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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
141 Die Frauenunion Oberbayern zu Gast in Mühldorf 16:00 27 05.07.13
Die Vorsitzenden des Kreisverbandes Mühldorf der Frauenunion empfingen die Gäste aus ganz Oberbayern im Stadtsaal in Mühldorf.
CSU Bezirksvorsitzende Ilse Aigner, Frauenunions-Bezirksvorsitzende Ulrike Scharf und Kreisvorsitzender Dr. Marcel Huber brachten gute Laune mit und ließen sich erst einmal mit den Teilnehmerinnen fotografiern. So viele „Ilse’s“ auf einmal gibt’s selten, lachte da Ilse Aigner...
Noch mit den Waldkraiburgern und dann die anderen begrüßt....
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Ilse Preisinger-Sontag begrüßte die Damen mit dem sattsam bekannten Video über die Kreisstadt, dem Ulrike Schaf und Ilse Aigner ausdauernd folgten.
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„Das Land ist stärker, wenn die Frauen mit dabei sind“ zitierte Fraununionsvorsitzende Ulrike Scharf Bundeskanzlerin Angela Merkel. Nur halt, daß sich diese Haltung erst noch im Land herumsprechen muß....
Damit hieß sie die Deligierten willkommen und erinnerte an die Geschichte der Kreisstadt, die ja erst seit 1802 zu Bayern gehört. So dankte sie den Damen des Ortsverbandes Mühldorf-Polling und des Kreisverbandes Mühldorf für die Vorbereitungsarbeit, und da besonders Ilse Preisinger-Sontag, die dem mitgliederstärksten Kreisverband der Frauenunion vorsteht. Sie freute sich schon auf die angekündigte Bewirtung und da besonders auf die Kuchen...
Besondere Freude machte ihr das Kommen von Ilse Aigner und Dr. Marcel Huber, der damit gezeigt hat, daß er gar keine Angst vor den Frauen hat. Zudem begrüßte sie die Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig und Stephan Mayer sowie zahlreiche Landtagsabgeordnete und Bezirksrätinnen. Und natürlich stellvertretende Landrätin Eva Köhr.
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„Frauen gestalten Zukunft“ – unter diesem Motto stand die Veranstaltung – ist eine längst bewiesene Tatsache. Das zeigen die vielen Damen an verantwortlichen Positionen in der Lands- und Bundespolitik. Von dieser Veranstaltung sollte deshalb ein starkes Signal ausgehen.
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Ilse Preisinger-Sontag freute sich, die Deligierten aus ganz Oberbayern in Stadt und Landkreis Mühldorf willkommen heißen zu können. Sie beschrieb den Landkreis mit seinen 31 Städten, Märkten und Gemeinden und seinen gut 110.000 Einwohnern und blickte auf die Geschichte der drei Städte und ihre Gesellschaftsstruktur.
Nachdem sie die politische Zusammensetzung der Stadträte und des Kreistages beschrieben hatte, erläuterte sie, daß dem Kreisverband Mühldorf der Frauenunion knapp 700 Mitglieder in neun Ortsverbänden angehören. Das ist ein ansehnlicher Anteil am Bezirksverband Oberbayern der Frauenunion.
Die Frauen wollen Politik mit gestalten, auch wenn sie gelegentliche Rückschläge zu verkraften haben. Frau läßt sich nicht unterkriegen!
(O-Ton Wenn Sie in der Politik etwas gesagt haben wollen, sagen Sie es einem Mann, wenn Sie etwas getan haben wollen, sagen Sie es einer Frau!!!!)
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Stellvertretende Landrätin Eva Köhr betonte die starke Präsenz der Frauen im Stadtrat von Waldkraiburg, die dort tatsächlich die wichtigsten Positionen innehaben.
Sie beschrieb den familienfreundlichen Landkreis Mühldorf, der bei aller Schönheit auch ein KZ-Außenlager beherbergt. Auch nach jahrzehntelangen Bemühungen kann dort keine Gedenkstätte gebaut werden.
Sie beschrieb das Chemiedreieck mit seiner wirtschaftlichen Kraft und der Forderung nach dem Weiterbau der Autobahn und dem Ausbau der Bahnstrecke und der weiteren Infrastruktur.
Nachdem sie die Klimaschutzaktivitäten des Landkreises und die anderen fünf Handlungsfelder erläutert hatte, zeigte sie das Video, das den Landkreis in buntesten Farben darstellt.
Sie bat die Deligierten, die Ziele des Landkreises an entscheidender Stelle zu unterstützen.
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CSU Kreisvorsitzender Dr. Marcel Huber wollte der Vorstellung des Landkreises nichts hinzufügen, bemerkte aber, daß sich im Landkreis Handwerk und Industrie mit intakter Natur vereinbaren ließen.
Um diesen Schatz beneiden Bayern sogar die Chinesen, die zwar beides haben, es aber nicht schaffen, es am selben Ort zu realisieren.
Für ihre Unterstützung seiner Arbeit dankte er den starken oberbayerischen Damen mit denen er auch künftig gern und gut zusammenarbeiten will. Auf dem Weg dorthin wünschte er ihnen alles Gute.
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Für MdB Stephan Mayer war es keineswegs selbstverständlich, als Mann hier sprechen zu dürfen....
Er beschrieb die großen Aufgaben der Region vom Autobahnbau bis zum Ausbau der Bahnstrecke. Da diese Projekte nur realisiert werden können, wenn der Bundes-Verkehrshaushalt aufgestockt wird, bat er die Kollegen nicht nur dafür zu sorgen, sondern auch bei der Einführung der PKW-Maut zu unterstützen. Er hoffte, daß sie dann nach 2018 auf der fertigen Autobahn in die Region zu ihrer nächsten Versammlung kommen können.
Daneben forderte er, dafür zu sorgen, daß der Strom bezahlbar bleibt. Zwar weiß die Region genau, wie wichtig der Ausbau der erneuerbaren Energiequellen ist, sie weiß aber auch, daß etwa Wacker nur deshalb in den USA investiert, weil dort der Strom weniger als die Hälfte kostet.
Nur die CSU kann Ökologie und Ökonomie verbinden und braucht deshalb auch nach den Wahlen die Chance dazu.
Er sprach sich gegen Strafzölle für chinesische Solarmodule aus, weil damit die Arbeitsplätze bei Wacker gefährdet werden, die als fast einzige Hersteller weltweit die Rohstoffe dafür produzieren.
Abschließend fragte er, ob die Europäische Kommission nicht schon zu viel Kompetenz hat und regte eine Diskussion darüber an, den Ländern wieder mehr Entscheidungsmöglichkeiten zu übertragen. Schließlich verstehen manche Kommissare in Brüssel die Bedürfnisse der Region gar nicht. (O-Ton Wieviel Macht darf ein nicht legitimiertes Germium der EU....)
Er wünschte den Damen ein fruchtbare Tagung und einen angenehmen Aufenthalt in der Region.
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Ulrike Scharf dankte den Grußwortrednern für ihre klare Darstellung der Region und ihrer Probleme und unterstützte die Forderung nach der Realisierung der Infrastrukturprojekte und der Einführung einer PKW-Maut. Schließlich zahlen wir ja auch in fast jedem europäischen Nachbarland.
Dann freute sie sich die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ans Mikrofon bitten zu können, die Frontfrau der Frauenunion und Bezirksvorsitzende der CSU – Ilse Aigner: Dynamisch - weiblich – christsozial!
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Als sie von der großartigen Geschichte des Landkreises gehört hatte – mit der letzten Ritterschlacht bei Mühldorf zwischen Ludwig dem Bayern und Friedrich dem Schönen - hatte sie überlegt, wie man etwa den Horst nennen würde: „Horst der Gnädige“? oder „Ulli die Engagierte“....
Heute passen solche Attribute nicht mehr nur auf einzelne Personen sondern auf ganze Gruppierungen. So, wie die Region derzeit um ihre Projekte kämpft, hat sie das in ihrer Heimat vor Jahren auch erlebt. Zusammen haben sie das alles aber auch mit viel Frauenpower geschafft, die heute auch das Gesicht der CSU prägt.
Sie würdigte die Arbeit von Ulrike Scharf, die in den zurückliegenden vier Jahren sehr engagiert die Politik von den Gemeinderäten bis zum Bundestag mit gestaltet hat. In vielen Veranstaltungen und Initiativen konnten sie seither Zeichen setzen.
Gerade die Familie steht bei Frauen immer oben auf der Prioritätenliste. Junge Männer haben heute ein anderes Familienbild, wodurch es für Frauen immer schwieriger wird, Kinder und Beruf zu vereinbaren. Bayern hat deshalb viel unternommen, was dazu geführt hat, daß das - als verstaubt verschrieene Bayern - die höchste Frauenarbeitsquote und die meisten Vätermonate hat.
Es ist einerseits dringend nötig, hier nach zu legen und andererseits sehr anzustreben, den Eltern die Wahlmöglichkeit zu lassen.
(O-Ton Es ist Grundlage christlich-sozialer Politik.... bis das machen wir nicht. Applaus)
Trotzdem müssen die Belange der Frauen beachtet werden.
Seit sie selbst vor 20 Jahren im Gemeinderat war, hat sich viel getan. Wenn nun der Bund den Bau von Kinderkrippen unterstützt, hat die bayerische Staatsregierung zugesichert, alle Bauvorhaben zu fördern. Sogar ohne einen Deckel – eine tolle Leistung!
Allerdings bleibt es weiter den Eltern überlassen, wie sie ihr Leben gestalten wollen. Schließlich hilft eine Kinderkrippe einer Schichtarbeiterin oder einer Bäuerin gar nichts. Deshalb hat die CSU das Betreuungsgeld eingeführt. Auf diesen gemeinsamen Erfolg von CSU und Frauenunion können sie mächtig stolz sein.
Auch darauf, die Ungerechtigkeit bei der Berechnung der Rente beseitigt zu haben, sind sie stolz. Es kann schließlich keinen Unterschied zwischen „vor 1992“ und „nach 1992“ geborenen Kindern geben. (Applaus) Auch wenn das nicht sofort geschehen kann, wird die Gleichstellung kommen.
Zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehört aber auch die Betreuung von Familienangehörigen. Hierfür müssen Modelle erarbeitet werden, die es einem berufstätigen ermöglichen, für die Familie da zu sein. Natürlich betrifft das in erster Linie die Frauen.
Arbeitgeber müssen erkennen, daß gerade Mitarbeiter, die alles unter einen Hut bringen können, auch die engagiertesten Mitarbeiter im Betrieb sind. (1:05:53:20 Applaus)
Allerdings ist hier eine Kultur der Anerkennung nötig, die es Frauen ermöglicht, trotz ihrer vielfachen Belastungen, ihre Rolle in der Gesellschaft einzunehmen.
Da ist in den zurückliegenden Jahren sehr viel geschehen: Erziehungsgeld, Landeserziehungsgeld, Betreuungsgeld dienen der Förderung der Familien und wurden von der CSU eingeführt.
Jetzt gilt es auch, den Familien ein Umfeld zu schaffen, das jungen Leuten die Entscheidung erleichtert, eine Familie zu gründen.
Damit stellte sich die Frage nach den Kernpunkten christlich sozialer Politik: Gerechtigkeit ist nicht für jeden das selbe. Für die CSU ist Gerechtigkeit Chancengerechtigkeit von Beginn an.
Der Mensch und seine Leistungsfähigkeit muß gefördert werden. Wer will muß unterstützt werden, aber wer kann und nicht will muß sein Verhalten spüren. (Applaus)
Den ständigen Klagen, das bayerische Bildungssystem wäre sozial ungerecht und rückwärtsgewandt, erklärte sie eine Absage. Es gibt kaum ein durchlässigeres als das Bayerische. Auch die Debatte über die Wahlfreiheit – Gymnasium als G8 oder G9 – führt zu nichts. Sie hoffte, daß besonders die Menschen auf dem Land wissen, was da auf sie zukommen könnte. Außerdem gibt es das G9 nach wie vor – über Realschule und Fachoberschule kann man auch die Hochschulreife erreichen.
(O-Ton Das ist Gerechtigkeit: Nicht den Weg nach oben zu verschließen - Applaus)
Bei aller Förderung hoch qualifizierter müssen auch Handwerker, Erzieher und Altenpfleger gefördert werden, ohne die die Gesellschaft nicht funktionieren würde.
Es darf auch nicht sein, daß Hochschulabsolventen anders behandelt werden, die über den zweiten Weg studiert haben als solche, die direkt übers Gymnasium an die Uni gekommen sind. (Applaus )
Vielleicht kritisieren die internationalen Institutionen das bayerische Bildungssystem ja, weil sie es nicht kennen? Jedenfalls hat es zur niedrigsten Jugendarbeitslosenquote in ganz Europa geführt.
Allerdings können viele Länder ihren Kindern die berufliche Qualifikaiton gar nicht vermitteln, weil sie keine Ausbilder haben. Darüber sollte sich die Europäische Kommission mal Gedanken machen. Und nicht über die Olivenölfläschchen in unseren Pizzierien.
Weiter wollte sie nicht auf die EU-Agrarpolitik eingehen, auch wenn’s interessant wäre. Jedenfalls braucht man dafür gute Kondition.
Auch wenn Europa ein schwieriges Thema ist, darf man nicht vergessen, daß uns Europa seit 1945 Frieden und ein gut-nachbarschaftliches Verhältnis in Europa gebracht hat.
Mit Blick auf die Vorgänge in der Türkei war sie sicher, daß dieses Land nicht bereit ist, in die Europäische Union aufgenommen zu werden. (Applaus)
Es ist halt nicht selbstverständlich, daß man überall frei seine Meinung sagen kann. Diesen Schatz gilt es zu bewahren. Natürlich ist auch der große Binnenmarkt besonders für Bayern wichtig und zwar sowohl für die Industrie als auch für den Mittelstand und gerade für die Bauern.
Blickt man auf die stark anwachsende Weltbevölkerung, dann ist es schon sinnvoll, wenn Europa für seine Identität kämpft.
Wer über den Tellerrand hinausschaut, wird erkennen, daß es richtig war, eine Frauenquote einzuführen. Noch heute ist es in vielen Bezirken nicht selbstverständlich, daß die Frauen zu ihrem Recht kommen.
Allerdings war die Quote nicht wirklich nötig: Bei der letzten Vorstandswahl haben die Mitglieder 40% des Vorstands mit Frauen besetzt – ohne einen getrennten Wahlgang.
Dafür dankte sie Horst Seehofer, der sie als seine Nachfolgerin vorgeschlagen hat. Das war ja nicht von vornherein klar (O-Ton Gelächter – Also als Lanwirtschaftsministerin)
Es waren und sind da wirklich hervorragende Fachleute in der CSU aktiv – zuletzt neu gewählt, Christa Stewens als Fraktionsvorsitzende im Landtag. Ihre Art, die Verwandtenaffäre aufzuklären war meisterhaft. Hut ab!
Nachdem sie Christine Haderthauer, Ingrid Heckner und Ursula Männle für ihre Arbeit in Staatsregeirung und Landtag gedankt hatte, war sie sicher auch für die kommenden Wahlen gute Kandidatinnen in ihren Reihen zu haben. Mit guten Ergebnissen werden sie nach den Wahlen in Bezirkstag, Landtag und Bundestag wieder stark anpacken. Dazu wünschte sie allen Kandidaten viel Erfolg und alles Gute.
Um das zuletzt nicht zufriedenstellende Ergebnis in Oberbayern zu heben, hat sie sich entschieden: (O-Ton Dann werd‘ ich auch wieder für den bayerischen Landtag kandidieren.....)
Gerade nach den Verschiebungen im Bundesrat ist klar, daß es jetzt um Bayern geht, und darum, Bayern zu halten. Und das werden sie gemeinsam schaffen!
Die Deligierten dankten Ilse Aigner mit langanhaltendem Applaus stehend.
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Ulrike Scharf dankte Ilse Aigner für diese engagierte Rede mit einem Strauß Blumen und Ilse Preisnger-Sontag mit einem Geschenkkorb mit hochwertigen Lebensmitteln aus heimischer Herstellung.
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Dann verabschiedete sich Bundesministerin Ilse Aigner und die Deligierten widmeten sich einem ausgehnten Mittagsmahl mit anschließendem Kuchenbuffet. Darauf hatte sich Ulrike Scharf schon lange gefreut....
Am Nachmittag wählten die Deligierten ihren Vorstand neu. Dabei gab es keine Überraschungen:
Als Bezirksvorsitzende wurde Ulrike Scharf mit 104 von 117 Stimmen in ihrem Amt bestätigt.. Ihre Stellvertreterinnen sind wie bisher Daniela Ludwig, Ilse Preisinger-Sontag und Susanne Linhart. Neu gewählt wurde Dr. Ute Eiling-Hütig. Neue Schriftführerinnen sind Julia Bartz und Dr. Konstanze Thiele. Schatzmeisterin bleibt Gisela Neumayr
142 Das Altstadtfest in Mühldorf: Sport, Mimmo und viel Regen 13:00
Eine Regenpause nutzte die Freiwillige Feuerwehr dazu, mit der Drehleiter eine Stellprobe vor einem Anwesen am Stadtplatz durchzuführen. Das gab uns die Möglichkeit, einen Blick aus der Vogelperspektive auf die Altstadt zu werfen.
Gleichzeitig kamen aus München gut 65 Interessierte in einem Zug der Südostbayernbahn in Mühldorf an, die der Wirtschaftsförderverein Mimmo eingeladen hatte, sich ein Bild von der Stadt zu machen.
Die Gäste machten sich vom Bahnhof aus zu Fuß auf den Weg Richtung Stadtplatz.
Nachdem ihnen Stadtführerin Beate Vedtke-Gollwitzer ein bißchen Orientierungshilfe gegeben hatte, besichtigte eine Gruppe die Weißbier-Brauerei und eine andere erkundete den Stadtplatz an dem zeitgleich das Promi-Spiel im Rahmen des Beach-Volleyball-Truniers des TSV stattfand.
Da es inzwischen zu regnen begonnen hatte, litten Besucher und Sportler unter den unwirtlichen Wetterverhältnissen.
Das störte aber Sponsor Maximilian Kammermeier nicht, mit seinem neuen Elektro-Flitzer vorbei zu schauen. Lautlos – versteht sich!
Maximilian Heimerl, Ilse Preisinger-Sontag, Johannes Grundner und Rupert Rigam zeigten gegen MdB Stephan Mayer, Alfred Lantenhammer, Dr. Martin Huber und Claudia Hausberger, wozu sie auch im sportlichem Wettkampf fähig sind.
Prominenter Schiedsrichter war Meister-Trainer Jogi Tille, dessen U18- und U20-Mannschaften vor wenigen Wochen Deutsche Meister geworden waren.
Das Spiel endete mit dem Sieg der blauen Mannschaft.
Jogi, war’s schwierig zu pfeiffen? (O-Ton )
Dr. Martin Hubers Quasi-Nichte übernahm es dann gleich selbst, das Interview zu führen, das einen interessanten Vorschlag brachte.... (O-Ton )
Kommt jetzt die Feuchtigkeit vom Schwitzen oder vom Regen? (O-Ton )
Gratulation übrigens zum Sieg! Wie wars? (O-Ton)
Kein Respekt vor dem Bundestagsabgeordneten!? (O-Ton)
Herr Bundestagsabgeordneter. Kommt der Schweiß von innen oder von oben? (O-Ton)
Darauf genossen die Kontrahenten, die schön miteinander gespielt haben, erst einmal einen alkoholfreien Cocktail.
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Etwas später kamen die Gäste aus München im Rathaus zusammen, wo sie Bürgermeister Günther Knoblauch willkommen hieß.
Er erklärte ausführlich die Geschichte der Stadt und des Rathauses, das nach dem Stadtbrand 1640 wieder aufgebaut worden war, in einer Zeit, als fast in ganz Europa der 30-jährige Krieg tobte und kaum jemand ans aufbauen dachte. In der damals salzburgischen Enklave Mühldorf war davon aber nichts zu spüren.
In seinem Rückblick sparte er weder die letzte Ritterschlacht 1322 aus noch Maria Pauer, die der Hexerei beschuldigt, und später in Salzburg verbrannt worden war.
Die Gäste hörten aufmerksam zu und nutzten die Gelegenheit, die alte Küche zu besichtigen, während Mimmo-Vorstand Franz Hutterer seinen Verein vorstellte, den er alleine repräsentierte. Von den anderen Mitgliedern des Vereins war den ganzen Nachmittag niemand zu sehen....
Herr Bürgermeister, es ist schon interessant, daß so viele Münchner das Angebot der Südostbayernbahn angenommen haben und Mühldorf kennenlernen wollten. (O-Ton)
Haben Sie schon konkrete Ergebnisse? (O-Ton)
Wie hat’s Ihnen in Mühldorf gefallen? (O-Ton)
Sie sind auf Einladung des Mimmo hier. Haben Sie Absichten? (O-Ton)
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Herr Hutterer, die Kampagne in München ist nun seit einigen Wochen vorbei. Wie hat sich Ihre Initiative seither entwickelt? (O-Ton)
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Später behinderte der Regen erst einmal das Altstadtfest. Erst am späten Abend kam diese besondere Stimmung auf, die das Altstadtfest in Mühldorf so einzigartig macht.
143 Abschlußfeier am Ruperti Gymnasium Mühldorf: Austher-abi-ert 18:00
Nach dem Abschlußgottesdienst in St. Peter und Paul und einem Sektempfang in der Mensa des Ruperti-Gymnasiums begrüßte Studiendirektorin Christine Neumaier die Abiturienten und ihre Angehörigen im Stadtsaal in Mühldorf. Dort fanden sich auch zahlreiche Stadträte ein, dritter Bürgermeister Christian Funiok, Bürgermeister der umliegenden Kommunen und Landrat Georg Huber.
Nach dieser Feier beginnt für die Abiturienten ein neuer Lebensabschnitt. Wie sehnlich sie das Ende der Schulzeit erwartet haben, zeigt das Bild auf der Einladung zu dieser Feierstunde, meinte Christine Neumaier. Dazu wünschte sie ihnen viel Glück und Erfolg.
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Michael Löbbecke brachte Sergej Rachmaninovs Prelude in g-Moll zu Gehör.
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Landrat Georg Huber gratulierte den Abiturienten an diesem sehnlichst erwarteten großen Tag. Zusammen mit den Eltern haben sie die Jahre gemeistert und können nun gemeinsam mit der Schule ihre jungen Leute in die Welt entlassen, wo sie ihren eigenen Weg gehen werden. Darüber sind Eltern, Geschwister und Großeltern sicher stolz und betrachten das auch mit ein bißchen Wehmut. Schließlich heißt es für sie - und auch für die Lehrkräfte – auch Abschied zu nehmen.
Landrat Huber dankte Lehrkräften und Schulleitung für ihren Einsatz.
Bei aller Unterstützung haben aber die Schüler selbst lernen, Disziplin und Fleiß aufbringen müssen und dabei auf eine entspannte Freizeitgestaltung verzichten müssen. Die harte Zeit ist nun zu Ende, in der sie bis zum Schluß nicht wußten, ob es reichen wird.
Wenn sie nun ihre Abiturzeugnisse erhalten, beginnen die einen ein Studium und die anderen eine Berufsausbildung. Vielleicht gehen auch manche ins Ausland. Das Lernen geht also weiter – ein Leben lang. Dabei geht es nicht nur um den Erwerb von Wissen sondern auch um das informelle Lernen und den Aufbau sozialer Kompetenz. Dazu sollten sie sich in der Gesellschaft engagieren, Teil der Gemeinschaft werden.
Trotz aller neuen Aufgaben hoffte er, daß sie immer wieder in ihre Heimat zurückkehren. Der Landkreis braucht junge Leute, solche wie sie. Sie sind die Zukunft des Landkreises.
Im Landkreis bieten zahlreiche Institutionen Weiterbildungsangebot, bis hin zum Studium in Zusammenarbeit mit den Hochschulen Rosenheim und Landshut. Um diese Angebote weiter zu entwickeln, führt der Landkreis Absolventenumfragen durch, an die er die Absolventen bat teilzunehmen. Damit helfen sie, die Region attraktiver zu machen.
Er wünschte den Absolventen für ihren weiteren Weg alles Gute und immer solche Begleiter, die sie dabei unterstützen, viel Selbstvertrauen, Glück und vor allem Gottes Segen.
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Dritter Bürgermeister Christian Funiok beglückwünschte die Abiturienten zum Erreichten, mußte aber Bürgermeister Günther Knoblauch entschuldigen. (Ohhhh!!!)
Nach 12 Jahren Schule können sie nun ihre beruflichen Ziele anpacken und hoffentlich auch ihr privates Glück mit Gottes Hilfe finden.
Positives Denken und die Entschlossenheit, das eigene Schicksal selbst in die Hand zu nehmen wäre eine Grundeinstellung, die er ihnen mit auf den Weg geben wollte. Bei allem sollten sie daran denken, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen. Schließlich sind sie nicht nur verantwortlich für ihr Tun sondern auch für das, was sie nicht tun.
Aber erst sollten sie diesen Tag genießen.
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Der Abi-Chor setzte fort mit „Africa“ von Toto.
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Die Vorsitzende des Elternbeirates, Monika Haneder, gratulierte den Abiturienten zum höchsten Schulabschluß, den Lehrkräften zur Förderung der jungen Leute, den Eltern, die ihren Kindern diese gute Qualifikation ermöglicht haben und der Gemeinschaft, daß sich die Investition in unser Bildungssystem auf diese Art und Weise auszahlt.
