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Victoria Pöllmann Landkreis Mühldorf > Stadt Mühldorf >
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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
Josef J. Pöllmann ist Mitglied im Deutschen Presse Verband
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Das gab's 2013 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir in KW 43/2014 berichtet haben.
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Bitte beachten Sie, daß die hier aufgeführten Texte nicht immer mit den Texten der Fernsehbeiträge übereinstimmen müssen. Es gilt immer der gesprochene Kommentar in den Fernshebeiträgen.
Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
243 Große Hilfsbereitschaft für die Flüchtllinge im KingDomParc - KiTa Heldenstein liefert Kleiderspenden per Feuerwehr-LKW 7:55 43 25.10.14
Schon gleich nachdem wir das erste Interview über die Notunterkunft im Kingdormparc veröffentlicht hatten, meldete sich Manuela Greimel vom Kindergarten in Heldenstein per Facebook und bot an, Kleidung und Schuhe zu sammeln.
Nach ein paar Tagen brachten die Eltern der Kinder so viel gebrauchte Kleidung, daß ein großer Transport nötig war. Die Freiwillige Feuerwehr aus Stefanskirchen sprang ein.
So viel war zusammengekommen, daß einige Mamas helfen mußten, das alles zu verladen. Und auch Pfarrer Martin Ringhof und Michael Reichl von der Feuerwehr Stefanskirchen halfen tatkräftig mit.
Sack um Sack brachten die Kinder ins Feuerwehrauto.
Als alles verladen war, wollte Manuela Greimel von den Kindern noch wissen, für wen das alles gesammelt wurde. (O-Ton Für die Menschen die wo im Krieg sind... )
Und wer möchte mitfahren? (O-Ton)
Natürlich wollten alle im Feuerwehrauto mitfahren.
Herr Pfarrer, die Menschen im Kingdompark brachen neben diesen Sachen auch noch mehr: (O-Ton Pfr. Martin Ringhof)
Soweit bekannt, ist das keine schwere Arbeit. (O-Ton)
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Die Stadt Mühldorf hat im Heilig-Geist-Spittal eine Annahmestelle für Spenden eingerichtet. Dort hinein rangierte Michael Reichl den Feuerwehr-LKW gekonnt.
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Bürgermeisterin Marianne Zollner verbrachte ihren freien Nachmittag damit, beim Kleidersortieren zu helfen. Sie nahm die Lieferung in Empfang.
Wie beim Aufladen halfen die Kinder auch beim Abladen fleißig mit.
Im Gebäude stapelten sich die Sachen.
Gleichzeitig kamen auch andere Spenden an.
Die Kinder durften die Ladebordwand schließen.....
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Frau Greimel, so kurz nach der Veröffentlichung des ersten Interviews mit Landrat Huber haben Sie schon eine Spendenaktion initiiert. Wie man sieht war die Hilfsbereitschaft in Heldenstein riesig. (O-Ton)
Ihr Kindergarten ist in kirchlicher Trägerschaft. Hat Pfarrer Ringhof gern mitgemacht und wars schwer, die Feuerwehr zu motivieren? (O-Ton)
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Frau Bürgermeisterin, wie geht’s weiter mit den Hilfsgütern aus Heldenstein? (O-Ton)
Also sind momentan Kleiderspenden gar nicht mehr so nötig – vielleicht wieder in zwei Wochen. Ist andere Hilfe nötig? (O-Ton)
Ist auch am Kingdomparc Hilfe nötig? (O-Ton)
Also, wer Zeit hat, von 13 bis 14:30 am Kingdomparc zu helfen, ist herzlich willkommen. Anmeldungen unter der eingeblendeten Telefonnummer.
244 Die Bürgermeister zu Gast in Rattenkirchen: Langzeitarbeitslose - Leiharbeiter - Asylbewerber
245 Das Herbstsymposium der Kliniken Mühldorf: Medizinischer Fortschritt: Von der Innovation zur Routine 19:45
Ein ambitioniertes Programm hatte die Kreisklinik für das diesjährige Herbstsymposium vorbereitet. Elf Vorträge für Ärzte im Obergeschoß und fünf für das Pflegepersonal im großen Saal und einen kontroversen Hauptredner für den gemeinsamen Vortrag: Medizinjournalist Dr. Werner Bartens.
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Landrat Georg Huber begrüßte zum Symposium und bat sowohl die Ärzte im Krankenhaus als auch die niedergelassenen Ärzte um Mithilfe bei der Versorgung der Flüchtlinge in der Notunterkunft im KingDomParc und in den Gemeinschaftsunterkünften. Nur gemeinsam können die Herausforderung des gegenwärtigen Flüchtlingszustroms bewältigt werden.
Wenn in der Öffentlichkeit darüber diskutiert wird ob zu viel oder zu wenig operiert wird, ob zu viel oder zu wenige Chemie eingesetzt wird, dann muß man den Leuten klar machen, daß die Bevölkerung den Einsatz aller verfügbaren Technik und Medizin erwartet.
In den zurückliegenden 12 Jahren haben die Kreiskliniken vieles anders gemacht als andere. Sie haben wieder den Menschen mit seiner Physis und seiner Psyche in den Mittelpunkt gerückt und so vernünftige Strukturen geschaffen, die die Leute gesund machen.
Landrat Georg Huber dankte allen, die täglich daran mitarbeiten.
So wünschte er den Zuhörern gute Vorträge, viele Erkenntnisse und hoffte auf einen Beitrag zur gemeinsamen Gestaltung einer gesunden Zukunft im Landkreis.
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Das Thema des Abends erscheint eigentlich banal, meinte der ärztliche Direktor der Kreiskliniken Dr. Wolfgang Richter. Es ist allerdings nicht einfach, im täglichen Informationsfluß über neue Entwicklungen in der Medizin das herauszufiltern, was tatsächlich Fortschritt bedeutet.
