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Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
Josef J. Pöllmann ist Mitglied im Deutschen Presse Verband
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Das gab's 2013 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir im Juni 2013 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
116 Hochwasser im Landkreis ohne größere Folgen 5:45 23 07.06.13
Seit Wochen hatte es geregnet. Nur einen Tag in der vergangenen Woche lachte die Sonne über Bayern. Da waren wir im Zentrum des Tiefs „Frederik“, das dann nach Osten weiter zog. Seither schaufelte Tief „Frederik“ Wolkenmassen von Norden Richtung Alpen. Das führte zu Dauerregen besonders in den Voralpen-Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land.
Aber auch die Landkreise Mühldorf blieb nicht verschont.
Die tagelangen Regenfälle haben die Aufnahmefähigkeit des Bodens erschöpft. Es bildeten sich auf Feldern und Wiesen große Seen. Kleine Bäche traten über die Ufer, Durchläufe unter Straßen und kleiner Brücken konnten die Wassermassen nicht ableiten. Das Wasser lief über die Straßen, wie der Gallenbach hier zwischen Oberneukirchen und Taufkirchen.
So stieg der Inn immer weiter an. Gegen 19 Uhr flossen 1.993 Kubikmeter pro Sekunde übers teilweise geöffnete Wehr. Die vorgeschriebene Mindestmenge wären 50 Kubikmeter pro Sekunde.
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In Niederndorf gegenüber von Kraiburg war der Inn über die Ufer getreten und setzte diese Kleingartenanlage unter Wasser. Die Feuerwehr aus Pürten war gerade dabei, zwei Anwesen zu sichern, die Gefahr liefen, voll zu laufen.
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Ein ähnliches Bild in Kraiburg: Hier überschritte der Pegel die Grenze zur Meldestufe 4. Das Wasser drang weit in die Uferlandschaft hinein, die erst vor wenigen Jahren renaturiert wurde. Durch diese Maßnahmen hatte der Inn genug Ausbreitungsmöglichkeiten.
Das Technische Hilfswerk mußte hier das Abwasser hochpumpen, das sonst nicht abgeflossen wäre.
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In der Kreisstadt waren die Freizeitanlagen auf dem nördlichen Innufer überschwemmt. Der Fluß riß allerlei Treibgut mit sich. Natürlich waren alle Spazierwege entlang des Ufers überflutet und gesperrt.
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Am südlichen Innufer drückte das Wasser am Sauloch den Bach weit nach hinten. Trotzdem blieb die kleine Brücke passierbar.
Viele Mühldorfer machten sich selbst ein Bild vom Ausmaß des Hochwassers.
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Da in der Nacht zum Montag der Regen nachließ, entspannte sich die Lage. Eine Fahrt durch die betroffenen Gebiete am Montag Morgen hat gezeigt, daß zwar noch Wasser auf den Feldern steht, die kleinen Bäche aber in ihre Betten zurückgekehrt sind.
Die Pegelstände entlang des Inns oberhalb des Landkreises sinken, so daß davon auszugehen ist, daß das Schlimmste überstanden ist. Schäden sind – bis auf einige überflutete Keller und technische Anlagen – bislang keine bekannt. Ein Landwirt, mit dem wir gesprochen haben, meinte, der Mais wäre ohnehin bereits vier Wochen zu spät dran und auf die anderen Feldfrüchte hat der Regen keine nennenswerten Einflüsse.
Schaut man auf Rosenheim, Freilassing oder Passau, dann sieht es jetzt – am Montag Vormittag - so aus, daß der Landkreis Mühldorf glimpflich davon gekommen ist. Es war ein Hochwasser ohne größere Folgen.
117 Bündnis 90/Die Grünen: Das Weißbräu-Festzelt in Altötting begrünen - mit Renate Künast und Margarethe Bause 16:10
Einen Tag lang hatte der Regen auf dem Kapellplatz in Altötting pausiert. Erst begrüßten Kreisvorsitzende Monika Pfriender und Bundestagkandidatin Sofie Voit Landtagsabgeordnete Anne Franke in Begleitung von Mühldorfs Landtagskandidatin Kathrin Henke, etwas später die Fraktionsvorsitzenden in Bundestag und Landtag Renate Künast und Margarete Bause.
Bürgermeister Herbert Hofauer bat sie in den Sitzungssaal des Rathauses, dort hin, wo er sonst Bundespräsidenten und Päpste empfängt. Damit erntete er natürlich Heiterkeit.
Die Stadt hatte auch Neuöttings Bürgermeister Peter Haugeneder geladen, zahlreiche Stadräte und natürlich Stadtpfarrer Monsignore Günther Mandl.
Nachdem er die Geschichte der Stadt und der Wallfahrt erläutert und die heutige wirtschaftliche Lage der Stadt und der Region beschrieben hatte, wies Herbert Hofauer auf die Dringlichkeit des Baus der beiden großen Verkehrsadern hin, ohne die die gesamte Region nicht vorwärts kommen wird.
Er lud sie ein, ihren Landesparteitag im neuen Kultur- und Kongreßforum abzuhalten.
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Bei Grünen-Bundestagsfraktionsvorsitzender Renate Künast löste der Name „Altötting“ etwas aus. Wenn ihr Leitspruch ist „Erhalten, was uns erhält“, dann gilt das auch für Altötting. Es war ihr deshalb eine Freude, in dieser traditionsreichen Stadt empfangen zu werden.
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Monika Pfriender fühlte sich durch den Empfang der beiden Grünen Spitzenpolitiker geehrt. Sie wollte nicht nur das Festzelt auf der Hofdult begrünen sondern auch das goldene Buch der Stadt und hoffte auf Präsenz ihrer Partei im Stadtrat nach der Wahl.
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Landtagsfraktionsvorsitzende Margarethe Bause hätte nichts dagegen, sich bei ihrem nächsten Besuch als Ministerin ins Goldene Buch einzutragen.
Sicher wäre die Autobahn längst fertig, wenn man nicht an der Streckenführung durch das Isental festgehalten hätte. Auch der Ausbau der Bahnstrecke ist ein Dauerthema seit sie im Landtag ist.
Sie gratulierte zum Kultur- und Kongreßforum, wollte aber nicht zusagen, den Landesparteitag hier abzuhalten, auch wenn das ein wichtiges politisches Zeichen wäre.
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Bürgermeister Herbert Hofauer überreichte Renate Künast und Margarethe Bause zwei Wetterkerzen und einen Bildband über die Wallfahrtsstadt und bat sie, sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen.
Stolz präsentierten die Damen ihre Einträge ins Goldene Buch der Stadt.
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Die Einladung von Monsignore Günther Mandl, die Gnadenkapelle und die Stiftskirche zu besuchen, lehnten die Damen ab und beschränkten sich darauf, die Gebäude kurz von außen zu besichtigen. (Die Gestik hätt’st sehen sollen. Die Ablehnung war so von Abscheu gezeichnet, man hätte das wirklich zeigen sollen – ich hab’s aber leider nicht aufgezeichnet....)
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Zu Haindling’s „Bayern – des samma mia“ zogen Margarethe Bause und Renate Künast in Begleitung von Sofie Voit ins Festzelt der Weißbierbrauerei Gramminger auf der Hofdult ein, wo sie etwa 150 Zuhörer empfingen.
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Kreisverbands-Vorstandssprecherin Monika Pfriender hieß die Gäste in der grünen Diaspora willkommen, im Landkreis Altötting.
Die Grünen im Landkreis treten bei den Wahlen im September mit geballter Frauenpower an: mit Sofie Voit für den Bundestag, mit Christa Puppe für den Bezirkstag und mit ihr selbst für den Landtag.
Sie forderte, der Landkreis Altötting darf nicht mehr nur mit der katholischen Kirche und der CSU in Verbindung gebracht werden. (O-Ton: Grüne Frauenpower statt schwarze Kirchenmänner! – Jubel)
Mit Margarethe Bause und Renate Künast haben sich die ersten grünen Politikerinnen im goldenen Buch der Stadt Altötting verewigt. (O-Ton damit sind die Grünen im Herzen Bayerns angekommen)
Dabei kann die schwarze Madonna ruhig schwarz bleiben. Nur Bayern muß grün werden – in allen Belangen, von der ökologischen Landwirtschaft bis zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen.
Die Zahl ökologisch wirtschaftender Landwirtschaftsbetriebe muß drastisch erhöht werden und die Salzach darf nicht durch zusätzliche Wasserkraftwerke verbaut werden! Mehr Kinderbetreuung und weniger Straßenneubau dafür intelligente Verkehrssysteme wird es nur mit den Grünen geben.
Dafür treten sie selbstbewußt bei der Wahl an und werden im September die Regierungsverantwortung in Bayern übernehmen. (Jubel)
„Weißblaue Seele mit grünem Gewissen“ ist deshalb Monika Pfriender’s Schlachtruf für die kommenden Monate.
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Mühldorfs Landtags-Listenkandidat Dr. Georg Gafus, von Beruf Religionslehrer, trug eine Litanei vor. (O-Ton)
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Landtagsfraktionsvorsitzende Margarethe Bause, die als Spitzenkandidatin der Grünen in den Wahlkampf geht, kündigte an, alles unternehmen zu wollen, daß Bayern von Verfilzung und Seilschaften befreit wird. Bayern muß von denen befreit werden, (O-Ton die seit einem halben Jahrhundert....- Macht mißbrauchen)
„Bayern“ sind alle, die hier leben, unabhängig von Hautfarbe, Religion und Muttersprache. Die Grünen grenzen niemanden aus.
„Heimat“ im 21. Jahrhundert ist für die Grünen da, wo man selbst gestalten kann und wo es nicht egal ist, was im Umfeld passiert.
Wenn Horst Seehofer Bayern als Vorstufe zum Paradies sieht, erkennt er die Realität vermutlich wegen der Rotationsgeschwindigkeit seiner Wendemanöver kaum noch. (Applaus)
Wenn Seehofer Bayern als Vorstufe zum Paradies bezeichnet, ist das ein Hohn in den Augen der Opfer der NSU-Morde! (da kann man wirklich nur heulen bei solchem Schwachsinn!)
Oder Gustl Mollath, der seit 7 Jahren grundlos gegen seinen Willen in der geschlossenen Psychiatrie sitzt?! Wie muß sich so jemand vorkommen, wenn ein Richter behauptet, keine Zeit zum Lesen seines 100-seitigen Schriftsatzes zu haben und ihn dafür in die Psychiatrie schickt???
Es gibt Probleme in Bayern, die dringend gelöst werden müssen!
Wie soll sich eine Rentnerin – oder eine Familie bei den steigenden Energiepreisen oder Mieten den Lebensunterhalt sichern?! Und das alles, während sich Georg Schmidt monatlich aus Steuermitteln die Taschen vollstopft. (O-Ton bis ... verarschen)

Die zentralen Aufgaben in der nächsten Legislaturperiode werden die Grünen anpacken:
Eine Bildungspolitik, die jedem einzelnen Kind in Bayern gerecht wird, egal ob es auf einem Einödhof lebt oder in der Großstadt und egal wie viel Geld die Eltern haben.
In den Schulen muß der Druck von den Kindern genommen werden. Kinder verlieren schon in der 3. Klasse die Freude am Lernen. Das kritisieren viele namhafte Hirnforscher. (O-Ton Wir brauchen Schulen die Mut machen und nicht solche, die Druck machen)
Dazu gehört auch die Abschaffung des starren dreigliedrigen Schulsystems. Weil sie versuchen werden, die Schulen am Ort zu erhalten um so Wegezeiten zu sparen, stärken sie mit so einer Bildungspolitik auch den ländlichen Raum. Das alles wird eine grüne Kultusministerin nach der Wahl umsetzen!
Die zweite große Herausforderung ist die Energiewende, die trotz Einlenkens der CSU festssteckt. Statt sich zu freuen, daß so viel Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, (O-Ton schwadroniert Altmaier .... – Job verfehlt...)
Margarete Bause forderte den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energiequellen, auch wenn schon heute viel genutzt wird. (O-Ton Schwarz-Gelb versucht das ganze zu hintertreiben.... verhindern – Applaus)
Wenn funktioniert, was in Deutschland heute entwickelt wird, wird die Welt in 10 bis 15 Jahren die Technik übernehmen, die hier entwickelt wird. Dieses Potential muß durch die richtige Politik unterstützt werden. Gelingt die Energiewende nicht, wird es auch nicht gelingen, Bayern vorn zu halten.
Die Grünen haben auch ein Konzept für die Zukunft des ländlichen Raumes. Dazu gehört auch der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke von München nach Altötting. Es ist ein Trauerspiel, daß der bayerische Verkehrsminister da bisher trotz vieler Ankündigungen nichts zustande gebracht hat.
Notwendig ist auch das schnelle Internet in allen Regionen Bayerns, auch in den kleinen Dörfern. Das ist nämlich die Zukunft des ländlichen Raumes, nicht die Straßen!
In den zurückliegenden Monaten hat die CSU immer schneller die Positionen der Grünen übernommen. Von Agro-Gentechnik über Studiengebühren bis zur Frauenquote und zur Integration hat die CSU die Grünen erst bekämpft um sich dann mit den grünen Federn zu schmücken.
(O-Ton Das lassen wir nicht mehr zu.... wir wollen endlich selber gestalten)
Die Grünen haben es auch satt, der CSU ständig Nachhilfe geben zu müssen. Denen geht es nicht ums Lernen sondern um den blanken Machterhalt! Deshalb braucht Bayern eine Politik für das 21. Jahrhundert.
Die Grünen haben eine 30 Jahre lange Geschichte hinter sich. Jetzt konnten sie sogar das goldene Buch der Stadt Altötting begrünen. Ein sichtbares Zeichen dafür, daß es aufwärts geht mit den Grünen und dafür, daß sie überall sind! Deshalb sagte sie: (O-Ton Die Zeit ist reif... Applaus)
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(O-Ton Margarete und ich sind im Herzen Oberbayerns angekommm – kaum Applaus) war sich Grünen-Bundestagsfraktionsvorsitzende Renate Künast sicher. ( O-Ton mir wurde gesagt, ich sei im Herzen Oberbayerns angekommm indem ich mich ins goldene Buch eintrage!)
Damit hatte sie in ihrem persönlichen Lebensplan gar nicht rechnen dürfen. Sie wäre nie auf die Idee gekommen, vom Bürgermeister von Altötting dazu eingeladen zu werden, sich ins Goldene Buch einzutragen. Das ist wohl der Beweis dafür, daß sich Dinge ändern....
Wenn man Veränderungen zulassen muß um alles so zu erhalten, wie es ist, muß man die Politik und die Strukturen ständig anpassen. Das gilt für Deutschland und Bayern gleichermaßen.
Soll es so bleiben, wie es ist, muß man anders wirtschaften. Dann muß Schluß sein, mit der Abhängigkeit von Konzernen und der Übermacht der Banken!
Die „beliebte“ Bundeskanzlerin Merkel kommt ihr dabei vor wie ein „Scheinriese“, der immer kleiner wird, je näher man ihm kommt. Sie betreibt reine Ankündigungspolitik, hetzt von einem Gipfel zum anderen, produziert schöne Bilder, hat aber nirgends ein politisches Konzept.
Stattdessen schürt sie Angst vor Europa. Renate Künast war der Meinung, Deutschland hätte etwa Griechenland wirtschaftlich klein gehalten um selbst wachsen zu können. Es gibt also keinen Grund unsolidarisch zu sein.
Der Vorschlag der Grünen zur Bewältigung der Staatsschuldenkrise ist ein „Altschulden-Tilgungsfonds“, dem die Schuldnerländer unter Bedingungen ihre Schulden übertragen, die dann alle gemeinsam abtragen. Merkel und Seehofer lehnen die Übernahme der Schulden ab und finanzieren lieber den bedingungslosen Aufkauf der Schulden durch die Europäische Zentralbank, die ihr Geld vom deutschen Steuerzahler hat.
(O-Ton Die langsame und zögerliche Europapolitik von Merkel und Seehofer....)
2013 wird noch in zwei Bundesländern und im Bund gewählt. Da sollte man sich am Leitspruch orientieren „Erhalten, was mich erhält“ – also Umwelt und Land in dem Zustand erhalten, der es ermöglicht das Leben zu erhalten.
Da geht es dann um Massentierhaltung und subventionierter Feldwirtschaft, die europaweit die Preise kaputt machen. Oder es geht darum, die Kommunen finanziell so auszustatten, daß sie ihr Aufgaben wahrnehmen können. Es geht darum, gute Löhne für gute Arbeit zu zahlen um die Zahl der Aufstocker zu reduzieren. Und es geht darum, für bezahlbare Mieten zu sorgen und das nicht dem Markt zu überlassen. Das alles ist „erhalten, was mich erhält“.
Das bedeutet auch, die industrielle Basis zu erhalten, also die Auto-, die chemische Industrie und den Maschinenbau. Die müssen auch in Zukunft gute Arbeitsplätze bieten.
Deutschland muß das Land der Innovationen sein. Das alles ist die Aufgabe der aktuellen Generation, die sich auf den Weg machen muß, die Probleme der Zeit anzupacken.
Das alles muß natürlich finanziert werden können. Und auch das können die Grünen! (O-Ton Wir machen jetzt alles!)
Die Grünen haben ein gerechteres Steuersystem vorgeschlagen. Mit 12 Milliarden neuer Steuereinnahmen von Bürgern, die mehr als 80.000 Euro verdienen, sollen neue Dinge finanziert werden. Der Protest dagegen machte denken, daß alle Deutschen mehr als 80.000 Euro verdienen!
Mit dem neuen Steuersatz sollen 10% der Reichsten an der Finanzierung des Gemeinwesens beteiligt werden. (O-Ton 90% der Steuerpflichtigen werden entlastet!)
Allerdings soll das Ehegattensplitting geändert werden: (O-Ton Wir wollen die Kinder finanzieren und nicht den Trauschein!) Wenn heute 30% der Kinder in Familien ohne Trauschein leben, und keine Vorteile durch das Ehegattensplitting haben, dann muß man endlich reagieren!
Die eingesparten Milliarden sollen an die Länder gehen um damit die Bildung zu finanzieren und gleichzeitig eine Kindergrundsicherung aufzubauen.
Die Grünen werden dem Umstieg auf erneuerbare Energieen nur unter der Voraussetzung zustimmen, daß der Strompreis bezahlbar bleibt. Dazu muß die Befreiung von der EEG-Umlage dringend überdacht werden. Da könnte jeder Bürger von 4 Milliarden Euro Einsparung profitieren.
Dazu müssen die deutschlandweiten Stromnetze ausgebaut werden, Speichertechnologie muß entwickelt werden und das Verbundnetz muß dringend reformiert werden.
Abschließend ging sie auf die Landwirtschaftspolitik und Ilse Aigner ein, die man natürlich nicht erhalten muß. (O-Ton Die denkt ja, daß sie mit Dirndl-Tragen schon etwas für die Bauernfamilien getan hat!)
Bei Schwarz-Grün fehlt jegliche Unterstützung für die ökologische Landwirtschaft und die bäuerliche Landwirtschaft lassen sie auch kläglich im Stich, genau so, wie sie die Rechte der Verbraucher nicht im Blick haben.
Wenn man also will, daß es so bleibt, wie es ist, muß man dafür Sorge tragen, daß sich manches ändert.
Den Zuhörern riet sie, so einzukaufen, wie Politik gemacht wird. Außerdem riet sie den Zuhörern, sich die „6“ zu merken: (O-Ton)
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Nachdem die Damen die geballte Frauen-Power auf die Bühne gebracht hatten, schloß die Couple-AG die Veranstaltung mit Lieder mit bitterbösen Texten ab.

