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Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
185 NPD Infostand zeigt: Kein Platz für Braun in Mühldorf 7:25 36
Die Anmeldung eines Infostandes der NPD auf dem Stadtplatz in Mühldorf schreckte das Netzwerk „Mühldorf-ist-bunt“ auf, das daraufhin über 300 Gegner mobilisierte auf dem Stadtplatz in Mühldorf zusammentrommelte.
Auf das Aufeinandertreffen von NPD-Funktionären und Gegendemonstranten hatte sich die Polizei schon den ganzen Vormittag vorbereitet und eine Barrikade um den vorgesehenen Veranstaltungsort vor dem Rathaus aufgebaut.
„Mühldorf-ist-Bunt“-Sprecher Kristin Hüwel und Richard Fischer freuten sich über die große Zahl Teilnehmer, die zeigen, daß es im Landkreis eine parteiübergreifende, bunte Vielfalt von Menschen gibt, die für die Demokratie und gegen braunes Gedankengut eintreten.
Zu dieser bunten Vielfalt zählten in seltener Einigkeit Kandidaten von Piraten, FDP, Grünen, SPD, Linken und CSU und ihre jeweiligen Anhänger und Unterstützer.
Neben den politisch Engagierten waren auch Vertreter zahlreicher Organisationen dabei, etwa der AWO.
Die Repräsentanten der jeweiligen Gruppierungen traten in kurzen Ansprachen unisono für die Demokratie ein und lehnten jedes extreme Gedankengut ab, egal ob von rechts oder von links.
Da die Einigkeit im Engagement gegen solche Strömungen sie bei allen Unterschieden vereint, war es ein guter Tag für Mühldorf, meinte etwa Dr. Georg Gafus. Mühldorf ist kein Ort für Nazis!
Günter Zellner erinnerte daran, was die Nazis den Gewerkschaften angetan haben und freute sich, daß nun die ganze Gesellschaft zusammensteht um die Demokratie zu verteidigen. Sie wiederholen doch ohnehin nur alte Parolen. Es geht ihnen gar nicht um die Arbeiter sondern nur um ihre menschenverachtende braune Ideologie. Die will niemand und deshalb forderte er das Verbot der NPD.
Bürgermeister Günther Knoblauch dankte allen, die gekommen waren um parteiübergreifend zu zeigen, daß niemand in Mühldorf diese Parolen hier haben will.
In ähnlicher Weise äußerten sich ÖDP-Landtagskandidat Reinhard Retzer, Staatsminister Dr. Marcel Huber, Grünen-Landtagskandidatin Cathrin Henke, SPD Bürgermeisterkandidatin Marianne Zollner und FDP-Landtagskandidatin Sandra Bubendorfer-Licht, die auch mahnte, das braune Denken in der Bevölkerung nicht zu ignorieren, weil darin latentes Unterstützerpotential schlummert.
Cathrin Henke wies auf die braune Musikszene hin, die weithin unbeobachtet Gift für die Jugend ist.
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Bis dahin waren die Vertreter der NPD nicht auf dem Stadtplatz eingetroffen, so daß sich Hoffnung breit machte, daß sie gar nicht mehr kommen. Trotzdem war sich Richard Fischer sicher, daß die große Zahl Demokraten, die hier friedlich für die Vielfalt der Gesellschaft eingetreten ist, ein deutliches Zeichen dafür gesetzt hat, daß Mühldorf kein Platz ist für braunes Gedankengut.
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Schließlich dankte auch Landrat Georg Huber allen, die in so kurzer Zeit so eine Veranstaltung zustande gebracht haben. Sein Dank galt auch der Polizei, die dafür sorgt, daß der Rechtsstaat funktioniert.
Weiters dankte er der Stadt Mühldorf, die als erste Kommune im Landkreis Asylsuchende aufgenommen hat und der Arbeiterwohlfahrt, die sie seither vorbildlich betreut. Sein Dank galt der Gemeinde Aschau und dem dortigen Berufsbildungswerk sowie der Stadt Waldkraiburg, die diesen Menschen Unterkunft und Ausbildung geben, damit sie sich nach der Eingewöhnungsphase integrieren können.
Er sah diese Veranstaltung als Beweis dafür, daß Deutschland seinen Verpflichtungen nachkommt, Asylsuchenden nach ihrer Anerkennung eine neue Heimat zu geben und damit Sicherheit und ein menschenwürdiges Leben. Mühldorf zeigt, daß die Menschen gegen den braunen Sums einstehen und der so weder Chancen noch Zukunft hat.
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Gerade als sich die Hoffnung breit gemacht hat, daß der NPD-Infostand ausfällt, kamen sie doch. Und gleich kam es zum Zusammenprall des ehemaligen KZ-Häftlings Herrmann Höllenreiner aus Mettenheim mit einem der NPD-Funktionäre, der ihm vorwarf, den Hitler-Gruß gezeigt zu haben.
Die NPD-Funktionäre redeten ohne Unterlaß und ließen sich auch durch das gellende Pfeiffkonzert der Gegner nicht aus dem Konzept bringen. Sie fotografierten die Gegner, die auch die Polizei streng beobachtete.
Bedenkt man, daß die NPD zu den Wahlen überhaupt nicht zugelassen ist, weil sie die nötige Anzahl Unterstützerunterschriften gar nicht aufgebracht hat, ist sowohl die Durchführung eines Infostandes als auch die Benennung einer Spitzenkandidatin kaum verständlich. Solches Verhalten zeugt doch eher von Auflösungserscheinungen einer Partei, um deren Verbot schon sehr lang diskutiert wird.
Die Auseinandersetzung um Herrmann Höllenreiner zog sich eine ganz Zeit hin und endete mit einer Anzeige gegen ihn wegen Beleidigung.
Das Pfeiffkonzert der Gegendemonstranten übertönte die Parolen der NPD-Funktionäre und machten es unmöglich, sie zu verstehen. Das wollte aber ohnehin niemand.
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Da sie eine Stunde später gekommen waren, als ihre Veranstaltung angemeldet war, packten sie pünktlich nach einer halben Stunde ihre Gerätschaften ein und verließen den Stadtplatz.
Als sie weg waren, verliefen sich auch die Gegner und der Stadtplatz ging wieder zu seinem gewohnten Alltagsbetrieb über.
Das alles verlief friedlich, bis auf zwei Anzeigen wegen Beleidigung, wie die Polizei nachher mitteilte. Mühldorf hat wieder einmal gezeigt: Hier ist kein Platz für braunes Gedankengut und erst recht nicht für Neonazis!
186 Grünen-Pflegesprecherin MdB Elisabeth Scharfenberg: Mehr als ich kann - Alleingelassen mit der Pflege 9:40
Im Nebenzimmer des Restaurants „Bastei“ in Mühldorf konnten die Vorstandssprecher der Grünen eine kleine aber kompetente Gruppe Zuhörer begrüßen unter denen auch Kreiskliniken-Geschäftsführer Heiner Kelbel und Gabi und Lothar Kunz vom Verein „Wir pflegen“ waren. Dazu die Kandidaten Sofie Voit, Cathrin Henke und Dr. Georg Gafus.
Peter Uldahl freute sich, Elisabeth Scharfenberg begrüßen zu können, die pflegepolitische Sprecherin der Grünen im deutschen Bundestag.
Nachdem Cathrin Henke und Dr. Georg Gafus ihre Vorstellungen für ihre angestrebte Arbeit im bayerischen Landtag dargelegt hatten, und auch Sofie Voit erklärt hatte, was sie mit ihrer Kandidatur für den Deutschen Bundestag anstrebt, freute sich Elisabeth Scharfenberg über den zahlreichen Besuch. Tatsächlich kommen selten so viele Zuhörer zu einem Vortrag über das Thema „Pflege“. Viele Menschen haben entweder Probleme damit oder verweigern sich sogar. Man muß schon ein richtiger Wadlbeißer sein um in diesem Thema zu arbeiten.
Pflegende Angehörige sind mit dieser Aufgabe häufig allein gelassen und sehen oft keinen Ausweg. Sie müssen die Pflege Tag für Tag leisten, Monat für Monat - oft Jahr für Jahr. Unterstützung oder Hilfe haben sie bei diesem Full-Time-Job kaum. Dabei betrifft dieses Thema jeden von uns. Und – auch wenn viele das denken - ist sie keine Frage des Alters.
Ende 2011 lebten in Deutschland 2,5 Millionen Pflegebedürftige und noch viel mehr Hilfebdürftige. Fast 70% davon wurden zu Hause gepflegt, der größte Teil von Angehörigen.
Jeder zweite pflegende Angehörige ist selbst erwerbstätig und muß das alles koordinieren. Meistens sind das Frauen. Der größte Pflegedienst in Deutschland sind also die Familien.
Tatsächlich wünschen sich nur 7% der Deutschen in einer stationären Einrichtung gepflegt zu werden. Das wollen auch die Familienangehörigen selbst - fast 50%. Nur 16% lehnten es ab, Angehörige zu pflegen. Das alles hat eine Umfrage ergeben.
Pflege kann sich über viele Jahre erstrecken und emotional und körperlich anspruchsvoll sein. Sie kostet Überwindung, Langmut und Geduld. Sie kann aber auch viel geben.
Meistens entwickelt sich die Pflege einer Person aus anfänglich kleinen Hilfeleistungen. Wenn man dann plötzlich mitten drin ist, fehlt die Zeit, sich um Unterstützung zu kümmern. Deshalb ist es wichtig, sich schon vorher über Angebote zu informieren.
Das Problem ist, daß die Beratung durch die Pflegekassen erfolgt. Da kann man sich leicht vorstellen, daß so eine Beratung nicht unabhängig sein kann. Das ist allerdings kaum zu ändern. Vielleicht werden deshalb viele Hilfsangebote gar nicht abgerufen.
Tatsächlich nehmen nur 16% der Pflegenden die Beratungsangebote in Anspruch. Die Grünen sehen hier sehr großen Handlungsbedarf: Die Beratung muß individuell, unabhängig, neutral, umfassend und bei den Pflegenden zu Hause stattfinden. Nur so kann der Berater die individuelle Pflegesituation erkennen und die passenden Bausteine auswählen.
Tatsächlich fehlen sowohl in der Stadt als auch auf dem Land viele Angebote. Zudem reagieren weder Regierungen noch Kassen auf die demographische Entwicklung. Auch hier gibt es viel zu tun.
Schwarz-Gelb hat das in den zurückliegenden Jahren geflissentlich ignoriert und wenn sie etwas gemacht haben, dann halbherzig und einem blinden Aktionismus folgend.
So die Familienpflegezeit, die als „großer Wurf“ verkauft wurde: Während der Familienpflegezeit von maximal zwei Jahren arbeitet der Pflegende die halbe Zeit und erhält 75% des Gehalt. Nach den zwei Jahren arbeitet er voll und erhält 75% des Gehalt, muß also 25% nacharbeiten.
Dieses Modell bedingt eine Vollzeitstelle und die Möglichkeit, mit dem reduzierten Gehalt leben zu können. Außerdem muß die Pflege während der 50% Arbeitszeit gewährleistet werden können. Dieses Modell führt zur Überforderung der Pflegenden. Das zeigt sich darin, daß nach 13 Monaten bundesweit gerade mal 147 Personen dieses Angebot wahrgenommen haben.
Zusätzlich nötig sind Reha-Maßnahmen für pflegende Angehörige. Die 33 Millionen Euro hierfür hat Frau Ursula von der Leyen aber nicht ausgeben wollen. Beim Geld hört halt das Verständnis auf!
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Ausschnitte eines Films eines österreichischen Filmemachers demonstrierten den Alltag pflegender Angehöriger. Räumliche Entfernung, die Weigerung von Krankenhäusern, Pflegefälle zu behalten, die physischen Anstrengungen, die Probleme mit dementen Senioren, die Schwierigkeiten mit ausländischen Pflegehelfern aber auch die psychischen Herausforderungen im Umgang mit den schlimmsten Diagnosen stellten die Berichtenden vor beinahe übermenschliche Herausforderungen und führten zu gelegentlich harten und endgültigen Aussagen. Mit Blick auf die gezeigten Schicksale waren die Aussagen aber verständlich. Viele der Pflegenden waren einfach überfordert und ergaben sich dann doch in ihr Schicksal. Irgendwie werden wir’s schon packen!
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Lothar Kunz‘ Organisation „Wir pflegen“ setzt sich für die gesellschaftliche Anerkennung der pflegenden Angehörigen ein. Er stellte fest, man weiß nicht erst seit gestern, daß wir altern und pflegebedürftig werden. Zwar hat der Landkreis Mühldorf für 70.000 Euro ein seniorenpolitisches Konzept erstellen lassen, trotzdem aber keinen Pflegestützpunkt eingerichtet. So ist der Betroffene weiterhin auf die Pflegekasse angewiesen.
Auch bayernweit entstanden Pflegestützpunkte nur in Ballungsräumen. Noch nicht einmal in jedem Landkreis gibt es einen – trotz gesetzlicher Vorschrift.
Die aktuelle Situation entspricht der Diskriminierung des Alters. Gerade weil die Pflege sehr viel Geld kostet und die Renten diese Aufwendungen nicht decken.
Tatsächlich gäbe es neben seinem Verein, der AWO oder dem VdK zahlreiche Organisationen, die sich dieses Themas annehmen könnten. Passieren tut freilich nichts. Es ist einfach nur beschämend.
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Cathrin Henke verteidigte die kleinen Schritte des Kreistags, der natürlich nicht die Beratungsangebote professioneller Anbieter ersetzen kann.
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Elisabeth Scharfenberg freute sich über das Netzwerk „Bündnis für gute Pflege“, das bundesweit sehr aktiv ist und zahlreiche Aktionen unternommen hat. Allerdings finden deren Kundgebungen zum ersten Mal statt und noch nicht das Interesse, das die Pflege bräuchte. Es fehlt also noch eine richtige Front um gegenüber dem Familienministerium bestehen zu können. Außerdem müssen sich alle Organisationen zusammenschließen und gemeinsam vorgehen. Eifersüchteleien haben hier keinen Platz.
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Heiner Kelbel bemängelte, daß Familienangehörige gegenüber gelernten Pflegern nicht nur über zu wenig Kenntnisse verfügen sondern auch die verfügbaren Hilfsmittel gar nicht kennen. Trotzdem werden sie gleich behandelt. Man sollte wirklich den Beruf des Altenpflegers aufwerten.
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Viele Pflegende können sich die Pflegehilfsmittel gar nicht leisten und schämen sich, die verfügbaren Gelder abzurufen. Hier gilt es anzupacken.
Es muß auch aufhören, den Pflegedienst als Bankrotterklärung des Pflegenden zu sehen, wie das in ländlichen Gegenden häufig der Fall ist.
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Elisabeth Scharfenberg faßte die Forderungen der Grünen so zusammen: Angehörige brauchen Unterstützung und Entlastung. Dazu muß ein pflegepolitisches Gesamtkonzept erstellt werden. Die grüne Pflegezeit muß mit einem Rechtsanspruch hinterlegt werden. Das Teilzeit- und Befristungsgesetz muß weiterentwickelt werden, genau so wie die Pflegeberatung. Wichtig ist auch, daß regionale und quartiersnahe Konzepte entwickelt werden.
Bisher wurden immer neue Gesetze mit sehr phantasievollen Namen verabschiedet, die jedoch nichts bewirkt haben.
Daneben brauchen Angehörige mehr bürgerschaftliches Engagement, einen Hilfemix aus Familie und professionellen Pflegekräften und mehr ambulante Angebote.
Für die Zukunft sind alternative Wohnmodelle nötig, etwa Genossenschaften. Da alle bisherigen Modelle fast ausschließlich weiblich sind, muß hier noch für viel Verständnis geworben werden. Und auf jeden Fall nötig ist eine echte Pflegereform.
187 Landtagspräsidentin Barbara Stamm in Aschau: Es ist nicht egal, wer in München regiert!
Am Firmensitz der Firma Schäftlmaier in Thann bei Aschau traf Landtagspräsidentin Barbara Stamm Aschaus Ortsvorsitzende Gertraud Reiser und stellvertretende Landrätin Eva Köhr.
Inhaber Wolfgang Schäftlmeier konnte neben ihnen auch zahlreiche weitere Vertreter der CSU aus Waldkraiburg und dem Landkreis willkommen heißen: Die stellvertretende Frauenunionsvorsitzende Charlotte Konrad, Mittelstandsunionsvorsitzender Peter Rieder, AKS-Vorsitzende Roswitha Mayerhofer und Bauernverbands-Kreisobmann Ulrich Niederschweiberer.
Wolfgang Schäftlmeier freute sich über den hohen Besuch und lud die Gäste ins Besprechungszimmer. Dort gabs erst einmal eine kleine Erfrischung.
Wolfgang Schäftlmeier stellte seine Firma vor, die genau so alt ist wie er selbst. Aus kleinen Anfängen hat sich seine Firma zu einem weltweit aktiven Unternehmen entwickelt, das vorwiegend Steuerungstechnik für die Formbetonindustrie herstellt. Viele der Anlagen auf der ganzen Welt werden von Thann aus ferngewartet. Dazu beschäftigt Schäftlmeier zahlreiche Software-Spezialisten, von denen die meisten im eigenen Haus ausgebildet wurden.
Barbara Stamm sah das Unternehmen als innovatives Zentrum in der Region und damit als Teil des Fortschritts, der Bayern ausmacht.
Ein Rundgang schloß den Firmenbesuch ab. Die Laien unter den Besuchern freute besonders das Kinderbett in einem der Büros, das die soziale Ader der Firmenchefs zeigt. Die Mutter kann hier neben der Arbeit ihr fünf Wochen altes Kleinkind versorgen. Ist sie beschäftigt, springt schon einamal Firmenchefin Hedi Schäftlmeier ein...
Verteil- und Schaltschränke in den Werkstätten sorgten dagegen weniger für Begeisterung....
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Später im Saal des Gasthauses Pichlmaier in Aschau erwarteten schon zahlreiche Zuhörer die Gäste. Dazugekommen war auch der CSU Kreisvorsitzende und Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber.
Barbara Stamm freute sich besonders, ihren alten Weggefährten Nikolaus Asenbeck in die Arme schließen zu können, den Ehrenvorsitzenden des Kreisverbandes Mühldorf der CSU.
Gertraud Reiser konnte unter der großen Zahl Zuhörer auch Bürgermeister Alois Salzeder und zahlreiche Bürgermeister aus dem Landkreis begrüßen.
Sie stellte Landtagspräsidentin Barbara Stamm vor, deren Aufgaben als zweithöchste Vertreterin des Freistaates sehr umfangreich sind.
Bürgermeister Alois Salzeder freute sich über den hohen Besuch und stellte in aller Kürze die Gemeinde Aschau vor. Er bat Barbara Stamm, sich ins Ehrenbuch der Gemeinde einzutragen, wo sie sich in guter Gesellschaft befindet: Papst Benedikt XVI., der hier in Aschau seine Schulzeit verbracht hatte.
Alois Salzeder bedankte sich bei Barbara Stamm mit einem Buchgeschenk.
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CSU Kreisvorssitzender und Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber war sicher, weil die Aschauer schließlich den Minister zu Hause haben und deshalb der Besuch eines Ministers nicht mehr so viel Eindruck macht, freute er über den Besuch einer waschechten Präsidentin, der Landtagspräsidentin Barbara Stamm! Sie ist nach dem Ministerpräsidenten die zweithöchste Vertreterin des Staates. Deshalb ist ihr Besuch im Landkreis eine besondere Ehre.
Er würdigte die bestimmte und überzeugende Art, mit der Barbara Stamm für die CSU so etwas ist, wie das soziale Gewissen.
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Auch Landtagspräsidentin Barbara Stamm freute sich, so viele Zuhörer begrüßen zu können. Dr. Marcel Hubers Freude über ihren Besuch teilte sie und bestätigte, er wird genau so gern in Unterfranken gesehen.
Und weil sie sich der Bedeutung der Basis bewußt ist, kam sie nach einem Besuch in Altötting gern zum Ortsverband Aschau.
Barbara Stamm widersprach Gerüchten, die CSU würde kritischen Fragen aus dem Weg gehen und erklärte, es gehe aber um die Art und Weise, wie man miteinander umgeht.
Die Gesellschaft in den verschiedenen Regionen Bayerns ist sehr unterschiedlich und auch die Menschen sind sehr verschieden. Die CSU versucht diese Verschiedenheit zu berücksichtigen und für alle Wege zu finden, daß sie sich in Bayern wohl fühlen können.
Es ist deshalb nicht egal, wer nach dem 22. September in Berlin und in München regiert!
Da steht die CSU Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Seite, die sich in den wirklich schwierigen Fragen der vergangenen Jahre sehr stark und mutig erwiesen hat.
Die Menschen erwarten, daß sie sich auch weiter auf der europäischen und der Welt-Bühne genau so souverän erweisen wird. Deshalb erklärte Barbara Stamm, die Menschen in Deutschland können stolz sein auf ihre Bundeskanzlerin Angela Merkel! ;-)
Und das gilt auch für die Bürger in Bayern, die sie doch am 22. September mit ihrer Stimme unterstützen sollen. Wer will, daß auch künftig christliche Werte gelten, Deutschland zukunftsfähig gestaltet wird und die Herausforderungen gemeistert werden, die aus allen Regionen der Welt auf uns zukommen, der sollte die bewährten Kräfte in Berlin unterstützen.
Trotzdem muß es möglich sein in manchen Dingen unterschiedlicher Meinung zu sein. So wie bei der Autobahnmaut, wo wir täglich erleben, wie unterfinanziert der Bundesverkehrshaushalt ist. Und da muß es doch auch möglich sein, in unserem eigenen Land Lösungen zu schaffen, ohne gleich in Brüssel nachzufragen, ob die EU das erlaubt oder nicht! (O-Ton )
Die Politik und die Volkspartei CSU leben davon, daß sie eigene Ideen und Konzepte für die eigene Bevölkerung verwirklichen. Nur so wird es gelingen, auch weiter die Unterstützung der Wähler in Kommunen, im Land und im Bund zu bekommen.
Barbara Stamm erklärte Steuerplänen von SPD und Grünen eine klare Absage. Es ist eben nicht korrekt, daß durch die Anhebung der Steuersätze nur die Reichen belastet werden. Besonders die Einführung der Vermögenssteuer, wie von der SPD gefordert, bedeutet die Besteuerung der Substanz eines Unternehmens und damit langfristig den Verlust von Innovationskraft und Arbeitsplätzen.
Bayern investiert viel Geld in die Bildung. Als ehemalige Sozialpolitikerin ist sie nämlich sicher, daß eine gute Bildungspolitik die Sozialpolitik des 21. Jahrhunderts ist.
Nie zuvor haben sich jungen Menschen so viele Chancen geboten wie jetzt. Allerdings müssen die jungen Leute diese Chancen auch nutzen.
Und weil die Erbschaftssteuer jungen Menschen von vornherein die Chance nimmt, Betriebe zu übernehmen, will die CSU sie nicht mehr in der Bundesverantwortung sondern sie in Bayern angesiedelt wissen, damit sie junge Leute nicht schon mit einem Schuldenberg in die Selbständigkeit starten sehen wollen. (O-Ton)
Um die Leistung der Menschen in der Gesellschaft wieder zu honorieren muß im Steuerrecht die sogenannte kalte Progression abgeschafft werden. Die Menschen müssen wieder mehr im Geldbeutel haben und nicht immer mehr abgeben müssen. Wer mehr leistet muß auch mehr davon haben. Weil diese Änderung schon seit zwei Jahren im Bundesrat festhängt, forderte Barbara Stamm eine Mehrheit im Bundesrat, die es ermöglicht, endlich diesen Mittelstandsbauch abzuschaffen.
Nicht nachvollziehbar ist die Forderung nach einem Mindestlohn, der nur die Wirtschaft bevormunden und lähmen würde. Die CSU fordert von den Tarifparteien, ihre Verantwortung ernst zu nehmen und Arbeit besser zu belohnen als das Ausnutzen des Sozialstaates.
Um ein Stück mehr soziale Gerechtigkeit zu schaffen, haben CDU und CSU beschlossen, auch die Erziehungszeiten von Frauen anzupassen, die ihre Kinder vor 1992 geboren haben. Diese Änderung ist bereits beschlossene Sache und wird ab 2014 eingeführt.
Die Familien sind auch in der modernen Gesellschaft der Kern der Gesellschaft. Das zeigte auch die Akzeptanz des Betreuungsgeldes und das fast gänzliche Fehlen von Klagen wegen fehlender Krippenplätze. Wer deshalb das Betreuungsgeld als Herdprämie verunglimpft, ist nur ideologisch unterwegs.... (Applaus )
Wie es möglich ist, Familie und Beruf zu vereinen, zeigt Firma Schäftlmeier, wo das Kinderbett neben dem Schreibtisch steht. So etwas ist vorbildlich und sollte zur Selbstverständlichkeit werden.