Es ist die Aufgabe der Ärzte zwischen modernen oder gar modernistischen Entwicklungen und solchen zu unterscheiden, die in die tägliche Arbeit eingebaut werden.
An diesem Abend wollten sie die Neuerungen der zurückliegenden beiden Jahre darstellen, die den Weg in die Kreisklinik geschafft haben.
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Da die Themen der Vorträge sehr fachspezifisch waren, wollen wir uns hier nur auf einige Eindrücke beschränken und verweisen auf die Manuskripte der Vorträge, die Sie auf der Internetseite der Kreisklinik finden.
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Oberarzt Christian Umschlag stellte die Laparoskopische Hernienreparation vor. Er stellt Vor- und Nachteile dar, die Einsatzfelder und Einsatzmethoden und betrachtete auch den wirtschaftlichen Aspekt diese neuen Netzmaterials.
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Während er sprach, begrüßte im großen Saal im Erdgeschoß Pflegedienstleiterin Annemarie Denkl die Zuhörer und stellte die Generalistische Ausbildung vor. Dabei lernen die Pfleger die Besonderheiten der Altenpflege und Altenpfleger die Besonderheiten der Pfleger. Das sorgt für gegenseitiges Verständnis und so für kürzere Aufenthaltsdauer in Kliniken und damit längeren Abschnitten im gewohnten Umfeld.
Zudem trägt die generalistische Ausbildung dazu bei, den Rückgang an Fachkräften in den Einrichtungen auszugleichen.
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Internistin Dr. Ines Berger betrachtete die Radiofrequenztherapie der Stammvarikosis, einem Verfahren in der Venenchirurgie. Dabei wird mit örtlicher Betäubung ein Katheter in die Venen eingeschoben, mit dem es möglich ist, krankhafte Veränderungen zu korrigieren. Die Vorteile sind weitgehende Schmerzfreiheit, kurze Behandlungsdauer, die gleichzeitige Behandlung beider Beine und vieles mehr. Dem stehen diese Nachteile gegenüber. Diese Methode wird in Deutschland noch kaum angewandt.
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Gleichzeitig berichteten im Saal Angelique Zinn und Julia Steiglechner von ihren Erfahrungen aus drei Jahren generalistischer Pflegeausbildung. Sie begannen als bunter Haufen mit unterschiedlichster Vorbildung, was ihnen viele Vorteile brachte.
Ihre Ausbildung hatte einen inhaltlichen Schwerpunkt – je nach Ausbildungsvertrag. In ihrem Fall waren sie als Mitarbeiter der Kreiskliniken natürlich Pfleger.
Obwohl sie als „Versuchskaninchen“ gesehen worden waren, haben sie doch die Aufnahme dieser Ausbildung nie bereut. Sichern sie doch die Zukunft der Pflege in der Region.
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Oberarzt Dr. Matthias Richl berichtete von der Plexusanästhesie in der Gefäßchirurgie.
Die Plexusanästhesie ist eine Form der lokalen Anästhesie, die bei der Operation von Schlaganfallpatienten eingesetzt werden kann.
Dazu betractete er die Hypothermiebehandlung nach Reanimation, also die Abkühlung des Körpers auf 33 bis 34 Grad, was das Sterben von Nervenzellen verhindern kann. Er beendete seinen Vortrag mit einem humorvollen Zitat von Donald Sutherland, der das Leben am liebsten anders herum leben wollte.
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In der Zwischenzeit war Landrat Georg Huber in den Saal gekommen und begründete die neuen Ausbildungsformen mit den neuen Herausforderungen einer veränderten Zeit.
Es ist wichtig, sich nicht in eingefahrenen Gleisen zu verharren, sondern die Veränderungen zu erkennen und darauf zu reagieren. Das gilt für alle Lebensbereiche und alle Altersgruppen der Gesellschaft.
Oberstes Anliegen muß sein, den Menschen in allen Einrichtungen Personen zur Seite zu stellen, die mit ihren vielfältigen Problemen umgehen können. Das hat sich die Kreisklinik seit Jahren zum Ziel gesetzt. Gerade auch deshalb stehen die beiden Häuser in Mühldorf und Haag so gut da.
Gerade bei aller Kritik in der Öffentlichkeit ist es die Aufgabe der Pflege in den Häusern, den Patienten die Angst zu nehmen und ihnen Vertrauen und Geborgenheit in dem „Ausnahmefall Krankenhausaufenthalt“ zu geben.
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Chefarzt Dr. Hans-Ulrich Kain ging der Frage nach, ob es Alternativen zum okkulostenotischen Reflexes in der interventionellen Kardiologie gibt.
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In der selben Zeit widmete sich Petra Oberndorfer – Pflegedienstleiterin an der Klinik Haag - den Expertenstandards und ihrem Weg von der Theorie zur Wirksamkeit am Patienten.
Während man früher von Generation zu Generation das Wissen und Können weitergegeben hat, haben sich seit einigen Jahren gesetzlich geregelte Standards etabliert. Danach haben sich alle Einrichtungen zu richten was zu einer Professionalisierung der Pflege geführt hat.
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Den Ärzten erläuterte in dieser Zeit Dr. Stephan von Clarmann die beobachtende Ganganalyse und das Netzwerk „Gehen verstehen“. Die Medizin hat dem Gehen bislang nicht den Stellenwert eingeräumt, der ihm zukommt. Man muß – um Fehler richtig beschreiben zu können – das Gehen verstanden haben. Zugleich muß sowohl der Arzt als auch der Patient genau wissen, wie das Gehen funktioniert und auch, was er verbessert haben will.
Die Klinik Haag hat mit der Physiotherapiepraxis MobiliJa ein Angebot geschaffen, das diese Erkenntnisse umsetzt.
Um diese Thematik voran zu bringen hat die Klinik kürzlich zum 30 anderen Fachleuten eine Fachgesellschaft gegründet. Haag ist also ganz vorne dabei.