Mit Fleiß und Ausdauer haben die Abiturienten ihre Schulzeit gemeistert. Sie haben damit bewiesen, daß sie im Alltag bestehen können. Ihren Erfolg haben sie vielen zu verdanken, ihren Eltern, dem Staat, der Schule und den Lehrkräften, die allen zusammengeholfen haben. Den Lehrkräften galt ihr besonderer Dank und ihre Anerkennung.
Den engagierten Mitgliedern im Elternbeirat dankte sie besonders.
Wenn nun der Käfig offen ist, haben die Abiturienten den besten Startplatz erreicht. Auch wenn sie nun in der Luft fliegen und das Hochwasser sie durch ihre Abiturprüfungen begleitet hat, werden sie doch feststellen, daß es die Erde ist, auf der man mit beiden Beinen stehen muß. Dazu wünschte sie ihnen das nötige Feuer und die Begeisterung bei ihrer künftigen beruflichen Tätigkeit. Damit wünschte sie den Abiturienten alles Herzens-Gute und allzeit guten Flug.
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Thomas Brandstetter gratulierte in Vertretung der Vorsitzenden des Fördervereins des Ruperti-Gymnasiums. Nach so viel Vogelkunde wollte er aus dem Lied „Willi“ von Konstantin Wecker hinzufügen: (O-Ton Freiheit – Wecker - ....)
Das kann Kraft geben und für Stehvermögen sorgen. Als Prachtbursch’n und blitzsaubere Madl’n mit viel im Kopf sollten die erworbenen geistigen und physischen Fähigkeiten nun pflegen und weiter entwickeln, aber immer mit dem nötigen Elan und der gebotenen Demut. Diesen Schatz kann ihnen niemand mehr nehmen.
Sie sollten standhaft bleiben, gegen den Strom schwimmen, auch wenn die Erde dem Abgrund entgegengeht. Aber bitte nicht so viel Baß wie im morgendlichen Gottesdienst. (O-Ton Viel Glück und Gottvertrauen....)
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Auch Personalratsvorsitzender Daniel Seeharsch gratulierte zum bestandenen Abitur. Das Bild kennt ja jeder anders herum. Aber jetzt paßt’s für die Abiturienten. Sie verlassen jetzt den Schonraum Schule , der ihnen die Möglichkeit gab, sich selbst zu finden und ihren Charakter zu bilden. Sie konnten sich auf das reale Leben vorbereiten. Nun sind sie reif.
Na ja, vielleicht noch nicht alle....
Nun müssen sie in der realen Welt Verantwortung übernehmen und mit Bedacht wichtige für ihr Leben Entscheidungen treffen. Wer keine Entscheidungen trifft, macht zwar keine Fehler, kommt aber auch nicht vorwärts. Gute Entscheidungen bewirken dagegen Zufriedenheit.
Nun bietet ihnen das Leben eine Fülle Chancen. Welche sie wählen ist ihre Entscheidung. Die reale Welt ist jeden Tag neu und aufregend. Bei der Bewegung darin wünschte er ihnen viel Spaß.
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Schülermitverantwortungsleiter Michael Götz hoffte, daß sie sich immer gern an das Ruperti Gymnasium und seine lieben Lehrer und vor allem an ihre Mitschüler erinnern, wünschte ihnen im Namen aller Schüler viel Glück und Freude und gratulierte zum bestandenen Abitur.
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Lena Loidl, Bastian Schuhbeck und Vreni Wapler unterhielten mit Gillian Welch’s „Look at Miss Ohio“ und einem weiteren Musikstück. Allerdings kamen sie erst nach einer kurzen Pause auf die Bühne. Und das hatte einen erstaunlichen Grund. Sie hatten sich vor dem Stadtsaal eingespielt... (O-Ton)
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Johannes Pöllmann und Vreni Wapler freuten sich erst einmal, daß die Abiturienten alle gekommen waren, besonders über zwei, die nicht ihre Zeugnisse übernehmen konnten. (Jubel ) Gerade Markus Lenz dankte Johannes Pöllmann dafür, daß er 8 Jahre lang die Gemeinschaft bereichert, alles organisiert hat und immer die treibende Kraft war. Ihm wünschte der gesamte Jahrgang, daß es im kommenden Jahr klappen wird.
Und Lukas Hammerl, der durch eine schwere Erkrankung nicht hatte teilnehmen können. Im Namen des gesamten Jahrgangs wünscht ihnen Johannes Pöllmann alles Gute.
Vreni Wapler war sicher, wenn die Schüler das Gebäude des Gymnasiums früher als Bunker gesehen hatten, vergleichen sie es jetzt nach der Sanierung mit einem Krankenhaus. Daraus resultiert das Abi-Motto: „Austher-abi-ert – 12 Jahre Anstalt“. (Jubel)
Jedenfalls hat dieses Oberstudiendirektor Räde als einziges von den vielen vorgeschlagenen akzeptiert. Es paßt schon auch zum Treiben an dieser Schule, wo es ja Insassen gibt, die täglich zur Therapie müssen und Therapeuthen und Fachärzte, die die Insassen mit Adleraugen bewachen.
Auch wenn sie nicht alles aufzählen wollten, war Johannes Pöllmann sicher, das Lehrer-Schüler-Fußballspiel hat Entwicklungspotential bei den Insassen gezeigt. 4:5 haben die Lehrer glücklich und völlig unverdient gewonnen.
Die Kursfahrten boten Abwechslung nach den vielen Therapiestunden, auch wenn sie auch da von den Therapeuten auf Schritt und Tritt überwacht wurden.
Freiheit, Selbständigkeit und Vertrauen sollten je eigentlich groß geschrieben werden. Das hat man den Insassen zwar vorenthalten, sieht sie aber jetzt trotzdem als austherapiert.
Nachdem sie auf besondere Ereignisse im Lauf ihrer Schulzeit eingegangen waren, fragten sie sich, warum ein kleines Bistro im Norden der Kreisstadt so besonders beliebt ist – und zwar bei Insassen und Therapeuten.
Der Abischerz ist zwar der Ablehnung von Schulleiter Anselm Räde zum Opfer gefallen, was zu einem fröhlichen Sturm der Schule mit manchen Mißgriffen führte. Die bunte Wasserschlacht haben dann tatsächlich manche mit einem Amoklauf verglichen.
Besonders lobten sie die Krankenschwestern – die Mitarbeiterinnen der Verwaltung, die viel Geduld mit ihnen bewiesen haben. Dafür dankten sie Christine Walter, Christine Wohlfahrt, Karin Rausch und Erika Wilfer.
Dank galt auch Oberstufenbetreuer Heinrich Schwägerl, dem sie einen Geschenkkorb überreichten.
Und natürlich Anstaltsleiter Oberstudiendirektor Anselm Räde, der nicht nur den Baulärm von ihnen fern gehalten hatte. Auch er erhielt einen Geschenkkorb.
Zuletzt galt ihr Dank den Eltern, die sie auf dem langen Weg zum Abitur unterstützt haben. Und natürlich den Lehrkräften, die sie durch die Therapie geschleust haben.
Damit gratulierten sie allen Abitrientinnen und Abiturienten.
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Nach einer kurzen Pause freute sich Oberstudiendirektor Anselm Räde über die Einladung, die ihm jemand am späten Vorabend an die Haustür geklebt hatte. Und besonders über die handschriftlichen Zeilen auf der Rückseite, die ihn, wenn auch etwas spät, zur Abiturfeier einluden.
Er hatte aber ohnehin vor, an dieser Feier teilzunehmen.....
Der Abiturgottesdienst unter dem Motto „Freiheit“ hatte ihm sehr gefallen, wie auch die Graphik von Theresa Sonnleitner auf der Einladung.
Er zitierte aus der Autobiographie des bayerischen Arztes und Lyrikers Hans Carossa, der 1928 das Ende seiner Schulzeit herbeigesehnt hatte – und die Unsicherheit der bevorstehenden Freiheit beklagte. Diese Schulzeit im Landshuter Internat war für Hans Carossa damals nicht einfach.
Anselm Räde konnte sich vorstellen, daß es den Abiturienten nun ähnlich geht. Die Gewißheit, daß die Schulzeit endgültig vorbei ist und nun etwas unbekanntes auf sie zukommt, verursacht manchem vermutlich Unbehagen.
Seit dem 13. September 2005 haben sie nun 8 Jahre lang das Ruperti Gymnasium besucht und seither ein ganz anderes Schulleben gehabt, als Hans Carossa in den 20er Jahren. Den damaligen Standesdünkel gibt es zwar längst nicht mehr, trotzdem wundern sich noch heute manche Abiturienten über das Selbstbewußtsein so mancher Fünft-Kläßler, die auch schon alle Rechte im Schulhaus für sich in Anspruch nehmen.
Von den 139 Fünftkläßlern, die im September 2005 begonnen haben, sind heute noch 86 hier – 62%. Alle anderen sind durch Zuzug oder auf anderem Weg in diesen Abiturjahrgang gekommen. Er freute sich, daß die Johannes Pöllmann und Vreni Wapler die beiden erwähnt hatten, die diesmal nicht unter den Abiturienten sein konnten. Besonders Lukas Hammerl wünschte er gute Genesung und freute über seine Teilnahme an der Abiturfeier.
Applaus gebührte dem Abiturjahrgang für die Art, wie sie die Aibiturprüfung absolviert hatten: ernsthaft und ruhig. Allerdings bemängelte er, daß ein viertel der Absolventen ihre mündlichen Prüfungen in Kunst und Musik abgelegt haben – da küßte sie wohl die Muße....
Und auch darüber, daß nur 25 % in naturwissenschaftlichen Fächern ihre Prüfung abgelegt haben, sollte man sich vielleicht Gedanken machen.
27 Abiturienten erreichten eine Durchschnittsnote mit einer 1 vor dem Komma – mehr als ein Viertel. Die Abiturdurchschnittsnote des Jahrgangs lag im Bereich des bayernweiten Durchschnitts von 2,32.
Auch die Lehrkräfte können zufrieden damit sein, daß sie wieder etliche Zöglinge zur Reife gebracht haben, auch wenn einige während ihres Rundgangs durch die Schule vor einer Woche, Zweifel daran hatten aufkommen lassen. Das war keine reife Leistung. Nach ihrer Entschuldigung sollte aber nun der Mantel des Schweigens darüber ausgebreitet werden.
Nun erleben sie eine erste Zäsur im Leben, wie es sie nicht so viele gibt. Deshalb sollten sie jetzt feiern und den Neid der anderen Schüler am Gymnasium genießen.
Danach sollten sie den richtigen Weg in ihre Zukunft aus dem fast unüberschaubaren Angebot wählen. Er hoffte, daß ihnen die Schulzeit bei der Beantwortung dieser Fragen Anhaltspunkte gegeben hat und sie in die Lage versetzt hat, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Nach dem Feiern sollten sie auf den Nagelschmiedturm steigen und mit dem Blick Richtung Altötting erkennen, daß sich alles schon regeln wird. Dazu wünschte er ihnen reichlich Glück und viel Gottes Segen.
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Johanna Rellinghaus und Monika Fischer lockerten die Feierstunde mit zwei Werken von Georg Philipp Telemann auf.
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Nun ehrte Oberstudiendirektor Anselm Räde Abiturienten und bat dazu die Fachgruppenleiter zu sich. Zunächst würdigte Christian Böhm die Mitwirkenden der Schülerzeitung Innfloh, die im Wettbewerb des „Spiegel“ auch 2013 wieder erfolgreich waren.
Allen geehrten überreichte Anselm Räde ein Buchgeschenk.
Theresa Sonnleitner überreichte er für das gelungene Bild auf der Einladung ein besonderes Geschenk.
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Sebastian Hungerhuber zeichnete die besten Mathematiker aus: Heiko Lengenfelder und Stefan Loipfinger. Beide hatten in der Abiturprüfung 15 Punkte erzielt, eine Spitzen-Leistung.
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Die beste Chemie-Absolventin – Stefanie Schyma zeichnete Heinrich Schwägerl selbst aus. Auch sie erzielte im Kolloquium 15 Punkte.
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Dr. Johanna Kufer ehrte Lisa Corwin für den besten Abschluß im Fach Biologie. Sie erhielt neben dem Buchgeschenk auch den Bio-Zukunftspreis der Stiftung Natur-Mensch-Kultur, der 500 Quadratmeter Regenwald in Südamerika beinhaltet.
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Für seine Ergebnisse im Fach Physik ehrte Daniel Seeharsch dann Linus Huber mit einer kostenlosen Mitgliedschaft in der deutschen physikalischen Gesellschaft.
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Dann bat Heinrich Schwägerl die 27 Abiturienten mit einem Notendurchschnitt mit einer 1 vor dem Komma nach vorn. Sie alle erhielten einen Buchpreis und die Gratulation von Oberstudiendirektor Anselm Räde.
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Besonders freute er sich über die Jahrgangsbesten:
Christina Zenefeld erreichte mit einem Durchschnitt von 1,5 eines der drei besten Ergebnisse des diesjährigen Abiturjahrgangs.
Den zweiten Platz nahm Sarah Stey ein, mit einem Durchschnitt von 1,3.
Jahrgangsbeste wurde Christina Krempl, mit einem Notendurchschnitt von 1,1.
Ihre Leistung würdigte Oberstudiendirektor Anselm Räde auch deshalb, weil sie inzwischen auch die Begabtenprüfung glänzend bestanden hatte. Damit gehört sie zu den 250 besten in Bayern.
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Dann erhielten alle Absolventen in alphabetischer Reihenfolge ihre Abiturzeugnisse.
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Der Abichor schloß den geplanten Teil der Abirurfeier mit Charol King’s „You’ve got a friend“ ab.
Die Überraschung war dann eine Tanzeinlage, die Sarah Stey einstudiert hatte.
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Nach gut drei Stunden war’s dann für die Abiturienten endgültig vorbei mit dem Schulleben. Am Abend folgte ein ausgelassener Ball, bevor sich viele von ihnen auf eine gemeinsame Abifahrt nach Spanien auf den Weg machten.
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Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen allen Abiturienten im Landkreis auch von uns.

144 "Das Haus der kleinen Forscher" - Kinder schon im Kindergarten für Technik begeistern 10:50
Hubert Schöffmann – Ausbildungsleiter der IHK für München und Oberbayern – freute sich, im Sitzungssaal des Landratsamtes in Mühldorf Ingrid Obermeier-Osl - Vizepräsidentin der IHK für München und Oberbayern und Landrat Georg Huber und zahlreiche Erzieherinnen aus Kinderbetreuungseinrichtungen in den Landkreisen Mühldorf und Altötting begrüßen zu können.
Schon lange beobachtet die IHK, daß die Kompetenz um Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik und Technik bei Kindern und Jugendlichen immer mehr verloren geht. Bastler gibt es kaum noch, die mal an einem Moped ´rumschrauben oder selber was reparieren. Die sind gänzlich verschwunden.
Wenn Kinder nicht mehr fragen, warum ist etwas so wie es ist und wie funktioniert dies und das, dann ist das eine bedenkliche Entwicklung. Es gilt also, die natürliche Neugier der Kinder wieder zu wecken und zu fördern.
Mit dem Projekt „Haus der kleinen Forscher“ haben die Erzieherinnen nun die Möglichkeit, in allen Kindern diese Neugierde wieder zu wecken. Da geht es dann von der Frage „Warum ist der Himmel blau?“ bis zu „Wo kommt der Strom her?“.
Hubert Schöffmann war zuversichtlich, mit diesem Projekt die Kompetenz der Kinder wieder zu Tage fördern zu können. Schließlich ist der Geist der einzige Rohstoff, den Deutschland in Hülle und Fülle besitzt. Vielleicht kommt ja dann einer der zukünftigen Nobelpreisträger aus dem Landkreis Mühldorf.
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Ingrid Obermeier-Osl grüßte die vielen Damen und die wenigen Herren. Sie freute sich über die gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt, die durch diese Veranstaltung nochmal unterstrichen wird.
Da die MINT-Berufe immer weniger werden, sollen schon die kleinen Kinder an diese Tätigkeiten herangeführt werden. Dahinter steckt natürlich Eigennutz. Die Wirtschaft will so gute, fachlich qualifizierte Nachwuchskräfte bekommen. (O-Ton Früh übt sich....)
Dazu wünschte sie den Zuhörerinnen interessante Themen und damit die Grundlage für ihre Arbeit mit den Kindern.
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Auch Landrat Georg Huber war voll Lobes für die Zusammenarbeit mit der IHK, die weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt ist und Weiterbildungswillige aus dem weiten Umkreis nach Mühldorf lockt.
Da die Anforderungen an Arbeitskräfte immer weiter steigen, ist es wichtig, das Interesse schon bei kleinen Kindern zu wecken. Dabei soll in den Kindern ein Feuer entfacht werden, das als Motivation wirkt. Dabei ist Fingerspritzengefühl nötig um den Forschungsdrang der Kinder nicht zu zerstören. So wie Kinder früher noch Würmer untersuchen durften, was ihnen heute meistens verwehrt wird.
Kinder wollen wissen, was dahinter steckt und wie das funktioniert. Kinder begreifen schnell und sind mit vollem Eifer bei der Sache.
Dringen Kinder erst einmal hinter manche Grundsätze, haben sie auch den Eifer, selbst mehr daraus zu machen.
Die heutigen elektronischen Spielgeräte bewirken dagegen kaum langfristige Lerneffekte. Deshalb freute sich Landrat Huber so sehr darüber, daß das Projekt „Haus der kleinen Forscher“ nun in beiden Landkreisen umgesetzt wird, daß Kinder wieder nageln lernen, Bretter zuschneiden, selbst etwas herzustellen. Dazu wünschte er den Erzieherinnen viel Erfolg. Sie tragen dazu bei, die Bestrebungen des Landkreises fortzusetzen, den Kindern die bestmöglichen Strukturen zu bieten, für das Kultusminister Ludwig Spaenle den Landkreis als Bildungsregion ausgezeichnet hat. Vielleicht gibt’s ja dann wirklich den einen oder anderen Forschungspreisträger aus der Region.
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Dagmar Winterthaler-Salvatore – wissenschaftliche Referentin des Staatsinstituts für Frühpädagogik in München – erläuterte die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, die langfristig vom Bundesministerium für Bildung und einem Stiftungsverbund finanziell getragen wird. (25:40:00)
Ziel der Stiftung ist es, Naturwissenschaften, Mathematik und Technik in KiTas und Grundschulen nachhaltig zu verankern. Da die Initiative über alle deutschen Bundesländer hinweg gleich agiert, schafft sie zudem deutschlandweit gleiche Wissensstände.
Seit 2011 werden auch Lehrkräfte im Rahmen eines Fortbildungsprogramms geschult. Damit verständigen sich erstmals Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen. Daneben dient die Initiative dazu, den Betrieben qualifiziertes Nachwuchspersonal zu sichern.
Als weiteres Ziel breitet die Stiftung ihre Arbeit auch auf andere Länder aus und trägt dazu bei, das Image Deutschlands als Wissenszentrum zu profilieren.
Es ist nun Aufgabe der Erzieher, die Kinder dabei zu begleiten, ihre Welt zu entdecken und zu begreifen.
Gelingt es, die Freude der Kinder zu wecken, wird es auch gelingen, sie für Themen zu interessieren, die sie nie für sich in Betracht gezogen hätten. Außerdem ist es nötig, die Anlagen der Kinder zu erkennen und sie gezielt zu fördern. Man kann nicht Mathematik und Literatur studieren oder Medizin und Geologie.
Dabei geht es nicht darum, Dinge zu vermitteln, für die man sich erst selbst einmal umfangreich Wissen aneignen muß. Es geht darum, die Betreuer nach kurzer Einweisung in die Lage zu versetzen, in ihre Einrichtung zu gehen und sofort losforschen zu können. Das „Haus der kleinen Forscher“ stellt dazu umfangreiches und bestens geeignetes Material zur Verfügung.
Der Bildungs- und Erziehungsplan der Stiftung hilft dabei, den Kindern einen neuen Sprachschatz anzueignen, durch Austausch mit anderen soziale Kompetenz aufzubauen und durch das Vergleichen von Forschungsergebnissen, personale Kompetenzen zu verbreiten.
Zu lernen, wie man lernt, ist eine der Kern-Aufgaben, die sie den Kindern vermitteln sollen. (34:22:00)
Stiftung und Stiftungsverbund stellen hochwertiges Schulungsmaterial und Arbeitsunterlagen kostenlos zur Verfügung und bieten Workshops ebenfalls kostenlos an.
Neben den Kindern sind auch die Eltern aufgerufen, sich am Haus der kleinen Forscher zu beteiligen und zu Hause das Forschen fortzusetzen. Allerdings fehlen vielen Eltern die Ideen, was sie mit den Kindern zuhause bildungsfördernd anstellen könnten. Diesem Aspekt wurde bislang zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet.
Schließlich können Einrichtungen zertifiziert werden. Damit wird ihnen bestätigt, daß sie an „Haus der kleinen Forscher“ teilnehmen und den Kindern Technik nahe bringen.
Ein kleines Video sollte zeigen, mit welchem Interesse Kinder in alltäglichen Situationen neugierige Fragen stellen. Hier geht’s darum, warum ein Zitronenkern im Mineralwasser ständig nach oben tanzt.
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Konkret soll das so ablaufen: Zunächst besuchen die Erzieher eintägige Workshops, wobei die ersten beiden auf die Themen - Wassser und Luft - festgelegt sind.
Die weiteren Workshops widmen sich etwa Magneten, Sprudelwasser oder Elektrizität. Sie sind zweigleisig aufgebaut wobei das „selbst Experimentieren“ im Vordergrund steht.
Die Erfahrung zeigt, daß selten wo so viel gelacht wird, wie bei diesen Workshops.
Im zweiten Schritt setzen die Erzieher ihre neuen Kenntnisse gleich in die Praxis um und übertragen so ihre Begeisterung auf die Kinder. Stoßen sie an ihre Grenzen, können sie in Nachschlagewerken selbst dazu lernen.
Die Unterlagen und Übungsmaterialen finden sie in einem Forscherkoffer. Da drin sind die einfachsten Gebrauchsmaterialien wie sie in jeder Einrichtung und in jedem Haushalt ohnehin zu finden sind.
Darüber hinaus gibt’s von der Stiftung jede Woche Tipps und Anregungen. In diesem Jahr widmete sich der „Tag der kleinen Forscher“ dem „demographischen Wandel“.
Eine Zeitschrift gibt zusätzliche Anregungen.
Für die angesprochene Zertifizierung können sich die Einrichtungen bewerben. Dazu müssen diese Voraussetzungen erfüllt sein.
Die Zertifizierung wird alle zwei Jahre erneuert.
Mitmachen können alle.
Eine Weiterführung für 6 bis 10-jährige führt die Stiftung an den Grundschulen durch.
Schon heute nehmen 26.000 Einrichtungen in ganz Deutschland am „Haus der kleinen Forscher“ teil. 3.100 Einrichtungen wurden zeritifiziert. Die Landkreise Altötting, Mühldorf und Rottal-Inn sind mit die letzten in Bayern, die sich nun anschließen.
Am Ende ihrer Ausführungen sollten die Erzieherinnen mit farblich markierten Röhrchen Töne erzeugen und ein Lied anstimmen. Das war aber nicht so einfach, weil man mit solchen Röhrchen auf verschiedene Arten Töne erzeugen kann. Pfeiffen war aber nicht die gesuchte Art
Vielmehr sollten die Damen klopfen.....
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In einem zweiten Vortrag berichtete Christine Dornberger-Uttendorfer, die Trainerin beim Haus der kleinen Forscher ist, von ihren Erfahrungen bei vorangegangenen Workshops.
Ihre erste Aufgabe ist es, den Erzieherinnen die Angst vor Naturwissenschaften zu nehmen und erste Experimente mit Wasser durchzuführen.
Der zweite Workshop beschäftigt sich mit der Luft. Da bietet sich dann schon die Möglichkeit, die Kenntnisse aus dem ersten Workshop und der Umsetzung der erlernten Themen zu diskutieren und Erkenntnisse einfließen zu lassen.
Viele Einrichtungen lassen sich schnell zertifizieren – auch wenn es dafür keine Eile gibt.
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Abschließend sollten die Teilnehmerinnen versuchen, Wasser von einer Flasche in die andere umzufüllen, die luftdicht miteinander verbunden waren. Da zeigten sich die Damen einfallsreich...
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Hubert Schöffmann freute sich über das Vergnügen, mit dem die Damen das Wasser umfüllten, kündigte den ersten Workshop für den 11. Oktober an und schloß die Auftaktveranstaltung. Er wünschte dem Projekt gutes gelingen und lud zu Häppchen und einem Erfrischungsgetränk.
Alle weiteren Informationen stellt selbstverständlich die IHK bereit. Auskünfte erteilt auch das Landratsamt Mühldorf.
145 "Druck aus der Schule nehmen" - Wahlkampfauftakt der GRÜNEN mit Landesvorsitzender Theresa Schopper 13:00 28 12.07.13
Eine Hand voll Zuhörer konnte Grünen-Vorstandssprecher Peter Uldahl im Gasthaus Spirkl in Mößling begrüßen. Unter ihnen Kreisvorstandssprecher Rainer Stöger und die Stadträte Oskar Rau und Dr. Georg Gafus, der in Mühldorf auch um den Posten des ersten Bürgermeisters bewirbt. Nur wenige Zuhörer gehörten nicht zum näheren Umfeld der Grünen.