Das Betreuungsgeld hält auch keineswegs Kinder fern von Bildung. Es gilt nämlich nur für die ersten beiden Lebensjahre und Bildung setzt frühestens im Kindergarten ein.
Ein viel belasteter Begriff ist heute „Toleranz“. Toleranz hat dort Grenzen, wo Werte außer Kraft gesetzt werden oder Grundwerte aufgegeben werden sollen. Das betrifft besonders die Verteidigung der christlich-abendländischen Kultur und auch des Ehegattensplittings. Ein Familiensplitting etwa würde die Erziehungsleistung von Müttern nicht würdigen. So etwas kann niemand wollen.
Viel wichtiger ist es doch, mehr Nachwuchs zu bekommen, der helfen kann, die Sozialsysteme zu erhalten. Diese Umlagesysteme sind unverzichtbar und trotzdem ist auch private Vorsorge nötig. Wer also privat vorsorgt, muß auch dafür belohnt werden.
Fort- und Weiterbildung müssen mehr forciert werden. Beides ist unverzichtbar für den Erhalt der Position Bayerns in der Welt. Allerdings gilt es, nicht alles auf die Wirtschaft zu reduzieren. Es gilt, die Würde des Lebens wieder in den Mittelpunkt zu stellen, etwa in der Pflege.
Bislang werden 7 von 10 Pflegebedürftigen in den Familien betreut. Vielfach von den gleichaltrigen Partnern. Auch das ist ein Thema, dem sich Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber annehmen muß. Allerdings kann die Politik hier nicht alles richten, auch wenn sie vieles leistet. Es kann schließlich nicht sein, daß im christlichen Bayern über aktive Sterbehilfe diskutiert wird! Dagegen hilft nur bestmögliche Palliativmedizin.
Geld wäre genug da, wenn nicht so viel für den Länderfinanzausgleich und zusätzlich für den Gesundheitsfond aus Bayern abfließen würde. Bayern ist bekanntlich solidarisch, aber nicht blöd!
Das muß sich ändern: Es kann schließlich nicht sein, daß diejenigen, die mit viel Fleiß gute Arbeit leisten alles bezahlen müssen, was die anderen Länder nicht schaffen.
Vergessen werden darf auch nicht der dritte Länderfinanzausgleich: Die Arbeitslosenversicherung. Es darf doch nicht sein, daß die enorme Leistung der bayerischen Bürger seit dem Krieg damit belohnt wird, daß kein Geld mehr für ihre Pflege da ist!
Der Wirtschaft muß klar sein, daß sie dazu beitragen muß, daß die Pflege sichergestellt wird und darf nicht mehr nur nach der Senkung von Lohnnebenkosten rufen.
Vielleicht ist nicht alles in Ordnung in Bayern und im Landtag. Aber damit ein ganzes Land und ein ganzes Parlament in Mißkredit zu bringen, das ist nicht erlaubt!
Die Personen, die aktuell politische Verantwortung tragen, haben alles dafür getan, die Dinge in Ordnung zu bringen. Heute sind Personen in der Politik, die wirklich etwas für das Land tun wollen. Es ist ein großer Vorteil, daß es noch immer so viele Menschen gibt, die sich einbringen, besonders in der CSU, die so nicht unter dem Mangel an qualifiziertem Nachwuchs leidet.
Es ist deshalb ganz und gar nicht egal, wer in München und in Berlin regiert!
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In der anschließenden Diskussion beantworteten Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Umweltminister Dr. Marcel Huber viele Fragen der Zuhörer. Viele der Fragen drehten sich um praktische Dinge aber auch um den Bau von Sendemasten für den neuen digitalen Behördenfunk und den Bau von Windkraftanlagen.
Abschließend dankte Gertraud Reiser Barbara Stamm für ihren Besuch und wünschte für die anstehenden Wahlen viel Erfolg.
188 Farbenprächtiger Auszug zum Volksfest in Mühldorf 8:55
Herrlicher Spätsommer-Sonnenschein begrüßte die Altmühldorfer Blaskapelle vor dem Rathaus, als sie zum Standkonzert Aufstellung nahmen, das alljährlich den Auszug zum Volksfest ankündigt.
Nach und nach fanden sich Stadträte und Gäste ein um dabei zu sein – und immer mehr Zuschauer. Vorbei die Zeiten, als der Festzug nur so nebenbei zur Kenntnis genommen wurde, nebenbei zwischen zwei Einkäufen.
Dann schob sich eine dicke Wolke vor die Sonne und so marschierte der Festzug los. Erst die Reichertsheimer Goaßlschnalzer, dann die Blaskapelle Kraiburg.
Ihnen folgte die Königlich privilegerite Schützengesellschaft, Mühldorfs ältester Verein.
Danach die Schützen aus Eichfeld.
In der ersten Kutsche saßen Bürgermeister und Landrat, in der Zweiten Staatsminister und Bundestagsabgeordnete. Dr. Marcel Huber hatte ein ganz besonderes Herz für den Mayer Franz...
Dann reihte sich die Blaskapelle Altmühldorf ein.
Ihnen folgte der Schützenverein aus Mößling mit den Böllerschützen.
Die Kutsche mit Festwirtsfamilie Werner und Brauereivertriebsleiter Christian Jokisch und mit besonders attraktivem Geleit....
Danach die Bedienungen des Spaten-Zelts, denen 10 anstrengende Tage bevorstehen.
Ihnen nach - das Gespann der Spatenbrauerei.
Die Gäste in den Gastterrassen hatten natürlich Logen-Plätze!
Die Stadtkapelle Mühldorf unter neuer Leitung..
Danach die Boarisch’n, wie immer mit genügend „Proviant“ unterwegs.
Die Bedienungen des Weißbierzelts empfing eine dicke schwarze Wolke über dem Altöttinger Tor. Das störte Festwirtsfamilie Unertl in ihrer Kutsche aber gar nicht, als sie vor ihrem Faßl und ihrem Magirus durchs Tor zogen.
Ihnen folgte Festwirtsfamilie Nagl und die Bedienungen des Weinzelts, die schon jetzt beste Laune versprühten.
Bevor die Kutsche mit Schlößl-Alm-Festwirt Bernhard Söllner und die Oldtimerfreunde mit den Stadträten den Festzug abschlossen, diesmal der Trachtenverein Edelweiß mit seinen vielen Kindern.
So zogen sie über die Innbrücke hinaus Richtung Volksfestplatz.
Dort angekommen erwartete sie bereits viel Polit-Prominenz.
Stadträte und Kandidaten entstiegen nach und nach den liebevoll gepflegten blitzenden Karossen der Oldtimerfreunde Mühldorf.
Dann machte sich Günther Knoblauch bereit, sein letztes Volksfest-Faßl als Bürgermeister anzuzapfen.
Ein paar Spritzer und zwei Schläge, dann wars so weit und er konnte verkünden. (O-Ton)
Es war ganz schön schwierig, im Angesicht von 10% der bayerischen Staatsregierung so anzuzapfen... Schließlich war mit Martin Zeil der stellvertretende Ministerpräsident dabei. Umweltminister Dr. Marcel Huber wollte auch nicht, daß er mit dem Bier die Umwelt verschmutzt und außerdem ist es schwierig, (O-Ton wenn ein Schwarzer und ein Gelber einem Roten bei der Arbeit zuschauen!!! )
Damit begrüßte er die Minister Martin Zeil und Dr. Marcel Huber und die Bundestagsabgeordneten Stephan Mayern und Ewald Schurer und natürlich die Festwirte und Vertreter der Brauerei.
Nachdem auch Noch-Volksfestkönigin Melanie alle Gäste begrüßt hatte, hieß der stellvertretende Ministerpräsident Martin Zeil erst einmal Landrat Georg Huber willkommen, der war nämlich auch da.....
Dann freute er sich, daß O’zapft war, auf diesem wunderbaren Volksfest zu dem er allen Besuchern viel Freude wünschte. Und weil Volksfeste so typisch für unser Bayern sind und sowieso jedes Volksfest das schönste für die Leute am Ort ist, freute sich Martin Zeil auf das schönste Volksfest in Mühldorf. Und daß danach alle zufrieden sind.
Schließlich wollten sie auf ein schönes friedliches Volksfest anstoßen und freuten sich auf das, was sie das ganze Jahr über leben: „Stadt und Land, Hand in Hand“.
Allerdings hatten sie noch nichts zu trinken, und so mußte Bürgermeister Knoblauch erst einmal einschenken!
Endlich war es so weit.
Den Auftakt schloß die Blaskapelle mit dem Bayerischen Defiliermarsch ab – unter der geübten Leitung von Bürgermeister Knoblauch – versteht sich!
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Damit wars eröffnete, das 148. Volksfest in Mühldorf und die Gäste zogen sich in die Boxen zurück, wo die einen eine kühle Maß und die anderen eine ausgiebige Brotzeit genossen.
189 Zwei neue Fahrzeuge für das THW in Mühldorf 10:25
Schon lange vorher war Landrat Georg Huber zum THW gekommen um mit Vertretern der Feuerwehren aus der Umgebung, der Polizei und der Kreisbrandinspektionen Mühldorf und Altötting, des Stadtrates und der Banken um der Indienststellung der Segnung der beiden neuen Fahrzeuge beizuwohnen, die festilich geschmückt auf dem Hof parkten.
Junghelfer sorgten mit Häppchen und Getränken, die Zeit bis zum Beginn der Feierstunde zu verkürzen.
Als auch die Bürgermeister Günther Knoblauch und Stephan Schalk, MdB Stephan Mayer und Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber eingetroffen waren, konnte Matthias Müller, der Ortsbeauftragte des THW, die Gäste willkommen heißen.
Wenn Technik im Mittelpunkt einer Organisation steht, ist die Segnung von zwei so spezialisierten Fahrzeugen ein besonderes Ereignis, meinte Matthias Müller. Beide Fahrzeuge spiegeln die Kernkompetenz des THW wider.
Da der Ortsverband Mühldorf ein „Wasserverband“ ist, eignet sich das neue Fahrzeug rechts bestens für diesen Zweck. Der THW-Bundesverband, der sich als Spedition und Baufirma im Verbund der Hilfsorganisationen versteht, kann mit den beiden Fahrzeugen alle Transport und Baumaßnahmen an Bauwerken erledigen. Der Transport von Maschinen, Schüttgütern und Sandsäcken und die Entlastung der Helfer stehen dabei an oberster Stelle.
Anders der THW Ortsverband, der als Ansprechpartner für die Kommunen und ihre Vertragspartner mit dem zweiten neuen Fahrzeug zur Verfügung steht. Als Abroll-Fahrzeug ausgelegt, eignet es sich dazu, Container zu transportieren, Ölsperren für Inn und Chiemsee. Das Fahrzeug hat der Ortsverband des THW gebraucht gekauft und für seine Bedürfnisse angepaßt.
Im Gegensatz zum Gebrauchtfahrzeug war die Beschaffung des Bundesfahrzeugs – rechts - einfach: Die zentrale Beschaffung der THW-Leitung hat es gekauft und die Landesleitung dem Ortsverband Mühldorf zugeteilt. Sie konnten das 260.000 Euro teure Fahrzeug im Dezember beim Hersteller übernehmen und seither nutzen. So einfach und schnell...
Anders beim zweiten Fahrzeug: Schon 2008 fiel der Beschluß, das alte Fahrzeug aus dem Jahr 2008 zu ersetzen. Allerdings ließ sich das THW nicht von den Vorteilen der Abrolltechnik überzeugen und hat sie deshalb auch nicht in ihren Technikkatalog übernommen. LKWs mit Abrolltechnik können weiter nur beschafft werden, wenn externe Aufwandsträger in die Bresche springen. So hat der Förderverein seit 2011 verstärkt Spenden gesammelt. Erst mit der Zusage des Landkreises für 30.000 Euro konnte das Fahrzeug gekauft werden, das 85.000 Euro gekostet hat. Ohne die heimische Wirtschaft wäre es also nicht gegangen. Dafür dankte er allen Spendern aus Wirtschaft und Banken. Und natürlich den Kommunen, hier besonders dem Landkreis und der Stadt Waldkraiburg.
Dem Präsidenten der THW-Bundesvereinigung MdB Stephan Mayer galt sein besonderer Dank, weil er immer geholfen hat, ihre Interessen weiter oben anzubringen.
Dank galt Landrat Georg Huber und Bürgermeister Günther Knoblauch für das offene und konstruktive Gespräch, das schlußendlich dazu geführt hat, die beiden Fahrzeuge zu beschaffen. Natürlich galt sein Dank auch Dr. Marcel Huber, dem er noch gleich eine Bitte vortrug....
Und weil das Reden allein nichts nützt, dankte er auch den Mitarbeitern der Firma Belletz in Ampfing, die bei der Auswahl und der Vorbereitung des Fahrzeugs tatkräftig geholfen haben.
Mit den beiden Fahrzeugen macht das THW einen gewaltigen Schritt in die Zukunft. Nun gilt es die Mannschaft zukunftsfähig zu machen. Dabei ist ihm zwar nicht bange, allerdings dürfen sie in diesen Anstrengungen auch nicht nachlassen.
Damit wünschte er allen immer unfallfreie Fahrt und den Gästen einen schönen Abend.
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Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber war als Wasserminister gekommen. Er erinnerte an die extremen Wettererscheinungen in Folge des Klimawandels, an das Hochwasser Anfang Juni und die erheblichen Überschwemmungen in ganz Südostbayern. Das Wasser ist damals so schnell gestiegen, daß viele das rettende Ufer nicht mehr erreichen konnten. An manchen Orten drohten Deiche zu brechen und Flutwellen binnen Sekunden ganze Dörfer wegzuspülen. Immer dann waren THW und Feuerwehren im Dauereinsatz. Alle haben vorbildlich zusammengeholfen, THW, Feuerwehren, DLRG, Wasserwacht und die vielen anderen. Bayern ist vorbildlich zusammengestanden und alle haben hervorragend zusammengearbeitet.
Deshalb freute er sich über die neuen Fahrzeuge und wünschte, daß sie immer die benötigte Hilfe leisten und allzeit gut nach Hause kommen.
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Landrat Georg Huber, der auch Vorsitzender des Kreisverbandes des Roten Kreuzes ist, war sicher, daß die Rettungsdienste in den kommenden Jahren noch mehr Hochwasser und andere Extremsituationen werden bearbeiten müssen und, daß sie deshalb noch näher zusammenrücken müssen.
Er war den Hilfseinrichtungen sehr dankbar, die schon jetzt sehr gut zusammenarbeiten. Daß das THW Spedition und Baufirma der Rettungsdienste ist – wie Matthias Müller gemeint hatte - trifft es deshalb genau.
Die Zusammenarbeit der Rettungsdienste im Landkreis funktioniert deshalb so gut, weil sich hier alle Führungskräfte bestens verstehen. Auch deshalb hat der Kreistag dem Zuschuß einstimmig zugestimmt. Dieses Vorbild wiederum motiviert die Wirtschaft, sich auch einzubringen.
Ohne die Unterstützung der Wirtschaft wird es auch künftig nicht gehen, wenn die Steuereinnahmen nicht mehr so fließen und der Staat die Einnahmen mehr zum Abbau von Schulden verwendet.
Solche neuen Fahrzeuge sind aber auch Motivation für junge Leute, den Hilfsorganisationen beizutreten und sich hier einzubringen. Und das ist schließlich im Interesse aller.
Er dankte auch der Stadt Mühldorf, die sich ihrer Verantwortung bewußt ist und immer dafür sorgt, daß die Hilfskräfte bestens ausgerüstet sind. Allen muß klar sein, Fahrzeuge und Ausrüstung sind kein Spielzeug sondern notwendig um die Sicherheit der Bevölkerung gewährleisten zu können.
Abschließend dankte er allen Helfern und wünschte ihnen, daß sie mit den Fahrzeugen immer die nötige Hilfe leisten können und von allen Einsätzen immer gute zurück kommen.
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Dann überreichte Landrat Huber den Schlüssel für das Ortsverbands-Abroll-Fahrzeug.
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Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer betonte die Solidarität der Menschen in Notsituationen wie Anfang Juni, wo über 16.000 Helfer im Einsatz waren - fast aus jedem Ortsverband Deutschlands. Sie leisteten zusammen 1,6 Millionen Stunden Hilfe, jeder mehr als zwei Arbeitswochen.
Geholfen haben auch die Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter problemlos freigestellt haben. Dafür galt ihnen MdB Stephan Mayers ausdrücklicher Dank.
Um Hilfe leisten zu können, benötigen die Dienste das passende Material. Das war im Fall des Bundes-LKW einfacher, auch wenn auch hier gespart werden muß. (O-Ton ich sehe die Sparmöglichkeiten ausgereizt – insbesondere beim THW)
Er freute sich trotz allem über die neuen Fahrzeuge, von denen besonders das linke Fahrzeug nicht so einfach zu finanzieren war. Deshalb galt sein Dank allen Unterstützern, den Unternehmen, den Banken, besonders aber dem Landkreis Mühldorf, der hier in außergewöhnlicher Weise geholfen hat. Ohne diese Unterstützung wäre es ohnehin nicht möglich gewesen.
Und weil das hier so blendend funktioniert, sagte er gleich ein weiteres Fahrzeug für das vierte Quartal dieses Jahres zu, ein sogenanntes Fü-Kom-Fahrzeug, also ein Fahrzeug für die Führung und die Kommunikation.
Tatsächlich motivieren ordentliche Liegenschaften und moderne Fahrzeuge junge Menschen sich bei den Rettungsdiensten zu engagieren. Damit das auch so bleibt, wird auch weiterhin alles unternommen, die Ausrüstung modern zu halten.
Damit übergab MdB Stephan Mayer den Schlüssel des Bundesfahrzeuges an den verantwortlichen Fahrer.
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Abschließend segnete Dr. Georgios Zitriadis die beiden Fahrzeuge und alle, die sie nutzen.
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Dann lud Matthias Müller zur Besichtigung der Fahrzeuge und zum gemütlichen Beisammensein. Bevor es so weit war, überreichte Fördervereinsmitglied Andreas Wageneder allen Sponsoren kleine Danke-Schöns.
190 Neues TLF4000 für die Feuerwehr Waldkraiburg - die "alte Kuh" bleibt 8:45
Nachdem Feuerwehr-Vereinsvorsitzender Albert Krammer die Gäste der Feierstunde begrüßt hatte, unter denen neben den Bürgermeistern Siegfried Klika, Harald Jungbauer und Reinhard Babiak auch Vertreter der Kreisbrandinspektion, des THW, der umliegenden Feuerwehren und der Freiwilligen Feuerwehr Mühldorf waren, beschrieb Kommandant Bernhard Vietze das neue Fahrzeug, das schön geschmückt hinter ihm stand.
Auf einem Fahrgestell der Firma M-A-N, das einen 340 PS starken Motor, ein automatisiertes Getriebe mit zuschaltbarem Allradantrieb, Geländeuntersetzung, ABS und vieles mehr bietet, baute die österreichische Firma Rosenbauer einen 5.000 Liter großen Wassertank mit Heizung, einen 500 Liter Schaumtank, einen pneumatisch ausfahrbaren Wasserwerfer mit Schaumrohr und einen L-E-D-Scheinwerfer. Dazu eine Löschpumpe mit einer Leistung von 2.500 Litern pro Minute. Viel zusätzliche Ausrüstung wurde eingebaut und aufgeladen, von Lüftern bis zu Leitkegeln und Blitzlampen zur Absicherung des Einsatzortes.
Den Wasserwerfer kann der Maschinist bei langsamer Fahrt aus dem Fahrerhaus bedienen, so daß das Fahrzeug mit einem Mann bereits einsetzbar ist.
Anfänglich sollte das Fahrzeug 380.000 Euro kosten. Durch die gemeinsame Bestellung mit der Feuerwehr Mühldorf konnte der Preis auf 330.000 Euro gesenkt werden. Durch Bestellung von zwei baugleichen Fahrzeugen stieg auch der staatliche Zuschuß von 97.000 Euro auf 106.700 Euro.
Bernhard Vietze dankte der Stadt Waldkraiburg für die Finanzierung, den Mitarbeitern der Stadtverwaltung für ihre Unterstützung und den beteiligten Firmen für die gute Zusammenarbeit. Er dankte aber auch der Stadt Mühldorf für die hervorragende Kooperation und Kommandant Günther Starzengruber, mit dem sie noch viele weitere ähnliche Projekte verwirklichen wollen.
Weiterer Dank galt seinen Stellvertretern und den Maschinisten der Feuerwehr, die sich auf die Nutzung des Fahrzeugs nun einstellen werden.
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Feuerwehrpfarrer Martin Garmeier meinte, es war ein langer Weg, der beinahe mit Wehmut geendet hätte. Da ihnen die „alte Kuh“ aber erhalten bleibt, die ihnen allen sehr lieb geworden ist, wich die Wehmut großer Freude über die Erweiterung des Fuhrparks durch das neue TLF 4000.
So bat er um Gottes Segen für alle, die mit dem neuen Fahrzeug zu Einsätzen fahren und darum, daß sie Schaden abwenden und immer wieder gut nach Hause kommen.
Pfarrer Lars Schmitt-Lanzerat packte ein Spielzeug-Feuerwehrauto aus, das ihn seit Kindertagen begleitet hatte und das ihm zu einem kostbaren Schatz geworden war. Dieses Feuerwehrauto erinnerte ihn immer daran, daß Feuerwehrautos und Ausrüstung zwar immer helfen, Schaden abzuwenden oder Hilfe zu leisten. Trotzdem ist jede Hilfe umsonst, wenn nicht Gottes Hilfe dahinter steht. So ist jede Ausrüstung und jedes Fahrzeug nur Beiwerk zu ihrem Werk, das sie mit Gottes Hilfe und Kraft und viel Nächstenliebe Tag für Tag tun. Und wenn sie ihren Dienst in diesem Geist tun, steht ihnen Gott der Herr bei, so wie es der Prophet Jesaja beschreibt.
Dessen sollten sie sich immer bewußt sein und das sollten sie nie vergessen. Es ist alles Gottes Kraft, sie müssen es nicht von sich selbst tun, sie können es von Gott erwarten.
So segneten sie das neue Tanklöschfahrzeug und die Nutzer aber auch diejenigen, zu deren Hilfe es ausrückt.
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Bürgermeister Siegfried Klika freute sich, so viele Stadträtinnen und Stadträte dabei zu haben. Er hatte die Begeisterung gespürt, die hier in der Luft lag, weil es mal wieder ein neues Fahrzeug gab. Dabei diskutieren Feuerwehr und Stadt schon über die Anschaffung einer neuen Drehleiter!
Froh war er über die Kooperation mit der Feuerwehr Mühldorf bei der Beschaffung dieses Tanklöschfahrzeugs. Das ist nämlich gar nicht so einfach, weil es so viele Varianten gibt. Deshalb wird mit der Kreisbrandinspektion über die Standardisierung der Ausrüstung nachgedacht. Das beginnt beim Verbrauchsmaterial und reicht bis zu solchen Fahrzeugen. Und deshalb galt sein Dank Bürgermeisterkollegen Günther Knoblauch und den Kameraden von der Feuerwehr Mühldorf. Und natürlich den Mitarbeitern im Rathaus, die die umfangreichen vertraglichen Regelungen und Zuschußanträge bearbeiten mußten.
Weil das alles sehr gut funktioniert hat, war Siegfried Klika sicher, daß sich dieses Modell weiterentwickeln, und so ein Einkaufspool entstehen wird.
Und weil die Feuerwehr so gut auf die „alte Kuh“ aufgepaßt hat, wird sie erhalten bleiben und weiter eingesetzt – vielleicht ja zum Gießen der Blumen in den städtischen Grünanlagen?!
Sein ganz besonderer Dank galt der stolzen Truppe der Feuerwehr. Er hoffte, daß es gelingen möge, immer genug Nachwuchs zu haben um für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen zu können. Da hilft die attraktive Ausrüstung natürlich auch, junge Leute zu motivieren der Feuerwehr beizutreten.
Er hoffte, daß das Fahrzeug selten zum Einsatz kommt und sie alle dann immer gut nach Hause zurückkehren können.
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Auch Kreisbrandrat Karl Neulinger gratulierte der Feuerwehr Waldkraiburg zu ihrem neuen Fahrzeug, das ja auch eine große Herausforderung darstellt: Es wird einige Zeit dauern, bis alle damit vertraut sind. Dann aber hilft es, die Sicherheit der ganzen Region zu steigern.
Karl Neulinger dankte der Stadt, die sich ihrer Verantwortung für die Feuerwehr bewußt ist und immer für modernste Ausrüstung sorgt. So wünschte er allzeit unfallfreie Einsätze und gute Fahrt.
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Dann übergab Bürgermeister Siegfried Klika den Schlüssel des Fahrzeugs an Kommandant Bernhard Vietze.
