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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
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Das gab's 2011 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im März 2011 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
39
Wir gratulieren dem designierten Leiter der Bayer. Staatskanzlei Dr. Marcel Huber
3:00
09 04.03.11
Mühldorfs Ortsverbandsvorsitzender Georg Grundner begrüßte dem eben erst zum Staatsminister nominierten CSU Kreisvorsitzenden Dr. Marcel Huber, zweiten Bürgermeister Paul Schwarz, Fraktionsvorsitzende Ilse Preisinger-Sontag und die Stadträte der CSU-Fraktion, die Vorsitzenden FU und JU und besonders Stefan Lasner und die Mitgleider des Ortsverbandes Altmühldorf.
Tags zuvor war Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zurückgetreten. Georg Grundner drückte sein Unverständnis über das Vorgehen der Universität Bayreuth aus, die erst die Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg mit „suma cum laude“ bewertete und ihn jetzt als Betrüger bezeichnet. Würde ein Lehrer so agieren, würde man ihn zur Rechenschaft ziehen. Da wird offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen!
CSU Kreisvorsitzender Dr. Marcel Huber berichtete von den Ereignissen nach dem Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg. Gerade, als man sich über die Nachfolge von Siegfried Schneider und die damit verbundene Kabinettsumbildung geeinigt hatte, kam der Rücktritt dazwischen. Die CSU hatte nun in Berlin Posten neu zu besetzen. Weder Georg Fahrenschon noch Joachim Herrmann wollten nach Berlin wechseln. So rückte der Landesgruppenchef nach – Dr. Hans-Joachim Friedrich wurde Bundesinnenminister.
In München erhielt er selbst gegen 11 Uhr die Mitteilung, er werde Leiter der Bayerischen Staatskanzlei und Dr. Thomas Kreuzer sein Nachfolger als Staatssekretär im Kultusministerium. Noch kurz vorher war er als Umweltminister vorgesehen. (O-Ton ich hab keinen großen Widerstand geleistet..)
Auch wenn diese Aufgabe nicht ganz einfach werden wird, freut er sich für die ganze Region Südostbayern, nun erstmals einen Minister im Kabinett zu haben. Persönlich ist er stolz darauf, diese Arbeit für die Region an so einflußreicher Stelle leisten zu dürfen, bat aber schon gleich um Verständnis dafür, dass sie ihn viel mehr fordern wird, als bisher und er dadurch weniger in der Region präsent sein wird. Er beschrieb seine künftigen Aufgaben, die man so zusammenfassen könnte: Er muss dem Ministerpräsidenten den Rücken frei halten, damit der überall präsent sein kann, wo es nötig ist. Außerdem ist es künftig seine Aufgabe, die Medien zu bedienen, ein neues Tätigkeitsfeld für ihn, genauso wie die Betreuung der Bewerbung Südbayerns um die Olympischen Winterspiele 2018. Er meinte, er freue sich sehr auf die neuen Aufgaben und ist sehr motiviert.
Auf die Zusammenführung der beiden Ortsverbände Mühldorf und Altmühldorf eingehend, meinte Dr. Marcel Huber, es wäre eine sehr logische Konsequenz aus dem gemeinsamen politischen Tagesgeschäft. Wenn es in der Stadt schon lange keine Grenzen mehr gibt, muss auch die Politik zusammenwachsen. Auch wenn es schwierig ist, so traditionelle Ortsverbände zusammenzuführen, ist es nur von Vorteil. Dazu wünschte er der Versammlung viel Erfolg und eine gute Zusammenarbeit für die Zukunft.

Damit er seine Heimat im neuen Amt nicht vergißt, hatte Georg Grundner ein Mühldorfer Kaffeehaferl gefüllt mit Süßigkeiten für ihn.
Kreisgeschäftsführerin Christl Veit führte nun die Versammlung weiter und bat Altmühldorfs Ortsvorsitzenden Stefan Lasner ans Pult.
Der bedankte sich bei seinem Team, das ihn bei der Vorbereitung der Zusammenführung unterstützt hatte. Es war sicher keine leichte Entscheidung, die Selbständigkeit des 50 Jahre alten Ortsverbandes aufzugeben. Nun hatten sie die Kassenbücher dabei um sie später an Andreas Girnus übergeben zu können. Er bedauerte, dass der Ortsverband Mößling noch nicht bereit ist, sich ihnen anzuschließen, erklärte aber, mit Georg Grundner weiter daran zu arbeiten, auch Mößling von der Notwendigkeit des Zusammenschlusses zu überzeugen. Er selbst ist von der Richtigkeit dieses Schrittes überzeugt.
Georg Grundner hatte in den zurückliegenden beiden Jahren versucht, Ruhe in die Politik der CSU in Mühldorf zu bringen. Und das ist ihm gelungen. Mit zwei Anträgen an den Stadtrat haben sie sich in der Öffentlichkeit bemerkbar gemacht: 2009 zum Thema Heilig-Geist-Spittal und 2010 zu Sparmaßnahmen rund um Altstadtfest und Schützen- und Trachtenzug. Das positive Bild prägte auch die Geschlossenheit der Stadträte der CSU-Fraktion. Einmalig in der Geschichte der Stadt war die Ablehnung des Haushaltes 2009 mit den Stimmen der CSU-Stadträte. Und auch die Verweigerung des Ausscheidens der Stadträte Werner Groß und Alex Pfeiffer sorgten für kontroverse Diskussionen in der Öffentlichkeit. In beiden Fällen bewahrte die CSU-Fraktion Geschlossenheit.
Viele gemeinsame Veranstaltungen sorgten für Abwechslung und das gegenseitige Kennenlernen.
Bei der Hauptversammlung vor einem Jahr beschlossen die Verbände den ZusammenSchluss. Die Beweggründe von damals haben sich seither mehr als richtig erwiesen. Nach dem ZusammenSchluss bleiben jetzt zwei Jahre für die Vorbereitung des Wahlkampfes zur Kommunalwahl 2014. Frauenunion und JU sind schon immer gemeinsam und der ZusammenSchluss nur konsequent und nach der Gebietsreform 1978 längst überfällig.
Der FusionsbeSchluss wurde in der Öffentlichkeit sehr positiv aufgenommen. Trotz intensiver Diskussion in der Öffentlichkeit sind ihm ablehnende Stimmen nicht zu Ohren gekommen.
In Altmühldorf stimmten sowohl Mitglieder als auch Vorstand der Fusion zu, in Mößling konnte man sich bisher noch nicht dafür entscheiden.
Er zitierte Alois Glück, der beim Neujahrsempfang in Waldkraiburg gesagt hatte, man müsse die Zeichen der Zeit erkennen und reagieren. Je länger man verdrängt, desto kürzer werden die Spielräume. Altmühldorf und Mühldorf haben die Spielräume genutzt und deshalb am 19. Januar den Antrag für die Fusion an den Kreisvorstand gerichtet.
Er dankte allen für die Unterstützung in den zurückliegenden beiden Jahren und auch den Altmühldorfern für ihre Zustimmung zur Fusion.
Altmühldorfs Schatzmeister berichtete, vom Anfangsbestand von 2.222 Euro und den Einnahmen von 1.579 Euro gingen Ausgaben von 1.702 Euro ab. Vom Saldo von 2.099 Euro wird an die künftig gemeinsame Kasse überwiesen.
Andreas Girnus trug den Kassenbericht des Ortsverbandes Mühldorf vor. Einnahmen von 9.560 Euro standen Ausgaben von 7.576 Euro gegenüber. Für den Wahlkampf um den Wechsel in Mühldorf stehen also 9.783 Euro in der Kasse zur Verfügung.
Die Kassenprüfer der Ortsverbände empfahlen die Entlastung der Vorstandschaften und der Kassiere, die die Versammlungen einstimmig erteilten.
Fraktionsvorsitzende Ilse Preisinger-Sontag erstattete nun den Bericht aus der Stadtratsfraktionsarbeit, etwa vom beabsichtigten Bau von zwei Kinderkrippen, vom Umzug der Musikschule in das ehemalige Gebäude der Grundschule, von den Einsparungsbemühungen bei Altstadtfest und Schützen- und Trachtenzug oder von der Diskussion über das Ausscheiden von Stadträten der SPD-Fraktion. Sie betonte, dass durch die mehrfache Diskussion über das Ausscheiden der Stadträte und die mehrfache Abstimmung keine Verzögerung oder Verschiebung anderer Aufgaben des Stadtrates eingetreten ist. Weiters berichtete sie über den Stand beim Bau der Europastraße sowie von der Bearbeitung vieler Bauangelegenheiten. Außerdem über den Stand der Nutzung des Gebäudes des Kindergartens am Stadtplatz sowie den Stand der Entwicklung des Baugebiets südlich der Oderstraße.
Eine neue Diskussion steht um den Haushalt des Jahres 2011 an. Bürgermeister und Verwaltung bauen wieder auf neue Schulden, wogegen die CSU-Fraktion steht, und sich durch einen BeSchluss des Stadtrates aus dem Vorjahr bestärkt sieht.
Abschließend überreichte sie zweitem Bürgermeister Paul Schwarz ein Geschenk zu seinem 65. Geburtstag, den er erst kürzlich gefeiert hatte. Paul Schwarz freute sich und erzählte, er hätte zwar einen Seniorenpaß bekommen, sonst hat sich aber durch seinen Geburtstag nichts geändert...
Georg Grundner ehrte nun langjährige Mitglieder: Bernhard Simmelbauer ist seit 25 Jahren dabei, war aber an diesem Abend nicht gekommen. Auch nicht da war Herbert Kessler, der 40 Jahre Mitglied ist und auch Eugen Huber war nicht gekommen, der seit 50 Jahren dazu gehört.
Ludwig Hallhuber war aber anwesend. Er erhielt für 40 Jahre Mitgliedschaft Ehrennadel und Urkunde. Die selbe Auszeichnung, ebenfalls für 40 Jahre Mitgleidschaft erhielt Rupert-Georg Rigam.
Auf Christl Veits Frage nach Gegenstimmen für die Vereinigung meldete sich niemand, so dass sie zur Wahl überleitete. Die Auszählung der 39 Stimmzettel erbrachte eine Zustimmung von 37 Stimmen für Georg Grundner als neuen gemeinsamen Vorsitzenden des Ortsverbandes Mühldorf. Georg Grundner nahm die Wahl an.
Zu seinem Stellvertreter gewählt wurde Stefan Lasner. Beisitzer im Vorstand sind Rupert Rigam und Kathrin Grundner.
Georg Grundner dankte für das Vertrauen und freute sich sehr darüber, dass diese Vereinigungsversammlung so reibungslos verlaufen ist und sie sich nun wieder auf die Arbeit konzentrieren können. Den Freunden in Mößling wollte er sagen: „Es geht doch!“
Er freute sich auch über den neuen Vorstand, der – mit einer Ausnahme (L: Er selbst) – aus jungen Leuten besteht. Damit ist die CSU in Mühldorf für die Zukunft gut gerüstet.

40
Das 42. Gardefestival der Narrengilde Kraiburg:
Die Nacht der fliegenden Beine
17:00
Ausverkauftes Haus im großen Saal im Haus der Kultur. Sogar auf der Empore kein Platz frei. Und das, obwohl an diesem Abend im Fernsehen das Champions-League-Spiel InterMailand gegen Bayern München lief. Unter den Gästen Kraiburgs Bürgermeister Michael Loher mit Gattin und Waldkraiburgs Bürgermeister Siegfried Klika.
Erstmals hatte Annette Lehmann das Gardefestival organisiert und ihm einen straffen Zeitplan verpaßt. Dem zum Opfer gefallen sind die Showtänze der Prinzenpaare, die früher das Gardefestival eröffnet haben. So waren die Marschtänze diesmal der erste Teil diesmal des Gardefestivals.
Begonnen hat die Garde der Waldburgia, die krankheitsbedingt ziemlich dezimiert war.
Die Inntalia aus Mühldorf, unterstützt von Präsidium und Prinzenpaar.
Die Garde aus Bad Endorf mit dekorativem Hut.
Sehr bejubelt die Garde der Bubaria aus Buchbach.
Den letzten Marschtanz bot die Showtanzgruppe „New Dimension“ aus Velden an der Vils, die schon fast in einer anderen Klasse beheimatet sind, wie später auch ihr Showtanz zeigen wird.
Die Stadtgarde Wasserburg war mit ihrem Schiff auf erst auf dem Inn unterwegs und landete später in polaren Regionen.
Narrengilde-Vorstände Udo Pöppelbaum und Christian Hausperger führten mit Witz und Charm durch das Programm und hatten für jede Trainerin eine Rose und ein Bussi!
Die Garde der Bubaria in Buchbach mit ihrem „Gschbenstatreihm“. Regelmäßge Zuschauer unseres Programms haben den Zauber dieser Darbietung schon einige Male bewundern können.
Die nächste Gruppe waren die Veranstalter selbst: Die Narrengilde Kraiburg mit ihrem Programm „Yes, we can“. Hier nahm das Prinzenpaar aktiv Anteil: Evi I. und Markus II.
Ziemlich unheimlich, mit langen Lederstiefeln, Ledermänteln und Ketten als Accesoires: Der Showtanz der Faschingsgilde Bad Endorf: „Vampires alive“.
Frauenpower pur bot die Showtanzgruppe HighLive aus Unterneukirchen.
Einen Showtanz der besonderen Art boten die 24 Mitglieder von „New Dimension“ aus Velden: Visuelle Effekte kombiniert mit Bühnenelementen, die immer wieder neu arrangiert werden unter dem Titel „Phanta-Cosie“ bieten eine Fülle von Eindrücken. Die Gestaltungsideen scheinen ihnen nicht auszugehen.... Niemandem fiel auf, dass die Darbeitung von New Dimension fast 25 Minuten gedauert hat.
Die Mühldorfer Inntalia entführte dann in den Wilden Westen und benutzte dazu Motive aus „Der Schuh des Manitou“.
Den bunten Punkt setzte die Burschengarde aus Schwindkrichen mit ihrem Programm „Gschlamperter Hafen“ und ihrem Prinzenpaar „Brumpftige Promilla und ihrem Kapitän mit dem knallroten Gummiboot.
Der letzte Auftritt war den Members of Dance aus Grüntegernbach vorbehalten. Bei „Aufruhr im Olymp“ gelang es auch diesmal wieder, Aphrodite aus den Klauen der schauerlichen Medusa zu retten.
Narrengilde-Vorstand Udo Pöppelbaum und Christian Hausperger bedankten sich bei Organisatorin Annette Lehmann für die Punktlandung. Es war 23:58 Uhr als die Teilnehmer zum großen Finale auf die Bühne kamen. Fünf Stunden Tanz, Akrobatik und jede Menge Spaß lagen hinter den Zuschauern, die so lang ausgehalten hatten. Sie hatten ein Showtanzprogramm gesehen, das in manchen Bereichen keinen Vergleich zu scheuen braucht. Ein sehr vergnüglicher Abend mit viel guter Unterhaltung.
41
Der Narrenabend der Bubaria in Buchbach - Teil 1
14:15
„Gschbenstadreihm“ ist das Motto der Bubaria in diesem Fasching. Und so hingen so einige Gschbensta an der Decke und gschbensta-artige Bilder an der Wand. Unheimlich wars aber niemandem von den vielen Besuchern, die die vier Narrenabende der Bubaria besucht haben. Vielmehr schmerzten den meisten am Ende des Abends die Lachmuskeln. Und darum ging es schließlich. Überflüssig zu sagen, dass ausverkauft war....
„So sind wir, wir pfeiffen auf die Sorgen“ eröffneten die Mitglieder.
Bubaria-Vorstand Florian Tremmel begrüßte erst artig die zahlreichen Gäste, unter denen natürlich Bürgermeister Thomas Einwang mit Gattin, aber auch Bürgermeistersprecher und Schwindeggs Bürgermeister Dr. Karl Dürner und sein Stellvertreter Martin Thalmeier aus Schwindegg und der ehemalige Landtagsabgeordnete Ulli Lode aus Waldkraiburg waren und zu denen später MdB Stephan Mayer dazukommen würde.
Durch den Abend führte Anton Bauer, den alle nur „Platini“ nennen. Und der musste erst einmal Franz Segmüller entschuldigen, der nicht recht „dawei“ hatte. Er war eine würdige Vertretung und hatte so manchen guten Spruch drauf...
Los ging's wie immer mit dem Turmgespräch – auch wenn’s den Lagerhausturm nicht mehr gibt und der jetzt im Himmel ist...
Ludwig Mottinger und der Rampl Don nahmen die kleinen Buchbacher Gschichten aufs Korn.
Das Bubaria-Gebläse unter Leitung von Rudi Büchler sorgte mit gepflegter Unterhaltung für gute Stimmung.
Eine wahre Geschichte in sieben Episoden kündigte Anton Bauer dann an. Alles begann am 17. März 2009 im Marktgemeinderat. Weil ein Gebäude nicht mehr den Bestimmungen entsprach und sich das Renovieren nicht mehr lohnt... (O-Ton stellen an Antrag auf Ersatzbau)
Seit Jahrzehnten hat die Bubaria bildhübsche Gardemädels. Das ist verwunderlich wenn man die Väter so anschaut.... (O-Ton Platini)
Die Garde mit dem Marschtanz.
Die 7-teilige Geschichte – Teil 2 am 3.September 2009. Das Landratsamt braucht weitere Auskünfte. Am Bürgermeister wächst schon der Bart, den die Geschichte langsam bekommt.
Anton Bauer kündigte den nächsten Sketch an: Der Bürgermeister und der Johannes waren am Vortag mit den Mitarbeitern der Gemeinde auf einem Betriebsausflug. Und da muss es ziemlich zugegangen sein.... Ludwig Mottinger als Johannes und Martin Fischer als Bürgermeister.
Die 7-teilige Geschichte – Teil 3 am 20. Dezember 2009. Das Landratsamt hat bemerkt, dass Anträge in Papierform eingereicht werden müssen und der eigenhändigen Unterschrift des Bürgermeisters bedürfen.
Im nächsten Sketch ging’s um Udo Jürgen’s „Aber bitte mit Sahne“. 12 Sahnetörtchen besingen die Damen im Kaffee, von denen bekanntlich keine übrigbleibt.
Worums im nächsten höchst intellektuellen Gespräch zwischen den Dreien eigentlich geht, das hatte Platini noch immer nicht verstanden, obwohl er‘s bei den Proben schon so oft gesehen hatte. Ob’s die Zuschauer verstehen? wollte Anton Bauer wissen. Ludwig Mottinger, Hans Fischbacher, der Rampl Don und der Thomas Hanslmeier.
Improvisieren mussten die Aktiven beim nächsten Stück. Der Stargast war ausgefallen und deshalb haben sie ein Stück ins Programm genommen, bei dem jedes Wort mit dem selben Buchstaben beginnen sollte. Welchen Buchstaben - sollten die Zuschauer zurufen. Anton Bauer entschied sich für den Vorschlag von Bürgermeister Thomas Einwang, für den Buchstaben „G“. Beate Kammerer, Florian Tremmel und Fred Greiml.
Die Nachwuchsgarde brachte jugendlichen Schwung auf die Bühne.
Die 7-teilige Geschichte – Teil 4 am 23. April 2010. Ein eiliges Schreiben vom Landratsamt....
Rudi Büchler und Annemarie Mottinger besangen dann in Moritaten die kleinen und großen Buchbacher Geschehnisse.
Resi Sterr, Volker Janssen und Hans Fischbacher waren dann in eine Beinahe-Karambolage verwickelt. Zwischen Resi Sterr und Volker Janssen stimmt einfach die Chemie nicht.... Und die Polizei in Person von Hans Fischbacher hält sich besser raus.
Die 7-teilige Geschichte – Teil 5 am 20. Mai 2010. Langsam bekommt die Geschichte einen Bart!
Das Landratsamt teilt mit, dass die Kosten für das externe Vergeben von Bauleitung und Überwachung nicht zuwendungsfähig sind. 1000 Euro müssen sich Landratsamt und Gemeinde teilen.
Wie karriereorientierte Eltern ihr „Projekt Kind“ beim Elternabend managen, das zeigten dann Hans Fischbacher, Heidi Fischer, Volker Janssen und Carina Bögl. Es ging um Madox‘ und um Soraja-Ashley’s Übertritt ans Gymnasium....
Und wie’s zugeht, wenn der Ehemann schon einmal dran denkt, dass seine „Holde“ Geburtstag hat, und er sich ein besonderes Geschenk überlegt: Eintrittskarten in die Oper. Ludwig Mottinger und Resi Sterr.
Die Nachwuchsgarde mit dem Showprogramm.
15 Monate läuft die 7-teilige Geschichte jetzt schon. Teil 6 – am 24. Juni 2010 – Bürgermeisters Bart zeigt schon eine beachtliche Länge. Es geht aber schon um den Baubeginn und andere konkrete Dinge.
dass es zwischen uns Bayern und vielen Zuagroasten nicht so leicht ist, demonstrieren Volker Janssen und der Rampl Don mit einem Gespräch auf dem Oktoberfest.
Der Weltuntergang steht kurz bevor. Wie man sich darauf vorbereiten sollte, darüber diskutierten dann Martin Fischer und Sepp Hubmeier.
Die fast unendliche Geschichte Teil 7: Nach 21 Monaten, am 17. Dezember 2010 fand die Angelegenheit ihr überraschendes Ende.
Bürgermeister Thomas Einwang hatte die Faxen satt und griff selber zum Werkzeug.
Das maximale Sexapeal, das Buchbach derzeit zu bieten: Die Männergarde. Passend zum Gschbenstadreihm „Ghostbusters“
Wie’s im Wartezimmer zugeht, das war eine Herausforderung für die ganze Truppe. Besonders für Tonmeister Sepp Zistler, der an diesem Abend Geburtstag gefeiert hat - - - haben wenigstens die Bubarianer gemeint...
dass Privatpatienten wie Beate Kammerer Sonderbehandlung erfahren, dass so eine Urinprobe ein Problem sein kann, musste Hans Fischbacher erleben, Ludwig Mottinger war inzwischen beim Leistungs-EKG, und der “S-s-s-s-s-Sven-Oliver” durfte natürlich auch nicht fehlen....
Den letzten Auftritt bestritt die Garde mit ihrem Showtanz.

Florian Tremmel stellte die „über 103“ Mitwirkenden vor und dankte für die viele Arbeit, die nötig war. Sie schlossen mit dem Bubaria-Lied.
Karl-Heinz und Beate Kammerer, die die Texte geschrieben und die Sketche einstudiert hatten, haben wieder einen begeisternden Narrenabend mit dem Buchbacher besonderen Charm. Das Erfolgsrezept, sich um die kleinen Dinge zu kümmern, niemandem zu nahe zu treten und die Politik wegzulassen - alles gepaart mit bekannten Darstellern und einem „Gebläse“, das für beste Stimmung sorgt, haben auch in diesem Jahr die Narrenabende in Buchbach zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht, das weit und breit seinesgleichen sucht. Schad‘ dass sie dieses Jahr vorbei sind, die Narrenabende. Hoffen wir, dass diese Mannschaft beieinander bleibt und auch 2013 wieder auf der Bühne steht, wenn’s heißt. „Bubaria, so sind wir und so wollen wir auch bleiben!“

42
Der Narrenabend der Bubaria in Buchbach - Teil 2
15:20
43 Der Narrenabend der Bubaria in Buchbach - Teil 3 8:00
44 Die Krise ist immer und überall - Kappenabend in Mühldorf - Teil 1 17:45
Mit großer Neugierde hatte man die Kappenabende in Mühldorf erwartet. So verwundert es nicht, dass sich im Stadtsaal viele von denen eingefunden haben, die damit rechnen mussten, derbleckt zu werden. Die Stadträte, die Bürgermeister – sogar Siegfried Klika aus Waldkraiburg – Landrat Georg Huber und viele, die man sonst nicht auf Faschingsveranstaltungen vermuten würde. Wenn auch gut besucht – ausverkauft war die Premierenvorstellung nicht.
Wolfgang Baierlein musste da schon nochmal nachschauen, ob sich da noch das eine oder andere Thema finden würde.
Als sich der Vorhang auftat, besangen die Mitglieder des Ensembles die Krise und wussten auch gleich, wohin man gehen sollte. (O-Ton)
Und sie hatten auch gleich ein Rezept, wie man die Krise meistern könnte: (O-Ton)
Präsident Robert Garbe wurde die Krise langsam zu viel: Jede Woche eine neue Krise.... (O-Ton)
Bei all diesen Krisen gehen die lokalen Krisen vollkommen unter: (O-Ton wer stört sich noch darüber, dass Georg Huber Landrat ist!!! )
Man kann Krisen gar nicht mehr genießen, wie noch vor Jahren beim Waldsterben.
Dank Internet ist man halt immer live dabei. (O-Ton)
Dabei haben die Mühldorfer Stadträte einiges zu bieten.
Es ist ja nicht so einfach wie bei einem Bundespräsidenten. (O-Ton)
Wolfgang Baierlein machte der Erzählung von Robert Garbe ein Ende und schlug vor, das Theater der Stadtratssitzungen nachzuspielen. Es ging um die Besetzung der Rollen. Thomas Enzinger sollten Oskar Stober spielen.
Franziska Reinhardt sollte Ilse Preisinger-Sontag spielen...(O-Ton)
Es gab auch mit anderen Rollen Probleme.
Fritz Killermann wollte sich auf keinen Fall selbst spielen.
Auch „die Landratsamt“ sollte eine Rolle spielen. Obwohl sie festgestellt hatten, dass die Entscheidung des Stadtrates rechtswidrig war, hoben sie sie nicht auf – weibliche Logik eben.
