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Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
Josef J. Pöllmann ist Mitglied im Deutschen Presse Verband
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Das gab's 2011 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im Mai 2011 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
92 Fast schöner als im heimischen Garten: Die Grüne Lagune in Ampfing 8:12 18 06.05.11
Blitzsauber präsentierte sich die Grüne Lagune in Ampfing als sich die ersten Gäste bei herrlichstem Frühsommerwetter in der Lagune einfanden um den Auftakt einer hoffentlich langen Badesaison zu feiern. Einige Zuhörer hatten es sich vor dem Piratenschiff bequem gemacht und sich trotz warmer Sonne noch ein Jäckchen übergeworfen. Die rote Fahne wehte im frischen morgendlichen Wind ließ die Kraft der Sonne nicht spüren. Das würde Folgen haben.
Die Zuhörer genossen die Musik von „Hosdmi“, der Ampfinger Band, die seit ein paar Jahren für Aufsehen sorgt. Oder besser für Aufhorchen....
Der Hias, der Stefan, der Markus, der Frederik und der Tom spielten die großen Titel von STS, der Spider Murphy-Gang, von Konstantin Wecker, der Creedence Clearwater Revival und sogar von Udo Jürgens. Aber das war lang nicht alles. Sie haben eine ganze Reihe eigener Lieder gebracht.
Fast der ganze Gemeinderat war gekommen und genoß zusammen mit Bürgermeister Ottmar Wimmer und Gattin Christl die warmen Sonnenstrahlen. Immer mehr Gäste machten es sich auf der Gastterrasse bequem.
Hias, ihr hab’s ein riesen Repertoire, was habt’s ihr denn alles drauf? (O-Ton)
(.... der sagt „....zur Wiesenzeit“ – und ich will wissen: ) Zur Ampfinger Wiesenzeit? (O-Ton)
Apropos München – wo spielt’s ihr denn überall? (O-Ton)
Ihr seid‘s hauptsächlich aus Ampfing? (O-Ton)
Jetzt bringts ihr zur Wiesenzeit eine neue CD. Wo kann man Euch dann wieder auf der Bühne sehen? (O-Ton)
Was selberg’schriebenes gabs dann gleich „Genau des bleibt“
Herr Bürgermeister, die Lagune ist für die Saison vorbereitet, das Wetter paßt, die Musik spielt, was kann man sich schöneres wünschen? (O-Ton)
Ich hab’s eben schon gesagt: Hier ist es fast schöner wie zuhause im Garten: Die Lagune lockt, man wird bedient, die Musik spielt – was wünscht man sich mehr! Da kann man nur jedem raten, herzukommen! (O-Ton)
Und das alles ohne Chlor und andere Chemikalien! (O-Ton)
Und im Lauf des Vormittags trauten sich die einen schon einmal kurz ins Wasser. Bei den Trockensportlern am Frühschoppentisch begann bei dem einen oder anderen langsam die Haut auf der Nase rot anzulaufen und die Musiker von Hosdmi hatten bis zum Nachmittag einen ordentlichen Sonnenbrand!
Es ist Zeit! Die Badesaison in der Grünen Lagune in Ampfing ist eröffnet!
93 "Spuren hinterlassen" - Zum Gedenken an die Befreiung des KZ-Außenlagers Mühldorf 9:55
Nur einen kleinen Auszug aus den Sterbelisten hatten die Mitglieder des Vereins „Für das Erinnern“ an den Bäumen entlang des Weges zum ehemaligen Massengrab befestigt. Würden sie alle Toten anbringen, müssten sie dreimal so viele Listen aufhängen.
Die Teilnehmer wurden so schon auf dem Weg zum Veranstaltungsort auf die schrecklichen Ereignisse eingestimmt, die damals hier stattgefunden haben.
Canzona Quarta gab der Feierstunde einen würdigen Rahmen
Fast 2000 Leichen wurden hier im Massengrab verscharrt, berichteten Christina und Verena vom Gymnasium Waldkraiburg. Sie erinnerten mit einem Auszug aus Hans Prähofers Buch an die Entdeckung des Massengrabes nach der Auflösung des KZ-Außenlagers im Mettenheimer Hart. Die amerikanische Armee ließ damals die Toten exhumieren und in Friedhöfe in Burghausen, Altötting, Kraiburg, Neumarkt-St. Veit, Ampfing und Mühldorf überführen. Da Freiwillige nicht teilnahmen, mussten die verwesenden Leichen von Hand ausgegraben werden.
Franz Langstein vom Verein „Für das Erinnern“ freute sich, neben MdB Stephan Mayer, Landrat Georg Huber und stellvertretender Landrätin Eva Köhr auch die Bürgermeister der umgebenden Gemeinden sowie mehrere Kreisräte begrüßen zu können. Sein besonderer Gruß galt Leslie Schwartz, einem ehemaligen Insassen des Lagers, der jetzt in den USA lebt.
Jedes Jahr am 28. April gedenkt der Verein der Befreiung des KZ-Außenlagers. Damals 1945 wurden in diesen Tagen die verbliebenen Häftlinge in Wagons gepfercht und mit Ziel Alpen verfrachtet. Dieser Gedenktag soll im Leben des Landkreises eine feste Spur der Erinnerung werden. Diese Spur soll in die ferne Zukunft erhalten bleiben, auch wenn es keine Zeitzeugen mehr gibt.
Um die Erinnerung zu erhalten wurde eine zeitgeschichtliche Ausstellung im Kreismuseum eingerichtet, wurden Zeitzeugeninterviews aufgezeichnet und im letzten Jahr wurden Podcasts aufgezeichnet, die jetzt als Führer an den Orten der Taten dienen sollen.
Franz Langstein lobte die Zusammenarbeit mit den Schulen im Landkreis. Die Schüler der Gymnasien lernen etwa in Projekten selbst Führungen zu organisieren und erhalten so die Spuren für die Zukunft. Er kritisierte in diesem Zusammenhang die Verweigerung der Benennung der Hauptschule in Mühldorf nach Max Mannheimer aus rein formalen Gründen. Wenn sich Schüler schon dafür stark machen, sollte man ihnen dies nicht verweigern.
Am besten sichtbar bleiben die Spuren aber am Bunkerbogen, dem Waldlager und eben hier am Massengrab. Die Spuren hier sind kaum mehr zu erkennen. Nur wenn man weiß, wie hier mit toten Menschen umgegangen wurde, erkennt man die Bedeutung dieses Ortes. Es ist, als hätte der Boden ein Gedächtnis. Es ist der Boden für Erinnerung.
Auch wenn hier im Boden nichts verändert werden sollte, müssten doch alle Namen der Opfer auf einer Gedenktafel zu lesen sein. Zusammen mit einer kleinen Lichtung und einem guten Zugang würde hier das Gedenken möglich werden. Gemeinsam sollte es gelingen, hier eine Spur zu hinterlassen.
Landrat Georg Huber würdigte die Arbeit des Vereins, der das Mühldorfer Hart als Ort der Erinnerung erhalten hilft, einer Erinnerung, die für das Zusammenleben in der Gesellschaft in Frieden und Freiheit so wichtig ist
Hier zeugt alles von den Qualen der Häftlinge die viele nicht überlebt haben. Weil immer weniger Überlebende berichten können, wird eine würdig gestaltete und informative Gedenkstätte immer wichtiger.
Nur wenn man aus der Geschichte lernt, kann die Gesellschaft human und sozial erhalten.
Viele Landkreisbürger, die die Straße von Mühldorf nach Waldkraiburg entlangfahren, wissen nichts mehr davon, was sich hier am Ende des zweiten Weltkrieges abgespielt hat. dass hier die Nationalsozialisten versucht haben, in einer riesigen Fabrik ein Kampfflugzeug zu bauen. „Vernichtung durch Arbeit“ hieß das Programm, das hier Tausenden Häftlingen das Leben kostete.
Geblieben ist nur die Erinnerung.
Bunkerbogen, Waldlager und Massengrab dienen noch heute als Mahnmal für die sinnlosen Opfer. Auch wenn schon viel geschehen ist, das Erinnern zu erhalten, ist der Weg zur dauerhaften Gedenkstätte noch lang. Landrat Georg Huber dankte Dr. Marcel Huber und MdB Stephan Mayer für ihre Hilfe bei der Überwindung der Hürden. Der Landkreis wird alle Schritte aktiv unterstützen. Die Gesellschaft braucht das Erinnern auch wenn es nicht immer angenehm ist, ist es doch auch Wegweiser in die Zukunft.
Landrat Huber hoffte, dass sich bald Lösungen für Gedenkstätten an allen drei Orten abzuzeichnen beginnen. (O-Ton)
Für MdB Stephan Mayer ist der Genozid an politischen Gegnern, Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen und Zeugen Jehovas noch immer unbegreiflich. Tod, Angst und Schrecken wurden von Deutschland über den ganzen Globus gebracht. Die Nationalsozialisten versuchten ganz Europa gewaltsam ihre Ideologie aufzudrücken und jeden Andersdenkenden zu vernichten.
Die Konzentrationslager waren hierzu Werkzeuge. Der Holocaust wurde so Bestandteil der deutschen Geschichte – unauslöschbar.
Mit der Teilnahme an der Gedenkfeier zeigen die Anwesenden den Willen alles zu tun, dass sich solches Leid nie wiederholt. Die Teilnehmer erneuern ihren Willen, alles zu tun, dass sich der 1000fache sinnlose Tod nie in Vergessenheit gerät. Es ist die Aufgabe der Gegenwart, durch das Wachhalten der Erinnerung dem Tod der Häftlinge doch noch einen Sinn zu geben.
Aufgabe ist es auch, das Erlernte aus der Geschichte an die kommenden Generationen weiterzugeben. Deutschland muss immer für Demokratie und Freiheit eintreten und Rufe danach unterstützen. Mit Blick auf Nordafrika stellte MdB Stephan Mayer fest, dass dies gerade heute besonders wichtig ist.
Er dankte den Mitgliedern des Vereins für das Erinnern für ihre Arbeit. Sie hinterlassen nicht nur Spuren sondern sorgen auch dafür, dass diese nie verblassen. Dazu möchte er selbst einen Beitrag leisten. Er versicherte, dass er sich auch in Zukunft dafür einsetzen wird, dass hier schnellstmöglich ein würdiger Gedenkort gebaut werden kann.
Er freute sich über die Zusage von Staatssekretär Hartmut Koszyk im vergangenen Jahr, hier finanziell zu unterstützen. Die Erinnerung zu erhalten kann aber nicht allein Aufgabe der Kommunen sein. Es ist eine gesamt-gesellschaftliche und damit staatliche Aufgabe. Auch die Stiftung „Bayerische Gedenkstätten“ muss hier mit einbezogen werden. Einen Antrag zur Finanzierung der Gedenkstätte soll die Stiftung im Herbst vorlegen.
Schon im Sommer diesen Jahres soll mit der Suche nach Kampfmitteln im Boden der ehemaligen Rüstungsanlage begonnen werden. Staatsminister Dr. Marcel Huber wird sich der Kompensation der Waldbesitzer annehmen. MdB Stephan Mayer zeigte sich überzeugt, dass die Zusammenarbeit aller Kräfte zur baldigen Errichtung einer Gedenkstätte führen wird.
Dann wird das Leid der vielen Opfer hier nicht vergeblich gewesen sein.
Leslie Schwartz kam von Auschwitz hierher ins Lager. Damals war er 14. Nach der Befreiung - 1946 - verließ er Deutschland in Richtung Los Angeles. 65 Jahre lang lebte er als verbitterter Mann.
Vor einem Jahr kam er nach Deutschland zurück und sprach in Gymnasien über seine Erlebnisse. Hier traf er Max Mannheimer wieder, mit dem er damals hier interniert war und an den er sich geklammert hatte. Mannheimer war nur einige Jahre älter als er. Er hatte ihn 1945 nach der Befreiung aus den Augen verloren. Das Wiedersehen nach so langer Zeit war einer der schönsten Momente seines Lebens.
Seine Reise nach Deutschland nach 66 Jahren ist eine wunderbare Erfahrungen für ihn. Er hatte nicht erwartet, so ein Deutschland hier zu finden. Die Erlebnisse hier haben ihn bewogen, seine restliche Zeit damit zu verbringen, seine Geschichte zu erzählen – genauso wie Max Mannheimer, der damals sein Held geworden ist!
Er hoffte, jedes Jahr hierher kommen zu können und (O-Ton God bless....)
94 Ehrenbürgerwürde für Neumarkts Altbürgermeister Rudolf Berghammer 9:50
Johannes Schmid und seine Saxophongruppe eröffneten die Feierstunde im Obergeschoß des Herzoglichen Kastens in Neumarkt-St. Veit, wo Bürgermeister Erwin Baumgartner neben dem Altbürgermeister und seiner Familie zahlreiche Stadträte, die Stadtpfarrer Eisenmann, Pfarrerin Anke Sänger und Gäste begrüßen konnte. Besonders willkommen waren der bislang einzige Ehrenbürger der Stadt - Monsignore Alois Holzner und Altlandrat Erich Rambold.
(O-Ton „Feiern heißt Danken“) zitierte Erwin Baumgartner Monsignore Holzner. So dankt die Stadt ihrem Altbürgermeister für seine Leistungen, mit denen er Neumarkt wesentlich geprägt hat.
Nach einer musikalischen Auflockerung erinnerte Bürgermeister Erwin Baumgartner daran, dass es dem Staat vorbehalten ist, Verdienste durch Orden und Auszeichnungen zu würdigen. Die Verleihung der Ehrenbürgerwürde ist die beste Art, mit der eine Stadt einen besonderen Bürger auszeichnen kann. Sie steht nur ganz außergewöhnlichen Bürgern zu, beinhaltet weder besondere Rechte oder Pflichten und auch keine finanziellen Vorteile. Sie drückt hauptsächlich den Dank und die Anerkennung der Allgemeinheit für das Geleistete aus.
Dabei ist es im Fall von Rudolf Berghammer weder einfach, einen Termin für seine Würdigung zu finden, noch alle Leistungen aufzuzählen, die er für die Stadt erbracht hat.
Von 1984 bis 2002 war Rudolf Berghammer erster Bürgermeister der Stadt. Erst jetzt, nach seinem 70. Geburtstag und seinem Rückzug aus der vordersten Front des politischen Alltags erschien es geraten, ihm die Ehrenbürgerwürde zu verleihen. Dieser Tag führt gleich mehrere Jubiläen zusammen: Am Tag genau vor neun Jahren war sein letzter Tag als Bürgermeister. Vor 55 Jahren wurde Neumarkt Stadt und vor 25 Jahren trug sich der erste Gast in das – von Rudolf Berghammer gerade erst eingeführte - Goldene Buch der Stadt ein.
Seine Leistungen aufzuzählen ist fast unmöglich: Unter seiner Führung wies Neumarkt Baugebiete aus, schloss die Hochwasserfreilegung der Rott ab, sanierte die Schulhäuser, baute eine Mehrzweckhalle und einen Kindergarten, einen Bauhof und ein Feuerwehrhaus, saniert das Freibad und den Herzoglichen Kasten, das Fruhmannhaus, kaufte den Bahnhof, baute das schloss Adlstein um und zog dort mit dem Rathaus ein – und das war noch lang nicht alles.
Sicher oft von Zweifeln begleitet hatte er auch Familie, Politik und Öffentlichkeit und die Presse im Auge zu behalten. Und natürlich zuallererst die Bürgerinnen und die Bürger!
Trotz all dieser Aufgaben war er immer einer von ihnen, ein freundlicher und dem Feiern nie abgeneigter Vertreter seiner Generation.
Besonders hob Bürgermeister Erwin Baumgartner die äußerst lebendige und gelungene Städtepartnerschaft mit dem italienischen Caneva hervor. Er ist selber schon ein halber Canavese!
Erwin Baumgartner verlas die Urkunde, die so aussieht
Diese Urkunde soll das äußere Zeichen der Anerkennung sein, die alle Bürger der Stadt in ihrem Herzen tragen wollen. (O-Ton)
Bürgermeister Erwin Baumgartner überreichte Rudolf Berghammer die Urkunde und seiner Gattin Marianne einen Strauß Blumen als Dank für die Entbehrungen während der 18 Jahre seiner Amtszeit.
Nach einer weiteren sehr historisch anmutenden musikalischen Einlage der Musikschüler freute sich der bisher einzige Ehrenbürger Monsignore Alois Holzner, dass er jetzt nicht mehr allein ist und außerdem, dass es jetzt einen Ehrenbürger gibt, der in der Stadt wohnen darf. Ihm selbst gebietet die Kirche, dass er nach der Pensionierung nicht da wohnen darf. Außerdem betonte er die gute und ungetrübte Zusammenarbeit zwischen ihm und Bürgermeister in den 18 gemeinsamen Jahren. Er war immer für sie da. Und weil sie jetzt gemeinsam Ehrenbürger sind, hatte er noch einen Wunsch:
Altlandrat Erich Rambold begrüßte Rudolf Berghammer in der kleinen Runde der Ehrenbürger. Auch wenn seine Kür ein bisschen holprig war, so hat der Bürgermeister doch eindrucksvoll seine Leistungen beschrieben. Er bestätigte, dass Rudolf Berghammer auch im Landkreis als Kreisrat und Verwaltungsrat alle Ehre erworben hat. Obwohl er bei der Wahl damals seinen Gegenkandidaten unterstützt hatte, blickte er auf eine angenehme und erfolgreiche Zusammenarbeit zurück.
