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Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
Josef J. Pöllmann ist Mitglied im Deutschen Presse Verband
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Das gab's 2011 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im April 2011 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
68 Bund Naturschutz verleiht den Umwelttaler 2010 an die Geothermie Waldkraiburg 5:30 14 07.04.11
Bund Naturschutz-Kreisvorstand Gerd Ruchlinski beschrieb zunächst den Umwelttaler, der aus Silber gefertigt ist, auf der einen Seite ein Mühlradsymbol und einen Schriftzug und auf der anderen Seite die Linde – das Symbol des Bund Naturschutz und einen Schmetterling trägt.
Trotz der Veränderungen in der Umwelt scheint wenig zu geschehen, begann Gerd Ruchlinski seine Laudatio. Dabei ist die Ursache für den Klimawandel längst bekannt: der viel zu hohe Energieverbraucht, der zu 90% aus fossilen Brennstoffen gedeckt wird. Nur 2,5% der Primärenergie kommen aus der Kernenergie. Da deren weiterer Ausbau nicht zu verantworten ist, muß zunächst der Energieverschwendung Einhalt geboten und Energie sinnvoller genutzt werden. Der Anteil erneuerbarer Energie sollte sukzessive gesteigert werden. Diese sind die Energiequellen der Zukunft. So hatte Heide Schmitt-Schuh 1994 eine Laudatio auf Franz Mittermeier gehalten, der damals den Umwelttaler für seine Pionierleistungen mit Solaranlagen erhalten hatte. Es hat sich also kaum etwas geändert.
Nun hat Waldkraiburg den Malm-Karst angebohrt und aus 2.600 Metern Tiefe 100 Grad-heißes Wasser gefördert. Dieses Wasser wird über eine Förderbohrung heraufgeholt, in einem Wärmetauscher abgekühlt und über eine zweite Bohrung wieder zurückgeführt. Die Bohranlage befindet sich neben der Kläranlage, wo die Wärme aus der Erde in das Fernwärmenetz der Stadt eingespeist werden wird. Mit diesem System macht sich Waldkraiburg unabhängig von ausländischen Öl- und Gaslieferanten, bietet langfristige Preisstabilität und Preissicherheit, eine nachhaltige Energieversorgung, erspart die Lagerung von Brennstoffen im Haus, heizt ohne schädliche Emissionen an die Umwelt und sorgt so für bessere Atemluft. Die Nutzung der Erdwärme erspart allein in Waldkraiburg jährlich 30.000 Tonnen CO2, ist also ein erheblicher Beitrag für die Bekämpfung des Klimawandels.
Da die Bevölkerung dahinter steht, es kaum Wiederstände gab und die Kosten im Rahmen gehalten werden konnten, war es im Vorstand keine Frage, diesem Generationenprojekt den Umwelttaler 2010 zuzuerkennen. (O-Ton Gratulation)
Bürgermeister Siegfried Klika bedankte sich herzlich im Namen der ganzen Stadt. Viele Voraussetzungen hatten erfüllt sein müssen, bevor dieses Projekt in Angriff genommen hatte werden können: Vor allem aber brauchte es Entscheidungsgremien, die den Mut aufbrachten, hier zuzustimmen.
Nur wenige Kommunen können solche Projekte aus eigener Kraft bestreiten. Schon jetzt sind Energiekonzerne dabei, mit der Geothermie Geld zu machen. Im Umfeld von München etwa betreiben die wenigsten Projekte Kommunen zur umweltschonenden Versorgung der eigenen Bürger. In Waldkraiburg paßt alles zusammen. Auch Stadtwerke-Chef Norbert Weigl hat von Anfang an mitgezogen.
Waldkraiburg war schon immer Vorreiter. Schon am 19. September 1959 nahm Waldkraiburg die erste Erdgasversorgung in der Bundesrepublik Deutschland in Betrieb. Die damals durchgeführten geologischen Untersuchungen gaben jetzt die Gewißheit, daß man heißes Wasser finden würde. Erst vor sechs Jahren hatte die Stadt die alten Daten von der Firma Mobil-Öl gekauft und von Fachleuten auswerten lassen.
Schon bisher hatte Waldkraiburg auf energetische Unabhängigkeit gesetzt und sich mit kleinen Inselanlagen selbst versorgt, etwa mit der Erzeugung von Strom aus den Faulgasen der Kläranlage.
Gerd Ruchlinski als Umweltreferent der Stadt hat daran nicht unerheblichen Anteil. (O-Ton... Danke...)
Dann dankte Bürgermeister Siegfried Klika den Mitgliedern des Bund Naturschutz und schenkte ihnen die umweltfreundliche Taschenlampe:
69 10 Jahre Donum Vitae - Ein Gespräch mit Agathe Langstein 8:30
Donum Vitae entstand nach langen und schwierigen Diskussionen um die Abtreibung als kirchliche Beratungsstelle auf die Forderung nach der Selbstbestimmung der Frauen.
Frau Langstein, Sie sind die Vorsitzende des örtlichen Schwangerenberatungsstelle Donum Vitae. Beschreiben Sie uns, wie es nach dem Rückzug der Kirche weiterging und welche Aufgaben Donum Vitae heute erfüllt? (O-Ton)
Das ist sicher eine interessante Aufgabe. (O-Ton)
Wie groß ist Ihr Team? (O-Ton)
Was erwartet eine hilfesuchende Frau wenn sie zu Ihnen kommt? (O-Ton)
Wie sehen Sie Ihre Arbeit in den zurückliegen 10 Jahren? (O-Ton)
Sicher haben Sie Anliegen, deren Umsetzung Sie sich zum 10-Jährigen Bestehen wünschen würden? (O-Ton)
Würden Sie sich auch zusätzliche Mitglieder für den örtlichen Verein wünschen? (O-Ton)
Vielen Dank für das Gespräch.
70 Die Tarifverhandlungen im Baugewerbe sind gescheitert. Nun beginnt die Schlichtung. 6:30
Sechs Uhr morgens am Betriebsgelände der Firma Swietelsky in Emmerting: Die Mitarbeiter kommen gerade an, um Ausrüstung und Material abzuholen und sich dann zu den Baustellen aufzumachen. Die 1936 gegründete österreichische Firma Swietelsky besitzt Niederlassungen und Kooperationen in ganz Europa und ist überwiegend im Straßenbau aktiv. Der Standort in Emmerting gehört zur Deutschland-Zentrale in Traunstein.
IG-Bau-Sekretär Richard Fischer informierte die Mitarbeiter vor dem Werkstor über die Verhandlungen, ihr Scheitern und die geplanten weiteren Schritte.
„Wir bauen fürs Leben“ - das ist das Motto, unter das die Gewerkschaft ihre diesjährige Kampagne gestellt hat.
Herr Fischer, die Tarifverhandlungen im Baugewerbe sind gescheitert. Was war Gegenstand der Verhandlungen und woran sind sie gescheitert? (O-Ton)
Und hier haben Sie heute die Arbeitnehmer über den aktuellen Stand informiert. (O-Ton)
Ihre Gewerkschaft betreut ja auch andere Gewerke. Wie sieht es dort aus? (O-Ton)
Hat die Öffnung des Arbeitsmarktes für Bauarbeiter aus den neuen EU-Staaten in Mitteleuropa auch eine Rolle in den Verhandlungen gespielt? (O-Ton)
Vielen Dank für das Gespräch.
71 Entlang des Kreuzwegs im Isental mit FDP Landtagsfraktionsvorsitzendem Thomas Hacker 9:10
Nach einem, als „konstruktiv“ bewerteten Gespräch mit dem Insolvenzverwalter und der neuen Geschäftsleitung der Peters Gruppe erläuterten MdB Ewald Schurer, IG-Bau-Sekretär Richard Fischer und Stadtratsfraktionsvorsitzende Susanne Engelmann, wie es nun weitergeht. Peters ist für die Region und für die Stadt Waldkraiburg ein wichtiger Arbeitgeber. Der nun beschlossene Fortbestand der Firma ist deshalb eine gute Nachricht – auch wenn noch viele Fragen zu klären sind.
MdB Ewald Schurer bezeichnete den Abschluß des Insolvenzverfahrens und die Wiederaufnahme des regulären Betriebes als hart erkämpften und großen Erfolg der jetzigen Geschäftsführung, Herrn Hacker und Frau Klier. Ihnen gebührt großes Lob für ihr sachliches und ökonomisches Handeln in dieser schwierigen Phase. Das Bildungswerk muß nun Erfolg haben.
Durch die Reduzierung der Förderung von Reha-Maßnahmen haben sowohl die Bundesanstalt für Arbeit als auch die Rentenversicherungsträger bewirkt, daß hier bei Peters ausgebildete Fachkräfte in diesem Bereich keine Anstellung mehr finden. Das ist nicht akzeptabel und wird Gegenstand weiterer Gespräche mit höchsten Stellen der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg und mit kompetenten Stellen aus dem Bildungsbereich sein, zu dem MdB Ewald Schurer nach Berlin einladen wird.
Da die Bildung der Bürger über die Zukunftschancen entscheidet, leistet das Angebot der Bildungsgruppe Peters hier einen wichtigen Beitrag zum künftigen Erfolg der gesamten Region. Es ist deshalb wichtig, daß Peters neue Kunden und Kooperationspartner bei den Firmen bekommt. Dazu sollen große Firmen und Wirtschaftsverbände gewonnen werden, die dann aktiv die Bildungangebote bei ihren Mitarbeitern publik machen.
Ewald Schurer faßte zusammen: (O-Ton zwei Bausteine...)
Susanne Engelmann ist überzeugt, daß Peters mit seiner großen Struktur gute Chancen hat, diese neuen Geschäftsfelder erfolgreich aufzubauen. Für Waldkraiburg ist es elementar wichtig daß Peters in absehbarer Zeit wieder auf gesunden Füßen zu stehen kommt.
Richard Fischer erklärte, das Angebot der innerbetrieblichen Fortbildung von Mitarbeitern der Bildungsgruppe Peters unterstützen und weiter bekannt machen zu wollen.
Auch die Fortbildung für über-50-jährige ist Thema.
Wenn Anfang Mai der Arbeitsmarkt für Arbeitskräfte aus den mitteleuropäischen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union geöffnet wird, müssen diese erst an die Anforderungen der hiesigen Firmen herangeführt werden: Ein erhebliches Potential für Peters.
Da 68% der Ausbildung in kleinen und mittelständischen Unternehmen stattfindet, ist auch deren Unterstützung ein zukünftiges Tätigkeitsfeld, das verstärkt mit angeboten werden soll.
Die genannten Bedarfsfelder sollen verstärkt in das neue Konzept bei Peters mit einfließen.
Bei allem Optimismus darf man nicht übersehen, daß die Konkurrenz in diesem Sektor sehr groß ist. Ein Erfolg wird also wesentlich davon abhängen, mit welchen Mitteln die Bundesregierung diesen Bildungsbereich unterstützen wird. Die Politik wird hier entscheidenden Einfluß haben.
Eine kritische Anmerkung hatte Richard Fischer auch: Für gut 20 der ehemaligen Beschäftigten trägt der Pensionssicherungsverein die Altersversorgung nicht. Der Grund liegt in früheren Firmenstrukturen und der Unterlassung einer Regelung durch die frühere Geschäftsleitung.
Die Gewerkschaft will in Gesprächen mit dem Pensionssicherungsverein diese Ansprüche klären.
Der überwiegende Teil der Beschäftigten ist davon nicht betroffen. Die Zahl der Mitarbeiter mußte von früher über 360 auf derzeit etwas mehr als 300 reduziert werden. Dies verlief größtenteils ohne Kündigungen, die Mitarbeiter mußten aber zum Fortbestand der Firma beitragen und Einbußen hinnehmen. Im Interesse des Erhalts ihrer Arbeitsplätze haben sie das aber hingenommen.
Richard Fischer ist der Meinung, der aktuelle Stand der Firma erlaubt ihr, am Markt bestehen zu können. Allerdings hängt das davon ab, ob es gelingt, die neuen Projekte erfolgreich umzusetzen.
Ein großer Teil der Probleme der Bildungsgruppe Peters entstand durch Gesetzesänderungen, die eine kostentreibende Umstrukturierung mit vielen Außenstellen nötig gemacht hatten. Es ist ein Widerspruch, wenn die Politik einerseits Zuschüsse kürzt und andererseits Unterstützung zusagt. MdB Ewald Schurer bestätigte seine Absicht, an diesem Thema dran zu bleiben und in den vorgenannten Gesprächen mit der Bundesanstalt für Arbeit die Verbesserung der Finanzausstattung aller Bildungsanstalten in diesem Bereich zu erzielen. Unter den genannten Gesetzesänderungen der großen Koalition leiden neben Peters auch zahlreiche andere Bildungseinrichtungen in ganz Deutschland.
Es ist gefährlich, bildungsbedürftigen Bürgern die Unterstützung vorzuenthalten. (O-Ton)
Da sich an den gesetzlichen Regelungen nichts geändert hat, Peters die – eigentlich nötigen -Niederlassungen aber schließen mußte, gleichzeitig die Zuschüsse gestrichen wurden, stellt sich uns die Frage, wie das System Peters überleben soll? (O-Ton Schurer....)
Es wird wohl schwierig werden sich gegen die etablierte Konkurrenz zu behaupten, die schon heute eine Vielzahl an Bildungsangeboten bereithält - von den Volkshochschulen über die Handwerkskammern, die IHKs, den Verband der bayerischen Wirtschaft bis hin zu den Hochschulen und „Lernen vor Ort“. Man wird sehen müssen, welche Chancen die Bundesanstalt für Arbeit und die Bundesregierung Peters schafft.
72 Peters in Waldkraiburg gerettet. Und jetzt? MdB Ewald Schurer, Richard Fischer und Susanne Engelmann geben Auskunft 6:30
Nach einem, als „konstruktiv“ bewerteten Gespräch mit dem Insolvenzverwalter und der neuen Geschäftsleitung der Peters Gruppe erläuterten MdB Ewald Schurer, IG-Bau-Sekretär Richard Fischer und Stadtratsfraktionsvorsitzende Susanne Engelmann, wie es nun weitergeht. Peters ist für die Region und für die Stadt Waldkraiburg ein wichtiger Arbeitgeber. Der nun beschlossene Fortbestand der Firma ist deshalb eine gute Nachricht – auch wenn noch viele Fragen zu klären sind.
MdB Ewald Schurer bezeichnete den Abschluß des Insolvenzverfahrens und die Wiederaufnahme des regulären Betriebes als hart erkämpften und großen Erfolg der jetzigen Geschäftsführung, Herrn Hacker und Frau Klier. Ihnen gebührt großes Lob für ihr sachliches und ökonomisches Handeln in dieser schwierigen Phase. Das Bildungswerk muß nun Erfolg haben.
Durch die Reduzierung der Förderung von Reha-Maßnahmen haben sowohl die Bundesanstalt für Arbeit als auch die Rentenversicherungsträger bewirkt, daß hier bei Peters ausgebildete Fachkräfte in diesem Bereich keine Anstellung mehr finden. Das ist nicht akzeptabel und wird Gegenstand weiterer Gespräche mit höchsten Stellen der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg und mit kompetenten Stellen aus dem Bildungsbereich sein, zu dem MdB Ewald Schurer nach Berlin einladen wird.
Da die Bildung der Bürger über die Zukunftschancen entscheidet, leistet das Angebot der Bildungsgruppe Peters hier einen wichtigen Beitrag zum künftigen Erfolg der gesamten Region. Es ist deshalb wichtig, daß Peters neue Kunden und Kooperationspartner bei den Firmen bekommt. Dazu sollen große Firmen und Wirtschaftsverbände gewonnen werden, die dann aktiv die Bildungangebote bei ihren Mitarbeitern publik machen.
Ewald Schurer faßte zusammen: (O-Ton zwei Bausteine...)
Susanne Engelmann ist überzeugt, daß Peters mit seiner großen Struktur gute Chancen hat, diese neuen Geschäftsfelder erfolgreich aufzubauen. Für Waldkraiburg ist es elementar wichtig daß Peters in absehbarer Zeit wieder auf gesunden Füßen zu stehen kommt.
Richard Fischer erklärte, das Angebot der innerbetrieblichen Fortbildung von Mitarbeitern der Bildungsgruppe Peters unterstützen und weiter bekannt machen zu wollen.
Auch die Fortbildung für über-50-jährige ist Thema.
Wenn Anfang Mai der Arbeitsmarkt für Arbeitskräfte aus den mitteleuropäischen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union geöffnet wird, müssen diese erst an die Anforderungen der hiesigen Firmen herangeführt werden: Ein erhebliches Potential für Peters.
Da 68% der Ausbildung in kleinen und mittelständischen Unternehmen stattfindet, ist auch deren Unterstützung ein zukünftiges Tätigkeitsfeld, das verstärkt mit angeboten werden soll.
Die genannten Bedarfsfelder sollen verstärkt in das neue Konzept bei Peters mit einfließen.
Bei allem Optimismus darf man nicht übersehen, daß die Konkurrenz in diesem Sektor sehr groß ist. Ein Erfolg wird also wesentlich davon abhängen, mit welchen Mitteln die Bundesregierung diesen Bildungsbereich unterstützen wird. Die Politik wird hier entscheidenden Einfluß haben.
Eine kritische Anmerkung hatte Richard Fischer auch: Für gut 20 der ehemaligen Beschäftigten trägt der Pensionssicherungsverein die Altersversorgung nicht. Der Grund liegt in früheren Firmenstrukturen und der Unterlassung einer Regelung durch die frühere Geschäftsleitung.
Die Gewerkschaft will in Gesprächen mit dem Pensionssicherungsverein diese Ansprüche klären.
