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Josef J. Pöllmann
Stadt Waldkraiburg > Neumarkt St. Veit > Gemeinde Ampfing > Stadt Altötting > Mühldorf-TV ist durch die BLM lizenziertes Lokalfernsehen
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Das gab's 2015 bei Mühldorf-TV und bei Altötting-TV
Hier können Sie nachlesen, worüber wir in KW 07/2015 berichtet haben.
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Nr.
Thema LZ Archiv KW Ersch.
26 Die Bürgermeister des Landkreises zu Gast in Polling: Straßenrecht - Bodennutzung - Gewässerschutz 8:40 07 12.02.15
Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner begrüßte die Kollegen, die Mitarbeiter der Gemeinden und die Referenten auf ihrer Tour zu den Neugewählten Kollegen im Pfarrsaal in Oberflossing.
Er bat Pollings Bürgermeister Lorenz Kronberger die Gemeinde vorzustellen.
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Der freut sich sehr, die Kollegen in seinem Heimatortsteil der großen Gemeinde Polling begrüßen zu dürfen.
Der Pfarrstadel gehört der Kirche, die Gemeinde beteiligt sich aber an den Betriebskosten und nutzt ihn als Turnhalle und als Veranstaltungssaal. So ist der Stadel jeden Tag belegt.
Polling wurden drei Gemeinden eingegliedert: Flossing, Grünbach und Forsting. Zusammen mit Oberneukirchen sind sie seit 1978 eine Verwaltungsgemeinschaft.
Der bekannteste Pollinger ist der Bärenmarke-Bär, spielte Bürgermeister Lorenz Kronberger auf die Milchindustriewerke im Ortsteil Weiding an. Aber auch sonst ist Polling wirtschaftlich stark und bietet mit dem Badesee zudem viele Freizeitmöglichkeiten.
Ein Naturdenkmal ist der Innsteilhang, der Einblicke in die Erdgeschichte ermöglicht. Der Steilhang wandert einen Meter pro Jahr und hat seit der ersten Vermessung bereits 150 Meter zurückgelegt.
Mit Kindergarten, zwei Grundschulstandorten und einem Dorfladen, einer Bäckerei und mehreren Gaststätten bietet Polling alles, was die Bürger brauchen. Eine Besonderheit ist sicher die Fachklinik für Suchtabhängige des Männerfürsorgevereins in Annabrunn.
Problematisch ist der Zustand der Gemeinde- und Staatsstraßen. 86 Kilometer Gemeindestraßen und das Kanalnetz zu unterhalten sind für die Gemeinde große Aufgaben.
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Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner stellte Cornelia Hesse vor, Direktorin beim Bayerischen Gemeindetag. Sie sollte den Bürgermeistern das Straßenrecht vorstellen sowie die Richtlinien und Bekanntmachungen im Zusammenhang mit Straßenbau und Straßenunterhalt.
Cornelia Hesse erläuterte den Zuhörern die Unterschiede zwischen „Öffentlich-gewidmeten Verkehrsflächen“, „tatsächlich-öffentlichen Straßen“ und privaten Straßen.
Weiters die Besonderheiten von „höher klassifizierten Straßen“, Gemeindestraßen und „sonstigen öffentlichen Straßen“ wie sie die Gesetzgebung definiert.
Zu den jeweiligen Straßengruppen gibt es zahlreiche Unterformen.
Analog verhält es sich mit Gemeindestraßen, die wieder unterteilt werden in Gemeindeverbindungsstraßen und Ortsstraßen.
Unter „sonstigen öffentlichen Straßen“ versteht der Gesetzgeber öffentliche Feld- und Waldwege, „beschränkt öffentliche Wege“ und Eigentümerwege.
Cornelia Hesse erläuterte detailliert, was der Gesetzgeber unter einer Straße versteht, wie eine Straße beschaffen sein muss und was zu ihrem verkehrssicheren Unterhalt getan werden muss.
Zu einer Straße gehören auch Brücken, Tunnels, Bushaltebuchten, Radwege, Sicherheitsstreifen und sogar der Luftraum darüber.
Bemerkenswert ist, dass die einschlägigen Vorschriften aus den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammen und weiter unverändert anzuwenden sind.
Cornelia Hesse erklärte ausführlich wer für die Kosten des Straßenbaus und des Unterhalts aufzukommen hat. Kuriosum: Eine Ortsdurchfahrt wird nicht begrenzt durch die Ortsschilder sondern von Straßensteinen mit der Markierung „O-D“.
Diese Dinge regeln besondere Richtlinien, von denen es so viele gibt, dass sich ein ganzer Verlag nur damit beschäftigt.
Da neuerdings immer mehr LKW, geführt von Navigationssystemen auch auf Gemeinde- und Nebenstraßen anzutreffen sind, ging Cornelia Hesse auf einschlägige Untersuchungen ein, die ergeben haben, dass ein LKW mit einer Achsbelastung von 10 Tonnen eine Straße so stark beansprucht wie 160.000 PKW mit einer Achsbelastung von einer halben Tonne.
Da im Zuge des Breitbandausbaus Kabel verlegt werden müssen und die Gemeinden in die Straßen dafür Leerrohre einbauen, ging Cornelia Hesse auch auf die Zugangsregelungen für Betreiber ein. Da Gemeinden eine Art Monopol auf diese Leerrohre haben, müssen sie Betreibern diskriminierungsfrei Zugang gewähren und können keinen ablehnen – außer natürlich – es ist kein Platz mehr vorhanden. Auch diese Dinge sind in zahlreichen Dienstanweisungen und Musterverträgen geregelt.
Häufig ist der Bewuchs entlang der Straßen Thema in Gemeinderatssitzungen. Cornelia Hesse erläuterte die Regelungen, nach denen das sogenannte Lichtraumprofil gestaltet werden muss und zeigte Beispiele, wie es nicht sein darf und diskutierte mit den Bürgermeistern, was dann zu tun ist.
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Dr. Karl Dürner dankte Cornelia Hesse für ihren ausführlichen und umfangreichen Vortrag mit einem kleinen Geschenk.
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Da der Frühling bevorsteht, zeigte dann Alois Ilmberger, Leitender Direktor des Fachbereichs Agrarökologie am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Pfaffenhofen Wege zum wirksamen Uferstreifen aus der Sicht der Landwirtschaft auf. Ein schwieriges Feld, wie Dr. Karl Dürner aus vielen Gesprächen mit Landwirten wusste.
Selbst 18 Jahre Bürgermeister einer 2.100-Einwohner-Gemeinde gewesen weiß er um die Sorgen der Zuhörer, begann Alois Ilmberger.