Anfang der 90er Jahre – nach einer harmonischen Zeit, verschlechterte sich das Verhältinis wegen der Abfallwirtschaft. Heftigen Auseinandersetzungen folgten.
Aber auch in dieser Situation war auf Rudolf Berghammer immer Verlaß.
Erich Rambold erinnerte an die Probleme, die der Landkreis damals mit der Abfallentsorgung hatte, oder mit der Fachakademie für Sozialpädagogik oder den damals noch drei Krankenhäusern, von denen man das Haus in Neumarkt für 9 Millionen Mark saniert hatte.
Eine große Freude war damals die Sparkasse, die am Ende ihrer Dienstzeit 1,1 Milliarden Euro Bilanzsumme hatte und eine der profitabelsten Sparkassen Oberbayerns war. Über solche Zahlen hätte sich sogar ein Josef Ackermann gefreut!
Am Ende ihrer gemeinsamen Laufbahn hatten sie 100 Millionen Mark Schulden angehäuft. Das waren 53 einhalb Millionen Euro. Heute sinds 25 Millionen mehr! Dabei hatten sie damals bei den Krankenhäusern keinen Euro Investitionsschulden!
dass sie so gute Ergebnisse erzielt haben, resultierte zum großen Teil auch Rudi Berghammers Mitwirken. Er hat sich also nicht nur um die Stadt Neumarkt-St. Veit sondern auch um den Landkreis verdient gemacht.
Und wenn jemand fragt, wann in Neumarkt die „gute alte Zeit“ war, dann sage er ihm:
Er kann stolz sein auf seine Leistung. Neumarkt macht ihn zu Recht zum Ehrenbürger, und dazu wünschte er ihm beste Gesundheit, viel Freude im Leben und auch dem FC Bayern viel Erfolg!
„Lucy in the Sky with Diamonds“ von den Beatles war das nächste Musikstück, das Abwechslung in die Feierstunde brachte.
Rudolf Berghammer fühlte sich sehr geehrt. Als gebürtiger Neumarkter empfand er die Ehrung als etwas Besonderes. Seine Erfolge in den 18 Jahren seiner Bürgermeisterschaft kamen in Zusammenarbeit mit den Stadträten zustande. Ihnen galt sein Dank. Trotz oft unterschiedlicher Ansichten haben sie ihre Beschlüsse immer in der Verantwortung für ihre Heimatstadt getragen. Vor allem für die jungen Mitbürger hat er Kindergarten und Musikschule initiiert und den Kontakt zum katholischen Kindergarten gepflegt.
Manches hat er auch nicht geschafft, etwa den Bau der Spange oder die Umgehungsstraße. Für die Spange fehlten Grundstücke und für die Umgehungsstraße das Geld.
Mit gegenseitigem Respekt haben die Grußwortredner und er gemeinsam sinnvolles zum Vorteil der Stadt Neumarkt-St. Veit geschaffen. Mit Landrat Rambold hatte er ein einziges ernstes Mißverständnis, anläßlich einer Müllveranstaltung. An einem Termin im Landratsamt kurz danach haben sie sich aber ausgesprochen und ihr Verhältnis bereinigt. Die Deponie in Lehberg konnten sie damals verhindern. Zusammen haben sie Ovofit schnell und unbürokratisch angesiedelt und so verhindert, dass die Firma nach Massing ging.
Auch die Zusammenarbeit mit Monsignore Holzner war stets problemlos. Sie haben sich einfach verstanden. Als zu viele Kinder aufzunehmen waren und der städtische Kindergarten noch nicht fertig war, haben sie kurzerhand eine provisorische Kindergartengruppe im Keller des katholischen Kindergartens eingerichtet.
Er dankte Bürgermeister Erwin Baumgartner für diese Ehrung, den Grußwortrednern, der Verwaltung, den Schulen und der Büchereileitung für die stets gute und loyale Zusammenarbeit die ganzen 18 Jahre lang. Sein Dank galt besonders auch seiner Familie für die Entbehrungen in dieser langen Zeit. Für die Zukunft hatte er nur einen Wunsch
Bürgermeister Erwin Baumgartner bat den neuen Ehrenbürger, sich in das goldene Buch der Stadt einzutragen.
Mit dem Verlesen zweier Glückwunschschreiben aus Hermagor und Caneva endete die Feierstunde, die die Musikschule mit einem weiteren Stück beschloss.
95 Das Ende des G9 am Ruperti Gymnasium Mühldorf - Die Abiturfeier des letzten G9-Jahrgangs 14:50
Nachdem Studiendirektorin Christine Neumeier Gäste, Eltern und Schüler begrüßt hatte, intonierte Jonas Collenda Claude Debussy’s „Clair de lune“, ein etwas wehmütiges Musikstück.
Zahlreiche Ehrengäste hatten sich eingefunden, um diesem denkwürdigen Tag einen besonderen Rahmen zu verleihen. Neben Landrat Georg Huber war Mühldorfs erster Bürgermeister Günther Knoblauch gekommen, zahlreiche Bürgermeister der Nachbargemeinden sowie Stadt- und Gemeinderäte. Und natürlich hatten die Abiturienten Familien und Freunde eingeladen.
Bürgermeister Günther Knoblauch stellte fest, sie wären wirklich die Letzten! Allerdings nicht in ihren Leistungen sondern lediglich die letzten im 9-jährigen Gymnasium.
Sie haben einen langen Weg hinter sich, mit vielen Aufs und Abs. Das ging nur im Team, vergleichbar mit einem Formel-1-Team. Da gibt’s auch das Werksteam – die Eltern, die Sponsoren – den Landkreis und das technische Personal – die Lehrkräfte.
Und natürlich die Mitschüler, die das Team komplettierten. Mit ihrem Abitur haben sie das Training hinter sich und die Pole-Position erreicht. Das eigentliche Rennen beginnt jetzt erst. Und auch da geht’s nicht ohne ein Team.
Mit ihrem Abitur haben sie etwas Besonderes erreicht. Sie müssen nun Führungspositionen einnehmen. Dazu müssen sie Verantwortung übernehmen und soziale Kompetenz beweisen. Nur das Zusammenspiel im Team kann den Erfolg bringen. Dazu haben Sie das Rüstzeug im Ruperti-Gymnasium erhalten. Er dankte Lehrkräften und Eltern und allen Helfern und wünschte den Abiturienten viel Erfolg und ein gutes Rennen!
Landrat Georg Huber hatte beobachtet, dass diesmal der Abschied noch etwas schmerzhafter war, als sonst. Sie sind schließlich die letzten ihrer Art! Mit ihnen verlassen nicht nur 86 Schüler die Schule sondern auch das 9-jährige Gymnasium. Der Wechsel zum G8 hat sie die ganze Zeit schon begleitet – in Diskussionen und Vergleichen.
Es macht aber keinen Unterschied, ob sie einen Leistungskurs oder ein Seminar absolviert haben, wenn sie nur mit Fleiß, Ehrgeiz und Disziplin das Beste gegeben haben. Die Ergebnisse zeigen, dass sie das getan haben. Sie haben alle bestanden und dazu gratulierte er auch im Namen des Kreistages.
Landrat Georg Huber dankte Schulleitung, Mitarbeitern und besonders den Lehrkräften, die viel Arbeit in jeden Abiturienten gesteckt haben. Sie haben sie auf ihrem Lebensweg ein gutes Stück begleitet, ihnen nicht nur Stoff vermittelt sondern sie auch individuell gefördert.
Auch wenn sie nicht jede Formel im Leben brauchen, die ihnen in der Schule beigebracht wurde, haben sie doch gelernt, ihr Leben innovativ und aktiv zu gestalten. Diese Qualifikationen sollen sie nun weiterentwickeln. Dazu bietet der Landkreis im Projekt „Lernen vor Ort“ viele Möglichkeiten an. Sie werden hier gebraucht, ihnen gehört die Zukunft. Wenn sie mit Engagement, Zielstrebigkeit und Lernbereitschaft dran bleiben, werden sie ihr Leben meistern - auch in schwierigen Zeiten. Sie sollten jetzt aber wegen des Endes des G9 nicht wehmütig sein sondern sich über ihr Abitur freuen. Und dazu gratulierte ihnen Landrat Huber herzlich.
Marion Bauer, Florian Wapler und Jonas Kollenda brachten den San-Franzisko-Bay-Blues.
Monika Haneder ist die Vorsitzende des Elternbeirates. Sie meinte, das Abitur wäre ein komfortabler Ausgangspunkt für ihr weiteres Leben, ein erster großer, manchmal mit Schwierigkeiten und Anstrengungen erreichter Erfolg, den sie auch den Eltern, dem Staat und der Gesellschaft, der Schule und - am Wichtigsten - den Lehrern zu verdanken haben. Für ihre Unterstützung dankte sie den Pädagogen. Da in ihrem Leben alles nach oben führte, zitierte sie aus dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse. Im Namen des Elternbeirats drückte sie ihren größten Respekt für ihre Leistungen aus und wünschte ihnen alles Gute für ihre Zukunft.
Fördervereinsvorstandsmitglied Dr. Georg Gafus stellte fest, hier wird auch ein menschlich starker Jahrgang verabschiedet. Auf launige Weise verglich er das Leben ohne Feste einem Ausspruch des Philosophen Demokrit entsprechend mit einer Reise ohne Gasthaus. Diese Weisheit hätten sie schon in jungen Jahren verstanden. Er dankte Kollegstufenbetreuer Jakob Meyer für seine kompetente und einfühlsame Betreuung bis zum Abitur aber auch der Verwaltung und der Schulleitung. Der Laden läuft gut!
Nachdem er auf markante Sprüche in der Abiturzeitung „Abitendo“ eingegangen war, wünschte er ihnen, dass sie ihre Stärken ausbauen und sich für eine bessere und gerechtere Welt einsetzen sollten. Sie sollten die Feste im Leben im Auge behalten und auch immer ein Gasthaus finden....
Personalratsvorsitzende Oberstudienrätin Daniela Gabler meinte, die Abiturienten hätten nun den ersten Teil ihres Lebens erfolgreich gemeistert. Sie nehmen nun Abschied vom gewohnten Umfeld. Zum letzten Mal sind sie in diesem Kreis zusammen. Sie auf die neuen Anfroderungen in ihrem neuen Leben vorzubereiten haben sie sich all die Jahre bemüht. Jetzt wird sich zeigen, ob sie dieses neue Leben meistern, das die wahren Prüfungen stellt. Sie sollten nun ohne Arroganz ihr Können beweisen und sich nicht vom Weg abbringen lassen. Dazu wünschte sie im Namen des Kollegiums alles Gute und viel Erfolg.
Lena Fröhlich gratulierte für die Schülermitverwaltung.
Tamy Rupprecht schloss mit „Good bye“ die Reihe der Grußworte ab.
In ihrer Abiturrede machten sich Lisa Cziczek und Tobias Gafus Gedanken darüber, wie sie ihre Ansprache gestalten könnten: Erst mal ging's um die Zahl 9, weil schließlich inzwischen jeder weiß, dass sie die letzten im G9 sind. Dabei ist 9 out. Es gibt sogar nur noch 8 Planeten!
Sie könnten sich aber auch über das Planungstalent des Kultusministeriums unterhalten, etwa über die bayernweite Umfrage, die ihren Server in die Knie zwang. Oder den Versuch, ihren Studienbeginn im Sommersemester zu ermöglichen. Auch die Renovierung der Schule geht vorwärts und ermöglichte ihnen, ein oberbayerisches
Qualitätsabitur zu erreichen.
Aber sie könnten es auch sentimental gestalten...
Mit ihrem Wissen müssen sie sich jetzt den globalen Problemen widmen oder doch eher sich auf das Wesentliche konzentrieren – auf sich selbst! Jetzt erst einmal stolz sein und sich an die Schulzeit erinnern. Bis zur Kollegstufe mit ihren vielen Fallen. Und dann fiel auch noch der Prüfungsbeginn fast mit der Faschingszeit zusammen – eine Herausforderung für so manchen Kollegiaten.
Nachdem sie sich an so manches Ereignis und auch an die Abifahrt nach Spanien erinnert hatten, dankten sie den Lehrkräften. Da vor allem denen, die mehr für sie getan haben, als sie tun mussten.
Und bei denen, die sie als Individuen betrachtet haben und sie individuell gefördert haben. Und weil sich Oberstudiendirektor Räde gewünscht hatte, dass heute alle da sind, die das Abitur bestanden haben, freuten sie sich, dass wirklich alle da waren.
Die Organisatorinnen dankten den Mitarbeiterinnen der Schule und überreichten ihnen Blumengeschenke. Frau Wohlfahrt, Frau Rausch und Frau Walter.
Weiter dem guten Geist der K13, Frau Wilfer.
Auch für Landrat Georg Huber hatten sie ein Danke-Schön.
Weiters für die Kollegstufenbetreuer die Oberstudienräte Jakob Meyer und Heinrich Schwägerl sowie für Oberstudiendirektor Anselm Räde.
Zuletzt gabs Pralinen für alle 13 Kollegstufenlehrkräfte.
Nach einer kurzen Pause stellte Oberstudiendirektor Anselm Räde fest, dieser Tag schwinge zwischen Heiterkeit und Wehmut und wäre bisher sehr gelungen.
2006 veröffentlichte der ehemalige Leiter des Internats in Salem Bernhard Bueb die Streitschrift „Lob der Disziplin“, ein Erziehungsbuch. Bueb beschreibt das Glücksgefühl, das einer Anstrengung entspringt.
Bueb bemerkt, nur verdientes Glück findet Anerkennung, so auch das Glück, das sie mit ihrer bestandenen Abiturprüfung empfinden. Allerdings stellt Bueb fest, dass der Mensch mit den Jahren lernt, sich unterzuordnen, Verzicht zu üben und zur Selbstdisziplin zu finden. Es sollte wieder mehr Authorität ins Erziehungswesen einziehen.
Sie selbst hatten ihr Glücksgefühl in den Abiturprüfungen erlebt, auch wenn es vorher manches Mal ziemliche Anspannungen gegeben hatte. Jedenfalls haben alle 86 Prüflinge bestanden. Mit einer Durchschnittsnote von 2,47 lag das Abitur im bayernweiten Durchschnitt der vergangenen Jahre. 15 haben mit einer 1 vor dem Komma, zwei sogar mit 1,0 abgeschnitten. Ein sehr erfreuliches Ergebnis.
Als sie ans Gymnasium kamen, war noch keine Rede von der Umstellung auf ein achtjähriges Gymnasium. Als letzter 9-jähriger Jahrgang standen sie dann doch unter dem Einfluß der Umstellung. Auch das verkürzte 13. Schuljahr und die Abiturprüfungen im März machten das deutlich.
Trotzdem waren sie wohl gern im 9-jährigen Gymnasium. Sie sind eben die wirklich reifen!
Auch den Lehrkräften werden die Leistungskurse fehlen, in denen man sich den Themen intensiv näherte und viele interessante Ergebnisse produzierte.
Wenn sie nun erst einmal frei haben möchten, sollten sie vielleicht doch nicht ihre Zeit an der Spielkonsole verbringen. Damit würden sie die Träume nicht verwirklichen, die sie in ihrer Abizeitung geäußert hatten.
Schließlich erklärte Anselm Räde den Forderungen von Bernhard Bueb nach Authorität, Verzicht und Unterordnung eine Absage. In diesen Zielen stecken für ihn Hierarchie und unbedingter Gehorsam, Prinzipien, die er nicht will. Er fordert Anerkennung der fachlichen und persönlichen Authorität des Lehrers und die Achtung seiner nicht immer leichten Aufgabe. Anerkennung der Regeln aber keine Unterordnung. So sollten sie auch in Zukunft ihren Hochschullehrern begegnen.
Er wünschte ihnen Anerkennung und viele Glücksmomente auf ihrem weiteren Lebensweg.
Mit „Dancing in the dark“ von Bruce Springsteen unterhielt nun die Abiband.
Oberstudienrat Jakob Mayer bat nun Schüler zu sich, die er besonders ehren wollte. Sie erhielten Buchgeschenke.
Lisa Cziczek und Tobias Wapler hatten sehr erfolgreich einen Schulsanitätsdienst eingerichtet.
Für die gelungene Abiturzeitung zeichnete Jakob Mayer Lisa Frick, Lisa Jung und Christoph Zitzelsberger aus
Laura Kahr und Natalie Berndl hatten die Abiturfeier vorbereitet.
Den Abiturball hatten Veronika Straubinger und Veronika Eichhorn organisiert.
Die Schülersprecher Alexander Braun und Lena Josel überreichte Oberstudiendirektor Anselm Räde ein Dankeschön. Weiters Georg Schimpfhauser für seinen Einsatz im Prämienschülerprogramm.
Tobias Wapler hatte die Theatergruppe technisch unterstützt.
Tobias Gafus und Kathrin Bauer waren sehr erfolgreich in der Redaktion von Deutschlands bester Schülerzeitung aktiv. Sie würdigte Betreuungslehrer Christian Böhm und Anselm Räde freute sich, dass die Zeitschrift Innfloh die Schule in der ganzen Bundesrepublik bekannt gemacht hat.