Landtagskandidatin Cathrin Henke hatte während der Schulzeit ihrer eigenen Kinder erkannt, was dieses Schulsystem mit ihnen gemacht hat. Ihre Arbeit als Mediatorin hatte ihr zusätzliche Erkenntnisse und einen anderen Blick verschafft: Schule ist mehr als nur Faktenlernen – Schule prägt die Kinder und sogar die Familien.
Erst kürzlich hatte sie Mütter von Grundschülern in diesem Wahnsinn erlebt, der durch das „Grundschulabitur“ hervorgerufen wird. Die Proben dort sind ein Irrsinn!
Besonders in Gars ist das schlimm, weil die Mittelschule dort in ihrem Bestand bedroht ist. Das hat das Schulentwicklungsgutachten des Landkreises aufgedeckt.
Offensichtlich wird deshalb dort in der Grundschule Druck ausgeübt, um möglichst viele Kinder in die Mittelschule zu lenken. Darunter leiden die Kinder.
Es geht nicht darum, die Mittelschule schlecht zu machen. Natürlich ist klar, daß nicht jeder Schüler ans Gymnasium gehen muß. Aber so zu steuern ist absolut inakzeptabel!
Wie es gehen kann, zeigt die Sekundarschule, wie sie in Nordrheinwestfalen eingeführt wurde. Dort lernen Kinder bis zur 10. Klasse gemeinsam. Da solche Schulen mit bestimmten Gymnasium kooperieren müssen, können die Jugendlichen nach der 10. Klasse an diesem Gymnasium weiterlernen.
In Nordrhein-Westfalen gibt es inzwischen 39 Sekundarschulen und viele neue Gemeinschaftsschulen, überwiegend dort, wo Schulen von der Schließung bedroht waren. Sie haben dazu beigetragen, die Schulen wohnortnah zu erhalten.
Die CSU hält dagegen weiter am 3-gliedrigen Schulsystem fest obwohl Landrat Huber schon einmal bemerkt hat, daß wohl das Ende dieses Systems bevorsteht. Sie wissen zwar, wie ungerecht es ist, loben es aber trotzdem weiter.
Dabei geht es doch um die Kinder und Jugendlichen, die leiden. Man muß schnellstens davon wegkommen und auf ein zweigliedriges Schulsystem umstellen.
Dafür schlagen die Grünen ein Kooperationsmodell vor, das sich gerade in Mühldorf anbieten würde, wo man Räume an die Mittelschule anbauen könnte, wie das kürzlich für die FOS/BOS vorgeschlagen worden war.
Es hat ja auch nichts gebracht, die Hauptschulen jetzt „Mittelschulen“ zu nennen. Früher hießen so die Realschulen! Sie hatte schlechte Erfahrungen mit Schülern von Mittelschulen gemacht und sogar schon einmal eine Schulung abgebrochen, weil die Schüler nicht in der Lage waren, dem Vortrag zu folgen. Die Lehrkräfte an den Mittelschulen sind mit solchen Schülern überfordert.
Auch wenn die CSU ständig betont, keinen Schüler verlieren zu wollen, kann das so nicht funktionieren.
Abschließend kritisierte Cathrin Henke die Lobhudelei über das bayerische Abitur, mußte aber zugestehen, daß bayerische Abiturienten sehr viel mehr Faktenwissen erwerben. Bei bei sozialer Kompetenz und selbständigem Denken stehen sie dagegen auf hoffnunglos verlorenem Posten.
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Grünen-Landesvorsitzende Theresa Schopper freute sich, beim Wahlkampfauftakt im Landkreis Mühldorf dabei sein zu können.
Die neue Bertelsmann-Bildungsstudie zeigt, daß der Bildungsweg der Kinder nach wie vor von ihrer Herkunft bestimmt wird. Der Beruf der Eltern gibt noch immer vor, welche Schule, die Kinder besuchen.
Das war aber schon 1998 so, als klar wurde, daß die soziale Herkunft - so wie nirgends sonst - über den Schulbesuch der Kinder entscheidet.
Das ist zwar lang her und es hat sich seither auch viel getan, trotzdem hat sich am Grund dieses Übels nichts geändert. Deshalb ist es höchste Zeit es anzupacken.
Theresa Schopper forderte verstärkte Anstrengungen für den frühkindlichen Bildungssektor: Auch wenn fast 95% der Kinder das letzte Kindergartenjahr besuchen, zeigt sich in der Grundschule eine massive Verzerrung im Gegensatz zu denen, die schon die Kinderkrippe besucht hatten.
Es ist ein falscher Anreiz, das letzte Kindergartenjahr langfristig beitragsfrei zu stellen. Besser wäre es, den Betreuungsschlüssel zu verbessern und die Erzieherinnen besser ausbilden und zu bezahlen. So könnte man die Defizite der Kinder besser beheben.
In den ersten Grundschulklassen gibt es Kinder von 5 bis 7 Jahren. Manche können schon lesen und rechnen, andere können nicht mal ihren eigenen Namen schreiben.
Ab dem ersten Tag muß die Wißbegierde der Kinder gefördert werden anstatt die Neugierde erlöschen zu lassen.
Und wenn der Geist der einzige Rohstoff ist, den wir in Deutschland haben, muß das Wissen und Können der Kinder mehr gefördert werden um die Wirtschaftskraft erhalten zu können.
Die Grünen plädieren deshalb für die Stärkung der frühkindlichen Bildung.
Die Selektion des aktuellen Bildungssystems nach dem Motto: „Die Guten ins Körbchen, die Schlechten ins Töpfchen“ muß ein Ende haben. Dazu muß man auch die Wahlfreiheit der Eltern aufgeben, die doch alle das Beste für ihre Kinder wollen. Es kann nicht sein, daß die Eltern ihr Kind dorthin geben, wo sie gerade möchten....
Das Grundschulabitur muß dadurch abgeschafft werden, daß eindeutige Notenschlüssel definiert werden. Außerdem muß dafür gesorgt werden, daß die Frauendominanz in den Grundschulen beendet wird und mehr Männer dort den Kindern ein anderes Bild vermitteln. Um das möglich zu machen, muß natürlich auch die Bezahlung angeglichen, und die pädagogische Qualifikation gesteigert wird.
Dann kann man auch den Elternwillen einbeziehen, aber nur nach ausführlicher pädagogischer Beratung. Schließlich wollen die Eltern das Beste für ihre Kinder....!!!!!
Wegen des demographischen Wandels stehen bayernweit 300 Schulen vor der Schließung. Da reicht es nicht, Bauplätze auszuweisen um Menschen im Umfeld der Schulen anzusiedeln. Deshalb ist das nordrhein-westfälische Modell der Sekundarschule durchaus geeignet, die Schulen zu erhalten.
Bemerkenswert ist übrigens, daß sich dort gerade CDU-Bürgermeister bemühen, solche Schulen zu bekommen. Es sind gerade nicht die hippen jungen mit den grünen Parteibüchern....
Ein Ergebnis der Hamburger Diskussion ist deshalb: Die Grünen können die Schulreform von oben draufdrücken. (O-Ton)
Dann bleibt die Schule im Dorf und die Kinder können voneinander lernen. Den Kindern wird so der Weg in die Sackgasse erspart.
Wenn die Durchlässigkeit des Bildungsweges nun gegeben ist, ist es halt ein mühsamer Weg vom M-Zweig der Hauptschule an die Universität.
Die Bertelsmann-Studie bemängelt, daß auch dieses durchlässige Schulsystem in Randzweige führen kann, von denen man nicht mehr so leicht wegkommt.
Tatsächlich vermittelt das bayerische Schulsystem viel Wissen. Das ist aber in Zeiten des Internets nicht mehr so wichtig. Viel wichtiger ist heute Wissens-Management und selbständiges Arbeiten.
Tatsächlich kritisiert sogar die Wirtschaft, welches Potential in Kindern verloren geht, die da am Wegrand liegengelassen werden. Die Wirtschaft kritisiert auch, daß das CSU-Kinderbetreuungsmodell Frauen vom Beruf fernhält. Viele Firmen haben deshalb selbst Kinderkrippen eröffnet.
Die IHK für München und Oberbayern etwa fordert, daß alle Kinder einen Abschluß erzielen. Dazu bietet die IHK, etwa die Sommerakademie, die den Kindern aus der Kategorie „hoffnungsloser Fall“ Basiswissen vermittelt, beginnend bei Rechnen, Schreiben und Lesen. Zuletzt hatten sich da 40 Schüler angemeldet. Davon hat nur einer abgebrochen.
Die Ganztagsschule ist den Grünen ebenfalls wichtig – und zwar nicht nur in der Stadt. Nur mit der Ganztagsschule kann Familie und Beruf vereinbart werden. Nur so kann soziale Gerechtigkeit hergestellt werden. Nur so können Kinder gleiche Ausgangsvoraussetzungen mitbekommen.
Deshalb sind die Grünen auch gegen die Wahlfreiheit, ob das Gymnasium als G8 oder G9 geführt wird. Das zu organisieren bringt besonders im ländlichen Bereich enorme Schwierigkeiten.
Das Gymnasium gehört als Ganzes reformiert. Man müßte es komplett neu aufsetzen.
(O-Ton Wir wollen die Schule, die gut macht.... – Gängelband entlassen wird.)
In Nordrhein-Westfalen können die Lehrer ihre Schule selbst suchen. Das führt zu einer ganz anderen Schulfamilie. Dabei kann man auf die Erfahrungen aus Baden-Württemberg zurückgreifen.
Stellt sich nur die Frage, ob es überhaupt eine Chance gibt, das alles im Landtag umsetzen zu können. Die letzte Umfrage sagt, daß die CSU bei 46 und die Opposition bei 43% liegt. Diese 160.000 Stimmen Unterschied, also 600 Stimmen je Stimmkreis gilt es in den letzten Wochen aufzuholen. Dazu sind noch knapp 80 Tage Zeit.
Die Grünen sind jedenfalls bereit, die Uhren in Bayern und im Bundestag anders zu stellen.
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In der folgenden Diskussion unterstrich Theresa Schopper, daß viele Kinder mit einem sehr eingeschränkten Sprachschatz in Kinderkrippe und Kindergarten erst für die Grundschule vorbereitet werden müssen.
Cathrin Henke erzählte, ihre Enkel lernen in der Kinderkrippe sehr viel von anderen Kindern. Ihre Enkel gehen mit Begeisterung dort hin. Zudem bieten die Kinderkrippen, was die Eltern nicht bieten können. Einen Garten zum Beispiel und die Möglichkeit, soziales Leben in der Gruppe zu lernen.
Claudia Staudacher kritisierte sehr den heutigen Druck aus der Gesellschaft, die Kinder in die Kinderkrippe geben zu müssen. Man muß sich als Mutter geradezu entschuldigen, wenn man es sich leisten kann, zu Hause zu bleiben und die Kinder selbst zu erziehen.
Ihre Kinder sind dadurch weder blöd geworden und soziales Verhalten genügend Ansprache und Bildung haben sie auch mitbekommen.
Cathrin Henke’s Hinweis, sie hätte ja die Wahlfreiheit wahrgenommen und eben diesen Weg gewählt, konterte Claudia Staudacher damit, daß die Grünen bemängelt hatten, daß sie wohl zu Hause geblieben ist, um das Betreuungsgeld zu erhalten.
Cathrin Henke wandte sich trotzdem gegen das Betreuungsgeld, das falsche Anreize setzt.
Tatsächlich gibt es nach Theresa Schopper die Wahlfreiheit nicht, weil es nicht genug Kinderkrippenplätze gibt. Das Beispiel Thüringen – wo es das Betreuungsgeld bereits gibt - hat gezeigt, daß genau die Kinder nicht in die Krippe gegangen sind, die es aber gebraucht hätten.
Und Frauen für die Kindererziehung zu verlieren, die landauf, landab die bessere Ausbildung haben, ist volkswirtschaftlich auch nicht zu verantworten. Zu Hause zu sitzen und zu warten, bis das Kind die Windeln voll hat, kann nicht das Ziel sein.
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Für Claudia Staudacher war klar, warum die meisten Eltern ihre Kinder ans Gymnasium bringen wollen. Dem abzuhelfen sollte man am Image der Mittelschule arbeiten anstatt die Eltern zu kritisieren, daß sie ihre Kinder nicht an eine Schule schicken wollen, die ständig in den Zeitungen schlecht geredet wird.
Für Theresa Schopper war das Gymnasium früher Kindern aus Akademiker-Familien vorbehalten. Seit den 70er Jahren ist das nicht mehr so. Auch wenn das Gymnasium heute allen offensteht, braucht man doch auch Handwerker. Bemerkenswert ist aber, daß viele Arbeitgeber ihre Anforderungen sehr angehoben haben und heute schon die Sparkassen nur noch Abiturienten einstellen.
Vergessen darf man auch nicht, daß sogar die Berufsschulen ihre Anforderungen sehr hochgeschraubt haben.
Andere Kritikpunkte war die Stofffülle an den Gymnasien und der Hinweis, Druck kommt nicht immer nur von den Eltern sondern oft auch von den Lehrkräften, die ja auch selbst Druck ausgesetzt sind. Das zeigt auch die Tatsache, daß es erfahrungsgemäß solche und solche Lehrer gibt. Oft liegt es nicht an allen Schülern einer Klasse sondern an dem einen Lehrer!
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Diese Dame gab zu bedenken, daß seit einigen Jahren ständig geändert wird und Schulen ständig nicht nur neues Wissen vermitteln, sondern auch andere Organisationsformen umsetzen müssen.
Das gesamte Schulsystem zu reformieren kann nicht an einzelnen Details begonnen werden. Da muß ein schlüssiges Konzept her, das dann konsequent umgesetzt wird. Das alles steht natürlich unter Finanzierungsvorbehalt.
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Abschließend meinte Theresa Schopper, wie der Abend gezeigt hat – hat die Diskussion begonnen, die noch viele weitere Aspekte bringen wird. Die Arbeit in Kinderkrippen und Kindergärten muß nun die ersten Grundlagen legen, um dann die Fachleute der Zukunft zu erziehen.
Bei allem darf nicht vergessen werden eine umfassende Bildung zu vermitteln. Tatsächlich wird schon heute viel für die Gesellschaft der Zukunft geleistet.
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Peter Uldahl dankte Theresa Schopper für ihren Vortrag und die rege Diskussion. Er wünschte ihr für die Wahl viel Erfolg und hoffte auf den gemeinsamen Sieg bei der Landtagswahl am 15. September.
146 Zukunftsforum mit dem Botschafter Großbritanniens Simon McDonald: Gemeinsame Zukunft in Europa 10:55
Nach einem Rundgang um die Kapelle in der sich der Katholik Simon McDonald ein Bild von der Frömmigkeit der Bevölkerung machen konnte, begrüßte MdB Stephan Mayer etwa 60 Gäste im Saal des Hotel Post in Altötting. Er freute, daß so viele Kommunalpolitiker aus beiden Landkreisen gekommen waren, trotz des ungewöhnlichen Termins um 16 Uhr.
Botschafter Simon McDonald repräsentierte sein Land schon in vielen Ländern, auch schon früher einmal in Deutschland. Nun seit drei Jahren in Berlin und wird hier auch noch drei Jahre bleiben.
Stephan Mayer bescheinigte Simon McDonald ein sehr charmanter und kompetenter Vertreter seines Landes zu sein, mit dem er selbst schon lange zusammenarbeitet unter anderem in seiner Funktion als Vorsitzender der deutsch-britischen Parlamentariergruppe.
Zum ersten Mal in Südostbayern absolvierte er vor dieser Veranstaltung schon eine Reihe anderer Termine, etwa eine Diskussion mit Schülern des Ruperti-Gymnasiums.
Dort diskutierten sie die Frage, wie geht’s weiter mit Großbrittannien und mit Europa. Themen waren auch die Volksabstimmung über die Unabhängigkeit Schottlands, das besonders Bayern interessiert, weil es ja auch hier Menschen gibt, die so einen Weg bevorzugen würden.
MdB Stephan Mayer würde das Austreten Großbritanniens aus der EU als Verlust für beide Seiten sehen.
Heute sind die Beziehungen zwischen beiden Ländern exzellent. Genau das beinhaltet aber die Gefahr, sie nicht mehr ausreichend zu pflegen und dadurch zu gefährden.
Gerade weil die Geschichte beider Länder nicht immer nur sonnig war, ist es schon bemerkenswert, daß nun seit 68 Jahren ein freundschaftliches Verhältnis herrscht.
Trotzdem gibt es in beiden Ländern viele Unterschiede – etwa in der Energiepolitik, wo Großbritannien an der Nutzung der Kernenergie festhält.
Beide Länder sind wirtschaftlich eng verflochten. Großbritannien ist für Deutschland der fünft-wichtigste Handelspartner und Deutschland der wichtigste für Großbritannien. Die zweit-meisten Städtepartnerschaften gibt es auch. Es gibt also neben den wirtschaftlichen auch viele kulturelle Verbindungen.
Trotzdem darf man nicht denken, daß das gute Verhältnis selbstverständlich ist. Man muß es durch ständige Kontakte und Austausch pflegen. Dazu sollte auch dieser Nachmittag dienen.
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Mit charmantem Akzent aber in einwandfreiem Deutsch berichtete Simon McDonald dann, er war gebeten worden, allgemein über das deutsch-britische Verhältnis zu sprechen. Wo sollte er nur anfangen?
Seit Oktober 2010, als er nach Deutschland kam, haben die offiziellen Kontakte deutlich zugenommen. Es fehlt also nicht am Engagement auf höchster Ebene.
Im Januar hatte David Cameron seine Vision für sein Land und Europa dargelegt. Aufsehen erregte damals sein Versprechen, 2017 ein Referendum über die Mitgliedschaft seines Landes in Europa auf der Grundlage neuer Verträge durchführen zu wollen. Wichtig ist dabei, daß er erklärt hatte, sich für ein positives Ergebnis des Referendums einsetzen zu wollen. Großbritannien soll auch weiter eine aktive Rolle in Europa spielen.
Inhaltlich soll es dabei um die Grundlagen der Europäischen Union gehen, die für Großbritannien „Mittel zum Zweck“ ist, ein Instrument zur Förderung von Wohlstand und Stabilität, Freiheit und Demokratie innerhalb und außerhalb seiner Grenzen.
Aktuell steht die EU vor drei großen Herausforderungen: Erstens, Staatsschuldenkrise der Euro-Länder, zweitens die Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu anderen Regionen der Welt und drittens die dramatisch wachsende Lücke zwischen der EU und ihren Bürgern. Diese Lücke hat zu einem Mangel an demokratischer Legitimation und Akzeptanz geführt, die nicht nur in Großbritannien als besonders akut empfunden wird.
Angela Merkel hat als erste darauf hingewiesen, daß die EU 7% der Weltbevölkerung ausmacht, 25% der globalen Wirtschaftsleistung erbringt aber für 50% der globalen Sozialausgaben aufkommen muß!
Man sollte deshalb darüber nachdenken, wie man eine zukunftsfähige EU aufbauen könnte.
Premier Cameron hat dazu fünf Prinzipien genannt: Wettbewerbsfähigkeit, Flexibilität, demokratische Legitimation, das Subsidiaritätsprinzip und Fairneß.
Diese Prinzipien gelten für ganz Europa und nicht nur für Großbritannien, auch wenn manche Deutschen Stimmen in der Flexibilität Rosinenpickerei sehen wollen.
Simon McDonald bat darum, zu respektieren, daß Großbritannien nicht dem Euro beitreten wird.
Deutschland andererseits beteiligt sich nur ungern an Sicherheitsoperationen außerhalb Europas wie in Lybien oder Mali und erwartet auch hierfür die Akzeptanz Großbritanniens.
Die EU hatte schon immer einen „Kern“. Ist dieser Kern nun der Binnenmarkt oder die Euro-Zone? Für Großbritannien muß es der Binnenmarkt sein. Trotzdem sind die unterschiedlichen Interessen vereinbar: Dauerhafter Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit, solide Finanzen, weniger Bürokratie für Unternehmen, Bildung und Innovation.
Die Europäische Union lebt von ihrer Vielfalt. Das heißt aber nicht, daß Brüssel oder die Institutionen nicht eine größere Rolle spielen sollten. In vielerlei Hinsicht wird die Kommission mehr Handlungsspielraum und Kompetenz benötigen, aber auch mehr Flexibilität.
Großbritannien denkt nicht, daß die Verantwortlichkeit für das gemeinsame Handeln beim Europäischen Parlament liegt, auch wenn es immer mehr Befugnisse erhalten hat.
(-Ton Dabei kennt nicht einmal jeder 100. EU-Bürger seinen Europa-Abgeordneten und nicht einmal jeder 1000ste weiß, was Europa-Abgeordnete überhaupt tun. )
Es geht nicht ums Herumbasteln an den Institutionen sondern darum, Europa zukunftsfähig zu machen, den Frieden zu erhalten und den Wohlstand zu sichern.
Seit bestehen der Union ist es gelungen, den Frieden zu erhalten. Vielleicht deshalb hat die EU heute für die Jugend nicht mehr den selben Stellenwert wie noch für die vorangegangenen Generationen. Sie wird ihren Wert aber nur erhalten können, wenn sie auf die Erwartungen kommender Generationen eingeht. Dabei haben Großbritannien und Deutschland beträchtliche gemeinsame Interessen.
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MdB Stephan Mayer dankte Simon McDonald für seine klaren und deutlichen Worte, die zwar die unterschiedlichen Auffassungen deutlich gemacht - aber auch die Gemeinsamkeiten unterstrichen haben. Natürlich hat Deutschland einen anderen Blick auf Europa und sieht es eher als Friedens- und Wertegemeinschaft.
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Aus dem Publikum kamen viele Fragen von denen wir nur einige herausgreifen wollen: Auf Josef Rothenaichers Hinweis auf die alternde und rückläufige Gesellschaft in Europa wäre es doch angeraten, zusammen zu rücken, meinte Simon McDonald, das wäre sicher geraten, aber als Zusammenarbeit separater Staaten und nicht als integriertes Europa. Das begründet schon die unterschiedliche einzelne Staaten mit ihrer jeweils einzigartigen Geschichte.
Altöttings zweiter Bürgermeister Wolfgang Sellner wollte wissen, warum Großbritannien so gegen den Euro ist, gerade weil der Euro die gemeinsame Arbeit in Europa sehr erleichtert. Wie man trotz des Euros die Eigenständigkeit bewahren kann, zeigt die Bayerische Staatsregierung.
Auch wenn mehr als 40% des Handels mit der Euro-Zone geschieht, ist der Euro nichts für Großbritannien, das sehr stark auf Finanzdienstleistungen basiert. Getrennt zu gehen, ist deshalb hier für beide Seiten von Vorteil.
Auf internationaler Bühne kann sich Großbritannien gut selbst vertreten und braucht keinen „Größeren“ darüber, zumal die zuständigen Brüsseler Kommissare diese Aufgabe nicht erfüllen.
(O-Ton: Die wichtigsten Persönlichkeiten in Europa sind eben Merkel, Hollande und Cameron. Die vertreten Europa ganz gut! )
Damit rannte er bei Stephan Mayer offene Türen ein, der auch Unverständnis darüber äußerte womit sich die EU-Kommission bisweilen beschäftigt.
Auf Frage nach dem Tempora Abhörprogramm verwies Simon McDonald auf die Arbeitsgruppe in Brüssel, die am 8. Juli ihre Arbeit aufgenommen hat und Aufklärung in diese Angelegenheit bringen soll. Allerdings erklärte er: ( Wir sind die Alliierten....)
Auf Frage nach dem Britsichen Blick auf deutsche Aktivitäten in Rußland und China bemerkte Simon McDonald, so wäre nun einmal das Geschäft. Scherzhaft fügte er hinzu: Beide Länder stehen im Wettbewerb und auch wenn Deutschland derzeit im Vorteil ist, was den Briten peinlich ist, arbeiten sie hart daran, das aufzuholen.
Eine klare Kampfansage, meinte darauf Stephan Mayer ebenso scherzhaft.
Engländer und Deutsche können sehr gut zusammen arbeiten. (O-Ton aber als Freunde, nicht als Verwandte...)
Fritz Harrer wollte wissen, ob man immer mehr Länder in die EU aufnehmen oder Grenzen setzen sollte. Simon McDonald war sicher, Europa hat zwar geographische Grenzen, unterstützt aber alle Kandidaten einschließlich der Türkei! (lange Pause 47:45:00)
Dr. Bernhard Langhammer war sicher, in der Energiepolitik kann es nur eine europaweite Lösung geben. Simon McDonald respektierte zwar die deutsche Energiewende, meinte aber, sein Land setzt weiterhin auf billigen Strom aus Atomkraft und baut dazu 7 oder 8 neue Kernkraftwerke.
Die Abfälle daraus werden in Nord-West-England in 2000 Metern Tiefe vergraben. Diesen schwierigsten Aspekt der Nutzung der Atom-Energie zu überwinden ist aber noch nicht endgültig gelöst.
Das Referendum zur Unabhängigkeit Schottlands am 18. September 2014 wird wohl damit enden, daß Schottland bei Großbritannien bleibt. Die Unabhängigkeit würde etwa der Bankensektor dort nicht überleben.
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MdB Stephan Mayer dankte Simon McDonald für die bereitwillige Beantwortung der vielen Fragen, die weit über das hinausgingen, was Diplomaten sonst bereit sind zu sagen. Mit einem Geschenk verabschiedete er ihn aus der Region Süd-Ost-Oberbayern und freute sich auf die kommenden drei Jahre in denen er sein Land weiter in Berlin vertreten wird.
147 Der vierte Benefizlauf des Vereins "Sterntaler" mit Rekordbeteiligung 8:40
Die Mannschaft der SPD übte schon einmal eine La-Ola-Welle ein während sich die anderen eher mental auf den Lauf vobereiteten.