118 Die Oldtimer-Rallye "Bavarian Historic" macht Kaffeepause auf dem Stadtplatz in Mühldorf 7:50
An dem einen Tag, an dem in dieser Woche die Sonne lachte, besuchten wir die Baustelle der Lappachtal-Brücke bei Dorfen, die als erstes Bauwerk der Autobahnstrecke von Heldenstein nach Pastetten hier entsteht. 13 Millionen Euro werden hier verbaut um diese Geländevertiefung zu überbrücken. Das Geld dafür hat das Bundesverkehrsministerium bereits bewilligt.
Tags darauf war das Wetter wieder so, wie es in dieser Woche eben war. Das hinderte die Oldtimerfreunde aber nicht daran, sich auf Schloß Maxlrain bei Bad Aibling zu treffen und von dort aus ihre „Bavarian Historic“-Rallye auszutragen.
Auf ihrer dritten Etappe kamen sie durch den Landkreis Mühldorf. Von Amerang kommend passierten sie in Kraiburg einen Kontrollpunkt um dann auf dem Stadtplatz in Mühldorf eine Kaffeepause einzulegen.
Die Tatsache, daß sie auf einer Rallye-Etappe Zeit für eine Kaffepause war, zeigt schon, daß es hier nicht um die schnellste Zeit geht. Bei Oldtimer-Rallyes geht es ums Ankommen und darum, die Strecke so gleichmäßig wie möglich zurück zu legen.
Vielleicht kamen deshalb die Straßenwachtfahrzeuge des ADAC als erste an? Nein, das waren ja auch schon Oldtimer. Nicht ganz so alt, wie man sie erwartet hätte, aber sicher älter als 30 Jahre.
Die meisten der teilnehmenden Fahrzeuge kennen viele von uns noch aus persönlichem Erleben. Wären wir diesem Porsche im Verkehr begegnet, hätten wir ihn nie als Oldtimer erkannt! Oder diese Giulietta....
Im Gegensatz zu diesem BMW oder dem Opel Kadett GTE, der vor Jahren der liebste Gegner für unseren Manta GTE auf dem Weg zum Studium war! Eine Chance hatte der ja eigentlich nie!
Dann endlich ein Fahrzeug, das jeder sofort als Oldtimer erkannt hätte. Es war wohl nicht ganz so einfach, den Bentley von 1927 rückwärts auf dem engen Parkplatz einzuparken. 86 Jahre alt ist dieses Auto inzwischen!
Sie öffneten das Verdeck und gaben so den Blick auf ein Automobilzeitalter frei, das es nur harten Männern mit viel technischem Verständnis ermöglichte, so ein Gefährt zu bewegen. Oder hätten Sie gewußt, wann man den Zündzeitpunkt vor oder zurückstellen muß? Und warum überhaupt!?
Kein Wunder, daß dieser automobilen Preziose viel Aufmerksamkeit widerfuhr – und zwar von den zahlreichen Interessierten und von den Besitzern selbst. Kaffeetrinken war da Nebensache.
Anders dieser S300 der Baureihe 111 von Mercedes, der von 1959 bis 1965 gebaut wurde.
Auch englische Fahrzeuge waren dabei, und „normale“ Käfer. Die einen gut erhalten, die anderen weniger.
Eine Attraktion war dieser Polizei-BMW von 1961, den die Älteren sicher aus der Fernsehserie „Isar-12“ kennen. Ganz echt kamen die bayerischen Fahrer daher und hatten im Auto auch gleich noch die Uniform der Stadtpolizei München dabei!
Die alten Autos weckten viel Interesse – auch bei den Mühldorfer Stadträten, CSU Landtags-Listenkandidaten Dr. Martin Huber und der stellvertretenden JU-Vorsitzenden Kathrin Grundner. Und natürlich von zweitem Bürgermeister Paul Schwarz, der selbst begeisterter Motorradfahrer ist.
Nach kurzer Pause stellten sich die Fahrer mit ihren Schmuckstücken an der Zeitkontrolle an um den nächsten Abschnitt der Etappe in Angriff zu nehmen, der sie sagenhaft weit führen sollte: Über Tüßling nach Altötting. Dort gab’s dann die längere Mittagspause!
Manche bereiteten sich auf diesen schwierigen Abschnitt vor, wie Kunstflugpiloten das tun....
Andere mußten schnell den VW-Porsche aufbocken um eine Kleinigkeit zu reparieren.
Ihre Unterlagen zeigten nur die Abzweigepunkte, die Entfernungen und die Zeitvorgaben. Angeblich wußten sie nicht, wohin sie die Etappe führen sollte. Na ja, mochte man es glauben oder auch nicht....
Nachdem sie den Stempel in ihren Unterlagen hatten, gings weiter durch das Altöttinger Tor hinaus Richtung Innbrücke.
Während die einen sich schon wieder auf den Weg machten, kamen immer noch Fahrzeuge auf dem Stadtplatz an.
Da das ganze bei laufendem Verkehr stattfand, konnte man die automobile Entwicklung gut studieren: Gut zu erkennen, wie groß heutige Kleinwagen sind im Vergleich zu einem Mercedes SL aus den 70er Jahren. Oder dieser Opel Kadett, der mit seinen 45 PS aus 1.100 Kubikzentimetern Fahrleistungen bot, für die heute mehr als 100 PS nötig sind. Kein Wunder, wiegt er doch keine 800 Kilogramm. Ein heutiger Astra kommt kaum unter 1,4 Tonnen – fast doppelt so viel!
Und – schauen Sie mal - der war damals kleiner als dieser heutige Mini!
Oder dieser Porsche Speedster von 1956 und daneben der aktuelle 5er BMW!
Natürlich sind heutige Autos wesentlich sicherer, verbrauchen trotz des höheren Gewichts viel weniger Benzin und fahren dazu noch viel schneller als der beste Oldtimer. Trotzdem war der Vergleich interessant!
Viele Sportwagen fanden sich unter den alten Autos: Etwa dieser Triumpf TR6, bei dem die Hersteller im Prospekt sogar den mittleren Verbrennungsdruck um Zylinder angegeben hatten!
Viel Aufmerksamkeit erfuhren natürlich die Mercedes SL aus den 50er Jahren, auch wenn das Top-Modell mit Flügeltüren nicht dabei war.
Dafür waren viele Jaguar E-Type’s zu sehen, Alfas, Porsches, VW-Busse und natürlich dieser Rolls Royce. Und auch Ulli Lode war mit seinem reseda-grünen Opel Monza wieder mit dabei.
Nach zwei Stunden fuhr noch das „Schlußfahrzeug“ des veranstaltenden ADAC durch den Stadtplatz, der wieder zur üblichen Geschäftigkeit des Samstag Vormittag zurückkehren konnte.
119 Ein herzliches Willkommen den ersten Asylsuchenden in Waldkraiburg 4:00
Nachdem in Mühldorf seit 2 Jahren Asylbewerber untergebracht sind und der Zustrom anhält, kommen nun auch Asylbewerber nach Waldkraiburg. Dort wurde das Seniorenwohnheim „Berliner Bär“ umgewidmet. Wir haben Landrat Huber bei seinem Besuch dort begleitet.
Noch bis Ende Juni wohnen Senioren im Wohnheim „Berliner Bär“ in Waldkraiburg. Trotzdem sind schon am 30. Mai die ersten Asylsuchenden in die Hausmeisterwohnung eingezogen.
Mit Kinderstühlen, Teddybären, Bällen und noch viel mehr Spielzeug erwarteten stellvertretende Landrätin Eva Köhr und Bürgermeister Siegfried Klika zusammen mit Claudia Holzner und Erich Kozel Landrat Georg Huber. Zusammen wollten sie die Neuankömmlinge willkommen heißen.
In der Hausmeisterwohnung begrüßten Bürgermeister, Landräte und Landratsamtsmitarbeiter die beiden Familien aus Tschtetschenien mit ihren zusammen acht Kindern, die nach einem kurzen Aufenthalt im Lager Zirndorf nach Waldkraiburg gekommen sind.
Da sie noch nicht Deutsch sprechen, übersetzte Schwester Helene ins Russische. Landrat Georg Huber hieß sie herzlich willkommen und stellte die Verantwortlichen vor. Sie sollten gleich wissen, mit wem sie es zu tun haben....
Landrat Georg Huber erläuterte, daß zwischen 70 und 80 Asylsuchende hier Platz finden werden, wenn nach der Umwidmung der neue Mietvertrag mit der Regierung von Oberbayern unter Dach und Fach ist. Erst dann werden sie die Räume beziehen können, in denen sie bleiben können.
Bis dahin wird geprüft, welche der Kinder in die Schule gehen und wer Kindergärten und Kinderkrippen besuchen kann um so schneller integriert zu werden.
Er bat die Erwachsenen, sich um den Erwerb deutscher Sprachkenntnisse zu bemühen. Auch wenn der aktuelle Stand ihrer Asylverfahren noch nicht abschätzen läßt, wie lang sie hier bleiben werden, sicherte ihnen Landrat Huber zu, alles tun zu wollen, um ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.
Sie sollten sich mit medizinischen oder sonstigen Bedürfnissen sofort melden, dann wird auf jeden Fall geholfen. Im Gegensatz zum Asylsuchenden-Heim in Mühldorf bemüht sich in Waldkraiburg die Stadt um die Neuankömmlinge. Ansprechpartner ist Dagmar Greck-Fort. Darüber freute sich Landrat Huber, weil ihre Integration ja auch vor Ort geschehen muß.
Während Landrat Georg Huber sprach, scherzte Eva Köhr mit den Kindern und sorgte so für gute Laune. Sie hatte das Spielwarenlager ihrer Enkelkinder durchforstet und alles mitgebracht, was nicht mehr gebraucht wurde.
Landrat Huber hoffte, daß auch die Waldkraiburger und die Landkreisbevölkerung die Neuankömmlinge willkommen heißt.
Bürgermeister Siegfried Klika regte an, Eltern und Kinder sollten sich an die Sportvereine wenden, oder ans Mütterzentrum. Dort fänden sie nicht nur Betätigung sondern auch sozialen Kontakt. Er wies auf das Minispielfeld gegenüber hin, wo sie jederzeit Fußball spielen können. Auch er ermunterte sie, sich mit ihren Fragen jederzeit an Dagmar Greck-Fort zu wenden.
Die Neuankömmlinge dankten sehr für die freundliche Aufnahme und die vielen Geschenke.
Zu Fragen nach dem Grund ihrer Flucht aus Tschetschenien und die Umstände ihrer Reise nach Deutschland konnten und wollten sie auf Grund des laufenden Verfahrens keine Angaben machen. Erst nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wird das möglich sein.
Wenn die Regierung von Oberbayern das Asylbewerberheim übernimmt, werden wir weiter berichten.
120 Das Altstadtfest in Mühldorf mit neuem Konzept und die "MühldorfErleben-App" 4:51
Noch ist Herbert Gambihler Chef des Altstadtfestes. Allerdings nicht mehr lang. Das Konzept für das Altstadtfest stellte schon sein Nachfolger in diesem Bereich vor: Walter Gruber. Er ist künftig verantwortlich für die großen Feierlichkeiten in der Kreisstadt.
Im großen und ganzen bietet das Altstadtfest wie in den vergangenen Jahren vier Musikbühnen auf dem Stadtplatz und eine auf der Wies. Die übrigen Angebote bleiben wie in den Vorjahren. Trotzdem gibt es einige Änderungen:
Nach langen Diskussionen wurde das Beach-Volleyball-Turnier des TSV 1860 ins Altstadtfest integriert. Die Volleyballer schütten diesmal ihre zwei Spielfelder vor der Post auf. Eine Tribüne und ein VIP-Bereich bildet hier einen abgeschlossenen Bereich.
Die Angebote auf der Wies haben eher bayerisches Flair. Dort spielt die Stadtkapelle und die Weibierbrauerei Steer bietet ihr gutes Bier an. Dort beginnt schon am Vormittag die Derfi-Musi mit einem Frühshoppen.
Auf der ersten Bühne spielt die österreichische Cover-Band I-Max, auf der zweiten Bühne gibt’s von „Rocky-Oldies“ den Sound der 60er und 70er, auf der dritten Bühne spielen die Rottaler alles, was die Leute gern hören und an der vierten Bühne kommen die Freunde der „Two-Timer“ bei Country-Musik auf ihre Kosten.
Der Kinder- und Jugendbereich findet diesmal Paltz zwischen Stadtpfarrkirche St. Nikolaus und der Kriegerkapelle. Dafür dankte Walter Gruber Dekan Roland Haimerl.
Im Haberkasten-Innenhof lädt eine örtliche Tanzschule zu den Klängen der Party-Band „Move“ auf eine neu eingerichtete Tanzfläche.
Auch das kulinarische Angebot soll gehobenen Ansprüchen gerecht werden. So wird das alte Wasserschlössl einen Stand einrichten und auch der Hammerwirt ist nach einem Jahr Pause wieder dabei.
Herbert Gambihler wies darauf hin, daß auch dieses Jahr die Einhaltung des Jugendschutzes streng kontrolliert wird, daß Taschenkontrollen verhindern, daß mitgebrachte Getränke und Spiesen konsumiert werden und daß die Platzordnung eingehalten wird. Es soll eben ein ruhiges und friedliches Familienfest werden.
Bleibt nur zu hoffen, daß es diesmal nicht regnet und kein Gewitter das Vergnügen trübt, zu dem in den zurückliegenden Jahren bis zu 30.000 Besucher in die Innstadt gekommen sind.
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Ein weiteres Thema hatten Bürgermeister Günther Knoblauch, Herbert Gambihler und Walter Gruber: Das Internetangebot bietet ab sofort unter dieser Adresse eine besondere Seite, die das Angebot von „Mühldorf erleben“ auf mobile Endgeräte bringt. Die neue „Abteilung 6“ im Rathaus, der er selbst vorstehen wird, hat als erste Maßnahme eine App erstellen lassen, die auf allen Endgeräte gleichermaßen funktioniert und alle Angebote enthält, die Mühldorf bereit hält.
Dieses Angebot sieht so aus. Tippt man auf das jeweilige Angebot, erhält man nähere Informationen, etwa zum Altstadtfest oder zum Volksfest oder zum Internationalen Schützen und Trachtenzug.
Das Kulturangebot ist aufgeschlüsselt in die Veranstaltungsorte Stadtsaal, Haberkasten und sonstige.
Ein weiterer Bereich befaßt sich mit dem Tourismus und da besonders mit dem Mühldorfer Radlstern.
Zahlreiche Unterseiten bieten sehr viel Information, beim Volksfest etwa bis hin zur Tischreservierung in den Festzelten oder zum Fahrplan des Volksfestbusses und deren Fahrpreise.
Sogar die Speisekarten in den Festzelten kann man auf dem Smartphone abrufen.
Das Kulturprogramm beschreibt ausführlich die Veranstaltungen und bietet zahlreiche Informationen – sogar über die verfügbaren Parkplätze.
Das mobile Angebot ist zwar noch im Aufbau, steht aber schon jetzt mit Informationen zu zahlreichen Angeboten zur Verfügung. Klicken Sie doch mal durch. Hier schon mal der QR-Code...
121 Die Jugend begeistern und die Demokratie fördern: Diskussionsabend von Kreisjugendring und DGB mit fünf Bundestagskandidaten 13:35 24 14.06.13
Ziel der Veranstaltung war es, jungen Leuten Politik näher zu bringen und den direkten Kontakt zu den Kandidaten herzustellen, die sie künftig im deutschen Bundestag vertreten sollten. Der Kreis der Zuhörer in der Schenkerhalle in Waldkraiburg ließ aber sofort erkennen, daß dieses Ziel nicht erreicht wurde. Neben den Unterstützern der Kandidaten hatten sich nur wenige Interessierte eingefunden. Von der eigentlichen Zielgruppe waren nur fünf gekommen.
So konnte Kreisjugendring-Vorsitzende Kristin Hüwel viel Prominenz begrüßen, natürlich die fünf Kandidaten und Moderator Wolfgang Haserer.
Schon das Wort „Demokratie“ sagt aus, daß die Herrschaft in diesem System vom Volk ausgeht. Bürgerbeteiligung ist deshalb eine Grundvoraussetzung für das Gelingen einer Demokratie.
Betrachtet man die Wahlbeteiligung zuletzt, ist es dringend nötig, den negativen Trend umzukehren und die Jugend zu bewegen, sich eine Meinung zu bilden und wählen zu gehen.
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Mitveranstalter Richard Fischer begrüßte die Gäste im Namen des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Wenn die Demokratie zwar eine der schwierigsten Formen des Zusammenlebens ist, dann ist sie auch eine der Wirkungsvollsten. Es gilt deshalb alles zu tun, sie aufrecht zu erhalten.
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Vor der Veranstaltung hatte der Kreisjugendring eine Reihe Interviews mit Passanten aufgezeichnet, die die Demokratie zwar wertschätzten aber auch kritisierten. Die meisten Gesprächspartner erklärten, wählen zu gehen, bemängelten aber, daß sie danach keinen Einfluß mehr auf das haben, was die Gewählten in ihrem Namen entscheiden. (O-Ton )
Und sie hatten klare Vorstellungen. (O-Ton )
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Wolfgang Haserer moderierte seine erste Podiumsdiskussion und war sicher, für ihn ist es in 90 Minuten vorbei – die Kandidaten müssen bis zur Wahl durchhalten....
Die Thematik der Diskussion sollte sich um Bildung, Ausbildung bis hin zur Rente drehen. Dazu hatten die Veranstalter alle Kandidaten eingeladen, die aktuell im Deutschen Bundestag vertreten sind. Die 28-jährige Julia Bartz aus Maitenbeth kandidiert für die CSU. Sie arbeitet bei der Landesleitung der CSU in München.
Die 46-jährige Annette Heidrich aus Burgkirchen - von Beruf Tagesmutter – hat selbst vier Kinder und kandidiert für die SPD.
Der 50-jährige Reischacher Ulrich Kastner ist Diplom-Ingenieur bei Wacker in Burghausen. Der Vater eines Sohnes kandidiert für die Freien Demokraten.
Alexander Lebedev kommt aus Gars, ist 47 Jahre alt, Vater zweier Kinder und kandidiert für „Die Linke“.
Zuletzt begrüßte Wolfgang Haserer Sofie Voit aus Burghausen, die für Die GRÜNEN kandidiert. Sie ist 55, gelernte Schreinerin und Journalistin und arbeitet als Referenten von Margarete Bause.
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Auch wenn die Bildung Ländersache ist, wollte Wolfgang Haserer wissen, wie die Kandidaten zu einer aktuellen Studie stehen, die besagt, daß junge Leute immer besser ausgebildet werden, trotzdem 15 bis 20% davon ausgeschlossen sind, und zwar solche von armen Eltern oder solchen mit Migrantionshintergrund.
Sofie Voit zitierte Dr. Günther Beckstein mit den Worten: „Bildungspolitik ist die Sozialpolitik des 21. Jahrhunderts“. Um dieses Konzept umzusetzen wollen die Grünen das gesamte Bildungssystem reformieren. In Gemeinschaftsschulen soll es gerechter und ohne Druck zugehen. Es darf kein Kind zurückgelassen werden.
Julia Bartz freute sich über das Zitat von Dr. Günther Beckstein und erinnerte an die zahlreichen Vergleichstests, in denen das bayerische Bildungssystem ausnahmslos als bestes abgeschnitten hat. Besser als eine Gemeinschaftsschule ist die individuelle Förderung jedes Schülers.
Annette Heidrich monierte, daß das bayerische Schulsystem zwar die besten Abschlüsse bietet, allerdings auch viele durchfallen. Die Gemeinschaftsschule sah sie nur als ergänzendes Angebot neben den bestehenden Schulen, die die Möglichkeit bietet, kleine Schulen wohnortnah zu erhalten.
Alexander Lebedev forderte die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems und der meisten Schulen, dafür die Förderung der Schwächeren.
Ulrich Kastner erinnerte daran, daß Bayern die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit hat und die bayerische High-Tech-Industrie sehr viele, hoch ausgebildete Nachwuchskräfte benötigt. Die Durchlässigkeit des sehr differenzierten Schulsystems macht kurze Wege kaum realisierbar.
Auch der Vorwurf, das Schulsystem begünstigt Kinder reicher Eltern, trifft nicht, da der Lernerfolg nicht vom Geldbeutel abhängt sondern von der Grundausstattung und der Motivation der Kinder und der Eltern.
Wolfgang Haserer bezog nun das Publikum ein. Die 16-jährige Gymnasiastin Veronika Dudek, die sich breit politisch engagiert, kritisierte die sachorientierte Ausbildung an bayerischen Schulen. Sie würde bevorzugen, statt harter Fakten mehr „Soft-Skills“ zu erlernen. Leistungsdruck zerstört Schüler und fördert Burn-Out und Inhalte-Overkill.
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Julia Bartz hielt am gegenwärtigen Schulsystem fest, das sicher nicht das beste ist, aber das beste, das man kennt. Die CSU optimiert das Schulsystem fortwährend und paßt es an die neuen Herausforderungen an, die Wirtschaft und Sozialwesen stellen. Nicht die Frage nach dem System ist zu stellen sondern die Frage nach der Ausformung.
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Ulrich Kastner forderte das Festhalten an der Vermittlung von Lerninhalten, die die Grundlage für jede spätere Ausbildung sind, egal in welche Richtung der Schüler gehen will.
Sofie Voit lehnte die aktuelle „CSU Einheitsschule“ ab, an der alle Kinder zur gleichen Zeit die selben Inhalte lernen. Sie bevorzugte die Gemeinschaftsschule, die weder Inhalte noch Lernorte festlegt und das Lernen den Schülern frei gestaltet. Das Schulleben soll nicht an den Schulmauern enden sondern auch das gesamte Leben mit einbeziehen, etwa auch Musikschulen und Vereine. Damit ergibt sich eine Chance für eine umfassende Bildung.
Ob sich diese schöne Wunschvorstellung umsetzen läßt, fragte sich Moderator Wolfgang Haserer und meinte, hier handle es sich um eine Wahlkampf-Illusion.
Annette Heidrich widersprach und stellte in Aussicht, solche Schulen nach einem Wahlsieg einführen zu wollen. Skandinavien und Frankreich gehen diesen Weg bereits.
Das heutige Schulsystem macht sowohl Schüler als auch Lehrer krank, die auch immer mehr unter Burn-Out leiden....
Michael Viehbauer – ehrenamtlich an der Montessori-Schule tätig – stellte das aktuelle Schulsystem als falsch dar. Nötig wären Projektschulen und solche, wie seine Schulform sie sind. Das gesamte Schulsystem ist überfrachtet und überaltert und gehört aufgelöst.
Ernst Tubben von den „Linken“ kritisierte die frühe und brutale Selektion in der vierten Grundschulklasse, die ein Skandal wäre.
Julia Bartz gab zu bedenken, daß es neben dem Gymnasium auch viele andere Bildungswege gibt und daß die Lehrkräfte vieles auch selbst regeln. Nur das deutsche Bildungssystem bietet europaweit die besten Aufstiegschancen.
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Die Ausbildungssituation in Bayern ist aktuell sehr erfreulich: Die Jugendlichen können sich Ausbildungsplätze aussuchen. Wie kann man auch die in Ausbildung bringen, die derzeit noch „ohne“ sind? wollte Wolfgang Haserer nun wissen.
Ulrich Kastner berichtete, daß es Jugendliche gibt, denen die elementarsten Grundlagen fehlen. Das kann man aber nicht dem Bildungssystem anlasten sondern den Jugendlichen selbst.
Annette Heidrich bestätigte die gute Ausbildungssituation, bemängelte aber, daß deutschlandweit 270.000 Jugendliche in Ausbildungsmaßnahmen stecken, die keine Chance auf einen qualifizierten Abschluß haben. Da müssen die Prüfungsstandards geändert werden um auch solchen Leuten das Bestehen von Prüfungen zu ermöglichen. Vielleicht werden sie ja dann gute Arbeiter. Ohne Ausbildungszeugnis geht halt in Deutschland nichts. Vielleicht sollte man ja auch das ändern!!!
Sofie Voit forderte die Abkehr von der Fehlerkultur und die Hinwendung zur Anerkennungskultur. Nur so können alle nach ihren Fähigkeiten beurteilt werden und ihren Platz in der Gesellschaft finden.
„Fördern und Fordern“ muß weiter gelten, unterstrich Ulrich Kastner. Da sind auch die Familien gefordert, ihre Jugendlichen zu unterstützen. Es kann nicht alles auf die Schule und den Ausbildungsbetrieb abgeschoben werden. Die gute Situation Deutschlands hat gezeigt, daß das aktuelle System leistungsfähig ist. In dieser Situation waghalsige Experimente zu starten ist doch sehr gefährlich! Deutschland hat viel zu verlieren.
Günther Zellner unterstrich den Leistungswillen junger Menschen, die dann nach der Ausbildung erst einmal in prekäre Beschäftigungsverhältnisse abdriften. Solchen jungen Leuten die Motivation zu erhalten, ist eine der wichtigsten Aufgaben.
Tatsächlich ist besonders das Handwerk auf gut ausgebildete Nachwuchskräfte angewiesen und kann das Risiko nicht tragen, schwächere mitzuziehen, war Ulrich Kastner sicher. Leiharbeit ist da vielleicht eine Einstiegshilfe, auch wenn Mißbrauch nicht ausgeschlossen werden kann.
Sofie Voit berichtete, im Landkreis Rosenheim arbeiteten 2010 24% aller Vollbeschäftigten im Niedriglohnbereich. Das paßt nicht zum erklärten Fachkräftemangel.
Diese pauschale Statistik wollte Ulrich Kastner nicht so einfach hinnehmen und wollte sie schon genauer analysiert wissen.
Richard Fischer erinnerte daran, daß Steuermindereinnahmen durch Niedriglohnarbeitsverhältnisse vieles verhindern und forderte, den Stellenwert der Ausbildung gegenüber dem Studium zu stärken.
Dr. Georg Gafus berichtete von Auszubildenden, die nie eine Chance haben werden, eine Familie finanzieren zu können.
Ein auskömmlicher Lohn in allen Bereichen war für Julia Bartz Ziel und Säule der sozialen Marktwirtschaft. Es ist Aufgabe der Tarifpartner, Löhne und Gehälter zu verhandeln. Deshalb trat sie für einen tariflichen Mindestlohn ein. Einen gesetzlichen Mindestlohn lehnte sie als politisches Thema ab.
Annette Heidrich sah den flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn als einzige Lösung für die Probleme, die der Markt gebracht hat: Geringverdiener und Altersarmut. Für sie waren die 8 Euro 50 zu wenig, die die SPD fordert. 10 bis 14 Euro wären angebracht.
Julia Bartz wollte die Leiharbeit beibehalten, wollte aber Mißbrauch bekämpfen.
Ulrich Kastner kritisierte die „Geiz ist geil“-Mentalität, die dazu führt, daß Firmen ihre Produkte nicht mehr verkaufen können. Es liegt an jedem Einzlenen, für gute Arbeitsplätze zu sorgen.
Ein Zuhörer kritisierte die Duckmäusrigkeit in Deutschland, wo Arbeitskräfte lieber den Sozialstaat in Anspruch nehmen als gegen unwürdige Arbeitsbedingungen zu protestieren.
Sofie Voit kritisierte die Ungleichbezahlung von Männern und Frauen und auch Julia Bartz forderte hier Anpassung. Dieser Meinung war auch Ulrich Kastner, wollte aber Frauen nicht über eine Quote fördern sondern ihre Kompetenz steigern. Er lehnte staatliches Regulieren in allen möglichen Bereichen ab.
Christopher Martin vom Jugendparlament in Waldkraiburg sorgte für Heiterkeit und wollte wissen, warum an dieser Jugendveranstaltung so wenig Jugendliche teilnahmen. Wo also liegt das Problem?
Annette Heidrich verließ sich da auf die sozialen Medien, die schon motivieren werden. Allerdings wird in den Schulen zu wenig Politik vermittelt, was nicht zur aktiven Beteiligung führt. Da sollten auch die Eltern aktiv werden und aktive Beteiligung an Gesellschaft und Politik vorleben.
Daß Politik alle Bereiche des Lebens beeinflußt, müssen junge Leute erst wieder erkennen. Dann sehen sie auch, daß sie ihr eigenes Schicksal in die eigene Hand nehmen können, war Julia Bartz sicher. Es macht doch auch Freude, an der Gestaltung des direkten Umfeldes mitzuwirken.
Sofie Voit wollte das Wahlalter auf mindestens 16 Jahre herabsetzen um den jungen Menschen auch die Teilnahme zu ermöglichen. Es sollte auch mehr aktive Bürgerbeteiligung zugelassen werden.
Ulrich Kastner fehlte das Feedback der Jugend, die sie im Bundestag repräsentieren wollen. Die Jugendlichen sollten selbst sagen, woran es liegt, daß die Politik sie nicht mehr erreicht.
Wolfgang Haserer dankte allen Teilnehmern am Podium und den Zuhörern für ihre Beteiligung.
Dem stimmte auch Kristin Hüwel zu, dankte besonders Wolfgang Haserer und wünschte allen einen guten Nachhauseweg.
122 Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) zu Gast in Waldkraiburg 7:40
Ja ja, Sport hat in Waldkraiburg einen hohen Stellenwert....
Die Reste der Regenwochen waren noch zu sehen, als die Bürgermeister, Stadträte und Wirtschaftsvertreter Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil an der Geothermieanlage auf dem Gelände der Kläranlage erwarteten. Zur Unterstützung des Wirtschaftsministers, der auch stellvertretender Ministerpräsident ist, war FDP-Kreisvorsitzende Sandra Bubendorfer-Licht gekommen, FDP-Urgestein Max Oelmaier und der Bundestagskandidat Ulrich Kastner.
Bürgermeister Siegfried Klika begrüßte Staatsminister Martin Zeil und stellte die Anwesenden vor.
Siegfried Klika erinnerte an die Vorgeschichte der Bohrungen und der Anlage, die insgesamt 15 Millionen Euro gekostet hat, und die im Gegensatz zu ähnlichen Projekten ausschließlich in kommunaler Hand ist.
Stadtwerke-Chef Norbert Weigl beschrieb die Entstehungsgeschichte der beiden Bohrungen, die mit der modernsten Bohranlage auf diesem kleinen Platz gleich neben Wohnhäusern niedergebracht wurden. Eine der beiden Bohrungen fördert jetzt Wasser mit über 106 Grad Celsius aus 2.850 Metern Tiefe, die andere führt das abgekühlte Wasser zurück. Seit November läuft die Anlage störungsfrei. Derzeit wird das Versorgungsnetz in der Stadt mit Hochdruck ausgebaut, an das bereits die größten Gebäude angeschlossen sind. Zwei Blockheizkraftwerke der eigenen Biogasanlage nebenan versorgen die Geothermieanlage mit Strom, so daß die Anlage autark betrieben werden kann.
Staatsminister Martin Zeil freute sich, daß hier die Ressourcen so gekonnt genutzt werden, und daß es die Stadt geschafft hat, das Projekt selbst zu finanzieren.
Gemeinsam besichtigten die Gäste das Wärmehaus, in dem dem Tiefenwasser die Wärme entzogen wird und von wo aus das Brauchwassernetz die angeschlossenen Gebäude versorgt.
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Später im Sitzungssaal des Rathauses kamen die Abteilungsleiter im Rathaus, die Geschäftsführer der anderen städtischen Gesellschaften und Vertreter der Feuerwehr zu der Runde dazu.
Bürgermeister Siegfried Klika dankte Sandra Bubendorfer-Licht, die den Besuch des Ministers in der zweitgrößten Stadt Südostbayerns ermöglicht hatte. Er stellte die Stadt Waldkraiburg mit zwei kurzen Videos vor, die nach dem Kreig auf dem Gelände einer Rüstungsfabrik entstanden ist.
Waldkraiburg war schon immer innovativ und hatte bereits im Oktober 1959 die erste Erdgasversorgung bundesweit. Heute ist die Stadt sicher, die Klimaschutzziele der Bundesregierung erreichen zu können.
Mit einem zweiten Video zeigte Siegfried Klika die Geschichte der Stadt, in der kaum etwas älter als 70 Jahre ist.
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8.500 Arbeitsplätze bieten die Firmen der Stadt, die zum Chemiedreieck gehört und chemische Industrie aber auch Zulieferer für die Automobilindustrie beheimatet. Die Wirtschaftskrise 2008 hat der Wirtschaft und der Stadt schwer zugesetzt. Das ist aber überwunden, so daß jetzt Erweiterungsbedarf besteht. Damit hat Waldkraiburg Probleme, weil nur im Wald Richtung Ampfing Flächen zur Verfügung stehen, die aber nicht mit den Flächen der Gemeinden ringsum konkurrieren können.
Die Verhandlungen mit dem Wirtschaftsministerium über diese Problematik verliefen bisher ergebnislos.
Staatsminister Martin Zeil meinte, dafür zuständig wäre das Finanzministerium, er würde aber gern vermitteln.
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Staatsminister Martin Zeil freute sich, zu einer so ungewöhnlichen Zeit so viele Gäste begrüßen zu dürfen. Er würdigte die Aufbauleistung der Waldkraiburger, die aus kleinsten Anfängen und nach einem unsäglichen Schicksal eine Gemeinschaft geschaffen haben, die höchste Anerkennung verdient. Die bayerische Staatsregierung betrachtet deshalb die Vertriebenen als vierten Stamm und fördert sie besonders. Dazu wurde nun auch der „Tag der Vertreibung“ eingeführt, der 2014 erstmals begangen wird – als Erinnerung und Mahnung gleichermaßen.
Schon 1974 als die FDP ihren Landesparteitag in Waldkraiburg abgehalten hatte, drehte sich die Diskussion um die Autobahn und die Bahnstrecke. Das alles dauert viel zu lang! Es gilt jetzt, Abläufe zu beschleunigen und Projekte zu forcieren. Man kann so etwas den Bürgern kaum mehr verständlich machen.
In der Gesellschaft ist ein neuer Konsens über die Bedeutung der Infrastruktur nötig. Es kann nicht sein, daß man über so wichtige Maßnahmen 20 bis 25 Jahre diskutiert! (Applaus 459:48:17)
Um dieses Theater zu beenden, müssen neue Methoden gefunden werden. Es kann ja nicht sein, daß ein seltenes Tierchen auf der Trasse einer Straße diese um dreistellige Millionenbeträge verteuert. Man muß auch immer wieder die Ansprüche überprüfen, die man an Projekte stellt.
Außerdem muß mehr Geld in den Verkehrshaushalt, das in der Zeit von 1998 bis 2009 immer weiter gekürzt worden ist. Die eine Milliarde mehr in diesem Jahr ist ein erster Schritt.
Damit müssen vordringlich Schienenprojekte realisiert werden, die man halt nicht abschnittsweise bauen kann. Egal wie die Bundesregierung das anstellt: Entscheidend ist, daß mehr Geld zur Verfügung gestellt wird.
Es gilt aber auch, den Bürgern klar zu machen, daß solche Projekte für die Zukunft des Landes nötig sind. Infrastruktur ist schließlich kein Selbstzweck – auch wenn Politikern das Bandl-Durchschneiden immer Freude macht!!!
Bei der Autobahn besteht Baurecht. Jetzt geht’s um die Finanzierung. Genau so die Bahnstrecke. Auch da geht’s langsam vorwärts.
Beides ist dringend nötig für diese deutsche Boomregion, in der mehr als 30.000 Arbeitsplätze zuhause sind.
Energiewende-Euphoriker mahnte Martin Zeil, man kann Industriebetriebe sicher nicht mit Geothermie und Photovoltaik betreiben. Da sind schon auch noch Gaskraftwerke und andere Energiequellen nötig. Allerdings muß der Strompreis konkurrenzfähig bleiben, weil die Betriebe sonst Konsequenzen ziehen.
Nachdem er auch den Ausbau des schnellen Internets gefordert hatte, sicherte er Bürgermeister Klika zu, sich dem Thema Erweiterungsflächen zu widmen, auch wenn er den Vorwurf der Flächenversiegelung erwartete.
Kommunen müssen in ihren Entscheidungen wieder mehr Freiheiten erhalten, so daß sie selbst bestimmen können. Das beabsichtigt auch der neue Landesentwicklungsplan, der den Kommunen mehr Flexibilität zubilligt.
Auch wenn die Region den Status „Oberzentrum“ verloren hat, bleiben die bisherigen Entscheidungen bestehen. Niemand verliert etwas. Dieses Thema wird völlig überhöht... Und wenn der Raum Mühldorf etwas benötigt, was gebraucht wird, dann wird es auch kommen, auch ohne den Status eines Oberzentrums.
Über alles andere informieren ihn Dr. Marcel Huber und Sandra Bubendorfer ohnehin bestens!
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Bürgermeister Siegfried Klika beklagte die noch immer bestehenden Nachteile der jungen Stadt inmitten von Flächengemeinden. Da macht jede Straße Probleme und die Ausweisung von Flächen genau so.
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Industriegemeinschafts-Vorstand Ulrich Maier stellte zunächst seinen Verband vor und hieb dann in die selbe Kerbe wie vorher der Bürgermeister. Die Stadt leidet unter den begrenzten Erweiterungsmöglichkeiten und dem Mangel an Fachkräften. Gelingt es nicht, beide Probleme zu lösen, besteht die Gefahr der Abwanderung der Unternehmen.
Im Gegensatz zu Minister Zeil sah Ulrich Maier es doch auch als Sache des Wirtschaftsministeriums an, hier aktiv zu werden. Deshalb bat er ihn, hier nachzufassen. Dafür wollten sie auch sehr viel Steuern zahlen!
Dr. Andreas Holzapfel ergänzte, der Quadratmeterpreis von 35 Euro in Waldkraiburg konkurriert halt mit 28 Euro in Mühldorf, was es nicht einfach macht. Es ist der Stadt mit diesem Thema also bitter ernst.
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Staatsminister Martin Zeil sicherte zu, sich der Sache anzunehmen und hier anzuschieben. Leider bietet das Gewerbesteuersystem keinen Anreiz für Kommunen, Probleme gemeinsam zu lösen. Es stehen halt alle in Konkurrenz zueinander. Trotz aller Beteuerung der interkommunalen Zusammenarbeit.
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Stellvertretende Landrätin Eva Köhr unterstützte die Anliegen von IGW und Stadt Waldkraiburg.
Im Gegensatz zu den Ausführungen von Minister Zeil war sie der Meinung, die Einstufung als Mittelzentrum wäre für die Ansiedlung von Einzelhandelsunternehmen doch von Bedeutung.
Sie bat die FDP, ihren Einfluß in Berlin geltend zu machen und die Aufstockung des Verkehrshaushalts zu bewirken um die Autobahn 2018 und auch die Bahnstrecke endlich fertig zu bekommen.
Zusätzlich forderte sie, die Autobahnausfahrt in Heldenstein als „Ausfahrt Waldkraiburg West“ zu benennen! Mühldorf hat schließlich auch zwei Abfahrten!
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Staatsminister Martin Zeil widersprach Steuererhöhungsplänen um den Verkehrshaushalt zu erhöhen. Bei Rekord-Steuereinnahmen muß es doch möglich sein, den Realisierungsstau endlich aufzulösen! Das alles versteht sowieso niemand mehr.... (1:36:55:00)
Die Staatsregierung von CSU und FDP ist aber da gut unterwegs.
Die Benennung der Autobahnausfahrt versprach er mit Innenminister Joachim Herrmann zu besprechen.
Da es keine weiteren Fragen gab, fragte er sich: (O-Ton Ja bin ich auf der Insel der Seeligen!??? – 1:37:52:00 – Gelächter)
Er hatte sich die Zahlen der Region angesehen und war überzeugt, in dieser Region ist alles auf gutem Weg. Man darf sich aber trotzdem nicht darauf verlassen und muß für zukünftige Entwicklungen am Ball bleiben.
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Abschließend trug sich Wirtschaftsminister Martin Zeil ins goldene Buch der Stadt ein. Bevor sich Staatsminister Martin Zeil auf den Heimweg machte, lud die Stadt die Gäste zu einem kleinen Imbiß ein.
123 Der dritte Waldkraiburger Golfcup ein voller Erfolg 11:30
Am Samstag früh empfing die 74 gemeldeten Teilnehmer des Golf-Cups der Stadt Waldkraiburg herrlichstes Frühsommerwetter auf der Anlage des Golfclubs Guttenburg, als sie sich auf dem Putting-Green und der Driving-Range warmspielten.
Annemarie Deschler übte schon einmal und auch ihr Gatte Peter markierte erst einmal seine Bälle.
So genossen viele die morgendliche Sonne, bevors dann richtig losgehen sollte.
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Erst erklärte Horst Neuhäusl noch die Regeln und dann gings los.
Mit dem ersten Schlag war Stadtrat und Sponsor Axel Pöschmann nicht sonderlich zufrieden, mit seinem „Flight“ aber schon, also seinen drei Mitspielern.
Also nochmal.
Diesmal wars besser.
Nachdem alle vier abgeschlagen hatten, gings auf die Runde.
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Wir haben etwas später am zweiten Start den Flight begleitet, in dem neben Annemarie Deschler auch Ulli Maier und Stargast Josef Schauer antraten, der in der täglichen ARD-Fernsehserie „Sturm der Liebe“ den Portier Alfons Sonnbichler spielt.
Starter Wilhelm Unterholzner begrüßte auch hier die Teilnehmer, erklärte die Regeln und wünschte nach dem Abschlag ein schönes Spiel.
Sepp Schauer taxierte erst einmal die Entfernung und schlug gekonnt ab.
Ulli Maier macht es ihm genau so gekonnt nach.
Annemarie Deschler nutzte den Vorteil, den der Damenstart bietet.
Auch sie machten sich so auf den Weg, wie Golfer das tun: mit dem Cart. Oder zumindest mit dem elektrischen Caddy..... Wie meinte doch einer der Teilnehmer: Keinen Schritt zu viel!
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Im 10-Minuten-Abstand schickte Starter Willi Unterholzner Flights auf die Runde, die je nach Temperament in fünf Stunden zu absolvieren war. Mit der Ankunft der ersten am Ziel war gegen 15 Uhr zu rechnen.
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Um 18 Uhr hatten sich die meisten schon auf den Heimweg gemacht. Auf die erfolgreichen wartete auf der Terrasse des Clubheims ein gemütlicher Abend und zahlreichen Preise und Gewinnen.
Zur Siegerehrung waren auch Bürgermeister Siegfried Klika mit Gattin Helga, Stadträtin und Frauenunionsvorsitzende Charlotte Konrad, Stadträtin Vera Bittner und die Geschäftsführerin der Stadtmarketing Waldkrabaiburg GmbH gekommen, Sonja Goschy.
Stargast Sepp Schauer hatte zusammen mit seiner Lebensgefährtin an der Seite von IGW-Vorstand Ulli Maier Platz genommen.
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Franziska Bauer - stellvertretende Vorsitzende des Golfclubs – freute sich, den Golfcup der Stadt wieder auf ihrer Anlage zu haben. Dafür dankte sie Bürgermeister Siegfried Klika und der Stadt für ihre Verbundenheit. Da alle das schöne Wetter schon sehr vermißt hatten, freute sie sich auf einen gemütlichen Abend auf der sonnigen Terrasse.
Bürgermeister Siegfried Klika war begeistert. Man konnte den Gesichtern der Gäste ansehen, daß ihnen die Bedrückung durch das wochenlage Regenwetter vom Gemüt gewichen ist. Zwar hatte Petrus für das schöne Wetter gesorgt, daß das Turnier auch tatsächlich stattgefunden hat, war der Konsequenz von Ulli Maier zu verdanken, der kategorisch darauf bestanden hatte, daß gespielt wird. Die große Zahl Anmeldungen hat diese mutige Entscheidung gerechtfertigt.
Bürgermeister Siegfried Klika dankte allen Helfern und Unterstützern, die bei der Durchführung geholfen haben und überreichte ihnen einen Strauß Blumen. Allen voran Anna Schwaiger, der guten Seele des Turniers. Aber auch Charlotte Konrad, Annemarie Deschler und Manuela Maier hatten tatkräftig mitgeholfen.
Sein Dank galt auch der IGW und dem Präsidium des Golfclubs und da besonders Fred Aigner, mit dem er schon die Schulbank gedrückt hatte...
Nachdem er Kraiburgs Bürgermeister Dr. Herbert Heiml für die gute Kooperation gedankt, und den hohen Stellenwert des Sports in Waldkraiburg betont hatte, wünschte Siegfried Klika den Gästen erst einmal guten Appetit beim Buffet.
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Und dazu ließen sich die Gäste nicht lang bitten.
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Davon blieb nicht viel übrig, und so lud Alfred Aigner zur Siegerehrung. Auch er dankte Spielleitern, Startern und seinen Kollegen, besonderers dem Greenkeeper-Team, die den Platz in vielen Arbeitsstunden vorbereitet hatten. Großer Dank galt den Spielern, die die Arbeit des Teams durch ihre zahlreiche Teilnahme gerechtfertigt haben.
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Dann verlieh Alfred Aigner zahlreiche Sonderpreise: Den Preis für „Nearest to the Line“ gewann Helmut Jobst, der den Ball genau an die Leine platziert hatte.
Den Preis für „Nearest to the Pin“ der Damen geann Reserl Giggelberger.
Der selbe Preis der Herren ging an Felix Rausch.
Den „longest Drive“ – also den weitesten Schlag – schaffte Silvia Beck mit 169 Metern.
Den „longest Drive“ der Herren schaffte Rainer Zweresz mit 222 Metern.
Dann ehrte Alfred Aigner die Netto-Sieger in den Klassen A, B und C. Sie alle erhielten die gläserne Trophäe und die herzliche Gratulation von Ulli Maier und den Golfclub-Vorständen Klaus Salzberger, Franziska Bauer und Annemarie Deschler.
Manche der erfolgreichen Teilnehmer waren tatsächlich zum ersten Mal dabei, andere verbesserten sich gegenüber ihren früheren Leistungen und manche waren zwar erfolgreich, aber mit den Leistungen doch unzufrieden.
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Den Bruttosieg der Damen holte sich die Favoritin, Silvia Beck.
Auch bei den Herren setzte sich der Favorit durch: Franz Bachmayr.
Der nahm die Glückwünsche entgegen und dankte der Stadt Waldkraiburg für dieses schöne Turnier, das durch die vielen Mitspieler so gewonnen hat. Es war doch viel schöner, Bälle aus Bunkern zu holen als überflutete Keller auszupumpen. Das sollten die Zuhörer doch besser wertschätzen!
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Etwas später verloste Alfred Aigner zahlreiche Preise, die Sponsoren bereitgestellt hatten. Bürgermeister Siegfried Klika hatte schon zu Beginn die Missen entschuldigen müssen, die alle abgesagt hatten. So blieb ihm nur Max Klieninger, Mister Waldkraiburg 2010 mit dem er die Preise überreichte. Sie übergaben viele Gutscheine und Sachpreise.
Die Stadtrundfahrt mit Abendessen mit Bürgermeister Siegfried Klika als Stadtführer gewann Michael Niemeyer, der schon immer mal Waldkraiburg aus erster Hand gezeigt bekommen wollte.
Das Abendessen im Lenbach-Palais in München, das Vorstandsmitglied Peter Rieder gestiftet hatte, wollte Alfred Aigner am liebsten selbst behalten. Er ging an Inge Effenberger.
Nachdem er auch noch eine Reise nach Berlin verlost hatte, die MdB Stephan Mayer beisteuerte hatte, haben wir mit Bürgermeister Klika gesprochen.
Herr Bürgermeister, heute hat wirklich alles gepaßt! Ein riesen Erfolg für Waldkraiburg. (O-Ton ...)
In Waldkraiburg halten ja ohnehin alle zusammen. Das Turnier hat das noch verstärkt. (O-Ton)
Und nächstes Jahr gibt’s wieder einen Golfcup? (O-Ton)
Aber als Gast sind Sie schon wieder mit dabei? (O-Ton)
Herr Aigner, 74 Teilnehmer machen die Organisation so eines Turniers nicht so einfach. (O-Ton)
Der viele Regen hat dem Platz schwer zugesetzt. Da war viel Arbeit nötig!? (O-Ton)
Das Golfer-Jahr ist noch lang. Was steht als nächstes an? (O-Ton)
Es ist also viel los beim Golfclub Guttenburg? (O-Ton)
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Herr Maier, Sie haben eine mutige Entscheidung getroffen, sonst wärs ausgefallen! (O-Ton )
Dann war der Golfcup so etwas wie „Teambuilding“ in Waldkraiburg. (O-Ton)
Dann gibt’s nächstes Jahr wieder einen Golfcup? (O-Ton)
Dann sehen wir uns...
124 Das 49. Volksfest in Waldkraiburg wirft seine Schatten voraus 6:10
Bürgermeister Siegfried Klika hieß Abteilungsleiter, Polizei, Wirte, Mitarbeiter und Presse herzlich zur Vorstellung des 49. Volksfestes willkommen und bedauerte gleich, daß er das Jubiläumsvolksfest im kommenden Jahr nicht mehr als Bürgermeister begleiten kann. Sei es, wie es mag, begrüßte er erst einmal die Volksfestfamilie zur Vorstellung des 49. Volksfestes 2013.
Entschuldigen mußte er nur Festwirt Jochen Mörz, der noch auf einer Urlaubsreise Kraft schöpft.
Gegenüber den Vorjahren gibt es einige Änderung: Nach drei Jahren ohne, wird es 2013 wieder einen Volksfestbus geben. Da das alte hölzerne Eingangsportal morsch war, wird ein neues Portal die Gäste des Volksfestes willkommen heißen. 35.000 Euro hat die Stadt dafür ausgegeben, was ihn fast schwindlig hatte werden lassen! Dafür ist es aus stabilem Metall und auch noch beleuchtet!
Natürlich gibt es auch wieder eine Miß und Misterwahl. Und da gabs diesmal Kandidatinnen in hellen Scharen! Allerdings wurde schon genau hingeschaut, weil die Stadt schließlich einen Namen zu verteidigen hat. Es wundern sich sowieso alle, wieso Waldkraiburg immer wieder so hübsche Mädels und Jungs aufbieten kann!!!
Nach langen Diskussionen mit Volksfestorganisator Norbert Meindl gibt es am zweiten Volksfestsonntag neben dem Lederhosen- und Dirndllauf auch einen Boxkampf.
Auch der Vergnügungspark bietet für jeden etwas, für jung und alt und sogar für Behinderte. Im Rahmen des Volksfests findet erstmals im Vorhof des Hauses der Kultur eine neue Veranstaltung statt, die wird Norbert Meindl später vorstellen.
Siegfried Klika dankte allen, die mithelfen, das Volksfest in Waldkraiburg auch weiterhin so erfolgreich zu halten.
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Volksfestorganisator Norbert Meindl freute sich über die große Familie vor sich, und ihr Interesse am Volksfest. Ihm gefiel besonders das neue Eingangsportal, das zwar ähnlich ist wie das bisherige, aber mit einem Lauflicht optisch den Schaustellergeschäften angeglichen wurde.
Eine besondere Attraktion wird neben dem bekannten Festbier der Brauerei Graf Toerring der „alkoholfreie Russe“ sein. Diese Spezialität haben er selbst und Polizeichef Georg Marchner kreiert und so lang der Brauerei vorgeschlagen, bis diese nachgegeben hat. ...
Daneben gibt’s im Festzelt eine neue Dekoration, geänderte Boxen und eine neue Bestuhlung, die das Zelt aufwertet.
Der Preis der Maß Festbier – egal ob Helles oder Weißbier – liegt bei 7 Euro Zwanzig.
Es wird auch wieder in Halb-Liter-Krügerl ausgeschenkt, nur eben nicht, wenn besonders viel Betrieb ist.
Bierzeichen für alle Zelte gibt’s sowohl im Festbüro als auch bei der Stadtmarketing GmbH.
Natürlich ist auch das Sternenzelt und das Weißbierkarussel wieder vertreten.
Wie bisher schließt der Vergnügungspark um 24 Uhr und wie bisher kontrolliert ein Sicherheitsdienst, daß keine Rucksack-Trinker ihre Getränke selbst mitbringen.
Neu ist eine Waldkraiburger-Volksfest-App, die über einen QR-Code aufzurufen ist, der auf allen Flyern und Plakaten zu finden ist. Natürlich ist das Waldkraiburger Volksfest auch in Facebook zu finden.
Der Volksfestbus wird gegenüber dem Fahrplan 2009 verbessert. Vier Linien bringen die Fahrgäste zum Volksfest und sicher wieder nach Hause. Auch für die nächsten drei Jahre wird es diesen Bus geben, das hat Bürgermeister Klika bereits zugesagt. Die Fahrpreise liegen innerhalb der Stadtgrenzen bei einem Euro pro Fahrt und außerhalb bei drei Euro. Hin- und Rückfahrt gibt’s für 5 Euro.
Nach einem Jahr Pause ist das Riesenrad wieder da, das mit sechs Transporten angefahren werden muß. Eine Himalay-Bahn, eine Geisterbahn, eine Future-World und natürlich der Bayern-Breaker und der Autoscooter bieten viel Abwechslung.
Los geht’s mit dem traditionellen Volksfesteinzug am Freitag dem 12. Juli ab 17 Uhr. Am Samstag gibt’s von 14 bis 19 Uhr den Tag der Menschen mit Behinderung. Während dieser Zeit bietet der Festwirt Speisen und Getränke zum halben Preis an.
Am Abend findet vor dem Haus der Kultur ein Open-Air-Konzert der „Leningrad-Cowboys“ statt.
Am Sonntag Abend findet die Wahl von Miß und Mister Waldkraiburg statt, am Montag Tag der Senioren und Vereine, am Dienstag Kindertag, am Mittwoch Tag der guten Nachbarschaft, am Donnerstag Kinderfestzug, und am Freitag Tag der Betriebe.
Wie beschrieben treten am Sonntag um 10 Uhr die Boxer des VfL Waldkraiburg gegen die des SV Blau-Gold aus Stuttgart an. Um 11 Uhr startet der große Lederhosen- und Dirndllauf, der sicher wieder ein riesen Spaß wird. Natürlich gibt’s auf halber Strecke den alkoholfreien Russen zur Erfrischung!
Am Abend gibt’s im Festzelt viel Rock’n’Roll auf der Bühne zu bestaunen.
Das Volksfest schließt wie jedes Jahr das große Brilliant-Feuerwerk am Montag Abend ab.
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Norbert Meindl hoffte auf ein schönes, ruhiges und friedliches Volksfest und danach auf das Jubiläumsvolksfest 2014.
126 Die SPD in Mühldorf nominiert Marianne Zollner für die Wahl zur Bürgermeisterin 10:30 25 21.06.13
Es ist schon etwas Besonderes, wenn zur Nominierung eines Kandidaten die Vorgänger anwesend sind, die auf zusammen 47 Dienstjahre zurückblicken können.
Darüber freute sich natürlich auch der Ortsvorsitzende Thomas Enzinger bei der Begrüßung der Gäste.
An der Nominierungsversammlung teil nahmen auch Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer, Landtagskandidat Günther Zellner und Waldkraiburgs Ortsvorsitzenden Bernd Wegmann.
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Bürgermeister Günther Knoblauch hatte sich verletzt und sprach deshalb von ungewohnter Position: Es ist eine wichtige Angelegenheit in der Stadt, wenn seine Nachfolgerin nominiert werden soll. Deshalb freute er sich über die vielen Teilnehmer an dieser Veranstaltung und natürlich darüber, daß sich Marianne Zollner als seine Nachfolgerin aufstellen ließ – eine sehr engagierte Bürgerin.
Die Stadt ist in den zurückliegenden 47 Jahren mit SPD-Bürgermeistern gut gefahren – war Günther Knoblauch sicher. Von der Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen bis zum Kulturprogramm waren sie erfolgreich. Ein Unternehmer hatte festgestellt, daß SPD-Bürgermeister häufig viel aufgeschlossener gegenüber der Wirtschaft sind. Deshalb freute er sich über Marianne Zollner, die sich in den zurückliegenden Jahrzehnten unendlich für die Bürger der Stadt engagiert hat. Sie ist aufgeschlossen für die Bedürfnisse der Bürger und der Wirtschaft gleichermaßen. Daneben ist sie Ansprechpartner für die Kultur und vieles mehr. (Applaus 30:05:00)
Vorbildlich hat sie im sozialen Bereich beispielhaftes geleistet, im Haus der Begegnung. Sie ist eine richtige Powerfrau.
Sie liebt die Menschen, sie liebt die Stadt und sie setzt sich sieben Tage in der Woche und 365 Tage im Jahr leidenschaftlich ein. Diese Powerfrau braucht Mühldorf. Und so wünschte er ihr das beste Ergebnis und sicherte ihr bestmögliche Unterstützung dabei zu, seine Nachfolgerin zu werden.
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Thomas Enzinger hatte umfangreiche Formalitäten zu erledigen, wie sie die Statuten der SPD vorschreiben.
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Marianne Zollner stellte sich und ihre Absichten vor.
Auch wenn manche Bürger meinen, die anderen Kandidaten hätten eh keine Chance, wollte sie doch erst noch die Wahl abwarten. (Gelächter 36:46:04)
Bevor sie ihre Absichten für die Zukunft darlegen wollte, blickte sie erst in die Vergangenheit und würdigte die Leistungen ihrer Vorgänger, die Mühldorf von der beschaulichen Innstadt zum Zentrum in der Region gemacht haben. Da gab es auch schlimme Zeiten, vom Stadtbrand 1640 bis heute haben die Mühldorfer aber alle Herausforderungen gemeistert.
Heute brennt’s in Mühldorf nicht! Vielmehr strahlt der Stadtplatz. Vom Industriegebiet im Norden bis zu Handel und Gewerbe geht es Mühldorf gut. Die hohe Zentralitätsziffer von 253 zeigt, daß viel mehr Menschen in Mühldorf einkaufen, als hier wohnen.
Mühldorf ist eine familienfreundliche Stadt geworden. Von Kinderkrippen bis zum Haus der Begegnung stehen viele Einrichtungen bereit, daß der Bedarf gedeckt werden kann.
Das Kultur- und Freizeitprogramm bietet für jeden etwas.
Das alles hat Bürgermeister Günther Knoblauch in den zurückliegenden 23 Jahren mit großem Sachverstand geschafft. Für diese beeindruckende Lebensleistung dankte sie ihm sehr. Und natürlich auch seinem Vorgänger, Josef Federer.
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Trotzdem ist keine Zeit, sich auszuruhen. Mitnichten.
Es war ihr Anliegen, neben der wirtschaftlichen auch die soziale Komponente in die Politik einzubringen, die sie als besonders wichtig erachtet.
So erklärte sie, den Wirtschaftsstandort auch weiter sichern zu wollen. Damit verband sie Bestrebungen neue Firmen anzusiedeln und- da sich das Wachstum verlangsamen wird – auch vorhandene Firmen zu unterstützen. Damit meinte sie den schnellen Bau von Autobahn und Bahnstrecke und hier besonders die Finanzierung zu sichern.
Weiters den Ausbau des Breitbandnetzes und der Bildungsangebote. Damit forderte sie Bildungsabschlüsse für die mittleren Gesellschaftsschichten und damit die Ansiedelung einer Realschule.
Der Privatisierung der Wasserversorgung erteilte sie eine Absage und erklärte, alles unternehmen zu wollen, die Wasserversorgung in kommunaler Hand zu halten – auch um den Preis der Ausgliederung der Wasserversorgung aus den Stadtwerken und der Gründung einer eigenen Wassergesellschaft. Die europäische Kommission sollte sich doch wirklich lieber um die arbeitslosen Jugendlichen im Süden Europas kümmern als um die Wasserversorgung in Mühldorf!
Auch bei der Energiewende ist Mühldorf dabei. Marianne Zollner forderte auch weiter die Energie bezahlbar zu halten und forderte die Zuhörer auf, bei den Stadtwerken zu bleiben. Die Stadtwerke sorgen nicht nur für preiswerte Energie sondern auch für den Betrieb der Freizeitanlagen und finanzieren zudem einen Teil des städtischen Haushalts.
Natürlich will sie den Erholungsraum in der Stadt erhalten, der ja nichts kostet.
Besonderen Wert legt sie darauf, den Senioren das Leben zu erleichtern und ihnen die Lebensqualität zu erhalten.
Großer Dank galt den Vereinen, die entscheidend zur Lebensqualität beitragen. Sie können auch weiterhin mit der Unterstützung der Stadt rechnen.
Damit kam sie zum Geld, das für die Menschen da ist und nicht umgekehrt. Für die Schulden wurden erhebliche Werte geschaffen, etwa in die Zukunft der Kinder.
Mühldorf darf sich nicht tot-sparen sondern muß die Schulden langsam abbauen und gleichzeitig investieren. Für diese wirtschaftsfreundliche Haushaltskonsolidierung stehen die Chancen gut: Die Steuereinnahmen sprudeln wie nie zuvor. Da trägt die Wirtschaftspolitik der Ära Knoblauch Früchte.
Um die lebendige Demokratie zu leben, wünschte sie sich mehr Beteiligung der Jugend an der Gestaltung der Gesellschaft. Dazu wollte sie ein Jugendforum einrichten. Auch die Senioren sollten ihre Erfahrung in einem Seniorenforum einbringen. Ein internationales Forum soll dafür sorgen, das friedliche Zusammenleben aller Nationalitäten in Mühldorf zu fördern.
Die Gesellschaft muß näher zusammenrücken um so die Probleme der Zukunft zu lösen.
Als zweitältestes Kind und älteste Tochter des ehemaligen Bundestagsabgeordneten der CSU Valentin Dasch lernte sie frühzeitig Verantwortung zu übernehmen. Schon damals mußte sie oft auf ihre vielen Geschwister aufpassen. Ihre große Familie gibt ihr heute viel Zuversicht.
Außerdem saß sie schon immer gern am Steuer.
Als Leiterin des Hauses der Begegnung hat sie schon immer viel Erfahrung sammeln können und auch schon immer Kontakt zur Politik gehabt. Dort wimmelt es gerade so von Leuten aus allen Generationen. Andere Kommunen beneiden Mühldorf um dieses Haus.
So kennt sie die Sorgen und Nöte der Bürger und wird diese Erfahrung auch als Bürgermeisterin einsetzen. Dabei kommt ihr auch ihre Erfahrung aus der Führung des Hauses zu Gute, die von Betriebswirtschaft bis Personalführung und der Zusammenarbeit mit Behörden alles umfaßt.
Hier wie dort geht es um den verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln.
Damit bat sie um die Unterstützung der Mitglieder des Ortsvereins. (O-Ton )
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Thomas Enzinger dankte Marianne Zollner und war sicher, daß es nach dieser Vorstellung für Kandidaten anderer Gruppierungen verdammt schwer wird....
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Klara-Maria Seeberger hatte eine Nachfrage zum Thema Privatisierung der Wasserversorgung, die Marianne Zollner natürlich beantwortete.
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Christine Knoblauch bat die Stimmberechtigten, ihr Votum abzugeben und verkündete nach der Auszählung das Ergebnis: (O-Ton von 23, 22x ja und eine Enthaltung – Danke für das Vertrauen.....)
Sie nahm die Gratulation der Bürgermeister und des Ortsvorsitzenden an und freute sich über das gute Ergebnis.
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Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer gratulierte Marianne Zollner ebenfalls, wünschte ihr viel Erfolg und überreichte ihr einen Blumenstock. Die SPD kann einfach Kommunalpolitik, die anderen verstehen’s nicht, weshalb sie die Unterstützung des Kreisverbandes sicher hat.
Nun beginnt der Wahlkampf, sie werden Mühldorf erobern – verabschiedete sich Marianne Zollner kämpferisch und übergab an Pentasax, die den Frühschoppen begleiteten.
Dazu wünschte auch Thomas Enzinger viel Vergnügen als Grünen Stadtrat und Bürgermeisterkandidat Dr. Georg Gafus und viele weitere gratulierten.
Marianne Zollner dankte ihren Wählern persönlich und motivierte mit Autogrammkarten.
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Bliebt abzuwarten, gegen wen Marianne Zollner ihren Wahlkampf führen wird. Bislang ist nur Dr. Georg Gafus als Kandidat benannt. UWG, Freie Wähler und vor allem die CSU halten sich in dieser Frage bemerkenswert bedeckt....
127 St. Erasmus hat mit dem neu gestalteten Dorfplatz nun eine Ortsmitte 7:10
Kurz vor Mittag trafen sich Geistlichkeit, Stadträte, Bürgermeister, Planer und Bürger auf dem neu gestalteten Dorfplatz in St. Erasmus, wo die Straße aus Jettenbach auf die Straße aus Waldkraiburg Richtung Niederndorf und Kraiburg trifft.
Einen weiteren Teilerfolg wollte Bürgermeister Siegfried Klika feiern. Ein Teilerfolg ist es deshalb, weil noch ein Brunnen und ein paar Besonderheiten fehlen, die erst noch kommen werden.
Und Blumen fehlen natürlich auch noch....
Trotzdem wollte er die Übergabe feiern, besonders auch deshalb weil hier schon 285.000 Euro verbaut wurden. Geld, das man auch nicht einfach so aus dem Handgelenk schütteln kann.
Er freute sich deshalb ganz besonders über die große Zahl Bürger, die zu dieser Feierstunde gekommen waren.
Besonders begrüßen wollte er Monika Hirl vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und die Architekten und natürlich die Stadträte und die Mitarbeiter des Rathauses.
Wie wichtig der Stadt dieses Projekt war, zeigt die Teilnahme seiner beiden Kollegen und der Geschäftsführer der drei städtischen Gesellschaften.
Sein erster Eindruck des neu gestalteten Platzes war sehr gut. Vor allem der angedeutete Grundriß des Schloßes Tråsen.
Es hat ja lang gedauert, bis es so weit war: Schon 1986 gab es erste Gespräche und einen ersten Antrag, den Ortsteil St. Erasmus ins Dorferneuerungsprogramm zu bekommen. Eine Reihe von Gesprächen hat dann keine Ergebnisse gebracht. Erst 2009 wurde es konkret. Am 5. Mai 2009 kam die Genehmigung für den vorzeitigen Baubeginn. Dann gings los.
Ein Zufallsgespräch führte dazu, daß das Haus abgerissen werden konnte, das damals hier noch gestanden hatte. Erst dadurch konnte der Platz so gestaltet werden, wie er heute ist. Dazu hat auch der Arbeitskreis der Anwohner beigetragen, der sich intensiv eingebracht hat.
Dank galt auch der katholischen Kirchenstiftung und dem Ordinariat, die zugestimmt haben, daß die Sitzplätze vor der Kirche auch von Leuten genutzt werden können, die nicht unbedingt in die Kirche gehen....
Der Stadtrat hat schnell entschieden und so konnten nach zweimaliger Erhöhung des Kostenrahmens die Arbeiten an diesem historischen Platz beginnen.
Siegfried Klika erkannte in den Gesichtern der Gäste die Freude über den Abschluß der Bauarbeiten und das erzielte Ergebnis. Auch wenn das Blumenbeet und der Brunnen erst noch kommen werden. Die Kirchturmbeleuchtung würde nochmal 7.000 Euro kosten, sollte aber schon zusammen mit der Kirche errichtet werden.
Er dankte Projektleitern und Baufirmen für die pünktliche Fertigstellung der Arbeiten und auch dafür, daß sie unfallfrei verlaufen sind.
Wichtig war ihm auch das Touristen-Info: Erstens damit die Erasmusser wissen, daß sie zur Stadt Waldkraiburg gehören, und daß die vielen Radfahrer sich orientieren können.
Auch wenn er keinen Schlüssel hatte, wollte er den Platz der nach der Weihe feierlich den Bürgern übergeben.
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Monika Hirl vom Amt für ländliche Entwicklung freute sich über den Abschluß der Bauarbeiten an diesem historischen Platz. Fast so alt ist die Geschichte: Schon im März 1986 hatten Bürgermeister Jochen Fischer den Wunsch der Bürger nach Neugestaltung dieses Platzes gemeldet, der damals von Baukosten von 100.000 DM ausging.
Lange wurde geprüft.
Erst als 2006 der Beschluß fiel, das Haus abzureißen, war der Weg für die Dorferneuerung frei. Erst da konnte man den Platz vor der Kirche als Dorfzentrum sehen.
Sie freute sich sehr darüber, daß die Anwohner sich so sehr an der Planung beteiligt haben. Es ist ihnen am liebsten, wenn sich die Nutznießer schon an der Planung aktiv beteiligen.
Die Übergabe des neu gestalteten Platzes ist damit Grund zur Freude – auch wenn die Schattenspender noch wachsen müssen.
Aus dem Dorferneuerungsprogramm stellen sie nun 54% der Bausumme zur Verfügung, 134.000 Euro.
Damit wünschte sie den Bürgern von Waldkraiburg und St. Erasmus alles Gute mit ihrem neuen Dorfplatz.
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Architekt Rainer Heinz erläuterte die Grundlagen der Planung, die Erinnerungen an das Schloß Tråsen aufnimmt und gleichzeitig einen Treffpunkt in der Mitte des Ortes bildet.
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Stadtpfarrer Martin Garmeier und Pfarrer Lars Schmidt-Lanzerat schickten sich an, dem neuen Platz den kirchlichen Segen zu erteilen. Dabei betonten sie die Bedeutung solcher Plätze für das Zusammenleben und den hohen Stellenwert der Kirche, die gerade hier das Gefühl der Sicherheit weckt.
Pfarrer Martin Garmeier mußte seine Stimme arg anstrengen um sich gegen den Verkehrslärm Gehör zu verschaffen. (O-Ton ja i muaß ja so plärrn, weil sich d’Stadt kein Mikrophon mehr leisten kann....)
Damit sorgte er natürlich für Heiterkeit.
Schon im alten Jerusalem gab der Platz vor dem Tempel den Juden Gelegenheit, ihre Identität zu erkennen und Ruhe zu finden – egal welchen Alters und egal ob gesund oder alt und krank. Eine ähnliche Bedeutung kann dieser Platz vor der Kirche für St. Erasmus haben. Die Kirche zeigt aber auch, daß Gott auch hier mitten unter den Menschen ist.
So segneten sie den Platz. (O-Ton)
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Abschließend schnitten sie gemeinsam das blau-gelbe Band durch. (O-Ton vorsichtig schneiden, weil wir’s wieder zusammennähen müssen... (Siegi!))
Später lud die Stadt die Gäste zum gemeinsamen Mittagessen ins gegenüber liegende Gasthaus ein.
128 Gegen Rechts: "Blut muß fließen - Undercover unter Nazis" - Ein Gespräch mit Peter Ohlendorf und Anne Franke 15:15
