumaster erklärte er mit den topographischen Anforderungen der Firma, denen Neumarkt nicht entsprechen konnte. Er wünschte sich von Finanzminister Fahrenschon deutliche Signale für einen Aufschwung in Bayern.
Max Haimerl stellte Georg Fahrenschon als kompetenten, zielstrebigen und durchsetzungsfähigen Minister vor, der in seiner zweijährigen Amtszeit schon viel bewerkstelligt hat, um so mehr, als es in einer Koalitionsregierung nicht so einfach ist, eigene Vorstellungen umzusetzen. Er hat in seiner politischen Laufbahn viele Ämter ausgefüllt. Nur in Europa war er noch nicht.
Staatsminister Georg Fahrenschon adressierte seine Ansprache an die „hochverehrten und hoch geschätzten Herren und Damen Steuerzahler und Steuerzahlerinnen“. Damit hatte er die Sympathien der Zuhörer schon zu Beginn auf seiner Seite.
Politiker müssen sich immer wieder klar machen, daß sie mit dem Geld der Steuerzahler treuhänderisch arbeiten. Nur wenn es den Steuerzahlern gut geht, kann die Politik Projekte finanzieren und Leistungen erbringen. Er stellte fest, die Politik hat in den zurückliegenden Krisenjahren gut gearbeitet. Ein bißchen Glück braucht man zwar auch, hat aber in dieser schweren Zeit kaum eine Rolle gespielt.
Auch wenn die Staatsregierung alle getan hat, die Krise zu meistern, hätte sie das nicht ohne die Mitwirkung der Firmen und Arbeitnehmern geschafft. Deshalb galt sein Dank vor allem den Familienbetrieben und den mittelständischen Unternehmern, die ihre Mitarbeiter gehalten haben.
Allerdings hat eine vorausschauende Politik in den Jahren vor der Krise den Grundstein dafür gelegt, daß in der Krise die Instrumente zur Verfügung standen um überhaupt reagieren zu können. Diese Instrumente haben auch geholfen, in kürzester Zeit nach Abklingen der Krise Deutschland zur Wachstumslokomotive in Europa zu machen.
Dabei mitgeholfen hat auch die gute Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik. Wenn dies fortgesetzt wird, kann man zuversichtlich ins neue Jahr gehen. 2011 kann zu einem echten „Gewinner-Jahr“ für Deutschland und Bayern werden.
Man muß sich immer bewußt sein, daß die Länder im Süden, also Bayern, Baden-Württemberg und Hessen für das Wohlergehen Deutschlands verantwortlich sind. Geht es diesen Ländern schlecht, können sie über den Länderfinanzausgleich die Länder im Norden nicht mehr finanzieren und dann geht Deutschland unter! Deshalb ist die Wirtschafts- und Finanzpolitik Bayerns und Baden-Württembergs so wichtig für ganz Deutschland.
Zur Überwindung der Krise haben auch die Konjunkturprogramme beigetragen, die gegen den Widerstand der SPD durchgesetzt wurden.
Wenn nun die Menschen optimistisch ins neue Jahr gehen, kann auch gute Politik gemacht werden. Er ist allerdings nicht der Meinung, man müßte den Menschen einerseits Geld wegnehmen - wie etwa die SPD es möchte um es umzuverteilen oder wie verschiedene Programme angelegt sind - um es auf anderem Weg zurückzugeben. Eine Ausnahme ist hier vielleicht die Städtebauförderung.
Auch aus diesem Grund erteilte er der Erhöhung des Spitzensteuersatzes eine Absage. Das Geld ist bei den privaten Haushalten und den Arbeitnehmern am besten aufgehoben.
Auch der Einführung der Vermögenssteuer erteilte Georg Fahrenschon eine deutliche Absage. Die verursacht mehr Verwaltungskosten als sie einbringt.
Um die Krise zu bewältigen mußte man auch unkonventionelle Wege gehen: So mußte er sich durchsetzen, als er mitten im Jahr den Einkommenssteuersatz senken wollte. Nur auf diese Weise bekamen die Menschen 2009 wieder Geld in die Tasche und konnten so die Binnenumsätze stabilisieren. Dadurch waren wiederum die Firmen handlungsfähig, als die Käuferländer wieder Produkte nachfragten.
Vor diesem Hintergrund gibt es fünf zentrale Herausforderungen, die 2011 und 2012 zu meistern sind:
- Sicherheit und Stabilität des Euro müssen erhalten bleiben. Um dies zu erreichen, widersprach Georg Fahrenschon allen Bestrebungen die Zentralbank und die Bundesbank zu politischen Banken umzufunktionieren. Beide Banken müssen unabhängig bleiben.
- Die Inflation muß in Grenzen gehalten werden und die Währung muß stabil gehalten werden. Nur wenn der Euro stark bleibt, kann er sich als Leitwährung gegen den Dollar durchsetzen. Dafür bestehen beste Aussichten, weil es die Amerikaner noch nie geschafft haben, ihre Währung stabil zu halten. Allerdings muß der Euroraum selbst dafür sorgen. Und hierbei spielt die bayerische Finanzpolitik eine entscheidende Rolle. Deshalb geht Bayern mit Haushalten ohne Neuverschuldung voran.
Bayern hat drei Schwerpunkte für die Zukunft gesetzt:
1. Es soll „Familienland“ werden und jungen Menschen Bedingungen bieten, die die Gründung von Familien ermöglicht. Kein anderes Land gibt so viel Geld aus für den Unterhalt von Kindereinrichtungen.
2. Bayern soll „Bildungsland“ werden. Dafür investierte Bayern seit Mitte der 90er Jahre sehr viel Geld in Schulen und Universitäten und bietet in allen schulischen Ebenen Ganztagsklassen.
3. Bayern soll „Innovationsland“ sein. So steht etwa die Autoindustrie und die Autozulieferindustrie vor großen Herausforderungen beim Umstieg vom Antrieb durch Verbrennungsmotoren auf Elektromotoren. Viele traditionelle Bauteile gibt es in Elektroautos nicht mehr. Die Firmen müssen sich etwas neues einfallen lassen. Auch eine neue Infrastruktur ist nötig. Alles Themen, auf die der Doppelhaushalt 2012/2013 eingeht.
Drei Regionen in Bayern werden für die Elektromobilität ausgerüstet werden um Erfahrung zu sammeln und Bayern in eine weltweite Vorreiterrolle zu bringen. 30 Millionen will der Freistaat in die Bio-Systemforschung investieren.
Dies sind die Leitlininen der Bayerischen Politik: Auf Grundstrukturen aufbauen – Familie und Bildung – und auf neue Themen setzen um für die Zukunft gerüstet zu sein. Bayern will Mega-Trends herausfinden, um sie rechtzeitig beeinflussen zu können. Dazu gehört die Frage nach dem Umgang mit den Ressourcen wie Wasser, Energie und Rohstoffe und das Thema Gesundheit.
Zwei weitere Dinge wollte Georg Fahrenschon ansprechen:
Die bayerische Staatsregierung wird die Debatte über die kommunalen Finanzen forcieren. Und dazu gehört der Abbau von Bürokratie und die Reduzierung von Standards, mit denen in den zurückliegenden Jahren übertrieben wurde. Es kann nicht angehen, daß man einen Schloß-Saal und damit einen großen Teil eines der 45 Schlösser nicht nutzen kann, die er zu verwalten hat, weil die Tür gemäß den Brandschutzrichtlinien 5 cm zu schmal ist. Mit den aktuellen Standards macht man sich handlungsunfähig und behindert sich selbst.
Um die Kommunen handlungsfähig zu halten und die Steuerzahler zu entlasten, muß die Gewerbesteuer erhalten bleiben. Egal, was die Kollegen in den nördlichen Bundesländern sagen. Steuern senken, sparsam haushalten und den Wettbewerb suchen. Nur das kann der Weg in die Zukunft sein.
Der Klientelpolitik des Koalitionspartners, der Politik nur für eine kleine Gruppe von Menschen macht, erteilte er eine klare Absage. Eine Volkspartei wie die CSU muß immer das Wohl aller Menschen im Auge haben.
Um die Sozialkosten in den Kommuen in Grenzen zu halten, muß der Bund Verantwortung übernehmen. Es kann nicht sein, daß der Bund Sozial-Standards aufstellt, die die Kommunen finanzieren sollen. Die Förderung von behinderten Menschen ist kein kommunales Thema sondern ein Thema für den Bund, der dafür schon jetzt ein erhebliches Budget zur Verfügung hat.
Seine letzte Forderung war der Abschied von der Zettelwirtschaft bei der Steuererklärung und die Anhebung des Steuerfreibetrages. Leistungsträger müssen geschützt werden und von ihrem zusätzlichen Einkommen mehr behalten dürfen. Die Steuergesetzgebung muß angepaßt werden. Sie ist leistungsfeindlich, intransparent und nicht mehr zeitgemäß. Dieser Aufgabe muß sich die Politik stellen!
Mit lang anhaltendem Applaus dankten die Zuhörer Minister Fahrenschon für seine Rede.
Heimatabgeordneter und Staatssekretär Dr. Marcel Huber freute sich, mehr als 10% der bayerischen Staatsregierung hier zu sehen. Er freute sich über die Aussagen von Staatsminister Fahrenschon und die kompetente Darstellung der Art, wie die bayerische Staatsregierung die Krise gemeistert hat. Auch die CSU steht derzeit so gut da, wie lang nicht mehr. Er würdigte Georg Fahrenschon für seine konsequente Haushaltsführung. Obwohl wenig Geld zur Verfügung steht – besonders wegen der enorm steigenden Sozialkosten – investiert der Freistaat enorm viel Geld in neue Schulen und Lehrerstellen. Dafür galt ihm sein herzlicher Dank.
Und weil man sich kaum vorstellen kann, wieviel Geld eine Milliarde ist: Das sind 2.000 Häuschen für je 500.000 Euro. Der Bildungshaushalt dieses Jahres mit 2 Milliarden Euro entspricht also 20.000 solcher Häuser. Das muß man erst einmal schultern.
Bayern hat noch einiges zu tun, ist aber gut unterwegs und so kann man selbstbewußt und zuversichtlich ins neue Jahr gehen. Dazu wünschte er Glück, Gesundheit und Gottes Segen.
Und weil man einem Finanzminister kaum etwas schenken kann, was er nicht schon hat, schenkte der CSU-Ortsverband eine Torte. Die sollte er am Nachmittag mit seiner Familie genießen.
Zum Schluß trug sich Staatsminister Georg Fahrenschon ins Goldene Buch der Stadt Neumarkt ein. Bürgermeister Baumgartner überreichte ihm die Stadtbroschüre und dankte für den Besuch.
Den Worten von Dr. Marcel Huber ist nichts hinzuzufügen. Die Zuhörer fanden das ebenso und verabschiedeten sich auf den Heimweg, der viel leichter fiel, weil der Eisregen inzwischen wieder abgezogen war.
5 Glückwünsche der Kaminkehrer für Landrat Georg Huber zum neuen Jahr 4:30
Die Kaminkehrer des Landkreises lieben den gemeinsamen Auftritt. Und so kamen sie alle gleichzeitig ins Foyer des Landratsamtes wo sie Landrat Georg Huber begrüßte und ihnen ein gutes Neues Jahr wünschte. Innungsobermeister Felix Biersack wünschte im Namen der Kaminkehrer dem Landkreischef und allen Bürgern des Landkreises ein gutes und erfolgreiches Neues Jahr. Er meinte, wenn das neue Jahr so wird, wie es die Aussichten erwarten lassen, dann wird’s noch besser als das vorangegangene. Und weil‘s trotzdem manden Bürgern nicht gut geht, hatte er einen Spendenscheck dabei. Den überreichte er Landrat Georg Huber, der den Betrag weiterleiten wird.
Mit einem Kalender mit hübschen Kaminkehrerinnen wollten sie sich das ganze Jahr über in Erinnerung halten. Und weil er erst kürzlich Geburtstag hatte, überreichten sie ihm noch eine „Schnittstelle“ – ein Klappmesser. Landrat Georg Huber freute sich sehr darüber.
Er dankte sehr für die Glückwünsche. Am wichtigsten wäre die Gesundheit. Als gläubiger Mensch mißt er zwar den Sternzeichen keine Bedeutung zu, wohl aber den Kaminkehrern, die ihm Glück versprechen, meinte Landrat Huber. Er bekräftigte, daß er weiter auf der Seite der Kaminkehrer steht, auch wenn verschiedene politische Initiativen an ihrer Position rütteln. Er wünschte den Kaminkehrern seinerseits ein gutes Neues Jahr mit vielen positiven Erfahrungen mit den Bürgern und viel Kraft bei ihrer Arbeit.
Landrat Huber nahm den Empfang zum Anlaß, Bezirkskaminkehrermeister Georg Kranzler die Urkunde zur Aufnahme in den Umweltpakt Bayern zu überreichen. Da er nicht persönlich anwesend war, übernahm Obermeister Felix Biersack die Urkunde stellvertretend.
Schließlich gratulierte Landrat Huber Erich Kozel zum 60. Geburtstag, der im Landratsamt seit fast 20 Jahren für die Schornsteinfeger zuständig ist. Erich Kozel erhielt eine Flasche Wein und die Gratulation seines Chefs.
Nachdem sie mit einem Gläschen Sekt auf das neue Jahr und auf Erich Kozels Geburtstag angestoßen hatten genossen die Kaminkehrermeister eine zünftige Weißwurstbrotzeit.
Na- da kann ja nicht mehr viel passieren, wenn so viele Kaminkehrer den Bürgern des Landkreises so viel Glück wünschen....