Als sie sich auch nicht über die Besetzung der Rolle des Bürgermeisters einigen konnten, gaben sie schließlich den Plan auf.
Vielleicht ändert sich ja etwas, wenn Hans Liebl nicht mehr im Stadtrat ist. Das Alter hätte er ja....
(O-Ton)
45 Die Krise ist immer und überall - Kappenabend in Mühldorf - Teil 2 12:00
Die Krise in Mühldorf lokalisieren wollte dann Ann-Kathrin Lenz-Honervogt als importierte Fremdenführerin. In breitem Hessisch machte sie sich über den Bahnhof, das fehlende zweite Gleis lustig, das renovierte Gebäude der AOK und das Rathaus lustig.
Gerade als sie auf das Rathaus zu sprechen kommen wollte, kam da einer zu ihr auf die Bühne.
Danach belustigte sie sich über die 50 Liter Freibier auf der Terrasse des Geigerhaus zur Feier von 20 Jahren Bürgermeister in Mühldorf. 50 Liter trinken doch die Stadträte alleine.
Schließlich kam sie an der Friedhofsstraße an. Dort sollten sie leise sein.
Und außerdem wird dort demnächst eine Mauer gebaut. (O-Ton)
Für die kommunale Verkehrsüberwaung – oder die Raubritter – bereitete sich Adi Hager vor. Das würde passen, weil dieser Verband auch ziemlich lächerlich ist.
Wolfgang Baierlein wollte da aber lieber singen. Ein Raubritterlied....
Die Aktiven des FC Mühldorf kamen in der Pause in die Kabine und bewunderten ihre Leistung. Ohne Trainer wird aber der Durchmarsch in die Bayernliga nicht gelingen. Da kommt der neue Vorstand Ingo Möschl und stellt ihnen ihren neuen großen internationalen Trainer vor. Mit dem müssen sie aber ganz behutsam umgehen.
Und der hatte eine ganze Menge brenzlige Fragen an die „Players“.
Eine Art Running-Gag war dann Professor Dr. Freud in Person von Thomas Enzinger. Er hatte es mit einer Reihe von Hilfesuchenden zu tun. Dem einen konnte er helfen, dem anderen weniger.
Der erste war der Landrat, der immer so Orientierungsschwierigkeiten hat.
Da fiel im nicht mehr ein, wie sein Fahrer heißt, der ihn überall hin fährt. (O-Ton)
Er ging nicht, als die Behandlung zu Ende war. (O-Ton)
Günther Knoblauch kann bei der nächsten Wahl aus Altersgründen nicht mehr antreten. Darüber machte sich dann Markus Honervogt lustig: Mit 66 Jahren...
Wie das mit dem Alter ist, das hatte das Max-Planck-Institut in einer Studie veröffentlicht. Die interessanten Facetten daraus fasste Wolfgang Baierlein zusammen.
Viele wichtige Fragen resultieren aus diesen Erkenntnissen.
Als er zuletzt zum Open-Air auf die Rennbahn wollte, instruierten ihn seine Kinder, wie er sich dafür vorbereiten sollte.
Damit er nicht so allein da oben stehen muss, bat er Landrat Georg Huber zu sich auf die Bühne.
Professor Dr. Freud hatte dann das sauere Unertl Weißbier zu Gast, das erst ein Stammhaltersud war und dann auch noch Druck auf der Innenseite der Etiketten nicht mehr länger anschauen wollte und eifersüchtig auf den Bräu war, weil der schließlich tausende Flaschen in Rekordzeit aufgemacht hat.
46 Die Krise ist immer und überall - Kappenabend in Mühldorf - Stimmen 3:30
In der Pause haben wir die Betroffenen gefragt. Frau Preisinger-Sontag: „Farblos“ war kräftig – oder? (O-Ton)
Wie finden Sie’s bis jetzt? (O-Ton)
Herr Landrat, haben Sie sowas schon einmal mitgemacht? (O-Ton)
Aber Spaß gemacht hat’s? (O-Ton)
Herr Baierlein, wie lang habt ihr denn an dieses Programm hingedacht? (O-Ton)
Und wie lang habt ihr geübt? (O-Ton)
An Kreativität fehlt es Euch nicht! (O-Ton)
Und der Landrat ist auch immer ein dankbares Thema! (O-Ton)
Zur gesanglichen Weiterentwicklung kann man nur gratulieren! (O-Ton)
Herr Bürgermeister Klika. „Es könnte noch schlimmer sein – man könnte ja auch in Waldkraiburg wohnen“ ist ja nicht gerade nett – oder? (O-Ton)
Der Saftladen ist ja auch ziemlich mit Bürgermeister Knolbauch umgesprungen! (O-Ton)
Frau Konrad, die Kreisvorsitzende der Frauenunion ist grau und farblos hat es geheißen. Was sagen Sie als Ortsvorsitzende in Waldkraiburg dazu? (O-Ton)
Bevors weiterging, unterhielt Fritz Killermann und seine Kappenabendband.
Und weil Kunst schließlich das Rauchen erlaubt, zündeten sich Robert Garbe und Fritz Killermann erst einmal eine an.
Der nächste Patient bei Professor Dr. Freud war Lothar Matthäus. Der hatte die totale Krise.
Der Streit über die Benennung der Autobahnausfahrten entlang der künftigen A94 war Thema des nächsten Sketches. Waldkraiburg hatte da leider enorme Probleme....
Die Grünen im Stadtrat werden von Bürgermeister und den anderen Fraktionen immer als „das Letzte“ behandelt. Deshalb kamen Oskar Rau und Dr. Georg Gafus zu Professor Dr. freud.
Ab Frühjahr 2012 gibt es in Mühldorf ein Geschäft der Bekleidungskette H&M. Dort gibt’s aber hauptsächlich Kleidung für junge Leute. Das nahm Ann-Kathrin Lenz-Honervogt zum Thema sich darüber zu mokieren.
Die Volkshochschule bietet so viele verschiedene Kurse mit teils exotischen Namen und Inhalten, dass die Hilfesuchende erst gar nicht versteht, worum es dabei überhaupt geht. Und das Trutschal am Empfang konnte ihr dabei auch nicht helfen. Sonja Garbe brauchte da erst einmal einen Kurs, wie man den Katalog verstehen soll.
Gar nicht so freundlich war dann das „Freundliche Mühldorf“ in Person von Franziska Reinhardt. Sie suchte Hilfe bei Professor Dr. Freud, weil sie sich verfolgt fühlte.
Im letzten Sketch machten sich die Mitglieder Gedanken über den Haushalt der Stadt und viele andere Themen. Dazu trafen sie sich in der „Mäckerei Strohmaier“.
Ein unterhaltsamer Abend mit sehr guter Musik von Fritz Killermanns Kappenabend-Band ging nach drei Stunden zu Ende. Die Auftritte von Siegi Merkl alias Lothar Matthäus wiederholten viele längst bekannte Pointen. Auch in den anderen Sketchen fand manche Pointe keine Lacher, weil die Zuhörer Zusammenhänge und Hintergründe nicht kannten. Es waren wohl nur wenige Zeitungsleser im Saal.
Der Applaus für die Beiträge von Wolfgang Baierlein und Thomas Enzinger, Franziska Reinhardt aber auch von Sonja Garbe zeigte, dass es nicht die Themen aus dem Stadtrat und der Politik sind, die die Zuhörer begeistern, sondern die kleinen Themen, die die Leute bewegen. Absolutes Highlight war der Rap von Wolfgang Baierlein und Landrat Georg Huber. Und da war nicht Politik das Thema. Wolfgang Baierlein meinte, sie beginnen jetzt mit den Vorbereitungen auf die nächsten Kappenabende in zwei Jahren. Das ist ein Jahr vor der Wahl. Mal sehen, welche Themen es dann in die Sketche schaffen.
47 Der Faschingszug in Mühldorf - Ein buntes Treiben
9:20
10
11.03.11
Die Instrumente der Stadtkapelle Mühldorf hatten erst einmal Pause!
Erstmals hatten die Wagen von zwei Seiten Aufstellung genommen. Es hat einige Zeit gedauert, bis sich die Gruppen sortiert hatten. Das Standkonzert der Stadtkapelle fiel deshalb aus.
Während die Teilnehmer auf den Beginn des Zuges warteten, strömten fast unaufhörlich Zuschauer auf den Stadtplatz. Und so säumte bald eine dicht gedrängte Menge den Platz hinter den Absperrbändern.
Bürgermeister, Prinzenpaar und Hofmarschall Peter Mück machten sich schon bereit, einen Teil der mehr als zwei Tonnen Guatl unter die Leute zu bringen.
Dann schaltet Klaus Penzenstadler das Blaulicht ein und es ging los.
Die Anwohner hatten natürlich den besseren Blick
Die Fahne der Stadt war zu hoch fürs Münchner Tor.
Die Kanone „Vergnügungspark Stadtrat“ befüllt und die Konfetti rausgeschossen!
„Knofe’s Street-View ist gemein“ – meinte diese Gruppe.
Im Vergleich zum Vortag waren die Raubritter aus Blümöd noch gar nicht in Stimmung. Na ja, sie haben ja grad erst begonnen.
Aus Lengmoos waren Automärchen gekommen und haben uns festgehalten.
Der Panzer der Inn-Kinger hatte erst Ladehemmung. Dann hat’s aber doch ordentlich gekracht.
Die Altmühldorfer Piraten machten grad Schluss. (L: ...mit Musik spielen)
dass es der Ölfirma BP nur ums Geldverdienen geht, kritisierte dieser Wagen.
dass Teising nachts hell erleuchtet ist, während in Tüßling die Lichter ausgehen, nahm dieser Wagen aufs Korn. Aber eigentlich hatten sie mehr ihre Brotzeit im Sinn...
Krokodile, Engerl und Teuferl säumten die Kulisse genauso wie dezent maskierte Anwohner.
Aus der Not eine Tugend machten „De Zamgschmissna“: Übriggebliebene Hippies.
Das Waldburgia-Prinzenpaar vor dem Nagelschmidturm....
Die Affen vom Affenzirkus Oberornau verschreckten so manchen.
Und auch die Vikinger oder Burgfräulein oder Piraten aus Oberneukirchen waren dabei.
Die Benzinpreise stinken dieser Gruppe zum Himmel. Darauf einen tiefen Schluck aus dem Kanister! Allerdings hinkten sie der Realität doch ziemlich hinterher.
Und die Guatl regneten auf die Zuschauer.
In Waldkraiburg wird künftig mit warmem Wasser gelöscht.
Ziemlich unglücklich schaute Grünen-Chefin Claudia Roth da vom Castor-Transport herunter.
Dabei war der Umzug ziemlich umweltfreundlich unterwegs....
Immer billiger werden die Lebensmittel! Kein Wunder dass da Dioxin dabei ist – meinte die Gruppe „Billig“.
Der Ädinger Saloon hatte gar einen gelynchten dabei.
Lustiger ging's wieder beim Käfermarkt zu.
Und dass auch in Mühldorf die Stars rauswollen, das wundert uns nun wirklich nicht!
Überall dampfte und fauchte und rauchte es, als wollten die Narren den Stadtplatz einhüllen.
Irgendwie verirrt hatte sich dieses Feuerwehrauto... (L: aus Castrop-Rauxel)
Und dass ÖDP-Chef Frankenberger mit seinem Rauchverbot am Tisch versauern sollte, das wünschte ihm dieser Wagen.
Fröhlich ging's wieder beim Oberneukirchner Hochadel zu.
Ja, da sammelt sich schon einiges an, wenn man die vielen Guatl aufklaubt.
Die Mobile Reserve der Straßenarbeiter machte erst mal Brotzeit.
Und die Mühldorfer Trachtler fuhren diesmal mit ihrem Traktor und ihrem Wagen über den Laufsteg – den Mühldorfer Stadtplatz.
Kaum zu erkennen war der Spielmannszug aus Neuötting.
Gleich nach der Faschingsgesellschaft Tüßling spielten sich dramatische Szenen ab: Die Polizei musste den Weg freiräumen: Demonstranten hatten sich vor den Castortransport gelegt....
Hinten nach kamen die Atommüllfässer.
Die Kindergarde der Inntalia hatt einen eigene Wagen.
Interessant: Der Eisenbahner-Konfetti-Club baut die Autobahn auf alle Fälle!
Statt Weltkulturerbe zu werden, wollen die Sportheimfreunde Mößling lieber eine Arena bauen und sie „Steer-Arena“ nennen. Dann ham‘s dort wenigstens a guads Bier!
Ob‘s hier um den FC Mühldorf oder eine Schreinerei ging, das konnten wir nicht rauskriegen!
Die Simpsons auch hier.
Burgkirchen im Kreis Steindl! Wie das wohl gemeint ist? Der Überflieger aus Burghausen kauft jedes Bad!
Froh über die Abschaffung des Wehrdienstes war diese Truppe – die aber schon in Uniform daherkam....
Graf Peter von der THW-Jugend... (L: Peter Müller)
Mittendrin auch ziemlich bekannte Gesichter
Klaus Werkstetter stellte Wagen und Teilnehmer vor.
Über den Sittenverfall amerikanischer Promis machten sich die jungen Leute von der JVA-Klinik lustig. Das war auch manchem Polizisten zu dumm! (L: ein kleiner Bub als Polizist verkleidet)
Die Besucher hatten ihren Spaß am Zug und .... (L: zwei Maikäfer geben sich ein Bussi)
Da blickte der Kirchturm auf das Treiben während sie sich’s im Wagen schön warm eingeheizt haben.
Vor dem Schiff der Inntalia, die Vikinger von der Stadtkapelle.
Und zuletzt: Bürgermeister und Prinzepaar gaben‘s mit vollen Händen aus.

So viele Zuschauer haben wir beim Mühldorfer Faschingszug schon lang nicht mehr gesehen. Viele von ihnen köstlich maskiert und in bester Laune. Das Faschingstreiben nach dem Umzug unterstützte erstmals eine Liveband. Noch lange feierten die Narren und ihre Gäste einen friedlichen Faschingssonntag ohne besondere Zwischenfälle. Ein gelungener Faschingsnachmittag in Mühldorf.

Zwei Tage später, Faschingsdienstag 23 Uhr. Noch eine Stunde dauert der Fasching 2011.
Die Inntalia trauert schon jetzt und zieht hinter dem Wagen mit dem sterbenden Fasching her über den Mühldorfer Stadtplatz.
Im Vereinsheim hält Vorstand Peter Mück eine Trauerrede und erinnert an viele Erlebnisse während dieses langen Faschings 2011.
Dann verabschiedeten sie sich in tiefer Trauer, bevor sie ihn pünktlich um 0 Uhr verbrannten, den Fasching 2011.

48 Faschingszug in Waldkraiburg bei Kaiserwetter 9:45
Auf dem Volksfestplatz nahmen die Teilnehmer Aufstellung und freuten sich über das herrliche Wetter. Noch schnell einen heißen Kaffee und ein Schwätzchen – oder sich fürs OP bereitmachen und schon konnte es losgehen.
Die strahlende Sonne und die milden Temperaturen lockten eine so große Zahl Zuschauer an den Straßenrand, wie man sie selten gesehen hat.
So richtig auf Fasching stimmte die Trommelgruppe „Bragada“ ein. Diesmal durften sie mitfahren, was der Farbenpracht allerdings nicht förderlich war, die sie sonst zeigen.
Die Tänzer des TSC Weiß-Blau waren eher sparsam kostümiert.
Das KITZ ist immer noch eine Baustelle und hatte seine Bauarbeiter auf die Schubkarre geladen.
Viel Mühe hatte sich die Kindertagesstätte Käthe-Luther gemacht. Vielleicht nehmen sie deshalb nur alle zwei Jahre teil? Ihnen fehlte wohl ein bisschen der Schnee von oben?
Einen ganzen Lastzug brauchte der Familien- und Müttertreff. So wie der Anhänger platzt wohl auch die Mittagsbetreuung an der Dieselschule aus allen Nähten.
Dann hatte es der Drache auf uns abgesehen.
Die Tanzgarde der Tanzschule Sonaj.
Karl-Theodor zu Guttenberg hatte sich Dickow-Pumpen zum Thema gewählt.
Die Party-Animals waren eher noch nicht so gut drauf.
Ob die Space-Girls hier Space-Bier verteilt haben? Jedenfalls hat Kraiburg die Zukunft immer im Visier.
Der alte Hanomag zog die Grizzly’s hinter sich her.
Allzu wörtlich haben die Siebenbürger Sachsen die Geschichten um Dracula genommen und kamen als Vampire.
Vergessen waren die Diskussionen um das Tierheim in Pürten – auch wenn sie klagten, dass Kronberg nun ein neues Heim bauen kann.
Dann kam ein ganzer Zirkus voller Affen auf uns zu!
Vielleicht wird’s ja mit der Geothermie möglich: Die Banater Schwaben vermuteten schon den Südseezauber in Waldkraiburg. Da bräuchten sie eigentlich nicht nach Hawaii zu reisen.
Aus der Südsee kam gleich der nächste Wagen: Der Schützenverein Aschau hatte die süßesten Früchtchen dabei.
Den hoffentlich bevorstehenden Aufstieg in die Bayernliga feierten die Eislöwen: Hoch oder Tief?
Und wenn‘s ums Feiern geht – auch ohne Trommeln und Schlittschuhe: Der Max ist mittendrin! (L: Kammermeier)
Ob das alte Feuerwehrauto der Brauerei auch mit E10 fährt? (O-Ton)
Die Feuerwehr Waldkraiburg freut sich schon auf warmes Löschwasser, damit’s Feuer nicht mehr friert.
Grüße an die Bauern in Garmisch hatte die Feuerwehr aus Altmühldorf.
Und der Traktor vom Wohnheim in Malseneck sorgte schon mal für seine eigene Musik.
Die Narrengilde Kraiburg mit Prinzessin Evi I. und Prinz Markus II.
Die „tolle Klika-Therme macht die Kasse wieder voll“ – freuten sich die Piranjas
Die SPD operiert noch und meinte: da hätte man besser hinschauen sollen: Guter Durchblick zahlt sich aus. Aus dem Eimer gabs die scharfe Wurst dazu!
Oberneukirchen schafft die Bundeswehr ab und gründet eine eigene Bürgerwehr.
Das Jugendparlament war sich nicht so recht einig: Von Scheich bis Geothermiebohrer war alles auf dem Wagen... Es regnete Guatl.
Dieser feine Herr hatte seine Elefanten dabei.
Und der Eicher bräuchte mal einen guten Schrauber.
Frauenpower auch ohne die Frauenquote bei EMG: Senatorin Manuela Keller trug ihr Anliegen eher dezent vor. Na ja, sie steht damit ja auch gegen die Politik ihrer Frauenunion!
Wohin geht das Geld der Stadt Neumarkt, das für die Renovierung der Turnhalle fehlt? Ein Schelm, wer denkt, dass mit „Räuber Hotzenplotz“ der Landrat gemeint sein könnte!
Wessen Dienstwagen das wohl sein könnte, in dem sich Miss Bayern Tanja Maderholz und ihr Mister Süddeutschland Max Kleininger präsentierten? (L: Marcel’s 7er BMW mit Münchner Nummer)
Die Vorhut der CSU kam in Bademänteln. Die Antwort auf die Frage aus dem Mühldorfer Kappenabend: Warum sich Waldkraiburg neuerdings als Erlebnisstadt bezeichent? Sie werden zum Bäder-Sechseck! Das heiße Wasser aus der Erde spült Geld in die Kasse!
Und das hat auch die „Dame von der Presse“ erkannt! (L: Die Rita Stettner)
Damit hatte der Affenzirkus gar nichts zu tun.
Irgendwie gelb kamen die Narren aus Rattenkirchen daher....
Die Raubritter aus Blümöd waren dagegen ziemlich friedlich gestimmt.
„Nur nackt ist billiger“ nahmen die Trachtler aus Mühldorf die vielen Modegeschäfte in der Kreisstadt aufs Korn, die immer billiger anbieten wollen – bis hin zum Second-Hand-Shop.
Irgendwie wussten die hier nicht, ob sie nun Vikinger oder Ritterfräulein oder Piraten oder Burgfräulein sein wollten. Da hatte sie wohl das Gespenst vor dem Ausscheren bewahrt.
Die Oberneukirchner waren sich da schon sicherer: Sie waren Burgherren – Hochadel!
Die „Inn-Kinger“ hatten einen ganzen Panzer dabei und schossen in Richtung des neuen Bundesverteidigungsministers.
Das Mühldorfer Prinzenpaar und die Inntalia hat in diesem Jahr auf ihr Burgverließ verzichten müssen.
Auf dem Stadtplatz stellte Kraiburgs Narrengilde-Vize Christian Hausberger die Wagen vor und unterhielt die fast unüberschaubare Menge.
Stadtbau-Chef Hans Karosser hielt’s fürs Familienalbum fest.
Richard Fischer wurde nicht müde, Guatl zu verteilen und auch Alex Will hatte genug davon auf seinem Wagen.
Ganz verzückt schauten Vikinger und Hippies zu, während die vielen Kinder nicht so recht wussten, was da plötzlich in die Großen gefahren ist!
Die Bürgerwehr ganz friedlich....
Miß Bayern und Mister Süddeutschland konnte man in ihrem Auto kaum sehen.
Kaum ein Durchkommen war für den Wagen der CSU mit dem designierten Staatsminister Dr. Marcel Huber.
Faschingsbürgermeisterin Inge Schnabl hatte alle Hände voll zu tun.
Soo ein Affenzirkus!!!
Und schon wieder gelbe Leute – Ach ja – die Simpsons.
Der Bauwagen aus Blümöd schwankte da schon bedenklich. Oh – Oh – wo das spät Abends enden würde?
Platz für die Trachtler aus Mühldorf! Na ja, wenn künftig der Stadtplatz in Mühldorf zum Laufsteg wird....
Irgendwie ging dem Prinzenpaar der Waldburgia der Pleitegeier voraus. Wie jedes Jahr schloss der Wagen der Faschingsgesellschaft Waldburgia den Zug ab.
Nein - nicht ganz: Da kam noch einer, mit blauen Lichtern geschmückt. Und der war so beliebt, dass ihn die Zuschauer gar nicht weiterfahren ließen. (L: Die Leute haben das Polizeiauto aufgehalten)
Weiter ging's auf dem Sartrouvilleplatz, wo in kürzester Zeit so ein Gedränge war, dass man kaum durchkam.
Auf der kleinen Bühne gleich am Eingang zeigten die Garden der Narrengilde Kraiburg ihre Tänze, hier das Kinderprinzenpaar und die Kindergarde der Tanzschule Sonaj.
Ja wo kommt’s Ihr denn her? (O-Ton – AUS WALDKRAIBURG!!!)
Irgendwie fremd kamen sich diese Gäste aus dem fernen Venedig vor...
Kennen Sie diese beiden noch? Das Prinzenpaar der Waldburgia des Jahres 2009.
Dann trafen wir grüne Männchen vor der Schwarzen Lagune des Jugendparlaments.
Im Zelt der Waldburgia war riesen Stimmung. Hofmarschall Charly Salinger und die Waldkraiburger Narren feierten noch lang in die letzten Tage dieses besonders langen Faschings 2011 hinein.
49 Dienstversammlung der Kommandanten der Feuerwehren im Landkreis 14:10
Nach der öffentlich gewordenen Diskussion um die Gegenkandidatur von Richard Pointl war es nicht verwunderlich, dass nicht nur viele Mitglieder der Feuerwehren im Landkreis gekommen waren sondern auch viele Gäste und fast alle Bürgermeister der Landkreisgemeinden. Kreisbrandrat Karl Neulinger brauchte einige Zeit, um die Gäste zu begrüßen. Neben THW und Polizei, Staatssekretär Dr. Marcel Huber und MdB Stephan Mayer waren auch Landrat Georg Huber und stellvertretende Landrätin Eva Köhr sowie der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Alois Weinzierl gekommen.
Mettenheims Bürgermeister Sefan Schalk lobte die Initiative von Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch, der angeregt hatte, Fahrzeuge für die Wehren in Mühldorf und Waldkraiburg gemeinsam einzukaufen und so Preisnachlässe zu erzielen. Er regte an, besser wäre es noch, die Kreisbrandinspektion würde die Fahrzeuge für alle Wehren im Landkreis beschaffen. Wenn man such auf standardisierte Fahrzeuge einigen könnte, sollte es möglich sein, größere Einsparungen zu erzielen.
Staatssekretär Dr. Marcel Huber erzählte zunächst von einem bewegenden Gespräch mit einem der Feuerwehrmänner vom New-Yorker Ground Zero hatte, der am 11. September 2011 seinen Sohn im World-Trade-Center verloren. Unter den 2590 Opfern waren 343 Feuerwehrleute. Er stellte fest, Feuerwehrleute auf der ganzen Welt sind in ihrem Bestreben zu helfen, absolut gleich.
Nachdem fast ganz Europa von der analogen Funktechnik der 70er Jahre auf den Digitalfunk umgestellt hat, müssen es jetzt Rumänien und Bayern auch noch machen. Von den 950 Funkstationen, die die 3.500 alten Anlagen ersetzen, sind inzwischen 750 installiert. Er regte an mitzuhelfen, die Wichtigkeit der Umstellung der Bewußt zu machen.