Stellvertretende Landrätin Eva Köhr, Jugendreferentin Inge Schnabl, CSU Stadtratsfraktionsvorsitzender Anton Sterr, Stadträtin Charlotte Konrad und Stadtwerke-Chef Norbert Weigl hatten alle Hände voll zu tun, die Läufer zu registrieren und von jedem 5 Euro Startgeld einzunehmen.
Es dauerte ein ganze Weile, die 62 Kinder zu notieren, die Konrektorin Lydia Partsch mitgebracht hatte.
Moderator Christian Hausperger hatte Schirmherrn Siegfried Klika am Mikrophon, der von der großen Zahl Teilnehmer begeistert war. Das Wetter paßte, die Organisation auch und die Jagdhornbläser sollten für den musikalischen Auftakt sorgen. Das alles ließ einen tollen Event erwarten, für den er gern die Schirmherrschaft übernommen hatte.
Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer hatte im Vorjahr 10 Runden geschafft und wollte das auch in diesem Jahr wiederholen. Auch er genoß die Atmosphäre im Stadtpark umso mehr, als die Einnahmen einem guten Zweck zu Gute kommen. In jeder Hinsicht eine gute Sache für Familien und Kinder in Not.
Während die Reihe Anmelder nicht abriß, stellten sich die Teilnehmer des Laufclubs Bayern schon einmal für ein Gruppenfoto auf. Nur die Perspektive paßte dem Fotografen erst nicht so ganz.
Ja! Jetzt paßt’s! (Liegt vor ihnen auf dem Bauch)
Die Stadtwerke hatten einen besonderes praktischen Preis ausgelobt: Jeder Teilnehmer konnte nach dem Lauf kostenlos ins Waldbad zum Duschen fahren....
Zwei Verpflegungsstationen für die Läufer boten Backwerk, Energie-Riegel, Bananen und Erfrischungsgetränke.
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Die Jagdhornbläser des Kreisverbandes Mühldorf des Landesjagdverbandes bließen zum Aufbruch.
Bürgermeister Siegfried Klika war begeistert von der großen Zahl Anmeldungen, die den Benefizlauf zu einem richtigen Familientag hatten werden lassen. Viele Kinder und Erwachsene, Freizeitsportler und richtige Sportler – ein buntes Durcheinander.
Er hatte sehr gern die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung übernommen, mahnte aber die Läufer, es nicht zu übertreiben und den guten Zweck in den Vordergrund zu stellen, wenn sie jetzt gleich auf die Strecke gehen.
Weil er keine Startpistole dabei hatte, klatschte er in die Hände und gab den vierten Benefizlauf frei.
Über 250 Läufer machten sich so auf die 1,2 Kilometer lange Strecke durch den Stadtpark.
Es dauerte nicht lang, bis die ersten Läufer die erste Runde beendeten. Da war dann auch plötzlich Bürgermeister Siegfried Klika unter den Läufern, der erst gemeint hatte, er würde sich das ersparen, weil er ja schon fast das Rentenalter erreicht hat....
Charly Ebenbichler führte die große Gruppe der Narrengilde Kraiburg an, deren Teilnahme Christian Hausperger gesponsort hatte.
Die Grünen waren auch stark vertreten: Nicht nur die Vorstandssprecher und ihre Partnerinnen, auch die Kreisräte Dr. Georg Gafus und Cathrin Henke.
Bundestagskandidatin Sofie Voit ließ es dagegen ruhig angehen.
Frau Voit, das nennt sich aber Benefiz-Lauf! (O-Ton)
Stadtrat und Bürgermeisterkandidat in spe Richard Fischer und Gattin hatten ihre Walking-Stöcke dabei und waren damit auch ganz flott unterwegs.
MdB Stephan Mayer hatte da schon seine zweite Runde hinter sich.
SPD-Landtagskandidat Günther Zellner hatte seinen Schrittmacher dabei.... (seinen Sohn)
Isabella Meindl überließ das Laufen lieber ihrem Mann der wie ein Uhrwerk Runde um Runde abspulte. Andere legten da schon die erste schöpferische Pause ein – also Kraft-schöpferische! (Cathrin Henke und Sofie Voit)
Ein eher seltenes Bild bot sich, als die CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit den Kreisgrünen anstieß während gerade die SPD vorbeilief. Das war aber sicher kein Zeichen??!!!!
Runde um Runde für den guten Zweck. Jede gelaufene Runde brachte einen Euro in die Kasse des Vereins Sterntaler, der sich unbürokratisch für Kinder in Not einsetzt. Frau Keller, wie vielen Kindern hat Ihr Verein denn schon geholfen? (O-Ton)
Mit der steigenden Zahl Runden stieg auch der Durst der Läufer.
VfL Vorsitzender Kai Röpke holte sich noch Tipps von Ehrenvorsitzender Annemarie Deschler als Christian Hausperger verkünden konnte, daß sich 246 Teilnehmer angemeldet hatten. Ein Rekord!
Die größte Gruppe stellte die Schule an der Graslitzer Straße, die allein 62 Kinder mitgebracht hatte.
Während „Walker“ Richard Fischer fröhlich ein Liedchen trällerte, hatten die Läufer der SPD längst aufgegeben. Da hing sogar diesem Vierbeiner längst die Zunge raus.
„CSU-Runner“ Dr. Martin Huber war noch gut unterwegs als die Jagdhornbläser den Lauf beendeten.
Norbert, wieviele Runden hast g’schafft? (O-Ton)
Peter, für wieviele Runden hat’s g‘reicht? (O-Ton)
Und wieder waren die Organisatoren gefragt: Für jede gelaufene Runde zahlten die Läufer nochmal einen Euro für den guten Zweck.
Schließlich konnte Christian Hausperger die Sieger ehren: Die drittgrößte Teilnehmergruppe mit 22 Teilnehmern war die Narrengilde Kraiburg, die zweitgrößte Gruppe mit 27 Läufern, der Laufclub Bayern und Sieger mit 37 Teilnehmern wurde der Laufclub Mettenheim. Sie gewannen fünf Kästen alkoholfreies Weißbier und natürlich einen Pokal.
So einen gabs auch für die Schule an der Graslitzer Straße und Konrektorin Lydia Partsch.
Die Sponsoren hatten zahlreiche Preise gestiftet, die Chrsitian Hausperger dann unter den Läufern verloste.
Frau Keller, der vierte Benefizlauf mit einem Rekord-Teilnehmerfeld. Was hats für Ihren Verein gebracht? (O-Ton)
Er hat sich inzwischen im Jahreskalender etabliert, der Benefizlauf des Vereins Sterntaler. Nächstes Jahr gibt’s dann schon das erste kleine Jubiläum zu feiern, den fünften Benefizlauf!
148 Meisterschaft und Landesjugendtreffen der DLRG im Waldbad in Waldkraiburg 11:50
Team vom jungen Kreisverband Mühldorf hatten es aber doch geschafft. Die Franz Liszt Mittelschule und das Gymnasium hatten Klassenzimmer ausgeräumt und als Nachtquartiere zur Verfügung gestellt. Die Halle an der Franz Liszt-Mittelschule diente zudem als Veranstaltungsort und als Kantine.
Natürlich nahmen nicht alle 1.200 D-L-R-Gler an den Wettbewerben teil. Nimmt man die Kampfrichter, die Ordner und die Unterstützer weg, blieben etwa 900 Sportler übrig, wie uns der Vorsitzende der DLRG-Jugend erklärte, Hans Baslam. (O-Ton)
Es erforderte schon einen strengen Zeitplan, so viele Wasserratten gegeneinander antreten zu lassen. Als wir dazu stießen lief dann gerade Lauf Nummer 117. Es sollten 125 werden.
Schon als die Starter im Wasser waren, rief der Stadionsprecher die nächsten an die Startblöcke. Es ging Schlag auf Schlag.
Mitmachen durften alle von 6 bis 90 – auch wenn dieser Hoffnungsträger noch ein paar Streicheleinheiten zur Motivation brauchte. Mutig ging‘s los - - - bis auf halber Strecke Schluß war.
Hat das Anfeuern geholfen? (O-Ton Nein!)
Natürlich orientierten sich die Wettkämpfe am Rettungsschwimmen. (O-Ton Baslam)
Die Schwimmer mit Flossen waren da richtig schnell!
In der Disziplin „Retten 100 Meter“ war erst eine Bahn zu schwimmen um dann auf dem Rückweg auf halber Strecke ein Puppe vom Beckenboden hoch zu holen und damit ins Ziel zu schwimmen.
Das Waldbad mit seinen fünf Becken bietet für solche Veranstaltungen die bestmöglichen Bedingungen. Das hatten die Verantwortlichen der D-L-R-G vor einem Jahr festgestellt, als sie erstmals hier zu Gast waren.
Da der Badebetrieb normal weiter lief, fanden die Gäste aus ganz Bayern Abwechslung auch auf der Rutsche und im Wellenbad. Und natürlich an den Sprungtürmen.
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Auf der Liegewiese hatte die D-L-R-G ihr Landesjugendtreffen. Hier fanden die Gäste neben einer Hüpfburg einen Surf-Simulator und viele weitere Sportmöglichkeiten.
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Eine Steigerung gabs am Nachmittag: In der Disziplin „Super-Lifesaver“ war erst eine Bahn zu schwimmen, eine zweite Bahn mit dem Dummy zurückzulegen, eine dritte mit Flossen und einem Schwimmer im Schlepp und eine vierte mit einem Dummy im Schwimmer im Schlepp: 200 anstrengende Meter so schnell wie möglich.
Noch ein kleiner Flirt – und schon gings los. Zwei Minuten 58 Sekunden.
Maximilian Sommerer aus Marktredwitz gehört zu den schnellsten in Deutschland und schwimmt in der nationalen Vertretung mit. 3 Minuten 2 Sekunden....
Malerische Wolken über dem Waldbad sorgten am Nachmittag für etwas Abkühlung als die letzte Disziplin aufgerufen wurde: Das „Line-Draw“. In dieser internationalen Disziplin wird versucht, innerhalb vom 45 Sekunden einem 12 Meter entfernt schwimmenden Verunglückten ein Seil zuzuwerfen und ihn so schnell wie möglich ans Ufer zu ziehen.
Die Wettkämpfer mußten erkennen, daß das gar nicht so einfach ist. Manchen gelang es beim ersten Wurf, das Seil so zum Verunglückten zu werfen, daß der es greifen konnte, andere schafften es auch beim 3. Versuch nicht. Sogar der Landestrainer in dieser Disziplin hatte an diesem Tag kein Glück.
Oberstudiendirektor Hilbig wollte sich selbst ein Bild davon machen, was seine Übernachtungsgäste da so anstellten.
So klang der Wettkampftag langsam aus.
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Am Abend trafen sich die Sportler in der Halle der an der Franz Liszt-Schule zur Siegerehrung und zum Feiern. Da haben wir die Gelegenheit genutzt und mit dem Kreisvorsitzenden der D-L-R-G gesprochen.
Alex, wie kam es, daß diese größte Veranstaltung der DLRG nach Waldkraiburg gekommen ist?
(O-Ton )
Nun gibt es ja den Kreisverband Mühldorf des D-L-R-G noch gar nicht so lang. (O-Ton)
Da fehlt es vermutlich auch noch an Ausrüstung? (O-Ton)
Nun hören wir immer wieder Klagen darüber, daß Kinder in Grundschulen nicht mehr schwimmen können. Da kommt doch das Schulschwimmbecken hier in Waldkraiburg gerade recht. (O-Ton)
Mal abgesehen vom Sport, gibt’s bei Euch ja auch viel gesellschaftliches Leben. (O-Ton)
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Herr Baslam, woher kommen die 1.200 Teilnehmer? (O-Ton)
Nun ist das eine Jugendveranstaltung. Wie alt sind die Teilnehmer? (O-Ton)
In welchen Disziplinen treten die Aktiven an? (O-Ton)
Sie haben gesagt, das ist die größte Veranstaltung der DLRG. Welche gibt’s noch? (O-Ton)
Nun gibt es die DLRG im Landkreis erst seit einem Jahr und ist deshalb noch nicht so bekannt. Könnten sie uns die Aktivitäten Ihrer Gesellschaft kurz beschreiben. (O-Ton)
Wieviele Mitglieder gehören in Bayern dazu? (O-Ton)
Vielen Dank.
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Auf einem langen Tisch warteten dann Medaillen und Pokale auf die neuen bayerischen Meister.
Die Siegerehrung, zu der neben Bürgermeister Siegfried Klika auch zweiter Bürgermeister Harald Jungbauer, Sportreferent Dietmar Heller, zahlreiche Stadträte, Landtags-Listenkandidat Dr. Martin Huber und Gars‘ Bürgermeister Norbert Strahllechner und natürlich Miß Waldkraiburg 2012 Kathrin Aigner gekommen waren, hatten die Organisatoren in ein Showprogramm verpackt.
Bürgermeister Siegfried Klika war von der Veranstaltung begeistert und dankte der DLRG für ihr Kommen. Er lobte den guten Zusammenhalt der Waldkraiburger, die Bedingungen geschaffen haben, diese Meisterschaft durchführen zu können.
So war er denn auch von den Leistungen der Sportler beeindruckt, die er im Waldbad beobachtet hatte.
Die D-L-R-G bedankte sich für die freundliche Aufnahme mit einem Schirm. Allerdings ging dieser Schirm nicht wieder von selbst zu....
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Auch Sportreferent Dietmar Heller freute sich, so viele Gäste begrüßen zu können wie noch nie vorher bei einer Sportveranstaltung in der Stadt waren. Zur gelungenen Organisation gratulierte er deshalb den Verantwortlichen und dankte nochmals dafür, daß sie nach Waldkraiburg gekommen waren.
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Dann ehrten die Gäste aus der Region die Sieger aus ganz Bayern in den zahlreichen Kategorien.
Da allerdings kein einziger Teilnehmer des jungen Kreisverbandes Mühldorf unter den Wettkämpfern war, hier nur einige Impressionen von den frisch gebackenen bayerischen Meistern.
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Tags darauf fanden die Mannschaftswettkämpfe statt, die bis etwa 15 Uhr dauerten. Dann berichteten uns Mitarbeiter der Stadtwerke im Waldbad, war innerhalb einer Stunde alles abgebaut und weggeräumt. So, als hätte diese Großveranstaltung nie stattgefunden. Ein großes Lob also an alle Verantwortlichen beim D-L-R-G Kreisverband Mühldorf, der das alles organisiert hatte.
149 Tsunami im Waldbad? Neue Technik fürs Wellebad 4:55
natürlich im Wellenbad, das seit seiner Inbetriebnahme 1971 ein Attraktion darstellt, zu der Badegäste von weit her kommen.
Allerdings war die Anlage nach über 40 Jahren verbraucht und mußte ersetzt werden. Seit Beginn dieser Badesaison ist nun die neue Anlage in Betrieb. 60.000 Euro haben die Stadtwerke dafür ausgegeben und eine elektronisches System eingebaut, in das man 10 verschiedene Wellenintensitätsstufe einprogrammieren kann. Derzeit stehen erst fünf solcher Stufen bereit. Und auch an diesen fünf Stufen sind noch Feinjustierungen nötig. Das ist gar nicht so einfach, weil man hier im Zehntel-Sekunden-Bereich verstellen muß.
8 Minuten jede Stunde produziert die Anlage Wellen mittlerer Größe. Wie man hier sieht, läuft nicht eine Welle das Becken entlang und bricht sich im flacheren Teil. Vielmehr produziert die Wellenmaschine drei Wellen, je eine links und rechts und eine in der Mitte. Die linke und die rechte laufen gleichzeitig und die mittlere dann, wenn die äußeren das Wellental zeigen. Das resultiert aus der Bauart der Maschine, in der Luft abwechselnd in die äußeren und in die mittlere Kammer gedrückt wird. Die Luft drückt das Wasser nach unten und hebt es so im Becken hoch.
Die Luft kommt von zwei Gebläsen, die von Motoren mit jeweils 45 Kilowatt Leistung angetrieben werden. Zusammen mit dem Steuerschrank und einem Druckluftkompressor, sind hier also 100 Kilowatt Leistung nötig, um den Badegästen das Wellenvergnügen zu ermöglichen.
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Einmal am Tag, kurz bevor das Waldbad seine Tore schließt, geht dann „die Post ab“. Ein Gong kündigt die Riesenwellen an und die Aufsicht mahnt, jetzt sollten sich nur geübte Schwimmer hinein wagen. Drei Aufsichtspersonen sind dann nötig....
Daß das seine Berechtigung hat, zeigen diese Bilder.
An beiden Seiten schwappt das Wasser aus dem Becken und setzt die Gehwege unter Wasser. Da war schnell klar, warum es die Riesenwelle nur einmal vor Toresschluß geben kann: Einmal, weil die Gäste die Flächen um das Becken auch als Liegeflächen nutzen und andererseits, weil das Becken dadurch so viel Wasser verliert, daß es eine ganze Zeit dauert, es wieder aufzufüllen.
Wie gefällt Euch das Wellenbad? (O-Ton)
Und wie oft wart ihr schon drin? (O-Ton)
Heute aber nicht? (O-Ton)
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Die Badegäste hatten natürlich riesigen Spaß und waren Stadtwerke-Chef Norbert Weigl und Bürgermeister Siegfried Klika dankbar, daß sie wegen der Vorführung fast eine halbe Stunde die Riesenwelle genießen durften.
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Die Stadtwerke würden sich übrigens freuen, wenn Sie einen Namensvorschlag für die verschiedenen Wellen hätten. So etwas wie „Karibiktraum“ oder „Ostseewelle“. „Tsunami“ ist sicher nicht gerade ein guter Name für die Riesenwelle. Da fällt Ihnen sicher etwas besseres ein... Schicken Sie doch Herrn Spierling eine Mail mit Ihrem Vorschlag!
150 Das Sommerfest in Aschau steht bevor: Die Bierprobe 7:00
Gasthaus Pichlmaier in Aschau ein um das Bier zu probieren, das den Besuchern das Sommerfest zum Erlebnis machen wird. Sogar Pater Hans Altmann hatte es sich nicht nehmen lassen, dabei zu sein.
„Brotzeit – Bier und Blasmusik“ steht auf dem neuen Anstecker, der die Besucher auf das Sommerfest einlädt. So einen Anstecker erhielten erst einmal alle Gäste verpaßt. Bei manchen fiel das nicht so leicht.
Ob‘s an der dicken Weste lag oder an den grünen Fingernägeln??
Es war keine Überraschung, daß Braumeister Arno Jakobi kein Problem mit dem Anzapfen hatte. Auch wenn’s doch a bissal g’spritzt hat.
Schnell hatten die Gäste einen Pfiff und konnten auf ein gelungenes Sommerfest anstoßen.
Nachdem auch die Gäste auf das Sommerfest angestoßen hatten, freute sich Musikkapellen-Vorstand Max Balhuber über den zahlreichen Besuch der Bierprobe und stellte das Sommerfest vor.
Herr Balhuber, zum 48. Mal steht das Sommerfest bevor. Das ist ja in erster Linie ein Musikfest mit einem besonderen Programm. (O-Ton)
Aber sonst ist auch eine Menge geboten, mal abgesehen von der guten Brotzeit. (O-Ton)
Los geh’n tut’s am 25. Juli. (O-Ton)
Und am 29. Ist’s vorbei. (O-Ton)
Übrigens haben inzwischen viele Veranstalter das Motto des Sommerfestes nachgemacht. „Brotzeit- Bier und Blasmusik“ ist aber seit 48 Jahren das Original und bleibt es auch.
Bierzeichen gibt’s ab sofort bei der Blaskapelle und Tische kann man auch schon reservieren.
Da drauf erst einmal ein Prosit!
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Während die gute Brotzeit aufgetragen wurde, mischte sich zweiter Bürgermeister Manfred Römer ins Einschenken ein und erntete unwirsche Kritik!! (O-Ton I kon’s doch soiba!!!!)
Dann ließen sich die Gäste die Brotzeit schmecken.
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Alois, das 48. Sommerfest steht bevor. Wie oft wars’d selber dabei? (O-Ton )
Warst jeden Tag dabei? (O-Ton 242 Mal! )
Und heuer genau so. (O-Ton)
Anzapfen ist ja in Bayern sowieso eine Bürgermeister-Disziplin. (O-Ton)
Und das mit den Gästen von außerhalb hat seinen Grund. Herr Jakobi, Ihr Bier kommt ja aus Freising. Worauf können sich die Aschauer und ihre Gäste freuen? (O-Ton)
Und ausreichend davon habt Ihr auch vorbereitet. (O-Ton)
Wem also das Volksfestbier in Waldkraiburg zu wenig „Kraft“ hat, findet hier Ergänzung: 6,1% Alkohol und eine Stammwürze von 13,5%.... Eine Maß von diesem Schmankerl kostet übrigens 6 Euro 60 und damit so viel, daß es sich jeder leisten kann.
Das erste Faßl war schnell leer, so konnte Manfred Römer das zweite anzapfen. Ein zweites Faßl bei einer Bierprobe - das gibt’s auch nur in Aschau!
Und das schaffte er besser als Braumeister Jakobi!!!!
Und das hat ihn so gefreut, daß er’s gleich Kollegin Andrea Klemm erzählt hat.... (O-ton)
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Also, am 25. Juli geht’s los mit dem Sommerfest in Aschau. Sie sind doch dabei – oder?!

151 Hartgassenbande 1947 - Vorschau auf das neue Historienstück des Kulturschupp'n 8:00
Zum vierten Mal bringt der Mühldorfer Theaterverein „Kulturschupp’n“ ein Stück auf die Bühnen, das Mühldorfer Geschichte zum Thema hat. Diesmal steht die Zeit nach dem Ende des zweiten Weltkriegs im Mittelpunkt, als noch viele Männer in Kriegsgefangenschaft waren, für Geld kaum etwas zu kaufen war und Frauen und Kinder versuchten, auf dem Schwarzmarkt ihr Überleben zu sichern.
Es war nicht ganz einfach, Informationen an diese Zeit ausfindig zu machen, erzählen Christopher Luber und Magdalena Eckmans. Großen Anteil haben die persönlichen Erlebnisse von Kulturschupp’n-Mitglied Ernst Müller, der über seine Kindheit in der Hartgasse ein Buch geschrieben hat.
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Passend zur Zeit inszeniert Regisseur Christopher Luber das Stück auf zwei Bühnen im überdachten Haberkasten Innenhof mit Kleidung und Utensilien aus dieser Zeit, über die es kaum Aufzeichnungen gibt.
Herr Luber, ein Lustspiel ist die Hartgassenbande eigentlich nicht? (O-Ton)
Das alles basiert auf persönlichen Erlebnissen. (O-Ton)
Es war sicher nicht leicht, die Kostüme und Requisiten für diese Zeit zu finden.
Die Handlung teilt sich auf die beiden Bühnen im Haberkasten auf. (O-Ton)
Premiere ist am 19. Juli. (O-Ton)
Dann hoffen wir auf viele Zuschauer. (O-Ton)
Und wie sagt man im Theater? (O-Ton)
152 Empfang im Rathaus Waldkraiburg für SPD Spitzenkandidat Christian Ude 4:25 29 19.07.13
Diesmal war nicht die B12 schuld daran, daß sich Christian Ude verspätete. Vielmehr war er schon eine halbe Stunde früher nach Waldkraiburg gekommen als geplant. So war er schon dabei, das goldene Buch der Stadt durchzublättern um zu sehen, wer der Stadt schon seine Aufwartung gemacht hat.
Bevor Bürgermeister Siegfried Klika die Stadt vorstellen konnte, trug sich Christian Ude ins Goldene Buch ein.
Mit zwei Videos über die Geothermie und ihre Geschichte stellte Bürgermeister Siegfried Klika die Stadt der Delegation vor, zu der neben Unterbezirksvorsitzendem Richard Fischer auch Bundestagsabgeordneter Ewald Schurer, die Landtagskandidaten Günter Zellner und Günther Knoblauch und die Bundestagskandidatin Annette Heidrich gehörten. Dritter Bürgermeister Reiner Babiak und die Stadträte Michael Bartesch, Christine Blaschek und Vera Bittner unterstützten die SPD-Leute Alexander Will und Gottfried Kirmeier. Sogar Stadtpfarrer Martin Garmeier und Peter Schmid-Rannetsberger wollten Christian Ude hautnah erleben.
Christian Ude lobte die Stadt Waldkraiburg, die es in ihrer jungen Geschichte geschafft hat, eine Atmosphäre zu schaffen, in der man sich wohl fühlen kann und in der man weder eine lange Geschichte noch historische Bauten vermißt.
Er forderte eine bessere Finanzausstattung überschuldeter Kommunen. Auch wenn er es in München in seiner Amtszeit geschafft hat, Schulden abzubauen, gibt es doch Kommunen in Bayern, die aus eigener Kraft nicht mehr auf die Beine kommen können.
Bürgermeister Siegfried Klika brachte das Problem der fehlenden Gewerbeflächen zur Sprache, die vom Freistaat zur Verfügung gestellt werden müßten, was leider nicht so einfach ist. Und natürlich ist der Weiterbau der beiden Verkehrsprojekte dringend nötig. Zudem wäre die Neuordnung der Planungsregionen in Angriff zu nehmen und der Status als Oberzentrum der Region wieder herzustellen, den das Wirtschaftsministerium der Region aberkannt hat.
Das alles erforderte den täglichen Einsatz aller örtlichen Kräfte.