6 Das 39. Neujahrskonzert der Blaskapelle Altmühldorf:
Von Spanien bis Rußland beschwingt ins Neue Jahr
15:25
Josef Terre und die Jungendkapelle der Blaskapelle eröffneten das Neujahrskonzert in der Mehrzweckhalle an der Grundschule in Altmühldorf mit „konzertanter Musik“, einer Konzertskizze von Franz Watz.
Unter den zahlreichen Zuhörern war auch Bürgermeister Günther Knoblauch und zahlreiche Stadt- und Kreisräte.
Ihnen allen, und auch Altmeister Ambros Seelos und zahlreichen Mitgliedern von Musikkapellen aus dem ganzen Landkreis galt Vereinsvorstand Sepp Bernharts Wunsch für ein gutes und harmonisches Neues Jahr. Weil im Stadtsaal auch ein Neujahrskonzert stattfand, hatte er befürchtet, nicht so viele Zuhörer zu bekommen, freute sich aber dann doch über die ausverkaufte Halle. Sein Dank galt allen, die mitgeholfen hatten, dieses 39. Neujahrskonzert der Blaskapelle Altmühldorf vorzubereiten und durchzuführen.
Durch den weiteren Abend führte Thomas Enzinger mit viel Witz und Charme. Er hatte so manche gute Frage auf Lager. Etwa die nach der „Burg Ranna“, die angeblich bei Mühldorf liegt – was natürlich niemand wußte, nicht einmal Bürgermeister Günther Knoblauch! Aber – er löste das Rätsel selber: Die Burg Ranna liegt nicht bei Mühldorf am Inn sondern bei Mühldorf in der Wachau! Der Marsch „Burg Ranna“ stammte vom Musikverein Mühldorf in der Wachau.
Den ersten Solo-Auftritt hatten Amelie Forster, Tina Groß und Katharina Haunberger. Sie brachten den „Recorder Rap“ von Ivo Kouwenhoven. Und das war schon ein besonderes Vergnügen.
Thomas Enzinger fragte die drei Solistinnen dann.... (O-Ton)
Er hatte noch eine Auszeichnung für sie: Eine „lila Plakette“!
Weiter gings mit „Down by the Riverside“ oder wie er meinte: „Drunt‘ am Inn“
Dann wagte sich das Jugendorchester an die große Rockmusik: Ein Medley mit Melodien von Freddy Mercury’s „Queen“.
Sepp Bernhart stellte die jungen Musiker vor, die erstmals mitwirkten: Die 9-jährige Julia Höpfinger an der Trompete, Romana Weiß spielt erst seit 2009 Trompete und ist schon dabei. Auch der achtjährige Jakob Hörl spielt erst seit September 2009 Trompete. Genau so wie der 9-jährige Moritz Moser mit seinem Tenorhorn. Ebenso wie der 10-jährige Alexander Sinkowitz und der 9-jährige Christian Weingartner. Alle sechs gehören zur Bläserklasse an der Grundschule in Mößling, eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit mit Rektor Markus Heindlmeier.
Sie wollten mit einem Klassiker von Whitney Houston’s schließen: „One Moment in Time“, aber die Zuhörer forderten eine Zugabe: „They don’t care about us“ von Michael Jackson.
Nach einer kurzen Umbaupause, in der Thomas Enzinger die Mitwirkung in der Blaskapelle in wärmsten Tönen beschrieb und so um Mitglieder warb, setzte die Blaskapelle unter der Leitung von Josef Terre mit der „Austria Ourverure“ fort. Die Mitglieder des Musikvereins und der Feuerwehr sorgten inzwischen dafür, daß es den Gästen gut ging.
Thomas Enzinger wirkte jetzt selber mit und mußte seine Ansagen aus der Mitte der Musiker heraus machen. Er kündigte Stefan Schmid als nächsten Solisten an: „Spanish Trumpet“ von Jerome Thomas.
Auch er erhielt eine „lila Plakette“
Sie setzten fort mit einem Abstecher in die Klassik: „Fanfare und Tanz“, eine Szene aus dem 3. Akt des Balletts „Schwanensee“ von Peter Tschaikovsky. Allerdings hätten sie auf die Männer-Tanzeinlage verzichten müssen, weil einer nach dem anderen ausgefallen ist und sich zu Guter Letzt auch noch sein Bruder am Knöchel hatte operieren lassen.... Na ja – es mußte halt ohne Tanz gehen.
Das Wien des 19. Jahrhunderts ließen sie dann mit Johann Strauß Sohn’s Polka „Vergnügungszug“ aufleben.
Josef Terre beendete seinen Teil mit der Blaskapelle mit dem Marsch „Abschied der Slawin“ von Wasili Agapkin. „Abschied der Slawin“ – meinte Thomas Enzinger – ist in Russland so etwas wie eine heimliche Hymne.
Auch zu Beginn des zweiten Teils blieb die Blaskapelle in Rußland: Sepp Eibelsgruber dirigierte die „Petersburger Schlittenfahrt“ von Richard Eilenberg.
Mit der Polka „Wir Musikanten“ kamen die Musiker dann aber wieder zurück in die Heimat. Thomas Enzinger und Hedi Stenger im Duett....
Als Fan des Eurovisions-Songkontests outete sich Thomas Enzinger dann und kündigte Katja Epsteins „Wunder gibt es immer wieder“ an. So heißt aber nur der Titel – weil – Wunder braucht es nicht wenn Hedi singt! Auf sie ist einfach Verlaß! Und das hört man auch!
Weiter ging’s in die Zeit der Operetten: „Tanzen möcht‘ ich“ von Emmerich Kalmann.
Eine kurze Pause nutzte Bürgermeister Günther Knoblauch: Das Jahr geht gut los, meinte das Stadtoberhaupt und dankte der Blaskapelle für ihre Jugendarbeit und 39 Jahre Neujahrskonzert. Das wäre schon eine Tradition, die es zu erhalten gilt. Er stellte, fest, daß alle, die hier im Verein Verantwortung tragen „Josef“ oder „Sepp“ heißen. Und daß eine Kulturstadt wie Mühldorf gleich zwei Neujahrskonzerte verträgt, daran hatte er nie gezweifelt. Zu diesem Erfolg trägt auch Sepp Eibelsgruber bei, der „Tausendsassa der Blasmusik“ im Landkreis. Er dankte allen Musikern für ihr außergewöhnliches Engagement für die Kultur im Landkreis. Auch Josef Terre dankte er für das Herzblut, das er in die Ausbildung des Nachwuchses investiert.
In der Vergangenheit hat die Stadt gezeigt, daß man auch in Krisenzeiten viel erreichen kann. Auch das neue Jahr bringt viele Herausforderungen, die man aber gemeinsam wird meistern können. Er wünschte im Namen der Stadt und des Stadtrates ein erfolgreiches Neues Jahr voller Zufriedenheit. Vor allem aber Gesundheit – alles andere kann man richten.
Mit dem Discofox „I am, what I am“ von Jerry Hermann und Hedi Stenger am Mikrophon setzte die Blaskapelle fort. Thomas Enzinger wollten den Titel lieber so verstehen: „Mia san mia!“
Moderator Thomas Enzinger trat schließlich nach vorn und brachte die Ballade „Was wichtig ist“ von Udo Jürgens.
Vor dem Ende des Konzerts dankte Vorstand Sepp Bernhart seinen Musikern für die viele Zeit, die sie trotz der Weihnachtszeit für die Proben für dieses Konzert aufgebracht haben. Besonders dankte er den Dirigenten Josef Terre und Sepp Eibelsgruber. Einen Blumenstrauß hatte er auch für Hedi Stenger und für Thomas Enzinger.
Den vorläufigen Schluß des Konzerts machte die Kapelle mit dem Marsch „Unter Linden“ von Walter Kollo.
Dabei blieb’s aber nicht: Eine Zugabe mußte schon noch sein: Dabei sollten die Zuhörer selber mitmachen: „Hans bleib do...“
Und weil das noch immer nicht reichte, gabs noch einmal „Wir Musikanten“.
Ein abwechslungsreiches Konzert ging nach fast vier Stunden zu Ende und wir sind sicher, daß jeder Zuhörer auf dem Weg nach Hause noch immer die eine oder andere Melodie vor sich hinsummte. So beschwingt kann’s weitergehen, dieses neue Jahr 2011
7 Landrat Erwin Schneider zu Gast in Halsbach: Im Mittelpunkt, das Thema Energie 5:30
Text nicht vorhanden.
8 Wer will Metzger werden? Beobachtungen an der Berufsschule in Altötting 7:30
Text nicht vorhanden.
9 Glück gebracht: Die Kaminkehrer bei Landrat Erwin Schneider 3:00
Text nicht vorhanden.
10
Der Neujahrsempfang der Wirtschaftsverbände IGW und IVM: ZdK-Präsident Alois Glück
15:10
03 21.01.11
Vertreter der Mitgliedsfirmen der Industriegemeinschaft Waldkraiburg-Aschau, des Industrie- und Wirtschaftsverbundes Mühldorf, Stadträte beider Städte, Kreisräte, Bürgermeister aus dem Landkreis und Vertreter zahlreicher Banken und Behörden hatten sich schon lang vor dem Wirtschaftsempfang im Foyer des Hauses der Kultur in Waldkraiburg eingefunden und genossen den ungezwungenen Austausch.
Staatssekretär Dr. Marcel Huber und Landrat Georg Huber begrüßten den ehemaligen Landtagspräsidenten und Vordenker der CSU und heutigen Vorsitzenden des Zentralkomitees der deutschen Katholiken Alois Glück. Ein Wiedersehen gab es auch mit CSU Ehrenvorsitzendem Dietmar Heller.
IGW-Vorsitzende, Senatorin Manuela Keller knüpfte an den Ball der Stadt Waldkraiburg an, als sie die Gäste mit Walzermusik auf das neue Jahr einstimmte.
Sie begrüßte neben den Mitgliedern der beiden Verbände Staatssekretär Dr. Marcel Huber, Landrat Georg Huber, die Bürgermeister Siegfried Klika und Günther Knblauch sowie IVM-Vorsitzenden Ulrich Burkhard.
„Fortschritt“ ist eine menschengemachte Entwicklung. Es gibt ihn seit Christoph Kolumbus, von dem man sagte er war fortschrittlich weil er zu neuen Ufern aufbrach. Ein indianisches Sprichwort sagt über Kolumbus: (O-Ton 1:21:36:21 - Er tat was er nicht konnte mit Geld, das ihm nicht gehörte.... Gelächter – ärger bei den Bänkern.)
Das Ausmaß ist heute viel größer, wie die Bankenkrise, Gorleben, Asse, Stuttgart21 und international die Wikileaks-Veröffentlichungen zeigen.
Sie betrachtete die Bankenkrise näher: Der Grund für die Krise ist die Gier nach immer höheren Profiten und die Entkoppelung des Bankensektors von der Wirtschaft. Die Folge war, daß der Mittelstand der die Basel-Kriterien nicht erfüllte, keine Kredite mehr erhielt. Trotz aller Auswüchse dürfen die Banken weiter „Finanzprodukte“ anbieten, deren Wirkungsweise sie oft selbst nicht verstehen. Der Beinahe-Ruin ganzer Volkswirtschaften bleib für die Banken ohne Konsequenzen – viele wurden sogar belohnt. Ein Vorgehen, das kein Unternehmer jemals dulden würde und das in der realen Wirtschaft niemals durchgehen würde. Ohne reale Menschen, reale Maschinen und reale Unternehmen kann es kein reales Leben geben. So muß der Schwerpunkt des Fortschritts wieder auf der realen Wirtschaft aufbauen.
Es darf auch nicht sein, daß man zur Erfüllung politischer Vorgaben Gutachter beeinflußt, wie offensichtlich in Asse geschehen. Auch in Stuttgart entspricht die Realität nach 15 Jahren Planung nicht den Annahmen und Vorgaben. Das wiederum hat nicht der Planer erkannt sondern der Bürgermeister von Tübingen – ein Amateur-Bahn-Fahrplan-Koordinator.
Fortschritt ist zwar gewünscht, aber nicht um jeden Preis. Oft werden Planungen nicht zu Ende gedacht und Rahmenbedingungen nicht beachtet. Umdenken ist nötig. Beispiele dafür gibt es.
Das Fazit: Man braucht kein Glücksrittertum sondern Leute mit gesundem Menschenverstand, die die Interessen der Allgemeinheit berücksichtigen. Solche, die Erfolge angemessen belohnen und für Fehlverhalten zur Rechenschaft gezogen werden können. So eben, wie der Mittelstand seit Generationen handelt und damit die tragende Säule der deutschen Wirtschaft wurde.
Sie schloß mit einer indianischen Allegorie, die aussagt, daß der Mensch danach handeln wird, womit er sich füttert. Es ist jedes einzelnen freie Wahl, ob er sich von Gier oder von Güte leiten läßt....
Bürgermeister Siegfried Klika würdigte zunächst Alois Glück als Querdenker.
Es ist ein Alarmsignal, das nicht akzeptiert werden darf, wenn eine Umfrage aussagt, daß sich 70% der Deutschen vorstellen könnten, in einem sozialistischen System leben zu können, wenn nur der Arbeitsplatz gesichert ist. Die Umfrage zeigt, wie groß die Angst vor dem Verlust des Wohlstands ist. Er lobte den Mittelstand, der es bisher noch immer verstanden hat, zurecht zu kommen. Dazu hat auch die gute Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Wirtschaft beigetragen. Gerade in Zeiten aufkommenden Optimismus darf es nicht zu einem Stimmungsumschwung kommen.
Allerdings kommen enorme Herausforderungen auf alle zu, angefangen vom demographischen Wandel bis hin zu den ausufernden Sozialkosten.
Bürgermeister Siegfried Klika wünschte allen Zuhörern und den Mitarbeitern der Firmen ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr.