Berührungspunkte zwischen Gewässern und der Landwirtschaft gibt es in drei Bereichen: Bei der Bodenerosion, der Düngung und dem Pflanzenschutz.
Bei seiner Betrachtung ging es in erster Linie um die Oberflächengewässer, wozu auch kleinste Bäche zwischen Feldern gehören.
Den Umgang mit dem Boden regelt das Bundes-Bodenschutzgesetz. Seit 2010 wird ein Erosionsschutzkataster geführt, das dazu dient, die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen. Nichtbefolgung der Vorschriften kann durch Kürzung der Zuschüsse geahndet werden.
Um dem Landwirt zu ermöglichen, seine Böden einzuschätzen, wurde eine „C-C“-Klassifizierung eingeführt. Das sieht dann beim Anbau von Mais so aus.
In dieser Einstufung sind sogar Zeiträume definiert, an denen bestimmte Früchte angebaut werden dürfen. Seine Behörde steht den Landwirten aber jederzeit mit Rat zur Seite.
Um mit Dünger und Pflanzenschutz nicht zu nahe an Gewässer zu kommen, wurden Abstände festgelegt. Allerdings gibt es auch hier Unterschiede für die eingesetzten Düngemittel. Das alles regelt die Düngeverordnung.
Die Abstandsregelungen sind hier dargestellt. Sie reichen je nach Ausbring-Technik von 1 bis 3 Metern für ebene Flächen und von 3 bis 10 Metern für geneigte Ackerflächen. An Hanglagen entscheidet die Neigung über die Abstände.
Das neue bayerische Kulturlandschaftsprogramm beinhaltet die neue Maßnahme B34, die nun ganzjährige Zuschußbeantragung ermöglicht.
Der Teufel im Detail liegt aber im sogenannten Greening, das als ökologische Vorrangflächen wieder ganz andere Abstände vorschreibt. Die Vorschriften sind umfangreich und kompliziert und machen der Behörde die Umsetzung schwer.
(1:53:20:00) So sehen vorbildliche Abstände zu Gewässern aus.
Dr. Karl Dürner dankte Alois Ilmberger mit einem Geschenk und war sicher, es werden wohl viele Fragen auf seine Behörde zukommen....
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Abschließend stellte Baudirektor a. D. Dr. Michael Stumpf die Region um Verdun in den Vogesen vor, wo im ersten Weltkrieg erbittert gekämpft wurde. Diesen Vortrag hatte er bereits im Rahmen der Geschichtstage in Schwindegg gehalten. Diesmal bereitete er die Bürgermeister mit seinem Vortrag auf eine Reise Ende Mai in diese Region vor, auf der sie an die Gräuel des Krieges erinnern und der Gefallenen gedenken wollen.
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Ergänzend lud Bürgermeister Lorenz Kronberger nach Abschluss des offiziellen Teils der Bürgermeisterversammlung die Kollegen zur Besichtigung der Kirche nebenan ein.
27 124 junge Fachleute für die Wirschaft der Region: Abschlussfeier am Beruflichen Schulzentrum 11:20
Da lagen sie - fein säuberlich vorbereitet – die Staatspreisurkunden, mit denen Landrat Georg Huber später die 11 erfolgreichsten Absolventen auszeichnen wird.
Die Abschlussfeier eröffnete die Schülerband mit Unterstützung von Studiendirektor Thomas Löhner.
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Studiendirektor Stefan Pauler, seit Schuljahresanfang stellvertretender Schulleiter, begrüßte die Gäste unter denen neben Landrat Georg Huber auch MdL Günther Knoblauch war, Bürgermeisterin Marianne Zollner, Waldkraiburgs zweiter Bürgermeister Richard Fischer, IHK Gremiumsvorsitzende Ingrid Obermeier-Osl, Kreishandwerksmeisterin Helga Wimmer und eine große Zahl Vertreter von Ausbildungsfirmen und benachbarter Schulen.
Ein besonderer Gruß galt natürlich den Absolventen und ihren Eltern.
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Landrat Georg Huber gratulierte den Absolventen zu ihrem Erfolg, besonders denen die später mit Staatspreisen geehrt werden sollten. Er war stolz auf sie alle.
In ihrem neuen Lebensabschnitt erwartet sie die Erwachsenenwelt mit allen ihren Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Er freute sich über jeden, der in der Region bleibt und mithilft, die lokale Wirtschaft zu beflügeln. Sie sind die Zukunft des Landkreises und der gesamten Region.
Sie werden schnell feststellen, dass sie auch weiter lernen müssen. Dazu bietet der Landkreis eine Vielzahl Weiterbildungsmöglichkeiten, die alle im Bildungsportal des Landkreises aufgeführt sind. Daneben bietet sich das berufsbegleitende Bachelor-Studium des Maschinenbaus und künftig der Betriebswirtschaft an.
Bevor sie damit anfangen sollten sie aber erst einmal feiern.
Abschließend dankte er allen, die sie alle so weit gebracht haben: Den Lehrkräften des BSZ, den Lehrherren und natürlich den Eltern.
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Es ein besonderer Tag, wenn Absolventen ihre Zeugnisse bekommen und die Schule verlassen, meinte Landtagsabgeordneter Günther Knoblauch, wenn Lehrkräfte und Ausbilder einen weiteren Jahrgang ins Berufsleben entlassen. Dazu gratulierte er herzlich. Sie können stolz auf sich sein.
Glückwünsche galten den Mitarbeitern aller berufsbildenden Schulen, die hohe Qualität bieten.
Gratulieren wollte er den Ausbildungsbetrieben, die zusammen mit den Berufsschulen eine Ausbildung bieten, wie sie nirgends sonst anzutreffen ist.
Im Haushaltsausschuß des bayerischen Landtages hatten sie am Vormittag beschlossen, die Staatsregierung aufzufordern, Sparkassen und Genossenschaftsbanken gegen Absichten der E-U zu stärken. (Applaus)
So sollten sie es gut machen, sie haben dazu die besten Voraussetzungen.
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Bürgermeisterin Marianne Zollner war sicher, die Betriebe wissen um die Qualität der jungen Leute und übernehmen die meisten von ihnen in langfristige Arbeitsverträge.
Mit ihrer abgeschlossenen Berufsausbildung haben sie nun ein gutes Fundament für ihr eigenes Leben und können so zum Gelingen der Gesellschaft beitragen.
Auch Marianne Zollner wies auf die Weiterbildungsangebote hin, von denen die Kreisstadt wirklich viele bietet.
Wenn sie nach dem Sammeln von Erfahrungen - vielleicht sogar im Ausland – seßhaft werden wollen, sollten sie sich doch in der Region niederlassen, die eine große Zahl attraktiver Arbeitsplätze bietet.