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Schließlich lud Bernhard Vietze zum gemeinsamen Abendessen und zur Besichtigung des neuen Fahrzeugs. Und das ließ sich vor allem Feuerwehrlandrätin Eva Köhr nicht zweimal sagen.
Während die Gäste Rollbraten und Kraut genossen, zeigten die Feuerwehrleute die Arbeitsweise der Löschkanone und des L-E-D Scheinwerfers und Bürgermeister Siegfried Klika drehte eine Runde mit der „alten Kuh“. Vielleicht die Letzte in seiner Funktion als Bürgermeister?
191 Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch zu Besuch am Bunkerbogen 5:55
Die Pläne für den Bau einer Gedenkstätte am Bunkerbogen im Mühldorfer Hart sind weit fortgeschritten. Nach dem Gestaltungswettbewerb mit der Vorstellung des siegreichen Entwurfes im Dezember vergangenen Jahres haben sich die Verantwortlichen darum bemüht, die Finanzierung des Baus zu bewerkstelligen. Große Hoffnung lag dabei auf einem Zuschuß des Bundes.
Diese Hoffnung wurde allerdings enttäuscht, weil der Kultur-Staatsminister Bernd Neumann die Bedeutung dieser Anlage zu gering schätzte, um hier in eine Gedenkstätte zu investieren. Zudem erachtete sein Ministerium das Konzept mit Gedenkstätte vor Ort und einem Geschichtszentrum im Mühldorfer Haberkasten für ungeeignet.
Gegen diese Einschätzung wandte sich nicht nur der Arbeitskreis Gedenkstätte unter dem Vorsitz von stellvertretender Landrätin Eva Köhr sondern auch die „Bayerische Stiftung Gedenkstätten“.
Die alljährliche Gedenkfeier am 28. April nahm deshalb Ulrich Fritz von der Stiftung zum Anlaß, den Beginn der Bauarbeiten an Waldlager und Massengrab noch im Herbst dieses Jahres anzukündigen – mit Geld von der Stiftung. Auf Unterstützung des Bundes – so war er damals sicher – brauchen die Verantwortlichen nicht mehr zu rechnen.
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Die haben den Kampf aber noch nicht aufgegeben. Nachdem kürzlich die stellvertretende Bundestagspräsidentin Petra Pau den Bunkerbogen besichtigt hatte, kam nun Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch in den Mettenheimer Wald.
Ihn empfing Landrat Georg Huber, zu dessen Unterstützung natürlich die Vorsitzende des Arbeitskreises gekommen war, Eva Köhr. Zudem hatten sich Bürgermeister Stefan Schalk, Kreisrat Max Oelmaier, FDP-Kreisvorsitzende Sandra Bubendorfer-Licht und die Leiterin des Kreis-Heimatmuseums eingefunden , Dr. Susanne Abel.
Seit 12 Jahren ist er nun Landrat und genau so lang verfolgt ihn dieses Thema, begann Landrat Georg Huber. Es wäre wirklich an der Zeit, dieses Areal endlich zu sichern und von Kampfmitteln zu befreien. Das ist schwierig, auch deshalb, weil mit 18 Eigentümern verhandelt werden muß und das letzte Wort das Bundesfinanzministeriums hat.
Landrat Huber wollte es nicht darauf ankommen lassen, daß erst etwas passiert und dann die Juristen damit beginnen, die Haftungsfragen zu klären, was Jahre dauern kann.
Er ging davon aus, daß die FDP auch nach der Wahl im Landtag vertreten ist und dann damit begonnen wird, hier die Gedenkstätte und im Haberkasten das Geschichtszentrum aufzubauen. Bund und Land müssen doch froh sein, wenn sich hier Kräfte vor Ort dafür einsetzen, diese Problematik zu bearbeiten.
Jedenfalls kann es nicht so erledigt werden, wie die Finanzverwaltung des Bundes das angekündigt hat, nämlich alles zuzuschütten. Dagegen steht ohnehin das Denkmalrecht, mit dem der Freistaat in der Pflicht steht, der er auch nachkommen muß.
Trotzdem wollte er das Thema nicht als Wahlkampfthema verstanden wissen. Dafür wäre es zu ernst und zu wichtig. So bat Landrat Huber Staatsminister Dr. Heubisch, das Thema noch vor der Wahl anzustoßen, um es später zu bearbeiten.
Außerdem wies er darauf hin, daß es sich hier ja auch um ein Bodendenkmal handelt und die Anwohner Planungssicherheit brauchen.
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Staatsminister Dr. Heubisch erklärte, auch weiter zusammen mit dem Landesdenkmalrat diese Themen bearbeiten zu wollen. Er sicherte auch zu, auf die Entscheidungen des Bundes unterstützend einzuwirken.
Bürgermeister Stefan Schalk und Museumsleiterin Dr. Susanne Abel erläuterten die Anlage, die Geschichte ihrer Entstehung und den Zweck, den die Nationalsozialisten damit verfolgten bis hin zur Sprengung durch die US Army.
Sie erinnerte an die 10.000 Arbeiter, die hier beschäftigt waren und die über 3.000 Opfer, die die Baustelle gefordert hat. Und an die zahlreichen Außenlager im Umkreis von etwa 12 Kilometern, ein ganzes Geflecht an Anlagen, das zum Bau dieser Anlage errichtet worden waren.
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Arbeitskreisvorsitzende Eva Köhr übergab Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch den Schriftwechsel mit Kulturstaatsminister Bernd Neumann und zahlreiche Publikationen und lud die Verantwortlichen zu einem Besuch der Anlage ein, um sich selbst ein Bild davon zu machen. Oft hilft das dabei, die Probleme zu erkennen und für Abhilfe zu sorgen.
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Abschließend machte sich die Besuchergruppe ein Bild von den Überresten und den Gefahren, die davon ausgehen.
192 Ausbildungsauftakt bei der Südostbayernbahn 8:10
31 „Neue“ konnte SOB-Technik-Chef Christian Kubasch im Saal des Gasthauses Pauliwirt begrüßen. Dieser Empfang der Berufsanfänger und ihrer Eltern ist mittlerweile guter Brauch geworden.
Mit Blick in die Runde war Christian Kubasch um die Zukunft der Südostbayernbahn nicht bang.
Das mittelständische Unternehmen „Südostbayernbahn“ setzt sich aus zwei Unternehmensbereichen zusammen, erklärte Christian Kubasch den jungen Leuten: Den Bereich Infrastruktur und den Bereich Verkehr.
Bedenkt man, daß die Südostbayernbahn im vergangenen Jahr ihr 10-jähriges Bestehen feiern konnte, dann ist es schon eine Leistung, die Firma von gut 400 auf jetzt über 840 Mitarbeiter zu vergrößern.
Das Streckennetz von 440 Kilometern hat die Südostbayernbahn von der DB AG gepachtet. Zusammen mit der Strecke nach München und einer weiteren sind es sogar 550 Kilometer.
Technisch betreut die SOB 506 Kilometer Gleise, 333 Weichen und 81 Verkehrsstationen mit einer Bahnsteiglänge von 14 Kilometern! Dazu 440 Brücken, 465 Bahnübergänge und noch vieles mehr.
Auf dieser Strecke fahren pro Tag 380 Züge der SOB. Pro Jahr 6,2 Millionen Kilometer,.
Pro Tag nutzen 31.500 Fahrgäste das Angebot der Südostbayernbahn.
Von den 840 Mitarbeitern sind 88 Auszubildende und 9 Studenten. Damit ist die Südostbayernbahn nicht nur einer der größten Arbeitgeber im Landkreis sondern auch der größte Ausbilder.
In den vergangenen Jahren hat die SOB mehr als 180 Millionen Euro investiert. Das Markenzeichen sind sicher die modernen Doppelstockwagons, in die in den letzten Jahren 39 Millionen Euro geflossen sind. 2014 kommen acht neue Dieselloks dazu, die nochmals 24 Millionen Euro kosten werden. Und schließlich läuft derzeit der zweigleisige Ausbau der Strecke von Altmühldorf nach Tüßling, zu deren Baubeginn Ende Juli eine große Zahl hochranginger Gäste in Mühldorf war.
Ohne ihre zuverlässige und leistungsfähige Belegschaft wäre aber die gesamte technische Ausrüstung wertlos. So freute sich Christian Kubasch über die 31 „Neuen“, die nach ihrer Ausbildung helfen werden, die Zukunft des Unternehmens zu sichern.
Daß sie hier eine Arbeitsstelle angetreten haben, die ihnen langfristig Beschäftigung und Lebensunterhalt sichert, zeigen nicht nur die steigenden Kundenzahlen sondern auch die Tatsache, daß seit Beginn der Ausbildung bei der Südostbayernbahn erst zwei Auszubildende nicht in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden konnten. Einer von den beiden verließ die SOB sogar auf eigenen Wunsch!
Besondere Freude bereitete Christian Kubasch die Tatsache, daß alle Neuen aus der Region stammen und fünf sogar Kinder von Mitarbeitern seines Hauses oder der Deutschen Bahn sind. Weil kein Vater oder keine Mutter das eigene Kind in eine Ausbildung zu einem Unternehmen schickt, das nicht gut ist, zeigt das, daß sich die SOB zu einem renommierten Ausbildungsbetrieb entwickelt hat, zu einem Unternehmen auf das die Mitarbeiter stolz sein können. Bei der Südostbayernbahn ist nämlich „Eisenbahn“ eine Herzensangelegenheit!
Das zeigt auch die geringe Fluktuation und die vielen Auszeichnungen, die sie bei allen möglichen Wettbewerben einheimsen: Von der höchsten Kundenzufriedenheit über den freundlichsten Kundenberater bis zur erfolgreichsten Reisekauffrau Deutschlands.
Abschließend bat Christian Kubasch die Auszubildenden und ihre Eltern, sich vertrauensvoll direkt an ihn oder an Christoph Kraller zu wenden, sollten einmal Probleme auftauchen. Gemeinsam wird man alle Schwierigkeiten lösen. Ihre Türen stehen ihnen immer offen.
Auch wenn die ersten Schritte sicher nicht einfach sind, wünschte er den jungen Leuten alles Gute und viele Erfolg. Damit hieß er sie herzlich willkommen bei der Südostbayernbahn.
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Während die Abteilungsleiter ihre Fachbereiche vorstellten und Ratschläge fürs Eingewöhnen in die neue Umgebung gaben, haben wir mit Christian Kubasch gesprochen:
Herr Kubasch, für welche Bereiche haben Sie heuer Auszubildende eingestellt? (O-Ton )
Welche Qualifikation streben die jungen Leute an? (O-Ton)
Und wie lang dauert die Ausbildung im Schnitt? (O-Ton)
War es schwierig, die Ausbildungsplätze zu besetzen? (O-Ton)
Welche Voraussetzungen muß ein Bewerber mitbringen um sich bei Ihnen bewerben zu können? (O-Ton)
Dann brauchen also die Bahnkunden in der Region solche Probleme nicht zu befürchten, wie sie zuletzt am Bahnhof in Mainz aufgetreten sind? (O-Ton)
Vielen Dank.
Nachdem sich Abteilungsleiter, Jugendbetreuer und Gewerkschafter vorgestellt hatten, klang die kleine Feier bei Kaffee und Kuchen gemütlich aus. Richtig los gings mit der Ausbildung erst am Tag darauf.
Vielleicht ist noch anzufügen, daß bei der bayerischen Bahn heuer insgesamt 630 junge Leute ihre
Ausbildung aufgenommen haben. Die 599 anderen wurden in ähnlicher Weise empfangen und in ihr neues Leben eingeführt – bei einer zentralen Feierstunde in München....
193 Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer über die angebliche Kostensteigerung beim Bau des Abschnitts Pastetten-Heldenstein der A94 5:30 37 13.09.13
Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer war kürzlich zu einer Wahlkampfveranstaltung im Bierzelt in Haag. Den ausführlichen Bericht zu dieser Veranstaltung zeigen wir Ihnen in der kommenden Woche. Wir haben die Gelegenheit genutzt, ein kurzes Gespräch zu führen:
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Herr Bundesminister, der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag, der Münchner Grünen-Bundestagsabgeordnete Dr. Toni Hofreiter hat in dieser Woche in einer Pressemitteilung erklärt, der Entwurf den Bundeshaushalts für 2014 weise Baukosten für den Abschnitt Pastetten-Heldenstein der A94 von 900 Millionen Euro aus. Auf Nachfrage erklärte das Büro von Dr. Hofreiter, diese Summe wäre durch Ihr Ministerium in den Bundeshaushalt eingestellt worden. Das wiederspricht der bisherigen Kalkulation, die von Baukosten von 350 Millionen Euro ausgeht. (O-Ton Ramsauer)
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Wenn die Autobahn über ein Öffentlich-privates-Partnerschaftsmodell finanziert wird stellt sich die Frage, ob der Bund die Betriebskosten zu tragen hat? (O-Ton Ramsauer)
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Sie haben die Finanzierung des Abschnitts Pastetten-Heldenstein über ein Öffentlich-Privates-Partnerschaftsmodell beschlossen. Das wurde bereits in die Wege geleitet. Können Sie den aktuellen Stand der Umsetzung nennen? (O-Ton Ramsauer)
194 Gute Laune und viele Preise beim Tag des Landkreises auf dem Traditionsvolksfest in Mühldorf 9:55
Die Schänke war bereit und die Küche auch, um dem Ansturm von Landräten, Bürgermeistern, Kreis-, Stadt- und Gemeinderäten aber auch der Mitarbeiter von Behörden, Schulen und Institutionen Herr zu werden, die Landkreis und Stadt zum Tag des Landkreises ins große Bierzelt auf dem Mühldorfer Volksfest eingeladen hatten.
Die Heldensteiner Häubod‘nblos’n unterhielt während die Gäste ihre Lose ablieferten um vielleicht einen der vielen Geschenkkörbe mit zu nehmen, die Mühldorfer Geschäftsleute und andere Spender bestellt hatten. 6.000 Euro haben sie dafür ausgegeben.
Sogar Bayerns Umwelt- und Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber hatte es sich heuer nicht nehmen lassen, der Einladung zu folgen. Und weil sie sich erst Tags zuvor mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm in Aschau umgesehen hatten, zog er erst einmal mit den Bürgermeistern Alois Salzeder und Manfred Römer ein kurzes Resüme. – Scheint gut gewesen zu sein.... (alle lachen)
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Jedenfalls hatte Bürgermeister Günther Knoblauch dann eine wirklich lange Liste Gäste zu begrüßen. Er bedauerte, daß es das letzte Mal ist, daß er als Bürgermeister aus diesem Anlaß auf dem Volksfest begrüßen konnte, freute sich aber besonders über den Besuch des amerikanischen Generalkonsuls Bill Möller.
Besonderer Dank galt Altöttings Landrat Erwin Schneider, der den Bürgermeisterausflug verschoben hatte, damit die Bürgermeister des Landkreises Altötting auch aufs Mühldorfer Volksfest kommen konnten.
Bedauern hatte er für die Fußballmannschaft der Polizeiinspektion, die auch heuer wieder gegen die Mannschaft der Stadt verloren hatte – wie in den 24 Jahren vorher halt auch!
Damit wünschte er den Gästen einen angenehmen Nachmittag auf dem Volksfest in Mühldorf.
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Auch stellvertretende Landrätin Eva Köhr freute sich über so viele Gäste und überbrachte die Grüße von Landrat Georg Huber der auch viel lieber hier eine Maß getrunken hätte als dort bei de Preiß‘n eine Berliner Weiße!
Sie wünschte allen gute interkommunale Gespräche, gute Unterhaltung und viel Glück bei der späteren Verlosung. Da drauf stieß sie mit den Gästen an.
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Nachdem auch die neu gewählte Volksfestkönigin Laura den Gästen einen angenehmen Nachmittag gewünscht hatte, gab es eine Weltpremiere: Generalkonsul Bill Möller dirigierte die Heldensteiner Heubod’nblos’n. Natürlich den bayerischen Defiliermarsch.
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So ließen es sich die Mitarbeiter des Landratsamtes, der CSU in Neumarkt, die Stadträte aus Waldkraiburg und die vielen anderen richtig gut gehen.
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Wie seit vielen Jahren übernahm dann zweiter Bürgermeister Paul Schwarz die Verlosung der Geschenkkörbe, Rucksäcke und Regenschirme. Und da war einer der ersten Gewinner Schönbergs Bürgermeister Alfred Lantenhammer. Er gewann einen Regenschirm. Vielleicht braucht er den ja gleich nach der Wahl zum Bezirkstag nächste Woche? (O-Ton )
Staatsminister Dr. Marcel Huber hatte kaum Zeit für sein Bier....
Herr Dr. Huber, keine Ruhe beim Volksfest? (O-Ton na, des is ja schee...)
Damit haben Sie in Mühldorf ja sowieso kein Problem – oder? (O-Ton)
Aus Altötting waren alle drei Bürgermeister gekommen.
AWO-Kreisvorsitzende Klara-Maria Seeberger gewann schon mal einen Korb, genau so wie Erhartings Bürgermeister Georg Kobler.
Paul Schwarz zog die Verlosung mit einer Geschwindigkeit durch, daß die Gewinner kaum nachkamen, ihre Preise abzuholen.
Die beiden SPD Unterbezirksvorsitzenden aus Mühldorf und Altötting, Richard Fischer und Günter Zellner beobachteten das Geschehen.
Dann blieben nur noch wenige Körbe übrig: Dr. Marcel Hubers Korb ging an Marianne Mittermeier.
Den Korb von Bürgermeister Günther Knoblauch gewann AWO-Kreisvorsitzende Klara-Maria Seeberger.
Und die Reise nach Berlin für zwei Personen, die Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer gestiftet hatte, gewann Josef Fischer vom Landratsamt Altötting. Den Preis überreichte Landtagsabgeordnete Ingrid Heckner.
Einen weiteren Gutschein von MdB Ewald Schurer „von der SPD“ - das sollte Paul Schwarz unbedingt betonen, obwohl „den Ewald“ in Mühldorf eh jeder kennt, wie er meinte, überreichte Bürgermeister Günther Knoblauch. Schließlich ging eine Urlaubsreise nach Mühldorf im Mölltal, die die Stadt Mühldorf gestiftet hatte an einen Mitarbeiter des Landratsamtes in Altötting.
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Damit schloß Paul Schwarz die Verlosung und bekam endlich das Bier, auf das er sich schon die ganze Zeit gefreut hatte.
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Als kleines Danke-Schön für das gute interkommunale Miteinander überreichten Günther Knoblauch, Herbert Gambihler und Walter Gruber dann den Bürgermeistern große dicke Volksfestherzen. Da enstand gleich eine lange Schlange.
Und zum ersten Mal überhaupt sind die Herzen ausgegangen, so viele waren’s. Für Siegi Höpfinger hatte es noch gereicht, Helmut Kirmeier mußte warten bis Herbert Gambihler Nachschub gebracht hatte. Zeit für ein Pläuschchen mit Pollings Bürgermeister Hans Schmidbauer.
Dann kam er endlich und es konnte weitergehen.... (O-Ton)
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Dann übernahm die Heubodnblos’n die Bühne und sorgte für gute Unterhaltung mit Schmusemusik von der Münchner Freiheit.
Und die freuten sich über ihre Geschenkkörbe.
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Am Abend kochte die Stimmung hoch. Die Heubod’nblos’n hatte ein bissal ein anderes Repertoire ausgesucht und heizte den jungen Leuten kräftig ein.
Draussen vergnügten sich die Leute im Riesenrad oder am Weißbierkarussel.
Oder sie ließen sich im „Swining Time“ durchschütteln.
Ganz mutige stiegen ins „Flip Fly“ ein und ließen sich in luftige Höhen schaukeln.
Oder im Flipper herumwirbeln.
Damit klang der Abend aber dann langsam aus.
195 Beobachtungen vom Volksfest in Mühldorf am Samstag Abend 10:50
Es waren viele Leute unterwegs auf dem Volksfest am Samstag Abend. Die einen beim Schießen, die anderen im Kettenkarrussell, wieder andere im Riesenrad.
Spektkulär, das „Flip-Fly“, das seine Fahrgäste hoch in die Luft wirbelte. Dazu brauchte man nicht nur gute Nerven sondern auch noch einen sturmfesten Magen! Am Besten also vor dem Besuch im Bierzelt!
Dagegen war der „Flipper“ eher etwas für – na ja – sagen wir, für solche ohne Höhenangst. Dafür mit bunter neuer LED-Lichttechnik.
So viele Gäste genossen den lauen Spätsommerabend, daß zeitweise kaum ein Durchkommen war.
Im Weißbierzelt kein Platz frei. Da wollte Festwirt Sepp Zens schon genau sehen, wie man so ein Festzelt so voll kriegt!
Und immer noch drängten Gäste herein. Die Bedienungen kamen kaum durch.
Die „Rottaler Spitzbuam“ sorgten für gute Unterhaltung. Und besangen – auch wenn’s gar nicht stimmt – „Tirol mein Heimatland“....
Die jungen Leute hatten ihre Freude an guter Gemeinschaft, guter Unterhaltung und natürlich am guten Weißbier!
Die Schänke kam kaum mit, was natürlich bei Kassier Andreas Girnus für helle Freude sorgte.
Ähnlich gings dem Giggerlbrater, der gar nicht nachkam.... Ja - die Leserer-Giggerl - die sind schon ganz ‚was Besonders....
Festwirt Wolfgang Unertl begrüßte die Gäste wie eh und je.
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Stadtrat Max Oelmaier indes führte wichtige politische Gespräche...
Nie „alt“ wird der Autoscooter. Das liegt einerseits an den neuen „Ferraris“, die heuer erstmals zum Einsatz kamen und andererseits daran, daß eine Fahrt damit halt schon immer die beste Gelegenheit war, das Mädel seines Herzens mal so richtig... .... ... ... Na ja sehen Sie selbst. Da nützt kein Schimpfen und keine Fliehen – sie kriegen Euch doch!
Im Spaten-Zelt waren sie dann, die Schotten! Mit ihren Dudelsäcken und Trommeln machten sie Lust auf den Schützen- und Trachtenzug am nächsten Tag.
Vor dem Zelt trafen sie auf die italienische Gruppe „Tamburi Medio-evali Da Guerra di Cividale del Friuli“, also die Mittelalterliche Trommlergruppe aus dem Friaul.
Sie probierten es miteinander...
Dann aber die Mittelaltertrommler alleine! Wie laut das tatsächlich war, gibt unsere Technik leider nicht wieder. Vielleicht zeigen die Bilder, mit welcher Kraft die Trommler ihre Instrumente traktierten. Die Schotten staunten nur so.
Schließlich fanden sie ein Musikstück, das Trommler und Dudelsäcke gut vereint! (Queen: We will rock you!!) Den Gesang steuerten die Trommler aus Groß-Siegersdorf bei.
Da konnte sogar Williamwood-Chef Major Andy Melvin nur noch staunen.
Wer mehr Ruhe suchte, fand sie in der Schlössl-Alm, die heuer erstmals Bernhard Söllner und sein Team vom „Alten Wasserschlössl“ bewirteten.
Ruhe war aber nur so lang bis die Williamwood Pipe Band und die Mittelaltertrommler zwischen Autoscooter und Spatenzelt auftraten. Da staunte dann sogar Bürgermeister Günther Knoblauch!
Weiter ging‘s Richtung Weißbierzelt.
Den Einzug hielt Festwirt Wolfgang Unertl schon selber fest.
So etwas gibt’s nur auf dem Traditionsvolksfest in Mühldorf freute sich Bürgermeister Günther Knoblauch und lud die Zuhörer zum Schützen und Trachtenzug ein.
Die Dudelsackbläser dankten es mit „Amazing Grace“....
Dann gings wieder raus...
Zeitweise war kein Rein- und Rauskommen und erst recht kein Durchkommen.
Es war ein herrlicher milder Abend, dieser zweite Volksfestsamstag, an dem Mühldorf nicht nur viele Gäste zum Schützen- und Trachtenzug begrüßen konnten, und der auch den Fahrgeschäften einen Ansturm brachte, wie sie ihn viele Tage lang nicht hatten.
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Später sorgten im Spatenzelt „D’Moosner“ für eine riesen Stimmung, und dafür, daß dieser bunte Volksfestabend so schnell nicht zu Ende gegangen ist.
196 Reise durch Europa - Der Empfang auswärtiger Gruppen vor dem Schützen- und Trachtenzug in Mühldorf 17:50
Es war ein bißchen windig an diesem Spätsommermorgen, als Dr. Georg Gafus als erster da war um die Schützen und Trachtler auf dem Stadtplatz zu begrüßen.
Die Waidbrucker und die Tarabanten aus St. Veit an der Glan warteten schon auf den Beginn des Empfangs.
Das Rathaus schön geschmückt und die Gäste bester Laune kamen immer mehr Stadträte, Kreisräte und Neugierige zusammen.