Den Pierre-de-Cubertin-Preis des BLSV überreichte Anselm Räde Leopold Angerer, der als Volleyballer die Schule sehr erfolgreich vertreten hat.
Zahlreiche Fachpreise gingen nun an die Abiturienten mit den besten Noten in den Fächern Latein, Biologie, Chemie und Physik.
Nun die 15 besten mit einem Notendurchschnitt von unter 1,5 auch sie erhielten Buchpreise: Sebastian Doriat
Nadine Tschurtschentaler,
Matthäus Boblawski,
Florian Straßer,
Kathrin Bauer,
Katharina Reuthinger,
Fabian Gerndt,
Bianca Neumann,
Lena Josel,
Christoph Miethaner,
Lisa Auer,
Dominik Hirler,
Anna Wapler,
und die beiden 1,0-Abiturienten, die den Rupertitaler erhielten
Magdalena Dorn und
Tobias Gafus. Er hat inzwischen auch die Begabtenprüfung erfolgreich abgelegt.
Nach einem gemeinsamen Foto erhielten alle ihre Abiturzeugnisse.
Die Abiturfeier endete mit dem Auftritt der Abiband die sinnvoll spielte „Don’t look back“ von Oasis.
Wir gratulieren allen Abiturienten und wünschen auf ihrem weiteren Weg viele Erfolg und Gottes Segen.
96 Der erste "Ball der Wirtschaft" von Mittelstandsunion und Wirtschaftsjunioren 11:00 19 13.05.11
Es ist nicht eben Ballsaison - und auch das Wetter lud nicht gerade dazu ein, sich im Saal beim Tanzen zu vergnügen. Das hielt aber über 280 Besucher des ersten Balls der Wirtschaft nicht davon ab, der Einladung von Mittelstandsunion und Wirtschaftsjunioren zu folgen und ins Waldkraiburger Haus der Kultur zu kommen.
Die Gäste wurden schon vor dem Haus, das ihnen einem Roten Teppich ausgerollt hatte, von einer Fotographin empfangen. Jedes eintreffende Paar wurde portraitiert.
Mittelstandsunionsvorsitzender Peter Rieder und Wirtschaftsjuniorenchef Sascha Schnürer freuten sich, neben vielen ihrer Mitgleider auch Vertreter aus Behörden, Banken und Politik begrüßen zu dürfen. Allen voran Landrat Georg Huber, stellvertretende Landrätin Eva Köhr, Bürgermeister Siegfried Klika und Kreistagsfraktionsvorsitzenden Anton Sterr. Alex Will hielt in dieser Runde die Fahnen der SPD hoch.
Einen Ball der Wirtschaft zu orgnaisieren hätte ihnen beiden schon lange vorgeschwebt meinten Peter Rieder und Sascha Schnürer, die gemeinsam durch den Abend führten. Nun haben sie sich zusammengerauft und angepackt.
Am diesem Abend sollte es aber nicht nur ums Geschäft gehen sondern ums Gesellschaftliche!
Schirmherrn Staatsminister Dr. Marcel Huber musste sich entschuldigen lassen, Ministerpräsident Horst Seehofer hatte ihn nach Norddeutschland entsandt um dort die bayerischen Farben zu vertreten. Dafür hatten die Gäste natürlich Verständnis. Um so mehr, als er zusammen mit seiner Absage seine Vorfreude auf den zweiten Ball der Wirtschaft im kommenden Jahr mitgeteilt hatte.
Peter Rieders und Sascha Schnürers Dank galt den zahlreichen Sponsoren und besonders aber dem Organisationsteam: Ilse Preisinger-Sontag, Manuela Keller, Susi König, Markus Hajek und Stefan Mooshuber.
Die Wacker Big Band lud die beiden Vorstände auf die Tanzfläche um den Ballabend stilgerecht mit einem Walzer zu eröffnen.
Sie blieben da nicht lang allein.
Die Bigband forderte die Tänzer mit einem breiten Repertoire.
Und weil eine Bigband wohl nicht jeden Geschmack traf, hatten die Organisatoren auch noch die Wacker-Tanz-Band eingeladen, die mit Musik von Suzie Quattro bis Tina Turner noch lange nicht am Ende war.
Im Wechsel der beiden Bands vergnügten sich die Gäste auf der großen Tanzfläche.
Als die Bigband einen Charleston brachte - - da kniff so mancher Tänzer. Andere zeigten, was sie draufhaben.
Später steiß Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer dazu und die Tanzband entführte in die 60er Jahre.
Es sollte ein gesellschaftlicher Abend sein. So unterbrachen die Veranstalter das Tanzvergnügen nur ein einzeiges Mal. Da allerdings aus einem besonderen Anlass:
Sascha Schnürer und Peter Rieder erklärten, was einen richtigen Unternehmer ausmacht: Die Übernahme von Verantwortung für Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden.
Unternehmer nach ihrem Verständnis sind Leute, die die Interessen aller beachten. Keine Zocker und Wucherer. Solche gibt es viele, auch wenn sie kaum in Beachtung in der Öffentlichkeit finden. Um nun besonderen Unternehmern öffentlich „Danke“ zu sagen, die täglich dafür sorgen, dass den Bürgern alle Bedürfnisse und Wünsche erfüllt werden - und zwar zu vernünftigen Kondiditonen - haben die beiden Verbände einen Preis geschaffen, der Nachhaltigkeit, Menschlichkeit aber auch wirtschaftliche Stärke auszeichnen soll. Die Jury definiert diese drei Kriterien so:
„Nachhaltigkeit“ steht hier für Dauerhaftigkeit – also ein Unternehmen, das langfristig am Markt bestehen – und sogar für nachfolgende Generationen Existenzgrundlage sein kann.
„Menschlichkeit“ soll würdigen, dass der Erfolg mit Rücksicht auf alle Beschäftigten erzielt wird, egal ob Hilfskraft oder Führungskraft.
„Wirtschaftlichkeit“ soll das Wachstumspotential berücksichtigen, das die Basis jedes Unternehmerischen Handelns ist.
Die Laudatio auf den ersten Preisträger, den die Jury vorher bestimmt hatte, hielt Landrat Georg Huber.
Der geehrte entspricht den Kriterien der Jury voll und ganz. Hatte er doch schon Mitte der 50er Jahre unternehmerischen Weitblick bewiesen, als er auf der grünen Wiese eine neue Niederlassung errichtete. Damals ohne Unterstützung durch die Gemeinde und ohne Zufahrtsstraße hat der Unternehmer das neue Werk praktisch aus dem Boden gestampft. Die Bürger der Region freuten sich auf die neuen Ausbildungs- und Arbeitsplätze - die Gemeinde auf die Steuern des Betriebs.
Noch heute verdienen viele Landkreisbürger ihren Lebensunterhalt in diesem Betrieb.
Trotz allerlei Trends blieb der Unternehmer seinem ursprünglichen Produkt treu und optimierte es fortwährend. Heute gilt er europaweit als Spezialist für sein Produkt.
Er pflegt den partnerschaftlichen Umgang mit Lieferanten und Kunden und genießt so die Freundschaft so manches seiner Kunden.
Der Ausgezeichnete erkannte früh den hohen Wert seiner Mitarbeiter, die er fortwährend aus- und weiterbildete – auch in Kooperation mit Hochschulen. Darüber hinaus pflegte er schon immer den persönlichen Kontakt mit seinen Mitarbeitern. Es wurde zwar ordentlich Leistung gefordert aber es wurde auch ordentlich bezahlt und bei Überstunden gabs nicht nur Überstundzulage sondern auch noch reichlich Brotzeit dazu! Noch heute gratuliert er Mitarbeitern persönlich zum Geburtstag und hat ein offenes Ohr für die Anliegen seiner Leute, die jederzeit zu ihm kommen können.
Teil dieses Erfolgs ist die Ehefrau des Unternehmers, die noch heute den aktuellen Geschäftsführern zur Seite steht.
Bei alledem war er auch Familienvater und Ehemann, niemals Lebemann oder gar Playboy.
Trotz allem Erfolg hat er nie aufgehört seinen Betrieb weiter zu entwickeln und bekleidete nebenher zahlreiche Ehrenämter. (O-Ton)

Langanhaltender Beifall begleitete die Gratulation von Landrat Georg Huber.
Franz Obermeier war sichtlich gerührt und freute sich sehr über die Auszeichnung. Er dankte den Verbandsvorsitzenden und der Jury für ihre Wahl – besonders herzlich dem Laudator Schorsch Huber – seinem Nachbarn.
Sein Dank galt auch seiner Frau und seiner Familie für ihr Unterstützung. Besonders dankte er seinen Mitarbeitern für ihre Jahrzehntelange gute Zusammenarbeit, ihren Lieferanten und Kunden.
Er fasste die Grundlage des Erfolges seines Unternehmens kurz zusammen: (O-Ton)
Er dankte nochmals und wünschte den Gästen weiter einen schönen Abend.
Der gehörte dann wieder den Tänzern und der Wacker Big-Band, die den ersten Ball der Wirtschaft im Landkreis bis spät in die Nacht in vollen Zügen genossen.

97 Festakt 10 Jahre Verkehrsgemeinschaft Mühldorf VLMü mit Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil 11:00
Lange mussten die Teilnehmer an der Feierstunde auf Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil warten, der wohl von den Verkehrsbehinderungen durch die Autobahnbaustelle bei Ampfing überrascht worden war.
Als er im großen Sitzungssaal des Landratsamtes Platz nahm, eröffnete die Bigband des Gymnasiums Gars und stimmte auf das Thema ein: „Route sixtysix“

Maximilian Jobst – Geschäftsführer der Regionalbus Ostbayern GmbH und Sprecher der Verkehrsgemeinschaft Mühldorf dankte Klaus Bliemhuber vom Landratsamt für die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit in den vergangenen 10 Jahren. Das war ihm so wichtig, dass er erst dann die vielen Bürgermeister, Schulleiter, Behördenvertreter und Kreisräte aus der ganzen Region willkommen hieß, ebenso wie die Geschäftsführer der Unternehmen, die sich zur Verkehrsgemeinschaft zusammengeschlossen hatten. Sogar Vertreter der Hersteller der Busse waren gekommen um das Jubiläum mit Werbegeschenken zu unterstützen.
Maximilian Jobst blickte zurück auf die Geschichte der VLMü. Schon im Januar 1995 gab es erste Gespräche. Damals beabsichtigte man, die Landkreise Mühldorf und Altötting zu einem großen Verkehrsraum zusammenzufassen.
Einige Jahre und viele Gespräche später kam man aber zu dem Schluss, den Verkehr doch landkreisbezogen zu belassen.
Am 9. März 2000 fand im Nebenraum des Lodronhauses in Mühldorf die Gründungsversammlung statt. Noch an diesem Termin war ein einstündiges Gespräch dreier Teilnehmer in einem Nebenzimmer nötig um die letzten Details abzuklären. Erst dann konnte das Abkommen unterzeichnet werden. Die langwierige und sorgfältige Vorbereitung hat bewirkt, dass sich die damals beschlossenen Grundsätze bewährt haben und noch heute unverändert gelten.
Seither betreiben die 8 Partnerunternehmen 25 öffentliche Buslinien in denen ein einheitlicher Tarif angewandt wird. Auf diesen 25 Linien legen die Busse jährlich 1,35 Millionen Kilometer zurück und erwirtschaften einen Nettoumsatz von 4,7 Millionen Euro.
Die Unternehmen sind stets bestrebt, die Sicherheit in ihren Bussen zu verbessern. So gibt es seit Mai 2010 Schulungen mit dem Ziel, Gefahrensituationen erst gar nicht entstehen zu lassen.
Wenn der demographische Wandel in aller Munde ist - stellte Maximilian Jobst fest - spürten die Partnerunternehmen das noch nicht. Die Schülerzahlen sind bisher stabil geblieben. Im letzten Schuljahr war sogar eine Steigerung um 18 Schüler zu verzeichnen. Die Zukunft sieht aber nicht so rosig aus.
Leider belasten die ständig steigenden Kosten die Unternehmen sehr. Zudem wurde seit 2004 die Förderung des öffentlichen Personen-Nahverkehrs ständig reduziert. Manche Unternehmen sind bereits dem enormen Kostendruck und der Kürzung der Förderung erlegen.
Besonders mit Blick auf einen ökologisch orientierten öffentlichen Personennahverkehr muss die Politik wieder den passenden Rahmen schaffen. Das würde auch den erklärten Absichten des Freistaates entsprechen. Wie es weitergehen sollte, das erhoffte sich Maximilian Jobst von Staatsminister Martin Zeil.
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Die Bigband des Gymnasiums Gars unterstrich den feierlichen Rahmen des Festakts.
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Staatsminister Martin Zeil fühlte sich wohl am Tisch und blieb auch für seine Ansprache dort. Er gratulierte zunächst zum Jubiläum und dankte allen, die bei der Gestaltung mitwirkten.
Klar – der Rückgang der Schülerzahlen führt zu einem Rückgang der Fahrgastzahlen. Wenn gleichzeitig den Bedürfnissen der alternden Bevölkerung Rechnung getragen werden muss, steht der öffentliche Personennahverkehr vor hohen Herausforderungen.
Die erfolgreiche Arbeit der Verkehrsgemeinschaft verdient deshalb seine ausdrückliche Anerkennung und seinen Dank.
Auf dem Weg zu einem ausgeglichenen Haushalt war in der Vergangenheit leider auch der Bussektor von Kürzungen betroffen. Nun konnte aber die Busförderung wieder eingeführt werden, ein wichtiger Fortschritt auf dem Weg zur flächendeckenden Versorgung des ländlichen Raums. 400.000 Euro sind seither an Unternehmen im Landkreis Mühldorf geflossen. Der Stillstand der Vergangenheit ist damit überwunden.
Hier kommt eine weitere Herausforderung hinzu: Einerseits ist der Kraftstoffpreis enorm gestiegen und andererseits wurden die Ausgleichszahlungen reduziert. Ab 1. Januar 2013 soll eine Neuregelung geschaffen werden. Zunächst wird es eine Übergangsregelung rückwirkend ab 1. Januar geben. Damit bekennt sich der Landtag zum ländlichen Raum.
Allen Verantwortlichen dankte Staatsminister Martin Zeil für ihren Einsatz zur Erhaltung der Lebensqualität im ländlichen Raum.
Im weiteren ging er auf die Problematik des Ausbaus der Bahnstrecke ein und forderte erneut den schnellen Ausbau dieses Flaschenhalses. Er sagte zu, täglich beim Bund auf der Matte zu stehen um die nötigen Mittel zu bekommen.
Wenn Henry Ford gemeint hatte, das Geheimnis des Erfolges wäre es den Standpunkt des anderen zu verstehen, dann stellte er fest, der Landkreis Mühldorf hätte verstanden. Und dazu gratulierte er herzlich und hoffte, dies entwickeln zu können um auch künftig einen flächendeckenden ÖPNV anbieten zu können.
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Band des Gymnasiums Waldkraiburg sorgte für Auflockerung.
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Auch Landrat Georg Huber gratulierte den Verkehrsbetrieben, die nun seit 10 Jahren dieses komplexe Arbeitsfeld betreuen. Im Landkreis Mühldorf kann man zu Recht sagen, die Geschichte der Verkehrsgemeinschaft ist eine „Erfolgsgeschichte der Mobilität“. Er zeigte sich stolz darüber, dass es noch immer möglich ist, den ÖPNV weiterzuführen und auch, dass er anderen Landkreisen als Vorbild dient.
Der Landkreis beschäftigt sich auch weiterhin mit dem ÖPNV, in dem er die einzige Möglichkeit sieht, das Leben im ländlichen Raum zu erhalten und auch Senioren das Leben auf den Dörfern zu ermöglichen. Nur mit dem ÖPNV können Schüler zu hause wohnen bleiben und auch Jugendliche Ausbildungsplätze im ganzen Landkreis annehmen. Nur mit dem Ausbau des ÖPNV hat das Wohnen im ländlichen Raum überhaupt noch eine Chance. Deshalb wird der Landkreis alles tun, um hier weiter auszubauen.
Mit der Genehmigung des gemeinsamen Tarifes der Verkehrsgemeinschaft durch die Regierung von Oberbayern fiel am 1. Januar 2001 der Startschuß für die Verkehrsgemeinschaft Mühldorf. Seit damals hat das Wort "Waben“ eine weitere Bedeutung. Der Wabenplan ist seither die Grundlage für die Tarifgestaltung.
Ein einfacher transparenter und bequemer Personennahverkehr war das Ziel des Zusammenschlusses. Man ist diesem Ziel sehr nahe gekommen und verbessert es trotzdem ständig. Dafür dankte Landrat Georg Huber den beteiligten Firmen sehr. Er gratulierte zum 10-jährigen Jubiläum und dankte auch für die gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Mühldorf. Gemeinsam erreichen sie die Bedürfnisse der Bürger jetzt und auch in Zukunft.
Infrastruktur und Verkehr werden in unserem Raum besonders aufmerksam verfolgt. Nur wenn die infrastrukturellen Voraussetzungen stimmen, kann die gesamte Region vorwärts kommen. Die komfortabelsten Busse bringen keinen Fortschritt, wenn Straßen und Schienen nicht ausgebaut werden. Dabei müssen sowohl die Zunahme des Verkehrs als auch die Verknappung der Treibstoffe wie auch das sinkende Einkommen der Familien berücksichtigt werden.