Nachdem sie mit einem Gläschen Sekt auf Christian Ude’s Besuch angestoßen hatten, bat Siegfried Klika um Verständnis dafür, daß er ihm vor allem privat alles Gute wünschte für seinen bevorstehenden Wechel in den Ruhestand. Dazu überreichte er Christian Ude ein Buch über die Geschichte der Stadt, den bekannten Regenschirm, und eine Tasse, die er ja für Baldrian-Tee nutzen kann.
Christian Ude bedankte sich mit einem Buch, das den Schriftwechsel zwischen ihm und CSU Urgestein Dr. Peter Gauweiler zusammenfaßt.
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Draußen unterhielt inzwischen die Egerländer Trachtenkapelle, die Christian Ude später zum Volksfestplatz begleiten sollte.
153 "Der kommende Ministerpräsident"? Christian Ude bei Bier, Brotzeit und Politik im Bierzelt in Waldkraiburg 15:00
In Begleitung der Egerländer Tachtenkapelle und von sehr viel Polizei und Personenschutz kam Christian Ude ins Festzelt, wo ihn gut 350 Zuhörer begrüßten. Unter ihnen zahlreiche Ortsvorsitzende, Bürgermeister, Kreis-, Stadt- und Gemeinderäte.
Sie stießen erst einmal mit einer frischen Maß an.
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SPD-Vorsitzender Bernd Wegmann begrüßte die Gäste zu „Brotzeit, Bier und Politik“ in der Alpenland-Festhalle.
Er freute sich, neben den zahlreichen Anhängern seiner Partei auch Bürgermeister Siegfried Klika, CSU Stadtratsfraktionsvorsitzenden Anton Sterr und weitere CSU-Stadträte begrüßen zu können. Die Wirtschaft vertraten Willibald Engelmann und Ulli Maier.
Nachdem er die Kandidaten zu den Bundestags-, Landtags- und Beirkstagswahlen begrüßt hatte, freute er sich über Spitzenkandidaten Christian Ude.
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SPD Unterbezirksvorsitzender und Bürgermeisterkandidat Richard Fischer freute sich über den zahlreichen Besuch über alle Parteigrenzen hinweg. Schließlich haben sie hier den (O-Ton zukünftigen Ministerpräsidenten von Bayern) zu Gast.
Beim politischen Aschermittwoch in Vilshofen hatte Christian Ude eine beeindruckende Rede gehalten und ihnen vor Ort für ihre politische Arbeit viel Motivation gegeben.
Sie wollen eine starke SPD, die Themen anspricht wie gerechte Löhne für gute Arbeit, den Mindestlohn, Bildungschancen für alle und eine solide Finanzpolitik. Darüber sollte nicht nur geredet werden. Das sollte in die Tat umgesetzt werden. (O-Ton Wir brauchen keine großen Reden – wir brauchen Taten!)
Er motivierte die Wahlkämpfer mit einem Zitat von Willy Brandt: „Die Zukunft meistern nicht die, die an Vergangenem kleben“.
Mit Christian Ude haben sie hier den richtigen Mann an der Spitze. So freute er sich ihn bei seinem nächsten Besuch als Ministerpräsident begrüßen zu können.
Abschließend kritisierte er die Posse über das Verbot des Auftritts des Chors der Siebenbürger Sachsen, der die besondere Kultur der Stadt im Rathaus darstellen wollte. Sein Verständnis von Demokratie ist das nicht.... Dabei hätten sie Christian Ude so gern einige Liedchen vorgesungen.
Er will es anders machen – richtig - und deshalb braucht Waldkraiburg einen anderen Bürgermeister. (O-Ton)
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Nachdem die Blaskapelle unterhalten hatte, freute sich Günter Zellner vor Christian Ude sprechen zu dürfen. Nachher wär’s schwerer gewesen.
Er unterstrich die maßgebliche Rolle von Günther Knoblauch und Ewald Schurer beim Bau der Autobahn A94 und würdigte die Rolle von Bundestagskandidatin Annette Heidrich, die aus persönlicher Erfahrung weiß, wie wichtig Krippenplätze sind. Die CSU hatte so etwas noch vor fünf Jahren für Teufelszeug gehalten.
Vier Gründe wollte er dann nennen, warum Wähler ihr Kreuzchen bei der SPD machen sollten: Die hohe Zahl Leiharbeiter und Niedriglohnverdiener, das katastrophale Bildungssystem, den 55 Jahre lang aufgebauten Filz der CSU und Ministerpräsident Christian Ude. Wer das alles ändern und haben will, der muß am 15. September Günter Zellner und Günther Knoblauch wählen.
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Schließlich begrüßte Christian Ude in seiner typischen blumigen Sprache und langsamen Sprechweise erst die Herrschaften von der politischen Konkurrenz und hoffte, sie überzeugen zu können. Und natürlich die eigenen Leute, die Genossinnen und Genossen.
Nachdem er den überaus erfolgreichen Bürgermeister Günther Knoblauch gelobt hatte, forderte er mehr erfahrene Bürgermeister in den Landtag, die ihren Erfahrungsschatz dort einbringen und so zu einer mehr sachorientierten Politik dort beitragen können.
Dann erzählte er vom Treffen von drei Bürgermeistern in Schleswig-Holstein, die alle drei damals beschlossen hatten, von ihren Rathäusern in die Staatskanzleien umzuziehen.
Zweien ist das bereits gelungen: In Schleswig-Holstein zog Torsten Albig vom Rathaus in Kiel um in die Staatskanzlei und in Hannover wechselte Stephan Weil vom Rathaus in die Staatskanzlei.
Das alles zeigt, daß die Unkenrufe haltlos sind, die Bürgermeister würde niemand im Land kennen und sie würden das Land und seine Probleme nicht kennen und nicht verstehen.
Der dritte Bürgermeister des Gespräches damals war er selbst!
Und weil immer noch das Volk wählt, gab Christian Ude nichts auf die Unkenrufe der Zeitungsschreiber und Fernsehjournalisten.
Schon zur Zeit Jochen Vogels hatte er sich mit den beiden Infrastrukturprojekten der Region befaßt, die noch heute nicht fertig sind. Als Regierungsprartei, die seit 55 Jahren an der Macht ist, würde er sich gar nicht mehr hier her trauen!!!
Tatsächlich kann nur die CSU in den letzten 50 Jahren Bürger benachteiligt haben, weil niemand anders in dieser langen Zeit Verantwortung für die Landespolitik tragen durfte.
Die Bürger sollten sich nicht den Bären aufbinden lassen, daß sie bisher gut vertreten waren und Unbill droht, wenn ein Münchner Oberbürgermeister bayerischer Ministerpräsident wird.
(O-Ton Gerade die Vernachlässigung dieser Region.... besser werden.)
Bayern ist ein herrliches Land, das er zur Zeit aus vollen Zügen genießt. Als gläubiges Volks wissen die Bayern, (O-Ton daß das Land dem Herrgott zu verdanken ist und nicht der CSU – Jubel)
Das gilt auch für den wirtschaftlichen Erfolg, der keineswegs das Verdienst der CSU ist, sondern dem Können der Unternehmer und dem Fleiß der Facharbeiter und Handwerker zu verdanken ist.
Man sollte doch schauen, wo Bayern besonders erfolgreich ist: Das ist nämlich immer dort, wo SPD-Leute die Geschicke lenken: 42% des landesweiten Steueraufkommens kommen aus Stadt und Landkreis München. Niemand sollte sich einreden lassen, sozialdemokratische Wahlerfolge würden am wirtschaftlichen Erfolg etwas ändern.
Die Bürger sollten sich auch von Umfragen und Journalisten nicht einreden lassen, die SPD hätte ohnehin keine Chance. Das kann Monate vor der Wahl ohnehin niemand wissen. Die SPD tritt auf jeden Fall an und wird Bürgerinnen und Bürger von den Konzepten überzeugen. Erst am Wahlabend wird dann klar, ob es für eine Mehrheit reicht.
Bei der letzten Landtagswahl hatte die CSU auch 8% weniger als ihr die Demoskopen vorausgesagt hatten. (Von den nicht mal 20% der SPD damals hat er nichts gesagt!)
Sie sollten sich also von Umfragen nicht einschüchtern lassen und weiter mit Argumenten Wahlkampf betreiben.
Nach der Wahl werden sie dann ein Dreier-Bündnis eingehen mit Grünen und freien Wählern, auch wenn sich die Wähler auf Grund ihrer Erfahrungen mit Merkel-Seehofer-Zeil das gar nicht mehr vorstellen können. Selbstverständlich kann ein 3-er-Bündnis in Bayern funktionieren und da werden auch die Freien Wähler mitmachen, die in vielen Städten und Gemeinden gute Arbeit leisten und wissen, was die Menschen von der Politik erwarten.
Auch er selbst kann selbstverständlich auch nach 20 Jahren als Oberbürgermeister von München die Interessen der Bürger – und hier besonders der schwachen Bürger des ganzen Landes vertreten, auch wenn das verschiedene Medien immer wieder abstreiten.
In seiner langen Amtszeit hat er schließlich bewiesen, was er kann. Zur Überzeugung, daß er es besser kann als die, doch sehr erfolgreiche CSU, kam er nach reiflicher Überlegung.
An Hand von fünf Beispielen zeigte er dann auf, daß er es besser kann:
Die Staatsregierung hat in Abenteuern mit der Landesbank den Steuerzahlern 10 Milliarden Euro gekostet. Daß sie mit dem Geld der Steuerzahler umgehen können, ist schon damit widerlegt.
Das Bayernwerk haben sie verkauft und damit die beherrschende Stellung auf dem Energiesektor aufgegeben. Die CSU hat dieses großartige Unternehmen verscherbelt und mit dem Geld die Haushaltsbilanz aufgemöbelt. Heute kann der Freistaat nur noch bei E-On betteln: Ein Armutszeugnis!
Die Stadtwerke München sind dagegen europaweit ein Vorbild, weil sie schon heute alle privaten Haushalte aus regenerativer Energie versorgen.
Den behaupteten Schuldenabbau der Staatsregierung gibt es gar nicht: Heute ist die Schuldenstand des bayerischen Staatshaushalts 9 Milliarden höher als zu Beginn der Legislaturperiode. Auch wenn er zugeben mußte, daß das aus der Rettung der Landesbank resultiert, die ursprünglich 10 Milliarden betragen hatte.
In München hatte er es dagegen geschafft, in den 20 Jahren seiner Amtszeit Schulden abzubauen. Damit ist klar, wer besser mit dem Geld der Bürger umgehen kann.
Zuletzt kritisierte Christian Ude den Mangel an bezahlbarem Wohnraum und kritisierte den Verkauf der kommunalen Wohnungen durch den Freistaat während die Stadt München den öffentlichen Wohnungsbesitz um 20.000 auf 60.000 aufgestockt hat. Die CSU hat dagegen die Wohnungen einem Privatinvestor in die Hände gespielt – eine unverzeihliche Fehlentscheidung für die der Wahltag auch Zahltag ist.
Was machen die Sozialdemokraten dann anders? Natürlich nicht alles, weil vieles in Bayern vorbildlich ist. Trotzdem sollte man nicht das Paradies ausrufen sondern die Probleme lösen:
Da gilt es, die Entgleisung der Märkte zu korrigieren, vor allem der Finanzmärkte. Diese Märkte hatten sich längst von der Realwirtschaft abgekoppelt und ihre Institute zerstört. Danach hatten sie nach dem Staat gerufen und das Geld der Steuerzahler dann auch wieder verbraten. „Too big to fail“ und Rettungsschirme darf es nicht mehr geben. Dazu müssen Regeln für die Finanzmärkte und die Finanztransaktionssteuer eingeführt werden. Das alles muß Peer Steinbrück nach der Wahl umsetzen.
Auch wenn der Arbeitsmarkt in Bayern keinen Grund zur Sorge gibt, muß die Zahl der Aufstocker und der Geringverdiener reduziert werden und Werkverträge ohne sozialen Schutz müssen reduziert werden. Für diese prekären Arbeitsverhältnisse hatte Christian Ude kein Verständnis. Zusammen mit den Gewerkschaften gilt es dagegen vorzugehen.
Es muß Schluß sein, mit der Dominanz der Märkte!
Der ländliche Raum muß gegenüber dem wirtschaftlich erfolgreichen Raum gestärkt werden, etwa beim Ausbei des schnellen Internets. Die CSU hat hier viel zu wenig getan und alles den Konzernen überlassen.
Kleine Schulen müssen erhalten bleiben. Auch hier hat es die CSU versäumt, eine Schulpolitik einzuführen, die kleine Kinder lange Zeit beisammen läßt anstatt sie mit dem Bus herumzukutschieren. Schüler gehören in die Schule und nicht in den SchulBus.
Es gibt also viel zu tun um die Probleme Bayerns zu lösen. Gerade in der Bildungspolitik, die vornehme Ländersache ist.
Auch wenn die bayerische Bildungspolitik in vielen Fällen gut ist, hat sie den unerträglichen Nachteil, daß sie die Erfolgsaussichten und Aufstiegschancen abhängig macht vom Geldbeutel und dem Bildungsstand der Eltern. Statt die Kinder zwanghaft auseinander zu sortieren sollten andere Wege beschritten werden, die den Kindern bessere Chancen einräumen.
Auf die Frage, ob es auch ohne die CSU weitergehen könnte, erklärte Christian Ude den Zweiflern, daß die CSU ohnehin seit Monaten ihre Programme nur von anderen abgeschrieben hat. Das haben die vielen Wendemanöver gezeigt: Atomausstieg, Donauausbau, Studiengebühren, der Ankauf von Steuer-CDs und der Umgang mit Asylsuchenden sind nur einige Beispiele dafür.
Wer also am laufenden Band erlebt, daß die CSU mit ihrem Latein am Ende ist, und nur noch bei der SPD abschreibt, (O-Ton dann entscheiden Sie sich doch bitte....)
Und wenn über 80% der Bayern den gesetzlichen Mindestlohn wollen, dann sollte man doch auf die Wähler hören und den gesetzlichen Mindestlohn auch einführen. Dann sollten sie ihrer Überzeugung folgen und danach wählen. (O-Ton)
Ein Prosit da drauf!
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Rainer Babiak dankte Christian Ude für seinen engagierten Vortrag und auch allen anderen Rednern. Und natürlich den vielen Zuhörern für ihr Kommen.
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Abschließend dirigierte Christian Ude den Bayerischen Defiliermarsch und das machte ihm sichtlich Freude.
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Zwar übte Christian Ude, den Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer mit viel Hoffnung als den kommenden Ministerpräsidenten vorgestellt hatte, viel Kritik, Lösungsvorschläge oder sogar Konzepte konnte er aber keine vorstellen. Vielleicht hat er sie aber auch nur nicht vorgetragen, weil‘ die CSU dann auch wieder nur abgeschrieben hätte????
Wir wollen Christian Ude’s Rede ein Zitat von Bürgermeister Günther Knoblauch nachschicken, der ja selbst im Landkreis Altötting als Erststimmen- und im Landkreis Mühldorf als Zweitstimmenkandidat bei der Wahl zum bayerischen Landtag für die SPD antritt: Günther Knoblauch wird nicht müde zu sagen, daß niemand selbst dadurch besser wird, daß er andere schlecht macht!!!!
154 Auftakt zum 49. Volksfest in Waldkraiburg 9:45
24 Grad sind grad recht für alle, die sich schon aufs Volksfest freuten. Und das waren heuer sehr viele. Sie alle warteten schon lang bevors losging auf die Chips und Freifahrscheine, die die Stadt am Ende des Festzuges verteilte.
Die Egerländer Blaskapelle sorgte für gute Unterhaltung als die Gäste auf den Auszug warteten. Die Ehrengäste ließen auf sich warten. Zuerst kam „Noch-Miß-Waldkraiburg“ Kathrin Aigner.
Das ist Dein Auftakt zum Endspurt? (O-Ton )
Dann kam Charlotte Konrad dazu, da waren es mit Rainer Babiak schon drei...
Axel Pöschmann begrüßte sie alle herzlich und Christine Graupner hatte ein besonders Accessoire auf..... (einen näckischen Hut)
Dann endlich kamen auch die Stadträte, die bis dahin noch im Kreistag Stitzung hatten.
„Da oben werd‘ ich nächstes Jahr sitzen“ schien SPD-Bürgermeisterkandidat Richard Fischer zu zeigen, als Bürgermeistersgattin Helga dazu steiß.
Und weil er grad so im Begrüßen war, umarmte Bürgermeister Siegfried Klika auch noch gleich Stadtrat Anton Kindermann.
Die hübschen Damen wollte der Bürgermeister schon selbst festhalten – auf seinem iPhone versteht sich.
Die Stadträte der SPD trugen Trauerflor wegen ihres kürzlich verstorbenen Kollegen Horst Krumpholz.
Anton Kindermanns Enkel wußte nicht so recht, was er mit dem allem anfangen sollte.
Weiß-blauer Himmel machte so richtig Lust auf Volksfest.
Und die Egerländer halfen kräftig mit.
Sie begrüßten Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber mit dem bayerischen Defiliermarsch.
Da klickten dann die Fotoapparate.
Schön is‘ geworden – gell?
Als Stadtwerke-Chef Norbert Weigl da war, bog gerade der Festzug um die Ecke – wie immer angeführt von Polizeichef Georg Marchner.
Den ersten Trachtengruppen folgte das schwere Gespann der Graf Toerring-Barauereien.
Hauke Winterer, Festwirt Jochen Mörz, Braumeister Arno Jakobi iund ihre Kollegen begrüßten Bürgermeister, Landrat und die Stadträte.
Dann gings endlich los.
Die Halledauer Musikanten, die Bedienungen auf ihrem alten Feuerwehrauto, die Feuerwehr und die Blaskapelle aus Kraiburg machten sich auf den Weg zum Volksfestplatz.
Ihnen folgte die Schützengilde mit Paralympicssieger Josef Neumaier.
Den Schützen aus Kraiburg, die wie immer stark vertreten waren folgten die Banater Schwaben.
Dann das Jugendblasorchester Waldkraiburg und die Siebenbürger Sachsen, die ihre Kinder aufs Wagerl geladen hatten.
Die Faschingsgesellschaft Waldburgia war genau so zahlreich dabei wie der Radfahrverein aus Guttenburg.
Dann endlich die Honoratioren mit Dr. Marcel Huber, Landrat Georg Huber und Bürgermeister Siegfried Klika an der Spitze.
So gings zum Volksfestplatz.
Und hinein durch das neue Tor.
Vor dem Zelt nahmen die Kraiburger Schützen Aufstellung und schossen dreifachen Salut.
Bürgermeister Siegfried Klika dankte jedem persönich.
Dann gings rein ins Zelt und rauf auf die Bühne zum Anzapfen.
Zum letzten Mal darf Siegfried Klika als Bürgermeister anzapfen, meinte Festwirt Jochen Mörz. Mal sehen, ob er’s diesmal auch mit einem Schlag schafft. Ein biß’l spritzen darfs auch!
Ein Schlag reichte ihm aber und er konnte einschenken.
(O-Ton)
Siegfried Klika begrüßte besonders Herrn Maggai, den Vater von Peter Maffay, der hier seinen 80. Geburtstag feierte. Dann stießen sie auf ein gelungenes Volksfest an. (O-Ton)
Siegfried Klika begrüßte auch Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber und war sicher, das Bier ist ein gesundes Lebensmittel. Landrat Georg Huber riet er, nach die Auseinandersetzungen im Kreistag mit einem Schluck Bier hinunterzuspülen.
Da drauf ein Prost!
Brauereidirektor Max Amberger überreichte Bürgermeister Klika noch einen Steinkrug mit Zinndeckel als Anerkennung für die vielen angezapften Fassl und wünschte ihm auch nach seiner Bürgermeisterzeit alles Gute.
Da drauf ein Prosit!
Bevor’s ein Hendl gab, stieß Landrat Georg Huber erst einmal mit den Kollegen von der SPD an.
Da gings sicher nochmal um die Diskussion im Kreistag, wie auch hier mit stellvertretender Landrätin Eva Köhr und CSU Kreistagsfraktionsvorsitzendem Anton Sterr.
Vor dem Zelt war inzwischen jede Menge los.
So war es auf dem Weg, das 49. Volksfest in Waldkraiburg.
155 Rundgang übers Volksfest in Waldkraiburg mit Bürgermeister Siegfried Klika 7:10
Nach dem Einzug und dem Anzapfen war es Zeit für Siegfried Klika, zu seinem Rundgang aufzubrechen.
Man kennt ihn und seine Gattin ja als furchtlose Nutzer aller Fahrgeschäfte.
Los gings im Bayern-Breaker.
Da mußten dann auch Kathrin Aigner und Alexandra Miller von der Stadtmarketing GmbH mit.
Immer schneller – immer schneller drehten sie sich....
Na – jedenfalls war die Frisur jetzt dahin!
Weiter ging‘s im Autoscooter – diesmal mit Alexandra Miller.
Wen wundert’s, hier hatten’s dann alle auf Bürgermeister’s Wägelchen abgeshen.
Alle Anbieter begrüßte Siegfried Klika herzlich und wünschte ihnen gute Geschäfte, wie hier Ismail Akbulut, den in Ampfing alle nur „Isi“ nennen.
Namens-Klupperl gibt’s jetzt auch mit dem „Waldkraiburg-W“.
Dann rein ins „Himalaya“, wo’s so schnell rund herum geht, daß die Frisur ein zweites Mal dahin war.
Dort hinten ist die Geisterbahn, wies Siegfried Klika dann SPD Bürgermeisterkandidat Richard Fischer den Weg.
Rudi Stey freute sich nicht nur über den Willkommensgruß sondern auch über das 21. Jahr auf dem Volksfest in Waldkraiburg.
Geschicklichkeit ist auf dieser Leiter gefragt. Das ist nicht ganz so einfach....
Das Riesenrad begann um diese Zeit schon zu leuchten.
Dann ein besonderes Bild: Miß Waldkraiburg auf dem Pferdchen....
DAS war ein Bild für die Fotographen.
Wolfgang Anders hatte da ein ganz anderes Motiv im Auge!
Kein Glück hatte Kathrin Aigner mit den Darts. Dafür gings dann im Riesenrad hinauf auf 35 Meter. Von da hat man einen schönen Blick hinunter und über die Stadt.
Tatsächlich sieht man vor lauter Wald die Stadt kaum.
Hier ein freundliches Hallo, dort ein Grüß Gott – so gings um das Volksfest herum.
Nur die Futureworld, da zog es Bürgermeisters nicht hinein.
Dafür in den “Top Spin”, den man besser nicht nach dem Genuß von Bier und Hendl besteigen sollte....
Da wars dann ganz aus mit der Frisur. Da drauf erst einmal ein Schnappsal!
Dann noch rein in die Geisterbahn.
Da sollte Bürgermeister Klika erst seinen Arm um seine Helga legen.
Und weg waren sie.
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Ob sie wieder aufgetaucht sind, das können Sie selbst noch bis zum Ende des Volksfestes nachschauen. Sie alle sind jeden Tag dort anzutreffen. Also noch bis Montag, 22. Juli.
Vielleicht sehen wir uns ja noch.
156 Viele Gäste bei der Flexiblen Grundschule in Oberflossing 6:10
Eine große Gruppe Gäste beobachtete den Unterricht an der flexiblen Grundschule in Oberflossing. Unter ihnen der Präsident des Verbandes der bayerischen Wirtschaft Bertram Brossardt, Schulamtsdirektor Paul Schönstetter, Schulleiterin Gabriele Schmauß-Benedikt und Bürgermeister Hans Schmidbauer. Kultus-Staatssekretär Bernd Sibler beobachtete die Kinder aus nächster Nähe. Und die sind in der flexiblen Grunschule das Besondere:
Wie schon im März 2011 berichteten, ist die flexible Grundschule ein Schulversuch des bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus und der Stiftung Bildungspakt Bayern, der sieben Ziele verfolgt: in jahrgangsgemischten Klassen werden an die vorschulische Bildung und Erziehung angekünpfte, individualisierende Lernangebote nahe gebracht. Verschiedene Formen der Leistungserhebung führen zu flexibler Verweildauer. Damit können die Übergänge an weiterführende Schulen flexibel gestaltet werden.
In der Praxis sieht das so aus, daß Schüler der ersten und zweiten Klasse gemeinsam Inhalte erarbeiten und dabei die Zweitklässler den kleinen helfen. Das macht in der Vorbereitung viel Arbeit, wie Klassleiterin Susanne Rehse berichtet.
Wie die Erfahrung gezeigt hat, können besonders begabte Kinder bereits nach einem Jahr in die dritte Klasse der Grundschule vorrücken.
Natürlich waren die Kinder an diesem Tag etwas nervös unter so vielen Augen und vor so vielen Kameras lernen zu müssen.
Herr Sibler, die Grundschule in Oberflossing nimmt als eine von 20 Schulen in Bayern an diesem Schulversuch teil. Was ist neu an dieser Art Schule. (O-Ton Sibler)
Wie können Sie die Erfahrungen aus den ersten beiden Jahren bei der Ausbreitung dieser Schulform auf ganz Bayern nutzen? (O-Ton)
Wenn Sie nun dieses Modell auf ganz Bayern ausbreiten, erhält dann jede Grunschule eine flexible Grundschulklasse oder nur jeder Landkreis eine? (O-Ton)
Es hilft auch, kleine Schulen zu erhalten.
Am Ende der Stunde beurteilen die Kinder sowohl ihre Gegenüber als auch den Unterricht selbst.
Da gabs dann einen, zwei oder drei Finger...
Weil das Thema „Afrika“ war, verabschiedeten die Kinder die Gäste mit einem Lied.