Stadtrat Gottfried Kirmeier interessiert sich immer für Neues, hier den Bogen der Mittelalterlichen Trommlergruppe aus dem Friaul.
Richtig los gings, als die Stadttürmer aus dem Rathaus herauszogen um die Gäste in der Stadt willkommen zu heißen. So, wie sie das seit 500 Jahren tun.
Bürgermeister Günther Knoblauch konnte zahlreiche Ehrengäste zu dieser folkloristischen Reise durch Europa begrüßen, Landrat Georg Huber, seine beiden Stellvertreter und die Stadträte, und natürlich die Schützenfreunde, etwa den ersten Bezirksschützenmeister Eberhard Schuhmann und Gauschützenmeister Toni Müller ohne den sowieso gar nichts gehen würde. Nichts gehen würde auch ohne Böllermeister Heinz Oischinger, der später das Salutschießen befehligen wird.
Stolz war Günther Knoblauch auch über die zahlreichen Schützengaue, die nach Mühldorf gekommen waren, aus Dorfen, aus Altötting, aus Prien, aus Erding, aus Rosenheim, aus Wasserburg, aus dem Rupertigau, aus Trostberg und aus Vilsbiburg. Sie alle begrüßte er herzlich in Mühldorf. So wie Volksfestkönigin Laura...
Sie alle hießen die Königlich privilegierten Feuerschützen herzlich willkommen. Dazu meldete sich Schützenmeister Hans Pflug an und wünschte der Stadt einen erfolgreichen Schützen und Trachtenzug.
Sie schossen drei Mal Salut.
Die erste Gruppe, die Bürgermeister Günther Knoblauch willkommen hieß, war die italienische Trommlergruppe „Tamburi Medio-evali da Guerra di Cividale del Friuli“, eine Mittelalter-Trommlergruppe.
Ihr Auftritt mutete martialisch an, so wie sie ihre Instrumente traktierten.
Der Klang ihrer Trommeln übertönte alles andere.
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Aus Mühldorfs ungarischen Partnerstadt Cegled kam die Trachten- und Tanzgruppe. Die jungen Damen sangen lautstark zu ihrer Musik.
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Erstmals nach Mühldorf kam der Siedershofer Trommler- und Fanfarenzug. Siedershof liegt bei Schwäbisch Hall.
Die große Gruppe bot ein beeindruckendes Bild.
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Von der anderen Seite kam die Tarabentengarde aus St. Veit an der Glaan. Auch sie waren zum ersten Mal nach Mühldorf gekommen.
Ihre riesige Fahne umrahmte das Münchner Tor als ihr Hauptmann sich den Gästen vorstellte.
Eine Besonderheit war der nächste Auftritt: Die Jagdhornbläser des Kreisverbandes Mühldorf des Landesjagdverbandes traten zusammen mit den Jagdhornbläsern aus Göppingen und aus Magdeburgerforth in Thüringen auf.
So viele Jagdhornbläser gemeinsam sorgten für ein außergewöhnliches Klangerlebnis.
Die nächste Gruppe kennen unsere Zuschauer: Die Trachtler vom Mühldorfer Trachtenverein Edelweis mit Vorplattler Thomas Enzinger an der Spitze.
Übrigens war Thomas Enzinger an diesem Tag in drei verschiedenen Trachten unterwegs: Erst als Stadttürmer, jetzt als Trachtler und später sehen wir ihn noch als Musiker bei der Blaskapelle Altmühldorf.
Jetzt also die Mühldorfer Trachtler mit dem Mühlradl.
Da staunten die Siedersdorfer.
Noch mehr, als sie zum Plattl’n zurück kamen.
Das gefiel den Zuschauern.
Aus der kleinsten Gemeinde in Südtirol, aus Waidbruck, kommt seit vielen Jahren die Trachtenkapelle nach Mühldorf.
Wie es so der Brauch ist, mußten Bürgermeister, Bezirksschützenmeister, Schützenmeister und Landrat ein Schnappsal mit ihnen trinken. Oder zwei...
Auch die nächste Gruppe war zum ersten Mal in Mühldorf: Die Gruppe Polonia aus Polen.
In ihren bunten Trachten zeigten die jungen Damen Brauchtum aus unserem nordöstlichen Nachbarland.
Bürgermeister Knoblauch begrüßte sie in seinem „besten Polnisch“... (O-Ton)
Es gab aber noch einen anderen Grund, sie noch ein bißchen aufzuhalten: Wie jedes Jahr, so auch in diesem Jahr hatte die Stadt einen Button für den Schützen- und Trachtenzug ausgegeben. Der neue Button zeigt Gauschützenmeister Toni Müller und die junge Dame der Gruppe Polonia.
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Eigentlich sollten als nächste der Schützengau Rosenheim und der Spielmannszug aus Beyharting einziehen. Das wollte Gauschützenmeister Toni Müller aber selbst ankündigen. Es kam nämlich zur Ehre des Erfinders des Schützen- und Trachtenzuges nicht nur der Schützengau Rosenheim sondern auch die Fahnenabordnungen aller Schützengaue. (O-Ton)
Toni Müller dankte Günther Knoblauch herzlich für die vielen Jahre, in denen er den Schützen und Trachtlern die Gelegenheit gegeben hatte, hier ihr Brauchtum zu pflegen und einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen. Als Dank hatten sie ein kleines Geschenk mitgebracht, den „guten Geist“ des Schützengaus Rosenheim und des Schützenbezirks Oberbayern.
Für Gauschützenmeister Albin Wied war es eine Ehre, alle Jahre in Mühldorf dabei sein zu können. Dafür dankte er Günther Knoblauch und überreichte ihm die kleine Figur.
Während der Spielmannszug Beyharting aufspielte, schenkten die Marketenderinnen den Ehrengästen das eine oder andere Schnappsal ein.
Bezirksschützenmeister Eberhard Schuhmann dankte Günther Knoblauch im Namen des bayerischen Sportschützenverbandes und wünschte ihm für seine Zukunft alles Gute – auch nach dem Ende seiner Bürgermeisterschaft. Und wenn er in den Landtag gewählt würde, wünschte er ihm, (O-Ton daß’d dort eine gute Oppositionspolitik betreiben kannst.... )
Damit überreichte er ihm das große Ehrenzeichen des bayerischen Sportschützenbundes.
Das alles war ihm sehr nahe gegangen, meinte der Geehrte dann, weil in den zurückliegenden 24 Jahren doch viele Freundschaften entstanden sind. Es ist doch jedes Jahr eine Freude, die Schützen in Mühldorf zu Gast zu haben. (O-Ton)
Damit marschierten die Fahnenabordnungen und der Spielmannszug wieder aus.
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Die nächste Trachtengruppe kam aus Braunschweig: Die Brunswyker Tanzluit. Ihr Tanz wurde ziemlich sportlich, was der erste Eindruck gar nicht vermuten ließ.
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Aus Werfen im Salzburger Land kamen dann die Weisenbläser. Sie hatten Landesrat a. D. Walter Bladfellner und Landesschützenmeister Franz Meisel dabei.
Weisenbläserklänge kennen wir eher aus dem Advent. Aber auch jetzt erfreuten die bunten Trachten die Zuschauer.
Ihre Trachtler zeigten, daß es doch gar nicht so weit ist von Mühldorf bis nach Werfen....
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Gern gesehene Gäste in Mühldorf sind jedes Jahr die Dudelsackbläser der Williamwood Pipe Band aus Glasgow.
Sie begeisterten die Mühldorfer wie schon in den Jahren zuvor.
Die Böllerschützen auf dem Münchner Tor beschlossen den Empfang der auswärtigen Gruppen.
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Die auswärtigen Gruppen hatte die Stadt auf den Rathausflez eingeladen, wo schon Europas bestes Weißbier wartete. Und das schmeckte den polnischen Mädels! Und den Mühldorfern sowieso.
Und den Schützen genauso, und den Italienern und den Schotten natürlich auch. Und Landrat Georg Huber und Ilse Preisnger Sontag auch.
Die Williamwood Dudelsackbläser bedankten sich herzlich bei Organisatorin Brigitte Nützl.
Bürgermeister Günther Knoblauch bat die Gäste zu sich und überreichte ihnen kleine Geschenke zum Dank für ihr Kommen.
Die Brunswyker Tanzluit hatten selbst auch ein Geschenk mitgebracht.
Eine große Flasche Weißbier und ein Herzal erhielten auch die Mädels aus Polen.
Und natürlich Major Andy Melvin, der noch etwas typisch Schottisches dabei hatte.....
Die Weisenbläser aus Werfen unterhielten die Gäste. Das gefiel den Schotten.
Dann setzten die Jagdhornbläser im großen Sitzungssaal fort. Das Zusammenspiel funktionierte bestens, weil alle Jagdhornbläser die selben Melodien spielen.
Als die Mittelalter-Trommler loslegten erbebte der ganze Rathausflez!
Das ging auch nicht spurlos an den Trommeln vorüber. (Eine hatte schon ein Loch)
Leuchtende Augen bekamen die Gäste als die Schotten ihre Dudelsäcke aufbliesen.
Und erst als die Melodie moderner wurde....
Günther Knoblauch mahnte zum Aufbruch, aber das wollte eigentlich niemand.
Zumindest nicht die polnischen Mädels, die diesmal von den Mittelalter-Trommlern begleitet wurden und da so richtig Temperament zeigen, die Natalja, die zwei Kasia’s, die Maja und die Anna!
Gerade als es zu Ende zu sein schien, spielte noch mal ein Dudelsack auf: Die Tanzgruppe aus Peru war gekommen und zeigte in ihren bunten Trachten lateinamerikanisches Temperament. Dann endlich tanzten Schotten mit Italienern und die Peruaner kamen dazu. Und sogar ein Bayer mischte sich drunter.....
Das war endlich der besondere Zauber, der den Schützen und Trachtenzug in Mühldorf so charmant macht: Das bunte Miteinander so vieler verschiedener Kulturen.
Schließlich ging‘s doch weiter zum Schützen- und Trachtenzug auf den Stadtwall, wie die Gruppen Aufstellung nahmen. Aber den zeigen wir Ihnen in einem zweiten Bericht.
197 Der Internationale Schützen- und Trachtenzug in Mühldorf - So schön wars noch nie! 17:40
Das standen sie nun, die Schützen, die Trachtler und die Musikkapellen und warteten auf den Abmarsch. Die Kinder vertrieben sich die Zeit und die grimmig bewaffneten Sömerdaer genossen noch ein ruhiges Pfeiffal.
Die Peruaner hatten eine Dame vom Fernsehen dabei.
Die Fotoapparate klickten hier und klickten da...
Die Weisenbläser zeigten plötzlich ein ganz anderes Repertoire.
Dann zogen die Mittelalter-Trommler aus dem Friaul als erste los.
Ihnen nach die Stadtkapelle Mühldorf.
Wie es sich gehört, eröffnete die Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft die Reihe der Schützenvereine und die Mühldorfer Edelweißtrachtler die der Trachtenvereine. Sie hatten heuer statt eines Themenwagens einen Bandlbaum dabei. Ihre vielen braven Kinder beeindrucken die Leute.
Die Stadttürmer hatten ihre Begrüßung der Gäste schon erledigt.
In der ersten Kutsche Bürgermeister, Landrat und der österreichische Landesschützenmeister.
Der Schützenverein „D‘ Isengauer“ aus Mößling.
In der Kutsche der Ehrengäste: Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber, MdB Stephan Mayer, Cegleds zweite Bürgermeisterin Agota Hegedüs.
So viele Zuschauer wie selten zuvor säumten den Weg.
Den Sportschützen aus Mößling folgte der Schützenverein Edelweiß aus Eichfeld.
In der nächsten Kutsche Volksfestkönigin Laura und die Gäste aus Österreich.
Vom Schützen- und Trachtenzug nicht wegzudenken ist die Trachtenkapelle aus Waidbruck in Südtirol.
Die Schützenkönige des Schützengaus Mühldorf.
In der nächsten Kutsche: Gauschützenmeister Toni Müller, Bezirksschützenmeister Eberhard Schuhmann und Ehrenbezirksschützenmeister Josef Niedermeier.
Ihnen nach, die Altschützen aus Mettenheim.
Für einen Farbkleks nach all den Schützen sorgte die Folkloregruppe aus Mühldorfs ungarischer Partnerstadt Cegled.
Dann der Schützenverein Tannengrün aus Annabrunn.
Und der Schützenverein Bayerntreu aus Niedertaufkirchen.
Die Gebirgsschützenkompagnie aus Endorf mit ihren typischen Hüten.
Die Blaskapelle Altmühldorf, die heuer ihr 150-jähriges Bestehen gefeiert hat.
Dann der Schützenverein „Frohsinn“ aus Altmühldorf.
Die Zuschauer hatten ihre helle Freude an den vielen Trachten und Wagen, wie hier an der Kirche St. Laurentius aus Altmühldorf.
Der nächste Farbtupfen: Die Trachtengruppe aus Bad Herrenalb im Schwarzwald.
Der Schützenverein Eichenlaub aus Lohkirchen hatte nicht nur viele Kinder dabei, sondern auch eine starke Damenriege und viele Böllerschützen.
Die Theatergruppe Kulturschupp’n mit ihrem Markenzeichen: Der Mühldorfer Hex. Sie hatten erst Ende Juli mit ihrem neuen Stück „Die Hartgassenbande 1947“ einen großartigen Erfolg gefeiert.
Die Sportschützen Auerhahn aus Gumattenkirchen.
Der Schützenverein Gemütlichkeit aus Niederbergkirchen. Dem kleinen Alexander im Leiterwagerl war das alles nicht ganz geheuer...
Die kleine Alexandra war da nicht so kamerascheu... 
Feuerwehrvereinsvorstand Josef Birnkammer und seine Leute sorgten dafür, daß der Zug sicher zum Ziel kam.
So wie hier, die Musikkapelle Schwindegg.
Ihnen folgte der Schützengau Dorfen.
Die Fluderer Schützen aus Schwindach schwenkten ihre Blümchen im Takt der Musik. Eine starke Truppe in violett!
Ihnen folgte der Schützenverein Rimbachquelle aus Hofgiebing. Auch sie in großer Besetzung.
Der Kulturverein aus Schwindegg hatte auch heuer das Schloß dabei.
Die Mädels von der Gruppe Polonia erhielten viel Beifall.
Die Schützengesellschaft Sterneck von 1907.
Ihre große Kanone hatte die Historische Wachmannschaft Wilde Warth auch heuer dabei.
Ihnen folgte der Spielmannsug Bayharting. (lies Beiharting)
Der Schützengau Rosenheim und die Schützengesellschaft Alpenblick aus Beyharting.
Der Trachtenverein „Beurer Gwand“ aus Neubeuern mit kunstvollen Trachten und extravaganten Hüten.
Die Gebirgsschützenkompanie aus Aibling.
Die vereinigte Schützengesellschaft Vogtareuth.
Bürgermeister Alfred Lantenhammer begleitete die Johannesschützen aus Aspertsham.
Die Blaskapelle Kraiburg sorgte für die musikalische Umrahmung.
Ihnen folgte die königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft aus Kraiburg.
Und die Schützengesellschaft Edelweis Bayerntreu aus Zangberg.
Die Jagdhornbläser des Kreisverbandes Mühldorf.
Ihnen nach der Schützenverein Gemütlichkeit aus Guttenburg.
Dann die Almtaler Bauernbühne, die schon längst zum Schützen- und Trachtenzug gehört.
Der Trommler und Fanfarenzug Großer Siedershof aus Schwäbisch Hall.
Dann die Trachtentanzgruppe „Corazon Peruano“ aus Peru.
Die Schützengemeinschaft 1900 aus Haigerloh.
Der Schützengau Altötting mit seinen vielen Schützenkönigen.
Die Hubertusschützen aus Erlbach, die heuer ihr 75-jähriges Bestehen feiern konnten.
Die Schützengesellschaft Oberbuch war zum ersten Mal dabei.
Der Schützenverein und die Hörndlbergschützen aus Flossing mit Böllern und Kanone.
Jedes Jahr dabei ist der Spielmannszug Neuötting.
Die Tarabantengarde aus St. Veit an der Glan in Kärnten.
Zu hoch für die Fähnchen ist die Kirche aus Mößling.
Der Arbeiterverein aus Winhöring und die Elf-und-Eins-Schützen aus Neumarkt St. Veit.
Danach die Brunswyker Tanzluit aus Braunschweig. Sie nutzten eine Pause des Zuges.
Der Schützengau Rupertigau.
Die Schützen vom Obersalzberg.
Die Trachtenmusikkapelle aus dem salzburgischen Werfen.
Ihnen nach das Struberschützen-Corps aus Werfen und der Heimatverein der Hohenwerfener.
Seit Jahren dabei ist – hoch zu Roß - der Brauchtumspflegeverein aus Erharting.
Der Schützenverein Almenrausch und Edelweiß aus Ampfing.
Von den Gastterrassen der Cafés, die bis auf den letzten Platz besetzt waren hatten die Zuschauer so den besten Blick auf die Jagdhornbläser aus Magdeburgerforth in Thüringen.
Und auf die Altschützen aus Oberneukirchen mit ihrer großen Kanone.
Trommlerzug und Musikkapelle aus Pöcking führten den nächsten Zug an.
Ihnen folgte der Schützengau Wasserburg-Haag.
Die königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft aus Haag und das Haager Fähnlein.
Die Schützengesellschaft Gemütlichkeit aus Eiselfing mußte eine kleine Pause einlegen.
Der Mittelalterverein „Gladio pro Vita dulce“ war zum ersten Mal dabei.
Der Schützengau Inn-Prien und die Schützen aus Engolding.
Ein schlaues Wagerl hatten die Böllerschützen aus Endorf gebastelt....
Den Schützenverein aus Engolding begleiteten die Bürgermeister Thomas Einwang und Michael Hausperger.
Sie hatten starken Schützennachwuchs dabei. (sechs kleine Kinder in einem Bus-artigen Wagerl)
Die Jagdhornbläser aus Göppingen nutzten eine kurze Pause für einen kleinen Auftritt.
Der Schützengau Erding mit hübschen Schützenköniginnen.
Auch jedes Jahr dabei: Der Spielmanns und Fanfarenzug aus Eggenfelden.
Seit 1826, also seit der Zeit Ludwigs I. steht der königlich-bayrische Ehrenzug unter Eid. Auch sie sind gern gesehene Gäste in Mühldorf.
Ja, da kann man schon müde werden...
Als die Böllergruppe „Die Edlen und Vesten Hautzenberger zu Söll’s getreuer Haufen“ an uns vorbei zogen, hörten wir von Fern schon die Dudelsäcke.
Da hätten wir die Hirschbachschützen aus Polling beinahe übersehen... 
Und „Diana“ aus Weiding auch.
Dann kamen sie in breiter Front durch den Stadtplatz: Die Williamwood Pipe Band aus Glasgow.
Den Zug schloß der Festwagen der Weißbierbrauerei ab.
Wir haben die Schotten durch das Altöttinger Tor hinaus begeleitet auf den Volksfestplatz.
Da klickten die Fotoapparate und die Speicherkarten glühten.
Rein gings auf den Volksfestplatz wo die Zugteilnehmer schon erwartet wurden.
Schließlich freuten sich alle auf eine kühle Maß nach diesem prächtigen Festzug.
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Die Blaskapelle Altmühldorf sorgte für ein besonderes Erlebnis: Sie spielten im Kettenkarussel auf.
Nur Vorstand Sepp Bernhart nicht.
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Ein bißchen später freute sich Bürgermeister Günther Knoblauch 223 Schützen auf dem Sportplatz des TSV begrüßen zu können.
Als erste traten die Königlich privilegierten Feuerschützen aus Mühldorf zum Ehrensalut an.
Dann die königlich privilegierten Feuerschützen aus Kraiburg.
Die Elf-und-Eins-Schützen aus Neumarkt-St. Veit.
Die Schützen aus Altötting machten das ganz schnell.
Dann übernahm Böllermeister Heinz Oischinger das Kommando und ließ erst „ablaufendes Feuer“ schießen, also einmal rund herum. Am Ende die Kanonen. Die Pulverwolke hüllte die Gäste ein.
Dann „gegenläufiges Feuer“.
Ein besonderer Ehrensalut für Bürgermeister Günther Knoblauch.
Und schließlich schossen alle gemeinsam den großen Salut. Und das war doch ziemlich laut!
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Mit einem gemeinsamen Foto aller Schützen, die noch da waren, ging der Internationale Schützen- und Trachtenzug 2013 zu Ende.
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Daß so ein Trachtenzug aber keineswegs alle Kraft gekostet hat, zeigten danach im Spatenzelt die Mädels aus Polen. Sie tanzten schon wieder auf den Bänken, also die Maja, die zwei Kasias, und die Anna.
Alle anderen waren doch ein bißchen groggy!
Nein, die Peruanierinnen hatten auch noch Kraft übrig behalten.
So klang der Sonntag-Nachmittag bei dem einen oder anderen Schnappsal und dem guten Festbier und der guten Unterhaltung durch die Musikatzen langsam aus.
Die einhellige Meinung aller Teilnehmer und Zuschauer war, so schön wie heuer war der Internationale Schützen- und Trachtenzug in Mühldorf noch nie!
198 Ministerpräsident Horst Seehofer in Mühldorf - Ein Besuch bei Freunden
Am Vormittag nach dem Ende des Volksfestes hatte es nach Wochen angefangen zu regnen und bis zum Abend nicht mehr aufgehört.
Das Weißbierzelt stand noch unberührt und erwartete einen großen Ansturm. Dazu hatte die Schänke schon vorgesorgt und der Brezenbäcker seine Auslage gefüllt.
Der Besuch des Ministerpräsidenten lockt immer viel Medienvolk an: So mußte Stadtrat Oskar Stoiber schon lange vorher dem Team von TV-Total ein Interview geben: Nein! Etwas Positives über Peer Steinbrück konnte er beim besten Willen nicht sagen.....
Langsam füllte sich das Zelt.
CSU-Kreisvorsitzender Dr. Marcel Huber und Gattin begrüßten erst einmal Kandidaten Dr. Martin Huber. Sie wunderten sich über ein paar Grüne, die dort am Eingang zu Volksfest Flyer verteilten.
Von überall her kamen die Zuhörer.
Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer machte sich bereit, den Ministerpräsidenten zu empfangen. Der starke Regen machte das nicht so einfach.
Die Böllerschützen aus Annabrunn schossen dreifachen Salut. Auch das litt unter dem Regen. Der Reihenschuß glückte besser.
Die Kinder des Trachtenvereins Edelweiß hießen Ministerpräsident Horst Seehofer willkommen.
Zu den Klängen des bayerischen Defiliermarsches gings rein ins Zelt. Dabei galt es viele Hände zu schütteln.
Dann endlich gabs einen Schluck von Europas bestem Weißbier.
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Zunächst begrüßte der CSU Kreisvorsitzende und bayerische Umwelt- und Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber den besonderen Gast. Allein das bewirkte schon langen Applaus.
Und gleich wies er ihn auf den Verkehr auf der B12 hin, den er auf seiner Anfahrt selbst erlebt hatte, als Anschauungsunterricht sozusagen.
(O-Ton Mein lieber Chef!)
Als früher ein Herrscher sein Reich besucht hat, haben ihm seine Untertanen gehuldigt. Das war an diesem Tag ähnlich. Deshalb waren alle da, die im Landkreis und darüber hinaus etwas zu sagen haben. Sie alle zu nennen war selbst Dr. Marcel Huber zu umfangreich und so begrüßte er nur Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer, Landtagskollegin Ingrid Heckner und Landrat Georg Huber.
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Der zahlreiche Besuch zeigt, daß die Menschen in der Region nicht politikverdrossen sind, begann Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer sein Grußwort.
Er dankte Ministerpräsident Horst Seehofer für seine zahlreichen Besuche in den zurückliegenden Monaten, die zeigen, daß ihm die Region sehr am Herzen liegt. Er beschrieb die Region und ihre Menschen, die Wirtschaft im Chemiedreieck und ihre Defizite, die Autobahn und die Bahn.
Er war froh darüber, daß in den zurückliegenden Jahren immer Geld aus Berlin gekommen ist, wenn für einen Abschnitt Baurecht bestand. Das ist der starken CSU in Berlin zu verdanken.
Die angeblichen Kostensteigerungen, die die Grünen kürzlich vermeldet haben, sind plumpe Wahlkampfrhetorik. Denen fällt nichts anderes mehr ein um den Bau auf der Trasse Dorfen doch noch zu verhindern. Das hat der Vorsitzende des Verkehrsausschusses – Toni Hofreiter – in Obertaufkirchen so angekündigt. Nur mit der CSU wird die A94 weitergebaut. Und dafür steht auch Horst Seehofer, dem er für seine Unterstützung sehr dankte.