Sie wünschte den jungen Leuten Erfolg im Beruf und privates Glück und sich, dass sich die jungen Leute in der Gesellschaft einbringen, in Vereinen mitarbeiten und sich auch sonst engagieren. Überall werden so kluge Köpfe gebraucht, wie sie es sind. Erst aber sollten sie kräftig feiern.
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Auch IHK-Gremiumsvorsitzende Ingrid Obermeier-Osl gratulierte zum Erreichten und wollte ihnen ein paar Tipps mitgeben. Da gerade die Ski-Weltmeisterschaft läuft, verglich sie die Schule mit dem Leben der Sportler. Wie sie haben sie ihr Trainingslager beendet. Sie haben sich nun qualifiziert und sollten auf ihrem Lebensweg ihr Bestes geben. Dabei sollten sie auch nach links und nach rechts schauen und alle die nicht vergessen, die sie begleitet haben und begleiten. Sie sollen fair handeln, aufrichtig und korrekt und es auch nicht übertreiben.
Und wenn sie diesmal noch keine Medaille gewonnen haben, kommt die nächste Chance schon bald. Man lernt nämlich niemals aus. Bessere Weiterqualifikaitonschancen hat es nämlich nie zuvor gegeben. Die sollten sie nutzen um beruflich voran zu kommen.
Dazu wünschte sie den Absolventen viel Glück und Gottes Segen.
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Auch Kreishandwerksmeisterin Helga Wimmer gratulierte den Absolventen zu ihrem Abschluss. Es liegt jetzt an jedem Einzelnen, den passenden Weg für sich zu finden. Dazu wünschte sie ihnen viel Erfolg und alles Gute.
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Die Festrede hielt Schulleiter Oberstudiendirektor Maximilian Heimerl. 124 Absolventinnen und Absolventen in neun Ausbildungsberufen waren an diesem Nachmittag zu verabschieden.
Zunächst dankte er den Ehrengästen die sich regelmäßig die Zeit nehmen und zu den Abschlussfeiern kommen. Das zeigt ihre hohe Wertschätzung, die besonderen Applaus verdient.
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Die Wichtigsten sind aber die Absolventen, die ein Zeugnis erhalten. Dieses Zeugnis bescheinigt ihnen, dass sie den Anforderungen der Berufswelt gewachsen sind, über Fachkenntnis, Flexibilität und soziale Kompetenz verfügen.
Diesen Erfolg haben sie mit viel Fleiß und Hartnäckigkeit selbst erarbeitet. Nun haben sie gute Aussichten auf eine spannende und hoffentlich erfolgreiche Zukunft.
Bei allem hatten sie Unterstützung von starken Partnern: Der Schule, der Ausbildungsbetriebe mit ihren Lehrmeistern und natürlich den Familienmitgliedern. Großer Dank galt auch dem Landkreis, der viel Geld aufbringt um Ausbildung auf höchstem Niveau zu bieten.
Maximilian Heimerl dankte dem Landkreis für den BeSchluss, die Schule neu zu bauen. Es sollen ja noch 2015 die Bagger anrollen! (O-Ton )
Tatsächlich genießt die Schul- und Bildungspolitik im Landkreis großen Stellenwert. Er versicherte Landrat Huber, den Aufwand mit besten Leistungen zu rechtfertigen.
Da der wirtschaftliche Erfolg eines Landes bereits im Klassenzimmer beginnt – wie Henry Ford gesagt hatte -, steht es gut um die Region, wenn es gelingt die Schulen zu erhalten. Schließlich ist Schulpolitik Zukunftspolitik, Bildungspolitik, Wirtschaftspolitik und Sozialpolitik.
Deshalb dankte Maximilian Heimerl Landrat Huber und versprach, etwas daraus zu machen.
Sein Dank galt auch den Lehrkräften, die ihr Bestmögliches getan haben.
Er zeigte den Absolventen die verschiedenen Weiterbildungsmöglichkeiten auf, die ihnen gemäß dem Grundsatz „Kein Abschluss ohne Anschluss“ alle Wege offenhalten.
Da neuerdings gilt: „Studier’n dahoam“ können sie ja auch in Mühldorf Maschinenbau und künftig Betriebswirtschaft studieren und voraussichtlich auch Pflegewissenschaften. Diese Maßnahmen helfen, den Landkreis attraktiv zu gestalten, so attraktiv, dass es keinen Grund mehr gibt, in ein Ballungszentrum abzuwandern.
Das duale Ausbildungssystem hat ihnen in relativ kurzer Zeit eine Berufsausbildung ermöglicht, wie sie weltweit nirgends mehr zu finden ist.
Wenn sie nun das Zeugnis erhalten, sind sie fit für den Beruf und eine erfolgreiche Zukunft. Dazu gratulierte er und freute sich auf die Zeugnisverleihung.
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Zunächst ehrten Landrat Georg Huber und Maximilian Heimerl die 11 Schüler, die mit 1,5 oder besser abgeschnitten haben und dafür mit einem Staatspreis der Regierung von Oberbayern geehrt werden.
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Katharina Klaus hat ihre Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten mit 1,0 abgeschlossen.
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Die folgenden erlernten den Beruf des Industriekaufmanns oder der Industriekauffrau.
Mit 1,0 abgeschlossen hat Regina Oberwesterberger.
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Die selbe Traumnote erzielte Sylvia Scheibl.
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Auch Stefanie Specht schloss mit der Traumnote 1,0 ab.
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Genau so wie Sarah Taubmann.
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Mit 1,14 beendete Franziska Eder ihre Ausbildung.
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Den selben Notendurchschnitt erzielte Harald Hörl.
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Wolfgang Meßner erreichte einen Schnitt von 1,29.
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Den selben Notendurchschnitt erreichte Lena Streck
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Den Beruf des Bankkaufmanns erlernte Felix Pfefferseder. Er schloss mit 1,4 ab.
Die letzte Geehrte war Christina Diewald, die ihre Ausbildung zur Industriekauffrau mit einem Notendurchschnitt von 1,43 beendete.
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Nach einem musikalischen Intermezzo dankte Schülersprecher Maximilian Einmayr allen Mitschülern, Lehrkräften, Lehrherren und natürlich den Eltern für ihre Mitwirkung am Erfolg jedes Einzelnen.
Er erinnerte an ihre Erlebnisse in den zurückliegenden zweieinhalb oder drei Jahre und verglich die großen Ereignisse dieser Zeit von Sebastian Vettels drittem Weltmeistertitel über den Syrienkrieg, die Ukrainekrise bis zur Fußballweltmeisterschaft. Das führte ihn zum Vergleich ihrer Ausbildung mit dem Weg der Fußballer zur Weltmeisterschaft. Wie sie haben sie viel Neues gelernt immer ihr Bestes gegeben und schließlich den Titel geholt.