Für die anstehende demokratische Wahl des Kreisbrandrates gab er den Kommandanten mit auf den Weg, nach der Wahl wieder Einheit und Ruhe einkehren zu lassen. Parteibildung oder Opposition sind nicht Sache der Feuerwehren. Hilfesuchende erwarten einige und kooperierende Feuerwehren und nicht zerstrittene. Da er die Versammlung verlassen musste, wünschte er dem zu wählenden schon jetzt gutes Gelingen, dankte allen Feuerwehrleuten und wünschte allzeit gute Heimkehr.
Kreisbrandrat Karl Neulinger erstattete nun seinen Bericht: In den 71 Feuerwehren in einer Werkfeuerwehr tun 3.519 Mann Dienst. Einige mehr als bisher.
Der langfreistige Trend zeigt, dass die Gesamtzahl konstant ist, die Anzahl Männer aber sinkt und die Zahl der Frauen ansteigt.
Die Feuerwehren haben auch im vergangenen Jahr mehrere neue Fahrzeuge erhalten, so die Wehren in Erharting, Feichten, Gumattenkirchen, Guttenburg, Neumarkt-St. Veit, Reichertsheim, Stefanskirchen und die Kreisbrandinspektion selbst.
Derzeit unterhalten die Feuerwehren im Landkreis 202 Fahrzeuge.
Das Gerätehaus in Oberneukirchen wurde modernisiert.
Feuerwehrangehörige haben zahlreiche Lehrgänge absolviert. Auch der neue Lehrgang „Überdruckbelüftung“ wurde sehr gut angenommen. Kreisbrandrat Karl Neulinger dankte allen Lehrgangsleitern, Ausbildern und Feuerwehren für die Unterstützung der Ausbildungsbestrebungen. Er dankte auch den Gemeinden für die Erstattung der Lohnkosten für Schulungsteilnehmer.
2010 absolvierten die Feuerwehren im Landkreis 1288 Einsätze. 14.975 Feuerwehrleute leisteten dabei 30.141 Stunden Hilfe. Die Statistiken zeigen, welche Hilfeleistungen die Wehren erbracht haben.
Da der größte Aufwand in die Brandbekämpfung floß, zeigte Karl Neulinger einige Fotos.
Interessant ist der Verlauf der Zahl der Einsätze in den zurückliegenden 12 Jahren: Fast im Gleichklang gab es in manchen Jahren mehr und in manchen Jahren weniger Brände und Technische Hilfeleistungen.
Auch Ehrungen gab es im zurückliegenden Jahr: 143 Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre - und 44 Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre aktiven Dienst.
An zahlreichen Veranstaltungen haben die Wehren teilgenommen. Besonders hervorzuheben, die Einweihung der Integrierten Leitstelle in Traunstein.
Damit schloss Kreisbrandrat Karl Neulinger und bat Kreisjugendwart Michael Matschi um seinen Bericht.
Bevor der ihn aber erstattete, hatte er ein persönliches Wort an die Kommandanten:
Vor dem Hintergrund der Diskussionen der letzten Wochen fiel es ihm schwer, seinen Bericht zu erstatten. Er äußerte sich schwer enttäuscht über die öffentliche Diskussion über Kreisbrandrat Karl Neulinger. In der Kreisbrandinspektion braucht es gegenseitiges Vertrauen und Respekt. Unstimmigkeiten müssen intern geklärt werden und nicht in Internet oder in der Zeitung. Es schmerzt, wie mit Karl Neulinger umgegangen wurde, der 40 Jahre erfolgreich Dienst getan hat.
Er stellt die Arbeit der gesamten Kreisbrandinspektion in Frage, wenn aus den eigenen Reihen Kollegen öffentlich so angegriffen werden.
Er akzeptiert, wenn jemand Kreisbrandrat werden will, aber diese öffentliche Diskussion kann nur schaden. So haben Imagekampagnen keinen Sinn, für die der Freistaat viel Geld ausgegeben hat. Würde diese Art der Auseinandersetzung einreissen, würde er lieber aufhören, als weiterzumachen. Natürlich gibt es verschiedene Auffassungen zu vielen Themen. Das ist auch ganz normal. Allerdings drohte er: (O-Ton: würde aufhören...)
Nach dieser persönlichen Anmerkung kam er zum Bericht der Jugendfeuerwehren im Landkreis: Bei den 72 Feuerwehren gibt es 57 Jugendfeuerwehren mit 764 Feuerwehranwärtern, darunter 165 Mädchen. Diese drei Personen bilden die Kreisjugendleitung. Er freute sich, mit Tonja Reinhard eine junge Dame in ihren Reihen zu haben. 115 Feuerwehranwärter haben die Jugendleistungsspange erfolgreich erworben.
Erfreulich auch das Ergebnis des Wissenstests. 576 Jugendliche haben daran teilgenommen. Potential nach oben gibt es dabei bei der Jugendflamme. Ein großer Erfolg war das Wolfgang-Esterbauer-Gedächtniszeltlager in Kraiburg. Die Wehren im Landkreis haben sich hier hervorragend präsentiert. Eine großartige Veranstaltung - wäre nicht das Wetter gewesen....
Er wäre aber jederzeit bereit, so eine Großveranstaltung wieder auszurichten.
Zahlreiche Jubiläumsveranstaltungen haben Abwechslung in das Leben der Jugendfeuerwehren gebracht.
Sein Dank galt allen Feuerwehren für die Jugendarbeit und die Anstrengungen bei der Ausrichtung der vielen Veranstaltungen.
Den Jugendwettbewerb CTIF hat die Feuerwehr aus Au am Inn gewonnen und damit Oberneukirchen bezwungen. Die deutschen Meister aus Oberneukirchen nehmen dafür heuer an der Europameisterschaft in Kotschevije in Slowenien teil.
Sein besonderer Dank galt der Jugendfeuerwehr Au, die alle Veranstaltungen besucht hat.
Auch 2011 gibt es eine ganze Reihe Jubiläen im ganzen Landkreis. Langweilig wird’s also nicht.
Er dankte abschließend besonders Kreisbrandrat Karl Neulinger für die jahrelange Unterstützung der Jugendarbeit und hoffte, dass das vertrauensvolle Verhältnis in der Kreisbrandinspektion erhalten bleiben kann.
Kreisbrandrat Karl Neulinger bekräftigte das Engagement für die Jugendarbeit. Nachwuchs zu werben ist eine der zentralen Aufgaben, die langfristig allein den Bestand der Feuerwehren und damit der Sicherheit der Bürger gewährleisten kann.
Schatzmeister Sebastian Lentner trug den Kassenbericht vor: Einnahen von 12.486 Euro - etwa 2.000 mehr als veranschlagt - standen Ausgaben von 11.375 Euro gegenüber, auch knapp 1000 Euro mehr als veranschlagt. Ein sehr positives Ergebnis. Die Kassenprüfer empfahlen der Versammlung die Entlastung des Vorstandes und die erteilten sie ohne Gegenstimme.
Nun ehrte Kreisbrandrat Karl Neulinger langjährige Mitglieder: Das Feuerwehrehrenkreuz in Silber am Band überreichte Kreisbrandmeister Herbert Hutter von der Feuerwehr in Haag.
Das selbe Ehrenzeichen überreichte er dem ehemaligen Kommandanten Helmut Niedermeier von der Freiwilligen Feuerwehr in Forsting.
Nicht dabei sein konnte leider der nächste Geehrte, der ehemalige Kommandant Leonhard Schwarz von der Freiwilligen Feuerwehr in Grünbach.
Zum Ehrenmitglied ernannte er den Feuerwehrruheständler und ehemaligen Kreisbrandmeister Anton Wimbauer.
Ein weiteres Ehrenzeichen in Silber am Band überreichte Karl Neulinger dem ehemaligen Jugendwart des Kreisfeuerwehrverbandes und heutigem 2. Kommandanten der Feuerwehr von Rattenkirchen, Alfrons Sternegger.
Dann dem ehemaligen ersten Kommandanten der Feuerwehr Rattenkirchen Franz Schwarzenböck.
Und schließlich ehrte Karl Neulinger im Namen der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft die Firma von Rattenkirchens Bürgermeister Rupert Aigner für die sehr gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren des Landkreises.
Der nächste Punkt auf der Tagesordnung war die Neuwahl des Kreisbrandrates. Karl Neulinger dankte zunächst für die gute Zusammenarbeit in den zrückliegenden Jahren und erklärte seine neuerliche Kandidatur für die verbleibenden drei Jahre bis zu seinem Feuerwehrruhestand.
Bevor es aber zur Wahl kam, trat Landrat Georg Huber ans Pult.
Er ist sehr stolz auf die Feuerwehren im Landkreis, sorgt sich aber gleichzeitig um ihren Nachwuchs – erklärte Landrat Georg Huber. Er forderte die Zuhörer auf, Kontakt mit Schulen und Jugendorganisationen zu halten um so Nachwuchs zu gewinnen. Für das Verständnis für das Engagement ihrer Angehörigen dankte er den Arbeitgebern und Familien der Feuerwehrleute. Um den hohen Ausrüstungsstand der Wehren erhalten zu können ist die Ausweitung der interkommunalen Zusammenarbeit nötig. Er nannte die gemeinsame Beschaffung von Fahrzeugen durch die Feuerwehren Mühldorf und Waldkraiburg beispielhaft.
Landrat Georg Huber stellte die Kandidaten für die Neuwahl vor: Karl Neulinger hatte seien erneute Kandidatur bereits erklärt. Die Feuerwehren Waldkraiburg, Kraiburg, Mühldorf und Ebing haben Richard Pointl als Gegenkandidaten vorgeschlagen. Weitere Vorschläge gab es nicht, eine Aussprache war nicht gewünscht.
Erich Kozel übernahm die Leitung der Wahl. Die Wahl fand als geheime Wahl statt. Die Kommandanten stimmten nun in geheimer Wahl ab, während die Bürgermeister eigentlich eine Bürgermeisterversammlung hätten abhalten können. BeSchlussfähig wären sie auf jeden Fall gewesen....
Erich Kozel verkündete das Ergebnis: (O-Ton )
Die Kommandanten nahmen das Ergebnis mit Jubel entgegen und bejubelten auch, dass Karl Neulinger die Wahl annahm. Der Gewählte konnte viele Glückwünsche entgegennehmen. Richard Pointl überwand sich erst viel später zur Gratulation, als unsere Kamera in eine andere Richtung blickte.
Karl Neulinger dankte für den Vertrauensbeweis und bat, jetzt wieder zur Zusammenarbeit zurückzukehren und Ruhe einkehren zu lassen. Die vorangegangene Diskussion hat nicht nur den Feuerwehren geschadet, sondern dem Feuerwehrwesen insgesamt.
Nun bat Richard Pointl ums Wort. Er dankte zunächst den Wehren, die ihn gewählt hatten. (O-Ton – würde raten.... )
Er ist nicht davon ausgegangen, dass er heute gewählt wird, riet aber dazu, sich mit den Wehren zu unterhalten, die ihn vorgeschlagen hatten. Es gibt da wirklich Probleme. (O-Ton)
Nicht einmal das Essen hat ihm danach mehr geschmeckt. Er hatte sich nur aufstellen lassen, damit wieder mit allen Feuerwehren gesprochen wird.
Es folgten viele weitere Wahlgänge. Zum Vertreter der Kommandanten in der Kreisbrandinspektion wurde Konrad Wenzl gewählt, zu seinem Vertreter Anton Zauner.
Der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes – Alfons Weinzierl – erklärte, in Bayern tun 27 pro 1000 Einwohner ehrenamtlich Dienst in den Feuerwehren, in Deutschland sind es 13, in Griechenland nur einer. In Bayern rückten die Feuerwehren 2010 über 200.000 Mal aus um Hilfe zu leisten. Der Landesfeuerwehrverband bemüht sich, die Ausstattung mit Wärmebildkameras zu verbessern. Der Digitalfunk wird kommen, realistisch aber erst bis 2015. Erhöhte staatlichen Zuschüsse sollen helfen, das Ausbildungsangebot zu erweitern. Auch der Feuerwehrführerschein wird kommen.
MdB Stephan Mayer gratulierte Kreisbrandrat Karl Neulinger zur Wiederwahl. Er würdigte die ehrenamtlichen Helfer in Feuerwehr und THW, ohne die unsere Gesellschaft nicht funktionieren würde. Er kündigte an, der Feuerwehrführerschein würde nach einem „Machtwort“ aus Bayern nun demnächst kommen. Dann endet diese Unsicherheit.
Bevor Helmut Streck von der Versicherungskammer Bayern der Feuerwehren in Kraiburg Erharting, Irl und Kraiburg überreichte, würdigte Mühldorfs Polizeichef Robert Anderl die Verantwortung, die Polizei und Feuerwehren haben, wenn sie vor Ort über Leben und Tod entscheiden müssen. Er kritisierte den Voyeurismus und die Gleichgültigkeit in der Gesellschaft. Es reicht nicht, sich auf das Bezahlen der Steuern zurückzuziehen. Jeder muss mitmachen. Für die gute Zusammenarbeit bei der Hilfe am Nächsten dankte er ihnen und wünschte allzeit gute Heimkehr.
50 Die Hauptversammlung der "Magistrale für Europa" Deutschland hinkt hinterher 16:40
Karlsruhe’s Oberbürgermeister und Vorsitzender der Initiative „Magistrale für Europa“ Heinz Fenrich (L: Achtung! Nicht FenDrich!!!) konnte im Stadtsaal in Mühldorf eine große Zahl Interessierter begrüßen, unter ihnen Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil, den EU-Koordinator für das TEN-Projekt T-17 – Professor Peter Balasz, den Vorstandvorsitzenden der Wacker-Chemie Dr. Rudolf Staudigl, der auch Vorsitzender der Bayerischen Chemieverbände ist und natürlich Landrat Georg Huber und viele Bürgermeister aus der Region. Staatssekretär Dr. Marcel Huber gehörte genauso zu den Gästen wie MdB Stephan Mayer, dem die Aufgabe zufiel, den wichtigsten Redner zu vertreten, der wegen eines Todesfalls in der Familie nicht teilnehmen konnte: Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer.
Zunächst stellte Bürgermeister Günther Knoblauch die Region vor, in der mehr als eine halbe Million Menschen leben und die eine starke beherbergt. Allein 25.000 Menschen arbeiten hier und produzieren viele Dinge, ohne die weltweit Flugzeuge nicht fliegen würden, Autos keine Airbags hätten und vieles mehr.
1,5% des gesamten Güteraufkommens der Deutschen Bahn fahren durch den Bahnhof Mühldorf, das sind derzeit etwa 2,6 Millionen Tonnen pro Jahr. 2014 werden es 6 Millionen Tonnen sein.
Schon 1862 wies diese Karte den zweigleisigen Ausbau der Strecke München-Mühldorf-Simbach als besonders dringend aus... Bis heute wurde das aber nicht umgesetzt.
Bürgermeister Günther Knoblauch drückte seine Hoffnung aus, dass diese Tagung hier einen Schub bewirken wird.
Weil Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer nicht anwesend war, ließ Landrat Georg Huber einige Passagen seiner Rede aus und beschränkte sich darauf, als Sprecher der „Initiative Airport-Bahn“ die Verbesserung des Anschlusses der Region an den Flughafen zu verbessern, der für den Raum Süd-Ostbayern „Job-Motor“ ist und der nur noch von hier das dringend benötigtes Personal akquirieren kann. An Staatsminister Martin Zeil gewandt, meinte er dann, würde sich hier nicht bald etwas sichtbar ändern, wird die Region wohl bald ein deutlich sichtbares Zeichen des Mißfallens mit dieser Politik setzen. Er kündigte an, künftig mehr als bisher in dieser Frage seine Stimme zu erheben.
Der ehemalige Ungarische Außenminister Professor Dr. Peter Balázs ist von der Europäischen Kommission beauftragt, das Trans-Europäische-Netz-Projekt 17 – kurz „TEN-T17“ zu betreuen.
Nur drei solche Projekte verbinden West-Europa mit den neuen Mitgliedern in Mitteleuropa.
Das Projekt 17 – also die Verbindung von Paris nach Budapest – kommt nach seiner Beobachtung in allen vier beteiligten Ländern gut voran. Ende 2010 waren 43% der Strecke fertiggestellt, auf 44% liefen Bauarbeiten und 13% wurden geplant. Die Strecken in Frankreich und in Österreich sind am weitesten fortgeschritten. Am Abschnitt Stuttgart-Ulm begannen 2010 die Bauarbeiten. Fraglich ist derzeit aus bekannten Gründen die Situation in Stuttgart mit dem Bahnhofsprojekt. Wenn 2011 die Bauarbeiten zwischen Ulm und München abgeschlossen sind, wird die Strecke viergleisig sein und mit maximal 230 km/h befahrbar sein. Die Situation von München bis Salzburg ist bekannt. Bauarbeiten in Österreich werden bis 2015 fertiggestellt sein.
Es ist beabsichtigt, diese Achse bis 2020 fertig zu haben.
Die EU fördert den Ausbau mit bis zu 700 Millionen Euro.
Professor Balázs sah ein Problem im legislaturperiodenorientierten Denken der Politik, die es langfristigen Planungen immer schwer macht. So hat er seit 2005 mit mindestens vier Verkehrsministern in allen vier beteiligten Ländern und drei Verkehrskommissaren in der Europäischen Union zu tun gehabt.
Er hatte auch eine ganze Liste mit Forderungen: Am wichtigsten erschien ihm, endlich eine Finanzierungsvereinbarung für den Abschnitt München-Freilassing zu unterzeichnen, und die Flughäfen entlang der Strecke besser anzubinden, was wichtig wäre um ein funktionierendes Netz zu schaffen.
Da es weiter schwierig bleiben wird, solche Großprojekte umzusetzen, freute er sich über die Unterstützung durch die Initiative „Magistrale für Europa“.
Der Generalsekretär des Österreichischen Bundesministeriums für Vekehr, Innovation und Technologie – Herbert Kasser – stellte die Situation des Streckenabschnitts in Österreich dar:
Österreich investiert im Zeitraum von 2011 bis 2016 11,5 Milliarden Euro in das Schienennetz und steigert so die Kapazität bis 2025 um 30%. Dieses ambitionierte wird in diesen Etappen realisiert.
Allein in den Umbau des Bahnhofs Salzburg fließen 250 Millionen Euro, weitere 200 Millionen in den dreigleisigen Ausbau der Strecke Freilassing-Salzburg. Damit werden die Großräume München und Salzburg besser zusammengebunden, die gemeinsame Wirtschaftsiniteressen vertreten und künftig besser zusammenarbeiten müssen.
Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil stellte fest, dass die Bahnanbindung den Anforderungen einer prioritären Eisenbahnachse nicht entspricht. Nur mit gut ausgebauten Verkehrswegen kann die Wirtschaft aber ihre Leistungsfähigkeit voll ausschöpfen.
Viel erfreuliches ist bereits geschehen, etwa der zweigleisige Abschnitt München-Ampfing, für den man allerdings auch schon fast 25 Jahre benötigt hatte. Es ist allerdings unglaublich...Zumutung! (O-Ton)
Es ist beinahe verwunderlich, dass die Firmen im Chemiedreieck noch immer hier investieren. Für ihr Bekenntnis zum Standort dankte er den Firmen. Nur mit dem zweigleisigen Ausbau und der durchgängigen Elektrifizierung Bahnstrecke kann die Erfolgsgeschichte des Chemiedreiecks fortgesetzt werden – ein Anliegen der Bayerischen Staatsregierung.
Andere Länder wären schneller, bei der Anbindung der Häfen und Flughäfen sowie beim Bau des Brenner-Basistunnels. Deutschland hinkt hier gewaltig hinterher.
Er kritisierte scharf die ehemalige Bundesregierung, die sich geweigert hatte, Mittel aus den Konjunkturprogrammen für den zweigleisigen Ausbau zur Verfügung zu stellen. (O-Ton Fehlalokationen...) Jetzt fehlen Milliarden! Jetzt muss man über andere Finanzierungsformen nachdenken, etwa die Erhöhung der Mittel im Bundeshaushalt.
Auch über eine private Finanzierung muss nachgedacht werden. Außerdem müssen Erträge aus der Infrastruktur wieder in Infrastrukturprojekte zurückfließen. (O-Ton )
Den abwesenden Bundesverkehrsminister Ramsauer forderte er auf, schon in seinem eigenen Interesse hier für Fortschritt zu sorgen.
Die Bürger haben schon lang kein Verständnis mehr dafür, dass es hier so lang dauert. Und so schloss er mit einem Zitat des ehemaligen Präsidenten John-F. Kennedy: (O-Ton)
MdB Stephan Mayer dankte Wirtschaftsminister Martin Zeil für sein Engagement für den Ausbau. Alle Kräfte der Region ziehen hier an einem Strang und das sogar in die gleiche Richtung! Er sah es als positives Signal für die Region, dass diese Hauptversammlung hier stattfindet. Besonders in dieser Region zeigt sich die Wichtigkeit des Ausbaus der Bahnstrecke, die leider weit hinter der in anderen Ländern hinterherhinkt. Dabei ist die Magistrale eine Lebensader für ganz Europa an der 33 Millionen Menschen leben.
Bundesverkehrsminister Ramsauer kennt die Bedeutung und forciert das Projekt nach Kräften: Die Planungen für den Abschnitt Altmühldorf Tüßling sind bereits fertig, das Planfeststellungsverfahren soll bis Ende 2012 abgeschlossen sein und bis dahin auch die Finanzierungsvereinbarung für etwa 120 Millionen Euro unterzeichnet sein. Dann wird auch gebaut. Schon jetzt wird die Innbrücke bei Ehring gebaut. Im Frühjahr wird das elektronische Stellwerk in Burghausen in Betrieb genommen. Die Politik ist nach wie vor intensiv hinter der Realisierung dieser Investition her. Allerdings hat er wenig Verständnis dafür, dass die Verhandlungen zwischen Bahn und Bund so lang dauern. Es muss endlich mit der Planung für den LückenSchluss zwischen Markt-Schwaben und Ampfing begonnen werden. Die Industrie hat viele Vorleistungen erbracht. Nun müssen Bund und Bahn nachziehen. Die konstruktive Ungeduld der Region hilft dabei. Bundestag, Bundesregierung und Bayerische Staatsrgierung werden alles tun, um hier schnellstmöglich vorwärts zu kommen. Nur gemeinsam wird man das Ziel erreichen können.
Wacker-Chemie-Vorstandsvorsitzender Dr. Rudolf Staudigl war beeindruckt vom eindeutigen Bekenntnis seiner Vorredner für den Ausbau der Infrastruktur in der Region. Auch er betonte den hohen Stellenwert dieses Projekts für diesen wichtigen Industriestandort. 25 Unternehmen erzielen hier einen Umsatz von über 8 Milliarden Euro pro Jahr. 25.000 Menschen direkt und über 50.000 Menschen indirekt arbeiten für diese Unternehmen. 2009 wurden in dieser Region täglich 23.000 Tonnen Fracht bewegt. Trend steigend. 2010 wurden allein aus Burghausen über 2 Millionen Tonnen Güter herausbefördert. Leider bremst die Verkehrsinfrastruktur weitere Steigerungen und wird zunehmend zum Problem für die Betriebe. Schon heute blockieren sich zwischen Tüßling und Mühldorf die Züge, weil auch der Personenverkehr noch auf der selben Strecke fahren muss. Ein täglicher Verkehrsinfarkt.
Die Folgen gehen zu Lasten auch zu Lasten der Bürger. (O-Ton: Die Art und Weise ... verantwortungslos)
Die Logistik darf nicht als Bremse für weiteres Wachstum wirken. (O.Ton Was nützen uns .... )
Die Betriebe müssen sich so sehr genau überlegen, wo sie künftig investieren werden. Im globalen Arbeitsumfeld können sie sich solche Probleme nicht leisten. (O-Ton keine leeren Drohungen!)
Auch wenn das Herz der Wacker-Chemie in Burghausen schlägt, muss es doch ver- und entsorgt werden. Die Minimalforderung ist deshalb der zweigleisige Ausbau zwischen Mühldorf und Tüßling bis 2015. Die erforderlichen 125 Millionen Euro sind ohnehin nur ein Bruchteil dessen, was für andere Bahnprojekte in Deutschland aufgewendet wird.
Außerdem kritisierte Dr. Staudigl die Bauzeit: Wann wird die Magistrale von Paris bis Budapest fertig sein, wenn für den Bau von 8 Kilometern von Ampfing bis Altmühldorf schon 4 Jahre nötig sind? Hier geht es auch um die Glaubwürdigkeit von Bahn und Politik.
Auch er gab zu bedenken, dass man die Strecke auch durch private Partner vorfinanzieren lassen könnte. So könnte man die gesamte Strecke auf einmal durchziehen. Er sicherte im Namen der Chemieindustrie zu, die Strecke künftig auch intensiv zu nutzen. Dazu wird in Burghausen gerade ein Güterterminal geplant.
Deutschland ist ein Industrieland und verdankt ihr seinen Wohlstand. Im der globalisierten Welt kann man seine Position sehr schnell verlieren. Dagegen gilt es vorzugehen.
Die folgende Podiumsdiskussion leitete der Chefredakteur des Bayerischen Rundfunks Siegmund Gottlieb. Auf die Frage nach Möglichkeiten dem Zorn von Bürgern, Wirtschaft und Politik entgegenzuwirken, erklärte Professor Balázs, er selbst kann nur für die Finanzierung sorgen. Für den politischen Willen zum Bau müssen die Länder sorgen.
Wirtschaftsminister Zeil schlug vor, der Bahn das erwirtschaftete Geld zu belassen um es wieder investieren zu können und auch, alternative Finanzierungswege zu finden. Allerdings muss auch bei diesen Modellen der Staat 60 bis 70% der Mittel aufbringen.