So müssen Schulbusse zu allgemein nutzbaren öffentlichen Verkehrsmitteln umgewandelt werden. Dazu müssen alle beteiligten Institutionen von Kindergärten bis Gymnasien zusammenarbeiten. Die Erreichbarkeit der Zielorte muss verbessert werden, ob dies nun Schulen, Einkaufszentren, Gewerbegebiete oder Medizinzentren sind.
Der ÖPNV kann die Herausforderungen des demographischen Wandels meistern. Alle Verantwortlichen in Städten und Gemeinden müssen immer noch besser zusammenarbeiten um die Attraktivität im ländlichen Raum zu erhöhen und so das Wohnen in den Gemeinden attraktiv zu erhalten.
Derzeit nutzen nur gut 6% der Landkreisbürger den öffentlichen Personennahverkehr. 30% würden ihn aber nutzen, wenn sie altersbedingt nicht mehr selbst mobil sein könnten. Diese Zahlen zeigen den Bedarf für einen flexiblen ÖPNV und motiviert ihn ständig, Verbesserungen zu bewirken.
Dank der guten Zusammenarbeit ist dies auf gutem Weg. Landrat Georg Huber bat die beteiligten Verkehrsbetriebe, hier auch weiter aktiv mitzumachen.
Abschließend zeigte sich der Landrat stolz auf die musikalischen Einlagen der Schüler und dankte Schülern und Lehrkräften für ihr Mitwirken.
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Stefan Vorderobermeier freute sich über die von Staatsminister Martin Zeil angekündigten Verbesserungen und auch die Absichten der Verbesserung der Fahrwege, wie sie Landrat Huber gefordert hatte. Er würde sich wünschen, dass die Verkehrunternehmen bei der Planung der Verkehrswege besser eingebunden werden.
Er dankte den vielen Helfern am Landratsamt mit einem Strauß Blumen für die gute Zusammenarbeit in all den Jahren.
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Bragada schloss die Jubiläumsfeier lautstark ab!

98 Grundsteinlegung zum größten Hochbauprojekt der Stadt Altötting - zum Kultur- und Kongreß-Forum 10:50
Mitten in Altötting – hinter dem Gasthaus Scharnagl - gleich neben der Schule der „Englischen Fräulein“, vor dem „Panorama“ liegt die Baustelle, auf deren Kellerdecke die Stadt zur Grundsteinlegung lud.
Neben Nachbarn und Vertretern der ausführenden Firmen waren die Mitglieder des Stadtrates und die Bürgermeister gekommen. Auch Altbürgermeister Richard Antwerpen war da. Die hohe Politik repräsentierten Regierungspräsident Christoph Hillenbrand, MdL Ingrid Heckner, MdB Stephan Mayer und Staatsminister Dr. Marcel Huber. Landrat Erwin Schneider war genauso da wie Neuöttings Bürgermeister Peter Haugeneder und Diözesanbischof Wilhelm Schraml und weitere Vertreter der Kirche.
Wie sich das in Bayern gehört, wenn ein Mitglied der Staatsregierung ankommt, begrüßte die Blaskapelle Staatsminister Dr. Marcel Huber mit dem Bayerischen Defiliermarsch.
Die Chöre der Altöttinger Mädchenkantorei und die Altöttinger Kapell-Singknaben eröffneten die Feierstunde.
Bürgermeister Herbert Hofauer freute sich über den zahlreichen Besuch an diesem denkwürdigen Tag, an dem der Grundstein für das größte Hochbauprojekt gelegt würde, das Altötting jemals realisiert hat. Er freute sich auch über die Teilnahme von Bischof Schraml und seine Segnung des Grundsteins.
Bei Dr. Marcel Huber und den weiteren Mitarbeitern der Bayerischen Staatsregierung bedankte er sich für die Unterstützung, ohne die es nie zum Bau dieses Projekts gekommen wäre.
Auch den Mitgliedern der VR – meine Raiffeisenbank dankte er für ihre großzügige finanzielle Unterstützung.
Mit dieser Grundsteinlegung will die Stadt dieses Jahrhundertbauwerk unter den besonderen Schutz Gottes und der Gnadenmutter stellen, stellte Bürgermeister Herbert Hofauer fest. Als gute Bauherren haben sie - ganz im biblischen Sinn - dafür gesorgt, dass das Bauwerk auf festem Grund und nicht auf Sand gebaut wird.
Die Stadt ist zuversichtlich, dass dieses Haus der Stadt neue Impulse geben kann. Herbert Hofauer dankte allen Zuschußgebern, zu denen neben dem Freistaat und der VR – meine Raiffeisenbank auch die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland und ein weiterer Großspender gehören, der nicht genannt werden will. Er dankte besonders den Mitgliedern der Bayerischen Staatsregierung in den letzten beiden Legislaturperioden und Regierungspräsident Hillenbrand sowie allen deren Mitarbeitern.
Besonders dankte er den Mitgliedern des Stadtrates und da ihren Fraktionssprechern für ihre herausragende Arbeit während der langen Vorbereitungszeit. Er hoffte, dieser Tag möge ein Tag der Freude sein auf dem Weg zum Kultur- und Kongreßforum in Altötting - im Herzen Bayerns.
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Staatskanzleichef Staatsminister Dr. Marcel Huber stellte fest: Ich bin froh darüber, ganz in der Nähe Altöttings geboren zu sein. Er zitierte damit aber eine Aussage von Kurienkardinal Josef Ratzinger kurz vor seiner Wahl zum Papst. Es ist tatsächlich ein Glück, in der Nähe Altöttings wohnen zu dürfen, umso mehr, als Altötting nun eine neue Attraktion bekommt.
Wenn in Zeiten, in denen immer weniger Menschen glauben immer noch eine Million nach Altötting pilgern, und Altötting auf der ganzen Welt bekannt ist, wie man immer wieder erleben kann, dann paßt es gut, dass hier ein neues Glanzlicht für die ganze Region entsteht – eine Begegnungsstätte, wie es weit und breit keine gibt.
Dieses Kultur- und Kongreß-Forum ist ein Beispiel für gelebte Demokratie. So wurde der Name in einem Bürgerwettbewerb gefunden. Die große Zahl Gäste zeigt auch, hier halten alle zusammen. Und das alles macht eben Bayern aus!
Es steht außer Frage, dass ein Wallfahrtsort so ein Zentrum braucht. Vielleicht wird ja auch aus Altötting noch ein Kongreßstandort?
Dies zu fördern, hat der Freistaat hier Mittel aus verschiedenen Programmen zur Verfügung gestellt. Auch deshalb, weil die Staatsregierung immer bestrebt ist, die Attraktivität des ländlichen Raum zu steigern. Übrigens in allen Regionen Bayerns.
Schließlich dankte er allen, die mitgewirkt hatten, dieses Projekt auf den Weg zu bringen. Er wünschte - auch im Namen von Ministerpräsident Horst Seehofer - viel Glück, einen raschen Bau und Gottes Segen.
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Landtagsabgeordnete Ingrid Heckner erinnerte sich an den Spatenstich vor einem halben Jahr, der das vorläufige Ende einer sehr langen Vorbereitungsphase war. Dem vorausgegangen war eine außergewöhnlich umfangreiche und hervorragende Teamarbeit. Die Grundsteinlegung ist nun eine kurze Rast auf dem Weg zum fertigen Projekt. Es liegt aber noch viel Arbeit vor ihnen. Jetzt müssen die Bürger davon überzeugt werden, dass es sich hier um ein Zukunftsprojekt für den ganzen Landkreis handelt. Mit dem Bau dieses Forums verbunden ist eine große Aufwertung der Stadt, des Landkreises und der ganzen Region. Und – wer weiß – vielleicht sind ja dann die Kongreßteilnehmer von heute die Touristen von morgen. Sie war sicher, der Erfolg des Projekts wird die Entscheidungen aller Gremien als richtig erweisen. Sie wünschte eine unfallfreie Bauausführung und Gottes Segen.
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Landrat Erwin Schneider kündigte an, eine Landkreisuhr in die Grundsteindose einlegen zu wollen – allerdings ohne Batterie! Er stellte fest, dass der Landkreis dieses Projekt deshalb so unterstützt, weil es ein gewisser Gegenentwurf ist für andere ähnliche Projekte. Er kennt kein Projekt, das ähnlich prominent platziert wäre wie dieses Forum hier – mitten in der Stadt. Er wünschte der Stadt, dass sie dieses Zentrum zum Vorteil nutzen kann.
Außerdem unterstützt er das Projekt, weil es eine mutige Entscheidung ist und solche der Unterstützung wert sind. Er wünscht guten Baufortschritt und sicherte seine Unterstützung aber auch die Nutzung durch den Landkreis zu.
Die Uhr hatte er auf 12 Uhr gestellt, den Moment, wenn sie in die Dose eingelegt wird. Auch er wünschte der Stadt gutes Gelingen und viel Erfolg.
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VR-meine-Raiffeisenbahn-Vorstandssprecher Altmüller freute sich, hier in der Heimat mithelfen zu dürfen, so ein Projekt realisieren zu können. In die Dose wollte die Bank ein Gramm Gold einlegen. Mehr wäre Verschwendung von Resourcen gewesen....
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MdB Stephan Mayer war sicher, das Kultur und Kongreß-Forum wird die gesamte südostbayerische Region bereichern. Er trat Kritik an diesem Projekt entgegen, in dem er feststellte, Altötting ist nicht nur Wallfahrtsstadt sondern das geistliche Zentrum Bayerns. Er freute sich, dass dieses Zentrum nun hier entstehen kann. Es ist der richtige Schritt in eine erfolgreiche Zukunft. Die hier eingesetzten Gelder aus dem Städtebauförderungsprogramm ziehen erhebliche weitere Investitionen nach sich, sind also sehr sinnvoll investiert. Er gratulierte Stadt und Stadtrat zu dieser Entscheidung und wünschte gutes Gelingen.
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Nun verlas Bürgermeister Herbert Hofauer die Urkunde, die so aussieht.
Dr. Marcel Huber, Bischof Wilhelm Schraml und Bürgermeister Herbert Hofauer unterzeichneten die Urkunde, die Bürgermeister Hofauer dann in die vorbereitete Kupferkartusche einlegte.
Der Reihe nach legten dann Architekt Nagler Bauunterlagen ein, Fraktionssprecher Müller den BaubeSchluss des Stadtrates, Konrad Heuwieser ein Foto des Stadtrates, Hubert Rottmaier eine Ausgabe des Stadtblattes, weiters folgten die aktuelle Tageszeitung und das Wochenblatt, Staatsminister Dr. Marcel Huber gab eine Münze, Bischof Schraml eine Münze mit dem Portrait des Papstes, Regierungspräsident Hillenbrand eine Mikrokopie des Förderbescheides, Ingrid Heckner eine Münze der CSU Landtagsfraktion, Landrat Erwin Schneider die besagte Uhr, Bankchef Altmüller das eine Gramm Gold, MdB Stephan Mayer eine Altöttinger Papstmedaille, weiter folgten die gültigen Euromünzen und ein USB-Stick mit den Bauunterlagen.
Bürgermeister Herbert Hofauer schloss die Kartusche, die zunächst vernietet und später zugelötet wurde.
Gemeinsam versenkten Herbert Hofauer, Dr. Marcel Huber, Bischof Schraml und Bankchef Altmüller die Kartusche im vorbereiteten Mauervorsprung.
Nun legten sie gemeinsam die Steinplatte auf, die später den Fußboden bilden wird.
Einem Brauch folgend klopften alle Teilnehmer dreimal auf die Platte – vorsichtig, damit sie nicht bricht.
Die besonderen Hämmer erhielten die Teilnehmer als Souvenier.
Schließlich bat Bischof Schraml um Gottes Segen für dieses Haus und die Menschen, die es bauen und später hier arbeiten oder sich versammlen.
Das Kultur und Kongreß-Forum soll im Herbst 2012 eingeweiht werden.
99 Botschafterempfang: Der Fachkräftemangel ist Realität 9:20
Landrat Georg Huber begrüßte die Gäste mit dem neuen Video des Landkreises und stellte dann fest, dass das Botschaftertreffen in erster Linie dem Gedankenaustausch dient und auch der Pflege des gegenseitigen Verständnisses von Politik und Wirtschaft. So weit wie möglich soll die Zusammenarbeit gefördert werden, was dazu führen soll, dass Probleme erst gar nicht aufkommen. Das Wirtschaftsklima im Landkreis soll so gut sein, dass die Inhaber und Geschäftsführer der Firmen bei ihren Geschäftspartnern überall in Deutschland und Europa nur von ihrem Heimatlandkreis schwärmen!
Im gegenseitigen Einvernehmen sollen zudem Strukturen geschaffen werden, die einfache Entscheidungen möglich machen und damit sowohl der Verwaltung als auch der Wirtschaft helfen zu sparen.
In einem ersten Vortrag berichtete Dr. Robert Obermeier, stellvertretender Leiter der Abteilung „Volkswirtschaft, Industrie, Handel und Dienstleistung“ der IHK für München und Oberbayern zunächst davon, dass das Konjunkturklima derzeit so gut ist, wie seit den 80er Jahren nicht mehr. Dies ergab die Auswertung einer aktuellen Umfrage die bereits alle aktuellen politischen Entwicklungen beinhaltet. Auch die aktuellen Arbeitslosenzahlen spiegeln das gute Konjunkturklima wider.
Drei Dinge wollte er dann berichten: Die IHK ist bestrebt, in die Regionen zu gehen und nicht nur am Standort München für die Mitglieder da zu sein. Er stellte Thomas Stadler vor, der seit kurzem die Geschäftsstelle in Mühldorf leitet. Ihm zur Seite gestellt werden in den kommenden Jahren bis zu 9 weitere Mitarbeiter. Der gebürtige Mettenheimer stellte sich vor und warb um vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Teil der Serviceoffensive der IHK war die Senkung der Mitgliedsbeiträge. Viele Unternehmen zahlen jetzt gar keine Beiträge mehr.
In den kommenden Jahren wird das Thema Fachkräftemangel sehr im Mittelpunkt stehen. Schon jetzt haben 91% der bayerischen Betriebe ein massives Fachkräfteproblem, oder stehen kurz davor. Die IHK hat zu diesem Thema ein Handlungskonzept für Wirtschaft und Politik erarbeitet.
Mit einem Fachkräftemonitor Bayern, einem Instrument einer Institution mit Professor Rürup an der Spitze - kann man seit Kurzem im Internet nachschauen, wie groß dieses Problem tatsächlich ist. Auch wenn dort für die fernere Zukunft ziemliche Unschärfe abgebildet ist, kann man für die nahe Zukunft genau sagen, wieviele Fachkräfte fehlen werden. 2014 werden in Bayern 420.000 Fachkräfte fehlen. 2022 werden 620.000 Fachkräfte fehlen. Diese Zahlen resultieren aus der Zahl der Kinder, die zur Zeit in der schulischen Ausbildung sind und die in den genannten Jahren den Nachwuchs in den verschiedenen Berufszweigen bilden werden.
Für die Region Südost-Oberbayern sehen die Zahlen so aus: 2014 werden 24.000 und 2022 35.000 Fachkräfte fehlen. Am meisten werden Akademiker fehlen, davon 1000 Ingenieure, hauptsächlich Kräfte mit hoher Qualifikation.
Die IHK wird zu diesem Thema Bildungsberater einsetzen, die vor Ort helfen sollen, die Fachkräfteproblematik zu überwinden.
Auch Hartmut Drexel – stellvertretender Geschäftsbereichsleiter der Handwerkskammer stellte das Thema Fachkräftemangel in den Mittelpunkt seines Referats. Er meinte, man sollte den aufkommenden Fachkräftemangel nicht nur als Problem sehen sondern auch als Chance.
Der Landkreis Mühldorf ist ein typischer Handwerkerlandkreis. Das hatte auch schon der Film des Landkreises gezeigt. 2.100 Betriebe im Landkreis beschäftigen über 8.000 Beschäftigte – 19% aller Arbeitnehmer im Landkreis. Die Handwerksbetriebe erzielten 2010 einen Umsatz von 933 Millionen Euro. Das Handwerk läuft also sehr gut.
Hartmut Drexel betonte, dass das Handwerk im Landkreis jährlich fast 1000 Lehrlinge ausbildet - fast 40% aller Lehrlinge im Landkreis. Das Handwerk bietet allen eine Chance, auch denen, die sonst Probleme haben. Das Handwerk ist ein wichtiger Teil der Volkswirtschaft.
Das Handwerk ist bundesweit der „Ausbilder der Nation“.
Wenn die IHK von guten Geschäftszahlen berichtete, kann er das auch: Das Handwerk erzielte 2010 ein Umsatzplus von 10%, was enorm viel ist, weil die Schwankungen im Handwerk nie groß sind.
Allerdings würden über 80% der Handwerksbetriebe in Oberbayern gern Fachleute einstellen. Eine Umfrage erbrachte alarmierende Zahlen: 23% aller Betriebe in Oberbayern können zur Zeit ihren Fachkräftebedarf nicht decken. 37% kommen zurecht, würden aber gern einstellen. Nur 40% sind mit der aktuellen Situation zufrieden.