Das und Gottes Segen wünschte Landrat Georg Huber den Zuhörern und allen Bürgern im Landkreis. Spätestens jetzt muß klar sein, daß nicht mehr nur das Geld, hohe Profite und das unbedingte Wachstum im Mittelpunkt stehen darf. Der Weg in die Zukunft hängt auch von anderen Werten ab: Es muß gelingen, Leitbilder einer sozialen Marktwirtschaft zu entwickeln, die die Gesellschaft tragen kann. Zukunftsfähig ist die Gesellschaft nur dann, wenn es gelingt, nachhaltig zu wirtschaften, Familien zu stärken und nicht nachzulassen, leistungsstark zu bleiben. Nur dann, wenn man den demographischen Wandel meistert und die Erfahrungen der älteren Generation nutzt und so die nachkommende Generation stark macht. Der Umgang mit den Kindern, die unsere Zukunft sind, ist ein wesentlicher Prüfstein. Und weil sie diese Themen in den Mittelpunkt gestellt haben, bedankte er sich bei den Organisatoren des Neujahrsempfangs und wünschte allen Zuversicht und Kraft für die Herausforderungen des beginnenden Jahres.
Senatorin Manuela Keller stellte den Festredner Alois Glück vor, den Franz-Josef Strauß 1986 zum Staatssekretär berufen hatte und der zuletzt bis 2008 Präsident des bayerischen Landtags war. Von 1993 bis 2007 war er zudem Vorsitzender des Bezirksverbandes Oberbayern der CSU.
Alois Glück erinnerte sich an Waldkraiburg, weil er in jungen Jahren Kurse im Haus Sudetenland belegt hatte. Waldkraiburg und seine Heimatstadt Traunreuth hätten eine ähnliche Entwicklung erlebt. Es gibt also Gemeinsamkeiten.
Erfolgreich zu führen heißt, die Zeichen der Zeit zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren. Das war schon immer so und gilt überall. Trotzdem ist das schwierig, weil Menschen sich nicht gern verändern. Erfolgreiche Unternehmer und Politiker haben es aber immer wieder geschafft, ihre Mitmenschen zu Veränderungen zu bewegen.
In der heutigen Zeit zunehmend schnellerer Veränderungen, ist es immer schwieriger, die Erfahrungen der Vergangenheit für die Zukunft zu nutzen.
Dabei gibt es viele widersprüchliche Entwicklungen: Während die Wirtschaft boomt, steigen die Staatsschulden dramatisch an. Innere Entwicklungen wie der demographische Wandel war seit Jahrzehnten absehbar und wurde erfolgreich verdrängt. Dabei bleiben umso weniger Handlungsräume je länger man wartet. Das hat zur Folge, daß die Verunsicherung zunimmt. Die Menschen fragen sich, wie geht es weiter? Wenn dann eine Krise überwunden ist, denkt man: „Es geht doch wieder so weiter...“ Trotzdem sind Veränderungen notwendig.
Plötzlich taucht der Begriff „Wutbürger“ auf, etwa im Zusammenhang mit dem Bahnhofsprojekt in Stuttgart. Was ist bloss los in der Bevölkerung??? - - -
Bürgerinitiativen sind bekannt und waren schon bisher ein wichtiger Teil konstruktiver Zusammenarbeit. Was also steckt dahinter?
Im August 2010 gab es zwei Nachrichten: „Die Wirtschaft stabilisiert sich“ und „Die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit sind psychische Erkrankungen“. Immer mehr Menschen können den Preis nicht mehr zahlen, den unsere Art zu leben hat! Sie sind überfordert und halten dem Druck nicht mehr stand. Verhaltensauffällige und -gestörte Kinder sind die Folge. Die Kosten für den Reparaturbedarf steigen ins unermeßliche. Flexibilität, Mobilität, befristete Arbeitsverträge und hohe Geschwindigkeit führt zur Entwurzelung der Menschen und verhindert jungen Menschen die Gründung von Familien. Dies führt zu künftiger Altersarmut, was heute noch verdrängt wird.
Das kann nicht der Fortschritt sein, den man anstreben sollte. Es besteht die Gefahr, daß das Pendel, das diesen Fortschrittsglauben repräsentiert, in die andere Richtung ausschlägt und die Menschen in eine Verweigerungshaltung verfallen. Das wäre eine fatale Entwicklung.
(O-Ton Wutbürger können nicht gestalten.... ) Auch mit verunsicherten Menschen kann man nichts gestalten. Kann die Politik die jetzt nötige Führung schaffen?
Das geht nur, wenn die Politik die Bürger achtet und der Rechtsstaat erhalten bleibt, der ohnehin das Wertvollste ist, was wir haben.
Nur wenn die Institutionen des Rechtsstaates geachtet und gepflegt werden, können Meinungsverschiedenheiten gewaltfrei und konstruktiv ausgetragen werden. Rechtsverletzungen dürfen also keinesfalls verharmlost werden. Man kann nicht umhin, sich mit der Eskalation der Gewalt auseinanderzusetzen und die Bürger besser einzubinden. Es kann nicht sein, daß nach der politischen Entscheidung die Bürgerbefragung kommt. Wie das gehen kann zeigen die Dorferneuerungsprojekte in Bayern, wo nichts gefördert wird, was nicht mit den Bürgern zusammen entwickelt wurde.
Agiert man weiter wie bisher, unterstützt man die allumfassende Vertrauenskrise, die heute alle gesellschaftlichen Gruppen erreicht hat und für die es viele Gründe gibt.
Das Vertrauen zurückgewinnen kann man nicht über Appelle – nur über Transparenz und aufrichtiges Verhalten. Es braucht eine andere öffentliche Debatte. Damit stellt sich die Frage, ob die Demokratie das überhaupt schaffen kann. Gerade jetzt, wo die Zahl der Demokratien weltweit abnimmt. Wenn die Demokratie nicht mehr gestalten kann, folgt zwangsläufig der Ruf nach der starken Hand....
Während wir mit sozialen Konflikten vertraut sind, nehmen weltweit die kulturellen Konflikte stark zu. Der Grund ist die Angst vor dem Verlust der Identität. Die Globalisierung hat zwar die Menschen zusammen gebracht, ihnen aber gleichzeitig ihre Verschiedenheit aufgezeigt.
Interessant ist unsere Diskussion über die Zuwanderung in einer Zeit, in der etwa viele Türken in die Türkei zurückkehren.
Wenn nun der Preis des Fortschritts für die Menschen immer höher ist, ist auch der ökologische Preis immer höher und auch die ökonomischen Kosten können wir uns nicht mehr leisten.
Für Bildung, Infrastruktur und viele andere Dinge brauchen wir dringend mehr Geld. Dabei verschlingt der Reparaturbedarf immer mehr Geld.
In den zurückliegenden Jahrzehnten dominierte er Zuwachs an allem. Die heutige Art zu leben ist nicht zukunftsfähig - man muß eine neue Balance finden. Verdrängen nützt nichts.
Eine zukunftsfähige Kultur versuchte Alois Glück nun zu skizzieren.
Die Ursache der Finanzkrise sind Wertvorstellungen. Nicht Geld regiert die Welt sondern Überzeugungen. Am Anfang einer Kausalkette stehen immer Werte.
Wenn der Maßstab das Wirtschaftswachstum ist, darf man den Kaptialmarkt nicht so stark regulieren und Energie billig halten mit allen Risiken. Man hat allerdings erkannt, daß das nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann.
In Zeiten, als Religionen die Gesellschaft dominierten gab es viele gemeinsame Werte – trotz vieler – auch kriegerischer Konflikte. Materieller Wohlstand hat die Menschen nicht vereint, auch wenn er nötig ist, um überhaupt Lebensqualität zu erreichen. Man muß den Unterschied von Lebensstandard und Lebensqualität diskutieren. Da stellt sich schnell die Frage, Wachstum wofür?
Die Definition über das Bruttosozialprodukt ist hierbei nicht aussagekräftig. Auf der Suche nach einem neuen Maßstab für die Lebensqualität betreibt die Bundesregierung „Glücksforschung“ und erforscht die Zufriedenheit und Leitbilder der Gesellschaft.
Eine Grundlage ist das Menschenbild, zuerst definiert über die Würde des Menschen.
Dazu braucht es eine neue Kultur der Verantwortung. Verantwortung übernehmen für sein eigenes Handeln und für die Mitmenschen. Das betrifft auch den Staat, der kein Dienstleistungsbetrieb für die Bürger ist, der nur noch seine Steuern zu bezahlen braucht. Das hat distanzierte Wohlstandsbürger hervorgebracht. Die Menschen müssen Verantwortung für die Nachkommen übernehmen.
Das kurzfristige Denken muß wieder dem langfristigen Denken weichen. Wer nur von Quartalsbericht zu Quartalsbericht denkt, wird langfristige Werte aus den Augen verlieren.
Es reicht nicht, von Werten zu reden, sie müssen gelebt werden. Dazu müssen Strukturen und Anreizsysteme geschaffen werden, die werteorientiertes Handeln belohnen.
Wie müssen wir uns also ändern, um zukunftsfähig zu werden?
Ein Maßstab ist schlicht der Markt. Als exportorientierte Nation muß jeder Einzelnen und jeder Betrieb mit den stärksten in der Welt mithalten können. Das geht nur, wenn man sparsam wirtschaftet und offen ist für Neues. Dazu sind gesellschaftliche Leitbilder nötig, in denen ökonomisches Können und soziale Verantwortung zusammenwirken. Es muß Chancen für alle geben. Umverteilung allein reicht nicht. Das Bildungssystem muß allen mit vergleichbaren Fähigkeiten und Anstrengungsbereitschaft vergleichbare Chancen bieten. Begabte müssen dabei genauso gefördert werden, wie es heute für Schwächere geschieht.
Das Leitbild könnte die „solidarische Leistungsgesellschaft“ sein, eine Leistungskultur statt einer Ellbogenkultur. Nötig ist keine Leistungselite sondern eine Verantwortungselite. Nur so kann wieder Vertrauen entstehen.
Die Gesellschaft so umzugestalten ist die größte Herausforderung unserer Zeit. Die Menschen sollten sich so verhalten, wie Eltern, die um der Zukunft der eigenen Kinder willen verzichten und sich selbst einschränken. Anstatt immer mehr Grenzen niederzureissen, muß man sich wieder eingrenzen.
Daneben muß man „global“ und „lokal“ verbinden. Das fordert in der globalen Welt zusätzliche Anstrenungen, erhält aber die eigenen Wertvorstellungen und damit die Identität. Gelingt das nicht, können Konflikte entstehen, die nicht mehr beherrscht werden können. Dabei sind neben jedem Einzelnen sind die Kirchen stark gefragt.
Er schloß: (Ich will nur sensibilisieren – bis danke fürs zuhören)
Manuela Keller dankte Alois Glück für diesen wachrüttelnden Vortrag und überreichte ihm ein Geschenk. Bürgermeister Siegfried Klika überreicht das Waldkraiburger Jubiläums-W und den bekannten Automatik-Schirm.
Im Anschluß genossen die Gäste einen kleinen Imbiß. Es gab viel zu diskutieren über diesen Vormittag, der sehr nachdenklich stimmte, weil er ein Auflehnen von Geschäftsleuten und Politik gegen die Dominanz der Geldmacht darstellte. Geht es nach allen, mit denen wir gesprochen haben, dann bestimmt künftig wieder der Mensch mit seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen das Leben in unserer Gesellschaft und nicht mehr der Kapitalmarkt.
11 Der Ball der Stadt Waldkraiburg: Ein elegantes Fest 12:10
Der Ball der Stadt Waldkraiburg hatte im abgelaufenen Jubiläumsjahr ein neues Gesicht erhalten – weg vom Faschingsball, hin zum eleganten und repräsentativen Ball, wie er der Industriestadt würdig erscheint.
Entsprechend elegant kamen die Gäste über einen roten Teppich ins Haus der Kultur.
Bürgermeister Siegfried Klika begrüßte die ersten Gäste persönlich noch vor dem Haus – die milden Temperaturen machten‘s es möglich.
Ein Knall und ein brennendes „Waldkraiburg-W“ - bald verdeckt durch einen feurigen Regen machten die Gäste im ausverkauften Saal neugierig, was noch alles kommen würde.
Ordnungsamtschef Norbert Meindl moderierte das Programm an diesem Abend und begrüßte die vielen Gäste. Aber dazu später noch ein Wort.
Er rief Bürgermeister Siegfried Klika und die drei „schöne Menschen“ auf die Bühne – Miß Bayern Tanja Maderholz, Miß Waldkraiburg Julia Schranner und Mister Waldkraiburg Maximilian Kleininger.
Bürgermeister Siegfried Klika freute sich über den fulminanten Einstieg in diesen Abend und die positive Stimmung am Beginn dieses Jahres, die das Feiern leicht macht. Und da macht es Freude, wenn der Glanz der Missen auch etwas auf ihn abstrahlt. Er gratulierte Tanja Maderholz, die erst kürzlich zur Miß Bayern gewählt worden war und Julia Schranner, die bei der selben Wahl den 3. Platz belegt hatte. Maximilian Kleininger ist Mister Süddeutschland 2011 – nicht minder bewundernswert.
Die Garde der Waldburgia eröffnete das Show-Programm mit dem Gardetanz.
Das Prinzenpaar folgte: Kathrin I. und Alois I. begeisterten die Zuschauer.
Der Auftakt war gelungen als Prinzessin Kathrin Bürgermeister Siegfried Klika und Prinz Alois seine Gattin Helga zum Tanz aufforderten.
Da bleiben sie aber nicht lang allein...
Die Jay-Houser-Band aus Surberg bei Freilassing sorgte mit guter Tanzmusik für den guten Ton. Wegen des großen Interesses und der dadurch nötigen Zahl an Tischen war die Tanzfläche etwas klein geraten, so daß zeitweise großes Gedränge entstand. Die Tänzer ließen sich aber davon nicht abhalten und nutzten auch den Platz neben den Tischen und in den Gängen.