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Wie man dem Schmerz auf der Grundlage von Expertenstandards begegnen kann, erläuterte im Saal Martin Spiegel – Stationsleiter und Fachpfleger an der Klinik in Mühldorf.
Bei der Schmerzbehandlung gibt es noch viel zu tun, besonders deshalb, weil Schmerzen Auswirkungen auf den Genesungsverlauf und natürlich das Wohlbefinden des Patienten haben.
Die Klinik Mühldorf ist als schmerzfreie Klinik zertifiziert.
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Dem Monitoring des Parathormons in der Nebenschilddrüsenchirurgie mit dem laborchemischen Schnellschnitt widmete sich Oberarzt Christian Umschlag. Mit dieser Methode kann der interoperative Serumspiegel schnell gesenkt werden. Er kam zu diesem Fazit.
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Im nächsten Vortrag beschäftigte sich Dr. Gerhard Füchsl mit der Endosonographie am oberen Gastrointestinaltrakt.
Die Indikationen für diese Diagnosemethode und die Einsatzmöglichkeiten sind hier dargestellt.
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Wie sich das alles in der Praxis verhält, zeigte der stellvertretende Stationsleiter an der Klinik Haag – Oliver Hassel - am Beispiel des Sturzes. Stürze werden sich nicht vermeiden lassen, sie gehören zum aufrechten Gang. Jeder vierte Unfall ist ein Sturz und die meisten Stürze passieren zuhause Frauen. Auch im Krankenhaus stürzen Patienten, was viele Ursachen haben kann.
Seit 2006 gibt es einen „Expertenstandard Sturz“, der sowohl die Behandlung von Sturzfolgen als auch die Vermeidung von Stürzen zum Inhalt hat.
Ändern kann man allerdings nur etwas, wenn man es umsetzt. Das zeigte er mit einer Innovation.
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Da die Zeit fortgeschritten war, bat Dr. Wolfgang Richter Dr. Susanne Modabberi um ihren Vortrag über die endobronchiale Ventilapplikation in der Emphysemtherapie. (whatever that is!)
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Professor Dr. Johannes Schwarz widmete sich dann der Tiefenhirnstimulation und der Pumpentherapie in der Behandlung von Morbus Parkinson.
Wie die Videos zeigen, kann man durch einen implantierten Impulsgeber die Beweglichkeit erheblich verbessern.
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Im letzten medizinischen Vortrag erläuterte Dr. Stefan Trabhardt warum Alterstraumatologie eine interdisziplinäre Herausforderung ist.
Auch wenn man heute Oberschenkelfrakturen gut operieren kann, sterben noch immer 11% an den Folgen so eines Bruches, innerhalb eines Jahres sogar 25%. Dieses Problem will die Klinik anpacken.
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Dr. Wolfgang Richter dankte den Referenten und bat die Zuhörer nach unten in den großen Saal.
Dort begrüßte er alle Teilnehmer und stellte die Schwierigkeit vor, in der Vielzahl neuer Entwicklungen im Bereich Medizin diejenigen zu erkennen, die tatsächlich Fortschritt sind. Dabei sollte ihnen Dr. Werner Bartens helfen, der als Mediziner bei der Süddeutschen Zeitung als Journalist arbeitet.
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Auf humorvolle Art betrachtete Dr. Werner Bartens, der inzwischen auch 20 populäre Sachbücher verfaßt hat, die Vorgänge in der Medizin. Dabei wollte er nicht nur den Fortschritt loben sondern auch heillose Zustände hinterfragen.
Das Gesundheitssystem wird heute wie eine Wachstumsbranche gesehen, ähnlich einem Industriezweig. Wachstum kann man in der Medizin auf drei Arten erzeugen: Neue Krankheiten erfinden, die Grenzwerte senken und unnötige und nutzlose Therapien durchführen.
Aus der Sicht des Patienten stellt sich das so dar: Immer weiter reduziertes Personal bei immer komplexerer Therapie führt zu immer weniger Zuwendung und immer weniger Zeit für den Patienten. Kaum jemand ahnt, wie wichtig es ist, sich bei einem älteren – vielleicht einsamen – Patienten ans Bett zu setzen und ihn zu berühren oder gar zu streicheln. Oder ihnen zu trinken helfen. Schneller legt man eine Infusion...
Die falschen Anreizsysteme machen Ärzten und Pflegern das Leben schwer.
Unter die Kategorie „nutzlose Dinge machen“ oder „Wahnsinn mit Methode“ fällt etwa die Zementierung von Wirbeln gegen Osteoporose. Obwohl 2011 hoch gelobt, hat sich herausgestellt, daß das die nebenwirkungsreichste Methode überhaupt ist und die Patienten hinterher mehr Schmerzen haben. Das Ärzteblatt wollte diese Erkenntnisse nicht veröffentlichen, weil sie „niemanden verunsichern“ wollten....
Ähnlich ist es mit aufwändigen und teueren Untersuchungsverfahren. Meistens quittiert die Medizin bekannt gewordene Nachteile damit, daß die Methoden weiter angewandt werden um die Patienten nicht zu verunsichern, die bereits damit behandelt wurden und zementieren so falsche Methoden und Medikamente.
Hilft gar nichts mehr, heißt es (O-Ton wir müssen die Versorgungsrealität anerkennen soll heißen – es ist Schrott – auch wenns alle machen.)
Das gibt es auf vielen Ebenen: Etwa den Neurostimulator gegen Tinnitus. Den viele gekauft haben und der nachgewiesenermaßen nichts bringt. Jedenfalls erhielten die Erfinder einen Innovationspreis ohne jemals den Nutzen klinisch überprüft zu haben.
Auch wenn das überprüft worden wäre, gäbe es sich – wie immer – zu jeder Studie auch eine Gegenstudie.