Oberbayernweit fehlen schon jetzt 12.400 Fachkräfte. Fast 5% der Arbeitsplätze können schon jetzt nicht mehr besetzt werden. Schon jetzt kostet das das Handwerk 1,1 Milliarden Euro Umsatz.
Wenn nun Fachkräfte nachwachsen entsteht sofort ein Wettbewerb um die besten Köpfe.
Was kann man also tun? Man könnte also Fachkräfte länger im Betrieb halten. Man könnte auch verstärkt versuchen, Frauen in die Betriebe zu bringen oder auf Menschen mit Migrationshintergrund zurückgreifen. Nur 7% versuchen Fachkräfte im Ausland anzuwerben. 39% haben keine Vorstellung, was sie tun könnten.
Die Öffnung des Arbeitsmarktes am 1. Mai ist jedenfalls keine Lösung. Bisher ist der befürchtete Run aus den neuen Ländern im Osten nicht zu beobachten.
Mit der Verlängerung der Wochenarbeitszeit um nur eine Stunde könnte man in Deutschland rechnerisch 180.000 Arbeitskräfte ersetzen. Ob das aber geht?
Die Handwerkskammer unterhält hier in Mühldorf das Bildungszentrum und bildet jedes Jahr 1000 Arbeitnehmer zu Fachkräften aus. Weitere Zentren sind in Altötting und in Traunstein.
Darüber hinaus beraten sie die Betriebe in allen Fragen und helfen so ihre Basis zu sichern.
Hartmut Drexel wies auf die vielen türkischstämmigen Migranten hin, die das Handwerk noch nicht entdeckt haben. Auch die Handwerkskammer wird sich dem Thema Demographie widmen.
Eine Imagekampagne unter dem Slogan „Das Handwerk, die Wirtschaftsmacht von nebenan“ soll das Image des Handwerks aufbessern. Handwerk ist heute schon lange nicht mehr das, was die meisten Menschen landläufig darunter verstehen. Die Handwerkskammer wird auch weiter am Ball bleiben und helfen, die Probleme in der Region zu lösen.
Im dritten Vortrag stellte Timm Jericke, der Qualitätsverantwortliche der TRW Airbagsystems GmbH in Aschau Hintergründe und Konzepte ihrer globalen Qualitätsoffensive vor, die ihnen in den zurückliegenden Jahren zahlreiche Preise eingebracht haben, bis hin zum European Certificate of Business-Excellence.
Nur wenn man die Verflechtungen zwischen Kundenanforderungen, Mitarbeitern, Lieferanten und Firmenphilosophie beachtet, wird man positive Ergebnisse erzielen und damit Kundenzufriedenheit erreichen.
Das zu erreichen, müssen viele Faktoren zusammenspielen. Bei TRW hat man diese Herausforderung angenommen und generalstabsmäßig angepackt. Das Ergebnis sind zahlreiche Auszeichnungen bis hin zur Europäischen 5-Sterne-Anerkennung für Business Excellence.
Landrat Georg Huber dankte für die Darstellung der Leistungen, die hier im Landkreis erbracht werden. Er möchte den Unternehmen im Landkreis auch zukünftig die Möglichkeit geben darzustellen, dass ihr größtes Kapital ihre Mitarbeiter sind. Besonders jetzt, da es immer weniger junge Menschen gibt. Er befürchtete, dass der Mangel an Arbeitskräften dazu führen wird, dass einfache Arbeiten nach außen verlagert werden, dann die Führungskräfte folgen und so auch die Arbeitsplätze für qualifizierte Mitarbeiter weniger werden.
Aus vielen Gesprächen mit Unternehmen im Landkreis resultiert sein Bestreben, die Zusammenarbeit der Firmen im Landkreis und der Verwaltung zu verbessern. Es hat sich gezeigt, dass die gute Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Firmen den Landkreis beflügelt hat.
Landrat Georg Huber lobte die Mitarbeiterinnen im Landratsamt für ihren Einsatz, der weit über ihre Arbeitszeit hinausgeht. Sie gehen hier voraus und zeigen, dass es in Zukunft ohne ehrenamtlichen Einsatz nicht gehen wird.
Wenn er nun in regelmäßigen Abständen zu solchen Gesprächen einlädt, soll das auch dazu dienen,
Das alles soll helfen, die Einbußen der Wirtschaft auf Grund des Fachkräftemangels zu minimieren, die das Mittelstandsbarometer mit 6,6 Milliarden Euro bezifferte. Da die Einnahmen des Staates von den Einnahmen der Wirtschaft abhängen, sollte jedem Bewußt sein, was da auf uns zukommt. Guten Appetit!
Während es sich die Gäste schmecken ließen, trug Wirtschaftsförderin Sonja Schußmüller Stategie und Aktivitäten ihres Fachbereichs vor.
Der Abend klang mit guten Gesprächen und einem Erfahrungsaustausch der Wirtschaftsführer in gemütlicher Runde aus.
100 Parteitag des SPD-Unterbezirks Mühldorf mit Neuwahl des Vorstandes - Richard Fischer einstimmig im Amt bestätigt 9:30
Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer stieg gleich voll ein und forderte die Abschaltung der Kernenergie, stellte fest, dass auch der Tod von Osama bin Laden den Terror nicht beenden wird und man die terroristischen Vereinigungen weiter bekämpfen muss. Vom wirtschaftlichen Aufschwung kommt nichts bei den Menschen an und auch die Kommunen haben weiter Probleme ihre Haushalte aufzustellen. Mit dieser geballten Ladung an Themen begrüßte er zunächst den Bürgermeister der Stadt Mühldorf - Günther Knoblauch, den zweiten Bürgermeister von Aschau -Manfred Römer, den dirtten Bürgermeister von Waldkraiburg - Reinhard Babiak, den dritten Bürgermeister von Kraiburg – Werner Schreiber und zahlreiche Ortsvereinsvorsitzende aus dem ganzen Landkreis.
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Reinhard Babiak dankte allen Helfern, die einerseits die Ortsverbände unterstützen und andererseits helfen, die SPD in der Region stark zu machen.
Leider – stellte er fest – ist die SPD nicht in der Lage, Kapital aus der schlechtesten Bundesregierung zu schlagen, die wir je hatten. Man sollte sich doch hier wieder auf die Arbeit konzentrieren und Nebenkriegsschauplätze weglassen. Dann würde man auch wieder Wahlen gewinnen.
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Richard Fischer erstatte Bericht für die zurückliegende Wahlperiode und stellte fest, der Unterbezirk befindet sich grundsätzlich auf dem richtigen Weg. 2009 hatte Werner Groß bei der Bundestagswahl 14,2% der Stimmen erreicht – das bestmögliche Ergebnis.
In den zurückliegenden zwei Jahren hat der Unterbezirk versucht, den Genossinnen und Genossen in zahlreichen Veranstaltungen Sachkenntnis und Kompetenz zu vermitteln. Das ist gelungen.
Nicht gelungen ist es dagegen neue Mitglieder zu gewinnen. Seit 1983 ist deren Zahl ständig zurückgegangen. Auch seit 2008 setzte sich dieser Trend fort, verlief aber wesentlich langsamer.
Eine Partei lebt von ihren Mitgliedern und auch von den Mitgliedsbeiträgen. Der Unterbezirk muss deshalb dringend versuchen, neue Mitglieder zu gewinnen.
Schon in den zurückliegenden Monaten hat die SPD viel Anerkennung in den Vereinen zurückgewonnen. Ein Presseseminar, Besichtigungen von Firmen, die Veranstaltung am Aschermittwoch, die Volksfestkundgebung, der Besuch von Diana Stachowitz im Landkreis haben die SPD in der Öffentlichkeit ins Gespräch gebracht.
Allerdings muss sich die SPD schon jetzt die Frage stellen, wie man die Wahlen 2013 und 2014 angehen soll. Mit der Benennung von Kandidaten für Wahllisten und Mandatsträger darf nicht gewartet werden. Damit muss jetzt begonnen werden!
Ziel muss es sein, die Zahl der Mitglieder im Kreistag zu erhöhen. Nur wenn mehr SPD-Mitglieder im Kreistag sind, kann die Partei dort an Einfluß gewinnen.
dass das möglich ist, zeigt der Ortsverband Mettenheim, der in kurzer Zeit die Zahl der Mitglieder verdreifacht hat.
Jetzt, zu Halbzeit der Wahlperiode im Landkreis konnte er berichten, dass die SPD-Fraktion zuletzt im Kreistag versucht hatte, die Erhöhung der Kreisumlage auf 1,35 Punkte zu reduzieren. Manche Projekte des Landkreises wurden kritisch beobachtet, etwa das Seniorenpolitische Konzept oder „Lernen vor Ort“. Natürlich ist der Ausbau von Autobahn und Bahnstrecke dringend nötig. Es ist kaum zu glauben, wie man fast vier Milliarden Umsatz im Chemiedreieck so ignorieren kann!
Autobahn und Bahn sind dringend nötig. Die ständige Diskussion darüber hat dazu geführt, dass viele Menschen gar nicht mehr glauben, dass diese Projekte je umgesetzt werden.
Er stellte aber fest, dass es dem jahrzehntelangen Einsatz von Günther Knoblauch und Ewald Schurer zu verdanken ist, dass beide Projekte so weit gekommen sind, wie sie heute sind.
Aktuell begeht man das Jahr des Ehrenamtes. Viele Kommunen können viele Aufgaben nicht erbringen, weil ehrenamtliche Helfer fehlen. Hier muss dringend nachgeholfen werden. Leider bringt die Freiwilligenagentur des Landkreises hier kaum Hilfe. Cornelia Wagner macht da zwar gute Arbeit, hat aber kaum Möglichkeiten. Im Kreistag hat Richard Fischer in eineinhalb Jahren keinen Ton über dieses Thema gehört.
Auch das seniorenpolitische Konzept: Seit zwei Jahren ist in den ländlichen Gemeinden kaum etwas besser geworden.
Die Öffnung der Arbeitsmärkte am 1. Mai kann nicht die Lösung des Facharbeitermangels sein. Da es nicht sein kann, dass ausländische Arbeitnehmer hier legal billiger beschäftigt werden, als deutsche Mitarbeiter forderte Richard Fischer die Einführung eines Mindestlohns.
Die SPD im Landkreis hat in den zurückliegenden beiden Jahren gute Arbeit geleistet, war beständig und wird das auch bleiben. In der Zusammenarbeit von Unterbezirk und Ortsvereinen wird die Zukunft liegen.
Richard Fischer dankte für die Unterstützung in den zurückliegenden beiden Jahren, auch bei den Mitarbeitern in der Geschäftsstelle. Er überreichte Josefa Steidl und Eleonore Ismail einen Strauß Blumen.
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Kathrin Zettl berichtete von der Arbeit der Jusos. Vorträge, ein Besuch in Salzburg im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt Waldkraiburg, ein Besuch in Berlin und eine Vortragsveranstaltung bildeten das Jahresprogramm. Im Januar wurde sie zur Vorsitzenden gewählt und hat die Zusammenarbeit mit den Jusos im Landkreis Altötting initiiert, die aber noch verbesserungswürdig ist. Zur Zeit gehören fünf Mitglieder zu den Jusos, demnächst sind’s nur noch drei, wenn zwei studieren gehen. Neue Mitglieder sind also willkommen.
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Christa Rußwurm war mit den Finanzen zufrieden. 4.984 Euro Einnahmen und ein striktes Sparprogramm mit lediglich 1.872 Euro Ausgaben hat den Kassenbestand am 31.12.2010 auf 5.100 Euro gebracht. Aktuell sind es etwa 6.000 Euro.
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Da die Revisoren nicht anwesend waren, verlas Josefa Steidl den Bericht, der der Versammlung die Entlastung der Vorstandschaft empfahl.
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Mehrere Wortmeldungen nahmen Stellung zu den Berichten:
Wiebke Müller kritisierte die Freiwilligenagentur als „Instrument des Herrn Georg Huber“. Freiwilligenarbeit kann nicht die Arbeit von Fachkräften ersetzen.
Beim seniorenpolitischen Gesamtkonzept haben wohl viele Bürgermeister das Konzept hintertrieben haben. Da ist noch viel Arbeit nötig.
Mühldorfs Ortsvorsitzender Norbert Heinrich dankte den Ortsvereinen für die Unterstützung bei der Jubiläumsveranstaltung von wenigen Wochen, als Bundesvorsitzender Sigmar Gabriel in Mühldorf war. Er erklärte auch Spekulationen über Allianzen mit anderen Parteien eine Absage und stellte fest: Die Partner der SPD sind die Arbeitnehmervertretungen und die Gewerkschaften! Auf diese Zusammenarbeit muss man sich wieder besinnen.
Richard Fischer forderte, auch die Frauenpolitik in den Mittelpunkt zu rücken, die in der Vergangenheit oft vernachlässigt worden ist.
Neumarkts stellvertretender Ortsvorsitzender Ludwig Spirkl forderte neue Konzepte zum Ersatz der Zivildienstleistenden nach dem Ende des Wehrdienstes. Außerdem forderte er Unterstützung beim Aufbau eines Pflegestützpunktes in seiner Heimatstadt.
Weiters forderte er Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger an Anlagen für regenerative Energiequellen, die selbst keine Möglichkeiten haben, solche Anlagen auf eigenen Häusern oder Grundstücken aufzubauen.
Manfred Igl, Ortsvorsitzender in Mettenheim betonte die Wichtigkeit der Mitgliederwerbung, die er zentral vom Unterbezirk aus steuern wollte. Nur so könnte man wieder gesellschaftliches Gewicht erzielen.
Alexander Will forderte die Anerkennung der Leistungen des Unterbezirksvorstandes, der wenigstens den Schwund der Mitgliederzahlen gestoppt hatte. Er forderte auch, dass jeder einzelne selbst damit beginnen muss, Mitglieder zu werben. Dabei ist viel Geduld nötig. Um manches neue Mitglied hat er ein ganzes Jahr lang geworben!
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Schließlich erteilten die Mitglieder dem Vorstand die Entlastung.
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Über die Änderung von zwei Punkten der Satzung des Unterbezirks ließ Peter Bauer abstimmen.
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Josefa Steidl führte in die Neuwahl des Vorstandes und der anderen Funktionäre ein: 28 Stimmberechtigte wählten zunächst den Vorsitzenden. Einziger Kandidat war Richard Fischer.
Josefa Steidl gab das Ergebnis bekannt: (O-Ton)
Zu Stellvertretern gewählt wurde Kathrin Zettl und Christian Zimmermann.
Im Amt der Schatzmeisterin bestätigt wurde Christa Rußwurm.
Schriftführer ist auch weiterhin Lothar Kunz.
Viele weitere Funktionen besetzten die Genossen in zahlreichen weiteren Wahlgängen.
Nach einer Pause diskutierte die Versammlung drei Initiativanträge und 25 Anträge. Die Initiativanträge betrafen die Forderung nach der Armutsfesten Rente, einer menschenwürdigen Pflege und gleichem Lohn für gleiche Arbeit und den Mindestlohn.
102 Fünf Jahre IHK Akademie in Mühldorf - Eine Erfolgsgeschichte 9:10
Regina Berlage - Weiterbildungsberaterin der IHK für München und Oberbayern begrüßte die Gäste im Haberkasten und erinnerte daran, dass vor Jahren die Gründung einer Niederlassung der IHK in Mühldorf ein umstrittenes Thema war. Trotzdem startete man 2006 mit der IHK-Akademie. Sie dankte Regierungsdirektor Maximilian Haimerl für seine Unterstützung sowie Landrat Georg Huber, der sie mit offenen Armen aufgenommen und ihnen am Landratsamt eine Heimstatt gegeben hat. Seither nutzen sie die verschiedenen Sitzungsräume im Landratsamt – eine sicher nicht alltägliche Lösung!
Seit 2006 ist hier viel passiert was Grund zu Stolz gibt: Waren es beim ersten Kurs nur 17 Teilnehmer, so sind es jetzt 277 in 18 Lehrgängen. Frank Hämmerlein war von Anfang an dabei und hat mit Begeisterung das Angebot ständig erweitert. Brigitte Balk steht ihm seit drei Jahren zur Seite. Weil die Räume längst nicht mehr ausreichen, bezog man schon im Februar 2009 eigene Räume im Nebengebäude des Landratsamts. Inzwischen ist die IHK dort nicht mehr zu übersehen. Es ist also wert, dieses kleine Jubiläum groß zu feiern.
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Bürgermeister Günther Knoblauch freute sich, die IHK in der Kreisstadt zu haben. Für den Wirtschaftsstandort Mühldorf ist die berufs- und praxisorientierte Weiterbildung vor Ort von großer Bedeutung, die in der Zukunft noch wachsen wird. Auch für die Firmen und besonders für die Kursteilnehmer bietet das enorme Vorteile. Die Erfolge in den ersten fünf Jahren sind beachtlich und verdienen seine Gratulation. Er wünschte für die Zukunft alles Gute und sicherte die fortgesetzte Unterstützung der Stadt zu.