Nach einer Weile zeigten die Tänzer des Tanzsportclubs Weiß-Blau heisse Tänze zu Samba- und Salsa-Rythmen.
Kaum zu glauben, daß der älteste dieser Tänzer gerade mal 17 ist.
Nach einer weiteren Tanzrunde kam das Prinzenpaar der Waldburgia zurück - mit ihrem Showtanz zu Shakira’s „This time for Africa“ oder – besser bekannt „Waka-Waka“
Die Zuschauer waren begeistert.
Es war zwar kein Faschingsball und so gab es keine Ordensverleihungszyklen. Faschingsorden gabs aber doch: Das Prinzenpaar – ohne den Hofstaat der Waldburgia verlieh drei Orden: An Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer, an Landrat Georg Huber und an Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch. So ganz konnte man sich der Faschingsball-Tradition doch nicht entziehen. Bürgermeister Siegfried Klika dankte es dem Prinzenpaar mit einem Strauß Blumen und einer Flasche edlen Tropfens.
Dann luden die Organisatoren in den kleinen Saal im Haus der Kultur, wo der neue Chef des Hauses – der Franke Peter Hegwein – eine Weinlounge eingerichtet hatte.
In elegantem Ambiente genossen die Gäste die edlen Tropfen der zweitgrößten Weinguts Deutschlands, des Juliusspitals in Würzburg. Den Erlös aus diesem Angebot hatten Weingut und Organisatoren Alfons Hasenknopfs Hilfsprojekt für traumatisierte Kinder „Suibamoond“ versprochen. So diente das Vergnügen an gepflegten Gesprächen und guten Tropfen auch noch einem guten Zweck.
Ein besonderes Highlight folgte dann: Die deutschen Rock’n’Roll-Jugend-Meister wirbelten über die Tanzfläche. Das begann ganz harmlos....
Katharina Buchholt und Günther Meindl aus Waldkraiburg waren 2006 deutsche Meister, aus Heilbronn Katharina und Tobias Laux sind deutsche Vizemeister und Verena Rau und Andreas Heidler sind die aktuellen deutschen Meister der A-Klasse und haben kürzlich in Taiwan an den World-Games teilgenommen.
Bürgermeister Klika dankte den mutigen Mädels mit einem Strauß Blumen.
Es war wieder Zeit zum Tanzen. Miß und Mister Waldkraiburg genossen’s genauso wie Landrat Huber und Karin Martini-Knoblauch und viele andere.
Und weil Moderator Norbert Meindl halt beschäftigt war, genoß seine Isabella den Tanz zu Dritt....
Und Kollegin Andrea Klemm in Ermangelung eines Tanzpartners.... 
Gegen Mitternacht wurd’s klassich: Schwanensee! Aber auf die humorvolle Art...
Rudi Stey und sein Team machten die Tanzfläche zur Bühne. Und da blieb kaum ein Auge trocken.
Ob als „Bettina Turner“ (sprich Turner – nicht Törner) oder als Weather-Girls – für die extra der Boden verstärkt worden war – die Zuschauer waren begeistert.
Der Atem stockte den Gästen bei dieser Akrobatik-Vorstellung von Annabel Li.
Später kochte die Stimmung hoch, als die Jay-Houser-Band einen „Zahn zulegte“.
Ein gelungener Stadtball dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Auch wenn manche es mit dem Feiern nicht allzu bunt treiben durften, weil am nächsten Morgen der Neujahrsempfang der Wirtschaftsverbände schon wieder anstand, war es doch ein eleganter und vergnüglicher Abend. Vielleicht hätte Norbert Meindl in seiner Begrüßung und Moderation manche Anwesende Bürgermeister Stadt- und Kreisräte erwähnen und manche nicht Anwesende nicht begrüßen sollen. Dann wäre das Vergnügen perfekt gewesen. Aber – wie er selbst sagte – das ist schließlich der schwierigste Teil bei so einem Ball, bei dem man am meisten Fehler machen kann....

12 Die Bogenschützen des BSC Mühldorf vor dem Aufstieg in die zweite Bundesliga 8:00
Am Vormittag hatte in der Halle an der Berufsschule 1 in Mühldorf ein Wettkampf in der Bogenschützen-Bezirksliga stattgefunden. Am Nachmittag war die Regionalliga dran. Bevor es losging überreichte Mühldorfs Sportreferent Sepp Wimmer Damian Dziurowicz den Vereinscup, einen Wanderpokal für den Schützen, der über die ganze zurückliegenden Saison gerechnet die besten Ergebnisse erzielt hat. Sepp Wimmer gratulierte und wünschte auch für die laufende Saison viel Erfolg.
Vereinsvorstand Helmut Müller schloß sich den Glückwünschen an.
Er begrüßte dann die Teilnehmer am Wettkampf und wünschte faire und sportliche Wettkämpfe.
Bürgermeister Günther Knoblauch freute sich, den Wettkampf in Mühldorf zu haben. Zu diesem ersten sportlichen Wettkampf im neuen Jahr wünschte er den Teilnehmern ein Gutes Neues Jahr, den Veranstaltern einen guten Verlauf des Wettkampfs. Auch wenn er sich über einen Erfolg der Mühldorfer Bogenschützen besonders freuen würde, wünschte er doch allen Schützen viel Erfolg und „Alle ins Gold“.
Diesem Wunsch schloß sich auch Sportreferent Sepp Wimmer an. Er begrüßte die Mannschaften aus Mittenwald, Moosbach, Tacherting, Schwarzenfeld, Kleinlangheim, München und Oberkotzau.
Sein Gruß galt auch dem Schiedsrichter aus Niederbayern und der Liga-Leiterin. Er wünschte Michael Haberger und seiner Mannschaft alles Gute und „Alle ins Gold“.
Auch Gau-Schützenmeister Anton Müller freute sich, die Bogenschützen in Mühldorf begrüßen zu dürfen. Er hoffte, daß der Wettkampf dazu beiträgt, diesen schönen Sport bekannter zu machen und wünschte Veranstaltern und Teilnehmern einen guten und erfolgreichen Wettkampf.
BSC-Sprecher Herbert Gölkel dankte allen Helfern für die viele Arbeit im Vorfeld. Etwa 180 Arbeitsstunden investierten die Mitglieder des BSC in die Vorbereitung dieses Wettkampftages. Nun freute er sich auf einen erfolgreichen Wettkampftag.
Eine ganze Zeit lang schossen sich die Wettkämpfer ein und gewannen so das nötige Gefühl für ihre High-Teck-Bögen mit gefrästem Aluminium Mittelstück, den Karbon-Wurfarmen, den Karbon-Stabilisatoren, den Präzisions-Visieren und den High-Teck-Karbon-Pfeilen. Bei so viel High-Tech ist es eigentlich verwunderlich, daß sie noch immer auf altmodische Papierscheiben schießen!?
Sie nutzten diese Trainingsmöglichkeit ausgiebig. Nach einigen Besprechungen gab der Schiesrichter den Wettkampf frei.
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Jeweils zwei Mannschaften treten im Liga-Wettkampf gegeneinander an. Innerhalb von zwei Minuten schießen drei der vier Mannschaftsmitglieder zwei Pfeile auf die 12 Meter entfernten Scheiben. Um die Konzentration nicht zu verlieren und mental im Wettkampf zu bleiben, schießt das vierte Mannschaftsmitglied in der selben Zeit nebenan auf eine Trainingsscheibe.
Ein Signalton gibt den Wettkampf frei – dann laufen die zwei Minuten.
Wieviel Zeit noch bleibt, das zeigt eine Uhr oberhalb der Zielscheiben.
Die Mannschaft, die zuerst 240 Ringe erzielt hat, kann die Punkte für sich verbuchen. Dann wurde gewechstelt. Es beginnt die stärkste gegen die schwächste Mannschaft, so daß am Ende des Wettkampftages die beiden stärksten Mannschaften gegeneinander antreten müssen. So bleibt der Wettkampf spannend.
Oft waren die Mannschaften gleich auf – die Wettkämpfe endeten unentschieden.
Für die Mühldorfer ging es um den Aufstieg in die zweite Bundesliga. Schon in den vorangegangenen Wettkämpfen hatten sie sich eine gute Ausgangsposition verschafft. Ihre Stärke demonstrierten sie auch an diesem Tag. Und so war der Jubel über jeden Pfeil „im Gold“ groß.
Die Konzentration der Schützen war in ihren Gesichtern zu lesen. Und auch die Zufriedenheit nach einem 10-Ringe Schuß.

Die wenigen Zuschauer verfolgten die spannenden Kämpfe von der Tribüne. Sie sahen die Schützen binnen zwei Minuten ihre Pfeile abschießen, ihre Ringe zählen, die Ergebnisse notieren, die Anzeigen aktualisieren und wieder schießen. Herbert Gölkel hielt die Zuschauer auf dem Laufenden.
In einer Pause haben wir Michael Haberger um seine Einschätzung gebeten. (O-Ton)
Was bedeutet das für die Tabellenposition in der Liga? Wie’s jetzt aussieht, haben sich die Aufstiegschancen sogar verbessert? (O-Ton)
Herr Müller, der BSC Mühldorf ist der höchstklassig agierende Verein im ganzen Landkreis. Trotzdem kennt man sie kaum. Stellen Sie uns den Verein vor? Wer kann Bogen schießen? (O-Ton)
Der Aufwand steigt natürlich, wenn Sie jetzt in die zweite Bundesliga aufsteigen. Da brauchen Sie sicher Sponsoren? (O-Ton)
Im Gegensatz zum Wettkampf vor zwei Jahren behielten Michel Haberger, Damian Dziurowicz, Alexander Liemburg, Krzysztof Skrzydel und Michael Reiter vom BSC Mühldorf die Nerven und gewannen alle Zweikämpfe. Nur ganz zum Schluß mußten sie sich dem Tabellenzweiten aus Tacherting geschlagen geben.
Der letzte Wettkampftag findet Mitte Februar in Puchheim bei München statt. Und da müßten die Schützen des BSC schon sehr patzen, daß sie den Aufstieg nicht schaffen würden – bei derzeit acht Punkten Vorsprung auf die zweitplatzierte FSG Tacherting 2.

13 Wiederinbetriebnahme der renovierten Turnhalle II am Ruperti-Gymnasium Mühldorf 7:00
Vor fast vier Jahren haben wir während eines „Perspektivwechsels“ des Vereins „Gemeinsam Mensch“ diese Bilder in der selben Turnhalle aufgezeichnet. Damals hatten wir versucht, den Blick auf das Geschehen zu lenken, weg von den maroden Mauern, die die Turnhalle 2 des Ruperti-Gymnasiums darstellten. Es war höchste Zeit für eine Generalsanierung.
Die Generalsanierung des zweiten Abschnitts, zu dem auch die Turnhalle 2 gehört, wurde jetzt abgeschlossen. In einer kleinen Feierstunde nahmen Landkreis und Schulleitung die Räume wieder in Betrieb.
Neben Landrat Georg Huber und zahlreichen Kreisräten war auch Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch, die Architekten, Statiker und Vertreter beteiligter Firmen, zahlreiche Lehrkräfte und natürlich Oberstudiendirektor Anselm Räde gekommen. Der freute sich über das Musikseminar seiner Schule, dessen musikalische Eröffnung der Feierstunde einen würdigen Rahmen verlieh. Er freute sich aber auch deshalb, weil die Wiederinbetriebnahme nicht nur zeigt, daß es mit der Sanierung vorwärts geht, sondern auch ein Zeichen für die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt ist.
Es war nicht so einfach, die Sanierung des Musentraktes vorzuziehen um so die Sanierung des Hauptbaus im Sommer in Angriff nehmen zu können. Die gefundene Lösung wäre – obwohl äußerst intelligent – eher zufällig entstanden.
Auch Landrat Georg Huber erinnerte sich daran, wie die Halle früher ausgesehen hat. Sie war alles andere, als eine Turnhalle: Er war erschrocken, sie war trist, kaputt, am Ende. Heute ist sie fast wie ein Neubau. Er dankte allen, die daran mitgearbeitet haben, besonders aber den Lehrkräften und den Eltern der Schüler, ohne deren Mitwirkung das Ergebnis nicht zustandegekommen wäre.
Mit der Einweihung von Turnhalle 2, Unterrichtsräumen im Untergeschoß und des Musentraktes ist wieder eine wichtige Etappe geschafft. Er nahm ein Zitat von Maria Montessori zum Leitspruch für die Sanierung des Gymnasiums, das ein Ort werden soll, an dem sich die Schüler ungezwungen begegnen und frei entfalten können.
Die Turnhalle wurde praktisch ausgehöhlt und neu aufgebaut und energetisch auf den modernsten Stand gebracht. So könnte man kurz die Arbeiten beschreiben, die von September 2009 bis September 2010 hier für 835.000 Euro ausgeführt wurden.
Es ist das Ziel, das gesamte Ruperti-Gymnasium energetisch auf den neuesten Stand zu bringen. So wurden auch bereits Leerrohre eingebaut um für zukünftige Technik gerüstet zu sein.
Neben den Gebäuden wurde auch der Schulgarten der ehemaligen Hausmeisterwohnung zur beruhigenden Oase umgestaltet. Daran haben sich die Schüler aktiv eingebracht und wurden dabei von den Fachleuten des Landratsamtes unterstützt.
Ach der Musentrakt erfuhr eine grundlegende Erneuerung und technische Aufrüstung. Dort zieht nun vorübergehend die Verwaltung, während die Verwaltungsräume im Erdgeschoß des Hauptbaus saniert werden.