In den größten Saal des Cinewood Kinocenters in Waldkraiburg lud die Landtagsfraktion der GRÜNEN und zeigte dort Peter Ohlendorfs Film „Blut muß fließen – Undercover unter Nazis“, den er zusammen mit Thomas Kuban hergestellt hat. Der Film lief erstmals auf der Berlinale 2012 und erhielt dort viel Beifall. Bislang fand sich kein Fernsehsender bereit, diesen Film in voller Länge auszustrahlen.
Ins Kino kamen neben Betreuungsabgeordneter Anne Franke die Vorstandssprecher der Kreis-Grünen, Rainer Stöger und Peter Uldahl, Piraten-Landtagskandidat Hans-Peter Rotter und Pfarrer Martin Garmeier.
Vorstandssprecher Rainer Stöger beschränkte sich bei seiner Begrüßung auf die große Gruppe Schüler – viel mehr als zuletzt bei der Diskussionsveranstaltung von Kreisjugendring und DGB.... -und die Mitstreiter von „Müldorf ist bunt“.
Anne Franke freute sich, daß Kino-Betreiber Thomas Rahnert sein Haus auch für informative Veranstaltungen öffnet. Die Grünen unterstützen die Aufklärung durch den Film weil sie der Meinung sind, daß unser Staat auf dem „rechten Auge“ blind ist. Das bestätigte eine aktuelle Meldung, die besagt, daß 2012 die Zahl rechtsorientierter Straftaten allein in München um 50% gegenüber dem Vorjahr zugenommen hat. Der NSU-Untersuchungsausschuß und der NSU-Prozeß in München hilft wenigstens ein bißchen, den Blick auf diese Szene zu schärfen.
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Thomas Kuban – dieser Name ist natürlich ein Pseudonym – hatte jahrelang mit versteckter Kamera Konzerte mit Rechtsrock-Szene besucht und viel zu oft das „Blutlied“ gehört....
(Einspieler – Trailer – Szenen)
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Nach dem Film haben wir mit Produzent Peter Ohlendorf gesprochen.
Herr Ohlendorf, Thomas Kuban hat über viele Jahre die Rechtsrockszene mit versteckter Kamera beobachtet. Sie haben die Aufnahmen zum Film „Blut muß fließen – undercover unter Nazis“ verarbeitet. Worin bestand die Motivation, sich so großer persönlicher Gefahr auszusetzen und so einen Film herzustellen? (O-Ton 51:01:02)
Die Arbeiten haben schon vor dem Auffliegen des NSU-Terrortrios begonnen. Damals sah man als schlimmste Bedrohung den islamistischen Terror. Was hat ihr Interesse an der Rechtsrock-Szene geweckt? (O-Ton )
Sie werfen der Politik vor, auf dem rechten Auge blind zu sein, was man ja auch am Verlauf der Ermittlungen über den NSU so erkennen kann. Was denken Sie, wohin sich das alles entwickeln wird? (O-Ton)
In der Diskussion nach dem Film kam der Einwand, der Ruf nach dem starken Staat kann nicht das Ziel sein, das Problem müßte von den Wurzeln her angepackt werden. Wo sehen Sie Angriffspunkte, wie könnte man solchen Tendenzen den Boden entziehen? (O-Ton )
Zurück zu Ihrem Film: Sie zeigen ihn in ganz Deutschland in Kinos und an Schulen. Wie reagieren die Leute auf Ihren Film? (O-Ton )
Dann hoffen wir, daß Sie den Film finanziert bekommen und daß sich die Dinge so entwickeln, daß Sie keine Fortsetzung drehen müssen.. (O-Ton )
Vielen Dank für das Gespräch.
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Frau Franke, Sie haben diesen schockierenden Film ins Kino nach Waldkraiburg gebracht. Was hat Sie bewogen, mit diesem Thema durch die Lande zu ziehen? (O-Ton
129 Staatssekretär Dr. Gerd Müller: Das Essen als Kultur begreifen - Mehr Biolandwirtschaft ist nötig 6:10
Einen Besuch in der Region nutzte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz – Dr. Gerd Müller – für einen Besuch bei der Mühldorfer Bio-Feinkost-Firma Byodo.
Auf Einladung von Bundestagsabgeordnetem Stephan Mayer kam der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Gerd Müller in die Region. Nach dem Besuch eines landwirtschaftlichen Anwesens im Landkreis Altötting besichtigte er die Mühldorfer Bio-Feinkost-Firma Byodo. Dort trafen wir die Delegation, zu der auch die Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes – Ulrich Niederschweiberer, die Kreisbäuerin des Landkreises Altötting – Maria Reichenspurner, Bezirkstagskandidatin Claudia Hausberger und Bezirksrat Frank Springer gehörten.
Da die Inhaber der Firma - Andrea Sonnberger und Michael Moßbacher – verreist waren, begrüßte geballte Frauenpower die Delegation.
Dr. Gerd Müller dankte für die Präsentation der Firma und gratulierte Byodo zu ihrem bemerkenswerten Erfolg.
MdB Stephan Mayer freute sich über den Besuch Dr. Müllers, der seit 2005 Staatssekretär im Verbraucherschutzministerium ist. Es war ihm wichtig, daß er ein weiteres Mal die Region selbst erlebt um so die Grundlagen für seine Arbeit in der Verbaucherschutzpolitik zu erkennen.
Während ihres Besuches hatten sie bestätigt gefunden, daß Biolandwirtschaft und konventionelle Landwirtschaft parallel bestehen können. Es ist nicht so, daß das eine gut und das andere schlecht ist. Sie ergänzen sich. Trotzdem müssen die Rahmenbedingungen so gesetzt werden, daß beide Richtungen profitabel wirtschaften können.
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Dr. Gerd Müller würdigte den ganzheitlichen Ansatz, den Byodo verfolgt. Das Thema Ernährung liegt der Bundesregierung sehr am Herzen. Deshalb freute er sich über den besonderen Weg, den Byodo eingeschlagen hat.
Den Landwirten sagte Dr. Müller: (O-Ton Der Bio-Umsatz hat sich verdreifacht.... eine Million Hektar ... Bedarf decken – noch 10.000 Betriebe nötig....)
Bundesministerin Ilse Aigner hat deshalb die Bioförderung weiter ausgebaut. Im kommenden Jahr wird diese Förderung nochmals erhöht um Landwirte zu bewegen, dauerhaft auf die Produktion von Bio-Lebensmitteln umzustellen.
Der Mensch ißt im Lauf seines Lebens 100.000 mal. Während das in Deutschland eher Nahrungsaufnahme ist, gehört es in Frankreich oder Italien zur Kultur und zum Erleben. Dafür investieren Franzosen und Italiener gern Geld und Zeit.
Er selbst hat diesen Wandel bereits vollzogen: Seine Familie kauft bewußt ein und achtet nicht nur auf höchste Standards sondern auch darauf, daß sie saisonal verfügbare Produkte aus der Region kaufen.
Allerdings forderte Dr. Müller mehr Anbau von Gemüse, wo die deutsche Landwirtschaft nur die Hälfte des Bedarfs selbst bereitstellen kann. Um hier Anreize zu schaffen, wird die Förderung im kommenden Jahr erhöht.
Daß diese Förderung zu gering und deshalb kein richtiger Anreiz ist, kritisierte Ulrich Niederschweiberer umgehend. Auch für Maria Reichenspurner waren die Anreize zur Umstellung zu gering.
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Die Gäste probierten verschiedene Produkte der Firma und waren von deren Qualität sehr angetan – auch wenn etwa diese Flasche 10 Jahre gereiften Balsamikos für 22 Euro doch an der obersten Grenze des Budgets angeordnet ist.... – Eine Kostbarkeit!
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MdB Stephan Mayer dankte für die Vorstellung des Unternehmens und seiner Produkte und sicherte die fortgesetzte Unterstützung des Bio-Lebensmittelsektors zu.
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Herr Staatssekretär, sie haben hier ein sehr innovatives Unternehmen besucht. (O-Ton)
Sie haben Italien und Frankreich genannt, wo das Essen Kultur bedeutet, während es in Deutschland eher der Nahrungsaufnahme dient. Was würden Sie dem deutschen Verbraucher raten? (O-Ton)
Byodo engagiert sich auch sehr für die Bienen, deren Bestäubungsarbeit die Grundlage für das Wachstum ist. Wie unterstützt Ihr Ministerium diese Arbeit? (O-Ton)
Fastfood ist da kein Weg. (O-Ton)
Vielen Dank Herr Staatssekretär.
130 Kinderkrippen in Mühldorf 1: Richtfest an der Waidbruckstraße 6:15
Die Waidbruck-Straße ist da, wo auch die anderen großen europäische Hauptstädte ihre Straßen haben, also gegenüber der Mittelschule im Mühldorfer Norden.
Hier entstehen zur Zeit auf einem neu ausgewiesenen Baugebiet zahlreiche Eigenheime.
Um dem gesetzlichen Anspruch auf einen Platz in einer Kinderkrippe zu entsprechen, baut die Stadt schon jetzt eine neue Kinderbetreuungseinrichtung.
Weil für das eingeschoßige Gebäude schon Richtfest gefeiert werden konnte, lud die Stadt Stadträte, Planer, Bauleute, Mitarbeiter des Rathauses und natürlich das Amt für Jugend und Familie und Landrat Huber ein.
Zimmerermeister Thomas Tröstl ließ noch sein Plakat anbringen, als die Bauleute dabei waren, den Rohbau sauber zu machen.
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Bürgermeister Günther Knoblauch freute sich denn auch, so viele Gäste begrüßen zu können, die alle dazu beitragen, daß die Kinderkrippe rechtzeitig fertig wird.
Es ist schon eine Besonderheit, daß die Stadt die Kinderbetreuungseinrichtungen schon baut, bevor die Leute in ihre Häuser einziehen. Dieser Neubau zeigt, daß Mühldorf eine familienfreundliche Stadt ist und daß die Kinderbetreuung der Stadt sehr am Herzen liegt.
Damit hoffte er auf eine schöne Firstfeier und übergab das Wort an Thomas Tröstl, der auf dem Dach schon bereit stand.
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Zimmerermeister Thomas Tröstl trank erst einmal auf die Kinder, die hier ihren Weg ins Leben gezeigt bekommen und auf die Eltern, denen heute oft Zeit und Kraft fehlen. Dabei wird die Kinderkrippe immer nur Ergänzung zum Elternhaus bleiben.
Und er trank auf alle, die daran beteiligt waren, das Gebäude bis hierher fertig zu bekommen.
Dann trank er auf den unfallfreien Verlauf der bisherigen Baumaßnahmen und und auf Herrgotts Schutz, von dem er hoffte, daß sein Segen niemals zu Ende gehen möge. Hier soll immer Kinderlachen zu hören sein. Darauf ein dreifach „Hoch“.
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Dann widmeten sich die Gäste einem guten Stück Leberkäs und einer Brezen und einem Bierchen oder zwei.
Herr Bürgermeister, was entsteht hier genau? (O-Ton )
Frau Geisberger, ab 1. August haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Kinderkrippenplatz. Wie siehts damit im Landkreis aus? (O-Ton)
Vielen Dank.
131 Kinderkrippen in Mühldorf 2: Einweihung an der Königsseestraße 8:10
Nachbarn, Architekt, Planer, die Leiterinnnen der städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen und natürlich zahlreiche Stadträte und Mitarbeiter des Rathauses kamen im Foyer der neuen Kinderkrippe an der Königsseestraße in Mühldorf zusammen um deren Einweihung zu feiern.
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Bürgermeister Günther Knoblauch freute sich, so viele Gäste willkommen heißen zu können. Besonders über die große Zahl Stadträte. Nur zweiter Bürgermeister Paul Schwarz war anderweitig beschäftigt.... (hat ja auch was zu essen gegeben....)
Allen Beteiligten dankte er für die gute Arbeit, und dafür, daß sie alles getan haben, die Kinderkrippe rechtzeitig zu eröffnen. Verzögerungen haben aber dazu geführt, daß sie nicht zum Schuljahresbeginn sondern erst im November in Betrieb genommen werden hatte können. Im Winter wollten sie aber dann doch nicht Einweihung feiern, so daß es Juni wurde...
Damit begrüßte er Ilona Schelle, die Leiterin der neuen Kinderkrippe.
Zusammen mit der neuen Kinderkrippe an der Waidbruckstraße, wo erst kürzlich Richtfest gefeiert wurde, bietet die Stadt nun ein umfangreiches Betreuungsangebot für Familien.
Dafür zu sorgen ist gerade in Zeiten des Demographiewandels von großer Bedeutung. Er dankte dem Team im Rathaus mit Franz Hanninger an der Spitze, die immer bemüht sind, die Einrichtungen dem Bedarf anzupassen.
So wie frühere Einrichtungen auch schon, wurde auch diese Kinderkrippe schon erreichtet bevor in der Umgebung die Häuser gebaut wurden. Mühldorf ist nun in der Lage, der Einführung des gesetzlichen Anspruchs auf einen Kinderkrippenplatz entspannt entgegen zu sehen und hat einen Deckungsgrad von 60% bei der Betreuung ein- bis dreijähriger und immer noch 41% bei 0- bis 3-jährigen. Das zeigt, wie stark die Kinderbetreuung der Stadt am Herzen liegt.
Alle Einrichtungen entstanden in enger Zusammenarbeit mit dem Landratsamt. Vier Millionen Euro investiert die Stadt in diesem Jahr in Kinderbetreuungseinrichtungen, darunter diese Kinderkrippe, die rund 900.000 Euro gekostet hat.
Von 25 am Bau beteiligten Firmen kamen 7 direkt aus der Stadt und alle anderen aus der Umgebung. Mit Aufträgen für heimische Betriebe - unabhängig davon, was V-O-B vorschreibt. Trägt die Stadt dazu bei, den Mühldorfern ihre Arbeitsplätze zu sichern.
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Architekt Ernst Schmidbauer wollte sich kurz fassen und erinnerte an die Chronologie des Baus. Er beschrieb das Gebäude: 1.700 Kubikmeter umbauter Raum bieten eine Nutzfläche von 400 Quadratmetern auf zwei Ebenen. Im Obergeschoß findet sich neben einem Mal und Bastelraum der Bereich für die Mitarbeiter und ein Lager- oder Vorratsraum, im Erdgeschoß die Gruppenräume, die Schlafräume, Toiletten mit Wickeltischen, der Kinderwagenraum, das Leitungsbüro, eine Küche und weitere Funktionsräume.
Allerdings gestaltete sich der Baubeginn schwierig, weil es nach Vorliegen der Baugenehmigungen noch gar keine Straße gab, auf der man zur Baustelle hätte fahren können. Der gesamte Bau verlief dann unfallfrei und planmäßig, nur die langsame Trocknung verursachte einen vierwöchigen Verzug.
Leider hat eine ungewöhnliche Preissteigerung das Gebäude sehr verteuert. Trotzdem ist ein langlebiges Gebäude entstanden.
Damit wünschte er den Kindern und Betreuerinnen viel Erfolg und überreichte Bürgermeiester Günther Knoblauch den symbolischen Schlüssel.
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Tatsächlich überstiegen die Kosten die veranschlagte Summe um etwa 100.000 Euro, bestätigte Bürgermeister Knoblauch.
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Rekka Neuer, Leiterin der Abteilung Jugend, Familie, Soziales und Gesundheit am Landratsamt Mühldorf war inzwischen eingetroffen. Ihr Navigationssystem kannte halt die neue Königsseestraße noch nicht....
Sie überbrachte die Grüße von Landrat Georg Huber und bekannte, daß sie solche Termine sehr genießt, weil hier etwas entsteht, was den Kindern dient und damit den Fortbestand des Landkreises sichert.
Es ist besonders wichtig, Kinder früh zu fördern. Das gelingt berufstätigen oder alleinerziehenden Eltern oft nicht, weshalb die Kinderkrippe hier einspringt. Auch diese neue Kinderkrippe.
Gerade der Landkreis Mühldorf altert sehr, weshalb jede junge Familie bestmöglich gefördert werden muß. Aus diesem Grund hat der Freistaat viel Geld für den Bau von Kinderkrippen bereitgestellt und die Gemeinden im Landkreis haben das Ihre dazu getan.
Wichtig ist auch gut ausgebildetes Personal. Daß hier beides geboten werden kann, dafür dankte sie der Stadt Mühldorf und allen, die hier am Bau mitgewirkt haben.
Allen Kindern an der Kinderkrippe und allen Betreuerinnen wünschte sie viel Erfolg und gute Zusammenarbeit.
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Auch Bürgermeister Günther Knoblauch dankte dem Amt für Jugend und Familie mit der sich die Zusammenarbeit sehr positiv gestaltet.
Er übergab den Schlüssel gleich an die Leiterin der Kinderkrippe, Ilona Schelle. Sie war sicher, Kinder, Eltern und natürlich die Mitarbeiterinnen haben sich in den zurückliegenden Monaten gut in den neuen Räumen eingelebt.
Sie beschrieb die drei Grundzüge ihrer Arbeit: Die Selbsttätigkeit des Kindes zu fördern, die Umgebung optimal für die Kinder vorzubereiten und die Kinder sensibel zu beobachten.
In zwei großen, klar gegliederten Räumen finden Kinder eine Umgebung, in der sich 1- bis 3-jährige Kinder gut entfalten. Um die Kinder nicht zu überfordern, ist das Angebot überschaubar und wird durch gelegentliches Auswechseln aktuell gehalten. Das gilt auch für die großzügigen Garten, auf dem die Bobby-Car-Fahrer auf der großen Terrasse ihren Spaß haben dürften.
Daneben lernen die Kinder an der Kinderkrippe Grundsätzliches. Entwicklungsgespräche mit den Eltern sorgen für ein gutes Miteinander von Krippe und Elternhaus.
Kinder unter einem Jahr nimmt die Kinderkrippe allerdings nicht auf.
(O-Ton Jetzt möchte‘ ich noch einen besonderen Dank an Sie richten Herr Bürgermeister....)
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Das Hauptamt beweist ein ums andere Mal ein glückliches Händchen bei der Auswahl des Personals, gab Günther Knoblauch das Kompliment und den Dank zurück.
Er wies auf das Kinderbetreuungsverzeichnis hin, das auf der Internetseite der Stadt bereit steht – ein großartiger Service, den es selten wo geben dürfte.
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Pfarrerin Susanne Vogt und Diakon Jakob Unterreitmeier erteilten der Kinderkrippe den kirchlichen Segen.
Allerdings waren die Söckchen etwas zu klein, die Susanne Vogt den Kindern schenken wollte. Weil Schuhe in der Bibel Freiheit, Unabhängigkeit und Reichtum symbolisieren, hatte sie für jedes Kind an der Krippe ein paar Söckchen. Vielleicht strickt die Dame ihrer Gemeinde nocheinmal Schuhe in der Größe wie die Kinder hier sie brauchen können....
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Nach der Eröffnungsfeier besichtigten die Gäste die neuen Räume, den Garten und die Baustelle nebenan, wo die Stadt einen neuen Kindergarten errichtet.
Abschließend lud die Stadt die Gäste der Eröffnungsfeier zu einem gemeinsamen Mittagessen in den Wintergarten am Stadtsaal ein.
132 Sportfest des Kreisverbandes Mühldorf des BLSV 5:10
Auf dem Sportgelände an der Mittelschule in Mühldorf wurden gerade die letzten Wettbewerbe ausgetragen, als wir dazu kamen.
Die letzten absolvierten den 50-Meter-Lauf und die letzte Gruppe versuchte sich im Weitsprung.
Die schon fertig waren, erwarteten die Siegerehrung unter Sonnenschirmen oder spielten Fußball. Andere standen schon einmal Probe... (aufm Siegerpodest)
Herr Wieser, seit der Neuwahl des Vorstandes des Kreisverbandes des Bayerischen Landessportverbandes habt ihr einiges neu gemacht. Könnten Sie die Pläne etwas erläutern? (O-Ton 1:25:04:00)
Das Sportfest findet ja jedes Jahr statt. Wieviele Vereine haben sich diesmal beteiligt? (O-Ton)
Wir waren ja nicht von Anfang an dabei. Welche Disziplinen haben die Kinder absolvieren müssen? (O-Ton)
Welche Aktivitäten stehen heuer noch im Terminkalender? (O-Ton)
Und was steht heute noch an – gerade beginnt’s zu tröpfeln? (O-Ton)
133 Der Inn hinter Glas - Vernissage zur Ausstellung der Künstlergruppe "Farbkreis 99" 6:05
Nein, - - - ums Bargeld gings an diesem Abend nicht, als sich die Mitglieder der Künstlergruppe Farbkreis 99 und zahlreiche Gäste in der Filiale der Sparda-Bank in Mühldorf einfanden um die neuesten Werke zu bestaunen, die dort nun ein Jahr lang hängen.
Den Service lieferte – wie auch in den letzten Jahren Farbkreis-Leiter Rolf Liese, der zwar keine Sachwerte anbieten konnte, trotzdem viel zu erläutern hatte.
Allerdings hatte er das Problem, in zweifacher Funktion auf der Bühne zu stehen, und dazu sollten die Zuhörer ihre Phantasie nützen: Da Filialleiter Thomas Pawelka nicht da sein konnte, übernahm er auch die Aufgabe im Namen der Bank die Gäste zu begrüßen. Er freute sich, die Gäste zur fünften Ausstellungseröffnung willkommen heißen zu können und begrüßte besonders Kulturreferent Rainer Schratt und Kreisrätin Klara-Maria Seeberger.
Der Ausstellung wünschte er im Namen von Thomas Pawelka viel Erfolg und den Gästen einen angenehmen Abend.
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Als künstlerischer Leiter der Gruppe „Farbkreis 99“ freute sich Rolf Liese nun schon zum fünften Mal Gast in den Räumen der Sparda-Bank zu sein – eine lange Zeit.
Es ist auch außergewöhnlich, daß sich eine Künstlergruppe über ein Jahr hinweg einem gemeinsamen Thema widmet. Christine Nömayr hatte schon vor einem Jahr darauf gedrängt, ein Thema zu finden, das entweder formal oder thematisch die Ausstellung zusammenhält.
Diesmal gab es gleich eine doppelte Gemeinsamkeit: Das Thema war der Inn und die Technik, die Hinterglasmalerei.
Hinterglasmalerei hatte er selbst angeregt. Der Funke ist auf den Farbkreis übergesprungen, in dem 9 Mitglieder allwöchentlich bei ihm zusammenkommen um gemeinsam zu arbeiten. Übrigens ist die Zusammensetzung typisch für kreative oder künstlerische Gruppen: 8 Frauen und ein Mann....
Auch nach 11 Jahren arbeiten sie gut zusammen und befruchten ihre Arbeit gegenseitig.
Die Hinterglasmalerei ist etwas besonderes weil man nicht nur alles seitenverkehrt malen muß und man auch das zuerst malen muß, was ganz vorne zu sehen ist, während man auf der Leinwand mit dem Hintergrund beginnt. Deshalb gibt es so wenige Hinterglas-Portraits.
Genau diese Herausforderung nahm die Künstlergruppe an und brachte ein erstaunlich erfreuliches Ergebnis zum Vorschein.
Wie jedes Mal gibt es auch diesmal ein Gemeinschaftsbild. Das zu malen war nochmal eine andere Herausforderung, weil 9 Malstile zusammengeführt werden mußten.
Die Bilder selbst zeigen den Inn in allen seinen Facetten. Das zu erkennen bat Rolf Liese die Anwesenden und die Besucher auf.
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Wie in den zurückliegenden Jahren auch, hängen die Bilder in allen Räumen der Filiale der Sparda Bank ein ganzes Jahr lang. Manche Bilder – besonders die in den Büros der Mitarbeiter muß man sich zwar zeigen lassen, sonst sind die Bilder während der üblichen Öffnungszeiten der Bank für jedermann frei zunänglich. Und damit bietet sich dann tatsächlich ein zusätzlicher Service für die Kunden.
134 Das IHK Gremium Altötting-Mühldorf: Energiepolitik, Archiv der bayerischen Wirtschaft und neue Förderrichtlinien 26
IHK Gremiumsvorsitzende Ingrid Obermeier-Osl konnte im Saal des Hotel Post neben den Mitgliedern und Referenten auch den stellvertretenden Landrat des Landkreises Altötting willkommen heißen – Stefan Jetz.
Von Energiepolitik über das Archiv der bayerischen Wirtschaft bis zu den neuen Förderrichtlinien der Europäischen Union stand ein sehr breites Themenspektrum auf der Tagesordnung. Deshalb hielt sie sich nicht lange mit Vorreden auf und übergab an Dr. Norbert Amann, der den aktuellen Stand der Energiepolitik darstellen sollte.
Dr. Norbert Amann ist Sprecher für Energiefragen beim deutschen Industrie- und Handelstag und deshalb bestens informiert. Insbesondere beschäftigt er sich mit diesen Themen.
Die IHK ist vor allem bestrebt, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, die Preise bezahlbar zu halten und Umwelt und Klimaschutz zu beachten.
Aktuell geht’s um diese Themen, auf die er nicht alle eingehen konnte.
Aktuell ist der Strommarkt sehr in Bewegung. Hier die politischen Ziele, die zu erreichen derzeit nicht sehr realistisch erscheint. Es wird zwar möglich sein, den Anteil Stroms aus erneuerbaren Energiequellen bis 2020 auf 35% zu steigern, allerdings zu enormen Kosten.
Der Ausstieg aus der Kernenergie bis 2020 ist politisch beschlossen und bei konstant bleibendem Stromverbrauch in Bayern unter Umständen auch möglich. Alle weiteren Ziele der Energiewende sind ehrgeizig.
Skeptisch ist die IHK beim Bau von Gaskraftwerken, die nötig sind, um Lücken auszufüllen, die erneuerbare Energiequellen nun einmal mit sich bringen und die zur Netzstabilisierung nötig wären. Noch nicht einmal das Kraftwerk in Haiming wird gebaut, das fertig durchgeplant ist.
Diese Graphik zeigt, was den Unternehmern Sorgen bereitet. Und da rangieren die Energie- und Rohstoffkosten an oberster Stelle.
Tatsächlich sind die Kosten für Strom seit 1998 in Folge der Liberalisierung gesunken, wie hier die blauen Teile der Balken zeigen. Allerdings hat seither der Staat immer mehr auf den Strompreis draufgesattelt: Die Stromsteuer und die EEG-Umlage.
Diese Entwicklung hat dazu geführt, daß der Strompreis in Deutschland an der europäischen Spitze rangiert und doppelt so teuer ist wie in Amerika oder in Asien. Daran wird sich trotz Minister Altmaiers Strompreisbremse kaum etwas ändern – schon gar nicht vor der Bundestagswahl. Er ist damit klar gescheitert.
Man muß also davon ausgehen, daß die Strompreise weiter steigen werden.
Ein Trugschluß ist es auch, anzunehmen, alle Stromkunden würden sofort entlastet, wenn man die Sonderregelungen für besonders energieintensive Unternehmen abschaffen würde.
Besonders interessant ist dagegen die Energie- und Stromsteuer, die eine Reihe neuer Regelungen bringt – etwa die Einführung von Energiemanagementsystemen.
Aktuell hat das Verteilnetz bereits gelegentlich Probleme, die erneuerbare Energie zu verkraften. Diese Probleme reichen von Spannungsschwankungen bis zu kurzzeitigen Aussetzern.
Unternehmen sollten Vorkehrungen treffen um Risiken durch Stromausfälle zu vermeiden. Diese können technischer und ökonomischer Natur sein. Die IHK bietet hierfür umfangreiche Beratungsleistungen.
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Ludwig Schletter gab zu bedenken, daß die Energiekosten für ein Unternehmen in erster Linie durch Öl und Gas bestimmt werden, wobei der Gaspreis in den zurückliegenden 20 Jahren um 130% gestiegen ist. Verglichen dazu ist der Strompreis eher konstant geblieben. Leider schaut die Öffentlichkeit immer nur auf den Strompreis. Tatsächlich wäre eine Gaspreisbremse nötig....
Die Diskussion sollte wirklich versachlicht werden!
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Über die Situation der Fachkräfte in der Region berichtete Jens Wucherpfennig.
Diese Karte zeigt die demographische Entwicklung bis zum Jahr 2031. Hier zeigen orange und rote Landkreise Bevölkerungszunahme, blaue den Rückgang der Bevölkerungszahlen.
Der Landkreis Altötting wird demnach 0,9% und der Landkreis Mühldorf 0,2% seiner Bewohner verlieren.
Allerdings altert die Bevölkerung sehr und junge kommen zu wenig nach. Da die älteren aus dem Erwerbsleben ausscheiden, reduziert sich die Zahl verfügbarer Arbeitskräfte in naher Zukunft drastisch.
Wie sich die Altersstruktur verändert, zeigt diese Graphik: Die Zahl über-65-jähriger steigt und die Zahl aller anderen sinkt.
Diese Graphik zeigt die Herausforderungen für Unternehmen und mögliche Ansatzpunkte.
Um herauszufinden, was auf die Unternehmen zukommt, bietet die IHK unter dieser Internet-Adresse kostenlos einen Fachkräftemonitor, der jährlich aktualisiert wird. (40:30:00)
Aus diesem Fachkräftemonitor können Nutzer die Entwicklung bis zum Jahr 2030 entnehmen.
So sieht der Fachkräftemonitor für Oberbayern aus. (41:55:00)
Ein weiteres Tool ist der neue Demographierechner. Auch er ist im Internet unter dieser Adresse kostenlos nutzbar. Nach Eingabe aktueller Daten für das eigene Unternehmen errechnet der Demographierechner die Zahl jährlich einzustellender Nachwuchskräfte und hilft so den Bestand an Fachkräften zu sichern auch wenn das Unternehmen wächst.
Der Demographierechner ist natürlich nur für Unternehmen geeignet, die auf Erfahrungswerte zurückgreifen können und langfristig planen wollen.
Darüber hinaus geben zwei neue Broschüren der IHK Anhaltspunkte und Handlungsvorschläge für Unternehmen, die helfen, dem Fachkräftemangel zu begegnen.
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IHK-Chefvolkswirt Dr. Robert Obermeier ergänzte, man könnte den Fachkräftemangel bis 2030 allein schon damit begegnen, wenn die Frauen 10% pro Woche mehr arbeiten würden – also statt durchschnittlich 30 Stunden dann 33 Stunden pro Woche....
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Jana Kammer stellte das „Haus der kleinen Forscher“ vor, eine bundesweite Initiative, die zum Ziel hat, Kindern die Welt der Technik näher zu bringen. Sie kündigte die Auftaktveranstaltung eine Woche später im Sitzungssaal des Landratsamtes in Mühldorf an. Wir werden dann genauer auf diese Initiative eingehen.
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Mit dem Bayerischen Wirtschaftsarchiv will man der Vergangenheit eine Zukunft geben, beschreib Dr. Eva Moser ihre Schatzkammer.
Da Bayern relativ spät industrialisiert wurde und sich besonders der Mittelstand nicht sehr darum bemüht hat, seinen grandiosen Aufstieg zu dokumentieren und die Hinterlassenschaften zu sichern, hat es sich die IHK für München und Oberbayern seit 1986 zur Aufgabe gemacht, Material zu retten, das sonst verschachert oder gar entsorgt worden wäre. 1994 wurde das Archiv zum Bayerischen Wirtschaftsarchiv ausgebaut und der gemeinsamen Trägerschaft aller IHKs unterstellt.
Da finden sich dann solche Dokumente, wie das aus der Löwenbrauerei: (O-Ton 1:08:35:04 Schwangere sollten nicht 3-4 Maß Bier am Tag trinken. Eine Maß tuts auch!)
Diese vier Zielgruppen haben sie bei ihren abenteuerlichen Beutezügen im Blickfeld. So haben sie 5,5 Regalfachkilometer an wertvollen historischen Dokumenten sichern können.
Besonders von der Maschinenfabrik Esterer konnten sie viele interessante Exponate retten.
Weitere Hinterlassenschaften kamen vom Aluminiumwerk in Töging, das Mitte der 20er-Jahre dort gebaut wurde.
Von vielen weiteren Firmen konnte das Archiv Unterlagen retten, etwa auch von der Waldkraiburger Miraphon.
Nun zeigte Dr. Eva Moser Postkarten, Fotos und Grußkarten längst vergangener Tage.
Mit ihrem Archiv schlägt die bayerischen Wirtschaft eine Brücke zu den Universitäten und Hochschulen. Dabei finanzieren sie sich über die IHKs und einen Förderkreis. Etwas besonderes ist auch, daß ihr Archiv qualitätszertifiziert ist nach DIN-ISO 9001.
Wenn auf einer ihrer Grußkarten steht „Strebe nicht nur nach Gewinn – pflege auch idealen Sinn“, dann hoffte sie, daß sie unter den Zuhörern neue Freunde gefunden hat.
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Dr. Robert Obermeier hatte es schwer, nach diesem interessanten Vortrag nun auf die Auswirkungen der Änderungen der EU Regionalförderung auf die Landkreise Altötting und Mühldorf überzuleiten.
Die bayerische Staatsregierung hat die Förder-Schwerpunktgebiete neu abgegrenzt. Die neuen Regelungen zeigt diese Liste.
Nur drei Landkreise in Oberbayern werden in die EU Regionalförderung aufgenommen: Altötting, Mühldorf und Garmisch-Partenkirchen. Die Tatsache, daß hier gefördert werden, kann man auch so verstehen, daß sie der Förderung bedürfen – also wirtschaftlich schwächeln.
Allerdings sollen mit den Fördergeldern keine neuen Projekte gefördert werden sondern bereits laufende Projekte finanziell gestärkt werden.
Die hier dunkel dargestellten Landkreise erhalten 60% der Regionalförderung der EU.
Für den Zeitraum von 2014 bis 2020 fließen so von der EU 500 Millionen Euro nach Bayern – von 2007 bis 2013 waren es noch 576 Millionen.
Wichtig zu beachten ist, daß Großunternehmen von der Förderung durch die EU ausgeschlossen werden sollen und daß die Gelder ausschließlich zur Refinanzierung bereits geförderter Maßnahmen verwendet werden dürfen.
Weitere Informationen stellt das bayerische Wirtschaftsministerium und natürlich die IHK bereit.
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Dr. Robert Obermeier berichtete nun die Ergebnisse der jüngsten bayerischen Konjunkturumfrage, die aussagt, daß der Optimismus zurückkehrt. Zwar ist das Konjunkturklima niedriger als zuvor, steigt aber aktuell leicht an. Geschäftslage und Geschäftserwartungen für die kommenden 12 Monate steigen sowohl für Bayern als auch für Südostbayern leicht an.
Er erfreulich entwickeln sich die Investitionen, wo in Südostbayern mehr investiert wird als im übrigen Bayern. Allerdings betrachten die Unternehmen die Energiesituation als größte Bedrohung für die weitere Entwicklung.
Trotz Staatsschuldenkrise hat Bayern im vergangenen Jahr ein Export-Rekordjahr erlebt.
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Da Ludwig Ecker mit dem Schuljahresende in den Ruhestand wechselt, dankte ihm Ingrid Obermeier-Osl für die gute Zusammenarbeit und wünschte ihm alles Gute.
Nach 18 Jahren Schulleitertätigkeit geht er nun in den Ruhestand, verabschiedete sich Oberstudiendirektor Ludwig Ecker. Von Anfang an war er im Berufsbildungsausschuß der IHK dabei und hat in dieser langen Zeit viele interessante Gespräche geführt und Entwicklungen verfolgt. Dafür dankte Ludwig Ecker sehr und wünschte den Mitgliedern des Gremiums auch weiterhin viele interessante Tagungen.
Ingrid Obermeier-Osl verabschiedete ihn mit einem guten Tropfen.
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Florian Loserth berichtete von der Übergabe einer Resolution der IHK-Gremien Niederbayern und München und Oberbayern zum Weiterbau der B15 an Staatssekretär Dr. Andres Scheuer. Der dankte sehr dafür und freute sich, hier eine Initiative zu haben, die einen Straßenneubau forcieren und nicht behindern will.
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Ingrid Obermeier-Osl berichtete von der Reise einer Delegation in die Türkei, die in manchen Fällen wünschenswerte Zustände gezeigt hat. Der demographische Wandel und der Facharbeitermangel sind dort kein Thema. Sie schlug vor, eine Zusammenarbeit mit dem türkischen Unternehmerverband „Tuskon“ initiieren zu wolllen, wenn Interesse dafür besteht.
Abschließend wies Ingrid Obermeier-Osl auf den Ausbildungszug hin, der diesmal am 9. 11. wieder von Burghausen über Mühldorf nach Salzburg fahren wird. Organisiert wird der Zug heuer vom Hauptamt der IHK. Firmen, die beim ersten Ausbildungszug nicht dabei waren, können sich noch anmelden. Sie werden berücksichtigt, auch wenn die Mitglieder des Gremiums Vorzug genießen.
Damit schloß Ingrid Obermeier Osl und kündigte die nächste Sitzung für den 18. September an, dann wieder bei einem Unternehmen im Landkreis Mühldorf.
135 Die Bürgermeister in Neumarkt-St. Veit: Sicherer Email-Verkehr, Jugendpfleger vor Ort
Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner begrüßte die Kollegen und Mitarbeiter der Kommunen im Kulturbahnhof in Neumarkt Sankt Veit, wo er auch die Referenten des Nachmittags willkommen hieß.
Er dankte Bürgermeister Erwin Baumgartner, der sofort zugesagt hatte, als er ihn darum gebeten hatte, die Versammlung hier abhalten zu können. Tatsächlich steht mit dem Kulturbahnhof ein Veranstaltungssaal zur Verfügung, der nicht nur funktionell sondern auch noch historisch wertvoll ist.
Bürgermeister Erwin Baumgartner verzichtete darauf, die Stadt ausführlich vorzustellen. Die flächenmäßig größte Kommune im Landkreis mit ihren zahlreichen Ortsteilen und sieben Feuerwehren ist hinreichend bekannt.
Er beschrieb den 1870 gebauten Bahnhof, der immer wieder erweitert wurde. Da die Bahn das Gebäude nicht mehr benötigte, hat es die Stadt 1974 gekauft. Nach langer Planung und vielen Diskussionen im Stadtrat während der nur der Bestand gesichert wurde, begannen 2005 die Bauarbeiten. Seit 2011 ist er nun der „Kulturbahnhof“ und beherbergt seither auch die Musikschule, die Wartehalle und einen Raum, der noch auf einen Nutzer wartet.
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Matthias Ettinger vom Amt für Jugend und Familie am Landratsamt stellte nun ein neues Angebot seiner Behörde vor, den „Jugendpfleger vor Ort“.
Da nicht alle Gemeinden einen eigenen Jugendpfleger benötigen, hat der Landkreis Regensburg seit 2007 ein Modell entwickelt, das sich seither bewährt hat: eben den „Jugendpfleger vor Ort“.
Jugendarbeit ist heute in jeder Gemeinde nötig. Sie wird zum größten Teil von Vereinen und Verbänden erbracht. Dort stecken Jugendwarte, Betreuer und Trainer viel Zeit und Engagement in diese Aufgabe. Allerdings hat das Ehrenamt Grenzen – sowohl zeitlich als auch inhaltlich.
Jungendtreffs und Jugendräume aufzubauen ist eine Aufgabe, mit der Ehrenamtliche überfordert sind. Da müssen pädagogisch ausgebildete Fachkräfte ran, die allerdings nicht so leicht zu finden sind. Hier setzt das Konzept "Jugendpfleger vor Ort“ an:
Das Amt für Jugend und Familie am Landratsamt bietet den Kommunen den Einsatz hauptamtlicher Jugendpfleger stundenweise an und steht selbst als Ratgeber zur Seite.
Grundsätzlich bietet der Jugendpfleger vor Ort diese Leistungen, setzt Schwerpunkte aber nach dem örtlichen Bedarf. Das heißt, der Jugendpfleger nimmt sich der Themen an, die die Bürgermeister als relevant erachten.
Natürlich kooperieren sie mit allen Beteiligten Gremien und Institutionen an Ort. Optimal ist es natürlich, wenn sich der selbe Jugendpfleger um die Jugendlichen in mehreren Gemeinden bemühen kann. Schließlich bewegen sich die Jugendlichen auch über Gemeindegrenzen hinweg. Natürlich erfolgt die Abrechnung der aufgewendeten Stunden für jeden Einsatzort getrennt.
Diese Buchungsmodalitäten stellt das Amt für Jugend und Familie Gemeinden bereit, wobei nur die Stunden zur Abrechnung kommen, in denen der Jugendpfleger vor Ort ist. Die Zeit der Vor- und Nachbereitung wird nicht angerechnet.
Natürlich berät Matthias Ettinger die Kommunen noch näher und auch die Leiterin des Amts für Jugend und Familie – Elfriede Geisberger - steht gern für weitere Auskünfte zur Verfügung.
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Dr. Karl Dürner wußte aus eigener Erfahrung, wie wertvoll dieser Dienst ist, den die Gemeinden Schwindegg, Obertaufkirchen, Buchbach und St. Wolfgang aus dem Landkreis Erding in Anspruch genommen haben. Ohne einen professionellen Jugendpfleger hätten die Gemeinden damals ihre Probleme nicht bewältigen können. Er war mit der Arbeit dieses Streetworkers sehr zufrieden.
Er mahnte, Schwierigkeiten – etwa mit Mofa-Gangs – nicht zu lang zu beobachten. Arten deren Umtriebe erst aus, ist es ungleich schwieriger solche Leute wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Und das kann am besten ein ausgebildeter Jugendpfleger.
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Berthold Gaß vom Bayerischen Innenministerium stellte nun Wege zum sicheren Email-Verkehr zwischen Behörden - aber auch zwischen Behörden und Bürgern vor.
Emails sind unsicher und können auf dem Weg vom Absender zum Empfänger verändert werden. Es ist deshalb wichtig, Emails zu signieren und Authentizität und Integrität sicherzustellen. Natürlich muß die Vertraulichkeit gewährleistet sein.
Es gibt verschiedene Arten, die elektronische Kommunikation sicher zu realisieren. Die schlechteste ist die Email, die man mit einer Postkarte vergleichen kann. Jeder kann sie jeder Zeit lesen und unter Umständen sogar verändern.
Dabei besteht breiter Bedarf für sichere Email-Kommunikation, etwa zwischen Meldebehörden und der Polizei.
Relativ einfach ist die Kommunikation zwischen Behörden sicher zu gestalten. Hier können Sender und Empfänger vorher festgelegte Verschlüsselungssysteme verwenden.
Schwieriger ist die Kommunikation zwischen Bürgern und Unternehmen und Behörden. Noch schwieriger wird’s bei der Kommunikation mit Ausländern, weil deren Signaturen kaum überprüft werden können.
Das Innenministerium hat deshalb eine Erreichbarkeitsplattform erdacht, die für jede Kommunikation mit Behörden zur Verfügung stehen soll. Diese Erreichbarkeitsplattform – kurz EPF - wird ab dem zweiten Halbjahr online gehen.
Die EPF funktioniert so: Schreiben und Formulare werden über eine verschlüsselte Verbindung auf einen Server des EPF hoch geladen, zu dem der Nutzer Zugang braucht – also Nutzernamen und Paßwort. Da die Formulare automatisch an die zuständigen Stellen weitergeleitet werden, ist es sinnvoll, nur die Formulare zu verwenden, die auf den Formularservern bereitgestellt werden, weil das System sie dann automatisch zuordnen kann.
Bürger und Unternehmen brauchen damit keine eigenen Signaturen und es entstehen keine Kosten.
Die Kommunikation von der Behörde über das EPF zum Nutzer geschieht ähnlich: Die Behörde lädt Formulare auf das E-P-F, das den Adressaten per normaler Email darüber benachrichtigt, daß für Ihn Post eingegangen ist. Der Nutzer kann nun mit seinen Zugangsdaten die hinterlegten Dokumente auf seinen PC herunterladen.
Um das E-P-F nutzen zu können, sind diese Voraussetzungen zu erfüllen.
Auch wenn das System noch in Arbeit ist, zeigen diese Screenshots, wie es aussehen kann.
In einem weiteren Entwicklungsschritt ist die Umsetzung dieser Ziele beabsichtigt. Der nächste Entwicklungsschritt wird die technischen Voraussetzungen schaffen, den elektronischen Personalausweis flächendeckend nutzbar zu machen. Dazu müssen aber erst die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden.
Das E-P-F bietet breites Einsatzpotential, muß aber von allen Behörden erst implementiert werden. Dabei ist das Innenministerium gern behilflich.
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Dr. Karl Dürner war sicher, die Behörden werden dieses „Buch mit sieben Siegeln“ in den kommenden Jahren schon knacken. Dafür stehen genügend kompetente Mitarbeiter in den Rathäusern und Landratsämtern bereit.
Da es keine Fragen gab – weder verschlüsselte noch unverschlüsselte – dankte Dr. Karl Dürner Berthold Gaß und verabschiedete ihn.
Im dritten Vortrag des Tages befaßten sich die Gemeindeoberhäupter an diesem heißen Nachmittag mit internen Themen.
136 "Ja-zur-A94": Das ÖPP-Modell schnell umsetzen um 2018 zu halten
Vermutlich wegen des warmen Wetters kamen nicht so viele Mitglieder in den Saal des Gasthauses Pauliwirt zur Jahreshauptversammlung des Vereins Ja-zur-A94. Vorsitzender Günther Knoblauch freute sich trotzdem über die zahlreiche Teilnahme und über das Kommen von MdB Stephan Mayer und des Präsidenten der Autobahndirektion Süd – Paul Lichtenwald. Neben etwa 20 Bürgermeistern waren auch die stellvertretenden Landräte aus Altötting und Pfarrkirchen gekommen – Stefan Jetz und Helmut Lugeder. Günter Zellner repräsentierte den Deutschen Gewerkschaftsbund und Helmut Stöger den ADAC.
Das zurückliegende Jahr war ein besonderes Jahr, begann Günther Knoblauch seinen Bericht. Nicht nur, daß alle gerichtlichen Verfahren abgeschlossen werden konnten, wurde auch der Abschnitt Ampfing-Heldenstein dem Verkehr übergeben. Das war Grund zur Freude. Genau so die Bereitstellung der Mittel für den Bau der Lappachtalbrücke und von 50 Millionen Euro für die Durchführung der bauvorbereitenden Maßnahmen.
Der Verein hat sich auch im Bereich Simbach eingebracht und versucht, dort die Trassenführung festzulegen. Dort wird Einigkeit aller nötig werden um diesen Abschnitt in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans zu bekommen.
Die Vorstandschaft hat auf ihren wenigen Sitzungen versucht, Entscheidern klar zu machen, daß die A94 eine wichtige Verkehrsader für eine ganze Region ist. Dabei soll ein neues Video helfen.
Im zurückliegenden Jahr hat der Verein auch allen großen Parteien die Bedeutung des Projekts klarzumachen versucht. Leider ist das nicht so einfach. Man muß immer wieder die wirtschaftliche Bedeutung der Region erläutern, die viele Verantwortliche noch immer nicht erkannt haben. Dabei kann die Wertschöpfung in Deutschland nur erhalten werden, wenn es gelingt, die Rohmaterialien zu den Herstellern und die Produkte zum Kunden zu transportieren.
Um den Wohlstand der Gesellschaft zu erhalten, muß die Infrastruktur ausgebaut werden. Gelingt das nicht, müßten noch höhere Summen in die Sozialsysteme bezahlt werden.
Wenn nun 350 Millionen Euro für den Fertigbau des Abschnitts Heldenstein-Pastetten nötig sind, ist die Finanzierung mit privaten Partnern sicher ein Weg. Es wird aber bis zu zweieinhalb Jahren dauern bis die nötigen Unterlagen für so eine Finanzierung erarbeitet sind.
Der Vorstand hat deshalb beschlossen, die Finanzierung des Baus der A94 aus öffentlichen Mitteln zu fordern – unabhängig vom beabsichtigten ÖPP-Modell, das ohnehin eine öffentliche Beteiligung von 50% nötig macht.
Es ist deshalb eine der Hauptaufgaben des Vereins in den kommenden 2 Jahren, die Mittel für den Bau zu finden. Allerdings wird es wenig Sinn machen, vor der Bundestagswahl aktiv zu werden.
Nach der Wahl werden verstärkte Aktivitäten gestartet mit dem Ziel, mehr Geld für den Bau der Autobahnstrecke zu bekommen. Nur so kann ausgeschlossen werden, daß private Investoren nach zweijähriger Vorbereitung zu einem negativen Ergebnis kommen und dann von Neuem begonnen werden muß.
Günther Knoblauch bedankte sich bei allen Mitgliedern und besonders bei den Mitgliedern des Vorstandes für die gute Zusammenarbeit. Zur Vorbereitung zahlreicher Aktionen in München und Berlin wird sich der Vorstand jetzt häufiger treffen müssen.
Dank galt auch den Mitarbeiterinnen im Rathaus, die viel Arbeit für den Verein erledigt haben.
Wie bisher gehören dem Verein etwa 350 Mitglieder an, darunter 60 Städte und Gemeinden, vier Landkreise, Industrie und Handwerk genau so wie Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter. Zusammen vertritt der Vereine die Interessen von fast 700.000 Bürgern in der Region.
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Schatzmeister Jakob Schwimmer erstattete den Kassenbericht: Anfang Januar waren 30.114 Euro in der Kasse. Die Einnahmen beliefen sich auf 10.081 Euro und die Ausgaben auf 8.626 Euro. Um 1.395 Euro stieg damit der Kassenbestand auf 31.509 Euro. Der Verein ist also gut aufgestellt für künftige Maßnahmen.
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Kassenprüfer Bürgermeister Wolfgang Reichenwallner bestätigte Jakob Schwimmer korrekte Kassenführung und empfahl den Mitgliedern die Entlastung der Vorstandschaft. Die Anwesenden erteilten diese einstimmig.
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Tögings Bürgermeister Horst Krebes führte die Vorstandsneuwahl. Die ist schnell berichtet: Da es keine Änderungen gab und alle bisherigen Mandatsträger wieder kandidierten, stimmten die Wahlberechtigten in offener Wahl den Vorschlägen zu. Alter und neuer Vorsitzender ist damit Günther Knoblauch. Seine Stellvertreter sind wie bisher Dr. Dieter Gilles, Günter Zellner, Erings Bürgermeister Josef Neun und Bezirksrat Frank Springer. Schatzmeister bleibt Jakob Schwimmer. Auch alle anderen Positionen blieben unverändert.
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Günther Knoblauch dankte den Anwesenden für das Vertrauen und sicherte die Fortsetzung der bisherigen Arbeit zu.
Nun zeigten sie das neue Video, das die Probleme mit dem Verkehr auf der B12 und die Dringlichkeit des Baus der A94 zeigt.
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Autobahnpräsident Paul Lichtenwald stellte den aktuellen Stand der A94 und den Fortschritt im zurückliegenden Jahr vor. Nach der Verkehrsfreigabe des Abschnitts Ampfing-Heldenstein Anfang Dezember 2012 geht es nun um den Abschnitt Heldenstein-Dorfen-Pastetten. Beide planerisch geteilten Abschnitte sollen gleichzeitig gebaut werden. Mit 44 Millionen Euro werden hier nun bauvorbereitende Maßnahmen durchgeführt, etwa die Verlegung einer 110-kV-Leitung und der Bau von vier Brückenbauwerken und einer Baustraße. Die Lappachtalbrücke wird alleine 13 Millionen Euro kosten. Außerdem wird die Trasse auf Kampfmittel und archäologische Funde untersucht.
Weitere 40 Millionen Euro sind für den Erwerb von Grundstücken nötig.
Allein im Bereich Pastetten-Dorfen müssen 585 Grundstücke von 280 Eigentümern erworben werden. 80% davon wurden bereits erworben. Leider sind 7 Besitzeinweisungsverfahren nötig.
Auf dem Abschnitt Dorfen-Heldenstein sind 370 Grunstücke von 180 Eigentümern betroffen. Hier sind die Verhandlungen angelaufen. Bisher wurden zwei Besitzeinweisungsverfahren beantragt. Weitere sind voraussichtlich erforderlich. (Besitzeinweisungsverfahren = Enteignung!)
Da für das ÖPP-Modell alle Grundstücke im Besitz der Autobahndirektion sein müssen, drängt die Zeit.
Seit Januar 2013 wird das öffentlich-private Finanzierungsmodell vorbereitet, was etwa 2 Jahre dauern wird. Die lange Vorbereitungszeit wird aber später durch kürzere Bauzeit wieder aufgefangen, so daß der Fertigstellungstermin 2018 durchaus gehalten werden kann.
Das ÖPP-Modell umfaßt den gesamten 77 Kilometer langen Abschnitts von Forstinning bis Marktl und neben dem Neubau auch den Betrieb der Strecke über 30 Jahre.
Paul Lichtenwald erläuterte die Modalitäten dieses Verfahrens, in dem in mehreren Ausschreibungen der Investor gesucht wird, der am Ende den Zuschlag erhält.
Probleme bereitet der Abschnitt Marktl-Pocking in Niederbayern. Da dieser Abschnitt derzeit nicht im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans ist, finden hier derzeit keine Maßnahmen statt. Es wird nicht einmal geplant.
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Günther Knoblauch dankte Paul Lichtenwald und sicherte der Autobahndirektion die Unterstützung des Vereins bei der Suche nach einem Investor zu. Das Projekt kann sicher wirtschaftliche betrieben werden. Natürlich versucht die Autobahndirektion die Bieterverfahren auch für mittelständische Betriebe zu öffnen. Allerdings sind die Bausummen so hoch, daß wohl doch ein Großkonzern zum Zug kommen wird, der den Aufwand wirtschaftlich schultern kann und der entsprechende Projekte bereits durchgeführt hat.
Wie der Konzessionsgewinner nach dem Bieterverfahren dann das Projekt finanziert, bleibt ihm überlassen. Das kann sowohl durch Bankkredite als auch durch die Ausgabe von Anleihen geschehen.
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Nachdem Günther Knoblauch auf verschiedene Aktivitäten in den kommenden Monaten hingewiesen hatte, schloß er die Versammlung mit dem Wunsch daß es nun endlich vorwärts geht mit diesem dringend nötigen Projekt.
137 Nach 30 Jahren Aufbau: Die VHS Mühldorf verabschiedet Helmut Fürmetz
Es war sehr heiß an diesem Abend, als sich Weggefährten, Nachfolger, Unterstützer und Mitarbeiter im Schulungsraum der Volkshochschule einfanden um ihren langjährigen Vorsitzenden Helmut Fürmetz zu verabschieden.
Die Obertaufkirchner Schulhausmusik eröffnete die Feierstunde.
Der vor Wochenfrist neu gewählte Vorstand der Volkshochschule – Walter Krohe – freute sich unter den Festgästen Bürgermeister Günther Knoblauch und den Vorsitzenden des bayerischen Volkshochschulverbandes begrüßen zu können, Professor Dr. Klaus Meisel.
Als Helmut Fürmetz 1983 den Vorsitz der Volkshochschule übernahm, stellte Microsoft gerade Windows 1 vor und IBM den PC XT. Seither hat sich in diesem Bereich sehr viel getan. Dieses Beispiel zeigt, was die Volkshochschulen an Innovationskraft aufbringen mußten. Gerade die Vermittlung des neuen Könnens rund um die Computer war eine wichtige Aufgabe der Volkshochschulen seither.
1983 war Helmut Kohl gerade ein Jahr im Amt und der HSV wurde zum zweiten Mal deutscher Fußballmeister. Lena hatte gerade den Hit des Jahres mit „99 Luftballons“ und „Geier Sturzflug“ einen riesen Hit mit „Wir steigern das Brutto-Sozialprodukt“. Nicht nur das hat Helmut Fürmetz in den zurückliegenden 30 Jahren gesteigert sondern auch das Ansehen der Volkshochschule Mühldorf. Dafür dankte Walter Krohe Helmut Fürmetz sehr.
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Nach einem weiteren Musikstück bewunderte Professor Dr. Klaus Meisel die Lebensleistung von Helmut Fürmetz – um so mehr, als er selbst noch nicht einmal 30 Tage Vorsitzender des bayerischen Volkshochschulverbandes war.
Es ist schon eine Leistung, 9 mal in Folge wiedergewählt zu werden! Da lernte er sicher Panikresistenz, Frustrationstoleranz und die Fähigkeit, dicke Bretter zu bohren.
Wie geht es so jemandem, wenn er Abends in einer Fernseh-Unterhaltungssendung schlechte Witze über die Volkshochschulen hören muß? „Viele halbe Sachen“ charakterisiert sicher nicht, was Volkshochschulen machen.
Dabei bieten die Volkshochschulen als größte Sprachenschule gerade in Zeiten der Globalisierung die Vermittlung dringend nötiger Fähigkeiten an. Und zwar nicht nur die Sprache selbst sondern auch die Weltoffenheit.
Betrachtet man die Kostenexplosion im Gesundheitswesen, dann beugen de Volkshochschulen mit ihrem vorbeugenden Gesundheitsangeboten vor. Sogar beim demographischen Wandel bieten die Volkshochschulen älteren Beschäftigung, die bereits aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind. Und dabei kommt auch die Gemeinschaft mit Jüngeren nicht zu kurz. Zudem bieten die Volkshochschulen auch jungen Menschen eine Chance, die sich in ihrer Ausbildung schwer getan haben. Bei alledem ist das Niveau der gebotenen Bildung außergewöhnlich hoch.
Diese unverwechselbaren Einrichtungen hat Helmut Fürmetz 30 Jahre lang mit gestaltet und dabei Menschen aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Schichten Bildung nahe gebracht.
Sicher hat er aus den genannten Argumenten die Kraft geschöpft, das 30 Jahre lang durchzuhalten und hat dabei nicht nur das Haus in der Stadt Stockwerk um Stockwerk für die Volkshochschule vereinnahmt sondern auch den Umzug an die Schlörstraße gemeistert.
Auch der Mitarbeiterstamm ist von einer halben Stelle auf 12 Hauptamtliche angewachsen.
Nun verabschiedet der Bayerische Volkshochschulverband Helmut Fürmetz. Dazu wünschte Professor Dr. Meisel Helmut Fürmetz jetzt Langeweile, die ihn dann motiviert, wieder zur Volkshochschule zurück zu kommen.
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Nach einem weiteren Musikstück stellte Bürgermeister Günther Knoblauch fest, daß er nach 23 Jahren als Bürgermeister jetzt auch umlernen muß. Er kennt ja nur den Volkshochschulvorsitzenden Helmut Fürmetz....
Er hatte von Anfang an die Verantwortung der Stadt für die Volkshochschule angenommen und die Zusammenarbeit gepflegt. So verneigt sich die Stadt jetzt vor Helmut Fürmetz.
Er hatte ja stets redegewandt die Interessen der Volkshochschule vertreten und alle Herausforderungen bewältigt und dabei oft mit Stadtrat und Bürgermeister zusammen Hürden überwunden.
Anfangs fanden 150 Kurse im Jahr statt, jetzt sind es 1.000 mit zusammen 15.000 Teilnehmern. Das zeigt, welche Bedeutung die VHS für die Stadt und den Landkreis hat. Die Erwachsenenbildung ist sogar ein Standortvorteil weil die Firmen auf ihr Angebot zurückgreifen können. Diese Bedeutung der Volkshochschulen zu unterstreichen ist sicher angebracht.
Die VHS hat sich hervorragend in der Gesellschaft der Stadt etabliert und trotzdem haben sie gemeinsam auch schwere Zeiten durchlebt. Die Veränderungen in der Gesellschaft seit der Wirtschaftskrise haben die Angebote der VHS dem finanziellen Wettbewerb unterworfen. Plötzlich konnten Interessenten Kurse von verschiedenen Anbietern nach wirtschaftlichen Aspekten auswählen.
Um den Menschen eine freie Entwicklung zu ermöglichen, kann es nicht sein, daß staatliche oder europäische Behörden Aufsicht über die Angebote von Bildungseinrichtungen ausüben. Da könnte dann auch die EU die Förderung von Sportvereinen untersagen, weil ein Fitneß-Studio Wettbewerbsverzerrung wittert....
Wenn nur noch der Wettbewerb regiert, müssen solche Dinge auch bedacht werden.
In Helmut Fürmetz‘ Zeit sind aber auch Impulse in die Region ausgegangen, etwa die Außenstelle in Mettenheim oder die Zusammenarbeit mit Neumarkt-Sankt Veit.
Bürgermeister Günther Knoblauch dankte Helmut Fürmetz aber auch für die Unterstützung der Mitarbeiter der VHS, die er immer zu motivieren verstand.
Wenn er nun zum richtigen Zeitpunkt die Leitung an Walter Krohe übergibt, dann gratulierte er sowohl Helmut Fürmetz als auch dem neu gewählten Vorstand.
Abschließend dankte Günther Knoblauch Helmut Fürmetz‘ Gattin, die ihm immer ermöglicht hat, so rum zu sausen. Da er ja am Ort wohnt, steht er sicher auch weiterhin zur Verfügung.
Und weil er schließlich so etwas war wie der „Kurfürst der Volkshochschule“, überreichte er ihm den Kurfürstenteller der Stadt.
Damit ihn nicht Langeweile überfällt, hatte er noch ein 1000-Teile-Puzzle mit dem Bild der Stadt Mühldorf, das er zusammen mit seiner Gattin zusammensetzen sollte.
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Weil ihm gerade danach war, wollte Helmut Fürmetz gleich das Wort ergreifen. Dieser Tag wird leicht zu merken sein, weil ein zeitgleich der amerikanische Präsident nach Berlin gekommen war. Es war also ein historisches Datum.
Beim Bohren der besagten dicken Bretter waren es die beiden Bürgermeister Josef Federer und Günther Knoblauch, die der Bohrmaschine immer die Kraft gegeben haben. Ihnen dankte Helmut Fürmetz sehr. Ohne die Bürgermeister hätte er es sicher nicht schaffen können.
Auf das umfangreiche Kursangebot der VHS wollte er nicht eingehen, freute sich aber, daß die neuen Räume auch für Senioren und Jugendliche attraktiv sind.
Nach dem Krieg entstanden Volksbildungseinrichtungen in denen Menschen ihre Abschlüsse nachholen konnten. Dort lehrten Lehrkräfte des Rupertigymnasiums – auch seine Vorgänger, Helmut Wagner und Karl Bräuchler. Von ihnen hat er die VHS 1983 übernommen.
Seither ist vieles passiert. Niemand weiß heute noch, daß das Altstadtfest auf die Kulturtage der VHS zurückgeht, die mit einem „Bayerischen Abend“ auf dem Stadtplatz endeten. Schon damals haben kamen 3.000 Besucher und feierten mit.
Da es damals noch kein Kulturprogramm gegeben hat, brachte die VHS zahlreiche Künstler nach Mühldorf, sogar Kurt Mazur mit dem Synphonieorchester der Dresdner Semperoper.
Bis zuletzt veranstaltete die VHS im Stadtsaal vielbeachtete Vortragsabende.
Es war der VHS immer ein Anliegen, aktuelle und interessante Angebote bereit zu halten. Dazu gehören auch Sprachkurse für Zuwanderer. Die VHS ist also weiterhin auf einem guten Weg.
Abschließend dankte er den vielen, mit denen er über die vielen Jahre zusammengearbeitet hat und die einzeln aufzuzählen kaum möglich ist. Sein besonderer Dank galt aber den Geschäftsführern und den Mitarbeitern, dem Vermieter und natürlich den vielen Dozenten, ohne die die Arbeit der VHS nicht möglich wäre.
Seinen Nachfolgern wünschte er viel Erfolg und weiter gutes Gelingen bei der Umsetzung dieser wertvollen gesellschaftlichen Aufgabe. Die Stadt kann wirklich stolz sein auf ihre VHS.
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Nachdem die Obertaufkirchner Schulmusik die Feierstunde beendete, lud die Volkshochschule die Festgäste zum gemütliche Beisammensein bei Häppchen und der einen oder anderen Frage nach dem, erinnerst‘ Dich wie das damals war, vor 30 Jahren????
138 Die Bierprobe zum Volksfest in Waldkraiburg: Neues Bier und ein bißchen Wahlkampf
Die Bürgermeister, zahlreiche Stadträte, die Geistlichkeit, die Organisatoren, die Vertreter von Brauerei und der Festwirt und natürlich die Kollegen von den Zeitungen kamen ins Bräustüberl des Graf Toerring-Hof nach Waldkraiburg um sich auf das 49. Volksfest einstimmen zu lassen.
Besonders zu erwähnen, Altbürgermeister Jochen Fischer, der es sich nicht nehmen ließ, schon einmal einen Vorgeschmack mitzunehmen.
Bürgermeister Siegfried Klika begrüßte besonders herzlich Miß Waldkraiburg Kathrin Aigner.
Hauke Winterer freute sich dann auch, so viele Gäste begrüßen zu können, erwähnte besonders Wiesenbürgermeister Norbert Meindl, die stellvertretende Landrätin Eva Köhr und Pfarrer Martin Garmeier und natürlich den Paule....
Dieses Jahr gibt’s im Festzelt erstmals den „Edeltrunk“, ein mildes und vollmundiges Bier mit Zutaten aus heimischem Anbau und natürlich nach dem bayerischen Reinheitsgebot gebraut.
Mit einer Stammwürze von 12,5% und einem Alkoholgehalt von 5,6 % ist es leichter als das Bier, das sie im Vorjahr angeboten hatten. Damit übergab er an Festwirt Jochen Mörz, der sich die Begrüßung einfach machte: (O-Ton )
Weil letztes Jahr alle nach drei Halbe besoffen waren, freute sich Jochen Mörz über das neue Bier. Schließlich lebt er vom Umsatz! Es war sicher richtig, zur Brotzeit ein frisches, süffiges Bier anzubieten, bei dem man auch nach der zweiten Maß noch Auto fahren kann..... ( Gelächter)
Neu ist auch der neue alkoholfreie Russe, den Norbert Meindl zusammen mit Georg Marchner initiiert haben. Sein Dank galt allen Organisatoren und besonders den Stadtwerken für die Vorbereitungen, die so laufen wie halt in Waldkraiburg immer: (O-Ton wenns überall so wäre, hätt i weniger graue Haare...)
Im Zelt gibt’s einige Neuerungen: Einen neuen Eingangsbereich, der sicher gefallen wird, der Biergarten wurde größtenteils überdacht und die Küchenfassade wurde neu gestaltet. In den Boxen gibt’s neue Tische und Bänke, die sicher gut ankommen werden. Damit wünschte er den Gästen ein schönes Volksfest und einen schönen Abend.
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Bürgermeister Siegfried Klika freute sich, die Volksfestfamilie begrüßen zu können. Zwei Weichen wurden bereits gestellt: Die Organisation ist erledigt und die Vorstellung schon gewesen. Jetzt der nächste Schritt: Die Klärung der Frage, wie das neue Bier schmeckt.
(O-Ton ich bin schon gespannt, was da raus kommt, wenn ich da drauf hau..... )
Die Stadtratskolleginnen hatten ja riesiges Vertrauen in ihn, sie haben sich in ihren schönen Dirndln direkt in die Gefahrenzone gesetzt..... Na ja – man wird sehen, was passiert!
ER war aber auch gespannt, wie er das letzte Anzapfen schaffen wird und wünschte allen ein schönes Volksfest.
Fürs Wetter ist übrigens Pfarrer Garmeier zuständig! Dann wird das schon klappen.
Nachdem er Brauerei und Festwirt für die Ausrichtung der Bierprobe gedankt hatte, schickte er sich an, das Faßl „Edeltrunk“ anzuzapfen. Dazu band ihm Jochen Mörz erst die grüne Schürze um.
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Das Anzapfen gelang fast ohne Pritscheln.
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Das Einschenken machte sichtlich Freude und so konnten sie gemeinsam auf ein gelungenes Volksfest anstoßen. (O-Ton)
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Die Gäste schlossen sich an.
Während Hertha Streckfusz das Essen auftischte, und UWG schon mal mit SPD – und auch SPD mit CSU und CSU mit Festwirt anstieß, haben wir die Gäste gefragt, wie ihnen das neue Bier schmeckt. (O-Ton Toni Sterr ....)
Herr Altbürgermeister, im Vergleich zu früheren Bierproben ist heute schon vieles anders? (O-Ton Jochen Fischer.... )
Und wie schmeckt Ihnen das neue Bier? (O-Ton)
Herr Fischer – erst mal Gratulation zur Bürgmeisterkandidatur. Schon am Tag vor dem Volksfest kommt ja Christian Ude ins Festzelt. (O-Ton Richard Fischer)
Und wie schmeckt der Edeltrunk? (O-Ton)
Herr Jungbauer, mit ihrem neuen Gegenkandidaten nimmt der Wahlkampf eine neue Richtung. (O-Ton)
Und wie schmeckt Ihnen das neue Bier? (O-Ton)
Norbert, wie schmeckt Dir das neue Bier? (O-Ton)
Und ist das auch etwas für junge Leute? (O-Ton Kathrin Aigner)
Oder paßt da besser der alkoholfreie Russe? (O-Ton Kathrin Naaaa!!!!)
Also dann, am 12. Juli geht’s um 17 Uhr mit dem Standkonzert vorm Rathaus los. Da sehen wir uns!
139 Die Feiern zum 100-jährigen Gründungsfest des TSV Buchbach: Die ersten drei Tage
Donnerstag Nachmittag auf dem Dorfplatz in Buchbach: Die Marktgemeinde hatte sich fein herausgeputzt und die Häuser geschmückt, als sich nach und nach die Mitglieder des größten Buchbacher Vereins und des Patenvereins aus Obertaufkirchen und die Fahnenabordnungen der anderen Vereine auf dem Marktplatz einfanden.
Zusammen zogen sie in die Kirche ein um die Jubiläumsfeierlichkeiten mit einem Gottesdienst zu beginnen, den Pfarrer Herbert Aneder zelebrierte.
In seiner Predigt mahnte Pfarrer Herbert Aneder Einheit zu bewahren und die Menschen so anzunehmen wie sie sind. Es besteht eine große Gefahr darin, nur anzunehmen was uns nützt und abzulehnen, was uns nicht paßt. Es geht auch nicht, das alles so hinzubiegen und hinzudrehen bis es paßt. Das geht in der Kirche nicht und in der Politik nicht und in der Gesellschaft nicht.
Es gilt also, zum Glauben der heiligen Schrift zurück zu kehren und sich den Glauben nicht so zurecht zu stutzen, wie wir ihn gern hätten. Wir müssen zum Ursprung zurück kommen.