Der überwiegende Teil der Beschäftigten ist davon nicht betroffen. Die Zahl der Mitarbeiter mußte von früher über 360 auf derzeit etwas mehr als 300 reduziert werden. Dies verlief größtenteils ohne Kündigungen, die Mitarbeiter mußten aber zum Fortbestand der Firma beitragen und Einbußen hinnehmen. Im Interesse des Erhalts ihrer Arbeitsplätze haben sie das aber hingenommen.
Richard Fischer ist der Meinung, der aktuelle Stand der Firma erlaubt ihr, am Markt bestehen zu können. Allerdings hängt das davon ab, ob es gelingt, die neuen Projekte erfolgreich umzusetzen.
Ein großer Teil der Probleme der Bildungsgruppe Peters entstand durch Gesetzesänderungen, die eine kostentreibende Umstrukturierung mit vielen Außenstellen nötig gemacht hatten. Es ist ein Widerspruch, wenn die Politik einerseits Zuschüsse kürzt und andererseits Unterstützung zusagt. MdB Ewald Schurer bestätigte seine Absicht, an diesem Thema dran zu bleiben und in den vorgenannten Gesprächen mit der Bundesanstalt für Arbeit die Verbesserung der Finanzausstattung aller Bildungsanstalten in diesem Bereich zu erzielen. Unter den genannten Gesetzesänderungen der großen Koalition leiden neben Peters auch zahlreiche andere Bildungseinrichtungen in ganz Deutschland.
Es ist gefährlich, bildungsbedürftigen Bürgern die Unterstützung vorzuenthalten. (O-Ton)
Da sich an den gesetzlichen Regelungen nichts geändert hat, Peters die – eigentlich nötigen -Niederlassungen aber schließen mußte, gleichzeitig die Zuschüsse gestrichen wurden, stellt sich uns die Frage, wie das System Peters überleben soll? (O-Ton Schurer....)
Es wird wohl schwierig werden sich gegen die etablierte Konkurrenz zu behaupten, die schon heute eine Vielzahl an Bildungsangeboten bereithält - von den Volkshochschulen über die Handwerkskammern, die IHKs, den Verband der bayerischen Wirtschaft bis hin zu den Hochschulen und „Lernen vor Ort“. Man wird sehen müssen, welche Chancen die Bundesanstalt für Arbeit und die Bundesregierung Peters schafft.
73 Neu bei der Sparkasse: Duales Studium in Kooperation mit der Hochschule in Landshut 6:30
Professor Dr. Erwin Blum, Präsident der Hochschule Landshut a.D. und Sparkassenvorstand Herbert Langstein unterzeichneten zunächst die Kooperationsvereinbarung, die Grundlage der künftigen Zusammenarbeit.
Landrat Georg Huber freute sich, den ehemaligen Präsidenten der Hochschule in Landshut begrüßen zu können, der erst vor Kurzem sein Amt an seinen Nachfolger übergeben hat.
Langsam versteht man, was sich hinter Lernen vor Ort verbirgt: Die Möglichkeit für junge Menschen und die Wirtschaft, gemeinsam mit Hochschulen und Fort- und Weiterbildungseinrichtungen zu arbeiten. Die Hochschule in Landshut hat hier große Unterstützung geleistet. Nach der Kooperation mit der Fachakademie für Sozialpädagogik ist nun die Kooperation mit der Sparkasse die zweite praktische Umsetzung des Konzepts von Lernen vor Ort. Landrat Georg Huber würde sich auch von anderen Hochschulen so viel Interesse an der Bevölkerung im ländlichen Raum wünschen, wie das die Hochschule in Landshut schon gleich zu Anfang der Diskussion gezeigt hatte. Er bedankte sich bei der Sparkasse für ihre Beteiligung am Projekt Lernen vor Ort, das sich für die jungen Leute in unserem Raum künftig sehr positiv bemerkbar machen wird.
Professor Blum erkannte in „Lernen vor Ort“ eine ideale Konstellation aus einer bildungssuchenden Region und eine bildungsanbietende Hochschule. Wenn nun ihre Hochschule auf so eine mustergültige Initiative trifft, wie das „Lernen vor Ort“ ist, dann paßt das einfach! Er dankte den Vorständen der Sparkasse für ihre Teilnahme und war sich sicher, daß die Hochschule auf dieser Basis zeigen kann, was sie für die Region zu leisten im Stande ist. Wenn jetzt Sparkasse und Hochschule gemeinsam ein Verbundstudium anbieten können, entspricht das genau den Vorstellungen der Hochschule. Er wünschte sich sehr, daß die genannten beiden Projekte erst der Anfang sind für eine ausgedehnte Zusammenarbeit. Das Interesse daran ist seitens der Hochschule sehr groß. (O-Ton – Kontakt bleiben)
Daß das so werden wird, darüber war sich Landrat Huber sicher. Die Wirtschaft wird dem Beispiel der Sparkasse folgen und über kurz oder lang weitere solche Kooperationen schließen.
Sparkassenvorstand Herbert Langstein betonte, es bedürfe drei Partner: Landratsamt und Hochschule und natürlich auch die Sparkasse
Die Sparkasse sieht in dieser Kooperation die Chance, den jungen Abiturienten einerseits eine hervorragende Ausbildung zu ermöglichen und gleichzeitig in der Region bleiben zu können.
Auch die Sparkasse profitiert davon: sie gewinnt mit dieser Art der Ausbildung Mitarbeiter, die von Anfang an praktische Erfahrung sammeln und parallel ihr Hochschulstudium absolvieren können. Dies entspricht der neuen Unternehmensphilosophie des Hauses: (O-Ton: Mehr Leistung, mehr Mensch, mehr Wert!) Diese Kooperation sehen sie im Bereich „Mehr Wert“.
Auch für die Kunden entsteht hier Mehrwert, ergänzte Herbert Langstein. Mit den Mitarbeitern bleiben ja auch die Kunden im Landkreis, und das macht ihn insgesamt attraktiver.
Professor Blum meinte, der Bezug zur Praxis ist eines der wesentlichsten Merkmale der Hochschule für angewandte Wissenschaften. Dazu bieten ihre Studiengänge ein obligatorisches Praxissemester. Wenn man das nun mit einem Ausbildungsverhältnis verbindet, ist das noch mehr Praxisbezug, wie sie das je bieten könnten. Konkret sieht das so aus, daß ein Auszubildender zunächst ein Jahr seiner Lehre absolviert und dann zeitgleich das Studium an der Hochschule aufnimmt. Dieses System erbringt in viereinhalb Jahren ideale Mitarbeiter. Das funktioniert aber nur mit so qualifizierten Partnern, wie das die Sparkasse Mühldorf ist.
Dr. Stefan Bill – stellvertretender Vorstand der Sparkasse, ergänzte, die Sparkasse ist ohnehin ein sehr ausbildungsorientiertes Institut, das mit einer eigenen Sparkassenakademie und einer eigenen Hochschule in Bonn selbst viel bietet. Alle vorhandenen Institute erlauben aber die Aufnahme eines Studiums erst nach einer gewissen Praxis. Das ist in diesem Fall anders. Hier beginnen die jungen Leute schon nach einem Jahr der praktischen Ausbildung mit dem Studium.
Da sich Ausbildung und Studium unterscheiden bietet diese Ausbildungsform in kürzester Zeit wesentlich mehr Wissen, als der konventionelle Weg. Die Sparkasse empfiehlt diese duale Ausbildung nur Auszubildenden, die von ihrem Interesse und ihren Fähigkeiten dazu in Frage kommen. Die Sparkasse übernimmt für ihre Auszubildenden im dualen Studium alle Gebühren an der Hochschule und zahlt weiterhin ein Gehalt, das mit fortschreitendem Studium ansteigt.
Darüber hinaus bietet die Sparkasse dem künftigen Bachelor einen sicheren Arbeitsplatz und die Chance, das Studium fortzusetzen und den Master zu erwerben.
Da die Sparkasse diese Möglichkeit schon in den Gymnasien vorgestellt hat, gibt es derzeit zwei Kandidaten für eine duale Ausbildung an der Hochschule Landshut. Weitere sollen folgen
74 Einmal Eisenbahner - immer Eisenbahner: Stadtrat Franz Essl hat 50 Jahre Eisenbahn miterlebt 25:10
Seit gut 150 Jahren gibt es in Deutschland die Eisenbahn. Ein Drittel davon haben Sie selbst miterlebt! (O-Ton)
Da haben Sie etwas erlebt, was heute untypisch ist und in Zukunft noch viel seltener werden wird, Sie haben in Ihrem ganzen Berufsleben nur bei einem einzigen Arbeitgeber gearbeitet! (O-Ton)
1961 war eine ganz andere Zeit als heute? (O-Ton)
Damals war das Arbeitsleben sicher auch ganz anders als heute. Damals waren Eisenbahner noch Beamte. (O-Ton + O-Ton Lehrzeit...)
SOB-Chef Christoph Kraller hatte kürzlich gemeint, es bräuchte vier Jahre, bis ein Jungingenieur bei der Bahn selbständig laufen kann. War das damals auch schon so? (O-Ton)
... also eine komplette Qualifikation für den gesamten Bahnbetrieb. (O-Ton)
Jetzt sind Sie 1980 nach Mühldorf gekommen. Warum? (O-Ton)
Damals hieß die Bahn ja noch Deutsche Bundesbahn. Die Privatisierung kam erst später. (O-Ton)
Die Privatisierung war sicher ein großer Einschnitt. (O-Ton)
Da ist es ja verwunderlich, daß das alles trotzdem funktioniert hat. (O-Ton)
Dann kam die Südostbayernbahn (O-Ton)
Und jetzt zum Schluß die großen Projekte bei der SOB, der erste zweigleisige Abschnitt. (O-Ton)
... bei der Bahn. Daneben gibt es auch noch den Stadtrat Franz Essl. (O-Ton)
Für Furore hat der Wechsel von der SPD zu den Freien Mühldorfern gesorgt! (O-Ton)
... sehr erfolgreich! (O-Ton)
Also ist der Ruhestand jetzt kein großer Einschnitt sondern eher eine Verlagerung der Arbeit? O-Ton)
Und dann ist ja auch noch das Privatleben, das mit viel Abwechslung dafür sorgt, daß es nicht langweilig wird. (O-Ton)
Das mit dem beruflichen Wissen könnte man ja in einem Buch zusammenfassen? (O-Ton)
Man stumpft ja nicht ab bei so etwas. (O-Ton)
Heilt die Zeit Wunden? (O-Ton)
Das ist aber jetzt vorbei. (O-Ton)
Das war ein schönes Schlußwort. Vielen herzlichen Dank.
75 Viel für die Natur getan hat der Bund Naturschutz. Die Mitgliederversammlung 9:40
Etwa 20 Mitglieder des Bund Naturschutz hatten sich beim Kreuzerwirt in Mettenheim eingefunden um ihre diesjährige Hauptversammlung abzuhalten. Gerd Ruchlinski konnte eine ganze Reihe Gäste begrüßen, unter ihnen Waldkraiburgs Bürgermeister Siegfried Klika und Stadtwerke-Chef Norbert Weigl.
Zunächst trug Heide Schmitt-Schuh einen Text des Münchner Journalisten Klaus Biegert vor, der die Katastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima beleuchtete.
Gerd Ruchlinski war sich nicht sicher, was schlimmer ist, die Kernkraft oder die Gentechnik. Wenn man aus der Kernkraft aussteigt, ist nach 25.000 Jahren alles vorbei. Die Folgen der Gentechnik sind heute weder abschätzbar noch jemals umkehrbar. Damit ist die Gentechnik eigentlich das viel schlimmere Übel.
Die Gentechnik sollte dann der Vertreter dieser Industrie erläutern: Hans-Peter Lendle.
Auf sarkastische Weise stellte er die Folgen des Einsatzes der Gentechnik vor.
Wenn man das alles so hört, weiß man gar nicht mehr, ob Kabarettisten die Wirklichkeit überhaupt noch übertreffen können – meinte Gerd Ruchlinski.
Nach der Verleihung der Umweltmedallie, die wir in einem anderen Bericht zeigen, setzte Gerd Ruchlinski mit dem Bericht des Vorstandes fort. Die Mitgliederzahl des Bund Naturschutz ist nach einer Werbeaktion 2007 wieder zurückgegangen, aber noch immer höher als vor der Aktion.
Er rief zu neuen Mitgliederwerbeaktivitäten auf.
Eine Reihe Veranstaltungen standen im zurückliegenden Jahr auf dem Programm, etwa mit dem weltbekannten Landwirt Percy Schmeisser oder dem Zivilcourage-Initiator Christoph Fischer.
Das Thema Kernkraft beschäftigte den Bund Naturschutz das ganze Jahr lang.
Im Landkreis war der Kampf gegen den Neubau der B15 ein Thema, die eigentlich eine Autobahn wird. Würde diese Straße bei Schwindegg durch das Isental führen, könnte man den westlichen Landkreis vergessen. Allerdings sieht es zur Zeit nicht so aus, als ginge das durch. Um diesen Kampf zu führen, wurde eine Gruppe in Buchbach gegründet.
Im Moos bei Walkersaich wurde eine alte Torfhütte als Informationspunkt eingeweiht. Der Tag der Jugend des Kreisjugendrings litt unter dem WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien. Ein Erfolg war die Methusalemtour zu den ältesten Bäumen im Landkreis.
Im Vorjahr wurden Vorstände in Ortsgruppen neu gewählt, etwa in Kraiburg.
Jutta Gölkel feierte am 10. Januar ihre 10-jährige Mitarbeit beim Bund Naturschutz.
Der Verein bekam nahe Walkersaich ein Grundstück geschenkt, das später im Jahr bereinigt und renaturiert wurde.
Christine Herford berichtete von der Arbeit der Kinder- und Jugendgruppen im Landkreis. Derzeit gehören 12 Kinder zur Gruppe, die von Karin Mußner und ihr geleitet wird. Sie stellte fest, es wird immer schwieriger, Kindergruppen zu leiten. Wenn man aber mit den Kindern unterwegs ist, haben sie alle zusammen viel Spaß an der Natur. Das hat dazu geführt, daß die Kinder meist in die Jugendgruppe wechseln und sogar diese nicht verlassen wollen, wenn sie ihr eigentlich schon entwachsen sind.
Die Finanzen sind seit Jahren in Ordnung – berichtete Kassier Sebastian Huber.
Die Kreisgruppe ist stark angewiesen auf Einnahmen aus Spenden. Die Rekordergebnis des Jahres 2009 konnte 2010 nicht mehr erreicht werden. Sebastian Huber bedankte sich bei den beiden hauptamtlichen Sammlerinnen für ihre gute Arbeit, Jutta Gölkel und Traudi Tüpprath , die bayernweit seit Jahren die stärkste Privatsammlerin ist.
Fünf Mal nacheinander war die Realschule Waldkraiburg Bayernsieger beim Sammeln. 2010 waren sie wegen 100 Euro nur zweite! Da die Schulen Prämien für ihr Sammelergebnis bekommen, hat die Realschule für ihr Rekordergebnis 2009 über 2000 Euro Prämie erhalten.
Insgesamt konnte die Kreisgruppe 2010 27.666 Euro einnehmen.
Die Ausgaben summierten sich 2010 auf gut 14.000 Euro, so daß das Ergebnis 13.409 Euro beträgt. Auf einem Sparbuch stehen über 46.000 Euro für zukünftige Investitionen zur Verfügung.
Nachdem die Kassenprüfer ordnungsgemäße Buchführung bescheinigt hatten, erteilten die Mitglieder dem Vorstand einstimmig die Entlastung.
Zweiter Vorstand Dr. Andreas Zahn berichete nun in einem engagierten Vortrag von der Bewirtschaftung des Grundstücks im Talraum in Jettenbach mit Galoway-Rindern. Ein Wald hat sich dort inzwischen zum Urwald entwickelt, Frösche laichen und der Biber staut das Gewässer auf. Da Familie Schierlitz die Galoway-Herde verkleinern will, wird Landwirt Sonderhauser das Gelände mit einer alten Rinderrasse, den Pinzgauer Rindern beweiden.
Im Mai kommen zwei Wasserbüffel nach Jettenbach. Diese Wasserbüffel helfen die Kleingewässer offen zu halten, weil sie sich im Wasser suhlen und die Gewässer so nicht verlanden.
Auch die BN-Kiesgrube bei Haigerloh wird beweidet. Da die Autobahndirektion Ausgleichsflächen braucht, kauft sie ein Stück Grund dazu, das dann auch vom Bund Naturschutz betreut wird. Dr. Andreas Zahn dankte allen „Zaunwächtern“ für ihre Hilfe und bat um weitere Helfer, die Lust haben, mit einer Sense ab und zu die Zäune funktionsfähig zu halten.
Da der Laubfrosch an verschiedenen Stellen südlich der künftigen Autobahn A94 lebt, und zwischen diesen Stellen wandert, muß beim Neubau der Staatsstraße 2092 von Waldkraiburg nach Ampfing Rücksicht genommen werden.
In der Schusterkiesgrube in Mettenheim leben Arten, die immer wieder neue Tümpel suchen. Die Betreiber haben hier zugesagt, immer wieder neue Tümpel anzulegen und so die Wechselkröte zu schützen.
Die Toteiskessel nahe Haag – Überbleibsel der letzten Eiszeit – werden zusammen mit dem Landratsamt saniert. Dabei entfernt man das Gehölz, das über die Zeit zur Verlandung dieser Relikte führen würde.
Im kommenden Jahr – erläuterte dann Gerd Ruchlinski – erscheint in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt eine Broschüre über die Alten Bäume im Landkreis.
Zahlreiche Veranstaltungen sind geplant. Zusammen mit dem Landratsamt soll im ganzen Landkreis mit Wärmebildkameras den Bürgern Wärmeverluste an ihren Häusern aufgezeigt werden und so die energetische Sanierung der Häuser angekurbelt werden. Pro Veranstaltung soll eine Termographie-Aufnahme verlost werden.
Die Internetseite der Kreisgruppe des Bund Naturschutz wurde in den zurückliegenden Wochen neu gestaltet.