Sie sind gerne zur Berufsschule gegangen und denken so gern an diese Zeit zurück.
Sie sind stolz auf das Erreichte und schauen deshalb optimistisch in die Zukunft.
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Dann erhielten alle Absolventen ihre Zeugnisse. Die Zeugnisverleihung fassen wir hier kurz zusammen.
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Während die Schülerband die Feierstunde schloss hatten die Bäcker im Foyer bereits das Buffet mit allerlei Gebäck aufgebaut mit dem die Absolventen und ihre Begleiter die Abschlussfeier ausklingen ließen.
28 Das 46. Gardefestival der Narrengilde Kraiburg: Kreativer - bunter - höher - schneller - weiter 20:00
Binnen Stunden waren alle Plätze inklusive der Galerie im Waldkraiburger Haus der Kultur ausverkauft und so füllte sich der Saal bis auf den letzten Platz.
Die Zeremonienmeister Christian Hauspberger und Sepp Sax konnten neben den vielen Zuschauern auch Kraiburgs Bürgermeister Dr. Herbert Heiml und Anette Lehmann auch TSV-Vorstand Werner Schreiber zum 46. Gardefestival willkommen heißen. Aus Waldkraiburg begrüßten sie alle drei Bürgermeister. Dazu eine große Zahl Marktgemeinderäte und Stadträte.
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Da der Zeitplan knapp bemessen war, hielten sich Christian Hausperger und Sepp Sax nicht lang mit Vorreden auf und baten die Kinder-Marschgarde der Narrengilde auf die Bühne.
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Christian Hausperger stellte die Trainerinnen vor: Tamara Schwarzer und Claudia Haider. Sepp Sax dankte ihnen mit einem Blümchen und einem Küßchen.
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Eine Premiere war die Teenie-Marschgarde der Narrengilde. Bisher gab es von der Narrengilde nur eine Showgruppe. Die Narrengilde hat viel Nachwuchs und konnte deshalb diese Truppe aufstellen.
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Trainiert wurde die Teenie-Marschgarde von Marion Hofer. Da sie nicht aufzufinden war, überreichte Sepp Sax die Blumen Prinzessin Monika I.
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Hegt und pflegt man so kleine Marschtänzer, entsteht daraus eine waschechte Marschgarde, begrüßte Sepp Sax die große Garde.
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Trainiert wurden sie von Sophia Oberhauser, Daniela Mittermaier und Regina Schindlmaier.
Diesmal durfte Chrstian Hausperger die Blümchen und die Küßchen überreichen.
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Da die Zuschauer auf Sepp Sax‘ zweite Nachfrage das Prinzenpaar tanzen sehen wollten, gab er die Bühne frei für Monika I. und Michael IV.
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Damit marschierten die Marschgarden der Narrengilde aus und Christian Hausperger kündigte die Showgarde der Kindergarde an. Ihr Auftritt zum Thema „Ein Märchen aus längst vergangener Zeit“. Gräfin Adelheid von Kraiburg und Graf Rapotto von Kraiburg durften da natürlich nicht fehlen.
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Trainiert wurde die Kinder-Showgarde von Anneliese Fischer, Julia Fischer und Manuela Kentzia.
(O-Ton Christian Hausperger „Der schmust heit mehra wia i....)
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Gemeinsam marschierten Marschgarde und Showgarde aus.
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Dann war Christian Hausperger sprachlos: Einige Bretter der Dekoration krachten auf die Bühne.
Er fand aber schnell zurück und kündigte die Teenie-Showgarde an mit ihrem Programm „Im Himmel ist die Hölle los“.
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Während ihres Auftritts sicherte Christian Hausperger die Tänzer nach hinten ab und wurde so Teil der Vorstellung.
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Trainiert wurde die Showgarde von Marion Hofer und Bianca Voglmaier. Und schon wieder durfte Sepp Sax schmusen.
Großen Applaus und ein Geburtstagsständchen gabs dann für Bianca Kentzia, die ihren 15. Geburtstag feierte.
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Weiter ging's nach kurzer Reparaturpause mit der Marschgarde der Faschingsgesellschaft Waldburgia.
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Sepp Sax stellte das Prinzenpaar der Faschingsgesellschaft Waldburgia vor: Prinzessin Julia I. und Prinz Manuel II. Diesmal durfte Christian Hausperger die Blümchen überreichen.
Trainiert wurde die Marschgarde von Manuel Cordes. Er bekam nur ein Blümchen und kein Küßchen.
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Die erste auswärtige Garde kam aus Sankt Wolfgang, die „Modern Art“: Das Ihr Thema „Weil Du so schön bist“ bezog Christian Hausperger natürlich auf sich....
Sie tanzten zu einer erstaunlicher Musikmischung.
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Trainiert wurde die Garde von Evi Gilhuber.
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Mit einer kleinen Zugabe marschierten sie aus.
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Die nächste Garde kam aus Mühldorf, die Marschgarde der Inntalia. Sie hatten ihr Prinzenpaar dabei, „Prinzessin Sonja II. vom tanzenden Mehlpalast“ vor und „Prinz Ulli I. vom flotten Handwerk“.
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Nach einer kurzen Pause eröffnete die Showgarde der Faschingsgesellschaft Waldburgia den zweiten Teil des Gardefestivals mit ihrer Geschichte von den Eisenbahnräubern, die natürlich von den Guten dingfest gemacht werden.
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Trainiert wurden sie von Anita Ledig und Sarah Glück.
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Aus dem wilden Westen kam mit den „Spot-Lights“ aus Töging - ein starke Damentruppe. Also -eigentlich kamen sie ja aus dem wilden Osten! J
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Trainiert wurden die Spot-Lights des TuS Töging von Stephanie Specht und Miriam Römer.
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Nach einer kleinen Umbaupause begeisterten Modern Art mit ihrem Showprogramm zum Thema „H-2-O“ – also Wasser. Sie zeigten sich auch heuer wieder besonders kreativ.
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So viel Kreativität und Einfallsreichtum fielen den drei Trainerinnen ein, Sabine Emme, Andrea Rainer und Moni Bachmaier. Und diesmal durfte Christian Hausperger die Bussis austeilen.
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Die kurzen Umbaupausen überbrückten die beiden Moderatoren und luden die Zuhörer zum Faschingstreiben am Faschingsdienstag und zur 150-Jahr-Feier des TSV im Juni ein.
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Die Dance-Nation der Inntalia Mühldorf mit ihrem Programm „Lebe Deinen Traum“ in dem ein Mädchen nicht in einer Showtanzgruppe mitmachen darf und ihren Auftritt daraufhin im Traum erlebt.