Dafür gabs von Staatssekretär Bernd Sibler noch was Süßes.
157 GRÜNEN Bundesvorsitzende Claudia Roth zu Gast in Mühldorf 12:35
Nach dem Besuch des Bunkerbogens im Mettenheimer Hart traf Grünen-Bundesvorsitzende Claudia Roth in Begleitung der Kreisvorstandssprecher und Landtagskandidatin Cathrin Henke gerade am Kreismuseum ein, wo Landrat Georg Huber sie herzlich begrüßte und ihr gleich Unterlagen in die Hand drückte, die das Problem mit der Finanzierung der Gedenkstätte beschreiben sollten.
Da sich das Anliegen aber nicht so einfach zwischen Tür und Angel besprechen ließ, bat Museumsleiterin Dr. Susanne Abel die Gäste hinauf in den zweiten Stock.
Dort erläuterte sie das Konzept der Gedenkstätte, die sich in zwei Bereiche teilt: Einmal eine weitläufige Anlage rund um Bunkerbogen, Waldlager und Massengrab im Mettenheimer Hart und andererseits ein Museum im zweiten Obergeschoß des gegenüberliegenden Haberkasten.
Die dafür benötigten rund 1,6 Millionen Euro hatte Staatsminister für Kultur und Medien im Kanzleramt, Bernd Naumann kürzlich in einem sehr oberflächlichen Brief abgelehnt, in dem sogar der Name der Kreisstadt als „Mühlheim“ genannt war. Die Gedenkstätte im Mühldorfer Hart wäre nicht von nationaler Bedeutung und würde zudem die Aufmerksamkeit von so wichtigen Anlagen wie dem KZ Dachau ablenken.
Landrat Georg Huber war hingegen sicher, gerade diese Anlage, die ohnehin Teil des KZ Dachau war, macht wie keine andere das Konzept der Nazis „Vernichtung durch Arbeit“ deutlich.
Claudia Roth bestätigte, das Projekt war nie Thema im zuständigen Ausschuß des deutschen Bundestages und die Ablehnung der Finanzierung ist deshalb unverständlich.
Landrat Georg Huber bat Claudia Roth, sich ohne Ansehens der Parteizugehörigkeit für dieses Projekt zu verwenden und im zuständigen Ausschuß des deutschen Bundestages dafür zu sorgen, daß die Mittel doch noch bereitgestellt werden. Es geht schließlich darum, nachfolgenden Generationen die Greuel vor Augen zu führen, die hier verübt wurden und so dazu beizutragen, daß sich so etwas nicht wiederholt.
Er dankte Claudia Roth für ihr Kommen und wünschte ihr noch einen angenehmen Aufenthalt.
Claudia Roth sicherte zu, sich der Sache anzunehmen und sich in Berlin darum zu kümmern, daß hier etwas vorwärts geht.
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Später freute sich Claudia Roth Stadt- und Kreisrat Oskar Rau begrüßen zu können, der inzwischen auf dem Stadtplatz viele Interessierte hatte vertrösten müssen.
Das Interesse der Mühldorfer für die Grünen hielt sich freilich in Grenzen. Manche hatten wohl Berührungsängste und beobachteten mehr aus der Distanz, andere suchten schnell das Weite, als Dr. Georg Gafus ihnen Informationsmaterial mitgeben wollte.
Wir haben die Gelegenheit genutzt, und mit Claudia Roth gesprochen.
Frau Roth, sie waren ja vor einigen Jahren schon einmal hier. (O-Ton )
Zudem unterstützen Sie die Kreisgrünen im Wahlkampf. (O-Ton)
Frau Roth, sie waren in Istanbul dabie, als der Gezi-Park von der Polizei gewaltsam geräumt wurde. Wie stehen Sie denn jetzt zum Beitrittsansuchen der Türkei zur EU? (O-Ton)
Dann kamen doch noch einige Interessierte, denen Claudia Roth gern und viele Autogramme gab. Das nutzte sie natürlich dazu, das Grüne Wahlprogramm vorzustellen.
Sie ist schließlich „einzig – aber nicht artig!“
158 Landrat Georg Huber ehrt verdiente Bürger 11:40
Landrat Georg Huber freute sich, wieder so viele verdiente Bürger ehren zu dürfen und begrüßte neben ihnen auch die begleitenden Bürgermeister.
Zunächst überreichte Landrat Georg Huber die Aufnahme-Urkunde in den Umweltpakt Bayern an Kaminkehrermeister Michael Mayer in Waldkraiburg.
Landrat Hubers Öffentlichkeitsbeauftragte Sandra Schließlberger verlas die Begründung für die Ehrungen.
Michael Mayer hat die Voraussetzung für die Aufnahme in den Umweltpakt Bayern erfüllt, der ihn verpflichtet, seine Tätigkeit so auszuüben, daß Wachstum bei gleichzeitiger Einhaltung von Umweltauflagen erreicht wird.
Landrat Huber würdigte die Arbeit der Kaminkehrer, die seit Anfang des Jahres stark veränderte Bedingungen erleben. Jetzt mehr als Überprüfungsbeamte sind sie gleichzeitig auch kostenlose Energieberater. Weil sie jedes Haus und jede Feuerstätte kennen, sind gerade die Kaminkehrer prädestiniert für die Aufnahme in den Umweltpakt Bayern.
Landrat Huber verlas die Urkunde, die Staatsminister Dr. Marcel Huber unterzeichnet hatte und gratulierte Michael Weber zur Aufnahme.
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Die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichte Landrat Huber nun Franz Kohlschmid aus Neumarkt-Sankt Veit.
Franz Kohlschmid ist Bauaufseher in Rente. 25 Jahre lang war er Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr in Hörbering, hat in dieser Zeit das Gebäude neu errichtet, die Wehr selbst immer weiter ausgebaut und dabei die Jugendarbeit gefördert. Außerdem war er Mitglied im Gemeinderat von Hörbering und später Stadtrat in Neumarkt-St. Veit. Außerdem war er Pfarrgemeinderat und Ausbildungsleiter der Stockschützen im TSV Neumarkt-St. Veit und hat hier zusätzliche Bahnen gebaut und sich in der Jugendarbeit eingebracht. Bereits eingeschlafene Aktivitäten hat er wieder aufleben lassen und damit den ganzen Verein wiederbelebt.
Daneben hat er seit über 15 Jahren für weitere Vereine die Chroniken zusammengestellt und geführt. Sogar für das Stadtarchiv ist er tätig und stellt bei allen Aktivitäten häufig auch seine persönlichen Interessen für das Gemeinwohl zurück.
Landrat Georg Huber würdigte das Lebenswerk von Franz Kohlschmid, das er schon viele Jahre verfolgt. Ihm die Ehrung zuzuerkennen und damit sein Engagement zu würdigen ist mehr als gerechtfertigt. Bei aller Bescheidenheit bat er ihn, die Auszeichnung auch zu tragen und so zu zeigen, daß der Staat seine Leistung sehr schätzt.
Er war sicher, Franz Kohlschmid wird auch weitermachen, so lang er das kann.
Er verlas die Urkunde von Bundespräsident Joachim Gauck. (O-Ton)
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Die „Verdienstmedaille im Ehrenamt“ erhielt Josef Greißl, der als Schlosser seine berufliche Qualifikation schon immer in sein Ehrenamt eingebracht hat. Seit über 40 Jahren hat er sich in besonderer Weise für das Wohl seiner Heimatgemeinde Kirchdorf eingesetzt. Die Organisation des Schützenballs und anderer Vereinsfeste oder die Aufführung der Kirchdorfer Bürgerspiele sind für den „Schuster Sepp“ Alltag. So ist er auch der „Moar“ beim Aufstellen des Maibaums. Als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und als Vorsitzender der Krieger- und Soldatenkameradschaft ist er ist die Seele des Vereinslebens in seiner Heimatgemeinde. Sogar das Wirtshaussingen hat er in Kirchdorf eingeführt, hat maßgeblich bei der Gründung einer Jugendfeuerwehr mitgewirkt und den Bau des neuen Feuerwehrhauses tatkräftig unterstützt.
Landrat Huber würdigte Josef Greißl dafür, daß er immer für Ausgleich in der Gemeinde gesorgt, und dabei nie extreme Meinungen vertreten hat. Auch dafür ehrte ihn der bayerische Ministerpräsident.
Er dankte Josef Greißl und war sicher, daß er auch weiter seinen Dienst tun wird.
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Die „bayerische Staatsmedaille für soziale Dienste“ verlieh Landrat Georg Huber nun Stephanie Früchtl aus Mettenheim.
Sie hat die bayerische Staatsmedaille bereits aus der Hand von Staatsministerin Christine Hadertauer erhalten, weil sie seit 20 Jahren ihre heute 72-jährige Schwester zu Hause pflegt, die als Kind an einer Hirnhautentzündung erkrankt war und seither körperlich und geistig schwer behindert ist.
Stephanie Früchtl, die vor kurzem ihren 80. Geburtstag gefeiert hatte, ist ein leuchtendes Beispiel dafür, daß es um die viel beklagte soziale Kälte in der Gesellschaft nicht so schlecht bestellt ist. Ihre Leistung kann man nicht genug würdigen. Sie lebt Nächstenliebe und verzichte zu Gunsten ihrer behinderten Schwester auf viele persönliche Annehmlichkeiten. Dafür gebührt ihr ein großes Danke-Schön.
Landrat Huber dankte Stephanie Früchtl für ihren großartigen Einsatz und ihre Leisutng mit einem Strauß Blumen und einer Flasche Landkreissekt.
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Rudolf Westermeier aus Polling erhielt die Bayerische Rettungsmedaille bereits und wollte eigentlich gar nicht mehr erwähnt werden. Gerade das aber erachtete Landrat Huber als besonders wichtig. Genau so ist es mit den Hochwasserhelfern, deren Leistung wirklich aller Ehren wert ist.
Rudolf Westermeier hatte im Januar 2010 mit bloßen Händen ein Mädchen aus einem Maisberg ausgegraben, das bereits vollständig darin versunken war. Die automatische Maistrocknungsanlage erzeugte zudem eine Sogwirkung.
Rudolf Westermeier riskierte sein eigenes Leben um das Mädchen zu retten. Er hatte nicht weg geschaut sondern geholfen. In der heutigen Zeit, wo so viele vorbei gehen, wenn Hilfe nötig ist, war es Landrat Huber besonders wichtig, Menschen wie Rudolf Westermeier zu ehren und damit zu zeigen, wie man sich verhält. Dafür dankte er ihm besonders und überreichte zur bereits erhaltenen Ehrung eine Flasche Landkreissekt.
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Auch die Ampfinger Firma Wackerbauer hatte ihre Ehrung bereits erhalten. Dieses innovative Familienunternehmen hat 2013 auf der Internationalen Handwerksmesse den Bayerischen Staatspreis für eine Anlage zur automatischen Trennung von Biolebensmitteln und deren Verpackung erhalten. Zudem sortiert die Anlage die Lebensmittel und zerkleinert sie so, daß sie in Biogasanlagen genutzt werden können. Vier Jahre dauerte die Entwicklung. Bis jetzt sind bereits 24 Anlagen verkauft, davon 10 in Deutschland. Die Anlage wird auch weiter entwickelt.
Landrat Georg Huber freute sich, so eine innovative Firma im Landkreis zu haben und wünschte den Inhabern auch weiterhin alles Gute und viel Dynamik. Einen Blumenstrauß und eine Flasche Landkreissekt für die Inhaber Claudia und Günther Wackerbauer.
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Den weißen Engel für die vorbildliche langjährige Betreuung der Tinnitus-Selbsthilfegruppe erhielt der Töginger Gerhard Schmdt, der seine Auszeichnung schon Anfang Juni von Staatsminister Dr. Marcel Huber erhalten hatte. Da er selbst an Tinnitus leidet, kümmert er sich besonders einfühlsam um die Gruppenmitglieder und wirbt bei Gesunden um Verständnis für ihr Leiden.
Landrat Huber würdigte die Arbeit der vielen Selbsthilfegruppen, die meist im Verborgenen wirken und Menschen Hilfe und Unterstützung bieten, die sonst keine Ansprache hätten. Gerhard Schmidt sorgt dafür, daß gleich Betroffene wieder Mut fassen und die Freude am Leben zurückfinden.
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Abschließend würdigte Landrat Huber Helmut Sedlmaier, der sich nachhaltig im Umweltbereich engagiert hatte. Helmut Sedlmaier war seit 1993 als Naturschutzwächter und seit 2005 als Biberberater in den Gemeindebereichen Mettenheim, Mühldorf und Polling aktiv. Er gilt als besonders engagiert und zuverlässig. Auch Helmut Sedlmaier hatte seine Ehrung bereits aus von Umweltminister Dr. Marcel Huber erhalten.
Besonders anerkennenswert ist Helmut Sedlmaiers Leistung deshalb – betonte Landrat Huber, weil Naturschutzwächter zwar geltende Gesetze zur Durchsetzung verhelfen, das aber in der Bevölkerung nicht besonders angesehen ist. Er bat ihn, auch weiterhin so zuverlässig seinen Aufgaben nachzugehen und überreichte ihm eine Flasche Landkreissekt.
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Bevor er Josef Eisgruber die Anerkennungsurkunde für 25 jährige Tätigkeit als Feldgeschworener übergab, dankte Landrat Huber den Partnerinnen der Geehrten, die die Aufgaben ihrer Partner ja mittragen und sie unterstützen müssen. Je mehr Unterstützung, desto besser können sie ihre Aufgabe erfüllen. Sie können stolz sein auf ihre Partner.
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25 Jahre lang übte der Feldgeschworene Josef Eisgruber aus Gars dieses älteste aller Ehrenämter aus.
Seit dem 13. Jahrhundert gibt es Feldgeschworene, berichtete der Leiter des Vermessungsamtes in Mühldorf, Karl Schulz. Sie wachten über Grundstücksgrenzen, haben Grenzstreitigkeiten geschlichtet und über den Grenzverlauf Recht gesprochen.
Auch wenn sich die Rolle der Feldgeschworenen seit der Einführung der staatlichen Vermessungsverwaltung verändert hat, sind sie noch immer von großer Bedeutung. 21.000 Feldgeschworene gibt es in Bayern, in Altötting und Mühldorf etwa 200. Seit 1981 dürfen auch Frauen dieses Amt bekleiden. Früher erachtete man sie für zu geschwätzig!
Karl Schulz dankte Josef Eisgruber und allen anderen Feldgeschworenen sehr für ihre Arbeit und wünschte auch für die weitere Zusammenarbeit viel Erfolg.
Landrat Georg Huber verlas die Urkunde, die Finanzminister Markus Söder unterzeichnet hatte.
Er gratulierte Josef Eisgruber und lud alle Geehrten und ihre Begleiter zu einem gemeinsamen Mittagsmahl ein.
159 Ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20/16 für die Freiwillige Feuerwehr in Buchbach 10:10
Landrat Georg Huber nahmen am Gottesdienst in der Kirche in Buchbach teil, den Pfarrer Herbert Aneder zelebrierte und den der Buchbacher Frauen-Dreigesang musikalisch gestaltete.
Das Evangelium an diesem Tag handelte vom barmherzigen Samariter, der - obwohl Fremder - sich des Opfers eines Überfalls annahm, den vorher die Würdenträger seines eigenen Volkes hatten liegen lassen.
In seiner Predigt verglich Pfarrer Andeder die Feuerwehrleute mit dem barmherzigen Samariter, der sich der Verletzten und Geschädigten annahm um sie zu versorgen ohne hierfür Bezahlung zu erwarten. Damit üben sie Barmherzigkeit und Nächstenliebe.
Nachdem er der Festgemeinde den Segen erteilt hatte, marschierten sie, angeführt von der Blaskapelle Buchbach zum Feuerwehrhaus in der Jahnstraße, wo das neue Fahrzeug den Zug festlich geschmückt erwartete.
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Feuerwehr-Vereinsvorstand Ludwig Mottinger begrüßte die Gäste auf seine humorvolle Art und bat die Pfarrer Herbert Aneder und Andreas Reisberg das neue Fahrzeug zu segnen.
Pfarrer Andreas Reisberg würdigte die Arbeit der Feuerwehren, die selbst am Ende des Tages Erfüllung finden und Anerkennung bei Gott. Er bat um das Gelingen der Hilfe und auch um Freude an ihrer faszinierenden Technik.
So segneten sie das neue Fahrzeug und baten, daß es helfen möge, den Menschen Hilfe zu leisten und die Feuerwehrkameraden zu schützen.
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Sie segneten die Anwesenden und baten darum, daß sie allezeit von ihren Einsätzen wohlbehalten zurückkommen möchten.
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Der Frauen-Dreigsang brachte ein Lied, das sie besonders für diesen Anlaß komponiert hatten.
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Rudolf Gstöttl, Repräsentant des Fahrzeugherstellers Rosenbauer, dankte dem Markt und der Feuerwehr Buchbach für den Auftrag. Besonders aber Kommandant Karl Nehaider für die außerordentlich gute Zusammenarbeit während der Auftrags- und Bauphase. Man sieht dem Fahrzeug jetzt nicht an, wieviel Technik und damit Arbeit darinnen steckt. Das alles haben sie gemeinsam gemeistert und so können sie das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug nun übernehmen.
Er wünschte den Kameraden allezeit gute Rückkehr und überreichte Bürgermeister Thomas Einwang den symbolischen Schlüssel.
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Bürgermeister Thomas Einwand freute sich über die zahlreichen Teilnehmer an dieser Feier. Dieser Ersatz für das alte Tanklöschfahrzeug aus dem Jahr 1981 ist ein Meilenstein für die Freiwillige Feuerwehr in Buchbach, war Thomas Einwang sicher. Die Feuerwehr kann mit diesem Fahrzeug wieder die notwendige Hilfe leisten, die das alte Fahrzeug nicht mehr erbringen konnte.
Viel Vorarbeit war nötig, auf die Bürgermeister Einwang nun zurückblickte.
Schon im Januar 2009 stellte die Feuerwehr den Ersatzbeschaffungsantrag an die Gemeinde. Im Juni beschloß der Marktgemeinderat die Beschaffung. Den Zuschußantrag an die Regierung von Oberbayern genehmigte diese im Mai 2010. Dann verzögerte das Feuerwehr-Kartell-Verfahren die Beschaffung aller neuen Feuerwehrfahrzeuge.
Erst im Juni 2011 genehmigte die Regierung von Oberbayern den Zuschuß erneut. Erst dann konnte ein Leistungsverzeichnis erstellt werden, das einen Umfang von über 80 Seiten hatte.
Im April 2012 konnte der Auftrag EU-weit ausgeschrieben werden.
Nach Abschluß des Verfahrens wurde der Auftrag für das Fahrgestell an die Firma M-A-N und für Aufbau und Ausstattung an Firma Rosenbauer vergeben.
Das Fahrzeug hat Kosten in Höhe von 369.000 Euro zuzüglich der Kosten für eine Wärmebildkamera von 8.380 Euro verursacht. Der Freistaat Bayern steuert gut 107.000 Euro bei, so daß der Markt Buchbach 270.000 Euro aufbringen mußte.
Die Freiwillige Feuerwehr hat nun ein Fahrzeug auf neuestem Stand der Technik, das sowohl zur Brandbekämpfung als auch zur technischen Hilfeleistung bestens ausgerüstet ist.
Nun müssen die Kameraden geschult werden. Dafür und für die vielen Einsätze galt Bürgermeister Thomas Einwangs Dank allen Feuerwehrkameraden, die ja 24 Stunden bereit sind zu helfen.
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Damit übergab er sowohl den symbolischen als auch den realen Schlüssel an Kommandant Karl Nehaider und wünschte der Feuerwehr allzeit unfallfreie Einsätze und allzeit gesunde Rückkehr.
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Karl Nehaider dankte sehr für das neue Fahrzeug und war sicher, dieses dritte neue Fahrzeug wird mit Sicherheit auch das letzte in seiner Amtszeit sein.
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Landrat Georg Huber würdigte die Investition des Marktes Buchbach in die Sicherheit seiner Bürger. Da das Fahrzeug auch den umliegenden Gemeinden zu Gute kommt, dankte er der Marktgemeinde und Bürgermeister Thomas Einwang auch im Namen des Landkreises.
Nötig ist aber auch das Engagement der Feuerwehr. Nur gut ausgebildete Feuerwehrleute und modernste Technik ergeben bestmöglichen Schutz für die Bürger der Marktgemeinde und des ganzen Landkreises. Für ihren Einsatz dankte Landrat Huber allen Feuerwehrleuten und ihren Familien und Angehörigen. Ohne den Rückhalt der Familien wäre die Feuerwehrarbeit nicht denkbar. Er bat die Feuerwehr, sich auch weiterhin sich um die Jugendarbeit zu kümmern.
Zu all dem wünschte er der Wehr allzeit gute Rückkehr und vor allem Gottes Segen.
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Kreisbrandrat Karl Neulinger freute sich, nun das vierte Fahrzeug im Landkreis einweihen zu können. Da jedes neue Fahrzeug mit neuer Technik auch mehr Sicherheit bringt, hat sich so die Sicherheit im gesamten Landkreis deutlich verbessert.
Das Hochwasser und zwei große Brände in den zurückliegenden Tagen haben gezeigt, daß die Feuerwehren ständig gefordert sind. Dank der guten Technik und der guten Ausbildung der Feuerwehrleute konnten größere Schäden verhindert werden.
Gerade weil die Fahrzeuge teuer sind, dankte Karl Neulinger der Gemeinde für die Neuanschaffung. Es ist halt von Zeit zu Zeit nötig, alte Fahrzeuge durch neue zu ersetzen.
Dieses neue Fahrzeug wird auf Grund seiner Ausstattung auch die Wehren in den umliegenden Gemeinden unterstützen. Er gratulierte der Wehr zum neuen Fahrzeug und wünschte allzeit gute Heimkehr.
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Schließlich war Feuerwehr-Vorstand Ludwig Mottinger sicher, daß neue Fahrzeuge nötig sind um die Leistung der Feuerwehr erbringen zu können. Für das Vertrauen, das die Gemeinde mit der Anschaffung in die Wehr setzt, dankte er Bürgermeister Thomas Einwang sehr und sicherte zu, es durch ständige Weiterbildung und jederzeitige Bereitschaft zu rechtfertigen.
Ihren Dank wollten sie der Gemeinde auch mit einer Spende von 30.000 Euro beweisen.
Dafür dankte Thomas Einwang sehr und bekräftigte, daß sie auch zukünftig die Feuerwehr unterstützen zu wollen.
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Dann marschierten sie ins Gasthaus Post, wo sie den Abend bei gemütlichem Beisammensein ausklingen ließen.
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Wir haben die Gelegenheit genutzt und uns das neue Fahrzeug angesehen, das man wie eine Zwiebel entblättern kann.
Dort finden sich Atemschutzgeräte, ein Stromaggregat, Pumpen, Entrauchungsgebläse und weitere Technik.
Auf der anderen Seite Rettungsspreitzer und eine Rettungsschere, Äxte, Kettensägen, ein Greif-Zug und vieles mehr.
15 Tonnen wiegt das Fahrzeug, das von einem 290 PS-starken Sechszylinder-Dieselmotor über ein Automatikgetriebe angetrieben wird. Natürlich werden alle vier Räder angetrieben. Im Winter können Schleuderketten das Druchdrehen der Räder verhindern.
Seit vier Wochen steht der HLF 20/16 schon bei der Feuerwehr in Buchbach. Seither haben sie nur geübt und trainiert, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.
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Da möchte man fast neidisch werden, um so eine rollende Werkstatt, die auch noch Passagiere mitnehmen kann. Aber 370.000 Euro.... das ist dann doch ein bißchen viel Geld...
Herzlichen Glüchwunsch zum neuen Fahrzeug und allzeit gute Heimkehr und Gottes Segen auf allen Wegen der Freiwilligen Feuerwehr Buchbach auch von uns.
160 Nach 32 Jahren Franz Märkl: Die CSU in Zangberg nominiert Irmgard Wagner als Bürgermeisterkandidatin 8:45
Nachdem Bürgermeister Franz Märkl erklärt hatte, nach 32 Jahren nicht mehr um das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren, stellte sich die Aufgabe, einen Nachfolger zu finden, berichtete CSU-Ortsverbandsvorsitzender Peter Asenbeck den 17 anwesenden Mitgliedern, unter denen auch der ehemalige Landtagsabgeordnete und Ehren-Kreisvorsitzende Nikolaus Asenbeck war.
Auf Peter Asenbecks Vorschlag hin wählten die anwesenden Mitglieder Max Heimerl als Vorsitzenden des Wahlausschußes, der die Nominierung durchführen sollte.
Max Heimerl überbrachte die Grüße von Kreisvorsitzendem Staatsminister Dr. Marcel Huber, der verständlicherweise viele Termine wahrzunehmen hat. Aber dafür gibt’s ja Stellvertreter.
Peter Asenbeck schlug Irmgard Wagner vor, die sich nach kurzer Bedenkzeit bereit erklärt hatte, zu kandidieren. Sie ist zwar erst vor wenigen Jahren zugezogen, hat sich aber sofort im Dorf eingebracht. Wahrscheinlich deshalb kam es allen so vor, als würde sie schon immer hier wohnen.
Geboren im niederbayerischen Gäuboden hat sie ihre Schulzeit in Münchshofen und Straubing verbracht. Danach hat sie in Regensburg Mathematik und Physik für das Lehramt studiert und ihr Referendariat am Ruperti-Gymnasium in Mühldorf absolviert. Hier lehrt sie seit 1981 - inzwischen selbst als Seminarlehrerin.