1913 haben sich Menschen zusammengetan und den TSV gegründet, der sich damals als Turnverein nach dem Vorbild von Turnvater Jahn verstanden hat. Seither sind fünf weitere Abteilungen dazugekommen, von den Fußballern über die Stockschützen bis zur Faschingsgesellschaft Bubaria.
Sie sollten jetzt bei allem Feiern derer gedenken, die über so viele Jahre dazu beigetragen haben, daß der Verein nun seinen 100. Geburtstag feiern kann.
Nachdem Pfarrer Aneder für gutes Wetter und ein erfolgreiches Jubelfest gebetet hatte, segnete er die Gottesdienstbesucher und entließ sie Richtung Kriegerdenkmal.

Dort grüßten die Fahnen erst das Denkmal und nahmen Aufstellung zum Totengedenken, das die Blaskapelle Buchbach feierlich umrahmte.
War es bis dahin drückend heiß, deuteten aufziehende Wolken eine Änderung der Wetterlage an.
Pfarrer Herbert Aneder freute sich darüber, daß der TSV die Tradition fortsetzt und der Verstorbenen gedenkt. So gedachte er aller, die in den vergangenen 100 Jahren aus dem Verein heraus ihren letzten Weg angetreten haben.
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Vorstand Anton Maier erinnerte an alle verstorbenen Vorstände, Beisitzer, Schriftführer, Kassiere, Übungsleiter und Trainer und an alle aktiven und passiven Sportler, ohne die der Verein nicht hätte bestehen können.
Er gedachte aber auch der verstorbenen Mitglieder der Marktgemeinde und sagte ihnen allen Vergelt’s Gott. Zur Erinnerung diesen Kranz nieder.