So gibt es bis heute keine Regelungen für die Frühgeborenenbehandlung. Obwohl bekannt ist, daß die Abteilungen erfolgreicher sind, die das oft machen, schreibt die deutsche Regelung vor, daß schon Häuser anerkannt werden, die 14 Fälle pro Jahr betreuen. Das Bundessozialgericht hat Klagen dagegen abgewiesen obwohl eben bekannt ist, daß die Ergebnisse schlechter sind, wenn die Ärzte das so selten machen.
Ähnliches gilt in anderen Fachbereichen.
Seit vielen Jahren gibt die Pharmaindustrie immer mehr Geld fürs Marketing aus und bringt dafür seit den 90er Jahren immer weniger neue Mittel auf den Markt. Dafür gibt es immer mehr sogenannter Generika. Tatsächlich kann sich auch hier niemand an 10 Medikamente erinnern, die in den zurückliegenden 10 Jahren auf den Markt gekommen sind und sich als unverzichtbar erwiesen haben.
Dafür gibt es heute viele neue Medikamente gegen seltene Krankheiten, weil diese Forschung sehr gefördert wird. Seither gibt es sehr viele neue Krankheiten oder Untergruppen von Krankheiten.
Der Wahnsinn hat also Methode.
Dazu gehört auch, daß Krankenhäuser viel mehr machen dürfen wie niedergelassene Ärzte.
Das statistikbasierte Beurteilen bringt ohnehin viele Mißverständnisse. Trotzdem ist es eine heilige Kuh. So werden Krankenhäuser lieber geschlossen als ihre Qualität zu steigern und sie als Standortfaktor zu erhalten.
Heute von medizinischem Fortschritt zu reden ist ohnehin eine Illusion. Lebten die Menschen im Jahr 1900 noch 40 Jahre, leben wir heute 80 oder sogar 85 Jahre. Das ist aber vor allem ein Verdienst von Kanalisation, Desinfektion und des Kühlschranks.
Die Medizin kann das Leben 5 – maximal 7 Jahre verlängern – von Ausnahmen wie Herztransplantationen mal abgesehen. Der Dank gebührt also Herrn Bosch und Herrn Siemens!
In der Medizin ist trotz vieler neuer Diagnosetechniken die Zahl der Fehldiagnosen über viele Jahre konstant geblieben.
Deutschland ist Weltmeister bei der Zahl der Herzkatheteruntersuchungen. Viele dieser Untersuchungen sind überflüssig. Und damit auch viele Herzzentren.
So ist der P-S-A-Test bei Prostata-Verdacht eigentlich sinnlos, weil er nicht erkennen kann, was tatsächlich vorgeht. So sind 30 bis 70 % aller diagnostizierten und behandelten Tumore Überdiagnosen! Trotzdem wird der Test weiter angeboten.
Er würde sich eine Kampagne wünschen, wie es sie in den USA gegeben hat: „Less is more!“.
Dahinter standen Mediziner, die Toplisten von nutzlosen Medikamenten oder Therapien veröffentlichten. Auf der Internetseite „ChoosingWisely.org“ finden sich nicht nur die Teilnehmer an dieser Initiative sondern auch die abgelehnten Mediakmente und Therapien.
Solche medizinisch nutzlose Dinge gibt es viele: Knochendichtetests bei Osteoporose, das „Durchchecken“ alle fünf Jahre, die Hormontherapie in den Wechseljahren und vieles mehr.
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In diesem Buch findet sich der Aufschrei: „Hoffentlich nicht privat versichert!“.
Der Autor vergleicht einen gesetzlich Versicherten und einen privat Versicherten die mit Streßsymptomen zum Arzt kommen. Während der Arzt den gesetzlich Versicherten nach Hause schickt – es vergeht schon wieder – unterzieht er den Privatpatienten zahlreichen Untersuchungen und stellt eine ganze Reihe Kleinigkeiten fest, die natürlich alle therapiert werden müssen. Er faßte zusammen: (O-Ton)
Im weiteren kritisierte Dr. Werner Bartens die Bonusregelung für Chefärzte in Kliniken, die ein Anreiz dafür ist, am Ende eines Jahres noch schnell die geforderten Quoten zu erreichen. Oder die Igel-Leistungen, die zur Unsitte geworden sind. Praxen sind heute zum Basar verkommen.
Schließlich betrachtete der den Trend „Krankheitserfindung“. „Restles Legs“ oder „Depressionen“ oder A-D-H-S oder „Wechseljahre für den Mann“ oder Demenzerkrankungen und Alzheimer sind Beispiele dafür. Oder im Laienbereich ist die „Multivitaminitis“. Heute gibt es sogar Prä-Erkrankungen...
Das alles kommt davon, daß Ärzte sich häufig zu „Mietmäulern“ machen lassen, die die Botschaften der Pharmaindustrie verbreiten, obwohl sie selbst nicht daran glauben.
Dazu kommt, daß viele Ärzte Artikel in Fachzeitschriften gar nicht verstehen weil sie so irreführende Angaben machen. Etwa das Mammographieverfahren, das in absoluten Zahlen gerade einmal einer unter 1000 Frauen hilft obwohl eine 25 %ige Erfolgsquote publiziert wird.
Das alles zeigt, daß sich die 17.000 Vertreter lohnen, die die Pharmaindustrie auf die deutschen Arztpraxen losläßt.
Fortschritt ist also zweischneidig und nicht immer vorteilhaft.
Wie das zugeht, zeigt die Zertifizierung von Medizinprodukten. Die benötigen keine medizinischen Studien sondern nur das CE-Zeichen. Und das zu vergeben, konkurrieren europaweit 80 Institutionen, die nur eine Papierprüfung durchführen und das Produkt gar nicht einmal in Augenschein nehmen.
(O-Ton Es gibt auch viele tolle Sachen in der Medizin...)