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Trainiert wurden sie von Julia Schlögl und Sonja Gössl, der Prinzessin. (O-Ton Christian)
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Dann wurde es technisch: Die „Magic Dancers“ aus Grüntegernbach mit ihrem Programm „Robots“ – eine starke Truppe!
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Trainiert, oder besser programmiert, wurden die „Magic Dancers“ von Sabine Mooshuber und Monika Maier.
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„Dance United“ aus Wartenberg waren zum ersten Mal in Waldkraiburg dabei. Sepp Sax kündigte eine phantastische Show an. Er hatte nicht zu viel versprochen. Eine große Showtanzgruppe die starke Bilder zeigte – und viel Haut!
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Christian Hausperger dachte schon, sie wären so weit..... (O-Ton No ned????)
Aber dann wars doch so weit. Er stellte die Trainerinnen vor: Steffi Bungartz, Petra Retzal und Barbara Boßmann.
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Nach einer zweiten Pause dankte Sepp Sax Scheiderin Liselotte Bollinger, die seit vielen Jahren für die Kostüme sorgt. Prinzenpaar und Vorstandschaft dankten ihr herzlich für die viele Arbeit seit vielen Jahren mit dem Schlachtruf der Narrengilde.
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Das Showprogramm der Narrengilde steht 2015 unter dem Motto „Aufgeblüht“ und handelt vom Erwachen der Natur im Frühling.
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Die Zuschauer waren restlos begeistert und Christian Hausperger und Sepp Sax freuten sich Trainer Andi Hufnagel vorstellen zu können. Er musste die Rose auf besondere Weise annehmen.
Obwohl der Fasching 2015 noch einige Zeit dauert, warben sie schon um Tänzerinnen und Tänzer für die kommende Saison. Am 11. und 18. März findet das erste Probetraining statt.
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Aus Grüntegernbach kommen die „Members of Dance“ mit ihrem Programm „Es war einmal“ in dem sie Märchen der Gebrüder Grimm umsetzten. Welche Märchen sie darstellen, erkennen Sie sicher.
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Sepp Sax dankte Trainerinnen Veronika Tafelmaier und Steffi Huber und ihren „Hahn im Korb“ Andreas Bornhagen. Und natürlich den Choreographen unter denen auch Andi Hufnagel war.
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Bevor die „New Dimension“ aus Velden das Gardefestival abschlossen, baten Christian Hausperger und Sepp Sax Michaela Achatz und ihren Gatten auf die Bühne um ihnen für die Vorbereitung des Festivals zu danken.
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Die „New Dimension“ mit ihrem Programm „Kunterbunt“. Mit einem Feuerwerk aus Kostümen und mit verschiedensten Musikrichtungen setzten sie eine begeisternde Show zusammen.
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Natürlich stellte Sepp Sax auch hier die Trainer vor: Kathrin und Ben Maier.
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Nach dem Ausmarsch der „New Dimension“ baten Christian Hausperger und Sepp Sax alle Mitwirkenden zum großen Finale auf die Bühne.
Erstaunlich war, dass auch nach fünfeinhalb Stunden Gardefestival noch fast alle Zuschauer dabei waren. Sie hatten beim ältesten Gardefestival Bayerns eine Show miterlebt, die bunt, laut, schnell, kreativ und akrobatisch war. Ein echtes Erlebnis eben, halt noch ein bisschen besser als im Vorjahr. Wir freuen uns schon auf das 47. Gardefestival 2016, das sicher noch einmal ein bisschen zulegt. So wie sie das schon all die Jahre bisher geschafft haben.
29 „Migration“ - … und da bin i jetzt dahoam?!? - Eine Veranstaltungsreihe des Bündnisses Mühldorf ist bunt 9:55
Mit Klaviermusik begrüßte „Mühldorf ist bunt“ die zahlreichen Zuhörer in der Schenkerhalle in Waldkraiburg zum ersten Abend der dreitägigen Veranstaltungsreihe „Migration“ - … und da bin i jetzt dahoam?!? Neben den Vorständen des Bündnisses für Demokratie und Toleranz „Mühldorf ist bunt“ war auch Waldkraiburgs zweiter Bürgermeister und Mitinitiator Richard Fischer gekommen.
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„Mühldorf ist bunt“-Vorsitzende Kristin Hüwel zeigte sich überrascht und hoch erfreut über das große Interesse an der Veranstaltung, mit der sie versuchen wollten, die Problematik der Flüchtlinge auch nach dem vorläufigen Ende der Notaufnahme im Landkreis aktuell zu halten.
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Zweiter Bürgermeister Richard Fischer freute sich über die vielen Zuhörer, die aktiv an der Betreuung der Asylbewerber mitgewirkt hatten. Ihnen allen dankte er für ihr Engagement.
Es ist heute beileibe nicht mehr selbstverständlich Nächstenliebe zu üben und ein Miteinander zu pflegen. Da wir alle nach seiner Meinung Mitschuld an den Flüchtlingsströmen tragen, erhoffte er sich durch die Aufklärung aus dieser Veranstaltungsreihe ein Signal für die Gesellschaft.
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Hartmuth Lang absolviert gerade eine Ausbildung zum Kunsttherapeuten und hat im Rahmen dieser Tätigkeit und als Helfer am Kingdom-Park Bilder malen lassen, die er später vorstellen wollte.
Erst aber begrüßte er die Zuhörer mit einem Zitat von Herbert Grönemeyer, mit dem dieser Tage vorher die Ablehnung eines Volkes oder einer Religion auf Grund von Unverständnis und Intoleranz gegeißelt hatte. Grönemeyer verglich – ohne es auszusprechen - die aktuelle Gegenbewegung mit der Ideologie der Nazis.
Mit diesem Abend wollte Hartmuth Lang an die Ereignisse am Kingdom-Park erinnern, wo er vom ersten Tag an mitgeholfen hatte. Kommentare in Facebook und Schlagzeilen in Zeitungen haben ihn dann aber schockiert, weil sie ein anderes Bild wiedergaben als das, was er dort erlebt hatte.
Er zitierte Kommentare: (O-Ton )
Die Autoren solcher Texte sollten selbst einmal 8 Wochen mit 40 anderen auf einem Feldbett verbringen, drei Einheits-Mahlzeiten aus der Großküche vorgesetzt bekommen und sich mit gespendeter Kleidung zufrieden geben müssen.
Übrigens ist jeder „Ausländer“, fast überall auf der Welt. Es gilt also zu unterscheiden, ob es sich um Flüchtlinge handelt, um Asylbewerber oder um Zugezogene. Man muss schon genau differenzieren, wen man vor sich hat.
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Unterbrochen von musikalischen Einlagen berichteten dann Helfer vom Kingdom-Park von ihren Erlebnissen. Zunächst Stefanie Rothkäppel und Edith Tauschek.