Abschließend dankte Gerd Ruchlinski den Mitgliedern im Vorstand, den Mitarbeitern der Geschäftsstelle und den Mitgliedern für ihre Treue und wünschte der Kreisgruppe viel Erfolg im kommenden Jahr.
Die Miegliederversammlung schloß Hans-Peter Lendle, der Gentechnik-Mann.
76 Bürgerversammlung in Ampfing-Salmanskirchen: So weit alles Bestens! 14:30 15 15.04.11
Im Gasthaus Hiermer in Salmannskrichen konnte Bürgermeister Ottmar Wimmer zahlreiche Interessierte begrüßen. Zunächst betrachtete er die Situation der gesamten Gemeinde Ampfing:
Mit 6.486 Einwohnern lebten Ende 2010 17 Einwohner mehr in Ampfing als im Jahr vorher. 32 Frauen mehr als Männer bedeuten einen leichten Frauenüberschuß. 2010 gab es 22 Eheschließungen, 41 Sterbefälle und 49 Geburten. Am Gemeindefriedhof wurde ein Urnenfeld neu erstellt – keine Urnenwand, weil es ja heißt, wir sind vom Staub der Erde genommen und kehren zur Erde zurück.
Die Gemeinde hat viel Investitionen umgesetzt und schon 2009 die kommunale Solaroffensive gestartet. Seither wurden über 3 Millionen Euro in Photovoltaikanlagen investiert. Die Anlage neben der Kläranlage erzeugt den gesamten Strombedarf der Kläranlage, mehr als 600.000 Kilowattstunden. Zusammen mit weiteren kleineren Anlagen hat Ampfing im vergangenen Jahr etwa eine Million Kilowattstunden Strom erzeugt und so etwa 600 Tonnen CO2 eingespart.
Ein Blockheizkraftwerk soll in Zukunft Sportheim Einfachturnhalle, Grund- und Hauptschule mit Strom und Wärme versorgen. Die Wirtschaftlichkeit dieser Investition muß erst noch geprüft werden.
Ein weiteres Naturschutzprojekt ist eine Streuobstwiese in Stephanskirchen, die die Gemeinde anpflanzt. 27 Obstbäume, alles robuste alte Sorten, sollen einen ökologischen Lebensraum bieten.
In die Wasserversorgung hat die Gemeinde fast 9 Millionen Euro investiert. Ampfing versorgt nun das gesamte Gemeindegebiet über das 110 km lange Rohrnetz zuverlässig mit bestem Wasser. Im Dezember hat der Bau des letzten Abschnitts begonnen, der voraussichtlich 340.000 Euro kosten wird. An die zentrale Abwasserreinigung sind 95% der Einwohner angeschlossen. Alle anderen an dezentrale Kleinkläranlagen. Bis Ende 2007 konnte das Abwasserentsorgungskonzept der Staatsregierung vollständig umgesetzt werden. Damit ist Ampfing die einzige Gemeinde in Oberbayern, die auch die Außenbereiche komplett entsorgt. Eine Erweiterung steht 2011 in Salmannskirchen an. Die Kosten hierfür werden sich auf 140.000 Euro belaufen.
Eine Daueraufgabe sind Kanalsanierungen und Inspektionen. Dafür hat die Gemeinde 2011 390.000 Euro vorgesehen.
Auch im Straßen und Wegebau hat sich viel getan: Zur Hofstelle Oberberg wurde eine bedarfsgerechte Straße gebaut, der Kreisverkehr an der Waldkraiburger Straße hat dort die Verkehrssicherheit erheblich erhöht und den Verkehrsfluß verbessert. Die Gesamtkosten von 270.000 Euro wurden vom Freistaat mit 190.000 Euro bezuschußt. In die Straßensanierung fließen 2011 200.000 Euro. Die Ortskernsanierung in Ampfing selbst kann erst nach Eingang eines Zuschusses von der Städtebauförderung weitergeführt werden.
Die Planung der Dorferneuerung in Salmannskrichen konnte großenteils abgeschlossen werden. Anfang Mai beginnen die Bauarbeiten - Ganz konkret!
Sorgen bereiten die 33 Brücken. Drei wurden bereits neu gebaut, die Steinerne Brücke mußte gesperrt werden. Ob sie saniert werden kann entscheiden die Finanzen.
Mit dem Anbau an die Hauptschule kann nun auch Mittagsbetreuung und Nachmittagsunterricht angeboten werden. Für 3 Millionen Euro wurden neue Räume und eine Mensa gebaut. Zusammen mit der Hauptschule Buchbach erhielt die Schule am 13. September den Titel „Mittelschule Ampfing“. Die Schule wurde als eine der ersten Schulen in Bayern zur Mittelschule erhoben, weil hier schon seit langer Zeit an der Weiterentwicklung der Hauptschule mitgearbeitet worden war. Bürgermeister Ottmar Wimmer dankte allen Lehrkräften und Rektor Grieser.
Mit Geldern aus dem Konjunkturpaket II konnte die energetische Sanierung der Gebäude der Hauptschule in Angriff genommen werden. Die Arbeiten begannen Juni 2010 begonnen und sollen im April 2011abgeschlossen werden. Vollwärmeschutz, eine neue Heizungsanlage und eine Belüftungsanlage und statische Maßnahmen kosteten zusammen etwa 2,9 Millionen Euro und bedeuteten wichtige Impulse auch für die Bauwirtschaft. Derzeit werden die Außenanlagen neu gestaltet, was nochmals 180.000 Euro kosten wird.
Die Grundschule führt alle Klassen dreizügig. Sie ist die einzige Grundschule Bayerns im ländlichen Raum, die ein Ganztagsangebot bereithält. Eine Untersuchung der Schule zeigt, daß durch die Ganztagsklassen die überwiegende Zahl der Kinder selbständiger geworden ist und ihr Sozialverhalten gebessert hat.
Auch die Mittelschule verfügt über gebundene Ganztagsklassen ab der fünften Jahrgangsstufe. Seit drei Jahren sorgt der Verein „Sicherer Schulweg“ für Sicherheit an Bushaltestellen und ausgebildete Busfahrer.
Der Spatenstich für die neue Kinderkrippe erfolgte erst vor Kurzem. Die Gemeinde ist so auf den Zuzug von Neubürgern vorbereitet. Hier entsteht für die Kleinen etwas richtig Großes!
Nach der Investition von 1,8 Millionen Euro wovon der Freistaat etwa 1,1 Millionen trägt, soll die Krippe Anfang Dezember 2011 eröffnet werden.
Leider hat der Verein „Ampfini“ angekündigt, sein Kinder- und Jugendzentrum schließen zu müssen. Für die großen Leistungen gebührt dem Verein besonderer Dank.
Der Bau der Autobahn A94 und der Bau der Staatsstraße 20 92 sorgen auch weiterhin für wechselnde Behinderungen. Wann welche Straße gesperrt werden muß, können die Ampfinger der neuen Ausgabe des Gemeindeschreiers entnehmen.
Ampfing ist Mitglied der Kommunalen Verkehrsüberwachung. Die hat 2010 595 Verkehrsteilnehmer mit überhöhter Geschwindigkeit ertappt, zwei davon verloren sogar ihren Führerschein. Dabei wurde pro Monate nur 6 Stunden lang gemessen.
Die Bahn hat im Dezember den zweigleisigen Abschnitt Mühldorf-Ampfing mit einem großen Fest eröffnet. Die Unterführung in Wimpasing konnte eröffnet werden, die neue Unterführung an der Münchner Straße soll demnächst für den Verkehr freigegeben werden. Für beide Maßnahmen mußte die Gemeinde 1,75 Millionen Euro zuzahlen.
Die Schallschutzwände entlang der Bahngleise soll gläserne Teile bekommen, die nach langer Diskussion nun vom Eisenbahnbundesamt als Pilotprojekt genehmigt wurden. Wieviel die Gemeinde hier zu zahlen hat steht noch offen.
Zu den Finanzen: Das geplante Haushaltsvolumen für 2010 belief sich auf 18,5 Millionen Euro. Im Dezember 2010 mußte ein Nachlaßhaushalt dieses Volumen um 2 Millionen erhöhen. Damit war der Haushalt 2010 4 Millionen Euro höher als noch 2009.
Bürgermeister Ottmar Wimmer dankte alle Bürgern und Firmen für die Steuern, die gegenüber 2009 um 1,1 Millionen höher lagen und die Investitionen in der Gemeinde erst ermöglicht hatten.
Die größten Ausgabenposten waren die Kreisumlage, die Gewerbesteuerumlage und die Personalkosten, die sich im Vergleich zu anderen Gemeinden im Rahmen hielten.
Die Kreisumlage steigt dagegen seit 2002 ständig an, von damals 49,2 auf jetzt 57,2% oder 500.000 Euro mehr pro Jahr als damals.
Ampfing kann trotzdem gut wirtschaften, weil es eine sehr hohe Steuerkraft aufweist, die - wie die Graphik zeigt – seit 1995 kontinuierlich angestiegen ist und seit damals über dem Landesdurchschnitt liegt. Schlüsselzuweisungen vom Staat gibt’s da freilich nicht.
Nach Abzug aller Umlagen bleiben etwa 38% der Einnahmen bei der Gemeindein Ampfing. Das sind von der Gewerbesteuer etwa 1,7 Millionen Euro.
Um die Investitionen zu finanzieren mußte die Gemeinde Kredite aufnehmen und die Rücklagen reduzieren. Mit kluger Umschuldung konnte die Zinslast erheblich reduziert werden, auf durchschnittlich 2,6%. Den Schulden von etwa 5 Millionen Euro stehen ausstehende Zuschüsse in Höhe von 1,8 Millionen Euro gegenüber. Die Rücklagen schmolzen auf gut 500.000 Euro.
In den zurückliegenden sechs Jahren wurden alles zusammengenommen fast 25 Millionen Euro investiert.
Ampfing stellt weiterhin ortsansässigen Familien Baugrund im sogenannten Einheimischenmodell zur Verfügung. Ein weiteres Modell für unterstützt Familien, die die Bedingungen für das Einheimischenmodell nicht erfüllen. Hierbei werden für jedes Kind unter 18 5% des Kaufpreises erlassen, höchstens jedoch 15%. Derzeit stehen 8 Grundstücke zum Verkauf.
Auch Gewerbegrund steht in ausreichendem Maß zur Verfügung, etwa 100.000 Quadratmeter
Bürgermeister Ottmar Wimmer lobte die Mitarbeiter des Bauhofs, der „Kommunalen Allzweckwaffe“ die überall zur Stelle ist, wo etwas zu machen ist. Der Gemeinderat ist bestrebt, alle Mitarbeiter des Bauhofs auch als Mitglieder der Feuerwehr zu wissen. Dafür erhielt die Gemeinde bereits Auszeichnungen, weil nur so im Brandfall alle mit anpacken können.
Die drei Feuerwehren haben viel geleistet, dafür dankte Ottmar Wimmer ihren Mitgliedern und den Kommandanten. Ein neues Fahrzeug für etwa 400.000 Euro soll besonders für Einsätze auf der Autobahn konzipiert sein und heuer in Dienst gestellt werden.
Er dankte allen Vereinen für ihr ehrenamtliches Engagement, besonders dem kommunalen Kulturkreis für die alljährliche Kunstausstellung, die Sommerabende und das Mitgehtheater während des Adventszaubers.
Ein weiterer Dank galt dem Trachtenverein Isentaler für die Ausrichtung des 120. Gaufestes – einer Veranstaltung, die überregional Aufmerksamkeit auf Ampfing gelenkt hat. Sogar einen Maibaum gibt’s in Ampfing seither wieder.
Er dankte auch zweitem Bürgermeister Georg Buchner für das Ausrichten des Kocherlballs an der Grünen Lagune und Dieter Spielmann für das Dorffest und den Adventszaubers. Alle Veranstaltungen gelingen nur deshalb, weil alle Vereine so gut zusammenarbeiten.
Bürgermeister Ottmar Wimmers Dank galt auch den Gemeinderäten für die gute Zusammenarbeit trotz manchmal unterschiedlicher Standpunkte. Gemeinsam haben sie in 15 Sitzungen und vier Ausschüssen zum Wohl der Gemeinde gehandelt.
Sein Dank galt auch Dekan Roland Haimerl, den Abgeordneten Dr. Marcel Huber und Stephan Mayer sowie allen Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung. Daß es auch in Zukunft so gut bleiben wird, dafür erklärte er alles dransetzen zu wollen und freute sich auf die Fragen der Zuhörer.
Nach einer kurzen Pause eröffnete Bürgermeister Ottmar Wimmer die Diskussion.
Einige Fragen drehten sich um Verkehrsregelungen rund um das Schulzentrum in Ampfing, wo im morgendlichen Verkehr oft ziemliche Enge herrscht. Weitere Themen waren Straßenprojekte und das Agieren der Baufirma, die die Wasserversorgung baut.
Josef Ber beklagte zu wenige Information über die Ortsteile in Bürgermeister Wimmers Rede. Für ihn ist der Ortsteil Salmannskirchen heute ein Einheitsbrei. Aidenbach – sein Heimatort – wurde bei der Gebietsreform Salmannskirchen zugeschlagen – alles nur noch ein Durcheinander. Eine Entflechtung tut Not, besonders in Zeiten, in denen viele Städte ihre alten KFZ-Kennzeichen wieder haben wollen.
Außerdem bemängelte er, daß Salmannskirchen zum Alte-Leute-Schlafort verkommt. Alles drängt nach Ampfing. Die Gemeinde solle doch für die Ansiedlung von Gewerbe in Salsmannskirchen und Stephanskirchen sorgen und auch, daß die Ortsteile wieder eigenständige Gemeinden werden.
Mit dieser Aussage ernetete er nicht nur den Wiederspruch von Bürgermeister Ottmar Wimmer sondern auch von vielen Zuhörern aus der Gemeinde. Für die Problematik der Pfarrgemeinde kann die Gemeinde natürlich nichts.
Es gab aber auch Lob für die jungen Leute in der Gemeinde und die vielen Vereine, die für ein aktives Leben sorgen.
Die große Gemeinde Ampfing mit ihren vielen Ortsteilen und der weitläufigen Infrastruktur ist auf einem sehr guten Weg. Sogar als Ökogemeinde! Die Bürger haben keine ernsthaften Probleme, weder in Ampfing noch in den Ortsteilen. Und wenn doch – sorgen Gemeinderat und Bürgermeister für umgehende Abhilfe. Und daran wird sich vorerst auch nichts ändern.
77 Neu ab September: In Kooperation mit der Fachhochschule Erding: "Sozialmanagement" an der Fachakademie in Starkheim 5:00
An der Fachakademie für Sozialpädagogik bereiten sich über 500 Studierende auf ihren Beruf als Erzieherinnen in Kindergärten und Kinderkrippen vor. Vor wenigen Wochen unterzeichnete die Akademie eine Kooperationsvereinbarung mit der „Hochschule für angewandte Wissenschaften“ in Landshut und kann so das Duale Studium anbieten, das Landrat Georg Huber mit dem Projekt „Lernen vor Ort“ forciert.
Nun beabsichtigt die Fachakademie eine weitere Kooperation mit der Fachhochschule in Erding. Die „Fachhochschule für angewandtes Management“ in Erding ist die größte private Fachhochschule in Bayern und seit 2004 staatlich anerkannt.
Fachakademie-Leiter Erwin Gäb begründete in der Aula der Fachakademie zunächst, warum sein Institut nun eine Management-Ausbildung anbietet. Da es immer schwieriger wird, soziale Einrichtungen zu leiten, ist immer besseres Wissen nötig. Dieses Know-How, dessen Ausübung sehr viel Verantwortung beinhaltet kann man kaum mehr nebenher erwerben oder selbst erlernen. Die Ausbildung der Fachakademie kann dieses Wissen nicht vermitteln. Personalführung, das Erstellen eines Haushalts, das Organisieren der Abläufe und Strukturen eines Hauses wollen gelernt sein, um so mehr, als dies alles mit besonderem Blick auf die sozialen Anforderungen dieser Einrichtungen erfolgen muß.
Fachakademie und Fachhochschule wollen zwei Studienabschlüsse anbieten: Ein „Zertifikat Sozialmanagement“ und einen Bachelor-Studiengang „Sozialmanagement“.
Dr. Ilona Bachmann ist an der Fachakademie verantwortlich für die Kooperationen mit den Hochschulen. Sie erläuterte die besonderen Bedingungen für den Zugang zum Hochschulstudium und die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben: Ohne Abitur kann man hier nach Abschluß der Ausbildung an der Fachakademie ein Studium mit Ziel „Bachelor“ aufnehmen und sogenannte Credit-Points erwerben, die dann unter Umständen für ein weiterführendes Studium zum Master an einer Hochschule angerechnet werden können.
Dekan Prof. Dr. Dr. Christian Werner stellte die Hochschule vor und erläuterte die Zugangsbedinungen und beantwortete die Fragen der Studierenden.
Während Studenten der Hochschule einen Einblick in Ihr Studium gaben, haben wir Fachakademieleiterin Marianne Glück gefragt, wieviele ihrer Studierenden für dieses Studium in Frage kommen. (O-ton Glück)
Ist es möglich, dieses Studium auch berufsbegleitend zu absolvieren, also etwa während des Berufspraktikums? (O-Ton)
Wie lange dauert dieses Studium und wann schließen die ersten Absolventen ab? (O-Ton)
Herr Gäb, Sie stehen ja noch in Verhandlung mit der Hochschule. Wann denken Sie, können die ersten Studierenden an der Fachhochschule fortsetzen? (O-Ton)
78 "Forever young" - Der Frühjahrsempfang der Kreiskliniken 8:20
Im vergangenen Jahr stapften die Gäste zum Frühjahrsempfang der Kreisklinik durch tiefen Schnee und die Raucher mußten neben Heizpilzen unter Schirmen Zuflucht suchen. In diesem Jahr wollte eigentlich niemand hineingehen, so schön wars noch an diesem frühen Abend.
Zum Motto passend hatten sich manche Gäste in die 20er Jahre zurückversetzt. Die meisten aber kamen in festlicher Abendgarderobe.
Drinnen stimmte eine Bilderschau nicht gerade fröhlich. Die Veranstalter warfen Themen an die Wand wie „Multimorbidität“, also das Auftreten vieler Krankheiten zur gleichen Zeit, oder die Frage nach der Gestaltung des Lebens im Alter.