Der Österreichische Generalsekretär aus dem Wirtschaftsministerium warnte hingegen vor der privaten Finanzierung, weil sie sehr kompliziert ist und am Ende mehr kostet als wenn der Staat selbst finanziert.
Klaus-Dieter Josel sollte erklären, warum bei der Bahn alles so ewig lang dauert. Verantwortlich für den Bau und die Finanzierung von Bahnstrecken ist seit 1994 der Bund. Um den Bundesverkehrswegeplan mit einer Investitionssumme von 28 Milliarden Euro zu realisieren, erhält die Bahn pro Jahr vom Bund aber nur 1,2 Milliarden Euro. Es geht also um die Erhöhung der Mittel oder die Priorisierung von Projekten. Der Bund sollte außerdem neue Regularien schaffen. (O-Ton)
Zwar will die Bahn Güter befördern und Personen transportieren, wenn aber der Bund nicht zahlt, wird die Bahn nicht investieren.
MdB Stephan Mayer beklagte die notorische Unterfinanzierung des Bundesverkehrshaushaltes und forderte dessen Aufstockung. Er beklagte, dass der Bund an der falschen Stelle spart und offensichtlich lieber Zinsen bezahlt als die Infrastruktur auszubauen, die dann wieder höhere Steuereinnahmen bringen würde. Jährlich fehlen 2 Milliarden Euro im Bundesverkehrshaushalt.
Er sah auch die Anbindung an den Flughafen als Problem: Während man heute mit der Bahn 90 Minuten braucht, könnte man über die Walpertskirchner Spange und den Erdinger RingSchluss 42 Minuten benötigen. Der Arbeitsplatz Flughafen wäre so viel interessanter. Er forderte, den Ausbau rund um den Flughafen in die Planungen schon gleich mit einzubeziehen.
Auf konkrete Aussagen befragt, meinte Klaus-Dieter Josel, dass es derzeit am Eisenbahnbundesamt liegt, das zwei Jahre braucht, um den Plan festzustellen. 2013 soll zwischen Mühldorf und Tüßling gebaut werden und 2015 soll die Strecke fertig sein. Diesem Zeitplan sah auch Martin Zeil als realistisch. Er drängt aber auf die Bereitstellung des Planungskostenbudgets um sofort mit den Planungen für den Abschnitt Markt-Schwabe – Ampfing beginnen zu können. Weniger optimistisch ist er dagegen mit dem Bau der Flughafenanbindung.
Oberbürgermeister Fenrich fasste die Veranstaltung zusammen und kritisierte, dass die Bahn an vielen Orten leider auch dann nicht baut, wenn planfestgestellte Unterlagen und damit Baurecht vorhanden sind. Auch im Bereich Ulm-Augsburg gibt es keine Bautätigkeiten. Eine Entlastung muss aber dringend sein. Sein Fazit deshalb: (O-Ton)
Es ist kaum zu fassen, dass das Exportland mitten in Europa - Deutschland – wesentlich weniger pro Kopf für seine Infrastruktur ausgibt als die viel kleineren Nachbarländer. Deshalb wird die Initiative weiter erheblich Druck machen.
Die Hauptversammlung setzte am nächsten Tag in Burghausen mit Themen fort, die sich vorwiegend um den Ausbau des Güterterminals der Gesamtsituation in der Region widmeten. Der Hauptredner, DB Aufsichtsratsvorsitzender Professor Utz-Hellmuth Felcht kam leider nicht nach Burghausen.
51 Nicht nur für Immobilienkäufer und -verkäufer: Das neue Bodenrichtwertsystem 3:30
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52 Ein Jongleur für den Minister - Bgm. Ottmar Wimmer gratuliert Dr. Marcel Huber
3:30
11 18.03.11
„Minister in Spe“ und Gemeinderat Dr. Marcel Huber kam erst gar nicht bis zu seinem Platz im Sitzungssaal im Rathaus in Ampfing. Er musste Hände schütteln und Gratulationen entgegennehmen.
Nachdem Bürgermeister Ottmar Wimmer die Gemeinderatssitzung eröffnet hatte, gratulierte er offiziell und im Namen der gesamten Gemeinde. Er freute sich, mit ihm einen Bürger seiner Heimatgemeinde an so prominenter Position in der Bayerischen Staatsregierung zu wissen. Ottmar Wimmer meinte, die Aufgabe, der er sich nun zu widmen hat, verlangt viel von ihm und wird ihn sehr in Beschlag nehmen. Er ist ja dafür zuständig, hinter den Kulissen die Interessen der Koalitionspartner abzustimmen, aufkommende Konflikte erst gar nicht ausbrechen zu lassen und Ministerpräsident Horst Seehofer den Rücken frei zu halten, damit der sich den großen und wichtigen Dingen in Bayern, Deutschland und Europa widmen kann.
Leider steht zu befürchten, dass er in Landkreis und Gemeinde nicht mehr so häufig zu treffen sein wird, wie das bisher möglich war.
Und weil es viel Geschick erfordert, und so manchen Jonglierens bedarf, so unterschiedliche Interessen wie die der CSU-Fraktion, der FDP-Fraktion, der Opposition, aber auch der Landesgruppe in Berlin und der Staatsregierung in München unter einen Hut zu bringen, hatte er ein Präsent für ihn: Einen Jongleur. Ottmar Wimmer gratulierte Dr. Marcel Huber herzlich zur Ernennung und meinte etwas wehmütig, diese Skulptur sollte ihn immer an seine Heimatgemeinde erinnern und an seine Ampfinger!
Noch-Staatssekretär und Gemeinderat Dr. Marcel Huber bedankte sich herzlich für die vielen Glückwünsche, wenn sie auch viel zu früh kamen. Seine Amtsgeschäfte nimmt er erst einige Tage später auf, nach der Vereidigung im Landtag.
Er äußerte sich sehr stolz darüber, dass ihm Ministerpräsident Horst Seehofer diese verantwortungsvolle Aufgabe übertragen hat und zeigte sich sicher, sie auch meistern zu können. Sein derzeitiges Amt im Kultusministerium wäre geprägt von definierten Sachverhalten und damit relativ einfach auszuüben. In der Staatskanzlei ist das nicht mehr ganz so einfach. Da paßt der Jongleur sehr genau als Beschreibung seiner neuen Tätigkeit. Allerdings findet die offizielle Vereidigung erst in ein paar Tagen statt. Rechtlich gesehen ist er noch immer Staatssekretär im Kultusministerium. Und weil er erst nach der Vereidigung anfangen muss zu jonglieren, bleibt der Jongleur erst einmal noch im Schrank. Ampfing bleibt er auf jeden Fall verbunden lachte er, da sollten sie sich mal keine Sorgen machen......
53 Vereinigung der CSU-Ortsverbände Mühldorf und Altmühldorf vollzogen 10:10
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54 Die CSU ist wieder da! MdB Stephan Mayer beim politischen Aschermittwoch in Schwindegg 14:00
Schwindeggs CSU Ortsvorsitzender Martin Thalmeier konnte eine ganze Reihe Vertreter umliegender Ortsverbände begrüßen und auch zahlreiche Mitglieder des örtlichen Gewerbeverbandes mit ihrer Vorsitzenden Ingrid Obermeier-Osl. Die Bürgermeister Dr. Karl Dürner und Thomas Einwang waren gekommen, Landrat Georg Huber und Waldkraiburgs Bürgermeister Siegfried Klika stießen später dazu. Die Frauenunion war ebenso vertreten wie die Junge Union, die mit einer starken Gruppe anwesend war. Und natürlich hieß er den Redner des Abends herzlich willkommen: Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer.
Bürgermeister Dr. Karl Dürner dankte Martin Thalmeier, der es geschafft hatte, dass sich der politische Aschermittwoch inzwischen etabliert hat und die Gemeinde auch dadurch über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt wurde.
Schwindegg ist auf einem guten Weg, der sich mit der Fertigstellung der Autobahn noch weiter beschleunigen wird. Er freute sich für Kreisvorsitzenden Dr. Marcel Huber über die Nominierung zum Staatsminister, befürchtete aber, dass man künftig im Landkreis nur noch seinen Schatten sehen wird. Wenn sein Büro beschwichtigt, dass es nicht so weit kommen wird, dann wollte er sie beim Wort nehmen!
Er wünschte den Zuhörern einen informativen Abend.
Martin Thalmeier scherzte, in den kommenden zwei Stunden würde Stephan Mayer nun einen kurzen Abriß aus der Landes- und Bundespolitik bringen....
Nachdem er die Gäste begrüßt hatte, stellte MdB Stephan Mayer fest, die Botschaft des politischen Aschermittwoch in Passau war: „Die CSU ist wieder da! Sie ist wieder stolz und selbstbewußt und die Volkspartei in alter Stärke“ Dies sagen auch die Umfragen, und zeigen all denen, die die CSU schon abgeschrieben hatten, dass sie nach wie vor mit der CSU rechnen müssen.
Er bedauerte die Entwicklung um Karl-Theodor zu Guttenberg, mit dem er weiter freundschaftlich verbunden ist. Die CSU hat sich in dieser schwierigen Zeit allerdings hervorragend präsentiert: Es gab keine einzige – ihm bekannte – kritische oder gar negative Stimme. Die CSU präsentierte sich einig!
Diese Affäre hat gezeigt, wenn die CSU sich auf allen Ebenen einig ist, vom Ortsverband bis zur Europafraktion, (O-Ton dann sind wir eine Macht! Und wirklich auch unschlagbar)
Leider gibt es immer noch politische Kräfte, die erst laut schreien und dann die Flucht ergreifen, wenn sie Verantwortung übernehmen sollen. Dazu gehören die Grünen, die in den zurückliegdenden Monaten schon zur neuen Volkspartei hochstilisiert worden waren. So hatten sich die Grünen bei der Diskussion um die Neuregelung der Hartz-IV-Sätze lang an der Debatte beteiligt. Als sich ein Erfolg der Ministerpräsidenten abzeichnete, haben sie sich aus den Verhandlungen zurückgezogen und erklärt, das Ergebnis nicht mittragen zu wollen. Die Grünen sind also nicht die neue Volkspartei. (O-Ton Verantwortungslose Gesellen!)
Sie wollen zwar erneuerbare Energieen aber keine Pumpspeicherkraftwerke. Sie wollen Windkraft aber keine Hochspannungsleitungen. Sie wollen Sport im Grundgesetz aber keine Olympiade. Sie wollen den Ausbau des Bahnverkehrs aber keine Bahnhofsbauten. Wenn es darauf ankommt, ist eben kein Verlaß auf die Grünen und die anderen Oppositionsparteien.
Wer regiert macht Fehler! Trotzdem macht es mehr Freude als auf der Oppositionsbank zu sitzen.
Die CSU hat sich bei der Neuregelung der Hartz-IV-Sätze durchgesetzt. Stephan Mayer ist überzeugt, dass es notwendig ist, (O-Ton Menschen zu helfen...) Das zeichnet die soziale Marktwirtschaft aus. Viele der über 6 Millionen Hartz-IV-Empfänger sind unverschuldet in diese Lage gekommen. Die CSU ist FÜR die Erhöhung des Regelsatzes um 5 Euro, aber auch nicht mehr. Der deutsche Steuerzahler gibt jährlich 50 Milliarden Euro für Hartz-IV aus. Er kritisierte die Linken, die sich intensiv mit den Beziehern von Sozialleistungen beschäftigen, aber kaum mit denen, die diese Leistungen bezahlen sollen, den Leistungsträgern der Gesellschaft. Die Politik muss sich wieder mehr mit den Leistungsträgern befassen, also mit all denen, die jeden Tag ihrer Arbeit nachgehen und so eben über die Runden kommen, dabei aber mit ihren Beiträgen zu den Sozialsystemen die Ausgaben für Hartz-IV mitfinanzieren.
Um Kinder und Jugendliche in Hartz-IV-Familien zu fördern, hat die CSU das Teilhabe- und Bildungspaket eingebracht. Es wäre unchristlich, wenn man solchen Kindern die Chancen vorenthalten würde, die Kinder in anderen Familien wie selbstverständlich haben. Allerdings muss der Bund die Kosten hierfür übernehmen. Die zusätzlichen Kosten für die demographische Entwicklung muss auch der Bund tragen. Die Kommunen dürfen nicht unter der steigenden Lebenserwartung leiden. dass dies so wird, dafür hat ausschließlich die CSU gesorgt, auch nicht die CDU.
Die CSU ist die Partei der Kommunen. Das resultiert aus der starken Verzahnung aller politischer Ebenen von den Gemeinderäten bis zum Europäischen Parlament.
Einer der wenigen positiven Aspekte des Rücktritts von Karl-Theodor zu Guttenberg ist die Benennung von Hans-Joachim Friedrich zum Innenminister. Damit bekleidet ein CSU-Mann ein sehr prominentes Amt. Wie zu erwarten war, sind viele Medien schon am Tag nach seiner Ernennung über ihn hergefallen und haben versucht, einen Keil zwischen ihn und Bundespräsident Wulff zu treiben. Es leben in Deutschland etwa vier Millionen Moslems - die meisten gut integriert.
Trotzdem ist festzuhalten, dass der Islam Deutschland nicht geprägt hat. Es ist wohl unbestritten, dass Deutschland durch Jahrhunderte hindurch von Judentum, Christentum und der Aufklärung geprägt wurde. Das muss man ja wohl noch sagen dürfen! (Beifall)
Die Prägung unseres Landes hat Menschenrechte hervorgebracht, Frauenrechte, Minderheitenrechte und vieles mehr. Es herrscht eine Rechtsordnung, und das ist eben nicht die Scharia!
Stephan Mayer war befremdet über die Äußerungen des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan, der gesagt hatte.. (O-Ton assimiliert euch nicht.... ) Das ist ein grober Fehler, der die freundschaftlichen Beziehungen zur Türkei gefährden kann. Die Aussagen sind kontraproduktiv und integrationsfeindlich. In jedem fremden Land muss man zuerst die Sprache lernen, um dort erfolgreich leben zu können. Das gilt überall auf der Welt und auch für Türken in Deutschland.
Es kann nicht sein, dass es in Deutschland Stadtteile gibt, in denen man nicht Deutsch spricht, wie etwa in Berlin Kreutzberg. Die Parallelgesellschaften in vielen deutschen Städten darf der Staat nicht akzeptieren. In Bayern wird etwa kein Kind eingeschult, das nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügt, eine Grundvorsaussetzung dafür, dass das Kind erfolgreiche seine Ausbildung absolvieren kann. Erdogan gibt seinen Leuten ein ganz falsches Bild mit.
Immigranten müssen anerkennen, dass sie hier in ein christlich geprägtes Land kommen und die hiesigen Sitten und Gebräuche akzeptieren. In der Türkei entspricht die Lebenswirklichkeit etwa der Frauen noch lange nicht den Gesetzen auf dem Papier. Dort eine christliche Kirche zu bauen ist schlicht unmöglich!
Erdogan hat mit seinen Aussagen viel kaputt gemacht und der Integration schweren Schaden zugefügt.
Die CSU hat Bayern zu einem weltoffenen und gastfreundlichen Land gemacht. Forderungen aus der Industrie nach der Zuwanderung von Fachleuten steht die CSU zwar positiv gegenüber, sieht aber die Wirtschaft in der Pflicht, dem Fachkräftemangel zunächst durch Aus- Fort und Weiterbildung entgegenzuwirken. Leider drängt sich ihm der Eindruck auf, dass es der Industrie mehr darum geht, billigere Fachkräfte einzukaufen. Die CSU fordert deshalb Anstrengungen in die Qualifizierung der bayerischen Bürger. Und da gibt es genug Spielraum.
Wenn ab 1. Mai Niederlassungsfreiheit für Arbeitnehmer aus den neuen mitteleuropäischen Mitgliedsstaaten herrscht, steht der Arbeitsmarkt vor einer neuen Herausforderung. Niemand kann heute die Folgen abschätzen. Die CSU hat durchgesetzt, dass für diese Arbeitnehmer die selben sozialversicherungsrechtlichen Voraussetzungen gelten müssen, wie für deutschen Arbeitnehmern.
Die CSU steht für Solidarität. Das hat die CSU auch in der Debatte um die Stabilisierung des Euro klargemacht. Stephan Mayer erachtete es richtig, Griechenland zu helfen. Für die Exportnation Deutschland war es nötig, den Euro stabil zu halten. Dabei vergißt man oft, dass das Problem nicht der Euro war, sondern die Tatsache, dass viele Euroländer in den zurückliegenden Jahren weit über ihre Verhältnisse gelebt haben. Auch Deutschland hat hier noch Hausaufgaben zu machen. Jetzt müssen alle Staaten ihre Haushalte in Ordnung zu bringen.
Die europäische Währungsunion darf nicht zu einer Transferunion verkommen, sonst gibt es das selbe System, wie wir es mit dem Länderfinanzausgleich haben, bei dem drei Bundesländer zahlen und 13 andere nur nehmen. Auch wenn Bayern selbst jahrelang Nehmerland war, ist es doch bisher das einzige Land, das es geschafft hat, vom Empfänger zum Geber zu werden. Leider fehlt es aber in den anderen Ländern an der Motivation, sich hier zu beteiligen. Der Gang der Geberländer zum Bundesverfassungsgericht ist somit nur konsequent. Von den derzeit ca. 7 Milliarden Euro des Länderfinanzausgleichs zahlt allein Bayern 3,5 Milliarden – die Hälfte. Was könnte man mit diesem Geld alles machen? Autobahn A94 und Bahnstrecke wären damit schnell gebaut!
Die Nehmerländer finanzieren mit dem Geld Leistungen, die es in Bayern nicht gibt, etwa kostenlose Kindergartenjahre.
Solidarität ja, aber nicht als Dauereinrichtung.
Da der neue Bundesinnenminister aus der CSU kommt, wollte Stephan Mayer noch auf ein letztes Thema eingehen: Die Innenpolitik.
Die Verwirklichung von Freiheitsrechten ist geknüpft an die Einhaltung von Regeln. Der Staat muss seine Bürger schützen. Es kann kein Verständnis dafür geben, dass man Freiheitsrechte nutzt, etwa im Internet, und dann dort Verbrechen begeht oder sich zu Verbrechen verabredet. Er hat kein Verständnis für die Verweigerungshaltung verschiedener Kräfte gegen die Vorratsdatenspeicherung. Derzeit werden die Sicherheitsbehörden künstlich taub und blind gehalten. Nur mit der Vorratsdatenspeicherung kann man Anschläge wie die der Sauerlandgruppe verhindern. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts können die Sicherheitsbehörden nur noch einen kleinen Teil der IP-Adressen potentieller Täter ausfindig machen. Eine neue Regelung ist dringend nötig. Stephan Mayer hofft, dass hier die FDP bald zur Vernunft kommt, besonders vor dem Hintergrund, dass Deutschland neben anderen EU-Staaten weiterhin im Fokus des internationalen Terrorismus steht.
Im vergangenen Jahr gab es in Bayern so viele Straftaten mit linksextremistischem Hintergrund wie noch nie. Zwei Drittel dieser Straftaten richteten sich gegen die Polizei! Es darf nicht mit zweierlei Maß gemessen werden. Sowohl der rechte Mob als auch linke Extremisten müssen gleich verfolgt werden. Es darf nicht sein, dass linksextreme Taten von linken Politikern und linker Presse verharmlost wirde. (O-Ton Schottern ....)
Es muss klar gemacht werden, dass in Deutschland Übergriffe gegen Polizeibeamte nicht toleriert werden. Es ist das selbe Thema: CDU/CSU würden gern das Strafmaß anheben, der Koalitionspartner sieht die Notwendigkeit aber nicht ein. Die CSU wird hier aber nicht locker lassen.
Es muss auch jedem klar sein, dass Dinge wie kürzliche die Hausbesetzung in Berlin, die durch den Einsatz von 2.500 Polizeibeamten aufgelöst werden musste, in Bayern nie toleriert werden würden.
Die Moralapostel Trittin, Künast, Gabriel und Gysi sind kaum zu hören, wenn es darum geht, Verfehlungen eines Politikers aus ihren Reihen aufzudecken, genau so übrigens, wie viele Medien. (O-Ton Gysi – informeller Mitarbeiter der Stasi! ) Es ist das schlimmste Verbrechen eines Anwalts, seine Mandanten zu verraten. Gysi hat das zu DDR-Zeiten mehrmals getan. Zur Fraktion der Linkspartei im Bundestag gehören sieben informelle Mitarbeiter der Stasi. Darüber spricht niemand! Joschka Fischer hat Pflastersteine auf Polizeibeamte geworfen. Auch darüber spricht niemand. Solche Leute urteilen nun über Karl-Theodor zu Guttenberg! (Applaus)
Es braucht einen „Aufschrei der Anständigen“, der solche Umtriebe brandmarkt.
Da Karl-Theodor zu Guttenberg ein bemerkenswertes politisches Talent ist, forderte Stephan Mayer eine zweite Chance für ihn und hoffte, dass es ihm nach einiger Zeit der Ruhe gelingt, wieder in die Politik zurückzukehren. Das wäre gut für Bayern und für Deutschland.
Stephan Mayer fasste zusammen: (O-Ton Aschermittwoch der leiseren Töne....)
Zur Halbzeit der Legislaturperiode im Landtag und im Bundestag kann die CSU stolz auf das Erreichte sein. Die CSU muss jetzt Selbstbewußtsein zeigen, dann ist ihm um die Zukunft der Region und Bayerns nicht bang.
Martin Thalmeier dankte für die engagierte Rede und freute sich auf die folgende Diskussion, in der es um den Ausbau der Bahnstrecke und viele weitere Themen ging, die die Zuhörer bewegt hatten.
55 Eine hochmoderne Kinderkrippe für Ampfing: Der Spatenstich 6:00
Weit weg von Grund- und Mittelschule in eine verkehrsruhigen Ecke Ampfings entsteht ein neues Gebäude für die Kinderkrippe. Die Bauarbeiter waren gerade noch mit der Aufstellung der Bautafel beschäftigt, die Schneeglöckchen spitzten aus dem nackten Boden als sich Gemeinderat, Landrat Georg Huber, Planer und Bauleute einfanden, um die blitzblanken Spaten aufstellten und zunächst Bürgermeister Ottmar Wimmer zuhörten, als er den geplanten Bau beschrieb:
Die Kommunen sind verpflichtet, ab 2013 Krippenplätze für unter-3-jährige zur Verfügung zu stellen. Sogar unter-1-jährige sollen hier aufgenommen werden können. Die Gemeinde hat nach langer Planung und einigen Besichtigungen anderer Kinderkrippen, wo man sich jeweils die Probleme mit den Gebäuden hatte erklären lassen, begonnen hier Platz für vier Kinderkrippengruppen zu planen. Ab Dezember werden dann 48 Kinder hier Betreuung finden.
Diese Fläche hier hatte die Gemeinde schon vor längerer Zeit erworben. Da der Bauplatz auch der Absicht entsprach, die Schulstätten zu dezentralisieren und so den Verkehr zu entzerren, entschloss man sich, hier zu bauen.
Das Planungsbüro Manfred Breitenwieser hat einen Plan entworfen, der modernsten Anforderungen entspricht und mit einer künstlichen Be- und Entlüftung schon jetzt Vorschriften einhält, die erst 2015 in Kraft treten. Das Gebäude wird die Vorschriften der Energieeinsparverordnung von 2012 erfüllen. Alles zusammen wird es eine Vorreiterrolle für andere Projekte im Landkreis übernehmen.
Die Kosten werden sich auf rund 1,8 Millionen Euro belaufen. Die Gemeinde trägt hiervon gut eine halbe Million Euro. Etwa 1,2 Millionen werden durch die Staatsregierung bezuschußt. Der Gemeinderat ist der Meinung, hier handelt es sich um gut angelegtes Geld.
Bürgermeister Ottmar Wimmer dankte den beteiligten Planern und Bauleuten für ihre Arbeit, etwa die 373 Säulen, die hier schon eingebaut wurden, um den Untergrund zu stabilisieren, der wegen frührer Bauten erst zu befestigen war. Er hoffte auf eine termingerechte Fertigstellung, die Einhaltung des Kostenrahmens und unfallfreie Ausführung aller Arbeiten.
Landrat Georg Huber gratulierte der Gemeinde und stellte fest, Ampfing ist ja seit Jahren bekannt dafür, zukunftsträchtig zu investieren. Ihm gefällt das Konzept, das auf das Wachstum der Gemeinde ausgerichtet ist. Es ist zu erwarten, dass sich nach der Fertigstellung der Autobahn hier weitere Firmen niederlassen werden. Für deren Mitarbeiterfamilien ist sowohl Baugrund als auch Angebote für die Betreuung ihrer Kinder und ihrer Senioren nötig. Die Kinderkrippe ist hierfür vorbereitet, Schulen sind vorhanden und sogar ein Seniorenwohnheim gibt es. Mit der Vorsorge für die anstehenden Veränderungen in der Region betreibt Ampfing eine durchdachte und vorbildliche Politik, sowohl für die Firmen als auch für die Menschen, die hierher kommen werden. Landrat Georg Huber macht sich keine Sorgen darüber, dass die Kinderkrippe nicht angenommen werden könnte. Seines Wissens liegen bereits jetzt 20 Anmeldungen vor.
Auch er wünschte termin- und kostengerechte Realisierung und auch weiterhin viel Erfolg.