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Professor Johannes Schwarz erachtete den Vortrag in Teilen als wenig fundiert, weil Dr. Bartens seine Informationen wohl aus wenig fachlichen Quellen bezog. Er war sicher, jedes der anekdotisch vorgetragenen Beispiele kann man durch 10 Gegenbeispiele belegen. Natürlich ist vieles verbesserungswürdig, trotzdem war der Vortrag mit Blick auf das Thema etwas zu wenig. Er hätte sich Informationen über Neues erhofft und fand es schade, daß hier der Berufsstand des Arztes so polarisierend dargestellt wurde.
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Dr. Bartens wollte nicht provozieren sondern aufrütteln und die engagierten und motivierten Leute im Gesundheitswesen aus ihren eingefahrenen Gleisen herausholen.
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Dr. Wolfgang Richter war es wichtig gewesen, darauf hinzuweisen, daß sich das Gesundheitswesen zur Gesundheitswirtschaft pervertiert hat. Es ist also enorm wichtig, sich ständig mit diesen Gefahren auseinanderzusetzen, mit denen sie täglich konfrontiert werden.
Auch an den Kreiskliniken erhalten die Chefärzte Boni. Allerdings dafür, daß sie ihr Personal und ihre Gerätschaften wirtschaftlich einsetzen und die Kosten im Zaum halten.
Er hoffte, auch weiterhin mit der Pharmaindustrie zu kooperieren um im Dialog die besten Lösungen zu finden.
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Abschließend dankte Dr. Wolfgang Richter Dr. Bartens mit einem guten Tropfen und lud die Gäste ins Untergeschoß zum gemütlichen Ausklang des Abends, der natürlich mit Diskussionen über Dr. Bartens‘ Vortrag gefüllt war.
246 "Integration an Schulen" - Integrationsforum der Regierung von Oberbayern in Waldkraiburg
247 Das "Studier'n dahoam beginnt" - Festakt zur Eröffnung des "Campus Südostoberbayern" 12:00
Die „Musikatzen“ sorgten im großen Sitzungssaal des Landratsamtes für Stimmung bei den zahlreichen Gästen aus Landtag, Kultusministerium, Hochschule, Schulen, Politik und Banken und Wirtschaft. Neben Staatssekretär Bernd Sibler war Staatsminister Dr. Marcel Huber gekommen.
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Professor Dr. Dieter Fischer führte durch den Vormittag.
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Landrat Georg Huber freute sich über die gute Zusammenarbeit der gesamten Region und über die Unterstützung der bayerischen Staatsregierung.
Er freute sich besonders über die Mitglieder des Lenkungskreises von „Lernen vor Ort“, die nicht unwesentlichen Anteil am Zustandekommen des „Campus Südostoberbayern“ hatten.
Landrat Georg Huber dankte besonders auch deshalb für diesen neuen Hochschulstandort, weil es in Niederbayern zahlreiche solche Einrichtungen gibt und Oberbayern immer hinter München anstehen muß.
Seine ausführliche Begrüßung drückte die Freude aus, nach jahrelanger Vorbereitung jetzt den jungen Leuten hier im Landkreis – also zuhause - einen Studienplatz anbieten zu können. Dies ist ein großer Tag für die Stadt und den Landkreis.
(O-Ton Ab heute können junge Leute....... bis Studieren dahoam)
Er begrüßte deshalb die 20 Studierenden, die viel mehr sind, als ursprünglich gedacht. Schon mit 12 Studierenden hätte das Kultusministerium das Angebot aufgenommen. 20 sind deshalb viel mehr als erhofft.
Da sich bereits eine Zahl Studierwilliger an der Vorbereitung beteiligt, ist auch der Studiengang im kommenden Jahr gesichert. Nun gilt es, die Attraktivität hoch zu halten und den Absolventen adäquate Arbeitsplätze anzubieten um sie langfristig in der Region zu halten.
Voraussetzung für die Einrichtung des Studiengangs war die Bildung eines Netzwerks, an der von der FOS/BOS über die IHK Akademie, die H-W-K-Bildungseinrichtungen bis zu Schulen und Unternehmen alle mitgearbeitet haben um eine nachhaltig aufgestellte Bildungseinrichtung zu erreichen.
Sein besonderer Dank galt sowohl der bayerischen Staatsregierung als auch dem Präsidenten der Hochschule in Rosenheim Professor Dr. Heinrich Köster. Und Professor Dr. Dieter Fischer, der inzwischen fast in Mühldorf zu Hause ist.
Sein Dank galt allen Vertretern der örtlichen Bildungseinrichtungen und der Wirtschaft, die in allen Diskussionen in der Öffentlichkeit immer zusammengestanden sind.
Nicht zuletzt dankte er Elisabeth Huber und Susanne Schestak, die am Landratsamt und an der Hochschule alle Aktivitäten koordiniert haben.
Landrat Georg Huber bat alle Beteiligten, die Anstrengungen fortzusetzen und gratulierte allen Studenten zu ihrer Entscheidung, hier vor Ort zu studieren. Er wünschte ihnen allen viel Erfolg und hoffte, daß sie als die Pioniere von der Wirtschaft gern angenommen werden und so für viele Nachfolger sorgen. Sie werden helfen, die Wirtschaft in der Region zu halten und so dazu beitragen, den ländlichen Raum attraktiv zu halten.
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Professor Dr. Dieter Fischer dankte Landrat Huber für die großartige Unterstützung in der Vorbereitung. Ein „geht nicht“ haben sie tatsächlich nie gehört. Er hat einfach alles möglich gemacht.
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Die Musikatzen sorgten trotz dem beginnenden Herbst mit dem Stück „Frühlingsgedanken“ für Abwechslung.
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Die Freude über das neue Angebot zeigt schon die Anwesenheit der Blaskapelle, meinte Kultusstaatssekretär Bernd Sibler und dankte den „Freunden von ‚Lernen vor Ort‘“.