Bestens gelaunt traten Kreisklinik-Geschäftsführer Heiner Kelbel, Landrat Georg Huber und Chefarzt Dr. Wolfgang Richter auf die Bühne.
Heiner Kelbel versuchte auf launige Weise den Gästen die Angst vor dem Alter zu nehmen. Er zitierte eine Studie, die ermittelt hatte, wovor die Menschen in verschiedenen Ländern am meisten Angst haben. Die Brasilianer haben Angst davor, im Alter ihren sexuellen Antrieb zu verlieren, die Amerikaner fürchten sich am meisten davor, im Alter übergewichtig zu werden!!! Koreaner fürchten sich vor weiteren Narben. 70% der Deutschen sorgen sich, ihr Gedächtnis zu verlieren. Skandinavier haben Angst davor überhaupt krank zu werden. 44% der Belgier haben Angst davor, im Alter inkontinent zu werden, Inder fürchten sich vor Haarausfall und Ägypter haben überhaupt keine Angst vor dem Alter! Dies alles verführte ihn dazu, eine globalisierte Alters-WG zu beschreiben. (O-Ton )
Die Gäste sollten sich nun vorstellen, sie wären Ägypter und so den Abend ganz relaxed genießen.
Chefarzt Dr. Wolfgang Richter begrüßte die zahlreich erschienenen Mühldorfer „Jugendlichen“. Sicher sind sie alle neugierig, was die Klinik hinter dem Motto „Forever young“ versteckt. Wird die Klinik jetzt ein Wellness-Hotel? Heute will wohl jeder ewig jung bleiben. Dazu hat man schon viele neue Begriffe geprägt. (O-Ton – Golden-Ager – Silver-Surfer etc.)
Es ist eine große Aufgabe, diese große Bevölkerungsgruppe angemessen zu versorgen. An diesem Abend sollte diese Aufgabe von der leichten Seite angepackt werden. Weil „Jugend“ ein breiter Begriff ist, wie man aktuell bei der FDP erleben kann, (O-Ton Herbert Grönemeyer: Kinder an die Macht! Bis Brüderle und Udo Jürgens „Mit 66 Jahren“) Man sollte spätestens dann hellhörig werden, wenn man Komplimente über sein „jugendliches Aussehen“ bekommt. Er bat die Gäste ein, aus verständlichen Gründen an diesem Abend auf Komplimente dieser Art zu verzichten! Das Rahmenprogramm sollte den Gästen das Gefühl der ewigen Jugend vermitteln und ist deshalb auf Nostalgie ausgerichtet. Sie sollten den Abend in vollen Zügen genießen, auch wenn dafür morgen so mancher etwas alt aussehen wird.... (O-Ton)
Landrat Georg Huber mußte gleich mal das Untersuchungsergebnis der Inder klarstellen, das auf ihn nicht zutrifft! (O-Ton wenn man uns drei so anschaut! )
Im Rahmen des seniorenpolitischen Konzepts hat man herausgefunden, daß 2058 38% der Bevölkerung des Landkreises älter als 60 Jahre sein werden. Um dem vorzubeugen hat der Landkreis die Gynäkologie stark aufgewertet. Seither wächst der Landkreis und wird immer jünger.
Landrat Georg Huber freute sich auch verkünden zu können, daß die Kreisklinik 2010 eine schwarze Zahl als Ergebnis ausweisen konnte. Er gratulierte allen Mitarbeitern der Klinik, weil sie alle ihr Teil dazu beigetragen haben. Das Krankenhaus brummt also und das wird auch so weitergehen, wenn die Ärzte weiter so fließig einweisen wie bisher. Er hoffte, daß man im kommenden Jahr zum Frühjahrsempfang dann schon einen größeren Saal wird suchen müssen.
Um diesen guten Weg fortzusetzen, werden nun fünf neue OP-Sääle angebaut. Jetzt ist aber erst einmal Zeit zum Feiern. Und dazu wünschte er den Gästen alles Gute und einen schönen Abend.
Da stellvertretende Landrätin Eva Köhr vor Kurzem Geburtstag gefeiert hatte, gratulierten ihr Heiner Kelbel, Dr. Wolfgang Richter und Landrat Georg Huber mit einem Strauß Blumen.
Im Obergeschoß wartete schon das Buffet, das die verschiedensten Genüsse bot. Die Gäste ließen sich nicht lange bitten und griffen zu.
In lockerer Runde entspann sich die eine oder andere Fachsimpele und viele Gespräche mit dem Ziel, Vertrautheit zu schaffen. Nur wenn man sich gut kennt, kann man auch vertrauensvoll zusammenarbeiten.
Für Unterhaltung im Stil der 20er Jahre sorgte die Tanz-Harmonie, ein Orchester, das 1991 von damals noch jungen Leuten am Gymnasium in Vilsbiburg entstand und seither mit Tango, Foxtrot, Charleston und Schaueinlagen im Stil eines Max Raabe die Gäste amüsiert.
Für die Highlights sorgte Silvia Plankl als „Miss Dixie Dynamite“ mit Charleston und Steptanz.
Die Gäste hatten ihren Spaß an dem Abend und genossen drinnen das gute Essen und das famose Rahmenprogramm und draussen den warmen Frühsommerabend.
79 Freiwilligenagentur Ehrensache eV: Auszubildende der Sparkasse im Altenheim 6:10
Einen der ersten schönen Samstag-Nachmittage in diesem Jahr verbrachten 13 Auszubildende des ersten Lehrjahres der Sparkasse mit Bewohnern des Caritas-Seniorenheims in Mühldorf. Im Ökonomiestadel bemalten sie gemeinsam Ostereier, backten (oder sagt man „buken“? – mach’s richtig.... ) Osterlämmer – verbrachten Zeit miteinander. Daß Alt und Jung Freude daran hatten, das zeigen die Bilder.
Natürlich war beim gemeinsamen Kaffee Zeit zum erzählen.
Frau Wagner, Sie als Geschäftsführerin der Freiwilligenagentur „Ehrensache“ haben dieses gemeinnützige Projekt initiiert. Was ist das Besondere daran? (O-Ton)
Wie haben Sie die Auszubildenden der Sparkasse gewonnen? (O-Ton ....)
Wir daraus eine regelmäßige Einrichtung? (O-Ton)
(An Auszubildende: ) Was hat Sie motiviert, hier mitzumachen – haben Sie auch sonst mit älteren Menschen zu tun? (O-Ton)
Frau Ecker, Sie haben gleich zugestimmt, als Ihnen Frau Wagner dieses Projekt vorgeschlagen hat?
(O-Ton)
80 Das 15. Starkbierfest beim TSV Buchbach: Schwester Augustina oder Bruder Augustinus??? 12:10
Am Nachmittag hatten die Bayernliga-Fußballer des TSV 3:0 gegen die Mannschaft aus Erlangen-Bruck gewonnen und dadurch schon fast den Klassenerhalt gesichert. Damit hatte nach den ersten 12 Spielen dieser Saison niemand gerechnet, als Buchbach neun Spieltage lang den letzten Tabellenplatz nicht verlassen konnte. Die Stimmung war also bestens und das versprach einen lockeren und vergnüglichen Abend.
Um 19 Uhr sollte es losgehen und so strömten die Gäste gerade so „unter Vorbehalt“ in die Stockschützenhalle, die der TSV zum Feiern umfunktioniert hatte.
Es gab jede Menge zu tun um die Köstlichkeiten der Küche und natürlich das gute Augustiner Starkbier an die Tische zu bringen.
Staatsminister Dr. Marcel Huber war fast mit der ganzen Familie gekommen und auch Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer kam in charmanter Begleitung. Die beiden hatten wichtiges zu besprechen, so daß der Ausflug nicht unter die Rubrik „Familienfeier“ gefallen ist.
Die Blaskapelle verkürzte den Gästen die Zeit bis zum Anstich.
Fußball-Abteilungsleiter Günther Grübl hatte auch wichtiges zu besprechen und Pressesprecher Erich Haider ein schönes Motiv gefunden! .....
Endlich! Die Blaskapelle geleitete das Faß Maximator herein.
Wolfgang Bauer begrüßte die Gäste zum 15. Starkbierfest des TSV. (O-Ton)
Weil Bürgermeister Thomas Einwang mit den Bürgermeisterkollegen auf einem Ausflug war, mußte zweiter Bürgermeister Karl-Heinz Kammerer anzapfen.
Und er schlug sich wacker – äh – den Wechsel gekonnt in das Faßl. Das bissl Pritscheln sei ihm verziehen!
Er freute sich, daß er anzapfen hat dürfen, in München wäre der zweite Bürgermeister froh, wenn er das am Oktoberfest dürfte – meinte Karl-Heinz Kammerer! Das „O’zapft is‘“ muß er halt noch lernen.....
Endlich konnten sie anstoßen.
Fördervereinsvorstand Erwin Bierofka freute sich, daß die Halle auch beim 15. Starkbieranstich voll war. Er freute sich auch auf einen beschwingten Abend mit der Blaskapelle, Bruder Augustinus, Sketchen der Fußballer und noch einer ganz besonderen Einlage. Den zahlreichen Helfern bei der Vorbereitung dankte er allen Mitwirkenden.
Schließlich meinte er, einem wäre noch nie gedankt worden: Erwin Bierofka, der das Fest nun schon zum 15. Mal ausrichtet und dabei meistens selbst im Hintergrund steht.
Wolfgang Bauer hatte noch einen Augustiner-Maßkrug für Martin Hanslmeier, der seit ewigen Zeiten für den TSV aktiv ist und sehr viel Zeit für den Verein aufwendet.
Die Blaskapelle sorgte wieder für ein bißchen Zeit zum Ratschen und Genießen.
Noch immer kamen Gäste dazu - - auch Pfarrer Herbert Aneder.
Ganz hinten wartete schon Schwester „Augustina“.
Und die sorgte erst einmal für Verwirrung, weil die Zuhörer ja Bruder Augustinus erwartet hatten!. Sie bewies gleich einmal, daß auch Klosterschwestern Starkbier trinken können! (Prost!)
Schwester Augustina begann, eine Starkbierrede zu schwingen: Sie unterstützt die Initiative von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen: Mehr Frauen in Führungspositionen. Mit der Umsetzung der Frauenquote in Buchbach fehlts allerdings gewaltig: (O-Ton vor an Jahr... )
Und bei der Bayernligamannschaft gibt’s sowieso bloß Manna! Sogar die Physiotherapeutin ist ihnen abhanden gekommen. Die widment sich jetzt den 3 „K’s“ (O-Ton: Kinder, Küche Kirche!)
Aber eine Schiedsrichterin gibt’s. Und die hat’s in dieser Männerdomäne nicht leicht! Da braucht’s Durchsetzungsvermögen. Aber daheim is‘ halt auch so wie da herob’n, da hören auch vor allem die jungen Leut‘ nicht zu. Als sie kritisierte, daß es bei der Augustiner-Brauerei auch keine Frauen gibt, mischte sich plötzlich eine männliche Stimme ein (O-Ton – ja soid i mia d Fiaß in‘ Bauch steh! ) Aber die Technik konnte diesen Störer auch nicht wegschalten....
Der – also der Bruder Augustinus – hat sich dann erst einmal gscheid aufregen müssen – über DIESES Frauenzimmer, das da so gscheid daherredet! Aber er hatte eine Idee! (O-Ton Security!!!)
Und die wußte, was zu tun ist! Sie nahmen sie einfach mit!
Auf diesen Schock hin brauchte er erst einmal einen Schluck aus’m Maßkrug.
Dann gabs andere Töne! So wie bei der Regierung in Berlin, wo‘ auch nix mit Streicheleinheiten geht! Der, der durchgreifen hätte können, unser „Besserner weit und breit“ hat halt gegen das 11.Gebot verstoßen (O-Ton „Du sollst Dich nicht erwischen lassen)
Er wollte von Bundestagsabgeordnetem Stephan Mayer wissen, was da in Berlin los ist! Von den ganzen Turbulenzen dort merkt man bei ihm aber nichts – so braun wie er ist! Dabei fährt er doch erst in ein paar Wochen nach Marokko. Er hat sich wohl farbmäßig schon mal vorbereitet?!
Um Karl-Theodors Posten als Verteidigungsminister übernehmen zu können, hat er ja schon die Voraussetzungen: (O-Ton: Jurist – groß.... bloß der Name hört sich halt nach garnix an...MAYER! )
Er war in diesem Jahr schon auffallend oft in Buchbach. Und das – obowohl gar keine Wahlen anstehen! Vielleicht sucht er ein billiges Grundstück. Dann hätte er nicht mehr so weit zum Flughafen. Bei deeen Benzinpreisen! Mit der A94 geht ja sowieso nix weiter – weil der Autobahn das Geld ausgegangen ist!
Aber das geht derzeit sowieso überall aus! Bei de 60er (L: TSV 1860 München) schon chronisch. Dabei schmeißen Se’s überall hinaus. Für die Hypo-Alpe-Adria, bei der LfA, (O-Ton – grad wenn’s um so a bayerisches Heiligtum wie de 60er geht, ....) Da ist er nur froh, daß er mit diesen Bänkern nix zu tun hat. Einen Schluck drauf!
Und weil die Politik schnell vergißt und das Hirn rasant altert, kann sich so mancher Universitätsprofessor an so manches nicht mehr erinnern. Er selber weiß das auch nicht mehr so genau. Dann kam einer rein, der wohl vergessen hatte, ob er einen Autogrammtermin hatte. Das holte er aber gleich nach.
Der Spuk war aber schnell vorbei und Guttenbergs Geist wieder weg – oder wars ein Plagiat?
Vor ein paar Wochen ist Bürgermeister Thomas Einwang 50 Jahre alt geworden. Zum Geburtstag hat er sich ein Radl gewünscht. (O-Ton)
In Ampfing wechseln sie jetzt alle Schilder aus. Künftig steht da drauf (O-Ton Heimat vom Chef von da Bairischn Staatskanzlei!.....)
Ein Vorteil ist es ja schon, wenn so ein Feuerwehrkommandant in der Politik ist. Sicher ist er draufgekommen, daß die Feuerwehren beim Kauf von den Feuerwehrautos jahrelang ausg’schmiert worden sind. Deswegen kauft die Gemeinde jetzt gleich zwei neue Feuerwehrautos. Eins davon ist sicher umsonst....
ER ist ja so froh, daß sie wieder alle da sind. (O-Ton – praktisch das ganze Stimmvieh!.... bloß die Hirten... )
Heuer sinds nicht so weit fortgefahren wie voriges Jahr. Statt nach Dubai zum Sandspielen sinds heuer in den Schwarzwald gefahren. Dabei möchte‘ er gern wissen...(O-Ton ob da da Knoblauch a dabei is...)
Oder vielleicht ist er ja da? (O-Ton – bitte melden! 13x angemeldet und 13 x nicht gekommen!)
Neulich bei Wetten daß hat er keine Einladung gehabt und war doch dort.
In Buchbach wird künftig alles besser: (O-Ton: Bis 2020....)
Beim Wettbewerb um die familienfreundlichste Gemeinde haben die Schwindegger gewonnen. Buchbach ist dafür die Gemeinde mit der besten interkommunalen Zusammenarbeit geworden. Wahrscheinlich wegen diverser Beziehungen zwischen Buchbachern und Schwindeggern. Vermutlich gibt’s jetzt bald interkommunale Kinder!
Das Trainerkarussell in der Bundesliga hat seine Wurzeln in Buchbach. Das alles hat Buchbach schon lang hinter sich. Der Bobenstetter träumt ja nur noch von seiner Fußballmannschaft und nicht mehr von seiner Frau. Aber in Buchbach gibt’s auch noch ein Spielerkarussell. Die wechseln da munter zwischen den Vereinen. Nur die Zuschauer haben da ein Problem: (O-Ton... die wissen gar nicht mehr für wen’s schrein solln)
Ganz anders der Pfarrer, der ist überall, am Fußballplatz, beim Narrenabend und sogar heute ist er da. (O-Ton er sagt sich halt.... .... koana gmacht)
Aber, bevor er sich nochmal so richtig aufregt, da sagt er doch Pfiat Euch Gott! Bis zum nächsten Jahr.
Halt – noch eine Aufgabe: Weil Pfarrer Herbert Aneder Geburtstag hatte, gabs noch einen gemeinsamen Schluck aus dem Maßkrug! Und ein Ständchen von der Blaskapelle.
Irgendwie hat es sich dann ergeben, daß plötzlich Staatsminister Dr. Marcel Hubers Tochter Felicitas auf der Bühne stand und dirigierte. Sie ist eine begnadete Musikerin, und das merkte man bei jedem Takt.
Die Fußballer brachten einen Sketch, in dem die Trainer Werner Lorant, Louis-van-Gaal und Anton Bobenstetter sich darüber unterhielten, wer der beste ist. Werner Lorant benahm sich häufig daneben, mußte dann 3 Euro ins Sparschwein zahlen, die er leider nicht hatte und sich irgendwo leihen mußte und natürlich Anton Bobenstetter der Beste war. Sie diskutierten etwa ihr Verhältnis zu den neuen Medien.
Es endete – wie könnte es anders sein - mit einer Maß Bier!
Die Maß Bier stand auch im Zentrum des nächsten Programmpunkts: Das Maßkrugstemmen. Sechs starke Buchbacher stemmten die Maßkrüge – unter ihnen Pfarrer Herbert Aneder. Sie zeigten, was starke Männer sind!
Lange Zeit hielten sie stand, schwitzten, zitterten und wackelten nicht. Aber dann gings los: die ersten Schweißperlen rollten über die Gesichter. Da wurden die Maßkrüge schwer!
Der erste ließ aus, dann Pfarrer Aneder und dann einer nach dem anderen. Die Fußballer feuerten ihren Torwart Sandro Volz an. Aber das nützte auch nicht allzu viel. Er mußte aufgeben – trotz Pfarrers Hilfe.... Klaus Kiefinger konnt er nicht Paroli bieten. Der Fanschal gehörte ihm.
Die zweite Runde: Jetzt waren die Damen dran. Das sogenannte schwache Geschlecht zeigte allen, daß sie keinen Vergleich zu scheuen brauchten. Die fünf starken Frauen hielten die Masskrüge mit bewundernswerter Stabilität. Kein Wunder: Karl-Heinz Kammerer feuerte seine Bea an!
Aber, Kraft ist nicht endlich! Und so gab eine nach der anderen auf!
Und auch hier gabs einen Schal für die Siegerin und ein Bussi von Wolfgang Bauer. Bruder Augustinus staunte nicht schlecht!