Planer Manfred Preitenwieser beschrieb das künftige Gebäude als helles und offenes Gebäude, das auch im Innenraum viel Platz zum Spielen bieten wird, wenn man nicht in den Garten rausgehen kann. Bei schönem Wetter hat jeder Gruppenraum direkten Zugang zum Garten. Er dankte Verwaltung, Gemeinderat und Bürgermeister für das Vertrauen, das sie ihm mit der Auftragsvergabe entgegengebracht haben und freute sich schon auf die lachenden Kinderaugen, wenn sie dann nach der Eröffnung die neuen Räume bevölkern werden.
Schließlich griff man zu den Spaten. Von links Herr Rinner, Manfred Breitenwieser, Bürgermeister Ottmar Wimmer, Landrat Georg Huber und fanden gleich ordentlichen Humus....
Zur Feier des Tages und des Baubeginns lud die Gemeinde die Gäste zum Essen ein.
56 Kunst beim Anwalt: Sonja Haugeneder stellt bei Rechtsanwalt Siemund aus 6:30
Auf drei Etagen, in Büroräumen, Besprechungszimmern und dem Schulungsraum und auch in den Korridoren stellt Sonja Haugeneder aus. Ihre Werke in Öl oder Acryl zeigen kräftige Farben.

Da kann es schon sein, dass man Rechtanwalt Siemund mal über die Schulter schauen muss, wenn man ihre Werke betrachten will. Wer meint, hier Einblick in Akten als Dreingabe zu erhalten wird aber enttäuscht: Hier ist ein papierloses Büro!
Frau Haugeneder, Sie sind in Garching zuhause und stellen hier in einer Rechtsanwaltskanzlei in Mühldorf aus. Wie ist es dazu gekommen? (O-Ton)
Sie malen schon lang. Wie sind Sie dazu gekommen? (O-Ton)
Ihre Bilder repräsentieren ein weites Spektrum. Es finden sich bayerische Motive und afrikanische, fotorealistische und abstrakte. Woher nehmen Sie die Ideen? (O-Ton)
Haben Sie schon öfters ausgestellt? (O-Ton)
Wie lang sind Ihre Werke hier zu sehen? (O-Ton)

Herr Siemund, was hat Sie bewogen, Ihre Räume für eine Kunstausstellung zur Verfügung zu stellen? (O-Ton)
Das ist nicht Ihre erste Ausstellung? (O-Ton)
Die Ausstellung ist ja während der Bürozeit zu sehen. Stören Besucher nicht bei der Arbeit? (O-Ton)
Vielen Dank und viel Erfolg.

57 Landtagspräsidentin Barbara Stamm vereidigt Dr. Marcel Huber als Leiter der Bayerischen Staatskanzlei
9:00
12 25.03.11
„Wir leben in schwierigen Zeiten“ hatte Landtagspräsidentin Barbara Stamm am Morgen im Lift gemeint, als wir in den zweiten Stock im Maximilianeum fuhren, wo sich der Plenarsaal im Süden des Gebäudes befindet.
Dort fanden sich nach und nach Abgeordnete, Zuhörer und Medienvertreter ein.
Während Ministerpräsident Horst Seehofer noch Journalisten in die Blöcke diktierte, nahmen Abgeordnete und Mitglieder der Staatsregierung ihre Plätze ein. Dr. Marcel Huber noch neben Kultusminister Spänle. Dann entdeckte er seinen Fanclub auf den Zuhörerrängen.....
Landtagspräsidentin Barbara Stamm eröffente die Sitzung und erinnerte zunächst an die Opfer des Erdbebens in Japan und an die angespannte Lage im Kernkraftwerk in Fukushima.
Sie drückte ihre Verbundenheit mit den Betroffenen aus und sicherte Unterstützung der Freunde in Japan zu. Abgeordnete und Mitglieder der Staatsregierung erhoben sich zu einer Schweigeminute.
Zunächst bestimmte das Plenum Professor Gertraud Goderbauer zum neuen Mitglied des Landesbankuntersuchungsausschusses, dem Thomas Kreuzer bisher angehört hatte.
Dann dankte Ministerpräsident Horst Seehofer dem scheidenden Leiter der Bayerischen Staatskanzlei – Siegfried Schneider für seinen Einsatz für Bayern während der Dauer seiner Zugehörigkeit zum Bayerischen Landtag, also seit 1994. In dieser Zeit, besonders aber seit 2005 als Mitglied der Bayerischen Staatsregierung hatte er große Erfolge erzielt. Horst Seehofer wünschte ihm für seine neue Aufgabe als Chef der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien Glück und viel Erfolg.
Dann schlug er die Nachfolger vor: (O-Ton )
Es sollte eine kurze Aussprache folgen: Zunächst sprach der Fraktionsvorsitzende der SPD Markus Rinderspacher. Er kündigte an, dass seine Fraktion der Kabinettsumbildung nicht zustimmen wird und begründete dies damit, dass die SPD den Wechsel Siegfried Schneiders zur BLM mißbilligt. Die nötige Staatsferne des künftigen Medienkontrolleurs sei nicht gegeben. Trotzdem wünschte er Siegfried Schneider schnelle Einarbeitung ins neue Amt und erklärte, gut mit ihm zusammenarbeiten zu wollen. Außerdem kritisierte er die Kabinettsumbildung als und die Nominierung von Dr. Marcel Huber und Thomas Kreuzer, weil bei ihrer Benennung offensichtlich andere als Sachfragen im Vordergrund gestanden hatten. Er wünschte auch Dr. Marcel Huber und Thomas Kreuzer viel Erfolg in ihren neuen Ämtern und sicherte ihnen konstruktive Zusammenarbeit zu.
CSU-Fraktionsvorsitzender Georg Schmid: (O-Ton) Er warf der SPD falsches Demokratieverständnis vor. Siegfried Schneider ist demokratisch gewählt worden. Damit ist diese Diskussion abgeschlossen. (O-Ton...)
Er begrüßte die Berufung von Dr. Marcel Huber und Thomas Kreuzer, verdiente kompetente Kollegen, die schon bisher hervorragende Arbeit gemacht haben. (O-Ton)
Markus Rinderspacher warf er Schehnheiligkeit vor, wenn er erst Thomas Kreuzer lobt um ihm dann zu sagen, sie werden ihn nicht wählen!
Freie Wähler-Vorsitzender Hubert Aiwanger kritisierte die Amtsführung von Siegfried Schneider, hatte jedoch nichts einzuwenden gegen Dr. Marcel Huber kritisierte aber die Befähigung von Thomas Kreuzer als Bildungspolitiker. Thomas Kreuzer wollten die Freien Wähler nicht wählen.
Margharete Bause lehnte die Zustimmung zu dieser Kabinettsumbildung ab, wollte sich aber auch Angesichts der Situation in Japan gar nicht an dieser kleinlichen Auseinandersetzung beteiligen.
FDP-Fraktionsvorsitzender Thomas Hacker gratulierte den beiden Nominierten und freute sich auf die Zusammenarbeit mit beiden neuen Mitgliedern der Staatsregierung.
Barbara Stamm entließ zunächst Siegfried Schneider aus seinem Amt als Leiter der Bayerischen Staatskanzlei und wünschte ihm alles Gute für seine neue Funktion. Dann ließ sie zunächst über die Berufung von Dr. Marcel Huber abstimmen.
Die zweite Abstimmung betraf die Berufung von Thomas Kreuzer zum Staatssekretär im Kultusministerium.
Sie bat Dr. Marcel Huber und Thomas Kreuzer zur Vereidigung. (O-Ton)
Nach Landtagspräsidentin Barbara Stamm gratulierte zunächst Ministerpräsident Horst Seehofer, dann Europaministerin Emilia Müller und Innenminister Joachim Herrmann.
Weitere Gratulanten folgten: Finanzminister Georg Fahrenschon
Finanzstaatssekretär Pschierer, FdP-Fraktionsvorsitzender Thomas Hacker, CSU-Fraktionsvorsitzender Georg Schmid, Ingrid Heckner, und viele Kollegen aus dem Bayerischen Landtag.
Während Umweltminister Markus Söder seine Regierungserklärung zur Lage der Atomkraftwerke und der Nutzung der Kernkraft in Deutschland abgab, nahm Dr. Marcel Huber die Glückwünsche seiner Familie und der mitgereisten Mitglieder des CSU-Kreisverbandes entgegen.
Als er wieder hereinkam, nahm er seinen neuen Platz neben Ministerpräsident Horst Seehofer ein. Damit hatte er seine Amtsgeschäfte als Leiter der Bayerischen Staatskanzlei praktisch aufgenommen.
Die weitere Debatte haben wir nicht verfolgt, die sechs anderen Kamerateams haben ausführlich darüber berichtet.
Wir danken Frau Kathrin Kmeth von der Pressestelle der Bayerischen Staatskanzlei für die folgenden Aufnahmen:
Am Nachmittag überreichte Ministerpräsident Horst Seehofer in seinem Arbeitszimmer in der Bayerischen Staatskanzlei Dr. Marcel Huber und Thomas Kreuzer die Ernennungsrukunden. Er meinte, es wäre eine... (O-Ton Qualitätsbesetzung, keine Proporzbesetzung!)
Dr. Marcel Hubers Ehefrau Adelgunde dankte er mit einem Strauß Blumen und wünschte ihr viel Kraft, die sie sicher auch brauchen wird.
Damit wurde Dr. Marcel Huber der erste Minister aus dem Landkreis Mühldorf.
58 Empfang für Staatsminister Dr. Marcel Huber in Ampfing 7:30
Gut, dass das Rathaus in Ampfing diesen überbauten Eingangsbereich hat. Da konnten die Fahnenabordnungen und die Blasmusik unterstehen. Wegen des starken Regens wurde nichts aus dem geplanten Abholen von zuhause, wie sie das in Ampfing sonst immer machen.
Aber auch so hatten sie eine gute Idee: Die Feuerwehr brachte ihren Minister und die ganze Familie mit Blaulicht und Martinshorn vors Rathaus.
Da standen sie nun im Regen während es alle anderen unterm Rathaus trocken hatten. Feuerwehrkomandant Josef Lohmaier erbarmte sich und hielt den Schirm.
Das gefiel Dr. Marcel Huber aber gar nicht, er hielt den Schirm lieber selber.
Nachdem die Blaskapelle ihr Ständchen beendet hatte, begrüßte Bürgermeister Ottmar Wimmer den prominenten Bürger der Gemeinde und freute sich darüber, dass ihm Ministerpräsident Horst Seehofer diese ehrenvolle Aufgabe übertragen hatte. Er wünschte ihm viel Erfolg, eine glückliche Hand und Gottes Segen.
Und weil das ein ganz besonderer Tag für Ampfing war, lud er ihn, die Vertreter der Vereine und natürlich die Mitglieder der Blaskapelle ins Gasthaus Ampfinger Hof.
Die folgende Gratulationskur verlief mit Hindernissen. Regenschirme taugen halt nicht besonders, wenn man gratulieren will. Andererseits verdecken sie, wenn grüne Gemeinderäte dem CSU Staatsminister ihre Glückwünsche aussprechen...
Die SPD-Gemeinderäte hatten damit weniger Probleme.
Dann ging's gemeinsam die kurze Strecke zum Gasthaus durch den strömenden Regen.
Drinnen nahm die Blaskapelle Aufstellung und Karl Licht ergriff das Wort: (O-Ton)
Aber auch wenn sie den bayerischen Defiliermarsch noch nicht drauf haben, spielten sie noch eins. Dann mussten sie aber schon wieder los – andere Termine!
Bürgermeister Ottmar Wimmer meinte, es war schon sehr schnell, wie Dr. Huber Staatsminister geworden ist. Es ist erst 10 Jahre her, dass sie sich „bezüglich der CSU so eng umschlungen“ haben.
Er ist sich sicher, dass er damals die richtige Wahl getroffen hat. Schon nach seiner Wahl in den Landtag war man sich in Ampfing sicher, es dauert nicht lang, dann ist er Minister. dass ihm Ministerpräsident Horst Seehofer nun dieses verantwortungsvolle Amt anvertraut hat, das machte auch ihn stolz.
Ottmar Wimmer freute sich auch, dass Dr. Marcel Huber Unterstützer nicht nur innerhalb der CSU-Fraktion im Landtag gefunden hat, sondern in ganz Bayern.
Sein neues Amt wird nicht einfach sein. Er muss für Ansprechpartner für alle Fraktionen sein die Medien betreuen und ausländische Staatsgäste empfangen. Dabei soll er auch noch für die Bürger in seiner Heimatgemeinde da sein. Zu all dem wünschte er ihm alles erdenklich Gute und hoffte, dass ihn der Jongleur begleiten wird, sinngemäß die Teller immer oben bleiben, dass er Bayern immer im Gleichgewicht halten kann.
Weil seine Gattin Adelgunde künftig vermutlich noch mehr allein sein wird wie bisher, versuchte ihr Bürgermeister Ottmar Wimmer mit einem Blumenstrauß Trost zu schenken.
(O-Ton...) Nach diesem Gespräch hat ihn seine Tätigkeit als Tierarzt zum Ortsvorsitzenden der CSU gebracht, und dort hat er unterschrieben – erzählte Staatsminister Dr. Marcel Huber. Als ihm verschiedene Seiten suggeriert hatten, dass er ja auch etwas anderes machen könnte, als Tierarzt zu sein, fand er sich plötzlich im Landtag wieder. Inzwischen kann er auf dreieinhalb Jahre Kabinettserfahrung zurückblicken, war in zwei Kabinetten, und hat drei verschiedene Ministerpräsidenten erlebt. Nach der Vereidigung und der Übergabe der Urkunde ein paar Stunden vorher ist dieser Empfang schon noch etwas Besonderes!
Trotz allem ist dieser Tag schon seltsam: Einerseits ein großer Freudentag und andererseits überschattet von den Geschehnissen in Japan. Es ist schwierig für ihn, in diesem Umfeld ein ausgelassenes Fest zu feiern. Trotzdem wollte er mit seinen Ampfingern feiern. Leider war die Musik schon wieder weg. Er ließ ihnen ausrichten: (O-Ton)
Er berichtete vom Besuch eines Münchner Fernsehteams in Ampfing, das festgestellt hatte, dass er so in Ampfing verwurzelt ist, wie sie das sonst gar nicht mehr kennen. (O-Ton)
Er trug sich ins Goldene Buch der Gemeinde ein.
Erwin Hinterecker gratulierte im Namen der Ampfinger Vereine und war sich sicher, dass er immer „ihr Ampfinger“ bleiben wird und dass er seine Sache gut machen wird.
Dann tönten draußen plötzlich die Martinshörner und Dr. Marcel Huber vermißte seinen Alarmmeldeempfänger. Aber – es war kein Alarm. Die Feuerwehr kam um zu gratulieren.
Sicher nicht der letzte Gratulant war Dekan Roland Haimerl.
Tags darauf empfing Landrat Georg Huber Kreisrat und Staatsminister Dr. Marcel Huber nach der Kreistagssitzung und bat ihn, sich auch ins goldene Buch des Landkreises einzutragen.
59 Starkbieranstich bei der CSU in Waldkraiburg mit Karl Lehmann 27:00
Es ist noch nicht lang her, da wusste die CSU in Waldkraiburg nicht, wo sie den Starkbieranstich heuer feiern sollte. Die Brauerei hat aber rechtzeitig eine neue Pächterin gefunden, Hertha Streckfuß, die früher die Wirtschaft in Pürten betrieben hatte.
Die zierliche Wirtin hat gleich mal vieles anders gemacht: Die Gäste saßen heuer an Biertischen und das Faß wurde nahe dem Eingang angezapft. Und ganz wichtig: Die Brauerei hatte die Toiletten herrichten lassen!
Seit Wochen war ausverkauft und so wars nicht verwunderlich, dass kurz nach sechs schon kein Platz mehr zu bekommen war. Die Bedienungen hatten alle Hände voll zu tun um Schweinsbraten Obazd’n und natürlich des guade Bier an die Tische zu bringen.
Gute Laune herrschte schon lang bevor’s losging.
Karl Lehmann und seine Gattin heckten da sicher noch was aus! Er ist ja bekannt dafür, dass er bis zur letzten Sekunde an seiner Rede feilt.
Oh! Mühldorfer trauten sich auch rein!
Natürlich waren alle da, MdB Stephan Mayer, Landrat Georg Huber, Altbürgermeister Ehrenbürger Jochen Fischer, viele Stadträte aus allen Fraktionen und ein bisschen später kam auch Staatsminister Dr. Marcel Huber und ließ sich diesen Höhepunkt nicht entgehen.
In seiner Begrüßung erzählte CSU-Vorsitzender Harald Jungbauer, dass es am Nachmittag in der Kreistagssitzung plötzlich allen sehr pressiert hatte. Sie wollten halt rechtzeitig dabei sein.
Hauke Winterer und Hertha Streckfuß freuten sich über den zahlreichen Besuch und wünschten den Gästen einen vergnüglichen Abend.
SPD-Ortsvorsitzender Alex Will ergriff vorsichtshalber die Flucht als Bürgermeister Siegfried Klika sich anschickte, das Faß Starkbier anzuzapfen.
Das hätte er aber nicht brauchen, zwei Schläge reichten dem geübten Anzapfer, das Holzfaß dazu zu bewegen, den edlen Gerstensaft herauszurücken!
So konnten sie auf einen gemütlichen Abend anstoßen.
Pfarrer Martin Garmeier meinte, bei ihm hätten sie doch arg sparsam eingeschenkt. Macht nix – es gab noch was drauf.
Staatsminister Dr. Marcel Huber stieß erst mal mit Karl Lehmann an - und Harald Jungbauer wollte vermutlich schon mal vorbeugen....
Dann zeigte sich, dass Bierbänke auch Vorteile haben. Man kann viel besser Schunkeln.
Die Herzstürmer heizten dazu richtig ein.
Und natürlich durften Wirt und Brauerei nicht zu kurz kommen! (Ein Prosit!...)
SPD-Fraktionsvorsitzende Susi Engelmann und MdL a. D. Ulli Lode hatten ganz Wichtiges zu besprechen. Zwengs dera Aufregung brauchten Harald Jungbauer und Karl Lehmann erst noch einen Schnapps!
Dann wars endlich so weit. Der Gustl Schenk wollte auch noch vorbauen... Ob‘s ihn wieder treffen würde, das wird sich zeigen.
Endlich bat ihn Harald Jungbauer herein und Karl Lehmann kam als Hausfrau verkleidet....
Los ging's gleich mit einem kräftigen Hieb Richtung Berlin. Wenn dort jeder zurückgetreten wäre, der zurücktreten sollte, dann wärs ganz schön leer (O-Ton – aber nimma ganz so warm –)
Wegen dera g‘schiss’nen Frauenquote sollte er wohl jetz auch die Rede halb als Weiwaleid halten? (O-Ton – Ohm als Dame und unt als Hammel?)
Das Gwand da war übrigens nicht vom C&A gesponsort, das war vom „Großkaufhaus Grammelsberger“ in Kraiburg. Sowas gibt’s nämlich in Kraiburg noch (O-Ton Mühldorf!)
Weil’s vermutlich den Guttenberg am Nockherberg ganz breit treten werden, wollte er sich da raushalten. Ihm hängt dieser ganze Schmarrn scho lang zum Hals raus! (Beifall)
Außerdem freute er sich in Waldkraiburg zu sein, da gibt nämlich kein Problem mit’n Z‘rucktreten und mit der Frauenquote schon gar nicht. In Waldkraiburg reden nämlich 80% Weiwaleid. Wenn sie sich auf die Quote reduzieren könnten, dann könnten sie ganz Mühldorf, Ampfing und Neumarkt-St. Veit mit Quotendamen auffüllen! Kraiburg braucht das nicht! Die haben die Schusterin!
Es ist aber ein Gerücht, dass sich der Anton Sterr in Antonia umtaufen lässt, damit er auch wieder etwas zu sagen hat!
Der Siegi hat‘s da einfacher, zuhause redet seine Helga, im Stadtrat seine Quotendamen.
Da drauf brauchten sie erst einmal einen Schluck aus dem Bierkrug!
Dann konnte er endlich das Schürzerl ausziehn und mit der Rede anfangen!
Wir haben es geschafft, was wir schon lang erträumt haben: (O-Ton WIR sind Minister!) Da Doktor ist endlich des, was er schon längst sein sollte“ (O-Ton: Besitzer der Bayerischen Staatskanzlei!) Und damit ist er Chef vom Seehofer und dem andern Graffel!
Wir sind ja so froh, dass er nicht Verteidigungsminister geworden ist....
Und weil er schon mitten drin war, im saudumm daherreden, freute er sich über die neue Wirtin. Bis Januar haben sie überhaupt nicht gewußt, obs überhaupt stattfinden kann.
Jetzt wollte er sie mit einem gewaltigen Prost begrüßen und sich fürs Kloo-Herrichten bedanken! Sie ist ihnen von Pürten zugelaufen und der Waldkraiburger Sprache mächtig!
„Hertha“ heißt sie und das paßt: Was Dich in Waldkraiburg nicht umbringt, macht Die nur noch härta!
Es paßt sowieso alles: Die Leut‘ sind da, die Prominenz ist da, Bier ist da und der 1. Mai fällt auch aus, wo man in Waldkraiburg nix tun darf.
Auf das hin brauchte er erst einmal ein Bier!
Seit 17 Jahren darf er jetzt schon den Starkbieranstich mit kleinen Nettigkeiten begleiten. Früher hat er seine Gemeinheiten aus der Zeitung gehabt, heute gibt’s Wikileaks!
Da steht alles drin. (O-Ton Siegi)
Früher hast‘ für Skandale einen Stadtball und drei Stunden Brosch gebraucht, heute reicht Wikileaks! Und weil sie so selten in der Zeitung zu sehen sind, weiß man ja schon gar nicht mehr, wie sie überhaupt ausschau’n! Sie sollten sich doch etwas einfallen lassen! Solche G’schichten wie die, dass die Eva ihren schwarzen Hund nicht mehr findet, die reichen nicht! Besser wär schon g’wesen, sie hätte einen roten Hund vermißt! Das wäre eine Schlagzeile gewesen! (O-Ton „Eva sucht roten Hund!“ )
Sonst isses ja so ruhig geworden in Waldkraiburg. Besonders seit letztes Jahr das letzte bisschen Sünde mit dem „Weißen Hirschen“ abgebrannt ist!
Auch wenn Waldkraiburg damit zur erotischen Diaspora verkommt, ist trotzdem ständig was los! (O-Ton Manchmal regnets und manchmal leuten die Glocken! Und am Satrouvilleplatz haben wieder einmal die Abdichtungsarbeiten begonnen!)
Voriges Jahr war ja in Waldkraiburg ein Wahnsinns-Theater-Jahr. Nicht nur die Geothermie und das Jubiläum in Waldkraiburg. 200 Jahre Oktoberfest, 20 Jahre Deutsche Einheit, alles großes Theater. Und erst das Theater in Berlin mit Schwarz-Gelb!!!!
Wenn’s denen in Berlin nur gerade so gehen würde wie der Mühldorfer Müllabfuhr! (O-Ton – Denen sind die gelben Säcke ausgegangen! )
Die totale Sensation in Waldkraiburg war aber ER!!!! Damals war er noch Hoffnungsträger! (O-Ton: Karl-Theodor-Maria-Johann-Jakob..... Guttenberg – oberster gewesener Bundesverteidigungsminister....)
Man hat ja schon keinen Fernseher mehr einschalten können, die haben ihn ja schon verdächtigt: (O-Ton er hat den 30jährigen Krieg auch noch angefangen. )
Dabei hat er drei Seelen in seiner Brust: Heiligsprechen will er ihn nicht, über ihn herfallen wie geifernde Talkshowmoderatorinnen will er auch nicht, er will es eher mit Bruno Jonas halten: (O-Ton: Wenn ein Mann...) Diesen Ärger hat er bekommen und ist selber nicht ganz unschuldig. Dabei sind von 15 Bundesverteidigungsministern 13 wegen Skandalen vorzeitig entlassen worden. Jetzt haben wir wieder einen: Thomas Karl-Ernst DeMeziere. Trotz allem sind wir froh um unsere Politiker!
Am meisten über Dr. Marcel Huber, bei dem man am besten den Unterschied sieht, ob (O-Ton oana a Doktorarbeit über Rindviecher oder ein Rindviech eine Doktorarbeit schreibt! )
Aber: Abgeschossene Bundesverteidigungsminister sind noch immer die besten bayerischen Ministerpräsidenten geworden! (JUBEL) Aber, da hat er noch ein Problem, der Karl-Theodor, nämlich mit unserm echten Doktor – mit unserm Marcel! (O-Ton an dem muss er nämlich erst einmal noch vorbeikommen 38:06:00)
Aber zurück zu Guttenberg in Waldkraiburg: Da war alles da, was Rang und Namen hat, auch hübsche junge Damen. Keine Mühldorfer, die haben sowas nicht! Deshalb haben sie sich jetzt auch ein paar Schönheitschirurgen angestellt.
Der Landrat in „Bavarian Dresscode“ Und weil der Stephan Mayer „Guttenberg“ und „Guttenburg“ immer so ein bissl durcheinandergebracht hat, war das Kürzel „KT“ ein echter Befreiungsschlag! Mit diesen genialen Abkürzungen wäre seine Rede gleich eine Stunde kürzer: „KSC“ wäre „Klika-Siegi-CSU“, „FDB“ seine Helga „Frau des Bürgermeisters“, „SM“ Stephan Mayer, „KMH“ war früher „Kulturstaatssekretär Marcel Huber“ aber der heißt jetzt „SMS“: „Staatskanzleichef Marcel Super“ - - - „SLK“: „Schorsch Landkreis“,- - - „EKG“: „Eva Köhr Grußmutti“, „MG“: Martin Garmaier - - „AWO“: „Alex Will Opposition“ - - „ESV“: „Engelmann Susi- fast SPD“ - - oder „PEP“ : „Peiser Evangelischer Pfarrer“ aber der traut sich ja nicht herein! Und natürlich „HJ“ – Harald Jungbauer!