Die Fähnriche senkten die Fahnen und die Blaskapelle schloß das Totengedenken mit der Bayernhymne ab.
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Die Fahnenabordnungen nahmen Aufstellung zum Festzug Richtung Sportgelände. Die Blaskapelle führte den Zug an, dem die Mitglieder des Jubelvereins und des Patenvereins TSV Obertaufkirchen folgten. Nach ihnen die Fahnenabordnungen.
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In der Stockschützenhalle angekommen nahm die Blaskapelle auf der Bühne Platz und begleitete die Gäste herein, die sich schon einmal ein gutes Bier servieren ließen.
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Dann bat Vorstand Anton Maier Schirmherrn Bürgermeister Thomas Einwang auf die Bühne um das erste Faß Festbier anzuapfen.
Brauerei-Vertriebsleiter Rupert Ostermaier half beim Anlegen der grünen Schürze. Vielleicht wars ja die Farbe, die dieses Unterfangen ein bißchen schwierig werden ließ?!
Mit drei Schlägen und fast ohne einen Spritzer zapfte Bürgermeister Thomas Einwang an und war da drauf sichtlich stolz.
Nachdem Pfarrer Aneder die Feierlichkeiten festlich eröffnet hatte, hieß Thomas Einwang die Gäste nun zur weltlichen Eröffnung der Jubiläumsfeiern in der Stockschützenhalle willkommen. Er dankte für die viele Arbeit, die in die Vorbereitung geflossen war und dafür, daß sie ihm die Schirmherrschaft übertragen hatten.
Damit wünschte er dem Fest einen geselligen und fröhlichen Verlauf und allen Gästen unbeschwerte Stunden in Buchbach. Da drauf ein Prosit!