Das Gymnasium soll nach Abschluß der Sanierung mehr sein, als nur eine Schule. Es soll ein Ort werden, an dem sich Lehrer und Schüler wohl fühlen und Freude daran haben, sich auf die Herausforderungen des Lebens vorzubereiten.
Allerdings steht der größte Teil dieser Arbeiten noch bevor: Die Sanierung des Hauptgebäudes. Die Arbeiten beginnen im Mai mit den Räumen der Verwaltung und sollen zu Beginn des Schuljahrens 2013/2014 abgeschlossen sein. In den Bauabschnitt II mit der Turnhalle 2 und dem Musentrakt werden dann 8 Millionen 650tausend Euro investiert sein, wovon 2 Millionen 675tausend Euro vom Freistaat gefördert werden. Es ist also noch ein großer Brocken zu schultern.
Landrat Georg Huber dankte Lehrkräften, Eltern und Schülern für ihr Verständnis für die Belastungen und Einschränkung, die sie – bei weiter laufendem Unterrichtsbetrieb - während der langen Bauphase ertragen müssen. Sein Dank galt auch den Kreisräten, die trotz schwieriger Haushaltslage diese Investitionen mittragen.
Er freute sich auf den bevorstehenden Rundgang.
Nach einer weiteren Einlage des Musikseminars erläuterten Architekten und Sportfachschaftsvorstand Bernd Eimannsberger Konzept und Einrichtung der Turnhalle. Neben den nötigen Sportgeräten wurden an der Decke Akustikelemente eingebaut. Die Kletterstangen der alten Turnschule fielen weg, dafür gibt es jetzt Kletterseile. Da die Halle hauptsächlich von Jungen genutzt wird, sind Tore fest eingebaut. Diesem Umstand trägt auch die Farbgebung Rechnung: sie ist überwiegend in blau gehalten.
Bernd Eimannsberger erinnerte sich, daß er bei seinem Antritt 1991 schon fragte, wann die Halle denn saniert wird. Jetzt ist es endlich geschafft...
Für den Werkraum im Untergeschoß – berichtete Manfred Baumgartner – hat er die Tische in Waldkraiburg gefunden. So konnte man sich auf die technische Ausstattung konzentrieren und einen Beamer, eine zentrale Lichtsteuerung und einen neuen Brennofen anschaffen. Auch die Heizung konnte neu gestaltet werden. Die Tafel ist dagegen noch im ursprünglichen Zustand. Hier wird noch experimentiert. So wie an der Werkzeugausstattung noch Ergänzungsbedarf besteht.
Der Schulgarten war noch teilweise vom Schnee bedeckt. Seine endgültige Gestaltung wird sich erst noch zeigen.
Genau so, wie die Räume im Musentrakt noch leer sind. Hier zieht demnächst die Verwaltung ein. Erst wenn deren Räume im Hauptbau saniert sind, kommt künstlerisches Leben hier hinein.
Zum Abschluß der Feierstunde stießen die Gäste mit einem Gläschen Sekt auf den Abschluß des zweiten Abschnitts an und freuten sich, daß es vorwärts geht, mit der Sanierung des Ruperti-Gymnasiums in Mühldorf.
14
Neujahrsempfang der Mittelstandsunion in Burgkirchen mit Prof. Dr. Staudigl
15:40
Text nicht vorhanden.
15
Neujahrskonzert in Neuötting mit der Werksblaskapelle aus Gendorf
7:10 (*)
Text nicht vorhanden.
16
In Kastl entsteht ein Heimatmuseum
4:00 (*)
Text nicht vorhanden.
17
Die Union tanzt! Ball der CSU in Waldkraiburg 11:00 04 28.01.11
CSU-Ortsvorsitzender Harald Jungbauer freute sich besonders, daß es nicht schneite! Schon einmal war nicht klar, ob der Ball würde stattfinden können. Zu schwer lastete damals der Schnee auf dem Dach vom Haus der Kultur. Außerdem halten Schnee und Eis die Besucher ab. Aber diesmal war der Saal voll und so konnte er nicht nur Bürgermeister Siegfried Klika, CSU Kreisvorsitzenden und Staatssekretär Dr. Marcel Huber, Landrat Georg Huber, stellvertretende Landrätin Eva Köhr und viele Stadträte begrüßen. Daneben waren so viele Vertreter umliegender CSU Ortsverbände, Bürgermeister und Gemeinderäte, Vertreter von Wirtschaftsverbänden und Vereinen gekommen, daß wir sie hier gar nicht alle aufzählen können.
Harald Jungbauer erklärte, warum er so ein farblich absolut unpassendes Handicap an der Hand hat. Er hatte sich das Handgelenk gebrochen. Es wird aber wieder, hatte ihm der Arzt versprochen. Er dankte sehr herzlich Frauenunionsvorsitzender Charlotte Konrad, seinem Stellvertreter Thomas Leiner und Manuela Keller für die viele Arbeit, die sie für ihn in die Organisation dieses Balles gesteckt haben.
Zuletzt stellte er die Band des Abends vor: Die Waldkraiburger Band Carambolage.
Und die luden Dr. Marcel Huber, Landrat Georg Huber und Bürgermeister Siegfried Klika mit ihren Gattinnen auf die Tanzfläche um den Ball stilgerecht mit einem Walzer zu eröffnen.
Sie blieben nicht lang allein. Schnell war die Tanzfläche dicht bevölkert. Unters tanzende CSU-Volk mischten sich auch die Gäste von der SPD. In Waldkraiburg ist das gute Tradition, daß man sich gegenseitig besucht.
Und Karl Lehmann sammelte schon mal „Splitter“ für seine Rede beim Starkbieranstich in ein paar Wochen. Seinen Notizzettel hatte er immer vor sich auf dem Tisch liegen.
Viele junge Gäste hatten sich fein gemacht und tanzten mit der CSU.
Nach der ersten Tanzrunde marschierte der Hofstaat der Waldburgia ein. Und weil Hofmarschall Charly Salinger kein Mann der vielen Worte ist, zeigte gleich das Prinzenpaar seinen Walzer.
Es gab Orden – immer drei auf einmal: Für CSU Kreisvorsitzenden Staatssekretär Dr. Marcel Huber - - - für den Fraktionsvorsitzenden in Stadtrat und Kreistag Anton Sterr - - - und für die stellvertretende Landrätin Eva Köhr.
Dann für Frauenunionsvorsitzende Charlotte Konrad - - - Stadträtin, Sozialreferentin und VfL-Vorsitzende Annemarie Deschler - - - - und für Harald Jungbauer selbst.
Harald Jungbauer bedankte sich mit einem Strauß Blumen und einem edlen Tropfen beim Prinzenpaar und dem Hofstaat.
Die zweite Tanzrunde haben wir vom Balkon beobachtet.
Kein Platz blieb mehr auf der Tanzfläche, so daß die Gäste auch die übrigen Flächen nutzten.
Carambolage ließ es langsam angehen und steigerte nach und nach das Tempo. Noch trug Sängerin Stephanie ein Jäckchen....
Etwas später hatte die Musik Tänzern und Band schon eingeheizt. Das Jäckchen war verschwunden.
Auf der Tanzfläche wechselten sich die Tanzpartner ab.
Und auf der Bühne hatten die Musiker nicht nur Freude am Spielen...
Das Prinzenpaar der Waldburgia mit dem Showtanz: Kathrin I. und Alois I.
Die nächste Ordensrunde. Diesmal waren die Stadträte und die CSU dran: Axel Pöschmann, Anton Kindermann, Harald Jungbauers Stellvertreter Thomas Leiner und Bernd Sottek, Annegret Weinbauer, Senatorin Manuela Keller, Kassenwart Horst Lang und Schriftführerin Kerstin Haider.
Carambolage zog das Tempo noch weiter an und heizte den Gästen so richtig ein.
Zu später Stunde hatten die Organisatoren für ein weiteres Highlight gesorgt: Die „Members of Dance“ aus Grüntegernbach, das knapp – wirklich ganz knapp – außerhalb unseres Landkreises liegt, entführten die Gäste in die griechische Antike. Unter der Überschrift „Aufruhr im Olymp“ zeigten sie eine Show mit viel Akrobatik, perfekter Choreographie und vielen Kraft-Hebe-Figuren. Die Geschichte: Aphrodite, die Göttin der Liebe und Tochter des Zeus, gerät in die Fänge der schauerlichen Medusa. Nun ist es an Poseidon, dem Gott des Wassers, und an Ares, dem Gott des Krieges, die Schönste der Schönen zu befreien und so Zeus, dem Mächtigsten aller Götter, seine Anerkennung zu erweisen.
Und das schaffen sie natürlich – alles geht gut aus. Und darüber freuten sich die Zuschauer und Harald Jungbauer bedankte sich bei Florian Wandinger für diese beeindruckende Darbietung.
Noch lange feierten die Christsozialen mit ihren Gästen. Wie schon in den Jahren zuvor war der CSU-Ball auch in diesem Jahr ein Höhepunkt in diesem langen Fasching, der heuer besonders viele junge Besucher begeisterte. Der CSU-Ball ist aus dem Fasching in Waldkraiburg nicht mehr wegzudenken.
18 Solidarität - Gerechtigkeit - Freiheit - Toleranz Prof. Dr. Alois Baumgartner über die Grundwerte unserer Gesellschaft 12:00
Mitglieder des Arbeitskreises und Gäste kamen in den Pfarrsaal nach Heldenstein, wo sie Vorstandsmitglied und zweiter Bürgermeister Siegfried Höpfinger begrüßte. Vor allem aber Professor Alois Baumgartner und die Bürgermeister Helmut Kirmeier und Michael Hausperger. Der Pfarrsaal in Heldenstein, den er zunächst vorstellte, paßt „akratt“ für diese Veranstaltung, meinte er.
Arbeitskreisvorsitzende Roswitha Mayerhofer stellte fest, daß man auf „Werte“ wieder Wert legt. Über Werte redete man jahrelang nicht. Und so war sie glücklich, Professor Baumgartner als Redner gewonnen zu haben, einen bekannten Verfechter christlicher Grundwerte und anerkannten Ethiker. Der gebürtige Mühldorfer studierte in München und Münster Philosophie, Theologie und Volkswirtschaftslehre. Er lehrte an der Universität in Bamberg und seit 1994 an der LMU in München das Fach „Christliche Sozialethik“. Seit seiner Emeritierung lehrt er an der Universität Tübingen. Jahrelang war er Vorsitzender und ist noch heute Ehrenvorsitzender des Diözesanrates des Bistums München und Freising.
Er publizierte zahlreiche aufsehenerregende Artikel zu vielen einschlägigen Themen.
Roswitha Mayerhofer dankte Professor Baumgartner für sein Kommen, und den Vortrag, den er für seinen Heimatlandkreis und den Arbeitskreis der CSU kostenlos hielt.
Professor Alois Baumgartner bemerkte zunächst, es wäre schwierig - schließlich heißt es, daß der Prophet in der Heimat nichts gilt! Obwohl er schon früh den Landkreis verlassen hat, ist er ihm dennoch tief verbunden und verbringt viel Freizeit dadurch, mit dem Auto durch den Landkreis zu surfen.
Am Anfang des Jahres wollte er seinem Vortrag etwas vorausschicken: Mit Sorge blickt er auf das politische Leben, das heute geprägt ist von Geringschätzung bis hin zur Politikerbeschimpfung. Das geht einher mit Wahlverweigerung und Politikverdrossenheit.
Dagegen wächst die Bereitschaft zu kritisieren. Auch wenn es sicher Defizite und Fehlverhalten gibt, hat sich die Politik doch weit von den Bürgern entfernt. Dies äußert sich darin, daß in Umfragen über die Wertschätzung von Personen, Politiker fast immer an letzter Stelle stehen. Das ist nicht hinnehmbar. Schließlich wurden die Mandatsträger in demokratischen Wahlen gewählt.
Die ablehnende Haltung von Teilen der Bevölkerung resultiert nach Meinung von Professor Baumgartner aus der Unfähigkeit der Menschen, komplexe politische Zusammenhänge zu verstehen und sich eine eigene Meinung zu bilden.
Umdenken ist also nötig.
Bevor er auf das Thema „Christliche Werte, besonders mit Blick auf das christliche Menschenbild“ einging, wollte er ein paar Gedanken über das christliche Menschenbild weitergeben.
Ausgehend vom Menschen, der in der Heiligen Schrift großartig beschrieben wird, etwa in Psalm 139 oder in Psalm 8, stellt sich die Frage nicht, ob der Mensch vor seiner Geburt ein Lebensrecht oder Würde hat. Tiefer wie in den Psalmen kann man die Würde des Menschen nicht ausdrücken.
Der Mensch muß immer seine Begrenztheit erkennen. Er kann allein nie etwas Perfektes schaffen. Das gilt auch für die Gestaltung des gesellschaftlichen Zusammenlebens.
Mit dieser Einstellung kann man nur erkennen, daß man sich selbst zurücknehmen muß. Die Einsicht muß lauten: Wir allein schaffen das Perfekte nicht.
Wir sind auch nicht auf einem Selbsterlösungs-Tripp. Jeder muß auch erkennen, daß er fehlbar ist und muß den Einspruch des Gewissens ernst nehmen. Leider übertönt man heute oft das eigene Gewissen so lang, bis man es selbst nicht mehr hört.
Dabei macht jeder Fehler und muß das auch erkennen und zugeben. Viele Beziehungen scheitern daran, daß man etwas nicht tut, was man hätte machen sollen. Beziehungen abzubrechen ist keine Lösung. Jeder braucht das ganze Jahr über Versöhnung – immer wieder einen neuen Anfang.
Das ist es, was das Evangelium aussagt: Du machst Fehler, aber es gibt Versöhnung.