Mit diesen Abkürzungen hört sich eine Stadtratssitzung so an: (O-Ton)
Dabei hat der Guttenberg ohne Abkürzungen zwei Stunden lang geredet – ohne Punkt und Komma! Er hätte die Bundeswehr neu bewaffnet und verkleinert. (O-Ton uns glangad a Rudel Pioniere! ....)
Und er hat auch über Sarrazin geredet, auch wenn man ihn nicht mag. Stimmt. Waldkraiburg redet ja auch über Mühldorf!
Den Franz Strohmaier mögen sie ja, obwohl er Mühldorfer ist. In Waldkraiburg gibt’s ja auch keinen Rassenhaß! 74 Nationen gibt’s da. (O-Ton „in Mühldorf zwoa! Mühldorfer und Altmühldorfer! )
Dabei wollte er eigentlich über Mühldorf gar nix sagen. Wer will schon dort hin – außer der Manuela halt! Jetzt haben‘s den H&M angebettelt, er soll ihnen einen Sockenladen aufmachen. Aber – wer geht schon zum H&M (O-Ton Hundsgraffe miserabligs! )
Man könnte fast glauben, in Mühldorf hat‘s nix zum Anziehen gegeben. Hätten ja nur nach Ampfing zum Hell fahren brauchen. Das ist ja sowieso der einzige glaubhafte Grund für den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke von Mühldorf nach Amfping.
Aber – wenn die so schnell weiterbauen, kommen die nie nach München.
Außerdem paßt der C&A sowieso besser zur Waldkraiburger CSU (O-Ton C&A: Christlich angezogen!)
Die Mühldorfer machen sowieso alles nach. Nur bei einem tun sie sich hart: Bei der Geothermie! Wenn man die Beschwerden der hochsensiblen Nachbarschaft zu einer Stange verbunden hätte, dann hätten sie gar kein Bohrgestänge mehr gebraucht!
Die Beschwerden versteht er sowieso nicht – bei DEM bissl Bohrlärm. Was würden die da am Sartrouville-Platz sagen, der seit 15 Jahren abgedichtet wird????
Die Geothermie hat sowieso alles überstrahlt – sogar alle Missen! Und dem Siegi seine Reden sind seither alle so in die Tiefe gegangen!
Aber dann hat es am 20. November endlich gesprudelt. (O-Ton )
Und jetzt würde er ihnen wünschen, dass sie weiterbohren und eine Heilquelle finden, die sogar stinken dürfte – nach allem – nur nicht nach???? (O-Ton – Knoblauch!)
Jahrelang hat er kein Wort über die Tiefgarage verloren. Aber nach der sagenhaften Teilsanierung hat er sie sich genauer angeschaut. Warum findet man in Waldkraiburg fast keinen Wald mehr? (O-Ton der ist in der Tiefgarage drunt!) Sie haben eindeutig die erste Bio-Tiefgarage der Welt! Mit Holzbalken abgestützt, durch die undichte Decke mit reinstem wasser begossen wächst dort der Regenwald.
Anderswo hupen in den Tiefgaragen die Autos, hier pfeiffen die Vögel! Und im Frühjahr müssen sie sie sperren, da schlagen nämlich die Bäume aus. (O-Ton die sympatischste Tiefgarage der Welt! )
Die kommunale Verkehrsstasi sorgt lückenlos für Recht und Ordnung in Waldkraiburg! Die haben sogar eine eigene Sprache: (O-Ton sächsisch!) In Zukunft überziehen 1000e blaugewandeter Schandis die ganze Stadt und entdecken alles! (O-Ton falscher Schoas!!!)
1000e von Blitzgeräten warten auf alles: Wenn man die Berliner Straße entlangfährt, meint man, man ist auf dem roten Teppich zur Oskarverleihung!
Dann wollte er von Bürgermeister Siegfried Klika wissen, ob er „Drei-Millionen-Vierzehntausend-Dreihundertsiebenundsechzig“ sagen kann? Und der konnte es. Aber so kann er nie bayerischer Ministerpräsident werden! Der Seehofer hat das nämlich nicht können. Und wenn‘s der Chef schon nicht kann, dann auch nicht sein Ministergraffe! (O-Ton Entschuldigen’s Marcel! ) Und da braucht man sich nicht zu wundern, wenn uns die Österreicher ihre Partisanenbank verkaufen haben können. In München haben‘s nämlich den Kaufpreis gar nicht lesen können! Aber damals war ja der Seehofer noch nicht dran. Aber deswegen ist ja unser Marcel jetzt Minister geworden... (O-Ton damit er dem Seehofer lernt....)
Aber der Siegi kann rechnen und sparen auch. Die Kulturtage hat er gleich gestrichen – macht nix, die Kultur macht jetzt die Egerländer Blaskapelle, der Saftladen und er selber!
Da hilft auch der neue Kulturchef, (O-Ton so a laufender Meter ... )
Über Ampfing sagt er jetzt nichts mehr, das sieht man ja sowieso nicht mehr. Davor der Hundefutterbunker, die Autobahn im Keller und von der Bahn eingemauert!
Darauf erst mal ein Bier! Und an Schnapps mit dem Minister!
Und überhaupt, sind Föhrenwinkler da? (O-Ton anständige Veranstaltung?)
Die abgefrästen Straßen dort werden erst geteert, wenns auch wieder Kulturtage gibt!
In Waldkraiburg geht ja alles schnell. Wie bei der Baugrube an der Teplitzer Straße. Die war 1995 schon alter Schnee! Nach zwei Jahren hat er von den Grünen einen Wink bekommen, er soll es bleiben lassen. (O-Ton Weil sich dort eine urbane Flora und Fauna entwickelt hat... ) Inzwischen hat das Denkmalamt die Baugrube unter Denkmalschutz gestellt. Dort wurden Reste von prähistorischen Bauhelmen gefunden!
Bei der Feier zum 50-jährigen Stadtjubiläum hat sich die ganze Pracht dieses gigantischen bayerischen Spektakulums ausgeschüttet: (O-Ton Night-shopping – Public-Viewing.... Hamburger-Fressings und Biersauffings)
Das war Wort für Wort aus einem Flyer – also einem Handzettel – abgeschrieben – bis auf die letzten zwei. Man könnte glauben, man ist in Oklahoma – an der Route sixtysix!
(O-Ton: Da wennsd ned Englisch studiert hast... )
Der Festzug war wirklich schön. Der ganze Stadtrat in historischen Kostümen (O-Ton also im Kommunionanzug!) Gäste waren von überall da, sogar aus dem Nahen Osten – aus Mühldorf! Und auch sonst waren internationale Gäste da. Pürtner, Drasner, Ebinger, Kraiburger!
Der Seehofer war auch da und hat gesagt, Waldkraiburg ist ein Diamant, mindestens Drei-Millionen-Vierzehntausend-Dreihundertsiebenundsechzig Jahre alt. Und damit diesen Diamanten niemand klauen kann (O-Ton kriagts a koa Autobahn!)
Da gibt es den Zukunftsrat mit drei normale Leut und drei Preißn und ein paar Quotenfrauen – Warum eigentlich? (O-Ton „Herr beschütze uns vor Sachsen und Preißn und Pfarrerstöchtern, die Merkel heißen)
In dieser Studie steht drin neben vier Wirtschaftsregionen sollen die anderen abgekoppelt werden. (O-Ton Der Osten von München .... BUUUU!)
Wenn wir aber zu Österreich gehören würden, dann hätten wir die Autobahn schon lang!
Dann wäre die Freiwillige Feuerwehr von Ach schon längst in München gewesen und hätte sich die Rindviecher angeschaut, die die Hypo-Alpe-Adria gekauft haben!
Die Bälle in Waldkraiburg werden auch immer braver, die Dekoltees der Damen mit dem Alter immer züchtiger und dem Charly seine Ordensverleihung war so schnell, dass er drei historische Stadtbälle wieder gut gemacht hat.
Über die Bundes- und Landespolitik hat er sich noch kaum unterhalten. Das ist inzwischen so traurig, dass es nicht mehr lustig ist. Wenn er nur an den Zickenkrieg der beiden geistig halbwüchsigen Blondinen denkt, die uns wegen 5 Euro mehr Hartz IV in der ganzen Welt lächerlich gemacht haben. Währenddessen haben eineinhalb Millionen Kinder auf ein warmes Essen gewartet!
Dabei zeigt die Starkbierrede landespolitisch langsam Folgen: Vor 2 Jahren hat die „alte staatstragende“ grausige 38% gehabt. Damals haben sie in einer Litanei alle Heiligen angerufen. Daraufhin stiegen die Umfragewerte stark an – auf 46% - ohne Mehrwertsteuer.
Seehofers Rezept, die 15% Guttenberg zu ersetzen ist ganz einfach: (O-Ton das macht jetzt „Da Huaba, da Mayer und i“! )
Es hat zwar ein bisschen gedauert, aber der liebe Gott ist halt bei der CSU!
(O-Ton folgende)
Der Waldkraiburger „Pontifex Maximus“ hat andere Probleme: Er hat keinen Pfarrgemeinderat mehr. Da hat der Siegi gesagt: (O-Ton – Oh Du Glücklicher! )
Dabei wäre er gegen den Zölibat. Jeder Pfarrer kann heiraten, er selbst würde es nicht tun. (O-Ton: Ja Du warst guad – mia müassadn und EER!!!)
Auf das hat er erst einmal wieder einen Schnapps gebraucht
Sind überhaupt Pürtner da? Dieses arme bayerische Dorf, hat nicht einmal mehr ein Wirtshaus – aber Blitzer! Und wenn sie weiter so hinterfotzig blitzen, nehmen wir ihnen die Kirche auch noch! Dabei ist ein Dorf ohne Wirtshaus wie eine Tiefgarage ohne Abdichtung!
Im Vergleich zur Straße nach Ampfing ist die Baugrube an der Teplitzer Straße der reinste Parkettboden. Zum Minister nach Ampfing auf Knien rutschen geht nicht: Spätestens an der Stadtgrenze sind die Kniescheiben kaputt. Dabei kriegt man leichter vom Horst 10 Millionen für diese Straße... (O-Ton )
Die Aschauer haben 3x so viel Geld wie der Peters Konkursverwalter! Aber wegen dem bissl Geld für die MÜ25 können die so heulen.. (O-Ton dass die Howaschen 14 Tage lang Hochwasser führt )
Aber irgendwann gehen alle Straßen zur Autobahn!
Dann bekam er wieder seine Visionen! (O-Ton )
Dabei könnte man tourismusmäßig so viel in Waldkraiburg machen. Zur Zeit bekommt man ja in den Hotels in Waldkraiburg schon gar keinen Platz. Da wohnen nämlich alle, die gegen die Geothermie waren. Aktivitäten gäbs viele, Schönheitsköniginnen ohne Ende, Baukunstwerke, Welt- und Europameister ganze Haufen!, sportliche Aktivitäten wie einen Indoor-Waldspaziergang in der Tiefgarage, Bergtour zum Haus Sudetenland, Paragraphendschungelcamp im Rathaus, heiße Geysire an der Kläranlage, Abenteuertour zum Föhrenwinkel, aber das ist auch nicht mehr, was es einmal war, Horrortrip zur Stadtkasse, Schluchtentripp in die Baugrube an der Teplitzerstraße, Sprachkurs in Boarisch bei der TVA Aschau, weil dann braucht er nix mehr erklären.
Jetzt haben sie wieder gesehen, was sie für eine Stadt haben, eine zum gernhaben. Und wenn sie nicht die totale Frauenquote einführen, dann sehen sie sich nächstes Jahr wieder!
(Langer Applaus)
Allerdings hatten er und Harald Jungbauer noch eine Erklärung: Wegen der Apokalypse in Japan haben sie die Rede etwas ruhiger gestaltet als sonst, meinte Karl Lehmann. Sie hätten überlegt, den Abend abzusagen, hätten sich aber dann den Schefflergedanken zueigen gemacht, nachdem man auch den schlimmsten Schrecken mit einem befreienden Lachen überwinden kann. Und außerdem: (O-Ton Hoffen wir, dass der Glaube an Gott wieder in den Vordergrund rückt! – O-TON KARL LEHMANN!!! )
Dann mussten sie miteinander anstoßen.
Karl, wars schwer, Themen zu finden? (O-Ton)
Herr Landrat, es ist ja glimpflich ausgegangen? (O-Ton)
Ilse, wir Mühldorfer sind ja heuer ganz gut weggekommen – bis auf ein paar Seitenhiebe? (O-Ton)
Das muss halt sein, hier in Waldkraiburg! (O-Ton)
Die Frauenunion ist aber ziemlich im Mittelpunkt gestanden? (O-Ton)
Karl – Mühldorf- (O-Ton)
60 Josefi-Abend mit der Blasmusik Ampfing und dem Grantla vo Drent 9:30
Erwin Hinterecker musste schon die Durchgangstür zum Nebenraum aufmachen um die vielen Gäste unterzubringen, die schon Tage zuvor Tische reserviert hatten. Manche hatten es sich offensichtlich später anders überlegt, so blieben noch Plätze frei.
Die Blaskapelle eröffnete den Abend schmissig und gekonnt.
Karl Licht begrüßte zuerst die Politik, alle drei Bürgermeister, Ottmar Wimmer, Georg Buchner und Willi Trautmannsberger, die Gemeinderäte und natürlich Staatsminister Dr. Marcel Huber. Viele Vereinsvertreter und Musikantenfreunde konnte er genau so willkommen heissen wie Vertreter aus der Parteien, der Chorgemeinschaft und natürlich der Feuerwehr.
Dann ging's weiter mit Musik.
Etwas später kam er herein, der „Hans, der Grantler vo drent“. Hans Pazelt aus Flossing hatte vor einem Jahr erstmals die Fastenpredigt in Ampfing gehalten. Er hatte seinen Fanclub dabei, von drentahalb des Inns.
Er fing mit dem Bundespräsidenten an, dessen Wahl ja schon ein Spektakel war. Drei Wahlgänge, von denen der dritte verschoben werden musste, weil nicht alle rechtzeitig von der Toilette zurückkamen. Die anderen Politiker wollte er auslassen.
Er wandte sich Ministerpräsident Seehofer zu und bezeichnete die Initiative „Aufbruch Bayern“ als „Kindergarten“. dass Bayern so stark ist, ist ein ausschließlich ein Verdienst der fleißigen Leute und nicht der Staatsregierung, da sollte der Ministerpräsident die Reihenfolge umdrehen! (O-Ton)
Der Zukunftsrat hat uns die Suppe versalzen. Die Österreicher nehmen uns aber mit Handkuß, weil ein paar so Propheten vorhergesagt haben, dass im Saurüssl die Zukunft liegt, und die das wissen.
Bei der Bahn gibt es ständig Ärger: Verspätungen, kaputte Achsen, defekte Klimaanlagen, zu wenig Züge. Ein Trauerspiel, wenn die Bahn französische TGVs mieten muss. Da haben wir jetzt den schwarzen Peter! Für den war die Eröffnung von dem zweiten Gleis von Mühldorf nach Ampfing ein riesen Meilenstein.
Den Spruch „Pünktlich wie die Eisenbahn“ kann man schon lang vergessen!
Es gibt so viele besondere Tage, etwa den EU-Obsttag, den Tag der Handhygiene, sowas außergewöhnliches!!! Das sollten die Leute doch schon lang wissen!
Der Landkreis ist ja praktisch pleite. Da könnte der Landrat sicher was sparen, man könnte aus den Kreistagssitzungen „Infoveranstaltungen“ machen und sich so das Sitzungsgeld sparen!
Der Landrat sieht überall lauter Leuchttürme. Kein Wunder also, dass man vor lauter Leuchtfeuer schon den richtigen Weg nicht mehr findet.
Dann endlich kam er auf Ampfing zu sprechen. Vorher aber nochmal einen Schluck aus dem Krug.
Nicht leicht ist das, nix los hier! Nicht so wie in Mühldorf. (O-Ton ihr seids schon froh... )
Dabei fühlte er sich geehrt, weil er den neuen Staatsminister noch vor dem Nockherberg derblecken darf. Wer wird ihn dort wohl doublen? (O-Ton Guttenberg hätte Zeit!)
Eine verrrückte Welt! (O-Ton: jetzt ist der Marcel... )
Dabei hätte er voriges Jahr schon das Anforderungsprofil für bayerische Ministerpräsidenten erklärt: (O-Ton)
Die Bürgermeister Ottmar Wimmer und Georg Buchner sieht man meistens wenn es etwas zu feiern gibt. (O-Ton )
Bei den vielen Baustellen kommt man kaum mehr durch Ampfing durch. Da gabs schon Gerüchte über einen Hubschrauberlandeplatz auf dem Rathaus. (O-Ton 80% aller Baukräne stehen in Dubai.... )
Im Gemeinderat gibt’s 12 Schwarze, 6 UWGler, 2 Rote, einen Grünen, keinen Gelben. (O-Ton: Gell Ottmar, da kann man regieren!)
Da lädt die CSU zu einer Besuchsfahrt zu den Firmen ein - per Bus. (O-Ton ...)
Wenn sich der Gemeinderat nur um Hundekot kümmern muss und sonst kein Problem hat, dann kann er nur sagen: (O-Ton: Glückliches Ampfing )
Doch! Ein Problem haben sie: (O-Ton Randstein... )
Der Rainer Stöger war nicht da, er hatte aber doch einen Vorschlag für ihn: einen Wandertag. Das paßt dann gut zusammen: (O-Ton)
Kurioses fand er auf der Internetseite der Gemeinde, einen Frauenüberschuß etwa. Jetzt versteht er den Slogan der Gemeinde: „Ampfing zieht an!“
Die Trachtler hatten ja ein aufregendes Jahr: Nur der Ständer von dem Maibaum! So ein riesen Ding und dann in die falsche Richtung. So kann man nie einen Maibaum mit Schwaiben aufstellen!
Beim Maibaumaufstellen sind so viele Gäste dagewesen, dass der Wirt gar nicht mehr nachgekommen ist!
Dr. Marcel Huber war Schirmherr vom Gaufest. Und da hats so geregnet, dass es auf der Festgottesdienstwiese richtig baatzig war. Und das bei Trachtlern!
Der Ministerpräsident war auch da. Die Polizisten hatten ihr Hauptquartier in der Bar. Und da hats denen so gefallen, dass sie gar nicht mehr raus wollten.
Dann nahm er die Ampfinger Akkademie aufs Korn, Nordic Walking, Krawattenknoten binden und mit dem Fahrrad über die Alpen, das sind Themen, die dort angeboten werden. Alles lauter Dinge, die eh jeder weiß. Außerdem weiß er nicht, was da dran akademisch sein soll!
Und weil das Leben selber die besten Reden schreibt, lassen wir’s wieder ein Jahr schreiben – das Leben!
Weiter ging's mit der Ampfinger Blasmusik, die den Abend gemütlich und unterhaltsam gestaltete.
61 60 Jahre Waldbesitzervereinigung im Landkreis - Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner 12:10
Mit Stubenmusik verkürzten sich die Waldbauern die Wartezeit auf Minister Helmut Brunner, der gebeten hatte, mit dem Beginn der Veranstaltung bis zu seinem Eintreffen zu warten.
Als er ankam, lobte er erst seinen Fahrer, der gegenüber der Fahrzeitberechnung im Navi eine ganze Stunde aufgeholt hatte!
Vorstand Lorenz Waldinger konnte dann etwa 100 Mitglieder der Waldbesitzervereinigung sowie die Bürgermeister Thomas Einwang, Michael Hausperger und Hans Schmidbauer sowie Josef Kobler vom Amt für Landwirtschaft und Forsten willkommen heißen. Außerdem gekommen war Josef Spann von der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberbayern und Georg Huber von der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Niederbayern sowie Vertreter von benachbarten Waldbesitzervereinigungen.
Erst einmal gratulierte Lorenz Waldinger allen Josefs zum Namenstag!
Dann blickte er auf die 60 Jahre der Waldbesitzervereinigung zurück.
Anfang der 50er Jahre legten einige Bauern in Neumarkt-St. Veit den Grundstock für die Vereinigung, die 1961 in ihrer heutigen Form gegründet wurde. Schon damals war die gemeinsame Beschaffung und der gemeinschaftliche Verkauf von Holz Gegenstand der Tätigkeit.
1972 schlossen sich die drei Waldbesitzervereinigungen im Landkreis zusammen – ein wichtiges Ereignis.
Von 1979 bis heute erlitten die Waldbesitzer immer wieder große Schäden durch Schneebruch und Stürme. Große Mengen Schadholz mussten dann schnell aufgearbeitet und vermarktet werden.
Seit den 80er Jahren erleichtern zahlreiche neue Maschinen Pflege und Arbeit im Wald.
So am 28. Februar 1990, als der Sturm Wiebke Windgeschwindigkeiten bis zu 200 kmh erreichte. Die großen Mengen Schadholz drückten den Holzpreis für Jahre.
Seit 2008 ist der aktuelle Vorstand im Amt und die Geschäftsstelle in der Schützenstraße in Mühldorf eingerichtet.
Nichts geänder hat sich seit der Gründung der Vereinigung an den Zielen: So beschäftigen sie heute die selben Sorgen wie schon damals ihre Gründerväter. Gemeinsame Organisation der Waldarbeit, gemeinsamer Pflanzeneinkauf sowie der Holzverkauf waren schon in der Einladung zur Gründungsveranstaltung zu lesen. Dazugekommen sind Aufgaben, die für die kleine Waldbesitzervereinigung Mühldorf schwer zu stemmen sind. Der Verwaltungsaufwand für Förderanträge muss reduziert werden. Weil er das auch will, dachte er, haben sie mit Minister Helmut Brunner genau den richtigen Festredner!
Staatsminister Helmut Brunner freute sich über die vielen Ehrengäste und vor allem über die Bürgermeister, die mit ihrer Anwesenheit ihre Wertschätzung ausdrückten.
Enge Zusammenarbeit tut Not, das hat der Rechenschaftsbericht gezeigt. Es hat sich in der Waldwirtschaft viel verändert. Maschinen sind eingezogen, die Kosten erheblich gestiegen.
Noch vor Jahren haben die Bauern alles manuell unter großem Risiko gemacht. Heute tun das Maschinen genau so gut. Unfälle können damit fast vermieden werden.
Wenn man beim Jubiläum zurückblickt, muss man natürlich auch in die Zukunft schauen. Dabei sind die 60 Jahre nichts Besonderes, wenn die Umtriebszeiten 80 Jahre betragen, also die Zeit, die ein Baum braucht, um geerntet werden zu können.
Es hat aber fast so lang gedauert, bis sich die Waldbesitzervereinigungen gefunden und ihre Zusammenarbeit optimiert haben. Erst in den letzten Jahren bestellen sie gemeinsam Pflanzen und vermarkten den ganzen Baum. Erst jetzt zeigt sich das Leistungsvermögen der Vereinigungen.
Bayern ist das Waldland schlechthin! 2,5 Millionen Hektar mit 1 Milliarde Festmeter Holzreserven, ein Drittel des Landes bewaldet. Jeder dritte Deutsche Baum steht in Bayern. Jede Sekunde wächst ein Festmeter Holz nach. Es gibt keinen Notstand an diesem wertvollen Rohstoff.
Es gibt auch neue Verwendungszwecke und Verarbeitungswege für das wertvolle Holz, mit denen es möglich ist, Durststrecken zu überstehen.
Helmut Brunner fand es gut, dass die Waldbesitzervereinigungen das aktuelle „Internationale Jahr der Wälder“ nutzen, die Öffentlichkeit über den Holzstandort Bayern und das „Ökosystem Wald“ aufzuklären.
Im Bayerischen Landtag hat man deshalb die „Waldzuwachsuhr“ aufgestellt, die auf verblüffende Weise zeigt, dass die Natur ohne Mithilfe des Menschen in der Lage ist, diesen wertvollen Baustoff zu erneuern und wieder wachsen zu lassen.
Die Gesellschaft muss wieder erkennen, wieviele wertvolle Funktionen der Wald für Mensch und Tier und auch die Wirtschaft hat.
Der Wald prägt unsere Landschaft und macht sie abwechslungsreich. Holz- und Papierbranche zählen zu den Schlüsselbranchen in Bayern mit einem Umsatz von über 37 Milliarden Euro und 190.000 Beschäftigten. dass diese Branchen stabil arbeiten resultiert aus dem verantwortungsvollen Handeln der Waldbesitzer. Wenn jetzt der Begriff der „Nachhaltigkeit“ in aller Munde ist, so war er für Waldbesitzer seit Jahrhunderten die Grundlage ihrer Arbeit.
Wenn alle Wirtschaftsbereiche so gewirtschaftet hätten, wie die Wald- und Forstwirte, wäre uns vieles erspart geblieben – etwa in der Wirtschafts- und Finanzpolitik.