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Vorstand Anton Maier begrüßte dann die vielen Gäste, unter denen auch Obertaufkirchens Bürgermeister Franz Ehgartner, die beiden stellvertretenden Bürgermeister Karl-Heinz Kammerer und Dr. Wolfgang Limmer waren, vom Bayerischen Landessportverband Erwin Zeug, vom bayerischen Turnerbund Ernst Aicher und viele weitere. Sein Gruß galt auch Rupert Ostermaier von der Augustiner-Brauerei mit der sie eine langjährige gute Zusammenarbeit verbindet. Weiters konnte er die Sponsoren Franz und Franziska Bauer und Alfred Kerbl mit Familie willkommen heißen.
Jubel erntete sein Gruß an die Ehrenbürgerin Erna Zarner und Ehrenvorsitzenden Willi Fischer.
Zuletzt freute er sich so viele Mitglieder und Sportler begrüßen zu können und alle Fahnenabordnungen.
Er selbst ist seit einem guten halben Jahrhundert dabei und hat viel schöne Zeit beim TSV verbracht. Gerade an diesem Abend war es deshalb Zeit, sich derer zu erinnern, die über die lange Zeit hinweg dazu beigetragen haben, daß der Verein heute so gut dasteht.
Dann begrüßte Anton Maier die Patenbraut des TSV Obertaufkirchen Monika Spagl und die des TSV Buchbach, die Ricarda Maier.
Die Blaskapelle Buchbach lockerte den Abend auf und gab Gelegenheit, die Köstlichkeiten der Küche zu genießen, die von Emmentaler bis zur Schweinshaxe alles bot, was das Herz begehrte. Und dazu ließen sich die Gäste nicht lang bitten.