Haben „Werte“ in der heutigen rasanten Welt überhaupt noch eine Chance? Besteht noch eine Chance, etwas konstant zu halten? Um nicht in den Strudel dieses Wandels hineingezogen zu werden? Muß man sich an Dingen orientieren, die konstant und beständig bleiben: „Heimat“ etwa?
Dazu gehören die großen Begriffe wie Solidarität, Freiheit und Gerechtigkeit. Auf diese Begriffe ging Professeor Baumgartner nun näher ein:
Er begann mit dem Begriff „Solidarität“: Grundlage ist Verbindendes, etwa die Zugehörigkeit, zu einer Kirche oder einem Verein – gemeinsame Überzeugungen, politische oder religiöse. Solidarität beinhaltet das Einbringen eigener Fähigkeiten aber auch die Erwartung, von der Gemeinschaft etwas erhalten zu können: „Einer für alle – alle für einen“.
Solche Solidarität hat verschiedene Eigenarten: Das Treffen zweier Mühldorfer in Mühldorf ist nichts besonderes, das Treffen zweier Mühldorfer im Kaukasus aber schon. Auch der Zusammenhalt von allen Mitarbeitern einer Firma in Krisenzeiten ist so ein Ausdruck der Solidarität. Jede Gesellschaft braucht Solidarität, besonders die Familie. Sie ist absolut notwendig für jede Gemeinschaft. Solidarität macht uns sensibel für das, was wir und andere brauchen. Daß leistungsfähigere Menschen für schwächere eintreten müssen, ist eine Grundvoraussetzung für gelebte Solidarität. Wer das nicht verstanden hat, dem sprach Professor Baumgartner den Begriff „Liebe“ von vornherein ab!
Solidarität ist aber nicht zu begrenzen und geht weit über unsere Bereiche hinaus. Letztlich geht es um eine weltweite Solidargemeinschaft. Begrenzt man die Solidarität, entsteht Gruppenegoismus! Nur der Blick über den eigenen Horizont auf das Gesamte bedeutet Solidarität.
Solidarität endet auch nicht gegenüber Behinderten und straffällig gewordenen.
„Gerechtigkeit“ bedeutet, daß man dem anderen das gibt, was ihm gehört. Man gibt also nicht von sich selbst, sondern das, was ihm gehört und worauf er Anspruch hat. Das kann man in Gesetzform bringen. Alle anderen Tugenden: Barmherzigkeit, Großmütigkeit, Freigiebigkeit, Großzügigkeit kann man nicht in Gesetzform gießen – eine große Tragik!
Wir schulden dem anderen Gerechtigkeit und schenken alles andere. Man könnte es auch „Liebe“ nennen, wobei niemand Anspruch auf Liebe hat.
Auch wenn wir Gerechtigkeit üben, verlangen wir mehr, etwa Barmherzigkeit. Man kann den Zusammenhang zwischen beiden auf eine einfache Formel reduzieren: Gerechtigkeit ohne Barmherzigkeit ist Grausamkeit! (1:48:28:07) Umgekehrt gilt: Barmherzigkeit ohne Gerichtigkeit ist die Mutter der Auflösung. So kann man keine Gemeinschaft mehr bilden. Die Gerechtigkeit ist also die Basis einer Gemeinschaft, die, um zu gelingen aber wesentlich mehr braucht. Weil heute Zeit Geld ist, geben dieses „Mehr“ vor allem ehrenamtlich Aktive. Wieviel Kraft Ehrenämter kosten, wissen alle Zuhörer, wieviel sie geben allerdings auch. Ehrenämter beruhen also auf der Kultur des freiwilligen Schenkens ohne etwas zu erwarten. Dies in eine künftige Generation zu transportieren ist Aufgabe eine Aufgabe dieses Arbeitskreises.
Das Gesagte untermauerte Professor Baumgartner mit mehreren Beispielen, etwa einem Krankenpfleger, dem man nicht vorschreiben kann, daß er dem Patienten außer den Pflegeleistungen Zeit schenken und Zärtlichkeit erweisen muß.
Der fundamentalste Grundwert ist aber die „Freiheit“, also die freie Selbstbestimmung des Menschen. Wir leben in einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung, die aber Grenzen hat. Er bezog sich auf die Aussage eines Kollegen, der feststellte, daß der Staat die freiheitliche Grundordnung nicht selbst garantieren kann. Darin liegt ein großes Risiko. (O-Ton 1:58:09:10 – Als freiheitlicher Staat kann er nur bestehen... reguliert.)
Es hängt also alles davon ab, was jeder einzelne mit der Freiheit macht, die ihm der Staat anbietet.
Würde der Staat versuchen, die Freiheit zu garantieren, müßte er selbst die Freiheitlichkeit aufgeben. Der Staat kann also die Freiheit gewähren, Kinder zu bekommen oder nicht. Er kann es aber niemandem vorschreiben. Der Staat kann die Gesellschaft nur ordnen, sie aber nicht machen.

Man muß auch prüfen, ob man von formaler oder von realer Freiheit spricht. Es gibt etwa im Grundgesetz die „Unverletzlichkeit der Wohnung“. Trifft das auch auf jemanden zu, der unter der Isarbrücke lebt? Es geht also nicht nur darum, Freiheit zu gewähren, man muß auch die Möglichkeit schaffen, daß man die Freiheit überhaupt gebrauchen kann.
Frei ist auch ein Arbeitsplatzsuchender. Man muß allerdings unterscheiden, ob der Bewerber hoch begabt ist oder nur mit Mühe seinen Hauptschulabschluß geschafft hat. Hat er eine reale Freiheit oder wird er irgendwann gezwungen sein, die Arbeit anzunehmen, die sich ihm bietet?
Viele Menschen brauchen also Hilfe um von ihren Freiheiten Gebrauch machen zu können.
Die Freiheit drängt zum Nachdenken über die Solidarität. Das eine ohne das andere funktioniert nicht. Man muß den Menschen Chancen eröffnen, die ihnen die Freiheit ermöglichen, planen zu können. Man muß auch aufpassen, daß man nicht die Freiheit der einen ausweitet zu Lasten der Freiheit anderer. So erhalten Arbeitgeber durch befristet beschäftigte Mitarbeiter mehr Planungsfreiheit während die des befristet beschäftigten Mitarbeiters eingeschränkt wird. Eine kaum akzeptable Verschiebung, auch wenn man die Interessen beider Seiten genau betrachten muß.
Professor Baumgartner nannte es einen Grenzfall der freiheitlichen Ordnung, wenn ein Bürger durch alle juristischen Instanzen die Entfernung von Kreuzen in Klassenzimmern erkämpft. Hier wird die Religionsfreiheit mißbraucht und der freiheitliche Staat beinahe ad Absurdum geführt, weil es zum Freiheitsrecht ein pendant geben müßte: Die Moral der Toleranz!
Toleranz ist keineswegs harmlos und wirkt immer in zwei Richtungen. Wenn wir Toleranz fordern, müssen wir auch tolerant sein. Trotzdem kann man nicht alles unter den Begriff der Toleranz kehren, da kommt man leicht an die Grenzen der freiheitlichen Grundordnung.
Mehr wollte Professor Baumgartner den Zuhörern nicht zumuten, die über eine Stunde aufmerksam zugehört hatten. Man hätte buchstäblich die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören.
Sprachlos und voller Gedanken war auch Roswitha Mayerhofer, die sicher war, in den folgenden vier Wochen sich auf kein Buch konzentrieren zu können, ohne abzuschweifen und über Professor Baumgartners Worte nachdenken zu müssen. Sie dankte ihm für seine Freigebigkeit. Sie und Siegfried Höpfinger überreichten abschließend Professor Baumgartner eine kleine Wegzehrung als Dankeschön und als Erinnerung an diesen Abend.
In der folgenden Diskussion hatten die Zuhörer die Möglichkeit, das Gehörte zu Vertiefen.

19 Ehrenzeichen des Bundespräsidenten für Hilda Pieschl und Erika Rahnsch - Ehrenkreuz für Mitglieder des BRK und weitere Bürger ehrte Landrat Georg Huber 8:10
Ins Nebenzimmer der Hubertusstuben lud Landrat Georg Huber ein, um verdiente Mitarbeiter zu ehren. Zunächst begrüßte er die Bürgermeister Siegfried Klika aus Waldkraiburg und Franz Ehgartner aus Obertaufkirchen.
Als erste würdigte er Hilda Pischel, die 1951 Gründungsmitglied des Vereins „Heimatlandschaft Adlergebirge“ war, und seit 1968 Geschäftsführerin des „Vereins der Adlergebirgler eV“ und der „Adlergebirgsstube“ ist, die einen Einblick in die Arbeitswelt dieser Region zwischen 1950 und 1940 bietet. Seit 1968 hat sie ein Archiv aufgebaut und eine Zeitschrift für Adlergebirgler in aller Welt herausgegeben. Seit über 4 Jahrzehnten ist sie so für den Erhalt des Andenkens an ihre Heimat aktiv. Archiv und Heimatstube haben inzwischen überregionale Bedeutung erlangt und machen Waldkraiburg weithin bekannt.
Erika Ransch setzte sich über Jahrzehnte für das Schicksal von Heimatvertriebenen ein. Seit Anfang der 80er Jahre arbeitet sie im Heimatarchiv in Waldkraiburg und gehörte somit zu den ersten. Die Sammlung wuchs rasch an und mußte schon Anfang der 90er Jahre neue Räume im Haus der Kultur umziehen. Ende der 90er Jahre investierte sie viel Zeit und Mühe in den Aufbau des Glasmuseums. 1985 war sie Gründungsmitglied der Patenschaften mit den ehemaligen Bewohnern in Haida und Duba. Außerdem war sie Gründungsmitglied und Geschäftsführerin des „Fördervereins Stadtmuseum Waldkraiburg eV“. Dort ist sie noch heute die größte Stütze des Vereins. Darüber hinaus ist sie als Redakteurein für die Schriftenreihe „Unser Waldkraiburg“ eifrig dabei. Seit 2003 leitet sie die Heimatgruppe „Oberland-Niederland“. Durch ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit hat sie sich große Verdienste für Waldkraiburg und den Landkreis erworben.
Landart Georg Huber erinnerte an das Schicksal der Vertriebenen, die sich nach dem Krieg aus kleinsten Anfängen eine neue Heimat hatten aufbauen müssen. Nur wer das erlebt hat, kann verstehen, was diese Leute durchgemacht haben und was sie geleistet haben. Ganz Waldkraiburg ist so enstanden. Den Zusammenhalt und die Wärme, die nötig waren, um gemeinsam diese großartige Aufbauleistung vollbringen zu können, kann man in Waldkraiburg jederzeit spüren.
Diese Gemeinschaft leben die Waldkraiburger noch heute. Ganz im Gegensatz zu anderen Teilen der Gesellschaft, wo Wohlstand dazu geführt hat, daß Mitmenschlichkeit und Gemeinsinn abhanden gekommen sind. Dieses Erbe zu bewahren ist eine große Aufgabe, die Landrat Huber hoffte, auch weitergeführt wird. Mit ihrem Erlebten wären sie aber auch eine Mahnung für andere, die ohne solche Erlebnisse leicht versucht sind, mit den Grundwerten unserer Gesellschaft zu zündeln.
Er drückte seine Hoffnung aus, daß sie trotz ihres Alters weiter so aktiv für die Gesellschaft wirken, und bat Bürgermeister Klika, dafür zu sorgen, daß die Erinnerung erhalten und wach bleibt.
Landrat Georg Huber verlas die Urkunde von Bundespräsident Christian Wulff. (O-Ton)
Er überreichte Hilda Pischl das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Auch Frau Erika Ransch überreichte Landrat Huber Urkunde und Bundesverdienstkreuz.
Zur Verdienstmedaille für Verdienste um die ländliche Entwicklung, die er schon erhalten hatte, beglückwünschte Landrat Huber dann Michael Oberplöderl, der großen Anteil an der Flurneuordnung und der Neuausrichtung von über 100 km Wegen in Oberornau hatte. Das war nur möglich, weil er sich in seiner Heimatgemeinde sehr großer Beliebtheit erfreut, wozu auch beitrug, daß er von 1972 bis 2000 Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr war. Schon im November vergangenen Jahres wurde er deshalb mit der Staatsmedaille ausgezeichnet. Landrat Huber würdigte ihn als leuchtendes Beispiels für vorbildliches ehrenamtliches Engagement. Besonders beim Thema „Flurbereinigung“, das so viel Konfliktpotential enthält. Er gratulierte Michael Oberplöderl und überreichte ihm eine Flasche Landkreis-Sekt.
Weiter ehrte Landrat Huber langjährige Mitglieder des Bayerischen Roten Kreuzes. 25 und 40 Jahre Mitgliedschaft hört sich zwar gut an, beschreibt aber nicht, wieviel Zeit und auch Geld in diesen Jahren steckt. Diesen Aufwand will heute kaum mehr jemand auf sich nehmen, um so mehr, als man dabei oft auch noch Kritik und Besserwisserei ausgesetzt ist. Das trifft auf alle Vereine und Hilfsorganisationen gleichermaßen zu. Meistens sieht man diese Kritiker dann nicht, wenn es darum geht, verdienten Mitgliedern „Danke“ zu sagen, womit er darauf anspielte, daß kein offizieller Vertreter des BRK gekommen war. Landrat Huber wünschte sich und den Geehrten, daß sie trotzdem den Menschen weiter in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen. Ohne ihr ehrenamtliches Engagement geht es nämlich gar nicht. Er hoffte auf eine weiterhin gute Zusamenarbeit mit den Gemeinden, den Bürgermeistern und den Bürgern im Landkreis.
Das Ehrenzeichen des Bayerischen Roten Kreuzes für 40-jährige ehrenamtliche Tätigkeit überreichte er dann Eduard Neugebauer aus Waldkraiburg und Alois Schwarzenböck aus Haag. Maria Märkl aus Kraiburg war zur Ehrung nicht erschienen.