Die Privatwaldbesitzer sind über Jahrzehnte hinweg überaus verantwortlich mit ihrem Wald umgegangen. Deshalb sind unsere Wälder in einem vorbildlichen Zustand. Das resultiert aus ihrer Nutzung und Pflege. Wälder sich selbst zu überlassen führt zu ihrer Zerstörung. Wer Wälder in ihrer Jugendzeit nicht pflegt, wird keine stabilen Wälder bekommen. Wer seinen Nachkommen wertvollen Wald hinterlassen will, muss ihn ständig pflegen. Deshalb hat Helmut Brunner kein Verständnis für Menschen, die gegen Erschließungswege sind und meinen, der Wald müsste ungestört wachsen können. Ganz im Gegenteil!
Klimawandel, Naturschutz und der demographische Wandel stellen die Waldbesitzer vor neue Herausforderungen:
Klimawandel hat es schon immer gegeben. Da ist der Wald existentiell betroffen. Bei Umtriebszeiten von 80 Jahren kann man nicht kurzfristig reagieren. Enkel und Urenkel müssen mit dem leben, was wir heute machen. Stürme, Schädlingsbefall und Trockenheit haben sich verändert. In Mittelfranken kämpft die Fichte ums Überleben. Nadelbäume werden bleiben, trotzdem müssen die Waldbestände umgebaut werden und viele verschiedene Baumarten fördern. Wie im Leben, darf man auch im Wald nicht einseitig sein. Er apellierte an die Jäger, flächendeckend waldverträgliche Wildbestände zu schaffen. Das soll zusammen mit den Jägern in Eigenverantwortung ohne Mitwirkung des Ministeriums geschehen. Das Ministerium hat eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die koordinieren und vermitteln soll.
Hellhörigkeit ist gegenüber der Forderung der Naturschützer geboten, Waldflächen komplett aus der Nutzung zu nehmen. In einem Schreiben an Ministerin Ilse Aigner hat er kürzlich gebeten, sich gegen dieses Erbe der rot-grünen Bundesregierung zu stemmen. Der beste Naturschutz ist nachhaltige Waldbewirtschaftung. Sie trägt ökonomischen und ökologischen Belangen Rechnung.
Eine Stillegung von Waldflächen wäre auch ein Eingriff in das Eigentumsrecht und nicht hinehmbar.
Der Forderung nach Ausgleichsflächen beim Bau von Waldwegen erklärte Staatsminister Helmut Brunner eine klare Absage. Den Bau von Waldwegen zu fördern liegt vielmehr im Interesse der Staatsregierung und der Gemeinden. Sie dienen nicht nur den Waldbauern sondern auch den Erholungssuchenden.
Das dritte Thema ist der Wandel in der Waldbesitzerschaft. Durch Vererbung und Verkauf gelangen immer mehr Menschen in den Besitz von Waldflächen. Viele dieser Waldbesitzer wohnen weit weg von ihrem Wald, haben weder Kenntnis noch Ausbildung noch die Möglichkeiten, ihre Wälder zu bewirtschaften. Hier kommen die Waldbesitzervereinigungen ins Spiel und können über geeignete Verträge diese Wälder bewirtschaften. Waldbesitz ist keine individuelle Angelegenheit. Käferbefall hat immer Auswirkungen auch auf die umliegenden Wälder, geht also alle an. Helmut Brunner bat die Waldbesitzervereinigungen, sich diesem Thema anzunehmen und freute sich, dass die Waldbesitzervereinigung Mühldorf das bereits macht. Die Staatsregierung versucht hier finanziell zu unterstützen und ist sicher, dass dies allen Bürgern zugute kommt.
Zwei Drittel der Waldbesitzer sind inzwischen zusammengeschlossen und beschäftigen kompetente Mitarbeiter. Damit ist der Organisationsgrad hoch, es gibt aber Potential nach oben.
Zum Schluss mahnte Minister Brunner an, von den 21 Millionen Festmeter jährlichem Zuwachs mehr einzuschlagen. Der Freistaat schlägt jährlich zwischen 5 und 5,3 Millionen Festmeter ein. Die Kommunen schlagen 2 Millionen Festmeter ein, der Rest muss von den Privatwaldbesitzern kommen, die aber 2010 unter 10 Millionen Festmeter eingeschlagen haben. Es könnten also 3 Millionen Festmeter mehr sein, ohne den Bestand zu gefährden.
Das fordern auch die Sägewerksbesitzer. Helmut Brunner forderte die Waldbesitzer auf, die guten Preise zu nutzen und mehr an die Säger zu liefern.
Die Staatsregierung hat die Ansiedlung von Großsägern unterstützt um die Wertschöpfung im Land zu halten. Dabei sollen aber auch die kleinen Sägewerke erhalten bleiben. Es ist in aller Interesse, die Bedürfnisse der Partner zu befriedigen und das ganze Jahr über das gewünschte Sortiment anzubieten. Auch dabei kann die Waldbesitzervereinigung helfen.
Nur gemeinsam mit allen Marktteilnehmern ist der gemeinsame Erfolg möglich und können Schwankungen und Durststrecken überwunden werden. Nur gemeinsam wird die Waldwirtschaft unempfindlicher und kann ihren Platz im verändernden Energiemarkt ihren Platz finden.
Er schloss: (O-Ton...)
Auf Staatsminister Helmut Brunners Ansprache antwortete Josef Spann, Vorsitzender der oberbayerischen Waldbesitzervereinigung. Er gratulierte erst der WBV Mühldorf zum Jubiläum und betonte dann die Verantwortung der Waldbesitzer für Land und Leute. Nicht diejenigen tun Gutes für das Land, die jetzt die Stillegung von Waldflächen fordern sondern diejenigen, die seit 300-400 Jahren verantwortungsvoll mit ihren Wäldern umgegangen sind. Es gilt also, den Zeitgeist aus den Köpfen der Kinder draußen zu halten! Weniger Staat und weniger Bürokratie und mehr Eigenverantwortung, dann geht’s gut weiter.
Auch er freute sich über das gute Verhältnis zur Staatsregierung und die hohe Bedeutung von Brennholz für die Energieversorgung. Er sprach sich gegen einen TÜV für Kachelöfen aus, weil das auch den TÜV für das Brennholz bedeuten würde.
Josef Spann gab auch zu bedenken, dass kein Wald in der Lage ist, ein einziges Kernkraftwerk zu ersetzen. Da sollten manche erst einmal nachdenken, bevor sie solchen Unsinn erzählen.
Helmut Brunner hätte sowieso das schönste Amt: Den schönsten Wald Europas, den höchsten Zuwachs Europas, da Minister sein ist ein Traum!
Mühldorf ist sowieso eine erfolgreiche Region, ist selbstbewußt und hat jetzt auch noch die Staatskanzlei übernommen. Was will man mehr?!
Er wünschte den Waldbesitzern für die nächsten sechs Jahrzehnte alles Gute und weiterhin viel Erfolg.
Nach einer Pause setzten die Waldbauern ihre Jubiläumsversammlung fort
62 Fündigkeit! - Die zweite Bohrung des Geothermie-Projekts stößt auf heißes Wasser 4:00 13 01.04.11
„Umara drei“ würde man mit der zweiten Bohrung fündig werden, hieß es von der Bohrstelle. Also – nichst wie hin!
„Umara drei“ war aber nichts los. Der Kompressor lief und ab und zu schwappte Wasser über.
Aber dann ging’s los! Ein gewaltiger Schwall Tiefenwasser ergoß sich in den Überlaufbehälter.
Immer mehr Interessierte fanden sich ein, während man auf den zweiten Schwall wartete – und natürlich darauf, dass das Wasser kontinuierlich fließen würde.
Da das aber auf sich warten ließ, war Zeit. Geothermie in dieser Phase ist eine Geduldssache!
Zweiter Bürgermeister Harald Jungbauer betrachtete die Szene aus höherer Warte.
Herr Weigl, die zweite Bohrung ist nun fündig. In welcher Tiefe? (O-Ton)
Zur Zeit läuft nicht so sehr viel Wasser. Wie geht’s jetzt weiter? (O-Ton)
Wenn die Fündigkeit bestätigt ist, kann die Bohranlage abgebaut werden? (O-Ton)
Nach Abschluss des Dauerpumpversuches kann die Anlage ans Fernwärmenetz angeschlossen werden. (O-Ton)
Gibt der momentane Verlauf Grund zu Optimismus? (O-Ton)

Aber dann floß das Wasser aus der Tiefe. Die lange Rohrleitung aus 3.360 Metern Tiefe kühlte es zunächst ab – es kam etwa handwarm.
Erst im Lauf des Abends erwärmte sich der Strang und so kam es gegen 19 Uhr 30 schon mit 72 Grad – Tendenz steigend.
Der Kurzzeit-Pumpversuch, der 48 Stunden dauern sollte, wurde aber noch am selben Abend unterbrochen um das Gestein im Untergrund aufzubrechen und so die Fördermenge zu steigern. Dazu wurde mit Chemikalien versetztes Wasser unter großem Druck in den Untergrund gepreßt.
Der Pumpversuch wurde am vergangenen Montag wieder aufgenommen und war zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts noch im Gang. Das Wasser hatte zu diesem Zeitpunkt gut 80 Grad.
Es kristallisiert sich heraus, dass wohl die erste Bohrung zur Wasserentnahme und die zweite zur Rückführung genutzt werden wird. Aber diese Entscheidung fällt erst in einigen Tagen.
Die Stadtwerke gehen inzwischen vom Erfolg der Bohrungen aus, so dass Waldkraiburg bald mit - fast - kostenloser Heizenergie versorgt werden wird.

63 Spatenstich zum Bau einer Kinderkrippe in Bayerns babyreichster Gemeinde: Lohkirchen 3:50
Da in Lohkrichen - wo der Baukran steht - beim Kindergarten, gleich unterhalb der Schule in bester Wohnbaulage – wie Bürgermeister Konrad Sedlmaier bemerkte - baut die Gemeinde eine Kinderkrippe. Für die Kinder ist eben nichts gut genug!
Die Gemeinden müssen für ihre Bürger Kinderkrippenplätze zur Verfügung stellen. Und das macht derzeit viele Neu- und Anbauten in vielen Gemeinden im Landkreis nötig.
Der Gemeinderat von Lohkirchen hat sich schon im Mai vergangenen Jahres mit diesem Thema beschäftigt und im Oktober den Bau einer Kinderkrippe mit 12 Betreuungsplätzen als Anbau an den Kindergarten beschlossen. Nach dem Eingang des Zuwendungsbescheides von der Regierung von Oberbayern Anfang Dezember 2010 begann die Gemeinde mit den Ausschreibungen und Mitte März mit dem Bau.
Den Spatenstich hätte man beinahe vergessen, aber eben nur beinahe! So kamen Planer, Architekt, VG-Mitarbeiter, Bürgermeister und Amt für Jugend und Familie zusammen um den Baubeginn zu feiern.
Bürgermeister Konrad Sedlmaier erinnerte sich, dass vor der BeSchlussfassung im Gemeinderat verschiedene Möglichkeiten diskutiert worden waren. Eltern-Gruppen oder Nachmittagsgruppen fanden keine Zustimmung und so wurde mit Hilfe des Jugendamtes der Plan gefaßt, eine eigene Kinderkrippe zu bauen. Weil allerdings diese Entscheidungsfindung ziemlich lang gedauert hat, entstand Zeitdruck. In den zurückliegenden Wochen haben so viele Gemeinderatssitzungen stattgefunden wie schon lange nicht mehr um all die Aufträge zu erteilen, die nötig sind um den Anbau termingerecht fertigstellen zu können.
Der Zeitplan ist nämlich sehr eng: Im September soll die Kinderkrippe schon eröffnen.
Bürgermeister Sedlmaier machte sich keine Gedanken über die Auslastung der Krippe: Allein 2010 gab es in der 730-Einwohner-Gemeinde 15 Neuankömmlinge. Damit war Lohkirchen bayernweit Rekordhalter! Und weil die Gemeinde ein neues Baugebiet ausgewiesen hat, ist auch auf längere Sicht zu erwarten, dass die Krippe belegt sein wird.
Er hoffte, dass der Bau gelingen wird, der Kostenrahmen von 388.000 Euro eingehalten werden kann und die Arbeiten unfallfrei bleiben.
Architekt Wolfgang Scholz war zuversichtlich, hier ein sicheres Gebäude für die Kinder zu erstellen und auch, dass er Termin und Kostenrahmen wird einhalten können.
Jugendamts-Chefin Elfriede Geisberger drückte ihren Respekt für die Entscheidung der Gemeinde aus und auch dafür, dass es hier so viel Nachwuchs gibt. Sie schmunzelte: Wenn sie auch noch das Geheimnis verraten, wie sie es in Lohkirchen anstellen, dass sie soviel Nachwuchs bekommen, dann könnte man das auf den ganzen Landkreis übertragen, der das auch dringend bräuchte!
Sie bedankte sich für die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde Lohkrichen und dem Amt für Jugend und Familie und freute sich, dass das sicher auch so weitergehen wird.
64 Bürgermeisterversammlung: Katastrophenschutz Fachakademie Kommunale Verkehrsüberwachung 10:00
Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner begrüßte die Bürgermeister der Landkreisgemeinden, Mitarbeiter der Verwaltungen und die Referenten und bat Oberbergkirchens Bürgermeister Michael Hausperger seine Gemeinde vorzustellen.
Das wäre am einfachsten durch das Buch „Hofmarksherren und Bauersleut“, in dem die Geschichte und sogar die einzelnen Gehöfte der Gemeinde ausführlich beschrieben sind, begann Bürgermesiter Michael Hausperger.
788 erstmals erwähnt, hat die Gemeinde heute in 630 Haushalten knapp 1.700 Einwohner. Oberbergkirchen teilt sich in 48 Ortsteile. 17 Vereine gibt es hier. Die Gemeinde gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Schönberg-Oberbergkirchen-Lohkirchen-Zangberg, ist selbst Sitz der Verwaltungsgemeinschaft.
Bewährt hat sich der Schulverband, eine Kinderkrippe wurde im Vorjahr in Betrieb genommen.
Eine bayernweit bekannte Attraktion ist die Tertiärwelt im Ortsteil Aubenham.
Stolz ist die Gemeinde auf ihre Jugendarbeit, etwa beim erfolgreichsten Verein, dem SV66 Oberbergkrichen. Die Sportanlagen wurden durch Photovoltaikanlagen und Solaranlagen ergänzt und erweitert. Vom DFB erhielt der Verein eines von bundesweit Minispielfeldern.
Der Wegebau ist seit Weihnachten abgeschlossen. Auch der Breitbandausbau konnte im September in Oberbergkirchen abgeschlossen werden. Nur in Irl ist der Ausbau noch in Gang.
In Oberbergkirchen wurde das Feuerwehrhaus neu errichtet und ein Fahrzeug angeschafft. In die Abwasserbeseitigung im Außenbereich floß eine Menge Arbeit.
Seit 2009 gibt es eine Dorfkrämerei, Baugrund steht zur Genüge bereit.
Beim Wettbewerb um die familienfreundliche Gemeinde hat Oberbergkirchen gut abgeschnitten, beim Straßenbau könnte allerdings was passieren – besonders bei der Zufahrt aus dem westlichen Landkreis.
Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner freute sich über das Geleistete in Oberbergkirchen, das auch ein Ergebnis der Arbeit seines Vorgängers Josef Englbrecht ist, der kürzlich seinen 80. Geburtstag gefeiert hatte.
Die Bürgermeister hatten sich Informationen über den Katastrophenschutze gewünscht. Johannes Ellmayer vom Bayerischen Staatsministerim des Inneren erläuterte deshalb, was als „Katastrophe“ einzustufen ist, wer im Katastrophenfall welche Kompetenzen hat und auf wessen Dienste zugreifen kann.
Eine Katastrophe ist demnach ein Schadensfall, der Leben und Gesundheit, die natürlichen Lebensgrundlagen vieler Menschen oder bedeutende Sachwerte in ungewöhnlichem Ausmaß gefährden oder beschädigen kann.
Wie die Graphik zeigt, ist die Zahl der Katastrophen seit 1993 stark angestiegen.
Im Katastrophenfall liegt die Einsatzleitung bei der Katastrophenschutzbehörde beim Landratsamt. Vor Ort ist der Kreisbrandrat als Einsatzleiter befugt, allen Beteiligten Anweisungen zu erteilen, sogar der Polizei. (42:20:00)
Umfangreich ist auch die Liste der Kräfte, die zur Katastrophenhilfe verpflichtet sind. Herauszustellen ist, dass ALLE Organisationen Hilfe leisten müssen, egal wo in Bayern der Katastrophenfall eintritt und wo sie ihren Standort haben.
Auch unbeteiligte Dritte können zur Hilfeleistung herangezogen werden. Wenn etwa ein LKW gebraucht wird, kann der Katastrophenschutz einen LKW einer örtlichen Firma anfordern.
Die Kosten für einen Katastrophenschutzeinsatz tragen die Einsatzkräfte selbst, erhalten aber 70% ihrer Kosten vom Katastrophenschutzfond der Bundesrepublik erstattet.
Besonders wichtig erschien Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner Antwort auf die Frage zu bekommen, wer Schneelasten von Dächern räumt, nachdem die Feuerwehren beschlossen haben, das nicht mehr zu tun.
Außerdem gibt es weiter Diskussionen über die Integrierte Leitstelle, die in einem konkreten Fall wegen eines kleinen Ölschadens an einer Baumaschine Kreisbrandrat, Polizei und Feuerwehr alarmiert hatte. Es müsste doch nicht sein, wegen so eines Bagatellvorfalls so einen Aufwand zu betreiben. Johannes Ellmayer mahnte zur Geduld und meinte, es werde wohl einige Zeit des Lernens dauern, bis die Leitstelle solche Dinge richtig einschätzen und kostengünstig abwickeln kann. Das sollte aber doch schnell gehen – meinte Bürgermeister Knoblauch – da Städte und Gemeinden diese Einsätze bezahlen müssen.
Die Schneeräumung von großen Hallendächern ist vor dem Hintergrund des Einsturzes der Eishalle in Bad Reichenhall ein besonders sensibles Thema. Obwohl jeder sein Dach selbst räumen sollte, können bei großen Hallen – etwa von Möbelhäusern – schon einmal die Bedingungen für einen Katastrophenfall eintreten. Dann müssen die Hilfsorganisationen ran.
Der zweite Tagesordnungspunkt war die Vorstellung der Ausbildung der Erzieherinnen an der Fachakademie für Sozialpädagogik. Stellvertretende Schulleiterin Marianne Glück berichtete, in den zurückliegenden dreieinhalb Jahren hat sich die Schülerzahl auf derzeit 520 fast verdoppelt. Damit ist die Fachakademie an der Grenze ihrer Kapazität. Seit einiger Zeit bietet man dort auch eine Teilzeitausbildung an.
Der aktuell hohe Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern resultiert aus den vielen neuen Kinderkrippen. Die Zahl der Betreuerinnen im Landkreis soll von derzeit 120 auf 450 erhöht werden. Allein in München gibt es zur Zeit 800 offene Stellen in diesem Bereich.
Seit der Gesetzesänderung, die die Leitung einer Gruppe durch Berufspraktikantinnen ausschließt,
zahlt es sich für Gemeinden nicht mehr aus, solche anzunehmen. Die Fachakademie bat deshalb, Berufspraktikantinnen anzunehmen und so einerseits die Ausbildung zu unterstützen und andererseits die Abwanderung guter Nachwuchskräfte nach München zu verhindern.
Da die Bürgermeister über die Aufnahme von Berufspraktikantinnen entscheiden, hatte sie folgende Bitten: Sie sollten ausreichend Praktikantinnen beschäftigen und sie großzügig bezahlen, sie so im Landkreis halten.
Auch Waldkraiburgs Bürgermeister Siegfried Klika mahnte, Berufspraktikantinnen zu beschäftigen, weil sie nur nach absolviertem Praktikum ihre Ausbildung abschließen können. Schaffen sie das nicht, können sie bestenfalls als Kinderpflegerin Beschäftigung finden.
Er kritisierte aber auch das Gesetz, das es untersagt, fast fertig ausgebildeten Erzieherinnen – wie es die Berufspraktikantinnen sind - die Leitung einer Gruppe zu übertragen.
Auch Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner sah die Problematik und unterstützte die Forderungen der Fachakademie.
Im dritten Vortrag stellte der, im Dezember 2010 neu gewählte Geschäftsführer Thomas Schiochet den „Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung“ mit Sitz in Töging vor. Nachdem die Wirren der zurückliegenden Monate überwunden sind, können sie sich nun wieder auf die Arbeit konzentrieren. Thomas Schiochet war sechs Jahre lang Bürgermeister einer 1000-Einwohner-Gemeinde, kennt also die Sorgen und Nöte seiner Kollegen.
Derzeit gehören dem Verband 87 Mitgliedsgemeinden an. 2010 ahndeten die 50 Mitarbeiter 40.000 Verstöße im ruhenden und 114.000 Verstöße im fleißenden Verkehr.
Der Zweckverband setzt analoge und digitale Technik ein, die so in den Autos eingebaut ist, dass sie nach hinten und zur Seite messen können. Fotos von den eigenen Fahrzeugen zeigte Thomas Schiochet verständlicherweise nicht. Er betonte aber, dass die eingesetzte Technik gestochen scharfe Fotos liefert, die es ermöglicht, alle ertappten Verkehrsteilnehmer zu identifizieren. Zur Erheiterung zeigte er einige Bilder von besonderen Verkehrsteilnehmern und unterstrich etwas schmunzelnd ihr Arbeitsmotto: „Wir kriegen euch alle!“
Diese Gemeinden sind bereits Mitglieder des Zweckverbandes, weitere umwirbt der Zweckverband.
Er wehrte sich vehement gegen Vorwürfe, Geräte nur dort aufzustellen, wo sie dazu beitragen, den Gemeindesäckel zu füllen. Auch wenn die Kosten die Einnahmen oft übersteigen, bleibt für die Gemeinden doch die höhere Sicherheit für Verkehrsteilnehmer und Bürger.
Thomas Schiochet wies auf zusätzliche Leistungen seines Verbandes hin, wie etwa die Verkehrszählung.
Um die Gemeindeoberhäupter zu motivieren verteilte seine Mitarbeiterin kleine Autos aus Schokolade.
Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner hatte noch einige Themen: Es ist die Forderung nach einem „Ökopool“ aufgetaucht. Da eine Gemeinde Flächen für ökologische Zwecke zur Verfügung hat, eine andere aber nicht, soll hier über einen Ökopool ein Ausgleich geschaffen werden. Da es aber noch keine konkreten Pläne gibt, bat er die Kollegen, sich Gedanken zu machen.
Die Bürgermeister brachten Ideen über Energieflächen ein, etwa mit Pappelplantagen die alle paar Jahre geerntet werden könnten, sahen aber Schwierigkeiten mit der Genehmigung von Neuanpflangzungen. Außerdem dürfen die Ausgleichsflächen nicht in Konkurrenz treten zu landwirtschaftlichen Flächen.
Bürgermeister Siegfried Klika warb für die Freiwilligenagentur „Ehrensache“ deren Geschäftsführerin Cornelia Wagner als Einzelkämpferin in diesem ersten Jahr schon hervorragende Arbeit geleistet hat. Der Vorstand des Vereins schlägt das Andocken an das „Mühldorfer Netz“ vor um so das Finanzierungsproblem zu meistern, das im zweiten Halbjahr zu erwarten ist. Dazu wollte er die Meinung der Kollegen hören. Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner meinte, es wäre schade, wenn man die gute Arbeit nicht fortsetzen würde. Mehr Resonanz aus den Gemeinden wäre sicher zu wünschen.
Zuletzt diskutierten die Bürgermeister Das Thema „Fundtiere“. Da beim Tierheim in Waldkraiburg die Finanzierung nicht gesichert ist und sich viele Gemeinden in Richtung Tierheim Kronberg orientieren, bat Bürgermeister Siegfried Klika, zu helfen, die Kosten von zuletzt 41.000 Euro zu decken. Da lediglich 16.000 Euro für die Versorgung von Fundtieren aus Waldkraiburg gingen, sollten die Gemeinden helfen, die Kosten für Tiere aus ihren Bereichen zu decken, die immerhin 25.000 Euro betragen. Darüber wird es in Kürze ein Gespräch geben.
Abschließend nahm Landrat Georg Huber zur kürzlichen Auseinandersetzung um die Neuwahl von Kreisbrandrat Karl Neulinger Stellung. Er bedauerte die Vorgänge und hoffte, dass jetzt wieder Ruhe einkehrt. Bei der Freiwilligenagentur wollte der Landkreis auch mitreden, da auch der er an dem Verein beteiligt ist. Auch die Forderung der Fachakademie unterstützte der Landrat, da es sicher im Interesse von Städten und Gemeinden ist, die guten Erzieherinnen im Landkreis zu halten. Er bat, auch die nichtstaatlichen Kindergartenträger zu motivieren, hier mitzumachen.
65 Eine von 20 in Bayern: Grundschule Polling beteiligt sich am Projekt "Flexible Grundschule" 5:40
Die kleine Grundschule in Flossing ist eine Außenstelle der Grundschule der Gemeinde Polling, zu der Oberflossing gehört. Nach langer Diskussion in der Gemeinde und Befürchtungen, diese idyllisch gelegene Schule könnte geschlossen werden, hat sich Schulleiterin Gabriele Schmauß-Benedikt um die Teilnahme am Projekt „Flexible Grundschule“ beworben.
Das Projekt erlaubt es den Kindern, in ihrem individuellen Lerntempo die Lernziele zu erarbeiten. So soll es möglich sein, dass nach Abschluss der vierjährigen Grundschulzeit alle Kinder das selbe Niveau erreicht haben.