Den Rest des Abends feierten die Gäste ein ausgelassenes Fest. Die Blaskapelle heizte so richtig ein. Ein uriges Fest wars auch diesmal, das 15. Starkbierfest in Buchbach! Und weil man’s heuer mit dem Jugendschutz richtig ernst genommen hat, hats auch nicht so lang gedauert wie auch schon
81 Die Vielfalt aufzeigen: Berufsinformationstag an der Mittelschule Mühldorf-Neumarkt 9:20 16 21.04.11
Die Besucherränge in der Halle der Mittelschule waren gut gefüllt, als die Bürgermeister Günther Knoblauch und Erwin Baumgartner die Gäste willkommen hießen und betonten, daß hier das gute Zusammenwirken von Schülern, Schule und Eltern dazu führen wird, daß kein Schüler ohne Abschluß und kein Schüler ohne Ausbildungsplatz bleibt. Bürgermeister Knoblauch unterstrich den hohen Stellenwert der Mittelschulabsolventen für Wirtschaft und Gesellschaft. Ohne ihre praktischen Kenntnisse könnte das ganze Land nicht funktionieren!
Bürgermeister Erwin Baumgartner freute sich über die Zusammenarbeit der ehemaligen Hauptschulen Mühldorf und Neumarkt in der neuen Mittelschule. Er freute sich auch darüber, daß hier 30 Firmen und Institutionen über 40 Berufe vorstellen und so für jeden etwas anbieten können.
Für ihre Zukunft wünschten die Bürgermeister den jungen Leuten alles Gute!
Die Bürgermeister aller Gemeinden des Schulsprengels, Schulamtsdirektor Paul Schönstetter und die zahlreichen Gäste, besonders aber Schüler und Eltern hatten dann Gelegenheit, die Ausstellungsstände der Firmen in der Aula der Mittelschule zu besichtigen und sich sowohl über die Firmen als auch die Berufe zu informieren, die dort angeboten werden.
In mehreren Durchgängen informierten die Aussteller in den Klassenräumen ausführlich über die angebotenen Berufe, die Anforderungen, die Bewerber erfüllen müssen und die Chancen, die sich dem zukünftigen Mitarbeiter bieten.
Um die Orientierung zu erleichtern, hatten die Schüler selbst Wegweiser zu den Klassenräumen gemalt.
Schüler und Eltern hörten aufmerksam zu und nicht wenige staunten über die Vielfalt, die sich hinter Berufen wir „Polizist“, „Verwaltungsfachwirt“, „Zahntechniker“, oder „Hotel- und Gaststättenangestellter“ verbirgt. Und natürlich wollten die jungen Leute wissen, was man als Lehrling verdient.
Die Schulen hatten die künftigen Bewerber gut auf diesen Tag vorbereitet. In Fragebögen sollten sie notieren, welche Berufe welche Institution oder Firma anbietet, wie lang die Ausbildung dauert, welchen Beruf man dort erlernen kann und was für sie besonders wichtig und wissenswert erschien.
Was steht denn genau in dem Fragebogen drin? (O-Ton – der kleine Preisinger-Sontag!)
Herr Schnablinger, wie sehen Sie die heutige Veranstaltung? (O-Ton)
Denken Sie es, könnten sich aus der heutigen Veranstaltungen Bewerbungen an Ihre Firma kommen? (O-Ton)
Herr Berghammer, was haben Sie für einen Eindruck von den jungen Leuten, denen Sie heute Ihre Berufe vorgestellt haben? (O-Ton)
Frau Hajek, Frau Wichmann, zunächst herzlichen Glückwunsch zur Ernennung der beiden ehemaligen Hauptschulen zur Mittelschule. Gelegenheit dazu hatten wir bisher noch nicht.
Herr Feigl, was sagt der Elternbeirat zu dieser Initiative der Mittelschule? (O-Ton)
Der erste Berufsinformationsabend hat sicher viel Vorbereitung gekostet. (O-Ton)
Bisher haben sie versucht, den jungen Leuten die Vielfalt der Berufe aufzuzeigen. Welche Reaktionen haben Sie von Schülern und Eltern? (O-Ton)
Wir haben von den Firmen gehört, daß die Schüler sehr gut vorbereitet waren, mit Vorkenntnissen und Fragebögen. Sowas hat’s früher auf Bildungsmessen nicht gegeben! (O-Ton)
Das klingt nach Wiederholung? (O-Ton)
Vielen Dank.
Herr Bürgermeister, der Berufsinformationstag hat die große Vielfalt der Berufe in der Region aufgezeigt. (O-Ton)
Vielen Dank.
82 Roots - The Ultimate Dance Competition - in Waldkraiburg 13:20
Um diese fünf Pokale gings bei „Roots – the ultimate dance comptetition“ im Haus der Kultur in Waldkraiburg. „Breakdance“ oder „B-Boying“ (sprich Beboying) definiert Wikipedia so: „Für viele Jugendliche bot B-Boying, wie es in den 1970er und frühen 1980er Jahren genannt wurde, eine Alternative zur Gewalt der städtischen Straßen-Gangs. Heute fordert Breakdance eine hohe Disziplin von den Tänzern, die oft über athletische Fähigkeiten verfügen müssen. Breakdance ist heute eine weltweit verbreitete und anerkannte Tanzform. Die Breakdance-Kultur begreift sich als frei von Grenzen der Rasse, des Geschlechts oder des Alters.“
In fünf Kategorien traten die jungen Leute an, um den Süddeutschen Meister zu ermitteln: „One versus One Newstyle“, „One versus one Popping“, „One versus One Bee-Boying“, „One versus one Locking“ und „Crew-Showdance“
Bürgermeister Siegfried Klika hatte die Schirmherrschaft übernommen und Inge Schnabl hatte das Jugendparlament bei der Organisation des Events kräftig unterstützt, das dieses zusammen mit den Coffee-BreakZ aus Neuötting vorbereitet hatte.
Die D-J’s Mophonk und Fayme sorgen für die Beats und „Aloun“ moderierte.
Wenns früher „Obsession Urban“ hieß und jetzt „Roots“, dann steckt dahinter eine Aufwertung. Mit „Roots“ zählte die Veranstaltung nun zur Deutschen Meisterschaft. Hier wurden die süddeutschen Meister ermittelt.
Die Lizenzgebühren und die Kosten der Veranstaltung zu decken half die VR- meine Raiffeisenbank in Waldkraiburg. Herr Sieghart, Breakdance und Hip Hop gehen so gar nicht zusammen mit dem seriösen Bankgeschäft. Was hat Sie bewogen, hier dabei zu sein? (O-Ton )
Den Auftakt machten die Group-Dancer, die aus Salzburg angereist waren.
Eine Wertung für diese beiden Gruppen gabs erst am Ende des Abends.
Nikola Cvetanovic von „Fresh NC“, einer der Gründer von „Roots“ begrüßte Bürgermeister Siegfried Klika, Jugendreferentin Inge Schnabl, Gregor Belczyk von den Coffe-BreakZ aus Neuötting und die Veranstalter, das Jugendparlament Waldkraiburg.
Inge Schnabl und Schirmherr Bürgermeister Siegfried Klika freuten sich über die vielen Teilnehmer und wünschten allen viel Erfolg und gutes Gelingen.
Bevors richtig losgehen konnte, stellten sich die Judges vor: „Special K“, „Funky Mike“, Uygstar und „Rob Lawrey“
50 Tänzer bewarben sich um den Pokal der Breakdancer. Sie alle stellten sich kurz vor.
Schon dabei fiel auf, daß immer mehr Girls es den Boys schwer machten. Auch 26 Locker und 21 Popper mußten durch die Ausscheidung.
Nach den Ausscheidungsrunden zogen sich die Judges zurück und wir nutzten die Pause, Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer - Tennisspieler und Mitglied im Sportausschuß des Deutschen Bundestages - zu fragen, ob er mit Hip-Hop auch etwas am Hut hat? (O-Ton)
Was hier gezeigt wird, ist ja auch eher Leistungssport als Tanzen! (O-Ton)
Sind Hip-Hop, Breakdance und Popping inzwischen Teil der Jugendkultur? (O-Ton)
Gregor, ihr macht das jetzt zum vierten Mal. Da steckt viel Arbeit dahinter – oder? (O-Ton)
Als Veranstalter dürfen Sie ja selber nicht mitmachen. Juckt’s in den Beinen? (O-Ton)
MdB Stephan Mayer sorgte dann für Jubel, als er den jungen Leuten das Vortanzen gleich mal ausredete! Er überließ die Tanzfläche lieber denen, die das wirklich können!
Aber dann konnte Gregor Belczyk selbst ins Geschehen eingreifen – wenn auch nur als Show-Act.
Bis es richtig losging, gab die Neuöttingerin Melanie Niedermeier Chaka Khan‘s "Ain't Nobody".
Im Losverfahren wurden die Tanzpartner zusammengestellt, die dann im K-O-System gegeneinander antraten. Zunächst die Breakdancer.
Nun dominierten Kraft, Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Rhythmusgefühl die Tanzfläche.
Der Spaß blieb trotz allen Battelns dabei!
Jeweils nach den Auftritten der beiden Kontrahenten zählte Moderator Aloun (O-Ton 3-2-1) und die Judges sandten einen Teilnehmer in die nächste Runde was gleichzeitig das „Aus“ des unterlegenen bedeutete.
Im selben Verfahren traten auch Hip-Hopper, Popper und Locker gegeneinander an.
Stadtwerke-Chef Norbert Weigl hatte auch dazu beigetragen, die Kosten zu decken. Er meinte, wir reden dann besser wieder über die Geothermie! Frauenunions-Chefin Charlotte Konrad hatte dagegen ihre Freude an den jungen Leuten.
Stadtmarketing-Chef Markus Stern wünschte den Teilnehmern die besten Battles, die man nur haben kann! Sie dürfen jederzeit wiederkommen. So harmonische Battles hat man gern in der Stadt.
Langsam rückte das Finale näher.
Herr Bürgermeister, eine riesen Sache, dieses Roots! (O-Ton – ich versteh‘ Sie nicht, meine Ohren müssen sich erst beruhigen – typisch Siegi halt! )
Die Schirmherrschaft haben Sie gern übernommen? (O-Ton)
Jetzt vergeben Sie dann die Pokale? (O-Ton)
Die Finaltänze in allen vier Einzeldisziplinen wurden zunächst nicht bewertet. Erst danach übergaben zunächst Gregor Belczyk den Pokal für Popping,
Markus Stern an die Hip-Hopperin DD,
Norbert Weigl für Locking,
und Jugendreferentin Inge Schnabl für Breakdance.
Bürgermeister Siegfried Klika für die Crew-Dancer.
Sieger und Teilnehmer hatten ihren Spaß und feierten weiter im Mühldorfer Forum. Das schaffen nur die jungen Leute, nach 7 Stunden Battelns noch in die Disko! Und – wer weiß – wahrscheinlich haben sie dort weiter Hip-Hop, Breakdance und Locking getanzt!
83 Workshop des Unterbezirks der SPD mit MdL Diana Stachowitz 5:30
Sechzehn Deligierte, vornehmlich aus dem Landkreis Mühldorf nahmen am Workshop von Diana Stachowitz teil, die die Grundzüge der Kinderbetreuungspolitik und viele weitere Themen näher brachte. Sie forderte den schnellen Ausbau der Kleinkinderbetreuung, für die Bayern vom Bund bis 2013 340 Millionen Euro erhält und ab 2014 jährlich 115 Millionen als Zuschuß zu den Betriebskosten der Kinderkrippen. MdL Diana Stachowitz kritisierte, daß Bayern diesem Programm hinterherhinkt und kritiserte die Staatsregierung, die ihrer Meinung ihren Aufgaben nicht nachkommt.
Kinder stellen in sozial schwachen Familien und bei alleinerziehenden ein Armutsrisiko dar. In Bayern betrifft das 335.000 Kinder, eine erschreckende Zahl, die Änderungen des bestehenden Systems erfordert, das das Armutsrisiko von Familien mit Kindern nicht abwenden konnte.
Die SPD hat hierfür Konzepte, die diesem Mißstand abhelfen sollen – auch wenn es Solidarität nicht zum Nulltarif gehen kann.
Sie machte den Zuhörern Mut zusammenzustehen. (Bild „2013 wollen wir regieren! ))
Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer dankte Diana Stachowitz für ihren engagierten Vortrag mit einem Strauß Blumen.
Frau Stachowitz, worum gings bei diesem Workshop? (O-Ton)
Sie sind die Betreuungsabgeordnete der SPD für den Landkreis Mühldorf. Werden diese Workshops eine regelmäßige Einrichtung? (O-Ton – ja!!!)
Vielen Dank.
84 Stiftung Ecksberg eröffnet Niederlassung der Offenen Behindertenarbeit in Mühldorf 4:50
Seit einem Jahr residiert die „Offene Behindertenarbeit“ der Stiftung Ecksberg im Anwesen der Familie Möller, gegenüber dem Bistro M1. Zur Eröffnung kamen so viele Gäste, daß die Räume fast zu klein wurden. Neben Stiftungsleiter Dr. Alexander Skiba waren Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer und Bürgermeister Günther Knoblauch gekommen um mit OBA-Leiterin Sofie Kobler und ihrem Team zu feiern.
Stiftungsleiter Dr. Alexander Skiba erinnerte an die Gründungszeit der offenen Behindertenarbeit vor 13/14 Jahren. Erst jetzt, seit dem Umzug in diese Räume ist die Einrichtung in der Stadt angekommen. Lange Zeit war die Finanzierung dieses Dienstes sehr prekär und hat über die Jahre einen sechsstelligen Minusbetrag angesammelt. So konnte die Stiftung für diesen Dienst nicht investieren. Erst als sich vor etwa zwei Jahren der Verband der bayerischen Bezirke und die bayerische Staatsregierung auf eine einheitliche Finanzierung für alle Landkreise in Bayern verständigen konnten, war es möglich, ständige Lasten zu übernehmen, wie es etwa die Miete ist. Nun ist es möglich, mittendrin zu sein, da, wo die Menschen wohnen und wo ihr Dienst benötigt wird.
Die Eröffnung stellt erst den Anfang dar: Ziel ist es, den ganzen Landkreis flächendeckend zu betreuen. Dazu sollen Beratungs- und Unterstützungsdienste auch in den Gemeinden angeboten werden. Auch Menschen mit Behinderung sollen so in die Lage versetzt werden, dort zu leben, wo sie zu Hause sind.
MdB Stephan Mayer gratulierte zu diesem Schritt, mitten ins Herz der Stadt zu gehen. Menschen mit Behinderungen brauchen nicht Mitleid sondern Solidarität und Unterstützung. Jeder Mensch hat irgendwo Einschränkungen und Behinderungen und auch jeder Gesunde kann von einer Minute auf die andere zum Behinderten werden. Wenn man das erkennt, fällt es leichter, Menschen mit Behinderungen als Teil der Gesellschaft anzunehmen.
Hier wird „Inklusion“ gelebt, also die gleichberechtigte Aufnahme Behinderter in die Gesellschaft. Wenn nun im Bundestag über die Präimplantationsdiagnostik diskutiert wird, so erklärte Stephan Mayer strikt gegen eine Einführung zu sein. Man darf nicht wertes von unwertem Leben unterscheiden. Jedes Leben ist gleich viel wert. Es gibt auch kein Anrecht für Eltern auf ein gesundes Kind. Durch die Diskussion im Bundestag wird die Gesellschaft erkennen, daß PID nicht eingeführt werden darf. Er dankte dem OBA-Team nochmals und gratulierte zu den neuen Räumen.
Bürgermeister Günther Knoblauch erzählte von einem Gespräch mit Anita Donaubauer, die als Behinderte den Menschen zeigt, wie sie mit Behinderten umgehen sollen. Die Würde steht jedem Menschen zu, ob behindert oder nicht. Wenn man dies dem eigenen Handeln zugrunde legt, dann kann man nichts falsch machen. Allerdings darf man nicht nur darüber reden, man muß die Gleichberechtigung auch leben. Sein Dank galt auch Johann Hertkorn, dem Vorgänger von Dr. Skiba, der dieses Projekt initiiert hatte. Für die zukünftige Arbeit wünschte er den Mitarbeiterinnen alles Gute.
Sofie Kobler erläuterte die Geschichte der Offenen Behindertenarbeit, die sich seit 1995 kontinuierlich erweitert und intensiviert hatte. Von einer Teilzeitstelle wuchs die Stelle auf heute zwei-einviertel Stellen. Seither sind die Schulbegleitung, Offenen Treffs, der Familienentlastende Dienst FED dazugekommen. Mit dem "Wegweiser für Menschen mit Behinderung" haben sie sogar ein Buch speziell für den Landkreis herausgegeben.
Anfangs leisteten sie knapp vierhundert Stunden, 2010 waren es 4.646 Stunden.
Die Seelsorgerin der Stiftung Ecksberg, Ann-Kathrin Lenz-Honervogt segnete die Räume und bat in ihrem Gebet Gott darum, den hier ein- und ausgehenden zu helfen, für sich selbst zu sorgen
85 Die IHK-Wahl hat begonnen - Jedes Mitglied soll mitmachen! 11:30
86 Einer der sichersten Landkreises Deutschlands - Polizeipräsident Robert Heimberger stellt den Sicherheitsbericht 2010 vor 6:30
Landrat Georg Huber freute sich die „geballte Kraft“ des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd im Landratsamt zu Gast zu haben, außerdem die Chefs der Polizeiinspektionen Mühldorf, Waldkraiburg und Haag. Und vielleicht ja auch der Kriminalpolizeiinspektion Mühldorf – so sie denn irgend wann einmal kommt. Jetzt eben noch der Kriminalpolizeistation Mühldorf.
Die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Landratsamt bezeichnete Landrat Huber als hervorragend – und zwar in allen Bereichen – auch auf persönlicher Ebene. Das ist auch dringend nötig, um den Menschen zu zeigen, daß sich hier eine Mannschaft um ihre Sicherheit kümmert.