Das Ehrenzeichen für 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit erhielt Hermann Bernstätter aus Reichertsheim, André Petersen aus Rechtmehring, sowie Anna und Erwin Wimösterer aus Taufkirchen.
Landrat Georg Huber verlas die Urkunde für die 40-jährige Tätigkeit: (O-Ton)
Er erhielt Urkunde und das Ehrenzeichen am Bande.
Auch Alois Schwarzenböck erhielt Urkunde und Ehrenzeichen am Bande.
Nun ehrte Landrat Huber für 25 Jahre Tätigkeit: (O-Ton)
Nun für André Petersen - - - für Erwin Wimösterer - - - - und seine Frau Anna.
Die Geehrten erhielten zudem eine Flasche Landkreissekt und die Damen einen Strauß Blumen.
Seit er Landrat ist, setzte Georg Huber fort, hat er noch nie so erfolgreiche Ausbildungsabsolventen ehren können wie Theresia Striegl und Maximilian Helldobler. Die beiden gehören zu den 213 besten Ausbildungsabsolventen in der Bundesrepublik Deutschland. Sie wurden Ende vergangenen Jahres in Berlin besonders ausgezeichnet. Er gratulierte zu diesen außergewöhnlichen Ergebnissen und wünschte für ihre berufliche und private Zukunft alles Gute, viel Erfolg und Gottes Segen.
Theresia Striegl hat ihre Ausbildung zur Reisekauffrau mit „sehr gut“ und damit als beste Auszubildende in ganz Oberbayern abgeschlossen.
Maximilian Helldobler schloß seine Ausbildung zum Industriekeramiker mit „sehr gut“ ab und war so der beste Ausbildungsabsolvent in diesem Beruf in Deutschland. Landrat Huber gratulierte beiden und überreichte Blumenstrauß und Landkreissekt.
Wir schließen uns den Glückwünschen an und wünschen ebenfalls alles Gute und Gottes Segen für ihr weiteres Wirken.
20 Gedenkstunde für die Deportation von Deutschen nach Rußland zur Zwangsarbeit 1945 8:00
Georg Ledig, die Banater Schwaben und die Siebenbürger Sachsen hatten eingeladen und zahlreiche Vertreter der Vertriebenenverbände waren teils von weit her gekommen, unter ihnen zahlreiche Zeitzeugen. Die Kapelle der Banater Schwaben eröffnete die Gedenkfeier.
Der Januar 1945 war ein schwerer Schicksalsmonat für viele Deutsche in Südosteuropa begann Georg Ledig. Viele von ihnen wurden in diesem Monat auf schlimme Art zu schwerster Zwangsarbeit nach Rußland deportiert. Die letzten Überlebenden kehrten erst im Dezember 1945 nach Rumänien und nach Deutschland zurück. Viele ertrugen die Strapazen nicht und fanden ihre letzte Ruhestätte in den Friedhöfen der dortigen Lager.
Georg Ledig dankte der Stadt Waldkraiburg für das Mahnmal der Vertreibung, das seit Oktober 2006 an dieses Unrecht erinnert, das keineswegs ein Phänomen der Vergangenheit ist, wie die Nachrichten beinahe täglich berichten. Er lobte die gute Zusammenarbeit der Vertriebenenorganisationen in Waldkraiburg und der Stadt, die es damals möglich gemacht hatte, das Mahnmal zu enthüllen.
Nach einer weiteren musikalischen Einlage erinnerte der Vorsitzende des Landesverbandes der Banater Schwaben Peter-Dietmar Leber an die Leiden, die die Deportierten ertragen mußten. Er zitierte Zeitzeugen, die berichteten, daß sie in Rußland Hunger, Mißhandlung, schwerste Zwangsarbeit und Krankheiten zu erdulden hatten. Viele Deportierte verdrängten die Erinnerung an diese Zeit jahrelang.
Keinen Unterschied machten die Schergen bei der Auswahl ihrer Opfer. Ob jung oder alt, Mann oder Frau, sie nahmen alle mit. Sie rissen Familien auseinander, zerstörten Gemeinschaften, bauten Lager mit Stacheldraht und Wachposten.
Aber nicht nur aus dem Banat, auch aus Ungarn und Serbien und der Tschechoslowakei deportierten sie die damals rechtlosen Deutschen und brachten sie nach Rußland. Er beschrieb die Vorgänge damals. Heute erinnert kaum mehr etwas daran. Die Lager in Rußland wurden abgerissen, die Gräber eingeebnet. Nur wenigen ist es seit dem Fall des eisernen Vorhangs gelungen, ein Holzkreuz oder eine Gedenktafel aufzustellen.
Von den mehr als 70.000 Deutschen, die aus Rumänien deportiert worden waren, kehrten bis Anfang der 50er Jahre etwa 55.000 zurück. 15.000 überlebten die Deportation nicht. Für alle blieb es eine traumatische Erfahrung - bis heute.
In Rumänien durfte darüber nicht gesprochen werden und in Deutschland dominierten andere Themen. Erst 1995 fand eine Gedenkveranstaltung statt. Erst damals begann die Aufarbeitung dieser Vorgänge, die bis heute nicht abgeschlossen ist.
Heimatpfarrer Peter Zillich bat für die Verstorbenen und segnete die Lebenden.
Im Gedenken an die Verstorbenen Deportierten legten zwei Trachtenpaare einen Kranz am Mahnmal nieder.
Vertreibung und Deportation, also jemanden seiner Rechte zu berauben und ihn dann vor die Tür zu setzen sind das größte Unrecht, das man einem Menschen antun kann, stellte Bürgermeister Siegfried Klika fest. Die Stadt Waldkraiburg hat hier den besonderen Auftrag aus ihrer eigenen Geschichte. Deshalb ist er stolz, zusammen mit den Verbänden und dem Stadtrat einig gewesen zu sein, dieses Mahnmal aufzustellen. Es zeigt bewußt keine bestimmte Art der Vertreibung, weil Vertreibung noch heute geschieht. Die Erlebnisgeneration hat aber den Auftrag, den jungen Menschen immer wieder vor Augen zu führen, daß Vertreibung Unrecht ist und nicht geduldet werden darf. Er freute sich deshalb darüber, daß die Banater Schwaben und die Siebenbürger Sachsen den Jahrestag zum Anlaß genommen haben, an die Vertreibung zu erinnern.
Auch Landrat Huber dankte den Verbänden für das Erinnern. Das Mahnmal hat für ihn eine starke Bedeutung, weil die geschundene, entwurzelte Gestalt zeigt, wie wichtig es ist, den Menschen wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Das gerät heute leider allzu oft in den Hintergrund und wird von andern Themen überwuchert. Da dient so ein Tag der Einnerung der Besinnung. Daß in Waldkraiburg der Mensch im Mittelpunkt steht, das merkt man, wenn man in die Stadt hineinfährt. Es herrscht hier ein offenes freundliches Klima. Hier wissen die Menschen, daß „Heimat“ nur gelingt, wenn man sich ausspricht und Mißverständnisse gemeinsam klärt. Nur so kann soziale Wärme entstehen.
Landrat Huber wünschte sich, daß die Vertreter aus Waldkraiburg sich weiterhin für die Menschenrechte einsetzen und so über die Stadtgrenzen und den Landkreis hinaus Zeichen setzen. Daß sie mithelfen, das Bewußtsein der Menschen zu schärfen und so latenten Gefahren vorbeugen. Für diese Anstrengungen dankte er ihnen sehr.
Die Gedenkstunde schloß die Kapelle der Banater Schwaben.
21 Neu bei der Kreisklinik: Zertifizierung als Traumazentrum für Schwerverletzte 6:45
Kreisklinik-Geschäftsführer Heiner Kelbel begrüßte die Gäste zur ersten Pressekonferenz des neuen Jahres und kündigte an, es wird nicht die letzte sein. Sie haben große Pläne im neuen Jahr deshalb gleich im Januar begonnen. Die Klinik hatte sich schon im vergangenen Jahr entschlossen, am Netzwerk München/Oberbayern-Nord teilzunehmen, in dem zertifizierte regionale Traumazentren zusammengeschlossen sind. Die Kreisklinik mußte hohe Anforderungen erfüllen und sich Auditieren lassen um die Zertifizierung zu erreichen. Er dankte allen Mitarbeitern, die an den Vorbereitungen dazu beteiligt waren.
Chefarzt Dr. Stephan Trabhardt erläuterte, es ist durchaus erwähnenswert, daß die Kreisklinik erfolgreich auditiert wurde und nun zertifiziert werden kann – auch wenn das bei der Fülle der Zertifizierungen in den letzten Monaten schon alltäglich zu sein scheint. Jede Zertifizierung bringt aber nicht nur eine neue Urkunde sondern auch externe Beobachtung und damit die Chance Schwachstellen zu entdecken, zu eliminieren und so die Qualität zu verbessern.
In der Traumachirurgie geht es um die Versorgung von Schwerverletzten. Die optimale Versorgung kann nur gewährleistet werden, wenn für jeden Patienten entsprechende Möglichkeiten angeboten werden können. Um dies zu erreichen hat man „Trauma-Zentren“ eingerichtet. Jedes teilnehmende Haus übernimmt dabei einen Aufgabenbereich: Die einen sind Basisversorger, die anderen regionale Traumazentren, hierzu gehört die Kreisklinik Mühldorf - und die überregionalen Versorger, in unserem Fall die Großkliniken in München. Alle zusammengenommen sind das Trauma-Netzwerk München/Oberbayern-Nord.
Der aufwändige Prozess, den die Klinik durchlaufen hat, und der zur Auditierung und zur künftigen Zertifizierung geführt hat, konnte nur abgeschlossen werden, weil hier Fachärzte mitarbeiten, die die Klinik selbst nicht bieten kann, etwa Neurochirurgen. Dabei geht es nicht in erster Linie darum, neurochirurgische Eingriffe vorzunehmen, sondern darum, eine fachgerechte Diagnose per Telemedizin mit Kollegen in entfernten Häusern zu stellen und dann die richtige Behandlung einzuleiten.
Da viele schwere Verletzungen aus Arbeitsunfällen resultieren, nimmt die Kreisklinik auch an den berufsgenossenschaftlichen Schwerverletztenprogrammen teil.
Eine weitere Maßnahme ist die Schulung der Mitarbeiter für eine optimale Versorgung von Schwerverletzten.
Mit diesem Netzwerk, der Auditierung und der zukünftigen Zertifizierung bietet die Kreisklinik eine neuerliche Verbesserung der medizinischen Versorgung der Bevölkerung im Landkreis und darüber hinaus.
Kreiskliniken Chefarzt Dr. Wolfgang Richter dankte zunächst Dr. Stefan Trabhardt für seine Initiative und den Mitarbeitern für die viele Arbeit, die zum Bestehen des Auditings nötig war.
Auch wenn der Eindruck entstehen könnte, es geht hier doch nur um die nächst Urkunde an der Tür, so wollte er doch erläutern, was es bedeutet, sich eine Zertifizierung zu erarbeiten. Es ist schlicht die Prüfung dessen, was die Klinik anbietet, durch externe Fachkräfte. Also eine Qualitätssicherung und der Nachweis geprüfter Qualität. Man könnte es mit dem TÜV beim Auto vergleichen.
Trotzdem können Fehler passieren. Die Kreisklinik versucht aber, auch durch die Zertifizierungen, diese so gut es nur geht auszuschließen. Ein sehr wertvoller Aspekt.
Auch der Begriff „Netzwerk“ ist im Bezug auf die Kreisklinik Mühldorf Alltag. Seit Jahren berichtet die Kreisklinik über viele neu gegründete Netzwerke.
Daß das absolut nicht Normalität ist, zeigte eine Einladung, die ihn kürzlich nach Hamburg führte, um dort vor Fachpublikum über die Netzwerke zu berichten, in denen die Klinik Mühldorf arbeitet. Es zeigte sich, daß die Klinik Mühldorf den anderen um Jahre voraus ist. Die Art, wie die Klinik Mühldorf mit den Fachärzten kooperiert, ist wesentlich weiter fortgeschritten, als anderswo. Ein Verdienst der Mitarbeiter an der Klinik in Mühldorf.
Daß das Konzept aufgeht, zeigt die steigende Zahl der Patienten und auch der wirtschaftliche Erfolg, und daß das so weitergehen wird, das versprach Chefarzt Dr. Wolfgang Richter.
Für ihn ist das bereits Normalität, stellte Landrat Georg Huber fest. Es resultiert aus der Patientenorientierung, die die Klinikleitung 2003 beschlossen hatte. Es hat sich inzwischen bei niedergelassenen und bei Fachärzten aber auch bei Notärzten und Sanitätern herumgesprochen, daß hier bestmögliche Qualität geboten wird. Sogar die Berufsgenossenschaften haben das erkannt, die sehr genau prüfen, wohin sie ihre Patienten schicken.
Landrat Huber ist stolz auf seine Mitarbeiter, weil es hier das Interesse ist, den Patienten bestmöglich zu versorgen. Stolz ist er auch, mitteilen zu können: (O-Ton 2:08:23:00 – wir haben 2010 schwarz abgeschnitten!) und das, obwohl hier permanent in das Personal investiert wird.
Der eingeschlagene Weg der Kooperationen und Netzwerke ist der richtige!
Die Kreisklinik wird in den kommenden Jahren weiter in das Gesundheitszentrum investieren und das Haus voranbringen. Die Politik wird diese Entwicklung stabil begleiten und gemeinsam wird man das Vertrauen der Bevölkerung halten und so bestmögliche Versorgung bieten.