Stefanie Rothkäppel betreut seit drei Jahren für das AWO-Haus der Begegnung Asylbewerber in der Gemeinschaftsunterkunft in Mühldorf. Sie kam auf Anforderung von Bürgermeisterin Marianne Zollner zum Kingdom-Park und wurde dort für alles eingesetzt, regelrecht verschluckt.
Trotz ihrer Erfahrung war sie schockiert, als sie die gerade angekommenen Flüchtlinge dort antraf. Sie waren am Ende ihrer Kräfte, verstört, traumatisiert – ein unglaubliches Elend. Diese Menschen haben es als letzten Ausweg gesehen, ihre Familien zu verlassen und den teueren gefährlichen Weg nach Deutschland anzutreten.
Die Erschöpfung spürte man in den ersten Tagen, als es im Kingdom-Park sehr ruhig war. Bis zuletzt blieb die Angst um die Daheimgebliebenen spürbar. Den einzigen Kontakt stellten ihre Handys dar, in denen sie alle ihre Dokumente und Unterlagen und ihre Fotos gespeichert hatten und mit denen sie Kontakt mit den Daheimgebliebenen hielten. Diese Handys sind ihr Leben!
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Die ehemalige Lehrerin Edith Tauschek sollte die Kinder beschäftigen. Nach anfänglicher Distanz zeigte sich bald, dass sie nicht spielen wollten sondern lernen. Das haben sie dann mit Feuereifer und atemberaubender Geschwindigkeit getan.
Sie alle waren sehr dankbar für die kleinsten Kleinigkeiten.
Im Lauf der Zeit haben sich der Kindergruppe auch Jugendliche und Erwachsene angeschlossen. Dann haben die Kinder die Erwachsenen gelehrt.
Das alles hat viel Freude bereitet weil sie ihr privates Glück so ein bisschen an Menschen weitergeben konnte, denen es wirklich schlecht ging.
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Hartmuth Lang erläuterte die Zeichnungen und Malereien der Flüchtlinge, die deutlich die Traumata, psychischen Belastungen und sogar Schäden zeigen.
Ein Mädchen etwa hat Bilder gemalt, auf dem nur ein Motiv zu sehen ist. Das Bild mit mehreren Bäumen gefiel ihr nicht.
Viele Zeichnungen zeigten, was sie erlebt hatten und was sie beschäftigte.
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Ein Musikstück sorgte für Abwechslung.
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An der zweiten Gesprächsrunde nahmen teil: Johanna Rose und Manuela Greimel. Beide kamen zum Kingdom-Park weil sie helfen wollten.
Johanna Rose berichtete von anfänglicher Unsicherheit im Umgang miteinander, später entstehendem Vertrauen und einer Gemeinschaft. Mit dem gegenseitigen Kennenlernen kam dann auch viel von dem zurück, was sie vorher den Flüchtlingen gegeben hatte.
Daraus entstand Verständnis und Freundschaft und schließlich Bereicherung ihres eigenen Lebens.
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Auch Manuela Greimel kam aus eigenen Antrieb zum Kingdom-Park. Auch sie berichtete von langsam entstehendem Vertrauen und großer Freude über das Interesse an ihren Schicksalen.
Kontakte entstanden etwa beim gemeinsamen Kochen und Backen. Bei allem spürte sie herzliche Dankbarkeit.
Weil sie sich über Facebook und andere Kommentare geärgert hatte, veranstaltete sie zusammen mit vielen Helfern kurz vor Weihnachten ein Benefizkonzert mit Alfons Hasenknopf. Dort war das Miteinander sehr spürbar.
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Ein weiteres Musikstück sorgte für Gelegenheit zum Nachdenken.
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Zur dritten Gesprächsrunde lud Hartmuth Lang Iris und Anja Grossmann. Sie berichteten von der Langeweile und der Hoffnung auf ein bisschen Beschäftigung. Die Flüchtlinge freuten sich über ein ißchen Mithilfe beim Aufräumen und Saubermachen. Besondere Freude entstand vor Weihnachten als sie die Flüchtlinge mit Christbaum und Weihnachtspäckchen überraschten.
Anja Boßmann hatte im Kindom-Park für das BRK gearbeitet. Sie wurde schnell zur „Big Mama“, weil sie durch energisches Einschreiten Reibereien unterbunden hat und dadurch zur Authoritätsperson wurde. Sie war täglich 16 Stunden im Kingdom-Park und hat in dieser Zeit miterlebt, wie sich die Flüchtlinge regenerierten und Vertrauen fassten.
Beide haben Freundschaften geschlossen, die bis zu Besuchen über Weihnachten reichten.
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Mit weiteren Bildern von Flüchtlingen dokumentierte Hartmuth Lang wie sie ihr Leben sehen: Dunkel, unordentlich, in Trümmern, hoffnungslos.
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Zur letzten Gesprächsrunde lud Hartmuth Lang Florian Wapler und Mohamed Saffi.
Florian Wapler war im Auftrag des medizinischen Dienstes am Kingdom-Park. Er berichtete von körperlichen und seelischen Verletzungen. Manche Körper wiesen Spuren von Mißhandlungen auf,
von Aufenthalten in dunklen Gefängniszellen und von Fesseln.
Mohammed Saffi hatte in drei Sprachen übersetzt, die man in Afghanistan nutzt. Er kam selbst als Flüchtling nach Deutschland und konnte so helfen, Vertrauen aufzubauen. Das größte Problem der Flüchtlinge war die Unsicherheit darüber, ob ihr Asylantrag anerkannt wird oder ob sie zurück müssen.
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Hartmuth Lang hoffte, diese Berichte helfen, das Bild der Flüchtlinge in der Öffentlichkeit zu verändern und Verständnis für die Flüchtlinge zu schaffen.
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Abschließend dankte Kristin Hüwel allen Mitwirkenden. Sie war beeindruckt und schockiert zugleich. dass es allen so erging, zeigte sich auch an der gedrückten Stimmung im Saal.
30 "Migration" - ... und da bin i jetzt dahoam?!? - Wahida Samad über die Situation der Frauen in Afghanistan 6:30
Am zweiten Abend der Veranstaltungsreihe „Migration“ - … und da bin i jetzt dahoam?!? konnte Kristin Hüwel wieder zahlreiche Zuhörer begrüßen. Sie stellte Wahida Samad vor, die 2013 aus Kabul in Afghanistan fliehen musste und jetzt mit ihren vier Kindern in Gars lebt.
Obwohl Wahida Samad inzwischen sehr gut Deutsch spricht, wollte sie den Vortrag doch in Englisch halten. Dafür bat sie Eingangs um Nachsicht. Sie wurde übersetzt von Anna.