Polizeipräsident Robert Heimberger stellte den Sicherheitsbericht für den Landkreis Mühldorf vor. Die Sicherheitslage im ist insgesamt als sehr gut zu bezeichnen. Seit 2009 ist neuerdings ein Rückgang der Straftaten zu verzeichnen, was den zweitniedrigsten Wert seit 15 Jahren bedeutet. Es wurden 4.209 Straftaten erfaßt, 196 oder 4,4% weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote auf 2.675 Fälle oder 63,6% und damit 1,7% mehr als 2009.
Mit einer Häufigkeitszahl von 3.817 Straftaten pro 100.000 Einwohnern liegt der Landkreis deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 4.958.

Festzustellen ist jedoch, daß von den ermittelten 2.061 Tatverdächtigen 575 jünger als 21 Jahre waren, mehr als jeder Vierte! Besorgniserregend hoch ist dabei die Zahl Jugendlicher oder Heranwachsender, also der Altersgruppe zwischen 14 und 21 Jahren, die lediglich 8,5% der Bevölkerung aber fast 21% der Straftäter stellten.
14% waren Nichtdeutsche Personen.
Die Gewaltkriminalität ging um 14 auf 150 Fälle zurück. Davon konnten 86% aufgeklärt werden.
Die Straßenkriminalität ging ebenfalls zurück, und zwar um 56 auf 860 Fälle. Hier konnten 19,8% aufgeklärt werden.
Auch Sexualdelikte gab es weniger, hier sank aber die Aufklärungsquote um 7,3% auf 87,9% aller 58 Fälle.
2010 wurden mit 1397 – 106 Diebstähle weniger registriert als 2009, was den niedrigsten Stand seit 1996 bedeutet. 31,1% konnten aufgeklärt werden.
Angestiegen sind jedoch die Vermögens- und Fälschungsdelikte. Hier spielt das Internet eine nicht unbeträchtliche Rolle: Jedes 10. Delikt wurde im Internet begangen.
Es gab 150 registrierte Rauschgiftvergehen. 2009 waren es noch 194. 96,1% konnten aufgeklärt werden. Leider waren auch 2010 zwei Rauschgifttote zu beklagen.