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Landrat Georg Huber war erschrocken als er feststellte, dass es schon fünf Jahre sind. Dabei erinnerte er sich noch genau an die Vorbehalte gegen eine IHK-Akademie in Mühldorf. Seine Kontakte mit dem Schwindegger Unternehmer Franz Obermeier schafften eine Vertrauensbasis, die die Grundlage dafür war, hier eine Niederlassung der IHK zu bekommen. Zusammen mit Ingrid Obermeier-Osl haben sie die Niederlassung gegründet und umgesetzt. Die Akademie ist ihr gemeinsames Kind – sie wurde eine Erfolgsgeschichte für die ganze Region.
Landrat Georg Huber gratulierte – auch im Namen von Landrat Erwin Schneider – zum Geburtstag.
Seit der Aufnahme ihrer Tätigkeit hat die IHK-Akademie dafür gesorgt, dass hier ein ausreichendes Aus- und Weiterbildungsangebot zur Verfügung steht. Landrat Huber dankte dem Leiter der IHK-Akademie und den Mitarbeitern vor Ort, die sich mit viel Engagement für den Ausbau eingesetzt haben. Er freute sich sehr darüber, dass die IHK nun plant, den Standort Mühldorf weiter auszubauen. Damit stärkt sie den Wirtschaftsstandort Südostbayern erheblich.
An der IHK-Akademie lernen sowohl erfahrene Meister wie auch Berufsanfänger und sogar Wiedereinsteigerinnen. Damit ist die IHK-Akademie auch ein wichtiger Bestandteil im Programm „Lernen vor Ort“.
Landrat Georg Huber wünschte auch im Namen von Landrat Erwin Schneider der IHK-Akademie weiterhin eine gute Entwicklung und gratulierte nochmals zum Jubiläum.
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IHK-Gremiumsvorsitzende Ingird Obermeier-Osl war es wichtig, den Mitarbeitern vor Ort zu gratulieren. Sie führen die Akademie sehr erfolgreich. Das Gremium mit seinen mehr als 13.000 Unternehmen will Sprachrohr der Wirtschaft in der Region sein und deren Interessen vertreten. Damit ist die Ausbildung besonders wichtig, besonders mit Blick auf den erwarteten Fachkräftemangel.
Um Ausbilungsplätze zu besetzen hat die IHK-Akademie schon seit einiger Zeit mit dem Programm „Azubi-Fit“ Bewerber vorbereitet, die sonst vielleicht keinen Ausbildungsplatz bekommmen hätten.
Mit dem Ausbau der Niederlassung in Mühldorf unterstützt die IHK den viertgrößten Wirtschaftsbereich in ihrem Gebiet erheblich. Die Betriebe werden die zusätzlichen Angebote der IHK sicher gut annehmen.
Sie dankte sowohl den Mitarbeitern als auch Landrat Georg Huber und gratulierte nochmals zum Jubiläum.
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Eine Einlage mit einem Didgeridoo sorgte für Erheiterung und Abwechslung.
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Nun berichtete Alfons Ober von seinem Leben, das sich nach der Schließung des Betriebes dramatisch geändert hatte, in dem er als KFZ-Mechaniker sein Berufsleben begann. Er gab sich nicht mit dieser Wendung zufrieden und suchte die Flucht nach vorn über die Weiterbildung an der IHK Akademie. Das kostete zunächst viel Disziplin, Zeit und Überwindung, machte viel Arbeit und brachte neben Freude auch manchen Schmerz.
Über mehrere Stationen führte sein beruflicher Werdegang nach Weiden in der Oberpfalz, wo er heute Leiter von Produktion und Technik bei einem Kunststoffunternehmen ist und über 200 Mitarbeiter führt. Die verschiedenen Kurse an der IHK-Akademie haben ihn in die Lage versetzt, nebenberuflich an der Universität Krems den Abschluss als „Master of Science“ zu erwerben. Nun könnte er sogar promovieren.
Die Kurse der IHK-Akademie bieten für jeden angepaßte Angebote, wenn er sie nur wahrnimmt. Wohin das führen kann, zeigt seine Geschichte. Er dankte der Akademie und gratulierte zum Jubiläum.
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Den Festvortrag hielt Dr. Stefan Loibl, Geschäftsführer der IHK für München und Oberbayern und Leiter der Abteilung Weiterbildung.. Er betonte die Wichtigkeit der Regioalisierung der IHK, die die Chancen in den Regionen zu heben hilft. Vom Landrat über die Firmeninhaber bis hin zu den Mitarbeitern der Niederlassung ziehen hier alle an einem Strang. Wie wichtig die Kräfte in der Region das Thema Bildung erachten, zeigt auch das Projekt „Lernen vor Ort“.
Er dankte den Trainern und natürlich den Kursteilnehmern, die zusammen hier die Niederlassung zu einem Schwerpunkt der Aus- und Weiterbildung gemacht haben.
Dr. Stefan Loibl betonte die Wichtigkeit der Bildung als einzigen Rohstoff, über den Deutschland verfügt. Dem Fachkräftemangel kann man nur begegnen, wenn man die Weiterbildung fördert. Er ging auf die Ursachen und Auswirkungen des Fachkräftemangels ein, die wir anderswo bereits beschrieben haben und wies auf den Fachkräftemonitor im Internet hin, den die IHK kürzlich vorgestellt hatte und der berufsspezifische Prognosen über den erwarteten Mangel an Fachkräften für den Zeitraum bis 2024 darstellt.
Derzeit altert die Belegschaft etwa dieses bayerischen Automobilherstellers. Gleichzeitig steigt die Brutto-Wertschöpfung in forschungsintensiven Industrien, was die Wichtigkeit der Ausbildung plastisch darstellt. Diese Erkenntnis hat dazu geführt, dass 61% der Unternehmen im Bereich der IHK für München und Oberbayern ihre Mitarbeiter ausbilden wollen. Sie benötigen passende Angebote, die die IHK-Akademie anbieten will. Regionale Weiterbildungsbearbeiter sollen sowohl den Bedarf der Wirtschaft ermitteln als auch den Bildungssuchenden die Möglichkeiten aufzeigen.
Investitionen in die Ausbildung der Mitarbeiter lohnen sich immer. Fachkräfte in jeder Richtung und Ausbildungsform werden immer gesucht. Dazu muss auch der Zugang für alle möglich sein. Die Öffnung der Hochschulen auch für Berufstätige war da ein guter Schritt.
Wichtig ist, dass die Notwendigkeit der Qualifizierung und der Weiterbildung ins Bewußtsein der Menschen gerückt wird und das lebenslange Lernen als dringende Notwendigkeit dort fest verankert wird.
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Eine besondere Note verlieh das Improvisationstheater mit Helmut Wostatek unter dem Titel „Die Jäger des verlorenen Satzes“, das die Themen durch Zuruf aus dem Publikum in Sketche umsetzte und so für so manchen Lacher sorgte.
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Abgeschlossen wurde die Jubiläumsfeier mit der Überreichung von Abschlusszeugnissen an die aktuellen Absolventen.
103 Ü60-Messe in Mühldorf - keinesfalls nur ein Vergnügen für Senioren 7:05 20 27.05.11
Ganz aufgeregt erwarteten so viele Senioren, was da am Nachmittag kommen sollte, dass zusätzliche Stühle im Haberkasten aufgestellt werden mussten. Bürgermeister Günther Knoblauch machte sich noch Notizen und begrüßte dann die Gäste zu einem informativen Nachmittag. Er dankte Herbert Späth von der Caritas und Gundula Weigl, die zusammen mit Seniorenreferentin Marianne Pfaffeneder die Ü60-Messe organisiert hatten und den vielen Anbietern. Von der Gesundheitsvorsorge bis zum seniorenpolitischen Konzept des Landkreises ist hier alles geboten. Kaffee und Kuchen gabs kostenlos dazu.
Für die spätere Modenschau kündigte er tolle Models an, auch wenn er Heidi Klum entschuldigen musste. Vier Stadträte würden für gute Unterhaltung sorgen.
Auch Herbert Späth lobte die gute Zusammenarbeit bei der Vorbereitung der Messe. Er zitierte aus verschiedenen Quellen, die alle aussagten, dass man sich im Alter nicht nur viel besser konzentrieren kann sondern mit dem reichen Erfahrungsschatz das Leben anders sehen kann, als das junge Menschen tun. In diesem Sinn sollten die Zuhörer ihre Zeit nutzen und genießen.
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Stadträtin und Seniorenreferentin Marianne Pfaffeneder freute sich über die vielen Besucher. Die zahlreichen Aussteller zeigen eindrucksvoll, wie reichhaltig das Angebot für ältere Mitbürger ist.
Nicht nur gemeinnützige Anbieter oder solche aus der Seniorenwirtschaft, immer mehr professionelle Anbieter haben die älteren Mitbürger entdeckt und ihre Angebote auf diesen Personenkreis abgestimmt.
Ziel der Stadt Mühldorf ist es, Angebote bereitszustellen, die den älteren Mitbürgern ein aktives Leben in der Stadt ermöglichen. Seniorenpolitik bedeutet nicht nur eine Politik für die ältere Generation sondern auch eine Politik mit ihnen.
Diese Messe sollte helfen, die Kontakte zwischen den Generationen zu intensivieren und sie ins Alltagsleben einzubinden, eine Aufgabe für alle Bereiche der Gesellschaft. Nicht übereinander reden, sondern miteinander, das soll mit dieser Messe erreicht werden.
Sie schloss, indem sie allen Beteiligten für ihr Mitwirken dankte und den Besuchern viel Freude wünschte und gute Gespräche.
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In zwei Vorträgen sprach zunächst Dr. Raymund Hahn über die psychischen Herausforderungen, die das Alter mit sich bringt, wenn nach Wegfall der Arbeitsstelle, damit des beruflichen Umfeldes und damit vieler sozialer Kontakte Depressionen aufkommen. Hilfe ist hier möglich.
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In einem zweiten Vortrag sprach Dr. Ludwig Häusler zum Thema „Fit im Straßenverkehr“ über die besonderen Herausforderungen, denen ältere im Straßenverkehr ausgesetzt sind und über ihre rechtliche Situation.
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Gleichzeitig interessierten sich im Obergeschoß viele, vor allem jüngere Besucher für die Angeobte von Krankenkassen, Sanitätshäusern, Seniorenheimen und Selbsthilfegruppen. Breiten Raum nahmen Angebote von Firmen ein, die Hilfsmittel für ältere Menschen boten: Vom Telefon mit besonders großen Tasten über gesunde Lebensmittel, den Power-Trunk der Kreisklinik, verschiedenste Hörgeräte, besonders bequeme Schuhe bis hin zu Gehhilfen. Am Stand des beruflichen Schulzentrums konnte man sich erst die Hände massieren lassen und dann seinen Tastsinn testen.
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Besonders viele Zuscher waren neugierig auf die Mode eines örtlichen Kaufhauses.
Die Starmodels aus dem Stadtrat führten gekonnt jeweils zwei Minuten lang das vor, was das Modehaus den älteren Mühldorfern anziehen wollte.
Da konnte man so manche neue Talente entdecken, wie bei „Freiem Mühldorfer“ Franz Essl, der Udo Jürgens‘ „Mit 66 Jahren“ bestätigte.
Kollegin Ursula Huckemeyer haben wir schon anderswo als Model erlebt.
Stadtrat Hans Liebl hatte sich erst vor einigen Monaten die Schulter verletzt. Hier zeigte der 70-jährige, dass man auch in diesem Alter so etwas locker wegstecken kann. Da soll sich nochmal jemand über ihn lustig machen!
Einmal elegant, dann wieder sportlich zeigten die Hobby-Models, was Mann und Frau so tragen könnte.
Jugendlichen Alltagslook führte Grünen-Stadtrat Oskar Rau vor. Seiner Gattin gefiel’s.
Wie wichtig Fitnes im Alter ist, zeigte Hans Liebl mit ein paar Kniebeugen.
Die Modenschau setzte Grünen-Stadtrat Oskar Rau sportlich lässig fort, bevor Franz Essl mit der Lederhose allen die Schau stahl.
Zum Schluss gabs ein Geschenk für alle Mitwirkenden.
Ein sehr unterhaltsamer und informativer Nachmittag ist da Seniorenreferentin Marianne Pfaffeneder und ihren Helfern gelungen. Wenn sich dieser Erfolg herumspricht, wird man wohl wieder in den Stadtsaal umziehen müssen, auch wenn der nicht so einfach zu erreichen ist, wie der Haberkasten.
104 30 Jahre Berufsschule 1 - Ein Aushängeschild der dualen Berufsausbildung 12:20
Vor 30 Jahren wurde die Berufsschule 1 zwischen Landratsamt und Ruperti Gymnasium n Mühldorf eingeweiht. Zur Jubiläumsfeier kamen neben Staatsminister Dr. Marcel Huber, MdL Ingrid Heckner, Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer, Landrat Georg Huber, stellvertretende Landrätin Eva Köhr, Mühldorfs Bürgermeister und zweiter stellvertretender Landrat Günther Knoblauch sowie Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner in die Aula der Berufsschule 1. Die ehemaligen Schulleiter Josef Gillhuber und Reinhard Albert sowie zahlreiche Lehrkräfte und Schulleiter benachbarter Schulen und viele Kreisräte vervollständigten die Zuhörerreihen.
Erstmals trat die neu formierte Schulband auf und umrahmte den Festakt.
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Schulleiter Wolfgang Gaigl freute sich über die gelungene Premiere seiner Musikgruppe.
Sind 30 Jahre ein Grund zum Feiern? Ganz sicher, wenn man die vielen Veränderungen bedenkt, die in dieser Zeit Einzug in die Arbeit der Schule gefunden haben. Er wünschte viel Vergnügen bei dem was folgen sollte.
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Landrat Georg Huber stellte fest, die Geschichte der Schule ist mehr mit dem Landkreis verwoben, als man denken würde. 1981 stand hier noch ein Rohbau als schon Schüler hier lernten. Damals half sogar seine Sekretärin vier Wochen lang aus. Es war echte Pionierarbeit – Aufbauhilfe.
An der Zusammenarbeit zwischen Landratsamt und Berufsschule hat sich seither nichts geändert. Die Berufsschule hat sich in den 30 Jahren zu einem modernen Bildungszentrum weiterentwickelt und ist jetzt „die Adresse“ für die berurfliche Bildung in der Region.
Aus den anfänglichen Fächern Agrarwirtschaft, Metalltechnik und Friseure, wurde inzwischen ein Kompetenzzentrum für die Fachbereiche Agrarwirtschaft, Fahrzeugtechnik, Farben- und Holztechnik, Metalltechnik und die Berufsvorbereitung entwickelt.
Die Lehrlinge kommen von weit her: Aus Erding, Ebersberg, Rosenheim, Traustein bis aus dem Berchtesgadener Land.
Die Ausstattung der Schule ist auf einem hohen Niveau, auch wenn’s immer etwas gibt, was noch besser sein könnte. Daran halfen auch die Firmen mit und brachten Know-How, Netzwerke und Geld ein.
Die Vergangenheit hat gezeigt, Bildung funktioniert nur in Zusammenarbeit von Schule, Betrieben und Sachaufwandsträger. Für ihr Engagement gebührt den Firmen großer Dank, investieren sie damit doch in die Zukunft ihrer Mitarbeiter und somit in die Zukunft des ganzen Landkreises.
Landrat Huber dankte der Berufsschule auch dafür, dass sie sich in das Netzwerk „Lernen-vor-Ort“ einbringt und so die gesamte Bevölkerung profitieren lässt. Sein Dank galt Schule und Lehrkräften auch dafür, dass hier an der Berufsschule immer wieder auch sonst neue Wege beschritten werden.
„Berufsausbildung bedeutet, die eigene Zukunft zu gestalten“ ist das Leitbild der Berufsschule 1. Mit dem Wunsch, dass sie dies auch weiterhin umsetzen können, graturlierte Landrat Huber auch im Namen des Kreistages zum Jubiläum.
Als Geburtstagsgeschenk hatte er einen Gutschein für einen Baum, der später im Hof gemeinsam eingegossen werden sollte.
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Oberstudiendirektor Wolfgang Gaigl freute sich über den Baum und sicherte zu, dass sie ihn auch gemeinsam einpflanzen werden....
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MdB Stephan Mayer gratulierte zum Jubiläum und meinte, mit 30 ist man aus dem Gröbsten heraus. Das Besondere an der Schule sind die Menschen, die sich hier aufhalten. So galt sein Dank den Lehrkräften einerseits und den Arbeitgebern andererseits, die der Schule großes Vertrauen entgegenbringen. Sogar im internationalen Vergleich ist die Berufsschule die herausragende Schule – oft kopiert und doch nie erreicht. Besonders mit Blick auf den Fachkräftemangel ist die duale Berufsausbildung Garantie für gleichbleibend hoch qualifizierte Fachleute. Die Berufsschule steht jedem offen und bietet jedem Schüler die Möglichkeit, eine Ausbildung zu absolvieren.
Er zitierte Bert Brecht, der neben der fachlichen auch die geistige Ausbildung für wichtig erachtete. Und das geschieht hier in vorbildlicher Weise.
MdB Stephan Mayer gab zu bedenken, dass in Deutschland nur etwa jeder 14. Jugendliche arbeitslos ist, in Spanien aber mehr als jeder fünfte. Dies ist auch ein Erfolg der beruflichen Ausbildung in Deutschland. Er wünschte der Berufsschule auch weiterhin Gottes Segen und viel Erfolg.