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Dr. Marcel Huber faßte kurz die zurückliegenden fünf Jahre zusammen, in denen er am Kabinettstisch drei verschiedene Aufgaben erfüllen durfte. Dafür dankte er Horst Seehofer herzlich.
Er würdigte die Leistung von Horst Seehofer, der trotz vieler Widerstände immer 100 % und immer Vollgas gibt für sein Land – für Bayern!
Bevor er aber ihn ans Mikrofon bat, dankte er Familie Unertl für das wundervolle Ambiente, dieses „Kondensat“ bayerischer Lebensart, das Weißbierzelt auf dem Mühldorfer Volksfest. Dafür wollte er dann herzlich danken: Ingrid Unertl für 50 und Wolfgang Unertl für 60 Jahre auf der Mühldorfer Wies’n. Sie haben Wies’n-Geschichte geschrieben.
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Bedenkt man, was er hinter sich und in dieser Woche noch vor sich hatte, war sich Horst Seehofer sicher, die Zuhörer haben ein schönes Leben! (Gelächter )
Damit freute er sich, daß ihn Dr. Marcel Huber als „seinen Chef“ bezeichnet hatte, der nämlich hervorragende Arbeit macht. Und auch über Ingrid Heckner, seine teuerste Abgeordnete, die sich für die kleinen Leute im Staatsdienst einsetzt und für Stephan Mayer, den einzigen Politiker, mit dem er auf Augenhöhe agieren kann. Obwohl Franz-Josef Strauß immer gesagt hatte, man könne von der Länge eines Politikers nicht auf seine Größe schließen!
Und Landrat Huber ist sowieso – wie alle anderen Landräte auch so etwas wie ein kleiner König...
Kanzlerin Angela Merkel hatte er auf der Anreise über die Notwendigkeit des Ausbaus der B12 informieren können. Er war sicher, sie würde das verstehen, wenn sie hier einmal fahren würde....
Horst Seehofer war sicher, Deutschland hat mit Angela Merkel eine erstklassige Bundeskanzlerin und eine hervorragende Vertreterin deutscher Interessen überall in der Welt.
Die fünf Jahre seiner Ministerpräsidentschaft sind wie im Flug vergangen. Darauf wollte er zunächst auf der letzten Bierzeltveranstaltung vor der Landtagswahl zurückblicken.
Er stimmte mit Franz-Josef Strauß überein, das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten ist das schönste nach dem Papst. Und wenn ihm vorgeworfen wird, er würde Politik nach dem Willen der Bevölkerung machen, ist es genau das, wozu er gewähl wurde. Dazu braucht er nicht nur den Kontakt zu den Leuten sondern leider auch ständig die Zustimmung der Abgeordneten im Landtag....
Heute steht Bayern so gut da wie nie zuvor in seiner langen stolzen Geschichte!
(O-Ton: Bayern ist kein Bindestrich-Land!)
Bayern war noch nie so stark wie jetzt. Bayern ist die Nummer 1 in Deutschland und in Europa. Dieser Aufstieg seit Mitte der 70er Jahre war eine grandiose Leistung der bayerischen Bevölkerung für die er den Menschen in Bayern herzlich dankte. Er behauptete nicht – wie in Altötting – daß Bayern die Vorstufe zum Paradies ist... (O-Ton aber die Pforte zum Paradies sind wir schon - wir Bayern!!!!)
Und wenn Wladimier Putin sagt, er will Rußland dahin bringen, wo Bayern schon ist, dann versteht man das erst richtig.
Es gab aber auch andere Zeiten. Wenn es heute heißt: (30:08:00 Woher bekommen wir die Menschen für die Arbeit....)
Politik kann Anreize geben. Entscheidend ist aber die Leistung der Menschen, und da vor allem der Mittelstand.
Wie gut das ist, zeigen die Länder in Südeuropa wo jeder zweite Jugendliche arbeitslos ist. Das gibt’s in Bayern nicht mehr. (O-Ton Nirgendwo in Europa hat die Jugend so gute Zukunftschancen wie in Bayern)
Die wirtschaftliche Stärke resultiert auch aus den soliden Finanzen. Seit Jahren ohne neue Schulden zahlt Bayern Schulden zurück und wird als erstes Land schuldenfrei sein.
Im Landesbank-Debakel ist es gelungen, die Sparkassen zu schonen, wodurch die Sparer ihr Geld behalten konnten. Ohnehin ist klar: Hätten alle so gewirtschaftet wie die Sparkassen und die Raiffeiesenbanken, hätte es die weltweite Finanzkrise nie gegeben!
Die Landesbank ist die einzige Bank, die ihre Hilfsgelder wieder an den Staatshaushalt zurückzahlt: Eineinhalb Milliarden. Langfristig wird der Steuerzahler also nicht belastet.
Trotz aller Zahlungen im Land bezahlt Bayern noch die Hälfte des Länderfinanzausgleichs. (O-Ton Wer die Hälfte bezahlt, darf in der Bundesrepublik auch mitreden, weil ihm die Hälfte der Bundesrepublik gehört!!! – Applaus)
Bayern ist nämlich nicht gegen die Solidarität, hat aber in 40 Jahren so viel erhalten, wie Bayern heute in einem Jahr an andere bezahlt!
Solidarität setzt aber voraus, daß sich der Schwache auch anstrengt. Und da geht es nicht, daß „der größte Flughafenbauer aller Zeiten“ behauptet, er wäre arm aber eben sexy!
Er entgegnet Klaus Wowereit: (O-Ton Wir sind reich, aber nicht blöd!)
Deshalb die Klage beim Bundesverfassungsgericht, gegen die im Landtag alle anderen Fraktionen gestimmt haben. Wer in Berlin nachfragen muß, kann halt bayerische Interessen nicht so vertreten, wie eine bayerische Partei. Kanzlerin Angela Merkel hat ihm in Dachau versichert, sie wird nach der Bundestagswahl eine Neuordnung des Länderfinanzausgleichs sicher unterstützen.
Dabei würden schon kleine Änderungen an der Berechnung bewirken, daß Bayern knapp eine Milliarde einsparen könnte.
Wenn verschiedene Parteien in einer Zeit höchster Steuereinnahmen Erhöhungen fordern, fragte er sich, was diese Leute tun, wenn die Einnahmen einmal sinken!
Die Besteuerung der Unternehmenssubstanz, wie die SPD das fordert, ist der sichere Weg zurück zu fünf Millionen Arbeitslosen. Und die Erbschaftssteuererhöhung von Rot-Grün würde bewirken, daß kaum ein Betriebsinhaber einen Nachfolger finden würde. Die Erbschaftssteuer muß also in bayerische Verantwortung übergehen und dann gesenkt werden. Dann würden auch Häuschen steuerfrei vererbt werden können!
Und weil eine Gesellschaft eine Grundordnung braucht, steht die CSU für die Ehe und die Familie. Deshalb darf das Ehegattensplitting nicht wegfallen!
Das ist die Politik der CSU: (O-Ton Starke Wirtschaft, solide Finanzen...)
Wohn alles andere führt, zeigen die Länder in Südeuropa! Es kann nicht sein, daß die einen Schulden machen und die anderen sie bezahlen sollen: Mit einer CSU-Regierung wird niemals stattfinden, (O-Ton daß Schulden, die in Griechenland und Italien....)
In den langen Jahren seiner Regierungsverantwortung hat er gelernt, daß der Satz „Wirtschaft ist nicht alles, aber ohne Wirtschaft ist alles nichts“ besonders in den letzten fünf Jahren an Bedeutung gewonnen hat.
Die vielen Probleme im Land können nicht gelöst werden, wenn die Wirtschaft nicht funktioniert. Deshalb wird es in den kommenden fünf Jahren darum gehen, einen wirtschaftlichen Aufbruch zu schaffen und da besonders bei der Digitalisierung. Bayern soll auch hier in der Weltspitze mitwirken.
Obwohl der fränkische Finanzminister Markus Söder noch eine beachtliche Schatztruhe im Keller stehen hat, wurden an diesem Abend erstaunlicherweise noch keine Wünsche geäußert! Mit Ausnahme der Autobahn A94. Solche Wünsche kosten ja immer sehr viel Geld und ziehen lange Diskussionen mit Markus Söder nach sich. Er wußte nicht, ob noch eine Forderung kommt.. (O-Ton ich wäre aufgeschlossen – Herr Landrat!)
Wie erfolgreich Bayern gesehen wird, zeigt der Zuzug aus allen Teilen Deutschlands. So ist Bayern innerhalb weniger Jahre von 11 auf 12-einhalb Millionen angestiegen. Diese Menschen sehen eben, daß sie hier sicher leben können und ein gutes Auskommen haben.
Übrigens zeichnet Bayern aus, daß jeder in der Wiege schon drei Sprachen beherrscht: Bayerisch, hochdeutsch und den örtlichen Dialekt! Und das ist gut so. So begrüßte Horst Seehofer alle Zuwanderer, die sich eingliedern.
Es kann nur so bleiben wie es ist, wenn man hier und dort Änderungen vornimmt: Etwa in der Bildungspolitik, das schon jetzt das beste ist. Auch wenn die CSU sehr für die akademische Bildung ist, muß die berufliche und die handwerkliche Bildung genau so unterstützt werden. Elektrautos müssen nicht nur entwickelt werden - sie müssen auch gebaut werden.
Manche seiner Schulkameraden denken ja sowieso, daß sie es mit ihren Handwerksberufen besser getroffen haben, als er selbst.
Wichtig ist deshalb, die richtige Schule für Kinder zu finden und nicht die Einheitsschule.
Weil die Kinder sich unterschiedlich entwickeln, hat die CSU im 8-jährigen Gymnasium das Zusatzjahr eingeführt, in dem intensiv gefördert wird. Die Wahlfreiheit dagegen würde auf dem flachen Land das „Aus“ für viele Gymnasien bedeuten.
Schon heute kommen 40% der Studierenden an den Universitäten über die berufliche Bildung. In Bayern wird es deshalb keine Einheitsschulen geben sondern ein durchlässiges Schulsystem, das allen Kindern die Chancen bietet, die den Fähigkeiten entsprechen, die ihnen der Herrgott mitgegeben hat.
Horst Seehofer dankte den Lehrkräften, die es geschafft haben, daß Bayern in fast allen Pisa-Tests hervorragend abgeschnitten hat. Sogar bei der deutschen Sprache. Damit sind wir besser als Baden-Württemberg, die von sich sagen, sie können alles, außer Hochdeutsch. Da sagt er Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen: (O-Ton wir können alles – auch hochdeutsch!!!)
Bildung ist also der wichtigste Bereich, weil er den Menschen die Grundlage für ihr Leben schafft. Jeder 3. Euro den Bayern ausgibt geht deshalb in die Bildung. Deshalb gibt es praktisch keine Jugendarbeitslosigkeit in Bayern. Es ist nämlich viel billiger, Bildung zu finanzieren, als später Jugendhilfemaßnahmen. Kein Jugendlicher darf zurückbleiben, dafür müssen Sonderprogramme und individuelle Förderung sorgen.
Wenn man zusammensteht, kann man viel erreichen. Das hat der Versuch der Privatisierung der Trinkwasserversorgung gezeigt. Trotz aller Einwände ist es gelungen, das abzuwenden. Bedenkenträger braucht niemand. Nötig sind Politiker, die gestalten und solche, die einfache Lösungen finden. So wäre es doch einfach, jedem PKW-Halter mit dem KFZ-Steuerbescheid ein Pickerl zu schicken, das beweist, daß er die Maut bezahlt hat. (langer Applaus)
Mit Europa muß man also verhandeln und nicht von vornherein kapitulieren.
Ähnlich war es mit der Mütterrente. Da waren anfangs auch alle dagegen und jetzt sind sie plötzlich dafür, weil sie bemerkt haben, daß die Rente für Mütter, die vor 1992 Kinder geboren haben, dazu beiträgt, die Altersarmut zu bekämpfen. Deshalb wird die Mütterrente ab Januar 2014 eingeführt und damit Gerechtigkeit geschaffen. Dagegen wird sich kein Politiker wehren, zumal das Geld dafür vorhanden ist. Eine Politik, die sich nach den Menschen richtet ist also genau das, was die CSU machen wird.
Ein Standortfaktor ist die Sicherheit in Bayern. Starke, aktive Bürger wie sie sich bei der Hochwasserkatastrophe gezeigt haben, machen ein starkes Bayern aus.
Die Sache mit den Flüchtlingen in München und die Geiselnahme in Ingolstadt haben gezeigt, daß ein starker Staat notwendig ist. Der Staat darf sich nicht erpressen lassen. Wenn Gespräche keine Lösung bringen, muß der Staat sein Gewaltmonopol auch einsetzen. Das müssen die Menschen wissen, damit sie einschätzen können, wohin das Land in den kommenden fünf Jahren gehen wird.
Seine Aufgabe wird sein, das Land zusammenzuhalten - alle vier Stämme. Auch die Heimatvertriebenen haben viel dazu beigetragen, Bayern zu dem zu machen, was es heute ist. Sogar die Franken...
Als Bayern 1806 Königreich wurde, stand es auf der Seite der Österreicher. Dann auf der Seite Napoleons. Das kennzeichnet Bayern und das müssen viele erst noch lernen: (O-Ton – Immer auf der richtigen Seite.... Applaus!)
Arbeitsplätze, Finanzen, Infrastruktur und Sicherheit sind wichtig. Wichtig ist auch, daß wir Tiefwurzler sind, also Menschen, die in Tradition und Brauchtum tief verwurzelt sind und nicht von jedem Windhauch umgehauen werden. (O-Ton Wir sind ein christlich geprägtes Land und bleiben das auch! Es wird mit uns keine islamischen Feiertage geben!)
Wenn es die Zuhörer überrascht, daß er kaum etwas über die politischen Wettbewerber gesagt hat, dann deshalb, weil auch sie nach bestem Wissen Politik machen und Herabsetzung und Verunglimpfung nur das Land schlecht darstellen. Es ist doch viel besser, über das Gute zur reden, das Bayern ausmacht.
Weil er weiß, wohin Bayern in den kommenden Jahren gehen soll, wollte er weiter Ministerpräsident bleiben und bat dafür um die Unterstützung der Zuhörer. Es geht nämlich nach der Wahl wieder von vorne los, wie beim FC Bayern in der neuen Saison.
Er wird nicht der Politik den Rücken kehren und sich auf eine Insel zurückziehen. Er will seine Erfahrung einbringen und dieses Land weiter erfolgreich führen. Allerdings bat er um Verständnis, daß es nicht so einfach ist, Anliegen in Berlin und Brüssel umzusetzen. Da ist Hartnäckigkeit und Sturheit gefordert.
Jetzt entscheidet die Bundestagswahl darüber, wie stark Bayern in Berlin auftreten kann. Das sollte jeder bedenken, wenn er in der Wahlurne sein Kreuz macht.
Die CSU hat unsere liebenswerte bayerische Heimat nicht erschaffen, aber so gut wie möglich regiert. Und das soll auch weiter so bleiben. Das versprach Horst Seehofer den Zuhörern. (O-Ton )
Für die bisherige Unterstützung dankte Horst Seehofer mit einem herzlichen Vergelt’s Gott. Er schloß: (O-Ton Gott mit Dir Du Land der Mühldorfer! )
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Die Zuhörer dankten Horst Seehofer mit langanhaltendem stehenden Applaus.
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Während Dr. Martin Huber die Zuhörer einstimmte, nutzte Kreiskliniken-Geschäftsführer Heiner Kelbel einen Moment um Ministerpräsident Horst Seehofer im Namen aller bayerischen Klinikgeschäftsführer für die gute Zusammenarbeit mit Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber zu danken und seine Hoffnung zu äußern, daß das auch so weitergehen wird.
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Ministerpräsident Horst Seehofers persönlicher Referent Dr. Martin Huber sah seine Tätigkeit in der Landesleitung sehr interessant und sicherte den Zuhörern zu, im Landtag für ihre Anliegen zu kämpfen. Auch für die persönlichen Anliegen der Bürger. Er will Ansprechpartner der Menschen sein. Dazu bat er um die Unterstützung der Zuhörer.
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Dr. Marcel Huber freute sich über die tolle Rede des „Staatsmanns Horst Seehofer“ und überreichte ihm zum Dank ein Paket mit Weißbierprodukten. Weitere Geschenke übergaben Mühldorfs Ortsvorsitzender Georg Grundner und Weißbräu Wolfgang Unertl.
Die Veranstaltung endete mit der Bayernhymne.
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Horst Seehofer, dem man die Strapazen des langen Wahlkampfes angesehen hatte, fühlte sich in Mühldorf sichtlich wohl. Hier gab es nichts zu kämpfen: Nicht gegen Startbahngegener und auch nicht gegen Autobahn- oder B15neu-Gegner. Hier im CSU-Stammland wollten alle Zuhörer nur die Bestätigung, daß es so erfolgreich weitergeht mit Bayern wie in den vielen Jahren bisher. Es war kein Wahlkampf, es war ein Besuch bei Freunden.
Gott mit Dir, Du Land der Mühldorfer!!!!
199 Wie weit ist der Bau der Innkanalbrücke in Mühldorf und wird sie pünktlich fertig? 4:30
Im Februar hatten wir vom Baubeginn der Innkanalbrücke im Zuge der Kapellenstraße in Mühldorf berichtet. Die alte Brücke war zu schmal geworden und durch den stark gestiegenen Verkehr hoffnungslos überlastet. Das hatte immer wieder zu Unfällen geführt.
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Lange Diskussionen haben eine Finanzierungslösung gebracht, die den Neubau ermöglicht haben.
Allerdings mußte die alte Brücke erst so abgerissen werden, daß keine Bruchstücke in den Kanal darunter fallen durften.
Dazu errichtete eine Spezialfirma ein Gerüst unterhalb des Brückenbogens, quasi eine zweite Brücke unterhalb der Brücke.
Dann demontierten zwei Bagger mit angebauten Preßlufthämmern die Brücke Stück für Stück.
Das hat einige Zeit gedauert.
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Nach dem Abriß wurden beidseits neue Wiederlager errichtet, auf denen später die Fertig-Beton-Träger montiert wurden, die eines Nachts mit Schwertransportern angeliefert worden waren.
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Auf diesen Trägern wird nun die Betondecke eingebaut, die später die Fahrbahn tragen soll, und die Versorgungsleitungen für Strom und Wasser aufnehmen wird.
Zum Zeitpunkt der Besichtigung wurden gerade die Eisen in die künftige Betonfahrbahn hinein geflochten.
Gut zu erkennen ist der nördliche Kreisverkehr, dessen Bau gerade begonnen hatte. Hier die Verkehrsinsel östlich des Kreisverkehrs.
Landrat Georg Huber kam im Wies’n-Outfit und ließ sich von Planer Konrad Haindl den Stand der Arbeiten erklären.
Konrad Haindl erläuterte, die beiden beteiligten Firmen, Berger-Beton und Stratebau hätten ihm versichert, daß sie bei Einsatz allen nötigen Personals und aller verfügbaren Mittel den Fertigstellungstermin einhalten werden, also den 31. Oktober diesen Jahres.
Allerdings werden die beiden Kolonnen beider Firmen pro Tag drei Überstunden leisten müssen und an sechs Samstagen auch jeweils 9 Stunden arbeiten müssen. Sollten es noch zwei Überstunden mehr werden, müssen sie’s halt auch machen.... Jedenfalls ist der Termin so einzuhalten. Auswirkungen auf die Kosten des Projekts haben diese Überstunden nicht.
Landrat Huber war klar, daß der Zeitplan von Hause aus eng gesteckt war und wollte wissen, ob die Arbeiten aktuell schon hinterher hinken.
Zwei, Drei Tage wären die Arbeiten hinter dem Zeitplan zurück, gab Konrad Haindl zu. Das resultierte aus dem verschiedenen Baufortschritt bei den beteiligten Firmen. Erst wenn ebenerdige Zufahrt zur Brücke möglich wird, können Betonarbeiten auf der Brücke ausgeführt werden. Das ist aktuell in Vorbereitung.
Freude bereitete Landrat Georg Huber die Art, wie die Firmen die Baustelle führen. So eine saubere und ordentliche Baustelle hatte er selten erlebt.
Er dankte der Stadt Mühldorf und der Firma „Verbund“, die einerseits an der Finanzierung mitwirken und andererseits die Verkehrsbehinderungen durch die Baustelle haben hinnehmen müssen.
Alle Verantwortlichen zeigten sich erfreut darüber, daß die Baustelle bisher unfallfrei verlaufen ist. Und zwar sowohl an der Brücke als auch auf den Straßen um die Baustelle herum.
Ob am 31. Oktober schon der letzte Grashalm angesäht ist, konnte Konrad Haindl nicht sagen. Daß die neue Brücke dann dem Verkehr übergeben wird, darüber war er sich aber sicher!
200 Gratulation an den Stimmenkönig Dr. Marcel Huber 3:00 38
Ohne
201 Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich übergibt Prototyp eines Dekon-P Fahrzeugs an die Feuerwehr Altötting 6:55
Leider spielte das Wetter nicht mit: Dicke Regenwolken jagten über den Kapellplatz in Altötting, wo Bürgermeister Herbert Hofauer und Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer Bundsinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich erwarteten.
Der kam in Begleitung zahlreicher Personenschützer.
Nach einer kurzen Begrüßung vor dem Rathaus gings hinauf in den Sitzungssaal, wo bereits eine große Zahl Gäste wartete. Erst begrüßte Dr. Hans-Peter Friedrich seinen alten Weggefährten Gerold Tandler, dann Landrat Erwin Schneider und die vielen anderen.
Bürgermeister Herbert Hofauer schätzte sich glücklich, daß der Besuch Dr. Hans-Peter Friedrichs, der im Sommer auf Grund weltpolitischer Aufregung hatte abgesagt werden müssen, nun doch noch zustande gekommen ist.
Es war eine besondere Ehre, daß Bundesinnenminister Friedrich persönlich gekommen war, um das neue Fahrzeug zu übergeben. Besonders freute er sich über die vielen Feuerwehrleute unter den Gästen, auch über Kommandant Alois Wieser.
Es hat schon eine lange Zeit gedauert, bis das neue Fahrzeug das alte ersetzen konnte. Jetzt ist die Ausstattung der Feuerwehr Altötting wieder komplett.
Besonders ist auch, daß das bundesweit erste Fahrzeug dieses neuen Typs nach Altötting kommt.
Nachdem er die Stadt kurz vorgestellt hatte, überreichte Bürgermeister Herbert Hofauer Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich den Freundschafts-PIN, der die Altöttinger und die Europäische Fahne zeigt.
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Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer freute sich, daß Dr. Hans-Peter Friedrich Wort gehalten hatte und gekommen war und auch, daß die Beschaffung dieses neuen Fahrzeugs geklappt hatte. Es war nicht ganz einfach, einen Dekontaminationslastwagen dieses Fahrzeug zusammenzustellen und nach Altötting zu bekommen. Tatsächlich ist es das bundesweit erste Fahrzeug dieser Art.
Auch wenn der Landkreis von Katastrophen verschont geblieben ist, stellt die viele chemische Industrie eine potentielle Gefährdung der Bevölkerung dar. Deshalb ist dieses Fahrzeug in Altötting gut aufgehoben.
Und weil er später weiterreisen würde nach Rom, war Stephan Mayer sicher, es gibt nichts Schöneres als diese beiden Städte an einem einzigen Tag zu besuchen. Schließlich ist Altötting einer der wichtigsten Wallfahrtsorte weltweit, ein Ort, wo viele Menschen Orientierung suchen. Damit gratulierte er der Feuerwehr Altötting zum neuen Fahrzeug und hoffte, daß es nicht zu oft eingesetzt werden muß.
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Dank äußerte Bürgermeister Herbert Hofauer auch an Kommandant Alois Wieser und Landtagsabgeordnete Ingrid Heckner, die sich für dafür eingesetzt haben, daß das neue Fahrzeug beschafft werden konnte. Ingrid Heckner ist ja ohnehin die einzige, die bereits dekontaminiert worden ist....
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Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich freute sich, hier alte Weggefährten zu treffen, besonders Gerold Tandler, der vor 39 Jahren seinen Aufnahmeantrag in die CSU befürwortet hatte.
Seit 2009 hat Stephan Mayer hartnäckig dafür gesorgt, daß dieses Fahrzeug nach Altötting gekommen ist. Für diesen Einsatz galt ihm sein Dank. Hier sieht man, welchen Wert für eine Region ein engagierter Abgeordneter in Berlin hat. Er verbringt eine großartige Leistung.
Nachdem er sich an seine Besuche in Altötting erinnert hatte, stellte er fest, daß dieser Ort zeigt, was unser Land prägt: Unsere Verantwortung gegenüber Gott für andere Menschen.
Das Wahrnehmen dieser Verantwortung hat dafür gesorgt, daß es uns in Bayern so gut geht, auch wenn uns viele darum beneiden oder sogar anfeinden.