Los gings mit dem TSV vor 100 Jahren mit dem Turnen, mit Barren, den Rhönrädern und sowas. Damit lud Anton Maier den Ehrenvorsitzenden des Inn-Ruperti-Gaus des Turnerbundes Ernst Aicher und den Bezirksvorsitzenden des Bayerischen Turnverbandes Klaus Kellner zu sich, Ehrungen vornehmen wollten.
Ernst Aicher erinnerte sich an die Zeit, als er 1984 die Leitung des Turngaus übernahm und Erna Zarner damals die Turnabteiung beim TSV leitete. Er freute sich, zusammen mit Klaus Kellner die verdienten Mitglieder und Übungsleiter ehren zu dürfen. Er selbst hatte als Ehrenvorsitzender noch eine kleine Geldspritze dabei.
Erst aber überreichten sie die große Ehrenurkunde des Turngaus in Anerkennung der großen Verdienste für Turnen und Sport an Vorstand Anton Maier.
Ein weiteres Geschenk hatten sie vom Deutschen Turnerbund: Eine Plakette, die fast ganz aus Gold war. Klaus Kellner übergab sie an Turnabteilungsleiterin Inge Schimanski.
Und weil die Fahnen noch ein bißchen nackig ist, hatte er noch ein Fahnenband dabei.

Bezirksvorsitzender Klaus Kellner bekannte, selbst oft beim Fußball in Buchbach zu sein und die lange Geschichte des Vereins zu kennen. Deshalb übergab er die Chronik des Turnerbundes, der selbst vor 150 Jahren gegründet wurde.

Anton Maier dankte allen Sponsoren und Autoren, die geholfen haben, das Fest zu organisieren und die Festschrift herzustellen, die ohne Werbeanzeigen auskommt.
Das erste Exemplar der Festschrift übergab er dann dem Turnverband, der mit den persönlichen Ehrungen fortsetzte.

Ernst Aicher zeichnete nun Maria Büchler mit der Übungsleiternadel in Silber mit Gold aus, die seit 10 Jahren aktiv ist.

Für 15 Jahre Übungsleitung überreichten sie Annemarie Hanslmaier die Übungsleiternadel in Gold.

Die nächste Auszeichnung erhielt das Universalgenie Sonja Bucks für 15 Jahre Übungsleitung die Ehrennadel in Gold und zusätzlich das BTV-Ehrenzeichen in Bronze.

Die letzte Ehrung für 10 jährige Vereinstätigkeit das BTV Ehrenzeichen in Bronze und für 20 Jahre Übungsleitertätigkeit die Übungsleiternadel in Gold erhielt Sabine Lübeck.

Zuletzt überreichten sie die höchstmögliche Ehrung des Bayerischen Turngaus in Anerkennung für ihre außergewöhnlichen Verdienste an Erna Zarner: die goldene Ehrennadel mit großem Kranz. Diese Ehrung zu verleihen machte Ernst Aicher besondere Freude.

Und schließlich überreichte er das kleine Zuckerl des Fördervereins des Turngaus an Inge Schimanski, einen kleinen Zuschuß für Anschaffungen für die Turner.

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Nach einer kurzen Pause – während der die Blaskapelle unterhielt - ehrten Vorstand Anton Maier und Dr. Wolfgang Limmer langjährige Mitglieder des Vereins. Und weil sie das praktisch noch nie gemacht haben, und manche Eintrittsdaten kaum mehr bekannt sind, hatten sie über 285 Ehrungen vorzunehmen. Verständlich, daß das eine ganze Zeit lang gedauert hat.

Anton Maier begann mit Mitgliedern, die 60, 50, 40 Jahre dabei sind. Sie alle erhielten eine Urkunde und das Jubiläumsbierkrügerl. Alle, die 30 und 25 Jahre dabei sind, erwähnte er nur namentlich und übergab die Urkunden später an der Bar.

Für 60 Jahre Mitgliedschaft ehrte er Elisabeth Bauer, die aber nicht da sein konnte. Auch Georg Proser konnte seine Urkunde nicht entgegennehmen, genau so wie Therese Engel.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft ehrte Anton Maier Barbara Fischer und für 60 Jahre ihren Ehemann Jakob.

Nicht da war Georg Forster, der auch seit 60 Jahren dabei ist. Genau so wie Karl Haag, Magda Kammerer und Paula Pichl.

Jakob Vitzthum und Linda Zirl waren aber wieder da. Sie konnten Urkunde und Geschenk selbst in Empfang nehmen.

Ernst Altmann ist 50 Jahre dabei und auch Franz Bauer, Martin Baier, Maria Dichtl, Albert Fink und Hans Fischbacher, der aber nicht da war.

Die nächsten waren Helmut, Konrad und Hilde Folger.

Ebenfalls 50 Jahre dabei sind Günter Göbl, Alfred und Anton Greimel, Christa und Rudi Gröll, Rosa Grübl und Walter Holzner. Sie alle paßten kaum aufs Foto.

Weiter gings mit Franz Maier, Konrad Neumeier, Anton Rampl, Ludwig Rauscher, Erich Reuter, Lorenz Rott, Rainer Schaucher, Dieter Scherl und Simon Schreil.

Auch seit 50 Jahren dabei sind Thomas Schweiger, Erna Sommer und Erich Thalmeier sowie Sigrid Vitzthum, Josef Windstosser und Erna Zarner.

Fast 50 Mitglieder sind seit 40 Jahren dabei. Unter ihnen Franziska Bauer, Günther Grübl, Karl-Heinz und Beate Kammerer, Albert und Josefine Kerbl, Martin Hanslmeier, Anton Habermeier und Hans Rambold.

Wie angekündigt verlas Anton Maier die Namen derer, die seit 30 und 25 Jahren Mitglied im TSV Buchbach sind. Sie alle konnten ihre Urkunden später an der Bar in Empfang nehmen.

Die doch ziemlich lange Zeit, die die Ehrung in Anspruch genommen hat, warteten viele Besucher der Auftaktfeier nicht ab. So hatten sich die Tische zum Ende des ersten Abends hin schon sehr gelichtet....

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Am zweiten Tag hatte der TSV die Halle für eine große Jugendparty umgebaut und die Gruppe „Shark“ eingeladen.
Obwohl es erst nach 22 Uhr los ging, dauerte es eine ganze Zeit lang, bis Stimmung aufkam.
Nick und Alex – die beiden Sänger der Band aus dem Schwäbischen mußten sich schon sehr bemühen, die jungen Leute zu sich an die Bühne zu holen.
Das gelang nach und nach und so stieg die Temperatur. Während die einen tanzten, vergnügten sich die anderen an der Bar. Die Grillmeister hatten dagegen an diesem Abend nicht viel zu tun.

Vom Spielfeld aus bot sich ein buntes Bild. Die Musik war so laut, daß man sie fast in ganz Buchbach hören konnte. Vielleicht deshalb kamen immer noch junge Leute dazu.
Vorstand Anton Maier und Bürgermeister Thomas Einwang behielten aber jederzeit den Überblick.
So richtig heiß wurde es um Mitternacht.
Fast bis vier Uhr früh feierten die jungen Leute - und die nicht mehr ganz so jungen - an diesem Abend ein ausgelassenes Fest.

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Der Samstag Nachmittag sollte dem Sport gehören. Ab 12 Uhr spielten G-Jugendmannschaften auf einem Kleinfeld, die Stockschützen boten Übungsmöglichkeiten und ein Lebend-Kicker-Turnier forderte zufällig zusammengefundene Mannschaften.

Natürlich war Ehrenbürgerin Erna Zarner dabei und beobachtete fachkundig.

Georg Hanslmeier hatte alle Hände voll zu tun, das Geschehen im Griff zu behalten.

Der langjährige Flügelflitzer der Regionalliga-Mannschaft – Manuel Neubauer – mußt sich im Kicker mit einer ganz neuen Rolle anfreunden. So mit Handschlaufen an die Stange gefesselt konnte er seine Geschwindigkeit wirklich nicht einsetzen.
Es wurde barfuß gespielt. Trotzdem entstanden heiße Auseinandersetzungen, die so manche knappe Ergebnisse brachten.
Gespielt wurde in zwei Gruppen, die dann in Halbfinale und Finale den Sieger ermittelten.
Das Spielfeld war ständig von Zuschauern umlagert, die natürlich viele gute Ratschläge und für so manchen einen Schluck aus der Doping-Flasche hatten.