Sie ist Mitglied in der CSU und im Gartenbauverein, wo sie auch Schriftführerin ist.
Viele Gespräche haben gezeigt, daß sie gern ihre Sachkunde einbringt und so haben sie sie gern vorgeschlagen.
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Irmgard Wagner freute sich über den zahlreichen Besuch. Sie wollte sich kurz fassen und erinnerte an die Erkrankung ihres Gatten vor einem Jahr. Die Verschlechterung seines Zustandes hat so viel Hilfsbereitschaft in Zangberg gebracht, wie sie es sich nie hätte vorstellen können.
Da war sie sich sicher, hier gehört sie her!
Und als die CSU-Vorstandschaft sie gefragt hatte, ob sie kandidieren möchte, hatte sie zwar nachgedacht, war dann aber sicher, daß sie das möchte.
Was kann Zangberg nun von ihr erwarten?
Sie möchte neben der Kirche auch die Schule im Dorf lassen. Daneben soll für die Senioren ein lebenswertes Umfeld geschaffen - und dabei auch die mittlere Generation nicht vergessen werden. Um Familien und besonders Kindern Sicherheit zu gewährleisten, müssen die Verkehrswege sicherer gestaltet werden.
Und natürlich braucht Zangberg auch ein neues Baugebiet, nachdem der letzte Bauplatz verkauft worden ist.
Um das alles umsetzen zu können braucht es einen guten Gemeinderat, genau so, wie ein Dirigent gute Musiker braucht um gute Musik machen zu können.
Sie wäre also froh, wenn ihr die Zangberger Bürger einen guten Gemeinderat zuwählen würden.
Natürlich muß auch die Kasse stimmen, auch wenn der Mensch nicht vom Geld allein lebt. Die eine oder andere sinnvolle Investition am rechten Fleck kann die Gemeinde noch lebenswerter machen. Dazu hoffte sie, daß auch die Vereine weiter so aktiv bleiben und mit ihr gut zusammen arbeiten.
Da sie die erste Frau im Amt des Bürgermeisters sein wird, wird sicher nicht alles so weiter gehen wie gewohnt. Dazu versprach sie, daß sie auch weiterhin im Chor singen wird.
Wenn ihr die Mitglieder das Vertrauen aussprechen, ist sie bereit, zu versuchen, es auch zu rechtfertigen.
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Max Heimerl stellte fest, daß 19 Wahlberechtigte anwesend waren und es keine anderen Vorschläge gab. Dann stimmten die Wahlberechtigten in geheimer Wahl ab.
Die Auszählung war schnell erledigt und so konnte Max Heimerl das Ergebnis verkünden. Mit 17 Ja und einer Enthaltung wurde Irmgard Wagner zur Bürgermeisterkandidatin nominiert – ein starkes Signal, wie Max Heimerl meinte.
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Peter Asenbeck gratulierte Irmgard Wagner und überreichte ihr einen Blumenstrauß.
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Max Heimerl hatte nun eine ganze Reihe weiterer Funtionen im Zusammenhang mit der Wahl zu vergeben. Das war schnell erledigt und so konnte Peter Asenbeck nochmals Irmgard Wagner zur Wahl gratulieren und ihr die Unterstützung des Ortsverbandes zusichern.
Und eine Frauenquote braucht in Zangberg sowieso keiner, wo sie doch so kompetente Frauen haben! 
Dann bat Peter Asenbeck Max Heimerl, auf die aktuelle politische Situation aus Sicht der CSU einzugehen.
Für Max Heimerl war die Wahl von Irmgard Wagner ein starkes Signal. Auch ihre kurze und prägnante Vorstellungsrede war aussagekräftig und enthielt alles, was nötig war, um zu wissen, was sie möchte.
Dann meinte Max Heimerl, Zangberg wäre erst der dritte Ortsverband der einen Bürgermeisterkandidaten nominiert. Das zeigt, daß jetzt der Fokus erst einmal auf den Landtags- und Bundestagswahlen liegt. Und da ist die CSU mit Dr. Marcel Huber und Dr. Martin Huber, mit Claudia Hausberger und Alfred Lantenhammer und mit Stephan Mayer sehr gut aufgestellt.
Weiters ging er auf die Verwandtenaffäre ein, die nicht nur ein Problem der CSU war. Er würdigte die hervorragende Arbeit von Dr. Marcel Huber, der gerade während des Hochwasser sehr präsent war und gute Arbeit geleistet hat.
Auf die allgemeine Situation Bayerns blickte Max Heimerl sehr optimistisch. In Wirtschaft, Bildung und Sicherheit steht Bayern gut da, auch wenn es hier oder da Justierungsbedarf gibt.
Noch nie nahm der Staat so viel Geld ein wie jetzt. Steuererhöhungen sind also derzeit absolut fehl am Platz. Bayern ginge es auch finanziell gut, gäbe es da nicht den Länderfinanzausgleich, der sehr viel Geld kostet und den Nehmerländern Leistungen ermöglicht, die sich Bayern selbst nicht erlauben kann.
Max Heimerl war überzeugt, es gibt in Bayern keine Wechselstimmung. Die Bayern sind im großen Ganzen zufrieden damit, wie es läuft. Und daß es so weitergeht, dafür soll auch die neu nominierte Kandidatin der CSU sorgen, die die Ära Franz Merkl genau so erfolgreich fortsetzen kann. Dazu wünschte er einen erfolgreichen Wahlkampf und die besten Ergebnisse.
Peter Asenbeck dankte Max Heimerl und motivierte die Mitglieder, sich im Wahlkampf dafür einzusetzen, die Kandidatin auch gewählt zu bekommen. Damit entließ er die Mitglieder in den gemütlichen Teil des Abends.
162 Danke - Grazie - Ciao - Servus - Habe die Ehre - OStD Ludwig Ecker 24:30 30 26.07.13
Die Fahnen vor dem beruflichen Schulzentrum liessen erkennen, daß hier ein wichtiges Ereignis bevorstand: Die Verabschiedung von Schulleiter Ludwig Ecker.
Die Lehrerband des Schulzentrums begrüßte die Gäste in der betagten Aula bedeutungsschwanger mit James Bond’s Titelmusik.
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Nicht James Bond, sondern er selbst, Oberstudiendriektor Ludwig Ecker, begrüßte die zahlreichen Gäste, besonders aber die stellvertretende Regierungspräsidentin Maria Els, Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer, Landrat Georg Huber, Bürgermeister Günther Knoblauch, zahlreiche Vertreter von Behörden, Institutionen, der Polizei und von anderen Schulen – über 260 Gäste. Besonders freute er sich über die Vertreter der Schülerschaft, die ja immer im Mittelpunkt stehen – die gesamte Schulfamilie.
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Die Lehrerband erinnerte wieder an James Bond....
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Was nun verbindet James Bond und Ludwig Ecker – mal abgesehen von seiner rasanten Fahrweise – fragten sich Thomas Löhner und Pia Stöger. Er ist Spezialist für Selbstverteidiung und Nahkampf, war einmal bayerischer Judo-Meister und hat dieses Können auch immer wieder unter Beweis gestellt. Vielleicht wollte er deshalb auch ursprünglich zur Kriminalpolizei.
Er ist gelassen, großzügig und charmant. Allerdings hat er sich als leidenschaftlicher Pädagoge nie um die Lizenz zum Töten bemüht.
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Mit „Conquest of Pardise“ von Vangelis beschrieben sie dann das „Schulschiff BSZ“, das inzwischen viele Auszeichnungen eingeheimst hat. Viele dieser Auszeichnungen sind der Experimentierfreude und dem Wagemut des Kollegiums und von Ludwig Ecker zu verdanken.
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Regierungsvizepräsidentin Maria Els, die stimmlich angeschlagen war, gratulierte erst zu dieser außergewöhnlichen Schulband.
Es ist der Regierung von Oberbayern ein Anliegen, Ludwig Ecker für seinen unermüdlichen Einsatz zu danken.
In 33 Jahren Schultätigkeit, davon 18 Jahren als Schulleiter gab es einiges erwähnenswertes.
Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Ludwig Ecker an der LMU Wirtschaftspädagogik. Nach seinem Studium erhielt er hier an der staatlichen Berufsschule II eine Referendariatsstelle und wurde hier auch verbeamtet.
Man erkannte schnell seine Fähigkeiten und überantwortete ihm immer mehr Aufgaben.
1992 ernannte man Ludwig Ecker zum zweiten stellvertretenden Schulleiter und zum Fachmitarbeiter bei der Regierung von Oberbayern. 1993 wurde er zum Studiendirektor ernannt und 1995 Schulleiter. 1996 folgte die Ernennung zum Oberstudiendirektor.
Trotz aller Herausforderungen hat er den Zweck der Schule nie aus den Augen verloren. So wehrte er 1988 den Versuch ab, ihn an die Regierung von Oberbayern zu holen - mit der Begründung, er könne doch seine Auszubildenden nicht im Stich lassen: (O-Ton )
Schließlich kam er aber doch an die Regierung, auch wenn er sein Büro weiter in Mühldorf behielt.
Sie blickte auf zahlreiche Ereignis in den vielen Jahren seiner Tätigkeit hin, die nicht nur Erweiterungsbaus nötig gemacht haben sondern auch viele Modellversuche und Projekte an die Schule gebracht hat.
2004 wurde die einzige staatliche Fachschule für Altenpflege hier am BSZ in Mühldorf eingerichtet.
Eine besondere Auszeichnung war 2007 die Verleihung des Titels „Referenzschule“ durch die Technische Universität München. Seither ist das BSZ Praktikumsstelle für die Universität.
Hohe Qualität waren immer sein höchstes Ziel. Dazu zählt auch die Ansiedelung der generalistischen Pflegeausbildung zusammen mit der Kreisklinik in Mühldorf. Es ist Ludwig Eckers Beharrlichkeit und Verhandlungsgeschick zu verdanken, daß es damit erstmals möglich ist, Gesundheitsberufe und Krankenpfleger gemeinsam auszubilden.
So blieben zahlreiche Auszeichnungen nicht aus, von denen Maria Els nur den ersten Preis beim „Innovationspreis innere Schulentwicklung“ erwähnen wollte.
Betrachtet man die Zahlen, dann unterrichteten 1995 noch 59 Lehrkräfte 450 Berufsfachschüler während heute 109 Lehrkräfte 1.650 Schüler ausbilden.
Dazu gratulierte sie der Schule herzlich.
Zum Schluß würdigte sie die Person Ludwig Ecker. Er ist ein ruhiger und besonnener Schulleiter, einer der nie zu viel aber dann das Treffende sagt. Das hat dazu geführt, daß die Schulaufsichtskollegen notiert haben: (O-Ton -- Erbsen auch noch polieren!)
Das spricht schon für einen selbstbewußten Schulleiter, der das bayerische Motto „Leben und leben lassen“ hoch schätzt.
Ludwig Ecker hatte immer ein offenes Ohr für Schüler und Lehrkräfte, sorgte immer für vertrauensvolle Zusammenarbeit und ein gutes Klima an der Schule, ohne aber seine Vorbildfunktion außer Acht zu lassen. Dafür nutzte er die vier „H“: Hand, Herz, Hirn und Humor und mit vier „M“s: Man muß Menschen mögen!
Dieses Verständnis von Führung gefiel Maria Els und sollte ihr künftig als Vorbild dienen.
Damit übergab sie Ludwig Ecker im Auftrag des Freistaates Bayern die Entlassungsurkunde und wünschte ihm für seinen neuen Lebensabschnitt alles Gute.
Sie verlas die Entlassungsurkunde von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. (O-Ton)
Den Empfang mußte Ludwig Ecker noch bestätigen.
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Für Marianne Ecker – Ludwig Eckers Gattin hatte sie noch eine Blumenstrauß als Dank für die viele Geduld, die sie mit seinem Berufsleben hatte.
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Und weil Maria Els die 4 „M“s und die 4 „H“‘s erwähnt hatte, wollte Ludwig Ecker noch die 4 „F“‘s ergänzen, mit denen man als Schulleiter sein Kollegium führen kann: (O-Ton Fördern – Fordern – Feedback geben und Freiräume geben) Das funktioniert tatsächlich.
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Landrat Georg Huber gefiel die Art, wie Ludwig Ecker diese Feier durchgeplant hat.
Nach 18 Jahren Schulleitertätigkeit geht Ludwig Ecker nun in den Ruhestand. Er hätte gern noch weitergemacht, was ihm aber seine Gesundheit nicht erlaubt. Er hoffte, daß er sich nun auf sein Wohlergehen konzentrieren kann nicht mehr von Termin zu Termin hetzen muß und ab jetzt mit seiner Gattin Marianne die schönen Dinge im Leben genießen kann.
Landrat Georg Huber sah in Ludwig Eckers Gesicht ein lachendes und ein weinendes Auge. Auch wenn er sich auf die freie Zeit freut, ist er genau so sicher traurig darüber, daß die schöne Zeit hier an der Schule endet. Es fällt ja nicht leicht, eine Arbeit aufzugeben, die man ausgeübt hat, und Pläne nicht mehr verwirklichen zu können.
Er hat sehr viel geleistet für die Entwicklung des Schulsystems im ganzen Landkreis Mühldorf. Beispiele hierfür nannte Landrat Georg Huber mit der Beteiligung an „Lernen vor Ort“, die Einführung der generalistischen Pflegeausbildung zusammen mit den Kreiskliniken, und die Beteiligung an Ökoprofit, was auch die Sanierung des Schulgebäudes beinhaltete.
Nicht erreicht hatte er dagegen die Sanierung dieser Aula!! die aber nur verschoben ist, nicht abgesagt – versprochen!
Ludwig Ecker hat den Schulstandort Mühldorf auch überregional sehr gut vertreten und immer Kontakte zur Wirtschaft gepflegt, etwa im IHK-Gremium und beim Ausbildungsexpreß der IHK.
Er war ein Schulleiter mit Leib und Seele, der immer sehr eng mit dem Landkreis zusammengearbeitet hat. Mit ihm geht einer in den Ruhestand, der sowohl fachlich als auch menschlich Vorbild war. Einer, der sich weit über das übliche Maß für seine Schule und seine Schüler eingesetzt hat. Wenn er Zeit hat, oder ihm die Frau zu Hause auf die Nerven geht kann er gerne auch weiter bei Lernen vor Ort mitarbeiten. Da ist er immer hoch willkommen.
Damit dankte er Ludwig Ecker für die sehr gute Zusammenarbeit und wünschte ihm alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen.
Zum Abschied überreichte Landrat Huber Ludwig Ecker den Löwen des Landkreises und ein Paket mit edlen Weinen. Für Marianne Ecker hatte er einen Strauß Blumen.
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Ludwig Ecker dankte Landrat Huber und meinte, sie wären doch beide Löwen. (O-Ton gut gebrüllt – Löwe! – und die Aula sollte doch saniert werden!)
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Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer sorgte erst für Heiterkeit.
Dann würdigte er Ludwig Ecker als durchsetzungsstarken Schulleiter, der nicht nur genau wußte, was er wollte, und der auch eine stimmige Atmosphäre geschaffen hat. Er ist jemand, der den Bildungsauftrag ernst nimmt und nicht nur Wissen vermittelt hat, sondern auch Herzensbildung. Dabei hat er die Schüler immer auch als Partner betrachtet, mit ihm auf Augenhöhe.
Immer charmant und mit hintergründigem Humor hat er immer dafür gesorgt, daß seine Schüler Zukunft hatten.
Damit dankte er Ludwig Ecker für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Und wenn ein James-Bond-Film heißt „Sag niemals nie“, dann könnte es ja auch eine Fortsetzung geben... Er könnte ja auch gegen seine Verabschiedung klagen – auch wenn er ihm das nicht raten wollte.
Damit wünschte er ihm alles Gute für seinen Ruhestand, der ja sicher ein Unruhestand wird, und lud ihn zu einem Besuch nach Berlin ein, wo ja auch schon einmal James Bond gespielt hat.
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Bürgermeister Günther Knoblauch meinte, die Stadt Mühldorf hat Ludwig Ecker viel zu verdanken. Er war m Landkreis immer die Klammer zwischen der schulischen und der beruflichen Bildung und der Wirtschaft insgesamt. Dem Ministerium hat er immer deutlich gesagt, wo’s lang geht und damit dafür gesorgt, daß nicht reines Behördendenken Platz gegriffen hat.
Ein Erbe wird die Erkenntnis sein, daß die regionale Schulbildung besonders wichtig ist. So hat Ludwig Ecker auch entscheidenden Anteil am wirtschaftlichen Erfolg der Kreisstadt.
Für seinen Ruhestand wünschte er ihm nun alles Gute und dankte sehr für alles Geleistete.
Es sollte aber klar sein, daß er nun in eine GmbH eintritt: Geh da hin, Mach das und bring das her. Für alle seine Reisen wünschte er ihm alles Gute und überreichte dem kleinen Kurfürsten des BSZ den Kurfürstenteller der Stadt.
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Die Warnung vor der GmbH war Ludwig Ecker schon klar. Er bleibt aber doch lieber Einzelunternehmer!!!
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Das nächste Musikstück aus dem Film „Rocky“ – „Eye of the tiger“ charakterisiert Ludwig Ecker auch, meinte Thomas Löhner Er ist mutig, stark und geht bis an die Grenzen der eigenen Leistungsfähigkeit. In seiner Regenschirmfunktion hielt er so bürokratische Angriffe von der Schule fern.
Im Sternzeichen des Zwilling geboren, war er immer auch sehr humorvoll und gesellig. Dazu stehen solche Menschen auch gern im Mittelpunkt.
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Das Verabschieden fällt ihm von Sekunde zu Sekunde schwerer – meinte daraufhin Ludwig Ecker.
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Dr. Josef Amann – Leiter der Ausbildung an der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern – zählte Ludwig Ecker auf, worauf er künftig wird verzichten müssen.
Er ist nicht nur ein hervorragender Pädagoge sondern auch ein echter Chef.
Die IHK verliert mit ihm einen engagierten Mitstreiter und Partner der immer die Belange der beruflichen Bildung in den Mittelpunkt gestellt hat. In vielen Gesprächen hat er immer mit klugen und ausgewogenen Statements und mit gesundem Menschenverstand die Richtung bestimmt. Dafür dankte Dr. Josef Amann herzlich.
Sein Humor und seine Herzlichkeit zeichnen Ludwig Ecker besonders aus. So hat er auch für sein Wirken alle Ehrungen erhalten, die die IHK zu vergeben hat. Er hat einfach überall den besten Eindruck hinterlassen und seiner Schule ein herausragendes Profil verschafft.
Damit beglückwünschte er Ludwig Ecker zum bevorstehenden Ruhestand und wünschte ihm und seiner Frau alles Gute.
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Kreishandwerkerschaftsgeschäftsführer war sicher, es endet die Ära vom „Tiger James Bond“ Ludwig Ecker.
Die Vielzahl Berufe, die man hier erlernen kann, zeigt schon die Anforderungen an den Leiter des Beruflichen Schulzentrums. Daß das alles geschaffen und auch erhalten bleiben konnte, zeigt die Leistung von Ludwig Ecker.
Ludwig Ecker hat sich im Handwerk im Lehrlingsstreit-Ausschuß eingebracht, wo er nicht nur juristische sondern vor allem menschliche und weise Urteile gefällt hat.
Er ist ein großer Freund des Handwerks und war deshalb immer ein gern gesehener Gast. So schenkte er ihm eine lebenslang gültige Karte für den Bäckerball, der alle zwei Jahre stattfindet.
Weil der Maßstab seines Handelns immer die Weisheit war, überreichte er ihm eine besondere Eule, ein Werk eines Burghauser Glaskünstlers.
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Dr. Klaus Koch, der Vorsitzende des zahnärtzlichen Bezirksverbandes fragte sich, was mit so einem lebendigen Organismus passiert, wenn man ihm den Motor entnimmt und einen neuen einsetzt. Er war sicher es geht weiter. Auch wenn der Motor etwas stottern wird, wird eine neue Persönlichkeit Ludwig Eckers Arbeit fortsetzen. Etwas anders halt.
Nachdem er sich Gedanken darüber gemacht hatte, was von seiner Arbeit übrig bleiben würde, war er sicher, daß seine Spuren niemand verwischen kann.
Dazu beglückwünschte er Ludwig Ecker und dankte für die gute Zusammenarbeit.
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Weil er sich „My way“ von Frank Sinatra gewünscht hatte, war Thomas Löhner sicher, dieses Lied beschreibt Ludwig Eckers Lebensweg sehr gut. Schon früh mußte er sein Leben selbst gestalten, biß sich durch und hat es geschafft. Sogar ohne das berüchtigte „Vitamin B“.
Er sah sich in der Schule immer als „Möglich macher“, dem es immer daran gelegen war, ein Wohlfühl-Klima zu schaffen. Menschlichkeit stand immer an vorderster Stelle.
Trotzdem hatte er Ecken und Kanten und konnte auch ganz schön poltern, wenn’s sein mußte.
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Nach dieser Darbietung bot Ludwig Ecker der Band gleich an, ihren Manager zu machen und sie zu vermarkten....
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Schülersprecherin Eva Luginger sah bei Oberstudiendirektor Ludwig Ecker die Freude über die vielen Absolventen, die er ins Berufsleben entlassen konnte. Sie hatte ihn als perfekten Pädagogen und als privaten Menschen kennen und schätzen gelernt. Er muß ein glücklicher Mensch sein, weil er mit Freude auf das Getane zurückblicken kann. So wünschte Sie ihm und seiner Gattin alles Gute für die private Zukunft.
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Kollege und Freund Oberstudiendirektor Wolfgang Gaigl dankte Ludwig Ecker erst einmal für die Chance, das 8. Grußwort sprechen zu dürfen.
Anfang März konnte an seiner Schule niemand glauben, daß sich Ludwig Ecker in den Ruhestand verabschiedet. Und jetzt ist es tatsächlich so weit.
Gut charakterisiert ihn das chinesische Horoskop. Er ist geboren im Tierkreiszeichen des Büffel. Das heißt dort aber, daß er im stillen wirkt, ganze Sachen macht und sich hinter Bescheidenheit und Geduld ein unbeirrbarer Wille und ein logischer Verstand verbergen. Büffel sind fleißig, scheuen keine Arbeit und sind deshalb sehr erfolgreich. – Bingo!
Daneben stehen sie mit beiden Beinen fest auf dem Boden, haben einen ausgeprägten Sinn für das Praktische und sind stets für andere da. Dieses Horoskop paßt phantastisch auf Ludwig Ecker.
Nun stellt sich die Frage, wer fährt sie künftig in einer S-Klasse zu den Dienstbesprechungen????
Er ist nämlich ein souveräner Fahrer – auch wenn manche meinen, nur fliegen ist schöner.
Damit dankte er auch im Namen aller Kollegen für die gute Zusammenarbeit und ergänzte mit einem Gedicht, das sein künftiges Leben beschrieb und damit schloß, daß es ihm schwer fiel, das Regiment seiner Frau zu akzeptieren. Mit einigen Ratschlägen dazu und den besten Wünschen überreichte er ihm einen Gutschein und ein weiteres Geschenk.
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Als Niederbayer ist er ja sicher auch ein Büffel – nahm Ludwig Ecker Wolfgang Gaigl den Vergleich nicht übel.
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Personalratsvorsitzender Rainer Deutinger verglich Ludwig Ecker mit dem französischen König Ludwig 14. dem Sonnenkönig. Er charakterisierte ihn mit 9 Gedanken, was eigentlich unmöglich ist, was Lehrer aber trotzdem schaffen. Er war ein Chef, der immer wußte, was seine Mitarbeiter zu leisten im Stande sind. Als Leiter von fünf Schulen hat er sich etwas aufgebürdet, was sonst niemand tun würde.
Am Ende kam er zur Buchstabenszuppe: 4 M’s, 4 H’s und so weiter. Er wollte selbst Buchstabenrache üben und gab ihm 100e M’s mit.
Damit dankte er im Namen des gesamten Kollegiums und wünschte vor allem Gesundheit, viel gutes Essen und eine nervenstarke Ehefrau. Und noch mehr M’s (O-Ton)
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Die Band kam wieder zurück zu James Bond.
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Endlich kam Ludwig Ecker selbst zu Wort und dankte allen beruflichen Wegbegleitern für ihre Unterstützung, die gute Zusammenarbeit und die vielen persönlichen Gespräche. Die vielen Erinnerungen machten ihm den Abschied schon schwer, gab er zu.
Ein Schlüsselerlebnis hatte er im Vorjahr, als ihm jemand sagte, mit Schulleitern ist es wie mit Zitronenfaltern. Die falten auch keine Zitronen.
Das wollte er sich nicht nachsagen lassen. Er wollte nicht sein wie der Eisbär im Zoo, der in seinem Käfig immer nur von links nach rechts lief. Er ließ die Käfigstäbe abbauen und der Bär lief weiter hin und her, weil er seine Freiheit nicht erkannt hatte. Die Lehrkräfte an der Schule erkannten ihre Freiheit aber und sorgten so dafür, daß den Schülern die bestmögliche Ausbildung geboten werden konnte. Der Wohlfühlfaktor und ein Heimatgefühl waren ihm immer besonders wichtig. Außerdem war er gern Kümmerer mit Regenschirmfunktion.
Ein Künstler hat anläßlich des Jahrestages der UN-Menschenrechtskonvention 30 Exemplare dieser Friedenstaube geschaffen.