Den vielen Ehrenamtlichen und Kulturschaffenden gehört deshalb die besondere Anerkennung.
Das integrierte Katastrophenschutzsystem von Bund und Ländern sorgt dafür, daß alle Kräfte vor Ort immer die bestmögliche Ausrüstung erhalten. So war es klar, daß gerade dieses Fahrzeug zuerst hierher nach Altötting gekommen ist, mitten ins Chemiedreieck.
Da es ein Prototyp ist, muß es noch immer verbessert oder geändert werden. Dafür sind sie immer auf dem neuesten Stand.
Der Feuerwehr und besonders der Stadt Altötting wünschte Dr. Hans-Peter Friedrich alles Gute und daß sie auch weiterhin das Herz Bayerns verkörpern.
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Schließlich trug sich Dr. Hans-Peter Friedrich ins Goldene Buch der Stadt Altötting ein.
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Vor dem Rathaus war inzwischen in strömendem Regen die Feuerwehr angetreten. Bürgermeister Herbert Hofauer dankte auch Innenminister Joachim Herrmann, der die Beschaffung dieses besonderen Fahrzeugs sehr unterstützt hatte.
Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich würdigte die Hartnäckigkeit von Stephan Mayer, der so lange keine Ruhe gibt, bis er erreicht hat, was er will.
Das neue Fahrzeug, ein M-A-N mit Doppelkabine, Allradantrieb und 340PS starkem Motor verfügt über eine Hebebühne mit 1,5 Tonnen Hubkraft. Es ist ausgestattet mit Ausrüstung zum Aufbau eines Dekontaminationsplatzes zur Reinigung von Einsatzkräften nach einem Einsatz. Bis zu zwei Stunden kann der Dekontaminationsplatz mit Bordmitteln betrieben werden, ohne Nachschub holen zu müssen. Zelte bieten den Katastrophenschützern Witterungsschutz und Wärme.
5000 solcher Fahrzeuge sollen bundesweit zum Einsatz kommen. 3.800 Fahrzeuge hat der Katastrophenschutz bereits im Einsatz.
Nun werden die Feuerwehrleute eine ganze Reihe Schulungen machen müssen, die viel Freizeit und Kraft erfordern. Dafür dankte er ihnen herzlich. Er war stolz auf die große Gruppe Ehrenamtlicher, die sich deutschlandweit so für ihre Mitbürger einsetzt.
Dr. Hans-Peter Friedrich wünschte der Feuerwehr, daß sie keine Einsätze bestreiten müssen und immer wieder gut nach Hause kommen.
Dann übergab er Kreisbrandrat Werner Huber und Kommandant Alois Wieser den symbolischen Schlüssel für das neue Fahrzeug.
Abschließend dankte Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz und ihre Arbeit.
202 Ehrenamtsempfang mit Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich 6:00
Seinen Besuch in Altötting nutzte Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich um ehrenamtlich Tätige zu empfangen. So konnte Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer neben Feuerwehrleuten, BRK- und THW-Mitgliedern zahlreiche Bürgermeister, Kreis-, Stadt- und Gemeinderäte aus den Landkreisen Altötting und Mühldorf willkommen heißen.
Es war ihm eine besondere Ehre, den deutschen Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Freidrich willkommen heißen zu können, den deutschen Ehrenamtsminister.
Bayern und Deutschland geht es gut. Trotzdem könnte man sich vieles nicht leisten, wenn es nicht so viele Ehrenamltiche gäbe. Ihr vielfältiges Engagement macht die Lebensqualität erst möglich. So gebührt ihnen allen großer Dank und hohe Anerkennung.
Aus eigener Erfahrung wußte MdB Stephan Mayer, daß Ehrenamtliche gar keine Bezahlung erwarten. Vielmehr erwarten sie die Befreiung von bürokratischen Lasten und erdrückender Haftung. Deshalb hat der Bundestag ein Ehrenamtsgesetz einstimmig verabschiedet. Damit wurden rechtliche Hemmnisse abgebaut und die Haftungsgrenze gesenkt. Heute muß niemand mehr aus Haftungsgründen Angst davor haben, ein Ehrenamt zu bekleiden. Das soll auch weiter vereinfacht werden.
Damit dankte Stephan Mayer den Zuhörern und hoffte, später viele Fragen von den Zuhörern beantworten zu können.
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Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich freute sich über ein Prospekt von Stephan Mayer, das eine Hommage an das Ehrenamt darstellt.
Das Ehrenamt ist in Deutschland besonders ausgeprägt. Es hält die Gesellschaft zusammen. Über die Privatsphäre hinaus Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen ist das, was sie alle auszeichnet.
Staaten, in denen jedem ständig alles vorgeschrieben wird, also totalitäre Staaten, sind weltweit krachend gescheitert. Freie Staaten funktionieren dagegen nur, wenn Bürger Verantwortung gegenüber ihren Nächsten übernehmen. Das macht das Ehrenamt aus und dafür dankte Dr. Hans-Peter Friedrich den Zuhörern.
Früher sorgten die Mitglieder von Großfamilien füreinander. Heute müssen Dienste das übernehmen, von der Kinderbetreuung bis zur Pflege. Deshalb dankte er allen, die sich im sozialen Bereich engagieren und so der Gesellschaft ein humanes Gesicht geben.
Menschen leisten sehr viel, von der Kinderbetreuung bis zu Hospizdiensten belastet diese Tätigkeit jeden persönlich sehr. Das kann nicht hoch genug gewürdigt werden.
Anerkennung verdient auch das Kulturschaffen und dem Sport. Besonders der Sport strahlt eine besondere Faszination aus, die geeignet ist, Menschen zusammenzuführen. Sport fördert Integration und Gemeinschaft.
Sogar Weltmeister und Olympiasieger bleiben auf dem Boden. Sie alle haben in ihrem Leben mehr Wettbewerbe verloren als gewonnen. Das formt Charakter und bildet Persönlichkeiten. Deshalb ist die Jugendarbeit im Sport so wichtig. Hier können junge Leute für das Engagement in der Gesellschaft gewonnen werden.
Große Anerkennung galt den Katastrophenschützern und Feuerwehren, die erst Anfang Juni während des Hochwassers bewiesen haben, daß sie nahtlos zusammenarbeiten können. Das war nur möglich, weil sie viel Zeit und Kraft in die Ausbildung investiert hatten.
Auch wenn das alles sehr gut ist, stehen alle Ehrenamtlichen vor dem demographischen Wandel. Es gilt jetzt also einerseits Nachwuchs zu finden und auszubilden und andererseits, die jungen Senioren zu motivieren, sich einzubringen.
Die heute 60-jährigen sind laut einer Untersuchung geistig und körperlich 15 Jahre jünger als ihre Geburtsurkunde das ausweist. Dieses grandiose Potential gilt es für das Ehrenamt zu nutzen.... (Gelächter....)
Deshalb wurde der Bundesfreiwilligendienst altersmäßig geöffent.
Sie alle sorgen dafür, daß es in der Gesellschaft human zugeht und Wärme entsteht. Sie alle sind Vorbilder für junge Leute und können ihnen vorleben, wie die Gesellschaft in der Zukunft aussehen kann. Dafür dankte er allen, die sich engagieren und einbringen.
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Daß er sie alle 15 Jahre jünger gemacht hatte, das war für die meisten Zuhörer eine große Freude, meinte MdB Stephan Mayer und bat um die Fragen der Zuhörer.
Die ehrenamtlich Tätigen hatten viele Fragen rund um die Sozialvesicherungspflicht von ehrenamtlichen Führungskräften, das neue Ehrenamtsgesetz, die freiwillige Entlohnung solcher, die besonders viel Zeit für das Ehrenamt aufwenden
Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich beantwortete alle Fragen, zeigte aber auf, daß etwa Fördermittel nur sehr begrenzt zur Verfügung stehen. Würde man allen 24 Millionen Ehrenamtlichen nur einen Euro pro Stunde zahlen, würde das etwa den Haushalt für die Sportförderung um ein mehrfaches übersteigen. Das betrifft auch die Sanierung von Sportstätten.
Er bot den Zuhörern an, über die Hanns-Seidel-Stiftung Schulungen zu Haftungsfragen im Ehrenamt anzubieten.
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Abschließend bedankte sich MdB Stephan Mayer bei Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich mit einem kleinen Geschenk für sein Kommen und wünschte ihm gute Weiterreise über Landshut nach Rom...
203 Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer zu Gast in Haag - Der Bau der B15Neu ist in weiter Ferne! 12:40
Eine Lücke in der dicken Wolkendecke über Haag nutzten die Gegner der angedachten B15neu um sich vor der Zufahrt zum Festplatz aufzustellen.
Frau Flögel, nach unserem Kenntnisstand gibt es keine Pläne zum Bau der B15neu südlich der B12 und A94. Und auch aus Richtung Landshut ist noch keine Entscheidung über einen der vier Trassenvorschläge gefallen. (O-Ton)
Wogegen richtet sich dann Ihr Protest? (O-Ton)
Nun ist es ja so, daß besonders im Bereich Lengdorf auf der Strecke nach Rosenheim Umgehungsstraßen nötig sind und auch aus St. Wolfgang der Verkehr raus muß. Sind sie auch hier gegen Neubauten? (O-Ton)
Vielen Dank.
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Bevor Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer ankam, stellten sich schon Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber und MdB Stephan Mayer den Fragen der B15-Neu-Gegner.
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Haags Ortsvorsitzender Dr. Winfried Weiß konnte dann Dr. Peter Ramsauer begrüßen, den eine ganze Delegation in Empfang nahm. Nach kurzer Besprechung stellte sich Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer den B15neu-Gegnern. Sie überreichten ihm ein Schreiben mit ihren Anliegen. Er erklärte, daß die Straße zwar zum Bundesverkehrswegeplan angemeldet ist, ein Termin oder eine Realisierungsstufe aber nicht genannt ist und auch auf Jahrzehnte hinaus nicht ansteht.
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Winfried Weiß lud ins Restaurant des einen Festzelts ein, wo die Mitglieder des CSU Ortsvereins und der Kreis-CSU Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen hatten.
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Nach kurzer Zeit gings rüber ins Festzelt Furch, wo schon eine große Zahl Zuhörer wartete.
Die Lindener Dorfmusik begleitete die Gäste ins Zelt wie jedes Mal, wenn ein „Dr. Peter“ kommt....
Zum Auftakt in den Endspurt des Wahlkampfes gabs erst einen Schluck Bier.
Dann begrüßte Dr. Winfried Weiß zum fünften Haager Herbstfest den fünften prominenten CSU-Politiker. Im Raum Haag und in ganz Südostbayern gibt es viele Themen, die in Dr. Peter Ramsauers Ministerium behandelt werden: Neben Geld für die Verkehrsprojekte sind das auch Gelder für die Sanierung des Haager Schloßturmes, des Zehentstadels und die Neugestaltung der Hauptstraße – viel Grund zu Danken also.
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Dr. Marcel Huber wollte vieles nicht ansprechen, weil es Themen sind, zu denen auch Dr. Peter Ramsauer sprechen soll.
Vor einem Jahr hatte er hier angekündigt, auf dem Gelände der ehemaligen Deponie Schachenwald einen Öko-Solarpark zu errichten, mit dem man der Bevölkerung die neue Technik demonstrieren kann. Das hat sich durch das EEG verzögert. Jetzt wird geplant. Mitte kommenden Jahres wird die Anlage in Betrieb genommen, die etwa eine Million Euro kosten wird.
Er warb um Verständnis für Dr. Peter Ramsauer, der aus allen Regionen Deutschlands mit Wünschen konfrontiert wird. Daß er trotzdem viel Geld nach Bayern schickt, ist nicht nur mutig sondern geradezu bewundernswert. Deshalb freue er sich auf einen unterhaltsamen und informativen Abend.
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Auch Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer freute sich über den zahlreichen Besuch.
Deutschland ist durch den starken Mittelstand so stark geworden. Die Politik der christlich-liberalen Koalition seit der Finanzkrise 2008 kann so schlecht also nicht gewesen sein. In Zeiten höchster Steuereinnahmen wollen andere trotzdem umfangreiche Steuererhöhungen! Das will die CSU nicht. Der Bund hat kein Einnahmenproblem sondern ein Ausgabenproblem. Deshalb gilt es am 22. September zu entscheiden, ob Deutschland weiter den Weg der Stabilität geht oder weiter Schulden macht und die Schulden anderer europäischer Länder übernimmt.
Er dankte Dr. Peter Ramsauer dafür, daß er immer ein offenes Ohr hatte, wenns um den Weiterbau der großen Verkehrsprojekte in der Region ging. Nicht nur, daß immer Geld für den Bau der A94 zur Verfügung stand, wenn Baurecht bestand, wurde auch der zweigleisige Bahnausbau fortgesetzt. Dafür stehen 140 Millionen Euro zur Verfügung.
Bei allem Wahlkampf sollte man bei der Wahrheit bleiben. Wenn dann der Vorsitzende des Verkehrsausschusses des deutschen Bundestages versucht, die Autobahn über die Finanzierung zu verhindern, dann gilt es, diese Kräfte abzuwählen. Grüne und SPD versuchen trotz Baurechts die A94 auf der Trasse Dorfen noch zu verhinden. (O-Ton Deshalb sind die beiden Wahlen Schicksalswahlen für die Zukunftsfähigkeit der gesamten Region. )
Er hoffte, daß Dr. Peter Ramsauer auch weiterhin als starker und mutiger Unterstützer der Region in der neuen Regierung Platz nehmen kann.
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Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer war bester Laune und hielt eine seiner launigen Bierzeltreden. Wahlwerbung kann man nie genug hören: Weder gute Wahlwerbung von der CSU noch schlechte Wahlwerbung von SPD und Grünen!
Er war gern nach Haag gekommen, weil Stephan Mayer in der Landesgruppe in Berlin eine hervorragende Arbeit macht. Julia Bartz wünschte er für die Wahl viel Erfolg. Erhält die CSU bei der Bundestagwahl 52% dann rutscht sie gerade noch in den Bundestag!
(45:45:00) Dr. Peter Ramsauer freute sich darüber, daß Dr. Winfried Weiß auch die Städtebauförderung erwähnt hatte, die oft übersehen wird. Zusammen mit dem Freistaat fördert der Staat hier zahlreiche Investitionen in ganz Deutschland. Diese Gelder helfen auch gleichwertige Lebensbedingungen auf dem flachen Land zu schaffen. Die kleinen Gemeinden und der ländliche Bereich darf nie vergessen werden. Das macht die CSU auch nicht, die dem ländlichen Raum sehr verpflichtet ist.
Er war stolz darauf, daß es Deutschland gut geht und Bayern noch besser. Das hat die internationale Automobilausstellung in Frankfurt eben wieder gezeigt, wo Aussteller aus 45 Ländern mit Bewunderung und ein bißchen Neid auf Deutschland geschaut haben.
Hinter solchen Leistungen stehen mutige und kompetente Menschen.
Es ist deshalb nicht egal, wer in München und in Berlin regiert.
Er kritisierte sehr öffentlich-rechtliche Fernsehsender, die dazu aufrufen, der Wahl fern zu bleiben. So etwas geht gar nicht! Dabei geht es um so viel: Rot-Grün will schließlich Eurobonds, also die Übernahme der Schulden von Griechenland, Italien und Spanien. Das wird’s mit der CSU niemals geben! (Applaus ) Das würde von heute auf morgen Deutschlands Bonität gefährden und dadurch die Zinsbelastung drastisch anheben.
Steuereerhöhungsforderungen der Roten und der Grünen erteilte er eine Absage. Schon heute tragen die Besserverdiener den Großteil des Steueraufkommens. Belastet man diese noch mehr, werden sie irgendwann gar nichts mehr bezahlen.
Auch die Abschaffung des Ehegattensplittings kann er – selbst glücklich verheirateter vierfacher Vater – niemals mittragen. Wer das Ehegattensplitting abschaffen will, legt Hand an die Fundamente unserer Gesellschaft!
Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer machen das Land nicht besser sondern schlechter! Es kann nicht das Ziel sein, den Fortbestand von Betrieben im Erbfall zu gefährden. Also: Hände weg von der Vermögenssteuer und der Erbschaftssteuer.
Wenn die Grünen bereits im Sinkflug sind, dann wünschte er ihnen eine sichere Landung. Es geht doch nicht an daß die Grünen die Politik als ideologisches Volkserziehunginstrument mißbrauchen! Ihre Verbotsorgie ist beinahe grenzenlos! Sogar ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen fordern sie zusammen mit der SPD. So eins wird es mit ihm niemals geben!
Dagegen kommt ab Januar 2014 die Mütterrente für Frauen, die vor 1992 geboren haben. Diese Rente wird stufenweise eingeführt und ist vollumfänglich finanziert.
Dann zitierte er aus Zeitungsausschnitten nicht-bayerischer Zeitung, die alle Bayern entweder lobten oder kritisierten aber eigentlich keine Gründe fanden, Bayern etwas Negatives nachzusagen. Das begann mit der Wirtschaft und endete mit dem FC Bayern noch lange nicht.
Ein Grund dafür ist das gute bayerische Bildungssystem zu dem sowohl die akademische als auch die berufliche Bildung gehören. Das alles bewirkt ein Wachstum das auch die Ökologie berücksichtigt.
Sogar die medizinische Versorgung ist in allen Regionen vorbildlich. Das hat der Bayerische Umwelt- und Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber geschafft.
Es gäbe vieles mehr, was Bayern so besonders macht. Etwa die Tatsache, daß Bayern seit 8 Jahren ohne neue Schulden auskommt und bis 2030 schuldenfrei sein wird. Das schafft Freiräume für Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Breitband-Internet. Und trotzdem hat Bayern noch den anderen armen Schluckern in ganz Deutschland geholfen. Und da haben die Berliner es noch immer nicht geschafft, ihren Flughafen fertig zu bauen. Dafür zahlen sie ein Begrüßungsgeld für Studenten. Die Klage gegen den Länderfinanzausgleich ist deshalb absolut gerechtfertigt!
Wenn ihm die Bild-Zeitung vorwirft, er würde Verkehrsprojekte vorwiegend in Bayern realisieren ist das genau das, was er will. Dabei braucht das stärkste Land in Europa auch die stärkste Verkehrsinfrastruktur! Dazu gehört auch die Renovierung der Bahnhöfe, die ihm die Bildzeitung als Wahlkampfaktion vorwirft.
Die heftigsten Vorwürfe kommen übrigens vom SPD-Landesvorsitzenden Florian Pronold und vom Grünen Dr. Toni Hofreiter. Der eine Schatten-Verkehrsminister und der andere Vorsitzender im Verkehrsausschuß des Bundestages. Florian Pronold wollte er sagen, die SPD ist weiter von einem Wahlsieg entfernt als Italien von einem ausgeglichenen Staatshaushalt!
Oder Hofreiter, der behauptet hatte, Ramsauer hätte Bayern überproportional mit Verkehrsmitteln bedacht. Dabei war es doch klar, daß nach der Wiedervereinigung die westlichen Bundesländer hinten anstehen mußten und es deshalb großen Nachholbedarf gegeben hat. Den galt es abzubauen.
Das haben die Kollegen in den Landesparlamenten auch so gesehen und mitgetragen.
Um mehr Geld in den Verkehrshaushalt zu bekommen muß nun einmal von allen Ausländern eine Maut erhoben werden, genau so, wie wir in Österreich und in Italien und in Kroatien auch zahlen müssen. Das durchzusetzen erfordert zwar einige Diskussionen mit Europa, ist aber zu schaffen. Genau so wie der Feuerwehrführerschein. Europarechtliche Bedenken sind schlicht Feigheit!
Nun wird das letzte Stück Autobahn von Pastetten bis Heldenstein in einem Stück gebaut. Ab 1. Januar 2016 wird mit dem Bau begonnen. Ende 2018 oder spätestens Mitte 2019 ist dieser Abschnitt dann fertig. Und zwar zu den ursprünglich benannten Kosten von etwa 380 Millionen Euro.
Hofreiters Phantasiezahl von über 900 Millionen Euro umfaßt die gesamte Betriebszeit von 30 Jahren und zwar für den gesamten Abschnitt von Pastetten bis Marktl. Er weiß es besser und verkauft nur die Öffentlichkeit für blöd!
Und weil die Gegner der B15neu dabei waren: Es gibt zwar Bauarbeitenan der B15neu von der A93 bis zur A92 also von Regensburg bis Landshut. Einen Vorentwurf gibt es von Landshut bis Geisenhausen. Wichtig ist, daß weitergebaut wird bis zur A94. Wie diese Straße aussehen wird, ist noch nicht entschieden. Auf jeden Fall gebaut werden müssen hochleistungsfähige Ortsumgehungen. Südlich der A94 Richtung Rosenheim gibt es noch nicht einmal ein Konzept. Vielleicht nach dem Jahr 2030. Dann ist aber keiner der Anwesenden mehr im Amt!
Abschließend war Dr. Peter Ramsauer stolz auf unsere bayerische Heimat und war sicher, das ist ein großer Verdienst der CSU-Regierungen in Land und Bund. Und weils noch nie 100%ige Zufriedenheit mit allen Parteibeschlüssen gegeben hat, sollte sich jeder Fragen, welche Partei die eigenen Interessen am ehesten vertritt. Diese Partei gilt es zu wählen. Die CSU macht nämlich Politik aus einem Guß von der Gemeinde bis nach Europa! Nur deshalb kann die CSU viele Lösungen erreichen, die andere nie schaffen werden. Und das alles kann die Zentrale der CSU in München entscheiden, ohne in Berlin nachfragen zu müssen!
Deshalb gilt, was Franz Josef Strauß immer gesagt hat: Die anderen müssen uns nicht lieben, sie brauchen uns nur zu fürchten!!!
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Nachdem Dr. Martin Huber die Zuhörer auf die Wahl eingestimmt hatte, dankte Dr. Winfried Weiß Dr. Peter Ramsauer für seinen engagierten Vortrag und überreichte ihm ein kleines Geschenk.
Die CSU schloß die Veranstaltung mit der Bayernhymne.
204 "Fireworks of Pipes & Drums – The spirit of Scotland" - Die Williamwood Pipe Band im Stadtsaal in Mühldorf 14:30
Seit 1946 gibt es die Williamwood Pipe Band, die damals als „Jungs-Band“ gegründet worden war, erklärte Moderatorin Jackie Reiley. Seit damals begleitet sie ihr Maskottchen überall hin: Joe Bananas.
Heute gehören Musiker von 7 bis 70 zur Band. Sie treten bei Konzerten und Veranstaltungen auf und beteiligen sich an Wettbewerben. Sogar an Weltmeisterschaften.
So spielten sie ein Stück nach dem anderen und begeisterten die Mühldorfer, die sie herzlich aufgenommen hatten und so zahlreich gekommen waren, daß kein Platz im Stadtsaal mehr frei war.
Die weltweit 4.beste Tänzerin Rebecca Thow tanzte zusammen mit Robin Watt den Fox-Tanz. Der zweite Tanz war über schrieben mit „Flame“
Das nächste Stück „The Battle of Auldearn“ erzählt die Geschichte einer Schottischen Protestgruppe aus dem 17. Jahrhundert Üblicherweise solo gespielt, brachten es diesmal zwei Bandmitglieder dar.
Die nächsten Stücke spielt die Williamwood Pipe Band häufig bei Wettbewerben. Die Besucher des Volksfestes haben sie sicher schon gehört.
Weltbekannt ist „Amazing Grace“, dessen Text John Newton verfaßt hatte, der Kapitän eines Sklavenschiffs war. Nachdem er am 10. Mai 1748 in schwere Seenot geraten und nach Anrufung des Erbarmens Gottes gerettet worden war, behandelte er zunächst die Sklaven menschlicher, gab nach einigen Jahren seinen Beruf ganz auf und wurde statt dessen Geistlicher. Zusammen mit William Wilberforce kämpfte er fortan gegen die Sklaverei.
Die Melodie, die heute „New Britain“ genannt wird, tauchte erstmals 1831 auf. Der Komponist ist unbekannt. Sie soll britische und amerikanische Wurzeln haben.
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Nach einer Pause sorgte die Pop-Formation der Band für andere Klänge: „Saltire-Beat“ Hier einige Ausschnitte.
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Den letzten Teil bestritt wieder die Williamwood Pipe Band mit Musik, die sie bei den Meisterschaften spielten. Zuletzt belegten sie bei den Schottischen Meisterschaften den fünften Platz, bei den Britischen Meisterschaften den vierten, und bei der Weltmeisterschaft unter 66 Bands den neunten Platz. Diese Erfolge machten sie sehr stolz.
Jackie Reiley lud die Zuhörer nach Schottland ein, in ihre Stadt, die ein bißchen wie Mühldorf ist: An einem Tag sonnig, am nächsten windig und regnerisch...