Daneben sprinteten andere die 100 Meter.
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Auf dem Trainingsplatz übten sich junge Leute und andere vergnügten sich im Hochseilgarten, den die Skiabteilung aufgebaut hatte. Eine Herausforderung für junge Kletterer und Bodencrew!
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Viele Aktive legten an diesem Nachmittag das Sportabzeichen ab. (O-Ton Sonja Bucks)
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Nach dem Mini-Turnier trafen sich die Jugendmannschaften zur Siegerehrung.
Das Turnier gewonnen hat die Mannschaft des Patenvereins TSV Obertaufkirchen. Sie alle erhielten eine Gold-Medaille.
Zweite wurden die Gastgeber. Die Silbermedaille für sie.
Dritte wurde die Mannschaft des SV Weidenbach.
Während die Sportler weiter ihre Sieger ermittelten, genossen die Gäste im Zelt Kaffeespezialitäten und Kuchen.
Schließlich das Finale der Kickerspieler.

Georg Hanslmeier lud zur Siegerehrung. Dritte Sieger wurde die Skiabteilung, zweite die Fußballlehrer und gewonnen hat die A-Jugend, die als Siegerpreis das Kicker-Spielfeld abbauen durften. Die Zweitplatzierten erhielten für ihr gutes Ergebnis dagegen zwei Kasten Bier.
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Punkt 17 Uhr kam dann eine große Gruppe Sportler auf den Platz zum Flashmob....

Und weils den Zuschauern gefallen hat, gleich noch einmal.
Damit ging der Sportnachmittag zu Ende und Vorstand Anton Maier dankte allen Abteilungen, die sich so viel Mühe bei der Vorbereitung gemacht haben.
Georg, das war ein guter Nachmittag – oder? (O-Ton)
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Am Abend trafen sich die Gäste in der Stockschützenhalle wo’s erst einmal einen guten Braten und ein frisches Bier gab. Oder ein Schnitzel und eine Brezn.
Der Froschhax’n-Expreß hatte Musik für jeden Geschmack. Und so wars kein Wunder, daß sich die Gäste nicht lang bitten ließen. Die Halle war bald bis auf den letzten Platz besetzt.
„Je später der Abend, desto besser die Laune“ galt auch hier. Und so wars kaum verwunderlich, daß bei Hubert von Goisern’s „Brenna duat’s guat“ sogar Bürgermeister Thomas Einwang und der halbe Gemeinderat auf der Bank mitgetanzt hat. Da hat’s dann wirklich ordentlich gebrannt!
Die einen ließen’s ruhig angehen und die anderen feierten ordentlich mit. Wie’s jedem gefiel halt.
Die Froschhax’n haben’s verstanden und für jung und alt etwas im Repertoire gehabt. Da waren dann wirklich alle auf den Bänken.
Dem Vernehmen nach dauerte auch dieses fröhliche Fest bis vier Uhr früh....

140 Die Feiern zum 100-jährigen Gründungsfest des TSV Buchbach: Der Festsonntag und die weiteren Tage
Nur ein paar Stunden später lag friedliche Ruhe über Buchbach. Gerade ging über dem Ortsteil Ranoldsberg die Sonne auf, als die Blaskapelle in einem Bus auf dem Marktplatz vorfuhr um die Buchbacher aufzuwecken.

Nach einem Musikstück gings wieder in den Bus der so alt war wie der TSV – wie eine böse Zunge behauptet hat. Die letzten Meter auf dem Weg zum Anton Maiers Haus marschierten sie den Berg hinauf. Zweiter Vorstand Dr. Wolfgang Limmer hinterdrein.

Sie freuten sich schon auf ein Schnappsal. Was wäre schließlich das Musik-Spielen ohne ein Schnappsal!!!

Nach einem Ständchen luden sie Anton Maier und Patenbraut Ricarda zu Kaffee und Kuchen. Das nahmen sie zwar gern an – aber es war halt kein Schnappsal.

Buchbach präsentierte sich an diesem Morgen in malerischen Bildern – aber dafür hatten die Musiker kaum einen Blick.

Noch ein Ständchen und es ging im Bus weiter nach Schwindegg, zum Vorstand des Patenvereins TSV Obertaufkirchen.

Und weils kein Schnappsal gegeben hatte, spielten sie auch im Bus und schlossen mit einem Prosit der Gemütlichkeit. Vielleicht hat ja Werner Stiller einen....

Auch hier marschierten sie die letzten Meter zu Fuß.

Nach ihrem Ständchen bewirtete sie Werner Stiller – allerdings mit einem Gläschen O-Saft, Sekt und Häppchen. Wieder kein Schnappsal!

Das Signal zum Aufbruch und noch eins gespielt...

Wieder rein in den Bus und Richtung Bürgermeister. Und da war die Stimmung im Bus wieder bestens bis ein Abschleppwagen den Weg versperrte. Aber der kam Vorstand Anton Maier grad‘ recht! So schnell hat noch kaum einer einem Bus den Weg frei gemacht wie der Fahrer dieses LKWs!!

Bürgermeister Thomas Einwang und Gattin Hildegard erwarteten die Musiker schon.

Und da war endlich das Schnappsal! So ein Bürgermeister, der weiß halt, was seine Musiker erwarten! Die Musiker haben’s genossen. (O-Ton ...) Das haben sie aber vor dem Schnappsal gesungen.....
Gartenbauvereinsvorsitzende Hildegard Einwang versorgte die Musiker noch mit Blümchen – dann gings nach dem zweiten Standal weiter zu Patenbraut Maria Spagl.
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Maria Spagl ist die Patenbraut des TSV Obertaufkirchen, lebt aber mit ihrer Familie in Buchbach. Wie das Leben halt so spielt....

Jedenfalls wunderten sich die Kühe in Spagl’s Stall nicht schlecht über die morgendliche Abwechslung.

Nach dieser langen Rundreise zeigten die einen oder anderen schiefen Klänge jetzt schon erste Ermüdungserscheinungen. Höchste Zeit, etwas zwischen die Zähne zu bekommen. Und das wußten auch Maria Spagl und ihre Eltern und tischten ein zünftiges Weißwurst-Frühstück auf.

Und natürlich waren sie auch um ein Schnappsal nicht verlegen.

Die Instrumente hatten erst einmal Pause.

Nach einem weiteren Ständchen gings zu Fuß weiter zum Sportgelände, wo die ersten Gäste auch schon ihre Weißwürste serviert bekamen. Metzgermeister Bruckmaier aus Schwindegg hatte gut vorgesorgt.

Dann trafen Vorstand, Bürgermeister und Blaskapelle ein.
Während sie auf der Bühne Platz nahmen, kam ein Verein nach dem anderen in Begleitung der Musikkapelle Schwindegg und der Kapelle aus Dorfen ins Festzelt.

Natürlich war die Feuerwehr dabei, der SV Weidenbach, die Frauenunion und der TSV Ampfing mit Bürgermeister Ottmar Wimmer.
Der Patenverein aus Obertaufkirchen war mit einer besonders starken Mannschaft gekommen.

Küche und Schänke hatten alle Mühe, den Gästen Weißwürste und Radler zu servieren.

Vorstand Anton Maier begrüßte die Vereine einzeln und hieß sie alle herzlich willkommen.
Er freute sich besonders, daß die erste Fußballmannschaft gleichzeitig trainierte. Von nix, kommt halt nix – war er sicher.
Bis zum Festzug unterhielt die Blaskapelle die Gäste und die Küche hatte alle Hände voll zu tun.
Dann Aufstellung zum Festzug. Anton Maier dirigierte die Vereine und die Ehrengäste in die drei Festzüe: Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer, Landrat Georg Huber Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner, zahlreiche Bürgermeister BLSV-Kreisvorsitzenden Erwin Zeug und den stellvertretenden BLSV Vorsitzende Otto Marchner. Natürlich war Ehrenbürgerin Erna Zarner dabei.

Der Festzug setzte sich in Bewegung Richtung Marktplatz, die Ehrengäste fuhren in Kutschen.

Nach den Kutschen die Blaskapelle und der Jubelverein.
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Wenig später trafen die Kapelle aus Schwindegg und der Patenverein als erste auf dem Marktplatz ein und nahmen Aufstellung zum Gottesdienst.

Vorstand und Patenbräute nahmen auf der Bühne Platz.

Vorstand Anton Maier freute sich sehr, daß so viele Gäste gekommen sind um mit dem TSV Jubiläum zu feiern. Sein besonderer Gruß galt dem Patenverein aus Obertaufkirchen und den Patenbräuten Monika Spagl und Ricarda Maier.

Auch wenn der TSV nicht von Anfang nichts mit Fußball zu tun haben wollte, hatte er selbst vom Turnen nicht viel mitbekommen, machte sich Pfarrer Herbert Aneder über sich selbst lustig. Er selbst hat erst die Kugel mitgenommen, die aber erst 1930 dazugekommen ist.

Während des Krieges entstand eine Pause, weiter gings erst 1946. Seit 1969 die Bubaria dazu kam, und dann die Tennisabteilung, die Stockschützen und die Skifahrer, wurde der Verein richtig groß. Dafür dankten sie und luden den Herrgott ein, seinen Segen auch weiter auf den Verein und seine Gäste auszugießen.

In seiner Ansprache würdigte Pfarrer Andreas Reisberg die integrierende Funktion des TSV, der für viele Zugezogene ein erster Anlaufpunkt war. Das Zusammenleben im Verein hat die Gemeinschaft in der ganzen Gemeinde gefördert. Deshalb ist das Jubiläum ein wirklich guter Grund, die Großzügigkeit Gottes zu feiern, der den Verein 100 Jahre lang gesegnet hat.

Pfarrer Herbert Aneder erinnerte bei aller Freude an die Schwachen und Alten. Es zählen nicht nur Erfolg und Siege sondern jeder Einzelne, weil jeder – ohne Ausnahme ein Abbild Gottes ist. Jeder Mensch hat eine Würde, die nicht durch Siege und Medaillen besser wird.
Mehr noch: Wäre nicht gerade dieses Vereinsfest dazu geeignet, der neuen Geisel der Menschheit zu begegnen, dem Bewegungsmangel, den manche als Ursache für den Niedergang der Gesellschaft ansehen.
Er sprach sich gegen die Kommerzialisierung und den gestiegenen Einfluß der Pharmazie und der Medizin auf den Sport aus und geißelte den Einfluß des Geldes auf den Sport, der schon in die untersten Spielklassen eingebrochen ist.
Allerdings ist der Sport auch für die Kirche Mahnung, sich wieder mehr auf die Verkündigung des Wortes Gottes zu konzentrieren.
Wenn christliche Grundsätze dem Sport zugrunde liegen, wie es dieser Gottesdienst andeutet, können Kirche und Sport wieder gemeinsam Jesus als Messias, Erlöser und Retter bekennen. Dann endet vielleicht auch das Gerede vom Fußball-Gott, und der Blick auf den einen wahren Gott wird wieder frei: Jesus Christus.
Gerade das Jubiläum wäre eine Gelegenheit, Jesus wieder den Platz einzuräumen, der ihm zusteht.... (!!!!!!!)

Nach dem sie den Segen erteilt und den Gottesdienst mit „Großer Gott wir loben Dich“ beendet hatten, zogen sie die 100 Jahre alte Standarte wieder auf, die sie hatten restaurieren lassen. Das war aber nicht ganz einfach.

Anton Maier bat die Fahnenbräute, den Fahnen ihre Bänder zu überreichen. (O-Ton)
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Schirmherr Bürgermeister Thomas Einwang begrüßte alle Gäste in Buchbach und gratulierte dem Jubelverein zum Jubiläum. Der Vereinszweck wie er 1913 ins Vereinsregister eingetragen worden war, ist heute nicht mehr sehr aktuell. Trotzdem war er die Basis für 100 Jahre TSV Buchbach. Dabei hat der TSV sich immer an die veränderten Bedingungen angepaßt. Sie haben nicht nur reagiert sondern auch gestaltet und wurden so ein attraktiver Verein mit über 1.100 Mitgliedern in sechs Abteilungen.
Dabei waren die Veränderungen nicht immer unumstritten.
Seit 100 Jahren leistet der Verein nun einen wertvollen Beitrag zum Leben in Buchbach.
Besonders heute bietet das Vereinsleben gerade jungen Leuten die Möglichkeit, das Leben in der Gemeinschaft zu erlernen und so zur Zukunft von Verein und Gesellschaft zu werden.
Weil die Jugendarbeit den Verantwortlichen immer besonders wichtig war, war Bürgermeister Thomas Einwang sicher, der Verein wird auch weiter eine tragende Säule im Leben der Marktgemeinde bleiben.
Der TSV hat seine festen Platz im Leben der Marktgemeinde. Allen Ehrenamtlichen, die den TSV all die Jahre umsichtig geleitet haben, allen Übungsleitern und Trainern, aber auch allen Sportlern dankte Thomas Einwang für ihren jahrelangen Einsatz für das gemeinsame Ziel.
Besonderer Dank galt allen, die dieses Fest vorbereitet haben.
Dem Verein und allen Sportlern wünschte Thomas Einwang auch weiterhin alles Gute und allen Gästen weiter ein schönes Fest.
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Auch Landrat Georg Huber gratulierte dem Verein zum Jubiläum. Um so einen attraktiven Verein zu so einem hohen Geburtstag zu führen, ist das Engagement vieler Ehrenamtlicher aber auch der Wirtschaft und von Unterstützern von unschätzbarem Wert.
Es ist schon bemerkenswert, was sie für die Marktgemeinde und für den Landkreis erreicht haben. Darauf können sie alle stolz sein.
Für ihre Zukunft wünschte er ihnen auch weiterhin viel Erfolg, eine gute Gemeinschaft und vor allem Gottes Segen.
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Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer würdigte die Erfolge des Vereins, die das Ansehen des Marktes weit über die Landkreisgrenzen hinaus geprägt haben. Häufig erlebt er selbst, daß Gesprächspartner ins Schwärmen geraten, wenn die Rede auf die Fußballspiele in Buchbach kommt.
Er dankte allen Verantwortlichen für das Erreichte, besonders den Funktionären, die immer dafür sorgen, daß alles funktioniert. Das machen sie alles ehrenamtlich. Der Staat kann da nur durch passende Rahmenbedingungen beitragen. Und das tut er so gut es eben geht.
Er wünschte weiterhin viel Erfolg, guten Zusammenhalt und viel Freude am Sport und natürlich Gottes Segen.
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Der stellvertretende BLSV-Vorsitzende Otto Marchner war beeindruckt von den Feierlichkeiten beim TSV Buchbach, die das Ergebnis von sehr viel Arbeit sind.
Er gratulierte im Namen aller bayerischer Sportvereine zum Jubiläum und erinnerte an die Gründerzeit und würdigte den Aufwand der Ehrenamtlichen die neben viel Arbeit auch viele positive Erfahrungen machen können. Jeder Ehrenamtliche ist ein Gewinn für die Wirtschaft und die Gesellschaft. Ehrenamt ist keine Gschaftlerei sondern macht Spaß.
Er hatte zum Jubiläum einen Einkaufsgutschein dabei und wünschte den Mitgliedern weiter viel Spaß.
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Auch BLSV Kreisvorsitzender Erwin Zeug gratulierte und war stolz, daß sein Heimatverein, der TSV Obertaufkirchen Patenverein für den TSV Buchbach sein durfte. Der dankte besonders auch den Sponsoren und Helfern die es zusammen mit Übungsleitern und Funktionären möglich gemacht haben, so ein lebendiges Vereinsleben zu ermöglichen.
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Den selben Dank sprach Vorstand Anton auch den Mitgliedern des Festausschusses aus.
Ohne Vereine wäre das gesellschaftliche Leben nichts wert. Deshalb dankte er allen Vereinen, die die Gesellschaft reich machen.
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Sie schlossen die Feier mit der Bayernhymne.
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Während es zu tröpfeln begann zogen die Gäste zurück zur Stockschützenhalle.

Die Ehrengäste beobachten den Einzug der vielen Gäste die durch das Spalier der Fußballer.
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Drinnen hatte die Küche schon alles vorbereitet um die hungrigen Gäste schnell mit Giggal, Braten und Radler zu versorgen. Da halfen alle zusammen und so ging das ganz schnell.
Nachdem sie sich gestärkt hatten, lud Anton Mayer die Mitglieder seines Vereins und des Patenvereins zum gemeinsamen Foto auf die gegenüberliegende Tribüne. Es war für ihn schon bemerkenswert, daß der Patenverein gleich mit 130 Personen gekommen war, eine starke Truppe.
Danach klang der Festsonntag in gemütlicher Runde aus.
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Tags darauf lud die Regionalliga-Mannschaft des TSV die Bayernliga-Mannschaft des SV Wacker Burghausen zu einem Testspiel. Zur selben Zeit lud der Verein in die Stockschützenhalle zum Kesselfleischessen.

Die tief hängenden Wolken hielten nicht immer dicht, so daß die Zuschauer gelegentlich ihre Schirme brauchten. Es war ein Testspiel und so liefen die Burghauser mit sechs Gastspielern auf.
Auch die Mannschaft des TSV hatte sich gegenüber der vorigen Saison stark verändert: Mit Manuel Neubauer und Kapitän Alexander Neulinger haben sich zwei Leistungsträger verabschiedet. Torwart Dominik Süßmaier ist noch immer verletzt. Dafür standen die Neuzugänge Mijo Stijepic und Uli Fries erstmals auf dem Platz.

Wacker Burghausen hatte Anstoß.

Wir wollen ein bißchen zuschauen.

Zur Pause stand’s noch immer 0:0. Beide Mannschaften haben in der Pause viele Spieler ausgewächselt, der TSV Buchbach fünf Spieler.

Mit der neuen Aufstellung geriet der TSV einige Male unter Druck, konnte sich dann aber wieder freispielen.

Nach dem 1:0, das eigentlich ein Eigentor vom Christopher Scott war, kamen die Gäste vors Tor der Hausherren. Den Foulelfmeter hatte Daniel Maus im Buchbacher Tor nur mit Mühe.

Während auf die Spielfeld die Fußballer versuchten, den Ball im Netz zu versenken, genossen in der Halle die Gäste das frisch gebrühte Kesselfleisch. Dazu begrüßte sie Vorstand Anton Maier und wünschte ihnen einen schönen Abend.
Die Blaskapelle unterhielt.

Nach diesem Doppelschlag waren die Gäste bedient. Das Spiel endete 3:0 für den TSV Buchbach. Allerdings war das Ergebnis in diesem Spiel eher Nebensache. Wichtig waren die Erkenntnisse, die die Trainer für die Arbeit in der neuen Saison gewonnen haben.

Gerade als es so richtig gemütlich war, brach ein schweres Gewitter über Buchbach herein und unterbrach im ganzen Ort die Stromversorgung. Da saßen die Gäste dann bei Notbeleuchtung im fast dunklen Zelt. Aber – wie das halt bei uns so ist – von so einer Lappalie ließ sich niemand aus der Ruhe bringen.
Die Kapelle spielte zum Prosit auf – nur die Bedienungen konnten nichts servieren – sie hätten ihre Gäste nicht mehr gesehen.
Wirklich gar kein Grund zu Unruhe zeigten auch Bürgermeister Thomas Einwang und Vorstand Anton Maier.
Das alles dauerte nicht allzu lang und war bald vergessen als die Stromversorgung wiederhergestellt war.
So klang der Abend und damit das 100-Jahr-Jubiläum des TSV Buchbach langsam aus.
Wäre da nicht noch eine Veranstaltung am nächsten Tag gewesen: Der Kreisbauerntag.

Die Stockschützenhalle nutzte der Kreisverband Mühldorf des Bayerischen Bauernverbandes für seinen Kreisbauerntag. Obmann Ulrich Niederschweiberer hatte zu diesem Ereignis Landrat Georg Huber, Bezirksrätin Annemarie Haslberger, Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner und zahlreiche Bürgermeister und natürlich die Ortsobmänner und Mitglieder seines Verbandes eingeladen. Natürlich war auch Kreisbäuerin Anni Senftl gekommen.
Die Festrede sollte Günther Felßner halten, der stellvertretende Vorsitzende des Bayerischen Bauernverbandes und ihr Milchpräsident.

Ortsobmann Josef Feckl beschrieb seinen Ortsverband, und übergab das Wort an Kreisobmann Ulrich Niederschweiberer, der die zahlreichen Gäste begrüßte. Er freute sich über die vielen Gäste, die es in der Stockschützenhalle in Buchbach gut aushalten können.

Bürgermeister Thomas Einwang freute sich natürlich, so viele Bauern in Buchbach zu Gast zu haben. Er stellte die Gemeinde Buchbach vor, die aus 81% landwirtschaftlicher Fläche und 10% Wald besteht.

Der Strukturwandel in der Landwirtschaft ist auch in Buchbach sichtbar: Es gibt heute viel weniger Betriebe, die aber gleich viele Milchkühe halten wie noch vor 14 Jahren. Diese Veränderungen wird sich auch so fortsetzen und sogar die Gemeinde vor neue Aufgaben stellen. Zusammen wird man diese Herausforderungen aber schon meistern.

Thomas Einwang unterstrich die Bedeutung der Bauern für die Gesellschaft, die sich oft auch ehrenamtlich engagieren. Dafür dankte er ihnen sehr und unterstrich die Absicht der Gemeinde, die gute Zusammenarbeit auch weiterführen zu wollen. So wünschte er den Bauern viele wichtige Informationen vom Kreisbauerntag und der Veranstaltung gutes Gelingen.
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Landrat Georg Huber unterstrich die Bedeutung der Landwirtschaft für den Landkreis Mühldorf auch wenn ihr Anteil rückläufig ist. Seit 1995 sank die Zahl der Betriebe von 4.200 auf 3.200 in 2011. Deshalb freut er sich auf den Vortrag von Günther Felßner, der den Bauern zeigen sollte, wie sie ihre Zukunft gestalten können. Schließlich ist jetzt die Zeit um die Weichen für eine erfolgreiche Landwirtschaft zu stellen.
Er dankte allen Landwirten dafür, daß sie weiterhin gesunde Lebensmittel zu vernünftigen Preisen herstellen und nicht einen einzigen Lebensmittelskandal zu verantworten haben, wie es in letzter Zeit so viele gab. Er hoffte auch, daß die Verbraucher den Wert lokal erzeugter Lebensmittel erkennen und die Landwirtschaft weiter unterstützen. Dazu wünschte er den Bauern Glück und Segen in Familie, Hof und Stall.
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Bauernverbands-Kreisobmann Ulrich Niederschweiberer mahnte die Bauern, sich aktiv in die Politik einzubringen. Wenn sie nicht mit gestalten, werden sie von den vielen Gruppierungen gestaltet, die nicht immer nur die Interessen der Bauern im Sinn haben.

Günther Felßner stammt aus Mittelfranken und sprach lange und ausführlich über die Zukunftsperspektiven der Landwirtschaft. Dabei mahnte er nur hochwertige Lebensmittel herzustellen und sich nicht dem Trend nach Billigprodukten zu unterwerfen. Außerdem sollten sie die Energiewende unterstützen, die ihnen die Zukunft sichern kann, wenn die Energieträger zur Neige gehen, die die Natur vor Jahrmillionen eingelagert hat.

Er kritisierte die Agrarpolitik der EU, die die Zuschüsse immer weiter kürzt aber die Anforderungen an die Landwirtschaft immer weiter hoch schraubt.

Ulrich Niederschweiberer dankte ihm mit einem kleinen Geschenk und bat abschließend drei frisch gebackene Landwirtschaftsmeister auf die Bühne, denen er in Anerkennung ihrer Arbeit ein Geschenk überreichte: Leonhard Haslberger, Georg Frauendienst und Lukas Salzeder.TSV Vorstand Anton Maier dankte den Bauern für ihr Kommen und überreichte ihnen als Gastgeschenk je ein Bierkrügerl.

Mit dem Ausklang des Kreisbauerntages ging das Festwochenende des TSV Buchbach dann endgültig zu Ende.

Als die Bedienungen schon abgeschlossen hatten, steißen Anton Maier, Dr. Wolfgang Limmer, Karl-Heinz-Kammerer und die anderen kräftig an.

Vom Auftakt am Donnerstag über die Tage für die Jugend, die Sportler und die Betriebe, den zum Festsonntag, das Fußballspiel und das Kesselfleisch-Essen bis hin zum Kreisbauerntag war es ein gelungenes Wochenende für den Verein, der 100 Jahre lang die Gemeinschaft in Buchbach mit geprägt hat und dabei sogar den einen oder anderen Rekord aufgestellt hat.

Herzlichen Glückwunsch zum 100-Jahr-Jubiläum - - TSV Buchbach!


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