Da es in der Pflege Menschenrechtsverletzungen gibt, wollte er aus dieser Friedenstaube eine Pflegetaube machen. Dazu hat er sie gekauft und wollte sie der Schule schenken. Um auf den Regelungsbedarf hinzuweisen, wollte er die Taube Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber überreichen. Der kann sie dann weiterreichen an die zuständigen Stellen. Das mußte er schon seinem Nachfolger überlassen. Die dazugehörigen Wünsche trugen Diane Tafelmeier und Matthias Rauxen vor.
Schließlich dankte Ludwig Ecker, allen voran seinem Herrgott, der ihn auf allen seinen Wegen immer bewahrt hat und stets ein treuer Wegbegleiter ist. Er allein hat wachsen und gedeihen lassen.
Weiters dankte er Maria Els uns schloß mit einem Gebet: (O-Ton O Herr! Verzeih ihnen....)
Dann dankte er allen, die zur Schulfamilie gehören, allen Ausbildungsbetrieben, Behörden und Institutionen, seinen Kollegen und Mitarbeitern und vergaß auch die Hausmeister nicht. Besonderer Dank galt seiner Ehefrau, die ihm immer ermöglicht hat, den Schulalltag zu vergessen.
Dann wünschte er allen alles Gute und sagte: (O-Ton Danke – Grazie – Tschau, Servus und Habe de Ehre!)
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Die Festgäste dankten Ludwig Ecker mit minutenlangem stehenden Applaus.
Die Lehrerband gab ihrem Kapitän vier G’s mit: Alles Gute, Glück, Gesundheit, Gottes Segen. Sie verabschiedenten sich mit einem gemeinsamen „Ahoi“
Eva Luginger und Christian Heuschneider schlossen die Feierstunde mit „Time to say good bye“.
Danach lud er zum gemeinsamen Mittagessen ins Foyer der Schule.
Auch wir möchten uns bei Ludwig Ecker für die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit in den vergangenen sieben Jahren herzlich bedanken und wünschen ihm und seiner Ehefrau viele aktive gemeinsame Jahre mit vielem Kochen und vielen Reisen. Genau so halt, wie er es mag.
163 Die Berufsschule 1 entläßt 111 junge Fachleute und ehrt sieben mit einem Staatspreis 10:25
„Wer hat an der Uhr gedreht?“ lautet eine Textzeile im Musikstück vom rosaroten Panther, mit dem die Lehrerband die Feierstunde an der staatlichen Berufsschule 1 in Mühldorf eröffnete.
„Wer hat an der Uhr gedreht“ fragte auch Studiendirektor Klaus Mittermeier. Wie im Flug sind die dreieinhalb Jahre vergangen, die doch für die Schüler anfangs ziemliche viele neue Herausforderungen bedeuteten. In dieser Zeit haben sie sich auch äußerlich stark verändert.
Auch wenn Computer heute zum Alltag gehören, können sie doch noch immer Lehrkräfte nicht ersetzen. Es hat sich gezeigt, daß nur Lehrer Wissen und soziale Kompetenz vermitteln können. Nur eine persönliche Beziehung kann vermitteln, was aus Schülern Menschen macht. Das sagt auch das alte afrikanische Sprichwort: Um ein Kind zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf.
Damit begrüßte er die zahlreichen Ehrengäste, die Schüler und ihre Ausbilder und Eltern.
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Landrat Georg Huber begrüßte zunächst die „Regierung von Niederbayern“, also August Deinböck, der eindrucksvoll zeigt, warum die Neuordnung der Planungsregionen so wichtig ist...
Da er selbst auch einen Handwerksberuf erlernt hat, freute er sich jedes Mal, wenn er zu Schulentlaßfeiern an die Berufsschulen kommen kann.
In der Runde erkannte er lauter glückliche und stolze Gesichter bei den Schülern und zufriedene Gesichter bei Lehrern und Ausbildern. Und er sah stolze Gesichter bei den Eltern.
Es war sicher nicht einfach, sich so viel neues Wissen und so viele neue Fähigkeiten anzueignen. Das ging nur mit viel Aufmerksamkeit, Fleiß, Ausdauer und Beharrlichkeit. Das haben sie alle erkannt und so stehen ihnen nun alle Türen zur Fort- und Weiterbildung offen, die sie bis zur Hochschule führen können.
Auch wenn nun einige besonders geehrt werden, dürfen auch alle anderen stolz sein. Sie sollten versuchen, ihnen nachzueifern. Der Landkreis und seine Bildungseinrichtungen stehen ihnen dabei weiter zur Seite.
Nun aber sollten sie sich erst eine Verschnaufpause gönnen und ihre Energiespeicher wieder auftanken um dann für neue Herausforderungen fit zu sein.
Abschließend dankte Landrat Georg Huber allen Lehrkräften, Ausbildern und Eltern für ihre Unterstützung der jungen Leute. Damit gratulierte er allen Abschlußschülern und wünschte ihnen alles Gute und Gottes Segen.
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Auch Kreishandwerksmeisterin Helga Wimmer gratulierte den Absolventen und dankte den Ausbildern, den Eltern und der Schule. Sie hoffte, die Absolventen werden würdige Vertreter des Handwerks und wünschte ihnen für ihren beruflichen Weg alles Gute und viel Erfolg.
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Schülersprecherin Barbara Steinberger las kürzlich, daß das Zitieren als etwas für Angeber ist.... Trotzdem wollte sie aber ein Zitat verwenden: Johann Wolfgang von Goethe hatte gesagt, es wäre nicht genug zu wissen, man muß es auch anwenden – es wäre nicht genug, zu wollen, man muß es auch tun.
Das klang für Barbara Steinberger wie ein Schlüssel zum Erfolg. Hier an der Schule haben sie das Wissen erworben, das sie dann in der Praxis anwenden können. Ihre Anwesenheit hier zeigt, daß sie nicht nur wollen, sondern es auch tun.
Erfolg hat aber nicht nur mit Wissen und Wollen zu tun sondern auch mit Begeisterung und Überwindung. Weitere Hürden gibt es auch noch, etwa das Berichtsheft. Besonders die letzten Tage vor der Abgabe sind da stressig.
Nun haben sie alles gemeistert und alle Prüfungen geschafft. So dankte sie im Namen aller Auszubildenden allen Lehrkräften und den Ausbildungsbetrieben, gratulierte allen zu ihren Abschlüssen und hoffte, daß sie nicht nur ihre Zeugnisse mit nach Hause nehmen sondern auch viele schöne Erinnerungen.
Für ihren beruflichen Weg wünschte sie ihnen alles Gute und daß sie die Neugierde nie verlieren mögen.
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Nach einem Musikstück erinnerte die Schule in Bildern an so manches Ereignis während der drei Jahre.
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Für Oberstudiendirektor Wolfgang Gaigl ist es jedes Mal eine Freude, die Aula so voll zu sehen und so vielen jungen Leuten ihre Zeugnisse übergeben zu können.
Er zitierte Jean-Jaques Rousseau, der gemeint hatte, man müsse viel gelernt haben um das fragen zu können, was man nicht weiß.
Tatsächlich haben sie hier viel gelernt und waren zwischen 135 und 250 Tage hier. Sie haben in dieser Zeit bis zu 120 Leistungsnachweise erbracht – eine gewaltige Menge. Die guten und teils hervorragenden Noten zeigen, daß sie wirklich genug gelernt haben.
Was können sie also fragen? Heute verdoppelt sich das Wissen alle vier Jahre. Trotz fleißigen Lernens sind sie also weit davon entfernt, alles zu wissen. Es bleibt also gar nichts anderes übrig, als ständig zu fragen. Die Grundlagen, die richtigen Fragen zu stellen, hat ihnen die Schule vermittelt.
Viel Wissen werden sie trotz guter Schulbildung erst während ihrer beruflichen Arbeit erwerben. Computerleute haben – sagt man – 80% ihres Wissens erst später durch Fort- und Weiterbildung bekommen.
So ermunterte Wolfgang Gaigl die Absolventen, sich fort- und weiter zu bilden. Angebote hierfür stehen hier in Mühldorf genug bereit, auch dank Lernen vor Ort.
111 Schülerinnen und Schüler kann die Schule nun entlassen und sieben von ihnen mit einem Staatspreis auszeichnen.
Es war Oberstudiendirektor Wolfgang Gaigl ein Anliegen, Landrat Huber und dem Landkreis für die finanzielle Ausstattung zu danken. Das Geld ist hier wirklich gut angelegt. Natürlich sollte auch weiterhin der hohe Qualitätsstandard der Ausbildung erhalten bleiben. Dazu dient auch der Neubau der Nutzfahrzeughalle, die eine spürbare Erleichterung bringen wird.
Auch für den Jugendsozialarbeiter dankte Wolfgang Gaigl, der künftig zur Verfügung stehen wird. Abschließend dankte er allen Lehrkräften und Ausbildern, die es zusammen möglich gemacht haben, den Schülern eine fachlich und pädagogisch hochwertige Ausbildung zu bieten.
Persönlich und im Namen der ganzen Schule gratulierte Wolfgang Gaigl allen Absolventen und wünschte ihnen viel Erfolg, Glück und allzeit Gottes Segen.
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Das Musikstück „When I’m sixtyfour“ widmete Wolfgang Gaigl einem besonderen Ehrengast.
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Nun ehrten Wolfgang Gaigl, Landrat Georg Huber und Landwirtschaftsdirektor Josef Kobler die besten Absolventen im Bereich Landwirtschaft:
Julia Schaumeier
Johannes Poschner
Und
Daniel Maier
Weiters zusammen mit Kreishandwerksmeisterin Helga Wimmer den Kfz-Mechatroniker PKW Anton Otter,
den Anlagenmechaniker SHK Michael Weber,
den Schreiner Andreas Ganghofer und den
Maler und Lackierer Marius Moritz.
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Nach einem gemeinsamen Foto mit allen Staatspreisträgern und einem weiteren Musikstück dankte KfZ-Innungsobermeister Karl Burghart der Schule für die Ausbildung ihrer Nachwuchskräfte. Mehr als die Hälfte aller Kfz-Neuzulassungen und ein Drittel des Gebrauchtwagenhandels geschieht in Oberbayern. Das KfZ-Handwerk betreut etwa 2,5 Millionen Fahrzeuge in 2.000 Autohäusern und Werkstätten, in den Landkreisen Altötting und Mühldorf etwa 150, die rund 4.500 Mitarbeiter beschäftigen. Es ist die gemeinsame Aufgabe, hier für ausreichend Nachwuchs zu sorgen.
Mit ihrem Ausbildungsabschluß haben sie nun das Handwerkszeug für die Ausübung ihres Berufes erworben. Mit dem Gesellenbrief können sie noch viel mehr erreichen. Weiterbildungen hierfür stehen ihnen zur Verfügung. Aber auch so ist ihr Gesellenbrief eine Versicherung gegen Arbeitslosigkeit.
Dann bat er die Gesellen, sich von ihren Plätzen zu erheben. (O-Ton)
Für ihren weiteren Lebensweg wünschte Karl Burghart den Absolventen viel Erfolg und alles Gute und überreichte ihnen ihre Gesellenbriefe.
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Bevor alle ihre Zeugnisse erhielten, schloß die Lehrerband die Feierstunde mit einem besonderen Lied, dessen Text Günther Gerauer verfaßt hatte: „In da Schui da wars gråd schee....“
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Wir schließen uns den Glückwünschen an und wünschen allen jungen Gesellinnen und Gesellen alles Gute, viel Erfolg und vor allem Gottes Segen.
164 Gelungener Auftakt zum 48. Sommerfest in Aschau 6:10
Den herrlichen Sommertag trübten erste graue Wolken, die sich nach und nach zu schweren Gewitterwolken aufbauten. Gerade als die Annabrunner Böller-Schützen die Aschauer zum Auszug auf das Sommerfest riefen, tobte ein ziemlicher Sturm über den Parkplatz neben dem Rathaus.
Als das kurze Gewitter vorüber war, kam der Festzug die Hauptstraße entlang.
Dem Reitclub folgte der Musikverein.
Dann der Trachtenverein „D‘ Stoabacher“ mit seinen vielen Kindern.
Die Feuerwehr
Die Krieger- und Soldatenkameradschaft,
und dann die Kutsche für die Ehrengäste, wegen des unsicheren Wetters noch geschlossen.
Pater Hans Althammer, MdB Stephan Mayer, die Bürgermeister und die Gemeinderäte erwarteten den Zug schon.
Schnell die Kutsche umfunktioniert – und schon konnten die Gäste einsteigen.
Die Gemeinderäte folgten zu Fuß.
Es ging ein Stück zurück und dann rein zum Festplatz hinter der Grundschule.
Nach dem Gespann mit dem Faß der Brauerei schlossen die Guttenburger Radler den Festzug ab.
Bürgermeister Alois Salzeder machte sich bereit zum Anzapfen.
Das gelang mit zwei Schlägen.
Und so konnte Alois Salzeder verkünden, daß O’zapft is.
Nachdem alle einen Pfiff im Krug hatten, konnte die Blaskapelle zum Prosit aufspielen.
Natürlich eröffneten sie das 48. Sommerfest mit dem bayerischen Defiliermarsch.
Dann ließen es sich die Gäste schmecken. Die Bedienungen hatten alle Hände voll zu tun und die Giggerl-Braterei kam erst gar nicht nach.
Und weil auch gleich Tag der guten Nachbarschaft war, fanden sich viele Bürgermeister und Germeinderäte aus den umliegenden Gemeinden ein.
Die Annabrunner Schützen brauchten die Kapelle nicht wirklich, die dann selbst zum Prosit aufspielte.
Schließlich begrüßte Bürgermeister Alois Salzeder die vielen Gäste, MdB Stephan Mayer, stellvertretende Landrätin Eva Köhr, die vielen Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte und besonders die Stadtbürgermeister Günther Knoblauch und Siegfried Klika.
Damit wünschte er den Gästen fünf lustige Tage mit guter Brotzeit, gutem Bier und zünftiger Blasmusik.
Natürlich dirigierte Alois Salzeder: den Bozener Bergsteigermarsch.
Dann machte sich Alois Salzeder auf den Weg durchs Zelt und hatte für alle Gäste ein paar Worte.
Damit war’s auf dem Weg, das 48. Sommerfest in Aschau.
165 Umjubelte Premiere des neuen Stücks des Mühldorfer Kulturschupp'n: "Die Hartgassenbande 1947" 11:20
Analysen haben gezeigt, daß Zeitschriftenverlage und Fernsehanstalten noch immer hohe Auflagen und Zuschauerzahlen mit Geschichten über den Nationalsozialismus und den zweiten Weltkrieg erzielen. Über die Zeit nach dem Ende des Krieges und besonders bis zur Währungsreform 1948 ist dagegen auch kaum etwas bekannt.
Ernst Müller hat seine Erlebnisse aus dieser Zeit in einem Buch beschrieben. Daraus las er vor der Vorstellung im Haberkasten und stimmte die Zuschauer auf die Aufführung ein.
Es war trotzdem für Silvia Menzel und Christopher Luber nicht einfach, ihr neues Theaterstück auf die Bühne zu bringen. Vieles, was aus dieser Zeit übrig geblieben ist, haben die Mühldorfer längst entsorgt. Man wollte wohl weder mit dieser Vergangenheit leben noch an diese schwere Zeit erinnert werden.
Der überdachte Innenhof des Haberkasten füllte sich gerade, als die abgemagert und schäbig gekleideten Überlebenden orientierunglos und suchend herein kamen – manche schwer bepackt, andere nur mit ihrem Bündel unter dem Arm.
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In der Gegenwart trafen sich die drei Freunde aus der Nachkriegszeit im Altersheim: der Sepp, der Adi und die Rosl um Rosls zu feiern. Damals nicht dabei war Frau Schleicher.
Wie das so ist, wenn man älter wird, erinnert man sich mehr an das, was vor 50 Jahren war, als an das, was gestern war. So kommen schnell alte Geschichten zum Vorschein, und damit die Rivalität um „ihre“ Rosl, die das Leben von Sepp und Adi 70 Jahre geprägt haben.
Plötzlich lebendig wird die Vergangenheit, als Schwester Mandy eine „Neue“ hereinschiebt: Edwine Fritsche. (O-Ton )
Entsetzen kam auf, als diese Neue das Kennwort von damals rief. (O-Ton)
Sie können nichts damit anfangen und erlauben sich allerlei Schabernack mit der Neuen!
Dem macht Edwine Fritsche schnell ein Ende.
Da erinnern sie sich daran, wie sie sich kennengelernt haben – damals – am 15. Juli 1947 - in der Hartgasse - im Bienenhaus.
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Im Bienenhaus des Jahres 1947, als sie als Kinder versuchten, Bienenwaben vom alten Manhart zu stehlen um sie gegen Zigaretten einzutauschen:
Den Geruch von warmem Honig störte jedoch ein eigenartiger Gestank.
Aber erst einmal kamen sie sich in die Haare, weil sie schon immer um die Rosi konkurrierten.
Ihr Feuer entsetzt das Mädchen da, das sie mit ihrer Steinschleuder bedroht.
Die Not ist aber stärker als die Drohung des Mädchens, von der sich herausstellt, daß sie jeden umbringen wird, der sie in die Anstalt zurückschicken will. (O-Ton)
Es stellt sich heraus, daß sie „Edwine Fritsche“ heißt, aus Schweinitz bei Breslau stammt und in Mühldorf bei ihrer Tante ihre Mutter sucht. Auf der Flucht vor den Russen hat ihre Mutter verloren und seither allerhand erlebt.
Die drei Freunde beschließen, ihr zu helfen und nehmen sie in die Hartgassenbande auf.
Allerdings muß sie dazu das Aufnahmeritual überstehen: Ein Bussl für jeden.
Und die macht das ganz anders!!!!! (Mit’n Bleeeschel!!!)
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Zurück auf der Geburtstagsfeier im Altenheim erinnern die drei Freunde, was sie alles für Edwine gemacht haben – damals 1947. Sogar ihre Mutter haben sie für sie gesucht.
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Das war in einer Zeit, als die Sepp’s Vater noch traumatisiert von seinen Erlebnissen im Krieg keine Arbeit fand und der Laib Brot im Brotkasten eingesperrt war.
Sepp’s Schwester, die Fanny, hat sich mit Amerikanern angefreundet und bekommt daher Nylon’s und Lucky-Strike’s.
Sepp’s Bruder Hermann will sein Glück statt mit Arbeit lieber auf dem Schwarzmarkt suchen. Da kommen Fanny’s Nylon’s gerade recht. Die kann er nämlich für Zigaretten eintauschen und die wieder in Kartoffelpreß.
Sepps Vater ist damit aber nicht verstanden, weil Fanny sich damit zur Ami-Schixen macht. Sie will aber ihre Wertsachen nicht zum Unterhalt der Familie einbringen und so protestiert der Vater gegen sein Übergangen-werden obwohl er sich doch vor Krasnojarsk sein Leben riskiert hat.
Schließlich stellt sich heraus, daß in der Familie gestohlen wird: Seit Tagen fehlen jeden Tag 2 Zentimeter am Brotlaib.
Als sich herausstellt, daß Sepp der Übeltäter ist, kommts zur Eskalation.
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Am Bahnhof suchen die Mühldorfer ihre Angehörigen.
Als ein völlig ausgehungerter Heimkehrer zusammenbricht, macht ihm der wohlgenährte Herr Pelz auch noch Vorwürfe. Schließlich schenkt er ihm gnädig ein Butterbrot.
Solche Lebenskünstler gibt’s halt immer, meinten da Herr Mächtig und Frau Hegel. Solche alten Parteigrößen mit Persilschein werden wohl bald wieder wichtige politische Ämter übernehmen....
Fanny trifft da ihren Ami-Freund, den sein Vorgesetzter vor diesen Frauleins warnt.
Rosi, Sepp und Adi suchen Edwine’s Mutter. Niemand hat sie aber gesehen.
Herr Pelz versucht Punkte für seinen Persilschein zu sammeln und den Juden Teichelmann - der eigentlich Teichelbaum heißt - zum Essen einzuladen. Der durchschaut aber die Absicht und dankt für die Zigarette... Vielleicht ein andermal.
Auch Herr Teichelbaum hat Edwine’s Mutter nicht gesehen, obwohl er doch so viele gesehen hat.
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Dann erkennt Frau Bern in dem ausgehungerten Heimkehrer ihren Mann Hans und ist überglücklich – auch wenn ihr Sohn Adi erst meint, das ist ja nur noch eine Vogelscheuche!
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Der Dachdecker aus Schlesien will eigentlich nur einen Kaffee mit Fräulein Meier trinken – nur nicht in der Bahnhofsrestauration, deren Wirt, der Pfeiffer, einen KZler erschlagen hat.
Da kommt das Mädchen dazwischen, das - total traumatisiert – überall lauter Brände sieht.
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Die Freunde müssen Edwine berichten, daß sie ihre Mutter nicht gefunden haben.
Sie hören Schritte und verstecken sich im Keller.
Da kommen Pfeiffer, Walter und Lois mit drei Kisten voller Waffen, die ihnen helfen sollen, die Rückkehr ihrer „Freunde“ aus Buenos Aires und Caracas und die Rückkehr zum alten System durchzusetzen.
Aber erst droht ein Verfahren vor der Spruchkammer gegen den Pfeiffer, in der Lois aussagen soll, daß Pfeiffer den Juden in Notwehr erschlagen hat.
Allerdings hält Pfeiffer nicht viel von Lois. Kein Wunder, daß der Krieg verloren gegangen ist – mit SOLCHEN Leuten!
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Die Waffen sind für die vier Freunde eine Überraschung: Allerdings wollen Rosi, Sepp und Adi nichts damit zu tun haben, während Edwine sie auf dem Schwarzmarkt verkaufen will.
Sie nimmt einen Revolver mit.
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Am Schwarzmarkt bieten Passanten allerlei Waren an: Fleisch, eine Konzertgeige, Kartoffeln, Butter, eine Tischuhr und vieles mehr.
Als die Wachtmeister auftauchen, dreht sich das Gespräch plötzlich um die Hitze und den Fahrplan.
Sepps Bruder Hermann macht gute Geschäfte, die in der Zukunft Reichtum versprechen.
Noch immer keine Spur von Edwine’s Mutter. Und ihren Honig will auch niemand kaufen.
Eine erste Spur von Edwine’s Mutter – aber die Informantin ist ziemlich verwirrt. Jedenfalls verabreden sie ein Treffen: (O-Ton Edwine, jeden Abend um 6e auf Gleis 2)
Weil Edwine ihr nicht glaubt, will sie den Revolver verkaufen. Sie geraten ausgerechnet an den Alt-Nazi Lois. Als der sich nicht abwimmeln läßt fliehen die Freunde in ihren Bunker.
Dort sind sie erst einmal ratlos und wollen über Edwine’s Verfehlung Gericht halten. Sie hat sie schließlich alle in Gefahr gebracht.
Da kommt Hermann dazu, der mit dem Waffenfund das große Geschäft wittert und gleich das Kommando übernimmt.
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Als sie die Waffen aus dem Bienenhaus holen wollen, sind sie weg – und der Honig auch.
Gerade als sie den „Verlust“ beklagen, platzen die Wachtmeister herein und nehmen sie fest.
Die Sache mit den Waffen und den Nazis glauben sie ihnen natürlich nicht. Sie wohnen ja auch in der Hartgasse wo die Überbleibsel vom Kanalbau wohnen – lauter Kleinkriminelle!
Alles Beteuern nützt nichts, sie führen sie ab – in die Anstalt.
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Zurück im Altenheim: Edwine verspottet die drei, die damals nur ihre eigene Haut retten wollten während sie ihr vorwerfen, sie damals verraten zu haben, als sie am Bahnhof ihre Mutter treffen wollte.
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Edwine’s Mutter erwartet sie auf Gleis 2. In den ewig langen letzten fünf Minuten erinnert sie sich an die Flucht aus Schweinitz, wo auch sie Schlimmes erlebt hat.
Gerade als Edwine auf ihre Mutter zuläuft, kommen die Wachtmeister und nehmen sie fest.
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Wieder im Altenheim wirft ihnen Edwine vor, als Frau Schleicher dazwischenplatzt. Sie könnte sich doch auch am Russisch Roulette beteiligen. Das Adrenalin, das dabei freigesetzt wird, bewirkt unglaubliche Glücksgefühle.....
Sie versuchts!
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Sylvia Menzel und Christopher Luber haben mit der „Hartgassenbande 1947“ nicht nur die Aufmerksamkeit auf eine Zeit in den Mittelpunkt ihres Stückes gerückt, über die wenig bekannt ist. Sie haben mit beeindruckenden – teilweise erschütternden Bildern eine Zeit aufleben lassen, in der nichts stabil oder geregelt war. Eine Zeit, in der jeder tagtäglich selbst fürs Überleben sorgen mußte und in der man auf Gedeih und Verderb den Siegern ausgeliefert war.
Ausnahmslos alle Mitwirkenden überzeugen – egal ob in den beinahe skurrilen Szenen im Altenheim oder in der bedrückenden Atmosphäre auf dem Bahnhof oder im Bienenhaus. Viele kleine Aspekte dieser Zeit geben ein sehr vielfältiges Bild: Ewiggestrige Altnazis, halb-verhungerte, gebrochene und traumatisierte Heimkehrer, Angehörige, die verzweifelt ihre Liebsten suchen, überlebende Juden, die als Punktelieferant herhalten sollen, mit denen sich ehemalige Parteileute Vorteile verschaffen wollen.
Die „Hartgassenbande 1947“ hat das Potential, ein ähnlich großer Erfolg zu werden, wie es „Die Mühldorfer Hex“ war, die den „Kulturschupp’n“ weit über die Stadt hinaus bekannt gemacht hat.

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Dallmayr, Advent 2009