Die Wettbewerbsaison beginnt Anfang Mai und dauert bis Ende August. Diese Zeit ist ziemlich anstrengend. Kaum Zeit für Familie und Freunde. Trotzdem macht’s viel Spaß. Auch die Ausflüge nach Mühldorf, woher sie seit 1999 alle zwei Jahre gern kommen, jetzt also zum 7. Mal.
Die beiden Tänzerinnen setzten fort.
Das nächste Musikstück entstand zum 50. Gründungsjubiläum der Williamwood Pipe Band.
Trommelsalut brachten die sechs Musiker als nächstes.
Als sie erstmals 1999 nach Mühldorf kamen, wollten sie etwas Lokales spielen. Das war ein schwieriges Unterfangen. Sie spielten es besonders für Bürgermeister Günther Knoblauch, der seither zu einem guten Freund geworden ist.
Vier kurze Stücke folgten bevor sie mit der inoffiziellen schottischen Hymne schließen wollten: „The Flower of Scottland“
Das letzte Stück stammt von einem deutschen Komponisten und hieß ursprünglich „Die grünen Hügel von Tirol“: „Highland Cathedral“.
Ohne Zugaben ließen die etwa 650 Zuhörer die Williamwood Pipe Band aber nicht gehen. Drei Zugaben mußten schon noch sein. Und die erste Zugabe kannten die Zuhörer....
Die zweite Zugabe gab Major Andy Melvin alleine.
Und auch wenn die dritte Zugabe von einem einzigen Dudelsack kam, kochte die Stimmung nochmal so richtig hoch.
Die Mühldorfer konnten gar nicht genug bekommen von dieser besonderen Musik, die’s wirklich nur alle zwei Jahre in der Region zu hören gibt. Voraussichtlich wieder zum Volksfest 2015.
205 CSU in Mühldorf nominiert Stefan Lasner als Kandidat für die Wahl des Bürgermeisters 8:25 39
Seit dem Zusammenschluß der Ortsverbände Mühldorf und Altmühldorf sitzt Georg Grundner dem Ortsverband Mühldorf vor. Er freute sich, CSU-Kreisvorsitzenden Dr. Marcel Huber begrüßen zu können, der Tags zuvor mit dem bayernweit besten Ergebnis erneut in den bayerischen Landtag gewählt worden war. Seine Freude galt auch der neu gewählten Bezirksrätin Claudia Hausberger, zweitem Bürgermeister Paul Schwarz, Stadtratsfraktionsvorsitzender Ilse-Preisinger-Sontag allen weiteren Stadt- und Kreisräten der CSU und Landtags-Listenkandidat Dr. Martin Huber, der noch darauf warten mußte, ob er in den Landtag würde einziehen können. Er freute sich auch über Mößlings Ortsvorsitzenden Sepp Bernhart und weitere Vertreter seines Ortsverbandes.
Einstimmig bestimmten die Anwesenden Bundeswahlkreisgeschäftsführer Walter Göbl zum Wahlleiter. Er mußte zunächst eine Reihe Formalitäten regeln.
Seiner Aufforderung, einen Kandidaten vorzuschlagen folgten Georg Grundner und Sepp Bernhart gemeinsam.
Georg Grundner berichtete, daß der Ortsverband Mühldorf in seiner Sitzung vom 29.07. fast einstimmig beschlossen hatte, Stefan Lasner als Kandidat für die Wahl des Bürgermeisters vorzuschlagen. Mit Stefan Lasner präsentieren sie einen jungen Kandidaten, der durch seinen beruflichen und privaten Werdegang für das Amt des Bürgermeisters bestens geeignet ist. Er ist unbelastet und kann so das Amt mit neuen Ideen ausfüllen. Deshalb bat Georg Grundner die Stimmberechtigten, ihn mit einem starken Mandat ins Rennen zu schicken.
Sepp Bernhart unterstützte den Vorschlag im Namen des Ortsverbandes Mößling. Als junger, dynamischer Bürgermeister kann er die Stadt würdig vertreten. Er sicherte dem Ortsverband Mühldorf gute Zusammenarbeit zu und Stefan Lasner die Unterstützung des Ortsverbandes Mößling.
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Nachdem es keine weiteren Vorschläge gab, stellte sich Stefan Lasner vor. Er gratulierte zunächst Staatsminister Dr. Marcel Huber zu seinem überragenden Ergebnis und kündigte an, das auch in Mühldorf erreichen zu wollen. Wie man das macht, hat in den zurückliegenden Wochen Dr. Martin Huber gezeigt....
Seit der Wahl von Josef Federer 1966 stellte die SPD den Bürgermeister in Mühldorf. Er wurde drei Mal wiedergewählt. Seit 1990 war Günther Knoblauch Bürgermeister. Auch er gehört der SPD an. Zusammen war also fünf Jahrzehnte die SPD die bestimmende Kraft in Mühldorf.
Das soll sich nun ändern. Das gemeinsamen Ziel für Mühldorf muß heißen: (Mühldorf wird schwarz! – Applaus)
Dieser Wechsel soll sich am Grundsatz „Offen für Neues mit Blick auf Traditionelles“ orientieren.
Stefan Lasner kam im Dezember 1977 in Mühldorf zur Welt. Nach der Mittleren Reife absolvierte er eine Lehre zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel. Nach Abschluß dieser Ausbildung machte er sich mit einem Getränkehandel selbständig und nahm eine Beschäftigung bei einer Logistikfirma in Weiding auf. Seit einem Jahr ist er dort Niederlassungsleiter und trägt Verantwortung für 100 Mitarbeiter. Dort ist er dafür zuständig, daß alle Mütter in Deutschland pünktlich ihr Alete-Gläschen auf dem Tisch haben.
Daneben ist er in der Feuerwehr Altmühldorf aktiv, wo er erst Jugendwart war und seit Vorstand ist. Mit seinen beiden Kindern und seiner Ehefrau wohnt er in Mühldorf.
Wichtig ist ihm, seine Aufgaben zielorientiert, bürgernah und heimatverbunden zu verwirklichen. Dabei will er überzeugen und nicht überrumpeln. Er will mit klaren Aussagen punkten und soziale Kompetenz beweisen. Wie in der Feuerwehr will er für die Bürger Tag und Nacht da sein und seine Ideen jederzeit und transparent darstellen.
Dazu zeichnet ihn aus, daß er jung und unbelastet ist. Er kann zuhören, beurteilen und klare Entscheidugen auf der Basis erkannter Sachverhalte treffen. Mitarbeiter erachten ihn als diplomatisch. So sieht er das Amt des Bürgermeisters für sich nicht als Beruf sondern als Berufung.
Vor diesem Hintergrund will er die Stadt durch gesundes Wachstum ohne Rekordjagden auf eine gesunde Zukunft vorbereiten. Bedacht, überlegt und mit Maß. Erreichtes sichern und auf der Grundlage traditioneller Werte die Zukunft gestalten ist sein Grundsatz. So soll die Attraktivität der Stadt noch weiter gesteigert werden.
Bevor aber neue Investitionen getätigt werden, muß erst ein Kassensturz die Lage der Stadt aufzeigen. Erst dann kann die Diskussion darüber beginnen, welche Investitionen künftig in Angriff genommen werden können.
Nur mit dem Rückhalt durch seine Familie ist es möglich, sich voll und ganz auf das Amt des Bürgermeisters zu konzentrieren, Mühldorf zu verändern und weiterzubringen. Mit Stefan Lasner, als neuem Bürgermeister der Stadt Mühldorf am Inn. Damit das möglich wird, bat er die Stimmberechtigten um ihre Unterstützung.
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CSU Kreisvorsitzender und Staatsminister Dr. Marcel Huber hatte größtes Interesse daran, die wichtigen Bürgermeisterposten im Landkreis mit CSU-Leuten besetzt zu wissen. Deshalb war er selbst gekommen um Stefan Lasner zu unterstützen. Gerade weil er politisch ein unbeschriebenes Blatt ist, eignet er sich besonders als Kandidat für die Wahl des Bürgermeisters. Mit ihm sollte es doch möglich sein, die Nähe der CSU zu den Bürgern auch in der Stadt Mühldorf umzusetzen, was ihm selbst im Landkreis durch sein Wahlergebnis klar bestätigt worden ist.
Mit seiner Tätigkeit als Niederlassungsleiter hat Stefan Lasner gezeigt, daß er Menschen führen kann.
Er wollte drei Punkte besonders herausstreichen: Er ist ein „früher Unternehmer“, einer, der sich schon gleich nach dem Abschluß der Ausbildung selbständig gemacht hat. Das zeigt Unternehmergeist und Initiative. Eigenschaften, die es heute nicht mehr so oft gibt.
Außerdem hat er mit seiner Tätigkeit bewiesen, daß er hoch-komplexe Vorgänge beherrscht, Zusammenhänge verstehen und koordinieren kann und zuverlässig Arbeit erledigt.
Zudem zeichnet ihn aus, daß er in der Feuerwehr aktiv ist und das war Dr. Marcel Huber ohnehin sympatisch. So freute er sich darüber, daß sich die Ortsverbände Mühldorf und Mößling auf einen so potenten Kandidaten einigen konnten und bat um ein starkes Votum. Wenn sie alle zusammenhalten, ist die CSU in der Region gut unterwegs.
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Weitere Fragen von Siegfried Hümmrich und Georg Waldinger beantwortete Stefan Lasner mit Verweis auf sein Motto, „Offen für Neues mit Blick auf Traditionelles“.
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Dann stimmten die 52 Stimmberechtigten ab. Nach der Auszählung konnte Walter Göbl das Ergebnis bekanntgeben: 52 von 52 Stimmberechtigten hatten für Stefan Lasner gestimmt: 100%.
Nach der Bestimmung zahlreicher Unterzeichner des Wahlvorschlages und weiterer Unterstützer, und nachdem es keine Einwendungen gegen das Wahlergebnis gab, dankte Walter Göbl für die Mitwirkung und gab das Wort zurück an Georg Grundner.
Der war sicher, von dieser Veranstaltung geht ein starkes Signal an die Mühldorfer Bürger aus: Die CSU in Mühldorf schickt einen kompetenten Kandidatin ins Rennen um das Amt des Bürgermeisters. Stefan Lasner ist bereit, Bürgermeister von Mühldorf zu werden. Er ist einer, der das richtige „Ich-will-Gen“ hat. Ein kompetenter Macher, der mit Augenmaß klare Ziele verwirklichen, und Mühldorf in eine gute Zukunft führen wird.
206 "Leben im Krieg" - die 6. Geschichtage 2014 erinnern an den ersten Weltkrieg 8:10
Einen kleinen Vorgeschmack auf eine mögliche Ausstellung präsentierte das Kreismuseum anläßlich der Vorstellung des Konzepts für die Geschichtstage 2014.
Landrat Georg Huber, Fördervereinsvorsitzende und stellvertretende Landrätin Eva Köhr und Museumsleiterin Dr. Susanne Abel konnten aber nicht nur Konzept und Exponate präsentieren sondern auch den Schirmherrn: Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer.
Über seine Zusage, diese Funktion zu übernehmen, freute sich Landrat Georg Huber besonders. Nach den letzten Geschichtstagen 2011 bereiten Kreismuseum und „Forum Heimatforschung“ nun die sechsten Geschichtstage vor, die sich dem Thema widmen: (O-Ton Leben im Krieg – der Landkreis im ersten Weltkrieg)
Da im Kreismuseum nur ein begrenzter Fundus an Ausstellungsstücken vorhanden ist, bat Landrat Georg Huber die Landkreisbürger um Unterstützung. Er bat: (O-Ton daß sie uns ihre Dokumente ... zur Verfügung stellen)
Natürlich freuen sich Kreismuseum und „Forum Heimatforschung“ auch über alle Stücke, die ihnen die Leihgeber dauerhaft überlassen. Und natürlich freuen sie sich über jeden, der aktiv an der Geschichtsarbeit mitarbeiten will.
Obwohl die Geschichtstage erst im November 2014 stattfinden, müssen schon jetzt die Kosten überschlagen werden um sie im Kreishaushalt 2014 berücksichtigen zu können.
Die Geschichtstage sind für die Landkreisbürger und die Schulen nötig um die eigene Geschichte kennenzulernen und sie an die Nachkommen weitergeben zu können. Oft geht dieses Wissen leider verloren, weil sich niemand darum kümmert. Beginnt aber jemand damit, die lokale Geschichte zu erforschen, entsteht plötzlich großes Interesse das viele motiviert, sich selbst einzubringen. Auf diesen Effekt hoffte Landrat Huber und war sicher, die Geschichtstage sind dazu ein wichtiger Anstoß.
Und letztlich entsteht aus der Aufarbeitung der Geschichte die Erkenntnis, wie wertvoll der Friede seit 1945 ist und wie wichtig es ist, diesen längsten Frieden in Europa zu erhalten.
Für ihre jahrelangen Anstrengungen dabei und beim Aufbau des Geschichtszentrums dankte Landrat Georg Huber seiner Stellvertreterin Eva Köhr und Dr. Waltraud Schreiber, die maßgeblichen Anteil daran hatten. Trotz der bereits geleisteten Arbeit ist noch immer viel zu tun.
Landrat Georg Huber war auch sicher, daß sich Dr. Susanne Abel langsam in die Herzen der Geschichtsarbeiter im Landkreis hineinbohrt und langsam ihre Befindlichkeiten kennen- und sie dadurch verstehen lernt.
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Schirmherr Stephan Mayer erachtete es als große Ehre, die Schirmherrschaft für die Geschichtstage übernehmen zu dürfen. Besonders deshalb, weil sie sich mit dem ersten Weltkrieg beschäftigen werden, der in der öffentlichen Wahrnehmung häufig hinter dem zweiten Weltkrieg rangiert. Dabei heißt es, der erste Weltkrieg war die Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts durch die der zweite Weltkrieg erst ausgelöst wurde.
Beide Kriege im 20. Jahrhundert haben in Europa und in Rußland Millionen Opfer gefordert. Das alles hat mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges begonnen.
Obwohl das alles 100 Jahre zurückliegt, ist es enorm wichtig, sich die Gründe ins Bewußtsein zu rufen, die diese Katastrophen ausgelöst haben.
Auch MdB Stephan Mayer rief die Landkreisbürger auf, in Kellern und auf Dachböden nachzuschauen, welche Gegenstände aus dieser Zeit noch vorhanden sind und was dazu beitragen könnte, diese Zeit und ihre Folgen zu verstehen.
Er lud schon jetzt ein, die Geschichtstage vom 6. bis 16. November 2014 zu besuchen und sich selbst ein Bild vom Leben in der Region währen des ersten Weltkrieges zu machen.
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Fördervereinsvorstand und stellvertretende Landrätin Eva Köhr erinnerte an die vorangegangenen Geschichtstage. Mit den Geschichtstagen beabsichtigte sie und Professor Waltraud Schreiber, die Geschichtsarbeit der gesamten Landkreisbevölkerung nahe zu bringen. Nach dem ersten Geschichtstag 2005 in Waldkraiburg, dessen Ergebnis eine Dokumentation mit Zeitzeugenaussagen über die Nachkriegszeit war, folgte der zweite Geschichtstag im Haberkasten in Mühldorf unter dem Motto „Frisch auf!“. Er beschäftigte sich mit der Geschichte der Vereine im Landkreis. Die Wanderausstellung zu diesem Thema wurde in vielen Orten im Landkreis gezeigt. Ein weiteres Thema war die Technisierung des Landkreises, etwa der Bau der Bahnstrecke und des Innkanals.
Die Geschichtstage 2008 in der Hauptschule in Gars befaßten sich mit dem Nationalsozialismus im Landkreis. Zum damaligen Rekordbesuch trugen auch viele Gäste aus Ungarn bei.
Die nächsten Geschichtstage ab 2009 organisierte Dr. Susanne Abel, die damals die Leitung des Kreismuseums übernommen hatte, zusammen mit den Mitgliedern des „Forums Heimatforschung“.
Sie stellte die Geschichtstage 2014 vor, die darstellen sollen, wie sich der erste Weltkrieg auf die Menschen im heutigen Landkreis Mühldorf ausgewirkt hat. Wie haben damals die Soldaten, ihre Frauen und Kinder, Eltern, Geschwister, Freunde und Bekannte diese Zeit erlebt. Wie war das, als Mitte August, mitten in der Erntearbeit die Männer einberufen und die Pferde requiriert wurden?
Viele Fragen ranken sich darum, wie die Arbeitskräfte ersetzt wurden, und wie Heimkehrer ihre Erlebnisse verarbeitet haben. Auf all diese Fragen suchen die Organisatoren der Geschichtstage Antworten. Im eigenen Fundus und bei den Landkreisbürgern.
Tagebücher, Briefe, Feldpostkarten oder andere Postkarten würden helfen, ein Bild vom Leben im ersten Weltkrieg zu entwerfen. Helfen würden aber auch Erzählungen von Großeltern, die noch lebende Personen wiedergeben könnten.
Alle Unterlagen werden wissenschaftlich bearbeitet und nachher an die Eigentümer zurückgegeben. Wie das geschieht, erläuterte Dr. Susanne Abel später an Hand von mehreren Beispielen.
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Mit ins Boot genommen werden sollen zahlreiche Partner aus den Bereichen Politik und Hochschulen.
Die Eröffnung findet am Donnerstag dem 6. November 2014 statt. Die Abschlußveranstaltung am 16. November. Dazwischen werden Ausstellungen, Filmvorführungen, Theateraufführungen und weiteres veranstaltet. Es sollen alle modernen Medien genutzt werden, um den Besuchern die Thematik nahezubringen. Schon jetzt geplant sind vier Ausstellungen: Je eine im Kreismuseum und in Neumarkt-St. Veit und zwei in Waldkraiburg. Natürlich steht das Programm noch lange nicht fest, so daß Anregungen gern aufgegriffen werden.
Abschließend erläuterte Dr. Susanne Abel an Hand von Feldpostkarten und dem Tagebuch von Josef Mangstl aus Gars welche Unterlagen und Erinnerungsstücke sie suchen. Josef Mangstl war als Sanitäter an der Westfront dazu eingesetzt, Verwundete zu retten und in Lazaretts zu transportieren. Das Tagebuch wurde zunächst kopiert und dann entziffert und neu verfaßt.
Dr. Susanne Abel zitierte aus Josef Mangstl’s Tagebuch.
Oder dieses Fotoalbum, das das Leben eines Soldaten zeigt, der aus einer Beziehung einer Landkreisbürgerin mit einem russischen Kriegsgefangenen entstanden ist, und der im zweiten Weltkrieg für das deutsche Heer in Rußland gekämpft hat und dort auch gefallen ist.
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Landrat Georg Huber war überzeugt, die Geschichtstage 2014 werden ein neuer Meilenstein in der Geschichtsarbeit im Landkreis. Allerdings hängt der Erfolg in großem Maß davon ab, welche Exponate die Landkreisbürger beisteuern können.
207 An 10 Schulen mehr: Lehrkräfte packen bei Byodo 3.000 Bio-Brotboxen 7:00
Lange bevor‘s richtig los ging machten sich die Lehrkräfte und Eltern aus den drei Landkreisen Mühldorf, Altötting und Traunstein schon bei einem Gläschen Holundersekt miteinander bekannt.
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Sandra Maier, bei Byodo zuständig für das soziale Engagement freute sich über so viele engagierte Helfer und Sponsoren, die alle mithelfen wollten, Schulanfängerinnen ein gesundes Frühstück einzupacken. Zudem freute sie sich über die Teilnahme von Mühldorfs zweitem Bürgermeister Paul Schwarz, der Schulamtsdirektoren Paul Schönstetter und Bernhard Glaser und natürlich über die Inhaberin der Firma Byodo Andrea Sonnberger.
Da die meisten schon „alte Packhasen“ waren, also auch schon in den vergangenen Jahren dabei waren, wußten sie Bescheid und brauchten keine große Einweisung mehr.
Gemüse-Sponsor Fritz Huber vom Chiemgauer Naturkosthandel mußte um Verständnis für die Qualität der Bio-Karotten aus dem Dachauer Land und die Äpfel vom Bodensee bitten, die unter dem schwierigen Wetter im Frühling gelitten hatten und sicher nicht EU-konform waren.
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Mühldorfs zweiter Bürgermeister Paul Schwarz dankte allen Sponsoren, die es auch in diesem Jahr ermöglicht haben, Schulanfängern gleich von Anfang an die Bedeutung gesunder Ernährung aufzuzeigen. Tatsächlich gibt es noch immer Kinder, die ohne Frühstück in die Schule kommen. An der Mittelschule Mühldorf etwa sorgen Sponsoren für ein Frühstück für diese Kinder. Er dankte den Schulämtern für die Freistellung der Lehrkräfte, was besonders am Schuljahresanfang sicher nicht so einfach war. Damit wünschte er den Anwesenden viel Spaß beim Packen.
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Wenn die Schule beginnt, ist auch „Byodo-Brotbox-Zeit“, meinte Mühldorfs Schulamtsdirektor Paul Schönstetter. Zum vierten Mal können sie sich nun mit dem dekorativen Häubchen schmücken und die tolle Idee unterstützen, Schulanfängern eine gesunde Brotzeitbox zu packen. Dafür dankte er allen Sponsoren und Helfern und hoffte auf viel Spaß in der kommenden Stunde.
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Auch Altöttings Schulamtsdirektor Bernhard Glaser freute sich über das gemeinsame Engagement von Schulen, Lehrern und Eltern. Die Bio-Brotboxaktion startete 2002 bundesweit. Heute packen Lehrkräft und Eltern 100-tausende Bio-Brotboxen in ganz Deutschland. Vielleicht gelingt es ja in diesem Jahr, die rekordverdächtig kurze Packzeit des vergangenen Jahres noch einmal zu toppen???
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Schulrat Klaus Biersack aus Traunstein freute sich, daß dieses Mal 10 Schulen mehr aus seinem Landkreis an der Aktion teilnehmen. Traunstein holt den späteren Einstieg in die Bio-Brotboxaktion langsam auf, war er sicher.
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Die alten Packhasen freuten sich dann besonders auf die, so „kleidsamen Hygiene-Häubchen“ und die Handschuhe, die die Früchte sauber halten sollten.
Wie in den Jahren zuvor teilten sich die Helfer auf vier Packstraßen auf: Drei lange und eine kurze, die den Schulleitern und Verantwortlichen vorbehalten war.
Im Fließbandverfahren entnahm die erste Station die Kunststoffboxen aus den Kartons und öffnete sie. Die zweite Station legte ein Anweisungsblatt ein, die dritte fügte Karotten dazu und so weiter. Zweiter Bürgermeister Paul Schwarz verpackte die fertigen Brotboxen und sorgte dafür, daß sie ins Lager gebracht wurden, wo die Mitarbeiter der Firma sie für die einzelnen Schulen abgezählt bereitstellten.
Auf dem Einlegeblatt sind die Zutaten und ihr besonderer Wert für die gesunde Ernährung erklärt. Dazu kommt ein Apfel, Tee, eine Karotte, Krunchy’s von der benachbarten Firma Barnhouse und ein Snack von Byodo.
Man sah schnell, wie geübt die Helfer inzwischen waren: Niemand brauchte mehr Anweisungen oder Instruktionen. Alles funktionierte wie am Schnürchen – wie am Fließband eben.
In diesem Jahre waren 1.000 Boxen mehr zu packen als 2012: 3.000 Stück. Das schafften die Helfer in nur unwesentlich längerer Zeit als vor einem Jahr. Sie waren so schnell, daß die Mitarbeiter der Firma Byodo im Lager mit der Verteilung auf die einzelnen Schulen kaum Schritt halten konnten, die zu jeder Bio-Brotbox zusätzlich einen Stundenplan beilegten.
Immer mehr fertige Lieferungen standen zur Abholung bereit.
Im selben Maß reduzierten sich die Vorräte bei den Packern.
Die Schulamtsdirektoren, Schulräte und Schulleiter arbeiteten einträchtig nebeneinander und waren mindestens genau so schnell wie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sogar die Kinder waren voll Eifer dabei.
Bürgermeister Paul Schwarz holte irgendwann den letzten leergewordenen Karton um ihn mit vollen Bio-Brotboxen wieder zu befüllen.
Schulamtsdirektor Paul Schönstetter war fast sicher, das wird ein neuer Rekord! Und tatsächlich brauchte das Team nur unwesentlich länger für 3.000 Bio-Brotboxen als vor Jahresfrist für 2.000.
Das freute natürlich auch Sandra Maier, die die Helfer zu Kaffee und Kuchen einlud um damit die Zeit zu überbrücken, die die Mitarbeiter im Lager noch benötigten um die letzten Bio-Brotboxen auf die Empfängerschulen zu verteilen. Das ließen sich die Damen nicht zweimal sagen.