Die Polizei bemüht sich intensiv um Vorbeugung: Kriminalpolizeiliche Fachberater sind an der Kriminalpolizeiinspektion Mühldorf stationiert und geben Hilfestellung. Die Jugend- und Präventionsbeamten halten an Schulen Vorträge und führen Projekte durch wie „Zsammgrauft“ „Sauba bleim“ oder „Aufg’schaut“. 24 Vorträge beschäftigten sich mit illegalen Drogen.

Das Polizeipräsidium führte an 12 Schulen „Amok-Präventionsberatungen“ durch.

Von sexueller Gewalt oder von Stalking betroffene Frauen können sich an die Beauftragte für Frauen und Kinder bei der Polizei wenden.

An 122 Veranstaltungen im Landkreis sorgten 551 Polizeibeamte für einen reibungslosen Ablauf.

Leider mußte die Polizei auf den Straßen des Landkreises 2010 331 Verkehrsunfälle mehr registrieren als noch 2009. Allerdings forderten die 2.825 Unfälle 2,1% weniger Verletzte als im Vorjahr – 574. Mit 16 ist die Zahl der Verkehrstoten gleichgeblieben.

Hauptunfallursachen sind Abbiegen, Wenden, Ein- und Ausfahren, gefolgt von unzureichendem Sciherheitsabstand. „Nicht angepaßte Geschwindigkeit“ war Ursache von 180 Unfällen. Zu schnelles Fahren forderte allerdings mit 82 Verletzten die massivsten Opfer.

Viele tragische Unfälle resultierten aus Vorfahrtsverletzungen oder falschem Überholen. 36 Mal war Alkohol im Spiel. Erfreulich, daß diese Zahl um ein Drittel zurückgegangen ist.

Acht Mal kam es zu Schulwegunfällen, die allerdings alle glimpflich verliefen.

524 Mal rückten die Polizisten mit ihren Radargeräten aus, kontrollierten 248.000 Fahrzeuge und beanstandeten 7.086 von ihnen – 2,9 %

Polizeipräsident Robert Heimberger faßte die positive Bilanz zusammen: (O-Ton )

Landrat Georg Huber dankte der Polizei und sicherte die bestmögliche Zusammenarbeit auch in Zukunft zu.
Die Polizei sucht für 2012 etwa 1.000 Nachwuchskräfte. Im Rahmen dieser Neueinstellungen soll geprüft werden, ob dann aus der Kriminalpolizeistation Mühldorf wirklich eine Kriminalpolizeiinspektion wird. Landrat Huber hat in der Vergangenheit so gute Erfahrungen mit der Polizei gemacht, daß er auf das Wort der Präsidenten vertraut. Es wird kommen! Sie machen das schon!

Abschließend überreichte er Landrat Huber den Sicherheitsbericht 2010.