Die neuen Studienangebote hier und in Altötting decken den Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern der Wirtschaft in der Zukunft ab. Besonders der sogenannten „MINT“ –Bereich weist großes Wachstumspotential auf, was natürlich Leute erfordert, die Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik auch beherrschen. Dazu gehören auch Chemie und Maschinenbau.
Es ist die Absicht der bayerischen Staatsregierung, den ländlichen Raum zu stärken. Dabei spielen die Hochschulen eine wichtige Rolle.
Bernd Sibler beschrieb die Studienanfänger, die heute wesentlich besser ausgebildet sind als früher und von denen heute 43% über eine Berufsausbildung kommen.
Wenn man nun hier berufsbegleitend studieren kann, kommt das auch Menschen entgegen, die bereits in der Region etabliert sind und sich persönlich in den akademischen Weg hinein weiterentwickeln wollen.
Er freute sich, daß es gelungen ist, hier in der Region mit dem neuen Campus einen echten Standortvorteil geschaffen zu haben und hoffte, daß sich die gesamte Region damit im härter werdenden Konkurrenzkampf behaupten kann. Es ist also ein wichtiger Beitrag der Staatsregierung, die Region Südostbayern zukunftsfähig aufzustellen.
Sein großer Dank galt den Professoren von der Hochschule Rosenheim, die ihren Campus verlassen haben um hier eine Außenstelle einzurichten. Das ist beileibe keine Selbstverständlichkeit.
Drei Partner waren nötig, um das Angebot zu realisieren: Die Hochschule, die Kommunalpolitik, die Allgemeinheit und natürlich die Wirtschaft.
Das Ministerium wird diese Entwicklung mit einem Studiengang Chemie fortsetzen und steht auch einem Studiengang Pflege positiv gegenüber, auch wenn hier noch einige Vorbereitung zu leisten ist.
Wenn immer weniger junge Menschen nachkommen, tragen die Hochschulen dazu bei, wohnortnah Potentiale zu heben und ganze Regionen zu stärken und international wettbewerbsfährig zu machen.
Bernd Sibler freute sich über diese Initiative der Landkreise Mühldorf und Altötting und gratulierte zum Erreichten, das der Prämisse folgt: Aus der Region – für die Region.
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In einem Video stellte die Hochschule die Anforderungen der Wirtschaft vor und zeigt die Chancen auf, die sich Absolventen bieten.
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Staatsminister Dr. Marcel Huber, der auch Minister für Bundesangelegenheiten ist, hatte für diese Feier die Sitzung des Bundesrates geschwänzt. Ministerpräsident Horst Seehofer hatte Verständnis dafür, daß diese Feier für die gesamte Region enorm wichtig ist.
Wichtig ist die Eröffnung des Campus aber auch für Ministerpräsident Seehofer, der sich die Eliminierung dieses weißen Flecks in der Hochschullandschaft vorgenommen hat.
Allerdings hat es einige Jahre gedauert, bis diese Lösung umgesetzt werden konnte, die spezifisch an die Mühldorfer Verhältnisse angepaßt wurde.
Unter dem Schirm einer Hochschule können nun junge Leute berufsbegleitend studieren und gleichzeitig ihrer berufliche Tätigkeit nachgehen. Dabei bleiben sie nahe an der Wirtschaft und gehen der Region nicht verloren wie die vielen, die nach München, Regensburg oder Passau zum Studieren gehen.
Wenn sie nämlich den Betrieb in der Region kennen, der sie auch finanziell unterstützt, bleiben sie ihm eher treu. Und das war das Ziel der Staatsregierung.
Es war nicht ganz einfach, das so umzusetzen, so dankte er den Landräten Huber und Schneider und auch den Mitgliedern des Kreistages, die alle Maßnahmen mitgetragen haben.
Dr. Marcel Huber dankte den jungen Studienanfängern für ihren Mut, dieses neue Studium aufzunehmen und für die Leistungsbereitschaft, die Doppelbelastung von Arbeit und Studium auf sich zu nehmen. (Applaus)
Diese Feier ist der Start für ein dezentrales Hochschulsystem, das wachsen und florieren möge und für das sich immer wieder junge Leute entscheiden mögen. (O-Ton)
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Im zweiten Teil des Videos stellte die Hochschule das Studium vor.
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Landrat Erwin Schneider dankte allen Beteiligten, mahnte aber auch, daß eine Hochschul-Außenstelle allein nicht gleich den gesamten ländlichen Raum besser stellt. Er forderte die weitere Aufwertung des Raumes Südostbayern, der noch sehr viel Entwicklungspotential bietet.
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Im dritten Teil des Videos stellte die Hochschule das Schulsystem in der Region vor und die Hochschule selbst.
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Professor Dr. Heinrich Köster erinnerte an seine frühere Aufgabe in der Schweiz eine Hochschule aufzubauen, die sich seither zur führenden Hochschule in ihrem Bereich entwickelt hat.
Als ihn Vertreter der Region aufforderten, hier eine Hochschule einzurichten, war er auf Grund seiner Erfahrung genau der Richtige dafür.
„Gewurmt“ hat ihn bisher die hohe Quote von Studienabbrechern, die bis zu 50% reicht. Mit diesem „Feldversuch“ hier in Mühldorf soll nun im Lauf von zwei Jahren erforscht werden, wie sich dieses Angebot in der Praxis bewährt.
Sein Dank galt allen Beteiligten in der Region – auch wenn es einige Anlaufschweirigkeiten zu überwinden gab. Nun steht ein Angebot zur Verfügung, das auf die Region zugeschnitten wurde, auch wenn es noch in Feinheiten zu bearbeiten ist.
Professor Köster freute sich sehr über die 20 jungen Leute, die das Studium aufgenommen haben. Er dachte, die Hochschule trägt hier sehr dazu bei, die Region zukunftsfähig aufzustellen.