So können nun zum vierten Mal die ABC-Schützen in den Landkreisen gleich von Anfang an erleben, was ein gesundes Schulfrühstück ausmacht. Und das in noch mehr Schulen als im Vorjahr
208 Das IHK-Gremium Altötting Mühldorf bei Fliegl Agrartechnik: Etylen-Pipeline - InnDoc - AusBildungsexpress 10:50
In der neuen riesigen Ausstellungshalle konnte IHK-Gremiumsvorsitzende Ingrid Obermeier-Osl viele Gäste begrüßen. Zunächst stand die Besichtigung des Werkes an, das dort in den zurückliegenden Jahren entstanden ist und im Juni eingeweiht wurde.
Inhaber Josef Fliegl stellte sein Unternehmen kurz vor, das seinen Sitz aus Töging nach Mühldorf verlagert hat. 280 Mitarbeiter produzieren hier vorwiegend landwirtschaftliche Anhänger. Dazu zählen allerdings eine Fülle Varianten, von kleinen Anhängern für Gärtnereien bis zu großen Gülle-Fässern und sogenannten Abschiebern reicht das Produktspektrum. Daneben produziert Fliegl technische Ausrüstung für Biogasanlagen. Um das Know-How im Haus zu halten, verzichtet Fliegl auf Zulieferer und fertigt Fliegl den Großteil der Produkte selbst.
Verkauft wird weltweit. Dazu unterhält Fliegl eigene Niederlassungen in vielen Ländern der Welt.
Wegen der großen Entfernungen auf dem Werksgelände, nahmen die Gremiumsmitglieder auf einem „Besucherzug“ Platz.
Josef Fliegl selbst erläuterte die Einrichtungen auf dem knapp 8 Hektar großen Gelände wo es zunächst vorbei ging am Parkplatz mit Fertigprodukten. Auf der Auslieferhalle und auf dem Werksgelände verfügt Fliegl über Photovoltaikanlagen mit einer Spitzenleistung von knapp 1,3 Megawatt.
Auf dem halbfertig-Lager warten zahlreiche Anhängerrahmen auf das Verzinken. Das läßt Fliegl von drei spezialisierten Firmen ausführen.
Bleche werden mit Lasertechnik zugeschnitten. Hier werden Teile verschweißt, gebogen und auf der anderen Seite gereinigt und lackiert.
Beeindruckend ist das Reifenlager in dem Reifen und Felgen unterschiedlichster Größe auf ihren Einsatz warten.
Im Hochregal lagern die Bauteile, die später in die Anhänger eingebaut werden.
Hier warten die fertigen Anhänger auf ihre Auslieferung.
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Im Vortragssaal stellte Josef Fliegl das Unternehmen vor, das erst 1975 in Kastl bei Altötting gegründet wurde. Seither entstanden Werke in Triptis, im ungarischen Abda und in Töging. Zahlreiche Firmen gehören heute zur Fliegl-Gruppe, die mit der Eröffnung des Werks in Mühldorf ihre Weiterentwicklung noch lange nicht abgeschlossen sieht.
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Ingrid Obermeier-Osl dankte Josef Fliegl für die ausführliche Vorstellung des Unternehmens und überreichte ihm und seiner Gattin Maria Blumen und eine drei-Liter-Flasche Mühldorfer Weißbier. Sie wünschte dem Unternehmen weiterhin viel Erfolg, der Gruppe guten Zusammenhalt und immer die Aufträge, die sie brauchen. Es gibt schließlich selten ein Unternehmen, das auf einmal eine so große Investition tätigt. Damit leitete sie zur Sitzung des IHK-Gremiums über.
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Zunächst erinnerte Ingrid Obermeier mit einer Schweigeminute an den verstorbenen Präsidenten der IHK für München und Oberbayern. Professor Erich Greipl war ein sehr streitbarer Vertreter der Industrie- und Handelskammer, war hoch angesehen und weithin geachtet.
Zu seinem Nachfolger hat die Vollversammlung der IHK am 3. September den 62-jährigen Unternehmer Dr. Eberhard Sasse gewählt. Er wurde damit Präsident von 360.000 Unternehmen im Raum München und Oberbayern und auch Präsident der bayerischen Industrie- und Handelskammern, die 900.000 Unternehmen vertritt. Sie wünschte Dr. Sasse für seine Tätigkeit das Allerbeste und viel Erfolg und sicherte ihm die Unterstützung des gesamten Präsidiums zu.
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Ingrid Obermeier-Osl zeigte sich erfreut über das Ergebnis der Landtagswahl und gratulierte Staatsminister Dr. Marcel Huber, Dr. Martin Huber und Ingrid Heckner zur Wahl in den neuen Landtag. Sie gratulierte auch Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch, der in den Landtag nachrückt, wenn Christian Ude seine Ankündigung wahr macht und sein Mandat nicht annimmt.
Mit so starker Vertretung im Landtag wird es sicher möglich sein, die wirtschaftliche Situation in der Region zu erhalten. Sie werden viel zu tun haben, die Probleme zu lösen: Überbürokratisierung, die Sicherung einer bezahlbaren Energieversorgung, die Substanzbesteuerung und Hindernisse beim Zuzug von Arbeitskräften bedrohen die Entwicklung der Wirtschaft in der Region.
Abschließend lud sie zum diesjährigen Wirtschaftsempfang am 24. Oktober ins Haus der Kultur in Waldkraiburg ein, der inzwischen ein „Muß-Termin“ für jeden Unternehmer in der Region ist!
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Albert Schauer von der Gendorfer Firma Infraserv erläuterte die Bedeutung der neuen Etylen-Pipeline für die chemische Industrie in der Region. Das gasförmige Etylen spielt in der chemischen
Industrie eine große Rolle. Seit der Inbetriebnahme der 370 Kilometer langen Etylenpipeline von Ludwigshafen bis Burghausen besteht in Mitteleuropa ein Netz, das von der Nordsee bis an die österreichische Grenze reicht.
Diese Pipeline hat die Attraktivität des Chemiedreiecks erheblich gesteigert, Investitionen in Milliardenhöhe generiert, die Ansiedelung neuer Unternehmen ermöglicht und damit Arbeitsplätze geschaffen und gesichert.
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Erst seit Kurzem ist Maximilian Heimerl Leiter des Beruflichen Schulzentrums in Mühldorf. Er hatte von seinem Vorgänger Ludwig Ecker aufgetragen bekommen, Einladungen des IHK Gremiums auf jeden Fall zu folgen. Er stellte sich den Mitgliedern vor und sicherte die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit zu, wie sie Ludwig Ecker schon jahrelang gepflegt hatte.
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IHK Niederlassungsleiter Dr. Robert Obermeier berichtete von einer Umfrage, die die IHK vor den Wahlen durchgeführt hatte. Ihre Ergebnisse werden am 17. Oktober dem neuen bayerischen Ministerpräsidenten vorgetragen, der dann der IHK seinen Antrittsbesuch abstatten wird.
Nach Ansicht der Unternehmen muß sich die neue Staatsregierung zuerst darum kümmern, die Energiewende so zu gestalten, daß die Energie bezahlbar bleibt. Die Steuerverwaltung muß effizienter gestaltet, und die Verkehrsinfrastruktur ausgebaut werden. Neben weiteren Anliegen fordern die Unternehmen die Reduzierung von Staatsausgaben.
Mit Schulnoten bewerten die bayerischen Unternehmer die berufliche Schulausbildung mit 2,1, die Voraussetzungen für Forschung und Entwicklung mit 2,3 und die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen und die Verkehrsinfrastruktur mit 2,5. Unzufrieden sind die Firmen mit der Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften.
Diese Graphik zeigt, daß Änderungen beim Ladenschluß und beim Betreuungsgeld den Großteil der Unternehmen nicht interessieren wogegen der Landesentwicklungsplan doch eine große Mehrheit bewegt. Wichtig finden die Unternehmer auch den Kampf gegen die Substanzbesteuerung und die Verbesserung der Möglichkeiten zum Zuzug ausländischer Arbeitskräfte. Sie befürworten die Einführung einer Autobahn-Maut für ausländische PKW-Fahrer.
Ähnliche Antworten brachte die Frage nach der Beurteilung der Arbeit der Staatsregierung durch die Unternehmer.
Eine bundesweite Umfrage erbrachte ähnliche Ergebnisse.
Wie bereits im Sommer gemeldet, sind noch immer 10.000e Lehrstellen unbesetzt. Das resultiert einerseits aus der gestiegenen Zahl der Ausbildungsstellen aber auch von der rückläufigen Zahl Bewerber. Nach Angaben der Agentur für Arbeit stehen derzeit 10.000 offenen Stellen 5.000 Ausbildungssuchende gegenüber. Anfang September haben in Oberbayern etwa 15.000 Berufsanfänger eine Lehre bei IHK-zugehörigen Firmen aufgenommen.
Abschließend wies Dr. Robert Obermeier auf die Einführung des SEPA-Zahlungssystems hin, das zum 1. Februar 2014 umfangreiche Änderungen für die Unternehmen bringen wird.
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Ausbildungsberater Michael Rumpff stellte den Bildungsexpress vor der am 9. November zum zweiten Mal fahren wird. Dabei gibt es mehrere Neuerungen: Er startet in Schwindegg um auch die Ausbildungssuchenden aus dem westlichen Landkreis mitzunehmen. 28 Ausbildungsbetrieben können dann 200 Schülern und Eltern ihre Angebote unterbreiten. Viele der Unternehmen sind zum zweiten Mal dabei, manche haben abgesagt und wurden durch andere ersetzt.
Der Zug fährt von Schwindegg über Mühldorf nach Burghausen und dann nach Salzburg. Einen Speisewagen wird’s nicht mehr geben.
Der Aufenthalt in Salzburg wird verkürzt, weil sich gezeigt hatte, daß doch das Interesse an der Berufsfindung das touristische Interesse überwiegt.
Schon im Vorfeld werden IHK und Unternehmen die Mittelschulen in beiden Landkreisen besuchen und erläutern, wie man am AusBildungsexpress teilnehmen kann.
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Das Jungunternehmer-/Gründernetzwerk, das anläßlich des letztjährigen Wirtschaftsempfangs initiiert wurde, ist inzwischen auf über 100 Mitglieder angewachsen, berichtete Sonja Gehring. Die Teilnehmer haben sich seither vier Mal getroffen und gründerspezifische Themen besprochen. Das Jungunternehmernetzwerk, das von den Wirtschaftsförderabteilungen der Landratsämter, der HWK und der IHK moderiert wird, versteht sich als Einstiegshilfe in die Selbständigkeit und motiviert die Mitglieder nach einem Jahr Mitgliedschaft zu den Wirtschaftsjunioren zu wechseln.
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Carmen Kretnik ist seit Kurzem bei der IHK als Beraterin für Energie, Innovation, Umwelt und IT tätig. Sie stellte ihre Angebote vor und motivierte die Mitglieder des Gremiums ihre vielfältigen Dienste in Anspruch zu nehmen.
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Im letzten Tagesordnungspunkt zeigten Karin Hanf und Dr. Wolfgang Richter die Problematik der alternden Hausärzte im Landkreis auf. Geschieht nichts, wird die Zahl der Hausärzte von 2012 bis 2017 von 82 auf 56 sinken, was natürlich eine erhebliche Verschlechterung der Versorgung der Bevölkerung bedeutet.
Sie stellten die Initiative „InnDoc“ vor, über die wir mehrfach berichtet haben und motivierten die Mitglieder des IHK-Gremiums, durch ihre Mitgliedschaft dazu beizutragen, neue Hausärzte in den Landkreis zu bekommen. Damit würden sich auch für ihre Mitarbeiter die Lebensqualität verbessern und könnten so dazu beitragen, daß sie sie halten, und leichter neue anwerben können.
Ingrid Obermeier-Osl unterstützte die Initiative InnDoc und bat die Mitglieder, auch zu unterstützen.
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Das nächste Mal sehen sich die Mitglieder des IHK-Gremiums also am 24. Oktober zum alljährlichen Wirtschaftsempfang im Haus der Kultur in Waldkraiburg.
209 So weit sind die aktuellen Projekte der Stadtbau Waldkraiburg - Eine Besichtigungstour 6:55
Zu einer öffentlichen Aufsichtsratssitzung lud die Stadtbau Waldkraiburg kürzlich zunächst in das Wohngebäude an der Richard Wagner Straße 29 in Waldkraiburgs Süden.
Dort wartete schon Stadtbau-Geschäftsführer Hermann Karosser.
Zunächst mußte CSU-Stadtrats-Fraktionsvorsitzender Anton Sterr den Aufsichtsratsvorsitzenden Bürgermeister Siegfried Klika entschuldigen. Er freute sich aber, die Mitglieder des Aufsichtsrates und die Mitarbeiter der Stadtbau so zahlreich begrüßen zu können. Vier Bauprojekte sollten an diesem Nachmittag besichtigt werden.
Da derzeit so viele so große Projekte laufen, wollten sie sie der Öffentlichkeit vorstellen, meinte Hermann Karosser.
Zunächst stellte Josef Grundner das Wohngebäude vor, das 38 Wohnungen mit einer gesamten Wohnfläche von 2601 Quadratmetern bietet. Seit Dezember 2012 werden hier 3,28 Millionen Euro in die Verbesserung der Wohnqualität investiert. Da 26 Gewerke betroffen sind, würde es zu weit führen, alles aufzuzählen. Die offensichtlichsten Verbesserungen sind neue Bäder, neue Küchen, neue dreifach-verglaste Fenster und Terrassentüren, neue Bodenbeläge, eine komplette Neuinstallation der Elektrotechnik sowie eine neue Kabine für den Aufzug.
Im November sollen die Arbeiten beendet sein und die Wohnungen bezogen werden können. Wichtig ist, daß das Gebäude an der Geothermie angeschlossen ist und somit auf Jahrzehnte hinaus umweltneutral beheizt werden kann. Trotzdem konnten die Heizkosten nicht wesentlich gesenkt werden.
Hermann Karosser beklagte die Kostensteigerung im Bauwesen, die von Abschnitt zu Abschnitt um 200.000 Euro gestiegen sind. Das resultiert auch aus der guten Auftragslage der beauftragten Firmen.
Allerdings hatte die abschnittsweise Durchführung der Modernisierung den Nebeneffekt, daß Erkenntnisse aus den vorangegangenen Abschnitten in die nachfolgenden eingebracht wurden.
Die Miete für die Wohnungen steigt leicht von 4 Euro 50 pro Quadratmeter auf 4 Euro 65. Damit sind die Kosten knapp zu decken.
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Nebenan entsteht „Megakiss“, eine Mehrgenerationenanlage für Kinder und sportliche Senioren.
Hier hat die Stadt auf einer Fläche von 600 Quadratmetern 591 Kubikmeter Erde bewegt, auf 650 Quadratmetern Kies eingebracht und Randeinfassungen eingebaut. Das ausgehobene Material wurde um die Anlage herum aufgeschüttet und dient so auch als Spielplatz und Lärmschutz.
Ab dieser Woche wurde der Kunststoffboden verlegt. Spielgeräte und Fitnessgeräte für jung und alt werden hier für Unterhaltung und Abwechslung sorgen. UWG-Fraktionsvorsitzender Gustl Schenk probierte es gleich aus während Thomas Hirn mal gleich die „Supernova“ vorführte, auf der zu balancieren nicht ganz einfach ist.
Bürgermeisterkandidat Harald Jungbauer meinte da: (O-Ton Nicht geeignet für Bürgermeisterkandidaten im Wahlkampf!!! ) Richard Fischer hat’s darauf hin erst gar nicht probiert!
Um die Kosten von 315.000 Euro zu decken, haben Leader und zahlreiche Sponsoren aus Waldkraiburg und dem Landkreis mitgewirkt. Am 31. Oktober wird Einweihung gefeiert. Bis dahin können Interessierte schon einmal die besondere Homepage für dieses Projekt besuchen, die die Stadt unter www.megakiss.de eingerichtet hat.
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Das nächste Projekt ist der Umbau der ehemaligen Knopffabrik für die Volkshochschule, die hier ihren Gesundheitspark und die Verwaltung unterbringen wird.
Mit Eigenleistungen im Wert von 26.500 Euro und Fremdleistungen für 145.000 Euro konnten die Räume hell und freundlich gestaltet werden, die jetzt auf 630 Quadratmetern Übungsräume, Sanitärräume und Lagerräume bieten. Viel Aufwand war für den Brandschutz nötig, Energiesparmaßnahmen mußten deshalb zurückstehen.
Auch hier wurden neue punktelastische Böden eingebaut, die Türen erneuert, die Wände neu gestrichen, Trennwände entfernt und die WC-Anlagen abgebrochen und neu gebaut.
Dabei wurde Wert gelegt auf moderne funktionale Gestaltung, wie hier etwa der Lüftungsanlagen in den Duschräumen.
Übrigens freute sich Walter Lode darüber, daß dieses historische Gebäude weiter „Knopffabrik“ heissen wird. Es ist ja tatsächlich ein Denkmal der aufstrebenden Industriestadt nach dem Krieg.
Und weil die Spiegel halt alles verraten, haben wir uns lieber hinten angestellt.....
(O-Ton Harry und Toni)
Noch bis Weihnachten im Bau sind die Büroräume für die Verwaltung, die hier ab Anfang 2014 ihre Arbeit aufnehmen wird.
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Zuletzt besichtigten die Mitglieder des Aufsichtsrates die neue Aussegnungshalle am Waldfriedhof. Das neue Gebäude wurde in Eigenleistung der Stadtbau erstellt. Für Planung und Bauleitung fielen 130.000 Euro an.
Auf zwei Mal gut 22 Quadratmetern können Angehörige hier Abschied von ihren Verstorbenen nehmen. Weil auch das inzwischen immer moderner geschieht, werden umfangreiche Multimediaanlagen in eine Mediensäule eingebaut – Beamer inklusive! Die Klimaanlage sorgt für angenehme Temperaturen. Die künstlerische Gestaltung hat Irmi Seidl übernommen, die schon schwer daran arbeitet. Auch hier soll noch im Oktober Einweihung gefeiert werden.
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Eine ganze Reihe Projekte will die Stadtbau also noch 2013 abschließen, die viele Bereiche in Waldkraiburg verbessern werden. Das erforderte viel Arbeit und verleitete Thomas Hirn zu der Ankündigung, er wird nach der letzten Inbetriebnahme für den Rest des Jahres Urlaub nehmen. Ob das aber geht, wußte sein Chef Hermann Karosser noch nicht....
210 Farbdichtungen von Gernot Sorgner in der Galerie der Kreisklinik 9:10
Nach seiner „plastischen Phase“ ist Kunstvereinsvorstand Gernot Sorgner wieder mehr zum Malen zurückgekehrt. Seiner Vorliebe für bestimmte Farben ist er dabei treu geblieben. Das zeigen seine neuen Bilder in der Galerie der Kreisklinik, die allerdings nur einen Ausschnitt seines Schaffens darstellen und ein Hinweis sein sollen auf seine große Ausstellung in Waldkraiburg später im Jahr.
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Die Gäste betrachteten die Bilder schon lange bevor‘s losgehen sollte.
Die Geschwister Stettner aus Kraiburg gaben der Vernissage mit Hackbrett und Gitarre einen würdigen Rahmen.
Der ärztliche Direktor der Kreiskliniken, Dr. Wolfgang Richter konnte eine große Zahl Gäste zur ersten Vernissage im Herbst willkommen heißen.
Kunst im Krankenhaus hat seit jeher eine besondere Bedeutung. So spricht man ja von der Heilkunst. Und davon versteht man im Krankenhaus nun wirklich etwas!
Hier geht es aber um eine andere Kunst, eine, über die im Kreiskrankenhaus zwar nur wenig Sachverstand aber viel Interesse vorhanden ist. Vorhanden sind auch die Räumlichkeiten und die Betrachter.
Schon vor 10 Jahren versuchte man, die kahlen Wände zu schmücken und Farbe herein zu bringen. Das gelang trotz großer Anstrengungen nur mit wechselndem Erfolg. So richtig gut war es nicht.
Dann hat eine glückliche Fügung den Kunstverein Inn-Salzach durch die Tür hereingespült!
Seither ist eine neue Kunst eingezogen, die Kunst des Organisierens von Kunstausstellungen. Dieser glückliche Zufall hat nicht nur eine Galerie in die Kreisklinik gebracht sondern auch die Begeisterung für die Sache.
Seit 2012 haben nun fünf Ausstellungen stattgefunden, was dazu geführt hat, daß Mitarbeitern und Patienten etwas fehlt, wenn einmal keine Kunstwerke die Wände zieren! (O-Ton 1)
Inzwischen kann es sich die Klinik also gar nicht mehr leisten, keine Kunstausstellung laufen zu haben....
Damit dankte Dr. Wolfgang Richter im Namen des gesamten Teams Gernot Sorgner und den Mitgliedern des Kunstvereins dafür, daß sie gemeinsam die Kreisklinik in bestem Licht erscheinen lassen.
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Die Geschwister Stettner sorgten für eine weitere künstlerische Sparte und lockerten die Vernissage musikalisch auf.
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Für diese besondere Laudatio dankte Gernot Sorgner Dr. Wolfgang Richter und war fast ein bißchen verlegen. Seit sie hier ausstellen, verfolgten sie die Absicht, Patienten, Mitarbeitern und Gästen der Kreisklinik Kunst etwas näher zu bringen.
Der amerikanische Expressionist Jackson Pollock hatte einmal gesagt: (O-Ton Ich denke....) Tatsächlich wird man vieles entdecken, wenn man sich nur die Zeit dazu nimmt. Gerade heute, wo durch die Vielzahl der Medien so viele Reize auf die Menschen einströmen, daß die leise und bildende Kunst nur wenige Chancen hat.
Seit dem Beginn der Revolution in der Kunst Mitte des 19. Jahrhunderts ist viel Neues entstanden, mit dem man sich ausführlich beschäftigen muß, weil man es sonst nicht verstehen kann.
Man muß seither schon genau unterscheiden zwischen Kunst und Kitsch und Echtem und Nachgemachten, Aufsehen-Heischendem und Echtem.
Die Forderung, die hier an jeden Betrachter gestellt wird, ist es, zu erkennen, daß die Kunst ein Ausdruck der Zeit und der Welt ist. Das zu vermitteln, versucht der Kunstverein mit jeder Ausstellung.
Dabei ist die Sprache der Bilder eine Geheimsprache, die es zu entschlüsseln gilt. So ähnlich, wie man einen Menschen erst entschlüsseln muß, den man neu kennenlernt.
Van Gogh hatte gesagt, er kannte keine bessere Definition für „Kunst“ als diese: „Kunst, das ist der Mensch“.
So ist das Tiefe in der Kunst, die Preisgabe des Inneren des Künstlers. Kunst ist nicht die Abbildung von Gesehenem oder Erlebtem. Trotzdem sind auch Albrecht Dürers Werke Kunst, die die Realität in kleinsten Details abgebildet haben. Sie entstanden zu einer Zeit, als der Mensch im Wandel vom Mittelalter zur Neuzeit eine neue Betrachtungsweise der Natur entwickelt hat.
Wichtig sind auch die Farben und Formen, die der Künstler verwendet. Sie spiegeln den inneren Zustand des Künstlers wider. Man kann also herauslesen, wie sich der Künstler fühlt und was ihn beschäftigt. Das wird besonders an Werken von Kindern deutlich.
Das unbewußte Ausdrücken des Innenlebens des Künstlers macht also seine Kunst aus. Das bedingt allerdings auch, daß sich das Werk im Lauf seiner Entstehung den Empfindungen des Künstlers anpaßt und genügend Zeit hat, sich langsam zu entwickeln.
Gernot Sorgner erläuterte die Entstehung mancher seiner Werke, zu denen er die Inspiration auf Urlaubsreisen aufnahm. Wieder zu Hause verarbeitete er seine Erinnerungen und Empfindugen und gestaltete die gezeigten Bilder. Am Ende des Prozesses war er oft selbst von den Ergebnissen überrascht.
Der russische Maler El Lissitzky hatte auf die Frage geantwortet, was denn Kunst sei: (O-Ton 2:00:25:00 Wenn Du mich fragst....)
Dahinter steckt ein tiefer Sinn: Man kann Gefühle am besten beim Malen ausdrücken oder mit Musik. Am besten wäre es natürlich, das Malen und die Musik zu verbinden, aber das geht halt nicht.
Damit dankte Gernot Sorgner den Gästen der Vernissage und wünschte viele neue Erkenntnisse beim Betrachten seiner Werke.
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Bevor die Gäste sich den Werken und den Häppchen widmeten, schlossen die Geschwister Stettner die Vernissage musikalisch ab.
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Gernot Sorgners Ausstellung „Farbdichtungen“ ist an der Galerie der Kreisklinik noch täglich bis 14. November von 7 bis 20 Uhr zu sehen. Künstler, Klinik und Kunstverein freuen sich auf zahlreichen Besuch.

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Dallmayr, Advent 2009