87 Ja-zur-A94: Bis 2018 muß die Autobahn nach München fertig sein! 10:30 17 29.04.11
Vereinsvorsitzender Günther Knoblauch begrüßte die Mitglieder zur Jahreshauptversammlung, unter ihnen den Präsidenten der Autobahndirektion Südbayern: Paul Lichtenwald und Staatsminister Dr. Marcel Huber, den die Gäste mit einem besonderen Applaus begrüßten. Stephan Mayer, Landrat Georg Huber, der stellvertretende Landrat des Landkreises Altötting Stefan Jetz und viele weitere hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaft waren gekommen um zu hören, wie’s akutell um die Autobahn steht.
Seit der letzten Versammlung ist der Bau der Autobahn weiter vorangekommen. So hielt die Arbeit der Autobahndirektion vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof stand, wozu er der Direktion gratulierte. Eine Veranstaltung in St. Wolfgang mit Innenminister Joachim Herrman erregte viel Aufmerksamkeit. Für ihre Unterstützung dabei dankte er den dort ansässigen Mitgliedern des Vereins. Mit vielen Bürgermeistern von Gemeinden entlang der Strecke wurde inzwischen Übereinkunft erzielt, die Autobahn gemeinsam voranzutreiben. Diesem Ziel diente auch ein Gespräch mehrerer Kommunalpolitiker in Berlin mit Bundesverkehrsminister Ramsauer vor wenigen Wochen. Die Region hat damit Geschlossen demonstriert.
Nach wie vor gilt: Die Verwaltung braucht Druck und Unterstützung - die Politik braucht Druck und Information und der Verein braucht Druck für gemeinsames Handeln. Um dies aufrecht zu erhalten, war der Verein sehr aktiv und sieht die Erfolge seiner Arbeit im Fortschritt am Bau und der Bauvorbereitung. Dazu hat sich der Verein immer wieder an die Verantwortlichen gewandt und Unterstützung geboten. Auch mit den Gegnern hat sich der Verein auseinandergesetzt. Dabei wurde schnell klar, daß man mit Fakten deren Front schnell durchbrechen kann. Die Transparentaktion von St. Wolfgang bis Neuötting brachte viele positive Reaktionen in der Öffentlichkeit. Im bundesweiten Fernsehen soll im Juni/Juli auf die Problematik aufmerksam gemacht werden.
Derzeit sind zwei Abschnitte gleichzeitig im Bau – daran hatte vor 10 Jahren niemand geglaubt. Gerade jetzt muß man allerdings dran bleiben und dafür sorgen, daß die beiden Abschnitte Pastetten-Dorfen und Dorfen-Heldenstein gleichzeitig gebaut werden können. Und dafür, daß 2018 die Autobahn fertig wird.
Die ständig neu aufflackernde Trassendiskussion ist Unsinn! Trotzdem wird man sich verstärkt für den Bau einsetzen müssen, zusätzliche Mittel zu bekommen. Mit 10-15 Millionen Euro jährlich – würde die Autobahn erst in 15 Jahren fertig. Das kann es aber nicht sein. Man muß also den Verantwortlichen immer wieder die Bedeutung dieser Autobahn aufzeigen. Nur Geschlossenheit aller Kräfte in der Region wird das Fortkommen der Autobahn ermöglichen.
Günther Knoblauch dankte allen Helfern und Unterstützern, die immer wieder Verständnis für die Bedürfnisse der Region gehabt haben. Er dankte besonders den Mitgliedern im Vorstand für die kooperative Zusammenarbeit und den Abgeordneten in München und Berlin für ihre Unterstützung.
Schatzmeister MdL Jakob Schwimmer konnte Einnahmen von 9.423 Euro und Ausgaben von 20.780 Euro berichten, wobei die Werbeaktion mit 14.000 Euro der größte Posten war. Das Guthaben verringerte sich somit auf 29.936 Euro. Die Mitglieder entlasteten Vorstandschaft und Schatzmeister.
Die Neuwahl des Vorstandes führte Ulrike Reisbeck. Per Akklamation wurde der bisherige Vorstand im Amt bestätigt. Alter und neuer Vorsitzender ist Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch, stellvertretende Vorsitzende sind wieder Wacker-Werkleiter Dr. Willi Kleine, Gewerkschaftssekretär Günter Zellner, Josef Neun, Bürgermeister aus Ehring und Bezirksrat Frank Springer. Schatzmeister bleibt MdL Jakob Schwimmer, Schriftführer Anton Steinberger.
Paul Lichtenwald – Präsident der Autobahndirektion Südbayern trug den aktuellen Stand des Baus der Autobahn vor. Zunächst dankte er jedoch dem Verein für seine Unterstützung in den vergangenen Jahren. Derzeit im Bau sind die Abschnitte Forstinning-Pastetten und Ampfing-Heldenstein. Der Abschnitt Forstinning-Pastetten, bei dem eine neue Technik bei der Herstellung der Beton-Fahrbahnen eingesetzt wurde, steht kurz vor der Fertigstellung. Die Betonfahrbahnen werden ohne Dehnfugen gebaut und sind so wesentlich verschleißfester als frühere Betondecken.
Paul Lichtenwald lobte die Arbeit des Verwaltungsgerichtshofs, der der Autobahndirektion gute Arbeit bescheinigt hatte.... 
Das Verwaltungsgericht hatte mit seiner Entscheidung die Weiche in Richtung „Trasse Dorfen“ gestellt – ein für alle Mal!
Der gesamte Abschnitt Pastetten-Heldenstein ist 32 Kilometern lang und unterteilt sich in die Abschnitte Pastetten-Dorfen mit gut 17 Kilometern und Dorfen-Heldenstein mit etwa 15 Kilometern Länge. Hier sind zahlreiche Bedingungen zu beachten, etwa die sogenannten Auwälder entlang der Isen und geschützte Tierarten.
Im Abschnitt Pastetten-Dorfen entschied der Verwaltungsgerichtshof am 24.11.2010. Derzeit läuft die Frist zur Einreichung einer Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesverwaltungsgerichtshof durch die Autobahngegner. Wie es hier weitergeht, konnte Paul Lichtenwald im Vorfeld zur Veranstaltung nicht in Erfahrung bringen. Sollten die Autobahngegner auf weitere juristische Schritte verzichten, könnte nach diesem Plan weitergearbeitet werden, der ein Bauende 2018 vorsieht.
Da beide Streckenabschnitte gemeinsam ausgeschrieben werden sollen, kann erst 2015 mit dem Bau begonnen werden. Vorher werden verschiedene sogenannte Voreinschnitte und Brückenbauwerke erstellt, die zum Teil erhebliche Erdbewegungen erfordern. Wichtig ist der Autobahndirektion, beide Bauabschnitte gleichzeitig fertigzustellen um so zu verhindern, daß etwa der Verkehr ab Dorfen über Staatsstraßen weiter nach Heldenstein geleitet werden muß.
Schnellstmöglich müssen nun 585 Grundstücke von 280 Grundstückseigentümern erworben werden. Vermutlich werden 40% dieser Grundstücke sogenannte Besitzeinweisungsverfahren nötig machen, die sehr zeitraubend sind.
Im Abschnitt Dorfen-Heldenstein macht besonders das „große Mausohr“ Kopfzerbrechen, das im Kirchturm von Schwindkirchen lebt. Die Lebensgewohnheiten dieser Tiere wurden inzwischen genauestens untersucht. Um sie zu schützen, werden Zäune aufgebaut und ein Risikomanagement mit Monitoring aufgebaut, das zum Ziel hat, die Wirksamkeit der Maßnahmen zu kontrollieren!
Nach Einreichung einer Tektur bei der Regierung von Oberbayern rechnet die Autobahndirektion mit dem Planfeststellungsbeschluß Ende 2011. Sollte es keine Klagen geben, müßten 370 Grundstücke von 180 Eigentümern erworben werden. Der Bau könnte 2014/2015 beginnen und gemeinsam mit dem Abschnitt Pastetten-Dorfen 2018 abgeschlossen werden.
Für 70 Millionen Euro wird seit August 2009 der Abschnitt Ampfing-Heldenstein gebaut. Hier ging es ohne Klagen ab. Ende 2012 wird die Verkehrsfreigabe mit einer großen Feier erfolgen.
Auch wenn in Niederbayern der Druck groß ist, steht dort ein Baubeginn nicht an.
(2:06:27.15) Für den Weiterbau der Abschnitte werden 2011 3,7 Millionen Euro, 2012 16,7 Millionen, 2013 26,7 Millionen und 2014 23 Millionen Euro benötigt, zusammen 73,1 Millionen. Zum Bau selbst, also in den Jahren 2015 bis 2019 sind ca. 250 Millionen Euro nötig.
Staatsminister Dr. Marcel Huber trat Pressemeldungen entgegen, die Finanzierung des Weiterbaus der Autobahn wäre nicht gesichert. Er hatte sich sowohl in München als auch in Berlin kundig gemacht und konnte berichten, daß die Finanzierung gesichert ist, so bald belastbares Baurecht vorhanden ist – also nach Abschluß der Gerichtsverfahren. Es gibt auch schon ein Konzept für die Finanzierung des eigentlichen Baus – also im Zeitraum von 2014 bis 2019
Dr. Marcel Huber gab also Entwarnung: Geldmangel wird den Bau nicht verzögern.
Allerdings tobt in Deutschland ein Kampf um die Mittel für den Straßenbau. In Südostbayern hätte man allerdings gute Argumente: Das nicht angebundene Chemiedreieck und die 35 Jahre, die man schon wartet. Das allerdings hindert andere nicht, sich sehr aktiv um Mittel zu bemühen. Es ist nötig, bei jeder Gelegenheit die Notwendigkeit des Baus der Autobahn hinzuweisen. Hier sind alle Kräfte in der Region gefordert.
Staatsminister Dr. Marcel Huber gab zu bedenken, daß man bei der Vielzahl geplanter Verkehrsprojekte und der gegenwärtigen Finanzausstattung des Bundesverkehrshaushaltes andere Wege finden muß, als neue Schulden zu machen. Man sollte über eine PKW-Maut nachdenken, wie sie andere Länder längst haben. Natürlich müssen dabei deutsche Autofahrer auf anderer Ebene entlastet werden.
Auch die Finanzierung über private Investoren muß überdacht werden, wie sie der Freistaat bereits auf der Strecke München-Augsburg sehr erfolgreich umsetzt. Entscheidend ist, daß mehr Geld in für den Straßenbau beschafft werden muß.
Ja-zur-A94-Vorsitzender Günther Knoblauch stimmte Dr. Marcel Huber zu und sagte die Unterstützung aller Maßnahmen zu, die den Fertigbau der Autobahn beschleunigen helfen. Mit einem Bundesverkehrsminister aus der Region, der sogar Mitglied im Verein ist, einem Staatsminister in der Staatskanzlei, einem Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium aus der Region und der Unterstützung der Wirtschaft in der Region müßte es doch möglich sein, dieses Projekt endlich erfolgreich abschließen zu können. Der Verein wird hierbei auch weiterhin unterstützen. Wichtig ist nur, daß die Autobahn 2018 von Altötting bis München durchgängig fertig wird.
88 Wie stehts bei Halbzeit mit dem Bau der A94 bei Ampfing? 5:45
Landrat Georg Huber hatte auf die Baustelle eingeladen um die Maßnahmen vorzustellen, die in den kommenden Monaten den Verkehrsteilnehmern Einschränkungen bescheren werden. Die gute Zusammenarbeit aller Kräfte trotz mancher Turbulenzen in der Vergangenheit soll nun signalisieren, daß hier alle in der Region diese Autobahn wollen, betonte der Landrat. Nur so kann man bei Politik und Verwaltung den Druck aufbauen, der dazu führen wird, daß die Autobahn zeitgerecht fertiggestellt werden kann.
Die gute Zusammenarbeit ist auch beim Neubau der Zubringerstraßen nötig, die den Bürgern auch im Nachhinein eine Zeitlang Erschwernisse bringen werden.
Da die Strecke auf der selben Trasse gebaut wird, auf der auch die Bundesstraße 12 verläuft, sind eine Zahl Provisorien, aber auch Umleitungen und Sperrungen nötig.
Welche dies sind und wann wo gesperrt werden wird, stellte dann Bauoberrat Michael Köstlinger von der Niederlassung Regensburg der Autobahndirektion Südbayern vor.
Jetzt, zur Halbzeit des Baus des Streckenabschnitts von Ampfing nach Heldenstein ist auch ein großer Teil der Provisorien bereits gebaut oder sogar schon wieder abgebaut.
In der nun laufenden Bauphase 3, von Juni 2010 bis Oktober 2011 wird die Fahrbahn zwischen Bahngleis und B12 zwischen Wimpasing und Heldenstein gebaut. Dazu wurden 400.000 Kubikmeter Kies verwendet, etwa die Hälfte dessen, was für die Einhausung bei Ampfing entfernt werden mußte.
Bei Ampfing wurde der Düker für die Howaschen inzwischen fertiggestellt, der genug Wasser unter der Autobahn hindurchführen kann, daß sogar ein 100-jähriges Hochwasser keine Probleme bereiten wird. Da der Howaschen lange Zeit gar kein Wasser führt, war die Notwendigkeit lange umstritten.
Schwierig wird es demnächst wenn die Anschlußstelle bei Ampfing an der Staatsstraße 2091 betroffen neu gebaut wird. Dann wird der Verkehr auf der provisorische Straße in einen Kreisverkehr umgeleitet, der jetzt vor der Anschlußstelle in die B12 zurückgeführt wird.
Ab 2. Mai wird hierzu die Staatsstraße und die Anschlußstelle gesperrt. Der Verkehr aus Richtung Norden nach Waldkraiburg muß dann weiträumig diese Kreuzung umfahren, wie diese Karte zeigt. Verkehrsteilnehmern aus Waldkraiburg Richtung München sollen in dieser Zeit die sogenannte Traumstraße über Aschau nutzen.
Ab August kann der Verkehr aus Richtung Waldkraiburg wieder über den neuen Kreisverkehr auf das Provisorium auffahren, der Verkehr aus Richtung Norden aber noch nicht.
Die Gäste begaben sich auf einen Rundgang durch die Baustelle der Einhausung. Landrat Georg Huber, die Bürgermeister Ottmar Wimmer, Siegfried Klika, Alois Salzeder und Helmut Kirmeier inspizierten zunächst das Betriebsgebäude, das noch hoch herausragt und später bis unter die fensterähnlichen Öffnungen verfüllt wird.
Jede Woche werden zwei 8 Meter lange Segmente der Einhausung fertiggestellt. Sie überspannen auf 9 Metern 50 Breite die künftigen Fahrbahnen und werden später mit etwa 1 Meter Humus überdeckt. Nach mehreren dieser Module sind solche mit besonderen Einrichtungen zu bauen, etwa mit Mulden für Ventilatoren. Diese zu bauen dauert länger.
Die Elemente werden auf einem vorher gegossenen Fundament aufgebaut, auf dem auch die sogenannten Schalwägen laufen – hier links gut zu sehen.
Wie nah die Autobahn an die Wohnhäuser herankommt, zeigen diese Bilder deutlich. Die Bewohner werden später von der Autobahn nichts mitbekommen, die da praktisch unter ihren Füßen durchführt.
An diesem Tag waren nur einige von den 50 Arbeitern auf der Baustelle, die sonst üblicherweise hier eine Million Euro pro Monat verbauen, in Spitzenzeiten sogar zweieinhalb Millionen.
Wie nah der Verkehr an der engsten Stelle auf der provisorischen B12 an der Baustelle vorbeiführt, zeigen diese Bilder.
14,1 Millionen Euro kostet allein der Rohbau dieser Einhausung. Dafür verbauen die Mitarbeiter in dem 680 Meter langen Bauwerk 31.000 Tonnen Stahlbeton und darin 4.600 Tonnen Bewehrungsstahl. Die Betriebstechnik kostet nocheinmal 8,1 Millionen.
Zwei dieser Schalwagen erlauben die zeitgleiche Fertigung von zwei nebeneinanderstehenden Elementen. Immer wieder verbinden Durchgänge die beiden Röhren und ermöglichen so später den Zugang von Hilfskräften. Etwa auf der Höhe Unterkante der Durchgänge wird später die Fahrbahn verlaufen. Hier die Ansicht der östlichen Öffnungen der Einhausung. Vielleicht machen diese Bilder deutlich, wie groß die Baumaßnahme ist, die diesen Abschnitt der Autobahn so teuer macht.
Und wenn Ende 2012 der Verkehr durch die Einhausung fließt, man nichts mehr davon hört und sieht – spätestens dann sind alle Behinderungen vergessen, die in den kommenden Monaten den Verkehrsteilnehmern das Leben schwer machen werden.
89 21 Millionen investiert - Verkehrsfreigabe für das Elektronische Stellwerk in Kastl 6:20
Die Blaskapelle wartete noch am neu gebauten zweiten Gleis am Bahnhof in Kastl, der jetzt auch eine elektronische Anzeige des nächsten Zuges hat, als sich die Ehrengäste einfanden um die Inbetriebnahme des elektronischen Stellwerks zu feiern.
Kein Kabel verband den Startknopf mit dem Hirn des elektronischen Stellwerks, das in einem unscheinbaren Betonhäuschen residiert. Der Knopf sollte wohl nur symbolisch gedrückt werden! Laien erkennen hier ohnehin nur Schränke voller Elektronik und vielleicht noch einen Drucker. Fachleuten sei gesagt, daß hier neben der Elektronik, die vom Leitstand in Mühldorf aus gesteuert wird, ein Notstromaggregat und eine unterbrechungsfreie Stromversorgung dafür sorgen, daß die Dieselzüge dort ankommen, wo sie hinfahren sollen – auch wenn sonst überall der Strom ausfällt.
Christoph Kraller und Christian Kubasch von der Südostbayernbahn warteten noch auf Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer, der es sich nicht hatte nehmen lassen, diese Investition selbst dem Verkehr zu übergeben.
Bahn-Bayern-Chef Klaus-Dieter Josel und MdB Stephan Mayer begrüßten den Gast, der nicht weit zu fahren hatte, zusammen mit Landrat Erwin Schneider, den Bürgermeistern Herbert Hofauer und Günther Knoblauch. Zum bayerischen Defiliermarsch schritt man zur Tat!
Klaus-Dieter Josel meinte, der Karsamstag wäre ein guter Termin für die Inbetriebnahme so einer wichtigen Maßnahme, die neben der Steigerung der Kapazität der Strecke auch kürzere Fahrzeiten bringt. Angenehmer Nebeneffekt war da das zweite Gleis am Bahnhof Kastl und der neue Bahnsteig. Da auch der weiteren Strecke gebaut wird - etwa die Innbrücke – stellte er fest: Es geht vorwärts!
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer fand bei seinem Amtsantritt viele Projekte in ganz Deutschland vor. Dem Abschnitt München-Mühldorf-Freilassung-Burghausen erkannte er sofort höchste Priorität zu, auch wenn das an vielen anderen Orten in Deutschland auf Unverständnis gestoßen ist. Er mußte seitdem immer wieder erklären, warum diese Ausbaumaßnahme hohe Bedeutung für ganz Deutschland hat.
Die Einweihung des elektronischen Stellwerks ist ein Etappensieg auf dem Weg zum Ausbau der gesamten Strecke. Und weil er nicht wüßte, ob man eine Einweihung am Karsamstag beichten müßte, dachte er, der Termin paßt!
Der geplanten Steigerung der Zahl der täglichen Züge auf über 60 kommt man nun ein gutes Stück näher. Die Schienenanbindung wird weiter vorangetrieben.
Wenn hier die Bundesrepublik Deutschland aus dem ersten Konjunkturpaket 17 Millionen Euro, die Bahn 1,5 Millionen Euro und die Industrie im Chemiedreieck 1,3 Millionen Euro beigesteuert hat, dann ist das schon etwas, was Schule machen könnte. Der Freistaat Bayern hat auch 100.000 dazubezahlt.
Nachdem für den zweigleisige Ausbau des Abschnitts Altmühldorf-Tüßling die Unterlagen bereits beim Eisenbahnbundesamt liegen, rechnet man fest mit Baurecht Anfang 2013. Vor einigen Wochen hat er festgelegt, daß bis dahin auch die Finanzierung bereitstehen muß. Dies zu erreichen, hat das Ministerium einen sogenannten „Finanzierungskreislauf Schiene“ definiert, der aus verschiedenen Quellen gespeist wird und der in den Jahren nach 2012 zusätzlich je eine Milliarde Euro für Schienenprojekte zur Verfügung stellen wird. Aus diesem zusätzlichen Topf wird die Ausbaumaßnahmen zwischen Altmühldorf und Tüßling finanziert werden. (O-Ton: )
Abschließend lobte er MdB Stephan Mayer für seine Hartnäckigkeit, mit der er die Interessen der Region in Berlin vertritt. Er schloß: (O-Ton – gottgefälliges Werk!)
Landrat Erwin Schneider kehrte den Schalk heraus und meinte, auch wenn er diese Einweihung nicht zu beichten bräuchte, bliebe doch eine ganze Menge übrig, was er zu beichten hätte! (O-Ton)
Man sieht das viele Geld nicht, das hier verbaut wurde. Vielleicht zeigen die Neubauten an den Bahnhöfen hier und in Altötting etwas davon. Er freut sich aber auf den Tag, wenn hier Drähte über dem Gleis hängen, weil das heißt, daß dann die gesamte Strecke von München bis Freilassing und Burghausen zweigleisig und elektrifiziert ist. Erst dann ist die Investition fertig. Die angekündigten Schritte sind enorm wichtig - - aber eben nur Schritte. Die Abfolge dieser Schritte zu beschleunigen wäre schon auch wichtig. Bis dahin gratulierte er zur Inbetriebnahme.
Kastls Bürgermeister Gottfreid Mitterer lobte die gute Zusammenarbeit mit der Südostbayernbahn, die es dem Gemeinderat leicht gemacht hat, den nötigen Investitionen von 170.000 Euro zuzustimmmen. Schließung des Bahnübergangs, Grundkauf, Bau von Fahrradunterstand und Wartehalle gingen reibungslos über die Bühne. Er war sicher, daß sein Ort mit dem neuen Bahnhof eine erhebliche Aufwertung erfahren hat.
Infraserv-Gendorf-Geschäftsführer Dr. Bernhard Langhammer gratulierte im Namen aller Nutzer der Bahn im Chemiedreieck. Er dankte Bundesminister Ramsauer für die Einhaltung seiner Zusagen. Allein Gendorf hat 2010 1,6 Millionen Tonnen Güter bewegt, auf der Schiende 763.000 Tonnen. Seit 2006 hat der Schienenverkehr in Gendorf um 36% zugenommen, der Straßentransport nur um 20%. Diese Zahlen zeigen die Wichtigkeit des Bahnanschlusses für die Industrie.
Die Firmen im Chemiedreieck haben 1,3 Millionen Euro beigesteuert und so geholfen, Wettbewerbsfähigkeit der ganzen Region zu steigern, die vor großen Herausforderungen steht, besonders in der Energiepolitik, für die die Firmen in der Region wichtige Produkte herstellen.
Dr. Langhammer dankte sowohl der Bahn als auch bei allen Mitarbeitern, forderte aber den weiteren Ausbau und die Elektrifizierung der gesamten Bahnstrecke.
SOB-Technik-Chef Christian Kubasch war froh, daß er am Vorabend gegen 20 Uhr mit einem ersten Zug hier einfuhr. Sie haben damit ihr Versprechen gehalten und so gemeinsam die Situation erheblich verbessert. Sechs, teilweise 65 Jahre alte Stellwerke wurden ersetzt, vier Bahnübergänge erneuert, 87 Signale, 31 Weichen werden nun von der zentralen Leitstelle in Mühldorf bedient. 82 Kilometer Kabel wurden verlegt, im Bahnhof Kastl wurde ein zweites Gleis gebaut. Diese und viele weitere Maßnahmen führten zur Steigerung der Kapazität, die auch den Passagieren zum Vorteil gereichen. Sein Dank galt der Bundesregierung für die Mittel aus dem Konjunkturpaket, Bürgermeister Mitterer und dem Kastler Gemeinderat und war froh, daß die Bauarbeiten unfallfrei und harmonisch verlaufen sind.
So gut, wie diese Maßnahme verlaufen ist – versprach Christian Kubasch – wird auch der Ausbau der restlichen Abschnitte verlaufen.
Nachdem die Geistlichen Pfarrer Schauer und Durner den Segen erteilt hatten, drückten Dr. Peter Ramsauer, MdB Stephan Mayer, Landrat Erwin Schneider, Bahnchef Klaus-Dieter Josel, Christian Kubasch, Gottfried Mitterer und Dr. Bernhard Langhammer den Knopf und gaben somit den Betrieb des neuen elektronischen Stellwerks frei.
Zum Schluß signierten die Ehrengäste Zuglaufschilder als Erinnerung an diesen Festakt und Bundesminister Peter Ramsauer trug sich ins Goldene Buch der Gemeinde ein.
90 Farbenlyrik - Gernot Sorgner stellt zu Ostern in Ampfing aus 8:00
„Zitherrausch“ nennt Rosalyn Sabo ihr Ensemble, in dem sie mit wechselnder Besetzung eine außergewöhnliche Zithermusik bietet, klassische Zitherstücke und südamerikanische Musik mischt. Die außergewöhnliche Musik paßt so zu Gernot Sorgners außergewöhnlichen Werken.
Wer denkt, die Kunstfreunde hätten das herrliche Wetter am Karsamstag genutzt um einen Ausflug zu unternehmen oder im Garten die Sonne zu genießen, wurde schnell eines Besseren belehrt: Neben den meisten Gemeinderäten kam eine große Zahl Kunstinteressierter ins Foyer der Grundschule nach Ampfing.
Der zahlreiche Besuch freute Kulturkreisvorsitzenden Heinz-Rudolf Huber, der Bürgermeister Ottmar Wimmer begrüßte, stellvertretend für die vielen Gäste.
Nach einem weiteren Musikstück fragte sich Professor Hans Gärtner, wie er so einen guten alten Freund glücklich machen könnte. Man könnte ihm beispielsweise „altes Zeugs“ schenken: Altes Bauernleinen, altes Blech, altes Treibholz – am liebsten aus’m Meer, Papier aller Art, Stoffetzen ja sogar Steinplatten, wie die Solnhofer Platte in dem Werk hier...
Weil er nichts hinschreibt, muß man halt hernach raten, was das ist. Aber das will er ja auch!
Gernot Sorgner stammt aus Pilsen, wurde von dort vertrieben und kam über verschiedene Stationen nach Waldkraiburg. Mit der Kunst kam er Anfang der 60er Jahre „plötzlich“ in Berührung. Daraufhin studierte er Kunst und Sport, was er noch heute lehrt. Er bezeichnet sich als „freischaffender Künstler“. Sport und Kunst halten ihn jung und fit – wie man sieht!
Neben seinen Kunstwerken schreibt Gernot Sorgner wunderschöne Weihnachtspost. Das sind eigentlich kleine Kunstwerke für sich selbst – gemacht nur für Absender und Adressaten.
Man braucht Zeit, seine Kunstwerke zu verstehen – viel Zeit. Dabei haben alle Werke Titel. Nicht wie bei anderen, wo drunter steht: „Ohne Titel“ oder „Without any title“ oder „Ti-Ti“.
Wenn man sich Zeit nimmt, wird jeder Betrachter „sein Sorgner-Bild“ finden. Professor Gärtner hat für sich drei Sorgner-Bilder entdeckt. Um sie beschreiben zu können, hat er sie erst einmal fotografiert und ausgedruckt – in schwarz-weiß – natürlich!
Das erste Bild ist nicht in dieser Ausstellung zu sehen. Es stammt von 1991 und heißt „Strandgut verlorener Ideen“. Da springt Frische und Urlaub und Wellengang geradezu heraus! Dabei spielt er auch mit kleinen Elementen, Muschelchen, Spirälchen, Kreuzchen.
Das zweite Bild heißt „In meiner tiefsten Erinnerung – der Gobbelain“. Gobbelains gibt es längst nicht mehr, obwohl die viele wunderbare Elemente enthielten. Und so sieht’s wohl in ihm aus. Wenn man nach den verwendeten Techniken fragt, man kommt nie drauf! Er nutzt alles, was zur Verfügung steht und verarbeitet es auf jede erdenkliche Art.
Das dritte Bild trifft ihn hart! Weil er selbst hin und wieder in diese Rolle schlüpft: „Der Literaturkritiker“ - - Er haßt den Literaturkritiker! Diesen Haß hat er an dem Papier ausgelassen, es mit Nägeln zerkratzt. Der Kritiker sieht aus wie eine Flunder, ohne Kopf und nur mit großen Augen!
Mit drei Prinzipien kann man Gernot Sorgners Bilder vielleicht verstehen: Er erinnert sich ständig an irgend etwas. Man muß sich also bei jedem Bild fragen, woran könnte er sich hier erinnert haben.
Das zweite Prinzip ist „Ordnung“. Viele seiner Bilder enthalten Rahmen. Jedes Bild ist gerahmt und oft sind die Rahmen selbst gestaltete Teile seiner Bilder.
Das dritte Prinzip ist die Geduld. Ohne Geduld hat er keine Inspiration, kann er sie nicht gestalten und bekommen sie keine Aussage. Ohne Geduld kann man sie aber auch nicht betrachten. Nur wer die Bilder geduldig betrachtet, wird ihre Aussage verstehen. Diese Geduld wünschte er den Betrachtern.
Professor Gärtner erinnerte an eine Bekannte, eine gebürtige Brasilianerin, die ihren Lebensabend im Kloster Zangberg verbracht hatte. Diese Dame kannte den Dichter Reiner-Maria Rilke persönlich. Sie vermachte ihm ein Büchlein mit einer handschriftlichen Widmung des großen Dichters. Und weil Gernot Sorgner so ein großer Verehrer des Dichters ist, freute er sich, ihm dieses Büchlein zeigen zu können.
Gernot Sorgner dankte herzlich für diese Würdigung. Er freute sich sehr über die schönen Räume, die ihm die Gemeinde Ampfing und der Kulturkreis zur Verfügung gestellt haben. Für Rosalyn Sabo und ihre Musikerinnen hatte er zum Dank eine gelbe Rose. Mit so einer Rose dankte er auch seiner Lebensgefährtin Dagmar Thienel, die oft viel Geduld mit ihm haben muß.
Ein Geschenk hatte er auch für Professor Gärtner und dankte so für seine humorvolle Rede.
Er lud die Betrachter ein, mit offenem Herzen seine Bilder zu betrachten und sie auf sich wirken zu lassen.
Rosalyn Sabo und ihr Zitherrausch beschlossen die Vernissage. Die Ausstellung war an Ostersonntag und Ostermontag zu sehen und ist leider schon zu Ende.
91 US Generalkonsul Conrad R. Tribble zu Besuch im Landkreis 9:20
Einmal raus aus München und den anderen Ballungszentren wollte Generalkonsul Conrad Tribble und kam zu einem Kurzbesuch in den Landkreis.
Vor dem Firmensitz der TRW in Aschau erwarteten den Gast MdB Stephan Mayer, Bezirksrätin Anneliese Haslberger, Landrat Georg Huber, die Bürgermeister Siegfried Klika und Alois Salzeder sowie die Abteilungsleiter im Landratsamt. Diese Delegation begleitete ihn auch auf den weiteren Stationen.
Generalkonsul Conrad Tribble kam in einer gepanzerten Limousine und wurde begleitet von der Leiterin Öffentlichkeitsarbeit des Konsulats Kathryn Crockart und zwei Bodyguards.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Landrat Huber stellte TRW-Geschäftsführer Richard Stanzl die Firma vor, in der 900 Beschäftigte jährlich 40 Millionen Gasgeneratoren herstellen, die in Fahrzeugen bei Unfällen innerhalb weniger Hundertstel Sekunden die Airbags aufblasen.
Da TRW ein sogenannter Global-Player ist, gehören fast alle großen Automobilhersteller zu ihren Kunden. Der größte Kunde ist der Volkswagenkonzern. Fast 60% seiner Produkte verkauft TRW in Europa, ein Viertel in Nordamerika.
Der Konzern TRW betreibt Standorte überall auf dem Globus, der Bereich „Occupant Safety Systems“, dessen Zentrale in Aschau ist, fertigt an zwei weiteren Standorten, einem in Norddeutschland und einem in den USA. Eine Verlagerung der Produktion in Billiglohnländer kommt für TRW nicht in Frage, weil darunter das hohe Qualitätsniveau leiden würde, für das man zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat – erklärte Richard Stanzl.
Die hohen Sicherheitsstandards haben dazu geführt, daß hier höchste Qualität und Zuverlässigkeit hergestellt wird, es noch keinen Unfall gegeben hat und die Firma in der Bevölkerung als Arbeitgeber hoch geschätzt ist – trotz der eigentlich gefährlichen Materialen die hier verarbeitet werden.
Generalkonsul Tribble ließ sich die Produkte erläutern bevor es zu einem kurzen Rundgang in die Fertigung ging. Hier beobachtete er einen Test eines Gasgenerators, besichtigte die Anlage, in der die Explosivstoffe gemischt werden und die Komplettierung von Gasgeneratoren.
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Etwas später empfing die Stadt Waldkraiburg die Delegation im Sitzungssaal des Rathauses. Bürgermeister Siegfried Klika begrüßte den Gast in der jungen Stadt und erinnerte an ihre Geschichte. Waldkraiburg ist auf den Hinterlassenschaften der ehemaligen Sprengchemie hervorgegangen. Die junge Stadt hat sich in den 60 Jahren prächtig entwickelt und arbeitet sehr gut mit den Nachbargemeinden zusammen. Er beschrieb Politik und Wirtschaft und bemerkte, daß es hier noch weitere Niederlassungen amerikanischer Firmen gibt. Einige Firmen arbeiten wie TRW in der Automobil-Zulieferindustrie. Es gibt wohl weltweit kein Auto ohne Gelenkscheiben der Waldkraiburger Firma SGF. Waldkraiburg weiß, daß die Industrie die Grundlage von Wohlstand und Fortschritt ist und gilt deshalb als die wirtschaftsfreundlichste Stadt der gesamten Region.
Siegfried Klika unterstrich auch, daß Waldkraiburg schon immer offen war für Innovationen, etwa als man 1959 die erste Gasversorgung der Bundesrepublik Deutschland in Betrieb nahm. Derzeit ist man mit der Geothermiebohrung ähnlich fortschrittlich aktiv.
Nachdem sich Generalkonsul Tribble ins GoldeneBuch eingetragen hatte, überreicht ihm Bürgemreister Siegfried Klika das Waldkraiburger Jubiläums-W und den bekannten Waldkraiburger Automatikschirm, der von selbst auf - - - - aber auch wieder zu geht! 
Konsul Conrad Tribble bedankte sich für die freundliche Aufnahme und auch, daß er hier in der Region so namhafte amerikanische Firmen antreffen konnte. Die Firmen haben wohl die wirtschaftlich und kulturell Attraktivität dieser Region erkannt.
Landrat Georg Huber lobte Waldkraiburg für seine Offenheit und Wirtschaftsorientierung. Er ist gern in Waldkraiburg, weil hier Partnerschaft gelebt wird. Generalkonsul Tribble lud er ein, den Kontakt auch mit den anderen amerikanischen Firmen herzustellen um dauerhaft in Kontakt zu bleiben.
Bei einem Gläschen Sekt überreichte Konsul Tribble Bürgermeister Klika einen Anstecker mit der deutschen und der amerikanischen Fahne.
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Im Kreistag stieß Staatsminister Dr. Marcel Huber zu der Delegation hinzu. Landrat Georg Huber stellte zunächst den Landkreis mit einem neuen Video vor.
Staatsminister Dr. Marcel Huber – der Generalkonsul Conrad Tribble in München häufig trifft, erklärte stolz auf seinen vielfältigen Heimatlandkreis zu sein. Bayern – für das Generalkonsul Tribble zuständig ist, ist groß und da ist es nicht einfach, alle Regionen zu besuchen. Er freute sich deshalb, daß er in den Landkreis gekommen ist, weil dies auch seine Wertschätzung für die ländlichen Regionen zeigt. Er unterstrich das gute Verhältnis zwischen Bayern und den USA, das längst befreit ist von historischen Machtgedanken. Heute ist es gelebte Partnerschaft. Er wünschte ihm viele neue Eindrücke und noch einen schönen Aufenthalt.
Conrad Tribble erinnerte sich an seinen ersten Besuch im Landkreis vor einem Jahr, als er an einer Fahnenweihe in Ranoldsberg teilnahm. Bayern nimmt ein Fünftel der Fläche des Bundesstaates Montana ein, des viertgrößten der USA. Die Vielfalt in Bayern ist aber unvergleichlich. Er hätte nicht erwartet, hier ein so global operierendes Unternehmen wie TRW zu finden. Die Region muß also ihre Vorzüge haben. In Bayern amerikanischer Generalkonsul zu sein wäre für ihn wirklich eine Freude. So willkommen wie in Bayern wären Amerikaner wohl kaum wo auf der Welt. Dafür galt den Zuhörern und der Bevölkerung sein Dank.
Den Besuch im Landratsamt beschloß die Eintragung ins Gästebuch des Landkreises und die Übergabe von Gastgeschenken. Landrat Georg Huber hatte einen Bierkrug und ein Delikatessenpaket der hiesigen Weißbierbrauerei für den hohen Gast.
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Letzte Station auf der Rundreise war das Rathaus in Mühldorf, wo Bürgermeister Günther Knoblauch die Delegation auf dem Flez empfing. Zunächst erläuterte er die Kunstwerke und ging auf die Geschichte der Stadt ein, die stark von Bierbrauern und Weinhändlern geprägt wurde. Nach einem Besuch in der historischen Rauchkuchl und dem Genuß des besten Weißbiers Europas versammelte man sich im Sitzungssaal, den die Salzburger Bischöfe während des 30-jährigen Krieges 1642 so kunstvoll hatten ausstatten lassen.
Generalkonsul Tribble trug sich hier mit einem umfangreichen Eintrag ins Goldene Buch ein.
Sicher wird Konsul Tribble so schnell nicht im Regen stehen. Auch Bürgermeister Knoblauch überreichte ihm einen Mühldorfer Schirm.
Herr Generalkonsul, sie haben ja heute einiges im Landkreis gesehen? (O-Ton)
Hatte Ihr Besuch einen besonderen Grund? (O-Ton)
Und wenn man die vielen Einladungen zusammenfaßt, können Sie ja gar nicht anders, als wieder zu kommen! (O-ton)
Konsul Tribble hat bei einem Weißbier angedeutet, zum Volksfest wieder nach Mühldorf zu kommen. Wir werden sehen!

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