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Nach einer weiteren musikalischen Einlage der Schulband, erinnerte die Schule in einer Präsentation an die Schlagzeilen zu Beginn und in Bildern an die Entstehungsgeschichte der Schule.
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MdL Ingrid Hecker war vor ihrer Wahl in den Bayerischen Landtag selbst an einer Berufsschule tätig. Vor 30 Jahren sah die berufliche Bildung noch ganz anders aus und genoß einen anderen Stellenwert. Erst damals begannen die Landkreise die Wichtigkeit der Berufsschulen zu erkennen.
Seit der Umstrukturierung Bayerns vom Agrar zum Industriestaat und der Einführung neuer Berufsbilder mussten sich auch die Berufsschulen stark umstellen, ein Prozess der sich ständig fortsetzt. Auch die Schüler repräsentieren ein breites Spektrum: Vom Hauptschüler bis zum Abiturienten werden hier junge Leute ausgebildet. Sogar fertige Akademiker lernen hier handwerkliche Berufe.
Die Berufsschulen sind aber auch ein hervorragendes Beispiel für die Durchlässigkeit des bayerischen Schulwesens: Kein Abschluss ohne Anschluss gibt jedem Absolventen die Möglichkeit, sich immer weiter zu bilden. Um dies alles zu ermöglichen, mussten auch die Lehrkräfte viel dazulernen. Ihr Dank galt auch den Ausbildungsbetrieben, die in der Partnerschaft mit den Berufsschulen erst die hohe Qualität der bayerischen Berufsausbildung ermöglichen. Herausgekommen ist eine Jugendarbeitslosigkeit in Bayern von 2,9% - ein Wert, den man nicht hoch genug schätzen kann. Und wie viel die Landkreise hier investieren, das ist sowieso unglaublich. Wenn auch noch die jungen Leute Leistung bringen wollen, dann war Ingrid Heckner um die Zukunft in Bayern nicht bang.
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Auch Kreishandwerkermeister Sepp Eichner war sich sicher, das duale Ausbildungssystem ist das beste was wir haben. Die Betriebe sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit und den Ergebnissen und wollen die Zusammenarbeit „Hand in Hand“ auch in den nächsten 30 Jahren fortsetzen. Er lobte auch die gute Zusammenarbeit mit den Ausbildungsstätten der Handwerkskammer und die gute persönliche Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen und dankte Schulleitung und Lehrkräften und natürlich auch dem Sachaufwandsträger, der immer für bestmögliche Ausstattung sorgt.
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Nach einer weiteren musikalischen Einlage zeigte die Schule in einer Präsentation wie es weiterging, die ersten Erweiterungen gebaut wurden und die ersten Umbaumaßnahmen erfolgten.
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Die Festrede hielt Staatsminister Dr. Marcel Huber. Er erinnerte sich, in diesem Jahr schon zum dritten Mal Gast an dieser Schule zu sein, ein Zeichen dafür, wieviel hier los ist.
Die Berufsschule vermittelt jungen Menschen nicht nur Fachwissen sondern auch soziale Kompetenz, ein sehr wichtiges Ziel.
Die Schule ist aber auch ein wichtiger Standortfaktor für die Stadt und den Landkreis.
Die Berufsschulen haben sich in den zurückliegenden 30 Jahren sehr weiterentwickelt, was nur möglich war, weil hier alle im Team daran gearbeitet haben. Weil die Schule von der Qualität ihrer Lehrkräfte lebt, muss es hier ein sehr kompetentes Lehrerteam geben. Dafür dankte ihnen Staatsminister Dr. Huber sehr. (Applaus)
Erfolgreiche Schüler gibt es aber auch nur mit der entsprechenden Motivation. Die zahlreichen Auszeichnungen der vergangenen Jahre zeugen davon, dass auch das hier paßt.
Alles zusammen ist nur in der Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben möglich. In der zurückliegenden Finanz- und Wirtschaftskrise haben die Betriebe Mut gefaßt und weiter in ihre Auszubildenden investiert. Mit den gut ausgebildeten Mitarbeitern, einer vorsichtigen Politik und dem Mut und der Zuversicht des Mittelstandes konnte so die Krise in Deutschland besser gemeistert werden als anderswo. Nur in Deutschland gibt es die Fachkräfte, die die Spitzenprodukte deutscher Ingenieurskunst auch anfertigen können. An diesem System wird Bayern auch dauerhaft festhalten.
Und wenn dann auch der Landkreis mit so viel Engagement hinter seiner Berufsschule steht, wie das Landrat Huber und sein Vorgänger Landrat Rambold tun, dann ist die Zukunft der dualen Ausbildung im Landkreis gesichert. Es ist ja nur eine Sache teuerer als gute Ausbildung, nämlich keine Ausbildung!
So hat auch die Weiterentwicklung zu beruflichen Kompetenzzentren auf Grund eines Beschlusses des bayerischen Landtages nicht nur zu modernerem Unterricht aber auch zu besserer Ausbildung und auch zu besserer Ausstattung der Berufsschulen geführt. Dr. Marcel Huber dankte allen, die diesen schwierigen Prozess so erfolgreich begleitet haben.
Neben Beteiligten, Innungen, Kammern und den Regierungen trägt auch der Freistaat seinen Teil zur Beruflichen Bildung bei. So ist die Bildung eines der drei Top-Themen in der Initiative „Aufbruch Bayern“ der bayerischen Staatsregierung. In Familien, Bildung und Innovation investiert die bayerische Staatsregierung sehr viel Geld. Es tut sich sehr viel, in jeder Hinsicht.
Er lobte die Durchlässigkeit des bayerischen Schulsystems, das jedem jungen Menschen alle Möglichkeiten offen lässt. „Fördern und Fordern“ ist in Bayern der Maßstab, an dem das Schulsystem ausgerichtet ist. Und so wurde es zum wesentlichen Faktor des wirtschaftlichen Erfolgs. Und wenn die genannten Jugendarbeitslosigkeitszahlen mit den 22% in Spanien vergleicht, dann spricht das Bände. Die Berufsschule 1, ein Aushängeschild der bayerischen Berufsbildung, hat hieran wesentlichen Anteil. Er dankte allen und wünschte Schule, Schülern und Lehrkräften alles erdenklich Gute für die Zukunft.
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Die letzte Präsentation stand unter der Überschrift „...und wir unterstützen uns gegenseitig“
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Oberstudiendirektor Wolfgang Gaigl dankte allen Helfern für die Durchführung des Festakts und verabschiedete die Gäste mit einem Feuerwehrkommando: (O-Ton Mannschaft vollzählig – Fahrzeug fahrbereit)
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Am Nachmittag öffnete die Schule die Tür für die Besucher. Am Nachmittag übernahm die Schule einen landwirtschaftlichen Anhänger eines örtlichen Herstellers in ihre Werkstatt und hat so noch ein weiteres Highlight zu bieten.
105 800 Köche in Altötting: Beim Laurentiustag vom 19. bis 21. August 9:30 21 27.05.11
Ein nicht alltäglicher Anblick bot sich kürzlich im Foyer des Rathauses in Altötting. Köche eroberten das Rathaus, bewaffnet mit Kochmützen und einem fähnchenbehangnenen Holzlöffel.
Wenig später im Sitzungssaal des Rathauses freute sich Köchevereinsvorstand Gentscher Kostadinov neben Landrat Erwin Schneider und Bürgermeister Herbert Hofauer auch Stadtpfarrer Mandl und Köche-Chef Robert Oppeneder begrüßen zu dürfen.
Als er damals etwas vorlaut „Hier“ gerufen hat, , als es um den nächsten Treffpunkt für den Festtag der Köche, den Laurentiustag ging, rannte er bei Landrat Erwin Schneider und Bürgermeister Herbert Hofauer offene Türen ein, berichtete Gentscher Kostadinov, den alle nur Gentscher nennen. Und als auch noch alle Kollegen mit im Boot waren, da war er doch ins Grübeln geraten: Mit einem Köcheverein mit 42 Mitgliedern in einer Stadt mit nicht einmal 14.000 Einwohnern 800 Köche unterzubringen und ihnen einen angenehmen Aufenthalt zu bereiten... Eine Mammutaufgabe!
Trotz allem freute er sich aber über die viele Unterstützung, die er seitdem erfahren hat und freute sich auch auf den Laurentiustag vom 19. Bis 21. August in Altötting.
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Präsident Robert Oppeneder freute sich sehr, dass der Verband der Köche Deutschlands, der größte Berufsverband Deutschlands, der zweitgrößte Europas und der viertgrößte der Welt hierher nach Altötting kommen darf um seinen Festtag abzuhalten. Er dankte der Stadt dafür, dass sie im August nach Altötting kommen dürfen, einer Zeit, wo in Altötting ohnehin jede Menge los ist. Er freute sich darauf, dass die Stadt und die Kommunalpolitik Anteil nimmt an ihrer Veranstaltung und sie unterstützt, und sie ihnen allen dafür eine Freude bereiten dürfen. Er erhoffte sich von den 800 Köchen – alle in weiß und mit Kochmütze – ein Signal für den einen oder anderen, diesen schönen Beruf zu ergreifen.
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Bürgermeister Herbert Hofauer dankte den Köchen dafür, dass ihre Wahl auf Altötting gefallen ist. Die Stadt bietet alle Resourcen, um den 800 Köchen eine angenehme Zeit zu bieten. Natürlich unterstützt die Stadt den Köcheverein. Zusammen mit dem Landkreis stellen sie die Mehrzweckhalle zur Verfügung und sogar ausreichend Stühle....
Er hoffte auf gutes Wetter und versprach, die passenden Wetterkerzen zu stiften.
Bürgermeister Hofauer sagte auch weitere Unterstützung zu – etwa durch den Bauhof - und wies schon einmal darauf hin, dass für ähnliche Veranstaltungen künftig das Kultur- und Kongreßforum zur Verfügung stehen wird.
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Auch Landrat Erwin Schneider freute sich auf diese außergewöhnliche deutschlandweite Veranstaltung und hoffte, dass sie „Kinder bekommt“ und weitere solche Großveranstaltungen ins neue Kultur- und Kongreßforum nach Altötting ziehen wir.
Jedenfalls sind schon alle sehr neugierig auf diese Veranstaltung und das – neudeutsch gesagt – „Open Cooking“, bei dem die Bevölkerung mitmachen kann.
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Gentscher Kostadinov dankte allen für ihre Unterstützungszusagen und freute sich auf die zwei Tage im August. Er versprach, 50% des Gewinns aus der Veranstaltung der Berufsschule in Altötting zur Verfügung stellen zu wollen um damit die Ausbildung weiterer Köche zu unterstützen. Er hoffte, nicht nur ein schönes Bild abzugeben sonder auch ein positives Bild von Altötting in die Welt hinaustragen zu können.
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Gentscher Kostadinov, was bedeutet der Laurentius-Tag für Euch? (O-Ton 18:00:00)
Das Programm der Veranstaltung bietet auch etwas „nicht nur für Köche“! (O-Ton...)
Gibt’s Probleme mit dem Nachwuchs? (O-Ton)
Und was ist das für ein Holzlöffel? (O-Ton)
Und wann sehen wir uns? (O-Ton)
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Herr Oppeneder, Sie sind der Präsident des Verbandes der Köche Deutschlands und hier Mitveranstalter des Laurentiustages? (O-Ton)
Wie dient Ihrem Verband der Laurentiustag, ist das ein Verbandstag im klassischen Sinn? (O-Ton)
Nun ist Altötting kein typischer Ort für so eine Veranstaltung. Was qualifiziert Altötting? (O-Ton)
Da ist Altötting regelrecht prädestiniert dafür... (O-Ton) Vielen Dank.
Der 26. Laurentius-Tag findet vom 19. Bis 21. August in Altötting statt. Nach einem Begrüßungsabend am Freitag ziehen die Köche in einem Festzug über den Kapellplatz zur Basilika, wo sie an einem Festgottesdienst teilnehmen. Später gibt es einen „German Open Outdoor Cooking-Cup“, ein Weißwurstfrühstück an der Weiß-Ferdl-Schule und am Abend einen Bayerischen Festabend. Die Zuschauer sind herzlich eingeladen teilzunehmen.
106 KreisDelegiertenversammlung der CSU: Dr. Marcel Huber mit 99,5% im Amt des Kreisvorsitzenden bestätigt 14:00
„Die A94 muss dringend gebaut werden – die Anreise war die Hölle!“ hatte Staatsminister und CSU-Kreisvorsitzender Dr. Marcel Huber den passendsten Einstieg gefunden und die Zuhörer auf seiner Seite. Dann stieg er gleich in die Tagesordnung ein, es gibt ja jede Menge zu tun.
Er begrüßte neben MdB Stephan Mayer, der allerdings erst später kommen würde, Landrat Georg Huber, Fraktionssprecher im Kreistag Anton Sterr zahlreiche Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte. Die Vorsitzenden der Arbeitskreise waren genauso gekommen wie die Mitarbeiter der Kreisgeschäftsstelle und der Bundeswahlkreisgeschäftsstelle.
Dr. Marcel Huber begann mit einem Rückblick auf seine gesamte Amtszeit als Kreisvorsitzender. 2003 gab es einen grandiosen Wahlsieg, absolute Mehrheit, das G9 gab es noch, die Menschen vertrauten noch dem Bildungssystem, und die Beamten waren noch auf seiten der CSU. 2007 konnte man Ministerpräsident Beckstein und Parteivorsitzenden Erwin Huber in Mühldorf begrüßen. 2008 musste die CSU bei der Landtagswahl ein Minus von 17% hinnehmen und erstmals eine Koalitionsregierung bilden. Seit zweieinhalb Jahren ist Horst Seehofer Ministerpräsident. Er selbst ist inzwischen im dritten Ministerium tätig, was ihm selbst manchmal ganz seltsam vorkommt.
Auch die CSU im Landkreis hat die letzten Jahre nicht ohne Blessuren überstanden. So sank die Zahl der Mitglieder von 1985 auf 1895. Der Frauenanteil beträgt 18,94% und ist auch ohne Quote angestiegen. Der Altersdurchschnitt liegt CSU-typisch bei 58 Jahren. Jüngere Mitglieder zu gewinnen ist also eine zentrale Aufgabe, etwa die Übernahme von Mitgliedern der JU in die CSU.
Zahlreiche Veranstaltung fanden seit Mai 2009 statt: Am 13. Juli 2009 kam der damalige Landesgruppenchef Dr. Peter Ramsauer nach Ampfing. Gerda Hasselfeldt, damals Präsidentin des deutschen Bundestages kam zu einer Veranstaltung nach Heldenstein. Am 7. August begann der Bau des Abschnitts Ampfing-Heldenstein der A94 im Beisein von Staatsminister Joachim Herrmann. Dr. Huber freute sich im Gegensatz zu manchem Landkreisbürger über die zahlreichen Verkehrsbehinderungen, weil die der Grund dafür sind, dass bei uns etwas vorwärts geht.
Ilse Aigner war zu Besuch in Aspertsham und in Kraiburg und hat sich unerschrocken den Landwirten gestellt.
Der dritte Ministerpräsident in drei Jahren – Horst Seehofer - war im Weißbierzelt in Mühldorf und gab hier einen eindrucksvollen Bericht seiner Tätigkeit.
Eine neue Verstaltungsreihe eröffnete Dr. Peter Gauweiler in Haag. Im vergangenen Jahr war Markus Söder dort zu Gast.
Am 27. September wechselte bei der Bundestagswahl in Berlin zwar die Regierung, die CSU verlor im Landreis aber nochmals 6,7% der Stimmen, auch wenn damit der Landkreis bayernweit das beste Zweitstimmenergebnis erzielte und Stephan Mayer nach Freiherr zu Guttenberg mit 60,2% das zweitbeste Ergebnis in ganz Bayern erzielte. Der Landkreis Mühldorf ist also nach wie vor eine Hochburg und damit Rückhalt der CSU.
Zahlreiche Vorstandssitzungen und Treffen mit Ortsvorsitzenden und andere Veranstaltungen ließen keine Langeweile aufkommen, genau so wie 26 öffentliche Veranstaltungen zur Bildungspolitik auf Einladung der Ortsverbände.
An 22 Ortshauptversammlungen nahm er persönlich teil. In Heldenstein, Mettenheim, Oberneukirchen und Polling wurden heuer neue Vorstände gewählt.
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Nun ging er auf die Wahl in Bremen ein, die gezeigt hat, dass es wohl nicht so sehr darauf ankommt, ob eine Regierung erfolgreich arbeitet oder nicht. Einerseits muss die CSU, die in der Staatsregierung seit Jahren glänzende Ergebnisse vorlegen kann, Einbußen hinnehmen - andererseits wird die rot-grüne Regierung in Bremen trotz jahrzehntelanger Mißwirtschaft so gut wiedergewählt. Wie kann das sein?
Bayern ist mit seinen 12,5 Millionen Einwohnern 25 Mal so groß wie Bremen. Bayern hat 22 Milliarden Euro Schulden, Bremen 18 Milliarden! Die Pro-Kopf-Verschuldung Bremens übersteigt damit die Griechenlands! Unglaublich!