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Wahida Samad wuchs in der afghanischen Hauptstadt Kabul auf. Da ihr Vater liberal eingestellt war, hatte sie die Chance zu lernen und Betriebswirtschaft zu studieren. Diese Qualifikation ermöglichte ihr einen Arbeitsplatz bei einer Außenstelle der Vereinten Nationen. Nachdem sie bedroht wurde, floh sie nach Deutschland.
Sie stellte zunächst ihr Heimatland vor, das sich in zahlreiche Provinzen aufteilt und durch seine Lage am Hindukusch strategisch bedeutsam ist.
In Afghanistan dominieren noch immer Unsicherheit, Armut, korrupte Justiz und Verwaltung, das Fehlen des Rechtsstaates, der Strafverfolgung und des Steuersystems.
Auf diese Dinge ging Wahida Samad dann ein.
Die „ISAF-Mission“, also die Nato-geführte Sicherheits-Unterstützungs-Truppe versucht seit dem Zusammenbruch des Taliban-Regimes 2001 das Land zu befrieden und rechtsstaatliche Strukturen aufzubauen. In dieser Zeit sind fast 3.500 Soldaten aus 29 Ländern ums Leben gekommen, 2.200 allein aus den USA.
Ende 2014 übergaben die Nato-Soldaten das Land zurück an afghanische Truppen. Aktuell sind Unterstützungskräfte im Umfang von 1.300 Soldaten im Land. Die neue Aktion nennt sich „Resolute Aid“, also resolute Hilfe. Weiter unterstützen die Partnerländer Afghanistan auch finanziell und mit Ausrüstung. Und politisch.
Dann ging Wahida Samad auf die Situation der Frauen in Afghanistan ein. In der
männerdominierten Gesellschaft werden Frauen weiter angefeindet und sogar bekämpft, wenn sie sich für Frauenrechte engagieren. Daran beteiligen sich sowohl weltliche als auch religiöse Gruppierungen.
In den zurückliegenden Jahren fielen sehr bekannte Frauen Anschlägen zum Opfer. Darunter waren Parlamentsabgeordnete, Polizistinnen, Rechtsanwältinnen, Frauenrechtlerinnen und Lehrerinnen.
Hierzulande bekannt wurde der Anschlag auf die deutsche Fotoreporterin Anja Niedringhaus, die 2014 vor der Wahl erschossen wurde. Kaum einer dieser Anschläge wurde jemals aufgeklärt.
Weit verbreitet ist auch die häusliche Gewalt gegen Frauen, die eine lange Liste verschiedenster Art umfaßt.
Eine Untersuchung hat 6.823 Fälle bekannt gewordener häuslicher Gewalt gegen Frauen ergeben. Die Dunkelziffer ist ungleich höher.
Die korrupte Justiz ahndet solche Fälle kaum und genießt daher auch kein Vertrauen.
Ein grundlegendes Problem ist die Unwissenheit in der Bevölkerung, die ihre Rechte gar nicht kennt und nicht weiß, wie sie sie einfordern können.
Die männlich dominierte Gesellschaft schränkt zudem die Bewegungsfreiheit von Frauen ein, was es beinahe unmöglich macht, Rat zu suchen oder Klagen vorzubringen. Frauen befürchten auch, selbst als Kriminelle dargestellt zu werden, wenn sie Hilfe suchen. Von der Schande und Ausgrenzung ganz abgesehen, mit der sie dann überzogen werden.
2012 stellte President Karsai einen Verhaltenskodex vor, der Männer vor Verfolgung schützt, die der Gewalt gegen Frauen angeklagt werden. Außerdem erlaubt der Entwurf, Ehefrauen zu schlagen.
2013 hat das Sharia-Komitee am Justizministerium 26 Änderungen im Strafrecht vorgestellt. Demnach können Seitensprünge unverheirateter mit bis zu 100 Peitschenhieben bestraft werden und verheirateten droht die Steinigung.
Seit Januar 2014 wurde die Strafgesetzordnung so geändert, dass die Verfolgung häuslicher Gewalt praktisch unmöglich wird. Afghanische Frauen sind damit praktisch schutzlos.
Allerdings gibt es noch immer das Gesetz zur Eliminierung von Gewalt gegen Frauen...
Afghanistan hat sich von einem fast freien Land in den 70er Jahren über ein radikal-islamisches Land bis heute immer wieder verändert. Wahida Samad beschrieb die Veränderungen, die die Taliban 1991 eingeleitet haben.
Abschließend fasste Wahida Samad die Mängel zusammen und formulierte Empfehlungen und Forderungen um die Situation der Frauen in Afghanistan zu verbessern. Diese können kurz in der Forderungen zusammengefaßt werden, das Töten von Frauen und Kindern zu verbieten.
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In der abschließenden Diskussion stellte Wahida Samad fest, das Grundproblem in Afghanistan ist sowohl weltlicher als auch religiöser Natur. Beide Bereiche sollten ihre Einstellung zu Frauen ändern und Männer und Frauen gleichberechtigt behandeln.
Wir fürchten, da ist ein weiter Weg zu gehen, der viel Zeit in Anspruch nehmen wird.
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Der dritte Abend der Veranstaltungsreihe brachte ein interkulturelles kulinarisches Erlebnis. Die Gäste kochten gemeinsam und genossen danach Speisen aus den Heimatländern der Flüchtlinge.
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Alle drei Abende sollten dazu beitragen, aufzuklären und Verständnis zu schaffen. Ob das gelungen ist wird sich zeigen wenn – wie angekündigt – heuer wieder Flüchtlinge im Landkreis betreut werden müssen oder gar ein Erstaufnahmelager eingerichtet wird.
30 Der "Umweltkaspar" zu Gast an der Grunschule in Neumarkt-Sankt Veit 6:45
Der Umweltkasperl war kürzlich zu Gast in der Grundschule in Neumarkt-St. Veit. Im Auftrag des Bundesumweltamtes reist das Puppentheater Dieter Kussani durch die Republik und bringt Kindern an Schulen, bei Stadtwerken und sonstigen Institutionen Umweltbewußtsein bei. Dazu bieten sie eine große Zahl Vorstellungen zu Themen wie „Kaspar räumt die Umwelt auf“ oder „Kaspar der Energiesparer“. Die Kosten für den Besuch des Umweltkaspars trägt das Bundesumweltamt. Voraussetzung sind mindestens zwei Vorstellungen mit zusammen mindestens 300 Schülern.
Das Puppentheater ist besonders geeignet, Kindern so schwierige Themen wie die Energiewende zu vermitteln, weil es direkt wirkt, der Kaspar eine unbescholtene Autoritätsfigur ist, das Theater fesselt und ihre Aufführungen pädagogisch aufbereitet sind, beschreibt der Anbieter die Vorteile auf seiner Internetseite.