Er hoffte auf Wachstum für dieses junge Pflänzlein „Campus Südostoberbayern“ und auch, daß es sich von einer Außenstelle zu einer eigenständigen Hochschule entwickeln wird.
Freude bereitete ihm auch, daß nicht nur junge Leute aus der Region ihr Studium hier aufgenommen haben sondern auch, daß Firmen aus der Region Rosenheim ihre Mitarbeiter nach Mühldorf zum Studieren geschickt haben. Es geht also in beide Richtungen und das ist genau das, was sie erreichen wollten.
Und weil dieses Studium von den Studierenden zu bezahlen ist, forderte er abschließend die Übernahme dieser Kosten durch den Staat.
Professor Köster sicherte den Zuhörern zu, auch weiter dem Auftrag nachzukommen und für die Region da zu sein, in der sie sich schon zuhause fühlen.
Nachdem er nochmals allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit gedankt hatte, drückte er den Studierenden seinen höchsten Respekt aus und wünschte dem Campus Südostoberbayern „Glück auf“
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Die Musikatzen beendeten die Feierstunde in deren Anschluß die Gäste die neuen Räume im renovierten Gebäude hinter dem Landratsamt besichtigen konnten.
248 Zum 7. Mal: Die Energiesparmesse in Waldkraiburg - Viel LED-Licht und eine Filmpremiere 10:40
Die Stadtbau, die Stadtwerke, die Stadtmarketing Waldkraiburg und viele Firmen stellten im Haus der Kultur Erzeugnisse aus, die helfen Energie zu sparen.
Zur Eröffnung kamen neben den Ausstellern zahlreiche Kreis- und Stadträte, Altbürgermeister Siegfried Klika und zweiter Bürgermeister Richard Fischer.
Der begrüßte sie alle und freute sich besonders über MdL Günther Knoblauch und Bezirksrätin Claudia Hausberger.
2001 gestaltete der Arbeitskreis „Umwelt und Natur“ den ersten Infotag zum Thema Energiesparen. Seither entwickelte sich eine Energiesparmesse mit überregionaler Bedeutung.
Besonderer Dank galt dafür Umweltreferent Gerd Ruchlinski.
Wieviel Energie tatsächlich eingespart werden kann, hängt davon ab, wieviel die Bürger von den angebotenen Lösungen umsetzen. Die Aussteller bieten für viele Einsatzbereiche passende Produkte und Lösungen.
Gefragt ist auch die Politik, die europaweite Lösungen finden muß. Klima- und Umweltschutz, die Sicherheit und die Wirtschaftlichkeit der Energieversorgung können nur europaweit gewährleistet werden. Hier gilt es passende Rahmenbedingungen zu schaffen.
Die Energiesparmesse ist also ein umfassender Blick auf die aktuelle Situation der Energieversorgung.
Da hinter der Vorbereitung der Messe viel Arbeit steckt, dankte Richard Fischer allen, die daran mitgearbeitet haben.
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Da die Umweltmesse nur alle zwei Jahre stattfindet, war es an der Zeit Mitwirkende zu ehren, die schon seit 15 Jahren dabei sind, meinte Umweltreferent Gerd Ruchlinski.
Richard Fischer überreichte Harald Jungbauer, einem Mann der ersten Stunde, eine Urkunde und Miß Waldkraiburg Elena Kilb ein Geschenk.
Auch Architekt Klaus Leukert war von Anfang an dabei.
Über 10 Jahre dabei ist Wolfgang Weinbauer, war aber nicht gekommen.
Auch Martin Kalleder ist seit über 10 Jahren dabei und bringt immer wieder auf konstruktive Weise kritische Anmerkungen ein.
Architekt Johannes Kessner ist ebenfalls seit über 10 Jahren Mitglied im Arbeitskreis.
Damit kam Gerd Ruchlinski zu den Ausstellern:
Zum 5. Mal dabei war die Schreinerei Mooshuber aus Flossing.
Genauso wie die Stadtwerke, die Stadtbau und die Stadtmarketing Waldkraiburg GmbH.
Ebenfalls lange dabei sind die Firmen Kreiller und weitere.
Gerd Ruchlinsik’s Dank galt auch mehreren Mitarbeiterinnen der Stadt und der Stadtmarketing, die sich sehr für die Organisation der Messe engagiert hatten.
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Harald Jungbauer übernahm das Mikrofon und dankte Gerd Ruchlinski, der von Anfang an mit Leib und Seele ehrenamtlich dabei ist. Ein herzliches Vergelts Gott, eine Urkunde und ein Geschenk dankten ihm für seinen Einsatz.
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Schließlich eröffnete Zweiter Bürgermeister Richard Fischer die Energiesparmesse und begab sich mit den Gästen auf einen Rundgang.
Sie informierten sich über neue Öfen, elektrische Fahrräder, neue Leuchtentechnik, Möglichkeiten zum Energiesparen durch Entkalken und vieles mehr.
Oder über Isoliertapeten, Dämmtechnik an Wand und Fenster alternative Heiztechnik und sogar über energiesparende Computertechnik. Breiten Raum nahm das Energiesparen bei der Beleuchtung ein, die nach dem Verbot von Glühbirnen viele neue Möglichkeiten bietet.
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Herr Ruchlinski, hier gibt’s alles für Häuschenbauer, Sanierer und alle, die Energie sparen wollen. (O-Ton)
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Die Messe begleitete in der „Black-Box“ eine Reihe Fachvorträge zu den verschiedensten Themen.
Am Nachmittag feierte ein neuer Film der Stadtbau Waldkraiburg Premiere: „Waldkraiburg Süd – Von Menschen und Fledermäusen“. Hier einige Ausschnitte.
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Herr Ruchlinksi, im Film der Stadtbau Waldkraiburg wird die Geothermie erwähnt, durch die die stadt praktisch umweltneutral ist. (O-Ton)
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Herr Bürgermeister Fischer, die Energiesparmesse ist im Landkreis einzigartig. (O-Ton)
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Im Außenbereich zeigten Aussteller Lösungen für Fenster, einen sogenannten „Widder“, eine Pumpe ohne elektrischen Antrieb und ein elektrisches Auto, das zu Probefahrten bereitstand.