Die 500.000 Bremer müssen jedes Jahr 700 Millionen Euro Zinsen zahlen! Und das geht nur, indem sie jedes Jahr eine Milliarde neue Schulden aufnehmen. Und dafür werden sie so glänzend wiedergewählt wie am Sonntag geschehen. Das zu erreichen hat man noch schnell das Wahlalter auf 16 herabgesetzt. Ob das noch Demokratie ist?
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Mit Blick auf die Energiewende stellte er fest: (O-Ton An Fukushima....) Eine Reihe kompetenter Fachleute haben inzwischen festgestellt, dass Fukushima gezeigt hat, dass diese Technik wohl doch nicht gänzlich beherrschbar ist. Nun muss man reagieren. (O-Ton wir müssen ..raus...) Das muss aber ohne Ideologie und mit viel Sachverstand passieren. Die CSU steht für einen Ausstieg, der die technischen, wirtschaftlichen, organisatorischen und rechtlichen Voraussetzungen so zuverlässig und glaubwürdig wie möglich berücksichtigt. Der Ausstieg soll so schnell wie möglich aber ohne Schaden für das Land passieren. 2022 als Ausstiegsdatum sollte allen Beteiligten Planungssicherheit und Perspektive geben. Ob das durchzusetzen sein wird bleibt abzuwarten.
An dieser schwierigen Aufgabe arbeitet zur Zeit die Staatsregierung. Er selbst hat die Aufgabe übernommen, die Teilaufgaben der einzelnen Ministerien und der Landesgruppe in Berlin zusammenzuführen und zu koordinieren.
Das Grundsatzpapier der CSU vom vorangegangenen Wochenende sollte am nächsten Tag im Kabinett in München beschlossen werden.
Um alles umzusetzen ist ein breiter gesellschaftlicher Konsens nötig. Ideologisch motivierte Forderungen nach einem sofortigen Abschalten sind genau so nicht zu akzeptieren wie Widerstand gegen neue Windkraftwerke oder Hochspannungsleitungen oder einen erhöhten Strompreis.
Gerade jetzt kämpfen in Passau genau diejenigen gegen den Bau eines Pumpspeicherkraftwerks, die am lautesten den Ausstieg aus der Kernkraft und den Umstieg auf erneuerbare Energiequellen fordern.
Auch regional wird man sich um diese Dinge kümmern müssen. Die Beschlüsse der Bundes- und der Landesregierung müssen vor Ort umgesetzt werden, wozu kommunales und bürgerliches Engagement nötig ist. Da hat Landrat Georg Huber schon die richtigen Schwerpunkte gesetzt.
Im Kreis sollte die CSU die Schwerpunkte in den Mittelpunkt stellen, die die Staatsregierung in ihrem Programm „Aufbruch Bayern“ schon thematisiert hatte: Bildung, Familie und Innovation.
Die Bildungsinitiative hat schon erste Spuren im Landkreis gezeigt und der Energieatlas des Landkreises wurde zum Beispiel für den bayernweiten Energieatlas, den Umweltminister Söder kürzlich vorgestellt hat. Bei allem geht es nicht darum, zu wissen, was alles nicht geht sondern darum praxisnahe Lösungen mit Leuten umzusetzen, die das tagtäglich machen. Die CSU hat hierfür die bestmöglichen Voraussetzungen. Wenn das gut gemacht wird, hat die CSU die Chance vor den Wahlen 2013 die Meinungsführerschaft wieder an sich zu nehmen und gut abzuschneiden.
Abschließend bedankte er sich bei seinen Mitarbeitern, die ihm in den zurückliegenden Jahren so stark unterstützt haben und wünschte sich, dass diese gute Zusammenarbeit auch weitergehen würde.
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Auch Landrat Georg Huber dankte für die gute Unterstützung in den zurückliegenden Jahren, besonders in dieser Zeit, in der die gesellschaftlichen Interessen so weit auseinandergehen. Er dankte auch Dr. Marcel Huber für die gute Zusammenarbeit bis hinauf in die Staatsregierung.
Er forderte die Änderung von Gesetzen um den Aufbau von Windenergieanlagen kontrollieren zu können, die heute priorisiert ohne Einflußmöglichkeit der örtlichen Planungsgremein gebaut werden können. Solaranlagen und Biogasanlagen können die Gemeinden regeln, bei Windanlagen ist dies nicht möglich.
Der Energieatlas hat den Landkreis an die Spitze gestellt. Trotzdem ist bei dieser Arbeit mehr Dynamik nötig. Landrat Huber bat um Unterstützung durch die Bürgermeister und Gemeinden. Nur wenn die Daten aktuell sind, kann der Umstieg auf regenerative Energiequellen nachgewiesen werden. Schon bisher hat die Energieberatung des Landkreises Energieeinsparungsinvestitionen von über 9 Millionen Euro bewirkt. Dies zu forcieren ist die Unterstützung von Bund und Land nötig.
Der Bereich Abfallwirtschaft läuft glänzend und nach vollständiger Bezahlung der Müllverbrennungsanlage in Burgkirchen werden voraussichtlich die Müllgebühren gesenkt. Allerdings gab er zu bedenken, mehr Abfälle – vor allem Grüngut – zur Energiegewinnung zu verwenden anstatt sie nur zu entsorgen.
Der Bereich „Regionalentwicklung“ im Landkreis sorgt dafür, dass es im Landkreis so gut bleibt, wie das derzeit ist. Künftig werden noch mehr „Botschafter“ für den Landkreis tätig sein. Die mittelständischen Unternehmer zeigen mit ihrem Interesse den Erfolg der Anstrengungen des Landkreises. Es muss aber weiter interkommunal zusammengearbeitet werden, um den Firmen auch einmal ein großes Areal zur Verfügung stellen, oder passende Zufahrten anbieten zu können.
Die Sozialkosten des Landkreises machen über 50 % der Kreisumlage aus. Das ist nur zu senken, wenn man die Familien wieder stärkt und ihnen ermöglicht, die Kinder selbst zu erziehen. Das geht nur über die Tagesbetreuung, Kinderkrippen oder dörfliche Strukturen. Deshalb das seniorenpolitische Gesamtkonzept, das die frühere Großfamilie wiederbeleben möchte.
Die Kreisumlage ist zwar prozentual beziffert die höchste aller Landkreise, betraglich gesehen aber gar nicht so hoch wie in vergleichbaren Landkreisen, die wesentlich höhere Steuerkraft haben.
Trotzdem ist es gelungen, die Verschuldung von 82 auf 67 Millionen Euro zu reduzieren. Wenn die Wirtschaft wieder läuft, wird das fortgesetzt und auch die Kreisumlage wieder reduziert. Heute gehen vier Punkte der Kreisumlage nur für die Zinszahlungen.
Er dankte allen Beteiligten, ob im Kreistag oder in den Gemeinden, für die gute Zusammenarbeit und bat, auch weiterhin gemeinsam an der Realisierung der Ziele des Landkreises mitzuarbeiten.
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Schatzmeister Franz Schmid konnte von Einnahmen in Höhe von 93.062 Euro und Ausgaben in Höhe von 83.617 Euro berichten und davon, dass er mit der Kassenstandserhöhung von 9.445 Euro dem Ziel näher gekommen ist, vor dem nächsten Wahljahr wieder mindestens 41.000 Euro zur Finanzierung des Wahlkampfs zur Verfügung zu haben. Dazu fehlen derzeit noch knapp 6.000 Euro.
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Kassenprüfer Dietmar Heller bescheinigte Franz Schmid vorbildliche Arbeit und empfahl der Versammlung die Entlastung von Kassenwart und Vorstand, die diese einstimmig erteilte.
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MdB Stephan Mayer führte durch die nun folgende Neuwahl des Vorstandes. Zunächst wählten die Delegierten den Vorsitzenden neu. Einen Gegenkandidaten zu Dr. Marcel Huber gab es nicht. Nach kurzer Auszählung verkündete MdB Stephan Mayer das Ergebnis: (O-Ton )
185 von 186 abgegebenen Stimmen enspricht 99,46%
Im folgenden stellten sich die Bewerber um die Stellvertreterposten kurz vor: Mühldorfs Ortsvorsitzender Georg Grundner, Kirchbergs Ortsvorsitzende Christa Heindl, Waldkraiburgs Frauenunionsvorsitzende Charlotte Konrad und Schönbergs Bürgermeister Alfred Lantenhamer. Die Versammlung wählte sie zu Stellvertretenden Vorsitzenden.
Claudia Hausberger und Petra Jackl wurden zu Schriftführern gewählt.
Da Eva Köhr nach 16 Jahren als Stellvertreterin nicht mehr für den Posten kandidiert hatte, bedankte sich Vorsitzender Dr. Marcel Huber mit einem Strauß Blumen. Sie ihrerseits dankte für die schöne Zeit, in der sie viel gelernt hatte.
Auch die zweite scheidende Stellvertreterin Annemarie Haslberger verabschiedete Dr. Marcel Huber aus dieser Funktion mit eimem Strauß Blumen. Sie war seit Mai 1993 18 Jahre lang als Stellvertreterin tätig gewesen und wirklich in die entlegensten Wirtshäuser im Landkreis gekommen! Meinte sie in ihrem Dankwort.
Der scheidende Schriftführer Franz Artinger war krankheitsbedingt nicht gekommen. So verabschiedete Dr. Marcel Huber Dietmar Heller für 14 Jahre Mitwirkung als Kassenprüfer. Der dankte für den guten Schluck und wünschte seinem Nachfolger Anton Kindermann alles Gute.
Die hier gelb markierten wählte die Versammlung zu Beisitzern im Vorstand. Weitere Wahlgänge bestimmten die Delegierten zu Bezirks- und Landesparteitagen und deren ErsatzDelegierte.
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Dr. Marcel Huber dankte abschließend allen, die sich ehrenamtlich für die gemeinsame Sache engagieren und viel Zeit dafür aufwenden. Man muss zu seiner Meinung stehen und jeden Tag darum kämpfen, dass Bayern auch in Zukunft so gut dasteht, wie das die CSU in vielen Jahrzehnten maßgeblich mitbestimmt hat. Bayern so erfolgreich zu erhalten heißt, jeden einzelnen Tag mit Menschen zu diskutieren, die ein anderes Bayern haben wollen. Dabei mitzuhelfen, und es nicht nur der Staatsregierung zu überlassen, dazu rief er die Mitglieder auf und freute sich auf die kommenden zwei Jahre.
107 Kreisklinik stellt neuen Belegarzt für Urologie vor: Dr. Nenad Djakovic 4:10
Mit Kreiskliniken-Geschäftsführer Heiner Kelbel zusammen hatten wir es aufgegeben, die Pressetermine der Kreisklinik zu zählen, so viele waren es heuer schon.
Diesmal stellte er den neuen Belegarzt Dr. Nenad Djakovitsch vor, der mit seinen speziellen Qualifikationen als Belegarzt neu an der Kreisklinik tätig ist. Dr. Djakovitsch ist Spezialist für die wiederherstellende urologische Chirurgie oder die Kinderurologie und bietet somit eine neue Therapie an der Kreisklinik an.
Dr. Djakovitsch ersetzt an der Urologischen Praxis in Mühldorf Dr. Ulrich Rattenhuber, der vor weinigen Wochen in den Ruhestand gegangen ist.
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Dr. Djakovitsch kam 1998 aus Serbien nach Bayern, wo er Dr. Peter Widmann kennengelernt hatte, der ihn jetzt an die Praxis nach Mühldorf geholt hat. 2000 ging er nach Mainz und schloss dort seine Ausbildung zum Facharzt für Urologie ab. 2004 wechselte er nach Heidelberg, wo er stellvertretender ärztlicher Direktor wurde. Dort bildete er sich in den genannten Fachrichtungen und zusätzlich in onkologischer Urologie weiter.
Mitte 2010 bot ihm Dr. Widmann die Stelle an der Praxis in Mühldorf an, was seinem Wunsch entsprach, wieder in die Region zurückzukehren.
Den Wechsel hierher erleichterten ihm die netten Kollegen, auch wenn es eine Herausforderung darstellt, eine so große Universitätsklinik mit der Kreisklinik Mühldorf zu tauschen. Aber auch das wird zu meistern sein.
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Kreiskliniken-Chefarzt Dr. Wolfgang Richter freute sich, wieder eine Innovation vorstellen zu können. Bislang ist es sehr gut gelungen, den rasanten Fortschritt der Kreisklinik zu meistern, auch wenn das zeitweise anstrengend war.
Trotzdem ist es jedes Mal schön, wenn man sich über Neues freuen kann und sich die neuen Leute wohl und sicher fühlen.
Und – so ganz so viele Abstriche gegenüber der Universitätsklinik wird er wohl doch nicht hinnehmen müssen. Er hieß den neuen Kollegen willkommen und freute sich auf gute Zusammenarbeit.
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Landrat und Aufsichtsratschef Georg Huber meinte, vielleicht werden ja die geplanten fünf neuen Operationssäle den Mangel ausfüllen, den Dr. Djakovitsch im Vergleich zur Uni-Klinik in Heidelberg hier sieht. Vielleicht steht ja auch an einem kleineren Haus eher der Mensch im Mittelpunkt des Handelns als bei einem solchen Großbetrieb wie der Uniklinik in Heidelberg.
Da man die Klinik oft mit Krankheit und Leid assoziiert, ist es gut, dass die Menschen wissen, dass hier ein großes Team guter Fachleute bereitsteht zu helfen. So wächst das Vertrauen in die Klinik. Dieses Team muss immer wieder mit neuen Kräften ergänzt werden. So eine Ergänzung ist Dr. Djakovitsch, dem er dafür dankte, dass er hier sein Können einbringen wird.
Landrat Huber wünschte Dr. Djakovitsch, dass er sich wohl fühlt und die Unterstützung bekommt, die ihm die Arbeit hier erleichtern.
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Auf Nachfrage gab Dr. Djakovitsch an, dass Urologische Operationen an Kindern in Mühldorf nicht möglich sind und diese Fälle am Kreisklinikum in Altötting behandelt werden. Dr. Wolfgang Richter ergänzte, der Aufbau einer Kinderabteilung an der Kreisklinik in Mühldorf ist nicht geplant. Erfolgreiche Modelle anderer Kliniken zu kopieren ist nicht der Stil der Kreisklinik Mühldorf.
108 Konsumbad: Ausstellung der Fotografiekurse an der VHS Mühldorf 7:10
„Konsumbad“ – darunter versteht man zunächst nicht viel. Betrachtet man aber die Bilder von Bettina Brandmeier, Kirstin Dittrich, Karin Kaufmann und Martina Mitterer, dann erschließt sich schnell, was die Künstler meinen: Die fotographische Auseinandersetzung mit Eindrücken, ausgehend von der persönlichen Wahrnehmung und individuellen Seherfahrung....
Und wem das auch noch nichts sagt, für den haben wir hier einen kleinen Spaziergang durch die Ausstellung, die derzeit in der „Galerie der Flure“ an der VHS in Mühldorf zu sehen ist.
Da die meisten Bilder hinter Glas präsentiert werden, sind Spiegelungen kaum zu vermeiden.
Bettina Brandmeiers Bilder zeigen, wie sich die Natur vergessenes oder ausrangiertes Konsumgut zuürckholt.
Die Tüßlingerin Martina Mitterer hat die emotionalen Momente einer indischen Hochzeit eingefangen.
Bettina Brandmeier ordnete dem Konsum Farben zu. Sie hat Bilder zu Kollagen zusammengefügt, deren Motive den Konsum der Gesellschaft wiederspiegeln.
In einer weiteren Serie fand Bettina Brandmeier „Konsumdosen“.
Karin Kaufmann, selbst in München zu Hause, war unterwegs auf den Münchner Flohmärkten und hat hier so manches Motiv entdeckt. Die Bilder fügte sie zusammen und nennt sie „ausrangiert und arrangiert“, oder „ausrangiert und arrangiert – ausgedient“.
Auch Schrottplätze haben es Karin Kaufmann angetan. Hier fängt sie die Bewegung eines Greifers ein, der Metallschrott sortiert oder hält das Gewirr alter Kabel oder angerosteter oder frischer Späne fest.
Die Vergänglichkeit von Autos haben diese Bilder zum Thema. Einst der Stolz ihrer Besitzer warten sie hier auf ihr endgültiges Ende. Sie sind eben konsumiert.
Kirstin Dittrich wohnt in Engelsberg. Ihr Blick auf ihre Motive geht pragmatisch tiefer: Hier sieht sie: - - - - Fleisch!
Aber sie hat auch Freude an schön geschmückten Pferden beim Georgi-Umritt, oder geschmückten Kühen beim Almabtrieb. Die Bilderreihe nennt sie „Almrausch“
Sie hat das Bild von der Burg in Burghausen am Computer bearbeitet und so den Eindruck eines Gemäldes erzeugt.
Weitere Bilder zeigen türkische Bauern oder die wildromantische Welt der Cowgirls, das dieses Bild mit dem kleinen Cow-Girl krönt. Nach Kirstin Dittrichs Meinung zeigt es, wie schon für die Kleinsten produziert wird, damit die Großen solche Bilder konsumieren können.
Die Ausstellung in der Galerie der Flure an der Volkshochschule in Mühldorf ist noch bis 29. Juli zu den üblichen Öffnungszeiten der VHS zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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