In Neumarkt-St. Veit zeigte das Puppentheater Kussani das Programm „Kasper und der Energieräuber“.
Darin geht es um die Vermittlung des Bewußtseins, besonders elektrische Energie effizient einzusetzen. Eingebettet in eine spannende Geschichte lernen die Kinder mehr darüber, wie sie bei technischen Geräten im Haushalt und Kinderzimmer Energie einsparen, Leerlaufverluste vermeiden und „Energieräuber“ erkennen können. Dazu gehören auch ganz konkrete Tipps wie der Einsatz von Energiekostenmonitoren und schaltbaren Steckerleisten. Wichtige Fragen wie der Zusammenhang von Energieverbrauch und Klimaveränderung ergänzen die Inhalte.
Das Umweltbundesamt beugt also vor, und vermittelt solches Wissen schon im Kindesalter. Damit hinterher keiner sagen kann: „Was Hänschen nicht lernt, lernt der Hans nimmermehr“.
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Die Kinder unterstützen den Kaspar lautstark, beantworten seine Fragen und entwickeln so das Thema gemeinsam.
Kaspar bestreitet das Stück natürlich nicht alleine. Seine Großmutter, die sorglos ihre Wäsche trocknet muss sich seine Kaspars Ratschläge genau so anhören wie der unvermeidliche Räuber.
Großmutter muss den Umgang mit einer Zeitschaltuhr und einer schaltbaren Steckdosenleiste lernen und der Energieräuber das Ausschalten von Licht.
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Am Ende der Vorstellung bedankt sich der Umweltkaspar höflich für die Aufmerksamkeit und entlässt die Kinder zurück in den Unterricht.
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Wir haben mit dem Inhaber des Puppentheaters Kussani gesprochen, Tobias Warken. Wie kamen Sie mit dem Umweltkaspar nach Neumarkt-St. Veit? (O-Ton Tobi)
Sie vermitteln moderne Inhalte mit alten Mitteln. (O-Ton)
Hier sind sie im Auftrag des Umweltbundesamtes. (O-Ton)
Wie haben Sie die Aufführungen hier in Neumarkt erlebt? (O-Ton)
Wie können sich Schulen um Ihre Auftritte bewerben und was kostet Ihr Besuch? (O-Ton)
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Dann danken wir für das Gespräch und wünschen weiter viel Erfolg.

31 "Gnadenort" ein neuer Krimi von Anton Leiss-Huber: Ein Kommissar und zwei Altöttinger weniger 10:50
Erst am Samstag vorher hielt Autor Anton Leiss-Huber das erste Exemplar seines Buches in den Händen: „ Gnadenort“, ein Krimi, der in Altötting spielt, mit Personen, die man bei genauerem Hinsehen in der Wallfahrtsstadt auch entdecken könnte.
Weil es so kurzfristig geliefert wurde, standen nur etwa 160 Exemplare für die große Zahl geladener Gäste bereit, unter denen MdB Tobias Zech war, die MdLs Ingrid Heckner und Dr. Martin Huber, Altlandrat Seban Dönhuber, die Bürgermeister Herbert Hofauer und Peter Haugeneder, Kriminalpolizei-Chef Josef Mayer, Kunstvereinsvorsitzender Gernot Sorgner Mühldorfs ehemaliger Hauptamtschef Franz Hanninger und viele andere bekannte Persönlichkeiten.
Die vier Musikerinnen stimmten die Gäste mit frechen witzigen Liedern auf die Lesung ein.
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Anton Leiss-Huber freute sich über die zahlreichen Gäste, ersparte sich aber die ausführliche Begrüßung. Er dankte lediglich den Sponsoren, die verhindert haben, dass die Präsentation des Buches in Berlin stattgefunden hat.
Mit der Lesung wollte er dem Publikum die Protagonisten in seinem Buch näher bringen. Dabei unterstützen ihn die Schauspielerkollegin Kathrin-Anna Stahl und die „Stimme Bayerns“ Conny Glogger.
Wir dürfen hier einen kurzen Ausschnitt der Lesung zeigen, die durch die besonderen Talente der Akteure selbst fast schon zum Schauspiel wurde.
Erst aber schalteten die vier Musikerinnen das Publikum in den Krimimodus.
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O-Ton
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Im Krimi „Gnadenort“ geht es um den Mord an dem alten Wirt Bichler. Man hatte ihn in einer Kirchenbank tot aufgefunden. Mit der Lösung des Falls beauftragt wird Kommissar Max Kramer, der nach langer Zeit nach Altötting zurück kommt und gleich seine Jugendliebe wiedertrifft, die aber jetzt „Maria-Evita“ heißt und als Novizin im Kloster lebt. Sie kennt sich aus mit dem Neid, den Lügen und Intrigen hinter dem katholischen Anstrich. Ungünstig nur, dass das alte Feuer bei den gemeinsamen Ermittlungen ganz heftig zu glimmen beginnt. Und dass die Novizin „Maria-Evita“ eine Vorliebe für Punk-Rock hat ist sicher das Tüpfelchen auf dem i!
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(O-Ton)
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Die Gäste hörten gespannt zu...
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Anton Leiss-Huber dankte den Zuhörern für ihr Interesse und musste dann wirklich alle verfügbaren Bücher signieren.
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Herr Leiss-Huber, was sagen Sie zu diesem Erfolg Ihres Sohnes? (O-Ton Anton Leiss-Huber senior)
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Herr Mayer, Sie sind ja fast Co-Autor dieses Buches. (O-Ton KriPo-Chef Sepp Mayer)
Wissen Sie wer der Mörder war? (O-Ton)
Frau Glogger, haben Sie Aktien in dem Buch? (O-Ton)
Es hat sichtlich Spaß gemacht. (O-Ton)
(O-Ton Dr. Gilles, Wacker-Chef)
(O-Ton Tobias Zech)
(O-Ton Seban Dönhuber)
(O-Ton Gernot Sorgner)
Kreishandwerksmeisterin Helga Wimmer hat gleich drei Exemplare ergattert. Hat’s gefallen? (O-Ton Helga Wimmer)
Schließlich hatten wir Gelegenheit mit dem Autor zu sprechen.
(O-Ton)
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Wer also gute Unterhaltung mit viel Lokalkolorit wünscht, der kann ab sofort Anton Leiss-Hubers Buch „Gnadenort“ in jeder Buchhandlung kaufen, das im Ullstein-Verlag erschienen ist.
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Übrigens wurde gemunkelt, dass Anton Leiss-Huber schon an einer Fortsetzung arbeitet... Bleiben Sie also neugierig!

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