Nachdem Heiner Kelbel begonnen hat, diese Termine zu nummerieren, sind wir schon neugierig, wie viele heuer noch folgen werden. Zunächst aber gratulieren wir zur anstehnden Zertifizierung und freuen uns über die abermals verbesserte Versorgung der Bevölkerung im Landkreis
22 Wie könnte man die Lederergasse in Mühldorf beleben? Ist Passau ein Beispiel? 8:40
Gut besetzt war der Haberkasten in Mühldorf, als Bürgermeister Günther Knoblauch die Absicht vorstellte, die Seitengassen zu beleben und neu zu gestalten. Wie das gehen kann, sollte Christiane Kickum am Beispiel der Klingergasse und der Ludwigstraße in Passau erläutern. Er bemerkte mit Blick auf das Luftbild von Passau: Wenn man auf die Dreiflüsse-Stadt blickt, ist klar, eigentlich müßte der Fluß unterhalb von Passau ja „Inn“ heissen! Er dankte dem Ausschuß „Immobilienstammtisch“ der Arbeitsgruppe „Innenwirkung“ der „Stadtgespräche“ für die Möglichkeit, dieses Thema in Angriff zu nehmen, freute sich auf den Vortrag und erhoffte sich Impulse für die Immobilienbesitzer und die Geschäftsleute aus den Seitengassen.
Franz Wastlhuber hatte den Immobilienstammtisch zusammen mit Max Reichert initiiert. Er freute sich über den zahlreichen Besuch und übergab das Wort an Stadtgespräche-Moderator Thomas Lepping.
Die Zeit seit dem ersten Immobilienstammtisch im April haben die Organisatoren dazu genutzt, die damals erstellte Wunschliste zu analysieren und die Themen anzugehen, begann Thomas Lepping. Die Stadtgespräche hätten im neuen Jahr mit frischem Wind begonnen, freute er sich über die zahlreichen Teilnehmer.
Natürlich soll es hier beim „Stammtisch“ bleiben. Deshalb soll der Vortrag von Frau Kickum nur ein Anstoß sein und die Einleitung zur späteren Diskussion bilden. Diese Diskussion soll und kann nach Ende der Veranstaltung nicht zu Ende sein, sondern erst richtig beginnen. Max Reichert und Markus Luczay stehen allen Immobilieninhabern und Geschäftsleuten als Ansprechpartner zur Verfügung. Auch Stadtverwaltung und Landratsamt sollen aktiv eingebunden werden. Dabei geht es auch darum, Fördermittel für die Neugestaltung zu erhalten. Bis zu einem weiteren Immobilienstammtisch im Frühjahr wollen die Organisatoren mit allen Anliegern Kontakt aufnehmen und persönliche Gespräche führen.
Christiane Kickum schmunzelte zunächst, ihr Lebenslauf wäre eher langweilig: In Passau geboren, in Passau studiert und seither arbeitet sie in Passau. Von 2000 bis 2008 war sie Vorstand des Vereins „City Marketing Passau e. V.“ – kurz „CMP“ und seit 2008 ist sie dessen Geschäftsführerin. Zu ihrem Verein gehören 200 Immobilieninhaber, Geschäftsinhaber und Gastronomen. Als privater Verein finanzieren die Mitglieder die Aktivitäten und werden von der Stadt Passau unterstützt.
In den zurückliegenden Jahren haben die Mitglieder der CMP die Ludwigstraße, also die Hauptstraße in der Altstadt von Passau und eine Seitengasse, die Große Klingergasse neu gestaltet. Wären beide Straßen nicht Fußgängerzone, könnte man sie mit dem Mühldorfer Stadtplatz und der Ledererstraße vergleichen.
Die Neutgestaltung von Ludwigstraße und Großer Klingergasse orientierte sich an der Initiative „Leben findet Innenstadt“ der Obersten Baubehörde des Bayerischen Innenministeriums.
Da es nicht ausreicht, die Straßen zu sanieren, konzentrierte man sich auf diese vier Bausteine – berichtete Christiane Kickum. Neben der Neugestaltung der Straßen sollte ein interessanter Branchenmix die Geschäftstätigkeit beleben. Die Straßen sollten für Kinder interessant sein und schließlich sollte auf die Bedürfnisse der Betriebe eingegangen werden.
Diese vier Bausteine beschrieb Christiane Kickum dann näher:
Seit 1975 gibt es die Fußgängerzone in Passau, die damit eine von Bayerns ältesten Fußgängerzonen ist. Sie umzugestalten war nicht so einfach. Die damaligen hochmodernen Gestaltungselemente und auch die Ausrichtung waren nicht mehr zeitgemäß. Die Große Klingergasse wurde vom Untergrund aus saniert. Dort war damals noch eine Asphaltdecke vorhanden. Auch der Denkmalschutz redete ein bedeutendes Wort mit.
Nun wurde nicht nur neues Mobiliar angeschafft sondern Straßen und Plätze auch durch Pflanztröge mit winterfesten Pflanzen begrünt.
Ludwigstraße und Große Klingergasse wurden gleich gestaltet. Wichtig war die Beleuchtung: Die alten Kugellampen ersetzen jetzt Leuchten, die die gegenüberliegenden Fassaden anstrahlen. Nach 22 Uhr erhellt eine normale Straßenbeleuchtung diesen Bereich.
Die drei Flüsse in der Stadt reflektiert ein Brunnen. Er ist gleichzeitig Treffpunkt und Spielplatz für Kinder. Um Kindern den Aufenthalt zu verschönern wurden Spielgeräte aufgestellt.
Um die Finanzierung kämpfte sie fünf Jahre lang. Nur durch Beteiligung aller Anlieger konnten die Maßnahmen realisiert werden, die insgesamt 1,2 Millionen Euro verschlangen. 50% davon trug die Stadt Passau zusammen mit dem Freistaat, der hierfür Mittel aus der Städtebauförderung bereitstellte.
Das hohe Ziel, alle Hauseigentümer zum Mitmachen zu bewegen, erreichte sie in einem halben Jahr harter Arbeit. In dieser Zeit lernte sie viele Wohnzimmer kennen und trank jede Menge Kaffee.... 
Sie hatte aber gute Argumente, weil in beiden Straßen sehr viel Verkaufsfläche ist, und das gesamte Gebiet tot wäre, wenn hier nichts gemacht worden wäre.
Sie erläuterte, wieviele verschiedene Gruppen zusammenwirken mußten, um zum Ziel zu kommen.
Nach Abschluß der langen Vorbereitung konnte in Passau Anfang 2006 mit der Umsetzung begonnen werden. Während der Bauphase wurden die Anlieger immer mit eingebunden.
Schon nach zwei Jahren Bauzeit wurde der Umbau 2009 mit einem großen Fest eingeweiht.
Auch nach der Neugestaltung widmet sich die City-Marketing-Passau zahlreichen Aufgaben, die Christiane Kickum in dieser Tabelle aufgelistet hat. Sie erläuterte diese Aufgabenfelder, die sich in drei Kathegorien teilen lassen: „Mitgliederbetreuung“, „Vermarktung des Standortes“ und „Strategische Aufgaben“.
Dabei leistet der Verein viel für die eigenen Miglieder. Von der Beratung bis zu Weiterbildungsveranstaltungen und Schulungen reicht dieses Spektrum.
Breit ist auch der Bereich „Vermarktung des Standortes“ aufgestellt, der von zielgruppenspezifischen Veranstaltungen wie etwa Gassenfeste bis hin zu überregionalen Werbeaktionen geht. Die langfristige Entwicklung des Standorts versteht Christiane Kickum unter „strategische Aufgaben“. Hierunter fällt das vorausschauende und vorausplanende Flächenmanagement genau so wie der Erhalt des Branchenmixes, der Attraktivität der Geschäfte, die Weihnachtsbeleuchtung, die Sauberhaltung der Stadt und viele andere Themenfelder.
All das wäre nicht möglich, ohne das Vertrauen der Anwohner und ein breites Netzwerk, das sie sich in vielen Jahren erarbeitet hat. So ist ihr Verein in allen Gremien vertreten, die im weitesten Sinn ihre Interessen tangieren, von der IHK bis zum Fremdenverkehr, der in Passau eine wichtige Rolle spielt.
Mit allem einher geht die ständige Kontrolle des Erreichten und die Entwicklung neuer Aktivitäten.
In einer längeren Diskussion würdigten viele Teilnehmer die Ergebnisse der Arbeit der CMP in Passau, stellten aber auch fest, daß die Voraussetzungen in Mühldorf gänzlich anders sind. Durch die Mühldorfer Gassen fließt der Auto-Verkehr, sie sind wesentlich enger und bieten deshalb weniger gute Voraussetzungen für eine Umgestaltung und Belebung nach dem vorgestellten Vorbild. Bürgermeister Günther Knoblauch stellte abschließend fest, das Beispiel „Passau“ sollte lediglich die Art und Weise aufzeigen, wie man dieses Thema in Angriff nehmen kann. Wie man die Gassen in Mühldorf beleben kann, das sollen die Mitglieder des Immobilienstammtisches in den nächsten Monaten erarbeiten. Er lud alle Anlieger und Geschäftsleute ein, daran mitzuarbeiten. Er dankte Christiane Kickum für ihren Vortrag mit einem Strauß Blumen.
Das Ziel wäre – stellte Bürgermeister Knoblauch abschließend fest - 2011 die Planungen fertigzustellen, wie die Lederergasse umgestaltet werden kann. Bis zum nächsten Immobilienstammtisch im Frühjahr könnten hierzu schon erste Ideen vorliegen. Wir sind gespannt, wie’s weitergeht.
23 Netzsch sucht neue Auszubildende - Im Kino 4:00
In den Saal 2, den größten im Cinewood in Waldkraiburg lud die Netzsch Mohnopumpen GmbH ein, um das Projekt vorzustellen. Eine Luftaufnahme eines Werks in Waldkraiburg sorgte für die richtige Kulisse, als Geschäftsführer Felix Kleinert die Absichten erläuterte, die Netzsch mit dem Werbevideo verfolgt.
Von den weltweit 2.400 Mitarbeitern arbeiten etwa 450 und davon 38 Auszubildende am Standort Waldkraiburg und stellen ein Produkt her, das sowohl in der Herstellung als auch im Verkauf hohe Kompetenz erfordert. Die besten Erfahrungen haben sie in den zurückliegenden Jahren mit eigenen Mitarbeitern gemacht. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, hat sich Netzsch entschlossen, die Ausbildungsaktivitäten zu intensivieren. Das erscheint vor dem Hintergrund des demographischen Wandels mehr als dringend. Man wollte einen neuen Weg gehen, um qualifizierte Bewerber anzusprechen. Anstatt eine Zeitungsanzeige zu schalten, will man versuchen, die neuen Medien zu nutzen, das ist einerseits der Film und das Kino und andererseits das Internet.
Bei der Wahl des Dienstleisters für die Erstellung des Werbespots stand der Gedanke Pate, junge Menschen für junge Leute arbeiten zu lassen. Junge Filmemacher wüßten am besten, wie sie junge Ausbildungsplatzsuchende ansprechen und motivieren können, sich für einen technischen Beruf zu bewerben. So kamen sie auf Sandra Pennington, die in London an der Royal Holloway University Film-Media und Arts studiert. Da arbeitet eine Auszubildende für künftige Auszubildende. Sie haben sich zufällig in einem Cafe in Mühldorf getroffen und sind genau so zufällig darauf gekommen, dieses Thema in Angriff zu nehmen. (ALLES ROTARIER! – solltest mal ihren Lebenslauf lesen!!!) Nach viel Vorarbeit seit Oktober 2010 kann nun mit der Umsetzung begonnen werden.
Personalleiter Hans-Peter Rostan erklärte, Mitarbeiter, die das Unternehmen kennen und wissen, wie es „tickt“, kann man nicht einkaufen. Nur eigener Nachwuchs, der im Lauf der Ausbildung alle Abteilungen durchläuft, kennt die Struktur des Unternehmens und weiß, warum manche Abläufe so sind und nicht anders. Nur auf diesem Weg – denkt seine Firma – erhalten sie die bestmöglichen Mitarbeiter. Er nannte das Beispiel eines Mitarbeiters, der als technischer Zeichner begonnen hatte und nach verschiedenen Positionen – auch im Außendienst - nun als Abteilungsleiter Verantwortung trägt für ein neues Produkt.
Der neue Weg der Mitarbeiterwerbung hat zum Ziel, jungen Menschen aufzuzeigen, daß Netzsch zwar einerseits sehr viel verlangt, andererseits aber eine interessante Beschäftigung mit vielen Aufstiegs- und Fortbildungsmöglichkeiten bietet.
Sandra Pennington hatte sich nach ihrem Abitur entschlossen, in England zu studieren, weil sie dort bessere Chancen gesehen hatte. Ihr Konzept baut auf ein schnelles Video, das die Aufmerksamkeit der jungen Zuschauer fesselt und in Bildern und Musik Firma und Produkt vorstellt. So sollen die jungen Kinobesucher und Internetnutzer animiert werden, sich zu bewerben.
Felix Kleinert ergänzte, es sollen zwei Varianten des Videos erstellt werden: Ein 29-Sekunden-Spot und eine 4 bis 5-Minuten-Version, die in YouTube und auf der Firmen-Internetseite zu sehen sein wird.
Abschließend stellte Kinobetreiber Thomas Rahnert die neue Digitaltechnik des Kinos vor, für die die Zuschauer natürlich die 3D-Brille brauchten.
Nach der Vorstellung des Projekts gings gleich an die Arbeit: In den letzten Tagen drehten Sandra Pennington und ihr Team mit Kameramann Ryan March und Tonmann Mate Palla in Waldkraiburg. Geschnitten und vertont wird später in London.
Das Video soll im März fertig sein und dann vorerst im Kino in Waldkraiburg vor dem Hauptfilm zu sehen sein.

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