249 BRK ehrt 50 - 75 - 100 - 150-fache Lebensretter 7:15
Einmal jährlich lädt der Kreisverband Mühldorf des Bayerischen Roten Kreuzes die Blutspender in den Saal des Gasthauses Kreuzerwirt zu einem festlichen Abend.
Kreisgeschäftsführerin Tanja Maier konnte neben BRK Kreisvorsitzendem und Landrat Georg Huber auch Mühldorfs Bürgermeisterin Marianne Zollner und Bernhard Bär vom BRK Blutspendedienst begrüßen. Ihr besonderer Gruß galt aber den 56 Lebensrettern, die über viele Jahre hinweg durch ihre Blutspenden dazu beigetragen haben, daß geholfen werden konnte.
Zusammen haben sie 1.500 Liter Blut gespendet, einerseits eine wahnsinnige Menge, andererseits gar nicht so viel, wenn für die Versorgung mancher Unfallopfer einige 100 Blutkonserven nötig sind. Ihre Hilfe rettet tatsächlich Leben.
Im zurückliegenden Jahr erhielt das BRK 4.834 Blutspenden. Auf diese große Zahl, die seit vielen Jahren stabil ist, war sie besonders stolz.
Die altersbedingt ausgeschiedenen Spender haben 378 neu hinzugekommene ersetzt. Auch diese Zahl ist aller Beachtung wert und zeigt, wie aktiv die Spender andere motivieren auch mitzumachen.
Tanja Maier dankte auch den Helfern, ohne die die Blutspendetermine nicht durchgeführt werden könnten.
Ihr ganz besonderer Dank galt der „Mutter der Blutspende“ Wilma Kalisch, ohne die das alles ja gar nicht durchzuführen wäre.....
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BRK Kreisvorsitzender und Landrat Georg Huber würdigte zunächst das Engagement von Tanja Maier und ihrer Mitarbeiter bei der kurzfristigen Vorbereitung des KingDomParc als Notunterkunft für Flüchtlinge.
Dank galt auch Marianne Zollner, die mit allen Kräften der Stadt die Unterbringung der Flüchtlinge tatkräftig unterstützt hat. Das Beispiel zeigt, wie gut hier die Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg funktioniert.
Landrat Huber freute sich, daß das Rote Kreuz in Mühldorf nach all den Turbulenzen wieder stabil ist und damit auch wieder attraktiv für die Bürger, die sich der Hilfsorganisation auch tatsächlich wieder zuwenden und auch wieder spenden.
Sie alle sind Aushängeschilder der Gesellschaft, die vielen das Überleben ermöglichen.
Trotz allem medizinischen Fortschritt gibt es bis heute keinen Ersatz für Blut. Mit ihrem Blut sorgen sie dafür daß Schwerverletzte oder Krebspatienten eine Überlebenschance haben.
Dafür dankte ihnen Georg Huber herzlich.
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Im weiteren erläuterte Landrat Georg Huber die Vorgänge rund um den KingDomParc und lobte sehr den Einsatz aller Hilfskräfte dort, die es geschafft haben, das Gebäude innerhalb weniger Stunden zur Notunterkunft umzufunktionieren.
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Bernhard Bär vom Blutspendedienst erkannten die Gäste kaum. Normalerweise steht er ja in einem roten T-Shirt und mit der Nadel in der Hand vor ihnen.
Er dankte allen, die schon so viele Jahre Blut spenden, viele von ihnen zusammen mit ihren Kindern und sogar Kindeskindern. Es ist ihnen gelungen, ihre Hilfsbereitschaft an ihre Kinder weiterzugeben und so dafür zu sorgen, daß auch in Zukunft geholfen werden kann.
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Zunächst ehrten Tanja Maier, Georg Huber, Bernhard Bär, Johannes Trä und Marianne Zollner die 50-fachen Spender. Dabei gingen sie in alphabetischer Reihenfolge vor:

Helmut Bruckner und alle anderen erhielten eine Dankurkunde, einen Anstecker und die Gratulation aller.
Der nächste war Georg Deinböck. Johnny Mayer untermalte jede Gratulation mit einem Tusch.
In gleicher Weise überreichten sie Urkunde und Anstecker auch Lorenz Franzl und vielen anderen. Franz Glasl.
Georg Hartmetz,
Karl Heindl,
Ludwig Huber, der am selben Tag Geburtstag feierte und dafür ein besonderes Geschenk erhielt.
Marianne Melling und viele weitere.
Monika Maier und
Günther Müller –
Und auch Bauerverbands-Kreisobmann, Stadt- und Kreisrat Ulrich Niederschweiberer.
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Für 75 Mal Blutspenden ehrten sie
Werner-Johann Daxberger,
Peter Demmel,
Franz Fürstenberger, der seine Anstecknadel bereits in München erhalten hatte.
Helene Gräser versprach auch, die 100 voll zu machen. So wie alle anderen auch.
M. P. Polty, der die Internetseite des BRK pflegt.
Jakob Bandinger,
und viele mehr, die aber nicht anwesend waren.
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100 Mal gespendet haben:
Anton Keilmake,
Anita Plininger,
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150 Mal Blut gespendet hat Karl-Heinz Klimpel. Ihn stellte Landrat Huber besonders vor, weil er dort gearbeitet hat. Offensichtlich herrscht dort eine besonders gesunde Luft....
Mit ihm ein besonderes Foto.
Dann noch eins mit den 100-maligen,
eins mit den 75-maligen dazu und noch eins mit allen Lebensrettern.
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Dann eröffnete Tanja Maier das Buffet und die Gäste ließen den Abend in gemütlicher Runde ausklingen.

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