Konkret sieht das in der Grundschule in Flossing so aus: Kinder der ersten und zweiten Jahrgangsstufe lernen in einer Gruppe gemeinsam. Sie wurden am Schuljahresanfang zu Bären und Tigern. Damit ihnen das Spaß macht, hat ihnen die Schule passende T-Shirts anfertigen lassen.
Die beiden Unterrichtsstunden, die wir besucht haben verliefen ähnlich: Zunächst versammelte Susanne Rehse die Kinder um einen runden Teppich herum und bearbeitete Aufgaben mit allen Kindern gemeinsam. In der erste Stunde führte sie die Kinder in die Multiplikation ein und erklärte ihnen, dass man das vielfache Addieren von Zahlen durch die Multiplikation ersetzen kann.
In der zweiten Stunde lernten die Kinder, dass Substantive Begleiter haben, bestimmte oder unbestimmte. Und außerdem, dass Verben Dinge in Bewegung setzen.
Im zweiten Teil der Stunde sollte das erlernte umgesetzt werden. Dazu hatten Tiger und Bären auf den Arbeitsblättern unterschiedliche Aufgaben, die sie gemeinsam lösten. So konnten die einen von den anderen lernen und die anderen den einen helfen.
Da es nicht ganz einfach für Klassleiterin Susanne Rehse ist, den Lernfortschritt zu kontrollieren, hat sie den Unterreicht in Bausteine aufgeteilt. Den Lernfortschritt tragen die Kinder selbst ein und ermöglichen so den Überblick.
Aufgaben mit drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden ermöglichen. Der Lernfortschritt wird für jedes Kind auch übersichtlich dokumentiert.
Wie uns Gabriele Schmauß-Benedikt und Susanne Rehse sagten, haben die Eltern der Kinder nach anfänglichen Diskussionen zugestimmt und sind jetzt von den Ergebnissen durchaus angetan.
Bürgermeister Hans Schmidbauer erklärte zudem, dass der Schulversuch dazu beitragen wird, den Schulstandort zu erhalten, dessen Schließung seitens der Gemeinde nie angedacht war
66 Starkbieranstich beim ESV - diesmal noch ohne Barnabas... 9:30
ESV-Vorstand Hans Schaffer freute sich über die zahlreichen Besucher beim Starkbierfest in der Halle am Sportgeländer. Unter ihnen Bürgermeister Günther Knoblauch, zweiter Bürgermeister Paul Schwarz und dritter Bürgermeister Christian Funiok sowie die Stadträte Hans Liebl, Franz Essl und Marianne Pfaffeneder.
Die Mitglieder des EKC zogen zu Haindlings „Bayern – des samma mia“ ein und brachten das Faß Starkbier herein. Grad wichtig ham sie’s gnommen....
Erst entstand Uneinigkeit darüber, ob dritter Bürgermeister Christian Funiok nun im vergangenen Jahr 7 oder 27 Schläge gebraucht hatte. Aber – das war ja schließlich ganz egal. Heuer machte sich Bürgermeister Günther Knoblauch bereit, das Faß anzuzapfen. Und der kann das schließlich!
Mit einem einzigen Schlag, ohne einen einzigen Tropfen zu vergeuden gelang es. Da hätten die Stadträte gar nicht so stark festhalten müssen....
Und dann floß der golgbraune Saft in die Krüge! Um das gute Miteinander zu unterstreichen hatte Hans Schaffer den neuen Vorstand des FC Mühldorf mit nach vorn gebeten. Und so konnten sie auf ein gelungenes Fest anstoßen.
Bürgermeister Knoblauch meinte, wenn dritter Bürgermeister Christian Funiok im Vorjahr sieben Schläge gebraucht hätte und er nur einen.... (O-Ton irgendwo muaß ja a a Unterschied sei zwischen Buagamoasta und drittem Buagamoasta!)
Außerdem lässt sich so ein Partyfassl sowieso viel leichter anzapfen. Er dankte dem Verein und seinem Vorsitzenden Hans Schaffer. Der Fastenprediger fehlt halt, der einfach schon dazu gehört. Man sollte doch schauen, dass man das wieder hinkriegt. Hans Schaffer versprachs, ließ aber offen, ob es ein Barnabas werden würde, oder eine Barnaböse!
Bürgermeister Knoblauch ließ das offen, meinte aber es gäbe sicher genug Kandidaten für diese Aufgabe.
Er wünschte den Gästen einen schönen Abend und ein Dreifaches.... (Prost!!!! - „INNAU!!!“)
Damit war der Abend eröffnet. Hans und Werner unterhielten mit gepflegter Schlagermusik.
Der nächste Höhepunkt ließ nicht lang auf sich warten: Das Baumstamm-Sägen!
Es gab eine Menge zu gewinnen, niemand musste also umsonst mitmachen. Harald Mittermeier feuerte die Säger an und gab so manchen Tipp.
Andrea und Gerti fingen an....
Die Damen plagten sich g’scheid, zogen und zogen kräftig. Die Scheibe fiel nach 71 Sekunden.
Steffi und Jenny hatten da schon mehr Probleme. „Mit Gwoid gehd oiss!“ nützt da gar nix. Koordination ist gefragt. Eine Minute 20!
Die nächsten: Das läuft doch! Ein bisschen schneller als die vorherigen: 70 Sekunden.
Aber jetzt: Als gemischtes Doppel: Zweiter Bürgermeister Paul Schwarz und Stadträtin Marianne Pfaffeneder. Die beiden machten das richtig gut und wurden immer schneller. Die Uhr blieb bei 35 Sekunden stehen!
Stadtrat Franz Essl und sein Partner hatten aber auch trainiert! Da lief es einfach! 21 Sekunden!
Der Fanclub unterstützte die nächsten beiden: Und die brauchten gerade mal 16 Sekunden.
Das wollten die nächsten noch unterbieten. Aber das war 3 Sekunden zu viel.
Dann die Fußballer. 22 Sekunden.
Die Zuschauer feuerten eifrig an und litten, wenns nicht gereicht hat.
Vorstand Hans Schaffer musste sich heuer aufs Zuschauen beschränken. Er fieberte mit den Wettkämpfern während Tabea die Ergebnisse notierte.
Den ganzen Mann fordert das Sägen.
FC-Mühldorf-Vorstand Ingo Möschl hatte das doppelte Vergnügen: Zur Halbzeit löste sich der Griff von der Säge und er verletzte sich leicht. Bei der Wiederholung mit neuem Gerät lief es dann ein wenig besser. Dafür kämpfte sein Partner mit einem anderen Handicap! 37 Sekunden – da wär‘ mehr drin gewesen.
Die weiteren Teilnehmer hatten’s wieder leichter. Niemand erreichte aber mehr die 16 Sekunden. Eine Fabelzeit, wie sich zeigte.
Während Hans und Werner unterhielten, hielt die Küche Schweinshaxen Schweinsbraten, Leberkäs und natürlich Brezen bereit. Die Schänke hatte alle Hände voll zu tun um die Gäste zu versorgen.
„Was italienisches“ hatten Hans und Werner für die Gäste und forderten sie zum Tanzen.
Und die ließen sich nicht lange bitten.
Dann die Siegerehrung: Weil die Ergebnisse recht knapp waren, vergab Harald Mittermeier zwei dritte Plätze und zwei Zweite. Es gab Bier und Sekt zu gewinnen und Bayerntickets.
Gewonnen haben Marco und Christoph, deren 16 Sekunden niemand schlagen hatte können. Sie erhielten 20 Liter Freibier. Hans Schaffer meinte, sie müssten das aber schon heute noch trinken!
Bei den Damen gewannen die, die eigentlich gar nicht mitmachen wollten: Sie erhielten je ein Bayernticket.
Zeit für ein Tänzchen.
Der nächste Höhepunkt: Die Show des Eisenbahner-Konfetti-Clubs: Gekonnt interpretierten die Aktiven große Hits und große Künstler.
Danach feierten die Gäste noch lang ein ausgelassenes Starkbierfest 2011.
67 100 Jahre - und doch so jung! SPD- Bundesparteivorsitzender Sigmar Gabriel zu Gast 16:30
Unter ziemlichem Zeitdruck absolvierte SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel eine Rundreise durch Oberbayern. Er war vorher in Traunstein und besichtigte dann das Werk der Wacker-Chemie in Burghausen. Etwas verspätet kam er in Mühldorf an und trug sich zunächst ins Goldene Buch der Stadt ein.
Neben ihm Platz nahmen Oberbayern-Vorsitzender Ewald Schurer, Bundestagsabgeordnete Bärgbel Kofler und Bürgermeister Günther Knoblauch.
Die Stadtkapelle empfing den prominenten Gast mit dem bayerischen Defiliermarsch.
Er begrüßte zunächst Altbürgermeister Ehrenbürger Josef Federer. Dann Burghausens Bürgermeister Hans Steindl und Altöttings Altlandrat Seban Dönhuber.
Der Stadtsaal war bis auf den letzten Platz besetzt. Unter den Gästen neben den Mitgliedern der SPD-Fraktion des Stadtrats auch zahlreiche SPD-Kommunalpolitiker aus den Landkreisen Mühldorf und Altötting. Viele Interessierte hatten sich eingefunden, um den prominenten Politiker hautnah zu erleben.
Mühldorfs Ortsvorsitzender Norbert Heinrich freute sich über das große Interesse und begrüßte die Creme de la Creme der bayerischen und deutschen Sozialdemokratie. Er freute sich, mit zweitem Bürgermeister Paul Schwarz, CSU-Ortsvorsitzendem Georg Grundner und drittem Bürgermeister Christian Funiok und Grünen-Stadtrat Georg Gafus auch Vertreter anderer politischer Gruppierungen begrüßen zu können.
Da kein genaues Gründungsdatum mehr bekannt ist, orientiert man sich an den ersten Zeitungsberichten. Die erschienen 1909. Seither ist viel geschehen, etwa haben nach dem Krieg SPD-Bürgermeister die Stadt zum Blühen gebracht.
Als SPD-Ortsvorsitzender wünschte er sich neben dem Ausbau der Infrastruktur eine Realschule in Mühldorf.
Bürgermeister Günther Knoblauch stellte fest, Mühldorf hatte es nicht immer leicht. Als Josef Federer 1966 das Amt des Bürgermeisters übernahm, warnte man davor, Mühldorf könnte eine rote Stadt werden. Als er ihm 1990 im Amt nachfolgte überließ ihm Josef Federer seine Devise: „Sozialdemokrat sein heißt Mensch zu bleiben“. Dies umzusetzen ist ihnen in Kultur und Eigentumsbildung gelungen. Nun wenden sie dieses Prinzip auch beim Bau von Autobahn und Bahn an.
Knoblauch war stolz auf die Diskussion in Baden-Württemberg über den Atomausstieg. Mühldorf versorgt sich schon seit geraumer Zeit ausschließlich mit Strom aus Wasserkraft und bezieht keinen Atomstrom.
Er bat Sigmar Gabriel darum, bei der Neuregelung der Kommunalfinanzen hart zu bleiben und die Freiberuflichen wieder mit einzubeziehen, die seit 1936 keine Gewerbesteuer bezahlt haben.
Er war zuversichtlich, dass die neue Fraktion im Mühldorfer Stadtrat mit 50% Frauenpower die nächsten 50 Jahre den Bürgermeister stellen wird...
Oberbayernvorsitzender Ewald Schurer bewunderte die Beharrlichkeit der Mühldorfer SPD, die ihre Jubiläumsfeier zwei Jahre verschoben hatte, nur um den Parteivorsitzenden zu Gast haben zu können. Hätte das Willy-Brandt-Haus diesen Besuch erst 2013 zugesagt, dann hätten die Mühldorfer sicher nochmal zwei Jahre gewartet. Wenn sie diese Beharrlichkeit auch in der Politik zugrundelegen, ist ihm nicht bang wenn es darum geht, auch weiterhin den Bürgermeister zu stellen.
Der bayerische SPD-Vorsitzende Florian Pronold freute sich über dieses Geburtstagskind, das ihn als Landesvorsitzenden stolz macht. Hier kann man nicht nur auf die Tradition zurückblicken, sondern auch beobachten, wie Sozialdemokraten die Zukunft organisieren.
Er mahnte, nicht alle Politiker über einen Kamm zu scheren. Trotz unserer Mediendemokratie sind es vor allem die Menschen vor Ort, die für die Grundwerte der Partei stehen. Ihnen allen dankte er sehr.
Wenn ihn Leute fragen, warum die SPD vor Ort Erfolge feiert, bei Bundes- und Landtagswahlen aber schlecht abschneidet. Dann antwortet er, weil die Leute vor Ort einfach besser hinschauen! Und weil sie da die besseren Leute haben.
Sein Ziel ist es (O-Ton zweiter sozialdemokratischer Ministerpräsident.... )
Es kommt etwas in Bewegung – auch in Bayern. Nicht die CSU sondern die Sozis haben Bayern gegründet und die Demokratie hier eingeführt.
Noch 1880 hat man der SPD den Vorschlag abgelehnt, das Frauenwahlrecht einzuführen. Schon 1918 gelang das aber. Seit 1994 profitiert die SPD davon, weil seit damals mehr Frauen SPD wählen als Männer. Man muss also Reformen nur lang genug durchhalten, dann tragen sie schon Früchte!
In der Verfassung des Freistaates haben SPD-Politiker schon nach dem Krieg die Volksentscheide und den Mindestlohn verankert – lang vor den Grünen.
Mit drei Ziele wollte Florian Pronold die SPD definieren: Als Partei der Infrastruktur – allerdings mit einem neuen Infrastrukturkonzept. Damit Arbeitnehmer wieder von der Arbeit ihrer Hände leben können, braucht es den Mindestlohn. Leiharbeit muss gleichen Regeln unterliegen. Nur so kann die Würde des Menschen erhalten bleiben. Gleiche Zukunftschancen für alle Kinder bietet nur eine Bildungspolitik, die unabhängig ist vom Geldbeutel des Vaters.
Tradition mit Fortschritt verbinden und die Flamme der Sozialdemokratie am Leben zu erhalten – das ist das Ziel. Er wünschte dem Ortsverband Mühldorf viel Erfolg für die kommenden 102 Jahre.
Parteivorsitzender Sigmar Gabriel freute sich zuerst einmal über den Empfang mit dem Bayerischen Defiliermarsch - und das für einen echten Preußen!
Er ist gern zum Jubiläum gekommen, weil der Ortsverein hier die Hälfte der Zeit seiner Existenz den Bürgermeister gestellt hat. Und das in Bayern, das ist schon etwas sehr besonderes!
Wie man das macht, hatte Günther Knoblauch schön dargestellt: Man muss jeden Tag für die Bürger da sein. Man muss sich kümmern und mit den Leuten reden, dann bekommt man auch Mehrheiten. Das geht in der Kommunalpolitik besonders gut.
Bezüglich der Kommunalfinanzen: Da geht es um mehr als um Abwasser und Müllentsorgung. Da geht es um das Zusammenleben der Menschen, Sportförderung, Sprachausbildung, die Verhinderung von Ghettobildung, Kindergärten und vieles mehr.
Es geht auch um die Menschen, die ohne Bezahlung Verantwortung für die Städte und Gemeinden übernehmen, 99% aller Kommunalpolitiker. Das sind Menschen, die sich der Themen annehmen und selbst viel lernen um die Aufgaben zu lösen. Ihr Motiv ist die Heimatliebe!
Diesen ehrenamtlichen Politikern gebührt verdammt viel Dank!
Weil hier so viel geleistet wird, versteht Sigmar Gabriel die geringe Wahlbeteiligung bei Kommunalwahlen nicht!
Auf Mühldorf trifft das sicher alles nicht zu. (O-Ton – ausgeglichener Haushalt )
Es gibt sicher Städte, denen es schlechter geht. Und das resultiert aus der Politik in der Vergangenheit, in der alle Parteien gemeinsam Lasten auf die Städte und Gemeinden abgeladen haben.
Sigmar Gabriel kritisierte die Teilzeitpolitiker, also diejenigen, die am Wochenende auf Parteiversammlungen Dinge beschließen, die die andere Gruppe während der Woche umsetzen soll. Das muss aufhören. Man benötigt auch wieder mehr laute Stimmen aus der Kommunalpolitik auf Landes- und Bundesebene. Deshalb hat er einen Kommunalbeitrat beim Bundesvorstand in Berlin gegründet. Wenn jetzt die SPD über Steuerthemen diskutiert muss am Anfang stehen: (O-Ton wir müssen die Situation der Kommunen...)
So etwas war zuletzt die Diskussion um die Anpassung von Hartz IV, die die CDU mehrfach abbrechen wollte. Am Ende konnten Städte und Gemeinden um mehr als vier Milliarden Euro entlastet werden. Jetzt endlich gilt wieder das alte Prinzip: Wer die Musik bestellt, der muss sie auch bezahlen. (1:07:50:00)
Gerade in der heutigen schnellen und globalisierten Welt brauchen Menschen Orte der Sicherheit und des Wohlfühlens. Das ist unsere Heimat. Und gerade da ist die SPD für die Menschen da.
Der Besuch des Chemiedreiecks hatte ihn beeindruckt. Um das zu erhalten ist eine gute Infrastruktur nötig. Auch wenn die Bundespolitik gern mithelfen will ..( braucht man auch mal jemanden der vorfinanziert. ) Niedersachsen hat das gemacht.
Und erst die Bahnstrecke! (O-Ton das kann man niemandem erklären.... wieso brauchen die hier Jahrzehnte für 8 km Bahngleis???? bis Bahnhöfe in Stuttgart....)
Dann kam er auf die Geschichte der SPD zu sprechen, und auf Altbürgermeister Josef Federer, der länger Bürgermeister war, als er alt ist. Manchmal, wenn sie so ein bisschen weinerlich sind, weil sie etwas auf die Mütze bekommen haben, sollten sie Josef Federer anschauen, der (O-Ton – härteres erlebt hat!)
Wer durch das Tal der Tränen gehen musste, Erfolge erlebt hat, aber dann wieder Mißerfolge, und wissen will, wie das ist, der muss mit Josef Federer reden!
Als die SPD in Mühldorf 1909 gegründet wurde, gab es noch Kinderarbeit, verarmte Landbevölkerung, die dann in der Industrie 16 Stunden arbeitete. Streikrecht gab es nicht. Damals taten sich Menschen zusammen und machten am 1. Mai Spaziergänge. Damit sie sich erkannten, steckten sie sich rote Nelken ans Revere. Daraus entstand die Tradition der roten Nelke.
Als Arbeiter konnte man damals nicht in die bürgerlichen Vereine eintreten. Sie gründeten selbst Vereine, Druckereien, Zeitungen. Viele davon gehören noch heute der SPD. Auch die Konsum-Geschäfte und die Wohnbaugenossenschaften entstanden damals. Man konnte das ganze Leben in Arbeiterorganisationen verbringen. Nicht freiwillig, sondern weil man anders nicht durfte.
Seit 1945 gibt es das nicht mehr. Seit damals gibt es einen gemeinsamen Staat aller Bürger.
Sigmar Gabriel erinnerte daran, dass 1933 die SPD die einzige Partei war, die gegen Hitler und das Ermächtigungsgesetz aufgestanden ist.
Wenn also heute Politiker von CDU und FDP sich als bürgerliche Parteien sehen, so sagt er ihnen: (O-Ton – uns hat keiner Belehrungen zu erteilen!)
Nach 1945 wurde viel geschaffen. Die Zahl Urlaubstage und die Anzahl Wochenarbeitsstunden entspricht schon lang nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben. dass Gewerkschaften und SPD die heutigen Arbeitszeiten, Urlaubstage, Lohnfortzahlung, Mitbestimmung, Betriebsverfassungen und so weiter erst erkämpft haben, weiß heute kaum mehr jemand. Starke Gewerkschaften sind also nötig um den Sozialstaat zu verteidigen. Die Beteiligung der Bürger ist dringend nötig in der parlamentarischen Demokratie (O-Ton am liebsten in der SPD.... )
Auch die Wiedervereinigung Deutschlands wurde erst durch Willy Brandts Ostpolitik möglich.
Bei der SPD standen immer drei Themen im Mittelpunkt: Menschen sollten in Freiheit leben, Arbeit sollte ihren Wert haben und Menschen sollten sich gegenseitig helfen.
Alle drei zusammen sind die Grundlage dafür, dass die Sozialdemokratie noch immer existiert. Sicher auch deshalb haben sich im vergangenen Jahr so viele Menschen neu angeschlossen wie lange nicht – allerdings nicht in den Ortsvereinen sondern über das Internet.
Er rief die Aktiven auf, Menschen zum Mitmachen zu bewegen, auch wenn sie nicht Mitglieder der SPD sind! Sogar kandidieren dürfen sie für die SPD – Jeder darf mitmachen. Auch die Mitglieder der SPD müssen wieder mehr beteiligt werden. Hätte man das früher gemacht, wäre mancher Ärger erspart geblieben.
Bei der Freiheit geht es heute um die Freiheit für jeden, aus seinem Leben etwas zu machen und Hürden zu überspringen. Dazu gehört eine gute Bildung. Da kann es nicht sein, dass in Deutschland jährlich 70.000 Kinder nicht ausbildungsfähig auf den Arbeitsmarkt losgelassen werden. So lange das so ist, kann man nicht über Fachkräftemangel reden.
Um jungen hoch qualifizierten Frauen die Verbindung von Beruf und Familie zu erleichtern, auf die man in Staat und Gesellschaft nicht verzichten kann, müssen neue Arbeitszeitmodelle geschaffen werden. Dazu müssen Frauen auch per Gesetz in Aufsichtsräte entsandt werden. Anders bekommt man die da nicht rein!
Schon in den 60er Jahren kämpften Gewerkschaften und SPD um neue Arbeitszeitmodelle. Damals ging es um den freien Samstag, heute geht es darum, wie man es jungen Menschen zwischen Mitte 20 und Mitte 30 ermöglichen kann, die Grundlagen für ihr späteres Leben zu schaffen.
Natürlich müssen Zuwanderer die deutsche Sprache erlernen. Das muss man dem türkischen Ministerpräsidenten mal erklären!
Sigmar Gabriel kritisierte Ministerpräsident Horst Seehofer, der vorgeschlagen hatte, Elterngeld zu bezahlen, wenn sie ihre Kinder zu Hause erziehen. Er denkt, die ersten, die dieses Geld einschieben, sind die, die ihre Großmutter in Anatolien mit durchfüttern wollen. Geld zu bezahlen, um die Kinder nicht zu bilden kann nicht das Ziel sein.
Die Finanzierung der Krankenversicherung bei steigendem Durchschnittsalter ist ein nächstes Problem. So, wie Pharma-Lobbyist Philipp Rösler das macht, geht das jedenfalls nicht, der Schreiben der Pharmalobby als Gesetzentwurf vorlegt. Zusatzversicherungen sind jedenfalls nicht die Lösung. Solidarität fordert aber keine Drei-Klassenmedizin sondern eine Einklassenmedizin.
Ebenso in der Pflege- und der Rentenversicherung. Niemand wünscht sich 67-jährige Krankenschwestern. Es muss ein flexibles Renteneintrittsalter geben.
Ein Skandal ist, wenn Menschen trotz Vollzeitbeschäftigung aufstocken müssen, oder wenn Leiharbeiter weniger verdienen wie fest Angestellte. In Deutschland muss wieder gelten: Guter Lohn für gute Arbeit!
Die Sozialdemokratie muss sich wieder um wirtschaftlich starke Unternehmen kümmern, die Energieversorgung auf regenerative Energien um- und sicherstellen und so Arbeitsplätze schaffen.
Das Motto muss sein: (O-Ton Man muss das Leben nehmen...)
Da Sigmar Gabriel sein Flugzeug noch erreichen wollte, verließ er gleich nach der Rede Mühldorf Richtung Flughafen.
Florian Pronold hatte ncoh eine Aufgabe: Er ehrte Walter Speckmeier für 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD. Er meinte, es wäre eine große Ehre für ihn, ein Mitglied zu ehren, das länger Mitglied wäre, als er überhaupt lebt. Er dankte ihm für dieses besondere Engagement und steckte ihm die Ehrennadel an.
Wir möchten am Ende nochmals zurückkommen auf Sigmar Gabriel: Er sagte in Anspielung auf die Aussage Rainer Brüderles über das Atom-Moratorium und den Rücktritt von BDI-Geschäftsführer Werner Schnappauf: (O-Ton Früher musste man als Minister Angst haben, wenn man beim Lügen ertappt wurde, heute wenn man die Wahrheit sagt... )
Vielleicht sollte Her Gabriel in seinen alten Unterlagen nachlesen, aus der Zeit, als er selbst Mitglied der Bundesregierung war, also von Oktober 2005 bis Oktober 2009: „Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit“. Vielleicht entdeckt er ja in den Unterlagen Notizen über die Streichung des Autobahnabschnitts München-Mühldorf aus dem vordringlichen Bedarf des Bundesfernstraßenplans, oder über die Streichung von Mitteln für den Bahnausbau oder sogar über die Agenda 2010, in der erst Mini-Jobs, Ein-Euro-Jobs und Leiharbeitsgesetze geschaffen wurden.
Es ist schade, dass der Parteivorsitzende die Festrede beim Jubiläum des Ortsvereins in Mühldorf für so faktenverdrehende politische Aussagen genutzt hat, die die jahrelangen Bemühungen der örtlichen SPD-Kräfte – auch gegenüber der rot-grünen Bundesregierung – geradezu ins Lächerliche zogen. Und dabei hatten sie mit der Jubiläumsfeier extra zwei Jahre auf sein Kommen gewartet!

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